n'c krschei»t w?ch«ntlich 2 Mal »' in-teipzig. Bestellungen nehmen alle ■x' Postanstalten und Buchhand« >h. lunzen de» In- und Au»- cu lande« an. in Für Leipzig nehmen Be- pH fiellungen an: pH die Eppeditio». Hohestraße 4. un die Genossenschaft»- :r- tuchdruckerei, Zeitzerstraße 44. jir>. Bebel, Peterstraße 18. I. Müller, Bayerschestraße 8b, III. Kvonnemenispttis: Für Preußen incl. Stempel- steucr 17 Sgr., für die übrigen Deutschen Staaten 12'/, Sgr. pro Quartal, pro Monat 4>/z Sgr. Für Leipzig und Umgegend pro Quartal 13?lzr. Filialexpeditionen für die Ber» einigten Staaten: F. A. Sorge, Loi 101 Hobokcn, N. J. ▼ia Newyork. G. A. Lbnnecker, ISS IV. I.ake Lbieago(III.) OrgandersozialdemokratischenArbeiterparteiunÄdermternatillnalenGetverksgenossenschasten. kii-. 10. Sonnaoend, 1. Kevruar. 1873. C» tid� nd- un ich' im mg >eit igr. >ch� nd« pc< »er. Des hlr. zur m» ig' Nde all- ser ei" % V» »v re« ef cf J Klassenkampf. „Der Klassenkampf ist eine Erfindung der Sozialisten"— so lautet eine Lieblingsphraje unserer Gegner. Und weist man auf die Unterdrückung der Arbeiter durch die Kapitalisten, auf die Er- bitteruug der Ardeiter, ans die Strikes und Lockouts hin, so heißt e«:„Die Unterdrückung, von der Ihr redet, besteht nur in Eurer Phantasie, verschiedene Stände hat's immer gegeben und die Menschen haben sich dabei wohl gefühlt; daß es höhere und niedere Stände gibt, ist in der Ordnung und gehört zur Weltordnung, und Ihr habt Unrecht, es mit dem„ausreizenden" Namen„Unter- drückung" zu benennen; die Erbitterung der Arbeiter ist aber Euer Werk, und ebenso sind Euer Werk— direkt oder indirekt— alle StrikeS und Lockouts." Diese Ausrede enthält kein wahres Wort und zeugt von un- richtiger, unverständigster Auffassung der Dinge, allein eine schlagende Widerlegung ist nur dem Arbeiter möglich, der sich schon in die sozialistische Weltanschauung hineingearbeitet hat und die Triebräder der heutigen Gesellschaft einigermaßen kennt. Seit mehreren Wochen spielt sich nun in England ein Ereigniß ab, welches in so großartigem Maßstabe und in sch eindringlicher Weise, wie noch nie zuvor, den Beweis liefert, daß die moderne Klasienherrschast unerbittlicher Klassenkampf ist ein Kampf zwischen Kapitalisten und Arbeitern, in welchem einzig und allein das Interesse spricht, die Stimme der Humanität völlig verstummen muß, und mit absoluter Hintansetzung aller mforalischen Faktoren der Sieg Dem zufällt, der die größere materielle Gewalt ausüben kann— zwar nicht Gewalt in Form von Hinterladern, Säbeln und Stahlkanonen, aber Gewalt nicht minder gewaltsam, wenn auch unblutig wirkend, in Fonn gewaltsamen Drucks einerseits auf den Magen des Arbeiters, anderseits auf den Geldbeutel des Kapitalisten. Wir meinen den Strike oder Lockout in Südwales. Es ist nicht bloß der gigantischste ökonomische Konflikt zwischen Arbeit und Kapital, den die Geschichte aufzählt. Derselbe zeichnet sich auch dadurch aus, daß er in wahrhaft klassischer Reinheit als nicht .gemachter", sondern aus dem Boden der Verhältnisse mit Roth- wendigkeit hervorgcwachsener Klassenkampf sich darstellt. Beim besten Willen läßt sich die„Schuld" nicht auf„Arbeiterführer"— sozialistische oder sonstige— schieben. Der Hergang ist sehr einfach: Die Grubenbesitzer kündigen eine Lohnreduktion an— die Arbeiter antworten mit einer Lohnerhöhung, überzeugen sich aber, daß die Forderung nicht zeitgemäß, ziehen sie in Folge dessen zurück, unter der Bedinguiix,, daß die Grubenbesitzer di' Lohne beim Alten belassen; die Grubenbesitzer weigern sich; die Arbeiter schlagen eine schiedsrichter'iche Lösung vor; die Fabri- kanten weigern sich; Herr Mundella, der Apostel der Schieds- gerächte und Einigungsämter, rennt wiederholt in Verzweiflung herbei und beschwört die Kapitalisten, doch kein Loch in die Har- monielehre zu schießen; die Kapitalisten pfeifen auf die Harmonie- lehre, sind jedoch so gütig, den Arbeitern die Einsicht ihrer Bücher zu gestatten; die Arbeiter sagen Topp! wollen aber einen Sach- kundigen wählen, der von kaufmännischer Buchführung etwas vcr- steht; das ist nicht nach dem Geschmack der Herren Kapitalisten, die wohl einen beliebigen Andreack(s. dessen Allersberger Abenteuer im„Gewerkverein") hnmbuggen können, aber nicht einen geschulten Evmmis oder Notar;—— der Strike bricht aus, eine ViertelmiMon Menschen sind brodlos, ein ganzer Industriezweig kommt in's Stocken. Und es muß vor Allem festgehalten werde»: die Arbeiter waren von Anfang an und sind bis zu dieser Stunde für einen gütlichen Ausgleich, jedoch auf dilliger Grundlage; die Kapitalisten dagegen erheischen absolute Unterwerfung: die Lohnsklaven sollen den Nacken unter den Fuß des Kapitals beugen. Bor einigen Tagen kam Herr Mundella, dcni das kolossale Fiasko der Harmonie- und Einigungslehre den Schlaf raubt, wieder nach Südwales und machte einen nochmaligen„Einigungs"-Versuch. Wiederum ohne Erfolg. Die Arbeiter sind bereit, den Streit einem Schiedsgericht zu unterbreiten; die Grubenbesitzer aber steifen sich auf ihre Kapitalmacht von Gottes Gnaden, sie verlangen un- bedingte Unterwerfung, blinden Gehorsam. Wer kann, Angesichts der jetzigen Arbeitseinstellung von Süd- Wales, sich noch unterfangen, zu sagen: Der Klassenkamps ist eine Erfindung der Sozialisten— die Strikes und Lockouts sind das Werk der Sozialisten?— Hier haben wir den größten aller Strikes und Lockouts der Neuzeit— und die Arbeiter sind daran so.nschuldig, daß nicht einmal die elende„Times" ihnen die Schuld zuzuschieben versucht hat. Die Schuld ruht ausschließlich auf den Schultern der Arbeit- geber. Sie sind es, die den Anlaß zum Konflikt gaben, indem sie die Lohnreduktion ankündigten. Sie sind es, die den Konflikt zum Ausbruch gebracht haben, indem sie jede gütliche Schlichtung mit Hohn zurückwiesen. Oder genauer ausgedrückt: in dem heutigen Verhältniß von Kapital und Arbeit liegt die Schuld. Der Kapitalist ist das Produkt dieses Verhältnisses, wie der Arbeiter sein Opfer ist. Die Interessen von Kapit. l und Arbeit sind eben einander diametral entgegengesetzt. DaS Kapital lebt von der Arbeit, frißt die Arbeit— und die Arbeit führt vni„Kampf um's Dasein". Das ist ein simpler„naturgeschicht- ucher Prozeß", und da Kapital und Arbeit durch zwei Klassen vertreten werden, so gestattet sich der Kampf zwischen Kapital und Arbeit zum Klassenkampf. Tiefer Klassenkampf ist nicht auS der Welt zu schassen, so lange " tsibt. Durch Einigungsämter und Schiedsgerichte gewiß 'u m �'e �vbeiter haben keinen Grund, diese„Einrichtungen" � mn'iien,— denn sie würden ihnen nur dazu dienen, die lln- v vechtlgkcit der heutigen Verhältnisse und die Unbilligkeit der Bourgeoisie zu enthüllen— aber die Bourgeoisie will nichts davon wissen. Sie weiß, daß die heutige Gesellschaftsordnung der Klassenkampf ist, und sie weiß, daß sie ihre Klassenherrschaft nur durch den Klassenkampf aufrecht erhalten kann. Die Partei des Klassenkampfes ist also die Bourgeoisie. Und für die Ausrottung des Klassenkampfes, für die Herstellung des sozialen Friedens, der gesellschaftlichen Harmonie kämpft nur der Sozialismus, der die Klassenherrschaft beseitigen will. Die Rede Eulenburgs. „Nachweisungen über die Auswanderung für 1372 liegen noch nicht vor, werden aber in wenigen Wochen eingehen. Schon früher wurden über die Auswanderung in Preußen regelmäßig statistische Einziehungen erhoben, und ein Beschluß des BundeSrathes vom 7. September 1871 hat diese Maßregel für daS ganze Reich angeordnet. Die Anordnungen sind von den Landesregierungen ert lassen worden, und die einheitliche Frist für ihre Zusammenstellung ist(der 15. Februar. Dann werden die Angaben hier zusammen- fließen und die Znsammenstellungen gemacht werden können. Ich bin also augenblicklich nicht im Stande, über die Auswanderungs- Verhältnisse deS Jahres 1872 eine erschöpfende Mittheilung zu machen. Im ganzen ist die Frage, die der Herr Interpellant be- rührt hat, außerordentlich wichtig, tief einschneidend und der Be- sprechung sehr würdig. Von allen Seiten wird, wenn ich mich so ausdrücken darf, die Entvölkerung der Kreise bemerkt und schmerzlich gefühlt, allein es liegen doch dem ganzen Phänomen tiefere Gründe unter, als solche, die durch Polizeimaß- regeln beseitigt werden könnten.(Sehr richtig! links.) Ich erlaube mir nur, obgleich dies nicht unmittelbar hiermit zusammengehört, die Zahlen zu nennen, die sich für das Jahr 1871 herausgestellt haben. Da sind ans der Provinz Preußen ausgewandert S348, auS Brandenburg 1813, aus Pommern 4094, aus Posen 2877, aus Schlesien 1K94, auS Sachsen 979, zusammen also aus den Provinzen 16,119; anßerdein ans Hannover 8510(Hört!), aus Westfalen 2161, auS Hessen-Nassau 3989, auS der Rheinprovinz mit Einschluß der Hohenzollerschen Lande 2944, daS gibt also eine Totalsummc für den preußischen Staat von 33,S45. Davon sind mit AnSwanderungsconsens ausgewandert 26,783 und ohne EonscnS 13,860; die letztere Ziffer kann natürlich nicht ganz genau sein, da sie auf Hörensagen basirt ist. sttun werden Sie sich erinnern, daß, als die Berichte der letzten Volkszählung des vierjährigen Zeit- raums von 1867— 71 eingingen und zusammengestellt waren, in Zeitungsberichten von mehrcrn Kreisen gesagt wurde, ihre Be- völkerung hätte abgenommen, und daS ist allerdings der Fall. Die Resultate sind aussallend; mir liegt eine solche Zusammen- stellung vor, wonach die ländliche Bevölkerung abgenommen hat in der Provinz Preußen bei 17 Kreise», in Brandenburg bei 18, in Pommern bei 21, in Sachsen bei 17, in SchleSwig-Holstein bei 10, in Hannover bei 26, in Westfalen bei 21, in Hcssen-Nassau bei 23, in der Rheinprovinz bei 3S, in Hohcnzollcrn bei 2, zu fammen also bei 221 Kreisen und 2 Amtsbezirken. In demselben Maße, wie die ländliche Bevölkerung in diesen Kreisen abgenommen hat, hat sie sich auch in einem großen Theile der kleinen Städte vermindert, sodaß„ach den Zählungen der letzten Jahre im ganzen Staat bei S7S Städten die Bevölkerung abgenommen, bei 70S aber zugenommen hat, und dann ! freilich auch in sehr hervorragendem Maße. Rechnet man die städtische und ländliche Bevölkerung der Kreise zusammen, so hat im ganzen die Bevölkerung abgenommen in beiden Nuancen bei 193 Kreisen und 2 Amtsbezirken. Min ist eS ja nicht so unbe- tannt, daß die hier verschwundene Bevölkerung zum Theil nach den Eentren zusammengedrängt, zum andern Theil allerdings aus- gewandert ist. Es müssen aber noch andere Momente in Betracht gezogen werden, die hier zur Geltung kommen. Ich fithre als solche an die Epidemien, unter denen wir zu leiden gehabt haben, den Verlust der letzten Kriege, den Ausfall der Geburten bei den Familien der Landwehrleute und Reservisten, die im Felde waren(Heiterkeit)— den veranschlage ich auf unzefähr 100,000— dann, daß die jetzt in Frankreich stehenden Garnisonen bei der letzten Zählung nicht nutgczählt wurden. Diejenigen Momente, die maßgebend gewesen sind, die Bevölkerung nach den großen Städten zusammenzudrängen und dem platten Lande zu entziehen, liegen auf der Hand. ES bleibt die AuswandrungS- frage übrig, und da sind eS doch, von persönlichen Gründen abge- sehen, namentlich wirthschaftliche und politische Mytnente, die hier eine wesentliche Rolle spielen. Eine Erscheinung, die sich wiederholt in den letzten zehn Jahren unserer Erfahrung gezeigt hat, ist, daß die Auswanderung nach dem Kriege am stärksten ist; eS ist dann thcils die Furcht vor einem neuen Kriege nnd der Rückschlag der erlittenen Vermögens- Verluste sind doch gerade für das kleine Kapital ganz enorm.(Sehr wahr! links.) Die Kraft der Bevölkerung wird ungeheuer in An- spruch genommen, zunächst und vor allem das kleine Kapital, das am wenigsten widerstandsfähig ist, wird absorbirt, und die Leute, die ans dem Kriege zurückkommen, büßen ihr Vermögen ein und müssen wieder von vorn anfangen(Sehr wahr!), und dieses Manöver mehrfach zu wiederholen, haben sie keine Lust und wan der» deshalb aus.(Zustimmung und Beifall links.) Die AuS Wanderung ist z. B. in dem Jahre von 1864 auf 1865 von 12,000 plötzlich auf 18,000 gestiegen, seit 1366—68 von 17,600 auf 26,400 und diese Proportion wird im Jahre 1872 nach dem letzten Kriege noch viel stärtei sein. Denn obgleich die Listen noch nicht vorliegen, so kann man dies doch zum Theil aus der Ein- Wanderung in Amerika sehen, wo die deutsche Einwanderung aus 140,000, darunter vielleicht 60,000 selbftständige Männer, ange- geben wird. Diese Erscheinung wird also für daS Jahr 1872 mit in Anschlag gebrackt werden müssen, wenn die Auswandern ngs- zahl sich so hoch stellt. Zur Beruhigung kann man sich jedoch .agen, daß gerade nach solcher prägnanten Erscheinung auch wieder eine Verminderung der Auswanderung eintritt. Die wirthschaftlichen Gründe, die die Auswanderung herbei- führen, liegen wesentlich nicht darin, daß sich die wirthschaftliche Lage unserer Bevölkerung verschlechtert hätte, sondern darin, daß trotz der Verbesserung derselbe» der Drang in die Bevölkerung ge- kommen ist, dahin zu ziehen, wo sie sich ein größeres LebenSglück verschassen zu können glaubt(Sehr wahr!), und diesem Drange wird man prinzipiell nicht entgegenwirken können. Wenn wir daS Prinzip der Freizügigkeit auch heute noch für ein richtiges ansehen und in Bezug auf die Uebersiedelung von einem Ort zum andern in Deutschland zur Anwendung bringen, so werden wir es auch dann nicht bekämpfen könnnen, wenn die Veränderung des Wohn- ortes sich bis zur Auswanderung steigert. Es ist ja unzweifelhaft, daß in Beziehung auf die ungeregelte Auswanderung, namentlich was die Militärpflichtigen und was die Verlegenheiten betrifft, die den Gutsbesitzern erwachsen, die Gesetze so' gehandhabt werden müssen, um in dieser Richtung einer ZUgellosigkeit vorzubeugen. Aber meine Her-rcn, die Grenze ist sehr schmal, die Linie ist sehr scharf, und die meisten Vorschläge, die in dieser Beziehung bisher ans dem Lande gekommen sind, lassen sich mit den Gesetzen, wie sie jetzt liegen, nicht vereinbaren. Sie verletzen das Prinzip, welches der ganzen Answanderungsfteiheit zu Grunde liegt. Ich will nur an Eins erinnern. Der Abgeordnete von Gottberg sagte, es solle niemand im Einschiffungshafen zugelassen werden, der nicht einen Paß oder Auswanderungsconsens hat. Das Gesetz schweigt aber von beiden, und wenn man das im Wege der Verordnung an- ordnen wollte, so würde man gegen das Gesetz fehlen. Es ftagt sich also, ob der Uebelftand Dimensionen annehmen könnte, daß man zu einer Aenderung des Gesetzes schreiten müßte; ehe das nicht der Fall ist, wird es nicht gehen. Mit Bezug auf die Agenten gebe ich zu, daß eS deren gibt und daß ihnen' aufgepaßt werden muß; es sind in dieser Beziehung Borschristen erlassen und auch die Reichsgewalt ist mit der Frage befaßt worden. Allein heimliche Agenten hat es gegeben, solange die Auswanderung existirt, und ihr Erfolg hängt wesentlich von der Lust zum Aus- wandern ab. Ich glaube, daß die Lösung dieser Frage einen großen Zeitraum erfordern wird, dessen Ablauf wir vielleicht nicht mehr ertcben. Wir müssen den Drang bekämpfen durch Gesetze und Maßregeln, die den Auswandernden die Heimat heimisch machen.(Sehr wahr! links.) wir müssen auf Hebung der Industrie, Förderung des Wegebaues, der Eisenbahnen und des Kanalbaues hinwirken. Man muß auch nicht davor scheuen, daß vielleicht eine Eisenbahu, die den Weg»ach Ostpreußen abkürzt, zuerst mehr Auswanderer mit sich führt als bisher.(Heiter- keit.) Ich weise hier auf die Einführung landwirthschaftlicher Maschinen, auf die Verbesserung der WohnungSverhältnissc(Sehr wahr! links), auf die Förderung des Sparkastenwesens, kurz auf ein Ensemble zur Hebung der wirthschaftlichen Zustände, welches sich allerdings durch Gesetze unterstützen läßt, aber den Hanpthebel doch in derjenigen Bevölkernngöklasse finden muß, die an der'Nicht- auswanderung ein Interesse hat.(Sehr richtig!) Also die Re- gierung wird in dieser Beziehung bereit sein, sie wird jeden durchführbaren Vorschlag mit Freuden annehmen, aber sie bittet Sie um ihre kräftige Mitwirkung, sonst werden wir auf diesem Gebiete nichts erreichen.(Lebhafter Beifall.) Politische Uebersicht. Am 19. d. wurde bei Metz ein Denkmal eingeweiht, daS „vom ersten(preußischen) Armeekorps für feine Tobten aufgestellt worden ist"— natürlich sind unter den„Tobten" diejenigen Sol aten des 1. Armeekorps verstanden, welche im„heiligen" Krieg den Metzeleien um Pietz, oder den Strapatzeu der Belagerung von Pietz zum Opfer gefallen sind. General Piantcussel, Chef der preußischen Kamarilla, als Kriegsheld seiner eigene» Schätzung nach „sieben Fuß" groß, Urheber der„geflügelten Worte" vom„Heiden- mäßig vielen Geld" und der„schwarz-roth-goldenen Fahne, die in den Koth gehöre", benutzte die Einweihung dieses Denkmals zu einem Lobhymnus aus den französischen LandeSverrälher und„Spitz- bube» in Waffen" Marschall Bazaine, und zu einem Dithyrambus auf das Verg. Ugen, an einer Dosis Blei oder Lazareihgift zu sterben. Von Bazaine sagte er:„Ich denke, die Geschichte wird auch diesem Marschall und seiner braven Armee gerecht werden, und es klar hinstellen, daß sie der Einschließung des Prinzen Friedrich Karl erliegen mußten. Das kann ich versichern, ich und die mit mir an den beiden Tagen auf dem Plateau St. Barbe gestanden, wir haben den Marschall Bazaine und seine Generale und seine Truppen als ebenbürtig angesehen, und höher nur und dankbarer gegen Gott hat uns das Herz geschlagen, solchem Angriff und solchen Truppen widerstanden zu haben." Gott behüte mich vor meinen Freunden! mag wohl d r„verkannte Biedermann" Bazaine ausgerufen haben, als ihm das Mauteuffel'sche Ehrlichkeits- attcst mitgetheilt wurde tt der arme Bursche ist gerade allzu sym- pathischer UebereinstimmMg mit dem Feind angeklagt, und die Versailler hätten ihn so gern fteigesprochen! Ob sie es jetzt noch wagen können? Der Mantenffel'sche Dithyrambus auf das Sterben an Blei oder Lazareihgift lautete also:„WaS soll ich nun unseren Tobten sagen? Sie sind gestorben.um den höchsten Preis, für König, s Vaterland, Ruhm der Fahne. Gibt es einen schönern Soldaten- tod, als den auf siegreichem Schlachtfeld? Und gibt es einen ehrenvolleren, als den an der empfangenen Wunde, und an der Kranlheit, die der Soldat im siegreichen Vordringen sich zugezogen? Diese Todten sind zu beneidn. Ewiger Lorbeer grünt auf ihren Gräbern, und auch den Hinter- bliebeneu gibt solcher Tod Trost d Frieden." General Wtantenffel hat jedenfalls ein gewisses Verdienst der Originalität. Sonst lautete die Phrase:„Für Gott, König und Baterland. Er hat den„Gott" weggelassen, und dafür den„Ruhm der Fahne" eingeschoben, ihn aber ans Ende gesetzt, was ebenso viel Frömmig- keit als künstlerischen Geschmack bekundet. Schade nur, daß diese poetische Auffassung des blutigen Soldatentods der prosaischen Richtung unserer materialistischen Zeit so wenig entspricht, die so lächerlich ist zu glauben, ein Beefsteak, im Frieden genossen, sei annehmlicher als ein Bissen ausländischen Bleis, im Krieg genossen; im Schoost der Familie mit Frau und Kind um den Mittagstisch zu sitzen, sei lieblicher als in einem rühm-, schweiß- und giftschwangeren Spital für„König, Vaterland und Fahne" das Leben auszuröcheln; und zeitlicher Wohlstand bei lebendigem Leibe, einerlei wo? unsertwegen in Otahaiti, Neuseeland, Australien oder Amerika sei dem„ewigen Lorbeer" auf einem von General Manteusfel befestredcten Grabe vorzuziehen. Fünf Tage nach dieser.idyllischen Soldatentod-Schwärmerei und Schlachtfeld- und Hosvital- Seligkcits-Mantcnffelei— am 24. d. Mts. erklärte ein preustischer Minister, Gras Eulenburg, amtlich im preußischen AbgrordnetenhauS, daß Preußen sich ent- völkere, weil das preußische Volk am lustigen Soldatentod auf dem Schlachtfeld und im Hospital keinen Gefallen finden könne; „die Vermögensverluste", welche ein Krieg für„das kleine Kapital", d. h. für alle Leute, die nicht Bourgeois, Minister oder Mantenffel sind, bedinge, seien„enorm"; das„kleine Kapital", d. h. daS „kleine Volk", dem de, Krieg keine Dotationen, ErbSwurstlieferungen, Reptilienfonds-Anweisungen oder sonstige goldene Prämien des „Patriotismus" bringt, hätten entsetzliche„Furcht vor neuem Krieg"; die Leute, die„aus dem Krieg kommen, büßten ihr Ver- mögen ein; müßten von vorn anfangen, und hätten keine Lust, dieses Manöver mehrfach zu wiederholen"; sie schnürten deshalb sin schnöder Verachtung des„ewigen Lorbeers", der einst„auf ihren Gräbern grünen" könnte) ihr Bündel und zögen„dahin, Ivo sie sich ein größeres LebenSglück verschaffen zu können glaubten" — kurz, mit der Manteufselei möge es zwar vor der Front einiger Regimenter, die durch die KriegSartikel zum Schweigen und zum Patriotismus verurtheilt seien, bis auf Weiteres ganz gut gehen, aber außerhalb des Regiments der KriegSartikel habe sie vollständig bankerott gemacht.-- Ja, daS Schul- und Wachtstubenniärchen vom„lustigen Soldatcntod", vom fröhlichen Sterben für Gott, König und Vaterland soder König, Baterland und Fahne) es hat Bankerott gemacht; auf diesem Schul- und Wachtstnben- Märchen beruht aber der heutige Militärstaat Preußen- Deutschland; und indem Graf Eulenburg den Bankerott dieses Märchens verkündigte, verkündigte er gleichzeitig den Bankerott des preußischen Militarismus. Nicht als ob derselbe nun sofort zusammenbrechen müßte— er wird wohl noch einen Krieg aushalten, genauer: bis zum nächsten Krieg— allein die Unterlage ist morsch, das Eis, auf dem der riesige Bau erricktet ist, schmilzt, und trägt es auch noch eine Zeitlang die Last,— eines Tages wird eS brechen, und der riesige Bau versinkt in die. Wogen. Graf Eulenburg(desse« Rede wir ihrer außerordentlichen Wichtigkeit halber ganz mittheilen)(s. o.) sagt zwar, die Regierung werde„mit Freuden" jeden Vorschlag annehmen, der den„Ans- wandernden die Heimath heimisch zu machen" geeignet sei, und er ist auch vernünftig genug, einzusehen, daß durch Polizeimaßregeln, adininistrative Erschwerung der Auswanderung:c. absolut nichts auszurichten sei,— aber der einzige Vorschlag, der wirksam wäre, ist für den Graf Eulenburg und seine Kollegen unaunehm- Dar— der Vorschlag: schafft Euer' System ab, schafft den Militarismus ab, schafft Euch selber ab! E« versteht sich, daß das preußische Ministerium dieS nicht thrni wird, nicht thun kann; es wird ans dem Papier dem Volk ein paar kleine Erleichterungen geben, in Wirklichkeit aber wird, nach der Logik der Thatfache», die Bürde des Militarismus schwerer und schwerer werden— bis daS Eis bricht.— Einen praktischen Kommentar zu der Eulenbnrgschen Rede über die Auswanderung liefert die soeben zum Abschluß gelangte Schwurgerichtsverhandlung gegen den Ponimerschen Gutsbesitzer, Herrn von Ramm ie u, der im vorigen Sommer mit beispielloser Bestiali- tat, um elender Lohndiffereuzen willen, einen seiner Erutearbeiter meuchlings erschoß, einen audern schwer verwundete. Wohlan, die bürgerlichen Geschwornen haben den Arbeiter-Mörder, der sich in seiner VertheidigungSrede als Märtyrer des EigenthumS hin- stellte, freigesprochen! Dieses Verdikt bildet ein würdiges Gegen- stück zu dem Verdikt deS Leipziger Schwurgerichts im Hochver- rathsprozeß. Es zeigt von Neuem, daß wo Klassengegensätze und Klasseiifrageu ins Spiel kommen, das heutige, einen mn bourgeoi- sistijchcn Charakter tragende Schwurgericht jedes Funkens von Unparteilichkeit ermangelt, und die Justiz im Silasjeninteresse der Bourgeoisie mißbraucht! Die Pommerscheu Landarbeiter aber wissen nun, daß sie vogelfm sind, und von jedem beliebigen Krautjunker oder Bourgeois todt oder zu Krüppeln geschossen wer- den können, ohne daß ein Hahn darnach kräht. Uno soll man sich wundern, daß die Ponimerschen Landarbeiter in hellen Haufen nach Amerika ziehen, wo man Subjekte vom Schlage dieses Rammien, wenn sie dem offiziellen Strick entgehen sollten, ossiziös(nach yem Gesetz der„Richters Lynch") an den ersten besten Eichbaum aufgeknüpft.— Nach den letzten Berichten ans Paris ist dort eine Anzahl „vornehmer" Persönlichkeiten, darunter verschiedene bouapar- tistische und legitimistische„Notobilitäten," wegen Schwindel- Finanzoperationen verhaftet worden. Die„gute Gesellschaft" soll in größte Aufregung gerathen und von einem wahrhaft panischen Schrecken ergriffen sein. Das ist nicht zum Bcrwuudern. Wenn jedes Mitglied der„guten Gesellschaft," das Schwindel Finanz- Operationen begangen, verhaftet werden sollte, dann würde die„gute Gesellschaft" jedenfalls in den Gcfängnisjcu zahlreicher vertreten sein, als außerhalb derselben. Und zwar gilt das von der„guten Gesellschaft" allüberall, ohne Unterschied der Nationalität und deS Glaubens, Wien, Berlin, Paris— das macht höchstens einen Sprach- oder Dialektunterschied. Die Leutchen mögen sich aber beruhigen: Herr Thiers, dem die Bonapartisten und Legitimisten langten zu dem bisherigen Lohnsatze von 8 Pence per Stunde einen Zuschlag von 1 Penny; sie erlangten indeß nur'/» Penny. Jetzt hat die„Eentral-Association der Meister deS Baugewerkes" eine Anzeige erhalten, daß sie in diesem Jahre den andern halben Penny, im Sinne ihrer vorjährigen ursprünglichen Denkschrift, also 9 Pence per Stunde verlangen werde; und zwar soll diese Steigerung am 19. Juli d. I. in Kraft treten. Begründet ist die Forderung durch die Preissteigerung der Lebensbedürfnisse, welche man auf 20 Prozent veranschlagt.— In Südwales steht die Sache der Sinkenden immer noch sehr günstig. Die Kohlengräber, die trefflich organisirt sind, haben gefüllte Kassen und den festen Ensschluß, bis zum Aeußersten auszuharren. Ein Versuch der Grubenbesitzer, die bekanntlich nicht oder schlecht organisirten Eisenarbciter gegen die Kohlengräber aus- znhetzen, ist kläglich gescheitert. Selbst wenn die Eifenarbeiter sich hätten nasführen lassen, so würde dieS den Stand des StrikcS nicht geändert haben, da die Eisenarbeiter die Arbeit nicht eher aufnehmen können als bis die Kohlengräber in die Gruben zurück- gekehrt sind. Von den Kohlengräbern hängt Alles ab, und, wie gesagt, sie sind besten MuthS, und wohl versehen mit dem„Nöthigen." Rothenbach. Die letzte Aufzählung wird für unsere Freunde na- Herr Bezirksgerichtsdirektor Petzoldt, der Gegenkandidat Bebet'S, erläßt folgende Erklärung: „Bei der soeben beendeten Reichstagswahl im hiesigen Wahl- bezirk haben mich die Freunde, wie die Gegner meiner Wahl ver- pflichtet, ihnen zu danken: die Ersteren durch daS Vertrauen, welches sie bestimmte, ihre Wahl auf mich zu richten, die Letzteren durch die Art und Weise, wie sie bei der Wahl Person und Sache trennten, Beide aber durch die Gesinnungen, welche sie ans Anlaß der Wahl in Beziehung auf meine Person und meine amtliche Thätigkeit kundgegeben haben. Persönlich vom Ausgange der Wahl, die ich nicht gesucht habe, nicht weiter berührt, ist eS mir eine wohlthuendc Pflicht, diesen Dank hiermit öffentlich anS- zusprechen. Glauchau, den 21. Januar 1873. Ernst Petzoldt, Bezirksgerichts-Direktor." Diese Erklärüng desi Gegners unseres Kandidaten kommt einem zweiten Siege gleich. Nicht das Uebermaß sächsischer Höflichkeit spricht anS dieser Erklärung, wie das„Leipziger Tageblatt" meint, es ist die Achtung, die wir dem Gegner— dem anständigen Gegner abgerungen haben. DaS„Leipziger Tageblatt" freilich kann sich nicht rühmen, daß wir eö jemals zu unfern anständigen Gegnern gezählt hätten. Doppelt erfreulich ist eS auch, daß Petzoldt als königlicher Be- amter sich nicht scheute, seine Meinung frei auszusprechen. Dieses Zeichen männlicher Gesinnung steht im wohlthuenden Gegensatz zu der Dienstscrtigkcit Derer, die mit Orden behängt werden. -Leipzig, 29. Januar. Wir thun den Parteigenossen hiermit kundi und zu wissen, daß der Expedient deS„VolkSstaat", Fink, wegen durch Nachdruck der„Zehn Gebote im Reich der Gottesfurcht und frommen Sitte" begangen haben sollender Beleidigung des deutschen Reichsoberhauptes in erster Instanz zu drei Monaten Gefängniß verdonnert ist. Und daß wir nicht aus dem Konzept kommen, geben wir gleich bekannt, daß Muth nunmehr auch anS den Gerichtsämtern Leipzig I und II ausgewiesen ist.— in letzter Zeit etwas zu frech vor der Hlse heruintanzten, hat nur einen Schreckschuß abfeuern wollen— ein paar Ehrenmänner, die das Strafgesetzbuch zu ftech oder plump verletzt haben, werden wohl etliche Haare zu lassen haben, die übrigen aber frei ausgehen. Jeden- falls wird Thiers seiner Mission als„Gefellfebaftsretter" nicht untreu werden, und fortfahren, die(„gute) Gesellschaft" vor dem Zuckthaus oder dem Bagno zu retten."— In London rührt es sich wieder unter den Bauarbeitern. Den Lesern ist bekannt, daß der letzte Strike im Sommer vorigen Jahres nur einen vorläufigen Abschluß fand; die Bauarbeiter ver- Zur Wiederwahl Bebel'S bringt der„Crimmitschauer Bürger- und Baucrnfreund" einige Notizen über die Betheiligung an den verschiedenen Reichötagswahlcn im 17. sächsischen Wahl- kreise, die beredtes Zeugniß ablegen für das Umsichgreifen der so- zialistischen Idee. Und wenn wir vom 17. sächsischen Wahlkreise auf die übrigen vornehmlich von Arbeitern bewohnten schließen dürfen, dann wird die Sozialdemokratie bei den allgemeinen Wahlen im'Jahre 74 noch manchen Sieg zu verzeichnen haben. „Bei der ersten ReichStagSwahl im Jahre 1867 wurden im 17. sächsischen Wahlkreise 13,609 Stimmen abgegeben; bei der zweiten, im Herbste desselben Jahres, 8056; bei der dritten, im Jahre 1871: 12,153, und bei der jetzigen 14,720. Bei der letzten Wahl stimmten also 1111 Wähler mehr, als bei der ersten, 2567 mehr als 1871, 6664 mehr als bei der zweiten. Unser Bebel erhielt bei der ersten Wahl 6376 Stimmen; da die absolute Stimmenmehrheit 6805 betrug, so kam es zur engeren Wahl, anS welcher Bebel mit 7 922 Stimmen als Sieger hervorging. Bei der zweiten Wahl stimmten 5002 Wähler für Bebel, bei der dritten 73 44, bei der jetzigen 10470, nach dem amtlich festgestellten Ergebniß. Bei der eisten(engeren) Wahl hatte Bebel 2235 Stimmen mehr, als sein Gegner; bei der zweiten besiegte er ihn durch 1948 Stimmen, bei der dritten durch 2535, endlich bei der jetzigen durch 6230 Stinimen. Dadurch, daß die Betheiligung an der zweiten Wahl des Jahres 1867 eine so geringe war, entsteht in unfern vorangehenden Berechnungen für den weniger Geübten der Anschein, als hätte in der Entschiedenheit, mit der man im siebzehnten Wahlkreise für Bebel eintrat, damals ein starker Rückschritt stattgefunden. Dem ist jedoch nicht so, wenn man den Prozentsatz der für Bebel ab- gegebenen Stimmen feststellt. Danach hatte unser Parteigenosse bei der ersten Wahl 46 pCt. der abgegebenen Stimmen, bei der engeren Wahl 58 pEt., bei der im Herbste desselben Jahres 1867: 62 pCt., bei der dritten Wahl 60 pEt. und endlich bei der vierten Wahl 71 pEt. Man sieht, daS Anwachsen des Prozentsatzes ist ein fast regelmäßig steigendes; wenn bei der dritten Wahl ein ganz geringfügiger Rückschritt gegen die vorhergehende Wahl sich herausstellt, so ist dafür der Fortschritt bei der letzten ein um so bedeutenderer. Jener kaum ins Gewicht fallende Rückschritt ist dadurch erklärlich, daß Schulzc-Detitzsch, sein da- maliger Gegenkandidat, in jener Zeit bei Manchem noch in An- sehen stand; jetzt würde es ein durchaus verfehltes Beginnen sein, in unserm Wahlkreise noch einen Versuch mit Schulze zu machen. In den einzelnen Orten des Wahlkreises stellte sich das Stim- menverhältniß bei der letzten und vorletzten Wahl in folgender Weise heraus: In Meerane hatte Bebel 1871: 2131 Stimmen, dieömal 2758, also mehr: 626. In dem zu Meerane gehörigen Seiferitz hatte Bebel 1871: 56; 1873: 96: mehr 40; in Crotenlaide mit Götzenthal fielen auf Bebel 1871: 82; 1873: 05, so daß, da die eine auf H. Petzoldt gefallene Skimme für ungiltig ist erklärt worden, sämmtliche Stimmen, wie schon die an der Spitze unsrer Nr. 21 stehende Meeraner Korrespondenz hervorhob, der Sozial- demokratie angehören. Es wurden ferner abgegeben Stimmen für Bebel in 1871: 1873.: Glauchau........ 1427 2170 Waldenburg....... 186 243 Altstadt-Waldenburg...•. 104 119 Hohenstein-Ernstthal(Oberlungwitz) 794 Obcrlungwitz allein..... 129 Lichtenstein........ 297 Remse......... 74 Ober-Schindmaas...... 18 Callnberg........ 311 Da daS uns vorliegende Material nicht weiter reicht, müssen wir zu unserm Bedauern au dieser Stelle unsre Bergleichung ab- brechen. Wir schließen unsre Notizen mit Aufführung der uns bekannten Wahlorte, in denen sich eine Minorität für Bebel herausgestellt hat; es waren: Schvnbörnchen, Höckendorf, Hohndorf und Ober- Auf die Frage, ob in Deutschland das Briefgeheimniß gewahrt werde, dürfte folgendes Eingesandt Antwort geben.''„Ich habe einen Lothringer feit Pfingsten zum Freunde und korrespoudire mit selbigein französisch, da man dort nicht deutsch kann. Im Monat Juni beantwortete ich den ersten Brief und bemerkte darin, daß ich und manch Anderer Mitleiden mit dem traurigen Schicksal der Lothringer hätten. Dieser Brief ist gar nicht in Charly angekommen, trotzdem die Adresse ganz richtig war; vor 8 Tagen schickte ich wieder eine» Brief, ohne Politik zu berühren, und mit fünf Siegeln, da ich etwas Geld zur Wciiibezichnng schickte. Dieser Brief ist prompt- angekommen und schon wieder beantwortet, worin mir mein Freund schreibt, daß er den Brief im Juni von mir nicht erhalten habe. Im Oktober 1872. A. R." t Innere Partei-, Berwaltungs- und Organisations-Angelegenheiten. Vom letzten Kongreß ist uns noch der Auftrag ertheilt worden, dem Ausschuß nach Prüfung der Kassenbücher für daS verflossene Geschäftsjahr Techarge zu ertheilen. Nachdem wir diese Prüfung vorgenommen und über einige Differenzpunkte nunmehr die nölhigt Auskunft vom Ausschuß erhalten haben, erklären wir, daß wir die Kassenbücher der Partei in Ordnung gefunden haben und ertheile» dem Ausschuß hiermit Decharge für daS letzte Geschäftsjahr. Berlin, den 26. Januar 1873. Die K o n t r o l- K o m m i s f i o n.! Im Austrage: H. Vogel, Schriftführer. 1 1 Gewerksgenoffenschastliches. Allgemeiner deutscher Sattlrrverein. Werlin, 24. Januar. Kollegen! Unsere Organisation hat hier in Berlin schon außerordentlich bewährt. Wir haben bei de� rJ t hier am 17. d. M. stattgefundcnen Wahl eines Vorstandes zu der icr bestehenden Gewertskrankenkasse acht unserer Bercinsmitgtiedet hier dnrchgebracht. Vereinsgenossen! Strebt daher allerwärtö darnach, die Krankem lassen in Eure Hände zu bekommen. Außerdem hat der Verein seit unserm letzten Auftuf wieder u» 3 Mitgliedschaften zugenommen: Cobtenz, Barmen und Zwicka> haben sie uns angeschlossen; außerdem befindet sich der Vorsitzend» Herr Auer, auf einer AgitationSreise, nm Leipzig, Halle, Magdt bürg und Potsdam für nnS zu gewinnen. 1 Mit Stolz können wir daher auf unfern Verein blicken, um wir rufen Denen zu, die uns noch fern stehen, schließt euch ui>f an, sendet Adressen an den Unterzeichneten, und die nöthigen A>z Weisungen, Statuten-c. werden sofort folgen. Der Ausschuß des Allgemeinen deutschen Sattler-Vereins.j Ä. A.: H. Hempel, Schriftführer. Große Friedrichstraße 229. KB. Unser ArbeitsnachweiSbürean befindet sich: für Berli> 1894 340 323 131 49 318 mehr 1873: 743 57 13 1100 211 26 57 31 7 Krausenstraße Nr. 11 bei Rolsss; für München im kleinen Roller garten Bluiuenstraße 15; für Hamburg Rosenstraße 23; ss' Stuttgart Neckarstraße 36 bei Sälzle. Außerdem warnen wir vor einen gewissen Stecher aus Höh kirchen in Bayern, welcher ein gefälschtes Quittungöbuch besitzt Allgeilieiiler Ichuhmachernerein. Wcrlin, 26. Januar. Schuhmacher allerorts! Kollege" Da bis zum Schnhmacherkongreß, welcher in Berlin vom 17. bl 21. November 1872 stattgefunden hat, die Bewegung ziemlich rejE war, auch die Herren Delegirtcn ihre Aufgabe in sofern gess'I haben, als die verschiedenen politischen Fraktionen sich brüöerW die Hand gereicht, der Ausschuß aus den verschiedensten Fraktion� zusammeiigesetzt worden ist und nach jeder Seite hin ganz voll Rechnung getragen worden ist, auch von Jedem der Hen� das Versprechen gegeben wurde, ganz und voll für die wcit� Entwicklung des Vereins Sorge zu tragen— so erwarte ich' erster Linie, daß die Herren, welche an der Spitze stehn, aucb großen Aufgabe sich bewußt und gewachsen sind. Das große W ist angefangen, die Herren müssen es auch verftehn, dasselbe� Vollendung näher zu bringen. Die Vollendung desselben muß ftewifi« Aussicht stehn. Fort mit aller Flauheit.— Heraus Btajorität aus dem Felde geschlagen wurde, daS wollen wir un an die Oeffeutlichkeit. Begeistert muß man sein, um Großes zu—......> vollbringen. Kollegen allerorts! Schließt Euch diesem Vereine an, tretet mit in die Reihen der Arbciterbataillone. Vereinzelt sind wir nichts — vereint alles! Laßt Euch Protokolle und Statuten schicken und nehmt Einsicht davon,— vollkommen ist nichts, darum helfe Jeder mit. Keine Stadt, kein Flecken, wo Schuhmacher sind, darf fehlen, alle Kollegen miisien dem Verein augehören, die elende Lage, in der wir uns befinden, muß gebessert werden. Wir leben nicht um zu arbeiten, sondern wir arbeiten um zu leben.— Einstimmig muß der Ruf erschallen: Hoch die Bewegung unter den Schuhmachern. SDiit sozialdemokratischem Gruß F. Auriu, Königsgrabeu IS. untersucht lassen. Vielleicht haben beide Fakioren zu dem gläu- zenden Siege der sozialdemokratischen Arbeiterpartei beigetragen. Daß unsere Gegner aber aich nicht müsfig waren, beweist eine Sitzung, die der landwirthichaftliche Berein am 11. d. At. in Tirschheim auf der sogenannten„Katze" abhielt. Nachdem der Vortrag beendigt war, trat Friedensrichter Kuhn von Callnberg bei Waldenburg auf, theilte mit, daß er auf den 14. d. M. durch vertrauliches Cirkulair die Gemeindevorstäude von 12 Ortschaften nach Waldenburg eingeladen zur Besprechung über die Reichstags- wähl, und bat die anwesenden Vereinöuiitgliedcr, nach dort zu kommen.�) Hierauf trat der Pastor von Callnberg auf und ver- einigte seine Bitte mit der des Vorredners, indem er sagte: WWWWWWWWWW. M Niemand solle laß sein, um dieses unheimliche Feuer durch recht viel Aerkin, 30. Januar. Den Mitgliedern des" Allgemeinen Wasser von Stimmzetteln zu dämpfen". Dann forderte der Vor- Schuhmacher- Vereins zur Nachricht, daß"ich den 24. dS. Mts. dao fitzende nochmals auf zur Wahlbetheiligung: Jeder solle seine Aint als Vorsitzender des Allgemeinen Schuhmacher-Vcreins nieder- Schuldigkeit thun, sie würden wissen, was ihre Pflicht sei, Namen legt und somit aus dem Ausschuß geschieden bin. Die Motive, welche mich zu diesem Schritt veranlaßt haben, bin ich bereit zu jeder Zeit auf Verlangen mitzutheilen. Als einfaches Mitglied werde ich jederzeit für das Allgemeine Wohl in die Schranken treten. Mit sozialdemokratischem Gruß Heinrich Kühn, Kürassirstraße Nr. 14. GewerKs genossenschnst der Manufalltur-, Fabrik- und Knud- arbciter. ßrimmitschau, 27. Januar.— Unsere Aufforderung in Nr. 2 des„Volksstaat" 1873 ist bei Weitem nicht ge- Verzögerung des Drucks der wolle er nicht nennen. Meerane, 21. Januar. Als ich gestern Abend anS der Sozialistenkneipe bei Ebner kain, um nach dem Burgkeller zu gehen, wo wir während der Wahlschlacht unser Wahllokal hatten, kam ich am Gambrinus vorbei, wo die Bourgeoisie kneipt. Ich hörte darin eine bekannte Melodie singen. Daun ging ich hinzu und vernahm mit Erstaunen, daß die Natiouallibcralen aus unserem Gesangbuch den Vers 2 des bekannten Liedes Nr. 29S sangen, der da lautet:„Mit unserer Macht ist nichts gcthan, wir sind gar bald verloren rc." Ich theile Ihnen noch mit, daß unseren Gegnern die Wahl über 1000 Thlr. gekostet haben soll, und sie sind doch „Schneider" geblieben. B. K. Wülsen St. Zacov, 21. Januar. Am 16. wurde hier die nügend berücksichtigt worden.„W W �....., �„_____,.____ W............... 7...... Statuten, Ergänzungsblätter und Protokolle können wir demnach Versammlung aufgelost, weil der Referent angeblich nicht zur Tages- nicht verautivorten, dagegen versenden wir nächster Tage ein Cir- ordnung gesprochen, daher war die Versammlung am 19. d. M. nd >ca ud >en lijj -n,j hrt len ein mii nid g"! c»>! neu ich npll nid iber kular an alle bisherigen Vertraueiisleute uiid geben darin An- leitung zur gründlichen Durchführung der Reorganisation unsrer Gewerkschaft auf Grund des neugeschaffeucu Statuts, dessen »Schluß-Jnstruktion" jedem Cirkular gedruckt beiliegt. <,n: a t.."..."I...» rr... w. cm ü... a Qm«.«? Versammlung so überfüllt, daß kein Apfel zur Erde konnte. Der Assefior Scheufsler vom Lichteusteiner Amt, der gut thäte, sich auf die Hosen zu. setzen und die Gesetze, über deren llnverletzlichkeit er wachen soll, etwas bester zu ftudiren, machte wiederum den Versuch, Bis spätestens Ende März muß Alles seinen geordneten Redner zu unterbrechen. Sein Amtseifer wurde aber durch :cn, H Uli« w di' ■M, Gang haben und wir erinnern säuulige Vertrauensleute dergestalt, daß wir ihre Absetzung bei den Mitgliedern der betroffenen Orte öffentlich im Volköstaat und allen unfern Orgauen beantragen werden. Mitglieder! Schafft uns saumselige und willenlose Mitarbeiter 4>om Halse und richtet bei Neuwahl Euer Augenmerk besonders darauf, daß wir gewissenhafte und eifrige Leute erhalten, um entsprechend vorwärts zu kommen. Allen Gruß und Auf- munterung. für die Vorortsverwaltung: I. Motteler, z. Z. I. Vorsitzender. Correspondenzen. Leipzig, 25. Januar.„Hätte die'«atur so viel Gesetze wie der Staat, Gott selber könnte sie nicht regieren," rief einst Börne voll Unmuth aus, alö ihm die Scherereien der Polizei zu arg wurden. Börne ist lange todt, und der Staat wird»och immer regiert wie ehedem, vielleicht noch ein Bischen„bester". Das heißt, man macht sich das Regieren äußerst leicht. Kommt z. B. so ein .staatsgefährlicher Internationaler und will von dem Vereins- und Versammlungsgesetz Gebrauch machen, so genügt ein einfacher Ufas, und der Staat ist außer Gefahr. Da Hilst kein Rekurs, keine Appellation, denn da in puncto des Rechts die Gewalt immer den Ausschlag giebt, bleibt daS Recht auch immer aus Seite der Gewalt; man nennt das im gewöhnlichen Leben„das Recht des Stärkeren". Da wird z. E. Parteigenosse?forck von den hiesigen Holzarbeitern eingeladen, in einer Versammlung zu spreck.en, flugs ist der Polizeidirektor Rüder bei der Hand und stopft kraft der ihm verliehenen Gewalt dem gefährlichen Internationalen durch folgenden UkaS den Mund:„Da Uorck aus der Zeitschrift„Volks- staat" und sonst als Vorsteher des hier verbotenen Vckkeius„Arbeiterpartei" bekannt ist, dieser Verein ferner, wie bei deni Polizei- amte hinlänglich bekannt, unter der Bezeichnung„GewerkSgcnosseu- schaft" einzelne Pokalvereine zu sich heranzuziehen und der Ober- leitung der verbotenen„Arbeiterpartei" zu unterstellen bestrebt ist, allem Anschein nach Horck für dieses Streben in der für heute be- rufenen Versammlung als Agitator aufzutreten beabsichtigt, so ist den anwesenden Advokaten Schraps in die gehörigen Schranken zurückgewiesen. Das Auftreten des Herrn Assessors war ein ganz ausgezeichnetes Agitatiouömittel. Bei der gestrigen Wahl erhielt von 600 abgegebenen Stimmen Bebel 512, der Gegner nur 88. In unserem Orte war die große Mehrheit zwar stets für Bebel, aber so glänzend wie diesmal war das Resultat früher nie. Ein Hoch unserem Agitator, dem Herrn Assessor Scheufsler. ZSrestau. 20. Januar.(Agitatio usberich t.) Gelegentlich meiner Uebersiedluug nach Breslau hielt ich in verschiedenen Orten Vorträge über die Prinzipien der Sozialdemokratie. Und zwar zuerst am 7. Januar in Spandau. Es zwar dort nicht möglich, einen Saal zu einer Volksversammlung zu bekommen, und so be- rief denn Fischer eine öffentliche Versammlung des Arbeiter-Bildnngs- vereiuS, die in zwei durch eine Thür verbundenen Wohnstuben stattfand und auch gut besucht war. Ich sprach über„Volks- bildung" und tvies darauf hin, wie wenig von Seiten der Gegner gethan wird, um ihrer marktschreierischen Phrase„Bildung macht sce." nur einigermaßen gerecht zu werden. Nach mir sprach noch Fischer, die Parteigenossen zur Ausdauer ermahnend und die Gäste auffordernd, der Partei beizutreten, was auch von mehreren der Anwesenden geschah. Am 8. Januar referirte ich in Luckenwalde vor einer von 500— 600 Personen besuchten Volksversammlung über:„Die Arbeiterbewegung in Deutschland und ihre Forderungen auf politi- schein und ökonomischem Gebiete." Die Versammlung nahm den besten Verlauf; von den anwesenden Geguern meldete sich trotz wiederholter Aufforderung und Zusicherung vollständiger Redefrei- heit keiner zum Wort. Auch hier wurde wieder ein den dorti- gen Verhältnissen nach günstiger Erfolg erzielt, da die Partei einige Mitglieder erwarb. Viele versprachen, sich in der nächsten Parteiversammlung einzeichnen zu lassen. Wie mir der dortige Vertrauensmann Echardt mittheilte, sei Sonnabend der geeignetste Tag zu Volksversammlungen und mögen sich das die Berliner Freunde merken. Am 9. sollte ich in Forst sein, der Zug verspätete sich aber und so mußte ich in Cottbus liegen bleiben; ich sandte jedoch so- fort telegraphische Nachricht nach Forst und wurde die Versamm- lung dann auf den 11. verlegt. Bei einer Betheiligüng von ca. bleiben, bis er auswärts eine Stellung gefunden. Hierauf kün- digte das gesammte Klindworth'sche Personal, worauf Herr Klind- worlh nach wenigen Stunden die Maßregelung zurückzog, mit den Worten,„daß er solcher Lappalien wegen sein Geschäft nicht brach- legen könne".— Die Firma König». Ebhardt in Hannover stellte den Setzern die Alternative, entweder auS dem Verbände zu treten oder entlasten zu werden, ließ aber die Drohung unerfüllt, als die Setzer fest blieben. Kamöurg, 11. Jan. Heute Abend fand eine VolkSversamm- lung statt, einberufen von den Mitgliedern deS„Allgemeinen beut- Ichen Arbeitervereins". Die Tagesordnung war:„Der Egoismus der Menschen." Referent: A. Kapell. Diese Tagesordnung ver- aulaßtc mich, in diese Versammlungen zu gehen und zwar aus dem Grunde, weil Freund Praast Herrn Hasenclever in der am Dienstag zu Wandsbeck stattgefundenen Versammlung interpellirte, was er unter dem Egoismus verstehe, der aufhöre, sobald wir den sozialistischen Staat erreicht haben. Hasenclever antwortete, Egoismus heißt übersetzt Jchthum und führte ans, dasselbe höre auf, sobald wir in der Gemeinschaft, in dem von uns zu erstre- beuden Staate leben. Der Vorsitzende erklärte, daß Herr Kapell telegraphisch abberufen sei und statt dessen Herr Grotkau das Referat übeMommen habe. Referent zitirte zunächst Christus als Bekämpfer dös Egoismus, nannte die Räubereien der Raubritter das juristische Faustrecht und die Ausbeutung der Arbeiter durch die Bourgeoisie das ökonomische Faustrecht. Geschichtsschreiber hätten behauptet, die Raubritter hätten jährlich 12000 Menschen gemordet und 500 eingekerkert, aber die jetzt herrschende Klasse morde aus Egoismus noch viel, viel mehr Melstchen, wenn auch nur indirekt. Hartmann schloß sich den Ausführungen seines Vorredners an, meinte jedoch, daß die Arbeiter sämmtlich egoistisch werden müssen, wenn sie den heutigen Klassenstaat beseitigen wollen. Unterzeichneter wies nach, daß die Arbeiter nicht nur indirekt, sondern auch direkt durch den Egoismus der henffchenden Klassen gemordet werden, wie in Lugau u. s.>v. Der Referent habe Ego- ismus mit Eigenliebe resp. Selbstsucht übersetzt, Vorredner habe es Eigennutz genannt, man sehe', unsere deutsche Sprache habe viele Wörter f!kr ein einziges Fremdwort. Referent habe nur von dem Egoismus der herrscheudewKlaste gesprochen, Vorredner habe von dem Egoismus der Arbeiter gesprochen, durch welchen er den Egoismus aus der Welt schaffen will. Hasenclever hat auf eine Jnterpella- tion hin sich ähnlich ausgelassen. Nach Redners Ansicht werde der Egoismus auch im Volksslaate existiren, jedoch im edelsten Sinne deS Wortes. A. Wendt. Kamburg, 26. Januar. Am Freitag Abend fand hier eine Versammlung statt, in welcher es zu Thätlichkeiten zwischen den Freunden des„Neuen Sozial-Demokrat" und der neu entstandenen Opposition kam. Der bekannte Herr Hartmann, einer der Helferö- Helfer der Berliner Führer, reizte zum Dreiuschlagen auf. Jetzt hat die Opposition ein Flugblatt erlassen, worin sie den Vorstand, insbesondere das Präsidium deS Allgemeinen Deutschen Arbeiter- Vereins des Orgauisationsbruchö beschuldigt und auf eine den»- nächst erscheinende aufklärende Brochüre verweist. Witten, 12. Januar. Heute fand hier eine öffentliche Partei- Versammlung statt,, zu welchen als Redner die Herren Seelig und Raspe anö Esten erschienen waren. Es hatte zwar nicht in un- serer Absicht gelegen, den Herrn Seelig hier zu höreil, aber ein Mitglied des Allgemeinen deutschen Arbeitervereins, früher in Essen jetzt in Witten, empfahl uns denselben als einen eifrigen Vertreter der Einigung. Die Versammlung, welche gut besucht war, wurde um 4 Uhr cröffuet. Zum Vorsitzenden wurde Unter- ]A d> d> ed«l lkeiv dem Horck die Theilnahme an dieser Versammlung unter Androhung 300 Personen fand diese dann aiich statt. Bei der Bureaulvahl seiner sofortigen Haftnahme und Znerkennung einer Haftstrafe von ging es ziemlich heiß her, doch erhielt unser Vertrauensmann Jurk 14 Tagen zu verbieten und sind hiervon auch die Veranstalter der die Majorität als erster Vorsitzender, das übrige Bürean kam in Versammlung unter gleicher Strafandrohung in Kenntniß zu sctzeu." die Hände des Allgemeinen deutschen Arbeitervereins. Als Tages Leipzig, 25. Januar. Die Leser des„Volksstaat" erinnern Ordnung war aufgestellt:„Was wir wollen". Ich eutivickelte einige sich wohl noch der Verfolgungen, mit denen Parteigenosse Ufert Punkte nusercs Parteiprograiums uud wies im klebrigen die Ver- bei seinem Aufenthalt in Sachsen von allen möglichen Behörden i leumdungen der Gegner zurück, die uns die unsinnigsten Bestre- heimgesucht wurde. Wie ein Fangeball von einem Ort zum andern i bunge» in die Schuhe schieben, und forderte die Versammelten auf, dirigirt, gelang es ihm endlich, in Weimar festen Fuß zu fassen, stst und cinmüthig zu den Prinzipien der Sozialdemokratie z» Von Weimar aus richtete Ufert im November v. I. an das Polizei- stehen und unbekümmert um alle Verfolgungswuth der Gegner rlis ollet fS Hol it. "S res «Ä erw io»e ; ll» .err« »eitfl ich' d dZ St- lg � 4P ■Ihnen für denselben mit, daß es bei dem Veroote der Rückkehr hierher und der Haftandrohung für den Fall der Zuwiderhand- lung sein Verbleiben habe, er aber an der Durchreise durch Leipzig, sobald er sich auf direktem Wege von einem Bahnhofe zum andern begebe, nicht gehindert werden solle. Leipzig, am 4. Dezember 1872. Das Polizeiamt der Stadt Leipzig. Dr. Rüder." Und das Lied zu der Geschicht': Rüder liebt die Internationalen nicht. <�ip;ig, 28. Januar. Der„Dresdener Volksbote" und die »Chemnitzer Freie Presse" erscheinen seit jüngster Zeit in vrrgrö- ßertem Format. Möge mit der Vermehrung deS Lesestoffes sich auch der Leserkreis dieser wackern Kämpen vermehren. Dresden. �)er„Dresdner Volksbotc" schreibt:«Wie weit v,8 Dresdens schon gebracht haben, beweist Folgen- deS: Bekanntlich gründeten die Buchbinder, Portefeuille- und Car- tonnagen-Arbeiter voriges Jahr einen Verein, indem die Meister die sogenannten Arbeitskarten, über deren Nutz und Frommen schon loviel gesprochen ist, einführen wollten; jedoch nach kurzer Zeit, man höre und staune,— führte dieser Verein diese verpönten Karten selbst ein. In der letzten Versammlung(jetzt kommt der Knalleffekt) freuten sich die Mitglieder sogar, daß sie diese Karlen un entgeldlich erhalten. O! Ihr Glücklichen."- Kohenstein-�rnlithak, 26. Januar. Ob wirklich die„außer- Philipp Wicmer. Wraunschwcig, 21. Janiiar. Wie eine gute Organisation im iTf Vv-«v£>t«»lit zeichneter gewählt. Sodann erhielt Herr Seelig das Wort. Der- selbe hielt einen Vortrag„Heber die Entwickelung der sozialen Frage" und verbreitete sich in Kürze über das graue Alterthnm, daS Büttelalter, sowie auch über die Gegenwart. Sein Vortrag war, obgleich von guten Anhaltspunkten ausgehend, dennoch etwas stark inkorrekt, übrigens konnte man dem Herrn Seelig abhören und absehen, daß ihm die Anwesenheit Raspe's aus Essen in dieser Versammlung nicht gefiel. Sein Vortrag hielt sich in vorgedachter Art und Weise an der äußersten Linie der Friedlichkeit und wurde deshalb gut aufgenommen. Alsdann nahm Raspe anS Esten das Wort, glitt zunächst der Freude Ausdruck zu geben über den soweit ganz friedlichen Vortrag Sceligs, der seines Wissens sonst nicht gewohnt sei, derartig aufzutreten. Hieran kiiüpfte Raspe alsdann noch einige Erörterungen über den Begriff und den Werth„Organisation" und wies nach, daß im Geiste der Prinzipien die eigentliche innere Einigkeit liegen müsse, während die Organisation nicht geradezu Hauptsache, son- der» nur das äußere Band der inneren öhnehin unzertrennlichen Einheit darstelle. Daß es demnach für uns im Wesentlichen da- rauf ankomme, den persönlichen Zänkereien und dem Ehrgeiz uud dein Jndustrieritterthum in der gesammten Partei für immer die Spitze abzubrechen. DaS blinde festhalten an den gemachten Vor- schlügen eines Mannes oder an dem zweifelhaften Wortlaut eines Statuts und die desfallsigen Zänkereien könnten uns nicht nur nicht weiterhelfen, sondern brächten uns entschieden retour. Oben- drein habe sogar Lastalle dem Statut bloß eine dreijährige un- veränderte Dauer zuerkannt. Die Ideen der Sozialdemokratie habe Lastalle nicht erfunden, nur agitatorisch weiter getragen. Diese Idee lasse sich kaum in Worten richtig wiedergeben, geschweige denn in den schon längst verstümmelten Parapraghen eines Sta- tuts. Friedfertigkeit und Einigkeit der großen sozialdemokratischen Partei sei das natnrnothwendige Borbedinzniß zu den Erfolgen sowohl in der Gegenwart als auch bei kommenden gewaltigen Er- eignisten. Zur politischen uud sozialen Lage übergehend betonte Raspe die Art und Weise des-Kampfes der arbeitenden Klasse gegen Reaktion und Bourgeoisie. Unsere ganze Agitation müsse sich darauf richten, auf der einen Seite den Nationalitätenschwin- del und-Stolz zu beseitigen, weil derselbe der Hort und das trat in Hannover in die.Kliudworth'fche Druckerei ein. dererseits haben wir uns der verknöcherten VolkswirthschaftSlehre der Bonrgeois-Oekononiie zu erwehren, welche darauf Hinausgeht, ftFf\ ö.m»,-» fvitAffrtfi.-»frmlthpnhtMt itnfpr phtp\miit Montaa den 13. d. M. wurde Werner Seitens des Faktors des>-n sich ewig fruchtlos abmühenden Arbeiter unter eine Art von Herrn Kliudworth mitgetheilt, daß Herr Meyer als Mitglied deS Naturgesetz zu stellen, welches den Kapitaltsten den Lowenantheil Prinzipalvereins Herrn Kliudworth aufgefordert habe, den Werner PrinzipalvereinS �WWW>WWMW>WWM»»M nach den Bestimmungen des Pruizipalvereuis zu entlassen. In worth sche Druckerei für Berbaudsmitgtieder zu schließen; er könne»' ,............ r,„,— Ob wirklich die„außer- et uat n(,cr nickir das Recht, sein Amt für die Wablagitatiou m miß- vrdentllche Agitation", wie das„Leipziger Tageblatt" behauptete, brauchen. Des Herrn Friedensrichters Amt ist, ein Wächter der Ge- it c die Unzufriedenheit mit den heutigen Verhältnisten die setze;u sein, möge er sie also selbst hübsch beobachten, sonst halten wir rsache war, daß der Kandidat der Regierung mit so wuchtiger ihm eine kleine Vorlesung über das, was semes Amtes>st. an der von ihnen selbst nicht verrichteten Arbeit für immer sichern soll. Wir stellen den falschen Lehren und Trugschlüssen eines Stu- art Mill, Adam Smith, Ricardo uud Anderen die konsequente Soziai-Wissenschaft, wie solche„Das Kapital" von Marx liefert, entgegen. Die VerbreiMug derselben nach Kräften ist die Pflicht und die Aufgabe unsereMparteigenossen. Endlich wendet sich un- sere ganze Energie auch noch gegen den blinden, religiösen Glauben, an dessen Stelle wir die reine Vernunft und alö Ausfluß derselben ') Dm Herrn Friedensrichter Kuhn ersuchen wir, bei einer künftigen wahre Menschlichkeit gesetzt wissen wollen. Soweit im AuS- Wahl den Mißbrauch seines Amtes bübsw M untmlasscn.� Er hat dg? pch Rede unseres Parteigenossen RaSpe, die mit großem Bei- fall aufgenommen wurde. Herr Seelig ergriff hierauf nochmals daS Wort, nm einen Wust von erlernten Schlagwörtern aufzutischen. Lassalle sei über Alles erhaben, untrüglich, unfehlbar gewesen, daß er das Statut Recht wie jeder andere Staatsbürger, sür seine Ueberieugung zu agitiren, . r»\..1„ f,:..-if» fit*» VOa sYOrtttf irrt-n rrt i fi-- nicht für 3 Jahre, sondern sage nnd schreibe 30 Jahre bestimmt habe, ehe es verändert werden dürfe ic. zc. Redner wendet sich gegen Raspe und stellt die urkomische Be- hauptung auf, es sei falsch, wenn Raspe Stuart Mill, Ricardo u. s. w. angriffe, ihre Volkswirthschaftslehre sei die richtige, denn sonst hätte Lassalle sie nicht selbst zum Zeugniß zitiren können. Seelig vergißt oder weiß nicht, daß Lastalle stellenweise den Ri- cardo mit Ricardo, den Stuart Mill mit Stuart Mill ic. schlug. Wir empfehlen ihm die- Lastalle'schen Broschüren und die„Wider- legungen der nationalökouomischen Lehre des Stuart Mill von Eccarius" zum eifrigen Nachlesen. Redner playdirt für Uebertritt unserer Parteigenossen in den Allgemeinen deutschen Arbeiterverein.(Rufe: Unsinn.) Er vcr- sucht sein Auftreten in der famosen Duisburger Affaire zu recht- fertigen nnd erklärt, es wäre„schlimmer als Polizeisäbel, Polizei- wirthschaft, daß die Eisenacher in dem Wahlkreis Duisburg er- schienen seien und Schmähungen sich erlaubt hätten gegen ihren verehrten Vereinspräsidenten Hasenclcver. Seelig hatte die Geduld seiner Zuhörer bereits lange auf die Probe gestellt. Es war kein Vortrag mehr, es war nur noch das Brüllen nnd Schreien eines Menschen, dessen Vernunft durch den eingetrichterten Fanatismus völlig geschwunden ist. Der Kommissar unterbricht ihn und ich ersuchte ihn, seine Worte so zu gebrauchen, daß die Versammlung darunter nicht zu leiden habe. Jetzt nahmen seine WüthauSbrüche den höchsten Grad an. Als ein abschreckendes Bild geistiger Ver- irrung, ohne Besonnenheit, mit geballten Fäusten stand Seelig da, die Gelegenheit voin Zaune brechend, eine Versammlung, in der sein vertvorrenes Geschwätz keine Beachtung fand, zu kompromid tiren. Er schrie, unter einem Polizeivorsitzenden wolle er nicht mehr stchu, es herrsche Polizeiwirthschaft und dgl. mehr. An dem häufigen Schlußrufen konnte er erkennen, daß es Zeit war, end lich aufzuhören. Als hierauf Raspe nochmals das Wort ergriff und sein Befremden darüber ausdrückte, daß Seelig in so vielen Widersprüchen sich ergangen und augenscheinlich die Absicht habe, Störungen zu verursachen, da ihn doch Niemand gereizt, brüllte dieser Störenfried so laut dazwischen, daß es unmöglich war, weiter zu reden. Die Versammelten waren im höchsten Grade entrüstet über diesen Menschen; aber noch bei Zeiten entfernte er sich mit 2 oder 3 seines Anhanges und schimpfte laut:„In einer Polizei- Versammlung bleibe ich nicht." Folgende vom Parteigenossen Tottleben eingebrachte Resolu- tion wurde von der Versammlung einstimmig angenommen: „Die heute in der Tonhalle stattgehabte Versammlung der sozialdemokratischen Arbeiterpartei(Eisenacher Fraktion) erklärt, bei ihrem Programm, als dem weitgehendsten, festhalten zu wollen und lieber für alle Zukunft auf eignen Füßen die Agitation für die Prinzipien fortzusetzen, als unter der gegenwärtigen Leitung dem Allgemeinen deutschen Arbeiterverein beizutreten, der nur noch eine Karrikatur des von Ferd. Lassalle gegründeten Vereins.darstellt. Wir ersuchen die Herren Agitatoren genannten Vereins, unS mit ihrer zwecklosen Propraganda ferner zu verschonen." Und nun zum Schluß noch eine letzte Bemerkung über die be- absichtigte Vereinigung: Solange im Allgemeinen deutschen Ar- beiterverein die verwerfliche Ueberhebuug gehegt und gepflegt wird, kann von einer Vereinigung nie die Rede sein. Die Ge- schichte der Arbeiterbewegung wird später, wenn eine Katastrophe hereinbrechen sollte, über die große Schuld, welche die Führer des Allgemeinen deutschen Arbeitervereins an der Uneinigkeit in der deutschen Arbeiterwelt tragen zu ihrer ewigen Schande abur- theilen. Die Zukunft wird indessen ohnehin schon zeigen, daß ein auf unsolidem Fundament ruhendes Gebäude— und wenn cS äußer- lich auch noch so prachtvoll dasteht— jählings in sich zusammen- stürzen muß. Die Wahrheit kann nicht unterdrückt werden. Die Wahrheit wird gänzlich obsiegen, das zeigt unsere Partei. DeS- halb froh und unverzagt den Kampf gegen die gemeinsamen Feinde fortgesetzt. Mit sozialdemokratischen Gruß Th. JunghanS. 14. Januar. Gestern Abend fand in der Brikhalle zahlreich besuchte Volksversammlung statt. Jul. Breslau sprach auf Wunsch der hießigen Parteige- die Ausstoßung Bebels auS dem Reichstage" und „über die Vereinigung der sozialdemokratischen Parteien resp. Fraktionen". Die Versammlung war vom besten Geist beseelt nnd schenkte dem Vortrag die ungetheilteste Aufmerksamkeit. Nach Schluß des zweiten ThellcS ließ der Vorsitzende Herr Friedrichs darüber abstimmen, ob die Anwesenden eine Vereinigung der bis dato künstlich getrennten Arbeiterparteien mit allen Kräften zu unterstützen bereit feie». Der Antrag wurde ohne den ge- ringsten Einspruch einstimmig angenommen. Ferner wurde noch erklärt, mit allen Kräften, trotz der Schwierig- keiten und der Opposition der Berliner Sozialdemokraten(Allge- meiner deutscher Arbeiterverein), für die Eiuberufuug eines Kon- grcsses thätig zu sein, es müsse eine„vereinigte sozialdemo- kratische Arbeiterpartei" für Deutschland geschaffen werden. Eine vorgenommene Tellersammlung ergab»ach Abzug der Kosten einen Ueberschuß von 2 Thalern, der zur Wiederwahl Bebels be- stimmt wurde. Die hiesigen Sozialdemokraten werden sich einer einzelnen Fraktion nicht anschließen, da durch den Anschluß an eine Fraktion (Eisenach) in einem Orte, wo, wie hier, schon seit Ansang eine Mitgliedschaft des Allgemeinen deutschen Arbeitervereins besteht, Reibereien und Zwistigkeiten unausbleiblich seien. Mit sozialdemokratischem Gruß Johann Winkels, Chausseestraße 2. Hlcutti ngen, 10. Januar. Am 26. Dezember v. I., als am zweiten Weihnachtsfeiertage, feierte die Internationale Gewerks- genossenschast der Manufaktur-, Fabrik- und Handarbeiter von Reutlingen-Pfullingen zuui ersten Mal seit ihrer Neubegründung ein kleines Fest in Pfullingen im Gasthof„zur Traube". Der Festsaal war wider Erwarten sehr voll geworden. Es hatten sich viele Mitglieder von dem neugegründeten Schuhmacher-Arbeiter- Verein eingefunden, die wir eingeladen hatten, um sie mit unseren Bestrebungen bekannt zu machen. Da sie sich bis jetzt an keine Fraktion angeschlossen haben, so haben wir Ihnen empfohlen, sich der internationalen Schuhmacher-Gewcrksgenossenschaft anzuschließen. Parteigenosse und Mitglied der GewerkSgenosienschaft, Roller, hielt die Festtcde, uud zwar über das Thema:„Schutz der Arbeiter in den Internationale» GewerksgenossenMiftcn." Der Bevollmächtigte Renz hielt ebenfalls eine warme Ansprache an die Festge- nossen, uud wurde auch der inhaftirten Vorkämpfer gedacht. Eine Kollekte ergab 2 Thaler. Deklamatorische Borträge und Gesang wechselten fortwährend mit einander ab bis tief in die Nacht hinein. Die Metzinger Parteigenossen hatten sich auch eingefunden, und sagen wir diesen hiermit unseren herzlichen Dank, sowie allen Denjenigen, welche uns durch ihren Besuch erfreut haben. Zum Schluß habe ich noch zu bemerken, daß unsere Gcwerk- Excmplar kostet mit Stempel 4 Gr. 3 Pf., Porto für 4 Exempl. 1& schaft stets im Wachsen begriffen ist, trotz aller Hindernisse uird! Haselhuhn in Frankcnhausen Schrift 3 Gr. Wenzel in Witten: Dl Verdächtigungen, die uns von allen Seiten bereitet werden. Jus �latt geht hier richtig ab, es liegt die Schuld jedenfalls an der Poste; besondere sind eS die Webefabrikanteu, welche uns verdäcMigen.„~isr/an3e"b!eIa" 1 � � Dresden Sagte mir doch d« F-bnUt Döttmg««nlänast ms Ge.M Ivir, � schickten den sachsischen Webern noch Geld, dav sie nock billiger 7 � Schriften 9 Tblr. 9 Gr. Schneider in Ptün-ben für An- arbeiten konnten, um ihm dann dadurch Konkurrenz zu verursachen.> nonccn 1 Thlr. 6 Gr.. Schriften folgen demnächst. 1 Tblr. Krau« gut� Srs ce- r Post mg F! Und zweitens könnten die sächsischen Weber, da sie blos Kartoffeln geschrieben; Buchsauszug erst in 14 Tagen.'die« essen und Schnaps trinken, auch billiger arbeiten. Wir bitten die' Truckschlcr-Bcrichiigung. In der Quittung zum Wahlfond in Nrl sächsischen Weber in unserem, wie im Interesse des Herrn Döttinger, 8 d. muß es statt Leefeld„Crefeld" heißen.— Im Briefkasten von buch statt Kartoffeln Braten zu essen und statt Schnaps Wein zu trinken, �r'""b'.c9 beißen: Hadlich hier für Abon. I. Qu. 22 Thlr. 9 Gv A. i daß Herr Döttinger mit ihnen konkurriren kann.''mtt � 9 Pf-' 3*■ Für die Inhaftirten gingen ferner bei uns ein: Vom Arb.-Bildungsverein in Dresden durcb' Sozialdemokratische Arbeiterpartei. Grundich 2. Send. Thlr. 5——, von Weimar durch Giertz— 17,/zs Montag, den 3. Febr. Abends 8 Uhr im Lokale del —, von Spandau durch Fischer auf Liste 547 1 23 6, von Aalen durch! Herrn Mövis, Weberstr. 24 n. Vortrag de« Herrn Kleist. Mitglied» F. Simon 2 18, von Reundors durch Naumann— 8—, von Colu und Freunde der Partei sind gefälligst eingeladen. d. Hesch 1 15—, von d. Expcd. d.„Crimmitsch. Bürger- u. Bauernft. Der Vertrauensmann. j 21 18-, von Hohenstein d. Bösnick 1 13 5. von Camenz d. Wendt! y. Die Mitglieder der sozialdemokratischen Arbeiterpart« 1, von Furth d. G. Lowenstein 14—, von Hildesheim durcb vereinigen sich jeden Sonntag Nachmittag zu einem ge4 ........ Berlin.............................________________ Vicpcrmann und von Cigarrenarb. 3 7—. von Hannover durch Franke' müthlichen Zusammensein im Lokale des Herrn Scbeible, Münzstr. 5. s 2 7—, von Spandau durch Fischer— 15, von Limbach d. Schumann! D. B. 1 2 4 5, von Leukersdorf d. Aurich— 15, von Geithain d. Haasmanu!�-?- w 3 12 von Luckenwalde d. Ehrhard 1 13. von Breslau durch Oehme 9 b r GenossenfchaftSbuchdnickerel j« 3 25, von Berlin d. Bading auf Liste 644 Ungen. d. H. 4 2 6, gefam Leipzig, welche in Hamburg und desten tinmeilizew Ilmkreise(WandSbrck, Altona, Harburg) wohnhaft sind, werden hiermit melt am Svlv.-Abend von div. Parteigen. 5--, von Frankfun a/M.!?, ir Xnd?.minn d. Grimm 3 9-, von Nürnberg d. Grillenbergcr 143, v. Reichen- i o r," � � ur»»« back d. Müller 10--. von Cobura d. Oertb 2 8- von Vkoribeim?"blocal Schauenburgerstraße 14, behufs Wahl de»«usfichtSraihe« dach d. Müller 10--, von Loburg d. Oerlh 2 8— von Pforzheim. cm-i, finden K©itoSoV fioi nn+orhrtTfitttrt /ipf �nti �' Krefekd, eine äußerst Scheil auS nossen„über d. Sieder bei einer geselligen Unterhaltung ges. 3— 5, von Geestendorf d. Kaat 1——, von Weimar d. Giertz 2——, von Marburg durch tn hit Vit Schneider 1 27 6, von Hamburg 1872 auf Liste 117 7 18-, dc«gl auf L. 652 2——, v L. 55 3 18 6, L. 57- 13, von Glauchau d. Albert auf L. 267 4— —, v. Reutlingen d. Walz gef. bei einer geselligen Unterh. d. Mannf.- Fabrik- u. Hand-Arb. 2——, v. Frankenbcrg d. E. Greußner 1 2V, v. einem Freunde aus Zwickau Schuldschein Nr. 97 gratis zurück 1— v. einem Arbeiter der„Königin- Marienhlltte" zur Agitation 1 August Geib. Im Sozialdemokratischer Arbeitervereiu. Versammlung am Montag, den 3. Februar, Abend« Be' Braunschw. d. Diedrich aus L. 53— 20, auf 9 Uhr, in Hansch's Clublocal, Schauenburgerstraße 14. hu -~• Tagesordnung: 1. Abrechnung.— 2. Bericht von Geib über seu«�™ jüngste Reife.— 3. Die Partcipresse in Hamburg. i letz! Tic Mitgliedskarten sind vorzuzeigen____ j c�, —, btaih�tiT Internationale Me allarbeiter-Gewerkschast. —, Sitzung Montag, den 3. Februar bei Arnold, Reudmtzer Se durch Dotzauer; von Burgstädt d. Dröscher vom Arb.-Vercin Schuldsch. straße. Tagesordnung: Kassenbericht und Neuwahl des Bevollmächtigten � 361 1— gratis zurück, von Pforzheini für Bebel'« Wahlfvnd 2 16 6, Alle Mitglieder werden aufgefordert, zu erscheinen. Diejenigen, welche Gotha d. Bock zur Förderung der Agitation 5——, on Eßlingen Mitglieder werden wollen, werden gleichzeitig mit aufgefordert, sich perss d. Banzhaf 2 8—, für Agitation und für die Inhaftirten 8 22—, V. fönlich zu melden. Der Bevollmächtigte.- Leipzig durch Heidm. zm Agitation 6 10- von Witten d.Wcntzel zur,.. Die Mitglieder der sozialdemokratisches Agitation 1 7-, v. Main; d. Lemoisne für Bebels Wahlfond— 1., Arbeilerpartei versammeln sich regelmäßig v. Gießen d. Orbich zu Bebels Wahlfond— 20, von Wiesbaden durch i z�hen Mittwoch und Sonnabend Abends im Parteilokale. 13, von P. Reiter in Tübingen Schuldsch. Engelhardt zu dems. Zweck 83 zu 1 Thlr. gratis zttrück. Hamburg, den 20. Januar. Mit sozialdemokratischem Gruß H. Bennecke, Parteikassircr, kl. Schäfcrkamp 34. Fand für politisch Gemaßrcgclte. Von Internationale Gewcrkschaftsiinion Fürth 4. 18. 8., von Steno- graphen de« Arb.-Bildungs-Ver. Leipzig als Ueberschuß eines Weihnachts- gefchenkes 10 Gr._ Berichtigungen. In der Nummer 8 des„Volksstaat" muß eS im letzten Absatz der „Politischen Ucbersicht heißen: Polier(nicht Rotter); und am Schluß des ersten Absatzes von„Eiu preußischer Slaatsmann": wörtliche nicht wirk- liche Aeußerungen.— In Nr. 6, 4. S. 3. Sp. muß es unter„Fond für politisch Gemaßregelte" statt Gllrtlervcrein heißen: Grlltliverein Gens 5 Thlr. 10 Gr. Und in Nr. 5, S. 1. Sp. 1, Z. 5 von oben lies an- statt Pfeife: Phrase.„Roon ist Bismarck ohne Phrase, Bismarck ist Roon mit Phrase, voilä tont." Der Korrektor, den wir aus diesen Schnitzer aufmerksam machten, versicherte uns allen Ernste«, daß er beim Lesen des Satzes an den Bismarck gedacht habe, nach dessen Pfeife das heutige Deutschland tanze, Brieskasten: der Expediti on: Kolp. Müller hier 4. Qu. 30 Thlr. für 1. Qu. 50 Thlr. Serebrcnikoff in Freiberg für Kalender 4 Gr. Mar- covic in Pancsevo für Schriften 26 Gr., Abon. 1 Qu. 25 Gr. Burg- hard für Arb.-Partei Pforzheim Annoncen 12 Gr. Franz in Zürich für Schriften 20 Thlr. 8 Gr., Sendung folgt; Rechnungsauszug kann erst bis Mitte Februar geliefert werden, da bis dorthin sämmtliche Conti abgeschlossen werden. Lanzcndors in Großenhain Kalender 12 Gr., ein Adolf Wald. 4�,», t,, ti, Sozialdcmokra ischer Arbeiterverein. Montag, den 3. Februar, Abends 8, im kleinen Saali bei Zcidler, große Windmllhlenstraße 7, geschlossene Mitgliederversaniiw lung.— Tagesordnung: Kassenbericht. Vercinsangelegen heften. Das Erscheine» aller Mitglieder wird erwartet. Zutritt nur gegen Vorzeigung der Karte.______ Der Vorstand, itattiiirt Gewerkschaft der Holzarbeiter. Eilt's)!.})» Sonnabend, den 1. Februar, Abends 8 Uhr, Sektions-' Versammlung der Stellmacher bei Landgraf, kleine Windmiihlengasse ld> Besprechung wegen des Lohntariss. Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Bevollms Gewerkschaft der Holzarbeiter. a».ll.pFlj3» Sonnabend, den 1. Februar Versammlung bei Zeidler, ave große Windmühlenstraße 7. Sämmtliche Scktions-Kassirer werden aus dis die Beschlüsse der letzten Generalversammlung aufmerksam gemacht.! keit Der Bevollm. ver schl Vk! nal na, Züg iir Herr Heid er, Mituinerzeichner der Klage gegen da» Ba Leipziger Tageblattes, wird hiermit aufgefordert, in der zu,, Expedition de« Volksstaats die bezirksgerichtliche Ladung aus Montag»! den 3. Februar, Vormittag« halb 10 Uhr behus« VollmachtSerthcilung inj tz,,., Empfang zu nehmen.____ W. Fink /X» f Em Mann, der in Verfertigung der Apparate der ortho- 4N4st»Uz» pädischen Heilmethode, wie auch künstlicher Gliedmaßen bewandert ist, sucht zur Ausübung diese« sich mit einem Arzt oder Bad- bcsitzcr zu verbinden. (3a) Näheres durch I. Endre», mittlerer Lech, Augsburg.� Itechenschaftsöericht äer (]('i i(>880 nscl) aftsb iicl t(In ickere i zu Leipzig den Mi ttzci Än rat! Ge ern Zu „de Wi ver best Einnahine. vom 1. Giltoiier bis 31. Dezember 1872. Ausgabe. An Einzahlungen auf Antheilscheine An Darlehn An Miethe An Baarzahluug für gelieferte Drucksachen Ngr. 20 10 Sa. 1801— Pf.ii Für Abzahlung auf die Schnellpresse.. Für Abzahlung auf Typen und Geschäfts- Utensilien.......... ! Für Rückzahlung auf das Darlehn... Für Geschüftseinrichtungs- und Geschäftsunkosten(Localmiethe, Versicherungsprämie, Beleuchtung, Heizung, Inserate etc.).......... Für Arbeitslöhne......... Kassenbestaud........ Sa. BILANZ. Thlr. 250 650 30 252 536 82 1801 Ngr. 10 10 9 - — I jSck Activa. Passiva. aus < An Cassa-Conto An Schnellpresseu-Conto An Typen, Utensilien etc An Gesammt-Aussenständen 6 Für Einzahlungen auf Antheilscheine Für Zinsen......... - Für die Schnellpresse..... Für Typen, Utensilien etc..... Für Darlehn......... Für Papier......... Saldo am Reingewinn.... Thlr. 1566 14 1410 362 70 104 130 Sa. 3657 16 4 16 11 «ac Ä sisci pe» nä Eeipzig, den 1. Januar 1873. Der Vorstand. v i H. Kamm, Vorsitzender. Chr. Hadlich, Kassirer. Die Uebereinstimmung des vorstehenden Rechenschaftsberichts mit den yorgelegenen Geschäftsbüchern und de» daiu gehörigen Belegen wird hiermit bescheinigt..„.,, Leipzig, den 18. Januar 1873. Der Aufsichtsrath. P. Ullrich, Vorsitzender. Lecpzcg:«eranlw. Reoatleur R. Setsserr.(Redaktion und �xp.dftl-n H»vestr.4). Dcuck uns»erlag der wenoueu,�ult«bug,trudert>. Ivel e-i hab rati Föt