IM stimm«ti onk v-ch« k«» Au- imk »-«lanke« an. -«xktkiti»«» fta Mi lim®teatm: ■HimMttm |Mk{»«m f.; Sorge, Hobokon, H. X G.«. Lö»a,«»r, l ft. Markst str, strji, � w. Der VMslltaat Kh«,»»»,tattprri>: »Gr Prmtm incl. St«mpei> JwtiälSg*., für kii übrig« Vmtslß m Staaten 16 Sgr »r» Quartal. Monate-Ak»U«le««ia mokea W alle« Deutsch« r ftaußalieu aus km 2. u. Monat«.aus km S.fR»' «at kesoukers angenommen, km Kar. Sachs« u. Hrzgitz. Gachs..eltmburg auch auf k« 1. Manrt i 5',«go Mgtaeaue«. OrgandersozialdemokrattschenArvetterparteiundderinternattonalenGewerksgenoffenschllsten. Nr. 97. Sonntag-, 12. Kktober 1873. Bonrgeoisgrotzmuth. Es fällt uns nicht ein, jeden einzelnen Arbeitgeber für einen bösartigen Vampyr zu halten, der seinen Arbeitern gegenüber tei- ikn andern Gedanken hat, als ihnen das Blut auszusaugen; allein die Thatsache steht fest— und kann blos von Confusions- rächen oder Betrügern in Abrede gestellt werden—: daß die Arbeitgeber als Klaffe darauf angewiesen sind, ja den Berus haben, die Arbeitskraft ihrer Arbeiter möglichst auszunutzen. Es gibt unzweifelhaft Arbeitgeber, welche diese Ausnutzung nach Kräften mit den Geboten der Humanität in Harmonie zu setzen bemüht sind, aber Ausnutzung ist Ausnutzung, und dem Huhn kann es ziemlich einerlei sein, ob es sans faijou gebraten oder in einer philanthropischen Buttersauce geschmort wird. Die Federn muß es in beiden Fällen lassen. Und der Arbeiter die Haare. Kein Wunder daher, daß eS mit dem Philanthropismus der Herren Albeitgeber geht, wie weiland mit dem Interim�): das Ding sieht auf den ersten Blick ganz hübsch auS, hat aber„den Schalk hinter ihm". Wir wollen nicht in Abrede stellen, daß es philanthropische Arbeitgeber gibt, von deren Philanthropismus sich dies nicht behaupten läßt; es sind uns nur noch keine vorgekom- men. Wie viel ist z. B. den deutschen Arbeitern über den huma- nen Hrn. Dollfus in Mülhausen vorgeredet worden. Leider, vielleicht auch glücklicherweise, wissen jetzt unsere Arbeiter, daß der Dollfus'sche Philanthropismus berechnete'» raffinirte Ausbeutung war und ist. Ungefähr dieselbe Bewandtniß scheint es mit dem Philanthropismus eines Hrn. Cornelius Hehl zu haben, der in Worms den Arbeiterbeglücker spielt und seine Verdienste um bie Menschheit im Allgemeinen und die Arbeiter im Besonderen, wie folgt, in süddeutschen Zeitungen an die große Glocke hängen läßt. Denn an die große Glocke muß der Philanthropismus seine Thaten hängen; das gehört zu seinem Naturell und unterscheidet ihn von der ächten Menschenfreundlichkeit, die im Stillen beschei- den wirkt. Der betreffende Zeitungspsalm lautet: „Darmstadt, S.Oktober. Eine nachahmungswürdige Thätig- keit für das Wohl ihrer Arbeiter entwickelt, wie wir dem hessischen Gewerbeblatt entnehmen, die Firma Cornelius Hehl(Leder- fabrik) in Worms. Für die Herstellung von Arbeiter-Woh nungen sind 100,0(10 fl. verwilligt, die bloß zu 3 Prozent ver- zinSlick sind. Für Ausseher und ältere Arbeiter werden um das Etablrfiement herum, für das GroS der— größteniheilS auf dem Lande wohnenden— Arbeiter in den benachbarten Ortschaften Arbeitshäuser errichtet. Gegen mäßige wöchentliche Abschlags- Zahlungen wird der Arbeiter schließlich Eigenthümer. Weiter be- stehen zur Hebung des materiellen Wohls folgende Kassen und Vereinigungen: Eine Kranken- und Medikamententasse, wöchentlicher Beitrag 3— 7 Kreuzer» im Erkrankungssall freier Bezug der Medikamente und wöchentliche Unterstützungen von ein und einen halben bis drei und einen halben Gulden. Eine Sparkasse, Minimaleinlage:(-Kreuzer; Verzinsung zu 5 Prozent. Dermaliger Gesamnitbetrag der Einlagen: 20,000 fl. Ein Pen- sionSfonds zur regelmäßigen Unterstützung arbeitsunfähig ge- wordener Fabrikangehörigen. Ein Consumverein zur Lieferung von Colonialwaaren, Käse und Butter, Bäckereiwaaren, Tabak und Cigarre», Seife, Lichter:c. gegen Baarzahlung selbst in den kleinsten Quantitäten zu Engrospreisen. Eme Suppenanstalt liefert eine reichliche Portion Suppe nebst Fleisch. Ein Bier- japs zur Essenszeit zum Selbstkostei preise. Auch für die geistige Ausbitdung und für die gesellige Unterhaltung der Arbeiter wird gethan, was nur möglich ist. Den Winter werden in der Fabrik über populäre Gegenstände Borlesungen gehalten, Broschüren gemeinnützigen Inhalts werden venheilt, Zeitungen gehalten und Bücher auS einer Bibliothek verliehen. Für die gesellige llnterhaltung wirken ein Gesang- und ein Instrumentalverein. Die Firma stellt das nöthige Personal zur Verwaltung der Vereine auf ihre Kosten, besorgt dieselbe unentgeldlich und dotirt jährlich alle Kassen mit entsprechenden Beiträgen. Allen Vereinen steht ein von sämmtlichcn erwachsenen Arbeitern gewähl- ter Vorstand vor, welchem die Leitung derselben und die Revision dir Kassenabschlüsse obliegt. ES sind dermalen 1034(269 weibliche) Arbeiter in dem Etablissement beschäftigt, die im letzten Jahre 230,000 fl. Lohn erhielten. Mit der fortsöhreitenden Steigerung aller Lebensbedürfnisse fand eine freiwillige successive Er- höhung der Löhne statt, im Mai l.I. eine solche von IVProzent. Sinke und Strikeversuche sind seit Gründung des Geschäftes nicht borgekommen." Wahrhastig, er versteht daS Handwerk nicht übel, der Mann, l'er uns daS schmetternde: Heil unserem Hehl! in die Ohren trompetet. Bloß EinS hat der Brave vergessen: nämlich die gute alte Regel, daß wenn man den Leuten ein X für ein U vormachen b>ill, man sich vor Ziffern in Acht nehmen muß. Sogar unser Freund Fauch er hütet sich vor Zahlen, wenn ein Stenograph in ber Nähe ist, und«rlaubt sich nur dann seine„genialen" Taschen- Ipielcreien mit Milliarden, Millionen, Tausenden, Hunderten(ohne Heller und Pfennige zu vergessens, wenn er weiß, daß unter iruiem Publikum Niemand ist, der ihm nachschreibt.! Der Dichter des obigen HymnuS hat seine, sonst treffliche Ar- °rit, durch eine einzige Ziffer verdorben. Herr Heyl, dieser Wohl- thäter der Menschheit, erfahre» wir, hat 1034 Arbeiter. Gut, bas mußten wir wissen. Ten Segen des glückspendenden Kapitals �er 1034 Arbeiter ausströmen— welch' erhabene Mission! Aber b>as hinkt da unmittelbar hintendreiu für eine häßliche Zahl? .*1 Mcnschenfreundtichkeit(von Profession>; philanthropisch, menschen- Rundlich(meist in un achtem Sin»). ,**) Die lekannte interimistische(vorübergehende) Regelung de« Ler- » altntssk« zwischen Katholiken und Protestanten, im Jahre lb48. diese„380,000"! Nach dem„Schalk", den der Heyt'sche Philan- Ihropismus„hinter ihm" hat, brauchen wir jetzt nicht länger zu suchen. Wir haben ihn bei den Ohren. 380,000 fl. daS Jahr an Lohn gezahlt; 380,000 fl. vertheilt unter die 1034 Gegenstände der Wohlthätigkcit des Herrn Heyl, ergiebt für den Kopf 377 Gulden 10 und einen halben Kreuzer per Jahr, oder 1 Gulden 2 Kreuzer(17 und einen halben Groschen) per Tag, oder 6 Gulden 12 Kreuzer(gleich 3 Thalcr IS Groschen) per Woche. Dies ist iaber, wie sogar die„Frankfurter Zeitung", welche den Lobgesang abgedruckt hat, sich nicht enthalten kann, zu bemerken:„nur ein sehr geringer Verdienst." „Aber Hr. Heyl baut ja auch für 100,000 fl. Arbeiterwohnun- gen, hat Arbeitshäuser errichtet, einen Consumverein gestiftet, do- tirt verschiedentliche Kassen, sorgt für Borttäge und Zeitungen, kurz, nimmt sich des geistigen und leiblichen Wohls seiner Arbeiter an. Das muß in Anschlag gebracht werden!" Gemach, lieber Freund! WaS zunächst die 100,000 Gulden für Arbeiterwohnungen angeht, so sind sie, gleich dem in die Ar- beitshäuser und den Consumverein gesteckten Geld, einfach auf Zinsen angelegt. Drei Prozent— wir wollen die Zahl unbe- sehen hinnehmen— sind allerdings wenig, allein indem Hr. Heyl sich mit einem niedrigen Zins begnügt, wirft ec schlau mit der Wurst nach der Speckseite: er verzichtet auf einen kleinen'Bor- theil, um sich einen großen zu sichern. Durch die betr. Arbeiter- Wohnungen und Arbeitshäuser fesselt er die Arbeiter an sich, bindet sie an die Scholle, gleich den Leibeigenen des Mittelalters(gsiedue adsoripti), und schlägt indirekt aus dem so veranlagten Geld größeren Vortheil heraus, als bei der rentabelsten Häuserspekula- tion, die nicht geradezu auf Betrug hinausläuft. Ueber diese Art des PhilanihropismuS, die in England seit Ende des vorigen Jahrhunderts sehr stark grassirt, sind die Arbeiter, durch traurige Erfahrungen gewitzigt, längst in's Reine gekommen. Beispiels- weise sei erwähnt, daß die englischen Grubenbesitzer, deren Hab- sucht und Brutalität sprichwörtlich sind, diesen Philanthropismus im ausgedehntesten Um'ang üben, und daß bei jeder Differenz mit ihren so begnadeten Arbeitern die Drohung auftaucht:„Fügt Ihr Euch nicht, so werdet Ihr zum Haus h nauSgeworfen!" Die, welche die Häuser als Eigenthum erworben haben— freilich nur eine geringe Minorität—, können allerdings nicht in dieser Weise bedroht weiden; es ist aber auch nicht nöihig, denn sie sind in einer weit schlinimeien Lage, volständig in der Gewalt des phi- lanthropischen Hrn. Heyl— pardon, wir wollten sagen Gruben- [ besitzerS—. WaS sollen sie mit ihrem Hans anfangen, wenn sie ihre Arbeit verloren haben? Fortwandern können sie nicht, gleich ihren Genossen, die so glücklich sind, kein Häuschen auf dem Halse zu haben; sie müssen eben, wohl oder übel, das Häuschen und das Joch des Hrn. Bourgeoisphilanthropen ans dem Nacken be- halten. Bei den sonstigen philanthropischen Einrichtungen, die Hr. Heyl mit dem Geld der Arbeiter in's Leben gerufen hat, aber großmüthig„dotirt", verweilen wir nicht; sie sind zum Theil gewiß recht zweckmäßig, wären eS aber in zehnmal höherem Grad, wenn Hr. Heyl, ohne seine Finger hineinzustecken, die Arbeiter selbst und ohne patriarchalische Bevormundung hätte haideln lassen. Patriarchalisch? Nein, polizeilich wäre ein rich- tigerer Ausdruck. Ist es nicht eine Beleidigung für die Arbeiter deS Hrn. Heyl, daß ihnen von diesem„daS nöthige Personal für die Veiwaltung der Vereine gestellt(!)" wird? Das ist ja mehr, alS sich die Btsutarck-Stieber'sche Polizei herausnimmt! Und zum Schluß die„Vorlesungen", Lesezimmer:c. des Hrn. Heyl! Wohl „Vorlesungen" über die„Harmonie von Kapital und Arbeit"? Vielleicht klärt uns ein Wormser Parteigenosse auf. Doch genug. Hr. Heyl sollte seinen Arbeitern höhtre Löhne bezahlen, anstatt sie mit einem Hundtlohn abzufinden und nebenbei durch ein Almo- sen an sich zu ketten. Durch ein Almosen, daS obendrein in Wirklichkeit nur einStrick.uin den Hals der Arbeiter! Almosen ist eine Beleidigung des Empfängers uuv keine Ehre für den Ge- der, zumal wenn der Geber, wie in dem vorliegenden Fall, in Gestalt des Almosens nur einen Theil dessen gibt, was er dem Gegenstand seiner„Mildthätigkeit" widerrechtlich vorenthalten hat. Ist Hr. Heyl der Mcnschenfteund, für welchen er gelten möchte, so zahle er seinen Arbeitern ihren vollen Lohn, und verschone sie mir„Almosen" und sonstigen philanthropisch-patriarchalisch-po- lizcilichen Kinkerlitzchen. Hr. Heyl wird dann nicht so rasch seinen Reichthum vermchren, aber seine Arbeiter werden sich besser stehen! Diebe. Anläßlich der aus Grund des neuen Wahlgesetzes bevorstehen- den Reichsrathswahlen ist eine heftige Polemik zwischen der Wiener „TageSpresse", dem feudal- konservativ-demokratisch schillernden Or- gan des„reinen OestreicherthumS" einer- und den Organen der Herren Giskra und(„Gründer"-)Consorten andererseits entbrannt, die schon recht ergötzliche Dinge zu Tage gefördert hat. Jäter- essanl für uns ist ein Artikel der„Tagesprcsse", in welchem die Prätension(der Anspruch) der betreffenden Herren, daß sie Be- schützer und Vertreter des Eigenthums seien, einer unbarmherzi- gen Kritik unterworfen wird.„Seit Proudhon, schreibt daS Blatt, mit seinem Ausspruch:„Eigenthum ist Diebstahl" die besitzenden Klassen der Gesellschaft in Schrecken gesetzt hat, sind die Feinde der Freiheit und der Rechte des Volkes nicht müde geworden, der Bourgeoisie bei jeder Widersetzliebkett gegen das„stramme Regi- ment" das rothe Gespenst an die Wand zu malen. Das traurige Beispiel des Dezeurberverbrechers und der heutigen Königsmacher in Frankreich zeigt, mit welchem Erfolge. Und doch, fährt das Blatt fort, hat Proudhon mit jenem Ausspruch die Sache nur aus die Spitze gestellt, ohne daß es ihm eingefallen wäre, gegen das Prinzip des Eigenthums überhaupt zu Felde zu ziehen. Wenn er das Eigenthum des Einzelnen Diebstahl nennt, so meint er damit nur jenes selbstsüchtige, hartherzige Eigenthum, welches keine Pflichten gegen die Gesellschaft kennt, welches dem Arbeiter das Recht auf eine menschenwürdige Existenz abspricht, welches den Kranken und Hilflosen mit Berufung auf den Buchstaben des Gesetzes grausam zurückstößt. Keinem vernünftigen Menschen wird es jemals im Ernste beifallen, zu glauben, daß die menschliche Gesellschaft ohne die Institution des Eigenthums existiren, sich entwickeln und ihre Kulturzwecke erfüllen könne.— Der Traum von einer allgemeinen Gleichheit im Besitze von Eigenthum ist längst zur verlachten Utopie geworden, und selbst bis in die unter- sten Schichten des Volkes ist schon soviel Bildung und Aufklärung gedrungen, daß mit dem Paradoxon:„Eigenthum ist Diebstahl" Niemand mehr unter den Massen Propaganda machen kann. Von daher droht der Gesellschaft nicht die geringste Gefahr. Aber eine Gefahr droht ihr doch. Sie kommt nicht von Denjenigen, welche das Eigenthum für Diebstahl erklären, sondern von Denen, welche decretiren:„Diebstahl ist Eigenthum!" Wir haben sie zur Genüge kennen gelernt in den letzten Iahren, jene Sorte von Ehrenmän- nern, lvelche den plötzlichen Aufschwung der volkswirthschaftlichen Bewegung zur Ausbeutung des harmlosen Publikums benutzt, auf Kosten geprellter Aktionäre und Geldeinleger ihre Taschen gefüllt und sich mit den sauer verdienten Spargroschen ehrlicher, arbeit- sanier Leute glänzende Existenzen geschassen und sybaritischen Luxus getrieben haben. Das Brandmal der allgemeinen Verachtung klebt ihnen zwar an der ftechen Stirn, jenen„Verwaltungsräthen" und „Gründern", aber sie bieten der öffentlichen Meinung Trotz, und in ihren Palästen lachen sie bei den Freuden der Tafel der Ent- rüstung, mit welcher daS Volk sich gegen ihr schäm- und gewissen- loses Treiben auslehnt. Der Börsenkrach hat wohl einige jener schwindelhaften Existenzen vernichtet, aber die Sippe besteht noch immer und hält mit Polypenarmen Staat und Gesellschaft um- fangen. WaS sie bis jetzt gestohlen und erschwindelt haben, genügt ihnen nicht. Sie wollen noch fortstehlen und erschwindeln, und indem sie durch das gemeinsame Interesse fest aneinander gekettet eine furchtbare Coalition bilden, sehen sie jede Mahnung zur Um- kehr, jede Warnung vor ihrem Tretben als unerlaubte Gewerbs- störung an. Steiniget ihn, steiniget ihn— rufen sie Alle uuisooo, so oft es Jemand wagt, einen von ihnen an den Pranger zu stellen. _ Zum Schluß muß die„Tagespresse" mit Bedauern konstatiren, daß ihre Hoffnung,„es werde ein ernstes Strafgericht über die kecken Verächter des Gesetzes und die gewissenlosen Schänder der Moral hereinbrechen", sich als trügerisch erwiesen habe.„Nur Einem der angesehensten Matadore der Geldmachergilde hat man das Handwerk gelegt, aber bei diesem Einen Fall blieb der lang- ersehnte„Reinigungsprozeß" stehn. Um desto dringender tritt deshalb an jeden Wähler die Pflicht heran, dafür zu sorgen, daß gas neue Parlament nicht wieder von dem Pesthauch der Corrup- tion vergiftet werde." So weit die„Tagespresse". Die Mahnung, welche sie in dem letzten Satz ausspricht, wird wirkungslos verhallen. Wer sind denn die Wähler, an welche sie sich wendet? Ist es daS gesammte mündige Volk? Mit Nichten. DaS neue Wahlgesetz hat nur die indirekten Wahlen beseitigt, nicht aber den Census, welcher das arbeitende Volk von der Wahlurne ausschließt. Das Monopol de« Wahlrechts gehört nach wie vor den besitzenden Klassen, und im Interesse der besitzenden Klassen liegt dieser„Reinigungsprozeß"— fehlt ihnen auch das klare Bewußtsein, so haben sie doch die Logik des Instinkts— und werden sich wohl hüten, eine Linie zu ziehen, welche das„rechtmäßige",„ehrliche" Eigenthum von dem Eigenthum trennt, das«Diebstahl" ist. Die„TageSpresse" macht eS sich leicht; sie zieht die Linie an den„Verwattungs- räthen" und„Gründern" her, die sie schlechtweg in daS Reich der Spitzbuben verdammt. Aber was ist ihr Kriterium(Merkmal)? Daß diese Leute sich das Eigenthum Anderer ohne ein Equivalcnt angeeignet haben? Aber das haben sie in höherem oder geringerem Grad mit der gtsrmmten besitzenden Klasse gemein. Wodurch unterscheidet sich der Fabrikant, welcher hundert, welcher tausend Arbeiter„beschäftigt" und ihnen den Ertrag ihrer Arbeit nur zum Theil in Gestalt von Lohn vergütet, den Rest aber ungenirt in die Tasche steckt, wodurch unterscheidet sich dieser Fabrikant von dem „Verwaltungsrath" und„Gründer", außer dadurch, daß er die Aneignung fremden Eigenthums in etwas anderer Weise betreibt? Und das kleine Gewerbe, beruht es nicht genau auf denselben Grundlagen? Der kleine Meister, der von einem halben Dutzend Gesellen lebt, ist er nicht ein Aneigner ftemden EigcnthumS, wenn auch nur auf winzigem Maaßstab? Und der ganze Handel, Groß- Handel wie Kleinhandel, der Privateisenbahnbetrieb, der Privat- bergbau, kurz die gesammte industrielle Thätigkeit der heutigen Gesellschaft besteht in der Aneignung fremden Eigenthums ohne entsprechendes Equivalent. Den„Reinigungsprozeß", den die„Tagespresse" fordert, würde sich also nicht aus die„Verwaltungsräthe" und«Gründer" be- schränken können. Entweder— oder. Entweder unterbleibt er ganz, oder, wenn er denn einmal ernsthaft begonnen wird, so um- faßt er die ganze bürgerliche Gesellschaft„Reinigung" der bürgerlichen Gesellschaft ist gleichbedeutend mit sozialer Revolution— mit sozialistischer Umgestaltung der Ge- sellschast. Politische Uebersicht. — Schwabenstreiche. Der Jahresbericht der württem- bergischen Handelskammern ist in einem„stattlichen Band" von 400 Seiten erschienen und leider gibt eS noch Menschenkinder genug, die da glauben, wenn ein Buch nur recht dick ist, so stecke dem entsprechend auch dicke Weisheit drin. Dem ist aber nicht so und so braucht man beim Bericht der württcmbergischcn Handels- kammern auch nicht weit zu blättern, bis man auf Stachstehendes stößt: „In Betreff der Verwendung von jugendlichen Arbeitern in den Fabriken sind Uber die Bestimmungen der§A 128 und 129 der deutschen Gewerbeordnung, wonach junge Leute, welche das 14. Lebensjahr zurückgelegt haben, vor vollendetem 16. Lebensjahr in Fabriken nicht über 10 Stunden täglich beschäftigt werden dür- fen, abermals von den Industriellen aller Zweige so viele Kla- gen eingelaufen, daß wir uns zu der Bitte veranlaßt sehen, die königliche Staatsregierung wolle die Beseitigung dieser unzweck- mäßigen Vorschriften der Gewerbe-Ordnung bei den Reichs- gewalten in Antrag bringen". Also weil die„Industriellen" aller Zweige sich darüber bckla- gen, daß sie die jugendlichen Arbeiter, die das sechszehnte Jahr noch nicht erreicht haben, nach der Gewerbeordnung nicht über zehn Stunden täglich ausbeuten dürfen, finden die weisen Haw delskammern diese Bestimmung der Gewerbeordnung„unzweck mäßig". Zehn Stunden des TageS zu arbeiten ist für gewisse Arbeitszweige schon viel zuviel; bei andern Arbcitszweigen läßt sich eine zehnstündige Arbeitszeit annehmen, aber die Arbeitszeit über zehn Stunden muß, namentlich wo die heutige Theibung der Arbeit in Betracht kommt, an Geist und Körper schädigen. Hier dies nochmals nachzuweisen wäre überflüssig, da der Beweis schon zu oft geliefert worden ist. Es handelt sich aber nicht ein- mal um Männer, sondern um ganze und halbe Kinder, denen durch solche Ucberanstrengung der innerste Lebenskern angegriffen und zerstört wird. Wie schnell sind die Herren„Industriellen" mit dem Ruf nach„B-ildung" bereit! Sollte man eS für möglich halten, daß sie dem jugendlichen Arbeiter noch zumuthen, sich zu„bilden", nachdem er sich 12, 14, 15 Stunden in ihrem Dienste abgequält und mit Aufreibung aller feiner Kräfte sich die kärglichen Mittel verschafft hat, die ihm genügen müssen, um über Nacht die Kräfte wieder zu erzeugen, die er braucht, um von Neuem wieder als Ausbeutungsinstrument und AusbeutungSobjett zugleich zu dienen? Ist das Verlangen der schwäbischen Industriellen vom Standpunkt der Menschlichkeit aus betrachtet eine Rohheit, so daß wir gar keine ökonomischen Gründe gegen dasselbe zu Hülfe zu'nehmen brauchen, so beweist das Vorgehen der Handelskammern, welche die rohen Begierden der Herren Industriellen gleich zum Gesetz erheben wollen, wie sehr die vom heutigen Staate aufgestellten Behörden dem Interesse der herrschenden Klasse sich dienstbar zu machen bestrebt sind, mit einem Wort, wie bei der heutigen Ge- sellschaftsorganisation der„Staat" verpflichtet ist, der Bourgeoisie daS„Recht auf Ausbeutung" gesetzlich zu garantiren. — In der„Frankfurter Zeitung" lesen wir: „Zur Charakteristik der Partei namenloser Politik, die sich hier in Frankfurt constituirt hat, finden wir in dem Organ derselben heute einen vielversprechenden Beitrag. In einer Corre- spondenz aus Mainz heißt es wörtlich: „Wir haben uns schon oft darüber gewundert und es zuwei- len sogar höchlich beklagt, daß gegen die bösartigen, raffinirten Aufhetzungen des„VolkSstaat", dieses internationalen Haupt- blattes, nicht eingeschritten wird; wir bekennen es offen, daß wir dem„Volksstaat" gegenüber sogar die schärfsten Ausnahme , maßregeln vollständig am Platze finden würden." DaS soll wohl der Anfang zu dem„redlichen und freisinnigen Fortbau des Reiches auf dem Boden der Verfassung" sein. Gebt den Leuten den Kessel!" Leider können wir aus obigem Bericht nicht ersehen, welches Correspondenzzeichen der auS Mainz eingesandte Artikel an seiner Spitze hat. Wahrscheinlich ein„8." Wir kennen den Vogel, ob- wohl hier nur eines seiner bekannten Denunziations-Eier sichtbar ist, die er in so viele„gesinnungstüchtige" Blätter zu legen pflegt. Wenn die„Frankfurter Zeitung" den Herren, die da„namenlose Politik" treiben, d. h. anonym denunziren wollen(nicht wahr, Herr Handelskammersekretär Schultze in Mainz?) einen Kessel applizirt, so bezieht sie sich— was wir zum besseren Verständniß für unsere Leser näher erläutern wollen— auf jene bekannte Anekdote von einem englischen Bischof, der eine Anzahl Gruben- arbeiter antraf, welche einen Kessel gefunden hatten und sich um den Besitz desselben stritten. Es wurde befchlosseu, demjenigen den Kessel zu verabfolgen, der die größte Lüge vorbringt. Der fromme Bischof ward über solch gottloses Beginnen höchlichst entrüstet, pro- testirte dagegen und behauptete, daß er in seinem Leben noch nie- mals gelogen habe und auch niemals lügen werde. Ein Arbeiter betrachtete aufmerksam den alten Pfaffen und rief plötzlich:„Gebt dem Alten den Kessel!" Indem wir die Nutzanwendung machen, setzen wir statt„Lüge" einfach„Denunziation" und überweisen den Kessel— dem Herrn Handelskammersekretär Julius Schultze in Mainz! — Ueber Friedrich Hecker läuft durch die Presse nachstehende interessante Notiz: „London, 6. Okt. In Southampton, wo vas Bremer Schiff „Berlin" anlegte, verbrachte Friedrich Hecker vor seiner Rückkehr nach Amerika noch einen Tag mit Karl Blind und anderen Gesinnungsgenossen. Ein Lierteljahrhundert der Trennung war seit der deuischen Resolution veiflossen. Ja den Anschauungen der diesseits und jenseits des OceanS exilirten Freunde ergab sich 'edoch sofort derselbe Grundton. So national gesinnt wie Einer, ist Hecker mit dem�Wiederanschluß von Elsaß-Lothringen voll- kommen einverstanden; er hätte sogar, worin Wenige ihm bei- stimmen werden, gewünscht, daß Deutschland die alte Frei- grasschast und Arelat wieder an sich nehme. Sehr ent- schieden spricht er sich gegen allen PartikulariSmuS, gegen Ultra- montane und Internationale aus. Dabei ist jedoch sein Wi- derwille gegen die illiberalen, militaristischen, bureaukratischen Ten- denzen so scharf, wie nur irgend denkbar. Seine Aeußerungen in dieser Richtung leisten das Mögliche an drastischer Energie. Er wünscht lebhast, daß sich eine entschiedene Opposition sammle) die im Reichstag ihre Stimme laut hörbar machen solle. Wie Hecker mittheilte, beabsichtigt er, seiner Unzufriedenheit mit den innern Zuständen Deutschlands in einer besonderen Abhandlung Ausdruck zu geben. Äm Uebrigen ist seine Haltung nach außen hin eine streng patriotische.« Wer„Gesinnungsgenosse" von Karl Blind ist, der muß aller- Vings schon von einer großen Annectionswuth besessen sein; den Beweis hierfür liefert die„Neue freie Presse« vom Herbst 1370, wo Blind aus voller Kehle nach„Angliedcrung" der geraubten Provinzen schrie. Wenn nun Hecker wirklich das sogenannte are- latische Königreich wieder zurückfordert, so kann er sich nur darauf stützen, daß unter dem deutschen Kaiser Konrad II. im elften Jahrhundert die Provinzen Burgund, Franche- Comte, Dauphinö. Savoyen, die Provence und ein Theil von Languedoc als„are- latischeS Königreich" zu Deutschlanv gehörten. DieS arelatische Königreich erstreckte sich bis an's mittelländische Meer. Hecker ginge also noch weiter wie unsere MordSpattiotcn, welch« Paris„unter den Kanonen von Deutschland" haben wollten. Hecker wäre also nach obigen Mitiheilunaen„streng patriotischer" Annexionist,„so national gesinnt wie Einer". Seine Genossen von der„guten Quelle" in Leipzig mögen sich freuen; eS war ihm doch nicht Ernst in Mannheim, als er sagte, daß er ein„Demokrat", ein„Republi- kaner" sei. Heckcr bedauert Diejenigen, die ihm daS nicht glauben; wir bedauern Diejenigen, die eS ihm glauben� — Wer die„Gartenlaube" oder das zu lesen pflegt, der wird sich erinnern. andern Lobhudeleien auch das bekannte „Neue freie Presse" als ein„glänzendes Unternehmen" ihren Lesern vorführten, vaS„wie mit Zauberkraft" binnen wenigen Jahren zwei großartige Häuser„erworben" und seine Besitzer aus armen Journalisten zu Millionären gemacht habe. Die„Neue freie Presse" spielte in der That unter den Wiener Blättern die erste Geige, sowohl was Verbreitung, als auch was Charakterlo- sigkeit betrifft. DaS ging so eine Weile, bis der große„Krach" kam, der auch die„Neue freie Presse« bis auf den Grund er- schlltterte. Da jetzt an der Börse keine Geschäfte mehr gemacht werden, blieben auch jene großen, schwindelhasten Annoncen aus, von denen sich die„Neue frei« Presse" mästete und eS werden keine„Schweigegelder" mehr gezahlt, d. h. die„Gründer" brauchen den Zeitungen nicht mehr mit Gold den Mund zu stopfen, wenn diese das Publikum etwa vor schwindelhaftcn Unternehmungen warnen wollten. Da noch dazu die Weltausstellung auch nicht die erwarteten„Geschästchen" mit sich brachte, aus welche die Heraus- geber spekulirten, so hat jetzt das„Weltblatt" täglich ein De- fizit von 1140 Gulden. Da muß freilich der Berliner Reptilien- sonds zu Hülfe kommen, mit dem auch thaffächlich schon Unter- Handlungen schweben. Ein Blatt wie die„Neue freie Presse" ist also dasjenige, was man heutzutage unter„unabhängiger Presse" versteht. Diese„Neue freie Presse" hat jahrelang die" öffentliche Meinung in Oesterreich beherrscht— im Interesse des Börsen- gaunerthumS; die schönen patriotischen Artikel des BlatteS waren nur kleine Feigenblätter für seine Bankannoncen. Die Mitarbeiter des Blattes, Herr Karl Blind in London, Herr Johannes Scherr in Zürich und wie sie Alle heißen sind, bewußt oder un- bewußt die Lieferanten von literarischen Feigenblättern für den nackten Schwindel der Börsenjobber gewesen. Wenn der Abgeord- nete Richter in Berlin sagen konnte, der Sitzungssaal des Reichstages sei nur eine Filiale der Börse, so kann man von der Wie- ner Presse sagen, daß sie mit verschwindenden Ausnahmen nur auS Reklame- und Schmarotzeiblätteru der Börse besteht. Mit den Coursen der verschiedenen Papiere steigen und fallen die Einnahmen der Wiener Blätter. Damit wollen wir den Verehrern der Zustände im deutschen„Reich" keine Gelegenheit geben, pharisäisch auf die Wiener hinzuweisen und pathetisch auszurufen:„Seht, wir sind doch nicht so schlecht wie Jene!" Nur Geduld; bei uns ist es gar nicht anders und unsere Patrioten werden Wunderdinge erleben, wenn eS demnächst bei uns zu„krachen« beginnt. — Unsere Leser werden sich erinnern, daß wir gleich zu An- fang der englischen Landarbeiterbewegung ein gewisses Mißtrauen gegen den Führer derselben, Herrn Arch, nicht ver- hehlen konnten. Unser Mißtrauen gründete sich einerseits auf die zu Tag tretende Unklarheit in politssch-fozialen Dingen, welche uns seine Befähigung, anderseits auf das unwürdige Anlehnen an aristokratische und psäffische Gönner, welches uns seine Ehrlichkeit bezweifeln ließ. Was die Befähigung Arch's anbelangt, so hatten wir dieselbe vielleicht unterschätzt. Er hat zwar in den Hunderten und Hunderten von„Reden", die er seit anderthalb Jahren ge- halten, auch nicht eine einzige Aeußerung gethan, welche auf tie- seren Einblick in die gesellschaftlichen Mißstände der Gegenwart schließen ließe, dafür aber hat er unleugbar ein vorzügliches Agi- tations- und Organisationstalent bethätigt. Desto vollständiger haben sich aber unsere Zweifel an der politischen Ehrlichkeit Arch's gerechtfertigt. Das Streben, die Bewegung, an deren Spitze er steht, aristokratisch- pfäffischen Einflüssen zu unterwerfen und dienstbar zn macheu, ist immer deutlicher hervorgetreten und hat ihn schließlich zu einem Akt geführt, der als Verrath an der Ar- beitersache gebrandmartt werden muß, und zu gleicher Zeit auf die korruptesten persönlichen Motive schließen läßt. Wir erwähnten schon des Arch'schen Auswanderungsplanes. Die Auswanderung als Ziel einer Arbeiterbewegung hinzustellen, ist an sich schon äußerst verkehrt. Wer die Schäden der heutigen Gesellschaft mit den Wurzeln cntserneu will, und von dem GesellschaftSorganiSmus auch nur einen annähernden Begriff hat, kann unmöglich auf dieses Auskunftsmittcl verfallen. Jndeß wir haben eS hier mit der Ehrlichkeit, nicht mit der Fähigkeit Arch'S zu thun. Zuge- geben seine beschränkte Auffassung; angenommen, er habe, thells um die Farmer einzuschüchtern, theils um den Landarbeitern Luft und höhere Löhne zu verschaffen, eine geräuschvolle Massenaus- Wanderung für zweckmäßig gehalten, so mußte er doch unter allen Umständen die Auswanderung nach demjenigen Lande lenken, welches für das Fortkommen der Ausgewanderten die besten Ga- rantien bot, das heißt nach den Vereinigten Staaten. Herr Arch hat aber statt den Bereinigten Staaten daS von dem engl! scheu Adel systematisch mißoerwaltete Canada für die beabsick lige Colvnie gewählt und unterhandelte nach den letzten Nachrich ten sehr eifrig mit Lord Duffeiia, dem aristokrattschen Gouverneur dieser Colomc, von dem er„auf daS Freundlichste empfangen wurde". Wir glauben Letzteres sehr gern. Den Strom der englischen Auswanderung von den Vereinigten Staaten ab und nach Canada zu leiten, ist seit Jahrzehnten eifrigstes Bemühen der englischen Anstokratie. Fassen wir dies in's Auge, und erwägen wir serner, daß Canada, abgesehen von der erbärmlichen Regie- rung, ein sehr hartes Klima hat— ähnlich wie das nördliche Michigan traurigen Angedenkens— und daß in Folge der na- türlichen wie künstlichen Nachtheile, unter denen eS, verglichen mit der benachbarten amerikanischen Republik leidet, eine beständige Auswanderung aus Canada nach den Bereinigten Staa- ten stattfindet,— so werden wir uns der Ueberzeugung nicht ver- chließen können, daß das Auswanderungsprojekt des Herrn Arch ein Saxonia-Schwindel in vergrößertem Maßstabe, und Herr Arch nichts anderes ist, als ein gemeiner Seelen- Verkäufer. Wir wollen bloß hoffen, daß die englischen Arbeiter ihn rechtzeitig durchschauen.— ruft der„Frankfurter Beobachter", ein Organ der bürgerlichen Demokratie, in seiner Nummer 236 aus. Unter den„taktlosen und perfiden Provokationen" versteht nämlich der„Frankfurter Beobach- ter" jene verschiedenen Angriffe aus die bürgerliche Demokratie, die wir in letzter Zeit für gut befunden baben. Der Appell deS Frankfurter Blattes dürfte sehr wenig Anklang bei unfern Partei- genossen finden, indem wir denken, daß die von uns gegen die bürgerliche Demokratte eingenommene Stellung unsere Parteige- nossen nicht nur nicßt zu einem Protest dagegen veranlassen, son- dern im Gegentheil ihre volle Billigung finden wird. Die einzige Thatsache, daß die bürgerliche Demokratie in Deutschland sich un- verholen dem alten Thiers, dem infamen Mörder unserer fraa unser Verhalten in dieser Sache anzuführen, halten wir für un- nöthig, obwohl wir noch verschiedene und sehr triftige in petto haben. Was Johann Jacoby betrifft, so erlauben wir uns in dieser Sache kein so voreilige» Urtheil wie der„Frankfurter Beobachter", lud aber fest überzeugt, daß gerade Jacoby, wenn er sieht, wie die bürgerliche Demokratie den blutbcspritzten französisch:»„Helden- greis« verherrlicht, sich freuen wird, daß seiner„neuen Genossen- chast" der„Geschmack" für eine solche Verherrlichung gänzlich ab- geht. Wir glauben uns damit genügend gewahrt zu haben und gehen im Interesse unserer Leser aus die weiteren Bemerkungen des„Frankfurter Beobachter« nicht ein! ans «0 Fn IaI ten nick Au| eine schil Uni mit U-b ber «di Die Sck Nr. H-' Are Unser guter Freund, der„Neue" in Berlin hat in seiner Nummer vom 3. Oktober uns wieder einmal nach Art der Stra- ßenköter angekläfft, wofür wir ihm noch nachträglich eine kleine Lektion ertheilen müssen. Eine augebliche Volksversammlung von 1500 bis 2000 Perso- neu, welche die ultramontane Partei in Augsburg einberufen haben soll, um gegen die Aushebung der Klosterschulen zu protestiren, soll, weil sie ungestört verlaufen konnte, den Beweis liefern, daß die Eifenacher„Ehrlichen" die Bewegung in Süddeutschland rui- nirt haben. i Wir bezweifeln nun zunächst, daß die erwähnte Versammlung � ine öffentliche Volksversammlung war, die, ganz abgesehen von"! den 35 sind stim K Che Wh und unserer Partei, die Ultramontanen schon wegen den in Augsburg sie an Stärke übertreffenden Liberalen nicht abhalten konnten. Es handelt sich also höchst wahrscheinlich um eine jener durch Privat- einladungen oder speziell nur für die betreffenden Parteianhänger veranstalteten Versammlungen. Daß unsere Parteigenossen in einer solchen nicht erschienen.und sie nach dem System Tölcke mit Knüppeln und Gebrüll sprengten, ist ganz in der Ordnung, und beweist nur, daß unsere Parteigenossen ein Recht, das sie für sich selbst in Anspruch nehmen, auch für andere Parteien respektiren, also wirkliche Demokraten sind. Der„Neue" freilich hat es durch sein rüdes und rohes Aus- treten dahin gebracht, daß beispielsweise in Berlin keine Partei eine Parteiversammlung abhalten kann, ohne durch starke Posten an der Thüre sich vor den Rohheiten seiner Anhänger zu schützen. Das gehört aber zu seiner Taktik als Organ des Jmperial-Sozia- lismus. Allen andern Parteien muß das Vereins- und Versamm- lungsrecht verleidet werden, damit sie kein Interesse an der Auf- rechterhaltung und Erweiterung desselben haben. So erreicht Herr v. Bismarck, unterstützt von dem„Neuen" und feinen Sprenge kolonnen, feinen Zweck. Wir kommen zum zweiten Punkt de? Hasselmännischen Gebel- fers, wornach unsere Partei die Bewegung im Süden soll ruinirt haben. DaS Gegentheil, lieber„Neuer", ist die Wahrheit. Die Schweitzer'sche Wirthschast, die Du mit Deinen Getreuen bis auf's Aeußerste unterstützt hast, brachte die Bewegung im Süden in's Stocken. Unsere Partei hat erst nach unendlicher Mühe die zer- streuten und durch Euern Betrug und Schwindel muthloS gewor- denen Schaaren wieder gesammelt, und wir sind endlich so weit, daß im Süden die Bewegung wieder in vollem Fluß kommt und der Weg zur Propaganda für Euch für alle Zeiten versperrt ist- Glaubst Du'S nicht, nun, dann schicke Grottkau und Stöhr noch einmal hin, die schon vor Monaten gefunden, wie sauer die Tran- ben sind. Und noch eins, lieber„Neuer"! Ist in einem deutschen Lande oder in einer deutschen Provinz die Bewegung mächtiger und tiefer in die Massen eingedrungen wie in Sachsen? Nein! Und sen wann ist dies geschehen? Seitdem wir Dich und Deine Getreuen, 4 bis auf einen kleinen versprengten Rest,.hinausgeworfen haben Und wie steht es umgekehrt in dem Lande, das nebst Sachsen der zeni kurz hat war die i die die Ger »Je Cor «Uf rrkli den Vers als schas Rol Sta um dens 4 A Arb ftari unse Sin uati Nur wür Uieii ankc Äiil I»nx "git ttiiig am Gel wir ab !»m> —„ES dürfte vielleicht am Platze sein, wenn aus der Mitte der Eifenacher Arbeiterpartei endlich einmal sich ein Protest gegen jene taktlosen und perfiden Provokationen der gegenwär- tigen Redaktion ihre» CenttalorganS erhöbe, wäre es auch nur, um dem Veteranen der deutschen Demokratie, Johann Jakoby, den Geschmack an seiner neuen Genossenschaft nicht zu verderben!" Also beste Boden für die Bewegung in Deutschland war und ist unv in welchem Du ehemals dominirtest, in Rheinland und Westpha- len? Die Bewegung liegt durch Deine Schuld darnieder; so weit nicht unsere Parteigenossen den Boden gerettet, ist er den Ultra- montanen in die Hände gefallen. Das sind die Früchte Deiner Wirksamkeit, lieber„Neuer". Aber freilich, wir wissen, daß eine allzu starke Arbeiterbewegung nach dem bekannten Schweitzer'sche» Recept in gewissen Kreisen nicht gern gesehen wird, und so mußtt Rheinland und Westphalen vernachlässigt, dagegen die größte» Kosten und die größte Müh- auf das durch seine ökonomische Entwicklung für die sozialistische Bewegung verhältnißmäßig un- fruchtbare SchleSwig-Holstein verwandt werden, um im Dienste Bismarck'« als Mauerbrecher gegen die partikularistifche Partei;» dienen. AuS Sachsen und Süddeutschland bist Du vertrieben, au» dem Rheinland und Norddeutschland sollst Du noch vertriebe» werden und Deinen Verein nur halten, soweit die preußische Po' lizei Dich schützt; darauf verlaß Dich, lieber„Neuer". Und Wal lebe? Fre: Und ?än bis was Uns «Nsi wir — Herr Leopold Sonnemann, der Chefredatteur der „Frankfurter Zeitung", ist wegen deS Artikels:„Die eigentliche» Schuldigen hinter den Coulissen", in Anklageznstand versetzt wor- den und zwar wegen angeblicher Beleidigung der Polizei. D� „beleidigte" Frankfurter Polizei hat also dem großmäuligen Ge- schrei des„Neuen" Folge geleistet; wir werden nun sehen, w»' hinter der Sache steckt! ßliel im «en, be«c d! 'G Et« Gewerksgenossenschastliches. Verein der Sattler und Bcrufs-Genossen. Aerti«, 6. Oktober. r lie»:& [tober. Da bereits von fverschiedencn Mitgliet' � scher ften Anfragen eingelaufen sind, wegen des Congreßprotokoll* � und der neuen Statuten, so diene hiermit Folgendes zur Nosi� daß die Statuten bereits in Druck gegeben sind, und werden di� � selben, wenn sie hier angelangt, sofort an sämmtliche Mitglied � schaften versandt werden; die Congreßprotokolle werden, sobai-i � auS München der revidirte Kassenbericht hierhergeschickt ist, welck� � in die Protokolle beigefügt wird, ebenfalls in Druck gegeben u»! � alsdann versandt werden. Das Protokoll ist bereit» vollstänv' tlt td h- •A ti ■X' it( \f n- äe n- a- lt, lir n- to er H t ite n- n- b- rd :a »»Sgearbeitet; da indeß Alle» seine Zeit erfordert, so erfuAt rbt*$ört! hört!), seine eigenen Kleider zn tragen und(— falle Nie- «orstand die Vertrauensmänner, diese» den Kollegen mitzutheilen. mand in Ohnmacht—) sich selbst zu beköstigen, sondern auch Ferner werden diejenigen Vertrauensmänner, welche noch keinen" � �! 0'— m Jahresbericht eingesandt haben, aufgefordert, diese» zu thun; soll er a- ne so- en :n, >aß ui- »g >on -rg Ii at- 3« ner nit mt sich en, 4 rtei iten e». jia- im- us- err ng- >el nirt Di« as» in'« z-r- >or� >eit, und '!* wch am ndi ten vielleicht etlichen Mitgliedschaften die AbrechnungS-Formulare nicht zugegangen sein, so ist dieses dem Vorstande mitzutheilen. Außerdem ist ein jeder Vertrauensmann verpflichtet, allmonatlich tinen Kassenbericht einzusenden» selbst wenn kein Geld hierher ge- schickt wird, auch die Namen der durchgereisten Kollegen, welche miterstützung erhalten haben, sind beizufügen, ebenso ist der Ort mit anzuführen, wo dieselben zuletzt unterstützt wurden, der besseren Uebersicht wegen. Sollten die Neuwahlen der Vertrauensmänner bereits stattgefunden haben, so werden dieselben ersucht, ihre Adressen herzusenden. Die Adresse des Vertrauensmanns von Mainz ist H. Meister bei Herrn I. Gundlach in Mombach bei Mainz; des Kassirers E. Seidenberger, ebendaselbst; des Schriftführers A. Hammel in Mainz, Mommbacher Straße Nr. 52. Die Adresse des Vertrauensmanns in Leipzig ist C. Heidicke, beim Wazenfabrikant Trebst, des Vertrauensmanns von Bremm A. Worttmann, Molkenstraße Nr. 18. Mit Gruß P. Straßer, Vorsitzender, Marienstraßc 8, Hof 2 Trp. rechts. Gewerkschaft der Schuhmacher. Hotha. Wir bringen hiermit da» Resultat der Urabstimmung ben Mitgliedern zur Kenntniß. Zuvor sei noch bemerkt, daß von 35 Städten, in denen unsere Gewerkschaft vertreten ist, nur 21 �stimmt haben. Mit Ausnahme von Dresden, Nürnberg und Berlin, welche gegen die Streichung des Wortes �international stnd, haben folgende Orte mit großer Majorität, zum Theil ein stimmig sich für die Streichung erklärt: Braunschwcig, Stuttgart, Offenbach, Mannheim, Würzburg, Limbach b. Ch., Mainz, Pforz- heim, Eßlingen, Schweinfurt, Apolda, Frciburg, Wolfenbüttel, Chemnitz, Leipzig, Konstanz a. B., Landshut und Gotha. Es wird also fortan heißen:„Gewerkschaft der Schuhmacher Wir können die Befürchtungen und Bedenken seitens der Berliner und Nürnberger, als würden wir uns dem Allgemeinen Schuh- wacher Verein gegenüber eine Blöße Igeben, nicht theilen. Uns braucht der Allgemeine Schuhmacher-Verein nicht im mindesten zu geniren und sind wir der Meinung, daß derselbe während der kurzen Zeit seines Bestehens sich gerade genug Blößen gegeben hat. Als der Schuhmacher-Congreß in Berlin einberufen wurde, war die Parole jener Herren:„Fort mit allen Parteistreitigkeiten, die Einigung der deutschen Schuhmacher ist unsere Aufgabe." Auch bie Internationalen waren willkommen. Daß dieselben nicht auf bie Leimruthe gingen, veranlaßt Herrn Aurin laut Protokoll der Generalversammlung vom 22. bis 25. Juni d. I. zu erklären: ..Ich habe wohl auf dem im Monat November v. I. stattgehabten Cvngresse sür einen parteilosen Verein plaidirt, jedoch in diesem Augenblicke nehme ich meine damals geäußerten Worte zurück und erkläre, daß ich von nun an gegen alle Diejenigen, die nicht mit ben Prinzipien des„Allgemeinen deutschen Arbeiter-VereinS" einverstanden sind, aufs Entschiedenste Front machen werde, ja toller als seiner Zeit Rodespierre werde ich gegen solche Leute wirth- schaften." Puh! das ist ja schrecklich! Mit Ausnahme des Herrn Nohwer aus Bremen, der gegen die Streichung des§ 20 des Statuts stimmte„Die Politik soll gänzlich dem Verein fern bleiben; um so den Mitgliedern aller politischen Parteien den Mintritt in denselben zu ermöglichen" haben sämmtliche Delegirte(es waren 4 Auswärtige) das UnfehlbarkeitS-Dogma des Allgemeinen deutschen Arbeiter-VereinS angenommen. Nun, wir hängen eben nicht an starren Dogmen unv richten uns, mit der Zeit rechnend, ohne unsere Principien aus den Auzeu zu verlieren, ein wie es uns gefällt. Sind wir nun etwa, weil das Wort beseitigt ist, weniger inter- national? Daß wir es nicht sind, werden wir beweisen, wo es nur angeht. Wenn man ferner sagt, die Agitatoren des Neuen würden uns nun als Verräther an der Arbeitersache erklären, so weinen wir, daß es auf etwas mehr oder weniger Geschimpfe nicht ankommen könnte. Kollegen! Unsere Gewerkschaft zählt bereit» Mitglieder in 35 Städten; aber dieses Resultat darf uns noch karige nicht befriedigen, immer und immer müssen wir unermüdlich azitiren und die Zeit wird dann bald kommen, wo es zur Nu- wvglichkeit wird, daß Halbwisser und falsche Freunde die Arbeiter ttcx an> Gängelbande führen. Gebt uns stets Nachricht, wo sich die seit �legenheit bietet, für unsere gerechte Sache wirken zu können, aen, be«. der unv >hi' v-it tra- iner eipe che» ußtt ßte« ische un- :nste i z« kvir stehen zu Euch und werden die Agitation von jetzt � selbst nach Kräften betreiben. Unsere Feinde stehen zu- lammen und haben sich mit einem Wall von Selbstsucht vnd Vornrtheilen umgeben. Uns unsere natürlichen Rechte ge- waltsam vorenthaltend, scheut man sich nicht, uns das„Recht zu üben" fast zu entreißen. . Aus denn! Und zeigen wir unsren Unterdrückern wie falschen Freunden, daß überall, wo unsere Gewerkschaft besteht, trotzdem and alledem unser Bestreben die Verbrüderung der Arbeiter aller länder ist. Jede einzelne Mitgliedschaft darf nicht eher ruhen, als ihre nächste Umgebung in unsrer Mitgliedschaft vertreten ist, nws um so leichter möglich ist, als die Lebensbedingungen für ans immer trauriger werden. Kollegen seid standhaft, verbindet Klugheit mit Energie und ansere Gewerlschaft wird noch günstigere Resnltate erzielen und iJür dadurch einer allgemeinen Verbesserung unserer Lage immer naher kommen. Laut Beschluß des VerwaltungsratheS haben sämmtliche Mit- c""-!?ueder der Krankenkasse auf eigne Kosten ihren Gesundheitszustand «o- vi Krankenkassen-Statut ärztlich bescheinigen zu lassen. Partei- Swiosse Kufahl in Großenhain besten Dank für die Mittheilung, .�gleichen Giffey für die Zusendung. Dem Bevollmächtigten perrn Daucher: Der Stempel der Gewerkschaft kann zugleich für .w Krankenkasse benutzt werden. Alles Ucbrigc haben die Kranken- �ssen-Mitglicder selbst zu schaffen. Für sich nehmen Sie ein katut am Ort. Für die Verwaltung: W. Bock, Berg 37. au« ebe« d-c che» vot' Di' G-' wiW kollk Correspondenzen. jg, Dresdeu. Am Sonnabend, den 4. d. MtS., haben in der �mdfchlößchenbrauerei die dort beschäftigten Böttchergehilfeu die , vveit eingestellt, weil ihnen ihre Forderung nach höherem Arbeits- d-?�.ülcht bewilligt worden ist; eS scheint ein allgemeiner Strike ioch hiesigen Böttchergehilfeu bevorzustehen. di� Chemnitz.„Wie weit die Humanität der sächsischen Regie- siie»' � 8 gehen kann, scheint daS Amtsblatt„Chemnitzer Tageblatt" »ball t* folgenden unvergeßlichen Zeilen gezeichnet zu haben:„Most -lchll als politischer Gefangener während seiner Haft Bergüustigun- uill iu genossen haben, wie sie noch keinem der bisherigen Gefangenen Dhefl geworden sind, indem j' intl ihm nicht nur gestattet wurde (sammelt Euch!) nach Belieben sich im Freien(natürlich im Be reiche der Anstalt) Bewegung zu machen und sich(nein! da hört Alles auf!) literarisch zu beschäftigen." Und solche Freiheiten ge «ießt ein Mensch, der sich erdreistet hat, seine Ueberzeugung öffent lich kund zu geben?! Wie sollen da die ehrlichen Diebe, Schwindler und Betrüger begünstigt werden?" So lesen wir in unserm Dresdener Parteiblatt, dem„Volks boten". Auf die Fragendes„Bolksbotcn" läßt sich indessen eine Antwort geben. Man darf nur an den berüchtigten Großdieb, Großschwindler und Großbetrüger StrouSberg denken, der jetzt seine gestohlenen, ersckwindelten und durch Betrug„erworbenen" Millionen fröhlich im Auslände genießt und kein Hahn kräht dar- nach, wie viel Tausende von Opfern er auf dem Felde seiner Thätigkeit zurückläßt. So begünstigt man die ehrlichen Diebe. Hoffentlich wird das Gespenst des„großen KrachS", das eben in den„Kulturreichen" seinen Umzug hält, bald auch in Berlin er- scheinen, damit die vielen ehrlichen Diebe, Schwindler und Be trüger, die heute noch als„noble Leute" unter den Linden wan deln, entlarvt werden. Freilich, auch dann werden wir'S wieder erleben, wie man diese Sorte von Mcns-ben höheren Orts begün- stigt, denn sie haben den Diebstahl, een Schwindel und den Betrug im Großen getrieben und deßhalb gebührt ihnen— „Staatshilfe"! Wirka«. In der am 23. Septbr. abgehaltenen Gen«alvetr- ammlung des Bolksvereins hat sich derselbe aufgelöst, und haben ich dessen Mitglieder der Partei angeschlossen, worauf dieselben einen Vertrauensmann und zwei Revisoren wählten. Somit wäre ein Schritt vorwärts gethan, und wäre es zu hoffen, daß die Er- kenntniß immer mehr in das Volk eindränge, mit Theil zu nehmen am politischen Kampfe für bessere und gerechtere Zustände. Für dieses Winterhalbjahr werden sich die Mitglieder auf Grund des Versammlungsgesetzes vom 22. November 1850 regelmäßig jeden Sonntag Abends puukt 6'/, Uhr versammeln; bis auf Wei teres bei Traugott Liebhold, Restauration„Neu-Wilkau". In der ersten Versammlung am 5. Oktober wurde eine Ge- ckäftsordnung aufgestellt, wodurch etwaige Störungen und per- önliche Streitigkeiten ein für allemal in den Versammlungen beseitigt sind. Auch sollen die Versammlungen regelmäßig Punkt 10 Uhr geschlossen werden. Es sollen außer dem sozialpolitischen Wochenbericht, wenn irgend möglich, in jeder Versammlung Vor- träge gehalten werden; so z. B. ist zugesagt:„Ardeiterbewegung; die 1374 in Kraft tretende sächsische Landgemeindeordnung; Reichs- tagSwahlen; Hastpflichtgesetz; Normalarbeitstag; Ausnahmegesetze; Kapital und Arbeit:c.:c." Es gilt nun zu agitiren, zu organisircn, zu klären und zu bilden. An den Einwohnern von Wilkau wird eS zunächst sein, zu zeigen, inwieweit dieselben politische Bildung zu würdigen wissen. chera, 9. Oktober. Am Montag, den 6. d. M., hielt der Amerikaner MverS mit seinem Circus durch unsere Stadt einen Umzug, den sich auch die Arbeiter mit ansehen konnten, da die meisten Fabriken aus diesem Anlaß den Tag über geschlossen waren. Nur unsere Fabrik(Firma Löblich und Josephson) war -.4— 5 gesperrt. Obendrein erhielten wir von dem Werkmeister H. Naumann noch folgende Drohung in Form einer Bekannt- machung mit aus den Weg:„Die Arbeit wird eingestellt von von �/.4— 5 Uhr. Wer um 5 Uhr nicht da ist, wird entlassen." Nun rage ich, soll die Arbeiter eine solche Strafoerfüzung nicht em- pören? Wir beschlossen denn auch, nicht zu kommen. Hatte man uns bei der Sedanseier doch auch nicht gefragt, ob wir arbeiten wollten oder nicht, den Fabrikanten gefiel es nun einmal, die Fa- bnken zu schließen; wir Arbeiter tonnten zusehen, wie wir den Ausfall am Verdienst verwanden. Als wir(9 Mann) am Dienstag ftüh unsre Arbeit beginnen wollten, da waren die Schützen fort, wir konnten also nicht ar- besten. Wenn wir gute Worte gegeben hätten wie Schäffel aus Langenberg, dann vielleicht hätte man uns wieder in Gnaden an- nommen. Und um das Maaß der Rücksichtslosigkeit voll zu machen, gab man uns Entlassungsscheine, auf die hin wir nirgends Arbeit erhalten konnten. Erst nach vielem Hin und Her stellte uns der Fabrikant andere Scheine aus, belehrte uns aber gleich- zeitig, daß er mit der Handlungsweise des Werkführers Naumann völlig einverstanden sei. Ich theile diesen Unfall mit, um zu zeigen, wie machtlos wir sind, wenn wir nicht organisirt den Ka- pitalisten gegenüberstehen. Der Anlauf, der in diesem Sommer gemacht wurde, ist leider ein Anlauf geblieben. Hugo Senf, Weber Berkin, 3. Oktbr. Die Abrechnung über unfern Strike ist im Druck erschienen; die G-sammtsumme der Einnahme beträgt Thlr. 2018. 25/2.; die Gesammtsumme der Ausgabe Thlr. 2025. 22. 3., und zwar: für Unterstützung und Reisegeld Thlr. 1637. 2.—.; ür Verwaltung Thlr. 193. 10.—. Für Aufrufe, Inserate, Schreibmaterial, Briefporto und 1500 Abrechnungen Thlr. 99. 21. 6. Für extraordinäre Ausgaben, Agitation, Lokalmiethe Thlr. 40. 18. 9. Bleibt Deficit Thlr. 6. 27. 1. Die Abrechnungen werden in den nächsten Tagen an alle Geber abgesandt werden..,. Durckdrungen vom Gefühl der Dankbarkeit, können wir eS bei unserer Strike-Abrechnung nicht unterlassen, allen Denjenigen, welche uns in unserm harten Kampfe mit so großer Opferfreudlgkeit un- terstützt haben, unfern tiefgefühltesten Dank abzustatten. Wohl wußten wir, daß gerade unser Kampf einer der schwersten sein würde, aber das Vertrauen auf alle Arbeiter, sowohl hier wie außerhalb, stählte unfern Much und gab uns neue Kraft, und dieses Vertraue» war im vollsten Maße gerechtfertigt. Wenn wir nun auch nicht Alles, was wir anstrebten, errangen, so lag dies nicht in unserer Schuld; es lag lediglich in dem plötzlich eintreten- den ungünstigen Geschäftsgang, hervorgerufen durch die Börsen- '"�Ein großer Schritt weiter ist aber durch diesen Strike gethan worden, und die größte Errungenschaft ist die, daß die Arbeiter zu der Erkenntniß gekommen sind, daß nur Einigkeit zum Siege führt, und daß gekämpft werden muß, um etwas zu erreichen. Heute sieht man nur noch einen kleinen Theil, welcher über 10 Stun- den arbeitet. , Arbeiter! Ihr habt uns in diesem schweren Kampfe treu unter- stützt, und es soll unsere heiligste Pflicht sein, da mit aller Kraft einzutreten, wo Ihr in derselben bedrängten Lage seid, um unsere Schuld abzutragen. Im Namen der Kommission der Stuhlarbeitergcselleu. Mit sozialdemokratischem Gruß: jgBr. Scholz. G. Gladewitz. NB. Da während de» SttikeS neben der unsrigen noch zwei ander« Kommisstonen bestanden, und zwar die der Meister und der Gewerkschaft der Manufakturarbeiter, so machen wir darauf aufmerksam, daß die in der Abrechnung verzeichneten Gelder diejenigen sind, welche unter der Adresse: Br. Schoh, Kl. AndreaS- straße 20, 2 Tr., sowie an den ständige» Sitz der Kommission, AndreaSstr. 49, Cafö Hoffmann, gesandt wurden. Die Obigen. Aerkitt, 6. Oftober. Die letzte Nummer des„Neuen" hat uns recht amüsirt. Wir wissen, daß verschiedene Größen deS Allgemeinen deutschen Arbeitervereins unfern Parteigenossen Bracke hartnäckig seiner Zeit in Contributton setzte«, haben aber Aehn- liches von unserer Seite nie gehört. Wahrscheinlich hat den» auch irgend ein Mitglied der Redakrion de»„Neuen" diese persönlich erlebten Erfahrungen mit Bracke benutzt, um sie seinem Freunde, Herrn Meyer, von der„Revue" mitzutheilen und nun beeilt sich der„Neue", die bei den 62 Abonnenten der„Revue" Wirkung«- lose Notiz an die Oeffentlichkeit zu ziehen und versucht nach feiner Art Kapital daraus zu schlagen. Zwischen der Redaktion de» „Neuen" und derjenigen der conservativen„Revue" herrschen merkwürdig intime Beziehungen. Di- Geflissentlichkeit, womit der „Neue" schon seit geraumer Zeit seine Waffen nach recht» und links aus dem Arsenal der„Revue" schöpft, sind auch in weiteren Kreisen aufgefallen. DaS Fabrikantenblatt„Concordia" zeigt ebenfalls seit einiger Zeit eine auffallende Zärtlichkeit gegen den „Neuen". Nicht daß zwischen den beiden irgend eine nähere Ver- bindung bestünde, das Seite an Seite kämpfen gegen den„Volks- staat" erklärt sich aus einem andern Grunde. Mag der„Neue" noch so sehr gegen das Kapital wüthen; im Grunde seines Her- zens sucht er die Lösung der sozialen Frage auf Lassallc'schem Wege durch die preußische Regierung. Dafür spricht weit mehr wie seine politisch zahme und lahme Haltung der Inhalt der Unterhaltungsschrift der sogenannten„Sozial-politischen Blätter", ein wahres Sudelblatt, die;. B. in ihrer Nr. 1 dieser Ansicht direftesten Ausdruck gaben. Auch daß der„Neue" zur Kritik des preußischen Militärsystems nichts bessere« zu thun weiß, als ein Sechstel seiner gestrigen Nummer mit einem Artikel des conser- vativen Herrn v. Wickede in der„Augsburger Allg. Zeitung" zu füllen, ist neben Anderem bezeichnend. Das Fabrikantenblatt weiß nun, daß alles Schimpfen auf die Bourgeoisie sehr harmlo» ist, so lange der preußische Staat mit den unter feinem Com- mando stehenden ein und eine halbe Millionen Bajonetten fest steht, folglich ist der, der eigentlich gefährliche Gegner, welcher neben dem Gesellschaftssystem auch das Staatssystem, namentlich Preußen als den leitenden Staat rücksichtslos angreift. Das ist der„Volksstaat" und die durch ihn repräsentirte sozialdemokratische Arbeiterpartei. Faßt man diesen Standpunkt ins Auge, dann weiß man auch, was es zu bedeuten hat, daß in Berlin, in Köln, in Breslau, Spandau u. f. w. unsere Parteigenossen einen schwe- ren Kamps um Lokale für Versammlungen führen, weil die Polizei den Wirthen mit Drohungen auf den Leib rückt, während der Allgemeine deutsche Arbeiterverein überall von gleicher Drang- alirung unbehelligt geblieben ist. Hier hat die Polizei endlich den Kampf aufgeben müssen, weil sie an der Zähigkeit unserer Genossen scheiterte. Die Acußerungen Kapell's vor einiger Zeit in Laugenbielau gegen Parteizenosse Kühn, daß der Kamps gegen die Militärgewalt — die doch dqS Produktionssystem schützt und stützt— neben- "ächlich sei, dagegen der Kampf gegen die Kapitalmacht Haupt- ache, ist auch so eine Aeußerung, die neben>so vieles andere Verdächtige gehalten, dem Dümmsten zeigen muß, wez Geistes Kinder der„Neue" und seine Leiter sind und wessen Werkzeug der Allgemeine deutsche Arbeitervein eigentlich ist. Aertin. Sonntag den 5. Oktober fand hier eine öffentliche Tabak- und Cigarren-Arbeiter-Versammlung statt. Es handelte sich um die Unterstützung der strikenden holländischen Tabak-Arbciter und hielt darüber Herr Cohn aus London, Präsident der vereinig- ten englischen Tabakarbeiter, einen längeren gediegenen Vortrag. Indem er zunächst darauf hinwies, daß der holländische Strike mittelbar daraus entstanden sei, daß die Tabakherren ihren Ar- beitern verboten, sich an der Tabak- und Cigarren-Arbeiter-Ge- werkschaft zn betheiligen, sprach er über den Nutzen der Gewerk- chaften für die Arbeiter im Allgemeinen. Er führte England, da« Land der gewerkschaftlichen Vereine, als Beispiel an, und zeigte, in wie kurzer Zeit die Lage der Arbeiter sich dort durch die Gewerk- chaften bedeutend gehoben, wie dort viele Branchen sich nicht allein höhere Löhne, fondern auch die 9stündige Arbeitszeit erkämpft hätten, wie aber nun nach diesen Resultaten den dortigen Arbei- tern die Erkenntniß gekommen sei, daß durch jdie gewerkschaftliche Bewegung allein keine dauernde Hülfe geschaffen werde, und daß 'ie deshalb sich jetzt auch an der politischen Bewegung betheilige« wollten. So hätten die englischen Gewerkschaften, um sich an den demnächst stattfindenden Parlamentswahlen zu betheiligen, schon einen WahlfondS von 200 Pfund aufgebracht. Er betonte dann die Jnternationalität und Solidarität der Arbeiter-Jnteressen und ;orderte fchließlich die deutschen Arbeiter aus, ebenso wie die eng- tischen den kämpfenden Brüdern in Holland beizustehen.— Stach- dem Herr Cohn seinen Vortrag unter vielem Beifall beendet hatte, kamen zwei Jünger Hasselmanns zum Wort, die ihre auch-inter- nationale Gesinnung durch nichts besser bethätigen zu können glaub- ten, als daß sie wacker aus die englischen Arbeiter loszogen und zwar, wie sich aus ihrer Reden dunklem Sinn ergab, weil sich die Engländer nicht zum LassalleanismuS bekennen. Herr Fritzsche ser- tigte seine Parteigenossen gründlich ab. Fortwährend, sagte er, ührtcn sie den Nanlen Lassalle im Munde, während sie seine Idee der Brüderlichkeit der Arbeiter besudelten. Wie könnten sie eS wagen, die englischen Arbeiter ihrer gefüllten Gewerkschaft»- kasscn wegen anzugreifen, wo sie eben hörten, daß eine einzige Ge- werkschaft zur Unterstützung der Holländer 15,000 Thaler gegeben hätte, und es so erst möglich gemacht habe, daß dieselben zum Klassenbewußtsein gebracht würden. Auf diese mit rauschendem Beifall ausgenommene �Erklärung wurde der Wunsch ausgesprochen, daß auch der deutsche Tabak-Arbeiter-Verein die Unterstützung der trikenden Holländer in die Hand nehmen möge. Marburg, 3. Oktbr. ES begeht Mancher unter unS noch viele Fehler, und auf einen der wesentlichsten möchte ich hier auf- merksam machen. So Viele, die in einer größern Stadt arbeiten, besuchen dort einige Versammlungen, lassen sich auch in die Par- teilisten einzeichnen und scheinen überhaupt eifrige Parteigenossen u sein. Das ist aber doch nur Schein. So kenne ich z. B. ver- chiedene hiesige Arbeiter, die früher in Sachsen gearbeitet haben und die dort Mitglieder der Partei waren. Spricht man mit ihnen, so hört man über die Arbeiterbewegung auch sehr richtige Urtheile, und doch lassen sie Alle» gehen, wie eS eben gehen mag. Dies ist entweder eine nicht zu verzeihende Lauheit oder eme er- 'st.. bärmliche Feigheit.,.„.,„. Man bedenke doch, wie man den Parteigenossen in den tietnem Städten dadurch schadet; soll diese Handlungsweise vielleicht andere noch indifferente Arbeiter ermuthigen, in die Partei einzutreten, wenn jene vielleicht denken:„wenn du in die Versammlungen gehst, kann es sein, du wirst entlassen"? Nein! Je mehr Parteigenosse» an einem Orte, desto weniger Maßregelungen. Deshalb, Partei- genossen, die Ihr Eure Arbeit verlaßt oder verlassen müßt und dadurch zur Abreise gezwungen seid, tretet überall für die Partei ein. Entweder es existirt in der Stadt, in welcher Ihr wieder Arbeit bekommt, eine Mitgliedschaft, und dann tretet unverzüg lich in dieselbe ein; oder es existirt daselbst keine Mitgliedschaft, und Ihr thut dann weiter nichts als Eure Schuldigkeit, wenn Ihr Gleichzestrinte um Euch zu sammeln sucht, um gelegentlich mit der Gründung einer Mitgliedschaft vorzugehen. Mögen diese wenigen Worte dazu beitragen, oben genanntem Fehler abzuhelfen. Mit Gruß: W. H. Schneider, Vertrauensmann. Soest, 6. Okt. Am 2ö. September wurde hier eine große Volksversammlung abgehalten mit der Tagesordnung:„Der Be- griff des Privateigenthums und die Bewegung der Neuzeit." Es referirte Herr Scheil aus Bielefeld. Herr Scheil zeigte in überzeu- Sud er Weise, wie den Uebeln der heutigen Zustände abzuhelfen l. Die Uebel wurzelten nicht in der religiösen Frage, sondern in den ökonomischen Verhältnissen und es sei keine Uebertreibung, wenn man das Eigenthum, das, von der Gesammtheit geschaffen, sich nur in wenigen Händen anhäufe, als Diebstahl bezeichne. Die Krisen und der ganze Börsenschwindel seien das Produkt des pri- vatrechtlichen Erwerbes. Von gegnerischer Seite wolle man uns glauben machen, das deutsche Kaiserreich sei das Endziel unserer nationalen Bestrebungeu; es sei dies aber nur daS Endziel des Bür- gerthums, das seit 1848 ein Bolksrecht nach dem andern seinem spezifischen Klaffeninteresse geopfert habe. Dem liberalen Bürger- thum sei die Staatsverfassung die genehmste, die ihm die Aus- beutung der Arbeiterklasse garantirt, und diese Garantie leiste jetzt daS deutsche Kaiserreich. Das Schweigen des Reichstags dem Aus- spruch Bismarcks gegenüber:„Ich verbitte mir, im Reichstage von Volksrechten zu sprechen, das sind Reminiszenzen aus alten Zeiten" sei erklärlich, da dieser Reichstag überhaupt nicht das Volk ver- trete, also auch niemals die Volksrechte wahren werde. Oekono- mische Ausbeutung im Bunde mit der Säbelherrschaft das sei die Signatur unsrer Zeit. Im zweiten Theil seines Vortrags erläu- terte Scheil die Hauptpunkte unseres Programms unter allgemeinem Beifall der zahlreich besuchten Volksversammlung, unter der sich die meisten der hiesigen Stadtverordneten befanden, von denen kein einziger, trotz wiederholter Aufforderung, den Ausführungen ScheilS, entgegentrat. Mit dieser ersten Volksversammlung haben wir die Bahn zur weiteren Agitation gebrochen und nach dem er- zielten Resultat sind wir zu den besten Hoffnungen berechtigt. Mit sozial-demokratischem Gruß W. Feld. ZZarmen, 5. Okt. Daß die„Deutsche Einheit" den Wohl- stand fördert, geht aus Folgendem— ich glaube sehr klar her- vor. Es war heute Abend(Sonntag) nach 10 Uhr, als ich gerade im Begriff war, nach Hause zu gehen, da komme ich an einem Trupp Leute vorüber, welche eifrig hin und her discutirten. Neu- gierig, wie ich immer bin, trete ich herzu und sehe zu meinem Er- staunen eine ärmlich gekleidete Frau mit 4 Kindern an der Straßenecke kauern. Was war geschehen? Die Familie, weil sie, wie gesagt wurde, den Zins nicht zahlen konnte, war ganz einfach von dem humanen Herrn HauSwirth auf die Straße geworfen worden. Zwei Herren, welche diese Familie näher kannten, gaben derselben� das Zeugniß der Rechtschaffenheit und Arbeit samkeit und veranstalteten zugleich eine kleine Collecte unter den Anwesenden. Mittlerweile waren ein Paar Diener der„Gerechtig- keit" hinzugekommen, welche qu. Familie in Empfang nehmen und hinwegtranSportirtcn— wohin, daS weiß ich nicht. Unter der Menge wurden Stimmen laut, daß man wohl ein Rathhaus bauen könne, aber für die Armuth wäre kein Haus zu beschaffen. Ja, mit beregtem Rathhausbau ist'S auch eine ganz kuriose Geschichte. Man will da ohne Weiteres ein Haus herstellen für 95,000 Thlr. nnd beginnt die Vorarbeiten, ohne den Bürgern Barmens den Plan mitzutheilen. Durch diesen Bau nun wird der Stadt Bar- men einer der schönsten resp. größten Plätze entzogen, an welchen unsere Stadt schon so wie so arm genug ist und die derselben doch so nothwendig zur Erhaltung reiner Lust bedarf. Etwa 100 Bürger, welche sich mit diesem Projekt nicht befteunden konnten, beriefen eine Volksversammlung ein, um dieser eine Petition vor- zulegen, welche der königlichen Regierung in Düsseldorf übermittelt werden soll. Die Allgemeinen Deuffchen, welche sich das Bureau der Versammlung eroberten, zogen in schönster Eintracht mit den Veranstaltern der Versammlung über die Stadtverordneten her, e« dachte aber keiner daran, den nutzlosen Bau, welcher so tief in die Taschen der Einwohner hineingreift, ganz zu verbieten. Ich glaube, das ganze Petitioniren und Räsonniren in der„Barmer Zeitung" wird gar keinen Erfolg haben, höchstens, daß man den Plan endlich den Bürgern zur Einsicht vorlegt und— damit punktum.— Zum Schluß noch ein paar Worte an die hiesigen Parteigenossen. Findet man es denn nicht bald an der Zeit, end- .............,.______ w_ im Ha» burger Tunnel.!— T.-O.: Das allgemeine gleiche und direkte Wahlrech Referent: Kleinicke. einigung zu denken? Sendet unS daher Adressen, wir werden(AltlNNikstN Sozialdemokrat. Arbeiterpartei. Euch hilfreich zur Seite stehen, wenn Ihr gesonnen sein solltet, zur Montag, � den 13. d. M., Aoends 8 Uhr, i Hebung Eurer Klassenlage etwas zu unternehmen. Den Gießener Bäckerverein ersuchen wir um nähere Angabe seiner Adresse. Schreitet fort auf dem einmal betretenen Wege, brave Collegen in Gießen, trachtet darnach, mehr und mehr Mitarbeiter heranzuziehen, damit wir uns als Streiter den übrigen Arbeitern zur Seite stellen können. Gedenket des Sprichwortes: Einigkeit macht stark! I. A. HuyberS, 1, SektzMr, Rubroekstraat 18. Die Freunde der Arbeitersache sind hiermit ersucht, überall, wo sich Gelegenheit bietet, die Bäckergesellen auf obige Zeilen auf- merksam zu machen. Berichtigung. In der polit. Uebersicht von 95 muß e« im ersten Absatz der 2. Seite heißen: indem sie die Interessen der verschiedenen Völker und Klassen in feindlichen Gegensatz bringen(die Worte„und Klassen" sind ausgelassen)._ lich einmal zusammenzutreten um eine Parteimitgliedschaft zu kon- stituiren? Will man denn ewig zuwarten? Ich meine, erf erst orga nisirt und dann agitirt. Mit sozial-demokratischem Gruß Rud. Böhme. Hlürnöerg, 5. Oktbr. Gestern begann hier der„GewerffchaftS Kongreß der Holzarbeiter", wozu Delegirte aus Augsburg, Altona, Dresden, Breslau, Braunschweig, Wolfenbüttel, Köln, Berlin, Erfurt, Weimar, Gablenz, Fürth, Gotha, Sömmerda, Gießen, LandShut, Hamburg, Hannover, Leipzig, Schweinau, Mainz, Mün- chen und Stade eingetroffen waren. Nachdem gestern Abend die Delegirten sich mit innern Angelegenheiten beschäftigt hatten, fand heute Vormittag eine öffentliche Versammlung statt. Der erste Redner, Herr Zierfaß aus Mainz, sprach über die hohe Bedeutung der Gewerkschaften. Herr Uorck auS Hamburg referirte über den „zehnstündigen Normalarbeitstag". Der Redner erwähnte, daß bis jetzt nur in den größern Städten Deutschlands der zehnstündige Normalarbeitstag eingeführt sei. In Amerika sei in den Staats- Werkstätten die achtstündige Arbeitszeit eingeführt, in England und Frankreich sei die zehnstündige Arbeitszeit gesetzlich sanktionirt. Es müsse daher in Deutschland auch durch gesetzliche Bestimmungen der Normalarbeitstag sanktionirt werden, und wenn vorerst auch nur die zehnstündige Arbeitszeit zu erstreben sei, so müsse in spä- terer Zeit dieselbe auf neun bis acht Stunden zurückgeschoben werden. Arnold(Berlin) spricht speziell gegen die Akkordarbeit. Mehrere Redner, die hierauf das Wort ergriffen, betonten die Nothwendigkcit der Arbeitervertretung im Reichstage. Mera«. Die hiesigen Schuhmachergehilfen haben am 1. Okt. die Arbeit eingestellt; wir bitten allen Zuzug fern zu halten. Die Arbeiterblätter werden ersucht, obige Zeilen aufzunehmen. Rotterdam, 5. Oktober. Der in verschiedenen Blättern er- lassene Auftuf an die Bäckerzesellen Deutschlands ist nur von Berlin und Gießen berücksichtigt worden. Das ist ein überaus schlechte» Resultat. Wir bedanern sehr, daß uns zur Besserung unseres Looses so�wenig Mithilfe zu Theil wird. Oder sind wir so gut gestellt, daß nichts zu wünschen übrig bleibt? Wir glauben nein. Bei schwerer und langer Arbeit eine schlechte Kost und ge- ringen Lohn, ist daS nicht Grund genug, ernstlich an eine Ver- Briefkasten der Redaktion. K. in Kassel: Die 30 Exempl.„Volksstaat" sind abgegangen;„unser Braun" wird Ihnen in den nächsten Taaen brieflich erscheinen. F. B. in Sonneberg: Der bewußte Aufruf ist in Nr. 93 des „Volksstaat" schon behanb!t worden. W. N. in Lößritz: Wir werden für Loßnitz so viel thun, ars uns nur möglich.st. Wenn die„Erzgebir- zische Zeitung" ein Winkelblatt, Schimpfereien gegen die Sozialdemokratie aus andern Blättern abdruckt, so ereisern Sie sich darüber nicht. Die'e Art Presse ist ja darauf angewiesen. Wir wußten nicht, daß Sie eine Entgegnung haben wollten, sonst hätten wir eine solche gebracht. Jetzt ist's zu spät. der Expedition. I. Klln, WandSbcck: Die beiden Ann. kosten 8 Gr W. Leins, Eßlingen: Von Feuerbachs Werken empfehlen wir Ihnen 1) Wesen des Ehristentbums; 2) Gott, Freiheit und Unsterblichkeit und 3) Das Wesen der Religion. Bracke, Braunschweig: DaS Fremdwörter- buch ist noch nicht fertig;„Ist der Sozialismus kulturfeindlich?" ist längst vergriffen. E. Kühnel, Braunschweig: Ihren Bedarf an Kalen- dern wollen Sie fteundlich bei Bracke oder Müller dort entnehmen. C. Brause, Gröbers bei Halle: Wir bitten um genaue Angabe Ihrer Adresse, indem die bestellten, unter Postoorschuß an Sie abgegangenen Schriften retour kamen. I. F., Aussig: Ab. 4. Qu. 1 Thlr. 19. Adm Del. List., Prag: Ab. 4. Qu. 2 Thlr. 8. F. N, hier: Schrftn 20 Gr. Fr. Hh. Lindenau: Schrftn 6 Gr. I. Mllr, hier: Ab. 3. Qu. 50� Thlr. Strz, Sondershausen: Schrftn 22 Gr. 5. I. M. hier: Ann. 8 Gr. O. Mgnr, Apolda: Ab. 3. Qu. 5 Thlr. F. Mhl, Dresden: Schrftn 15 Gr. Hrrm, hier: Schrftn 5 Gr. W. F. hier: Schrftn 20 Gr. Allg. Schneiderverein, hier: Ann. 16 Gr. Brtr, hier: Ab. 4. Qu. 1 Thlr 7. 5. N. Mrc, Pancsowa: Ab. 6 Gr. Zinsen pr. Anthlsch. Gßl, hier: Ab. 4. Qu. 10 Gr. Js. Schgr, Wien: Ab. 4. Qu. 2 Thlr. A. Fld. Reichenberg: Ab. 4. Qu. 1 Thlr. K. Lrr. St. Tamaz: Ab. 1 Thlr. 4. A. Lm, Chemnitz: Schrftn 6 Gr. Hsslg, hier: Ab. 3. Qu. 16 Gr. (SirtßfnWft Unterzeichneter empfiehlt allen hiesigen Part« genossen feine hier eröffnete Cigarren- und Tabakhaudlung, verbunden mit einer Barbier- und Haarschueidestube.� Auch liegt der„Volksstaat" aus." W. Fischer, Bischowstraße Nr. 2. Philipp in Hilberstadt wird hierdurch an sein gegebenes Versprechen erinnert. Expedition de« .Volksstaat" Berlin Allgemeiner pöttcher-(Küxer-) Verein. Dienstag, den 14. Oktober, Abends 8 Uhr: Versammung im Heise'schen Lokal, Landsbergerstr. 15.— Tagesordnung: 1) Bortrag deS Hrn. Heins ch; 2) Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht der Bevollmächtigte. Berli« Sozial- demokratische Arbeiterpartei. Zletirksversammlungen. Montag, den 13. Oktober, Abends 8 Uhr, vlldwitz Local, Admiralstraße II, Eingang vom Hof: Der Newyorker„Krach", das Haus Quistorp, Vortrag des Herrn Bernstein. Verschiedenes. Dienstag, den 14. Oktober, Abends 8 Uhr, bei Macke, Augnststraße 80, „Ucber Verbrechen." Vortrag de« Herrn Giffey. Die dritte Versammlung im Weberviertel fällt diesmal, der Lokal- frage wegen, aus. Es wird um zahlreiche Betheiliguna und rege Agi> tation für Zuführung von Gästen gebeten. DaS Agitations-Comitö. Jeden Sonntag gemüthliche Zusammenkunft bei Kohlreck, Alexander. straße 31._ vraunschwcig Die Versammlungen finden jeden Mittwoch Abend regelmäßig bei Schellbach, alte Knochenhauerstraße 13 statt. Der Bevollmächtigte: sS.s C. H. Müller, Scharrn straße 22, II Berichtigung. Dresden In dem Auftufe des Allgemeinen Böttcher.(Küper-). Vereins, Dresden, Nr. 95 des„Volksstaat", muß es statt„Allgemeiner Deutscher" ic. heißen: „Allgemeiner Böttcher-(Küper-) Verein"; dann in der Adresse, statt Rvsenweg 36, Rosenixeg 66, 4. Etage. Sozialdemokratische Arbeiterpartei. Sonntag, den 19. Oktober, Nachmittags 4 Uhr: Stiftungsfest, verbunden mit Ball, im Großen Saale de« Ballhoss, und laden wir hierzu Freunde und Parteigenossen allerorts freundlich ein.______ Da« Eomile(2a*) Peipjig Internationale MetallarbeitergewerkSgenosscnschast. Sonnabend, den 8. November l. I, findet da« erste Stiftungsfest im Saale de« Pantheon hier statt, bestehend au« Concert, Festrede und Ball. Anfang Abends 8 Uhr.— Evtree für Herren 21 3 Ngr., für Damen l1/» Ngr. Es ladet hierzu alle Gewerkschaften, Arbeitervereine und alle Freunde und Gönner der Arbeiter von hier und auswärt« freundlichst ein. Das Festcomits. NB. Festprogramm« sind von Montag, den 20. d. Ml«., an in der Restauration de« Herrn Arnhold, Reudnitzerstr. 10, wie Abend« an der Kasse zu haben.____(*) Allgemeiner Deutscher Schneiderverein. Dienstag, den 14. Oktober, �Abends 8 Uhr, Versammlung im Vereinslokale, Gewandgäßchen Nr. 4, 1 Treppe. Tagesordnung: Bericht der Revisoren und Berathung über das pro vi,'wische Statut des Krankenkassen tundc«. Das Erscheinen Aller ist nothwendig.. Der Bevollm. ftnihlirt Töpfergewerkschaft. Vvly�l}} Freitag, den 17. Ottober, Abend« 8 Uhr, bei Schäfer, früher Götz, Nikolaistr. Nr. 51. T.-O.: Wahl de« Vorstande« und Gründung einer allgemeinen Krankenkasse. Da« Erscheinen aller Mitglieder ist nothwendig. Der Bevollm. Für einen Stellmacher _ bietet sich eine günstige Gelegenheit, auf leichte Weise innerhalb" sicherer Kundschaft sofort etabliren zu können. Nähere« bei Herrn Kratzsch, Peterskirchhos Nr. 5. Lcipjig Internationale Gewerkickaft der Maunr und Zimmerer Haupt- Mitgliederversammlung, Dienstag, den 14. Oktober, Abend« halb 8 Uhr, bei Zeidler, Wind- mühlenstraße Nr. 7. Tagesordnung: Abrechnung de« Gewerkschaftskasfirers, Neuwahl de« Vorstandes.— Da« Erscheinen sämmilicher Mitglieder ist unbedingt nöthig._ Der Bevollmächtigte. Soeben ist erschienen: Protokoll des fünfte« Kongresses der sozialdemoft Arbeiterpartei, abgehalten zu Eisenach am 23., 24., 25., 26. u. 27. August 187k Preis pro Exempl. 3 Ngr.— 10> 2 fr. südd.— 15 kr. österr. W. NB. Die Vertrauensmänner der Partei wollen den Bedarf für ihreO« bei dem Parteiausschuß in Hamburg(Th. Aorck, erste Vorsetzen 13, Ho b?stellen, da der Versandt für die Parteimitgliedschaften nur von doi erfolgt.__ Die Buchhandlung des„Volksstaat".(4o Quittung. Durch Feldbauer in Zwickau 3 Thlr. 5 Gr., von Meeraner Genossl und durch Thümmler in Chemnitz 1 Thlr. 5 Gr., erhalten zu habe bescheinigt mit Tank Joh. Most. Zur Nachricht. Die Bestellungen auf Mast'sche Liederbücher können erst in d: Wochen effekmirt werden, da solche total vergriffen und eine neue Alt läge sich noch im Druck befindet. Die Buchhandlung d.„V." Parteigenosse Most wird ersucht, wegen wichtiger Mittheilung, fei» Adresse umgehend an Unterzeichneten gelangen zu lassen. _ PH. Müller, Mainz, Welfchnonncngasse 4 Mitte dieses Monats erscheint im Vertage der Bnchhand lung des„Volksstaat": Der Dolksstaat-Kalender für 1874. Inhalt: Kalendarium. Biographischer Kalender. Tie Schlach um den Birtenbaum. Eine Parabel von St. Simon. Rolf Französische Arbeiter. Robert Owe», ein Charakterbild. D» Pauker von Niklashausen; historische Erzählung von Robeä Schwcichel. u. s. w. u. s. lv. Preis pro Stück ohne Stempel 3 Ngr.' 5 Psg., Preis prk Stück mit Stempel 4 Ngr. Bei Abnahme von 12 Stück ul� darüber ä, 3 Ngr. 9V An uns unbekannte Besteller wird nur nach vorherizl Einsendung des Betrages in baar oder Reichöbriefmarken od« gegen Postvorschuß versandt. 5 Dd fiel bei de ist ; So tti th« >rr h h so die Volksstaat-Kalender für 1873 sind noch einige 20 Exemplare zu haben. Preis ä 3 Ngr. NB. Dieselben sind mit preuß. Stempel versehen. __ Die Buchhandlung des„Volksstaat". 10. 2. 6. 7.. 22. S' 10.- —. 7. b s-ii da Ist ifti «h ch« «nl —. 12. 5.) 2- I 2.* 2. b- Bon der Expedition de»„Volksstaat" ist zu beziehen: Alcott, Die junge Mutter oder die Behandlung der Kinder und ihre Erziehung......... Thlr.—. 20. -- Die physische Lebens kunst, prattische Anweisungen zur Verhütung von Krankheiten......... Bebel, 21., Unsere Ziele. 3. Auflage..... Thlr. Becker, 33., Der alte und neue Jesuitismus..... — Briefe deutscher Bettelpatriotcn. In 5 Lief, ä.. — Reaktion in Deutschland gegen die Revolution v. 1848 — Mißbrauch der Nationalitätenlehre. �..... Bracke, W., Der Laffalle'sche Borschlag. Ein Wort an den 4. Eongreß der sozial- demokratischen Arbeiterpartei. Der Brannschweiger Ausschuß der sozial-demokraiischen Ar- beirerpartei in Lotzen nnd vor Gericht 1871... per Bürgerkrieg in Zrankreich. Adresse des Generalraths der Internationalen Arbeiterassoziation.... Der Zeitgeist............... Die dritte Niederlage des französischen Proletariats...-—- piehgen, Religion der Sozial-Demokatie, 1. 2. 3...—. 1. -- National-Oekönomisches.........—.—. o- — Die bürgerliche Gesellschaft.......... 1. — Das Wesen der menschlichen Kopfarbeit....—.15. Engel«, F., Der deutsche Bauerntticg.......—.6.-" — Zur Wohnungsfrage. 1. Heft: Wie Proudhon die Wohnungsfrage löst.. 2.„ Wie die Bourgeoisie die Wohnungsfrage löst. 3.„ Nachtrag über Proudhon u. die Wohnungsfrage Erinnerung an die letzten Maitage 1871(Gedicht)... Herr Vöhmert, Professor der Nationalökonomie in Zürich, und seine Fälschungen der Wissenschaft, begangen in seinem Buche:„Der Sozialismus und die Arbeiter- frage"............... Hirsch, C., Normalarbeitstag.......... - Die angeblichen sozialen Theorien und die wirklichen Bestrebungen des Herrn Bakunin...... Jacoby. L., Es werde Licht(Poesien)....... Kant, Bon der Macht de« GemütheS.......—. 12. Kapital nnd Arbeit..............—.—. � Krasser, Dr. F., Anti-Syllabu«(Gedicht)...... —— Ceternin cenaeo(Gedicht)........—.—.' Lassalle, F., Arbeiterfrage, Leipziger Rede........ 1."■ — lieber Berfaffungswesen.........—. 2. — An die Arbeiter Berlin»—.2.-7 — Offene« Antwortschreiben.........—. 1-?' — Macht und Recht �...........—.—•, —— Hochverrathsproceß...........—. 2. � -- Fichte'« politische« Bermächtniß.......—. 2. --„ Philosophie........... o —— Arbeiterlesebuch............—* 6, - Arbeiterprogramm....■■.■•■•—. 2.? ihn de, SS %r toii >at Eil »u Tj Äa Üia °bl Te 8«t hoj •le nn -• 1- f" 1- t "• i l te« die »ii "'s «(c [41 steh «t 2. 5. Se» Idit »tti "he Zur allgemeinen Kenntniß bringen wir, daß Inserate für die nächste Nummer nur bestimm� «t "«l »»f «iig js) 'cht L Aufnahme finden, wenn daS betr. Manuscript einen Tag Vorsts _____ x Qfcj also Montag, Mittwoch oder Zsreitag mit der letzte iß mittagSpost(11 Uhr) in unseren Händen ist. Lcipftg Berkehrslokal und ArbeitS-Nachweis für Sattler und Berufsgenoffen Friedrichsstraße 5, bei Halliger.(4dw) Inserate bitten wir an uns zu adressiren. Die Erpedition des„Volksstaat". fini '«s Leipzig: Verantw. Redakteur: Ca« per.(Redaktion und Expeditiov' Zeitzeryr. 44.) Druck und Verlag der GenossenschaflSbuchdruckerei.