- Ja» lrech arte» oft 87; W. Oel H«l do» 4j iof[l ?ab< »st • aut ta/Hflif. i witrea efis anb vuch- fMWaaj«»rt 3n. mU tUtlonbef a» DÄ-l'Sspttziti««»» fix»ii .•Attaigitv Staat«: ' S. ÜSatgi, A« 1#1 Kobokaa, N J. E. 9L Slantbtti, > S. Kaekst«tr. oan. "tnUm*. m. SWwsmiiitffirH«; ff w ffrnißnl w«l. Stempel. ßeaerIISßr., fix kte kdrigra »«ffchia Staaten 16 Cgi. m Quartal. planati» Ap»n« t menta ■Nfben Wt allen Deutschen »»ßanßalten auf Pen». n. 1 Monat n. aus den I. Mo« Mt Peso« per« angenommen, p» Ägt. Sachsen n. Hr,gtp. Snchs.-Mtenturß on4 an» bon 1. Monat h k'., S�a a.at,fo•.««»«■ OrgandersozialdemokratischenArbeUerparteiunddermternationalenGewerksgenossenschasten. Nr. 98. Mittwoch, 15. HKtoöer- 1873. dv A« seit L and (ad tot D« jbrf :: rigt od« l". nt« >cr, ot" Die Grundzüge der Gesellschastßwiffeuschajt, »der physische, geschlechtliche und natürliche Religion. Eine Dar sttllung der wahren Ursachen und der Heilung der drei Grundübel der Gesellschaft: Der Armuth, der Prostitution und der Ehelosigkeit, von einem Doktor der Medicin.(Berlin, Elwiu Staude. Preis 26 Sgr.). Dies ist der Titel eines in London erschienenen Buches, von dem uns eine deutsche Ucbersetzung nach der 9. Auflage des Ori- flinalS vorliegt. Ter anonyme Beifasier hat mit viel Liebe und Ausdauer uach den Quellen unseres bestehenden sozialen Elends geforscht, das er seinem ganzen Umfange nach erkennt und zugibt, hat über die Biöglichseit der Heilung deflelben, wie er sagt, lange 3ahre nachgedacht und glaubt nun die Mittet gesunden zu haben, wittelst welcher sich die Gesellschaft in bessere, in menschliche Verhältnisse zu versetzen im Stande ist. Dies das Thema, welches das Buch behandelt. Der Verfasser iheilt das Werk in 4 Theile, die wir nachfolgend kurz besprechen Zollen, mit der Absicht, die interessante und billige Schrift in der «rbeiterwelt bekannt zu machen. Ter erste Theil:„Physische(natürliche) Religion", ist eine �ltt Einleitung, eine philosophische Abhandlung über das gesell- Ichastlichc Leben der Menschen, wie e» ist und wie eS sein sollte, so ziemlich in sozialdemokratischem Sinne. Der wichtigste Aussatz dieses Theiles bebandelt die Gesundheit der Städte, dann die Funktionen des Arztes. Der zweite Thell:„Die geschlechtliche Religion", ist in niner vordern Hälfte vorzugsweise medicinisch-pathologischen*) In- Halts; er bespricht die verschiedenen Geschleätskranlheiten mit deren Ursachen und Heilung, und eS kann dieser Theil jedensallö mit großem Nutzen gelesen werden. Den Schluß desselben bilden drei «hr interessante Aussätze über die„Prostitution"*�), das„Malthus- Iche Bevölkerungsgesetz" und„die Armuth, ihre einzige Ursache und ihre einzige Heilung". Dieser letztere Aussatz ist der wichtigste, wie der Verfasser selbst 'hn nennt, der Eckstein deS ganzen Buches. Er geht hier von der Voraussetzung auS, daß" das MalthvS'sche Bevölkerungsgesetz, also die Thatsache, wie er eS nennt, daß die Bevölkerungszunahme der Menschen in geometrischer Progression wie die Zahlen 1, 2, S, 8, 16 sorlschrcüet, während seine Subsistenzmitlel, also die Produkte des Ackerbaues rc.:c. nur in arithmetischen Verhältnissen, wie die Zahlen 1, 2, 3, 4, 5 sich vermehren, ter alleinige Regu- >ator de» gesellschaftlichen Beziehungen und somit auch des sozialen Elends sei. Wir wollen später sehen, ob sich dieses so verhält. Der dritte Theil:„Natürliche Religion", ist gebildet aus dar zwei Aufsätzen, wovon der eine, der den schon angeführten �itel führt, die bestehenden Religionen als mit den Gesetzen der dtatur unvereinbar nachweist und den Menschen eine Umkehr zur �iaiur empfiehlt, und der andere mit„Würde, Freiheit und Uli- ahhängigkcit" oder„leben und leben lassen" überschrieben ist. Ter H«rsasser entwickelt hier die radikalsten Ansichten über diese Tu- Senden und den Nutzen, den dieselben brächten, aber freilich er hasst deren Einführung, wie schon der charakteristische Beisatz .itben uid leben lassen" erkennen läßt, zumeist von der Einsicht dem guten Willen der gebildeten d. h. besitzenden Klassen. Im Uebrigen kön: ten wir mit den Teductionen(Ausführungen) "s Verfassers zuftieden sein. Er leitet hier die Hindernisse, Nche der allgemeinen Würde, Freiheit und Uuabhängigke>t deS �enscheneesedlcchtS entgegenstehen, von folgenden vier Hauptsachen ab: 1) Mangel an Nahrung und Muße für die arbeitenden lassen. 2) Mangel an Liebe, worunter er die Verhinderung der Ge- ltlechtSgenüsse, beziehungsweise deren Erschwerung unter den bc- aphenden Gesellschasiselnrichtungen versteht und welchen Mangel � soaar als den empfindlichsten» besonders für daS weibliche Ge- Wccht, betrachtet, da eine Unzahl von Krankheiten, Einiedrigun- |W, Temmhigungen und Unwllrdigkeiten durch ihn hervorgerufen »dird. 3) Die Tyrannei deS religiösen Glanbens, und 4) Die politische Tyrannei. Um des Vcrsassers Ansichten in Betreff deS ersten Punktes "?>>» zu präcisiren, ist eS nöthig, hier ein paar seiner Sätze �tderzugeben. CS heißt Pag. 418:„Wenn wir die Lage der arbeitenden �lassen bettachten, so werden wir finden, daß es nur Wenige ""Ur ihnen gibt, von denen sich sagen läßt, daß sie viel Freiheit ""b Unabhängigkeit genießen. Bei der gegenwärtig bestehenden Miosen Concurrenz sind alle ihre Kräfte an den Erwerb des Michen BrodeS gefesselt, und hängen sie von jedem geringsten picheln oder Zürnen des Glücke« ab. Die Furcht vor Mangel chwebt immer über ihnen und selbst ihre größesten Anstrengungen !"chtn oft nickt hin, sie vor dem Veisinten in Arumth oder Ver» �«chen zu blwahien. Die können nicht ftei heißen, welche vom �rgen bis Abend sich mit etner Arbeit abquälen müssen, wogegen ?ch ihre ermatteten Glieder empören und die ttotzdcm am Ende Mb verhungern. Es kommt wenig darauf an, ob da« Sckicksal iiM ein Tyrann die Ausgabe stellt— der Zustand der Sklaverei «1! fast derselbe. Die können kein hinreichendes Gefühl von der �ütde des Menschen haben, die so vielen Mühsalen unterworfen und zu so manchen kläglichen AuSkunstsmitteln gezwungen uMn und überdies den Launen eines Herrn ausgesetzt sind, von Gunst sie abhängen. Die arbeitenden Klassen sind im ,*) Pathologie: Krankheitslehre. 1 Eigentlich: Entehrung; hier: da« weibliche Lumpenproletariat. Großen und Ganzen abhängig von den reicheren Klassen, denn die Schwierigkeit, einen Lebensunterhalt zu erringen, ist so groß, daß eS Verderbe» bringt, einen Arbeitgeber zu beleidigen. Daher die auffallende Unlerwüifigkeit der ärmern Klassen gegen die rei- chern; eine Unterwürfigkeit, die unverträglich ist mit der gleich- mäßigen gegenseitigen Achtung, welche zwischen allen Menschen herrschen sollte. Alle haben eine gleiche natürliche Würde und einen gleiche» Anspruch auf Achtung, waö auch ihre Beschäftigun- gen sein mögen, und eS ist verderblich, daß diese Achtung nur gewissen Klassen gezollt wird; denn der Mensch selbst und nicht seine zufällige äußere Lage beanspruckt unsere Achtung". Ferner Pag. 420:„Aber so entwürdigt die Lage des Mannes in Bezug auf Unabhängigkeit auch sein mag, so ist sie doch der der Frau noch unendlich Uberlegen. Die letztere ist gemeinhin so abhängig vom Manne, daß dieser Zustand oft alö der einzige natürliche und für ihr Geschlecht passende betrachtet wird. Wenn wir die Lage deS weiblichen Geschlechts, von der verwahrlosten Prostituirten bis zur Königin überschauen, so werden wir nur sehr Wenige finden, die einen gebührenden Antheil von Unabhängigkeit oder jenes Gefühls der Freiheit und Würde besitzen, welches der Königin der Natur(?) zukommt. Die unveiheiratheten Frauen der ärmern Klassen sind von dem Zufall noch abhängiger als die Männer. ES gibt so wenige Beschäftigungcii, zu welchen die Frauen zugelassen werden, daß die ungeheure Concurrenz zwischen den Schaaren armer Frauen den Lohn auf eine bloße Kleinigkeit herabdrückt, der kaum hinreicht, den Athem in dem lebendizel! Skelett zu erhalte». Wir können uns nicht wundern, daß so viele durch dieses furchtbare Elend in die Prostitution getrieben werden, jenes große Asyl für verwahrloste Frauen." Der vierte und letzte Theil, betitelt:„Gcsellschaftswissen- schast", behandelt das Bevölkerungsgesetz und die Hauptgesetze der politischen Ockonomie: die Gesetz: der Produktion, der Ver- theilung und deS Tausches. Dieser Theil. wurde erst den spätern Auflagen des Wertes angehängt und eS scheint fast, als halte man damit beabsichtigt, die Vorwürfe, welche in den ersten drei Theilen ter Gesellschaft gemacht werden, zu mildern, als wäre der Ver- fasser der Bourgeoiswelt zu Willen geworden. Es finden sich hier meist Auszüge aus den Werten verschiedener National-Ockonomen, besonders Stuart Mill's, die, wo möglich, das in den vordern Theilen Gesagte anders beleuchten, mit gelegentlichen Ausfällen auf die sozialistischen Schrif steller, welchen Angriffen aber leicht anzusehen ist, daß der Verfasser die Arbeiten der Angegriffenen nur vom Hörensagen kennt. Wahrscheinlich würde eS nützliche: gewesen sein, wenn dieser Theil nie hinzugekommen wäre, denn er verräth viel Naivität und unpraktischen Idealismus in politischen und sozialen Dingen. Wenn wir uns nun die Zdeen, welche in dem Buch aufgestellt sind und deren Richtigkeit zu beweisen der Verfasser sich viel Mühe gibt, näher betrachlen, so sind es der Hauptsache nach kurz zu- sammengesaßt folgende: Die Mensche» befinden sich zum weitaus größten Thetle in ganz unwürdigen Verhältnissen. Die Haupt Ursache hicsür ist— die Uebervölkerung, v. h. es existircn mehr Menschen als der kultivirte Theil der Erde ernähren kann und es muß also hier daS Gleichgtwicht wieder hergestellt werden, dann wird von selbst alles Elend aushören. Dies kann aber allein geschehen— durch präventiven(beschränkten) Geschlechtsverkehr, d. h. durch die Verminderung der Concurrenz. Gegen diese Ausstellungen drängt sich nun zunächst die Eni gegnung auf: der Grundgedanke, das soziale Elend entspringe auS der Uebervölkerung, ist irrig, und wenn dies der Fall ist, so sind auch alle hierauf gebauten Sätze falsch. ES ist hier nicht der Raum und der Ort, auf eine genaue wissenschaftliche Wideileguitg jener Ausstellung einzugehen, die durch verschieeene Arbetlen sozialistischer Schriftsteller längst gegeben ist; auch soll dies nicht eine Kritik, vielmehr eine empfehlende Be sprechnng deS Buches sein. Einige Entgegnungen indessen müssen hier Platz finden. Bor allem die Uebervölkerung, von welcher der Verfasser alles ableitet, existirt nur scheinbar durch die ungeschickte Organisation der Arbeit in der heutigen Gesellschaft, welche einen Ueberfluß von Kräften nach der einen Richtung leitet, die an anderer Stelle fehlen. Wir könnten leicht sämmtliche überflüssig erscheinendeil Arbeitskräfte im La.rdbau anwenden und dessen Produkte dadurch erhöhen, waö doppclten Vortheil brächte; und warum sucht man denn selbst in England nach Mitteln zur Verhütung der Aus Wanderung? Und in Amerika selbst, wo doch gewiß von lieber- völkerung nicht gesprochen wetden kann, und welches, sind einmal die Verbindungen mit dem Westen vollkommener, Fleisch und Ge treibe in Menge ausführen wird, sthen wir so ziemlich dieselben unnatürlichen Verhältnisse bestehen wie bei uns. Da gibt es Laster und Verbrechen. Armuth und Prostitution, da steht dcr Arbeiter unter denselben Maximen der AuSbeutuiig, nur durchschnitilich etwaS menschenwürdiger behandelt. Diese Punkte allein schoir können die Hypothese von der Uebervölkerung, abgesehen von jeder iheore- tischen Abhandlung, praktisch widertegen. Gewiß ist die Be völkerungszur.ahme ein wichtiges Motiv im Cullurfortschritt der Menschen und der ZukunftSstaat wird sehr nöthig haben, damit zu rechnen. Für jetzt aber handelt es sich nach unserm Dasürhal- ten darum, den unproduktiven Klassen ihre Vortheile zu nehmeu, und sie so in ei» richtige« Verhältniß zu den produktiven Klassen zu bringen; also das große Mißvcrhältniß zwi- scheu Genuß und Arbeit auszugleichen. Der Verfasser behandelt die soziale Frage als eine nur ge- schechtliche; er berücksichtigt nicht die historischen Momente, welche mit die Ursachen zum heutigen Stand unserer Verhältnisse abga- den, oder vielmehr diese Ursachen erscheinen ihn» nur nebenher und in 2. Linie maßzebeno, selbst schon wieder Produkte deS Bevölkerungsgesetzes und dieS ist gewiß nicht richtig, denn zur Heraus- bildung unserer heutigen Cultur waren die allerverschiedensten Ursachen thätig. Die Consequenz seiner Auffassung ergibt, daß auch seine vor- geschlagenen Mittel zur Heilung der sozialen Schäden nur geschlecht- licher Natur sind. Er wünscht, daß den Menschen gleiche Rechte und gleiche Pflichten zugetheilt werden, er wünscht die Frau dem Manne gleichgestellt, er wünscht, daß die Arbeiter schon jetzt eine ganz andere Stellung im Staate einnehmen, und daß sie sich bal- digst zu Produktiv-Genossenschasten vereinigen; aber dies alles glaubt er durch geschlechtliche Präventivmittel erlangen zu können, dadurch, daß das Angebot der Arbeiter ein viel geringeres werde. — Er bedenkt nicht, daß die Verringerung der Arbeitskräfte un- zweifelhaft auf die Produktion der Lebensmittel ursächlich zurück- schlagen würde und dadurch allein schon ein guter Theil seiner Hoffnungen illusorisch würde. Er hält auch unsere politischen und staatlichen Einrichtungen, kurz unser ganzes Culturleben für höchst ungerecht und verwerflich, aber er glaubt, dies würde sich, wenn nur erst die arbeitende Klasse seine Gedanken begriffen hätte und zur Ausführung brächte, alles ganz von selbst ändern. Der Verfasser übersieht hier die Ungleichheit der Macht, welche die Unterschiede von Arm und Reich und die Ungleichheit der Bildung hervorgerufen haben; ferner die überkommenen Vorurtheile für unsere"staatlichen und socialen Einrichtungen mit denen gewiß aus dem angegebenen Wege nicht gebrochen werden kann. Und endlich: wer soll denn die indifferenten Massen lehren, die Verhältnisse in der Weise zu würdigen und darnach zu verfahren, wie der Ver- fasser meint, wer soll ihnen die hiezu unbedingt nöthige Einsicht beibringen aus einem Felde, wo, wie man sich leicht täzlick über- zeugen"kann, am allerwenigsten Verständniß zu finden ist? DieS führt unS noch auf eine schwache Seite des Buches. Der Verfasser glaubt nämlich an den guten Willen, die Verständigkeit und Ein- licht der herrschenden Klassen, gewiß ein sehr, sehr großer Jrrthum. Im Titel selbst ist schon die Unklarheit deS Verfassers ausgesprochen. Er stellt drei Grundübel derGesellschaft auf: Armuth, Prostitution und Ehelosigkeit, und doch schließt eigentlich schon das erste, die Armuth, d. h. die ungleiche Vertheilung der irdidischen Güter, die beiden andern in sich. Ist er im Stande die Armuth zu heilen, so sind die Wunden der Prostitution und Ehelosigkeit, in der Form wie sie heute bestehen, jedenfalls schon mitgeheilt. DieS sind Mängel des Buches, hervorgerufeu durch die Ein- seitigkeit, Alles nach der geschlechtlichen Seite hin erklären und darnach heilen zu wollen. Trotzdem hat der Verfasser außerordent- lich Verdienstliches geleistet und zwar hauptsächlich durch die rück- sichtslose, offene, wahrheitsgetreue Besprechung unserer sozialen Schäden, durch die radikalen Grundsätze, welche er in dem Buche zur Anschauung bringt, und durch die mancherlei Rathschläze, die er in demselben gibt, und eS ist das darin abgedruckte llrtheil deS „National Reformer" gewiß gerechtfertigt, welche« lautet:„Dies ist, so viel wir wissen, das einzige Buch, worin, zu einem bill gen Preise und mit ehrlicher und reiner Absicht, sämmtliche die Ge- schleckter und den Einfluß ihrer Beziehungen aus die Gesellschaft betreffcuden Fragen offen behandelt werden. Dasselbe ist jetzt auch in französischer(deutscher) Sprache erschienen und wir empfehlen die Ausgabe unsern Freunden von der Internationalen Arbeiter- Association als recht eigentlich da« Buch des armen ManneS." München.»■ 3. K. (Wir stimmen mit Obigem nicht ganz überein. Wenn der Ver- fasser der„Grundzüge" k. auch nicht von gewaltsamer Durch- führung geschlechtlicher Präveutivmaßregeln spricht, so müßte er dock unleugbar, sobald er das Papier verlasse» und praktisch auf- treten wollte, aus den Malthus oder gar auf den Kirchmann kommen, welche den Arbeiter verhindern wollen, mehr als zwei Kinder zu erzeugen. Und dann hätte es mit der'„Humanität" voch jedenfalls ein Ende. Der Staat, der sich al» Exekutor für ein solches Gesetz hergäbe, dürfte durchaus nicht den Anspruch auf den Namen„Kutturstaat" machen. Der Verfasser der„Grundzüge" tc. dürste also»och verschiedene namhafte Eierschalen, die ihm von der alten Gesellschaft her anhängen, abstreifen, bevor er die Feuer- probe vor dem SozialiSnuis bestehen kann. Die Red. d. Volksstaat.) Politische llebersicht. — Mit dem frommen Gründer Quistorp geht'S rasch ab- »värtS. Daß derselbe sich der Protectton hoher, ja allerhöchster Personen erfreute, geht aus nachstehender Notiz in offiziösen Blättern hervor: „Die am Sonntag stattgehabte Sitzung des Staatsmini- steriumS hat sich, wie wir glaubwürdig erfahren, unter Anderem auch mit der Subventionssrage bezüglich der Quistorp'schcn Ver- einSbank beschäftigt, einer Angelegenheit, welcher der Kaiser sein besoiideres persönliches Interesse zugewendet hat. Die un- vermeidlichen Wirkungen eines etwaigen Zusammenbrechens deS Quistorp'schen Instituts, in welches eine erhebliche Anzahl aiiderer Banken verwickelt werden würde, sind an allerhöchster Stelle in vollkommenem Maße gewürdigt und namentlich auch der Eindruck in Erwägung gezogen worden, den eine jetzt ausbrechende finau- zielte KrisiS tri Deutschland auf das Ausland und insbesondere auf Frankreich zu machen geeignet wäre. Der Kaiser hat sich daher, bestem Vernehmen nach, für die Bewilligung eines Dar- lehenS, dessen Höhe bestimmt normirt worden, mit dem Bemerken ansgeiprochen,„es sei zu wünschen, daß man in unserm jungen Teutschland nicht ähnliches erlebe, wie vor Kurzem in einem anderen Staate; bessex sei eS Opfer zu bringen." Dazu bemerkt die„Frankfurter Zeitung": Aber, sagen wir wer bringt denn diese Opfer, von denen min heute nicht einmal mit Wahrscheinlichkeit sagen kann, ob sie helfen werden? Ein Institut, hinter dem alle Steuerzahler des Landes stehen, deren Wille es schwerlich sein dürfte, Unternehmungen unter die Arme zu greifen, die nicht auf die Wohlfahrt des Volkes, sondern auf deren Ausbeutung berechnet waren. Mit triumphirendem Hohn und nicht ohne Grund deuten die Sozialisten' auf diese Art von „Staatshitlfe", die sich das„Ja Bauer, das ist ganz was anders" zum Motto ausersehen zu haben scheint. DaS brauchen wir jetzt nicht zu thun. Wir erwarten von der Regierung eines Staates, dessen Hauptstützen der Papier- und Schnapsfabrikant Bismarck und der Gründer Wagener sind, keine andere Art von„Staatshülse".' So haben wir die Sache von jeher aufgefaßt. Indessen hat das preußische Staatsoberhaupt der Affaire Qnistorp sein„persönliches Interesse" wieder entzogen, nachdem es sich herausgestellt, daß Qnistorp nicht vor dem Bau- kerott zu retten. Der Anfang vom Ende für die Berliner Börse ist damit gekommen und bald werden wir's weiter„krachen" hören. Dann mehr von der Sache. — Mit großem Behagen haben die österreichischen Blätter berichtet, daß im faulen„Kaiserstart" Franz Josephs wieder ein ungeheurer Kulturfortschritt geschehen ist. Die Disziplinar- strafen heißt eS, sind verschärft worden. Nachdem diese Bar- barei zugestanden, erinnert man sich, daß barbarische Strafgesetze stets unter dem schönklingenben Namen„human" der dummen gläubigen Menschheit vorgeführt werden müssen, um nicht zu ver- schnupfen, und dabei kommt denn heraus, daß bisher im öfter- reichischen Heere noch die löbliche Sitte bestanden hat, daß der Soldat, wen» ihm eine Sirafe— Arrest, Prügel jc.— zuerkannt war, sich an den strafenden Vorgesetzten wenden und den- selben um Vollzug der„gnädigen Strafe" bitten, sowie nach Vollzug für die„gnädige Strafe" danken mußte. Diese„humane" Verordnung, welche zu der Menschenschinderei noch die Verhöhnung der Geschundenen hinzufügte, ist nun als„schädlich für die Ent- Wicklung des Ehrgefühls" aufgehoben worden. Also nicht aus„Humanität" werden im Staat Franz Jose,-HS solche Plackereien abgeschafft, sondern um des„Ehr- gefühls" willen. Für das preußische Militärsystem ist indeß dieser„Kulturfortschritt" in Oesterreich gefährlich. Bekanntlich hat nach der im Reichstag ausgesprochenen Plötz-Roon'schen Theorie der preußische Offizier ein„höheres" Ehrgefühl als der „gemeine" Soldat. Wenn man aber in Oesterreich der Entwick- lung des Ehrgefühls beim„gemeinen" Soldaten alles Schädliche aus dem Wege räumt, so kann es ja vorkommen, daß diese Eni- Wicklung einen„gemeinen" österreichischen Soldaten dahin bringt, daß er ein„höheres" Ehrgefühl bekommt als ein preußischer Feld- Marschall. Der arme alte Wränge l z. B. wird bald eingeholt sein. Und das wäre schlimm für die„gesunde Entwicklung" des preußischen Militärstaats! — Daß die Herren Bourgeois, schreibt uns ein Freund unseres Blattes, die Welt, in welcher sie eS so gut haben, für eme gute Welt, ja für vre beste aller möglichen Welten halten, finden wir bei ihnen sehr natürlich,— weit natürlicher als bei dem unglücklichen Philosophen Pangloß, der von seiner geliebten und gelobten bestmöglichen Welt nur bestmögliche Puffe und Kniffe empfing—; und eS fällt unserem menschen- freundlichen Herzen deshalb auch nicht im Entferntesten ein, ihnen einen Vorwurf zu machen, wenn sie sich in poetischen und un- poetischen, gereimten und ungereimten Jnbelgesängen auf die für sie allerdings bestmögliche Welt ergehen. Nur Eins können wir nicht erlauben: daß diese Iubelgesänge mit Lügen ansstaffrrt und zur Verbreitung von Unwahrheiten und WahrheitSfälschnngen be- nutzt werden. Lassen die Herren Bourgeois sich dies beikommen, dann sind wir genöthigt, moralische Sanitätspolizei zu üben, die gesundheitswidrige Waare zu zerstören und die Sünder selbst pro bouo publico zum warnenden Epempels ans den Pranger zu! stellen, wie es dem cxplodirten Philantropcn Dollfus von Mülhausen gegangen ist. Wenn � besagter Herr August Dollsus, Musterbourgeois, Mustersabrikant, Musterharmoniker, Muster- Philanthrop sich in einer Sitzung des Elsässtschen Jndustrievereins zu behaupten erdreistet hat, seit den 3t)er Jahren sei der Arbeitslohn in noch größerem Maß als die Lebens- mittel erhöht worden, so muß man zugeben, daß die Ab- fertigung und Äbstrafung, welche ihm durch elsässische Arbeiter in der„Neuen Mülhäuser Zeitung" unter Z> grundelegung statistischer Notizen zu Theil wurde und die auch im„Volksstaat" No. 96 und„Tagwacht" No S4 Berücksichtigung fand, nicht gründlicher sein konnte. Wenn Herrn Dollfus die Lust wieder ankommen sollte, außer in Baumwollenwaaren auch in harmonischen Dich- tungen zu machen, wird er sie hoffentlich durch Schaden gewitzigt, blos seinen intimsten Freunden vordeklamiren. Was er privatim in seinem Kämmerlein thut, daS kümmert uns nicht; wagt er sich aber damit auf den Markt, so steht ihm ein abermaliger Conflckt! mit der Marklpolizei bevor. — Der Prozeß Bazaine ist mit dem 6. d. M. zur öffent- lichen Verhandlung gekommen. Mächtige Einflüsse waren thälig, um dem Marschall, der entweder durch an Idiotismus(Verrückt- heit) streifende Kopfwsigkeck oder— wie kaum zu bezweifeln— durch Verräth�rei die vollkommene Niederlage Frankreichs im letzten Kriege wesentlich herbeigeführt hat, der Untersuchung und Strafe zu entziehen. Daß der Prozeß nicht im Keime erstickt worden, daß jetzt Aussicht wenigstens auf Enthüllung des Sach- Verhalts vorhanden ist, verdanken wir übrigens weder dem Ge- rechtigkeitögefühl noch dem Wahrheitsbedürfniß der gegenwärtigen Beherrscher Frankreichs— denn diese zwei Dinge glänzen bei ihnen durch Abwesenheit—, sondern einfach cer politischen Berechnung dieser„ehrlichen Leute", die unter der Wolke des Prozesses Bazaine ihre monarchischen RestaurationSplane ungestört zur Verwirklichung bringen und sich nebenbei den Nimbus des Patriotismus erwerben wollen. Es liegt eine tragische Nemesis darin, daß der Mann, der Frankreich zum Spielball und schließlich zum Opfer des eigen- süchtigsten CalcülS(Berechnung) gemacht hat, nun seinerseits der Spielball und das Opfer des eigensüchtigsten Calcüls geworden ist. So viel steht fest: wenn Herrn Bazaine gegenüber Gerechtig- keit geübt wird, so geschieht es nur, weil dies zum Gelingen des schäbigen Jntriguenspiels der Versailler Monarchisten nothwerdig erscheint. Für uns hat der Prozeß Bazaine noch ein besonderes Interesse dadurch, daß er, wie sich aus dem vorliegenden Be- lastungSmaterial schon ersehen läßt, den unumstößlichen aktenmäßi- gen Beweis für die Richtigkeit unserer Auffassung des„heiligen Kriegs" liefern wird. Was das Lamarmora'sche Buch für die politische, das ist der Bazaine'sche Prozeß für die militärische Glorie jenes BiSmarck'scheu Staatsstreichs. Die„Genialität" ver- fliegt—„zum Teufel geht der Spiritus" und nur das übel- riechende„Phlegma" wohlfeiler Erfolge bleibt übrig, die entweder gegnerischem CretiniSmus oder niederträchtigstem, schuftigstem Landes- verrath zu verdanken sind. Und ein Weiteres: Als Bonaparte bei Sedan die Waffen ge- streckt hatte, und Bismarck seinen Eroberungskrieg gegen die fran- zösische Republik begann, schrieben wir im„Volksftaat":„Nun wird es sich entscheiden, ob ein stehendes Heer, und sei es das bestorganisirte, über ein zur Vertheidigung entschlossenes kämpfen- des Volks siegen kann. Wird die preußisch-deutsche Armee nicht Herrin des semes stehenden Heeres beraubten, einzig auf die Volks- bewaffnung angewiesenen Frankreich, so ist das Institut der stehen- den Heere auch militärisch verunheclt." So— dem Sinne nach — schrieben wir damals. Wohlan, wir wissen nun,— und die Verhandlungen des Bazaine'schen Prozesses werden es ins hellste Licht stellen— daß trotz dec kolossalen, nur aus absoluter Un- fähigkeit oder Verräthem der französischen Kriegsleitunz zu er- klärenden Erfolge vom S. August bis zum 3. September lS7v, die preußisch-deutsche Armee das seines regulären Heeres vollständig beraubte Frankreich nicht überwältigt haben würde, hätte Bazaine nicht, durch die Auslieferung von Metz, die Armee Friedrich KarlS frei gemacht, und es den preußisch-deutschen Streitkräften ermöz- licht, die neagebildete Loire-Armee, ehe dieselbe die nöthige Festig- keit erlangt hatte, auf das Schlachtfeld zu zwingen und zu erdrücken. Wir werden den hierauf bezüglichen Theil der VerHand- lungen seiner Zeit gebührend hervorheben im Stande war zu kämpfen, und hat nie ein- Anstrengung ge- macht, um der Nothwendigkeit,;u kapituliren, zu entgehen, sei es, Die vom General Riviere verfaßte Anklageschrift gegen Bazaine ist natürlich sehr umfangreich. Wir theilen nachstehend das Wcsent- liche au« diesem Aktenstück mit: „Die Kämpfe der Armee von Metz und ihr trauriges Ende bildeten den entscheidenden Mittelpunkt des Krieges von 1870. Dem Marschall Bazaine waren die Geschicke dieser Armee, das Loos des Vaterlandes anvertraut und er hat diesem Vertrauen nicht entsprochen. Das Unglück ist geheiligt, wenn eS zu seiner Begleiterin die Treue hat; aber wenn elende Berechnungen des persönlichen Ehrgeizes die Entschlüsse diktirt haben, welche zur Ka- tastrophe führten, dann muß Justiz geübt werden." Die Jnstruk- tionsoerhandluugen haben die folgenden, nach Uebernahme des Commando's in Metz durch den Marschall Bazaine eingetretenen Thatsachen ergeben: Der Marschall hat daS Vertrauen des Staatsoberhauptes ge- täuscht, indem er gegen den erhaltenen Befehl 1) den Rückzug der Armee bis zum 14. August verschob; 2) die Brücken nicht zer- stören ließ, von denen der Feind Gebrauch machen konnte; 3) zum Ausmarsch der Armee aus Metz nur eine einzige Straße benutzte, während ihm deren vier offen stanven; 4) den Befehl zur Ent- lassung des Hülfstrains gab, welcher der Armee Lebensmittel zu- führen konnte; 5) seinen Marsch nicht am 17. August fortsetzte. Der Marschall Bazaine hat in der Schlacht vom 13. August einen seiner Generale, den Marschall Canrobert, ungeachtet der dringendsten und wiederholten Botschaften desselben um Hülfe ecrasiren(zerschmettern) lassen, während er-jfaft die gesammte Reserve in Unthätigkeit erhielt. Der Marschall Bazaine hat den Kaisw und den Kciegsminister bis zum Ende des Monats August fortwährend über seine Lage und seine Absichten getäuscht, indem er fälschlicherweise sich von Lebensmitteln und Munition entblößt vorgab, am 19. August sodann seine Absicht kundgab, nach Mont- medy aufzubrechen, was zu dem Glauben veranlaßte, daß dieser Weg noch offen sei und den Abmarsch Mac-Mahons nach der Maas v.-ranlaßte; 2) fälschlicherweise am 26. August, nachdem ihm der Marsch der Armee von Chalons bekannt war, dem Kriegs- minister meldete, daß eS unmöglich sei, die feindlichen Linien zu durchbrechen, während er gleichzeitig dem Marschall Mac Mahon schrieb, daß er diese Linien zu jeder Zeit durchbrechen könne, nichtsdestoweniger aber gar keinen ernsthaften Versuch inachte, dem Ma> schall Mac-Mahon, nachdem er vorher diesen zu seinem Marsch veranlaßte, zu Hülse zu kommen, vielmehr denselben vollständig sich selbst überließ, was die Katastrophe von Sedan herbeiführte. Der Marschall Bazaine hat daS Vertrauen seiner Uutergenerale in der zu Grinort am 26. Aug. abgehaltenen Conferenz getäuscht, indem er 1) denselben die ihm wohlbekannte Thatsache des Marsches der Armee von Chalons verheimlichte, 2) denselben keine Kenntniß der von ihm an den Kaiser, den Kricgsminister und den Marschall Mac-Mahon abgesandten Depeschen gab; 3) ver- sicherte, daß die Armee von Metz nur noch Munition für eine einzige Schlacht habe, während er ganz genau wußte, daß schon seit dem 22. August sämmtliche MunitionS- und Proviantreserven ergänzt waren. Der Marschall Bazaine hat in dem Augenblick, da er in das befestigte Lager zurückkehrte, versäumt, die Vorräthe aus der Um- gegend von Metz zu sammeln, um dem Platze die Lebensmittel zu ersetzen, welche seine Armee verzehrte, wie es daS erwähnteDekret aus- drücklich vorschreibt. Der Marschall Bazaine hat, nachdem er ein- mal entschlossen war, das verschanzte Lager nicht mehr zu verlassen, keine Unternehmung zu dem Zwecke angeordnet, die besonderen Hülfsmittel für seine Armee zu ersetzen. Der Marschall Bazaine hat die Proviantvorräthe verschleudern lassen: 1) dadurch, daß er nicht sofort die Höhe der Ration der Armee verminderte; 2) da- durch, daß er nicht die Rationirung der Civilbevölkerung anord- nete; 3) dadurch, daß er den Soldaten gestattete, Brod in der Stadt über ihre Rationen zu kaufen; 4) dadurch, daß er Korn und Salz den Pferden gab; als eS noch genug Fourage gab, um die für die Ernährung der Leute bis zur Erschöpfung des BrodeS nöthige Anzahl von Thieren zu ernähren. Der Marschall Bazaine hat die von dem Feind dem Hrn. Debains gegebenen Nach- richten verbreitet, welche geeignet waren, die Moral(?) der Armee zu schädigen und von denen einige falsch waren; der Marschall Bazaine hat, während das Dekret vom 13. Oktober 1863 vor- schreibt, taub gegen die Nachrichten die der Feind verbreiten läßt, zu bleiben, den feindlichen Obergeneral gebeten, ihn über die Lage Frankreichs aufzuklären. Der Marschall Bazaine hat, nachdem er die neue Regierung anerkannt hatte, den auS England durch Hrn.! Rcgnier überbrachten Borschlägen und den durch diesen Agenten� vorgebrachten RestaurationSplänen sein Ohr geliehen. Der Mar- schall Bazaine hat Herrn Regnier beauftragt, zu erklären, daß er bereit sei, mit seiner Armee zu kapituliren unter der Bedingung, daß er die Kriegsehren erhalte, als er noch Lebensmittel für mehr als einen Monat und Munition über seine Be- dürfnisse hatte. Der Marschall Bazaine hat dem Hrn. Regnier daS Datum mitgetheilt, an welchem feine Lebensmittel aufgezehrt sein würden, und dadurch ein Staatsgeheimniß einem Men- scheu anvertraut, dessen Jceutität nur durch einen Paß deS Herrn v. Bismarck hergestellt war. Der Marschall Bazaine hat seine Capitulations-Anerbietungen am 29. September dem General von Stichle erneuert. Der Marschall Bazaine hat sich systematisch von der Regierung der nationalen Vertheidigung isolirt: 1) dadurch, daß er die zahlreichen Gelegenheiten, die er hatte, mit ihr sich in Verbindung zu setzen, sei es mittels Abgesandten, sei eS mittels Ballons, zu benützcn versäumte; 2) dadurch, daß er keine bestimmte Ausklärung über die Lage der Armee in den beiden einzigen De- peschen, die er an den KriegSminester vom 1. September bis 20. Oktober schrieb, übersandte. Der Marschall Bazaine ist in Unthätigkeit geblieben während der ganzen Zeit, da seine Armee indem er versucht hätte, die Linien zu durchbrechen, sei eS, indem er eine Reihe von Kämpfen um die Aufhebung der Belazrruaz zu erzielen geliefert hätte. Der Marschall Bazaine hat daS Vertrauen seiner CorpS-Commandanten und der Waffea-Commao- danten in dem KriegSrath am 10. Oktober getäuscht: 1) dadurch, daß er ihnen seine geheimen Besprechunzen mit dem feindliche» Oberbefehlshaber, der Zwischenfall Regnier, die Gründe der Ab- reise deS Generals Bourbaki, endlich die in Thionville und Longw? vorbereiteten Lebensmittel-DepotS verschwieg; 2) dadurch, daß er ihnen verheimlichte, daß die Unterhandlungen, welche der Kriegs- rath zu beginnen beschloß, von ihm ohne Erfolg versucht worde» waren. Der Marschall Bazaine hat dem General Bayer bei seiner Abreise nach Versailles Jnftruktionen übergeben, welche über die vom Kriegsrath kundgegebenen Absichten hinausgingen. Der Mar- schall Bazaine Hai so mit dem Feind politische Unterhandlungen angeknüpft, welche unvermeidlich eine Zerstückelung des Gebiets mit sich brachten, als er keine Befugniß zu unterhandeln hatte und als er voraussetzen mußte, daß in einigen Tagen eine National- Versammlung zusammentreten werde, der allein es zukäme, über den Frieden und seine Bedingungen zu entscheiden. Der Marschall Bazaine hat das Vertrauen seiner Uuterbefehlshaber in dem KriegS- rath vom 18. Oktober getäuscht dadurch, daß er ihnen die vom General Boyer überbrachten Zeitungen nicht mittheilte, was, in- dem er sie hinderte, die falschen Nachrichten, welche sie gab n, zu controliren, sie zu dem Schlüsse bringen mußte, daß Frankreich in einem Zustande vollständiger Anarchie sei, daß man nur eine ein- zige Partei ergreifen könne, diejenige, zu der er sich schon ent- schlössen hatte und zu welcher er sie bringen wollte: die Jnterven- tion der Kaiserin anzurufen. Der Marschall Bazaine hat die vom General Boyer überbrachten Nachrichten verbreiten lassen, Nach- richten, von denen er wußte, daß sie mindestens zum Theil falsch seien und die geeignet waren, die Moral seiner Soldaten nieder- zuschlagen. Der Marschall Bazaine hat durch die Art und Weise, wie er die Censur über die Presse ausübte und durch die den Blättern übersandten Mittheilungen es versucht, den Muth der Bevölkerung zu schwächen und die Gefühle des Widerstandes zu entmuthigen. Der Marschall Bazaine hat während der Monate September und Oktober mit dem feindlichen Obergeneral: 1) di- rekte Beziehungen durch Parlamentäre, deren Zweck geheim gehal- ten wurde, 2) vielfache Correspondenzen, von denen kerne Spur übrig geblieben ist, unterhalten. Der Marschall Bazaine hat, nachdem er einmal zur Kapitulation entschlossen war, die Entsea- dung des Generals Jarras nicht verzögert, als ihm der Ober- intendant anzeigte, daß er für drei oder vier Tage Lebensmittel gefunden habe, als er wußte, daß der Feind Maßregeln ergriffe» habe, um den Platz mit Lebensmitteln zu versehen und die Ge- � sangenen zu ernähren. Der Marschall Bazaine hat, nachdem er j einmal entschlossen, über die Kapitulation zu unterhandeln, das j ungeheure Kriegsmaterial der Armee und des Platzes, aus dem der Feind bei der Fortsetzung des Krieges Nutzen zog, nicht zer- stört. Der Marschall Bazaine hat die Fahnen seiner Armee dem Feinde überliefert, nachdem er Ausflüchte augewandt hatte, um die Truppen an ihrer Zerstörung zu hindern... Der Marschall Bazaine ist, statt nach der Uebergabe der Armee in Mitte seiner Truppen zu bleiben, um nöthigenfalls zu ihren Gunsten einzu- greifen, zuerst von Metz abgereist. Der Marschall Bazaine hat cn seinem Generalbefehl Nr. 12 und in dem an den Oberst ve Girvs gerichteten Befehle bezüglich derÄiückkehr des Kriegsmaterials an Frankreich bewußtermaßen eine falsche Behauptung ausgesprochen, eine Behauptung, welche zur Folge hatte, während mehr als zwei Monate die Erniedrigunzen dieser Uebergabe zu verlängern ohne anderes Ergebniß, als die Erhaltung dieses Materials in gutem Zustand und seine unversehrte Uebergabe besser zu sichern.— In Folge der durch die Untersuchungen festgestellten Thatsachen ist unsere Ansicht, daß man die Versetzung deS Marschalls Bazaine in Anklagezustand verlangen muß dafür, daß er eine Kapitulatio» unterzeichnet hat, welche als Ergebniß hatte, seine Armee die Waffen niederlegen zu lassen und dem Feinde den Platz Metz z»! übergeben, ohne vor der Unterhandlung alles gethan zu Habens waS Pflicht und Ehre ihm vorschrieben; Verbrechen, vorgesehe» und mit Strafe bedroht durch die Art. 209 und 210 des Militär- i Strafgesetzbuchs." Bevor wir uns weiter ausspreben, wollen wir dem Verla»! des Prozesses folgen. — Zwei Kriegsschiffe der spanischen„Insurgenten" vo» Carthagena haben die Stadt Alicante beschossen. Diese Atlio»! hat nicht bloS in der monarchischen, sondern auch in der bürger- lich-republikanischen Preffe ein wahres Zetergeschrei hervorgerufen. Thatsache ist: 1) die Insurgenten schössen nicht in die Stadt a» welcher durch Fehlschüsse 7 Menschen getödtet wurden), sondern ans das Fort über und die Schanzen vor und neben der Stadt. Die Beschießung war eine Repressalie für die von der Madrider Regierung angeordnete Beschießung der ganz offenen Stadt Valencia. Ergo: Läßt Herr Castelar eine offene Stadt be- schießen, so ist dies eine„energische Maßregel zum Wohl des Vaterlands"; schießen die Föderalisten von Carthagena auf die. Befestigungen einer Stadt, so ist dies ein„Verbrechen an der Menschheit". Ilm weiteren Mißverständnisfln vorzubeugen, erklä' ren wir hier nochmals, daß wir mit den„Insurgenten" vo» Carthagena nichts zu thun haben, und daß Herr Contreras durch-! auS keine sozialistischen Zwecke verfolgt; wenn man aber unsere „freisinnigen" Blätter hört, sollte man meinen, die Bomben des Herrn Castelar seien mit Apfelsinen gefüllt, während nur die Bomben der Föderalisten einen Eisenhagel schleudern. Mordwerk- zeug bleibt Mordwerkzeug, ob eS im Namen ver„Humanität" und des„Vaterlandes" geschleudert wird oder nicht. Wenn als»! die Herren Bourgeois-Republikaner von„Unthaten" der Fördera- listen reden wollen, so mögen sie zuvor an ihrer eignen Nase odel auch an dem Gesichtswinkel des Herrn Castelar zupfen. So viel steht fest: Weder unsere Nationalen und Conserva- tiven, welche weiland dem Bombardement der Stadt StraßburZ zujubelten, noch die„demokratischen" Bewunderer des Herrn Eastel»� die es ganz in der Ordnung finden, daß dieser Musterrepnblikanel die Städte, welche das Banner der Föderativrepublik aufgepflanzt haben, in Grund und Boden schießen läßt, haben ein Recht, üb«* die Beschießung von Alicante die Entrüstelen zu spielen. DaÜ bei der Beschießung die Einwohner der Stadt aus das Sorg- fältigste geschont wurden, hebt auch der Correspondent der Londoner „Daily News" hervor, der� das Bombardement als Auge»zeuz< beobachtete und sich diese Schonung nur durch die Annahme er- klären kann, der Commandant der„Insurgenten" sei bestoche» worden! Jedenfalls haben die„Banditen" von Carthagena d« Stadt Alicante gegenüber mehr Humanität bewiesen, als der edel' müthige Castelar der Stadt Carthagena gegenüber, die er seit � Wochen allen Gräueln der Belagerung und Beschießung aussetzt, blos, weil die Einwohner sich des Verbrechens schuldig gema$ h d. V- n! h< h- M d« w d< F ai dc dc bc 3« LI gl h< C ve vk m u> H li. D nc da br W m z-t vo de ko k-i s-k al gll str 4 vi Iii m sei ste T> de fai de be str ist Nl G Ci be de br sei zu! Nu Ni, vo Iii ste -1 « Fr wi bei nii 3' bej in br d« est vo 2. D er »I T> jjr D tih de D haben, an der Unfehlbarkeit des Herrn Castelar zu zweifeln und das Wort Republik anders zu definircn. Ist Jemand ein prin- zipieller Feind alles Bombardirens— gut, wir tadeln ihn deshalb nicht; er sei aber dann wenigstens so consequent und ehrlich, zu- zugestehen, daß die Insurgenten von Carthagena nur gethan ha- ben, was auch Herr Castelar thut; und daß sie eS erst gethan haben, nachdem Herr Castelar in ähnlicher Weife gegen sie gehandelt. Daß sich die Föderalisten wie Hammel abschlachten lasten, und obendrein noch den Hals lammfromm hinstrecken sollen, weil der„edle" Castelar daS Mester in seiner edelen Hand hat— das wäre denn doch etwaS zu viel- verlangt. — Wie uns mitgetheilt wird, hat Johann Jacoby, dem Wunsch unserer Berliner Parteigenosten gemäß, sich zur Annahme der Reichstagscandidawr für Berlin bereit erklärt. Zum Capitel der Feflungshast. Wohl alle Diejenigen, welche bisher in dem Glauben lebten, die Festungshaft sei eine sich vor der Gefängnißhaft durch ihre Milde auszeichnende Strafe, welche sie nach dem Sinn und Wortlaut des Strafgesetzbuches, den bezüglichen Verhandlungen des Nord- deutschen Reichstags und der Auslegung sämmtticher Strafgesetz buch-Commcntatoren auch sein soll, werden über die Mittheilun- zen in Nr. 96 des„Bolksftaat" nicht wenig erstaunt sein. Leider ist es eine Thatsache, daß in dem vielbesungenen »deutschen Reich" die Freiheit eine so unvollkommene ist, daß die überall gültigen Gesetze nicht nur auf die verschiedenste Weise auS- gelegt, londern auch die auf Grund dieser Gesetze zuerkannten gleichartigen Strafen mit der größten Ungleichheit und Verschieden- hcit exekutirt werden. Diese Ungleichheit der Behandlung bei ein und derselben Strafart ist aber nicht blos in den verschiedenen Staaten des «Reichs" verschieden, sondern wird selbst in den einzelneu Ländern verschieden gehandhabt, so daß es rein zufällig davon abhängt, vb der Gefangene in einen Deternirungsort kommt, wo ein hu maner oder ein brutaler Aüfsichtsbeamter das Commando führt, um das Gefängniß zu einem erträglichen Aufenthalt oder zu einer Hölle gemacht zu bekommen. Die Festung Weichselmünde mit ihrem Commandanten Oberst- lieutenant Overdyk rangirt zweifellos in der letzteren Kategorie. Die Art, wie die Festungshaft in Weichselmünde durch den ge- nannten Herrn gehandhabt wird, ist ganz entgegengesetzt der, welche das Gesetz vorschreibt und welche z. B. auf der Festung Ehren- breitstein in Praxis ist. Wahrscheinlich hat man das entfernte Weichselmünde mit seinem Commandanten als Detenirungsort nur ausgesucht, weil man in den maßgebenden Kreisen die Ueber- Zeugung hat, daß Herr Oberstlieutenant Ooerdyk zu jener Sorte von Militärs gehört, die da meinen, so ein verfluchter Sozial- demokrat müsse durch die militärische Fuchtel Mores gelehrt be- kommen; und die sich den Teufel um die Grundsätze der Gerechtig keit und Gesetzesgleichheit kümmern. Wie gewaltig der Unterschied zwischen der Behandlung politi scher Gefangener auf Weichselmünde und dem Ehrenbreitstein, also einer gleichfalls preußischen Festung ist, mögen folgende Ver- gleiche lehren: Während die Gefangenen in Weichselmünde unter strengster Aufsicht' und in einem eng abgegrenzten Raum täglich 4 Stunden spazieren gehen dürfen, gehen sie in Ehrenbreitstein ohne direkte Aufsicht innerhalb des großen Festungsplateaus täg- uch 6 Stunden spazieren. Während die Weichselmünder Com- wandantur alle Briese und Zeitungen durchschnüffelt,„regierungsfeindliche" Zeitungen aber ganz verbietet, kommen auf Ehrenbreit- stein Briefe und Zeitungen unbesehen und ohne Rücksicht auf die Tendenz direkt aus den Händen des Briefträgers in den Besitz der Gefangenen. Während in Weichselmünde die Zellen der Ge- fangenen streng verschlossen sind, aus Furcht wahrscheinlich, aus dem verschlossenen Gefangenenhaus und der gut bewachten Festung verauS möchten König und Vaterland in Gefahr gebracht werden, Iwd in Ehrenbreitstein die Zellen der Gefangenen geöffnet und sst ihnen der freie Verkehr untereinander gestattet. � Von Annahme von Besuchen ist in"dem Artikel in Nr. 96 nicht die Rede. Wahrscheinlich haben die Gefangenen noch keine Gelegenheit gehabt, in dem entfernten Nest die„Humanität" des Kommandanten auf die Probe zu stellen. WaS Ehrenbreitstein betrifft, so wurde einem Redakteur der„Frankfurter Zeitung", der vor anderthalb Jahren auf Ehrenbreitstein 3 Monate zu- brachte und der Einigen von unseren Gesinnungsgenossen auf ihr Gefragen über seine Erlebnisse diese Mitthcilung machte, gestattet, seine Familie an der Bahn in Coblenz ohne jede Begleitung ab- Zuholen, den Tag über mit ihr in der ganzen Stadt zu prome- Uiren und sie Abends wieder an die Bahn zu begleiten. Und Ulcht allein daS. Jeden Sonntag erhielt der betreffende Redakteur vom Festungscommandanten die Erlaubniß, von Nachmittags 1 bis Abends 7 Uhr im Stadtbezirk Coblenz sich ohne jede Aufsicht stoi zu bewegen. Einem andern Festungsgefangenen wurde sogar Mattet, während des 8-tägigen BesnchS seiner Familie zu dieser herunter nach Coblenz sich einzuquartieren. Was sagt der gestrenge Herr Oberfilieutenant Overdyk zu dieser Freiheit gegenüber seiner Zuchthausordnung? Und was soll nian über einen Staat sagen, der eine solche Willkürlich verschiedene Behandlung von Gefangenen in ein und derselben Strafart zuläßt? Der dem politischen Gefangenen un- Möglich macht, was jedem gemeinen Verbrecher, selbst im Zuchthaus gestattet ist, nämlich sich bei einer höheren Instanz zu beschweren und um Gerechtigkeit einzukommen? . Diese famose Behandlung politischer Gefangener wird zweifellos fu einem künftigen Reichstage, namentlich bei Berathung eines Jptrafvollzugsgesetzes, Seitens unserer Vertreter zur Sprache ge- bracht werden und dann soll auch Herr Oberstlieutenant Overdyk bje ihm zukommende Rolle dabei spielen.— Aber wir wollen noch rwen andern Fall der Festungshaft anführen, welcher wiederum bvn der in Ehrenbreitstein günstig abweicht. Der Hofgerichtsadvokat D. in Wolfenbüttel war vor ungefähr fahren vom Braunschweiger Gericht zu Festungshaft verurtheilt. das Herzogthum Braunschweig keine Festung besitzt, verbüßte � diese im Braunschweiger Stadtgefängniß, dem bekannten "Kloster". Er erhielt daselbst zwei Zimmer eingeräumt, die «chüren waren unverschlossen, Besuche jeder Zeit zu empfangen M gestattet, ebenso die freie Bewegung innerhalb der Stadt von Sorgens S bis Abends 6 Uhr. Jeden Morgen brachte ihm ein �lenstbote aus seinem Wohnort Wolfenbüttel die verschlossene i-toppe mit Papieren, Zeitungen sc., die er in demselben Zustand Möglich wieder hiuauSgab, ohne daß irgend Jemand darnach fragte. Das war auch eine Festungshaft und man vergleiche diese mit cM Zuchthaus in Weichselmünde unter den Auspicien deS Herrn �losophi che-r BibUolhet". Sonst hat er die Welt noch Mit italünischen Riiseb.schreibungen und einem Commentar zum Nordd. Strajgesetzduch deglückt. Dol. tu Berlin: In nächster Num« mer. Gruß! der Expedition. Klst in Cassel: 30 Expl. an I. Grprdt geschickt, die betr. Nr., worin der verlangte Artikel wsgen F. steht, bitten wir nn« annähernd zu bezeichnen. Jakob A., Bern: Bitten Ihre Adresse genau un« anzugeben, unter dem AofangScuchstaben können Schriften mit Post- Nachnahme nicht virsantt werden. Py. Mllr, Mainz: Die Ann. befindet sich in Nr. 97 und tostet 3 Gr. B. H. Schndr� Marburg: die drei Aalender kosten 10'/« Sgr., der Preis dc« Fremdwörterbuches kann jetzt noch nicht festgestellt werben, da selbe« noch nicht fertig. Schlamm in Langenbrück: Jesu« von Naz. und Bebel« Rede rn der Tonhalle find nicht mehr auf Lager. Bludw, Frankfurt aO.: Von uns, wie von Diesiger Post, wird richtig und rechtzeitig versandt, so daß da« Blatt Mitt- woch, Freitag und Sonntag Mittag in Ihren Händen sein kann; die fehlenden Nummern riklamiren Sre von dortiger Post. Bei weiteren Unregelmäßigkeiten in der Zustellung beschweren Sie fich bei dortiger Postdsreltion, das wird dann schon Helsen, wmn nicht, geben Sie un« genaue Nachricht. Die Ann. kostet 8 Gr. Fr. Bol, hier: Ab, 3. Qu. 3 Thlr, I. Endr, AngSburg: Ab. 4. Qu. 15 Thlr. 16 Gr. Ver. Bor- wän«, Lechhausen: Ann. 20 Gr. Schneiderver. Augsburg: Ann. 4 Gr. Z., New-Iork: Schrstn 12 Gr. G. A. W, Warschau: Schrsm 3 Gr. Mllr, Groß-Zschocher: Ad. 3. Qu. 7 Thlr. 19. H. Mllr, Glauchau: Schrftn 12 Thlr. F. Munt, Rochlitz: Ann. 8 Gr. I. Rllwg, Graz: Ab. 4 Qu. 2 Thlr. 8. Hb, Lindenau: Ab. 4 Gr. Flschr, Klein-Zschocher: Ad. 3. Qn. 5 Thlr. 2t,. b. I. Schft, Mainz: Ab. 3. Qu. 34 Thlr. 8. 5. Gewerksch. d. Maler, Braunschwcig: Ann. 1 Thlr. 6. P., Straß« bürg: Ab. 17 Gr.. 3 Gr. Rest. O.. Göppingen: Schrftn 8 Gr. G. Mnnr, Pforzheim:»boun. 4. Qr. 2 Thlr. C. Urb, Forst: Ann. 1 Thlr. 18. Schr, Laugendruck: Schrftn 8 Gr. 4. Mittc dieses Monats crschcinl im Berlage der Bucyyaitd- lung des„Bolksstaat": Der Volksstaat-Kaleiider für 1874. Inhalt: Kalendarium. Biographischer Kalcndco». Die Schlacht um den Birlcnbaum. Eine Parabel von St. Simon. Roth. Französische Arbeiter. Robert Owen, ein Charakterbild. Der Pauker von Niklashausc»; historische Erzählung von Roberl Schweichel. u. s. w. u. f. w. Preis pro Stück ohne Stempel 3 Ngr. 5 Pfg.» Preis pro Stück mit Stempel 4 Ngr. Bei Abnahme von 12 Stück und darüber ä, 3 Ngr. exclusiver Stempel. Bei Baarzahluug außerhalb Sachsen 24 Stck. 2 Thlr. für Sachsen incl. Stempel 2 Thlr. 12 Gr. flV An uns unbekannte Besteller wird nur nach vorherige Einsendung des Betrages in baar oder ReichSbriefmarkcn oder gegen Postvorschuß versandt. rs fl n d v ei w s- V Bolksstaat-Kalender für 1873 sind noch einige 20 Exemplare zu haben. Preis i 3 Ngr. NB. Dieselben sind mit prcuß. Stempel versehen. Die Buchhandlung des„Bolksstaat" E C b. hl d< C w v> di s- p< to Ankündigung. In unstrem Berlage erscheint demnächst unter dem Titel Bolksstaat- Fremdwörterbuch zu billigstem Preise ein Fremdwörterbuch, welche« sämmtlichc allgemein gebränlpl'che Fremdwörter erläutern unv namentlich den Bedürfnissen der zeimuglcftndin und in sozialtstischen Schriften studirenden Arbeiter voll- ständig genügen wird. Bestellungen bitten wir gütigst schon jetzt zu machen, damit die Höbt der Auflage bemessen werden kann. Die Genossenschastsbuchtrackcrei. b« di sd p' k ;! ka f« fo T GenossenschaftSbuchdrucktrei. Antheilscheine bez. Antheilquittnngen erhielten ferner: In Dui«- bnrg: H. F. 3 Thlr.; in Leipzig: G. D- 2 Thlr. ÄUflAblllJ} Sonntag, den l'�Olwber�Vvrmittag« 10 Uhr Mo»at«versammlung in der Schützenhalle. Für den Ausschuß: Fr. Horauf. Sonntag, den 19. Oltoder: �Ußijlnirß Große Bolksvrrsammlnng. Resereni: Most. a.>a« Nähere in der Lokalpresse.___ Endre«. it O Sozialdemokr. Ardeiletpactei. VUU(| Uil- U» iW» Die Mttgliedtr versammrln fich jeden Sonnabend halb 9 Uhr im VolkSgarten(vorn link«) Blandow, Vertrauensmann. Meine Adresse ist jetzt: Große Scharnfiraße Nr. 46, H. l. 1 Treppe, Franlsurt a. O._'__ Der Obige. Oamlmra®aU AJUlUvIU lj ter Mugliedkr dc« lozialbemckratischen Arbeiter- _______ �__ � �„ verein«, am Sonnabend, den 18. Oktober, Abend« 8 Uhr, in Tütge'« Beerdigung, sowie des' Vermögennachiheils, welchen der Getödtete! großem Saal, Balenünskamp 41. Bon der Expedition des„Bolksstaat" ist zu beziehen: Lassalle, F., Arbeitersrage, Leipziger Rede......—. 1.—. -- lieber VcrfassungSwesen.........—. 2.—« —— An die Arbeiter Berlin« 2.—. -— Offenes Antwortschreiben.........—, 1. 5. -- Macht und Recht...........—.—. 5. —— HochverrathSproceß...........—. 2. 5. -- Fichte'« politische« Vcrmächtniß...... --„ Philosophie.......... —— Arbeiterlesebuch........... -- Arbeiterprogramm.......... -- Die Wissenschaft und die Arbeiter..... —— Criminalprozeß, II. Instanz.....>.. -- Criminalprozeß, III. Instanz....... -- Bastiat- Schulze von Delitzsch...... -- Der italienische Krieg und die Aufgabe Preußen« --- Franz von Sickingen......... System der erworbenen Rechte 2.— 3.— 2.-. 2. 5. 3.—. 5.— 3.—. 6.—. 8.—« 12. 6. 5.— -- Düsseldorfer Asfisenrede..........—. 2. 5. Zur allgemeinen Kenntniß bringen wir, daß Inserat« für die nächste Nummer nur bestimmt« Aufnahme finden, wenn da« betr. Manuscript einen Tag vorder, Montag, Willwoä) oder Areitag mit der letzten Vor� mittaaSvost(11 Uhr) in unseren Händen ist. Inserate bitten wir an unS zu adresstren. Die Expedition des„Bolksstaat. Leipzig: Verantw. Redakteur: CaSper.(Redaktion und Expedttioa- Zeitzerflr. 44.) Druck und Verlag der SenoffeuschaftSbuchdruckerei.