SWrfjftnt rn ffipflg Äitv?vch, Freitag, Sonntag. Pefifüungnt nehmen an alle Anstanstalten vt. Bnchband» tungen des In- n.AuSlandeA, Ailial-Exveditionen für di« tziereinigten Staaken: &. Sorge. Box 101 Hoboken, N. J. Wm. Lueders, 409 Uxz'iti'. diüea�o, Peter Hai, tLff, Corner Tklri as4 »tr. Philndelphis. Kf-annemtnisprei«: Für Preußc» incl. Stempel- struer 21>/z Sgr.. für die übrigen Deutschen Staaten IL Sgr. pro Quartal. M«n»t,.Adsnue«ent, werden bei ästen Deutschen Postanstalten auf den Uten u. oten Monat und auf den L teu Monat besonders angenommen, imKgr. Sachsen u. Hrzth. Sachs.-Altcnburg auch auf den I ten Monat i 5>>, Sgr. angenommen. �rgandersozialdemokratischenArbetterparteiundderinternationalenGetverksgenasscnschasten. Inserate, die Abhaltung von Partei-, Lereins- und Bollsversammlungen, sowie die Filial-Expeditionen und sonstige Partei-Angelegenheiten betreffend, werden mit 1 Sgr.,— Privat- und Bergnügung»- Anzeigen mit 2 Sgr. die dreigespaltene Petit-Zcile berechnet. Nr. 126. Jireitag, 19. Aecember. 1873. Wff Abonnements■ Einladung. Mit dem 1. Januar beginnt ein neues Quartal und fordern wir deßhalb zu zahlreichem Abonnement auf das wöchentlich dt ei mal erscheinende Parteiorgan auf. Der Preis betragt 16 Sgr.(56 Kr. rh.) pro Quartal, 5»Sgr.(18- Kr.rh.) pro Monat, in Preußen incl. Stem- pelsteuer 21'- Sgr. Alle deutsche Postanstalten nehmen Abonnements entgegen. Denjenigen Abonnenten, welche das Blatt per Kreuzband beziehen, wird dasselbe bei dreimaliger Zusendung in folgender Weise berechnet: für Deutschland 1 Thlr. 5 Ngr.(2 fi. 3 kr. rh.); für die Schweiz. Serbien, Belgien, Scandinavien und Italien 1 Ühlr 10 Ngr.(5 FrcS.); für Frankreich, die Niederlande, Portugal, Großbritannien. Rumänien und die Türkei 1 Thlr. 20 Ngr.(6','e FrS.); für Spanien und für Amerika 2 Thlr. Für Leipzig und Umgegend ist der AbonnementsprciS (mit Bringcrlohn) auf 17'/, Ngr. pro Quartal und 6 Ngr. pro Monat festgesetzt. Man abonnirt bei der Expedition dieses Blattes, Zeitzerstraße 44, und bei Colporteur Müller, für die Umgegend von Leipzig bei den Filialcxpedüionen: ftir Volkmarsdorf, Reudnitz, Neuschönefeld:c. bei O. Stelzer, Reudnitz, Kapellcngasse 11, 2 Tr., für Plagwitz und Sin- denau jc. bei Frau Hohe, Roßmarkt Nr. 9, in Lindenau, für Connewitz:c. bei Tcubcrt, Bornaische Straße 197, für Kleinzschocher und Umgegend bei Fleischer, Nr. 37 daselbst, für Thonberg bei Horn, Hauptstr. Nr. 95, für Stötteritz de! O. Richter. Nur jene Stadt- oder Kreuzband-Abonnenten können für das vierte Quartal auf Zusendung deö Blattes reflcktiren, welche ihr Abonnement mündlich oder schriftlich erneuert haben und mit Zahlung nicht im Rückstände sind. Der AbvnnemcntSbelrag ist bei Bestellung zu entrichten. Kit Redaktion und Expedition de»„Kolksstaat". Wahlkampf dauert, Soldat der Partei sein und sich ihr un- bedingt zur Verfügung stellen. Nicht Jeder kann einen Vortrag halten; nicht Jeder einen Zeitungsartikel schreiben— allein Jeder kann mit seinen Werk- stattS-Kameraden, seinen HauS-, seinen Stubennachbarn reden; Jeder kann Flugblätter verbreiten; Jeder kann Stimmzettel herum- tragen; Jeder kann aus die benachbarten Dörfer gehen und den Landbewohnern im Privatgespräch sagen, um was cS sich bei der Wahl handelt! Das kann Jeder, und das muß Jeder; wer mehr kann, ist zu mehr verpflichtet! Erliegen wir, so haben wir erst in drei Jahren Gelegenheit, die Scharte wieder auszuwetzen. Auf drei Jahre sind wir politisch mundtodt. Also auf, Parteigenossen! Bei diesem Massenaufgebot bleibe Keiner zurück! Die Partei erwartet, daß Jeder seine Schuldigkeit thue! Auf zur Wahlagitatis«! Wie eS für Nationen Momente gibt, wo jeder Staatsbürger eintreten muß für die Existenz des Staats, wo Jung und Alt unters Gewehr eilt und unauslöschliche Schmach trifft „den Buben hinter dem Ofen", sv auch im Leben der Parteien. In gewöhulichen Zeiten versehen den sozialdemokratischen Parteidienst einzelne Beamte und Ver- trauenSmänner, unterstützt von solchen Parteimitgliedern, die Net- gung und Pflichtgefühl dazu drängt. Dieser FrredenSpräsenzstand der Partei genügt aber nicht für die Zeit, wo die Partei al« Partei Krieg zu führen hat. Der Wahltampf ist für die Par- teien, was für die Staaten ein Volkskrieg ist. Je kleiner das Volk, desto nothwendiger, daß Alle die Waffen ergreifen; je kleiner die Partei, desto unerläßlicher für Jeden, die ganze Kraft einzu- fitzen, damit sich der Sieg den Fahnen zuwende. Jetzt stehen wir inmitten des Wahlkampfs. Das allgemeine Wahlrecht, so verstümmelt eS octroyirt worden ist, hat uns die politische Arena geöffnet. Die Sozialdemokratie hat den offiziellen Beweis zu liefern, daß sie existirt. Wir sind nicht wie unsere Gegner im Besitz unerschöpflicher Geldmittel; wir verfügen nicht über die das ganze Land mit einem dichten Netzwerk bedeckende Presse; un« gehorcht nicht die mächtige Maschinerie der Staats- und Gemeindeverwaltung. Wir haben nichts als un« selbst. Unsere Geldmittel find, neben denen der Gegner, gleicb Null; die Presse aller Parteien predigt einmüthig den Bertilgungskawpf gegen un«. Die Spitze der Staats- und Gemeindeorganisation ist geaen un« gerichtet. Dieser ungeheuren Macht haben wir nur uns selbst, unsere Personen, unsere indivi- duellen Kräfte entgegenzusetzen. Da gilt'«, jede Sehne, jede Muskel anzuspannen, sonst erliegen wir! Da hat Jeder jede Sehne, jede Muskel anzuspannen, sonst erliegen wir. Als zu Ende de« vorigen Jahrhundert« das monarchische Europa gegen das verhältuißmäßig so kleine Frankreich stand, hielt jeder einzelne Franzose fich berufen, da« Vaterland zu retten; leder Franzose sagte sich: Ich bin Frankreich, ich so gut wie jeder andere. Frankreich braucht mich! Und jeder Franzose wurde Soldat der Freiheit. Und die Coalition de« monarchischen Europa ward zu Schanden. Aehnlich heut die sozialdemokratische Arbeiter- Partei. Eine scheinbar überwältigende Uebermacht ist gegen unS. Feinde ringsum! Nirgend« Freunde, außer in unsere» eigenen Reihen. Erliegen wir bei den Wahlen, bringen wir uicht eine Anzahl unserer Parteigenosien durch, vereinigen wir nicht eine achtunggebietende Zahl von Stimmen auf unsere Candidaten, so find wir au« dem offiziellen politischen Leben ausgestrichen. Ein annäherndes Gleichgewicht der Kräfte und damit die Möglichkeit de« Sieg« können wir our dadurch erlangen, daß Jeder sich mit seiner ganzen Kraft in de» Wahlkampf wirft. Jeder muß sich sagen: Ich bin die Partei, so gut wie jeder Andere. Die Partei braucht mich! Und Jeder muß, solange der Zn den Wahle«. Verschiedene Anzeichen deuten darauf hin, daß unsere coalirten Gegner iu den letzten Tagen des Wahlkampss die Staats- und Gemeindebehördenmaschinerie in Tbätigkeit setzen werden, um für ihre Candidaten ein günstige« Wahlresultat zu erzielen. Parteige- »offen, seid auf dem Posten und haltet scharfe Wacht! Wo irgend ein Beamter, sei er Staats- oder Gemeindebeamter, oder auch ein Arbeitgeber, sich Uebcrgriffe erlaubt, die auf eine ungehörige oder ungesetzliche Beeinflussung hindeuten, so schreitet sofort ein, bringt da« Berfahreo mit Nennung des Namens des Betreffenden sofort an die Oeffentlichkeit, eventuell zur amt- lichen Anzeige und notirt Euch den Fall genau, um nöthigenfallS in einem Wahlprotcst die Thatsachen bestimmt angeben zu können. Fordert in allen Volk«- und Wählerversammlungen, wie in der Presse der Bezirke die Wähler auf, wenn Fälle wie die hier be- zeichneten zu ihrer Kenntrnß kommen, den ComitsS augenblicklich Anzeige zu machen. Die einzige Thatsache, daß Ihr gewillt seid, jeder ungehörigen und ungesetzlichen Beeinflussung rücksichtslos ent- gegen zu treten, wird unsere Gegner veranlassen, ihren Beein- flussungSapparat nur mit größter Vorsicht anzuwenden oder ganz- lich außer Wirksamkeit zu lassen. Namentlich richtet Eure Auf- merksamkeit auf daS Land, die Thätigkeit der Friedensrichter, .Gutsherren, Ortsvorsteher, Geistlichen, GenSearmen und Polizei- idieuer und wie sonst die Organe alle heißen mögen, womit bisher !die„von Gott eingesetzte Obrigkeit" und die herrschenden Klassen idaS gutmüthige Volk noch bei jeder Wahl zu beeinflussen gesucht haben und e« sicherlich auch jetzt wieder thun, wenn wir ihnen nicht ein für allemal einen Riegel vorschieben. Bei der Vertheilung der Flugblätter und Stimmzettel sorgt dafür, daß kein HauS übergangen, dieselben bis in die entferntesten Hütten der Bezirke getragen werden. An den Sonn- und Feier- tagen, die jetzt ja hageldicht fallen, müssen für diesen Zweck alle Parteigenossen ohne Ansnahme sich zur Verfügung stellen, einer wie alle, alt oder jung, wahlfähig oder nicht wahlfähig. Jeder kann bei dieser Gelegenheit seinen Mann stellen und ist dazu ver- pflichtet. Schärft auch allen Wählern nachdrücklichst ein, daß das Stimmrecht ein freies und geheimes ist, Niemand daS Recht hat, Jemand zu zwingen, einem Candidaten gegen seinen Willen seine Stimme zu geben. Drückt ihm ein Vorgesetzter oder ein Arbeitgeber einen Zettel in die Hand und glaubt er durch sofortige offene Ausleh nung sich nicht der Gefahr aussetzen zu dürfen, brodloS gemacht zu werden, gut, dann nehme er ihn ruhig an, vertausche ihn aber mit einem andern und gebe diesen an der Wahlurne ab; zeige aber da» Verfahren seines Unterdrückers auch dem Wahleomits an. Fordert alle Wähler und insbesondere die Arbeiter auf, am Wahltage Mann für Mann zur Wahlurne zu eilen und ihre höchste StaatSbürgerpflicht zu erfüllen. DaS Opfer einiger Stunden Ar- beitSzeit darf kein Grund zur Abhaltung fein. Auch hat kein Arbettgebcr und kein Fabrikpascha das Recht, einen Arbeiter an der Ausübung seines Stimmrechts zu hindern. Mögen sie nöthi- gcnfalls an diesem Tage daS kärgliche Mittagsmahl im Stich lassen und in Massen zu den Wahlurnen ziehen. Das Ziel ist eines Opfers werth; ein Verräther an feiner Klasse ist, der es scheut. Am Wahltage selbst sorgt dafür, daß vor jedem Wahllokale Gesinnungsgenossen stehen, welche den Abstimmenden Stimmzettel unserer Candidaten anbieten. Dringt auch darauf, daß bei Bil- dung der Wahlausschüsse Vertreter unserer Partei zugezogen werden, Candidatenusth. Einen Candidaten her! Ein Königreich für einen Candidaten! so jammert'S von allen Ecken des„Reich«". Und nicht die Reichs- feinde sind eS, die diesen Nothschrei ausstoßen, eS sind die tteuesten und, ehemals wenigsten«, begeistertsten Anhänger der neuen Herr- lichkeit, die Liberalen aller Schattirungeu, die ihrem„Patriotismus" und ihrer„Opferwilligkeit" dies klägliche Zeugniß ohne Scham vor aller Welt ausstellen.„Die Diätenversagung, gegen die Sozialdemokraten und die Ulttamontanen bestimmt, hat fich al« wirkungslos erwiesen, wir, die Reichsfreunde, die treuesten Söhne des Reiches sind es, die darunter leiden", so klagt daS liberale Geldprotzenthum, in seiner Verzweiflung, ein für seine Verhältnisse unbedeutendes Geldopfcr auf dem War des„Vaterlandes- und für feine Klasseninteressen bringen zu müssen; recht naiv ein- gestehend, welchen Motiven feine Abstimmung gegen die Diäten bei den Verfassungsberathungen entsprang. Welch ein Bild, diese Wahlagitatton! Während im sozialde- mokratischen Lager sich mehr Candidaten gefunden, als auch nur entfernt auf Sieg rechnen können, so daß fast eine Kräftezerfplitte- rung zum Schaden jener Bezirke droht, in welchen der Sieg möglich, müssen die Liberalen ihre Candidaten mit der Laterne suchen und ein großer Theil ihrer Führer— zum guten Theil alte Parlamentarier, die in den Parlamenten, wenn auch nicht mit Ehren, ergrauten— lehnt unter den verschiedensten Vorwänden die Candidaturen ab. Wie erklärt sich dieses? Daß der Mangel an Diäten bei Vielen der Ablehnenden wirkt, ist unzweifelhaft, denn Niemand weiß besser den Werth des Geldes zu schätzen wie der Bourgeois. Niemand ist mehr bereit, den Mund voll Phrasen zu nehmen und von Freiheit, Vaterland, BolkSwahl, Patriotismus und wie die schönen Schlagworte alle heißen, zu faseln, wie die Liberalen, aber Niemand wie sie ist auch weniger geneigt, ein ernstliche« Opfer zu bringen. Wessen da« Volk fähig ist, hat sich 1370 gezeigt, wo die Hauptsummen der Unterstützungen für Kranke und Verwundete und die, die Interessen der Bourgeoisie im Felde vertheidigenden Soldaten au« den Voltskreisen kamen, während die gesammte deutsche Bourgeoisie sich nicht einmal dazu verstand, die unter den günstigsten Bevingungen und wohlverzinslichste erste Kriegsanleihe aufzubringen. Die Bourgeoisie aller Länder ist geldgierig und schmierig, die schmierigste unzweifelhaft die deutsche. Wir geben also zu, daß der Mangel an Ersatz in klingender Münze für die in Berlin gebralbten Opfer ein wesentlicher Grund der Massen- ablehnung der ReichStagSeandidaturen bildet. Aber er ist nicht der einzige. Die Bourgeoisie ist kampfeSmüde, sie hat ihr Ziel erreicht, soweit sie eS erreichen konnte. Sie sehnt sich nach Ruhe. Die Schranken, die fich ihr in der materiellen Ausbeutung der Massen entgegen stellten, sind gefallen, sie hat freie Bahn und kann sich ungehindert der ReichthumSaufhäufting hingeben. Die politischen Ideale hat sie längst in die Rumpelkammer geworfen, seitdem sie gemerkt, daß diese auch den von ihr Ausgebeuteten zu Gute kom- men. Wo aber die Ideale fehlen, fehlt auch die Begeisterung, und wo diese fehlt, hört die Opferwilligkeit auf; die idealen Ziele allein sind es, die der Arbeiterklasse jenes Feuer, jene Begeisterung, jenen vor keinem Hinderniß zurückschreckenden Muth einflößen; jene Eigenschaften, die ihre Gegner in Erstaunen und Schrecken setzen. Sie sind eS, die den ärmsten Proletarier zu Opfern be- wegen, vor denen der wohlthätigste Bourgeois al« ein wahrer Geizhals erscheint. Unsere Bourgeoisie aber hat wie gesagt keine Ideale und darum keine Begeisterung und Opferwilligkeit mehr, für sie gilt nur noch das Eine, Jene abzuwehren, zu unterdrücken, womöglich zu ver- nichten, die ihr den Genuß de« Geraubten zu verkümmern drohen, ihr die Ausbeutung unmöglich Zu machen suchen. Sie ist auS der Offensive in die Defensive, auS dem Angriff zur Vcrtbeidigung gezwungen worden und da sie zu diesem selbst zu schwach und zu träge ist, ruft sie den ehemals so vcrdaßlen Staat mit seruer Po- lizei und seinem Militär zu Hülfe. Um Prcßknebelung«- und Vereins- und BersammlungSunterdrückungSgefetze, kurz Ausnahme- gesetze aller Art zu fabriziren, bedarf cS ihrer eignen persönlichen Mitwirkung nicht weiter.>DaS besorgen weit besser, gründlicher und mit größerer Sachkenntniß Landräthe, Hoftäthe, Staatsanwälte, strebsame Bureaukraten, ausgediente und pensionirte Mili- tairS und ähnliches Gelichter, und sie hat dabei den Vonheil, den Unterdrückten zu versichern, daß ihr da» unendlich leid thue, aber sie habe leider nicht die Majorität. Nun mag kommen was da will, die Arbeiterklasse ist auf Alle« gefaßt und die Versicherung geben wir: sie fühlt sich bereits zu welche die Wahlhandlung mit überwachen...... Nach Feststellung des Wahlresultats ist dasselbe sofort, einerlei'st�t und zu lebenskräftig, um sich feig ihren Feinden zu trgeben wie es ausgefallen ist, den Parteiorganen brieflich oder telegraphisch � und die Hand zu küssen, die sie peinigt. zuzusenden. Damit jedoch keine Confusion und überflüssige Kostenz Doch wir wollten nur zeigen, welche« die Ursachen dieser entstehen, ist eS wünschcnSwerth, daß diese Anzeige durch das Centralwahlcomits deS Bezirks erfolgt. Und nun zum letzten Male, Parteigenossen! Thut Eure Pflicht! Eure volle Pflicht! Keiner bleibe zurück, Keiner zögere! Die Tage der Wahlagitation sind gezählt. Bedenkt, daß daS Wahlresultat über drei kostbare, inhaltsschwangere Jahre entscheidet! Drei Jahre, die verhängnißvoll werden können für daS arbeitende Volk, wenn eS nicht sein Akußerstcs dransetzt.") Ziehen wir also in die Wahlschlacht mit dem Rufe: Hoch die Arbeit! Hoch die Social-Demokratie! Nieder mit der Klassen- Herrschaft! *) Die befreundeten Blätter werden um Abdruck dieser Mahnung ge- beten. #.en können, dann sollen sie keine Versammlungen ab- halten. Mit den Worten:„Was da unten geschieht,(nach der niederen Etage, woselbst der Alle» verschlingen wollende Assessor Bochmann haust, zeigend) ist von mir angeordnet-, war ich ent- lassen. Daß ich ihn daran erinnerte, er sei Wahlkommissar und Hab« al« solcher darauf zu sehen, daß jede ungesetzliche Beeinflussung bei den Wahlen unterbleibe, wollte dem Herrn GerichtSamtmann durchaus nicht passen, denn er entgegnete mir, daran hätte ich ihn nicht zu erinnern. Allein vor un« Socialdemokraten sinkt selbst der NimbuS, mit dem sich ein Freiberger GerichtSamtmann um- gibt, in den Staub und ich erinnerte ihn doch an seine Schuldig- kcit! E« war mittlerweile Mittag geworden, die Zeit drängte also, und ich war bereit, mich für diesmal dem ungerechtfertig ten Verlangen der Polizei zu fügen, um die Versammlung über Haupt abhalten zu können. Ich eile nun nach Halsbrücke, um den Einberufer mit auf da« Gericht zu nehmeu, allein der war leider nicht zu Haufe und augenblicklich auch nicht �herbeizuschaffen. Ich eile nun von Hau« zu Hau«, um einen neuen Einberufer zu er langen, denn seitdem der berüchtigte Fritz Mende in dieser Gegend gewüthet hat, ist Alle« außer Rand und Band und nur mit der größten Mühe sind die Anknüpfungspunkte zu neuem Wirken wie der zu gewinnen. Nach Zstündigen vergeblichen Bemühungen ge> lang eS mir endlich, einen Mann zu veranlassen, die Anzeige zu unterschreiben und mit ausS Gericht zu gehen. Anstatt daß nun Assessor Bochmann dem Gesetz enssprochen und sofort eine Bescheinigung über die erfolgte Anzeige ausgestellt hätte, arbeitete er so lange an dem Manne herum, bis dieser Hasenfuß erklärte, er wolle die Versammlung nicht einberufen. Wohl eine Stunde lang hatte der Assessor Bochmann diesen Mann beeinflußt, um die Abhaltung der Versammlung zu hintertreiben. Am andern Tage, an dem die Arbeiter-Versammlung tagen sollte, kommt nun der erste Einbe- rufer Dieze selbst und präsentirt sich dem Assessor Bochmann und nun verweigert dieser Letztere die Bescheinigung auszustellen, weil Dieze nicht mindestens 24 Stunden vor dem beabsichtigten Zu sammentritt der Versammlung erschienen sei, während dem Beim ten die Anzeige doch schon am Tage vorher eingereicht worden war. Gleichzeitig wurde dem Wirthe, in dessen Saal die Versamm lung tagen sollte, durch das Gericht angezeigt, er müsse 50 Thlr Strafe zahlen, wenn er Abends in feinem Saale Licht macheu werde. Parteigenosse Wahl und ich gingen trotzdem nach Halsbrucke und erzählten den in der Gaststube anwesenden Arbeitern das Thun und Treiben der Beamten in dem Freiberger GerichtSamt, vertheilten VoltSstaatc und gaben bekannt, daß nun die Versamm lung bestimmt am Sonntag Nachmittag stattfinden werde. Der Wirth Helbig, bei dem die Versammlung tagen sollte, unterschrieh sich nun selbst als Einberufer, ließ sich auch vom Orts- richter bescheinigen, wer er sei, und daß er im Vollbesitz seiner Ehrenrechte u. s. w. sich befinde. Als ich nun an, Sonnabend die Anzeige aufs Gericht bringe, erklärt mir der Assessor Bochmann, er glaube nicht, daß Helbig die Unterschrift selbst gefertigt habe. Auf meine Entgegnung, daß der OrtSrichter ja ausdrücklich be- scheinigt habe, daß Helbig die Unterschrift selbst vollzogen habe, erwicderte Assessor Bochmann, dem OrtSrichter zu glauben sei er nicht verbunden und wie« mich ab, Helbig solle selbst kommen. Wieder ließ ich mich beim GerichtSamtmann Hertel melden, aber der ließ mir durch den Diener sagen, er sei beschäftigt und habe keine Zeit, mich anzuhören. Obwohl nun Niemand mit dem Amt- mann conferirte, erklärte ich uiich bereit, zu warten, bis der Amt mann Zeit habe, da ich mich über den Assessor Bochmann beschwe ren wolle. Der Diener überbrachte dies dem Gerichtsamtmann Hertel, aber ohne Erfolg, wieder ließ er mir sagen, waS da unten geschehe, sei von ihm angeordnet, ich solle mich an den Assessor Bochmann wenden. Noch einmal gehe ich zu dem Letztgenannten und frage:„Werden Sie mir eine Bescheinigung geben?-— „Nein!-—„Die Versammlung ist aber angemeldet."— .Nein."—„Sie haben die Meldung ja in der Hand! Die Ver- ammlung wird also stattfinden."—«Nein, sie wird nicht statt- rnden."— Und mit dem Fuße aufstanipfend, sagte ich:„Sie indct statt!" und entfernte mich, denn ich hatte es unendlich att, mich nach den Launen dieses Beamten zu richten. Der un- gesetzliche Widerstand, den die Polizeibehörde leistet, sagte ich mir, muß gebrochen werden.— Und die Versammlung hat gestern Nach mittag getagt und ist günstig verlaufen. Die Arbeiter waren zahl reich erschienen. Ich rcferirte ungefähr in fünfviertelstündiger Rede über die ReichStagSwahlen mit gutem Erfolg. Die Polizei ließ sich nur auf einen Augenblick in Gestalt eines Gensdarmen sehen, der sich aber sofort wieder entfernte, ohne auch nur den leisesten Versuch zu wagen, uns zu stören. Aehnlich, wie bei dieser Versammlung ist es uns gegangen mit einer Versammlung in Großschirma, einem Orte von 1700 Einwohnern, die am Donnerstag Abend tagen sollte, ich habe dort ebenfalls, entgegen dem Verbot der Polizei, gesprochen. Außerdem haben wir noch Lersammlungeo abgehalten Freitag in Wegefahrt, wo Wolf und ich reserirten und am Sonnabend in Klein« ab therSdorf, wo Wolf allein thätig war. Nach jedem Dorfe, in dem wir bisher Versammlung abhalten wollten, mußten wir 3 bis 4 Mal wandern und uns wegen der Chicanen der Polizei Tage lang versäumen. Aber das soll nun aufhören. In den nächsten Tagen werden wir hier in Freiberg eine öffentliche Versammlung abhalten, in der das Treiben des WahlkommifsarS der Oeffentlichtkeit zur Beurtheilung übergeben werden wird. Gleichzeitig ist auch meine Beschwerdeschrift an die Kreisdirectiou in Arbeit, aber ich vermuthe, daß die Wahlen schon vorüber sein werden, ehe die Entscheidung der KreiSdirection ein- treffen wird, denn in solchen Angelegenheiten sofort zu entscheiden, daS kann man von einer Behörde in Sachsen nach dem bisher Erlebten wohl nicht erwarten. AuS alledem werden die Parteiae- genossen ersehen, mit welchen Schwierigkeiten wir zu kämpfen ha- den, dazu kommt noch der JndifferentiSmus und der Stumpfsinn der Arbeiter im Freiberger- und Brander-Bezirk, die nicht die ge- ringst« Ahnung davon zu haben scheinen, daß sie Menschen sind und die Gleichberechtigung fordern könnten. Wir werden Alles daransetzen, um die Massen aufzurütteln, um den jetzt noch todten und leblosen Körper des Brander und Freiberger Arbeiter-Vereins Leben einzuflößen und über alle uns entgegenstehende Hindernisse hinweg zum Siege zu gelangen. Mit Gruß und Handschlag Adolph Uhle. Ueber einen weiteren versuch, die Wahlagitation durch Ver- kümmerung de« Verein«- und Versammlungsrechtes lahm zu legen, berichtet un« R. A. Wolf: Für Sonntag, den 14. war in Pottendorf bei Hainichen eine Versammlung einberufen und die Anzeige vorgelegt. Der„Herr" Bezirksamtmann, welcher doch die Bescheinignng laut Gesetz„so- fort" auszustellen hatte, gab dieselbe„nicht" her, unter dem Vorwande, er werde sie dem Einberufer zusenden. Im Gesetze heißt e« aber: die Behörde hat„sofort" die Bescheinigung aus- zustellen, es steht hier ebenfalls keine Sulbe, daß die Bescheinigung nur dem Einberufer zuzustellen sei. Samstag Nachmittag jedoch kam der Amtsdiener in die Wohnung des Genossen, welcher die Anzeige präsentirt« nnd machte demselben bekannt, die Bescheinigung könne bei dem andern AmtSdiener abgeholt werden. Sonntag morgen« verfügte sich der Betreffende zum Amt«- diener, woselbst er aber den sehr schönen Bescheid erhielt: Die Bescheinigung hat der Herr Amtmann unter Schloß und dieselbe wird, da sie gestern nicht abgeholt wurde, nicht auSgefolgt. Abend« sollte die Versammlung stattfinden, e» kamen die Arbeiter von allen Ecken und harrten in Erwartung der Dinge, die da komme« sollten und richtig sie kamen. Bor der noch anberaumten Zeit erschien ein GenSd'arm, besichtigte den Saal, ob derselbe auch i« Stand« sei, die große StaatSgefährlichkeit, welche da stattfinde« sollte, auSzuhalten, forderte dann die Bescheinigung, von welcher er gut wußte, daß dieselbe entweder nicht ausgestellt wurde, od« hinter Schloß und Riegel lag, und da ihm dieselbe nicht vorge- legt werden konnte, untersagte er die Versammlung!!! O heilige Hermandad, erbarme dich doch aller deutschen E-Hren- männer! Der Arm des Gesetze« war im vollsten„Rechte" und alle Proteste, welche von Seite der Arbeiter erhoben wurden, hat- fen nichts. Charakteristisch ist der Umstand, daß der Wirth trotz de? sich ihm bietenden GeschästSvortheile« auf einmal von ein« später abzuhaltenden Versammlung nicht« mehr wissen wollte und sich mit beiden Händen gegen ein solches Projekt wehrte. Em solcher„Zwiespalt der Natur" läßt sich eben nur durch da« Bor- handensein diverser, harter Thaler erklären.— Nun ja, jeder Mensch macht gerne ein„ehrliche»" und„ehrbare«" Geschäft. Da wir sahen, daß gegen den amträthlichcn Uka« und den Ver- treter der Behörde nicht aufzukommen sei, zogen wir iuZge- schlossenen Reihen ab. Da« ist die„Freiheit" nach der„Einheit", da« ist der Respekt, welchen man dem.ß 17 deS ReichSwahlgesetzeS angedeihen läßt. Die Genossen, welche Versammlungen einberufen, mache ich ans- merksam, ja nicht früher die Amtsstube zu verlassen, bis sie die Bescheinigung haben, denn sofort heißt nach den Begriffen aller denkenden Menschen nicht drei bis vier Tage. E« ifi Pflicht de« Beamten, sofort zu bescheinigen, und derselbe hat kein Recht» die Bescheinigung unter was immer für einem Vorwande vorzu- enthalten. Dienstag wird eine Versammlung in Mobendorf stattfinden und eS ist Sorge getragen, daß die Pappendorfer zahlreich erscheinen und die uns zugefügte Chikane spurlos an uns vorübergehe. Zu bemerken ist»och, daß Genosse Sonntag au« der„Chemnitzer freien Presse" etwas vorlesen wollte, wa« jedoch vom Wirth und GenSd'arm verboten wurde. Sonntag ließ sich jedoch nicht irre machen und las trotz der Verbote der beiden E— deldenkenden fort.— Da» Vorgetragene fand bei den Anwesenden Anklang. Mögen gewisse„Herren" auch bemüht sein, auf den Verstand des Volkes einen Dämpfer zu setzen, es wird sich doch da», von den Pfaffen den Kindern gelehrte, angebliche„Wort GotteS": ES werde Licht! bewähren. Den Hiiren Amt- und anderen Männern aber empfehle ich ein fleißiges Studium der Gesetze, damit ähnliche Schwabenstreiche für die Zukunft unmöglich werden. Rudolf August Wolf. Kainiche«. Zur Wahlagitation. Em moderner Salo- mon ist der Ortsrichter Lämmel in Gerstorf, welcher nebenher auch Schmiede-„Meister" ist und in dieser Eigenschaft viel mit Pferden, Maulthieren und Eseln behufs„BeschlazenS" zu thun hat. Diese „Beschlagungspraxis" hätte der edle Mann am 11. ds. MtS. auch von Herzen gern an meiner Wenigkeit in Anwendung gebracht und zwar aus folgendem Grunde. Am obbenannten Tage ver- fügte ich mich mit einem Arbeiter zu obenbenanntem Weltweifea, um behufs der Einberufung einer Versammlung für den mich be- gleitenden Mann ein Attest zu holen. Von dem„geehrten Manne" wurden wir aber sehr ungnädig empfangen und derselbe wollte daS betreffende Attest erst dann ausfolgen, wenn er, Salomou II., vom Amtmanne dazu die Erlaubniß erhielte. Auf meine Anfrage, ob er denn die Gesetze kenne, antwortete der„Herr" Richter: Ich kenne die Gesetze und habe„bessere" Gesetze wie Sie, auch haben wir unfern liberalen Kandidaten und brauchen keinen Sozial- demokraten. Wir balgten uns mit dem„gebildeten" Manne fast eine Stunde herum, doch er blieb bei dem stcrotypen: I gib vi paar Zeilchen nich har! Und richtig, er gab auch die Zeilcheu nich har! Bravo OrtSrichter! Die Nachwelt wird dir Kränze winden! Auch der Wirth wollte, um den Sozialdemokraten nicht uf die „Beene" zu helfen, den Saal nicht„hargeben", denn er befürchtete, daß die„paar kaputen Balken" unter soviel StaatSgefährlichkeit brechen würden. Wenn aber mehrere 1000 Menschen springen und tanzen, da gehen die„kaputen" Balken nicht zu Grunde. Wir danken Euch, ihr verbohrten und vernagelten, mit einem Brett vor dem Hirnkasten versehenen D— enker für die Agitation, welche ihr unbewußt für unsere Sache in Scene setzt; unser Kandidat wird durchgehen trotz vernagelter Richter und noch vernagelterer Wirthe. Carl Ferdinand Sonntag. Zleukädtet. 13. Dezember. Im Saale des Karlsbader Hau- ses fand Donnerstag Abend eine von 3—400 Personen besuchte Volksversammlung statt, in der al» Referent Nauert aus Leipzig auftrat. Der Einberufer M. Köpel, Schuhmacher, von hi« fungirte als Vorsitzender. Referent beleuchtete zuerst den Parlamentarismus im heutigen Staate in der deutlichsten Weife und hob besonders hervor, daß derselbe in seiner heutigen Beschaffenheit auf keine Weise die Wünsche de« Volkes befriedigen kann, indem die jetzigen Parlamente und Landtage:c. meist nur au» Grafen, Baronen und großen Rittergutsbesitzern beständen, denen die wahren Bedürfnisse de« Volkes fremd und weit hinter ihren eigenen Interessen fiehend erscheinen. Darauf nahm er die Herren Nationalliberalen derb aufs Korn und legte in der trefflichsten Weise die Zustände der heutigen Staaten, sowie die Uebelstände des arbeitenden Volkes auseinander, wobei er besonders die in- direkten Steuern, die auf den Lebensbedürfnissen namentlich der Arbeiter ruhen, gedachte. Redner berührte alle Classen und ihre Stellung im heutigen Staate, von dem kleinen Handwerker, Arbeiter und Bergleuten-c. bis zu dem höchsten Staatsbeamten und leistete hierin so Treffliche», daß wohl jeder der Anwe enden auf das Deutlichste unterrichtet worden, wie nothwendig ei fei, andere Verhältnisse zu schaffen. Cr empfahl hierauf der Versammlung» den für den 19. Wahlkreis aufgestellten Candidaten Wilhem Lieb- knecht in Hubertusburg, welcher schon früher einmal den Wahlkreis vertreten und ein treuer Känipfer für de» Volkes Recht und Wohlfahrt sei, und ersuchte alle Wähler, denselben ihre Stimmen zu geben und daß keiner der Wahl sich entziehen soll. Ferner be- leuchtete er wie die fünf Milliarden vertheilt und angeweudet worden sind.— Da sich kein Gegner zum Worte meldete, munterte Herr Nauert nochmals alle Arbeiter auf, sich alle recht rege an der Wahl zu betheiligen und endete unter großem Beifall. Hierauf wurde vom Vorsitzenden die Versammlung gegen 10 Uhr Abend« geschloffen. M. Köpel. Aus der sächsischen ASerlausitz(dem sächsischen Mecklenburg). Großröhrsdorf, 7. Dezember. Die Arbeiterbewegung und da« Programm der sozialdemokratischen Arbeiterpartei, sowie die bevor- stehenden ReichStagSwahlen bildeten die Tagesordnung zu der 3 taldinque heutigen, tund zwei Pefalblätter annercition Bollérersammlung, temmen. Wuitschuaubent hat Herr Kanigann Neudorf ver- Borsigenten melt cie sich keiner der Sozialistenfresser zum Wort, welche in tem geräumigen Saal des Gasthauses zum grtinen laffen, mag er nur tommen, wir erwarten ihn. G. Naumann. ihre Charakterlosigkeit dadurch glänzend an den Tag legend. Eine Baum" abgehalten wurde und sehr zahlreich besucht war. Für Billingen.( Fabrikanten Spiegel.) Nicht genug wiffen unfre zum Besten des Reichstags- Wahlfond veranstaltete Sammlung Greßiöhreborf war das jedenfalls etwas Neues und durchschwirrten großen und feinen Bourgeoiszeitungen immer von diefer ober ergab die Summe von 4 ft. Wir erwarten von den Constanzer schon vor Beginn der Versammlung die verschiedensten Gerüchte jener edlen That der Herren Fabrikanten zu erzählen, wenn sich Arbeitern, daß fie sich zahlreicher als bisher an unfern Berfammdie Atmosphäre; z. B. von gewiffer Seite beabsichtigtes Standal- solch ein moderner Ellavenhalter einmal bewogen fühlt, seinen lungen betheiligen und der sozialdemokratischen Partei beitreten machen: c. Die Versammlung wurde Nachmittage nach 3 Uhr Arbeitern um ihr schweres Geld Lebensmittel c. zu verschaffen. werben. Mit jozialdemokratischem Gruß burch August Wiliam eröffnet, Wendt( aus Kamenz) zum ersten, Wohlweislich hüten sich aber diese literarischen Buschlepper, als ge- listed me dual G. Riegel, Schriftführer. Poze( aus Dresden) zum zweiten Vorsitzenden und Wiliam zum treue Trabanten und Bediente der herrschenden Classe auch die- winc Zum Reichstagswahlfond. Schriftführer bestimmt. Kayser aus Dresden referirte über den jenigen Herren", welche das„ edle" Geschäft des Ausbeutens mit Zur Wahl Liebknecht's von Ellur, Coblenz Thlr. 3 5 2. Scattiub erfien Punkt der Tagesordnung in gediegener Weise und erntete einer starken Tosis Unverschämtheit betreiben, an den Pranger der Rothen hier 7 Gr. 5 Pf. Von den Arbeitern einer Instrumentenwiederholt und zum Schluß reichen Beifall, und wäre die Ver- zu stellen. Ties ist eben Pflicht der Arbeiterorgane und unfrer fabrit hier Thlr. 1 17. Von der Genoffenschaftstischlerei hier 5 Thlr. sammlung dem Anschein nach in schönster Ordnung verlaufen, Barteigenoffen. Ge existirt hier eine Tuchfabril, in welcher auch Durch E. Müller, Wien, 4 Thlr. Gesammelt in einer Geſellſchaft dentwenn ein beträchtlicher Theil der sogenannten besseren Stände fich Märchen beschäftigt sind, die pro Tag 36 fr., schreibe ſechsund- scher Arbeiter durch K. Büttner in Zürich Thlr. 5 15. anftändiger, etwa so anständig wie es in der Regel Arbeiter thun, dreißig Kreuzer( 10 Sgr.), Lohn" erhalten. Daß ein folcher and Genossenschaftsbuchdruckerei.ndios verhalten hätte. Das Verhalten der Standalmacher in dieser Hungerlohn bei ten jezigen Lebensmittel- und Wohnungspreisen Antheilscheine bez. Antheilquittungen erbielten ferner: In Leipzig: Versammlung verdient aber umfomehr Beachtung, als ja gerade( 4 Pfd. Brod 23 fr., ein einfaches Zimmer ohne Motel pro Schong Thlr. 2, in Eßlingen A. M. 1, W. M. 1, W. L. 1, G.§. 1, von dieser Seite nur zu oft den Arbeitern Unbildung, zunehmende Woche 36 fr) im Entferntesten nicht hinreicht, um auch nur die W. D. 1, F. K. 1, W. W. 1, H. R. 1, G. K. Arb.- Ver. 1, G. W. 1, Berwilderung und dergleichen mehr vorgeworfen werden. Gleich nothwendigsten Bedürfnisse zu befriedigen, wird selbst der ver- M. W. 1.& der Beginn der Bersammlung that ein Fabrikant, welcher sich in schrobene Fortschritt" in Pforzheim, der immer nach Art der dan& os Briefkastenjas, as eine Ede der Galerie poftirt hatte, das ihm Möglichste, um Stan- Harmonie- und Spar Apostel von friedlichen" und gefegneten" der Redaktion: Für Scheil liegt ein Brief bei uns und ersuchen bal zu provociren, ein anderer Fabrikant im Parterre schien von Zuständen faselt, zugeben müffen. Eine leichtfaßliche Gebrauchs wir denselben um seine Abreffe. M. A. in Chemnitz: Wird gelegentlich Anstand, ganz abgesehen von parlamentarischer Ordnung, eine anweisung der viel gerühmten Spar- Recepte wäre unter so be- verwandt; wir haben für den V. E. sehr viel Stoff in petto. äußerst abweichende Meinung zu haben. Als der Referent ge- wandten Umständen mehr wie geboten. Was meinen Sie, Herr der Expedition. Blw Frankfurt a. d. D. Ann. 10 Gr., Schr. Legentlich über Kriege und dergleichen zu sprechen fam, konnte jeter Hirsch? Etwas weiter. In der Spinnerei des oben erwähnten Gr. 22 5. Cigarrenarbeiterverein hier Aun. 5 Gr. Quenzi Plagwis vorurtheilsfreie Zuhörer sehr wohl auf den Gedanken kommen, Fabritbesitzers arbeiten auch Märchen. Mußten diese schon eine Ag.-Nr. Thlr. 1 3. Tbrt Connewis Schr. 20 Gr. Sthl Geithain Ann. im Parterre des schönen Saales zum grünen Baum" in Groß- Beit lang Abends bis 12 Uhr für eine Abfindung von 3 fr. pro 9 Gr. Ellnr Coblenz Schr. Thlr. 8 5 2. Böttcherverein Berlin Ann. röhrsdorf in Sachsen habe sich ein feindlicher Indianerstamm Ueberstunde schaffen, so gefiel es dem dortigen Meister gar, seine Thlr. 2 2. Mupr Apolda Schr. 1 Thlr. Lhln Friedersdorf Schr. fr Thlr. 1 22. Lhmn Rochliz Ag.-Nr. 10 Gr. Krmschr Laufigk Schr. an poftirt, der sein Kriegsgeheul beginnt! Nun, man wollte modernen Stlavinnen", einmal Morgens um halb 3 Uhr schon 14 Gr. Schnor Johann- Georgenstadt Scht. 7 Gr. Briem hier Schr. be vielleicht den Arbeitern, die ja bekanntlich sich erst Bildung ver- zu weden. In dieser Spinnerei, die einfam im Schwarzwald 20 Gr. Schlz hier Schr. 9 Gr. Rchtr Stötteris Ag.-Nr. 15 Gr. Hrn schaffen müssen, ehe sie sich unterstehen dürfen, über ihre Lage nach 1 Stunde von Billingen liegt, erhalten die Mädchen bei einem Elberfeld Ann. 9 Gr. Ggst Deutsch- Neudorf Schr. Gr. 10 5. Ebrhrdt zubenten, ein Beispiel geben?! Lohn von blos 30 fr. für eine Bergütung von 15 fr. folgendes Runtowan Schr. 12 Gr. Münch Zittau Ag.-Nr. Thlr. 6 20. Lhs Auch Gegner traten auf, um von ihrem Standpunkt aus das Effen: Morgens 7 Uhr 1 Liter Kaffee nebst 1 Stück Brod. Kemnten Schr. 18 Gr. Endrs Greiz Schr. Thlr. 2 22 6. Krnr Leipgehörte Referat zu widerlegen; infolge deffen entwickelte sich eine Bis Mittag Pause( natürlich im Effen). Mittags Suppe, Ge- zig Schr. Thlr. 1 6. Wajir Würzburg Ag.-Nr. Thlr. 3 10. Mur, fehr intereffante Debatte und trop bedeutender Gewandtheit eines müse und Fleisch, was auch gerade nicht zu reichlich, um 3 Uhr Wien Ab. 4. Du. Thlr. 1 20. biefer Gegner bewies Referent doch schlagend seine Ausführungen. ein Stüd troden Brod und Abends Suppe und Kartoffeln mit Warum auch geben sich die Gegner der Sozialdemokratie nur Milch. Wurde Abends blos bis 10 Uhr geschafft, gab es nach so viel Mühe, bie Arbeiter, von welchen fie annehmen mögen, daß 7 Uhr nichts mehr zu essen, bei Ausdehnung der Arbeitszeit bis " geladen. Anzeigen 2c. Vorsitzender: T. Schmeißer, Dresben, Rosenweg 61, Allgemeiner deutscher Töpferverein. im Arbeiterbildungsverein, Palmstrasse 20. Sonntag 21. Dezember, [ 2a] [ in. tit 1 a Dieselben zur Erkenntniß ihrer Klaffenlage noch nicht gekommen Nachts 12 Uhr gab es dann noch mitunter Kaffee. Welche humanen Dresden find, von der rabikalen Strömung der Arbeiterbewegung abzuhalten? Bustände! Und da wagen feile Lohnschreiber gegen die SozialDoch nur im Intereffe des gegenwärtigen momentan die Erde be- remokraten zu Felde zu ziehen, welche allem diesem Hunger, biefer 2. Etage. Kassirer:. Langsch, Dresden, Louisenstraße 63, Hinterhaus, herrschenden Gößen, des Kapitals, tem man sich verpflichtet zu menschenunwürdigen Behandlung, dieser Ausbeutung des Menschen 1. Etage. haben scheint, vielleicht gegen gute Provision, Fetisch- Dienste zu durch den Menschen durch Aufheben der Klassenherrschaft, bes Dresden Arbeits-& Wohnungsnachweis von C. J. Evans leiften! infamen Lohnsystems ein Ende bereiten wollen. Und da giebt es So warnte der gewandtere Gegner in dieser Bersammlung die Arbeiter, die mit frischem Gleichmuth dieſe entwürdigende Sklaverei Elberfeld- Barmen ubr: Witglieder- Bersammlung bei Arbeiter, wie er sich ausdrückte, in deren eignen Interesse dieselben tragen, ja selbst den aufgeklärteren Arbeitern hindernd in den Weg nachbrücklich, nicht in die ausgeworfenen Reze des Sozialismus zu treten! Auf, Arbeiter zu Billingen, vereinigt Euch! Nehmt Euch Herrn Caspers, Haspelerbrücke. Alle Parteigenoffen sind dringend einBernhard Horn', Vertrauensm., fallen! Nun begreife das wer Luft hat. Daß der weitaus die Arbeiter Lörrachs zum Vorbild, die in feft gefchloffenen Reihen Neue Adresse: Kolt Nr. 3., Hinterhaus. größte Theil der anwesenden Kleinmeister und Arbeiter aufmerksam die Vorkämpfer der Sozialdemokratie im badischen Oberland bilden. Gewerkschaft der Holzarbeiter. hörten, bewies der Beifall, ter den trefflichen Ausführungen der Es wird Zeit, daß 3hrs Euch aufs Kerbholz schreibt, daß nur Hamburg Mittwo, ben 10. Dez., sowie jeden Mittwoch Abend Sozialdemokratischen Prinzipien durch den Referent zu Theil wurde, durch Organisation und immer Organisation, durch politische 9 Uhr: Bersammlung im Lotale des Hrn. Edhardt, Schoppenstahl 22. a und faffen diese Prinzipien auch in Großröhrsdorf festen Fuß! und soziale Aufklärung diesen unwürdigen Zuständen ein geTurd fortgesettes Standaliren bes größten Theils, ber, möglicher bührendes Ende bereitet werden kann. Weise sich gar noch für gebildet haltenden, Gegner mußte die VerSierbei gleich eine Charakteriflit eines Redakteurs" alias Leipzig Sonnabend, ben 20. Desember, Abends halb 9 Uhr: fammlung, in welcher sich die bedeutend überwiegende Majorität Volksbildners und zwar desjenigen vom hiesigen Lokalblatt„ SchwarzVersammlung der Schneidergehülfen für Weiterführung eben geäußert( Ein Theil der Parterre- In- wälder". Derselbe meldet seinen gläubigen Schaafen, daß der im„ Leipziger Saal", Kreuzftraße. Tagesordnung:„ Die Reichstags- d haber, welche sich wie Wilde benahmen, erhoben zwei Hände, demokratische Verein in Mannheim jedes gemeinschaftliche Zu- wahlen und ihre Bedeutung für die Arbeiter". Referent: Blos. ftampften, brüllten 2c., um die Versammlung zum Schluß zusammengehen mit den Sozialisten abgelehnt habe. An und für Alle Arbeiter, vorzüglich die Wahlberechtigten, werden zu zahlreicher bringen), gefchloffen werden und konnte der zweite Theil der Tages- sich ist das nichts Besonderes. Aber unser Freund war 48 auch Betheiligung aufgefordert. Aumefenben gelegentlich ber Debatte ſchon jo viel gehört, daß( weiße), ſondern bie ſozialdemokratische( rothe) Republit forverten. Leipzig Wave 18. Dezember, Albende 8 Uhr: spun, ordnung nicht behandelt werden; doch hatte die Mehrzahl der Freiheitskämpfer, auch Einer von denen, welche nicht die gemäßigte" Wahlcomite des 12. fächs. Wahlkreiess. Biele erklärten, nur für einen Arbeiter- Kandidat bei der bevor-( Siehe Flugblätter der Volksvereine Nr. 3, Sigung des Mann- bei Sablich, wozu die Comitemitglieder des 13. Wahlkreises eingeladen ftehenden Reichstagewahl zu stimmen! heimer Volksvereins vom 8. März 1849.) Es ist mir unbekannt, find. Nach Schluß der Versammlung begaben sich Kayser, Loze, ob Reptilienfonds Stipendien, oder sonstige hohe GnadensonnenWendt und noch mehrere auf den Bahnhof, Erstere, um mit weg strahlen Ursache diefer Gesinnungslumperei sind. Es genügt auch, Allgemeine A. Wendt. Das Comitee. Donnerstag den Sigung 13. sächsischer Wahlkreis. zu fahren; da bis tahin noch Zeit übrig war, ging man in den den Arbeitern zu zeigen, mit was für Patronen Wahrheit und Möckern versammlung im Gasthaus des Herrn Müller. Sonnabend. den 20. Dez., Abends 8 Uhr: Wählerad Ra a b C Wartesaal, ohne eine Ahnung zu haben, daß derselbe von der Recht zu kämpfen haben, die Arbeiter aufzufordern, voll und ganz Bourgeoisie von Großröhrsdorf und Umgegend, als ihnen beson- fich der sozialdemokratischen Partei anzuschließen, veren Organe zu le Montag den 22. Dezember, Abends 8 Uhr: Wählerders angehörend, in Befiz genommen fei; feitens der anwesenden lesen und zu verbreiten, um den Sudelblättern unfrer Gegner, der Gohlis versammlung in der Oberschente". Bourgeois wurden oben Genannte nicht nur beleidigt, sondern Ausbeuter jeder politischen Schattirung einen Gegenpart zu schaffen. auch in echt lümmelhafter Weise zur Thür hinausgedrängt; doch Mannheim, 12. Dez. Parteigenoffen und Freunde im Wahl- Neuschönefeld balb 4 Uhr: Bolksversammlung im„ Berg- afg bürfte die Zeit nicht mehr allzufern sein, wo solche elegant gefleidete Lümmel auf geeignete Art eines Beffern belehrt werden. freife Mannheim! Laut Beschluß der letzten Parteiverfammlung Schlößchen". Tages- Orbnung: Die Reichstagswahlen und die Ber- o am 6. b. M. haben wir an Stelle Sabor's, der bekanntlich abtretung des 18. Wahlkreises." lehnte, nunmehr definitiv A. Bebel aufgestellt. Mit fozialdemokratischem Gruß und Handschlag Mit sozialdemokratischem Gruß C. Schröder. Sonntag, ben 21. December, Nachmittage Achtung! Das Wahlcomite. ne ifd ge 3. K. Wendt. Wir brauchen nicht erst auf die Verdienste dieses ArbeiterverNenndorf, 12. November. Am 26. November hatten wir treters aufmerksam zu machen, um Euch zu veranlaffen, ihm Eure Wir warnen hiermit Jedermann vor dem Töpfergesellen Ostar eine Mitgliedersammlung einberufen, in welcher wir uns mit der Stimme zu geben. Hubertusburg ist die beste Empfehlung. Kandidatur zum nächsten Reichstag beschäftigten. Da von Seiten Arbeiter! Neue Candidaten wird man Euch vorschlagen, prüft Klaußewis, angeblich aus Groß- Glogau. Derselbe war hier Vereinsbes Allgemeinen deutschen Arbeitervereins" der Präsident Hafen- forgfältig und Ihr werdet am 10. Januar Niemand anders als mitglieb und hat sich am 6. Dezember von bier beimlich entfernt und flever in unserem zweiten anhaltischen Wahlkreis aufgestellt ist, so dem Arbeiter candidaten Drechsler August Bebel zur Zeit in Hu- 17 Thaler Schulden, theile für Koft und Logis, theils aber von Collegen n Lehrburschen geborgt, hinterlaffen. forderte es Ehre und Pflicht, daß wir selbstständig einen Kandi- bertusburg Eure Stimme geben müssen. Dieses bringt zur Kenntniß . eff fe Die Mitgliedschaft des, Allg. Deutschen Töpfervereins zu Meißen. eit J. B.: J. Gleisberg, Bevollm, 22. sächsischer Wahlkreis! Um Einberufung von Versammlungen auf dem Lande für den 25. De ember und folgende Tage erfucht Das Central Wahlcomite zu Reichenbach. Für Reichenbach. Filial- Expedition betr. l er er on ri fe on er bu fe br baten in unserem Wahlkreis aufstellten, und zu diesen wurde mit Im Auftrage des Wahlcomité's: F. 3. Ehrhart, B. 5, Stimmenmehrheit Theotor Mezner aus Berlin gewählt, falls Nr. 172, wohin auch alle Briefe, die Wahlagitation betreffend, Herr Th. Megner die Kandidatur annimmt. Natürlich wird für zu senden sind. Megner fein Sieg erfolgen, intem die Allgemeinen diesen Wahl- Constanz, 9. Dezember. Kommen da in Constanz einige treis schon überschwemmt haben, und es uns an agitatorischen verbildete" und ungebildete" Leute zusammen, die zusammengeKräften fehlt. Also wir wollen zeigen, daß wir den Congreßte nommen die sogenannten„ Bildungs. Vereine" vorstellen und halten fchluß als die Parteistimme betrachten und ihn achten, zugleich Verbandstag". Welches welterschütternde Ereigniß! Die Arbeiterfordern wir hiermit den Vertrauenemann in Harzgerode auf, uns frage wird durch blödsinniges Gefafel von„ Sparen", deutscher umgehend feine Adreffe zukommen zu laffen, damit wir ihm die Einheit"," Mannestraft"," Bildung" und Freiheit" gelöst. nöthigen Stimmzettel übermitteln können, auch werden wir dafür Solchen Unsinn, wie er bei diesem Verbandstag von Seite Einiger Sorge tragen, daß wir in Ortschaften, wo wir bis jetzt noch kein zu Tage gefördert worden ist, können eben nur Solche anhören, Mit Ende d. M. erlischt die hiesige Filial- Expedition. Im h Lokal zu Bersammlungen haben bekommen können, Stimmen für welche im ganzen Leben weiter nichts als gegeffen, geschlafen und unfern Kandidaten herausgeschlagen werden. wie Maschinen gearbeitet haben. Jedem denkenden Arbeiter mag neuen Jahre finden nur Post- Abonnements durch Vorauszahlung Bugleich muß ich hiermit noch in Erwähnung bringen, daß am bei dem foloffalen Blödsinn, den z. B. ein Herr Knecht(!) vom statt, weshalb die geehrten Leser hiermit ersucht werden, die 9. Dezember Herr Kamigann aus Cöthen uns mit einer Ver- Stapel ließ, die Schamröthe ob solcher Arbeiter ins Geficht ge- Beträge für das vierte Quartal 1873 erst im Januar zu be- b fammlung beehren wollte, zu welchem Behuf mir die Plakate zum ftiegen sein. Genannter verſticg fich zu folgender, feine ganze zahlen, dafür aber frisch in diesem Monat das Abonnement für be Ankleben überfandt wurden. Die Rechnung war aber ohne den Ignoranz charakterisirenden Aeußerung:„ Die Sozialdemokraten das erste Quartal 1874 oder doch mindestens für Monat JaBirth gemacht, ich flebte die Blakate nicht an, das verbietet mir wollen nur faullenzen, Strike machen, Champagner faufen, Droschle nuar erneuern zu wollen. Die Blätter werden gleichfalls für s bas Parteiintereffe. Herr Kamigann sprang in der Versammlung fahren" c. c. Doch halt! Das Riechfläschchen her, damit wir wüthend auf und nannte es ein Verbrechen an der Arbeitersache, nicht in Ohnmacht fallen! Wir müssen uns erst die Augen reiben, baß ich die Plakate nicht angeklebt hätte, benn die Versammlung wie der Bauer Michel im Kalender des„ hinkenden Boten" vom beftand gerade aus vier Personen. Wir hielten es an der Zeit, Lahr, um dieses Wunder einer Sozialistenbeschreibung anschauen Diesen Herrn die eigene Frechheit unter die Nase zu halten, und zu lönnen. Selbstverständlich verließ bei Ausbruch oben erwähnter bauerte dieser Worttampf( nicht Töldeknüppelkampf) zwei volle Irrfinns- Anfälle ein großer Theil der Anwesenden das Lokal, nachStunden, wobei unser jeßiger Vertrauensmann, welcher noch jung bem den Sozialisten auf die gemeinste und feigfte Art das Wort Kamigann die vielen Unthaten, die von seinen Gesinnungsgen offen feines Gleichen Fellascht zu werden. Als Antwort beriefen wir 2 Sgr. ins Haus besorgt. tn Robert Müller. CIE Big an Φ Die Filialexpeditionen க ge in der Bewegung ist, träftig mit Theil nahm. Nachdem wir Herrn verweigert wurde, und Herr Knecht hatte das Bergnügen, von werden dringend aufgefordert, schleunigst gegen uns verübt worden waren, entgegengehalten, empfahl er sich am Montag, den 1. Dezember eine Bolleversammlung ein, die Geld, sowohl für Abonnement 4. Quartal, pf mit dem Versprechen in vierzehn Tagen wieder kommen zu wollen, trop mangelhafter Bekanntmachung durch die Ortsschelle, da uns falls wir Sorge tragen würden, baß die Blakate, welche fie selbst Buchbrucer und Lithographen den Drud von Plakaten verweigerten, als für Schriften einzusenden. anheften würden, nicht heruntergeriffen würden. Wir versprachen, gut besucht war und in der Hilbert aus Zürich die Bestrebungen baftir zu sorgen, daß diese Versammlung überaus start besucht der Sozialdemokratie farlegte. Er geißelte scharf das tnabenhafte werben sollte und daß wir nicht mit Töldes Knüppel, sondern mit Benehmen der Bildungsvereinler und wies scharf und verständlich bem gefunden Verstande kämpfen würden. Wenn er es aber den- die Mittel und Wege zur Besser- resp. Gleichstellung des Proleroch für gerathen erachte, une mit der Candidatur des Herrn tariats mit allen übrigen Staatsbürgern nach. Ungetheilter BeiLeipzig: Bevantw. Redakteur: M. Breißer.( Rebattion und Er Hafenklever zu beehren, so könnte er noch mehr zu hören be fall lohnte den Rednec. Troß mehrmaliger Aufforderung des pedition Beizerftr. 44) Drud und Berlag der Genossenschaftsbuchbruckerei. Die Expediton des ,, Volksstaat". b in