iSM . lamfta Btlmta«I« MalUItai«mfc Vach- leeltimi« bM 3b> nA axIsnbH«n. ■Wal-CjchtbiHsnni fit» Ml « MmteiaUn« Wattn; *«.CiiSt, ftw Ml Habokra,». J. G.«. Slnnttfi», » B. Harkoi otr. Mrm. o. m. )Lb»aiu»tnttprrii; ttta ytenß« Ind. Btimpd- 6ta«2ieg».,ffitlttöbri8«m ftaadchtc«taaltn 16 Bgr yn Quartal. P*a«t*» Ztl»»««»!, Mfbta Wt tlM Deutsch» V«ßa» stalten aus Im S. u. st. Ustanat u. aus d« S.M»- nat btsauvtr« angenrmme», W»ß!»achsen u. Hr,gth. »achs.-Ll»tntnr§ auch aus I» 1. Aeuat i 81, OrgandersozialdemokrattschenArbetterparteiundderinlernationalenGcwerksgenossenschaften. 90 Krettag. 26. September H � positiv, fontera s-qtt, daß alle Mittel erlaubt seien, um die Leute � u> eine ähnliche Affairc(wie die Ermordung Ivanoffs) hineinzu H|; ziehen; daß diese Regel auch im Ausland pehandhabt wiirde—, Mit dem 1. Oktober beginnt ein neues Quartal und fordern xo„ P � k u n i n wie von Andern— und daß, wenn solche Leute Vir deßdaib zu zahlreichem Abonnenienl auf das wöchentlich sich dieser Regel unterwerfen, er, Retfchajeff natürlich auch darnach' dreimal erscheinende Parteiorgan auf. handeln dürfe."— Es wird jedenfalls die Bemerkung gestattet j Der Preis beträgt 16 Sgr.<56 Kr. rh.) pro Quartal, iwu. daß dieser AuSsageNicolajcffs nicht gerade die Volltraft eines 5'.Sgr.<18'/, Kr.rh.) pro Monat, in Preußen mcl. Ttem-!�°�Zl«rtannt�werrm darf. weil�der�Aussagellde� em Freund ches Hauptsä elms, inöalicherweise die Absicht gehabt hat, durch An r»>"tuii äj schwäi:una des Leyiern sich reinzuwaschen. Gleiäwohl drängt Al.c deutsche Poftanstalien nehmen Abonnements entgegen � �*e. �colajeffs Aussage unwillkürlich die Erinnerung an, Denjenigen Abonnenten, welche das Blatt per Kreuzband �nen Atteutatsversuch auf. der vor einem Iahte in Zürich an: beziehen, wild dasselbe bei dreimaliger Zusendung in folgender„«m Rusien Utin, Gegner Bakunin's, durch Bakunisten verübt «eise berechnet: wurde'Siehe Seite 29 und 30 der Broich.). Jener lleberfall galt nicht für Deutschland 1 Thlr. 5 Rgr.(2 fl. 3 kr. rh.); nur dem Anti-Panslavisten, rem Marxianer, vem Inden, sondern für die Schweiz. Serbien, Belgien, Scandinavien und:unseres Erachtens in vierter Reibe auch dem Portefeuille des Italien t Thlr 10'Rgr.(5 Frcs.); stein, eichen Mannes.— � für Frankreich, die Niederlande, Portugal, Großbritannien,!, Während Bakunm w-.e wer im Artikel 3 sehen sich durch Rumänien und die Türkei I Thlr. 20 Ngr.(6\u Frs.); � Revolution" von der ....> tii- o Tf,fv" Verpflichtung der ru ichen Flüchtlinge, nach Rugland zurückzukehren, für Spanien und ür Amerika 2 Thlr selber dispeusirt(b-sieit), that-r in Westeuropa gerade so, als ob < ur Leipzig und Umgegend ist der Abonncmentspreis„den Teufel im Leibe" Härte. Sein„Progres" in Locles brachte (w!? Bringerlchn) auf 17' 2 Ngr. pro Quartal und 6 Ngr. vre Monat fcstgcsitzt. Man abonnirt bei der Expedition Zeitzerstraße 44, Pctcröstraße 18 und bei Colporteur Müller, für die Umgegend von Leipzig bei den Filialexpcditionen: für Polkmarsdorf, Reudnitz, Neuschönefeld w. bei O. Stelzer, Reudnitz, Kapellengasse 11, 2 Tr., für Plagwitz und Lin- deaau k. bei Frau Hohe, Roßmarkt Nr. 9, in Lindenau, für Connewitz rc. bei Teubert, Bornaische Straße 197, für �icinzschocher und Umgegend bei Fleischer, Nr. 87 daselbst, sbi Thonberg bei Horn, Hauptstr. Nr. 95, für Stötteritz bei Q. Richter. Die Redaktion und Expedition des..Valksltaat". An die Parteigenossen! Mit der Stummer 92 beginnt ei» neues Quartal-Abonnemeut auf den„Bolksstaat", unser Parteiorgan, und ist es Pflicht eines Jeden von Euch, den„Volksstaat" nicht»ur selbst zu halten und zu lesen, sonder» auch nach Kräften zu verbreite». Gerade in diesem Quartal müssen von allen Seiten die größten Anstrenguu- gen gemacht weiden, um den Ausfall, den der Abonnentenstand des Blattes durch das dreimalige Erfcheiren desselben erlitten hat, wieder auszugleichen, und wir sind der Ueberzeugung, wenn alle Parleigenosien ihre Schuldigkeit thun, so wird das gar nicht schwer sollen. Es wäre gerade zu beschämend für unsere Partei, wenn der„Volksstaat" auch in diesem Quartal nur 6600 Abonnenten zählen würde. Das darf nicht sein. Im Gegcnthcil, wir müssen Alles ausbieten, damit nicht nur die frühere Wonnen tenzahl wieder gewonnen wird, sondern mehr noch, wir müssen binnen einem Jahre die Abonn>»te:.zahl aus 10,000 bringen. Parteigenossen! 10,000 Abonnenten »rgan, für den..Volksstaat", das ist ein Preis, der der Anstren- gongen werth, die dafür gemacht werden müssen. Freilich, diesen Preis erkämpft man nicht, wenn man die Hände in den Schooß legt und in stiller, beschaulicher Gemüthlichkeit abwartet, bis die neuen Abonnenten von selber kommen, oder wenn man die Agita- tivn für den„Volksstaat" zn Gunsten der Lokal'- lalter rnwach- lässig,. Das darf»ich! jein. Die Lok.ilblätter dürfen nicht aus Kosten des Aboiinenienstand:ö des„Vottsstaal" begünstigt werden, und cS wä-e ein schlechtes Zlugmß für die PaneUüchtig- kei, solckcr Orte, wo dies geschehen würre. Dock wi: hoffe», d.ß kein Qrt sich dics-.s Zeugniß geben wüd. Parteigenosse»! 10,000 Abonnentiu aus unser»„Vcltssiaai", das lci hinfort die Parole in allen Pa>tei- und Bolksversamm- langen. Dafür muß rücksichtslos m t aller Kraft agitirt w.rren, und eist dann, wenn wir dieses Ziel emickt Halen, erst dann, wen» die 10,000 Abornintcn gewonnen sind, nicht eher, können vr mit dem Resultat dieser Agiiaiion zufrieden fein. Veriä�mt barum k.inc Gelegenheit, dem„Volkssiaat" neue Abonnenten und biMitt ter Pa,te>"»eue Mitglieder zuzuführen. Immer u> d immer wieder uiuß dazu ausgesordert werden, den ..Pvlksstaat" zu lesen und zu halten. In jeder Parteiversammlung wuß tarauf h>,-gewirkt, in jeder Volfsvcis.-uiuitung dafür einge- treten werde». Zur erfolgreicheren Agitation wnd die Expedition des„VolkSstaat" aus Verlaugen eine genügende Anzahl Exemplare iur Vertheilung gratis übersenden, und die Redakio» für sosviti- Sin Abdruck der AgitationS- und Lokal-Berichte, die recht oft ein- iusenden wir den Parteigenossen dringend empfehlen, Sorge tra- "*»• Und wenn dann Jeder auf seinem Posten, Jeder an seinem . latze und Jeder in rechter Weise und mit den, rechten Eifer für «erdreitung des„Volksstaat", unseres Parteiorganes, wirkt, dann f4"ur tinc Beleidigung der Partei sein, daran zu zweifeln, «ag binnen Jahr»nd Tag die 10,000 Abonnenten gewonnen sind. Hamburg, den 22. Sept. 1873. Ter Partei-Ausschuß. I. A.: Th.'gorck. A. Gcib. Caglisstro Batvnin. v. Schluß. Ueber den Prozeß Nesschajess ist noch Folgendes nachzutragen. W.""hrgedachte Angeklagte Nicola, ess. der Intimus Netfchajeff's, tin, tri*'" J4'äh am Ende den Sketschajeff ftagtc. wo renn gentlich da« vielberufenc„Eomitc" sei, antwortete er m,r nicht lange Auszüge aus der russischen Zeitschrift„Volksgericht".— Sem Trabant Guillaume previgte von den„großen Erfolgen der russischen Sozialisten", und erklärte, daß sein Progamm(„poli- tische Enthaltung") auch in Rußland angenommen sei. Dabei hatte Bakunin zwei Jahre ehe der Chaux de-Fonds-Congreß der Alliancistes das„politische EnthaltungS"-Programm angenommen — also im Jahre 68— in der„Demokratie" von Ehassin, aus Veranlassung der politischen Enthaltung der französischen Arbeiter, den Satz niedergeschrieben:„Die politische Enthaltung ist eine Thorheit, erfunden von Schurken, um Rarren zu täuschen."— Auf dem Eongreß von Chaux-de-Fonds wollte Utin die Schwin- deleien Netschajcff'S aufdecken, aber Gnillaume schnitt ihm daS Wort ab: von Persönlichkeiten reden, das wäre Spionage!!— Und Bakunin, um glauben zu machen, daß die Angelegenheiten in Ruß- land eine so ernstliche Wendung genommen hätten, daß sie seine Anwesenheit erforderten, that um jene Zeit in der„Marseillaise", als ob er eben zurückgekehrt sei„von einer langen Reise in ferne Länder, wohin freie Blätter nicht dringen."— Uebcrall wohin man bei Bakunin blickt: die bis nrs Unausstehliche getriebene Ansschnci- derei. So auch im dritten Artikel des zweiten Hefts des„Volks- gerichts":„DaS Ende der gegenwärtigen sozialen Ordnung und die Erneuerung des Lebens mit Hülfe neuer Prinzipien kann nnr führen zur Concentration aller sozialen Existenzmittel in den Hän- den unseres Comite's". Wir kommen»ud zum„Revolutionären Katechismus". —§ 1—7:„Pflichten des Revolutionärs gegen sich selbst".— „Der Revolutionär ist ein geweibter(!) Mensch. Er hat keine persönlichen Interessen(!), keine Geschäfte, keine Gefühle(!!), keine Neigungen(!!), kein Eigenthum und auch keine» Namen. Alles wird bei ihm in Anspruch genommen durch ein einziges, ausschließ- iu,uro vrmgen. ltches Interesse, einen ewzigcn Gedanken, eine einzige Leidenschaft: " Ä"! hie Revolution»(!)-„In der Tiefe seines Seins, nicht bloß m Worten, sondern in der That, hat er vollständig gebrochen mit der bürgerlichen Ordnung und der gesammten civilisir- ten Welt(!!), mit den Gesetzen, den Gewohnheiten, derMoral und den allgemein anerkannten Sitten dieser Welt".(?)— Also jeder Revolutionär soll sick. indem er..in der That"„mit den Gesetzen" bricht, lebeuSianglickc Zuckthauöstrafe verschaffen! Wer soll dann die Revolution machen?— U. A. w. g.—„Ein Revolutionär verachtet allen Doktrinarismus und verzichlei auf die Wissenschaft dieser Welt, indem er sie für die zitkünsti- gcn Geneiationen aushebt. Er kennt nur Eine Wissenschast: ric Zerstörung".(3)—„Kalt gegen sich selbst, muß er eS auch gegen Andere sein. Alle Gefühle der Zuneignng, alle vtrweich- lichenden Gefühle(!) cer Birwandtschaft, der Freundschaft, der Liebe, der Dankbarkeit müssen in ihm durck die einzige und kalte Lkidensckaft dcS revolutionären WeikS erstickt sein"(6).(Warum nicht lieber gleich den„wahren Revolutionär" auch physisch castri- reu? Und warum nicht auch ihm die Augen ausstechen, damit er, wie der blinde Großinquisitor Peter Arbuez, noch gefühlloser sei» könnte?)—„Tag und Nackt muß er einen einzige» Gedanken haben, ein einziges Ziel: die unverfohnlicke Zerstörung. Indem er kalt und ohne Unterlaß dieses Ziel verfolgt, muß er bereit sein, selbst unterzugehen und alle die, die ihn an seinem Ziele hin- der», mit eigenen Händen umzubringen"(6).— Z 3 bis U:„Pflickten des Revolutionärs gegen feine Revolutionsgenossen." —„Der Revolutionär kann Freundschaft und Zuneigung nur(!!) für den Mann haben, der thaisächlick bewiesen hat, dag er, wie er, ein i evolutionärer Agent ist"(8).—§ 12—21:„Pflichten deS Revolutionärs gegen die Gesellschaft".—„Ein Rcvcliitionär geht in die Welt der Klassen und lebt in ihr bloß im Glauben an deren baldige, gänzlicke Zerstvning. Er ist kein Revolu- tionär, wenn EtwaS in di eser Welt für ih» Werth hat. Er darf vor der Zerstörung keiner Position, keiner Fessel und keines Menschen, der dieser Mett angehört, zurück schrecken. Wenn dte Fesseln der Verwandtschaft, Freundschaft, Liebe seinen Arm zurückhalten können, dann ist er kein Revolu» tionär»(13).— Es ist nicht deutl.ch zu erseben, ob dieser letzte Satz für sick allein genommen werden soll oder in Verbindung mit dem vorhergehenden. In diesem Falle wäre auch Eltern- und Gattenmord gepredigt!!— 8 14 erklärt, daß der„Revolutionär", sick auck in die Geheimpolizei einsckleickcn darf.—§22—26: „Pflichten der Verbindung gegen das Volk".— Hier wird der tiesste WeiShettSgrund des„revolutionären RevolutionariSmuS" sicktbar:„In der Ueberzeugung, daß die Emancipation und das Glück des Volkes nur emickt werden können mittels einer AlleS zerstötendett VollSrevolution, wird die Verbindung Alles an wenden, um die Uebel und daS Unglück zu vergrößern, welche eudlick die Geduld des Volkes erschöpfen und es zur Mas- senerhebung aufreizen".(Aus diesem Grunde also hat Bakunin durch den Prozeß Netschajeff 80 Menscken in Petersburg in's Unglück gestürzt!')„Unsere Angelegenheit ist die schreckliche, voll- ständige, unversöhnliche und universelle Zerstörung." „Wir mü ssen uns verbinden mit d er Abenteurerwelt des Brigantenthums; das sind die wahren und einzigenRe- volutionäre Rußlands." So. Nun wären wir glücklich fettig mir diesem leidigen Thema. Zum Schluß nur noch die Bemerkung, daß Bakuiu» selber in seinem„Aufruf an die Offizicie der russischen Armee" (Seite 96 ff. der Broschüre) seine Logik und seine Qrganisatiou, nach der„jeder Einzelne aus seinen Willen verzichtet" zu Gunsten der Comite-Befehle(Anti-AutoritariSmus!!), mit denen der Je- suitcn in Parallele stellt. Es ist dies sicherlich der einzige Punkt, wo Bakunin nicht gelogen hat. Nicht etwa als ob wir uns wegen des sogenannten Iesuitensatzes„der Zweck heiligt die Mittel" be- kreuzigten! Keineswegs! Was wir am Iesuitismus und Bakums- muS auszusetzen haben, ist nicht, daß sie lehren: der Begriff deS Rechten, deS Guten, der Tugend ist schwankend,- sondern daß sie, indem sie die Anwendung jedes Mittels Jedem erlauben, eben so viele Millionen Arten der Rechtspraxis etabliren, als eS Menschen giebt und dadurch die„Anarchie" im unerhörtesten Sinn des Wortes. Ein Zustand, in dem Jeder seinen Nebenmann er- stechen soll, bloß weil er glaubt, daß es ein Schuft sei,— das ist der Zustand der Bakunin'schen„Pandestruktion"(Allzerstörung). Es ist da? Zeitalter der Menschenfresserei.— Es wird nach dem Vorstehenden jedem Einzelnen überlassen bleiben müssen, zu urtheilen, ob ein Verrückter so schreiben kann, wie Bakunin schreibt, oder ob nicht vielmehr die Bakunin'sche Thä- tigkeit die eines vollbewußten Betrügers ist. Politische Uebersicht. — Die Narrheiten unserer Manche ster-Männer, d. h. jener After-., VolkSwirthschaftler", welche verlangen, daß der Staat sich in gar nichts einmiscke und de» Herren Unternehmern die „Freiheit der Coneurrenz", das ist die schrankenlose AuSbeu- tung, gewährleiste, bringen sogar die„Frankfurter Zeitung" in Harnisch, wiewohl dies Blatt die Interessen der kleinbürgerlichen Demokratie verlritt. Wir lesen darin: „Die jedes Maß überschreitende Rathlosigkeit und Verlegen- heit, mit der das Manchesterthum auf die steigende Fluth der so- zialcn Bewegung hinblickt, führen unter Umständen zu den aller- seltsamsten Erscheinungen. So hat erst in den jüngsten Tagen ein hervorragender Adept jener Schule Kunde von einem Universal- mittet gegeben, mittelst dessen er alle sozialistischen Regungen, die oft in so unbequemer Weise die Zirkel der manchcsterlichcn Theorie — und Praxis stören, mit einem Schlage zu beseitigen verhofft. „Jgnoriren und unter der Hand beseitigen"— so lautet der pharisäische Rath, den die„Ostseezeitung" ihren Lesern in Beziig auf die Ersck inungen giebt, welche man unter dem Namen der sozialen Bewegung zusammenzufassen pflegt.„Jene Agitation im Einzelnen zu ve» folgen" dozirt der weise Redakteur der„Ostsee- zeitung" kann kaum Jemandem noch im Ernste zugemuthet wer- den.... wer einmal de» Wust von Halbwisserei und Phrasen- thui» kennt, welcher die Grundlage der sozialistischen Propaganda bildet, für den ist es eben so nutzlos wie langweilig, stck im Ein- zelneu um die uianmzsaltigen Wandlungen zu bekümmern, welche dieser Wust annimmt. Das Gesagte gili auch für die sozialistische Presse". Die besitzenden Klassen, so meint die„Ostseezeitung", würden vor„falscher Sicherheit" hinlänglich gewahrt sein, wenn sie sich ledi-.üch um die StrikeS und Arbei'gebercoaliticncn tüm- merten.„Diese rein praktische Beschäftigung mit den Arbeiterbe- strcbungcn, so heißt es an der detreffenden Stelle wörtlich weiter „scheint uns für die Gesammtheit der Besitzenden weit nolhwendi- ger als alle Aufmerksamkeit, welche sie der iheoretischen Agitation deS Sozialismus zuwenden." Mit anderen Worten lautet die Vor- schrift der„Ostseezeitung" also: Halter den Arbeitern mit aller Macht den Daumen auf's Auge, aber— spreckt nickt davon. Die ethische und logische Berechtigung dieser Ansichten des Man- chestergelehrten am fernen Ostseestrande mit Gründen zu bestreiten, müsien wir„für unser armes Theil" ablehnen, da uns hinlänglich bekannt ist, daß jener„neue Daniel" derselbe Mann ist, welcher ans dem siebenten volkswirthschaftlichcn Congresse in Hannover bei Gelegenheit der Bcrathung über den Zwangskurs die denkwürdigen Worte sprach:„Ick nehme an, daß wirkliche Aufklärung erst dann vorhanden, wenn die Ueberzeugung von den verheerenden und entsittlichenden Wirkungen des Zwangskurses eine so tief- gehende geworden, daß wir lieber den Staat untergehen sehen, als dulden, daß er zum Zwangskurse greife." Wenn man als ge- schworener Mauchestcrmann in dieser Weise bereit ist, aus dem Altar deS selbstsabrizirtcn Wissenschaftsgötzen auch daS Heiligste zu opfern, selbst den sckützenden Nachtwächter(nach dem bekannten Bilde Lassalle'S) mit kaltem Blute abzuschlachten, falls er in äußerster Zwangslage dem manchesternen Dogma entgegen von seiner passiven Polizistenrolle Haarbreit abweicht, wenn man, sagen wir, zu Solckem bereit ist, dann befindet man sich in selbstvee- schnldeter Verblendung, die unsetcr Auffassung»ach vor jeder Be kämpfung durch moralische oder wissenschaftliche Darlegung vcll ständig sicher stellen muß." Ja, wir können uns auch nicht des Lachens erwehren, wenn wir einen der eifrigsten Stiefelputzer Bismarcks in„sittlicher Er gebenheit" renommiren hören, er wolle dem preußischen„Staat" die Pickelhaube abschlagen, wenn dieser Staat es wagen wolle, dem von ihm(dem Stiefelputzer) aus Privatvergnügen und zum Zeit- vertreib gerittenen„Wissenschasts".Esel die Ohren zu stutzen. Wir haben von der Courage der Herrew Nationalliberalen, die in ein Plans loch kriechen möchten, Denn der Kürassierpallasch Bismarcks zornig raffelt, schon zu viel Heiteres erlebt, als daß wir bei einer solchen Rodomontad-(Prahlerei) ernsthast bleiben könnten. Im Uebrigen wird die Arbeiterbewegung ihre naturgemäße Entwicklung verfolgen und an ihr natürliches Ziel gelangen. Wenn die man- chesternen Waschweiber während dieser Zeit die Arbeiterbewegung ignoriren, d. h. ihre höchst läppischen Phrasen an den Nagel des Schweigens hängen, so ist uns das höchst angenehm und stört den Lauf der Dinge nicht im Mindesten. Die„Frankfurter Zeitung" schreibt weiter: „Wir halten eS daher für unverdiente Ehre, wenn der„Ham- burger Correspondent" der„Ostseezeitung" energisch zu Gemüthe zu führen sucht, sie sei sich selbst wohl bewußt, daß bloße Theorien niemals im Staude sein könnten, die„Grundlagen" einer Propa- ganda zu bilden, daß vielmehr diese Grundlage in Zuständen zu suchen sei, über deren UnHaltbarkeit sich nur Der zu täuschen ver- möge, der den Kopf in den Sand stecke.„Tie„Ostseezeitung" weiß das so gut ww andere Leute", meint der„Hamburger Corre- spondent", der niemals die schweren Besorgnisse verhehlt hat, nelche in ihm durch die soziale Bewegung erregt wurden, die „Ostseezeitung" weiß es und nichtsdestoweniger räth das Blatt seinen Lesern" allen Ernstes, sich um die Arbeiterbewegung ebenso- Orgaue der Presse, welche Mitleid nicht weglassen. Was er über die Macht der Carlisten Wochen ein Kraykenkaffenstatut fertig zu stellen hat. Als Sitz der Verwaltungsbehörde der Krankenkasse wurdl und die Machtlosigkeit der Regierung sagte, war kläglich im höchsten Grade; noch kläglicher, wie er es sagte. So spricht kein Mann, der seinen Weg sieht, und entschlossen ist, jedes Hinderniß niederzuwerfen. Richtig war der Satz, daß ein praktischer. Politiker zu Compromissen genöthigt ist. Den Verhältnissen muß Rechnung tragen, wer die Regierung führt. Aber dieses„Rechnungtragen" darf nicht so weit gehen, daß man dem Feind das Staats- rüder anvertraut. Und dies hat Castelar faktisch gethan, in- dem er den alten reaktionären Generalen'Serrano,-Concha u. s. w- die Armee, und damit die Staatsmacht, nn die Hände gegeben hat. Gern hat er dies sicherlich nicht gethan. Aber was blieb ihm anders übrig, nachdem er mit sämmtlicken Fraktionen der eigentlich revolutionären Partei gebrochen hatte? Wir haben vor Kurzem an dem Beispiel Robespierre's,� der wahrhaftig von kräftigerem Stoff war als Castelar, den Nachweis geführt, wie der ehrlichste und energischste Revolutionär, wenn er' einmal gegen ihm zu weit gehende" Elemente Front zu machen beginnt, mit.uner- »all siel he n, (4a1 erklc tvelc Bich schet e der Vorort, als Ans- sichtsbehörde die CoutrolcoMmission bestimmt. Der Antrag vo» Augsburg:„Einführung einer Jnvalidenkasse" wurde abgelehnt. Der Antrag auf Einführung einer genauen Statistik wird ange- nommen unter folgender Fassung:„Jeder Bevollmächtigte ist ver- pflichtet, mindestens in jedem Quartal einen genauen statistische« Bericht an den Ausschuß einzusenden. Der Ausschuß ist verpflichtet, nach Sichtung des Materials einen Gesammtbericht im„Volks- staal" zu veröffentlichen." Der Antrag auf Beschickung des euro- fr päischen Schneide, kongrenes zu Lüttich durch einen Delegirteu wird. laß« abgelehnt, jedoch beschlossen, ein Mandat einzusenden. Der An- zwa trag betreffs der Agitation wird angenommen, und hat der Aus- twei schuß die nöthigen Schritte zu thun.!usi Nachdem somit die Tagesordnung erledigt war, schloß Vor- Ken sitzender Thimig Dienstag den 12. August, Mittag 1 Uhr, die bur. Generalversammlung..®tc Werlin, 20. Sept. Vor Kurzem brachte der„Volksstaat" sin( bittlicher Notdweudigkeit immer weiter getrieben wird auf der Bahn seinen der„Volkszeitung" entnommenen statistischen Bericht über�st der Contrerevolutivu, bis er zuletzt von de« Jbewwßl«» Vertretern, die LebenSdMtsr der Arbeiter verschiedener Branchen. Zu meine« Sitz der Contterevolution über Bord geworfen wird. Bedauern hat sich dieser Schönfärber in der„Volkszeilung" nicht über Ete Wir wissen nicht, ob die Serranv, Coucha und Consorten denchie LebenSdaper der Schneider ausgelassen, wenigstens stand nichts Asi, Carlistenaufstand bewältigen werden: das aber wissen wir: wenn!pavon im.Voltsstaat" und die betreffende Nummer der„Volks- iRüi sie ihn. bewäliigen, werden sie es nicht für die„schönen Augen" zeitung" ist mir nicht zu Gesicht gekommen. Ich nahm die JahreS- find und Reden des Herrn Castelar ihun. wenig zu kümmern, wie um diejenigen Orgaue die Hauptsubstanz der geistigen'Nahrung des vierten Standes bilden. Daß die Arbeiter nach Beseitigung oder Modisication des Lohusystems, nach Verkürzung der Arbeitszeit, nach Staatsaufsicht über daS Fabrikwesen und gesetzlicher Beschränkung der Frauen- und Kinderarbeit verlangen, daß Hunderttausende von Menschen, die Nichts zu verlieren und Alles zu gewinnen haben, die ge- sammte bestehende Staatsordnung in Frage stelle»— das Alles soll geflissentlich ignorirt und höchstens danach gefragt werden, wie man den Stti'kes mit Hülfe von Arbeitgeber-Coalitionen am Besten zu Leibe kann! In der That der wunderlichste Rath, der Denen gegeben werden kann, die das Bedürfniß fühlen, von dem Leben ihrer Zeit und von den Ideen Kunde zu erhalten, welche ihre Volksgenossen bewegen." Wir unterschreiben, was hier der„Hamburger Correspondent" sagt und die„Frankfurter Zeitung" acceptirt, nämlich, daß der Rath der„Ostseezeitung", die Arbeiterbewegung, außer was Strikes und Arbeitgeberverbände bettifft, zu ignoriren, ein wunderlicher Rath sei, und erlauben uns noch hinzuzufügen, daß dieser„Rath" eine Dummheit ist: Und eine Dummheit ist er deshalb, weil mit dem Entstehen der Arbeiterbewegung sofort auch eine inlernationale Reaktion auf die Beine gekommen ist, eine Reaktion, die mit der Arbeiterbewegung auf Tod und Leben kämpft, deren Träger, die Repräsentanten der alten faulen Gesellschaft, fallen müssen, sobald die Arbeiterbewegung siegt. Daß sie siegen wird, wissen ihre Todtfeinde und diesen räth der manchesterne Renommist der„Ost- feezeitung", mitten im hitzigsten Klassenkamps das Gefecht abzu- brechen und sich schlafen zu legen. Wer auf diese Weise den Feind zu schlagen glaubt, gehört in die Kinderschule und zwar auf die letzte Bank. So stimmen' wir in dieser Richtung dem„Hamb. Correspondenten" und der„Frankfurter Zeitung" bei, aber� nicht aus„ehrlicher Loyalität" und„Befürchtung", sondern weil wir den Klassenkampf als eine geschichtlicke Nothwendigkeit erkannt haben. Und nun suche sich die„Ostseezeitung" unter andern Dickschädeln Gefährten aus, die ihr beim„Ignoriren" des Klassenkampfes beistehen. — Die Ausweisung Rogeards ist von der Statthalteiei von Niederösterreich bestätigt worden und der östeneichisäie„Staat" ist glücklich vor dem Manne gerettet, der einst mit seiner wuch- tigen Satire(„die Reden des LabienuS") den Nimbus des diitten Napoleon in Gestank auflöste und als Mitarbeiter dcS„Vengeur" den besonderen Haß der Versailler Ordnungsbanditen auf sich zog. Die österreichischen Stieber sind albern genug, in den offi- fiösen Blättern abzuleugnen, daß sie auf Verlangen der franzvsi- chen Stieber ihre Heldenthaten an Rogeard verübt hätten. Die Ausweisung Rogeards und der andern vier Commune-Flüchtlinge ist eine der Wiikungen des internationalen„schwarzen Buches", das auf der sogenannten„sozialen Confereuz" zwischen den Großmächten vereinbart wurde, damit die Polizeibüttel aller Länder sich bei der allgemeinen Hetzjagd aus die Sozialisten in die Hände arbeiten können. Die Existenz dieses„schwarzen Buches" ist unbe- streitbar eiwiesen. Rogeard war nicht das erste Opfer der inter- nationalen Stieberei, und wird auch nicht daS letzte sein; das aber sagen wir den Herrn Stieb.-rn einstweilen in s Gesicht, daß es ihnen nicht gelingen wird, die soziale Frage zum Laude hinaus- zuweisen, noch die Arbeiterbewegung in einem Gefängniß zu in- tumren, und wenn Einzelne auS unser« Reihen zum Opfer falle», so stillen jene Helden der Polizei durch die Fürsorge der Geschichte dei unsterblichen Lächerlichkeit anHeim. Der eine Polizeibüttel sorgt dafür, daß der Sozialdkinokiatie jegliches„Vaterland"„von Rechtswegen" genommen wnd, der andere schimpsl sie in der Presse„vaterlaiidSloS"— ganz vortrefilick> den Jesuiten abge leiut, aber lange thut's nicht gut! — Herr Castelar wäre also nun glücklich auf dem Thiers- scheu Niveau(hier: Standpunkt) des Vertheidigers der„Ordnung" angelangt. Bis jetzt hat die Geschickte nock keinen Staatsmann und keine Pariei aufzuweisen, bei denen„Ordnung" nickt gleich- bedeutend gewesen wäre mit Contterevolution. Hr. Castelar wird wahlhastig nicht die erste Ausnahme bilden. Nicht als ob wir den Mann für„unehrlich" hielten; wir sind im Gegentheil fest über- zeugt, daß er aufrichtig die Begründung der Republik nach seinem vielfach auf der Tribüne entwickelten Ideal mit ungefcbwächter Kraft wünscht. Aber die französischen Girondisten*)— die Vergniauds, JSnards Ii. f. w., auch prachtvolle Schönredner— waren ebenfalls ehrliche Republikaner; sie starben sogar, als eö ans Sterben ging, mit Begeisterung für die Republik, wozu Herr Castelar seine Besähigung erst noch zu zeigen hat, und doch wur- den diese„ehrlichen" Gefühlsrepublikaner durch die unerbittliche Logik der Thatsachen zu Bundesgenossen und Werkzeugen der Royalisten gemacht. Castelar, ein Girondist, der jetzt in der Ja- cobinermütze eine Vorstellung gibt, kann diesem Geschick nicht ent- gehen, zumal er� seinen ffanzösisehen Vorbildern an Energie weit nachsteht. Er ist ein Lamm in der Löwenhaut; und wenn er die Mähne schüttelt, so werden sofort die gutmüthig-ffommen Augen sichtbar, und verkünden die beruhigende Botschaft: ich bin ja kein wirtlicher Löwe, sondern nur Claus Castelar! Konnte er doch so- gar neulich in seiner großen Programmrede den Appell an das Gewertsg c uoss e ujchaftl iche* Allgemeiner deutscher Schneiderverein. berichte der letzten 9 Jahre der sogenannren Zwangs-Kranken- und alle Sterbekasse der Berliner Schneidergesellensckafr zur Hand und ersah send -! daraus, daß die Verhältnisse genannter Gesellenschaft nichts weni-! ger als rosenfarbig in Bezug auf die Lebensdauer sind. Es stellt, jsich hi ruach die mittlere Lebensdauer der Verstorbenen auf 3t Jahre 5 Monate und 16',, Tage. Für den Nichtkenner der ort-, uchen Verhältnisse könnte dies den Anschein gewinnen, als sei dies(— Zlurniierg.(Protokoll der Generalveisammlung zu Gotha> Rcsnltat bei deii heutigen sozialen Zuständen noch ein erträgliches; vom 10., 11. und 12. August.) Die Generalversammlung wurde! allein das Ergebniß würde ein bedeutend ungünstigeres sein, wenn Sonntag den 10. August, Nachmittag 2 Uhr, durch den Geschäfts- chicht ein fortwährender Zuzug von gesunden und Abzug von führer Schöfsel eröffnet, welcker im Namen des Aussckusses sämmt- j kranken Mitgliedern stattfände.�(Diejenigen Zugereisten, welche j ticke Delegirte herzlich willkommen hieß und ihnen driiigeud an'S vom GewerkSarzt nicht gesund befunden w rden, finden keine Auf-[feh{ fSsr, iff.-it» mit.t.itttpr edriiff»iiv dna(Mphrihim v.'iS N->.in« ,1, nalune bei der Kasse, es sind somit alle bei ibrem Beitritt aemnd. Herz legte, mir ganzer Kraft für das Gedeihen des Vereins zu»ahme bei der Kasse, es sind somit alle bei ihrem Beitritt gesund,; fcttr wirken. Man schritt hierauf zur Constituirung des Bureaus, u. d.waS wohl zu beachten ist.) Die Verstorbenen sind größtentHeiÖ jjute wurde Thimig aus Leipzig znni 1., Wendt aus Berlin zum 2. Vor *)„Gemäßigte" Republikaner der ersten französischen Revolution, deren Panier die Schürze der Frau Roland war. sitzenden und Baumann aus Nürnberg zum Schriftführer gewählt. Vorsitzender Thimig ersuchte die Versammlung, ihm ihre Unterstützung leihen zu wollen, damit die Verhandlungen der Würde der Versammlung entsprechen mögen, welchem Ansuchen die Ver- sammlung bereitwilligst Folge zu leisten versprach. Durch Fest stellung der Präsenzliste ergab sich, daß 15 Mitgliedschaften durch 11 Delegirte vertreten waren und zwar: Berlin, Barmen-Elber- feld und Stade durch Wendt �Berlin), Leipzig und Großenhain durch Thimig(Leipzig), Gotha durch Knopf, Braunschweig durch Ludolph, Augsburg durch Hauimanu, Gießen durch Klerks, Nürn- berg und Würzburg durch Baumann(Nürnberg), Bayreuth durck Schweitzer, Chemnitz durch Weck, Pforzheim durch Leonhardt (Gotha), und, als Vertreter des Ausschusses, der Geschäftsführer Schösset auö Chemnitz. Durch ungenaue Angabe der Adresse ttD das Mandat der Mitgliedschaft in Frankfurt a. O., welches Herrn Wendt(Berlin) übertragen war, zu spät ein. Zur Mandat- prüfungSeommission wurde Ludolph und Knopf gewählt. Zugleich erklärte Weck(Chemnitz), daß, durch llebeihäufung der Geschäfte, sein Mandat auszustellen vergessen worden sei, weshalb eö der Generalversammlung auheimzusteUen sei, ob dieselbe ihn als Dele- girten anerkenneii wolle oder nicht. Nach kurzer Debatte wurde Weck duich Beschluß der Versammlung als Delegirter anerkannt Sämmtliche übrigen Mandate wurden als ordnungsgemäß bcfun den. Es wurde hierzu der Antrag gestellt:„Die Generalversamm- luug wolle beschließen, daß jeder Delegirte so viele Stimmen habe, als er Mandate besitze." Wird angenommen. Geschäftsführer Schöffel erstattet nun Bericht über das Geschäftsjahr 1872— 73. Er gab in längeren Ausführungen ein Gesammibild des Vereins, betonte, wie schwer es sei, neue Mitgliedschaften zu gründen, und sorderte sämmtliche Anwesende auf, ihre ganze Kraft auf die Agitation zu vetwenden, damit die Gewerkschaft groß und stark werde. Das Resultat war, daß die Gewerkschaft gegenwärtig aus 20(teuer zahlenden Mitgliedschaften bestände(wovon jedoch vier Mitglied- schaften aus der Generalversammtung nicht vertreten waren und zwar: Bremen, Landshut, Pirna und Regensburg), sowie daß der Hauptkassenbeftand 286 Thlr. 13 Gr. 2 Pf. beträgt. Getadelt mußte jedoch werden, daß der Ausschuß, trotz der klaren Bestim- münzen des Statuts, die Hauptkassengelder bei Privaten angelegt hat, und wurde der Ausschuß verpflichtet, die Gelder sofort einzu- ziehen und bei einer sicheren Bank anzulegen. Ferner wurde der Antrag gestellt:..Die Generalversammlung wolle beschließen, daß in Zukunft die Quittungsbücher und Sta- tuten nicht mehr zusammengebunden werden, weil hierdurch zu viele Schwierigkeiten bei der Agitation entständen. Wird angenommen. Zur RechnungsprüfungScommission wurden gewählt: Klerks, Harn- mann und Schweitzer, welche nach gründlicher Prüfung Bücher und Belege in Ordnung befanden, und wurden nach Berichterstat- tung der Com Mission rem Ausschuß Decharge erlheilt. Dem Ge- chäftsfnhrer Schöffel wurden für seine Mühewaltung 20 Thlr., dem Hauplkaj sirer 8 Thlr. und für das Veieinsoigan„Der Volks- staal" 5 Thlr. bewilligt. Für das näwste Geschäftsjahr 1873— 74 wird Braunschweiz als Sitz des Ausschusses, Nürnberg als Sitz der Controlcoinmission vorgeschlagen und nach kurzer Bera- thung gewählt. Der nächste Punkt der Tagesordnung:„Statuten- adänderung" wurde auf diesbezüglichen Anttag ausgesetzt und dafür Pui kt 9 der Tagesordnung:..Beratdung über weitere Schritte der von der Leipziger Commission ansgear betteten Verbandsstatu- ten" zur Diskussion gebracht. Der Delegirte Leipzigs gibt einen genauen Bericht über die Verhältnisse, weiche es ihnen unmöglich machten, das Statut zur Keuntnißnahuie der Mitglieder zu brin- gen. Es wutde nochmalige Durchberathung des Statuts beschlossen; da jedoch dazu zu viel Zeit in Anspruch hätte genommen werben müssen, so wurde beschlossen, daß die Mitgliedschaft Nürnberg eine Commission zu ernennen habe, welche das Statut inneihalb vier Wochen fertig zu stellen hat. Nächster Punkt:„Statutenabäude- rung". Der Antrag Nürnbergs, von jetzt ab nur den vierten Theil deS QuartalüberschusseS(statt, wie bisher, den vierten Theil des Gesammtüberschusses) an die Hauptkasse einzusenden, wurde mit großer Majorität abgelehnt. Der zweite Anttag'Nürnbergs: „Einem jeden ledigen Vereinsmitglied das Sterbegeld auszubezah- len", wird in folgender Fassung angenommen:„Es erhält jedes ledige Mitglied(außer den im Statur bereits vorgesehenen Fällen) das volle Sterbegeld, sobald dasselbe die letzten fünf Jahre keine Reiseunterstützung erhalten hat. Es sind jedock die Lokalverwal- tungen verpflichtet, daraus zu achten, daß kein Mißbrauch getiieben wird." Es gelangt nun der Antrag auf Einführung einer Kraukeu kasse zur Berathuug. Nach längerer Debatte wttd die Gründung einer Krankenkasse beschlossen und zugleich die Mitgliedschaft Ber liii beauftragt, eine Commission einzusetzen, welcke inuerhalb sechs jahielang schon kränklich, zum Theil verheirathet, und die Illu- ,Z� tikel Nur p* bild loiel bra eini tvir Art Op Op iug vnl geren, welche sich durch übermäßige Anstrengung, Entbehrungen u. s. w. in kürzerer Zeit die Schwindsucht, vorzüglich bei der Plunder-ConfectionSarbeit zugezogen, reisen, oft schon todtkrank, ab, um in ihrer Heimath bei Eltern, Geschwistern u. s. w. sterben zu können. Es klingt wie Hohn" auf ihr eignes Elend, wenn man die Confectionsschneider prahlen hört mit ihrem Verdienst von 3 bis 10 Thlr. die Woche, denn nur wenige auf diese Arbeit außer- ordentlich Dressirte verdienen mit äußerster Anstrengung ihrer physischen Kraft so viel, die meisten kaum 4 bis 6 Thlr. pro Woche. Diese Verblendeten sehen nicht ein, daß sie in einer Woche eigentlich 14 Tage arbeiten, denn, kann man es einen Tag ar- betten nennen, wenn an demselben 16 bis 13 Stunden gearbeitet wird. Hierzu kommt noch, daß das Geschäft während des Jahres selbst bei der Confectionsarbeit höchstens 6 Monate geht, und in der übrigen Zeit nicht das zum Leben Nöthigste(wochenlang off gar nichts) verdient wird, daher naturgemäß Mangel und Ent- behruiig eintreten müssen. Den schlagendsten Beweis, daß unser Geschäft eins der schlech- testen ist, liefert weiter die mir vorliegende Todtenlifte der in den letzten 9 Jahren in Berlin verstorbenen Schneidergesellen. Da- nach sind 68'/- Prozent der Gestorbenen aa der Schwindsucht ver- storben; wahrlich eine Thatsache, die alle denkenden Schiieiver anregen sollte, für Verkürzung der Arbeitszeit und demgemäß Er- l?öhiing des Lohnes zu wirken. Aber leider scheint es, als ob die große Masse der Kollegen durch übel mäßige physische Anstrengung iind die trotzdem vorhandene materielle Roth schon vollständig versumpft und widerstandslos geworden ist; es ist fast unbegreif- lich, daß gerade die Schneider, welche früher zu den am geistig weitesten Entwickelien gerechnet wurden, heut fast allen andern Arbeitern nachstehen. Darum Kollegen! die Ihr noch Gefühl für Menschenwürde habt und den Muth besitzt, thatkräftig für Befreiung Eurer Klasse aus den Fesseln des Kapitals mitzuwirken, bleibt nicht länger che iheilnahmlos, es ist Verrath an Euch selbst, an Euren Kindern Pa und dem gesammten Proletariat, wenn Ihr die Hände in den chaf heb. der 18; bis scke hat Äii sckl litis hin sunt |unl lau geb Ulli Schooß legt. Bereinigt Euch, schließt Euch unserer Gewerkschaft an, damit wir in geschlossener Phalanx Front gegen schamlose Ausbeutung und Unterdrückung machen und unsere Lage wenig- stens etwas bessern und nicht noch tiefer heruntergedrückt werden könne«. Auch Ihr, Kleinmeistcr! lernt endlich einsehen, daß Ihr durch die Logik der Thatsachen auf den„Aussterbe- Etat" gesetzt seid, wenn auch in anderer Form. Tretet uns nicht wie bisher feind- lich gegenüber, es gilt unseren gemeinschaftlichen Feind zu be- kämpfen, und zwar in erster Linie die Plunder-Confectton; schließt Euch unseren Bestrebungen an, kämpft in unseren Reihen gegen das alles verschlingende Kapital, damit Eure Kinder nicht von Euch sagen müssen:„Unsere Väter sind durch ihre Verblendung mit Schuld daran, daß wir heut unter noch erbärmlicheren Ver- hältniffen leben müssen als sie gelebt haben." Da auf der Generalversammlung zu Gotha die Gründung einer Centtal-Krankenkasse beschlossen ist, so wttd auch dadurch den Wünschen Derjenigen, welche deshalb der Gewerkschaft nicht bei- getteten waren, weil biSh r eine Krankenkasse nicht existttte, Rechnung getragen. Obgleick unsere Gewerkschaft noch jung ist, haben wir doch seit circa 2 Jahren schon an mehreren Orten in Bezug auf Lobnver- Hältnisse Erfolge erzielt, die nicht zu unterschätzen sind. Darum Kollegen! schließt Euch uns in Masse an, laßt alle Sonderbündelei, begrenzt Euch nicht in lokalen Bereinen, die beim besten Willen Großes zu leisten außer Staude sind; vereinigt Euch mit unS, denn vereint sind wir alles, vereinzelt nichts. Beherzigt den Mahn- ruf: Proletarier aller Länder, vereinigt Euck! Mit Brudergruß und Handschlag A. Reimann, Alte Jacobstraße No. 6. Dil vi» ber schi sich Uer De Uli, 'ig zu br, Hai be. de, Lc Un la, ttn S Vi .?> sa, kei fta Gewerkschaft der Maurer und Zimmrer. Araunschweig. In Freiberg in Sachsen ist durch die Ver- mittlung unserer Freunde Schauer und Gäbler aus Dresden eine Mitgliedschaft gegründet; zum Bevollmächtigten wurde gewählt Friedrich August Zimmer, äußere Bahnhofstraße No. 17; Heinrich Kühn, Kassirer; Kunzmann, Schneider und Hein- rich, Conttoleure. Ferner fand am 20. August die Neuwahl des Vorstandes der Chemnitzer Mitgliedschaft statt. Es wurden ein- stimmig gewählt: Louis Morgenstern, Bevollmächtigter, Peter- straße 9lo._24 l Tr.; Traugott Pensch, sKassirer; Eduard Körner, Schriftführer; Ottomar Kragt, Comroleur. Nochmals fordere ich die Mitgliedschaft Augsburg auf, die Namen der Auff sicktSiathS-Mitglieder mitzutheilen, überhaupt bei der Borortsver- Di ge ur W s-I Di S - I. A de ho Ui ge d« luf- oo» int. ige- ?er- ben jtet, ltt- waltung ein Lebenszeichen von sich zu geben. Aufsichtsraths- Mit glieder sind: für Braunschweig Göhmann und Köhler; für Chemnitz Hermann Knof, Brühl No. 26; für Köln August Thomas, Eigelstcin No. 105. Ferner fordere ich die Mitglied- sibast Regensburg resp. den Fachgenossen Joseph Hamm auf, zu erklären, ob die 10 Thaler zur Unterstützung der Krankenkasse, welche noch von Tresden abgesandt sind, angekommen sind oder »icht; nachdem eine briefliche Anfrage meinerseits vergeblich ge- slhehen ist, sche ich mich genöthigt, durch dieses nochmals anzu- xf fragen. Nochmals(heile ich mit, daß alle Steuern an die Haupt- ärd kasse alle 3 Monate, dann aber pünktlich, einzusenden sind, und !ln Zwar direkt an den Hauptkassircr Wilhelm Weißensee, Kupfer- us- dvete No. 8. Selbiger quittirt über alle eingehenden Beiträge, Inn Porto zu sparen, ebenfalls alle 3 Monate im„Bolksstaat". or- Ferner fordere ich alle diejenigen Mitgliedschaften, wie Regens- die bürg, Augsburg, Schwarzenbach a. d. Saale, Geestendorf bei Bremerhaven, Passau u. a. m. auf, mit der VorortSverwaltung at' in Correspondenz zu treten, damit wir wissen, wie es mit de» btt Mitgliedschaften dort stedt. Laut Beschluß der Verwaltungsraths- «em Sitzung ist die Mitgliedschaft Nürnberg auf 3 Monate von ihren ber Steuern an die Hauptkasse befreit. Nock mögen diejenigen Mitgliedschaften, welche mit ihren Steuern an die Hauptkasse im lks- Rückstände sind, selbige baldigst entrichten. Alle Correspondenzen eS- sird an Heinrich Rieke, I. Vorsitzender, Schöppenstedtstraße 50, md Uüx Gelder an Wilhelm Weißensee, Kupfertwetc No. 8. zu sah feuden; der Schriftführer August Rennau wohnt Magnithor No. 2. "i* Im Austrage des Verwaltungsratbs Heinrich Rieke, I. Vorsitzender. Schöppenstedterstraße No. 50. ellt � 34 i rt-, res- es; l mn >on! ■M| ufl Correjpoltdenzcn. Leipzig, 21. Sept. Dem„Urheber des Breslauer Antrags sehe« wir uns genöthizt eine kleine Lektion zu ertheilen, da er in 1®' dem Bestreben, die Schädlichkeit der lokalen Organisationen nach- Zuweisen, bei seiner BeweiSführurg dcch etrvaS zu lehr über das m' Biet hinaus geschossen hat. zen I Wir erklären zunächst, daß wir mit dem Verfasser jenes Ar- ftikels insofern vollständig übereinstimmen, alö auch wir der Mer- nung sind, daß überall da, wo die Möglichkeit vorliegt, die lokalen �rganisationeu aufgehoben und reine Parteimitgliedschaften ge- dildet werden sollen und zwar aus Gründen, die schon zu oft wiederholt worden sind, alS daß wir sie nochmals anzuführen brauchten. �. Den großen Nachtheil aber, den der Verfasser den lokalen Ver- P*0 �sügungen zuschreibt, können wir nicht entdecken und zwar, weil �' wir aus Jahre langer Erfahrung und Thätigkeit in der sächsischen Arbeiterbewegung besser wie der Herr Verfasser die riesenhaften Cchfer kennen, die dieselben gebracht haben. Und zwar sind diese Dpfer, wenn sie auch nicht in klingender Müuze der Partei kasse Zugeflossen sind, wenigstens der Parteisache zu Gute gekommen und wir denken, das kommt so ziemlich' auf Eins hinaus. Zunächst ist es ein ganz falsches Rechenexempel, das der„Urheber deS BreSlauer Antrags" anstellt, indem er auS der Zahl der abgegebenen Stimmen bei der Reichstagswahl im Frühjahr l&7l einen Vergleieb mit den Steurrbeiträgen deS Jahres 1872 bis 1873 aufstellt. , Bei der Reichstagswahl im Jahre 1871 haben im außersächsi der scheu Deutschland unsere Parteigenossen meist sich der Wahl cnt- � halten, weil sie absolut keine Aussicht aus Sieg oder nur erhebliche »e Minoritäten hanen, oder weil die Mittel durch die Kriegszeit er- ng i schöpft, oder unsere Parteigenossen mit andern Parteien Eompro- oig Wisse geschlossen hatten, wie in Berlin und Frankfurt. In Sachsen ■if' l hingegen hat die Partei mit Aufbringung der äußersten Mittel iig! Unter Verhältnissen gekämpft, die ihr zur höchsten Ehre gereichen w» Und das Resultat waren nicht 48,000, wie der„Urheber des BrcS- lauer Antrags" meint, sondern 42,000 Stimmen. Ob die ange- :de gebenen 16,000 Stimmen für daS übrige Teutschland richtig sind, muß Verfasser dieses dahingestellt sein lassen, jedenfalls zeigen die dhen angegebenen Gründe, daß dies nicht die wirkliche Stärke der Partei im übrigen Deutschland sein konnte. Dann ist festzustellen, e2 W die Partei vom Jahre 1870 an in Teutschland in einer � FT 51 1�' j l f rf"._ P J_._... i.i i_• zen der' nk, jen ian i 8 er- rer pro ch« ar- itet res in oft- nt- ch- >en! )a- er- ver !r- die mg ffe zer wn -ft ose ■r en rch id, id- de- :ßt en on ug er- »g e» ei-' ch' eit :r- im ei, en i«, u- J Glinge neuer Orte Mitgliedschaften gewonnen hat und gewinnen juujzte, während in Sachsen der größte Thnl der Jndustriebezirke bereits erobert, neues Terrain zu finden also verhältnißmäßig schwieriger war. Von diesem Standpunkte aus betrachtet stellen sud also die Zahlen und Verhältnisse schon ganz anders dar. I Aber gehen wir weiter! Plan vergleiche einmal den Abon Jwntenstand des„Volksstaat" für Sachsen mit dem des übrigen Deutschland und man wird zu einem Resultat kommen, das, "w mit dem„Urheber des Breslauer Antrags" zu reden,„ge- %tet ist, den Arbeitern Deutschlands die Schamröthe ins Gesicht Zw treiben". Und das gilt speziell auck von den Arbeitern der brittgrößten Stadt des Reichs, bei denen das Abonnement in den bMen Quartalen beständig gesunken ist und die es fertig gebracht haben, daß heute d.r Allgemeine deutsche Aibeiterverein thatsächlich b'l ihnen dominirt, während er vor wenig Jabren ganz bei ihnen berschnulnden war. Was sagt der„Urheber des Bieslauer Antrags" zu diesem Erhalt, der für ihn und seine Parteigenossen doch so blamable möglich ist. Breslau ist leider die einzige Stadt in Deutsch- wwid, welcher der Allgemeine deutsche Arbeiterverein gegenüber wj'screr Partei wirklich in die Höhe gekommen ist und sie im «chach hält.— Aber man beachte ferner, daß neben dem hohen �olksstaatabonnement in Sachsen 3 Lokal-Parteiblätter existiren Jwrt rund 5600 Abonnenten, deren Gründung und Erhaltung den Jachstsche» Parteigenossen allein zur Last gefallen ist. Sind das . we Opfer in den Auaen des„Urhebers des Breslauer An ? . Noch mehr: der Wahlkreis, in dem das so hart angegriffene Utleerane siegt, hat seit dem Winter von 1366— 1867 nicht weni- ünd w>ie vier Reichstagswahlen mit dem glänzendsten Erfolg en 7! n- e» n- :r- rd ils -ff r- »�. ausschließlich aus seinen Mitteln durchgefochten. Derselbe Wahlbezirk hat für 10 Reichstagssessionen und 2 ZollparlamentS- Mi?«"" öom Jahre 1867—1872 ganz allein aus seinen Z'U-ln Pix Diäten für seinen Vertreter aufgebracht. Die , cv, wie, die für die Reichstagswahlen und die Diäten in diesen Aus..?? aufgebracht wurde, beziffert sich auf mindestens 1400 Thlr. der i-ind auS der eigenen Initiative des Bezirks innerhalb bat« �ten 3ahre weit über hundert Volksversammlungen abge- u»s>?ü worden, die Kosten hierfür hat, mit Ausnahme emeS ganz »ebr?/wtenden BruchtheilS, der 17. Bezirk aus seiner Tasche auf- ? acht und das repräsentirt wiederum die Summe von mehreren d 1 DhAertt. Man zeige uns einen Bezirk in Deutschland, such nur annähernd Aehnliches geleistet. Mit Ausnahme von Braunfckweig haben auck nirgends in Deutschland unsere Parteigenossen auf communalem Gebiete eine so erfolgreiche Thätigkeit entfaltet, wie gerade in Sachsen. In Meerane, Glauchau, Crimmitschau, Hohenstein-Ernstthal, Schloß- chemnitz, Limbach, Werdau, Kirchberg u. f. f. sitzen unsere Partei- genossen in den Gemeindekollegien. Diese Agitation, mit welcher diese Erfolge erzielt wurden, haben sie ebenfalls aus eigenen Mitteln bestritten. Bor drei Tagen ist in Meerane die ganze sozialdemokratische Liste mit der alten Majorität in das Gemeinde- tollcgium gewählt worden; auch ein Stück von dem„die Partei vernichtenden Bakunismus"! Ueberhaupt ist für kein Land oder keine Provinz Deutschlands verhältnißmäßig aus der Parteikasse so wenig Geld ausgegeben worden wie für Sachsen. DsS soll kein Vorwurf für die Partei- lasse sein, Sachsen kann auch und muß auf eigenen Füßen stehen, aber man komme nur nicht und mache Vorwürfe, die, wie sie ge- macht wurden, entschieden ungerechtfertigt sind. Stünde die Be- wegung in ganz Deutschland wie in Sachsen, die Partei würve ihrem Ziele sehr nahe gerückt sein. Wir wollen keineswegs behaupten, daß die sächsischen Partei- genossen für die Centralkasse nicht mehr leisten könnten oder soll- ten; wir haben das Gegentheil häufig genug ausgesprochen und wir hoffen, die sächsischen Parteigenossen werden auch nach dieser Richtung wie nack jeter andern ihre Schuldigkeit thun, aber man komme nicht mir Uebertreibungen und vor allen Dingen kehre man hübsch vor der eignen Thüre, wo es viel zu thun giebt. Meerane, 22. Sept. Die Partei hat abermals einen großen Sieg zu verzeichnen. Bei der Neuwahl des durch die Regierung aufgelösten Stadlverordnetencollegiums hat die Partei ihre ge- sammle Liste bis auf den letzten Mann durchgebracht und unsere Bourgeoisie hat abermals das Nachsehen. Hätte unsere Partei nicht den Fehler gemacht und den deS Wahlreches verlustig erklärten früheren Stadtverordnetenvorsteher Meister auf ihre Liste gesetzt, der Sieg wäre noch viel eclatanter geworden. Denn eistens stießen sick viele an dem Namen Meister'S und zweitens wurden circa 24 Zettel, auf denen derselbe enthalten war, für ungültig erklärt, während es gelang aus dem größten Theil der Stimmzettel seinen Namen rechtzeitig zu streichen, um ihre Ungül- tigkeitserktälung zu verhindern. Die Wahlbetheiligung war so stark wie nie zuvor, nahe an 1400 Stimmzettel swurden abgegeben. Die Gegner haben das Aeußerste ausgeboten, um diesmal zu siegen, und sind trostlos, zum so und so vielten Male geklopft worden zu sein. Bezeichnend ist, daß Stadtrath Wolf, der Kathedersozialist, der eine so hervorragende Rolle in unfern örtlichen Streitigkeiten ge- 'pielt und seine Arbeiterfeindlichkeit bei jeder Veranlassung zeigt, als Wahlcommissar funzirte und gleichzeitig strikte sein Verbot von öffentliche» Versammlungen wegen angeblicher„Gefahr für die öffentliche Ruhe und Sicherheit" aufrecht erhalten hat. So war eS unfern Parteigenossen unmöglich gemacht, vor der Ein- wohnerschaft selbst ihr Programm und ihre Anschauungen zu ent- wickeln, während die Gegner die beiden Lokalblätter der Stadt zur freien Verfügung hatten. Und trotz alledem diese Niederlage! Herr Stadtrath Wolf, gegen den hauptsächlich der Schlag gerichtet ist, verläßt in nicht ju ferner Zeit Meerane, um den Bürgermeislerstuhl in Großen- Hayn, daS sick des Braven freuen kann, einzunehmen; aber unser Bürgermeister Peuckert, der ebenfalls entschieden gegen die Majo- rität der Bürgerschaft Partei ergriffen hat und nun genü- gend belehrt worden ist, wie die Stadt, die er verwaltet, gesinnt ist, würde auch gut thun, sich nack einer andern Stelle um- zusehen. Zlicderbakka«, 16. Sept. Am Sonntag, den 14. September, hatten wir eine Volksversammlung in der A. Uhle aus Chemnitz reserirte. Die Versammlung war sehr gut besucht; es mochten gegen 500 Personen anwesend sein. Der überwachende Beamte stellte sich dem Einberufer vor und zeigte seine schriftliche Legitimation. Dieses mögen sich die Wilkauer merken! hier in Reußenland ein Recht zu sagen:„unser Braun", ohne daß wir uns den Borwurf der Malice zuziehen wollen) hat den Sieg davon getragen, allerdings mit allen nur erdenklichen von Seiten feines Wahlcomitees in Scene gesetzten erlaubten und unerlaubten Manövern; von solchen unverschämten Mitteln hat sich die con- servative Partei sogar ferngehalten. Der Einfluß derselben, der sich größtentheils aus dem Beamtenftande rekrutirt, ist im Gegensatz zu der liberalen Partei auch kein großer, und spiet u hier die Liberalen zur Zeit noch die erste Geige. Um diese wirksamer zu bekämpfen, haben wir hier vor drei- viertel Jahren, allerdings mit für unsere Verhältnisse bedeutenden Opfern unfern„Geraer Volksfreund" gegründet, da auswärtige demokratische Blätter erfahrungsmäßig sich hier nicht einbürgern können. Wir können daher die Prinzipien der Sozialdemokratie mit Benutzung der lokalen Vorkommnisse in immer weitere Kr ise tragen, und auf diese Weise das Gebahren der fteiheitsfeindlicken Elemente kennzeichnen. Freilich haben wir auch schon Prozesse in Aussicht und ist der Redacteur K. Brätter wegen eines Artikels in der Nummer vom 31. August„Rechtlosigkeit der Ar- beiter" betitelt, zweimal in Untersuchung genommen worden. Also ein Artikel und zwei Prozesse, der eine wegen Beleidi- gung und Berläumdung eines Fabrikanten, der andere wegen Be- leidignng und Berläumdung des Justizamts I. Der Artikel ent- hält nur Thatsachen mit einer gegen die Fabrikzustände gerichteten und daher unseren Bourgeois unangenehmen Polemik gewidgt; eine Beleidigung des Justizamts kann man selbst nicht mit der Lupe erblicken. Daß hier in Gera, einer bedeutenden Fabrikstadt, nicht die Sozialdemokratie die Macht hat wie in den sächsischen Industrie- städten, hat hauptsächlich erstens seinen Grund darin, daß die Ar- beiter sick von außen, wenigstens aus unserm armen Hinterlande, dem sogenannten reußischen Oberland, rekrutiren, die dort in mehr als zu bescheidenen Verhältnissen an einfache Bedürfnisse gewöhnt sind, wo sie zufrieden ihren Kohl bauen, und daher, wenn sie nach Gera kommen, die etwas höheren Lohnsätze als eine Ver- besserung ihrer Lage betrachten. Daher bekommen unsere Bour- geois immer billige und gefügige Arbeiter und Dienstboten, die das Oberland ihnen züchten muß. Der zweite Grund ist der, daß Pier die alten Fabrikantenhäuser, welche mit Advocaten, Beamten n. s. w. verschwägert und vervettert sind, fast ausschließlich durch ihren Einfluß die gewerklichen Verhältnisse beherrschen; und da diese Plutokratie factisch regiert, so muß auch nothgedrungen daS Ministerium in dasselbe Horn blasen. Daß unter solchen Ver- Hältnissen eine demokratische Opposition einen schweren Stand hat, wird man begreifen: können doch nicht mal die Fortschrittler, deren Richtung das hier erscheinende„Norddeutsche Wochenblatt" ver- tritt, zu einer festen Partei gelangen, sondern müssen sich als den linken Flügel der Liberalen geriren. Noch ein Haupthinderniß des starken Fußfassens der sozialisti- scheu Prinzipien ist die krasse Genuß- und Vergnügungssucht, welcher der größte Theil der Bevölkerung, einschließlich des Ar- beiterstandeS, in der ausgiebigsten Weise ftöhnt, und die nach der Arbeit das ganze Dichten unv Trachten in Anspruch nimmt, so daß für Opfer und wahres Denken für eine politische Sache keine Zeit und Geld übrig bleibt. Die krasse Genußsucht befördert auch die Gleichgiltigkeit, und nur wenn etwas Hauptsächliches los ist, betheiligt man sich. Nun, wir werden diesen Herbst auch' in andern Städten des reußischen Landes unser Möglichstes thun, um den Leuten zu zeigen, was Herr L)r. Braun als Volksvertreter alles schon für das Volk gethan hat, und warum so viel Mühe, so sehr viel Geld und so viel Jntriguen von Seiten der besitzenden Klassen, der Liberalen, zu seiner Durchdringung bei der vorigen Wahl aufgewendet worden sind. Es ist eine eigne Ironie, den giftigen Begeiferer der Kleinstaaten gerade als Vertreter eines KieinstaateS zu sehen. Nun, wir sind keine Partikularisten, son dern Sozialisten, die„unfern Braun", diesen cynischen Verächter und Bespöttlcr der Volksfreiheit, auch als„unfern Feind" betrachten Die Versammlung verlief sehr ruhig, denn seit 1367 war keine und dem das Terrain auch unserseits gehörig streitig gemacht Volksversammlung gewesen. werden wird. Herr Uhle schilderte die Lage des arbeitenden Volkes, vom Kampf mit den Elementen an bis zur Jetztzeit, wo der Kampf zwischen Kapital und Arbeit auf der Tagesordnung steht; zugleich zeigte er auch, was die sozialdemokratische Arbeiterpartei erstrebe. Parteigenosse Feldbauer aus Zwickau sekundirte tüchtig. Ebenso wurde beim zweiten Punkt, die Reichstagswahlen, es recht klar und deutlich gezeigt, daß für die kommende Wahl sich AlleS zu organisiren habe, zumal der schon das erstemal hier ge- wählte W. Liebknecht wieder im 19. Wahlkreis aufgestellt sei. Nach der Versammlung fanden Einzeichnungen in die sozialdemokratische Arbeiterpartei statt, und werden sich noch Viele anschließen, wenn wieder eine solche Versammlung stattfindet, denn lange hat hier der Boden geruht. Eine gute Aussaat und man wird ernten. (Cr. B. u.«fr.) Gößnitz, 22. Sept. Am 14. ds. Mts. hat sich hier eine Mit- Erfurt, 13. September. Aufruf an alle Holzarbeiter Deutschlands! Der Gewerkschaftskongreß findet für dieses Jahr am 4., 5., 6. Oktober in Nürnberg statt, wo viele Mitglied- schaften Delegirte dahin senden, um über Mittel und Wege zu berathen, wie eine Besserstellung der Lage der Holzarbeiter jeder Branche erreicht werden kann. Die unterzeichnete Kommission er- mahnt Euch, Kameraden an allen Orten, betheiligt Euch am Kongreß. Auck Euch, die Ihr uns noch fern steht, und vielleicht noch in Unkenntniß über diese Sache seid, tretet zusammen, gründet Mitgliedschastrn, sendet Delegirte nach Nürnberg, und helft daS gute, für alle Fachgenossen wichtige Werk vergrößern. Sammelt so viel freiwillige Beiträge(im Fall kein geeigneter Fond vor- handen ist), daß mindestens 1 Delegirter die Reise nach Nürnberg antreten kann; wo es nicht möglich, übergebt Euer Mandat den Dclegirten eines andern Ortes! So z. B. sind für Thüringen zliedschaft der sozialdemokratischen Partei gebildet. Die Versamul-!oic 2 Erfurter Dclegirten, welche den Kongreß besuchen, gerne er- lnnge» finden jeden Sonnabend in der Gräf'schen Schenkwirth-�dötig, andere kleine Ortschaften zu vertteten und Mandate zu schaff(oberes Lokal) statt. Pitt sozialdemokratischem Gruß Reinhard Ackermann, Vertrauensmann, Zicgelhüttengasse. Hera, 22. Sept. Am Sonnabend, den 20. d. M., hatten wir hier eine Volksversammlung abgehalten, in der Parteigenosse Ufert aus Weimar über die Tagesordnung„Die Sozialdemo- kratie und die Reichstagswahlen" reserirte.� Leider hatten wir für dieses Mal nicht den größten Saal der Stadt, die„Tonhalle", bekommen können und mußten daher die Versammlung in einem etwas kleinern Saal, auf Bellevue abhalten, sie war daher nicht so stark besucht als unsere Volksversammlungen sonst gewesen sind. Dock der Saal war gefüllt. Parteigenosse Ufert sprack eingehend über die Prinzipien der sozialdemokratischen Partei im Gegensatz zu den übrigen Parteien, und deren Verhalten gegenüber dem Arbeiterstande, ebenso auch Brätter, und wurde darauf hingewiesen, daß bei der kommenden Wahl das Kleinbürgerthum und der Arbeiterstand sich aufraffen und durch eine starke Betheiligung an der Wahl zeigen sollten, daß sie die Verttetung ihrer Interessen nur von einem Candrdaten der demokratischen Partei erwarten, indem sie einem solchen ihre Stimme geben. Wenn auch der Sieg bei der Wahl für uns zweifelhaft ist, so ist es doch geboten, agitatorischer Rücksichten halber, trotz des harten Bodens für die Sozialdemokratie hrer in Gera, die Kräfte zu messen und zu Probiren; da seit der letzten Wahl, die unter den ungünstigsten Verhältnissen stattgefunden, die Sozialdemokratie nicht gefallen, sondern gewachsen ist, wenn auch nicht an großer aktiver Mitgliederzahl wie in Sachsen, so doch an Sympathie des Kleinbürgers und ArbeiterstandeS. Bei der vorigen Wahl waren wir hier in Gera unter vier Parteien: conservativ, liberal, fortschrittlich und demokratisch die zweiten in Gera an Stimmenzahl, allerdings im ganzen Wahl- kreise erst die dritten. Der liberale„unser Braun!"(wir haben übernehmen und sind solche rechtzeitig mit Angabe der Kopfzahl an den Bevollmäcktiglen Herrn E. Fritz, Neuegasse No. 5, zu I senden. > Mit kameradschaftlichem Gruß Die Kontrol-Koiumission: W. Kummer. Nraunschwtig. Was für ein Haupttump der auf dem Eise- nacher Kongreß auS der Partei anSgescvlossene Herr Burmeister- Lyler ist, wird erst jetzt klar, wo das Bürschcken die Maske voll- standig hat fallen lassen. Nicht nur führt er jetzt den Kamps gegen unsere Braunschweiger Parteigenossen in der dortigen nationalliberalen Presse, also der Presse derselben Partei, welche er während seiner Thätigkeit in unserer Partei auf das Heftigste angegriffen und unzählige Male an den Pranger gestellt hat, sondern seine Erklärung gegen den „Braunschweiger Volksfteund" enthält auch einen Satz, der sei« Reneaatenthum in das rechte Licht setzt. Herr Burmeister- Lyser schreibt im Braunschweiger„Tageblatt" wörtlich:„Noch muß ich bemerken, daß die liberalen Zeitungen meine gegenwärtige Stellung ganz falsch auffassen. Nicht gegen die Partei wende ich mich, son- derzr gegen das Cliquenwesen in der Partei und die maßlosen Uedergriffe des Herrn Bracke. Meiner Ueberzeugung nach bleibe ich Sozialdemokrat, allerdings von dem Gesichtspunkte ausgehend, daß auch im monarchischen Staat mit Hilfe der Pro-- duktivgenossenschaften eine Lösung der sozialen Frage möglich und daher eine gewaltsame Revolution zu ver- meiden ist." Wahrscheinlich wird Herr Burmeister-Lyser nunmehr bald unter die Bismarck'schen„Sauhirten" eingereiht, wohin er gehört. KolMtude», 15. Sept. Am Sonntag fand hier eine aus allen Schichten der Bevölkerung zahlreich besuchte Volksversamm- lung statt, in welcher Bracke, Luber und Müller aus Braunschweig über die Arbeiterbewegung und das allgemeine gleiche und direkte Wahlrecht referireu sollte». ES waren zwei Polizeidiener, von de vcn der eine mit einem Stock, der andere mit einem Säbel be wasinet war, sodann der Stationskommandan: mit zwei Land KenSd'armen anwesend, welche sämmtlich bei der Reduerbühne Platz nahmen. Zu diesen gesellte sich noch ein wohlbeleibter Herr in Civilkleidung, der sich später als der neue Bürgermeister Holz mindenS entpuppte. Bracke gab der Versammlung ein kurzes Bild der Arbeiterbewegung. Als Redner die Commune erwähnte. wurde er von einem neben ihm stehenden Herrn unterbrochen, und alt Bracke sich diese Unterbrechung verbat, erklärt der Herr, daß er der Bürgermeister HolzmindenS sei.(Als überwachender Beamte hatte sich derselbe nicht angemeldet, es konnte mithin nicht Jeder wissen, wer der Unterbrecher sei.) Mit erhobenem Stocke, an besten Ende sich ein Knopf, nach Art der Todtschläger, befand, forderte hierauf der Bürgermeister den Vorsitzenden Müller auf, dafür Sorge zu tragen, daß der Redner nicht mehr die Commune er wähne, sondern über das allgemeine gleiche und rirekte Wahlrecht spreche. Bracke erwiderte hieraus ruhig, er finde dieses nicht in r>rdnung und es scheine ihm, als ob der Herr Bürgermeister das Vereins- und Versammlungsrecht nicht kenne. Weiter konnte rer Redner nicht sprechen; der Bürgermeister war im höchste» Grade i. regt, erklärte die Versammlung für aufgelöst und rief zu gleicher Zeit die anwesende Polizcimaunschast zu sich. Aus der Versamm long ertönte ein stürmstcher Protest gegen diese Maßregel; doch g-ig die Masse ruhig auseinander. Ani Ausgang aus dem Gar- u nlokald nahm der Bürgermeister dem Siationskommandauten d iS Versprechen ab, daß derselbe keine weitern Ansprachen an die Versammelten dulden wolle. Da beabsichtigt wird, demnächst wie der eine Volksversammlung in Holzmindcn zu halten, so haben unsere Parteigenossen dem gestrengen Herrn Bürgermeister ein Epemplar d?S Gesetzes vom 16. Juli 1853, betreffend„den Miß b auch des Vereins- und VersanimlungSrcchtS", übersandt und ihm taflelbe zu eingehendster Lektüre empfohlen. Kannovcr, 20. Sept. Der Tischlerstrike dauert hartnäckig fort. i er Zuzug ist fein zu halten. Unterstützungen wolle man senden an unseren Castirer W. Schulz, Ballhosstraße Nr. 1. ZHI. Der Arbeitsnachweis befindet sich nur allein Ballho- st-.che Nr. 1. Die Strike-Commission .fiof, 17. Sept. Es dürste unfern auswärtigen Parteigcnostcn vielleicht nicht uniuterestant sein, einmal einen kurzen Ueberhlick über den Stand der Bewegung in Hos und Umgebung zu gewin n n.— Am 3. August 1872 wurde hier eine Gewerksgenosten hast neu gegründet, nachdem eine stühcr hier bestehende G. d M. F. H. A. eingegangen war. Mit Hilfe der Gewerkschaft ge- lang es uns, am Neujahr 1373 ein im 1. Quartal einmal und seitdem zweimal wöchentlich erscheinendes Blatt, betitelt„Hoser Zeitung", unter der Redaktion Lienig'S, herauszugeben. Wir paben nun durch dieses Blatt uns eine große Anzahl Freunde unter dem Kleinbürgerstand und fast sämmtliche Arbeiter Hofs stu unsere Sache gewonnen. Um nun im Hofer und dem an g- enzenden Plauenschen Wahlkreis besser wirken zu können, erfor dert eS, daß wir unser Blatt mindestens dreimal die Woche heraus g.ben. Da nun der Druck desselben bedeutenden Schwierigkeiten nnierworfen ist(wir müssen dasselbe in Crimmitschau drucken lassen), so gingen wir mit Gründung einer GenosseuschaftSbuch truckerei vor. Es wurden auch bereits einige Hundert Gulden nngezahlt, und hoffen wir, in nächster Zeit uns die Maschinen anschaffen zu können. Außerdem hat sich auch im März d. Js eine Parteimitgliedschaft aus den besten Mitgliedern der Gewerks Genossenschaft rekrutirt, der auch anderweitige Freunde unserer Sache beitraten; ebenso stehen jetzt an der Spitze des nun schon seit einigen Jahren hier bestehenden Konsumvereins hauptsächlich Sozialdemokraten; sonach können wir, wenn wir sämmtliche Re- snlkate, die wir bisher erzielt haben, überblicken, wirklich zufrieden sein. Die Zukunft lächelt unfern sozialdemokratischen Herzen eben- ;alls; denn unsere Gegner suchen uns auf allen Seiten zu schaden nnd somit wird in nächster Zeit der Kampf ein noch viel erbitterter werden, als er es bis daher war. Wir fteuen uns darüber; denn wo Ruhe— ist Tod, Stillstand— Rückschritt; aber wo Kampf ist, da ist Leben.— Anläßlich der Sedanfeier muß ich eines Vorfalles erwähnen drr am Abend des 2. Sept. sich ereignete. Die hiesigen Mords- Patrioten haben näuilich ebenfalls eine Sedanfeier an den Haaren herbeigezogen. Der Zug vom Rathhausc zum Schützenhaus war in, Berhälwiß zur Einwohnerzahl, ein schwachvertretener zu nen- nr», und mußten eben die Schulkinder, wie überall, den Ausschlag geben. Am Abend nun besuchte der Veterancnverein das Monu- ment seiner gefallenen Brüder, wobei jener Verein die Todten „hoch leben" ließ.— Am vergangenen Sonntag, d. 14. dS., passirtc Nachts 11'/, Uhr der„Kronvrinz des deutschen Reichs" per Couricrzug unsere Stadt. Es hatten sich eine Anzahl Leute zusammengefunden, um demselben ihre„Aufwartung" zu machen. Allein die seidenen Gardinen des Salonwagens lüfteten sich nicht, selbst auf die stür- mischen Hochs und HurrahS von Seiten des Publikums ließ sich Niemand sehen, und so mußten die Herren Hochrufer und Hurrah- schre.rr, darunter der unvermeidliche Veteranenverei» nepst teil höh» und höchsteu Beamten unserer Stadt, unverrichteter Sache wiecer abziehen. WaS sich diese Leute wohl gerächt haben mögen? Soviel ich erfahren habe, gab es auch Leute darunter, die die Frechheit halten, mit dem Stock an den Wagen zu schlagen, um den ftonprinzlichen Schlaf zu stören, damit sie nur eines k. k. Blickes gewürdigt würden. Ich bedaure eine solcke hochgestellte Persönlichkeit, daß mau ihr nicht einmal nach.,deS Tage« Last und Hitze" die wohlverdiente Ruhe gönnt. Mit sozialdemokratischem Gruß: Carl Schwcigcrt. München. Wie fast überall, so sind die Sozialdemokraten auch hier allem Diejenigen, die Muth haben den Mund aufzu- thun, und darum sucht man derselben auf alle mögliche Weise ledig zu«erden, auf eine Blamage mehr oder weniger kommt es der hohen Polizei dabei nicht an. Während man z. B. unsere Veri ammluugen(selbst die geschlossenen Mitgltederversammlungen) wegen Choleragefährlichkeit verbietet, ja uns nicht einmal als Gäste in einem geräumigen Saale beisammen läßt, darf der fortschritt- l,che Arbeiterverbildungsverein seine Versammlungen iu einem bei weitem nicht so gesunden Lokale halten. Von einem Verbote des The.nerS, der Concerte oder der Kirchenbesuchc ist natürlich gar nicht die Rede, was jedenfalls beweist, daß die Sozialdemokratie nicht nur ftaatsgefährlich, sondern auch ausschließlich choleiagcfähr- l>ch ist. Als weiterer Beweis dafhr möge gelten, daß die hiesigen Fachvercinc sich zwar versammeln können, daß aber in diesen Versammlungen nicht gesprochen, d. h. Vortrag gehalten werden darf, jedenfalls darum, weil man vermulhct, daß die betreffenden Red- ner Sozialdemokraten sind und durch das Eindringen ihrer Worte in die Ohren der Zuhörer die Cholera vom Redner aas sein Auditorium verpflanzt werden könne. Darum ist also bisher alles Mühen der Aerzte, die Seuche zu bekämpfen, umionst gewesen, weil sie immer annahmen, daß dieselbe durch den Eingang verpe steter Luft in die Athmungsorganc verbreitet werde. Die Münch ner Polizei hat Euch Aerzte alle übertroffen. Während Ihr rathet, hat sie bereit« die Gewißheit. Und wenn Ihr einfach anordnetet. daß zur Verhütung der Ansteckung jeder Sozialdemokrat sich das Maul zuzubinden hätte(d. h. wenn es nicht besser wäre, alle So zialdemokraten auf Lebenslänge einzustecken), so würde es jedenfalls gar nie mehr eine Cholera geben. Sonst wäre unsere Stellung in München gar nicht schlecht und wenn von je den Fachvereinen unsererseits mehr Beachtung geschenkt worden wäre, so wäre es gar keine besondere Aufgabe. bei den Reichstagswahlen einen Kandidaten durchzubringen, denn die ganze arbeitende Bevölkerung ssr den heutigen Zuständen ge radezu feindlich gestimmt, und daß dieselbe nicht vollständig in unserm Lager steht, liegt wohl zum großen Theil darin, daß nicht reger agitiit wurde. Ist erst einmal der Polizei der Borwand genommen, daß wir choleragefährlich sind, was bei der eingetreteneu Besserung der Gesundheitsverhältnisse nicht mehr lange dauern kann, so werden wir bald im Stande fein, günstigere Resultate melden zu können. Jedenfalls wird bis dahin auch die Scheu der Wirthe, uns ihre Lokale zur Verfügung zu stellen, überwunden fein und die hohe Polizei wird dann wieder im sauren Schweiße ihres Angesichts herumlaufen müssen, um uns die Wirtbe abspänstig zu machen, was dann aber jedenfalls eitle Mühe kosten wird. Mit sozialdemokratischem Gruß: C. F. Rick. Zlüruverg. Wie es rn unserer alten für Schlotjnntcr und Mastbürger so segensreichen Stadt aussieht, möge hier eine kleine Noüz zeigen. Seit ganz kurzer Zeit zeigt sich hier eine so enorme Steigerung aller Lebensbedürfnisse, daß eS dem gewöhnlichen Ar- beiter fast nicht mehr möglich ist zu leben. So kostet zum Beispiel das Pfund Rindfleisch nach neuem Gewicht 25— 26 kr., mit Zu- wage der Knochen kommt es auf 36 kr. DaS Pfund Brod, wel ches fast ungenießbar ist, kostet 6 kr. Der Liter braunes Bier aus allerlei Substanzen, welche den menschlichen Körper schädigen. zusammengesetzt, kostet 8, 9 ja selbst 10 kr. Kurz, alles was zur Leibcsnahruug und Nothdurrt gehört, Micthe mit eingerechnet, ist im Preise hinaufgeschraubt, daß es schändlich ist. Wie verhält sich da« Schlotjunkerihum dem gegenüber? In allen Arbeiterkceiscn Klage über brutale Behandlung und Lohndruck. So ist eS noto- rifch festgestellt, daß die Accordpreise in cer Cramcr-Klettschen Wagen-Fabrik seit wenig Jahren aus die Hälfte herabgedrückt sind, und nur der größtmöglichsten Anstrengung und Ausnützung der Körperkrast ist es möglich, noch etwaS bessern Verdienst zu erwer- ben. Diese Fabrik, die seit dem 1. August in die Hände einer Aktiengesellschaft überging, zu deren Mitgliedern sich hohe Persön lichkeiten zählen, mit den früheren Autoritäten an der Spitze, hat einzelne Aktien an alte Arbeiter verschenkt(natürlich Vorarbeiter und dergleichen!) und so ein System geschaffen, welches ihnen mit wenig Mühe eine hohe Dividende sichert. Herr Theodor von Cra- mer, einer der humansten Fabrikanten von Deutschland, hat es vielleicht nicht geahnt, daß dieses Verschenken von Aktien an Vor- avtait??' ptnpit tinrf\ nrni�rvtt jJViiff rtiif htp tnutt. arbeiter einen noch größeren Druck auf die Arbeiter ausüben muß. Das ist der Zustand in dieser Fabrik, in der man jetzt wieder verschlechtern will, was früheres Wohlwollen zu Stande brachte. Und wie in dieser, so ist es in den meisten andern Fabriken; überall die gleiche Klage, überall die gleiche Roth.(Den Schluß dieses Berichtes haben wir gestrichen, weil er eine Bitte enthielt, mit der der Einsender„vor den Blicken der Oeffentlichkeit" die „Aktionäre und Fabrikanten" um„humanere Behandlung und möglichst wenigen Druck" angehl. Der Arbeiter hat nichts zu er bitten— er hat zu verlangen und zwar mehr zu verlangen als „humane Behandlung". Wer aber human behandelt fein will, der lasse sich eine inhumane Behandlung nicht gefallen. D. R. d. V.) Berichtigung. In der„polinjchcii Uebersicht- der letzten Nummer, £. 3, Sp. 1, Abs. 2, muß es statt„den Herren Offizieren" natürlich heißen:„den Herren Offiziösen Fond für pol. Gemaßregelte. Vom KrbeiterbildungSvcrein Leipzig durch Nauen 6 Thlr. 7 Gr. Genossenschaftsbuchdruckerci. Antheilscheine bez. Aniheilqmttungen erhielien ferner: in Leipzig S. Geißler f. d. Intern. Gewerkschaft der Maurer und Zimmerer 56 Thlr. _ Hadlich. Briefkasten der Redaktion.„Ardeiter- Wochenchronik" in Ptst: Zeit Wochen haben wir Ihr Blatt nicht erhalten und bitten um Zusendung desselben. Anonymus in Berlin: Ihre Einsendungen sizid nicht für den„Volksssaat" geeignet; wir habm dieselben an die Redaktion der„Ebemnitzcr Raketen" gesandt. Dr. Guido Weiß in Berliu: Wir haben Ihnen ern Exemplar unseres Blattes überwiesen und ersuchen Sie, bezüglich der„Wage" das Gleiche zu thun. Dasselbe gilt für den„Genossenschaster" in Pforzheim und die„Süddeutsche Bolksstimme" In Mainz. Den Blättern, mit wel- che» wir bisher Exemplare tauschten, lheilen wir mit, daß wir auch sür das 4. Quartal sür dieselben eingezahlt haben. H. P. in Berlin: Ja! der Expedition. R. Kstnr in Frobburg: Die Ann. ist bezahlt, im Restsntenverzeichniß wurde von uns Frohburg zu streichen vergessen. Bdg Berlin: Der Fehler wegen den 4 Gr. f. Ann. ist dcrichugt. O. H. Dresden: Die Ann. tostet 8 Gr. Trtman Berlin: Sobald die verlang- ten Swr. erschienen, erhalt,» Sie selbe. Von Schlz hier: Sehr. 6 Gr. I. Mllr hier: 3. Qu. 16 Thlr. A. Trim Berlin: Schr. Thlr. 6. 12. Holzarb.- Gew. Berlin: Ann. 24 Gr. Fcbswl Einbeck: Ann. 11 Gr. Mlr Bromberg: 3. Qu. 16 Gr., Schr. 4 Gr. Schuhmachcrgcw. hier: Ann. 5 Gr. Schft Reudnitz: Abonn. Thlr. 1. 4. Drslr Linz: Schr. 1 Gr. D. Hey Niederplanitz: 3. Q». 15 Thlr., Ann. 19 Gr. Gcw. . Schuhm. Schweinfurt: Ann. 5 Gr. I. Dck Aalen: 3. Qu. 8 Thlr. E. Lxpt Landshut: Ann. 10 Gr. Rückeahlmig vom Aussch. Hamburg: 21 Thlr. O. Rchtr Stötteritz: Ab. Ti-lr. 14. 14., Schr. Thlr. l. 24. Hrn Dbvnberg: 3. Qu. Thlr. 8. 7. 7. Arb.-Ber. Rochlitz: Ann. 7 Gr. Lhmnil das.: Ann. 6 Gr. Mhlbrn Erimmitschau: Ann. 16 Gr. A. Trtm Berlin: Ab. Spt. 15 Thlr. Brngt Goiha: Thlr. I. 2. Gewertsch. d. Holzarb. das.: Ann. 7 Gr. I. Krschnr Pest: Schr. 4 Thlr. Jtffr Coburg: Schr. 6 Gr. 6 Ps. Kur Leituitz: Schr. Thlr. 1. 26. 5. H. Wltr Eotn: Schr. Thlr. 2. 23. 5. Maurer- und Zimmerer-Gewcrksch. Leipzig: Ann. 26 Gr. Arb.-Ver. Neunl.rchen: 4. Quart. 1 Thlr. 4 Gr. I. Prinr Dieunlirckeu: Sie haben bis Neujahr bez. und noch 4 Gr. gm. W. Bck Gotha: Wir wollen Ihren Lorschlag accepiiren. Erl St. Johann: Schr. folgen, Brief vom 3. dss. haben wir nicht erhalten. Fmnn Duisburg: 3. Qu. Thlr. 10. 2. 5. erb., Rest an Abonn. 10 Gr, Porto Thlr. 3. 27. Berlin Enzial-dkmolrarilche Arbetterpartei. Vezirksversammlung. Montag, den 29. September, Abend« 8 Uhr: vudwitz Locol,«dmiralstraßr 11, Eingang vom Hos: Vonrag des Herrn Mille. Landsbergerstraße 15, bei Heise: Vortrag de« Herrn Bernstein. Tie Mitglieder werden aufgefordeN, zahlreich zu erscheinen. Das Agitation«. Eomü« Sonntag, den 28. Sept., Abends 8 Uhr, gemütbliche Zusamme» kunfl bei Kohtweck, Alexanderstraße 31. Berlin Gewerkschaft der Manufakttlr-, Fabrik- mid Handarbeiter. Die Milglieder der Ärankenkassc versammeln sich Sonnabend, od 27. September, Abends halb neun Uhr, Wcberstraße 24» bei Mowss- Das Erscheinen Aller verlangt dringend El. Gerstcnberg, Geschäftsführer, Achte Neue Straße am Küstr.-Pl., Arnold's Haus, __ Seitenflügel, 4 Tr. rechts. ifrfiillTir Ardeiterverem Geselligkeit. Sonntag, den 28. d. Mls., Abends von 6 Uhr Gesellige Zusammenkunft mit Damen im Saeile des Hotels zur Nova, Grüne Bamnbrücke, 1 Treppe lin Die Mitglieder werden ersucht, sich mit ihren Familien recht zahlre zu belheiligen. Eingesühne Gäste haben Zutritt. Der Vorstand.* sreslail Sonnabend, den 11. Okt. d. I., Abends 8 Uhr: Allgemeiurs Arbeiter-Fest unter gütiger Mittvirkung des Männergesangvereins„Breslauer Sänge: runde", im Springcr'schen Saale(Weißgarten), Gartenstraße. Jnstr> mental-Concert, Gesang, deklamatorische Vorträge und Tanz. Festredä gehalten von Herrn Tr. Otto-Walster aus Dresden. Die Parteigenosse werden ersucht, für recht zahlreichen Besuch des Festes ihätig zu agilire: Alles Nähere durch Plakate und Annonce in den Lokalblättern. __ Das Festcomitö.(3d rt M Soz-dcm. Arbeiterpartei. tt».vi.. Versammlungslokal: Stadt Ärenmat Dominikancrgaffe 10.— Jeden Samstag Abend Vortrag und Dil' kusston. X». Der„Vollsstaat" liegt in fclgenden Wirthschaften aus: S-hwah Papagcistraße; Schüßler, Papagcistraße; im Stolze, ifel«, alte Mainzers gasse; im Lindenbaum, Saalgasse; Eitz, Kamiegießcrzasse und Foullei, Gelnhäuscrgasse.__ smaz 1 ftitmütt Vit Sosialdemokratislhe Arbeiterpartei. Ulli Iii}} Versammlung am Montag, den 29. Sept., Abend 9 Uhr, bei Hansch, Schanenburgerstr. 14. Tagesordnung: Abrechnung. Urabstimmung. Die Agitation. Die Mitgliedskarlen sind vorzuzeigen.________ Sewerllschast der Hoftarbeiler. -�ll-ll�l� Sonnabend, den 27. Sept., Abends 8 Uhr, Windmühlei' straße 7, Versammlung.— Fragekasten, Discussion._ D. B. Internationale ZUetallarbciterschast. I �(-1�)11) Montag, den 29. Septbr., Sitzung bei Arnhold, Rcü nitzerslraßc. Tagesordnung: 1. Vortrag über Produktiv-Assoziattoi� 2. Gewerkschaftliches.__ IßOblliiJCS �kwerksgenossenschasi der Manufaktur-, Zadrik- Sonnabend, den 27. Sept., Abends Punkt 8 Uhr, Versammlung Saale des Herrn Schulz, Priesterstraße.— Neue Mitglieder werdet aufgenommen. Der Verttauensmann: W. Mehlhorn. J (ÄUrtaiSrtt« Sosialdeinokratischc Arbeiterpartei. �fJllUUUU Montag, den 29. d. Mts., Abends 8 Uhr: Versammlung im Hamburger Tunnel. T.-O.: Die Bestrebungen und Ziele der Sozialdemokratie. Res-) Milke, Berlin. NB. Die Parteimitglieder werden ersucht, zahlreich wegen inneres Parteiangelegcnheiten zu erscheinen.___________ J Thonberg u. Umgegend Arbeiterverein. Montag, den 9. Septembers Abend« halb 9 Uhr, Versammlung bei Günther. Der Vorstand, lffl LotialdemoKralischer Arbeiterverein. Die Mitgliederversammlungen finden jeden FrestaS Abend halb 9 Uhr im Lokale der„Harmonie" statt. Julius Kölln. � Wandsbeck Mein Geschäft iteiur. sowie getragener Kleidungsstucke und Tchuh� Werks befindet fich während der Messe: Johanniskirchhof. J.%. Kieihorn. Schweizer Kräuter-Blumen-Thee aus dem Canton Glarus direkt bezogen, ein erprobtes Mittel gegen Verfchleimung, Brustkatarrh k., wie cm vorzügliches Blutreinigiingse »littel, empfehle ich allen Parteigenossen zur Abnahme. Das Packet kostet 3 Ngr., 4 Stück 10 Ngr. gegen baar. Leipzig, 23. Sept. 1873. Elias Reimensberqcr, aus Markirch im Elsaß.% Anzeigen ♦ v ♦ iRetvlitt Zar«eachtullg. Ol(IUI Ich sehe mich geilöthigt, Folgendes zu veröfiemlichcn: Da es mir im 3. Quartal mehrmals vorgekommen ist, daß ich de» Lesern des„Volksstaat" den„Vollsstaat" bis nach dem 15. desorgt abc, und dann auf einmal verschwunden oder sonst mich vertröstet abcn von einer Woche zur andern und schließlich keine Zahlung erfolgt ist, so bringe ich Folgendes zur Kemttniß: Wer von meinen Abonnenten, im folgenden Quartal nicht bei der 1., 2. oder 3. Nummer den Bewag: entrichtet, erhält das Blatt nicht mehr zugeschickt. A. Traut mann, Engeluser 6 b. Wir sind gern bereit, zur Unterstützung unsers wegen Verbreitung der Sozialdemokratie im Elsaß gemaßregelten 65jirhrigen Parteigenossen Bestellungen auf obigen Schweizer.iträuler- Blumen Thee entgegen � nehmen._ Die Expedition des„Volksstaal". �| Bekanntmachun. Die Vertrauensmänner oder Filialexpcditioncii derjenige Orte, für welche es unmöglich ist, ihren vollen Bedarf aü Volksstaat-Epcmplarcn pro viertes Quartal(Okrober— Dezember) durch die Post zu beziehen und demnach die Filiale bcibehalten, werden hiermit ausgesordert, uns hiervon unter Angade der bc� � nöthigte» Zahl von Exemplaren baldigst Nachricht zu geben. Der Versandt geschieht jedoch nur dann, wenn das Abomieincick für das dritte Quartal vollständig berichtigt ist. Filialen, die am 1. Oktober noch restiren, oder von welche» uns Nachricht über da« Fortbestehen derselben nicht zugegangen, werde» für anfgehoben erachtet. Für Sachsen und Herzogthu»' Altenburg werden neue Filialen nicht errichtet. 'eipzia, 9. Seplember 1873. Die Expeditio» des„Nolkßstaat". Zur allgemeinen Kenntniß bringen wir, daß Inserate sür die nächste Nummer nur bestimvüs Aufnahme finden, wenn das betr. Manuseript eineii Tag vorhek, also Wontag, Mittwoch oder Areitag Mittags in unsere« � Hänre» ist. Inserate bitten wir an unS zu adressiren. Die Expedition des„BolkSstaat". - r»»pttj mternys. ilMUm:».»asper..««ecttwu„i« sichern r. 44). S>tmt«ab®«Uc'Mi Sev>>sie»ltetteb?td«ck«rti.