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Wie Frankreich in der politischen Entwicklung unS voran- geeilt ist, so England in sozialer, und wie darum Frankreich ein Zauberspiegel ist, in dem wir unsere politische Zukunft er- blicken, so zeigt uns England auf gesellschaftlichem Gebiet das als bereits Gewordenes, als Fertiges, was bei uns erst wer- dend, embryonenhaft oder nur in geringem Umfang vorhan- den ist. Die Ungerechtigkeit der moderen kapitalistischen Produktion liegt hauptsachlich darin, daß sie einzelne Wenige übermäßig bereichert, dagegen die große Masse, und zwar gerade Diejenigen, welche die Werthe schaffen, zur Lohnsklaverei und damit zum Elend in jeder Gestalt verurtheilt: die Schöpfer des Reichthums sind in Mitten der Schatze, die das Werk ihrer Hände sind, dem(schnellen und langsamen*) Hungertod ausgesetzt, dem ckeath by starvation**), men haben,„ist, daß sie keineswegs lauter bekannte oder auch nur zum größten Theil bekannte Namen bringt. Trotz ihrer großartigen Reichthtimer drang der Ruf vieler dieser Krösusse nicht über daö Weichbild ihrer Stadt hinaus, ja waren sie in sehr vielen Fällen nicht einmal in ihrer Stadt bekannt. Wer kennt die Millionäre Londons, Liverpools, Manchesters und der anderen nordischen In- dustriestädte? Das beweist, daß ihrer so viele sind, daß sie sich in der Menge verlieren Das heißt in der Menge der Aufhäufer des von Andern erzeugten Nationalreichthums, die aber nur einen verschwindend kleinen Bruchtheil der Gesanmitbevölterung ausmacht. Halten wir uns nicht dabei auf, daß in dem gleichen Zeitraum Summen unter einer Viertelmiilion und doch zu hoch für die Bedürfnisse einer einzelnen Person hinterlassen worden sind welche in ihrem Gcsammtbetrag den Gesammtbeti'ag der von dem„Spectator" ausgezählten Summen unzweifelhaft übertreffen, uuo lang(amen").v,ungerioo ausgeieyr, ocmueaiu uj sxarvauou;, pem„Spectator" ausgezahlten Summen nuzweiselhast noertressen, der, wenn auch nur in seiner akuten Form, stehende Rubrik der—. und daß ferner die Liste des„Spectator" unmöglich ganz voll- englischen Zeitungen ist; wohingegen die privilegirte Minorität, welche die Schöpfer des Reichthums in ihren Dienst gepreßt hat, ohne selbst Reichthum zu erzeugen, im Ueberfluß schwelgt, und oft ein„Vermögen" ansammelt, so enorm, daß man in die phantastische ständig sein kznn, und daß die Summen— selbst abgesehen von dem gar nicht in Betracht gezogenen Grundeigenthum— jedenfalls, aller bisherigen Erfahrung nach zu urtheilcn, um ein Wesent- liches zu niedrig angegeben sind; und nehmen wir einfach die Zahlen Mährchenwelt mit ihren Silberpallästeu und Goldtischen zurück- hjnr sie im„Spectator" finden. Zusammengerechnet, liefern greifen muß, unZ sich eine Vorstellung zu machen. � mr L �"—•— Diese Ungleichheit— doppelt verwerflich, weil sie den Genuß von der alle Genußmittel hervorbringenden Arbeit getrennt hat, und der Arbeit die Roth, dem Müßiggang den Ucbcrfluß zu Theil werden läU— diese das sittliche Gefühl empörende Ungleichheit ist in England am Weitesten gediehen, weil die Faktoren, welche dieselben ein Total von rund 60 Millionen Pfund Sterling, oder vierhundert Millionen Thaler, die in den Händen von 224 (zweihuudertvicrundzwanzig) Individuen aufgehäuft waren. Und nun die Rückseite der Medaille! In den letzten 10 Iah- ren hatte das englische Volk, das heißt, das englische arbeitende Volk jährlich fiir die ganze oder theilweise Ernährung, Kleidung und jetzt auch bei uns in voller Kraft wirken und mit der Zeit genau Behausung von durchschnittlich einer Million Paupers in runder bieselhen. Resultate hervorbringen müssen, dort schon ftühcr in Summe 7 Millionen Pfd. Sterl. an Steuern zu entrichten. Das Wirksamkeit getreten sind. Doch statt allgemeiner Betrachtungen einen Griff in das Leben! Vor einigen Wochen starb irgendwo in England eine alte Jungfer, die seit Jahrzehnten wegen ihres Geizes berüchtigt gewesen war, und deren Hinterlassenschaft sich zu allgemeinem Erstaunen auf eine Viertel Million Pfund Sterling bclief; da„Ver- wandte" nicht zu enrdecken, wird diese Summe wahrscheinlich an macht auf 10 Jahre siebzig Millionen Pfund Sterling. In den letzten 10 Jahren haben wir also auf der Einen Seite jene 224 glückliche Individuen(glücklich im Sinne der bür- gcrlichen Gesellschaft, die Reichthum und Glück für identisch an- sieht— die Engländer haben für beide Begriffe das nämliche Wort: kortuve), also auf der Einen Seite 224 glückliche Jndivi- duen, die blos an Baarvcrmögen zusammen 60"Millionen ihren :*) «' nt t? den Staat fallen, der sie um kein Jota besser anwenden wird, alck Erben hinterlassen konnten.— Auf der andern Seite Eine die verstorbene. offenSar halbverrückte Eigenthümerin. In England, Million Paupers, das ist eine Million Menschen, die durch dem Land der_ aufgesammelten Kapitalien,— der Anhäufungö-; tie herrschende ProduktiouLiueise entweder zur Hilflosigkeit abge- Prozeß im geht daselbst, seit miudestens 4 Generationen!,,��, oder als unnöthiger Ballast, den man mit Füßen tritt, den vor sich, bei uns seit kaum 2 ist e» nun freilich nichts Seltenes, anspuckt, auf den gesellschaftlichen Kehrichthaufen geworfen daß Leute von kolossalem Reichthum sterben, aber der ftagliche Fall worden sind. zog durch die ihn begleitenden, die heutigen Eiaenthumsverhältnisse Look I.ere upon this picture and on tliis. Schaut dieses grell beleuchtenden Umstände das öffentliche Interesse in hohem„„p �„„t auf jenes! Grade auf sich. Daß eine Summe, wie die oben bezeichnete, Jahr- Dort übcrschwänglicbster Reichthum. zehnte lang dem Nationalreichthum entzogen, und aus dem Schweig HUr hilflose, verächtetste Armuth! des arbeitenden Volks beständig vermehrt werben konnte, um un- Dort Schätze aufgethürmt, welche die Genußfähigkeit des Ge- genutzt in irgend einer Ecke versteckt, und schließlich dem Alles nußfähigsten übersteigen! verschlingenden und unreproduktiv verzehrenden Klassenstaat in den � Hier Mangel an Kleidung, an Behausung, an Nahrung— Rachen geworfen zu werden, das ließ die Absmdität und Gemein- � Nothwendigsten! schädlichkeit des deni Privateigenthum innwohnenden„Rechts beb Ist eg mit menschlicher Gerechtigkeit vereinbar, daß Menschen, Gebrauchs und Mißbranchs"***) mit einer Deutlichkeit zu Tag pst mit gleichen Anlagen, gleichen Bedürfnissen und folglich mit treten, die auf keinen Unbefangenen des Eindrucks verfehlen konnte, Rechst,, geboren sind, so ungleich bei der Vertheilung der Angeregt durch die betreffenden„SensationSnotizen" der Zei-! irdischen Güter bedacht werden? Doch Gerechtigkeit hin, Gerech- tungen, brachte der„Spectator", das angeschenste und respektabelste her— eine andere Frage: ber englischen Wochenblätter, am Sonntag vor acht Tagen, nach Wer hat die 60 Millionen Pfd. Sterl. repräsentirenden, rich- den„Illustrateck Daily News", die allwöchentlich eine Liste der tiger: die durch 60 Millionen Psund Sterling repräsentirten :j'-- festgestellten und versteuerten Erbschaftssummen höherer �Werthe geschaffen, welche jene 224 glücklichen Individuen ihren at b'i r.t K tu A icij ki Beträge mittheilen, ein Verzcickniß der Personen, welche in Eng- land binnen der letzten 10 Jahre verstorben sind und ein Baar- vermögen von 250,000 Pfd. Sterl.!) und darüber hinterlassen haben.' Obenan stehen 10(Zehn), die je über eine Million Pfd. Sterl. oder 6'/z Mill. Thaler hinterlassen haben; nämlich Folgende: Hudson Gurney mit 1 Million, William Crawshey 2 Millionen Pfd. Sterl., Samuel EyreS 1,200,000 Pfd. Sterl., Sir B. Guinnes 1 Million Pfd. Sterl., Samuel Scott 1,400,000 Pfd. Sterl., Thomas Fielden 1,300,000 Pfd. Sterl., Nathan Rothschild 1.800,000 Pfd. Sterl., Giles Loder 3 Millionen Pfd. Sterl. Weniger als 1 Million und über eine halbe Million Pfd. Sterl. haben hinterlassen 53(dreiundfunfzig) Personen, darunter der Herzog von Clcveländ 500,000 Pfd. Sterl., Peter Arkwright 500,000 Pfd. Sterl., der Graf von Normanton 700,000 Pfd. Sterl., Joseph Croßley 900,000 Pfd. Sterl., Francis Croßley 800,000 Pfd. Sterl., Thomas Thornton 900,000 Pfd. Sterl., der Marquis von Westminster 800,000 Pfd. Sterl. u. s. w. Zwischen einer Viertel- und einer halben Million Pfd. Sterl. ha- ben 161(hunderteinundsechszig) Personen hinterlassen. Und wohl- gemerkt, hier handelt es sich bloS um das Baarvcrmögen; nicht um das Vermögen in Häusern und Grundstücken, welches bei vielen der betreffenden Personen daS Baarvcrmögen weit über- troffen hat. Der Marquis von Westminster z. B. hat notorisch seinem Sohn, dem jetzigen Marquis von Westminster, ein Ge- sammtvermögen von 8 Millionen Pfd. Sterl.— über 50 Millionen Th-ler!, also das Zehnfache des BaarvermögenS hinter- lassen. „Was daS Wunderbarste an der Liste," sagt die„Englische Correspodenz", der wir den Auszug ans dem Verzeichniß entnom- ') Unter langsamem Hungertod verstehen wir die Abkürzung der DurchschnittSlebcnsdauer der Arbeiter sämmtlicher Berufs- arten.» ") Tod durch starvation— das langsame, zollweise Hin- und Ab- sterben vor Hunger, Entbehrung, Kälte, Nässe. ***) jus utemli et abutentii— die römische Definition des Eigen- thumsbegrifss, welche noch heute gilt. !) Das Psund Sterling hat 6 Thlr. 20 Ngr., 250,600 Pfund Ster- lwg find also ungefähr 1,666,000 Thlr. Erben hinterlassen konnten? Nicht die betreffenden Individuen selber. Gesetzt auch— was bei den Meisten unzweifelhaft nicht der Fall— sie hätten pro- duktiv gearbeitet und dabei den größt denkbaren Fleiß und die grüßt denkbare Geschicklichkeit bewiesen, so hat ihre Arbeit ihnen nicht die Hälfte, nicht ein Zehntel dessen einbringen können, was sie zum Leben gebraucht, im Leben verbraucht haben! Die von ihnen hinterlassenen sechSzig Millionen sind demnach nicht das Produkt der Arbeit jener 224 Individuen; sondern sie sind das Produkt der Arbeit Anderer, welche die 224 Glück- lichen sich kaufen und aneignen konnten— und obendrein nicht das ganze Produkt, da ein Theil desselben, und gewiß ein sehr beträchtlicher, von den 224 Glücklichen verschwelgt, in Luxus und Laster verpraßt worden ist. Mit anderen Worten: die sechszig Millionen sind ein Theil des der Arbeiterklasse vorenthaltenen Ertrags ihrer Arbeit. Und noch eine Frage: Aus wessen Tasche sind die siebzig Millionen Pfund Sterling gekommen, die in den letzten 10 Iahren zur Unterstützung der englischen Paupers bezahlt wurden? AuS den Taschen der Arbeiter, die in letzter Instanz alle Steuern bezahlen müssen; eine Wahrheit, die wissenschaftlich fest- steht und nur von Pfuschern, welche von ökonomischer Werthbil- dung und„Volkswirthschaft" keine Idee haben, bestritten wird. Nicht nur, daß die Kapitalisten, die Unternehmerklaffc„ihre" Millionen den Arbeitern aussaugt— sie zwingt auch noch die Arbeiter, die ungeheuere Armee Derjenigen zu unterhalten, die durch diesen AuSsaugungöprozeß erwerbsunfähig geworden, oder für ihn nicht mit„Profit" zu verwenden sind. Was aber sollen wir von einer Gesellschafts-„Ordnung" sagen, die solche Zustände bedingt? In Irrenanstalten, wo die Kranken im Freien beschäftigt wer- den, ist's ein gewöhnlicher Zeitverweib der Insassen, daß Eine Abtheilung mit äußerster Anstrengung ein Loch gräbt, welches eine andere Abtheilung mit ebenso großer Anstrengung wieder auSzu- füllen bemüht ist. Wohlan, ist unsere Gesellschaft, die mit der Einen Hand ihre Günstlinge aus den Gipfel des Reichthums er- hebt, mit der anderen ihre Stieflinder in den Abgrund des Elends schleudert,— die mit der Einen Hand diesen Abgrund auszufüllen sucht und mit der anderen, stärkeren, ihn immer tiefer und tiefer gräbt— ist diese Gesellschaft nicht ein riesiges Narrenhaus?— Allerdings in der Narrheit der Irren- Häusler ist mehr Methode und weniger Gemeinschädkichkeit— sie machen nach Kräften wieder gut waö sie verdorben haben, und— sie experimentiren mit todten, fühllosen Erdklumpen, nicht mit le- bendigen Menschen. Im letzten„Beehive", von den Herren Max Hirsch und Sonnemann so gern als Muster-Arbeiterorgan zitirt, schreibt Lloyd Jones, ein Gegner der Sozialdemokratie und englischer „Setbsthilfler"— aber Engländer, der sich von einem Deutschen ungefähr ebenso unterscheidet, wie ein englisches Parlamentsmitglied von einem Berliner Reichstägler,— anläßlich der Spectatorliste: „Wir können nach Durchlesung und Betrachtung dieser Liste sehr wohl verstehen/ wie wahr das Wort, daß„England dchs reichste Land in der Welt" ist; daß reiche Leute m England häusiger sind als in irgend einem anderen Land. Nicht so leicht jedoch können wir verstehen, woher es kommt, daß England zu gleicher Zeit auch das ärmste Land in der Welt ist. In keinem anderen Lande der Welt sind, im Verhältniß zur Bevölkerungszahl, so viele Menschen in die tiefsten Tie- fen verzweiflungsvoller Armuth hinabgedrängt. Wir können uns das Steigen des englischen Nationalreichthums auS der Entwicklung der auf die Manufaktur angewandten Mechanik und Ehemie erklären.�(Doch nicht blos daraus! R. d. V.) Und die Thatsaihe, daß die Quellen deS Reichthums das Mono- pol einiger Wenigen geworden sind, erklärt es, warum unsere Fabrikanten Millionäre werden, während die Masse der Arbeiter am Rande des Pauperismus bleibt."— Nachdem Lloyd Jones die zur Pauperunterstützung verbrauchten Summen den Millionen der Spectatorliste gegenübergestellt, fährt er fort: „Mögen die Schöpfer des Nationalreichthums, die Ar- beiter, diese zwei Summen nebeneinanderstellen— Summen, die auf der einen Seite durch die Reichen, auf der an- deren durch die PauperS der Arbeit entzogen sind(aV- stractions from labour by the rich on the one band and by tbe poor on the other), und sie werden einen Begriff davon haben, wie die industrielle Energie Englands durch Lasten und Erpressungen(exaetions) niedergedrückt wird, welche das Mahl des Jndustrie-Arbeiters kärglich und die Lage des Landarbeiters zu einer fast ununterbrochenen Hungersnoth machen." Zum Schluß sagt Lloyd Jones: „Es wäre thöricht leugnen zu wollen, daß wir in Mitten von Gefahren sind— daß ein System wie das unsrige mit seinen scheußlichen Anomalien die ernstesten Gefahren in sich schließt. Wehe der Nation, bei welcher der Prunk einiger Wenigen sich zur Schau stellen darf im Angesicht des Elends der Vielen! Und Wehe wird unzweifelhaft über England hereinbrechen, wenn nicht unsere Staatsniänner Mittel und Wege zur Abstellung dieser un- menschlichen Zustände entdecken, oder wenn nicht daö Volk, gewitzigt durch seine Leiden, mit ruhiger Ueberlegung selbst an die Aufgabe geht, den Geist der Gerechtigkeit in die Beziehungen des Lebens einzuführen!" Unter den„Staatsmännern" hat bis jetzt noch Keiner Ver- ständniß für diese Fragen oder guten Willen, zu deren Lösung ge- zeigt— es hängt also ausschließlich von den Arbeitern ab, ob eS anders und besser werden, und wie lang diese wahnwitzig-un- gerechte und unmenschliche GescllschaftS-„Ordnung" noch dauern soll. In England und allen übrigen Kulturländern! Rede man uns nicht vor:„das sind„englische Zustände", bei uns ist's anders!„Ja—„anders" ist es bei uns, aber nicht„besser". Wenn das Uebel nicht so grell in die Augen fallend, die Gegen- sätze nicht so schroff, die Kluft zwischen Armuth und Reichthum nicht so gähnend,— so hat das seinen Grund einzig und allein darin, daß die Engländer uns in der ökonomischen Entwicklung Uberholt haben. Sie sind ein paar Stationen voraus; allein wir sind auf dem nämlichen Schienengeleise, und wer- den bald genau am selben Punkt angelangt sein, wo die Eng- ländcr jetzt sind. All diese Uebel stehen uns demnach mit mache- matischer Gewißheit bevor; und daß wir noch nicht so weit sind, hat überdies seine besonderen Nachtheile. Unsere schlesischen und erzgebirgischen Weber z. E., die noch in der Kleinproduktion stecken, aber doch mit der Großproduktion konkurriren müs- sen, sind entschieden weit schlimmer dran, als die eng- tischen Maschinenweber. Und diesem Beispiel ließen sich leicht ähnliche anfügen. Kurz: was von England gilt, gilt auch von Deuffchland. Die gleichen Ursachen müssen die gleichen Wirkungen haben. Und die bürgerliche Produktion beruht überall auf den gleichen Prinzipien. Daß der Arbeiter Andere bereichert, daß der Schöpfer des Reich- thums in Armuth schmachtet, daß Nichtarbeiter die Früchte der Arbeit genießen, daß Hunderttausende, daß Millionen an den Bettelstab kommen und von dem Schweiß der ausgebeuteten, aus- gepreßten Arbeit erhalten werden müssen, das— nebst den mannich- sachen politischen Schäden, an denen wir kranken— das AlleS wächst naturgemäß und folglich nothwcndig aus dem heutigen Pro- dnktionSsystem hervor, wird aus ihm hervorwachsen, so lange daS- selbe besteht. . Die Wirkung ist blos mit der Ursache zn beseitigen� Palliativmittel sind machtlos. Das Uebel muß an der Wurzel gepackt werden. Jeder Schlag ist ein Lufthieb, der sich nicht gegen das herrschende Produktionssystem richtet. Auf diesen Punkt sind alle Anstrengungen zu konzentriren, denn auö diesem Punkte allein ist die„soziale Krankheit" zu heilen. Die Ketten des Kapitals i Ißfe, zum System erhobene Treiben pensionirter Staatsbeamten, Minister außer Dienst und sonstiger„Ercellenzen" hin, welche bei GründungSschwindeleien sich für gutes Honorar als Lockvögel oder„Schlepper", wie es beim„Bauernfang" heißt, gebrauchen lassen, ihren Namen und ihre Titel a so und so viel Tausend Thaler per Jahr venniethen. Herr Richter stach in die häßliche Beule; natürlich dachte er nicht daran, sie aufzustechen. Sonst würde er die große Anzahl von Land- und Reichstagsabgeord- neten, die genau dasselbe gemeine Bauernfängergewerbe treiben, einer Erwähnung nicht ganz unwerth gefunden haben. Herr Die Zahl der Opfer der„blutigen Maiwoche"— die aber � Richter macht sich mitunter der Regierung sehr unbequem, aber er tief in den Juni hineinreicht— ist noch nicht genau festgestellt überschreitet � doch nie jene Linie, welche„Seiner Majestät aller- müssen gesprengt werden, die Arbeiter müssen sich ihr Eigen- thum zurückerobern! Nieder mit der Lohnarbeit! Keine Millionäre mehr! Keine Paupers mehr! Organisation der Arbeit auf genossenschaftlicher Grundlage im freien Volksstaat! Das ist das Programm der Erlösung. Das sei der Schlachtruf! Er wird uns zum Sieg führen. Die zweite Pariser Bluthochzeit. worden und wird es nie werden.„Die Besiegten haben keine Ge- schichte" und noch weniger eine Statistik, und die Versailler„Sie- ger" haben kein Interesse, die ganze Wahrheit zu sagen>— schämen sie sich auch nicht, so graut ihnen doch nachträglich vor ihren Hel- denthaten—■; und wollten sie die ganze Wahrheit sagen, sie könnten es nicht, so wenig als weiland die Urheber der ersten Bluchhochzeit; sie waren von solcher Mordraserei erfaßt, stürzten in solch blinder Wuth auf das ihnen preisgegebene Wild los, daß sie selber nicht wissen, wie Viele unter dem Ruf des„Gesellschafts- rettenden"(wie weiland Königthnmrettcnden) Tuvz, Tuez!*) niedergemetzelt worden sind. Kein Wunder daher, daß die Angaben weit auseinandergehen. Unmittelbar nach der Katastrophe wurden von Bourgeoisorganen die im und nach dem Kampf getödteten Kom- munalisten auf 40,000, und die Gefangenen auf ungefähr dieselbe Ziffer geschätzt. Die Lohnschreiber der Bourgeoisie haben sich neuerdings bemüht, die Ziffer der Getödteten um die Hälfte her- abzusetzen. Allein, es ist das rein willkührlich, ohne die mindeste thaffächliche Unterlage. Umgekehrt geht die neuste von kommuna- listischer Seite ausgehende Schrift:„Verrath und Abfall im Busen der Kommune"�), die mancherlei neues Material ent- hält, weit über die ursprünglichen Ziffern hinaus. Wir lassen die betreffende Stelle hier folgen: „Während und nach diesem brudermörderischen Kampf, der zehn Tage lang dauerte, übten die Sieger an den Besiegten eine entsetzliche Rache aus. Die summarischen(ohne Urtheil) und die auf Befehl der Kriegsgericbte vorgenommenen Hinrichtungen können auf sechzigtausend geschätzt werden. Die Zahl der Verhasteten betrug hundertfünftausend; von diesen sind an schlechter Behandlung, Nahrungsmangel und Krankheit min- desteus fünfundzwanzigtausend gestorben; von den übri- gen 80,000 haben mindestens vierzigtausend sich am Kampfe nicht betheiligt, und eS sind zehntausend Frauen und Kin- der darunter. Ungefähr 15,000(jetzt etwas mehr, gegen 20,000. R. d. V.) sind seitdem in Freiheit gesetzt worden, weil die Re- gierung selbst anerkennen mußte, daß sie ohne allen Grund ver- haftet waren. Man hat der Kommune willkührliche Verhaftungen Schuld gegeben— man frage sich, ob unter der Kommune ähn- liche Razzias vorgekommen sind. Der Ordnungspartei gebührt das Verdienst, daß sie vernichten und Frankreich tomben(Masienschlächtercien) wir in den Rechnungen der Pariser Begräbnißgesell- schaft(Pompes funebres) finden. Es war in den Zeitungen zu lesen, daß die Begräbnißgesellschaft vom Staat für jeden gesam- getreuste Opposition" von dem Standpunkt prinzipieller Demokratie trknnt. Curiositätshalber sei erwähnt, daß Freund Lasker in der nämlichen Sitzung die Minister bat, sie möchten doch dafür sorgen, daß die bauerufangendeii„Excellenzen" das Spiel nicht— so öffentlich treiben! Geheime Bauernfängerei ist erlaubt— nach Laskers Moral. Der letzte Akt der Berliner Parlamentskomödie ist so ziemlich zu Ende gespielt. Ein viertelhundert hoher Beamten, Generale und Großgrundbesitzer sind von der„Krone"— so nennt man, vom Kopf abstrahirend, im konstitutionellen Roth- wälsch das Haupt deS Staats— zu Pairs„gemacht" worden; die über diesen Zuwachs aristokratisch-bureaukratisch militärischen gramm, ohne eine andere Lösung des sozialen Problems, als die der übrigen Bourgeoispartein: die sogenannte Versöhnung (statt Abschaffung) der Klassen. Mit der Vorgeschichte der repub- likanischcn Partei vor Augen, und mit unserer Kcnntniß der Per-- sönlichkeiten, welche sich an der Spitze des Aufstandes befinden, glauben wir ohne Gefahr uns zu täuschen, unsere lieberzeugung dahin aussprechen zu können, daß dies einer der so'zahlreichen Re- volutionsversuche ist, an denen die unruhigen Elemente der Bour- goisie*) so großen Gefallen haben, und die schon so viel unnütz vergossenes Arbeiterblut gekostet haben. Wir wollen Niemand an- klagen; wir haben auch keine Lust Rathschläge zu geben, die un- willkommen wären und nicht befolgt würden; allein, wir halten eS für unsere Pflicht, unseren Partei- und Unglücksgenossen nochmals ;u wiederholen:„Die Befteiuug der Arbeiter kaim nur durch die Arbeiter selbst sich vollziehen. Jede von Bourgeois begonnene und geleitete Bewegung kann nur zum Vortheil der Bourgeoisie aus- schlagen." So die„Emancipacion". Wer frühere„VolkSstaat"nummern nachliest, wird finden, daß wir uns schon vor Jahren, und zwar ebenfalls anläßlich Spanischer Vorgänge, genau in demselben Sinne ausgesprochen haben.— Warnung. Unsere Brüder in Portugal theilen uns folgendes zur Veröffentlichung mit: An die Arbeiter Deutschlands, Frankreichs, Belgiens und der übrigen Länder! Ein gewisser Trackvaso da Sllveira hat von eini- ElementS.vergnügten Herrenhäusler haben natürlich mit Wonne gen Arbeitgebern, deren Arbeiter im Strike sind, den Auftrag er- die ihnen zurechtgckochte reaktionäre Kreiöordnung angenommen halten, im Ausland Arbeiter anzuwerben. Er sucht häupt- und— nun kann der Vorhang fallen. Auf eine Beschwerde ländlicher Arbeiter wegen Bcschäfti- gung von Soldaten bei der Erndtc" gelegentlich eines Strikes hat der englische Kriegsminister Mr. Eardwell endgültig geantwortet. Das Schreiben ist an den Sekretär des Londoner Gewerkvercins- raths gerichtet und lautet:„Die aitztliche Untersuchung hat ergeben, daß nur in einzelnen Fällen Strikes der Anlaß gewesen, Svidaten zu den Erndtearbeiteu herzugeben; in der großen Mehrzahl der Fälle lag solch ein Anlaß nicht vor. Da es nun die Absicht der gesetzlichen Bestimmungen nicht ist, die Soldaten zur Beeinflussung des Erfolges von Arbeitsstreitigkeittn zu verwenden, sondern iiur| sächlich: Schriftsetzer und Buchdrucker, Buchvergolder und Buchbinder. Hütet Euch Ihr Unternationalen vor diesem Aus- beuter für fremde Rechnung, vor diesem erbärmlichen Schurken (ruin villano), der arme unwissende Arbeiter schmachvoll ausge- beutet hat. Wir haben ihn in unseren Blättern an den Pranger gestellt und der Schande überliefern wir seinen Namen: Tradesao da Silveira. Eure Brüder, die Portugiesischen Internationalen, ertheilen Euch hiermit Warnung, und bitten alle Arbeiterorgane diese seilen abzudrucken. (Der saubre Kumpan wird, nach dieser Warnung, wol nicht das Riehrbedürfniß an Arbeitern zur Zeit der Ernte im Interesse unter seinem eigenen Namen„Geschäfte" machen. Man sei des ganzen Landes sowohl als im Interesse eines Nebenerwerbs also auf der Hut gegen alle Portugiesischen Ärbeitergesuche. der Soldaten zu befriedigen, so soll in Zukunft strenge darauf R. d. V.) geadstet werden, daß nur für diesen legitimen Zweck und nicht uü Netschajeff wird, wie man aus Petersburg schreibt, als po Streitfällen Soldaten hergegeben werden. Es soll deßhalb eine!litischcr �.......'■'■- Zusatzdeklaration zu dem betreffenden Paragraphen deS Gesetzes erlassen werden, lautend: Die Erlaubniß soll nicht gewährt werden in Fällen, wo Strikes oder Streitigkeiten zwischen Landwirthen und ihren Arbeitern vorliegen." Biö zur Beschwerde an den Kriegsminister haben es unsere ländlichen Arbeiter noch nicht gcbradst, obwol es an Anlaß hierzu nickst fehlt. Etwaige Beschwerden an die„gnädigen Herren „Verbrecher" behandelt, nachdem man seine Auslieferung als„gemeiner Verbrecher" von der Schweiz erlangt. Natürlich! Ob die Züricher Regierungsmitglieder, die das„gemeine Berbre- chen" der Auslieferung begangen, nicht vor Sckam in den Boden sinken?— , auf die Gefahr hin, unsere Industrie zu werden mit den Paragraphen der Gesindeordnung und wenn das mcr nieder organisirt; in der ach zu ruiniren, furchtbare Menschenheka- nicht zieht— mit der Peitsche beantwortet.— schlössen, einige Delegirte auf di htercien) veranstaltet hat, deren Belege Am 1. d. Mts. hatte in Sheffield(England) eine Konferenz in internationale Bezie von Delegirten republikanischer Gesellschaften statt, welche die Grün- dung einer republikanischen Brüderschaft für Großbrit tanien mit folgendem Programm beschlossen: Allgemeines Wahl- melten und verscharrten Leichnam 5 Franken verlangt hatte. Die recht aller Erwachsenen, gleiche Wahlbezirke, Abschaffung der Staats- Regierung bewilligte aber bloö drei Franken pro Leichnam und kirche, vollständige Trennung der Schule von der Kirche, Erklä- hatte„blos" Hundertfünfzigtausend Franken zu zahlen, was fünfzigtausend Leichname ergibt. Die Begräbniß- runz des Grund und Bodens für Nationaleigenthum, einjährige Parlamente, Diätenzahlung für die Mitglieder, und gesellschaft hat aber nicht alle Leichname gesammelt; sehr! schließlich Einführung der Republik mit gesetzlichen Mitteln. Für viele sind von Verwandten und Freunden beerdigt und auf An- ordnung der Militärbehörden in den Kasematten verbrannt worden." Dies die betreffende Stelle: Wir können hinzufugen, daß eine Menge von Leichen auch in die Seine geworfen worden �Man sieht, der Verfasser der angeführten Schrift schätzt die Zahl der Schlachtopfer— von den Gefangenen hier zu geschweigen — nicht ins Blaue hinein ab, er beruft sich auf die Bücher der Pariser Begräbnißgesellschaft, er gibt also einen alten- mäßigen Beleg; und selbst wenn dieser Gesellschaft der verlangte Preis von fünf Franken per Leiche bezahlt worden wäre, so hätten wir immer noch die grauenhafte Ziffer von dreißigtausend, die durch Zurechnung der anderweitig„besorgten" Leichname unzweifelhaft auf eine höhere Gtsammtsumme als vierzigtausend gebracht würde....... ,, Einen zweiten aktenmäßigen Beleg bieten uns die offiziellen Pariser Todtenlrsten. Durchschnittlich starben in Paris vor der Belagerung 45,000 Personen jährlich; für das Jahr 1870 weisen die Todtenlisten 73,581; für das Jahr 1871 aber 99,045 auf. Die um 28,000 gesteigerte Ziffer des Jahres 1870 erklärt sich vollständig aus den Entbehrungen während der Belagerung letzteren Punkt stimmte nur eine geringe Majorität der, nach den uns vorliegenden Berichten reaktionärer Blätter, aus höchstens dreißig Delegirten bestehenden Vecsamnilung. Die Minorität war gegen den Ausdruck„mit gesetzlichen Mitteln" als eine über- flüssige Redensart. ES wurde ein Rath von 5 Mitgliedern ernannt, der für die nächsten Monate seinen Sitz in Nottingham Wie wir aus der Brüsseler„Internationale" erfthen, haben die Pariser Gold- und Silberarbeiter ihre Syndikatskam- � r letzten Sitzung derselben wurde be- die Wiener Weltausstellung zu schicken, Beziehungen zu den Gold- und Silber- arbeitern der übrigen Länder zn treten. Im„Genossenschafter" werden wir hoffentlich bald Näheres in betreff des letzteren Punktes zu lesen bekommen.— Gewerksgenossenschaftliches. Ziiternationale Eewerlisgenossenschast der Zttaniifaktur-, ZstliriK- und Handarbeiter. Aufruf und einkadung zur ZZefchickiung ihrer drittcu ordent- kichen chenerar»erfau,u»ru»g am 25.. 2«. und 27. Z>ez0r. 4872 in Weimar. Gewerks- und Berufsgenossen allerorts! Unsre längst und wieder- Nicht so' die um 55,000, d. ch mehr als' das doppelte gestel- men, und ist namentlich eine größere Betheiligung der Republikaner, aerte stiffer für 1871, denn die Belagerung hörte bekanntlich schon die sich bisher zurückgehalten halten, zn bemerken. Nach den uns °~ �—•— re-w. v...« vorliegenden Nachrichten können wir allerdings nicht an einen Sieg am 28. Januar auf, also schon vor Ende des ersten Monats. Nun haben allerdings die durch die Belagerung herbeigeführten ge- snndheitöschädlichen Einflüsse noch längere Zeit nachgewirkt, aber die Zahl der direkt und indirekt durch die Belagerung verursachten Todesfälle läßt sich höchstens auf 20,000 veranschlagen, wogegen auf der anderen Seite in Rechnung zu bringen ist, daß die nor- male Sterblichkeit nach dem Fall der Kommune beträchtlich unter dem Durchschnitt war, weil sich die Bevölkerung um! fast ein Viertel vermindert hatte. Jedenfalls greifen wir nicht zu hoch, wenn wir von den 55,000 Personen, die über die politische Aktion find. Durchschnittszahl hinaus in den Pariser Todtenlisten des Jahres 1871 verzeichnet sind, 35,000, schreibe fünfunddreißigtausend auf das Konto der Versailler Gesellschastsretter setzen. Und da in diese Listen nur die regelmäßig Begrabenen kom- men, viele Tausende der gemordeten Kommunallsten aber gar nicht begraben oder ohne jede Förmlichkeit, selbst ohne vorher- aehende Zählung verscharrt, und da ferner die gefallenen So l- daten notorisch nicht in die Pariser Todtenlisten eingetragen worden sind, so erscheint die Ziffer sechzigtausend keineswegs übertrieben.. � Eine ähnliche Schlächterei, zusammengedrängt in die aleiche Zeit und den gleichen Raum, hat die Weltge- schichte nicht aufzuweisen. Und nun bezweifle man noch die Kultur und den Kulturberuf der Bourgeoisie! h'zw.'s. sä'« �Är'�f'r'r'T'r*■, � � In London ist ein Strike der Gasarbeiter ausgebrochen; deshalbunsrer heutige�Emladung ein rechtreichhaltiges Material sie fordern höheren Lohn, der bis jetzt ihnen verweigert worden ist. � Aa o �• er Reihe kurz Am Mittwoch zogen die Strikenden, 3000 Mann stark, nach dem.Ämm«nd Ä PT" m?e"r* Tralfalgar Square(einem freien Platz in Mitten der Stadt) und �"'S Klangt ist. Nr. 57 des„Volksstaat hielten ein Meeting ab, ans welchem beschlossen wurde, den Strike s°'" PiP ,C;*4*ur G-neralv-� aufrecht zu erhalten und allen Einschüchternngsversuchen Trotz zu!.. P" I.�S�ordnung. Hof wird zur Ab- bieten zugleich wurde aber erklärt, daß man bereit sei, sich dein'"u"9 �~ kf"r'?"T' �August Sprpch eines Schiedsgericht« zu nnt-rwerf-n. Da fast alle? �..P'�u-'g der Generalver an..n i...g nach Meerane. Gasarbeiter striken, kani! London nur noch sehr unvollkommen be- Sütalcoraifd s.— Nr. 77 vom leuchtet werden; d.es wird wol di- Unternehmer zur Nachgiebigkeit Meerane und einen Antrag PpH°he!stteuP'beKfl7:' u7ser''e Stellung zu den Schiedsgerichten."— Nr. 87 vom 30. Oktbr., Einladung zur Generalversammlung nach Hof. Aufruf deS Hofer LokalkonütiLS.— Nr. 89 vom 6. November meldet das Verbot der Generalversammlung in Hof.— Nr. 90 vom 9. November enthält die Hofer Magistratsverfügung.— Nr. 97 vom 4. Dezbr. zwingen.— In Spanien hat der, wie es scheint in Permanenz erklärte Aufstand jetzt mit einemmale bedeutendere Dimensionen angenom- der republikanischen Sache glm dst'u.ffähigke'it d�% dennenesten Sachverhalt und die Resultate Rr Rekurse dar und jetzigen und jeder anderen möglichen Regierung, die Monarchie � leo.°rlteh.e"b£_@'ncraloerfaminlun| auf die Dauer wieder herzustellen, für jeden denkfähigen Beobachter Bereits veröffentlicht finden)ich m Ne. 43 des„Volksstaat" vom 15. Juni Erlaß und Antrag der VorortS- Verwaltung, die Wanderunterstützung erst nach Zahlung der zwölf- ten Monatslage zu gewähren(Zusatz zu§ 35 der Statuten), in Politische Uebersicht« feststeht. Die intelligenteli Arbeiter wollen mit der Erhebung nichts zu thun haben, weil der Bourgeoiöcharakler der Führer ihnen ge- z ffÄc-'SÄrÄÄÄ'i« i;&•»* !'"«"!?. J?.S. 8']r"Ä. ÄÄ iSÄÄÄ lic i,!rq-»d. gende speziellen Anträge der Berliner Mitglieder zu ß 3 5 der Statuten: Wanderunterstützung nach Zahlung der 6. Monats- läge eintreten zu lassen. Zu§ 11 der.Geschäfts- und Kassa- ordnung: Der Verwaltungsrath hat regelmäßig vierteljährlich sämmtlichen Mitgliedschaften einen gedruckten Bericht zugehen zu lassen: a) über Stand der Kassa und Zahl der Mitglieder sowie b) Verzeichniß der Stationen und bezüglich Bevollmächtigten. All- gemeiner Antrag: Die Generalversammlung wolle beschließe»:! dem Allgemeinen deutschen Weber- und Manufakturarbeiterbund, sowie der Gewerksunion in corpore beizutreten und dieses nicht den einzelnen Gewerkschaftern zu überlassen. Zu Z 7 der Krankenkassa und zum Statut der Sterbekasse beantragen die Mitglieder zu Meerane: Jedes Mitglied der Kranken- und Sterbekasse muß zugleich der Stammgewerkschaft angehören. Motive: Bei der Krankenkasse ist wahrgenommen worden, daß sehr viele Frauen Mitglieder waren, deren Männer unseren Bestrebungen feind- lich �gesinnt sind.— Weitere Anträge sind baldigst erbeten(sielst § 27 des Statuts), auch ersuchen wir die Bevollmächtigten, de» Auch die wirklichen Revolutionär unter den spanischen Internationalen wollen mit den Aufständischen nichts zu thun haben. Die„Emancipacion" von Madrid, das trefs- lich redigirte Organ unserer Parteigenossen in Spanien, schreibt unter der Ueberschrift„Revolutionsversuche": „Eine Fraktion der föderalistisch-republikanischen Partei hat die Waffen ergriffen, und in verschiedenen Provinzen einen Theil der Arbeiter mit fortgerissen, welche begierig sind, das Joch der lächer- lichen Tyrannchen abzuschütteln, die unter dem falschen Titel von liberalen Demokraten sie unterdrücken und aussaugen. Der Anlaß, die bestimmende Ursache des AufstaudS ist die Aushebung von 40,000 Rekruten, welche von den Cortes bewilligt und von der radikalen Regierung dekretirt worden ist, trotzdem dieselbe sich feierlich verpflichtet hatte, die Conskription(Aushebung durch das Loos) abzuschaffen. Der Beweggrund kann nicht gerechter sein. Aber genügt eö für den Erfolg, daß eine Sache gerecht sei? Wir wollen keine Unzlückspropheten, allein sein, wir können nicht umhin zu n x v ort,> bemerken, daß die republikanische. Partei, durch und durch bürger- Im preußischen Abgeordnetenhaus stach der Abgeordnete � � � vollständig jeder revolutionären Organisation er- Richter wieder in eine häßliche Eiterbeule: er wies auf das schäm-. und sich, um ihre Ohnmacht noch zu verstärken, in ent- igegengesetzte Abtheilungen gespalten hat, von denen die eine, nach z■<..... trn.. r___ l � � � CVv<4-Ä»«/nfnv» �r\nfe»v< •) Tobte! Tobte! Ruf Karl IX. während er aus dem Louvrc auf die vor- beieilenden Hugenotten schoß. ") Traliison et Dcfection au sein de la Commune. D'Esboeul's(ein Pseudonym). Gens, 18>2. I>ar V ihrem Wesen, ihren Sympathien und Interessen, durchaus konser- vativ, die andere zwar von unruhigem kampflustigem Charakter ist, aber ohne revolutionäre Ideen, ohne ein revolutionäres Pro- r) Du Deutsche Bourgeoisie ist über solche— Genialitäten erhaben; '"x/t iL�haupt niemals, selbst im Sturm und Drang der Jugend nicht, jolchc revolutionäre Schwachheiten gehabt.„Geniale" Fußtriire von „genialen" Junkerstiefeln hinnehmen, ist der arrrrroßen deutschen Ration würdiger. Mitzliedern Veranlaffung zu geben, sämmtliche Vorlagen eingehend Zu berathen und rechtzeitig Delegirte oder Mandate zu entsenden. Vertrauensleute und Freunde unserer Sache wollen da, wo unsre Gewerkschaft noch keinen festen Fuß hat, freie Versammlungen von Berufsgenossen einberufen und Delegirte oder Mandate. abordnen lassen. Berathende Stimme ist denselben Zuge- sagt. Gewerkschaftsmandate müssen die Kopfzahl der steuernden Mandatgeber enthalten und von den Vertrauensleuten und zwei Genosien gezeichnet sein, sowie den Stempel tragen. Bereits auf Hof und Meerane eingesandte Mandate werden giltig für Weimar erachtet.— Mandate von freien Versammlungen muß der Ver- sammlungspräsident unv drei Anwesende unterzeichnen. Die Kosten der Delegationen haben die Mandatgeber der ein- zelnen Orte selbst aufzubringen. Hauptrechnungs-Abschlüsse werden nur an solche Orte abgesandt, die mit ihren Ab- rechnungen auf dem Laufenden sind. Gedruckte Sterbekassen- statuten sind gegen Einsendung der Frankatur in Marken unent- geltlich zu beziehen bei August Haverbier, Schulgasie 381, Meerane, an welchen auch bezügliche Anträge zu senden sind. Für fdie Krankenkasie sind solche zu addressiren:.an Carl Kirchhübel in Criinmitschau, Scheunenplatz 757. Stammgewerkschaftsangelegen- heiten sende man hierher an I. Motteler.— Auf der Tagesordnung sind bis jetzt folgende Punkte befindlich: 1) Rechenschaftsbericht der Verwaltung und des Anfsichtsraths(beziehentlich Anträge). 2) Re- Vision und Abänderung der Stammstatuten(laut Vorlage vom Ä. und 9. Juli d. I., beziehentlich Anträge). 3) Rechenschaftsbe- richt der Krankenkasse und Statutenrevision(beziehentlich Anträge). 4) Statutenvorlage zur Organisation der Sterbekasse(beziehentlich Anträge). 5) Unsere Stellung zum deutschen Manufakturarbeiter- und Weberbuud und zur Gewerksunion(beziehentlich Anträge). 6) Unsre' Stellung zu den Schiedsgerichten(Antrag von Hohen- stein, Referent Seifert). 7) Entscheid der Generalversammlung über Auslegung des K 37 der Statuten(auf Grund des ß 26), beziehentlich entgiltiges Erkenntniß in einer Differenz zwischen den Genossen zu Apolda und der Vorortsvenvaltung, auf Antrag der Letzteren. 8) Umfrage. Die Verhandlungen sind vorbehaltlich weiterer Beschlüsse der Generalversammlung öffentlich, Gewerkszcnossen jeglicher Branche, sowie Freunde unsrer Sache sind bestens eingeladen. Weiteres siehe Einladung des Lokalcomits's zu Weimar. Anmeldungen von Delegirten und bezüglich Mittheilungen und Wünsche sind zn adressiren au A. Mülle.r, Geometer in Weimar. Die Berufs- und Parteigenossen der Umgegend werden um thun- lichfte Agitation für unsre Gewerkschaft gebeten; und nun, Gewerks- genossen, sorgt, daß unsre dritte Generalversammlung zu Nutz und Ehren unsrer Sache wirke, stellt Euch zahlreich und pünkt- lich ein zur Weihnachtsfeier in Weimar. Gruß und Hand darauf! Für die Vorortsverwaltung. Crimmtschau. Motteler, z. Z. erster Vorsitzender. An die Mitglieder der internationalen Manufaktur-, Kavrik» und Kandaröeiter-chewerkschaft! Bezugnehmend auf die Bekanntmachung des Vororts, betreffend die Abhaltung der Generalversammlung in Weimar, theilen wir Euch mit, daß dieselbe erst am 25., 26. und 27. Dezember(als den ersten, zweiten und dritten Weihnachtsfeiertag) hier abgehalten Tverden kann. Den 25. Dezember Empfang der eintreffenden Dele- flirten durch das Lokalcomitö am Bahnhos. Beginn der Voroersammlung an demselben Tag Abends 6 Uhr. Wir heißen die Delegirten im Voraus in unseren Mauern herzlich willkommen und werden nach Kräften für Freiquartiere Sorge tragen. Die Mitglieder des Lokalkomits's sind qm Bahnhofs durch rothe Schleifen kenntlich. Briefe u. s. w. sind an Unterzeichneten zu richten. Nun, Freunde, aus zur Generalversammlung nach Weimar! Weimar, den 6. Dezember 1872. Das Lokalcomitö i. A.: C. Kette l suu., Schloßgasse. Allgemeiner deutscher Sattleroerein. ZZerlin. Sämmtliche Vertrauensmänner wie Kollegen des Allgem. deutschen Sattleroereins werden auf einen gewissen Kern aus Löwenberg in Schlesien aufmerksam gemacht, der sich, gestützt uns ein Schrifstitck, als Vorstands-Mitglied unserS Vereins aus- fliebt, in Wahrheit aber gar kein Sattler ist. Zugleich warnen wir unsere Kollegen am Rhein vor zwei Kollegen, Namens Rothe und Schuin, welche direkt gegen uns wirken. I. Auer. Correspondenzen. <5kipjig, 7. Dezbr. Nach dem hier erscheinenden„Correspondent für Deutschlands Buchdrucker und Schriftgießer" hatte der in diesen Tagen zusammengetretene Vorstand des Buchdrucker-(Prinzipal-) Vereins folgenden Beschluß gefaßt: „Wenn in irgenv einer Stadt von Seiten unter sich geeiuigter Gehilfen eine Arbeitseinstellung mit oder ohne Kündigung erfolgt und fortbesteht, trotzdem die Kommission der Vertrauensmänner den Slaudpnnkt der Prinzipale gerechtfertigt findet, so tritt der Gcsammtverein zum Schutze der gefährdeten Pereinsmitglieder ein, indem an einem und demselben Tage im ganzen Gebiete des deutschen Buchdruckervereins die Bereinsofficinen allen Gehilfen kündigen, die einer Verbindung angehören, welche den betreffenden Strike veranlaßt hat oder unterstützt. Kein Gehilfe, der wegen des Strikes ausgetreten oder entlassen ist, darf während der Dauer desselben in einer Vereiusofficin angestellt werden." Hierzu bemerkt der„Correspondent": „Dieser Beschluß ist darauf berechnet, jede Gehilfeitvercinignng, die sich nicht unter die Botmäßigkeit der Prinzipale stellt, zu unter- graben. Es ergeht an alle Verbandsmitglieder das Ersuchen, so lange eine streng reservirte Stellung einzunehme», als man nicht direkte Versuche macht, der Ehre und Würde der Mitglieder zu nahe zn treten, resp. es bei den gefaßten Beschlüssen bewenden läßt. Sollten jedoch, was wir im Interesse des gesunden Menscheuver- standes nicht wünschen wollen, die Herren Bercinsmitglieder, statt eine Verständigung mit ihren Gehilfen zu suchen, angriffsweise gegen dieselben vorgehen, so ist ein solcher Angriff mit allen zn Gebote stehenden Mitteln abzuweisen, wie es Männern geziemt." Die Tragweite des obigen Beschlusses springt in die Augen; und das Organ der Buchdrucker würdigt ihn ganz richtig, wenn es sagt:„Dieser Beschluß ist darauf berechnet, jede Gehilfcnver- einignng, die sich nicht unter die Botmäßigkeit der Prinzipale stellt, zu untergraben." Hervorgerufen ist der betreffende Beschluß offen- dar dnrcl' das jüngste Borgehen der hiesigen Buckdrnckergehilfen, die den Prinzipalen einen neuen Tarif vorgelegt haben, der den seitherigen Berechnungsmodus abändert und an Stelle der n- die Alphabetberechnung gesetzt wissen will. Die Prin ipale dagegen weigern sich, aus Grund des ihnen von den Gehilfen vorgelegten Tarif-Entwurfs mit diesen in Verhandlung zu treten und verweisen aus einen sogenannten„Normaltarif," den sie, die„Herren" aus- arbeiten wollen. Zu erwähnen ist aber, daß die hiesigen Buch- druckergehilfen bereits ini Jahre 187l) mit der Forderung der Alphabetberecknung— ein Berechnungsmodus, der die Gehilfen ein für alle Mal vor Uebervortheilnng schützt— an die Druckereibesitzer herantraten, von diesen aber mit einer Lohnerhöhung von 16- 3° o abgespeist wurden. Seit 1870 haben sich die sozialen Verhältnisse durch die enorme Steigerung aller Lebensmittelpreise völlig verrückt. Der Löhn, der 1870 genügte, reicht heut nicht mehr aus. Was Wunder also, wenn sich die Arbeiter gegen die drückenden Verhältnisse auflehnen! Besonderes Interesse gewinnt der zwischen den hiesigen Bnchdruckergehilfen und Druckereibesitzern aus- gebrochene Konflikt dadurch, daß sich beide kämpfenden Theile ihrer Macht bewußt sind. Der Buchdruckergehilfenverband ist bis zitr stunde die bestorganisirte Arbeitervereinigung Deutschlands. Kraft dieser Organisation haben die deutschen Buchdruckergehilsen bisher ihre Forderungen in verhältnißmäßig leichter Weise durchgesetzt. Andererseits sind aber auch die Prinzipale nicht müßig gewesen; auch sie haben sich eine Organisation gegeben, mit der— wie sie meinen— die Gehilfen zu rechnen haben werden; wenigstens zeigt der oben erwähnte, von dem Vorstände des deutschen Prin- zipalvereins gefaßte Beschluß zur Genüge, daß sie sich zu fühlen beginnen. Also zwei kampfgerüstete Gegner stehen einander gegen- über, jeder gewillt, zu siegen. Der Strike, der unvermeidlich scheint, wird voraussichtlich von langer Dauer sein, da sich die bedeutendsten hiesigen Firmen bei einer Konventionalstrafe bis zu 1000 Thalern verpflichteten, keinerlei Abänderung des bisherigen Lohntarifs einseitig zu bewillige», im Falle einer theilweisen Arbeits- einstellung der Gehülfen, nach Befinden und«auf Anordnung der Gesammtheit, welche durch ein Coinite vertreten sein wird, allen bei ihnen in Arbeit verbliebenen Gehülfen sofort zu kündigen, die ihnen zu Gflhote bleibenden Druckkräfte der Ke- sammtheit zu Herstellung der dringlichsten Arbeiten zur Verfügung zu halten und strikende oder in einer der bctheiligtcn Officinen entlassene GeHülsen ohne Genehmigung des Conntss nicht in Kondition zu nehmen. Selbstverständlich fwird über den weiteren Verlauf dieses Konfliktes berichtet werden. Leipzig. Wie früher mitgetheilt, hat das sächsische Justizmi- nisterium die Redaktion des„Volksstaat" verurtheilt wegen des in Nr. 30 d. B. enthaltenen Ausschuß-Aufrufs, der aus Anlaß des Leipziger Hochverrathsprozesses erlassen worden war. Belei- digt sollten oder wollten sein: Herr Präsident von Mücke, Herr Staatsanwalt Hoffmann und— die Geschwornen. Auf das PerhorreScenzgesnch unseres Sachwalters, Herrn Advokat Freytag, wurde diese Sache dem Leipziger Gerichtsamt abgenommen und dem Chemnitzer zuertheilt. Dieses erkannte, daß eine Beleidi- gung des Staatsanwalts Hoffmann nicht vorliege, wohl aber des Präsidenten und der Geschwornen. Die von der Vertheidigung gestellten Anträge behufs Antritts des Beweises der Wahrheit (Vernehmung des Advokateit. Freytag aus Plauen, Geschworner Hoffmann auf Naunhof, Abgeordneter Professor Dr. Birnbaum, Äppellationsaerichtsrath Professor Dr. zur. Müller, Geschworner Bcnzien in Leipzig u. s. w.) wurden vom Gerichtsamt als„uu- erheblich" abgewiesen, dem verantwortlichen Redakteur Hepner aber ein Reinigungseid auferlegt zur Bekräftigung seiner Be- Häuptling, daß er nur Ueber- und Unterschrift deS Artikels, nicht aber diesen selbst vor dem Druck gelesen. Es wurde gegen dieses Erkenntniß Einspruch erhoben und am 30. v. M. fand die Ber- Handlung, behufs deren Beiwohnung Hepner aus einen Tag der Haft entlassen wurde, in Chemnitz statt. Das erstinstanzliche Er- kenntniß wurde da allenthalben bestätigt, auch was die abgedachten Anträge anbelangt; so daß nun Nichtigkeitsbeschwerde eingelegt werden wird. Bleibt auch d?esf erfolglos, so bestimmt das Chem- nitzer Gerichtsamt eine Strafe für Nichtleistung des Eides. Hep- »er hat nämlich erklärt, daß er jetzt— nach fast dreiviertel Jahren— sich nicht mehr den Eid zu leisten getraue, obschon er dessen gewiß sei, daß er von Anfang an die Wahrheit gesagt habe. Außerdem sei er auch nicht im Stande— wie ihm das Staatsgesetz vorschreibe— bei„Jehova" over„Adonai" zu schwören, da er religionslos lebe.— Der Staatsanwalt fand sich darauf bemüßigt, zu erklären, daß HepnerS ausdrückliche Weige- runz, den Eid zu leisten, einen sehr guten Eindruck auf ihn mache; seitens Chemnitzer Sozialdemokraten würde so oft ge- schworen, daß Hepners Eidesverweigerung ihm nach der guten Seite hin auffällig sei.— Hepner ergriff darauf zur persön- lichen Bemerkung das Wort und erklärte: „Die mir Seitens des Herrn Vertreters der königlichen Staats- anwaltschast auf Kosten meiner Freunde gewordene„Anerkennung" wegen meiner Eidesverweigerung weise ich entschieden zurück. Wenn auch Seitens meiner hiesigen Freunde„oft" geschworen wird, so bin ich gleichwohl davon überzeugt, daß dieselben in it. gutem Gewissen schwören; daß ich in dem vorliegenden Falle nicht schwören kann; daß ich überhaupt noch nie geschworen habe und nie schwören mag— das ist eine Sache ganz für sich und kann die Eidesleistungen Anderer nicht im Mindesten berüh- reu. Ich wiederhole: Ich nehme das Lob deS Herrn Staatsan- walts nicht an." Der Staatsanwalt, der über diese mit einiger Aufregung ab- gebene Erklärung etwas betroffen war, bemerkte hierauf, daß es nicht seine Absicbt war, Herrn Hepner eine Eloge zu machen, beziehentlich die Eidesleistungen Anderer dadurch zu verdächtigen; damit gab sich Hepner zufrieden. Leipzig, 6. Dezember. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft ist wegen deS Artikels„Sozialdemagogisches", in Nr. 96 dieses Blattes, die Untersuchung auf Majestätsbeleidigung eingeleitet worden. chkauchau, 1. Dezember: Arbciterbrüder und Genossen! Obgleich wir uns mit schwerem Herzen zu dem Schritte entschließen, den gegenwärtigen Aufruf an Euch zu erlassen, so mußte er doch gethan werden, denn die Art und Weise, wie man dem Arbeiter in dem bald zu erwähnenden Falle gegenübertritt, ist so empörend, daß selbst dem friedliebendsten und an die Harmonie zwischen Ar- beitgeber und Arbeiter glaubenden Genoffen die Zornesader schwellen wird. Der Vorgang ist folgender: In Finsterwalde.(Niederlausitz) besteht ein starker Octsoerein, dessen 600 männliche Mitglieder sich auch dem Deutschen Weberdunde angeschlossen haben. Wie überall, wo die Gewerksbewegnng um sich gegriffen, die Arbeiter zur Erkenntniß ihrer Klassenlage und Existenzberechtigung kommen, so auch hier. Es wurden verschiedene Becsammlungen abgehalten, in denen man gewerklichc und allgemeine soziale Uebelstände diskutirte und dem Arbeiterstande über verschiedene Mißstände die Augen öffnete. Sosort hörte nun aber alle Gemüthlichkeit und Harmonie auf, man verbot Versammlungen, ließ eines Abends das GaS in der Stadt absperren, um die Arbeiter nach aufgelöster Versammlung auseinander zu bringen k.;c. Diese kleinlichen Chikanen hätten nun nicht viel zu bedeuten, doch man ging»veiter. Es»var den Vätern der Stadt sonne den, adnkanten surcyierlicy, oiß beiter sich unterstehen»volltcn, selbst zu denken und zu berathen. Da« darf in unserm„finstcrn Walde" nicht Mode werden. Man muthete dem Bruder zu, seinen�Bruder aus der Arbeit zu jagen, ja mau glaubte, es befehlen zu können. Doch das hilft Alles Nichts, der Arbeiter ist erwacht. Jetzt wird eine Koalition unter den Fabri- kanten geschaffen; dieselben verpflichten sich, Jeden aus her Arbeit zu entlassen, der unter den Arbeitern eine Rolle spielt. Man ent-- läßt zuerst 6, und»vohlgeinerkt, Väter von starken Familien, wo- runter auch der Vorsitzende des Ortsvcreins, Vater von 3 Kindern, sich befand, fährt dann mit Entlassungen bis zu 43, die als Rädels- führer bezeichnet wurden, fort, und verpflichtet sich bei 10 Thlr. Strafe, keinen derselben wieder in Arbeit zu nehmen. Man ge- denkt ans dieses Manöver hin die Arbeiter mürbe zu machen, man will sie durch Hunger zwingen, nicht mehr daran zu glauben, daß* auch der Arbeiter Mensch ist und die Berechtigung zu einem men- schenwürdigen Leben hat. O Ihr Ausbeuter! ist Eure Weise, gegen uns vorzugehen, der Dank dafür, daß wir den Arbeiter über die ökonomischen Verhältnisse anftlären, damit er sich nicht herbeiläßt, in Folge Eures umnenschlichcn Verfahrens Eure modernen Zucht- Häuser, die Fabriken, zu demoliren? Wollt Ihr Euch nicht lieber koaliren zur Herstellung gesunder menschenwürdiger Arbeitsräume? Hatte nicht Euer Arbeiter Lainmesgednld gegen Euch? Ruhig trug er sein Fleisch und Blut zu Markte in Euren schinierigen, von schlechten Lüften gefüllten modernen Zuchthäusern; er denunzirte Euch nicht, weil er zu bieder, zu liebevoll ist; dafür wollt Ihr ihn jetzt aushungern lassen, nicht wahr, Ihr Herren? Doch eS wird Euch nicht so»vohl von Statten gehen, und weniger Euer Ge- bahren ist es,»vas uns das Blut schneller durch die Adern rollen »nacht,— denn wir wissen, Ihr seid zu viel„Urbrei", zu viel Materie, um etwas Entschiedenes durchführen zu könne»,— sondern wir zürnen fsfr der-Thorheit, die Euch nicht erkennen läßt, daß Ihr durch Euer Gebahren selbst dem friedliebeudsten Arbeiter die Waffe in die Hand drückt. Die bis jetzt Geinaßregelten werden aus der Ortsvereins-Kaffe unterstützt; der Generalversammlungsbeschluß lautet einstimntig da- hin, daß doppelte Stenern zu zahlen seien. Da die Genossen aber auf die Dauer nicht im Stande sind, solche aufzubringen, und da auf keinen Fall die dortige Gewerkskasse ruinirt werden darf, so ergeht an alle Genossen und Freunde der Arbeitersache das dringende Ersuchen: die geinaßregelten Finsterwalder Brüder zu unterstützei». Sic haben um so mehr Anspruch auf unsere Unter- stützung, als sie stets reichlich beigesteuert haben, sobald der Appell dazu an sie erging. Arbeiterbrüder! es ist hier kein provozirender Strike, sondern es handelt sich um Absperrung von der Arbeit durch die Vereinigung des- Kapitals! Bedenkt dies genau und Ihr werdet Eure Schuldigkeit thun! Wo man nicht über Mittel zu verfügen hat, halte man Versammlungen, und grade eine Charak- terisirung des vorliegenden Falles»vird Stoff zur Tage5ordnung geben und den Arbeiter zu helfen bereit finden! Envaige Unter- stützuugen für die geinaßregelten Finster>valder,»vorüber wir öffent- lich Bericht geben»verde», sind direkt an A. Sporn, Borsitzender des Ortsvereins daselbst, oder auch an den unterzeichneten Vorstand zu adressiren. In der Erwartung, daß die Genossen allerorts dazu beitragen, daß derartige Maßregeln der Aushungerung vereitelt: werden, zeichnet mit Brudergruß und Handschlag i der Vorstand des deutschen Weberbundes, H. Franz. Alle unsern Bestrebungen befreundete Blätter bitten»vir um Abdruck des Vorstehenden.> Crimmitschau. Für die Bestrebunzen der Bourgeoisie, die- Gemeindekassen für ihre Klasseninteressen in Anspruch zn neh»»en,.: können wir auch ein Beispiel anführen. Die hiesige Realschule' c mit einer Schülerzahl von kaum Hundert, erhielt im Jahre 1871 r aus dem.Gemeindesäckel 2000 Thaler Zuschuß,»vaS pro Kapf' t eines Schülers 20 Thaler»nacht. Da aber diese Summe noch: immer nicht reichte, die Lasten der Schule zu decken und der echte>« Bourgeois es vorzieht, statt aus eigner Tasche das Geld zn geben,, t die Staatshilfe in Anspruch zu nehmen, brachte man es dahin, daß i auch der Staat 1500 Thaler Zuschuß gewährte. Unsere Bourgeoisie>- läßt sich also mit 35 Thalec per Kopf aus Gemeinde-»»»d Staats->- Mitteln ihre Kinder erziehen und dabei schreit diese Bande Zeter> und Mordio,»venu die Arbeiter Lust verspüren, diesem Leben auf.- fremde Kosten das Hand»verk zu legen. M erbau. Die von unserer Partei zu den Stadtverordneten- Ergänzugswahlen aufgestellten Kandidaten sind sämmtlich gewählt i- worden.'> Aerlin, 1. Dez. Der von Lesser meiner Wenigkeit gemachte< Vorwurf, daß ich ihn als Polizeispion in öffentlicher Versainmlung= hingestellt habe, bedarf folgender Berichtigung: Es war in einer J in BrettschneiderS Salon abgehaltenen Parteiversammlung, in wel-- cher Herr Lesser»niederholt die Behauptung aufstellte, daß unsere Partei nur die blutige Revolution herbeiführen»volle und daß die» friedliche Agitation bei uns nur Deckmantel sei. Von»»einer» Seite wurde Lesser darauf aufmerksam gemacht, daß eS durchaus' v ungerechtfertigt sei, uns derartiges in die Schuhe zu schieben,»v»>r ihm doch die Beweise fehlen. Ich entschuldigte aber sein Vorgehn l i mit seiner Jugknd und Unerfahrenheit iin Parteileben. Dadurch erbost, erklärte Herr Lesser, daß er durchaus nicht jung in der Be-.r wegnng, im Gegentheil, er sei sehr erfahren, ja sogar schon gemäß-' n regelt. Der arme Lesser hielt aber seine oben angeführte Behaup- e> tnng aufrecht. Daraus erklärte ich, daß Herr Lesser, da er»in« l fälschlich und trotzden», daß wir ihm das Gegentheil nachgewiesen, e iminer noch beschuldigte, die blutige Revolution zu wollen, zu der': wir unsere Arbeitergenossen zu verführen trachteten, sich»vie ein �» Agent der Staats-Amv altschaft und Polizeispion benehme. Daß mein Vergleich des Herrn Lesser mit einem Denunzianten und' i Polizeispion ein zutreffender ist, dabei muß ich nach dem Auftreten des gedachten Herrn verbleiben. Daß Lesser nicht angestellter Agent der preußischen Regierung ist, weiß ich sehr»vohl. Würde die preußische Regierung die Reptiliengeldern an Nullen vom Schlage tl des Herrn Lesser vertheilen, so»vürde»vohl auch unsere Kammer.e gegen eine derartige Geldverschwendung Protest einlegen. I. Auer.'.ck Frankfurt a. M., 4. Dez. Hier ist ein Verein der Bier-»t brauergehilfen gegründet»vorden,»velcher schon über 200 Mit-»ü glieder zählt. Wir haben folgende Forderungen an die Bier-»t brauereibesitzer gestellt:>b 1. Arbeitszeit an Wochentagen von 5 Uhr Morgens bis 7 Uhr o- Abends, dazwischen Pausen von zusammen 3 Stunden. 2. Der e» Wochenlohn soll um 2 Gulden erhöht werden. Uebcrsudgcld bleibt K. wie bisher; wo kein Uebersudgeld eingeführt ist, werden für Erira- si'j arbeit pro Stunde 12 kr. bezahlt. 3. An Sonn- und Feiertagen irl Arbeitszeit von 5 bis 10 Uhr Morgens. Länger soll in der Regel er an diesen Tagen nicht gearbeitet werden. Liegt jedoch ausnahmS- er «eise einmal driirgende Arbeit vor, so soll für jede Uebcrstunde n! daS Doppette des geivöhnlichen Preises:ür Uebersud oder Ueber-» stunden bezahlt»verden. 4. Mit Rücksicht auf die harte uird ge- sh fahrvolle Atbeit der Brauer soll bei allen Unglücksfällen und Krank- pi l- ir Herten, deren Heilung nickt Gtage#*als 8 Nocken dauert, der- Lohn fortgezahlt werden. S. Wir verlangen, daß die Herreu Prinzipale «nd Braumeister uns höflich und anständig behandeln und uns mit„Sie" anreden. Unsere Prinzipale sind uns sehr schroff entgegengetreten und find schon viele unserer Mitglieder geniaßregclt worden. Es bleibt uns nichts anderes übrig, als den uns hingeworfenen Fehdehand- schuh auszuheben, und ersuchen wir daher alle Kollegen den Zuzug fern zu halten und uns nach Kräften zu unterstützen. Weiterer Bericht folgt. Briefe u. s. w. sind zu senden an Äoh. Dirnhofer, Vorsitzender, Allerheiligengasse 26. Alle arbeiterfreundliche Blätter bitten wir um Abdruck. Mnnkirchen an der Saar. Und es ereignete sich in einer kalten Oktobernachi im Jahre des Heils 1872, daß einem armen alten iLcanne, Bürger von Neunkirchcir, con menschlichen Bestien der Schädel eingeschlagen wurde. Und die Mörder schleppten den tierbeuden Greis über die Straße und warfen ihn vor dem Gast- haus zum deutschen Kaiser in eine Ecke. Die Wirthin vom deut- schen Kaiser hörte die Stimme deö Mannes, welcher also sprach: „£) schlagt mich doch lieber gleich ganz todt!" Und eö überkam sie eine Angst und sie getraute sich nicht zu öffnen das Fenster, um zu sehen nach den Verbrechern, welche schleunigst suchten das Weite. Da kam seines Weges der Wächter der Aacht und sähe liegen den Aermstcn, doch er lenkte seine Schritte fürbaß und ließ ihn liegen— den Sterbenden. Und siehe da, es graute der Morgen und man fand den Erschlagenen in einer großen Lache Blut. Man holte sogleich einen Bewaffneten des Herrn, die da heißen Gens- dannen. Dieser drehte ihn und betastete und wendete ihn, ob er Eindrucks den die in den beiden Spqfrc» enthaltenen Auslassungen auf jeden unverdorbenen Menschen macheu müssen. Also 70 Prozent der Bevölkerung von Mainz, diesem Aurea Moguntia, lebr in n n angemessenen Bohnullgsverhältnissen, 19S2 Wohnungen in Main; bestehen je nur aus einem einzigen Zimmer, 1423 dieser Zimmer sind von mehr als einer Person bewohnt. 87V solcher Einzimmerwohnusgen giebt es in Mainz heute mehr als 1867. Bei einer Bevölkerungszunahme von S Prozent eine Woh nmigsverschlcchterung von 80 Prozent!!I Dazu weiß die„Mainzer Zetttepg", wie schon bemerkt, kein Wort zu sagen, oder sagt absichtlich lein Wort, weil sie bei unseren cherrlicke«� Zuständen gewohnt u«. alles was von Misere im Volksleben spricht, zu allerhöchstem �vhlgefallen todzuschweigen.— Wie mag es bei obiger Statistik mit dem Unentbehrlichsten zur Gesundheit deö Menschen, der reinen Luft(siehe Spalte 4), bei den 7v Prozent der Mainzer Bevölkerung aussehen, die in „unangemessenen" Wohnungsverhältnissen leben? Raisonnirt mir nicht als Antwort auf diese Frage, ihr Heuchler um deö Volkes Wohl und ihr Philanthropen der„Mainzer Zeitung", die ihr mit Bildung der Wohnungsmijerc abhelfen wollt, auf die Festungswälle, die Mainz umgeben, als seien diese die Ursache unserer rapiden Wohnungsverschlechterung, denn in Wirklichkeit sind Euch ja doch diese Erdhaufen ganz wohlthuende Erscheinungen. Gesteht ihr Herren„Liberalen" der„Mainzer Zeitung" uns viel- mehr zu, daß solche Thatsachen, wie sie die offizielle städtische .. Statistik uns bringt, unzweideutig sagen, welchen Einfluß der Nicht etwa an sich trage das Zeichen des Verbrechens, und siehe z steigende„Allgemeine Wohlstand",.„von dem ein Gemeinderath in da, sein Schade! war vollständig zerschmettert. Sintemal aber einer Stadterweiterungssitzung letz i, in sprach, auf 70 Prozent und alldieweil n�u roch nicht liege(ßt Menschen wie der unserer Mitbürger hat, mit anderen Worten, daß die zunehmende ihn aus einen Karren und.e ge'.Ke die steigende Verarwzmg des größeren d. i. produ- krepirten Hunde einen, so legte man brachte ihn in das Haus, allwo immer stehen die Spitzen, wenn irgendwo ausbricht mit Gewalt das Feuer. Der Aermste lebte noch immcw doch auf dem Wege zum Hause gab er seinen Geist auf. Da kamcu auch zween Männer der Wissenschaft und unter- suchten den Todten und sie sagten:„Er ist todt!" Und als sie begraben den armen Hannes, ftug ich Einen der Bewaffneten des Herrn, ob man nicht untersuche das Verbrechen? Derselbe sagte mit kaltem Blut:„Die Gemeinde ist froh, daß sie ihn los ist!" Und siehe da, die Mörder gehen stank und stei einher uud kein Hahn kräht darnach, daß hier begangen ein Verbrechen. Moral: Du kannst erschlagen im Reiche der GotteSstircht und fromnicu Sitte jedweden Armen, ohne dem Manne, den mau da nennt den Anwalt des Staates, die geringsten Molesten zu bereiten. Darum hüte Dich zu bleiben eiu Armer!! JBer solches nicht glaubet, der gehe hin nach Neunkirchen an der Saar, dort erzählen sich's die Kinder auf der Straße, daß sie erschlagen den armen Mutschelhannes. Rur der Mann, den man nennt den Anwalt des Staates im Reiche der Gottesfurcht und stommeu Silke, weiß Nichts davon. E. R. // Marburg, 22. November. Am 19. d. Mts. hatten wir eine ' Volksversammlung mit der Tagesordnung: Ter Reichstag, seine Vertreter und die verschiedenen Parteien in demselben. Als Ne- ferenten waren die Herren Walz aus Kassel und Raters aus Halberstadt, welche von einer aufgelösten Versammlung in Hers- feld hier durchreisten, anwesend. Beide Redner referirten zur größten Zustiedenhcit der Anwesenden. Es war zu dieser Ver- sammlung der Reichstagsabgeordnete für Marburg- Kirchheim- Frankenberg-Vöhl, Herr IustizLath Dr. Grimm(konservativ) durch Plakate und brieflich eingeladen; es wurde mir jedoch, als ich ihn vyvi.V J-v �"(4»-ivjv»»vv-K V. I.|;iVVU= zirenden Z heiles des Volkes zum h'efvlge hat. Und gesteht uns, „Mitbürger", auch ferner zu, daß sich die Thatsachen solch uunatür- licher Art so häufen, daß selbst Blätter wie die„Mainzer" nicht mehr umhin können, sie zu berichten. Uns bleibt- es bei der heutigen Bildung unserer Presse überlassen, nicht allein Akt zu nehmen von solchen Wohnungszuständen in Deutschlands reichster Gegend, sondern auch unsere Randbemerkungen beizusetzen. Des- halb dieser Artikel und als Dreingabe die Frage: haben auch Pfaffen und Soldaten oder Soldaten und Pfaffen Wohnungsnoth und Luftmangel? Wien, 23. Nov. Tie Buchdruckereibesitzer in Wien haben eine Koalition gegen die für„maßloö" erklärten Mehrforderungen der Schriftsetzer geschloffen. Die Letzteren berufen sich darauf, daß die vor längerer Zeit erfolgte Erhöhung des Lohns um 2S pCt. durch die unterdessen eingetretene Bertheuerung der Wohnungen und der Lebensmittel illusorisch geworden sei. Die Buchdruckerei- besitzer haben sich verabredet, jeden Versuch der Schriftsetzer zu einer partiellen Arbeitseinstellung m. einer allgemeinen Entlassung sämmtlicher Arbeiter zu beantworten, jifest, 14. Nov. Sonntag den 10. November sollte die feicr- liche Enthüllung des Grabsteines für das der langen UntersuchungS- Haft im Arbeiter-Hochverraths-Prozcß zum Opfer gefallene Mitglied der Internationalen Arbeiter-Assoziation und AuSschuß-Mann des Allgem. Arbeiter-Vereins Karl Eiset stattfinden. Von den um- fassenden Vorkehrungen der Polizei verständigt, hatten wir zu be- weisen, daß nicht die Arbeiter es sind, welche Skandale, k la Dorn- bach-Affaire zu provocircn suchen. Es wurde den Arbeitern be- kannt gegeben, den Friedhof zu aneiden. Es waren denn auch kaum 60 Personen, worunter die meisten seiner Zeit mit verhaftet aufforderte,� im Falle seiner Anwesenheit Rechenschaft abzulegen aewesen waren, die mit der rothen Fahne zur Grabstätte zogen. Uber seine Thätigkeit im Reichstage, mitgctheilt, Herr Grimm, sei in Kassel. Ich stug nun die Versammlung: da Herr Grimm nicht anwesend, er daher der Aufforderung nicht nachkommen könne, ob es nicht zweckmäßig sei, demnächst denselben zu einer anderweitigen Volksversammlung einzuladen. Der Vorschlag wurde nach einiger Debatte mit der Ergänzung, daß die Einladung nicht allein aus Marburg, sondern so viel als möglich auch aus andern Städten und Ortschaften geschehe, unter sehr lebhaftem Beifall aufgenommen. Es wird diese Versammlung, wie in Aussicht steht, stark besucht werden, denn es ist jetzt Jedermann gespannt auf das, was da kommt. Diese Versammlung war die erste, in welcher die Stu- denken in großer Anzahl vertreten waren und ini Lause der Vor- träge stürmisch applaudirten. Als ich am Schlüsse der Versamm- lung folgende Worte an die Studenten richtete: Es sei ersteulich; daß die Studirenden, welche bisher die Versammlungen spärlich besucht, heute Abend stärker als sonst vertreten seien; es sei jeden- falls ihre Pflicht, sich mit den Fragen der Zeit vertraut zu machen, als künftigen Dienern deö Staates— nicht einzelner Persönlichkeiten— thue ihnen das sogar sehr Roth, wenn sie anders das Volk und die Verhältnisse richtig beurtheilen wollen. Einer der Herren Studenten erklärte mir darauf nach Schluß der Versamm- lung, ich solle nicht alle Studenten über einen Kamm scheeren, eö ständen uns viele näher als wir dächten, es würde aber über den Studenten, der in einer politischen Versammlung als Redner auf- trete, nach den akademischen Gesetzen die Relegation für sämmtliche deutsche Universitäten ausgesprochen. Sie kämpften jetzt gegen die akademische Gerichtsbarkeit an, um derartigen Zuständen abzu- helfen. Sollte dieses Gesetz in Wirklichkeit bestehen, so ist dies jedenfalls wieder eine treffliche Illustration des Berfassungspara- graphen im Reich der Gottesfurcht und frommen Sitte, welcher da heißt: Ein Jeder ist vor dcui Gesetze gleich. Kersfetd, 3. Dezember. Sonntag, den 1. Dezember fand hier wieder öffentliche Volksversammlung statt, zu welcher sich nahezu halb Hersseld eingefunden hatte. Walz aus Cassel referirte unter allgemeinem Beifall über die Lage der arbeitenden Klassen, sowie über die Mittel und Wege, diese zu verbessern. Obgleich alle Stände zahlreich vertreten waren, blieb unsre Aufforderung, Herrn Walz zu widerlegen, stuchtlos. Die Aufforderung des Unter- zeichneten, der Partei beizutreten, sowie chen„Volksstaat" zu lesen, hatte ihren Erfolg. Mit Brudergruß G. Wolff. Mainz, 3. Nov. Die„Mainzer Zeitung", ein von Preußen fubventionirtes, 1848 ein�Republik machendes„liberales" Blatt, das gerne jede Gelegenheit ergreift, seine Leser zu belehren, daß es eine soziale Misere nur in den antipreußischen Sozialisten- köpfen, aber nicht in der Wirklichkeit gebe, dieses sauberen Blätt- chens sei auch einmal in Ihren Spalten gedacht. Am 1. Nov. schreibt eS, nämlich jene, sie, die„Mainzer", auf Seite 2 in Spalte 3 etwas über unsere hiesige Wohnungsnoth und nebenan, in Spalte 4, über einen Vorttag, den ein gesinnungs- verwandter Mediziner jüngst hier hielt, über die Nothwendigkeit einer gesunden Luft für das Menschenwohlsein. Was sie wol gedacht haben mag, unsere Landsmännin, als sie sich die 3. und 4. Spalte angeschen hat?— Wahrscheinlich nichts, gar nichts, so ganz wie es bei Gesinnungstüchtigen bisweilen vor- kommt. Oder etwas? Nun dann wirds nichts Gutes gewesen sein. Denn auch nicht in einer Zeile gedenkt sie bis heute des Bürger I. Weiß in deuffchU un'ck �iest Lukatschh in ungarischer Sprache erwähnten mit kurzen Worten der Verdienste Bürger Essels und betonten, daß es Pflicht jedes rechtlich denkenden Arbei- tcrS sein, so wie Essel es gethan bis zum Tode einzustehen für die Verwirklichung der sozial-demokratischen Prinzipien. Hierauf sang die Liedertafel des allgem. Arbeiter-Vereins ein Trauerlied— und der aus Seite der Bourgeois und Polizei Angst erregende Akt war vorüber. Herr Alexius Thais war, und zwar hoch zu Roß, in eigner Person anwesend; ebenso dessen Adjutant Aktuar Eging, auf einem Grabe sitzend und den Worten der beiden Redner lauschend, ob nichts gesprochen, was den Bestand des Staates gefährden könne. Außerhalb der Fricdhofs-Umkleidung waren Infanterie un� Ulanen, im Innern reitende Panduren, sowie Constabler und' Trabanten aufgestellt. Ebensos.ruhig wie der Zug gekommen, ent- fernte sich derselbe wieder und das Fiasko der löblichen Polizei war ein vollstäudiges. Ter 7 Fuß hohe pyramidenförmige Stein trägt auf der Vor- derseite die Inschrift: Hier ruhet Karl Eiset, geb. in Rcichenbach in Sachsen, gestorben während der Untersuchungshaft(?) unter der Anklage des Hochverraths am 16. Oktober 1871". Auf der Rück seite:„Gewidmet von seinen Parteigenossen in Pest." Zu beiden Seiten in deutscher und ungarischer Sprache:„Eine gute Sache gelangt immer zum Durchbruch, wenn auch erst über die Gräber." Noch sei erwähnt, daß das Wort Haft vom Steine entfernt werden mußte, indem der Oberstadthauptman Thais den Bürger Farkas zitiren ließ und selbigem eröffnete, wenn bis Mittag das Wort nicht unsichtbar gemacht sei, sehe er sich genöthigt, FarkaS als Comitemitglicd einzuziehen, da Essel nicht im Gefängniß, son- dern im Spital gestorben sei, und von keinem Kerkermeister ein Zeugniß über dessen Tod während der Haft beigebracht werden könne. Dem Befehle wurde insofern Folge geleistet, als die be treffenden Buchstaben ausgefüllt wurden.— Essel ward auf In tervention seiner Hastgenossen, da sein Tod, wie solches der Arzt des Waitzner Strafhauses gegenüber dem Direktor desselben und dem Staats-Anwalt bestätigte, unabwendbar war, nach Pest ins Spital tranöportirt, wo er nach ungefähr 14 Tagen in Folge der erlittenen Roth und Qualen seinen Geist aufgeben mußte, und doch wurde eins Antrag der Staats- Anwaltschaft, vertteten in der Person- des Herrn Rozkong, welcher auch in Waitzen als Unter- suchungsrichter fungirte das von Essel abgegebene Protokoll zur Vorlesung gebracht, da selbiger unter der Anklage stehend gestorben war. Schließjich sei noch erwähnt, daß ein zweiter mit verhaftet gewesener Bürger I. Macki, der seit seiner Entlaßung jaus der Haft gänzlich arbeitsunfähig ist, ebenfalls dem Tode entgegen sieht. Das Komitö. Fond ssir politisch Gcmaxrcgclte. Bem Arbeitcrvcrcin Lichtcnstcin-Callenb. 1 Tllr., vom Schnciderfa verein Landshut 1 Thlr. 26. Ngr. 5 Pf. _ Die Expedition des Bolksstaat. Für den Wahlfond Bebels. Empfangen 125 Thlr. 10 Ngr. durch Hadlicb in Leipzig. Weiterer Zusendungen sieht entgegen, der Vorsitzende des CcntralwahlccmitöS fü den 17. Wahlbezirk: H. Albert, Glauchau, änsi. Cheinnitzersir. Briefkasten: der Expedition: Unger in KöthcnSdorf für Schriften 1 Thlr.— Bauli in Straßbmg für Abonn. Dezbr. 8 Ngr.— Lüttjohann in Wandsbcck für Ann. 6 Ngr.— Roller in Reutlingen für Ann. 3 Ngr.— Houtz in Apolda: Ihre Annonce kostet zweimal einzurücken 1 Thlr. 6 Ngr.— Steinbacher in Pfersee für Schrif. 2 Ngr.— Burg» hard in Kirchhcim für Schrif. 5 Ngr.— Sorge in Hoboken für Abonn. 4.£.n. 125 Thlr.— Rüther in Thalheim für Kalender 2 Thlr. 16 Ngr. — Stasia in Bukarest für Abonn. 4. Qu. 1 Thlr. 5 Ngr., für Schrift 3 Ngr.— Vellmar in Untcrsendling für Abonn. Dezbr. 7 Ngr. 5 Pf.,' für Schrift 2 Ngr. 5 Pf.— Schuhniachcrgcw. Main; für Ann. 6 Ngr. — Varjaktarcvic in Scmlin für Abonn. 4. Qu. 20 Ngr., für 1. und 2. Qu. 1 Thlr. 18 Ngr.— Pausch in Niederzwonitz für Schriften 1 Thlr.— Gnamm in Pforzheim 8 Thlr. 12 Ngr.(wofür?)— Silber- mann in Pest für Schristcn 2 Thlr. 4 Ngr. K. Neukirchncr in Wcrau Packet pr. Post gcs. Seifert. In Oefireich wurde soeben die Broschüre Lomcl'S,„Jesus von Nazarcth", verboten, was gewiß ein Beweis ist, wie sehr man dort bestrebt ist, den freien Gedanken zu unterjochen. Diese Maßregel wird, wie alle derartigen Verbote, nur dazu beitragen, die Broschüre erst recht populär zu machen und zu ihrer vermehrten Verbreitung beitragen. Es ist übrigens ein eigcnthümliche« Schicksal, welches dieses Büchlein schon erlebt hat. Die erste Auslage 1847, im Verlage von Robert Blum, dürft' längere Zeit nicht verkauft werden, bis es dem genannten Verleger gc- lang, in einem der sächsischen Raubstaatcn die damals nöthigc Erlaubniß zum Verkauf zu erhalten. Die erste und zweite Auflage wurden rasch vergriffen. Die dritte, in der Schweiz erschienene, wurde von der pictisti- schen Regierung in Basel total kcnsiszirt. Die vierte Auslage in Würz- bürg desgleichen; später aber wieder freigegeben. Die fünfte wurde sc- eben in Qcstreich verboten.— Kann für ein Volksschriftchen eine bessere Empfehlung verlangt werden? Altona. Anzeigen zc. Sozialdemokratischer Verein. Donnerstag, den 12. d. M., Mitgliederversammlung im Schuhmacher Amthaus, große Bergstraße. Tagesordnung: Vortrag des Herrn Icrck. Tie indirekten Steuern und deren schädlicher Einfluß au! las Volkswohl. Gäste sind willkommxn. Die Mitglieder werden ersutbi zablreich zu erscheinen. Der Vorstand, Eßlingen. SWurnftfllrt Sonntag, den 15. Dezember, Nachmittag' o Uhr, ■O U* ff fl II l» t• Volksversammlung im Erbgericht zu Göppersdorf. Referent Herr Vahlteick aus Chemnitz. Das Comitv. Nächsten Sonntag Abend Zusammenkunst bei Find- eisen, Plicnsau.„ Jeßnitz b. Plane». lung von der am 28. November erfolgten Geburt eines muntern Jungen, welcher als Dissident eingetragm wurde. Möge derselbe durch körperliches und geistiges Ausblühen der vernagelten Menschheit die Ueberfiüssigkcit der Taufe beweisen. Den 8. Dezbr. 1872.(') Carl Karing u. Frau. Sozialdemokratischer Arbritcrvcrci». Freitag, den 13. Dezember, Abends 8 Uhr, Sitzung in der Restauration von Zcidlcr, gr. Windmühlcnstr. 7. Tagesordnung: Fortsetzung de? Vortrages über die sozialen und Po- litischcn Entwicklungsperioden. Sozial-politischer Wochenbericht.— Gäste willkommen. Der Vorstand. Sektion der Stellmacher. Versammlung Sonnabend, den 14. Dezember, Abends 8 Uhr, bei Landgraf, II. Windmühlengasse 1.____ D. V. Opttiiin b!ch fordere hierdurch Herrn Joseph Haas aus München auf, mir seinen Aufenthaltsort wissen zu lasten, oder sel- neu Verbindlichkeiten gegen mich nachzukommen. Den 4. Dezember 1872. Wilb. oerw. Hellwig, Münzg. 3. Sozialdemokratische Arbeiterpartei. Die Mitglieder und Parteisreunde versammeln sich jeden _______"'(2b)_| Der Verkehr und Arbeitsnachweis der Schuhmacher ist„weißes Roß", Flcischbankgaffc. Ferner Bevoll- mächtigter ist Job. Bürger, Kürschncrhof 9, Schriftführer: KaSpar Kaiser- minikanergassc 9, Kassircr: Carl Heinrich, Brembachcrgassc 25. Nediges. Sonntag Abend bei Herrn Joh. Schnitzler. Würzburg. Berichtigung. Im Artikel: Der Wiederbeginn der Reform- bcwegung in England in der vorigen Nummer des„Volksstaat" muß es im letzten Absatz der ersten Seitr heißen: an politischer uud sozialer(nicht spezieller) Crkenntniß; und in der letzten Zeile des zweiten Absatzes der zweiten Seite muß das Wort:„aber" gestrichen werden. Für den Volksstaat. Bon Müller in Weimar Schuldschein Sir. 72 zu 3 Thlr. gratis zurück. Die Exped. d. Volksstaat. Zum ReichstagSwahlfond. Staffa in Bukarest 1 Thlr. Die Exped. d. Volksst. rbeitertag für Hesien- Nassau und die angrenzenden Landestheile zu Marburg. Im Einvcrsiändniß mit den Partcigenosicn zu Kassel beriefen wir für Hesscn-Naffau und die angrenzenden Landestheile bchuss Gründung eines Landesagitations-Comitvs einen Arbeiterlag auf den 28. und 29. Dezbr. l l. I. nach Marburg ein.— Die Tagesordnung wird dciunächst im Partei- organ veröffentlicht. Alle die« bezüglichen Briefe zc. sind entweder an den Untcrzcichnclcn. oder an PH. Walz in Kassel zu richten. Das Lokalcomitö erwartet bald' umgehend Nachricht, damit für die Dclegirtcn in jeder Weise Sorge ge-> tragen werden kann.(3b) Im Austrag: V. H. Schneider, 1. Vorsitzender des LocalcomiteS Marburg(Straße) Hirschberg 257. Freie Gedanken. Ireireligiöse Gedichte (1 von Wilhelm Houtz. Dritte Auslage. 1'/« Bogen sind bei ftanco Einsendung von 1'/, Sgr. oder 25 Exem« plare für 20 Sgr. sranco zu beziehen durch Apolda(Thüringen). WicHekm Konh. vekMiit««ch»»<.. Erbangelcgenheiten halber seine Adresse schleunigst mitzuthcilcn seinem Bruder Rudolph. c2b)__ W. R. Lemme. A Die Filialexpeditionen werden ersucht, wenn sie von Nr. 21, 29 und 32 dieses Jahres noch Eremplare haben, selbe an uns einzusenden. Die Expedition des„Volksstaat". Soeben erschien und ist durch die Buchhandlung des„Volksstaat' zu beziehen: Marx, lkapitak, Lieferung 5 u. 6. Preis der Lieferung 10 Gr. Protokoll des Mainzer EongresseS. Preis pro Stück 2'/, Gr. Briese deutscher Bettclpatriotcu an Louis Bonaparte von B. Becker. In 5 Lieferungen. 1. Liefemng 7>o Gr. volkSstaatkalendcr. 2. Auflage. Preis pro Stück für Sachsen 4 Gr. 3 Pf., außcrbalb Sachsen« 3 Gr. GcnoffenschastSdruckcrei. Anthcilscheinc, bez. Antheilquitiungen erbiettc« ferner in Leipzig: � Cht. Sth. 1 Thlr., Alf. Thn. 1. F. Ltdt. 100, in Gotha Chr. Lt. 1, W. B. 1, E. Sg. 10, in Dresden Arbbv. 6, A. Hl- 1, K. Sr. 1, E. Kr. 1, M. Ksch. 1, E. Nt. 1, M. Kl. 1, L. En. 1 E. Br. 1, in Berlin A. Hch. 4, E. Kr. 1, A. Bg. 2. F. Ar. l, Dr. Ms. 1, E. Bn. 2. I. Ar. 1. Hadlich, Kasstrer. � Leipzig: Berantw. Redakteur R. Seifsert.(Redaktion und Expeditioir Hohestr. 4). Druck und Verlag der Eenossenschaftsbuchdmckcrei.