ehr Erscheint in Leipzig Mittwoch, Freit« g, Sonntag. Bestellungen nehmen an alle Vostav.slalren u. Buchhand- dmgen des In- u.Auslandet. Uikal-Ezpeditionen für die Bereinigten Staaten: F. A. Sorg«, Ron 101 Hobokea, N. J. Win. Lneders, 409 Kaystr. Chicago, JU, Peter Hast, ■.W. Coraor Third aad ■tr. Philadelphia. Zikonnementsprei»: Für Preußen incl. Stempel steuer 21>/, Sgr., für die übrigen Deutschen Staaten 16 Sgr. pro Quartal. Monat«- Abonnewent« «erden bei allen Deutschen Postanstalten auf den L ten «. 3ten Monat und auf den 6 ten Monat besonders an« genommen, im Sgr. Sachsen *. Hrzth. Sachs.-Altcnburg auch auf den Iten Monat t b>/, Sgr. angenommen. OrgandersozialdemokratischenArdeiterparteiundderinternationalenGetverksgenossenschasten. Inserate, die Abhaltung von Partei-, Vereins- und Volksversammlungen, sowie die Filial-Expeditionen und sonstige Partei-Angelegenheitcn betreffend, werden mit 1 Sgr.,— Privat- und BergnügungS- Anzeigen mit 2 Sgr. die dreigespaltene Petit-Zeile berechnet. Nr. 6. Ilreitag, 16. Januar. 1874. Reichstagswahl. Ja< Jai St. itiot ir. nnj Die Wahlresultate, die uns bis zu dem Moment, da wir dies schreiben, vorliegen, sind noch sehr unbestimmt. Die Nachrichten der„liberalen" Blätter find unzuverlässig, da diese Art von Presse sich das kindische Vergnügen macht, bis zur definitiven Ermittelung der Resultate sich verschiedene Stimmen zu annektiren, oder unsere Siege zu verschweigen. So ist zum Beispiel der glänzende Sieg Liebknecht'S bis jetzt nur in einem einzigen„liberalen" Blatte erwähnt worden und dort hat man ihm noch 2000 Stimmen ge- nommen, die er doch in der That erhalten hat. In Braunschweig erhielt Bracke im 1. Wahlkreis 6828, � Schöttler 7766 Stimmen; im 2. Wahlkreis Bracke 2795, Abelen le uti 4691 Stimmen; im 3. Wahlkreise Bracke 1882, Koch 3177 Stimmen. Es ist erwiesen, daß die Gegner Stimmen a 2'/» Sgr. gekauft haben. Än Mainz haben die Liberalen 2035, die Schwarzen 1862, die Bourgeoisdemokraten 1147, die Sozialdemokraten(Jacoby) 1060 Stimmen auf sich vereinigt. In Hof hat„Freiherr" von Schauß über unfern Candidaten Yorck gesiegt. Aus Freiberg lautet die letzte uns zugekommene Nachricht Geib 5433, Petsch 4693;„liberale" Blätter erklären GeibS Wahl für gesichert.1 •3m Wahlkreis Pforzheim erhielt Ioh. Jacoby 1328 Stimmen. Die Gegner circa 8000 zusammen. Im Magdeburger Wahlkreise erhielt Unruh 6315, Metzner 1208, Stolberg- Wernigerode 334, Majunke 224 Stimmen. In Heidelberg fielen 64 Stimmen auf Most. In Mannheim erhielt Scipio 8380, Bebel 630 Stimmen. In Halberstadt erhielt Fritzsche 792 Stimmen. In Potsdam erhielt Wulfsheim 3050, Metzner 273 Stimmen. Im 14. sächs. Wahlkreis erhielt Könneritz 4765, Fink 3844, inchif Siegel 2721 Stimmen. Also Sttchwahl zwischen Fink und znneritz. In Mittweida hat Vahlteich definitiv 7179, Gensel 6744 ).~O.Mhnmen.— Gesiegt haben also bis jetzk in Sachsen: Bebel, Liebknecht, Most und Vahlteich. Die andern Resultate stehen «och auS. ug i Mo icn 5-2)« Ho! olleg im. wert lichu ärtig stung 2. 6. 7. 22. Die Reichstagswahl i« Elsatz-Lsthringen. märckische Presse erheben wird! Ihr elsässischen Arbeiter habt das Recht, zu Eurem Vertreter zu wählen, wen Ihr wollt. Und das zu thun, ist Eure Pflicht gegen Euch selbst und gegen die Eurigeu. Euer Wahlrecht laut Reichsverfassung auszu- üben nach Eurem Gefallen, daran kann Euch weder Bismarcks Presse, noch Bismarcks Polizei hindern! Auf zum Wahlkampf! Unsere Gesinnungsgenossen in MUhlhausen im Elsaß haben in letzter Nummer des„Volksstaat" sich dahin geäußert, daß Wahl- nthaltung der beste Protest gegen die in den„neuen Reichslanden" «stehenden Verhältnisse sei. Wir theilten diese Ansicht gleich Anfangs nicht; noch weniger 10. dver können wir sie jetzt theilen, nachdem die elsässischen Arbeiter 6. gewiesen haben, daß sie den politischen Fragen mit Verständniß 27. ulp Eiser gefolgt sind und ganz gut wissen, daß die Candidaten —• der Bourgeoisie im Reichstage die Interessen des arbeitenden Volkes � Hcht vertteten werden und nicht vertteten können, gleichviel, ob h' ie reichsfteundlich oder reichsfeindlich, ob sie preußifch-pattiotisch pder elsässisch-partikularistisch sind. Eine, wie der Telegraph mel 12. sehr zahlreich besuchte Arbeiterversammlung in Straß- >urg hat erklärt, daß weder der Preußen fteundliche Bergmann, 2.>vch der preußenseindliche ftüherc(durch die Preußen abgesetzte) Bürgermeister Lauth, welche in Straßburg candidireu, berufen �'!md, von den Arbeitern das Mandat für den Reichstag zu em- 1 fangen, und hat Bebel auf HubertuSburg als Candidaten der l�tadt Straßburg proklamirt. ,__ So viel wir wissen, sollen die ReichstagSwahlen in Elsaß- 1. vthringen im Februar stattfinden. Es wäre also noch Zeit ge- 15.lug für eine rührige Agitation. Und wie die Arbeiter der sächsi- . 4chen Jndustriebezirke ihre Candidaten durchgesetzt haben, so muß > auch den Arbeitern der elsässischen Fabrikortc möglich sein, in er Wahlschlacht zu siegen. Wenn das sächsische Mülhausen ' jtincn Candidaten mit imposanter Majorität wählt, warum sollte ' jjM elsässische Chemnitz nicht dasselbe leisten können? . i. Wahlenthaltung ist unter allen Umständen verfehlt. Im .-.vahlkampf messin wir unsere Kräfte mit den Gegnern und er . t chren, auf wie viele Männer deS Volkes und der Arbeit sich die . 2< lartei verlassen kann. Ob vollständiger Wahlsieg oder nicht, kann cht in Betracht kommen. Und welchen Grund haben die elsäfsi- «n Arbeiter, sich der Wahl zu enthalten? Gar keinen! Jin '* �egentheil, die Wahlagitation wird für sie ersprießlicher sein, als e an vielen Orten diesseits des Rheins für unsere Parteigenossen Nvesen ist. Unsere Parteigenossen haben überall ihre Candidaten asge stellt und mit möglichster Energie in den Wahlkampf einge- . üffev, wenn auch«in völliger Sieg nicht erwartet werden konnte. .»d warum sollten dies die elsässischen Arbeiter nicht thun? Vor •-wigen Monaten ging der Borschlag einer Candidatur Liebknechts .--m Elsaß durch die ftanzöfifchen Blätter. Man hob nur Lieb- '" stchtS Kampf gegen die preußische Säbelherrschaft hervor. Daß ' Sozialdemokrat ist, ward verschwiegen. Jener Gedanke kann ' lfa nicht von Arbeitern angeregt worden sein. Aber die Straß- . �ger Arbeiter haben ihren gesunden Sinn gezeigt, indem sie die .'üididatur deS BourgeoiS-Preußenfeindes Lauch zurückwiesen und - ff�drücklich einen Sozialdemokraten aufstellten. •, Möge Mühlhauscu, mögen die anderen Orte dem Beispiel * �aßburgs folgen. Die Arbeiter Deutschlands haben gezeigt, wie -1«» Sozialdemokraten wählt. �5 Lasse sich Niemand beirren durch das Geheul, das die bis- Zur Arbeiterbewegung in Nordamerika. Zu Newyork fand am 11. Dezember eine Massenversammlung statt. Von den Rednerbühncn wurde eine Adresse an die ameri- kanischcn Arbeiter verlesen, der wir Folgendes entnehmen: „Wir haben uns heute Abend um jedes menschlichen Wesens willen versammelt, welches Roth leidet. Unsere Losung ist:„DaS Interesse des Einen ist daS Interesse Aller." Die mittelbare Ur- fache, welche uns augenblicklich zusammengeführt hat, ist die Roth von Hunderttausenden Männern und Frauen, welche durch die Panik entweder ihr Geld oder ihr Geschäft verloren haben, oder auch außer Arbeit geworfen worden sind. Wenn irgend Jemand hier ist, welcher nicht Roth leidet, oder welcher mit einer Civili- sation zuftieden ist, die eine solche Panik möglich macht, zu diesem sagen wir: Nicht um Euretwillen sind wir hier; wir sprechen allein sür Diejenigen, welche unter den Folgen eines sozialen, politischen und finanziellen Systems leiden, das mit Nothwendigkeit in länge- ren oder kürzeren Zeitläuften solche Panik erzeugen muß, und wir beabsichtigen, nunmehr solche Maßregeln zu ergreifen, durch welche Geld-Panikcn in unserer freien Republik zur Unmöglichkeit gemacht werden.— Die KrisiS, welche wir jetzt durchlaufen, hat sowohl den Kapitalisten, wie den Arbeiter betroffen; den Einen hat sie gebrochen, den Andern erdrückt. Eine große Nation ist von der Höhe deS Wohlstandes in die Tiefen der Armuth hinabgeschleudert worden— durch einige Männer, in deren Macht eS lag, durch Bildung von„CornerS" in Attien, Geld, Gold oder anderen Handelsmitteln unsere Finanzen zu beherrschen— und Alle, welche von ihrer Arbeit leben müssen, sind plötzlich ohne ihr eigenes Ver- schulden, und ohne vorherige Warnung, gerade beim Herannahen des Winters, der Nahrung, Kleidung und Wohnung beraubt wor- den, so daß daS ganze Land von Kummer, Noch und Verzweiflung erfüllt ist. Unsere erste Aufgabe ist deshalb die AuSfindigmachung von Mitteln, durch welche diese drückende Roth gehoben werden kann. „Heute Abend laufen Tausende von hart arbeitenden, nüchter- nen, fleißigen Männern und Frauen in den Straßen herum, ohne Wohnung, ohne Nahrung, weil ohne Arbeit. Und unsere erste Forderung ist deshalb, daß denselben jetzt von der Regierung Wohnung und Kleidung gegeben werde, nicht als Almosen, son- dern kraft ihre» unveräußerlichen Rechtes, welches sie nicht verwir- ken können, eS sei denn, daß sie sich weigern, die Regierung selbst zu unterstützen. Sie haben den Reichthum des Landes mit schaffen Helsen, ja, viele von ihnen sind sogar im Bürgerkriege auf Lebens- zeit verkrüppelt worden, und haben Väter, Brüder, Söhne, Freunde und Gatten hinausziehen lassen zur Rettung der Regierung, und diese hat ebenso wenig ein Recht, das Individuum zu berauben, zu bedrücken oder zu demüthigen, als daS Individuum berechtigt ist, die Regierung zu berauben oder zu entehren. Und deshalb verlangen wir für diese hungernden, frierenden, rechtschaffenen und gesetzliebenden Bürger Unterstützung und Schutz, nicht aber ein demüthigendeS Almosen. Wir verlangen ferner sofort Arbeit für sie, durch welche der wirkliche, nicht fingirte, spekulative Reichthum vermehrt wird; denn wir sind der Ueberzeugung, daß Müßiggang, mag er nun auS Mangel oder Unliebe zur Arbeit veranlaßt wer- den, sowohl für daS Individuum, wie für die Natton im höchsten Grade demoralisirend ist. Und ferner verlangen wir, daß sie alle mit Wohnung, Kleidung und Nahrung versorgt werden, und zwar ohne Rücksicht darauf, ob sie dessen würdig oder unwürdig sind; denn wir, die wir heute noch gut gekleidet und genährt sind, kön- nen morgen ebenso hülfloS dastehen als jene und dann gleichfalls al» unwürdig bettachtet werden. Wenn für unsere hungernden und stierenden Mitbürger Arbeit geschafft worden, wird es Zeit genug sein, zu sagen:„Der, welcher nicht arbeiten will, soll auch nicht essen," und die Durchftthrung dieser Vorschrift zu erzwingen, gleichviel ob daS Individuum in einem Palaste oder in einer Hütte wohnt, ärmlich oder glänzend gekleidet ist. „Wir haben jetzt bei allen unfern Behörden um Arbeit und deren Bezahlung oder Geld zur Linderung der unmittelbaren Roth unserer leidenden Bürger angehalten, und überall ist uns erwidert worden—„Wir können nichts thun, eS ist kein Geld im Schatz vorhanden". Nun wissen wir aber, daß«ir alle, dirett oder indirekt, schwere Steuern haben zahlen müssen und daß ungeheure Summen in un ern öffentlichen Schatz geflossen sind. ES muß daher nothwendigerweife die Frage in uns auftauchen, waS auS unfern Geldern geworden ist? Uat--�ie Antwort darauf lautet auS dem Munde unserer Behörden selbst: Da« Geld ist zur Bezahlung unserer öffentlichen Beamten oder Diener gebraucht worden. ES ist direkt oder indirekt in die Hände unserer Re- gierungSbeamten geflossen, um sie zu bezahlen. Für was? Wir antworten: Für Vernachlässigung aller Pflichten gegen daS Volk, für deren Erfüllung sie einen Eid abgelegt haben, brS kein Dollar iu der Stadtkassc geblieben ist, so daß nicht einmal die von den Arbeitern in den öffentlichen Parks und bei sonstigen Bauten ge- leisteten Dienste bezahlt werden können. Zur Bezahlung der Be- amten-Saläre ist immer Geld da. Nur wenn die Arbeiter be-- zahlt und beschäftigt werden sollen ist der Schatz leer. „In unserem Staatsschatz ist kein Geld, und deßhalb müssen wir die Löhne unserer öffentlichen Diener auf denselben Bettag herabsetzen, welcher für unsere tägliche Arbeit bezahlt wird. Wenn sie in unserem Dienste bleiben wollen, so müssen sie sich den veränderten Umständen anbequemen, denen wir jetzt unterworfen sind. „DaS durch Herabsetzung unserer Beamtengehalte ersparte Geld werden wir zur Kleidung und Nahrung unserer hungernden und stierenden Mitbürger verwenden, welche dieses Geld erarbeitet und in den Stadtschatz bezahlt haben, denen eS also rechtmäßigerweise gehört. Jndeß wir bettachten dieß nur als ein zeitweiliges HülfS- mittel für Diejenigen, welche sonst vor Hunger und Kälte sterben würden, und werden ein Gesetz aufstellen, welches die Wiederkehr von Geld-Paniken für immer unmöglich machen wird. Und damit alle in diesen Adressen ausgesprochenen Forderungen bis auf den Buchstaben ausgeführt werden, wollen wir von dieser Versammlung einen Sicherheits-AuSschuß einsetzen lassen, dessen Pflicht eS sein soll, die Interessen des ganzen Volkes zu wahren und auf die Respektirung seiner Rechte zu sehen und sie, wenn nöthig, zu erzwingen. Wir wissen, daß all unsere finanziellen Schwierigkeiten der Vergangenheit und Gegenwart aus der einfachen Thatsache ent- springen, daß Alles in der Natur wie im Gesetz beschränkt ist, nur nicht die Macht des Individuums zur Anhäufung von Reich- thum durch Spekulation oder übermäßige Zinsen, ohne daß eS der Gesellschaft dafür einen gleichwerthen Dienst zu leisten hat. Zur Beseitigung dieses UebelS, welches all unseren Finanzschwierigkeiten zu Grunde liegt, verlangen wir erstens, den sofortigen Erlaß eine« Gesetzes, welches die Annahme irgend eines Gesetzes verbietet, bevor es dem Volke unterbreitet und von ihm genehmigt worden ist; zweitens, daß keinem Individuum erlaubt sei, weder direkt noch indirekt, mehr als 300,000 Dollar zu besitzen, oder irgend eine Summe, welche vom Volke bestimmt werden mag.— Wir setzen diese Summe fest, weil wir wissen, daß kein Individuum mit der Hand oder dem Kopf einen größeren Bettag erarbeiten kann. Wir wünschen nicht die Anhäufung von Arbeit zu beschränken, weil wir wissen, daß kein Individuum durch geistige oder Physische Arbeit eine Summe erwerben kann, welche den Anderen zum Schaden gereichen würde. WaS wir wünschen ist die Beschränkung der Anhäufungen durch Spekulation, wodurch wir da« Geld in die Hände des Volkes zurückbringen würden, das eS erarbeitet hat, damit Niemand die Gewalt hat, unsere Tauschmittel einzuschließen, mag dieS nun Geld, oder mögen eS Obligattonen sein. Wenn irgend ein Mann größere Summen aufhäuft, als gesetzlich erlaubt ist, so soll all sein Ueberschuß zu hundert Prozent besteuert werden. Wir wünschen unter dem gegenwärtigen System keine Vermehrung des Papiergeldes, sondern einfach die Machtbeschränkung derjenigen, welche jetzt fast unser ganze» Papiergeld besitzen, und die unter dem gegenwärtigen System sich die zusätzliche Ausgabe aneignen würden. Wir verlangen einfach die Beschränkung de« durch Spekulation erworbenen Reichthums— nichts mehr, aber auch nichts weniger." Daraus ist zu ersehen, daß auch in der«freien Republik" die Staatseinkünfte anders verwendet werden, als das Wohl des Volkes verlangt. Drüben braucht die Regierung die eingehenden Sum- men auf, um ein korrumpirteS, bestechliches Beamtenthum zu beftiedigen, bei uns verschlingt die ungeheure Militärlast die Einkünfte deS Staats. Wann werden die Arbeiter bei uns auch so weit kommen, daß sie sich berechtigt und berufen fühlen, auch ein Wörtlein, und zwar ein gewichtiges, mit drein zu reden, wenn eS sich um die Verwen- dung von StaatSgeldern handelt? Sobald sie erkannt haben, daß die StaatSgelder bestimmt sind, nicht für die Interessen einzelner Menschen oder Klassen, sondern für da» gesammte Volk verwendet zu werden. Und davon sind wir nicht mehr gar so weit, als mancher „geniale Staatsmann" sich ttäumen läßt! Politische Uebersicht. — Ein Ohrenschmaus für jeden Sozialdemokaten ist jedenfalls die ergötzliche Heulmeierei, in welche die Gegner aus- brechen, sobald von Wahlkreisen die Rede ist, in welchen wir unbestritten die Oberhand haben. Großen Spaß hat uns na- mentlich ein Artikel der„Dresdner Presse", eines hochbiSmärckifchen Blattes, gemacht, welcher in den kläglichsten Tönen bestätigt, daß der 17. sächsische WahltteiS, der seit Iahren sein Mandat an Bebel überttagcn hat, unbestritten von den Internationalen occupirt ist. Als man zu Beginn der Wahlagitation keinen Candidaten finden konnte, der seinen Namen zum Durchfall gegen Bebel hcrleihen wollte, sang das genannte Organ Bismarcks nachstehende rührende Elegie*): „In allen Wipfeln ist Ruh." Während man sich überall zusammenthut, um der Sozialdemokatie weiteren Einfluß nicht einzuräumen, verzehrt man sich hier in schweigendem Groll.«Alle Hand wider ihn!"— ist das Feldgeschrei, womit man Landein Landaus die liberalen Wähler gegen die soziale und polittsche Umsturzpartei wachruft. Hier wurde keine Parole ausgegeben; führerlos blickt Einer den Andern verlegen an; zur Unthätigkeit ') Klagelied. verdammt, bleibt sein Stimmzettel«ein weiße« Blatt." Der Freund des engeren und weiteren Baterlandes weicht Summ dem Vaterlandsloseu; der Freund de« besonnenen ortschrittS ist schon vor dem Kampfe lahm gelegt durch den Ge- danken an die Ueberzahl der neuen ZukuuftSmänner. Der 17. Wahlkreis ist ein kranke« Glied am Körper de« deutschen Reiche«. Für Bebel erscheinen heute bereit« zwei Wahlaufrufe. „Bebel ist und bleibt wählbar.... Wiedergewählt, wird und muß er in den Reichstag eintretm." Damit wendet sich da« sozialdemokratische Wahlcomitv an die Bürger, Landleute und Arbeiter, an die Unterdrückten und Enterbten. Und von allen früheren Stimmen wird Bebel nicht eine entgehen. Der Weih rauch der Stimmzettel aber wird dem sozialen Heiland in HubertuSburg gar süß duften." Der„süßeste Duft", den e« für un« giebt, ist jedenfalls dieser SchmerzenSschrei. Wir wollen un« ohne Beschwerde den Unbilden eine« zur Zeit noch sehr ungleichen Kampfes aussetzen, wenn wir von Zeit zu Zeit ein solches Jammergeschrei vernehmen. Wir haben schon ftüher einmal gesagt, daß die Wuth- und Schmerzen»- schreie de« Gegners für uns der süßeste Kampflohn seien. „Uebcr allen Wipfeln ist Ruh!" Folgen wir dem alten Liedchen Göthe«, da« der Dresdener BiSmärcker einmal angestimmt hat, und rufen wir seinen Schluß noch vielen Wahlkreisen, rufen wir ihn der ganzen heutigen Gesellschaft zu: ,Marte nur! Balde ruhest Du auch!" — Preußische Liebenswürdigkeiten. Da sich znr Z-it Herr LaSker, der politische Zögling Bismarck«, um das Manvat der Stadt Frankfurt am Main für den Reichstag bewirbt, so «rinnert die„Frankfurter Zeitung" zu sehr gelegener Zeit an die Liebenswürdigkeiten, welche der Stadt Frankfurt im Jahre 1366 von den siegreichen Preußen applizirt worden sind. Die preußischen „Helden" haben damals nach alter löblicher Sitte, wie sie ja be- sonders einst im Schwedenkriege in Blüthe stand, die Stadt Frank- fürt dermaßen gebrandschatzt, daß die städtischen Behörden die Beträge kaum aufbringen konnten und der Bürgermeister Fellner {ich erhing, weil er seine Amtsgenossen vom Senat und dem ge etzgebenden Körper(Frankfurt war bis 1666 ftcie Stadt) de nunziren sollte. Der siebenfllßige Manteuffel befahl der Stadt, 25 Millionen zu zahlen.„Drei der angesehensten Bankiers," schreibt die„Frankfurter Zeitung",„begaben sich am 20. Juli zum General v. Manteuffel, um zu bewirken, daß die Auflage einer Zahlung von 26 Millionen zurückgenommen werde. Da« Aeußcrste, wozu sich der Führer der Mainarmee verstehen wollte, war eine Fristerstreckung von drei Tagen.„Ich weiß," so meinte er,„daß man mich mit Alba vergleichen wird, allein ich habe höheren Befehl."—„Was können Sie denn thun, wenn bi« Montag nicht gezahlt wird," wandte ein Mitglied der Depu- tation ein;„Sie können doch nicht".....„Ich lese auf Ihren Lippen das Wort plündern," unterbrach Manteuffel den Sprecher. „Ja, ich werde plündern lassen."—„Dann können Sie lieber gleich wie Nero die Stadt an den vier Ecken anzünden," rief in überwallendem Zorne einer der Anwesenden aus, worauf der„Träger des nationalen Gedanken«" kalt lächelnd erwiderte: „Rom ist nachher schöner wieder aufgebaut worden." Alles dies wurde von den preußischen„Helden" hintendrein abgeleugnet und den Zeitungen, welche davon berichteten, der Prozeß gemacht. Die Zeitungen haben aber den Beweis der Wahrheit erbracht und mußten freigesprochen werden. Als der gesetzgebende Körper von Frankfurt die Zahlung der 25 Millionen ablehnte, drohte ein preußischer General, die Mit- alieder der Körperschaft füsiliren und die Stadt beschießen zu lassen. Es wurden auch wirklich Geschütze auf dem Liebfrauenberg aufgefahren. Wir wissen nun nicht, ob eS wahr ist, wa» man sich von dieser Affaire erzählt; man sagte sich damals, der bekannte Krösus Herr von Rothschild habe die Beschießung abgewendet, indem er dem„Helden" Manteuffel sagen ließ, wenn die gezo genen Kanonen nicht entfernt würden, rücke er(Rothschild) mit gezogenen Wechseln au. Doch daS nebenbei. Soviel sieht fest: Ein Geschichtsschreiber, der in preußisch- biSmärckischem Sinne schreibt, hat kein Recht, sich über die Gräuel der Schweden, über die Mordbrennereien von Tilly und Wallenfiein im dreißigjährigen Kriege zu„enttüsten". Daß bei der„Eroberung" von Frankfurt im Jahre 1866 dieselben Scheußlichkeiten verübt wurden, wie bei der Erstürmung von Magdeburg im Jahre 1631, das hing an einem Haare, und die„Menschlichkeit" preußischer Generäle steht noch so ziemlich auf gleicher Stufe mit der des Mordbrenners Melac liebenswürdigen Angedenkens. Und einen LaSker, der die BiSmarcksche Politik und ihren Segen verttitt und lobpreist, wollen die guten Frankfurter nun- mehr auch in den Reichstag wählen, nachdem sie ihn schon in den Landtag gewählt. O„Denkewolk"! —„Die Würde der Krone, sowie da« Sinken de« Geld- Werths, die Zunahmen der Bevölkerung und die Chatoullenbedürf- nisse der Königin"— so meint die Fluanzdeputation der zweiten sächsischen Kammer— haben eS nöthiz gemacht, daß die Cwilliste des Königs vou Sachsen um 290,000 Thlr. erhöht werdea muß, d. h. von 660,000 auf 950,000 Thlr. Die sächsischen Kammern werden natürlich wissen, wozu sie da sind und die Erhöhung— bewilligen.— Daß übrigens die fünf Milliarden für un« ein Unglück sind, ist damit aufs Schlagendste bewiesen. Da« Geld ist durch diesen ungewöhnlichen Zufluß so sehr entwerthet worden, daß selbst die Könige mit ihren Civillisten nicht mehr auskommen können. O diese theure Zeit! — In seiner letzten Nummer hat auch der„Gewerkverein" des Dr. Max Hirsch sich bemüßigt gefunden, der unbequemen Thatfache des englischen FabrikautenbundeS zu erwähnen. Jedoch selbstverständlich nicht nur einzugestehen, daß die Harmonielehre Seitens der Arbeitgeber einen betäubenden Faustschlag inS Gesicht erhalten hat, sondern um die„nicht sozialdemokratische Tendenz der Trade« Union«" zu betheuern, und indirekt für die Hirsch'schen Diminutiv-Nachahmungen der„englischen Vorbilder" an da« Mit- leid der deutschen Kapitalisten zu appellireu. Der„Gewerkverein" verspricht,„die ganze Angelegenheit in der nächsten Nummer in einem Leitartikel ausführlich behandeln" zu wollen; und wir ver- sprechen dem„Gewerkverein", daß wir uns seinen„Leitartikel" genau ansehen werden. Bemerkt sei heute bloS noch, daß der „Gewerkverein" au« unserer Aeußcrunz über die Bortheile eines SiegS des englischen FabrikanteabundeS über die englischen Trades Unions den Schluß zieht, wir hätten zur Befriedigung unseres „Fanatismus" die„solidarischen Interessen der Arbeiter" geopfert. Lieber Herr Hirsch, gerade weil wir„die solidarischen Interessen der Arbeiter" am Herzen haben und verfechten, freuen wir uns über jeden Vorgang, welcher geeignet ist, die Arbeiter zu belehren, daß sie„solidarische Interessen" haben, und daß die„solidarischen Interessen der Arbeiter" den ebenfalls„solidarischen Interessen" der Arbeitgeber antagonistisch(feindlich entgegengesetzt) sind, freuen wir uns über diesen Faustschlaz, der von den englischea Fabrikanten der Harmonielehre versetzt worden, gerade so wie wir uns über die Fußtritte freuen, die Sie, lieber Herr Doctor, soeben mit Ihrem„sozialpolitischen Verein" von der Fortschritts- Partei empfangen habeu. Wir hoffen: jener Faustschlaz wird den englischen Arbeitern ebenso beilsam sein, wie diese Fußtritte den von Ihnen noch genasführten deutschen Arbeitern, die Sie zum „Stimmvieh" der übermüthigen Bourgeoisie herabzuwürdigen so eiftig beflissen gewesen sind! Gewerkschaft der Schuhmacher. Hotha. Abrechnung für Monat Dezember. Kaffeubestand � 187 Thlr. 6. 9., eingegangen von Konstanz Thlr. 3. 24., Offen- 3-, bach Strikeunterstützung zurück Thlr. 20., Offenbach 3. 7. 3, Helmstedt 2. 26., Leipzig 7. 15., Meißen 3. 18., Landshut 3. 12., — Mac Mahon-ThierS'sche OrduungSbanditen, sonst auch„Richter" genannt, haben wiederum drei an der Commune- Revolution Betheiligte zum Tode verurtheilt. Nun wird die alberne Erfindung, daß Mac Mahon zu einer allgemeinen Am- uestie für die Commune-Gefangenen geneigt sei, doch wohl hin- länglich widerlegt sein und eS ist vorauszusehen, waS ein etwaiger Antrag der Linken iu Versailles bezwecken würde. —„Gewaltmärsche". In der baherischen Kammer hat kürzlich der Abgeordnete Föckerer den KciegSminister Pranckh über die bekannten Todtmarschirungen interpellirt, welche bei der RegenSburger Garnison vorgekommen sind. Der Kriegsministec hat zugegeben, daß sich Soldaten zu Tode marschirt haben und meinte noch„beruhigend", daß„nur" 7'/, Wegstunden in 5'/, Stunden zurückzulegen gewesen seien. Also schon mehr ein „Dauerlauf" und zwar bei �tropischer Hitze! Wenn doch einmal da« bayrische KriegSministerium einen solchen„Dauerlauf" machen müßte! Es wäre interessant, zu beobachten, ob der Herr Pranckh den Herzschlag oder den Sonnenstich bekäme!— In Berlin hat daS Kriegsministerium eine Verordnung erlassen, welche angeblich da« Todtmarschiren abschaffen soll.„Sobald 20 Grad Hitze er- reicht sind, sollen alle größeren U-bungen eingestellt werden." WaS hindert da einen übermüthigen Offizier, seine Leute bei 19V« Grad sich todtmarschiren zu lassen? Ferner heißt eS in der betreffenden Instruction: I„Als Vorboten de» Herzschlag« sind starker Schweiß, geschwol- lene Hände, wechselnde Gesichtsfarbe— bald blau, bald roth— schneller Pulsschlag, starke» Herzklopfen, zitternde Beine, Gefühl zum Umsinken und Schwindel, und trotz de« Schweißes heiße Stirn anzusehen." Also erst wenn den Soldaten vor Hitze und Anstrengung die Hände geschwollen find, erst wenn sie bald blau und bald roth im Gesicht werden— 0 preußische Civilisation!— wenn ihre Beine zittern und sie vor Erschöpfung umsinken wollen— dann sind die„Vorboten" da. Dann ist'« ihnen wohl erlaubt, sich zu beschweren und vielleicht von irgend einem gelbschnäbligen Offizier mit dem Hohn:„Wenn ihr roth und blau werden könnt, könnt ihr auch grün und gelb werden!" sich abspeisen zu lassen? Wa« geschehen soll, davon sagt die„Instruction" Nicht«. Wir empfehlen diese„Instruction" dem König von Dahomey zum auf merksamsten Studium, obschon wir nicht glauben, daß er seine Amazonen mit„Gewaltmärschen" quält. — Gegen daS Urtheil, welches vom Bezirksgericht gegen BloS im Frankfurter Bierkrawall-Prozeß kürzlich gefällt worden ist, hat auch der Herr Staatsanwalt Einspruch erhoben. Was dieser Herr an dem Urtheil auszusetzen haben könnte, ist uns unerfindlich. Sind ihm drei Monate Gefängniß zu wenig? eti Seit mehr al« 10 Jahren circuliren diese Schriften massenwei« im Volke; erst im Jahre des BiSmarck'fchen Preßzesetzc« 1374 entdeckt man, daß sie„gemeinschädlich" sind. Sehnen sich die Herren Staatsanwälte nicht nach jenen Zeiteu, wo man die Ber-! ab fasser solcher Bücher im Bilduiß aufhing oder ihre Leichen an«- grub und verbrannte? ur Gewerksgenossenschastliches. po Ul de ge r sm Au ah we voi S« we Ta B> ber mo hal am unt Sä mu auä krai >ar sieh M! auß Gch — Zu Berlin hat sich der Staatsanwalt Tessendorf, ftüher in Magdeburg, die Sporen an unscrm Parteigenossen, Schriftsetzer Wilhelm Heinsch die Sporen verdient. Heinsch war angeklagt, bei einem Arbcitcrfest Karten vertheilt zu haben, auf deren Rück- seite daS bekannte Lied:„Es geht ein Ruf von Land zu Land" abgedruckt war. Die staatsauw altliche Auffassung erblickte in die- fem Liede„eine Aufforderung zu Mord und Todtschlag" und der Herr Staatsanwalt gebrauchte seine„amtliche Stellung" zu einigen sehr albernen Jnvectiven gegen die Sozialdemokratie, welche in- dessen der Angeklagte zurückwies. Trotzdem der Angeklagte nach- wie«, daß das Lied(z. B. von der„Concordia") abgedruckt worden sei, beantragte der Staatsanwalt zwei Jahre(!) Gefängniß. Der Gerichtshof verurtheilte auf Grund der§§ III und 130 den Angeklagten zu einem Jahre Gefängniß und Herr Tessendorf ist nunmehr würdig, in die Brüderschaft der Herreu Staatsanwälte Hoffmann in Leipzig, Koch in Braunschweig und Lamezan in Wien aufgenommen zu werden.?iat justitia, pereat rnundus!*) — Der„Braunschweiaer VolkSfreund" ist in drei Prozessen zu je 80 Thalern verurtheilt worden.-In einem der angeklagten Artikel waren die Mitglieder des Braunschweiger Bürgervereins, die eine servile Adresse an den Kaiser erlassen hatten, als„schweif- wedelnde Hunde" und„japanestschc Bauchrutscher" bezeichnet worden. Eine weitere Anklage ist gegen die Redaction deS „VolkSfreund" wegen der BockStweten-Affaire erhoben. Auf der BockStwete zu Braunschweig drang nämlich die Polizei in ein übelberllchtigteS Hau« ein und überraschte dort die Auslese der „guten Gesellschaft", die �eunesse äoröo" in sehr zwanglosem Verkehr mit„Damen" von bekanntem Rufe. In den„Leucht- kugeln", der humoristischen Beilage des„VolkSfreund", wurde dieser skandalöse Borfall, den natürlich die Replilienpresse sorg- fältig todtschwieg, an die Oeffentlichkeit gezogen. Was thut die Braunschweiger Staatsanwaltschaft? Sie schreitet nicht gegen die Helden der BockStwete, sondern gegen den„VolkSfteund" ein wegen„Verbreitung unsittlicher Schriften." Wir wollen damit durchaus nicht sagen, daß sich die Braunschweiger Staats- anwaltschaft zur Beschützerin und Vertheidigerin der Unzucht gemacht hat— wir wollen nur conflatiren, daß die Staatsanwälte einschreiten, wenn unsere Organe die sittliche Fäulniß der heutigen Gesellschaft aufdecken, während sie die vielen wirklich unsittliche» Annoncen, von denen fast alle„anstänvigeu" Blätter wimmeln, unbehindert Passiren lassen. -7- In Glatz(Schlesiens sowie im Rheinlande sind die Schriften Lassallc'S auf Antrag der Staatsanwaltschaft con- fiszirt worven; das Arbeiterlesebuch, offne Antwortschreiben, Arbeiierprozramm, die Wissenschaft und die Arbeiter, die Feste, die Presse u. s. w., die indirekten Steuern, Bastiat- Schulze, Cri- minalprozeß und Assisenrede sind der„Gerechtigkeit" verfallen. ♦) Den„Hochoerrätheru" muß ihr Recht geschehen und wenn die Welt darüber untergehen sollte. Eßlingen 1. 27., Arnstadt 16 Ngr., Frankfurt am Main 2. 21 Summa Thlr. 236. 23. 7. Ausgabe:„Vollsstaat"-Abonnement 6 Ngr. 7., Porto de« KassirerS 4 Ngr. 5., dem Briefträger als Weihnachtsgeschenk 1 Thlr., zum Wahlfond nach Hamburg 20 Thlr., Druck und Versendung der Circulare 1. 27., an die Genossenschaftsdruckerei in Leipzig Thlr., für ein Protokollbuch 1 Thlr., BerMg des Vorsitzenden 29 Ngr. 2., Gehalt an denselben 10 Thlr., Summa Thlr. 38. 7. 4.— Bilanz: Einnahme mit Kassenbeftand Thlr. 236. 23. 7., Ausgabe Thlr. 33. 7. 4., bleibt Kassenbestand Thlr. 198. 16. 3. Abrechnung der Krankenkasse. Einnahme: Rochlitz Thlr. 1. 17. 5., Wolfenbüttel 1. 2. 5., Konstanz 1 Thlr., Landshut 1. 22. 5., Nürnberg 2 Thlr. 5 Ngr., Landshut 17 Ngr., Neucoschütz 1. 7. 5., Erfurt 9. 25., Apolda 1. 10. 5., Gotha 2. 17. 5., Mühlhausen 1. 2. 5., Eßlingen Thlr. 2. 3., Arnstadt 1. 2. 5., Erfurt 9. 29., Summa Thlr. 37. 12. Ausgabe: für Druck der Statuten 10 Thlr., bleibt Kasse Thlr. 27. 12. Ich ersuche alle Diejenigen, welche auf ihren letzten Brief noch keine Antwort erhalten haben, dies damit zu entschuldigen, daß ich während der Wahlperiode 14 Tage im Wahlkreise Koburg thätig war und werde ich bemüht sein, durch strenge Pünktlichkeit die« nachzuholen. Mit Gruß! Für die Verwaltung: W. Bock. N2. Auf den Coupons wolle man genau angeben, wie viel von dem Gelde der Gewerkschaft und wie viel zur Krankenkasse gehört. ES ist dies für den OrtSkafsirer eine leichte Mühe und erspart unS viel Arbeit und manchen Fehler. Der Hauptkassirer August Köllein wohnt HützelSzasse Nr. 16. D. O. Leipzig. Wie überall so sind auch hier die Löhne in unsrer Branche nicht die besten, eher könnte man sie die schlechtesten nennen. Aus letzterem Grunde sahen wir unS genöthigt, eine allgemeine Schuhmachcrverfammlunz einzuberufen, um zu berathen, wie eine Aufbesserung der Lohne herbeizuführen fei. Nach längerer Debatte wurde der Beschluß gesüßt, die hierorts gezahlten Lohn- � sätze um 16'/» Prozent zu erhöhen, und wurde zu diesem Zwecke ein Tarif aufgesetzt. Dieser Beschluß wurde durch ein in der Ver- Wal sammlung gewähltes Comite der hier bestehenden Genossenschaft fthlt sclbstständiger Schuhmacher sowie der Innung mitgetheilt. DaS hxrr veranlaßte den Obermeister, eine allgemeine Schuhmacherverfamm- ber lung einzuberufen, um über unsre Forverungen zu berathen. Die h�z Mehrzahl allerdings war nicht gekommen, um sich ernstlich mit unfren Forderungen zu beschäftigen, vielmehr wurden die lügen- Win haftesten Angaben über unsre Versammlung verbreitet, wie unser Bestreben überhaupt bespöttelt. Die wenigen Arbeitzeber, die«� muthig genug warep, unsre Forderungen als gerechtfertigt anzuer- kennen, wurden unter Schreien und Toben mundtodt gemacht. Unser Tarif wurde gänzlich verworfen, zum Schein wählte mau aber doch ein Comite mit dem Auftrage, mit uns zu unterhandeln. Mit Ausnahme eines Einzigen sitzen Meister in dem Comitö, die die niedrigsten Löhne zahlen. Auf Einladung des Mcistercomitesjsi� fand hierauf eine gemeinschaftliche Sitzung beider Comite« statt, ftn in welcher die Meister einen von ihnen ausgearbeiteten Tarif vor- ist j, legten. Ein Meiste� war gegen den vorgelegten Tarif, das sei veno vos zeh, lud !eui Wie ein -g ah ött 4 le hiermit konstatirt. Die�Lohnsätze in diesem Tarif waren so gering chlo normirt, daß man sich selber schämte, dieselben unS zum Vortrag ßlsili zu bringen und so gingen wir resultatlos auseinander. Einen verd Strike wollten und konnten wir nicht infceniren, weil wir nicht vorbereitet sind. DaS soll unS aber nicht abhalten, mit allen unS zu Gebote stehenden Mitteln auf die Durchsetzung unsrer Forderunzen hinzuarbeiten. Vor der Hand ersuchen wir die au« wältigen Collegen, allen Zuzug von Leipzig fernzuhalten, bis unsre Zaur Angelegenheit geordnet ist; wir werden seinerzeit Näheres berichte«. Mittheilen wollen wir noch, daß einige Meister trotz der Concur »mir Lahl renz, die ihnen dadurch erwächst, unsre Forderungen bewilligtjtz� haben; eS sind die Einsichtsvolleren Mit Brudergruß I.A.: M. Hörtzsch, Hainstr. 25, III. Correspondenzen« Stollöerg.(Zur Wahlangelegenheit.) Nachdem die Wahl für unsere Partei im hiesigen Wahlbezirke sehr glänzend ausgefalleu ist. können wir den letzten Bericht abgehen lassen. Noch in den letzten Tagen hoffte die Bourgeoisie, den großen Schweiger durch- zubringen. Eines Besseren wurden jedoch die Herren belehrt, al« Samstag Abend Böllerschüsse und freudige Ausrufe den Sieg un-°� serer Partei verkünv igten. Da freilich sanken die Actien der Her- ren Minkwitzianer um ein Bedeutendes, die großen'Redensarten�, S wurden eingepackt unv höchsten» im trauten Kreise gottlästerlichl�bl a«, »cht lrbe N* liich °sfir kenn i-ich in de n S !r, de 0 N bäte über die„Baterlandslosen" geschimpft. AnerkennenSwerth ist, daßs.'�n die Gegner eine rührige Thätigkeit entwickelten und au« ihrer�® Lethargie durch das„Treiben" der Sozialdemokraten aufgerüttel;& wurden. Freilich waren die Herren in der Wahl der Mittel nich. � sehr wählerisch, Verleumdung, Lüge, gemein- Beschimpfung, dal � I war das„blanke Erz", mit welchem die Herren kämpften."'llcht Freilich waren auch wir nicht lässig und waren, besonder« io lx-? den letzten Tagen, fleißig auf den Beinen. � Die Versammlungei�"" waren überall sehr stark besucht; die Leute kamen oft stundenweit H zur Versammlung. Die Gegner, obzwar sie in jeder Versamm� � lung aufgefordert wurden, hervorzutreten, kamen doch nicht, sou-��i dem zogen es vor, in ihren Blättern wacker loSzuschimpfen.—"■• Versammlungen wurden abgehalten: am 30. v. M. in Streitwald,.* Referenten: Wicmcr und Scheil; am 31. in Oberwürschnitz: Wie-T� welcher doch gewöhnlich im Familienkreise gefeiert wird, war dl, Versammlung sehr gut besucht; besonder» hervorzuheben ist. das rff in jeder Versammlung das Frauenelement sehr gut vertreten war Jlete Am 1. Jan. in SeifferSdorf, wo Wiemer referirte; in Brünlo,-?'•)- war Wolf. Am 2. in Jahnsdorf, Referent: Wiemer; Kirchberg* Scheil; Ursprung: Wolf. Älle drei Versammlungen ausgezeichueL Am 3. Jan. in BernSbach, sehr gut besucht, Referent: Wiemer, ltt °'tz t mer, Wolf und Lehder aus Hamburg. Trotz deS Sylvesterabend« �en welcher doch gewöhnlich im Familienkreise gefeiert wird, war di j üft' .eis Dorfchtmnitz, Referent: Wolf. Daselbst gab der GasthofSbesttzer� >74 iein ordentlicher Geldsack, den Saal nicht her, deshalb mußte die die Versammlung in einer Restauration abgehalten werden, sie war er- aber sehr gut besucht, und alle Bestrebungen, dieselbe uamözlich rS- zu machen, sind gescheitert. Scheil und A. Frenzcl waren auf Privatagitation in Aue. Am 4. Jan. war Versammlung in Elterlein, woselbst Wiemer —| und Temmler rcferirten. Daselbst machte der Bürgermeister Op- Position und eine„gebildete" Clique erhob ein Pferdegetrampel und wollte die Versammlung stören, doch der energischen Haltung der Arbeiter ist eS zu danken, daß die Kerl» ordentlich zurecht- gewiesen werden konnten. Ju Gernsdorf rcferirte am selben Tage Scheil vor einer gut besuchten Versammlung. Am Nachmittage ■ desselben Tages rcferirte Wolf in Auerbach, woselbst Genossen von Thurn, Gelenau und andern Orten anwesend waren. Am Abende desselben Tages rcferirte Wolf in Hormersdorf vor einer gut be suchten Versammlung. Am 5. Jan. war eine unerwartet gut br suchte Versammlung in Thalheim, woselbst Wolf refcrine. In Aue, wo Scheil referireu sollte, wurde das Lokal in letzter Stunde abgesagt. In Geier wurden zwei Versammlungen abgehalten, in welchen Wiemer und Demmler reserirten. Am 6. Jan. war eine von circa 350 Menschen besuchte Versammlung in Raum, einem ganz versteckten Orte» woselbst Wolf rcferirte. Am 3. Januar außerordentlich gut besuchte Versammlung in Schneeberg, woselbst Stella» aus Crimmitschau und Scheil sprachen, welche sich niit den Gegnern lange herumbalgen mußten. Desielben TageS eine von beiläufig 500 Menschen besuchte Versammlung zu Brünnloßgut, einem einsam liegenden Gasthofe zwischen Schnee- berg und Aue. Diese Versammlung hatte deshalb einen großen moralischen Werth, weil die Leute einen Weg von mehr als einer halben Stunde machen mußten. Hier referirte Wolf. Ebenfalls 5-' am& Jan. Versammlung in Niederzwönitz, Referenten: Wiemer 2., ves lt., mg zig ven 38. 7., 3. 1. 1. »ätz 5., loch ich itig >ieS und Demmler. Am 9. Januar Volksversammlung in Oberschlema, Referent: Scheil, welcher sich mit den Schneeberger Minkwitzianern balgen mußte. Nebenbei muß ich erwähnen, daß die Schneeberger Gegner auch als Oppositionsmittel gebrauchten, eö hätte ein Sozialdemo krat das„heiligste Gebet" der Menschheit, das„Vater unser", parodirt. Doch auch dieses„heilige" Mittel wollte nicht recht '. stehen. Ebenfalls am 9. Jan war eine gut besuchte Versammlung « Lößnitz, woselbst Stolle sprach. Ein Gegner, welcher es wagte, � faufzutreten, wurde von den Anwesenden einfach ausgelacht. Als fad Schlußstein wurde in Stollberg eine Versammlung abgehalten, irer woselbst Wiemer, Wolf und Demmler sprachen. Wie ich bereits erwähnte, waren die Versammlungen durch- !5er zehends gut besucht. Opposition war bloS in Schneeberg, Lößnitz [rn ind Oberschlema; an den Anderen Orten wagten sich die guten nne üxute trotz Aufforderung, nicht heraus. Am Wahltage waren ?en, Viewer in Stollberg, Scheil in Schoeeberg und Wolf in Harten- "•"nein thätig. Die Wahlresultate waren sehr glänzend, denn mit Ausnahme ,>on fünf Ortschaften hatten wir überall die Majorität. Das «r°BLahlergebniß ist bis jetzt 7742 Liebknecht, 3463 Minkwitz. Es h'lst ehlt aber noch das Resultat von 16 Ortschaften. Samstag Abend jerrschte großer Jubel auf unserer, große Entrüstung auf Seiten 'ch'>er Herren Minkwitzianer, denn die Letzteren haben eingesehen, daß Die xjg Geld für die verschiedenen Annoncen, für Plakate, Boten, ulit eistreiche Broschüren u. s. w. rein weggeworfen war und daß sich ;en- Minkwitz in diesem Kreise unmöglich gemacht hat. Um 2 Uhr nser ifochts kamen die Lößnitzer Genossen mit dem Resultate, ebenso mcputijj per größte Theil des Resultats entweder auf telegraphischcm Lege oder durch Genossen anher bekannt gegeben. Als das cht. Wahlresultat bekannt wurde, wurden auf verschiedenen Orten Zöllerschüsse gelöst. ein. Sonntag veranstaltete die sozialdemokratische Arbeiterpartei ein dle SiegeSsest, welches sehr gut besucht war. Wiemer und Wolf ltes iiclten die Festreden, welche mit Begeisterung aufgenommen wur- •att, tn. Daß die Gegenpartei nicht mit den ehrlichsten Waffen kämpfte, >or- st bekannt, so z. B. wurde den Bergarbeitern vorgeschwätzt, daß, /ei zxnn Liebknecht durchkommen würde, die Bergwerke sofort ae- nng chl offen werden. Ein ähnliches Wuthgeheul erheben jetzt unsere rag Philister, welche da meinen: Wollcr(„der gebenedeite Geldsack") muherde die Arbeiter bestrafen und die Fabrik sperren. Nun, ucht>as„Sperren" werden sich die Herren überlegen, denn sie wissen llenstcht gut, daß der Schaden auf ihrer Seite wäre und daß ohne frer lrbeit ihr Kapital sich nicht vermehren würde. Die Wuth unserer mS- Aegner ist unbeschreiblich, und besonders verursachte eS ihnen l'sreKauchgrimmen, als Sonntag Abend viele Arbeiterwohnungen illu- ien.�inirt wurden und als Plakate mit dem Inhalte: Zur Feier des :ur- LahlsiegeS des ReichStagscandidaten Liebknecht heute Abend -llgt�Siegessest" u. s. w. asfichirt wurden. In den letzten Tagen war �uch die Presse sehr in Anspruch genommen und machte oft die •• ossirlichsten Bocksprllnge. So z. B. stellte der„Erzgebirger Volks- __ reund" die Frage auf:„Liebknechts„Volksstaat" nennt den reichstag einen RcichSstall; als welches Vieh würde denn Liebknecht denselben eintreten??" Wolf beantwortete in der Versammlung u Slollberg diese Frage, indem er sagte: Liebknecht würde, wenn fjjr/' der doch von dem liberalen Pöbel auch als Bich hingestellt lleu'�d, und als solches in den Reichsstall käme, keineswegs Mast- deu�r Stimmvieh werden, wie andere Leute es zu sein pflegen. ich«. Nun, wir haben den Sieg und wünschen dem Durchfallscan- als �ten Herrn Minkwitz für künftighin noch mehr Glück als dieses- un- Dixi! ')er- Mit ManneSgruß und Handschlag R. A. Wolf. rteik, Hchneeöerg, 11. Januar. AuS dem 19. sächsischen Wahlkreis. rtich r0HI wissend, daß ihre Agitation, wenn sie gleichzeitig mit der daft��wchts begann, von vornherein Fiasko machen würde, sparten hrejto Gegner ihre Kräfte bis auf die letzten Tage auf. Am 20. Dezbr. ttell f konzenlrirten die Gegner ihre Kräfte unter der Führung des nch �vokaten Bornemann in Schneeberg in einen Wahlverein und dal"r fand au» am 8. und 9. Januar d. I. der heftigste Kampf vlschen den Wortführern de» national-liberalen Kandidaten Dr. Minckwitz und den Sprechern der sozialdemokratischeu Arbeiter- aej a�ei P1* bie Kandidatur des Schriftstellers W. Liebknecht, derzeit ver � Hubertusburg statt. «w der grünen Laube zu Schneeberg fand am 8. Januar eine an- Zuerst zahlreich besuchte Volksversammlung von beiden Parteien tatt. Nach heftiger Opposition von Seiten der Anhänger Minck- ald5� wurde durch Stimmabzählung unser Parteigenosse Schäfer Zie?� Vorsitzenden der Versammlung gewählt. Als Referenten >dS(t�w Stolle'aus Crimmitschau und Scheil auS Bielefeld bestellt. pi Öfterer nahm zuerst das Wort„Uber die Thätigkeit des deutschen das �chstagS und der Landtage". Scheil als zweiter Referent ver- >ar$tete Zu Gunsten der zahlreichen Gegner vorläufig auf das ilo>• Und nun betrat der Real-Schuldirektor Dr. Göhring die Kg.kfto' uud legitimirte sich so wie den Dr. jur. Mivckwitz als aetS�sche Märtyrer, rechtfertigte das Verfahren der bisherigen Ver- in," im deutschen Reichstage in jeder Beziehung, gleichzeitig zu- gebend, daß Vieles verbesserungsbedürftig fei, daß man sich aber mit Abschlagszahlungen begnügen müsse und fruz unter andern, wie die Sozialdemokraten sich verhalten würden, wenn dieselben 450 Vertreter im Reichstage sitzen hätten rc. rc. Nach ihm be trat der Hauptmann der national-liberalen Partei, Advokat Borne- mann die Tribüne. Er ließ eine Lobrede anf die Thaten der Fortschritts- und nattonalliberalen Partei im Reichstage vom Stapel, und war eiftig bemüht, die agitatorischen Kräfte der sozialdemokratischen Partei nach Kräften zu kompromtttren, zwei- felnd daran, ob Stolle wirttich Arbeiter sei rc. rc. Durch die Eatgegnungen Stolle'S und Scheil'S wurde den Vertretern für Kaiser und Reich unter dem Jubel der zahlreich versammelten Proletarier eine beispiellose Niederlage bereitet, die» verhinderte jedoch nicht, daß noch einer ihrer Matadore, der Lehrer Nikolai auS Neustädtel die Tribüne bettat und die Sozialdemokraten in jämmerlicher Weise zu verdächtigen suchte. Auch er mußte be- schämt abziehen.— Kurz vor Schluß der Versammlung halb 1 Uhr Nachts erschien noch der Parteigenosse Wolf, in Begleitung mehrerer Parteigenossen von Brümloßberg kommend, wo ebenfalls eine gut besuchte Versammlung stattzefunden hatte. Er kennzeichnete mit kurzen kräftigen Worten das jesuitische Benehmen der Gegner, welche uns fortwäbrend den Vorwurf roher Verläumdung anthuen, wir stunden mit der ulttamontanen Partei im Bündniß. AlSdann wurde die Versammlung geschlossen und die Gegner, geschlagen, zogen beschämt nach Hause. Nach dieser Niederlage hätte man glauben sollen, die Gegner hätten die Fruchtlosigkeit ihrer Agita tion eingesehen und auf eine zweite Aktion verzichtet. Dem war jedoch nicht so. Des andern TageS, am 9. Januar war eine Volksversammlung in Ober-Schlema einberufen, in welcher Parteigenosse Scheil referirte. Bornemann mit seiner ganzen Suite war erschienen, wahrscheinlich davon in Kenntniß gesetzt, daß auf unserer Seite nur ein Wortführer stand. Er war eifrig bestrebt, die Blamage vom vorhergehenden Tage auszuwetzen. Schon bei der Bureauwahl entstand ein kleines Gefecht um den Borsitz, worauf schließlich nach wiederholter Abstimmung Parteigenosse Weiß zum Tagespräsidenten gewählt wurde. Scheil hielt ein durchgreifendes klar gehaltenes Referat über die Thaten der Fort- schritts- und liberalen Partei und ihre parlamentarische Thätigkeit, die Gegensätze zwischen Minckwitz und Liebknecht kennzeichnend. Nun betraten unsere Gegner die Tribüne, um dasjenige, was ihnen TagS vorher in der 4'/-stündigen Versammlung zu Schnee- berg nicht möglich war durchzusetzen, anzubringen. Hempel, Ad- junkt Bornemann's, sang ein großes Sololied auf die Freiheiten, welche dem deutschen Volke durch seine Vertreter im Parlamente erkämpft worden seien, als dasind: freies Vereins- und Ver sammlungsrtzcht, Civil-Ehe, freie Volksschule und nun regnete ein Hagel von Lügen und Verläumdungen auf die sozial demottatische Partei, sowie deren Sprecher herab. Advokat Borne- mann, der zweite Verdreher der Thatsachen, versuchte nun aber um jeden Preis sich die Sporen gegen unfern Referenten Scheil zu verdienen; unter den BeifallSgebrüll seiner Anhänger leistete er in Lüge, Verläumdungen und persönlichen Angriffen Uu- glaubliches. Unsere Partei wurde als koalirt mit den Klerikalen hingestellt. Die Pariser Commune, Petroleum, Pabst, der General- Rath der Internationale, Jesuiten-Orden, Carl Marx, PiuS IX., alles wurde von ihm zusammen in einen Topf geworfen und von all' diesem war Liebknecht Vertreter. Die Religion, das Vater- land, die Familie, das Eigenthum, sei vernichtet, sobald die Ar- bester Liebknecht wählen. Natürlich widerlegte Scheil diese Schmähungen und Tiraden mit Leichtigkeit und so gründlich, daß keiner dieser Helden ttotz widerHolter Aufforderung das Wort ergriff. So endete am Vorabend der Wahl die doppelte Nieder- läge der fortschrittlichen liberalen Clique. Ja den letzten Tagen war der Kamps auf beiden Seiten heiß; aber der Siez verblieb dem Proletariat! Ein Hoch unserm Prinzip! Ein Hoch dem Vertreter deS 19. sächsischen Wahlkreises W. Liebknecht! Kohenstein, 11. Januar. Berichtigung. In Antwort auf den in Ihrem Blatte Nr. 2 vom 7. dS. MtS. gegebenen Bericht unter„Hohenstein" theile ich Ihnen mit, daß Ihr Berichterstatter entweder sehr falsch unterrichtet ist, waS man aber bei Veröf- fentlichungen über Personen nicht sein darf, oder sich geflissentlich der Lüge schuldig macht, denn ich bin ersten« nicht Mitglied des Gewerbevertins, kann also zweitens nicht erklärt haben, im Namen desselben zu sprechen und habe ich drittens weder 50 Mann Feuer- wehr, welcher Corporation ich ebenfalls nicht angehöre und auf welche ick nicht im Entferntesten Einfluß habe, noch irgend Je- mand Anderen bestellt, man mag sich deshalb den erwähnten imposanten Eindruck und alle übrigen gemachten Bemerkungen erklären. Ich halte mich von jeder Parteilichkeit fern, weiß nicht wie ich dazu komme und bitte daher die geehrte Redaction, diese Zeilen zur Steuer der Wahrheit in die nächste Nummer des „Bolksstaat" aufzunebmeu. Paul Seydel. Königsberg i.?r., 10. Januar. Die Wahl ist beendet. Fortschrittler Dickert hat 3819 stimmen, LaSker(Nat.-Liber. und Conserv.) 1542 Stimmen, Herbig(Soz.-Demokr.) 1365 Stimmen. Summa 6737 Stimmen. Als die Gegner sahen, daß wir Au- hang hatten und einige Tage vor der Wahl ausgezeichnet besuchte Versammlungen hatten, bekamen sie doch Furcht und setzten alle Hebel an, uns niederzuhalten. Da haben die Herren ihren Leuten nicht nur angerathen, Stimmzettel für Dickert abzugeben, sondern die jungen Leute sind selbst mit den Leute» bis zum Wahllokal mitgegangen. Mindestens 3000 Arbeiternamen haben in den Listen gefehlt oder sind nicht zur Wahl aufgefordert worden. In An- betracht aller dieser Umstände können wir mit der Wahl zuftieden sein. Todtschweigen wird man unS nicht mehr können. Jetzt gilt eS aber Posten halten und da müssen Gewerkschaften gegründet werden; namenttich die Maschinenbauer haben uns unterstützt. ES müssen gewerkschaftlich gebildete Leute hierhergeschoben werden. Aarnun, 11. Januar. Zuvörderst das Resultat der gestrigen Wahl: Compromiß-Candidat Dr. Strder in Berlin 7698, Hassel- mann 9607, Candidat der Ulttamontanen, Dr. Lieber 2283, Candidat der Christlich- Conservativen, v. Kleist-Retzow 709, Dr. Johann Jacoby 293 Stimmen; eugere Wahl zwischen Hassel- mann und Stader, bei der Ersterer jedenfalls durchkommt, da es anzunehmen ist, daß Hasselmann die Stimmen der Ulttamontanen seiner, eines Sozialdemokraten unwürdigen, Haltung zufolge mit in den Kauf bekommt. Man wird sich über die geringe Stimmenzahl für Jacoby einigermaßen wundern, jedoch sind nicht wir, sondern die Ber- Hältnisse daran schuld. Wenn man sich vergegenwärtigt, wie jung und schwach unsere Mitgliedschaften in Barmen- Elberfeld noch sind und wie spärlich infolgedessen die Geldmittel fließen, ferner, daß die Allgemeinen sämmtliche Volks- und Bezirks Versammlungen beherrschen und dortselbst in Verleumdungen gegen unsere Partei alles Mögliche oder auch Unmögliche leisten und mS gar nicht zum Worte kommen lassen, wenn wir ihnen auf» Leder steigen leumdnngea zurückzuweisen, so wird man einsehen, welchen harte« Kampf eS uns gekostet hat, die 300 Stimmen für Jacoby und dadurch festen Boden für die Partei zu gewinnen. NachsteaS werden wir einen allgemeinen Bericht über den Wahl-Kampf i« Wupperthal dem„Bolksstaat" übersenden. Kök«, 11. Jan. Die Ulttamontanen erhielten 9195, die Libe- ralen 6384, die Allgemeinen Deutschen 169, Dr. I. Jacoby 7», ZirfaS 1069 Stimmen. .4 Die sogenannten„Demokraten" haben hier eine Gemeinheit sonder Gleichen an den Tag gelegt. Diese noblen Juristen«ich Kauflente haben, ttotzdem daß der Brief Dr. I. Jacoby'«(in Be- treff der Ablehnung einer Candidatur für Köln) von sämmtliche« hiesigen Zeitunjjen veröffentlicht wurde, ttotzdem wir mittelst Plakat und Inserat» in der„Kölnischen Zeitung" auf den„politische« Humbug" hingewiesen, welchen diese Herren mit dem Namen des alten ehrenwerthcn Vorkämpfers der Demokratie ttieben, haben diese noblen Politiker dennoch fortgewllhlt und sogar das Gerücht ausgesprengt, ZirfaS habe seine Candidatur zu Gunsten Jacoby's zu- rückgezogen. Wir wollen die Stimmen, welche auf die Allgemeine« und auf Jacoby fielen, nicht in Bettacht ziehen, wohl aber die Mißstimmung, welche durch die Aufstellung von drei Arbeitercau- didaten hervorgerufen wurde. So viel wissen wir aber, daß die- jenigen, welche ZirfaS gewählt haben, mit Bewußtsein zur Wahl- urne gegangen sind. 1069 solcher Stimmen sind in der Mettopole de« RheinlandeS schon immer ein Resultat. Das Wahlcomits der sozialdemokratischen Arbeiterpartei. Landsi�ut, 7. Januar. Auf Dienstag den 6. d. M. wurde von dem hiesigen Wahlcomitö eine Volksversammlung Mittag« l Uhr im oberen WirthShause zu Berg anberaumt. ES war u« die bestimmte Zeit da» Lokal vollständig gefüllt und wurde da« Programm, welches unser Kandidat zum Reichstage, Rück, voll- ständig entwickelte, von den Anwesenden in allen seinen Theile« angenommen; und als der Vorsitzende, Vertrauensmann Lippert, die Versammlung aufforderte, unserm Kandidaten ihre Stimme« zu geben, geschah dieS einstimmig. Von Berg begaben wir uns m Gemeinschaft mit vielen dortige« Bewohnern in das Hotel Berlochner, wo auf Nachmittags 3 Uhr eine liberale Wahlbesprechung ausgeschrieben war. Als diese Ber- sammlung durch Herrn Staatsanwalt Allfeld eröffnet war, forderte dieser Herr die Anwesenden auf, einen Borsitzenden zu wähle«. Bon liberaler Seite wurde genannter Herr, von unserer Seite Unterzeichneter gewählt, und als die Herren sahen, daß die Gegen- probe zu ihrem Nachtheile ausfiel, erklärte Herr Allfeld, daß nur eine liberale Wahlbesprechung anberaumt sei, wir also nur, wen« wir ruhig wären, der Versammlung anwohnen könnten. Rück erklärte, daß wir nicht als Ruhestörer gekommen seien, daß wir aber auch Anspruch uuf das Wort machen würden. Der Vor- sitzende erging sich nun über das liberale Programm und meinte auch, daß für die Arbeiter im nächsten Reichstage etwas geschehen müsse, und glaubte, daß ihr Kandidat der rechte Mann hierfür sei. Wenn derselbe auch keine Redner-Talente besitze, so könne er doch, wenn eS gilt, ja oder nein sagen. Nachdem einige weiter« Redner den Brei vom großen deutschen Vaterlande aufgewärmt hatten, erhielt Rück da« Wort. Dieser kennzeichnete den letzte« Reichstag in seiner Zusammensetzung und sagte zum Schlüsse, daß die liberale Partei und die von dieser Partei durchgebrachtea Abgeordneten es sind, welche die Arbeiter durch Ausnahmegesetze von dem Boden des Gesetzes wegdrängen. Es kam nun der Held des TageS, Herr Advokat Richter. Derselbe wies„schlagend" nach, daß ihre Partei durch die Sozial- demokratie am ärgsten geschädigt würde, und daß man diesen ge- sährlichen Menschen gegenüber eine starke Armee brauche, um et- waigen Gelüsten nach der politischen Herrschast einen Damm ent- gegenzusetzen. Dank diesem Herrn, er hat prächtig aus der Schule geplaudert und hat unS gestern schon viele Mitglieder auS dem Arbeiterstande zugeführt. Wir aber werden gut thun, die Worte dieses Herrn Doktors nicht so bald zu vergessen, wir wunder« unS nur, daß der Lenker der deutschen Schicksale in Berlin nicht schon lange auf diese« Kraftgenie deutscher Knüppel- Wissenschast sein wohlgefälliges Auge geworfen hat. Von da an hatte di« Versammlung keine Bereutung mehr. Abends hielten wir noch eine Volksversammlung im Fischerbräuhause, in welcher Rück vor einer Mann an Mann stehenden Arbeiterschaar den Parteikampf seit 1843, und unsere Volksvertretungen schilderte, und kann ich mit Vergnügen konstatiren, daß allgemeiner Beifall die Uebereia- stimmung mit unserm Prinzip bezeigte. Den Herrn Liberalen aber die Versicherung, daß wir weder durch schöne Versprechungen, noch durch Drohung mit der bewaffneten Macht unS abhalten lasse», unsere Ideen zu verbreiten und unserm Ziele, der Befteiuug de« Arbeiterstandes von der Knechtschaft der heutigen Klassen- und Geldwirthschaft unverrückl entgegensteuern werden. Mit social-demokratischem Gruß im Auftrage deS Wahicomitö's: Heinrich Mürschheim. Khicago, 25. Dezember 1873. Parteigenossen und Freund«/ Bor einiger Zeit ist zwar schon von dem Sekretär der 3. Sektion der internationalen Arbeiter-Assoziation eine Warnung an Euch ergangen, da» Ueberfiedeln nach Amerika unter den jetzigen Ver- hältnissen zu unterlassen; indeß aber glaubten wir nicht unterlasse« zu können, Euch genauer auf die jetzt hier herrschenden Zustände aufmerksam zu machen. Die allgemeine Krisi», welche vergangene« Sommer zuerst in Wien zum AuSbrauch kam, oder besser gesagt, da dieselbe ja schon seit 4— 5 Jahren angefangen, ihrer Eud- entwicklung entgegen zu gehen, ist auch hier in Amerika seit un- gesähr 2 Monaten ausgebrochen. Sie hat, was ganz natürlich ist, die Lahmlegung fast sämmtliche? Geschäfte nach sich gezogen; uud ist eS daher uns Arbeiter« hier in Amerika grab so gut bereittt, wie Euch dort in Europa, für diesen Winter einmal den Hunger kosten zu lernen. Unsere Organisation hier zu Lande ist nun aber ttotz der günstigen Verhältnisse, welch« zu ihrem Gedeihe« hier obwalten, nicht stark genug, um den himmelanstürmend«« Wogen, welche diesen Winter hier die Masse« in Bewegung setze« werden, gewachsen zu sein, sie wird wahrscheinlich durch die U»- gunst der Verhältnisse erdrückt werden. Trotz alledem aber werde« wir, die wir die Ziele deS Sozialismus erfaßt haben, daran fest- halten und das Möglichste zu ihrem Gedeihen beittagen. Ab« wenn die Verhältnisse günstig sind für die Organisation, werdet ihr sagen; liegt eS doch nur au Euch, dieselben auszunutzen, ihr werdet wohl nichts taugen zum agitiren und organistren. Theil- weise zugestanden, aber wenn auch die politischen Verhältnisse günstig, so sind andrerseits die sozialen noch ungünstiger wie bei Euch. Da kommen zuerst die Einwanderer von Europa mit dem esten Vorsatz, hier zu Lande so bald als möglich reich zu werden; sie werden in diesem Vorsatz, von der heutigen lügnerischen TageS- literatur so viel als möglich bestärkt, da ja dies genau in ihre« Ausbeuterkram paßt. Sagt Jemand mal dagegen die Wahrheit, so wird eS einfach von den Zeitungen aufgenommen und mit wollen, um die theils lächerlichen, theilS aber auch infamen V-r- Randglossen verziert, welche das Publikum lieber hört. Beweis für Euch dort drüben mag der Saxonia-Schwindel sei», welcher trotz des AbmahnenS durch den„BolkSfiaat- dennoch vollführt werde» konnte. Freunde und Parteigenossen! AuS eigener Er- fahrong rathe ich Euch vor jedwedem ColouisationS-Versuch hier in Amerika ab; ja, wenn jeder Einzelne Taufende von Thalern hätte, um sich hier anzusiedeln und Farmer zu werden, dann könnte eS doch nur in den allergüostigsten Fällen Einigen gelingen, alle diese Strapazen auszuhallen, und hätten dann doch noch lange nicht die Ueberwinder derselben den Vortheil davon, sondern höchstens erst ihre Kinder und Kindeskinder. Sich aber mit einigen hundert Thalern in Gemeinschaft von wenigen Freunden eine gemüthliche Heimath in den Urwäldern Amerikas zu schaffen, haben wir trotz der Kenntnisse der hiesigen Verhältnisse und Sprache aufgeben müssen mit Verlust von jahrelangen Ersparnissen und schweren Arbeiten. Wenn der„Volksstaat" Raum dafür hätte, könnte ich Geschichtchen erzählen von den Ansiedlern und den Ver- Hältnissen, in welchen sie ganze Generationen lang zubringen; denn ich kenne dieselben vom Augenschein. Dann aber kömmt zu der TageSlitcratur noch der Schwindel der Stumpftedner k la Hecker, Schurz u. a., welche Jahr aus Jahr ein im Lande umherziehen, für gut Geld Reden in den verschiedenen Städten und Flecken deS Landes halten, um das Volk immer weiter und weiter von seiner eigentlichen Bestimmung hinwegdrängen zu helfen, und es S; Erfolgsanbetern zu machen. Sie erzählen dem andächtig uschenden Publikum Geschichten, wie Dieser oder Jener als armer Mann herüber gekommen, wie er sich hier durch seiner Hände Arbeit emporgebracht ic.-c. und der Schlußrefrain könnte jedes- mal lauten: Gehet hin und thuet desgleichen. Ja Parteigenossen, wäre die Verbindung nicht gar so langweilig, manches was im „Bolksstaat" Euch zur Kenntniß gebracht wird über Amerika und seine Größen, könnten wir Euch noch erläutern und erklären. (Wir bitten darum. R. d. V.) Und Ihr könntet daraus immer deutlicher kennen lernen, daß, wenn Euch auch die Bourgeoisie und der heutige Klassenstaat bis ans Ende der Welt hetzte, sie Euch doch zu finden wüßten, und Euch alles raubten was Ihr besäßet; und daß eS ein und dasselbe Ding ist, ob Katze oder Kater; ob am Kopf steht Kaiserreich oder Republik, die Ausbeutung geschieht unter beiden StaatSformen auf gesetzlichem Wege. Darum fort mit den heutigen Gesetzen, die nur für und durch die herrschende Minorität geschaffen sind, und machen wir uns Gesetze, die der ganzen Menschheit zu Nutze kommen. Nehmen wir die englischen Gesetzbücher zur Hand, so verstehen wir wohl die Worte, aber den feinen Sinn der Redewendungen können wir eingewanderten Arbeiter nicht mehr erlernen, darum stehen wir schon dieserhalb schutzlos da. Und was wollte der Gesetzgeber durch den in den Gesetzen enthaltenen Wust von Worten eigentlich sagen, doch nur, hier hast Du einen Haufen von Worten, siehe was Du davon gebrauchen kannst, und dann kommen die Advokaten mit ihren Ver- größerungSgläsern, um die wächserne Nase des Gesetzes durch das BrennglaS des Geldbeutels nach der Seite zum Schmelzen zu bringen, wo es in ihrem Interesse liegt. Also Freunde, recht- und schutzlos hüben wie drüben; nur daß eine Recht bleibt den Proletariern aller Länder, sie können verhungern in welchem Winkel der Erde sie wollen, oder wird Euch dasselbe dort draußen jetzt auch schon streitig gemacht? Hier in dem freiesten Lande der Erde noch nicht!! Aber Geduld! Geduld! Die Massen verhungern hier nicht, wenn auch die Einzelnen gezwungen find eS zu thun, denn Sklaverei bleibt doch Sklaverei und wenn dieselbe auch mit noch so viel Flitter behängt wird. Der Hunger, welcher trotz der gefüllten Speicher diesen Winter vor der Thüre steht, wird all den Flitter zerreißen und der Bourgeoisie klar machen, daß ihr so sehr ge- prieseneS Zeitalter auf einem ganz verfaultem Rost steht. Darum Muth Freunde, wenn unser Haufe auch nur noch klein, so wollen wir doch fest zu unsrer Fahne stehen. H. R. Zimpel. berg i,P.: Stormer Buchbinder 5 Gr.; London: Arb.-Bild VereinIL Gr.; Lübeck: Arb.-Partei 6 Gr.; Mainz: Arb.- Partei Filiale 7 Gr.; Mannheim: Arbeiter- Partei 16 Gr.; München: Fachverein der Schlosser 5 Gr.; Mylau: Arbeiter Verein 14 Gr.; Newyork: Jonsder 12 Gr., Vereinigte Tischler 8 Gr.; Offevbach: Arbeiter- Partei u. Schuhmachergewerkschaft 14 Gr.; Reichenbach i/V.: Agitat.-Com. 24 Gr.; Stollberg: Wahlkom. IS Gr.; Stade: Arb.-Partei 4 Gr.; Spandau: Arb.-Partei 14 Gr.; Stuttgart: Arb.-Ver. 23 Gr., Schuhm.- Gew.SGr.; Solingen: Arb.-Partei 8 Gr.; Witten: JunghauS 8 Gr.; Wiesbaden: Arb.-Partei 12 Gr.; Wandsbeck: Arb.-Ver. 22 Gr.; Weimar: Arb.-Partei 4 Gr.; Wilkau: Arb.-Partei 22 Gr.; Zürich: VerlagsmagazinThlr. 1. 6. Gleichzeitig erklären wir, daß Annoncen solcher Einsender, die nach zweimaliger Erinnerung die Gebühren nicht entrichtet haben, hinfort nicht eher aufgenommen werden, bis die rückständigen Bc- träge bezahlt sind. Hamburg. Der?arteia«ssch«ß. l4c Für Annoncen pro Dezember restiren: Arnstadt: Arb.-Part. 4 Gr.; Barmen: Arb.-Part. 3 Gr.; Berlin: Arb.-Part. 1 Thlr. 21 Gr., Holzarb.-Gew. 13 Gr., Manufarbgew. 17 Gr., Sattlerver. 6 Gr., Böttcherver. 12 Gr., Metallarb.-Gewerksch. 6 Gr., Trautmann 8 Gr., Pollähn 9 Gr., Goedike 3 Gr., Agit.-Comits 4 Gr.; Breslau: Ber. Geselligkeit IS Gr.; Cöln: Tischlerver. 12 Gr.; Constanz: Arb.-Partei 7 Gr.; Chemnitz: Agit.-Comite 8 Gr.; Dresden: Knieling 9 Gr., Arb.-Bild.-Ver. 16 Gr., Töpferver. 2S Gr.; Elberfeld: Arb.-Partei 1v Gr.; Frankfurt a M.: Arb.-Partei 19 Gr., Klcmpnerfachvcr. 12 Gr.; Gera: Manufarbgew. 4 Gr., Arb.- Ver. S Gr.; Halle a,S.: Schneider». 16 Gr.; Hamburg: Arb.-Part. 27 Gr., Klempner u. Gasfitter 6 Gr., Holzarb.-Gew. 13 Gr.; Hannover: Metallarbgew. 6 Gr.; LeiSnig: Müller Wahlcomilv 16 Gr.; Neustädtl b. Schneeberg: Kögel 8 Gr.; Neundorf: Arb.-Partei 12 Gr.; Reichenbach iV.: Müller Filiale 10 Gr., Agit.-Comitv S Gr.; Schwäb.-Gmünd: Filiale 10 Gr.; Spandau: Arb.-Part. 4 Gr.; Solingen: Arb.-Part. 6 Gr.; Wechselburg: Körner 14 Gr.; WandSbeck: Arb.-Ver. 9 Gr.; Witten: Filiale 6 Gr. Baldige Zahlung obiger Annoncenbeträge, wie die in Nr. 122 und 128 aufgeführten Restbeträge, für Annoncen ftüherer Monate, wird zuversichtzich erwartet. Die Ezpedition des„Polksstaat". Freunden und Genossen zur Naiiricht daß meine Adresse jetzt «M- Cöln Thicboldsgassc 127 ist. Tarl»leist. Bon der Expedition des„Volksstaat" ist zu beziehen: Thlr. 184«—. 2. 5. 6.-. 7. S. 22. 5. 10. 6.-. 27.-. . 27.—. gl -—\ S.—. —.12. S. 2. 2. 2. 1. 1. 5 5. —. 5. gm l�-'tgrf 1. 1. 1. 1. . 6. . 20.—. 5. 5, s.73c 8.- —. 2.—.Piel Die Parteigenossen der nachbenannten Orte werden hierdurch aufgefordert, unverzüglich dafür Sorge zu tragen daß folgende A««onttnschulden baldigst bezahlt werden: Berlin:Mtllarb.-Gew.f.Sept.9Gr.; Barmen: Arb.-Part. f. Aug. 3 Gr., Tischlerver. f. Aug. 1 Thlr.; Bremen: Böttch.-Bcr. für Spt. 4 Gr.; Braunschweig: Metallarb.-Gew. f. Juli u. Spt. Thlr. 1 9; Crefeld: Arbeiter- Partei für Juli Thlr. 2 10; Eßlingen: Sozialdemokratische Arbeiter- Partei für September « Groschen: Gotha: Arbeiter- Partei f. Juli 8 Gr.; G lauchlau: BlkS. Ver. f. Aug. u. Spt. Thlr. 1 20; Grünhain: Arb.-Partei f. Aug. 10 Gr.; Hamburg: Allg.-deutsch.-Arb.-Ver. s. Aug. u. Spt. Thlr. 1 13, Buchbv. s. Aug. 3 Gr., Holzarb.-Gew. f. Spt. 12 Gr.; Homburg: Feilhauer Eisner für August 12 Gr.; Sannover: H. G. Juch für September 3 Gr.; Lörrach: chütz für August 8 Gr.; Meer an e: Manufactur- u. Hand- arbeiter- Gewerkschaft für August 8 Gr.; Niederplanitz: Arb.-Partei f. Aug. u. Spt. 18 Gr.; Offenbach a/M: Schuhm.- Gew. f. Spt. 8 Gr.; Pfersee: Arb.-Ver. f. Aug. u. Spt. 8 Gr.; Philadelphia: Frz. Malech f. Spt. 11 Gr.; Pforzheim: Arb.- Partei f. Spt. 6 Gr.; Reich enbach i/V: Arb.-Partei f. Spt. 17 Gr.; Sorau: Bürstens. Hoffmeister f. Juli 24 Gr.; Stoll- berg: Arb.-Partei f. Juli u. Spt. 18 Gr., Arb.-Bild.-Verein f. Spt. Thlr. 1 27, Ncubert f. Aug. 10 Gr.; Spandau: Arb.» Partei f. Spt. 7 Gr.; Stuttgart: Buchbver. s. Aug. 20 Gr.; Staßfurt: Arb.-Partei f. Aug. 20 Gr.; Schw. Hall: Agitat.- Com. f. Aug. 3 Gr.; Schw. Gmünd: Agitat.-Com. 16 Gr.; Wiesbaden: Arb.-Paatei f. Aug. 3 Gr., Schuhm.-G-w. f. Aug. 5 Gr.'; Wien: Unterst.-Kommiss. f. Aug. 6 Gr.; Werdau: Volks- »er. f. Juli 12 Gr.; Zwickau: Arb.-Partei f. Juli 16 Gr., R. Bachmann f. Spt. S Gr.; Zeitz: O. Klinger f. Juli 4 Gr. Augsburg: Soz. dem. Arb.-Partei 2S Gr., EndreS, GeschstSempf. 13 Gr., Expedit, des Volksvertreter 12 Gr., Schuhmachergew. 12 Gr.; Braunschweig: Metallarb.-Gew. 1 Thlr., Maurergew. 5 Gr., Schneider« er. 7 Gr.; Bremerhaven: Arb.-Partei 16 Gr.; Bremen: Arbeiter- Partei 17 Gr.; Berlin: Arbeiter- Partei L Thlr. 19 Gr., Sämmttiche Gewerkschaften 4 Gr., Meß 10 Gr., GörgeS, Buchbinder 14 Gr.; Chemnitz: Schubert und Co. 2 Gr., Metallarbeiter- Gewerkschaft IS Gr., vereinigte Gew. 23 Gr.. Agitat.-Com. 24 Gr.; Cöln: Holzarb.-Gew. Thlr. 1 6; Constanz: Arb.-Partei 7 Gr.; Dresden: Buch- bmderver. 10 Gr., Böttcherver. 27 Gr., Arb.-Bild.-Verein 8 Gr., Schuhmacher- Gew. 12 Gr.; Düsseldorf: Arb.-Partei S Gr. Eßlingen: Arb.-Partei 16 Gr.; Elberfeld: Arb.-Partei 9 Gr.; Frankfurt aM.: Arb.-Partei Thlr. 2 4; Frei berg i/S.: Arb.- Partei 10 Gr.; Gotha: Arb.-Partei ö Gr.; Gera: Arb.-Partei 4 Gr.; Großenhain: A. P. ü Gr.; Hamburg: Sämmtliche Gew.- Verwaltungen IS Gr., Buchbinder». 16 Gr., Stepper und Vorrichter 7 Gr.; Hannover: Arb.-Partei 20 Gr., Metallarb.. Gew. 19 Gr.; Hof: GeuossenschaftSdruckerei 1 Thlr.; Königs- Briefkasten der Redaktion. G. R. in Hamburg: Das Gedicht von de» beiden Drechslern ist nicht abdrrckbar.„Hofer ZeiMng" in Hof: Wir erhalten Ihr Blatt selten; oft zwei Wochen lang nicht. Während der Wahl ist uns nicht eine Nummer zugegangeu.„Freier Bürger" in Budapest, „Süddeutsche Vollszciwng" in Stuttgart: Der Tausch ist accepnrt. „Süddeutsche Volksstimme" in Mainz: Wir erhalten Ihr Blatt sehr oft nicht. Schm. in Dresden: Der Artikel erscheint in nächster Nummer. Der massenhaft andrängende Stoff zur Zeit der Wahlagitation verzögerte dessen Aufnahme. der Expedition. Lstrm Münster Ab. Jan. 12 Gr. St. Ehlau Ab. 1. Qu. Thlr. 1 6. Frz Zürich Schr. 20 Thlr. Arb.-Bild.-Ver. Wels Ab. 1. Qu. Thlr. 1 4. Gtl hier Ab. I. Qu. Gr. 17 5. Sdr Jspringen Ab. Jan. 12 Gr. Klb Frankfurt a. M. Ab. 17 Thlr. B. hier Ab. Thlr. 1 11. Exped. d. Dr. Volksboten Schr. 5 Thlr. Rollr Berlin Ann. Thlr. 1 20, Schr. Gr. 4 4. Wndlr Ab. Gr. 5 5. Hrn Thonberg Schr. 7 Gr. Nrt hier Schr. 10 Gr. Rs Lörrach Schr. Thlr. 10 3. Mai Mannheim Ab. Dez. Thlr. 7 14 8. H. Schrs Süchteln Ab. 1. Qu. 5 Thlr. Zum Reichstagswahlfond. D. R. v. Pianosortearbettern hier 11 Gr. S Pf. Genossenschastsbuchdruckcrei. Antheilscheine bez. Avtheilquittungen erhielten ferner: In Frankfurt a/M.: PH. I. U. 3, F. I. 5, in Leipzig: I. M. 1, in Frankeuhausen Thüringen A. H. jun. 2 Thlr. Anzeigen ic. Gewerkschaft der Holzarbeiter. Oeilll» Sonnabend, den 17 Januar, Abend« 8 Uhr: Versammlung bei Derosche, Köpnikerstraße 14S. Bortrag de» Herrn Mitan. Allen Freunden der Gewerkschaft hierdurch zur Kennwiß, daß wir Sonntag, den 25 Januar, von Nachmittag 4 Uhr an, unser StislnugS- fest, verbunden mit Eoncert und Ball, große Frankfurterstraße Nr. 77, im Königstädtschen Kasino feiern, wodurch wir Freunde der Gewerkschaft sowie Parteigenosse» hierdurch einladen. Entrö k Person 2 Slbgr. 5 Pf. Herren, welche am Tanz Theil nehmen, zahlen 5 Slbgr. _ Das Ack- Komitee.* TtvACll an■Ä-rbeit8-& W ohnungsnach weis vonC. J. Evans, 1/1 Uöllvli im Arbeiterbildungsverein, Palmstrasae 20. fjN Elberfeld. Barmen Arbeiterpartei werden ersucht Sonntag, den 18. Jan., Nachmittag S Uhr, bei Herrn A. Kasper an der Haspeler-Brücke, zu erscheinen. B. Horn, Bertrauensm. Aitttihit*** Sozialdemokratische Arbeiterpartei. �UlUUUiK Montag, dm 19. Januar, Abends 9 Uhr: Bersamm- lung bei Haosch, Schauenburgerstr. 14. Tagesordnung: Abrechnung. Die Reichstagswahlen. Die Mitgliedskarte» find borzujtigeu. Geib. ftittttltityii Verein der Stepper»od Vorrichtet. Montag, dm 19. Januar, Abends 9 Uhr: Versammlung in Lberhahu's Elublocal, Zeughausmartt 31.— Tagesordnung: Die Retchstagswahlen. Die Mitglieder werden darauf aufmerksam gemacht, daß da« Sränzchm den 2S. Januar stattfindet. Karten find in der Versammlung zu haben. Köhler. K'f'isintsrhrtrf,«»** Demokratischer Arbeiterverein. Von Sonntag, den 18. Januar an, wieder regelmäßig jeden Sonntag Abends 6 Uhr Vereins- Sitzung. Tagesordnung: Der Recurs.— Reichstagswahlen. Allseitiges Erscheinen unbedingt nothwendig. Der Vorstand.'� {taitllirt Eentralcomitee de« 13. Wahlkreises Sonntag, den 18. Januar 3 Uhr: Sitzung im Arbeiter- bildungsverein. Das Krscheinen Äller ist««bedingt nothwendig! Qhltrfrtit Der Arbeitsnachweis der SaUler« und Berufs-Eollegm befindet sich Leipzigerstraße 413. (Sc) Der Borstand. Zwei tüchtige Äusdreher, am liebste» Parteigenossen, auf Steinnußknöpfe werde» bei guten Accortfätzen gesucht. Berlin. Wolssohn u. Sponholz, Prinzessinnenstr. 29. Bebel» A., Unsere Ziele. 4. Auflage..... Vecker, B., Der alte und neue JesuitiSmu»... -- Briefe deutscher Bettelpatrioten. In S Lief, ä -- Reaktion in Deutschland gegen die Revolution v. -- Mißbrauch der Nationalitätenlehre...... -- National-ökonomische Raketen........ Pecker, I. PH., Wie und Wann?........ -- Geschichte der süddeutschen Mai-Revolution... — Borbote. Soz.« pol. Monatschrift.(6 Jahrgänge, 1866-1871)............' Iracke, W., Der Lassalle'sche Vorschlag....... Der Praunschweiger Ausschuß der sozial-demokrattschm Ar- beiterpartei in Lötzen und vor Gericht 1871... Zier Bürgerkrieg in Zrankreich. Adresse de« Generalrath» der Internationalen Arbeiterassoziation.... Zler Zeitgeist............... Zlie dritte Niederlage de» ftanzöfischen Proletariats... Nie parlamentarische Thätigkeit de» deutschen Reichstag« und der Landtage und die Sozialdemokratie... Nietzgen, Religion der Sozial-Demokratie, 1. 2. 3... National-Oekonomisches......... —— Die bürgerliche Gesellschaft........ —— Da» Wesen der mmschlichen Kopfarbeit.... eichhoff, Internationale Arbeiter-Affvziation..... Sngels, F., Der dmtsche Bauernkrieg.......—.5. — Zur Wohnungsfrage. 1. Heft: Wie Proudhon die Wohnungsftage löst.. 2.„ Wie die Bourgeoisie die Wohnungsfrage löst. 3.„ Nachtrag über Proudhon u. die Wohnungsftage — Die Bakunisten an der Arbeit....... Sriunerung an die letzten Maitage 1871(Gedicht)... Freimaurer und Sozialdemokrat......... keneralabflimmungsliste des deutschen Reichstags v. 1367— 73 Herr Pöhmert und seine Fälschungen der Wissenschaft, be- gangm in seinem Buche:„Der Sozialismus und die Arbeiterfrage"........... Zillmann, Die intern. Arbeiter-Affoziation(1864—71), ihre Geschichte, Programm und Thätigkeit..... — Praktische Emanzipationswinke....... Zirfch, Die angeblichen sozialen Theorien und die wirklichm Bestrebungen des Herrn Bakunin...... Zacoby, L., Es werde Licht(Poesien).......—.5, Kapital und Arbeit..............—.—. 6. Krasser, Dr. F., Anti-Syllabus(Gedicht)......—.—.5. —— Ceterum eenseo(Gedicht)........—.—. 5< Lassalle, F., Arbeiterfrage, Leipziger Rede......—. 1.—. -- lieber Verfaflungswesen.........—. 2.—. -- An die Arbeiter Berlins—.2. -- Offene» Antwortschreiben......... —— Hochverrathsproceß........... -- Fichte'» Philosophie........... —— Arbeiterlesebuch............ -- Arbeiterprogramm........... -- Die Wissenschaft und die Arbeiter...... -- Trimiualprozeß, II. Instanz........ -- Eriminalprozeß, III. Instanz........ -- Der italienische Krieg und die Aufgabe Preußen«. -- Franz von Sickingen.......... -- System der erworbenen Rechte....... -- Düsseldorfer Asfisenrede......... -- Düsseldorfer Prozeß........... -- Die Feste, die Presse sc.......... -- Julian Schmidt............ -- Erwiderung auf eine Recenfion der Kreuzzeitung über da» Buch„Herr Bastiat- Schulze"...... -- Indirekte Steuern........... La Zllarmora, Etwa« mehr Licht, Enthüllungen über die pol. Ereignisse de« Jahres 1866....... Leipsiger Zochverrathsprofth. In 12—14 Lieferungen ä. Lieblmecht, W., Zu Schutz und Trutz....... —— ReichstagS-Rcdn von 1870........ -- Die politische Stellung der Sozialdemokratie.. -- Wissen ist Macht Macht ist Wissen..... ZUarr» Das Kapital. 2. Aufl.(in 9 Lieferungen k 10 Gr.) —— Der XVIII. Brumaire des Loui« Bonaparte... Most, Liederbuch. geb. 4 Gr., ungeb. Protokoll des Stuttgarter Kongresse«....... —— de» Dresdener Kongresses......... -- des Schweizer Arbeiter-Eongresse« zu Olteu... Kittinghauseu, Sozial-demoftattsche Abhandlungen, 5 Heft« (1.-4. Heft k 3 Ngr., 5. Heft 6 Ngr.) Zcheu, H., Wiener Hochverrathsprozeß 1870..... Ätatuten der Internationalen Arbeiter-Affoziation... Pahlteich, Der Parteikampf zwischen den Sozialisten Deutsch t-lm 5. 5. M bol 37( 44� Da 12k mai 1. 2. o"irich . 2.-, . 2. 5. 3.— 5.—. 3.—. 8.—. 12. 6, Hei der et» 5.—.—■ —. 2. -. 2. -. 2.-, -.12. 5. 1. S.Bra 4.-Mol 494 Dac L8t 49£ 6-iS land»...............—. 1. S.,- Zlolksstaat-Kalender für 1874..... Gestempelt—, 4.—.ftwd Ungestempelt—. 3. S4Senv Zvalster, Am Webstuhl der Zeit. Soz. Roman. In Lief, k—, 2.—.Zahl, Wittig, Ein Jahrhundert du Revolutionen. Vollständig in 20 Lieferungen ä............—.5.— Wohnungsfrage. Ein soziale Skizze........—.2.—.'„.Z Zur Erinnerung für die deutschen Mordspatrioten...—. 2. � ----«erm fcie, Seit] he.u mney . S 'ge: »Uli Adresse de« Ausschüsse«: A. Geib, Hamburg, RödingSmarkt 12. Adresse der Eontrol-Commission: Fritz Ellner, Frankfurt, Kannegießerstraße 3. Adressen der Gewerkschaften. Holzarbeiter: Borfitzender Th. Dorck, Hamburg, Erste Borsetzen, Hof 13 Maurer und Zimmerer: Vorfitzender Heinr. Ricke, Braunschwe Schöppenstedterstr. 50, Schneider: Verfitzender Lndolph, Braunschweig, Reicheustraße 6a. Schuhmacher: Borfitzender W. Bock, Gotha, Berg 37. Metallarbeiter: Vorfitzender Rich. C. I. Wolf, Chemnitz, Laugestraße Spiit