em> wd n« imh na Ja I 1 w «ich ab« ibrt iutf am Jiffa cflbe bei euer icht nich Gib »icheuaich» aui i» BefteSaai« nehmen sie G»p«ustalttn und Vach- hambluagea de« Ja- im» Auslände« an. Mal.Skpedttionen für dt« . Derein igten Staaten: '».«.Sorge. 9m 101 Hoboken, N. X D. A. Lönnecker, > O. Unikat»tr. vorn. *»«toes»•». CUenf*, w. Der VollisKaal Ltannementsprel«: ff Ar Prent« mcl. Stempel« ßener ZlSgr., für die übrigen watschen Staaten 16 Sgr pro Quartal. MiAata-Abonmementi werben»et all» Deutsche» »oftanstalt« ans dm S. u. ».«,n,t n. auf den 8. Mo- nat besonder» angenommen, t»/,««,. «■genMunn. OrgandersozialdemokratischenArbeiterparteiundderinternationalenGeverksgenossenschasten. � Sr. 83. a gen bit Gr u 3 iran DK &chr Ihn ny? erld Mittwoch, 10. September. 1873. Ein Fortschritt in den Reihen des Äathedcrsozialismus, nebst Hinweis auf die Beziehungen destelben zum LassalleanismuS, sowie zum Sozialismus und Communismus. Die„Concordia",„Zeitschrift ftir die Arbeiterftage". nach eigenem Ausspruch(siehe Nr. 28)„berufen, nicht gegen, sondern - für die Arbeiter zu wirken«, erlaubt sich in der gedachten Nummer Existenz erwachsen möchte? Und wie verhalt es sich damit?— Hier konnte die Antwort nicht so günstig lauten! Allerdings, man sah einzelne Glückliche aus diesen Reihen schnell empor steigen zur Wohlhabenheit, ja zu fürstlichen Reichthümern; und, da solch' Enr- porsteigen jetzt Jedem ftei stand, warum thateu es die Andern nicht auch?— Geehrte Anwesende! Man kann ebenso gut fragen: da jeder Soldat den Marschallstab im Tornister trägt, warum werden nicht alle Soldaten Marschälle? Das Recht, Offizier zu werden, macht noch keinen zum Offizier; und das Recht, reich zu ßen zu behaupten, daß„ein großer Theil der Arbeiter durch die Maß- �werden, keinen reich! Und so sah man denn, wie trotz des Prin- zips der Freiheit ein großer Bruchtheil der Bevölkerung doch besitz- los und unselbstständig, d. h. wirthsckaftlich unftei blieb; und sah auch, wie durch das Prinzip der Gleichheit die Zusammensetzung losigkcit feiner Ansprüche und den Mißbrauch der dem Arbeiter- stände geschenkten(?)— nicht aber von ihm, wie z. B. von dem englischen, durch sauere Anstrengung erkämpften— Rechte und Frei-._ An- h-iten seinen Anwälten es schwer mache, noch ferner das Wort für! der Bevölkerung nach Besitzcsklassen keine gleichmäßigere wurde vagl ihn zu ergreifen.« Ja, man konnte sogar beobachten, wie theilweise gerade eine diesem Gegen diese Einfalt sticht erfteulich ab ein vom Professor von Prinzip entgegengesetzle Bewegung sich ihatsächlich geltend machte ~ Die Maschinen begünstigten die Anwendung des Großkapitals, unk der Kleinbesitz wurde dadurch zum schwerem Kamps gegen dasselbe Seit «njj Scheel", Lehrer der Staatswissenschaftcn an der Universität Bern, Die Maschinen begünstigten die Anwendung des Größkapitals, und � am 3. Dezember 1872 gehaltener und vor einigen Monaten(bei der Kleinbesitz wurde dadurch zum schwerem Kamps gegen dasselbe Jent und Reinert in Bern) im Druck erschienener Anderthalb- genöthigt, in welchem er vielfach litt oder unterlag) und ferner sah ü Ti- ang' «•» ich« B«' m den nere 2] en-Bortrag über„die soziale Frage". Man kann diese Broschüre gitrost als einen entschiedenen Bruch des Verfassers mit dem bis- htrigcn ossiziellen und offiziösen Kathcdersozialismus bezeichnen, benn sie leugnet die„Harmonie"-Theoric rundweg ab und sucht darznthun, wie sich die Forderung der ökonomischen auS dem Grund- satz der politischen Gleichheit, den die Revolution von 1789 auf- malt gestellt hat, berechtigterweise von selbst ergeben mußte. An diesen SM Punkt angelangt, verliert der Kathedersozialismus zwar seine Hos- jiihigkeit, dafür aber tritt er in das Stadium, welches ihm die Beachtung seitens einer ernsten Kritik verschafft.— Unser Verfasser geht von den politisch rechtlichen Erörterungen der ftanzösischen Revolution zur Erörterung der sozialen Zustände jener Zeit über und sagt: „Was geschah nun auf faktischem Gebiete? in der wir th- schastlichen Zusammensetzung der Völker selbst?— Hier konnte jjrtj(Wollte!) natürlich nicht davon die Rede sein, daß man die Unter- trag, schiede des Besitzes, welche sich vorfanden, auszugleichen oder �«»«auch nur abzuschwächen versuchte; vielmehr wurde die Kraft des Besitzes dadurch gestärkt, daß man ihn von allen Fesseln der Benutzung befreite. Ebenso wenig war es möglich,(wenigstens augenblicklich nicht!) die Unterschiede in der Bildung aufzuheben, und dadurch die gleiche Fähigkeit Aller, ihren Besitz oder ihre Arbeit zu verwerthen, herzustellen; und man konnte auch den Umstand nicht beseitigen, daß höhere Bildung sich nur auf Grundlage höheren Besitzes resp. Einkommens erwerben läßt, welches die Muße gm Erwerb von Bildung verschafft; und ferner war es(nach dem ourgeoisprinzip des siegreichen 3. Standes!) nicht möglich, die Freiheit der Arbeit in der Wesse thatsächlich zu verwirklichen, daß Man nun einem Jeden die Mittel verschafft hätte, seine Kräfte da- hin zu wenden, wo er sie am besten verwerthen konnte, und so die ttchtlicke Freizügigkeit zu einer thatsächlichen zu machen. „So blieben also neben der rechtlichen Freiheil und Gleichheit kine große Menge thatsäcksichcr Ungleichheiten und Unfteiheiten, Materieller und geistiger Natur bestehen. „Und dazu kam nun die eigenthümliche Ausbildung der volks- �irthschastlichen Theorie, welche sich damals bekantlich in Frankreich durch die sogenannten Physiokraten und I. I. Turgot, in England durch Ad. Smith zu einer Wiffenschast herauszubilden anfing. �iese Botkswirthschaftslehre, einerseits bestimmt durch die Oppo- sttivn gegen die bisherige BevoruiunduugSpolitik der Regierungen m vclkswirthschaftlichen Dingen, andrerseits berauscht durch die Unerwartet mächtige Entfaltung der Güterproduklion unter dem Einfluß der neuen technischen Erfindungen und des beginnenden st*iheitlichen Regiments, erklärte den rücksichtslosesten Gebrauch uller wirihschastlichen Fähigkeiten der Einzelnen an?lrveir und Kapital für das sicherste und beste Mittel, den allgemeinen National- U ohlstau d herbeizuführen, und verwarf auf das Entschiedenste jede Einmischung des Staats in wirthschaftliche Angelegenheiten; wobei ne in Erinnerung der kaum überwundenen absoluten Fürsten- und Adelsherrschaft den Staat sich wie etwas dem Volke Gegenüber- stehendes und Feindliches vorstellte. Und sie wollte auch nichts einem Schutze des wirthschastlich Schwächeren durch die Gesetz- jstbung wissen, weil sie sich alle Menschen als wirthsckaftlich gleich stark und klug vorstellte. Sie pries den unbeschränktesten Gebrauch Jon Kapital und Arbeitskräften zur möglich höchsten Vermehrung Gütermasse, des sogenannten Natioualreichthums als volks- Wirthschaftliche Pflicht; und glaubte, daß die glücklichste Vertheilung der Glllei masse auf Alle, durch die schrankenlose Konkurrenz unter '"n sogenannten„Naturgesetz" von Angebot und Nachftage sich chvn von selbst ergeben werde. Und diese jugendliche Wissenschaft, Welche freilich heut in dieser Form Vertreter nur noch in einzelnen ''"tiquirten Exemplaren finden dürste, übte mit ihren Anschauungen Mächtige» Eiufluß auf die Praxis der Privaten und der Regierungen. „Mit Hilft der neuen technischen Erfindungen, welche immer vieder neue hervorriefen, wuchs die Anwendbarkeit und die Er- «iebigkeit der Kapitalien, aus denen immer wieder neue entstanden, Banz überraschend; und den Besitzern von Kapital kam die neue Mhschastliche Freiheit vor allen Dingen zu Gute; denn natürlich 8 die Freiheit für den am werthvollsten, welcher die meisten Mittel de,-'� � � benutzen. Nach dieser Seite hin waren die Wirkungen Freiheit und Gleichheit durchaus die gewünschten und erhofften. — sollte und wollte man nur dieses von dem neuen Prinzip f* f• �— Mußte man nicht wünschen, daß nicht nur die wirth- Ältlich Starken, die Besitzenden, sondern auch, ja gerade vor- �Wlich die wirthsckaftlich Schwachen, die nur wenig oder gar Begüterten, gerade die Besitzlosen und nur auf ihre Arbeit � gewiesenen von der neuen Ordnung Bortheil haben sollten?— st shnen dadurch erhöhte Selbstständigkeit und Sicherheit der Mb- ilbe '1 y, It*' va» sv irtfr losK ed- ad' & r» man jetzt unter einzelnen Unternehmern so große Massen von besitz losen Arbeitern in Abhängigkeit von jenen, wenn auch rechtlich frei, vereinigt, wie die Geschichte nur aus dem römischen Alterthum ähnliche Beispiele ausweist, wo es sich nicht um„freie" Arbeiter handelte. Und dabei mußte man noch bemerken, daß die großartige Verkehrs-Entwicklung der Neuzeit, welche viele Produktions- gebiete von einander abhängig machte, und dazu das Arbeiten aus Vorrath, statt auf Bestellung(wie beim alten Handwerk) oft Schwankungen im Absätze und damit in den Arbeits-Verhältnissen mit sich brachte, denen der„freie", aber auch vom Brodherrn jederzeit entlaßbare Arbeiter mir unterlag, und oft sehr schmerz- lich. Und diese Unsicherheit war auch eine Art der Unfreiheit.— Und was die„Gleichheit" betrifft, so konnte schon diese Zunahme der Großunternehmungen mit ihren vielen Arbeitern, aus denen naturgemäß nur ein verhältuißmäßig kleinerer Theil zur Selbstständigkeit kommen kann, unmöglich als ein Fort- schritt dazu erscheinen; und ebensowenig konnte das Austauchen ungeheurer Vermögen, ohne daß ein entsprechendes Aussteigen in dem Besitzstande der vielen kleinen bemerklich gewesen wäre, als Näherung zum prinzipiellen Ziele angesehen werden. Ja, man darf eö fast als gewiß ansehe», daß ein Wachsen der großen Vermögen auf Kosten der kleinen, eine Abnahme des Mittelstandes gegenüber dem Zuwachs der Besitzlosen und der Konzentrirnng des Vermögens vielfach stattfindet; indessen ich will hierauf kein Gewicht(!?) lege», obgleich es einem meiner Kollegen(Professor Böhmert ist gemeint) neulich aus Versehen gelungen ist, au der Hand der Sleuerstatistik diese Bewegung wenigstens für einen der Schweizerkantone, für Zürich mit unliebsamer Evidenz nachzuweisen. „Und nun, geehrte Anwesende, was ist daS Fazit dieser Entwicklung? Wir haben auf der einen Seite das Zeitideal; die recht- liche Freiheit und Gleichheit, verwirklicht durch die Niederreißung aller beengenden Schranken der Volkswirthschast; und offenbar mit dem Wunsche, daß dies auch für die thatsäckliche Entwicklung und Zusamuiensetzung der wirthschaftlichen Gesellschaft Folgen in dieser Richtung haben möchte,— und andererseits sehen wir die that- sächliche Entwicklung der rechtlichen um nichts näher gerückt, ja, eher sich von ihr entfernen! „Ist es aber möglich, daß wir nach der einen Seite hin, der wirthschastSrechtlicken. das Prinzip der Freiheit und Gleichheit zu verwirklichen wünschen und verwirklichen, und dann ruhig zusehen, wie nach der ander» Seite hin(derjenigen der realen Zustände) sich dadurch gar nichts ändert, ja theilweise das Gegentheil ge- schicht? Und wen» wir diesem Widerspruch daS Auge auch verschließen wollten, ist es möglich, daß derselbe nicht doch allmälig zum Bewußtsein des Volkes kommt; zunächst desjenigen Theiles, den dieser Widerspruch am härtesten trifft, und dann Aller, denen es darum zu thun ist, daß soziale Widersprüche nicht bestehen? Und ist es möglich, daß dies Bewußtsein nicht zu irgend einer Zeit so kräftig austritt, daß es als eine zu lösende Frage sich gebieterisch der ganzen Gesellschaft aufdrängt? and also damit die soziale Frage dieser Zeit wird?— Ich glaube, es muß so kommen, ge ehrte Anwesende, und es ist so gekommen. Wir haben unsere soziale Frage, welche da lautet: „Wie bringen wir die Bewegung unserer volkswirthschaftlichen Entwicklung in Einklang mit dem Ideal der Freiheit und Gleich- heit, das wir im WirthschasiSrecht verwirklicht haben?" (Schluß folgt.) Politische Uebersicht. Der„Sieger von Sadowa". Eine Statistik über die Gehalte der preußischen Lehrer ist wieder in die Oeffcntlichkeit ge- drungen. Neue« bringt sie Nichts; es ist der alte Jammer, der aus dem ,. Vorstaat« ertönt, wo die Civilliste des regierenden Königs sich gerade auf daS doppelte jener Summe beläuft, die für Lehrer und Schulen ausgeworfen ist. Das DurchschnittSgehalt der preußischen Lehrer ist seit 10 Jahren gestiegen in den Provinzen Preußen von 160 auf 161, Poftn von 144 auf 149 Thlr., Pommern von 146 auf 149 Thlr., Schlesien von 168 auf 175 Thlr., Sach- sen von 236 auf 242 Thlr., Rheinprovinz von 192 auf 201 Thlr., Westfalen von 191 auf 197 Thlr., Hohenzollern von 166 aus 209 Thlr. In der Provinz Brandenburg, mit Ausnahme der Stadt Berlin ist der ftühere DurchscknittSsatz von 206 Thlrn. nock der alte. Zwischen 60 und 100 Thlr. Jahresgehalt haben in Preußen noch 1926 Lehrer.„Ausbesserungen kann man die in 10 Jahren bewilligten Zulagen wohl nicht nennen, von denen sich die niedrigstcu auf 1 Thlr., die höchsten auf 43 Thlr. belausen. In zehn Jahren steigt in Preußen der Gehalt der Lehrer um einen einzigen Thaler; welch ein Bild des„Fortschritts«! Man sollte meinen, diese wuchtige Statistik hänge allen Lobhudlern der preußischen Wirthschaft einen schweren Maulkorb vor. Aber Nichts von Alledem! Die Statistik ist zu einer ungünstigen Zeit in die Welt geschleudert worden, denn augenblicklich feiert man große Feste in Berlin; die Preußen jubeln über eine„Siegessäule", die sie aufgerichtet haben, um ihre„glorreichen" Siege zu verherrlichen, und die Bayern, Hannoveraner, Hessen, Schwaben und Badcner, denen zum Zweck jener Siegessäule erst von den Preußen der Buckel gebläut werden mußte, jubeln mit. Da denkt freilich Nie- wand an die armen Lehrer, die in zehn Jahren um einen Thaler „aufgebessert" werden und doch bei Sadowa gesiegt haben sollen. — Die„Sedanfeier" ist heuer so klägtick in's Wasser ge- fallen, daß unseren„Nationalen" wohl die Lust vergehen wird, eS noch einmal zu probiren. In der„Reichshauptstadt" selbst jämmerlichstes Fiasko, wie sogar die amtliche„Prrvinzialconespon- denz« eingestehen muß. Nirgends Theilnahme des Volks, auch »icht wo die Mordspatrioten sich die äußerste Mühe gegeben. Für Orte letzterer Gattung mag Leipzig als Muster gelten: Einige offizielle Schauspielerei, sonst nichts. Bei dieser offiziellen Schau- spielerei sind überall die Schulkinder als Statisten benutzt worden; und hat sich in der„großen Seestadt" das Folgende ereignet: Die Herren Bourgeois haben der Mehrzahl nach ihre eigenen Kinder bei dem patriotischen Narrenzug durch Abwesenheit glänzen und den Kindern des Proletariats die„Ehre" ge» lassen, ihnen, den Herren Bourgeois, ein paar Stunden lang in Staub, Sonnenbrand und Hunger abwechselnd als Theater- koulisse und Theaterchor zu dienen. So muß der Proletarier nicht blos die Schlachten der Bourgeois schlagen, sondern auch seine Kinder für die Feste der Bourgeois hergeben. Wenn es sich unsere Mordspatrioten beikommen lassen sollten, im nächsten Jahr nochmals ihr Heil mit einer„Sedanfeier" zu versuchen, dann, hoffen wir, werden unsere Arbeiter energisch sich dagegen verwah- ren, daß ihre Kinder in solch unwürdiger Weise zu frivolem Zeit- vertreib der Herren Bourgeois mißbraucht werden.— Was sich die armen Kleinen wohl gedacht haben mögen, als gar der Doktor Panitz die Rednertribüne bestieg und uuter einem Schwall von mordspatriotischen Phrasen gegen die Franzosen und die„schwarze Schlange" loswelterre. Hätten sie gewußt, daß dieser Doktor Panitz auch schon„demokratische" Anwandlungen gehabt hat, so hätten sie sich sicher über den Appetit gewundert, mit welchem Doktor Panitz die„schwarze Schlange« nebst Franzosen und andern Reichsfeinden verschlungen hat. — Der Frankfurter Laternenmann bringt ein luftiges Bildchen, auf welchem ein Genfer Spießbürger als„neuer Tell« das Haupt vor dem Hut des nunmehr verstorbenen Herzogs von Braunschweig, des bekannten diamantenrcichen Karl, entblößt und dafiir einen Sack voll Geld in Empfang nimmt. Der ExHerzog Karl hat nämlich sein aus 25 Millionen bestehendes„Privatvermögen« der Stadt Genf vermacht und die„republikanischen" Genfer haben sich nicht entblödet, ihm dafür ein„fürstliches" Leichenbegängniß zu veranstalten. Das albernste Schaugepränge begleitete den tobten Herzog zu Grabe, der im Jahre 1830 aus Braunschweig vertrieben wurde. Bonaparte ließ beim Staatsstreich, wo sich der Diamanten- herzog in Paris befand, bei demselben Haussuchung halten und zwar aus„politischen Gründen", um die Schuldscheine für das vom Braunschweiger geliehene Geld und die berühmten Diamanten zu erwischen. Aber der eine Dieb fand bei dem andern Nichts. Daß Karl, trotzdem er Knall und Fall aus seinem brennenden Schlosse vertrieben wurde, dennoch im Besitze von 26 Millionen war, erhellt, wie es die Fürsten verstehen, ihre Völker auszusaugen. Braunschweig ist ein reiches, aber kleines Land und jener Herzog, der auf dem Schlachtfelve von Quatrebras siel, hatte keine über-- flüssigen Geldmittel. Der Diamanten-Karl muß also seine ganzen Schatze direkt dem braunschweigischen Volke abgepreßt und ge- stöhlen haben! Das hat man in Braunschweig wohl verspürt und freche Geschichtsfälscher wagen deßhalb zu behaupten, die Revolution von 1830 sei„gemacht" worden, um den Bedrückunzen des Volks ein Ziel zu setzen. Die Braunschweiger Revolution von 1830 war eine Palast- und Schürzenrevolution, bei welcher Maitressen und adlige Hofschranzen das gute Volk nasführten und adlig«: Petroleurs(ja, ihr Herren„Geschichtsschreiber", hier tritt diese Geltung von Mordbrennern bestimmt und sichtbar auf!) ganz unnöthlger Weise das Schloß in Brand steckten. Die Stadt Genf, welche ohne alles Weitere aus den befleckten Händen des Braunschweigischen Karl die goldenen Füchse entgegennahm und sich zum Lakaien desselben erniedrigte— sürS Geld, hat damit, wie beim Empfang des„Schah" von Persien» wiederum gezeigt, daß der Geldsack in der Bourgeoisrepublik dasselbe Lumpenthum großzieht, wie im monarchischen„Staat". — Der National- und Rassenhaß, den unsere„gestn- nungstüchtige« Presse tagtäglich anzufeuern sich bemüht, hat in Lüneville wieder eine Blüthe getrieben. Zwei Straßburger, von welchen der eine in preußischer Uniform gmg, wurden in Lüne- ville plötzlich von Franzosen angefallen und mißhandelt, welche der bloße Anblick der Uniform fanatisirt hatte. Soweit haben eS die deutschen und französischen Mordspatrioten gebracht, daß die Menschen von einem nationalfarbigen Rock wie Stiere durch ein rothes Tuch gereizt werden. �Der„Frankfurter Beobachter« schreibt über diese schmähliche Affaire: „Die Vorgänge in Lüneville gewähren einen tiefen und er- schreckenden Einbllck in die Abgründe des Nationalhasses, welcher aus dem letzten Kriege zwischen Franzosen und Deutschen übrig geblieben ist. Das Auftauchen einer preußischen Uniform genügte, um in weniger als einer halben Stunde 3000 vom wildesten Fanatismus beherrschte Menschen zusammenzubringen und diese Menge mit einer Mordgier zn erfllllen, die in den Annale» der modernen Civilisation geradezu beispiellos ist. Ein französtscher Capitän rettete mit Gefahr des eigenen LebenS die bedrohten Deutschen; der Commandant des Platzes mußte sie auf Schleich- wegen zum Bahnhofe bringen lassen, um nicht einen blutigen Auf- fland zu provoziren, Uber dessen Ausgang er bei der Stimmung einer Soldaten nicht einmal sicher fein tonnte. So sind die Thatfachen, wie sie berichtet werden, und es würde gänzlich zweck- loS sein, Uber dieselben vom moralischen(?) Gesichtspunkt aus Be- trachtungen anzustellen, da ja diese Seite des Vorganges grell ge- nug für sich selber spricht. Wir haben eS hier mit einem wilden Ausbruche jener scheußlichen Leidenschaft zu thun, welche schon so- viel namenloses Unheil Uber die Völker gebracht hat und die durch jeden„glorreichen" Krieg nach jahrelanger Arbeit der Civilisation von Neuem aus dunkelen Tiefen hervorgelockt wird— dem Racen- haß. Was der fanatisirte LUncviller Pöbel that, ist nur die Hand- greifliche brutale Verwirklichung Dessen, was so mancher„gebildete" Lümmel von heute unter der Idee des„Patriotismus" versteht. Zum Beispiel, wenn im Winter 1370 einer der„populärsten" deutschen Tagesschriftsteller in der Leipziger Gartenlaube sich Uber die langen verdutzten Gesichter der französischen Bauern lustig machte, welche beim Herannahen der Schlacht aus ihren Dörfern in die Wälder geflohen waren, um bei ihrer Rückkunft statt der heimathlichen Höfe nur noch Aschenhaufen vorzufinden, wenn ein anderer sehr„gebildeter" Kriegsberichterstatter in der„Köl- Nischen Zeitung" es beklagte, daß er nicht Schiller's Wallenstein in seinem Reisegepäck habe, um bei dem Anblicke der nächtlich brennenden Dörfer und der im rolhen Fackelscheine vorüberziehenden Reiterschaaren die Dichtung mit der Wirklichkeit vergleichen zu können; wenn mit patriotischem Wollustkitzel erzählt wurde, daß „unsere Jungens" eine Anzahl Franktireurs von Chateaudun, nachdem ihnen bereits die Füße verbrann t waren, mit den Bajonetten an die Wand spießten und sie so eine Stunde lang stecken ließen — wenn alles Dies von„gebildeten" Schriftstellern in den gc- lesensteu deutschen Blättern erzählt wurde, als ob Das nur so zu den pikanten Einzelnheiten eines jeden Krieges gehöre, so darf man sich auch nicht wundern, wenn französische Pöbelmasseu zu so bestialischen Thaten schreiten, wie wir sie hier in Lüneville sehen. ES ist der schauerliche Fluch der Kriege, welcher hier in dem auf- lodernden Racenhasse sich zeigt, und dieser Fluch wird sicherlich »icht durch Schlachtenfeiern und SiegeSfeste gemildert."— Wir glauben nicht, daß es für solche Dinge einen„moralischen Gesichts- punkt" gibt.' Es gilt hier nur das ekle Handwerk jener Preß- wrkos zu brandmarken, welche erst den Racenhaß mit allen Mitteln schüre» und dann die Folgen ihres schuftigen Treibens vom „moralischen Gesichtspunkt" aus betrachten und den Franzosen die „Rohheitsakte", welche sie(die Preßturkos) selbst mit allen Mitteln hervorzurufen sich bestrebten, vorwerfen wollen. Treffend charatterisirt der„Beobachter" die Folgen des Nationalhaffes; wer aber in dieser Affaire den Namen Pöbel verdient, das sind weniger die Lüneviller Betheiligten, sondern die deutschen„Macher der öffent- lichen Meinung". Die sind der wahre Pöbel! Die sind daS wahre Lumpenproletariat! — Daß unseren Gegnern an manchen Orten, namentlich in Sachsen, vor den nächsten ReichStagSwahlen die Haut zu schauern beginnt, läßt sich aus verschiedenen Anzeichen ersehen. Auch„oben" sieht man nicht ganz ftöhlich in die Zukunft und das offizielle „Dresdener Journal" leitet deshalb die offizielle Wahlagitation mit nachstehendem Angstschrei ein: „Bei den in den letzten Jahren vorgekommenen Reichstags- und Landtagswahlen ist bekantlich vielfach eine geringe Betheili- gung wahrzunehmen gewesen. Insbesondere ist mehrseitig bemerkt worden, daß zahlreiche, im unmittelbaren Staatsdienste stehende Angestellte an den Wahlen sich nicht betheiligt haben. Letzteres ist um so bedauerlicher, als die Nichttheilnahme von Personen, bei welchen ein besonderes Interesse für die Wahlhandlung vorauöge- setzt werden muß, auch andere Personen-in Ausübung des ihnen zustehenden Wahlrechte« lässig zu machen geeignet ist. DaS könig- liche Ministerium des Innern hat deßhalb, wie wir vernehmen, von den in Kurzem bevorstehenden Landtagsergänzungswahlen Veranlassung genommen, die Beamten seines Ressorts darauf auf- merksam zu machen, wie wünschenSwerth es sei, daß sie sich, so- weit sie als Stimmberechte betheiligt sind, die Ausübung des ihnen zustehenden Wahlrechtes angelegen sein lassen." Zu deutsch lautet diese geschraubte Auseinandersetzung: Der bureaukratische Apparat hat bei den nächsten ReichStagSwahlen mit voller Dampfkraft den Sozialdemokraten entgegenzuarbeiten. So viel wir wissen, steht es jedem Staatsbürger frei, ob er wählen will oder nicht und es ist kein Beamter verpflichtet, solchen„Wün- scheu" deS Ministeriums nachzukommen. In andern„Staaten" ist sonst das Beamtenthum servil genug und wählt gewissenhaft und eifrig nach den Wünschen der jeweiligen Regierung; in Sach- sen ist dies nicht der Fall. Das kommt eben davon, wenn so ein armer Beamter zugleich ein eiftiger Reichswedler, ein Preußenver- herrlicher, ein guter Mordspatriot und doch auch ein guter säch- sischer Unterthan sein soll. AuS solcher Klemme helfe der Teufel heraus! — Ein erbitterter Feind der Sozialdemokratie, Herr Karl Wartenburg in Gera, leitartiielt in seinem„Norddeutschen Wochenblatt" über den Leipziger Bordellkrawall. Gerade weil wir wissen, daß dieser Mann entschieden auf der Seite derjenigen steht, welche da« Proletariat politisch wie sozial geknechtet haben wollen, weil wir wissen, daß er ein Verehrer des preußischen PolizeistaateS ist, glauben wir unfern Lesern nicht vorenthalten zu dürfen, was er von der Leipziger Polizei denkt. Herr Wartenburg schreibt über deren Verhalten: „Die Polizei des Stadtraths von Leipzig, fammt Polizeidirektor Rüder, war nicht im Stande die Exzeffe zu verhindern, sie mußte Truppen aufbieten.... Noch ein einziger Exzeß und es wäre zum Feuern, vielleicht sogar zur Erklärung des Belagerungszustandes gekommen. Wir brauchen auf die traurigen Konsequenzen solcher Zustände nicht hinzuweisen. Wir fragen uns aber, war die Polizei Leipzigs in der That nicht im Stande, dem vorzubeugen? Mußte wirtlich Militär requirirt werden? »Nein, nein!" ruft das„liberale" Tageblatt, unsere Polizei war nicht im Stande dies zu thun. Herr Polizeidirektor Rüder hat ja nur KS Polizeidiener, in Stuttgart hat man über 100!" Aha, also Herr Dr. Rüder hatte nicht genug Polezeidiener! Wir meinen aber, die Menge der Polezeidiener thut eS nicht! Denn 6000—8000 Menschen werden schließlich auch mit 100 Polizisten, selbst wenn sie Schutzmänner und Konstabler heißen, fertig. Haben denn aber die„liberalen" Pattone des Tageblattes nicht darüber nachgedacht, daß die moralische Autorität eines Polizeiamtes viel wirksamer ist, als hundert Polizisten? Worauf beruht nun diese Autorität, die mit Popularität sehr gut gepaart sein kann? Auf einer gerechten, energischen, parteilosen, aber auch zeitgemäßen liberalen Anwendung der bestehenden gesetzlichen Vor- schnften. Darauf, daß ein Polizeiamt durch Anwendung zwar noch formell bestehender, aber veralteter, nicht mehr zeitgemäßer, auf dem Ausfterbe-Etat stehender Gesetze und Verordnungen keine Herausforderung zur Kritik giebt. DaS Polizeiamt der Stadt Leipzig mit Herrn Dr. Rüder an der Spitze hat aber leider nur zu sehr durck seine Ausweisungen von politisch mißliebigen Personen, wie Hepner u. A., durch seine Verbote bezüglich der Theilnahme an den sozialistischen Konzreffen u. s. w. die Kritik herausgefordert, nicht bloß etwa ßie Kritik der sozialdemottatischen Presse, sondern der gesammteu nnabi, äugigen Presse Deutschlands. Derartige Kritiken dringen in das Publikum und sie haben wahrlich nicht dazu gedient, die Autorität des Polizeiamtes zu stärken. Wir meinen, daß es daher zweckmäßig und im Juteresse der Stadt Leipzig, resp. der dortigen Polizeiverhältnisse wäre, aber auch im Interesse der liberalen Partei und der liberalen Grundsätze, wenn Herr Dr. Rüder in den wohlverdienten Ruhestand und ein Mann an die Spitze der dortigen Polizei tteten würde, dessen Maßnahmen nicht die gesammte unabhängige deutsche Presse zu so einstimmiger Kritik herausforderten." Soweit Herr Wartenburg. Wenngleich wir seine Ausführungen von der„moralischen Autorität" einer Pplizei im heutigen Staat als Expektorationen eines politischen Abcschützen bezeichnen müssen, so ist doch nicht zu unterschätzen, daß er den Rückttitt Rüvers verlangt. DaS hat bis jetzt kein liberales Blatt gethan; alle tadelten sie öffentlich daS Vorgehen Rüders und freuten sich heim- lich darüber. Herr Wartenburg meint freilich, Rüder möge in den„wohlverdienten Ruhestand" tteten. Hat Rüder durch sein Auftreten gegen unsre Partei diesen Ruhestand„wohl verdient"? Dies scheint im Grunde Herrn Wartenburg's Ueberzeugung zu sein; denn wo soll sich Rüder sonst„verdient" gemacht haben? Wir gönnen ihm übrigens von Herzen den„wohlverdienten Ruhe- stand"— wenn er nur geht! — Herr Biedermann, den es von Zeit zu Zeit juckt, mit uns anzubinden(Apropos, das neuliche Denunziatious- und Trans- substantionswunder hat er für einen„unbeabsichtigten Schreib- fehler" erklärt, woraus wir die interessante Thatsache entnehmen, daß es für Herrn Biedermann auch beabsichtigte Schreibfehler gibt), hat sich wieder einmal den Spaß gemacht, aus einem anderen Blatt einige Schimpfereien auf den„Volksftaat" abzudrucken, was freilich sicherer ist, als das Geschimpfe unter eigener Firma zu üben. Diesmal ist es die„Weserzeitung", welche in Conttibution gesetzt wird, und hat uns Herr Biedermann bei dieser Gelegenheit durch eine„wunderbare„Fügung Gottes" zu einer sehr nützlichen und angenehmen Entdeckung verholfen. Der Verfasser des be- tteffcnden Artikels, welcher uns— da wir die„Weserzeitung" nicht lesen— ohne die Freundlichkeit deS Herrn Biedermann unbekannt geblieben wäre, ist nämlich Niemand anders, als unser alter Concordiafreund„vom Mittelrhein"» der offenbar das Denunziren des„Volksstaat" systematisch und en gros betteibt. Seine neueste Leistung gilt dem Aufsatz über„Die deutsche Rebel- lion 1349" in Nr. 77 und 73 des„VolkSstaat", ein Aufsatz, der allerdings geeignet ist, schwarzweißrothen Gemüthern Bauchgrimmen zu verursachen. Ans Widerlegen denkt der Biedermann„vom Mittelrhein" natürlich nicht— dürfte auch schwer fallen!— er will bloß denunziren, und so denunzirt er denn, ähnlich wie in dem famosen Concordiaartikel, einfach um zu denunziren, denunzirt geschäftsmäßig, ssus plirase purement et simple- ment*). Freund„S." scheint sich in seiner jetzigen Stellung nicht mehr behaglich zu fühlen, und um jeden Preis die Gunst' des Herrn Stieber erlangen zu wollen. Der Reptilienfonds verfügt ja über nahezu eine Million Thaler das Jahr. Jedenfalls danken wir dem Herrn Biedermann von der Pleiße, daß er uns mit diesem neuen Material über den Biedermann„am Mittelrhein" versehen hat. Wir werden ein wachsames Auge auf den Herrn haben. — An die Adresse Derer, die sich gemeint fühlen!— Im 6. Bande seiner Tagebücher, Seite 30, sagt Varnhagen von Ense unterm 23. Januar 1844:„Dr. Arnold Rüge, hier nun doch ausgewiesen, hält sich in Potsdam auf. Auch Dr. Gold- sticker ist ausgewiesen. Schmachvoll e Behörden, so niederträch- tlig als tölpisch! Wird nicht endlich diese Hundsfötter ihre Sttafe treffen?"— — Es war in diesem Blatt jüngst wiederholt die Rede davon, daß die deutschen Regierungen, um die Auswanderung zu verhin- dern, den Bewohnern die Heimath„lieb" machen wollten. Als Nachttag zu jenen Bemerkungen möge hier die am 16. Dezember 1358 dem deutschen Bundestage überreichte bairische Denkschrift erwähnt werden, aus welcher Bernhard Becker in seinem sehr lesenSwerthen und brauchbaren Werke(vabei müssen wir es freilich dahingestellt sein lassen, ob die Beurtheilung Einzelner, wie I. PH. Becker's und Wuttke'S, durchweg richtig ist)„Die Reaktion gegen die deuffche Revolution von 1843" nachstehenden Passus hervor- hebt:„Die Auswanderung macht in einzelnen Gegenden Deutsch- landS empfindliche Lücken und wird unangenehm verspürt; allein im Großen und Ganzen kann sie, auch staatlich bcttachtet, kei- neSwegs als ein Nachtheil oder gar als ein Unglück angesehen werden. Durch die Auswanderung hat Deutschland Hunderttausende von Politisch- Mißver- gnügten verloren."— Das heißt deutlich und deutsch gesprochen! Jedes Wort als Commentar könnte hier nur abschwächend wirken.— — Die Augsburger„Allgemeine Zeitung" theilt über die aus den HochverrathSprozcß zu Kopenhagen erfolgte Neuorganisation der Arbeiter Nachstehendes mit: „Nach Auflösung deS„internationalen Arbeitervereins" hat der neugestiftete„demokratische Arbeiterverein" eine große Arbeiterver- sammlung auf dem Stadtfelde abgehalten. Dieselbe verlief ohne jede Störung. ES wurden drei Resolutionen angenommen. Die erste derselben bezieht sich auf die verurtheilten Führer der Sozial- demottaten, welche durch das harte Urtheil, das sie bettoffen, keine Schädigung ihrer Ehre in den Augen der Arbeiter erlitten haben, wohingegen alle Diejenigen, welche auf verschiedene Weise dazu mitgewirkt, daß die strengste gesetzliche Sttafe über die Für- sprecker der Arbeiter verhängt worden sei, sich die Verachtung dieser zugezogen. Die zweite Resolution geht darauf au«, beim König ein Begnadigungsgesuch zu Gunsten der Verurtheilten einzubringen. Das Urtheil sei unter solchen Verhältnissen gefällt worden, daß es nicht als Ausdruck der wahren Gerechtigkeit angesehen werden könne, welche die menschlichen Gesetze und die menschlichen Urtheile durchdringen müsse. Man wolle nicht diesen oder jenen Punkt in den Motiven des Urtheils zum Gegenstande der Kritik machen, sondern nur die Behauptung aussprechen, daß in den Motiven eine vollständige Verkennung der Arbeiterbewegung enthalten sei, die von den Verurtheilten geleitet worden. Durch die lange De- tentionshaft, welche sie erlitten, sei aber auf jeden Fall dem Wort- *) Ohue Phrase, rem und zweifelsohne. ftaut deS Gesetzes Genüge geleistet. Die dritte Resolution besagt 'daß mau in dem über die Führer gefällten Urtheil eine Aufforderung für alle Arbeiter deS Landes sehe, sich fester zusammenzuschließen, um durch gegenseitige Unterstützung den Angriffen der G:gner widerstehen zu können. Ein Mittel zur Organisation dieses Zu- sammenschließenS fei der demokratische Arbeiterverein, dessen Auf- gäbe eS fei, über die Aufrechthaltung des Grundgesetzes zu wache« und für die sozialen und politischen Rechte der Arbeiter zu wirken. Es werden daher alle Arbeiter im ganzen Lande dazu aufgefordert, � sich dem demottatischen Arbeiterverein anzuschließen und so eine feste Arbeiterpartei zu bilden." Soweit das AugSburger Blatt. Vorsitzender der Versammlung war Pichl, der bekanntlich im vorigen Jahre von 6000 Mit- gliedern zum Kongreß der Internationale nach dem Haag gesandt wurde. Wie wir nunmehr ersehen, sind unsere dänischen Genossen, bezüglich der Gnadengesuche, anderer Ansicht als wir, was uns indessen nicht hindern kann, unsere Solidarität mit den Kopen- Hagener Verurtheilten, sowie mit den dänischen Arbeitern hier neuerdings zu erklären. — Die Dummen werden nicht alle. Der Italienische Minister des Innern hat an die Präfekten des Königreichs Italien ein Rundschreiben erlassen, in welchem er sie auffordert, „durch kluge Borsichtsmaßregeln und behutsame? Eingreifen alle« Anlässen zu Arbeitseinstellungen womöglich vorzubeugen" wen» aber solche dennoch ausbrechen sollten,„energisch für die Aufrecht- erhaltuug der Ordnung zu sorgen." Die meisten Arbeitseiustel- lungen, belehrt der Hr. Minister seine Untergebenen, seien„Kund- gedungen der Umsturzpartei", und:„eS bestätigt sich, daß der Hauptzweck des diesjährigen Congresses der Jnter- nationalen gerade darin besteht, eine allgemeine Ar- beitseinstellung in allen Fabriken zu Stande zu bringen, wo die gefährliche Gesellschaft Wurzel gefaßt hat.„ Der Mann, der dieses geschrieben, heißt Cantclli, und schlagen wir ih« hiermit zum Ehrenbürger von Leipzig vor. Herr Rüder wird unfern Vorschlag gewiß unterstützen.— — Ueber den Antheil der spanischen Arbeiter an den revolutio- nären Vorgängen entnehmen wir einigen im„Airnbeau" voll Verviers befindlichen Correspoudenzen aus Spanien Folgendes: „Nur auf zwei Punkten, wird aus Madrid unterm 4. August ge- schrieben, nur auf zwei Punkten hat die Internationale(V. h. die Bakunisten) thätig in die Bewegung eingegriffen, in Alcoh und in San Lucar de Barrameda.(Folgen die unfern Leser« bekannten Details)-- Das sind die beiden einzigen Föderatione« der Internationalen, welche auf eigene Faust eine Bewegung gege« die bestehende Ordnung der Dinge versucht haben. An alle« übrigen Orten, in Cartagcna, Valencia, Sevilla, Granada u. s.» ging die Schilderhebung nicht von sozialdemottatischen Arbeiter», sondern von militärischen und politischen Führern aus, welche de« Gedanken der kantonalen und munizipalen(Gemeinde-) Selbst- ständigkeit im Interesse ihres persönlichen Ehrgeize« auszubente« beabsichtigten. Das Cirkular des Generals Contreras an die au«-| wärtigen Mächte und die Thatsache, daß die Aufständischen vo« Cartagena eine offizielle Regierung im Gegensatz zn der Madrider Regierung zu errichten für nothwendig befunden haben, kennzeichne« diese Bewegung hinlänglich. Die provinziellen Aufstände— ick erkläre es wiederholt, sind nicht daS Werk der Internationale»! an vielen Orten sind sie sogar gegen die Internationale gemach-: worden, und haben sich die Führer den Arbeitern ebenso feindlich gezeigt, wie die Regierung von Madrid. DaS gilt unter Andern von Cartagena(Canton Murcia). An einigen Orte» haben die Arbeiter aber die Bewegung, obgleich dieselbe nicht vo« ihnen begonnen worden, doch unterstützen zu müssen geglaubt. 3* Valencia z. B. ist dies der Fall gewesen. Hier hatte dü Madrider Regierung mehrere Mitglieder unserer Assoziation ver- haften lassen. Da das Gelingen des AufstandS diesen Verfolgungen ein Ziel gesetzt hatte, so warf sich die zahlreiche Föderation vo« Valencia mit Begeistrung in die Insurrektion; und als d» Jntransigenten(die sich auf keine Transaktion, keine Vermittlung, keinen Compromiß Cinlasscnden— bekanntlich Beiname der föd« ralistischen Republikaner) den Muth verloren und das Feld räumte«« führten die Arbeiter allein den Kamps fort, bis sie der Uebermach' erlagen". Aus Alcoy schreibt dem„Mirabeau"„Ein Jnsurgew von Alcoh":„Da die Bourgeois sich einbilden, die Internationa« habe die kantonalistische Bewegung angezettelt, so werden sich wah� scheinlich die Verfolgungen gegen un« in nächster Zeit noch steigern- Wie Sie unzweifelhaft wissen, haben die Jntranstgenteu die Ich' tiative ergriffen; aber iu einigen Städten, z. B. in Valencia, Granada, Malaga, Sevilla u. s. w. scheinen die Internationale« sich aktiv betheiligt zu haben. Wir können es indeß nicht m« Gewißheit behaupten, weil es uns bis zu diesem Moment(v« Datum des Briefs ist nicht gegeben) an direkten Nachrichten fehlh AlleS was wir mit Bestimmtheit wissen, ist, daß es in Sevilla 200 Internationale waren, die sich am längsten vertheidigt habe» sie schlugen sich wie die Löwen.--„Ich habe kaum nolch Ihnen zu sagen, daß die Internationalen, welche an der Erhebu» Theil genommen haben, dies aus eigenem Antrieb thaten, u»- daß keine vorherige Verabredung getroffen, kein gi' meinsamer Plan entworfen war. Andernfalls wäre eS nifl möglich, daß die Internationalen an Einem Ort kämpfte» und am anderen mit gekreuzten Armen dastanden. 3* glaube jedoch nicht, daß Alles verloren ist. Im Gegenthell, unser Hoffnungen sind größer als jemals. Der revolutionäre Geda»' macht von Tag zu Tag reißendere Fortschritte, und das Geschehe» wird unS zur Lehre dienen, daß wir unsere Organisation befestige und unS auf den bevorstehenden Kampf besser vorbereiten müsse». So der„Insurgent von Alcoy". Wenn sich die spanisch" „Internationalen" das„Geschehene" wirklich«zur Lehre diene»� lassen, werden sie ihre ganze„Organisation", die in Wahrh» nur eine Desorganisation der Arbeiter ist, mit sammt dem Plunvss von Anarchie-, LiquidationS- und sonstigen Phrasen, über werfen und nicht länger ihr Heil in einem Sonderbund such" der ihnen daS gebracht hat, was ihnen vorausgesagt wurdes: Nied"» lagen— klägliche, selbstverschuldete Niederlagen!— Mit der Saueren-Gurken-Zeit ist auch die„Fusion" zu E»� aekommen. Die ConfusionSräthe, die wochenlang über Fusion kan»« gießerten, müssen sich nun nach anderem Stoff umsehen.— — Bon Herrn Advokat Otto Freytag in Leipzig sind»� ermächtigt zu erklären, daß da» radikal-demokratische Wahlkoasch in Dresden ihn als Candidaten für den Reichstag aufgestellt? ohne seine Zustimmung einzuholen, und daß er daher diese didatur ablehnt. 1 3» "S -N. t« [IX' ixf' feit en. rt. ine Gewerksgenossenschaftliches. Internationale Metallarbeitcrgewerksgenossenschaft. KHemnitz, 5. September. Den Mitgliedern benannter Gewerk schaft diene zur Kenntniß, daß die Krankenkaffenstatuten in kurzer Zeil im Druck erscheinen, und fordern wir deshalb auf, die Mit- cheiluug an uns gelangen zu lassen, wieviel an den verschiedenen Orten gebraucht werden, damit die Zusendung keine Verzögerung erleide, sowie mit den Statuten werden auch die bez. Reverse und Formulare zur Ausfüllung gleichfalls versendet werden. Die neuen Statuten der Gewerksgenosseuschaft liegen gleich falls zum Drucke bereit und werden nach Fertigstellung sogleich versendet. Zugleich ergeht auch an diejenigen Orte, welche mit ihren Beiträgen im Rückstände sind, die Aufforderung» ihren Pflich- ten nachzukommen, widrigenfalls dieselben im„Volksstaat" gemahnt werden. Zum Schluß fordern wir noch zum allseitigen Abonnement auf den„Bolksstaat" auf, um sich mit allen gewerkschaftlichen An- gelegenheiten tüchtig vertraut zu machen. Für den Ausschuß: Rich. C. I. Wolf, Lindenstraße 8. Verband für Buchbinder. -leipzig. Collegen! Da vom I. Oktober unser eigenes Organ, die„Allgemeine Buchbinderzeitung" erscheint, ersuchen wir Euch zu- nächst, dem Ausschuß alle Adressen von Collegen des In- und Auslandes mitzutheilen, um dem Organ eine Verbreitung zu sichern, so auch dadurch die Vereinigung aller Collegenkreise anzu- bahnen. Wir erwarten ferner von Euch, daß Ihr unser jetzige« Organ, den„Bolksstaat", welcher uns seine Spalten zwei Jahre lang zur Verfügung stellte, auch in Zukunft recht zahlreich lesen werdet; nicht nur weil wir dem„Bolksstaat" Dank schulden, sondern auch weil unser eigenes Organ den„Volksstaat" nicht völlig ersetzen kann. Viele werden den„Volksstaat" aus Bedürf- niß lesen und erwarten wir, daß alle Vereine denselben in ihren Versammlungen auch fernerhin auflegen werden, um die Arbeiter- bewegung im Großen und Ganzen nicht ans den Augen zu verlieren. Dem Verbände sind ferner beigetreten folgende Vereine: Berlin: Adresse des Vors. H. Peter, Wrangelstraße 69, 2. Lübeck: A. Kramer, Alten Schranzen 101. Braunschweig: Robert Rieß, Höhe 8. Correspondenzen. -knpzig, 8. September. Auf die schlachtenverherrlichende Se- danfeier der Mordspatrioten folgte am Sonnabend den 6. d. M. eine seitens der„Vaterlaadslosen" in den Räumen der Tonhalle veranstaltete„Gedenkfeier für die 1370—71 gefallenen Söhne des Volkes". Wie sonst bildeten Musik, Gesang, Deklamation und Festrede das Programm. Die Festrede hielt Vahlteich aus Chem- Nitz. Anknüpfend an das zum Vortrag gebrachte Freiligrath'sche Gedicht:„Die Schlacht am Birkcnbaum" gedachte der Festredner der vielen Opfer, die in den Kämpfen 1870—71 das Volk ge- bracht habe für eine ihm ganz fremde Sache. Zur Befestigung und Erweiterung der Fürstenmacht seien die Völker aufeinander gehetzt worden, und abermals hätten die Machthaber triuuxphirend sagen können,„unsere" Völker haben sich brav geschlagen für„Gott König und Baterland." Aber noch sei die von dem Sänger mit prophetischem Munde oerkündete letzte Schlacht nickt geschlagen worden, die Schlacht der Civilisation und der Barbarei. Wem der Sieg in dieser letzten entscheidenden Schlacht zufallen werde, das sei nicht zweifelhaft; die Civilisation sei eS, die siegen würde über die Barbarei. Es ist wohl überslüssig, zu sagen, daß die hier nur im Ge- dankengange angedeutete Rede allseitigen Beifall fand.— Der Massengesang des Liedes:„Es tönt ein Ruf von Land zu Land" endete die Gedenkfeier. Dresden, 6. Sept. Offener Brief an Herrn G rottkau, Präsident des Allgemeinen deutschen Maurervereins. Verlin. Zunächst meinen Dank für die Uebersenduna des Protokolls vom Congreß der Maurer und Steinhauer zu Berlin. Noch nie hatte ich die Gelegenheit, mich über Ihre Ansichten so zu orien- tiren, als gerade durch dieses Protokoll; da findet inan, von wcl- chem Kastengeist Sie befangen, mit welcher Hinterlist Sie die Arbeiter zu zersplittern und von ihren Bestrebungen zurückzuhalten suchen, soweit sie gesonnen sind, international sich zu ver- binden, soweit sie gesonnen, in Gewerkschaften sich politisch zu bil- den. Ich verweise Sie auf die Zuschriften der internationalen Vereine der Maurer uuo Steinhauer sowie Handarbeiter in Jta- lien an Ihren Congreß. Man sollte glauben/, Sie würden so- fort zu der Einsicht gelangt fein, daß unter den heutigen staatlichen Verhältnissen, ohne daß wir international seien, die soziale Lage nicht im mindesten verbessert werden kann: Sie finden eS aber für besser, höhnisch von der Tribüne zu verkünden, daß Sie sich freuen, daß man auch im Auslände zur Emancipation der Arbeiter schreitet und bieten den Collegen Italiens sowie Spaniens nur die Correspondenz an, trotzdem Sie aus den Zuschriften entneh- wen müssen, daß man in Italien sowie Spanien weiter vorge- schritten ist als Sie, geehrter Herr Grottkau es in Berlin sind. WelckeS Gefühl mag Sie wohl beschlichen haben, als Sie indem von Bologna zugesendeten Schreiben lasen:„Wir ermuntern Euch von jenen doctrinären, bürgerlichen, den Arbeitern am meisten ver- derblichen Jdeen der Bismarck und dcrLanzaEuch loszumachen u. s. w. u. s. w.?"— Von Schaam oder Charakter kann aber bei Ihnen die Rede nicht mehr sein, sonst würden Sie nicht die Artikel des »Bolksstaat" auS Nr. 31 aus Köln vom 31. März d. I., sowie aus Ztr. 32«aus Bremerhafen vom 22. März und ferner den Artikel aus Nr. 33 von München auf fo eine herabwürdigende Weise in Ihrem Congreß erläutert resp. den„Bolksstaat" als ein -l. �Artnterblatt hingestellt haben. Hätten Sie lieber eine nähere DiScussion über Ihr Organ, den„Neuen" eröffnen lassen, jo würde sich'« herausgestellt haben, welche« das beste Arbeiterblatt ist, ich verweise Sie auf Sexte 110 deS Protokolls Ihres Con- gresseS, auf die Reden des Herrn Fink, Siering und Hoffmann, sowie an Ihre eigene Aussage. Wir, die Internationalen können vom„Volksstaat" eine derartige Behauptung nicht thun(trotz Ihrer Verleumdung), w.r sind in der Lage, Ihnen niitzutheilen, it b**"SJotfsjiaat" die Interessen der Arbeiter bis setzt nach lebet Richtung hin vertreten hat und auch vertteten wird, natür- Uch nicht im BlSmarcksschen Sinne, wie es der„Neue" thut. Bor- laufig. genug, vielleicht bietet sich Gelegenheit, Ihnen geehrter Herr Grottkau spater etwas mehr zu offenbaren. Ernst Knof. ßhemnitz, 4. September; Während die Junker und Bour- geois zur Verherrlichung der barbarischen Massentödtung Feste begehen, feiern die Arbeiter die allgemeine Verbrüderung. Gibt es einen Contrast, der schlagender dafür spricht, daß die Arbeiter- klaffe eS ist, die die civilifatorische Idee vertritt? So berichtet die„Chemnitzer Freie Presse" über ein Arbeiterverbrüderungsfest, das hier an dem Sedantage im Elhsium abgehalten wurde. Das Fest erfreute sich einer so zahlreichen Betheiligung, daß am Abend die Besucher in den Saalräumen nicht alle Unterkommen finden konnten. Im Garten fand Concert, Gesang und Festrede statt; letztere wurde von dem zufällig anwesenden Parteigenossen Eck- stein aus Waldheim gehalten, der sich seiner Agfgabe zu allge- meiner Befriedigung entledigte. Im Saale gab es ebenfalls Re- den, Deklamationen und Gesang in bunter Abwechslung. Selbstverständlich gestaltete sich das Ganze zu einer Anti-Sedanfeier, auf deren Verlauf wir stolz sein können; es ist damit der Beweis geliefert worden, daß ein beträchtlicher Theil der Bevölkerung sich von den aus öffentlichen Mitteln veranstalteten Festlichkeiten ab- wandte, und auf diese Weise erklärte: Wir wollen Nichts gemein haben mit euerm Siegesjubel; eurer Fahne folgen wir nicht, hier ist die unsrige! Und wahrlich, Niemand braucht sich dieser Fahne zu schämen, denn es ist die der Liebe und Gerechtigkeit. ßhemnttz, 4. Sept. Da von mehreren Orten Sachsens be- rcits Zuschriften anher gelangten, betreffs baldiger Abhaltung einer Landesversammlung, und von den Metallarbeitern zu Crimmitschau und den Schuhmachern von Limbach Chemnitz als Ort der Ab- Haltung vorgeschlagen wurde, ergeht vor Allem an sämmtliche Ge- werkschaftSmitglieder Sachsens das Ersuchen, wo verschiedene Branchen an einem Orte bestehen, sich baldigst aneinanderzuschlie- ßen, um dann gemeinsam ihre Ansichten laut werden zu lassen. Die Wichtigkeit dieses Schrittes wird wohl nicht erst einer weitern Erklärung bedürfen, und erwarten wir, daß sämmtliche Mitglieder der Gewerkschaften in Sachsen ungesäumt auf eine Verständigung hinarbeiten und sehen wir recht balviger Nachricht entgegen. Dasselbe gilt auch für sämmtliche Mitglieder außerhalb Sachsens, und ist eS Pflicht jedes Einzelnen, auf eine Vereinigung hin- zuwirken, da eine Vereinigung von innen heraus die besten Ga rantien ihres Bestandes bietet. Den Mitgliedern sämmtlicher Gewerkschaften entbieten ihren Gruß und erwarte» ihre Zustimmung ' Die vereinigten Gewerkschaftsmitglieder von Chemnitz. I. A.: Rich. C. I. Wolf, Lindenstraße 8. Crimmitschau. Welchen Werth die persönliche Freiheit im großen einigen deuffchen Reiche hat, daS zeigt folgender Vorfall: Bei einem Krawalle und nachfolgender Arretur ging, mibe- wüßt des weitern Vorganges, ein Bürger(Carl Müller) deS deutschen Reichs denselben Weg, um nach Hause zu gelangen. Da aber die Polizei in demselben einen Internationalen witterte, wurde demselben dieser Weg verboten; da derselbe jedoch nicht einsehen konnte, durch das Begehen dieser Straße einen Auffuhr hervorzurufen, ging derselbe ruhig nach seiner Wohnung. Müller wurde jedoch nichtsdestoweniger von dem Wachtmeister als Auf- wiegler angezeigt, einige Zeit später von dem Gerichtsdiener von der Arbeit abgeholt und des andern Tags geschlossen nach Zwickau transportirt. Nach achttägiger Haft wurde derselbe straf- und kostenffei gesprochen. Das Vaterland war auf Kosten einer achttägigen Freiheitsberaubung glücklich gerettet! Schneeverg, 5. Sept. Der Unterzeichnete zeigt hierdurch an, daß sich unter heutigem Tage die Mitgliedschaft der sozialdemokra- tischen Arbeiterpartei hierorts aufgelöst hat. Zu unserm Bedauern haben wir jetzt erst erfahren, daß an unserer Sache ein Formfehler war, und es ist unmöglich, in dieser Weise fortzubestehen, indem wir keine Versammlungen halten dürfen, die uns schon zwei Mal von der Polizei untersagt worden, mithin sich auch die Zahl der Mitglieder nicht mehren kann. Der Auflösung folgt sofort Grün- dung eines Arbeitervereins, wo uns schon im Voraus starker Zu- wachs gesichert ist. Noch muß ich bemerken, daß obiger Anzeige zufolge sich auch meine Funktion, sowie die deS Revisoren(einer ist vor einem Monat ausgetteten), erledigt hat. Mit sozialdemokratischem Gruß: Mickael Kögel. Jirciöerg. Die kürzlich erfolgte Wahl eines Vertrauensmannes der hiesigen sozialdemokratischen Arbeiterpartei fiel auf Friedrich August Zimmer. Wohnhaft: Aeußere Bahnhofsstraße Nr. 17. JZorna, 30. Aug. Auf eine Agitation ganz eigenthümlicher Art wurde ich letzhin aufmerksam. Es fielen mir nämlich ein paar Schristchen in die Hände, die sich bei näherer Besichtigung als Traktätchen der Wupperthaler Traktatgesellschaft herausstellten, in Barmen bei I. F. Steinhaus gedruckt waren und den Titel trugen:„Aus dem Frauenleben" uud„Bilder aus dem Arbei- terl eben." Die schwarzen Herren wachen Propaganda für da« Himmel- reich. Sie wollen wahrscheinlich den Sozialdemokraten entgegen- wirken, die sich in ihre gläubige Heerde wie reißende Wölfe ein- geschlichen haben. Die Herren haben allerdings sehr nöthig, auf die Seelenfischerei auszugehen, da heutzutage in Frömmigkeit gar nicht so viel mehr gemacht wird. DaS haben sie auch sehr richtig anerkannt und bearbeiten deshalb mit ihren Traktätchen schon die jugendlichen Gemüther. Unter dem Traktatverzeichniß ist wenigstens zu lesen:„Kinderttaktate in großer Auswahl." Ich will dem Leser gleich mit ein Register solcher Erbauungsschriften geben:„Himm- lischeS Vergnügen in Gott; Bungans Pilgerreise zur seligen Ewig- keit; Harfentöne; Güldenes Kleinod" u. s. w. Wie geistreich diese Schriften geschrieben sind, kann man aus Folgendem ersehen. In den„Bildern auS dem Arbeiterleben" heißt es nämlich zu Anfange:„Der Fabrikarbeiter ist nicht darum unglücklich, weil er in die Fabrik geht. Nein, nur die Sünde ist der Menschen Verderben." Dann werden in lieblichen Zügen die Segnungen dargestellt, welche das Fabrikwesen gebracht hat, eS heißt:„Die Fabrikindustrie hat aus manchem armen Hause die Armuth verdrängt"(ja, indem sie die Besitzer dieser Häuser ver- drängte.);„die mit der Fabrikindustrie verbundenen Sparkassen, Krankenkassen, Witwen-, Waisen- und Alterskassen haben bei vielen Leuten einen vorsorgenden Sinn erweckt"(die Vorsorge ist auf Seite der Fabrikherren, indem sie die Beiträge zu diesen Kassen gleich vom Lohne abziehen);„es giebt brave Fabnkarbei- terfamilien, die ihr eigenes HauS(!), ihren eigenen Garten(!!). ihre reichen('.!) Ersparnisse(!!!) haben."(Wo giebt es solche?) Die Leser werden an diesem Pröbchen genug haben. Diese Traktätchen sind offenbar darauf berechnet, die Arbeiter mit ihrem Loose zufrieden zu machen, so daß die schlimmen Sozialdemokra- ten nichts ausrichten. Namentlich auf die Frauen haben es die Herren abgesehen(die Pf-ffen sind von jeher den Weibern nicht abhold gewesen.); sie suchen daS weibliche Gemüth zu bearbeiten, denn sie glauben, daß, wenn sie erst die Frauen für sich haben, die Männer dann leicht zu kriegen sein werden. Leider macht daS deutsche Pantoffel-Micheltbum diese Art von Agitation gewöhnlich erfolgreich.. Ich wa ne daher alle Arbeiter, sich die obenbezeichn- ten Traktätchen aufhingen zu lassen; e» wäre trotz des billigen Preises jener Schriften Geldverschwendung. Solche Traktätchen werden von herumziehenden Krüppeln zum Verkäufe angeboten, und einem förmlich aufgedrängt; die unglücklichen Menschen rühren gewöhnlich unser mitleidiges Herz, so daß wir ihnen ihren Schund abnehmen.. Ich gebe, damit die Parteigenossen diese Produkte verbrannter Muckergehirne gleich erkennen, ihren Steckbrief. Name: Traktat oder Traktätchen. Stand:. Mucker. Reli- gion: Protestant. Eltern: Wupperthaler Traktatgesellschaft und die Firma I. F. Steinhaus. Geburtsort: Barmen. Alter: Dem Inhalte nach mindestens 300 Jahre alt; dem Stile nach von Adams Zeiten her; im Uebrigen der neuesten Zeit angehörig. Besondere Kennzeichen: Format für die Seitentasche de» Rockes, ungefähr 20—30 gedruckte Seiten, Preis ein sehr geringer, Umschlag gewöhnlich mit einem ffommen Bildchen. G— g. Aertin. Die„VolkS-Zeitnng" bringt über die Resultate, welche bei der Berlin-Anhalter Bahn durch daS„Partnership System erzielt, nachstehendes klägliche Register: „Die Berlin-Anhalter Bahn gewährt im eigenen wohlverstan denen Interesse nur ihrem Lokomotivpersonal als ein Art Gewinn antheil eine Kohlen- und Oelprämie für erspartes Material, dagegen keiner anderen Beamtenkategorie irgend welchen Antheil am Reinerträge oder dergl. Nachdem im vorigen Jahre unter den Berliner Beamten in Folge der enormen Miethssteigerungen sich eine Agitation zur Erlangung einer MiethSzulage geregt hatte, bewilligte, wie von uns bereits früher erwähnt, der Verwaltung«- rath zu diesem BeHufe, und zwar entgegen den höher gerichteten Anträgen der Direktion die Summe von nur 30,000 Thlr. al» einmalige Remuneration. Diese Bewilligung fand statt im Februar d. I. und jetzt nun endlich soll dieser Betrag zur Vertheilung kommen. Es sollen danach erhalten 50 Thln die Beamten in Berlin mit einem Einkommen von 600 Thlrn. und darüber; 40 Thlr. die Beamten in Berlin mit einem Einkommen von 500 bis 600 Thlr. exkl. uud die Beamten in Halle und Leipzig mit einem Einkommen von 600 Thlr. und darüber; 30 Thlr. die Beamten in Berlin mit einem geringeren Einkommen als 500 Thlr. und die Beamten in Halle und Leipzig mit einem Einkom men von 500 bis 600 Thlr. exkl.; 20 Thlr. die Beamten in Halle und Leipzig mit einem geringeren Einkommen als 500 Thlr., sowie alle Beamten auf den übrigen Stationen, sowie die Zug und Lokomotivführer; 15 Thlr. die Feuerleute, Packmeister Schaffner, Bremser und Tenderwärter; 10 Thlr. die Weichensteller; 9 Thlr. die Bahn- und Reservewärter; 8 Thlr. die angestellten Vorarbeiter, Weichensteller- und Bahnwärter-Vertteter und die Wagenschieber, welche als Beamte angestellt sind.— Schließlich wollen wir noch konstatiren, daß für jedes Prozent, das als Di- vidende zur Bertheilung an die Aktionäre gelangt, 100,000 Thlr. nöthig sind. Die für das vorige Jahr vertheilte Dividende betrug bekanntlich 17 Prozent, mithin ist für die Beamten noch nicht einmal eindrittel Prozent deS Reinertrages als einmalige Remu neration abgefallen!" Wir brauchen hier Nichts hinzuzufügen; ein Bourgeoisblatt von reinstem Wasser verdammt hier das Partnership-System, wo der Löwenantheil nur unter anderem Namen, sonst aber genau so wie anderwärts von den betheiligten Großkapitalisten eingesteckt wird. Die Sache ist einfach die, daß den Beamten, den Arbeitern bei der betreffenden Bahn, zu ihrem kärglichen Gehalt noch nicht ganz ein W deS„Mehrwerthes", des Theils des ArbeitSer trageS, deu der Kapitalist sich aneignet, hinzugefügt wird und zwar kommen die geplagtesten Arbeiter, Bahnwärter, Weichensteller u. f. w. am schlechtesten weg, indem diese gerade die geringsten„Gewinn antheile", die erbärmliche Summe von 8 oder 9 Thalern erhalten. Das sogenannte Partnership-System ist eine Heuchelei, welche die Ausbeutung der arbeitenden Klasse dem leider nicht allzuscharsen Auge der Massen gänzlich unsichtbar machen soll. Es ist nur gat, daß kärgliche Summen durch schöne Worte nicht wachsen und wenn sogar die„Volkszeitung" in blindem Herumtappen endlich einmal dies gefunden hat, so läßt sich auch hoffen, daß sich die Arbeiter von dem Partnership-System, das ja so mancher Bourgeois als den Weltheiland hinstellt, nicht bethören lassen. Hterkin, 5. September. Seitens des Allgemeinen deuffchen Arbeitervereins wird ein großes Geschrei über unser», die Wahlen betreffende» Beschluß erhoben, wobei sich der„Neue Sozialdemokrat" eine kleine Fälschung nicht versagen zu dürfen glaubt. Unterzeichneter möchte den Herren ihren eigenen Beschluß vorhalten, laut dem der Allgemeine deutsche Arbeiterverein erst„bei ewgeren Wahlen nur mit den in politischer Beziehung radikalsten Parteien zu stimmen hat" k. Siehe Protokoll Seite 41 und zu dessen Erläuterung Herr Hasselmann Seite 69 bemerkt:„Der Vorstandsbeschluß lege keinem einen Zwang aus für einen Ehrlichen zu stimmen, er verhindere aber, einem Conservativen xc. die Stimme zu geben" und weiter„übrigens nützen uns die Eisenacher im Reichstage nichts, suchten uns auch dort nur zu schaden." DaS ist sehr deutlich. Und dem gegenüber sollten wir wohl unfern Mitglieder a zumnthen mit den Herren Compromisse einzugehen oder einen ähnlichen Beschluß fassen, der entweder lammmäßig dumm wäre oder einer ähnlich jesuitischen Auffassung bedürste. Beides liegt un» fern. Wie die Verhältnisse nun einmal liegen, ist es am besten wir gehen getrennt zur Wahl, an eine sozialistische Majorität ist doch diesmal noch nicht zu denken, während die Wahl von Ver tretern beider Richtungen gesichert scheint. Eduard Bernstein. Mainz, 4. Sept. Eine große Volksversammlung fand Mitt- woch Abend in der„Schützenhalle" statt. Dieselbe war äußerst zahlreich besucht. Die Anwesenden waren dicht Kopf an Kopf gedrängt. Selbst die Vorhallen waren angefüllt. Jn's Bureau wurden gewählt: Leyendecker als Vorsitzender, Ellrich al» dessen Stellvertreter, Schaudt zum Schriftführer. Auf der Ta- gesordnung stand:„Sedanfeier, Mordspatriotenthum", über welchen Gegenstand vr. Wal st er aus Dresden referirte. Der Redner gab zunächst einen geschichtlichen Rückblick vom Jahre 1848— 1870. 1866 hatte Preußen Frankreich dadurch beschwilh- tigt, daß es sagte: Es wolle nur einen Nordbund herstellen, die süvdeutschen Staaten sollten einen Bund mit Oesterreich herstellen können, so werde das Gleichgewicht erhalten. Doch alsbald habe Preußen sein Verhalten geändert. Es mußte immer was annekti- ren. Um mit Frankreich kämpfen zu können, mußte in den süddeutschen Staaten der Pattiotismus gegen den Erbfeind erweckt werden. Deshalb tauchte die hohenzoller'sche Candidatur auf und fühlte sich der König Wilhelm beleidigt. Ueberall wurde„die Wacht am Rhein" gesungen. Frankreich sei der Störenffied, schrieen alle Nationalliberalen. Nun wurde Frankreich in der Schlacht von Sedan niedergeworfen. Aber welchen Vortheil haben wir? Keinen. Lebensmittel haben sich ungeheuer vertheuert, der Aktien-, Börsen- und Guldenschwindel blüht. Wenn die National- liberalen Feste feiern, wissen sie schon, warum sie es thun. Solch eine Gelegenheit, wie beim letzten Kriege, als man Geld brauchte. unb 100 Thlr. Staatspapiere für 83 Thlr. gÄ, findet sich nicht alle Tage, ebenso die Lieferungen. Bor jedertt Kriege habe man gesagt, man müßte rüsten, der Feind stehe vor den Thoren, und nach jedem Kriege wurden die Rüstungen immer größer, der Mi litärbestand immer höher. Wo das hinaus soll, wifie man nicht Cr hoffe vom Arbeiterstand, daß er sich gegen das MordSpatrio tenthum wenden werde. Redner forderte zum Schluß noch die Anwesenden auf, in die sozialdemokratische Partei einzutreten. Der Redner wurde während seines Vortrages öfters durch lauten Beifall unterbrochen, nach Beendigung desielben folgte ein rau scheuder Beifall. An der Debatte betheiligten sich noch Kayser ZirfaS und Leyendecker, und wurden die Reden beifällig auf genommen. In gehobener Stimmung verließ das zahlreich an wesende arbeitende Volk die Versammlung. („Süddeutsche. Volksstimme.") Mainz, 2 Septbr.(Sedanfeier. Reichstagswahlaussichten.) „Unbeschränkter Credit." So lautet der geschäftsordnungswidrige Beschluß(wegen ungenügender Stimmenzahl) unserS StadtratheS, zur würdigen Feier des 2. September, der Feier unserer„Unab- hängigkeit"(der Bank- und Jmmobilgesellschaften, Herr Direktor- Gememderath). Und siehe da: der Tag, er ist erschienen, didel- dum. Pulver hört man knallen, Glocken wimmern, und von Flaggenschmuck, schwarz-weiß-rothen natürlich, zuerst zu-rfchauen bei den protestantischen Predigern(den Predigern der„nationalen" Menschenliebe), alödann bei allen Gemeinderäthen, soviel ich weiß, bei IS davon gewiß, darunter einer(„der Bruder" des allererha- bensten) mit 7 Stück auf einmal. Dann auf den Staatsgebäuden, der Rheinbrücke die schwarz-roth-weißen Einigkeitszeichen; auf Mi- litärgebäudcn die unvermeidlichen Schwarz-Weißen.(Punktum, damit der Athem ruht.) Und wieder dann die Bank- und ähnlichen Institute, die Aktienbrauerci Gebäude(4— 4'/-), die Eta- blissementö der Ludwigsbahn, ihre Brücke und Dampsboote; die Häuser der Rentiers, so deren erste Bürgerpflicht Ruhe ist, so lange nicht von oben herab Pulver und Blei Parole wird; die- jenigen der Großindustriellen und derer» die es werden wollen, nicht minder die Häuser der Conditoreien und Carrosseu-Fabri kanten und anderer Lieferanten, ebenfalls die der Höteliers und Barbiere und anderer Epiciers; mit einem Wort, sie alle, die Häuser„der Pfeil:r der Gesellschaft", sie waren geflaggt mir schwarz-weiß-roth und loyalroth-weiß, wie es die Stunde der Feier gebot. In Summa: so lächerlich eingebrochen ist dies nationale Freudenfest der 19 Räthe und ihrer Verehrer und Sympathiseurs, daß ich eigentlich aus Rücksicht hätte schweigen sollen; da um so mehr jene sich sagen können:„Einbruch, Einbruch" für heute und Einbruch auch wahrscheinlich bei der uächsten ReichstagSwahl. Versteht unsere„Volksstimme" nun ihre Aufgabe recht, so ist ihre Existenz gesichert, und Jacoby statt Bamberger so gut wie gewählt. Kßlittgen. Während hier die Patrioten zur Feier des blutigen Tages von Sedan vom Kirchthurm:„Womit soll ich Dich wohl loben?" herabblasen ließen, war in dem Saal des Deffncr'schen Lokals eine Volksversammlung einberufen, die so zahlreich besucht wurde, daß Hunderte von Personen wieder umkehren mußten, eine glänzende Rechtfertigung für die„Handvoll Schreier", wie die hiesigen Mastbürger unsere Mitgliedschaft zu nennen belieben. Morlock und Burckhardt referirten über die„Sedanfeier" und wurde nachstehende Resolution einstimmig(nach Gegenprobe) ange- nommen:„Die im Deffncr'schen Saal anwesende aufs zahlreichste besuchte Volksversammlung, spricht ihr tiefstes Mißsallen aus, so- wohl über die von der Mehrzahl der Mitglieder der bürgerlichen Behörden beschlossene Feier in Kirche und Schule, als auch über die von denselben mit Geldausgaben verknüpfte beliebte öffentliche Feier eines Tages, an dem Tausende von Menschenleben der zwei gebildetsten Nationen Europas geopfert wurden. Sie ist vielmehr der Ansicht, daß jede Nationalfeier schädlich ist, weil durch der- artige Anlässe alte Wunden wieder ausgerissen, der Nationalhaß aufs Neue geschürt und dadurch der Keim zu neuen HerauSfordc- rungen und neuen Kriegen gelegt wird, während es doch die Aus- jjabe der civilisirt sein wollenden Völker Europas fein sollte, zu rhrem eigenen Heile an der Besserung der jetzigen ungerechten, sozialen und politischen Verhältnisse zu arbeiten." Viele ließen sich in die Partei einzeichnen. Die Versammlung war ein gläu- zender Beweis des gesunden Sinnes der hiesigen Arbeiierbevölkerung. Kmünd. Der kürzlich herausgegebene 31. Rechenschaftsbericht der hiesigen Leichengeld-Anstalt(Sterbekasse) zeigt recht deutlich, wie die„schwarzen Herren"(an der Spitze ein karholischer Kaplan) das„Theilen" verstehen. Voran stehen die Einnahmen au Bei- trägen der Mitglieder in der Höhe von 2S99 fl. 19 kr., zwischendrin stehen die„Ausgaben inSgesammt" mit 3024 fl. 18 kr., und ganz unten, unter der Rubrik„Statistisches", folgen die eigentli- chen Ausgaben, die bei 73 Sterbefällen 246S fl. betragen. Sub- trahiren(abrechnen) wir nun die Ausgaben für Sterbefälle von den JnsgcsammtauSgaben, so bleibt die respektable Summe von 829 fl. 18 kr. übrig, welche wahrscheinlich Verwaltungskosten sind. ES liegt nun auf flacher Hand, daß selbst nach Abzug des Diener- gehalts u. dgl. noch ein nettes Sümmchen für d ie„vielen Mühen" (alle zwei Jahre wird eine Belsaumüuug abgehatten) zum Vertheilen übrig bleibt. Wir könnten über das Gebahren dieser Herren mi Biertisch und auf der Kanzel gegen uns Sozialisten noch Mancherlei sagen, allein wo Zahlen so vernehmlich reden, da wollen wir schweigen. 889 fl. 18 kr., also der fünfte Theil der Mitgliederbeiträge, wird ver— waltungöauSgabt. Münch««, 8. Sept. An die Klcmpnergehilfen Teutschlands, OestreichS und der Schweiz! Die Tetegirten zum Kongresse der Klempnergehilfen haben sich mit einem Mandate, worin Name, Stand, Ort des Vereins, sowie Angabe der Mitgliederzahl ent- halten ist, zu versehen. Mit sozialdemokratischem Gruß I. Kastner. Alle arbeiterfteundlichen Blätter werden um Ausnahme dieses Anfruss ersucht. Der Obige. Kreuznach, 28. Aug. Aus einem längeren„königlichen Frei- quartiere" von wegen„groben Unfuges" entlassen, werden wir hier wieder mit erneuter Agitation thatkräftig vorgehen. Doch einige kurze Bemerkungen über das hiesige Gesängnißwesen. Eine etwa 18 Fuß lange und 8 Fuß breite Zelle, die überdies noch von einer etwa 4 Fuß breiten uud 6 Fuß langen Pritsche zum Lager und einem fortwährend unausstehliches Aroma verbreitenden Abtritte beengt wird, bildete(während in anderen geräumigeren Zellen mehrere Arrestanten zusammen sind), wahrscheinlich auf höhere Anordnung, meinen alleinigen Aufenthalt. Als Kost wird verabreicht, des Morgens ein Stück schwarzes Brod mit Wasser, de« Mittags eine Blechschüssel mit Kartoffeln oder Reisstampfer von einer solchen Qualität, daß es mir unmöglich war, solchen zu genießen und ich ihn immer unberührt zurückreichte.— Ein Slroh- sack mit wollener Decke, aus dem man der Flöhe halber keine Ruhe finden kann, bildet das Nachtlager des Arrestanten, der da- durch Muse genug hat, über das humane preuß sche Arrestwesen nachzudenken. WaS schließlich noch das Beste ist: Als einzige Lektüre kann man daselbst auch das Buch aller Bücher, die Bibel er halten, welche ich, da ich mich doch nichb in Siegburg sondern in Creuznach befand, natürlich ausschlug. Mit sozial-demokratischem Gruß H. Hessel jr � Karburg. Wir setzen alle Kollegen hiervon in Kenntniß, daß hier ein Tischlerverein gegründet ist. Das Verkehrs- und ArbeitsnachweisungS Lokal befindet sich Neuestraße 31. Der Vorsitzende desselben, Herr W. Janutsch wohnt Langestr. 12s. Zum Organ ist der„Volksstaat" bestimmt. I. A.: A. Otto. Zu dem Bericht über den Partei-Congreß ist nachzutragen beziehentlich zu berichtigen: Der Antrag Eckstein's betreffs der Fürther Angelegenheit (siehe Bericht in Nr. 80, erste Spalte) lautet:> „Der Cougreß wolle beschließen, die alK und die neue Mitgliedschaft zu Fürth haben sich im Interesse der Partei zu verschmelzen, zu diesem Zwecke in kürzester Frist in einer Parteiversammlung gemeinschaftlich einen Vertrauensmann zu wählen und hierdurch den Zwistig- leiten ein Ende zu machen." Dieser Antrag wurde angenommen. In Bezug auf die Filial-Expeditionen wurde noch beschlossen, dieselben in Sachsen vom 1. Januar 1874 gänzlich eingehen, im übrigen Deutschland deren möglichste Beschränkung aber schon vom 1. Octbr. d. I. an erfolgen zu lassen. Dieser Beschluß wurde gefaßt mit Hinweis auf die Monatsabonnements und mit Rück- ficht auf eine geregelte Geschäftsführung. Zufolge eines weitern Beschlusses werden überhaupt nur solche Filialen gestattet, welche unter Controle der Parteimitglieder des betreffenden Ortes stehen Der Antrag von Geib, bezüglich des Brackeschen Vorschlags in Sachen des Programms, lautet: „Mit dem jetzigen Parteiprogramm in die Wahlbe wegung einzutreten, aber eine Commission zu wählen, welche dem nächstjährigen Congreß Bericht zu erstatten hat, ob und wieweit eine Aeuderung des Parteipro gramms vorgenommen werden soll", wird angenommen. Das Amendement von Horck zu diesem Antrage wurde nicht angenommen, sondern abgelehnt. Zur Abstimmung über Hamburg als Vorort der Partei für das lausende Geschäftsjahr stand die Frage einfach: ja oder nein 36 Delegirte stimmten für Hamburg, 24 Dclegirte dagegen. Ber- lin kam dabei nicht in Betiacht, da— im Falle der Ablehnung Hamburgs— über Berlin eine besondere Abstimmung hätte erfob gen müssen. An Annoncenbetlägen für August schulden: Altona: Arbeiterverein 10 Gr.; Augsburg: Arbeiterpart. 18 Gr Literar. Verein 7 Gr.; Berlin: I. A.-Ass. Havenith 3 Gr., Sattlerverein 11 Gr., Gew. der Manufaktur- und Handarbeiter 22 Gr., Holzarb.-Gew. 24 Gr., Böttcherverein 27 Gr., Metall' arbeiter-Gew. 6 Gr., Arbeuerpart. 2 Thlr. 22.; Breslau: Arb.- Partei 1 Thlr. 2.; Barmen: Arbeiterpartei 13 Gr.; Bremen: Buchbndr. Säveke 4 Gr., Tsschlerverein 9 Gr.; Braunschweig: Maler 10 Gr.; Cöln: Arbeiterpart. 17 Gr., Tischler 9 Gr.; Chemnitz: Metallarb.- Gew. 14 Gr., Maurcrgew. 24 Gr., sämmtl. Gewerkjch. 2 Thlr. 26.; Cassel: Arbciterpart. 6 Gr.; Dresden: Maurer und Zimmerer 1 Thlr. 15.; Elberfeld: Arbeiterpartei 11 Gr.; Erfurt: Arbeiterpart. 7 Gr.; Frankfurt aM.: Arb.- Partei 16 Gr.; Grünhain: Arbeiterpartei 10 Gr.; Gotha: 1 Thlr. 2 Gr.; Glauchau: Volksvereiu 18 Gr.; Hos: Genossen- schaftsbuchdr. 1 Thlr. 20.; Hitdesheim: Arbetterpart. 8 Gr.; Hamburg: Allg. deutscher Arbeiterverein 1 Thlr. 7 Gr., Buch brnderverem 3 Gr., Stepper und Vorrichter 16 Gr., Arbeiterpact. 1 Thlr. 28 Gr., Klempner und Gasfilter 21 Gr.; Hannover: Arbeiterpartei 7 Gr., Mctallarb. Gew. 6 Gr.; Königsberg in Pr.: Arbeiterpart. 4 Gr.; Lörrach: schütz 8 Gr.; Landau in Pf.: Arbeiterpartei 3 Gr.; Lechhausen: Arbeiterverein Vor- wäils 20 Gr.; Leipzig: Töpsergewerkschaft 10 Gr., Maurer- und Zimmergewerkschasr 26 Gr.; Meeraue: Manufaktur- und Haiidarbeitergewerkschasl 8 Gr., Mannheim: Schuhmachergew. 8 Gr., Aibeiterparl., Todesanz., 6 Gr.; Münchenbernsdorf: F. Oehler, Schuhmacheruistr., 6 Gr.; Müssen St. Niklas: Cotisumveieili 1 Thlr. 6.; Mainz: Kapser 6 Gr.; Niederplanitz: Arbeiterpartei 14 Gr.; Nürnberg: Schneider- und Schuhmachergew. 14 Gr.; Neundorf: Arbeiterpartei 21 Gr.; Oederan: Ärbeiterpaitii 8 Gr.; Pfersee: Arbeiterverein 4 Gr.; Philadelphia: Frz. Malech 11 Gr.; Paris: Wüst, Restaur., 6 Gr.; Roep litz: Arb.lterpart. 7 Gr., Lehmann(14. sächs. Wahl- kreis), 6 Gr.; Stuttgart: Arbeiterpartei 7 Gr.; Buchbinderverein 20 Gr.; Schweinsurl:-Schuhmachcrgcw. 5 Gr.; Staßsurt Arbeiterpartei 20 Gr.; Schwab. Halt: Agital.-Comitö 3 Gr.; Speyer; Grabter, Aufford., 2 Gr.; Schwäb. Gmünd: Agita tivnscom. 16 Gr.; Stotlberg: Neubert 10 Gr.; Stade: Ar berterparlei 4 Gr.; Wiesbaden! Aröellerpart. 3 Gr., Schuh- machergew. 8 Gr.; Wien: Umers. Kommission 6 Gr.; Weimar: Kettet 3 Gr.; Zwickau: Arbeiterpartei 12 Gr. Für Monat Juli restireli noch: Altona: Arbeiiervereiu 9 Gr.; Brauuschweig: Metallarbeiter 21 Gr., Maler 26 Gr.; Berlin: Manusatturarb. 6 Gr., Metall arb. 12 Gr., Arbciterpart. 2 Thlr.-6.; Cötn: Arbciterpart. 9 Gr.; Cresetd: Arbciierparte. 2 Thlr. 10.; Constanz: Därletts, v-schlieider, 6 Gr.; Chemnitz: Vahtteich 1 Thlr. 21., Lyser 24 Gr., Landesvers.-Com. 17 Gr.; Dresden: Metallarb. 4 Gr.; Erfurt: Holzarb. 1 Thlr. 2.; Eßlingen: Arbetterpart. 6 Gr.; Franken- berg: Arbetterver. 1 Thlr. 18.; Frohburg: Vplksver. 12 Gr.; Gotha: Arbciterpart. 8 Gr.; Hamburg: Klempner und Gas- fitter 10 Gr., Sozialdemvkr. 16 Gr.; Hannover: Fundstein, Tischlergen. 3 Gr., Arbeiterpait. 8 Gr.; Klagensurt: Lolksbl. 8 Gr.;.Landshül: Aibeitclpart. 10 Gr.; Niederplanitz: Ar- beiterpart. 8 Gr.; Neundorf: Fischer 10 Gr.; Sorau: Bürsten- fabrikant Hoffmstr. 24 Gr.; Stollberg: Arbeiterpart. 10 Gr.; Weimar: Agitalionscom. 10 Gr., Albetterpart. 10 Gr.; Wieda: Harzer Arb.-Tag 11 Gr.; Werdau: Vollsver. 12 Gr.; Witten: Arbetterpart. 4 Gr.; Zwickau: Arbetterpart. 16 Gr.; Zeitz: O. Klingaer 4 Gr. Zahiung obiger Beträge ist Pflicht und wird daher schleunigst erwartet. Die Restanten früherer Monate sind dem Ausschuß zur weiteren Behandlung im Juteressc der Partei eingesandt worden. Expedition des..volksstaat". Briefkasten der Rcdaltion. Lieber„Neuer"! Ein alter Schnapsbruder auS hiefiger Gegend bembardirt uns seit einiger Zeit mit Artikeln„» I, Marat". Wir haben schon etliche Papierkörbe voll. Bielleicht kannst Du den Mann engagiren, fintemalen H. etwas stumpf zu werden beginnt (der verwünschte„Fuselsreie" I). Wir wollen gelegentlichseinen der Artikel als Probe für Dich abdrucken— natürlich hier im Brieflaste». Wir find überzeugt, es wird sich ein Händelchen machen lassen. Einer der „Bolksstaat"-Juden. der Ervedition. Schneiderverein(Fr;. Ueber), Pforzheim: die Ann. in Nr. 82 kostet 8 Gr. Büttner, Zürich: Wann kommen die Winter- märchen? I. Schft, Mainz: das Schriftchen„Unsere Vertreter im Reichs- tag" ist vergriffen, das Andere demnächst. W. Fnk, hier: Ann. 4 Gr. E. Sfrt, hier: Schrstn 5 Thlr. 18. Arbeiterverein, Thonberg: Ann. 17 Gr. Buchbinderverein, Leipzig: Ann. 28 Gr. Sozialdem. Bereiv, hier: Ann. 28 Gr. HnrchS, Cöln: Schrftn 20 Gr. R. Hlfp, Barmen: Schrstn 8 Thlr. Hsscl j., Kreuznach: Schrftn 6 Gr. 6. R. Ättr, Blei- als: Schrftn 8 Gr. Hckr, Annaberg: Ann. 6 Gr. 8. Stenogr. Club, Arbeiterbildungsv., Leipzig: Ann. 16 Gr. Wnnd, London: Ab. 2 Thlr. Brjstv, Semlin: Ab. 1 Thlr. 21. Altona Anzeigen?e. Soz-dem. Arbeiterverein. Donnerstag, den II. Septbr., präcise, 9 Uhr: Mitgliederversammlung im Schuhmacher Amthaus, gr. Bergstraße 139.— Tagesordnung: 1� Berichterstattung über den Longreß, Ref.: Janke. 2. Berschieoene«. Gewerkschaft der Mannsakturarieiter. Sonnabend, den 13. Septbr., Abend« 8 Uhr, Weberstr. 24». Tagesordnung: 1. Bortrag des Herrn Schwoite. 2. Wichtige Angelegenheiten. 3. Borschlag eine« Vertrauensmannes. Nur durch Mitglieder eingeführte Gäste haben Zutritt. _ W. Schuster. ßnfU Sozial-demokratische Arbeiterpartei. stSWlU Die hiesigen Parteimitglieder versammeln sich jeden Mittwoch» Abend« 8 Uhr, im Verewslokale, Eigelstein 25. Außergewöhnliche Ber- fammlungen werden durch Plakate bekannt gemacht. Im Austrage der Mitglieder: Der VertrauenS»aim. Hamburg Hamburg-Altonacr Töpfer-Bcrein. Sonnabend, den 20. d. M.: StistungSsest und Ball im Apollo-Theater, gr. Drchbahn Nr. 6. Karte für Herrn nebst Dame 6 Schill.— Anfang Abends halb 9 Uhr. Für reichhaltiges Programm wird Sorge getragen. Zu zahlreichem Besuch ladet ein Da« Comite.(2a') Demokratischer Arbeiterverein. Jeden Sonnabend 8 Uhr Versammlung in Kleinzschocher Lange's Restauration. Sonnabend, den 13. d. M.: Bericht über den Eisenacher Congreß. Referent: Herr O. Stelzer, wozu nicht nur die Mitglieder de« Klei«- und Großzschocherschen demokratischen Arbeiterverein« pünktlich zu er- scheinen aufgefordert werden, sondern auch die Sozialdemokraten von Lindenau, Plagwitz ic. Der Borstand.[2a[ (fothltrt Sozial-bemokratischer Arbeiterverein. Freitag, den 12. September, Abend« 8 Uhr bei Zeidler gr. Windmühlenstr. 7.— Tagesordnung: Sozial-politischer Wochenbericht, Ref. Ramm. Fragekasten. Gäste willkommen. Der Vorstand. Gewerkschaft der Halzarbettcr. Sonnabend, den 13. d. M., Abend« halb 9 Uhr: Ber« ammlung, Windmllhlenstraße Nr. 7.— Vorlage: Der Holzarbetter- Congreß. Wahl eine« Delegirten zu denselben. Zahlreiches Erscheinen erwartet D. B«v. Gewerkschaft der Töpfer. Dienstag, den 9. Septbr., Abends halb 8 Uhr: 'ammlung in Götze'« Ristauration. Es wird dringend gebeten zahlreich zu erscheinen. D. B.: E. Heßner. Ber« Da« Stiftungsfest de« Arb.. Bild.-Verein« allhter, verbunden mit Fcstzug, Borträge, Festrede u. s. w., endet Sonntag, den 2l. September, a. o. statt. Allen Arbeitervereinen, Parteigenossen und Freunden von nah und ern dieß zur vorläufigen Anzeige. Der Vorstand: Frenze!. Zum Reickstagswahlsond. Boa Br. Stcklbrg. 1 Thlr. 4 Gr._____ Geuossenfchnstsbuchdruckerel. Authcilscheiue bez. Aniheüqmttungcn erhielten ferner: m Rötha: «. Hp. 4 Thtri; tu Pfersee: Jos. Steinbchr 1 Thlr., A. Bnz 1 Thlr., Joh. Gsnbrgr 1 Thlr. Hadli». Qtitftrtrtrt Zur Veachtuug für Tchncidrr. 4 4 Das unentgeltliche Arbeits- Nachweisbureau be» findet sich Hauptstädterstraße Nr. l9 bei Franz Wörner. Der Vorstand des Stuttgarter Schneideroerein«.[3a] Vorläufige Anzeige. Die Mitgliedschaft zu Zwickau beabsichtigt Sonntag, den 21. Seprbr., ein Arbeitersest, verbunden mit Concerl und Ball abzuhalten, wozu alle Parteigenossen von nah und fern freundlichst eingeladen werden. Das Festcomits. Älle Freunde deS Redakleur« Herrn C Lübeck, welche für dessen Fa- milie dem früheren Verleger der„Demokratischen Zeitung" Herrn I. Süßmann Gelder überwiesen haben, bitte ich, mir umgehend davon Mit- thcilung zu machen. Süßmann weigert fi», Rechnung zu legen. Die demselben von Herrn Lübeck ertheilte Vollmacht ist zurückgezogen und mir übertragen, lim möglichste Verbreitung dieses bitter C. A. Schramm, Berlin, Mariannen« Ufer In. Bei meiner Abreise von Leipzig sage ich allen Freunden und B«. kannten ein herzliche« Lebewohl. Heinrich Zappky, Schriftsetzer. Karl Krün, Geschichte der sofialen Bewegung in Frankreich und Belgien wird gesucht. Sollte ein Parteigenosse da« Werk befitzen und es verkauf«- oder leibweise zu überlassen geneigt fern, bitte ich, mich zu benachrichtigen. Ockelmann, Hamburg. per Adr. A. Geib, RödingSmarkt 12. Zur allgemeinen Kenntniß bringen wir, daß Inserat« für die nächste Nummer nur bestunmle Ausnahme finden, wenn das betr. Manuscript einen Tag vorher, also Montag. Mittwoch oder Areitag Mittags in unseren Händen ist. Inserate bitten wir an uns zu adressiren. Die Expeditio« des„BolkSstaat". Bekanntmachung. Der Redakteur Herr Aloy« Schauer hier ist auf Privatanklagr de« Direktors der ehemalige» Schlick'schen Schiffswerft und Maschinenbau- anstatt Herrn Robert Adolph Kellner hier wegen der in der Beröffeat- lichung eine« in Nr. 49 des„B-lksstaatS" vom Jahre 1872 abgedruckten Artikel« zu befinden gewesenen Beihülfe zu einer Beleidigung auf Grund der Ks 185. 49. 44. des ReichSstrafgesetzbnch« zu einer Geldstrafe voa 18 Thlr. verurtheilt worden, wa« auf Antrag Privatanklägers hiermit veröffentlicht wird. Dresden, am 27. August l873. Königliche« Bezirksgerichtsamt. Canzler, Äff. Leipzig»««ut«. Neaattem«. Casper.(Redaktion uo» Apptdist-tt sseitzeiKr. 44>. DrNk w.) Berfas der G nr Kens chaktsbnchdrncker«'.