Erscheint wöchentlich 2 Mal | in Leipzig. | Bestellungen nehmm alle iostanstalten und Buchhand» m-�nge� des In- und Aus» ■ j lande« an. tcn Fllr Leipzig nehmen Be» fiellungen an: ie Expedition, Hohcstraße 4. die Genossenschaftsachdruckerei, Zeitzerstraße 44. Bebel, Pelerstraße 18. Müller, Bayerschestraße 8b, III. /»oi»,nemenl-?preist Für Preußen incl. Stempel- steuer 17 Sgr., für die übrigen Deutschen Staaten 12'/, Sgr, pro Quartal, pro Monat 4>/z Sgr. Für Leipzig und Umgegend pro Quartal 13 Ngr. Filialexpcditionen für die Ber, einigten Staaten: F. A. Sorge, Bor 101 Hoboken, N. J. via Newyork. G. A. Lönnccker, 155 W. Lake Chicago(Dl.) l ioo w. jjaue umcago �rgandersozialdemokratischenArbeiterparteiundderinternattonalenGeiverksgenossenschasten. Nr. 103. Mttwoch, 25. Kezcmver. 1872. „schlechten Viertel", in denen die Arbeiter zusammen gedrängt sind, die Brutstätten aller jener Seuchen bilden, die von Zeit zu 1. Januar 1873 beginnt ein neues Abonnement auf Zeit unsre Städte heimsuchen. Cholera,� Typhus und typhoid- Abonnements- Einladung. Mit dem en„Volksstaat". Wir ersuchen die verehrlichen Leser, das Abo» tement auf das Blatt sofort erneuern zu wollen, damit keine �""Unterbrechung in der Zusendung eintritt. Ter Prkis des Blattes ist wie bisher per Quartal 12'/- Ngr. wozu in Preußen noch der Zuschlag für den Zeitungsstempel ommt— bei wöchentlichem zweimaligem Erscheinen. >er- on Fieber, Blattern und andere verheerende Krankheiten verbreiten in der verpesteten Luft und dem vergifteten Wasser dieser Arbeiter- viertel ihre Keime; sie sterben dort fast nie auS, entwickeln sich, sobald die Umstände es gestatten, zu epidemischen Seuchen, und dringen dann auch über ihre Brutstätten hinaus, in die lufti- geren und gesunderen, von den Herren Kapitalisten bewohnten Stadttheile. Die Kapitalistenherrschast kann nicht ungestraft sich nicht chas Vergnügen erlauben, epidemische Krankheiten unter der Arbeiter Kreuzbandsendungen für Deutschland und Qestrcich kosten für klassc zu erzeugen; die Folgen fallen aus sie selbst zurück, und der Ztt.i Exemplar per Quartal 2S Ngr., für die Schweiz 1 Thlr., für Würgengel wüthet unter den Kapitalisten ebenso rücksichtslos wie ialeFraukreich, Belgien, England zc. 1 Thlr. 8 Ngr. Zahlung Prä- Un'er �eu Arbeitern. numerando. OB iorl otch Parteigenossen! � � V• i•, r ciy*, vtL immn u/iwn ny iiuvwi wbuvuvsk au vv«. ivvy iv«i. __ Jmf den Volk�taat" 1 ein neu Quartal zum.lbonncment WohnungSoerhältnisse der Arbeiter wurden untersucht und Sobald dies einmal wissenschaftlich festgestellt war, entbrannten die meusckcnfreuudlichen Bourgeois in edlem Wetteifer für die Ge- sundheit ihrer Arbeiter. Gesellschaften wurden gestiftet, Bücher geschrieben, Vorschläge eutworfen, Gesetze debattirt und dekretirt, um die Quellen der immer wiederkehrenden Seuchen zu verstopfen. an....,...._, Versuche gemacht, den schreiendsten Uebelständen abzuhelfen. Na- �vir erwarten besnmmt, ja wir verlangen, daß Jeder von Euch mentiich in England, wo die meisten großen Städte bestanden und eure ganze Kraft ernsetze, dem Hauptorgan der Parier neue Ab on- l..- x.:. daher das Feuer den Großbürgern am heftigsten auf die Nägel brannte, wurde eine große Thätigkeit entwickelt; Regierungskom <. V.1'.«VM.CVV Vlitv yvvjjfc.-ty vi i r y r, i vhiivivilii � u », ll„lC.r�aiV""Emissionen wurden ernannt, um die Gesundheitsverhältnisse der reuten zuzufübren. � In den be den letzten Quartalen erji?.0"5"° Abon rente» gewonnen--m Resultat, das keineswegs � ärbeitenden'Klasse zü"untersucheu;" chr-�Berichw�duVch'Genaui� ürfi t-l* ,ueunen''"" �haltnrß zu der stetig um Vollständigkeit und Unparteilichkeit vor allen kontinentalen I. greisenden Arbeiterbewegung. Quellen sich rühmlich auszeichnend, lieferten die Grundlagen zu � ruUrB el � f""e /r,te neuen, mehr oder weniger scharf eingreifenden Gesetzen. So UN- Ps rch ansehen. sede Gelegenhert zu benutzen, um d.e Verbre. pug��kommen diese Gesetze auch sind, so übertreffen sie doch unend- deS� Parterorgans zu fordern. �elN�ersammlung.�k�n Fest. ke.ne � Alles, waö bisher auf den. Kontinente in dieser Richtung ge- schehn. Und trotzdem erzeugt die kapitalistische Gesellschaftsordnung Zusammenkunft darf statthaben, ohne daß neue Aborinenteil ge vounen werden. In jeder Fabrik, in jeder Werkstatt muß unab- lässig für neue Verbreitung agitirt werden. Wer das verab- Utstäumt, der vernachlässigt seine Pflicht, er ist kein wahrer Mlud ganzer Parteigenosse. Wir verkennen nickt, daß die Existenz von 5 Partei-Lokalblättern In Deutschland die Kräfte eines großen Theils der. Genossen in .Anspruch nimmt und der Verbreirung des Hauptorgans Abbruch oe�thun muß. Allein mehr konnte und mußte für den„Volksstaat" ethan werde», als bis jetzt geschah. Unbeschadet der Existenz der lokalblätter muß der„Borksstaat" an Abonnenten rascher zu nehmen, Irls es im letzten Quartal der Fall gewesen ist. Hier trägt allein ie Schuld der Mangel an Agitation, an ununterbrochener, usdauerirder Agitation. H Parteigenossen, auf, und holt nach, was Ihr versäumt habt! egt nicht müßig die� Hände in den Schooß; das ist einer Arbeiter- hiartei unwürdig. Seht, wie die Verfolgungen gegen uns immer sftchr zunehmen; laßt Euch das eine Mahnung sein, nicht zu uhen und zu rasten. Wir müssen vorwärts, rasch vorwärts kommen. n dre Mißstände, um deren Kur es sich handelt, immer wieder mit solcher Rothwendigkeit, daß selbst in England die Kur kaum einen einzigen Schritt vorgerückt ist. Deutschland brauchte, wie gewöhnlich, eine weit längere Zeit, bis die, auch hier chronisch bestehenden Seuchenquellen zu der- jenigen akuten Höhe sich entwickelten, die nothwenig war, um daS schläfrige Großbürgerthum aufzurütteln. Jndeß, wer langsam geht, geht sicher, und so entstand auch bei uns schließlich eine bürgerliche Literatur der öffentlichen Gesundheit und der Wohnungsfrage, ein wässeriger Auszug ihrer ausländischen, namentlich englischen, Vor- ganger, dem man durch volltönende, weihevolle Phrasen den Schein höherer Auffassung anschwindelt. Zu dieser Literatur gehört: „Hr. Emil Sax, die WohnungSzustände der arbeitenden Klassen und ihre Reform", Wien 1869. Ich greife, nm die bürgerliche Behandlung der Wohnungsfrage darzulegen, dies Buch nur deswegen heraus, weil eS den Versuch mScht, die bürgerliche Literatur über den Gegenstand möglichst zu- sammenzufaff n. Und eine schöue Literatur ist es, die unsrem Ver- als„Quelle" dient! Von den englischen Parlamentsberichten, -Der Kampf gegen die Ausbeutung und Unterdrückung in j ed er � �irKi� nur''drei d7r Merätteste�mit Lnwf, U"-e"p:""fe5 �kbenSelement. Fuhrer und Vor- �jamcn genannt; das ganze Buch beweist, daß der Verfasser nie n.ii,. tnesem Kampfe, das Banner, um das wir uns schaarcn nur Einen davon angesehen hat; dagegen wird uns eine Unrtmrgan. /ganze Reihe von geineinpkätzlich bürgerlichen, wohlmeinend spieß- ht/hiirter ihm Mann an Mann. Arbeitet, kämpft, ermattet bürgerlichen, und heuchlerisch philanthropischen Schriften vorgeführt; Thut mit einem Wort alle Eure �..... D._ JL.1 ächt in Euren Bemühungen. - Schuldigkeit. Z>ie Hledaktion und Kiippdition des ,Vorks»kaut' ige« M Der Generalrath der Internationalen Arbeiter-Affoziation l» alle Pöderationcn, Zelitioiieii.(somites und Nlitgliedcr der Znternationnlcn Arbeiterassoziation in Deutschland. Mitarbeiter! � Der Generalrath der Internationalen Arbeiterassoziation fordert uch auf, ihm baldigst die Namen derjenigen Personen ".......■ s. w.)" Ducpstiaux, Roberts, Hole, Huber, die Verhandlungen der eng- tischen SozialwisscnschaftS-(oder vielmehr Kohl-) Kongresse, die Zeitschrift des Vereins fiir daS Wohl der arbeitenden Klassen in Preußen, der östreichifche amtliche Bericht über die Pariser Welt- auSstellung, die amtlichen bonapartistischen Berichte über dieselbe, die Jlluslrirte Londoner Zeitung,„Ueber Laud und Meer", und endlich „eine anerkannte Autorität", einen Mann von„scharfsinniger, prak- I tischer Auffassung", von„überzeugender Eindringlichkeit der Rede", Pin alle Pöderatioiicn, Zelitionk».(foiilites und Mitglieder der nämlich— Julius Faucher! Es fehlt in dieser Quellenliste nur y Znternatioualcn Arbciterassoftation in Deutschland. noch die„Gartenlaube", der„Kladeradatsch" und der Füsilier Kutschke. Damit über den Standpunkt deS Herrn Sax kein Mißverständ- ..., DI r, niß auskommen könne, erklärt er, Seite 22;„Wir bezeichnen mit �„tebst deren Adresse, Beschäftigung, Alter u. s. w.) mit- Sozialökonomie die VolkswirthschaftSlchre in ihrer Anwmduug auf � oiutheilcn, welche Ihr mit Vollmachten des General- die sozialen Fragen, genauer ausgedrückt, de» Inbegriff der Mittel zps at HS bekleidet zu sehen wünscht, sowie Bemerkungen und Em- und Wege, welche uns diese Wissenschaft bietet, auf Grund ihrer . l fehlungen über das von diesen Bevollmächtigten einzuschlagende„ehernen" Gesetze innerhalb des Rahmens der gegen- . 1 tcpfahren und die denselben zu ertheilenden Jiistrukrionen. Der wärtig herrschenden Gesellschaftsordnung, die söge- '»cueralrath erwartet Eure Antwort auf dem kürzesten und sicher- nannten(!) besitzlosen Klassen auf daS Niveau der Be- kn Wege(siehe das vertrauliche Circular vom 27. Oktober), den sitzenden emporzuheben." Wir gehen nicht ein auf die kon- M zu finden wisscit werdet. Aber um nach allen Seiten gesichert susc Vorstellung, daß die„Volkswirthschaftslehre" oder politische !! üetidn und um die ücvldu&te AuSfunft dntlientiicfo ZI! mJfsiDn mit dndevn nlö Aber um . gehen und um die verlangte Auskunft authentisch zu machen, i Oekonomie sich überhaupt mit andern als„sozialen" Fragen be- ftd Ihr aufgefordert, eine genaue Abschrift Eurer Antwort auf schäftige. Wir gehen gleich auf den Hauptpunkt los. Hr. Sax CTDitrfiAt'fiMt/Y Tin fritfiprptt, u!.......... /U � w K;;.. j___________• v„.. .chese gegenwärtige Mittheilung an den früheren korrespondirenden I ckretär für Deutschland nach London zu senden. New-?)ork, den 1. Dez. 1872. Brüderlichen Gruß Im Auftrag und Namen des Generalraths F. A. Sorge, Gen.-Sekretär. box 101, Hoboken, N. I. via New-?)ork. Vie die Bourgeoisie die Wohnungsfrage löst. Von Friedrich Engels. In dem Artikel über die proudhonistische Lösung der Woh verlangt die„ehernen Gesetze" der bürgerlichen Oekonomie, der „Rahmen der gegenwärtig herrschenden Gesellschaftsordnung", mit andern Worten, die kapitalistische Produktionsweise soll unverändert bestchn bleiben, und doch sollen die„sogenannten besitzlosen Klassen auf daö Niveau der Besitzenpen" emporgehoben werden. Nun ist eS aber eine unumgängliche Voraussetzung der kapitalistischen Pro- duktionsweise, daß eine nicht sogenannte, sondern wirkliche besitz- lose Klasse vorhanden ist, die eben Nichts zu verkaufen hat als ihre Arbeitskraft, und die daher auch gezwungen ist, den in- dustriellen Kapitalisten diese Arbeitskraft zu verkaufen. Die Auf gäbe der von Herrn Sax erfundenen neuen Wissenschaft der Sozialökonomie besteht also darin: die Mittel und Wege zu finden, wie innerhalb eines Gesellschaftszustandes, der begründet ist auf den Gegensatz von Kapitalisten, Inhabern aller Rohmaterialien, Pro ' tliigsftage wurde gezeigt, wie sehr das Klcinbürgerthum bei dieser duktionsinstrumente und Lebensmittel einerseits, und von besitzlosen * rage direkt interessirt ist. Aber auch das Großbürgerthum hat Lohnarbeitern, die nur ihre Arbeitskraft und weiter Nichts ihr n sehr bedeutendes, wenn auch indirektes Interesse daran. Die Eigen nennen andrerseits, wie innerhalb dieses Gcsellschaftszustandes �oderne Naturwissenschaft hat nachgewiesen, daß die sogenannte» alle Lohnarbeiter in Kapitalisten verwandelt werden können, ohne ti»l. aufzuhören Lohnarbeiter zu sein. Herr Sax meint diese Frage ge- löst zu haben. Vielleicht wird er so gut sein, uns zu zeigen, wie man alle Soldaten der ftauzösischen Armee, von denen ja seit dem alten Napoleon Jeder seinen Marschallstab im Tornister trägt, in Feldmarschälle verwandeln kann, ohne daß sie aufhören, gemeine Soldaten zu sein. Oder wie man es fertig bringt, alle 40 Millionen Unterthanen des deutschen Reichs zu deutschen Kaisern zu machen. Es ist das Wesen des bürgerlichen Sozialismus, die Grund- läge aller Hebel der heutigen Gesellschaft aufrecht erhalten, und gleichzeitig diese Uebel abschaffen zu wollen. Die bürgerlichen So- zialisten wollen, wie schon daS kommunistische Manifest sagt,„den sozialen Mißständen abhelfen, um den Bestand der bürgerlichen Gesellschaft zu sichern", zie wollen„die Bourgeoisie ohne das Proletariat". Wir haben gcsehn, daß Herr Sax die Frage genau ebenso stellt. Ihre Lösung findet er in der Lösung der Wohnungöftage; er ist der Ansicht, daß„durch Verbesserung der Wohnungen der arbeitenden Klassen dem geschilderten leiblichen und geistigen Elend mit Erfolg abzuhelfen und dadurch— durch um- fassende Besserung der WohnungSzustände allein— der überwiegende Theil dieser Klassen aus dem Sumpf ihrer oft kaum menschenwürdigen Existenz zu den reinen Höhen materiellen und geistigen Wohlbefindens emporzuheben wäre."(Seite 14.) Neben- bei bemerkt, liegt es im Interesse der Bourgeoisie, die Existenz eines durch die bürgerlichen Produktionsverhältnisse geschaffenen und deren Fortbestand bedingenden Proletariats zu vertuschen. Daher erzählt uns Herr Sax, Seite 21,�daß unter arbeitenden Klaffen alle„unbemittelten Gesellschaftsklassen",„kleine Leute überhaupt, als Handwerker, Wittwen, Pensionisten(!), subalterne Beamte u. s. w." neben den eigentlichen Arbeitern zu verstehen sind. Der BonrgeoiSsozialismuS reicht dem kleinbürgerlichen die Hand. Woher kommt nun die Wohnungsnoth? Wie entstand sie? Herr Sax darf als guter Bourgeois nicht wissen, daß sie ein nothwen- digeS Erzeugniß der bürgerlichen Gesellschaftsform ist; daß eine Gesellschaft nicht ohne Wohnungsnoth bestehen kann, in der die große arbeitende Masse auf Arbeitslohn, also auf die zu ihrer Existenz und Fortpflanzung nothwendige Summe von Lebensmitteln, ausschließlich angewiesen ist; in der forwährend neue Verbesserungen der Maschinerie u. s. w. Massen von Arbeitern außer Arbeit setzen; in der heftige, regelmäßig wiederkehrende industrielle Schwankungen einerseits das Vorhandensein einer zahlreichen Reservearmee von unbeschäftigcn Arbeitern- bedingen, andererseits zeitweilig die große Masse der Arbeiter arbeitslos auf die Straße treiben; in der die Arbeiter massenhaft in den großen Städten zusammengedrängt werden, und zwar rascher als unter den bestehenden Verhältnissen Wohnungen für sie entstehen; in der also für die infamsten Schweineställe sich immer Miether finden müssen; in der endlich der Hausbesitzer, in seiner Eigenschaft als Kapitalist, nicht nur das Recht, sondern, vermöge der Konkurrenz, auch gewissermaßen die Pflicht hat, auS seinem Hauseigenthum rücksichtslos die höchsten Miethpmse herauszuschlagen. In einer solchen Gesellschaft ist die Wohnungsnoth kein Zufall, sie ist eine nothwendige Institution, sie kann mitsammt ihren Rückwirkungen auf die Gesundheit u. s. w. nur beseitigt werden, wenn die ganze Gesellschaftsordnung, der sie entspringt, von Grund auS umgewälzt wird. DaS aber darf der BourgeoissozialiSmnS nicht wissen. Er darf sich die WohnungS- noth nicht aus den Verhältnissen erklären. Es bleibt ihm also kein anderes Mittel übrig, als sie mit moralischen Phrasen auS der Schlechtigkeit der Menschen zu erklären/ sozusagen aus der Erb- sünde. „Und da ist nicht zu verkennen— und folglich nicht zu leugnen (kühner Schluß!)— daß die Schuld... eiueStheils an den Arbeitern selbst liegt, den Wohnungsbegehrenden, andern und zwar weit größeren TheilS aber an denjenigen, welche die Befriedigung des Bedürfnisses übernehmen, oder, obwol sie über die erforder- lichen Mittel gebieten, auch nicht übernehmen, an den besitzenden, höheren Gesellschaftsklassen. Die Schuld auf Seiten der letzteren... besteht darin, daß sie es sich nicht angelegen sein lassen, für ausreichendes Angebot guter Wohnungen zu sorgen." Wie Proudhon unS aus der Oekonomie in die Juristerei, so versetzt uns hier unser Bourgeoissozialist ans der Oekonomie in die Moral. Und nichts ist natürlicher. Wer die kapitalistische Produktionsweise, die„ehernen Gesetze" der heutigen bürgerlichen Gesellschaft, für unantastbar'erklärt, und doch ihre mißliebigen, aber nothwendigen Folgen abschaffen will, dem bleibt nichts übrig als den Kapitalisten Moralpredigten zu halten, Moralpredigten, deren Rühreffekt sofort wieder durch das Privatinteresse und nöthigen Falls durch die Konkurrenz, in Dunst aufgelöst wird. Diese Mo- ralpredigten gleichen genau denen der Henne am Rande des'Teichs, auf dem ihre ausgebrüteten Entchen lustig herumschwimmen. Die Entchen gehn aufs Wasser, obwol es keine Balken, und die Kapi- talisten stürzen sich auf de» Profit, obwol er kein Gemllth hat. „In Geldsachen hört die Gemüthlichkeit auf", sagte schon der alte Hansemann, der das besser kannte als Herr Sax. „Die guten Wohnungen stehn so hoch im Preise, daß es dem größten Theil der Arbeiter ganz und gar unmöglich ist, davon Gebrauch zu machen. Das große Kapital.... hält sich von den Wohnungen für die arbeitenden Klassen scheu zurück---- so fallen denn diese Klassen mit ihrem WohmingSbedürftiisse zum größten Theil der Spekulation anHeim." Abscheuliche Spekulation— daS große Kapital spekulirt natürlich nie! Aber eS ist nicht der böse Wille, es ist nur die Unwissenheit, die das große Kapital vorhin- dert in Arbeiterhäusern zu speknliren:„Die Hausbesitzer wissen gar nickt welch große und wichtige Rolle eine normale Befriedi- aung des WohnungSbedürfnisscs... spielt, sie wissen nicht, waS sie den Leuten thun wenn sie ihnen, wie die Regel, so unver- antwortlich schlechte, schädliche Wohnungen anbieten, und sie wisse» endlich nicht wie sie sich selbst damit schaden."(Seite 27.) Die Unwissenheit der Kapitalisten bedarf aber der Unwissenheit der Arbeiter, um mit ihr die Wohnungsnoth zu erzeugen. Nach- dem Herr Sax zugegeben, daß die„alleruntersten Schichten" der Arbeiter„um nicht ganz obdachlos zu bleiben, wo und wie immer ein Nachtlager zu suchen bemüßigt(!) und in dieser Beziehung völlig wehr- und hilflos sind", erzählt er uns:„Denn eS ist eine allbekannte Thatsache, wie viele unter ihnen(den Arbeitern) auS Leichtsinn, vorwiegend aber ans Unwissenheit, ihrem Körper die Be- dingungen naturgemäßer Entwicfelnng und gesunder Existenz, fast möchte man sagen, mit Virtuosität, entziehn, indem sie von einer rationellen Gesundheitspflege, insbesondere aber davon, welch enorme Bedeutung der Wohnung in dieser zukommt, nicht den mindesten Begriff haben."(Seite L7.) Nun aber kommt das bürgerliche Eselsohr heraus. Während bei den Kapiialistm die„Schuld" sich in Unwissenheit verflüchtigte, ist bei den Aibeuern die Unwissenheit nur der Anlaß zur Schuld. Man höre:„So kommt eS(nämlich durch die Unwissenheit), paß sie sich, wenn sie nur etwas an der Miethe ersparen, in dunkle, feuchte, unzureichende, kurz allen Anforderungen der Hygiene Hohn sprechende Wohnungen zichn____ daß oft mehrere Familien in eine einzige Wohnung, ja, ein einziges Zimmer sich zusammen miethen — Alles, um möglichst wenig für die Wohnung auszugeben, wäh- rend sie daneben auf Trunk und allerlei eitle Vergnügungen ihr Einkommen in wahrhaft sündhafter Weise verschleudern." Das Geld, das die Arbeiter„auf Branntwein und Tabak ver- schwenden"(Seite 28), das„Wirthshausleben mit all seinen be- klagenswerthen Folgen, das wie ein Bleigewicht den Arbeitcrstand immer wieder in den Schlamm hinabzieht", liegt Herrn Sax in der That wie ein Bleigewicht im Magen. Daß unter den gegebenen Verhältnissen die Trunksucht unter den Arbeitern ein nothwendigeS Produkt ihrer Lebenslage ist, ebenso nothwendig wie Typhus, Ver- brechen, Ungeziefer, Gerichtsvollzieher und andere gesellschaftliche Krankheiten, so nothwendig, daß man die Durchschnittszahl der der Trunksucht Verfallenden vorher berechnen kann, das darf Herr Sax wieder nicht wissen. UebrigenS sagte schon mein alter Ele- mentarlehrer:„Die Gemeinen gehen. indaS Fuselhausund die Vor- nehmen gehn in den Klub," und da ich in Beiden gewesen bin, kann ich die Richtigkeit bezeugen. Das ganze Gerede von der„Unwissenheit" beider Theile laust hinaus auf die alten Redensarten von der Harmonie der In- teressen von Kapital und Arbeit. Wenn die Kapitalisten ihr wahres Interesse kennten, würden sie den Arbeitern gute Wohnungen liefern und sie überhaupt besser stellen; und wenn die Arbeiter ihr wahres Interesse verständen, würden sie nicht striken, nicht Sozial- demokratie treiben, nicht politisiren, sondern hübsch ihren Vorge- setzten, den Kapitalisten, folgen. Leider finden beide Theile ihre Interessen ganz wo anders als in den Predigten des Herrn Sax und seiner zahllosen Vorgänger. DaS Evangelium von der Har- monie zwischen Kapital und Arbeit ist nun schon an die fünfzig Jahre gepredigt worden; die bürgerliche Philanthropie hat es sich schweres Geld kosten lassen, diese Harmonie durch Musteranstalten u beweisen; und wie wir später sehen werden, sind wir heute grade o weit wie vor fünfzig Jahren. (Schluß des Art. I in nächster Nr.) Ueber Atheismus und Theismus. Von I. L. (Schluß.) Die Zweckmäßigkeit, die im Universum herrschen soll—„die die Lilien auf dem Felde kleidet und keinen Sperling ohne den Willen des Vaters vom Dache fallen läßt"— hat von jeher zur Annahme eines Gottes, Welt- Erhalters geführt. Ist wirklich eine solche Zweckmäßigkeit in der Welt vorhanden, wie die Gott-Gläu- bigen es finden? Nein! Sie selbst, von Jugend ans an die Un- Zweckmäßigkeiten und Widerwärtigkeiten der'Natur so gewöhnt, daß sie, blind gegen dieselben, eine Zweckmäßigkeit und Vorsehung in daS Schaffen der Natur hineinlügen, welche nirgends bestehen als in ihrem befangenen Gehirn. Wo das Secirmesser der Vernunft den teleologischen Welten- plan untersucht, da muß jeder Zweckmäßigkeits-Begriss als eine Chimäre entweichen, und wir sehen, daß Alles nach unabänder- lichen Gesetzen— nicht fragend, ob ganze, in der üppigsten Vege- tation stehende, mit lebenden Wesen bewohnte Erdtheile dabei zu Grunde gehen— sich selbst regiert. Weßhalb, fragen wir— wenn doch alles so zweckmäßig sein soll— müssen wir,„die Herren der Schöpfung", uns im Sommer {jegen die Hitze, im Winter gegen vie Kälte schützen?„Ja," sagt ihr,„die Vegetation muß diese Abwechselung haben." Muß? Aber wenn doch ein so weiser vorsehender Schöpfer da ist, weß- halb hat er eS nicht so eingerichtet, daß die Vegetation bei mitt- ler, unö angenehnler Temperatur wachse und blühe? Weßhalb läßt er seine„Ebenbilder" bald vor Kälte erstarren, bald bei tro- pischer Hitze verschmachten? Wo bleibt diese Zweckmäßigkeit, wenn in Jahren des Miß- wachscs Tausende dem Hungertode verfallen? Weßhalb hat sie die weise Vorsehung erschaffen, wenn diese nicht im Stande ist, ihre Geschöpfe zu ernähren? Alle Gründe, die für einen teleologischen Weltenplan vorge- bracht werden, sind unhaltbar; die Uuzweckmäßigkeiten, die herrschen, sind, wie gesagt, dadurch, daß wir von Jugend auf an dieselben fewöhnt, für uns nicht mehr in dem Grade fühlbar, wie sie that- ächlich vorhanden, aber von einer objektiven Zweckmäßigkeit kann keine Rede sein. Im Plane der Welt ist für den Unbcfan- genen kein zweckmäßig ordnendes Wesen zu erkennen; das Weltall weist nirgends auf ein solches, am allerwenigsten auf eine»„Gott", der die Welt um deö Menschen Willen geschaffen hätte. Alles folgt unabänderlich einmal gegebenen Gesetzen mit eiserner Noth- wendigkeit. Das Wachsthum eines in fruchtbare Erde gelegten Samenkorns ist, wenn die zum Wachsen erforderlichen Kräfte(Regen, Sonnenschein) vorhanden sind, ein un- bedingtes Muß; und keine Macht ist im Stande, dieses Wachsen zu hindern; aber ebenso wenig ist eine Macht im Stande, eS zu fördern, wenn die zum Wachsthum er- forderlichen Faktoren mangeln. Allerdings ist uns die Art und Weise deö Entstehens, der letzte Grund allen Werdens und Vergehens gänzlich fremd und mibe- kannt. Aber dies Nichterkennen des letzten Grundes kann uns nie und nimmer berechtigen, unser Nichtwissen zu verleugnen und mit dünkelhaftemSelbstbcwnßtseins„Gott" an die Stelle, wo unseres Wissens Grenze ist, als wir- kende und treibende Kraft zu setzen.— Leibniz sagt:„Das eine Ding hat seinen Grund in einem anderen, der jetzige Zustand in einem früheren, aber das andere Ding und der frühere Zustand haben wieder in einem andern noch früheren ihren Grund, so daß man auf diese Weise niemals zu einem Grunde gelangt, der nicht selbst wieder einer Begründung bedürfte. Daraus folgt, daß der vollkommene Grund nicht in diesem Einzel-Wesen, sondern in der allgemeineu Ursache zu fi-chen ist, auS welcher der frühere und gegenwärtige Zustand unmittelbar hervorgeht, nämlich einem allgemeinen intelligenten Urheber, wel- cher die Ursache von der Existenz der Welt ist und den Grund seines Daseins in sich selber hat." Leibniz' Schluß ans einen„intelligenten Urheber"-— man könnte gerade so gut auf ein beliebiges anderes Wesen schließen — ist eine jeuer willkürlichen Hypothesen, an denen die spekulative Philosophie und Theologie so reich sind, mit denen aber nichts bewiesen ist. ES ist gar nicht einzusehen, weßhalb so gut wie der „intelligente Urheber" den Grund seines Daseins in sich selbst haben soll, daS„Ding", der„unintelligente Stoff, dieMa- terie" nicht auch den Grund seines Daseins in sich selbst haben kann, was am Ende doch viel natürlicher und begreifsicher ist, da selbst mit der Annahme eines Gottes wir über die letzten Gründe um Nichts klarer werden. Das berühmte Buch„Systeme de la nature" sagt treffend, eS ist undenkbar, wie ein unmaterielles Wesen auf ein materielles einwirken könne, da eS doch keine Be- rührungspnnkte unter ihnen gäbe. Alle Weltanschauungen, welche von einem Gott, Er- schaffer, Erhalter zc. reden, sind inhaltsleere, über die Gränze unseres ErfahrungS- und AnschauungSvermögenö sich erhebende Spekulationen. Die verschiedenen Nebenläufer der GotteSidce,— denn der abstrakte Gottesglaube ist es nicht allein, der die sonderbarsten Ausgeburten menschlicher Phantasterei hervorbrachte— alle Irrwege menschlicher Vernunft auf diesem Gebiete nur zu erwähnen, ist hier unmöglich. Sie halten sich alle, wenn nicht an einen persönlichen Gott, so doch an eine„göttliche Substanz",„Weltgeist",„Weltseele" zc; und beruhen auf denselben spekulativen Hypothesen wie der abstrakte Gottesglaube. Um den Jdealpantheismns eines Hegel oder Schelling zu ver- stehen, muß man erst verlernt haben, daß 2 mal 2— 4 ist. Hier muß man jeden Funken gesunder Vernunft bei Seite lassen, um an dem philosophischen Unsinn dieser modernen Propheten Geschmack zu finden. Ich setze hier zwei von den, wie mir scheinen will, verständlicheren Stellen her, wenn von einem Verstehen überhaupt die Rede sein kann; ich für meinen Theil gestehe es beschämt ein, daß sie mir unergründliche Orakel geblieben sind. Der große He- gel sagt:„Der Sinn der Erhebung des Geistes ist, daß der Welt zwar Sein zukomme, das aber nur Schein ist, sdas wahre Sein nur Gott ist. Nur die Nichtigkeit des SeiuS der Welt ist daS Band der Erhebung, so daß das Vermittelnde ver- schwindet." An einer Stelle, wo Schilling das„Absolute" erklärt, heißt eS wörtlich:„Das Absolute ist reine, d. h. von Subjektivi- tät und Objektivität unabhängige Identität, ist sich selbst Stoff und Form, Subjekt und Objekt, und weder das Eine noch das Andere seiend, führt sie sich für sich selbst und durch sich selbst in beide als die gleiche Absolutheit." Jedes erklärende Wort ist hier überflüssig. Wag nicht Subjekt und nicht Objekt ist, das bleibt, trotz der spekulativen Bockssprünge des Herrn Schelling, ein Nichts, das Schelling zur Abwechselung einmal das„Absolute" nennt. —„Ein Kerl, der spekulirt, „Ist wie ein Thier, aus dürrer Heide, „Von einem bösen Geist im Kreit herum geführt, „Und ring» umher liegt schöne grüne Weide. (Göthe'S Faust.) Wissenschaftliche, durch die Erfahrung begründete, Wahrheiten ge- nügen derartigen Leuten nicht; sie spekuliren über Dinge, die in ihrem hochmiithig überschraubten Gehirn entstanden, und beweisen alsdann dieselben, als ob sie objektiv vorhanden wären; so das „Dasein Gotteö", so die„Unsterblichkeit der Seele"; sie sehen nicht, oder wollen eS nicht einsehen, daß unseren Sinnen Gränzen gesteckt sind, die nicht überschritten werden könne», daß unsere Wissenschaft an die Erfahrung gebunden ist. Ueber die Entstehung und Erhaltung des Universums im All- gemeinen, sowie der einzeln in ihm erscheinenden Wesen können wir nun einmal nichts Bestimmtes wissen. Trotz der riesigen Fortschritte der Naturwissenschaften sind wir über die„letzten Gründe" noch um Nichts klarer als zu Aristoteles' Zeiten; es sind immer nur die Gesetze des Stoffwechsels, denen die Materie unterworfen ist. Und was sie— die Naturwissenschaft— auch zum Nutzen der Menschheit zu Tage gefördert, mit dem letzten„Warum" plagt sich wol kein vernünftiger Forscher ab; dies wird immer als unbekanntes X stehen bleiben müssen. Hier werden Burmeister's schöne Worte immer wahr bleiben:„Sei also wie du sein mußt, erster ältester Tag des Lebens: wir habe» kein Auge mehr, dich zu erkennen, keinen Sinn, dich zu begreifen, und darum auch keine Feder, dich deiner Natur nach zu beschreiben." Die Welt der Theisten(selbstverständlich im weitesten Sinne genommen; ich hätte vielleicht besser Idealisten gesagt) ist falsch, ihre Logik verkehrt. Weil wir die„letzten Gründe" bis jetzt nicht erforscht, dieselben vielleicht niemals kennen lernen werden, deshalb sollten wir zu einer Dichtung greifen? Nein, wir gestehen offen ein, daß wir vieles nicht wissen, wir lassen unsere Weltan- schauung lieber als Fragment stehen, als daß wir sie mit einer Unwahrheit vollendeten. ES gibt keinen Gott, und wir brauchen keinen; der.Krebsschaden, den die Menschheit Jahrtausende lang mit herumschleppte, der ihr die besten Säfte aussog, muß geheilt werden; der GotteSglaube hat Opfer genug gekostet. ES ist kein Fleck auf Erden, den die Gläubigen„im Namen GotteS" nicht mit Blut getränkt hätten. Von den Kriegen der Israeliten mit Amalek bis zu den Kreuzzügen, biö zur Bartholomäusnacht trieft jede Zeile der Geschichte vom Blut Derer, die dem„Gott der Liebe" geschlachtet wurden. Doch dies sind nur die historischen Opfer deö GotteSglaubenS. Ich sage nur, denn die Opfer des Individuums überschreiten die geschichtlichen ins millionenfache. Wo der GotteSglaube in die Brust eines Menschen gepflanzt, da liegt der Geist in stetem Kampf mit dem Körper, seinem Trä- ger. Daß der GotteSglaube eine Beruhigung deS Gewissens sei, ist eine jesuitische Lehre. Diese Art Beruhigung deS Gewissens bedingt völlige Ertödtung seelischen Empfindens und vernünftigen Denkens; denn ehe der Mensch gegen jedes natürliche Gefühl ab- gestumpft, ehe er zur fühllosen Mumie geworden ist, kann' von einer Gewissensruhe keine Rede sei». Bis er zur vollständig willen- und empfindungslosen Maschine geworden ist, wird er sich fort- während mit Vorwürfen über die albernsten Dinge abmartern und geißeln. Und ist dann das große Ziel erreicht, ist aus dem em- pfänglichen, geuußfähigen Menschen ei» gegen Schmerz und Freude kaltes, jeden Genuß verabscheuendes Wesen gemacht, dann hält auch der Glaube, der so viel versprochen, sein Wort nicht: er kann eö nicht halten, er lügt. Die versprochenen Freuden sie bleiben fern, denn die Sinneswerkzeuge, die einzigen Empfindungsorgane, sind abgestumpft, fast abgetödtet, und können weder, für Schmerz, noch für Freude empfänglich sein. Wo Eirter an Gott glaubt, dort ist ein Golgatha; dort wird Einer gekreuzigt. Man macht dem Atheismus den Vorwurf, daß er den Menschen Zum Thiere stemple; gut, wir verzickten ans euere GottähnLchkeit wir wissen, daß der Unterschied zwisiben Mensch und Thier mrr ein gradueller ist. Doch was hat der Glaube auS euch gemacht? Erl hat euch in eine Zwangsjacke geschnürt, die euch jede freie Be-i wegung raubt. Die Laster und Verbrechen, an denen unsere Zeit? so sehr krankt, deren Grund man von gewisser Seite her immer und immer wieder im Unglauben sucht und sie demselben so gerne in die Schuhe schiebt, können nur dnrch eine gründliche natur- wisseisschaftliche Belehrung geheilt werden, aber nickt mit Traktät lein und frommen Sprüchen. Die Natur droht Jedem, der sick an ihren Gesetzen versündigt, mit schreckkicheren Strafen als Höllen gual und ewige Berdammniß! Eine Tugend, die geübt wird, ohne auf zukünftigen Lohn zu hoffen, mit dem Bewußtsein persönlicher Vernichtung, ist jedenfalls reiner und werthvoller als eine solche, die für jeden Groscken, der sie an Arme schenkt, einen Wechsel aus die Ewigkeit ausstellt. In sreiheitlicker Beziehung ist Nichts so dazu angethan, dü wahren Menschenrechte zu verkündigen, als ein genaue» Kennen der Natur; die eS mit unauslöschlicher Flammen- schrift geschrieben hat, daß jedes ihrer Geschöpfe mit seinem Entstehen ein gleiches Anrecht auf alle erreichs baren Genüsse erworben hat, daß Keiner berechtigt ist, die Rechte seines Nebenmeuschen zu schmälern. Auf den gebeugten, zu Gott flehenden Völkern, die im Jenseits ihr Heil, suchten und das Diesseits vernachlässigten, lastete von jeher der blutsaugende Despotismus, eS sei hier nur an Philipp II. und Katharina von Medicis erinnert. Despotismus und Theismus gingen immer Hand in Hand.„Die Lügnerin, gedungen von Despoten."(Resignation Schillers.) Mit dem letzten Theisten wird auch der letzte Sklave frei werden. Die Zukunft muß dem Atheismus gehören. nur in ihm ist das Heil für die Menschheit, die ihre guten Rechte so lange für einen Wahn verschacherte, zu finden. Politische Uebersicht. Fürst Bismark hat die Präsidentschaft des preußischen Mi nisteriums aufgegeben, und bleibt bloß preußischer Minister del Auswärtigen. Natürlich berührt diese Titelveränderung ni,- t de« Reichskanzler Bismarck. Der ganze Unterschied ist bloß, das der Reichskanzler Bismarck jetzt unter dem Rainen: auswäriizer Minister, anstatt Ministerpräsident den preußischen Staat regier! Das Verhältniß des preußischen Staats und des sogenannte'! deutschen Reichs ist unverändert, was eS von Anfang an war: de« deutsche Reichskanzler, welcher ein preußischer Junker ist, wird so lange er Macht hat, dafür zu sorgen wissen, daß daS deutsch Reich eine Domäne der preußischen Junker bleibt.— Wohin wir kommen würden, wenn die Preßgesetzgebung de deutschen Reichs in preußische Hände gelangte: Dem Redaktcu und Verleger der„Demokratischen Zeitung", Lübeck, ist wegel wiederholter„Majestätsbeleidigung" durch das Kammergerich (daS Stadtgericht hatte ihn freigesprochen), außer einer viertel jährigen Gefängnißstrafe auch noch das Verbot des Verlags rechts zuerkannt worden. In Sachsen ist eine solche Ungeheue« lichkeit jetzt unmöglich, weil das sächsische Preßgesetz von 187� das Verbot des Gewerbebetriebs nicht kennt. Ja, noch mehr: di sächsische Regierung selbst hat, als sie das neue Preßgesetz de Kammern vorlegte, erklärt, das Verbot des Gewerbebetriebs, w! eS im alten Preßgesetz noch war, müsse billigerweise auf Gru w der allgemeinen Tendenz der norddeutschen Gewerbe ordnung vom Juni 1869 wegfallen und diese Ansicht fan in keiner der beiden Kammern Widerspruch(siehe die Bearbeitu» des sächsischen PrcßgesetzeS von 1870 durch den Polizeiassessö Bausch in der Roßberg'schen Handausgabe sächsischer Gesetze; da ganze Buch wäre ausgezeichnet, wenn das Gesetz ebenso gut war wie der Kommentar dazu von Bausch). In Preußen also kehr sich das Kammergericht nicht au die Gewerbeordnung. Zwar sag 143 der Gewerbeordnung, Absatz 3:„Es bewendet bei de Vorschriften der LaiideSgesetzgebnng, welche die Entziehung der Be fugnisse zum selbstständigen Betriebe eines Gewerbes durch richter licheö Erkenntniß als Strafe im Falle einer durch die Presse bs gangenen Zuwiderhandlung vorschreiben oder zulassen." Allein Absatz 1 dieses ß beginnt so:„Die Berechtigung zum Gewerbe betrieb kann, abgesehen von Konzessionsentziehungen und den i' diesem Getze gestatteten Untersagungen des Gewerbebetriebs(ij 15, Ah satz 2 und§ 35) weder durch richterliche noch administrative Enz scheidung entzogen werden." Und die hier zitirten 4} 15, Absatz � sowie§ 35 lauten so: 1)§ 15, Absatz 2;„Die Fortsetzung da Betriebs Hann polizeilich verhindert werden, wenn ein Gewerb» zu dessen Beginn eine besondere Genehmigung erforderlich's (sicherheitsgefährliche industrielle Anlagen stz 16 u.ff.j, medizinisches Gf, werbe, Schiffsahrt, Schanspielunteruchnier stz 23 u. ff.]), oh»I diese Genehmigung begonnen wird." 2)§ 35:„Tie Erlheilurl von Tanz-, Turn- und Schwimmunterricht als Gewerbe darf Den jenigen untersagt werden, welche wegen Vergehen gegen die Sit! lichkeit bestrast sind. Der Handel mit gebrauchten Kleidern, gv brauchten Betten oder gebrauchter Wäsche, der Kleinhandel>» altem Metallgeräth oder Bietallbruch(Trödel) oder mit Garnal fällen oder Säumen von Seide, Wolle, Baumwolle oder Leinei ferner das Geschäft eines PsandleiherS kann demjenigen untersa werden, welcher wegen aus Gewinnsucht begangener Vergehen od Verbrechen gegen daS Eigenthum bestraft ist."(Ebenso verhält' sich mit dem„Gesinde-Vermiether".) Das sind die im§ 143 a» gezogenen tz 15 Abs. 2 und§ 35.—. Es leuchtet ein, daß der Gesetzgeber selbst die Entziehung dl literarischen Gewerbebetriebes von Reichswegen zwar nicht lfl einführen wollen, auch nicht den Muth hatte, den alten Landes. gesetzgcbungen ihr trauriges Privilegium zu u litersagen. Eiil halbwegs vernünftige Landesgesetzgebung müßte nun, nachdem § 143 Abs. 1, allen andere Gewerbe(außer dem literarischen) I ziemlich freigegeben hat, auch jenes in die allgemeinen Rechte eii« treten lassen. Die sächsische Preßgesetzgebung hat dieser Billigkeit» forderung wenigstens theilweife(d.h. indem sie die Eaution inj das Verbot der Gewerbeberechtigung in Preßsachen abschaffte) na» gegeben; in Preußen dagegen denkt man noch gar nich« daran. Man würde vielmehr, wenn die Preßgesetzgebung Reich- fache würde, Sachsen auch noch um das Bischen Liberalisi»"! prellen, das in dessen Preßgesetz von 1870 steckt; man würde M reaktionären Bestimmungen des sächsischen PreßgeseyeS— wie d» Artikel 22(der, auch wenn der Redakteur nachweist, daß er das Jnkm»? nirte nicht gelesen, dennoch eine hohe Geldstrafe verhängt, für den Fa> daß der Redakteur den Verfasser nicht namhaft macht)—»>» Freuden in das Reichsgesetz aufnehmen und die liberales Paragraphen verwerfen. Wir bekämen mit eiliem Wort, weiÄ das Preßgesetz Reichssache würde, die schlechteste Preßgesetzgebuiillj welche je die Welt gesehen hat. Denn die ganze iiatlonalliber�fl« Partei des Reichstags zusammen huldigt hinsichtlich der Pr ll gesetzgebung bei Weitem nicht so„liberalen" Anschauungen, wie i selbst die conservativen Partikularisten der sächsischen ersten -l Ständekammer. J In welch frevelhafter Weise die Bourgeoisie mit dem Leben - der Arbeiter spielt, das zeigen die Berichte der Dampfkesselrevisions- ] kommissionen. Nach dem in der letzten Generalversammlung des Magdeburger Vereins für Dampfkesielbetrieb erstatteten Bericht, hat es sich bei den vom Oktober 1871 bis zum März 1872 vor- genommenen Dampfkefselrevisionen ergeben, daß 48 Prozent, also nahezu die Hälfte, der sämmtlichen Anlagen, wesentliche Fehler hatten, und daß bei 30 Prozent sogar offenkundige, gefährliche Konstruktionswidrigkeiten vorlagen. Nach einer Bekanntmachung desselben Vereins vom 6. Juni 1872 wurden im Monat Mai d. I. ferner 54 Kessel revidirt; es ergaben sich dabei 2 gefährlich korrodirt, 8 beschädigt und reparaturbe- dürftig, 4 undicht durch zu schwache Lagerung, 1 zu schwach konftruirt und bei 7 wurden ungesetzliche Anordnungen vor- gefunden. In der Generalversammlung des Sächsisch-Anhaltischen Vereins vom 29. Juni 1871 referirte der Ingenieur, daß er bei den seit dem 1. Januar 1871 vorgenommenen Revisionen ermittelt habe: Konstruktionsfehler an dem Kessel und der Garnitur bei 277 Kesseln, Schäden an den Kesseln utid der Einmailerung bei 28 Kesseln, Schäden bei der Garnitur 98 Kesseln, Mängel in der Betriebsführung bei 76 Kesseln. Der Ingenieur des Mann- heimer Dampskesselvereins hatte im Jahre 1869 735 Revisionen vorgenommen; hierbei fanden sich vor: Konstruktionsfehler in 145 Fällen, Fehler oder Vernachlässigung bei dem Be- triebe in 151 Fällen, Mängel an der Garnitur in 273 Fällen, defekte Stellen an dem Kessel oder Mauerwerk in 87 Fällen.— Wenn man bedenkt, daß der geringste Fehler an einem Dampf- kessel das Leben von Dutzenden von Arbeitern gefährdet, so kann man in der That keinen Ausdruck finden, der stark genug ist, die Gewissenlosigkeit der Herren Fabrikanten und ihrer Helfershelfer gebührend zu brandmarken.— Preßkorruption. In einer Polemik mit der Wiener „Neuen Freien Presse" schreibt der Berner„Bund":„Es liegen uns zwei Nummern der„Oestreichischen finanziellen Revue" vor, in welchen dargestellt wird, was die schwindelhafte Tür- kenlooseemission die Anglobank gekostet hat, und wie man in Oestteich die öffentliche Meinung macht. Darnach haben einzig in der Stadt Wien nicht weniger als 73 Zeitungen jeder Richtung und Schattirung, die namentlich aufgeführt sind, Schweige- gelder oder Gelder für Reklamenartikel entgegengenommen, die horrend sind. Um nur die wichtigsten zu nennen, erscheinen in'der„Betheiligungsliste" das„Tagblatt" mit 32,000 Fl., die „Neue Freie Presse" und„Presse" mit je 25,000 Fl., die„Bor- stadt-Zeitung" mit 16,000 Fl., die„Montags-Revue" und das „Fremdenblatt" mit je 12,000 Fl., die„Tagespresse" mit 10,000 und die„Deutsche Zeitung" mit 800 Fl. als bestochen und ver- kauft für einen erbärmlichen Schwindel. Die„Ocstreichische finanzielle Revue" war erbötig, den Beweis für die Richtigkeit ihrer Angaben selbst vor den Gerichten zu erbringen; aber Niemand wagte, ihr entgegen zu treten." So weit der Beruer „Bund". Die Wiener Presse ist weder besser noch schlechter, als die Presse anderer Orte.-AI, uuo discimus omnes. Von der einen Probe können wir ans den Rest schließen.— Die englische Landarbeiterbewegung geht riesig vorwärts; sie hat sich so ziemlich über das ganze Land verbreitet und die Taglöhnergewerkschaft soll über 100,000, nach anderen sogar über 200,000 Mitglieder zählen. Der regste, ja, einzige Feind, den diese Bewegung hat, sind die Führer, welche sich ihr anfzudrängen suchen:„liberale" Bourgeois„und philanthropische" Pfaffen und Aristokraten. Auf einem vor Kurzem in London avgchaltene» Meeting, dem anfangs der Lordmayor(Bürgermeister) von Lon- don, und hernach— als nämlich erstem- in Folge der Anwesen- heit des„republikanischen" Lord Dilke das Hasenpanier ergriffen hatte— der Parlamentsschwätzer Morleh präsidirte, und der Erz- bisch os Manning seine christlichen Segen ertheilte, wurden sehr verschwommene Resolutionen gefaßt— nicht Fleisch und nicht Fisch. Wir werden Gelegenheit haben, uns des Näheren über die englische Landarbeiter-Bewegung auszusprechen, die auf die bevor- stehenden politischen Kämpfe des englischen Proletariats von höchstem Einfluß fein muß— falls eS nämlich den vornehmenHerrcnProtektoren nicht gelingt, sie zu entmannen, oder gar in der Wiege zu erdros- seln. Nicht als ob wir an die Möglichkeit glaubten, das englische Landprolctariat auf immer niederzuhalten— ebenso gut ließe sich der sozialdemokratische Gedanke ausrotten—, was aber diese bestimmte, von Herrn Arch geleitete Bewegung angeht, so sind wir unserer Sache noch keineswegs sicher.— „Paragraph Vier." Das„Haftpflichtgesetz", welches„der erste deutsche Reichstag" den deutscheu Arbeitern zum Geschenk machte, war den Vertretern der Bourgeoisie bekanntlich in seiner ursprünglichen Fassung noch zu„arbcitcrsreundlich" und Herr Laöker schob den famosen„Z 4" ein, welcher den Arbeitgebern die Mittel und Wege an die Hand gab, die Haftpflicht von sich abzuschütteln, und die etwaigen Ent- fchädigungen von den Arbeitern, d.h. den Beschädigten selbst zahlen zu lassen. In der Beilage der„Deutschen Allgemeinen Zei- lung" von, 15. d. Mts. spricht sich ein Korrespondent„vom Mittel- rhein" darüber auS, wie folgt: „Man erinnert sich wol noch der lebhaften Polemik im Reichs- tage und in der Presse, welche durch den Laökerschcn Zusatzpara- graphen zum Haftpflichtgesctz hervorgerufen ward. Bekanntlich be- lagt dieser tz 4, daß ein Beitrag des Arbeitgebers von mindestens einem Drittel zu einer Arbeiterhilfskasse denselben berechtigen soll, die Leistungen dieser Kasse auf etwaige Haftpflichtfälle mit einzu- rechnen. Wir haben uns damals mit aller Entschiedenheit gegen diesen Paragraphen ausgesprochen, welcher auf Grund einer sehr zweifelhafien und vielleicht nur den natürlichen Rechtsverhältnissen ent- sprechenden Beitragslcistung zu Gunsten des haftpflichtigen Arbeitgebers über das Eigenthum des Arbeiters verfügt und so mit der andern Hand wieder nimmt, waS das Gesetz mit der einen gegeben. Die Ent- Wickelung der Dinge gab uns auch alSbald insofern recht, als die industrielle Welt sich, anstatt einer Benutzung des§ 4, mit Eifer der Unfallversicherung zuwendete, und cS ist charakteristisch, daß gerade die- Leipziger Gesellschaft mit ihrer Versicherung nur der gcsetzlich haftpflichtigen Unfälle so kolossale Erfolge errang, daß sie jetzt schon 3350 Etablissements mit 225,000 Arbeitern umfaßt und für den Schluß des gegenwärtigen Jahres so gut wie keine Ab- Meldungen erfolgt sind. Damit ist in der That der einzig richtige Weg betreten, wonach die Haftpflicht das Gebiet der Versicherung bildet, sonstige Unfälle und Vorkommnisse aber den, Hilsskassen- wesen zufallen und bei letzterm dann auch die Humanität des Ar- bcitgeberS den erforderliche» Spielraum hat. Seiten« vieler Arbeitgeber, ja seitens mehrerer rheinischer und wcstphälischer Kiiapp- schaftSkassenverbände ist es auch auSdrückich anerkannt worden, daß von einer Benutzung des LaSker'schen Drittelsparagraphen ab- gesehen werden müsse, da derselbe eine große Unbilligkeit in sich schließe. „Um so bedauerlicher ist es, daß sich trotzdem Arbeitgeber und Kassenverbände gefnnden haben, welche und zwar zum Theil unter den ärgerlichsten Nebenumständen, jenen Paragraphen auszunutzen und mit seiner Hilfe die Haftpflicht von sich ab- und wieder auf die Arbeiter überzuwälzen suchen. Sobald die Sache nämlich praktisch in die Hand genommen werden soll, so springt es in die Augen, daß sie auf nichts anderes hinausläuft und daß die LaSker'sche Idee,„durch die Gemeiusamkeit des Hilfskassenwesens ein Band der Gegenseitigkeit zwischen Arbeitgebern und Arbeitern zu knüpfen", eine Utopie ist. Wer ein solches Gegenseitigkeitsband knüpfen will, dem stehen hierfür Mittel und Wege genug zu Gebote; wer aber den§ 4 des HaftpflichtsgesetzeS zur Anwendung bringt, der thut dies lediglich, um Gefahren, die aus der Natur seines Gewerbe- betriebes fließen, in möglichst großem Umfange von den Arbeitern, statt von ihm selbst, tragen zu lassen. „Mit trauriger Deutlichkeit ergibt sich dies aus zwei uns vor- liegenden Kassen- und Kassenverbandsstatuten: denen des Branden- burger Knappschastsvereins, umfassend die brandenburgischen, Pom- merischen und niederlausitzer Bergwerke und Salinen mit dem Sitz in Guben, und denen der Friedrich-Wilhelms-Hütte bei Troisdorf (Sieg-Rheinischer Bergwerks- und Hüttenaktienverein). Die bezüglichen Bestimmungen beider Statuten sind so eigenthümlicher Art, daß sie ein etwas näheres Eingehen verdienen. „Der Brandenburgische KnappschaftSverein fügt denjenigen Pa- ragraphen, welche die. Krankenlöhne, die Invaliden- und die Wittwenpensionen festsetzen, jeweils die Bestimmungen hinzu, daß, im Falle die gesetzliche Haftpflicht eintreten würde, alle diese Leistun- gen ans die Höhe des wirklichen durchschnittlichen Arbeitsverdienstes gebracht werden sollen. Das Lange und Kurze ist also, daß die Arbeiter sich für eine Gegenleistung, welche knapp 50 Prozent ihrer Beiträge(also das gesetzliche Eindrittel) ausmacht, den vollen Be- trag der gesetzlichen Haftpflicht umzulegen haben! „Noch auffälliger tritt dieser Charakter der Sache bei dem Trois- dorfer Statut hervor. Auch hier beträgt die Leistung der Werks- besitzer genau ein Drittel und sind dafür die Fälle gesetzlicher Haftpflicht einfach auf die Kasse übergewälzt, und zwar mit der ausdrücklichen dem Gesetze direkt widersprechenden Maßgabe, daß die Leistungen der Kasse keinesfalls mehr betragen dürfen als die gewöhnliche Unterstützung; eS heißt jedoch weiter, daß die Kasse berechtigt fei, für die Fälle gesetzlicher Haftung Versicherungsverträge abzuschließen, so daß eventuell die Prämien für Versicherung der im Gesetze den Unternehmern zugeschobenen Last nicht von diesen, sondern von der Kasse bezahlt werden! Ist das Billigkeit? Sollte mau es nicht ftir das Allermindeste halten, daß zuvor Anhalts- punkte darüber gesammelt würden, wie sich denn eigentlich der Aufwand für die gesetzliche Haftpflicht zu demjenigen für sonstige Versicherungszwecke verhält? Ganz zu gcschweigen des wohl zu erwägenden Gesichtspunktes, ob nicht ein gewisser Beitrag der Unternehmer zu den Arbeiterhilfskasseu an sich schon ein Gebot der Billigkeit ist und nicht selten ein Gebot des strengen Rechtes fein sollte! „Auch über den sonstigen Inhalt.der erwähnten Statuten ließe sich manches, doch wenig Lobenöwerthes sagen: wir finden da sehr viele Bestimmungen über Ansammlung großer Reservefonds, über etwaige Herabsetzung der Leistungen und Erhöhung der Beiträge, sehr wenige über eine entsprechende Antheilnahme der Arbeiter au der Verwaltung und über ein gesichertes Rechtsverhältniß derselben. Der Brandenburger Verband macht einen schwachen Versuch, auf dem Wege von„Urlaubsbewilligungen" einigermaßen die Freizügig- keit der Arbeiter zu wahren, während dieselben im Rheinland- Westphalen schon durch ausgedehnte Cartellverträge und zum Theil außerdem durch eine coulante Recognitionseinrichtung sichergestellt ist; das Troisoorfer Statut hat kurzweg die alte wahrhaft bar- barische und jedem Rechtszefühl ins Gesicht schlagende Bestimmung, daß mit dem Ausscheiden eines Arbeiters(also auch mit dessen Entlassung) alle seine Ansprüche an die Kasse erloschen sind. WaS wäre viel dagegen einzuwenden, wenn die Unternehmer durch eigne freie Versicherung ihrer Arbeiter auch gegen nicht haftpflichtige Un- fälle, gegen Invalidität w., wie sie jetzt bei der von der Leipziger- Bank gegründeten Zwciganstalt auf feste Kapitalsumme und auf Renten statlsinden kann, ihre Arbeiter an das Geschäft zu fesseln suchten? Sie aber fesseln durch Beiträge, die hauptsächlich von den Arbeitern selbst geleistet werden müssen, während der Unternehmer- bcitrag vielleicht bei weitem nicht ausreicht, um auch nur die Mehr- belastung durch die gesetzliche Haftpflicht zu tragen— das ist ein absonderlicher Beitrag zur Lösung der Arbeiterfrage! Es hat nicht viel auf sich, wenn einzelne Arbeitgeber für ihre kleinen Spezial- kasscn dergleichen Festsetzungen treffen, wie dies allerdings schon vordem vorgekommen ist. Wenn aber große, einflußreiche Etablisse- mentö oder Verbände solche grobe Verstöße gegen Recht und Billigkeit begehen, dann ist es Zeit, daß die öffentliche Meinung sich wieder einmal ernstlich mit diesen Dingen befasse." Dies der Artikel der„Deutschen Allgemeinen Zeitung". Der- selbe urtheilt über den berüchtigten LaSkerschen„Paragraph 4" genau so wie wir; fteilich nicht aus denselben Beweggründen: Wie aus der freundlichen Weise erhellt, in welcher sich der Verfasser über die Unfallversicherung ausspricht, ist er weit davon entfernt, den Arbeiter als einen vollberechtigten, dem Arbeitgeber gleich- stehenden Menschen zu betrachten: denn diese Unfallversicherung stellt den Arbeiter auf Eine Stufe mit dem Vieh, und macht cS dem Kapitalisten möglich, für einen Pappenstiel Leben, Ge- sundheit und Knochen„seineS" Arbeiters zn zertrümmern; und ist ebenso gut eine„Umgehung" der Haftpflicht, wie jener„£-4", wenn auch keine ganz so schamlose. Jiideß ist der Artikel immerhin ein Beweis dafür, daß man in den Reihen der Bourgeoisie das Bedürfniß einer weniger frivolen Behandlung der sozialen Frage zu empfinden beginnt. Was die in dem Artikel er- wähnte und indirekt empfohlene Lebensversicherung der Arbeiter durch die Arbeitgeber angeht, so haben wir diesen philanthropischen Schwindel bereits gebührend kritisirt. Was endlich die in dem Artikel gerügte„barbarische und jedem Rechtszefühl inö Gesicht schlagende" Bestimmung des Troisdorfer Statuts betrifft, daß nämlich durch den Austritt, resp. die Entlas- sung eines Arbeiters dessen Ansprüche an die Knappschafts- lasse erlöschen, so findet sick diese Bestimmung in allen säch- fischen, und so viel wir wissen, auch preußischen Knappschafts- ordnungen, und außerdem in vielen sonstigen Kassen, z. B. denen der Pflug'schen Maschinenfabrik. Gewerks.qenossenschaftliches. Äliteriintionale Eenierbgenossenschnst der Manufaktur-,?abrik- und Kandarbeiter. Aus Göppingen schreibt man uns bezüglich unsrer Gewerkschaft, daß sich dort, wie verschiedentlich anderwärts, einige Aeugstlichkeit der Arbeiter gegenüber unseren Bestrebungen zeige, und daß HP nicht bloö die Unklarheit der Leute, sondern besonders auch? Jntriguen der Fabrikanten schuld tragen, die sich vor der gewerkschaftlichen Verbindung ihrer Arbeiter gewaltig fürchten. Besonders hat es der Fabrikant Ottenhcimer von allem Anfang an ganz schlau betrieben, indem er jeden seiner Landweber einzeln ins Gebet nahm, ob er auch wol unserem „Strikeverein" angehöre. Außerdem versäumen diese Schacher- Herren kein Mittel, uns lahmzulegen, und da kommt ihnen der schlechte Geschäftsgang besonders zu passen. Die Landweber, deren wir eine namhafte Mitgliederzahl hatten, haben sich auch richtig einschüchtern lassen, und unsere Kernmannschaften, aus Tuchmachern und einigen Korscttcnwebern bestehend, werden tüchtig zu thun haben, die versprengten Berussgenossen vom Lande wieder zum Stehen zu bringen. Jndeß haben auch sie es jetzt in bösen Händen, da die Tuchmacher fast ohne Ausnahme nur arbeiten dürfen so lange es Tag ist, und daher das Nothwendigste kaum verdienen!— Dies besonders müßte allen Arbeitern unserer Branchen deutlich machen, daß die Herren Ottenheimer und venvandte Profitmacher zur Zeit, wo das Geschäft nicht geht, so wenig als die Tuchfabrikanten, dem Arbeiter zu Gefallen arbeiten lassen, wenn aber zu thun ist, so werden diese Heeren stets bereit sein, ob Einer in der Gewerkschaft ist oder nicht, sich von seiner Arbeit fett zu machen. Das merkt Euch, ihr Weber vom Lande, daß ihr von einem Ottenhcimer nicht einen Schlag mehr zu thun kriegt, ob ihr ihm auf die Nase bindet, was ihn nichts angeht, oder ob ihr ihm zu Liebe Eure Brüder verlaßt. Kann der Herr profitiren, so thut er's an Jedem, dessen Haut zu Markt gebracht wird, und gegen diese Wirthschaft kann mir in der Gewerkschaft angekäm pftwerden. Also laßt Euch nicht inö Bockshorn jagen und haltet mit uns aus!— Crimmitschau, 19. Dezember 1872. Die Vorortsverwaltung. Znternationnle Kewerksgenossenschaft der Schuhmacher. Pforzheim. 16. Dez. Auch hier fühlten sich die Kollegen ver- anlaßt, einen Verein zu gründen und zählt derselbe schon 56 Mit- glieder. Gewählt wurden Dittus als Vorsitzender, Hörnte als Kassirer, Kiesel als Schriftführer. Auch ein Arbeitsnachweis-Bu- reau haben wir gegründet. Daß in unserem Gewerkt etwas geschaffen werden muß, darüber ist sich jeder einzelne klar, namentlich in Bezug auf einen Normal- Arbeitstag. Ich will mich nicht damit befassen, die Lage der Schuhmacher zu schildern, denn einj Jeder wird seine Lage selber genug kennen. Sehr zu wünschen ist es aber, daß es eine Vereinigung bei beiden Fraktionen der Schuhmacher zu Stande kommt, denn ohne Einigkeit kann nichts- erreicht werden. Daß wir andern Gewerken weit nachstehen/ das ist unbestreitbar, und es ist nicht selten, daß mitunter tüchtige' Arbeiter, ja sogar auch Kleinmeister ihr Geschäft im Stich lassen,' und in einer Bijoutcriefabrik Beschäftigung nehmen. Darum, Kollegen ollcrorts, suchet durch Einigkeit unsere Lage' zu verbessern! Wir in Pforzheim werden unser'Möglichstes dazu beitragen. Mit kollegialischem Gruß Jakob Dittus, Vorsitzender, Dillsteinerstraße Nr. 256, wohin auch alle Anfragen zu richten sind. Ebendaselbst befindet� sich auch das Arbeitsnachweis-Bureau. Wanderuiiterstützung bei1 Kassirer Hörnle, Lammstraße 21. - y Correspondenzen.* chtauchau, 15. Dez. Bei den hiesigen Stadtverordneten-Er e gänzungswahlen sind nach hitzigem Kampfe sämmtliche von unsere»� Seite aufgestellten Kandidaten gewählt worden. Im Ganzer� wurden 1004 Stimmzettel abgegeben, darunter die größere HälftP von Ansässigen; die Kandidaten der Gegenpartei hatten nur 3(Xn Stimmen oder noch weniger. Es herrschte bei den diesmalige!� Wahlen fast mehr Leben, als zur Zeit der Urwahlen. Aaten. Am Sonntag den 15. Dezember wurden die hiesige»� Parteigenossen durch de» Besuch einer bedeutenden Anzahl Freund'' ans Schwäbisch-Gmünd erfreut, welche durch belehrende, ernst-" Vorträge, erhebende Gesänge und heitere Deklemationen die Stun den ihres Hierseins uns aufs Angenehmste in das Gedächtnis� prägten. Die Harmonie bei Ernst und Scherz gab den Beweis/ daß die Parteigenossen in Gmünd innig vereint unserem hohei� Ziele nachstreben nud ist dies die sicherste Gewähr für die stet ij Zunahme an Freunden und Genossen, weshalb dieser Akt für hie!' sigen Platz gewiß eine ersprießliche gute Wirkung haben wird. 1= Wotschappek. Eine Arbeiterversammlung, die kürzliö dahier stattfand, gab wiederum Gelegenheit, Beweis davon zr" nehmen, daß man auf alle mögliche Art es zu hintertreiben sucht � daß sich die Arbeiter versammeln. So hatte derWirth deS Gast'° Hauses„Zum goldenen Löwen" noch in letzter Stunde erklärt'� daß er den Saal zur Versammlung nicht hergebe, trotzdem er der � Einberufer die schriftliche Einwilligung darüber schon ansgestell�" hatte; wenn er schließlich von seiner Weigerung abließ, so kann c/1 nur dem Umstände zugeschrieben werden, daß bereits das uiitei'jc Gastzimmer von Personen, welche zur Versammlung kamen, dick � gefüllt war, welche verlangten, daß er den Saal öffne. Dp Tagesordnung lautete:„Die Arbeiterbewegung und die Presse'� — Vor Beginn der Versammlung ließ sich der anwesende He> /l Assessor Starke die Versicherung geben, daß sie keine FortsetzuirW der hier aufgelösten„internationalen Manufaktnrarbcitergewer'-M schaft" sei und von dieser auch nicht gesprochen werden dürfW Daschner aus Dresden war als Referent erschienen. LiachdeiW er längere Zeit unter großer Aufmerksamkeit der Anwesenden g'> sprechen, auch de» heutigen Staat in Erwähnung gebracht, sag� er, daß dieser Staat auf keinen sittlichen Grundsätzen beruh � Hierauf unterbrach ihn der Herr Assessor, um dein Redner Wort zu entziehen. Nach längerem Hin- und Herrede» zwischcss/l dem Vorsitzenden Krause und dem überwachenden Beamten ve langt Daschner, daß man ihm zur Interpretation des vorhin G" 1 sprochenen das Wort gestatte, was ihm auch gewährt wurde. Nad �i dem Redner genügend auseinander setzte, wer der heutige Sta/ I sei, giebt sich der Herr Assessor zufrieden und„erlaubt" dem RV l »er fortzufahren, doch nicht lange darnach entzieht er ihm mied 0 j das Wort, weil Daschner sich erlaubte, zu sagen, daß der übe'/» wachende Beamte uicht das'Reckt habe, den Redner zu unterbreche u sondem daß er sich in solchen Fällen an den Vorsitzenden zu wei�j den habe. Hierauf sprach Müller, indem er aufforderte, den G I Werksgenossenschaften beizutreten; dies hatte zur Folge, daß ihm ebe™� fall« das Wort entzogen wurde. Nach einigen Reduer» ergre!■ Daschner wieder das Wort und spricht über die Presse, geißelt u"'H scharfen Worten die Gesinnungslosigkeit, Bestechlichkeit und U'!.M wissenheit derselben und fordert zum Schlüsse auf, die Sckrift/rl und Blätter der sozialdemokratischen Arbeiterpartei zu lesen. Hie auf wird beschlossen, nächstens wieder eine Versammlung abzi�» ,-«•» �rescener Boltsvote.)"" Mainz, 16. Dez. Demokratische Landtagswahl. Seit .066 haben unsere hiesigen nationalliberalen Fortschrittler ihre Stimmrn-Majorität, mit nur Einer Ausnahme, bei allen Wahlen von vornherein in der Tasche gehabt. Es scheint, ihr Schwindel hat schon stark eiitnüchtert; denn dieselben sind bei den jüngsten Wahlen, die die letzten Tage stattfanden, der demokratischen Partei hier stark unterlegen. Das Landvolk wird hoffentlich auch bald eine Schwenkung nach links machen. Wiesbaden. Hier scheint das Verfahren, die Parteigenossen zu maßregeln, von Seiten des Herrn Polizei-Direktors v. Strauß auch Eingang zu finden. Vor einiger Zeit wollte- der Genannte gegen mich eine Untersuchung wegen Uebertretung des Z 13 des Vereins- und Versammlungsgesetzes einleiten. Nach demselben ist der Leiter eines Vereins verpflichtet, eine Mitgliederliste einzureichen; die Einreichung wurde auch von mir, sowie von meinem Vor- gänger verlangt, aber diesen. Verlangen wurde selbstverständlich nicht Folge geleistet, da wir keinen Verein, sondern eine Par- tei bilden. Es. wurde ihm schriftlich dasielbe mitgctheilt und hinzugefügt, daß wir uns nur auf Grund des Versammlungsgesetzes jeden Montag versammelten und jede Versammlung besonders an- zeigten. Herr Polizei-Direktor bon Strauß wandte sich darauf an die hiesige königliche Staatsanwaltschaft zur Einleitung einer Untersuchung resp. Bestrafung. Der Herr Staatsanwalt aber er- klärte dem Herrn Polizei-Direktor rundweg, daß er keine Unter- suchung einleiten könne wegen Mangel an Material; wir seien kein Verein und versammelten uns nur auf Grund des Versammlungs- gesetzes; so lange wir uns auf gesetzlichem Boden bewegten, seien wir nicht strafbar. Diese ganz richtige Erklärung behagte dem Herrn Polizei-Direktor natürlich nicht und wir bekamen noch seine Allmacht zu fühlen. Am 4. November laufenden Jahres hielten wir im Schwal- bacher Hof eine Volksversammlung ab, wobei zur Deckung der entstandenen Unkosten zwei Mitglieder, Roth und Jeckel, beauftragt wurden, an der Saalthüre niit einem Teller sich zur Entgegen- nähme von freiwilligen Beiträgen zu postiren. Jeckel ist mittler- weile zum Militär eingezogen worden. Dermalen ist nun Roth von der Polizei-Anwaltschaft auf Antrag des Herrn Polizei-Direk- tors von Strauß wegen unerlaubten Kollektirens in der benann- teu Versammlung mit einen Thaler bestraft und zur Bezahlung der Unkosten mit S Silbergroschen verurtheilt worden. In einer jeden Versammlung der Fortschrittspartei, wie überhaupt in öffent- lichen Vorlesungen, deren hier viele gehalten werden, werden Teller zu freiwilligen Beiträgen aufgestellt, warum tritt hier keine Strafe ein? Wenn das Kollektircn verboten ist, warum hat der in der Versammlung anwesende Polizei-Sekretair eö nicht untersagt? Wir wollen die dem Roth auferlegte Strafe bezahlen und keinen Re- . kurs ergreifen; aber für die Zukunft werden wir auf andere Weise kollektircn, und sollten wir wieder bestraft werden, dann werden wir unser Recht höheren Orts suchen. PH. E. checstendorf, 14. Dezbr. Erklärung und Uebertritt. Seit i86S besteht hier eine Mitgliedschaft deö Lassalle'schen Allgemeinen deutschen Arbeitervereins. Da nun aber das Präsidium(Wende) rufgehört hat zu sein, so entstand die Frage, welcher von den wide» bestehenden Fraktionen wir uns anzuschließen hätten, ob ' wm Allgemeinen deutschen Arbeiterverein oder der sozialdemo- ratischen Arbeiterpartei. Anfänglich war die große Majorität für Anschluß an den Schweitzer-Hasenkleverschen Verein, da die An- icht vorherrschte, daß die Lassalle'sche Organisation in dem ge- < aannien Verein am reinsten erhalten sei. Doch eS durfte nichts ' ibereilt werden; das Für und Wider mußte erwogen werden, wie i-s denkenden Menschen geziemt. Wir beschlossen daher, den„Neuen ' Sozialdemokrat" und de»„Vvlksstaat" eine Zeit lang zu studiren, im uns dann NM so rückhaltsloser der einen oder der andern Fraktion anschließen zu können. Und wir fanden, daß der„Volks- laat" stets auf die Versöhnung beider Fraktionen hinarbeitete, vährend der„Neue Sozialdemokrat" im Gegentheil die Versöhnung ion sich wies. Da aber die Arbeiter hier wie auch an ander» Drten instinktiv fühlen, daß sie zerrissen und zersplittert Nichts, 'ereinigt aber Alles sind, so beschlossen wir in der Mitglieder- ' Versammlung am 30. November einstimmig, uns der sozial- emokratischen Arbeiter-Partei anzuschließen. ES wurde in der ! Zersaminlung noch hervorgehoben, daß es unverantwortlich sei, I zollte man eine Partei noch stärken helfen, welche augenschein- ich dazu bestimmt ist, die Zerrissenheit der deutschen > Arbeiter zu verewigen. Arbeiter Deutschlands! Macht es alle so, wie wir eö gemacht l aben. Leset die Organe beider Fraktionen, vergleicht sie mit ein- l nder ohne Vorurtheil, und Ihr werdet bald Heraussinden, auf s wlcher Seite die Beseitigung des die Arbeiterbewegung schädigen- i en Zwiespalts angestrebt wird. Nun ist es zwar wahr, daß die i lnsichten hinsichtlich des Weges, welcher zu wandeln sei, um 1 hestens an das Ziel zu gelangen, verschiedene sind, doch darin nd wir doch hoffentlich alle einig, daß wir unsere ganze Kraft 1 ereinigen,„auf einen Punkt konzentriren müssen,' wie Lassalle rgt, wenn wir etwas erreichen wollen. Darum erstrebt vor > llen Dingen die Vereinigung der beiden Fraktionen der deutschen ' Sozialdemokratie; haltet allerorts Mitgliederversammlungen ab > i diesem Zwecke, und zeigt jenen Männern, die Ihr zu Euren ' ührern habt, daß Ihr es ernst meint mit der Vereinigung. Zeigt mcn, daß Ihr nöthigenfalls ohne sie fertig zu werden versteht; i ligt ihnen, daß Ihr nicht länger zum Gespött der Gegner dienen ' ollt, die sich ins Fäustchen lachen ob unsrer Zerrissenheit. Ruft "»nen zu das inhaltsschwere Wort— und Ihr besitzt die Macht > i zu thun, wenn Ihr nur den Willen habt, sie zu gebrauchen— l ist ihnen zu das inhaltsschwere Wort: Eö ist genug. Und was ist eö denn, daß uns verhindert einig zu sein? Er- s ceben wir denn nicht Alle das gleiche Ziel: Freiheit, Gleich- > eit, Brüderlichkeit? Erstreben wir nicht Alle durch die Ab- >.affnng des Ausbeutungssystems die Beseitigung aller Klassen- rrschaft? Und wenn unsere Förderungen dieselben sind, sind denn � e Mittel und Wege, um diese Forderungen zu verwirklichen,«1 ':r That so himmelweit verschieden, daß wir nicht Hand in Hand - hen könnten? Was hindert uns denn, uns auf einem Kongreß n gemeinsames Programm zu geben? Aber nur an uns liegt die Schuld; wenn wir wollen, muß es geschehen. Vorwärts denn! Es be die Einigkeit der deutschen Sozialdemokratie! Tod und Ver- rbcn allen Denen, welche die Einigkeit noch länger zu hinter- 6 eiben und uns auseinander zu halten suchen. Zeigt, daß Ihr 'Nänner seid; daß Ihr wisset was Ihr wollt und daß Ihr �das ute wollt. Euer Interesse erheischt die Einigkeit— wahrt Euer- '! uteresse.— Wer nicht für uns ist, der ist wider uns. '> Mit sozialdemokratischem Gruß F. Harms. A. Kaht. Joh. Sältz, Schriftführer HZensßeim, 21. Dezbr. Heute wurde der Agitator deö Allge- »einen deutschen Arbeitervereins, Karl Frohme, aus einer mehr- < und beabsichtigt dasselbe eine Agitation an der Bergstraße. Leipzig, 20. Dez. So wenig wie die Katze das Mausen, kann der„Neue Sozialdemokrat" das Lügen lassen. In seiner Nr. 147 schreibt er:„Der Berliner Großsabrikant Spindler, welcher seine Arbeiter, wie wir neulich mittheilten, behandelt und vor einiger Zeit einen solchen maßregelte, weil er Mitglied des Allgemeinen deutschen Arbeitervereins war und den„Neuen Sozialdemokrat" verbreitete, hat z. B. für Bebels Neuwahl kürzlich 200 Thaler gegeben. Er fürchtete einen Strike in seiner Fabrik und ist dank- bar daftir, daß Bebel gegen den Berliner Arbeiterbund azitirte." Darauf Folgendes zur Enigegnung: 1) Bebel hat vor langer als einem Jahre in einer Berliner Arbeiter-Bersammlnng öffentlich erklärt: die Organisation des Ar- beiterbundes tauge nichts, weil sie nur eine lokale Organisation und nur für Strikes berechnet sei; er rieth aber gleichwohl seinen Parteigenossen, sich bei der Gründung zu betheiligcn, um die Or- ganisation wo möglich zu verbessern. Der Arbeiterbund ist, wie Bebel richtig vorausgesagt, heute in Folge seiner faulen Organi- sativn als todt anzusehen. Dafür macht nun der„Neue Sozial- demokrat" Bebel verantwortlich, er habe dagegen„agitirt" und Fabrikanten wie Herr Spindler müßten ihn dafür belohnen. Der Neue Sozialdemokrat" sagts, folglich ist es wahr. 2) hat Herr Spindler nicht 200 Thaler, wie der„Neue So- zialdemokrat" behauptet, sondern 100 Thaler für Bebel's Wieder- wähl gesteuert, was im Grunde gleich bleibt, denn die Sunime thut nichts zur Sache. Jeder Vernünftige würde sich darüber freuen, denn eö zeigt, daß ausnahmsweise auch ein Großfabrikant und Bourgeois so gut wie der Jude Lassalle Sympathien für die Arbeiterbestrebuugen haben und sie unterstützen kann. In den Augen des„Neuen Sozialdemokrat" aber, der nur auf die „schwielige Bruderfaust und Tölke'S Knüttel" schwört, ist das na- türlich ein Kapitalverbrechen und muß gebührend gebrandmarkt werden. 3) Ob ein Mitglied des Allgemeinen deutschen Arbeitervereins wirklich aus dem vom„Neuen Sozialdemokrat" angegebenen Grunde in der Spindlcr'schen Fabrik gemaßregelt wurde, wissen wir nicht. Wir müssen aber konstatiren, daß das Mitglied der Firma W. Spindler, das obige 100 Thaler zum Bebelss'chen Wahlsond gab, Herr William Spindler, seit vielen Monaten schwer krank ist und in der Schweiz weilt; dieser ist sicher au einem solchen Akte unschuldig, vorausgesetzt, daß er überhaupt wahr ist. Da aber 4) der„Neue Sozialdemokrat" auch behauptet, es habe in der Spindlcr'schen Fabrik ein Strike gedroht, den Bebel, weil er den Berliner Arbeiterbund vernichtet, unmöglich gemacht, (wie diese vom„Neuen Sozialdemokrat" anerkannte That Bebel in Hubertusburg freuen mag?) wollen wir»och anführen, daß unsers Wissens in der Spindler'schen Fabrik so hohe Löhe wie in keinem anderen Geschäft ähnlicher Branche gezahlt werden. Mit dieser Aussage begehen wir wahrscheinlich in den Augen des „Neuen" abermals ein Kapitalverbrechen. Allein wir müssen der Wahrheit die Ehre geben auf die Gefahr hin, daß der„Neue" von neuem lügt und schimpft. Thu' Dir keinen Zwang an, Freund.. F. K. ircv'Wff t vtuou.' enjTR'iar m Lffli SJ'n turtedlri sie" 1 Th �llner in Coblcnz für Schriften 11?!gr.— Sali in Gesten» dorf für Schriften 2 Thlr. 6 Ngr., für V. St. 20 Ngr.— Lichtensteigcr in Lechhausen für Schriften 2 Thlr. 15 Ngr. 5 Pf., für Annonce 18 Ngr. — Zollinger in Hcddeniheim: In Ihrem Interesse werden Sic ersucht, sich mit Jean Volle in Neu-Isenburg baldmöglichst auseinander zu setzen. N. in Meran für Abonnement 1. Onartal 1 Thlr.— Gardill in Nieder» lindbart für Schriften 6 Ngr.— D. Mencke in Berlin für Schriften 2 Thlr.— Grimm in Frankfurt für Schriften 7 Thlr. 24 Ngr. 1 Pf. Süß in Waldkirch für Schriften 1 Thlr. *7 El V e r i ch t i g u n g e n: In Nr. 96 muß die Jahrcsiahl der„VolkSzciwng" natürlich„1872„ statt„1812" heißen, sowie in Nr. 97(Seite 2, Spalte 3 oben) die des „Volksstaats" ,t1872" statt„1870". In Nr. 98 soll es statt„Buraup" „Ruraux"(Krautjunker) heißen.— In Nr. 99, Artikel„Lcipiig" soll es heißen, daß das Justizministerium den„Volksstaat" angeklagt(nicht „venirtheili") hat. Das Ministerium hat nicht zu„venirtbeilen".— In Nr. 100„politische Uebcrsicht" muß es im 3. Absatz beißen: Pio'S Gesundheit hat durch die lange Haft(nicht: Lage fast) so sehr gelitten u. s. w. Dresden. Anzeigen:e. Bekanntmachung. Alle Parteigenossen und Freunde unserer Bestrebun- gen in denjenigen Orten, Städten-c., wo Volksversammlungen stattfin» den sollen, werden ersucht, sich zu dies.m Bchufe in Bezug der Referenten u. f. w. au Bürger Joh. Klomp, Wiescnthorstraße 16, 4. Et. zu wen» den. 3c TaS AgitationS-Comite. �llingCn— ät�C"®ennta9 sttcnfc Zusammenkunft bei Oettlc, Löwenwirth. Einladung zum WcihnachtSsrst der Schuhmacher, verbunden mit Tanz, welches Freitag, den 3. Feiertag, in der Gefellschastshalle(Mittclstraße Nr. 4) stattfindet, wozu alle Kol- legen und Freunde freundlichst eingeladen werden. Anfang 7 Uhr. ____* Das Fcst-Comito. Leipzig. Sozialdcmakratischer Rrbeitcrvercin. Freitag, den 27. Dezember, Abends punkt 8 Uhr, bei Zeidler, große Windmüblenstraße 7. Tagesordnung: Sozialpolitischer Wochenbericht. Referent Stelzer. Fragekasten. Gäste willkommen. ____ Der Vorstand. W-pinidfiU. Gesellige Zusammenkunft, verbunden mit deklama- torischen Vorträgen bei Witte, Schonwalderstraße 6. Auch steht ein Pianoforte nebst Spieler zur Verfügung.— Parteigenossen und Mitglie» der des ArbciterbildungSvcreins»ebst Frauen ladet ergcbenst ein. Gäste können eingeführt werden. Das Comite. Wiesbaden. Vom 1. Januar an befindet sich bei Herrn Phil. Engelhard, Ludwigsstraße 7 eine Filialeppe- dition des„Volksstaat". Derselbe nimmt auch Monatsabonnemcnts und Bofkellungcn auf Schriften entgegen. ss Den Parteigenossen empfehlen wir folgende Organe zur Ver- breitung: „Braunschweiger Volksfreund", erscheint die Woche 6 Mal, kostet per Quartal durch die Post bezogen 15 Sgr.— 52'/- kr. südd. W. Verantwortlicher Redakteur B. Becker. „Chemnitzer freie Presse", erscheint wöchentlich sechsmal, kostet per Post 15 Sgr.— 52'/- kr. südd. W. Verantwortlicher Redak- teur: G. A. Geilhof. „Crimmtischauer Bürger- und Bauernfreund", erscheint wöchentlich sechsmal. Preis per Quartal 12'/, Sgr.= 44 kr. südd. W. Redakteur Gustav Kwaöniewsky. „Dresdner Volksbote", erscheint wöchentlich sechsmal; kostet per Quartal 21 Sgr.— 1 fl. 17 kr. südd. W. Redakteure: Otto- Walster und Theodor Daschner. „Fürther Demokratisches Wochenblatt", erscheint wöchentlich 22'/, kr. südd. W. Re- einmal, Preis per Post 6'/, Sgr dakteur: Anton Memminger. „Demokratische Blätter", erscheinen in Königsberg i. Pr. alle 5 Wochen 1 Heft, 2 Bogen stark; kosten per Post das Halbjahr 15 Sgr.— 52'/, kr. südd. W. Redakteur: S. Kokosky. „Demokratische Zeitung", erscheint in Berlin wöchentlich sechs- mal; kostet per Quartal 1 Thlr. 10 Sgr.— 2 fl. 20 kr. südd. W. Redakteur: C. Lübeck. „Der Volkswille", Organ der österreichischen Arbeiterpartei in Oesterreich, erscheint in Wien wöchentlich zweimal. Expedition: Wieden, Hauptstraße 63, Wien. Preis: 22 Sgr. �=- 1 fl. 24 kr. südd. W. Redakteur: Gehrke. „Das Felleisen", Organ der deutschen Arbeiterbildungsvereine in der Schweiz, erscheint alle 14 Tage einmal in Zürich. Preis per Quartal 14 Sgr. 48 kr. südd. W. „Die Tagwacht", Organ der sozialdemokratischen Partei und der internationalen GewerkSgenossenschaften in der Schweiz; er- scheint wöchentlich einmal in Zürich. Preis per Quartal 7'/- Sgr. � 27 kr. südd. W. Redakteur: H. Greulich. Organ der Internationalen Arbeiter-Association in der französischen Schweiz, erscheint in Genf monatlich einmal und kostet per Jahr 1 Thlr. 10 Sgr. 2 fl. 20 kr. südd. W. „lülntoruationalo", Organ der belgischen Sektionen der Jnter- nationalen Arbeiter- Assoziation, erscheint alle Sonnabend in Brüssel, Preis per Jahr 1 Thlr. 18 Gr.— 2 fl. 48 kr. südd. W. „La Ernancipacion Organ der Internationalen Arbeiter- Assoziation in Spanien, erscheint jede Woche einmal in Madrid, San Pedro 16, III. „La Elebv", Organ der Internationalen Arbeiter-Assoziation in Italien, erscheint in Lodi. s2as ÄNI' iHlrill'f bezüglich Webstuhl der Zeit. Die poetische Ii Iii Iii|l 41 jst mir glücklicher Weise noch nicht auS- gegangen und für den„Webstuhl der Zeit" würde dieß auch gar keine Bedemung haben, da dieser Roman längst vollendet ist. Die Ursache- der Verzögerung lag lediglich in materiellen Hindernissen, die uun beseitigt sind. A. Otto-Walster. Soeben erschien: Es werde Licht. Poesieen von Leopokd Jacovy. Zweite Auflage. Ladenpreis für das Einzelexemplar 15 Sgr. Bei 12 Exemplaren wird für diese Auflage der Verkaufspreis aus 5 Sgr. pro Exemplar ermäßigt. K. K.©ritten, Berlin, (8a)* Louisenstraße 45._ Die Frilnksurtcr Zeitung (Auslage 14,000 Exemplare) hat unter allen Frankfurter Blättern die größte Verbreitung. Sie ist daher zu Inseraten ganz besonders geeignet. Die Petitzeile wird mit 9 kr. 2'/, Sgr. berechnet. Die Annahme der Inserate erfolgt(außer bei den bekannten Annoncen-Agenturen) bei der Crpkdition der Jirankfurter Jeitung, Eschenheimer Gasse 31 in Frankfurt am Main. Der AbonnementSpreiS beträgt pro Quartal: In Frantfurt fl. 3. 45 kr., in Preußen fl. 4. 4 kr. oder 2 Thlr. 10 Sgr., im deut» sehen Reiche(excl. Preußen), Elsaß und Deutsch-Lothringen, Luxemburg, der Schweiz und Oesterreich fl. 3. 20 kr. oder 1 Thlr. 27'/, Sgr. Man abonnirt bei allen Postämtern. l2af-) Durch die Buchhandlung de«„Volksstaat" ist zu beziehen: Der Zeitgeist. Eine Skizze von E. K. Preis per Stück 2'/, Ngr. ferner: Der Parteikamps zwischen den Sozialisten in Deutschland von Joh. Vahlteich. Preis 1'/, Ngr. Soeben erschien und ist durch dje Buchhandlung des„Volksstaat" zu beziehen: Marx, Kapital, Lieferung 5 u. 6. Preis der Lieferung 10 Gr. Protokoll deß Mainzer CongresseS. Preis pro Stuck 2'/, Gr. Filialexeditionen Vom Bekanntmachung. befinden sich: für Htkvgwih, Lindenau und Umgegend bei Herrn Uhrmacher Mcinbard in Lindenau; für Aendnitz, Alt- und Neuschönefekd, HokKmarsdorf, Thon» ticrg:c. bei Herrn Stelzer, Kapcllengasse in Reudnitz; für Kkcin- und Hrokzlckiocher, Ächtcukig bei Herrn Karl Fleischer. Nr. 87 in Kleinzschocher;., � für Connewitz und Umgegend bei Herrn Teubert, Bornasche Straße 197 in Connewitz. „Volksstaatkalender" ist die zweite Auflage vollständig vergriffen. Diejenigen Filialen und Kolporteure, welche überzählige Exemplare haben sollten, werden ersucht, solche sofort einzusenden, damit von den noch zahlreich vorhandenen Bestellungen einige effektuirt werden könney. Auch werden die Filialexpeditoren ic. ersucht, schleunigst anzu- geben, auf welchen Absatz sie noch fest rechneu können, um allen- falls bis nach Neujahr noch eine dritte Auflage bewerkstelligen zu lassen. Diejenigen Besteller von Volksstaatkalendern, welche leider die gewkinschten Exemplare vorerst nicht mehr erhalten, werden um gütige Nachsicht gebeten, da bei schon vorgerückter Zeit auf so großen Bedarf nicht gerechnet wurde. Leipzig, 17. Dezember 1872. Die Buchhandlung des„Volksstaat". Die Fllialexpeditionen werden nach§ 4 veß Reglements ersucht, die Abonne- mrntslictrnge bis 1. Januar k. Js. einzusenden. Ter Crlös aus lierkausten Kalenders und sonstigen Schriften ist ebensalls biß längstens I.Januar 1873 einznsenden. Tie Expedition des„Volksstaat.� 2, Bz. 1. Ry. 1, Kk. 1, Schr. 1. Hadlich, Kasstrcr. Jntcrimsschcine werden in Hamburg nicht mehr ausgestellt. Alles mit der Druckerei Zusammenhängende ist durch den Vorstand in Leipzig? Zeitzcrstraße 44 zu regeln. H. Bcnnere. Leipzig:" Verantw. Redakteur R. Seiffert.(RedKti»n �«p-d't'°n Hohestr. 4). Druck und Verlag der Gcnossenschaftsbuchdruckerei. AM J