(»«chaMtch I Kü MNlw�ts«hme»«Ii e)U>1hUU> and vait- ik!«a{(r btf Io- ua» IlXlond»» an flltel'finhttisa« fit Ki Vitttaigtta Staat»! ß.«- Corjf, w» 101 Hebeken, N. J. G.<. Sianitfct, A S. Mmrkat itz. oon. i M». OUeay«, M. J�rmomrnttprri«: Prcat» Incl.Slftnjtl» tf*t ä 1 Sgr., für blt ftbrig» v««ttch» Gtaaten 16 Sgr nt C-uartal. M»»«t»»Ztk»»«e««»t» »nktx Wt«Q» Deutsche» P»ß»« stalte» auf fem!i. u. t. R»n«t a. auf den S. Mo- aat bif»nd»t» angenommen, !■ tat. Sachsen«. Hrzgth. Sachs.?!>endur» auch ans b» 1. M-nai« 5», Sgi. angkaoaui-tn. Abonnements- Einladung. 71 Mit dem 1. Oktober beginnt ein neues Quartal und fordern i.�>r deßhalb zu zahlreichem Abonnement auf das wöchentlich �teimal erscheinende Parteiorgan auf. 7 Der Preis beträgt 16 Sgr.(56 Kr. rh.) pro Quartal, 7;!'Sgr.(18'/» Kr.rh.) pro Monat, in Preußen incl. Stem- Weucr 21'/, Sgr. D oktrin des„AutoritariSmuS" in deren schärfster Zuspitzung ent falten und daß der große Held jedesmal, wenn er an die„Ab- chaffting deS Staats- mittels eines Dekretes gehen will, vor einem Bataillon Soldaten ausreißt(wie zuletzt 1870 in lfyon);— dies Alles, wie gesagt, könnte man noch als nebensächltch betrachten. Bedenklich aber wird die Narrethei und der Schwindel, wenn der panäestruotive(Alles zerstören wollende), nihilistische Phantast so weit geht, seinen Geheimbündlern den Meuchelmord Programm- und statutenmäßig vorzuschreiben(Seite 87 und anderwärts), und w-.ch- per«.-.Med N Ziehen, wird dasselbe bei dreimallger Zusendung m folgender.0° �~■ �nie berechnet: für Deutschland I Thlr. 5 Ngr.(2 fl. 3 kr. rh.); für die Schweiz, Serbien, Belgien, Scandinavien und Ztalien 1 Thlr 10 Ngr.(5 Frcs.); für Frankreich, die Niederlande, Portugal, Großbritannien, Rumänien und die Türkei 1 Thlr. 20 Ngr.(61/* FrS.); für Spanien und für Amerika 2 Thlr. Für Leipzig und Umgegend ist der Abonnementsprcis w't Bringerlohn) auf IT1, Ngr. pro Quartal und 6 Ngr. Monat festgesetzt. Alle deutsche Postanstalten nehmen Abonnements entgegen. Glaube Keiner, daß mit dem, was bis jetzt geschehen, genug iNhan sei. Jeder Parteigenosse muß es sich zur Pflicht machen, unermüdlichem Eifer für die weitere Ausbreitung des »�vlksstaal" zu wirken, damit derselbe in keiner Fabrik, in keiner Heilstätte, in keiner Hütte mehr fehle. Je größer die Abon- �Ntcnzahl, desto wirksamer kann das Blatt eintreten für die �»lercssin des arbeitenden Volkes, desto nachdrücklicher kann es �egln die Klaflenherrschaft und gegen die moderne Produktions- Mc ankämpfen. Parteigenossen! Der„Volksstaat- ist das beste Mittel Verbreitung unserer Grundsätze; kein Opfer darf Euch zu �°ß erscheinen, wenn eS gilt, demselben allüberall Eingang zu �schassen! Wir bitten, die Bestellungen rechzeitig aufzugeben, damit �»er Zusendung keine Verzögerung eintritt. Redaktion und Expedition. wollen. Tie Ermordung Jvanosf's durch den elenden Net schajeff ist lediglich aus Bakunin's Conto zu schreiben. Die Bakunisten und der„Neue Sozialdemokrat"(der seit länger denn einem Jahre den„braven Freund des Allgem. dtsch. Arb.- Vereins", Bakunin, als Trumpf gegen Marx und Genossen auszu- spielen versucht) mögen sagen, was sie wollen— sie werden die langen Artikel aus der Zeitschrift„Narodnaia Bazprawa"(Bolls- gericht), welche in der vorliegenden Broschüre zum ersten Mal aus dem Russischen übersetzt worden, nicht verläugnen können.— Es muß hierbei bemerkt werden, daß der russische Bakunin sich bei näherer Prüfung ganz verschieden von dem westeuropäischen heraus- stellt; in der Gestalt des Letzteren nämlich preist er der studirenden Jugend die Bildung an, in russischer Sprache dagegen empfiehlt er dagegen die rücksichts- und ausnahmslose Zertretung alle« Dessen, was man heute Zivilisation nennt.— Rur die geringe Kenntniß, die man in Westeuropa vom Russischen besitzt, hat es ermöglicht, daß jene spitzbübische Doppelfigur Bakunin's bisher so wenig be- kannt wurde. Das Lerdienst der vorliegenden Broschüre ist es, diesem Kenntnißmangel einigermaßen abzuhelfen. Bei dem beschränkten Raum dieses Blattes ist eS natürlich uicht möglich, hier die ganze Geschichte der Geheimgesellschaft „Allianz", namentlich in der Schweiz, in Italien, Frankreich und Spanien(Seite 15—49) auch nur skizzirt wiederzugeben. Wir müssen vielmehr den Leser in dieser Beziehung auf die Broschüre selber verweisen, welche wahrscheinlich nächstens im Bracke'schen Verlag in autorisirter deutscher Ucbersetznng erscheinen wird. Zur Aufklärung der öffentlichen Meinung wird es vorderhand genügen, wenn wir an dieser Stelle das Kapitel II der Broschüre—„Die geheime Allianz"— stellenweise wiedergeben, dann aus Kapitel VllI den„Prozeß Netfchajeff" und den„Revolutionären Katechismus" AM diesen wenigen Auszügen schon wird Jedermann die Wichtig keit der Londoner Schrift begreifen. Jndeß sei hier bereits für Jnttressenten darauf hingewiesen, daß unter den Belegstücken der Broschüre sich auch die vollständigen Statuten des Geheim- bundcS befinden— nach den tollsten Machwerken, die aus den Verschwörungen früherer Zeiten bekannt sind—, ferner daS pan- slavistische Manifest Bakunin'S", sowie eine Schilderung der viel- berühmten„Flucht" aus Sibirien. Man muß das Alles selber lesen, um sich von dem sonst räthselhaften Wirkungskreise deS Mannes eine Vorstellung zu machen, der unzählige, sonst verstän- dige Leute jahrelang in unglaublicher Weise dupirr hat, der einem ves vaaaer �lernanonatru— menschcnkenntnißreichen Diplomaten wie Barnhagen imponirt, � P Verfasser dieser Arbeit sind unterzeicknct: Dupont, Engels, einen feinen Weltmann wie den gelehrten Minister Arago seinen ''Sankel. Le Mousse Marx Scrraillier..Freund" genannt und einen Enthufusten der„Ordnung« wie 7 Zum näheren Verständniß Folgendes: Der Haagcr Kongreß, Castelar bis zur begeisterten Verwundern, g entzückt hat. .. �lcher Bakunin und Guillaume wegen Stiftung einer geheimen__ ..«isellschaft(„Allianz der sozialistischen Temokratle") innerhalb�--- * Internationalen, zum Zweck der Untergrabung derselben, aus 7 Assoziation ausgeschlossen hatte, �7. UsUcrsuchungS- Zur GrwlvtrUNg. Einen Forsschritt in den Reihen des KathcdersozialiSmuS nennt der Verfasser der Leitartikel in Nr. 83 und 84 des„Volksstaat" die Darlegungen des Prof. v. Scheel in einem Vortrag über die soziale Frage. Der Mitarbeiter des„Volksstaat" bezeichnet die Broschüre als einen ensschiedenen Bruch des Herrn Professors mit dem bisherigen offiziellen und offiziösen KathedersozialismuS; aus diesen Punkt— Leugung der Harmonictheorie— angelangt, ver- liere der Kathedersozialismus seine Hoffähigkeit. Nun aber sind die Folgerungen, die aus der Haltung des �>ch-ü7'arlnttich-"isi u'nd7ü7di- Reinigung von der Interna- Herrn v. Scheel für den Kath.dtrsozi-liSmuS gezogen werden, falch . 15*. fiSÄfl i""»Ä» von Männern zurückzuschließen, die seit dem vorjährigen Tage von Eisenach selbst die Bezeichnung Kathedersozialismus acceptirt haben, Cagliostro Bakunin. 1. Soeben erscheint in ftanzösischer Sprache(Hamburg: Otto Meißner; auch dürch die Expedition d. Bl. zu beziehen) die Bro- Wh-:„Die Allianz der sozialistischen Demokratie und die Jnter- —pönale Arbeiterassoziation"—..Bericht nebst Dokumenten, auf �.«ehiik ftaaaer internationalen Kongresses veröffentlicht."— - rr*..0r rau,___- i.i. v,„4.«TNmik»»# „ Mon über die„Allianz" gleichzeitig auf, behufs Rechtfertigung Ausstoßui gsbtschlussts vor der Ocffentlichkcit das gesammte �llagematcrial zu publiziren. Da die Untersuchungscommissson kroch ix, F�ige Zerstreuung ihrer Mitglieder in alle Weltgegenden — i.w tt Arbeit gehindert war, so wurde selbige der(aus den ob- packten k Personen bestehenden) Kongr-ß-Protokoll-RedaktlonS- - �wission übertragen.— Ter Umfang der Broschüre— 137 — IJWtu_ mag neilweiS entfckuldigen, daß wir fast ein Jahr »S auf sie warten mußten. Der bessere Theil der Entschuldl- ln8 aber wird jedenfalls darin zu sehen fein, daß die Arbeit eine gründliche ist und Arbeiterassoziation .>ird. . z. Glaubte man ftüher, daß Bakunin nur ein überspannter sei, der die Tragweite seiner Schlagwörter„Anarchie W politische Enthaltung",„Abschassung des "-es mit feinem„Rc »DU�ONtoritärichnizU 1 w0.1*" u. deral. nicht zu ermessen vermöge, es mit seinem„Rc- � UtivnariSmus" aber ebAick meine— so ist durch die vorliegende nun zur Evidenz erwiesen, daß wir<* in Bakunin nicht 9„ri an. lediglich Verrückten, fondern mit einem Charlatan der 7 �.schlimmsten Sorte, mit einem wirklichen Schwindln zu thnn ,lt) fc Zwar ist nicht gerade zu Tage g-tr-t-n daß-r(w.e glauben) von der russischen Regierung gekaust sei. aber kl sich als unumstößlich ergeben, daß-r. wenn» g-k-u J' tit Internationale und die gesammte Sache der Freiheit ei>t schlimmer kompromittiren konnte als er gethan. r.s w r T�och ganz abgesehen von seiner Pnvatverlog-nheit(die sich befl Inderm darin manifestirt, daß er rm westlichen Europ s ,ki ißC. Taa acacn baö Mklrk'Engels sche„(ioniniiuttfhfd)* 2)i- yjj l»,�als die Ausgeburt eines spezifisch deutschen �toritanSmu� gliche« Phrasen, wie: DaS Ziel des Sozialismus sei„viel dir» und wenig konsumiren"(Seite 88), die heilloseste Ver- >>l>� ,g unter Nichtdcnkeudcn anrichten kann; man kann auch dar- lächeln, daß seine Programme und Statuten die verpönte so wären keineswegs die Schlüsse berechtigt, die im„Volksstaat" gezogen worden sind. Dies will ich hier in aller Kürze erweisen. Die Boraussetzung, sage ich, ist snlsch; nämlich die, daß Herr Professor v. Scheel Kathcdersozialist sei. Er hat in keiner Weise sich au den Eisenacher Besprechungen betheiligt, war nicht in Eisenach und hat weder an den vorhergehenden noch nachfolgenden Arbeiten Anthcil genommen. Zum Ueberfluß hat Herr v. Scheel vor einiger Zeit in der„Gegenwart" ausdrücklich erklärt, daß er mit den Kathedersozialisten nicht zusammengehöre, vielmehr in we- sentlichen Punkten von ihnen abweiche. Die Schlüsse, die aus der Scheel fchen Brochure gezogen worden, sind aber an sich nicht berechssgt. Dies zu beweisen, genügt es, einige andere Arbeiten des Herrn Professor« anzuführen Herr v. Scheel hat außer den anderthalb Bogen Uber„die soziale Frage" schon vor 2 Jahren eine größere Schrift: Die Theorie der soziales Frage(Jena, Mauke) veröffentlicht, in der er seine Anschauungen auSftihrlick entwickelt, ohne sie in dem neuen Vortrage zu verändern. In der„Theorie der sozialen Frage" heißt eS Seite 63:„Sie (die Sozialdemokraten) wollen den jetzt gedrückten, arbeitenden »lassen zur politischen Herrschaft verhelfen zum Zweck der Durch- führunz wirchsibaftlicher Organisatlonen. welche die Freiheit und Gleickcheit auch auf diesem Gebiete sichern sollen. Sic wollen also die Unterwerfung der politischen Gesellschaft durch die wirthschaft- liche nicht um ihrer selbst willen, sondern im Interesse der schließ- lichen sozialen Harmonie. Aber dieses Mittel— der Grundgedanke der Sozialdemokratie— ist der modernen Entwicklungsidee ebenso widersprechend, wie der Zustand selbst, der es beseitigen will. Ein Recht der arbeitenden Klassen auf die Herrschaft ließe sich immer nur als ein Nothrecht denken, gegenüber der Gefährdung des ge- sellschaftlichen Gleichgewichts, welche darin liegt, daß die jetzige wirthschaftlichc Entwicklung nicht zur wirthschaftlichen, sondern m deren Gefolge auch zur politischen Unteiwerfung der Schwächeren führen muß. Auf ein solches Nothrecht aber einen dauernden Zu- stand begründen zu wollen, schließt ein enormes Risiko für' die Gesellschaft ein, und wenn es irgend einen andern Weg zur Erreichung des Endzieles giebt, so muß dieser vorerst untersucht und erprobt werden«. Ferner Seite 155:„Es würde also(um das Prinzip der Gleichheit und Freiheit allseitig durcbzuführen) eine Staatsgewalt nöthig sein, welche das Prinzip der Freiheit und Gleichheit, zu dessen Ausführung sie berufen ist, schon in sich trägt." Ganz gut, aber dennoch heißt es gleich da- hinter Seite 156:„Und doch muß mit Hülfe der jetzigen Staatsformen die soziale Frage gelöst werden. Wir haben we- der einen Grund, eine gewalffame Unterbrechung der politischen Entwicklung herbeizuwünschen, da wir diese in den modernen germanischen und romanischen Eulturstaaten auf die Entfaltung der Freiheit und Geichheit unverwcilt hin- drängen sehen, wobei die äußere Form der Regierungs- gewalt eine untergeordnete Rolle spielt; noch ist bis jetzt gezeigt worden, in welche andere Bahnen dieselbe(wohl die politische Entwicklung) einlenken sollte, um die Kulturbe- dingungen besser zn sichern.« Man sieht deutlich, daß der Verfasser die jetzt herrschenden Gewalten als befugt zur Lösung der sozialen Frage ansieht. Der Wolf soll für die Schafe, die er zum Fressen lieb hat, sorgen. Kein Wunder, wenn Theorien, die un- streitig die soziale Frage in ihrem Kern und gründlicher packen, als es von dem KathedersozialismuS geschieht, von den Wölfen genau beachtet, sogar protegirt werddn„ da diese sehen, daß für sie selbst durch die zugleich vorgeschlagene„Lösung" keine ernstliche Schädigung erwachsen kann. So hat denn die BiSmarck'sche„Nordd. Allg. Ztg." sogleich nach Erscheinen der„Theorie der sozialen Frage« im November 1871 dem Buche drei Leitartikel gewid- inet und es wegen seiner„klaren, wissenschaftlichen, von jeder Parteincigung freien Weise" warm empfohlen, und Herr R. Meyer in der Wagener'schen„Berliner Revue" hat sich dem ange- schlössen. Ich möchte nicht in den Fehler verfallen, zu viel zu schließen; dennoch kann ich nicht unterlassen, auf eine Abhandlung über „Unsere sozial-politischen Parteien" in der Zeitschrist:„Unsere Zeit"(1. August d. I.) hinzuweisen. Da wird(S. 178) Herr von Schweitzer als Präsident deS Allgemeinen deutschen Arbeiter- Vereins kurz, aber recht auSgicbig gerühmt und nur gerühmt; als Unterschied der sozialdemokratischen Arbeite, Partei vom Allgemeinen deutschen Arbeiter-Verein wird nur„eine etwas abweichende Or° ganisation" angegeben, da wird gesagt, das Auseinandergehen der beiden sozialdemokratischen Fraktionen sei„wohl wesentlick in per- sönlichen Differenzen der Führer motivirt". Kein Wort von dem intimen Zusammengehen Schweitzer'« und seiner längjährigen Vertrauten mit der Bismarck'schen Richtung ist da zu sehen; die Enthüllungen Tölcke's im vorjährigen Protokall der Generalver- sammlung des Allgemeinen deutschen Arbeiter- Vereins(aus denen ja der„Volksstaat" Auszüge gegeben) und die sonstigen Enthüllungen bleiben ganz bei Seite, als existirten sie nicht, und doch kennt der Verfasser sie sehr wohl, er verfolgt die Arbeiterbewegung sorgfältig; denn der Verfasser nennt sich zwar nicht, eS ist aber unzweifelhaft kein Anderer als Herr Prof. v. Scheel. Die Aussätze über„unsere sozialpolitischen Parteien« sind sehr eingehend; es sind ihrer drei, jeder von beträchtlicher Länge; man gewinnt sonst au» ihnen über die sozialen Vorgänge eine klare Vorstellung, nur wo der Verfasser von der„Eisenacher Partei" spricht, giebt er allein die nackte Thaffachc der Entstehung dieser Partei, schweigt aber völlig über die— schwerwiegenden— Motive, weshalb 1869 ein Arbcitercongrcß und die Bildung der sozialdemokratischen Arbeiter- zartei stattfand. Reden konnte der Verfasser, er ist Sachkenner, — warum wollte er nicht sprechen? Hier schließe ich diese Erwiderung. Ich glaube bewiesen zu haben, was ich beweisen wollte: 1) AuS der Haltung des Herrn v. Scheel folgt Nichts für die Stellung der Kathedersozialisten. 2) Die Anschauungen deS Prof. v. Scheel bezeichnen keinen ent- chiedenen Bruch mit dem bisherigen offiziellen und offiziösen Ka- thedersozialiömus. Der KathedersozialismuS, wenn er auf dem Scheel'schen Standpunkt ankommt, hat die„Hof- Fähigkeit" nicht verloren. A. S. Politische Uebersicht. — Wenn das Ausplappern bei den politischen Waschweibern nur erst angefangen hat, dann kommen Dinge zu Tage, von denen sich sonst ein guter Patriot und deutscher Michel gar nichts träu- men ließ. Ein forffchrittliche» Berliner Blatt, der„Börfenkurier", macht zu den Enthüllungen Lamarmora'S über Bismarck nachstehende ergänzende Mitthcilung: „Nicht geringes Aussehen dürste Lamamora's Depesche vom 19. Juni 1866 erregen, durch welche die„ckronlezue acandaleuse superieure"(die Skandalgeschichte der„vornehmen" Kreise) um ein Kapitalblatt bereichert wird. Der Depesche zufolge soll Gra- mont von einem Briese Kenntniß erhalten haben,„welchen die Königin otn Preußen an den österreichischen Kaiser geschrieben habe und worin sie ihn versichert, der König von Preußen habe ihr sein Wort darauf gegeben, daß kein eigentlicher Bertrag zwischen Preußen und Italien bestehe und daß, wenn Italien Oesterreich angreife, Preußen nicht verbunden sei, ihm zu folgen. So viel wir zu wissen glauben, dürfte hier eben eine Personen- Verwechslung vorliegen. Schon im Jahre 1866 erzählte man sich von Briefen der Königin-Wittwe an den Kaiser und die Erz- Herzogin Sophie, deren Inhalt dem in jener Depesche erwähnten zuuiUch entsprach. Mit diesen Briefen hat eS eine sehr pikante Bcwandtniß, die wir jedoch zu enthüllen keinen Beruf haben; vielleicht findet sich auch hierfür noch ein Diplomat, der diese Lücke in der inneren Geschichte des Jahres 1366 ausfüllt." Kaum hat das Berliner Blatt angedeutet, daß die fürstlichen Tanten und Basen ir der heutigen Politik eine große Rolle spielen, so kommt die„Neue Freie Presse" und erklärt uns, was es mit dieser„pikanten Bewandtniß" auf sich habe. Sie könne, schreibt das Wiener Blatt, als beglaubigte Thatsache mittheilen» daß Bismarck, um jeden Versuch der Friedensstiftung zu hintertreiben, sämmtliche Briefe von Mitgliedern der preußischen Königsfamilie an Mitglieder des österreichischen Kaiserhauses zurückbehalten und sie erst nach dem Kriege den Absendern zurückgestellt habe.„Der Minister spielte um den Kops, fügt die„N. Fr. Pr." hinzu. Er selbst hat eingestanden, daß er während der Schlacht bei Königgrätz ein gelandenes Pistol bereit hielt, um sich im wiederholt drohenden Falle einer preußi- schen Niederlage eine Kugel durch den Kopf zu jagen." Wir können natürlich die Richtigkeit dieser Mitthcilung nicht verbürgen; es läßt sich aber nicht bestreiten, daß die dem damali- gen preußischen Ministerpräsidenten, jetzigen deutschen Reichskanzler hier zur Last gelegte Handlungsweise vollkommen im Einklang mit dessen staatsmännischer Theorie und Praxis stehen würde. Wie die Lobredner und Vertheidiger unserer heutigen Zustände den von dieser Theorie und Praxis gerissenen Schleier wieder zu- sammensticken, wie unsere Richter eS mit ihrem Gewissen vereint- gen werden, Personen, dxren ganzes Verbrechen darin bestand, daß sie der nämlichen Theorie und Praxis gehuldigt, wie der Gründer des„Neuen deutschen Reichs", zu schweren, zum Theil entehrenden Strafen zu verurtheilen, das überlassen wir ruhig den Betreffenden. Das Gewissen der Menschen, sagte schon der alte Robert Owen, ist ein Fabrikat, das sich, gleich Baumwollenwaaren, be- liebig in jeder Farbe und Gestalt herstellen läßt. Mit dem Trost:„Er war doch ein schlauer Patron und hat sein Spiel gewonnen!" wird das Pack der gesinnungslosen Erfolgsanbeter leicht über die unerhörte Blamage hinwegsetzen. Aber war„er" denn wirklich ein so schlimmer Patron? Wir möchten es sehr star! bezweifeln. Zugegeben, mit der Politik habe die Moral nichts zu schaffen—, und mit dem, was man heut unter Politik versteht, hat sie auch nichts zu schaffen—; zugegeben, für die Politik gelten bloß ZweckmäßigkeitSrücksichten,— war es„zweckmäßig" von BiS marck, daß er der italienischen Diplomatie all seine Ge- Heimnisse ausplauderte, daß er sich durch seine Redseligkeit, insbesondere durch seine unsäglich kompromiltirenden Aeußerungen über König Wilhelm in die Gewalt seiner Bundesgenossen lieferte? War es„zweckmäßig", sich der Gefahr einer so beispiel- losen Blamage auszusetzen, wie sie jetzt wirklich erfolgt ist?-- Kurz, die„Moral" wollen wir dem Helden der Lamarmora'schen Enthüllungen schenken; daß er ebensowenig Herr gewesen über seine Zunge, so stümperhaft gegen die erste diplomatische Regel verstoßen hat, das verzeihen wrr nicht dem„genialen Staats- mann." —„Regelung der Arbeiterverh ältnisse", so lautet das Feldgeschrei, welches die Bourgeoisie sich gewählt hat. Was sie darunter versteht, ist klar: sie wünscht eine Ausnahmegesetzge- bung gegen die Arbeiterklasse, wie wir dies bei der mehr- fachen Besprechung der Gewerbeordnungs-Novelle in diesen Blättern verschiedentlich klargelegt haben. DaS Kleinbürgerthum, welches nicht anerkennt, daß es einem mit Naturnothwendigkeit sich vollziehenden Auflösungsprozeß anheimfällt, klammert sich ängstlich an die Bour- geoisie an und glaubt durch die AuSnahmegesetzgebung gegen die Arbeiterklasse gegen seine Hinabstoßung in das Proletariat geschützt zu werden. So haben 29 württembergische Gewerbevereine sich an den Reichstag gewendet und verlangen von demselben ganz im Sinn« der Bourgeoisie„Regelung der Arbeiterverhältnisse", indem sie auSdrücktich erwähnen, daß sie sich einer ähnlichen Eingabe des Vereins der Maschinenfabrikanten, Eisengießerei- und Hüttenwerk- besitzcr und so weiter anschließen. In der Eingabe der Gewerbevereine findet sich folgende Stelle: „Der Fabrikant wie der Handwerker weiß, daß das Wohl des Arbeiters unzertrennlich ist mit der gesunden Entwickelung der In- dustrie, er mußte in den letzten Iahren aber die Erfahrung machen, daß es auf Seite der Arbeiter oftmals an der richtigen Einsicht über die Produktionsverhältnisse fehlte und durch die Ausartungen in den Bestrebungen der Arbeitermassen, welche zu den verwerf- lichen Arbeitseinstellungen geführt haben, große Verluste veranlaßt worden sind." Wie früher die Pfaffen, wenn sie ein Land eroberten,„im stkanlen Gottes" und„zur Erlösung der Menschheit" henkten, brennten und mordeten, so reden heute die Bourgeois und bornirte Kleinburger von einer„gesunden Industrie", wenn eS gilt, die Arbeiter zu knebeln. Im Uebrigen scheint ein„PetitionSsturm" an den Reichstag zu Gunsten der Gewerbeordnungs-Novelle bevorzustehen. Nun, der Reichstag wird weder die Patrioten noch die Bourgeois im Stiche lassen! — Zu Genf hat am 8. September der Congreß der Inter nationalen Arbciterassoziaton seinen Ansang genommen. Bevor wir nähere Mittheilungen bringen, bemerken wir nur, daß beschlossen wurde, künftighin nur alle zwei Jahre einen Congreß abzuhalte». Der nächste Congreß wird m Zürich abgehalten; der Srtz des Generalraths ist in Newyork verblieben. Aus Deutschland war Burckhardt(Stuttgart) auf dem Congreß anwesend. — Der„Frankfurter Beobachter" hat aus Genf nachstehende Zuschrift erhalten:--------- „Als Kuriosum aus dem hier tagenden Congreß der interna- tionalen Arbeiterassoziation ist zu bemerken, daß die Arbeiterdele- girten in ihren Anreden sich mit besonderer Vorliebe des alten re- publikanischen Titels„Bürger(Bürgerdelegirte ic.) bedienen, ein Umstand, welcher bei der tragikomischen Aversion unserer deutschen Sozialdemokraten gegen diese unschuldige Bezeichnung wohl ein Lächeln hervonufen darf. Vielleicht sind diejenigen Mitglieder der „Internationale", deren Einsicht nicht durch ihren Parteieiser über- flügelt wird, im Widerspruch mit unseren„Bürgerftesscrn" der Meinung, daß jener verhaßte Name sowohl hinsichtlich des Wohl- lautS wie auch insbesondere seiner Bedeutung nach dem Ehrentitel „Proletarier"(was auf Deutsch nichts Anderes als Lump bedeu- tet) doch noch vorzuziehen ist. Der„Braunschweiger Bolksfteund" Närt(den Correspondenten wie folgt auf: „Wir bemerken hierzu, daß die Delegirten dcS Congresses kostbare dem Tode geweihte Wort) gründe man ein Agitation� einander citoyen(Staatsbürger), nicht aber bourxsois, wie der Comite, welches die Aufgabe hat, an allen Orten Sachsens di betreffende Corresponvent entweder irrthümlich annimmt, oder seinen Bauarbeiter zu organisiren und der Gewerkschaft der Maurer uü Lesern weiß zu machen sucht, hin und wieder anreden. Diese An- Zimmerer zuzuführen. Und wenn man dieser Ausgabe gewachst rede citoyen ist unter den französischen Revolutionären eine aller- ist, und einige Tausend Bauarbeiter in Sachsen fest organisirt us dings sehr übliche, hat aber mit der deutschen Bedeutung des Wortes„Bürger" durchaus Nichts gemein, sondern entstammt der revolutionären Tradition und bezeichnet Denjenigen, der die Lehre der staatsbürgerlichen Gleichheit anerkennt. Was das Wort„Pro- letarier" anbetrifft, so bedeutet dasselbe nicht einen„Lump" son- dern einen armen Menschen, der vorzüglich dem Staate dadurch dient, daß er Nachkommenschaft erzeugt. Lumpen giebt es bekannt- lich in allen Kreisen der Gesellschaft, während unter der stillschwei- genden Boraussetzung der Bourgeois-Oekonomie eine Hauptauf- gäbe des Arbeiters darin besteht, durch Kindererzeugung für die nothwendige Arbeitskraft der künstigen Arbeiter-AuSbeutungs-Ge- neration zu sorgen. Auch wir halten eS für lächerlich, wenn deutsche Arbeiter in blinder Nachahmung der französischen Revo- lutionäre das der Mißdeutung ausgesetzte Wort„Bürger", worun- wr man bei uns einen Spieß- oder Mastbürger versteht, gebrau- chcn. Uebrigens wollen wir zur Beruhigung des ftanzösischen Correspondenten noch ausdrücklich erwähnen, daß die Hauptanrede unter den Internationalen nicht citoyen(Staatsbürger), sondern compagnon-Kollege, Kamerad, Parteigenosse) ist. Auf dem vor- jährigen Hager Cougresse war die Anrede compagnon die fast ausschließliche. — Der bisherige Redakteur des„Braunschweiger„Volksfteund", S. Kokosky, ist vom Kreisgericht zu Braunschweig wegen„Be- leidigung" eines Lehrers mit einer Geldstrafe von 30 Thalern beglückt. disciplinirt der Cenlral-Gewerlschafr zugesührt hat, dann, aber nujs eher wollen wir zwar nicht von der Gründung einer„Arbeitel' Börse", oder von dem grandiosen AllerweltSprojekt, aber doif von einem deuffchen Bauhandwerkertag sprechen. Warum denn in' die Ferne schweifen wo daS Gute so nah< liegt, warum denn mit utopistischen Gründungen schwanger gehe»! so lange man das Praktische und Ausführbare in nächster Näf zu thun unterlassen hat? Ein Gewerkschaftler, des EtwaS von der Sache zu verstehen glaubt. „Arbeiter-Börse/ Innere Partei-, Berwaltungs- und OrganisationS- Angelegenheiten. An die Parteigenossen! Laut§ 9 der Organisation muß über nachstehende Kongreß beschlllsse eine Urabstimmung erfolgen: Dem§ 16 der Organisation folgende Fassung zu geben: „Der Sitz des Ausschusses kann, wenn Letzterer seine» Pflichten nachgekommen, wieder gewählt werden, dixh darf sich derselbe nie länger als zwei aufeinanderfolgendt Jahre an ein und demselben Orte befinden; 2. daß für die Zukunft eine Ermäßigung der ParteisteuS unter 1 Sgr. pro Monat nicht mehr gestattet sein möge Die Vertrauensmänner werden deshalb hierdurch aufgefordert behufs Vornahme der Urabstimmung in kürzester Zeit eine zv schloffen« Mitgliederversammlung einzuberufen. Die Abstimmung über beide Punkte muß getrennt vorgenoa» men werden. DaS Resultat der Abstimmung ist bis spätestens den 10. Oktober „Abgeschmackte Gesetzmacherei" wurden auf dem vorjährigen an den Sekretär des Ausschusses einzusenden, und muß ganz spe« Mainzer Congreß die Anträge genannt, die bezweckten, Ordnung und Einheit in die Parteipresse zu bringen. Setzen wir an Stelle des Wo»tes„Gesetzmacherei" das Wort Projectmacherei, so haben wir, glaube ich, die richtige Bezeichnung für die in letzter Nr. des„Volksstaat" in einem Abdruck aus dem Dr. Volksboten zur Sprache gebrachte beabsichtigte Gründung einer„Arbeiter-Börse" die durch einen, in drei Monaten einzuberufenden Handwerkertag der Bauhandwerker„aller Länder"(ist's Preußenland? ist'S Sachsenland?) ins Leben gerufen werden soll, und— wobei! „Specalitäten"(?) gütigst der„internationalen Maurer- und Zimmerergewerffchaft" überwiesen werden sollen. Wenn solche Ungeheuerlichkeiten, von einer enthusiasmirten Arbeiterversammlung beschlossen werden, die über die Freude an dem Bauhandwerkertag„aller Länder" und über den pom- pösen Namen„Arbeiter-Börse" vergißt, daß— abgeschen von dem Widersinn,(um nicht ein bezeichnenderes sinniges Wort zu gebrauchen)— der in der beabsichtigten Gründer« i liegt, weder das Eine noch das Andere sich aus dem Boden stampfen läßt, so ist daS zu erklären. Auch noch, daß ein Lokalblatt derartige Resolutionen abdruckt, ohne der eigenen Ansicht darüber Ausdruck zu geben. Wenn aber selbst die Redaction des„Voltsstaat" nicht einmal ein(?) oder(!) dafür hat, so ist Gefahr vorhanden, daß das Schemen anfängt Gestalt zu gewinnen,„Projectmacherei" Wd „Gründerei" auch auf andere Kreise ansteckend wirkt, daß Zeit imd Kräfte nutzlos geopfert, dazu andern, besseren Zwecken entzogen werden, um die Berge kreisen, und eine Maus gebären zu lassen. Dagegen muß ganz entschieden Front gemacht werden.*) Mache man sich doch keine Illusionen über den in drei Monaten einzuberufenden Bauhandwerkertag„aller Länder." Wir ftagen ganz einfach: Wer wird denn einem solchen zu erlassenden Auftuf Folge geben, selbst wenn der zu überweisenden„Speziali- täten" halber der Ausschuß der Maurer- und Zimmerergewerkschaft (Zur Zeit in Braunschweig) sich veranlaßt fühlen sollte, aus das Projekt einzugehen, wofür uns aber der gesunde Verstand der gegenwärtigen GewerkschaftS-Verwaltung wohl bewahren wird. Wir fragen: wer würde dem Auftuf Folge leisten? Niemand, denn die fiühere Verwaltung der Maurer- und Zimmerergewerffchaft, ziell angegeben fein, wie viele der anwesenden Mitglieder bei d« Abstimmung über jeden der beiden Punkte mit Ja, d. h. fü' die Annahme, und wie viele mit Nein, d. h. für Nichtall' nähme gestimmt haben. Abstimmungsresultate, in welchen die Zahl der für oder wi' der abgegebenen Stimmen nicht genau angegeben ist, also alli die ohne Angabe der Zahl der Stimmen in der beliebtet Weise:„einstimmig angenommen" oder„einstimmig abgelehnt' lauten, sind unziltig. Hamburg, den 8. September 1873. Der Ausschuß der sozialdemokratischen Arbeiterpartei. Aufforderung. Die Parteigenossen aller Orte werden hierdurch aufgefordert die nach§ 5 der Geschäftsordnung neu zu ernennenden Vertrauens' männer unverzüglich in Borschlag zu bringen, sowie deren genas« Adressen anzugeben. Hamburg, den 8. September 1373. Der Ausschuß der sozialdemokratischen Arbeiterpartei. Gewerksgenossenschaftliches. Europäische Föderation der Schneideraesellen. Arüfler, 13. Sept. Am 21. August gegen 2 Uhr Nachmittag wurde der diesjährige Congreß zu Lüttich eröffnet, nachdem uö 11 Uhr Vormittags die Begrüßung der Delegirten stattgefunden hatte. Zum Vorsitzenden wurde College P ottelsberg aus Gasi ernannt. In wenigen beifällig ausgenommeuen Worten erklär» derselbe den Nutzen der Föderation. Der Schriftführer erstatte» sodann Bericht über die Verhandlungen des vorletzten Congreff« vom 9. März und gab die Namen der anwesenden Delegirten[ wie einige eingelaufene Glückwunschadressen bekannt. Als erst Gegenstand der Tagesordnung gelangte das Föderal- Reglem zur Besprechung und wurde dasselbe mit etlichen Abänderungt« einstimmig angenommen. Zweiter Gegenstand der TageSordnunj 5Ä Ä.M5S ganz etwas Anderes als der Auftuf zu einem Handwerkertagl Jü'«..Ln gleich unter der Verwaltung der Herren Knof und Gabler absolut Nichts gethan und die Gewerkschaft der Maurer und Zimmerer, 1) Abschaffung des Anprobirens für die Stückarbeiter, d die Herren Meister sollen verpflichtet sein, diese Arbeit von dll die vor einige» Jahren re� gm dastand di�organisi� t�rde� �?e» Pomp» zn lassen, so daß der StückarbA zu aller unpassendsten Zeit die Bauarbeiter„aller Länder" S � Anprob iren, fem Stück gleick f rüg mach»' Delegirte nach Dresden' senden sollen, während seit Jahr ung Tag die Bauarbeiter in Deutschland in der nächsten Nähe Dresdens ganz ruhig sich selbst überlassen wurden und nicht der geringste Versuch gemacht wurde, die Gewerffchaft als Centralpunkt der Agitation zu heben und zu kräftigen. Aber nun fragen wir weiler: wozu soll das führen, wenn ungemrt kann. J 2) Die Arbeit der Werkstätte wird per Stunde bezahlt w» Zulage für die Sonntagsarbeit. � I Der Congreß wünscht bald zu sehen, daß alle Vereine vo Schneidcrgehilfen sich der europäischen Föderation der Schneider g«Hilfen anschließen und fordert dieselben aus, zum Zweck des «oer nnn fragen imr weuer. suyren. wenn"< Wohles der arbeitenden Klasse mit den Schneidermeift einzelne Personen oder Ort- ganz� nach Bel.eben �unbekümmert g Unterhaudlung zu treten, um die oben angegebenen Bedingung zu erreichen. Zum Reglement fügt der Congreß folgende Artikel hinzu: 1) Jede Stadt ist angehalten, wenn sie vorgehen will, dm drei Monate vor dem Congreß dem Correspondenten am Congreß orte bekannt zu machen, damit die Sache in Erwägung gezogr werden kann._ 2) Hat jedoch eine Stadt triftige Gründe, welche sie Zwing� schleunig vorzugehen, so kann sie sich an alle Mitgliedschaft»' wenden.| 3) Alle Städte verpflichten sich, die Mitglieder zu beschütz»' die den Aufenthaltsort wechseln und ihre Karte in Ordnung habe» Folgenden Borschlag hat der Congreß angenommen:> 1) die Föderation verpflichtet sich, mit allen möglichen Mflto' den Mitgliedern zu Hilfe zu kommen, welche ein Opfer ihrer Agitatt»' für die gemeinsame Sache geworden sind., Der nächste Congreß wird nach Gand in Belgien in den M»» darum, ob derartige Experimente Aussicht auf Erfolg haben oder nicht, mit solchen Projetten das Gesammtinteresse der bestehenden Gewerkschaften schädigen können, Dresden mit seinem Bauhand- werkertag und Arbeiterbörse-Projekt und ein anderer Ort von einem andern GründungSschwindel befallen wird? DaS würde eine frische, ftöhliche Gründerei und Projektmacherei abgeben, damit einige KonfusionS-Räthe Gelegenheit hätten, ihr Licht leuchten zu lassen.— Weiter hat eS keinen Zweck. Wir wollen den Dresdener Bauhandwerkern eventuell Herrn Knof und Gäbler, die ja plötzlich eine Anwandlung zu agttato- rischcr Thätigkeit überkommen zu sein scheint, ein besseres Projett vorlegen, und empfehlen durch Ausführung desselben, daö gut zu machen, was unter dem Vorort Dresden an der Gewerffchaft der Maurer und Zimmerer vernachlässigt worden ist. Anstatt des, schon jetzt als in'S Wasser gefallenen Bau Hand- werkertags aller Länder, und der, noch vor der Gründung der börfenkracherlegenen„Arbeiter- Börse"(Schade um dieses *) Nur nicht das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Wir druckten den ganz objektiven Bericht de«„Dresdner Bolksboten" auf besondere« Ansuchen der Dresdner Bauhandwerker ab und behielten uns vor, in dieser oder in der nächsten Nummer de«„Volksstaat" un« über solche Experimente auszusprechen. Da wir;n diesem Zweck erst nachschlagen wollten, was Marx in seinem„achzehnten Brumaire" über Tauschbanken, Assoziationen u. s. w. schreibt, um auch geschichtliche Beweise für die Haltlosigkeit solcher Exverimente beizubringen, so kommt obenstebender Artikel un» zuvor. Red. d. B. Juli verlegt. � Alle Correspondenzen für die Föderation sind jetzt zu adrefP an I. van Pottelsberg, 61, rue äd?tt6nix, in Gand. � Der Congreß hat beschlossen, vorläufig von den Funttio»� eines ScneralsettetairS abzusehen und sind deßhalb die Mitgl«». schaffen gebeten, die Adresse der Föderation zu beachten, um V unter einander correspondiren zu können. Der Congreß ward gegen 7 Uhr geschlossen. Im Namen des Congresses Gruß und Brüderlichkeit! E. Z-g-r« Allgemeiner deutscher Schneiderverein. Khemnitz, 14. Sept. Da mit Ende September das III. Quartal fällig wird, so ersuche ich alle Bevollmächtigten unbe- dingt(und zwar durch besondere Umstände diesmal ausnahms- weise) darauf zu sehen, daß die Abrechnungen schon am 10. October in den Händen des HauptkassirerS Herrn Friedr. F is ch er, Augustus- burgerstr. 54B sich befinden, da sofort nach erfolgter Bekannt- machung der Abrechnung der Ausschuß nach Braunschweig über- siedeln wird. Gleichzeitig mache ich nochmals ganz besonders darauf aufmerksam, daß Gelder nur an den Hauptkassirer!zn senden sind. Die süddeutschen Collegen ersucke ick besonders, das Geld nur durch Postanweisung zu senden, da abgesehen von der Ersparung an Porto, noch extra ein Verlust entsteht durch das Umwechseln, wenn sie das Geld in Briefe einlegen. _ Um vielseitigen Anfragen genüge zu leisten, gebe ich bekannt, baß das Protokoll von der Generalversammlung zu Gotha in den nächsten Nummern des„VolkSstaat" veröffentlicht wird.— Gleichzeitig gebe ich den Mitgliedschaften die Wahl des neuen Ausschuffes zu Braunsckweig bekannt: C. Ludolph, Vorsitzender, Stecherstr. No. 20 2 Tr., H. Stelxnci, Stellvertretender, F. Mumme, Geschäftsführer, alte Waage No. 6, C. Beck, Hauptkassirer, Turnirstr. No. 8, F. Schlüter, Beisitzender. Falls nach Verlauf von 8 Tagen kein Widerspruch erhoben wird, sind oben genannte Personen als definitiv gewählt zu be- trachten. . Da Nürnberg als Sitz der Controlcommission ernannt wurde, Mir aber bis jetzt die Wahl derselben noch nicht bekannt gegeben worden ist, so ersuche ich die Mitgliedschaft zu Nürnberg, so bald sls möglich die Wahl derselben vorzunehmen und anher bekannt ja geben.— Weiter folgt hiermit die Bekanntmachung der Beamten der neuaegrllndeten Mitgliedschaften: Für Bamberg: Ruh l, Bevoll- mächtigter, per Adresse: Schneider Jörstel, Sandbad 1691. Kassirer, Habermann(leider ist mir die Adresse desselben nicht bekannt). Für Halle a. S.: Julius Beyer, Bevollmächtigter, kl. Sand- berg 21 Hof reckts 1 Tr. Kassirer: Joseph Urban, kleiner Schlamm No. 6. Weiter ist in Regensburg an Stelle des früheren Beooll' mäcktigten M. Ern dt, Kepplerstr. 460 3. Stock gewählt, in Pforzheim desgleichen, Franz lieber, per Adresse: Wilhelm Frey- vogel, Marftplatz. In Leipzig wurde an Stelle dös ftüheren Kassircrs Georg Lehmann, kleine Fleischergasse No. 11, 2 Tr. gewählt.— _ Ferner theile ich den Mitgliedern die erfteuliche Nachricht mit, daß in einer der letzten Versammlungen des Fachvereins zu München der Beschluß gefaßt wurde, dem„Allgemeinen Deutschen Schneider- Viwein beizutreten,(derselbe zählt 100 Mitglieder) und steht der- selbe wegen dieser Angelegenheit mit dem Ausschuß in Ver- blndung! Nur muthig Vorwärts! Angespornt durch die Münchner Kollegen werden andere Ortschaften nachfolgen. Nur dann erst Werden wir die Früchte einer Organisation genießen können, nach- dem die größere Masse darin vereinigt ist. Mit collegialischem Gruß Im Auftrage des Ausschusses: Hermann Weck, Geschäftsführer, Sonnenstraße No. 747 1 Tr. per Adresse: Erasmus Willkomm. Correspondenzen. ßhemnih, 15. September. Am vergangenen Donnerstage wurde hier eine Frauenversammlung abgehalten, die zwar nicht stark besucht war, die aber doch insofern einen günstigen Verlauf nahm als die Verhandlungen das Interesse der Anwesenden im höchsten Grade in Anspruch nahmen. Die Tagesordnung: Die Behandlung der Frauen und Mädchen in den Fabriken und die Bestimmung des weiblichen Geschlechts" wurde in erster Linie durch Wolf behandelt. Die„Chemnitzer Freie Presse" sagt hierüber: „Redner wies vom praktischen Standpunkte aus nach, daß die gemeine Habsucht der Bourgeoisie es ist, welche Frauen und Mäd- chen demorallsirt; durch den Hungerlohn, welchen sie den Männern bieten, zwingen sie Frauen und Mädchen, in den ungesunden Fabrikräumlichkeiten sich zu opfern, so daß die Familie auseinander- gerissen wird und kein eheliches Glück stattfinden kann. Anstatt die Unschuld der Kinder durch aufmerksame Pflege zu erhalten, Derlen dieselben in den Fabriken einer vollständigen Verwahr- wsung preisgegeben, wovon ein Jeder, der in den Fabriken be- sannt, überzeugt ist. Es erweist sich als ein wahrer Spott, den t» den Fabriken arbeitenden Frauen und Mädchen gegenüber, wenn Jüan Werke herauSgiebt, wie eine Mutter ihre Kinder zu erziehen hat, Lebens- und Gesundheitsregeln feststellt, unter welchen die Jungfrau ihrer zukünftigen Stellung gerecht werden könne, wenn wan dabei an das 14— 16stündige Arbeiten in ungesunden Räum- uchkeiten, die brutale Behandlung von Seiten der Vorgesetzten und an die ungenügenden Löhne denkt, durch welche das weibliche Ge- schlecht fast mit Gewalt auf andere Bahnen getriebrn wird. Redner irmahnt die Frauen und Mädchen, sich ihrer Lage klar bewußt zu Werden, da, wenn ihre Kräfte durch Ausbeutung erlahmen, keine «ebende Familie vorhanden ist, welche sie aufnimmt, sondern sie w die Welt hinausgestoßen werden, gleich allen Proletariern, so s° daß sie ihre alten Tage trotz fleißig vollbrachter Lebenszeit, in Kummer und Elend beschließen müssen; sie möchten sich deshalb V««inigen, um ihre Würde der alles vernichtenden Habsucht gegen- über zu wahren. Auf die vom Vorsitzenden an die Versammlung gerichtete Aufforderung, etwaige Gegenansichten laut werden zu lassen, meldete sich, trotz der Anwesenheit manches AuffeherS, Nie- vsand zum Wort und sprachen dann noch Rohleder eingehend über ble Behandlung. deS weiblichen Proletariats in den Fabriken, sowie Walter, betonend, wie die Männer einen großen Theil der Schuld tragen, daß die Lage deS weiblichen Proletariats eine solche geworden sei, wogegen man zur Entschuldigung nur anführen jf.ssne, daß der Drang der Verhältnisse die Männer selbst in voll- standige Abhängigkeit hineingetrieben habe. Männer und Frauen Mußten deshalb in Vereinigung dahin streben, daß es nicht noch bhlichter, sondern besser werde. Diesen Ausführungen schloß sich uoch Milzheimer in einem längeren, die Verhältnisse klar ausein- �überlegenden Berichte an. Alle Redner fanden den Beifall der �ttsammlung. Eine von einem Mädchen eingebrachte Resolution -pärt,„daß die heutige Produktionsweise und die dabei statt- llndende Ausbeutung der Frauen und Mädchen energisch zu be- atnpftn ist und deshalb die Frauen und Mädchen die Pflicht ha- sich der Manufafturarbeitergewertfchaft anzuschließen." Diese Solution wurde einstimmig angeuommeu." . Hieichenbach. Der moderne Liberalismus wirthschaftet sich Tag zu Tag mehr ab. Die jetzige LandtagSwahl hat auch die beiden hiesigen außer den Sozialdemokraten existirenden Parteien auf die Beine gebracht. Die Konservativen, Amtmann und Pastor an der Spitze, empfehlen den jetzigen, mit der Regierung gehenden und namentlich gegen die confessiouslofe Schale stimmenden Abge- ordneten Bürgermeister in Kirchberg. Darob erbosten unsere Li- bcralen und stellten gleichfalls einen Candidaten auf und zwar den hiesigen conservativen Bürgermeister, weil derselbe ein bei der Regierung wohl angesehener Mann sei und deshalb für Reichen- dach die in Aussicht stehenden Fortschritte— Bahnhofs- und Realschulbau, Hauptsteueramt und dgl.— kräftiger fördern könne. Nach solcher Logik wäre die Vergrößerung einer Stadt besser als die confessionsloseSchulc und nur fürOrte erreichbar, die ihren Mann an den rechten Platz senden. Die sozialdemokratische Arbeiterpartei erklärte in einer Volksversammlung die Wahlenthaltung und er- hielt deshalb von demokratisch sein wollenden bittere Vorwürfe, als ob dadurch der Untergang der guten Stadt Reichenbach be- vorstehe. Nerkin. Gedankenlosigkeit oder Unverschämtheit? möchte man sich ftagen, wenn man eine Berliner Correspondenz im„Harn- burger Correspondent" vom Freitag den 5. d. M. liest. Diese Zeitung bringt nämlich wöchentlich unter dem Titel„Berliner-Ar- beiterbriefe" Nachrichten und Bettachtungen über die Arbeiter- bewegung in Berlin. Der Verfasser dieser Briefe ist Herr Carl Waldow, eigentlich Tischler jetzt Zeitungsberichterstatter und Literat. Früher war er ein hervorragendes Mitglied der Ortsvereine und der fortschrittlichen politischen Arbeiter-Vereine, und war er besonders wegen der Grobheit berüchtigt, mit der er seine Gegner bekämpfte. Hierfür wurde er auch einst von Herrn Bernstein in der Zeitung für Jedermann u. s. w. als der gebildetste aller Berliner Arbeiter gepriesen. In seiner literarischen Thätigkeit hat er sich auch stets als treuer Anhänger„des Königs im sozialem Reich" und der Volkszeitung bewährt; wo er konnte suchte er in seinen erwähnten Berichten über die Arbeiterbewegung die Ortsvereine zu lobhudeln und die Sozialdemokratie zu brandmarken. Man muß ihn und jeden anderen Literaten allerdings damit entschuldigen, daß die Mitglieder des Allgemeinen deutschen Arbeiter- Vereins ihnen dieses Handwerk sehr erleichtern. Wenn Herr Waldow Parteimann ge- blieben, so ist ihm dies gewiß nicht zu verdenken, doch gestattet dies ihm nicht zu lügen. Voller Unwahrheit strotzen aber folgende zwei Sätze in der erwähnten Freitag-Correspondenz. Es muß noch erwähnt werden, daß eS sich um den letzten Strike der Weber handelt. 1) Außer dem Hirsch-Dunkerschen OrtSverein, der einige hundert Mitglieder zählt(vics ist furchtbar aufgeschnitten und muß richtig Hundert und Einige heißen) war eine Organisation unter den Webern nicht vorhanden. 2) Hatten doch nur die Mitglieder deS Hirsch-Dunkerschen Ortsvereins eine ausreichende Unterstützung von 2— 5 Thalern wöchentlich erhalten, während von den Internationalen und den Hasencleverschen Sozialdemokraten Niemand unterstützt wurde. Diese beiden Sätze sind schnell zu wiederlegen, da fast das Ge- gentheil deS in ihnen Enthaltene wahr ist. Ad 1. Es existirt nämlich eine Gewerkschaft der Manufaktur- arbeiter, die besser organisirt ist und hier in Berlin ebensoviel Mitglieder enthält als der Hirsch- Dunkersche OrtSverein. Ad 2. Gehören die sogenannten internationalen Sozial- dcmokraten, die Weber sind, dieser Gewerkschaft an und wurden von derselben ausreichend unterstützt, sie erhielten wöchentlich 3 Thlr. ES ist kaum anzunehmen, daß Herrn Waldow dieses unbekannt war; derselbe ist nämlich ZeitungSberichterftatter und hat als sol- cher fast allen Versammlungen der strikenden Weber beigewohnt, und wurde in jeder Versammlung diese Gewerkschaft erwähnt. Bekannt ist außerdem, daß der Gewerkschaft 150 Thlr. von den Buchdruckern gewährt worden sind, und wurde diese Angelegenheit in allen Zeitungen besprochen. Alles dieses weiß Herr Waldow wohl und wiederholen wir unsere Frage: ist dieses Gedankenlosigkeit oder grenzenlose Verlegenheit? In beiden Fällen isi Herr Wal- dow zu bedauern; auch macht es jenem Hauptorgan des Katheder- sozialismus wenig Ehre sich von seinem Berichterstatter so dupiren zu lassen und seinen Lesern so entstellte Berichte als wahre Münze aufzutischen. Königsberg, 16. Sept. In voriger Woche ist Eckstein hier zu 4 Wochen Gefängniß verurtheilt, weil er den Revacteur der hiesigen„Ostpr.Ztg.", Otto de Grahl, beleidigt haben soll. Gleich bei Ankunft Ecksteins am hiesigen Orle berichteten die beiden hie- sigen Zeitungen abwechselnd, daß derselbe ein bestrafter Mensch wäre:c. ic. Die Absicht ging offenbar dahin, demselben alles Vertrauen Seitens seiner Parteigenossen zu entziehen, so daß Eck- stein sich hier nicht mehr halten konnte. Mit heuchlerischen Tiraden über Achtung, die auch dem Gegner zu erweisen wäre— aus solchem Munde ein bedenkliches Lob» daß nur die Eitelkeit darauf hineinfallen konnte— gingen sie jesuitisch auf ihr Ziel loS. Leider gelang ihnen zum großen Theil diese Taktik gegen Eck- stein. Einige zeigten sich lauer. Ändere wollten nickt„die Kastanien für uns aus dem Feuer holen", betrachteten sich demnach als außer- halb der Partei stehend und als Ausnahmepersonen. Immerhin haben wir bei dieser Gelegenheit unsere Freunde kennen gelernt und wissen, auf wen wir uns verlassen können, auf wen nicht. Eckstein ist nun in vontuwaoinm ohne Zeugenverhör und ohne daß seinem Antrage auf Verschiebung des Ter mineS Folge geleistet wäre, zuA Wochen Haft verurtheilt, in Anbetracht der„Frechheit" mit der er öffentlich„der Wahrheit ins Gesicht geschlagen", wie der Staatsanwalt Bienko, ein junger Mensch, der diese Volksver- sammlungen nie besucht, sich ausdrückte—(man scheint hier vor- zugsweise junge, strebsame StaatsanwaltSgehülfen gegen politische Personen zu gebrauchen). Nun, Eckstein war vollkommen im Recht, wenn er ein Ver- gehen, daß er durch 1jährige Sttafe gebüßt und durch ein 15jähriges eifriges Sttebeu für die erhabensten Ziele der Menschheit gesühnt, verheimlichte Leuten gegenüber, auf deren vorurtheilsfreie Auffassung er nicht rechnet und eS wird hier nicht einen Arbeiter geben, der ihm Solche» als„Frechheitt vorwerfen wollte.> Angesichts eines Verfahrens, welches ihn durch mehrereNummern zweier Zeitungen als Dieb und Schuft beschimpfte, ihn, dem Be- leidigten und Verläumdeten, auf Antrag seiner Verleumder noch zu 4 Wochen Gefängniß zu verurtheilen, weil er solche perfide An- griffe nicht mit freudigem Herzen erttagen.— Angesichjs solcher Behandlung werden dre hiesigen Arbeiter wissen, wie sie sich bei den nächsten Wahlen Eckstein gegenüber zu verhalten haben. Adolf Radtke. WftrKitrg. 14. Sept. Seit Abhaltung des Arbeitertages am Schlüsse vorigen Jahres haben wir hier in Marburg Nichts wie- der von uns hören und die hiesigen Philister ruhig sihrem alten Schlendrian nachbumnieln lassen; schon glaubten sie, uns das Heft aus den Händen gerissen und uns todt gemacht zu haben; mehr- fach konnte man sprechen hören:„Der sozialdemottatische Arbeiter verein ist zersplittert und zu Grunve gegangen". UnS amusirte dies, denn in Wirklichkeit haben wir in dieser Zeit mehr erzielt, als hätten wir allwöchentlich eine Volksversammlung abgehalten. Wir hatten unser Augenmerk vorzüglich auf die ländliche Bevöl- kerung gerichtet, und hier ist eS, wo wir den Boden sondirt und durch private Agitation einen Keim gelegt, der für die Zukunft von großem Vortheil für uns sein wird; in der Wahlbewegung noch einige öffentliche Versammlungen dort abgehalten und die Mehrzahl der ländlichen Bevölkerung macht Front gegen den Natioualliberalismus, weil sie während der letzten Reichstazspe- riode eingesehen hat, was sie erreicht, wenn sie für jene und mit ihnen für das„heilige Reich der Gottesfurcht und frommen Sitte" schwärmt; sie hat eingesehen, daß mit all den Nationalfesten und all den famosen gesellschastsrettenden Reden und Thaten des hohen Reichstages doch nur das wahre Jammerbild der modernen gesell- schaftlichen Zustände ttberkleistert wird. DaS Klassenbewußtsein greift nach und nach Platz unter ihr, mehr wie bei unseren städti- schen Arbeitern, die eher zu allem Andern, als zum Denken zu gebrauchen sind. Auf einmal wurde sie aus diesem Siebenschläfer- träum durch eine Volksoersammlung aufgerüttelt. Tagesordnung: 1.„Hat der Sozialismus eine kulturhistorische Bedeutung?" 2.„Welche Bedeutung hat der Reichstag für das arbeitende Volk?" Referent: Herr Dr. Walster aus Dresden. Zu Punkt 1. waren insbesondere, da eS ein wissenschaftliches Thema war, die Vertreter der Wissenschaft eingeladen. Durch besondere Zwi- schenfälle war»s nicht möglich gewesen, außer einer Annonce, die Bekanntmachung noch durch die Schelle, wie es hier noch Sitte ist, ergehen zu lassen, und so kam es denn, daß die Versammlung schwach besucht war, da die Arbeiter das„Monstrum der Jour- nalistik",„Oberhessische Zeitung" genannt, wenig oder gar nicht in die Hand bekommen. In das Bureau wurden Wosniak als Vorsitzender und Unterzeichneter als Schriftführer gewählt. Par- teigenosse Dr. Walster ergriff das Wort zum ersten Punkt der Tagesordnung und beutete dies Thema in anderthalbstündiger, ttefflicher Rede vollständig aus. Zunächst erwähnte er des Ein- drucks, den der Sozialismus gegenwärtig überall, wo er auftrete» auf die Gegner mache; alle Hebel würden in Bewegung gesetzt, um diese Bewegung zu unterdrücken. Diese Furcht vor dem So- zialismus entstehe größtentheils durch die lügenhaften und verläum- derischen Berichte der Presse, z. B. die Schilderungen über die Pariser Commune. Der größte Feind jedoch sei die Denkfaulheit der arbeitenden Klassen selbst. Redner entwickelte hierauf an der Hand der Geschichte, daß schon im Alterthum jederzeit und bei allen Völkern soziale Zuckungen zu finden gewesen seien, wie jeder- zeit der Ueberlegene seinen Vortheil zur Ausbeutung seiner Mit- menschen benutzt habe, so im Kirchlichen, wie im Weltlichen; die Schwächeren hätten sich um diese schaaren müssen und so sei denn geistliche und weltliche Oberherrschaft entstanden. Wie dann später unter den verschiedenen Volksklassen Vereinigungen zur Wahrung ihrer Rechte entstanden seien, größtentheils noch mangelhaft und mit Egoismus durchzogen. Später sei dann die mächtige Fackel des Sozialismus entzündet, in seinen Lichtstrahlen das große Wort„Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit" verkündend. Da wäre»dann von Neuem der Kampf gegen diese neue Lehre ent- brannt; wenn früher nur einzelne Parteien gegen einander ange- kämpft hätten, so hätte sich hier Alles vereinigt, um gemeinsam den neuen Feind, welcher sich erdreisten wollte, in ihre Vorrechte einzugreifen, zu zerschmettern. Ohnmächtig seien alle diese Ver- suche bisher gescheitert. Redner greift sodann in der Geschichte wieder zurück und be- weist an den Beispielen früherer mächtiger Staaten, wie das große römische und griechische Reich, da eS Reiche der Uebervortheilung und Ausbeutung gewesen und daher die untern Klassen kein In- teresse daran hatten, ein solches Reich zu erhalten und zu unter- stützen, daß Alles, was nicht aus der Basis der Solidarität der Interessen beruhe, unbedingt dem allmäligen Verfall preisgege- ben sei. Ilebergehend auf die Lehre Jesu charakterisirt Redner das wahre Christenthum als daS wieder zu sich selbst kommende Be- wußtsein der engsten Zusammengehörigkeit, wie die Lehre Jesu auS Eigennützigkeit gefälscht und entstellt sei; der Sozialismus enthalte in sich das wahre Christenthum. Zum Schluß bespricht Redner noch die niederttächtige Kampfes- weise unserer Gegner; da, wo es falsche und entstellende Berichte zu machen gebe, wären sie gleich dabei, Auge in Auge aber wage Niemand den Kampf aufzunehmen. Leider mußte Referent seinen Vortrag in Kürze schließen, da der uns überlassenc Rathhaussaal nur bis 10 Uhr zur Verfügung stand. Bezeichnend ist wieder, daß die Bertteter der Wissenschaft, trotz spezieller Einladung, in großer Abwesenheit glänzten; es ist ja dies das alte Lied: entweder anerkennen sie den Sozialismus und scheuen sich, dieS vor der Oeffentlichkeit zu bekennen, oder sie sind Gegner des Sozialismus und halten eS für unter ihrer Würde, mit Arbeitern über die tiefst-wissenschaftliche und wichtigste Zeit- frage öffentlich zu diSkutiren. Samstag, d. 6. ds. Vits., beriefen wir eine öffentliche Mit- gliederversammlung ein, in welcher unser Delegirte V. Ch. Schneider über den Kongreß referirte. Die Versammlung war ziemlich zahlreich besucht und ließen sich am Schluß derselben mehrere neue Mitglieder aufnehmen. Mit Befriedigung wurden die Kongreß- beschlüsse von der Versammlung entgegen genommen und allgemein der feste Wille ausgedrückt, ohne Rast und Ruhe zu arbeiten an dem großen Bau der Erlösung des Proletariats aus dem Labyrinth von Knechtschaft, in welches es durch die gesellschaftlichen Zustände versunken ist. Herr Koch, Herausgeber und Redakteur der oben genannten „Oberhesstschen Zeitung", hätte in dieser Versammlung die gün- stigste Gelegenheit gehabt, sich von dem wahren Thun und Treiben des sozialdemokratischen Kongresses zu überzeugen, denn an Arti- keln über denselben, die er jedenfalls von irgend einem lügenhaf- ten Correspondenten oder aus irgend einem Winkelblättchen ge- schöpft hat, in welchem Hohn und Spott den Vordergrund bildeten, hat er eS nicht fehlen lassen. Freilich, die Wahrheit wollen diese Leute nicht wissen, einsehend, daß sie mit derselben sich selbst in'S Gesicht schlagen würden. Ferner wurde in der Versammlung beschlossen, jetzt unverzüg- lich in die öffentliche Agitation unter der Landbevölkerung zu treten. Mögen die Parteigenossen allerorts darnach streben, gerade diese Klasse des Volkes zu gewinnen. Gerade dies ist es, wovor die Gegner sich am meisten fürchten, wohl wissend, daß, wenn sie die Landbevölkerung verlieren, sie ohnmächttger sind, als je zuvor. Dies ist der Boden, auf welchen sie sich am Meisten stützen und welcher ihnen seither das Stimmvieh geliefert hat; haben wir ihnen diesen entrissen, so ist unser Kampf ein weit leichterer. Auf denn, Parteigenossen! Tragt ohne Zögern unser Evangelium hinaus unter die Landbevölkerung! Versäumte Zeit ist nicht wieder einzuholen. AI« Humoreske möge dann auch hier uoch eine kurze Anmer kung Uber die hier ebenfalls stattgehabte Sedanfeier Platz finden: Schon am Montag, d. 1. Sept., fand eine Borfeier, bestehend in einem prachtvollen(?) Fackelzug, bei welchem Gymnasiasten und Schuljugend in'« Feuer geschickt wurden, statt. Außer diesen hatten sich die„Vüter der Stadt" und die»Schaar der HimmelSspedi- teure" betheiligt, und machte der Zug auf den Zuschauer, nachdem die Musik vorüber war, den Eindruck, als ob die Nachfolgenden einem Leichenwagen nachgingen. Da mit den Großen nickit mehr viel anzufangen ist, so sagten unsere nationalliberalcn Schwärmer: »Lasset die Kindlein zu mir kommen", denn auch hier schien das Leipziger Recept verschrieben gewesen zu sein und veranstaltete man auf deu kaiserlichen Feiertag ein Jugendfest. Die Schmückung der Stadt, welche ausgeschrieben war, hat auch nicht so recht ziehen wollen, denn nur hie und da sah man dergleichen Firlefanz, Fah- nen genannt, hängen. Die SiegeSduselei ist vorüber, ein Beweis, daß etwas faul sein muß im Staate Dänemark.— Schlimm sür sie, gut für uns! Ernst John Aeundorf, 16. Sept. An folgenden Orten finden im Laufe dieser und der nächsten Woche Volksversammlungen statt: Freitag, den IS., in Quedlinburg; Sonnabend, den 20., in Harzgerode; Sonntag, den 21., in Hornhausen; Montag, den 22., in Staß- surt und Dienstag, den 23., in OtterSleben bei Magdeburg. Vertrauensmänner und Parteigenossen haben die Pflicht, für pünktliche Einberufung und größtmöglichste Bekanntgabe dieser Versammlungen Sorge zu tragen. Als Referenten erscheinen Kleist aus Berlin und Unterzeichneter. Parteigenossen, seid, wie immer, auf dem Posten, wo es gilt, unfern Menschenrechten weitere Bahnen zu brechen. Mit sozialdemokratischem Gruß: W. Fischer. Augsburg, 10. Sept. Am Sonntag, den 7. d. M., Abends 7 Uhr, fand im Saale des Kohlergartens eine von nahezu 300 Personen, darunter auch Frauen, besuchte Arbeiterversammlung statt. Parteigenosse Walster aus Dresden sprach über die„So- zialdemokratie und ihre Gegner" so überzeugend, daß sein Vor- trag, wie das„Augsburger Tageblatt" zugesteht,„auch für poli- tische Gegner von Interesse war". Namentlich wurden sehr bei- fällig aufgenommen seine Darstellungen über die Entwicklung der menschlichen Zustände. Angesichts der Verschiedenheit dieser Ent Wicklung sei die Phrase von der göttlichen Weltordnung eine hohle und hinfällige und das Christenthum selbst nur eine vorüber- gehende Phase in dem Kampfe zwischen Egoismus und Sozialis- muS, die erst durch eine Religion der Liebe nach Art der Dar- stellung in„Nathan dem Weisen" gekrönt werden muß. Ebenso zutreffend war ein Vergleich, den Redner über die Zustände des alten Roms und die des neuen Reichs zog. Dort wje hier, da- mals wie jetzt dieselben menschenenttvürdigenden Zustände. Auf die herannahenden Reichstagswahlen wird diese Versamm- lung von bedeutendem Einfluß sein. Are«. Vor einigen Wochen erklärten die hiesigen Schneider- mcistcr in einer an die Gehilfen gerichteten Resolution, daß sie den am 10. April d. I. vereinbarten Lohntarif fernerhin nicht einhalten könnten, weil derselbe„den hierortigen Verhältnissen nicht entspreche" und„unzerecht" sei, und weil ferner auch iv den Konfektionsgeschäften von diesem Tarife abgewichen worden sei. Hiergegen wurde in einer am 25. August abgehaltenen Versamm- lung seitens der Gehilfen eine Resolution angenommen, in welcher ausgesprochen wurde, daß die hiesigen Klerdermachergehilscn an dem Tarife festhalten würden, angesichts der jetzigen Lage des Geschäftes jedoch der Gewalt weichen und die geeigneten Schritte sich für eine günstigere Zeit vorbehalten wollten. Zürich. Bekanntlich machte vor einiger Zeit, schreibt die „Tagwacht", der russische Polizeispion Stcmpkowski, der Verräther NetschajefsS, derzeit in Bern, kein geringes Aussehen mit„einem Attentat", das ein anderer Pole auf ihn ausgeübt haben sollte. Zum triftigen Beweis steckten vier Kugeln in der Wand des Stempkowski'schen Zimmers. Die unermüdlichen Spitzel hatten natürlich auch bald ein fürchterliches Polenkomplott hcrausgewittert, das sich verschworen haben sollte, nicht nur den edlen Stcmpkowski, sondern auch den russischen Gesandten in Bern und den Aus- lieferer Netschajess'S, den Zürcherischen Polizeidircktor Pfcnninger, umzubringen. Die Bernische und Zürcherische hohe Polizei ging auch bereitwilligst auf den Leim, und Verhaftungen, Haussuchun- gen und Beschlagnahme von Papieren waren die Folge davon. Gelegentlich der Erledigung des Prozesses Greulich contra Koller nahm auch noch ein angeblich Genfer Korrespondent der„Neuen Freien Presse" den Spion StempkowSki in Schutz. Nun erfahren wir au« einer Korrespondenz im„Bund", daß die„Attentats"- Affaire, welche vor Gericht schwebte, aus Abschied und Traktanden gefallen sei, da gar keine Anhaltspunkte vorhanden sind; Stemp- kowski habe wahrscheinlich selbst die vier Kugeln in feine Wand geschossen. Ueber das Privatleben deS„fleißigen Porzellanmalers, der von seiner Hände Arbeit lebt", erfahren wir des Weiteren , noch, daß der Lump ein nobles Bummlerleben führt.,— Hoffentlich ist nun das„Publikum" aus dieser„unverdächtigen" Quelle über diesen Spion genügend aufgeklärt, wobei wir aber durchaus nicht behaupten wollen, daß es das letzte Mal sei, daß sich unsere hohe Polizei zn Beschützern von Spionen hergiebt. Au« Ncwyorü geht dem„Conespondent sür Deutschlands Buchdrucker und Schriftgießer" von Seiten des Sekretärs der „Newyorkcr Typographia" eine Warnung zu, die in ihrem Schluß- satz auch für weitere Arbeiterkreise von Interesse sein dürfte. „Warnung. Unsere Collegen seien hiermit gewarnt, den Ver- sprechungen des jetzt in Deutschland reisenden Herausgebers der „Newyorker Abendzeitung", F. Rauchfaß, Glaube« zu schenken, da er bisher alle ftifcheingewanderten Setzer auf die schamloseste Weise ausgebeutet hat. Vertrauend auf ihre Unerfahrenheit und die Bcdrängniß ihrer Lage bietet er ihnen einen Hungerlohn, 4 des 5 Dollars die Woche, an und zahlt ihnen das Geld nicht ein- mal regelmäßig aus, so daß sie beim Verlassen der Kondision stets noch eine Forderung haben, die gewöhnlich erst nach vielen Laufereien berichtigt wird. Wer immer nach Amerika auswandern will, dem sei gerathe», sich nicht mittellos auf die Reise zu begeben, da er hier sonst leicht in eine schlimmere Lage gerathen kann, als wie er sie in Deutschland verlassen hat. In Amerika giebt es kein Biatikum, und die großen Städte, auf welch« der deutsche Buch- drucker nur reflektiren kann, liigen weit auseinander. Seit vo- rigem Herbst herrscht hier ein Arbeitsmangel sonders gleichen, welcher sich auf alle Gewerke erstreckt und, wie eS den Anschein hat, auch nicht so bald wieder aushören wird." Die Parteigenossen der nachbenannten Orte werden hierdurch ausgessrdert unverzüglich dafür Sorge zu tragen, daß folgende Annonce»sch«ltzs« baldigst bezahlt werden. Anerbach: Genosscnschafts- Maschinenstickerei s. Mai 2 Thlr. 3 Gr.; Altona Schuhmachergcw. f. Mai 6 Gr.; Arb.-Verein f. Dezember und Januar 26 Gr., für Juni 7 Gr.; Bremerhaven: Arbeiter- Partei 5 Gr.; Braunschweig: Metallarbeiter- Gewerk. für Juni 20 Gr., C. H. Müller für Februar 6 Gr.; Berlin Heinsch f. Jan. 4 Gr., Manuf. u. Handarb. f. Jan. 6 Gr., Metallarb.-Gew. f. Juni 6 Gr., Bernstein f. April 6 Gr., Schub machcr-Gew. f. April 6 Gr., Reimann f. Juni 7 Gr., Manusakt. u. Handarb. f. Mai 7 Gr., Sattler- Verein f. Jan bis Juni Thlr. 5 Gr.; BenSheim: Arb.-Part. f. März 5 Gr., Weihrauch, Buchbinder, f. März 3 Gr.; Bremen: Malergew. f. Juni 4 Gr.; Bamberg: Arb.-Part. f. Juni 4 Gr.; Cöln: Cigarrenarb.-Gew. (Fest) für Juni u. Juli 1 Thlr. 10 Gr.; Chemnitz: Maurer und Zimmergewerkschaft 15 Gr., Uhle für Mai 8 Gr., Metall- arbciter Gewersschaft für Juni 7 Gr.; Crimmitzschau: Agitations- Comite für Mai 16 Gr., Volksverein(AuSflug) 1 Thlr. 10 Gr.; Cassel: Arbeiter- Partei für Mai 24 Gr.; Constanz: Arb.-Partei für Mai 6 Gr.; Düsseldorf: Reichelt f. Jan. 4 Gr.; Darmstadt: Dönges f. Febr. 4 Gr., Arb.-Part. f. März 12 Gr.; Dresden: Maurer u. Zimmerer f. Febr. u. Mai 24 Gr., E. Knof f. Mai 7 Gr., Metallarb.-Gew. 27 Gr., Agitat.-Comite f. Mai 6 Gr.; Duisburg: Arb.-Partei f. März 3 Gr.; Dessau: Spinner- strike f. März 7 Gr.; Erfurt: Hesse f. April 4 Gr.; Forst: Arb.- Part. Febr. u. Juni 1 Thlr. 18 Gr.; Frciberg in Sachs.: Arb.- Part. f. April 25 Gr.; Freiburg in Bd.: Gimbel f. April 4 Gr.; Frohburg i/S.: Arb.-Part.(Aiisrage) Mai 5 Gr.; Gotha: Arb Part. Dez. bis Juni 19 Gr.; Holzarb.- Gew. f. Juni 7 Gr., Schuhm.-Gew. f. Juni 10 Gr.; Grimma: Ver. f. März 5 Gr.; Glauchau: Korbmachermstr. Ed. Lehmann f. Juni 12 Gr.; Halber- stadt: Arb.-Part. s. Febr. u. Mai 13 Gr.; Haide iu Holst.: Pe- tersen f. März 24 Gr.; Hannover: Buchbind.-Verein f. März u. Juni 19 Gr., Arb.-Partei f. Jan. bis April 1 Thlr. 3 Gr., Schneiderverein f. Mai 10 Gr.; Hamburg: Schisiszimmerer-Gew. f. März, Mai, Juni 29 Gr., Stein mctzengew. f. April, Mai 13 Gr. Hildesheim: Arb.-Part. Mai u. Juni 18 Gr.; Hannover: Arb.- Part. Jan. bis April 23 Gr., Arb.-Verein 20 Gr., Holzarb. Gew. f. April 5 Gr.; Johann-Georgenstadt: Arb.-Part. f. Mai 6 Gr.; Langcnbielau: Arb.-Part. f. März u. April 16 Gr.; Lengenseld: Agit.-Com. 14 Gr.; Leisnig: Arb.-Part. f. Febr., Mai, Juni 25 Gr.; Lörrach: Allgemeiner Arbeiter- Bund, Mai 9 Gr.; Melsungen: G. Wolf 3 Gr.; München: Schneider Gersimeier April und Juni 16Gr., Schuhmacher-Produktivgenossensch. 15 Gr., Schuhmacher-Fachver. Mai 6 Gr., Buchbinderver. Mai 5 Gr.; Münsingen: Schoell, Hcmdenfabr. Juni 8 Gr.; Markranstädt: Comitö z. B.-Vers. Juni 5 Gr.; Mülsen St. Niklas: Arb.-Bild Verein Juni 3 Gr.; Nürnberg: Expedition des„Demokratischen Wochenblattes" für Memminger Januar und Februar 3 Thlr.; Neviges: Beruh. Ahlmann, Schreinernistr., f. Febr. 4 Gr., Arb.- Part. f. März 13 Gr.; Planitz: Weber, Schlossennstr., f. Jan. 4 Gr., Arb.-Part. f. Juni 5 Gr.; Römerstadt in Mahr.: Arb.- Bild.-Verein f. Jan. 11 Gr.; Rochlitz: Arb.-Verein f. April 7 Gr., Friedr. Männel(Verl.-Anz.) 3 Gr.; Regensburg: Arb.-Part. 7 Gr., Fachverein d. Tischler 5 Gr.; Stuttgart: Sattlerverein f. Juni 3 Gr.; Würzburg: Schuhmacher-Gcw. f. Jan. 3 Gr., Tischler- fachv. Mai 6 Gr.; Weimar: Arb.-Verein f. April 7 Gr., Schuhm. Gew. Juni 10 Gr.; Wilkowya: Joh. Blum f. Mai 8 Gr.; Zwickau: Arb.-Partei f. Mai u. Juni 26 Gr. Gleichzeitig erklären wir, daß Anoucen solcher Einsender, die nach zweimaliger Erinnerung die Gebühren nicht entrichtet haben, hiusort nickt eher ausgeuommen werden, bis die rückständigen Be- träge bezahlt sind. Der Parteiausschuß.(2a) Hamburg, 10. Sept. 1873._ «rrichligung. Meinick in Göggingen ersucht uns, den Bericht über den Partei- kongreß(Nr. 81) dahin zu berichtigen, daß er Ersatz verlangt habe für einen Schaden, der ihm von der Nürnberger Parteimitgliedschaft, nicht aber von einem Schiedsgericht zugefügt worden fei. Bruf lasten. der Redaktion. L. in Rochlitz: Die Krankenkassenangclegenheit er- ledigen Sie am besten durch direkten Berkchr mit dem Gothacr Aus- schuß. C. B. in Hamburg: Ihr Artikel ist wegen des„mäßig sach- lichen" Tones zur Veröffentlichung nicht geeignet. K. A. K. in M.- Gladbach: Ihre Beschwerde ist an eine falsche Adresse gerichtet. der Expedition. Steinmetzver. Pirna: Ann. 6 Gr. Wkpf Hau- nover: Schr. 10 Thlr. Metallarb.-Gewerksch. das.: Ann. 6 Gr. A. Thn Müssen Sr.-Niklas: Ann. Thlr. 1. 6., Schr. Thlr. 3. 5. 5. G. Fschr Chemnitz: Ann. Thlr.2. 26. Brng Haide: Schr. 13 Gr. BöUch.-V. Berlin: H. Dtzr Zwickau: 3. Qu. Thlr. 27. 27. 5. Int. Metall- Ann. 27 Gr. W W arbeitergew. Berlin: Ann. 18 Gr. Int. Arb.-Aff. 3 Gr. I. Brml Hof: Schr. 11 Gr. Hdlch Leipzig: 3. Qu. Thlr. 1. 10. Centralaus- schuß der Gewerssch. in Zürich: Die Ann. über Arb.-Nachw.-Burcau tostet 26 Gr. Schnciderver. Augsburg: Ann. kostet 4 Gr. Wß Mühl- hausen: Wie viel Expl. brauchen Sie vom Webstuhl der Zeit und Lpz. Hochv«rathsprozeß und Ml che Lieserungen? PH. Bckr Genf: Senden Sie uns freundlichst je 10 Expl.„Vorbote" Jahrg. 1866— 71. Schn.- Affoz. Frankfurt a. M.: Ann. kostet 24 Gr. Depot soz.-dem. Schr. in Zürich: Ann. kostet 14 Gr. Bur. d. Congr. Zürich: die Ann. 26 Gr. HU Sosialdemokralischt Arbeiterpartei. Jj Samstag den 20. September: Versammlung in der „Schützenhalle".— Tagesordnung: 1) Urabstimmung über Congreßbe- schlüsse: 2) Vorschlag des Benrauensmanncs; 3) die Reichstagswahlen. Vollzähliges Erscheinen ist nothwendig. Im Austrag: I. Endres. MurtähuriT Literarischer Verein. /lUgVilllly Sonntag, den 21. September, Bormittags 10 Uhr: Monatsversammlung in der„Schützenhalle". Das Erscheinen säimntlicher Mitglieder ist nothwendig. Hörauf, erster Vorsitzender. Frankfurt a. M. � �>°° Schneider- Aff»;latioil Mcisengasse 12, den Parteigenossen und Lesern des„Bolksstaat" zur Anfertigung von Herrenkleidcrn unter reellster Bedienung. Stoffe auf st Lager stets vorräthig. sSa"s Der Borstand. ßtiltfiit Die Filialexpedition des„Bolksstaat" befindet sich nunmehr bei W. Bock, Berg Nr. 37, und werden daselbst Abonne» ments wie Bestellungen auf Schriften entgegengenommen. Die Zahlung de« Abonnementebetrag« muß praenumerando erfolgen. t ftftmftttrit Gewerkschaft der Holzarbeiter. �UUIUUiy Sonnabend, den 20. d. Mts., Abends 9 Uhr: Mit- gliederversammlung im Salon„zum Roland", 1. Jacobstr. 19. Alle Mitglieder müssen anwesend sein. Einführung von Freunden und Solchen, die Mitglieder werden wollen, erwünscht. A. Mendt. Hozlmindm Cassel. Die Mitglieder der Partei werden um eine zuverlässige Adresse ersucht. _ I. Gerhardt. �Ürnnälimi i Montag, den 22. dss., Abends «VIUI I g Uhr: Geschlossene Mitgliederversammlung der sozialdemokratischen Arbeiterparte im Kneiph. Gemeinde- garten.—(Borschlagswahl des Vertrauensmannes). A. R. Sektion 1 der Internationalen Arbeiterassoziation vlvW' fjvll» �Allgemeiner deutscher Arbeiterverein) zu New-Iorl versammelt fich jeden Sonntag Abend 8 Uhr im 10. Ward Hotel oorner(Ecke) of öroome& Foreyth Str. Neichenlmch u. ilmg. Sonntag den 21. Sep- .. tember a. c. findet in der „Turnhalle" ein«rohes Arbeiterfest mit Concert, Rede, Gesang und humoristischen Vorträgen(von Schapsky) statt, wozu alle Nachbarorte mit dem Bemerken, daß eine weitere Einladung nicht stattfindet, um rege Theilnahme ersucht werden. Beginn Nachmittags 3 Uhr. Programm an der Casse. � Die soz.-dem. Arbeiterpartei. QfniiltffiT Arbeiter- BildunftS- Berein. Sonntag, den 21. Septbr., Nachmittag halb 3 Uhr bält der Arbciter- Bildung«- Verein zu Siollbcrg, sein diesjährige» Stiftungsfest, verbunden mit allgemeinen Arbeiterfest, Fcstzug, Festrede, Musik, Gesang, Borträge, ernsten und heiteren Inhalts ab. Empfang der auswärtigen Freunde uud Parteigenossen von Vormittag 10 bis Nachmittag 1 Uhr. Motto: Einigkeit in Wort und Tbat Hilft zur Erlösung für da« Proletariat. Freunde und Parteigenossen von Nah und Fern unterstützt uns bei unserem Vorhaben. Abends 8 Uhr Ball.— Fcstplatz: Gasthof„Zum weißen Roß". (2b) Das Festcomite. Alle Briefe an den Arbeiter- Bildungsverein sind von nun an zu adressiren an Conrad Frenzel, Zwickauerstraßc; in Parteiangclegen- hcitcn an Äarl Ehrentraut, Chemnitzer Straße, Postplatz. Stollberg._' �[2a] Sozialdemokratischer Arbeiterverein. WlUllyllll Den Mitgliedern zur Kenntnißnahme, daß die Versammlungen von jetzt an jeden Montag Abend 8 Uhr im Lokal de» Herrn Herter, Büchscnstraße Nr. 27, stattfinden. Die Bertinsmitglieder werden dringend aufgefordert, pünktlich und zahlreich zu erscheinen und fleißig Gäste mitzubringen.[Zb) Thonberg u. Umgegend einSversammlung im Gasthaus zum Thonberg. Der Vorstand. Ählllftlll Iozialdemokratische Arbeiterpartei. �jlillUIIII Sonntag, den 21. September findet im Deutschen Haust dahier ein Arbeiterfest verbunden mit Tonzert und Ball statt, wozu die Genossen von nah und freundlichst einladet[3b'] Das Festcomite.! Waldkappel in Kurh. Adresse freundlichst ersucht von Cassel. Tie Abonnenten des„Volks- staat" daselbst werden um ihre I. Gernhardt. Herr Friedlände r in Berlin wird hierdurch an sein gegebenes Versprechen erinnert. Kur H'arteiöl'ätter! Hadlich. Ein Parteigenosse in Berlin wünscht Parteiblätter mit Corresxondenzen zu dienen. Offerten werden mit 0 10 in der Expedition des„Bolksstaat" erbeten. I. Hochgürtel, Berlin, sende mir Deine jetzige Adresse. PH. Walz in Cassel. Kosialbemokratische Arbeiterpartei. "Ol l-vlUW Montag den 22. September, Abends 8 Uhr: Lessent- liche Versammlung im Gasthaus„zum Vater Rhein", Huben- u.Lehm- gnlbcnftraßen- Ecke.— Tagesordnung: l) Republik und Monarchie, Vortrag von H. Oehme. 2) Forssetzung der durch die polizeiliche Auf- löfung am 8. d. Mts. unterbrochenen Diskussion. Um recht zahlreiche Betheiligung bittet Der B rtrauensm. Berlm Soziak-demokratifche Arbeiterpartei. »ezirbsoersammlung. Montag, den 22. September, Abend« 8 Uhr: vudwitz Locol, Admiralstraße 11, Eingang vom Hof: Vortrag des Herrn.strause. Verschiedene«. Landwehrstraße 11, bei Meister(oberer Saal): Bortrag von Banmaun. Tagesordnung: Ueber Racen- und Klassenhaß. Tie Mitglieder werden aufgefordert, zahlreich zu erscheinen. Das Agitations-Tomits. Sonntag, den 21. Sept., Abends 8 Uhr: Sitzung de« Agitations- Eomits's bei Sohlweck, Alexauderstraße 31. ffittt-»! Montag, den 22. September, Abends 8 Uhr:«eneral- IZ-Uffl-l»erfammluug der Krankenkasse der Mitglieder der sozial- demokratischen Arbeiterpartei im Lokal bei Weber, Frankfurter Chaussee Nr. 6. Philipp Walz, Borfitzender. fCntfci Die Mitglieder der sozialdemokratischen Arbeiterpartei 12/ II|| tl versammeln sich jeden Montag Abends 8 Uhr beim Gast- wirth Wpber, Frankfurter Chaussee Nr. 6. I. Bernhardt, Vertrauensmann. Arbeits-Nachweifullgsburcau der zürcherischen Arbeiterverbindung — Zürich. Krunngasse Nr. t, parterre. Zürich.— Dieses Institut ist seit dem 25. August in Thätigkcit getteten. Tie Einschreibetaxe für die Arbeitgeber ist 34 Rp. für jeden Ar« beiler, welchen er beansprucht, wozu noch 5 Rp. für die Karte kommen. Für die Arbeiter beträgt die Einschreibetaxe 10 Rp., welcher Bettag aber zurückerstattet wird, wenn keine Stelle angewiesen werden kann. Wir empfehlen besonders allen Arbeitern und Arbeiterfreunden dieses Institut auf das Dringendste und ersuchen auch unsere auswärtigen Gesinnungsgenossen, die nach Zürich reisenden Arbeiter auf dasselbe aus» merssam zu machen. Der eentralausschuh (2b) der Gewerkschaften des Bezirks Zürich. Soeben ist in unserm Berlage erschienen und auch durch die Expo dition des„Bolksstaat" zu beziehen: IfrotoKoff deS Ersten Allgemeinen schweizerischen Arbcitcrkougresses, gehalten zn Ölten, am I., 2. und 3. Juni 1873. Herausgegeben vom Bureau des Kongresses. Preis: 30 Cts.— 2'/, Sgr. oder 9 Kreuzer südd. oder 12 Kr. österr- Wiederverkäufer, welche direkt von uns beziehen, erhalten Rabatt, j Dieses besonders mit Rücksicht auf die gewerkschaftliche Bewegung sehr interessante Arbeiterkongreß- Protokoll darf den Parteigenossen uiN so mehr empfohlen werden, als die eigenthümlichen Verhältnisse dtt schweizerischen Arbeiterbewegung außerhalb der Schweiz verhälwißmäßig wenig bekannt sind und doch viel Belehrendes enthalten.(2b) Vorläufige Anzeige. Bis in 3 Wochen erscheint in unsernj Berlage und wird ebenfalls auch durch die Expedition des„Bolksstaat zu beziehen sein: Zosialdemokratische» Gedichte- und Liederbuch. Zweite Auflage. Taschenformat. Preis: 30 Cts.(2'/, Sgr.). jPepet losialdemokratilcher Literatur, Zürich, Brunngasse Nr. 1.(2bt Leivjtt 6«ea». A«*ittexu«. iasper. zRedattioo au» Exp«»ui Zelperür. 44). D-»< irvh b-» ZVnt'evtckcckis'rf»r"»«-»'.,