nt, c. 1 Erscheint wöchentlich 2 Mal un> in Leipzig. ' Bestellungen nehmen alle e-; Postanstalten und Buchhandtungen de« In- und Aus- lande« an. Für Leipzig nehmen Be- stellungen an: Dia to« Expedition, Hohestraße 4. die Genossenschasts- jjijj tuchdruckerei, Zeitzcrstraße 44. 8. Bebel, Peterstraße 18. 3. Müller, Bayerschestraße — 8b, m. taz incr big auj rdn' �lkonnementspreis: Für Preußen iucl. Stempel» stcuer l? Sgr., für die übrigen Deutschen Staaten 12' /2 Sgr. pro Quartal, pro Monat 4'/2 Sgr. Für Leipzig und Umgegend pro Quartal 13 Nzr. Filialexpeditioncn für die Vereinigten Staaten: F. A. Sorge, Lox Kit llobvkvn, N. J. via Newyork. G. A. Lönnecker, 155 W. Lake Chicago(III.) OrgandersozialdemokratischenArveiterparteiundderinternationalenGeverksgenoffenschasten. Nr. 21. Mittwoch, 12. März. 1873. Nd' �Ng« fest' Des sächsischen Bußtags wegen� erscheint Nr. 22 einen Tag früher. dlcr R-f ne» d. ion. Oi uni d-i Oft' he» 'jJ io» 'tot lOki iot< itf» Ä dn .•ts auch schon aiikunbigen müssen, daß vre Reichsregierung für ihre Soldaien„mehr Geld" braucht lchie Kleinigkeit von 3u— 40 Millionen Thaler pr. Jahr!), und„neue Steuern"(notorisch eine Tavakstencr) anfzulege.r beabsichtigt. So ist die deutsche ReichSregiecnng denn in ver wohl einzigen Lage, gleichzeitig an Gelouverftuß uno Gelb- mangel zu laboriren— ei« scheinbarer Widerspruch, der in dem Wort:„Militärstaat" seine Erklärung findet. Der Staat, welcher seine Mission dann sieht, möglichst viel„Unterlyaneu" auf Jahre hinaus zur Tragung eines bunten Rocks und zum systemau- scheu Zeit- und Meiischenlodtschlag zu vecnrlyerreu, wirb nie genug Geld haben, und wenn vas Gold auf der Srrage liegt.— Das Institut der heutigen Schwurgerichte hat einen neuen Triumph zu verzeichnen, der dem des Leipziger �ochverrarhö- prozesseS und des Prozesses Rammle« würdig zur Seite sieht. Ww meinen den Blumenstraßeii-Krawall-Prozeß, der ,ich soeben in Berlin abgespielt hat. Der betreffende Krawall Halle. wie die Leser sich erinnern werden, im Sommer(Juli) des vorigen Jahres stall; den Anlaß bildete das brutale Benehmen emes Berliner Hauswirths, den Grund die in Berlin seck Jahrzehnten herrschende Erbitterung gegen das durch seine Rvhhnl uno Er» prefsungswuth weltbernchligle Geschlecht der Berliner Hauswathe. lieber die Natur deS Krawalls herrschte von Anfang an nicht der leiseste Zweifel, um so weniger, alö man schon l»ll2 l» Berlin einen ganz ähnlichen Ausbruch erlebt hatte. Es kam freilich zu heftigen szenen und zu großartigen Verkehrsstörungen, welche vaö Einschreiten der Polizei nolywendig machlen, allein von „Aufruhr" zu reden, ist angesichts der offen zu Tag liegenden Motive einfach lächerlich, und ist auch keinem uiivefangenen Meil- schen eiligesallen. Trotzdem lautete die Anklage nach mehr alö halbjähriger Iluterjuchuug und ebensolanger Untersuchungshafl eines Theds der Angeklagten auf„Aufruhr"; der Hr. Staatsanwalt schwenkte die rothe Fahne, welche von bezahilen Regie- rungsageiiien für solche Fälle parat geHallen wird, vor den Augen der' einsetzten Geschworuen, und— die Geschworuen erkannten auf Schuldig gegen fast alle Angeklagten, worauf von dem Gerichtshof strafen bis zu 4'/-jährigem Zuchthaus ver- hängt wurden! Kurios und lehrreich ist, wie sich der Berliner„Neue Sozial demokral", dessen Artikel„a la Marat" indirekt vom Staatsanwalt zur Erwirkung des Schuldig benutzt worden sind, zu diesem schmachvollen Urthed verhält. Wohlan, vie Schreiber„a la Marat" können es dem Staatsanwalt nicht übel nehmen, daß er die rothe Pol>zeifahne den Geschworuen vor ver Nase hernmgeschwenkt; dw Schinder„ä la Marat"„halten das Verdikt der Geschwornen aus naheliegenden Grün fakturarbeiter beginnt an den Wochentagen Morgens um'/stj Uhn-(? und endet um V,7 Uhr Abends, Sonnabend um'/»S Uhr. Von Ich dieser Zeit sind abzurechnen 2 Feierstunden: Stunde sür's Frühstück, fünf Viertelstunden für Mittagessen und eine Viertel-, sui stunde für Vesperbrod. Die Zahl der wöchentlichen Arbeitsstunden!ul beträgt so 64,— fünf weniger als früher, und der Wochenlohn Di verbleibt derselbe. Dieses Abkommen gilt für Barcelona, Gracia, Sans, San Andres de Palomar und San Martin de Provensals,; In den Fabriken von Ministrol, Bauma de Castelvell, Taya, Papiol und Cornella ist die Arbeitszeit von 75 Stunden auf 68 wöchentlich herabgefetzt worden." Die„Revisia Social" ermahnt in feurigen Worten zum Fortschreiten auf der betretenen Bahn, � und zweifelt nicht, daß die Arbeiter in ganz Spanien zu ähnlichen Resultaten gelangen werden.— Wie wir ferner der„Revista Social" entnehmen, ist ein Strikc der Handweber von Moya, � nach zwölfwöchentlicher Dauer, zu siegreichem Ende geführt wor- den. Der Fabrikant Jose Casamitjana Capeta, der sich so hart- näckig einer kleineren Lohnerhöhung widersetzt hatte, scheint durch i c die Proklamirung der Republik mürbe gemacht worden zu sein.—. lieber eine großartige sozialistische Demonstration in Barcelona berichtet die„Revista Social": 11 „Am 13. Februar fand auf dem Eatalonierplatz ein großes � Meeting statt, welches alle bisher in Barcelona vorgekommenen T Manifestationen weit hinter sich ließ. Mehr als 30,000 Arbeiter 1 aus den verschiedensten Quartieren nahmen Thcil an dieser Mani- estation, deren Zweck war, für die sozialistischen Ideen Propa- i�> ganda zu machen, die Zahl der Mitglieder zu vermehren und für � die Reduktion der Arbeltsstunden eine Bewegung zu beginnen. K Unsere Brüder von Sans, Gracia, San Martin und andern IS Orten waren durch eine große Anzahl Arbeiter vertreten, so daß die Fabrikarbeiter in der Majorität waren. Verschiedene Reden In wurden gehalten und alle zu Gunsten der Internationalen Arbeiter- iju association. 5 Das Resultat dieses Meetings war so günstig, daß Hunderte!K von Indifferenten oder bis dahin der Association Fernstehenden sich als Mitglieder der Internationalen haben einschreiben lassen."! Daß die Barcelona'schen Arbeiter nach dieser Demonstration!H nicht die Hände in den Schooß legten, haben wir oben gesehen, iba — ist Von Seiten der snöpendirten Fürther Mitgliedschaft sind uns 3 längere Schriftslücke zur Veröffentlichung im„Volksstaat" zugegangen: 1) ein Protest gegen das ganze Verfahren Hork's in dieser Angelegenheit; 2) eine Darlegung der Gründe, welche die Fürther Mitgliedschaft zur Ausschließung Memminger's veranlaßt hatten, und 3) nne Widerlegung des von Vork unterzeichneten Erlasses in Nr. 15. Wir können diese Aktenstücke, die beiläufig mindestens eine Nummer des„Volksstaats" füllen würden, un- möglich zum Abdruck bringen, ohne die Parteiinteressen auf's Ernstllchste zu schädigen. Eine Polemik mit den Parteibehörden gehört entschieden nicht in das Parteiorgan.— Mögen die Fürther Mitglieder die betreffenden Aktenstücke einstwcden den Vertrauensmännern zur Kennlniß bringen, und den Spruch des jb< Congresses, der höchsten und in diesem Fall einzig koinpetenten chi Parteiinstanz abwarten. Constatirt sei bloS, daß die Fürther Mit-'h gliedschaft?)ork der Parteilichkeit und Voreingenommenheit zeiht, jbi daß sie daS gegen sie beobachtete Verfahren für willkürlich erklärt, si< daß sie den Vorwurf unsozialistischer Gesinnung entrüstet zurück- Iw weist, und daß sie speziell sämmtliche Anklagen und Behauptungen bl des Erlasses in Nr. 15 ins Eaizelste zu widerlegen versucht. Noch'' ei erwähnt, daß die Fürther Mitgliedschaft einem Agenten der Herren Hasenklever, Hasselmann u. Co., einem gewissen Stöhr, der sofort auf die Nachricht von den Nürnberg-Fürlher Zerwürf- nissen an Beckendahl und Löwenthal abgeordnet worden war*), um sie für den Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein zu gewinnen und als Keil in unsere Organisation einzuschieben, ohne Um- 'tände die Thüre gewiesen hat, und in den uns vorliegenden Schriftstücken die Versicherung gibt, nach wie vor mit aller Kraft Ar die Partei zu wirken. den durchaus nicht für ungerecht"(wörtllch! S. Nr. 27 des„'Neuen Sozialdemokrat" S. 1, Sp. 2, Z. 20 von oben); nur sei die Strafe„sehr sehr hoch"— kurz, die Schreiber„a la Marat" haben es fertig gebracht, in dlefec Angetegenheil, die ein Prüfftein für sie war, serviler zu seui, als die na- tioualservilen Bourgeoisblätter Berlins, die fast fämml- lich das llrtheU für ungerechtfertigt erklärt haben! Natürlich hindert das die Schreiber„ä la Marat" nicht, gleich in der nächsten Nummer wwver im bekannten, nicht fuselfreien Rinaldo. Rinaldini-Styl einen wnthschnaubenden Erguß über „Hungertyphus" vom Stapel zu lassen, welcher'Erguß jeden mit der Taktik der Hrn. Wagencr und Sueber nicht vertrauten Spießbürger von Kopf bis zu Füßen mit einer GanShant bedecken maß. ginn— Hr. Wagener ist momentan in Schwulitäten uud wir werden wohl in uächster Zeit viel von der„rothen Fahne" hören und sehen. Die Tugendmarottc muß diesen elenden Phdisteru ausgetrieben werden!— In dem(S. d. vorletzte Nr.) von uns mitgetheilten Aufruf der„Revista Social" wurde die Einschränkung der Arbeits- zeit als nächste Forderung der spanischen Arbeiter hingestellt. Aus der neuesten'Nummer des genannten Blattes ersehen wir, daß die spanischen Arbeiter mit Nachdruck und Erfolg für diese Foiderung eintreten.„Die Bewegung für die Vermuiderung der Arbeitsstunden, schreibt die„Revista Social", greift mächtig um sich, und hat die günstigsten Resultate, welche nicht ausble.ben können, wo Einigkeit und daS Bewußtsein der Solidarität vor- Händen sind. Seit dem 14. Februar, der als Anfang der Be- wegung gelten muß, haben in und um Barcelona verschiedene d (I �eug.nß gegen>hu selbst ablegt, eingefallen sein und— der Conferenzen von Arbeitern und Arbeitgebern stattgehabt und zu Richter des Handelsgericht Elsner von Gronow ist plötzlich einem Abkommen geführt. Auf emer Zusammenkunft am Ib. Febr. gestorben und dessen Sekretär Behl hat den nämlichen guten z wurde festgesetzt: die Arbeitszeit der Weber,. Spinner und Manu- Die Aussperrung der Buchdruckergehilsen ist zur Thatsache geworden. Nach den bis zum 9. März reichen- den Nachrichten ist in den Städten Breslau, München, Magde- bürg, Braunschweig, Hannover, Cöln, Lahr die Kündigung. der Ver« banvsmitglieder erfolgt und viele andere größere Städte werden ein Gleiches thun. Angesichts dieser neuen Wendung der Dinge und in der sicheren Voraussicht, daß die Buchdruckergehilfen zu schwach sind, den Streich der vereinten Prinzipale zu panren, bringt das Organ der Buchdrucker, der„Correspondent", folgenden Aufruf. „An dem heutigen Tage beginnt der Entscheidungskamps, ein Kampf um die Gleichberechtigung zwischen Kapital und Arbeit. Der„Deutsche Buchdruckerverband", eine der am festesten orgaui- firten Gewerksgenossenjchaften, soll vernichtet und dadurch die Bewegung auf lange Zeit gelähmt werden. Alle Gau- und OrtS- Vorsteher wollen sofort Veranstaltung treffen, diejenigen Arbeiter- kreise, welche bei der Gewerksgenosseusckafls-Bewegung interesfirt sind, von der Sachlage zu unterrichten und deren Htlfe zur Durch- fuhrung dieses Kampfes in Anspruch zu nehmen. Etwaige aus Arbeiterkreisen eingeheilde Geldunterstüynngen in Empfang zu nehmen und in den betr. Bezirken zu verausgaben, sind die Herren Gauvorsteher unter der Voraussetzung ermächtigt, daß sie Avrech- nung s. Z. an das Verbands Präsidium einsenden." Es unterliegt keinem Z ve.fel, daß die Arbeiter Deutschlands ihren bedrängten Arbeltsgenossen die möglichste Hilfe leisten werden; vor Allem aber sind die Gewerksgenossenschasien in der Lage, schnell � und auSgiebig zu helfen. Da find u. Ä. die Cigarrenarbeiter, die � Goldarbeder, die Hutmacher, die Schuhmacher, die Gewerkoereine. Herbei Alle, Alle herbei. Es gilt, den Trotz der übermüthizen Ntchtsthuer zu brechen; eS gilt, die Arbeiter vor der Schande einer 'Niederlage zu bewahren. Lege'Niemand diese Nummer des„Volks- staat" aus der Hand, ohne den festen Vorsatz gefaßt zu haben, sein Möglichstes zur Unterstützung der Buchdrucker beitragen zu wollen. Etwaige Unterstützungen sind zu senden an den Schriftsetzer Gotthelf Lamm, V reins- Bnchdruckerei Leipzig. München, 9. März. Gestern Abend wurde in den sämmt- lichen Blichdruckereien mit Ausschluß von zweien(Fränkl und March n er) von Seite der Prinzipale gekündigt. In einer gestern Abend abgehaltenen Buchdruckergehilfen-Versammlung ist beschlossen, *) Wie den Lesern des„Neuen" bekannt ist, hat letzterer großes Geschrei erhoben, weil wir angeblich mit Herrn v. Schweitzer uud der Hamburger Opposition gemeinschaftliche Sache machten Hier bei der Sendung Stöbr's stellt sich auf's Neue heraus, wer eigentlich die Spal« lungen unter den deutschen Arbeitern schürt. Die Ablrumpsung Slöhr's wird aber dem„Neuen" gezeigt haben, daß in unfern Ruhen für ihn Nichts zu holen ist. V-Ki Ausschluß anzunehmen. Ungefähr ISO Drucker und Setzer- n»ehilfen sind beiheUigt. s Krankfurt a. M., 8. März. In der heutigen zahlreich de- -.suchten Mitgliederversammlung unsrer Partei wurde folgende Reso- n lution angenommen, deren Abdruck im„Volksstaat" beantragt wird. n Die Resolution lautet: i,„Die heute versammelten Mitglieder der sozialdemokratischen !. Arbeiterpartei erklären den von den Prinzipalen bedrängten Buchdruckern ihre volle Sympathie; wir erklären uns zur that- S' kräftigen Unterstützung der Buchdruckergchülfen bereit, wir halten t alle Arbeiter hierzu für verpflichtet und fordern die Behörden :, der sozialdemokratischen Arbeiterpartei auf, in diesem Sinne zu a wirken." a! Diese Resolution ist einstimmig angenommen worden. Gewerksgenossenschaftliches. Internationale Gewerksgcnossenschast derJDtanrer und Zimmerer. Dresden. Kassenbericht des II. Quartals, vom Monat October dis mit December 1872. Einnahme: Von den Mitgliedschaften Trespen 9 Thlr. IL Gr. 5 Pf., Köln 5 Thlr., Chemnitz 24 Thlr. 1 Gr. 1 Pf.(December nicht mit eingerechnet), Regcnsburg 8 Thlr. If> Gr.(December nicht mit eingerechnet); Zinsen von ausgeliehenem Kapital I Thlr. 2t) Gr. 2 Pf.; Sunima 48 Thlr. 22 Gr. 8 Pf. Ausgabe: 8 Thlr. 27 Gr. 6 Pf. Bleiben 39 Thlr. 25 Gr. 2 Pf. Kassenbestand vom vorigen Quartal: Baar 20 Thlr. 16 Gr. 3 Pf. Summa Summarum 60 Thlr. 11 Gr. 5 Pf. Die Gcsammtsumme des bestehenden Kapitals beträgt bis jetzt 119 Thlr. 11 Gr. 5 Pf.; davon sind zinsbar angelegt 104 Thlr. ju �5 Procent. Bleiben in Händen des Kassirers 15 Thlr. 11 Gr. Karl Zimmermann, Kassirer. Georg Hausding, Controleur. kb Ziegelgasse Nr. 7 III. Marieustraße'Nr. 8 III. dkU. Diejenigen Mitgliedschaften, welche nut den Beiträgen zur Hauptkasse noch im Rückstände stehen, werden ersucht, dieselben baldigst anher einzusenden. Ernst Knof, Vorsitzender. Correspondenzen. Leipzig, 9. März. Das gegen den verantwortlichen Redakteur ft d. Bl. wegen Beleidigung deS deutschen Reichsoberhauptes auf drei Monate Gefängniß lautende Erkenntniß der zweiten Instanz ist von dem Appellationsgericht bestätigt worden.— Wegen durch Verbreitung der Zehn Gebote im Reich der Gottesfurcht und frommen Sitte begangenen gleichen Vergehens ist der Expedient beS„Volksstaat", Fink, nunmehr auch in zweiter Instanz zu drei Monaten Gefängniß verurtheilt worden. Leipzig, 27. Febr. Unsere Leipziger Patrioten beabsichtigen den im„heiligen" Krieg Gesallenen ein Denkmal zu setze». Die n hiesige Gewerbekammer unterstützte diesen Plan, indem sie in einer :» ihrer letzten Sitzungen beschloß, eine allgemeine Sammlung unter t,!den Gewerbetreibenden und Arbeitern zu veranstalten; wenn es l, sich um's Zahlen handelt, können die Letzteren ja nicht umgangen werden. Unter dem 18. Februar berichtet nun das„Leipziger Tage- u blatt" triumphirend, daß in einer hiesigen lithographischen Anstalt h kl» paar patriotische Lehrburscheu zusammengetreten seien und einen r Thaler für daö Denkmal gesteuert hätten. Es hofft auf Nach- , ahmung. Wir sind heute in der Lage, über denselben Gegenstand auch etwas zu veröffentlichen, das aber schwerlich nach dem Ge- schmack deS Leipziger Tageblatts und seiner Patrone sein dürste. Unter den hiesigen Drechslern wurde in Folge der Anregung der Gewerbekammer auch gesammelt. Der Herr Obermeister ui eigner Person übernahm das patriotische Amt. So kam er auch in dis Bebel'sche Drechslerwerkstatt, zog sein Circulair heraus, las es vor und bat um die klingende Zustimmung. Aber in die Lowengrube zu gehen ist mindestens unvorsichtig, das wurde auch der Herr Obermeister gewahr. Der anwesende Werkfühcer, Herr Schösset, erklärte in seinem und seiner Eollegen'Namen, zwar in aller Höf- lichkeit aber sehr entschieden, daß sie für einen solchen Zweck kein Geld hätten, sie seien Socialdemokraien und hätten den Krieg verabscheut, wolle man den bedaucrnswerthen Opfern des Kriegs ein Denkmal setzen, dann möchten das D ejenigen besorgen, welch: den Krieg gut geheißen. Handele es sich um Unterstützung eines verunglückteii Arbeiters, dann wolle man sehr gern sein Scherflein nach Kräften beitragen, für den vorliegenden Zweck nicht. So wußte der Heir Obermeister unverrichteter Sache abziehen und es sollte uns sehr freueil, wenn es den Collectanten in recht vielen Arbeitslocalcn ähnlich gegangen wäre. Leipftg, 5. März. Mit welcher Rücksichtslosigkeit die Herren Arbeitgeber Hierselbst auftreten, davon können Proben zum Besten gegeben werden. Leider ist unter den Eollegen(Schneider), mit geringen Ausnahmen, der JnvifferentiSinus so arg eingewurzelt, daß an bessere Zustände vorläufig nicht gedacht werden kann. Erwähnenswerth, obgleich bedauerlich, ist, wenn größere Geschäfts- Inhaber ihre Arbeitsräume 4 Wochen den Gehülsen veischließen, um ja die Heizung der betr. Werkstätten zu sparen. Die Gehnlfe» mögen zusehen, auf welche Weise sie durchkommen. Alsdann hat der Meisterverein, welcher seit dem Str.ke stets mit väterlicher «Fürsorge" uns bedacht, den Beschluß gefaßt, für das Sieges- denkmal, welches die Leipziger Bourgeoisie projcctirt und dafür bettelt, unsern Krankenkassengelder-Eiusamniler zu instruiren, bei uns dafür zu betteln und Beiträge gnädigst in Empfang zu neh- wen. O heilige Einfalt! Jedenfalls werden sich die Herren ui» unsre Patrioleiipfennige verrechnen; sie würden besser thun, wenii ihre Zuneigung und Annäherungswuth uns gegenüber so groß ist, ihrem Verlprechen gemäß dieses Frühjahr uns rechtzeitig mil einer Lohnzulage entgegen zu kommen. Doch ist in dieser Be- Ziehung, wenn von uiiserer Seite nicht Maßregeln ergriffen werde», nicht daran zu denken, daß sie ihrem Versprechen gemäß handeln. Luckenwalde, 28. Febr. Auf der Agitationsrcise des Herrn I. Auer hatten wir Gelegenheit, am Sonnabend, den 22. Fe- tt>ar_ denselben in Jüterbogk über die schlechte Lage der arbeitenden Klasse, die Mittel und Wege zu ihrer Besserung sprechen zu hören. Derselbe sprach in einem eiiiundeinhalbstündigen Vortrag über die englische»,� sranzöjischen und deutschen Arbeiterverhältnisse und wies Vach, daß nur in der Emchtnng des sozialdemokratischen Volks- staats und durch die Aufhebung der kapitalistischen Produkiions- Meise die Lage der Arbeiter zu bessern sei. Daß jedoch nicht mehr wie früher das Maiina vom Himmel falle, sondern die Arbeiter I'ch vielmehr ihre Rechte erkäinpfen müßten. Dazu sei jedoch furo J-nle»othwcndlg, daß sich die Arbeiter um ihre Interessen zu kam- mern harten und verpflichtet seien, einzutreten in die sozialdemo tische Arbeiterpartei, daß sie ferner ihre Stimmen bei den Reichs- tagswahlen auf die Arbeiterkandidatcn vereinigen müßten, welche besser als alle Gutsbesitzer der Welt wüßten, was dein Arbeiter fehle. Der Bortrag wurde mit dem größten Beifall aufgenommen und gründete sich eine Mitgliedschaft von vorläufig 13 Mann.— Am Montag, den 24., sprach Herr Auer über die Reaction und deren Bestrebungen und die Wiederwahl Bebels. Des eingetrete- neu schlechten Wetters wegen war die Versammlung nicht nach Erwarten besucht. Referent erntete jedoch nach seinem gediegenen und fließenden zweistündigen Vortrag den uiigethejltesten Beifall. Was das hiesige Parteileben anbetrifft, so erkennen die Arbeiter immer mehr und mehr, daß nur im demokratischen Sozialismus die wirkliche Erlösung der darbenden Menschheit zu finden sei. Ausführlicher Bericht über die Thätigkeit der hiesigen Mitglied- schast wird nächstens folgen. ZSeimar, 28. Febr. Einem längst gefühlten Bedürfnisse ist endbich auch bei uns abgeholfen: auch wir haben nun unseren MajestätSbeleidigungsprozeß. Der meistbeliebteste Mann der Welt, der Kaiser von Deutschland, ist auch bei uns beleidigt worden. Die bösen Sozialdemokraten!— Am 2. Septbr. v.J. beging die sozial-demokratische Partei in Apolda, gegenüber des an jenem Tage besonders widerwärtig hervortretenden delirium teutonicum, eine Anti-Sedanfeier. Drob mit den gemeinsten Schmähungen im„Apoldaer Tageblatt" überschüttet, erließen die Veranstalter dieser Feier I. Dorn und E. A. Reichelt eine durchaus sachlich gehaltene Erklärung, in der sie die Stellung der Sozialdemokratie zur Erfolgs und Machtanbetung und den im dynastischen Interesse geführten Kriegen darlegten und unter Anderem sagten:„sie(die Gegner) wollen an solchen Gedenktagen Muth zu neuen Kriegen machen, wir wollen der Menschheit denselben nehmen, für Leute ihr Leben aufs Spiel zu setzen, welche ihr Leben lang nur als Feinde des Volks zu betrachten sind; denn wenn sich die Fürsten raufen, so lassen die Bauern die Haare, und was die Fürsten sündigen, müssen die Völker büßen." In dieser Auslassung hatte der Staatsanwalt eine Beleidigung des deutschen Kaisers und des Landesherrn erblickt und deshalb Strafantrag gegen Dorn'und Reichelt gestellt. Trotz der glänzenden Ausführungen der Ver- lheidiger Dr. Keil und Luden wurden durch das am 5. Februar publiarte Urtheil des hiesigen Kreisgerichts die beiden Angeklagten der Beleidigung des Kaisers schuldig erkannt und zu 2 Monaten Gefäilgniß verurtheilt, während sie von der Beleidigung des Landesherrn fteigesprochen wurden. In dem Urthelle war aus- geführt, daß es offenbar eine Beleidigung sei, wenn einem Fürsten nachgesagt werde, daß er ein Feind des Volkes sei, also seine erste Herrscherpflicht verletze j uud� daß er lediglich in seinem Interesse Krieg führe; der ganzen Sachlage nach könne damit niemand anders genieint sein als der deutsche Kaiser. Indessen ist die Behauptung, daß der Krieg lediglich im Interesse des Kaisers geführt worden sei, an keiner Stelle des betreffenden Artikels zu lesen, und was die weitere Behauptung des Urtheils betrifft, daß ein Fürst, um Feind des Volkes zu sein, seine ersten Herrscher- pflichten verletzen inüsse, so hat dasselbe wohl nicht bedacht, daß auch ohne eine derartige Verletzung der Herrscherpflichten das In- leresse des Fürsten mit dem des Volkes sehr wesentlich collldi- ren könne. Die Schlußfolgerung,„daß auch gegen den deutschen Kaiser dieser Vorwurf(Feind des Volks zu sein) erhoben werden sollte," da der Artikel aus Veranlassung der Sedanfeicr, in welcher der Kaiser„der Führer in der Schlacht" gewesen, erscheint nns ziemlich kuh», besonders da der incriminirte Artikel des Kaisers auch mit keiner Silbe erwähnt, sondern nur von den Fürsten überhaupt spricht, so daß eben so gut Louis Napoleon wie der Kaiser von Ehina gemeint sein können.— Eine Beleidigung des Landesherrn, der ja auch ein Fürst ist, fand der Gerichtshof in dem betr. Artikel nicht!— Genug! steht Weimar doch nun nicht mehr vereinzelt da im Kaiserreich Deutschland! Wie würde sich der alte„Hofdichter" Horaz verwundern, wenn er erführe, daß sein: qnidqnid deliraiit reges, plectuntiir Achivi, das Luther so trefsenv derb übersetzt:„Wenn sich die Könige raufen, müssen die Bauern Haare lassen", eine Majcstätsbeleidigung enthalte!— Eine Appellalion haben wir aus lokalen Gründen gegen das Urtheil nicht angemelvct. Reichelt hat seine Strafe bereits an- getreten. Kamvurg. Es steht hier ein Strike der Seeleute in Aus- ficht, dem sich sämmtliche Matrosen der'Nord- und Ostsee anschließen werden. Die Matrosen verlangen eine Heuer von 18 Thlr., wah rend dieselbe bisher nur 14— 16 Thaler betrug. Die Forderung ist um so gecechlsertigter, wenn inau bedenkt, daß die Schiffrheder, für welche die Matrosen und die andern Schiffsveamten arbeiten, Millionäre oder mindestens Huilderttauseiidthaler-Männer werde». Kamvurg, 3. Maiz.„Der Buchbinder-Eongreß in Nürn- berg, Ostern 1873." Mit dieser Tagesordnung hielten wir hier am 16. Februar eine öffentliche Veriammlung der Buchbinder- gehülfen ab, welche folgende Resolut. on annahm:„Die heutige offtmliche Versammlung der Buchbindergehülfen von Hamburg und Altona hall einen in nächster Zeit tagenden Buchbinder- Eongreß für notywendig und zeitgemäß, erklärt sich aber auf's Ent>chledenste gegen eine centralisl.sche Organisation inmitten ihrer Gewerkichasl und befürwortet die locale Vereinigunz allerorts, in welcher nach Kräften das socialdemokratische Prinzip(als einzig ravicales Mittel) zur Hebnng des Arbeitcrftandes zu verbreiten ist. G. A. Lütckens, Schriftf. Arankfurt a. M., 2. März. Gestern Abend besprachen wir in unserer Parteiversammlnng die„Internationalen Gewerkschaften". Es waren auch einige Mitglieder des Allgem. Deutschen Aibeiter- Vereins anwesend; sie betheiligten sich an der Besprechung und äußerten sich gegen internationale Gewerkschaften, während sie freilich ihre Sympathien für alle Arbeiter hervorhoben.— Die Debatten blieben sachlich und bewahrten im Ganzen einen an- gemessenen Ton. Hörlitz, 26. Februar. Alle hiesigen bei heutiger Versammlung anwesenden Schneivergesellen haben in Anbetracht ihrer bedrängten matecieUen Lage beschlossen, eine Lohnerhöhung zu bewirken, und werden für dieses Project Mann für Mann slreöen. Jedem zu- reisenden Eollegen wird es hiermit an's Herz gelegt, sich genau über die hiesigen Verhältnisse zu iuformiren, ehe er hier in Arbeil tritt. Anskunst wird crtheilt durch das Arbeits-NachweisungSbureau, Jüdenring Nr. 1, 1 Treppe. Kst:n, 26. Februar. Die Agitation im Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein. Kurz vor meiner Abreise aus dem Rheintand sehe ich mich veranlaßt, zu Nutz und Frommen aller Parteigenossen, welcke eine baldige Bereinigung beider sozialdemo- k.atijchen Fraktionen nicht allein wünschen, sondern auch in kurzer Zeit sür möglich halten, ein kleines Beispiel anzuführen, wie unsere Bestrebungen nach Vereinigung bei jenen fanatischen Anhängern des..'Neuen" ausgenommen werden. Fast jeden Sonntag halten d�e hiesigen Mitglieder des Allgemeinen Deuischen Arbeitervereins öffentliche M.tglicderversainmlungen ab, zu denen Jedermann Zn- tritt hat. Am 23. d. M. besuchte der Unterzeichnete in Beglei- tung des Hiesigen Vertrauensmannes Mühlenbeck, sowie noch mehreren andern Parteigenossen, die öffentliche Mitgliederversamm- lung. Selig, welcher Tags zuvor aus einer ü'/zwöchentlichen Untersuchungshast entlassen war, hielt zuerst einen Vortrag über die Leiden der Haft u. s. w. Nach ihm ergriff Hertzig das Wort, welcher in längerer Rede auf die nächsten Reichstagswahlen und die Feinde der sozialdemokratischen Parteien hinwies. Als die verabscheuungswUrdigsten aber wurden die sogenannten Ehrlichen (Eisenacher Partei) bezeichnet. Diesen gegenüber müsse keine Scho- nung geübt werden u. s. w. Lauter Beifall seiner fanatischen Anhänger folgte seinen verrückten Auseinandersetzungen. Während der nun eintretenden Pause meldete sich der Unterzeichnete zum Wort. Das Wort erhielt derselbe jedoch nicht, sondern statt dessen wurde ein eingelaufener Antrag vom Vorstandsmitglied der hie- sigen freireligiösen Gemeinde Herrn Lupp verlesen. Der Antrag lautete wörtl ch:„Falls Herr Scheil sich zum Wort melde» sollte, so möge er erst erklären, wie er die Agitationsgelder verwendet." Da zur Begründung dieses sinnlosesten aller Anträge sich Niemand zum Wort meldete, so erklärte Unterzeichneter, daß er nur seiner Parteibehörde dafür verantwortlich sei, aber nicht einer Mitglied- schast deS Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins. Statt alles An- deren wurde nun von Selig beantragt, die Eisenacher Ehrlichen sollten das Lokal sofort verlassen. Als ihm von der andern Seite entgegnet wurde, dazu habe er gar kein Recht in einer öffentliche» Versammlung, bot dieser fanatisibe Hausknecht Hasenklevers seine brutalen Anhänger aus und die Ehrlichen wurden fzur Thür hin- auSgedrängt— welcher glorbeiche Sieg! In Folge dieses glorreichen Sieges und mehreren früheren Rohheiten ist ihnen vom Wirth das Versammlungslokal gekündigt. Früher war es einmal Sitte, daß, wenn einige Anhänger un- serer Fraktion den Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein besuchten, im„Sozialdemokrat" zu lesen war, daß man dieselben in der Debatte gründlich heimgeleuchtet. Heute scheut man sich, ihnen das Wort zn ertheilen, und zwar aus Furcht, was jeder Einge- weihte sagen muß, denn die maßgebenden Wortführer dort wissen sehr wohl, wie faul es in ihrem Staate Dänemark aussieht. Sie mögen nur so weiter wirthschaften und jeder vernünftige Mensch dreht ihnen verachtungsvoll che» Rücken zu. Ein Mangel an in- telligenten Kräften ist schon seit lange in ihren Reihen bemerkbar. — Dresbach, der große Generalbevollmächtigte für Rheinland und Westfalen, ist ein lebender Beweis dafür. Keinen eignen Ge- danken ist dieser Mann zu produciren im Stande. In Hörde war er am 23. in der Tabaksstener-Agitation thätig und hat dort in seinem Referat hineingeschoben, was er am Mittwoch vorher in Duisburg durch die Redner unserer Partei prositirt hat. Mit sozialdemokratischem Gruß Julius Scheil. Mainz, 5. März. In der Versammlung deS Arbeitervereins „Vorwärts", im Lokale des Herrn Garrez, wurde am Samstag in Betreff der Tagesordnung:„Die Aussperrung' in der S. Wolf'- scheu Schuhfabrik, folgende Resolution gefaßt: „Die heutige Versanimlung des Arbeitervereins„Vorwärts" fordert alle Arbeiter auf, die ausgesperrten Arbeiter der S. Wolf'- schen Schuhfabrik materiell zu unterstützen; durch die in der Ver- sammlung gegebenen Aufschlüsse von Seiten der Commission haben wir die Ueberzeugung, daß das Borgehen des Herrn Wolf ein Vorpostengefecht deS Kapitals gegen die Arbeit ist, um die Ver- einigungen der Arbeiter zu sprengen. Es ist deshalb die heiligste Pflicht eines jeden Arbeiters und Arbeiterfteundes, die Schuh- macher in diesem Kampfe materiell zu unterstützen; denn der Wahlspruch ist: Siegt Herr Wolf, so sind alle Arbeiter dem Kapital gegenüber verloren, gehen dagegen die Schuhmacher der Wolk'schen Fabrik siegreich aus diesem Kampfe, dann haben alle Arbeiter einen Sieg durch diesen Sieg errungen." Um dieser Resolution auch die That folgen zu lassen, wurde den Schuhmachern eine ansehnliche Summe aus der Kasse des Vereins sofort ausgehändigt. Kamvurg» Altona. Es droht hier ein Strike der Schuh- macher auszubrechen. Vor Zuzug wird gewarnt. Weiterer Bericht folgt. Briefe sind zu senden an Herrn Bartels, Friedrichsbader- straße Nr. 61 in Altona. Das Comitö. (s>raishammer, 28. Februar. Am 21. d. M. wurde hier eine Volksversammlung abgehalten. Trotz des Hundewetters und der unwegsamen Pfade waren die Arbeiter und Bauern der uinliegen- den Jndustriedörfer so zahlreich erschienen, daß der große Saal ver Freund'schen Wirthschaft vollständig überfüllt war. Als Re- fercnten waren Memm inger und Grillenberger aus Nürnberg erschienen, welche die Aufmerksamkeit der Anwesenden namentlich auf die einzuführende Erhöhung der Tabaksteuer zu lenken wußten. Nach sehr lebhafter Debatte wurde eine Resolution— ein energischer Protest gegen die Tabakssteuer— einstimmig angenommen und beschlossen, dieselbe durch den Reichstagabgeordneten A. Bebel dem Re.chstage zur Kenntniß zu bringen. Die Partei selbst hat sich durch die Behandlung dieser Angelegenheit neue Sympathieen in unserem Orte und den'Nachbardörfern gewonnen. In den nächsten Wochen finden weitere Volksversainmlungen mit derselben Tagesordnung in Nürnberg, Wöhrd, Fürth zc. statt. Busch, Vertrauensmann. Wien. An die Tapezierer Deutschlands! Sämmtliche Tape- zierergehülfen werden aufgefordert, in' ihrem eigenen Interesse den Zuzug nach Wien möglichst hintanzustellen, da schon jetzt eine große Anzahl College» ohne Beschäftigung ist, deren Zahl sich bis zur Eröffnung der Weltausstellung erheblich erhöhen dürfte. Im Namen des Fachvereiiis der Tapezierer Wiens. Fr. Kaufmann, Obmann. L. Werner, Schriftf. Alle Arbeiterorgaue werden um Abdruck dieses gebeten. H'hilad.'tphia. 2. Febr. Mit Stolz drücken wir euch die Bruderhand, ihr Wähler des 17. ReichstagSwahlbezirks in Sachsen. Ihr habt gezeigt, daß ihr verstehet Gebranch zu machen von dem Recht, welches euch zustehet, ihr habt gezeigt, daß es nicht Sache eines Richters, sondern daß es eure Sache ist, einem Mann das von euch gegebene Vertrauen zu entziehen, ihr habt gezeigt, daß ihr eine eiserne unzerbrechliche W.llenskraft besitzet, ihr versteht die Zeck, in welcher wir leben. Vorwärts, es wird, es muß die Zeit kommen, in welcher kein Hochverrath, keine Majestätsbeleidi- gung mehr vorkommeii kann. Möge die gesammte deutsche Arbeitermasse sich euch als Vor- bild nehmen, euch nachahinen, mit in eure Reihen treten. In der Fremde lernt man sein Vaterland lieben, in der Fremde lernt in an eS hassen. Wenig ist für nns angethan gewesen, unsere alte Hei- math lieb zu gewinnen. Nichts als Unterdrückung des Arbeiters, nichts als Verfolgung des freien wahren Wortes, nichts als Nieder- tracht. Kann solches Liebe bringen? Aber euer stolzes männliches Auftreten läßt uns die Hoffnung, daß wir es dermaleinst lieben können. Man fühlt sich hingezogen zu euch, um in euren Reihen mitzukämpfen für die Ideen der Freiheit, Gleichheit und Brüder- lichkeit. Welcher Sieg für eure Vertreter! Muß derselbe nicht stolzer auf denselben sein, als der König von Preußen es war, als er über die Franzosen siegte? Hat dieses Mandat nicht einen größeren Werth für ihn, als die Kaiserkrone für den König von Preußen? Nicht erst nach dem Tode muß man den Menschen achten, im Leben soll man ihn erkennen und lieben. Vorwärts Brüder, trotz Ketten und Fesseln. Die Idee der Freiheit stirbt nicht, sie lebt sort. Mit Brudergruß die deutschen Sektionen der internationalen Arbeiter-Assoziation zu Philadelphia. Hhcmnih, 4. März. Nach der„Chemnitzer Fr. Presse" ist Parteigenosse Most heute nach Zwickau abgeführt worden, wo er, nachdem neuerdings noch eine Verurlhcilung zu 14 Tagen Ge- sängniß erfolgt ist, nunmehr noch 7 Monate zuzubringen hat. Er hat sich wegen der Behandlung, deren er dort gewärtig sein mußte, zu gleicher Zeit mit einer Vorstellung an die Zwickauer Anstalts- direktion und das Ministerium des Innern gewandt und ist ihm von ersterer der Bescheid geworden, daß er recht wohl Fleisch- speisen, nicht aber die ganze Kost selbst beschaffen dürfe. Er soll im Allgemeinen die Gefängnißkost esien. Seine Kleider darf er nicht tragen, wohl aber eigene Wäsche und Fußbekleidung. Rauchen darf er ebenfalls nicht, und ob er seinen Bart behalten darf, hängt von der Entscheidung des Arztes ab, d. h. also, es ist höchst wahrscheinlich, daß man ihm denselben nicht abschneiden wird. Alles Uebrige ist zu seinen Gunsten entschieden worden. Er kann sick literarisch beschäftigen, korrespondiren, Zeitungen halten, Licht brennen, ein Kopfkissen mitbringen und braucht nicht in die Kirche zu gehen. Wir hoffen indeß, daß das Ministerium des Innern noch weitere Zugeständnisse machen wird, so daß sich Most wenigstens ebensogut in Zwickau befindet, als in seiner bisherigen Haft. Unsere Genossenschastsbuchdruckerri erfreut sich eines so ausgezeichneten Aufschwungs, daß die Roth- wendigkcit einer erheblichen Erweiterung sich mit jedem Tage dring nider herausstellt. Die neun Setzer und die vorhandene Schnellpresse sind so beschäftigt, daß die Arbeit kaum bewältigt werden kann und z. B. dringend nothwendige Beilagen zum „Volksstaat" zurückgesetzt werden mußten. Wäre das nöthige Be- triebskapital vorhanden, eS unterliegt keinem Zweifel, bei der außerordentlich günstigen Geschäftskonjunktur, die der Leipziger Setzerstrike ganz besonders fördert, wäre cS ein Leichtes, in Kurze ein bedeutendes Etablissement herzustellen, das der Partei großen Nutzen brächte. Aber an Betriebskapital fehlt es noch und deS- halb richten wir hiermit öffentlich au unsere Parteigenossen die Aufforderung, durch Zeichnung von Antheilscheinen a 10 Thlr. und möglichst rasche Volleinzahlung der gezeichneten Antheilscheine die Verwaltung der Genossenschaft in den Stand zu setzen, die unumgänglich nothwendige Erweiterung deS Geschäfts sofort vornehmen zu können. Die Vertrauensmänner der Partei sind überall bereit, Zeichnungen für Antheilscheine der Genossenschaft anzu- nehmen. Der Zeichner ist verpflichtet, in den ersten drei Monaten monatlich mindestens 1 Thlr., in den folgenden Monaten minde- stens'/-Thlr. einzuzahlen, bis der Antheilschein(10 Thlr.) voll eingezahlt ist. Das so verwendete Geld ist kein Geschenk, das er der Genossenschaft macht, sondern so gut wie jede andere Aktie, eine Geldanlage, für die der Geber seine volle Zinsen zieht und die sicher angelegt ist. Statt daß also der eine oder der andere unserer Parteigenossen sein Geld auf eine Sparkasse trägt, wo er es nur gering verzinst erhält und Bourgeoisuntcrnehmungen da- mit unterstützt, lege er es in der Genossenschaftsdruckerei an, es ist dort eben so sicher wie bei der solidest verwalteten Sparkasse; er erhält höhere Zinsen und unterstützt ein Parteiunternehmen im besten Sinne des Worts. Um unnütze Schreibereien zu vermei- den ist es wünschenswerth, daß die Parteigenossen eines Ortes, welche sich an der Genossenschaftsdruckerei betheiligen wollen, die Zeichnungen gemeinschaftlich durch einen Vertrauensmann an den Verwaltuugsrath, Adresse: Chr. Hadlich, Genossenschaftsdruckerei Leipzig, Zeitzer Straße 44, einsenden. Jeder Einsender erhält bei Theilzahlungen eine auf den eingezahlten Betrag lautende Quit- tuug nebst Statut, und sobald der Antheilschein voll eingezahlt ist, gegen Rückgabe der Quittungen den Antheilschein selbst. Es ist gestattet, auf einen Namen bis zu 15 Antheilscheine zu zeichnen, jeder Antheilscheininhaber hat bei Versammlungen eine Stimme. Es ist wünschenswerth, daß auch die Parteimitgliedschaften, Ar- beiter- und Gewerkvereine sich durch Zeichnungen je nach den vor- haudenen Kräften und Mitteln betheiligen. Also, Parteigenossen, frisch an'ö Werk, cS gilt ein Unternehmen zu unterstützen, das uns reichen Segen bringt und einst ein Hanpt-, Grund- und Eckstein unserer Organisation sein wird. fl)[litt Da ick vom 23. Februar ab das Amt als Vertrauens- mann wieder angetreten habe, so ersuche ich hierdurch alle hiesigen Parteigenossen, welche noch mit Partei- und Extrasteuern im Rück- stände find, diese gefälligst an mich entrichten zu wollen, damit wir den Pflichten zur Hauptkassc nachkommen können. Gleichzeitig fordere ich Alle auf, thatkrästig für unsere Sache zu agitiren und für die Verbreitung unseres Organ« alles Mögliche zu thun. Mit Brudcrgruß G. Heinrichs. Nächsten Sonntag Abend Zusammenkunft bei Hang, hinterm Ochsen. Frankfurt a. M. Abends 9 Uhr, in der„Allcmannia", Eingang gr. Eschenheimcrgasse.— Tagesordnung: Vcreinsangelegenhciten. Jeder hat zu erscheinen. Der Vorstand. Hnnnover. Sozialdemokratischer Arbeiterverein.- Sonnabend den 15. März, Abends 8 Ubr, Generalversammlung im Lokal des Hrn. Bartling, Knochcnbaucrstraße59. Tagesordnung: 1) Recknungsablage, 2) Wahl des Vorstandes. Mitgliedskarten müssen vorgezeigt werden. Ter Vorstand. Sozialdemokratischer Arbeiterverein. Freitag den 14. März, Abend« 8 Uhr, bei Zeidlcr, gr. Windmüblcnsir. 7.— Tagesordnung:„Centralisation und Fvderali- sation". Referent: Hadlich. Soz.-pol. Wochenbericht, Referent: Ramm. Gäste willkommen. Der Vorstand. Leipzig. gr. Windmühlenflr. 7. Gewerkschaft der Holzarbeiter. Freitag halb 7 Uhr: Vorstandssitznng bei Zeidler, Der Vorstand. Groß-Zschocher lici Leipzig. Sonntag, den 16. März, Nachmittags halb 4 Uhr: Volksversammlung bei Herrn Kunath(Gritzncrs Gastbof).— Tagesordnung: Gründung eines Arbeitervereins. Ref.: Fink au« Leipzig.(2a) Zur Beachtung! Neviges. Die hiesigen Parteigenossen versammeln sich jeden Sonntag Abend zur geselligen Unterhaltung bei Gastwirth Joh. Schnitzler. Jeden Montag desgleichen beim Wirthe M. Schotter. Der Vertrauensmann. dkU. Auch empfehlen wir den Parteigenossen diejenigen Wirthe, welche den„Volksstaat" halten.__ D. O.' Sozialdemokratischer Arbeiterverein. ■VV Mtgliedcrversamnilung, Freitag den 14. März Abend« 8>,z Uhr im Lokale des Herrn Reimer.— Tagesordnung: Die Gewerkschaftsbewegung. Referent Theodor?)ork, Hamburg. Gäste haben Zutritt._ Job. Jabncke. Lassalle, F., Hochverrathsproceß.........—. 2. k -- Fichte'« politisches Vcrmächtniß.......—. 1.—■ j --„ Philosophie...........—. 3.-.«0 -- Arbciterlesebuch............—. 2. -- Arbeiterprogramm...........—. 2. 5. —— Die Wissenschaft und die Arbeiter......—. 3.—. a -- Criminalprozcß, II. Instanz........ 5.— -- Bastiat- Sckulze von Delitzsch.......—.6.—>dit —— Der italienisä e Krieg und die Aufgabe Preußens.—. 8.-< -- Franz von Sickingen..........—.12. 5 dm —— Svstem der erworbenen Rechte....... 5.—. —— Düsseldorfer Assiscnrcde'.........—• 2. 5 3.' —— Die Feste, die Presse zc..........—. 2.—.' -- Was nun?.............—. 2. 5 -- Julian Schmidt............—. 12, 5 x, --- Erwiderung auf eine Rccension der Krcuzzeitung über' k das Buch„Herr Bastiat-Schulze"......—. 1. 5 � —— Indirekte Steuern...........—. 4.— j—, Leipziger Hochoerrathsproieh. In 8-9 Lieferungen ü..—. 2. 5 Liebknecht, W., Zu Schutz und Trutz. Festrede, gehalten beim Stiftungsfest des Erimmitschauer VolkSocreins s am 22. October 1871..........—. 2. 5. -- Was ich im Berliner R ichStag sagte. Enthaltend die Reden von 1887 und 1870.......—. 2.—, -- Die politische Stellung der Sozialdemokratie..—. 1. 5. -- Wissen ist Macht— Macht ist Wissen. Vortrag beim Stiftungsfest des Dresdner und Leipziger Arbeiter- Bildungsvereins im Jahre 1872......—. 2. 5 r» Lommel, Jesus von Nazarcth. Historische Skizze...—. 3.— —— Johannes Huß............—. 3. 5. zllarr, C., Zur Kritik der politischen Oekonomie....—. 22. 5. —— Das Kapital. 2. Aufl.(in 9 Lieferungen i 10 Gr.) 3.—.—| --- Der XVIII. Vrumaire des Louis Bonaparte...—. 15.— s... Memminger, Die Freimaurer..........—. 5.—. Most, Mahnruf an die landwirthschaftliche Bevölkerung.—.—. 6, K Papstthuin und Eonzil. Antwort auf Die 21 Eanonis..—.3.—. d< Photographie» von Marx, Lassalle, Blanqui, Ferro, Milliere, d, Delescluze, Rossel, Feuerbach:c., in Visitenkartenform.—. 2. 5.(,- — Gruppenbilder(Tableaux) der sog. Wiener, Braun- schweigcr, Leipziger und Pester Hochoerrälher.— 9 n. —. 2. 5. —— in Kabinetformat............—. 6.— z V -- in Groß-Fotto(Lassalle, Brustbild)...... 1.—.—| al b, Fond für pol. Gemaßregelte. Von C. Junker, Budapest 10 Fl. ö. W. Genossenschaftsbuchdruckerei. Antheilscheine bez. Antheilguittungen erhielten ferner: In Markirch (Elsaß) E. R. Thlr. 1, H. S. 2, G. H. 2, Chr. Gr. 1; in Leipzig E. S. 3, Frau S. 2, F. Sch. 2. Hadlich Zum Wahlfond Liebknecht und Bebels. Von S. in Mainz: drei Schuldscheine Nr. 305, 306, 328 zu Gunsten obigen Fonds zurück. Für den Volksstaat. Von Tischer in Reudnitz Schuldschein Nr. 275 u. 276 ä 1 Thlr. gratis zurück. Briefkasten der Redaktion: Wir ersuchen unsere Correspondcnten, sich möglichst kurz zu fassen, da wir anders bei dem kolossalen Stoffandrang und dem sehr knapp zugemessenen Raum des„Bolksstaat" unerbittlich den Roth- stift gebrauchen müßten. Reimer in Berlin: Annonce kam zu spät. Dienstag, den 18. Mär; Abend» 8 Ubr im •VVMMSV-» V4 Lokale des Herrn Reimer. Ein gemllthlichcs Zusammensein der hiesigen Parteigenossen nebst Damen. Das Comitee. Für Ncichtnbstch und Umgegend. Großes Volks-�oncert nebst Vorträgen des beliebten Komikers, Herrn Schavskv aus Greiz, und Declamationen von Parteigenossen, Sonntag den 16. März, Nach- mittag« 3 Ubr, gn der Turnballe. Entree-1 Person 1 Sgr. Den Nachbarorten zetgt dies hiermit, entsprechenden Besuck erwartend, an(*) Der soz.-dem. Arbeiterverein. VerchelichungS-Anzeige. Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß heute den 10. Mar; unsere Trauung am Gericktsamt II vollzogen wurde. Kleinzschocher, den 10. März 1873. Franz Trost, D. F. Wilhelmine, geb. Rascmann. In der C. H. Zeh'icken Buchhandlung in Nürnberg ist zu haben: Pfaffenpeitsche! von L. il. Zimmermann. 1. und 2. Band. Sammlung antiklerikaler Aufsätze aus der Zeit- schritt„Freiheit". Per Bqnd 18 Sgr.— Gegen Einsendung von 19 Sgr. in Marken oder Posteinzahlung Frankoznsendung.* Bestellungen hierauf nimmt entgegen die B u ch h a n d l u n g des „Volksstaat". Eichler in Frohburg: Sie werden zahlen müssen. Verfügen Sie über die Groschenmarke. Prof. K. hier: Nächste Nummer. Bahleeich: das Ge- wünschte abgesandt; dito an E. in L. und I. D. in S. der Expedition: Sielzer in Reudnitz: für Abonn. 10 Thlr. Müller in Reichenbach: für Schriften 4 Thlr. T/.j Gr., für Abonn. erstes Quartal 5 Thlr. Kumps in Bischweiler: für Abonn. 15 Gr. Berichtigung. In der Nachschrift zum Bortrag des„Kathedersozialisten" Professor Knapp(Beilage zu Sir. 19) muß es heißen:„Mit Ausnahme des Schluß- sayes können wir fast jedes Wort unterschreiben" nicht„jedes Wort", z. B. das nicht, daß„in vielen von der Agitation angegriffenen Kreisen eine materielle Roth nicht vorbanden" sei. Druckfehlcr-Berichtiguug. „Nnscr-Braun" ist ein„ripuarischer Franke",(nicht„vipuarischer"). Anzeigen zc. �t?| Nif Arbeiterverein Geselligkeit. Sonntag den 16. d. M., Abends von 6 Ubr ab, gesellige Zusammenkunft mit Damen im Saale des Hotel« zur Nova, Grüne Baumbrücke, 1 Treppe. Um recht zahlreiche Betheiligung von Mitgliedern und Gästen bittet Der Vorstand. Im Verlage der Buchhandlung und Eppedition des„Volksstaat" ist erschienen, resp. von ihr z» bezieben: AUott, Die junge Mutter oder die Behandlung der Kinder und ihre Erziehung...........—. 20.—. -- Die phpsische Lebenskunst, praktische Anweisungen zur Verhütung von Krankheiten......... 1. 10.—. Pebel, A., Unsere Ziele. 3. Auflage.......—. 2. 5. -- Rede in der„Tonhalle" zu Leipzig den 14.'Juni 1871 über die Leipziger Commune........—.—. 5. —— Unsere Vertreter im Reichstage.......—.—. 5. ZZeiker, B., Der alte und neue Jesuitismus.....—. 6.—. -- National-ökonomische Raketen.......—. 15.—. —— Briefe deutscher Bettelpatriotcn. In 5 Lief, ü..—. 7. 5. per Praunfchweiger Ausschuß der sozial-dcmokratischen Ar- beitcrpartei in Lützen und vor Gericht 1871...—. 12. 5. per Bürgerkrieg in I-randreich. Adresse des Gencralraths der Internationalen Arbeiterassoziation....—.2. 5.' per Zeitgeilt...............—. 2. 5. Nie dritte Uiederlage des französischen Proletariats...—.2. 5. Aiehgeu, Religion der Sozial-Demokratie, 1. 2. 3...—. 1. 5. —— National-Oekonomisches.........—.—. 5. —— Die bürgerliche Gesellschaft........—. 1.—. —— Das Wesen der menschlichen Kopfarbeit....—.15.—. Pittrich, Sendschreiben an die Egoisten.......—. 2. 5. Lngels, F., Der deutsche Bauernkrieg.......—. 5.—. —— Zur Wohnungsfrage. 1. Heft: Wie Proudhon die Wohnungsfrage löst..—. 1. 5. 2.„ Wie die Bourgeoisie die Wohnungsfrage löst.—.1.5, 3.„ Nachtrag über Proudhon». die Wobnungssrage—. 1. 5. Erinnerung an die letzten Maitage 1871(Gedicht)...—.—. 5. Herr Pöhmert, Professor der Nationalökonomie in Zürich, und seine Fälschungen der Wissenschaft, begangen in seinem Buche:„Der Sozialismus und die Arbeiter- frage"...............—. 8.—. Hirsch, C., Normalarbeitstag..........—. 1. 5. —— Der Staat und das Genossenschaftswesen.... 5. -- Die angeblichen sozialen Theorien und die wirklichen Bestrebungen des Herrn Bakunin......—. 2.—. iJotobi), L., Es werde Licht(Poesien).......—. 5.—. Kant, Von der Macht des Gcmüthes.......—. 12.—. Krasser, Hr. F., Anti-Syllabus(Gedicht)......—,—. 5. —— Ceterum couaeo(Gedicht)........—.—. 6. —— Der letzte Strike(Gedicht)........—.—.6. Lassalle, F., Arbeiterfrage, Leipziger Rede......—. 1.—. -- lieber Verfassungswesen.........—. 2.—. -- An die Arbeiter Berlins 1.—. -- Offenes Antwortschreiben.........—. 1.—. -- Macht und Recht...........—.—.5. Protokoll des Eiscnachcr Kongresse«........—. 1. 5. -- des Stuttgarter Kongresses........—. 1.& a —— des Dresdener Kongresses.........—. 3.— S —— des Gewerkschaftskongresses in Erfurt sammt Statuten—. 1. 5. Zlathgeber für Kcwcrbtreibende.(Auch in 8 Lwferungen). 1. 10.—J b Kittinghausen, Sozial-demokratische Abhandlungen, 5 Hefte—. 18.—« (1.— 4. Hest a 3 Ngr., 5. Heft 6 Ngr.) ei Köckel, Sachsens Erhebung und das Zuchthaus zu Waldhcim—. 10.—| q, Schauer, A., Festrede, gehalten am Gründungsfest der Metall- arbeiterschaft zu Dresden, den 3. September 1372.—. 1.— e � Scheu, H., Wiener Hochverrathsprozeß 1870.....—. 18.—.® Serno-Kolowieivitsch, Unsere russischen Angelegenheiten, über- �„ setzt von S. L. Borkheim........—. 2.—. ei Stamm, Erlösung der darbenden Menschheit.....—.15.—• l« —— Sozialistisches Wahlprogramm.......—. 1.—| 1.- Statuten der Internationalen Arbeiter-Assoziation... Nahlteich, Der Parteikampf zwischen den Sozialisten Deutsch-» lands...............—. 1. 5.. ' Z- Verhanhlungen de« Vierten Kongresses de« internationalen Arbeiterbundcs in Basel 1869.......—. 3. 5? Kogel, Verfälschung der Lebensmittel........—. 12.— 0 jv alster, Schutz des Arbeiters in den Gewerkschaften..—. 1. g —— Am Webstubl der Zeit. Soz. Roman. In Licfgn. ä—. 2.—< Klohnungssraze. Ein soziale Skizze........—. 2.-■ ß Zur Srinuerulig für die deutschen Mordspatrioten...—. 2. 5 � ......""------' Im Verlag der Unterzeichneten erschien soeben: Wissen ist Macht— Macht ist Wissen, b 'Doriraa b gehalten zum Stiftungsfest de« Dresdener ArbeiterbildungS-BereinS al» 3 5. Februar 1872, und zum StiftungSsest de« Leipziger Arbeiterbjldungs' 0 Vereins am 24. Februar 1872: e: von W. Liebknecht. b Nach dem in Dresden aufgenommenen stenographischen Bericht bearbeitet 5 3 Boge» broschirt. v Preis pro Expl. 2'/, Sgr.— Bei Abnahme von 12 Expl. st 2 Ngr., Leipzig» im Februar 1873._ Genossenschaflsbuchdruckerei.j? Die Genossenschafts- Buchdruckerei in Leipzig empfiehlt sich zur Ausführung aller ins Druckfach einschlagenden Arbeiten, und bittet namentlich die verchrl. Kassen-1 und Gewerkschafts- Verwaltungen um geneigte Berücksieb' tigung. Sie wird Alles aufbieten, um die erhaltenen Aufträge zur Zufriedenheit ihrer werthen Kunden zu erledigen. AilialeTpeditionm desindcn sich sux Plagwitz, Lindenau und Umgegend bei frerrl Meinhai dt in Vin&ciuin für Rcudnisi, Alt» und Neuschöne« seid, BolkmarSdorf, Thonberg ic ie Heini 3 tri je.»a« n unnnne Nr. ll in Reudnitz, f-ir Klein- und Großzschocher, Schleußig bei Herr» Karl Fleischer Nr. 87 in Kte.nzichocheri zur Connewitz und Umgegend Lei Herrn Teubert, Bornaschc 3ir. 19 in Connewitz. Hie FiliniciPtditiaucil - werden aufgefordert, dem§ 4 des Reglements nach- zukommen. Die übrigen Expl. von Nr. 1, 5, 6. 10, 11 des„Volkstaats" wie die übrigen Lieferungen des Hochverrathsprozeffcs und des Volkstaatskalenders werden umgehend rückerbetcn. Die Buchhandlung und Expedition des„Bolksstaat' Zu st mit für tlr. 22 find Iiis fpö- tcficiiö Mittwoch Mittag der(Er- pedition Mlstuden. Lelozig: Veranuv. Neoatt-uc R. Sciffert.(Redaktlon und Expedttio« H»hestr.4). Druck und Verlag der GenoffenschastSdilchdruckerti. !