■— .1' vrschiwt wöibwMS 3 Mal in �cipjig. Besiillilngen nehmm alle Postanstalten und Buch« Handlungen de» In« und Auslande» an. Mlial-Expeditionen für di« Bereinigten Staaten: F.«. Sorge. vor 101 Hodollvn, N. J. A. Lönnecker, 98 S. Harket str. coro. Hadieon«e?. Chicago, III, Abonnementipreis: !?nr Preußen incl. Stempel« st-uerstl Sgr., für die übrigen Deutschen Staaten 16 Sgr. pro Quartal. ZSonatz-Abonmement« werden bei allen Deutschen Pcstanstaltcn auf den 2. u. S. Monat u. auf den 3. Mo- nat besonder« angenommen, im Kgr. Sachsen u. Hrtgth. Sachs.-Altenburg auc!> auf den 1. Monat k 5'', Sgr. angenommen. OrgandersozialdemokrattschenArbeiterpartelundderinternationalenGewerksgenlissenschasten. «r. 63. Ireitag, 8. August. 1873. Abonnements auf den„Volksstaat" für die Mcnale August und September zu Iv'o Neugroschen werden bei allen deutscheu Postaustalten, sür Sachsen und Herzogth. Sachsen- Altenburg auch für Monat August allein zu ö'/s Ngr., für Leipzig für August zu 0 Ngr. bei der Expedition Zeitzcrslraße 44. Pclersstrage 18 und bei Eolporteur Müller, für die Umgegend von Leipzig bei den Fitiatcxpcdilioneu: für Volkmarsdorf, Reudnitz, Neuschönefeld tc. bei O. Stelzer, Reudnitz, Kapellcngasse 11, 2 Tr., sür Plagwitz und Linde nan zc. bei Frau Hohe, Roßmarkt Nr. 9, in Lindenau, sür Eon newitz:c. bei Tcubcrt, Bornaischc Straße 197, für Klein- jschocher und Umgegend bei Fleischer, Nr. 87 daselbst ent- gegengenommen. Parteigenossen! ermüdet nicht, auch fernerhin allerorts nach Kräften zur Weitcrverbreitung dcS Parteiorgans beizutragen. Die Deduktion und Expedition des„Dolkestaat". An die Mitglieder der sozialdemokratischen Arbeiter- Partei. Da laut einer unscrm Vertrauensmann in Nürnberg gewor denen Verfügung des Königl. Commissairs zu Nürnberg die Ab- Haltung des ParteicongresseS in Nürnberg verboten ist, und da wir es für unzweckmäßig hielten, gegen diesen Erlaß bei der Kreis- regierung Berufung einzulegen, so soll der Congreß zur festgesetzten Zeit in Thüringen abgehalten werden. In einer der nächsten Nummern d. Bl. schon werden wir den Ort näher bezeichnen. Den Wortlaut der Verfügung werden wir in nächster Nummer bekannt geben. NamenS des Partei-AusschusseS: Th. �orck. „Das Kapital". Kritik der politischen Oekonomie von Karl Marx. Stoffandrang verhinderte uns seit zwei Monaten,, das„Nach wort" zur mehrfach verbefferten zweiten Auflage des obigen Werkes zur Kenntniß der Leser d. Bl.— die zugleich im Besitz der ersten Auflage sind— zu bringen. Das Versäumte wird hierdurch nach- geholt mit dem Bemerken, daß die Bourgeoisgelehrsamkeit auf die rhr am Schluß ertheilte Belehrung über die vielberufcne„Hegel- dmlektik" noch nichts geantwortet hat.— DaS„Nachwort" lautet: „Das Verständniß, welches„Das Kapital" rasch in weiten Kreisen der deutschen Arbeiterklaffe fand, ist der beste Lohn meiner Arbeit. Ein Mann, ökonomisch aus dem Bourgeoisstandpunkt, Herr Meyer, Wiener Fabrikant, that in einer während des deutsch- französischen Krieges veröffentlichten Broschüre treffend dar, daß der große theoretische Sinn, der als deutsches Erbgut galt, den sog. gebildeten Klaffen Deutschlands durchaus abhanden gekommen ist, dagegen in seiner Arbeiterklasse neu auflebt. „Die politische Oekonomie blieb in Deutschland bis zu dieser Stunde eine ausländische Wissenschast. Gustav von Gütlich hat in„Geschichtliche Darstellung des Handels, der Gewerbe-c.", na- wemlich in den 1830 herausgegebenen zwei ersten Bänden seines Werkes, größtentheils schon die historischen Umstände erörtert, welche die Entwicklung der kapitalistischen Produktionsweise bei uns hemm- ten, daher auch den Aufbau der modernen bürgerlichen Gesellschaft Es fehlte also der lebendige Boden der politischen Oekonomie. Sie ward als fertige Waare importirt aus England und Frank- reich; ihre deutschen Professoren blieben Schüler. Der theoretische Ausdruck einer fremden Wirklichkeit verwandelte sich unter der Hand in eine Dogmensammlung, von ihnen gedeutet im Sinn der sie umgebenden kleinbürgerlichen Welt, also mißdeutet. Das nicht ganz unterdrückte Gefühl wissenschaftlicher Ohnmacht und das unheim lichc Gewissen, auf einem in der That ftemdartigen Gebiet schul Meistern zu müssen, suchte man zu verstecken unter dem Prunk literarhistorischer Gelehrsamkeit oder durch Beimischung fremden Stoffes, entlehnt den sog. Cameralwissenschasten, einem Mischmasch don Kenntnissen, deren Fegfeuer der hoffnungsvolle Candidat beutscher Bureaukratic zu bestehen hat. „Seit 1848 hat sich die kapitalistische Produktionsweise rasch in Deutschland entwickelt und treibt heutzutage bereits ihre Schwin- belblüthe. Aber unfern Fachleuten blieb das Geschick gleich abhold. So lange sie politische Oekonomie unbefangen treiben konnten, schlten die modernen ökonomischen Verhältnisse in der deutschen Wirklichkeit. Sobald diese Verhältnisse in's Leben traten, geschah ks unter Umständen, welche ihr unbefangenes Studium innerhalb bes bürgerlichen Gesichtskreises nicht länger zulassen. So weit sie bürgerlich ist, d. h. die kapitalistische Ordnung statt als geschichtlich vorübergehende Entwicklungsstufe, umgekehrt als absolute und letzte Gestalt der gesellschaftlichen Produktion auffaßt, kann die politische Oekonomie nur Wissenschast bleiben, so lange der Klassenkampf latent(verborgen) bleibt oder sich nur in vereinzelten Erscheinungen vffenbart. „Nehmen wir England. Seine klassische politische Oekonomie sallt in die Periode des unentwickelten Klassenkampfes. Ihr letzter kroßer Repräsentant, Ricardo, macht endlich bewußt den Gegensatz brr Klasseninteressen, des Arbeitslohns und des Prosits, des Pro- MS und der Grundrente, zum Springpunkt seiner Forschungen, Mdem er diesen Gegensatz naiv als gesellschaftliches Naturgesetz Auffaßt. Damit war auch die bürgerliche Wissenschaft der Oekono- Mie bei ihrer unüberschreitbaren Schranke angelangt. Noch bei brbzeiten Ricardo's und im Gegensatz zu ihm trat ihr in der Per- Ion Sismondi's die Kritik gegenüber»*) ') Siehe meine Schrift:„Zur Kritik rc." S. 30.' „Die nachfolgende Zeit von 1820—30 zeichnet sich in Eng- land aus durch wissenschaftliche Lebendigkeit auf dem Gebiete der politischen Oekonomie. Es war die Periode wie der Vulgarisirung und Ausbreitung der Ricardo'schen Theorie, so ihres Kampfes mit der alten Schule. Es wurden glänzende Turniere gefeiert. Was damals geleistet worden, ist dem europäischen Contiuent wenig bekannt, da die Polemik größtentheils in Revueartikeln, Gelegen- heitsschriften und Pamphlets zerstreut ist. Der unbefangene Cha- rakter dieser Polemik— obgleich die Ricardo'sche Theorie aus- nahmsweise auch schon als Angriffswaffe wider die bürgerliche Wirthschaft dient— erklärt sich aus den Zeitumständen. Einer- seits trat die große Industrie selbst nur auS ihrem Kindheitsalter heraus, wie schon dadurch bewiesen ist, daß sie erst mit der Krise von 182S den periodischen Kreislauf ihres modernen Lebens eröff- net. Andererseits blieb der Klassenkampf zwischen Kapital und Arbeit in den Hintergrund gedrängt, politisch durch den Zwist zwischen den um die heilige Allianz geschaarten Regierungen und Feudalen und der von der Bourgeoisie geführten Volksmasse, öko- nomisch durch den Hader dcS industriellen Kapitals mit dem ari- stokratischcn Grundeigenthum, der sich in Frankreich hinter dem Gegensatz von Parcelleneigenthum und Großgrundbesitz verbarg, in England seit den Korngesetzen offen ausbrach. Die Literatur der politischen Oekonomie in England erinnert während dieser Periode an die ökonomische Sturui- und Drangperiode in Frank- reich nach Dr. Quesnay's Tod, aber nur wie ein Altweibersommer an den Frühling erinnert. Mit dem Jahr 1830 trat die ein sür allemal entscheidende Krisis ein. „Die Bourgeoisie hatte in Frankreich und England politische Macht erobert. Von da an gewann der Klaffenkampf, praktisch und theoretisch, mehr und mehr ausgesprochene und drohende Formen. Er läutete die Todtenglockc der wissenschaftlichen bürgcr- lichen Oekonomie. Es handelte sich jetzt nicht mehr darum, ob dies oder jenes Theorem wahr sei, sondern„ob eö dem Kapital nützlich oder schädlich, bequem oder unbequem, ob polizeiwidrig oder nicht. An die Stelle uneigennütziger Forschung trat bezahlte Klopsicchterei, an die Stelle unbefangener wissenschaftlicher Unter- suchung das böse Gewissen und die schlechte Absicht der Apologetik. Jndeß selbst die zudringlichen Traktätchen, welche die Anti-Cornlaw- leagne(Anti-Korngesetz-Liga), mit den Fabrikanten Cobden und Bright an der- Spitze, in die Welt schleuderte, boten, wenn kein wissenschaftliches, doch ei» historisches Interesse durch die Polemik gegen die grundeigenthümliche Aristokratie. Auch diesen Stachel zog die Freihandclsgesetzgebung seit Sir Robert Peel der Vulgär ökonomie aus. „Die continentale Revolution von 1848— 49 schlug auch ayf England zurück. Männer, die noch wissenschaftliche Bedeutung beanspruchten, und mehr sein wollten als bloße Sophisten und Sykophantc» der herrschenden Klassen, suchten die polltische Oeko- nomie deS Kapitals in Einklang zu setzen mit den jetzt nicht län- ger zu ignorirenden Ansprüchen deS Proletariats. Daher ein geist- loser Synkretismus(Ausgleichende Vermittlung durch Aufstellung unklarer Sätze, die nach allen Seiten hin deutungsfähig sind), wie ihn John Stuart Will am besten repräsentirt."Es ist eine Bau- kerotterklärung der„bürgerlichen" Oekonomie� welche der große russische Gelehrte und Kritiker Dr. Tschernischewsky in seinem Werk „Umrisse der politischen Oekonomie nach Mill" bereits meisterhaft beleuchtet hat. „In Deutschland kam also die kapitalistische Produktionsweise zur Reife, nachdem ihr antagonistischer Charakter sich in Frankreich und England schon durch geschichtliche Kampfe geräuschvoll offen- bart hatte, während das deutsche Proletariat bereits ein viel ent- schiedeneres theoretisches Klassenbewußtsein besaß als die deuffche Bourgeoisie. Sobald eine bürgerliche Wissenschaft der politischen Oekonomie hier möglich zu werden schien, war sie daher wieder unmöglich geworden. „Unter diesen Umständen theiltcn sich ihre Wortführer in zwei Reihen. Die einen, kluge, enverbslustige, praktische Leute, schaar- ten sich um die Fahne Bastiat's, des flachsten und daher gelun- gensten Vertreters vulgärökonomischer Apologetik; die andern, stolz auf die Professoralwürde ihrer Wissenschaft, folgten I. St. Mill in dem Versuch, UnversöhnbareS zu versöhnen. Wie zur klassischen Zeit der bürgerlichen Oekonomie blieben die Deutschen auch zur Zeit ihres Versalls bloße Schüler, Nachbeter und Nachtreter, Klein- hausirer des ausländischen Großgeschäfts. „Die eigenthümliche historische Entwicklung der deutschen Ge- sellschast schloß hier also jede originelle Fortbildung der„bürger- lichen" Oekonomie aus, aber nicht deren Kritik. Soweit solche Kritik überhaupt eine Klasse verKitt, kann sie nur die Klasse ver- treren, deren geschichtlicher Beruf die Umwälzung der kapitalistischen Produktionsweise und die schließliche Abschaffung der Klassen ist - das Proletariat.(Schluß folgt.) Politische Uebersicht. Die preußische und andere Regierungen haben es von der Anklagebank herab schon oftmals hören müssen, daß sie mit Ten- denzprozessen den Staat retteten, d.h. daß sie ihnen mißliebige zu überbieten und vor den Wählern zu discreditiren. Ein prin nischcn Pfaffen stehen. Diese Knappenvereine werden sclbstverständ- lich von den Pfaffen zur Agitation im großen„Kulturkampf" be- nutzt; ihre Tendenzen sind kirchlich, denen die pfiffigen Pfaffen natürlich einige sozialistisch sein sollende Ingredienzien beizu- geben nicht verfehlt haben. Grund genug sür einen Berliner Ober- gerichts-Pfau, da ein doppeltes Rad zu schlagen! Alsbald hat der be— kannte Herr von Kühlwctter die Verfügung erlassen, daß man solchen Bereinen die staatliche Genehmigung versagen solle, wenn sie ihre Statuten einreichen. Zum offenen Verbot haben die Herren Oberpräsidenten nicht den Muth, wahrscheinlich weil sie fürchte», auch in nicht sozialistischen Kreisen möchte man sich über solch kindische Furcht lustig machen. Deshalb betritt man den et- was weniger öffentlichen Weg und verweigert durch die Bank die Genehmigung der Statuten. Das ist„Vereinsrecht", von dem parlamentarische alte Weiber so viel zu plappern wissen, als ob es unter der Herrschaft der Stieber uud Kühlwetter wirklich bestünde! Kostbar ist, wie Kühlwetter— wir denken bei diesem ominösen Namen immer an den bösen Geist KUhleborn in Fouqnö's„Un- dine", der in seiner Bornirtheit mit einem Deckel von Holz einen Brunnen zu verschließen suchte, bis daö brausende Wasser Deckel und bösen Geist zum Teufel trieb— sein Verbot zu motiviren versucht: „Es kommt hierbei in Betracht, daß es bei der Lebhaftigkeit und den gesteigerten Anforderungen, womit zur Zeit für die Ber- breitung und die agitatorische Behandlung der sozialistischen, kirchen- politischen, staatsfeindlichen Tendenzen gewirkt wird, nothwendig vermieden werden muß, durch staatliche Genehmigung der Unter- stützungs- und Sterbekassen von Vereinen der bezeichneten Art neue, mit den Merkmalen der Rechtsfähigkeit ausgestattete Faktoren ins Leben treten zulassen, an welchen jene Tendenzen Sammel- und Stützpunkte finden könnten. Zudem sind die Bewegungen auf den bezeichneten Gebieten zur Zeit noch zu sehr im Fluß, als daß die Ermittelungen und Wahrnehmungen darüber, inwiefern die resp. Vereinsbildungen in diese Bewegungen eingreifen und denselben förderlich sind, als abgeschlossen bekachtet werden könnten." Zweimal gesteht also dieser Ober-Präsident offen ein, daß im preußischen Staat politische Parteien ihrer Tendenz, ihrer Ge- sinnung wegen verfolgt werden. Das genirt natürlich unsere schäm- und ehrlosen Preßhandlanger nicht, sie leugnen Kotz alleveur mit frecher Stirn ab, daß man im„neuen Reich" Tendenzen verfolge und wissen von der„milden Praxis" der preußischen Re- gierung zu schwatzen. Wir haben am wenigsten Grund und Be- dürfniß, der pfäffischen Agitation unter den Arbeitern das Wort zu reden; wir bekämpfen die schwarzen Apostel, wo wir können; aber den Arbeitern war es wohl weniger um politische„Tendenzen" zu thun, als um Errichtung von Kranken- und Sterbekassen. Wenn die Pfaffen eine solche Organisation, wie die der„Knappenvereine", für ihre Zwecke auszubeuten sich beskeben, so wäre das für eine vernünftige Regierung noch lange kein Grund, den Arbeitern die Ver-'-.igung zu wehren und auf Grund eines oberpräsidentlichen Veiboto die Genehmigung aller Statuten zu versagen. Eine ver- nüuftige Regierung, die den Geist der Zeit begriffe, würde ein- sehen, daß sie, um sich auf dem schlüpftigen Boden unserer heutigen Gesellschaft noch eine gute Weile zu halten, nicht die Arbeiter offen für rechtlos erklären dürfe. Wir wissen, daß man das in Berlin nie einsieht, brauchen auch nicht zu fürchten, daß wir da- mit etwa dem„Genialen" einen guten Rath gegeben hätten, denn wir kennen seine Unverbcsserlichkeit, wollen auch Nichts von ihm und seiner ganzen Gesellschaft, und deshalb sind wir voll Zuver- ficht und Hoffnung aus die Zukunft. —„Gewaltmarsch". Die Garnison des„Ahneuschlosses" der Hohenzollern, welches bekanntlich bei Hechingen steht, mußte am 31. Juli zu Fuß nach Stuttgart marschiren. 112 Mann betrug die Anzahl und bis Mittags waren schon acht davon todt.„Den Commandanten Kifft keine Schuld", schreibt der württembergische „Staatsanzeiger". Wen Kifft sie denn? Ist hier am Ende gar eine„gnädige Fügung" im Spiele. Bei den Barbaren und Wil- den werden die Menschen gespießt, gepfählt, zu Tode geprügelt, le- bendig gebraten und geschunden. ES ließe sich eine interessante Untersuchung darüber anstellen, ob die angeführten Todesarten qualvoller sind, als das Todtmarschiren in der Sonnen- Hitze. Bei den Wilden und Barbaren geschehen jene Martern aus Haß, oder aus Rache; im Staate der Kultur, der Gottes- furcht und frommen Sitte geschieht das Todtmarschiren der „Uebung" wegen. Das ist der Unterschied zwischen Barbarei und moderner„Kultur"!— In der„Frankfurter Zeitung" befindet sich folgende Correspon- denz aus England d. d. London, den 25. Juli: „Schon mehr als einmal habe ich auf die Programmlosigkeit der beiden großen Parteien in England hingewiesen; die Conser- vativen haben sich zwar gegen die Verallgemeinerung des Wahl- rechts, die Entstaatlichung der Kirche in Irland, gegen die Unter- richts-Bill gesträubt, aber nun, da alle diese Maßregeln, welche die Hauptstützpunkte des gegenwärtigen Ministeriums und der liberalen Partei seit einem Decenium bildeten, durchgesetzt sind, haben die Conservativen sich auf den bisher bestrittenen Boden gestellt und suchen ihre Gegner durch weitgehende Concessionen Personen ihrer Gesinnung wegen vcrurtheilten. Stets sind alle zipieller Gegensatz existirt nicht mehr und Zufälligkeiten, wie z. B. Regierungen eiftigst bemüht gewesen, sich von diesem Vorwurf rein bei den Wahlen in Bath und Gloucester, wo unzuftiedene Bier- zu waschen. Daß aber die heutigen Regierungen, namentlich die zapfer den Ausschlag gaben, entscheiden für die eine oder andere preußische Musterregierung dei� Boden unter sich weichen fühlen Partei. Jubelnd hat daher die liberale Partei die Erklärung von und deshalb die Tendenzen Andersdenkender verfolgen, geht klar und deutlich aus den behördlichen Verfügungen hervor, welche gegen politische Parteien erlassen werden. In Wcstphalen, um ein Bei- spiel auS vielen herauszugreifen, haben sich in letzterer Zeit „Knappenvereinc" gebildet, welche unter der Aegide der rhei- Gladstone und zwei Collegen aufgenommen, daß sie die Erweite- rung des Wahlrechts(Household Suflrage) auch auf die länd- lichen Arbeiter ausdehnen.„Die Mittheilung des Premier, ruft „Dails NewS" begeistert, kündigt den ersten Punkt in dem neuen liberalen Programm an, welches das Publikum erwartet und di, —— Regierung in der nächsten Session beschaffen muß"— den ersten Punkt, doch fiirchte ich, daß es auch bei diesem ersten Punkt bleiben wird. Es war jedenfalls ein geschickter Streich, den beiden unab- hängigen Männern, welche bisher unermüdlich und mit großem Erfolg für Erweiterung des Wahlrechts agitirt haben, das Heft aus den Händen zu nehmen und zugleich ihre Forderung zu einem ministeriellen Programm zu stempeln. Was Trevelhan und Sir Charles Dilke lange vorbereitet, das will Herr Gladstone nun einheimsen. Hoffentlich wird die Agitation sich aber nicht blos darauf beschränken, 900,000 neue Wähler zu schaffen, sondern auch auf eine ganz neue Vertheilung der Parlamentssitze hinar- beiten. UebrigenS scheinen die Conservativcn unangenehm über- rascht worden zu sein; sie waren von der Unfähigkeit deS Ministeriums Gladstone zu sehr überzeugt, um vou demselben eine entschloffene That zu erwarten, seit Wochen haben sie sich in Siegesgedanken gewiegt und in der That, wo immer ein Wahl- kämpf ausgefochten worden, sind sie triumphirend aus demselben hervorgegangen. Doch gibt sich der„Standard", das Organ der Tories, die kälteste Miene von der Welt; die Erweiterung des Wahlrechts, meinte er, brauche man nicht mit Besorgniß zu be- trachten, unpaffcnd nur sei es, diese umfangreiche Arbeit jetzt vor- nehmen zu wollen, solches Unterfangen könne man eben nur als Parteimanöver ansehen und über diese Art des Patriotismus werde das Land gewiß ein sehr energisches Urtheil abgeben". So der Correspondcnt der„Frankfurter Zeitung". Was derselbe über die sogenannte„Programmlosigkeit" der„beiden großen Parteien", d. h. der Whigs und Tories sagt, ist zum mindesten ungenau ausgedrückt. Die Whigs und Tories haben ein äußerst klares und verständliches Programm, und zwar enthält dasselbe zwei Paragraphen: „§ 1, Bekämpfung jeder Maßregel, die unsere politische Macht schmäleren und unsere ökonomische Stellung erschüttern könnte. § 2. Wenn wir an der Regierung sind, Bekämpfung jeder Oppo- sition; wenn wir nicht an der Regierung sind, Opposition gegen jede Maßregel der Regierung." Wir dächten: das Programm ließe an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Dock der Correspoudent der„Frankfurter Zei- tung" hat wahrscheinlich sagen wollen, was die Wahrheit ist, daß die„beiden großen Parteien" keine sie vou einander unter- scheidende Programme haben; es ist dies aber sehr natürlich, sintemal die„beiden großen Parteien" im Grund genommen nur eine„große Partei" sind, das heißt die Partei der landbe- sitzenden Oligarchie, um welche sich alle übrigen konservativen Interessen Englands gruppiren. Die Abschaffung der Kornzölle, für welche Reform die Whigs sich bekanntlich aus politischen Gründen erklärt hatten, bildete den letzten wirklichen Differenz- Punkt zwischen Whigs und Tories. Seit nun aber die Kornfrage definitiv geregelt ist, und die sogenannte Freihandelöpolitik vom konservativen Standpunkt aus nicht mehr angefochten wird— also seit nahezu einem Menschenalter— haben die Tories und Whigs aufs Haar ein und daffelbe Programm— das oben mitgetheiltc — und ihre sogenannten„Parleikämpfe" sind nur ein parlamen- tarisches Cricketspiel�) um den Besitz der ministeriellen„Brote und Fische"— ein Spiel, bei dem es sich nicht um prinzipielle Fragen handelt, sondern einfach darum: wer„drin" und wer „draus" ist— mit anderen Worten:„drin" zu bleiben, wenn man„drin" ist. Diese Verwischung der Gegensätze beschränkt sich übrigens nicht auf die Whigs und Tories. Sie ist eine Charaktereigenthümlichkeit unserer Zeit, in welcher sich mehr und mehr alle Privilegirten und Besitzenden zu Einer großen Partei zusammenschaareu, um in geschlossener Maffe der allmählich aus dem Chaos der Orgauisationslosigkeit heraustretenden Ueberzahl der Besitz- und Rechtlosen die Spitze bieten zu können. Was endlich die von Gladstone in Aussicht gestellte Ausdeh- nung des Housellolä Suffrage(Stimmrechts für Hausinhaber) auf das Land angeht, so hat diese Maßregel, wie schon der Correspondcnt der„Frankfurter Zeitung" andeutet, absolut keine praktische Tragweite, wenn nicht eine gleichmäßige Abtheilung der Wahlbezirke damit verbunden ist. Die gleickmäßige Abgränzung der Wahlbezirke wird aber von den jetzigen Gewalt- habern nicht gewährt werden, obgleich das Housellold Suffrage, welches ja bereits seit längeren Jahren für die Städte besteht, die Mehrzahl des arbeitenden Volks ausschließt, und, selbst bei gleichen Wahlbezirken, demokratische oder gar sozia- listische Wahlen unmöglich machen würde. Aber das Kleinbürgerthum käme ans Ruder. Und die Herren Groß- grundbesttzer und Großkapitalisten werden sich dafür bedanken, freiwillig auf die Staatsmacht zu verzichten— zu wessen Gunsten es auch sei.— wie man solchen unfähigen Subjekten— um Ihnen Ihren Ausdruck zurückzugeben, Herr Müller— die nicht einmal einen Artikel schreiben, geschweige einen andern mit Gründen widerlegen, sondern nur mit Schmutz und Schimpfworten um sich werfen können, wie man solchen unfähigen Subjekten die Redaktion eines Blattes anvertrauen kann. Aber wir treten Ihrem Brod zu nahe, Herr Müller, daher die Wuth!— Nock eins: die Redaktion des „Sprechsaal" hat einen Artikel von Friedl auS Prag abgedruckt, von dem sie glaubte, er sei gegen die Sozialdemokratie abgedruckt, während er gegen die Hirsch- Dunker'schen Gewerkvereine, deren Tendenzen der„Sprechsaal" befolgt, gerichtet war. Und ein Herr Müller, der solche unverzeihliche Dummheiten macht, hat immer noch eine„große Schnauze!" — In Mainz ist die Herausgabe eines täglich erscheinenden Parteiorgans,„Süddeutsche Volksstimme", die aus den I.August festgesetzt war, durch eiue vom dortigen bureaukratischen Apparat bewirkte Verschleppung verzögert worden. Das Blatt wird im September erscheinen. Als Redakteur ist Max Kayser bestimmt. — In Eisenach ersckeint der„Thüringer Volksbote",(früher „Rhön- und Werra-Zeitung") der unsere Prinzipien vertritt. So hätten wir nun in Deutschland eine stattliche Anzahl Blätter, die unsere Prinzipien unter dem arbeitenden Volke verbreiten:„Chem- nitzer Freie Preffe",„Dresdener Volksbote",„Crimmitschauer Bürger- und Bauernfreund",„Braunschweiger Volksfreund",„Ge- raer Volksfreund",„Hofer Zeitung",„Fürther demokratisches Wochenblatt",„Zeitgeist",„Thüringer Volksbote",„Süddeutscke Volksstimme". Dies sind mit dem„VolkSstaat" elf Organe, von denen 6(die„Süddeutsche Bolksstimme" eingerechnet) täglich, 2 dreimal wöchentlich, eines zweimal wöchentlich und 2 einmal wöchent- lich erscheinen. In Oesterreich erscheinen, die„Gleickheit"� in Neustadt-Wien, in Wien die„Allgemeine radicale Arbeiterpresie", in Klagenfurt das„Sozialpolitische Volksblatt", in Pest die„Ar- beiter-Wochen-Chronik". Eine schöne Zahl, nicht wahr, Herr Meyer von der„Revue"? Also auf, hier droht dem Staat Ge- fahr und giebt's Freund Stieber etwas zu denunziren! Innere Partei-, Verwaltnngs- und Orgauisations- Angelegenheiten. Die Berliner Volkszeitung veröffentlichte in ihrer Nunimer vom 22. Juli folgende intereffante Notiz, die sicher auf Wahrheit beruht, da der„Neue" sie bis heute nicht dementirt hat: „Der Allgemeine deutscke Maurerverein, dessen Präsident Herr Paul Grottkau ist, zahlt schon seit Wochen den pro Monat und Mitglied auf 6 Pfg. festgesetzten Beitrag an den Allgemeinen deutschen Arbeiterverein, oder besser zur Erhaltung des Organs „Neuer Sozialdemokrat", nicht mehr, weil derselbe das Interesse der Mitglieder des Allgemeinen deutschen Maurervereins nicht ge- nug wahrgenommen habe. Der genannte Verein will nun das bisher an den„Neuen Sozialdemokrat" gezahlte Geld dazu ver- wenden, im Sinne des Allgemeinen Maurervercins Flugschristen u. s. w. herauszugeben, um auf diese Weise das Interesse seiner Mitglieder zu wahrem" Der„Allgemeine deutsche Maurerverein" ist die an Mitglieder- zahl bedeutendste Gewerkschaft, welche der„Neue" unter seinem Anhang Zählt; indem diese sich von ihm lossagte, ist bestätigt worden, was wir stets als Grundsatz vertreten haben: Die G-'wcrk- schafteü müssen ihre Selbstständigkeit haben; sie dürfen nicht als auszubeutendes Anhängsel einer politischen Partei betrachtet werden. Ter„Sprechsaal" hat aus den Angriff in Nr. 63 des„Volks staat" geantwortet. Die Behauptung des«Volksstaat", daß die „Redaktion" des„Sprechsaal" unfähig sei, einen lesbaren Artikel zu schreiben, ist eklatant bestätigt.„Redakteur" Müller und der freundlich mitwirkende Klimke fühlen sich schwer getroffen und ihre Wuth macht sich in folgenden Ausdrücken Luft:„Große Schnauze Schmutz— Unfläthigkeiten— Lügen— feile Agitatoren — Untugenden— Zweck heiligt die Mittel!" Und diese„Redakteure" behaupten, wir führten eine unanständige Sprache!— Schließlich sagt Herr Müller:„Im Uebrigen gehören wir zu jenen anständigen(!) Leuten, pjx xg unter ihrer Würde halten, mit solchen„Volksstaatschreibern", resp. Subjekten uns weiter ab- zugeben!" Bravo, würdiger Herr Müller! Und wir begreisen nicht, ") Das Cricket— das bekannte englische Nationalballspiel— wird von 2 gegen einander kämpfenden Abtheilungcn gespielt, die einander aus dem „Mal" zu treiben suchen. Die Fürther Parteimitglieder beantragen, der Kongreß wolle beschließen: I. Es sollen in den verschiedenen Gauen verläßliche Partei- genossen ernannt werden, um von Zeit zu Zeit, wenigstens alle viertel Jahre einmal, die Mitgliedschaften ihres GaueS zu besuchen, deren Angelegenheiten zu regeln, für die richtige Ablieferung der Parteistener Sorge zu tragen und persönliche Zwistiakeiten zu schlichten. 2. Der Congreß wolle beschließen: Allen Parteimitgliedern, die noch einer andern politischen Partei angehören oder mit solchen in Verbindung stehen, die Alternative zu stellen, entweder aus unserer Partei zu scheiden oder der andern zu entsagen. F. I. Ehrhart(Kaiserslautern) beantragt: Der Kongreß möge eventuell über die Gründung einer , Gewerkschaft oder eines Bundes der Bauern(Landar- beiter) Beschlüsse fassen. Die Parteimitglieder in Erfurt beantragen: 1. Der Kongreß möge beschließen, daß vom Tage des Kon- gresses bis zur Reichstagswahl der monatliche Beitrag von 1 Sgr. auf 2 Sgr. festzustellen sei. 2. Daß die Partei eine Hauptagitation in Thüringen zu entwickeln habe. 3. Der Kongreß möge den Ausschuß veranlassen, die Agi- tationsschriften so billig wie möglich, jedenfalls billiger als jetzt zu verausgaben. 4. Der nächste Kongreß möge in Thüringen, und zwar, entweder in Weimar oder Eisenach abgehalten werden. Die Mannheimer Parteimitglieder beantragen: 1. Die 1. S) 6. 9, 10. Die Kräcker's ihrigen): Bielefeder Parteimitglieder beantragen: Das ganze Territorium der Partei wird nach dem Muster der Vereinigten Staaten in Distrikte, resp. Bezirke geo- graphisch nach Lage der Provinzen eingetheilt. > Die Mitglieder resp. Vertrauensmänner der Orte eines Distriktes wählen sich einen sogen. General-Bev ollmäch- tigten oder General-Bertrauensmann, welcher zugleich im Bezirke, je nach Bedürfniß agitatorisch und organisato- risch thätig sein muß. Die Wahl erfolgt auf ein halb Jahr für den Generat Vertrauensmann. Die Mitglieder eines jeden Bezirks sind verpflichtet, wo solches noch nicht geschehen, in jedem Bezirk oder Pro- vinz ein Agitations-Comits zu gründen, welches für regelrechte Agitation nach allen Orten, wo es nöthig erscheint, Sorge zu tragen hat. Der General-Bevollmächtigte oder Vertrauensmann ist in erster Reihe dem Agitations-Comit6 für seine Thätig keit verantwortlich. Beschwerden über sein Verhalten sind beim Ausschuß anzubringen, welcher auch, nachdem die Vertrauensmänner die Wahl desselben vollzogen, did selbe zu bestätigen hat. Die Unterhaltungskosten resp. die Agitationszelder sind in erster Beziehung durch den Ausschuß zu bestimmen Das Agitationscomits ist jedoch auf Aufforderung deS Ausschusses verpflichtet, den allgemeinen Agitationsfond nach Kräften zu unterstützen. Der General-Bevollmächtigte oder Vertrauensmann ist gehalten, alle 4 Wochen einen Bericht über seine Thätig' keit dem Ausschuß resp. dem Parteiorgan zu übersenden. Halbjährlich findet von sämmtlichen General-Vertraueus- Männern an einem vom Ausschuß zu bestimmenden Ort eine Konferenz statt, wo über das praktische Vorgehen der Gesammt-Agitation praktische Schritte empfohlen und zur Ausführung gebracht werden. Außerordentliche Konferenzen finden auf Anordnung des Ausschusses statt. Außerdem treten die General- Vertrauensmänner, mit Ausnahme der jeweiligen Befugnisse der Controlcom- Mission über die Parteiblätter(resp. den„Volksstaat") in sämmtliche bisherigen Rechte der Controlcommission. — Der Letzteren verbleibt nur die Controle über die Parteiblätter und die Buch- und Kassenführung des Ausschusses.— Innere Parteistreitigkeiten sowie Alles/ was sich auf die Agitation bezieht, wird durch die Gene- ral- Vertrauensmänner und den Ausschuß geregelt.—* Nach diesen Jntensionen sind die Generalvertrauens- männer als Vorstand der Partei anzusehen. Breslauer Mitglieder beantragen(auch die Anträge in Nr. 66 macht die Breslauer Mitgliedschaft zu den In Erwägung, daß nur eine einheitliche centralistischc Organisation die Partei zum Siege führen kann. In fernerer Erwägung, daß alle Lokalvereinigungen erfahrungsgemäß eine derartige erfolgreiche Organisation verhindern, indem sie den Partikularismus und persönliche Zänkereien großziehen und die Opferfähigkeit und Opferwilligkeit ihrer Mitglieder für die Parteigesammt- heit vermindern, wolle der Kongreß die Mitglieder aller derjenigen Orte, an welchen die Partei nicht verboten ist, verpflichten, sämmtliche bestehenden Lokalvcreine, welchen Namen dieselben auch haben mögen, schleunigst aufzulösen. Der Kongreß wolle beschließen: Der Ausschuß hat die Agitation so zu organisiren, daß dieselbe mehr vou lokaler Seite, als durch fliegende Agitation betrieben wird. Die Lokal-Comitös sind in dieser Weise mit Geld und Mate- rial zur Agitation zu unterstützen. 2. Der Kongreß möge beschließen, daß Partei-AuSschußmit- glieder nur dann auf Agitation gehen dürfen, wenn die geschäftliche Leitung der Partei dadurch nicht geschädigt wird. Der Sekretär darf jedoch nur in den aller- äußersten Fällen auf Agitation gehen. 3. Der Kongreß möge beschließen: Mit der Partei-Abrech- nung muß die Abrechnung des„Volksstaat" erfolgen und den Vertrauensmännern zugetheilt werden. Ganshorn in Mannheim beantragt: Der Kongreß wolle be- schließen: 1. Alle Parteigenossen sind verpflichtet, darauf hinzuwirken, daß alle gewerkschaftlichen Orts- und Fachvereine den zentralisirten Gewerkschaften sich anschließen. Bei neu zu gründenden gewerkschaftlichen Vereinen ist auf den Anschluß an die Stamm Gewerkschaft sofort hinzuwirken. 2) Daß alle Gewerkschaftskongresse und Generalversamm- lungen der Leitung der Parteibeyörden unterstellt werden. 3) Daß alljährlich mit dem Parteikongreß ein allgemeiner Gewerkschaftskongreß einberufen werden soll. Die Augsburger Parteimitglieder beantragen,: 1. Der Kongreß möge beschließen: Der Pflichtbeitrag wird von 1 auf 2 Sgr. monatlich erhöht. Der Kongreß möge beschließen: Alle Lokalblätter, die als Parteiorgane gelten wollen, haben sich der Aufsicht des ParteiausschusseS unterzuordnen. 3. Der Kongreß möge beschließen: Vorkommende Zwistig- leiten zwischen einzelnen Parteimitgliedern oder Mnglied- schaften dürfen für die Folge nicht mehr in den Partei- organen zum AuStrag gebracht, sondern sofort durch Schiedsgerichte geschlichtet werden. Dietze(Chemnitz) beantragt: Da durch die vielen Verurtheilungen gegen die Vertreter der immer zahlreicher werdenden Blätter innerhalb unserer Partei-Organisation die Unterstützungsbedürftigen immer zahlreicher werden und namentlich die Genossen der Lokal-Blätter große Opfer zu bringen haben, so möge der Congreß beschließen, daß in Zukunft nicht der ganze Schwerpunkt der Unterstützung auf den Genossen einzelner Lokalmitgliedschaften ruht, sondern daß die Gesammt- Partei dafür auskomme durch Gründung einer Unter- stützungskasse, um dadurch etwas Einheitlicheres und Gleichmäßiges zu schaffen. 2. Gewerksqenossenschaftliches. Vc f°l hie gle k°l Li. sta s Verband für Buchbinder. Kranlifnrt a. R. Wie den Kollegen schon berichtet, ist der Verein hier kräftig gediehen. Die dem Verein Beigetreteneu zeigen, daß es ihnen ernst um die Sache ist. So haben wir jetzt ein Arbeitsnachweisebürcau gegründet, woraus wir die Kollegen ga»Z besonders aufmerksam machen. Der hiesige„Anzeiger" sucht uns zwar nach bekannter' Weise wegen unseres Vorgehens zu bekritela und zu verdächtigen. In Folge des letzten Berichtes im„Volks- staat", worin wegen eines Mißverständnisses zwischen hiesigem Vor- stände und dem Ausschuß der Satz:„Eine durch den Druck unseres ZusammenhaltenS rc." vom Ausschuß eingeschoben war, kam es in letzter Versammlung zu etwaS heftiger Debatte. Unser seitheriger Vorsitzende Walter hat sein Amt als Vorsitzender niedergelegt uiff ist G. Corell zum ersten Vorsitzenden gewählt. Wir erwarten von demlelben, daß er sein Amt ebenso unparteiisch, pflichttreu erfüllt wie dieS sein Vorgänger gethan. Die Lohnverhältnisse haben si� bis jetzt hier so zu sagen um nichts gebessert. Vor drei Wochsn waren wir in Mainz, wo Corell und Unterzeichneter in einel fte Buchbinderversammlung die Grundsätze des.Verbandes ausein-<-■' andersctzten, auf die Nothwendigkcit der Vereinigung hinwiesen u»s zum Beitritt in den Verband aufforderten. Es tratesi auch.?" Kollegen zur Gründung eines Vereins zusammen, welche zugleich erklärten, dem Verbände beitreten zu wollen. Kollegen aller- orts! Vereinigt, organifirt end)!_ Tretet ein in unseren Verbans, helft mit kämpfen für die Verbesserung unserer Lage, für die M' freiung der Arbeit und der Erfolg unseres Wirkens wird in aich allzu weiter Ferne liegen. Orte, von welchen uns Adressen bekanw sind, werden im Laufe der nächsten Woche Plakate zugeschickt be» kommen. Mit kollegialischem Gruß A. Müller. KB. Unser Arbeitsnachweisebürcau befindet sich bei C. Klew in der Werkslätte des H. F. Meier, Triersche Straße Ztt l. Stock. «< als al( E> da £>: 15 tra <5, Sie zre nel Jiel an bel A. H. b>ä «o. bu, 11 am 5! am 5< bül den Un G. ÄVl P° P- vij ch toi ha »n d» sie S. Allstemeincr deutscher Schneidcrvcrein. Chemnitz. 3. August. Aus Gießen ist uns folgender AuML, zugesandt worden: Kollegen! Ob zwar allerorts jede� GeschO) A unter dem Drucke des Kapitals leidet, so steht doch gewiß unft� he darunter an der Spitze. Daß die Bedenklichkeit unserer Exist�J im Allgemeinen einleuchtet, sehen wir au der weiteren Verbreilu-'- unserer Vereinigung. Es ist ein ermuthigendeS Zeichen, sick � den Kollegen aus Nah und Fern in dem schweren und ungleicksi S.imnk/. K'm wir'.II fiifareii baben. unterstübt zu winen und i""' Kampfe, den wir zu führen haben, unterstützt zu wissen und ien zu rastlosem Borwärtsdrängen auf der betrete� dieses anspornen zu——-—.....»», w..... Bahn. So haben denn auch wir uns zusammengethan, u.» ,« kämpfen für unsere Selbstständigkeit. Unser Vorhaben ist, tx\ Produktivassoziation am hiesigen Platze zu errichten, getreu s Prinzipien unserer Vereinigung. Die Schwere der Ausführt, dieses Vorhabens wird Jedem einleuchten und setzen wir dah� volles Vertrauen auf Euch, Kollegen. Die Gelegenheit ist aug* blicklich günstiger als je, um eine Verbindung mit den einzelnen NG gliedschaften anzuknüpfen, nämlich bei der bevorstehenden Gencr» er o- -s b« m >o o» ar ig ist g' ea ie- nd ;n. eS itt ist lg' :n. is» )rt >en nd zeS nit m- t') zu. die ce« leS, ne- lä» ige jeit che en .on zn- md int' ;llet itert ine» 'igst Versammlung in Gotha. Wir werden einen Delegirten dorthin entsenden, richten daher an Euch alle die dringende Bitte, uns durch Eure Vertreter Eure Rathschläge und Meinungen zukommen zu lassen; wir versichern, daß Alles mit dem besten Dank entgegen- genommen und gerechte Berücksichtigung zu gewärtigen hat. Kollegen! Unsere Sache ist die Sache eines jeden von Euch. Benutzt daher die noch übrige, wenn zwar kurze Zeit vor der Generalversammlung, und berathet Euch über unsere Angelegenheit. Wir entsenden unser« Delegirten nach Gotha mit der festen Ueber- Zeugung, daß derselbe bei seiner Rückkehr unsere Boraussetzung in vollstem Maße mit seinen Mittheilungen befriedigen wird. Mit sozialdemokratischem Gruß G. Miltenberger. B. Klerx. Für den Ausschuß: G. Schöffel. der gen, ein zaiiZ uiül itel« jtW Bot' [errf g i» :iger unv v0l> iüllt, fn* 'che« Allgemeiner Böttcher-(Küper)-Verein. ZSerkn, 3. August. Nachdem der Kongreß vom 1., 2. und 3. Juni ds. IS. Berlin zum Vorort des Vereins ernannt und Herr Gintzel zum ersten Vorsitzenden gewählt worden ist, wurden in der Generalversammlung hiesiger Böttchergesellen vom 10. Juni, abgehalten im Heise'schen Lokal, Landsbergerstraße Nr. 15. nach- stchende Personen als Ausschußmitglieder gewählt: zum zweiten Borsitzenden Herr Fischer, als erster Schriftführer Unterzeichneter, als Stellvertreter Herr Wagner 2.; zum Kassirer Herr F. Gragert, als Stellvertreter Herr Schröder; zu Revisoren die Herrn Nechel, Enkwig und Peter. Alle versprachen treu die ihm« obliegenden Pflichten zu erfüllen, und, so viel es in ihren Kräften steht, für das Wohl des Vereins bemüht zu sein. Wir ersuchen nun die C>rte, wo sich Mitgliedschaften bilden wollen, freundlichst, ihre Mit- gliederverzeichniste mit Angabe des Geburtsorts der Mitglieder, ferner die genaue Adresse des Bevollmächtigten und die des Bei- iragsammlerS sobald wie möglich einzuschicken, damit die nöthigen Tachen an sie verabfolgt werden können. Ebenfalls soll es unsere Pflicht sein, sämmtliche Adressen der Bevollmächtigten sobald wie viöglich zu veröffentlichen. Auch sind noch Protokolle vom Kon- Zresie beim Kassirer gegen Einsendung des Betrags von ä 1 Gr. vebst Portokosten, zu beziehen. Um ferner Klarheit in jeder Be- Ziehung zu schaffen, ersuchen wir, alle Briefe in Betreff des Vereins an Unterzeichneten, Gelder dagegen an Kassirer F. Gragert, Fehr- bellinerstraße Nr. 44 parterre zu senden. August Hinze, Schriftführer. Kl. Frankfurterstraße Nr. 7 vorn 3 Tr. bei Segger. Allgemeiner deutscher Sattlerverein. Verlin. Den Mitgliedschaften zur Nachricht, daß für Bremen P. Worthmann, Molkensrraße Nr. 18 wohnhaft, und für Mainz H. Meister bei Herrn Gundlack in Hombach bei Mainz ge- VJählt ist. Der Borstand. H. Hempe, Schriftführer, Gr. Hamburgerstr. 35. Internationale Gewerkschaft der Schuhmacher. Hotija. Abrechnung: Baaren Kassenbestand von Dresden über- vomnien 3 Thlr. 7 Gr. 6 Pf., 1 Antheilschein der Genossenschaftsbuchdruckerei in Leipzig 10 Thlr. Eingegaugen sind auS Nürnberg ll Thlr. 10 Gr. 4 Pf., aus Regensburg 2 Thlr. 25 Gr. 2 Pf., «us Königsee 1 Thlr. 20 Gr. 6 Pf, aus Offenbach 8 Thlr. 2 Gr. ö Pf, aus Pforzheim 5 Thlr. 2 Gr., aus Erfurt 4 Thlr. 9 Gr., aus Freiberg 2 Thlr. 5 Gr., aus Braunschweig 9 Thlr. 23 Gr. 5 Pf, aus Würzburg 4 Thlr., Apolda 22 Gr. 5 Pf, Wolfenbüttel 1 Thlr. 5 Pf, aus Leipzig 10 Thlr. 10 Gr. 3 Pf, Gotha � Thlr. 24 Gr., Summa 67 Thlr. 13 Gr. 6 Pf Ausgabe: Reise für Unterzeichneten nach Leipzig zur Uebernahnie des Inventars 4 Thlr 25 Gr., für Agitation an Schäfer(Leipzig) und llnterzeichneten 5 Thlr. 15 Gr., Koffertransport von Leipzig bis Gotha 23 Gr. 5 Pf, der Druck der Gewerkschaftsstatuten kostet 3000 Stück 62 Thlr., hiervon sind bezahlt am 31. Juli 31 Thlr., Porto, Schreibmaterial, für Kassirer und Vorsitzenden 2 Mappen, Porto für 2 Packete Statuten von Leipzig bis Gotha, Gehalt des Porsitzenden 8 Thlr. 2 Gr. 5 Pf, Summa 50 Thlr. 7 Gr. 5 Pf. Pilanz: Einnahme 76 Thlr. 13 Gr. 6 Pf., Ausgabe 50 Thlr. 7 Gr. 5 Pf Bleibt Bestand 16 Thlr. 6 Gr. 1 Pf 100 Thlr. folgen am 10. August noch von Dresden. Noch sind sehr viele Orte im Rückstände, und werden dieselben hiermit aufgefordert, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Des- Reichen wird um baldige Zusendung des Geldes für die Proto- 'olle gebeten, da wir mit diesem Gelde die zweite Hälfte der Statuten bezahlen wollen. Neue Mitgliedschaften sind angemeldet: Embach b. Eh. und Koburg. Das Geld für Limbach und Kon- stanz folgt in nächster Abrechnung. In Limbach ist Bevollmäch- •HZter Heinrich Kühn, Kassirer F. Petermann. In Konstanz bevollmächtigter Fr. Vetter bei Restaurateur Meßmer. Wie stehts jnit dem Anschluß von Mainz? Die neugegründeten Mitglied- mjasten sollen vor allen Dingen auch treu und fest zu den alten einet stehen und nicht wie. dies ftüher vielfach passirt ist, nach kurzem Pestehen sich der alten Sorglosigkeit hingeben. Kollegen! Raffen vnr alle unsere Kräfte zusammen, die Position, die wir jetzt inne haben zu vertheidigen; ruhen und rasten wir nicht eher als bis Unsere größten Feinde, Dummheit und Gleichgültigkeit über- Kunden sind und unsere Kollegen aufgeklärt in unseren Reihen stehen. Wer nicht kämpft für sein gutes Recht, Der muß bleiben des Tyrannen Knecht. Für die Verwaltung: W. Bock. sei»' u»v sieid let' ianv< K nich' lanist be Slei- tr. istea ituNk eich� lllW steat" in Z" eilN i r-' Ä ItCf* Correspondenzen. Leipzig. So hoch das Bezirksgerichtsgebäude raget über der' ierde, also sind auck unsre Gedanken höher denn eure Gedanken, Arsten wohl die Herren des Bezirksgerichts an ihre Thüren schreiben. Wird da vor einiger Zeit ein Bnchbindergehülfe seines uM Deisters und dessen Wirthschaft überdrüssig und gebraucht den schn Ausdruck„Schusterei". Flugs geht der Meister, der seine Pappen- rsert bein,er kennen muß, auf das Bezirksgericht und verklagt den Ge- Wulfen. Der Gehülfe wird in erster Instanz vernrtheilt,' ebenso in -j stveiter. Aus dem Erkenntniß heben wir folgendes hervor:„Mit v". fs-n von dem Kläger gebrauchten Worte„Schusterei" wird in der .prache deS gewöhnlichen Lebens regelmäßig der Begriff �uer kleinlichen, nur mit geringen Arbeiten sich befassenden �werblichen Beschäftigung verbunden, welche weder eine höhere Ausbildung, noch den Besitz von kostspieligem Handwerks- Ng oder erheblichen Betriebsmitteln erfordert." Welche Fülle von .kisheit und Scharfsinn! Also unter„Schusterei" versteht man "sn per Sprache des gewöhnlichen Lebens regelmäßig" !"cht das Schusterhaudwerk, wie wir naiv bisher glaubten, Indern obiges bandwurmartig zu sprechendes und zu schreibendes ttr'llg! Was man nicht Alles noch lernen kann! Demnach wäre der e8viff„Schwein" folgendermaßen zu definiren:„Mit dem Worte Schwein wird in der Sprache des gewöhnlichen Lebens regelmäßig der Begriff eines plötzlichen bei gänzlicher Un- thätigkeit des zu Beglückenden blindlings eintreffenden Glücks- salles verbunden, dessen Zustandekommen erfordert, daß ein blindes Sckwein eine Eichel findet". Bei'Leibe darf man aber nicht, laut bezirksgerichtlicher Theorie, unter„Schwein" in der Sprache des gewöhnlichen Lebens regelmäßig jenes grunzende, vierfüßige, fettbildende Thier verstehen, das den Mittelpunkt von so vielen „Schlachtfesten" bildet. Wir glauben mit unserer Definition von „Schwein" bewiesen zu haben, daß wir die neue Theorie des Bezirksgerichts richtig aufgefaßt. Natürlich sehen wir einer weiteren Reformation der edlen deutschen Sprache und des Sprachgebrauches durch die Gelehrten des Leipziger Bezirksgerichts mit ungemeiner Gespanntheit entgegen. Leipzig. Wir erhalten folgendes Schreiben:„Sie haben in ihrer Nr. 67 das Dementi hinsichtlich der Denunziation des Herrn Stadtverordneten Madak gebracht. Ich, Ihr Berichterstatter, will es vorläufig dahingestellt sein lassen, ob Herr Madak nur absichts- los erzählt oder mit Absicht denunzirt hat; das aber behaupte ich nach wie vor, daß Herr Madak die alleinige Ursache war, daß — eine halbe Stunde nach dessen angeblicher Begegnung mit Hepner— die Polizei schon in Ihrem Büreau war, um letzteren zu verhaften. Ich kann Herrn Madak, wenn er es wünscht, brief- lich die Beweise hierfür beschaffen; für die Oeffentlichkeit hat es kein Interesse."— Leipzig. Das hiesige„Tageblatt" berichtet von Tag zu Tag über Exzesse in und um Leipzig, und Beschädigungen von öffent- lichen und privaten Kunstanlagen seitens größerer Touristengesell- schaften. Gesprochen wird hierbei immer von„gewissen Klassen des Publikums", welche glaubten, das Privileg zu haben, die Gesetze mißachten zu dürfen. Das„Tageblatt" verschweigt aber, daß alle diese Raufbolde sich aus dem ehemaligen Kriegerstande rekrutiren, welche das Verwüsten, Zerhauen und Niederreißen so perfekt in Frankreich gelernt haben.— Frage man alle in Leip- ziger Gefängniß sitzenden Exzedenten, welche Zeitung sie in der Regel zu lesen pflegten, so wird man von Keinem hören:„den „Volksstaat"", sondern von Allen:„Das„Tageblatt"". Dresden. 1. August. Wegen einer von Parteigenosse Daschner im„Volksbote" äußerst milde dargestellten Behandlung der Ge- fangenen im' Bezirksgerich tSgefängniß zu Dresden, an die sich eine wahrheitsgetreue Charakterisirung des Gefängnißinspektors Tittmann reihte, ist gegen denselben auf eine Gefängnißstrafe von 6 Wochen erkannt worden. Weichenbach i. W. Um die Gesinnungslosigkeit unserer Tages- presse dem Volke im rechten Lichte zu zeigen, veranstalteten wir am vergangenen Sonntage eine Volksversammlung, in welcher Vahl- teich über das Zeitungswesen sonst und jetzt in trefflicher Weise auf Grund der Geschichte referirte. Sodann wurde lebhaft über die Schreibweise der hiesigen zwei Localblätter debattirt, da selbige in früherer Zeit glimpflicher bez. unparteiischer mit den Sozial- demokraten verkehrten, und seit längerer Zeit, dem von oben herab angeschlagenen Ton gemäß, uns einige Berichte aus größeren Blättern gern auftischen, und dadurch glauben, zur Rettung ihres Polizei- und Militärstaates alles Mögliche gethan zu haben. Es wurde mit betont, daß, obwohl zwischen diesen beiden Blättern (Amtsblatt und Nachrichtest) nicht gerade Einigkeit herrsche, da das „Amtsblatt" im winnc der sächsischen Conservativen, die„Nach- richten" mit den Nationalliberalen von Kaiser und Reich schreiben, gegen die Sozialdemokratie beide Blätter ein Herz und eine Seele seien. Es wurde den Anwesenden zur Pflicht gemacht, das Lesen solcher Blätter thunlichst zu beschränken, dafür den ihren Geist packenden„Volksftaat" zu halten. Die jetzige Guldenhetze fand gebührende Beachtung; es wurde klargestellt, daß große Geldleute mit dem Vermögen deS Volkes spetuliren, ohne von den Regie- rungen gestört zu werden. Wkauen, 4. August. Eine gestern in Drochaus bei Mehl- theuer stattgehabten Versammlung von Vertretern sämmtlicher Orte unseres Wahlkreises, in welchen Mitglieder der sozialdemokratischen Partei sowie des Allg. d. Arb.-Vereins wohnen, beschloß auf die Borschläge der Herren Hasse iAllg. d. Arb.-V.), Hartenstein und Benig einmüthig: in den Wahlkampf und die Agitation ein- zutreten und wählte zu diesem Zweck cur Comits.' Durch diese Vereinigung ist die Möglichkeit gegeben, einen Candidaten durch- zubringen. Möchte bei der Ausstellung eines solchen dieselbe Einigkeit herrschen wie am gestrigen Tage, wo allerseits anerkannt wurde, daß nur der Gegner den größten Nutzen aus unserer Zer- splitterung ziehe. Auf denn, Parteigenossen, in die Agitation! ohne Parteiunterschied! Wertin, den 20. Juli. Zur Charakterisirung der Börse er- laube ich mir folgendes mitzutheilen: Eine in jüngster Zeit„gegründete" Bank,— Thüringische Bankverein(Sitz in Erfurt),— die ihre Aktien nicht loswerden konnte, hatte dieselben, um sich etwas Geld zu verschaffen, bei andern Bankhäusern lombardirt, d. h. in Versatz gegeben. Eins dieser Häuser nun,— Jakob Landau(Breslau und Berlin), welches die faulen Verhältnisse der Bank kannte, benutzte die bei ihm deponirten Aknen zum Fixen, d. h. es verkaufte die Aktien, um sie später billiger wieder anschaffen zu können. Da aber die betr. � .Bank fast gar nichts von ihren Aktien umgesetzt hatte, durchschaute sie das Manöver und ließ durch ein drittes Haus, Bercht und Swoboda in Berlin, ihre Aktien ankaufen und fordert nun vom elfteren ihr Depot zurück. Und nun beginnt folgendes kostbare Spiel: Jacob Landau und Konsorten suchen die Aktien anzukaufen, während die Thüringer Bank durck ein ihr nahestehendes Haus den Cours ihrer Aktien täglich erhöhen läßt und solche in kurzer Zeit von 100 bis auf 250 gebracht hat. Es handelt sich dabei um bedeutende Summen. Jacob Landau ist allein mit 50,000 Thlr. nominal„hineingefallen". Wie die Geschichte enden wird, läßt sich noch nicht absehen, jedenfalls aber har jede Partei das Recht, die andere dem Staatsanwalt zu denunziren, thut es aber nicht, weil— jede das Recht hat. Es ist nämlich die Bank strafbar, weil sie erstens mit_ ihren eignen Aktien Geschäfte gemacht und zweitens andere absichtlich zu schädigen gesucht hat; dagegen sind Jacob Landau und Konsorten strafbar, weil sie bei ihnen deponirte Effekten verkauft haben. Die Moral läßt sich leicht ziehen, Jacob Landau ist Commerzienrath, ich glaube sogar Ge- heimer!— Ferner kann ich Ihnen noch mittheilen, daß die Regierung die „Vereinsbank" H. Quistorp, mit 2 Millionen subventionirt haben soll. Letztere, die ein wenig„Jsaac Pereire" gespielt hatte, war dem Bankerott nah und hätte ihr Fall eine ganze Menge anderer In- stitute mit hineingezogen. Laut gestrigem„Börsencourier" soll die Regierung gesonnen sein, in dieser Weise den Börsenkrach aufzu- halten.— Die betreffende Stelle des„Berliner BörsencourierS" vom 29. Juli lautet:„Wenn in Bezug auf eine Anzahl hiesiger Institute mancherlei Besorgnisse in letzter Zeit im Schwünge waren und zu Baisseverschlüssen Veranlassung gaben, so können wir an dieser Stelle die erfreuliche Mittheilung machen, daß die Staats- regierung solchen Instituten, die ihr genügende Sicherheit bieten, mit hülfreicher Hand zur Seite steht.(„Staatshilfe!") Es ist in dieser Beziehung in den letzten Tagen zu verschiedenen Abschlüssen gekommen, die dem Hereinbrechen irgend welcher Be- drängniß bei den verschiedenen Instituten einen wirksamen Damm entgegenzusetzen im Stande sind." Nachtrag vom 1. August. Bezugnehmend auf mein gestriges Schreiben bemerke ich noch, daß die Aktien des Thüringer Bank- verein von 241 auf 130 gefallen sind, wahrscheinlich hat die Manipulation ihren Zweck erreicht.— Kof, 4. August. Hierselbst hat sich eine Genossenschafts- Buchdruckerei gegründet. Dieselbe soll vor allen Dingen bezwecken, daß die„Hofer Zeitung" täglich erscheinen kann. Sollten aus- wärtige Parteigenossen gewillt sein, Antheilscheine zu entnehmen, so können dieselben, sowie Statut, von Hrn. Joh. Wagner, Leimitzerweg 736 b bezogen werden. Der geringste Antheilschein lautet auf 2 fl.(— 1 Thlr. 5 Sgr.) Im Interesse unserer gro- ßen Sache ersuchen wir unsere Parteigenossen, uns durch Entnahme von Antheilschcinen gefälligst unterstützen zu wollen. Krfurt. Am Sonntag, den 13. Juli, feierte die hiesige Holz- arbeiter- Gewerkschaft ein Fest. Dasselbe war von mehreren Tau- senden besucht und zu unserer großen Freude hatten sich auch Parteigenossen von Apolda und Gotha eingefunden. Nachdem die Musik einige Stücke gespielt hatte, trat unser eifriges Mitglied Wilhelm Gramann auf die Bühne und trug ein selbstgemachtes Festgedicht vor, das mit großem Beifall aufgenommen wurde. Gramann hieß auch die fremden Gaste herzlich willkommen; dar- auf wurde ein dreifaches Hoch auf unsere gute Sache ausgebracht. Jetzt erschien unser Freund Reichelt aus Apolda auf der Bühne, und hielt eine kräftige Rede. Auch unser Freund Jmhos trat aus und hielt eine Ansprache an die Versammelten. Zur Zu- friedenheit aller Theilnehmer endete das Fest mit einem glänzen- den Balle um 4 Uhr Morgens. Weutlingen, 26. Juli. Bericht über die hiesige Arbeiterbewegung und Arbeiterverhältnisse: Schon vor zwei Jahren existirte hier eine Mitgliedschaft der sozialdemokratischen Arbeiterpartei, welche bei- nahe ein ganzes Jahr regelmäßig alle 14 Tage Parteiversamm- lungen abhielt; jedoch die eifrigsten Mitglieder reisten ab uni» die anderen gingen auseinander. Nur eine ganz kleine Zahl blieb der Sache treu. Im April 1372 referirte Motteler in einer Versamm- lung über Gewerks- und Produktivgenossenschaften, und eS entstand eine Gewerkschaft der Manufaktur-, Fabrik- und Handarbeiter,' der die alten Parteimitglieder wieder beilraten. Nun glaubten wir auch, daß sich hier eine bedeutende Anzahl Weber der Gewerkschaft anschließen würden; anfangs ging es auch sehr erfreulich; in jeder Versammlung ließen sich neue Mitglieder einzeichnen. Aber mit der Zeit verlor sich das Interesse an der Gewerkschaft und zwar in Folge kleinlicher Reibereien. Am 30. April d. I. sprach Mot- teler abermals in einer Volksversammlung, als deren Resultat die Gründung eines Agitationscomite's von 10 Mann zu betrachten war. Am 17. Mai wurde eine Parteiversammlung einberufen und es ließen sich noch 19 Mann aufnehmen. So hätten wir denn wiederum eine Mitgliedschaft der sozialdemokratischen Arbeiterpartei. Das Feld für die Arbeiterbewegung ist augenblicklich in hiesiger Gegend sehr günstig. Staat und Bourgeoisie sorgen dafür, daß den Arbeitern die Augen geöffnet werden. Kürzlich brachte das in Stuttgart erscheinende volksverdummende„Evangelische Sonn- tagsblatt" eine Correspondenz aus Reutlingen, in welcher unter Anderem gesagt war, daß es hier fast gar keine Arbeiter gebe, welche jährlich unter 400 fl. verdienten, es hcrrscke also ein gewisser Wohlstand. In Wirklichkeit aber verdienen zwei Dritttheile der hiesigen Arbeiter unter 400 fl. Und wenn wirklich 400 fl. ver- dient würden, so macht das auf die Woche ungefähr 8 fl.; und was braucht nicht eine Familie von vier Köpfen in einer Woche? Wir wollen nicht nachrechnen, aber 8 fl. reichen nicht au6. An Euch, Arbeiter, aber richten wir die dringende Mahnung» schließt Euch uns an, damit die hiesige Mitgliedschaft ein würdiges Glied des Ganzen werde. Und Ihr, die Ihr Eure Klassenlage begriffen habt, führt, soviel in Euren Kräften steht, uns in jeder Versammlung neue Mitglieder zu und erlahmt nicht, denn unsere Sache erfordert Muth und Ausdauer. I. Roller, Vertrauensmann. Aremerhafen. Es scheint, als ob unsere Partei der Polizei allenthalben eine nicht geringe Furcht einflößte, denn wie sollte man sich anders die sinnlosen Maßregeln erklären, die von dieser Seite gegen uns ergriffen werden? So hatte z. B. unser Ver- trauensmann Kaht bei der hiesigen Polizei zu wiederholten Malen nm die Genehmigung zu einem AuSmarsch nachgesucht— vergebens. Es half nichts, daß aus die Schützen- ic. Feste hingewiesen wurde, bei denen regelmäßig AuSmärsche stattfinden.„Ja, das sind aber auch ganz harmlose Leute", entgegnete man unS; und doch sind Verwundungen und Verstümmelungen bei den Festen dieser„harmlosen" Leute zur Regel geworden. Aber freilich, wir sind ja Arbeiter, und die sind bis heute stets mit anderem Maß gemessen worden. Und nun gar erst, wenn eS die Polizei mit sozialistischen Arbeitern zu thun. Da ist eS ja gar nicht anders möglick, als daß die Feste und AuSmärsche nur zu dem Zwecke abgehalten werden, um zu revoltircn, um Staat und Gesellschaft zu vernichten. Soweit also geht bereits die Angst der besorgten Polizei, daß selbst die harmlosesten Vergnügungen der Arbeiter zu staatsgefährlichen Altionen aufgepufft werden. Aber wir werden diese Zustände zu beseitigen suchen; wir werden bei den nächsten Reichstagswahlen auf dem Platze sein und einem Manne unsre Stimmen geben, von dem wir sicher sind, daß er voll und ganz für uns eintritt. � F. S. Wiesbaden, 23. Juli. Heute fand hier eine große Volks- Versammlung statt, welche von ca. 4— 500 Personen besucht war. Als erster Vorsitzender fungirte Stück, Stellvertreter war Ham- merschmidt, und Unterzeichneter Schriftführer. Herr Kaiser aus Mainz referirte über das Thema„Was wir wollen". Er erläuterte dabei in eingehender Weise die 10 Punkte des Eisenacher Programms. Zum Schlüsse wurde ihm vielfacher Beifall zu Theil. Herr Leyendecker betheiligte sich ebenfalls unter großem Beifall an der Debatte. Trotzdem mehrmals aufgefordert wurde, die Gegner sollten sich zum Wort melden, trat doch Niemand auf, und doch war der Redakteur des„Rh. Courier", eines Blätt- chens, das bei jeder Gelegenheit die Arbeiter beschimpft, anwesend. Als zweiter Punkt stand der„Börsenkrach" auf der Tagesordnung. Da der Referent über diesen Punkt nicht eingetroffen war, so re- ferirte Herr Kaiser gleichfalls über diesen Punkt. Redner meinte, der Börsenschwindel treffe in erster Linie den Kleinbürgerstand. Ebenso machte Redner darauf aufmerksam, wie in Wien der Staat den Börsenjobbern sofort beispringe, damit diese keine ehrliche Arbeit zu verrichten brauchen, während er, der Staat, sich um den Nothstand der Arbeiter und des Kleingewerbetreibenden gar nicht kümmere, sondern diese ruhig zu Grunde gehen lasse. Auch Herr Leyendecker sprach zu diesem Thema. In die Partei ließen sich 20 Personen aufnehmen. Es hätten noch weit mehr Aufnah- ----- » run stattgefunden, wenn nicht leider daö Aufnahmematerial aus gegangen wäre. Von besonderer Bedeutung ist jedoch Folgendes Die hiesige Polizeibehörde verfügte, wegen stattgefundener Geld sammlung in einer Volksversammlung, 2 Thlr. Strafe; ebenso verlangt sie von der neugegründeten Holzgewerkschaft, daß sich jedes einzelne Mitglied dem Herrn Polizeidirektor persönlich vorstelke Herr Kaiser beleuchtete nun diese Angelegenheit und wies daran hin, wie der Polizei ein solches Recht gar nicht zustehe. Wenn eine Sammlung durch einen Aufruf stattfinde, müsse die Polizei- liche Erlaubnis eingeholt werden. Hier sei das gegebene Geld an die Einberufer ein freiwilliges Geschenk; weder das Reichs- strafgesetzbuch noch das Vereins- und Versammlungsgesetz verbiete aber das Schenken in Versammlungen. Ebenso habe die Polizei gar kein Recht, die persönliche Borstellung der Mitglieder der Holzgewerkschaft, zur eigenhändigen Unterschrift auf dem Polizei- burcau, zu verlangen. Wenn die Polizeidircktion durchaus die persönliche Bekanntschaft der Mitglieder der Holzgewerkschaft ma- chcn wolle, so könne sie dieselben in ihrer Wohnung besuchen, wobei sie sich gleichzeitig— und dies würde vielleicht segens auf sie wirken— über die herrschende Roth unter den Arbeitern unterrichten könnte. Die Polizei habe nur das Recht, das Statut der Gewerkschaft, wenn dasselbe nicht rein gewcrkliche, sondern politische Zwecke aufstelle, nicht zu genehmigen. Es bleibt dann natürlich die Beschwerde an die Regierung bis zum Ministerium offen. Herr Kaiser erklärte nun, daß die Partei und die Holzgewerk- schaft sich in keinem Falle solchen polizeilichen Verfügungen unter ordnen, sondern stets den gerichtlichen Weg durch alle Instanzen beschreiten werde. Beide, die Partei und die Gewerkschaft, haben nicht mehr Lust, sich solchen Entscheidungen zu fügen; wenn die Polizei die Gesetze nicht kenne, so sei das nicht unsere Schuld. Jetzt erhob sich einer der die Versammlung überwachenden Schutz- leute und verlangte von Herrn Kaiser die Angabe der Wohnung, was auch bereitwilligst geschah. Dieser Schutzmann soll fünf Sprachen sprechen und fertig stcnographiren können, weshalb er immer zur Ueberwachung der Versammlungen geschickt wird. Es ist wieder Bewegung unter das arbeitende Volk gekommen und hoffentlich wird Wiesbaden bald wieder seinen ftüheren Stand in der Arbeiterbewegung erreicht haben.— Von den hiesigen Blättern haben der„Rh. Courier" und die„Mittelrh. Ztg." dre Versammlung todtgeschwiegen, dagegen brachte der„Anzeiger" einen sachlich gehaltenen Bericht. Mit sozialdemokratischem Gruß: Wilh. Kramer, Schriftführer. Hffenbach, 28. Juli. Dienstag, den 17. Juni hielten wir eine öffentliche Versammlung ab mit der Tagesordnung:„die politische und ökonomische Befterung der arbeitenden Klassen," an der sich eine große Anzahl Mitglieder des Allgemeinen deutschen Arbeiterverein unter Anführung H. Schäfer'S betheiligten. Herr Opisicius aus Frankfurt sprach als Referent, eine Zeit lang zur größten Zu- friedenheit aller Anwesenden, nur Herr Schäfer unterbrach den Redner öfters, so daß sich der Vorsitzende genöthigt sah, Schäfer aufzufordern, sich entweder ruhig zu verhalten oder das Lokal zu verlassen; wolle er sprechen, dann möge er sich zum Worte melden, es sei ihm dann Gelegenheit geboten, Opificius zu widerlegen. Schäfer machte nun erst recht Skandal, bis schließlich die Polizei die Versammlung schloß. Es ließen sich Mehrere in unsere Partei aufnehmen, darunter auch ein Mitglied des Allgemeinen deutschen Arbeitervereins, dem das Treiben der Führer des Allgemeinen deutschen Arbeitervereins als ein schändliches erschien. Dienstag, den 24. Juni, wurde die obige Tagesordnung unter lebhafter Debatte in einer geschlossenen Versammlung erledigt. Bis jetzt ist es den Führern des Allgemeinen deutschen Arbeitervereins geglückt, das einheitliche Vorgehen der deutschen Arbeiter gegen Reaktion und Kapitalismus zu hintertreiben, aber die Zeit dürfte nicht mehr so fern sein, wo die Arbeiter zu unterscheiden vermögen zwischen Denen, die auftichtig für die Emanzipation der Arbeiterklasse in die Schranken treten und Solchen, die die Spaltung der Arbeiter- bewegung aus egoistischen Motiven aufrecht zu erhalten suchen. Beer. Lörrach. Hier erscheint ein kaum 3 Stunden über Lörrach hinaus bekanntes„liberales" Winkelblättchen, der„Oberländer Bote". Dieses Blatt glaubt nicht destoweniger große Thaten zu berichten, indem es fast in jeder Nummer die Demokratie, nament- lich aber das arbeitende Volk begeifert. Da der„Redacteur" des Blattes nicht fähig ist, selbst Artikel zu schreiben, so druckt derselbe die Herzensergießungen der vom Oberstaatsanwalt und Haupt- schwadroneur Kieser redigirten„Badischen Correspondenz"(B. C.) ab. Natürlich ist auf diesem— beet auch ein Kräutlein gegen unfern Artikel:„Aus dem Wiesenthal" gewachsen, das wohl ein Fabrikpascha hineingesät haben mag. Nebenbei sei bemerkt, daß ein Fabrikarzt seine Stellung verlor, weil man ihn für den Ver- sasser des Artikels im„Volksstaat" hielt. Er muß unschuldig büßen; aber fteilich, er hat den Herren Fabrikanten Vorstellungen über die Behandlung der Arbeiter gemacht und das ist in den Augen der Bourgeoisie selbstverständlich ein nie zu sühnendes Ver- brechen! Der Einsender des Artikels im„Oberländer Boten" spe- kulirt fteilich auf die Dummheit der Leser dieses Blattes— wer dies Blatt täglich liest, muß ja dumm werden— und erklärt es für eine Lüge(!!!), daß der Fabrikherr den Lohn herabdrücken könne, wenn dem Arbeiter durch Consumvereine:c. etwas billigere Nahrungsmittel verschafft würden. Nun, würde ein Consumverein die Lage der Arbeiter wirklich verbessern, so würde schon da- durch ein Angebot herbeigeführt, welches die Nachftage übersteigen würde. Der Lohn würde also sinken. Aber wir muthen einem „Oberländer Boten" nicht zu, dies zu begreifen. Begreife er lieber, daß Schweinöknöchle keine Würste sind. Daß„Arbeiterwohnungen" nur gebaut werden, um die Arbeiter an die Scholle zu fesseln, sie bei Strikes auf die Straße werfen zu können und überhaupt lebens- längliche Lohnsklaven aus ihnen zu machen, ist im„Volksstaat" schon so oft bewiesen worden, daß ich eine Wiederholung für über- flüssig erachte. Beweisen nur die„humanen» Ausbeuter erst ein- mal, daß dem nicht so ist. Schließlich denunzirt der Verfasser unfern Artikel, der sagt, daß die Arbeiter selbst ihre Ketten lösen müssen, als„strafbar" und ruft ins Polizeibureau hinein:„Sollte ein so offenbarer Aufruf zur Selbsthilfe keinen Grund zur Anklage geben?" Hier hat der Verfasser die Schellenkappe gelüftet. Der Bourgeois, der erst„Moral" gepredigt, bekommt Angst, die Ar- beiter möchten erwachen und ihm, der die Sozialdemokraten so oft „Theiler" gescholten, einmal das„Theilen", das Aneignen mibe- zahlter, ftemder Arbeit vertreiben! Daher die gemeine Dcnun ziation! 3 Thlr., Maler 26 Gr.; Berlin: Manufakturarb. 6 Gr., Holz arbeiter 2 Thlr. 2 Gr., Metallarb. 12 Gr., Arbeiterpart. 2 Thlr. 6 Gr.; Breslau: Arbeiterpart. 18 Gr.; Cöln: Bremer, Wirth- schaftseröffn. 26 Gr.. Arbeiterpart. 9 Gr.; Coburg: Arbeiterfest 24 Gr.; Crefeld: Arbeiterpart. 2 Thlr. 10 Gr.; Constanz: Därlctts, Schneider 6 Gr.; Chemnitz: Vahlteich 1 Thlr. 21 Gr., Lyser 24 Gr., Landcsvers.-Com. 17 Gr.; Dresden: Metallarb. 4 Gr.; Erfurt: Holzarb. 1 Thlr. 2 Gr.; Eßlingen: Morlok 7 Gr., Arbeiterpart. 6 Gr.; Elberfeld: Arbeiterpart. 3 Gr.; Frantenberg: Arbeiterver. 1 Thlr. 18 Gr.; Frankfurt aM.: Buchbinder 6 Gr., Kalb 2 Gr., Arbeiterpart. 14 Gr.; Froh- bürg: Volksverein 12 Gr.; Göppingen: Arbeiterpart. 7 Gr.; Gotha: Arbeiterpart. 8 Gr.; Hamburg: Klemptner und Gas- fitter 10 Gr., Arbeiterpart. 1 Thlr. 21 Gr., Sozialdemokr. 16 Gr.; annover: Fundstein, Tischlergen. 3 Gr., Arbeiterpart. 8 Gr.; lagenfurt: Volksbl. 8 Gr.; Königsberg: Arbeiterpart/ 10 Gr., Müller, Restanr. 3 Gr.; Leipzig: C. Zappay, Sckrfts., 7 Gr.; Landshut: Arbeiterpart. 10 Gr.; Lößnitz: Arbeiterver. 16 Gr.; Niederplanitz: Arbeiterpart. 5 Gr.; Neundorf: FischerlvGr.; Nürnberg: Arbeiterpart. 10 Gr., Schlosser 4 Gr.; Quedlin- bürg: Arbeiterpart. 1 Thlr. 22 Gr.; Reichenbach iV.: Agita- tionscom. 7 Gr.; Sarau: Bürstenfabrikant Hoffmstr. 24 Gr.; Stollberg: Arbeiterpart. 10 Gr.; Stade: Arbeiterpart. 13 Gr.; Wiesbaden: Arbeiterpart. 6 Gr.; Weimar: Agitationscom. 10 Gr., Arbeitcrpart. 10 Gr.; Wieda: Harzer Arb.-Tag 11 Gr.; Werdau: Volksver. 12 Gr.; Witten: Arbeiterpart. 4 Gr.; Zwickau: Arbeiterpart. 16 Gr.; Zeitz: O. Klingner 4 Gr. Da es Pflicht der Vertrauensmänner wie der Vorstände der Vereine und Gewerkschaften an den betr. Orten ist, für baldigste und richtige Bezahlung obiger Beträge, wie der in Nr. 64 und 65 des Organs aufgeführten Rückstände Sorge zu tragen, so wird pünktliche Zahlung erwartet. Die Expedition des„Dolksstaat". Internat. Gewerkschaft der Maurer uns Zimmerer. Dienstag, den 12. August: Hauptmitgliederversammlung, Windmühlenstr. Nr. 7 bei Zeidler, Abends 8 Uhr. Tagesordnung: Constiwirung der Krankenkasse und Wahl der Be- amten. Zahlreiches Erscheinen ist Pflicht. Der Bevollm.(2a> Allgemeiner Arbciteriund. -vUÜUUj Da ich mit dem heutigen Tage von hier abreise, so er« suche die Parteigenossen, etwaige Briefe ic. an Herrn Rees, Restaurateur, Kirchftraße, Lörrach, gcf. adresfiren zu wollen. Gleichzeitig rufe noch allen Parteigenossen ein herzliche« Lebewob! zu und wünsche, daß Euer jetziger BertrauenSmann unerschrocken für unsere Prinzipien aginren wird. Mit soz.-dem. Gruß Den 2. August 187S._ Louis Schütz. Sonntag, den 10. August, findet im Rosen müller'seben Gasthofe ein Arbeiter fest statt, wozu wir alle Parteigenossen von nah und fern hierdurch einladea wollen. Sammelplatz für Auswärtige ist Nachmittag« 3 Uhr in der Restauration des Hrn. Schubert im Fuchsgraben an der Schwarzenberger Bahn.____ Das Festcomite.(j i fölttltlth Diejenigen Bollsstaatabonnenten, welche IjeMlWUll noch vom 3. Qu. 1872 sowie vom 1. und 2. Qu. 1873 im Rückstände find, werden hierdurch dringend auf- gefordert, sobald als möglich ihren Verpflichtungen nachzukommen. Monat« abonnement« zu 24 kr. frei in» Hau« werden fort- während angenommen. Die einzelne Nummer kostet 2 kr. Für die Filialexpedition: Franz Wilhelmy. t Montag, den 11. August: öffentliche Versammlung, Abend« 8'/, Uhr, im Lokale de« Hrn. G. Schröder, zum Schützen- hos. Zu dieser Versammlung ladet zu recht zahlreichem Besuche ein da« Comite. Aus unsere Beschwerde bei der K. Oberpostdirektion hier über die K. Postexpedition in Borna wegen Verweigerung von Monats- abonnements, erhielten wir von dort nachstehende Zuschrift: „Leipzig, 2. August 1873. An die Expedition des„Volksstaat" hier. Die Bestellung auf 1 Exemplar Ihrer Zeitschrift für den Monat Juli o. ist nach den angestellten Erörterungen lediglich in Folge einer unrichtigen Auffassung der betreffenden Bestimmungen Seitens des Postamts in Borna unterblieben. Ich bedaure diesen Vorfall und habe das genannte Post- amt sofort entsprechend verständigt. Der Kaiserliche Ober-Postdirector. I. V.: Brachvogel." Quittung. Aus Netzschkau die zweite Sendung mit 4 Thlr. 15 Gr. dankend erhalten zu haben, quittitt hiermit. Berlin, 4. August 1873. Im Auftrage: Fr. Goerbing, Obermeister. Fond für pol. Gemaßregelte. Vom Arb.-Bild.-Verein Leipzig 5 Thlr. IL. 5. Zur Agitation v. . d. Nauert 7,,s Gr.___ Briefkasten der Redaktion. B. u. Z. Herr Memminger in nächster Nummer. Beide Artitel werden abgedruckt. der Expedition. Otto Schlzg Wintersdorf: Ihre �Annonce kostet 5 Gr. H. Lmpe Hildesheim: die Annonce kostet 5 Gr. I. Krsch, Pest: Abonn. 3. Qu. 21 Thlr. I. Mrt, Schmölln: Schrftn 25 Gr. W. Lhmn, Rochlitz: Schrftn 1 Thlr. 25. Schlnzg, Wintersdorf: Schrftn 25 Gr., Ann. 5 Gr. F. Brn, Schwäb. Gmünd: Abonn. 2. Qu. 4 Thlr. I. H. Rm hier: Schrftn 2 Thlr. Metallarbeiter-Gewerksch. hier: Ann. 25 Gr. Krankenk. d. Drechslergeh. hier: Ann. 12 Gr. Fr.. Hh, Lin« denau: Abonn. 3. Qu. 1 Thlr. 4. Bckr. hier: Abonn. Aug. 9 Gr. O. Khlr, Magdeburg: Schrftn 4 Thlr. 3., Ann. 3 Gr. Bnckdhl, Fürth: Ann. 18 Gr. 8. M. Adlr, Stadtamhof: Schrftn 3 Thlr. Fachv. der Tischler daselbst: Ann. 5 Gr. E. Lg. Hof: Abonn. 2. Qu. 4 Thlr. Schs, Mnchbernsdors: Anu. 8 Gr. R. E. hier: Schrftn 1 Thlr. Ptts, Eutritzsch: Abonn. 18 Gr. I. Cspts, Boiesföldvar, Ungarn: Abonn. 3. Qu. 1 Thlr. Dr. Vg hier: Schrftn 17 Gr. Lw, Leoben: Abonn. 3. On. 1 Thlr. 21. Anzeigen:c. Mitvit,» Gewerkschaft der Holzarbeiter. Oi-ltlU Sonntag, den 10. August, Vormittags 9 Uhr: Versammlung im Locale des Herrn Stachun, Köpnickerstraße 152.— Tages-Ordnung: Vortrag. Verschiedenes. Um pünktliches Erscheinen bittet Der Vorstand. Mitvkttt Gewerkschast der Manusaksurarbriter. VklllN Sonntag, den 10. August, Vormittag 10 Uhr, Land- wehrstraße Nr. 11: geschlossene Sitzung; wichtige Angelegenheiten. Die Mitglieder haben sämmtlich zu erscheinen Der Vertrauensmann. MvitSiittt Sozialdemokratische Arbeiterpartei. 'Otlvlllll Montag, den 11. d. M., Abends Punkt 8 Uhr: Geschlossene Mitgliederdersammlung in Gammett's Restauration, Mehlgasse 12.— Tagesordnung: Berathung der von den auswärtigen Mitgliedern gestellten Eongreßanträge; 2) Wich- tige Mittheilungen. Es ist unbedingte Pflicht jede« Parteigenossen, pünktlich am Platze zu Der Vertrauensmann. ein. ' Ich ersuche die Parteimitglieder »PUDC0IjClUl Dienstag den 12. August bei Herrn Briemkop in der„Sonne" Pünktlich zu erscheinen. Bekannte, sowie Fremde sind eingeladen; besonders ersuche ich den Vertrauensmann Lichtenberg bestimmt zu erscheinen._ H. Lampe. Frankfurt a. M. Dominikanergasse 10.— Jeden Samstag Abend Vortrag und Dis- kusfion. Der„Volksstaat" liegt in folgenden Wirthschaften aus: Schwab, Papageistraße; Schüßler, Papageiflraße; im Stolzenfels, alte Mainzer- gasse; im Lindenbaum, Saalgasse; Cilz, Kannegießergasse und Foullon, Gelnhäusergasse.____(ma) Leipzig und Umgegend«Ä-ZKIÄ Thonberg werden aufgefordert, sich in der am Sonntag, den 10. d. M., Nachmittags 4 Uhr, bei Zeidler, gr. Windmllhlenstraße 7 abzuhaltenden Versammlung durch Delegirte vettreten zu lassen, um sich über gemeinsame» Vorgehen bei den Reichstagswahlen u. dgl. zu verständigen. Das Agitationscomitö.(2a) An Anuoncengebuhren für Juli schulden: Altona: Arbeiterver. 9 Gr.; Augsburg: Arbeiterpart. 20 Gr.; Lit. Ver. 4 Gr.; Braunschweig: Metallarb. 21 Gr.; Maurer ttuttttii. Internationale Mctallarbcitrrschast. Montag, den 11. August: Sitzung bei Finsterbusch. Reich«- straße.— Tagesordnung: 1) ein Au«, uz au« dem Journal Polytomi de Pari« über Physik, Vortrag; 2) Neuwahl des Bevollmächtigten. Alle Mitglieder werden ersucht zu erscheinen. D. B. Zuverlässige Arbeiter finden bei F. Seifarth, Pianofortesabrik!» Mannheim, Beschäftigung. Arbeitszeit S'/j Stunden. Arbeitspreise für Pianino folgende: 1. Sötte fl. 11.- „ 4. 36 „ 11.- „.5. 15 „ 24.- „ 6.— „ 50.- „ 18.- „ 11.- 4. Sorte fl. 10.— „ 4.- „ 9. 30 Rasten. Eisentheile anpassen und bohren. Resonanzboden(ohne Stimmstocksteg). 4. 30 Beziehen. 15. 30 Kastentheile. do. Umbauen. 5. 30 25. 30 Abputzen und Poliren. 13.— Zusammensetzen. „ 9. 30 Elaviawr. Mechaniken im selbm Berhälwiß.(2'' Zu allen Arbeiten wird das Holz zugeschnitten gegeben B su sch we ab sät wi Der„ttorliote", Sozialpolitische Monatsschrift von Joh. PH. Becker, welche alle offiziellen Aktenstücke und das Wesentliche der Konareßver« Handlungen der Internationalen Arbeiterassociation enthält und überhaupt über Entstehung und Entwickelung dieser Gesellschaft ein deutliche« Bist abgibt, ist zu beziehen: die Kollektion der 6 Jahrgänge(1866—1871) geheftet fl Franken 12— 3 Thlr. 6 Ngr der einzelne Jahrgang„ 2= 16 Ngr., für Arbeiter und Arbeitervereine um die Hälfte obigen Preise» bno Verfasser, Pre l'Evequo 33, in Genf und in der Buchhandlung do Volksstaat«".'(3b uu plt N. ;u NN NN du W da wr des Bon der Expedition des„Volksstaat" ist zu beziehen: Bebel, A., Unsere Ziele. Z.Auslage..... Thlr. -- Rede in der„Tonhalle" zu Leipzig den 14. Juni 1871 über die Leipziger Commune........ —— Unsere Vertreter im Reichstage....... ZZecker, B., Der alte und neue Jesuitismus..... — National- ökonomische Raketen....... — Briefe deutscher Bettelpatrioten. In 5 Lies, ä.. per Braunschweiger Ausschuß der sozial-demokratischen Ar« beitcrpattei in Lötzen und vor Gericht 1871... per Bürgerkrieg in Zrankreich. Adresse de« Gencralrath» der Internationalen Arbeiterassoziation.... Der Zeitgeill............... Die dritte Niederlage de« französischen Proletariat«... Biehgen, Religion der Sozial- Demokratie, 1. 2. 3... — National- Ockonomisches......... —— Die bürgerliche Gesellschaft........ —— Da« Wesen der menschlichen Kopfarbeit.... Bittrich, Sendschreiben an die Egoisten....... Sugels, F., Der deutsche Bauernkrieg....... —— Zur Wohnungsfrage. 1. Heft: Wie Proudhon die Wohnungsfrage löst.. 2.„ Wie die Bourgeoisie die Wohnungsfrage löst. 3.„ Nachtrag über Proudhon u. die Wohnungsftage Srinnerung an die letzten Maitage 1871(Gedicht)... Herr Böhmert, Professor der Nationalökonomie in Zürich, und seine Fälschungen der Wissenschast, begangen in seinem Buche:„Der Sozialismus und die Brbeiter- ftage"............... Hirsch, C., Normalarbeitstag.......... — Der Staat und das Genossenschaftswesen.... — Die angeblichen sozialen Theorien und die wirklichen Bestrebungen des Herrn Bakunin...... Satobij, L., Es werde Licht(Poesien)....... Krasser, Dr. F., Anti-Syllabu«(Gedicht)...... —— Ceterurn conseo(Gedicht)........ — Der letzte Strike(Gedicht)........ Lassalle. F., Brbeitcrsrage, Leipziger Rede...... -- lieber Verfassungswesen......... -- An die Arbeiter Berlins -- Offenes Antwottschreiben......... -- Macht und Recht........... —— Hockverrathsproceß........... -- Fichte'« politisches Vermächtniß....... --„ Philosophie.......... -- Arbeiterlesebuch............ -- Arbeiterprogramm........... -- Die Wissenschaft und die Arbeiter...... —— Criminalprozeß, II. Instanz........ -- Bastiat- Schulze von Delitzsch..:•• -- Der italienische Krieg und die Aufgabe Preußens. L. 15. 7. — 7. S —. 12.> —. 2. h 2. 2. 2. 1. 1. 15. 2. 5. so (D st-I uat päi des det me der utt schl un ökc Jd am zut gä —. 1. b —. 1. b -. 1. 5 __ 5 1. 2. 1. 1. 2. 1. 3. 2. 2. 3. 5. 6. 8. die b-s | Si die lise O« eie Ee thc Oe faß (E S? chk chr an El D. gU B die hl we Z de: ten ich wt An die Parteigenoffen und Korrespondenten! Wir bitten dringend, alle Briefe, welche für Redaktion Expedition bestimmt sind, doch nicht an einzelne Person! sondern einfach direkt an die Redaktion oder Expedition adressiren, andernfalls wir fitr Verzögerung und sonstige U» räglichkeiten, namentlich bei recommandirten Briefen, nicht e> stehen kiftmen. m n u Die Redaktion und Expedition des„Volksstaat Oltihttit Gewerkschaft der Holzarbeiter. Sonnabend, den 9. August, Abends halb 9 Uhr, bei Zeidler, gr. Windmühlenstraße 7, Versammlung. Der Ber. Leipzig: Vettert«. tkrtsBm C. CaSper.(Redaktion und Expedl» Zeitzerstr. 44'. Dr»-?«ad Verlag der Genosseafchaftsbuchdruckeret. nn du de, wi du Hi Sil H te in