Erscheint in Leipzig Mittwoch, Freitag, Sonntag. ..�Bestellungen nehmen an alle gPostanstalten u. Buchhand- L'. � lungen des In- u.Auslandes. -Ailial-Expeditionen für die Bereinigten Staaten: '"a F.«.Sorge, ' j K Box 101 Hoboben, N. J. ,fn j Win. Lueders, rang! � Maystr. Chicago, JH. ib not m th >r na UCgÜ' igteiti i DÄ Heter Hab, 8. W. Corner Third and coates str. Philadelphia. Adaanemenkpreii: Für Preußen incl. Stempel- steuer 21>/, Sar., für die übrigen Deutschen Staaten 16 Sgr. pro Quartal. Planati- Ad»nnnnent» werden bei allen Deutschen Postanstalten auf den 2ten u. 3ten Monat und auf den 3 tot Monat besonders angenommen, imKgr. Sachsen u. Hrzth. Sachs.-Allenburg auch auf den I ten Monat ü 5>/z Sgr. angenommen. OrgandersozialdemokratischenArbeUerpatteiundderillternationalenGewerksgenossenschaste«. Inserate, die Abhaltung von Partei-, Vereins- und BollSoersammiungen, sowie die Filial- Expeditionen und sonstige Partei- A> gelegenheiten betreffend, werden mit 1 Sgr.,— Privat- und BergnügungS- Anzeigen mit 2 Sgr. die dreigespaltene Petit- Ze.le berechnet. Mittwoch 18 Februar. 1674. An die Wähler des 13. sächsischen Wahlkreises! delbei Zu meiner großen Freute erfahre ich, toß Wilhelm Bracke ? bilws Braunschweig als Reichstags Cavdidat für den 13. Wahlkreis ladba-ufg, stallt ist md sich bereit erklärt hat, im Fall der Wahl 1 r SiiRantat anzunehmen. n°nc/ Ich habe Bracke in Lotzen, wo er 1370 mein LcidevSgefäh'te r persönlich kennen gelernt und seittem mit regem Jnleresie tin Leben und Wirken verfolgt. Treu und charakterfest hat er ut für die demokratischen Grundsätze deS Rechts und der Freiheit fkafickiiuipst und bei jeder Gelegenheit al» ganzer Mann sich —-�tradrt. Ueb«, zeugt, daß er deS vollen BertraverS der Wähler würdig , halte ich eS für eine Pflicht, allen Gesinnungsgenosicn dw ahl Wilhelm Bracke'S warm und dringend zu impfehlen Löuigtberg i. Pr., 12. Februar 1374. , Dr. Iohan n Iacoby. nan f.. "/- der sechste Zahrescsngrest der l nglischrn Gl werk- ein» vereine. mito! u. «Wie die Versammlung(der Congreß der englischen Glwerd �ttreive) den Versuch einer in Gers gebildeten internationalen —■''Ja, den Congreß zu einer sympathischen Kundgebung für ihre "lern atiovalen Bestrebungen zu verleiten(!) abwreS, das haben p'r schon anderer Stelle erwähnt." So lautet ein PasiuS des rleit � Ivkzer Zeit von vnS abgedruckten Berichts der»Frankfurter fl)�ii>uvg". Nachdem wir zur Kennzeichnung deS von dem Berichb B, flaiter der»Franks. Ztg." eingenommenen Standpunkt» ausmerk frcuv"i gemacht, haben wrr auf Grund deS unS nun vorliegenden tiö.»hentischen Congreßbericht« im„Bcehive" zu konstatiren, daß.von tf"»er»Abweisung" deS Prinzips der internationalen Gewe»kschaft4 !nbrüdiruvg seitens des Shesfielder Congrefle« nicht die Rede ltbioe>n kann, und das von dem Berichterstatier der„Franks. Ztg." hn anderer Stelle Erwähnte" und von uns in Nr. 9 de»„Volks chst'vat" Mitgetheilte nicht der Wahrheit enfprechend war. Wir H�Istn in möglichst getreuer Uebersctzung die ganze auf diese An- flegenheit bezügliche Panie de«„Beehive"' Bericht« folgen: � i«Zweiter Tag, Dienstag, den 13. Januar.-- Brief von Itus. Der Vorsitzende(Mr.*) William Rolley, Präs. deS fhessielder Gewerks cd aftSraihS) sagte, er habe eine Mtttheilung zu bstaßacheu; e« sei ein Brief von Genf eingettoffen, den er Herrn 'onzhowell zu verlesen bitte. Der Brief lautete: i dt»Allgemeiner Gewerkschaftsvei band, Genf. An die Mitglieder '35" parlamentarischen ComiteS der(englischen) Gewerkschaften. Genvffcn! Wir haben die Ehre, Ihnen die Errichtung eine» 1' meinen GewerkschastSverbandS anzuzeigen, deffen ausführenden lasschnß die Unterzeichneten gegenwärtig bilden. Wir senden Ihnen nh.i'�it g t)it soeben von unS veröffentlichte Ansprache. Unser ''"band besteht au« den Mitgliedern der letzten in dieser Stadt Maltenen Congr.ffe der Internationalen Arbeiterassoziation. j'ise Stelle behauptet ihrem Wortlaute nach unzweifelhaft ein "lammenwirken der Mitglieder de« letzten CongresseS der In- �nationalen mit denen des Bakunisten-CongrcsseS— ein !awmenwirken, von dem unS aber bisher nichts bekannt war, > da« auch nicht anzunehmen ist. Jedenfalls ist die englische Ersetzung ungenau, und handelt e« sich nur um da« Zusammen- einzelner Mitglieder und Besucher der beiden Eon- ''sie; au« den nächsten Sätzen erhellt die« mit ziemlicher Bc- ZT�Mtheit, obgleich auch diese noch keineswegs volle Klarheit Mähren.) Unglücklicherweise hatten die Genfer Arbeiter, welche leftttchi letzten Congreß(hier ist nur von einem Congreß die Rede) Lohnten, sich davon zu überzeugen, daß die Männer, welche ieferMh die Leitung der Internationalen Arbeiterassoziation angemaßt J�amed), und die Assoziation von dem Pfad der ökonomischen beu der revolutionären Politik geführt hatten(!I), nicht geneigt tdttC ihr System aufzugeben. Belehrt durch die traurigen Er- ift e"»»gen der Vergangenheit, wünschen wir, daß die Assoziation Arbeiter sich mit den Interessen der Arbeiter im Allgemeinen jJ�aftige, anstatt von einer gleichgültigen(!!) Zukunft zu träumen. wünschen vor Allem die Verbesserung unserer sozialen Lage, bast?> b«m Wege täglicher und immer weitergehender Resolmen(by l T?« realisation of daily«nd increasing reforms). Mit Einem busfott: unser Programm ist genau da«, welche« Ihr in ."»land angenommen habt.(?!) Da wir in jenen(Genfer) ,>'ssen keinen Anklang fanden, so haben wir die Gelegenheit tftlfff, provisorisch einen Mittelpunkt für ein neue» Werk zu ?°°tn.(Es erhellt au« dem vorstehenden, daß der„Allgemeine i�ttlschaftsverband mit der Internationalen Arbeiter- il'Miation nicht« gemein hat, und von jenen Arbeitern ge Jft wurde, die auf dem letzten Congreß gegen die„Nicht- �.ftter" eiferten und einer rein geweikschastlichen, von jedem and itn1 IM- 1 nfenen uno einer rem gciuciiiujumiu�u, w». ß'üschen Streben absehenden Organisation da« Wort redeten.) Jw Werk muß unsere Geister ausschließlich auf da» Soziale J**ork must reu der cur minda purely aoeial— dunkel ist ? Aede Sinn). Wir nehmen keine Gesellschaften an, die nichi '»operativ sind(kooperativ— cooperatrre— ist vermuthlich ��tucksehler für korporativ— corporative— d. h. in dem �''»jig möglichen Sinn: gewerkschasttied, also blo« mit solchen ßh'chaften, die nur Gewerkschaftsmitglieder, Arbeiter, im �i'dsotz �„Nichtarbeitern" enthalten; indeß werden die Au«- >. Mr. gesprochen Mister, aber niemal« ausgeschrieben, ist gleich � deutschen Hr.(So und So.) m lo drücke: kooperativ und korporativ von den Französisch sprechenden Schweizern, wie auch von den Belgiern, so häufig ve, wechselt, daß nicht ein Di ucksehl er, sondern ein falscher Ausdruck der Schreiber vorliegt). Wir lasten jede Politik beiseite, welche nicht die Modi- fikation der die Lage der Arbeiterklasse berührenden Gesetze betrifft, und diese Politik muß unserer Ansicht nach durchaus national sein und nur in Bezug auf ökonomische Thalsachen einen internatio rialen Charakur haben.(Blödsinn! den wir im Interesse der Schreiber zum Theil wenigstens auf Rechnung mangelhafter lieber tragung setzen wollen.) Wir unterscheiden unsere Stellung als Bürger(Citizens— Staatsbürger, dem ft anzösischen citoyen entsprechend), die ihre politischen Rechte ausüben, ohne auf emS derselben zu verzichten, von unserer Stellung al« Arbeiter, die uns zur Gründung dieses Verbandes(Ligue) bestimmt.(Soll wohl heißen: al« Bürger sind wir politisch und national; als Ar- beiter unpolitisch und international. Ein geistreicher Unterschied.) Das sind auch Eure Ideen, wie wir glauben(sehr mit Unrecht. Solcher Confnsion ist ein englische« Hirn nicht sähig.), und wir hoffen(hoffen eS blvS?). daß schon viele Arbeiter unserem Rufe gesolgt sind. Zahlreiche BeittitlSerkläiungen sind uns bereits auS Frankreich, Deutschland, Oestreich, Belgien, Italien, Portugal und der Schweiz zugegangen.«.BloS in der»Hoffnung" oder in der Wirklichkeit? In letzterem Falle möchten wrr die„zahlreichen Ben ttittseiklärnngen", namentlich die auS Deutschland, mit eigenen Augen besehen.) Allein nichtS wahrhast Ernstliches kann zu Stande kommen ohne die Mitwirkung jener englischen Arbeiter, die biS aus den heutigen Tag für die Sache der Befreiung der Arbeit so Nachhaltiges und so Große« geleistet. Wir werden einen Dele- girten räch Sht'field schicken, mit Vollmacht: in reiflicher Vera ihung die Giundtagen einer andauernden Uebereinkunst festzusetzen (to tonn in a matore deliberation tlie basis of a permanent agreement). In dir Zwiichenzeir schlagen wir Euch die Herpel- tung biüverlicher Beziehungen zwischen Euch mit uns vor, indem wir uns sür jeden-Dienst, den wir zu leisten im Stande sind, Euch zur Verfügung stellen. In der Hoffnung einer baldigen Ant- wort unfern brüderlichen Gruß. Gens, den 13. Dezember 1373. Folgen die Namen der Sekretäre für die Schweiz, Spanien, Jta- lien, Teutschland, Frankreich und Oestreich.(Leider gibt der Bericht nicht die Namen. Wir würden dann vollständig im Reinen sein.)— Die Ansprache, welche die vorstehende Mittheilung begleitete, war„an die Arbeiter der ganzen Welt" gerichtet. Nachdem dann die Vortheile der Gewerkschaften hervorgehoben, wird die allgemeine Ausdehnung derselben angerathen und gesagt, viele dahin zielende Bestrebungen seien deshalb gescheitert, weil die Arbeiter sich von Männern, die nicht Arbeiter sind, hätten sühren lassen. DaS Aktenstück schloß mit der Einladung, der Congreß möge zur Er richtung einer allgemeinen Gewerkschaft(universal trade» union— eS ist wohl ein allgemeiner GewerkschaftSverband ge- meint, denn eine allgemeine Gewerkschaft ist ein Unding) seine Mit- hülfe leihen. Mr. Owen beanttagte:„daß dieser Congreß da« parlamen- tarische Comits beausttagt, ftcundliche Beziehungen mit den fest- ländischen Vereinen, deren Zuschrift wir soeben gehört, zu unter- halten, indem eS mit den Beamten derselben über alle die Arbeit berührenden Fragen korrespondirt, allein daß er (der Congreß) im Augenblick keinen Grund sieht, mit unseren Ge- nossen(our fellows) in anderen Ländern in eine Föderation(!ler- bindung) zu treten, ehe wir die Frage der Föderation in unserem eigenen Lande entschieden haben."(ES ist die« der in Nr. 9 de« BolkSstaat" mitgetheilte Antrag, welcher nach dem Berichterstatter der„Franks. Ztg." einstimmig zum Beschluß eihoben worden sein sollte. Wir weiden sehen, daß die« nicht der Fall war.) Mr. Townley(von Manchester) unterstützte den Antrag. Mr. M'*)Donnell sprach für den Antrag. Die Versammlung möge sich davor hüten, die in der verlesenen Ansprache auSge- drückten Prinzipien zu den ihrigen zu malten; und sie solle sich mit dieser ganzen Frage nicht weiter einlassen, als daß sie die Absender(de« Genfer Briefe«) al« Mitaibeiter an dem gemein samen Werk auerkenne, jedoch ohne sich sonst mit ihnen zu identi fiziren. Man müsse solchen Organisattonen gegenüber sehr vor ftchtig sein. Der Vorsitzende kündigte die Vertagung der Sitzung an— eS war B Uhr Nachmittag— die Abstimmung werde in der nächsten Sitzung erfolgen. Dritter Conzreßtag. Mittwoch.—— Die Mittheilung von Genf. Mr. M' Donald beantragte: „Der Congreß nimmt mit großer Beftiedigung die in den»er lesenen. Schriftstücken de« Genfer GewerkschastSrathS enthaltenen Ausdrücke freundlicher Gesinnung entgegen, und möchte al« Zeichen seine« Interesse« an dem Wohlergehen der arbeitenden Brüder de« Conttnent«, eine kluge, verständige, und vor allen Dingen ftied- liche Forssetzung ihrer Bemühungen zu Gunsten der Sache der Arbeit anralhen, einer Sache, von welcher in hohem Maße der Friede und die Wohlfahrt der Gesellschaft im Allgemeinen abhängt. Und dieser Congreß verpfändet ohne zu zaudern sein Wort(pledges itself), daß die Trade«- Unionisten England«, wenn immer e« thunlich, ihren Bruder- Giwerkvereinsmitgliedern auf dem Continent (Festland Europa) nach K> ästen mit gutem Rath, wie ihnen ihre Erfahrung ihn an die Hand gibt, beistehen werden, weil sie von der Ueberzeugung durchdrungen sind, daß die Sache der ") M' bei schottifchen Namen eine Abkürnwg skr Mac, d. b. Sohn, Atklimmling, e» bezeichnet die Stamm eSangehbiigkrit, den„Elan". V Arbeit überall dieselbe ist, und daß ihr Erfolg überall zu einer ftiedlichen und gerechten Ausgleichung(?I) der gegenwärtig im Conflitt befindlichen Interessen der Arbeit und des Kapitals sühren wird." Mr. Owen(Hanley) unterstützte diesen Antrag. Mr. Mottershead(London— ft üyer Mitglied de« General- rathS der Internationalen Arbeiterassoziation, seitdem Sonder- bündler und Skandalmacher) stellte folgendes Amendement:„Die Frage wird aus den nächsten Congreß vertagt, und da« Parlamentarische Comits beauftragt, vor Zusammen- tritt deS nächsten CongresseS möglichst umfassende Er- kundigungen einzuziehen." Mr. Allen(London) unterstützte das Amendement. ES würde sehr unrecht sein, wollte man einen Beschluß fassen, ehe man sich über den Stand der Sache genau inform rt. Wenn der Congreß sich ohne Weiteres mit den Gewerkschaften deS ContinentS ideutt- ficirte(eins erklärte), würde er einen großen Fehler begehen. Seine Mandatgcber würden es jedenfalls tadeln, wenn er für die(Mac Donald'sebe) Resolution stammte. Mr. Frederic Harrison(London) sprach gleichfalls für da« Amendement. ES wäre sehr unklug und übereilt, setzte sich der Congreß in formelle und direkte Verbindung mit einer Körperschaft, von der er so wenig wisse, wie von dieser Gesellschaft. Es sei ein Zug, durch welchen sich die GewersschafiSbewegung Englands auszeichne, daß sie au«- schließlich auf gcwerkschaf liche Angelegenheiten ihr Augenmerk richte und niemals allgemeine Theorien von gesellschaftlicher Wiedergeburt, neben gewcrkschaftlicheu Organisationen, und der geschäftsmäßigen(!) Hebung der Industrie begünstigt habe. Während er mit dcnjeni- gen übereinstimmlc, welche glaubten, daß man allen Arbeitern Englands und anderer Länder brüderliche Gesinnung entgegen- tragen, und daß ein wahres Gefühl der Brüderlichkeit alle Arbeiter von Westeuropa(wozu hier natürlich Deutschland gerechnet ist) mehr und mehr umschlingen müsse, scheine eS ihm aber unklug, wolle man aus der ruhigen Zurückhaltung heraustreten, welche bi« jetzt von den TradeS-Unionisten Englands beobachtet werden; man solle sich nicht in europäische Föderationen(Verbindungen) ein- lassen, von denen man nur sehr unvollkommene Begriffe habe. Mr. Lloyd JoneS bemerkte, da große Meinungsverschieden- heit herrsche, wolle er dem Congreß keine bestimmte Hand ungS- weise vorschlagen. Durch Annahme de«(M'Donald'schcn) Antrag« binde man sich aber an keine bestimmte Politik. Man drücke damit bloS Billigung des eigenen Vorgehens auS, rede ftiedlicher Tat- Wickelung das Wort und erkläre sich bereit, den Gleiches Er- strebenden mit Rath an die Hand zu gehen. Da« sei völlig ungefährlich. Mr. Mundella(der bekannte Harmonieapofiel und Mitglied deS Parlaments) sagte, e« handle sich um eine wichtige Entschei- dung. Er habe mit großer Aufmerksamkeit die Resolution de« Hrn. M'Donald durchgelesen, und e« sei unmöglich gewesen, dieselbe harmloser zu machen. Er(HarmonikuS Mundella) stimme mit jedem Wort überein, aber(der HarmonikuS wird unhai manisch) aber fühle sich doch verpflichtet, dem Amendement MotterShcad den Borzug zu geben.(Hört, hört!*) Mr. Odger(London). Er würde lehr gern mit den Brüdern de« Continent» zusammenarbeiten; allein jeyt sei noch keine feste Grundlage vorhanden. Die Föderation(deS Genfer..Verbandest sei durchaus phantastischer Ratnr, und man könne sich nicht ohn- Risiko mit ihr einlassen. Der Congreß habe kein Recht, die vor geschlagene Föderation anznnehmen; hunderttansende von Arbciteru würden gegen einen solchen Beschluß protestiren. Man schritt hieraus zur Abstimmung. DaS Amendement (MotterShead'S) wurde mit großer Majorität angenommen." Die« der Bericht de«„Beehive". Wir ersehen darau«: 1) daß der erste(Owen'sch-) Antrag gar nicht znr Abstimmung kam, und folglich auch nicht„einstimmig angenommen" werden konnte, wie der Berichterstatter der„Franks. Ztg." meldet; 2) daß„der Versuch einer in Genf gebildeten internationalen Liga, den Con- greß zu einer sympathischen Kundgebung für ihre internatioualeu Bestrebungen zu verleiten(!)", nicht„abgewiesen", sondern daß die ganze Frage auf den nächsten Congreß vertagt wurde; 3) daß Mißttauen de« CongresseS in die Genfer„Ligue"(Berband) durch- au« gerechtfertigt war, und daß der Congreß sich ein ArmuthS- zeugniß ausgestellt hätte, wenn er sich durch die konfusen Phrasen der Genfer Schriftstücke zu einem Allianzvertrag mit einer gar nicht oder nur schattenhaft existirenden Gesellschaft(„Ligue", Verband, Föderation) hätte verleiten lassen; und endlich 4) daß in der Debatte zwar sehr viel dnmmeS Zeug zu Tage gefördert, im Ganzen aber so viel Sympathie für ein internationale« Zusammengehen der Arbeiter geäußert wurde, daß wir un« der Hoffnung hingeben dürfen, der nächste englische Gewerkschaft«- Congreß werde sich rückhaltSloS für die Jnternationali- tät der Arbeiterbestrebungen aussprechen. •) Englisch hear, hear(auSgespr. hihr, hihr), Zuruf der Beistimmung im Parlament und auf Meeting» tu England. Politische Uebersicht. — Au die unrichtige Adresse hat sich der vor Kurzem für seine„geistige Schmiegsamteit" mit dem rothen Adlerorvea gekenn, ei chnete Generalcommandant de« preußischen Preßbureau'S, Herr Dr. Aegidi, dieser Tage gewendet. In Worm« erscheint nämlich ein bürgerlich- demokratisches Blatt, die„Neue Wormser Zeitung", in welcher wir nachstehende Notiz finden: „SJotm«, 12. Febr.(Sin Beitrag zur Reptilienfondsfrage.) Oie dekanute Firma„Acgidi u. Comp, hat un« mit einem Cir- cular beehrt, worm sie uns zu einem von uns zu bestimmenden Preise allerlei fabne Dinge offerirt. Wir lasten da« Angebot «örtlich folgen. Man offerirt un» also:„1) einen originalen politischen Stimmung S.hericht au» der Reichshauptstadt(dreimal wöchentlich!, 3) politische und diplomatische originale Nach- richten au» allen Fächern der Verwaltung ic., 3) Spezial-Cor- refpondenzen au« anderen Hauptstädten(drei- bi« viermal wöchentlich), 4) Neinere Originalrichten über sremdländische Verhältniste nach den un» zugehende» auswärtigen Quellt n, S) einen kur-en täglichen, sowie einen längeren Wochenbericht der Berliner Börse, v) einen knappen, aber erschöpfenden Parlamentsbericht." Auf alle diese Herrlichkeiten müssen unsere Leser nun verzichten; wir be- dauern, mit dem ReptiliensondS in keine Geschäftsverbindung ircfttt zu können." So wäre also Herr Acgidi einmal gründlich„reingefallen". Der Fußtritt, den ihm die„Neue Wormser Ztg." versetzt, wird indessen weniger ihn selbst, als die hinter ihm stehenden„genialen Staatsmänner" schmerzen. Wir erfahren auch aus Obigem, daß die BiSmarcksche PreßvergiftnngS- und CorrumpirungSanstalt nicht nur auf politischen Gebiete wirkt, sondern auch an der Börse „Geschäfte" macht. DaS ist ordnungsgemäß in dem„Staate", dessen Geschichte für das letzte Vierteljahrhundert Herr Wagener von Dummerwitz repräfentirt und die ReichstagSabgeordnetcn, welche beabsichtigen, auch im Reichstage das niederträchtige, volkS- vergütende System der Preßbecinflussung und die fchmählicbe Rep- tilienwirthschaft zur Sprach- zu bringen, werden gut thun, sich den Wormser Fall zu notiren. — Au« Königsberg wird aeschrieben:„Die Zimmerer und Berufsgenossen in Danzig bes blossen im August 1S72, die Arbeit tu machen. Hat doch der„geniale Staat««»»»" da« Krokodil Jules Favre seinerzeit schon damit über den Löffel barbiert, daß er sagte:„Ich bin auch Republikaner"! — Im Reichstag hat Schulze-Delitzsch seinen Antrag auf Diäten, den der BundeS.ath schon zwemul in den Papierkorb geworfen, wieder vorgebracht. Der Antrag ist zwar ange- nommen worden, aber es wurden dabei von den verschiedenen Krautjunkern, die als„Volksvertreter" im Reichstage sitzen, so reaktionäre Ansichten herausgesteckt, daß man deutlich sehen konnte. wie sehr man in„leitenden Kreisen" den Diäten abhold ist. Bei dieser Gelegenheit wurde die erste sozialdemokratische R-de im neuen Reichstage gehört, denn es sprach unser Parteigenosse, der Abgeordnete für Freiberg, Geib:„Dieser Antrag ist wie das Mäv- chen aus der Fremde. Alljährlich will sie dem Reichstage eine Gabe bringen, doch vom BundcSrath wird sie zurückgewiesen. Durch die Diälenlosigkeit wird ein Cen)uS geschaffen, ein unge- rechter Vorzug für den Reichthum und da» Beamtenthum eben- fall«; in diesem Reichstage zählen wir schon 190 aktive und in- aktive Beamte. Auch wird dadurch die Opposition, gegen welche die Diätenlosigkeikeit vorzugsweise gerichtet ist, durchaus nicht her- auSgemaßregelt werden, wir werden in diesem Hause bleiben auch ohne Diäten, das sind wir unfern Wählern schuldig; eS ist sogar unsere Absicht, die Opposition durch die Reklamirung der Abge- ordneten Bebel und Liebknecht zu vermehren. Durch eine Beschnei düng de» Wahlrechts, die in der Diätenlosigkeit liegt, werden Sie die Opposition nicht unterdrücken, die Arbeiterbewegung nimmt dennoch ihren Fortgang, und wenn Sie dieselbe vielleicht hier im Hause mundtodt machen, eS gibt noch andere Mittel und Wege, für unsere Sache Prapaganda machen zu können. Schließlich will ich Sie noch an das Wort eine« Königs erinnern,— und ich glaube, Sie geben ja wohl viel auf die Worte eine« König»— als unter Ludwig XVIII. die französische Kammer die Diätenlostg- keit beschloß, sagte der König:„Die« ist ein Beschluß, der un« am meisten kosten wird!" Im„hohen HauS" soll„Heiterkeit" geherrscht haben, als Geib den Stammgästen Bismarck'« sagte, daß sie viel auf die Worte der Könige gäben. Das sind allerdings die ächten, vollgiltigen Be dientenseelen, bei denen der ServiliSmuS so sehr in Fleisch und Blut übergegangen ist, daß sie sich selbst darüber freuen können. behus« Erzwingung höheren Lohne« einzustellen. Da« Comitö theilte den gefaßten Beschluß den Handwerksgenosse» mittelst Schrei- ben» vom 13. August mit, da» folgenden Inhalt hatte: KeinZim- merer arbeitet an Schiffen oder Fahrzeugen auf der kaiserlichen oder Privatwerft, Esstnbahnbau mit eingerechnet, und Jeder, der diesen Beschluß nicht achtet, macht sich de« Berr-theS an unserer gerechten Sache schuldig. DaS Comitö der vereinigten Zimmerer und Berufsgenossen. Adresse." Auf Grund der ISS u. 153 der Gewerbeordnung wurde wegen diese« Schreiben« gegen die Mitglieder jenes Comitö'S eingeschritten, ihnen der Anklageprozeß wegen Nöthigung durch Ehrverletzung gemacht. Der§ 153 bestimmt namentlich:„Wer Andere durch Anwendung körperlichen Zwange», durch Drohungen, durch Ehrverletzunz oder durch Ber- rufSerklärung bestimmt oder zu bestimmen versucht, an solchen Verabredungen G 152) Theil zu nehmen oder ihnen Folg- zu leisten, oder Andere durch gleiche Mittel hindert oder zu hindern versucht, von solchen Verabredungen zurückzutreten, wird mit Ge- fängniß bi« zu 3 Monaten bestraft, sofern nach dem allgemeinen Strafgesetz nicbt eine härtere Strafe einttitt." Das Gericht erster Instanz iu Danzig fand die Skafbestim- mung zutteffend, e« erkannte jede« der Mitglieder des Comitö'S der Nöthigung zur Arbeitseinstellung und zwar durch Ehrverletzung schuldig und sprach für jeden Angeklagten eine Utäzige Gefänzniß- ftrafe au«. Auf die Appellation der Angeklagten erkannte da» ÄppellatationSgericht zu Marienwerder auf Freisprechung der App-llanteo. Gegen dieses Ucthcil legte der dortige OberstaatS- anwalt die Nichtigkeitsbeschwerde ein, und da» Obertribunal, welcke« dessen R-cktSauSführungen als zutreffend erachtete, vernichtete da« Urtheil de» AppellationSgerichtS zu Marienwerder und verwies die Anklagesache zur Verhandlung und Entscheidung an da« hiesige ostpreußiscbe Tribunal. Wie nun die„Hart. Ztg." berichtet, hat diese« in neulich stattgehabtem Audienztermine, nachdem eS durch Verlesung de« vorhin mitgetheilten ComiiöschreibenS die Be- weiSaufnahme wiederholt hatte, da« erste l1> theil de« Gerichts in Danzig wieder hergestellt. DaS ostpreuß. Tribunal führte auS, e« finde in dem qu. Schreiben nicht allein eine Ehrverletzung, son- d-rn eS gehe noch weiter und sehe darin eine Drohung." Wenn wir da« Verfahren der ostpieußischen Gerichte nur „Klassenjustiz" nennen wollten, so wäre dies- Bezeichnung wohl viel zu msid. Der ganze Verlauf de» Prozesses gegen die Dan- ziger Zimmerer lst-in„juristische«" Jongleurstückchen Im Jäter- esse der am„EalbehrungSlohn" darbenden Bourgeoisie schleppt der Staatsanwalt die Arbeilec von einem Gerickt, von einem Trrbu- nal zum andern, bis die Berurtheilung endgültig erreicht ist. Die Gewerbeordnungsnovelle(Conttactbruckigesetz) wäre somit eigenüiw überflüssig, wenn der 8 153 auf diese Weise ausgenutzt werden kann, wie es gegen die strikenden Zimm-ur zu Danzig geschehen. — Hoffentlich wird e« sich nicht bestätigen, daß Bismarck und Lamarmora sich fordern und so da« politische Duell in «in studentische«— der Corpsbursch Bismarck wird un« hier zustimmen— Duell auf drei Schritt Barriere verwandeln wollen. CS wäre jammerschade, wenn sich die Beiden den GarauS machen wollten, denn im Verlauf ihrer Katzbalgerei treten so hübsche Dinge zu Tage, daß auch der bornirteste„Reichsfreund" endlich stutzig «erden muß über die Art und Weife, wie heutzutage in den Ca- bwetten Culturgefchichte„gemacht" wird. Wenn wir Jemand vei dieser Affaire bedauern, so sind eS die braven Reptilienbrüder— „Sauhirten" nennt sie Bismarck— welche die krampfhaftesten Anstrengungen macheu, die fatalen Enthüllungen des Grafen La marmora als„unbedeutend" hinzustellen, während sich ganz Europa mit denselben beschäftigt, unv die, um sich die Goldquellen de« R-Ptiliensonds nicht zu verschließen, mit lächelnder Miene bei einem Kampfe beharren müssen, bei dem ihnen jedes Kind die Waffen aus der Hand schlagen kann. Lamarmora hat nicht nur den Be «ei« geliefert, daß die von ihm veröffentlichten Aktenstücke ächt find, sondern hat auch kürzlich den Bericht des Generals Govone vervollständigt, wodurch Bismarck überführt ist, ven Fran- zosen einen Theil der Schweiz und Belgien angeboten zu haben. Also hat Benedetti in seinen„Enthüllungen", wo dasselbe behauptet war, ganz Recht gehabt. Die gesammten Trompeter der offiziösen und nicht offiziösen Presse schweigen zu dieser schrecklich compromittirenden Thatsachc, um sich nicht durch ein unvorsichtiges Wort, wie schon so oft ge- schehen, noch mehr zu verwickeln; sie Alle sind schlau geworden— nur Herr Sachse von der„Volkszeitung" versteigt sich zu der in der ganzen Geschichte der Diplomatie und Journalistik einzig dastehenden Leistung: „Offenbar sollen dadurch Belgien und die Schweiz noch jetzt gegen Preußen und seine StaatSlenker verstimmt werven.« So„schließt" der große Sachse. Wir schöpfen daran« einen Trost: Aus dem Man», mag werden, was da w.ll— die Pforten de» Reptilienfonds werden sich ihm niemals erschließen. Dazu ist er zu— superklug. Zum Schluß stürzt sich der als Redakteur der„Stoß-ins-Herz". Depesche vielgenannie Usedom wie ein ävus ex maolrinn in die Hrtzc des Gefechts und erklärt, daß nicht nur P-eußen, sondern auch Italien nach 1859 eine ungarische Legion gebildet und unter- halten und daß schon der erste Napoleon 1795 sich offen für Re- »olutionirung Ungarn« ausgesprochen habe. Der gute Usedom hätte Bismarck nicht übler mitnehmen können, als indem er den stock- monarchischen preußischen Junker mit dem republikanischen General Bovaparte in Vergleich stellt und durch Berufung auf den damaligen: Republikaner Bonaparte den Junker Bismarck von dem Vorwurf„revoluttonärer Umtriebe" säubern will. Herr Sachse, der Diplomat der„Volkszeitung", dürfte daraus folgern, daß Bis- marck, nach einer bei d-utschen Micheln ziemlich v-rbrerteten Sage. eigentlich ein„heimlicher Demokrat" sei, der darauf ausgeht, Deutschland zur Republik und sich selbst zum Präsidenten derselben — Der Strike der belgischen Kohlengrubenarbeiter wird nach herkömmlicher löblicher Sitte durch H-ranziehung von „militärischen Kräften" paralysirt. Ja die Provinz Lüttich sind bereit« starke Truppenab, Herlungen eingerückt. Dre belgische Bour- geoisie hat sich wohl eingenistet und sitzt stch'r; sie beherrscht die rntf) bcroittt» Dicfc mit und Unionen in den sozialen Kampf eiazreist. Noch sind wohl Jedermann dre Gltuelthaien im G-vächtniß, welche da» zur Ncederschießung der Arbeiter bestimmte Heer de« belgischen Klassenstaat« im Jahre 1868 zu Seraing und Charleroi an wehrlosen Arbeitern und Arbei- terinnen verübt hat; noch wird eS Jever zu würdigen wissen, wie damals den hungernden Proletaricrmassen statt Blödes nicht ein Stein, sondern Pulver und Blei geboten wurde. Auf Nieder- schießung der Arbeiter scheint-S die Bourgeoisie auch diesmal wieder abges hea zu haben. Hoffentlich vereiteln die belgischen Arbeiter durch energisches, aber kluge« und besonnene« Handeln die mordlustigen Pläne de« belgischen Jadustrieritier-«av Au«- beuterlhum«. — In Klagenfurt ist da«„Sozialpolitische BolkSblatt- coufiSzirt worden._ ->_„Die Preußen in Elsaß und Lothringen" heißt da« neueste Buch von Gustav Rasch, welche» bei unserem Partei- genossen Bracke in Braunschweig erschienen und sofort von der löblichen Polizei confiSzirt worden ist. Die Wahlkampagne in Mahlhause« im Elsaß. ES mag unbescheiden erscheinen, b-c der kleinen Zahl von Stimmen, die Llebknecht im elsässtschen Manchester erhalten hat, einen großen Raum für diese Angelegenheit im Parteiorgan zu beanspruchen, aber eS knüpfen sich dock hieran verschiedene B- obachtungen, die ausgesprochen werden müsse, um jedem Partei- genossen die Sachlage iu dem aancxirten Elsaß klar zu legen. Norddeutsche, die nach dem oberen Elsaß kommen, sind sehr gern bereit, das Bock diese« Lande« al«„dumm" zu bezeichnen, während eS gerade diese Bezeichnung am allerwenigsten verdient. Der Ob-relsässer ist ganz vom gleichen Schlage wie der Schazeizer (Mühlhausen gehörte bi» zum Ende de» vorigen Jahrhunderts zur Schweiz) und seine hervorragende Eigenschaft ist ein starker Trotz gegen alles„Fremde". Zur Zeit, al« da« Elsaß noch zu Frankreich gehörte, war der wirkUche Franzose der„Welsche" bei- nahe ebenso ein„Fremder", wie der„Deutschländer". Die An- nexion hat den angenehmen Erfolg gehabt, daß der Trotz de« Volke« für den„Deutschländer" uunmehr doppelt fühlbar ist. Der Haß gegen die„Sckwobe" ist weit intensiver geworden, al« er jemals war, eine Erscheinung, die sehr wohl begre stich ist und deren Unannehmlichkeiten man eigentlich gercchtcrwerse den Rational- liberalen zu kosten geben sollte, indem man sie abtheilungSweise nach dem Elsaß schicken und dort einzeln in den Fabnkeu auf ein halbe« Jahr plaziren sollte. In Beziehung auf Schulbildung hat sich Frankreich auch schwer am Elsaß versündigt und Leute, die nicht lesen und sch' erben können, triff man nicht selten. Und nun kommt da« arme Land auS dem Regen in die Traufe, in die Arme de«„Sieger« von Sadowa", d. h. in preußische Schulzucht. Und nun Mülhausen, daS ist eine echte und ganze Fabrikstadt mit einem zahlreichen, ausgebeuteten und demoralisirten Proletariat. das zum Uederfluß noch größlentheil« bigott katholisch ist. Na türlich steht auch die Spionage in den Fabriken noch in schönster Blüthe. Nichielsässer findet mau in den Fabriteu gar nicht, im KteinhandwtitSstande nur sehr vereinzelt. DaS sogenannte,„fiemve Element", daS bei allen Bewegungen und überall eine so meik h würdige Jniattvkrast entwickelt, ist in Mülhausen so gut«u g nicht vorhanden uno e« ist wohl bezeichnend genug, daß in btesi nunmehr zu Deutschland gehörenden Stadt, mitten unter einer deutschrcdende» Bevölkerung ein eigener„Deutscher Arbeiterdildunz» Verein" existirt, unter dessen Mitgliedern zwar Deutsche unl Schweizer aber keine Elsäffer sind. Al« weitere Signatur mag noch gelten, daß ferner in Alöhl' Hausen seit etwa einem Jahre ein Arbeiter-UnterstüyunzSvereiu be steht, in den man— um die elsässtschen Arbeiter nicht abzustoße« — keine„Schwobe" aufnehm:» durfte. Nach allem diesem wird man eS begreifen, daß c« nur eim kleine Schaar elsäfstfcher Arbeiter in Mülhausen war, die sich an der Wahlkampagne b.theiligte. Und zwar war diese kleine Schaar noch ganz ohne Organisation und noch acht Tage vor der Wahl f fest entschloffen, nicht zu wählen, da�doch nichts zu macheu" sei' � Wer sich etwa einbildet, seit dem 1. Januar 1374 sei im El- fi saß die Diktaturperiove vorüber, der irrt sich gewaltig. Allerdings herrscht seit Neujahr ein„gesetzmäßiger Zustand", aber kein Mensch weiß wi klich, waS für Gesetze eigentlich gelten. ES heißt, du französischen Gesetze haben noch Gültigkeit und neben ihnen die neuen, von Neujahr ab, erlasseneu deutschen Gesetze und Verord- nungen. Da sich aber selbstverständlich Niemand in diesem Durch- einander zurechtfindet, so herrscht die W:llkühc der Oberbehörden. Daher kam eS denn auch, daß eS unmöglich war, in Mühlhauseo früher als zur Wahlzeit eine öffentliche Versammlung abzuhalten und selbst die Abhaltung der Arbeiterversammlunz vom 25� Jan. wurde nur unter der Bedingung gestattet, daß eS eine Wahl- Versammlung sein sollte. DaS Versammlungslokal in der„Krön." war klein; eS gieb! wohl noch zwei größere Lokale, aber diese gehören der Bourgeoisü und sind zu Arbeiteroersammlungcn nicht zu haben. Wohl üb« 400 Mann waren Kopf an Kopf gedrängt und Viele konnte« nicht mehr in den Saal. Ohne viel Förmlichkeiten wurde die Versammlung eröffnet, ein Bureau gewählt, dann hielt ich eim Ansprache, welche nicht ganz dreiviertel Stunde dauerte und mil Beifall aufgenommen wurde; ich legte die Lage der Arbeiter dar. um hieraus ihr« ökonomische Klassenstillung und ihre politisch! Parteistellung zu begründen.� Selbstverständlich mußte sich meint Ansprache nur auf die Umrisse beschränken, doch gelang eS mir sc ziemlich, die Leute in den richtigen Gedankengang zu bringen uat al« ich dann, auf die Wahlen übergehend, dle Arbeitcr-P arter stellung gegenüber allen anderen Parteien etwa» genauer h-rvov hob und den Mülhauser Arbeitern die Kandidatur Liebkaechti vorschlug, da äußerte sich allgemeine Zustimmung. Nun sprach noch Bürger Weiß, kritisirte die bereit« aufge» stellten Kandidaturen und hob kurz die Verdienste Liebknecht) um die Sache der Freiheit und der Arbeit hervor. Hierauf wurdt Liebknecht cinmüthig als Kandidat aufgestellt und da ein weitere« � Vc> hanvlungSgegenstand nicht vorhanden war, so wurde die Bv sammlung— die nicht ganz eine Stunde gedauert hatte— g> schloffen. Man war allseitig sehr zufrieden und hegte die schönste Hoffnungen. Sofort wurde daS Wahlcomitv organistrt und ein kurze Proklamation entworfen, die sich fast ausschließlich auf dii speziell elsässtschen Verhältnisse bezog und in deutscher und fra» zösisch-r Sprache abgefaßt war. Die Presse äußerte sich höchst an gal ständig über die Versammlung und über die von ihr aufgestellt ma Kandidatur. die *** ant E» waren also jetzt drei Kanvidaten, die im Wahlkreis Mül ber Hausen in den Kampf traten. Der erste war H.-nri Haefsel» Mc eiu reicher Fabrikant und Gntsbesitzer, der aber allgemecn als ei> Co! ungebildeter und unfähiger Mensch gilt. Er trat in einer feiet Ba lichea Proklamation als Protestkanvidat auf und hinter ihk der stand ein ganzes Konglomerat von Parteien: Ultramontan-, M Sti publikaner und ehemalige Bonapartisten. Letztere» waren vi viel eigentlichsten Gesinnungsgenossen Haeffely'S, der unterm Katserreii unt als offizieller Kandidat in den Generalrath de« Departement» Ich wählt worden war. ihr, Der zweite Kandidat war GruneliuS, ein bei Mülhausi längst angesessener Deutscher und sozusagen offizieller deutsch Kandidat, der den Wählern versprach, für die Autonomie Elsa S di ab A- wt tr« wt R. mi Lothringens zu wirken. GruneliuS ist ein reicher Grundbesitz! Ge> und hinter ihm standen sämmtliche Behörden uud R-i Kro Der dritte war unser Liebknecht, fern in Sachsen F-stungi vi>d gefangener und hinter ihm staad nur ein kleines Häuflein arm Elet aber begeisterter elsässischer Arbeiter.' sind Der Wahlkreis Mülhausen umfaßt außer der Stadt Mülhausi«ock noch 74 Gemeinden. Die Mitgliederzahl der ultramontanen B*«nd eine und Bruderschaften geht in die Tausende, jeder Pfaffe ist ei g-m Agitator mit einer privilcgirtcn Rednertribüne und hat Zeit gen« kom zum Agitiren. An Geld fehlte e« de» beiden andern Kanvivati Lch, zur Agitation ebenfalls nicht und folglich auch nicht an dien! heit baren Geistern.— Wir waren ganz auf uns selber angcwieftJhr und unsere einzige, immerhin aber wirksame Hilfe waren e' war kleine« Häuflein BaSler Parteigenossen. seufi sich Ich sagte oben, die Mülhauser Zeitungen hätten über die erfraff« Versammlung anständig berichtet; sie haben diesen Anstand ul gegenüber während der ganzen Wahlperiode bewahrt. Der„I>barr ckustrivl �.lsavisn" machte mich zwar zuerst zu einem Herrn vobaß Greulich, der nebenbei auch KantonSrath und Schuhmachermeisttvird fein sollte, da« that aber der Sache keinen Schaden, sonve'kowi erregte nur unter den Mülhauser Freunden und in Zürich gro'tin« Hetterkeit. Zu A Desto mehr aber wurde außerhalb der Presse gegen un« zphr arbeitet. Zunächst war eS eine anSgemachte Sache, daß ich-Vere Agent BiSmarck'S sei. Sehr gern hätte man mir sonst noch eutssto» Schlechtigkeiten angehängt, leider waren dceselben in der Ecke niidufti aufzutreiben. h-s Nur noch eine Versammlung in einem gestopft vollen WirtHleick lokale in Dornach konnten wir abhalten. Dort verfügten �-»ke Meister uud Angestellten Haeffely'S über eine starke, bezahlte Clic I und stellten auch einen Schreiber von Dollfus, Mieg u. Co. gemach un» in'« Feld, der eine Rede ablesen mußte. Nack jedem SÄttbfl wurde ein donnernder Applau« losgelassen. Liebknecht wurde ziv�hr nicht angegriffen, sondern nur betont, daß er ein Sachse sei u�oll« die elsässischen Arbeiter Franzosen sein und bleiben wollten, dä Kolli auch einen französischgesinnten Etsässer wählen sollten. Ich leuch�ie s zwar dem Bürschchen orveailich h-im, tonnte aber diese S*>ir sammlung selbstverständlich nicht umkrempeln und so schloß d»�»w der Vorsitzende, unser Parteigenosse Heitz die Sitzung. Wohl war noch eine wettere Versammlung in Brunnst�ße in Aussicht genommen und angeze gt worden. Der Wirth sa?üd aber daS Lokal ab und wir erfuhren später, daß mir dort Wien übler Empfang zugedacht war.*ot So blieb uns nur noch übrig, durch Vertheilung von Prol�rv mationen, Lwbkucchl'S R-ichSlagsreden,„BolkSstaat" und Stiimchaf er» 'O »ft tu m « Z a« t3« 'sä dii pie cd- & | 3 »t| ebl ifU ifen tte» bU :tt« mit sat, ifdK tim r s- uttl rtet DOf :chti 'fW cht' ntt> tetf B-r ■ 3' -lst' «ii f d! ftai : ai li- jtttetn ja»irfen,«»««ach ftrüfttn geschah und worin un« die wacker« BaSler tapfer unterstützten. Nun wurde» die niederträchtigsten und zugleich lächerlichsten Lügen über unS losgelassen. Das einemal lebte ich au« bis- «ärckifchem Sold, da« anderemal hieß c«, man müsse für meine Rückreise Geld sammeln. Da» einemal war ich ein fürchterlicher Sozialist und Pctroleur, da« andremal sollte ich mit dem Polizei- lommissär in einer Chaise zur Versammlung gefahren sein und als besonderer Beweis müne« biSmärckifchen AgententhurnS wurde der Umstand hervorgehoben, daß ich in den Versammlungen (natürlich zu meinem Schutz) stet« von Polizeiern und GenSd'armen umgeben fei. Am Tag vor der Wahl ließ Haeffely noch ein große« Mani fest loS, das an alle nur denkbaren Ecken geklebt wurde. theilS sogar über unsere Plakate. Auf unsere Plakate wurde an mehreren vrtcn über den Namen Liebknecht ein gummirter Papierstrcifen geklebt mit den Worten„c'vst un prussien!" Am Samstag Abend wurde auf den Straßen und sogar in Kirchen ein Flugblatt ver- theilt, unterzeichnet„Die Elsässer Liga-, in welchem die Kandidatur Ltebkuecht'S al« eine preußische bezeichnet und ferner noch gesagt wurde, der Polizei-Kommiffär Schmidt habe mir nach der Ver- sammlung in der„Krone" die Hand gedrückt. Als letzter Trumpf wurde den Bauern noch vorgeschwindelt. Liebknecht sitze deswegen, weil cr'auS einer Kirche die .Monstranz" und andere„heilige Gefäße" gestohlen habe! Auch Bürger Weiß ging bei diesem Lügentonzcrt nicht leer au« und sollte gefragt haben, was gezahlt würde, wenn man die Kandidatur Liebknecht zurückzöge. «* Das Wahlresultat wird bekannt sein: Der„Prötestkandidat Haeffely erhielt über 14,000, der deutsche GruneliuS über 1000 »ud unser Liebknecht 335 Stimmen. Eine ziemliche Anzahl von unfern Leuten konnte nicht stimmen, ihr Name war nicht auf den Wählerlisten, diese aber waren schon Äufang Ja uar geschlossen worden. Es sind ihrer Wenige, die vorurtheilsfrei genug waren, dem Sozialtemokraten und„Schwöb" ihre Stimme zu geben, aber diese Stimmen sind doch als ein Kulturdenkmal zu bezeichnen, al» ein erster Schimmer eines schöneren Tages und cS ist mir der Auftrag geworden zu erklären, daß jene Mülhauser Arbeiter, welche Liebknecht ihre Stimme gaben, diesen Mann als ihren Ver- treter betrachten, auch wenn er nicht in Müblhausen gewählt wurde. Sicherlich wird eine nächste Wahl in Mülhausen andre Resultate ergeben, wie damals. Die Mülhauser Genossen haben wir ihr Wort gegeben, eiftigst im Dienste der Sozialdemokratie zu wirken und baldigst in die Reihen der wirklichen Parteirnit- glieder einzurücken. Sie werden ohne Zweifel ihr Wort halten. Zürich, den 9. Februar 1874. Hermann Greulich. Ein« besondere Frage möchte ich an unsre College« in Zwicka« richten. Auch Ihr wäret einmal in unseren Reihen. Ihr tratet ein mit dem Verlangen nach einer GewerkschastSkrankenkaffe. Leider war zu damaliger Zeit de» Kriegsgetümmels wegen ein derartiges Unternehmen zu riskant, und nicht wartend auf beffre Zeiten, zogt Ihr Euch mit dieser für unS nicht stichhaltigen Ausrede muthloS zurück. Aber jetzt. Wißt Ihr nicht, oder wollt Ihr nicht wisftn, daß wir eine allgemeine GewerkschaftSkrankenkasse haben? Jetzt ist Euer Wunsch erfüllt. Wir haben unsre Pflicht und Schuldigkeit gethan und sind verschiedene Einrichtungen der Zeit und den Ver- dällniflen angepaßt, getroffen werden. An wa« liegt e« also, daß Ihr noch immer nicht in die Gewerkschaft eingetreten seid. Wir wollen hoffen, daß diese Aufforderung Euch All« dazu drängt, wieder in unsre Reihen einzutreten und von unsrer neuen Schöpfung Gebrauch zu machen. Thut Ihr das nicht, so müssen wir an- nehmen, daß Eure damalige an uns gerichtete Forderung nur Schein war. Für heute genug. Nächsten« wollen wir ein Wort mit unseren Collegen in der Schweiz reden. A. Schäfer. Allgemeiner deutscher Schissszimmerer-Berein. Die Mitgliedschaften, welche noch zu der zweiten Extrasteuer der WilhelmShavcner restiren, werden ersucht, so bald wie möglich diesen Rest an den Casstrcr einzusenden; zugleich auch von Wil- helmshaven allen Zuzug fernzuhalten. Hamburg, den 11. Februar. W. SohnS, Kassirer. Ferner wird zur Anzeige gebracht, daß Memel sowie Rostock Mitgliedschaften gebildet und sich dem Allgemeinen deutschen Schiffszimmerer-Verein angeschlossen haben. Gewerkschaft der Holzarbeiter. Die Bevollmächtigten nachbenannter Orte werden hierdurch nochmals aufgefordert, umgehend die Abrechnung pro 4. Quartal 1873 einzusenden: Augsburg, Berlin, Berka a. Ilm, Cöln, Eise- nach, Landshut, Neustadt a. d. Oila, Schw. Halle und Pott- schappel. Es ist geradezu unverantwortlich, daß die bereits am 15. Januar fällige Abrechnung heut noch nicht eingesandt ist. Auf die Orte, welchen die Abrechnungen wegen mangelhafter Ausfertigung wieder retour gesandt wurden, werden an die schleu nigste Erledigung erinnert. Neu beigetreten ist Baireuth und Staßfurt. Die Central-Berwaltung. Gewerksgenossenschaftliches» i eu ftiei ihi R i v rrei « aus Gewerkschaft der Schuhmacker. «Leipzig. Schrn rängst hatte ich es mir zur Pflicht und Auf- gäbe gemacht, einmal Rundgang und Aaftage bei unfern ehe- malrgen zur Gewerkschaft gehörigen Collegen zu halten. Jedoch die immeiwährendc anhaltende viele Arbert in meinem Geschäft, andrersertS wreeer den Raum des„Bolksstaat" wegen der Wahl Nill berichte, hielt mich davon ab. Ich hoffe aber dennoch, daß mein fely Mahnruf noch zur reckten Zeit komme» wird und dieser gilt den -" College« in Heilbronn, Cannstadt, Göppingen, WandSbeck, Zwickau, Bamberg, Lohr, Cöln unb Celle i. H. AlS vor einigen Jahren der sogenannte„heilige" Krieg ausbrach und in vorstehenden Städten vnsre College« theilS Alles für verloren hielten, theilS viele zur Fahne einberufen wurden, da versprachen sie, bei besserer und passeutei Gelegenh.it wieder in unsre Reihen mit einzutreten. Ich erinnere hieimit dieselben an ihr Versprechen mit der Bitte, ihre Plätze wieder einzunehmen, also in die Gewerksckaft einzutreten. Coll gen! Die Ihr größtentheilS wieder unter Eure Bekannten lisch und Freunde zurückgekehrt seid, waS hält Euch zurück, wieder in Zisa Reih und Glied mit einzuireten? Die Ihr einstmals von dem esitz Geist der Zusammengehönzkeit beseelt wäret, um mit vereinten Kräften für Besserung und Hebung unsrer Lage, für Menschenrecht ungi und Menschenwürde zu kämpfen, habt Ihr nicht genug Roth und arivi Elend erfahren und erleiden müssen? ist Eure Lage, ist Euer Be- ffuden besser geworden oder schmachtet Ihr in Folge dessen nicht uoch mehr unter dem Joch der Willkür und Ausbeutung? Zeigt und beweist, daß die Strapazen und Alles Erlebte Euch klüger gemacht haben, zeigt und Kweist uns, daß Ihr nicht geistig ver- kommen seid, daß vielmehr die Vergangenheit für Euch eine große Lehre gewesen ist. Ich rufe Euch nochmals zu, die Zeit der Lau- heit und Trägheit ist vorüber, ich ftage Euch nochmals, was habt 3hr jetzt für Ausreden? Alle unsere College«, die damals mit uns e waren, die sogar u sre Gewerkschaft mit gründeten, werden klagend ffuszen, werde» fühlen, in welcher Roth und in welchem Elend sie flch befinden, aber warum haben sie nicht den Muth sich aufzu- - ed raffen. Wißt Ihr nicht, daß Ihr Menschen und als solche an d u Allem Theil zu nehmen berechtigt seid, was daS Leben bietet, „libarum müßt Ihr aber vor Allem es dahin zu bringen suchen, i v o daß Eure Existenz eine bessere, Euer Leben ein menschenwürdigeres ne istwird. Es rst unsre größte Pflicht nnd Schuldigkeit, unsre Nach- uide'kommen vor einem elenden und kärglichen Leben zu bewahren und großtue bessre, aber nicht trostlosere Zukunft zu schaffen. Müßt Ihr ju Alledem nicht sagen: ja, es ist wahr. Nun, aber was zaudert >» zJhr so lange, habt Ihr uichr schon gezeigt und erlebt, daß durch ich«Bereinigung und Eii rgkeit viel, ja Alles zu erreichen ist. Viele einsdon Euch halfen unsre Gewerk chaft, unsre Organisation ins Leben - nitwlsen. Und heute, wo Ihr sagen müßt: Die Lage deS Arbeiters, d-S Kleinhandwerkers ist kerre bessere geworden, könnt Ihr so Birtftleichgültig und kaltbl Uig zusehen, waS sollen wir von Euch :en wenken? Cliq Durch Eure Gleichgültigkeit, durch Sure Theilnahmlosigkeit gejwacht Ihr Euch zum Verbrecher an Euren Collegen, an Euch Stfelbst, an Eurer Familie und an der Zukunft überhaupt. Wenn e zoi�hr klagt und seufzt, so kann man Euch nur antworten: Ihr er uZ°llt e» nicht bisser haben, Ihr verdient eS nicht besser. Euch. dal Kollegen vorgenannter Srädte vor Allen, die Ihr schon einmal 'uchtdii Nothwendigkeit der Organisation gezeigt habt, Euch möchten > P vir als Hemmschuh der Gewerksaast bez-ichuen. Diesen Vorwurf 1 da Ijtnnt Ihr nur dadurch zurückweisen, daß Ihr von Neuem in unsre «ewerkschaft eintretet. E« giebr keine Ausieden mehr, jede Ausrede, nst'kiiße sie wie sie wolle, können und müssen wir nur als Feigheit ) safnb Trägheit zurückweisen. Allo heraus mit der Sprache. Col- irt Äen vorgenannter Städte und Collegen allerorts, laßt Euch unsre Vorwürfe nicht gefallen, holt keine langen„wenn" und„aber" MJ�rvor, sondern zeigt die Thal, durch Euren Beitritt zur Gewerk- zliastchaft. «aus Sft st- gen' ivat nea vies n Correjpondenzen» Leipzig, 12. Februar. Die Frechheit, mit welcher daS„Lcip- ziger Tageblatt" befürwortet, daß auch allen denen daS Wahlrecht entzogen worden, deren Kinder aus Staats- oder Gemeindemitteln unentgeltliche Schule genössen, oder darum nachgesucht, oder für deren Kinder die Schulbeiträge nickt zn erlangen waren, veranlaßt uns, eine kleine Untersuchung darüber anzustellen, wem bei einer solchen Praxis in Wirklichkeit das Wahlrecht genommen zu werden verdiente. Es wir? sich herausstellen, daß Diejenigen, welche dem Armen jeden Groschen, den er auS öffentlichen Mitteln bezieht, als ein Verbrechen anrechnen, wofür ihn der bürgerliche Tod zu treffen hat, in Wahrheit es sind, welche die öffentlichen Gelder für sich und ihresgleichen Thalerweife in Anspruch nehmen und, da sie dre Bemittelten sind, da sie es selbst sind, welche durch ihre Stimmen im Reichstag, im Landtag und der Gemeinde sich die öffentlichen Gelder bewilligen, damit Handlungen begehen, welche sich von einer gewissen Praxis in nichts al« durch den Namen unterscheiden. Es ist bereits im Jahre 1871 durch Bebel öffentlich in einer Leipziger Volksversammlung nackgewiesen worden, und zwar gestützt auf die offiziellen Zahlen deS Leipziger statistischen Bureau«, daß nicht nur der kleine Gewerbe- Beamten- und Arbeirerstand den verhältnißmäßig größten Theil der öffentlichen städtischen Abgaben aufbringt, sondern daß auch bei der Verausgabung der Gelder diese Klasse, also die große Majorität der Bevölkerung, am wenigsten davon genießt, vielmehr die wenigen Prozent der be- sitzenden Klassen es sind, welche den Löwen an theil für sich in Anspruch nehmen. ES wurde festgestellt, daß während für den Kopf der Armen- schüler 8 Thlr. auS städtischen Mitteln jährlich ausgegeben wurden, die Bürgerschüler per Kopf 11, 13, 15 und in der ersten Bürger- schule gar 17 Thlr. per Kopf kosteten. DaS Nicolaighmnasium beanspruchte sogar per Kopf über 30 Thlr. DaS Verhältniß h.t sich durch Gründung verschiedener neuer höherer Schulen seit jener Zeit zu Gunsten der besitzenden Klassen Leipzigs noch verbessert. Wenn etwas die Ungerechtigkeit und Unverschämtheit der Forderungen des„Leipziger Tageblatts" darthun kann, so sind eS diese Zahlen. Wir können aber mck noch mehr dienen. Die Regierung hat für die Leipziger Universität, abgesehen von nahezu 1 Million Thalcr für Bauzwecke, 214,829 Thlr. Zuschuß für das Jahr 1874 gefordert. Die Universität zählt 2900 Studirende gegenwärtig, der Staat zahlt also aus dem Säckel sämmtlicher Steuerzahler für die Söhne der höchstens 5—6 Prozent der Gesammtbevölkerung zählenden Klassen, au« denen sich die Studirendcn rekrutiren, per Kopf 79 Thtr. jährlich. Unter den 2900 Studirendcn befinden sich aber nur ca. 900 Sachsen, die andern sind Ausländer. Die säcksischen Steuerzahler, also vorzugsweise die arbeitenden Klassen, zahlen demnach jährlich circa 150,000 Thaler für die Söhne der«ich sächsischen Bourgeoisie. WaS sagt daS„Leipziger Tageblatt" zu dnser Rechnung? Aber wir können mit noch mehr dienen! DaS sächsische Staatbudzet beansprucht für 1374 für die Volksschulen 380,475 Thlr., die ka'holischen Schulen 13,267 Thlr., ferner für Schulen, die keineswegs nur von den niederen Klassen besucht werden, alS Baugewerkenschule 24,400 Thlr., Werkmeister- schule 12,750, Fortbildung» und Spezialgewerbeschulen 23,150, Ornamenten- nnd Musterzeichnenschule 7300 Thlr., in Summa 466,342 Thlr. Für Unterrichtsanstalten der höheren Klassen sind angesetzt: für Gymnasien und Realschulen rc. 2 6,408 Thlr., Polytechnische Schule in Dresden 52.100 höhere Gewerbesckule in Chemnitz 19,150, Handelsschulen 3000 Thlr., in Sa. 280,653 und unter Hinzurechnung de« JahreSzusckusseS der Universität, epcl. der Gelder sür Erweiterungsbauten, 214,829 Thlr., in Summa 495,437 Thlr. Es werden also für ungefähr 94—95 Proz ni der Bevölkerung 466,342 Thlr. für BildungSzwecke ausgegeben, für die 5—6 Prozent der wohlhabenden Klassen 495,487 Thlr. Der Staat zahlt demnach für jeden Thaler, den er für die Bildung der arbeitenden Klassen auSgiebt, 13 bis 19 Thlr. per Kopf für die Bildung der höheren Klassen. Und nun halte man fest, daß die Steuern, au» denen jene AuS- gaben bestritten werden, wesentlich von den arbeitenden Klassen aufgebracht werde«, um die Unverschämtheit der Forderung de« „Leipziger Tageblatt««", wie die Bescheidenheit, womit sich dre besitzenden Klasse» de» Löweutheil nur aus diesem einzigen Gebiete au« den öffentlichen Kassen de« Staat« angeeignet haben, würdige» zu können. Wie die StaatSzelder von Seiten der Befitzendeu in ihrem Klaffeninteresse ausgenutzt werden, so geschieht da« Gleiche auch mit den Communegelderu. Es besteht nicht ein einziger größerer Ort in Sachsen, wo nicht die Hand voll Begüterter e« versucht und auch durchgesetzt hat, für ihre Söhne und Töchter, wenn«ine besondere Sckule nicht möglich war, so doch eine be- sondere höhere Klaffe mit extra bezahlten Lehrkräften einzurichten, deren Kosten wesentlich der Gemeindesäckel trägt. Da« oben»on Leipzig gegebene Bild wiederholt sich allerwärts im Kleineu und da« gilt selbstverständlich nicht nur von Sachsen, sondern von allen Staaten. Die un« zur Verfügung stehenden Budgetzahlen au« Württemberg, Baiern, Preußen werfen genau dasselbe Ver- fahren nach. Bei solchem Sachverhalt kann nur eine aller Scham und allen Gerechtigkeitsgefühl« ermangelnde Presse Borschläge aus Entziehung des Wahlrecht» aufstellen und unterstützen, wie da» Seitens de« „Leipziger Tageblatts" und ähnlichen Blättern geschehen ist. Hat die liberale Partei die Stirn, diese Borschläge im Reichstag zur Geltung zu bringen suchen, dann werden unsere Vertreter die Antwort nicht schuldig bleiben und beweisen, wer e« in Wahrheit ist, der aus öffentlichen Mitteln Unterstützungen bezieht. Krimmitschan, 10. Februar. Die am vergangenen Sonntag hier im-„Weißen Roß" abgehaltene Arbeiterversammlung war stark besucht, name.rttich waren die Fabrikarbeiterinnen zahlreich erschienen, Auf der Tagesordnung stand:„Die Stellung der Frauen zur GewerkSgenoffenschaft". Diese» Thema wurde von drei Rednern gründlich beleuchtet und erörtert und folgende Resolution in Vorschlag gebracht: „Die heutige Versammlung erklärt: 1) Die weibliche Arbeit ist, sofern sie dasselbe leistet, wie die männliche, ebenso zu bezahlen, ohne irgend welchen Abzug gegen die letztere. 2) Die Interessen der männlichen und weiblichen Arbeiter sind solidarisch, w.Swegen auch beide fest zusammen st'hen müssen in der GewerkSgenoffenschaft, um ihre Interessen in jeder Weise vertreten zu könne»." Nachdem einige Redner für die Resolution gesprochen, wurde dieselbe von der Versammlung einstimmig angenommen. AlSdann ließen sich noch Viele in die Listen der Gewerk«- Genossenschaft einzeichnen, und wurde die Versammlung in der Erwartung, daß sie für die GewerkSgenoffenschaft von dauerndem Erfolge sein möge, geschlossen.(Cr. B. und Bfrd.) Keiöersborf bei Zittau(1. sächsischer Wahlkreis). Mit Recht tadelte eS der„Volksstaat", daß ihm au« dem 1. Wahlbezirk keine Nachricht zugekommen sei, ob unsere Partei da Stimmen erhalten habe. Leider nicht. Die Arbeiter sympathistren wohl mit uns; aber eS fehlt jede Organisation. Wir stimmten deshalb für den Candidaten de« Allgemeinen deutschen Arbeiterverein« Haustein, welcher auch, wie bereit« mitgetheilt wurde, 1,518 Stimmen erhielt. Ztresde». Nach den Anstrengungen'der letzten Wahlcampagne, die ein für un« so ehrenvolles Resultat zur Folge hatten, ver- einigten sich am 1. Februar die hiesigen Genossen zu einem Feste, dessen Verlauf in allen Beziehungen ein höchst gelungener war. Es galt, den 13. GeburtSt g des ArbeiterbildungSvereins zu feiern und bei der Wichtigkeit, die dieser Berein für die Entwickelung der hiesigen Parteiverhältnisse gehabt hat und noch hat, sei eS mir gestattet, den Raum de«„Volksstaat" durch einen kurzen Bericht in Anspruch zu nehmen. Der Dresdner ArbeiterbildungSvereia wurde im Jahre 1861 gegründet und segelte, wie alle da naligen ArbeiterbildungSvereme, lange Zeit im Schulze- Delitzschen Fahr- Wasser. Nach dem Auftreten Lassalle'S wurden zwar einige Bcr- suche gemacht, die neuen Ideen im Berein zu verbreiten; doch hatte die« nur den Ausschluß der betreffenden Peisönlichkeiten zur Folge. Im Laufe der Jahre erstarkte die Zahl der Anhänger des Sozia- liSmuS immer mehr und mehr, so daß nach vielfachen Kämpfen im Jahre 1870 endlich eine Spaltung eintrat, indem die reactio- nären Elemente austraten und den Arbeiter- Fortbildungsverein gründeten, der nur durch Unterstützung des Stadtraths und der nationalliberalen Sippe bislang vegetirte. In den Arbciterbildung«- verein zog nunmehr neue» Leben ein; durch Entziehung der bisher erhaltenen stadträthlichen Subvention auf eigene Kraft angewiesen, vergrößerte er sich mehr und mehr und konnte so, unter Leitung von„culturfeiudlicken" Sozialisten, seinem Zwecke, Bildung zu verbreiten, weit besser genügen als früher. Die Ordnung im Berein, die früher sehr mangelhast gewesen, wurde von den„Fein- den der Ordnung" fortwährend verbessert, so daß die Einrichtungen deS Vereins jetzt als musterhast zu bezeichnen sind. So war eS denn kein Wunder, daß am 1. Februar die Räume des Sch'lleischlößckenS bis auf den letzten Play gefüllt waren. Die durch die Erfolge der letzten Zeit hervorgerufene freudige Stimmung der Theilnehmer wurde d irch das gelungene Arrangement, die Vorträge der Sänger, sowie durch die schwungvolle Fest- rede Julius Motellers nur erhöht. Au« dem durch den ersten Vorsitzenden Dr. Bose erstatteten Bericht über die Thätigkeit de« Vereins, die selbst die„Dresdener Nachrichten" als eine„über- raschend große" bezeichnen, sei nur hervorgehoben, daß der Berein im letzten Jahre 793 Mitglieder zählte und daß die Einnahmen nahe an 1000 Thlr. betrugen. Bei dem dem F-stactu« folgenden Commer« sprachen u. A. Bahlteich, Walster, Radestock, Auer, und ergab eine zum Besten des Wahlfonds vorgenommene Sammlung die Summe von 20 Thlrn. Ein Ball hielt die Festtheilnehmer > och lange zusammen. Dem ArbeiterbildungSverein zu Leipzig, sowie den lieben Genossen in Zürich sei hiermit noch der beste Dank für die telegraphischen Glückwünsche ausgesprochen, und schließ- tich seien die Mitglieder deS ArbeiterbildungSverein« aufgefordert, auf dem betretenen Wege muthig vorwärts zu schreiten und stet« an der Devise festzuhalten, die den Arbeiterstand dereinst zum Siege führen wird, die da lautet: Intelligenz und Organi- sationl 'Nirna, 6. Februar.(Wahlagitation.) Die Bewegung, die bei diesmaliger ReichStazSwahl ganz Deutschland durckzitterte, hatte auch unfern 8. sächs. Wahlbezirk in nicht geringe Bewegung versetzt. Mit geringer Ausnahme galt eS, hier auch theilS noch gar nicht beackerten, theilS seit Jahren brache liegen geblübenen Boden zu gewinnen. Wir haben im Borau« nickt daran geglaubt� unserm Candidaten zum Siege zu verhelfen, uns sollte die Agitation ein Mittel zum Zwecke sein. Wir sind zuftiedea mit dem ge- wonnenen Resultat und freuen uns dessen, da e» ohne alle Orga- nlfation und mit starker Beihülfe der Kleinbürger und Kl-inbauern erreicht worden. Wir haben an allen Orten, wo eS dem Candi- daten vergönnt war, a»fzutreten, eine recht.ansehnliche Minorität, ja in einigen Bauerndörfern die Majorität erzielt. Auch in un- serem Kreise hatten sich alle gegnerischen Parteien brüderlich die Hand gereicht; überall waren die Gegner vollzählig au der Wahlurne s rschientn, lldtrall hatte man die abhängigen Arbeiter von derselben ttogehalten oder doch diese» versucht. Fast in allen Orten find Wahtbeeinflusiungen der gröbsten Art zu verzeichnen, und trotz Aufgabe aller besonderen Prinzipien der gegnerischen Parteien. �rvtz gespendeten Lagerbier» an die Arbeiter, trotz alledem eine Mrnoriiät, vor welcher die Herrn gewaltig erschrocken find. Münchens ernsdorf, 1. Februar. Trotzdem unsere Herren Teppichsabrikanten rheiweise zugestanden, daß da» Vorlegen ihre» Lohntaris» in Uebereilung geschehen und sie nicht geuau berechnet hatten, daß c» bei einem Arbeiter wöchentlich so viel an seinem Lohne ausmache(schöne Rechnerei daS), haben sie wahrscheinlich in der ersten Uebereilung noch eine zwei» begangen, indem sie de- schloffen: derjenige Arbeiter, welcher deu von den Arbeitern ausgearbeiteten Tanf unterschrieben, leine Arbeit wieder erhalten solle. Um nun aber zu zeigen, welche Motrve diese Leute zu einer solchen Handlung getrieben, sei Folgendes mitgetheilt. Ein ge- maßregelter Arbeiter wurde von seinem Arbeitgeber mit folgenden Worten eutlaffcn. Na, da siehst Du, da» habt Ihr von Eurer' demokratischen Geschichte. Als der Arbeiter enigegnete, daß die Demokratie ganz gut sei, erwiderte der Mann: DaS kann aber »ischt sei, Ihr wollt kein Kaiser und König, Ihr wollt nur einen Umfluiz, denn da» steht man ja jetzt. Der Arbeiter setzte entgegen, daß Alle Teppicharbeiter bis jetzt mit dem erhaltenen Lohn zu- frieden gewesen, mithin der Umsturz nur von dem Fabrikanten- bunde provozirt worden sei. Ein anderer Arbeitgeber sagte: Ja, ein Demokrat kann in einer Werkstatt viel Schaden verursachen, denn die Hetzen(er wollte wahrscheinlich sagen, dltse klären) ihre Mitarbeiter nur auf. Wir raihen nun einem Theile dieser Herren zu folgeodcr Fa brikortnung: 1) Jeder Arbeiter hat stet» fleißig zu arbeiten; 2) jeder Arbeiter hat den Unralh, welcher die Werkstall durchfliegt, «affenweise hinunterzuschlucken, damit seine LebenSbedürsniffe sich verringern; 3) kein Aibeiter darf muksen, wenn ihm von seinem Lohne wöchentlich IS biS 20 Gr. abgekürzt werden. Auch soll er nicht rechnen ob eS nicht noch mehr beträgt. Schließlich müffen wir die Parteigenoffen nochmals auffordern, die Gemaßregelten Si unier stützen. Wir haben schon viel Geld zu StrrkeS uud iaßregclungen ausgeschickt. Ist aber eine Liebe nicht der andern wenh? � Gelder sende man ferner au den Vertrauensmann Hartwig Hartmann. �V. Aerlin, 10, Februar-. Im Berliner Arbeiterverein referirte «m Montag den 9. Februar Herr Wobschall über„die sozial- demokratische Arbeiterpartei." ES gehört immerhin ein gewisser Muth dazu, in einem Verein, der im Großen und Ganzen Stein »nd Bein auf Schulze schwört, in Form eines Vortrages die Grundsätze der Sozialdemokratie zu vertreten; der Vortragende erledigte indesien diese Ausgabe in sthr besnedigender Weise. Zunächst erörterte er das Austreten der Arbeiterparteien seit dem Beginn der neuen Aera in Preußen und die Bildung des Allgem. deutschen Arbeitervereins durch Laffalle. Sodann erläuterte der Reflrent ausführlich die Verhandlungen de» Nürnbergir ArdeitertageS und schließlich die Bildung der sozialdemokratischen Arbeiterpattei auf dem Eisenacher Congreß im Jahre IböS. In kurzen Worten erläuterte er nun die einzelnen Punkte de» Programms uud hob hervor, auf da» Resultat der stattgesundenen Wahlen hinweisend, daß ein« Partei, die in einem solchen Zeitraum des Besteherg solche Resultate geliefert, einem jeden Uubesangeuen denn doch ein anderes Urtheil abnölhigen müßte, al» man e» sonst zu vernehmen gewohnt sei. In dieser Beziehung machte Redner zum Schluß daraus aufmerksam, daß da« Austreten der sogenannten Kathedersozialisten, sowie die Brl- dnng des sozial-politischcn Vereins seitens der Hirsch-Duucker'schen Gewer kvereine, wenn dreS Alles auch noch sehr vrel zu wünschen übrig lasse, doch jedenfalls eine Schwenkung nach links, eine An Näherung an die sozialdemokratische Arbeiterpartei bekunde. Es fei hier gleich bemertt, daß m der darauf folgeneen Debatte von den verschiedenen Gegnern aus diesen Punkt durchaus nichts entgegnet wurde. Prinzipiell hatte übrigen» keiner der Redner etwas gegen das Programm einzuwenden und holte man nur die längst abgenutzten Schlagwörter, wie StaalShilse, Selbsthilfe, Bildung, Sparen u. s. w. hervor, von welchen Sachen die Sozialdemokraten durchaus nichts «iffen wollten. Man schien eben nur Opposition zu machen, um nicht in den Verdacht zu kommen, der Berliner Arbeiterverein sei schon ganz und gar sozialdemokratisch. Zwei Redner ater will ich genauer anführen» Herr Tettling brachie die auch nicht neue Anschuldigung hervor, die Führer trachteten nur danach, Krieg uud Revolution und immer wieder Revolution hervorzurufen, er scheint eben wie sein Meister, Dr. Max Hirsch, sich einen Internationalen nur mit Petroleumflaschen vor stellen zu können, leider kamen die ReichStagS-Abgeordneten Geib, Most uud Motteller etwa« zu spät, um diese Schmeicheleien noch mit anzuhören. Doch hatten dieselben noch Gelegenheit, die Rede de«„Würgengel" Nathan(Schlesinger) zu hören. Derselbe thut e» nun einmal nicht, ohne die Geister der„ollen Griechen und Römer" zu beschwören. Besonders ungehalten war er darüber, baß der Volksstaat noch nicht einmal mit der famosen Republik dt» edlen Castelar, den er mit dem alten Eincinnatu» verglich, zufrieden sei. Mit verschiedenen Bruchstücken klassischer und miitel alterlicher Geschichte wies er dann schlagend die UnHaltbarkeit einer internationalen Weltrepublik nach, weil eben, so argumen- tirte Herr Schlesinger, noch nie eine internationale Welt- Monarchie existirt habe, tjnock vrat domonstrundum. An diesen Ausführungen schienen die Zuhörer genug zu haben, eS wurde ein Autrag auf Schluß der Debatte eingereicht. Nachdem der Referent noch die verschiedenen Angriffe der ein- zelnen Redner zurückgewiesen, wurde der Antrag angenommen und die interessant« Debatte geschlossen. ßovurg. Maßregelung.) Seit dem Jahre 1864 arbeite ich im Schnerdergeschäst de« Herrn Kaufmann Ludwig Appel hier. Ein Jahr arbeitete ich durch besondere» Zureden in einem andern Geschäft(Ehrlich) hier. Da aber ein Wechsel der Zuschneider staltfand uud der Krieg von 1870—71 dazu kam, wodurch die Behandlung für unser Einen keine der besten war, so zog ich es vor, wieder zu Appel zu gehen, weil derselbe mir gegenüber erklärt hatte, er kehre sich daran nicht, was feine Arbeiter für Gesinnungen kund geben, wenn nur die Arbeit gemacht würde. Jedoch e« währte nicht lange; der ftühere Zuschneider H. Neidiger etablnfte sich selbst, eS kamen zwei Zuschneider, die aber der eine nicht viel «nd der andere gar nicht» vom Zuschneiden verstanden, und so erhielt daS Geschäft einen Rückschlag. Wa» N-'diger nicht an Kundschaft erhalten hat, haben die zwei Herren hinauSgearbeilet, und das Geschäft Ehrlich steht außerdem noch als größter Eon- cnrrent dem Appel'schen- gegenüber. DaS Geichäft ging immer flauer und ist mit Arbeitern überfüllt, weil Appel immer noch so viel sitzen haben will, um die Blüthc seine« Geschäfts zu zeigen.' DaS geht aber nicht, die Arbeiter, und wenn sie noch so zung find lasseu sich nicht al« Waare auf Lager behandeln llnd bleiben wegen unzureichenden Verdienst nicht lange da. Indem nun in letzterer Zeit solcher Wechsel öfter» stattfand, glaubte der mißvergnügte Herr Prinzipal, den Fehler wo ander» suchen zu müffen, denn der Geschäftsstolz läßt ihn zu keiner andern Erkenntniß kommen. Folglich müssen die Leute, welche nicht bleiben, aufgehetzt sein, und daran find natürlich die Sozialdemokraten und ihre Blätter schuld. So kommt denn Appel beim letzten Fall de» Austritts von ein paar Arbeitern zu mir, nachdem er vorher ein paar junge Leute gegen mich aufzuhetzen gesucht, und sagte:„Sic habe ich in Ber- dacht und Sie sind Derjenige, welcher durch sein Parlamentiren und durch sein Politistren die Leute aufhetzt, so daß mir in Folge deffen Niemand mehr bleibt. ES wäre mir lieber, wenn Sie gingen!" Ich nahm eS mit ziemlicher Ruhe auf, aber ich wollte mich doch nicht unnöthiger Weise als Hetzer hinstellen lassen, und erwiderte einiges, aber Widersprch kann ja der gute Mann nicht vertragen, und so sollte und mußte ich denn gleich gehen. Unvermuthet kam eS mir eigentlich nicht, denn Appel fürchtet sich vor SlrikeS, weil er sich bewußt ist, daß er feit dem letzten Jahre nicht der beste, sondern der schlechteste Lohnzahler ist. Der jetzige Zuschneider Karl Hertel aus Zwickau ist nicht besonders freundlich gegen die Arbeiter, in letzterer Zeit aber besonders fteundlich gegen den Prinzipal. Er steht bei den Arbeitern in Verdacht, dem Prinzipal alle Gespräche zu hinterbringen, welche in der Werkstatt zum Wohl der Arbeiter gepflogen werden. Sozialdemokraten kann eben weder Apppel noch Hertel leiden, entfernt man den radikalsten, wüst ihn mit Frau und Kinder aufs Pflaster, so sehen die andern ein Exempel statuirt und werden sich schon ducken, werden keine Volks- Versammlungen mehr besuchen, worauf jetzt besonders hinzudeuten ist, weil es auf die Wahl zugeht, werden den„Bolksstaat" nicht mehr lesen, auch in der Werkstätte nicht mehr über die soziale Frage sprechen u. s. w. Auf einmal wird dann da» Geschäft, welche» sich von 18—20 auf 7—3 Mann reduzirt hatte, wieder blühend. Denn nur die Sozialdemokraten haben e» herunter gebracht! So die Bourgeoislogik des Herrn Appel. Als ich neulich Appel ersuchte, mir einen Thaler Vorschuß zu geben, sagte er, er gäbe keinen Arbeiter mehr Vorschuß, die Arbeiter wüßten sich überhaupt nicht einzurichten! Die Arbeiter bei Appel verdienen aber daS ganze Jahr 250 bis höchstens etwas über 300 Gulden, und da müssen Frau und Kinder helfen. Nachdem sich Appel offen als Feind der Sozialdemokraten erklärt hat, so kann ich nicht unterlassen, alle Collegen, welche GesinnungSge» offen sind, vor diesem Geschäft zu warnen. Mit sozialdemokratischem Gruß Friedr. Göpfert. Augsburg. Die Wahlschlacht ist vorüber und können wir mit dem Ergebniß zuftieden sein. Wir haben während der Wahl- bewegung 18 Volks- uud Wählerversammlungen abgehalten. Die- selben mußten immer auf Samstag Abend oder Sonntag verlegt werden, da eS an Rednerkräften mangelte. Statt Flugschristen ließen wir wöchentlich ein Wahlblatt(„Der Volksvertreter") erscheinen: Es mag mancher unserer Gesinnungsgenossen ein besseres Resultat von Augsburg erwartet haben, allein der Wahlkamps war hier ein verzweifelter. Die liberale Partei lies kein Mittel unversucht, sich vor der Niederlage zu retten; der hiesige Bürger- meister(Fischer, der Einäugige) war ihr Kandidat; der ganze Polizeiaparat wurde in Bewegung gesetzt, Polizeidiener mit Stimm- zetteln in- und außerhalb des Wahllocal» postirt, Omnibusse durchfuhren die Stadt mit Plakaten:„Für Fischer", liberale Fa- brikanten und Fabrikdirektoren wurden in Arbeiterdistrekten als Wahlvorsteher bestimmt. Vor den Wahllocalen standen Fabrik meister mit liberalen Stimmzetteln, um so jeden Arbeiter zu con- troliren, und so kam e», daß viele Arbeiter gar nicht wählten. Trotz alledem ist unsere Stimmenzahl seit der letzten Reichstags- wähl um daS Fünffache gestiegen: 1871 hatte unser Kandidat Franz 280 Stimmen und Most 1874: 1609. Zucem ist der Liberalismus hier nun gründlich abgethan und mit dem Ultramon- tanismus, der sich ohne genialen Culturkawpf nie mehr so hätte ausraffen können, werden wir auch fertig werden. Wir lassen hier die Abrechnung, wie sie von den Revisoren deS WahlkomitvS revidirt und riedlig befunden wurde, für unsere AugSburger Gesinnungsgenossen folgen: Einnahmen 521 fl. 20 kr.; bestehend in fteiwilligen Beiträgen von verschiedenen Korporationen, sowie von einzelnen Gesinnungsgenossen, auS dem Erlös deS „Volksvertreter" und auS freiwilligen Beiträgen in BolkSver- sammlungen: Ausgaben 508 fl. 12 kr.; für Herstellung des „Volksvertreter" und für sonstige Agitationskosten, Bilanz, Ein- nahmen: 521 fl. 30 kr., Ausgaben: 508 fl. 12 kr., Aktivbestand: 13 fl. 18 kr., welcher Ueberfchuß dem Vertrauensmann der Partei übergeben wurde. I. EndreS, Kaj sirer. Revidirt und richtig be- funden. Augsburg, den I.Februar 1874. Die Revisoren: Con- rad Hirsch, Christoph Sheller, Friedrich Hörauf. Zu dieser Ab- rechnung ist noch zu bemerken, daß in der AuSgavesumme von 503 fl. 12 kr., 10 Thlr. enthalten sind, welche daS hiesige Wahl- comits an die Parteiwahlkaffe sandte, ferner 40 Thlr., die für ein baldigst zu gründente» Preßunternehmen refervirt sind. Außerdem hatten die hiesigen Parteigenossen von der letzten ReichStagSwahl noch Verpflichtungen im Betrag von 40 Thlr., welche nun ebenfalls bezahlt sind, wir können also sagen, daß daS Resultat der Wahlbewegung auch in materieller Beziehung ein glänzende» ist. In agitatorischer Beziehung können wir ebenfalls zufrieden fem. Der„Volksstaat" wiid durch die hiesige Filial- expedition in 220 Exemplaren verschleift. Da» sozialdemokratische Wochenblatt in Nürnberg in 300 Exemplaren. Der Schriftenver- trieb gebt ausgezeichnet. Die Parteimitgliedschaft ist aus nahezu 200 Mitglieder angewachsen und so können wir getrost der Zu- kunft entgegensehen, sie wird unS manche Verfolgung, aber auch den Sieg der Arbeitersache bringen. 8 Uhr: l8. Febr. Abends halb lunnijlpaier Wählervcrsammluust in Lanq e'S Restauration.— T.-O.: Die ReichStagSwahl. Referent: Hr. Wilhelm Bracke, Kaufmann au« Vraunichweig. Da« Somitö. H tili«rbeiteriildungSverein. Sonntag: 1—3 Uhr Zeichnen. Montag: Gesang Turnen, Stenographie, Rechnen. Dienstag: Deutsche, englische und franzöfiche Sprache; Schönschreiben. Mittwoch: Diskussion oder Bor- trag. Donnerstag: Gesang, Stenographie, Turnen, stanz. Sprache. Freitag: Buchsührung, engl. Sprache, Wechselkunde. Sonnabend: Bortrag oder Dtskusfion. Fond zur Wahl Bracke's. B. Arnstadt 10 Tvlr., R. n. R. B. in Breslau 1 Thlr., H. Htbrnk Bielefeld 5 Thir„ L. D. S. w Z. Thlr. 1 15,«. R. M. 1 Thlr., ge- sammelt von den Setzern der„Nordoeutschen allgem. Zeitnng" und de« „Preußiseden Staatsanzeiger»" durch F. R. Thlr. 9 3 5, Lske Jnowraclaw Thlr. 1 10, von Ardeitern der Schmidt'schen Möbelsabrik d. Klsindrf in Tain Thlr. 3 15, H. Gumprecht Berlin 1 Tvlr., Stebach Annweiler i. d. Pfalz 20 Gr., E. Spingler Bruchsal 1 Thlr., H. B. hier 1 Thaler, Mitglieder de« soz.-dem. Arbeitervereins in Lembach 13 Gr., von Ge- sinnangSgeuossea gesammelt in einer hiesigen Jnstrnmentenfabrik Tvlr. 5 8 5, von Parteigenossen in Marstaustädt Thlr. 6 18 5, v. Bhl hier Gr. 8 5, von Drchsl hier Gr. 5 5. GcnoffenschaftSbuchdruckerei. Antheilscheine bez. Antheilquittaugen erhielten serner: In lZhrenseld bei TBln 10 Thlr.__ Briefkasten der Redaktion. R. Schm. in Slverseld: Wir können Ihnen die Gründe, weßhald der Artikel nicht erschienen, nur brieslech auseinander- setzen und biuen desthald um Ihre Alresse. Nach Freiberg: Wir werden Ben Pfaffen von Tor radSvors verarbeiten. Da» Blatt«> halten Sie zu- rück. Fr. Oesterreich in Siollderg: Wird besorgt. Gruß!<5. B in Btilin: Bei erster Gelegenheit. Gruß! Sch. in Berlin: In der nächsten Nummer. E. W. in RonSdors: Dank für die Auskunft. F. A. in Berlin: In nächster Nummer. Metzner in Berlin: Brief folgt. der Expedition. B. Klmm hier Schr. Gr. 19 2. Knblch hier Sehr. Gr. 5 5. Pfldrr Tübingen Schr. 18 Gr., Ab. Jan. Febr. 16 Gr. Arb.-Lerein Thonberg Ann. 18 Gr. Rchtr hier Schr. Gr. 27 5, Ab. Gr. 1? 5. Sstdhff Gröningen Ab. 1. Qu 16 Gr. R. Wgnr Wien Ab. und Schr. 10 Thlr. Wgnr Erlangen Schr. 3 Thlr. Pl. Groß-SchSnan Schr. Thlr. 1 7. Hfflr Berlin Schr. 9 Gr. Phl Schreiberchau Schr, 11 Gr. Bchhm hier Schr. Gr. 10 8. A. R. M. Ab. 2. Qu. Thlr. 1 5, Schr. Gr. 5 4. Klssdrs Cöln Ab. 11 Gr. Metallarbeitergewerkseh. Berlin Ann. 20 Gr. Servach Auweiler Ann. 10 Gr. Metallarbeiter- gewerkschast Braunschweig Ann. Thlr. 2 9. Grtz Weimar Ann. 4 Gr. I. Wind Essen Schr. 6 Gr. Hdlch hier Schr. Thlr. 1 6. Anzeigen:c. Sozialdemokratische Arbeiterpartei. tiuwvuuifl Samstag, den 22. Feoruar, Adenv« 8 Uhr: Ber« sammlung in der Schützenhalle. I. A.: G. Stollberg. ttt Metallarbeiter-GewerkSgenossenschaft. «JlLllU Jeden GonnaBend, Abenvs 8 Uor, findet bei Macke, Auguststraße 80, Gesellige Zusammenkunft statt. Der„Bolksstaat" liegt aus. D. B. tfkflsn Diejenigen Parteigenossen und hiesigen Abonnenten welche den �!Z-4>Us Roman am„Webstuhl der Zeit" vollständig haben wollen oder das„Kapital" von Marx, sowie den„Leipziger HochverrathSprozeß", wollen dieserhalb den Unterzeichneten Mtiheilung machen, ebenso werden alle Sorten sozialdemostatiseher Schriften aus Berlangea pünktlich besorgt. Ferner ersuche ich Diejenigen, welche noch Schriften an Kröger zu zahlen haben dieses sofort zu thun, damit die Abrechnung geregelt werden kann. _ G. Heinrich«, gr. Griechenmarkt 52». Arbeit8-& Wohnungsnachweis von C.J.Evant, � � im Arbeiterbildungaverein, Falrnstrasae 20. siN. . 2/ �<�1. [Sil ■IfVttlitet Schueidergehülfcn Leipzigs uild ttmgegeu!,. Tnjljlg Bersammlnng Mittwoch, den 13. Februar, Abend» 8 Uhr. bei Jabin, Turnerftr. 3. T.-O.: 1) Gründung eines AroeiiS-Nachweisung«. Bureau». 2) Ua- ser Berhalten der GeichäftS-Krisi» gegenüber. 3) Rechenschasts-Bericht. 2a- Das Eomiiv. UAttuitt Sozialdemokratischer Arbeiterverein. Freitag, den 20. Feoruar, Abend« 8 Uhr, bei Ja bin, Tumerstraße 3.— T.-O.: Soz.-pol. Wochenbericht. Ref. Rauscher. Reichstaaswahl im 13. Wahlkreis. Gäste willkommen. zugleich wird hiermit den Mitgliedern bekannt gemacht, daß laut Beschließ der geschlossenen Mitgliederversammlung vom 11. ds«. die Erhebung einer Extrasteuer von 2 Gr. 5 Pf. für die Monate Februar März u. April angeorvnet ist. Der Borstand. Der Arbeiterbildungsvereiu feiert Sonnabend, den 21. Feoruar tu den Räumen der„Tonhalle" sein 13. Stiftungsfest, bestehend in Jahresbericht vom Vorfitzenden, Festrede vom Neichstags- abgeordneten A. Geib au« Ham-urg, Bokal- u. Jnstrumentalkonzert 0. Ball. Freunde und Gönner de« BereiuS find zu zahlreicher Theiluahme freundlichst eingeladen. Der Borstand. 3a.* Sonnabend, den 28. Februar: �JIUUOUU Allgemeines Arbciterfest im Palmensalou. Bestehend in Toncert, Festrede gehalten von Most und Ball. Ansang Abends 3 Uhr. Enlrv 2>/, Gr Die Berliner Genossen find fteundlichst eingeladen. Da» Tomitö." Soeben erschienen Lieferung 4 und 5 von Ein Jahrhundert der Revolutionen. Preis pro Lieferung 5 Gr. Daselbst ist auch zu haben: Das Haftpflichtqesetz. Prei» pro Expl. 3 Pf., 25 Expl. 5 Gr. Ferner: Juangural-Adresse der internationalen Arbeiter-Association vom 28. Sptbr.!864. Pret« pro Exemplar 1 Gr. 12 Exemplare 10 Gr. Die Expedition de»„Bolksstaat." Die höhere Fachschule der Stadt Einbeck Mafchinen- u. Mühlentechniker beginnt den Sommeremr» am 14. April. Zweck der Anstalt ist, tüchtige Maschineningenieure und Werkmeister auszubilden, sowie miUuirpflichtige Studerende zum einjährigen Freiwilligerdienst vorzubereiten. Prospekt« gratis uud ftanco. Anfragen und Meldung nimmt entgegen (H. 0745) der Direktor: Dr. Kirchner. Arbeits-Hosen. 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