«Ettbapa»«hm»«El unk Buch« Ksudl««» kd In- und ■aKonkrt an. K�l-Ssktkitt«-»» fix kU . SteiixiftUa Staat«: ff. I. Sargt, Sfec m Hobokan, Sf. 3. ®. V. Lönnack»», W& Hwksf str. aarn. i«Sb. Wut», W. ZchnnKnntntsprri»: (ffe ffmt« wcl.Gtemprl» ß»»rr>IG«.,sKrkirgbrtg« 8i«tfi|iii Staaten 16 Sß». 9t* Quartal. JKanali•]ik*aMt««tf «revktn W all« Deutsch« V-ftanftalt« auf k« 8. n. 1 Süraat s. auf de» 6.M»- Mi Wstnk«»«njenommea, t»*«. Sachsen b. Hr?,tk. akÄs..We«bsrz auch a� k» 1. M-na; 1.>?.s» aLzev«»«!-�. OrgandersozialdemokratischenArbeiterparteiunddermternalionalenGetverksgenossenschasten. �r. 99° Jreitag, 17. Hktober� 1873. Corrnption. ES giebt politische Parteien, die in dem„Zauberwort" Re- publil die Lösung aller obschwebenden Fragen suchen und die glauben, die Gesellschaft wäre von allen Uebeln geheilt, sobald republikanische Formen in derselben vorherrschend geworden sind. Wir haben uns schon oft dagegen gewendet und lassen heute ein Blatt dagegen sprechen, welches gegen die Sozialisten und den Sozialismus die grimmigste Feindschaft hegt. Die Wiener »Tagespresse", das Organ des„wahren Oesterreicherthums", schreibt über die Corruption in den Vereinigten Staaten von Nordamerika: „Zwar sagt ein spanisches Sprichwort: kllsi de muchos, sonsuelo de tontos— nur dummen Leuten gewährt eS Trost, viele Leidensgenvsscn zu haben. Trotzdem liegt eine Art von Be- ruhigung(?) darin, nicht der einzige Kranke unter lauter Gesun- Ven zu sein und zu wissen, daß die Epidemie der Corruption die gesammte heutige Gesellschaft ergriffen hat. Ob monarchische, ob republikanische Institutionen in einem Staate herrschen, keiner hat sich dem Einfluß der auri saera fames(dem geheiligten Hunger nach Gold) zu entziehen vermocht. Klagelieder Jeremiä erschallen darüber gleich laut jenseits wie dieffeits des Oceans, in Amerika wie in Europa. Freilich sollte eine größere politische Freiheit auch eine höhere Sittlichkeit zur Folge haben, aber dieses ist nur da wahr, wo diese Freiheit, nicht nur eine äußerliche geblieben ist, sondern auch den ganzen inneren Menschen durchdrungen hat, und das ist bis jetzt nicht einmal in den als Musterrepublik gerühmten Vereinigten Staaten geschehen. Auch dort sieht es wahrhaft traurig aus in dieser Beziehung, wie es neuerdings durch den scandalösen Börsenkrach in New-�fork und anderen großen Handelsplätzen der Union bewiesen worden ist, der dem unfern in Nichts nachgiebt und einen tiefen Abgrund von Schmutz und Schurkerei den schaudernden Blicken der ehr- lichen Leute zeigt. Man hatte gehofft, daß nach den Ende 1871 stattgefundenen Emhüllungen der großen Unterschleife, welche sich die unter der Controle des Tammany-Ringes stehenden New-?)orker Municipal- behörden hatten zu Schulden kommen laffen und die eine tugend- hafte Erbitterung im ganzen Lande hervorriefen, bis zu dem Grade, daß sich eine neue politische Refoimpartei zur Bekämpfung der Crrruption bildete, eine sittliche Aera(Zeitalter) anbrechen, daß wie in der physiscken, so auch in der moralischen Welt das Gesetz von Action und Reaction zur Geltung kommen und dem Sturme der Verbrechen eine relative Ruhe folgen würde. Aber diese Hoff- nung ist bitter getäuscht worden. Mehr wie je erscheint die ge- sellschastliche Atmosphäre(Lust) Amerikas moralisch infectirt(ver- Pcstet), und man braucht kein Peffimist zu sein, um einen Ka- taklysmus(Ucberschwcmmung) vorauszusehen, wenn nicht bald eine Besserung eintritt. Im öffentlicken Leben beschränkt sich der Betrug nicht auf eine bestimmte politische Partei. Alle, sowohl die republikanische wie die sogenannte Refoimpartei, wie kie demokratische sind gleich schuldig. Alle machen sich gegenseitig dieselben Vorwürfe, um politisches Kapital daraus zu schlagen, und alle— verdienen sie. Ein Diogenes würde mit seiner Laterne lange zu suchen baben, ehe er einen durchaus ehrenhaften Beamten fände. Nach Jesier- ftm'8 Spruch sind die Aemter die Beute der Sieger im Wahl- kämpfe, und da Niemand die Aussicht hat, eine geraume Zeit aus seinem Posten zu verbleiben, so bemüht er sich, ihn, so viel er es kann, auszunützen, um später, nicht auf Lorbeeren sondern auf Dollarssäcken auszuruhen. Namentlich ist die Bundeshauptstadt Washington zu einer wahren Räuberhöhle geworden. Auf die schamloseste Weise werden die Gelder des Volkes veruntreut, eine Dcftaudation folgt dort der andern auf dem Fuße, und nicht bester geht es in den einzelnen Staaten her. Das Schlimmste aber ist, daß die Männer, welche das Volk Zu seinen Vertretern erwählt und die, wie Marat es mit Reckt verlangt,„Llcht und Tugend"— lumieres et vertu»— als un umgängliche Eigenschaften haben sollten, zum größeren Theile kauf- «che Subjecte sind, die. mit ihrem Votum einen schmachvollen Sckacker treiben und eS an den Meistbietenden verkaufen. Vor ben Abstimmungen über Verleihung von Eisenbahn- und Land- bewilligungen an Finanzcorporationen werden von diesen förmliche Wen aufgesetzt, auf denen die Namen der Abgeordnelen figmiren Mit Hinzufügung deS ihnen zu zahlenden Kaufpreises, der natürlich nach dem Einflüsse, welchen sie auf die Legislatur(Gesetzgebung) ausüben, ein höherer oder niedrigerer ist. In den Kreisen der Concessionäre hört man den Preiscourant ber Stimmen discutiren, als wären diese eine marktläufige Maare, Und über einige tausend Gulden mehr oder weniger wird hin- und Wgeseilscht. Die Sehnsuäst vieler Politiker nach einem Mandate beruht uns der Hoffnung, auf diese Weise gute Geschäfte zu machen. und Diejenigen, welche sich in der Opposition befinden, zeigen in � Regel nur so lange die Faust, bis man ihnen Geld in die Zand geben will; dann machen sie sie schön aus. So war eS u�her, so ist es noch heute. Wo aber das Salz dumm wird, womit soll man salzen? Wenn die Erwählten deS Volkes so ver- fahren, was soll man von der Masse desselben erwarten? . Äst es da zu verwundern, daß bei einem derartig organisirten Wutlichen Leben Privatpersonen unter dem Eindrucke der amt- "chen Corruption ihre Mitbürger zu betrügen und bestehlcn suchen, wo immer sich ihnen eine G- legen Heid dazu bietet?„Mache Geld, Mein Sohn", sagt der Pankeevater zu seinem Sohne, wenn er ihn ms Leb� entläßt,„durch ehrliche Mttel, wenn Du kannst, aber jedenfalls mache@db!"~%ss ist die Quintessenz(Haupt- lache) per amerikanischen GeschäfftSmoral geworden. Und auch dort gilt, waS FieSco sagt:„Die Schande nimmt ab mit der wachsen den Sünde." Ein großartiger Erfolg löscht die Erinnerung an die dazu ge- brauchten Mittel aus, seien sie auch noch so verbrecherischer Natur gewesen. Die Börsenspeculationen sind nichts weiter als mit Ge- schick und ohne allzugrobe Verletzung der bestehenden Gesetze aus- geführte Räubereien, und in letzter Linie ist das Pnblikum das Opfer, welches sein Portemonnaie zu öffnen hat und sich seiner Ersparnisse beraubt sieht. Man lebt in Anierika noch schneller als in Europa. Man will in noch höherem Maße als hier ohne Arbeit reich werden, und der Anblick der also Reichgewordeuen reizt immer mehr die heranwachsende Generation an, den gleichen Weg zu betreten. Selbst die Presse, welche oft ganz rücksichtslos die verübten Schwindeleien aufdeckt, ist ohnmächtig, ihnen Einhalt zu thun. Auch sie ist ja demselben Sumpfboden entsprossen, auf dem die heutige amerikanische Gesellschaft steht. Aber nicht nur die amerikanische Gesellschaft! Wenn die europäische nicht schlechter ist, wie wir sagten, so ist sie auch nur wenig besser. Elemente, eine gründliche Reform an- zubahnen, fehlen fteilich weder dort noch hier; was fehlt, ist die Kraft und Ausdauer, sie zu verwenden. So kann es, so darf es aber nicht bleiben. Der Corruption müssen Schranken gesetzt werden, sonst wird bald die ganze Gesellschaft so durchftessen sein, daß sie in Trümmer zusammenbricht. TaS Land, welches im Interesse der Selbsterhaltung den An- fang mit energischen Reformmaßregeln macht, wird sich mit un- sterblichem Ruhme bedecken, und die erste und wichtigste derselben ist die Reinigung der politischen Augiasställe. Wir haben für die nächsten Reichsraihswahlen die Parole ausgegeben:„Keine Ver- waltungsräthe!" So ruft und schreit man auch drüben nach reinen Händen, um die Staatsgeschäfte zu leiten, und daß sie nur solchen anvertraut werden, hängt einzig und allein vom Volke ab. Dieses muß sich an das Werk der moralischen Regeneration machen und das vermag es am besten, wenn es nur Männer in die ge- setzgebenden Körper wählt, die wie das Weib des Cäsar nicht em- mal verdächtigt werden können. Die politische Corruption ist eine Hauptquclle der sozialen Corruption. Ist sie verstopft, so wird auch die ganze Gesellschaft nach und nach gesunden. Drüben wie hier herrscht cine ähnliche Krankheit. Drüben wie hier wird das gleiche Heilmittel anempfohlen. Von dem Volke hängt es ab, eS anzuwenden." Die vorstehenden Ausführungen haben ihre Mängel und ihre Schwächen, doch sind viele Wahrheiten darin gesagt. Wenn aber die„Tagespresse" glaubt, mit der Abschließung der„Verwaltungs- räthe" vom politischen Feld sei die Corruption beseitigt, so irrt sie sich gewaltig. Gesetzt, es wäre möglich, die„VerwaltungSräthe" aus dem gesammten politischen Leben auszusperren,— was wir nämlich bei den heutigen Verhältnissen nicht annehmen können— so liegt der Grund der Corruption weit tiefer, als die„Tages- presse" zu sondiren(nachforschen) vermag. Die Corruption ist eine nothwendige Folge der Eigcnthumsverhältnisse, sie folgt mit mathematischer Regelmäßigkeit aus der einseitigen und unge- rechten Vcrtheilnng des gesellschaftlichen Eigenthums aus ein- zelne Kl äffen. Hier ist die Wurzel des Nebels und so lange sie nicht ausgerottet wird, sammelt sich der Eiter der Corruption in allen Wunden der Gesellschaft, lachen und spotten die„Ver- waltungSräthe" aller Moralisirerei und Tngcnd- Salbaderei! Politische Uebcrsicht. — Am 13. Oktober haben sich die Häuptlinge(um einen kürzlich uns vom„Frankfurter Beobachrer" gütigst applizirten liebenswürdigen Ausdruck zu geeigneterer Anwendung zu bringen) der„deutschen Volkspartei" zu Frankfurt versammelt. Außer Frankfurt waren 24 Orte vertreten. Es wurden ein Programm und eine Organisation entworfen, die beide einer Commission zur endgültigen Redaktion überwiesen sind und dem nächste» Congreß der Volkspartei vorgelegt werden sollen. Schon der Name„Deutsche Volkspartei" sagt, daß diese Partei auf nationalem Boden steht. Wenn die Volkspartei solchergestalt die zwischen den Völkern ge- zogenen Grenzen und damit die Nationalitätenlehre aner- kennt, so wird kaum dies etwas gemildert dadurch, daß der Pro- gramm-Entwurs alle Kriege als„verdammungswürdige Schädi- gungcn aller Kultur- und FreiheitSinteressen" bezeichnet. Der Entwurf der Volkspartei verlangt: „Rastlose und energische Arbeit ihrer Mitglieder auf allen Ge- „bieten des öffentlichen Lebens, unausgesetzte Thätigkeit in Ver- „einen, Versammlungen und in der Presse; in Sachen politischer „Wahlen unter allen Umständen die Betheiligung an der Agi- „tation als wirksamstes Mittel der Volksauftlärung und politi- „schen Bildung, dieser wesentlichen Grundlage dauernder Frei- „heitSzustände." Wer die Parteiverhältniffe Deutschlands zu überschauen vermag, der weiß, daß die„Deutsche Volkspartei" außer aus einen kleinen Theil der Bourgeoisie nur auf das Klcinbürgerthum rechnen kann. DaS Kleinbürgerthum ist eine im Untergange begriffene Klasse der heutigen Gesellschaft; eingekeilt zwischen Proletariat und Bourgeoisie wird eS durch die mächtigen Stöße der Concurrenz unaashalt- sam auf die Seite des Proletariats gedrängt. Eine Partei aber, die sich auf eine untergehende Klasse stützt, kann keine Zukunft haben, und rechnen wir noch hinzu, daß das Kleinbürgerthum zum weitaus größten Theil, seine gesellschaftliche Stellung völlig ver- kennend, nach den Antrieben der kleinlichsten persönlichen Unter- essen, nach den Eingebungen d.s unmittelbaren Egoismus handelt, so kommen wir zu dem Resultate, daß die obigen schönen Worte von„rastloser und energischer Arbeit" von„Betheiligung an der Agitation unter allen Umständen" wohl keine Wirkung erzielen werden, außer als Makulatur. Eine solche Arbeit und Agitation, wie sie der Programm-Entwurf vorschreibt, verlangt ungeheure Opfer; die Fähigkeit und den Willen zu solchen Opfern aber be- sitzt weder eine andere Klasse als die Arbeiterklasse, noch eine andere Partei als die Arbeiterpartei. Das ist eine Thatsache, die an Hunderten von Exempeln erhärtet werden kann. Da wir demnach eine erfolgreiche Agitation von Seiten der„Deuffchen Volkspartei" nicht zu erwarten haben, so können wir selbstverständ- lich schon von vornherein wenig Werth darauf legen, wie sie sich gegenüber den sozialen Fragen zu verhalten gedenkt. Im Ge- gensatz zu dem alten verschwommenen„Programm" besagt nämlich der Entwurf, nachdem er die bekannten Forderungen der„Grund- rechte", Trennung von Staat und Kirche u. s. w. aufgenommen: „Die deutsche Volkspartei spricht sich für Förderung des Ge- „noffenschaftswesens, namentlich der Gewerkvereine und Pro- „duktiv-Genossenschaften aus. Sie erstrebt auf dem Wege „der Gesetzgebung zunächst Hebung des gesammten Schulwesens; „Unentgeltl:chkeit des Unterrichts an allen Lehranstalten deS „Staates und der Gemeinden; Errichtung von Fortbildungs- „schulen; Verbot der gewerbsmäßigen Kinderarbeit; „Aufhebung aller zum Nachtheil einzelner Gesell- „schaftSklassen noch bestehenden Ausnahmegesetze, Auf- „Hebung aller Privilegien und Monopole; ausrei- „chende Bestimmungen wider den Mißbrauch des großen „Kapital- und Grundbesitzes; ausgedehnte Haftpflicht „der Unternehmer gegenüber den unverschuldet im Geschäfts- „betrieb beschädigten Personen; unbeschränkte Coalititions- „freiheit und endlich Beseitigung der indirekten Steuern mit „Progressivsätzen." Was hier die Versammlung der Volkspartei unter„Genossen- schaflswesen" versteht, gründet sich wohl auf die Selbsthülfe, da von einer andern Hülfe Nichts gesagt ist. Ohne Freunde der „Staatshülfe" zu sein, fällt es uns hier nicht schwer, die Pferde- ftiße der Herren Schultze-D elitzsch und Max Hirsch zu er- kennen. Sollte die Volkspartei wirklich gesonnen sein, sich den Harmonie-Aposteln auf socialem Gebiete zu nähern— Schultze- Delitzsch und Max Hirsch würden zweifelsohne, nachdem sie den Programm- Entwurf zu Ende gelesen, die armen VolkSparteiler als „blutrothe Communrsten" an's Kreuz der öffentlichen Meinung schlagen. Im spießbürgerlichen Frankfurt hat man, wie es scheint, die Bedeutung der Forderung:„Aushebung aller Privilegien und Monopole!" nicht zu würdigen verstanden. Die Aufhebung aller Privilegien bedeutet gar nichts Anderes als die gesell- schaftliche Gleichberechtigung, den verwirklichtenSozia- lismus, waS freilich erst dann erreicht sein wird, wenn das größte und infamste Privilegium, die Ausbeutung der großen Masse durch einige Wenige, und ihr Auswuchs, die Klassenherr- schast beseitigt sein wird. Die letzte Consequenz dieser von der Volkspartei ausgestellten Forderung ist also nichts Geringeres als der sozialdemokratische«Staat, die rothe Republik— waS man in der„Frankfurter Zeitung" so gern„kommnnistische Hirngespinnste" zu nennen pflegt. Nicht viel anders ist'S mit den „ausreichenden Bestimmungen" gegen Mißbrauch des großen Kapi- tat- und Grundbesitzes, die das Programm verlangt; sobald diese Bestimmungen im vollen Sinn des Wortes„ausreichen", ist chie Gesellschaft sozialistisch geworden.— Doch wir ahnen schon, wie einigen Bourgeois Demokraten die Haut schauert! Heraus mit solchen„rothen" Forderungen aus dem Programm der„deutschen Volkspartci!"— Genug des graus rmen Spiels! Wenn sich die Volkspartei die angezogenen Punkte ihres Programms genauer an- sieht, so wird sie selbst sich überzeugen, daß die Conscquenzen der- selben eine„deutsche Volkspartei gar nicht dulden; wenn also die Herren ihr künftiges Programm nicht zu einem Album der Phra- seologie gestalten wollen, so mögen sie die Finger von dem lassen, was nicht ihres Amtes ist! — Endlich soll Ernst gemacht werden in dem großen„Kul- turkamps" des irdischen GenSd'armen„Zaruck"*) gegen den himmlischen GenSd'armen„Zurück"! Die„Provinzialcorre- spondenz" hat es polternd verkündigt; die nationalliberale Presse zieht einen tüchtigen Lnfivorraih in die Lunge, um den Feind in ächt chinesischer Weise durch ein markerschütterndes Gebrülle in'S Bockshorn jagen und unserem„Percy"(Heißsporn) eine noch nie dagewesene Hurrahsalve ausbringe» zu können, und der„Feind" —" würde sich den„Kulturkämpfer" Bismarck erfinden, wenn derselbe„durch GotteS gnädige Fügung" nicht schon da wäre. Wir sehen dem bevorstehenden Spektakelakt, der Katzbalgerei, mit vollkommener Gleichgiltigkeit entgegen,— ob die himmlische Gens- d'armerie die schwarz-weiße Kokarde trägt oder nicht, sie wird unter dem Schutz der irdischen Gensd'armerie das Werk der Volks- verdummung mit ungeschwächten Kräften fortsetzen. Jndeß ist nicht zu bezweifeln, daß die himmlische GenSd'armerie siegen wird — es wäre das e-ste Mal, daß sie der irdischen GenSd'armerie erläge. Ernst ist der Kulturkampf blos für Achilles-Bismarck, verrauch hier de» Mund zu voll genommen und sich verplämpert hat.— — Spaßhaft. Ter Dichter des famosen: Heil unserem Heyl! hat sich— wohl durch die Bemerkung der„Frankfurter� Zeitung" aufmersam gemacht— nachträglich davon überzeugt� *) Nante, der glaßbrennerische Eckensteher, benamste so weiland in der guten alten Zeit, wo Glaßbrenner noch nicht selbst für„Zaruck' schwärmte, den preußischen GenSd'armen, weil dessen Schlag- und Lieb- lingswort dem Volk gegenüber„Zaruck!"(preußisch-deutsch für Zurück) ist.- welche Dummheit er begangen, indem er die Summe des von dem besungenen Musterfabrikanten in Jahresfrist ausgezahlten Lohnes angab. Er hat deshalb in den späteren Auflagen seines Lobliedes die verrätherische Ziffer weggelassen, dagegen ein paar neue Psalmstrophen hinzugefügt. Siehe z. B. die„Hessischen Volts- blätter" vom 9. ds. Mts. Wir hoffen, daß einer unserer Wormser Parteigenossen unS ein sozialdemokratisches Lied auf„un- seni" Heyl singen wird, und legen Letzteren bis dahin in das Redaktionspult. — Der„Berliner Börsencourier", ein Börsenblatt mit poli- tisch fort-, d. h.-rückschrittlicher Tendenz, bringt Aufklärungen über das Interesse, welches das Hohenzollern'sche Königshaus für den Pfaffen Quistorp zeigt.„Was übrigens," heißt es da,„die Theilnahme der„höchsten Kreise" an der Entwirrung des Gordi- schen KnotenS Quistorp'scher Verhältniffe betrifft, so kann ich Ihnen darüber folgende interessante Daten mittheilen. Die Königin- Witwe Elisabeth ist glückliche Besitzerin mehrerer Hunderttau- send Thaler Quistorp'scher Werthe. Prinz Carl, der Bruder des Kaisers, hat bedeutende Terraingefchäftc bei Potsdam mit Qui- storp gemacht, der auf die von dem Prinzen erworbenen Terrains hin einen„Bauvercin Potsdam" mit einem Kapital von 200,000 Thlrn.(die Aktien sind nicht emittirt) gegründet hat. Auf diesen Terrains nun sind Straßenanlagen angefangen, Bauten begonnen, die jetzt natürlich von der Gesellschaft nickt weiter geführt werden könnten. Der Prinz sähe sich daher in der Nothwendigkeit, un- freiwilliger Bebauer einiger Sandstrecken in der Umgegend Pots- dams zu werden. Die Firmen, die dem Hilfscomite beitraten, haben zum größten Theil dies durchaus nicht um Herrn QuistorpÄ oder dessen Bank willen gethan, sondern nach dem Grundsatze: „Eine Hand wäscht die andere", um Herrn von Dechend, dem Präsidenten der preußischen Bank, einen Gefallen zu erweisen. Würden die Vereinsbank und die Westendgescllschast in Concurs gerathen, so wäre die Stellung des Herrn von Dechend stark er- schüttert, wenn er auch selbst verreist war, als die Bank dem Herrn Quistorp zum erstenmal unter die Arme griff." Eine Lehre läßt sich jedenfalls aus Obigem ziehen und alle „Patrioten", Reichsfreunde und Verehrer unserer heutigen Zustände mögen sie beherzigen: werde ein Quistorp und die Fürsten werden an Dir ein Wohlgefallen haben! Eifer, womit uns der„Neue" den Berliner Arbeitern zu denun- ziren sucht, zeigt uns, wie sehr er für seinen Einfluß fürchtet. Nun, wir hoffen ihm noch manche tüchtige Suppe einzubrocken, und gelüstet es die Herren Hasselmann und Comp, nach noch mehr— wir stehen zu Diensten! A«nere Partei-, Berwaltuags-»»d OrgauisationS- Angelegenheiten. Auf der Generalversammlung der Gewerkschaft der Holzarbeiter, welche am 6. und 7. October zu Nürnberg stattfand, wurve Par- teigenoffe Aorck zum Vorsitzenden deS Ausschusses genannter Ge- werkschafl und zum Revakteur des nunmehr 14 täglich erscheinenden Circulairs der Holzarbeiter wiedergewählt. Herr Horck hat die Wahl angenommen, und in Folge dessen, entsprechend dem Be- schluß des diesjährigen Parteicongresscs, daS von ihm seit länger als zwei Jahren verwaltete Amt des Parteisekretairs niedergelegt. Es bedarf keiner besondern Versicherung, daß Aorck nach wie vor soweit als möglich und nöthig seine Kräfte ver Partei widmen wird. — Der Bericht eines unserer Berliner Parteigenollcn in Nr. 96 hat der Redaktion des„Neuen" einen Wuthkrampfanfall zuge- zogen. Wir bekennen, wir amüsiren uns stetS, wenn der„Neue" mit den ausgesuchtesten saftigsten Schimpsworten uns regalirt, denn ohne diese Zuthat der Haffelmann Tölcke'schen Küche ist er in den meisten Fällen für uns ungenießbar. Daß neben dem saftigen Schimpfen wir unS auch einige Verdrehungen des von uns Ge- sagten gefallen lassen müssen, ist selbstverständlich. Das Lügen gehört bei der Redaktion des„Neuen" nun einmal zum Handwerk und der„Neue" wäre nicht was er ist, wenn er die Wahrheit sagte. So wird die von unserm Berichterstatter behauptete Thatsache, Hasenklever habe bei Ausbruch des Kriegs für die Kriegsanleihe gestimmt, als Lüge und Verleumdung bezeichnet, und damit wegzu- eskamotiren gesucht, daß Hasenklever am 28. November, als bereits Frankreich im dritten Monat der Republik und auch im Allgem. deutschen Arb.-Ver. ein sehr merklicher Umschlag der früheren pa- triotischen Stimmung eingetreten war, gegen die zweite Kriegsan- leihe stimmte. ES habe» also nicht unser Berichterstatter und der „Volksstaat" die Wahrheit verdreht, sondern vielmehr der würdige „Neue". Wir glauben recht gern, daß es Herrn Hasenklever wie der Redaktion des„Neuen" äußerst unangenehm rst, heute, wo die Segnungen des IahreS 1870 vor Aller Augen offen liegen und für keinen halbwegs Kundigen mehr zweifelhast ist, daß der„hei- lige Krieg", statt ein„Vertheidigungs- und BefreiungS- krieg" zu sein, einfach ein von langer Hand und deut- scher Seite geplanter Eroberungskrieg war, an ihre un- würdige Haltung von damals erinnert zu werden. Aber was den Herren vom„Neuen" unangenehm ist, macht uns Vergnügen, und so constatiren wir denn auf's Neue, wie wir daS bereits in Nr. 71 ds. Jahres gethan: 1. Herr Hasenklever und Herr von Schweitzer haben bei Ausbruch des deutsch- französischen Kriegs im Juli 1370 für die Kriegsanleihe von 100 Millionen und für die vom Norddeutschen Reichstag an den König von Preußen gerichtete servile Adresse gestimmt. 2. Der Patriotismus des Herrn Hasenklever war im Mo- nat August— möglicherweise begünstigt durch die Hunds- tage— auf eine solche Höhe gestiegen, daß er im Auf- trag des Herrn von Schweitzer nach Leipzig reiste, um in einer Versammlung, in welcher ihn Leipziger Stuben- ten und Bourgeois unterstützten, gegen die„Landes- verräther" Liebknecht und Bebel zu agitiren. Mitglieder des Allg. deutschen Arb.-Ver. zogen nach jener Versammlung nach der Liebknecht'schen Wohnung, um unter Absingung„der Wacht am Rhein" ihren patrioti- schen Gefühlen durch Fenstereinwerfen Luft zu machen. 3. Während die sozialdemokratische Arbeiterpartei nach Ver- kündigung der Republik überall in Deutschland gegen die Fortsetzung des Kriegs und die Annexionen agitirte, aus diesem Grunde überall verfolgt, ihr Parteiorgan im Norden Deutschlands verboten und zahlreiche Mitglieder von ihr gefangen gesetzt wurden, hat der unter der Re- daktion der Herren Schweitzer, Hasenklever und Hassel- mann stehende„Sozialdemokrat" die feigste Haltung gezeigt und erfreute sich nebst dem Allg. deutschen Arb.- Ver. allgemeiner Nichtbehelligung. 4. Während unsere Vertreter Liebknecht und Bebel in der Herbstsession des Jahres 1870 mannhaft und rücksichtS- loS für die Interessen des Proletariats im Reichstag ein- traten und gegen die Fortsetzung deS Kriegs und die Annexionen energisch ankämpften, zogen es die Herren von Schweitzer und Hasenklever vor, zu schweigen und sich mit der Abstimmung„gegen" zu begnügen, zu welch letzterer Handlung sie außerdem durch die Stimmung im Berein selbst gezwungen waren. Wir fordern den„Neuen" auf, die hier angeführten Thatsachen zu bestreiten, wenn er dazu die Stirn hat. Zum Schluß aber sei ihm noch gesagt, daß daS Schweitzer'sche Manöver, Angriffe, die gegen die eigne werthe Person gerichtet sind, als Angriffe ge gen die Arbeiter im Allgemeinen oder, wie im vorliegenden Falle, als Angriffe gegen die Berliner Arbeiter zu denunziren, nicht mehr verfängt. Zum Glück ist der„Volksstaat" in'Berlin bereits so verbreitet, daß auf 7V-„Neue" ein„Volksstaat" kommt, also stark genug, um in den größeren Fabriken und unter den denken- den Arbeitern Berlins fewen Schwindel aufzudecken. Gerade der Gewerksqenossenschaftliches. Verband für Buchbinder. Leipzig, 9. October. Wir machen unseren auswärtigen Ver- bandSmitgliedern bekannt, daß Sonnabend den 4. October der Tarif den Prinzipalen vorgelegt wurde. Dieselben wurden gleich- zeitig gebeten, bis Freitag den 10. October eine bestimmte Ec- klärung abzugeben, an welchem Tage nach Beschluß der General- Versammlung eine allgemeine Versammlung stattsiudet. Sonnabend den 11. October wird alsdann überall, wo der Tarif nicht an- genommen wurde, gekündigt werden.— Wir wollen den Collezen ferner noch einen Einblick in unsere gegenwärtigen Verhältniffe geben. Daß den Prinzipalen, und besonders den älteren, die Vor- legung unseres Tarifs etwas ungewöhnt vorkam und sie deshalb in kräftigen WulhauSbrüchen ihrem Herzen Luft machten, darf nicht wundern. Ist es doch das erste Mal, daß die hiesigen Ge- Hilfen den Preis ihrer Arbeitskraft bestimmen! Man schreit daher von verschiedeneu Seiten über Eingriffe in die Rechte des Prin- zipals. Wie verkehrt und einseitig ist diese Ansicht! Jeder Ver- käuser von irgend welcher Waare bestimmt selbst den Preis und sieht soviel wie möglich dafür zu erhalten,— nur dem Arbeiter wird dieses Recht abgesprochen, er soll mit dem zufrieden sein, waS man in Gnaden bewilligt! Jedoch wir können dies den Prin- zipalen nicht übel nehmen, die Arbeiter sind selbst Schuld daran. Hätten die Buchbinder früher fest an ihren Vereinigungen gehalten, brauchten sie gegenwärtig, wo alle anderen Corporationen das längst erreicht haben, waö sie erst erreichen wollen, diese Ersah- rungen nicht zu machen. Die geehrten Prinzipale sind verwöhnt durch die deoote Haltung ihrer Arbeiter. Anfangs schienen ver- schiedene größere Prinzipale dem Tarif keine Schwierigkeiten be reiten zu wollen, doch hat sich die Stimmung sehr schnell geändert, waS jedenfalls seinen Grunv darin hat, daß ein anonymer Brief an sämmtliche Buchbindereien kam, worin die Prinzipale aufge- fordert wurden, den Tarif nicht anzunehmen, vielmehr sämmtliche VerbandSmitglieder zu entlassen!— Gut gebrüllt, Löwe! Der Anonymus wagt sich mit seinem Namen, scheint es, deshalb nicht heraus, weil er zu bekannt ist. Doch die Leipziger College» lassen sich durck alle diese Ein- schüchterungen nicht äbhalten, unter den gegenwärtig günstig zu nennenden Verhältnissen nach ihrem Ziele weiter zu steuern. Durch daS muthige Aushalten der Collezen in Hannover im Frühjahre und die zugesagte kräftige Unterstützung des Buchdrucker-Berbandes sind sie entschlossen, da wo man den Kampf haben wiK, denselben aufzunehmen. Ferner müssen wir mittheilcn, daß man bereits in Chemnitz, Berlin und Stuttgart Gehilfen sucht, um daS Vorhaben der hiesigen Gehilfen durch Zuzug Auswärtiger zu vereiteln. Es scheint daher geboten, daß alle Verein: allgemeine Versammlungen ein- berufen und den Collegen die Solidarität der Interessen vorführen und welche Folgen cS haben muß, wenn man den Leipziger Col- legen durch Zureise Concurrenz macht. Bedenken die Collegen, daß zwei Drittel der hier arbeitenden Gehilfen Familienväter sind;— eS wird dann denselben klar werden, daß wir nickt nur der moralischen, sondern auch der thatkrästizen materiellen Unter- stützung aller Collegen bedürfen. Da unsere Zeitung nur alle vierzehn Tage erscheint, werden wir das, waS inzwischen nochwendig ist, im„Volksstaat" bekannt machen. — 11. October. Die gestern abgehaltene allgem. Buchbinder- Versammlung, vom besten Geiste beseelt, beschloß, den Tarif mit einigen kleinen Abänderungen heute den Prinzipalen nochmals vor- zulegen, bis Abends Antwort zu verlangen und bei Ablehnung sofort zu kündigen. Angenommen wurde der Tarif in 5 Offizinen. U, G. NB. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck des Vorstehenden gebeten. Gewerkschaft der Holzarbeiter. Durch verschiedene Umstände verhindert, können wir heute erst einen kurzen Bericht des vom 4. bis 7. Ottober in Nürnberg stattgehabten CongresseS geben, verweisen aber zugleich auf daS in kürzester Zeit gedruckt erscheinende Protokoll, welches die Verhand- lungen sehr ausführlich bringen und zum Kostenpreise verbreitet �werden wird, weshalb wir schon jetzt dessen Anschaffung allen ! Gewerkschaftsmitgliedern dringend empfehlen. Anwesend waren 19 Delegirte auS den verschiedensten Gegen- den Deutschlands, und zumeist die Holzarbeiter der größeren Stävte in ncnnenswerther Zahl vertreten: Augsburg durch C. Trautner, Altona durch H. Somann, Dresden durch I. PeterS, Braun- schweig durch E. Schemmel, Cöln durch H. Küppers, Berlin durch Fr. Arnold. Erfurt hatte zwei Delegirte: E. KrathauS und I. Rudolph, Hamburg als Delegirte E. Prey und Th. Hork ge- sandt, desgleichen waren noch anwesend H. Bahnert auS Gablenj bei Chemnitz, O. Stelzer aus Leipzig, A. Ziecfaß aus Mainz, I. Schmidt auS München, E. Ries aus Nürnberg, I. Stich aus Regensburg, E. Wilvstacke aus Stade und C. Bauer und Härtel aus Schweinau. Im Ganzen waren etwa 30 Orte mit 3500 Mitgliedern ver- treten, von welchen ca. 2700 der Gewerkschaft angehörten. Um den Raum dcc-„Volksstaat" nicht unnöthiz in Anspruch zu nehmen,. unterlassen wir es, auf die Verhandlungen der ver- schiedenen Sitzungen näher einzugehen und bemerken nur, daß der Congreß den Erwartungen vollständig entsprochen hat, die an denselben gestellt waren, indem durch die gefaßten Beschlüsse in erster Linie die Vereinigung der Fachoereine mit der Gewerkschaft angebahnt, ferner auch wesentliche Verbesserungen des Statuts vorgenommen, und waS ganz besonders für die weitere Fortentwicke- lung der Gewerkschaft ins Gewicht fällt, die Gründung eines eignen GewerkschaftSorganes für die Holzarbeiter beschlossen wurde. Durch folgende, vom Congreß einstimmig gefaßte Resolution: „Der Congreß beschließt, den bestehenden Fachvereinen der Holz- arbeiter-Gewerke unter Entbindung von dem zu zahlenden Ein- trittsgeld und der im tz 7 d. G.-St..vorgeschriebenen Probe- zeit, sowie unter Belassung ihrer lokalen Verwaltungs-Einrich- tungen, jedoch ohne sonstige Bevorzugung deren Mitglieder den Mitgliedern der Gewerkschaft gegenüber den Beitritt zur Ge- werkschaft offen zu halten, sofern dieselben in Corpore sich an- schließen und dieser Anschluß bis zum 1. Januar 1874 erfolgt", ist den Mitgliedern der Fachvereine der Anschluß so sehr erleich- tert, daß hoffentlick binnen kurzer Zei der Uebertritt erfolgen und die Vereinigung aller Holzarbeiter in Deutschland bedeutende Fort- schritte machen wird. Mit einem Worte, der Congreß war sich seiner Aufgabe vollkommen bewußt, und hat dieselbe zu allseitiger Zuftiedenheit, auch der Delegirte» der Fachvereine, zu lösen ver- standen. Und nun, Gewakszenossen, vorwärts zu rüstiger Agita tion, damit im folgenden Jahre noch größere Fortschritte gemacht werden, als im verflossenen. Thue Jeder feine Schuldigkett, und unsere Gewerkschaft wird bald eine achtunggebietende Mitglieder zahl repräsentiren, und noch besser als bislang allen billigen An sprüchen der Mitglieder gerecht werden können. Nürnberg, den 8. Ottober 1873. Mit Gruß und Handschlag Th. �orck. Internationale MetaUarbeitergetverksaenossenschaft. Chemnitz, 14. Oktober. Auf�Aissuchen Werdau'S, in dessen Mitgliedschaft sich ein Mitglied mit starker Familie in den traurig- sten Verhältnissen befindet und in Anbetracht, daß dasselbe jeder- zeit seinen Pflichten auf daS Pünktlichste nachgekommen, entschied der Vorort nach Kenntnißnahme der Sachlage für diesen außer- gewöhnlichen Fall an die Mildthätiakeit unserer Mitglieder zu appelliren, und ersuchen wir die betr. Bevollmächtigten und Kassirer, die erhobenen freiwilligen Beiträge sobald wie möglich an den Ortskassirer K. Erdmann Schellenberg, Werdau, Johannis- platz 335 zu senden. Zugleich werden die Mitgliedschaften darauf aufmerksam ge- macht, in kürzester Zeit die ihnen zugesendeten statistischen For- mulare auszufüllen, sowie das Resultat der Urabstimmung hieher zu senden, damit in keiner Weise eine Verzögerung entstehe. Ferner mögen diejenigen Mitglieder benannter Gewerkschaft, welche sich zur Agitation eignen und vielleicht gewillt sind, ihren jetzigen Aufenthalt zu wechseln, ihre Mittheilungen an Unterzeich- neten gelangen lassen. Für den Ausschuß: Rich. E. I. Wolf. NB. Diejenigen Mitgliedschaften, welche mit ihren Abrechnun- gen noch im Rückstände sind, wollen dieselben baldigst einsenden, lyidrigenfallS Ende dieses Monats öffentlich namentliche Erinne- nmg stattfindet. D. O. Internationale Gewerkschaft der Maurer und Zimmrer Araunlchweig. Im vorigen Monat erging mehrmals die Aufforderung an uns, einen Agitator nach Koburg und Eisenadj zu senden, da es mit den beiden Mitgliedschaften schleckt bestellt sei. In Eisenach wäre es beinahe zur Auflösung gekommen, auch hatte man schon beschlossen, der Holzarbeiter-Gewerkschaft beizu- treten. In Koburg war die Mitgliedschaft noch lebensfähig, aber die meisten Mitglieder hatten kein Interesse mehr für die Sache und wollten auck keine Beittäge mehr zahlen, weil man das Ver trauen zu der Verwaltung verloren hatte. Die Dresdner Vororts- Verwaltung war auch eine äußerst säumige; es wurden an sie gerichtete Briefe nur spärlich oder erst nach langer Zeit, oder auch gar nicht beantwortet. Ebenso säumig war selbige in der Auf klärung der wichtigsten Fragen, sowie auch mit dem Versenden vet verlangten Materials. Die Vorortsvcrwaltung in Braunschweiz beschloß deshalb, einen Fachmann nach beiden Orten zu schicke» um dort zu aigitiren und die Sachen zu regeln. Einstimmif wurde Unterzeichneter dazu gewählt. Sonnabend, den 27. Sepi-' begab ich mich nach Essenach. Abends war Versammlung in F» ber's Lokal, wo sich alle, welche noch Interesse für die Sach hatten, einfanden. Man wählte W. Brenz zum Borsitzenden unk eriheilie mir das Wort. Ich tadelte die Lauheit der Mitglieve' scharf, man entgegnete mir jedock, die Schuld daran trage d frühere Vorort Dresden, weil man von dort erst nach mehrere� Wocken mit Material versehen worden sei. Der Borsitzende hal die Leute von einer Versammlung zur andern vertrösten müsse> und somit sei das Interesse für die Sache verloren gegange Auch ein Hulmacher, Mitglied der Holzarbeiter-Gewerkschaft, hal sich eingefunden. Derselbe behauptete, für Eisenach sei eine G werkschaft unserer Branche nicht nöthig, da schon die Holzarbeiter-! Gewerkschaft cxistire. Diese Behauptung wurde als praktisch falf zurückgewiesen und ich empfahl den Mitgliedern, das volle Ve- trauen zu der jetzigen Verwaltung zu hegen. Darauf beschb man einstimmig, unserer Gewerkschaft treu zu bleiben und selbige mit aller Energie zu wirken. Sonntag, den 28. Sep begab ich mick nach Koburg, wo ebenfalls im dortigen Schütze: hause eine Versammlung unserer dortigen Fachgenossen anberaM war. Der Bevollmächtigte, Stubenrauch, eröffnete die Versam:. lung und wurde zum Vorsitzenden gewählt und ertheilte mir d� Wort. Ich beantwortete zunächst die schon früher an Dresve- und später an unS gerichteten Fragen und erklärte die Prinzips der Gewerkschaften unter Beifall der Anwesenden. Auch hier klagte man sich bitter über die Lauheit der früheren Berwaltm durch die denn auch schließlich das Vcrttauen zu selbiger verlo gegangen ist. Man war sich überhaupt noch nicht klar über nothwendigsten Punkte, denn ein Mitglied meinte irrthümlich, würden zweierlei Statuten geführt, womit er ein Statut für d Bevollmächtigten meinte, welches nebenbei noch mit einer Geschäft und Kassenordnung versehen ist. Ich erklärte demselben, daß dies» nothwendig sei um in Versammlungen Ordnung zu halten u» daS Kassenwesen besser regeln zu können. Dann nahm Part» genösse Krämer das Wort und rügte, daß man den Mitglied:» der sozialdemokratischen Arbeiterpartei zu den Gewerkschasts-V» Handlungen den Zutritt versagt hatte, trotzdem sich dieselben ffd für die Sache interesstrten. Ich erklärte, daß ich ebenfalls Part» Mitglied sei und forderte die Anwesenden auf, ebenfalls in selbiz einzutreten und mit derselben Hand in Hand zu gehen. Es wuck nun beschlossen, den Parteimitglieder» freien Zutritt zu gestatte" und wurde Freund Krämer beaufttagt, für die nächsten VtrsaM>" lungen das Referat über das Gewer kschaftsftatut zu geben, da 1 in der Gewerkschaft noch an intelligenten Kräften fehle. Nachd» ich noch den Anwesenden das volle Bertranen zar jetzigen Ver- waltung empfohlen und versprochen hatte, daß selbige nach Kräften ihre Pflicht erfüllen werde, wurde einstimmig beschlossen, entschieden für die Gewerkschaft zu agitiren. Noch sei erwähnt, daß unsere Fachgenossen in Koburg trotz der hohen Miethe und Lebensmittel- preise bei 11 stündiger Arbeitszeit wöchentlich nicht über 4 Thaler verdienen. Montags fuhr ich über Eisenach zurück nach Gotha, um auch dort, wenn möglich, eine Versammlung abzuhalten, jedoch stand dem dortigen Bevollmächtigten Huppel kein Lokal zur Ver- fügung; auch ist die dortige Mitgliedschaft sehr gut, selbige zählt 71 Mitglieder, wovon 68 auch der Krankenkasse angehören. Abend» fand eine gemächliche Zusammenkunft statt, zu der die Borstände der verschiedenen Gewerkschaften erschienen waren. Ich gab den Fachgenossen Ausklärung über einige Punkte, welche ebenfalls von Dresden unberücksichtigt gelassen waren, und fuhr am andern Morgen nach Braunschweig zurück. Auch nach Köln und Königsberg verlangt man Agitatoren. In Köln haben 26 Meister Statuten entworfen.§ 1 lautet: Schutz gegen die Willkür der Gesellen u. s. w. Also dort muß unserseits etwas geschehen, und beschloß die Vororts-Verwaltung, einen Fachmann dort hinzusenden. Daß nun solche Agitation Geld kostet, weiß jedes Mitglied, darum fordern wir besonders die Mitgliedschaften Dresden, Leipzig, Schwarzenbach a. d. Saale, Cöln, Augsburg, Regensburg, Geestendorf bei Bremerhaven, Passau u. a. m. ans, baldigst ihren Pflichten gegen die Hauptkasse zu genügen, damit Abrechnung erfolgen kann. Von nachstehenden Mit- gliedschaften sind bis dato Beiträge eingegangen: IS. Juli von Chemnitz für April und Mai 11 Thlr. 24 Sgr. 7 Pfg.; 16. Juli von Nürnberg 1 Thlr. 23 Sgr. 7 Pfg.; 9. September von Gotha M THlr.; 9. Sept. von Koburg 7 Thlr.; 10. Sept. von Chemnitz 5uni; Juli 8 Thlr. 5 Sgr.; 16. Sept. von Schöningen Juli, August 3 Thlr. 8 Sgr.; 23. Sept. von Nürnberg 4 Thlr. 27 Sgr. i Pfz.; 30. Sept. von Braunschweig Juni, Juli, August, September 37 Thlr. 26 Sgr. Wenn die Vorortsverwaltung bis dato kein Für und Wider über die unlängst in Dresden gefaßten Beschlüsse in Betreff der »Arbeiterbörse und des Bauhandwerkertags" abgab, so ist der Grund hiervon, weil man dieses nicht der Mühe werth hielt, da diese Projekte nach dem jetzigen Stande der Dinge unausführbar sind. Wir sind mit dem Artikel„Arbeiterbörse" im„Volksstaat" völlig einverstanden. Ebenfalls mußte die von Dresden an uns gerichtete Aufforderung wegen Beschickung des Genfer Congresses von der Hand gewiesen werden, der bedeutenden Kosten wegen. Wenn auf einmal die Dresdner Fachzenossen so agitationseifrig werden, warum denn nicht damals, als man als Verwaltung die strengste Verpflichtung dazu hatte? Den Herrn E. Jaeger in Speyer am Rhein fordere ich auf, nachdem selbiger von uns Statuten erhielt, uns mitzutheilen, ob dort eine Mitgliedschaft gegründet ist oder nicht. Adresse des HauplkassirerS: Wilhelm Weißensee, Kupfertwete No. 8; der Schriftführer wohnt Magnithor No. 6. Im Auftrage der VorortSverwaltung Heinrich Riefe, 1. Borsitzender, Schöppenstedter Straße No. 50. Correjpoudenzen. Sache ist adressiren (Deutsche; Vor. Presden, 13. Oetober. Töpfer! Collegen! Noch befinden wir uns im Kampfe mit unseren Arbeitgebern. Alle Register werden gezogen, um uns ins Mauseloch zu jagen. Wir sind uns bewußt, aus dem R-chtsstandpunkte zu stehen, den der Mensch als Mensch ein Recht hat zu beanspruchen. Ein Theil unserer unver- heiratheten, als auch verheiratheten Collegen ist abgereist; wir haben sie mit Reisegeld unterstützt, aber ein großer Theil erwartet von uns, daß wir sie vor äußerster Roth schlitzen. Nur geringe Unterstützung ist uns bis jetzt von außerhalb zu Theil geworden, wir bitten Euch nochmals, Collegen, Alles zu thun, was in Euren Kräften steht, uns zu unterstützen. Unsere die Eure. Zusendungen von Unterstützungen sind zu an unseren Kassirer Herrn Schade, Palmstraße 15 palle). Zuzug wird gewarnt. Das Comits. Z>e«ben, 9. Oktober. Gestern hatten wir hier wieder Volks- Versammlung; war schon die vor acht Tagen abgehaltene sehr gut besucht, so müssen wir doch gestehen, daß dieses Mal unsere kühnsten Hoffnungen übertroffen wurden. Schon dreiviertel 8 Uhr war der Saal überfüllt, obgleich die Versammlung erst um 3 Uhr angezeigt war. Bis zum letzten Fleckchen war alles besetzt. Viele wußten umkehren, da kein Platzchen mehr zu finden war. Nach kurzen einleitenden Worten des Vorsitzenden ergriff Auer das Wort, um über das Thema:„Die göttliche Weltordnung" zu veferiren. In siebenviertelstündigem Vortrag entwickelte er seine Ansichten über dieses immerhin wichtige Thema. An der Hand der Bibel, der Geschichte und der Lebenserfahrung zeigte er, daß das, was man dem Volke als göttliche Anordnung hinstellt, nichts anderes ist, als pures Menschenwerk, daß wie in allen weltlichen, so auch in den sogenannten göttlichen Angelegenheiten es immer die Macht und der Wille Einzelner gewesen ist, was dem Volke als Gotteswerk vorgespiegelt wurde. Die neueste Geschichte, so wemte der Redner, zeige so recht, für was der liebe Herrgott nicht alles herhalten müsse, da jage ein„von Gottes Gnaden" ein- Letzter Regent seinen ebenfalls„von Gottes Gnaden" regierenden �oruder-Regenten von Krone und Land davon und regiert dann wi„Namen Gottes" weiter. Der Papst, der„Stellvertreter Gottes auf Erden", verfluche den ja auch von„Gottes Gnaden" Agierenden König von Italien. In Frankreich regierte„Napo- leon III.«; gesegnet von Papst und Priester, von den Franzosen davon gejagt, erklärten eS die französischen Pfaffen als eine„An- ordnung Gottes", daß eS so gekommen und jetzt ordnet wahr- scheinlich der liebe Gott an, daß„Henri V." den„Thron seiner Batxr" besteigt und dann regiert der in„Gottes Namen" weiter, bis sich Franzosen eines Anderen besinnen und auf„göttliche Anordnung" ihren ihnen von Gott gegebenen König wieder aus dem Lande jagen. Die Anwesenden folgten dem Redner mit ür°ßer Aufmerksamkeit und verlief die Versammlung in schönster Ordnung.(„Dresdner Volksbote"). Nerkin, 12. Ott. Die großen Geschäftsstockungen, welche na- wentlich durch die Fallissement« der Bankhäuser in fast>llen größeren Städten Europas, sowie Amerikas herbeigeführt worden sind, scheinen einen großen Theil der Arbeiter nicht allein in ihren döhnen geschmälert resp. brodloS gemacht, sondern auch einen Rück- 'allag ausgeübt zu haben auf ihre geistige Entwicklung. Denn statt gerade durch solche Krisen belehrt zu werden, daß AlleS ungesund, Marsch und faul im Staate Dänemarck und man deshalb mit aller Kraft für die Beseitigung solcher ungesunden Zustände bei- «atrazen hat, hört man höchster?:„Ja eS ist eine böse Zeit! Wer weiß, wie das noch werden wird!" und ähnliche Stoßseufzer.— Energie findet man sehr wenig unter den Arbeitern Berlins, da- gegen recht viel Gleichgültigkeit. Dies sieht man am deutlichsten, wenn man die politischen Versammlungen besucht— immer und immer die alten Gesichter und dann noch in einer so geringen Zahl, daß man glauben möchte, jeder Sinn für das politische Leben sei erstorben. Doch nicht allein von den politischen Vereinen und ganz besonders unfern Partei-Versammlungen in Berlin gilt dies, sondern auch von den Gewerkschaftsversammlungen; fast überall ist die Betheiligung eine gleich schwache. Selbst durch Plakate einberufene Versammlungen können keinen vollen Saal er- zielen. So war zum Sonntag den 5. d. M. eine öffentliche Ci- garren-Arbeiter-Versammlung einberufen, in der der Präsident deS Tabak- Arbeiter-Vereins von England, Herr Cohn aus London, als Vortragender angezeigt war. Man sollte nun doch meinen, daß schon der Titel, den dieser Mann führte und durch welchen wohl eine gewisse Kenntniß der proletarischen Bewegung Englands aus- gesprochen ist, die Arbeiter schaarenweise zu dem Vorttage führen würde, aber das war nicht der Fall, denn beim Beginn des Vor- träges waren höchstens 150 Personen anwesend, die sich später um vielleicht 100 vermehrten. Aus dem Vorttage selbst entnahm man, daß nicht alle Führer der englischen Arbeiter-V-reinigungen der internationalen Berbin- dung der Arbeiter abhold sind, ebenso wenig der politischen Azi- tation, denn speziell der Vortragende gab wiederholt seine Ansicht dahin ab, daß, da das Kapital sich international— oder kosmopolitisch, wie der Redner sich ausdrückte— verbindet, auch die Arbeiter sich international zu vereinigen hätten. Ferner theilte er mit, daß in sämmtlichen Gewerkschaften Anträge zur Bewilligung von Geldmitteln für die Parlamentswahlen vorliegen, welche die Summe von 5000 Pfd. Sterl. repräsentiren, und war Redner der festen lleberzeugunz, daß im nächsten Parlament mindestens 50 Arbeiter sitzen werden. Der eigentliche Zweck der Anwesenheit des Herrn Cohn in Berlin war: um moralische und materielle Unterstützung zu bitten für die seit April ausgesperrten Cigarren- arbeitet in Holland. Dieselben verlangten am 1. April d. I. eine kleine Lohnerhöhung, die Fabrikanten bewilligten diese aber nicht und stellten an ihre Arbeiter noch die unverschämte Forderung: aus dem Tabak Arbeiter-Verein auszuscheiden und nie mehr einem Vereine beizutreten. Als die Arbetter dies zurückwiesen, wurden 1500 Mann auf's Pflaster gesetzt. Muthig gingen sie in den Kampf, trotzdem sie wenig Geld in der Kasse hatten; 6 Wochen lebten sie ohne jede Unterstützung und dann begnügten sich die Unoerheira- theten mit 1'- Thaler, die Verheiratheten mit 2 Thaler die Woche. Obgleich die Fabrikanten alle Hebel in Bewegung setzten, um die Arbeiter kirre zu bekommen, gelang ihnen diese? nicht, im Gegen- theil sah sich ein Theil der Prinzipale im sAngust genothigt zunächst in Utrecht, ihre Forderungen zurückzunehmen und die Lohnforverung der Arbeiter zu bewilligen, die nun noch einen Aufschlag als Eni- schavigung für die lange Aussperrung gemacht hatten. Es arbeiten jetzt etwa 600 Mann, ein großer Theil hat dem Geschäfte valet gesagt, 50 Mann ließen die englischen Cigarren-Arbeiter auf ihre Kosten nach London kommen, um sie dort unterzubringen und ca. 500 sind noch jetzt zu unterstützen. Die englischen Cigarren- Arbeiter und die Diamantschleifer von Rotterdam haben Alles ge- than, um die Strikenden über Wasser zu halten und es ist ihnen bis jetzt auch gelungen, nun aber ist es auch mit ihrer Kraft zu Ende, wenn nicht auch Andere ihren Theil zur Unterstützung bei- tragen; Redner bittet deshalb die Berliner Cigarrenarbeiter, aus ihrer Kasse eine Summe für die Sttikenden zu bewilligen. Herr Cohn schloß mit der Mahnung: wenn die Arbeiter aller Lander solidarisch verbunden, dann, aber auch nur dann werden sie zum Siege gelangen!— Natürlich konnte eS nicht fehlen, daß einige Klapperhelsen des Allgemeinen, welche anwesend waren, ihre Phraseologie an den Mann brachten. Um moralische uud materielle Unterstützung jener Männer, welche sich seit 6 Monaten im Kampfe mit dem Kapital befanden, handelte es sich; statt also die Versammlung für jene Kämpfer zu begeistern, ignorirten sie diese vollständig und zogen über die englischen Arbeiter her, die nach ihnen in der Entwicklung weit hinter den deutschen Arbeitern zurück seien. Der deutsche Ar- beiter wolle keine SttikeS machen, er brauche deshalb auch keine solchen Gewerkschaften wie die Engländer in denen ja doch nur das Geld nutzlos aufgespeichert wird! Das sei Schultze-De- litzsches Sparsystem und dagegen seien die deutschen Arbeiter! Die Arbeiter müssen sich politisch organisiren, um radikal dem Uebel abhelfen zu können, die englischen Arbeiter aber thäten nichts für die politische Bewegung u. s. w. Kurz, was jene Herren an gelernten Phrasen wußten, tischten sie der Versammlung mit großer Emphase auf, und wenn sie dabei gleich alles Thatsächliche auf den Kopf stellten!— Eine wahrhaft vernichtende Kritik über diese Herren übte Fritzsche aus, die er mit den Worten begann:„Wah- rend unsere Brüder in Holland verhungern, streiten wir un« über die Zweckmäßigkeit oder llnzweckmäßigkeit der Gewerkschafts-Ocga- nisation herum."— Welchen Anklang übrigens jene Klapperhel-- den fanden, kann man darnach ermessen, daß die Zahl der Anwe- senden sich während jener Reden bis auf etwa 50 reduzirte.— Agitirt nur recht kräftig weiter in dieser Weise, Ihr Herren vom Allgemeinen, Ihr arbeitet dadurch nur uns, den„Mühlendam- mern", in die Hände! Zum Schluß kann ich noch mittheilen, daß in der letzten ge- schlossenen Mitglieder-Versammlung unserer Partei Johann Jacovy einstimmig zum Kandidaten für sammtliche Wahlbezirke Berlins aufgestellt worden ist!— Areskau im Oktober. In Nr. 90 des„Volksstaat" glaubt ein Leipziger Parteigenosse mir eine kleine Lektion deshalb ertheilen zu müssen, weil ich bei der Motivirung des Breslauer Anttazes auf Auflösung aller Lokaloereine etwaS über das Ziel hinausgeschossen haben soll. Bei näherer Bettachtung seiner Ausführungen crgiebt sich jedoch wie ungerechtfertigt dieser Vorwurf ist. Ich habe in meiner Correspondenz die Opferwilligkeit der.sächsischen Parteige- nossen keineswegs bestritten, ich habe nur deren geringe« Interesse für die Parteiorganisation aus dem Cassenberichte deS Ausschusses nachgewiesen. Wenn der Herr Lettionsertheiler auf die Opfer hinweist, welche die sächsischen Mitglieder zur lokalen Agitation ausgebracht haben und von denselben meint, sie wären, wenn nicht der Parteikasse so doch der Parteisache zu Gute gekommen, so habe ich darauf zu erwidern, daß dies für die angeregte Frage von sehr geringer Be- deutung ist. Es handelt sich darum, zu untersuchen, ob Lokal- vereine die Ausbreitung der sozialistischen Grundsätze auf die Dauer eben so gut betteiben können als die Gesammtpartei, d.h. ob sie im Stande sind, die zum Sozialismus bekehrten Arbeiter zu Opfern für dessen Ausbreitung in immer weitere Kreise zu be- wegen. Die Erfahrung lehrt, daß lokale Vereine wohl in ihrem Bezirke für die Ausbreitung der sozialistischen Idee gewirkt, daß sie aber, sobald die Arbeiter desselben für sie gewonnen worden, ihre lokalen Grenzen nicht überschritten haben. Die sächsische Ober- läusitz und Thüringen legen davon Zeugniß ab. Was haben dit Volksvereine von Glauchau, Crimmitschau und Meerane für die Agitation im benachbarten Thüringen gethan? Was die übrigen lokalen Vereine zur Ausbreitung der Partei in den Kreisen Löbau, Zittau und Bautzen beigettagen? Die Agitation zu den Wahlen für die verschiedenen Vertretungskörper kann bei der großen Zahl der in den betreffenden Bezirken wohnenden Sozialisten unmöglich so viel Opfer erheischt haben, daß dadurch die Propaganda in anderen Bezirken hätte außer Acht gelassen werden müssen. Der Ausspruch des Leipziger Correspondenten, daß die lokalen Vereine in Sachsen die Parteiorganisation deshalb so wenig gefördert haben, weil ihnen das erforderliche Feld dazu gefehlt, indem dtt meisten sächsischen Orte sich der Partei bereits angeschlossen, ist total falsch. Wie der Kassenbericht des Ausschusses beweist, zählt die Partei in Sachsen verhältnißmäßig wenige Orte, an denen sich Mitglieder der sozialdemottatischen Arbeiterpartei be- finden.(Oho! Red. d.„V.") Die meisten Orte, welche Anhänger unserer Prinzipien nach Hunderten zählen, haben sich der Partei- organisation nicht angeschloffen. Zweitens aber ist dieser Ausspruch zum mindesten naiv. Wenn die meisten Orte Sachsens der Par- tei schon früher beigetreten wären, wenn die meisten sächsischen Arbeiter schon früher zu den Prinzipien des Sozialismus bekehrt worden, würden die sächsischen Mitglieder dadurch das Recht er- kauft haben, auf ihren Lorbeeren auszuruhen? Müßten dann nicht die neugewonnenen Anhänger die Einnahmen der Partei vermeh- ren und so die Agitation in anderen Provinzen ermöglichen und fördern? Oder glaubt etwa der an der Pleiße wohnende Partei- genösse, die Arbeiter würden aus sich selbst heraus Sozialisten, et bedürfe keiner Agitation, sie zu solchen heranzubilden? Wenn nicht, wie kann er sich zu dem Ausrufe versteigen, die außersächsischen Mitglieder mögen erst dieselben Resultate in ihrem Bezirk erzielen, ehe sie die Tyatigkeit der sachsischen Genossen kcitisiren? Kann er z. B. verlangen, daß die Mitglieder in Hannover, die vielleicht 80 an der Zahl sind, die Mittel auftreiben sollen, um die Be- völkerung ver ganzen Provinz zu organisiren, oder sind nicht viel- mehr die sächsischen Genossen, die mindestens Hundert mal so zahl- reich sind, verpflichtet, nach Berhältniß dazu beizutragen? Daß sie etwas Derartiges nicht gethan, gesteht der verschämte Bertheidiger des sächsischen PartikulariSmuS(Gegen diesen gänzlich grundlosen Vorwurf müssen wir den Betreffenden entschieden in Schutz neh- men. Red. d. V.) selbst ein, indem er die Richtigkeit der von mir citirten Beiträge nicht bestreitet. Aber, meint mein Gegner, die sächsischen Parteigenossen haben weit mehr für die Verbreitung deS „Bolksstaat" gewirkt, als die nichtsächsischen; den Mitgliedern der anderen deutschen Staaten müßte die Schamröthe darüber in'S Gesicht steigen, wenn sie die Abonnentenzahl des„Bolksstaat" in Sachsen mit der im übrigen Deutschland vergleichen. Nun ich habe diesen Vergleich nach dem letzten Abonnentenverzeichniß angestellt und gefunden, daß das Parteiorgan in Sachsen ca. 2150, in den andern deutschen Staaten ca. 4000 Abonnenten hat. Unter den 2150 sächsischen Lesern befinden sich 930 von Leipzig, dem Erschei- nungSorte des Parteiorgans, die übrigen sächsischen Orte zählen also nur 1170 Abonnenten, ein Resultat, das dem Herrn LektionS- ertheiler durchaus kein Recht giebt, die sachsischen Parteigenossen besonders herauszustreichen. Der Herr Lettionsertheiler thäte über- Haupt wohl, wenn er daS Abonnentenverzeichniß deS„Bolksstaat" und die Cassenberichte des Ausschusses sorgfaltiger studirte, er würde dann nicht behauptet haben, daß in den letzten Quartalen das Abonnement des„Bolksstaat" in Breslau beständig gesunken sei. Er hätte dann gefunden, daß Breslau am Schlüsse des 1. Quar- tals 1873 132, am Schlüsse des 2. Quartals 159 Abonnenten zahlte, mithin von einem beständigen Sinken des Abonnentenstandes in den letzten Quartalen daselbst nach Adam Riese nicht die Rede sein kann. Auf dessen weitere Angriffe gegen die hiesigen Mitglieder glaube ich nicht mehr eingehen zn dürfen, ohne mich der Gefahr auszusetzen, in die Kategorie der Wiederkäuer eingereiht zu werden. Bemerken will ich jedoch, da der„Neue" auf dessen Ur- theil recurrirt, daß der Allgemeine deutsche Arbeiter-Verein in Breslau etwa dreiviertel so viel zahlende Mitglieder hat, als unsere Partei. Und dieses Resultat hat er erreicht, nachdem er auf Breslau mindestens 250 Thlr. in ein und einem halben Jahr verwandt hat und nachdem er fast ein Jahr durch einen glücklichen Zufall im Besitze des einzigen Versammlungslokales ist. Die hie- sigen Mitglieder haben jedenfalls mehr gethan, um das Aufkam- men und die Ausbreitung der Hasselmänner zu hindern, als die sächsischen Parteigenossen, um die Agitation der Hirsch-Dunkerschen und Allgemeinen Deutschen in der Oberlausttz zu hintertreiben. ES sei mir fern, irgend Jemand leichtsinniger Weise anzugreifen, ich werde Niemand der Lässigkeit oder Ungeschicklichkeit beschuldigen, ohne die nöthigen Beweise dafür beizubringen. Zum Angriff gegen die Leiter der sächsischen Arbeiterbewegung war ich jedoch vollkommen berechtigt. Wenn die sächsischen Lokalblätter von Volksver- sammlungen berichten und nichts weiter von ihnen erwähnen, als daß sie wie gewöhnlich„würdig verlaufen" sind, so ist dieses Re- sultat für die Redner in jenen Versammlungen sehr wenig schmei- ckelhaft. Es beweist, daß dieselben weder zum Beitritt zur Partei, noch zum Abonnement auf den„Volksstaat" ausgefordert haben, sondern sich mit dem erhaltenen Beifall und der Annahme ihrer Resolution zufriedengestellt sahen. Einer derartigen Verhunzung der Bewegung energisch entgegenzutreten ist aber Pflicht jedes Par- teigenossen und ich glaube dieselbe durch meine Motivirung de« Breslauer Antrages erfüllt zu haben. F. (Nachdem wir uns für Abdruck obigen Artikels nach reiflicher Erwägung entschieden, können wir nicht umhin, dem Urheber de» Breslauer Antrag« zu bemerken, daß wenn eine Polemik zwischen Parteigenossen im Parteiorgan auSzefochten werden soll, die Feder dabei nicht von irgend welcher Gereiztheit geführt werden darf. Obenstehender Artikel hält sich mit knapper Noth noch auf der Grenze, welche die Redaktion für solche Falle zu ziehen verpflichtet ist. Die Redaktion deS„Bolksstaat".) Königsberg i. �r., 11. October. In unserer letzten Partei- Versammlung wurde Maschinenbauer Schwarz, Haberberger Schul- straße 5, zum Vertrauensmann vorgeschlagen. In voriger Woche wurde hier Hotelier Dreyer, em al« rüde bekannter Mann, von seinem Factor, welcher 66 und 70/71 mit- gemacht, das Handwerk also kannte, erschlagen, als Ersterer Letz- teren wegen Ungehorsams thätlich angegriffen hatte und ihn weiter, wie an allen seinen Untergebenen gewohnt, mißhandeln wollte. Ueber die Schuld Dr's. herrschte unter dem Publikum hier nur eine Stimme. Trotzdem behaupteten die Zeitungen,— der bett. Referent ist Bruder der Wittwe Dr.— Dr. habe seinen Factor nur getadelt und die„Ostpreußische Zeitung" sieht m diesem Morde die Folgen der„ Eckstein'schen Lehren." Statt einfacher das Ueberschreitende der Nothwehr von der aus den Kriegen her- vorgegangenen Verwilderung herzuleiten. So applicirte neulich ein solcher Held Säbelhiebe unter den Worten:«Ich habe den Feldzug mitgemacht und kenne das." Solche Umstände werden natürlich verschwiegen und Gewalttätig- leiten einfacher den Sozialdemokraten in die Schuhe geschoben. t Bemerkenswerth ist auch die Leichenrede des Hofprediger Hoff heim, des„freisinnigsten" Predigers hier, am Grabe Dr'S. Er betonte, daß in unfern Gesetzen zu viel Milde gegenüber den Un- tergebenen herrsche und daß es nöthig sei, eme solche falsche Humanität auS den Gesetzen auszumerzen. Ein christlicher Prediger das! Vor einigen Tagen stürzte hier daS Kellergewölbe eines noch im Bau begriffenen Hauses ein, als ein Pfeiler weggenommen wurde, erschlug 2 Maurer und verwundete 1 Arbeiter erheblich. Der Bogen deS Gewölbes soll eine zu schwache Wölbung gehabt haben. Die Zeitungen berichten wieder, die Verunglückten hätten Schuld gehabt! Weshalb gingen die Leute auch an einen Bau, den ein Meister leitete, welcher gelegentlich des letzten Strikes äußerte:„Uns müssen die Gesellen kommen und dann gehen wir herunter bis 25 Sgr. Tagelohn." Man sieht, wie der Haß von den Wohlhabenden gegen die Arbeiter geschürt wird, was nicht verfehlen wird, bei guter Agita- tion den Leuten endlich die Augen über ihre Klassenlage zu öffnen und offen zu halten! Ich schrieb Ihnen früher einmal von dem„sehr reichen und wohlthätigen" Banguier(die Thatsachen waren in dem betreffenden Artikel im„Volksstaat" etwas vertuscht.) sWir waren von den Thatsachen nicht völlig überzeugt. D. R.s Derselbe ist als Mit- schuldiger an dem betrügerischen Banguerott von Jacob Söhne betheiligt. Diese Angelegenheit sollte vor das Schwurgericht kom- men; dem„sehr Reichen und Wohlthätigen" ist es jedoch gelungen, daß dieses Verbrechen vor das Kreisgericht kommt, da wird dann in der Stille, ohne Publikum,„Recht" gesprochen. Nach anderer Version soll der Fall sogar bereits erledigt sein, Jacob zu 2 Iahren Gefängniß nnd der„sehr Reiche" mit einer Geldstrafe abgefunden sein. Thatsache ist, daß die Akten nur versiegelt von einem Bureau ins andere spedirt sind und daß Herr Oberpräsident von Horn, Polizeipräsident v. Pilgrim und Banquier Simon zur Zeit dieses Prozesses einander oft setirt haben! Siehe da, Wagener in Königsberg! Die Spitzen der hiesigen Ortsvereine treiben ihr Wesen gegen unsere Partei immer wahnsinniger. Obgleich ihre Statuten Politik von ihren Verhandlungen ausschließen und die Mitglieder belie- biger Partei angehören können, haben sie doch den Antrag venti- lirt, diejenigen Mitglieder, welche zugleich Sozial-Tcmokraten seien, aus ihrem Verbände auszustoßen, ohne daß die Ausgestoßenen An- spruch auf irgend welche Entschädigung haben sollten. Dieser Antrag fiel durch, da die meisten Ortsvcreinkmitglieder zu uns hinüberneigen, wenn sie sich auch leider zu schwach fühlen, um offen und energisch ihren Borsitzenden entgegenzutreten, �so bringen fie doch derartige Anträge bei der Abstimmung zu Falle. � Die Herren Leiter des hiesigen Ortsvereins, die Schneider Hans und Tiedemann, hatten sich nun gewogen gefühlt, unser dircctes Mitglied, Schneider Schröder, zum Austritt zwingen zu wollen, „weil er die Sache der Ortsvereine geschädigt hätte." Er hat nämlich gelegentlich einer Unterstützung, die unter so erschwerenden und kränkenden Nörgeleien nicht vor sich ging, daß der Betreffende, Maschinenbauer Schwarz sen., schwachsinnig geworden ist, geäußert, „unsere Kassen bedürfen noch sehr der Verbesserung." Für diesen Zweifel an der Unfehlbarkeit der Ortsvereinskaffen sollte nun Schröder ausgestoßen werden. Schr. ist bereits Halbinvalide, da «r aber noch nickt die statutenmäßigen 5 Jahre der Kasse ange- hört, weil diese selbst noch nicht so alt, hat er noch keinen An- spruch auf Unterstützung. Doch ist daS noch fehlende Jahr bald um und würde nach dieser Zeit„der Ortsvereinskasse Schaden zugefügt werden." Weil also Gefahr im Verzuge, darum diese Nörgeleien gegen Schröder. Ter Befehl zu solchen kommt aus Berlin. In der Versammlung, in welcher gegen Schr. beschloffen werden sollte, waren aber nur 11 Mann erschienen, und wurde diese An- gelegenheit noch ausgesetzt. Es ist die höchste Zeit, diesem zerbröckelnden Ge- bäude den Rest zu geben und ein neues collegia lisches und brüderlicheres aufzubauen. Der Artikel über die Inhaftirten in Weichselmünde hat zu einer kleinen Aufheiterung Kokoskys Gelegenheit gegeben. Hoffentlich wird der Commandant die Stufenleiter der„Ver- sehen" bald zu einem constanten Ende durchgeführt haben, damit Schreiber dieses, der nächste Candidat für Weichselmünde, sich keiner Diätstörungen zu unterziehen haben wird. Vielleicht wirv sich auch der geehrte Herr Commandant durch die Lektüre des „Volksstaat", die er jetzt so billig genießt, so weit gebildet haben, um Sozialdemokraten einigermaßen als Menschen behandeln zu können. ?. 8. Eckstein hat, feit er von hier weg ist, nichts von sich hören lassen, was man ihm sehr verübelt und das von Rechts- wegen. Kauuover, 12. October. Der Tischlerstrikt dauert schon zehn Wochen hartnäckig fort. Darum Brüder in Deutschland, Oester- reich und der Schweiz, stehet uns treu zur Seite. Haltet den Zu- zug fern und vergeht die Unterstützung nicht, dann wird der Sieg unser sein! Unterstützung wolle man senden an unseren Kassirer W. Scholz, Ballhofstraße 1. Der Arbeitsnachweis befindet sich nur allein Ballhofstraße No. 1. Die Strike-Commission. München, 11. Oktober. Schadenfroh hat die hiesige Lokal presse, voran die„Süddeutsche Post", ihr Behagen kundgegeben, weil eS hieß, der„Zeitgeist" würde demnächst eingehen. Dem „liberalen" Papier verzeihen wir, da ja ein„liberaler" ZeitungS- schreiber ohne Albernheit seinem Beruf nicht genügen kann; mit der„Süddeutschen Post" aber erlauben wir uns ein Hühnchen zu rupfen. Die„Süddeutsche Post", die sich mit Vorliebe„demo- kratisch" nennt, vertritt bekanntlich den Standpunkt der Volks- Partei und zwar in der Weise, daß sie, wo ihr die soziale Frage begegnet, den Kopf gleich dem Bogel Strauß in den Sand steckt und damit über die soziale Frage hinausgekommen zu sein glaubt. In Folge dieser„Genialität" hat es das Blättchen auch nie auf 400 Abonnenten bringen können; die Summen, die eS verschlingt, werden von einem reichen VolkSparteiler in Nürnberg erlegt. Und Leute, die in solcher Weise von Kapitalisten erhalten werden, die ein so glänzende« Zeuaniß ihrer Unfähigkeit abgelegt haben, maßen sich an, über den„Zeitgeist" die Nase zu rümpfen! Der „Zeitgeist" hat in der kurzen Zeit seine« Bestehens dreimal so viel Abonnenten erhalten als die„Süddeutsche Post" in fünf Iahren(seit 1868) sich zu verschaffen gewußt hat. Darum wäre tB an der Ordnung, wenn sich die„Süddeutsche Post" über den Eifer, den die Münchener Arbeiter für ihr Blatt gezeigt haben, etwas schämen wollte, wenn sie auf ihre Münchcuer Parteigenossen und auf sich selbst, sowie aus die jämmerlichen Resultate ihrer „Wirksamkeit" blickt. Stuttgart, 12. October. In No. 40 der„Deutschen Schuh macher-Zeitung" lese ich in dem Bericht über den Oestreichrsch- ungarischen Schuhmacherkongreß der Arbeitgeber folgende Aeußerung des Herrn Knöfel aus Dresden:„Wenn wir für unsre Arbeit mehr erzielen, können wir auch den Gesellen mehr Lohn zahlen, wir können damit den sozialen Umtrieben die Spitze abbrechen, die sich so wie so bald legen werden. Ich war früher Sozial- Demokrat, ja sogar Communist, und bin nur durch humane Auf- klärung gerettet worden." ES ist dies derselbe Herr Knöfel, der vor Arbeitern schon Bor- träge gehalten hat und sich auch zu unseren Forderungen bekannte. Trotzdem glaubt Herr Knöfel jetzt, daß mit einer Lohnerhöhung den„Umtrieben" die Spitze abgebrochen werden könne. Herr Knöfel scheint also vergessen zu haben, oder er hat eS nie gewußt, daß die soziale Frage nicht gemacht, sondern aus den heutigen kapitalistischen Produktionsverhältnissen entsprungen ist. Es möge dem Herrn Knöfel hier noch gesagt sein, daß die sozialen„Um- triebe" nur durch die Umwandlung der bestehenden kapitalistischen Produktionsweise in genossenschaftliche Arbeit beseitigt werden können. Die Arbeiter aber mögen solchen Unwissenden und weiter- wendischen Leuten, wie Knöfel es zu sein scheint, lieber die Thllre weisen, alS sich von ihnen Vorträge halten lassen. Herr Knöfel fircße 145, bei Derosche, gesellige Zusauimenkunst mit Familie. Freund! der Gewcrksctast werten hierdurch eingelaten. Sonnabend, den 25. Oktbr., Mitgliederversammlung und Ausnahwe neuer Mitglieder. Der Bevollm. Der Kassirer R. Gintzel wohnt Kövnikerstraße Nr. 24. Serlin Gewerkschaft der Manufaktur-Arbeiter. dnnabend den 18. Oktbr., Abends 8 Uhr, bei Möwis, Weberstraße 24a: Vortrag des Herrn Heinsch. Verschiedenes. Tie Mitglieder haben sämmtlich zu erscheinen. Der Vertrauensmann. Sämmtliche Parteigenossen werden ersucht, Sonntag, ten 19. d. M., Nachmittag« 3 Uhr, im Swttgarter Hof, Grafenstraße 30,31, zu einer Besprechung zu erscheinen. G. S. Breslau Sosialdemokratische Arbeiterpartei. Montag, den 20. d. Mls., Abends 8 Uhr, öffent- liche Versammlung im Gasthause„Zum Vater Rhein", Huben- und Lehmgrubenstraßenecke.— T.-O.:„Tie Stellung der Arbeiter zu den nächsten Wahlen", Vortrag von Herrn Oehme. Bei der Wichtigkeit des Gegenstandes erwartet recht zahlreiche Be- theiligung der Vertrauensmann. Dresden Allgemeiner Böttcher-(Küper-) Verein. Ter Strike der Böttchergesellen nimmt immer ernstere ■■-i. r....,.. ar.! Stimmung an, die Arbeitgeber wollen sich durchaus nicht mit uns ver- möge sich in Zukunft zu t enen halten, die ihn durch humane Aus � einigen. Wir warnen deshalb vor Zuzug und bitten um moralische und thatsächliche Unterstützung. Dresden Gewerkschasl der Schuhmacher. Die hiesigen Mitglieder feiern Dienstag, den 21. Ott., ihr viertes SiislungSfest, bestehend in Concert, Festrede(gehalten von Bock aus Gotha) und Ball, in den Räumen der Centralhalle, wozu Freunde von nah und fern ergebenst einladet. Anfang 7 Uhr. Da« Tomiw.(') klärung von der sozialen Demokratie gerettet haben. Ferner lese ich im Briefkasten der No. 41 derselben Zeitung eine Notiz, aus der erhellt, daß sich mehrere Meister über einen Herrn R. Knfl. beklagt haben. Es heißt da:„Strgl.-Graz. Ihre Berichte über R. Knfl. haben das Maaß unsrer Enlhaltsamkeit gefüllt, wir haben alle Beziehungen mit ihm abgebrochen." Dieser R. Knfl. ist Niemand anders, als Herr Robert Knöfel aus Dres- den, der, wie es scheiut, jetzt von den Meistern ausgestoßen wird. Den Herrn Arbeitgebern ist dieser Herr wahrscheinlich zu liberal. Die Arbeiter aber mögen sich verwahren vor einem Menschen, der, wie es scheint, aus Arbeitsscheu sich dem Jndusttie-Ritterthum ge- widmet hat. W. Schröder, Bevollm. der Schuhmacher- Gewerkschaft, Brunnenstraße 24. Kchw. Kall. 10. Oktober. Gestern fand auch bei uns wieder einmal eine Versammlung statt, in welcher Hr. Tj�rck, vom Nürn- berger Holzarbeiter-Congreß kommend, über denselben berichtete, und die Arbeiter über die Nothwendigkeit einer kräftigen Organi- sation, die sie schaffen müßten, ehe von einer Verbesserung ihrer Lage die Rede sein könnte, belehrte. Es würde zu weit sühren, wollten wir versuchen, die Ausführungen des Referenten vollständig wiederzugeben, nur soviel wollen wir bemerken, daß es bald besser um die Bewegung in Schwaben ausschauen würde, wenn nur. m � Sonnobevd. d-n 18. Oltoter, öfters derartige Agitationsvorträge gehalten, überhaupt eine regere. � z�ntinskamp 41 Aflr» tMor>Hsrfnm nnitifl* Ö—------ 1--- Das Einigungscomitö. I. A.: Petter«, Rosenweg 66, 4. Etage._ i 8* zu ih: .6 Hnmlmrg ArbeitsneckweiS, (Bier-Conveat). gr. Für Buchbinder, Leder- und Papparieiter befindet sich d.r Bmstah unter Nr. 26, bei Herrn Bachmaua (4a S.) Hamburg Conrert nnd Ball der Mitglieder des sozialdemokratischen Arbeiter' -er, Abende 8 Uhr, in Tütge'< Agitation entfaltet würde. Mindestens alle vier Wochen müßte hierorts so wie überall eine öffentliche Versammlung abgehalten werden und den Orten, welchen es an Rednerkrästen fehlt, wüßten solche zugesandt werden. So aber hat es den Anschein, als ob die Sozialdemokraten in Schwaben die Schlafmütze des deutscheu Michel recht tief über die Ohren gezogen haben, und anstatt neue Orte zu gewinnen, die alten einschlafen lassen. Wo stecken denn die Mitglieder deS früheren Gauverbands der schwäbischen Arberter- im vereine? sind sie natienal-miserabel geworden, oder wollen sie dem deutschen Michel Concurrenz wachen? der trotz hoher und aller höchster Fußtritte immer noch nicht auS dem Bärenschlaf des Siegesrausches erwacht ist. Auf, schwäbische Arbeiter, rührt Euch. schließt die Reihen dichter zum Kamps gegen die AnSbeutertlasie in sozialer, gegen die national-miserabelen Volksverräther und die Berpreußung Deuschlands durch diese Partei in politischer Be Ziehung. Und nun noch Eins! ArbeitSbrüder: Ter„Volksstaat" muß mehr gelesen, mehr verbreitet werden; dafür müßt Ihr mit aller Kraft eintreten. Wir haben zwar auch nur 5 Exemplare(nicht Heilbronn, wie in der Abonnentenliste angegeben ist), aber eS wird auch hier besser werden, sobald wir nur erst wieder besser organisirt sind; aber in Pforzheim, Eßlingen, Stuttgart und an allen anderen'Orten ohne Ausnahme, muß mehr für die Verbrei- tung des„Volksstaat" geschafft werden, damit Schwaben minde- stens doch ein Zehntel zu den Zehntausend liefert, die wir haben «üllen. Mit Gruß_ Ein Parteimitglied. Jeden Sonntag Ab-nd halb 5 Uhr Mitglieder' Versammlung de« Arbeitervereins„Vorwärts" i0> goldenen Hirsch(Kirchenwirth). Der Ausschuß tl'tipjig Briefkasten der Expedition. V. C. St. Reutlingen Schrft. Thlr. 7. O. R. Confianz Schrft. Thlr. 3. Pb. M. Mannheim Ab. 3. Qu. Thlr. 9. Schuhmachergerksch. das. Ann. 8 Gr. Arb.-Partei dai. Ann. 10 Gr. M. Ä. Klagenfurl 4. Qu. 4 Thlr. H. M- Triftern Schrft. 5 Gr. S. L. Jnowracla Schrft. 26 Gr. 5. T. Reudnitz Ab. 6 Gr. Bblm. Aachen Schrft. 3 Thlr. Th. K. Frankfun a. M- 3. Qu. Thlr. 8 19 4, 4 Qu. 8 Thlr. SB. Ä. St. Johann Schrft. 10 Thlr. I. Fld. Reichenberg 4. Qu. 17 Gr. C. H. St. Mcerane. 3. Qu. Thlr. 35 15. Th. G. Wilkau Schrft. Thlr. 15 2. Trtmnn. Berlin: Uebergebeu Sie die übrigen Expt abgezählt dem Vertrauensmann zur Agitation. Linke Weimar«ie schuloen f. Schrften Thlr. 16 10 9. Wir erwarten baldigste Berewigung diese« Pasten«. Kalb Frankfurt: Verwinden Sie die Expl. mir Ausnahme Nr. 76, 81 u. 84, die Sie uns retourniren wollen, zur Agitation. Die Angelegenheit wegen der bei der Post zu Verlust gegangenen 20 Expl. hat sich durch Zulchrift derselben� an un« erledigt. Ott. Paris: Bitten um Angabe der Ihnen sehlenden Numm-rn, damit wir selbe Ihnen zu- senden können. F. E.«erlin: 100 Antisvll. kosten 1 Thlr. der Redaction. Ph. M. in Maiuz: Herr Schulze ist schon>n letzter Nummer abgetban worden. M- S. in O.: Daß Sie dm„Volk« staat" nicht eher erhalten, macht die Entfernung. W. Ä. in München Gladbach: Wir haben uns in Ihrer Sache brieflich an K. gewendet. Wir müssen deßhalb da« Weitere erst abwarten. Klar, in Zürich: Wir weiden da« Eingesandte gelegentlich benutzen. Besten Dank. Sch. in Cöln um K. in Kassel: Briefe folgen. Der Borort de« Berein« der Klempnergehilsm wird ersucht, un« die genaue Adresse seine« Borstands anzugeben, da wir Dieselbe mittheileu sollen._ Ii Soz-dem. Arbeiterpartei. II««v4« Versammlungslokal: Stadt Kreuznach Dominikanergasse 10.— Jeden Samstag Abend Vortrag und Di»' kusfion. XL. Der„Volksstaat" liegt in folgenden Wirthschaften aus: Martini, gr. Bockenheimergassc; Silz, Kannegießergasse; im Lindenbaum, Saal' gasse; im Stolzenfels, alle Mainzergasse; Schwab, Papageistraße und'da Schüßler, Papageistraße.__ smaj f»! au s-h au he. la, Uv Uo die die O. svl tve bei de, Internationale Metallarbeitergewerkschast. Sonnabend, den 8. November, findet das erste Stijtnngssest aale de« Pantheon hier statt, bestehend au« Concert, Festrede und Ball. � Anfang Abend« 8 Uhr.— Programms für Herren 2' 2 Ngr. und sM GU Damen 1' 2 Ngr. sind von Montag, den 20. d. MI«, au bei Herri>kvr »mhold, Reudnitzerstr. 10, im Arbeiterbiltungsverein und an der Kam der zu haben. prc Cr« ladet hierzu alle Gewerkschaften, Arbeitervereine und alle Freund � und Gönner der Arbeiter von hier und auswärts freundlichst ein. Ueberschuß kommt zur Krankenunterstützungskasse. Das Festcomit«. Internationale Metallarbeiterschaft. si:„ |»vW Jeden Montag, Abends 8 Uhr, Versammlung, Reudnitzer- 1) Besprechung über die Vorlage deS Leipzig straße 10, bei Arnhold.— T.-Q.: it jocipit�iuig uen vw. Eirkular« vom Ausschuß und deren Urabstimmung. 2) Der Buchbinder-!>?> strike.— Das Erscheinen ist Pflicht eine« jeden Mitgliedes. Aufnahw�bt nmer Mtglieder. ttiitilirtfft Die Agitat.onscomitö- Mitglieder sowie sonstige Partei' VlIllllllU� und Gesinnungsgenossen de« 15. sächs. Wahlkreise« wer' den hierdurch ausgefordert, Sonntag, den 19. Okt., Rachmittags ha" abx 3 Uhr, sich zahlreich und pünktlich im Gasthof zum weißen Roß als Elausnitz einzufinden. Zweck: Reichstagswahl betreffend. daj I. A. de« Vororts: Carl Schumann, j na; ■ London. ArbeitrrbilvungSvcrein. Deutsche Sellien der Internationalen Arbeiterassoziation so lep Unser Lokal befindet sich jetzt:«1 lilue Post Newinan Street 0*1 i'onl Street W. C.— E« finden abwechselnd Vorträge über soziale um politische Fragen statt.— Im Namen des Verein«: der Sekretär. Meine Adresse ist: F. Lcßner, 2 t'itsrov Str. 1'iUrox Sq. Genossenschaftsbuchdruckern. Antheilscheine bez. Aniheilquittungen erhielten ferner: In Leipzig: Frau M. M. 1, H. Sch. 1. in Mainz: H. M. 5, in Frankfurt a. M. Ph. vgl. 1, in Frohburg Lolksverein 10 Thlr. Hadlich. Barme««. Elberfeld mittag 10 Uhr, bei Kasper».„ Zweck der Zusammenkunft: Die nächsten Wahlen, wozu Herr schuh. macher au« Coln eingeladen ist. Der Vertrauensmann. lA4<»»«lin Internationale Metallaroettergemerisgenogenilpa... Omill Außerordentliche Versammlung der Berliner Mitglieder am Sonnabend, den 18. Qllober c., Auguststraße Nr. 80, bei Macke. T.-O.: Die Borlage de« Ausschuffes und Urabstimmung über die- selbe. Es ist für da« Bestehe« der Gewerkschaft höchst nöthig, daß alle Mitglieder erscheinen.— Neue Mitglieder werden aufgenommen.— Der B-lksstaat" liegt au«. Der Bevollmächtigte. Unser Arbeitersest findet nun Sonntag, den 19?Lkl? vlAUlllllil( in der Eemralballe statt, wozu wir die Parteigenosse von nah und sern nochmals freundlich einladen, wenigstens ihre Dell' J" flirten dazu zu senden. Das Festcomitö.(jfte den Sektion 1 der Internationalen Arbeiterassoziation (Allgemeiner deutscher Arbeiterverein) zu New-Deck versammele sich jeden Sonntag Abend 8 Uhr im 10. Ward comer(Ecke) of Broome& Forsyth Str. �OlingCU Montag. den 20"d. M.�Äbend, 7Uhr im Lokal' Sozialdemokratische Partei. tvtontag, oen v. U)(., Aoeno«< upt im roiu->. de« Wirthen Klein. T. O.: Besprechung wichtiger Parteiangelegenheiteti- 2a] Der Vertrauensmann. (Siittiiititfi Sozialdemokratischer- Ardeiterverein. 'Vllllltylllß Jeden Donnerstag, Abend« 8 Uhr: BersammlnvZ Ma Un! fli- UN! Uia so Ct e. �dit tut in der Restauration„Zur deutschen rähne", Carlsstraße! 6. 1 Treppt- Uni Die Mitglieder werden hiermit aus'« Neue zur regen Theilnahnll kie aufgefordert.. öin Den auswättigen Parteigenossen, welche aus ihren Reisen SWUga"der berühren, oder gesonnen sind hier in Arbeit zu treten, zur Kenntnißnaht>"'sduk daß im obigen Local jeden Abend hiesige Genoffen zugegen find. Nas (2b) Der Vorstandest Thonberg u. Umgegend _„_ a g, den 20. Cctft'KM Abend« halb 9 Uhr, Bolks-Bersammlung im Gasthaus zum Th»"' berg. Nähere» durch Plakate._(w)_ Der Vorstands. � Sattler und Berufsgenossen beabsichtigen MontaS- ,4» 4V den 20. d. M, im Saale des Badegarten» ei» des >k abzuhalten.* ffnmi»«..r'« Kränzchen ___*_ Da« Comitö� Protokoll des fünfte« CongrrffeS der sozialdemokr Arbeiterpartei,>un «»«•litt Gewerkschaft der Holzarbeiter. Okl-Illl Sonnabend, den 18. Oktober, Abends 8 Uhr, Köpniier- abgehalten zu Eisenach am 23., 24., 25., 26. u. 27. August 137?- Prei» pro Sxempl. 3 Ngr.— 10'/, kr. südd.— 15 kr. österr. W- NB. Die Vertrauensmänner der Partei wollen den Bedarf für ihre O� bei dem Parteiausschuß in Hamburg(Th. Zjorck, erste Vorsetzen 13, Vj! bestellen, da der Versandt für die Paneimugliedschaften nur von erfolgt._ Die Buchhandlung de«„Volksstaat".(*? Leipzig: Berantw. Redakteur: Casper.(Redallion und Erped-.tt0*' Zeitzerstr. 44.) Druck und Verlag der Senoffeuschasisbuchdruckerei.