bts tri :btt hm :u tz? p, Ä osti 'Ms NN« t tt ad' aut' arti Btfl «] chll A» idi« &f n. Uh» f«hs »ahl >«KchuMch> WUi i» Jrtni* tMtefaai|c«»«hm»«I« Mtaftcltn nah Vach. Ut 3». und »»«laude» co. WNal-Ixptdttt»»« für Mi •ottatgin Staat»: ' ß.».«»»,,, N» 101 Hoboken, K. J. >. C. Ldnaick«», >< Market itr. eera. MaOeaa«w. OUmc*, W. Der Voksslaa Kti»A»rm«nt»prei«: Wk» Pr»tm iacl. Stempel» ße»rrZ1Sgr.,fürdt«iibrtg» Dotfch» Staaten 16 Sgr. pe» Quartal. Pexatc» jUiammrat* »«eleu»ei all» Deutsch» Pcstanpalteu auf den 2. u. L Slenat a. auf dm 3. M»- aci irjeuder»»ngmomm». w«pr. Gachf»». Hrzgth. Gschf.-Menhurz auS a»f de« 1. Reuat 1 tffi, S»» OrgandersozialdemokratischenArbeiterparteiundderinterilationalenGewerksgenossenschasten. 85> Sonntag. 14. September 1873. Deutsche Reichö-PKitauthropie. Ed ist eine alte Äcschichlci Weun die Welt von jeher auf die Philanthropen, d. h. die Menschen voll Herz, aber ohne klaren Perstand, angewiesen wäre, so hätte sie nie einen Schritt vorwärts kommen können. Die Philanthropen sind zwar ganz gute Men- die ein Jeder tagtäglich beobachte» kann, daß es einem großen, schen, aber herzlich schlechte Musikanten. Sic bringen keine Ideen ganze Klassen umfassenden Tbeile der Bevölkerung sehr schwer hervor, sondern nur Thränen,»nd dann! ist doch der Welt wird, in die allgemeine wirthschafttiche Concurrenz mit Erfolg ein- nicht im Mindesten gedient!„Könnten die Thränen dieser Welt zutreten, ja daß diesen Klassen gewisse, und zwar noch keineswegs homöopathisch— d. h. durch Thränen— geheilt werden, wahr die höchsten Berussarten gänzlich verschlossen bleiben; wäh- lich, dann hätten unsere Urgroßmütter bereits aus diesem Jammer- 1 renk andererseits Viele in der' Lage sind, nicht nur jene Concur- thal ein Paradies gestalten müssen, denn— geweint haben sie renz leicht und erfolgreich zu bestehen, sondern auch noch Besitzthum sieb aber um eine nachhaltige i'osung derselben, so müssen wir werden, wenn nicht die trefflichen Bestrebungen eine» dock etwas rieser gehen und vor Allem constatiren, daß alle jene Schulzc-Delrtzich ewig Sisyphusarbeit(vergebliche Arbeit) bleiben Mißstände ihren Grund in der Ungleichheit der Vorbedin- sollen. Angesichts der heutigen Verkehrsverhältnisse aber ist zu zungen und Voraussetzungen haben, auf denen die soziale verlangen, daß das der Volksschule entlassene Kind u. A. wisse, und wirthschaftlicke Existenz beruht. Es ist eine Thatsache, was eine öffentliche Urkunde, was ein Wechsel ist, unter welchen sicherlich genug Nein, nicht die Thränen der Philanthropen, sondern die trockenen Ideen der kühlen und kühnen Denker haben bisher die Welt vorwärts gebracht; die Sentimentalität, das Heulen(und seine natürliche Ergänzung: die sittliche Entrüstung mir dem davon unzertrennlichen Fluchen und Schimpfe» sind dagegen allezeit ziemlich w.rkungsloS gewesen.— zu erwerben und somit sich und ihren Nachkommen für die Zukunft eine sorgenfreie Existenz zu sichern Einerseits also harter und von Generation aus Generation forterbender Kampf um die nn- entbehrlichsten Mitte! zum Leben, andererseits gutes Ein- und Bedingungen man Wechsel ausstellen kann und darf; was Boden- rente und Zinsfuß bedeuten, und daß die Gewährung von 120 Prozent Zinsen ohne Schwindel nicht möglich ist; ferner warum und wie man sparen und Buch führen, sein Leben, sein Eigcnthum versichern soll u. dgl. m. Das sind Dinge, die Jedermann wissen muß, und zwar je früher, desto besser; ihre Kenntniß gehört zu den Grundbedingungen unserer heutigen Existenz. Hätten daS unsere Gesetzgeber und Regierungsmänner vor einem Menschen- alter, ja� nur vor einem Jahrzehnt genügend gekannt und beachtet, wer weiß, ob wir dann Zeugen dcS unerhörten Skandals gewor- den wären, der mit dem Namen„Spitzeder" nur die Signatur In Nachstehendem soll uns nun ein Musterexemplar von sol-j nach Lust und natürlicher Begabung. Auskommen, das einen mehr oder weniger großen Lebensgenuß, für eine tiesgehende und weitverzweigte Corruption geschaffen hat. Freude am Dasein gewährt; einerseits Beschränkung auf gewisse! Der Unverstand der Leute ist die Nährmutter des Betrugs; Bil- Beschästigungen niederer Gattung, andererseits freie sie Berufswahl! dung macht nicht nur frei, sondern auch bester Dahin also ist der GefühlsradikalismuS unsers Verfassers ge- chem rath- und thallosen Philanthropismus vorgeführt werden.„Die bloße Entfesselung aller.Kräfte und Naturanlagen, die kommen. Obschon Schulze- Delitzsch, wenn er die Hirth'sche Blas- - er Zweck dieses Unternehmens wird es yoffentlich hinlänglich consequeni durchgeführte wirthschaftliche und politische Freiheit! pH emie des Kapitals läse, bei jedem Wort spucken müßte, als «chtsertigen, wenn die Cilate etwas umfangreicher ausfallen, als sonst für eine Zeitung üblich. Herr Dr. Georg Hirth in München, Herausgeber der„An- »alen des Deutschen Reichs", Hai in einem der diesjährigen Hefte derselben eine Abhandlung„über Kuliurpolizei und RechtS- Wege" veröffentlicht, bestehend aus den Abschnitten: 1. die soziale Frage, 2. die Kulturpolizei, 3. die Rechtsgleichheit.— Folgen vstr dem Verfasser in seinem Gedankengange! Er beginnt: ...... Was wir thun sollen, damit an und in dieser Gesell- Ichasl alle Theilc entsprechend ihrer natürlichen Anlage zur ftohen Entfaltung kommen, damit kein Glied aas Koste» des anderen erstarke, damit Aimuth, Elend und drohende Unzufriedenheit ganzer Klassen einem möglichst gleichmäßigen menschenwürdigen Dasein Aller Platz machen,— das eben ist die große Frage, die wir die u»»soziale" nenne». Sie umsaßt die gesammte politische Hygiene (Gesundheitslehre)." Sehr vernünftig; ebenso das Folgende:. ieMl"' rveiß keinen Lebensnerv des Staates und der Gemerudc, der nicht mittelbar oder uninittelbar mit ihr zusammenhängt; alle Abgrenzungen, die wir auf der Oberfläche der Erscheinungen ma- chen, sind nichts anderes, als äußere Merkmale, wie wir etwa am H menschlichen Leibe den Kopf vom Rumpf unterscheiden: in Wahr- nid hei: ist eS dock ein Herzschlag, der das Ganze belebt. Nichts ist ei« verkehrter und gefährlicher, als für soziale und politische Reformen ängstliche Grenzen zu suchen, Uber welche hinaus man fremde Ge- biete zu verletzen fürchtet. Die Natorwissenschasl hat solche Pe- danterie längst aufgegeben, möchte end. cy auch die VolkswirthschastS- iehre- lernen, daß sie nichts TurchgnistndeS zu leisten im Stande ist, wenn sie nicht Staat und Gesellschaft als ein untrennbares M ttales Ganzes, wenn sie nicht die gesammte Kultur erfaßt, >veun sie es ablehnt, den Kamps mit jedem Kulturfeind— und '>väre es selbst der unfehlbare Papst— aufzunehmen." Wer würde gegen diesen Radikalismus etwas einzuwenden vermögt»? Unser Verfaffer schildert nun die heutige Situation: „Unsere Gesellschaft, darüber herrscht kein Zweifel, ist krank. Zahlreiche Volksschichten, ganze Berufsklassen sind mit ihrer Lage sthr unzufrieden. Tie Einen fügen sich willig in daS Leos, die Andern strengen sich an, daS ungünstige Schicksal abzuschütteln, i theils durch vereinten Gegendruck auf ihre(wirklichen oder ver- �cintlichen) Unterdrücker, towie durch Versuche, den Staat selbst mr die Aufbesserung ihrer Existenz in Anspruch zu nehmen, theils durch energische Anstrengungen und auftcibeuden Fleiß, um ihr bäge auf rem Wege wirthschaftlicher Selbsthilfe zu erleichtern Alle diese Bestrebungen verdienen, wo nicht unsere auftichtige Hoch Achtung, doch die wärmste Theilnahme, die wir auch jenen Arbei- ittti nicht versagen wollen und dürfen, welche, irregeleitet durch berkehrte Lehren, eine dauernde Aendcrung ihrer Lage von gewalt- lamen Umwälzungen erhoffen. Denn äußerlichen Respekt vor sei Mm gewaltigen Gesetz kann der Staat zwar auch von ihnen ver '.bugeii, nicht aber Grundsätze der Staaisweisheit, von denen die brhrpläne unserer bisherigen Volksschulen schweigen. Aber die iO. zeit an -r) nt/ jftrjl'chc Theilnahme an den obwaltenden Mißständen wird zur Pflicht, auf ihre radikale Beseitigung zu sinnen, wenn wir uns Aftsen und Aufgabe des modernen Staates vergegenwärtigen. Pssr verstoßen ebenso gegen die Grundsätze der Freiheit und der Gleichheit vor dem Gesetze, der Gleichheit in Ersüllung der harten Pflichten, die der Staat auferlegt, wie es unchr istlich und unmo- bf bälijch ist, wenn wir, die Hände im Schoost, die traurige Lage so 'Mit Mitbürger mit ans. heu— ganz abgesehen davon, daß die ', �genwärtigen Zustände auch wirkliche Gefahren für den Staat cw fgr pie Privatwirthschaft der Einzelnen, für die gesammle Kultur in sich bergen. Ich halte eS für sehr unrecht, diese letztere �bckstcht, namentlich die Gefahren für das Eigenthum der Wohl- senden, bei Betrachtungen über die soziale Frage voranzustellen; urüssen das Rechte wollen und vollbriugen um der Ge- vtt'chtigkeit willen, aus christlicher Nächstenliebe, auS Achtung vor 'b Interessen unserer Miunenschen-l ..«Nach den neueren Versuche», der sozialen Frage niehr äußer- }"■) und bruchstückweise, alS innerlich und radikal(hört, hört!) .Zukommen, ist man gern geneigt, die namentlich unter der Ar- i'ter- und Fabrikbevölkerung herrschenden Mißstände begrifflich b tltIlncn« Man spricht von einer Lohnsrag«, einer Wohnungs- tii ll?ge, von Festsetzung der Arbeitszeit, Bestimmungen über die Mder. und Frauenarbeit, Arbeitsämtern rc. Alle diese Dinge, | � ist ja unzweifelhaft, betreffen die soziale Frage; handelt eS kann diese Ungleichheit in der Eoncurrenz nicht beseitigen, im Gegentheil, die nackte Freiheit für sich allein muß und wird den Kampf immer ungleicher und erbitterter gestalte».(Man beachte diesen radikalen Tay wohl!) Denn immer werden Diese- nigen die Ueberlegenen sein, die sich die größte Concurrenzfähig- keit verschaffen können; diese Fähigkeit aber, bestehe sie nun blos in geistigem Kapital oder in materiellem Besitz oder in Bcidem zugleich, ist ein theurer Artikel nnd für die armen und schlecht situirte» Klassen unter den jetzigen Verhältnissen nicht leicht erreichbar. Man wende nicht ein, daß es wirklich talent- und energievollen Menschen möglich sei, sich aus den niedrigsten Lebens sphären emporzuarbeiten: erstens handelt eS sich gar nicht um wenige, besonders begabte Individuen, sondern um ganze Schichten, ja um die große Majorität der Bevölkerung, bei der wir kein höheres Durchschnittsmaß von natürlicher Bega bnng voraussetzen dürfen, als bei den Gebildeten; sodann aber beruht selbst jene Annahme auf einer durch wenige Beispiele ge- nährte» Illusion. Wenn man erwägt, daß gerade der freie Weit- kämpf die Ansoiderungen fast auf allen Gebieten höherer Thätigkeit so hoch hinaufgeschraubt hat, daß auch leidlich begabte Menschen nur bei sorgsäiliger und anhaltender Vorbereitung im Stande sind, etwas Ersprießliches zu erreichen, so leuchtet ein, daß ganz be- sondere Glücksumstände dazu gehören, um das Kind etwa eines armen Tagelöhners auS der Frcischule auf das Gymnasium und von da auf die Universität zc. zu bringen. Es kömmt ja wohl dann und wann vor, daß von einem Menschenfreunde irgend ein verborgenes Talent entdeckt und mit Mäcenenfreigebigkeit heran- gebildet wird; solche Fälle sind aber doch seltene Ausnahmen. Für die große Masse gilt der Satz: daß be: einseitig zunehmender Eoncurrenzsreiheil es den Armen und Ungebildeten immer schwerer wird, mit de» Inhabern materiellen Besitzes und höherer Kultur zu eoncurriren, daß in dem Maße, als sich der Besitz an Kultur und materiellen Gütern auf der einen Seite häuft, auf der andern Seite die Schwierigkeit des Erwerbes und der höhern Bildung zunehmen muß. Denn wir müssen immer be- denken, daß bei unfern sozialen Zuständen nicht nur die tovten Güter, sondern auch die lebendige Kultur in der Familie erblich sind; die Meinung, daß die Letztere von der Gesammlheit der Menschen getragen werde und gleichsam epidemisch allem Mensch' lichen anhafte, ist eine ebenso schöne Illusion, als wenn wir von „Nationalreichthum"-u. dgl. sprechen, während viebteicht drei Biertheile der Nation das kläglichste Dasein fristen. Gestehen wir es nur: was daö Privairecht durch die Erbschafts- ordnung in Betreff der materiellen Güter für die Individuen constituut, das leistet unser heutiges Staats- und Verwaltungs- recht in Betreff der Kullur; ja die Parallele wird noch enger durch den Umstand, daß Beide, Kultur und materieller Besitz, sich gegenseitig übertragen und ergänzen, so daß bis zu einem gewissen Grade materieller Besitz und Kultur einerseits und Aimuth und Mangel an Kultur andererseits identische Begriffe sind und sich gemeinsam vererben." So weit unser radikaler Philanthrop. Man kann seine AuS führungen— mit Ausnahme einiger Stellen, wie die religiösen — fast wörtlich unterschreiben.— Wir werden nun sehen, wie dieser Gefühlsradikalismus Stand hält. Man beachte zunächst, daß der Verfasser oben rundweg die ..Harmonie"-Theorie geleugnet hat; daß er die Unmöglichkeit, mit dem Großen zu concurriren, für den Kleinen zugegeben und die absolute Hilflosigkeit, in welche die„freie Eoncurrenz" die Besitzlosen verseht, in drastischster Werse geschildert hat; man beachte serner, daß er zugegeben hat, wie bloßer Zufall, nicht wirkliches Verbienst, Einzelne von unten nach oben bringe. Alle seine Gefühlsäußerungen stehen im grellsten Widerspruch mit den anti- sozialistischen Situationszeichnungen der gesammte» liberalen Schule. Und doch! Was soll man von dem Verstände eines Mannes den- ken, der die Abhilfe aller jener Uebel von der„Verbreitung rich- tiger wirthschaftlicher Grundsätze" durch die Schulen„unseres großen Kanzlers" erwartet? � Welche Naivität gehört dazu, dem heutigen System zuzumuthen, umstürzlerische Ideen in den Schulen vorzutragen, wie unser Verf. im Eingänge seiner Arbeit! —„Umstürzlerijche" Ideen?— Ei, so steh, wie sich der Verf. innerhalb weniger Minuten häutet: „Auch hier(im GründungSschwindel) ist radikale Abhilfe nur von der Schule zu erwarten; die Grundsätze der Selbsthilfe, der Sparsamkeit, der Vorsicht müssen schon dem Kinde fest eingeprägt hätte er mit ihm spanischen Pfeffer verschluckt, so sollen doch einzig und allein seine„wirthschaftlichen Grundsätze" die„gesunden" sei», durch deren„Verbreitung" die Concurrenzfähigkeit des Un- vermögenden ermöglicht, der blinde Glückszufall abgeschafft, die Allmacht des Großkapitals zauberisch gebannt werden kann. Frei- lich lehrt Schulze-Delitzsch, daß sich Jeder selber aufHelsen kann, wenn er nur will— wogegen Hirth die„Concurrenzfähigkeit für die schlecht situirten Klassen nicht leicht erreichbar" hält; indeß solche logische Gewiffensskrupel braucht sich c>» Philanthrop, der der sozialen Misere„wärmste Theilnahme" und„herzliche Theil- nähme"(stehe oben) schenkt, nicht zu machen. ES geht ihn auch nichts an, daß 99/100 Derer, welche aktiv und passiv(d. h. leidend im wirklichen Sinne) am Börsenspiel bethciligt sind, sehr wohl wissen,„was eine öffentliche Urkunde, was ein Wechsel ist, unter welchen Bedingungen man Wechsel ausstellen kann und darf" u. s. w., und daß diesen Leuten auch„die Grundsätze der Selbst- dilfe, der Sparsamkeit und der Vorsicht" sehr wohl bekannt sind; es geht ihn nichts an, daß alle jene schonen Dinge auf die Eon- centration deS Kapitals und die Concurrenzunfähigkeit des Besitzlosen gerade so viel Einfluß haben, wie das Pusten eines kleinen JahrkindeS auf das große Feuer im Kamine. Hätte„Spitzeder" nicht dumme Bauern gefunden, so würden immer noch kluge Städter genug gewesen sein, welche auf ihren Schwindel eingegangen wä- ren; sie hätte dann freilich nicht„120 Prozent" gegeben, aber sie hätte andere Mittel und Wege für ihre Operationen ersonnen. Der„alte Fritze". Ende vorigen Monats versammelten sich zu Hagen im Rhein- land die Großindustriellen des Kreises. Veranlassung dazu gab ein Schreiben, welches der Generalsekretär des„Vereins zur Wahrung der gemeinsamen volkswirthschaftlichen Interessen in Rhein- land und Westphalen" versandt« und welches nachstehende Auffor- derung enthielt: „Indem ich mir gestatte, Ihnen nachstehend von einer Ver- fügung der Königlichen Regierung Kenntniß zu geben, betreffend Einrichtung von Pensionskassen, welche am 15. c. in unsere Hände gelangte, bin ich, unterZustimmung desPräsidenten desVereins, Hrn. Mulvany, von der Ueberzeugung durchdrungen, daß eS nicht an- gemessen erscheint, wenn einseitig von hier aus in dieser so über- aus weittragenden und bedeutungsvollen Angelegenheit der Ver- such gemacht wurde, ein Gutachten abzugeben. Ich erlaube mir daher, Ihnen die von dem Herrn Minister aufgeworfenen Fragen, auf einem Fragebogen zusammengestellt, sowie ein Verzeichniß der Mitglieder Ihres Ortes mit der ergebenen Bitte zu übersenden, die Herren zu einer Versammlung zu berufen und in gemeinschaft- licher Beralhung gütigst die Beantwortung der Frage vorzuneh- men. Indem ich'an Ihr Interesse für den Berein appellire, hoffe ich umsomehr auf die Erfüllung der vorgelegten Bitte, da dieser Weg als einzig möglicher erscheint, um ein einseitiges subjektives Urtheil zn vermeiden und das Gutachten in der Hauptsache nach dem Sinne der Majorität der Mitglieder des Vereines abzugeben." Diese ministerielle Verfügung trägt durchaus nichts an sich, was die heutige Stellung der Arbeitgeber oder Fabrikanten gegen- über den Arbeitern schädigen könnte. Im Gegentheil, viele Fabri- kanten haben eS verstanden, auch mittelst Krankenkassen ihre Ar- bester auszubeuten. Gelangt der Fabrikant dazu, die Verwaltung der Krankenkasse in seine Hände zu bekommen� so ist er unum- schränktet Herr der darein fließenden Summen. Die Beiträge ziehen unsere Fabriksklavenhalter gleich vom Lohne ab, damit sie pünktlichst eingeliefert werden. Wird ein Arbeiter gemaßregelt, so verliert er damit seine Ansprüche an die Krankenkasse; die einbe- haltenen Beittäge desselben werden nicht herausbezahlt. In sebr vielen Fällen steckt der Fabrikant die Krankenkasse einfach mit in'S Geschäft als Betriebskapital. Wer kann ihn hindern, wenn nicht die Albeiter selbst die Verwaltung der Krankenkasse in die Hand nehmen? DaS ist fteilich äußerst selten der Fall. Man sollte nun meinen, die ministerielle Verfügung fei dem- nach gar nicht angethan, Seitens der Großindustriellen irgend welchen Widerspruch oder gar„sittliche Enttüstung" zu erreaen. Die Bourgeois erblicken aber auch in den Krankenkassen ein« Or- ganisation der Arbeiter und diese werden sie unter allen Um- ständen vermeiden. Daher erschien alsbald auch der„alte Fritze", Herr Harkort, in der Versammlung zu Hagen, welche sich da durch geehrt fühlte, und erhob ein wüthendes Geschrei gegen den ministeriellen Erlaß. Wer für die preußische Politik Verständniß yat, der weiß, d»ß tm Mtniftec des preußlsche» Kaiserreichs:S. mit Gewalt abweisen, ihnen Kugeln tu fteffen geben � vaS sei die gleich dem Spartaner Leomvas, der die Nachricht erhielt, daß vi i. sich wohl nicht einfallen lassen wird, die Interessen der Bourgeoisie! Kost, die ihnen gebühre! Solch gräßliche Unmenschen— geschieht -gl Gunsten des Proletariat« zu beeinträchtigen. Dies zu begrei- j ihnen wohl Unrecht, wenn man ihnen zu schlucken gibt, waS sie en muthen wir freilich Herrn Hartort nicht zu, denn er versteht ihren Mitbrüvern zudenke»? Herzloses, prahlendes Nethier, diese wohl, in ProNamationen an die Arbeiter den Harlekin der ganzen A'eute! Es war beim reichen— Kapitalistenklasse abzugeben und sich bei„festlichen Gelagen" von 16...Juni 1848;„Heute wird es wieder recht klar, wie Herr- den traurigen Helden der Fvitschrillspartei al«„FreiheitS- schend noch die vertihrteften ZtaatS»insichren sind; tausend uoth- lämpser" feiern zu lassen und selbst zu feiern, aber daß die ganze! leidende Arbeiter zu verpflegen, fitr'sie aus einige Zeit zu sorgen,. �______________ Welt ihn darob auslacht, das meikt er nickt. So brachte er es ins sie weeder selbst etwas verdienen, da« erklärt man�für llusinn, Sozialdemokraten gegenüber, mit dem er,' ohne' zu' ahnen," ij in erwähnter Versammlung auch glücklich dahim daß nacksteheude. für lächerlich, für unmöglich. Aber Tausende vom Pflug und er(der Berliner fortschrittliche Anführer?) ein Sozialist sei, aus i Antrag, dessen blamable Vaterschaft einem gewisse» Funke zufällt, vom Handweik abzurufen»m ste alD( Landwehr zu besolden und �r.•'•••'■ angenommen wurde. z» verpflegen und zum Schildwachtdienst zu verwenden, das ist „Die Vorlage des Herrn Ministers abzulehueu, weil sie nach i ganz leicht und im Nu verfügt, dazu fehlt eS nicht an Geld, das den vielseitig gemachten Erfahrungen staatlich undurchführbar und ist richtig, vernünftig! Und so geht das Falsche durch alle uuscre Zustände und Verhältnisse."—| Feinde so zahlreich seien, daß ihre abgeschossenen Pfeil- die Sonn verdunkelien;„Gut, so kouueu wrr im Schatten kämpfen.' s Lassen wir„L-onldaS"-Haseiiclever„im Schatten kämpfen' t (was den Lesern des„Neuen" nichts Neues ist!) und drehen wo f da» erste Blair der mit diesem Aufruf geschmückten Nummer vck? „Neirei," um! Aus der dritten Seile unter„Vermischtes" lest» wir s Em Berliner sorssckriltlicher Anführer hat einem süddeutsche» zu den kolossalste» Verwirrungen und Verwaltniizs' Apparaten führe» müßte, deuu, ohne alle Kategorien vou Arbeilern in sich der Reise zusammentras, airS der Schule geschwatzt. Letzterer erzähl!« den Vorfall folgendermaßen;-- Der„Neue" druckt nun bei Z betreffende» Bericht ab,— Und wer ist der Berichterstatters! 1 Unser Parteigenosse Geiser; und da» Blatt, welckem der„-Neue'', beiläufig, ohne die Quelle zu nclinen, den Bericht entnommen hat fi ---------.—— � 24. Äuni 1848:„Alle Tage komme» neue Berichte über dgSzfst unser Parteiorgan.„Zeitgeist" y» Münchs Die Eisenachtt aufzunehmen, sei es eine neue Belastung der Iudustue, welche� gransame, räuberische Witihen der preußische» Soldaten im Po-!..Ehrlichen", welche aus der erste» Seite deS»Neuen» al» VolkS-i s ■< i � cw....... it.___..— v« �„... I...». O,*»12 � Ii.. iSl- 4 i.,».»!«« ,».«>». I a � � �_ vis.t.-! i_____.,,».. nicht die Armuth, sondern gerade die eminenten Lohnauf- A'en'schen gegen die Polen. Diese Nackrichkeu tteten bezeugt und be-I partei" und alS Feinde der Arbeiterpartei ll»d de» Sozialismus besserungen der Arbeiter herbeigeführt habe. � glaubigt durch Namen hervor, die sich allem Haß der Sieger da- isiguriren,„werden jonm aus der dritten Seite derselben Nummer Bei der Zunahme ter leichtsinnigen Lebensweise und Jmuiora- lität sehr vieler Arbeiter, dw nicht selten durch willkürliche Arbeits- emstellungeu, Bummeleien und zu hiusigc Festivitäten erzeugt würden, müßte eS vielmehr Aufgabe der Reichs- und Slaatsrczierungen fein, Gesetze vorzubereiten, welche diese großen und in ihren Folgen gefährlichen Fatalitäten an ihren Wurzeln anfaßten, und «ackdem dieselbe» in Kraft gelreteu und man deren Resultate ab- durch bloßstellen."— in der Person Geiser» als„Sozialvemokraten-„Sozialisten" an- 27. Auui 1848;„... Gremer ist sehr bestürzt und besorgt! ertannl. DaS nennt man«digiren ü ln Marat! wegen der Folgen(der Pariser Anmtchlächl); ich ermuntere ihn! Ans der zweite» Seile der nämlichen Nummer lesen wir, da und zeige ihm, wie groß und unverletzbar Frankreich in seiner jCartagena„die»Festung der spanischen Sozialisten" sei. währent! s • hnrft i t'i ßr ißhr(*afrr\ffßit"Mini»jiMMi n.i �«<4% 7m»>n t».-(»ort � At itl i if�rt in �.......___ il.�r. � itr*..!?, Ti I. Freiheit dasteht: doch ist er sehr betroffen von meiner Aenßerunz, daß ich vaS Volt, die Arbeiter, wo nickl rechtfertige, doch ent- schuldige, daß wir in gleicher Lage ebenso thun würden, gewartet, kann man sich vielleichl später mit Fiagen über Ja- daß ich i» diesem Bewußtsein nickt sähig wäre, gegen sie ein Ge- validenkassen ic. beschäftigen Der„alte Fritze" kommt mit den alten Geschichten. Natürlich quälen sich die armen Herren Großindustriellen nur für oaS Wohl ihrer in Saus und Braus schwelgende» Arbciler ab. Man sollte wirklich meinen, Fritze Harkort esse in kummervollen Nächten sei» Brod mit THiäuen. Der gute Fritze redet von der„Jndustm", welche die Lohnaufbesserungen herbeigeführt habe. Er glaubt nicht, daß andere Leute wissen, daß die Lohnaufbesserungen von den Ar- beitern erst mühsam errungen worden sind; er glaubt nickt, daß Andei e sehen, daß täglich sich, der Klassenkampf zwischen Bour geoisie und Proletariat»m Lohnaufbesserungen dreht; er glaub; nicht, daß Andere wissei', daß die Herren Großindustrielle» ihre Arbeiter auch mit dem zehnten Theil deS jetzige» Lohnes absinden würden, wenn die Arbeiter damit zufrieden wären. Fritze Harkort hätte auch wohl Nichts dagegeu, wenn 1000 Arbeiter gratis, ganz umsonst für ihn arbeiteten. Und da steht die böse„Jndustlic" uu Wege und treibt die Löhne hinauf! Armer Fritze! Der zweite Theil obigen Antrags fordert die Regierung u» verblümt zu Gewattmaßregeln gegen die Arbeiterklasse auf. AuS den Worten: Leichtsinuige Lebensweise",„Jmmoralität",„Bum- weleien",„zu häusige Festivitäten" streckt unverkennbar wiederum der„alte Fritze" seine Schellenkappe heraus.„Erst den Staat vor der Commune retten, dann„vielleicht später" Jnvalideukassen gründen", schreit er, sich krampfhaft an die alte„Ordnung der Dinge" anklammernd. Ja Fritze, daS größte Pech ist, daß der Mensch manchmal alt wird und—„Alter schützt vor Thor- heit nicht!" Der Antrag leistet so ziemlich daS Höchste, was die Bourgeois- Anmaßung und der Geldsacks Dunkel gegenüber den Arbeitern vermag. Aber Fritze ist» damit noch gar nicht genug. Er hat aus der Conferenz zu Hagen im Laufe der Debatte den Vorschlag gemacht, nicht nur die Fabriken vollständig in Zuchthäuser nmzu- wandeln, sondern auch für den Arbeiter außerhalb der Fabrik Bestimmungen zu treffen, daß er stets unter einer Controle und Aufsicht wie im Znchthause sich befindet. Fritze schlug vor: 1) Beschränkang der früher» Aufhebung der Koalition» Gesetze: Verschärfung der Strafen wegen groben Unfugs in den Fabriken, öffentlichen Lokalen und Straße». 2) Beschränkung der vielen bisherigen Feftivitäteu dadurch, daß iu jedem einzelnen Kreise bestimmt würde, an wel- chen Tagen.Kirchmessen-, Schützen-, Handwerker und Arbciterfeste uur stattfinden dürfen. Verbot des Ausschenleus von Branutwei» während der Arb'.lszeit;�>� Festsiellung von Lohneiuhaltuilgen derjenigen Acheiter, welche ibre Familien darben lassen; Einrichtung von Sparkassen für die Arbeiter, welche eventuell zu unterstützen seien durch höbere Verzinsung der Arbeitgeber' rc." „So verhüten wir die Commune!" weinte Fritze Harkort und der Genius des gesunden Menschenverstandes hörte es an und ver hüllte weinend sem Haupt. Läßt sich übrigens Fritze Harkort selbst als Lohnarbeiter in eine Fabrik hineinstecken und seinen eigenen barbarischen Strafbestini- mungeu unterwerfen, trinkt er Branntwein nur zu bestimmten Stunden und kommt er nach einem Jahre Probezeit in seinem Lohnarbeiter-Adam, den er angezogen, zu uns und versichert uns, daß er sich wohler fühle als ein gewisser„alter Fritze" Harkort, Abgeordneter zum deutschen Reichstag— nun dann wollen wir ihn für einen braven Mann erklären. Sonst aber nicht! wehr abzudrücken." 28. Juni 1848;..... Besuch von Fran... Mittheiluugen aus der Gesellschaft. Jin Volke Hort man keine Zoten und Schimpf- reden; sie sind dafür in den höheren silassen gang und gäbe; auch das Ehrgefühl ist jetzt am lebendigsten bei den geringen Leuten; im Adel- und(höheren) Beamienstande herrschen Gemeinheit und Schmutz!"— 30. Juni 1848:„... Gegen Abend ging ich zu...— Ein Major von... That viel in dummen und nicktswürvizen Redensarten. Eine Heerde Rinde oder Schafe hat für diesen Elenden mehr werth, als eine Schaar Arbeiter; sie sprechen mit Wonne davon, diese zusannuenzuschieße», alle Grausamkeiten sind ihnen ein Scherz."— — In Spanien hat Salmerou, der ein prinzipieller Geg- »er der Todesstrafe ist und auch dagegen war, daß man keinen der Insurgenten von Cartazena begnadige, wie verlangt wurde, sich gezwungen gesehen, die Negierungsgewalt niederzulegen und doch die spanischen Sozialisten in der unzweideutigsten Weise(S die dahin gehenden Erkiärunge» und Mittherlungen in verschiedene! Nummern des„Bolksstaat") sich gegen jede Gemeinschaft mit da Führern der Bewegung von Cartagea verwahrt haben. Die tKe] t: dakrion des„Neuen" scheint kein einziges der belgischen und spa nischen Arbeiterblätter zu lesen, sonst könnte'sie ibren Lesern kein so grobe Unwahrheit auftischen. Ein paar Zeilen vor dem Paffui über d;e„Festung der spanischen Sozialisten" weiden wir der Ga ineinschaft mit dem Bourgeois Demotrat Castelar geziehen, daß» von der Marxischeu Clique sogar eine Zeit lang in die intern» lionale Arbeiterassuziatlo» eingeschmuggelt war, dessen Rede» vi' Eisenacher„Ehrlichen" hunderttausendweis(!!) drucken ließen unk von dessen Lob der„ÄolkSstaat" überfloß" Nu»— das„Ein schmuggeln" in die Internationale ist gelogen: das Druckentassil der Reden Castelars ist richtig, war aber auch sebr in Ordnung da die betr. Reden viel, jedenfalls nicht weniger Lehrreiches ent hielten als die Reden deS„bürgerlichen Demokraten" Robespiertt des Mörders des Hebertiften, mit welchen der„Neue" eine Zei lang gefüllt war; und was endlich das„Lob" anbelangt,„ool welchem der„Volksstaat" überfloß, so muß es sehr eigenthümlichd � Art gewesen sein, stntemalen die„B-ltSstaat"-Redaktion Dutzend! zi l Castelar ist an seine Stelle getreten. Castelar, gleich Hecker emsvon Briefen aufweisen kann, in welchen ihr von Bewunderern dei großer„Demokrat und Republikaner", wirft sich nunmehr den Herrn Castelar die heftigsten Vorwürfe ob dieses„LobS" gemach Royalisten(Königstreuen) in die Arme. Im„Sauhirten"- Deutsch neoni man dies;„Dem Vaterland seine Ueberzeugung opfern". Dies merkend, sind auch die bekannten Galgenvögel, Serrauo und Cousorlen, nach Madrid zurückgekehrt, wo sie lauern werden, bis die Republik am Galgen hängt, um dann von ihrem Leichnam zu zehren. Castelar hat sich diesen Gesellen auf Gnade und Ungnade in die Arme geworfen und es wundert uns, wurden. Thatsache ist: Der„Volksstaat" hat zuerst in Deutsch Und die Wahrheit über Castel ar gesagt, zuerst eS au» gesprochen, daß Castelar, weil auf dem Boden der alten Geselll schaft stehend, nothwendiz mit den Prinzipien der neuen Gesell' schaft in Kampf gerathcn, und falls er sich nicht zum Sozialisnu" bekehre, wgS nicht zu erwarten, in diesem Kampf und durch diese! Kampf immer mehr nach Rechts, und allmählich auf den Bode! daß Serrano noch kein Commando hat. Serrauo, der sich einst cher krassesten Reaktion gedrängt werden müsset Wäre es vei vermaß, den Sozialismus„zerschmettern" zu wollen, wird sich des„Neuen" erlaubt oder möglich, nicht zu lüge» und nicht zu e»l Herrn Castelar bedienen, so lange er ihn braucht, und wird ihn dann wie eine ausgepreßte Citrone vou sich werfen; in ciuen„Ge- sellschaftsrelter" aber, wie verschiedene Blätter befürchten, ver- wandelt sich solch ein Jammermeusck wie Castelar nicht, der in der Noth dumm und schlecht genug ist, sich an seine Feinde an- klammern zu wollen. Wer eine Republik auf royalistisch«(Königs- treue) Schiilteru stützen will, der handelt gerade so wie der, welcher sein Haus von einem Dieb bewachen läßt.— stellen, so würbe er seinen Lesern kein solches Geflunker vorutt chen: denn er liest unser Blatt sehr genau, weiß also, daß wa er hier schreibt, daS Gegencheil der Wahrheit ist Um daS„Culturbild" zu vervollständigen, sei noch erwähnl daß in der nämlichen Nr. 100 auch eine Zuschrift aus Hannovt prangt, i» welcher der„VoltSstaat" als ein„Wisch" titulirt wirk und Tölcke's Knüppel unS„Ehrlichen" mit tragikomischer Geberl unter die Rase gehalten wird. Möge der„Neue" seinem Freu» und Prolegö Hecker(kein„BourgeoiS-Demokrat?) diese deitl iwürdige Nummer zuschicken; vielleicht wird derselbe dann von seins Politische Uedersicht. —„Honette" Leute zeige» sich mitunter entrüstet, wenn die Rohheit des deutschen SoldatenlhumS— die sich in den nutzlosen Verwüstungen in Frankreich ebenso wie in den Säbel- exzessen im Heimathlande manifestirt— an dieser Stelle gegeißelt wurde. Bereits vor 25 Jahren schrieb Varnhagen in sciuem Tagebuch(äe dato 30. Mai 1848) über dieses Thema Folgendes: „Unsere Truppen sind überalt die verhaßtesten, rohesten, überall bettagen sie sich zuchtlos, in Polen, in Berlin, in Mainz, Trier, Aachen, Köln; selbst in Schleswig haben sie durch Hohn und Düukel sich die Gemüthe entftemdet. Das ist der„Soldatcngeist", den mim so eifrig hier gehuldigt, den man„mit aller Anstrengung geschaffen», wie der Prinz von Preußen sich unwillig gegen den General von Pfuel äußerte, dem er vorwarf, dieS Werk zu ver- derben!"— Und am 31. Mai schreibt Varnhagen:„Die Zei- tungen bringen immer mehr Schändlichkeiten an den Tag, welche von den preußischen Truppen in Polen begangen werden; alles mit Unterschriften, auch deutschen, oft gerichtlich beglaubigt. Die Posener Fanatiker, deutsches Krämervolk und übermüthiges Mili- tär— erscheinen als eine scheußliche Race!"— Da wir grade bei Varnhagen sind, gleich noch einige Auszüge aus seinem Tagebuch: 1. Juni 1848:„...Wenn der Hof lau, das Ministerium zweideutig, das Militär drohend, der Adel und die Beamten ttotzig und rückwirkend sind, was soll dann das Volk thun? Es muß mißttauisch sein. Noch gestern wurde in einer vornehmen Gesellschaft gesagt, man müsse die unverschämten Arbeiter - Der Redakteur des„Braunschw-izer Vvlksf.-nud", S. Ko Abneigung gegen die Sozialdemokratie kurirt; jedenfalls steht* dieser a.age u. We-ch�lmün�e�iue dreimonattA! �an„n In Maral- schreibt und redigirt. 1 Haft antreten, zu welcher er wegen Abdruck de« Berichts des Ge ttattstben� Blätterii"� vtturtheiU �worden Ist. �Bekanntlich h�die Partei-, Ketwatt»»gs- UNd Orgauisatio«� Justiz in dem Bericht des Generalraths eine„Majestätsbeleidigung" Allgeikssenheiteu. entdeckt. Aufforderung. C bi iß S< w w v, b> C 8> — Ei ne Mnstcrredaktion. Die letzte Nummer des„Neuen Sozialdemokrat"(104), welche uns im Augenblick, wo wir dies schreiben, vorliegt, enthält an der Spitze folgende Stilprobe, aus der Feder deS„Präsidenten" Hasenclever:„Die ReichstagSwahlen sind nicht mehr ferne; wir wissen es(wie pfiffig!) und, kennen deren Bedeutung für die Entwicklung unserer Partei(Ein Mordskerl dieser Hasenclever!). Aber(o weh!) ebenso gut, wie wir, kennen unsere Gegner auf der ganzen Linie, von der ttassesteu Reattion bis zur volksverführenden(o heiliger Stieber!)„ehrlichen" Volks- partei, gleichfalls den Einftuß(sie) der Wahlen— deßhalb rüsten sie sich sämmtlich zum Kaoipf. Wir aber dürfen nicht zuriickstehn. Wenn gleich unsere(de? Hasenclever, Hasselmann, Tolcke!) wohl organisirte, geschlossene Arbeiterpartei solcher(!) Vorbereitungen, die in Einsetzung von allen möglichen(!) Comite'S und obligatem Geschwätz(!) bestehen, nicht bedarf, so muß dieselbe doch Änge- sichts der Wahlen mit erhöhter Thätigkeit für ihre Ausbreitung� und Befestigung sorgen.---" Nachdem Herr Hasenclever dann feurige Funken auf das Hanpt der„ehrlichen Eisenacher Volkspartei" gesammelt, die„ttotz der kindischen Aeußerungen ihrer Feindschaft" bei engeren Wahlen von de» großmüthigen Hasselmännern unterstützt werden sollte, verkün- det er seinen Mäubigen die entsetzliche Mähr, daß die„rothe Reaktion und(!) die Regierungen Deutschlands sich in Verfol- gungen überbieten"(woraus erhellt, daß Herr Hasenclever die „rothe" Reattion von den Regierungen trennt, ein sehr ominöser lupous pennae*), und wie u. Ä. aus der Thatsache erhelle, daß„die Mitglieder des Präsidiums und der Kassirer des Allge- meinen deutschen Arbeiterverbandes jeder ein(lieber Leser falle nicht vor Schrecken in Ohnmacht!)— ein Sttasresolitt von 10 Thalern 20 Sgr. erhalten(0 horrible, o horrible, rnort horrible!**), weit von einzelnen Mitgliedschaften die Mitgliederliften nicht bei dem kömglichen Polizeipräsidium in Berlin eingereicht sind".— Aber Hasenclever ist zu resolut, sich durch das Sttafresolut von 10 Thlrn. 20 Sgr. beugen zu lassen; mit Heldenmuth erklärt er: „Wir fürchten uns nich»t, wir werden den Kampf redlich durchkämpfen, trotz solcher kleinen(soeben waren sie sehr großl) reaktionären Beschwerden und ttotz des ehrlichen„Gebelfers". (Gut gebrüllt durch de» Rachen der Löwenhaut!)---- Die Feinde sind zwar übermächtig(»ic!), ihr Geschrei, ihr Geschimpfe, ihr wüthendeS Gebahren kann aber nur Kinder erschrecken.(Seit wann ergehen sich„überui ächtige" Feinde iu Geschrei, Ge- schimpfe:c, lieber Hasenclever? Wir dächten solch'„wüthendeS Gebahreu" sei das sichere Zeichen der Ohnmacht.) Sagen wir Die Parteigenossen aller Orte werden hierdurch aufgeforve� � die nach§ 5 der Geschäftsordnung neu zu ernennenden Verttaueiss mäuner unverzüglich in Vorschlag zubringen, sowie deren gena»' Adressen anzugeben. Hamburg, den 8." September 1873. Der Ausschuß der sozialdemokratischen Arbeiterpartei. •) Ausgleiten der Feder; sich oerschnappea beim Schreiben. **) O schrecklich, schrecklich, haarstrkubwd schrecklich I An die Parteigenoyen. Laut tz 9 der Organisation muß über nachstehende KonzrM besckliisse eine Urabstimmung erfolgen: 1 1. Dem§ 16 der Organisation folgende Fassung zu geb�s 3 „Der Sitz des Ausschusses kann, wenn Letzterer seine n Pflichte» nachgekommen, wieder gewählt werden, d� Q darf sich derselbe nie länger als zwei aufeinanderfolgen� v Jabre an ein und demselben Orte befinden; j 11 2. daß für die Zukunft eine Ermäßigung der PartcisOT j unter 1 Sgr. pro Monat nicht mehr gestattet sein miW« Die Berttauensmänner werden deshalb hierdurch aufgesorvet' H behufs Vornahme der Urabstimmung in kürzester Zeit eine � schlösse»? Mitgliederversammlung einzuberufen. g Die Abstimmung über beide Pnntte muß gettennt vorgen»� d men werden.' j DaS Resultat der Abstimmung ist bis spätestens den 10. Okto-'« an den Sekretär des Ausschusses einzusenden, und muß ganz fi' 3 ziell angegeben sein, wie viele der anwesenden Mitglieder bei« Abstimmung über jeden der beiden Punkte mit Ja, d. H- r � die Annahme, und wie viele mit Rein, d. h. für Nich� nähme gestimmt haben. AbftimmungSresultate, in welchen die Zahl der für oder»L der abgegebenen Stimmen nicht genau angegeben ist, also die ohne Angabe der Zahl der �Stimmen in der belÄ Weise:„einstimmig angenommen" oder„einstimmig abgelelp lauten, sind ungiltig. Z j Hamburg, den 8. September 1873. Der Ausschuß der sozialdemokratischen Arbeiterpartei- ] \ Gewerksgenossenschastliches. brff Internationale Gewerkschaft der Manufaktur-, j®1 und Handarbeiter..j Berti«. Von der VorortSverwaltung in Crimmitschau( zur Unterstützung der strikenden Mitglieder der Manusatturarbe> Gewerkschaft am 7. und ll. Juli in zwei Raten 30 Thlr sandt worden, was hiermit nachttäglich bekannt gegeben wirv- I VI jnni tn: fen1 toi vei n>tr bell vaj au1 ähll bei ter! :ue' hat icher jltf rnui tue« an' bl cenv (3. cnei bei Ne fp* :eii« iff°i Ge> rira bü unt lZiv rssei itng, ent erre Z« ,00' ich« enW : bei lach tsch au» -seil -seil imr� iescl ob« bei ent eiiU w» ihnl 100« virk ?er> un DCfl etni t« Gewerkschaft der Holzarbeiter. Hamburg. Circular Nr. 6 ist versanbt. Sollte ein Ort bie- selben nicht erhalten haben, so bitten wir, sofort unter Angabe der Abreste zu rekamiren. Da von Bürgel bei Jena und Cre- selb nock keine Anmelbuug erfolgt, so bitten wir bie bortigen Parteigenossen um Auskunft über den Verbleib beS nach bort gesandten Materials. An bie Bevollmächtigten ber Gewerksckaft. Etwaige Anträge zur Generalversammlung ber Gewerkschasi, bie Herren Stabkäthe ic. hätten sich an bie Spitze ber Arbeiter gestellt, um bie preußische Monarchie zu vertheibigen; auch mehrere Einwohner Mülsens mochten ben Beruf in sich gefndlt haben, vas Gleiche zu thun, benn in kurzer Zeit sah man Männer unb Jungen in Hose unb Hembe baarhäuptig, mit Gewehren aus der guten alten Zeit versehen, nach ben Bergen eilen unb bald barauf entwickelte sich ein so lustiges Geknatter, baß bem.alten Fritz" und dem beutschen Michel bas Herz im Leibe gelacht haben muß. Zu einein wirklicken Nationalseste konnte es inbeß trotz alledem und dtt nach Schluß des CongresseS stattfinbet, wolle mau umgehend trotz ber Bemühungen beS Ortsrichters nickt gebracht werben, da einsenden. Wir ersucken bringend bie Abrechnungsfvimulare pro die besonnenen Arbeiter ruhig an ihre Arbeit gingen und unsere 3; Quartal doch recht genau auszufüllen, damit der„statistische �Bourgeois„ihr JSedan- in Zwickau suchen mußten; so wäre Bericht" vollständiger ausgearbeitet werden kann. Desgleichen denn das einzig TadelSwerthen die Affenjagd auf den Bergen gewe- «aß diesmal daS einznsenbenbe AbrechnnngSformular ben sorg- sen, an der jedock nickt die Arbeiter, sondern die„nationallibera- sättigen Abdruck aller im Gebrauck besinblichen Stempel enthalten, 1 len Esel schuld" sind. damit wieder Ordnung in das Nummer-Svstem gebracht und fehlende Stempel ergänzt werden können. Der AuSsckuß der Gewerkschaft. Znrernattonale Gewerksgenossenschaft der Schuhmacher. ckotha. Es bat sick über den Artikel in Nr. 7l! des„Bolls- stau", bettessend die SttikeS, weiter'Niemand getroffen gefüzlt, als Freund Flack in Rochlitz und erlaube ich mir demselben Fol- gerdeS zu erwiedern. Sie selber sagen, daß ein nnorganisirter Srrike nur zum Nutzen der Kapitalmacht endet; und nun frage ick. wie steht eS mit einem organisirten ohne genügende linier- stuyuug? da Sie dock einige Zeilen weiter sagen:„Sollen wir warten bis uns eine gefüllte Hauptkasse zur Seite steht?" Ferner nchten Sie die Frage an mich: Sollen wir denn stets dem Druck der Kapitalmacht gegenüber schweigen?" Nein! Aber wer hätte wobl den Artikel so verstanden? Im Gegentheil wünschte ich, daß toir morgen unser Joch abschütteln konnten. WaS aber bis jetzt mit Strikes von unsrer Seite erreickt wurde, haben wir ge- sehe», und ich rede blos von den jetzigen Verhältnisse». Auch kann ich dieses taktische Vorgehen nicht anders als kindisch bezeichnen. Mit sozialdemokratischem Gruß A. Döhn. Mittweida, 7. September. Gestern fand hier eine von den, Mitzlieberu des Allgemeinen deutschen Arbeitervereins einberufene Volksversammlung statt, zu der Zwiebler auS Altenburg erschienen war, um über die politische Lage Europa's in Bezug auf die Arbeiterfrage zu reseriren. Derselbe ging nun zwar nicht speziell auf die Tagesordnung ein, sondern beobachtete dasselbe Verfahren wie die meisten Agitatoren des„Allgemeinen Deutschen", indem sie unter jeder Tagesordnung die gleiche Leier ihrer Phrasen vortragen und den„Allgemeinen Deutschen" vermöge seiner Organisation als den alleinigen Erloser aus aller Qual darzustellen suchen. Nach chin sprach Wolf aus Chemnitz, welcher erschienen war, um dem„Neuen" nicht wieder Gelegenheit zu geben, der Eheinmyer „Festung" Feigheit vorzuwerfen und es auf's„Heimleuchten" an- kommen zu lassen.(I.„N. Soz.-Dem." Nr. SS) Derselbe ging in kurzen Worten auf bie Tagesordnung ein(die Uhr zeigte schon ' ,U), und sodann aus die heuchlerischen Behauptungen des Vor- rebners über, nack welchen den Führern des„Allgemeinen Deutschen" die Einigkeit des deutschen Proletariats am Herzen liege, wieS auf den Beschluß der Generalversammlung hin, der gegen eine Einigung laute, sowie auf das ganze Vorgehen des Präsidenten und der Agitatoren, schon die Organisation sei derartig beschaffen, iin- Die Fabrikanten siub so gut über uusre Verhältnisse in der Ge � � sverkschaft unterrichtet als wir selbst, und sehen Strikes unter den solge der Präsidentenwirthschaft), daß eine immer größere Kluft, jetzigen Verhältnissen mir gern, ja sie proooziren solche. Sobald anstatt eine Einigung entstehen müsse. Wenn Zwiebler aus die aber ein wülheuber Stier aus mich losrennt und ick in Gefahr bin, lause ich ihm nicht direkt entgegen, sondern springe bei Sette und suche ihn auf diese Weise zum Fallen zu bringen. Erst Organisation, dann werden wir schon mit unfern Gegnern fertig Zu werden wissen; denn je größer die>jahl in der Gewerkschaft, desto kleiner die Opfer für den Einzelnen und desto leichter der Erfolg. Ferner sagen Sie, daß eS die Ausgabe der Gewerkschaften sei, die genossenschaftliche Arbeit einzuführen. Dazu gehört aber Erreichung der deutschen Freiheit Nachdruck gelegt habe, so lasse daS viel zu wünschen übrig, denn wenn Deutschland von Bayonelten drohend umgeben sei, so habe man sich vor allem auf internationalem Boden zu stellen. Wolf wurde hierauf von Zwiebler geschichtliche Unkenntniß vorgeworfen, da Lassalle sein Programm auf 30 Jahre festgestellt habe und nach Verlauf dieser Frist eine Aenderung ein- kete» könne; die Organisation des„Allgemeinen Deutschen" sei übrigens eine freiere, wie die der Eisenacher Partei, da dort 26 erst recht Geld und eine gefüllte Hauptkasse. Ferner'fanden sick Ausschußmitglieder in Deutschland verbreitet seien, welche monatlich . rv.....;__•*.. r» w:. cc___ r. ji...... w_____„ frtrtfrrtTtftm tttrfUtrt»»»,>%Mof Jut Zeit keine Kollegen weiter im Strike als die Offenbacher und das war kein mnthwillig provozirter Strike, sondern eine Maß den Präsidenten zu kontrolire» hätten, mithin herrsche eine viel größere Aufsicht als bei den Eisenachern. Auch sei es den Mit regeluug, die von dem besagten eine Ausnabme macken.— Neue gliedern des„Allgemeinen Deutschen" betreffs der Reichstazswahl Mitgliedschaften: Eßlingen, Bevollmäcktigter Georg Deuble, bei! wohl gestattet, eintretenden Falls der nächsten politischen Partei, H. Hnnn, Apothekergasse: Kassir-r I. Lust, bei H. Fröschle, Ober-jalso den Eisenachern, ihre Stimme zu geben, während die Eise- thorsttaße; Eble und Welsch Revisoren. Conftanz, Bevoll nacher Partei auf ihrem letzten Kongresse dies geradezu abgewiesen Mäcktigter Stadelhofer, Sammlungsgasse 670. In Würzburg habe. Ueberhaupt sei von Seiten des„Allgemeinen Deutschen" befindet sich der Verkehr und Arbeitsnachweis Restauration Wei- gand, Semmelsstraße. Unterstützungen zahlt Febrer, Wohlfahrts- gaffe. Mit Gruß Für die Verwaltung i W. Bock. Niemand ansgeschlotZen worden, blos Größenwahnsinn sei eS ge wesen, daß sich die Partei spaltete und zu ihr, dem„Allgemeinen ! Deutschen", als der alleinseligmachenden Organisation sei zurück;»- kehren. Nack anderweitiger Debatte, an der sick noch viele Andere 'betheiligten, betonte Fischer, daß der Beweis durch Schweitzer's .derlj reil*! na»' :eu| grejj eben etirtj tu* jcnt« rve� - ic l'.O"' fto� (t«4 cK istz! eh� lcr. chrit »ei� eisi >. Sckmidt erklärte, daß er in Folge des Bordellkrawalls auf den genialen Gedanken verfallen sei, der Polizei die Hülfe(?) des städtischen Vereins anzubieten, mit andern Worten: Herr Schmidt glaubte, die schönen Zeiten der seligen Bürzerwehr seien wieder gekommen. Ein Herr Cavael, der geschäftliche Nachfolger Robert Blum's, begrub die seligl�Bürgerwehr unter Wehegeschrei nach Bermehrung der Polizei. Ein Herr Gerhold, der sich viele ver- gebliche Mühe gab, den Erzweisen zu spielen, schob die ganze Sckuld an dem Krawall den Neugierigen i» die Schuhe, wo- burck wir belehrt worden, daß nicht wie bisher die Neugierigen von den Krawallen, sondern die Krawalle von den Neugierigen herbeigezogen werden. Herr Dolge charakterisirte gar nicht übel das Verhalten von Militär und Polizei, von welch' letzterer gar Mancher lieber dem„ordentlichen Bürger", als dem Skandal- Macker zu Leibe gehe, worauf ein Herr Eger erzählt, daß der Commandenr des Meißner Jägerbataillons seinen Leuten streng verboten habe, die Bordelle zu besuchen, während der Vorsitzende mittheilt, daß die Bordelle sogar Einquartierung gehabt hätten. Diese erbauliche Mittheilung brachte bei einem Herrn Rohrbeck so wenig der sonst so beliebten„sittlichen Entrüstung" h-rvor, daß er sagte,„die Achtung vor dem Gesetze" sei die schönste Prasse. Trotz dieser blühenden Phrase schrie ein Herr Fiedler gleick wieder nach der Polizei. Ein wie eS scheint noch nie dagewesener Geschichtskenner, Herr Hempel, ließ von der Bordell- krawallS-Begeisterung soweit sich fortreißen, daß er den klassischen Ausruf that:„Leipzig ist Großstadt, also gelangt es auch iu Krawallen!" Nach dieser glänzenden Apotheose der Krawalle Meinte Advokat Franke, die Polizei sei eigentlich mächtig genug, was das Verbot der Theilnahme am Eisenacher Congreß beweise Und will die Bordelle aufheben, worauf Polizeiarzt Kühn ent- i>egnet, daß Bordelle, wie sie in Leipzig bestehen, ein Segen illr die Völker sind. Mit dieser„Moral" schließt die Debatte und, wie das„Tageblatt" bemerkt,„der Zweck des gegenseitigen Gedankenaustausches und der Belehrung ist erreicht worden", das h«>ßt, man kennt sich mit ruhigem Gemüth und mit der Ueber- Fügung, daß eine Großstadt, welche Hempel in ihren Mauern Hut, auch Krawalle haben muß?' Müssen St. Nistlas> 6. Sept. Daß die Dummen nicht alle Merden, das bewies bei uns der 2. September. Schon Tags vor- h-r waren unsere schulpflichtigen Kinder von den Herren Lehrern �ranlaßt worden, den Tag von Sedan festlich zu begehen:- es mllte den Kleinen„Etwas" erzählt werden. Wie wir indeß später härten, hat man es bei dem Absingen einiger Kriegslieder "Morgenroth, Morgenroth" ic. bewenden lassen. Schon früh wurden unsere Einwohner durch die loyalen oder uutionalen Böllerschüsse der nachbarlichen Mastbürger auS dem schlafe aufgeschreckt, so daß man versucht war zu glauben, die "ohlenwerkSbesitzer Zwickaus hätten die Republik jproklamirt und � ö* j Benehmen erbracht sei, daß die Spitzen des„Allgemeinen Deutschen" Leipzig, 12. Sept. Bekanntlich besteht in unserer„großen. Hosjozialismus treiben, da dock die nächsten Anhänger Schweitzers Seestadt" ein„städtisch er Verein", zu dem das moderne Spieß- von dessen Treiben unterrichtet sein mußten; hier passirte es Zwiebler, bürgerthnm das ansehnlichste Contingent stellt. Selbstverständlich baß er hervorhob, Schweitzer habe sei» Vorhaben so geheim zu ist bie Tendenz dieses Vereins eine„fteisinnige", d. h. man geht halten gewußt, daß selbst seine nächste Umgebung Nichts davon gegen die Pfaffen inS Zeug, weil Bismarck ja auch„liberal" ge- gemerkt' habe, worauf Wolf ihm sofort den Widerspruch, in welchen worden und übt sich einstweilen durch krumme Rücken im„Män-!er sich verwickelte, vorhielt, da er dock soeben erst betonte, die nerstolz vor Königsthronen." Die Sitzung des städtischen Vereins Konkole ber 25 in Deutschland verlheilten Ausschußmitglieder vom 9. September brachte eine ebenso konfuse als interessante De- mache eine Verletzung der Prinzipien unmöglich und jetzt gebe er batte, indem nämlick der Vorsiyeade, ein Advokat Rudolph selbst zu, daß eS zweien in Schweitzers nächster Umgebung be- h.i»«- in»nfn» v-ei ,,.f h.„ findlichen und mit Allem vertraut gewesenen Männern nicht mozlich war, dem lange Zeit anhaltenden verrätherischen Treiben Schweitzers ans die Spur zu kommen, es sei also zur Eoideuz bewiesen, daß blos durch diese verderbliche diktatorische Organisation der Zwie- spalt der Arbeiter in Deutschland hervorgerufen werde. Des wetteren erhelle noch daraus, daß Zwiebler sage, im gegebenen Falle dürften Mitglieder des„AllzemeinenDeutschen" der näckststehenden politischen Fraktion ihre Stimmen geben, daß entweder Zwiebler die Unwahr- heit spreche oder der Präsident auf eigene Faust handele, da dessen Erlaß in Nr. 96 des„Neuen" gerade das Gegentheil befehle; hier- auf wußte nun Zwiebler Nichts mehr zu enolbern als: Wolf verdrehe seine Worte und wenn Wolf in Chemnitz in gleicher Weise wie Schweitzer irgend Etwas ausführen wollte, würde er eS so ge- heim halten, daß seine nächste Umgebung Nichts wissen würbe. Zu- nächst ist noch Ranje's würdevolles Eintreten für die Sache beS „Allgemeinen Deutschen" zu erwähnen, welcher Nichts herausbrachte als Wolf u. A. recht parlamentarisch„dumme Jungen" zu heißen; die Versammlung machte jedoch seiner Rede gleich ein Ende, wo- rauf eine Resolution, dahin lautend, die Agitatoren des„Allge- meinen Deutschen" möchten sich so lange von Mittweida entfernt halten, als sie gegen die Einigung der verschiedenen sozialdemo- kratischen Fraktionen auftreten, mit großer Majorität angenommen wurde. Bemerkenswerth sind die Worte Zwiebler's bei Diskussion dieses Antrags„er werde sobald nicht wieder nach Mittweida kommen"; er würde wohl thun, es wo anders auch so zu machen, da der allgemeine Ausspruch derjenigen, welche noch nicht genau in die Verhältnisse eingeweiht waren, sich deutlich nach der Versamm- lung kund gab, indem sie in Hinblick auf den„Allgemeinen Deut- scheu" sagten: jetzt sind wir nnS klar geworden, denn da wo das Schimpfen so gebräuchlich ist, da kann die Aufrichtigkeit nicht zu Hanse sein.'Chemn. Fr. Pr.) Sranstenhausen i.$?.. 7. Sept. Die Festlichkeiten des 2 September haben auch dieses Jahr großes Unglück angerichtet. Beim Losbrennen einer Kanone wurden� nämlich durch das Zer- springen derselben Einer sofort getödtet und Zwri verwundet, und zwar der Eine jso, daß an seinem Aufkommen gezweifelt wird. Es sei hierbei bemerkt, daß die drei Bekoffenen Familienväter sind und der Eine Vater von S unerzogenen Kindern ist. Die Sympathie unter den hiesigen Arbeitern für derartige Festlichkeiten ist im Allgemeinen eine sehr geringe, in Folge dessen die Betheiligung an dem Festzug- auch eine sehr geringe war. Möge die Zeit recht bald kommen, wo die Kriege unmöglich sind, die zu derartigen Festlichkeiten Anlaß geben. Miweufers, 8. September. Im vorigen Monat hat sich hrer eine Mitgliedschaft der sozialdemokratischen Arbeiterpartei gebildet, die bei dem Geiste, der gegenwärtig unter den hiesigen Arbeitern herrscht, binnen Kurzem auf Verstärkung zu hoffen hat. JuliuS Euerlich, Vertrauensmann. Aerti«, 9. September. Ferdinand Lassalle ein Ber- b rech er! Es ist schrecklich aber wahr; der großmäulige Agitator Auer der Ehrlichen Hat'S gesagt; so flunkert Herr Klinkhard de« Mitgliedern des Allgemeinen vor. Hören Sie den Sachverhalt: Unser Freund Auer war vor längerer Zeit bei einer VolkSver- sammlung in Bernau anwesend. Bon Seiten der Allgemeine» beklamirte man daS ewig alte Lied von der einzig unübertrefflichen Lassalle'schen Organisation. Auer nahm Veranlassung, zu sagen, baß Lassalle trotz seiner großen Verdienste um die deutsche Arbeiter- bewegung doch nicht als unfehlbar, ja mitunter in seiner Handlung»- weise nicht immer als durchaus gerecht angesehen werden könne. Bei ocr Affaire Vahlteich habe Lassalle den Vorstandsmitgliedern de« Allgemeinen die Pistole auf die Brust gesetzt und verlangt: ent- weder Vahlteich auS dem Verein auszuschließen oder er, der Präst- beut, werde zurücktreten. Herr Klinkhardt, besoldeter Agitator des Allgemeinen, Reichstagsabgeordneter in«pv, der den Scharfsinn besitzt, einen Lassalle zu begreifen, zieht ben Schluß, daß derjenige, der Jemanden die Pistole auf die Brust setzt, ei« Verbrecher sei. Ja, gräßlich! dem Borstande des Allgemeine» die Pistole auf die Brust setzen� ist mehr wie ein Verbrechen, ist Massen— mord! Was meinen Sie dazu, wenn man dieses Wort zum Losungswort der Sozialdemokratie machte? Alles schon bage- wescn! An die deutschen Arbeiter muß aber hier die Frage ge- richtet werden, was ist hier wohl unerhörter: die grenzenlose Dumm- heit oder bodenlose Niedertracht mit der Klinckhardt die Worte Auer'S zu verdrehen und zu deuten versucht? Solche Wichte gibt es unter den Agitatoren des Allgemeinen, die dreist auf den Spruch bauend:„ES ist nichts so dumm, es findet dennoch sein Publikum." die abgeschmacktesten und lächerlichsten Lügen ihren Mitglieder» vorreden.— Berlin. 9. Septbr. Obgleich von verschiedenen Seiten der Nutzen der Gewerkschaftsbewegung hinlänglich dargethan, so erlaube ich mir doch, auf die Correspondenz des Herrn Wilh. LütkenS, Vorsitzende» des Buchbinderoercins zu Hamburg, in Nr. 81 MS „BolkSstaal" etwas näher einzugehen. Es heißt da unter Anderem: „Die Wissenschaft ist es, welche uns sagt, daß die Periode der rein materielle Zwecke verfolgenden Gewerkschaftsbewegung zu Ende geht, zu Ende gehen muß, man blicke doch nach England!" Es ist roch merkwürdig, daß Herr LütkenS uns gerade nach England oerweist, wo in allerletzter Zeit die Gewerkschaftsbewegung so enorme Fortschritte gemacht hat; oder hat Herr LütkenS nichts ge hört von der von über 2()0.(H)0 Menschen besuchten Versammlung in Newcastle?— Oder glaubt Herr LütkenS, daß eine solche Ber- sammlung möglich gewesen wäre, wenn die Gewerkschaftsorganisation in Enzland vielleicht nur halb so aasgebildet wäre wie sie rst. oder wenn sie gar nicht existirte? Und htt Herr Lüttens vergesse», daß vermöge der ungeheuren Ausdehnung in England sogar die Landbevölkerung mit in die Bewegung hineingezogen ist? Und will Herr LütkenS bestreiten, daß ans diesen Gewerkschaftsorganisationen -Sozialdemokraten hervorgehen, nun, so will ich ihm aus seiner eignen Correspondenz beweisen, daß das doch der Fall sei.— He« LütkenS sagt nämlich wortlich:„In erster Linie halten wir unfern Verein aber deshglb füt nothwendig, um tüchtige Sozialdemokraten heranzubilden. Die bis dahin gleichgültigen und namentlich die vor- urtheilSoollen Arbeiter sind, wie bekannt, eher zu bewegen einen Fachgenossenverein als eine sozialistische Volksoersammlunz zu be- suchen. Haben wir sie(die Collegen) aber erst im Berein, dann wollen wir sie schon ausrüttelu." u. s. w.—„Die gleichgültigen und vornrtheilSvollen Arbeiter sind eher zu bewege», sich einem Fach- als einem politischen Berein anzu- schließen, und für das Uebrige sorgen wir." DaS ist beut- lick!— Aber Herr LütkenS will bloß die kleinen lokalen Vereinche», nicht die großen Gewerkoerbände„mit selbsthülferischen Invalide»- und ViatikumSkasseu." Gleich darauf erzählt uns aber Herr Lütten», wie eS„ein gemeinsamer Feind, die Kapitalherrschaft, ist» der uns Proletarier alle unterjocht" und wie wir nur werden siezen können, wenn wir ihm in möglichst festzeschlossener Masse entgegenrücken." — Nun wird mir Herr LütkenS vielleicht zugeben, daß Leute, welche 14 bis 16 Stunden oder noch länger arbeiten müssen, sehr schwer, ja ich möchte fast sagen, gar nicht für einen politischen Verein zu gewinnen sind, eher aber für einen Gewerkverein, welcher die Auf- gäbe hat, die Arbeitszeit zu verkürzen und den Lohn aufzubessern, also kurz:„den gemeinsamen Feind, daS Kapital, zu bekämpfen." Da dieses nach Herrn Lütkens eignen Worten nur geschehen kann, wenn wir in möglichst„festzeschlossener wuchtiger Masse" entgegen- rücken, so wird Herr Lütkens vielleicht jetzt den Widerspruch ein» sehen, der sich unversehens in seine Correspondenz eingeschlichen hat, und wird wohl jetzt Nichts mehr dagegen einzuwenden haben, wenn wir uns, um den gemeinsamen Feind bekämpfen zu können, lieber einem großen mächtigen Verbände anschließen, als einem kleinen ohnmächtigen nichts nützenden Lokalverein.— Aber Herr Lütkens sagt:„Wir leben der Ueberzeugung, daß Arbeiter jeglichen Gewerbes, sobald� sie erst einen„Verband" er- richtet haben, dieses Institut für ein„Großes Ganze" ansehe«; kurzum,„selbstzufriedene GewerkschaftSpartikularisten" werden und aus diesem Abwege da« Ziel der gesummten Arbeiterbewegung au« dem Auge verlieren, im edlen Skeben für das wirklich große Ganze erkaltend." Hierauf erinnere ich Herrn Lütkens zuerst a« obigen Ausspruch:„Haben wir sie aber erst im Verein ic." Dan» mag Herr LütkenS wohl bedenken,„den Feind den wir am meisten hassen— das ist der Unverstand der Massen, den nur des Geiste» Schwert durchbricht."— Dadurch aber, daß wir uns vermöge unsrer Gewerkschaftsorganisation eine kürzere Arbeitszeit und einen höheren Lohn erkämpfen, gewinnen wir Zeit und Mittel uns selbst und unsre Collegen aufklären zu können. Also wir thun hier einen Schritt, nicht, wie Herr LütkenS befürchtet, um im PartikulariSmu» zu versumpfen, sondern um„de« Unverstand der Massen durch- brechen zu können;" also: Großartige Gewerkschaftsorganisationen; Und noch Eins: So lange wir noch, trotz unsres Gewerkverbandes. auf Andrer Hülfe angewiesen sein werden, ist wohl kaum Aussicht für den Partikularismus vorhanden; wenn er aber wirklich jematt sollte eintreten können, so begreife ich nicht, wie es schließlich«it den Produttivgenossenschaften werden wird, oder glaubt Herr Lütke»», daß auch da keine Gewerkschaftsorganisation, und zwar eine groß- artige, wie noch nie zuvor, nöthig sein wird?zf— AllesZdieses mag sich Herr LütkenS und mit ihm die Majorität deS Hamburger Buchbindervereins überlegen, und ich hoffe, sie werden alsdann meine Ansicht theileu, und sich lieber einem großen mächtigen Ber- bände als einem unbedeutenden Lokalverein anschließen. Theodor Harmsen. Hannover. 6. September. Der in Nr. 102 des.Neue« Sozialdemokrat" enthaltene Artikel des Herrn Richter verbreitet über den hiesigen Tischlerstrike die infamsten Lügen, so daß wir uns genöthigt sehen, den Sachverhalt hier klarzulegen. Ersten» ist eS unwahr, daß von der Eisenacher Partei, oder wie der Herr Richter sie nennt, den Ehrlichen, sich etliche bemüht haben, die hiesigen Tischler für sich zu gewinnen, um einen SKike zu pr»»»- ziren; zweiten» ist es unwahr, daß Herr Beck Tischler-Berfam«- lungen anberaumt hat, bei denen alle andern Arbeiter außer Tischler zurückgewiesen wurden. Wir wiffen nun nicht, ob der ge- nannte Herr Richter Tischler ist, um in Bezug auf den hiesigen Strikc über die inneren Angelegenheiten eiu Urtheil fällen zu können. Ist derselbe Tischler, dann müssen wir um so mehr be- dauern, daß dieser Herr sich bis jetzt durchaus noch gar nicht um die Korporation bekümmert hat, denn Alle» waS er im„Neuen Sozialdemokrat" schreibt, sind die gemeinsten Lügen. Wäre Herr Nichter mit unserer Angelegenheit bekannt, so würde derselbe auch wissen, daß bei dem vorjährigen Strike eine Permanenz-Commission Kamburg, 7. September. Still, wie dre durchgefallene Sedan- Feier selbst war, wollte ich über den 2. September hinweggehen. Aber es ist mir nicht möglich, seitdem ich von den Reden und Gesängen in den hiesigen Schulen näheres gehört habe.„Erb- feind",„unser Kaiser",„Schurke Napoleon" u. s. w. summt es mir im Kopfe, ganz so, wie all den armen Kindern, wclcbe die Redellbungen ihrer Erzieher und deren Gönner am 2. September über sich ergehen lassen mußten. Unter den Schulfestrednern will ich nur den Logenbruder und Borsitzenden einer Reihe von Lehrer- Versammlungen, Theodor Hoffmann, hervorheben, jenen Mann, gewählt ist, welche, als sich hier am Orte ein Fach-Bcrein bildete, der angeblich auf der Tonleiter der Humanität stets das hohe C die Rechte an denselben abtrat. Nun hatte eS sich im Laufe des- treffen soll. Diesmal fang und sprach Herr Hoffmann aus einer Jahres herausgestellt, daß der Lohn sowohl wie die Akkordsätze den heutigen Lebensbedürfnissen gegenüber nicht entsprachen, und die Tischler-Korporation drängte daher den vorjährigen Tarif zu erhöhen. Zu diesem Zweck wurden nun vom Fach-Berein Tischler- Versammlungen einberufen und eine Commisflon von der Tischler- andern Dur, er zeigte mit vielen seiner Collegen, daß weder der GesinnungSpferdefuß, noch der chauvinistische"Belzebub ihm von Leib und Seele losgelöst sind. Was ui fern internationalen Kauf- leuten nicht möglich war, nämlich sich in aller Form für die nationale Verhetzung zu begeistern, das suchie Herr Hofsinann mit seinen Korporation zur Ausarbeitung des Tarif« gewählt. Dieser Tarif> Freunden zu ermöglichen. Und in der That, sie fingen das Ding wurde nun den Meistern zugestellt, aber von diesen unbeachtet ge laffen, ja noch mehr, die Meister schloffen sich dem Fabrikanten bunde an und glaubten nun den Gesellen die Spitze bieten zu beim rechten Ende an. Die Jugend war das Feld, worauf sie ihre Saat bestellten. Um es kurz zu macheu, will ich die mords patriotischen Reden nicht näher beleuchten, zumal das Thema der- können. Aber der Ausschuß der Gesellen und die Commission,' selben allen ZeitunzSleiern aus der Bismarcksslden„Provinzial- bietungen so Manchen verleitet werden, hierher zu kommen. Arbeiter, wir warnen Euch. Glaubt unS, die wir wissen, wie es hier ist, und uiöbt Jenen, die Euch ein Paradies verheißen. Mebrere Arbeiter. welche den Tarif ausgearbeitet hatten, sahen ttotz des Drängens der Korporation den Zeitpunkt noch nicht für geeignet, den Kampf mit den Meistern aufzunehmen, denn erstens rückte für den ver- heiratheten Gesellen die Miethzahlung heran, und für den Unver- heiratheten zog man in Erwägung, daß das hiesige Schützenfest einen großen Eindruck gemacht hätte. War eS nun der Commission zu verargen, daß sie endlich in einer Zeit, wo hier die Bau-Kon- zmiktur die günstigste war, dem Drängen der Korporation nachgab, und Versammlungen em berief, um bestimmen zu lassen, wann der Strike seinen Ansang nehmen sollte? Und so wurde denn in der Versammlung am 4. August, welche von über Tausend Tischlern besucht war, einstimmig beschloffen, die Arbeit sofort niederzulegen, trotzdem der Deputirte aus Bremen zu beweisen versuchte, daß da- durch der Bremer Strike fallen müßte. Die Tischler Hannovers konnten eben nicht glauben, daß durch ihren Strike sich ein Zuzug »ach Bremen herausstellen würde. Und die Zeit hat in der That gelehrt, daß nach Bremen von hier aus kein Zuzug stattgefunden «rt. Die Behauptung des Herrn Richter, daß wir den Strike im Interesse der Bremer Fabrikanten begonnen hätten, ist daher eine infame Verläumdung. Im Gegentheil, bei uns hat jetzt der Ge- danke Platz gegriffen, daß die Nimmersatten Taschen des Herrn E. Richter von den Hannöverschen Tischlermeistern gefüllt worden� sind. Und daß dem so sein muß, das beweist die sieche Behauptung, j die Tischler Hannovers wollten sich in den von einer Minorität provozcrten Strike nicht blindlings hineinstürzen. Und doch waren rn jener von 1000 Tischlern besuchten Versammlung nur die 50 Mann des Allgeweinen Tischler.(Schreiner-)Bereins gegen den Srrike; kann da also von einer Minorität die Rede sein, die den Sttite wollte? Es ist auch nachgewiesen, daß in der 1. Woche über -450 siemde Gesellen abgereist sind, und daß in der andern Woche noch über 100 folgten, abgesehen davon, daß wir schon über 300 bei Meistern resp. Arbeitgebern in Arbeit geschickt haben. Haben Sie vielleicht sonst noch Hintergedanken in Ihrem verbrannten Ge- Hirn? Wollen Sie uns nicht noch nachsagen, wir hätten Leute nach Bremen geschickt? Aber auch hierüber würden wir Ihnen den Be- weis der Wahrheit liefern können, welcher dazu angethan wäre, Ihre gemeinen lügenhaften Umtriebe zu entlarven. Doch wir sehen aus Ihrem Lügendericht, daß Sie Schimpf und Schande gewohnt sind, und deshalb lassen wir uns auf weitere Streitigkeiten mit -Ihnen nicht ein; aber verdenken wird es uns Keiner, wenn wir sagen! Was von uns ein Esel spricht, daß achten wir nicht. Die Strike-Commission: L. Claurrng, Pasch, Schulz, Sewing, Lüssenhof, Derbe, Heitmüller, Vollmer, Schmidt, Weinand, Kors. ßoburg. Freitag am 24. August hatten wir hier eine Volks- Versammlung, die uns sür den Congreß entschädigen sollte. Re- sirent war Herr Eckstein aus Waldheim, und auch Herr Müke aus Berlin benutzte seine gelegentliche Anwesenheit zu einer Rede. Die Tagesoidnung war:„Unser Programm und die heutige Presse." In anderthalb- stündigem Vortrage besprach Referent unser Pro gramm, Punkt sür Punkt, und setzte alles recht klar auseinander, so daß in der stark besuchten Versammlung, zu der sich größtenthcils Arbeiter und Kleinbürger eingesunden hatten, vielen erst die Augen aufgingen, die uns zuvor verkannt hatten. Der Vorsitzende sor- derte nach Schluß des Referenten die Gegner zur Widerlegung auf, aber Referent hatte jeden Punkt so klar behandelt, das eine Widerlegung geradezu unmöglich war, und folglich sich auch Niemand zum Worte meldete. Ueber Punkt 2 der Tagesordnung:„Die heutige Presse" re- ferirte Herr Milke. Derselbe wies in einem sehr gewählten Vor trage nach, daß die heutige Presse eine gekaufte und somit ein UuSbeutungsmittel der Bourgeoisie sei, und es somit Pflicht eines jeden Arbeiters sei, zur Verbreitung des„VolkSstaat" beizutragen, da nur in einem Blatte wie der„Bolkkstaat" die Rechte des ar- heilenden Volkes gewahrt und vertreten würden und Stellung gegen die heutige Presse genommen werden könnte. Die mit großem Beifall aufgenommene Rede des Herrn Milke endete mit der Auf- sorderung zum zahlreichen Abonnement aus den„Volksstaat". Auch Herr Eckstein sprach noch einige Worte zum zweiten Punkt der Tagesordnung. Er gedachte ferner der Niederlage der Pariser Ar- deiter im Jahre 1871 und endet unter großem Beifall mit einer Eharakterisirung der bevorstehenden Sedanseier. Nachdem der Vorsitzende die Gegner wiederholt aber vergeblich zum Wort auf- gefordert hatte, wurde die Versammlung in vorgerückter Stunde geschlossen. Sonneberg in Thüringen. Nachdem wir bereits vor 2 Iahren «inen Allgemeinen Arbeiterverein hier ins Leben gerufen hatten, Iud wir am 1. August l. IS. der sozialdemokratischen Arbeiterpartei eigetreten. Während dem sind zwei Agitatoren hier gewesen, welche uns über so manches aufgeklärt haben was uns siüher, wenn nicht Snz unbekannt, doch unklar war. Die Agitation des Herrn immler aus Geier hat unS, da die Sache zur Zeit noch neu, und die Versammlung schwach besucht war, 18 Mitglieder zugeführt. Herr Eckstein aus Dresden, der am 30. August vom Emetischer Eongreß aus uns besuchte, hat durch einen entsprechenden Vortrag, Jowie durch sein Austreten den Gegnern gegenüber, allgemeinen Beifall gesunden und war sein Vortrag noch einige Tage nach der zahlreich besuchten Versammlung daS Unterhaltungtthema in allen WirthShäusern und Privatzirkeln. ES zeichneten sich 40 Mann in die Mitgliederliste ein, und wurden dieselben am 7. ds. MtS. auf «nommen, so daß unser Verein gegenwärtig 80 Mann zählt. Arberter aller Orte in Deutschland, insbesondere ihr Arbeiter Thüringens, agitirt mit aller Kraft für die Ausbreitung der Partei, für strengeinhetttiche und kräftige Organisation de» Proletariats und der Erfolg wtrd nicht ausbleiben. Mit sozialdemokratischem Gruß Friedrich Bernhardt. Correspondenz" bekannt sein dürste. Allein, da der alte Musen gaul auch das seine zur Feier thun mußte, so sei zur Probe ein Product hier vorgeführt. Es sprickt deutlich für alle andern, ist übrigens aucb aus dem klassischen Wirkungsfelde deS Herrn Th. Hoff- mann erstanden. Möge es als Brillantfeuerwerk hier stehen zu Nutz und Frommen aller derjenigen, welche für das Zündnadel- gewehr, die Mitraillaise und daS„Schwert an der Linken" als die wahren Culturbeförderer festlich entbrannt sind. Das Gedicht für Mordftahl und Heldentod laure:: Des deutschen Knaben Gelübde. Als die Trommel klang Thal und Feld entlang: Auf zum Rhein, zum deutschen Rhein; Vorwärts nach Paris! die Trompete blies! Ach da war ich noch zu klein! Könnt' die Büchse»och nicht tragen, Könnt' die Feinde noch nicht schlagen, Doch wo Deutschland stritt und schritt, Zog mein Herz stets fröhlich mit! Wenn die Botschaft kam von dem SicgeSplan, Deutschlands Fahne weiter flog, Schaut' ich sieudig drein, stimmte jubelnd ein: König Wilhelm lebe hoch! Und wenn schwer das Wetter drohte, Thränen bracht' der Todesbotc, Bat ich still den lieben Gott: Herr, mach' Du den Feind zu Spott! Doch bin ich einst groß und geht's wieder loS, Ach! dann bin ich auch dabei! Wie die Väter dann steh' ich meinen Mann Fest in alter deutscher Treu'! Hei! wie will ich wacker reiten, Muthig kämpfen, tapfer streiten! Wer für Deutschland kämpft und fällt, Ist allein ein rechter Held. Kaiserslautern. Bei der am 27. August stattgehabren Sradt- rathS- Zwischenwahl wurden die von dem demokratischen Arbeiter- BildungSverein und den bürgerlichen Demokraten ausgestellten Can-j Briefkasten der Redaktion. H. in Ereumach: Wenn St. einmal gefehlt hat so schenken Sie e« ihm. Er ist unkiar, hat aber viel für unsere Sach schon gethan. Wir haben deshalb den zweiten Artikel zurückgestellt. M. in St. Micheln: Da« Eingesandte eignet sich nicht sür den„Volks- staat". Den Psaffen gegenüber verhält man fich am Besten so, als al sie gar nicht da wären.— G. W. in Hersfeld: Wir rathen Ihnen nich zu der beabsichtigten Auswanderung; indessr« bleibt Ihnen ja stets sie nach eigenem Willen zu handeln. So viel wir wissen, find in Brafiliel auch die Rechtszustände sehr mangelhaft und es soll kaum möglich sei« daß die dortige„Justn" einem Ausländer zu seinem Recht verHilst, wen« er betrogen. Monatlich cky Thlr., 80 Thlr. jährliche Gratisicakion, mtt da« Pfund Rindfleisch 1 Sgr. 6 Pf.— es springt sofort in die Auge» daß diese«„Paradies" dem pyantasicvollen Gchini eines Agenten ent sprungen ist. Seien Sie vorsichtig!—®. M. in Dresden: Wenn S>> einen Besen suchen, mit welchem Sie die„unreinen Herzen" der' Redac- teure des„Volksstaat" ausfegen können, so suchen Sic umsonst. Wü find unverbesserlich und haben auch keine Zeil, uns mit derlei Geschichte» abzugeben, mit welchen uns ungeschoren zu lassen wir Sic höflichst er- suchen.— M.W. in Dresden: Wir haben Ihnen aus dem Grunde nich geantwortet, weil wir von anonymen Zusendungen keine Notiz zu nehme« pflegen. Das eingesandte Manuserip» eignet fich leider nicht zum Ad druck, so interessante Einzelheiten es enthält. Der„Volksstaat", als Or gan der sozialdemokratischen Arbeiterpartei, kann fich aber nicht aus der Abdruck des stenographischen Berichts der iächsischen Kammerverhand- langen einlassen, deren Partien bezüglich der Ausweisung UfertS u. A s. Z. von uns berücksichtigt worden find.— Zbl in Berlin, Fschr i> j Dessau: Nächste Nummer. der Expedition. F. Strzl New-Iork: Schr. Thlr. 4. 26. 5. PH M. Mannheim: Bbonn. Thlr. 10, 14. 8. Blhlm Aachen: Ab. Geptdr ! 12 Gr. Loennecker Ebieago: Abonn. 5V Thlr. Gldmmr Geringswald« , Schr. 17 Gr. 5 Pf. Grtz Weimar: Ann. 20 Gr. Schrmm Berlin i Ann. 20 Gr. Mhrg Berlin: Photogr. 12 Gr. Berlin Sozial- demokratische Arbeiterpartei. ZZeftrksversammlung. Momag, den 15. September, Abends 8 Uhr: Kudtms Local, Admiralstraße 11, Eingang«am Hof: Vortrag de« Herrn Auer. Verschiedene«. Dienstag, den 16. September, Abends 8 Uhr: vrettschneider'S Loral, Gartruftr. 13/14: Staat und Kirche zur Reformationszeit. Vortrag von Herrn Adam Um zahlreiche Betheiligung bittet Da« Agltattons-Eomitö. NB. Die Mitglieder des Laudwcbrstraßen- Bezirk« bitten wir w dt letztem Persammlung zahlreich zu erscheinen.__ ftVWilt Allgemeiner Böttcher«(Süper.) Vcrci». Versammlung Dienstag, den 16. September, Abend« 8 Up Tagesordnung: 1) Vortrat im Heise'schen Lokal, LandSbergcrfir. 15. 2) Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Bevollmächtigte H. S egg er. Braunschweig Internationale . �„ Meallarbeicr« GewerkSgenoffeuschaf. � Die Versammlungen finden jeden Mittwoch Abend regelmäßig bt Schellbach, alte Knochenhauerstraße 13 statt. Der Bevollmächtigte! sS.s E. H- Müller, Scharrnstraße 22, U. %»»»iigemeiner deutlcher Arbeiterverein. Mittwoch den 17. September in dem Lokale de« Her» dldaten mit c. 460— 980 Stimmen sämmtlich durchgebrachr, wäh A�sen lOrpheum,-. Neustädtcr Neustraßc Nr. 25: v« /*4i /jä sv-rtu rtffdv trnh f* rtttitztvrtnrifftfri r-V 4? a.___ r_____ I____. rend die nationale Partei eS trotz aller Mühe und Compromisi'e» mit den Uitramontanen blos auf ca. 230— 400 Stimmen bringen konnte. Daß die Arbeiter sich diesmal, da kein Sozialdemokrat jn Braunschweig". Oessenlliche Persammlung. Tagesordnung:„Distusfion über die Broschüre von W.Bracke ju» E. il. Bräuer. auf der Liste stand, nicht besonder« betheiligten, gehl daraus der.... Dienstag, den 16. September, Abend« ,8 Uhr:»*' vor, daß im Jahre 1869 mit ca. 300— 1200 Stimmen gesiegt> VCl-PJlg sommlung der Vorstände aller Gewerkichasten bei Winkl»- wurde. Nächste« Jahr jedoch bei der gesetzlichen vollständigen Neu- Ix. Wwdmühlenstraße Nr. 10. wähl werden die Arbeiter Diejenigen von ihrer Partei, die das________ Zeug und die Zeit dazu haben, a»sstellen und wählen. Da die! Stadtverwaltnng zur Sedanseier Nichts bewilligte, so hatten dies-�1 Haupthähne, ca. 11 Nationale, geflaggt, und sich AbendS bei ham- Da« Erscheinen ist unbedingt nothwendig._ Sasialdemokratische Arbeiterpartei. r!-.----- Jeden Dienstag, Abend« 8 Uhr: Versammlung» Wilhelmskeller.— TaglSordnung für nächsten Dienstag: 1) Wahl e»w pagner, Toasten auf Bismarck und den deutschen Kaiser hekueipt. VerirauensmanneS und eine« Beitrag sammler«; 2» Wadl einiger M* A"ch d-r Kriegerverein hat durch einen Ball»nd gegenseitige:'"w �.a.wnskomu�� be�crtrauei,cma:.„ Burghard Keilerei den Tag gefeiert. Lechyaufe».„Der Mensch denkt und die— Cholera lenkt", so hieß es diesmal bei dem auf Sonntag den 31. August anbe- räumten Stiftungsfeste des hiesigen Arbeiter-VereinS„Vorwärts". Nachdem nämlich schon am 9. August von der OrtSbehörde die Bewilligung zur Abhaltung des Festes bereitwilligst ertheilt war, würbe Unterzeichnetcr am Vorabende des Festes, den 30. August, Abend 6 Uhr, zum Bürgermeister beschieden und ihm eröffnet, daß die Abhaltung des Festes untersagt sei, weil im benachbarten Augsburg Choleranfälle vorgekommen seien. Da nun die Borbe- reitungen d.s Festes größtenthcils schon getroffen waren, so läßt sich die unangenehme Ueberraschung aus Seite der Veranstalter des Festes denken. Trotzdem nun dieser Erlaß möglichst verbreitet wurde, marschirten doch unsere Augsburger Freunde in beträchtlicher Anzahl(Mitglieder von elf eingeladenen Fachrereiuen ,c.) zur fest- gesetzten Zeit hieher. Als aber nun das Verbot zur allgemeinen Ü Zur Beachtung jür Schneider. _ Da» unentgeltliche Arbeit«- Nachweisbureau f findet sich Hcmplstäbtetstraße Nr. 13 bei Franz Wöruer. Der Vorstand des Stuttgarter Schneiderverein« ji ililiftt**» Sozialdemokratische Arbeiterpartei. ä üuHlllU Jeden Mittwoch Abend 8 Uhr siudet im kleinen Sa»' de« Herrn Friedrich Hemsoth Pariei- Versammlung statt. [S3bj Der Bertrauensmaun. Sozial-demokratische Arbeiterpartei.. Nitaliederversamwlunaen finden bi« auf weiten» Unsere Mitglied erv ersa m m lung en finden bis auf—„ jeden Dienstag, Abends 8 Uhr, im Lokale der„Bolkshalle", bei Hett» Dotzauer, statt. sS.s Der Vertrauensmann. Zwickau da hier ein Sosialdemokratischc Arbeiterpartei. u Sonntag, den 21. September findet im Deutschen Ha»!' MMDDDDMMMDMWWWWWWWWWMDWWWDDW/ Arbeitersest £enTttlnß"gelai.g, war auch die ft-udige Stunmung � m�weicher I mit �nzert und Ball statt, wozu die Genossen von nah die Ankommenden sich theilweisc befanden, hinweg. Der Versuch, entladet . v...__ /xx«r.•- wi i fiT /> süt» /» /**v«.•£***..______ T----------— dieselbe durch Gesang wieder zu heben, mißlang. Wie ein drücken- der Alp lastete das unverhoffte Verbot ans allen Herzen und es war, als ob wirklich die Cholera im Saale herrsche. Nur die Nachricht von der Anwesenheit dreier Gensdarmen und eines Spähemanns im untern Lokale, rief einige Heiterkeit hervor. Doch auch dies war nicht von langer Dauer, und die Gäste traten größtentheils schon früh den Heimweg wieder an. So verlief dieser Tag, an dem wir unsere ernsten Gedanken aus einige Stun- den verscheuten wollten in trüber Stimmung. Indem wir noch allen Gästen sür den zahlreichen Besuch unfern Dank aussprechen, hoffen wir, daß sich da« Fest über« Jahr um desto großartiger gestalten werde. Mit sozialdemokratischem Gruß Alb. Lichten stciger AnKare st. Im Namen aller hiesigen Arbeiter ersuchen wir allen Zuzug für die Walachei- Eisenbahn-Dircklion in Bukarest und namentlich den von Schloffern, Maschinenschlossern und Maschinen- führern fernzuhalten. In Betreff der Arbeitszeit, der Löhne und der Behandlung der Arbeiter herrschen hier Zustände, wie sie anderswo undenkbar sind. Am 7. September sind 20 Arbeiter nach Konstantinopel abgereist und in 8 Tagen werden größere Trupps folgen. Arbeiter! Laßt Euch auf keinen Fall durch Briest, in denen gekaufte Subjekte die hiefigen Zustände in rosigstem Lichte schildern, verleiten hin her zu kommen. Man hat nach Wien telearaphirt, von dorther aber die Antwort erhalten, daß Arbeitskräfte nichi disponibel wären. Jetzt wird man in Deutschland Arbeiter zu 13a'], Das Festcomite� Für Rheinland und Wesiphalcu. Am Sonntag den 21. September, Morgen« 11 Uhr wird in Ron� dors int Saale de« Wirlhe« Bergfeld eine geschlossene Conferenz. der Mitglieder der sozialdemokratischen Arbeiterpartei von Rheinland Wefiphalen stattfinden.— Tagesordnung; 1) die Agitation, 2) die Reiff*!: tagswahlen.— Abend« 6 Uhr:» Volksversammlung. � Tagesordnung: 1) Die Organisation und die Bestrebungen der soji»« demokratischen Arbeiterpartei; 2) die gegenwärtige Lage der arbeite»"« Klassen. � E« ist Pflicht der Mitglieder aller Orten zu erscheinen resp. sich da" Delegirte vertreten zu lassen. Die Mitgliedskarten sind»orzozetgeu. Die Einbernfer:, Ernst Wilke« Ronsdorf. Hugo Hillmann- Elberfeld. Wenzel-Witten. Gustav Heinrichs-Söln. Friedrich mann-Ereftld. Friedrich Stahl-Solingen.��� HTWüller in Bobenheim!„ Wo bleibt Abrechnung über den Steindrucke! strike? Ich dächte, Strike wäre längst beendet. Oder paßt e» Ihnen noch nicht? Herr iBtifi au« der Schweiz, der seinerzeit al» Agitator in heim«ar, wird hiermit gebeten, wegen wichtiger Angelegenheiten>" fern seine Adresse zukommen zu lassen. Ph. Mai, Mannheim 2.3, 9Ji.*• W Letpit« Vsrunt». Vedaklmr S-Tasper.(Redaktion und Exsebttl'-*' werben suchen, und eS ist anzunehmen, daß die verlockenden Ann-! ZettzerNr. 441.«!kcc,q der Gencssenschaftsdichdr�ckerei.