D 2 Erscheint wöchentlich 2 Mal in Leipzig. Bestellungen nehmen alle Bostanstalten und Buchhandlungen des In- und Auslandes an. Für Leipzig nehmen Bestellungen an: die Expedition, Hobestraße 4. die Genossenschaftsbuchdruckerei, Zeigerstraße 44. A. Bebel, Peterstraße 18. 3. Müller, Bayerschestraße 8b, III. Der Volksstaat Abonnementspreis: Für Preußen incl. Stempelsteuer 17 Sgr., für die übrigen Deutschen Staaten 121, Sgr. pro Quartal, pro Monat 41, Sgr. Für Leipzig und Umgegend pro Quartal 13 Ngr. Filialexpeditionen für die Bereinigten Staaten: F. A. Sorge, Box 101 Hoboken, N. J. via Newyork. G. A. Lönneder, 155 W. Lake Chicago( III.) Organ der sozialdemokratischen Arbeiterpartei und der internationalen Gewerksgenossenschaften. Nr. 38. " " Sonnabend, 10. Mai. " 1873. Eigenthum und Arbeit. Gewaltstaat. Ehe und wird ihr heruntergeschlagen und ihr dafür ein menschliches Aus- auf Arbeit fällt auch selbstverständlich die heutige offizielle und Erbrecht. sehen gegeben. Wenn der Verf. in den Worten gewaltsam zu- nichtoffizielle Prostitution weg. Das Angebot hört auf, weil die jammengehaltener Staat" die Befürchtung ausspricht, der Zukunfts- Frau, die sich reblich und reichlich ernähren kann, sich nicht prosti( Schlußartikel der Serie:„ Der moderne Sozialismus und das staat könnte in denselben Barbarismus verfallen, wie der heutige tuirt, und die Nachfrage bleibt aus, weil der Mann, ber heute veraltete Vorurtheil".) Staat, so vergißt er, daß er von der Arbeit dem Element aus Mangel an Existenzmitteln für eine Familie nicht heirathen Es ist das Privateigenthum", welches nächst dem allge- des Zukunftsstaats- oben gesagt hat, sie sei einer der wich- kann, dieses Ehehinderniß im Zukunftsstaat nicht kennt. Es wird meinen Stimmrecht dem Verf. sehr viel Kopfzerbrechen verursacht. tigsten Pfeiler der Cultur, der Civilisation und der Moral", und die Natur in ihr Recht eingesetzt, das heutige unnatürliche BerZwar bezeugt er aus Mary, Lassalle,„ Boltsstaat“ und„ Neuer daß sie in der Geſellſchaft das Element der fortschreitenden Cultur hältniß der Geschlechter aufgehoben. Am meisten werden von dieser Sozialdemokrat", daß der moderne Sozialismus nicht das„ Privat- und der ſittlichen Straft repräsentirt." Mehr kann man wahr- Wohlthat die Töchter derjenigen heutigen Stände betroffen, welche eigenthum" schlechthin, sondern nur das durch Nichtarbeit und haftig nicht verlangen. Es ist also Unsinn, wenn der Verf. durch das Vorurtheil von der pfaffenhaft eingesegneten christlichen Ausbeutung Anderer( wie Speculation, Monopol, Kapitalismus, siehe oben späterhin sagt, die sozialistische, bez. communistische Ehe einerseits und den Mangel an Mitteln zur conventionellen Erbschaft u. s. w.) angeeignete Privateigenthum" abschaffen und Gesellschaft sei der Untergang von Freiheit, Fortschritt und Heirath andererseits am ärgsten leiden. statt bessen das auf( physischer oder geistiger) persönlicher Selbst- Cultur." Der Verf. sollte nur zwei Minuten lang seine Gedanken Und was die Kinder betrifft, welche im Zukunftsstaat nicht arbeit beruhende„ Privateigenthum" einführen will. Allein er geht zusammenhalten können! Er würde dann auch einsehen, wie es mit bloß, wie heute theilweiſe, communistischen Unterricht, sondern von dem Vorurtheil aus, daß das Eine nothwendig das Andere dem Element der fortschreitenden Cultur und sittlichen Kraft" auch gemeinsame Erziehung genießen sollen, so ist in dieser Benach sich ziehe und daß, wenn erst einmal das kapitalistische Eigen- für welches er die" Arbeit" hielt nicht harmonirt, wenn er ziehung zunächst daran festzuhalten, daß mit dieser communistischen thum abgeschafft wäre, auch das nachherige individuelle Eigenthum( Seite 432) jagt, daß die Arbeiter durch den Atheismus ſchließ- Erziehung durchaus nicht eine Entfremdung der Kinder von den aufgehoben werden würde; das sei eine Folge des„ Materialismus“. lich zum rohesten Nihilismus gebracht werden; sie pflegen nur noch Eltern verbunden zu sein braucht, zumal da der maßgebende EinWie aber, wenn dieser„ Materialismus“ nur ein Phantom den„ Cultus der gesunden Sinnlichkeit", des ausschweifendsten Ge- fluß, den die Eltern auf das Kind während der ersten Lebensist? Nun, dann hat der Verf. seine„ Schlußfolgerungen" unnüßer- nusses und der maßlosesten Begierde.". Der gottgläubige Theil der jahre desselben unter allen Umständen haben werden, den dauernden weise geschrieben! In der That unnüßerweiſe". Denn die Frage: Bourgeoisie also trinkt keinen Wein, giebt keine Bälle, hat Grund zur kindlichen Pietät legt. Von welchem Jahre an die ob felbsterarbeitetes Privateigenthum oder gar kein Privateigen- keine Bordelle, sondern härmt sich Jahr aus, Jahr ein mit seinem halbe und von welchem Jahre an die ganze Erziehung dem Staate thum? ist nicht eher spruchreif, als bis der verwirklichte" Entbehrungslohn" ab! Wenn der Verf. nur einfähe, zu welchen zufällt, das find Dinge, die sich später erst durch die Praxis feftSozialismus Generationen hinter sich hat. Heute über Berirrungen die„ ausschweifenden“ und„ maßlojen" Vorurtheile sezen können und über die heute zu diskutiren Thorheit wäre. biefe Frage nachgrübeln zu wollen, wo man die Wirkungen des führen! viel nur steht jetzt schon fest, daß das Prinzip der communistiRegimes des selbsterarbeiteten Eigenthums noch nicht vor Augen Und namentlich in Bezug auf„ Ehe und Familie". In dieſem ſchen Erziehung bereits der Diskussion entrüdt ist, weil es schon hat, ist ein durchaus fruchtloses Beginnen. Fühlt sich dereinst die Punkte iſt der Verf. der reine Pfaffe. Er geht von der willtür- längst in die Praxis übergegangen ist. Beweis: Die Waisensozialistisch organisirte Gesellschaft bei einem gewissen Grad von lichen Prämisse aus, daß„ Atheismus und Materialismus zu häuſer u. dgl., sowie die großartigen, aristokratischen PensionsPrivateigenthum wohl, nun so wird sie dasselbe behalten; wo feinen anderen Consequenzen( als zur Weibergemeinschaft) führen Institute für Knaben und Mädchen in größeren Städten. Der nicht nicht, d. h. wird sie auch das mobile Eigenthum collek- kann", und dentelt darnach alle auf Ehe und Familie bezüglichen, Sozialismus will also nur, was bis jetzt im Kleinen gethan worden tivistisch machen, wie frither das immobile, gleichviel ob unser selbst unzweideutigsten Aeußerungen der Sozialisten, hinterher diese ist für die Aermſten und die Beglücktesten, im Großen ausZeitalter dies will oder nicht. Wir haben über eine so ferne noch verdächtigend:" man hat sich bis jetzt mit anerkennenswerther führen. Dabei kann sich der Sozialismus auf die empirische WahrZukunft nicht zu disponiren, weber praktisch noch theoretisch; und Klugheit der Behandlung dieser Frage fern gehalten." Resumiren heit berufen, daß die Kinder, die in Penſions- Inſtituten erzogen zwar theoretisch deshalb nicht, weil uns jeder reelle Maßstab zur wir daher kurz die übereinstimmenden Ansichten aller heutigen werden, ihren Eltern nicht entfremdet sind und daß ihr Geist Beurtheilung der Zukunft fehlt. Sozialisten über dieses Thema: vielseitiger und schneller ausgebildet wird, als im elterlichen Hause, Es wären somit die Erpektorationen des Verf. über dieses Wir wollen zunächst die soziale Gleichstellung der Frau mit das( nach Lage der Dinge) in der Regel gar nicht über die vielThema einer Kritik nicht bedürftig, wenn sie uns nicht eine Hand- dem Mann. Sie ist damit natürlich nicht gezwungen, Cigarren feitigen und meist sehr kostspieligen Erziehungsmittel, wie sie ein habe böten, die Kritiklosigkeit des gegnerischen Lagers zu ent- zu rauchen und Anatomie zu studiren, sondern es steht ihr fein großes Institut besitzt, disponiren kann. hüllen. In feiner Besprechung der Smith- Ricardo'schen Theorie Hinderniß entgegen, das zu thun. Es werden ihr dieselben Er- So viel über dieses Thema, das unserer Meinung nach in dem Der Arbeit sagt der Verfasser:„ Die Arbeit ist ohne Zweifel einer ziehungs- und Bildungsmittel zur Verfügung gestellt wie dem vom Verf. citirten, aber nicht richtig verstandenen, meist in wahrder wichtigsten Pfeiler der Cultur, der Civilisation und der Moral; Mann; sie wird diesem gleich an Leistungsfähigkeit. Das ver- haft claffischer Sprache geschriebenen„ Communistischen Manifest" auch liegt in dem Saße, daß die Arbeit allein die Werthe schaffe, stehen wir unter Frauenemanzipation". sowie in der gesammten neusozialistischen Zeitschriften- und BroUnd damit hängt das Thema vom Erbrecht zusammen. Es ist durch das Vorstehende überflüssig, des Näheren aus" Vollends maßlose etwas Humanitäres. Dagegen wirkt dieses Prinzip, isolirt hin- Hiermit ist die totale Veränderung in Bezug auf das Ehe- schürenliteratur kaum wesentlich anders aufgefaßt ist, als hier. gestellt, auflösend, weil eine dauernde Sozialordnung doch nur mit verhältniß von selbst gegeben. Der Mann, der fortan kein ihm bem Regime des Privateigenthums möglich ist. Während die Arbeit untergeordnetes, sondern ein ihm ebenbürtiges Wesen zur Seite, in der Gesellschaft das Element der fortschreitenden Cultur und hat, ist gezwungen, sein Verhalten gegen die Frau, das bislang einanderzusetzen, wieso die Frage des Erbrechts mit der bes der fittlichen Kraft repräsentirt, bildet das Eigenthum das eben so meist ein despotisches war, anders einzurichten. Heute kann sich sozialistischen Rechts auf Arbeit u. s. w. fällt und steht. Sobald nothwendige Element der Stabilität." Den Schluß dieser Säße die Frau nicht so leicht seiner erwehren, auch wenn er sie chikanirt Jeder weiß, daß seine wohlerzogenen Kinder nicht dem Elend preiswollen wir, gemäß unserer obigen Bemerkung, daß die Eigenthums- oder gar maltraitirt; denn erſtens ist sie meist erwerbsunfähig; gegeben sind, auch wenn die Eltern verstorben, braucht er nicht frage noch nicht spruchreif sei, einmal unangefochten lassen; wir zweitens erschwert das Gericht die Scheidung ungeheuer; drittens seine Fähigkeiten zeitlebens in den Dienst der Erwerbssucht zu haben jene Ausführungen nur citirt, um uns anzumerken, was der fürchtet sie die böse Leumundschaft. Anders dann; sie ist erwerbs- stellen, und kann er leichten Herzens am Lebensabend ausruhen, Berf. über die Arbeit" denkt. Spüren wir ihm nun weiter fähig, das Gericht darf sie nicht an der Scheidung verhindern; anstatt sich abzurackern und zu knausern für die„ Erben" nach! Die Vertheilung des Arbeitsertrags, meint er( und wohl nicht sie braucht den Leumund nicht deshalb zu fürchten, weil sie sich Andererseits erhält durch den Wegfall des Erbrechts das Verhältniß mit Unrecht), werde im sozialistischen Staat über kurz oder lang von einem lieblosen Mann nicht kränken lassen will. Unter solchen der Kinder zu den Eltern mit Verlaub, Herr Verfasser! in gewissem Sinne eine communistische werden müssen, weil man Umständen ist das Eheverhältniß, das gegenseitige Be- und Ver- einen reineren Charakter. Es ist nicht mehr das schmutzige doch Diejenigen, die beispielsweise schlechten Grund und Boden tragen von vornherein ein anderes, als heute; denn die Geld interesse, das winkende Erb theil, welches die Kinder an die zum Bebauen haben, gegenüber Denjenigen, die zufälligerweise Ehegatten stehen sich als selbstbewußte, selbstständige Leute gegen- Eltern bindet, sondern die ungetrübte Bietät.„ Wenn mein Vater guten Grund und Boden haben, nicht zu kurz kommen laffen über. Und da ferner in der Wahl der Ehegatten eine größere stirbt, bekomme ich's Haus" diese echt bürgerliche Rohheit, die bürfe. Dem Collettiveigenthum müsse also die collettivistische Ver- Freiheit sein wird, weil das Geld- und Standesinteresse, das heute man heutzutage fortwährend anzuhören hat, verschwindet im Zutheilung des Produktionsertrags auf dem Fuße folgen. Gut! so oft bei Eingehung einer Ehe einen direkten oder indirekten funftsstaat. Man speculirt dann nicht mehr auf den Tod ver " Damit ist aber der Untergang von Freiheit, Cultur und Fort- 3wang auf einen der beiden Theile ausübt, wegfällt, so wird Eltern, sondern freut sich ihres Lebens. schritt gegeben, der communistische Staat wird niemals etwas An- unter allen Umständen die Zukunftsehe durchschnittlich eine viel Heuchelei ist es sodann, das Erbrecht als untrennbar von der beres sein können, als ein gewaltsam zusammengehalteuer Staat glücklichere sein, als heute. Dazu kommt als Drittes, daß der Fortexistenz der Familie" oder gar der Grundlage derselben von Sklaven." Zunächst wieder die indirekte Heuchelei, daß wir häufigste Störenfried des häuslichen Glücks- der Nahrungs- der" Sittlichkeit" zu erklären. Man müßte denn erst nachim sozialistischen Staat für die Arbeitsamen verschwin- weisen, daß Kinder, die von ihren Eltern nichts zu erben haben, heute keinen gewaltsam zusammengehaltenen Staat von Sklaven" mangel haben, daß vielmehr die Leute gern hohe Steuern zahlen, gern bet. Es ist somit gar kein Grund vorhanden, für die Zukunfts- diese weniger schätzen, als die im Gold gebornen. Das Erbrecht brei Jahre Soldaten spielen und sich) placken, gern in den Krieg ehe Befürchtungen zu hegen. Im Gegentheil läßt sich mit Wahr- hat mit der" Sittlichkeit" gerade so viel zu schaffen, wie jebes ziehen für dynastische Intereffen- eine Heuchelei, deren Objekt scheinlichkeit erwarten, daß, da die Bedingungen des Zusammenlebens andere„ Recht", nicht mehr und nicht weniger. Der Verf. schlägt nichts gegen uns beweist, selbst wenn der communistische Staat für Mann und Frau günſtiger sein werden, als heute, auch die sich schließlich selber in's Geficht, wenn er die Nothwendigkeit des das wäre, für was ihn der Verf. hält. Allein in Wirklichkeit sind Zuneigung der Ehehälften zu einander in der Regel stärker, Erbrechts damit begründen will, daß heutzutage die Zukunft eines es doch nur Hypothefen, die der Verf. aufstellt, Hypothesen, mithin eine grundlose Trennung von einander feltener fein wird, Menschen wesentlich von den Bedingungen abhänge, unter denen Eben weil durch das Erbrecht- das nur die eben nicht durch innere„ Gewalt zusammengehalten" find. Ein als heute. Leichtfertiges Verlassen des einen Theils Seitens er geboren wird. Hauptargument gegen des Verf. Hypothese ist namentlich der Um- des anderen würde wie jede Treulosigkeit gebrandmarkt sein und Wenigen vergönnt ist- die Meisten zu kurz kommen, in ihrer stand, daß im Zukunftsstaat jeder Wehrfähige Wehrmann ist gerechtfertigtes wäre eben gerechtfertigt. Ueberbies würde leicht- Zukunft beeinträchtigt sind, darum soll es abgeschafft werden, damit was bekanntlich heute nicht der Fall. Dadurch würde eine Ver- fertiges Verlassen auf alle Fälle Seitens der Frauen viel seltener, Alle Etwas haben.*) gewaltigung der Majorität durch die Minorität unmöglich. als Seitens der Männer vorkommen; die Frau inclinirt von Natur " Nun" wird uns der Verf. wahrscheinlich zurufen so bei Weitem nicht so für die Bielmännerei, als der Mann für die *) Die Fortsetzung dieser Recensionsartikel bleibt vorläufig suspendirt. werbet 3hr die Minorität durch die Majorität vergewaltigen." Vielweiberei; und schon dieſe empirische Wahrheit allein verbürgt Der Verfaffer hat die unangenehme Erfahrung machen müssen, baß Zugegeben vorläufig. Immerhin ist es beffer, daß 5 Prozent die Gefahrlosigkeit der zwangsfreien Zukunftsehe. Die Frau wird nachdem die ersten 3 Artikel bereits publizirt waren sich eine in der burch 95 Prozent vergewaltigt werden, als umgekehrt 95 Prozent nicht ohne Weiteres den Mann verlassen, oder es gutheißen, daß Partei augenblicklich sehr einflußreiche Stimme darüber moquirte, daß ber burdy 5 Prozent wie es heute der Fall ist. Also selbst wenn er sie leichtfertig verläßt, schon der Kinder wegen, deren Achtung" Boltsstaat"" hochwissenschaftliche" Recensionen über ein Buch brächte, der communistische Staat eine Vergewaltigung involvirt, ist er und Liebe sich die Eltern werden erhalten müssen durch ihre das nur von einem Dutzend Arbeiter gelesen" würde. Und doch hat der große Meister Ferdinand Lassalle" über ein halb Dutzend von Jammergegen den heutigen ein ungeheurer Culturfortschritt! Indeß bringt Moralität, anstatt( wie heute oft) durch das Erbrecht. es der Begriff der Sozialdemokratie mit sich, daß im Zukunfts- Daß eine Frau, die verwittwet ist oder geschieden lebt, wieder ferlen, deren Schriften gleichfalls„ nur von einem Dutzend Arbeiter gelesen" staat die„ Gewalt" nicht die rohe Form haben wird, die sie heirathet, das ist ja auch heute erlaubt; im Zukunftsstaat erst recht. worben, ganze Bücher geschrieben. Die Sache ist eben die: Wie es dem Anatomen gleich ist ob er den heute hat. Zwischen Gewalt und Gewalt ist nämlich ein Unter- Der ganze Unterschied zwischen heute und dann besteht demgemäß Cadaver eines Bettelmanns oder eines Königs vor sich hat, wenn er seine schied. Sie kann durch Blut und Eisen sie kann aber auch nur darin, daß, während jetzt den Frauen eine berechtigte Tren- Präparate zurecht machen will so ist es auch dem Kritiker egal- wer durch die Kraft des Geistes ausgeübt werden; sie kann in der nung und die Wiederverheirathung durch vielfache gerichtliche Hinder- die Personage ist, die er zum Gegenstand seine Untersuchung nimmt. Person des Flegels und sie kann in der Form des Gentlemans niffe unnüßerweise erschwert wird, diese Chikanen dann wegfallen. Lessing dieser noch nicht übertroffene Meister in der Kritik hat erscheinen. Nicht die Gewalt schlechthin ist das Abscheu- Zwei zu einander nicht passenden Charakteren, die sich in gegen- die Ergebnisse seines Denkens in der Polemik mit zwei Haupt-( nichtliche, Berächtliche, sondern die unmenschliche Art, in der feitiger Verkennung verbunden haben, ist die Trennung gestattet; Seroen, sondern) Eseln niedergelegt und doch liest jedermann heute noch fie bislang auftrat. Eine gewisse Portion von Gewalt aber aber so lange diese Trennung nicht formell vollzogen, ist die mit Genuß die Anti- Götze- und Anti- Klotz- Schriften. Was Lessing veranlaßte, mit dem obscuren Hauptpaftor" anzubinden, war nicht der wird unter Umständen immer gebraucht werden müssen, denn die Treulosigkeit Ehebruch und zwar um desto schwerer, je heimlicher Mann selbst, sondern die durch ihn vertretene Klasse. Den Gad hat Gewalt ist den Menschen nicht gegeben, damit sie sie bloß an- sie ist. Der heimliche Ehebruch, der heute als Bravourſtück er geschlagen und den Esel gemeint. Dies muß für jebe Polemik gelten; sehen, sondern damit sie vernünftigen Gebrauch davon machen. ersten Ranges gilt, wird dann als gemeiner Betrug behandelt nur dann, wenn sich ihr allgemeine Gesichtspunkte abgewinnen laffen, Nicht die Gewalt überhaupt kann von uns abgeschafft werden, werden. ift sie berechtigt; sonst( d. h. wo sie sich nur gegen eine Person richtet) sondern nur die barbarische Form derselben; die Bidelhaube Mit der sozialen Emanzipation der Frau und dem Recht Aller meist überflüffig. Die Internationale und der ,, Nene". " " schichte weiß nur von dem einen in Köln 1853 verhandelten leicht durch ihre feinen Spizen?). Die beiden Angeklagten wurden Kommunistenprozesse; aber der Neue wird nicht dafür bezahlt, daß in allen Fällen für schuldig befunden und Frau von Langsdorff London, 2. Mai 1873. Der Neue" enthält in Nr. 49 einen er die Wahrheit jagt. Jedenfalls werden wir seine Schlußwarnung zu 18 Monaten Zuchthaus-, Frau von Recum zu ebensoviel Ge Lügenartikel über die letzten Prozesse der Internationale in Frank im Gedächtniß halten:„ Das Manöver der Polizeigewalt; dort fängnißstrafe, und beide zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte reich, der seinem Verfasser wohl ein Extra- Douceur aus dem wo sie einen Tendenzprozeß hervorruft, formell auch ihre geheimen auf 3 Jahre verurtheilt. Die anständige" Presse ist natürlich mit Reptilienfonds eingetragen haben wird, so dick sind die Lügen auf Agenten zu verurtheilen, ihnen aber später im Gefängniß ein möglichster Objektivität über diesen schnöden Fall hinweggegangen. getragen. Für den Prozeß in Toulouse beruft sich der Neue" auf bequemes Leben zu bereiten." Dieser aus dem Leben" des Herrn Hätten zwei Proletarierfrauen für ihre hungernden Kinder ein einen Artikel der Brüsseler Internationale"; dieser Artikel ist selbst von Schweiger gegriffene Bassus verdient alle Beherzigung. wieder der„ Liberté" entlehnt, und rührt her von Herrn Jules Guesde, Stück Brod gestohlen, so wäre gewiß die Sozialdemokratie dafür „ Mögen also die Arbeiter immer die Augen offen haben" wenn verantwortlich gemacht worden und zwar mit aller sittlichen Ent einem französischen Flüchtling, der seit seiner Ankunft in Genf mit die Herren vom Neuen" zufällig einmal formell verurtheilt" rüstung. Hier können wir wieder einmal sonnenklar beweisen, wo den übrigen Gerngroßmännern der dortigen Emigration stark in werden sollten! die Bakunistische Lärmtrompete stieß und auf dem Juracongreß zu Sonvillier( Decbr. 1871) das bekannte Circulair der Juraförderation mit unterzeichnet hat, wodurch die geheime Allianz" des Herrn Bakunin der öffentlichen Internationalen den Krieg erklärte. Welche Rolle Herr Guesde in der französischen Internationalen gespielt " " " " Politische Uebersicht. gen gli felf gef bo Be bef das eigentliche Lumpenthum steckt, wenn ablige Weibsbilder, welche fich getrost auf ihre Renten und auf ihre faule Haut legen und mit Prinzen hätten weitertanzen können, aus purer Leidenschaft in das Laster der Annektion, zu deutsch des gemeinen Diebstahls verfallen. Welch ein fauler Fleck für die adligen„ Stammbäume" u Vor Kurzem erdreistete sich die Englische Regierung, einem aller Drten! " " hat, werden wir gleich sehen. Er nennt Herrn Dentrahgues, der Afrikaniſchen Fürſten dem Sultan von Zanzibar, moralische Bor- In Hamburger Blättern werden Schullehrer geſucht, die in diesem Prozeß seine Mitangeklagten als Mitglieder der Inter- stellungen wegen des von ihm betriebenen Sklavenhandels zu sich zu Schriftsegern ausbilden wollen. Bis jetzt haben sich nationalen denunzirt hatte, den Generalbevollmächtigten von Mary machen; zu ihrem Entsetzen wurde sie durch das geflügelte Wort schon 84 Mann gemeldet, darunter 3 Doctoren der Philosophie. und will diesem, sowie dem Generalrath und der autoritären Or- abgefertigt: es gibt Spizbuben überall." Ünd, sügen wir ganisation von Oben herab" die Schuld an diesem Verrath und hinzu, in Zanzibar sicherlich nicht die meisten. Ob wohl der Ab- Staate", kann nicht treffender illustrirt werden! Daß auch DocWahrhaftig, die elende Lage der Schule, des„ Aschenbrödels im an den erfolgten Verurtheilungen beimeffen. geordnete Richter neulich daran dachte, als er von dem schmach- toren der Philosophie sich auf dem Ratheder nicht heimisch fühlen, Hier sind die Thatsachen. vollen Schwindel des Reichsinvalidenfonds" ein kleines darüber darf man sich nicht wundern im neuen Reich, wo rechtsum" Herr Dentraygues, Zeichner auf dem Eisenbahnbureau zu Pézénas Zipfelchen des Schleiers lüftete und eine Wolke reichsherrlicher und„ linksum" die Haupt- Lehrsäge der„ Philosophie" geworden sind. ( Dep. Hérault) wandte sich am 24. Dezbr. 1871 an den General- Düfte, wie Heine in feinem Wintermährchen sie geahnt, emporRath mit der Anzeige, daß ein radikaldemokratisches Comité, fieben steigen ließ? Doch die edlen, lilienreinen Reichsboten wollen nicht läßt das Ammenmärchen, daß ein Berliner Steinträger 5 Thlr. Ein Harlekin. Hrn. Bernstein von der„ Bolkszeitung", Gewerkschaften vertretend, und dessen Präsident er sei, die Auf- sehen und nicht riechen. Sie haben ihre Gründe" à la Bam pro Tag verdiene, nicht ruhen und er widmet dieſem durch eine Bam- läßt nahme in die Internationale verlange. Am 4. Januar schrieb berger. Der Frankfurter Beobachter" schreibt über diese nicht öffentliche Gerichtsverhandlung als zweifellos festgestellten"-Under Sekretair für Frankreich an Calas in Pézénas( jetzt zu 1 Jahr mehr ungewöhnliche" Manier, die deutsche Biederkeit und Sitten- finn folgende sinnige Betrachtung:„ wenn ein Zustand um sich verurtheilt), der durch Zeugniß des affiliirten sozialdemokratischen strenge den verdorbenen Franzosen" ad oculos zu demonstriren: Comités in Béziers( Hérault)-seine Mitglieder sind ebenfalls" Bei der Verhandlung über den Reichsinvalidenfond sagte der greift, wo rein törperliche Kräfte einen Lohn gewinnen, den verurtheilt, und waren überdies verschiedenen in London anwesenden mit politischen Prophezeihungen sonst sehr sparsame Finanzminister geistige Arbeiten, Geschicklichkeit der Hand, Fleiß und Uebung nicht Communemitgliedern als zuverlässig bekannt vollkommen be- Camphausen, als es sich um die Zulässigkeit der Anlage der Gelder zu erschwingen im Stande sind, so steht uns eine Zeit der Verglaubigt war. Am 14. Januar ſtellte Calas dem Dentraygues des Invalidenfonds in auswärtigen Staatspapieren handelte, unter wüstung des Geistes und Vernachlässigung von Fähigkeit und bas Zeugniß der Zuverlässigkeit aus, sagte, er habe sich mit ihm Anderem Folgendes: Fleiß und Uebung bevor, worin wir anstatt vorwärts zu schreiten, Heiverständigt, wir werden einander in die Hände arbeiten". Im Ich werde nicht den Versuch machen, Sie darauf hinzuweisen, einen Rückschritt in Kultur und Civilisation machen!" März verlegte Dentraygues seinen Wohnsitz nach Toulouse; er daß es eigentlich auch für eine späte Zukunft fehr große Borzüge complicirte Arbeit mehr machen wollen, wenn die robe so gut Herr Bernstein meint nämlich: Niemand wird fortan eine war also dort bei seiner Verhaftung volle neun Monate thätig haben könnte, Anleihen auswärtiger Staaten zu besitzen. Ich werde bezahlt wird, anstatt hier gerade die Angebotundnachfragegewesen, und weit entfernt, sich über ihn zu beklagen, hatten die mir kaum gestatten, daran zu erinnern, daß, wenn wir an die Theorie anzuwenden. Denn in Wirklichkeit verhält sich die Sache Toulouser Internationalen fortwährend im Einklang mit ihm ge- Möglichkeit glauben wollten, daß wir nochmals einen Krieg erleben lebt, und bethätigten dies, indem sie ihn am 18. Auguft in allen würden ich wünsche ihn nicht zu erleben-( Ruf: Ich auch fo: Weil das Angebot für complicirte Arbeit in Folge des( fictivier zahlreichen Sektionen einstimmig zum Delegirten nicht! Ich auch nicht! Aber er kommt! im Centrum. ven) Steinträger- Fünfthalerlohns nachlassen wird, darum muß - Und gesetzt: auf den Haager Kongreß wählten. Die vier Mandate, nur von terfeit. Muß kommen! links), daß dann der Besitz eines auch der Lohn für die complicirte Arbeit steigen. den Comitémitgliedern und Gruppenchefs unterzeichnet, tragen zu- großen Quantums auswärtiger Papiere außerordentlich erwünscht 20 Groschen den Tag verdient, würde fortan mit Bergnügen eine er stiege nicht. Was geschähe dann? Der Lehrer, der jetzt nur fammen 67 Unterschriften. Wenn also der Generalrath diesen sein, außerordentliche Vortheile bieten würde, indem man in dem Stunde täglich„ Steine tragen", um den Rest des Tages Mann zu seinem Bevollmächtigten für Toulouse und Umgegend Zeitpunkte, wo das inländische Capital auf einmal gewaltig in ernannte, so drückte er dadurch nur den Wunsch der dortigen Mit- Anspruch genommen wird, in der Lage sein würde, sich die Hilfe gar nicht mehr Lehrer" zu sein, denn er verdiente in dieser einen sorgenfrei leben und studiren zu können; er brauchte dann glieder selbst aus. des Auslandes zu erzwingen." Nun zu Herrn Guesde. Aus dem Invalidenfond wird also bereits ein eventueller" Turnstunde" so viel wie sonst durch Tag- und Nachtunterricht. Am 8/18. August 1872 erklärte die Sektion Montpellier dem Kriegsfond, mit dem man sich die Hülfe des Auslandes erzwingen die Geister würden da erst aufleben können! Leider würde nur Ist das etwa eine Vernichtung des Geistes"? Im Gegentheil: Generalrath, daß Herr Pascal Brousse, Correspondent und Freund kann". Es liegt auf der Hand, daß hierdurch die Chancen für dieser glückliche Zustand nicht lange anhalten; denn wenn Alle, des Herrn Guesde, versuche, eine Spaltung in der dortigen Sektion neue glorreiche Ereignisse" sehr gefördert werden. Aber auch nach die heute pro Tag nur 20 Groschen verdienen, fortan ihren Erhervorzurufen; er verlange, die Mitglieder sollten die verabredeten einer anderen Seite hin wird der Reichsinvalidenfond seine heil- werb auf solche Weise wie unser„ Lehrer" suchen wollten, so würde Beiträge zu den Reisekosten des Toulouser Delegirten nicht zahlen, bringenden Eigenschaften beweisen. Schon. der Abg. Laster betonte, bas Angebot von„ Steinträgern" gar bald so riesig werben, daß berhaupt, gar nichts thun bis der Haager Kongreß entschieden daß durch die Zulassung von sogenannten„ kombarddarlehen“ die„ 5 Thaler" auf mindestens 1 Thaler herabfielen. Dies zum babe. Herr Brousse sei deshalb von der Sektion ausgeschlossen( wie es schließlich auf Antrag des Bankier Bamberger auch durch Troste für Herrn Bernstein. Und wenn er am Schluß noch worden; sie verlange, daß der Generalrath ihn von der Inter- gesetzt ist) der Staat der Hüter und Beförderer der wildesten erinnert:„ Die Kühe und die Hühner striken nicht und doch wird nationalen ausschließe. Der Brief war unterzeichnet von Calas Börsenspeculation werden würde. Abg. Richter vervollſtän- Butter und Ei theurer, in demselben Maße als das Geld wohlund drei Andern. Der Generalrath wußte, daß Herr Brouffe digte das Bild, indem er positiv behauptete, daß in Reichstage feiler wird" so giebt er damit zu, daß auch die Butter" und im Interesse der Secessionisten der Juraförderation dort intriguire, selbst mit Rücksicht auf die Chancen des Invalidenfonds schon das„ Ei" des Arbeiters- die Arbeitskraft hielt es aber für überflüssig, dem jungen Manner war Student Börsengeschäfte abgeschlossen würden. Ohne einen Widerspruch muß, gleichviel ob dieser„ aufgehetzt" wird oder nicht. Es fragt die Arbeitskraft- theurer werden der Medicin, weitere Wichtigkeit zu geben und ließ ihn laufen. seiner Collegen zu erfahren, sagte Hr. Richter Folgendes: Herr Guesde, damals in Rom, schrieb Anfang December eine„ Ich kann versichern, daß selbst in diesem Saale schon com- sich nun: wer das„ Karnickel" gewesen; d. h. wer zuerst im Correspondenz an die„ Liberté" worin er das ganz selbstverständliche munale Papiere verhandelt worden sind und daß dies erst auf- Preise aufgeschlagen ist und wer zuerst zum" Wohlfeilerwerden" Verfahren der Setion Montpellier als„ autoritär" antlagt; aber, gehört hat, als die Commission beschlossen hatte, communale des Geldes beigetragen hat. Kann Herr Bernstein etwa nachwährend er seinen Freund Brousse nur mit dem Anfangsbuch- Bapiere nicht zuzulassen. Wenn Sie diese Papiere zulassen, so weisen, daß die Arbeiter dies gewesen sind? Oder giebt er zu, staben bezeichnet, läßt er den Namen„ Calas in Montpellier" schwöre ich Ihnen, es treten Verhältnisse ein, wie wir sie jetzt daß die Arbeiter erst dann zu striken" anfingen, als der Lohn vollständig abdrucken. Die französische Bolizei ließ sich das lebhaft auf dem Gebiete des Eisenbahn- Concessionswesens be- 3um nothdürftigsten Lebensunterhalt nicht mehr ausreichte? Wer nun anders als die kapitalistische Produktion hat die gegenwärtige nicht zweimal fagen. Ein Brief, um diese Zeit vom Sekretaia flagen." " " des Generalraths an Calas abgesandt, wird sofort auf der Post Die fraglichen Papiere wurden aber schließlich doch zugelassen Situation geschaffen? Wer anders hat" Butter und Ei" dem angehalten; in diesem Brief war von Dentraygues viel die Rede; und sogar die Lombarddarlehen auf Bamberger's Antrag hinzu- Proletarier entzogen? Da nun weder Kühe noch Hühner ein sofort wird Dentraygues verhaftet und bald darauf auch Calas. gefeßt. Damit haben sich denn die Aussichten derjenigen Reichs- besonderes Bedürfniß haben, gerade von Denen gegessen zu werWer war nun der Denunziant, Dentraygues oder Guesde? tagsmitglieder äußerst günstig gestaltet, welche nach des Abgeord- ben, die im Besize des meisten Geldes sind, so müssen besagte Wenn Herr Guesde ferner erzählt, daß die Absendung von neten Herz Ausspruch sich für die mangelnden Diäten reichlich Naturgeschenkeum Allen zu gute zu kommen dem Monopol missi dominici des Generalraths, daß das Kommen und Gehen durch Börsenspiel an der Quelle entschädigen. Daß der Saal, Strikes und durch Lohnerhöhungen, sondern kann erst die Folge des Kapitals entrissen werden. Dies geschieht natürlich nicht durch von Delegirten von außerhalb, deren Signalement der Polizei worin die Vertreter des deutschen Volkes" tagen, nach einem auf Strikes und durch Lohnerhöhungen, sondern kann erst die Folge wohlbekannt, das beste Mittel sei die Internationale in Frankreich der Tribüne des Reichstags selbst gegebenen Zeugniß bereits zu der communistischen Organisation sein. zu verrathen, so vergißt er: einer Winkelfiliale der Börse gemacht wurde, das mag als passende Zur Königsrocksflucht. Nach der Kreuzzeitung" sind in " 1) Daß die drei Bevollmächtigten des Generalraths in Frank- Illustration der„ Herrlichkeit des Reiches" dienen. Und es bezeichnet dem Kreise Demmin, dessen Bevölkerung auf dem platten Lande reich keine von Außen zugereisten Weltbeglücker, sondern an den in hohem Grabe die moralische Atmosphäre, welche in diesem nach der letzten Zählung 32,158 Einwohner zählte, in 18 Jahren Orten wo sie beglaubigt, ansässige und durch das Vertrauen der Reichstage herrscht, daß keiner den Muth hat, die Namen Der- nicht weniger als 13,050 Personen ausgewandert. Das Amtsblatt Sektionen selbst bezeichnete Leute waren; jenigen zu nennen, welche an dieser Corruption theilnehmen. Es in Cöslin zählt in 14 Nummern 1157 Personen auf, welche sich 2) Daß die einzigen internationalen„ Delegirten von außer- wird in der parlamentarischen Geschichte einzig dastehen, daß solche durch Auswanderung der Militärpflicht entzogen. Nicht besser ist halb die in Südfrankreich vor. Herbst und Winter figurirt haben, schwere Anklagen, wie sie beispielsweise der Abg. Richter hier auf es in Schleswig. So sind in diesem Jahre aus Alsen schon nicht vom Generalrath gesandt waren, sondern von den Secessionisten der Tribüne des Reichstags gegen die eigenen Genossen in der an 1500 Personen ausgewandert. der Juraförderation. Diese Herren polterten auch so laut in Volksvertretung erhob, als etwas ganz unbeachtenswerthes bei Gottfried Kinkel, der bekannte poetische Faselhans und öffentlichen Cafés in Toulouse u. f. w. kurz vor den Verhaftungen, Seite geschoben wurden, während es doch ganz gewiß sowohl die" freisinnige" Frömmler, der 1849 von seiner energischen Frau als daß die Aufmerksamkeit der Polizei dadurch auf unsere Association Würde des Hauses" als das Volks- und Staatsinteresse gebieten" Republikaner" in den Reichsverfassungskampf geschickt wurde und gelenkt wurde; nur daß, wie überall und immer, auch für die mußten, daß der Präsident den Redner zu einer Erläuterung und heute, da ſeine Frau gestorben ist, ungestört den preußischen Reichswirklichen Internationalen gefaßt wurden, während die anarchistischen Rechtfertigung seiner Worte aufgefordert hätte, zumal dieselben ja esel reiten darf, spukte dieser Tage in der Presse umber, indem Großmäuler sich des besonderen Schutzes der hohen Polizei er- nur den Beleg für die Behauptung bilden sollten, daß eine Aera erzählt wurde, er sei plötzlich so eminent vom deutschen National" Begeisterung", zu deutsch Confusion, freuen. der Corruption ärgster Art bevorstehe! Wem mögen dabei nicht gefühl" begeistert worden Wenn Herr Dentraygues aus persönlichen Motiven und aus jene historischen Scenen in der französischen Deputirtenkammer hat ja in dem Leben dieses Mannes eine Hauptrolle gespielt Schwäche einige Enthüllungen gemacht hat, so sind Gründe genug unter Louis Philipp einfallen, wo die Klagen der Linken über das daß er die preußische Regierung um die gerade vakante Stelle vorhanden, die beweisen, daß er bis zu seiner Verurtheilung kein herrschende Corruptionssystem an der Schamlosigkeit der gouverne- eines Professors der Kunstgeschichte an der Universität Straßburg Polizeispion war. Unter keinen Umständen haben die Herren von mentalen Majorität wirkungslos abprallten und die„ Makler der angebettelt habe. Die preußische Regierung, deren Kunstgeschichtsder Allianz, deren Mitstifter der jetzige bonapartistische Agent Corruption" fich in vollkommene Sicherheit einwiegten bis der Professoren und„ Astronomen" bei Krupp in Essen ihre Katheder haben, soll das Anerbieten abgelehnt haben. Dagegen verwahrt Albert Richard von Lyon war, Ursache, auf andere Leute Steine 24. Februar 1848 sie zu jähem Erwachen brachte!" zu werfen, und noch weniger der„ Neue", dessen polizistische Ver- So der Frankfurter Beobachter". Während die„ ehrlichen sich nun Kinkel und meint, es sei ihm ganz wohl in seiner Stelgangenheit und Gegenwart den größten Schandfleck der deutschen Leute" des Reichs der Gottesfurcht und frommen Sitte" mit dem lung fam Polytechnikum zu Zürich, wo er über Kunstgeschichte Arbeiterbewegung ausmacht. Reichsinvalidenfonds die landesüblichen Geschäfte machen und sich liest, und behauptet, es habe ihm nur ein Freund seine Protektion " Was den Pariser Prozeß angeht, so steht jetzt fest, daß Had- mit Wagener- Stieber und Miquel mästen, ziehen die Reichsinva- für den Fall angeboten, als die preußische Regierung mit ihm verbeghem Polizeispion war. Dieser Mann, von seiner Sektion in liden mit dem ebenfalls landesüblichen Leierkasten schaarenweise handeln wolle. Dies sei aber nicht der Fall gewesen. Wir meinen, Baris zum Sekretär ernannt, berief sich auf das Commune- und durch's Land und verkünden der Welt, wie herrlich doch die den Füchsen seien die Trauben stets zu sauer, die sie nicht erGeneralraths- Mitglied Ranvier, der ihm ein glänzendes Zeugniß deutsche Herrlichkeit ist für die großen Herren, die am wischen können, und wir würden gar nichts Auffälliges darin sehen, der Zuverlässigkeit und Thätigkeit ausstellte; auf dieses hin wurde Milliardentopf" fizen. Und die Dummen werden nicht alle". wenn ein so eingefleischter Borussiak, Mordspatriot und ReichsHaddeghem zugelassen. Wie im ersten Falle, so auch in diesem,-Adlige Diebinnen. Zu Anfang dieses Monats standen freund, wie Kinkel, im Solde Bismarck's mitarbeitete an der Verhatte also der Generalrath alle ihm zu Gebote stehenden Vorsichts- vor dem Wiesbadener Schwurgerichte zwei hochadlige Damen, preußung des mit Blut und Eiſen„ wiedergewonnenen Brudermaßregeln beobachtet. Frau von Langsdorff mit einer Jahresrente von 900 fl., und stammes." Neu ist die Behauptung, daß Bakunin auf dem Haag aus- Frau von Recum, ihre Tochter, mit einem Vermögen von geschlossen worden sei, weil er„ das verdenkliche Treiben der geheimen 30,000 fl., beide angeklagt verschiedener. Diebstähle, namentlich Berschwörungen beseitigen" will. Die Kommission des Haager der Annektion von Spizen und derartiger Dinge. Die Dritte Zur Affaire Scheu- Oberwinder haben wir mit Bedauern Kongresses über die„ Allianz", der die Statuten dieser Batunistischen im Bunde, Frl. Leonie von Langsdorff, ist in der Untersuchungs- zu bemerken, daß der Redaktionsausschuß des„ Volkswille" das geheimen Verschwörung nicht gegen die Regierungen, sondern haft irrsinnig geworden; das kreisärztliche Gutachten behauptet von Schen proponirte Schiedsgericht abgelehnt hat. Wir wollen gegen die Internationale vorgelegt wurden, kam zu einem ganz indeß, man könne daraus nicht schließen, daß sie schon zur Zeit, die Gründe hier nicht untersuchen, gewiß ist aber, daß die Abandern Resultat. als die Diebstähle verübt worden, irrsinnig gewesen sei. Kurz lehnung eine schwere Verantwortlichkeit einschließt. Ebenso neu ist die Behauptung, Marr habe mehr als ein vor der Katastrophe" hat dies jetzt irrsinnige Fräulein an der Dußend Konmmunistenprozesse seiner Anhänger erlebt." Die Ge- Hand eines Prinzen auf einem Hofball die Welt entzückt( vielgel bi 111 d b S w bi & fo A in 2 fi m க ft L m e 4 9 S S en Innere Partei-, Verwaltungs- und Organisations- Collegen sollten im Stiche gelassen werden, ihr Hülferuf sollte lang liegen zu lassen! Ich erinnere mich beispielsweise: Als ich Angelegenheiten. An die Mitglieder der sozialdemokratischen Arbeiterpartei! rff Se chte mit ¡ en. ein für ntwo ( che ind aft bls " uns talt lassen, sie sollten bei der rapiden Preissteigerung aller vor 2 Jahren wegen Vorbereitung des Hochverraths" in UnterBedürfnisse weiter darben bei einem Hungerlohn? Das hieße suchungshaft genommen worden war und nach achttägiger Haftgleichgültig zusehen, wie Tausende unserer Brüder und hinterher dauer den Untersuchungsrichter fragte, wie lange es wohl noch Der in Nürnberg in die sozialdemokratische Arbeiterpartei auf wir selber dem Nachen des Kapitals erbarmungslos zum Opfer dauern würde", erklärte mir derfelbe sehr verlegen, daß die genommmene, zur Zeit in Heidelberg sich aufhaltende Dr. Friedrich fallen.- Collegen allerorts, das darf nicht sein! Hülfe, schnelle Dauer" vorläufig nicht abgesehen werden könne, weil noch kein Woof, ist wegen schwerer Schädigung der Partei von der Mit- Hülfe muß geschafft werden. Die Schuhmacher einer Stadt, die Anfang möglich sei, indem das Hauptbelastungsmaterial sich bis gliedschaft ausgeschlossen und werden alle Mitglieder gewarnt, dem- in der Lage sind, auch nur das Geringste beitragen zu können und dato in Braunschweig befinde und ihm, der noch gar nicht au fait felben den Zutritt zu den Parteiversammlungen noch ferner zu sie unterlassen solches sie begehen Unrecht an sich selber. fei, erst in der nächsten Zeit zugehen könne. gestatten. Im Auftrage der Mitglieder des Allgemeinen Schuhmacher-" Damals also wurde nicht 7 Wochen mit der Entschließung In wieweit der Beschluß der Nürnberger Parteiversammlung vereins in Bremen gewartet, sondern man faßte sie sogar schon, ehe das HauptmateStange. bom 10. Februar( f. Nr. 15 des„ Volksstaat") auf noch andere Allgemeiner deutscher Sattlerverein. rial für die Untersuchung disponibel war. Damals galt's aber Personen, die inzwischen ihren Austritt angemeldet haben, insHamburg. Der Strike dauert fort. Unterstützungen werden auch keinem Polizeidirektor, sondern 3 Sozialdemokraten. besondere aber auf diejenigen auszudehnen ist, die dem intri„ Ich gebe der Kgl. Generalstaatsanwaltschaft die Versicherung, te" guanten Treiben des Dr. Mook nabe gestanden und Vorschub angenommen: Neuer Wall 7 bei Flachsbarth. Das Strike- Comité. daß ich nicht noch einmal um etwas bitten werde, was mir die geleistet, wird der nächste Parteifongreß entscheiden. Stuttgart. Bei der am 3. Mai stattgefundenen General- Justiz, ohne sich auf's Schwerste zu kompromittiren, nicht verweiErgebenst Hamburg, den 14. April 1873. versammlung der hiesigen Mitgliedschaft wurde der einstimmige gern kann. A. Hepner." Beschluß gefaßt, nachstehende Forderungen den Prinzipalen vorzuLeipzig, 8. Mai. Warnung für Buchbinder. Es darf stunden mit 25 Prozent Vergütung; 3) Abschaffung von Kost und nicht wundern, wenn gegenwärtig der Ausstellung wegen viele legen: 1) einen Normalarbeitstag von 10 Stunden; 2) UeberLogis beim Prinzipal. Da wir noch nicht wissen, ob ein allge- Arbeiter nach Wien gehen, und daß somit, trop der gesteigerten Eine andere Bemeiner Strike ausbrechen wird, bitten wir auswärtige Mitglied- Produktion, der Arbeitsmarkt überfüllt wird. schaften, bis auf weitere Anzeige den Zuzug von hier fernzuhalten. wandtniß hat es jedoch mit Denen, welche durch große Reclame Vertrauensmann. Mit collegialischem Gruß der zum Binden des Ausstellungs- Katalogs nach Wien gelockt werden. Es waren da Versprechungen gemacht als: freie Reise durch Fahrfarten, billiges Logis am Plaze u. s. w. Wir bringen nun zwei Mittheilungen, welche dem Leipziger Buchbinderverein zugingen, bie ich ie. im DC= Der Ausschuß der soz.- dem. Arbeiterpartei Ed. Prey, Vorsitzender. Th. Yorck, Sekretär. Erste Vorsetzen, Hof Nr. 13. Gewerksgenossenschaftliches. en, n" td. lr. ine In= Allgemeiner deutscher Schneiderverein. Landshut, 30. April. Es ist nun bereits ein Jahr, daß wir hier in Landshut einen Fachverein gegründet haben, wohl vorerst nur lokaler Natur, aber doch in der Voraussicht, daß es uns mit ich en cht r= nd en, ine jut Je= che tiuß st: ur ne e8 en Verein der deutschen Steinmeßen. Die Mitgliedschaft Hildesheim. Die Hildesheimer Collegen beantragten unterm 15. v. M. zur allgemeinen Kenntniß. der Zeit möglich werde, uns dem Allgem. deutschen Schneider- eine Lohnerhöhung von 25 Prozent. Dieselbe wurde bis zur ge- Erste Nachricht.- Alle Leipziger reingefallen"! Vor Zuzug verein anzuschließen. Es ist zwar nicht viel, was dieses Jahr im stellten Frist von den Meistern, mit Ausnahme von Saute, Voß, zu warnen. Viele wären sofort wieder abgereist wenn das Geld Großen und Ganzen für die Sache der Arbeiter von uns geleistet Rosenberg und Schreier acceptirt, bei welch letzteren die Collegen gelangt hätte. Alles sehr theuer und der Verdienst nicht worden; wir haben aber gethan, so viel in unseren Kräften lag; die Arbeit einstellten, laut Beschluß der Versammlung. Sie wur- angemessen. Zweite Nachricht: Für Diejenigen, welche noch bie örtlichen Schwierigkeiten, wovon nicht die geringste in der den jedoch auch von den andern Meistern nicht eingestellt auf Karten für Wien haben, um die Kataloge den Wienern billiger Gleichgültigkeit der Masse und auch in der Abneigung gegen die Grund einer getroffenen Vereinbarung, nach welcher kein College, zu machen: 1) Auf die Karte muß ziemlich 6 Gulden nachgezahlt soziale Bewegung überhaupt bestand, zu überwinden. Zu Anfang der wegen Lohndifferenzen die Arbeit einstellte, bei einem andern werden. 2) Eine Schlafstelle, Zwei in einem Bett, 6 Gulden per Dezember veranstalteten wir eine öffentliche Schneiderversammlung, Meister Beschäftigung erhält. Die betreffenden Collegen müssen Mann und Monat. 3) Vergehen noch 8 bis 14 Tage, ehe der in der Herr Rick aus Regensburg referirte und wobei er unter die Stadt verlassen, und warnen wir vor Zuzug. Drud fertig. Wochenlohn 11 Gulden. Den Wiener Kollegen Anderm vorzugsweise betonte, wie nothwendig und vortheilhaft es P. Rohn. war dies zu wenig, und es gab Differenzen. Wir bitten also dies für jedes Mitglied sei, dem Allgem. deutschen Schneiderverein anzu berücksichtigen! H. Richter. zugehören, und daß nur durch eine allgemeine Vereinigung dem Deutscher Stellmacher Verein. Chemnih. Der„ Boltsstaat" brachte neulich Berichte über das Drucke, unter dem jeder Arbeiter leidet, wirksam entgegen gearbeitet Am 1. und 2. Juni dieses Jahres tagt der Kongreß deutscher Elend der Strumpfwirker in Gelenau und über die Lage der werden kann. Bei dieser Versammlung waren aber auch wieder Stellmacher in Dresden. Tagesordnung: 1) Wahl eines Büreaus; Weber in Mylau. Man braucht aber nicht über das Weichbild Viele nicht anwesend, und so standen wir beiläufig nach derselben 2) Prüfung der Mandate; 3) Genehmigung des Jahresabschlusses; der Stadt Chemnitz hinauszugehen; die Noth ist auch hier in demauf dem alten Flecke. Doch verloren wir den Muth nicht, wir 4) Entscheidung über eingegangene Beschwerden über die Vereins- selben Maßstabe vorhanden, wie anderswo. Man höre: Für beschlossen den Anschluß an den Verein und traten, 17 Mitglieder leitung; 5) Veränderung resp. Berbesserung des Statuts; 6) Wahl 5 Stück brochirten Orleans wird der hiesige Weber mit 24 Thlr. start, demselben Ende März bei. Da wir schon längere Zeit eine eines Vorsitzenden des Central- Ausschusses; 7) Bestimmung des 5 Ngr. abgelohnt, davon gehen aber pro Stück 11 Ngr. Auslagen Lohnerhöhung im Auge hatten und die Zeit uns gerade günstig Vororts zum nächsten Kongreß. Wir ersuchen alle Kollegen, welche für Spulen u. s. w. ab, so daß also ein Lohn von 22 Thlr. war, so beriefen wir mittelst Cirkular auf Freitag den 4. April in einer größeren Vereinigung die Förderung unserer Interessen 10 Ngr. übrig bleibt. Um den aber verdienen zu können, muß eine Versammlung ein, bei welcher von den Unterschriebenen nur erblicken, den Kongreß durch Delegirte zu beschicken, damit die der Weber acht Wochen angestrengt arbeiten, verdient also pro 4 Mann fehlten. Die Meisten unterschrieben die Tarife und wir wünsche der Majorität zur Geltung kommen Mitgliedschaften Woche 2 Thlr. 23 Ngr. Ist es bei den gesteigerten Lebensmittelgewannen bei dieser Sache so viel, daß jetzt unsere Mitgliedschaft eristiren bis jetzt in Berlin, Dresden, Hamburg, Halle, Altona, und Miethzinspreisen ein Wunder, wenn die Familien damit nicht auf 42 gestiegen ist. Nur Eine Werkstätte, nämlich die des Herrn Kiel, Braunschweig. Der Centralausschuß zu Berlin: Wolgast, auszukommen vermögen, daß sie sich nur halb ſatteſſen können und August Feser, ist nicht eingetreten und hat sich auch nicht an der Versammlung betheiligt, weil jene Arbeiter die Gnade und Ge- Elfner, Tegethoff. Die Controll- Commission zu Dresden: Bor- so eines langsamen Hungertodes sterben? wogenheit ihres Herrn Prinzipals nicht entbehren können. Zufißender Schulze- Helting. Anmeldungen zum Kongreß nimmt bis gleich den Mitgliedern des Allgem. deutschen Schneidervereins zur zum 25. Mai entgegen. Nachricht, daß wir nach§ 1 unserer Statuten einen unentgeltSchulze- Helting, Dresden, Papiermühlengasse Nr. 10. St. il: ur le, T= be aß ch [= ib ent gt lichen Arbeitsnachweis führen, der, mit Ausnahme Samstags, jeden Tag von 7-9 Uhr Abends im Lokale: Bierbrauer Schmid, Bei vormals Wegmüller, untere Altstadt, vermittelt wird. Schluß dieses Schreibens wurde mir ein Schreiben des hiesigen Leipzig. Der gegenwärtige Stand der Affaire Hepner erhellt Magistrats übergeben, worin ich aufgefordert wurde, den Vorort aus nachstehendem Briefe: des Allgem. deutschen Schneidervereins bekannt zu geben zu welchem Zwecke weiß ich noch nicht. Vielleicht hängt diese Aufforderung mit der Auflösung der Mitgliedschaft der Arbeiterpartei " It er e I b e Correspondenzen. Stangendorf, 22. April. Gestern fand hier eine Volksverfammlung statt. Die Tagesordnung war:„ Erhebung eines Pro testes gegen das Verfahren von Seiten des Reichstags, des Kgl. Sächs. Ministerium des Innern gegen unsern Reichstagsabgeordneten Bebel, und die Prinzipien der deutschen sozial- demokratischen Arbeiterpartei", worüber Uhle aus Chemnitz referirte. Die Ber fammlung war eine sehr zahlreich besuchte, besonders waren die Der anwesende Polizeiinspektor Frauen äußerst stark vertreten. Hohl wollte die Frauen entfernen, weil diese durch ihr Schlafen An die Kgl. Generalstaatsanwaltschaft in Dresden. die Bersammlung störten). Ein allgemeines Hohngelächter war ,, Connewitz bei Leipzig d. 4/5. die Antwort auf diese geistreiche Motivirung. Ich bedeutete Herrn Vor 3 Wochen beschwerte ich mich bei der Kgl. General- Hohl, daß ich für die nöthige Rube einstehe. Der Referent Uble zusammen. Wollen sehen! Wir werden fest auf unserem Poften staatsanwaltschaft darüber, daß die Kgl. Staatsanwaltschaft zu ergriff das Wort und erklärte dem Herrn Hohl in ganz bescheidner sein und Wache halten für unsere Sache. Hoch die sozialdemo- Leipzig auf meinen damals bereits 4 Wochen alten Criminalunter- Weise, daß es an vielen andern Orten namentlich in den Städten fratische Arbeiterpartei und ihre Vertreter! fuchungsantrag gegen den Polizeidirektor Hrn. Dr. Rüder noch gebräuchlich sei, daß Männer ihre Frauen und daß Unverheirathete immer teinen Entschluß gefaßt habe. Ich fügte meiner Beschwerde ihre Geliebte mit auf Volksversammlung nehmen. Herr Hohl das Gesuch bei, die Kgl. Generalstaatsanwaltschaft wolle geneigteft richtete nochmals entschieden die Frage an mich, ob ich die Frauen die Kgl. Staatsanwaltschaft zu Leipzig zu einer schleunigeren Er- aus dem Saale verweisen wolle oder nicht, was ich verneinte, Internationale Metallarbeiter- Gewerkschaft. ledigung dieser Angelegenheit auffordern in Anbetracht der mir worauf er sich zufrieden gab. Der Referent schilderte zunächst aus Chemnik, 6. Mai. Den Mitgliedschaften diene hiermit zur täglich bevorstehenden Ausweisung aus Leipzig, damit es nicht den der Geschichte die Stellung der Arbeiter im Alterthum und bewies, Kenntniß, daß die auf die Pfingstfeiertage nach Dresden einbe- Anschein gewänne, als würde die Sache so lange hingezogen, bis daß die jetzigen Arbeiter wenn auch nicht so augenfällig, so doch rufene Generalversammlung unter folgender vorläufigen Tages- ich ausgewiesen und der Möglichkeit, meine Rechte als Beschädigter in anderer Form immer noch Sclaven des Kapitals seien, deren persönlich zu wahren, beraubt sei. Lage fich von Tag zu Tag verschlimmere. Um bessere Zustände " Einige Tage darauf theilte mir die Kgl. Staatsanwaltschaft herbei zu führen, sei es eines Jeden Pflicht, in unsere Reihen mit, daß sie nur noch auf die Polizei- Atten warte, nach Eingang einzutreten, um den freien Volksstaat zu erringen, in dem die derselben aber alsbald" Entschließung fassen werde. fozialdemokratischen Prinzipien zur Geltung gebracht werden könnten. " Seit dem 25. April sind nun, wie ich positiv weiß, die Redner bemerkte, daß der einzige Vertreter unserer Partei im gedachten Akten für die Kgl. Staatsanwaltschaft disponibel; und Reichstag Herr Bebel sei, der sich zur Zeit in Haft befände. felbst wenn sie nicht disponibel sind, so hat die Staatsanwalt- Dazu wurde folgende Resolution einstimmig angenommen:„ Die Mit Gruß der Bevollmächtigte: Wünschheim. Adresse: bei Mohr, Schneidermeister, Grasgasse, Dallerbräu. 1) Rechenschaftsbericht; ordnung: e t 2) Statutenabänderung, resp. nochmalige Vorlage der im November bekannt gegebenen Statuten; 3) Ueber Organisirung der Krankenkasse in Lokalverbände; im Lokale des Arbeiterbildungsvereins, Palmstraße 20, stattfindet. Es ergeht nun an sämmtliche Mitgliedschaften die dringende schaft in solchen Fällen bekanntlich allemal das Requisitionsrecht. heutige Volksversammlung protestirt gegen den Beschluß des ReichsAufforderung, diese Generalversammlung zahlreich durch Delegirte Gleichwohl läßt man mich nun schon 7 volle Wochen warten, ohne tags, durch welchen der Vertreter unseres Wahlbezirkes im Gezu beschicken und die Anmeldungen der Delegirten direkt an das mir einen Bescheid zu ertheilen, ein Verfahren, durch das ich fängniß belassen wurde. Sie betrachtet es als ein Zeichen namenComité zu Händen des Herrn Moritz Schiller, Palmstraße 20, unwillkürlich zu der Vermuthung gedrängt werde, als folle ich loser Ohnmacht, wenn eine Volksvertretung erklären muß, nicht Arbeiterbildungsvereinslokal in Dresden, gelangen zu lassen, damit unter allen Umständen mundtodt gemacht werden. Bestärkt werde die Macht zu besitzen, ein wegen politischer Bergehen im Gefängniß dem Comité die Anzahl der Kommenden rechtzeitig übermittelt ich in dieser meiner Vermuthung nicht blos dadurch, daß das befindliches Mitglied für die Dauer einer Session frei fordern zu wird. Die Ankunft der Delegirten sollte womöglich im Laufe des Kgl. Minifterium mein Gesuch meine Ausweisung aus Leipzig fönnen. Die Volksversammlung protestirt ferner wegen des ihrem Sonnabend Nachmittags stattfinden, da eine Volksversammlung bis zur Erledigung meines Strafantrage zu suspendiren einfach Vertreter durch das Kgl. Säbs. Justiz- Ministerium verweigerten am Platze sein dürfte, oder mindestens eine Vorversammlung der ad acta gelegt hat, sondern noch mehr durch den Umstand, daß Urlaubs. Sie erblickt in diesen Beschluß eine Nichtbeachtung des gleich nach meiner Ausweisung aus Leipzig Herr Gerichts- Bolksmandats und einen Aft, der den Willen der Wähler nicht Delegirten. Das Erkennungszeichen am Bahnhof wird vom Lokalcomité amtmann von Petrikowski mich aus Connewitz und dem ganzen zum Ausdruck gelangen läßt. Die Volksversammlung erklärt ferner, durch den„ Volksstaat" später bekannt gegeben werden. Folgende Polizeibereich des Gerichtsamts II ausgewiesen hat. Notabene: daß sie nach wie vor fest und treu zu ihren Vertreter steht; sie Anträge sind an dem Ausschuß eingegangen. Braunschweig: von Herr Gerichtsamtmann von Petrifowski ist gleichzeitig Mitglied fordert ihn auf, das Mandat für den 17. Wahlbezirk zu behalten den Steuern nicht mehr an die Hauptkasse, sondern nur die des Direktoriums des Leipziger Polizeiamts; als doppelter Amts- und spricht hiermit aus, daß sie ihn als ihren Kandidaten auch Hälfte einzuschicken. Chemnitz: 1) die jedesmalige Generalver- college des Herrn Dr. Nüber verfuhr er denn auch in der rigoro- für die nächstjährige allgemeine Reichstagswahl ansicht". Nachdem sammlung bestimmt die Vornahme der Wahl des Hauptkassirers; sesten Weise gegen mich, indem er mir befahl, bei Vermeidung der der zweite Punkt das Programm der sozialdemokratischen Ar2) die Krankenkasse lokalisirt, aber auf Gegenseitigkeit beruhend, Arretur den Amtsbezirk innerhalb 24 Stunden, d. h. bis heute beiterpartei gründlich erläutert und die Zeit weit vorgeschritten Sonntag Nachmittag um 6 Uhr zu verlassen. Suspensivkraft war, ergriff ich das Schlußwort und ermahnte die Versammlung, einzurichten. Mitgliedschaften, die noch Anträge zu stellen gesonnen sind, wollte der mit Ausführung dieser Angelegenheit beauftragte Herr zum Aufschluß an unsere Partei, sowie daß es nicht genüge, ersuchen wir, dies schleunigst zu thun, da dieselben sonst nicht Assessor von Kalitsch meinem gegen den Ausweisungsbeschluß ein- Vereinen anzugehören, die zwar mitunter den Namen ArbeiterDer Ausschuß. gewendeten Rechtsmittel des Recurses nicht beilegen, weil die Aus- verein" an sich trügen, aber nur gesellige Zusammenkünfte und mehr berücksichtigt werden könnten. NB. Da verschiedene Anfragen betreffe der Krankenkasse an weisung auf einer freisdirektionellen Verordnung vom Jahre 1852 ein paar Bälle zum Zwed hätten; es müßten unseren Bestrebungen uns gelangt sind, wir aber in Folge des jeßigen mangelhaften beruhe, wonach, wer in Leipzig nicht wohnen dürfe, auch in den auch materielle Opfer gebracht und unsere Prinzipien durch rege Statute nicht in der Lage find, Abhilfe zu verschaffen, so bitten beiden Gerichtsämtern nicht geduldet sei. Ich habe also jetzt abzu- Agitation weiter getragen werden; ferner empfahl ich die sozialwarten, ob die Kgl. Kreisdirektion meinem Rechtsmittel Suspensiv- demokratischen Schriften, insbesondere den Volksstaat." Die wir Alle, sich bis zur Generalversammlung zu gedulden. traft beilegen will. Im Nichtfalle des Letzteren ist es mir faktisch Frauen machte ich darauf aufmerksam, daß sie unendlich viel zur gefeßlich" unmöglich gemacht, meinen Strafantrag selber durch Förderung unseren gerechten Sache beitragen könnten, indem sie Allgem. deutscher Schuhmacherverein. zuführen. aus ihren Kindern tüchtige Bürger bildeten. Den Kindern müßten An unsere Collegen nah und fern! In Berlin stehen 3000" Die Kgl. Generalstaatsanwaltschaft kann es mir nicht ver- so zu sagen unsere Prinzipien mit der Muttermilch eingeflößt werben. unferer Kollegen bereits mehrere Wochen in hartem Kampf und denken, wenn ich ganz und gar abgeneigt bin, zu glauben, daß in Damit schloß ich die Versammlung. Flechfig. wiederholter Hülferuf mahnt uns an unsere Pflichten. Unsere dem Zusammenhang der obberührten Verhältnisse nur ein bloßer Johanngeorgenstadt, 1. Mai.( Neue Ausbreitung.) VerBerliner Kollegen, die zu jeder Zeit für das Wohl ihrer Berufs- Spiel des Zufalls walte. Auf der einen Seite eine nunmehr genossen kräftig in die Schranken traten, die im vergangenen Jahre 7wöchige Verzögerung in meinem Strafantrag und auf der andern gangenen Montag, als den 28. April, hatten wir Tischlergesellen an Unterstüßung hunderte von Thalern nach auswärts schickten, eine unerhörte Dampfgeschwindigkeit in meiner Ausweisung das eine Zunftzufammenkunft, in der unsere derzeitige Lage die Tages*) Da wird man ja Junwillkührlich an Gardinen erinnert und an die, wenn sie siegen, einen Sieg für uns Alle erkämpfen, und deren kann doch nicht reiner Zufall sein! Es ist ja sonst nicht Usus Niederlage eine Niederlage für uns Alle bedeutet; diese unsere der Kgl. Staatsanwaltschaft, so wichtige Strafanträge 7 Wochen die Predigten, so oftmals dabinter schlafen. Mit fozialdemokratischem Gruß Red. d. V. 2 ordnung bildete. Schwer empfinden wir schon sehr lange, wie wir einzuberufen und dadurch hauptsächlich in den benachbarten Orten Ab. erstes Qu. 4 Thlr. Liedertafel„ Vorw." Hamburg: Ann. 21 G nur viel zu arbeiten haben und wie wenig unser Lohn, wie mangel- für die Wahl zu agitiren. Von A. Gb Hamburg: Schr. 15 Thlr. Von A. Somnn Altona: Einzel haft er für uns und unserer Familie Lebensunterhalt ist. In di- Creuznach, 13. April. Heute hatten wir hier eine zahlreich verk. Boltsstaat" erstes Qu. Thlr. 8. 6. 6. Von A. Wltr Leuba: recten, sowie indirecten Steuern aller Art finden wir uns sehr besuchte Volksversammlung. Vor dem Beginn der Versammlung Monat Mai 8 Gr. vorgezogen, an eine Besserung unserer Lage ist aber ohne Organi- stellte sich mir der aufsichtführende hessische Assessor vor mit den sation nicht zu denken. In Folge deffen haben wir den Beschluß Worten:„ Ich bin Assessor N.( den Namen des Herrn Beamten Genossenschaftsbuchdruckerei. Antheilscheine bez. Antheilquittungen erhielten ferner: in Borna gefaßt, uns der sozialdemokratischen Arbeiterpartei, resp. den inter- habe ich leider vergessen) aus Wöllstein und komme im Namen Krig Thlr. 1; in Duisburg Chr. Guls 1 15; C. Clin 1 15; in Leipzig nationalen Gewerksgenossenschaften anzuschließen. 72 Mann( Tischler) des Großherzoges, die Versammlung zu kontroliren; sorgen Sie Fr 20; Aug. Licht 10; in Großenhain Chr. Eren 10, Manuf. Arb haben sofort durch ihre Namensunterschriften zu erkennen gegeben, dafür, daß sie sich in den Schranken des Gesetzes hält", worauf C. Pßlr 1; in Auerbach L. Wttg 5; in Leipzig J. Mar 1, Frau Mür 1 Gew. 10; in Limbach W. Wrth 6, E. Pr 1, C. Schmn 2, Th. Hrn beizutreten, eine hübsche Anzahl zum Beitritt ist noch in Aussicht. ich ihm erwiderte, wir Sozialdemokraten hielten uns immer in in Hamburg A. G6 5. 15, J. A. Mar 9, Chr. Khlr 2. Demzufolge wurde beschlossen: nächsten Sonntag über acht Tage, denselben, er möge es nur selbst thun, daß dies von seiner Seite als den 11. d. M., eine Volksversammlung hier abzuhalten, welche geschehe. Nachdem wir das Bureau, darunter Leyendecker aus Fond für pol. Gemaßregelte. Hadlich. zur festen Begründung unseres Vorhabens dienen soll. Da es nun Mainz als ersten Vorsitzenden gewählt, erhielt A. Sabor aus Frank- Leipzig 23 Gr. Von L. Wittig in Auerbach 12 Gr. Von der Metallarbeiterschaft in in den benachbarten Umgegenden an derartigen Vereinen fehlt und furt das Wort und referirte über die Arbeiterbewegung. Am Anwir in dieser Beziehung ſehr unkundig daftehen, ersuchen wir die fange war die Stimmung der Anwesenden ſehr gegen uns, nach Berlin. Sozial- demokratische Arbeiterpartei. Bezirksversammlungen. Montag den 12. Mai, Abends 8 Uhr: Gartenstr. 13/14 bei Brettschneider: Vortrag des Herrn Milke. Discussion. Verschiedenes. Landwehrstr. 11 bei Meister: Vortrag des Herrn Kleift. Discussion. Verschiedenes. Naunynftr. 31 bei Globig: Vortrag des Herrn Metzner. Discussion. Verschiedenes. Das pünktliche Erscheinen ist durchaus nöthig. Um zahlreichen Befud Partei, uns an gedachtem Tage einen oder mehrere tüchtige Refe- und nach mit dem Entwickeln des sie überzeugenden Vortrages renten zuzusenden und uns schon im Voraus mit den nöthigen wandte sich dieselbe rasch auf unsere Seite, und zuletzt wurde ber Versammlungseinleitungen bekannt zu machen. Also! Tüchtige Refe- Redner oftmals von rauschendem Beifall unterbrochen. Als der renten! Es wird den Parteigenossen bekannt sein, daß schon vor Redner auf die heutigen staatlichen Verhältnisse zu sprechen kam, einigen Jahren ein ähnlicher Verein hier mit einigen 30 Mit- forderte ihn der Assessor auf, dieses Thema sofort zu verlassen, angliedern bestanden hat, jedoch aus dem Leim getrieben wurde; den sonsten er die Versammlung auflösen werde, bekam aber von Leyenbamaligen Leiter desselben hat man nachträglich bis auf Haut und beder den Standpunkt klar gemacht und Sabor sprach unter immer Knochen abgeschlachtet, natürlich nicht gleich so direct, sondern wie steigendem Beifall weiter; zuletzt forderte er die anwesenden Gegner gewöhnlich fein indirect! Also alles das soll uns nicht wieder auf, ihn zu widerlegen, worauf sich ein hiesiger Holzwaarenhändler paffiren. Es steht zu erwarten, daß man uns alles Mögliche, um Namens Wendling zum Worte meldete, und unter vielem andern der Parteimitglieder nnd Parteifreunde bittet unser Borhaben zu hindern, in den Weg legen wird und deshalb Unfinn hervorbrachte, die Sozialdemokraten gingen mit den Ultraheißt es bei der Gründung mit Vorsicht und Energie vorgegangen! montanen Hand in Hand. Er wurde von Leydendecker so gründMit sozialdemokratischem Gruß 3. Hessel jun., Vertrauensmann. Erklärung. Das Agitations- Comitee. J. A.: Heinsch, Vertrauensmann. Gewerkschaft der Holzarbeiter. Der Vorstand. H. Dehme. Schon am nächsten Tag nach unserem Beiſammensein gab sich die lich abgetrumpft, daß er unter dem Jauchzen und Hurrah des Berlin. Sonntag, den 11. Mai, Vormittags 10 Uhr: Bersammlung hiesige Polizei anständige Mühe, Alles rein herauszustacheln, was Publikums seinen Sitz verlassen mußte. Hierauf meldete sich ein nur möglich war, und zwar in folgenden Fragen: a. Ob der Berg- etwas angetrunkener Zwiebelhändler und Mitglied des hiesigen des Böttchervereins im Heise'schen Lokale, Landsbergerstraße Nr. 15. mann Schneider mit bei der Versammlung gewesen; b. wer das Wehr- und Kriegervereins Namens F. Schwarz zum Wort, blieb Tagesordnung: 1) Verschiebenes. 2) Vortrag. Wort geführt; c. ob ein Zeitungsblatt zur Leitung benutzt wurde; aber, da er kaum drei Worte gesprochen, stecken und mußte unter Um zahlreiches Erscheinen bittet d. was für eins( nun, doch wohl nicht der„ Erzgebirgische Volks- dem' stürmischen Ruse: Hinaus mit ihm! einsehen, daß nicht jeder Breslau. Montag, ben 12. bis., Abends 8 Uhr finden zwe Sozial- demokratische Arbeiter- Partei. freund", sondern der Volksstaat") c. Nun, diese Fragen sind Zwiebelbaron Redner spielen kann und sich zurückziehen. Hierauf öffentliche Bersammlungen statt; die erste in Kuhnert's Restauration ganz der Wahrheit getreu beantwortet worden und wir sind der erhielt Hr. Ehrhard aus Kaiserslautern das Wort, wurde aber, als Vorderbleiche 7. Tagesordnung: Der Bierkrawall in Mannheim festen Ueberzeugung, wenn Schneider erfährt, daß er bei diesen er zum Eintritt in unsere Partei rieth, von dem Assessor, der und Frankfurt und die Hetzereien der liberalen Preffe." Die zweite in lieben Leuten immer noch in gutem Andenken gehalten wird, so wahrscheinlich die Post, die eben nach Wöllstein zurückfuhr, nicht kowa g's Gartensaal zur Wilhelmshöhe in Herdain. Tagesordnung: wird er sich darüber freuen, denn derartige Gemüthlichkeiten machen verfäumen wollte, und deshalb die Versammlung mit den sich so Die gedrückte Lage der Arbeiterklasse und die Mittel zur Abhülfe" fich gerade hier, wo die Gemüthlichkeit ganz gemüthlich zu Hause drollig anhörenden Worten: Im Namen des Großherzogs, im Die Parteigenoffen werden aufgefordert, für recht zahlreichen Besuch ist, sehr gemüthlich! Namen des Großherzogs, im Namen des Großherzogs erkläre ich beider Versammlungen thätig zu agitiren. Mit Gruß und Bruderhand die Tischler zu Johanngeorgenstadt. Versammlung für heute leider ein Ende. So groß ist hier der Die Bersammlung geſchloſſen!" unterbrochen, und hatte hiermit die Chemnik. Morgen, Sonntag den 11. Mai, Mittags, findet ein Ausmarsch der hiesigen Metallarbeiter Schieß Friedrich Strobel, Beauftragter. Münchenbernsdorf. Am 23. März hielt die sozialdemokra- zogen und sich einschreiben ließen. Erfolg, daß uns die Leute bis in eine andere Wirthschaft nach- baus in Grüna und seiner reizenden Umgebung statt. Der Ausmarsch erfolgt mit Musik. Alle hiesigen und auswärtigen Arbeitercorporationen, tische Arbeiterpartei von Münchenbernsdorf und Neustadt in NeuFreunde und Parteigenossen werden zu diesem Ausmarsch eingeladen. stadt a/ O. eine Versammlung ab behufs einer Besprechung der Der Ausschuß der Metallarbeitergewerkschaft. fünftigen Reichstagswahl. Es wurde beschlossen, die Agitation Verviers. Hier und in der Umgegend find augenblicklich in Constanz. Wichtiger Angelegenheiten halber ist das Erscheinen den Parteiverſammlung bei Meßmer. diesen Sommer kräftig zu betreiben und auch die Orte, wo noch Folge von Geschäftsstockung und ohne Strife 3000 Arbeiter Aller Ehrenpflicht. teine Mitgliedschaften der Partei bestehen, heranzuziehen, öffent- erwerbslos. Der Vertrauensmann. liche Versammlungen abzuhalten und Triptis als Mittelpunkt für Zugleich machen wir hiermit allen Arbeitern, die hier zureisen, bekannt, den Neustädter Kreis anzunehmen, damit Auma, Weida und Berga daß wir hier einen Arbeits- Nachweis für alle Geschäfte bei Restaurateur mit in Agitation genommen werden können. Für Deichwolframs- staat" erwähnte Angelegenheit habe ich dem Ausschuffe schon längst Freiburg i. S. Sonntag, den 11. bis., Nachmittags 3 Uhr. Sof, 7. Mai. Ueber die schon in zwei Nummern des„ Volks- Meßmer, Graben- Allee errichtet haben. dorf, das zu weit abgelegen, wurde beschlossen, von Sachsen aus hinreichende Mittheilungen gemacht und wird der nächste Parteizu agitiren. Der Jenaer Kreis soll von Weimar aus bearbeitet werden. Jeder Ort, wo eine Mitgliedschaft ist, möge ein Wahl- tongreß darüber zu entscheiden haben. Carl Lienig. comité einsetzen, damit die Agitation nicht vernachlässigt wird. Das Hauptaugenmerk bei der Wahlagitation ist bei uns auf die Landbevölkerung zu richten. Der Same, den wir ausstreuen, geht in keinem Dorfe verloren. Vor einem Jahre agitirten wir hier Am 3. Mai d. 3. hat unser lieber Freund, Paul Grottkau, ebenfalls; damals gelang es dem Ortspfarrer- wir denken wohl großartiger Agitator des Allgem. deutschen Arbeitervereins, mit 2) Neuwahl eines Ausschußmitglieds an Stelle des ausgetretenen Herrn noch bran- 200 Arbeiter gegen uns 10 Sozialdemokraten in den Mitteln des Allgem. deutschen Maurervereins, an sich den Siebentopf. einer Versammlung aufzuhezen, so daß wir blutig geschlagen moralischen. Selbstmord vollzogen, wie aus nachstehender herz- find sämmtlich zu dieser Versammlung eingeladen. Die Parteigenoffen in Hamburg- Altona, Harburg und Wandsbeck wurden. Heute ist's anders. Drum frisch an die Arbeit, Bartei- brechenden Zuschrift hervorgeht: „ Berlin, 3. Mai. An die Redaktion des„ Volksstaat". Da Leipzig Sonnabend den 10. Dai: Sigung im weißen Adler, genossen; thue Jeder seine Pflicht, so werden wir einen schönen Internationale Metallarbeiterschaft. Sieg feiern. Mit sozialdemokratischem Gruß E. Rudolph. die Redaktion des„ Volksstaat" gegen ihre bessere Ueberzeugung, Burgstraße. Anträge zur Generalversammlung. Eisenach, 27. April. Am Montag den 21. d. M. hatten wir fortwährend gegen meine Person in unerhört rechtswidriger Weise Montag den 12. Mai: Reudnißzerstraße bei Arnold. Caffenbericht. die Schuhmachergesellen und Kleinmeister zu einer Versammlung beßt, möge dieselbe hierdurch erfahren und ihren Gesinnungs- Fortsetzung der Statutenvorlage. eingeladen, in welcher Hr. W. Bock aus Gotha das Referat über- genossen in Berlin zu wissen thun, daß von nun ab, falls nicht nommen hatte. Derselbe sprach zur größten Zufriedenheit aller ein Widerruf aller Verleumdungen gegen die Organisation der Leipzig Sektionersammlung der Tischler u. Pianofortearbeiter. Anwesenden, er wußte die jetzige Lage der unbemittelten Arbeiter Maurer, sowie meiner Person, in der nächsten Nummer des Windmühlenstr. 7. Tagesordnung: Die Inhandnahme des Arbeitsgegenüber der Kapitalmacht vollkommen klar zu legen. Da auch„ Volksstaat" erscheint, meinerseits keine Rücksicht mehr gegen ihre nachweises seitens der Gesellen. verschiedene Arbeitgeber der Versammlung beiwohnten, so ver- Partei genommen wird. säumte Herr Bock nicht, dieselben mehrere Mal zur Entgegnung Cernen Sie nunmehr von einer anderen Seite, mich, unsere Leipzig dag, den 13. Mai, Abends 8 Uhr: Bersammlung aufzufordern, jedoch ohne Erfolg. Unter den hiesigen Gesellen sind Organisation und unsere Macht kennen. Sie haben es nicht nun leider sehr viele aus der Umgebung, die noch gar kein Ver- besser gewollt. ständniß, wohl aber sehr große Furcht vor ihren Arbeitgebern Wir bringen bieſen betrübenden Todesfall, der nach dem ur- Neuschönefeld Arbeiterverein für Neuschönefeld und haben. Trotzdem wurde aber eine Mitgliedschaft der internationalen theil erprobter Aerzte unausbleiblich eine Folge mangelnder Ver- Montag den 12. Mai, Abends 8 Uhr: Versammlung im Bergschlöß- D Schuhmachergewerkschaft gegründet und zeichneten sich 30 Mitglieder nunft war, unseren Freunden zur Kenntniß, mit der speziellen hen. Tagesordnung: Diskussion. ein. Wir werden Sorge tragen, baß sich die Mitgliedschaft be- Bitte an die Berliner Parteigenoffen, dem Unglücklichen eine ge- Planik b. Z. Bere u. Monatsabonnemen te biederzeit deutend vergrößert. Herrn Bock sagen wir den besten Dank. Mar Sälzer, Bevollm. Todes- Anzeige. bührende Grabschrift widmen zu wollen. In tiefster Betrübniß Paul Grottkau." die hinterbliebene Redaktion des„ Boltsstaat". Briefkasten Tagesordnung:„ Die Stellung der Arbeiter in der heutigen Gesell schaft." Alles Nähere durch die Lokalblätter und Plakate. Sozial- demokratische Arbeiter- Partei. Hamburg. Bersammlung, Sonntag den 11. Mai, Nachmittag 4 Uhr präzise, in Hansch's Clublocal, Schauenburgerstraße 14.( großer Saal). Tagesordnung: 1) Vortrag von Geib über die Parteien in Deutschland. Sonnabend den 10. Mai, Abends 8 Uhr, bei Zeidler, Das Erscheinen Aller ist dringend nöthig. Dienstag, der G.-V. Umgegend. [ 26] D. St. Allen Parteigenossen zur Nachricht daß zeichnetem angenommen werden. Franz Weber. Arbeiterverein für ThonMontag, den 11. Mai, Abends balb 9 Uhr: Vereins- Bersammlung im „ Gasthaus zum Thonberg". Aufnahme neuer Mitglieder. Der Vorstand. Thonberg bei Leipzig.berg und umgegend. Berlin. Warnung an die Arbeiter. Die Flügel- und Pianofortefabrikanten haben sich gegen die Arbeiter zusammengethan, um einem Strike vorzubeugen. Jedes Mitglied der Coalition hat eine Raution zu hinterlegen, welche den fünffachen Betrag seiner der Redaction. Herrn Emil Leffer in Worms: Es ist nicht wahr Arbeiterzahl, in Thalern ausgedrückt, jedoch mindestens 50 Thaler was Sie in Nr. 53 des„ Neuen Soz.- Dem." behaupten daß wir zu betragen hat. Beigetreten sind dem Vereine gegenwärtig Ihre Berichtigung gefälscht" hätten. Wir haben sie blos gekürzt, in- Arbeit nicht erhalten, wird eine Unterstützung von 7% Sgr. gewährt bei Allen zureisenden Horn- und Holzbrechslergehilfen, welche in Leipzig 52 Fabrikanten, unter denen die größten nicht fehlen, welche zu dem wir Alles, was nicht thatsächlich war, d. h. Ihre Schimpfereien und Julius Thiele, kleine Fleischergasse Nr. 22. ( 46) fammen 1780( etwa 90 Prozent der in dieser Branche in Berlin Naisonnements wegließen. Warum geben Sie nicht im„ Neuen" genau beschäftigten) Arbeiter beschäftigen, und 9000 Thaler Kaution in an, worin unsere Fälschungen" bestanden haben? In 20 Zeilen- so An diejenigen Parteigenossen, Solawechseln hinterlegt haben als Kaution für etwaige Con- viel verbrauchen Sie im„ Neuen", um uns der Fälschung" anzuklagen welche gewillt und befähigt find, die Redaktion von Barteiorganen zu ventionalstrafen. hätten Sie, wenn Sie wollten, diesen Nachweis wohl führen können. übernehmen, richten wir die Bitte, sich mit uns in Verbindung zu setzen." Auch die Tischlermeister haben sich dem H. K. Leipzig: Was Sie erstreben, ist nichts anderes, als was die SozialTischlerstrike gegenüber coalirt. Der Ausschuß der soz.- dem. Arbeiterpartei. demokratie auch will und der Weg, den sie betreten hat, ist der einzige, Offenbach. Unterzeichnete bringen hiermit zur allgemeinen der zu dem freien Volksstaat, den auch Sie wünschen, führt. Seben Th. Yord, Kenntniß, daß Wilhelm Kölsch, seither Mitglied der sozial- demo- Sie sich unser Programm genau an und Sie werden finden, daß Sie Hamburg, Erste Borsetzen, Hof 13. kratischen Arbeiterpartei, sowie ber internationalen Gewerkschaft in Ihrer Zuſchrift nur Forderungen im Allgemeinen aufgestellt haben, Neuestes ber Schuhmacher, wegen seines intriguanten Vorgehens gegen die- die von uns längst detailliert und scharf bestimmt worden sind. Im selbe laut§ 6 ausgestoßen wurde. Aus der Partei war derselbe Uebrigen sind wir entschiedene Gegner einer Maffenauswanderung. Hier schon geraume Zeit vorher ausgetreten. Es können also keinerlei in Europa, in Deutschland, muß unsere Freiheit geschaffen werden, und es wäre dumm und feig, vor unsern faulen Verhältnissen auszureißen. Beziehungen zu ihm oder Correspondenzen an ihn mehr stattfin- Furchtlos müffen wir ihnen ins Auge schauen und sie an Ort und Stelle ben, weber seitens der Partei, noch von der Gewerkschaft. eine Flucht en masse würde hüben wie drüben eine VerHeinrich Schäfer, Bevollmächtigter. schlimmerung nach sich ziehen. Dies unsere Meinung, die wir gern des Peter Müssig, Bertrauensmann. Weiteren mit Ihnen austauschen, wenn Sie die Maske abwerfen. Doctor Seidelberg, 26. April. In der gestern Abend hier abgehal- Beckendahl- Fürth: Wir bitten, uns von den gedruckten Aftenstücken ein tenen Mitgliederversammlung der hiesigen sozialdemokratischen oder mehrere Eremplare zugehen zu laffen. H.- Budapest: Wir acceptiren Partei wurbe folgender Antrag einstimmig angenommen: den Beschluß mit Freuden und bitten um nähere Adresse, um weitere 1) Die sozialdemokratische Arbeiterpartei des Wahlbezirks Heidel- Berlin: Bezüglich Ihrer Behauptungen, daß Sonnemann den„ BoltsMittheilungen auszutauschen. Besten Gruß! Neuer Soz.- Dem." in berg stellt einen Candidaten für den Reichstag auf. anfaffen staat" fubventionirt habe, wird Ihnen in nächster Nr. der Standpunkt Proletarier- Liederbuch von Johann Most. 3. Auflage. Preis pro Eremplar 3 Ngr. In Partien bezogen billiger. Expedition, Chem. Freie Presse", Chemnit. Lindenstraße 5. Meine Adresse ist jetzt: Theodor Yord, Erste Vorseßen, Hof 13, Hamburg. Die Verwaltungen der Volksstaat2) Ist Aussicht vorhanden, daß der Candidat durchdringt, so muß far gemacht werden. die Partei nicht allein ihre eigenen Mittel, sondern auch die Hülfe anderer Bezirke dazu benügen. der Expedition. Von Lig Hof: Schr. 1 Thlr. Von A. Do Sar- Expedition und der Genossenschaftsbuchdruckerei burg: Ab. erstes Du. 6 Thlr. Von A. Wykpf Hannover: Ab. erftes Qu. 3) Ist jedoch im Voraus sicher, daß die Wahl nicht zu Stande Thlr. 7. 5. Von J. Blm Jarocin: Ann. 1 Thlr. Von Hrmnn Leipzig: bitten dringend, bei Einsendung von Geldern ganz genau antommen kann, so soll sie nur als Agitation betrieben werden, und Ab. 9 Gr.; Rchbch: Ab. zweites Qu. 12 Gr.; Dr: Schr. 13 Gr. 5 Pf. zugeben, wie dieselben gebucht werden sollen. Durch Unterein anderer Wahlkreis, in dem ein Candidat unserer Partei Aus- Bon Arb.- Bild.- Ber. Klagenfurt: Ab. erstes Qu. Thlr. 2. 10. 5. Bon laffung dieser Maßregel entstehen Verwirrungen, welche eine ficht hat gewählt zu werden, von uns mit allen Kräften unter-. Ditl Elgersweier: Schr. u. Abonn. 22 Gr. on 3. Flor Solingen: correcte und pünktliche Geschäftsführung zur Unmöglichkeit Schr. 1 Thlr. Von Rdr Neundorf: Schr. Thlr. 3. 7. Von J. Mur Nach kurzer Debatte wurde ein aus 7 Mitgliedern bestehendes Ann. toftet 7 Gr., die Ankündigung des Lorbchs Thlr. 1. 18. Von W. Leipzig: Verantw. Rebatteur E. Kasper.( Redaktion und Expedition Leipzig: Ab. zweites Qu. 15 Thlr. F. H. Mür Chemnitz: Die bewußte machen. [ 3c Agitationscomité gewählt, welches das Recht hat, Versammlungen 3pt Breslau: Ab, viertes Qu. 1872 20 Thlr. Musikinstrmchrver. Wien: Hoheftr. 4). Drud und Berlag der Genossenschaftsbuchbruckerei. ftüßt werben. e 1 E D P To S