scheint wSchtnUich 3 Mal in-teipji«. BcstiSunzcn nchmm alle ?°stanstalten und Buchhand- dingen tc« In- und Au«- lande« an. Kür Leipzig nehmm Be- stellungen an: die Expedition, Hohesiraße 4. die Gcnosienschafts- inchdruckerei, Zeitzcrstraß« 44. ll. Bebel, Pctcrstraße 18. J. Müller, Baperschestraße öd, III. Mn Vck Z5on«e«enispr,,s: Sür Preußen incl. Stempel» euer 17 Sgr., für die übrige»' Deutschm Staaten 12'/» Sgr. pro Quartal, pro Monat 4'/, Sgr. Für Leipzig»nd Umgrgeud pro Quartal 13 Ngr. Filialcxpcditicncn für die Ver- einigten Staaten: F. A. Sorge, Loi 101 Iloboier», X. 3. via Nowyork. G. A. Liinnccker, 155 Vf. Lake Chicago(III.) OrgandersozialdemokratischenArbeiterparteiundderinternatlonalenGelverksgenossenschasten. 1873. Nr. 48. Sonnaßend, 14, Juni. Tadid Friedrich«traust«nd vr. Alfred Dave. (Schluß.) Tie Naturwissenschaften erNären wohl die Dinge der Welt, aber sie wisse»» es zu leiner Wellerklärung zu bringen. Das„neue ?ieich" sagt darüber:„Unser wisicnschaftltchcs Erkennen hat unö bisher nirgend auch nur einen möglichen Weg zur völligen Ein- �eit offenbart".—„Einmal ist das Wesen der Materie schlechthin unbegreiflich; alle mechanische Naturerklärung erstreckt sich nur aus bie an diesem räthselhasten Substrate wahrzunehmenden Berände- Ningen, und läßt unser CausalitätSbedürfniß im letzten Grunde »nbesriedigt."—„Auf eine eigentliche Schöpfung der krastbegabten Materie würden wir schon verzichten, wenn nur ihr Wesen nicht unbegreiflich wäre."—„Unerklärlich, wie das Wesen der Materie >nitd immerdar das Bewußtsein bleiben."— Diese Unerklärlich- leite» sind cS, welche Dove veranlassen, eine neue Reichs-Religion in stisten, von der er so schön zu sagen weiß, daß sie die„Un- bcweiöbarkeit mit dem rein mechanischen Universum deS MaterialiS- »ns theilt." Bedarf nun daS Dasein deS mechanischen Universums noch einen BewelS, oder wäre vielleicht zu beweisen, daß Mechanik barin ist?— Nein— halt!— ich habe den Sinn gesunden. Da« Uubegreisi.che bestiht in der Universalität des Universums, w seiner Ansang- und Endlosigkeit. Aber warum merkt denn der bornirte Philosoph nicht, daß das ansang- und endlose Objekt Nur darum unbegreiflich ist, weil daS Subjekt, weil das Begriffs- Nennögen auf elueu Thcil des Universums, auf ein Ding n>it Ansang und Ende beschränkt ist? Damit er daS kopernikanifche Ödstem der Wahrheit verstehen könne, muß der bürgerliche Hirn- lasten herumgedreht werde». Nicht das Sein, nicht die Welt, snndern der Kops muß etwa« haben, mit dem er anfängt nnd nnshört. Aha! fällt da die neue Reichs Religion ein, das eben 'st es, worauf der Glaube fußt, ans der Beschränktheit der "'«»schlichen Kapazität. Mit Nichten, Herr Doktor! Der Mensch 'st universell. Er hat nicht nur ein Begrisssvermöge», sondern auch daneben noch viele andere Organe, die alle zusammen ihm bie Welt totalster ossenbaren. JedeS Organ in seiner be sthränklen Sphäre. DaS Begriffsvermögen offenbart uns nur bas Generelle, die allgemeine Natur der Dinge; aber die Dinge Klbst, ihre faktische oder materielle Natur muß vorher anderweitig, "'»st sinnlich gegeben sei», das heißt der Verstand oder das Derlen muß ein Gegenstück, muß Sein.oder Material haben, ">omit er ansängt nnd woran er aufhört. Der Bnchner-Vogt-Strauß'sche Materialismus ist in die ver- lehrte Disziplin gerathen. DaS Wesen der Dinge, die Ursache "her Urjachen, die Befriedigung des Causalitätsbedürfnisses und die„letzten Gründe" sonst noch heißen, mit denen die„klaffende rücke" zu stopfen, ist nicht in der Natm Wissenschaft, sondern in ber Elkenntmßlehre, im Verständniß des menschlichen Geistes i» finden. Den Geist materiell im Hirn, im Organ und nicht der Funktion suchen, ist allerdings eine geistlose mechanische Stupidität. Mit dem NachSweiS, daß unser Begreifen, Erkennen I- w. eine körperliche Thätigkeit, daß Gehirn de» Geist, oder le Gedanken produzirt, wie Leber die Galle oder wie Nieren den Akt", damit ist die Tenkthätigkcit nur erst noch mit andern �hatigkeiten auf denselben natürlichen Boden, aus der Metaphysik ,!? die Physik gebracht. Man erklärt so, wa« sie mit andern "kperlichen Eigenschaften gemein hat, aber nicht ihre Eigenart, 'cht, was sie auszeichnet. Unterstellen wir z. B. die Frage, waS ist «auerwerk? und darauf die Antwort: Werk menschlicher Hände. wenig wie die Hände daS Mauerwerk, so wenig erklärt die v'rilfunklion das Erkenntnißvermögen. Ter geneigte Leser und "ehrte Parteigenosse erinnert sich vielleicht aus dem vorherge- °*?.8*nen„Wissenschaftlichen Sozialismus", daß der Gegensatz fw'lchen Denken und Sein, zwischen Ideal und Material daS Ob- !?! ist, dessen Verständniß die intimste Angelegenheit der philoso- W»en Spekulation war. Die Aufgabe ist gelöst, die Akten der Philosophie sind trotz der Nachzügler endgültig geschlossen. DaS elultat ist die förmliche, gründliche Erkenntniß deS Gedankens. a« Naturgesetz der Logik, die allgemeine Beschaffenheit der Denk Ea>,at'on'fl entdeckt. Der angezogene vorhergegangene Artikel n->? bavon, wie diese Entdeckung eS ist, was den„internatio- o>, Sozialismus befähigt, alle die großen Lieblingsthemas der ?"'"I»phie, von Gott, Freiheit und Unsterblichkeit bis zur Politik . � l«'z>alen Oekonomie mit induktiver oder mechanischer Sicher- "" � und Einhelligkeit zu durchschauen. Wenn die Feinde der �"jwlisten diesen Mißhclligkeiten vorwerfen, so ist wohl zu merken, liih Parteispaltungen nur praktischer, taktischer, persön- �cx Natur sind, während sich unsere Widersacher durchs ihre h�yeetische Zerfahrenheit auszeichnen. w tj""' näheren Verständniß des logischen Gesetzes ist ein kurzer lbam Ül,er f""* Herkunft dienlich. Im Schlepptau des Christen- das von vergänglichen zu unvergänglichen Schätzen über �rwarf die Philosophie die Erscheinungen der Natur wö..*!-? Lebens, um ewigen Wahrheiten nachzugrübeln. Wie svfcü. � Eremiten in die Waldeinsamkeit, so zogen unsere Philo- Gz,?"'."US der Welt der Erfahrung, in die Klause des reinen wahr, nn?.' b>en Eingeweide» ihres Kopfs, wollten sie bie Herj? Wiiifnschaft ausspekuliren. Der Nachfolgende half den Vor- tz„°.°"nge«en, bis sich schließlich entdeckte, was im Kopf mit "nw.."""bcrhaupt zu finden ist: der Verstand oder das Erkennt- Daß die Philosophen trotz ihrer verkehrten Methode «ftniau� reussirten, verdanken sie dem natürlichen Instinkt, der �leiu*, ger ist, als daS Bewußtsein. Was die Versuchung deö wisseni!, bie christliche Weltverachtung, daS leistete der natur- "aiüriii!i$e®r�0'8 siir bie widersinnige Philosophie. Der 'wc Kitzel hat die Menschenwelt abgehalten, der christlichen Abstinenz bis in den Untergang des Geschlechts zu folgen. Die eklatanten Resultate der induktiven Forschung beeinflußten im Ver- laus der Entwicklung die wissenschaftliche Spekulation immer stärker, bis die empirische materielle Erfahrung schließlich als der unum- gängliche Hebel des Geistes oder Verstandes erkannt werten mußte. Diese kurze Geschichte der spekulativen und induktiven Methode hat das betreffende Naturgesetz bereits enthüllt. Formell ausze- drückt, mag es lauten: Des Menschen Geist ist'ein induktives Instrument. Sehen wir uns diese Formel einen Augenblick näher an. Der Geist, von dem sie spricht, ist kein religiöses und kein spekulatives, sondern ein ersaHrungSmäßig bekanntes Ding. Wer irgend etwa« versteht, begreift, erkennt, hat den Geist praktizirt. Geist ist, wie Gehör, ein allgemeines Wort für eine wirkliche Thätigkeit. Ein induktives Instrument ist er genannt, weil überall, wo er Probleme, Ursachen, Gesetze erforscht, überall generalisirt er Materialien. Jede Sache ist ein mannichfaltiges Material. Sie verstehen, heißt ihre Einheit dednziren. Eine spezifijirte Bewegung z. B. ist die Erklärung, d. h. d'e Einheit oder Gemeinsamkeit der verschiedensten Lichterschcinungen. ES ist wunderbar, daß ein Verhältniß, welches wie eine Tri- vialität auf flacher Hand liegt, welches speziell von unser» natur- forschenden Gelehrten täglich mit Bewußtsein praktizirt wird, daß dasselbe Verhältniß von denselben Leuten gar nicht wieder erkannt wird, sobald es Anwendung auf ein ausgedehnteres Thema finden so«. Daß daS Erkennen, Begreifen, Erklären u. s. w. gegebenes Material voraussetzt, daß der Geist nicht über die Materie hinaus kann, daß jede Naturertlärung„mechanisch" ist, daß bei jedem Objekt, trotz vollkommenster Erkenntniß, immer etwas übrig bleibt, daS nicht zu erkennen, nicht zu begreifen, nicht zu wissen ist, das ist so wenig ein Mangel, eine Beschränkung unseres Geistes, wie es ein Mangel der Kunst ist. Töne nicht malen zu können. Die Natur einer Sache ist nicht ihre Schranke, sondern ihr Leben, ihr Element. Wie der Fisch an das Wasser, wie die Musik an daS Gehör so ist der Geist an Material, d. h. an Erfahrung gebunden. Der Verstand ist totalen, der Welt; aber-!e Welt geht nicht total in den Verstand. Strauß mit der„klaffenden Lücke", Dove, der philosophische Doktor, mit den religiösen„Unbegreiflichkeitcn", Bernstein, der auf denselben Schnüren„unlösbare Probleme" streicht, und hinter ihnen her noch eine zahllose Zahl philosophischer Quacksalber.sind, wie gebildet auch sonst, doch in Punkto Punkti mehr wie unwissend. Alles zu wissen, kann von Niemand gefordert sein, aber im wissenschaftlichen Talare Hirnverbranntes zu serviren— doch halt! der objektive Thatbeftand muß dem Urtheil vorhergehn. Es handelt sich um Unbegreisbares. DaS nun dürfen wir nicht verwechseln mit Unsichtbarem, Unhörbarem, Unbrennbarem u. s. w. Letzteres sind relative Begriffe. Nur in gewissen Augenblicken, für gewisse Standpunkte ist daö Sichtbare unsichtbar. Das absolut Unsichtbare wird niemand in den Kreis des Auges ziehen. Aber nun das Unbegreifliche.— Ist das nur relativ, nur für unsere fleinen Menschenköpfe unfaßlich, und einem Monstrekopf dann, der einige Sonnenweiten dick ist, vielleicht begreiflich? Oder aber, wenn eS so absolut nicht zu begreifen, wie eine Melodie nicht zu sehen ist, darf man dann das Unbegreifliche als religiösen Popanz zur Erniedrigung deS menschlichen Verstandes aufstellen? Daß Asche nickt brennt, Farbe nicht hörbar, Licht nicht riechbar, ist so natürlich wie da« Unbegreifliche monströs ist. O, philo sophische Doktoren! was für elende Denker ihr seid! Wie Bar baren einen Stein, einen Baum, eine Persönlichkeit für das Gott- All ansehen, so wollt ihr aus einer natürlichen Eigenschaft, aus der Denk-Oualität, Alpha und Omega der Welt machen. Ihr wollt mit dem Verstände das Objekt gleichsam verschlingen. Die Welt soll in eure Erkenntniß aufgehen, wie ein Stückchen Zucker in Wasser aufgeht. In der Fachpraxis versteht ihr die Sache besser, aber sobald über Religion, Politik, Moral, Geschichte u. f. w. raisonnirt wird, kommt die�alte Unart des Menschengeschlechts zum Vorsckein. Eine schöne Gegend, diese mastbürgerliche Welt! Altare, Throne, Katheder, Kanzeln, Zepter, Krummstäbe, Orden, Aemter, Würden, Titel, richterliche Roben mit Bäffchen, Weihrauchfässer, Federbüsche, Fangschnüre, alles Mögliche schleppt sie herbei zur Verherrlichung ihres Götzen Baal, damit daS Volk nur fleißig opfere. Der Sozialismus streut Asche in den Tempel und sieht die Fußtapfen der Spitzbuben. I. Dietzzen. Politische Uebcrsicht. — Der Preßgesetzentwurf der preußischen Regierung hat auch in den Nationalliberalen Zeitungen allgemeine Bernrtheilung gefunden, allein es wäre sehr thöricht, daraus schließen zu wollen, die nationalliberalen würden ihn nun auch im Reichstag zu Fall bringen. Der Bundestag— wir wollen sagen Bundcsrath— wird dem ungeschlachten Ding eine etwas geleckter- Form geben, und die nationalen Biedermänner werden sich dann schon, nameut- lich wenn ihnen, waS zweifellos, da» rothe Gespenst recht fürchter- lich an die Wand gemalt wird, mit etwas anstandSdämltchem*) Sträuben, im Uebrigen aber„willig" zum Verhandeln und„Han- deln" herbeilassen, und, nach gewohnter Mamer gegen einige Schein- konzessiönchen daS Wesentlichst- preisgebend,„leichten Herzens", wie weiland Grammont, die Preßfreiheit an dem„Ast" aufknüpfen,„auf welchem wir ja sitzen."(Siehe Bamberger). -) In dem Frankfurt« Parlament erfreute sich„mlser Biedennaiin" de» dejeichnenden Spitznamen« der„Anstandsdame". Ein paar nationalliberale Gefinnungsfanatiker werden zwar vermuthlich mit Nein stimmen, indeß auf daS Resultat ist daS ohne Einfluß, was besagte Fanatiker sehr gut wissen. Die ast- treuen Realpolitiker bilden, nebst den Konservativen mit Frei- konservativen eine sichere Majorität, ganz abgesehen davon, daß sich auch wohl etliche Ultramontane durch den in dem Gesetz be- sindlichen ReligionSspnck werden ködern lasse».— v Kuriositätshalber sei noch mitgetheilt, was Herr Biedermann in seiner„Allgemeinen" über den Entwurf sagt:(am 5. dS. MtS. in Nr. 129.)„Derselbe bestätigt leider im vollsten Maaße die un- günstige Meinung, die sich darüber bereits verbreitet hat. ES ist uns unbegreiflich, wie man der deutschen Nation und ihren Vertretern einen solchen Entwurf zu bieten wage» kann."(UnS nicht. R. d.„V."� Und am 6. ds.(Nr. 130) schreibt er:„Daß ein Entwurf wie dieser, selbst wenn er im BundeSrath einige Milderungen erfahren sollte,— daS demselben zu Grund liegende Prinzip läßt sich durch solche Modifikationen kaum(!) ändern— vom Reichstag zurückgewiesen werden wird, ist unS nicht Zweifel- Haft(Oho!)— der Standpunkt, den selbst die äußerste Rechte des Reichstags in der Preßkommission und in ihren Anträgen zu deren Borschlägen eingenommen, ist ultraliberal im Verhält- niß zu diesem Entwurf—; daß aber eine solche Vorlage über- Haupt auch nur an den Bundesrath gebracht werden konnte, mit der Bestimmung, von da an den Reichstag zu gelangen, daß die Regierung des leitenden Staats im neuen deutschen Reich auch nur daran denken konnte, die gesammte deutsche Presse in so harte und so entwürdigende Fesseln zu schmieden— das, wir gestehen eS, ist für unser nationales Gefühl tief schmerzlich(!), und das könnte uns zugleich fijr die Zukunft Deutschland« bange machen(!), wenn wir nicht wüßten und so oft erfahren hätten, daß die Verhältnisse stärker sind als die Menschen, und daß der Geist aller Fesseln spottet." Wir werden Herrn Biedermann gelegentlich an diese Expek- toration erinnern. Wenn er„tief schmerzlich" berührt ist, so thnt er uns leid, wir können es aber nicht ändern— wir sind besten Humors, denn wir hatten eS niemals bezweifelt, daß auf Disteln kein Tafelobst wächst, und erinnerten uus noch aus der Naturge- schickte, daß nur Esel es sind, die an Disteln Geschmack finden.— Erwähnen müssen wir noch einen guten Witz der amtlichen Berliner„Provinzialkorrespondenz". Sie spricht die„Hoffnung" aus, daß(auf Grund des Bismarck'fchen Entwurfs) mit dem Reichs- tag„ein Gesetz vereinbart werden wird, welches einer ihrer sittlichen Aufgabe bewußten Presse volle Freiheit, dem Staat aber volle Bürgschaft gegen die verderbliche Macht staatS- feindlicher und unsittlicher Bestrebungen gewährt." Mit anderen Worten:„volle Freiheit" für die sich ihrer sittlichen Aufgabe be- wußten", d. h. für die„Sittlichkeit" der Firma Wagener, Bismarck, Stieber schwärmenden Presse— für den Rest der Tszgdden'sche Galgen. Man sollte fast meinen, der köstliche Satz rühre von Herrn Bismarck selbst her und sei irrthümlich statt u» den„Kladderadatsch" in die„Provinzialkorrespondenz�' gekommen.— — Der Bismarck'sche Parlamentarismus anerkannft. In der„Norddeutschen Allgemeinen(Zeitung" vom vorigen Sonn- tag lesen wir: „Der Schah von Persien hatte die Absicht, den VerHand- lungen des Reichstags beizuwohnen, bereits früher an den Tag gelegt, war jedoch durch die wiederholte Beschlußunsähigkeit der Versammlung daran zurückgehalten worden. Se. Mazestät führte nun den Vorsatz gestern aus, venvellte einige Zeit in der Sitzung des Reichstags und hinterließ als ein Zeichen seiner hohen Meinung von dem Ansehen dieser Körperschaft die Entschließung, dem Präsidenten des deutschen Reichstags, Herrn llr. Simson, das Großkreuz des Löwen- und Sonnen- ordens�zu verleihen. Es ist vielleicht in der ganzen Ge- schichte" daS erste Beispiel, daß ein orientalischer Herrscher die konstitutionelle Vertretung eines abendländischen Volks in der�Person ihres Vorsitzenden in dieser Weise zu ehren gesucht hat." Nun— es hat aber' unseres Wissens auch noch nie eine„kon- stitutionelle Vertretung eines abendländischen Volks" gegeben, die der„ehrenden" Anerkennung eines orientalischen Des- poten so würdig gewesen wäre als der Berliner Reichstag. Selbst daS doch auch auf den modernen„KonstitutionalismuS"' sehr gut cinexerzirte KorpS Corps lögislatif des weiland„lieben Bruders" von Paris hätte dem Simson'schen Musterinstitut die Palme nicht streitig machen können. Ihm dieselbe zu appliziren resp. dem Würdigen Pädagogen der Anstalt den famosen Sonnen- und Löwen- ordcn ins Knopfloch zu praktizirt», war beiläufig keine Kleinig- keit; und die Aufgabe konnte nur vermittelst der bekannten„äffen- artigen Geschwindigkeit" gelöst worden; es galt nemlich den Moment zu erhaschen, wo der Reichstag nach den Pfingstfeiertagen zuerst beschlußfähig sein würde. W'« das Resultat zeigt, ist es gelungen, und wahrhaftig, der feinnasige Plaisirrath, welcher eS fertig brachte, den Schah gerade in der einzigen halben Stunde, während welcher der Reichstag in den 4(wir schreiben vier) ersten SitzungStagen nach Pfingsten nicht beschlußunfähig war, auf die Tribüne zu schaffen, hat auch einen Orden verdient! Apropos — da steigt unS ein Verdacht auf— sollte die Beschlußfähigkeit des Reichtstags in der betreffenden halben Stuude etwa eine dem hohen Gast zu Ehren aufgeführte Komödie gewesen sein? Eine Komödie in der Komödie? Hätte man etwa gar ein paar Dienst- männer in Loyalitätsfräcke gesteckt und auf die Volksvertreter- bänke geschmuggelt? Selbst für ein geübteres Auge als da« de« Schah's wäre bei der Abwesenheit alles qualitativen Unterschieds der fromme Betrug wohl kaum zu erkennen gewesen.— — Wie die Zeitungen berickten, hat der sächsische Finanz- minister, Herr von Friesen, die Petitionen der Eisenbahnschaffner "T um GehaltStrhöhuug, die selbst der Generaldirektor von Krausharr unterstützte, nut den Worten abgewiesen:„Die Leute sind durch- gängig Soldaten gewesen und an Entbehrungen ge jede Gemeinschaft mit der Revolution zurückweist, und um die Gunst des lcgitimistisch-monarchisch-rcaktionären Europa buhlt, muß die internationalen Arbeiter EatalonicnS mehr fürchten und mit cvf w.-ie.• Die sachsiscken Eisenbahnbeamten werden sich dieses feindseligeren Augen betrachten, als den gurgel- und beutclab- liebevolle Wort eines ihrer obersten Vorgesetzten merken und die jschncidcnden�Anhang�des gottbegnadeten Don Carlos. Sie grun Varteiaenossen werden dafür sorgen, daß es unter den Beamten!det aber auch keine Republik.*)' '. v l. ofia fMjLriTJ.- C)__ v 1 � � v:« /U. ea,, rf\:.____ e a, (ich für die vielfach geäußerte Theilnahme. Zürich, den 4. Juni 1873. Hermann Greuliche i — Im stenographischen Bericht über die Reichstags sitz» ag«» wird unter deu Herren, die durch ihre Abwesenheit glänzen, stet» auch Bebel als„ohne Entschuldigung fehlend" mit aufg»' führt. Wir dächten, die„Entschuldigung", die Bebel für sis" Fehlen im Reichstage hat, fei eine so gewichtige, daß durch l>e allein eine ganze Reihe von Personen und Systemen, von Bi»' marck und der preußischen AllerweltSpolitik bis herab auf die Herre» Mücke und Hoffmann und die Institution der Bourgeois-G«' schorcnengerichte, der Verurtheilung der Geschichte anheimfallen wer" den und zum großen Theil schon anHeim gefallen sind. Daß ein in» haftirter Abgeordnetenaber vom Parlament nicht retlamirt»»*., dann noch als„ohne Entschuldigung" fehlend bezeichnet wird, da» ist unS beim deutschen„Reichstag", wo ja der gesunde Mensche»'�! verstand gar nicht so selten mit Dreschflegeln traklirt wird, wedSr neu noch unbegreiflich._ Die nächsten Tage sind für einen Theil unserer politisch«» Gefangenen von Bedeutung. Am 15. tritt Bebel in die zwe>» Hälfte seiner Haft, den 12. Monat; am 17. hat Liebknecht da» erste Jahr hinter sich und beginnt den Rest von 10 Monaten; de» 19. werden Fink und Seifert au» dem Gefängniß entlassen; dfl> 22. hat Dashner der Hälfte seiner 10 Monate Festung verbü? und den 26. Geilhof seine 3 Monate Festung glücklich absolom- Unserer Rechnung nach muß auch Kühn'S Freilassung bevorstehe»!� doch ist unS Genaueres darüber nicht bekannt. Most hat diese» Monat ebenfalls die erste Hälfte seiner Zwickauer Haft hinter sich v gebracht. Dictze wird Ende diese« Monat« ftei. Abgesehen v»" � Hepncr, der 4 Wochen Gefängniß, und KokoSty, welcher 3 M»' nale Festung vor sich hat, sind vorläufig neue Gefangnißtandidate» nicht vorhanden. *) Vor Eintreffen der neuesten Nachrichten geschrieben. Die Generalversammlung de« Allg. d. Arb.-Ver., welche vo« vor einigen Wochen in Frankfurt a. M. tagte, hat in Bezug»»> da» Berhältniß zu unserer Partei einige so interessante Beschlüwl gefaßt, daß wir unS da» Vergnügen nicht versagen können, I* nach dem Bericht deS„Neuen", wörttich abzudrucken. Sie laute»' V„Der Antrag der Mitglieder zu Offenbach: „Die G.-V. möge beschließen, daß die Kluft zwiscken de» � beiden Arbeiter-Fraktionen endlich geschlossen und die Anb»? v nung einer Vereinigung herbeigeführt werde, auf daß die Fah" F. Lassalle'S, die Fahne der Social-Demokratie, mit den Kräfte»! der gesammten aufgeklärten deutschen Arbeiter im Kampfe geg«» Reaktion und Kapitalmacht geschwungen werde und un« Z»"' Siege führen möge;" M wurde mit allen gegen die Stimmen der Herren Heuser und aus Offenbach und Ehmann au« Mühlbeim am Main, abgeleb» dagegen folgender Antrag der Herren Richter(Hannover), Kaw gann(Cöthen), Tölckc(Iserlohn), Funk(Großauheim), Arno (Finsterwalde), HarmS(Elberfeld), Schmidt und Daßbach(Haas r mit demselben Stimmoerhältniß angenommen: / In Erwägung, 1) daß die sogenannte„social-demokratische Arbeiterpartei Berbandstage der Schulze-Delitzsch)� ursprünglich auf dem. �-. t,-______ JW Arbeiter- Bildung«- Vereine zu Nürnberg im Jahre 1368, ziehentlich auf dem Kongreß zu Eisenach im Jahre 1369, ledig' lich in der Ansicht gegründet worden ist, die Arbeiterbewegung! in Deutschland zu schädigen dadurch, daß neben dem Allg. Arb.- Berein eine zweite, angeblich social-dcmokratische Fr-ttl»" geschassen wurde, welche nur deßhalb ein anscheinend mehr politis� revolutionäres Programm aufstellte, um durch dasselbe die Arbeiter anzuziehen und so die Spaltung der deutscheu Arbeiter herbe''. zuführen;— In Erwägung, 2) daß das jetzigeZusammenwirken de« Herrn von Schweitzer mit den Führern der sogenannten„social-demokratischen Arbeiter Partei" zum gemeinsamen Unterwühlen und zur Beseitigung»er XI sie rf- at- 4 u» lt-. <13, u« x» tt» Iii fei W 5« »ot «• <4 4 A' it- ch •4 »ir lil< 4 x- n iae :«> xr x< ?r< die er- tt» err iC 4 it« z" rj- th- Organisakion des Allg. d. Arb.-Vereins den schlagendsten Beweis tu liefert, daß die Vernichtung deS Allg. d. Arb.�VereinS der Haupt zweck der Fuhrer der �social-demokratischen Arbeiterpartei-- ist, die sich nicht scheuen, sich zur Erreichung dieses Zweckes mit unstreitig reaktionären Elementen zu verbinden; In Erwägung, 3) daß das Programm, die Organisation und die Taktik der„social-demokratischen Arbeiterpartei-- durchaus unvereinbar sind mit dem Programm und der Organisation des Allg. d. Arb.-Vereins, Kitt die Generalversammlung dem Beschlüsse des Vorstandes des Allg. d. Arb.-Vereins vom 5. Januar dieses Jahres bei, welcher also lautet: r_ In Erwägung, daß für die Mitglieder des Allg. d. Arb.-Vereins in prinzipieller und formeller Beziehung durchaus keine Veran- lassung voliegt, an der Organisation des Allg. d. Arb.-Vereins zum Zweck einer Vereinigung mit der Eisenacher Partei eine Aer.derung vorzuuehmen,— iu fernerer Erwägung, daß es den Mitgliedern jener Partei freisteht, iu Gemäßheil deS Statuts des All. d. ArK-VereinS in diesen einzutreten, welcher eben durch seine starke Organisation, sowie durch seine viel bedeutendere Mitgliederzahl die beste Grundlage zur Einigkeit der Arbeiter bietet,— geht der Vorstand über die sogenannten Einigungs- Vorschläge der Eisenacher Partei zur Tagesordnung über.-- Diese Beschlüsse kennzeichnen sich selbst. Von 66 anwesenden Delegirten sind nur 3 für eine Einigung der der deutschen Arbeiter «ingetreten, die übrigen— unter diesen merkwürdigerweise, und sioar als Antragsteller, Herr Harms auS Elberfeld, der voriges Äahr in Gemeinschaft mit Herrn Knöllner auf der Geueralvcr- sammlung in Berlin den Antrag auf Verständigung stellte, mittler- weile aber, wahrscheinlich durch eine fette„Agitatorenftelle" geködert, nus einem Paulus ein Saulus wurde— haben sich von den, im preußischen Regicrungsinteresse arbeitenden Leitern und Agitatoren des„Neuen-- bestimmen lassen, jeden Versuch zur Verständigung Zurückzuweisen. Die zur Motivirung dieses Schritt'S in der Re- svlution ausgesprochenen Beschuldigungen gegen unsere Partei sind so albern, daß jedes Wort dnr Entgegnung Papier- und Zeit- Verschwendung wäre. Auch das blödeste Auge wird nunmehr klar sehen, daß die --Führer" des Allgemeinen deutschen Arb.-Vereins, welche die Mit- ftlieder vollständig beherrschen, die entschiedensten Feinde einer Bereinigung der beiden sozialdemokratischen Parteien sind und daß sie eine solche unter keinen Umständen zulassen wollen. Wir empfehlen die Beschlüsse der Frankfurter Generalversammlung be- 1° Uders jenen Parteigenossen zur Beachtung, welche mit kindlicher Ngivetät� behaupten, der Streit rühre blos von den Reibereien zwischen den Redactionen deS„Neuen Sozialdemokrat" und des "Volksstaat" her. Die Generalversanimlung erklärt ausdrücklich, �ß sie weder mit nnsrer Organisation, noch mit unserm Programm, 'wch mit unsrer Taktik sich einverstanden erklären könne. Bismarck- ®tieber wird diesen Wink mit dem Zaunpfahl verstehen: die "Reichsfreunde" vom„Neuen" haben mit den rwolutionaren Be- strebungen der Internationalen Nichts zu schaffen! Wir dürfen mit Sicherheit erwarten, daß der Parteicongreß °uf diese unzweideutigen Beschlüsse hin sich nicht weniger klar aus- sprechen und entschieden Stellung nehmen wird. Daß die Führer des Allgemeinen deutschen Arbeitervereins die von ihnen dirigirteu «fbtiter im Interesse der preußischen Regierung mißbrauchen, um Arbeiterbewegung zu spalten und abzuschwächen, daS liegt nun •"Ohl so offen zu Tage, daß wir getrost sagen können: wer es Wst noch nicht einsieht, der ist unfähig, die Arbeiterbewegung in shrem Wesen zu begreifen, oder er ist unser Gegner. ..... '-"»»r Su e« itt 4 e» c« iß« rt- »i £« "h o# »- e« er tf ,1' f" »l e» lhj S na in itt ti- .l« Spaltusg der Arbeiterpartei in Oesterreich. Wir haben bisher in dieser Angelegenheit eine vollständig neu- »ale Haltung beobachtet und ruhig die Entwicklung der Dinge Tirfolgt. Dieselbe ist nunmehr bis zu dem Grade gediehen, wo «"w uns veranlaßt sehen müssen, unser Schweigen zu brechen. Die bekannte Resolution Oberwinder's über die Wahlre- i»rm erregte allerdings unfern Verdacht. Eine„Wahlreform", welche anstatt indirekter Wahlen direkte einführt, aber den vöchstbesteucrten allein das Wahlrecht läßt, muß von einem ehr- schen Sozialdemokraten, der nur das allgemeine, gleiche und ttefte Wahlrecht im Auge haben kann, stets als unbedingt ver- werflich bezeichnet werden. Herr Oberwinder dagegen faßte nicht J*« eine Resolution zu Gunsten dieser reaktioniiveu Wahlresorm ' sondern erblickte in ihr auch noch einen„Fortschritt und Schutz gegen staatsfeindliche Elemente". Welch ein Sozialdemokrat, der Schutz gegen„staatsfeindliche Elemente" braucht! chon der Umstand, daß die österreichische Regierung den . esetzentwurf zu einer Wahlresorm einbrachte, hätte instinktiv Nlnen reaktionären Charakter wittern lassen müssen; ein ächter Sozialdemokrat hätte ihn verworfen, ohne seinen Inhalt zu kennen, und Herr Oberwinder stimmt ihm zu und fordert alle öfter- machen Arbeiter auf, ihm zuzustimmen! • �«rei« brach sofort loS. Diejenigen, welche sofort fühlten, Jr» Hie sozialdemokratischen Prinzipien nicht mit„liberalem" Schwindel versetzt werden können, traten dem Gebühren Oberwinders "-n feindlich gegenüber. Wir wurden von den beiden Fraktionen bestürmt, in dem Hptreite Partei zu nehmen. Wir thatcn dies nicht und wollten, wi« Heinrich Scheu uns bezeugt(„Gleichheit" Nr. 10), die wwebcnden Differenzen auf schiedsrichterlichem Wege gelöst sihen. Die Wiener Parteigenossen, welche die Wahlreform-Reso- wtion verwarfen, stimmten dem zu. Unser Parteiausschuß that sein -Röglichstes, um auf schiedsrichterlichem Wege zu einem Resultate gelangen. Nicht nur aber lehnten Oberwinder und Genossen bil« von Andreas Scheu vorgeschlagene Schiedsgericht ab, son- auch die Vermittlungsversuche des Parteiausschusses wurden Herrn Dorsch, einem Parteigänger Oberwinders, in auf- «�llend schroffem und barschen Ton abgelehnt.„Es hat mich ge- wundert", poltert Herr Dorsch,„daß Sie nach den Erfahrungen . tr letzten Wochen noch immer daran glauben, wir könnten uns gleiten(!) lassen, durch Einberufung eineS Schiedsgerichts die „Herren Scheu und Genoffen noch als Parteimitglieder anzuer- ..uen--____„Eine Versöhnung mit solchen Leuten ist unmög- und unklug"(Aha!).„Um Ihre etwaigen Erfolge werden lich d. ja b ti A. spr ..'— UUllUty„ UUl viivuvyv«------" Sie nicht beneiden und uns sogar enthalten, eine weitgehende jr�emik mit Ihnen zu führen. Schließlich theile ich Ihnen noch daß gerade bei unseren zuverlässigen tüchtigen Genossen der 0"tta8, den bereits entschiedenen Streit durch den Macht-s �uch x�er einzelnen Person, welche die österreichischen Ver- ?«"sisse vielleicht nicht einmal zu beurtheilen vermag, endgültig "cheiden zu lassen, geradezu Enttüstung hervorgerufen hat". Wir bemerken dazu, daß man in Hamburg vorgeschlagen hatte, w'tnell einen deutschen Parteigenossen zum Studium und zur Beurtheilung des Conflikts abzusenden. Betonung war aber ent schieden auf da» Schiedsgericht gelegt. Dasselbe sollte ans i österreichischen Parteigenossen aus Wien und den Provinzen mit einem von den deutschen Parteigenossen empfohlenen Obmann bestehen. Dies ganze Benehmen Oberwinders und seiner Trabanten wäre unS räthfelhaft geblieben, wenn uns unterdessen nicht andere Dinge zur Kenntniß gekommen wären. Wir wissen nun, warum jenen Herren eine Versöhnung unmöglich ist, warum sie kein Schiedsgericht wollen. Bekanntlich sollte das Blatt„VolkSwillc", das unter der Redactio» Oberwinders natürlich aucb in„liberalem Sozialismus" machte, aus einem Wochenblatt in ein tägliches Blatt verwandelt werden. Seit geraumer Zeit schon steuern die österreichischen Arbeiter ihre sauer verdienten Kreuzer für das„tägliche Blatt". Ein solches verschlingt nämlich in Wien horrible Summen durch Stempel, Concurrenz u. s. f. Endlich kündigte Oberwinder a» daß„der Mann, welcher das Geld zur Caution für den„Volks- willc" beschafft, die noch fehlenden Geldmittel zu S Proc. Zinsen vorgeschossen habe". Dieser Mann ist Herr Banquier Simon Deutsch. Bald darauf zirkulirtcn zwei Aktenstücke. Das eine, auch im „Volkswille" abgedruckt, war an die österreichischen Arbeiter gerichtet und lautete wie folgt:„Arbeiter Oesterreichs! Parteigenossen Nachdem dem„Bolkswille" der Verschleiß noch immer nicht ge stattet ist, müssen wir auf die Absicht, denselben täglich erscheinen zu lassen, verzichten. Wir werden daher vom 1. Juni d. I. uebcn dem als Wochenblatt forterscheinendcn„Volkswille" ein neues Bolksblatt:„Die Volksstimme" täglich herausgeben. „Auch dieses Blatt wird ein Arbeiterblatt im wahren Sinne deS Wortes sein. Wir werden nach wie vor das Unrecht, die Corruption und den Schwindel bekämpfen, für die gerechten Forderungen des arbeitenden Volkes mit Entschiedenheit eintreten, und somit allen Anforderungen, die an ein tüchtiges Volksblatt gestellt werden können, zu entsprechen suchen. Vor den unausbleiblichen Anfeindungen, die einem Blatte wie dem unsrigcn nicht fehlen können, werden wir niemals zurückschrecken.„Viele Feinde, viel Ehre." Mit stiller Verachtung werden wir die jenige» behandeln, welche in der letzten Zeit uns mit den ge meinsten Verleumdungen überhäuft haben, welche Alles zerstören wollen, aber nichts zu schaffen vermögen. Die Geschichte aller Parteien weiß von solch' traurigen Thatsachen zu erzählen. „Arbeiter, denkt über Euere Lage und über die Verhältnisse Euerer Partei nach! Wenn Ihr Euere Interessen erkennt und sie wahren wollt, so ist eS Euere Pflicht, für die Verbreitung des Blattes zu sorgen. Unter den jetzigen Zuständen habt ihr kein andere? besseres Mittel, um für die Verbreitung unserer Grundsätze zu wirken. Wenn Ihr in Gleichgiltigkeit verharrt, so habt Ihr nur Euch selbst damit geschadet. Nur die Presse kann für die Arbeitersache wirken, die von den Arbeitern unterstützt wird Der Jndifferentismus aber, oder das vom Neid geschürte Miß- trauen, können nur in Eueren eigenen Reihen Zersplitterung und Ohnmacht erzeugen und Euch langjährigen, fruchtlosen Kämpfen entgegenführen. „Arbeiter Oesterreichs! Parteigenossen! Zaudert nicht und ergreift die gebotene Gelegenheit, einen großen Erfolg zu erringen.(Fol- gen die AbonuementSpreise k.) Wir können, insolangc der Zei- tungsstempel nicht aufgehoben ist, keinen geringeren Preis ansetzen. da wir nicht wie andere Blatter den Bestand deS Blattes vom Cultiviren deS BörscnsihwindelS abhängig machen können. Wir erwarten, daß dieser Umstand richtig gewürdigt wird und Euch zu noch größerer Thätigkeit anspornt. Die Herausgeber: Heinrich Oberwinder, Hugo GerberS, Heinrich Gehrke, F. Dorsch, Theodor Bonta." DaS andere, welches nicht im„Volkswille" abgedruckt wurde, circulirte bei den Bourgeois und lautete wie folgt: T. Wir beehren uns hiermit, Ihnen anzuzeigen, daß wir neben der seither zweimal in der Woche erschienenen, insbesondere in Arbeiterkreisen und unter den Gewerbetreibenden sehr verbreiteten sozial-politischen Zeitschrift„Bolkswille" vom 1. Juni d. I. an auch ein täglich erscheinendes sozial-politischeS Volksblatt:„Die Bolksstimme" herausgeben werden. Dieses Blatt ist durch seine unabhängige Stellung allein im Stande, die Interessen aller Ar- bettenden rücksichtslos zu vertreten. Das verletzte Recht wird von uns in Schutz genommen, die Corruption und der Scandal, wo sie anzutreffen sind, schonungslos bekämpft werden. Tüchtige und friscke Kräfte, erprobt auf allen Gebieten menschlichen Wissens, sind für das Unternehmen gewonnen. An Gediegenheit deS In- Halts wird daher unser Organ alle Volksblätter überragen. Reben der Besprechung politischer TageSftagen wird auch der Er- örterung der wichtigsten Frage unserer Zeit, der sozialen Frage, ein gebührender Play angewiesen werden. Das Publikum wird unterrichtet werden über die sozialen Verhältnisse aller Länder, sowie über den Stand der Arbeiterbewegung. Es ist dies für den Kaufmann, den Beamten, den Fabrikanten und den Lohnarbeiter von Interesse. Gerechte Forderungen der Arbeiter, mögen sie nun Handarbeiter, geistige Arbeiter oder Ackerbauer sein, werden bei uns Unterstützung finden, unberechtigten Forderungen aber, wie Ausschreitungen roher Elemente, werden wir, die wir für die ruhige Fortentwicklung des Staatslebens wirken, ent- schieden entgezentteten. � � � � Wir hoffen aber auch, daß unS alle arbeitenden Bürger durch Abonnements und Inserate die nothlge Unterstützung zukommen lassen werden, weil, wie unser Programm zeigt, wir unS den Ein- uahmSquellcn fernhalten, welche mit den Principicn nicht überem- stimmen, die wir vertreten. Wenn wir weiters unS auch nicht mit bildlichen Darstellunzen befassen werden, welche in der letzten qeit von sogenannten Volksblättern mit besonderer Vorliebe ein- geführt wurden, so werden wir dagegen Alles bieten, was geeignet ist. Aufllärung, Gesittung und Belehrung zu verbreiten. Indem wir Sie ersuchen, uns baldigst den untenstehenden Abonnements- schein ausgefüllt zuzusenden, zeichnet hochachtungsvoll für die Herausgeber der„Bolksstimme": Heinrich Oberwinder. Das Blatt„Volksstimme", daS wegen eingetretener Hindernisse erst vom 1. Juli ab erscheinen soll wird also»fär die ruhige Entwicklung des StaatslebenS" wirken So kündigt Herr Oberwinder der Bourgeoisie an, um Abonnenten und Inserate z» erhalten! Da« ist- fassen wir uns kurz- offe,tt.ar Herrath an der Sache der Arveiter. Tu österreichischen Arbeiter haben nicht für ein reaktionäres Blatt» das„für die ruhige �ntwick- lung des Staatslebens" wirken wck, beigesteuert, sondern für ein internationales,-revolutionäres Ärbe.terorgan. Wenn Herr Oberwinder die Gelder der österreichischen Arbeiter zu einem Bourgeoisblatt verwendet, um, ich und seinen Trabanten eine s,.!." in ick äffen, verrath und betrügt er die Ar- heiter, die vertrauensvoll ihre Pfennige in seine Hände gelegt, und wenn Herr Simon Deuffch ihn in diesem Unternehmen unter- stützt, ist er einfach Oberwinders Mitschuldigen. Arbeiter Oesterreichs! Man will euch� inS Schlepptau der Bourgeoisie nehmen, man verräth und betrügt euch, um deu So- zialismuS zu venvässern und eure Bewegung zurückzustauen. Ihr werdet die„Volksstimme" als ein Bourgeoisblatt mit Ver- achtung von euch weisen und für die Verwendung eurer Gelder Rechenschast verlangen. Reißt den Wölfen die Schafpelze, den Pseudosozialisten die rothcn Masken herab und stoßt die Ver- räther aus euren Reihen! >v y Gewerksqenvssenschaftliches. Internationale Gewerkschaft der Metallarbeiter. Kannover. Endlich nach vielen Bemühungen ist uns gelungen, eine Mitgliedschaft inö Leben zu rufen. Zwar ist die Mitglieder- zahl(30 Mann) noch klein, doch es wird uns schon gelingen, sie zu vergrößern; an reger Agitation fehlt eö nicht. Am 26. Mai haben wir uns constituirt und wurden zum Be- vollmächtigten F. Weykopf, zum Cassirer Jwele, zum Schriftführer der Unterzeichnete und zu Kevisore.n Hölzer, Küper und Peter» gewählt. Die Adresse des Bevollmächtigten ist: F. Weykopß Klagesmarkt 13, 3. Etage. Anweisung auf Reiseunterstützung wird bei demselben— Mittags von 12— halb 2 und Abends vo» 6— 8 Uhr ausgestellt. A. Klimesch. Hyemnih. Da es von der größten Nothwendigkett, ist daß vorkommender Wohnungs- Wechsel der Bevollmächtigten u»S sogleich darüber bekannt wird, weil wir laut Beschluß der General- Versammlung die Adressen der sämmtlichen Bevollmächtigen jede» Monat, im„Volksstaat" bekannt geben sollen, so fordern wir alle Bevollmächtigten auf, binnen 8 Tagen ihre Adressen an G. Schubert, Lindcnstraßc 5, Chemnitz, einzusenden. Das Generalversammlungsprotokoll wird in den nächsten Tagen verschickt werden. Der Ausschuß. Gewerkschaft der Holzarbeiter. Wien. Die Gewerkschaft der Holzarbeiter Wiens gibt alle» Fachgenossen bekannt, daß ihr Vereinslokal, Wien Mariahilf Stumpergasse, Gasthaus zum„Florian" sich befindet, woselbst auch Arbeit vermittelt wird. Im Interesse aller Holzarbeiter wird da- rauf aufmerksam gemacht, daß keine Nachfrage nach Arbeitskrast, sondern das Gegentheil herrscht und der Verdienst in keinem Ver- Hältnisse zu den hohen Lebensmittelpreisen steht. Verein der Böttcher(Küper). Werkln, 6. Juni. Der erste allgemeine deutsche Böttcher-Con- greß wurde den 1., 2. und 3. dfS. Mt«. in dem Heise'schen Lokale (LandSbcrgerstr. 15) abgehalten. Es waren 20 Delegirte aus de« Städten Berlin, Breslau, Hamburg, Altona, Bremen, Leipzig, Dvesden, Magdeburg, Halle, Döbeln, Halberstadt und Birnbaum anwesend. Herr Legger(Berlin) eröffnete den Congreß unter herz- licher Begrüßung der auswärtige» Delegirten. Redner schilderte in längerer Rede die schlechte materielle Lage der Böttchergehilfen, die insbesondere in der Ermangelung jeder Organisation ihre Ursache habe. DieS der Grund der Einberufung des CongreffeS, auf dem nun ein fester, einheitlich-centralisirter, vollständig Partei- loser Böttchergehilfen- Verband geschlossen werden solle. Nach ge- schehener Mandatprüfung wurden die Herren Denckmann(Ham- bürg) zum ersten, Hirtzel(Berlin) zum zweiten und PolterS(Dres- den) zum dritten Vorsitzenden und Hinze(Berlin) zum Schrift- führer gewählt. Hierauf wurde einstimmig die Gründung eine» Böttchergehülfen-Vereines beschlossen und erlauben wir unS einige wesentliche Punkte auS den festgestellten Vereinsstatuten mitzutheilen: „Der Verein führt den Namen„Allgemeiner Böttcher-(Küpcr) Verein". Zweck desselben ist die Ehre und die materiellen In- tcressen seiner Mitglieder zu wahren und zu fördern. Die leite«- tenden Grundsätze zur Erreichung dieses Zweckes sind:„För- derung deS Berufes, Feststellung und Aufrechterhaltung der Arbeits- preise, Abkürzung der übermäßig langen Arbeitszeit, Einführung von Unterstützung für reisende Mitglieder. Den Verheiratheteu wird als Ersatz dafür im Todesfalle ein Beerdigungsgeld gewährt. Ferner unentgeltliche Arbeitsvermittelung, Errichtung von Kranken- und Sterbekassen u. s. w. Jeder unbescholtene Böttcher(Küper), der ein Eintrittsgeld von 5 Sgr.(17'/, Kr. südd., 25 Kr. österr.) entrichtet, kann Mitglied des Vereins werden. Die laufende Steuer bettägt wöchentlich 1 Sgr. Die Leitung des Vereins liegt eine« aus 7 Personen bestehenden Vorstande ob. Die Controle über denselben übt eine auS 5 Personen bestehende Controlcommission, die jedoch nicht am Wohnorte deS Vorstandes domizilirt sein darf. Der Berein umfaßt alle Collegenkreise Deutschlands, Oesterreich» und der Schweiz. Das Vermögen d«S Vereins ist in sichere» Werthpapieren zinsbar an- und in einer sicheren Bank niederzn- legen, für die Tageskasse aber ein laufendes Conto zu eröffne». Sobald dieselbe 200 Thlr. erreicht hat, so müsseji— wie obe» angeführt— 100 Thlr. angelegt und übergeben werden, so daß 100 Thlr. in der Kasse bleiben. Gelder von der Bank könne» nur im Beisein von mindestens zwei Ausschußmitgliedern von de» Kassirer gekündigt und erhoben werden. Alljährlich muß eine Generalversammlung stattfinden. Der Ort, wo dieselbe stattstnde» oll, wird von der Generalversammlung bestimmt. Alle Erlaffe und wichtigen Beschlüsse deS Vorstandes müssen in dem Berein«- organe veröffentlicht werden und von mindestens zwei Vorstand«- Mitgliedern unterzeichnet sein. Jede Mitgliedschaft muß als solche mindestens auf ,e ei« Exemplar derselben und zwar auf Koste» der Mitglieder abonnireu." Der Congreß acceplirte serner fol- genden von Herrn Winter(Lechzig) gestellten Antrag:„Die Mit- glieder dürfen sich in den Vereinsorganen nicht gegenseitig befehden, auch sind die Vereinsorgane gehalten, keine derartige Anfeindunge» aufzunehmen." Hierauf wurden der„Volksstaat" und„Neue Soz.» Demokrat" zu Vereinsorganen gewählt. Endlich wurde Berlin zu» Borort, Dresden als Sitz der Controlcommission und Hamburg als Ort der nächstes Jahr abzuhaltenden Generalversammlung, und Herr Hirtzel(Berlin), Köpnickerstraße 151, 3 Tr., zum erste» Vereinsvorsitzenden gewählt. Correspondenzen. Leipzig, 10. Juni. Auf Wunsch bringen wir nachstehende Er- klärung zum Abdruck, welche die sozialdemokratische Arbeiterpartei zu Chemnitz am 19. Mai zu erlassen beschloffen und auch bereit» in der„Chemnitzer Freien Presse" erlassen haben: „Die Cheinnitzer Mitglieder der sozialdemokratischen Arbeiter- partei haben in mehreren Sitzungen sich mit den zwischen de» Redaktionen des„Volksstaat" und der„Chemnitzer Freien Presse" schwebenden Differenzen beschäftigt, sich auch über den Inhalt der verschiedenen in Frage kommenden Aufsätze gehörig informirt und sind hiernach dazu gelangt, Folgeudes deu beiden gedachten Blätter» zur Veröffeutlichuug zu überreichen: »Ich r"„Wir können rt an und für sich nicht beklagen,»«nn inner- halb unserer Partei durch das Vorhandensein mehrerer Partei- dlätter die Möglichkeit gegeben ist, Meinungsdifferenzen abzuklären, »uzuläffig aber erscheint cS, daß ein Streit zu offenbarer Feind- feligkeit ausartet. „Was den vorliegenden Fall betrifft, so halten wir ihn für er- ltdigt und wollen deshalb auch, um nicht»euerdingS Ocl ins Feuer zu gießen, darauf verzichten, ein Urtheil zu fallen und somit Partei zu ergreifen; wir werden aber deusenigen Theil als de» Sämldigcn ansehen, welcher die Streitigkeit zuerst wieder auf- nimmt. „Hie, von unabhängig ist es, wenn wir zu verhindern suchen, daß nach Außen hin die Annahme Boden gewinnt, als wenn zwischen der Redaktion der„Chemnitzer Freien Presse" und uns Zcr- würfnisse vorlägen. Wir erklären deshalb, daß wir der Redaktion der„Chemnitzer Freien Presse" und insbesondere dem hauptsächlich angegriffenen Parteigenossenen Vahlteich nach wie vor unser volles Vertrauen schenken. „Was die Ausstellung eines ReichStagS-Kandidaten für den Chemnitzer Wahlkreis betrifft, so werden wir s. Z. eingehend prüfen, welche Persönlichkeit am geeignetsten erscheint und der zum Zweck der Wahlagitation einzuberufenden LandeSversammlung unseren Borschlag machen." Die Chemnitzer Mitglieder der sozialdemokratischen Arbeiterpartei. Der Absatz, welcher mit den Worten beginnt.„Was den vor- liegenden Fall betrifft" und mit den Worten endigt,„zuerst wieder ausnimmt" wurde mit 41 gegen 29 Stimmen angenommen; die Minderheit war für Einsetzung eine» Schiedsgerichts. Der ganze übrige Theil der obigen Erklärung wurde mit 50 gegen 19 Stimmen angenommen. Adolph Uhle, Vertrauensmann. Wir glaubten die Veröffentlichung dieser Erklärung nicht ab- lehnen zu sollen; die gauze Angelegenheit ist damit zu Ende gc- Äihrt und weitere Auseinandersetzungen finden im„Bolksstaat" keinen Raum mehr. Redaktion des„Bolksstaat" Känichen bei Possendorf. In Neu-Welschhufe bei Dresden hat sich eine Parteimitgliedschaft konstituirt, die 52 Mitglieder zählt. Jeden Sonnabend findet Versammlung statt. E. Mehner. Vertrauensmann. Berkin. Nachdem es den Bemühungen unserer wackern Lucken- walder Parteigenossen gelungen, in Dahme Boden zu gewinnen, hielten wir dort am ersten Pfingstfeiertag eine sehr gut besuchte Volksversammlung ab, in der ich über dw„Lage der Arbeiter und Klcinmeister" refcrirte; unterstützt wurde ich hierbei durch die trefflichen Ausführungen unserer Parteigenossen Ehrhardt aus Luckenwalde und Simon, sowie unfteiwilliger Weise durch den ortsansässigen Schuhmachermeister Lipperbach. Die Versammlung zollte unfern Rednern großen Beifall und traten zum Schluß Z0 Mann unserer Partei bei, denen indeß eine größere Zahl folgen wird. Für unsere Dahmer Freunde will ich wiederholen, daß gerade Herr Lipperbach für meine Ausführungen den schlagend- fien Beweis gegeben hat. Wenn nämlich jeder seiner 20 Geselle» täglich für 5 Thaler Waare verfertigt, so kommen davon nach Herrn Lipperbach's Angabe 70 Proz. für Material(Leder-c.) 3 Thlr. 15 Gr., 20 Proz. Lohn 1 Thlr., 5 Proz. für Borschuß- losten ic. 7 Gr. 6 Pf., 5 Proz. Antheil dcS Herrn Lipperbach 7 Gr. 6 Pf. Angenommen selbst, diese Zahlen seien richtig,(5 Proz. für Vorschuß:c. ist eine Unmöglichkeit) so geht daraus hervor, daß der Geselle an seiner Arbeit verliert: 7'/, Gr. an Kapital- gewinn, 7'/, Gr. an Unternehmergewinn; Herrn Lipperbach steckt aber täglich 20mal 7'/- Gr. ist 5 Thlr., ein.„Spart" er nun diese von seinen(?) Gesellen erarbeiteten 5 Thlr. so wird er bald im Stande sein, auch die 5 Thlr. Kapitalgewinn einzustecken, also von 1'/, Thlr. neugeschaffenen Werthes 1 Thlr. dem Schöpfer desselben, tli Thlr. Herrn Lippcrbach; wenn das nicht Ausbeutung ist, dann mag Herr Lipperbach den richtigen Namen dafür finden. Aber „spart wie ich", sagte Herr Lipperbach in der Versammlung,„dann werdet ihr eS zu etwa» bringen". Merkts euch,„spart" wie Herr Lipperbach. Ed. Bernstein. Spandau. 5. Mai 1873. Vor einiger Zeit wurde Boblenz, eiftiger Parteigenosse, vom Kreisgericht Küstrin wegen Schmähung der Staatskirche zu 3 Monaten Gefängniß verurtheilt. Derselbe wird die Appellation einleiten. Boblenz war zum Besuche in seinem HeimathSdorf, in Oderbruch und soll, wie die Anklage be- hauptete, zu„drei" zum Abendmahl gehenden Männern gesagt haben:„nun, wollt ihr in die Verdauungsanstalt zehn?" Boblenz ist Dissident, hat in benanntem Ort tüchtig durch Verbreitung des„Bolksstaat" und der Parteischriften agitirt und ist somit vom Küster und Pfaffen der Staatsanwaltschaft denunzirt worden. Weiter ist ein eifriger Parteigenosse NamenS Bartke bei Auflösung der letzten Volksversammlung arretirt, wegen„Vergehen gegen die Staatsgewalt angeklagt und zu 8 Tagen Gefängniß verurtheilt worden; von 11 Zeugen hat man nur einen gerichtlich vorgeladen. Appellation wird eingeleitet. Außerdem ist noch ein NichtPartei- genösse arretirt und der Staatsanwaltschaft übergeben worden. W. Fischer, Vertrauensmann. Luckenmakde. In Forste fand kürzlich eine Volksversammlung statt, wozu Hasselmann erschien. Seine Anhänger erhielten das Bureau und stürzten die Tagesordnung um. Nun referirte Hassel- mann; es wurde ihm jedoch gründlich heimgeleuchtet und es soll ihm stets sauer werden, sobald ihn die Lust anwandelt, hier für seine Sache Propaganda zu machen, da ich als ftüheres Mitglied des„Allgemeinen deutschen Arbeitervereins" seinen Schwindel kenne. Hasselmann hat in erwähnter Versammlung geäußert, er werde auf der Generalversammlung zu Frankfurt darauf hinarbeiten, daß keinem„Eisenacher" bei der Reichstagswahl die Stimmen der Mitglieder des„Allgemeinen deutschen Arbeitervereins" gegeben würde. Also waren die schönen Phrasen des„Neuen" vom„Zu- sammengehen bei den Wahlen" eitel Dunst. Warnz. In der Strike-Abrechnung der Schuhmacher(„Volks- Saat" Nr. 45) ist in der fünften Zeile die zweite Sendung von nterstützungen durch Zilger in Dresden, ein Betrag von 15 Thlr., weggelassen worden. I. Kilb. * Aus dem Mesentyak(Baden) wird uns Folgendes berich- tet:„die sozialdemokratische Arbeiterpartei gewinnt mit jedem Tage mehr Boden, und besonders in Lörrach entwickeln unsere Freunde eine rühmenswerthe agitatorische Thätigkeit. D.'.ß unsere Bourgeois, die Fabrikanten, diese Bewegung mit Mißtraneg betrachten, ist natürlich, und deshalb sind die Herren auch bemüht, dieselbe mit allen Mitteln zu hindern. So ist vor einiger Zeit der Vertrauens» mann der Lörracher Parteigenossen gemaßrcgelt worden. Man hoffte wahrscheinlich, durch diese Maßregelung denselben vom Orte zu entfernen, und so die weitere Ausbreitung der Bewegung zu verhindern. Da der betreffende Arbeiter ein Wolldrucker, und nur «ine Wolldruckerei am Orte, so war der Plan so übel nicht ge- Wesen; schade nur, daß der Betreffende den Herrn einen Strich durch die Rechnung machte und bei einem Färber in Arbeit trat. Wenn der Gemaßregelte— wie du mir, so ich dir— jetzt rück- sichtslos vorgeht, so darf daS Niemand wundern. So viel steht fest: der Boden in hiesiger Gegend ist gut vorbereitet, die Saat wird reichlich Früchte tragen. Noch einige derartige Maßregelungen und die„Herren" dürften mit Schrecken gewahr werden, daß unter der dünnen Rinde scheinbarer Zuftiedenheit eS mächtig grollt und gährt."— So weit unser Berichterstatter. Wir wollen nur noch hinzu- fügen: daß wir hoffen, die dortigen Arbeiter werden sich durch derartige kleinliche Maßregelungen Einzelner weder reizen, noch einschüchtern lassen. Wenn die Herren Fabrikanten den Kampf absolut durch Maßregelungen der bei ihnen in Arbeit stehenden Parteigenossen führen wollen, gut! dann soll schon dafür gesorgt werden, daß Leute an die Spitze der Bewegung treten, die außer- halb des Bereiches der Ausbeuter stehen und unabhängig gen na sind, rücksichtslos handeln zu können. Agitirt nur, Arbeiter, Partei- genossen! immer ruhig und besonnen vorwärts. Indem ihr der Partei neue Mitglieder zuführt, rem„Bolksstaat" neue Abonueu- tcn gewinnt, werdet ihr, wenn auch langsam, aber sicher zum Ziele kommen. Anmerkung: In uächster Nummer werden wir einen längeren Artikel aus der Feder eines Arbeiters über die Arbeitervcrhältuiffe im badischcn Wiesenthal bringen. Red. d. V. Köln Am 28. Mai fand in dem Lokale des Herrn Weber, Kämmergasse, eine zahlreich besuchte Tischlervasammlung statt, mit der Tagesordnung: Produktivgcnossenschaftcn im Gegensatze zur Lohnarbeit. Der Referent, Schmitz, war durch dringende Ge- schäftc verhindert, zu erscheinen, obgleich es für unö von großer Wichtigkeit war, diese so wichtige Sache vom wissenschastlichen Standpunkte aus behandelt, zu hören. In Ermangelung dieses wurde nun die Sache vom praktischen Staudpunkte behandelt und es nahm da zuerst das Wort Heinrichs. Derselbe erläuterte in verständlichen Umrissen die Nolhwendigkeit der allmahligen Einführung der Produktivgcnossenschasten als das Endziel der Be- strebungcn der Gewerkvereine, verglich die jetzige Lohnarbeit mit der genossenschaftlichen Produktion, hob dann namentlich hervor, daß die genossenschaftliche Arbeit durch StaatSkredit endgiltig gc- regelt werden müsse, während aber der heutige„Staat" die vor- handenen Mittel für„nach seinem Prinzip" nothwcndigcre Dinge (Kanonen, Festungen ic.) verbrauchen müsse. Er unterstütze nur eine Schaar von Aktiengesellschaften nnd sonstige Ausbeuter. Redner empfahl daher denjenigen Gewerkeu, denen es eben mög- lich, die Gründung von Produktivgenoffenschaften, um erstens dem herrschenden System den Beweis der Möglichkeit zu liefern, daß die Arbeiter, wenn sie genossenschaftlich organisirt sind, weit prak- tischer und billiger produziren, als die heutigen AusbcutungSgcscll- schaften und zweitens auch für die späteren Zeiten die nöthigen Proben und Erfahrungen anzusammeln, welche unbedingt erforder- lich sind, bevor die Gesammlheit durch den wirklichen Staat des arbeitenden Volkes genossenschaftlich organisirt werden könne. Drittens würden dadurch dem Kleinmeisterthum die besten Arbeits- kräfte entzogen und es würde sich dadurch der Auflösungsprozeß des Kleinbürgerthums desto rascher vollziehen. ES sei Thatsache, daß die kleinen Handwerksmeister vor lauter reactionären Ansichten lieber sich zwischen der Concurrenz der jetzigen Großproduction der Bourgeoisie zermalmen ließen, als daß sie den natürlichen Gang der Geschichte beobachten wollten und so konsequenter Weise mit den Lohnarbeitern dasselbe Ziel verfolgten. Nachdem derselbe noch daS Schultzcsche System in Vergleich gezogen und an die Worte Schulzes erinnert, welcher sagte: der Arbeiter müsse viel zu stolz sein, um vom Staate ein Almosen zu verlangen und hierüber die gebührende Kritik geübt, ergriff daS Wort Schuhmacher. Derselbe behandelte die genossenschaftliche Arbeit vom wissenschaftlichen Standpunkte und wies die Möglichkeit nach, wie Produktiv-Ge- nossenschaften sehr glänzend bestehen könnten, verglich damit die jetzige Lohnarbeit, wo der Arbeiter am Jahresschluß immer mit Defizit seine Bilanz abschlösse, indem fast die Häste seines erzeugten WertheS als Nationalreichthum in den Besitz weniger Kapitalisten übergegangen sei, was natürlich bei Produktivgenoffenschaften nicht möglich, forderte schließlich die Anwesenden auf, nach Kräften mit beizutragen, damit der Staat der Arbeit bald zur Wahrheit werde und empfahl die Anschaffung von sozialdemokratischen Schriften, so- wie daS Abonniren auf das Organ, den„Bolksstaat", waS auch von Vielen befolgt wurde. Hernach trat Herr Müller, ein noch jugendlicher Arbeiter, auf, interpellirte Heinrichs, faßte diese Sache vom Rechtsstandpunkte auf und erinnerte an das dem Arbeiter zustehende Recht, den Kredit dcS Staates zu beanspruchen, denn man verlange vom Arbeiter alle Pflichten, mithin müsse ihm auch ein Recht werden. Er kritisirte ferner die Erziehung der arbei- tenden Klasse, in Folge welcher eben der Arbeiter heute noch so mangelhaft sein Recht begreifen könne und es so große Mühe koste, bevor man ihn im Kampfe für sein Recht mitwirken sehe, wies darauf hin, zu welchen Zwecken der Arbeiter heute gebraucht werde und forderte schließlich auf, dem Fachverein der Tischler beizutreten, denn nur durch vereinte Kraft könne dem Uebel abge- Holsen werden. Nach einigen Bemerkungen von Heinrichs schloß der Vorsitzende die Versammlung. Kaufmann, Schriftführer. Berlin l»Pai nigfi Sazial- demokratische Arbeiterpartei. ?tsirk«»ersammlu«gea. Vtoutag de» 16. Juni Abend» 8 Uhr: Landwehrftraße 11 bei Meister: Bortrag de« Herrn Sayser.— Der neue Gesetzentwuch. Nauntznstr. 31 bei Glabig: Bortrag de« Herrn Bernstein.— Frazekasten. Dienstag de» 17. Juni Abend» 8 Uhr: Gartenstr. 13/14 bei»ret; schneidet: Vortrag de« Herrn Baumann.— Frazekasten.■ Nur buoch Mitglieder eingeführte Gäste haben Zutritt. Da« Erscheiner �® aller Mitglieder ist nothwendig. Da» Agitation«comits. tit e i bchd Breslau Sozial-demokratische Arbeiterpartei. Montag, den 16. Juni, Abend» 8 Uhr: Ocffentliche Versammlung in„Kuhnert» Restauration", Borderblciche 7.— TagcZordnnng:„Ent- stehung und Zweck der Presse mit Bezug auf den neuen Prcßgcsetzentwurf/ Die Mitglieder fordere ich auf, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Gäste sind gern gesehen. H. Oehme. Sonntag, den 15. ds».. bei günstiger Witterung: Hemeinschaftticher Spaziergang mit Damen nach Pirscham. Sammelplatz in Voelkel'» Garten, an der Mauritius- tirche, Klostcrfiraße. Abmarsch Nachmittag» 3 Uhr. Parteigenossen und Freunde ladet zu recht zahlreicher Bctheiligung ein Der Bertraucn«inanu. £5 Dälitsil) bei Rochlitz Die Versammlung findet PunI 2 Uhr Nachmittag» statt. Clftmltltt-rt Soziol-dcmokrolischer Arbeiterverein. . B Montag, den 16. Juni, Abend» 9 Uhr Versammlung' in Hans ch'» Llublokal, Schaucnburgerstraße 14.— Tagesordnung! 1) Abrechnung. 2) Die Eolportage de»„Volksstaat". 3) Die Einigung«- strebungen.— Tie Mitgliedskarte» sind vorzuzeigen._ ttjtf 6< Für Hamburg. Allgemeiner deutscher Arbeiterverein. Lufltour per Dampfschiff nach Wedel, Sonntag, den 29. Juni 1873. Abfahrt der Dampfschiffe präriS 11'« Uhr von der Landung«- brücke(St. Paulh). Karten a 1 Schll.(incl. Musik) sind zu haben bei den Herren Llldcrf Neufir. 32; Spanoagel, RathhauSstr. 5; Lckie, Raboisen 91; Mohrmann, Raboiscn 90; Traumann, Dragonersiall 25; Hansen, Gr. Neumarkt 30! Plate, Stcinfir. 135; Zingclmann, b. d. Mührni 59; Jacobi, Lilienstr. H! Zig. Hoops, Kattrepel 25; Zig. Sperber, Balentientkamp 99; ZW Schultz-& J«ler, Neust. Fuhlemw. 60 Zig. Da« Lomitö. ftitlttlrthi*!* Schneider-Verein. �11 II UU Uli Eollegen! Wir machen ausmerksam auf den hiesige« Schneider« Verein und das auf der Neucnsirasie 45 errichtete ArbeNS Briefkasten de« Ausschüsse».' E» werden alle Mitglieder, resp. Vertrauensmänner, darauf ausmerksam gemacht, bei Angabe ihre« Wohnorte« den Kreis- Bezirk oder auch die nächste große Stadt anzugeben, wenn der Wohnort nicht eine bekannte große Stadt ist. Die Post kann unbedeutende Ort- schasten ohne da« nicht finden; auch gibt e» verschiedene Orte gleichen Namen«. Ferner find sämmtliche Briefe und Einsendungen zu frankiren; sonst verursachen sie doppelte Kosten. Für den Ausschuß: Fr. Lenz. der Redaktion. L. W.: Wir haben schon mehrere Berichte»u« Lörrach; der Ihrige wäre deßhalb nur Wiederholung. Senden Sie un« pünktliche Agitatonsberichte ein, aber machen Sie dieselben nicht zu lang. der Expedition: Schuldschein 131 von Schtt. Dresden gratis zurück. Vglr Werdau: Schr. 4 Gr. Ptrmnn Meerane: Schr. Thlr. 2. 24. 3. Plr« Heide: Ann. 24 Gr. Kst. Lrr Sz. Tama«: Schr. 18 Gr Schmdr Meyingen: Schr. Thlr. 2. 20. Hdlch Leipzig: Abonn. 2. Qu. 2 Thlr. Kttlr hier: Ab. Juni 4 Gr. 5 Pf. Liter. Ler. Augsburg: Ann. 28 Gr. Soz.-dem. Arb.-Partei daselbst: Ann. Thlr. 2. 11. A. Fnk hier: Ann 12 Gr. Hrg Neuschönefeld: Photogr. Thlr. 2. 17. 5. Oehme Breslau: Ann. 4 Thlr. 6 Gr. Rthg hier.- Schr. 10 Gr. Rmnn Berlin: Ann 5 Gr. Mllr hier: Ab. 2. Qu. 10 Thlr. A. Hsch Berlin: sragl. Adr! steht in Nr. 45 unter Königsberg. Englhdt Luckenwalde: Schr. 2 Thlr' Gcnosscnschastsbuchdruckmi.~ Anteilscheine bez. Antheilquittungen erhielten ferner: In Gießen E Orb Thlr. 1, G. Mtbrg 1, PH. Schmdt 1; in Reutlingen: Ehr. z~ 1, Bernh. Strn 1. Hadlich Fond für pol. Gcmaßregclte. Von Ptrsn Heide 6 Gr. Braunschweig Die Versammlungen der --------->---- ö Internationalen Metallarbeitergewerttae- naffenschaft finden zedeu Mniwoch Abend regelmäßig bei Schelldach. alte Knochenhauerstraße 13 statt. 6.1 Der Bevollmächtigte: 6. H. Müller, Scharrnstraße 22, ll. nachweisungS-Bureau, bei Herrn Matthe», woselbst da« Nähere zu erfahre» ist und ersuchen alle nach Hannover kommenden Eollegen, sich dem Vcrei» anschließen. Sonntag, den 15. Juni, feiert der Verein sein Erstes Stiftungsfest im Ballhofe. Zu zahlreichem Besuche ladet ein Der Vorstand de« Schneider- verein«. i->h! »B Dienstag, den 17. ds«. Abend», 8 Uhr: Allgemeine Versammlung. der Mitglieder der hier bestehenden GewerkSgenessenschaften». Fachvcreiad im_ Leipziger-Saal, Krcutzstraße 5. {ViVltll Internationale Mc allarbei erschast. Jeden Montag, Sitzung bei Arnhold, Reudnitzerstraße. Tagesordnung: Fortsetzung der Debatte in letzter Sitzung. Aufnahme neuer Mitglieder. älllfts Safe-Krafferie-Suiffe Eh. Wust. '* 35 nie de l'Arbre See 35 nahe am Lonvre. Dejeuners et Diners h tont prix. Kalte und wanne Speisen»» jeder Tageszeit.„Volksstaat",„Berner Bund" und französische Zeh nngen liegen aut. Iiier Zureisenden wird bereitwilligst jede ef' wünschte Auskunft ertheilt.[mk2j_ J Versammlung QUlttltt) Ä Sonnabend, den 15. Juni.-------... -PHUUll£ U» Sozial- dcmokraiischen Arbeiterpartei im Rosca' miiller'schen Gasthos zu Niederplanitz.— Tagesordnung: 1) Wahl eine« Agitativnscomite'«. 2) Innen Parteiangclegenheiten. Der Bertraoensmann. Thonberg Versammlung. «riritrmrein für Dhanberg und Umgegend. Montag, den 16 Juni, Abend« halb 9 Uhr: Der Vorstands Wiesbaden'Vi1" t* �„. werden hierdurch ersucht, die Adonncmentsgcld» für da» 2. Quartal baldmöglichst zu entrichten, damit die Unterzeichne auch ihre» Verpflichtungen genügen kann. Die Filial-Expedii>°n. Bestellungen aus da» 3. Quartal werden bei Gästwirth Götting, Schwalbacherstraße, entgegengenommen, sowie bei dem Unterzeichneten. Vom 1. Juli 1873 an ist meine Adresse: Platterstraße Nr. I6d Phil. Engelhard, Vertrauensmann ®'t Versammlungen der Internationalen Metallardeite� •«AAlUIUl gcwerkSgenoffenschast finden jeden Sonnabend«bent 8 Uhr. in Linduer» Restauration(Bergkeller) statt Der Bevollmächtigte: __ Karl Golle, Ronneburgcrstraße öo� .., Sozial., emakralischc«rbcilcrparlei \>wiwuu Unsere Mttgliederversammlunaen finden bis au Unsere Milgliederversaininlungcn finden bis auf leden Dienstag, Abend« 8 Uhr, im Lokale der„Polkshalle", bei H«" D-tzauer, statt._[6j_ Der Vertrauensmann. �ct Malerverein in Bremen erklär» den Strike der Gehülfen feit 1. Inn! f� beendet. ,, Zur gefällige« Beachtung!. Da ich zur Wiederherstellung meiner Gesundheit gezwungen bist-. gcre Zeit aus dem Lande eine Kur zu gebrauchen, bitte ich von l-'V iu odresfiren: Kleidermacher A. Rcimann, pr. Adr. v rich Scholler, Köpenick(Generals-Garten). g _____«. Sieimaan, Berlin, alte Jacobstr� Murr, Kapital. t i P t, f> rr in O OI.C.-._____' 1 A (Erschienen in 9 Lieferungen a iu e baffl,'#on'.«-"1. Kapital", gl-lchvitl°v dasselbe durch die Expedition de«„VollSstaat" oder durch mich yaden, welche erst �-----*-------- oz-c-�ftia 4 10 S g r.) «xpeoition de«„Bolksstaat" oder durch m>w--v- . Besitz der ersten, zweiten und dritten LieferunS, Werke« sind, werden dringend ersucht, entweder diese Lieferungen I 1 de»„Bolksstaat" zurückzuschicken---""tuell „«>"»» naai" zuruazuzwiaen Zahlung.»der die folgenden Lieserungen umgehend neu zu Hamburg, a a©etb, , eventuell v bestelle»- -_____ Ein Korbmachergehilfe lSrbort« imb flpfAfrtAM*!* augusi »öbingsroornjt- wird gesucht aus Export- und geschlagene Arbttt —__ W Eduard Lehmann, kl. Färbers Lt vi..-—----------------—_w .—-'_'******- A-tym u ii u i**» o___—--- j KritrÄir E. Easper.(«edattum uu° Z cherstr. 44». Drmr un, Vertag der GenosseuschaflSbuchdrudere