Erscheint in Leipzig in Mittwoch, Freitag, Sonn tag. ein- f« Bestellungen nehmen an all« m Bostanllaltcn u. Buchhand. wngen des In- u.AuSlandes. FMal. Expeditionen für die Bereinigten Staaten: F. A. Sorge, voz 101 Hoboken, N. J. 38m. LuederS, 409 Maystr. Chicago, Jll. Heter Haß, S. W. Corner Third and «oates etr. Philadelphia. Der Vollisstaal Adonnemtnkprn«: 1« Sgr. pro Quartal. onat»-Ak»nnr«n>«» »K? bei allen Deutschen ipofianstalten aüf den Lten u. 3teN Monat und aus den Sten Monat bchonders angenommen, im Kgr. Sachsen u. Hrzth. Sachs.-Altenburg auch aus den I ten Monat � 5>/z Sgr. angenorimen. >r. OrgandersozialdemokratischenArbeiterpatteiunddermternatlonalenGewerkslsenossenschafte«. Anserate, die Abhaltung»on Partei-, Vereins- und VoUs-ersammlunzen, sowie die F lial- Sxpeditionrn und sonstige Partei- Ar gelegenheiten betreffend, werden mit 1 Sgr.,— Plirat- und BerguügungS- Anzeigen mit 2 Sgr. die d'eigcspaliene Petit-Zc.le berechnet. ~ ISST 1(> Sgr. die d'eigcspallene Petit-Zc.le berechnet. Konntag. 8 Kevruar. b« 'K Abonnements aus den„Volksstaat für die Monate Februar und Mar; zu 102/s Sgr. werden bei allen deutschen Postanstalten, für Leipzig pro Monat zu « Ngr. bei der Expedition, Zeitzcrstraße 44, und bei dem Col- porteur Müller; für die Umgegend von Leipzig bei den Kilial- expeditionen: für Volkmarsdorf, Reudnitz, Reuschönefeld zc bei O. Siclzer, Reudnitz, Kapcllengasse II, 2 Tr., für Plagwitz und Lindenau it. bei Frau Hohe, Roßmarkt Rr. 9, in Lindenau� für Connewitz it. bei Teubert, Bornaische Straße 197, für Kleinzschocher und Umgegend bei Fleischer, Rr. 87 daselbst entgegengenommen. Für Berlin wird auf den„Bolktstoar monatlich für 8 Sgr. frei in'« HauS abonnirt, bei Trautmann, Engelufer 6b, 4 Sr.; Görges, Wcbcrstr. 32; Rubenow, Brunnenstr. 34 im Laden; Mehner, Elifabethkirchstr. 1; Bogel, Prinzei str. 61. Parteigenossen! eimüdct nicht, auch fernerhin allerorts nach Kräften zur Wcitcrvei breitung des Parteiorgans beizutragen. Die Redaktion und Expedition de»„polkestaat m 'S t" Ter katholische Lauzenr» itrr von Los und der jüdische Börsrurriter Bamberger, lUia« Original«lern Geschridt. London, 30. Januar. In einer Debatte deS preußischen Abgeordnetenhauses vom 84. Januar über die Beschränwng deS Vereins, echtS sagte„Frei- Herr" von Loö: »Ich habe als Osfizier die Revolution in der Pfalz bekämpft, wo die Aufständischen unter Bamberger fochten." Die preußische sogenannte»Rangliste- vo» 1843 aus 1849 weiß nur einen von Leö auf, der als»Barou" erscheint. Er war Lieutenant im 5. Uhtanenregiment, welches, nach der. Ordre» ie bataille deS 1. und 2. preußischen Armeekoips zu uuhtiUn, die gegen die badisch' psälzischen Rebellen ve, wandt wurden, gar «ichl gegen die Ausstäudischen gesandt war. Da wir nickt»genial" wie Bismarck sind, sagen wir Nicht, daß von Lrö ein Lügner, wir nehmen vielmehr an, daß dieser Herr die Wahrheit gesprochen, also als Freiwilliger, auS besonderem Eifer gegen die Revolutionäre gezogen, was ihm ja nur zur Befriedigung für sich und seines Gleichen zereichen kann. Er muß uns aber die Bemeikung erlauben, daß es in der Pfalz gar sehr wenig zu»betämpfen" gab. In Bacen, wo viel mehr Gelegenheit zum Raufen war, wurde die preußische Cavalleric vom„Bekämpfen" zurückgebaiten, nachdem sie bei ihren kleinen Anläufen von Wiesenth.l und Ubstadt ohne große Anstrengung der Rebellen davon gejagt worden war. Der Original Stern Gescheidt Bamberger— so heißt er im »Herr Vogt" von Karl Mmx— hat nicmrls gefochten, daher «»ch Niemand unter ihm. Er hatte manche Rheinh.ssen aufge- siegelt, die sich von den»Krischern" Bamberger u d Zitz nach Pfalz führen ließen. Da eS dort zu keinem ernsten«chlagen kam und die leicht erreichbare französische G>änze stciS beruhigend winkle, war Bamberger zur Stelle gebrieben, bis die rheinbaieiifchen, theinhessischen und anderen Freischäiler bei Knielingen nach Baden übergetreten waren. Hier aber war eS gleich nicht schwer zu �Nennen, daß man sich sofort würde erusthast prügeln müssen, und % eS zu dem ersten der fast täglich vom 20. b,S 30. Juni ge ueferten Gefechte kam, wiegelte Bamberger die Rheinh.ffeo ab und l>wg in eigener Person ganz feige von dauneu. Diese Angaben siud feiner 1349 zu Frankfurt a. M. erschieneneu Broschüre entnommen.(Erlebn.ff: aus der pfälzischen Erhebung im Mai und Juni 1849 von Ludwig Bamberger.) Seine Hand- lnngsrreise ist am Ksten durch seine eigenen Worie gekennzeichnet: »Ich gestehe, daß ich den Widcrstandsformalismus, der nicht b>vs kämpfen will, bi« keine Chance mehr da ist, sondern auch darüber hinaus, so lange nur Platz zum Schlagen ist, zwar für sehr natürliche Stimmung, aber durchaus nicht für recht halte." Gemäß Stern Gescheidt hat die Natur Unrecht. Bamberger'- Muiy besteht also im»Krischen" und Hetzen; wenn er sich Ziagen soll, erfindet er zu seinem Tröste, daß er in ganz un° �chiem»WiderstanrSformaliemuS" besangen und hüpft über alle j?irge. Welcher Sieg s r Bismarck, s.ch solche Gesellen einzm fachten. Sri gehören ja eigentlich von Hause au» mit ihm zn demselben Troß. Fürst. Süß, Ritter, Jude, Pfaff' uud Büttel. � So viel über von Li 6 und für dieses Mal Über den Original �tern Gescheidt Bamberger. i: Politische Uebersicht. r- Zu Glatz fand am 2S. Januar eine öffentliche Gerichts r- �Handlung gegen den ultramomanen Abgeordneten Ludwig a Derselbe hatte in erner Wählerversammtung gesagt:»die �lüigesttze verletzen das katholische Gewissen. Bismarck aber ist es"ftont u> d Hat die katholische Religion nicht fiudrrt, sonst �ibe er nicht im Jahre 1866 die in Ruße gefangenen öfter- —.s'chischen Soldaten zum Eidbruch verleitet haben." In . wfer Aeußerung entdeckte die Staatsanwaltschaft eine Beleidigung T l.',9 �ki, sten Bismarck. Der Angeklagte brachte unter Anderm zu r �Ner Veriheivigung vor: »Er al« Hauptmann sei beauftragt gewesen, mit seiner Com- _ die seiiwarlS von Reiße gelageNcn österreichischen und «"Sarische,, Soldaten streng zu bewachen. Eines Tages, nach der Schlacht von Sadowa, seien unter der Führung höherer prevßi- scher Offiziere 7—8 Offiziere deS ungarischen HeereS gekommen und hätten an die zum Appell gerufenen Gefangenen Reden ge- halt.n und Geld vertheilt, worauf letztere in voller Begeisterung: „Eljen(eS lebe) KoffutH! Etjen Garibaldi! und Eljen König Wilhelm!" gerufen. Diese Rufe aber bewiesen, daß die Soldaten zum Erkbruche gegen chien Kaiser verleitet waren und Ungarn insurgiren sollten. Nur Bismarck könne hierzu den Befehl ertheilt haben." Der Herr Staatsanwalt konnte dagegen absolut nichts vor bringen, beantragte aber zwei Monate Gefängr.iß, welche der Gerichtshof auch über den Angeklagten verhängte. Indessen wurde der Angeklagte von der Anklage der Verleumdung ausdrücklich freigejprochcn, d. h. der Gerichtshof nehm die von ihm be- haupielen Thatsachen als wahr an und nur die Form, in welcher er ste vorgibracht, involvirte nach Anficht des Gerichts hofeS eine„Beleidigung" Bismarcks. So der Sachverhalt. Wir überlassen es unfern Lesern, au Grund des Vorst« henden sich ihre Meinung zu bilden und zu überlegen, ob durch die GerichtSvei Handlung zu Glatz Herr Bis marck von dem Vorwurfe, die östeireichrfchen Gefangenen zum Eid bruch verleitet zu haben, reingewaschen worden ist. — Unsere Feinde lieben eS, das sächsische Volk deS Partiku lariSmuS zu zeihen und dieser Gesinnung zum Theil die Bedeutung der Sozialdimokratie in Sachsen zuzuschreiben. Merkwürdig ist nur, daß einer Partei diese Stimmen zufallen sollen, die wegen ihrer koswopolitisch internationalen Gesinnung sich den Beinamen der»Vaterlandslosen" erworben hat, also das ganz entgegen- gesetzte Bestreben deS PartikulariSmuS, der hartnäckig am»Vapr- Und", in seinem engsten Begriff, festhält, verfolgt. E« ist schon in den Wahlartikeln nachgewiesen worden, welcher Art die wirk- lichen Ursachen der mächtigen Ausdehnung deS Sozialismus in Sachsen sind. Em Blick auf die„Nationalität" der in Sachsen gewählten Sozialdemokraten ist ein weiterer Beweis für die Rtch- tigkeit unsei er Ansichien. Von den 7 Berttetern unserer Partei ist nur ein Einziger geborner Sachse, sechs davon sind„Aus länder" und zwar vertreten sie in ihrer Abstammung so hübsch „Allrentschlarid", daß man vermuthen sollte, sie seien extra zu dem Zweck ausgesucht worden. Beweis. Der Vertreter des 9. Bezirks, Geib, ist Rheinpfälzer, also Süddeutscher, der Vertreter deS 13. Bezirkes, Joh. Jacoby, Ostpreuße(Königsberg); der Vertreier deS IS. Wahlkreises, Vahlteich, ist ein Leipziger; der Vertreter deS 16. Bezirks, Most, Bayer(Augsburg). Der 17. Bezirk wählte in Bebel einen Rheinländer(Köln), der 18. in Motieler einen Schwaben(Eßlingen) und der 19. in Liebknecht einen Hessen (Gießen). Konnte die Auswahl besser getroffen werden? Wir könnten sogar in Rücksicht auf dieses Resultat unsere„Reichstreuen", die Nation alliberaleu beschämen, indem wir erklärten, daß es kein „teutschereS" Land wie Sachsen in Deutschland gebe. Wir be- gnügen uns indes} damit, daß es kein sozialdemokratischeres giebt. — Die Nachwahl in Dresden hat für die Sozialdemokratie ein Mehr der Stimmen von 2887, im 14. Bezirk von 247S, im 13. Bezrrk von 2947, in Summa 8309 ergeben; diese zu den bei der ersten Wahl abgegebenen 92,644 sozialdemokiatischen Stimmen ergiet-t 100, 9S3. Wir waren neugierig, wie die Gegner diese» PluS der Stimmen nach ihren früheren Auseinandersetzungen erkiäien würden, aber ein echl liberales Gcmüth ist nie um Ausflucht in Verlegenheit. DaS erste Klatschblatt Sachsen», die»Dresdner Rachrichten", be- wiesen kürzlich, daß die 3S82 Stimmen, welche Jacoby bei der ersten Wahl in Dresden erhalten Hatte, keineswegs nur von Sozial- demokraien, sondern von verbissenen Partrkularisten, deren Candidat Winckwitz war, Ultramontanen, die als Candidat einen Grafen Stvllberg Hait n, und Unzusriedenen üde, Haupt Herrührten. Jetzt aber, da ein Mehr von fast 3000 Stimmen vorhanden ist, philo sophirt das Blatt also:»Die nahezu 3000 Stimmen, w.lche die Anhänger Jacoby'S mehr auf ihren Candrdaten vereinten, lassen sich nicht auf bloße Zlgitatton(bei aus was denn?) zurückführe». Ebenso irrig wäre aber auch der Schluß, daß seit dem 10. Januar eS 3000 Sozialremokiaten in Dresden mehr gebe. Vielmehr trat diesmal die bürgerliche Demokratie auf dem Kampsplatze auf. Tausende von Wählern, die sich prinzipiell von den Sozialdemo- kraten gejchieden wissen, st-mmten doch für Dr. Jacoby, da dieser bettächilich weiter links steht(aha) als Minckwitz. Jacobh'S Name ist ein so glänzender, daß er Tausende angezogen hat. Seine kräftigen Proteste gegen die preußischen Annexionen haben ihm edensall« sehr viele Sympathien zugewendet. Die Aufstellung Jakodü's war ein sehr geschicktes Manöver der Sozialvemolraten." So, jetzt wissen wir woran wir sind. Ewig die alte Geschichte von dem Bogel Strauß, der den K pf in den Sand steckt. Wir fragen die»Dresdner Nachrichten": Wenn da« Mehr von nahezu 3000 Stmmen bei der Nachwahl nicht durch Agitation en eicht wurde, warum wurden diese nicht schon bei der ersten Wahl für Jaeody abgegeben? Bon bürgeilicher Demokratie in Dresden zu reden ist einfach albern; giebt es dort wirtlich welche, wovon wir nichts wrflen, dann haben sich diese sicher schon bei der ersten Wahl deiheiligt und ihre 8 bis 12 Stimmen machten jeden falls keine llyOV. Jacoby ist in Dresden als Sozialdemokrat aufgestellt worbeu, und die 6469 Männer, welche ihn wählten, haben rund und voll damit erktärt, dvß sie seine Grundsätze denen deS Gegners vorziehen. Bei der Art, womit sptziell die in allen Dresdner Familien und Restaurationen gelesenen„Dresdner Nach- richten." seit Jahren die Sozialdemokratie bekämpfen und sich diesem Geschäft namentlich während der Wahlcampagne unterzogen haben, darf angenommen werden, daß kein Dresdener Wähler mi Zweifez war, wen er durch die Wahl Juoby's unterstützte. UnS kann es recht sein, wenn die Gegner sich über die wahr« Ursachen ihrer Niederlagen täuschen, aber das versichern wir den „Dresdner Nachrichten" wiederholt: mit der doppelten Zahl der Kräfte und Mittel in der diesjährigen Wahlcampagne erobert« wir schon diesmal die Mehrzahl säwmilicher sächsischer Parlaments» sitze. Nur der Mangel an Geld und agitatorischen Kräften war unser Hemmschuh, nicht die Stimmung der Bevölkerung. — In der neuesten Nummer der„Gegenwart" schreibt dpr Kathedersozialist Scheel über den Katheder sozjalistcn EraS: „Geehrte Redaktion! In dem wir gewidmeten Artikel der„Gegen- wart" Nr. 3 d. I. S. 34 beschuldigt mich Hr. EraS, ich habe in meinen Aussätzen Uber„unsere sozialpolilrscherr Parteien" in „Unsere Zeit"(15. Mai, 15. Juni, 1. Aug. 1873) Hrn. Schul»?- Delitzsch„unter dem Deckmantel der Anonymität zu verunglimpfen gesucht". Nun habe ich an der betreffenden Stelle Hrn. Schulze zwar ebensowenig verunglimpft, wie sonstigen Unsinn gesagt, den Hr. Eras auS reinen Aufsätzen heran scitirt, sondern nur daS Ber- gebliche der verdienstvollen Schulze'schen Bestrebungen gegenüber der Lösung der sozialen Frage beront— und diese» Urtherl wird durch die sozialen Kämpfe der Gegenwart wohl genügend bestä» tigt—; indeß möchte ich doch zur Erklärung der Anonymität jener Artikel bemerken, daß nur durch ein mir sehr unliebsames Versehen der Redaktion mein Name unter dem letzten der drei Artikel(ver im Mauuseript unterzeichnet war) fortgelassen und erst auf meine Reklamation wenigstens im Inhaltsverzeichnis} des betr. Band« beigesetzt wurde. Ich glaubte und glaube keine Veranlassung zn haben, mich zu jenen Aussätzen nicht zu bekennen. Im Gegeniherj spreche ich hiermit Herrn EraS für die freundliche Reklame mein« besten Dank auS, und versichere, daß ich mit großem Vergnüg« gesehen habe, wie geschickt er einen kathede, sozialistischen Professor in eintn nationalökonomischen Unterquartaner Karlchen Mießaik zu verwandeln weiß. Ich darf ihm diesen an mir verübten Scherz um so eher verzeihen, als ich mir bewußt bin, durch ftühere Be- sprechungen seiner„literarischen Jugendsünden" diesen Zorn sehr wohl verdient zu haben; und da meine Beleuchtung der EraS'schen Werte sogar bei der letzten ReichStagSwahl in Chrmmtz den Sozial- remokraten gegen Hrn. EraS gedient haben soll, so ist mir auch sehr erklärlich, daß mich Hr. EraS alS Sozialdemokraten bezeichnet, dem nur der Muih deS Bekenntnisses fehlt. Ich bedaure, auS Mangel an Uebcrzeugung Herrn EraS die von ihm gewünschte Mutyprobe nicht geben zu können; um ihn jedoch einigermaßen zufrieden zu stellen, will ich ihm wenigstens bekennen, daß ich mich wirklich freue, indirctt und unbewußt durch meine Kritiken seiner literarischen Leistungen mein bescheidenes Sch-rflein zu seinem Durchfall in Chemnitz beigetragen zu haben. Leute wie ihn halte ich für die gefährlichsten Förderer der sozialen Revolu- tion, während mir die— übrigen» von jedem unbefangenen Be- obachter sehr wohl voraus zu sehenden Erfolge der Sozialdemokratez» das sicherste Mittel zn sein scheinen, die Regierenden endlich und ernstlich an soziale Reformen zn mahnen, um noch in der zwölften Stunde(ES wird 12 Uhr schlagen, ohne daß Sie Refonneff erlebt haben, Herr Scheel. Für so„genial" halten wir Bismarck nicht. Red. d.„Voltsstaat".) der Seldsthülfe der arbeitenden Klassen vorzubeugen." Wir haben wenig hinzuzufügen. Wenn der Kathedersozialist Scheel den Kathcdcrsozialisten EraS abthut, kann uns das nur sehr lieb sein. Wir sind dadurch einer wenig lohnenden Arbeit Uberhoben; wollen indeß nicht verfehlen, zu bemerken, daß Herr Sckeel, waS Charakter, Kenntnisse und Talent anbelangt, sich zn EraS geradeso verhält, wie der spanische Cid zu Don Ouixote. Indessen thut Herr Cid Scheel dem Don Quixote EraS doch ein wenig zu viel Ehre an, indem er ihn für einen der„gefährlichsten Förderer der sozialen Revolution" erklärt. Es trifft dicS nur nach einer Seite hin zu, nämlich für diejenigen Arbeiter, welche das von Era« redigirte„Breslauer Handelsblatt" lesen. Wenn sie nämlich den Blödsinn lesen, der dort gegen die Sozialdemokratie zusammengeschmiert wird, so müssen sie denken:..E»>st höchste Zeit, daß Leuten, die solches dumme Zeug schreiben, der Koryphäen- srack der„Wissenschaft" vom Leibe gerissen wird." In diesem Sin» ist EraS allerdings ein„gefährlicher Förderer der sozialen Revor lution". — Die„Leipziger Zeitung" behauptet, bei der Nachwahl im Leipziger Landkreis hätten sich die Natronalliberalen der Abstimmung enthalten. Diese Behauptung ist einfach unwahr, wie ein Blick auf das Resultat der ersten Wahl beweist.' Damals hafte Dr. Joh. Jacoby 4630 St., Dr. Heine 3786 St., eine Siimmen- zahl, welche sich au« denen der sogenannten Fortschrittspartei und der Conservativen zusammensetzte, Prof. Birnbaum 3153 St.; dir beiden letzteren hatten also zusammen 7244 Stimmen, mithin noch 333 Stimmen weniger als Jacoby, der 7577 bei der Nachwahl erhielt. Da vr. Heine in der Nachwahl 6674 Stimmen bekam, hatte er 570 Stimmen weniger als er und Prost Brrnbaum in der ersten Wahl zusammengenommen. Jyh. Jacoby aber erhieft in der Nachwahl 2947 St.mmcn mehr und mau darf wohl an- nehmen, daß die lebhaste Agitation unserer Partei die 600 St., die vr. Heine abgingen, für Jacoby mit erobert hat. Bei der ersten Wahl wurden im Ganzen 11,895 Stimmen abgegeben, in der Nachwahl 14,254, mithin 2356 Stimmen mehr als bei der ersten Wahl. Wir dächten diese Zahlen bewrisen die Unwahrheit der Behauptung der„Leipziger Zeitung" eklatant. — Die„Chtmmtz-r freie Preffe" schreibt: »Huf« Genosse Rohleder ist heute aus seiner Untersuchungshaft entlassen worden, nachdem man ihm das Urlheil verkündet, daß er wegen„MajestatSbeleidigung- 3 Monate Gefängniß verbüßen solle. Teldstverständlich wird gegen dieses Urtheil Rekurs «hoben.— Die Chemnitzer Behörde zeigte auch hier wieder, daß S nickt versteht, mit einem anständigen Gefangenen umzugehen. ohlcder erhielt kein Licht in seine Zelle, auch Zeitungen durste «r nickt bekommen und da« Rauchen war ihm verboten. Ja man nahm ihm sogar sein Taschenmesser ab» so daß er das Brod nicht schneiden konnte, sondern im Ganzen anbeißen mußte, an Gabel und Löffel wab auch nicht zu denken, denn da« Fragment eine« alten Holzlöffels, welches auf dem Fensterbret lag, verdiente doch den Itamen„Löffel" nicht.— Wir ersuch«» da« Ministerium de« Tunern, auf das Chemnitzer Gefäugnißwefen sein Augenmerk zu richten, wen» eS nicht die Meinung, die sächsischen Gefäagnisie seien in musterhaftem Zustande, durch sckreiende Thatsachen wider legt sehen will." Wir müssen leider der Befürchtung Raum geben, daß die Mahnung unserer Chemnitzer Collegin an da« Ministerium erfolg loS bleibt. Die Berköftigung vou Dafchner, Dietzc und Geilhof u Hubertusburg beweist zur Genüge, welches System man in achseu gegen du Sozialdemokraten einzuhalten beliebt. Gewerksge nossenschastliches. Gewerkschaft der Schnhmacker. Konstanz. Ein Akt von Brutalität ist an unser« hiesigen Parteigenossen, den Mitglieder« der Schuhmacher-Gewerkschaft, von Seiten der Herren Meisler verübt worden. Entgegen ihren Ber- sprechungen, die fteiwillig gegeben wurden, den Arbeitern 10 Proz. Lohnerhöhung zu gewähren, zogen«S dies« sauberen Patrone vor, — Vor längerer Zeit brachten die Blätter die Mittheilung, daß iu Mainz ein clcricaleS Blatt fteigesprochen worden fei. Heute können wir dasselbe mit Ausnahme eines Falle« von unferm Parteiorgan,„Süddeutsche Volksstimme, berichten. Es standen nicht weniger al« 6 Anklagen vor Termin. Levendecker wurde von der Anklage wegen Veröffentlichung der 3 Zauberformeln und des Anti- Svllabu» fteigesprochen. Ebenso Zirfas wegen eine« Aufrufs der Holzarbeiter. Kaoser als früherer Redakteur wurde in zwei Fällen freigesprochen. Der erste betraf eine Kritik der QuiStorp'schen Angelegenheit, der zweite den Ab- druck de« Gedichtes„Erwache". Im dritten Falle erfolgte Ver- urtbeilung in eoutuwitv'lsm zu 50 Thlr. Geldbuße, event. 4 Wocken Gefängniß, wegen Beleidigung de« Staats ProcuratorS Sckön. Der jetzige verantwortliche Redakteur, Post, wurde gleichfalls wegen Abdrucks eines Gedichte« fteigesprochen. Man bedake, daß in all diesen Fällen, wo Freisprechung erfolgte, die„Süddeutsche VolkS- Jimme" confiScirt worden war, und das Recht der vorläufigen »eschlagnahme, welche« auch der neue Preßgesetzentwurf anfge- nommen hat, wird merkwürdig charakterisirt.• unter allerlei Äusstüchteu den Arbeitern nicht nur da« gegebene Versprechen nicht zu halten, sondern die Besten auch zu maßregeln. Sic hofften, durch diese« Vorgehen, Spaltung hervorzurufen, um die Uebrigen besser unterdrücken zu können. Aber die Arbeiter, welher politischen Richtung sie auch augehörten, ließen sich durch diese Spitzfindigkeiten nicht irre machen. Einig und entschlossen nahmen sie den hingeworfenen Fehde-Handschuh auf, um ihre Menschenrechte zu wahren. Gift und Galle speit die Bourgeois- Presse über die Wackeren, Verdrehungen und Lügen werden vou Seite der Gegner verbreitet, doch fest und unerschrocken steht, nach Abreise der Mehrzahl, die noch anwesende kleine Zahl. Um aber den Kampf erfolgreich durchzuführen, müssen Geldmittel beschafft werden. Sind auch alle Kräfte bei den Wahlen angespannt ge- wescn, es gilt, den Geldprotzen zu beweisen, daß kein Kampk uns zurückschreckt. Veranstaltet Sammlungen, die hiesigen Genossen zu unterstützen. Unterliegen diese, ist der wichtigste Posten, der einzige am Bodensee, so gut wie verloren, da du„B>trger"(?) sich ver schwören wollen, keinen Sozialdemokraten mehr in Arbeit zu nehmen! und zu behalten. Unterstützungen find zu senden an I. Kleppner, Schweizerhau«. Sämmtliche Arbeitcrblätter werden ersucht, Vorstehende« aufzunehmen. Gegnern, daß wir es anzupacken verstanden haben, nur reichten-« den letzten Tagen, wegen der vielen gegnerischen B�sammluugeiz unsere Kräfte nicht aus. Die Fabrikanten zeigten sich jährend bei Wahl wahrhaft liberal, indem sie mit allen Mitteln ihre Arbeit« für die Wahl Georgi'S zu gewinnen suchten. Einige Dorck Wähl« nhielten Feierabend, in der Wagenfabrik„Chklop" wurde est» Ad bester wegen Vcrtheilung von Stimmzetteln sofort entlassen. Aerft». Ihr Londoner Correspondent in vorletzter Numm« spricht von dem hiesigen TimeScorrespondenten Hrn. Abel. Vielleicht intcresstrt eS den einen oder anderen Ihrer Leser zu erfahren, daß dieser Abel ein alter Bekannter, und Niemand ander« ist, all jener famose journalistische Mistfuhrmann, dem Marx in seine« „Herr Vogt" ein dauernde« Monument gesetzt hat. Damals„ad beittte" Herr Abel für den„ Daily Telegraph"; seitdem ist« � aber„vornehmer" geworden, und dient al« Ctoake zwischen de» I Reptilienfonds und dem„Weltblatt" Time«, da« jedenfalls est AllerweltSblatt ist, insofern eS Jedem gehört, der reich genug ist e« zu bezahlen. Da„Herr Vogt" nickt Jedem zur Versüguuz steht, hat die Redaktion de«„VolkSstaat" vielleickt gelegentlich du„ Güte, einige« auf Herrn Abel Bezügliche abzudrucken.— Zur Berichtigung: Bebel in Bielefeld 81 Stimmen(nicht 34> Correspondenzen 5 tt litte Partei-, BerwalwagS-»ad Orga»isatia«s- Augelegeaheite». An die Parteigenossen! Auch heute können wir Euch von der Ausbreitung der Partei berichten, indem an folgenden Orten neue Mitgliedschaften in'« gerufen worden sind: Gartenfeld bei Mainz, Vertrauensmann Joseph Staudt. Münchehof a. Harz, Louis Bankewitz. Al« Vertrauensmänner sind neu vorgeschlagen und von uuS bestätigt worden: Erfurt: Rudolph Wolf. Großenhain: Wilhelm Günther. Reutltngeu: Christian Walz. Durch ein Versehen der Druckerei wurde in der Mittwoch«- Nummer mstgetheilt. daß Magdeburg und Obnlungwitz neue Pacuiorte wären. Dem ist nicht so, denn nur die Vertrauen« mär.ner dieser Orte find neu vorgeschlagen und vom Ausschuß bestätigt worden. Hamburg, 4. Februar 1874. Mit Gruß! Der Ausschuß. I. A.: H. Benneke. A. Geib, RödingSmarkt 12. An die Parteigenosse«: Für deu Wahlfoud ging ferner(vom 27. Dezbr. 1373 bi« 2. Februar 1874) ein: Mülsen St. Michel 20 Gr.; Netzschkau 16 Gr.; Plagwitz d. Hofmann Thlr. 3 20; Spandau Thlr. 8 10; Oberlungwitz 2 Tbl«.; Breslau, Liste 1347 und 134S, Thlr. 4 7 6; Duisburg Thlr. 3 ß; Mannheim d. Mai 16 Thlr.; Zwickau Thlr. 6 15: Jüter- bogk Maurergesellenschaft Thlr. 4 6 9; Heddernheim, Scatclub der Rothen, 2 Thlr.; Zürich d. Büttner Thlr. 26 5 3; Danzig A. S. 5 Tdlr.; Leckhauseu 4 Thlr.; Lausanne, d. Loui« Schütz, BooieW allernandl Thlr. 5 8 8; Kamenz Gr. 12 1; Neundorf 1 Thlr.; Bremen, Liste 631, 683, 684, Thlr. 6 14; Waldenburg, Gesinnungsgenossen zu Remse, von E. Schnabel, 2 Thlr.; Rössel d. Luec 10 Thlr.; Frankfurt o/M, 2 Rate, 6 Thlr.; Breslau, d. Scholtz in Gaschke 2 Tblr.; Cassel 4 Thlr.; Lübeck Thlr. 1 19 6. Erfurt Thlr. 1 24 3; Bayreuth Thlr. 1 11; Reutlingen Thlr. 2 17; Reutlingen, 1. Stolz v. Anthonrit«, 1 Thlr.; Weißenburg Thlr. 1 6; Harthau Thlr. 2 3 6: Markirch l Thlr.; Hildesheim Gr. 6 15; Niederhaßlau 2 Thlr.; Wilkau Thlr. 2 5; Waldenburg, Liste 938 und 940, Thlr. 2 5 7; Meerane Thlr. 4 14; Wieda Gr. 14 6; Schwabing 1 Thlr.; Breslau, von Mitgliedern ge- sammelt, Thlr. 5 10; Altona Thlr. 3 22 6; Mettmann, Liste 819 und 820, Thlr. 1; Zwickau Thlr. 1 6; Hohenstein- Ernst- Ihal II. Thlr. 1 26; Breslau Thlr. 2 16; Netzschkau, d. Wolf, Thlr. 1 12; Werdau 1 Thlr.; Geestendorf. d.«aht, Thlr. 3 7 6; Lörrach, d. Ree« Thlr. 3 4 3. Für den Unter st ützu ng S fo nd wurden im Novbr., Dezbr. und Januar vereinnahmt: Berlin Thlr. 5 18 3; Leukersdorf 1 Thlr.; Frankfurt a M. Tahlr. 1 2; Großenhain Thlr. 3 19 7; St. Johann, d. Zimmer- wann 3 Thlr.; Pforzheim Gr. 17 1; Lechhausen 2 Thlr.; Cöln Thr. 1 8; Mittweida 15 Gr.; Fürth, d. Löwenstein, 19 Thlr.; Mylau Thlr. 1 4; Coburg 5 Thlr.; Freiberg 12 Gr.; Hamburg v. Dr. B. 1 Thlr.; Werdau Thlr. 2 2; Siegbnrg d. Dietzgen 1 Thlr.; Weißenburg 8 Gr.; Spandau 25 Gr.; Breslau 3 Thlr.; Würzburg Gr. 8 2; Frankfurt a/M. 14 Gr.; Hamburg 6 Gr.; Cöln 20 Gr.; Weißenburg Gr. 12 8; Elberfeld(Parteivers. Thlr. 1 10, Wirthschaft 15 Gr., pr-vatim 5 Gr.) 2 Thlr. Breslau Thlr. 2 15; Crimmiischau d. d. Wahlcomu« 40 Thlr.; Barmen d. Lvngendorf 1 Thlr.; Hamburg d. Schütze, auf Liste 103, 2 Thlr.; Hamburg v. P. H. Bernde« 5 Thlr. Der Parteikassiur: H. Benneke, kl. Schäferkamv 34. Hamburg, den 3. Februar 1874. Leipzig. Wir erhalten folgende Zuschrift zur Veröffentlichung An meine Wähler! In der Illberzeugurg, daß nur die Freiheit den Völkern Heil bringen kann, habe ich nicht nur allezeit eine Politik bekämpft, die e« für möglich erachtet, durch Gewaltmittel eine dauernde Einigung der deutschen Volksstämme herbeizuführen, sondern anck ausdrücklich am 6. Mai 1867 im preußischen Abgeordncterhause gegen die Verfassung des norddeutschen Bundes, die jetzt Reich«Verfassung genannt wird, feierlichen Einspruch erhoben. Die Aufstellung meiner Kandidatur für den Reichstag ist demnach als entschiedener Protest anzusehen gegen das neue deutsche Kaiserreich wie gegen das ganze jetzt herrsche, de RegierungSshstem. In diesem Sinn— und nur in diesem Sinn habe ich die au« mehreren Wahlkreisen an mick gerichteten Anfragen aufgefaßt und demgemäß die Ertlä- rung abgegeben: „Den Parteigenossen sei meine Ansicht über da» preußisch- deutsche Kaiserreich zur Genüge b>kaunt; sie mögen hiernach ermessen, wie wenig Verlangen ich trage, an den uuersprieß- ticken ReichStagS-Berhandlungen mich zu betheiligen;— sollte— aus taktischen Gründen— du Panei für gut befinden, mich als ihren Kandidaten auszustellen, so hätte ich meinerseits nicht« dagegen, müsse jedoch im Voran« bt merken, daß ich— im Falle der Wahl— die freie Ent scheidung über Annahme oder Ablehnung de« Mandats mir vorbehalte." Von diesem meinen Borbehalte mache ich jetzt— nach erfolgter Wahl— Gebrauch» indem ich, wie hiermit geschieht, da» mir au- getragene Mandat ablehne. Im Borau« von der Unmöglichkeit überzeugt, auf parlamentarischem Wege einen Militärstaat in einen VolkSstaat umzugestalten, kann ich mrch nickt dazu entschließen, an Be Handlungen Theil zu nehmen, deren Erfolglostgk.it für mich außer Zweifel steht. Meinen Wahlern herzlichen Dank und demokratischen Brudergruß! Königsberg i. Pr., den 3. Februar 1874. Dr. Johann Jacobh. Zwickau. Aufruf. An die Färber Deutschlands, Oesterreich« und der Schweiz. College»! Der Ruf nack Organ sation hat be- reitS bei jedem Gewerbe Wurzel gefaßt, er hat Wiederhall gefunden überall wo sich Arbeiter um ihr Interesse bekümmert und vereinigt haben. Blicken wir hin auf die schlechte Lage, in der wir uns gegenüber anderen Gewerben befinden„ blicken wir auf die Lohn- und Arbeitsverhältnisse, welche noch heute in unserem Gewerbe herrschen, blicken wir endlich auch darauf, wie sich die AibertSgeber allerorts coaliren, um selbst den gerechtesten Forderungen der Ar- beiter entgegen zu treten. Keiner wird sich« bei ruhig-m Nachdenken verhehlen, daß von Seite unserer Berufsgenossen Etwas Reichstagswahlfoud. 25 Thlr. gesammelt im hiesigen Buchdruckereien d. O. Peukeri, Kirsten hier Thlr. 33 3 5._ Genossenschaftsbuchdruckerei. «Ol Ol Anrheilscheine bez. . M. 2, L. K. 4. g Tblr. Anibeilquittungen erhielten ferner: In Bielefeld: ei 5, E. B. 4, in Braunsckweig: B u. Comp � d< der Redactiom Nach Kaiserslautern: Brieftasten E. B. in Mannheim: Brief svlgr dieser Tage Brief an Sie abgegangen. Nach bondon: Allel richtig erhalten. Bazaine kommt demnächst dran. Rud. B. in Barmen: In nächster Rümmer. Schnhmacker- Gewerkschaft in Wien: Wir«er- weisen Sie ans derr Briefkasten der vorigen Nummer. Jgnorirea wolle« wir Niemanden. der Expedition. Hrrmnn hier Ab. Febr. Gr. 5 5, Schr. Gr. 2 5 O. Silzr Reudnitz Ab. 8 Thlr. Lbtwsch Bern Schr. Gr. 7 3. Wg> Rafchau Gr. 3 5. P. Hff Philadelphia«b. 25 Tblr. I. Smbchr Pfers« Ann. 5 Gr. Knock Lusche Ab. 1. Qu. Thlr. 1 5, Schr. 20 Gr. I. Mll> w Eolp. hier Lb. 6 Thlr. Fdlr bier Ann. 5 Gr. St. Ugrak Altgradiskl sg Ab. u. Schr. Thlr. 1 4. Schlr Ulm Ab. Febr. Gr. 9 5. P. St Mainz Schr. Thlr. 1 ff. «h m Nl ötCWCll M 3o'iial.bft20.tratifd?i Arbeiterpartei. den 9. Febiuar, Abend« 8 Uhr Bersammluufl, Stuitgarrer-Hof Grasenstraße 30, Hof prt. Tagesordnung: 1) Sozial pol. Wochenberichl. Ref.: Ka«parel 2) Bortrag von C. Kühn: Die ReichStagSwahl und ihre Cousequenzeil 3) Fragekaften. Berf diedene«. Diese Versammlung findet regelmäßig jeden Montag im oben gt nannlen Lokal statt. Pfl-cht aller Patteigenossen ist e» stet« pünktlich i ohne Busnabme zu erscheinen. Gäste find willkommen. Der Bettranensmann. bi st Böttcher(Äüper) Verein." en ©edin Sonntag, d. 8. Februar, Vormittags 10 Uhr: General»c Versammlung im Hetse'schen Lokal, LandSeergerstr. Nr. 15. m T.-O.:«llg. Böttcher(Küperz Berein und der am 15. Februar statt Z findende Ball.______ Der Bevollmächtigt«. /Tri(n Sozraldemokratrfche Arbeiterpartei. 1 u «-»II II Mittwoch, den 11. Februar, Adeno« 8 Ubr: Geschlossen s-i Parteiversammlung bei Breuer, Cigelsteiu 25. L, MUgliebekarten find vorzuzeigen. Der Bettrauensman»." 0( Leipzig cu Gewerkschaft der Maurer uns Zimmerer. Gkueralversammluug Dienstag,' den 10. Februar Abend« 8 Uhr.— T.» O.: Cassenberiist Ii BorstandSwahl. z; Da« Erscheinen Aller ist Pftichi! Der Bevoilmächttgte.�«e- Generalversammlung der Lokal-Krankentasse.— 2) Lokal- u. Bertehö � Angelegenheiten. vi Alle Coll'gen, die sich für diese Tagesordnung intereffireu, sind a da Gäste willkommen. D. B. ist nii Thonberg u. Umgegend Arbeiterverein._ Montag, den 9. Febrat S Versammlung. ge Da« Erscheinen aller Mitglieder ist nothwendig. D. B. eit ".........' S geschehen muß, um etwas beruhigter' der Zukunft entgegen sehen! 1') ftlrt Iii b zu können. Unsere gegenwärttge Lage rst kerne bcncidcnSwerihe, � iXMlJ�iriMlllir Ulil lt)« Xv'iU)lKl i lilij- mi dem, während in anderen Branchen-ine Arbeitszeit von 10 Stunden Sonntag, Nachmittag« i Uhr, Sitzung im„Arbeiterbildung® besteht, haben wir noch eine 12- und 13stündige und noch höhere Arbeitszeit, und daß die übermäßige ArbcitSzert hauptsächlich bei' Da« Erscheinen Aller ist dringend nothwendig unserem Gewerbe, durch den immerwährenden Temperaturwechsel,!---.- �-- �- TT------ aus den menschlicheu Organismus schädlich einwirkt, ist dadurch! 4 ivIlchVITC_ Ml bewiesen, daß der Gesundheitsstand unter uns bedeutend schlechter.XR-l"ÜJ-lJO-M-JLvröü-ll# kö Der Vorft g ist, als bei anderen Gewerben. Den deutlichsten Beweis dafür liefern uns die RechnungSauSweise der Gewer kschaftS-Kranken- lasse der Färber Wien«. Collegcn allerort«! Wacht aus au« dem tiefen Schlaft, in welchem mau Euch noch lange erhalten will, zeigt, daß Ihr Eure Lage begriffen, daß auch Ihr etwaö thun wollt» um Euch eine� bessere Zukunft zu sichern, und um Eure Lage zu verbessern. Tretet zusammen, gründet Vereine, oder macht Vorschläge wie e« uns möglich sein könnte, irgendwo zu einem Färber Congreß zusammen zu treten, um Verathungen zu pftegev, zur Gründung eines allgemeinen Färber- Verbands, denn nur durch ein Zasammcu- wirken Aller, kann etwaS Gesundes und Kräftiges zum Wohle der Arbeiter geschaffen werden. Leset alle arbeitersreur dlichea Blätter und suchet selbe in Eurer Mitte zu verbrciten, denn nur durch dieselben kommt Ihr zur Einsicht, daß eine Organisation unter den Färbern geschaffen werden muß, also noch einmal, organistrt Euch. In den Städten und Döifcrn, wo die Färber sich sckon ver- einigt haben und sckon Vereine bestehen, ersuche ich du Obmänner derselben, den Aufruf zur Diskussion zu bringen, dann mich briefiich zu verständigen, und zugleich Vorschläge über das Obenerwähnte zu machen. Mit Brudergruß und Handschlag Sigmund Feldbauer, Färber, Aeußere Plauensche- Straße Rr. 396. NB. Alle arbeiterfteundttchen Organe ersuche ich um Auf- nähme diese» Artikel«.' D. O. Weicheuöach i. Die uu« namentlich wegen der in vielen Orten, wie W.tkau, galkeustein u. f. w. so glänzenden Siege sehr so merzende Niederlage im 22. Wahlkreise, beschäftigte uu« feit der Wahl derart, daß ein Gcsammtbertcht noch nicht möglrch war und erst in den nächsten Tagen erfolgen wird. Gezeigt hatten wir den .Avelrt Eugliach Lederhosen ä Stück 1 Thlr. 15 Sgr. „ Cord- lloacii ä Stück 1 Thlr. 15 Sgr. „ Starke Stoff- Hosen ä Stück 2 Thlr. 15 Sgr. „ Militir- Drallhosen ä Stück 1 Thlr. Baumwollene feste Arbeitshosen ä Stück 27'/, Sgr, empfiehlt Louis Guttmann de v» P' ge [J- JNJ bo str H vv kö: Xo. 24 Oriumiaische Strasse Nd. i P> Urbeiter oder Urbeiterinnnen. welche in der Cigarrettenfabritotion vollständig bewanden find, köll> � mtter annehmbaren Bedingungen dauernde Beichäsiizung en alten.. Nähere Auskunft auf briest. Anfragen wird unter folgender AM1 JJ' etthetlt: Baron Rampach Ei _(5c)______________ in«ißnacht bei Zürich. Schweiz._ 1 Z Zfier Buchbirckergehülse Max Bater au« Gotha wird ausgefor' sa sehte Adresse an Untetjeioneten einzusenden. Gleichreitig werden Paö 2( genossen gebeten, wenn irgend jemand seinen Aufenthalt wissen sollte,> Ai denselben auzuzetgea.$arl Fiedel, tr; ____________ Gewandgäßchen«r. 4 in Leipfi«(t Atlialerped tlonk«, w> welche voch Epvl. vom„BolkSstaaitaleuder" 1874, wie vom„D-utf � Bauernkrieg".„Leipziger Hoip»e>rath«proj-ß",„Bastiat Schulze" G sonstige Schriften ohne augenblickliche Verwendung a condltion auf f»ti haben, wollen solche sofort an uu« retounttre» oder deu Betrag hi� sv einsende«. hx Leipzig, S. Febr. 1S74. Die Expedition de»„VolkSstaat ft; dü Lt'pzlg: Berantw. Redakteur: M. Pretßer.(Redatttou Zettzerstr. 44.) Druck und B-rlag der Gen-ssenschaftsbnchdrucker'et. >lrs>laar, u. Eppe«!