au t($' scheint wZchcutlich 2 Mal 1 in Leipzig. I Bestellungen nehmen alle Postansialten und Buchband- � dingen des In- und Äus- u! laude« an. Für Leipzig nehmen Be- �! pellniigen an: die Ezpcditivn, Hohcstraste 4. die Genossenschaft«- bnchdruckcrci, Zeitzcrstraße 44. A. Bebel, Pcterstraße 18. 3. Müller, Bayerschcstraße 8d, III. äs >rt ÜS >». e» ne! n- n- Der VMMal �vonneMeufspreis: Für Preußen incl. Stempel« stener 17 Sgr., für die übrigen Deutschen Staate» 12'/» Sgr. pro Quartal, pro Monat 4'� Sgr. Für Leipzig und Nmgrgend pro Quartal 13 Ngr. Filialeppeditionen für die Per- einigten Staaten: F. A. Sorge,. Loi 101 Hoboken, N. J. via Nowyork. G. A. Lonnecker, 155 W. Lako Chicago(III.) OrgandersozialdemokrattschenArdetterparteiundderinternationalenGeiverksgenoffenschasten. Nr. 42. Sonnabend, 24, Mai. 1873. r, e: Nu die Mitglieder und Freunde der sozial-demo- kratischen Arbeiterpartei! Parteigenossen, Arbeiter! Im Einverständniß mit der Kontrol- Kommission unsrer Partei haben wir beschlossen, den„Volksstaat" vom 1. Juli ab dreimal wöchentlich erscheinen zu lasien. Die Gründe, welche unö zu diesem Schritt bewogen haben, sind solgende: Die Herstellungskosten des Blattes, Papier und Druckpreise (die Druckerei deS„Volksstaat" war bekanntlich eine der ersten, welche de» Berbandstarif der Leipziger Buchdrucker bedingungslos bewilligte), sind so bedeutend in die Höhe gegangen, daß es kaum mehr möglich war, ohne eine enorme Steigerung der Abonnenten- zahl das Blatt zu dem alten Preise zu liefern. Hierzu kam noch der Umstand, daß in Folge der durch eine rege Agitation geförderten Ausbreitung der Partei und der da- mit zusammenhängenden geistigen Regsamkeit die zum Abdruck eingesandten BcrsammlungSberichte, Korrespondenzen je. öfters Beilagen»othwcndig machten, wodurch die Verwaltung, sollte die alte, ohnehin nicht unbedeutende Schuldenlast des Blattes nicht ver- größert werden, gezwungen gewesen wäre, den Preis deS Blattes um mindestens 1 Sgr. zu erhöhen. Ein rapides Steigen der Abonnentenzahl, durch welches diese Mäaßnahmc hätte verhindert werden können, war nicht zu erwarte», weil den nur zweimal er- scheinenden Blättern diePost die Annahme von MonatS-Abonnements verweigert. In Anbetracht dieses Umstandes, richtiger UebelftandeS, haben wir eS vorgezogen, den„Volksstaat" dreimal wöchentlich erscheinen Zu lassen, hofsend, durch diese Maaßnahme, sowie durch Erschließung der Monatsabonnements, den Leserkreis des BlattcS ansehnlich zu vergrößern. Jedenfalls ist eine Vermehrung der PostabonnementS im Interesse der Verwaltung und der Expedition des Blattes WüuschenSwerth. In Ueberemstimmung mit Letzterer haben wir den Preis deö Blattes bei dreimaligem Erscheinen in seitherigem Format aus 16 Sgr. pro Quartal festgesetzt, zu welchem Preise noch das Be- stellgeld und in Preußen die Stempelsteuer hinzukommen. Partei- genossen! Wir hoffen, daß dieser Schritt nicht nur Eure Billigung nuden, daß Keiner von Euch die geringe Mehrausgabe scheuen wird, sondern wir erwarten vielmehr, daß Alle, denen die Aus- breitung und Verwirklichung unsrer sozialdemokratischen Ideen am Herzen liegt, um so mehr mit regem Eifer für Verbreitung des BlatteS durch Gewinnung neuer Abonnenten Sorge tragen und thätig sein werden, alS ein dreimaliges Erscheinen deS„Volks- staat" ja einen bedeutenden Schritt vorwärts auf der betretenen Bahn bekundet. Ist doch daS Blatt nicht nur Euer Organ, son- dem Euer Eigenthum, und von diesem Gesichtspunkte aufgefaßt, bedarf eS wol kaum weiterer Worte der Ermunterung, für dasselbe überall und bei jeder Gelegenheit einzutreten. Nur einen Punkt wollen wir noch hervorheben: unsere Partei ist, wie dies ausdrücklich auch der Name besagt, eine Arbeiter- Partei, der„Volksstaat" ein Arbeiter-Blatt. Je öfter das Blatt erscheint, um so wirksamer wird dasselbe sür Euch, für die Klasse der Enterbten eintreten, Euren Hoffnungen und Klagen Ausdruck geben, die Müde» und Zaghaften ermuthige», die Kämpfenden zu neuen Thaten begeistern; mit einem Worte, die Pflicht eines Ar- beiter- Organs in jeder Weise erfüllen können. Und darum wen- den wir unö noch ganz besonders au Euch, an die Arbeiter, weil Ihr daS höchste Interesse daran habt, daß Euer Organ, der „Volksstaat", öfter als bisher erscheint, und fordern von Euch, daß Ihr schon jetzt mit dreifacher Kraft und Ausdauer das drei- malige Erscheinen Eure« Organs vorbereitet und für dasselbe Pro- paganda macht! Hamburg, den 18. Mai 1373. Ter Partei-Ausschuß. I. A.: Ed. Prep, Vorsitzender. Th."Zorck, Sekretair. Praktische vmanzipationswinke. il. Die rcinpolitische Parteibewegung und die GewerkS- genossenschaften. Man braucht sich nicht erst klar darüber zu werden, daß die politische Macht es heute und immer sein muß, durch welche sich der Arbeiterstand die volle Gleichberechtigung und die Abschaffung der Klassenherrschaft zu erkämpfen hat. Wer auch nur halb die Arbeiterbewegung sich angesehen und niemals mit dem Arbeiter- stände in direktem Verkehr stand, der wird und der muß zugebe» (in welcher Form und Gestalt einem auch die Arbeiterbewegung entgegentreten mag), daß sie schon in erster oder zweiter Linie eine politische Bewegung ist. Es braucki ferner nicht nachgewiesen zu werden, daß weder die sofortige Belseitesetzunz des heutigen wirthschastlichen Systems(die kapitalistische Production), noch die schnellste Wegräumung der heutigen StaatSform(der monarchische Staat) in, Staude wären, den Anferstchungs- und Befreiungsrus der arbeitenden Klasse zur Thatsache werden zu lassen. Wir wissen, daß die ökonomische, soziale, politische und geistige Befreiung des Arbeiterstandes und die Ueberwindung des Nacen- und Klassen- Hasses, sowie die vollendete Begründung des fteien Volksstaales nicht daS Werk eines Jahrzehntes sein kann. Es nützt auch nicht, daß wir die Massen auf soziale Revolution vertrösten, die sich ja sortwährend von selbst durch die Uebermacht deS Kapitals voll- zieht und die ohne die Alleinherrschaft der Besitzenden vollkommen unmöglich würde. Vor allen Dingen muß daS Bewußtsein deS Volkes sür die Emanzipation des vierten Standes geweckt werden. Hierauf kommt es vor Allem an. Ter Trieb deS ArbeiterstandeS nach Emanzipation schwebt nicht Mehr in der jLuft, er ist keine Idee, nichts Erdachtes und Er- jwungenes, er ist eine Thatsache, die sich durch nichts mehr hin- wegdiskutire» läßt. Mag sich dieses Streben nun in reinpolitischer Agitation, mag es sich in dem Willen äußern, widerliche Fabrik- ordnungcn abzuschütteln, den Arbeitstag zu verkürzen, die Bedürfnisse zu steigern, den Arbeitsmarkt zu regeln n. f. w., ein für alle- mal geht das Bestreben darauf hinaus, sich Unabhängigkeit zu erkämpfen. Hierin liegt der Kern, der Knotenpunkt und der Ge- sammtinhalt des Wesens der sozialen Frage. Zu allen Zeiten ist es das äußerliche Merkzeichen der Unter- drückten gewesen, daß sie sich da zunächst am heftigsten schüttelten und wehrten, wo ihnen der Schuh am meisten drückte. So z. B. kämpften die aufständischen Landbewohner deS Bauernkrieges zuerst mit unter der Reformbewegnng Dr. Luther's, weil man in dem Wahne befangen lebte, die Pfaffen und die Klercsci deö Papstes seien an ihrer Leibeigenschaft schuld, während doch der Feudaladel mit seinen Vorrechten und seiner Alleinherrschaft über die Bauern es war, welcher Pfaffen und Religion benutzte, um-die Bauern in Knechtseligkeit und Dummheit zn erhalten. Der Kleinbürgerstand sieht in der Concurreuz und Gewerbefrecheit, sowie in den Bestrebungen deö Arbeiterstandes die Ursache seines Verfalles, wäh- rend es doch bewiesene Thatsache ist, daß das concentrirte Kapital mit seinen Vorrechten und seiner Macht über die..Arbeitskraft es ist, welches den kleinbürgerlichen Mittelstand expropriirt und den Arbeiterstand zur Vertheidignng und Eroberung seiner Rechte zwingt. Was braucht es uus also Wunder zu nehmen, wenn der Arbeiterstand zunächst darauf sein Augenmerk richtet, widerliche Fabrikordnungeu zu beseitigen, kurze Arbeitszeit, geregelte Löhne und hohe Verwcrthung der Arbeitskraft zu erzielen? Derartige Ver- theidigungsmittel sind nichts Anderes, als die Vorschule und die Exereirübungen deck Proletariats, welche es nicht nur an Ersah- Irung bereichern und von schlimmen Irrwegen ablenken, vielmehr �noch entstehen hier die festen Positionspnnkte, von denen aus die iArbeiter endlich die wirkliche Ursache ihrer Knechtseligkeit er- kennen und zu beseitigen bestrebt sein werden. Es handelt sich darum und nur allein darum, dieser Erkenntniß bei den Massen Vorschub zu leisten, damit sie den Kampf mit dem Bewußtsein führen und üben lernen, die Ursache deck sozialen Kampfes zu be- seitigen. Mit der Beseitigung dieser Ursache ist aber zugleich die Unabhängigkeit erkämpft, um welche es sich bei der Lösung der sozialen Frage sür den Arbeiterstand handelt. ES entsteht also die Frage: Durch welches Mittel wird der vemustte Unabhängigkeitskampf am ehesten erreicht, gefördert und verkürzt? Die Antwort auf diese Frage ergiebt sich nach den früheren und zuletzt gemachten Andeutungen von selbst. Erfahren hatten wir: 1) daß in gleicher Weise, wie die Handwerkergilden deS Mittelalters unbewußt das Mittel zur Emanzipation der hürger- lichen Gesellschaft waren, so sind auch die heut'gen GewerkS- genossenschaften daS Mittel zur Emanzipation der Arbeiter- klasse; 2) die große Masse der Arbeiter hegt einerseits Mißtrauen gegen alle reinpolitischcn Parteien, weil sie von denselben oft mißbraucht und hintergangen worden sind, und weil die Unkenntniß der sozialen Bewegung andererseits die Wichtig- keit der politischen Seite nicht erkennen läßt; im Uebrigen zeigen die Arbeiter größeres Verständniß und praktischen Sinn sür näherliegende Interessenfragen, z. B. kurze Arbeits- zeit, hohe Verwcrthung der Arbeitskraft, Beseitigung wider- sicher Fabrikordnungen zc.; 3) die rein gcwerkliche Organisation übt einen nachhaltigen Druck auf die Gesetzgebung und die Regierende», folglich ist die Arbeiterbewegung in dieser Form ihrer Aeußerung eben- falls politisch, wenn auch erst in zweiter Linie; 4) die Errichtung deS freien BolksstaatS, d. h. die ökonomische, soziale, politische und geistige Befreiung des Arbeiterstandes und die Begründung der Unabhängigkeit des Arbeiters bedarf der Porentwickelung und Ausbildung; 5) die thatfächlichen gewerksgenossenschaftlichen OrganisationS- bestrebungen reifen den Gedanken zur Einanzipation der Arbeiterklasse und deshalb müssen diese natürlichen Or- ganisationen der reinpolitischeu Agitation gleichgestellt und dürfen weder als eine reaetionäre Bildung, noch als ein Schweif an der politischen Bewegung betrachtet werden. Auö vorstehenden Sätzen ergiebt sich zugleich das taktische Bor- gehen und das Verhalten, welches die sozialdemokratische Arbeiter- Partei gegenüber der GewerkSgenossenschastSbeweguug ei>>zunehme» hat. Es muß folgerichtig dasselbe fthi, welches von der inter- nationalen Arbeitcrassociation schon vor Jahren als dal Zweckentsprechendste anerkannt worden ist, und welches darauf hinaus- läuft, daß das unabhängige Gewerksgenossenschaftswesen gefördert und das bewußte EmanzipationSbcstreben in ihnen und durch sie zym präcisen Ausdruck gebracht wird. Der Anfang zu diesen Bestrebungen ist schon gemacht worden. Die älteren Vereinigungen der Cigarren- und Tabakarbeiter, der Buchdrucker, der Hutmacher, der Gold- und Silberarbeiter müssen als Organisationen bezeichnet werden, die unabhängig von der politischen Parteiorganisation ihre Kräfte schon in heftigen Kämpfen probirt und ihren Gegnern Achtung abgenöthigt haben. Es han- delt sich bei der Gewerksgenossenschaft nicht um trügerische Phrasen, sondern sie sind eine feste Ringmauer und ein Wall der Verthci- digung gegen noch weitere Verschlechterungen und Entwürdigungen des Ärbeiterstandes. Diese Aufgabe haben sie nicht nur zu aller- nächst zu erfüllen, sondern sie können auch den Lohn wenigstens auf die Höhe hinaufschrauben, durch welchen es möglich wird, die Bedürfnisse zu erweitern und zu vergrößern, und da sich der Lohn nach dem ehernen Lohngesey nach den gewohnheitsmäßigen Bedürfnissen eines Volkes richtet, so kann nichts näher liegen als die gewohnheitsmäßigen Bedürfnisse zu erweitern Durch die Erweiterung der Bedürfnisse arbeitet man nicht nur dem Hungertyphus entgegen, sondern der Arbeiter lernt auch die Nütz- lichkeit der kurzen Arbeitszeit schätzen. Er giebt der Arbeitskraft nicht nur einen höheren Werth, vielmehr noch schützt er sich vor Ucberproduction und Handelskrisen, er vermehrt damit seine sozial- politische und ökonomische Bildung und wird dem Familienleben nicht entfremdet, sondern demselben näher geführt. Die Gcwerk- schaften sorgen endlich für die furchtbarsten aller Waffen in den Händen des Proletariats— für die Statistik und Massen- discip lin, welche gestützt durch die politische Agitation und Organisation das Reich der Bourgeoiswelt in seinen Fugen er- schüttern und die neue Gesellschaft aus der Taufe heben werden. Der Sinn, welcher durch die Gewerkschaften für die genossen- schaftliche Arbeit geweckt wird, ist von nicht minder großer Trag- weite, und allein die Thatsache, daß in England und Deutschland die vorzüglichsten Prodnctivgenossenschaften im Sinne der Gesammt- befreiung des ArbeiterstandeS gegründet worden, ist ein Beweis, welche Tragweite die Gewerksgenossenschaften sür die Abschaffung der kapitalistischen Production haben. Man erwäge endlich, von welch' unendlicher Tragweite die Ge- Werkvereinsorganisationen auf die Politik der Regierung Englands gewesen. Erinnert sei hier an die großartigen Effekte, welche sie unter der Fahne der„Anticorn-Liga" errangen, gegenüber dem Großgrundbesitz Englands. Wenngleich auch die Arbeiter für ihre Misivirkung von der liberalen Partei schmählich hintergaugcn worden,— ihrer Energie und ihrer Politik, die corporative Partei für ihre Bestrebungen und Zwecke geschickt zu benutzen, allein haben die englischen Arbeiter daS Zehnftundengesetz und die Beschränkung der Frauen- und Kinderarbeit zu danken. Alö daS knegslustige Londoner Cabinet zur Zeit des aiiierikanischen Krieges Miene machte, sich in den mörderischen Handel zu mischen, zwangen die Arbeiter durch eine drohende Agitation daS Cabinet zur Neutralität. Auf die großartigste aller Demonstrationen der Neu- zeit, welche zu Newcastle Mitte April d. I. unter einem Zulauf von mehr als 200,000 Menschen zu Gunsten deS allgemeinen Stimmrechts in Scene gesetzt wurde, braucht wohl kaum noch hingewiesen zu werden, da dies im Gedächtniß Aller ist. Wie klein nehmen sich gegenüber diesen Erfolgen unsere BolkS- Versammlungen ans, in welchen noch immer über ausgeheckte soziali- stssche Systeme früherer Epochen, autoritäre Dogmen und Glaubens- artikel und über unfehlbare Mittel und Mittelchen gestritten wird, um die soziale Frage zu lösen. Wie naiv und bornirt klingt der Einwand, daß die Gewerkvereinc des politischen Fluidums ent- behrten und nur als ein nothwendiges llcbel zu betrachten seien! Und dennoch bringen die Neweastler Arbeiter eine Demonstration zu Werke, die für deutsche Verhältnisse unmöglich ist, weil es den Arbeitern an Organisationen gebricht, durch die allein es möglich ist, den Regierungen, Gesetz- und Arbeitgebern Achtung abzu- gewinnen. Bedenke man nebenbei: Die englischen Arbeiter eröff- neten ihre Kämpfe Angesichts deö ConcurrenzkampfeS der gesammtcn europäischen Bourgeoisie, Angesickts deS Wuthgeheuls einer ein- seitigen Klassenregierung, welcher Schritt für Schritt seit 50 Jahren jede Eoncession abgerungen werden mußte. ES ist deshalb von dem im Jahre 1872 im Juni in Erfurt tagenden GewerkschaftScongresse ein guter Gedanke gewesen, die Unabhängigkeit der Gewerkschaftsbewegung von dem politischen Parteigetriebe zu befürworten. Wer ein Haus baut, muß dasselbe auf festem Grunde bauen. Die Gewerksgenossenschaften sind der feste Untergrund und das starke Gemäuer, auf denen und mit denen allein es möglich ist, der politischen Agitation feste Haltepunkte, Stetigkeit und Nachdruck zu verleihen. Deshalb kann die gewerk- schaftlichc Bewegung der politischen Erkenntniß deS ArbeiterstandeS keinen Schaden, sondern nur Nutze» bringen und deshalb ist eS ein unbeilvoller und schwer zu büßender Jrrthum, wenn man den Gewerksgenossenschaften von vornherein einen äußerlichen politisch- agitatorischen Anstrich giebt. Es ist ein Frevel, die rein natür- lichen und den thatfächlichen Verhältnissen entwachsenen Organi- sationen im Namen deS Dogmas„allgemeines gleiches und directeö Wahlrecht" niederreißen zu wollen, und wie die letzte General- Versammlung deö AUg. Deutschen Arbeitervereins zu Berlin Be- schlüsse zu fassen, die darauf hinausgehen, die Gewerkschaften sobald wie möglich in rein politische Vereine aufzulösen. Mögen die Arbeiter die Augen auf behalten!— Leider ist auch die sozial- demokratische Arbeiterpartei nicht ganz frei von die GewerkS- genossenschaften negirenden und zerstörenden Elementen, und deshalb hielt ich eS für meine Pflicht, die durch die thatfächlichen Verhält- nisse gegebenen, natürlich wachsenden Organisationen in ihrer Wichtigkeit klarzustellen, um dieselben vor frevelnder Hand und vor fauatistrten Dogmatikern zu bewahren. Lasse mau sich von dem unglückseligen Jrrthuni endlich heilen, als würde von der Bourgeoisie und den Gesetzgebern die gewerkS- genossenschaftliche Bewegung in ihrer Wichtigkeit für die Beftciung des Ärbeiterstandes nicht erkannt, beobachtet und studirt. Heute bekämpft man sie bis auf's Messer und bietet Alles auf, sie zu vernichten und zu zerstören, und fmvrgen schließt mau mit ihnen. einen Pact, in der Hoffnung, die schwachen Seiten gelegentlich kennen zu lernen und die Arbeiter in Sicherheit einzulullen, um den Dolch der List und des Vcrrathes von Neuem zu erproben. Auf die Unwissenheit und Zerfahrenheit der Massen bauend, sucht man die jungen Organisationen sin falsche Hände zu spielen» um sie hinterrücks zn ermorden. Die Gebilde und Organisationen deö Kampfes werden dadurch eine solche Zähigkeit und Festigkeit in ihrer Rinde erlangen, vor denen die unnatürlichen Tyrannen in Uniformen und weißer Halsbinde zum dürren Rohr werden, das der Wind zerknickt! DaS Wesen der Gewerksgenossenschaften und das Programm der sozialdemokratischen Partei soll unsere nächste Betrachtung werden. Politische Uebersicht. Fürst Bismarck,(der in den letzten Tagen sich wieder tüchtig mit Windthorst und Mallinckrodt herumkatzbalgte) hat sich am Freitag den Scherz gemacht, zu erklären, die Regierung gedenke die Elsäß-Lothringische Diktaturperiode nicht zu verlängern — falls der Reichstag es nicht anders wolle. Der Reichstag anders wollen! Der Reichstag überhaupt wollen! Aber den junkerlichen Wink mit dem Zaunpfahl wird der Reichstag ver- stehn, und den gewünschten Diktaturverlängerungsantrag hübsch pudelfromm— apportiren.— Bei dem Bericht über die Verwaltung von Elsaß-Lothringen im„Reichstage" that auch Bismarck seinen Mund zu einigen längeren Reden auf und erklärte bei dieser Gelegenheit, daß Elsaß- Lothringen„nicht auö Besitzsucht" annektirt worden sei, sondern nur,„um ein Bollwerk zu haben, hinter welchem die Angriffe Frankreichs abgewehrt werden können". Wenn Bismarck nicht selbst gesagt hätte, daß„man" im Reichstag politische Heuchelei treibt, so wäre diesem Ausspruch wohl irgend ein Werth beizulegen; so aber verdient er nur deßhalb Beachtung, weil alle die Phrasen uuserer annektionswüthigen Patrioten vom„Bruderstamm", der „befreit" werden mußte, von„urdeutschen Reichsprovinzen" und „Schmerzenskindern Germauias" von nun an unmöglich sind, nachdem Bismarck selbst erklärt hat, daß die„deutschbrüderliche Liebe" zu Elsaß-Lothringen nur iu absolut„militärischen Gründen" wurzelt.„Militärische Gründe" waren es also wohl auch, welche damals, als der AnncktionSdusel der ganzen Nation künstlich eingeimpft wurde, die„Jnternirung" Johann Jakoby's und deS Braunschweiger Ausschusses zu Lötzen nothwendig machten. Damals blies Bismarck mit vollen Backen in das Stroh- feuer des Annektionsdusels; heute löscht er es unbarmherzig aus. Jawohl, eines glauben wir dem preußischen Junker aufs Wort, nämlich, daß„man" politische Heuchelei treibt! — Der„höchste Zweck" des Reichs.„Das Gesetz, wie es die Kommission festgestellt, geht von dem großartigen Ge- danken aus, daß für die Zwecke der Kriegführung, für diesen höchsten Zweck des Reiches nöthigenfalls Alles zur Verfügung stehen soll und dem Kriegszweck Alles geopfert werden muß." Diesen klassischen Feldwebel- Katechismus hat nicht etwa der heilige Roon selbst zum Besten gegeben, sondern der Schwabe Hölder bei Berathung des Kriegsleistungsgesetzes im Reichstag. Das heißt man wieder einmal dunim ausgeplaudert und kostet den Reptilienfonds ein tüchtig Stück Geld, um den schlimmen Ein- druck solcher Worte bei den ängstlichen Spießbürgern zu verwischen, die lieber„hinten weit in der Türkei" die Völker auf einander schlagen sehen. Wer etwa glauben sollte, daß der Schwabe Hölder noch keine 4v Jahre alt sei, dem können wir mittheilen, daß Hölder zu unserem Bedauern schon in den Siebzigen steht, also unverbesserlich ist.— — Aus dem südlichen Spanien schreibt man dem„Hain- burger Correspondent", einem Organ der Bourgeoisie:„Seit Erklärung der Republik, heißt es, leben wir im reinen Zustande der Natur, d. h. weder Polizei, noch Gensdarmerie, noch Sol- daten erinnern uns an die Zivilisation. Wir haben hier nur „Freiwillige", selbst die Douaniers haben siw drücken müsien. Die Freiwilligen besorgen Alles, und zu ihrer Ehre muß man sagen, daß die Ordnung nie strenger gehandhabt wurde. Wenn sie einen Dieb abfassen, so führen sie ihn 4— 5 Stunden durch alle Straßen mit einem großen Zettel„Ladron" auf dem Rücken, dann prügeln sie ihn gehörig durch und liefern ihn im Gefängniß ab. Während hier sonst sehr viel gestohlen wird, gehört es unter der Re- publik zum guten Ton, nicht zu stehlen. Ich glaube nicht, daß eS hier zu Exzessen kommen wird, und selbst wenn es dazu käme, so würden solche doch immer nur gegen gewisse unliebsame Persönlichkeiten gerichtet sein, die sich in den letzten Jahren durch repressive Politik anrüchig gemacht haben, während wir Fremde, ohne alle Beziehung mit den verschiedenen Parteien und nur der Arbeit lebend, durchaus nichts zu besorgen brauchen. So gehen denn audj die Geschäfte flott, und es fällt Keinem von uns ein, die Boutique zu schließen.... Seit den 25 Jahren, die ich in diesem gelobten Lande wohne, habe ich stets gefunden, daß spanische Revolutionen aus der Ferne betrachtet viel grimmiger aussehen, als sie in Wirklichkeit sind— aber diesmal ist des Geschreies all- zuviel. Leider ist es so allgemein, daß man zu viel zu thun haben würde, wollte man alles dementiren. Da haben sie nun den großen coup ä'ötut in Madrid gehabt— kein Blut ist dabei ge- flössen und wie viel wäre vergossen worden, wenn das in Paris passirt wäre. Wir sind so zu sagen heute ganz unabhängig von der Central-Regierung und es ist doch nichts passirt, was nur einem Bierkrawall in Stuttgart oder Frankfurt ähnlich sähe. Man malt den Teufel überall schwärzer als er ist, und namentlich den spanischen Teufel. In Spanien muß man Achtung haben vor dem gemeinen Mann. Die Mittelklasse dagegen, die Leute, welche feine Röcke und Hüte tragen, sind keinen Schuß Pulver Werth. Dieses niederträchtigste Volk ist es, welches das Land dahin gebracht hat, wo es ist, und das jetzt seine Sünden büßt — aber doch nicht zur Einsicht kommt, noch kommen wird.... Es geht uns wie in Frankreich— für den Augenblick ist nur die Republik möglich, und wenn die Mittelklassen Verstand hätten, würden sie gemäßigte Republikaner wählen, damit die Republik eine Republik der Ordnung bleibe. Aber die Mittelklasse wird sich bei den Wahlen nicht betheiligen und zwar aus Furcht, und so werden die Wahlen überall sehr ruhig ablaufen, aber doch werden sie sehr viele exaltirte(!) Republikaner in die Cortes bringen, die der Regierung Opposition machen. Erst wenn es zu Kon- flikten gekommen ist zwischen Corte« und Regierung, erst dann werden die Empörer eine gewisse Chance haben, und zwar die Al- sonsisten. Denn Don Carlos hat durchaus keine Chance in Spanien — er mag in den Bergen der Grenze, in Catalonie«, Navarra und Guyzerga einige Anhänger um sich sammeln,— sowie er von den Bergen herabsteigt ins flache Land, ist es aus mit ihm. Namentlich der Süden wird nie etwas von Don Carlos wissen wollen. Diesen Prätendenten kann man ruhig in die Rumpelkammer legen; wenn er durch einen günstigen Zufall oder durch fremde Jnterven- tion auf den Thron gelangen sollte, so würde das nicht lange dauern, höchstens so lange, als die fremden Bajonette noch im Lande find." So der„Hamburger Correspondent", dessen Zeug- niß doppeltes Gewicht hat, weil es mit seinen Bourgeois-Nei- gungen und Anschauungen im Widerspruch steht. Daß es in der Republik zum guten Ton gehört, nicht zu stehlen, ist freilich nichts Neues, und erklärt den Haß unserer Ordnungsfreunde und Gesell- schaftsretter gegen die republikanische Staatsform zur Genüge. Und daß die Arbeiter speziell nicht stehlen— nun schon 1789 knüpften die Pariser Arbeiter Spitzbuben auf, und dasselbe geschah 1830 und 1848; und auch 1871 unter der Commune beschützten die Arbeiter das Eigenthum gegen die Spitzbuben, nur mit dem Unterschied von früheren Revolutionen, daß sie es nicht blos gegen die kleinen, sondern auch gegen die großen Spitzbuben be- schützten— ein Verbrechen, das die letzteren dem Proletariat noch nicht verziehen haben und auch niemals verzeihen werden. Es ist sonderbar: der Arbeiter, der in der Theorie das moderne „Privateigenthum" für„Diebstahl" hält, erklärte es bis jetzt bei allen Revolutionen iu der Praxis für„heilig"— und umgekehrt, die Herren Bourgeois, die das Privateigenthum in der Praxis ihren Mitmenschen wegstehlen, proklamiren es in der Theore als„heilig."— Genug, die spanischen Arbeiter sind keine Spitzbuben, und die„spanische Mittelklasse ist keinen Schuß Pulver werth"— sagt der„Hamburger Correspondent", dem wir's wohl glauben müsien, da er von seinen Freunden spricht.—_ Auf mehrfache an uuS gerichtete Anfragen, ob und wann ein Schiedsgericht zur Beilegung der zwischen den östreichischeu Partei- genossen auSgebrochencn Streitigkeiten zusammentreten wird, können wir leider keine bestimmte Auskunft geben. Auf eine in dieser Angelegenheit am 7. Mai an den Obmann des Vereins„Volks- stimme" gerichtete Zuschrift ist unbegreiflicherweise bis heute eine Antwort überhaupt noch nicht erfolgt. Bei dem regen Interesse, welches auch die nichtöstrcichischen Parteigenossen daran haben, daß der Streit möglichst bald entschieden wird, werden wir nicht verfehlen, darauf zurückzukommen, sobald überhaupt eine Aenßernng auf obenbezeichnete Zuschrift erfolgt sein wird. Die„Chemnitzer Nachrichten" fragen sehr naiv, auf Grund welcher gesetzlichen Bestimmungen Hepner ausgewiesen werden konnte, obwohl er Leipziger Bürger ist. Nun, wenn die Redaktion jenes Blattes wirklich so wenig mit den„Befugnissen" der Polizei bekannt ist, so sei ihr mitgetheilt, daß die Ausweisung auf Grund von§ 3 des FrcizügigkeitSgcsetzeö wegen„gemeinge- fährlichen Verhaltens" geschah. Daß das Leipziger Bürgerrecht Hepner'n nicht schützen konnte, bewiese eben die Ohnmacht der Kommunalbehörden und die Allmacht der Polizei, wenn wir nicht allen Grund hätten, zu vermuthen, daß auch die ehrsamen Väter der Stadt Leipzig es nicht ungern sehen, wenn„gemeingefährliche" Leute den Laufpaß bekommen. Der Versuch der„Chemnitzer Nach- richten", sich als„wirklich liberal" aufzuspielen, ist somit der Lächerlichkeit verfallen. Wohl möchten die Herren Liberalen die Diäten gern genieße» und zwar je höher je lieber; davon legt die Thatsache Zeugniß ab, daß sie im preußischen Abgeordnetenhause, für welches dae Dreiklassen-Wahlsystem bekanntlich existirt, unter Zustimmung dei Regierung den täglichen Diätcnsatz von drei Thlr. auf fünf Thlr erhöhten. Daß aber auch die Herren Conservativen keine Feinde � des Geldes sind— sintemalen es bekanntlich nicht riecht und die Aufopferung für das allgemeine Wohl nur Schwärmern eigen ist — hat eine andere, ebenfalls im preußischen Abgeordneter*.!; ause enthüllte Thatsache bewiesen. Danach haben nicht weniger als siebenundzwanzig conservative Abgeordnete, deren Führer mit sitt sicher Entrüstung die Erhöhung der Diäten bekämpften, Wochen- lang unentschuldigt in den Sitzungen des Hauses gefehlt und sich gleichwol gewissenhaft die Diäten für die Zeit ihrer Nichtanwesen heit aus der Staatskasse ausbezahlen lassen. Im Reichstag liegt!? Ein neues Partei blatt. Man theilt uns mit, daß näch- stens eine russisch-sozialistische Zeitschrift„Vorwärts"— die mit !deu Bakuuisten nichts zu schassen hat— erscheinen wird." „Die Zeitschrift wird— so heißt eS in der Ankündigung— iden gegenwärtigen Streitfragen in der Internationalen Arbeiter- z Assoziation gegenüber eine durchaus neutrale Haltung beobachten; sie kann dies um so mehr, als sich ihre Hauptwirksamkeit und Aufmerksamkeit auf Rußland und dessen Entwickelung richtet. Der Thätigkeit für die Entwickelung Rußlands sollen folgende Punkte als hauptsächliche Richtschnur dienen: Als Grundlage jeder politischen und ökonomischen Organisation wird die russische Land- gemeinde angenommen, deren Gesetzgebung und Venvaltung durch die Gemeindeversammlung gehandhabt wird. Der Grund und Boden, sowie überhaupt alle Arbeitsinstrumente sollen gemeinsames Eigenthum sein— die Arbeit soll ebenso eine gemeinsame fein und Jeder den Ertrag seiner Arbeit genießen. Für die nothwen- dige Bildung eines Jeden soll in ausreichender Weise gesorgt werden. Als Mittel zu diesem Zwecke wird nur die Initiative des Volkes selbst anerkannt, nicht aber irgend welche Handlung der Regierung und ebensowenig eine autoritäre, von einer Min- dcrheit bewerkstelligte Revolution. Die Hauptthätigkeit der Zeit- schrift wird daher eine aufklärende, propagandistische sein. Sie wendet sich an die der gebildeten Klasse angehörenden russischen Sozialisten, mit der Ermahnung, sich durch folide Bildung vor- zubereiten, ihre Tendenzen den Anschauungen deS Volkes anzupassen, demselben Vertrauen einzuflößen und daö Volk zum Bewußtsein seiner Rechte, seiner Pflichten und seiner Kraft zu bringen." Ohne eine blutige Revolution zu wünschen, doch aber gar nichts von der Regierung erwartend, wendet sich die Zeitschrift an ihre Leser mit den Worten:„Es gibt eine große Wahrscheinlichkeit, daß eine bessere Zukunft für Rußland nur auf dem Wege der Revo- lution erlangt wird. Niemcknd kann den Augenblick eine« solchen Entscheidungskampfes vorhersagen, aber er muß um so näher heran- rücken, je mehr die Zentralisation aller Funktionen der russischen Regierung an einem Orte und in denselben Händen eine vollstän- dige wird. Bereitet Euch zu diesem Augenblicke vor» indem Ihr Euren Verstand entwickelt und Euch praktische Erfahrungen und einen festen Charakter aneignet. Bereitet aber auch das Volk vor, indem ihr ihm seine wahren Interessen und Bedürfnisse erkläret, seine ewigen Rechte, seine strengen Pflichten, seine unbesiegbare Kraft vor Augen stellet. Und wenn die Zeit gekommen sein wird, so geht mit dem Volke zur Eroberung seiner Rechte, zur Erfüllung seiner Pflichten und zur Feststellung seiner Macht. Geht vorwärts, ohne darauf zu achten, was eS Euch und dem Vokke kdsten würde. Welches auch der Preis dieser Zukunft wäre, sie muß erobert werden." Die Zeitschrift erkennt ihre Solidarität mit den nationalen slavischen Parteien nur insofern an, als diese die Vertheidiguug der Interessen der Baueni- und Arbeiterklasse in ihrem Banner führen. Sie ruft den Polen zu:„Wer die Interessen der Bauern über �diesen igen des Adels stellt, ist unser Bruder und Bundes- genösse... die Vertheidigcr der Autorität des Adels und des Katholizismus sind unsere Feinde, weil sie vor Allein die Feinde des polnischen Volkes sind." indeß die Sache ein wenig anders. Hier gilt für die Wahlen das allgemeine Stimmrecht, das trotz beschränkter Presse und Versamm- luugsfreiheit die Wahl verruchter Sozialdemokraten möglich macht Vor diesen hat sich der Liberalismus im preußischen und in andern Abgeordnetenhäusern durch da« Ccnsuswahlspstem glücklich bewahrt. Dem Reichstag Diäten bewilligen, würde, nach feiner Ansicht wie nach der der Regierungen, die Wahl der mehr als die Pest ge- fürchteten Sozialdemokraten nur begünstigen. Dieser Anschauung widerspricht keineswegs die Thatsache, daß die Majorität sich jetzt für die Diäten erklärt; sie weiß recht gut, daß die Regierungen nicht darauf eingehen und es gilt wie gesagt einen Akt„politischer Heuchelei" zu vollziehen, denn die Wahlen stehen vor der Thür und die„Dummen" werden bekaunttich nicht alle. Wollte der Liberalismus ernsthaft das allgemeine Stimmrecht unverfälscht gewähren, dann hatte er schon das Mittel dazu; er" durfte eiufach, als es sich um Feststellung der Verfassung handelte, dieselbe nicht genehmigen, ohne daß darin die Diäten Aufnahme fanden. Statt dessen wurde im Norddeutschen Reichstag bei der Berathung der Reichsverfassung ein diesbezüglicher Antrag mit immenser Majorität abgelehnt«nd demselben Beispiel folgten die in der Mehrheit aus Liberalen zusammengesetzten Kammern in Baiern, Württemberg, Baden und Hessen. So ward daö Muster von„Norddeutscher Bundesverfassung" glücklich die„Deutsche Reichsverfassung". Als dann in der ersten Session des Deutschen Reichstags bei der redaktionellen Feststellung der Verfassung der Antrag auf Diäten aufs Neu: gestellt wurde, lehnte ihn abermals die große Majorität aus sogenannten Opportunitätsrücksichten ab. So ließ der Liberalismus die einzigen Gelegenheiten, wo er wirk- lich eine Macht in Händen hatte, absichtlich unbenutzt vorüber- gehen. Beschließt er jetzt dennoch alle Jahre die Einführung der Diäten, so weiß er, daß die Regierungen sie nicht bewilligen wer- den und er kein Mittel hat, sie durchzusetzen. Oder sollte es dennoch ein Mittel geben, sie zu erlangen? Un- serer Meinung nach Ja; aber dessen Anwendung muthe man nur nicht unsen; Liberalen zu. Dieses Mittel heißt— Strike. Erklärte die Majorität des Reichstags den Regierungen:„wenn ihr uns nicht Diäten bewilligt, gehe» wir einfach nach Hause!" und entschlösse sie sich auch, eine solche Drohung rücksichtslos auszu- führen>— das Mittel würde helfen. Aber gerechter Himmel, wa« für ein schlechtes Beispiel würde das fiir die Arbeiter geben, wenn der hochausehnlichc Deutsche Reichstag mit seine» Doktoren, Pro fessoren, Advokaten, Fabrikanten, Kaufleuten und Gutsbesitzern— einige ehrwürdige Diener Gottes nicht zu vergessen— plötzlich Strike machte? er, der eben daran ist, das Koalitionsrecht der Arbeiter durch Ausnahmegesetze zu vernichten! Es wäre ein Bild! f Der deutsche Reichstag und die Diäteusrage. Herr Schulze v. D. halte, wie schon ftiiher, auch in der dies- maligen Reichstagsscssion einen Antrag auf Bewilligung von Diäten eingebracht und die liberale Mehrheit des Reichstags denselben angenommen. Natürlich bleibt der Beschluß Makulatur und wandert wie so viele andere Beschlüsse des Reichstags in den Pa- pierkorb des BundeSraths; denn ohne die Zustimmung des letzteren wird kein Antrag deS Reichstags Gesetz und in dem vorliegenden Falle bedarf der Antrag sogar einer Zweidrittel-Majorität des Bun- desraths, da es sich um eine Verfassungsänderung handelt. Im Grunde genommen ist eS der liberalen Majorität deS Reichstags mit dem Antrag selbst nicht Ernst; er gehört einfach in die Kategorie jener kleinen„politischen Heucheleien", die man sich zeitweilig erlaubt, um„Dumme" zu fangen. Ein solches Experi- mentchen ist jetzt doppelt nöthig, wo die Neuwahlen vor der Thüre stehen und die Herren Liberalen wenigstens den Schein retten möchten, um in den Augen beschränkter Wähler einen Heiligenschein zu erlangen und bei der nächsten Wahl wiederum ihre Stimmen davon zu tragen. Das ist de« Pudels Kern. zum Malen, ein Schauspiel für Götter, aber— eS wird nicht geschehen. Ja, wenn die verwünschten Sozialdemokraten nicht wären, dann könnte man es schon riskiren, aber dann— wäre es auch nicht nöthig, denn gerade um dieser willen ist die Diäteu- losigkeit eingeführt worden. Einstweilen wird also alles hübsch beim Alten bleiben; wird aber unserer Bourgeoisie das Umsonstarbeiten für deS„Vaterlandes Wohl" zu ungcmüthlich, dann wird der Weg und das Mittel der Verständigung mit den Regierungen nicht schwer zu finden sein Die Diäten werden an- und das allgemeine Stimmrecht abgc- schafft, und beiden Theilen ist geholfen. Die deutschen Arbeiter werden dann aber hoffentlich auch ein Wörtchen mithineinreden Vorläufig haben sie daö nach anderer Richtung hin zu thun; sie haben sich, trotz der Diäteulosigkeit, mit aller Macht für die näch' sten Rcichstagswahlen zu rüsten und zum Kampfe vorzubebeiten. Die Diäteulosigkeit ist für die Arbeiterpartei kein Hinderniß. Die Arbeiterpartei, die in Deutschland fast ein Dutzend Preßorgane unterhält, die großartigsten Summen für die Agitation, die politisch Gemaßregelten, Dutzende von Preßprozessen und die verschie densten Arbeitseinstellungen zusammengebracht hat, wird auch mit Leichtigkeit die Mittel aufbringen, um zehn oder zwölf Abgeordnete — und sollten es mehr sei», um so besser— in Berlin erhalten zn können. Für sie ist die Diätenlosigkeit des Reichstags- kein Abschreckungsmittel; das sollen die nächsten Wahlen beweisen! Die Arbeiterpartei wird kämpfen und siegen und das meuc rneue tekel upliai-sin*) ihrer Vertreter soll den Vertretern der Herr- schenden Klasse in die Ohren gellen, daß für sie die ledergcpolster- ten curulischen Sessel des Reichstags zu glühenden Kohleirpfaunen ÜÜÜ!:_ d üftu •)„Gezählt, bestimmt, gewogen, gctheilt!" Die Worte, welche nach der Bibel eine Geisterhand für den Köuig Belsazar al« Änkündigung sei- nes Untergangs in Flammcnschrist an die Wand schrieb. Gewerksgenossenschaftliches. i Aufforderung. Von verschiedenen Seiten und öfters sind bei UnterzeichneteiN Klagen darüber eingelaufen, daß Parteigenossen, welche die Grün- dung von Mitgliedschaften unserer Gewerkschaften beabsichtigten, erst nach mehrmaligem zeitraubenden Schreiben das Gründung«" Material, Statuten, Karten ic. von den betreffenden Vororts«»' waltungen erhalten konnten, noch öfter aber nicht einmal die Adreist derselben wußten. Sämisttlichc GcwerkschaftSverwaltungen werde» deshalb dringend aufgefordert, mindestens allmonatlich einmal Adresse des Vorsitzenden oder der Personen im„Volksstaat" Z» annoncircn, durch welche das Gründungsmaterial zu beziehen ist* Hamburg. Th. Yorck, Erste Vorsetzen, Hof 13. Internationale Gewerkschaft der Schuhmacher. Nürnberg. 18. Mai. In der am 7. d. Mls. stattgehabte» allgemeinen Schuhmacher-Bersammlung der Meister und Gehilse» 'war„die Bewegung der Gehilfen und der Meisterkongreß>» Leipzig" als erster,„das Eiubrinzwescn" als zweiter Punkt a»! die Tagesordnung gesetzt. Tie Referenten behandelten die von einem Standpunkt aus, der eine Einwendung von gegnerisch� Seite nicht zuließ. Die Versammlung war sehr zahlreich besuche jet Ir. ld< ne i? -s- iti ttj n- ich n- as >!- \t in Ct.: ite 1«' 'g tzt en itt ür ht er xert a schwächer als von den Arbeitern, obwol beide itjj SVHtint wM Piakate eingeladen waren. Sie erklärte sich nach ae einer Abfrage mit allen Stimmen competent zum endgültigem Beschluß, hauptsächlich betreffs des Einbringweiens(Arbeitsvermitt- lung), indem dasselbe gemeinschaftlich gehandhabt werden soll. Die Versammlung beschloß betreffs des ersten Punktes Einführung der ILstündigen Arbe.tszeit und Abschaffung der Sonntagsarbeit. Betreffs des zweiten Punktes: die Arbeitsvermittlung gemein- schaftlich zu handhaben, so daß die Eontrole darüber von den Verwaltungen der beiden Gewerkvereine zu führen ist. Beide Punkte wurden einstimmig angenommen. Als Arbeitsvermittlcr wurde Friedrich Grönn mit allen gegen eine Stimme gewählt. Zum Lokal wurde das Gasthaus zum„grünen Stern" am weißen Thurm, wo auch znreisendc Kollegen übernachten können, bestimmt. Die Zeit der Arbeitsvernnttlnng ist Montags und Dienstags von 9 bis 12 Uhr, die übrige Zeit in der Wohnung, Schmausen- gaffe Nr. 1612. Wir ersuchen alle Kollegen, diese beiden Bc- schlüffe zu beachten; es ist die Hauptaufgabe eines Jeden, zur Regelung und Hebung des Geschäftes seinen Theil beizutragen. K. Rietschel, Bevollmächtigter. Vordere Ledergaffe Nr. 30, alt 267. Wir warnen unsere Kollegen vor Michael Bothmer aus Bah- reuth. Derselbe hat als Einkasfirer die einkassirten Gelder nicht abgeliefert und ist damit abgereist. Wer uns seine Adresse mit- theileu kann, wird gebeten, dieses zu thun. Gewerkschaft der Holzarbeiter. Kamönrg, 18. Mai. Unsere Gewerkschaft nimmt einen guten Fortgang; mit jedem Quartal wächst die Zahl der Mitgliedschaften. ES ist eines jeden Gewerksgenossen Pflicht, zu agitiren, soviel in seinen Kräften steht. Die Vertrauensmänner müssen an den Orten, Ivo noch Fachvereine bestehen, dieselben zum Anschluß an die Ge- werkschaft zu bewegen suchen. Die Fachvereine stehen isolirt da und können eS zu keinem Ziele bringen, im Gegentheil durch ihre unvorsichtigen Strikes kommen sie noch zurück, indem gewöhnlich zu viele die Arbeit einstellen und wegen Mangel an Unterstützung sowie Organisation unterliegen. Aber mit der Agitation ist noch nicht alles gethan; auch dem Vereinsstatut muß Genüge geleistet werden mit Einschickung der Parteisteuern an die Hauptkasse. Der Vorwurf der Nachlässigkeit ist hauptsächlich Leipzig zu machen. Wir mußten z. B. den Herrn Kassenbeamten erst eine telegraphische Depesche schicken, damit wir eine Abrechnung erhielten; den Todten- schein behielten sie auch; die Abrechmiug hätte schon am IS. April laut Statut eingeschickt werden müssen, gerade einen Monat früher. Auf diese Art mag der Teufel Kasse rcvidiren. Möchten doch die Herren etwas besser nach nach der Organisation sehen. Denn wenn wir agitiren und die alten Mitgliedschaften schicken so unregel- mäßig ihre Beiträge ein, so geht Alles wieder zu Grunde. Auch Berlin glänzte durch die Abwesenheit seiner Abrechnung. Ich hoffe, daß diese wenigen Zeilen bei den Gewerksgenossen genügen, damit bei den nächsten Quartal solche Ucbelstände nicht mehr vorkommen. Mit sozialdemokratischem Gruß. Friedrich Lenz, Revisor der Hauptkasse. Allgemeiner deutscher Sattlerverein. Stuttgart. Unserem Bericht vor 14 Tagen im„Volksstaat" betreffs der Forderungen, die wir an die Prinzipale gestellt haben, müssen wir leider hinzufiigen, daß unsere Arbeitgeber nicht Willens sind, unsere Forderungen zu bewilligen, und den Normalarbeitstag von 10 Stunden� ganz und gar abgelehnt haben. Was 25 Proz. Vergütung für Feierabendarbeit und Abschaffung von Kost und LogiS anbelangt, sind die Arbeitgeber mit einverstanden. Da wir aber einstimmig auf unserer Forderung, dem Normalarbeitstag, beharren, so ist der allgemeine Strike hierorts ausgebrochen. Wir bitten deßhalb dringend, den Zuzug von hier fern zu halten, und uns nach Kräften unterstützen zu wollen. Briefe und Gelder sind zu richten an Storz, Hermannsstraße 6, Stuttgart. Das Strike-Komitv. Internationale Metallarbeiter-Gcwerkschaft. Für die' Generalversammlung sind noch folgende Anträge ge- stellt: Werd au: die Gewerkschaft solle dahin arbeiten, daß Produk- tivgenossenschaften gegründet würden; die Generalversammlung soll berathcn, wie dieses am leichtesten und zweckmäßigsten zu bewerk- stelligei sei. NegenSbnrg: den§ 31 dahin abzuändern: daß fernerhin die unverheiratheten Mitglieder gleiche Rechte genießen. Grund- sah:„Gleiche Pflichten gleiche Rechte." Crimmitzschan: die Krankenkasse so zu organisiren, wie die Gewerkschaft; so daß dieselbe eine allgemeine wird. Für den Ausschuß: G. Schubert. Correspondenzen. Zlresden. Der hiesige„Bolksbotc" unterzieht sich einer recht Nützlichen Arbeit, indem er Tag für Tag den Dresdenern nach- weist, wie dumm ihre hiesigen Bourgeoisblätter redigirt werden. So entdeckte er jüngst in den hiesigen„Nachrichten", die uns sonst die„Aus»tzcrci" vorwarfen, folgenden WohnungSnothschrei- Artikel:„Welche gewaltige Wirkungen, die„WohnungSnoth" im Allgemeinen hervorruft, haben wir„guten Dresdner" bisher noch nicht vollkommen empfunden. Hier baut man noch keine Baracken, nm sich schützendes Obdach zu verschaffen mit den Seinen, hier vpfert man lieber das Letzte: man zerreißt das glückliche Familien- leben, giebt eins von seinen Kindern auf„die Ziehe", ein anderes Zur„Großmutter", ein drittes läßt man„an Kiudesstatt" annehmen; sin viertes(denn arme Leute, welche ein Logis von 30 bis 50 Thlr. Jährlich reell bezahlen können, sind nicht immer„kinderlose Beamte" u. s. w.) und ein fünftes, weil es die kleinsten, der Hilfe am Uleistcn bedürftigsten sind, behält die arme sorgende Mutter bei stch, und wohnt, der vollständigsten Unbeguemlichkeit preisgegeben, im Gasthause mit ihrem Manne. Man ist zufrieden, für schweres Geld„einen Stall" einnehmen zu dürfen, bis bie Wohlfahrtspolizei(!) ihr Veto einlegt. Der Mann arbeitet von früh 6 bis Abend« 7 Uhr für 4'/- Thlr.(Hört! Hört!) Wochenlohn im Durchschnitt; um ein Logis zu finden, ver- säumt er durch Gänge, welche seine Frau der kleinen hilflosen Kinder halber nicht immer besorgen kann, manchen halben und �nzen Tag seiner Arbeitszeit, er verdient sich dadurch nicht allein «as Mißfallen seines Arbeitgebers,(vortreffliche Charakte- �fftik! Dem Sclavenhalter„mißfällt" eS, wenn der Sclave einen Zu seiner Existenz nothwendigen Gang besorgt), sondern auch— ktnig Lohn. Also muß er der WohnungSnoth halber schon mit den Seinen kümmerlich leben, denn er verdient nicht mehr soviel, um alle„Bemmchen" für die Kinder mit Fett, Butter oder irgend einem nährenden Bestandtheil autstatten zu 'onncn. Die Frau ist geduldig, eine gute Seele, aber� der Mann — der Stärkere— er ist schwach, er seyt sich die unverdiente Noch der Seinen, der ganz unschuldigen Kinderchen in den Kopf, ihm schwebt z. B. stets vor Augen: nächsten 1. Mai mußt du ziehen, sonst wirst du von Gerichtswegen auf die Straße gesetzt; er zieht nun vor, seinen Beutel zu ziehen, er nimmt den letzten „Sechser" und„kooft sich Eenen", wie man im gewöhnlichen Leben zu sagen pflegt. Besitzt er nun zufällig ein reizbares Tem- perament, so ist eS kein Wunder, wenn derselbe sogar mit den Organen der Aufsichtsbehörde in Conflict geräth und dadurch immer wieder seiner Familie diejenige Ehre, Geld und häusliches Glück entzieht, welches Alles ihr gebührt. Die Kinder, welche anfangen Verstand zu entwickeln, gewöhnen sich an harte Worte, welche„die Grauheit" hervorgezaubert hat, und was wird aus ihnen?! Die Frau, die geduldige, die lammfromme Seele, sie fällt in Lethargie, sie wird gleichgiltig gegen ihren Mann, sie wird nachlässig, sie hört auf, ein liebendes verzeihendes Weib zu sein." Dieser Jammerschrei hindert aber die„Nachrichten" nicht, gleich darauf wieder auf die„Hetzer" zu schimpfen. Zwickau. Auch bei uns hat das„Schwurgericht" nun sein Möglichstes gethan, um sich zu diskreditiren. DaS gutsherrliche Ehepaar Göpfert aus Niederhohndorf war in der letzten Sitzung — wie daö hiesige„Tageblatt" meldet— angeklagt eines„Verbrechens der scheußlichsten und niederträchtigsten Art, welches nur der roheste und gefühlloseste Mensch zu begehen im Stande ist", und„wie es wohl selten oder gar nicht bei den Wilden vor- kommt". Die Angeklagten, die in den letzten Jahren 14 Dienst- boten wcggeprügelt hatten, haben nämlich jüngst ein 18jährigeS Dienstmädchen, Namens Kühn, so gewaltsam und unnatürlich im unglaublichsten Sinn des Wortes„zerschlagen", daß dasselbe an den Folgen der unbeschreiblichen grauenhaften Mißhandlnngen— zumal ohne alle und jede Pflege gelassen— starb. Die angeklagte Göpfert selbst erklärte:„Ja, wir sind an dem Tode schuld." Und die Gerichtsärzte gaben ihr Gutachten dahin ab:„Es sei mit Be- stimmtheit anzunehmen, daß der Tod der Kühn in Folge Phämie (Blutoergiftung) eingetreten und mit größter Wahrscheinlichkeit anzunehmen, daß diese durch grobe Vernachlässigung herbeigeführt worden sei, zumal eine� andere Entstehungsart derselben im vor- liegenden Falle ausgeschlossen sei."— Zahllose Zeugen bestätigten den Inhalt der Anklage. Die veno. Gebhard z. B. gab (nach dem„Tageblatt") an, daß an jenem Tage, wo beide Ehe- leute die Magd auf dem Felde geprügelt, einem bei dem Jammer» und Winden der Letzteren daö Herz weh gethan habe. Göpfert habe die hinkende Kühn vor sich hergetrieben und gemißhandelt, ihr auch zugerufen:„Luder verfluchtes, ich schlag' Dich todt, wenn Du nein(in's Haus) kommst."— Gutsbesitzer Gebhard erzählte, „daß er an dem Abende, bevor die Kühn die Nacht über im Freien geblieben, in der sechsten Stunde Göpfert geholfen habe, die Kühe einzutreiben. Die Magd habe er nicht gesehen. Göpfert habe desperat gesagt:„Meinetwegen mag sie liegen, wo sie will!"— Uebrigens versicherten die Zeugen übereinstimmend,„es sei im ganzen Dorf bekannt, daß Göpferts ihr Gesinde schlecht behandelt hätten." Und die Geschwornen? Nun sie bejahten die wegen vorsätz- licher Hilfloslassnng einer Kranken beziehentlich beider Angeklagten gestellten Schuldfragen, verneinten dagegen die Fragen, ob durch diese HilfloSlassung der Tod der Kühn herbeigeführt worden sei. Das Erkenntniß des Schwurgerichts lautete auf je zwei Jahre Gefängniß und Tragung der Kosten zu zwei Dritttheilen. Wie wäre wohl der Urtheilsspruch ausgefallen, wenn umgekehrt ein Arbeiter seinen Gutsherrn zu Tode geprügelt und die Gerichts- ärzte(wie hier) ausgesagt hätten, daß eine andere Entstehungsart des TodeS als durch Hilfloslassung„ausgeschlossen" sei? Ob statt der zweijährigen Gefängnißstrafe nicht eine zwanzigjährige Zuchthausstrafe erfolgt wäre? (Nachbemerkung der Redaction. Der Gerichtshof ist bekannt- lich an den Ausspruch der Geschwornen gebunden, konnte also im vorliegenden Falle dem auf Tödtung lautenden Theil der Anklage nicht Folge geben. Unerklärlich ist nur, daß keine Anklage wegen vorsätzlicher Mißhandlung und Körperverletzung erhoben worden sein sollte; aus dem Bericht des„Zwickauer Tageblatt" wenigstens ist von einer solchen Anklage nichts zu ersehen.) Weimar. Agitationsbericht. Wenn bisher in Thüringen die Ausbreitung der Partei langsam von Statten zu gehen schien, hat uns die letzte Zeit gezeigt, daß unsere Ideen überall Eingang finden und daß auch in Thüringen der Boden ein günstiger ist. Neue Mitgliedschaften haben sich gebildet, die bestehenden sind in, Wachsen und auf gewerksgenossenschaftlichcm Gebiete sind Erfolge zu verzeichnen. In Gotha ist es den Bemühungen der Partei- genossen Bock und vr. Sy gelungen, nicht nur die Zahl der Parteimitglieder zu vergrößern, sondern auch Mitgliedschaften der Gewerkschaften der Schuhmacher und Schneider ins Leben zu rufen. In Erfurt hat die Rührigkeit Jmhos's und die unermüdliche Thätigkeit des Vertrauensmanns Reinecke eine 200 Mann zäh- lende Parteimitgliedschaft zu Staude gebracht und erhalten; die Genossenschaft der Holzarbeiter hat hier ihre zahlreichste Mitglied- schaft von über 700 Mann. Die Mitgliedschaft in Apolda vermehrt sich, trotz der schmutzigen Argriffe der Gegner, und die Agitation durch Ufert und Bock hat daselbst eine Mitgliedschaft der Gewerkschaft der Schuhmacher hervorgerufen. Nachdem in Dornburg durch das Parteimitglied Schulz.der Sozialdemo- kratie Boden gewonnen worden, sind durch Ufert und kürzlich durch Jmhof sowohl da, als in Stadt-Bllrgel Versammlungen abgehalten worden, die zur Gründung von Mitgliedschaften der Manufaktur- und Handarbeitcrgenossenschaft führten. Auch in dem Dorfe Wilsdorf bei Dornburg, wo Jmhof am 11. d. M. auftrat, hat sich der Boden für �ie Sozialdemokratie als sehr günstig erwiesen. Berka a. Ilm, woselbst Reichelt bei Gelegen- heit der Reichstagswahl zum ersten Male sprach, und wo später Ufert, Kettcl, Schräder und Hansgen und Andere von Wei- mar aus durch Versammlungen und häufigen geselligen Verkehr wirkten, besitzt eine Mitgliedschaft der Partei und der Gewerkschaft der Holzarbeiter. In Blankeuhah» haben wir ebenfalls Boden gewonnen, trotzdem sowohl dort als in Berka die Gegner es an Verdächtigungen und Hindernissen aller Art es nicht fehlen lasien. In Remda, wo Reichelt zweimal Versammlungen abhielt und auf einer Agitationsrcise auch Bock von Gotha sprach, bestcht eine tüchtige und eifrige Parteimitgliedschaft unter Leitung zweier thätiger Parteigenossen, Martin und Lorbeer. Königsce wo das Schuhmachergewerbe stark vertreten ist, ist durch eine durch Bock in Gotha ausgeftihrte Agitation gewonnen worden; eine Mitgliedschaft der Schnhmachergewerkschaft von ca. 50 Mann hat sich dort gebildet. Saalfeld ist durch die Thätig- keit der Parteigenossen K-lln-r und Jacobs gewonnen worden; eö besteht dort eine Parteimitgliedschaft. Pößneck, wo in wenigen Wocken die Laudeöversammlung der Thür.nger Parteigenossen statisindet, hat in Fol.e ungünstiger Geschäftsverhältnisse, Aus- Wanderung tüchtiger Mitglieder und Maßregelungen der Arbeit- eber zu leiden gehabt; doch hält der Kern der Arbeiter fest und at auch hier Erfolge zu verzeichnen. Im Neustädtcr Kreise nahmen die schon bestehenden Mitglied- schaften in Neustadt und Münchenbernsdorf guten Fortgang; in Weida ist durch die Thätigkeit von Eh. Fr. Künzel ein Ver- ein gegründet worden, der sich dem Thüringer AgitationSverbande anschließt; Stuma, wo K. Habelitz thätig, wird auf der Landes- Versammlung ebenfalls vertreten sein. Daß die ländliche Bevöl- kerung im Neustädtcr Kreise unserer Bewegung günstig, das hat die Betheiligung dieser bei der letzten Reichstagswahl zu Gunsten Liebknechts gezeigt. In Langensalza und Mühlhausen(wo Schuhmacher Hei- mann Vertrauensmann ist) sind durch Bock Mitgliedschaften der Schnhmachergewerkschaft gegründet worden. In Eisenach, wo im Januar Tjorck, später Ufert und Bock Versammlungen abge- halten, besteht neben der Genossenschaft der Holzarbeiter ein sozial- demokratischer Volksverein; in neuerer Zeit hat sich auch dort eine Mitgliedschaft der Schuhmacher gebildet. Ruhla, wo Parteige- nosse Rudel wirkt und wo Bock im März gesprochen, ist für uns gewonnen; in Arnstadt, wo Jmhof, Ufert und Bock wiederholt Versammlungen abgehalten, ist ebenfalls eine Mitglied- schaft der Schuhmachcrgeuossenschaft ins Leben gerufen worden und der Boden für die Partei günstig. Vom Thüringer Wald sind aus Arbeiterkreisen Aufforderungen zur Abhaltung von Versamm- lungen an das Agitations Comite ergangen, die baldigst Berück- sichtignng finden werden. So wird Ufert in Ruhla und Stein- bach demnächst sprechen. Ueberall ist die Stimmung gut, Erfolge sind errungen; viel aber bleibt noch zu thun. Die bisherige Opferwilligkeit der Partei- genossen muß sich weiter bethätigen, ja sie muß eine noch größere werden, worin etwas Tüchtiges erreicht werden soll.— Daß unsere Gegner wüthend sind, und gleichzeitig voller Angst, beweisen am besten die zahlreichen Angriffe in der Presse, der offiziellen und offiziösen, von der„Weimar. Ztg." herab bis zu den kleinen Win- kelblättern der einzelnen Orte, die an Verdächtigungen, Entstcl- lungen und schmutzigen persönlichen Angriffen daö Mögliche leisten, durch das geistlose Schimpfen aber nur für uns arbeiten. Die größere Ausbreitung des„Volksstaat" in ganz Thü- ringen zeigt unwiderleglich, daß die Partei Fortschritte gemacht hat. In Hinsicht auf die bevorstehenden Reichstagswahlen muß die Thätigkeit und Opferwilligkeit der Parteigenossen, der wir die erzielten Erfolge verdanken, sich aber verdoppeln. Das AgitationS-Eomitv für Thüringen. ZZerkin. Zur Geschichte der Presse. Es bringen die Zeituu- gen die Mittheilung, daß gelegentlich des am 7. Mai stattgefun- denen 25jährigen Kladderadatsch-JubiläumS der Verleger, Herr A. Hoffmann, mit diversen Generositäten sich hervorgethan hat und nun sich lobhudeln läßt.(So sind„in Anerkennung der großen Verdienste seitens der Redakteure und der resp. Mitarbeiter mit sämmtlichen Betheiligten neue Contrakte, bereits vom 1. Januar d. I. beginnend, geschloffen, in welchen denselben nicht nur weseut- lich höhere Honorare, sondern auch ein Gewinn-Antheil für die Dauer des Bestehens des Blattes zugesprochen ist. Außerdem hat Herr A. Hoffmann für die verflossene Zeit den Betheiligten die Summe von 20,000 Thlr. überwiesen, sowie der Wittwe deS Herrn Kalisch einen Ehrensold von 10,000 Thlr. ausgesetzt.") Da ich zufällig einen Blick hinter die Coulissen werfen konnte, so ver- nehmen Sie Folgendes: Als Kalisch starb, verlangten die Hinterbliebenen Gelehrten und Zeichner von ihrem Chef und Arbeitgeber eine namhafte Pension für die Wittwe. Da diese Forderung abgewiesen wurde, waren Löwenstein(Schwager von Hoffmann), Dohm und Scholz nicht wenig entrüstet und sannen auf Strike. Es fand sich sofort nicht nur einer, sondern mehrere Buchhändler, um Hoffmann zu er- setzen; indeß die Hauptsache war, daß das nöthige Kapital da war. Freund Scholz, der anfangs Bedenken trug, wurde durch das vor- handene Betriebsgeld umgestimmt, und so stürmte das Kleeblatt ans den hartnäckigen Besitzer wohlbewafsnet mit dem abgekarteten sozialdemokratischen Umsturzplan ein. Dabei stellte sich auch schließ- lich heraus, daß echt kollegialisch nach den von ihm so oft traktirten Sprüchen, der selige Kalisch schon für sich, ohne den Andern etwas zu sagen, gesorgt und(extra? oder Sumuiarum mit dem bisherigen Bezug?) 5000 Thlr. jährlich bezogen hatte. Wie lange schon vor- ber, weiß ich nicht, vielleicht weiß sein Biograph und Nekrologist, Herr I)r. Max Ring, dies besser. So die Pistole auf die Brust, erklärte der Herr Hoffmann— wohlgemerkt die Sache spielt in Oktober, November oder Dezember vorigen Jahres— daß seine stürmenden Freunde ihn um eine große Freude gebracht hätten, da er sie mit Bewilligung ihrer Förderungen an dem Jubiläumstage überraschen wollte. Nach die- sein verschämten Geständniß des Fabrikherrn erfolgte natürlich herz- liches Einverständniß und notarielle Festsetzung, daß jeder der Mit- arbeiter nicht nur vom 1. Januar 1873 an 5000 Thlr. jährliches Honorar erhalte, sondern auch den Erben, so lange als der Kladderadatsch überhaupt besteht, eine Tantieme als Revenue, also gewissermaßen als Mittheilhaben, verbleibt. In den Zeitungsmitlheilungen heißt es nun, daß dieses wegen deS Jubiläums geschehen ist— allein das ist Heuchelei. Das Ganze ist ein lehrreiches Beispiel, wie die Herren Gelehrten deS Kladderadatsch, die sonst über die Arbeiter und ihre Bestrebungen spotteten, nicht anders vorgehen wie diese— nur mit dem Unter- schied, daß ihnen Wenigen, als Autorität zugleich, gelang, wa« für die Masse noch weite Zukunft ist. So, Parteigenossen, können Sic sich die Moral von der Ge- schichte ziehen und fragen: Wo bleiben die Setzer, Drucker»c.? Wertin. 20. Mai. Die letzten Versammlungen sind ohne nennenswerthe Störungen verlaufen. Unsre Mitglieder waren und werden ans dem Platze sein. Resultat: 23 neue Einzeich- nungen. Nur so weiter; keine Gewalt bezwingt die Wahrheit. Das Agitations-Comits. Königsberg, 16. Mai. Herr Oberpräsident von Horn scheint nicht wenig in Nöthen zu sein und zu fürchten, der ganze Staat möchte ans dem Leim gehen. Also machte er sich auf und richtete einen Schreibebrief an alle Magistrate der kleinen Städte, worin er die dringende Mahnung erließ, man möge ja ans der Hut sein vor dem sozialdemokratischen Agitator Eckstein, sintemal derselbe ein„sehr gefährlicher" Mensch und schon als Unteroffizier bestraft worden sei. Ja, so ein Sozialdemokrat, der sprechen kann und obendrein als Unteroffizier schon bestraft worden, ist ein„gefähr- liches" Individuum; daö kann man in Königsberg nicht blos vom Nachtwächter, sondern auch vom Oberpräsidenten hören. Wen» aber„ein sehr wohlthätiger und reicher Banquier" unter höchst be- denklichen staatsanwaltlichen Umständen Bankerott macht, wenn ein „großer" Cigarrensabrikant, der nur Mädchen beschäftigt, diese armen Dinger rottcnweise dem Theater überliefert, damit den Herren Studiosen und anderen„Sachverständigen" ein Gaudium bereitet wird, wenn Jemand, der lange Zeit wegen Unterschlagungen und sonstiger gemeinen Verbrechen gesessen, mit dem Titel„Eommer- zienrath" und„Hoflieferant" einherstolzirt— da mag sich wohl der Nachtwächter Gedanken darüber machen, aber er schweigt, während der Herr Oberpräsident dem„bestraften Unteroffizier" seine besondere Gewogenheit schenkt und die feile Presse denselben mit allen möglichen Schmähungen überschüttet. Königsberg liegt eben— in Preußen! ßötn, 8. Mai. In der gestrigen öffentlichen Versammlung hielt Hr. Schuhmacher über„Cultur und Religion" einen Vor- trag, welchen er durch Citate aus den Werken der hervorragendsten Gelehrten unterstützte. ES wies namentlich darauf hin, daß im Alterthume die Religion mit dem Staatswesen eng verbunden, die verschiedenen Rcligionssysteme mit einander verwandt und ein jcdcS derselben nichts anderes, als eine Reform der vorhergehenden ge- wesen, besprach hauptsächlich die cnlturhistorische und religiöse Ent- Wickelung der Aegypter, Perser und �ndier, sowie der Griechen und Rönicr, und ging zur Erläuterung deS Christenthums und der aus demselben hervorgegangenen Reform über. Die Priester- schaft aller Nationen und Religionen habe stets dafür gesorgt, daß ihre heiligen Schriften, die unleugbar mancherlei philosophische Wahrheiten enthielten, der Kritik des Volkes vorenthalten blieben, um dessen Unwissenheit um so leichter ausbeuten zu können; man habe daher stets mit Recht die Erfindung der Bnchdruckerkunst eine neue Aera genannt, bis zu welcher der Despotismus seine höchste Vollkommenheit erreicht habe, seit welcher aber die Frei- heit ihrer Vollkommenheit unaufhaltsam näher rücke. InSbe- sondere müsse die religiöse Toleranz Hochgehalten werden, weil sie die eigentliche Entwickelung und Verbreitung der freiheitlichen Ideen ermögliche; ebenso sei dazu auch die Trennung der Kirche von Staat und Schule erforderlich.— Discussionen seitens verschiedener Redner- bildeten den Schluß der zahlreich besuchten Ver- sammlung. Es scheint, daß angesichts der immer reger werdenden Bewegung alle möglichen Anstrengungen gemacht werden, uns bei den hiesigen Wirthen als staatsgesährlich zu verdächtigen: so sehen wir uns in Folge der seitens des Eigcnthümers des von uns seit mehreren Jahren benutzten Lokales gestern erfolgten Kündigung veranlaßt, unser Banner in ein anderes Asyl überzusiedeln. DaS sind wir jedoch gewiß, daß solches Trachten unsere Mitgliedschaft nicht zur Fahnenflucht bewegen, sondern nur stählen und ver- mehren wird! ßrefeld, 12. Mai. Nachdem es mir gelungen, hierorts Arbeit zu bekommen, setzten wir sofort die Agitation ins Werk. Am 5, d. M. fand die erste von unserm Vertrauensmann I. Klink- Hammer einberufene Volksversammlung in den Räumen der Bork- Halle statt. Jos. Sauren und Unterzeichneter referirten über die aus der Tagesordnung stehenden Punkte zu Allgemeiner Befriedi- gung.— Die zweite Volksversammlung wurde Sonntag, den 11. Vormittags 11 Uhr abgehalten, und war dieselbe wie die vorhergehende sehr zahlreich besucht. Nach Erledigung meines Ne- ferats forderte ich zum Eintritt zur Partei sowie zum Lesen deS „Voltsstaat" auf; das Resultat war, daß sich 15 neue Mitglieder einzeichnen ließen und 9 Personen für den nächsten Monat den „Volksstaat" bestellten. Die Mitgliederzahl beträgt schon über 40 und wird sich allem Anscheine nach in kurzer Zeit bedeutend ver mehren, indem die Allgemeinen Deutschen hier allen Boden ver- loren haben und schon nicht mehr wagen, uns zu widersprechen. 1H', Stunde von hier hatte ich mit Hülfe eines dortigen Arbeiters ebenfalls eine Versammlung zu Stande gebracht, welche Sonntag, den 11. Abends statt fand. Die Versammlung war lokaler Ver- Hältnisse halber nicht zahlreich besucht; wir werden deshalb in einigen Tagen wiederum eine solche dort abhalten, und ich zweifle gar nicht, daß wir auch dort eine Mitgliedschaft zu Stande bringen. Ueberhaupt ist bei einer geregelten Agitation in hiesiger Gegend gute Aussicht vorhanden, im Kreise Crcfeld bei nächster Wahl einen Arbeiterkandidaten durchzubringen. In Bezug gewerkschaft- sicher Agitation sind bereits erfolgversprechende Schritte gemacht worden. Mit Gruß Fried. Obermann, per Adresse: Joh. Klink- Hammer, Drei-Königenstraße 32. Mannheim, 14. Mai. In einer Volksversammlung zu Lud- wigshafen, einberufen von Mitgliedern des Allgemeinen deutschen Arbeitervereins, wurde Höhl vom Allgemeinen deutschen Arbeiter- verein zum Vorsitzenden gemacht, obwohl Pfeifer die Majorität für sich hatte; der Einberufer entschied für Höhl. Schon während der Geschäftsordnungsdebatte wurde die Versammlung aufgelöst. Nach einigen frechen Aeußerungen Stöhr's, die von Schmidt zu- rückgewiesen wurden, begaben wir uns in eine andere Wirthschaft, wo mir mit den Ludwigshasenern noch Rücksprache nahmen. Stöhr hat überhaupt das große Wort hintendrein geführt. Er erklärte, die Gewerkschaften überhaupt seien gegen die Prinzipien Lassalles. Börsen- und Actienschwmdel der Gegenwart, Bortriten gern genieße habe» Zutritt._'' Z-ugn'�Trs Sorial-drmokratische Arbeiterpartei. Vljl-llU Jeden Freitag Abend präcise 8 Uhr finden unserl�Bi Partciversammlnngen bei Herrn Brinkop in der Sonne statt. Der Vertrauensmann. lu»g Fi Sonntag, d. 25. Mai, Abend« halb 8 Uhr: Volksversammlung in„Langes Restauration."— Tagesordnung: Die Arbeiterbewegung�,, Referent Trost. Da« Semite, f Kleinzschocher Leipzig Partei März— 4.—. Heidelberg: Partei April— 3.— Holz winden: Partei Apr.— 6.—. Heide: Sleinmetzmeister Petersen März— 24.—. Hannover: Partei Jan.— Apr.— 23.—, Buchb.- Berein März— 8.—, Arbeiter-Bcr. Febr.— 14—. Königsberg: Partei Jan.— Apr.— 13.—. Langenbiclau: Partei Febr.— Apr. 1. 5.—. Luckenwalde: Arbeiter-Ver. Mär;— 5.—. L engen- feld: Agitat.-Com. Apr.— 7.—. Lörrach: Schütz Apr.— 6.— Landshut: Schneiderver. Apr.— 9.—, Agitat.-Eom. Febr.— 6.—. Leipzig: Sektion der Böttcher Dez.— 2.—, Schneider Kreuzer und Kirchhof Okt.— G.—, Sektion der Glaser Nov.— 4.—, Jan. u. Apr.— 9.—, Holzarb.-Gew. Nov.— Apr. 3. 26.—. Metallarbeiter- Gcw. Apr.— 20.—, Buchbindcrver. Mär; u. Apr.— 16.—, Schnei- derverein Jan.— 6.—, Febr.—5—, Schuhmachergew. Dez. u. Jan. — 19—. London: Arb.-Bild.Ber. Jan.— April— 12.—. München: Schneiderver. März— 13.—, Schlosserver. März— 6.—, Schneider Gerstineier April— 10—. Meerane: Lolksver. Febr. — 12.—. Mülsen St. Jacob: Festcomite Febr.— 20.—. Melsungen: Tuchweber G. Wolf Febr.— 3.—. Mannheim: Schimmels Apr.— 3.—. Marburg: Partei Dez. 1. 20.—. Nürnberg: Partei Febr.— 10—, Zeh'sche Buchhandlung Febr. u. Mär; 1. 20.—, Wocrlein Jan. u. Febr. 3.—. Neviges: Partei März — 17.—, Schreiner Ahlmann Febr.— 4.—. Newyork: Intern. Sektion 1 Febr.— Apr. 1. 26.—. Offenbach a. M.: Partei Nov. 20.—. Oelsnitz: Partei Jan.— 3.—. Planitz: Weber Jan. Bil�'-Vcr. �n?— �1l/—.�R�ei�e°nbäch�i'. W: P�si Biärz�l.' � die folgendeu Lief�un�cn ausgeben Rochlitz: Arb.-Ver. Apr.— 7.—, BctthauS Apr.— 11.—,(£. F. v»st Allgemeine Versammlung sämmtlicher Maurer Ktttfcuh: Zimmerer von Leipzig und Umgegend. Dienstag, SeiU. z 27. Mai, Abends> Uhr, im Saale des Gosentbales.— Tagesordnung J. z Di« Gewerkschaftsbewegung, und der Nutzen in den Gewerkschaften. Dringende Witte! Alle Diejenigen, welche noch Exemplare von Becker, I Briefe dentscher Bettelpatrioten, Lieferung 1 auf Lager haben, obne sichere Ausficht auf Absatz, wollen dieselben recht prompt zurücksenden, Buchhändler über Leipzig(Herr A. Wienbrack.) Braunschweig, 19. Mai 1873. Bracke jr. Männel Apr.— 8.—. Stollberg: Partei Jan.— Apr.— 20.—. Stuttgart: Arb.-Ver. Febr.— Apr. 1. 17.—, Nov.— 5.—, Sattl.- Vcr. Febr.— 10.—. Spandau: Partei Nov.— 4.—. Solingen: Partei Febr. u. März— 19.—. Stade: Partei Apr.— 5.—. Stötteritz: Arb.-Ver. Apr.— 11.—. Thonberg bei Leipzig: Arb.- Bcr. Apr.— 28.—. Wandsbeck: Arb.-Ver. Okt.— 7.—, Febr. bis Apr.— 29.—, Jahnke Dez.— 2.—. Wien: Fachvercin der Jnstrumentenmacher März— 7.—, Würzburg: Schuhmachcr-Ver. Jan.— 3.—. Weimar: Arb.-Ver. Apr.— 7.—, Kettcl jr. Febr. — 29.—. Wiesbaden: Partei Febr.— 4.—. Den Vertrauensmännern der Partei, wie den Borständen der Ver- eine und Gewerkschaften wird es zur Pflicht gemacht für die baldigste Bc- zahlung der Annonccngebühren Sorge zu trägen. _ Die Expedition des„Volksstaats". Die für sät Zk für B. Re na ne »eg Briefkasten der Redaktion. Nach Genf: Will un« denn Niemand etwa« über die Verhaftung der Communeflüchtlinge schreiben?— S. in Frankfurt a M.: Wir müssen uns erst erkundigen. Uebrigens wird durch eine öftere Pole- mik dieser Srohpuppe nur eine Wichtigkeit verliehen, die sie nicht hat. Jedenfalls muß jetzt eine Pause eintreten, wenn nicht etwas wirklich Wichtiges mit ihr vorfällt.— H. in B.: Nur infolge energ. Reclamation der Verf. wurde der Chcmn. Protest in vor. Nr. abgedruckt. der Expedition. K. E. Lwe Leob:Ab. 2.Ou. Thlr. 1. 9; v. Bttchr hier: Schr. 2 Gr; v. C. Knllr Wassertrüdingen Schuldschein Nr. 127 gratis zurück. Hatten Sic den„Volksstaat" per Kreuzband bestellt? v. I. Msswtz hier: Ab. 1 Thlr.; v. Arb.-Bild.-Ver. hier: Ann. 12 Gr.; v. Trst Klzschr. Placate 10 Gr; Fachvcr. d. Kürschner hier: Ann. 5 Gr.: Arb.-Ver. Klzsch.: Ann. 4 Gr.; Schllbch hier: Ab. 2. Qu. 13 Gr.; v. W. Kmpf Bischweier Ab. 2. Qu. 18 Gr.; Graz: Fachvcr. d. Tischler Ab. Thlr. 1. 6; v. Ochme Breslau: Schr. 12 Thlr.; v. Arb.-Bild.-Ver. Wildcnfcls für Agitationszwecke 2 Thlr., Annonce kostet 12 Gr.; v. H. Scbltz Hamburg. Ab. 2. Qu. 25 Thlr.____ Fond für pol. Gemaßrcgelte. Bon einigen Gesinnungsgenossen in Falkenstein 15 Gr. Von den Arbeitern der Cigarrenfabrik v. Schmidt u. Grebe hier 22,/i Gr. Von H. Fries in Amerika durch H. Liebmann Glauchau 25 Gr._____ Genossenschaftsbuchdruckerei. Antheilscheine bez. Antheilauiltungcn erhielten ferner: In Leipzig: F. Wttk 2 Thlr.; in Breslau: I. Krkr 2; F. Rschk 3; H. Ochme 4; in Hamburg: A. Wendt 2.__ Hadlich. Für Agitationszwecke. Bon dem ehemaligen Ortsverein der Eigarrcnarbeiter Leipzigs durch E. Kirsten 9 Tblr. 15 Gr. 4 Pf.__ Henolsenschafts-Kutfaörik in Leipzig" Aikolailtrake Nr. 15, 1. Etage empfiehlt ihr gut fortirtes Lager in Filz-, Seiden- und Stoffhüten in elegantester Ausführung und billigen Preisen. Alle iu die Hutmacberei einschlagenden Reparaturen werdest schön, schnell und billigst besorgt.— Vertrauend auf die Unterstützung der Arbeiterkreise, wagte dia Gewerkschaft der deutschen Hutmacher sich an die schwierige Aufs gäbe, inmitten des Großkapitals mit nur geringen Mitteln, welcha 66 sie nach kaum Ijährigem Bestehen sich crübriat. eine ort cheuolsenschafts-Kutfc örik zu errichten, um auch in dieser Weise ihr Möglichstes beizutragen,! den Druck deS Capitals auf die Arbeit abzuschwächen und der! Freiheit Bahn brechen zu helfen. In der Zuversicht, daß sämmtliche Arbeiter das Unternehmen! nach Kräften unterstützen werden, bittet um gütigen Zuspruch. Die Genossrufchafts-Hutfabrik. zu« Allen Freunden und Parteigenossen zur gef. Nachricht, daß wir hiefl eine Genossenschafts- Maschinenstickerei und Stepperei mit beschränkter Haftpflicht gegründet haben. Wir empfehlen unser Lager, als: Stickerei, Garnituren, Röcke, Kragen, Ehcmisettcs, Herren- und Damen- Manschetten und alle anderen in das Wcißwaarensach einschlagende Artikel zur geneigten Berücksichtigung, un» stellen bei solider und prompter Ausführung die billigsten Preise. Auerbach i. Voigtl. Mit sozial-demokratischcuc Gruß Die Verwaltung. s3aSs Emil Löwe. Gustav Hellinger. Mimiitmadjiutlj. Die Generalversammlung der M sta Fr un W bei dci ha; de< de, ha Di l-k de; Gewerkschafts-Adressen. Gewerkschaft der Holzarbeiter lTischler sSchreincrs, aller Art, Pianosorte- Arbeiter, Stellmacher sWagners, Böttcher sKüpers, Glaser, Korb- macher it.) Hamburg: Theodor 9)ort, Erste Vorsetzen 13.__ "flkTlllt Sozial-demokratische Arbeiterpartei. Kesirksoersammlunge». Montag d en 2 6. Mai, Abends 8 Uhr: Gartcuflr. 13 14 bei Bretischncivcr: Vortrag v. Kleist.— Discussion.— Verschiedenes. Landwchrstraße II bei Meister: Vortrag von Auer. Discussion. Verschiedenes. Naunynstr. 31 bei Globig: Internationalen Gcwerkssienossenschaft der Maurer und Zimmerer findet den 7. und 8. Inn, im Saale zur„Stadt Eöln", untere Hain- straße in Chemnitz statt.— TagcS-Ordnung: 1) Rechenschaftsbericht; 2) Wahl des Bororts und der Verwaltung; 3) das Berhalten der von erwähnter Genossenschaft gegründeten Bauausführungsgesellschaften gegen über der Genossenschaft; 4) Geschäftsordnung; 5) Berathimg über Agi tationsverbreitung._■[4a©] D. B. Bon dem im Verlage des Unterzeichneten erschienenen, smit so vielem ; Beifall aufgenommenen Bilde: Jertmmud fassallt der Kämpfer siegen die Kapitalmacht Nur Mitglieder unsrcr Partei haben Zutritt. Gäste können nur j hat ein zweiter Abdruck die Presse verlassen und ist zu den früheren, be< Vortrag von Bernstein. Discussion. Verschiedenes. „,«Vo i-jc"'- i vtur Mitglieder unsrcr Partei haben Zutritt. Gäste köi,»-» ,>»>.>„>--->-» 9u Und doch gründen die Herren solche? Kurzlich erklarte er tm bur[{l Mtalieder ein geführt werden. Um zahlreiche Bctheiligung und; annten Bedingungen zu bezicben: „Reuen", er hätte uns, dw sozialdemokratische Arbeiterpartei, hie> rege Agitation bittet Das Agitativnscomitö. 1 Exemplar 7'/, Sgr.. 11/10 Exemplare zusammen in Mannheim„aus dem Sattel gehoben". Wir rathen diesem �-—«öttchcraeselleo. verein.' $)frrn'.. allzudicke Lügen in die Welt hinaus zu posaunen; die-OClltlt Sonntag, den 25. Mai, Vormittags 10 Uhr Versammlung im Heise'schcn Lokal, Landsbergerstraße 15.— Tagesordnung: Verschiedene». AB. Die Herren Dclegirten versammeln sich am 22. dss. Nachm. 3 Uhr bei Herrn Sagger, kl. Franksurterstraße 7, 3 Treppen. Die Herren Delegirteu von außerhalb müssen sich spätesten« bis zum 24. dss. bei Herrn Sagger angemeldet haben. Der Vorstand. bezogen 2 Thlr, Lächerlichkeit kommt leicht Hintendrei». In Berlin wird man schon noch einsehen, daß das Geld, welches man für Mannheini ausgibt, weggeworfen ist. W. S. Au Anuoncensiebühren schuldcn Apolda: Reichclt De;. Thlr.— Gr. 10 Pf.—. Altona: Arb.-Ver. Dez.— Apr. 1. 12.—, Holzarbeiter das.— 9.—. Augsburg: Partei Dez.— Apr. 2. 11.—, Liter. Ver. Jan.— Apr.— 28.—. Berlin: Partei Nov. 1. 14.—, Jan.— Apr. 4. 24.—, Sattl.-Ver. Jan.— Apr. — 20.—, Gew. der Manuf. u. Handarb. Jan.— Apr.— 21.—, Metallarbeiter- Gew. Jan. u. Apr.— 13. Holzarb.-Gew. Apr.— 28.—, Schramm De;.— 10.—, Heinsch Jan.— 4.—, Bernstein Apr.— 6.—, Schuhmacher-Gew. Apr.— 6.—, Baumann Apr.— 3.—. Brannschweig: C. H. Müller Noo. u. Febr.— 12.—. Bens- heim: Partei Mär;— 5.—, Buchbinder Weihrauch März— 3.—. Breslau: Partei Jan.— Apr. 3. 28.—, Verein Geselligkeit Apr.— 8.—. Burgstädt: Arb.-Verein Apr.— 6.—. Eöln: Falk Dez. — 5.—, Gastwirth Dembach März— 16.—, Holzarb.-Gew. April — 8.—, Arb.-Verein Dez.— 14.—, Partei Nov.— Apr. 2. 22.—, Maurergew. Nov.— 8.—. Erim mitschau: Manusakturarb.-Gew. Okt. — 14.—. Chemnitz: Mctallarb.-Gcw. Apr.— 7.—, Expcd. der „Eh. Fr. Presse" März 1872— 9.—, Schneiderver. Oft.— 5.—. Cassel: Partei Sept.— 10.—. Dresden: Schneidervcrein Mai u. Juni 1872— 20.—, Maurer- u. Zimmerergew. Okt.— 8.—, Arb.- Bild.-Ver. Jan. u. Febr. 1. 2.—. Ernstthal: Bohne Nov.— 6.—. Erfurt: Hesse Apr.— 4.—. Eßlingen: Partei Jan.— Apr.— 27.—. Elberfeld: Partei Apr.— 14.—. Frankfurt a. M.: Bierbrauer- Verein Jan. Nr. 6 noch— 5.—, Febr. Skr. 13— 7.—. Parte, Jan. bis Apr.— 26.—. Gotha: Partei Sept. u. Dez.— 24.—, Jan. u. Febr.— 12.—, Witthauer Jan.— 4.—. Großzschocher: Arb.- Verein März— 6.—. Grimma: Arb.-Verein März— 5.—.(Seit- Hain: Arb.-Verein Apr.— 12.—. Hos: A. Hager Dez.— 12.—. Hamburg- Buchbinderver. Nov.— 6.—, Posam.« u. Knopfmacher- Berein Febr.— 20—, Bräuer Febr.— 12.—, Zimmercrver. Mär; — 11.—, Holzarb.-Gew. April— 5.—, Steinmetzcngcw. Apr.— 5.—, Liedertasei Vorwärts April noch—. 15— rest, Cig.-Arbeiter-Verein (Mahl) April— 5.—, Tischlermeister E. A. Paulsen April— 4.—, Kern Apr.— 3.—, Partei Febr.— Apr. 3. 28.—. Halberstadt: Partei Febr.— 15.—. Hersfeld: Wolf— 3.—. Herborn: Den Mitgliedern und Freunden der social- 'CHl-IUsrAI/UVI.U demokratischen Arbeiterpartei wird hierdurch mitgetheilt, daß unsere gewöhnlichen öffentlichen Mitgliederversammlungen von jetzt ab jeden Dienstag Abend 8 Uhr m Gerhardt'« Hotel, Markt« straße 6, stattfinden. Aug. Kahl, Vertrauensmann. flTrtkfol Tozial-demokralische«rbcilerparlci. UllsjVl Jeden Montag findet im Lokal des Herrn Gastwirth Weber(vor dem Franlfurtcrihor) Mitgliederversammlung statt, wo in der Regel Vorträge gehalten werden. Auch versammeln sich die Mit- gliedcr dortsclbst jeden Samstag. 3bj__ H. Dresel, Vertrauensmann. Als würdige« Pendant zu obigem Bilde erschien in demselben Verlag« Knudeslied der deutschen Sozialdemokratie. Treffend illustrirt von C. Klein, demselben, welcher da« Bild Las' s a l l e' s entworfen. Preis 1 Exemplar?>/, Sgr. 11/10 Exemplare zusammen bezogen 2 Thlr. Beide Bilder sollcen als passende Zimmer- Zierde in der Wohnung eines wahren Sozial-Dcmokraten nicht fehlen. Gegen Franco- Einsendung de« Betrage« werden dieselben dm ge- ehrten Bestellern sofort per Post zugesandt. E l b e r f e l d, im April 1873. I. H. Born, Verleger. l4bS Soeben erschienen: sta ich Po! »01 am g'r lief tax Kä sei; ftsi wo da; lid ha de, 9« in Sl po we Cr Hc rat si-t Großzschocher u. Umgegend Arbeiteroereiu. Sonnabend, dm 24. Mai, Abend« 8'/, Uhr: Versammlung.— Tagesordnung: 1) Besprechung der Statuten, sowie Ausgabe derselben. 2) Diskussion. Ausnahme neuer Mitglieder. Der Vorstand. �ntlthfurf Fiir de« Rhein- und Maingau. � v UHU 1*4 v 4 Bei Gelegenheit der Ärbeiter-Gewerbe-Ausstellung in Mainz findet daselbst eine Vertrauensconftren; statt und zwar dm 2. Pfingstfeiertag Nachm. 2 Uhr im Gasthaus zur lilim Krone.— Zu zahlreicher Belheiligung namentlich von Auswärt« ladet eist I. A.: Theodor Kalb. Hamburg Sonnabend, dm 247Mai, Abmds9Uhr: Oeffentliche �„ Versammlung der Klempner und Gagfittcr von Hamburg, Altona und Umgegend, im Lokale de« Herrn Tütjen Valentiens- kamp.— Tagesordnung: Bcrathung über die Lohnftage. Der Vorstand des Fachvereins. AB. Wir ersuchen alle Cvllegm Zuzug fern zu halten. ftnmhllfrt Soei.l-vemotnulschcr«rd»iten>erriäl" �UIUUUl|) Montag, d. 26. Mai, Abend« 9 Uhr: Versammlung in Hansch's Clublokl, Schauenburgerstraße 14.— Tagesordnung: Der Leinjiger Hochperrathsprojeß. Neuntes Heft. Preis 2' z Ngr. Wiedcrvcrkäufer erhalten entsprechenden Rabatt. Heft 10, enthallend die Plaidoyers der Herren Verthcidiger, erscheint demnächst. Marx, Kapital.* Zur gefälligen Beachtung! Alle Gewerkschaft« Central-Verwaltungen, die Borstände aller Fach' vereine, sowie der Arbeiter-Productivassociationen werden hierdurch dringe«� aufgefordert, je ein Exemplar ihrer Statuten ,c. an Unterzeichneten ein' Zusenden. Theodor York. Zbs_____ Hamburg. Erste Vorsetzen, HosjZ� Filialexpcditioncn, welche im Besitz von überzähligen Nummern von 27, 28, 2«, 34 u. 36 sind, werden gebeten� umgehend an uns zu retournircn. _ Srtzedition des„Bolksstaat". Leipzig: Verantw. Rcbaftmr E. Ca«per.(Rcdaktisn und ExP-ditC" Hohestr.'4). Druck und«erlag der GeuossmschastSbnchdrnckcrei. en R al $ Gl L. da Di licl no kiel de un de; la> au E we an Sk T,