- ooe� lcheint wöchentlich 2 Mal nter in Leipzig. . j.-i iEftdlungon nehmen alle 1 tanftaltcn und Buchhand- " 5en des In- und Aus- �3''! lande« an. Nax ür Leipzig nehmen Be- zern� stellungen an: iner Spedition, Hohestraße 4. > ,u> Genossenschafts- ft nickerei, Zeitzerstraße 44. Bebel, Peterstraße 18. icll- Meiler, Bayerschestraße lssv.! 8b, ill. t« )anf k Der Holbftimt Äöonnewentsprns: Für Preußen inel. Stempel» stcuer 17 Sgr., für die übrigen Deutschen Staaten 12>/z Sgr. pro Quartal, pro Monat l'/a Sgr. Für Leipzig und Umgegend pro Quartal 13 Ngr. Filialexpeditionen für die Der- einigten Staaten: F. A. Sorge, Bor 101 Hoboken, N. J. via Newyork. G. A. Lönncckcr, löst VV. Bake Ldieago(III.) ArgandcrsozialdemokrattschenArbeiterparteiunddermternationalenGewerksgenossenschaften. kllen tion und zend zen! sten, :ück- cht; lus- daß liche hrer jahl meu auch , in nien sind ins-~- Wittwoch, 26. Wärz. 1873. Abomlemeuts- Einladung. | Mit dem 1. April 1873 beginnt ein neues Abonnement i dcn„Bolksstaat". Wir ersuchen die vcrehrlichcn Leser, das miiemcni aus das Blatt sofort erneuern zu wollen, damit e Unterbrechung in der Zusendung eintritt. Der Preis dcö Blattes ist wie bisher per Quartal 12'/- Ngr. I wozu in Preußen noch der Zuschlag für den Zeitungsstcmpcl iimt— bei wöchentlich zweimaligem Erscheinen. Kreuzbandscndangcn für Deutschland und Ocstreich kosten für 'Epemplar per Quartal 25 Ngr., für die Schweiz 1 Thlr., ' Frankreich, Belgien, England:c. 1 Thlr. 8 Ngr. Zahlung pnumcrando. Parteigekossen! :den dol- :r tzen, U"g| ;'ter i In wenigen Tagen beginnt ein neues Abonneinent auf den svlksstaat". Erinnert Euch, daß es Eure Pflicht ist, mit allen "l ich zu Gebote stehenden Kräften für seine weitere Verbreitung fs Neue einzutreten! ;!'5r Unser» gemeinsamen Bemühungen ist es gelungen, den Abon Owe iiienstaud in diesem Quartal um 498 zu erhöhen, aber dieser ch"' s°lg darf, und kann uns nicht befriedigen; es müssen größere strengungeu gemacht, es muß eifriger und thatkräftiger für seine rbreitung eingetreten werden. Viele Parteigenossen haben bisher her Agitation die Einbürgerung des Parteiorgans zu wenig rieben, und doch liegt in der weitesten Verbreitung desselben '�ner bester Halt und unsere beste Stütze. Was wäre unsere Or- aushjsaiiou, unsere Partei ohne das Organ? Zeigen wir unser» dlkindo,,� ,vas die Arbeiterklasse an Opscrwilligkeit und treuer Nichterfüllung zu leisten vermag, wenn es gilt, für ihre Befreiung ocrS h die Verwirklichung unserer großen Prinzipien einzutreten. Merl Kämpfen wir ununterbrochen, erobern wir uns den Boden, voulx,., wir unsere Geisteswaffcn bis in die ärmste Hütte tragen. icbtest teste und schneidigste Waffe aber ist unser Parteiorgan. Halte rust l also auch jetzt wieder bei dem neuen Quartalwechsct ein Jeder uer, n Euch es für seine erste Aufgabe, ihm neue Leser und damit lkes j Partei neue Mitglieder und neue Kämpfer zuzuführen. Nur denr fc-sts sich zur Pflicht macht, thut als Parteimanu seine Schub tnlß�kcit. Handelt darnach. Die �Derwattung. lden---------' ter-! ach- Ter wissenschaftliche Sozialismus. haft� � Bon I. Dictzgcn. , Eine beträchtliche Leserzahl des„ Volksstaat" ist Gegner von lgen und tiefgründigen Artikeln an diesem Orte. Ich habe des- l' gezweifelt, ob Nachfolgendes zur Aufnahme passe. Die Redak "Mag entscheiden. Doch bitte ich zu erwägen, ob eS nicht MO»" so wcrthvoll ist, durch tiefgründige Arbeit die avancirten Köpfe üu- engagiren und intime leistungsfähige Parteigenossen zu werben, iche ltct. ich- den ?er- den der aat un- :so sie durch populäre Artikel nach großer Zahl zu streben. Beides e gleich emsig gepflegt werden. Wenn es eine von der Partei lich �kannte Thatsache ist, daß nicht die Reparatur einzelner Vcr- ibcr Luisse, sondern nur die fundamentale Revolution der Gesell- ün- uns vom Elend erlösen kann, so folgt daraus, daß die suläre Agitation der Oberfläche nicht ausreicht, vielmehr auch Forschung auö dem Grunde, die gründliche Forschung uns ob -ach Zt.— Zur Sache: -!-tie Der heutige Sozialismus ist kommunistisch. Sozialismus und �munismus haben sich soweit genähert, daß ihre Unterschiede "ahe verschwunden sind. In der Vergangenheit unterschieden 1 diese beiden Tendenzen ungefähr wie Liberalismus und Demo- ez insofern das Letztere jedesmal die entschiedene Konsequenz Ersteren ist. Von allen anderen politischen Parteien unter ''der sich per kommunistische Sozialismus durch den Grundsatz 'd Volk kann.nur frei werden, wenn cS sich von der Armuth der"»zipirt, nur auf sozialem oder ökonomischem Wege. Der er- �rschiep zwischen den heutigen und vormaligen sozialistischen zen d kommunistischen Lehren ist der: vormals war das Gefühl rk- die ungerechte Vertheilung der Güter das Fundament deS °ftalismus, während ihm heute die Erkenntniß der geschicht- ftii Bewegung alö Unterlage dient. Sozialismus und Kom- fjllsinus der Vergangenheit wußten nur die vorhandenen Mängel ° Schäden aufzudecken. Ihre Projekte künftiger Gestaltung phantastisch. Sic entwickelten ihre Begriffe nicht aus der der Wirklichkeit, nicht aus der vorhandenen Gesellschaft, son- rein aus dem Kopf, sie waren also kapriziös. Der moderne nis°'0alisnius ist wissenschaftlich. Wie die Naturwissenschaft 1e- � Thesen nicht aus dem Kopf zieht, sondern auS der sinnlichen in Pachtung der materiellen Wirklichkeit, so sind auch die sozialisti- JJ und kommunistischen Lehren der Gegenwart keine Projekte, �er» Erkenntnisse leiblich vorhandener Thatsachen. Der kom- � ssiische Betrieb der Arbeit wird durch das Regiment der �ftleoisie gegenwärtig schon tagtäglich mehr und mehr organisirt. 1 das gewonnene Produkt wird dem Volke noch vorenthalten. woht jn per Agrikultur wie in der Industrie geht die kleine MIchast zu Ende, Massenproduktion tritt an die Stelle. Das ist eine Thatsache, die von der Kulturgeschichte, nicht von �chuiistischen Sozialisten angezettelt ist. Verstchu wir unter m- an flt eine Industrie, die Produkte für den eigenen Konsum des . itfers zeugt, und unter Industrie die Arbeit verkäuflicher 'Sc, Arbeit für den Bedarf der Gesellschaft, so versteht sich leicht, wie die Entwicklung der Industrie die Arbeit organisirt. Auf diese faktische Organisation der Gesellschaft stützt sich der wissenschaftliche Sozialismus. Er geht mit induktiver Methode zu Werke, hat seinen materiellen Fuß, lebt nicht in der spiritualisti- scheu Region scholastischen Windes, sondern in der realen Welt. Unsere erstrebte Gesellschaft unterscheidet sich von der faktischen durch nur formelle Modifikationen. Das heißt, die Welt der Zu- kunft ist in der heutigen Welt so faktisch materiell vorhanden, wie der junge Bogel im Ei materiell vorhanden ist. Der kommu- nistische Sozialismus der Gegenwart ist weniger noch eine poli- tische Partei, obgleich er auch dazu stark herangewachsen, als eine wissenschaftliche Schule. Und sonderbarer Weise ist die Jntcr- nationale ganz nationaler Abkunft: sie stammt aus der deutschen Philosophie. Wenn nämlich in dem Gerede von„deutscher" Wissenschaft ein Körnchen Wahrheit stecken soll, dann kann das wissenschaftliche Deutschthum nur in der philosophischen Spekulation zu suchen sein. Letztere ist im großen Ganzen eine Irrfahrt der Wissenschaft; aber dennoch zugleich auch eine unentbehrliche Entdeckungsreise. Wie die ungeschlachten, Flinten der Alten uothwendige Stufen zur heutigen preußischen Zündnadel-Vollkommenheit, so sind auch die metaphysischen Spekulationen eines Leibniz, Kant, Fichte, Hegel misse, sondern erst Resultat der materiellen Erschei- nung ist. Die Debatte zwischen Idealismus und Materialismus, zwischen Nominalisten oder Spiritualisten einerseits und Realisten oder Sensualisten andererseits, darüber, wer von beiden, ob die Idee, ob die Welt Ursache oder Wirkung ist, diese Debatte bildet den Inhalt der Philosophie. Der Gegensatz zwischen Denken und Sein, zwischen Ideal und Material ist das Objekt, dessen Ueber- Windung ihre Aufgabe darstellt. Einen Beleg zu dieser Auffas- fassung finde ich im zweiten Januarheft„Unsere Zeit", in einem Artikel, der von den berauschenden Genußmitteln: Wein, Tabak, Kaffee, Schnaps, Opium:c. handelt. Nachdem der Verfasser den Gebrauch der Berauschungsmittel bei allen Nationen, zu allen Zeiten, unter allen Kulturvcrhältniffen nachgewiesen, meint er, der Ursprung dieser Thatsache sei da zu finden,„wo man den Ur- sprung der Religionen und Philosophien findet, im Zwiespalt un- seres Daseins, in der göttlich- thicrischen Statur des Menschen." Unsere göttlich-thicrische Natur nennt sich mit andern Worten Zwiespalt zwischen Ideal und Material. Religionen und Philosophien arbeiteten An der Vermittlung diesesWiderspruchs. Die Philosophie ist aus derReligion hervorgegangen, gegen deren Weltanschauung sich auf- zulehncn sie den Anfang macht. DerReligion ist die Idee, das Erste, was die Materie erschafft und ordnet. Die Philosophie, als Tochter der Theologie, hatte natürlich viel von dem Blute der Mutter geerbt. Ihre geschichtliche Fortentwicklung durch Genera- tionen konnte erst das antireligiöse wissenschaftliche Resultat, die apodiktisch sichere Erkenntniß zeugen, daß nicht die Welt Attribut deS Geistes, sondern Geist, Gedanke, Idee eines der vielen Attri- bute dieser materiellen Welt ist. Hegel führte die Wissenschaft wenn nicht gerade bis auf diese Höhe, so doch so nahe heran, daß zwei seiner Schüler, Feuerbach und Marx den Gipfel erkletter- ten. Die. Auflösung der Spekulation befähigte Ludwig Feuerbach zu seiner wunderbaren Analyse der Religion, befähigte Marx ein- mal endlich der Jurisprudenz, der Politik, der historischen Auf- fassung, der gesammten Kulturentwicklung ein Licht aufzustecken, das ihre tiefsten Gründe erhellt. Auflösung per Spekulation, Schluß der Philosophie heißt, der induktiven Methode die ab- solute, die Alleinherrschaft in der gesammten Wissenschaft über- macheu. Wenn die Herbart, Schopenhauer, Hartman» u. s. w. demnach dennoch fortspekuliren oder phitosophiren, so sind es ein- fach Nachzügler, die durch abnorme Vertiefung in die eigene Ge- dankensphärc im Hinterwald nicht erfahren, was an der Fronte vorgegangen. Marx, der Wortführer des wissenschaftlichen'Sozia- lismus, erringt dagegen die herrlichsten Erfolge, indem er das logische Naturgesetz, die Erkenntniß von der absoluten Gültigkeit der Induktion auf Diszipliuen anwendet, die bisher nur spekulativ mißhandelt wurden. Bacon von Verulani verkündigt schon 1620 in seinem„iNovum Organon" die induktive Methode als den Erlöser aus der unfruchtbaren Scholastik, als den Felsen, auf dem die moderne Naturwissenschaft fnndamentire. Wo es nun um konkrete Erscheinungen, sozusagen greifbare Dinge sich handelt, hat diese Methode des Materialismus den Sieg längst errungen. Um aber den Gegner, die scholastische Spekulation oder Deduktion völlig lahm zu legen, bedurfte es mehr als des praktischen Erfolgs, mußte sie erst in wissen- schaftlicher, in theoretischer, positiver, allgemeiner Weise klein gemacht sein. Buckle spricht in seiner berühmten„Geschichte der Eivilisation in England" weit und breit von dem Unterschiede des deduktiven und induktiven Geistes; jedoch mit völligem Miß- verständniß der Sache, und beweist so, waö er in der Einleitung auch eingesteht, daß, obgleich er mit der deutscheu Philosophie sich angelegentlich beschäftigt, er doch nicht vermocht hat sie vollständig zu durchschauen. Wenn das dem dürren Holze der genialen Ge lehrsamkcit geschieht, wie soll es dann deni grünen der oberfläch lichen allgemeinen Bildung gehen. Dem Letzteren gehören nicht die Spezialitäten, wohl aber alle generellen Produkte der Wissen- schaft. So darf ich denn, um die wissenschaftliche Grundlage des Sozialismus näher nachzuweisen, hier wohl auch auf das all- gemeine Produkt der Philosophie, auf den von ihr überwundenen Gegensatz des deduktiven und induktiven Geistes näher eingehen. Nur fürchte ich dabei, das pomphaft angekündigte Resultat der Metaphysik könnte dem verehrten Publikum nachträglich klein und gemeinplätzig erscheinen. Ich erinnere deshalb an Columbus, der mit seinem Ei ein für allemal den Beweis gab, wie sich die großen Entdeckungen in einen genialen Einfall auflösen. Wenn wir in die Einsamkeit eines Kämmerleins uns zurück- ziehen, um dort in tiefer Kontemplation, gleichsam in den Einze- weiden des Kopfs nach dem rechten Wege zu suchen, den ibir morgen gehen wollen, so ist wohl zu beachten, daß solche Denk- anstrengung nur darum Erfolg haben kann, weil wir vorher, wenn auch unwillkührlich, unsere Erfahrungen und Erlebnisse mit dem Gedächtniß aus der Welt in die Klause hineintragen. Darin besteht nun der ganze Witz der philosophischen Speku- lation oder Deduktion: sie vermeint, Erkenntnisse ohne Material aus den Eingeweiden des Kopfs produziren zu können, während sie in der That nur eine unbewußte Induktion ist, ein. enken, ein Argumentiren nicht ohne, aber mit unbestimniteu, deshalb konfusen Materialien. Anderseits zeichnet sich die induktive Me- thdde nur dadurch ans, daß sie mit Bewußtsein deduzirt. Die Gesetze der Naturwissenschaft sind Deduktionen, die der mensch- liche Kopf aus empirischem Material erschlossen hat. Der Spiri- tnalist muß Material haben, und der Materialist bedarf Spirit: diesen Lehrsatz mit mathematischer Schärfe herausgebildet zu haben, ist das Ergebniß der philosophischen Spekulation. So evident nun derselbe auch ist, wird doch ein Blick auf unsere Zeitschriften bald lehren, wie die Sache noch so wenig in Fleisch und Blut übergegangen, daß die Gelehrten- der Iou nalistik nicht nur, sondern auch die hohen Staatsrechtslehrer und Historio- graphen ihre Schlüsse und Thesen, statt aus vorhandenem Material, aus den Eingcweiden deS Kopfs, des Gemüths, Gewissens, kate- gorischen Imperativs oder irgend einem derartigen unrea en ge- hcimnißvollcn geistigen Winkel hervorholen wollen. Die konkreten Aufgaben des Tages löst männiglich induktiv, an oder mit ge- gebenein Material. Aber im Streite mit Bismarck, ob Macht vor Recht geht, oder umgekehrt; im Zank niit der Theologie, ob die Welt ihre Götter oder Götter die Welt gemacht, ob der Katechismus oder die Naturlehre den Geist aufklärt, ob sich die Weltgeschichte fort und fort entwickelt, oder zum jüngsten Tage niedersteigt; in politischen und ökonomischen Fragen: ob Kapital oder Arbeit den Reichthum zeugt, ob Aristokratie oder Demokratie die wahre Staatsform, ob konservativ, natioual-liberal oder revo- lutionär zu wirken sei; kurz in abstrakten Kategorien, in Dingen philosophischen, religiösen, politischen, sozialen Inhalts befinden sich unsere Tageshelden der Wissenschaft in der unwissenschaftlichsten Zerfahrenheit. Sie verwenden aus dem inner» Kopf hcrvorge- holte sogenannte Prinzipien oder Ideen, z. B. die Idee der Ge- rechtigkeit, Freiheit, Göttlichkeit, Wahrheit u. s. w., als Prüfstein zur Erkenntniß menschlicher Institutionen.„Wir, sagt Friedrich Engels, schildern die Verhältnisse, wie sie sind. Proudhon stellt an die heutige Gesellschaft die Forderung, sich nicht nach den Ge- setzen ihrer eigenen ökonomischen Entwicklung, sondern nach den Vorschriften der Gerechtigkeit umzugestalten." Proudhon ist hier genereller Vertreter der gesammten unwissenschaftlichen Prinzipien- reiterei. Da ist nun der moderne Sozialismus durch seine philosophische Herkunft himmelweit überlegen. Theoretisch einhellig, fest und geschlossen steht die Schule gegenüber der grenzenlosen Zerklüftung deS politischen Gegners, der von der Rechten zur Linken in un- endlicher Schattirung schillert. Was die religiöse Konfession am Dogma, einem festen gegebenen Untergrund, das besitzt die Wissen- schaft des induktiven Sozialisinus an den materiellen Thatsachen, während das politische Urtheil des Liberalismus ebenso kapriziös ist, wie die idealen Begriffe, wie die Ideen der ewigen„Gerech- tigkeit" oder„Freiheit", auf denen man zu fußen meint. Der Fundamentatsatz der sozial-istischen Induktion lautet: Keine idealen Prinzipien, keine Offenbarung, keine nationale Be- geistrung, keine Schwärmerei, weder die Idee des Göttlichen, deS Gerechten noch des Freien, sondern materielles Interesse regiert die Menschenwelt. Weit entfernt, dieses Faktum zu bejammeru, erkennen wir es vielmehr als absolut vernünftig und nothwendig, als etwas, was vielleicht in der Phantasie, aber nicht wirklich zu ändern ist und nicht geändert sein darf. Indem wir den materiellen Interessen die Henjchast der Welt zusprechen, werden damit die Interessen des Gemüths, deS Geistes, der Kunst und Wissenschaft und wie sonst noch die Ideale heißen, nicht verneint. Es handelt sich nicht um den abgethanen Gegensatz zwischen Idealisten und Materia- listen, sondern um dessen höhere Einheit. Diese hat sich in der Erkenntniß gefunden, daß die Wissenschaft von der Erfahrung, daS Ideal vom Material, die hiyimkifche Freiheit und Ge- rechtigkeit von der Erzeugung und Vertheilung der irdischen Güter abhängt. Wie im Kreise der Bedürfnisse die leiblichsten auch die unumgänglichsten sind, wie die Befriedigung des Magens und der Haut Vorbedingung ist, um an den geisti- gen, idealen Sinn, an Auge, Ohr oder Herz auch nur denken zu können, so ist im Leben der Völker und Parteien die abstrakte Welt- und Lebensauffassung abhängig vom konkreten Brodcrwerb. Völker, die von Kriegskunst und Beute leben, haben einen andern Himniel, eine andere Freiheit, eine andere Gerechtigkeit, als unsere Patriarchen, die bekanntlich in Viehzucht„machten". Weil Ritter und Mönche nicht mittels Fabrikarbeit und Börsenspekulation ihren Proviant bezogen, deshalb waren auch ihre Ideen, ihre Kreuzzüge und Dome, ihre Begriffe von Recht, Tugend und Ehre illiberal und antibürgerlich. Hier will das Christenthum widersprechen und die Behauptung aufstellen, eö habe unter den verschiedensten Erwerbsverhältnisien seine Wahrheit stabil dozirt. Wenn eS also die Unabhängigkeit des Geistes von der Materie, der Philosophie vozi der Oekonomie zu beweisen sucht, vergißt es den Mantel, den es wohl gewußt hat nach dem Winde zu drehen. ES vergißt, daß die Liebe, welche seine Apostel und Kirchenväter predigten, die den zweiten Rock weg- gibt, nicht mehr die vielberockte Liebe im Ueberzieher ist, die dem Habenichts das Hemd auszieht. Natürlich Von Rechtswegen. Den verschiedenen Erwerbs- und Eigenthumsverhältnisien älterer und neuerer Zeit entsprechen verschiedenartige Christenthümer. DieSkla- venzucht in den Vereinigten Staaten war christlich, und das dor- tige Christenthum sklavenzüchtig. So war auch die religiöse Re- sormation des 16. Jahrhunderts nicht Ursache, sondern Wirkung der bereits stattgefuudenen sozialen Reformation. Der vorherge- gangene Aufschwung der Schiffsahrt, die Entdeckung der neuen Welt bekunden den Aufschwung der Arbeitsamkeit. Letztere konnte keine kasteiten Leiber gebrauchen, sie erfand also die protestantische Lehre von der Gnade, welche die religiöse zu Gunsten der indu- strielleu Wcrkthätigkeit abschafft. Daß nun diese materialistische Theorie der Welt- mid Lebens- auffassung wissenschaftliche Induktion, keine müßige Spekulation ist, erweist sich erst recht, wenn wir rückwärts die Probe macheu, wenn wir das Resultat zum Berständniß der politischen Fraktionen anwenden. Der Knäuel des Parteihaders entwirrt sich unter diesem Lichtstrahl zu einem glatten fließenden Faden. Die Junker schwärmen für die absolute Ptonarchie, weil die absolute Monarchie vorher schon für die Junker schwärmt. Fabrikanten, Kaufleute, Rentner, kurz, das Kapital ist liberal oder konstitutionell, weil der Konstitutionalismus ein Kapitalregiment, das den Zinsfuß und die Gewerbe liberalisirt, die Fabriken mit freizügigei Arbeit versorgt, Aktien und Börsen hoch leben läßt, überhaupt den Industrie- r itter protegirt. Schuster Pause, Philister, Krämer und Bauern gehören abwechselnd den Feudalen, Ultramontanen oder blauen Demokraten, weil man von diesen Seiten dem kleinen Manne ökonomischen Beistand verspricht wider die erdrückende Konkurrenz des großen Kapitals. Ueberall dieselbe Politik:„Wess Brod ich eff, deß Lied ich sing'". Das geflügelte Wort von der politischen Heuchelei, mit der die parlamentarischen Parteien sich gegenseitig traktiren, ist dem Bis- marck zugetragen von Renegaten unseres Lagers, die er in Dienst zu nehmen liebt. Dem Worte liegt die sozialistische Erkenntniß zu Grunde, daß das adelige oder bürgerliche Bewußtsein auf das adelige oder bürgerliche Klasienbedürfniß gegründet ist, daß hinter den idealen Phrasen: Frömmigkeit, Freiheit, Fortschritt, Baterland das materielle Interesse als gestaltendes Motiv steht. Wohl ist man sich deffcn nicht bewußt. Jndcß ergeht es Erkenntnissen wie Epidemien, sie liegen gleichsam in der Luft und sind, wo nicht erkannt, so doch oft gewittert. So ist denn auch die politische Heuchelei unserer Zeit halb eine bewußte, halb eine unbewußte. Die Ideologen sind zahlreich, welche die Redensarten der idealen Begeistrung' für baare Münze annehmen, aber auch die Schlau- berger sind nicht rar, die diese Münze mit dem Vorhaben in Ciriulation setzen, ein Geschäft dabei zu machen. Verschiedene Klaffen, die sich durch verschiedene Erwerbs- oder Eigenthums- Verhältnisse unterscheiden, haben nach einander das politische Regi- ment geführt. Das Interesse der herrschenden Klasse war jedesmal zeitweise Interesse der Masse, d. i. allgemeines Kulturinteresse. . Solange war dann die betreffende Partei auch berechtigt, ihr spe- zielles für das allgemeine Heil auszugeben. Doch die Entwicklung nützt alles ab, auch die Berechtigung der Herrschaft. Sobald dann mit dem Zeitgeiste die Ermerbsverhältnisse untergehender Klassen in Konflikt gerathen, werden die Wortführer derselben zu politischen Heuchlern. Gewiß kann sich der Einzelne über fein Klassenbewußt- sein erheben und dem Allgemeinen gerecht werden. Sieyes und Mirabeau, obgleich Augehörige des ersten, verfechten doch die In- teressen des dritten Standes. Aber solche Ausnahmen bestätigen nur die induktive Regel, daß, wie in der Natunvissenschaft, so in der Politik, das Leibliche die Voraussetzung des Geistigen ist. Das Hegel'sche System zum Ausgangspunkt der materialistischen Methode zu machen, könnte allerdings widerspruchsvoll scheinen, weil dort bekanntlich„die Idee" eine noch hervorragendere Stelle einnimmt, als in irgend einem andern spekulativen System. Aber die Hegel'sche Idee will und soll sich realisiren, sie ist also ein verkappter Materialist. Und ebenso umgekehrt erscheint dort die Realität in der Kappe der Idee oder des logischen Begriffs. In „Blätter für literarische Unterhaltung" sagt ein gewisser Johannes Volkelt jüngst noch:„Die Denker haben sich heute der Feuerprobe der Empirie zu unterziehen. Gerade das Hegel'sche Gnindprinzip braucht sich vor dieser Probe nicht zu fürchten. In der Konse- quenz desselben liegt es, daß die Natur wie der historische Geist nur durch das gegebene Material begriffen werden kann." Derartige Streiflichter der Wahrheit begegnen uns in der Tages- literatnr mannigfach, aber die konsequente, systematische Durch- führung der Theorie ist dem wissenschaftlichen Sozialismus allein eigen. Die induktive Methode abstrahirt von leiblicher Tbatsache den geistigen Schluß. Die Verwandtschaft mit der sozialistischen Auffassung, welche vom leiblichen Bedürfniß die ideale Vorstellnug, von materiellen Erwerbsverhältniffen die politische Parteistelluug abhängig macht, ist frappant. Auch stim-nt dieser wissenschaftliche Weg nut dem Bedürfniß der Masse, der es zunächst um das Leibliche geht, während die herrschende Klasse auf dem deduktiven Prinzip fußt, auf der vorgefaßten umvissenschaftlichen Meinung, daß das Geistige, die Erziehung und Bildung der materiellen Lösung der sozialen Frage vorangehen müsse. Achtzehnter März.*) Achtzehnhundert vierzig und acht, Als im Lenze das Eis gekracht, Tage des Februar, Tage des Märzen, Waren es nicht Proletarierherzen,. Die voll Hoffnung zuerst erwacht, Achtzehnhundert vierzig und acht?> Achtzehnhundert vierzig und acht, Als du dich lange genug bedacht, Mutter Germania, glücklicb verpreußte, Waren es nicht Proletarierfäuste, Die sich an's Werk der Befreiung gemacht, Achtzehnhundert vierzig und acht? Achtzehnhundert vierzig und acht, � Als du geruht von der nächtlichen Schlacht, Waren es nicht Proletarierleichen, Die du, Berlin, vor den zitternden, bleicken, Baarhaupt grüßenden Cäsar gebracht, Achtzehnhundcrt vierzig und acht? Achtzehnhundert siebzig und drei, Reich der Reichen, da stehst du, juchhei! Aber wir Armen, verkauft und verratheu, Denken der Proletarierthaten— Noch sind nicht alle Märze vorbei, Achtzchnhundert siebzig und drei. Georg Herwcgh. *) Durch Unwohlsein des Verfassers uns verspätet zugegangen. D. R. Politische Uebersicht. Preßvorruption. Die ultrabismärckische„Neue Freie Presse" in Wien brachte vor einigen Wochen anläßlich des Wagcncrskan- dalS einen geharnischten Artikel gegen die Berliner Wi�hschaft, verzweiflungsooll bekennend, daß die Hoffnungen, welche man auf die preußische Hegemonie im„Reich" gesetzt habe, elendiglich ge- täuscht seien.„Die Ideale sind geronnen, die einst das trunk'ne Hrrz geträumt"— begann jener Seusations Artikel, den merk- würdigerweise einige uns nahestehende Redaktionen für baare Münze nahmen und mit der Eensur„Erwachende Erkenntniß" überschrieben.— 3S(v aber die Wiener Preßverhältnisse näher kannte, der merkte sofort, auf was es in und mit jenem Artikel abgesehen war: Die Herren von der„Neuen Fr. Pr." mochten in letzter Zeit nicht genug Klingendes aus Berlin bekommen haben; und darum jener Druck auf den Brodherrn!„Wenn wir nicht besser geschmiert werden, so putzen wir Euch herunter, daß nicht Ein gutes Haar an Euch bleibt!"— Derartige Erpressungsversuche gehören beim Gros der Wiener Journalisten zum Alltäg- licheu. Und was speziell die„Neue Fr. Pr." und deren Redakteure anbelangt, so haben wir über deren Käuflichkeit in den letzten 3 Jahren schon so viel Skaudalosa veröffentlicht, daß jede andere Deutung des obgcdachtcn Sittlichkeitsentrüstungsartikelö, als die uusrige, eine u n natürliche wäre. Erst in den letzten Tagen konnte man in den Blättern Folgendes lesen:„Kein Wunder, wenn es Spott erregt, daß zwei H auptredacteure der„'Neuen Freien Presse", welche unter dem Anschein, den Gründerschwindcl zu verdammen, ihm von jeher die größten Vorschubdienste geleistet hat, unter die Verwaltungsräthe einer von der berüchtigten Coterie Erlangcr errichteten Baugesellschaft gegangen sind. DaS Blatt ist übrigens aus dem Besitz der Anglo- und Unionbank in die Hände einer Actiengesellschaft(Börsenbank) übergegangen mit einem Capital von drei Millionen Gulden. Die Actien kommen nächstens au die Börse. Da wird es wieder an schwindelhafter Agiotage nicht fehlen." Und einige Tage darauf las man:„Die Wiener„Neue Freie Presse" ist für den Preis von 3'/» Million Gulden(also mit einem Gewinn von 800,000 Gulden) an die Börsenbank verkauft worden."— Die Affaire Bebel-Reichstag giebt den uns nahestehenden de- niokratischen Blättern viel Stoff, einerseits sich über den Parla- mentarismus lustig zu macheu, andererseits Elegien anzustimmen. Wir unsererseits glauben, daß für unsere Partei der berüchtigte ReichötagSbeschluß nicht ohne Nutzen sein wird. Er wird den Nutzen nämlich haben, daß unsere Gesinnungsgenossen von dem lächerlichen Respekt kurirt werden, den sie bisher noch— leider— vor ReichStagsmandaten gehabt. Es drohte sich eine Art Cultus der Parlamentelei herauszubilden, der zur Entmannung unserer Partei geführt, und sie in dieser Beziehung auf das Niveau des Allgemeinen deutschen Arbeitervereins herabgedrückt hätte, wie es zur Zeit Herrn von Schweitzers und noch lange nach ihm war. Zu erwähnen ist noch, um die Kleinlichkeit der Preußischen Regierung zu zeigen, daß am Abend vor der Debatte über den Schraps'schen Autrag die„Norddeutsche Allgemeine Zeitung" einen, freilich etwas überschwänglichen Artikel der Brüsseler„Liberte" über Bebels Wahl abdruckte, uin eine„Pression" aus die national- liberalen Reichstagsmitglieder auszuüben— eine„Pression", deren es beiläufig gar nicht bedurfte. Das Kleinliche dieses Kniffs wird noch dadurch erhöht, daß der betr. Libertö-Artikel bereits vor S Wochen erschienen— also offenbar von dem Bismarck'scheu Leib- blatt für die Gelegenheit aufgehoben worden ist.— Ein Madrider Telegramm, das durch alle Zeitungen die Runde macht, enthält den folgenden Absatz:„Den Gesandten Frankreichs und Englands sind Drohbriefe mit der Unterschrift: „Die Internationale" zugegangen." Die„Norddeutsche Allgemeine Zeitung", welche diesen Absatz gesperrt druckt, bemerkt dazu im redaktionellen Theil:„Aus(sie!) Spanien wäre heute nur auf das Madrider Telegramm aufmerksam zu machen, laut welchem die Internationale gegenwärtig an die in der Spanischen Haupt- stadt akkreditirte Diplomatie Drohbriefe versendet, Vorkomm- uisse, welche schwerlich dazu angethan sein können, die Meinung der betreffenden Gesandten über die Situation des Landes günstiger zu gestalten." Von der Schlußbemer- kung des Bismarck'scheu Leibblattes gilt unglücklicherweise das alte Wort: Man merkt die Absicht und wird verstimmt. Ja, man riecht sogar Lunte. Wie wär's, wenn die Diplomatie selbst ein- mal„Internationale" gespielt hätte? Das„rothe Gespenst" hat ihr ja schon oft herhalten müssen. Und so viel steht fest: nur ein Tollhäusler oder— Polizeispitzel konnte derartige„Drohbriefe" schreiben. Wie solche Briefe zu machen, nun das wissen die Pa- tronc der„Norddeutschen" sehr gut— oder sie müßten ein sehr kurzes Gedächtniß haben, daS wir auf Wunsch gern aufzufrischen bereit sind.— Im Hinblick auf die kaum mehr lang zu verschiebende Auf- lösung des Englischen Parlaments— das Ministerium Gladstone hat keine Majorität mehr, und muß einstweilen, da auch die Opposition bei der Zerfahrenheit der parlamentarischen Parteien keine Majorität hat, mit einer Minorität fortregieren — hat ein von der Englischen Arbeiter-Vertretungs-Ligue berufenes Meeting in Londen(am vorigen Sonntag) folgenden Beschluß gefaßt: „Angesichts der bevorstehenden Neuwahlen hält es dies Meeting für geboten, daß die Arbeiter sich schon jetzt zum Wahlkampfe rüsten, um in dem neuen Parlamente ihre Ansprüche geltend zu machen; die arbeitende Bevölkerung des Landes darf nicht länger sich von den rein politischen Fractionen, ins Schlepptau nehmen lassen und die Liga fordert daher alle Arbeiter dringend auf, sich allenthalben zu organisiren, um intelligente Mitglieder ihres Stan- des in das Parlament zu bringen; zu diesem Zweck soll die Liga sich mit andern Körperschaften in Verbindung setzen und eine kräf- tige Agitation im ganzen Lande behufs Vereinigung aller Elemeute der Arbeiterpartei in Bewegung setzen." Man sieht, es wird in diesem Beschluß ganz außer Acht gc- lassen, daß die jetzigen Gesetzesbestimmungen über Wahlrecht, Eintheilung der Wahlbezirke:c. es den Arbeitern absolut unmöglich machen, bei einer Wahl Namhaftes zu erreichen. Nicht daraus, unter Bestimmungen, welche die Möglichkeit des Gelingens ausschließen, eine Wahlagitation zu unternehmen, muß sich die Thätigkeit der Englischen Arbeiter richten, sondern darauf, diese Bestimmungen aus dem Weg zu räumen, und sich so erst die Möglichkeit einer erfolgreichen Wahl- kampagne zu schaffen. Die Hrn. Potter und sonstigen Gewerk- vereinszelebritäten, die hinter dieser Resolution ftehn, wollen eben ein geräuschvolles— Nichtsthun! Dafür klopft ihnen die„libe- rale" und selbst„demokratische" Bourgeoispreffc so freundlich auf die Schultern.— Am 21. März wurde'Nr. 20 des„Volksstaat" wegen angeb- licher Beleidigung des Justizministers Abeken, dessen mehrmalige Anwesenheit in der Hauptverhandlung des Leipziger Hochvcrri Prozesses in jener Nummer besprochen wurde, consiszirt. Der« Juftizminister scheint demnach behaupten zu wollen, er wäre! purer Neugierde von Dresden nach Leipzig zur Hauptverhaim i gekommen, und zwar nicht als Justizminister, sondern Privatmann. Dem„Großherzog von Mecklenburg" haben wir in vor. i in gewisser Beziehung Unrecht gethan. Nicht er ist es, der> schönen Schreibebrief nach der Katastrophe von Laon losgeli hat, sondern sein Verwandter, der„Herzog Wilhelm von MeF bürg". Wenigstens bleibt es in der Familie.— Es wird augenblicklich vielfach der Jrrthum colportirt, I das Bebel'sche Mandat infolge des berüchtigten Reichstagsbeschm vom 19. März erloschen sei. Dem gegenüber sei erklärt, das Mandat Bebels nach wie vor giltig ist. Bebel ist-H lange er nicht aus freien Stücken das Mandat niederlegt(! daran denkt er natürlich nicht)— NeichStagsabgcordneter, j wen» er hinter Schloß und Riegeln sitzt. Bei dieser Gelegenheit sei auch das Gerücht, Bebel wäre erkrankt, bündigst dementirt.— In Nr. 21 d. Bl. findet sich eine Notiz betreffs der Fun Angelegenheit, deren einseitige Constatirung mich zwingt, eis Randbemerkungen dazu zu machen, wenn auch nur insoweit,| ich dies schon zetzt zu thun für nothwendig halte. 1) Meine sogenannte„Parteilichkeit und Voreingenommen» reducirt sich einfach auf die Parteilichkeit jedes Parteimais in der soz.-dem. Arbeiterpartei wider Alles, was nach VolkSpa riecht, und auf die Voreingenommenheit gegen Alle, die> der Volkspartei in Verbindung stehen.�) 2) War mein Verhalten ganz dem„willkührlichcn V fahren" der betreffenden Mitglieder und deren Nichtachtang Organisation angepaßt.(Siehe auch die vorausgegangenen ösß lichen Aufforderungen der Control-Commission au den Vertrank mann in Fürth im Annoncentheil des Volksstaat.) 3) Die„entrüstete Zurückweisung unsozialistischer Ge' nung" mag einzelnen verschwommenen Idealisten ungeheuer! poniren. Nach meinem Dafürhalten hat die Parteiorganisa! und die organisirte Partei absolut nicht mit Leuten zu recht blos weil sie sozialistische Gesinnungen haben oder unsozialifti Gesinnungen nicht haben wollen.(Wer nicht mit uns samg der zerstreut.) Deshalb halte ich jedes in Nr. 15 d. Bl. von! ausgesprochene Wort vollständig aufrecht. Das übrigens durch die Affaire„Stöhr" bewiesen weis soll, verstehe ich nicht; höchstens daß Föderalisten und Zentral!! sich nicht miteinander vereinigen können, und das bedurfte kei Beweises, ebensowenig als das„nach wie vor", wenn nicht s nisch gemeint, doch eigenthümlich klingt. Th. Aorck.j ') Ich weise hier auf da» Dresdener Protokoll hin, das in so wenig Händen ist, und zitire aus der init ungetheiltcm Bs aufgenommenen Rede H. Scheu' s, die leider noch lange nicht in i volle Entrüstung athmenden Ausdrucksweisc wiedergegeben ist, Folgen! „Nach den bittersten Erfahrungen, welche wir in Bezug auf' bürgerliche Demokratie gemacht haben, würde ich es der sozialdemokratis Arbeiterpartei für unwürdig halten, mit andern Parteien bei den Wa> zusammenzugehen. Es giebt nichts Verkehrteres, als bei den Wal irgend einem Demokraten oder einem unserer Partei nahestehenden didaten die Stimme zu geben; dadurch werden die Arbeiter nur verwj Wir haben es erfohren, was das Liebäugeln mit der schwäbisj Volkspartci für traurige Früchte getragen hat. Daß es dort so'chs steht, ist nur durch Pas Zusammengehen mit der Volkspartei hcrbeigcfi worden. Man war sich nicht der schroffen Gegensätze bewußt, die s von der Bolkspartei trennen, und die Volkspartci benutzte dies zu 9 Gunsten. Man redete den Arbeitern ein, das Volk sei in den V? vereinen gut aufgehoben, weil der Volksvereiu die sozialdcmokrati» Prinzipien angenommen habe, oder zum Blindesten ftir das Wohl Arbeiter thätig sei.'- Nun ist unsere Partei in Schwaben durch ihr Zusammengehn der Volkspartei zu Schanden gelvorden."— Gewerksgenoffenschaftliches. Gewerkschaft der Holzarbeiter. chicßen. Der Fachverein der Schreiner zu Gießen ist i 1. Januar 1873 zur Gewerkschaft der Hoizarbeiter mit allen Recti und Pflichten übergetreten; dies allen Mitgliedern zur Nachrij Die Legitimation wird ausgefertigt, sowie die Reiseunterstützt ausbezahlt, bei Unterzeichnetem von Mittags 12 bis 2, Abends c 7 bis 8 Uhr. Jeden Sonnabend Abend 8 Uhr finden die>1 werkschaftsversammlungen im Bereinslokal Neustadt bei Herb statt. Briefe u. f. w. sind zu senden an Unterzeichneten. Der Bevollmächtigte Emil Zimmermann, Gießen, Neuen Bauen b 84 bei Schreiner Karl Zimiuermanns Internationale Gewerkschaft der Maler, Lackirer un> Versiolder. Mraunschweig. Nach einer uns zugegangenen Mittheilmig- Bremen sahen sich die dortigen Maler genöthigt, im Falle ei! Nichtbewilligung einer 25 Prozent-Lohnzulage, den Prinzipalen z! 29. d. Mts. zu kündigen und von da ab die Arbeit eiuzustell Allen Kollegen wird es zur Pflicht gemacht, im Fall ihrer Abu Bremen zu meiden. Kollegen allerorts! Bei dem Herannaheu Frühjahre schaaret Euch zusammen, um endlich einmal per Willi und der Nergelei der Arbeitgeber ein Ziel zu setzen. Länger h dieses nicht fo fortgehen. Vor Allem schenkt den Bremer Kollft Eure Aufmerksamkeit!- Theodor Rosenkranz, Deruburg-Twete 3. Vercin der deutschen Steinmetzen. Aerkin, 12. März. Collegen allerorts! Wie Ihr aus l Ende vorigen MonatS in allen 4 Vereinsorganen erlassenen Ns richt ersehen habt, ist ein Arbeitsausschluß von den Arbeitgebs aus Zeitz und Umgegend, an alle Collegen und Vercinsmitglm daselbst ergangen, da es ja selbstverständlich ist, daß auf sola Ansinnen, wie die vier von den betreffenden Arbeilgebern au» stellten Positionen waren, nicht einzugehen war. Danach hielt der Ausschuß für seine Pflicht, auch kein Mittel unversucht I lassen und sendete 2 Delegirte am 1. März nach dort, um iw lichst eine Einigung beider Theile anzubahnen. Aber welche Ä schung! Die Forderung, worüber nun schon 6 Wochen lang r beiden Seiten verhandelt wurde, ist, in ihrer ganzen Traziw dergestalt, daß der Mittelarbeiter es im Verdienst bis zur von 6 bis ö'/s Thlr. bei 10 Stunden Arbeitszeit bringen ka» Ist dies nun wirklich eine zu große Forderung für unsere Ben» genossen? Wenn man ferner in Erwägung ziebt, daß den M tigen Geschäftsverhältnissen angemessen, mit Einschluß der Wi>ch crr er irc mll :n Dt. er zeli ifej fd und Regentnqe, nur 9 Monate definitiv gearbeitet werden kann, so ist dieser Verdienst siir einen Steinmetzgesellen, der ein Durch- schnittsalter von nur 34 Jahren erreicht, und dann Wittwen und Waisen der Willkuhr und dem Mitleid anderer Menschen preis- gegeben sieht, nicht zu viel. Nein! wir finden diese Forderung den heutigen Lebensbedürfnissen und den von Staats- und Com- munalwegen an uns gestellten Forderungen gegenüber noch viel zu niedrig. Wohl aber denken die Herren Arbeitgeber, daß die Dummheit und die Indifferenz der Masse noch eine solche ist, wie fie so lange Jahre gewesen war, und daß sie ihr AuSbeutungs- system vor wie nach betreiben können. Aber da irren sie sich denn doch gewaltig. Wisset Collegen! Es sind bei diesen 52 Meistern, wenn wir sie so betiteln wollen, 250 Gesellen beschäftigt; also über ein Fünftel Nichtsthuer, die bekanntlich Alle Kapital anhäufen wollen, arbeiten durchschnittlich mit 5 Mann; ist dies nicht eine Ausbeutung sondergleichen? Fünf sollen je einen Arbeitgeber, be- ziehungsweise auch noch einen Polier dazu erhalten. Würden die Herren nicht besser thun, wenn sie selbst Klöppel und Eisen in die Hände nähme», und alle Fragen in Friedfertigkeit mit dem Ge- selten lösten? Doch nein! Sie sind ja„Arbeitgeber", und als solche erlassen sie feierlich einem Artikel in den„Zeitzer Provinzial-Correspondent", wo sie alle 52 Mann mit Namensunterschrift erklären: der Preis des Lohnes regelt sich nach Angebot und Nachftage. Aber hierin liegt ja gerade der Schwerpunkt. Wir wollen nicht, daß unsre Arbeitskraft wie jede beliebige Waare nach Angebot und'Nachftage bezahlt werde, wir wollen mit bestimmen über unser Wohl und Weh. Ferner haben sich die„Herren" bei einer Conventionalstrafe von 25 Thalern verpflichtet, kein Mitglied des Deutschen Stein- metzvereins zu beschäftigen. Wir sind keine Menschen, die um jeden winzigen Verdienst ihre Arbeitskraft losschlagen. Mögen sich die Herren„Arbeitgeber" aber gesagt sein lassen, daß unsere Menschen- rechte nicht käuflich sind, und wenn sie unfern Brüdern ans die ver- söhneude.Hanb', die sie ihnen gereicht, einen Fußtritt gaben, so mögen sie nun auch erfahren, daß sie es mit einer zum Klassen- Bewußtsei» erwachten Masse zu thun haben, und daß wir mit allen Opfern den Kampf um unser Dasein zum Anstrag bringen werden. Auf denn Collegen allerorts! Es erschallt das Signal, es gilt uns allen, die wir in die Produktion des SteiumetzgewerkS eingreifen. Ihr kennt die Parole, die euch brieflich initgetheilt ist. lind denjenigen Kameraden, die noch außerhalb unserer Organisation stehen, mag gesagt sein, daß jedes Opfer, welches sie ihren Brüdern in Thüringen bringen, ein Opfer ist, welches sie für sich selbst bringen. Die letzteren aber ermahnen wir, fest zu stehen, und treu den Manneseid zu halten, den sie» gelobt. Wir stehen hinter euch! Die Unterstützung wird euch gewährt, wie es in der Steinmetz- Organisation üblich ist. Sehet weder rechts noch links und immer direkt auf auf das richtige Ziel losgesteuert, dann werde» wir endlich die Ausbeutung beseitigen. Mit Brudergruß und Handschlag Im Auftrage des Ausschusses: A. Zabel, Vorsitzender, WeinbergSweg Nr. 4. Streiks Unterstützungen sind zu senden an Steinmetz G. Hilpert in Shkaunitz bei Zeitz. Allgemeiner Deutscher Eattlcr-Perein. Berlin. Sämmtlicde Vertrauensmänner werden hiermit davon in Kenntniß gesetzt, daß laut Vorstandsbeschluß, �betreffend Reise Unterstützung, Folgendes in Kraft tritt: Reisende Mitglieder des Vereins können von ein und derselben Mitgliedschaft die Reise- Unterstützung nicht vor Ablauf von 6 Monaten wieder beanspruchen. Auch machen wir sämmtliche Vertrauensmänner auf den Strike der Schriftsetzer aufmerksam, und ersuchen so viel wie möglich in ihren Mitgliedschaften dahin wirken zu wollen, daß die Strikenden nach Kräften unterstützt werden. Der Vorstand. Fachverein der Schuhmacher. München, l6. März. Scholz seit einem halben Jahre pflog der hiesige Schuhmacher-Fachverein Unterhandlungen mit dem Schuhmachermeisterverein behufs Einführung einer Normalarbeitö- zeit und der billigen Lohnerhöhung von 15 Prozent, wobei der Arbeiter mit Einhalten einer 1 2 stündigen Arbeitszeit noch nicht einmal den Lohn erzielen kann, den er bisher in der Arbeitszeit von 16 und 18 Stnizden verdiente. Wir verlangten dessen ungeachtet nicht mehr, weil unser Zielpunkt nur die Erreichung deS Normalarbeitstages war; diesen zu Stande zu bringen, erkannten wir das Mitwirken der Meister für nothwendig. Daher setzten wir die Aufbesserung des Lohnes so gering, um ja die Meister nicht zu reizen; wir glaubten damit eine ftiedliche Lösung und ein Entgegenkommen der Meister zu erzielen, zumal uns diese aus Einladung in einer Versammlung im October das schöne Ver- sprechen gegeben hatten, mit uns in harmonischer Weise vorzu- gehen, um so das Geschäft heben zu können. Sie mißbilligten das Verhalten der Stuttgarter Meister, welche dortmals in Conflikt mit ihren Gehülfen standen, sprachen weiter noch das große Wort aus: ihren Collegen in Deutschland als Beispiel vorangehen zu wollen, indem sie die gedrückte Lage der Gehilfen erkennen und selbige entsprechend aufbessern wollten. Allein, alle diese schönen hoffnungsvollen Versprechungen resul- tirten in einem von den Meistern an uns gesendeten neu ausge stellten Lohntarif, der in mehreren Arbeiten»och unter der bis- herigen Bezahlung zu stehen kommt. Tie 12 stündige Arbeitszeit jedoch ist auf selbem verzeichnet. Natürlich können wir uns mit diesem Tarif nicht znftiedenstellen; es wurde in einer überaus stark besuchten allgemeinen Schuhmacherversammluiig beschlossen: mit Ernst an die Meiste vorzugehen, in diesem Sinne aber nicht mehr 15 Prozent, sondern 30 Prozent Lohnaufbesserung zu verlangen, da man alle Hoffnung ans Humanität und guten Willen der Meister auszugeben genöthigt war.— Auf die Nothweudigkeit der Einführung einer geregelten Arbeitszeit brauche ich hier nicht mehr hinzudeuten; eine solche aber einhalten zu können, verlangt auch eine entsprechende Bezahlung der Arbeit. Denn hier z. B. hat eine festgesetzte Arbeitszeit von 12 Stunden �eine Abkürzung gegen früher von 3 bis 4 Stunden pro Tag zur Folge. Also muß der Ausfall dieser Zeit jetzt durch Besserbezahlung der Arbeit wieder ersetzt werden; zweitens sind die Lebensbedürfnisse seit zwei Jahren bedeutend im Preise gestiegen, so daß der bisherige� Arbeitslohn Zur Befriedigung derselben nicht mehr ausreicht. In einer am 9. d. abgehaltenen Generalversammlung der Meister wurde be- schlössen: Im Falle die Arbeiter mit dem von ihnen aufgestellten Lohntaris nebst Bedingungen nicht zufrieden sein wollen, werden die Werkstätten geschlossen. Ja noch mehr: die„Herren" setzten besonders auf ihren allgemeinen deutschen Schuhmachermeisterver- band starke Hoffnung. Es wurde daher ein Antrag gestellt: sämmt- liche Arbeiter zu entlassen, auch wenn sie n ijcht striken wollen, und die Meister anderer Städte davon zu benachrichtigen, daß allen Ge- hülfen, welche einem Fachverein, einer Gewerkschaft ic. angehören, ekündigt werde, damit sich die Arbeiter gegenseitig nicht unter- lützen können. Natürlich wurde diesem Antrag schon mit Sieges- jubel beigestimmt und er einstimmig angenommen. Doch macht man uns durch dergleichen Lufthiebe nicht schüchtern. Wir sind fest entschlossen, den Kampf aufzunehmen. Der Geist und das Zusammenhalten der Arbeiter ist vortrefflich. Es haben sich die meisten Arbeiter verpflichtet, beim ersten Anprall von hier abzu- reisen. Wir ersuchen daher alle Collegen, die Striker freundlichst auszunehmen, denn es sind wahre Kämpfer unserer gerechten Sache. Ich kann nicht umhin, mitzutheilen, daß sich die hiesige Presse der schamlosesten Lügenhaftigkeiten bedient, um zwischen den Arbeitern einerseits und den Meistern und dem Publikum andererseits eine Hetze zu machen. Es wirst sich hier aber nuwillkührlich die Frage auf: Wo ist die Staatsanwaltschaft, welche ein solch gefährliches Treiben nach dem Gesetze belangt? Eine auf Wahrheit und rich- tigern Sachverhalt beruhende Gegenerklärung, welche wir einsandten, wurde nicht aufgenommen. Wir sehen unsere Gegner sich rüsten; ihre Waffen sind die Polizei und das saubere liberale Zeitungö- geschwister, welches sein Möglichstes auch leistet. Wir hingegen stellen uns muthig und entschlossen ihnen gegenüber und halten den Schild der Wahrheil, der Ehre und des Rechts, bis unsere Gegner an demselben zurückweichen müssen. Collegen allerorts, haltet jeden Zuzug fern! Briefe:c. sind zn senden an den Fachverein der Schuhmacher beim Krenzbräu, Brungasse Nr. 7, München. Im Auftrag: A. D. (Vor Redaetionsschluß geht uns die Mittheiluug zu, daß der Strike nun ausgebrochen ist. R. d.„B.") Korrespondenzen. Leipzig. Eine neue That der sächsischen Justiz. In der Beilage Nr. 24 hatten wir kurz des Dnellprozesses Wil- deuhayn gedacht, der am ersten Jahrestage des Leipziger Hochver- rathöprozeffes, am 11. März, hier verhandelt wurde. Wieder fuugirte Herr Hoffmann als Staatsanwalt, und Herr von Mücke als Präsident; beide mit demselben Talent, durch das sie ein Jahr zuvor die Welt in Staunen gesetzt hatten. Nur mit dem kleinen Unterschiede, daß sie im Prvzeß Wildenhayn dem Angeklagten zur Freisprechung verhalfen, während sie im Hockverrathsprozeß aus die Berurtheiluug der Angeklagten hinzielten. Es läßt sich schwer sagen, welcher Fall schmachvoller für Sachsen ist. Registriren wir kurz die Thatsachen! Der Student Wildenhayn— Sohn reicher Leute■— wird wegen einer Beleidigung„gefordert" und zwar auf Pistolen. Är möchte nicht gerne„losgehen", möchte gerne dem Contrahenten (Fordernden) jedwede billige Genngthuung leisten, obschon die Art und Weise, wie er vom Contrahenten zur Gegenbeleidigung gereizt wurde, eine nichtswürdige war. Allein der Contrahent besteht auf .„Pistolenduell", und Wildenhayn— befangen in der läppischen Studeutenetiguette— geht auf die„Forderung" ein, anstatt den Contrahenten so zn behandeln, wie es ein dummer Junge ver- dient. Wildenhayn trifft den Gegner— wir nehmen an, ohne es zu wollen— und dieser verblutet nach 14 Stunden. Wilden- Hayn wird vor dem Schwurgericht der„fahrlässigen Tödtung" angeklagt auf Grund des tz 206 des Reichsstrafgesetzbuchs:»Wer seine» Gegner im Zweikampf tödtet, wird mit Festungshaft nicht unter 2 Jahren bestraft." Die Geschworenen— die ja innerhalb des Rahmens der ihnen vorgelegten Frage» unbeschränkt antworten können, waö ihnen gutdiinkt— erklärten, daß der Tod nicht durch die Verwundung herbeigeführt worden sei(sondern durch maugelhaste Pflege). Dagegen läßt sich nichts behaupten. In diesem Falle aber mußte gegen Wildenhayn§ 205 des Reichsstrafgesetzbuchs angewendet werden:„Der Zweikampf wird mit Festungs- Haft von 3 Neonaten bis zn fünf Jahren bestraft." Auf Grund dieses§ mußte Wildenhayn unter allen Umständen verur- theilt werden. Allein Staatsanwalt und Präsident haben beide den K 205 ignorirt, und so wurde Wildenhayn— der beiläufig nicht auf der Anklagebank, sondern auf einem Stuhle saß, frei- gesprochen.„Es ist eine nicht abzuleugnende Thatsache"— jammert ein Jurist im„Tageblatt", dessen Ausführungen wir nur wiedergegeben haben— daß diese Freisprechung in juristischen wie nichtjuristischen Kreisen„peinliches Aussehen" erregt hat. Blos „peinlich"? Leute, die nur eine Spur von Rechtsgefühl haben, würden sagen: dieser Staatsanwalt und dieser Präsident müßten bei der nächsten Schwurgerichtöpenode auf der Bank sitzen, auf der Herr Wildenhayn nicht gesessen hat! Leipzig. Auf den 13. März hatten die Herren Zwiebler (Altenburg) und Arnold(Finsterwalde) durch den hiesigen Bevvll- mächligten des Allg. d. Arb.-V. eine Volksversammlung einberufen lassen, um über die Tabaksteuer und den 18. März zu referiren. Unsere zahlreich erschienenen Gesinnungsgenossen wählten ins Bu rean Fink, Stelzet und Nauort und ließen durch den Erstgenannten an die Versammlung folgenden Antrag stellen: „Die Herren Zwiebler und Arnold werden ersucht, sich mit Ja oder Nein darüber zu äußern, ob sie die vom„Neuen S.-D." den Mitgliedern des Allg. d. Arb.-V. anempfohlene, bez. befohlene Taktik, die Mitglieder der sozialdemokratischen Arbeiterpartei, überall wo diese in der Minorität seien, hinauszuweisen, billigen. Im Jasalle wolle die Versammlung erklären, daß die Herren Zwiebler und Arnold nicht als Referenten, fondern nur als Theilnehmer an der Debatte reden dürften." Fink begründete in eingehendster Weise diesen Antrag: man müsse jene Herren, die— wo sie uns gegenüber in der Minorität sind— immer mit süßen Redensarten kommen, um, wo sie die Majorität haben, brutale Gewalt anzuwenden, zwingen, Farbe zu bekennen. Stelzer führte diesen Gedanken weiter aus, indem er seine eigenen diesbezüglichen Erlebnisse mit den Herren Schwei- tzerianeru schilderte, während Nauort den Fink'schen Antrag noch dahin enveiterte, die Referenten mögen sich äußern, wie sie sich in Anbetracht der Enthüllungen des Generalversaninilungs-Protokolls — Redner las das Gravirendste daraus vor— zu den„Führern" und Leitern des„Neuen" verhielten. Redner zog indeß— da und Streusand darauf. Dieses ist Alles für 25jährige Exploitation. die erschöpfende Behandlung dieses Stoffes zu viel Zeit gekostet! Wer nicht ganz vernagelt ist, wird wohl die Moral von der Ge- hätte— seinen Antrag nachher zurück.— Die Herren Zwiebler schichte herausfinden.____ t. und Arnold wußten dem Fink'schen Antrage nichts als bekannte Äugsburg. Die hiesigen Zimmerergehülfen stehen mit ihren iüße Agitatoren-Phrasen vorzustammeln, beschworen die Bersamm- Arbeitgebern wegen Lohnerhöhung in Unterhandlung und kann'es lung hoch.und heilig, ihnen doch ja� nicht das Wort zu entzieheki, möglicherweise zur Arbeitseinstellung kommen. Wir ersuchen des- da sie sich als Referenten nur an die Sache halte» wollten, u. drgl. m. chalb, jeden Zuzug von Augsburg fernzuhalten. Alle arbeitet- Allein die Versammlung bestand shylockmäßig auf die Erftillung freundlichen Blätter werden um Aufnahme vorstehender Notiz des Fink'schen Antrags. Wieder einmal nnd abermals erhielten. gebeten. Näherer Bericht folgt. die Gedachten das Wort— gingen aber immer um den kitzeligen Im Auftrag I. EnderS. Punkt wie die Katze um den heißen Brei herum. Da mußte ihnen Mrnöerg. Die Parteigenossen Memminger und Wör- vom Borsitzenden endlich kategorisch zugerufen werden:„Wenn Sie lein wurden wegen zweier Preßvergehen vom Schwurgerichte zu uns noch länger die Antwort— Ja oder Nein— vorenthalte», Ansbach trotz gelieferten Wahrheitsbeweises und ausgezeichneter werde ich abstimmen lassen." Das wirkte. Herr Zwiebler erklärte Vertheidigung durch Rechtsanwalt Dr. Fe» st aus Fürth für schul- unter Bedauern, daß er an seine„Organisation" gebunden sei; dig erkannt und der erstere zu 3, der letztere zu 1 Monat Ge- Herr Arnold vermochte Nichts zu erklären. Infolge dessen beschloß die Versammlung, die Herren Zwiebler und Arnold als Referenten nicht sprechen zu lassen.— Fink übernahm nun das Referat und empfahl zur Annahme den gründlich motivirten Tabakssteuerprotest Fritzsche's(aus dem„Botschafter") statt des Haseneleverschen. Die Herren Zwiebler und Arnold empfahlen natürlich den Hasen- clcverschen. Gefragt: warum? und was sie etwa an dem Fritze'- scheu auszusetzen hätten— drückten sie sich wieder um den Hauptpunkt herum und erst, als er von allen Seiten hart bedrängt worden, erklärte Herr Zwiebler, die„Organisation" zwinge sie zu diesem Vorgehen; auszusetzen hätten sie an Fritzsche's Protest nichts. Das veraulaßte natürlich eine stürmische Heiterkeit; nnd als ein Redner bemerkte, der Hasencleversche Protest könne, wenn er nicht Bebel» übergeben würde, gar nichts fruchten, da der „Reichstag" solche Dinge in den Papierkorb werfe, erklärte Hrr Zwiebler:„In Glauchau haben wir die Resolution, daß der Po- test Bebeln zur Vertretung übergeben würde, wohl gefaßt, aber der„Neue S.-T.", den ich um Abdruck ersucht, hat sie nicht autnehmen wollen."— Nun wurde Herrn Zwiebler erst recht ver Standpunkt klar gemacht und er gefragt, wie er nach solchem Selbstgeständniß der Versammlung noch znmuthen könne, für die Hasencleversche Resolution zu stimmen? Zwiebler schwieg. Arnold seinerseits— an den dieselben Interpellationen gerichtet wurden— machte durch seine Rathlosigkeit einen noch viel unangenehmeren Eindruck als sein College; er krümmte sich wie ein Wurm, sprach über alles nur Denkbare— blos nicht über den Gegenstand der Interpellation. Dies veranlaßte.Hepnern, der Versammlung dar- zuthnu, daß Herr Arnold einer jener Musteragitatoren sei, die, auf eine gewisse Anzahl von Reden eingepaukt, nur diese herleiern können, wie eine Spieldose, die, aufgezogen, eine gewisse Anzahl Melodien abspielt; daß aber, wie man jenen Leuten Fragen vor- lege, auf die sie nicht abgerichtet sind, sich die beschämendste Rath losigfeit bei ihnen offenbare. Darum wundere es ihn auch nicht, daß Herr Arnold der Beantwortung der wiederholt an ihn gerich teten Frage, was er an der Fritzsche'schen Resolution eigentlicb auszusetzen habe,' systematisch ausgewichen sei.— Nachdem nun noch Hadlich und Herrler für die Fritzsche'sche Resolution gesprochen und Ersterer darauf hingewiesen, daß dem 18. März von 1848 nicht die Scbmach passirt sei, daß die Arbeiter so gespalten dage standen hätten wie heute nach 25 Jahren— bei welcher Auseinandersetzung die Herren Zwiebler und Arnold beschämt nnd ängstlich das Gesicht verbargen— wurde die Fritzsche'sche Reso- lution gegen 1 Stimme von 500 angenommeü. Der zweite Gegenstand der Tagesordnung,„der 18. März", wurde der vorgerückte» Zeit wegen für eine demnächst einzuberufende Volksver sdmmlung vorbehalten. Mit einem Hoch ans die Commune schloß die Versammlung. Die Leipziger Arbeiter waren diesmal großniiithiger als sie es nöthig hatten, indem sie die zwei fremden Friedensstörer an der Debatte theilnehmen ließen. Noch einmal werden sie eS nicht sein; sie werden fortan nur denjenigen Mitgliedern des Allg. d. Arb.-V. das Wort gestatten, welche rund heraus erklären, daß sie mit der ihnen anbefohlenen Taktik nicht übereinstimmen uns' die Vereinigung wünschen. «Leipzig. Zur gefälligen Beachtung für Kürschner. Ueber den im„Tageblatt" für das„Festessen" erstatteten„Dank" des sämmtlicden Ärbeitspersonals der Qnarch'schen Ranchwaarenfärberei in Gohlis wäre erstens zu bemerken, daß dieser„Dank", soviel dem Schreiber dieses bekannt.ist, den Geschäftsführer Hrn. Amme ram zum Verfasser hat. Er ist also nicht von dem Personals verfaßt worden; daher sein serviler Charakter. Sollten die Ar beiter genannter Fabrik denselben nicht korrigiren, so beweisen sie bis zur Evidenz das Eine, daß sie insgesammt an der Krankheit des Servilismns so stark leiden, daß ihnen selbst auch Maßrege lungen wegen dieses Festes die Augen nicht mehr öffnen. Kollege Menzel wurde, weil er den zum silbernen Bierhumpen für Herrn Ouarch nothwendigen Thaler nicht geben wollte(bei dem jetzigen schlechten Verdienste), einfach entlassen. Warum? wurde ihm allerdings nicht mitgetheilt; es ist aber sehr leicht begreiflick, schon des 25jährigeii Jubiläumöfestes wegen.„Wer nickts giebt, kann nicht beiwohnen", dieses ist die Devise des Herrn Direktors Herman.— Daß das bei dem Jubiläumsfest gratis geflossene Bier seine Wirkung bei den Arbeitern gethan haben mag, ist wohl möglich, und es war daher die Frage an die Arbeiter, ob sie den Thaler gerne geben, voraussichtlich eine bejahende; der Sieg über das gesammte Personal war gewonnen. Der silberne Bierhumpen von ca. 35 Thlr. Werth mit Deckel und Verzierung war nun gesichert, und zwar besser, als das erst projektirte silberne Schreibzeug im selben Werthe, worüber Hr. Ammeram die Aenßerung machte, daß ein silbernes Schreibzeug eine Ironie sei, da Hr. Ouarch schon seit mehreren Jahren gar nicht mehr schreibe. Hr. Ouarch hat es wahrscheinlich nicht mehr nöthig, zu arbeiten. Und dann wäre es viel richtiger gewesen, anstatt daß die Arbeiter den Arbeitsnehmer(nach Amerikanischem Begriff) do tiren, dieser den Arbeitern ein Geschenk gemacht hätte, vielleicht in Form einer Lohnerhöhung von 25 Prozent, Abschaffung der dort von Hrn. Herman so sehr streng gehandhabten Sonntagsarbeit (allerdings bei flottem Geschäftsgang), da ja bekanntlich bei ver- säumtet Sonntagsarbeit sofortige Entlassung von Hrn. Herman anbesohlen wird. Dann würde allerdings die Stimmung der Festtheilnehmer sich, von selbst gesteigert haben, nnd Hr. Herman wäre der Mühe als Feststimmer üherhoben worden. Eine Frage wäre hier am Platze. Hat Hr. Ouarch das nicht etwa unbedeutende Vermögen, das er besitzt, selbst durch seiner Hände Arbeit verdient, oder waren es die Arbeiter?? Das ist wohl Jedem klar, daß ein Mann, und wenn er noch so viel wie ein gewöhnlicher Mensch arbeitet, nicht so viel erübrigt, sich eine so große Fabrik zu bauen, denn sonst müßten die Arbeiter benannter Fabrik Jeder schon längst eine solche besitzen. Zum Schluß wäre noch etwas zu bemerken über den Kürschner Philipp Nike!, über den der Verfasser des„Dank" nur bemerkt, daß ihm Zeichen der Anerkennung bei seinem 25jährigen Dienstjubiläum gegeben wurden und ihm der Tag unvergeßlich bleiben wird. Punktum fängniß vcrurtheilt. Das über den„Wahlspruch" der Geschworenen erbitterte Publikum insultirtc nach Beendigung der Sitzung einzelne Geschworne. Die Jury war aus Fabrikanten, Großhändlern, Juden und Freimaurern zusammengesetzt, so daß die Angeklagten über das Resultat der Verhandlung schon von Anfang an nicht in Zweifel waren. Stuttgart, 19. März. In der am 17. März abgehaltenen zahlreich besuchten öffentlichen Versammlung des sozialdemokratischen Arbeitervereins, desgleichen in der am 18. März stattgehabten von Buchdruckern einberufenen allgemeinen Arbeiterversammlung wurde folgende Resolution unter stürmischer Bcgeistrung einstimmig an- genommen:„Die Versammlung erklärt den von den Prinzipalen bedrängten Mitgliedern des deutschen Buchdruckerverbandes ihre vollste Sympathie. Die Versammlung erklärt sich aber auch weiter auf Grund des Prinzips der Solidarität für verpflichtet, moralisch und wenn nöthig auch materiell, durch wöchentliche Steuern, den für ihre Rechte kämpfenden Arbeiterbrüdern nach Kräften beizu- stehen. Die Versammlung spricht zu gleicher Zeit ihre vollste Verachtung aus über die Presse der herrschenden und besitzenden Klassen, welche stets den Bestrebungen der Arbeiter in verdäch- tigender und verleumderischer Weise entgegen tritt." Kakberstadt, 16. März. Den Mitgliedern des Allgemeinen deutschen Arbeitervereins in Halberstadt erkläre ich hiermit, daß ihr Betragen in der von mir am Sonnabend den 8. März einberufe- neu Holzarbeiter- Versammlung durchaus nicht dadurch zu verthei- digen ist, daß diese Vereinigung nach ihrer Idee auf Schulze- Dclitz'scher Basis beruht und daß sie in diesem Sinne berechtigt waren, noch ehe unser Parteigenosse Stelzer gesprochen hatte, die Versammlung zu schließen. Die Herren, die dieses ausgeführt, an der Spitze Lampe und Hurlemann, wissen sehr wohl, wer dieser Stelzer ist. Es ist dem Herrn Lampe doch erinnerlich, daß er in dieser Versammlung gesagt: Er dulde es nicht, daß hier noch eine „Internationale Holzarbeiter- Gewerkschaft" bestände. Der Unter- stützungs-Berband wäre hier und in den könnten sich alle Arbeiter aufnehmen lassen, auch Holzarbeiter. Darauf schloß der Genannte die Versammlung, was von den Mitgliedern des Allgemeinen deutschen Arbeitervereins mit Jubel aufgenommen wurde. Herr Hurlemann, welcher sich bei diesem Gewaltakt besonders hervor- aethan, weiß doch gewiß sehr genau, was der Unterstützungs-Vcr- band für.eine Bedeutung hat und wann er aufgelöst wird. Räch gewisser Leute Aussagen dieses Frühjahr; merkt Euch das, Ihr Ar- beitcr! Dafür nimmt man jetzt noch Geld an. Provocirt nur einen Strike und verlaßt Euch auf Hülfe dieser Berliner„Führer"! Denkt an 1869 und an Magdeburg, wo Lampe und Hurlemann noch in gutem Andenke» stehen. Ich habe Euer Betragen„roh" genannt im hiesigen„Intelligenz-Blatt". Nun wenn/ wie Herr Lampe sich geäußert hat, nicht er freiwillig so gehandelt hat, son- der» die Mitglieder selbst ihn dazu gezwungen, dann können auch diese Herren eine Pille zu verschlucken bekommen. Mögen sie be- greifen, daß solche Gewaltakte mit dem Knüppel nicht zum Prinzip der Sozialdemokratie gehören. Ihr Prinzip: Alles in Einen Tops oder unter Eine Pickelhaube zu bekommen, ist echt Bismarckisch. „Durch Einheit zur Freiheit." Umgekehrt wird ein Schuh daraus. s�Durch Freiheit zur Einheit! Wenn unsere Partei mit diesen Leuten ' yh liebäugeln will, mag sie es thun, ich nicht. Es wird sogar n diesen Leuten auf folgende Weise operirt, um uns todt zu achen: Zu Sonnabend den 15. März 8 Uhr hatte ich eine Ver- Sammlung einberufen, wo d'er Zutritt nur gegen Karten gestattet ist. Diese Herren sind eingedrungen unter dem Borwand, sich ein- zeichnen zu lassen; es wurde ihnen gesagt, der Vertrauensmann wäre nicht da, also könnte dieses nicht stattfinden; half nichts. Ich bin von dieser Versammlung fast gewaltsam Seitens meiner Frau, Eltern und Geschwister zurückgehalten wordln, weil allgemein ver- breitet war, wenn sie mich„kriegen", schlagen sie mich todt. Nun, ich bin so ängstlich nicht, aber mit diesen Leuten hier in Halber- stadt ist kein Spaßen. Und so lange ich die Parteigeschäfte führe am hiesigen Orte, werde ich alles Mögliche zu verhindern suchen, daß solche Dinge sich einbürgern, um die Partei von innen aus zu ruiniren. Will unsere Partei mit diesen Leuten nebeneinander zctzt noch im Friede» gehen und sich die Diktatur gefallen lassen? Ich nicht. Alle Arbeiter Deutschlands, vorzüglich aii Partei-Orten, wo solche gegnerische Individuen sich befinden, warne ich hiermit, .sich von diesen Leuten durch scheinfreundliches Liebesäugeln und durch„Resolutionen". einschüchtern oder einschmeicheln zu lassen. Fr. Voigt, Vertrauensmann. Erklärung. Da sich in Braunschweig das Gerücht verbreitet, als sei Hr. Kokosky bei seiner Anwesenheit in Hannover von den Mitgliedern des Allg. deutschen Arbeitervereins gemißhandelt worden', so erklären wir dies für eine Unwahrheit.'Wir müssen dagegen erklären, daß Hr. E. A. B. Richter seine Parteimitglieder mehrfach gebeten, Hrn. Kokosky unbelästigt gehen zu lassen. Es hat der- selbe ohne alle thätliche Beleidigung den Saal verlassen und ist von mehreren unserer Mitglieder zum Bahnhof geleitet worden. Die Mitglieder des s.-d. Arbeitervereins. I. A.: F. Wey köpf. Volksstaat-Abonnement. 1. Quartal 1873. Aachen 6, Aalen 23, Aaran 1, Alf 1, Altenburg 2 Altgra- diska 1, Altona 6, Alzey 1, Amsterdam 1, Antwerpen 2, Annaberg 3, Andritz 1, Apolda 32, Arnstadt 1, Aue i. S. 1 Auer- bach i. V. 2, Augsburg 141, Auf der Höhe 1.— Baden-Baden 2, Baun stein(Lothringen) 1, Barmen 20, Barcelona(Spanien) 1, Basel 31, Bautzen'2, Bamberg 14, Belgrad 2, Bensheim 4, Berka a. Werra 1, Berka a. Ilm 1, Berlin 306, Bernau 1, Bernbühl(Schweiz) 1, Biala 1, Bingen 2, Bielefeld 8, Binge- brück(trans.) 2, Bischofswerda 14, Bitsch(Lothr.) 1. Blankenhain 4, Bodenbach 3, Bischofsweiler 1, Bonn 2, Bonndorf 1, Bocken- heim 2, Borna 4, Bornheim 1, Borschemich 1, Burscheidt 2, Brackwede 3, Brambach 2, Brand 1, Brandenburg a. d. H. 1, Braubach 1, Braunschweig 76, Bremen 10, Bremerhaven 9, Bremervörde 1, Breslau 142, Bruchsali. Baden 1, Bruck, Steier- mark 2, Brüssel 2, Burgstädt 8, Bukarest(Rumän.) 5, Buckau 2, Burckhardtsdorf 2.— Cainsdorf 23, Camenz i. S. 6, Canstadt 2, Carlsrnhe 4, Cassel 4, Castel bei Mainz 1, Chemnitz 61, Celle 10, Chicago(Amerika) 95, Claußnitz 1, Coblenz 2, Coburg 15, Cöln 120, Cöln transit 7, Colditz 4, Constanz 4, Corbetha 1, Crim- misschau 44, Cranzahl 1, Cronberg 2, Crossen a. O. 1, Colmsee 1, Creuznach 4.— Danzig 3, Darmstadt 42, Deutz 1, Delmenhorst 2, Delitzsch 1, Dessau 2, Demmin 1, Dermbach 1, Döbeln 47, Dortniund 2, Dresden 151, Dürrenberg 1, Düsseldorf 12, Duisburg 28, Dülken 1.— Ebersbach 1,'Ehrenbreitstein 1, Ehren- feld 1, Eilenburg 1, Eisenach 8, Elberfeld 14, Elstrach bei Ca- menz 1, Elgersweier 1, Elbing 4, Erbach i. Rheingau 3, Erfurt 45, Erlangen 2, Eschweilcr 4, Eschweiler transit 2, Essen bei Düsseldorf 17, Eßlingen 140, Falkenstcin 2, Filehne 1, Florenz (Jjal.) 1, Forst i. L. 6, Frankenberg i. S. 1, Frankenhausen 4, Frankfurt a. M. 37, Frankfurt a. id. O. 8, Frechen 1, Freiberg 2, Freiburg in Baden 1, Friedberg in Hessen 2, Frohnhausen 1, Frohbnrg 6, Fulda 1, Fünfkirchen 2, Fürth 20.— Gartzar 1, Geestcndorf 30, Geestemünde 6, Geithain 7, Gelenau 6, Genf 4, Geyer 5, Gera 26, Geringswalde 5, Gießen 13, Glatz 1, Glauchau 136, Görbersdorf 1, Gloggnitz 1, Glückstadt 1, Gößnitz 7, Göp- pingen 34, Göttingen 1, Gotha 82, Graz 5, Greitz 9, Gräfrath 3, Greffrath 8, Greifswalde 1, Grimma 16, Groitzsch 1, Großen- Hain 7, Gröbers 1, Grüna b. Chemn. 1, Grünhain 1, Güsten 1, Gumbinnen 2, Gutau 1.— Hainsberg b. Denben 3, Hainichen 13, Haigerloch 1, Halberstadt 36, Haltingen i. Bd. 1, Halle a. S. 1, Hagen i. W. 1, Hamburg und Umg. 320, Hanau 2, Hannover 102, Harburg 3, Harthau b. Chemn. 2, Heidelberg 20, Heide in Holstein 4, Heilbronn 5, Helingssors 1, Hennigsdorf 2, Heppen- heim 2, Herborn 2, Herford 3, Hermsdorf 2, Hersfeld 2, Hildes- heim 9, Hirschberg b. Schl. 2, Hoyersdorf 1, Höhr 1, Hönningen a. Rh. 1, Hörde 2, Hohenstein-Ernstthal 51, Hof in Bayern 4, Horchheim 1, Hubertusburg 2, Husum 1.— Jägerndorf 6, Ja- rocin 2, Jena 1, Jnowraclaw 1, Jnsterburg 2, Jankovik 1, Johann-Georgenstadt 2.— Kaiserswerth 1, Kaldenkirchen 1, Kalk 4, Katscher 1, Kaukehmen 1, Kehl 1, Kellinghusen 1, Kelsterbach 1, Kempten i. Bayern 3, Kieritzsch 2, Kirchberg 5, Kirchherten 1, Kissingen 1, Klagenfurt 3, Klingenthal 12, Königsberg i. Pr. 22, Kopenhagen 1, Korschen 1, Kösen 1, Kötzschenbroda 2, Kuittel- felv 1, Krahenhöhe 3.— Langcnbielau 2, Langenberg b. Düsseldorf 1, Landsberg a. W. 1, Landshut i. Bayern 15, Lausaue 1, Lansigk 6, Leichlingen 2, Leipzig u. Umg. 990, Leisnig 5, Lichten- stcin-Callub. 17, Lichterfelde 1, Liebertswolllvitz 1, Limbach 9, Lissabon 1, Lößnitz 8, Lörrach i. Bad. 14, Lommatzsch 1, London 5, Lodi(Italien) 1, Luckenwalde 11, Lübeck 3, Lüneburg 1, Luga» 2, Lunzenau 3, Ludwigshafen 2, Lutterbach 1, Luxemburg 5, Lütt- ringhausen 1.— Manresa(Spanien) 1, Madrid 1, Mailand 1, Magdeburg 41, Mainz 231, Markirchen i. Elsaß 9, Marne 1, Mannheim 55, Marburg 9, Marienburg in Westpr. 1, Marien- werder 1, Marienberg i. S. 1, Mehrhoog 1, Mähr.-Schönberg 2, Melsungen 1, Meran, Tyrol 1, Meerane 106, Mehlauken 1, Meiningen 4, Melle 1, Metz 1, Menselwitz 1, Mengen 1, Milspe 1, Minden i. Wcstph. 2, Mindelheim 1, Mittelwalde 1, Mittweida 10, Mohrungen 2, Mügeln b. Oschatz 1, Mühlheim a. Rh. 1, Mühlhausen i. E. 14, Mühlhausen i. Th. 1, Mülsen, St. Nie las 9, Münster i. Westph. 2, Mylau 7, München 165, München- Gladbach 16.— Naunhof 2, Nebra 1, Neidcnburg 1, Nerchau 1, Netzschkau 3, Neustadt(Magdeburg) 1, Neuudorf 25, Neustadt a. d. Or. 3, Neustadt(Odenw.) 1, Neustadt b. Stolpen 2, Neu- kirchen b. Chemn. 7,->ew-Vork 197, Neu-Isenburg 1, Neviges 31, Niederbronn(Lothr.) 1, Nörenberg 1, Nürnberg 78, Neumünster i. Holst. 1.— Oberfrohna 1, Oberhausen 2, Oberlangenbielan 66, Oberlungwitz 7; Oelsnitz b. Lichtenst. 3, Oelsnitz i. Vgtl. 3, Offenbach a. M. 7, Ohligs 5, Oldenswort 1, Olberuhau 1, Op- laden 1, Oppeln 1, Osnabrück 6, Oschatz 3, Osterholz 1, Ostrau 1, Ostritz 1.— Palermo 1, Paucsova 1, Parchwitz 1, Paris 8, Pausa 2, Passau 4, Penig 5, Pest 57, Petterswaldau 1, Pforz- heim 129, Philadelphia 40, Philippsbnrg(Bad.) 1, Philippsburg (Lothr.) 1, Pirna 8, Piunaberg 1, Plauen 8, Pößneck 2, Poinßen 3, Posen 2, Potsdam 1, Prag 1, Pretzsch 1, Proskau 1, Pnsch- dorf 1.— Qucllendorf 1. Ratibor 1, Reichenbach i. V. 53, Remda 1, Renchen(Baden) 1, Riedesheim 1, Riesa 1, Ritters- Hausen 3, Ridishaim i. Elsaß 1, Rixheim 1, Rochlitz 6, Roda 1, Römerstadt 1, Rössel 2, Ronneburg 7, Ronsdorf 10, Rostock 2, Roßwein 1, Rudolstadt 1, Rüsselshein 1, Regensburg 22. Saar- brücken 1, Saatfeld 9, Sachseuhauseu 2, Salzbrnun 1, Salzburg 2, Salzungen 1, St. Gallen 9, Schildigheim 1, St. Johann 22, St. Thomas 1, Schelenbcrg 1, Schkeuditz 1, Schleswig transit 1, Schmölln 2, Schneeberg 3, Schöneck 1, Schönau b. Chemnitz 2, Schöningen 1, Schopfheim i. B. 2, Semlin 1, Schwelm 5, Schw.- Gmünd 57, Schwarzenberg!, Schweinfurt 2, Schwerini, Schwirz 1, Segnitz 1, Semendria(Serb.) 1, Siegburg 2, Siebenlehn 1, Siegmar 1, Sieaersdorf 1, Soland 3, Solingen 12, Sonncberg 4, Sora»(Niederlausitz) 1, Soosen 1, Spandan 35, Speyer 22, Stade 13, Staßfurt 4, Steele 1, Stollberg i. S. 13, Stettin 2, Straßburg i. Elf. 5, Stuttgart 53, Süchteln 24.— Tannhausen 1, Tapiau 1, Thun i. d. Schw. 1, Tilsit I, Todtnau i. B. 1, Treptow 1, Trumau 1, Tübingen?.— Uckerath 3, Unterbarmen 1, Untersendlinz 1.— Vasarhely 1, Vegesack 1, Velbert 1, Versetz 2,. Vcrviers 2, Viersen 16, Vohwinkel l, Wald b. Düsseld. 1, Waldenburg i. S. 11, Waldenburg i. Schl. 2, Waldheim 9, Waldkirchen 1, Walkerwied 1, Waldshut(Bad.) 1, Wankendorf 1, Wechselburg 5, Weida 3, Weilburg 1, Wchlau 1, Wrimar 30, Wcißerau 1, Werdau 29, Werden 2, Wetter b. Kassel 1, Wenns- dorf 3, Wien 33, Wiesbaden 36, Wismar 1, Wildenfels 1, Wil- helmshaven 1, Wilkau 3, Wildbad 2, Winkel 2, Witten 14, Wit- tenberg 1» Wittgensdorf 2, Wolfenbüttel 2, Wollishofen(Schw.) 1, Worms 10, Würzen 9, Würzburg 19, Wyk-Mastricht(Holl.) 1.— Zawadzki 1, Zernitz 1, Zittau 29, Zürich 26, Zwenkau 4, Zwickau 92, Zwöuitz 5. Das 4. Quartal 1872 schloß mit einem Abonnentenstand von 6122, im 1. Quartal 1873 beträgt die Abonnentenzahl 6615, mithin eine Zunahme von 498 Abonnenten. Zur Beachtung. Da wir am heutigen Tage, den 23. Mär; 1873, die Arbeit niedergelegt haben, bitten wir die auswärtigen College», jedeu Zuzug zu verhindern. Mit sozial-demokratischcm Gruß Die Spinner Tessiu's. I.A.: � L. Streitz. W. Reinhardt. I. Heine. Eßlingen. Nächsten Sonntag Abend Zusammenkunft bei Thoma, Falkenwirth. Griilinm. Volksverein. Sonntag, den 30. März, Nachmittag» halb 4 Uhr: Oeffentliche Versammlung für Mitglieder und Neuaufzunehmende. Tagesordn.: 1) Paragraph 1 ces Statuts; 2 der Normalarbeitstag. Der prov. Vorstand. Langenbietau. - Die Mitglieder der 44.44444» sozialer-, okratischcn Arbeiterpartei versammeln sich regelmäßig jeden Mittwoch und Sonnabend Abmds im Parteilokale.(w) Ad. Wald. Sozialdcmokr«tischcr Rrbeitervercin. Freitag den 28. Marz Abends 8 Uhr, bei Zeidler gr. Windmühlcnstraße 7.— Tages- Ordnung: Vortrag von Herrn Voigt über Foderalisation und Zentralisation des menschlichen Körpers. Gäste sind willkommen. Der Vorstand. Allgemeine Stcllmachcrticrsammlung. Sonnabend, den 29. März 1873, kl. Windmühlen- straße Na. 1 bei Carl Landgraf. Das Erscheinen aller Mitglieder ist nothwcndig. D. C. Leipzig. Buchbinderverein. Sonnabend den 29. März, Abends Punkt 8 Uhr: Außerordentliche Generalversammlung im Bürgcrgarten, Brüderstraße. Tagesordnung: 1) Eintragung des Vereins in das Genosscnschaftsregister; 2) Delegirtenwahl. Das Erscheinen aller Mitglieder ist unbedingt nothwendig. Der Vorstand. Für Schlosier! Der hiesige Fachvcrein der Schlosser bringt hier- mit allen reisenden Fall, genossen zur Kenntniß, daß sich sein Lokal im „Fränkischen Hos", Scndltngerstraßc Nr. 73, befindet, woselbst jeden Abend von 7 9 Uhr der Arbeitsnachweis unentgeltlich vermittelt wird. Auch ist daselbst für Nachtherberge gesorgt. Die Volksstaat- Filialexpcdition befindet sich bei Hermann Gnam, Holzgartenstraße 244. Abonnements werden zu jeder Zeit angenommen. Nach Nürnberg. Die beiden Herren, welche sieb es so sehr angelegen sein lassen, ge- wisse Schriftstücke meiner Kenntniß zu entziehen und mich hier zu ver- dächtigcn, ersuche ich jetzt zum letzten Mal, sich nicht mehr auf solch an- maßende Weise und überhaupt nicht in meine Befugnisse einzumischen. Auch liegen mir die bewußten Akten bereits vor; das Verdächtigen ist vergeblich und also das Ganze verlorne Liebesmüh'. Gehen die Jntri- gucn gegen mich auf diese Weise weiter, so werde ich am rechten Ort dafür Genugthuung zu erlangen wissen. Leipzig, 24. März 1873. Wilhelm Blas. Briefkasten der Redaktion: Sorge: Es kommt jetzt ein Exemplar mehr, als Tauschexemplar für d- ,>atersoner„New-Jersep-Staatszeitung".— Für die nächste Rümmer, die wiederum mit einer Beilage erscheint, mußten ca. 20 Correspondenzen zurückgelegt werden. T. in Leipzig: Wegen Raum- mangels für uns augenblicklich nicht verwendbar; wir haben das Gedicht an die„Chemnitzer Raketen" zur Benutzung gesandt. Sie werden damit wohl einverstanden sein. der Expedition: Th. Kresch in Stuttgart: für Schriften 6 Ngp. Frey Jarocin: für Photogr. ll'/z Ngr. Heber in Stuttgart: für Schriften 4 Thlr. 27 Ngr., für Annonce 3 Ngr. Zschorch in Greiz: für Schriften 1 Thlr. 15 Ngr. F. T. in München: Annonce kostet 6 Ngr. Pichler in Hannover: für Schriften 18 Ngr. Klemp in Dresden: für Schriften 8'/, Ngr. Dotzauer n Zwickau: für Abvnn. 20 Thlr. Herrm. Geyer in Groitzsch: für Monat März 5 Ngr. Engelhard in Wiesbaden: für Abonn. 4 Thlr. 13 Ngr. 5 Pf., für Annoncen 13 Ngr._______ Genossenschaftsbuchdruckerel. Antheilscheine bez. Antheilquittungen erhielten ferner: in Großzschocher F. L. Thlr. 20; in Breslau F. R. 1, H. Oe. 1, I. K. 2; in Stötteritz H. P. l, B. R. 1, W. R. 1; in Altona H. S. l; in Hamburg H. F. W. Sch. 1, A.W. 1, R. I. 2. A. M. 4; in Leipzig E.K. 1. C. F. 10. O. H. 1, F. Sch. 2; in Dresden E. B. 1, E. N. 1, M. S. 1; Thonberg M. D. 2._ Hablich, Fond für pol. Gemaßrelzelte. Durch Vöglcr in Werdau 3 Thlr. 5 Ngr., gesammelt bei einer Abend- Unterhaltung im Arb.-Bild.-Verein._ Cöln. Anzeigen:c. Für solide Handwerker Kost und Logis bei Gafiwirth Joh. Dem bach, Schnurgafse 34.(4c)' Den Parteigenossen empfehlen wir folgende Organe zur Ver- breitung: Braunschweiger Volksfreund", erscheint die Woche 6 Mal, kostet per Quartal durch die Post bezogen 15 Sgr. 52'/- kr. südd. W. Verantwortlicher Redakteur S. Kokosky. „Chemnitzer freie Presse", erscheint wöchentlich sechsmal, kostet per Post 15 Sgr.---- S2'/z kr. südd. W. Verantwortlicher Redak- teur: I. Vahlteijch.- „Crimmtischauer Bürger- und Bauernfreund", erscheint wöchentlich sechsmal. Preis per Quartal 12'/- Sgr. 44 kr. südd. W. Redakteur Gustav Kwasniewsky. „Dresdner Volksbote", erscheint wöchentlich sechsmal; kostet per Quartal 21 Sgr.=- 1 fl. 17 kr. südd. W. Redakteur: Otto- Walster. „Fürther Demokratisches Wochenblatt", Erscheint wöchentlich einmal, Preis per Post 6'/- Sgr. 22'/- kr. südd. W. Ne- daktenr: Anton Memminger. „Hofer Zeitung", erscheint wöchentlich zweimal. Preis per Post 30 kr. Redakteur: Carl Lienig. „Der Bolkswille", Organ der österreichischen Arbeiterpartei in Oesterreich, erscheint in Wien wöchentlich zweimal. Erpedition: Wieden, Hauptstraße 63, Wien. Preis: 22 Sgr. 1 fl. 24 kr. südd. W. Redakteur: Gehrke. „Das Felleisen", Organ der deutschen Arbeitcrbildungsvereine in der Schweiz, erscheint alle 14 Tage einmal in Zürich. Preis per Quartal 14 Sgr.=- 48 kr. südd. W. „Die Tagwacht", Organ der sozialdemokratischen Partei und der internationalen Gewerksaenossenschaftcn in der Schweiz; er- scheint wöchentlich einmal in Zürich. Preis per Quartal 7'/- Sgr. 27 kr. südd. W. „L'Egalits", Organ der Internationalen Arbeiter-Association in der französischen Schweiz, erscheint in Genf monatlich einmal und kostet per Jahr 1 Thlr. 10 Sgr.- 2 fl. 20 kr. südd. W. „L'Internationale", Organ der belgischen Sektionen der Jnter- nationalen Arbeiter- Assoziation, erscheint alle Sonnabend in Brüssel, Preis per Jahr 1 Thlr. 18 Gr.. 2 fl. 43 kr. südd. W. „La Liberte", Brüssel, wöchentlich l. Mal, jährlich 13 Francs. „La Emancipacion Organ der Internationalen Arbeiter- Assoziation in Spanien, erscheint jede Woche einmal in Madrid, San Pedro 16, III. "La Plebe", Organ der Internationale» Arbeiter-Assoziation in Italien, erscheint in Lodi. �[26] Während der dreimonatlichen Haft Fiuk's mit der Führung der Erfiedition des„Volksstaats" betraut, werde ich nach Kräften bemüht sein, alle Aufträge promPt zu erledigen, bitte aber zugleich, Bestellungen auf Schriften, Abonnements, Annoncen n. f. w. immer sobald als möglich einzusenden. Um Jrrthum zu vermeiden, bitte ich Geldsen- düngen für Expedition oder Genossenschaftßdrulkerei immer genau anzugeben. Chr. Hadlich, Cassirer der Genossenschaftsbnchdrnckcrei. Leipzig: Veraniw. Redaktmr R. Seifsert.(Redaktisn und Expedition Hohestr. 4). Druck und Verlag der GenossenschaftSbuchdruckerei.