vi dwi « ort' !,'> ■>. r S ibtf icclii Erscheint wöchentlich 2 Mal in Leipzig. Bestellungen nehmen alle Postanstalten und Buchhand- lungen des In- und Aus- lande« an. Für Lkipzig nehmen Be- stellungen an: die Expedition, Hohcstraße 4. die Genosseuschasts- buchdruckerei, Zeiherstraße 44. A. Bebel, Pctcrstraße 18. I. Müller, Bayerschestraße 8b, HL Kbonnementspreis: Für Preußen incl. Stempel- steuer 17 Sgr., für die übr>gen Deutschen Staaten 12'/, Sgr. pro Quartal, pro Monat 4>/- Sgr. Für Leipzig und Umgegend pro Quartal 18 Ngr. Filialexpeditionni für die Bereinigten Staaten: F. A. Sorge, Loi 101 Iloboleou, N. J. Tia Newyork. G. A. Lönnecker, 135 W. Lake Chicago(III.) OrgandersozialdemokratischenArbeiterparteiundderinternationalenGeiverksgenossenschasten. Ir. 92. tij- T Sonnabend, 16. Wovemöer. 1872. An die Parteigenossen. ilwj tuti '• 1 Bei der durch den Austritt Hase's nothwendig gewordenen — � ErgänznugSwahl ist der Parteigenosse K.©rocke in die Kontrol- ,,( ivmmission gewählt worden. Erster Schriftführer ist von jetzt an i,-' R. Kays er. Breslau, den 12. November 1872. I. A.: H. Ochme, zweiter Vorsitzender. aß- Adresse des Generalraths ün die Töderationen, verbündeten Gesellschaften, Sektionen und � alle Mitglieder der.Internationalen Arbcitcr-Assoziation. Mitarbeiter! Schon längst haben die Arbeiter aller Länder das Bedürfnis/ i bie Nothwendigkeit gemeinsamer, verbündeter Handlung empfunden, um ihre elende Lage zu verbessern. Sie haben darum die Jnter- atv uationale Arbeiterassoziation als Bahnbrecher einer bessern Zukunft, als Vorkämpfer der Emanzipation der Arbeit begrüßt. Die Herr- ill" schcnden, besitzenden Klaffen ihrerseits haben überall das Erscheine» rj der Internationalen Arbeiterassoziation mit einer Kriegserklärung ß' beantwortet, welche sich im Lause weniger Jahre zu einem inter- jaf' nationalen Krcnzzug mit mehr als mittelalterlicher Tücke und Ver- J fvlgungslvuth venvandelte. Der offizielle Bericht des General- -- eaths an den Kongreß im Haag gibt eine kurze Geschichte dieses »,, �-reuzzugS und schließt: l1'„Ihr, Abgeordnete der Arbeiterklasse, versammelt euch, um die t streitbare Drganisation eines Bundes zu befestigen, dessen Zweck die Emanzipation der Arbeit und die Ausrottung der National- ' kämpfe ist." d. Arbeiter! Wenn bei dem Rückblick ans die von uns selbst- " erlebte Geschichte der Internationalen Arbeiterassoziation, bei der aa» Erinnerung an all da« erlittene Unrecht, unsere kaum vernarbten Kunden wieder aufreißen, müssen wir erkennen, daß wir nur zwi- scheu zwei Wegen zu wählen haben: Entweder Unterwerfung, geduldige, knechtische, gedaiikcn- lose Unterwerfung unter das uns von der modernen Gesellschaft zuerkannte Joch als entrechtete und enteignete Lohnsklaven mit der Mathematisch sichern Aussicht auf steigende Verarmung und Ent- d-s. behruugen bis zum Hungertyphus; Over Widerstand, Kampf, nicht Hos, wie in früheren gc- u«! sch'ch'Mp Klassenkämpfen, gegen einzelne bevorrechte Theile der 1 jf alten Gesellschaft, sondern gegen daS ganze Gebäude derselben, pjJ gegen die bürgerliche Gesellschaft selbst. irit Eins steht fest durch unsere eigene Erfahrung: So sebr die ,gt heutige bürgerliche Gesellschaft auch gespalten ist in verschiedene Frak- - tionen, welche fortwährend offenen oder versteckten Krieg miteinan- der führen,— so ist sie doch eins und einig darin, ihre poli- „ tische und ökonomische Herrschaft über den Maim der Arbeit um x jeden Prciö zu erhalten. Sie tritt daher mit unbeugsamer Härte : jedem Versuche der Arbeiterklasse entgegen, an den Zuständen der i heutigen Gesellschaft nur das Geringste zu Gunsten der Arbeiter Zu ändern; und sie tritt ihnen entgegen nicht als einzelne« von ! einer Arbeiterbewegung bedrohtes Glied der Gesellschaft, nicht als Adel, Fabrikant, Priester u. vgl., sondern als organisirte Gesammt- , heit, als Staat, ausgerüstet mit allen Hilfs- und KampfeSmittcln, welche ihr unsere und unserer Väter Arbeit geliefert haben. Ist ! also dw bürgerliche Gesellschaft einig in dem Bestreben, unser | Elend und unsere Knechtschaft zu verewigen— wie können wir i gespalten sein im Kampfe um unsere Wohlfahrt und die ! Theilnahme am Lebensgenuß? Wenn wir die bürgerliche 1? Gesellschaft im Besitz einer mächtigen centralisirten Organisation fj«- Zu unserer Unterdrückung sehen, können wir uns einbilden, auch nur # einen Schritt vorwärts zu unserer Befteiung zu thun durch De- . Zentralisation, Zersplitterung, Vereinzelung und Desorganisation? Als die bürgerliche Gesellschaft au ihrer Wiege marksschrcierischer Weise„Persönliche Freiheit" verkündete, war die Folge eine neue Sklaverei der arbeitenden Klassen. Jeder Wahn, jeder Jrrthum, J den wir in dieser Richtung begangen, ist theuer bezahlt worden vJ durch blutige Niederlagen, durch Zertrümmerung unserer Hoffnun- \ gen, durch den Verlust der Früchte jahrelanger Arbeit, deren i. Werth nur Die zu schätzen wissen, welche dafür geduldet und ent- bchrt haben.— Es ist unmöglich, daß wir Arbeiter Nichts aus hl der Geschichte»nscrs eigenen Unglücks gelernt haben sollten. Die "j Geschichte der Internationalen Arbeiterassoziation bis auf den Heu- $ ügen Tag beweist imGegeutheil, daß die Arbeiterklasse sehr wohl ■j«ine starke Organisation als bestes Mittel zu ihrer Befteiung er- s kanut hat und sie in'S Werk setzen will. Jede ihrer öffentlichen l\ Handlungen, besonders die allgemeinen Kongresse der Jnternatio- ' f"alen Arbeiterassoziation, sind bestimmte Schritte in dieser Rich- t«tilg.— i-_ Es ist natürlich von höchstem Interesse für die herrschenden F Klassen, uns von diesem Wege abweichen zn sehen. Sie befolgen l- daher die alte bewährte Regel aller Gewalthaber:„theile und . herrsche", um die Herstellung einer wirklich streitbaren Organisation l der Arbeiterklasse zu verhindern, welche, einmal vollendet, jeden Widerstand durch das bloße Gewicht ihrer n:-:geheuren Ueberzahl Z erdrücken würde. Dieö zu vereiteln, bietet sich den herrschenden ; I Ktassen ein willkommener Bundesgenosse in jener politischen Halb- - Welt(clemi monde),— den Sektirern, Reformatoren und Ver- schwörern— welche heute in allen civilisirten Ländern so üppig iwuchert. Indessen hat der Kongreß im Haag gezeigt, daß das Proletariat wachsam ist; er hat die Verschwörungen bloßgelegt und die Attentate gegen die Internationale Arbeiterassoziation ver- ettelt, indem er die Maßregeln und Beschlüsse des Generalraths guthieß, die Befugnisse deS Generalraths feststellte, die politische Thäkkgkeit zur Pflicht machte und die Assoziation von störenden Elementen reinigte. Damit haben die Vertreter der Arbeiterklasse den Weg des Widerstands, den Kampf gewählt und ihren unerschütterlichen Ent- schlnß kundgegeben, den Kampf um die Emancipation der Arbeit fortzusetzen auf die allein wirksame Weise, durch eine wirklich streit- bare Organisation, durch eine feste Phalanx: Die Internationale Arbeiterassoziation. Die dem Generalrath anvertrauten Arbeiten, seine ausgebreitete Korrespondenz, verursachen ziemlich bedeutende Ausgaben, welche nicht auch von denselben Arbeitern bestritten werden können, welche der Kongreß mit der exeeutiven Arbeit belastet hat. Die verschie- denen Föderationen werden daher aufgefordert, dem Generalrath die gesetzlichen Beiträge zu rechter Zeit einzusenden. Die Mitglie- der der Internationalen Arbeiterassoziation haben nicht blos Rechte auszuüben, sondern auch Pflichten zu erfiillen. Um dem Gencralrath eine möglichst klare Kenntniß ihrer Be- strebungen und Handlungen zu verschaffen, werden die verschiedenen Föderationen ersucht, regelmäßige genaue Berichte über den Stand der Assoziation in ihren Ländern, sowie der Arbeit im All- gemeinen einzusenden, und sind dieselben ganz besonders gebeten, soweit thunlich, einen gegenseitigen Meinungsaustausch und vor- herige Rücksprache zu veranlassen, bevor sie neue Felder der Thä- tigkeit betreten und die Internationale Arbeiterassoziation durch öffentliche Handlungen in Verantwortlichkeit ziehen. Nur durch wohlüberlegtes, vorsichtiges Zusammenwirken und Handeln können wir unsere Assoziation stärken und in Stand setzen, ihre Kultur- aufgäbe zu erfüllen. Der neue Generalrath hält es für nothwendig, die Korrespon- denz zu vereinfachen. Es werden daher Vertrauensmänner nur ftir solche Länder ernannt werden, deren direkter Verkehr mit dem Ge- „So(das heißt„so," wie daö offizielle Orakel nicht gezeigt hat, genug): so findet sich in der preußischen und deutschen Gesetz- gebung schon der Boden, auf dem fernere Bestrebungen(nicht Maaßregeln, nein, Bestrebungen,„einmal"„etwas" zu thun— never mind when and what— gleichviel wann und was?) für das Wohl der arbeitenden Klassen mit einiger Sicher- heit fußen und vorschreiten können.(Diese„fußenden" und„vor- schreitenden"„Bestrebungen" sind jedenfalls eine sprachliche Novität, nur fürchten wir, daß sie trotz ihres„Fußens" und„VorschreitenS" doch weder Hand noch Fuß haben.) Es ist zu hoffen, daß die in Aussicht genommenen Berathnngcu dazu führen werden, unter Be- Nutzung der gewonnenen Erfahrungen die schon bewährten(?!) Einrichtungen(??) auszubilden und nach Bedürfniß zu ergänzen. Jedenfalls ist aber den beabsichtigten Schritten(der„fußenden" und„vorschreitenden"„Bestrebungen") ein günstiger Eindruck (also darauf kommt eS an? nicht auf die Wirkung? v heiliger Humbug!) gesichert, da sie(„die beabsichtigten Schritte" der„fußen- den und vorschreitenden Bestrebungen") den Beweis liefern, daß die Staatsbehörden bemüht sind, ihre Fürsorge für die arbeitende Bevölkerung immer wirksamer und fruchtbarer zu gestalten. Ja— over the left(„über die Linke"), wie die Engländer der„niederen Klassen" bei Behauptungen und Versprechungen wahr- heitsliebender, ehrlicher Leute vom Schlage unseres„Gewissenhasten" zu sagen pflegen. Lösung der sozialen Frage— over the left: daß ist das Programm für„die in Aussicht genommenen Berathungen;" und daß es mit diesem Programm ernst ist, erhellt am Besten daraus, daß eö seit vollen 10 Jahren schon systematisch betrieb- sam aus der Theorie in die Praxis umgesetzt wird, wo- rüber mehr im nächsten Artikel. Mit dem Orakel der„Provinzialkorrespondenz" sind wir jetzt a Rloü der irrciae seiner Persönlichkeit ift tinrfi ei» flVHi-i-, neralrath unpraktisch oder unmöglich ist. Alle übrigen Mitthei- fertig. Bloß der Frage seiner Persönlichkeit ist noch ein Wort- lunaen und Korreioondemen werden durch die.fiände deö General- chcn zu widmen. Vor einigen Tagen hielt es die„Provinzial- korrespoudenz" ftir uöthig, jede Verbindung mit Herrn Wagener in Abrede zu stellen. Sehr natürlich das, Herr Wagner gehört zu jenen Leuten, die eine„geniale" Regierung nicht entbehren, mit denen sie aber auch keinen Staat im Musterstaat machen kann, und die sich deshalb gefallen lassen müssen, bei jeder Gelegenheit schnöde verleugnet zu werden. Das gehört zum Geschäft und wird — extra bezahlt. Ob der Artikel, den zu durchmustern wir uns der— gewiß starke Selbstüberwindung kostenden— Blühe unterzogen haben, von Herrn Wagener in Person geschrieben ist, das können wir begreiflichenveisc nicht juristisch seststellcn. Absolut zweifellos aber ist: 1) Die„Provinzialkorrespondenz" ist eins deb beiden amtlichen Organe der preußischen Regierung. 2) Die„Provinzialkorrespondenz" wird direkt aus den Ministerien lungen und Korrespondenzen werden durch die Hände deö General sekretairs gehen, ohne dessen Unterschrift kein Schriftstück giltig sein wird. Der Gencralrath: F. I. Bertrand, Fr. Bolte, C. Carl, S. Dereure, Fornaccieri, S. Kavanagh, Laurel, Leviele, F. A. Sorge, C. Speyer, E. P. St. Clair. Newyork, 20. Oktober 1872. F. A. Sorge. Generalsekretär. dox 101 Hoboken, N. I., via Newyork. Gegen die„Provinzialkorrespondenz". IX. Aber wir hätten ja unseren„Gewissenhaften" von der„Pro- vergessen. Was wir im vorigen Artikel bedient; und zwar wenn nicht direkt von den Chefs der verschiedenen ige, war natürlich nicht für ihn. Wie lene altliche Buhlkünst- Departements, doch unter deren unmittelbarster Kontrolle; und mit'•JS** JÜTrJkJS'?«- na, m UNS angähnen und mitleidig lächelnd zurufen:„He me parle? pas morale! Pour qui me prenez vous?"— Lassen Sie mich in � Ruhe mit Ihrer Moral, für wen halten Sie mich?— Und wenn er auftichtig wäre, aufrichtig sein könnte und dürfte, würde er hinzufügen:„Was fällt Ihnen denn ein? Haben Sie denn den Verstand verloren? Wissen Sie nicht, wer ich bin? Bin ich nicht der Erzengel an den Pforten des BiSmarck'schen Paradieses? Habe ich nicht selbst die Schlange angestellt und besoldet, welche die arbeitende Klasse, diese unschuldige Eva, zum Biß in den Apfel — nicht der Erkcuntniß, aber der Dummheit und Rohheit ver- führen sollte? Habe ich nicht die Lehrsätze der Manchesterleute und Kathedersozialisten, sammt den Manchesterleuten und Katheder- sozialisten selber am Schnürchen? Kenne ich sie nicht in- und aus- wendig? Habe ich nicht hundertmal den Beweis geliefert■— in Worten und Handlungen, daß ich sehr genau weiß, wie daö alles nur Schwindel ist? nickt viel Regierung, der sich eingehend mit der sozialen Frage beschäftigt, und Herr Wagener ist eö, der bisher alles Einschlägige besorgt und geleitet hat; und 4) der Eisenacher Professoren-Kongreß, welcher notorisch von Herrn Wagener inscenirt worden ist, hat striktissime, auf das Ge- treulichste und Pünktlichste das in bew Artikel der„Provinzialkorrespondenz" entwickelte Programm eingehalten. Wir dächten, hiernach wäre die Sache so'ziemlich klar. Man wird freilich einwenden, in dem Artikel würden Sätze (der Manchesterlehre z. B.) befürwortet, die den bekannten An- schauungen des Herrn Wagener diametral zuwiderliefen. Jndeß das will wenig bedeuten. Wem Gott ein Amt gibt, dem gibt er auch Verstand— nemlich den Verstand des Amts, den Amts- verstand, der von dem gewöhnlichen oft sehr verschieden ist, und mitunter dessen absolute Negation. Der Bismarck des„Kladdcra- dalsch" und der Erfurter Parlamcntsposse ist ein ganz anderer Schwindel ist? Schwindel mit dem man jetzt leider Menich als der Mwisterchef Bi7m«ck7der den Hunde mehr hinter dem Ofen hervorlocken kann. Ich herauszubeißen und dem Land- und Reichstag Unterricht im sollte an die Schiedsgenchte und Emigungöamter als Heilmittel> �ußischen Musterparlamentarismus zu ertheilen hat. Beide Bis- der sozialen Frage glauben. Bin ich etwa aus den Hirsch gekommen. mrcke müssen streng von einander getrennt werden, obgleich es dem Was berechtigt �ne, niir�emen solchen Blödsinn zuzutrauen, mir Schauspieler selber zuweilen passirt, daß er in die alte Rolle zu- rücksällt. Gerade so mit Wagener. Est inter ae inter. Wagener und Wagener ist zweierlei. Der Wagener der„Kreuzzeituug" und deö„StaatSlexikonö," der Franktireur Wagener, welcher im Land- und Reichstag Jagd ans die unglücklichen Fortschrittler machte und dabei an keine Regel der ehrlichen Kriegführung und des Anstands gebunden war, hat nichts gemein mit dem„vortragenden Rath" Wagener, mit dem Mimsterialbeamteu Wagener, mit dem Wagener der„Provinzial- korrespondcnz." Vor dem König, im Ministerium, in der„Pro- vmnalkorrespondenz," da heißt's: jedes Wort wohl überlegt, da gilt's blos den„Dienst," da herrscht bloß der Amtsvcrstand. Und der Amtsverstand eines königlich preußischen Oberhofsozialisten und Chefs des Arbeiterftage- Departements erheischt, daß der sozialdcmagogische Pferdefuß mit Mauchestersammt be- deckt, und der staatsrettende Stieber durch den Frack des Kathedersozialiömus präsentabel gemacht werde— kurz der „ Provinzialkorrespondenz"-Artikel mußte so geschrieben werden, wie er geschrieben ist. Diese unzähligen Fackeleien, Faseleien, Wind- beuteleieu, Windungen, Entstellungen, Verdrehungen, Unwahrheiten, Lügen, Widersprüche, Perfidien, Denunziationen: sie können nicht fehlen in dem sozialen Programm einer machiavellistischen Politik, welche die volle Bedeutung der Arbeiterftage erfaßt hat, aber nicht an die Lösung dieser Frage, sondern bloß an deren Ausnutzung zu dynastisch-reaktionären Zwecken denkt. DaS Ziel bedingt die Mittel. Und jedes programmatische Aktenstück e"iner Regierung von. jener Moralität, die durch daS famose Wort Bis- imarck's, des kompetentesten Richters, gekennzeichnet und gebrand- der ich—" doch halt! Die Bekenntnisse der schönen Erzengelseele wollen wir uns für ein besonderes Kapitel aufsparen, daS von S ozialdemagogischem handeln und sehr ergötzlich zu lesen sein wird.. Ach nein, den Mystagogen�) des königlich preußischen Sozia- lismus haben wir nicht belehren wollen— bei Leibe nicht! Unsere Ausführungen richteten sich an das Publikup,. Ihn wollen wir überhaupt nicht belehren, nur Andere über ihn. Niemand weiß besser, als unser„Gewissenhafter," daß Schieds- geeichte und Einigungsämter auf die Lösung der sozialen Frage ungefähr denselben Einfluß haben würden, wie ein Transport der Cholerakrankeu aus den Privativohnungen in die Hospitäler, und die Beerdigung der Choleraopfer regelnder Polizeierlaß auf die Anörottuug der Cholera; und wer Falsches behauptet, wissend, daß eö falsch ist und lediglich in der Absicht, das Richtige nicht zur Geltung kommen zu lassen, der ist nicht zu wiederlegen, mit dem ist nicht zu argumentiren— wenigstens nicht auf dem Papier und nicht pur älstanov(aus der Entfernung)— für den giebt's blos argumenta ad hominem, Gründe auf den Mann! Um das Charakterbild zu vollenden, müssen wir nun noch den Schluß der„Provinzialkorrespoudenz"-Litanci mittheilen. Nach Ver- Übung des famosen Doppelmirakels und obligater Anempfehlung des fchiedsrichterlich-einigungsämtlichen„unfehlbar wirkenden" sozial- politischen Malzextrakts, verabschiedet der„Gewissenhafte" sich unter vornehm-herablassendcn Verbeugungen mit folgender Schlußtirade: ') Vcrkiinder der Geheimnisse, Einweiher in die Mysterien. ck markt worden ist, muß bei einigermaßen genauer Analyse sick in die nämlichen Bestandtheile auflösen lassen, wie jener Artikel. Eine solche Analyse ist freilich keine angenehme Arbeit; indeß wir trösten uns für das ausgestandene Leid; bei sehr vielen chemischen Ana- lysen muß man sich die Nase zuhalten— und die Wissenschaft kennt keinen Ekel. Ist doch der Koth bloß„das richtige Ding am falschen Platz"— was, mit einiger Anstrengung, auch auf den „Menschenkoth" angewandt werden kann. Die Person des Verfassers ist also von ganz untergeordnetem Interesse. War's nicht Wagener von Dummcrwitz, so war'S ein be- liebiger Doppelgänger, Strohmann des Wagener von Dummerwitz; auf den Name» kommt's nicht au, Wagener, Stieber, Gncist, irgend ein andrer ministerieller Schulze oder Müller, es ist Alles„die- selbe Eouleur in Grün" oder Gran, oder Schwarzweiß, und, heiße der Mann wie er wolle, er ist eine Inkarnation des königlich preußischen Staats, aus ihm spricht der Geist des heutigen Staats; und �unser großer Wagener, Stieber, Gneist, Müller oder Schulze der„Provinzialkorrespondenz" hat nicht minder, als weiland der große Monarch(Ludwig XlV.) von Frankreich das Recht, von sich zu sagen: l'etat c'est raoi— der Staat bin ich. Es ist der ächte und unverfälschte königlich preußische patentirte und privilegirte Extrakt königlich preußiscker Staatsweishcit und Staatsweisen, was wir zu kosten gehabt; ein sublimes Produkt von Staatsindnstrie in deö Wortes verwegenster Bedeutung und darum allein schon Aufmerksamkeit verdienend, die ein Produkt schnöder Privat industric nicht hätte beanspruchen können; ein praktischer Eommentar klassischster Art endlich zu dem famosen Oxenstern'schen Bekenntniß hinsichtlich der„Genialität", (der schwedische Reichskanzler nannte eS etwas anders) mit wel- eher die Welt regiert wird. Für den künftigen Kulturhistoriker aber konstatiren wir an� klagend: So hat anderthalb Jahre nach der Kommune- Katastrophe, am Vorabend eines Kongresses der Lenker dreier mächtiger Staaten, dem sich eine Konferenz zur Lösung der drängendsten sozialen Probleme anschließen soll, ein amtliches Organ der königlich preußischen Staatsregierung in feierlichem Programmartikel die Kardinalfrage des 1ö. Jahrhunderts behandelt! Mit dieser Frivolität, mit dieser Un-- doch wir dürfen die Bezeichnungen, welche die Wahrheit uns in die Feder diktirt, nicht niederschreiben, denn die Sprache der Wahrheit ist heutzutage in Bann gethan, und Rede- und Schreibfreiheit hat nur die Lüge, hat nur die Niedertracht. j Von dem Wagcner(Stieber, Gneist, Müller, Schulze oder unsertwegen Spiegelberg— unter welchem Namen, unter welcher Maske er geht: Spiegelberg wir kennen Dich!) von dem schreibenden Wagener telconque*) der„Provizialkorrespondenz" trennen wir uns jetzt, um den handelnden Wagener in Augenschein zu nehmen. Wir müssen unfern Aktor in der Aktion, in der Arbeit sehen, die Theorie an der Praxis erproben, in der Praxis beobachten. Es wird sich zeigen, daß beide einander genau entsprechen: IsiAnro ci, Pigaro Iii— Stieber hier,.-i,----- u. S t i e b e r for ever!**) Geschichte ihn schon bei Lebzeiten getauft hat. Die Regentschaft war noch nicht eingetreten, die Armee noch nicht reformirt, Herr von Bismarck brütete noch ganz einsam und unerkannt darüber, wie Deutschland umgestaltet werden solle. Und jetzt nach so großen Erfolgen die Erniedrigung einer Cartelconvention, die die Züge des russischen, nicht des preußischen, oder überhaupt irgend eines des preußischen Staates in Bewegung fetzt und die längst der nung bezahlen zu können. Dir Beamte begnügte sich denn autl Pi mit einer Anerkennung der Schuld, hoffend, Bebel werde vielleicht P später einmal zu Vermögen kommen und dann dem Kaiser gebe«! was des Kaisers ist.! eri Liebknecht, auf dessen Kappe die gleiche Summe kommt, ur blieb vorläufig ungeschoren. Da das letzte Dritthcil für Hepner ist westeuropäischen Staatswesens trägt, die die Mittel und Kräfte in Folge von dessen Freisprechung der Staat übernehmen muß, he Grenze wohnenden Preußen für Zwecke plagt, welche nur in der Form und veralteten Natur der rusfischen öffentlichen Einrichtungen wurzeln. Es ist wahrhaft haarsträubend, daß Preußen für eine derartige Thätigkeit seine Beamten aufbietet und seine Bürger in Mitleidenschaft zieht. Dasselbe darf seinerseits keinen Anspruch auf dergleichen Dienstjeistungen machen und kann sie Anderen auch! o beläuft sich die Gesammtrechnung des Leipziger Hochver- de rathsprozesseS auf 1989 Thaler 9 Neugroschen 6 Pfennige,»a Permanenter Massenmord. nil siö de nicht darbieten, ohne sich zu erniedrigen. Außerdem steht die neue Einem von Dr. Albu(dem um die öffentliche Gesundhcits- � Convention im schroffsten Widerspruch mit dem Völkerrecht. Denn das moderne Völkerrecht verwirft die Auslieferung anderer Per- sonen als gemeiner Verbrecher." Also das Berliner Spießbürgerblatt, das vom„modernen" Völkerrecht sehr eigenthümliche Vorstellungen hat. Das„moderne" Völkerrecht ist die Rechtlosigkeit der Völker, und das Recht der Regierungen zu thun, was ihnen gut dünkt, und was ihr Interesse d. i. erheischt. Das Interesse der preußischen Regierung aber erheischt die äußerste Gefügigkeit gegen den russischen Despotenstaat, dessen Allianz eine Lebensftr.ge für das Bismarckische Preußen(alias „Deuffchland") ist. pflege hochverdienten Freunde und Mitarbeiter Boruttau's) ia rni Nette Zustände. II.: Vor einigen Tagen war Hannover Berliner PotSdamerstraßen-Bezirksverein gehaltenen Vortrag über R die Berliner Sterblichkeitsverhältnisse entnehmen wir-■ Ul nach den Berichten der Berliner Zeitungen— folgende Notizen: kv Im Allgemeinen sind die Sterblichkeitsvcrhältnisse Berlins äußerjl ungünstige(detaillirte Vergleiche mit anderen Städten wären hier i-' sehr wünschcnswerth. R. d. V.). Nur 1 Prozent der Einwohner,! h- von je hundert nur Einer, wird über 60 Jahre alt, während he nur ein Viertheil der männlichen Jugend zum Kriegsdienst tanz- lich ist. Dies üble Resultat wird von Herrn Albu hauptsächlich T' der ungesunden Arbeit in schleckt eingerichteten Fabriken und Wert«! stätten, und den traurigen Wohnungsverhältnissen zugeschrieben.! m der Schauplatz eines recht charakteristischen Vorgangs, über welchen der Frankfurter„Beobachter" sich wie folgt ausläßt: „Daß die preußische Justiz, wo es sich um politische und Preß- Prozesse handelt, oft sehr seltsame Dinge zu Tage fördert, ist eine allbekannte Thatsache. Etwas ganz Eigenthümliches aber ist in diesen Tagen zu Hannover passirt. Dort wurde der Redakteur der„Hannoverschen Landeszeitung", Herr Meyer, gefänglich ein- gfezogen, weil er sich weigerte, den Verfasser einer von Wahrhaft entsetzlich ist die Sterblichkeit unter de« äuglingen der ärmeren Klassen. Im Voigtlaude(eine» lh von Arbeitern bewohnten Quartier) sterben durchschnittlich voii je 100 Säuglingen vor dem ersten Jahr neunuudfünfzig, in dem von Reichen bewohnten Thiergartenviertel dagegen blök M siebzehn— ein- Differenz, die von Herrn Albu fast aussckließ- � lich aus Rechnung der Wohnungen gesetzt wird.— 1,1 Wir sehen affo, daß tn Verlin das Kind des Reiche» � drei und ein halb Mal so viel Chance»hat, das erßl v' ihm abgedruckten Correspondenz zu nennen. Schon dieses kr tische Lebensjahr zu überschreiten als daö Kind des'u Verfahren war nach den geltenden preußischen Gesetzen zum Min- desten etwas stark mit summarischer Justiz verwandt, aber erstaun- licher noch ist gewiß die darauf erfolgte Lösung der Augelegen- Armen. Auch in späteren Jahren gestaltet sich das Verhält«» h; sehr znill' Nachtheil des Letzteren; doch am Grellsten tritt der Unter w schied im ersten Jahre hervor, und eine vergleichende Statistik heit. Die„Kreuzzeitung" berichtet nämlich aus"Hannover:„Der der Säuglingssterblichkeit liefert deshalb das augenspriugeudst«!& , Christian überwältigendste Auklagematerial gegen die heutige Gesellschaft. D« � /itweilige Redakteur der„Hannoverschen Landeszeitung", v„-.,-u__________ 0___ Meyer, welcher gefänglich eingezogen war, weil er den Verfasser zarte, unschuldige Säugling, dessen Lebeusflämmckeu der leisem* eines den Grote'schen althannover>chen Kalender betreffenden Ar- Luftzug ausblasen kann, hat dgs ganze Elend der heutigen Gesell 31 eine Anklage nicht erhoben werden solle, mit Einwilligung des Verfassers jenes Artikels dem Untersuchungsrichter den Namen des Verfassers genannt und ist darauf sofort aus seiner Haft ent- lassen." Ob das Abgeordnetenhaus sich diese naive Benutzung der Justiz zu politischen Zwecken einmal näher besehen wird?"- Natürlich wird es sich dieselbe nicht„näher besehen". Eben- «lieber da, Stieber überall, sowenig, wie die Abrechnungen des Welfenfonds, obgleich es den Wunsch nach einem Einblick in letztere zu erkennen gegeben hat. Politische Uebersicht. > Herr Stieber ist, gleich der Krone, und gleich dem-„herrlichen j Kriegshecr" ein noli nie längere(Rühr mich nicht an) für die Musterparlamentarismus. Die preußischen Junker haben die Kreisordnung richtig verworfen; und zwar haben gerade die I preußischen Abgeordneten, die sich zum Spott„Volksvertreter" nennen lassen.— r. � M Kamöurg. Die Nothwendigkeit, daß das Volk seine in der Nähe des Königs befindlichen Hofjunker den Ausschlag ge- Staatslenker achten müsse, ist durch den Aturz des sogenannten e- geben, obgleich zur Tröstung der betrübten Nationalliberalcn hauptet ward, der König in Person habe zur Annahme des Ge- setzes gerathen. In Folge des Herrenhäusler-Votums istjne Bürgerkönigs Louis Philipp und des„weisesten aller Staatsmänner," wie die„Times" den meineidigen Kaiser Louis Napoleon zu nennen pflegte, hinlänglich illustrirt worden,— Lamartine'S Aus- Session geschlossen worden, was dem Lande gegen 80,000 Thir. sp�uch:„ils tomberont par une Involution de mepris" ist zur kostet. Die Kreisordnung wird jetzt umgearbeitet, d. h. von allen geworden in Bezug aus Beide, als- die öffentliche Ver- dem Herrenhäusler-Geschmack widersprechenden Jugredicnzen befteit Achtung ihren Höhepunkt erreicht hatte. zum besten Material für einen sozialen Barometer. Di> Sterblichkeit der Säuglinge ist der am Leichtesten zu ge-(Zr wiu nende und sicherste Maßstab für den Kulturzufta»« � und die Humanität der Gesellschaft eines Landes., T Wenn wir erfahren, daß in St. Giles, dem Londoner Pro-)* letarierviertel, von je 10 Kindern 9, und in Belgradia, de» � Londoner Aristokrate u viertel, von je 10 Kindern nur 1 vo<„ Ablauf des ersten Jahres stirbt, dann wissen wir, daß i» b London von je 10 Proletarierkindern acht den mangel- J' haften Geseltschaflseiurichtungen zum Opfer gebracht werden; denn würden die Proletaricrkiuder ebenso gut verpfleg wie die Ariftokratenkindcr, so würde die Sterblichkeit"unter ihn# l; auch keine größere sein. I � In Berlin ist das Vcrhältniß ein ähnliches, wenn schon n«?"~ ganz;o kraß. DaS Einzige, was wir an den Ausführungen des Dr. Alb«i so weit der uns vorliegende Bericht sie uns kennen lehrt, ausz» fetzen haben, ist, daß er die Wohnungsfrage zu sehr in den Von dergrund drängt und auf die allgemeinen gesellschaftlichen Bedi»' G gungen nicht genügenden Nachdruck legt, Die Leidensgeschichte dst ge Proletarierkinds beginnt schon vor der Geburt, weil die Muttf W �___J________________ D____ Weib des Armen für das Wesen thun, dem sie das Leben gegeW A: Stiebcr-Couferenz. Erzengel Wagener ist Hauptvertreter der, � Neapel fiel König Bomba ebensosehr durch die öffentliche hat? Um zu gedeihen, um nicht unrettbar zu welken, zu verwelk� ag V%vöit£>ffssf»ovt �?£»Arövitnrt rt.">+i'rvl rrh irrtfoY* I ItPITt c"——- v.l.. i_. r.* preußischen Regierung, natürlich unter obligater Polizeiaffistenz. Verachtung als durch Garibaldis Sckwcrdt, und in Spanien fiel bedarf dasselbe warmer und trockener Umhüllung, reiner Luft, pdf»r Wie der östreichische Wagener oder Stieber heißt, ist uns äugen pjx Unschuldsvolle, vom Papst mit der Tugendrose ge- sonder Nahrung. Keius von diesen drei Erfordernissen kann t? V blicklich entfallen.— geschmückte, erst recht durck eine revolntion de mepris.' Proletarierweib in vollem Maße erfüllen: sie hat nicht die Mit� M Mcnschenfleisch kostet nichts. Am Mittwoch vor ackt �as deutsche Volk will aber keine Revolution, s:................ v-----® Tagen fahren 21 Kohlenarbeiter in eine Grube bei Charlerri Demokraten auch nicht, wir wünschen alle durch die H. (Belgien). Kaum sind sie in der Hälfte angelangt, so reißen � 3beett einen unblutigen Sieg der Civilisation und des v».----......,......— 0-,-7......-. gleichzeitig alle vier Ketten der Fördermaschine, der Fall- jU erringen. tilation möglich ist; sie hat nicht die Mittel, sich selber in ei»� K schirm zerbricht und die 21 Arbeiter stürzen in die Tiefe, wo � Das' führt nothwendiqerweise dahin, daß maii, um eine revo- Weise zu nähren und zu pflegen, welche sie befähigt, dem K>»b Z 1 r..c-i- i ri..........._.___-j...,____•...._________ ii.... c:x. s-.;,.... s»;« 0(Y)i(ffn*ll ihre leb- und gestaltlosen Ueberreste von den Hinterlassenen z sammeugesucht werden mußten. Mit Recht hebt die„Jnternatio- nale" hervor, daß hier unfehlbar eine grobe Pflichtvergessenheit der gute Muttermilch zu„schenken". Und nun gar, wenn die Muss� Zu .................. i.,.................. wie'dies in Huuderttausenden von Fälle» vorkommt, sich auf# Führt die offenbare Verstimmung in einem großen Tcheile des dem Hause ihren Erwerb suckcn muß: in der Fabrik, als Nähter# re ch. jrY.___.■ y. j.___.. v......... M..... L»: t I l— r i t 1,1 s....o 1��..., tlss u° lution de mepris zu vermeiden, sich die Frage vorlegt: Können wir unsre Staatslcnkcr achten? Grubenverwaltung vorliegt, da es einfach undenkbar ist, daß gleich- neuen deutschen Reichs nicht nothgedrungen zu einem Rückblick auf Wäscherin, Scheuerfrau! Was dann? Was wird aus dem»". zeitig alle vier Ketten zerreißen und der Fallschirm zerbrechen konnte, � Konfliktöperiode und budgetlose Zeit,"wo ausgesprochenermaaßeu glücklichen Ding, das„ein Mensch werden sollte", und das tr wenn nicht Ketten wie Fallschirm sich in schlechtem Zustande ein Verfassungsbruch stattfand und das Volk durch Kränkungen und häufig, ohne alle und jede Aufsicht, unter alleiniger Obhut irgk?' befunden hätten. Doch— es sind ja nur Arbeiter, die umge- Beleidigungen aller Art in Person seiner Abgeordneten so recht eines den Tod in sich bergenden„SchlafpülverchenS"(die auch kommen sind. mit Fußtritten traktirt wurde? Deutschland nichts weniger als unbekannt sind, und die„beruhig� Im Moment, wo wir dies schreiben, kommt uns ein sranzö- Das geschah damals in Preußen durch den Ministerpräsidenten den" Wirkungen des im wahrsten Sinne des Worts mörderisch� Bismarck, doch das preußische Abgeordnetenhaus hat ihm allerdings„Lutschbeutelö" verstärken müssen) gelassen werden muß?! m. Indemnität ertheilt.! Gewiß sind die schlechten Wohnungen, in die das Proletat� sisches Telegramm zu Gesicht, daß eine Grubenexplosion(bei Blancy) meldet, durch welche 33 Arbeiter gctödtet und 5 verwun- det wurden. Der Motvch braucht Menschenopfer.— Nette Zustände. I:„Ist Preußen gegenwärtig noch das Preußen des Freiherrn Otto Theodor von Mauteuffel und Ruß- land noch das Rußland des Czaren Nikolaus?" fragt die Berliner iußland stag Vossische Zeitung", und fährt" dann fort:„Diese Frage muß sich Besorgnis; die Frage: können wir unsere Staatslenker achten, uungSverhältnisse ausgerottet. Verschaffe man dein Proletas# ,'' r oder könnten wir mal, wie die Franzosen, Oestreicher, Spanier und! Wohnungen, die mit jeder Rücksicht auf Gesundheit und Comst Jedem aufdrängen, der in Erfahrung bringt, daß kürzlich das ruf- fische Regierungsblatt in Warschau einen bereits unterm 18. August d. I. zwischen der russischen und der preußischen Regierung abgeschlossenen Vertrag veröffentlichte, betreffend die Ausliefe- rung der beiderseitigen Unterthanen, deren Rückkehr ins Vaterland „wegen mangelnder Existenzmittel, Vagabondirens oder Paßlosig- keit für nothwendig erachtet wird." Kaum hat die berüchtigte Cartelconvention zwischen Preußen und Rußland ihre End- schaff erreicht— es war am 4. September 1869— und man läßt schon wieder eine neue Convention ins Leben treten, die, wenn sie in Kraft bliebe, schon nach kurzer Zeit weit beriich- tigter werden würde, als alle nach den Freiheitskriegen abgeschlos- f J' rw« t... I O-.11. A 4-... T-.*• S-..A-* A.* A Neapolitaner, aus nnserm schönen Traum envachen und uns vis ü vis hergestellt sind, und lasse es im klebrigen in derselben Lage»z einer revolntion de mepris befinden?— vorlegt. jetzt, so wird zwar unzweifelhaft die Säuglingssterblichkeit Wenn die Preußen ihren Staatslcnkern eine Indemnität gaben, momentan vermindern, allein sie wird unter dem Proletariat so war das eben keine beneidenswerthe Lage, daß eine Regierung lange nicht den niederen Punkt erreichen, auf welchen sie unter d" -•••"......*' wohlhabenderen Klassen herabgedrückt ist. � J Wir haben eS hier mit einem klebel zu thun, das in den O einen Verfassungsbruch bekennen und eine Indemnität beantragen muß, aber Herr Redakteur, ich erlaube mir zwei Fragen: 1. Bleibt diese Indemnität nicht unverbindlich für das übrige Deutschland, ohne welches Preußen schwerlich die großen Erfolge gehabt haben würde? 2. Gebietet es nicht die allereinfackste Vorsickt, daß daS übrige Deuffchland sich vor neuen Konfliktsperioden, Verfassungsbrüchen senen Conventionen. Mehr als alle anderen trägt die neue Con- Judemnitätsbeantragungen zu hüten bestrebt ist? � a—M„.. w.o<. A»�. o'irxev Jpif"m n sUvoimcm'mkmm nr-_____ rv«-._____ rr......... cttc.. vention das beschämende Gepräge einer Zeit, wo Preußen wenig mehr als der dienstwillige Vasalle Rußlands war. Als die erste Convention geschlossen wurde, war der Czar der mächtigste Manu in Europa, sein Wille und Wunsch in Berlin beinahe Gesetz. Als sie zum letzten Male erneuert wurde, am 8. August 1857, regierte bei unS Herr von Mauteuffel, der Mann von Olmütz, wie die *) xbelicbigcn. "j Stlebcr auf immer! Stieber hoch! Einer Ihrer Hamburger Abonnenten. Eine interessante Rechnung. Wie Bebel seiner Frau gemeine» gesellschaftlichen Zuständen seine Wurzel hat, und A lich nicht ohne eine allgemeine Verbesserung der gesellsä)aftli� Ii Zustände zu heilen ist.�; 1( Angenommen, der Staat, oder die Gemeinde packte mit g�, ff, Absicht und festem Willen die Wohnungsfrage an, und fey�.% durch, daß nicht nur der„Wohnungsuoth" abgeholfen, so»�. bil vueu/f vvv uuijti/y iitu, 1 auch dafür gesorgt würde, daß jede Wohnung sanitätlich den Hm sri fir sten Anforderungen entsprechend eingerichtet sei. Was wäre b Resultat? Das Elend würde den Ort gewechselt h�'i/ nichts weiter! Eine Quelle der Sterblichkeit wäre verstopft, ho mittheilt, ist ihm die Gerichtsrechnung für den Hochverrathsprozeg unzählige andere wären nach wie vor offen, und die ihnen S dü D de Bebel erklärte, daß er leider kein Vermögen besitze, um diese Rech- prachtvollsten Marmorpalläfte ein, und— bleibt das Prolet.� iu4 ;i4t b» mt, nin inB, HP ge' Proletariat— so werden die Marmorpalläste bald in Pest- und Fieberhöblen verwandelt sein. Mit th eilweisen, stückweisen Reformen läßt siib eben nichts erreichen, was sich der Mühe verlohnte. Sie können blos Stück- und Flickwerk liefern. Krankheitserscheinungen entfernen, das ist nicht schwer, jedoch nur ein Pfuscher thut es, denn die Krank- heib wird dadurch nicht kurirt, oft gerade,», durch Zurückdräuguug der Symptome, verschlimmert. Der wissenschaftliche Arzt forscht Die..Volksvertretung" Sachsens beschloß aus Anlaß des hohen Vermählungsjubiläums Ihrer Majestäten 200,000 Thaler aus dem Staatsvermögen zu entnehmen, und dieselben als Hvchzeitsgeschenk des sächsischen Volkes Ihren Majestäten zur Begründung milder Stiftungen zu übergeben. Wenn das„säch- sische Volk" diese Summe direkt den sächsischen Webern und Strumpfwirkern, die doch auch zum sächsischen Volk gehören, nacd den KraukheitSursacken, und sucht sie zu entfernen. Die verwilligte, würden sich viele derselben zum ersten Male in ihrem Wohnungönoth" ist aber nur eine soziale KrancheitSerscheinung, Leben haben satt essen können ' �..-ro*..,•, r f"T e'v r___ Ii', jf.,'-...C � f1 � � rl sY?* r\s\ i*** its- iW iber eoZ ieti hie* 11er, ent sich eck- 'ea- >eii lein eo» iS- lot ich est* Dt* Hiij ter stlt cht, Teich m d« idx be« Di' S' ml eo- jerf 'i df ich! leg* iie» lich nicht Krankheitsursache, obgleich freilich eine Erscheinung, die an sich wieder das Uebel befördert. Die Krankheitsursache liegt in dein herrschenden Produktionssystem, in der kapitalistische» Ausbeutung der Arbeiter, welche die VermögeuSungleichheit mit ihren Gegensätzen von hilfloser Armuth und schwelgendem chlauchan, 5. November. Borige Woche hat in St. Jakob im Mülsengrunde eine Sitzung deö laudwirthschaftlichcn Vereins stattgefunden, die von ungefähr 30 Großgrundbesitzern und Fak- toren besucht war. Der Vorsitzende theilte mit, daß man die Ver- sammlnng hauptsächlich wegen der Reickstagswahl einberufen hätte; Reichthum erzengt, und es der ungeheuren Mehrzahl der Menschen man solle bei der nächsten Wahl den Herrn Grafen zur Lippe im«.;;.,:.*,„»> ew-ift Iii» nvitilen Dieser.VSerr ist uns.1.1 IN I,„bekannt, wir können uns tersckeidung von der kolossalen Rohheit und Bestialität, die jetzt gestellt war, aber glänzend durchfiel. Das gleiche Schicksal pas- hauptsächlich„an der Spitze der Civilisatiou" marschireu) er- sirt dein. Herrn Grafen auch bei uns. Fast möchten wir glauben. heischt und ermöglicht. Und so ständen wir denn vor den Pforten der„sozialen Frage", zu der„alle Wege führen", wie weiland nach Rom. Die Säuglingssterblichkeit ist kein vereinzeltes Faktum: sie ist unablösbar verschlungen und verwachsen mit taufenden von ähu- ■lichcn Fakten, die, alle den gleichen Grundursachen entsprungen, in ihrer Gesammtheit die soziale Frage bilden, und von denen keius „aus der Welt geschafft werden kann", ohne daß alle anderen mit fortgeschafft werden. Hier heißt's: Alles oder Nichts. Halb ist nichts; drei Viertel ist nichts, neunuudnennzig Hun- ckertsiel ist nichts: daS letzte Hundertstel würde die übrigen neun- undneunzig Hundertstel unrettbar verderben. Der Philanthrop, wel cher aus Mangel au Ueberblick sieb, ans Einen Punkt der sozialen Frage wirft, und von diesem ans Alles knrircn will, schöpft Wasier in einem Sieb— alle Anstrengungen sind fruchtlos.-- Wir haben das Thema der Säuglingssterblichkeit herausgegriffen, Meil es nnsere gesellschaftlichen Zustände besonders grell kennzeich- uet. Daß— von der direkten und indirekten absichtlichen unsere Gegner suchen jedesmal einen Kandidaten mit anderem Titel; denn wir haben bis jetzt einen Grafen noch nicht zu be- kämpfen gehabt, wol aber einen Freiherrn, Bürgermeister, Stadtrath, Kauflnanu, Gewerbetreibenden, Gerichtsdirektor im Dienst und Kreisrichter außer Dienst; letzterer war Herr Schulze- Delitzsch. Unsere Parteigenossen stellen sich, daß es bald los geht— zum Wahlkampf. In Meerane hat bereits der Stadtrath die Aufstellung der Wahllisten angeordnet; wir werden dafür Sorge tragen, daß die LijtÄ genau kontrollirt werden.— In unserem Bezirk stehtö mit dem Geschäft sehr schlecht; nicht allein die Arbeiter sind in Noch, auch die Fabrikanten lassen die Köpfe hängen. Die Annexion von Elsaß-Lothringen hat unserer Weberbrauche eine kaum zu übenvindende Konkurrenz ge- schaffen. Als unser ReichtstagSabgeordneter zur Zeit des„heili- gen Krieges" auf die Gefahren der Annexion auch in materieller Beziehung, speziell für den 17. sächsischen Bezirk, hinwies, lachten und höhnten die Fabrikanten; jetzt stellt sich heraus, wie richtig härteste Kindestödtung abgesehen— in unseren„Kulturländern" all-ch-ese Vorhersagungcn waren. jährlich Hunderttausende, ja Millionen von Kindern. Wegenskurg, 11. November. Zum süddentschen Arbeiter- den unsiunigeil und ungerechten Gescllschaftszuständ en tag in München. Als wir die Anzeige von der Abhaltung eines Zum Opfer fallen,— dieser gesellschaftliche Massen; süddeutschen Arbeitertages in München erhielten, begrüßten wir Kindermord mit dem verglichen flJ.iAriAt mif Stnmfcim„„s»>;<• bis mm i a d!i>- £iil harmloser Scher; war d häßliche Thatsache, au deren granitnen sich Beulen Schandfleck Armen!„H..,.„7..............,.......— T........ ——„Hilft nichts, Ihr Herren! Spart nur die Miilie, wenn scheu Genossen sammt dem Parteiausschuß bereits als begraben Ihr nicht durch Dick und Dünn gehen wollt, bis mitten hinein in � anzunehemn scheinen. Da erhalten wir den„Volksstaat" vom die Brutstätte der sozialen Frage.. 9. dieses Monats und lesen in demselben einen Vorschlag von So wenig es ein vernünftiges Erziehungssystem in der Nürnberg, den Arbeitcrtag nicht in München, sondern in Jngol- heutigen Gesellschaft geben kann, ebenso wenig eine wirksame S a- stadt, auch nicht am 1-1. November sondern an kirchlichen Feier- »itätspolizei. Leib wie Geist des Volks von der Heu- tagen, Weihnachten:c. zu halten. Wir billigen nun vollkommen tigen Gesellschaft mit Füßen getreten, verachtet, vernack- die Ansicht, daß die Zeit etwas kurz gewesen sei, meinen aber, lässigt, dem Tod oder der Berkrüppelung überliefert, daß es trotzdem den Nürnberg- Fürcher Parteigenossen eben so kann erst zur volle» Eutwickelung gelangen durch den möglich gewesen wäre, ihre Beschlüsse zu fasse» wie uns, und daß Sozialismus, im freie» Volkssraat.|cS jedenfalls besser gewesen wäre, die Lokalbeschlüsse zu beschleuni- igen, als ans einen Vorschlag, der, wenn auch nicht genau über- legt, doch jedenfalls gut gemeint ist, sofort mit einem Gegenvor- schlag zu antworten, der vielleicht, gesetzt den Fall, die München- ! Landshut-Augsburg-Jngolstädter Parteigenossen bleiben bei ihrem t# ttel -os- iii'1 ;il; tte* .5" vi* i ! tf .Cf h- (J US te; IS .» fil i S ue' all >l|i be' td >5 Gewerksqetlossenschaftliches. Allgemeiner Deutscher Schneidervertin.. x» ,,,-,----■■, a> j.ii.<- ,, v- Wegensönrg. 11. Nov. Nachdem der frühere Vorort Berlin die Besch ng(wozu sie soviel Recht haben als die Nurnberg-Furcher Geschäfte i» die Hände der jetzigen VorortSvemaltung Eh-.m.i#' G-genvo�chlaH zn eiN-r ganz hübschen«nv bei den der- g-leat, hoffen wir, daß diese die Geschäfte in derselben»...sicktigeu!"7'SN' Verhaltni,,en viell-sä.t!ehr folgenschweren �pelltnng unter Weise leiten werde wie die frühere, die sich das Vertrauen und""f � st führen kann.(Das glauben wir'„cht Wir glauben die Achtung aller Mitglieder im vollsten Maße erworben hat.> vielmehr, daß die formelle.. Fragen zum Arbe.tertage sehr bald Zugleich möchten wir die Mitgliedschaften aus den Vorschlag W", werde» und da,; der Arbe. ertag die snddeutichen Pariei- Reimanno aufmerksam.„ach-n, der dahin geht, nach Kräfte!, für genoye.. aniporuen wird. m.t vereinter Kraft für d.e Jntere,,eu Ausbreitung des Vereins und Zuführung aller Fackvereine zu Proletariats in me Schransiu zu treten. R. d. B.) agitiren.»». dann als geschlosse.ws Ganze der Geiverkjckaft uns W.r werden, w.e d.c Enffcheidung.n d.e er- Sache auch ausfallen anzuschließen, damit wir von den in unseren Statuten gebotenen den.Irbeitertag beschickeli(Brjiiw.), ivalim« am »ÄT«"*0 � T Pn!,'-«■ großen Ganzen gegenüber un ere f, fc Vorschlage Nürnbergs anzubequemen und den Ar- S Ä Äe de°"ib i'ereÄ? f �T T t zu Weihuachten abzichalten damit etwas Tüchtiges daß an die Stelle des abgereisten Vorsitzenden d-r Kontrollkoin- �� �'Außerdem fügen wir nur den Ms on(Denk) F. Baume und für den gl-.chsalls abgereisten � �» persönliche Differenzen zur Parteisache zu Z'�'lBriuhauzl) J Entner gewählt wurde. Sonst ,...d d.e � � �.»er die Ei.chkeft über Alles;., stelle... zuä von bi?r s rn'N ll!. wiederholt allen Zu-.'Auftrage des sozialdemokratische.. Vereins E. F. Rick, . Arbeiter, organisirt Euch, damit bis zum Frühjahr die Schlacht- � � Sdn'lft'LÜ'm- reche» fest geschlossen und zum Kampfe gerüstet sind. München. sozialdemokratischen Die Parteigenossen Münchens sehen sich ver- Im«»twii, h»r/-d � rtut*»»« anlaßt auf die Erwägungen der nürnberger Parteigenossen betreffs -- ladung mit guteiu Gewisien übernehmen, da der Schwerpunkt des Zntcriiatioilale Geiveriischuft der Schulimncher.; Arbeitertags in der Tagesordnung liegt und zu der sie vollständig In Nr. 91 des„Volksstaat" hat das Berliner Comitö in dem berechtigt sind. 2. Haben sich dieselben, Nürnberg nicht auS- Ortsverzeichuiß zum Kongreß auch die Städte Dresden und Leip- genommen, mit den meisten süddeutschen Orten in Verbindung zig genannt. Um nicht die Meinung in der Oessentlichkeit ent- i gesetzt.— 3. Wenn für Baden, Württemberg und den Rheingau sieheu zu lassen, als ob wir unserm bereits bekanntgegebenen Be-; schon besondere Landescomitss bestehen, so bestehen solche aber scklusse wieder untreu geworden wären, sei hiermit erklärt, daß uoch nicht für Mittel- und Süddeutschland.— Indem die Nürn- Uiisere Gewerkschaft weder von Dresden, i�ock von Leipzig. berger uns mit dem nichtigen Borwand, München sei nicht der Zu», Berliner Kongreß vertreten ist, und zwar...nZ längst bekannten geeignete Ort, entgegengetreten und eine LandeSversammlung nach Gründen. Dies allen unsern Mitgliedschaften zur Beruhigung. �Ingolstadt einberufen wollen, und die Parteigenossen Bayerns auf- Gelder sind eingegangen: Erfurt 12 Thlr. 24 Sgr. 5 Pf., fordern, ihre Ansichten darüber nach Nürnberg oder au den„Volks- Ofsenbach 12 Thlr.■' staat" gelangen zu lassen,— zeigen dieselben nur zu deutlich, daß Dresden, den 13. Nov. 1872. H. Silaer. ihnen um eine Einigung sehr wenig zu thun ist. pO___;___ i J.II Auftrage: Franz Schneider. Eßlingen, S. Nov. An die Mitglieder der deutschen C�OrrCillOUbCttÄClU Volkspartei in Württemberg im Allgemeinen und im Be- 'r! sonderen an ihre Anhänger in Kirchheim u. T., die Herren ~" Ist Ihnen unbekannt, daß der als Delegirte auf dem Nürn- ........ 0—,........------ v-,-J... □..... i-.-o---.......... 0............ 1868 die Herren Brückmann und i, November dieses Jahres rechtskräftig erkannten oder wegen! Niethammer nach Stuttgart abgesandt und der letztere in seiner ."leinbringlichkeit verwirkter Geldbußen auferlegten und ganz oder Eigenschaft als f ...y..",„w..............*... w.y...[w«|*.... folchei erkläi t hat. Uft.lweise»och unvollstreckteu Gefängniß- und Haftsachen, welche„Die Demokratie müsse sich zur Sozialdemokratie o.e Dauer von(8) acht Tagen nicht übersteigen, aus Gnade zu erheben, wenn sie eine ehrliche Demokratie sein wolle." rrtassen.— J» Hubertusbnrg werden inzwischen frische Zellen(Protokoll des Nürnberger Arbeitertags II. Hauptversommlung.) «Jr-'c Hochverräther zurecht gemacht.— B. Wissen Sie nickt, daß der Kongreß der deutschen Volkspartei .. 9'erdem haben Ihre königlichen Majestäten anläßlich Ihres vom 19. 20. 21. September in Stuttgart beschlossen hat: In der Jftyeil Vermählungsjubiläums geruht, 10,000 Thaler zu einer sozialen Frage 1)„Regelmäßige Besprechung der gesellschaftlichen tiftiing zu gewähren, deren Zinsen zur Bertheilung au hilfsbe- Fragen in den Parteiorganen und in den Volksvereinen; Förde- D' f-ffc 90�ene Hochzeitspaare gelangen sollen. Ferner geruhten rung des Genossenschaftswesens, namentlich der„Gewerk-! Vereinigung der ve.ven �rarrionen ver isoziaivemorratie emzn- . �'Lsben Allergnädigst, 500 Thaler zur Bertheilung an die Armen vereine und Produktivgenossenschaftön; Unterstützung treten, zugleich soll diese Resolution in beiden Organen der So- � �tadt Dresden zu spenden.— der Forderungen auf Betheiligung der Arbeiter am zraldemokratic,„Volksstaat" sowie„Neue Sozilaldemokrat" Reingewinn." 2)„Auf dem Wege der Gesetzgebung ist zu er- streben: Hebung der Volksschule, Errichtung von Fortbildungs- schulen, unentgeldliche Ertheiluug des Unterrichts in denselben, volle Gewcrbefteiheit, Freizügigkeit, unbeschränktes Niederlassungsrecht; Beseitigung aller zum Nachtheile der arbeitenden Klassen noch be- stehenden Ausnahmegesetze(als Gesetz über Verehelichung, das Wandern, Dieustbotenwesen zc.), Aufhebung aller Privilegien und Monopole; Verbot der Kinderarbeit in den Fabriken; Herabsetzung der Arbeitszeit, unbeschränkte Koalitions- sreiheit, Aufhebung der der Bildung von Genossenschaften aller Art im Wege stehenden privatrechtlicheu Bestimmungen; Besei- tiguug aller indirekten Steuern und Einführung einer einheitlichen direkten Steuer mit Progressivsätzen; Ab- schaffung der stehenden Heere." 'Nickt um unsre Stellung zu diesen Beschlüssen klar zu legen, auch nicht um die Motive, welche dieselben hervorgerufen, zu be- leuchten, rufen wir Ihnen dieselben ins Gedächtnis;. Wir wollen nur kurz konstatiren, daß dieselben gefaßt worden sind, und daß die- selben alle noch zu Recht bestehen. Kraft dieser Beschlüsse glauben wir verlangen zu können, daß Sie dieselben wenigstens in der Weise respektiren, daß Sie unsre Versammlungen nicht hintertreiben und unsere Anhänger nicht maßregeln. Wir sind immer und jederzeit bereit, mit offenem Visir zu kämpfen und hoffen von Mitgliedern einer Partei, welche einen großen Theil ihrer Forderungen gemeinsam mit uns hat, das Gleiche erwarten zu dürfen. Das Centralagitationscomite der sozialdemokratischen Arbeiterpartei für Württemberg. Kof, 10. Nov. In allen gebildeten Kreisen hat daö Verbot des Kongresses Sensation erregt, ganz besonders aber die Motive, unter denen dasselbe erlassen worden, und wundert man sich all- gemein über die Kurzsichtigkcit des hofer Stadtmagistrats, welcher doch in andern Dingen als ein ziemlich freisinniger bezeichnet werden darf. Noch mehr Staunen erregt aber der Erlaß des Magistrats, den hiesigen„Volksverein" betreffend. Derselbe wollte nämlich am Sonntag, 10. November, einen„Geselligen Abend" mit Deklamationen ernsten und heiteren Inhalts, serner die Auf- sührung eines kleinen Schwanks von E. Lienig, betitelt:„Lehmann in tausend Aeugsten, oder Die slrikenden Arbeiter" veranstalten, und waren schon alle Vorbereitungen dazu getroffen; allgemein war man gespannt auf daS letztere kleine Stück,— da— wurde dieser„Gesellige Abend" als Versammlung eines politischen Vereins erklärt, zu der nach dem Vereinsgesetz Frauen und Minder- jährige keinen Zutritt haben, und so wurde die Freude wieder zu Essig. Der Vorstand beschloß unter solchen Umständen, nur ein Tänzchen abhalten zu lassen, welches denn auch Gnade vor der erlauchten Polizei fand. Letztere vermuthete durchaus in dem„Ge- selligcu Abend" den Kongreß der internationalen Gewcrksgeuoffen- schaft, ganz besonders, da der Verein auch seine auswärtigen Freunde dazu eingeladen hatte. Es ist dies umsomehr zu ver- wundern, da der„Volksverein" in gar keiner Beziehung zur Ge- Werksgenossenschaft steht. Wir meinen: maßregelt immer zu, denn dadurch werden zuletzt allen vernünftig Denkenden die Augen auf- gehen.(Crimmitschauer Bürger- u. Bauerufteund.) .Apokdn, 12. November. Mahnruf an alle Parteigenossen Tl)üringens! Abennals fühle ich mich veranlaßt, eine Ausforde- rung an Euch ergehen zu lasse», nachdem die früher von mir erlassenen unberücksichtigt geblieben sind und nur wenige Mitglied- schaften ihre Pflichten erfüllt haben. Die Delegirte», welche auf der Thüringer Landesversammlung zu Ostern dieses Jahres anwesend waren, hatten erkannt, daß ohne Geld keine Agitation kräftig durchgeführt werden könne und das deshalb etwas geschaffen werden müsse, um diesem llebelstande abzuhelfen; der Beschluß, welcher in dieser Angelegenheit gefaßt wurde, ist sämmtlichen Mitgliedschaften mitgetheilt worden, aber trotzdem, daß der Beschluß derart war, daß.Jeder, wenn er nur irgend wollte, seinen Pflichten nachkommen konnte,(vierteljährlich 1 Sgr. ü Mitglied) so hat daS Agitationscomits doch die traurige Erfahrung machen niüssen, daß die größere Zahl der Ortschaften auch nicht im Geringsten daran gedacht hat, thatkräftig Hand ans Werk zu legen. In diesem Augenblicke, wo das Agitationscomits sich veran- laßt fühlt, abermals die Parteigenossen an ihre Pflichten zu erin- »ent, ist eine Agitation in unserm Wahlkreise aufgenommen worden, um einen nnfrer besten Vorkämpfer, unsern allbekannten Parteigenossen Wilh. Liebknecht, aus dem Gefängniß zu be- freien, indem derselbe alö Reickstagskaiididat im Neustädter Kreise aufgestellt worden ist, und wir es als unsere heiligste Pflicht erachten, all nnsere Kräfte anzustrengen, um ihn wieder dahin zu bringen, wohin er gehört. Die Agitation hat begonnen; schon reichen sich die Agitatoren die Hände und nehmen den Kampf auf. Wohlan denn, thue auch von Euch Mitgliedern Jeder seine Pflicht und sucht uns dadurch zu ermuthigen, daß Ihr uns die Mittel zum Kampfe darreicht! Begreift, daß in diesem Moment Aller Augen auf uns gerichtet sind, weil wir es unternommen, für einen Mann einzutreten, welcher von unserer deutschen„BildungSprcsse" als Hoch- und Bater- landSverräther hingestellt wurde. Darum nochmals: thue Jeder seine Pflicht, damit wir nicht gezwungen werden, die Agitation ruhen zu lassen. ES lebe die gerechte Sache der Arbeit! Es lebe die Sozialdemokratie, trotz Allgewalt und Despotie. C. A. Reichelt, Vorsitzender des Thüringer Landesagitations- komitös. Alle Briefe sind nicht(wie irrthümlicher Weise bekannt gemacht wurde) an Fritz Reichelt, sondern an C. A. Reichelt, Neuwcltstraße, zu richten und bitte das zu beachten.. D. O. Münden, 10. November. Heute hatten wir das Vergnügen, Freund Walz aus Cassel nebst einigen Casseler Parteigenossen bei uns zu haben. Obwol Walz versprochen, erst nächsten Sonntag, den 17. November hier zur Versammlung zu kommen, so mußte er heute hier sein, da er für Sonntag nach Hersfeld zur Volks- Versammlung durch Parteigenosse Wolfs aus Hersfeld eingeladen ist. Tagesordnung war:„Die Arbeiterbewegung". Redner hatte ziemlich'/- Stunde gesprochen, als die Mitglieder des All- gemeinen deutschen Arbeitervereins ankamen, und den Redner öfters unterbrachen, besonders als er ans die Herren Hasenklever- Hasselmaun zu sprechen kam. Nachdem Redner seinen 1-stündi- gen Vortrag unter dem Beifall der Versammlung geendet, be- theiligten sich an der Diskussion von den Mitgliedern, des Allgemeinen deutschen Arbeitervereins Gieß, Schulz, Boden zc., unsrerseits Walz, Juch, Stemmer, Gernhard. Zum Schluß wurde folgende von Walz vorgeschlagene Resolution einstimmig angenommen. m!.<-!■ /a—x— tagende eine veröffentlicht werden und beauftragt die Versammlung Herrn Schulz mit der Absendung der Resolution an den„Neuen Sv wird auch das Uebrige nicht lange auf sich warten laffeu. Hat doch unser Heinrich Heine, wenn auch ein Gegner der weiland zialdemokrat". Obwol wir uns nicht viel davon versprechen, so Communisten, deffcn irdische Ueberreste man, nachdem sie so viele r\ I I /%TY•%• Wr*.-4\ �\ r\ 4-v-.A V■* i*• Vs A O klJ* 1 A.<„ l....„&L'' W...: CV � i..'_____-*7 T jf____ /VT..____ i.- K"_ J 1___ �' r___.._.....r.... wollen wir doch zeigen, trotzdem daö Bürau in unfern Händen Jahre in französischer Erde geruht hatten, dieser Tage ausgegraben war, daß wir stets Versöhnung wollen. Walz wurde zum Schluß! hat, um sie in seine iner Baterstadt �Hamburg wieder einscharren zu eingeladen, morgen Abend der von den Mitgliedern des Allgc- lassen,— uns prophezeit, trotzdem er auf uns mitunter schimpfte, meinen deutschen Arbeitervereins veranstalteten Arbeiterversamm- daß trotzdem uns Allen doch die Zukunft uns gehören werde. Und lung, wo Richter aus Hannover als Referent auftritt, beizu- da die früheren Communisten von den heutigen Sozialisten nicht wohnen._ I. St. zu unterscheiden sind, können wir getrost diese Prophezeiung ans ZteichcnKerg in Böhmen. Daß man hier als Arbeiter um! uns bezichen, und wir gönnen gern den irdischen Ueberresten eines sein vom Munde abgesparteS Privateigenthum kommen kann, und deutschen Dichters die selige Ruhe in der„freien" deutschen Hain- obendrein noch aus 1(1 Tage inS Loch gesteckt wird, dürste so burzer Republik, wie sie diese im kaiserlichen und zuletzt repnblika- Manchem unglaublich erscheinen, hier aber ist daS ganz ge- nischcn Frankreich genossen hatten. Sein Andenken wird jedoch in wöhnlich. beiden Nationen noch lange fortleben, wenn längst eS keine Fürsten, Alan höre und staune! Meine Frau hatte sich, nachdem man Pfaffen, und Ansbenter mehr giebt. in unseren Buchhandlungen, trotzBcstellung, keine sozialistischen Schrif Diese Nachricht hat sich als unrichtig herausgestellt.(Red. d. V.) ten bekommt, einige, doch nur einzelne zu ihren eigenem Gebrauche von Leipzig kommen lassen. Solche aber nur, deren Lektüre noch nie' und nirgends verbotenjst und zwar, ein Bastiat-Schulze, ein Innere Partei-, Pcrwaltungs- und Grganisationsangelegruhcitcn Lange'S Arbeiterfrage, ein Engel'S Lage, ein Jakobh'S„Eö werde Licht" und einige andere. Als das Packet angekommen war, ging meine Frau, ihr kleines Kind auf dem Arm, auf das Zollamt, um daS Packet zu holen. Dort angekommen, hieß es natürlich, das Packet aufmachen. Kaum aufgepackt, schrie der Beamte: Hui, lauter demokratische Sachen! und die Spürnasen alle kamen herbei, durchstöberten und schnüf- selten, als ob eine Petroleumbombe geplatzt wäre. Wird mit Be- schlag belegt, hieß es. Meine Frau fragte nun warum? indem sie doch die Sachen nicht gestohlen habe, und selbige auch nicht verboten seien, übrigens wären die Bücher für ihren eignen Gc- brauch. Daö werden sie schon vom Gerichte zugestellt bekommen, auch können sie morgen: schnciders Lokal, Gartenstraße 13/14. Tagesordnung: Der privilegirte Mord. Vortrag des Hern Auer. Mitglieder und Freunde der Partei zwerdcn zu zahlreichem Besw ausgefordert. Der Vertrauensmann. Breslau. Sozialdemokratische Arbeiterpartei. Dienstag, den 19. d. M., Abends 8 Uhr öffenelich« Versammlung im früheren Billard-Saale des Stadthauskcllers. Tages' ordnung:„Der Kongreß der sogenannten Kathedersozialisten zu Eisenach? Referent L. Geiser. Um zahlreiche Betheiligung bittet H. Dehme. Die Kontrollkommission der sozialdemokratischen Arbeiterpartei fragi bei der Redaktion des„Braunschwciger Volkssrcund" und des „Fürthcr Demokratischen Wochenblattes" an, ob die an sie gl richteten Briefe in ihre Hände gelangt sind und bittet um sofortige Ant» wort entweder schriftlich oder in den Spalten des„Volkestaat". ___ Im Austrage: H. Dehme, 2. Borsitzender. Vorlaufige Anzeige! xZ-VIU. Daß am Sonntag, den 1. Dezember d. I. ein Festball der sozial-dcmokratischen Arbeiterpartei, im großen deutschen Kaiscrsaal statt' findet; wozu alle Arbeiter und Arbeitcrsreunde crgcbcnst einladet. ' Das Eomite. föfflPlsfpft') Sozialdemokratische Arbeiterpartei. (t-lU» Die Mitglieder und Partciftcundc versammeln sst jeden Montag Abends 8 Uhr, Restauration Meinhardt, am Bahnhof. j4b Gmünd, Stollberg in Sachsen, Wandsbeck, Weigelsdorf, Witten, Wittgensdorf, Weimar, Wiesbaden, Wieda, Wolfenbüttel, Zürich:c. Mit ihren Parteisteuern im Rückstand sind: Apolda, Altona» Bremen, Burgstädt, Celle, Colditz, Crimmitschau, Chemnitz, Cassel, Connewitz, Eßlingen, Frohburg, Fürth, Frankenhausen, Greitz, Giengen, Gclenau, Glanchan, Geyer, Hohenstein, Ingolstadt, Luckenwalde, Lunzenan, Mnlseu St. Nicklas, Mctziugen, Mi.t- Weida, Mannheim, Meeraue, Mühlheim bei Ossenbach, Mylau, Neviges, Neuschöncfcld, Neu-Isenburg, Neustadt in Sachsen, Neu- Er hatte sich aber arg getäuscht, denn es war bloS ein rothcS selburg, Waldenburg in Sachsen, Zwickau Bändchen. Wäre es eine rothe Feder gewesen, wer weiß, vielleicht Indem wir die Vertrauensmänner der säumigen Drte hiev hätte ich mein Kind nicht mehr gesehen, es wäre vielleicht sammt durch öffentlich auffordern, innerhalb 14 Tagen die Einsendung £ut_ und Feder mit Beschlag belegt und ebenfalls nach§ 23 des der rückständigen Partei steuern bis mit Oktober an uns zu ver- Preßgesetzcs vernichtet worden. Geht daS nicht über die russische anlassen, bemerken wir nochmals und ausdrücklichst, daß von jetzt Grenzsperre! Einige Wochen nach der soeben geschilderten Zoll- ab die Parteistenern ohne Ausnahme von jedem Orte allmonatlich amtsaffärc wurde mir von Gerichtswegen eröffnet, daß ich nach � an den Parteikassircrs eingesandt werden müssen. Desgleichen sollen § 23 deö Preßgesetzes zn 50 fl. O.W. oder 10 Tagen Arrest die Orte, die. ihren Verpflichtungen nicht nachkommen, allmonat- verurtheilt sei, weil der Verdacht nahe liege, daß ich die Bücher lich öffentlich angemahnt werden." Mögen die Parteigenossen aller- zum Zwecke des Kolportirens mir habe kommen lassen, denn meine orts Sorge tragen, daß die Restantenliste in Zukunft ganz über- Frau wie ich, die nur drei Schulklassen besucht hätten, ständen auf flüssig wird. einer zn niedrigen Bildungsstufe, um sich derartige Bücher zum Hamburg, den 10. Nov. 1871. Ter Parteiausschuß. eigenen Gebrauche angeschafft zu haben. Ein Rekurs hatte den Erfolg, daß die Oberlandesstellc das erstrichterliche Urtheil bestä- tigte und mich auch noch zur Tragung der Kosten heranzog.— So geht es dem Arbeiter: Erst heult man ihm die Ohren voll, daß er sich bilde, und dann konfiszirt man ihm die BildnngS- mittel, wenn er aufrichtig bestrebt ist, die mangelhafte Schulbil- dung durch Selbststudium zu vervollständigen. Mit sozialdemokratischem Gruß Wilhelm Schiller. Hsfcnbach a. M., 7. Nov. Bon den Mitgliedern des Allgemeinen deutschen Arbeitervereins wurde hier gestern eine Volksver- sammlung abgehalten, in der Stürz als Vorsitzender fungirte. Tagesordnung: 1) die Kesselexplosion in Greisswalde. H. Bennccke, Kassirer. Vrieskaste«: der Expedition: Ärcsch in Stuttgart 10 Ngr. siir Schriften, da die gewünschte Schrift vergriffen und erst eine 2. Auflage ausgearbeitet werden muß, bitte über den gesandten Betrag anderweitig zu� verfügen.— A. Feuchtmann in Darmstadt: die Annonce lostet 17 Ngr.— Hencke in Wien 1 Thlr.— Bracke jr. in Braunschwejg: Sen- den Sie mir 50 Exemplare von Bettclpatriorcn.— I. C. in Miiblhau- sen für Schriften 1 Thlr., für Abonn. 2 Thlr. 16 Ngr.— Dehme in Breslau für Abonn. 3. Duart. 50 Thlr.— H. in Schweinsurt: Dann aber gewiß; die Rechnung macht 10 Thlr. 23 Ngr. 9 Pf., 2 Frcicxcm- plare sind abgerechnet; .. der Redaktion: G.R. in Leopoldshall: Sie selber ersuchten uns, ........ 2) Dcr,mit Veröffentlichung de« Schriftstücks zu warten, bis wir das betr. Allgemeine deutsche Arbeiterverein den andern Parteien gegenüber. Statut haben. Senden Sie also das Statut. Die Versammlung war von etwa 200 Mann besucht. Stürz referirte über den ersten Punkt der Tagesordnung in gerade nicht sehr ansprechender Weise, denn noch während seines Vortrags ent- fernten sich Viele. Die übliche Aufforderung zum Eintritt in den Allgemeinen deutschen Arbeiterverein hatte nur geringen Erfolg.— Rühl aus Frankfurt a. M. referirte über den zweiten Punkt der Tagesordnung, und wie man es von den Sprechern des Allgemeinen deutschen Arbeitervereins gewohnt ist, wurde auch hier die BeHand- An Annoncrnbeträgen haben zu entrichten: Augsburg: Lichtensteiger in Lechhausen 18 Ngr., Stollberg 14 Ngr., Ard.-Vcr. 9 Ngr., Endrcr für Sept. 7 Ngr.— Altona: Arb.-Vcr. 13 Ngr., für Aug. 9 Ngr., für Sept. 22 Ngr., Sauer für Äug. 4 Ngr.— Barmen: Wörth für Juli 4 Ngr.— Berlin: MUke, Int. Arb.-Ass. für Aug. 6 Ngr., Schmitz, Tischlerkongrcß für Sept. 16 Ngr.— Bres- lau: Dehme 5 Ngr., Arb.-Partci 22 Ngr.— Cöln: Berg für Febr. 2 Ngr., Ritlinghansen für Juli 2 Thlr. 20 Ngr., für Aug. 2 Thlr., Arb. lung dieses Themas weidlich benutzt, um auf unsere Partei und! Partei für Sept. 1 Thlr. 21 Ngr.- Chemnitz: Schnciderverein 5 deren Jnbaitirte Liebkneckt und Bebel drauflos ,» ickimvten. Ami. Ngr.- Cr.mm.tzschau: Manusakturarb. 14 Ngr.- Cassel: Arb.- deren Jnhaftirte Liebknecht und Bebel drauflos zu schimpfen. Auch"•J**.~....™ s ,. cv i l- f-7 t-c rc- r cm-./ r.,' Partei für Sept. 10 Rar.— Dresden: Sckncideroercm mr Mal und die Internationale mußte büßen. Ein Herr Muller machte seiner*.'~ f z--st. b s, haßdnrchwiihlten Brust mit den Vorschlage Luft, diese Baude, wo sie sich sehen ließe, todtzuschlagen. Pleß aus Frankfurt war i Juni 11 Ngr., Taggcsell desgl. 9 Ngr., Maurer« u. Zimwcrgcw. für DK. 8 Ngr., Holzarb.-Gew. für Febr. 3> 2 Ngr.— Eßlingen: Arb.- Partei für DK. 9 Ngr.— Frankfurt a. M.: Zollinger für Sept. 4 gnädiger, er schlug gelindere Biittel vor, da man es ja doch nur Ngr.— Gotha:' Arb.-Vcr. für Sept. 14'Ngr.— Glauchau: mit„irregeleiteten Länimern" zu thun habe. Karl Klein. Volköver. für Aug. 26 Ngr., für Okt. 4 Ngr.— Hohcnstein-Ernst- WühthKusen i Arbeiter eingetroffen Niemand weiß' �_ w"!;•Vr»"®eut$laltb lce�n j�ne\•br0lit'Jdlen Leipzig: Kreuzer u. Kirchhof für DK. 6 Ngr., Stellmacher für Aug. 3. Arbeit bekommen können.. O, über dieses bose Teutschland! DaS �£u° 10 Buchbindervercin für OK. 5 Ngr., Mciallarb.-Gew. Elsaß dagegen nahm den guasi„Geächteten" uut offenen Armen für Cff. i? Ngr., Holzarbcitcrgcw. für DK. 1 Thlr. 3 Ngr., Kürschner- auf; der„arme Mann" hat eine Anstellung an der StaatSbahu sachrercin für DK. 9 Ngr.— Mannheim: Pianosortefabrikant Seifarth erhalten. Er vertheilt fleißig den„Neuen" und alles läßt darauf(Arbeuergesuch) für Jan. u. Febr. 9 Ngr.— München Tischlerfachver schließen, daß man in Berlin bereits seine Adresse kannte, bevor er noch hier eingetroffen war. Wir sind auf dem Posten. für April 4 Ngr., Arb.-Partei für Jan. 3 Ngr., für Juli 8 Ngr., für Aug. 10 Ngr.— Mähr. Schönbcrg:� Arbeiterbild.-Berein(Dank 'Paris, 30. Okt. Während der Gesandte der vereinigten nord-! � Aprilo'/, Ngr. M a i n z: Schuhm.- Gew. f. Aug. 6 Ngr. amerikanischen Namen des amerikanischen Volkes dankt für die Dienste, die er dcr� �ug. 2 Ngr.- Reutlingen: Roller(Einladung) f. DK. 3 Ngr.- Republik in der Streitfrage von San Juan geleistet hat, während der„Washington des 19. Jahrhunderts", Monsieur Thiers, wie ein hiesiges Blatt ihn titulirt, den Gesandten deck deutschen Kaiserreichs zur Tafel ladet,— während der Chef der republikanischen Partei m Spanien in den CvrteS erklärt, das jetzige monarchische Mini- steruim in Spanien wäre daö letzte,— während man in dem rc- publikanischen Frankreich zu einem Jahre Gefängnißstrafe einen Citoyen verurtheilt, welcher eine irrreligiöse That begangen hat— ein Kreuz, welches an einem Scheidewege in einem Dorfe die Gläubigen zum Hutabnehmen und Niederbeugen mahnt, beschädigt hat— und während man in Preußen die Jesuiten fortjagt und hier mit offenen Armen empfängt— während diese und viele andere große und kleine Thatsachen kürzlich vor unfern Augen kund thaten, daß die besitzende Klasse nicht allein die Macht in Händen hat, sondern auch nach Belieben in ihrem Interesse da- mit schaltet und wallet, wie eS ihnen gefällt,— was hätten wol wir, die besitzlose Majorität aller Länder zu thun?— Vor Allem uns zu vereinigen, und dann endlich— uns offen zu gestehen, daß jedwede RegiernngSform, sie mag einen Namen tragen, welchen sie! wolle, nur immer darauf ausgeht, unS auszubeuten; und so lange wir nns ausbeuten lassen, ist es nicht das Handumdrehen werth, irgend welche Rochlitz: Arb.-Ver. f. Jan. bis DK. 1 Thlr. 4 Ngr.— Spandau: Mctallarb.-Gew. f. DK. 9 Ngr., Arb.-Part. f. DK. 6 Ngr.— Stoll- bcrg: Arbciterbild.-Vcr. f. Aug. 16 Ngr.— Vervicrs: Deutsche Sekt. f. März 3'/, Ngr.— Wiesbaden: Schnhm.-Gcw. f. Sept. 6 Ngr.— Wandsbeck: Lüttjohann f. DK. 6 Ngr., Arb.-Vcr. f. DK. 7 Ngr. Ta die Saumseligkeit der betr. Kasfirer und Vorstände in den meisten Fälle» daran Schuld ist, daß verschiedene Mitgliedschaften. Vereine und Gewerkschaften schon seit mehreren Monaten immer unter den Restanten aufgesübn stehen, so werden, wo dies der.Fall, die Mitglieder ersucht, auf Abhilfe de« Ucbelstandcs mit aller Energie hinzuwirken. Zugleich wird wiederholt bekannt gegeben, daß ftir die Petitzeilc im Annoncentheil de« Blattes in Panei-, Vereins- und Gewcrkschaftsangc-� lcgcnheitcn I Ngr.(3'/, kr.), hingegen die Petitzeile oder deren Raum von Fest-, GeschäftsempfehlnngS- und andere Privatannoncen mit 2 Ngr. (7 kr.) berechnet wird Mf�i Hilft Internationale Mctallarbeiterschast Die hiesige Mitgliedschaft fordert den Ausschuß auf, gc' werkschastliche Angelegenheiten separat im GcwerkschastSorgan„Volks' staat" bekannt zu geben. �f»! hilft Gewerkschaft der Holzarbeiter. Versammlung Montag, den 18. Nov. Abends 8 Uhr iif Saale der Restauration von Zeidler, Große Windmühlcnstraße 7. �rthltt Gewerkschaft der Holzarbeiter. Sektion der Stellmacher, Versammlung den 16. No»> Abends 8 Uhr, bei Landgraf, Kleine Windmühlengaffc Nr. 1. D. V. �f», hilft Fachoerein der Kürschner und Mützenmacher Leipzigl und Umgegend. Montag, den 18. November, Abends 8 Uhr, Versammlung bei Richtet Roßplatz N. 9. Besprechung der Vorträge zur Abcndunterhaltung und Stiftungsfest. Das Erscheinen sämmtlicher Mitglieder wird erwartet. Aufnahme neuer Mitglieder. XU. Den noch rcstircndcn Mitgliedern zur Nachricht, daß streng nalf unfern Statuten gehandelt wird— warum— selbstverständlich. Der Vorstand. hilft Internationale Metallarbeiterschast. Montag, den 18. d. M. Sitzung Reudnitzerstraße Arnold. Tagesordnung: Entstehung der Gewerkschaften. Jedes Mitglick fetze feine Ehre darein zu erscheinen. Aufnahme neuer Mitglieder. Sonnabend, den 23. d. M. Allgemeine Metallarbeitcr-Versammliw� Mittelstraße in der Gcsellschaftshalle. Tagesordnung: Nutzen der wcrkschaften. Der Strike der Berliner Maschinenbauer»er Pflug'schff! Fabrik.— Um rechtzeitigen Besuch ladet das Comitv freundlichst eie- Das Nähere besagen die Plakate. i�aj! Eafe-Brasserie-Suilse Eh. Dust, 'r*** 35 rne de l'Arbre See 35 nahe am Lourre. Dejeuners et Diners ä tout prix. Kalte und wanne Speisen jeder Tageszeit.„Volksstaat",„Berner Bund" und französische Zei' tungen liegen auf. Hier Zureisenden wird bereitwilligst jede erwünschte Auskunft ertheilt.[m2c] Julius Röthing in Körnerstraße 14-» Körnrrstraije 14» Herren- Kleidermacher empfiehlt sich zu Anfertigung aller Arten KerrenHarderove. Bedienung stets prompt und billig."�6|jjj Bierseidel s°wi- Tassen mit den Photographien der Herren Betel, Liebknecht u. s. w., empfiehl� trotz der Steigerung des Mateeials sowie der Arbeitslöhne, immer nW zu dem'alten Preis von 22-/2 Ngr. das Stück, I. C. Seitz, Leipzig, Stern Wartenstraße 15.! Bestellungen nach auswärts nimmt entgegen W. Fink, Hohcstraße*■[ (2b)J Soeben erschien: Briefe deutscher Bettelpatrioten an Louis Bonaparte (Eine gründliche Bearbeitung der sämmtlichcn im Buche: llAIIemaSwM aux Tuileries französischerseits veröffentlichten Documente.) von Bernhard Wecker. 1. Lieferung., Preis 12 Ngr.; für die Parteigenossen direkt bezog-"' 6-/, Bogen 7-/. Ngr., 10 Stück 2 Thlr. Das Werk wird mit 5 Lieserungen complctt sein. W. Bracke jr., Braunschweig.— � In der Stollberg'schcn Verlagsbuchhandlung in Gotha erschien ui>k in allen Sortimcnts-Buchhandlungen zu haben: Freireligiöser Aalender für 1873. Herausgegeben von Dr. Specht. PtzDis 5 Silbergrofchcn(excl. Stempel). (30� Die Expedition des Volksstaat?. Für ven Voltöftaar. Von Stolle, W. Jungbänel und F. Fanghäncl in Meerane Schuld- schein Nr. 225, 232 u. 291 zu je 1 Thlr. gratis zurück. Tic Exvcd. des Volksstaat. Anzeigen?c. Für ein größeres Schncidergefchäst wird ein im Schneidern nicht ...... v s.... y.— unerfahrenes junges Mädchen als Stütze der Prinzipal!« gesucht. � Sympathie für eine oder die andere an den Dag zu �(dt nach Ueberrinkunsr. Reisegeld oergütet. lege». Erst dann, wenn wir nns daö Recht erkämpft haben, em Adressen beliebe man an: Frau Bertha Tilfort, Cath. üo.ch ernsteres Wort mitznreden in dieses ChaoS von Widersprüchen, Nachfolgerin, Braunschwcig, zu richten. Da eine zweite Auflage des Bolksstaat-Kalender für das Jahr 1873-i demnächst erscheint, bitten wir die Bestellungen hierauf baldigst V machen.'' Inhalt desselben: Kalender, GcschichtSkalender, Sinnsprüche n. s. � Marat, ein Bruchstnck. Zahlen reden. Novelle: der Weber von D»-' gcicrSdors. Preis für Sachsen incl. Stempel 4 Ngr. 3 Pf. Im AU land ohne Stempel 3 Ngr. XB. Die Kalender dürscn dort, wo Stempelsteuer existirt, nur i stempelt verkauft werden. ___ Die Buhihandlung des Im Verlage der Buchhandlung de« Vclksstaat ist soeben erschienet Bas 5. Rest des Leipziger Zjochverrathsprozelles. _ Preis per Lieferung 2>. Rgr.' Im Verlag der Buchhandlung und Expedition des„Volkssta�t"' neu erschienen: Unsere Ziele von Bebel. 3. verb. Aufl. Preis pr. Stück 2'/, Mx' National-OekonomischcS von Dietzgcn. Preis>, Rgr. 2. Aufl.. Die Religion der Sozialdemokratie, 3 Kanzclrcden, von Dietzg Preis I s, Ngr. 2. Aufl. Tie bürgerliche Gesellschaft. Vortrag von Dictzgen. Preis 1 Agv (2a) Leipzig: Vcrairtw. Redakcur jA. Murh.(Redaktion und Expetj.�, Hohefir. 4). Druck und Verlag der Eenoffenschaftsbuchdrua