so ndiz i Be II. 2J runj runj onti dl mm) Set' er. i• Mrt ti Xdarif. utmni*!• 3»MBi94(tai mi» Buch «kaMn(ai dt« I». nt failatbrt a tttM'Cfttkttitiini ffa W •ettatmm CUattn; {!.»«»ii», 11 Hoboksa, N. J G. T. 3 8> Hukm»tr.«»»» «. lk. Der Volkskaal >�»BUNBt«t»pr»i»: »S»?r»Bß»B tacl.«ltmp«I- Utu.t: ilalte» aus k« Z.». k Aiaat». auf k«>. M»- »at>«s»Kk«r»»n|«smm«B. fc» te«. Sachs« Hrtgth. ch�H!..?.Ik«dur, o»ch»Bf i. 1**-».-> l>. a'ch» OrgandersozialdemokratischenArbeiterparteiundderinternationalenGetvertsgenossenschasten. «r. 32. Wittwoch, 1. Hktoöer. 1873 n. dt! Abonnements- Ein! adung. Mit dem 1. Oktober beginnt ein neues Quartal und fordern >»>r deßhalb zu zahlreichem Abonnement auf das wöchentlich a. kfeimal erscheinende Parteiorgan auf. Der Preis beträgt t6 Sgr.(56 Kr. rh.) pro Quartal, 'i'-Egr.(18'/, Kr.rh.) pro Monat, in Preußen incl. Stem- pelfteuer 21'/, Sgr. Alle deutsche Postanstalten nehmen Abonnements entgegen. Denjenigen Abonnenten, welche das Blatt per Kreuzband Ziehen, wird dasselbe bei dreimaliger Zusendung in folgender �eiie berechnet: für Deutschland 1 Thlr. 5 Ngr.(2 fl. 3 tr. rh.); für die Schweiz, Serbien, Belgien, Scandinavien und Italien 1 Thlr 10 Ngr.(5 Frcs.); für Frankreich, die Niederlande, Portugal, Großbritannien, Rumänien und die Türkei 1 Thlr. 20 Ngr.(L'/« Frs.); für Spanien und für Amerika 2 Thlr. Für Leipzig und Umgegend ist der Abonnementspreis mit Bringerlvhn) auf 17'/, Ngr. pro Quartal und ö Ngr. pro Monat festgesetzt. Man abonnirt bei der Expedition Zeitzerstraße 44. Petersstraße 18 und bei Colporteur Müller, sür die Umgegend von Leipzig bei dm Filialexpeditionen: für Lolkmarsdorf, Reudnitz, Neuschönefeld ,c. bei O. Stelzer, Reudnitz, Kapcllengasse 11, 2 Tr., für Plagwitz und Lin- venau ,c. bei Frau Hohe, Roßmarkt Nr. 9, in Lindenau, für Connewitz w. bei Teubert, Bornaische Straße 197, für Kleinzschocher und Umgegend bei Fleischer, Nr. 87 daselbst, für Thonberg bei Horn, Hauptstr. Nr. 95, für Stötteritz bei O. Richter. Nur jene Stadt- oder Kreuzband-Abonuenten können für das vierte Quartal auf Zusendung des Blattes reflektiren, welche ihr .. � Abonnement mündlich oder schriftlich erneuert haben und für das dritte Quartal nicht im Rückstände find. Der AbonncmcntSbetrag ist bei Bestellung zu entrichten. zu' iliab efor- >urih olks- IT. uf irtat olW un' lingl, estel- Ferchs Tr- m Uhr d di< flichl ttlei ibw zertt rt be e uiH t icbcP hige" Die Redaktion und Expedition des„Kolksstaat". inber, veb iterS fymfi in. »d An die Parteigenossen! Mit der Nummer 92 beginnt ein neues Quartal-Abonnement Mrf dm„BolkSstaat", unser Parteiorgan, und ist es Pflicht eines Jeden von Euch, den„VvlkSstaat" nicht nur selbst zu halten und B lesen, sondern auch nach Kräften zu verbreiten. Gerade in ' diesem Quartal mästen von allen Seiten die größten Anstrcngun- Sen gemacht werden, um den Ausfall, den der Abonncntenftand bes Blattes durch das dreimalige Erscheinen desselben erlitten hat, wieder auszugleicken, und wir sind der Ueberzeugung, wenn alle Parteigenosten ihre Schuldigkeit ihun, so wird das gar nicht r) schwer fallen. Es wäre gerade zu beschämend für unsere Partei, wenn der„Bolkestaat" aucb in diesem Quartal nur 6600 Abon- uenten zählen würde. DaS darf nicht sein. Im Gegcntheil, iwir müssen Alles ausbieten, damit nicht nur die frühere Ab onuen ss�Ieuzahl wieder gewonnen wird, sondern mehr noch, wir mästen ■ Vinnen einem Jahre die Abonnentenzahl auf 10,000 bringen. Parteigenossen! 13,300 Abonnenten für unser Partei vrgan, für den.BolkSftaat", das ist ein Preis, der der Anstrcn- Werth, die dafür gemacht werden müssen. Freilich, diesen "' Ij Preis erkämpft man nickt, wenn man die Hände i» den Schoost �'igt und in stiller, besckanlicher Gemütylickkeit abwartet, bis die bu»' neuen Abonnenten von selber kommen, oder wenn man die Agita- lsvn für den„Bollsstaat" zu Gunsten der Lokalblätter vcrnach- üsstgt. DaS darf nickt lein. Die Lokalblätter dürfen mcht '., ms Kosten des Abonncntcnstandeö des„VolkSstaat" begünstigt werden, und es wäre ein schlechtes Zeugniß für die Partcitüchtig- ''ist solcher Orre, wo dies geschehen würde. Doch wir hoffen, daß ke,n Ort sich dieses Zeugniß geben wird. Parteigenosten! 10,000 Abonnenten auf unfern„Volksstaat", � das sei hinfort die Parole in allen Partei- und Volksversamm- lungen. Dakür muß rücksichtslos mit aller Kraft agitirt werden, und erst dann, wenn wir dieses Ziel erreicht haben, erst dann, wenn die 10,000 Abonnenten gewonnen sind, nicht eher, können wir mit dem Resultat dieser Agitation zufrieden sein. Versäumt [mmm kiine Gelegenheit, dem„Volksstaat" neue Abonnenten und damit der Partei neue Mitglieder zuzuführen. Immers und immer wieder muß dazu aufgefordert werden, den _____"�olksstaat" zu lesen und zu halte». In jeder Parteiversammlung wuß darauf hingewirkt, in jeder Volksversammlung dafür einge- tttten werden. Zur erfolgreicheren Agitation wird die Expedition ,"BolkSstaat" auf Verlangen eine genügende Anzahl Exemplare mw). mr Vertheilung gratis übersenden, und die Redaktion fttr sosorti- ?rd� i'f �Ürnck der Agitation«- und Lokal-Berichte, die recht oft ein- — zui enden wir den Parteigenossen dringend empfehlen, Sorge tra- «?- Und wenn dann Jeder auf seinem Posten, Jeder an seinem jptze und Jeder in rechter Weise und mit dem rechten Eifer für Verbreitung des„VvlkSstaat", unseres Parteiorganes, wirft, dann 'Mm t« nur eine Beleidigung der Partei sein, daran zu zweifeln, ' 6 binnen Jahr und Tag die 10,000 Abonnenten gewonnen sind. - Hamburg, den 22. Sept. 1873. Der Partei-Ausschuß. I. A.: Th. Yorck. A. Geib. lä'" Ein Harmonir-Apostel in der Klemme. Dem„LabourcrS' Union Chronicle", Organ der Gewerffchaft der englischen Landarbeiter, entnehmen wir folgende spaßhafte Ge- schichte: „In dem Dorfe Honeybonrne, Worcestershire, fand neulich eine große Versammlung der in- und umwohnenden Landarbeiter statt, in welcher Herr HeatS einen Vorttag über die Gewerkschaft ange- kündigt hatte. Der Genannte wurde gut aufgenommen; aber kaum hatte er zu sprechen begonnen, als eine Stimme meldete:„Herr, der Pfaffe ist gekommen!" Herr S1)eats machte zu dieser Meldung eine humoristische Be- merkung, und da der Pfaffe schwieg, fuhr er fort:„Wer hätte geglaubt, daß, als Hr. Joseph Arch seine erste Rede au die Land- arbeiter nnter einem Baume in WelleSbourne hielt, feine damali gen Worte würden die Wirkung haben, daß bald darauf 100,000 Mann zn einer gemeinsamen Sache und zu einem gemeinsamen Zwecke würden zusammentreten. Ihr könnt versichert sein, daß das nächste Parlament verschiedene wichtige soziale Fragen zum Gegenstände eingehendster Erörterungen machen wird. Auch muß ich Euch beglückwünschen zu der beträchtlichen Steigerung des Loh- neS, die Ihr durchgesetzt habt, nicht als ob damit Euer gerechter Anspruch befriedigt wäre, nein, sondern nur weil sie ein Schritt in der rechten Richtung zum Ziele ist. Jni letzten Jahre wurden über eine Million Pfund(63> Millionen Thlr.) Löhne mehr an die Landarbeiter bezahlt als in irgend einem früheren Jahre, dessen wir uns erinnern können, und dies wurde erzielt von Seiten der Gewerkschaft mit einem Aufwand von nur 3000 Pfund. Die? sind die Worte unseres'geliebten Führers, welcher in diesem Augen- blicke auf dem Wege nach Amerika ist, um das beste Heim für Euch auszusuchen, die Ihr in den vergangenen Jahren nichts weiter als die Sklaven deS Grund und Bodens wäret". Hier ließ sich auS der Versammlung eine> Stimme vernehmen:„Herr, wir haben es auch nöthig; da stehe ich, der Vater von fünf Kindern, mit einem Verdienst von 10 Schillingen(3 Thlr. 10 G.r.) die Woche, und da sagt unser Pfaffe noch, daß er hiervon allwöchentlich 6 Pence sparen würde." Der Pfaffe, in der Mitte der Versammlung stehend, ruft: „Allerdings würde ich das. Ihr seid eben sehr unvorsichtig und werdet nie unabhängig werden, wenn Ihr nicht etwas von Eurem Verdienste spart." Zahlreiche Stimmen:„WaS, von 10 Schillingen Wochenlohn? Herr, sagen Sie nnS doch, wie wir das andrehen sollen!" Der Pfaffe:„Nein, daS werde ich nicht, aber ich wiederhole, ich würde etwa« davon sparen, um mich nach und nach unabhängig zu machen." Mehrere Stimmen:„DaS könnten Sie nicht; versuchen Sie es doch." Der Pfaffe:„Ich sage Euch, ich würde eS thun, ja, ich sage noch mehr, ich tadle aufrichtigst Eure ganze Gewerffchaft." Herr Heats:„Herr! daS soll ich wohl so auffassen, daß Sie ein Gegner aller Gewerkschaftler sind?" Der Pfaffe:„O nein, mein Bester! Wenn ich ein Handwcr- ker wäre, so würde ich auch Gewerkschaftler sein; meiner Ansicht nach sollten alle Mechaniker bei der Gewerkschaft sein." Herr �eats:„Ah, wenn ich recht verstehe, Herr, sind Sie ein Grundbesitzer?" Der Pfaffe:„Ja." Eine Stimme:„Er ist wie ein Wegweiser, Herr; so sind alle Bischöfe und Pfaffen. Sie zeigen wohl den Weg, aber sie gehen ihn nicht selber. Herr'))eats wollte seinen Vortrag schon wieder- aufnehmen, als der Pfaffe von Neuem begann:„Ich liebe Eure Gewerffchaft nicht. Jetzt steht wieder der Winter vor der Thüre, und die Päch- ter werden Euch fonjagen bei dem feuckten Wetter und den dunklen Tagen." Emc Stimme:„Das ist nichts Neues, so haben sie eS stets gemacht, Herr!" Der Pfaffe:„Warum werden die Arbeiter nicht selbst Pächter?" Mehrere Stimmen:„Können wir denn?" Der Pfaffe:„Ei nun ja, dadurch, daß Ihr von Eurem Lohne spart"(lautes Gelächter). Herr Beats:„Machen wir es kurz, das ist eben unmöglich." Der Pfaffe:„Gut denn— warüm gehen dann nicht neun oder zehn von Euch zu— meinetwegen dem Lord Northwick. Obfchon ich ihn nicht kenne, so weiß ich doch, daß er ein gut- herziger Mann ist; er würde Euch gewiß eine Pachtung überlassen, und noch mehr als das, er würde sie wohl auch mit allem Nöthi- gen versehen; dann könntet Ihr Genosse, schaftS-Pächter werden." Herr Yeats:„Ist daS Ihr Ernst, Herr?" Der Pfafft:„Gewiß,— dann gibt es den Grafen von GainS- borough; dieser würde das Gleiche thun." Herr Yeats:„Haben Sie diese Herren jemals darüber gefragt, oder in solcher Weise sich äußern hören?" Der Psgfie:„Nun, da« gerade nicht.« Herr sjcats:„Ja aber, weshalb denken Sie dann, daß diese Herren so etwas thun würden?" Der Pfaffe:„Ei nun, weil sie so vollendete Gentlemen und so gutherzig sind.". � Ein Arbeiter, welcher auf den Besitzungen dieser Herren arber- tet:„Ich habe das noch nicht an ihnen entdeckt." Herr Deats(zum Pfaffen):«Würden Sie sich vielleicht an einer Deputation betheiligen, um ihren Herrlichkeiten die Auswar- tung zu machen und dieses Anliegen vorzutragen?" � Der Pfasse:„Gewiß, daraus machte ich mir nichts; aber, Sie haben dock verstanden, daß ich diese Herren nicht kenne?" Herr'geatS:„WennS weiter nichts ist, das lassen Sie gut sein; schon Ihre Stellung als Geistlicher würde, ich zweifle nicht daran, Ihnen bei den Herren ein großes Ansehen verleihen; denn Lords und die Geistlichkeit stehen im Allgemeinen doch ans einem sehr vortrefflichen Fuße." Aus diesen Antrag antwortete der in's Gedränge gebrachte Pfaffe schlau:„Ja, aber wäre es nicht passender, wenn die Arbei- ter, statt selbst zu den Lords zu gehen, sich schriftlich an ihre Herrlichkeiten wendeten?" Ein Arbeiter(aus der Menge):„Wenn Sie uns ein Stück Land, und wäre eS auch nur ein Acre, zu demselben Zinse über- lassen wollten wie den Pächtern, dann würden wir wohl im Stande sein, gut zu wirthschaften und etwas Geld zu sparen." Der Pfaffe:„DaS glaube ich nicht; denn schon die kleinen Landantheile, die man Euch zugewiesen hat, sind sehr nachlässig bestellt."�) Diese Worte riefen eine große Erregung hervor; die ganze Versammlung wies diese falsche und unverschämte Beschuldigung mit höchster Entrüstung zurück. Der Sturm legte sich erst, als Herr HeatS die Versammlung bat, sich zu beruhigen, da er die Sache zn einer gütlichen Erledigung zu bringen hoffe, und zu dem Pfaffen gewendet, sagte er: „Sie antworteten mir soeben, Herr, Sie wären selbst ein Grundbesitzer. Würden Sie denn bereit sein, eine Pachtung den Arbeitern zu überlassen und sie mit dem Röthigen auszurüsten?" Keine Antwort. Nach einer Pause fuhr Herr HeatS fort: „Wir erwarten Ihre Antwort; ich werde Ihnen für dieselbe danken." Nach einer noch längern Pause erwiderte endlich der Pfaffe zögernd:„Nun— nein— ich— bin nicht Willens." Herr Ueats:„Sie haben ohne Zweifel in Ihren Predigten oft schon gesagt, daß„Beispiel besser ist, als eine gute Lehre"; ich wünschte, daß Sie uns Ihren Weg durch Ihr Beispiel gezeigt hätten."(Großer Beifall.) Herr Beats kehrte hierauf zu der Beschuldigung bezüglich der Landantheile zurück, und nach einer langen und heftigen Debatte wurde endlich bestimmt, daß am nächsten Morgen um 5 Uhr der Pfaffe und einige Arbeiter zusammenkommen und in Gemeinschaft die Landantheile besichtigen sollten. Nach der Besichtigung fragte Herr Beats den Pfaffen:„Nun, ziehen Sie Ihre Beschuldigung zurück?" Der Pfaffe erwiederte:„Ja," und schrieb bald darauf noch den folgenden Brief an Herr» Heats, den dieser unter großem Beifall zur Verlesung brachte. Er lautete: „Pfarrei Honeybourne, 13. Aug. 1873. Nachdem ich heute Morgen die Landantheile in dem Kirchspiele zu Littleton besucht habe, gereicht es mir zu großem Vergnügen, zu gestehen, daß ich sie im Ganzen sehr achtbar bestellt gefunden habe. Ich wünsche daher, daß die unfreundlichen Worte vergessen werden mögen, die ich in der Hitze der Debatte gebraucht habe. T. Smith."" Dies der Bericht des Organ« der englischen Landarbeiter. Wir hoffen, er gibt nicht blos Stoff zum Lachen, sondern auch ein Exempel zum Befolgen. Wenn jeder Harmonie- und SparsamkeitS- Apostel, der sich öffentlich produzirt, von den Arbeitern in ähnlicher Weise beim Wort genommen würde, so könnte sich keiner dieser Eonfnstonsräthe(wenn sie nicht Heuchler sind) mehr hervorwagen, die jetzt leider in den Reihen der Arbeiter noch viel Venvirrung anrichten.— Eine solche drastische Abfertigung, wie sie dem „Pfaffen" von Honeybonrne zu Theil geworden, wiegt 1000 Leit- a»tikel und Vorträge auf. *) Ein paar Onadratrnthen, die der Herr Pächter oder Gutsbesitzer nicht brauchen kann. Wie ein Graf sich die Arbeiterfrage gelöst denkt. Die conseivative„Krcuzzcitung" hat kürzlich einige Artikel gc- bracht, in welchen sie von ihrem Standpunkt aus die ländliche Arbeiterfra. c behandelte. Wenn es sich in diesen Kreisen um die Arbeitcrftage handelt, darf man nicht erwarten, daß erörtert wird, wie man ernsthaft der traurigen Lage der Arbeiter aufhelfen wolle. Bewahre! Für die adeligen Grundbesitzer, deren Interessen die „Kreuzzeitung" wesentlich vertritt, handelt es sich nur um die Frage, wie der Massenauswandernng und der sich allmählich entivickeln- den„Störrischkeit" der bäuerlichen Arbeiter beizukommen ist. Diese Letzteren, vor der sozial-demokratischen Agitation noch in jungfräulicher Reinheit bewahrt, beginnen dennoch aufsässig zu werden. Eine Kost, die für das Vieh oft zu schlecht ist, eine Be- Handlung, die für einen mittelalterlichen Leibeigenen sich schickt, ein Lohn, der zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel ist und da- bei die Aussicht alle paar Jahre für einen„ftischen fröhlichen Krieg" in deö Königs Rock gesteckt und todt oder zum Krüppel geschossen zu werden, paßt selbst den Ackerknechten in der Mark, oder im verjunkerten Pommern nicht mehr. Sie wandern in Masse aus nach den großen Städten oder den Gefilden Amerikas und lassen wegen Mangel an Arbeitskrästen ihre junkerlichen und bürgerlichen Sclavenhalter in Verzweiflung zurück. Die„ftomme Kreuzzeiwng" sieht nun das wesentlichste Heil- mittel in der„Gottesfurcht und frommen Sitte", d. h. dem Be- wußtsein, daß es verdammte Pflicht und Schuldigkeit der Canaille sei, sich für seinen Herrn zu Tode zu rackern und den Trost für die Entbehrungen dieses Jammerthales in den Seligkeiten zu suchen, die nach den Versicherungen unserer„Gläubigen in Christo" den mühselig und Beladenen im besseren Jenseits zu Theil werden. Ein Graf W.-S., der nach den Angaben der„Nordd. Allg. Ztg.", in welcher er seinen Kohl zu Markte bringt, zur„Hochacht- baren und durchaus kompetenten Seite" gerechnet werden muß, ist mit den frommen Ergüssen der„Kreuzzeitung" nicht ganz einver- standen. Er meint zwar, die Religion sei ganz gut, aber es sei wurde bekanntlich vor einigen Monaten in Uulersuchung gezogen, doch»ur eine besondere Gabe Gottes, sie bei andern recht tia dringlich und wirksam zur Geltung zu bringen, eine Erfahrung, die der gute Mann wahrscheinlich an sich selbst gemacht hat. Er und um hinter irgend ein RedaktionSgeheimniß— wir haben ver gefsen, um was es sich handelte— zu kommen, schickte daS Gericht auch dem Zeitungssetzerpersonal Vorladungen. Dasselbe wurde meint dann, eS sei doch sehr bedauerlich, daß die Gesetzgebung vernommen und zwar ohne Ersolg, was die Richter, die um jeden einen Grundbesitzer hindere, Besitz an andere abtreten zu können ander» als im Wege des Kaufs. Eine Parzelle in Erbpacht oder in Erbzins austhun zu können und genügend sicher zu stellen durch Aeuderung der Hypothekengesetzgebung sei ein- sehr empfehlenS- werthe Sache. Und das glauben wir gern. Denn dann wäre das alte Hörigkeitsverhältniß wieder hergestellt und die armen Bauern ganz und gar den Klauen ihrer Ausbeuter überantwortet. Die freie Auswanderung ist dem Herrn Grafen auch ein Dorn im Auge; hier mit passenden Verboten auf dem Gesetzgebungswege einzuschreiten, scheint ihm ein verdienstliches Werk, weshalb er die Äuflueiksamkeit der Staatsregierung auf diesen Gegenstand noch besonders hinlenkt. Aber damit ist es noch nicht genug. Unser Graf ist ein Pracht- kerl, der das Geschäft aus dem ff. versteht und der, nachdem er deui hohen KriegSmiuisterium für die zeitweilige Beurlaubung der Soldaten während der Erntezeit gedankt und diese nun auf längere und regelmäßige Zeit ausgeübt wünscht, mit einem Plaue kommt, so originell und für die Moral der ganzen Ausbeuterklasse bezeichnend, daß er einen wörtlichen Abdruck verdient. Unser Graf schreibt nämlich unter anderem Folgendes: „Es giebt aber noch einen Punkt, dessen Berührung uns viel- leicht viele Vorwürfe erzeugen wird.(sie). Panemrrwt circenses*) verlangten schon die römischen Arbeiter. Ernste, christliche Männer haben sich schon vielfach mit der Frage beschäftigt, welches Ver- gnügen man dem jungen Volke verschaffen könne, mit Ausschluß des Tanzes— denn es ist unleugbar, daß der Maugel jeden Vergnügens nach der Arbeit auf dem Lande groß ist und viel junges Volk in die Städte zieht. Es giebt viele Landstriche in Deuischland, namentlich im Süden, am Rhein, in Schlesien und stellenweise in der Mark, im Poseusche», wo allsonutäglich getanzt wird. In andern Theilen wenig und höchst selten. Es wäre wohl eine statistische Aufgabe, zu ermitteln— aus welchen Laudestheileu findet die größte Auswanderung statt im Verhältniß zur Berölke- ruug und ist die Sittlichkeit in den, wir erlauben uns zu sagen, ernsteren Gegenden größer als in den tanzenden? Wie verhält sich die Zahl der unehelichen Kinder pro rutu der Bevölkerung, wie die Strafen für Diebstahl und andere Verbrechen? Wäre es mög- lich, dem gestatteten Tanze eine Ehrenseite abzugewinnen, ihn sitt- licher zu machen durch moralischen Einfluß? Endlich darf der Um- stand in's Äuge gefaßt werden, daß das Vergnügen Geld kostet und daher das Ersparen vermindert wird, was heute der Auswan derung Vorschub leistet? Die Frage ist fast unsittlich— aber so viel steht fest, daß das vergnügte Volk, welches durch Vergnügen in sofern an Entbehrung gewöhnt wird, als es lieber die Woche hungert, um einen Tag vergnügt zu sein, in der Regel einen freundlichen, fröhlichen Charakter hat, was namentlich in der Campagne von munteren unverdrossenen Soldaten gezeigt wird." Alles hat seine Zeit— sagt Salomo, und unter den Dingen, die er dabei anführt— ist auch das Tanzen genannt. „Hoimjr soit, qui mal y pense." Den französischen Spruch müssen wir schon des bessereu Ver ständnisses halber in gutes Deutsch übertragen, er soll die gräfliche Moral vor unbequemen Angrissen schützen und lautet: Ein Schuft, der Schlimmes dabei denkt. Nun Herr Graf, der Spruch soll uns nicht abhalten zu sagen, was Sie und Ihresgleichen sind. Sie haben einmal recht einsäl tig aus der Schule geplaudert und die ganze sittliche Verkommen- hell und Niedertracht unserer modernen Ausbeuter enthüllt. Zwar, wir haben uns in dieser Beziehung nie einer Täuschung hirgege- bcn, aber es ist denn doch etwas anderes, wenn ein Arbeiterblatt aus eigener Ueberzeugung anklagt oder wenn ein Mitglied der herrschenden Klasse selbst seiner eigenen Klasse Niederträchtigkeit eingesteht. Wie haben nicht, seitdem es in Deutschland eine Arbeiterbewe- Sung giebt, die Gegner in allen Blättern und an allen Orten den lrbeitern BergnügungS- und Verschwendungssucht vorgeworfen und sie zur Sparsamkeit aufgefordert und noch heute kann man kein gegnerisches Blatt in die Hand nehmen, keine gegnerischen Redner hören, wo nicht dasselbe Thema uns vorgeleiert würde. Hier sagt ein Mitglied dieser herrschenden Klasse geradezu, die Arbeiter sind zu solid, machen wir sie also vergnügungssüchtig und damit lie- derlich; die Arbeiter sparen zu viel, helfen wir sie verschwenderisch machen, damit sie ihren Lohn verjubeln und um so leichter in das auferlegte Joch sich spannen lassen. Schaffen wir endlich Statistik, aber nicht um zu erfahren, wie der Lohn und die Preise der Le- bensmittel, die elenden Wohnungen und die Krankheiten beschaffen sind, durch die der größte Theil der Arbeiterklasse einem frühen Tod verfällt, nein, benutzen wir die Statistik, um zu erfahren, wo am meisten getanzt wird, und das Volk am leichtsinnigsten ist, um darnach das Menschenverderbungsgeschäfl um so bequemer euSfüh- reu zu können. Panem et cirenses, das war nicht das Verlangen der römi- scheu Arbeiter Herr Graf, denn die römischen Ärbeiter waren Sclaven und hatten keinen freien Willen; aber Panem et cirenses war die Lockspeise der römischen Imperatoren, der römischen Patricier, womit sie das seines Eigenthums beraubte Volk in guter Laune zu erhalten und seine Stimmen zu gewinnen suchten. Panem et virenses war die Losung Derer, die im Ueberfluß und im Psnhl des Lasters sich walzend das dumme Volk von seiner eigenen An- gelegenheit ab- und die Haut ihm überzuziehen suchten. Und Panem vt cirenses ist auch heute nach LOOV Jahren noch das Mittel zur Unterdrückung. Darum die Schlacht- und Sieges-, die Sänger-, Turn- und Krieger- wie jene Feste, die der„humane" Arbcirge- der in schlauer Berechnung seines Bortheils und die schwache Seite seiner Arbeitsbienen kennend, für letztere zeitweilig veranstaltet. Bei Bier und Tanz wird ihnen vergessen zu machen versucht, daß da«, was sie als Gnadenbrocken ihres Herrn beklatschen und be- jubeln, in Wahrheit nur ihr eigener ihnen vorenthaltener Arbeits- ertrag ist. O, unsere Bourgeoisie weis, warum sie den Schlacht- und Sieges- und Festjubel und die Bereinsspielerei cultivirt und sie findet leider uoch Dumme genug in der Ärbeiterwelt, die das nicht einsehen wollen. DaS offene Geständniß des märtischen oder Pom- merslhen Grafen kommt grade recht, sein Wort wird bei Bielen wirken, denen wir bisher vergeblich gepredigt und darum— „schönen Dank Herr Graf". *) Brod und Feste. Politische Uebersicht. — Moderne Folter. Die in Bonn erscheinende„Deutsche Reichszeitung", ein ultramontanes Organ, so viel wir wissen, Preis das betreffende Geheimuiß' erfahren wollten, dazu veranlasste, gegen den Faktor, von dem sie überzeugt waren, daß er das Ge- wünschte wisse, Haft zu verordnen. Sobald er die ihm gestellte Frage beantworte, werde er in Freiheit gesetzt werden. Dies wahr- hast unerhörte Vorgehen würde unter anderen Umständen die ganze Presse in Aufregung gebracht haben— man denke nur an den ähnlichen(Hagen'schen) Fall während der Konfliktzeit—; allein wir haben seit 1866 im„Liberalismus" und im politischen Anstand so glorreiche Fortschritte gemacht, daß der bloße Hinweis, die „Reichszeitung" sei ein ultrainontancs, ergo mch�feindliches Blatt, unserer gesinnungStuchtigen Presse den Mund verschloß. Einen Mann, gegen den keine Anklage vorliegt, blos deshalb in's Ge- fängniß stecken, weil man ihn im Besitz eines Geheimnisses glaubt, das die Obrigkeit zu erfahren wünscht, ist geradezu monströs und erinnert an die französischen.Letters de cachets*)(Hastbriese), und an die Folter des alten JnquisitionSprozeffcs. Oder ist die Beraubung der Freiheit aus unbestimmte Zeit etwa weniger schmerzhaft als Daumschranbe und spanische Stiefel? Und ist eS etrva ein wesentlicher Unterschied, ob ich ein„Geständniß" durch mora- tische oder physische Daumschrauben erpresse? Die Erpressung des„Geständnisses" war aber gerade daS Verwerfliche in dem alten Jnquisitionsprozeß, und wird von der ganzen modernen Rechtswissenschaft einstimmig und nachdrücklich verdammt. Das Wie der Erpressung ist gleichgiltig, wenigstens nebensächlich. Dank dem mit wahrer Virtuosität durchgeführten„Todtschwei- gen" der Presse war uns der skandalöse Fall aus dem Gedächtniß entschwunden, als uns in diesen Tagen folgende Notiz der„Deut- scheu Reichszeitung"(datirt 22. Sept.) zu Gesicht kam: „Unser hochherziger und edler Faktor, Hr. Franz Sieger, sitzt nun bereits 2'/* Monat in einsamer Gefängnißzelle, so daß seine nächsten Verwandten keinen Zutritt zu ihm erhalten und noch jüngst zwei aus Amsterdam, resp. aus Berlin zu seinem Besuck herübergekommene Verwandte von dem Untersuchungsrichter Haaß zurückgewiesen worden sind. Man verlangt von Hrn. Sieger ein gerichtliches Zeugniß, welches zu geben seinem Gewissen und seiner Ehre widerstreitet, und immer hört man noch nicht von Berlin aus, daß das Obertritunal die Sache in die Hand genommen." Nun, wenn die Hoffnungen der„Reichszeitung" ausschließlich auf dem Berliner Obertribunal beruhen, dann kann die Haft Sieger's sich noch in's Unbestimmte verlängern. Wir wollen nun sehen, ob dieses neue meniento**) des„ultramontanen" Blattes ebenso spurlos an unserer„liberalen" Presse abprallen wird, wie die ftüheren diesbezüglichen Mittheilungen. — Herr Bakunin. Ein Telegramm ans Genf, datirt vom 24. September, das von sämintlichen Zeitungen abgedruckt wird, besagt: „Das„Genfer Journal"(„llonrnal de Geneve"— beiläufig, was bezeichnend, das Organ der Genfer Conscrvativen!) ver- öffentlicht einen Brief von Michael Bakunin, in welchem L-tzterer sich gegen die von Marx und der Internationalen erhobenen ver läumderischen(!!) Änklagen vertheidigt(??) und seine Absicht zu erkennen gibt, sich völlig aus dem politischen Leben und dem Kampf zurückzuziehen." Der Brief, von welchem in diesem Telegramm die Rede ist, liegt uns noch nicht vor; entspricht der Inhalt aber dem Tele gramm, so hätte Hr. Bakunin allerdings nur gethan, was ihm nach den vernichtenden Anklagen der kürzlich von uns in den Är- titeln„Cagliostro Bakunin" besprochenen Broschüre allein übrig blieb. Oesientlich ist Bakunin abgethan, da auch der Dümmste nunmehr einsehen muß, daß die Ungeheuerlichkeiten, die Bakunin verübt hat, nur ein Narr oder ein Schurke verüben kann. Leicht wird es trotz alledem sein, den von den Bakunisten frnatisirten Massen daS Auklagematerial vorzuenthalten, und ohnedies bedeutet daS„Zurückziehen" Baknnin's durchaus nichts Anderes, als daß er, der„Arbeiter der Revolution", jetzt seine„Arbeit" nach Art der Maulwürfe fortsetzen wird. So werden die Arbeiter allerorts gut thun, wenn sie vor dem internationalen Schweizer nack wie vor aus der Hut sind. — Zu Ansang dieses Monats veranstalteten die Herren Hassel- mann und Comp, in Berlin eine Volksversammlung, welche dem damals in Genf tagenden S eparatisten-Congreß der Bakunistischen Ultraförderalisten ein Begrüßungstelegramm zuschickte. Der Zweck dieser Komödie lag auf der Hand: Die Herren Hasselmann und Comp, wollten von einer Versammlung von Leuten, die sich für den„internationalen Arbeitercongreß" ausgaben, in irgend einer Weise, sei es auch noch so indirekr, anerkannt sein, eines- theils um dadurch einen Nimbus der Respeklabilrtät zu Wangen, anderntheils um denjenigen ihrer Anhänger, die von der Nothwen- digkeit einer internationalen Organisation des Proletariats durch- drungen sind, zurufen zu können: Auw wir sind internatio- nal und stehen in Verbindung mit den einzig wahren Interna- tionalen. Der Zweck wurde übrigens nicht vollständig erreicht, weil die Mehrheit des Congresses doch über die Persönlichkeiten der Herren Hasselmann und Comp, zu wohl unterrrchtel war, und der Congreß sich in Folge dessen auf einfache Beantwortung des Hasselmann'schen Versammlnngs-TclcgrammS beschränkte.— Ergötzlich ist nun die Art und Weise, wie ein Organ der span-i- schen Bakunisten, die„Federacion" von Barcelona diesen Zwi- schenfall bespricht:(S. Nr. 214 vom 20. Sept.):„BrS jetzt wurde von den Fuhrern der deutschen Arbeiterpartei behauptet, die deutschen Arbeiter seien durchgängig autoritär und ccntralistisch gesinnut. Nun sehen wir, daß blos die Häupter eS sind, nicht aber die Arbeiter. Die„Häupter", das sind die Vertreter der sozialdemokratischen Arbeiterpartei, gegen die von Seiten der Herren Hasselmann und Comp, seit Jahren die Anklage erhoben wird, sie schädigten die Sache des Sozialismus, weil sie nicht für Centralisation und Diktatur(„autoritäre" Organisation) sind. Und die Gegner der Centralisten und Autoritarrer, welche das Bakunistische Blatt Plötz lich in Deutschland entdeckt hat, sind— diese selbigen Heiren Hasselmann und Comp.! Wahrhafliz ein spaßhafteres ljuid pro quo(Verwechslungs-Posse) läßt sich nicht leicht denken!— In seiner letzten MutwochSuummer versucht der„Neue" ausnahmSwesse einmal den„Anständigen" herauszureißen und unter dieser Maske die sozialdemokratische Partei anzugreifen. Er klagt kreise 3 oh. Jakoby nur in Bpzirken wie Mainz, Hof tc. aufzt- a stellt zu haben, wo er voraussichtlich durchfalle, und so die eine« b alten Kämpfer wie ihm gebührende Pietät auS den Augen gefes zu haben.| /> Nun, der„Neue", der Johann Jakoby so oft beschimpft hat!„ beleidigt ihn, indem er sich zu seinem Bertheidiger aufwirft. Eil s< Mann wie Johann Jakoby bedarf deS Stieberblattes aus v» ft Dresdnerstraße nicht, doch zu seiner Beruhigung sei ihm mitge s« theilt, daß Johann Jakoby seitens der Landesversammlung da g sächsischen Sozialdemokratie in seinem alten Bezirk, dem 13. sä« fischen Ländkreis Leipzig wieder ausgestellt wurde und, da er be? reitS bei der vorigen Wahl unter den ungünstigsten Verhält<3 nissen dort über 3000 Stimmen auf sich vereinigte, große An� d sieht hat, bei nächster Wahl, wo die Verhältnisse weit günstige! a liegen, den Sieg davonzutragen. Indem der Kongreß die Am b stellung der Kandidaturen der sächsischen LandeSversammlung eiys fach gut hieß, kam die Kandidatur Johann Jakobv's für Sachsa Z« sl in gar keine Frage. Daß Joh. Jakoby neben dem 13. sächsisch« u Wahlbezirk noch in andern Bezirken aufgestellt wird, beweist nun st daß er sich einer wohlverdienten Popularität innerhalb der Parch£ erfreut, die auch sicher durch die plötzlich auftretende Patronai deS„Neuen" nicht vermindert wird. Auch wegen der Kandidatur Motielers im 18. säcbs. Bech möge sich der„Neue" beruhigen. Die Anfstellung der Kandidat! ist, wie jede andere, unter genauer und gewissenhafter Prüfung d Verhältnisse erfolgt, und was die geistigen Fähigkeiten nno d Charakter Mottelers anbelangt, nun, da können wir dem„Neue mit aller Bestimmtheit versichern, daß er z. B. über das„Genie' des Herrn Präsidenten Hasenclever so ziemlich erhaben sein dürftt Auch gehört Motteler nicht allein zu unfern ältesten, sondern au> rührigsten Parteigenossen, der Opfer für die Sache gebracht h� wie kaum ein Zweiter, aber es nie liebte, sich in den Bordergruii zu drängen, daher das eigenthümliche Urtheil des„Neuen", de dem bekanntlich daS Klappern zum Handwerk gehört. — Unsere Leser werden sich noch wohl erinnern, mit welchs Härte die Besitzer der Kohlenbergwerke in Rheinland und West phalen die nachgesuchte Lohnerhöhung der Bergleute abschlugen u» damit motivirten, daß es ihnen„nicht möglich" sei und sie si� ,;Tutniren" würden, wenn sie höhere Löhne zu zahlen hätten. W infam dies gelogen war, zeigt eine kleine Notiz, die wir im„Lei? ziger Tageblatt" finden: „Dortmund, 26. Sept. Als ein Beleg für die durcha» gesunde Lage des Kohlengeschäfts, resp. die solide Grundlage, a» der unsere Kohlenzechen ruhen, mag das nachfolgend erwähiü Faktum dienen: Gestern fand in Dortmund die jährliche General Versammlung der Zeche„Mark" statt, einer kleinen, aber lcistungs fähigen Zeche. Das ganze Aktienkapital erreicht noch nicht d>- Höhe von 300,000 Thlr. Die Zeche mußte sich früher schcvi durchhelfen und konnte im Vorjahr nur 4 Proc. Dividende ves theilen, das diesmalige Rechnungsjahr bietet dagegen eine Die'' dende von 23 Proc., welche auf einem Gewinn von 116,000 Tsch basirt, von welchem außer der Zahlung der Dividende reichlich Abschreibungen geleistet werden." � Wenn ein Bettiebskapital von noch nicht 300,000 Thlr. eini« fl Gewinn von 160,000 Thlr. in einem Jahre abwirft, so läßt Js auf äußerst niedrige Arbeitslöhne und hohe Preise der Produkt s" schließen. Eine hohe Dividende ohnehin kann nur bei sehr nid V*.. i. rt« ciYv ai.„vifVtvj,. ÄrtUn'TS.... V.«i. S 3 1.11V1«»«SirTj! n 1 drigen Arbeitslöhnen existiren. Hohe Dividende und niebriif Löhne nennt aber das„Leipziger Tageblatt" eine„solide Grun?! läge" und stellt sich dadurch würdig jenen Kohlengrubenbesitzeck � zur Seite, denen es mit seinem Rechenschaftsbericht unbewußt nach? weist, daß sie schmählich an den Arbeitern gehandelt, indem sit � die mangelhafte Organisation der Letzteren kennend, jede Loh» � erhöhung verweigerten und daher einen für die Arbeiter unglück lichen Sttitc provozirten, dessen Mißlingen der Ausbeutung neuck Borschub leistet. DaS beweist die Steigerung der Dividende von' f" auf 28 Prozent!™ — Das„Norddeutsche Wochenblatt" des Herrn K� r Wartenburg in Gera macht sich in seiner letzten Nummer � Vergnügen, die„Frommen" etwas an den Haaren zu zaust" Eigenthümlcch au der Sache ist schon, daß Herr Wartenburg, d»* Mährchen von unserer„Besten der Welten" zwar nicht gerade aü � baare Münze nimmt, aber die heutigen ökonomischen Zustand � als„normal" annimmt, auS den verschiedenen Arten v«" fe „Frommen" weder Mucker, noch Pfaffen noch alte Weiber, sondeck � gerade die Fabrikanten herausgreift. Er plaudert:»! „Betrachten wir einen solchen modernen Frommen. Sud)""" wir ihn z. B. unter der industriellen Welt, Nicht nur im Wuppe"' thale, sondern auch in Sachsen und Thüringen giebt eS vi«~ Gewerbtreibeude, die fid» mit Gott dem Herrn und König Mam«� vortrefflich abzufinden wissen. Der Mann ist also Fabrika� 3 In der Bibel steht:„Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln a" Erden, da sie die Motten und der Rost fressen und da die Di� nachgraben und stehlen. Denn wo euer Schatz ist, da ist aul" euer Herz." Nun fragt einmal den frommen Fabrikanten, vö jährlich so und so viel Tausende verdient, wie viel er in � pieren aller Art angelegt hat? Fragt ihn nur, wie viel er bei� p, ( i{P.i-4. m ,* v» l« � 4- vin k CV»« Vi» sli 1 G i( c�nlii letzten Wiener Krach verloren hat.'Weiter! In der Bibel st# � „Gieb Dem, der dich bittet, und wende dich nicht von Dem, pjj g dir abborgen will." Der reiche Fabrikant— er ist viellei« � Geheimer CommisstonSrath— sitzt in seinem Comtoir. � g klopft. Ein einfacher Bürgersmann, ein Handwerker, tritt � A WaS mag der Meister bei dem reichen Manne wollen? � «WVW»"-t, � � H paar hundert Thaler Geld zur Messe vielleicht /der um cw Z wohlfeilen Einkauf zu machen. Sicherheit hat er nicht zu bie«� als sein ehrliches Geficht, denn aus seinem Hause lastet j eine erste Hypothek. Meint Ihr wohl, daß unter hundert Fäß« � zehn Mal der reiche ftromme Fabrikant dem Bibelwort(Math, b, h, folgen und da» erbetene Darlehen geben wird? Macht die Pf*«i einmal auf daS Exempel, solcher moderner Frommer giebt überall."« Die Weisheit deS Herrn Wartenburg imponirt nicht besond# jj wenn man in Erwägung zieht, daß er den„Frommen" nicht and« als mit Bibelsprüchen zu Leibe zu gehen weiß. Doch abges# n, davon— wenn Herr Wartenburg auS wirklicher Menschenlw,(j sich berufen fühlt, für den„einfachen Bürger, den Handwerftv Kj einzutreten, was müßte er dann zu den bescheidenen Ausprü� C der Arbeiter sagen, welche von den Frommen, namentlich auch von den nichtftommen Fabrikanten so oft mit einer Hä's- P zurückgewiesen werden, von der allerdings auch Nichts in der B« tr lieht. Und doch verlangt der Arbeiter keine„paar Hundert Thal# ft ,...._______________. nämlich mit scheinheiliger Miene die auf dem Kongreß versam....... melten„ehrlichen" Anführer an, bei der Bertheilung der Wahl �sondern nur einen Theil deS Ertrages seiner eignen Arbe' h, Herr Wartenburg hat schon so oft von seinem„Herzen, das. Ji �}clT iuuritiiuuty yai|u?vu uji pva fcuiciu„«ycijcu, ua«? wl 0� •)»mm» M«..»w, vit•«», s •*»■><"«•"•*S:£TS äZ!�*VlJSLmS!?3S' u.» S. lügen, dm man beseUlgen oder von dem man etwa« erpressen wollte, ohne Umftänv« einsperren lassen. **) Erinnere dich! Znr Srinnernnzl und den die Ausbeutung deS Proletariats kalt läßt. Und Uebrigen ist'S gleichgültig, ob der Fabrikant fromm oder. fromm ist; die ProductionSweise ist die gleich« und saugt ff i3j hl! Eil dl tg- dl äch bl ält iixi- ig« tuf ett bsel, djd ilM litt taj 2iÖ -itm 3« 30 ien' nie rftl ad h- Ul arbeitende Masse genau aus dieselbe Weise aus, ob der Herr Fa britant dazu die Augen verdreht oder nicht. — Wir cheilten kürzlich unfern Lesern mit, daß ein gewiffeS "S." in dem Muckerblatt„Concordia" uns freundlichst auf „Hochverrath" denunzirt. Dieses„S." scheint mit einem„I." sehr nahe verwandt zu sein, denn wir lesen in der„Neuen Frank- furter Presse", einem Blatte, dessen„Gesmnungstüchtigkeit" durch seine intimen Beziehungen zum Preßbureau außer allen Zweifel gestellt ist: „-3- Mainz, 20. Sept. Bei der am lS. d. M. stattgehabten Versammlung der Fortschrittspartei, an welcher sich als ungebetene Gäste die Sozialdemokraten in großer Zahl betheiligten, haben dieselben mit einer Offenheit, welche nichts zu wünschen übrig ließ, als das Ziel ihrer Bestrebungen die gewaltsame Vernichtung der bestehenden politischen und sozialen Zustände auf dem Wege der Revolution, oder, wie sie sich ausdrückten, die rothc Republik be- zeichnet und betont, daß ihnen Zustände, wie solche in der Schweiz und in Nordamerika bestehen, keineswegs genügen. Dabei haben sie ihrem unversöhnlichen Hasse gegen die besitzende Klasse in einer Weise Ausdruck gegeben, daß ihnen auf diesem Gebiete zu folgen nicht möglich war, ohne einen großen Skandal hervorzurufen. Der Vositzende ließ sie daher(!) ruhig gewähren, einerlei, ob ihre Worte in das Gift der Lüge oder des Hohnes getaucht waren. Wer eine friedliche Verstänvigung mit diesen Leuten seither noch für möglich hielt und dieser Versammlung beiwohnte, ist vom Ge- gentheil gründlich überzeugt worden. Sie wollen keine Re- formen, sondern die Revolution, und der Hochverrath rst ihr tägliches Gewerbe! Wann werden die Regierungen dies erkennen? Hoffe-cklich nicht, wann es zu spät ist." Allerliebst in der That! Aber nicht so grob, liebes„I.", soll- ten Sie des Staatsanwalts istase aus den„Hochverrath" stoßen, sonst könnten unberufene Menschen meinen, Sie seien eigentlich kein„I.", sondern eigentlich ein„S.", und wir kämen wieder auf unsern guten Freund, der uns aus purer Liebe zu den Arbei- tern denunzirt, den Herrn Handelskammcrsekretär Julius Schultze tn Mainz. Davor wollen wir uns aber hüten und fragen Sie nur, liebes„I.", wie Sie gegen die armen„Hochverrälher" so wütheud losziehen können. Sehen Sic denn nicht, daß das„Ge- werbe" der Letzteren nach Hubertusburg, nach Zwickau, nach Lötzen führt, während das„Gewerbe" der Spionage und Denunziation so leicht die Pforten des Reptilienfonds erschließt? Greifen Sie mal aufrichtig an Ihre Taschen und wir könnten uns nicht denken, daß Sie noch länger auf die„Hochverräther" neidisch sein könnten! — Vor Kurzem sind in Preußen die ersten Wahlen nach der neuen Kreisordnung vorgenommen. Resultat: Lauter Regie- rungsleure und Junker oder Kreaturen von Junkern. Natürlich! An Disteln können keine Weinbeeren wachsen. Die Hrn. Fort- sck>rittler und Nationalliberalen sprechen nicht gern von diesem Skandal, der die traurige Zurückgebliebenheit Preußens auf poli- tsschcm Gebiet wieder einmal so recht drastisch vor Augen geführt hat.— — Durch verschiedene deutsche Zeitungen geht die Nachricht von Arbeiterkandidaturen für die im nächsten Jahr bevor- stehenden Neuwahlen zum englischen Unterhaus. Diese„Arbeiter- kandidaturen"— die sonderbarerweise von dem„Neuen Sozial- demokrat", der in den englischen Dingen ebenso gut bewandert scheint wie in den spanischen, für ernst genommen werden— sind nichts als ein Humburg, in Scene gesetzt von den englischen IWes Unions(Gewerkvereine), oder richtiger deren Führern. Dse Bedeutung dieser Kandidaturen ist genau die der projeklirten Kandidaturen der Hirsch-Duncker'schen Gewerkvereine. Es ist übrigens sehr unwahrscheinlich, daß einer dieser Arbeiterkandidaten durchkommt— sollte es aber geschehen, nun, so wäre damit für die Arbeiterklasse absolut Nichts gewonnen. Das ganze Ergebniß wäre, daß die Harmoniephrasen, welche das„Haus" bisher blos aus dem Munde des Fabrikanten Mundella gehört, zur Abwechs- lung auch mitunter von einein wohlbeleibten(man sehe sich die Portraits dieser Hasenclever'schen Gestalte»*) im„Beehive" an!) Herrn, der sich„Arbeiter" nennt, vom Stapel gelassen würden. Voila tont!(Das ist Alles!) ') Schreiber diese» verwahrt sich gegen jede Imputation der Anspie- lang auf Bassermann'sche Gestalten. Nicht Hasselmann, der prinzi- Pielle Wasserfeind(äußerlich und innerlich) schwebt ihm vor, sondern da» Wste, settglänzeude Gesicht des„Präsidenten" selbst, der sich obbesagten, in einem Proletarier-Anfübrer schlecht passenden, entschieden an den „Mastbllrger" erinnernden Embonpoinls neulich in Alteuburg förmlich entschuldigen mußte. 3««m Partei-, Bervaltuags- und Orgaaisatious- Augelegeaheite«. An die Parteigenossen! Als Vertrauensmänner haben wir ernannt für folgende Orte: Augsburg: Johann Weber, Apolda: Fritz Reichelt, Breslau: V; Oehmc, Berlin: A. Heinsch, Braitzem: F. Brüning!, Crim- wiffchau: G. Kwasniewski, Camenz: K. Wendt, Chemnitz: Rich. C. I. Wolf, Cöln: Friedr. Klüßendorf, Constanz: Joh. Scheuer, i Eßlingen: Wim. Leins, Eisenach: Christ. Schäfer, Forst: Urbany, Gleishammcr: I. Söhnle, Glauchau: H. Albert, Gößnitz: Reinh. Ackermann, Großenhain: Otto Kuhpfahl, Hof: Heinrich Dietzel, Hamburg: E. Paulsen, Hannover: F. Schaare, Lörrach: Ä. G. ■p°es, Limbach: C. Schuhmann, Luckenwalde: Paul Dreßler, Mar- °urg: V. H. Schneider, Mannheim: Phil. May, Mainz: Phil. . Müller, Nürnberg: Joh. Bensing, Nicdersaßhau: Ferd. Ziegen- rückre, Pforzheim: I. F. Petri, Pfersee: I. Stcinbacher, Sonne- °rrg: Friedr. Bernhardt, Seesen: W. Basse, Schmölln: Julius Martin, Stade: E. Wildstacke, Wandsbeck: Julius Kölln, Wolfen- "Uttel: Friedr. Holzhäuser, Witten: Friedr. Tottleben. Wir fordern alle Orte, die mit ihren Vorschlägen noch im Rückstände sind, auf, dieselben ungesäumt einzusenden. Das Resultat der Urabstimmung ist bis jetzt erst von folgen- genden 18 Orten eingesandt worden: Augsburg, Altona, Breslan, Konstanz, Crimmitschau, Camenz, Eßlingen, Forst, Glauchau, Hof, Smde Seesen���' �rburg, Mannheim, Mainz, Pfersee, bemerken wiederholt, daß die Abstimmung über beide punne(Aenderung des§ 2 und 9 XVI der Organisation gc- S» C.or,9en?°,men werden muß und mit ja oder nein zu er- Mg«» hat. Wer für die vorgeschlagenen Aenderungen stimmt, '»u s,:,l la' �iibehaltung der alten Fassung ist, mit nein 3ahi Resultat der Abstimmung ist unter Angabe der 9 i die mit ja oder nein gestimmt haben, baldigst einzusenden. Hamburg, den 25. September 1873. Der Parteiausschuß. Im Auftrage: Th. fstorck. Correjpondenzen. --leipzig, 27. September. Die erste Nummer der„Allgemeinen Buchbinderzeitung, Organ des Verbandes für Buchbinder und verwandte Geschäftszweige" ist erschienen. Schon diese erste Num- mer liefert den Beweis, wessen sich die Arbeiter zu versehen haben, wenn sie im Konflikt mit den Kapitalisten daS Gesetz anrufen. Hören wir die„Allgemeine Buchbinderzeitung":„Vor dem Gesetz ist Jeder gleich. Dieser Paragraph des Staats-GrundgesetzeS klingt wie schneidender Hohn auf die Arbeiterklasse, wenn man Nachstehen- des einer Berücksichtigung unterzieht. Der Vorsitzende des Leipzi- ger Buchbindcr-VereinS, H. Richter, hatte, auf eine Maßregelung zweier Mitglieder von feiten eines hiesigen Buchbindereibesitzers hin, und nachdem der Berein beschlossen, daß bis auf Weiteres kein Mitglied in der betreffenden Buchbinderei nehmen solle— dieses im„Volksstaat" bekannt gegeben und dabei auch zu gleicher Zeit auswärtige Verbandsmitglieder vor dieser Buchbinderei ge- warnt. Die Bekanntmachung lautete wörtlich:„Die Buchbinderei von Gustav Fritzsche ist bis auf Weiteres für Verbandsmitglieder gesperrt". Drei Tage vor dieser offiziellen Bekanntmachung erscheint ein auf Anregung von Fritzsche gefaßter Beschluß einer Prinzipal- Versammlung von der Commission des Prinzipal-Verbandes, ge- druckt in einem Cirkulär, welches Herr Fritzsche verbreitet, in wel- chem 10 Arbeiter, welche contraktmäßig bei Fritzsche gekündigt hat- ten, jedem Prinzipal namhaft gemacht werden mit dem Ersuchen, benamste Gehilfen nicht in Arbeit zu nehmen. Herr Gustav Fritzsche verklagt aber trotzdem Herrn Richter wegen Absperrung seiner Buchbinderei, und zwar nach Z 153 deS Gewerdegesetzes, auf„Ver- rufserklärung" auf hiesigem Rathhause. So sehr wir uns auch aus Leibeskräften angestrengt haben mit unserem gewöhnlichen Menschen- verstände, aus einer Absperrung einer Werkstätte eine„Verrufser- klärung" zu finden, kamen wir doch nicht vom Fleck. Doch da hilft uns der Rath der Stadt Leipzig aus unserer peinlichen Ungewiß- heit und resolvirt, die Bekanntmachung(Absperrung) sei einer Verrufserklärung gleichzustellen und mit 1 Woche und 1 Tage Gefängniß zu bestrafen. Selbstverständlich ist hiergegen Recurs erhoben. Herr Richter verklagt nun Herrn Fritzsche wegen Ver- rufserklärung von 10 Arbeitern in dem angezogeneu Circulär; die Leser glauben nun vielleicht— von der Ueberschrift ausgehend — Herr Fritzsche werde ebenfalls bestraft werden?— Ach nein! „Wenn Zwei dasselbe thun, ist's nicht dasselbe!" Herr Richter wurde mit seiner Klage abgewiesen und daS—„von Rechtswegen". Leipzig, 29. Sept. Gestern fadd hier in den Lokalitäten des Arbeiterbildungsvereins eine Besprechung von Mitgliedern deS Arbeitervereine Leipzigs und Umgegend statt, betreffs der Reichs- tagswahl im 13. Wahlkreis(Umgegend von Leipzig. Nach reif- licher Erwägung und mit Rücksicht auf die Resultate der letzten Wahl einigte man sich, daß für den 13. Wahlkreis Niemand ge- eignetet fei als Johann Jaco by und wurde zuletzt beschlossen, demselben die Candidatur anzutragen. Leipzig. Den Mitthcilungen unseres Buigstädter Parteige- nossen in Nr. 89 des„Volksstaat" über das Auftreten des Herrn Professor Birnbaum wollen wir noch einige Ergänzungen hinzu- fügen, die dann mit dem im Burgstädter Bericht Enthaltenen für unsere Parteigenossen im 13. sächsischen Wahlbezirk als Material bei der Reicbslagswahl Verwendung finden mögen. Als die Can- didatur Professor Birnbaum's im 13. sächs. Bezirk vor der letzten Reichstagswahl in Frage kam, hörte der Unterzeichnete aus dem Munde des Dr. Götz in Lindenau, der über die Persönlichkeit Birnbaum's befragt wmde, die Aeußerung fallen, es fei Birn- bäum wohl nur deßhalb um ein Mandat zum Reichstag zu thun, weil er hoffe, mit Hülfe desselben sich eine gute Stellung zu verschaffen. Das hat freilich wenige Mo- nate darnach Herrn Dr. Götz, der jetzt flott in mordspatriotischem Fanatismus und großpreußischer Rückwärtserei macht, nicht abge- halten, für Herrn Dr. Birnbaum gegen den Ehrenmann Joh. Jacob«, seinem eigenen ehemaligen Parteigenossen, einzutreten. Herr Prof. Birnbaum hat denn auch der zutreffenden Aeußer- ung des Dr. Götz gemäß keinen Augenblick angestanden, sein Mandat so lukrativ wie möglich zu machen. Im Berliner Reichs- tag suchte er sofort Fühlung mit der Regierung nahestehenden Persönlichkeiten, gründete eine besondere freie Vereinigung von grundbesitzenden Reichstagsabgeordneten, in welcher ausschließlich die Interessen des großen Grundbesitzes, der naturgemäß auf die Ausraubung und Vernichtung des kleinen hinarbeiten muß, bera- then und dann entsprechende Gesetze und Anträge vorbereitet wur- den. Gleichzeitig war dies ein Mittel, um für die unter Redaktion des Professor Birnbaum stehende landwirthschaftliche Zeitung „Georgika" Abonnenten zu fangen und sich au die Spitze einer „Giündung", des Schönheimer'schen Bankvereins in Berlin, zu bringen. Man sieht, daß Herr Prof. Birnbaum als„Gelehrter" keines- wegS der„kaufmännischen Ader" ermangelt und die Vortheile seiner Stellung als deutscher„Volksvertreter" vortrefflich auszunutzen versteht. Derselbe Mann, der seinen Patronen mit Rathschlägen an die Hand geht, wie sie sich den größten Einfluß und die groß ten Vortheilc im Staate sichern und auf welche Weise sie am Leich- testen die dürftigen Löhne armer Arbeiter, die er als„unvcr- schämt" und„aumassend" bezeichnet, herabdrttcken können, versucht mit so wenig Witz und so viel Behagen, sich zu einer bedeutenden Person aufzublähen und sich die Taschen zu füllen. So schwärmt Herr Professor Birnbaum auch für Abschaffung des Eisenzolles, aber nur, weil er die landwirthschaftlichen Maschinen etwas ver- theuert, dagegen hat er wenig einzuwenden gegen die Forterhebung der drückenden Salzsteuer, zu deren indirektem Verfechter er sich anonym seiner Zeit im„Leipziger Tageblatt" aufwarf. Em Leipziger Parteigenosse. cheithai«, 25. Sept. Die Parteigenossen im 14. sächsischen Wahlkreis werden hiermit auf nächsten Sonntag, den 5. Oklober, Nachmittags 2 Uhr, zu einer Besprechung in Krassclt's Gasthof bei Bahnhof Narsdorf eingeladen. Parteigenosse Adolf Börner, welcher als Vertreter für den 14. Kreis auf dem Congreß in Eiscnach war, wird Bericht über denselben abstatten.— Dem Rochlitzer Parteigenossen Endmann diene auf seine Angriffe gegen uns Folgendes zur Erwiderung. Er wirft uns vor, daß wir kei- neu Delegirten zum Congreß gesandt und bedauert schließlich, daß wir den Ausschuß in völliger Unkenntniß über den 14. Kreis ge- lassen, dadurch überhaupt den ganzen KreiS vernachlässigt haben. Der ersteWorwurf ist durch obige Einladuvg zu Nichte gemacht, und was den zweiten bettifft, so ist zur LaudeSversammlung schon Bericht über unsern Kreis ertheilt worden, und A. Börner wird auf dem Congreß die» auch gethan haben. Das Bedauern ist nunmehr auf unserer Seite, und bedauern wir recht sehr, daß Genosse Endmann mit so großer Unbesonnenheit, ohne jede Kennt- niß der Sache, vorgegangen ist. Endmann vermag für seine Au- griffe nicht die geringste Entschuldigung zu bringen. Zum Schluß den Rochlitzer»«och den Räch, künftig nicht ohne Ueberzeugunz vorzugehen. Mit sozialdemokratischem Gruß- Die Geithainer Parteigenossen. Werkn, 26. Sept. Auf Mittwoch war vom„Radical- Reform-Verein" eine öffentliche Wahlversammlung einberufen. Tagesordnung war:„Der Fortschrittsschwindel und das Feldgeschrei aller Ehrlichen im Wahlkampfe." Die verschiedenen sozialistischen Parteien waren ersucht, zahlreich zu erscheinen z auch der Fort- schrittspartei, welche sich bislang nur hinter verschlossenen Thüren versammelt hatte, sollte Gelegenheit geboten werden, sich öffentlich aussprechen zu können. Die Versammlung, welche äußerst zahlreich besucht war(auch der Allgemeine deutsche Arbeiterverein war durch circa 100 Maua vertteten, nur von unserer Partei hatten sich leider wie gewöhn» lich nur ein paar Mitglieder eingefunden), ließ nach kurzer Dt- batte, da es eine Mitgliederversammlung war, den Vorsitz den vom Reformverein bestimmten Herren. Selbst in dieser sachlichen Debatte konnten es die Mitglieder des Allgemeinen deutschen Ar- beitervereins nicht unterlassen, in verläumderischer Weise über uns, die Ehrlichen, und unsere Versammlungen loszuziehen. Der frühere Redakteur der„Staatsbürgerzeitung" und Eigen- thümer der kürzlich eingegangenen, unter Redaktion des Dienst- manneS No. 107 stehenden„Deutschen freien Zeitung" referirte. Dieser Mann(Krämer), der noch bis zur letzten Nummer seiner Zeitung Leitartikel gegen unS Sozialdemokraten losließ, erklärte sich hier für einen echten Sozialdemokraten, einen Freund aller, ob International oder Allgemein deutsch und als einen entschie- denen Feind der sogenannten Fortschrittspartei, einen Feind deS Kapitals, und einen Freund der Arbeit.„Her mit dem Ka- pital, war die Losung." Die Leute, welche in die gesetzgebende» Körper geschickt würden, müßten mit Lassalle's Worten auftrete» und hiermit Alles zerschmettern. Unter allgemeinem Beifall endete. Krämer. In der darauf folgenden Debatte sprach Alles mit Ver- achtung von der Fortschrittspartei. Duncker habe am 13. März in der Tonhalle eine gar schöne Rede gehalten, als es sich aber etliche Tage später um die Freilassung Bebel'S und darum han- delte, ob 11,000 Wähler vertreten sein sollten oder nicht, da war er der ersten Einer, der mit Nein stimmte. Ein Mitglied des Allgemeinen deutschen Arbeitervereins stellte den Autrag, Hasenklever als Abgeordneten aufzustellen. Ein Re- formvereinler schlug Krämer vor. Der Reformverein würde für Hasenklever, der Allgemeine deutsche Arbeiterverein dagegen solle für Krämer einstehen. Es erfolgten jetzt heftige Angriffe auf Krämer. Auch Parteigenosse Laumann hatte sich zum Wort ge- meldet. Er stellte sich als„Ehrlichen" vor und wies die ver- läumderischen Angriffe der Allgemein Deutschen zurück. Die Er- klärung Krämer'S bezeichnete er als Humbug; noch kürzlich habe Krämer die Forderung des Normalardeitstag einen großen Unsinn genannt, überhaupt habe er immer gegen die Sozialdemokratie ge- kämpft. Zum Schluß empfahl Baumann unter Zustimmung der Versammlung ein Zusammengehen der sozialdemokratischen Frak- tionen bei den Reichstagswahlen. Das hinderte aber keineswegs, daß sich ein Allgemein Deutscher in verläumderischer Weise gegen unserer Partei ausließ. Baumann antwortete kurz und treffend. Unter weiteren heftigen Angriffen auf Krämer nahm die Ver- sammlung einen immer stürmciischeren Charakter an, so daß schließlich der Schluß der Rednerliste verlangt und auch augenom- men wurde. Im Uebrigen verlief die Versammlung resultatlos, und es zeigte sich deutlich, daß es unserer Partei hier am Orte nur an agitatorischen Kräften fehlt; wären die da, wir würden den Allgemeinen deutschen Arbeiterverein bald Überholen. (Von genanntem Herrn Eduard Krämer ist dieser Tage ein« Broschüre erschienen unter dem Titel:„Ein Bubenstück der Börse, ersonnen, einen deutschen Mann und sein deutsches Unternehmen zu verderben." Der Herr Krämer erzählt darin ganz naiv, daß seine„Deutsche freie Zeitung" von einem Börsenmann, Seelig, subventionirt worden sei. Der Börsenmann brach plößlrch mtt seinen Subventionen ab und dadurch ist er mit einem Mal nach Herrn Krämer an Letzterem zum„Verbrecher" geworden!!! Solch« „Moral" kennzeichnet den Mann. Wir fügen noch hinzu, daß Herr Krämer 1) dadurch, daß er einen„Dienstmann als Redakteur«' suchte und anstellte, im Interesse Bismarck's und des berüchtigten Preßgesetzentwurfes als a�sut provocateur gewirkt hat; 2) dadurch, daß er sich„mit Stolz" einen Freund Held's nennt, jenes Gesinnungslumpen, dessen ganzes Ehrgefühl sich i» seinem Magen concentrit hatte; 3) dadurch, daß er dem ReprilienfondS feine Dienste angebot«« hat, der abschlägig bcschieden worden ist; 4) dadurch, daß er kürzlich einen früheren College« mit eine» Stock auf der Straße anfiel und mißhandelte; 5j endlich dadurch, daß er in allen Sätteln schon geritten hat und mit alle:: Wassern gewaschen ist; sich als ein Individuum erweist, das unsere Parteigenossen kompromittiren würde, sobald sich dieselben nur im Geringste» mit demselben abgeben würden, so warnen wir vor dem Herr« Krämer und erwarten, daß derselbe in gebührender Weise abge- fertigt wird, wo er nur immer, sei es in Berlm oder anderswo, mit unsern Parteigenossen in irgendwelche Berührung kommt. Di« Redaktion des„Bolkestaat".) Nerrt», 24. Sept. Wie unS von glaubwürdiger Seite mitg«- theilt wird, hat der Verleger der eingegangenen„Demokratischen Zeitung" in Berlin, F. I. Süßmann, nur etwa die Hälfte de« ihm von Freunden des Herrn Lübeck zur Abführung an deuselbe» anvertrauten Geldes in diesem Sinne verwandt. Deswegen ge- drängt, versteigt sich Süßmann zu folgender, seinen Charakter in helles Licht stellenden Drohung: er schreibt wörtlich:„ich werde als angegriffener Theil als Abwehr die in meinen Händen befiud- lichen diskreten Briefe von Parteigenossen, die dem Beamtenstande angehören, dem Gericht resp. Staat«- anwalt übergeben!" Dieser Satz steht nicht etwa in einem Prioatbriefe, sondern i» einem offiziellen, an den Justizrath Hoffmann gerichteten Schrei- ben! Und der Mensch wollte sich in die Reihen unserer Partei ein- schleichen, als ihm die bürgerliche Demokratie die Thüre wie», wie e« vordem schon die Foitschriitspartei gethan hat! Nowawes, 21. Sept. Unsere Herren Fabrikanten bemühe« sich, unS in der schamlosesten Weise das wenige durch die legt« Arbe tSeinstcllung Errungene wieder abzuschinden. Nachstehender Vorfall mag den Beweis dafür liefern: AnS der Fabrik vo» Wilhelm Müller, welche allgemein unter dem Namen„Schinderei" bekaimt ist, hatte sich ein Webermeister Arbeit nach Haus v oft; für welche er pro Elle 4 Sgr. erhalten sollte, aber nach v llbrach- ter Arbeit blos 3'/« Sgr. erhielt. Der Meister hatte die 4 Sgr» schriftlich zugesichert erhalten und doch wurde ihm ohne a�e« Grund ein halber Groschen von jeder Elle abgezogen, mit dem Bedeuten,„eS giebt nicht mehr". Welche Humanität liegt nicht in dies« HandlmigSirtise, da heißt t» ganz einfach, wen» Du eS nicht thust, dann kommen zehn Andere. Wohl müßten die Herren deu schriftlich versprochenen Lohn zahlen, wenn der Meister Klage führen wollte, aber dann üben diese edlen und humanen„Arbeit- geber" sofort Rache an dem einzeln ohnmächtigen Arbeiter au«. Sie entziehen ihm die Arbeit; und sie wissen recht gut, daß jetzt, wo der Winter vor der Thür ist, der Arbeiter so leicht nicht an- dere Arbeit findet. Wie verlautet, sollen diesem Beispiel noch mrhrere Fabritanten zu folgen gesonnen sein. Wenn die Arbeiter mit einer Forderung an ihre„Arbeitgeber" henantreten, sagen diese Herren gewöhnlich:„Ja, ich bin gern bereit Euch eine Lohnzulage za gewähren, aber allein kann ich da« nicht, da müssen sich erst die Andern erklären" u. s. w. Da mag keiner von ihnen den Ansang machen, wenn e« aber für ihren alleinigen Vortheil geht, dann möchte Jeder der Erste sein. Nun, so lange die Arbeiter nicht einsehen, daß sie sich zusammenschaaren müssen gegen ihre Au«btuter, solange müssen sie sich auch solche Schuriegeleien ruhig gefallen lassen. Arbeiter! Diese nichtswürdige Gleichgiltigkeit, die bei einem großen Theil noch zu finden ist, ist allein Schuld, daß solche Ungerechtigkeiten gegen uns noch geübt werden können. An un« liegt e« also, daß wir nicht noch tiefer sinken in diesen Sumpf de« Elend«; wir können un« heraus arbeiten au« all dem Elend durch unsere eigne Kraft, durch treues und feste« Zusammen- halten. Darum, Kollegen, fordere ich Euch auf, unermüdlich zu agitircn für unsere Gewerkschaft. Der Ruf erschallt, die Fahne fliegt, Der Kampf beginnt, die Freiheit siegt! Mit kameradschaftlichem Gruß Wilhelm Mehlhorn. Kamburg. Von einem wackern Parteigenossen ist uns nach- stehender Monatsbericht zugegangen, den wir, weil nicht ausdrück- ltch zur Veröffentlichung autorisirt, mit Hinweglassung der Unter- schrift folgen lassen:„Wir kämpfen immer noch mit deu verschie densten Hindernissen; die hauptsächlichsten derselben sind kolossale Gleichgültigkeit der meisten Arbeiter gegenüber ihren wirklichen Interessen, Selbstsucht, Eigenliebe, Beschränktheit und in Folge dessen Kurzsichtigkeit säst aller hiesigen Arbeitselemente(die„ge- rühmte Schulbildung" kann hierfür als ein Milderungsgrund gelten). Die Bestrebungen von ein paar Arbeitern, ailas Aibeits- Schurken, resp. ArbeitS-Jesuiten, die Bestrebungen der Bourgeois nebst Anhang jc. Die A> beiter leben hier thalsächlich in sehr drückenden Verhältnissen. Der Lohn der Mehrzahl variirt um 3 Thaler wöchentlich. Die Wohnungsmiethe, Lebensmittel, Belench- tungs- und Feuerungsmaterial sind theuer; und so kommt es, daß sehr viel Frauen und Mädchen, auch Kinder in Fabriken, oder für FabrikS- Etablissements arbeiten; die„Harmonie" der Familie muß natürlich eutsetzlich unter solchen Einflüssen leiden. Da haben fi6> denn auch vor ein paar Jahren städtische„Größen", Nabob's und Nabobchen unter salbungsvoller geistlicher Assistenz entschlossen, unter Hinzuziehung„milder" Beiträge eine Kleinkinderbewahran- stalt zu errichten. Das heißt denn doch, die klaffende Wunde des Proletariats, — die Erniedrigung der Frauen-c. zu Lastthicren der Gesellschaft und in Folge dessen körperliche und geistige Verkrüppelung vieler Proletarierkinder— mit einem seltsamen Pflästerchen— geheilt? — Rein, verdeckt, um dieser Eiterbeule der Gesellschaft zu gestatten, sich tiefer in das Proletariat einznfressen!— Ja, es ist wahr, die Kleinkinderbewahranstalten sind ein verkehrtes Experiment(sie sind überall auch nur in'S Leben gerufen, um der Borgeoisie die billige Frauenarbeit zuzuführen, und deren Ausbeutung zu erleichtern) und sie sind und bleiben eine Schande für unsere gerühmte Civilisa- tion und für unfern hohen Culturstandpunkt, besonders, wenn noch von sehr gut situirten Leuten der Segen des„Höchsten" auf ein solches Unternehmen herabgefleht wird.(Warum auch nicht, die Sage erzählt uns, daß in der grauen Vorzeit schlaue Pfaffen mit dem Geld der Hölle dem Himmel Häuser erbauten; es ist doch nur in der Ordnung, daß mal eine Abwechslung stattfindet.) Also kurz und gut, die Lage der Arbeiter ist hier durchaus nicht gün- stig und dürfte sich dem Anschein nach wenigstens eher verschlimmern als bessern, ein Umstand, der die Arbeiter wohl veranlassen könnte, sich mehr um ihre Klassenlage zu bekümmern und zu begreife», daß nur durch brüderliches Zusammenstehen allen Bedrängern, Ausbeutern und Unterdrückern gegenüber die Arbeiter ein menschen- würdiges Dasein sich verschaffen können. Freilich läßt sich schwer fasten, wie viele bitteren Erfahrungen da« hiesige Proletariat noch wird machen müssen, che es zu dieser Einsicht gelangen wird. Allein da« soll und darf uns nickt abschrecken, auf der einmal betretenen Bahn vorwärts zu dringe», einerlei, ob die Feinde nach Hunder- ten oder nack Tausenden zählen. Darum, Arbeiter aller Orte, stehet sest ini Kampf, sorget für die Verbreitung unserer Ideen und fördert die Verbreitung unse- res Orstanes, des„Bolksstaat", mit allen Euch zu Gcbote stehen- den Mitteln, denn nur dann, wenn unser Organ als Arbeiterblatt in jeder Werkstatt, in jeder Wohnung zu finden sein wird, erst dann werden unsere Prinzipcn zur Geltung gelangen." Krcffrakh, 23. Sept. Im Juni dieses Jahres besuchten die Herren Sauren und Obermann unfern Ort und hielten hier zwei Voltsversammlungen ab, in denen sie die Grundsätze der Sozialdemokratie darlegten. Dieses hat sich nun auch belohnt, denn in Folge dessen wurde hier eine Parteimitgliedschaft gegründet, welche jetzt 91 Mitglieder zählt; für unfern Ort gewiß eine ziemlich bedeutende Zahl. Wenn' nun auch in der nächsten Zeit zu erwarten ist, daß einige schwankende und laue Mitglieder ausscheiden werden, so ist doch uiit Sicherheit darauf zu rechnen, daß noch rmmer eine ansehnliche Zahl der Partei treu bleiben und zur Vertretung der sozialdemokratrschen Grundsätze beitragen wird. Am 14. diese« Monats war hier wieder eine Volksversamm luna, in welcher unser Telegirter über den Eisenacher Congreß Berrcht erstatten wollte. Der Herr Referent ist aber nicht erschie nen und mußten die Mitglieder und da» übrige Publikum zu unserm größten Bedauern unbeftudigt nach Hause gehen. Bis jetzt hat un« der Herr Referent noch keine Ausklärung gegeben, was wir höchst tadelnSwerth finden, da eine solche Handlung«- weise der Partei nicht von Nutzen sein kann. In einer geschlossenen Mitgliederversammlung am 21. dieses Monat« wurde ein Bcrttauensmann und zwei Revisoren neu ge- wählt. Ferner erfolgte Abstimmung über Z 16 der Organisation, welche beide Punkte angenommen wurden. Schließlich wurden auf den Antrag eine« Mitgliedes die nach- stehenden Resolutionen einstimmig angenommen: 1) Den Ausschuß zu ersuchen, von der Reichstagskandidatur des Herrn Sauren für den Wahlkreis Kempen abzustehen und die Aufstellung des Ean- didateu den Parteimitgliedern de« Kreises zu überlassen, da schon eme Besprechung vor 2 Monaten hierüber fiattgeftinden hat. 2) In Erwägung, daß den hiesigen Mitgliedern, die am 21. diese« Monat« stattgehabte geschlossene Conftrenz der sozialdemokratischen Arbeiterpartei von Rheinland- Wcstphalen, durch die Anzeige in Ro. 85 de«„Bolksstaat", also erst wenige Tage vorher bekannt geworden ist und daß e« daher außer aller Möglichkeit lag, die Conferenz durch Delegirte zu beschicken, erklärt die Mitgliedschaft alle in dieser Conferenz gefaßten Beschlüsse für sie nicht ver- kindlich. Mit sozialdemokratischem Gruß Der Vertrauensmann. Araukfurt, 21. Sept. In den festlich geschmückten Sälen der„Harmonie" trat gestern der Congreß der deutscheu Klempner- gehülfen zusammen. Die anwesenden Delcgirten vertteten 4000 Mitglieder. Zum Vorsitzenden wurde Herr Draeger erwählt. Der erste Punkt der Tagesordnung führte zur Besprechung der Lage der Spenglergehülfen und konnte derselbe, wie die Debatte zeigte, von dem zweiten Punkte: Schaffung eines NormalarbeitstageS, nicht getrennt werden. In ersterer Hinsicht betonte man, wenn anders man seine Lage verbessern wollte, daß nur ein festes An- einanderfchließen:„Einer für Alle und Alle für Einen," eine Besserung herbeiführen könne.? iescn Gedanken sprach man auch in einer angenommenen Resolution aus, welche lautet:„Es ist! bestätigen,........._______________ D_______, Pflicht jedes ehrenwcrthcn College», sich dem Verbände der Fach und wiederholen, w'as Htrrn Büttner von dem auf dem Congreß genossen Deutschlands, Oesterreichs und der Schweiz Man» für �„�„den Vertreter der Redaktion deS„Volksstaat" auf Anfrage Mann anzuschließen." Hinsichtlich des zweiten Punkte« sprach man:�on mündlich mitgetheilt wurde, daß nämlich der Artikel über- sich scharf gegen die Akkordarbeit, gegen das Arbeiten über Fcer-�upt nicht von unfern Züricher Parteigenossen verfaßt ist. Da- abend und gegen die Sonntagsarbeit aus, indem hierdurch nur � glauben wir die Sache all.-rct-r legen zu können. Die Re- möglich zu berichten und zwar innerhalb vier Wochen an un« ge- langen zu lassen, damit der Congreß zur obengenannten Zeit einberufen werden kann. Mit Gruß und Handschlag! Für da« Comitö: 1. Vorfitzender: Christian Meyer, p. Adr. Nürnberg, Rostnthal 36. 1. Schriftführer: Jacob Swadosch.___ Erklärung. Wir erklären hiermit, daß Keiner von un« den Artikel:„Mem- minger" in No. 71 de«„Bolksstaat" vom 13. August d. I. ge- schrieben noch Notizen irgend welcher Art zu demselben geliefert hat und ersuchen die Redaktion de«„Bolksstaat", sick auch ihrer- seits über unser Verhältniß zu dem erwähnten Arttkel auSzu- sprechen. Bürger Lübeck und Greulich schließen sich unserer Erklä- rung an. Zürich, den 23. September 1873. Da« Komitee des Internationalen Arbeiterverein« Zürich: Emil SzymanowSki. Gustav Töpper. I. Franz. G. Wilhelm. waS in vorstehender Erklärung ausgesprochen daktion de«„Volksstaat"). die Arbeitskräfte nur entwerthet und geschädigt würde. Man er- klärte: der Congreß macht eS sich zur Aufgabe, den lOstündigen---------- Lericktiauna Normal-rb-itStag in Deutschland. O-st-n-ich nud der Schweiz! der„Geschichte der Proletarier" ist zu berichtigen, daß -mzufithr-n. Der dritte Punkt war das Lehrlmgswesen. B-> diejelbe in KW Lieferungen a 10 Cent,(nicht 10 Liefer. a 100 Cent.) diesem Punkte wandten sich die Redner gegen die Ausbeutung der�j�j,,, jugendlichen Arbeitskraft, ohne daß ihr die Gelegenheit gegeben[—— 1 würde, etwas zu lernen und sich weiter fortzubilden. Letzteres! Fond für pol. Gemasircgelte ■■n■ c. J-c v•_ cv-■ n'cv." v w v„ n\. I Bon der Sozialpolitischen Arbeiterassoziation, Sectio» der intern. müsse-lne Hauptforderung im Interesse der Jugend und des Ge- Arbeiterassoziation in Chicago 22 Thlr. wertes bilden, und erklarte der Congreß es als feine Aufgabe, die-----—----------------" Lehrlinge durch gründliche Ausbildung zu nützlichen Mitgliedern der inenschlichen Gesellschaft heranzuziehen. Der vierte Punkt der Tagesordnung bettaf die von den Meistern auf dem hiesigen Congresse ausgearbeitete Werkstattordniilig. Die Debatte richtete sich namentlich gegen den Z 1 derselben, wonach ein Geselle nur dann Arbeit erhalten solle, wenn er von seinem Meister„ord- nungSmäßig", was in dem Arbeitsbrief ausgedrückt sein müsse, Briefkasten der Expedition. A. Hpnr Leipzig: Ann. 5 Gr. Sckdl Mülsen St.-Niklas: Schr. 12 Gr. Rgr Fraustadt: Schr. 24 Gr. Arb.-Ver. Gloggniy: 4. Qu. Thlr. 1. 21. Arb.-Bild.-Ver. Prosnitz: Rbonn. 15 Gr. Tischler Bremen: Ann. 6 Gr. Mllr hier: Ann. 6 Gr. Zchll Münzingen: Ann. 8 Gr. Frdrch Worms: Schr. 17 Gr. Mndlsst Zürich! 26 Gr. Cspk Berlin: Abonn. 12 Gr. G. Nmnn Neundorf bei Stab- furt: 3. Qnart. Thlr. 17. 25. Wgnr Meiningen: Schr. 26 Gr. 6 Pf entlassen worden sei. Da keine nähere Bestimmung diesem Be- Gg. Hrwgh, Baden-Baden: Tie von Ihnen destellte Schrift haben w>r griffe ordnungsmäßig beigegeben, so fand man sich ganz der Will-"°ch � i;a2er' erroictel''0'$e"„w" �'l$. Kni 1? Clt kür des ein, elncn Meisters mit den, der Geselle oktmals weaen osort. Babing in Berlin: die Annoncen für August betragen mr Des einzelne« Deisters, mit dem der Ge,-ile oftmals wegen � �[c 2.2 Aug. Hagen, Ronsdorf: die Broschüre von Lamarmorn -tn s geringfügigen Umstandes in Zwiespalt gerathen und dadurch vorerst nur in italienischer Sprache. Hvn.h, Berlin: Sie im* entlassen werde, preisgegeben. Interessant war eS, zu vernehmen,[im Jrnhum. Am 17. d. sandten Sie>8 Gr. f. Ann. Juli u. August daß die hiesigen Gerichte demnächst veranlaßt sein werden, sich!». 3 Gr. s. Ann. Int. Arbeiteraff. Oehme, Breslau: Weun noch 8a- über die Wcrkstattordnung und das Wort„ordnungsmäßig" zu lender v. 73 vorhanden, bitte um 3—4 Exempl. i äußern, indem von verschiedenen GeHülsen dieserhalb Klagen er- der Redaktion. Scherm und Meyer in Nürnberg: Der„AuftuI! hoben worden sind. Die Vorschrift der Werkstattordnung, welche! an alle Krieger von 1870 71" ist in mehreren Blättern erschienen un° das„Blaumontagmachen" bei Strafe der Entlassung verbietet, rief ßA Nürnberg aus. Derselbe wird beni „vnn-„«••.s.*■,*., r-d»chtigt. Für ubersandte Blatter unser» Dank! I. PH. B. IN Gens-j groge Heiterkelt hervor und wurde konstatirt, daß gerade dadurch Das Gedicht ist gedruckt und erhalten Sic eine Sendung dieser Tage�J Anzeige»;»c. Altona erst recht„Blaue" gemacht werden. Der Congreß erklärt es als eine Schmach, sich der von den Arbeitgebern entworfenen Werkstattord- nung zu unterwerfen, und empfiehlt allen Fachgenossen, nnr eine Werk- stattordnung anzuerkennen, welche unter gegenseitiger llebereinkunft vereinbart worden sei.— Für die Sitzungen des zweiten Tages i sianten die Zuchthausarbeit, die GrUndung eines Verbandes, einer � � �.iw. Mitgliedern m haben. Produktivassoziation und eines Arbeitsnachweisungsbureau aus der� Besuch bittet metii�ftraten' ,'0"ftatiC(te"n«Writ» 3'�" Donnerstag. Abend 8 Uhr. versammelt frfM* voller llebereinsiimuiung die schwere Schädigung, welche nicht alleiuW�trllll Soit..E°m. bei Quandt Jüdenfir. 12 13. das Klempner-, sondern auch alle anderen Gewerbe, deren Pro- Gewerlschaft der Holsarbeiter. -----.. �onntag, den 5. Lktbr., Nachmittags 4 Uhr: Ba, im Bellevne l Eimsbüttel), Karten a 4 Schilling find im Bcreinslokal»w D. s Fest- Comits. Internationale Mctallarbeiter-Geiverksgenossenichaft. dukle im ZiichlhauS angeferligt werden, erleiden. Die Sträflinge; werden geradezu in den einzelnen Gewerken ausgebildet. In einer Sonnabend, den 4. October. Abends halb 9 Uhr: Monatsoerfamm- preußischen Strafanstalt gehört es zu deren Spezialität, ihre un-! Umg, Auguststraße 80 bei Matte.— Tagesordnung: l) Kassen undj freiwilligen Bewohner im Spenglerhandwcrk zu beschäftigen und Revisionsbericht; 2) die Reorganisation der Kranken lasse: 3) Wahl W'i Borstandes für den Krankenkassenvereiii. Alle Mitglieder haben die Berpflichtting zu erscheinen. Der Bevollmächtigte. hat dieselbe immer zwischen 2— 300 Mann darin in Thätigkeit. Große Etablissements bezichen dorther ihren Bedarf, verkaufen jedoch die Waare nicht billiger, obgleich sie ihnen zu einem Spott- preis angefeitigt werden, sondern zu demselben Preis, wie andere Geschäfte, die nicht in diefer günstigen Lage sind. Konkurrenz und Erwerb würden durch die Zuchthausarbeit in manchen Distrikten ganz zur Unmöglichkeit. Diese Arbeit anders als auf dem Wege �.. x ,rj.,... !?d?eS�e'Ein'?�"' TUftJ¥�X■ Chemnitz Pom l.ÄrÄichS:�nfl nistst und deshalb eine Eingabe an den Reichstag beschlossen, worin Sonne, istraße. sondern«ernsbachstraße 23. III. derselbe um Aushebung der ZuchthanSarbeit angegangen werden; Mit follegialischem Gruß Hern. Weck, soll.— Hierauf erfolgte die Berathung der»Statuten des Ver-!(Sa) d. Z. Geschäftsführer. ttt 4» Zuternationale MetallarbeitergewerkSgenoffenschafl' Die Äusschußfitzungen finden regelmäßig jeden Montag' Abends 8 Uhr in Thümler« Restauration, Herrengaffe, statt. lm2s Richard C. I. Wolf, Ecsckäftssübrer, Lwdenstr. 8, 1 Tr.___ j bandeS der deutschen Klempnergehülfen und verwandten Gewerke.! w»«* Diese Arbeit nahm fast einen ganzen Tag in Anspruch und führte j K?/ Vit» Fachverein der Tischler..| . ganzen 4,ag m Anspruch und sUhrtei�vm Sonntag, den 5. Ottbr.. Abends von 8 Uhr ab findtt w> zur Feststellung der Statuten und Gründung eines Verbandes. �„Odeum", Eigeistei», ein Zweck desselben ist die materielle und intellektuelle Wohlfahrt seiner, Zi g ff. Mitglieder zu fördern. Für Ausbreitung des Verbandes soll durch pxv hiesigen Tischlcrgesellen,;»>» Bisten der Tischler-Zeichenschule, ftaü- planmäßige Agitation gesorgt werden; gemaszregelte Mitglieder,! Karten find;u haben im«ercinslokale. da? Nähere besag-» d>- ebenso solche, welche die Arbeit einstellen mußten, sollen unterftützt Plakate. werden. Ferner wurde es als Pflicht jedes Arbeiters erklärt, mit! Zu zablreichcr Betbeiligung ladet ein Da« Festeoinits� allen Kiästcn dahin zu wirken, daß die ArbeitSnachweiSbureaus iu Zwei' gute ä»f großeS�S nick eingerichtete Arbeiter su� die Hände der Arbeiter selbst kommen. Auf Kosten der Orts- vereine wurde weiter beschlossen, die Schriften der hervorragend-; Ä. Steinert, Große Feuerkugel. mmmm>>> i/t sten Sozialisten für die Mitgliedschaften anzuschasscn. Als Ver- Freitag, den 3. Qktbr., Abend« paukt 8 Ubr oe. 3eiCit bandsoigan wurde der„Volksstaat", der neue„Sozidldemokrat", Windmiihlenstr. Nr. 7.— Tagesordnung: So;.-politischer Wochend«,» der«Zeitgeist" und die„Tagwacht" erklärt und als nächster Ver-,•�r- Stackelberg sammlungsort Berlin bestimmt. Depeschen mit Zustimmung zu«"(fkürnn,™ den Beschlüssen und Glückwünsche liefen von Zürich, Hamburg, Berlin, Wien ein. Der Borstand. Aürnberg, im September 1873. Fachgenosse»! Im Monat Juni erließ das unterzeichnete Comitv der hiesigen Lithographen und Steindrucker einen Auftuf zur Errichtung eine« allgemeinen „Senneselder-BundcS".— Es haben bis jetzt die Fachgenossen von Dresden, Frankfurt a. M., Fürth, Ludwigshasen, Mannheim, München, Slettin und Wien sich bereit erklärt, den Congreß zur Gründung eines Sennefelder-Bundes zu beschicken, und sind mit dem von uns eingebrachten Vorschlag des Congreft Orte«„Leipzig" erklärend einverstanden.— Anfangs September erhielten wir end- lich von Leipzig eine Antwort dahin lautend, daß eS unter den jetzigen Verhältnissen nicht möglich wäre, den Congreß bei ihnen abzuhalten, jedenfalls aber werden sie bei dem stattfindenden Eon- gnß vertreten sein.— Wir sahen uns deßhalb veranlaßt, für Sonntag den 14. September eine Versammlung einzuberufen, bei welcher der Congreß auf der Tagesordnung stand. Das Comite wurde daselbst von der Versammlung beauftragt, an sämmtliche Fachgenossenschaftcn den Antrag zu stellen: Den Congreß big zum 29. November l. I. nach Würzburg einzuberufen, indem Würzburg die beste geographische Lage biete.— Anträge zum Congreß liegen bis jetzt zwei vor. 1. Antrag der LudwigShafcner und Mannheimer Fachgenosse»: Zur Kranken-, Sterbe- und Jnvalidenkaffe noch eine Viaticumskasse hinzuzusetzen. 2. Antrag der Nürnberger und Fürther Fachgenossen: Der Congreß möge die Organisation der Buchrduckerzehülftn mit nur wenigen Abänderungen, für unser Fach passend, annehmen.— Wir ersuchen Sie, Ihr« wertheu An- sichten hierüber, sowie Anträge zum Congresse, un« so schnell wie Gäste willkommen. Freitag, den 12. Oklbr., Abend« 8 Uhr: General- Versammlung bei Ze.dler Windmühlenftr. Nr. 7. T.-O.: 1) Rechnungsablage de« Kassirer«; 2) Neuwahl de« Borstande«; 3) Berichltrstaliung de« Festcomitä'«. Zutritt nur gegen Vorzeigung der Mitgliedskarte.. Präsenzliste liegt auf. Die Namen nicht erschienener MugW werden in nächster ossentl. Sitzung lam Verein«. Beschluß verlesen. Da« Erscheinen aller Mitglieder wird erwartet. (2a) Der Borstartt�- Leipzig «ewerkschaft der Holsardeiter. Donnerstag, den 2. Oktbr., Abends halb 9 Uhr, Borstandsfitzung bei Zeidlcr, Windmühlenstraße 7.______ D.�-� (tatttliit Heute Dienstag, Abends 8 Uhr, Windmühlenstr.?~a, sammlung der hier bestehenden Gewerkschaften und S � vereine. Vortrag über Gewerkschaftliches im Allgemeinen von V Motteler an» Crimitschau.___" Z«r Beachtung snr Töpfer. Den 14. September ds«. J. habe» wir unser u". geltliche« Ardeilsnachwei«. Bureau Reutirchhos Nr. 11, bei Herrn l'ctsijig geltliche« Arbei... «rSffnet. Daselbst ist gleichzeitig die Herberge und wird dort die Unterstützung ausgezahlt._[»] Emil Heßner, v««fli»..;-»«»wo. ftsktCtm a. 4a spei. zRedattlon und Erp***"' ststtzsrstr.«rrt ch�rnckerst.