BP oll» ite» D« !n» öw rt«t. ». Psswn KlNgon Mal-' Erscheint in Leipzig Mittwoch, Freitag, Sonntag. nehmm an alle Zan stalten u. Buchhand« t des In-».AMandes. äl-Expedinonen für die Vereinigten Staaten: F. A. Sorge, Aar 101 Hoboken, N. J. ffim. LnederS, OOS Maystr. Chicago, JH. Peter Haß, R. W. Corner Third and saatea itr. Philadelphia. Der VMsslaak Zibonntmentsprei«: Für Preußen incl. Stempel» steuer 21>/- Sgr., für die übngen Deutschen Staaten IS Sgr. pro Quartal. Monat»-Zidonnemeuti «erden bei allen Deutschen Postanstalten auf den 2ten n. 3 ten Monat und auf den 3 ten Monat besonders an- genommen, im Kgr. Sachsen u. Hrzth. Sachs.-Altenburg auch auf den I ten Monat i 6". Sgr. angenommen. OrgandersozialdemokratischenArveUerparteiundderinternattonalenGewerksgenoffenschasten. Inserate, die Abhaltung von Partei-, BereinS- und LollSversammlungen, sowie die Filial-Expeditionen und sonstige Partei-Angelegenheiten betreffend, werden mit 1 Sgr., Anzeigen mit 2 Sgr. die dreigefpaltene Petit-Zeile berechnet. Privat- und BergnügungS- Nr. 4 Sonntag, 11. Januar. 1874. beffl abtl ral sind halb uu» d« 1. Wir ersuchen die Wahlkomite'S unserer Partei, uuS sofort um- gehend genaue Mittheilung über die aus unsere Candidaten aige- gebcnen Stimmen zu machen. Nm jede Confuston zu vermeiden, ist r»»ölhig, daß die Nummer des Bezirks mit angegeben ist. Es handelt sich um rasche und genaue Feststellung sümmtlichcr, bei dieser Wahl auf unsere Candidaten abgegebenen Stimmen, und erwari en Wir deshalb gewifieuhafte und prompteste Auskuaft Seitens unserer Parteigcaoflea. Politische Uebersicht. mde >rap —„Vaterlandsdavk". Der Landrath zu Lyk in Preußen fordert im dortigen Kreitblatt die Landwehrleute und Reservisten, welche Darlehen auS dem vrm Reichstag für diese Zwecke de- � willigten Fonds ton 4 Millionen Thlrn. erhalten haben, zur „a« Rückzahlung auf. Für säumige Zahler droht er mit Exekution. >e u. Ter Exekutor, der bckauntlich auch zu ten Stützen des preußischen Bev Staats gehört und zur Zeit auch den„Culturkampf" gegen die Droschkergäulc, Droschken, Tische, Stühle, Betten, Küchen- neb� andere Geschirre der jchlesischen Bischöfe kämpfen muß, ist also die letzte Änfianz, die über Wohl uno Wehe der tapferen Lavdwehrleute entscheidet, welche den großen„Theilern" im Reiche die fünf Milliarden aus dem Feuer geholt haben. Hoffentlich wird jercs erlogene und erkünstelte G-fthl, das man heutzutage „Patriotismus" nennt, unter den rohen Fäusten des ExekutvrS absterben. Für ganz mortSwüthigc Patrioten indessen, welche auch der Exekutor noch nicht zur Vernunft bringen kann, diene nach- � stehende„bescheidene Bitte", welche durch die Hallischen Blätter annd � Runde gewacht hat, zur Abkühlung: „Der invalide Veteran K. in H., ein Greis von 80 Jahren, I der in den Befreiungskriegen von 1813, 14 und IS als rüstiger Jüngling in einem Hommerschen Landwehr-Regimente sein Leben für König und Vaterland eingesetzt und schwere Verletzungen esenobavon getragen hat, leidet bittere Roth, die durch den Eintritt llnzchdes Winteis noch erheblich gesteigert wird. Vollständig erwerbs- uldei unfähig an sein SchmcrzenSlager gefesselt, hat der Leidende keine :rrchb»nderen Subsistenz-Mittel als feinen Gnadensold von monatlich "'�zwei Thalern, bei der schon seit Jahren bestehenden und immer mehr anschwellenden Theuerung der Lebensbedürfnisse reichen aber ,eUw� Silbergroschen auf den Tag kaum zur einfachsten Sätti- gung, viel weniger denn zur Beschaffung deS übrigen Unend bchrlichen aus. In dieser trostlosen Lage hat der bedürftige Greis rm. seine einzige Hoffnung aus die werklhätige Hilfe edler Menschen —'zur Erleichterung seines trüben Looses gesetzt, er bittet durch die Unterzeichneten um Liebesgaben, durch deren Zusammenfluß es ihm at". gelingen dürste, sein trauriges Dasein unter weniger hartem Drucke —»den Winter hindurch zu fristen u. f. w. Finlenwaldc und Alt-Damm, den 8. Dezbr. 1873. Böhm, »ugsRitlmeifler a. D., Senior des eisernen Kreuzes in Finkenwalde. Jordan, Lieutenant und Ritter des eisernen Kreuzes in Alt-Damm." Zwei Thaler monatlich! Damit auszukommen ohne zu ver< hungern ist eine Kunst, welche sogar preuxischen Unterthanenmägen etwas schwerfallen dürfte. Ja, wenn der Mann nicht krank wäre! che stTann bekäme er vielleicht einen Leierkasten geschenkt, oder Herr " Dietze auf Pomßen könnte ihn neben dem Trompeter von MarS la Tour als Vize- Hausknecht anstellen. Vor Jahren ist für die Invaliden von 1313 ein Fonds ge sammelt worden. Trotzdem der Invaliden stets weniger werden, ist ihr erbärmliches Gnadenbrod nicht aufgebessert worden. j Ter FondS dagegen schwillt durch Zinsen stctS an, um nach Ab- — l-ßerben des letzten hungernden Invaliden in eine jener weiten Taschen zu wandern, in welche schon so viel„Vaterlands"- und .Nationaldank" hineingewandert ist, mögen sie nun„Reichskriegs- schätz" oder„Dispositionsfonds" oder sonst wie heißen. Daun . erst hat sich'S„herrlich erfüllt"! lg« — Wozu kein Geld da ist. Die Leser werden sich der Smittiurchtöaren Sturmfluth erinnern, die zu Ende des vorigen JahreS :eitfllbie norddeutsche Küste verheerte und unsägliches Elend anrichtete. Tie preußische oder Reichsregierung, anstatt einen Griff in den dl f �großen Milliardentops" zu thun, ließ den Bettelhut im deutschen m ei toch und dem Auslande herumgehen, und entschloß sich erst, ,S dsilS die Entrüstung unbequem laut ward, zu freilich sehr kärglicher pilfe. Hilfe? Rein, nur zum Versprechen der Hilfe. Und Ver- prechen und Halten ist bekanntlich zweierlei. Hören wir!„Von ' der Dranske", auf der Insel Rügen, wird der„Berliner BolkS- Zeitung" geschrieben:„Offiziöse Blätter erzählen der Welt, wie die Staatsregierung die bewilligten Sturmfluth- Gelder zu Dünen- hauten, Schutzwehren-c. angewandt habe, so daß jetzt fast jede Spur der Zeistöruug verschwunden wäre. Bon allen diesen schönen e ÜBsi)u,gen ist leider zu uns Nichts gekommen. Wo es sich um Schutz > l0' ttt fiskalisches Eigenthum handelte, ist die Regierung allerdings sie nltzit großer Energie vorgegangen, so auf der Halbinsel Darß(Kreis ig ranzburg), wo eine königliche Forst zu schützen war, wie auch bei ''Jchkona. Für uns geängstigte Dorfbewohner scheint, trotz unserer fWmiie und trotz der bewilligten Millionen, weder ein Ohr noch vc j banden zu sein, obgleich unsere gefährdete Lage unseier ir kezielleu Regierung(Stralsund) sehr wohl bekannt ist. Die Stürme ter letzten Woche trieben die Fluihen wieder dickt an unsere Häuser >eran, da die schützenden Dünen im vorigen Jahre verschwunden irr. sind. Hier können eben nur neue Dünenanlagen helfen, wozu unsere ärmlichen Mittel nicht ausreichen." Wir glauben, daß jeder Commentar nur abschwächend wirken könnte. Ein würdiges Seiten stück bietet folgende Notiz, die wir in der, gut rationalen,„Elberfelder Zeitung" finden:„Bonn, den 15. Dezember. Unserer Ui iverfität steht wahrscheinlich in nächster Znt ein schwerer Verlust bevor. Die Blätter habin die Nachricht gebracht, daß die Würzburger medizinische Fakultät Herrn Professor Rindfleisch zum Professor der pathologischen Anatomie vorgeschlagen habe, und allgemein ist hier der Glaube ve> breitet, Herr Rindfleisch werde ohne Weiteres diesem Rufe Folge leisten. So schwer dieser Verlust auch sein wird, so ist doch die allge- mnne Erfahiung noch wichtiger, daß akademische Lehrer von prem ßischen Universitäten leicht von einem großen Wirkungskreise, von Schülern, die ihnen zugethan sind, von angenehmen kollegialischen Verhältnissen scheiden, um ihre Thätigkeit einer Schwesteranstalt eines andeien deutschen Staates zu widmen. Alle Gründe für diese Erscheinung anzuführen, würde hier nicht möglich sein, aber ein Grund, der gerade in dem vorliegenden Falle eine wichtige Rolle spielen muß, sällt sehr klar in die Augen. An den anderen deutschen Universitäten geschieht alles Mögliche, damit der akade- mische Lehrer sich ganz mit fteiem Geiste seinem Berufe als L-Hrer und Forscher widmen könne, während bei uns einigen derselben das Lehren und Forschen recht herzlich sauer wird. Hr. Rindfleisch ist Dircctor deS pathologischen Instituts. Ein solches Institut ist gegründet, einmal um eine größere Sammlung zu schaffen, welche dem Unterrichte und Untersuchungen dienen' soll, und zweitens, um Gelegenheit zu geben, unter Anleitung des LehrerS wissenschaftliche Untersuchungen anstellen zu können. Wenn wir nun selbst von Stubenien erzählen hören, daß keine Präparate mehr auf gehoben werden, weil seit einem halben Jahre kein Spiritus angeschafft werden konnte, so klingt dies fast un- glaublich. Warum arbeitet denn kein Studirender bei dem so be- liebten, anregenden Lehrer, dessen Vorlesungen zu den besuchtesten gehören? Einfach, weil keine Mittel für diese Untersuchungen vor Händen sind, und die Studirenden alle Auslagen für Materialien, VcrsuchSobjeete:c. tragen müßten. Unter solchen Umständen ist eS leicht begreiflich, daß ein akademischer Lehrer sich nach einer Thätig keit sehnt, bei welcher er nicht durch ähnliche Miserien beengt und behindert ist, und daß er gern an ein anderes Institut geht, wel- cheS den Zweck, für welchen eS gegründet ist, auch wirklich erfüllen kann." Millionen und Milliarden für Festungswerke, und nicht ein paar lumpige Tausend Thaler für die zum Sckutz der Men- scheu und Felder nothwendigsten Uferbauten— Millionen und Milliarden für Kruppsche Kanonen, Zündnadeln, Mausergewehre und sonstige Mordwaffen, und nicht ein paar lumpige Thaler für die nothwendigsten wissenschaftlichen Präprrate! Das ist der„In- telligenzstaat". So erfüllt er seine„Mlssion". So führt er den „Culturkampf".� — Wahlfreiheit in Preußen. Wie preußische Kreis- schuldirektoren mit Gott für König und Vaterland gegen reichsfeindliche Wahlen agitiren, zeigt nachstehender Erlaß: „Am 10. Januar k. I., dem Tage für die Wahlen zum Reichs- tage, fällt die Schule aus. Zugleich mache ich die Herren Lehrer aufmerksam, daß sie sich als Staatsbeamte jeder Agitation zu Gunsten der reichsfeindlichen ultramontanen Partei zu enthalten haben. Grottkau, den 21. Dezbr. 1873. Keihl." Nur stramm! Und der Oberschulmeister, der den Lehrern das allgemeine gleiche und direkte Wahlrecht mit der Knute auf den Rücken prügelt, ist sicherlich von dem Gefühl beseelt, eine patriotische That verrichtet zu haben! Oder nein! Vielleicht auch will er einen — Orden! — Dem Verdienst seinen Lohn. Thomas Carlyle, das Prototyp des Geschichtskoulissenkleckfers und Gesinnungslümmels Scher r; Verherrlicher des verlogensten, treu- und herzlosesten aller modernen Despoten alias Friedrichs des Großen; gegenwärtig be- schäftigt mit einer Broschüre zur Verherrlichung entweder des „CulturkampfS" oder des Tölcke'schen Knüppels— die Angaben varüren— hat von Fürst Bismarck den Verdienstorden, auf preußisch deutsch oräre pour le m&ite, in'S Knopfloch geworfen bekommen. Geschieht ihm recht! — Also keine Schnapsbrennerei auf Barzin! belehrt uns die„Norddeutsche Allgemeine Zeitung". Nun, dann ist sie irgend wo anders, oder der Patron der„Norddeutschen Allge- meinen Zeitung" hat— das Gegeniheil der Wahrheit gesagt, als er von feinem Ministertisch im Reichstag das denkwürdige Wort aussprach:„Auch ich bin Schnapsbrenner." Also SchnapSbrenner oder—. — Die„Schlefifche Volkszeitung", ein ultramontanes Blatt, macht über die bis zur Ungeheuerlichkeit fortgeschrittene Corruption in Wien nachstehende Mcttheilung: „Die bis jetzt gefallenen Opfer des GründungSschwindelS werden noch mehrere mitreißen, und eS geht das Gerücht, daß der Banquier Ofenheim entschlossen sei, nicht allein zu„fallen". Man hatte ihm Schutz versvrochcn, aber man hat ihn nicht beschützt, er will sich rächen. Es verlautet» daß unter Jenen, die ebenfalls „fallen" müssen, die„Neue Freie Presse" fei. Dr. Etienne wußte um viele Betrügereien und hat als Eigenihümer der„Neuen Freien Presse" große Summen erpreßt dmch die Drohung, daß er die Schwindeleien veröffentliche.�Ofenheim wird nun gegen Etienne aussagen und die erpreßte Summe angeben. Weiter sollen Fürst Sapieha und Dr. GiSkra(früherer Minister) schwer in dieser Angelegenheit gravirt sein. Parlamentarische und finanzielle Größen werden sinken und stürzen. Der General- direkter Kaißler von der Elisabeth- Westbahn erhielt vom Handels- minister einen Wink, von seinem Posten zurückzutreten. Wenige sind in Wien, die den Grund kennen; es handelt sich um die langjährige Zinsenunterschlagung, welche die„Schlesisc�e Zei- tung" zuerst entdeckte. Der Handelsminister möchte sich mit dem Abgang der betteffenden Personen von ihren Stellen begnügen. Doch wird ihm dieses„Vertuschen" nicht gelingen; eS müssen die hohen und mächttgen VerwaltungSräthe der Westbahn ebenfalls noch vor den Strafrichter gelangen." Damit ist also bewiesen, daß die„Neue Freie Presse" und ihre Leiter zu jenem ganz gewöhnlichen galgenreifen Gaunerthum gehören, welches man sonst mit dem schön klingenden Worte Revolverpresse bezeichnet. Damit wird'S mit dem„Weltblatt" doch wohl ein Ende haben; immerhin ist eS indeß bezeichnend, wenn ein Organ der Diebe zum„Weltblatt" wird. Erfreulich ist für uns im höchsten Grade, daß unter diesen Dieben immer mehr Fürsten, Grafen, Barone, Ritter, Minister und der- artige Kulturpflanzen endeckt werden. Früher mußte man, wenn von Dieben die Rede war, an den untersten Abschaum der Menschheit denken. Heute ists umgekehrt; heute müssen wir, wenn von Dieben gesprochen wird, unsere Blicke aus den obersten, obenaufschwimmenden Abbub der Menschheit richten. Das ist die einzig richtige, gesündeste Entwicklung! — Hinsichtlich deS englischen Fabrikantenbunds schreibt ein Correspondent der„Frankfurter Zeitung" aus London ä.»1, 2. Januar: „-- Die aristokratischen Blätter rathen den Arbeitgebern an, standhaft auszuharren, da aus die Dauer das Kapital gegen- über der Arbeit doch siegreich aus dem Kampfe hervorgehen müsse, während demokratische(?) Blätter ganz richtig(??) auf den für die Arbeiter günstigen(???) Unterschied zwischen den Arbeiterver- bindungen und den Vereinigungen der Arbeitgeber hinweisen. Während die ersteren durch die außerordentlich zahlreichen, wenn auch für den Einzelnen geringfügigen, Beiträge im Stande sind, im Falle eines Strikes allen durch denselben erwerblos Gewordenen unter die Arme zu greifen, so dürfte ein solches Resultat bei dm Arbeitgebern nicht so leicht zu erreichen sein; denn für diese hau- delt eS sich in erster Lmie nicht so sehr um die Möglichkeit der Beftiedigung der täglichen Bedürfnisse, sondern in den meisten Fällen um die Erhaltung deS EredetS oder des Geschäfts. Der Eine bedarf eine große Summe als Unteistützung sofort, da er sonst seine Wechsel nicht einlösen kann, während der Andere viel- leicht erst in drei oder sechs Monaten der Hälfte benöthiget; die Art und Weise der Hülseleistung wird eine so vielfältige und oft eine so schwierige sein, daß eS eine lange(?) Zeit erfordern muß, bis die Regel, nach welcher man wird verfahren können, gefunden sein wird. Zudem haben die Arbeiter den Vortheil, bereits eine feste Organisation zu besitzen." So weit der Correspondent der„Frankfurter Zeitung", der beiläufig mit den englischen Verhältnissen sehr wenig vertraut sein kann, da er von„demokratischen" Blättern spricht, die in der englischen TageSpresse durch Abwesenheit glänzen und auch nicht durch ein einzcges Exemplar vertreten sind, während die zwei ein- zigen Wochenblätter, denen man daS Beiwort„demokratisch" zuerkennen kann: Reynolds Newspaper und der Republican Herald(ehemals International Herald) sich nicht in dem bezeichneten Sinn ausgesprochen haben. Doch das nur nebenbei und zur Hauptsache: der angeblichen Schwierigkeit und nicht Unmöglichkeit einer Coalition der Arbeitgeber. Besteht dieselbe in Wickllchkeit? Wir wollen die Frage der Klarheit halber so stellen: Haben die Arbeitgeber ein geringeres Interesse zusammenzuhalten, als die Arbeiter? Haben die Arbeitgeber geringere Befähigung zufam- menzuhalten, als die Arbeiter? DaS Elftere wird'Niemand be- haupten wollen. Die Arbeitgeber haben ein Lebensinteresse, jede selbststäadige Organisation der Arbeiter zu unterdrücken; erreicht die Arbeiterbewegung ihr Ziel— und trotz der Herrn Potter und Consorten wird auch die englische Gewerkschaftsbewegung mit der Zeit dieses Ziel erreichen so hat die Klasse der Arbeitgeber aufgehört zu existiren; sie hat also den Arbei- tern gegenüber um die Existenz zu kämpfen. Die eine Bedin- gnng des Zusammenhaltens: Gemeinschaftlichkeit der Interessen und zwar der Lebensinteressen ist demnach unzweifelhaft vorhanden. Und die andere? Fehlt es den Arbeitgebern etwa an der Befä- digung? Diese Befähigung ist eine zweifache: eine geistige und eine materielle; die geistige in diesem Fall besteht in dem Klassen- bewußtsein, die materielle in dem Besitz von Geldmitteln zur Durchführung von StrikeS und LockoutS. Daß die Arbeitgeber mit Geldmitteln besser versehen sind als die Arbeiter, daS weiß Jeder; daß sie aber auch ein schärfer ausgebildetes Klassenbewußt- fein haben als die Arbeiter, das weiß wenigstens �Jeder, der mit beiden Klassen zu verkehren Gelegenheit hat. Kurz, die angeblichen Schwierigkeiten sind einfache Illusionen. Daß die kleinen Ar- beitgeber bei den Conflikten zwischen Arbeit und Kapital schlecht wegkommen, ist allerdings richtig, aber waS schecrt daS die Groß- kapitalisten? Die kleinen Kapitalisten sind ja nach den Gesetzen der BowgeoiSökonomie ihre gesetzmäßige Beute. Die Kleinkapi tatisten können aber in der entwickelten englischen Produktion eine Vereinigung der Großkapitalisten weder hindern noch sprengen. Innere Partei-, BerwaltnugS-«ud Organisations- Angelegenheiten. An die Parteigenossen! Folgende Orte find»en angemeldet und die von dort auS vorgeschlagenen Vertrauensmänner bestätigt worden: Eickendorf(Kreis AscherSleben): Loni« Ochsenfarth; Heil- bronn: Georg Kittler; Oberhausen bei Augsburg: August Schoch; Straßburg(Elsaß): Alois L.'o indorfer; Weinhtim a. d. Bergstraße: Jakob Schuhmann. Ferner ist als Vertrauensmann neu angemeldet und bestätigt worden: Mrnberg: Hans Wörlein. Mit Gruß! Der Ausschuß. I. A.: H. Benneke. August Geib. Correspondenzen. ckeipzig, S. Januar. Gestern Abend tagte in den Räumen der Tonhalle eine von nahezu 3000 Wählern besuchte und von dem Comits für die Wahl Bebel's berufene Versammlung. Herr Advokat Freytag wies in einstllndiger Rede nach, daß die Arbeiter und Kleinbürger bei der Wahl als selbstständige Partei auftreten und Leute in den Reichstag wählen müßten, die den Muth hätten, einer volksfeindlichen Regierung ein bis hierher und nicht weiter entgegen zn rufen. Der bisherige Vertreter Leipzigs, Viccbürger- meister Dr. Stephan: hätte zu allen Gesetzen, und wenn sie das VolkSwohl geradezu mit Füßen getreten, Ja und Amen gesagt, und eS sei als sicher anzunehmen, daß er auch fernerhin als An Hänger der preußischen Regierung sich bewähren würde. Diesem RegierungSmanne stehe der Volksmann Bebel gegenüber. Wer sich zum Volke zähle, und wer sein und des Volkes Wohl in der VolkSverttetung würdig vertreten wissen wolle, der solle August Bebel wählen.— Alle folgenden Redner unterstützt:» die Kan- didatur Bebels. Ein Wald von Händen erhob sich, als die Auf- sorderung Seitens des Borsitzenden erging, sich für Bebel zu erklären. Gegen Bebel stimmte Niemand. Leipzig.«Aus dem 13. Wahlkreis.) Die in letzter Zeit ab gehaltenen Versammlungen haben fast alle den besten Erfolg ge- habt. Zu Thekla wurde eine Versammlung aufgelöst. Zu Göhren refcrirte Preißer mit gutem E-folg; zu Neureudnitz wirkten BloS und Hadlich in gut besuchter Volksversammlung; ebenso in Brandis; zu Volkmarsdorf referirte Ramm, der auch in Taucha gegen Birnbaum auftrat, wobei ihm aber das Wort entzogen wurde. Eine Versammlung unsererseits in Taucha hat daS wohllöbliche Gerichtsamt nicht acceptirt. Birnbaums An- Hänger greifen zum letzten Mittel und verdächtigen Dr. Heine als Sozialdemokraten! Möge der Lüge ihr Lohn werden! Markranstädt, 9. Januar. Eine äußerst zahlreich besuchte Volksversammlung fand gestern hier statt, wozu auch Birnbaum seinen CommiS-Voyagcur, den Narrenrath Sparig, nebst andern Vertretern seiner Sache, gesandt hatte. Der Versuch der„Libe- ralen", sich des Bureaus zu bemächtigen, mißlang; drei Viertel der Anwesenden stimmten für Nauert(Leipzig), während Dr. Sellnick(Brandis) kaum 25 Stimmen bekam. Hierauf referirte BloS(Leipzig) in drciviertelstllndiger Rede über die Reichstags' wähl, der mit möglichster Schärfe die„Liberalen" angriff und die Eorruption dieses politischen LumpenthumS bloSlegtc.(Daher der Aerger deS„Tageblattes". D. Red.) Hierauf ergriff Nauert daS Wort, um über die verschiedenen Wahlsysteme zu diSkutiren. Die„gebildeten" Bourgeois lärniten dazu und der Vertreter der Polizei entzog Nauert das Wort. Als hierauf Sparig sich zum Wort meldete, stellte BloS zur Geschäftsordnung den Antrag, daß dieser Herr nicht sprechen solle, einmal weil er in gegnerischen Ver- fammlungen unS nicht reden lasse, zum andern, weil er als Ver- treter verschiedener Ziarrengescllschasten nicht ernsthaft genug und daher nicht würdig sei, vor einer Arbeiterversammlung zu sprechen. Furchtbarer Lärm der„gebildeten" Flegel! Der überwachende Beamte drohte die Versammlung zu schließen— da zog BloS seinen Anttag zurück. Sparig erhielt das Wort und sprach gerade so albern, wie man es von einem Carnevalhelden erwarten mußte. Die Arbeiter wollten sein Waschweibergeschwätz nicht hören, und als er Bebel verleumden wollte, riefen sie ihn zur Ruhe. Unter allgemeinem Hohngelächter trat er ab, nachdem er nicht mit einem Worte widerlegt, was die Referenten gesagt. Hr. Sellnick sprach viel von seinen„Familienverhältnissen". Kaum war er zu Ende, so riß die„liberale" Bande, ohne die Entgegnung von BloS ab- zuwarten, auS und verschwand. Die Referenten führten den Arbeitern nochmals vor, sich dies Beispiel zu merken und für Joh. Jacoby zu stimmen. Die Arbeiter von Markranstädt werden dies wie ein Mann thun! (Hieraus möge man ermessen, wie verlogen der jedenfalls von Sparig verfaßte Bericht des„Tageblatts" ist. D. Reo.) Mülsen St. Zacov, 7. Januar. Gestern fand hier im Deutschen Hause große Volksversammlung statt, in welcker Kayser auS Mainz über„die Ziele der Sozialdemokratie" und die„bevor- stehende Reichstagswahl" unter großer Begeisterung und allgemeiner Zustimmung der Anwesenden referirte. Der Saal war Kopf an Kopf angefüllt; die Galerie dicht von Frauen besetzt. Die Stimmung für die Wiederwahl unsers Bebel war eine allgemein be- geisterte und gute. Trotzdem daß der Vorsitzende öfters aufforderte, Gegner sollten sich zum Wort melden, wagte eS doch Niemand, das Wort zu ergreifen. Zum Schluß forderte der Vorsitzende auf, Diejenigen, welche für die Kandidatur Bebels stimmten, resp. welche Bebel ihre Stimme bei der bevorstehenden Rcichtagswahl geben wollten, die Hand zu erheben. Alle Hände erhoben sich und die Wiederwahl Bebels wurde einstimmig angenommen. Hierauf schloß der Vorsitzende mit einem dreimaligen Hoch auf Bebel die Versammlung. Ferdinand Vogel, Vorsitzender. Trotzdem Ihr Auftreten unwiderstehlich zum Lachen reizt— waS Ihnen als„Insulaner" indessen nur schmeichelhaft sein kann — mögen doch Einige Ihnen geglaubt haben. Zu Dieser— nicht zu Ihrem— Nutz und Frommen gebe ich hier nach dem stenographischen Bericht, was Bebel gesagt hat. Er sagte in der Rede über die Annection von Elsaß Lothringen am 25. Mai 1871: „Meine Herren! Wenn auch im Augenblick Paris unterdrückt ist, dann erinnere ich Sie daran, daß der Kampf in Paris nur ein kleines Vorpostcngefccht ist, daß die Haupssache in Europa nn« noch bevorsteht und daß, ehe wenige Jahrzehnte vergehen, der Schlachtruf des Pariser Proletariats:„Krieg den Palästen, Friede den Hütten, Tod der Roth und dem Müfsiggang!" der Schlacht ruf des gesammten europäischen Proletariats werden wird!" Sie, Herr„Insulaner" Sparig,? und die mit Ihnen sind, er sehen daraus, daß Sie ganz unverschämt gelogen haben, daß Sie einem Manne, der hinter Festungsmauern gefangen sitzt, Dinge in den Mund gelegt haben, die er gar nicht gesagt hat. Und ab gesehen von dieser erbärmlichen Art von„Agitation", sind Sie so unwissend, so allen Verständnisses baar, daß Sie das Wort„Com mune" von CommuniSmus abgeleitet haben. Da» Wort Commune bedeutet Gemeinde, lieber„Insulaner";-i« jenem Fall speziell Gemeinde von Paris, und hätte eS etwas mit Com- munismus zu thun, so müßten die Mitglieder der Leipziger Com- mune ja auch Communisten sein. Doch diese Unwissenheit verzeihe ich Ihnen gerne, Ihnen, der Sie als genialer Lateiner im Prozeß gegen Merbach aus„corpus delicti" den Plural„corpi delicti" gebildet haben. Einen Rath kann ich Ihnen geben: das Geld, das Sie für Ihr Latein ausgegeben, lassen Sie sich wieder zurück- zahlen. Und nun, lieber„Insulaner", fahren Sie wohl! Treiben Sie Ihre Narrenspossen weiter in der„Jnsulanerriege" oder beim großen Narrcnrath der Carnevalgesellschast— Niemand wird Sie stören!— nur beschäftigen Sie sich nicht mit ernsthaften poli- tischen Angelegenheiten! Sie mögen so alt werden wie Me- thusalem— daS ManneSalter erreichen Sie niemals! Machen Sie deshalb Ihrem Vaterland die Schande nicht, daß die verkommenen" Franzosen etwa gar auf den Gedanken gecathen: Wie verkommen müssen doch diese Deutschen sein, wo sich Mit- gliedcr von Narrengesellschaften an den politischen A gi- tationen betheiligen! Leipzig, 8. Jan. 74. W. BloS. Den Parteigenossen empfehlen wir folgende Organe zur Verbreitung: „Braunschweiger Volksfreund", erscheint die Woche 6 Mal, kostet per Quartal durch die Post bezogen 15 Sgr.— 62 /, kr. südd. W. Redakteur S. Kokosky. „Chemnitzer freie Presse", erscheint wöchentlich sechsmal, kostet per Post 18 Sgr. 63 kr. südd. W. Redakteur: I. Vahlteich. „Crimmitschauer Bürger- und Bauernfreund", erscheint wöchentlich sechsmal. Preis per Quartal 15 Sgr.= 52'- kr. südd. W. Redakteur Gustav Kwasniewsky. „Dresdner Volksbote", erscheint wöchentlich sechsmal; kostet per Quartal 21 Sgr.---- 1 fl. 17 kr. südd. W. Redakteur: Otto- W alster. „Sozial-demokr. Wochenblatt", erscheint in Nürnberg, wöchent- lich einmal, Preis per Post 6'/» Sgr.— 22'/- kr. südd. W. „Der Zeitgeist", erscheint in München wöchentlich sechs Mal. Preis per Post 45 kr.= 13 Sgr. Redakteur: Geiser. „Hofer Zeitung", erscheint wöchentlich zweimal. Preis per Post 41 kr.=- II3/« Gr. Redakteur: Carl Lienig. Offener Brief an Herrn Kaufmann Sparig, Mitglied der„Jnsulanerriege" zu Leipzig. Mein Herr! Trotzdem Sie im Schooße genannter Narrengesellschaft die Thätigkeit, für welche ein gütiges Geschick Sie bestimmt hat, im vollsten Maße gefunden haben, pflegen Sie doch zuweilen Ihren Beruf als„Insulaner" zu verfehlen und als„Agitator" für den Prof. Birnbaum öffentliche Versammlungen zn stören. Fast überall, wo Sie erschienen sind, haben Sie dem Publikum vorgesaselt, Sie wollten demselben die„letzten Ziele der Sozialdemokratie" ent hüllen und haben zu diesem Zwecke unserem gefangenen Freunde Bebel untergoschobcn, er habe gesagt:„die Brjinde der Com mune müssen sich in ganz Europa wiederholen." „Süddeutsche Volksstimme", erscheint wöchentlich dreimal in Mainz. Preis per Quartal 45 kr.— 13 Gr. Redakteur: I. Most. „Süddeutsche VolSzeitung", erscheint wöchentlich sechsmal rn Stuttgart. Preis per Quartal 1 fl. 3 kr.= 18 Sgr. Redakteur: Carl Hillmann. „Gleichheit", Organ der Arbeiterpartei in Oesterreich, erscheint wöchentlich einmal in Wiener-Neustadt. Preis per Quartal 75 kr. östr. � 15 Gr. „Sozial-politisches Volksblatt", erscheint monatlich zweimal in Klagenfurt. Preis per Quartal 50 kr.— 10 Gr. Redakteur: M. Karner. „Arbeiterwochenchronik", Organ der ungarischen Arbeiter, er- scheint in deutscker Sprache in Buda-Pest. Preis per Quartal 60 kr. östr. � 12 Gr. „Die Tagwacht", Organ des schweizerischen Arbeiterbundes; er- scheint wöchentlich zweimal in Zürich. Preis per Quartal 14 Sgr — 49 kr. südd. W. „Felleisen", Organ der deutschen Arbeiter-BildungSvereine in der Schweiz, erscheint in Zürich monatlich zweimal. Preis per Quartal 9 Gr. „Arbeiterzeitung", erscheint in New- Aork wöchentlich einmal. Preis per Quartal 65 CtS.— 27, /- Gr. „De Werker", erscheint wöchentlich Imal in Antwerpen. Preis per Quart. 8 Gr._______________ Reichstagswahlfoud. ». W. P. hier 10 Sr.,«Huer Tablenz 2 Thkr., T. in SKlitz 10 Tblr., D. Leipzig 1 Thlr. «Senossenschastsbuchdruckerei. Antheisscheine bez. Antheüquiüuuzen erhielten ferner: Ja Altona I. C. A. Sethe 2 Thlr., in Meerane 4. P. 1 Thlr., in Reut,t»gea 4h. Wlz 1 Thlr., B. St 1 Thlr., in Leipzig A. Thrmr 5 Thlr-, Stötteritz O. A. Brlg 10 Thlr., in Lichteasttin-4allnberq H. M. 16 Sc in Leipzig S.«r. 10 Thlr., in Magdeburg A. Kc. 2 Thlr., Fra»* 2 Thlr., W.». 1 Thlr.,«. Hld 1 Thlr., in Meerane E. P. 1 Thlr Berlin Sozial-demokratischc Arteiterp nrtei. Beiirkioersammlunzen. Montag, den 12. Januar, Abend« 8 Uhr, Badwitz Local,«dmiralstraße 11. Eingang do« Hof: Dienstag, den 13. Januar, Abends 8 Uhr, Cafö HanSmann, Elisabeth straße 17, Eingang do« Hof: In beiden Versammlungen Vortrag. Verschiedene«. Nur durch Mitglieder eingeführte Gäste habe» Zutritt. Wir bitten um allgemeine«etheiligung. DaS Agitation«-4»mÜö Bremen Sozialdemokratische Arbeiterpartei. Montag, den 12. Januar, Abend« 8 Uhr, Stuttgarter' Hof, Grafenstr. 30, Hof parterre: Geueralversammlunz sämmtlicher Parteimitglieder Bremen». Die Parteiversammlungen fiuvea im obigen Lolal« regelmäßig jeden Montag Abend statt. Freunde und Gäste stet« willkommen. Der„Bolksstaat" liegt au» im Lotale de« Herrn Heidemana Grafen- straße 30, und empfehlen wir dasselbe zum Verkehr allen P irteigeaoffen. D. B. I�NDEltall Arbeita-& Wohnungnnaohweia von€. J. Evana, ■L/j l. UX 11 im Arbeiterbildungaverein, Palmstrasae 20.(jÄ Gewerkschaft der Metallarbeiter. »'b.bs» Montag, den 12. I muar, Sitzung bei Arnhold, Reutnitzerstr Tagesordnung; Vortrag n. Fcagekasten. Da« Erscheinen aller Mitglieder ist noihw endig. Allgemeiner den scher Shaeidcrverein. . Dienstag, den 13. Janaar, Abend« 3 Uhr, Bersammlnng Gewandgäßchm 4 1. Allen hiesigen College» diene mr Nachricht, daß am Dienstag Abent die Emieichnnng in die Krankenkasse de« Verein« erfolgt. Alle die ge« sonnen sind jetzt beizutreten, werden ersucht sich am genannten Abent« eirizafiaden. D. B. Thonberg u. Umgegend Arbetteroerein. Montag, den 12 Jaauai Versammlung. Da« Erscheinen Aller Mitglieder ist uotbwendlg, wegen sehr wichtig« Besprechung. D. B. Zwickau (3a.) Der Arbeitsnachweis der Sattler- und Verufs-Eolege befindet sich Leipzigerstraße 413. Bernhardt Köhler, Kasstrer. ll Quittung. Für Parteigenosse I. Ferd. Dreisel gin? bei mir ferner ein: v. A. B. Leipzig 1 Thlr., v. F. u. K. Meerane 1 Thlr., 8» 2 Thff Besten Tank.! Meeran. E. Petermann. Bertraueu««._ GeburtS- Anzeige. Am vergangenen Sonntag, den 4. Jannar, Abend« halb 11 Uht während ich oben an der Böhmischen Grenze, in Rnchena», in ein«! VvltSoersammlnng thätig war, wurde in Chemnitz meine liebe Fral Marie geb. Rmtber von einem mnnte.-en Jangen glücklich entbundei b< welcher unter dem Namen Augnst Otto in« Dissioemenregister etnge tragen worden ist.__ Adolph Uhle.> C TodtSstlyeigt. Freunden und Bekannten dierdurch zur Nachricht, daß anser bravst Parteigenosse, Jul. Ferd. Dreisel nach einem langen und schwere« S Krankenlager am 5. Jau. im KreiStranleabau« zn Leipzig verschiede» ist m Friede seiner Asche.__ Die M-er-ner Parteigenossen.; Sß Stenographie. Am 18. Janaar beginnt ein neuer Lehrcur-us in der Arendt sehen Stenographie, der Sonntags von 2— 3 Uhr im„Kheinsche« öarien';,'Wallstr. 3 4(am Spittelmarkt) abgehalten, und in es. 1 Stunden, also Ende Mari, besadet sein wird. Honorar nur 1 TWr Lehrbuch 20 Sgr.— Schriftliche Meldungen richte man an H. Holle« Steglitzerstr. 38. Berlin, d. 6. Januar 1874. Der Vorstand des Arends'schen Stenographen Bundes. In diesen Tagen erscheint im Berlage von P. Gustedt, Jägerstras 25 Berlin, W., und ist durch den Verfasser wie durch alle Vachhanl lungen zu beziehen: Vollständiges Lehrbuch der rationellen, leicht und schnell erlernbare Li Bl Volks-Ätliographik M Jc Briefkasten der Redaktion. A. H. Breslau: wird besorgt. Rud. in Braun- schweig: da» Möglichste wird geschehen. Brief folgt. F. W. S. in Bar- men. wir werden Ihnen brieflich antworten, sobald der Wabl'ag vorüber. Verschiedene aus die Wahl be.ügliche Correspindenzen haben wegen Raummangel« in dieser Nnmmer keine Aufnahme finden können. der Expedition. Arb.-B. Kleinzschocher An. 24 Gr. I. Mllr hier Ab. 4. Qu. 23 Thlr. Erpst hier Schr. 1 Thlr. Stcklbrg hier Schr. Gr. 29 5. I. Rthnr Wien Ab. Schr. 5 Thlr. L. Fld Reichenberg Ab. 1. Qu. Thlr. 22 4, Ag.-Nr. 16 Gr. Arb.-Bertia Glogguitz Ab. 1. Qu. Tplr. 1 21. G. Mnnr Pforzheim Ab. 1. Qu. 2 Tblr. Wlthr Leuba Ab. Jan. 9 Gr. 4hst Berlin Ab. 1. Qu. Thlr. 1 5. V. Hsm Agram Ab. 1. Qu. Thlr. 1 4. I. Jblager Regensburg Schr. Thlr. 1 11. H. Dtzr Zwi- ckau Ab. 4. Qu. Thlr. 10 5 5, Schr. Thlr. 4 24 5. Flddr das. Schr. 5 Thlr. Brmnn Frese Schr. Gr. 10 2. Bcu Elberfeld Schr. 12 Gr. Hrmnn hier Ab. 1. Qu. Thlr. 1 2. Fr« hier Ad. 1. Qu. Thlr. 1 2. Wnbrck hier Ab. 1. Qu. Thlr. 2 4. Hsmnn hier Ab. 1. Qu. 16 Gr. Mllr Kotten b. Solingen A. 4. Q». 15 Thlr., Schr. 5 Thlr. Z-A hier Ab. 1. Qu. Gr. 17 5. Rdlpb hier Ann. 6 Gr.«tlr Türuitz Ab. 1. Qu. Thlr. 1 4. G. Hnrch« Cöln Ab. 4. Qu. 25 Thlr. Htdrnck Viele- selb Ag.- Nr. 1 Thlr. Stlzr hier Ann. 8 Gr. Schsr Treuenbritzen Ab. 1. Qu. 21 Gr. Krbtz hier Ab. Jan. 12 Gr. E. Wß Z> kühlhausen Schr. Thlr. 5 26. E. M Dresden Schr Gr. 29 5. M. Otto Weißeuberg Schr. Thlr. 1 20 6. Mllr Braunschwcig Ab. 4. Qu. 30 T»lr., Schr. 20 Thkr. I. Msswtz hier Ab. 2 Tslr. Bf Wechselburg Schr. Thlr. 1 9. Wblkomite d. 13. Wablkreise« Ann. Thlr. 2 3. Lhnr London Ab. 4. Qu. 1 Thlr.«rb.- Bild.« Berein Prößnitz Ab. Thlr. 1 22,»Zg. deutscher Schneider«. Ann. 9 Gr. ShtbcM Mannheim Schr. Thlr. 4 14 8. Jos. Rthnr Wien Ab. 1. Qu. Tblr. 4 lo. Schr. 20 Gr. Z.«. H hier Ab. 1. Qu- 16 Gr. Pl Straßdurg Ab. Jan. 11 Gr. W. Beunwtz Ober- lungwitz Schr. Tblr. 3 29 5. Lstkk Pirna Schr. 10 Gr. I. Grnhrdt 4aff-l Ann. 29 Gr. K. Jäger München die An», w Rr. 1 kostet 5 Gr. H. Rllr Berlin die Ann, kosten Thlr. 1 20._ (?qsstm Arends) für Schulen und zum Seldstuntericht leichtfaßlich bearbeitet von Heinitch Roller, pract. Sienograppen, Lebrer der Stenographie ic. k. 48 de Fond f. pol. Gemaßregelte. «. Brud« hier 10 Thlr., T. in Görlitz 5 Thlr. Ferner empfehlen wir, als zur Agitation in hohem Grade geetgm In Hrutz und Schutz. Bottrag von Wilh. Liebknecht. 4. Auflage. Peei« 2 Ngr. Die Expedition des„volksstaat".! Soeben ist erschienen und durch un« zu beziehen: Lieferung 3 Ein Jahrhundert der Revolutionen. Da« Werl«rschetnt in 20 Lieferungen ä 5 Gr. _ Die Buchhandlung Ort„VoltSftunt." ti m „l de Gi IS di kn au Durch die«erppeouum ors„oottöiiaat" tjt zu orzirtzeu:. Der tlolksstaat-üalender für 1874. Preis pro Stück ohne Stempel 3 Ngr. 5 Pfg., Preis f Stück mit Stempel 4 Ngr. Bei Abnahme von 12 Stück t darüber ä 3 Ngr. exclusioe Stempel. Bei Baarzahluug außerhalb Sachscu 2t Stck. 2 Ts für Sachsen incl. Stempel 2 Tblr. 12 Gr. AG" An uns uubekannte Besteller wird nur nach vorhci Einsendung des Betrages in baar oder Reichsbriefmarke« gegen Postvorschuß versandt. in W Iii 9« Le'pztg: Veraut». Redakteur: M. Preißer.(«edaktton u.«Lxpedst Zecherstr. 44.) Druck und Vertag der GeiiossenschastSbnchdruckeret. S w< MI lei C- «1