J «dl N« Sei« Zchc St. an* jeV tt Mi (9- 'ß. rita* an. n >r it Ve« «ach met« Bet iß de nd. Büch ert. ibt, hllreil and., Erscheint in Leipzig Mttwoch.Freitag, Sonntag. Bestellungen nehmen an all« Postanstalten u. Buchhand- lungen des In- u.AuZlandes. Filial-Expeditionen für die Bereinigten Staaten: F. A. Sorge, Lo* 101 Hoboken, S. J. Wm. Lueders, 409 Haystr. Chicaaa, JH. Peter Haß, S. W. Corner Third and coates str. Philadelphia. Hbonnrmtnbptrii: Mr Preußen incl. Stempel- steuer 21'/, Sar., für die übrigen Deutschen Staaten 16 Sgr. pro Quartal. Monat,- Ad«unement, werden bei allen Deutschen Postanstalten auf den 2ten u. 3ten Monat und auf den 3 tat Monat besonders angenommen, im Kgr. Sachsen u. Hrzth. Sachs.-Altenburg auch auf den l tsn Monat ä 5>/z Sgr. angenommen. OrgandersozialdemokrattschenArbetterparteiunddermternattoMlenGewerksgenossenschasten. Inserate, die Abhaltung»ou Partei-, Bereins- und Volksversammlungen, sowie die Filial- Expeditionen und sonstige Partei-Angelegenheiten betreffend, werdm mit 1 Sgr.,— Privat- und Vergnügung«- Anzeigen mit 2 Sgr. die dreigespaltene Petit-Zeile berechnet. «r. 24 Areitag, 27. Aeöruar.d 1874. 4« Abonnements auf den„Bolksstaat für den Monat März zu 5'/» Silbergroschcn werden bei allen deutschen Postanstalten, für Leipzig pro Monat zu e.Ngr. bei der Expedition. Zeitzcrslraße 44, und bei dem Col- porteur Müller; für die Umgegend von Leipzig bei den Filial- expeditionen: für VolkmarSdorf, Reudnitz, Neuschönefeld Jt. bei O. Stclzcr, Reudnitz, Kapellengasse 11, 2 Tr., für Plagwitz und Lindenau zc. bei Frau Hohe, Roßmarkt Rr. 9, in Blindenau, für Connewitz je. bei Tcubert, Bornaische Straße 197, für Kleinzschocher und Umgegend bei Fleischer, Nr. 87 daselbst entgegengenommen. Für Berlin wird auf den.Volksstaat" monatlich für 8 Sgr. frei in's HauS adonnirl, bei Trautmann, Engelufer 6i>, 4 Tr.; Görges, Wcberstr. 32; Rub enow, Brunnenstr. 34 im Laden; Mehner, Elisabcthkirchstr. 1; Bogel, Prinzenstr. 61. Parteigenossen! einlüdet nicht, auch fernerhin allerorlS nach Kräfte» zur Weiterverbreitung deS Parteiorgan« beizutragen. Die Kedaktio« und Erpedition des„Noldsstaat�. Parlamentarische Studien. n,. Berlin, 20. Februar 1874. 6e u)»Kladderadatsch" hatte zum 5. Februar den Reich«boten r B»»Willkomm" gewidmet, der besonder« den Sozialisten die Sprack Wunder de«»praktischen ParlamentircnS" anpreist, und wenn wir tb eü schon im Voran« den Parlamentarismus al« eine Institution sw.s mnuteu, die leicht den Schein über da« Wesen sich erheben läßt, so haben wir doch den wahren Sinn der Kladderadalsch-Prophe- . zerhung erst ganz klar ersaßt, nachdem wir gistern und heute bei _" der ersten Lesung des sogenannten» ContraktbruchgesetzeS" , da« vierblänrige Kleeblait(Symbolum der Ritter vom Geist) die Herren Abgeordneten Bamberger, Lasker, Schulze und t sich Duncker haben reden hören. Herr Bamberger eröffnete den Reigen mit einer parlamen- sgr b tarijchen Galanlet ie, die zugleich eine treffliche Beleuchtung jene« .& Selbst b.wußiskiu« ist, da« man am richtigsten die»Herrscherkrank- heit" nennen müßte, während Herr Lasker, der Gesetzgeber von il« z> Geburt, die»herrtiche Materie" der Borlage, sllr bevorstehende Rarl �otinalgesepgibulig gerettet wissen will. Herr Schulze(stüher - 1 Delitzsch, jetzt) Wiesbaden, will nicht mit aller bisherigen Ordnung f gebrochen wissen, indeß das sinkende Kleinhandwerk retten, jedoch Z*• nicht durch Ausnahmegesetze und tröstet gegen sozialtstische Aus- ieht, schrcitungen met der künftigen Bereinsgeseygebung! Herr Duncker aber schloß seine ahnungSschwerc Dissertation mit einer donnernden Pauke gegen die Sozialdemokraten, die er auffordert, ihm ein Bündel Fragen zu beantworten, und denen er mit drohend ge- . Ms schwungenem Spitzsinger zuruft:»Ich warne Sie meine Herrn!" -ergiU Alle— die zwei Größen der beherrschten»Mitherrscher",(die »mit« Herren B. n. L.) sowohl, als die beiden Recken der herrschaflS- Pr» Erlangenden Feinde deS absoluten Herrscherthums(die Herren i ers» Sch n. D.)— Alle scheinen Gegner der Voilage zu sein. ./ Es wüst ein zu iiiieressantes Streift cht aus diese köuigl. kai- srrlich allergetreueste Opposition, als daß wir versäumen dürften, chre parlamer, tauschen DematkationSlinien(Abgrenzungstlniev) beuilicher hervorzuheben, und die Arbeiter»erben hiernach zu kriu essen vet mögen, wie weit mau ungefähr geneigt ist. ihre Theit- oahme an der Gesetzgebung gerne geschehen zu lassen. Herr Bam- orrger meinte nämlich in setner nahezu einviertelstüudigen Emleiiung »Zur Sache", daß die Majorität des Reichstags sich der(loziali- stachen?) Minorität gege, über in der Lage eines Hausherren Lssr. oestitbe, der gewisse Rucksichten auf:einc Gäste»u nehmen habe. kleiner diese Minorität sei, desto weitergehende Rücksichten . wü,det, am Playe sein. Aber et sei zu erwarten, daß die Mino- ruät ihrerseits auch Rücksicht auf solche Umstände nehmen und kio.°ustlbiN würdigen weide, eingedenk des HauSiechlS, das der Haus- -��uerr enischieren zu üben berechiigt sei.— So ungefähr der Sinn trch it �smbergdr'schen Ansprache.— Wie nun, wenn wir diese jeden- :butdll?� zunächst die Retepeiheit vor der Majorität im Reichstag Sti�'tndc Darstellung der Rechte und Pflichten der Mino itäten bssevi�niragen wollten, auf den weiteren ifrciS ihre« gesttzgeberischen e Aust Gerüsts? Wie, wen» wir daiauS folgern wollte», daß eS in den lalls» Augen des Parlamentarismus ein Capualverbrechen fein dürfte, ttr Minorität zu sein!?— Wie, wenn Herr Bamberger mit •ststw:„Noli turbare eircnlo« meos"—(„Durchkreuze mir meine Pläne nicht- in'? Parlamenlsdeutsch übertiagen)— sagcn� wollte: Gäste eines Hausherrn seien verpflichtet, allen seinen Schrullen Rechnung zu tragen? Giebt e« doch Leute genug, die außer Fassung gnathen, wenn mau sie daran erinnert, daß»hinter dem �krg" auch noch Leute wvhmu, die Rechte haben. Und— Par- '°wentarier gnbl es, die es mit Hellem Lachen begrüßen, wenn e« »Ter oder jener Sozialdemokrat hat das Wort!"— Rollte Herr Bamberger nur die Form gewahrt wissen, in der *->» ZUM Hausherrn zu sprechen habe, dann war et besser, er höite zunächst eine bessere Fo.m gewählt, der Minorität zu sazcn, Jj.®» sie unwillkommene Gäste seien. Und das glauben die Sozia- »Mn herzlich gerne. 3vdeß die Sache liegt nebendem noch anders: .»Tie bürgerliche Gesellschaft und ihre Erhaltung erheischt Bor- 'vningen, die in der Form der Contraktbruchgesetz Borlage den ajpe,re® Hausherren zwar nicht genehm, aber im Wesen desto -—"�wendiger erjcheiren und darum der zarte Eifer, der Opposition � parlamentarijchen Beißkorb fester anzuschnallen, welchen Herr ikrad! Bamberger in der»Rede-Ordnung" besten« vorgesehen weiß, die einfach lautet:„§ 39. Kein Mitglied darf sprechen, ohne vorher das Wort verlangt und von dem Präsidenten erhalten zu haben." Wir können uns lebhaft vorstellen, wie peinlich eS einem gott- gläubigen Hausherrn sein mag, der GotteSteuguer oder Ungläu- bige zu Gaste hat, und so begreifen wir auch leicht, wie fden Vertretern der bevorrechteten Gesellschaftsklassen und ihrer Stau- deSinteressen zu Muthe ist, wenn sozialistische Gesichtspunkte vor- getragen und vertheidigt werden sollen. Herr LaSker meint zwar vom hohen Pferd gesetzgeberischer Un- fehlbarkeit herab, daß, wer so nicht wolle, wie er als Mund der 'Majorität, nur den Grundsatz haben könne:„AlleS muß ruinirt werden", indeß Herr Schulze dafür sterben wird, daß die alten Röcke des kleinen Handwerks keinen neuen sozialistischen Ueberzug erhalten, sondern vielmehr im Assoziationswege der Selbsthilfe ausgebessert werden müssen. Mit dem reichen statistischen Mate riale des Verbandes deutscher Genossenschaften überführt er alle Anti-Schulzianer, daß eS lächerlich sei, mit dem Sozialisten Hassel- mann von Sklaveiei der Arbeiter zu reden, wo dieselben im Besitz des allgemeinen direkten Wahlrechts und in der Lage feien, aus etwa 45 Millionen alter Röcke mindestens 3 Millionen ganz an- ständige Handwerkskittel zusammenzuflicken. Die von den Arbeitern freiwillig eingegangenen ArbeitScontrakte sind ihm unverletzlich, wie die Ehre der Arbeit, die wir Alle wollen und die Borbedin- gnngen des freien Willens bei Abschluß der ArbeitScontrakte sind ihm ebenso bekannt, als die freie Lage der umS Brod con- trahirenden Arbeiter, die wir alle send, wie Herr Schulze meint. Schade, daß Herr Duncker nicht einiges Licht in diese« volkSwirthschaftliche Dunkrl brachte. Wir folgten seiner Rede mit großer Theilnahme und hätten gerne einige seiner brennenden Fragen von den Sozialisten beantworten hören, wenn nicht nach tz 44 der Geschäfts- resp. nach dir Redeordnung„demjenigen Mitgliede nur das Wort ertheilt werden müßte, welches nach Er- öffnung der Diskusston oder nach Beendigung der vorhergehenden Rede zuerst darum nachsucht. Die Soziallsten scheinen noch darüber im Argen zu liegen, ob man sich schriftlicki oder mündlich zum Worte melden muß, und ob unter der»Beendigung der vorhergehenden Rede" auch eine Rede gemeint sein kann, die TagS zuvor und'zu einer anderen Vorlage gehalten ward, als die, zu welcher das Wort erwünscht wäre. Dies indeß nur nebenbei, denn man könnte uns sonst ein- halten, daß ja der Sozialdemokrat Hasselmann die Standpunkte der Minorität genügend vertreten habe. Herr LaSker ließ sich darum auch nicht genügen, seine kritische Polemik tadelnd auf die Motive der Vorlage und lobend aus einige Paragraphen des „ContraktbruchgesetzeS" auszudehnen und zu beklagen, daß man m:t der Vorlage daS von ihnen(den Nationalliberalen) vor Jahren in der Gewerbeordnung mühevoll Geschaffene wieder vernichten wolle; er anerkannte sogar den sozialen Rahmen, innerhalb dessen dieS Gesetz seinen Ursprung habe und verunheilte daS Ge- bahren solcher Gesetzgeber, die zur rohen Gewalt neigen, als ob seine Knüppeltheorie au« den Annalen des Parlamentarismus ebenso, als auS dem Gedächlniß Aller verschwunden wäre.„Die größten Schreier sind die unschädlichsten," sagte Herr LaSker ferner mit Hinweis auf den provokatorischen Theil der Rede des Abgeordneten Haffelmann und wir haben in der That Nichts bei- zufügen, als unsre beste Gratulation zu so staunenSweriher Er- kcnntniß des Richtigen. Wenn Leute bei der Gesetzgebung sich darauf beriefen, der alleinige Ausdruck der Arbeiteriiilereffen zu sein, während doch zur Genüge bekannt sei, daß sie selbst keineswegs Arbeiter, sich vielmehr nur einer Bewegung aufgediängt haben, die sie in ihrem Smne ausnützen wollten, so sei eS entschieden geboten, solchen Ausschreitungen fest entgegenzutreten, meint Herr Lasker.— Dem Sinne nach in derartigen allgemeinen RedenSatten, erging sich der Mann, der im Parlament keine BolkSversammlungSreten hören will, und wenn er also zuletzt neben seinen hinkenden jm istischen Parallelen, die selbst bei einigen älteren Herrn Nalionalliberalen ein bedenkliches Kopfschütteln hervorriefen, auch Gemeinplätze citirte, wie der vom»öffentlichen Interesse" und der bedrohten„gesell- schaftlichen Ordnung", die ja Herr Bamberger schon genügend auSgctteteu hatte, so beweist dieS abermals, daß der Pater der »Haftpflichtgesetz- Verbesserungen"(!?) über das ABC-Buch der spießbürgerlichen BolkswirthschaftSlehre so weit hinaüS ist, als Herr Schulze über die Widerstandskraft der Selbsthilfe.— Der Großindufttiellc Herr Stumm hielt eine Lobrede auf seine Arbeiter, die eine Ehre darin suchen, keine Blutsauger auS Strike- lassen zu mästen und keine sozialistischen Blätter zu lesen. Der „Schloihjunker", den Herr Haffelmann TagS zuvor ganz allgemein losgelassen hatte, schien den Herrn Stumm sehr herb gestimmt zu haben, und obschou er»on der GesetzcSvorlage eiklärte, daß sie weit eher zu Ungunsten der Arbeitgeber laute, wünschte er doch, daß ein ähnliches Gesetz auch beiresfs der ländlichen Ar- beiter baldigst geschaffen werde. Welche Grvßmuth! Bon Seiten der Soziald.mokraten hatten sied außer Haffelmann noch Motleler und Bahlteich um'« Wort gemeldet, da indeß daS Präsidium die Sozialisten atS eine Fraktion aufzufassen beliebt, wuide nach Haffelmann kein Sozialdemokrat mehr zum Wort gelassen. Herr»Rath Müller" trat auch noch für's bedrängte Kleinhandwerk ein, seine Rede war kräftiger im Bortrag, als in der Wirkung. Die Gesetzeövorlage wurde schließlich an eine Commisswu ver- wiesen, i» die, wie bekannt, vieleicht ein Sozialist zu Gaste geladen, resp. durch besondere?— Entgegenkommen der Nationalliberalen gewählt werden wird, denn nach der Zahl der Sozial- demokraten können diese bei keiner Wahl in den Abtheilungen einen Vertreter ihrer Prinzipien durchbringeu. Wir beneiden den Aus- erkorenen keineswegs und befürchten kaum, daß er die Ablehnung des Gesetzes oder dessen theilweise Umänderung im radikalen Sinne wird bewirken können, wenn die Herren des Reichstags es ander« beschlossen haben sollten. Möglich, daß der Geist LaSkerS die Stimmen lenkt und die treffliche Materie fttr'S Criminalrecht in die nächste Session hinübergerettet wird, um dann dort ihre Auf- erstehung zu seiern; möglich ferner, daß es alsdann bald vyn »Munde zu Munde ertöne» wird: das„Contraktbruchgesetz" ist todt, eS lebe das künftige„VeischwörungSgesetz" nach englischem Muster! Wie eS aber auch kommen mag, wie sie sich auch dehnen, recken und wenden mögen, die modernen Parlamentarier, die soziale Revolution, die ihren Ursprung in der WirthschastSlehre der gegen- seitigen Ausbeutung hat, nimmt ihren unerbittlichen Fortgang, und selbst die Gesetz gewordene Willkür kann ihr nicht widerstehen, wird ihr weichen müssen. Stauungen, die der gewaltigen Sttö- muik der nach wirthschaftlicher und politischer Freiheit verlangenden Gesellschaftsmasse künstlich bereitet werden, können sie nicht mehr von dem Ziele abhalten, nach welchem sie dem Naturgesetz der Schwere folgend mit mathematischer Bestimmtheit Hindi äugen, und wenn Herr Baron von Minnigerode gelegentlich der Debatte auS- rief:„Wer Wind säet, wird Sturm ernten", so können wir heute erwidernd schließen:„Wer Capitalismus säet, wird So- zialiSmus ernten!" Politische Uebersicht. —„Deutschland hat daS Recht einer gebildeten Na- tion überschritten"(durch die Annexion von Elsaß Lothringen), sagte der Elsässer Abgeordnete Teutsch in der skandalösen Reichs- tagSsitzung vom 18. d. M., und wegen dieser Aeußerung wurde er von Hrn. Forckenbeck, den die Lorberen deS verflossenen Sim- fon nicht schlafen lassen, zur Ordnung gerufen. Teutsch hatte offenbar sagen wollen:»einer zivilisirten Nation", und in dem Bestreben deutsch zu sprechen, vergessen» daß wir für das wälfche Wort„zivilisirt" leinen deckenden deutschen Ausdruck habe». »Das Recht einer gebildeten Nation" ist nun freilich auch„überschritten" worden, und zwar durch die angeblichen Vertreter d«S deutschen Volkes; ist„überschritten" worden in der Reichstags- sitzung vom 18. d. d. M. Das Benehmen der ReichStagSmajv» rität, während Teutsch seinen Protest verlas, kann der politische Schönfärber vielleicht als„patriotisch", als„national", al«„ge- sinnungstüchtig", als„entschieden und kräftig" bezeichnen,— es gebildet zu nennen, wird selbst„unser Braun" sich nicht er- dreisten.„Heiterkeit",„Gelächter"— das war der Empfang, de» der„deutsche Reichstag" den abgesandten VerttauenSmännern der neu erworbenen Reichs lande zu Theil werden ließ, das war die Antwort, die einzige Antwort, die er dem Protest gegen den Menschenschacher im Großen, der Berufung auf daS Selbstbestun- mungsrccht der Völker, der Hindeutung auf die nothwendigen Folgen des an Elsaß und Lothringen verübten Gewaltaktes ent- gegenzusetzen hatte. Und was die„Heiterkeit", daS„Gelächter" des dentsipen Reichstags ist, daS wissen wir zur Genüge durch die Berichte unserer eigenen Abgeordneten. Die„Heiterkeit" war ein« allgemeine; sie beschränkte sich nicht auf die„nationalen" Reick/S- tagSmitglieder. In der„Norddeutschen Allgemeinen Zeitung"(vom 20. Febr.) lesen wir:„Herr Teutsch wollte rühren, und verstand nur wiederholt daS minutenlange Gelächter des Hauses herauszufordern, in welches(nämlich das Gelächter, nicht vaS HauS) auch der gesammte Bundesrath herzlich einstimmte." Man vergegegenwärtige sich die Szene: Das folgenschwangerste Ereigniß der neueren Geschichte wird dem deutschen Reichstage vorgeführt — Männer, welche von der Bevölkerung zweier Provinzen mit überwältigender Mehrheit dazu gewählt worden, stellen ihm da« Unrecht vor, welche« nach Ansicht dieser überwältigenden Mehrheit begangen worden ist; erinnern an die verderbliche Saat der aus- gestreuten Drachenzähne; mahnen, im Rausch der flegreichen Ge- geuwart nicht der Möglichkeit einer vergeltungbriogenden Zukunft zu vergessen— und der deutsche Reichstag mitsammt dem„gan- zen BundeSrath" wußte nichts anderes zu thun als zu lachen, „wiehernd",„krähend" zu lachen, wie eS von Augen- und Ohren- zeugen der unerhörten Szene gelchiltert wird. Gerechtigkeit hat sicherlich Niemand von diesem Reichstage erwartet. Gerechtig- teil vom erfolgtrunkenen Sieger zu fordern, ist überhaupt eine Naivetät. Aber auch der siegeSberauschtestc Sieger darf keinen Moment aufhören, sich anständig zu benehmen, wenn er nicht auf den Beinamen eines Gentleman verzichten will. Dem ge- haßtesten Feind, ja dem verachlctsten Gegner gegenüber muß der Gentleman Gei tleman bieibeu. Man ist ja Gentleman nicht um Anderer, sondern um seiner selbst willen. Der deutsche Reichstag mitsammt dem„ganzen BundeSrath" hatte seine eigenen Begriffe von Anstand und„Gentlemanlikem- Benehmen"— er lachte„wiehernd", krähend".— Und in der Person der elsäsfischen Abgeordneten hatte der deutsche Reichstag nicht einmal gehaßte Feinde oder gar verachtete Gegner vor sich, sondern die Abgesandten von Besiegten, und zwar von Besiegten, in denen der nämliche deutsche Reichstag bei hundert Getcgenheiten heißgeliebte deutsche Brüder begrüßt hatte. Jetzt zum ersten Male standen die Per- tteter der heißgeliebten deutschen Brüder im Reichstage, vor dem Reichstage— und der deutsche Reichstag sammt dem„ganzen BundeSrath" lachte,„krähte",»wieherte"!— Oh, wenn wir mit kern„Volke", tat am 18. Februar 1874 tut deutschen Reichstage„wieherte" und„krähte", etwas gemein hätten, wir würden uns schämen bis zum letzten LebenStage.— Die Elsaß Lothringischen Abgeordnele« aber kön neu zufrieden sein: fie haben den deutschen Reichstag, mitsammt dem„ganzen BundeSrath" dazu gebracht, sich vor der zivilisirten und„gebildeten" Welt die furchtbarste Blöße zu geben— und die„verkommenen Franzosen" haben einen Triumph zn verzeichnen, den sie's« gründlich, s» demüthigend für den Feind unmöglich hatten erhoffen können! Toi maitro, toi T*let— wie der Herr, so der Bediente. Nachdem die„Herren" im Reichstage sich so— reichstäglich benommen, wußten die Köter der Reptilienpresse den so schnöde behandelten Gästen nachträglich in die Waden fahren. DaS ist die Art der Köter. Des Fürsten Bismarck Leiborgan, die„Nord- deutsche Allgemeine Zeitung" schimpft den Abgeordneten Teutsch im Leitartikel der Nr. 43 einen„Marktschreier", einen„Coulissen- reißer" und hat die Schaamlostgkeit, den Elsaß- Lothringern ein heuchlerisches Bedauern auszudrücken, daß„ihre Sache durch die Würdelosigkeit des Abgeordneten von Zabern(Teutsch) in den Staub gerissen worden" sei!— Nur fort so! Mit„kalten Wasser strahlen" und solchen Pöbelhaftigkciten werden wir bald an der Schwelle eines neuen„heiligeo Krieges" angelangt fein. — Die BiSmarck'schen Nerven müssen in einer bedenklichen Verfassung sein; sie haben ihren Inhaber in der Preßgesetzdebatte am vorigen Freitag zu Aeußcrungen hingerissen, die entweder eine kolossale Unkenntniß der Gesetze, oder eine kolossale Verachtung der Gesetze verriethen. Solche Unkenntniß und solche Verachtung sind aber namentlich für einen Staatsmann gleich wenig empfehlens- werthe Eigenschaften, und sie zur Schau zu stellen, ist sicherlich das Gegentheil von Klugheit, wenn auch vielleicht„genial". C handelte sich um das von uns schon früher besprochene Verbot der „Germania" in Elsaß-Lothringen. Fürst Bismarck, durch eine Bemerkung Reichensperger'S veranlaßt, erklärte: das Postdebit sei der„Germania" für die neuen Reichslande nicht entzogen worden; es habe also keine Verletzung der Verfassung und deS PostgefetzeS stattgefunden; dagegen fei es richtig, daß die„Germania"(nebst einigen anderen Zeitungen) durch die obersten Verwaltungsbehörden von Elsaß Lothringen verboten worden sei, und zwar auf Grund von„gewissen auSnahmSweisen, theilS der französischen, theilS der bisherigen neueren Gesetzgebung in Elsaß-Lothringen entlehnten und dadurch(wodurch?) begründeten Rechten." Herr Majunke, Redakteur der„Germania", nahm sein Blatt gegen den Vorwurf der Reichs- feindlichkeit in Schutz, und gab gelegentlich dem Herrn Reichskanzler einen empfindlichen Klapps, ging aber auf das Monströse der BiSmarck'schen Rechtsanschauung nicht ein. Die Sache steht hier- nach so: Seit dem 1. Januar herrscht die Reichsverfassung in Elsaß-Lothringen; die ReichSverfaffuog verbietet ausdrücklich— und im Postgesetz wird eS ausdrücklich wiederholt—, daß irgend einem Preßerzeugniß der Postdebit entzogen werde. Nun ist aber der „Germania" trotzdem der Postdebit für Elsaß-Lothringen entzogen worden. Wo bleibt da das Gesetz und die Verfassung? Alles in Ordnung, sagt Fürst Bismarck,—„die Postverwaltung ist an der ganzen Maßregel unschuldig"— das Poftgesetz und die Ber- fassung sind folglich nicht verletzt worden: der Oberpräsident von Elsaß-Lothringen hat kraft seiner Bollmachten ein Verbot erlassen — daS ist Alles. Also nicht Postdebitcntziehung, die eine Ver- fassungSverletzung wäre, sondern ein Verbot— welches erlaubt ist! Nach dieser RechtSauffaffung kann jede deutsche Zeitung in jedem Theil Deutschlands„verboten" worden— den„Postdebit" behält sie natürlich, weil die„Verfassung" eS erheischt, und wir die„Verfassung" so sehr lieben, aber wer die Zeitung auf die Post bringt, von der Post bringt, wird bestrast— von Rechtswegen. �Ausnahmsweise" Bestimmungen bedarf es dazu nicht; waS den Elsaß-Lothringifchen Behörden unter der ReichSverfassung erlaubt ist, ist natürlich auch den preußischen, sächsischen und son- stigen Verwaltungsbehörden erlaubt. Das nennt man verfassungS- mäßig regieren! dürfte vielleicht nachstehender Auszug au« einem authentischen Aktenstück von besondere« Interesse sein. ES erhellt daraus, daß die Anwendung explosiver Oele für dee Zweck« der modernen Kriegskunst nicht, wie wir bisher geglaubt hatten, den Preußen, sondern de» Oestreichcr» geschuldet ist. Ehre wem Ehre gebührt. Beinahe 80 Jahre, bevor die Preußen im„heiligen Krieg" ihre ersten Pettoleum-Experimeute a» ftanzösischen Häusern vornahmen, beschäftigten sich die Oestreicher mit ähnlichen kulturhistorischen Versuchen, und zwar ebenfalls i» einem„heiligen Krieg" und ebenfall« auf ftanzösischem Boden. ES gibt nicht« Reue« unter der Sonne, hat schon der alte Salom» gesagt. E« war in de« „Kreujjug" da« monarchische Europa gegen die revolutionären Franzosen und Ohnchosen(«aS sich ja aufeinander reimt.) Und statt des Petroleums, da« damals sehr theuer und solzlich nicht stark im Gebrauch war, wurde da«, mit deuselden explosiven Ei- genschaften versehene Terpentinöl zu dieser civilisatorischcn Mission für Gott, König(auch Kaiser) und Vaterland benutzt. Also versetzen wir uns um 78 Jahre zurück— in den Oktober 1792; wo Lille von den Oestreichern belagert und bombardirt ward. In dem„offiziellen"„Bullettn über die Belagerung von Lille"(nachzulesen z. B. Bd. 20, S. 63 der Histoire Parlamentair e von Buchej et Roux) steht Folgendes geschrieben:„Die Bomben, welche von den Oestreichern hereingeworfen wurden, enthielten kleine Fläschchcn(fioles) mit Terpentinöl; und wenn sie zerplatzten, ergoß sich da« entzündete Oel über das Holzwcrk(s'attachait aux boisseriesi und setzte eS in Flammen." Wir hoffen, nach dem Obigen wird Niemand es mehr zu be- streiten wagen, daß die Petroleumbomben, als die unzweifelhaften Nachkommen der Tcrpentinbomben, rein und zweifelsohne zu den „Culturblüthen" des Königthums von GotteSgnaden und der privilegirten Staats- und GesellschaftSretterei gehören. an bei die He — Zum jüngsten RcichStagSfcandal. In einer Cor- refpondenz der„Schlesischcn Zeitung" lesen wir: „Die Angriffe(?) des Herrn Teutsch erregten mehr Heiterkeit und Gelächter, in das Fürst Bismarck lebhaft einstimmte, als Entrüstung." Also Fürst Bismarck hat bei der famosen Scene attiv mitge- wirkt! Ob er mit der klassischen Papierscheere den Takt schlug? Und ob seine LachmuSteln wohl durch die Erinnerung an ein: gewisse Rede mitaffizirt wurden, welche ein gewisser genialer Staatsmann im vorigen Jahr hielt, und in welcher er auf die sehr großen polischen Bedenken der Annexion von Elsaß- Lothringen hinwies? Wollte er etwa jenen„Staatsmann" auslachen, der damals im Grund dasselbe sagte, was jetzt Herr Teutsch! — Endlich einmal. Wie die„Borgesetzten" und„Jnspek- toren" an manchen Orten mit den Arbeitern umspringen, ist den Lesern des„Volksstaat" aus Tausenden von Beispicien bekannt. Die Lohnverkürzungen und Abzüge, die sich so oft wiederholen, fügen im Gebiete der heutigen Produktion zu dem ökonomischen Diebstahl auch den schon nach unseren bestehenden Gesetzen straf- baren gröbsten Diebstahl hinzu. Höchst crftculich ist deßhalb eine Kunde, welche der„Crimmitschaucr Bürger- u. Bauernsreuad" bringt. Derselbe schreibt: „In dem königl. Steinkohlenbergwerke Zauckerode im Plauen- schen Grunde in Sachsen sind jetzt eine Reihe von Bergbeam Röcke der nnbehosten Aegtzpter,«erden»och heute von de» christ de lichen Priestern der verschiedenen Confessivneu getrage»; der Krumm- dfc stab des richtenden Ofiri« ging über in den Krummstab de« d» christlichen Bischof«; aus der gehörnten Kopfbedcckang der fch Priester de« Nacht- OstriS wurden die christlichen Priesterhüte, uud»i sogar die Tonsur der katholische» Priester ist dem ägyptischen Hi Gottesdienste entnommen, sie verfinnbiltlichte da« Bild de« d« strahlenden Sonnengottes Ofiri«. Weihwasser, Räucherungen ebi und Salten, der Kelch, Musik, Gesang. Niederknie» z»m Gebet, pH Verbeugung vor dem Allerheiligsten, die W-chselg-sänze u»d Reden»h zwischen Priester und Gemeinde, alle GotteSdienstformeln, die heute tu noch in der katholischen Kirche eine so große Rolle spielen, sind S ohne Ausnahme dem heidnischen ägyptischen GotteS-� dienste entlehnt. y« Ebenso ward daS GeburtSfefi de« SonnenkindeS, zur Zeit der we kürzesten Tage, umgewandelt in den Geburtstag Jesu,»n DaS Fest deS altsemitischen FeuergotteS im Sommer ward christ- liches Johannisfest; das syrische H-rbstfest, bei den Juden Laubhütten, ward Michaelisfest. Die Aehnlichkeit heidnischer und christlicher ReligiouSsitten geht noch weiter. Der jüngere Sonnengott der Aegypter entsprach ge- ui< nau der späteren Darstellung de« christlichen Jesu. Da« na< geneigte Haupt, das wallende Haar, das milde Antlitz, der Strah-! che lenkreis um das Haupt und die sogen, spendenden Hände waren M bei jenem wie bei diesem. Isis, die Himmelsgöltin der Aegypter, lich mit dem Sonnevkinde enssprach genau der christlichen Mutter� kat GotteS mit Strahlen- oder Sternenkranz und dem Christuskiude D« auf dem Aruic oocr im Schooß:c. ßst So ist Alles im Christenlhum heidnischer Abstammung, da« kaü Christcnthum selbst nicht» als Heidenthum, daS heißt eine R ligion, Ka wie alle andern Religionen auch: Menschenwerk, nichts mehr Asi und nichts weniger, sich entwickelnd und gestaltend je nachdem dsi Ge Sitten, Gewohnheiten und die alten Religionen eines Volke«, sch< unter denen e« sich Bahn brach, eS nothwenvig machten. Wie i« im Armenien der Haupttempel der Mondgöltin Artemis durch Besei- M tigung ihrer Bilvsäule in einen Christentempel umgesckafsen, in fen Ephesus der heidnische Dianalempel dem St. Johannis geweihi auc ward, so wird noch heutigen Tages in der Pelerskirche in Ron ist. einem bronzenen Jupiter der Fuß geküßt, weil die Geist' der lichkeit behauptet, er stelle den heiligen Petrus vor. Ve Man rühmt dem Christenlhum o gerne nach, daß es sich v« der andern Religionen ausgezeichnet, indem eS den Eingottglaube« wie einführte— der eine Gott allerdings zugleich in der Dreiheit ver anl einigt oder umgekehrt; eine für den gesunden Menschenverstanl här unfaßbare Möglichkeit(?)—, aber leider ist auch das nur eitf ihn Mythe. Bei den J. diern war schon 500 Jahre vor Christi W geg heilige Dreieinigkeit im einigen Gott vereinigt und derselbe Glaub zu war viele Jahrhunderte vor Christi bei den Aegyptern Vorhände» Im heidnischen Inder- und Aegypterthum ist überhaupt jedes chrijl«u liche Dogma, jeder christliche Kirchengebrauch Jahrhunvert« lap dar vor Christi Geburt vorhanden gewesen, so daß man mit volle» tro Rechte sagen kann, das Christcnthum ist nichts als der Abklatsil wo, der Religion dieser beiden ältesten Culturländer. taui Wie nun Dogmen und Gebräuche der christlichen Kirche nicht Ber weniger als„Gottes Werk" sind, so ist dasselbe bei der Schn! Re> der Fall, auf welche das ganze Christenthum sich stützt. auf Die Bibel ist das confuseste Buch, welches existirt, ein Bu� eiur so voller Ungereimtheiten und Widersprüche, daß eS in der ganze Zuj Christenheit bis aus den heutigen Tag nie zwei Menschen gegebe sünl ten unter Anklgge gestellt, weil sie sich den Bergarbeitern gegen- hat, welche vollständig übereinstimmend sie ausgelegt und versta» sten v*» f f»» m rt« t rt o•» i» /* r»i»f v e»» f»rt ft».-r» Q W vt- hfftt NJV�ffr fftm.ifffmrtftffrt>»»» ßr niß'dftit*« und Bauern- über Erpressungen in Bezug auf regelmäßige Lohn- abzüge zu ihren Gunsten haben zu Schulden kommen lassen. Dadurch, daß den Arbeitern endlich die Geduld riß und sie die Sache vor die Oeffentlichkeit brachten, ist das unwürdige Vorgehen entdeckt worden." So ist's recht. Und mögen sich die Anderen allerorts ein Beispiel daran nehmen, damit sie nicht auch erst warten, bis ihnen die Geduld endlich reißt, sonvern sofort zur Denunziation schrei- ten, wo solche Spitzbuben ihr Wesen treiben. Dadurch wird gro- ßen Verlusten vorgebengt, die nicht mehr ersetzt werden könneü, wenn es einmal zu. spät ist., —„Kulturkampf." Im Tilsiter„Bürger fteund" finden wir nachstehende« Schreiben abgedruckt: „Der Redaction erlaube ich mir beiliegend eine Klage, welche| Offfitc Autwart heute mein Hirt Stolzenberg erhielt, zu übersenden, worin die kgl._ nv...., Regierung zu Königsberg als Vertreter des FiScus wegen 4 Thlr. llN VkU.£!njmlll Lohofs III«vllffC v. Pv. Oldendorf. NothstandSdarlehen aus dem Jahre 1868 nebst Zinsen seit dem 17. April 1370(zwei Jahre hat St. bezahlt), gegen denselben den hätten. Wer emigermaßen die Eatstehunzsgeschichle diess thu: „heiligen" Buches kennt, wird sich darüber freilich nicht wunderi zede Die Verworrenheit, die Unklarheit und die Widersprüche di' Gr: Bibel oder der sogenannten heiligen Sckrift waren eS, die v» mit jeher den Grund zu den verschiedenartigsten Sekten innerhalb d> zahl christlichen Kirche gelegt haben. Eine Verworrenheit, welche r zessi katholische wie die evangelische Kirche längst in lauter Sekten au gco' gelöst haben würde, wenn nicht die Priestergewalt die StaatSgewe gesc klagt. Stolzenberg ist seit Martini v. I. bei mir als Hirt und erhält einen jährlichen Lohn von 13 Thlr. nebst fteiem Tisch, während seine Frau in einem andern Orte als Kinderfrau dient. Es muß Einem das Herz bluten, wenn man so etwas hört. Als der Briefträger Stolzenberg den Brief einhändigte und ich den Inhalt ihm vorgelesen hatte, sagte er ganz trocken:„Na, weiter habe ich ja nichts, als die Pclzhosen und die Jacke, die ich an- habe; läßt sie mir die auch ausziehen, dann gehe ich nackt."— Ich enthielt mich jedes Wortes, rufe aber nur auS: O Deutsch- land, Deutschland, wie lohnst du deinen Kindern! Stolzenberg ist 61 Jahre alt. Für die Wahrheit der Angabe stehe ich mit meinem Namen ein. Eduard Wellcr, Administrator." Ein hübsches Bildchen: Die preußische Regierung mit den fünf Milliarden und dem„heidenmäßig vielen Geld" klagt einer Summe von vier Thalern wegen wider den armen Hirten mit 18 Thalern JahreSgehalt, und die Stütze des„Culturkampfes" kommt hinterdrein, der Exekutor. Welche Lorbecrn dieses„juri- stische" Möbel dem„genialen Staatsmann" schon eingebracht hat! Wo hat der prmßische Exekutor ruhmreicher den„Culturkampf" gekämpft, in dem Pferdestalle deS ErzbifchofS LedochowSki oder in ____ r-i!.. i___ I«« CNfitVAvffitftor»? Qovfwarhff rrt.tn der Erdhütte des armen Hirten in Ostpreußen? Zerbreche man (Fortsetzung.) Der in der katholischen Kirche so viel bedeutende Rosenkranz ist eine Nachahmung desselben Gebrauchs bei den alten Aegyp- kern, also„Heiden", dieselbe Einrichtung besteht in dem ältern Buddhaglauben. Die Kindertaufe war von Alters her bei morgenländischen und teutonischen Völkern gebräuchlich gewesen; erst im vierten Jahrhundert wurde sie von den christlichen Priestern eingeführt, heule wird sie den Gläubigen als„ein von Gott eingesetztes Sa- krament" bezeichnet und gelehrt. Das Abendmahl, welches nur eine Berchristlichung deS bei den Juden gebräuchlichen Passahsestes ist, erhielt ebenfalls erst sehr spät seine jetzige Bedeutung. DaS Nicäa'sche GlaubcnSbekenntniß, 325 nach Christi, enthält noch kein Wort davon. Das Passahfest der Juden ward später die christ- lichen Ostern. Der Teufelsglaube, der später im Christenthum eine so große Rolle spielt, ist einfach dem Heidenthum entnommen. Der Glaube an das Fortleben nach dem Tode ist eine nichts weniger als christliche Jvee; er war vorhanden bei allen auf höherer Culturstckfe stehenden Völkern des AlterthumS und ist vom Christen- thum einfach aufgenommen und nach seiner Weise zubereitet und ausgebildet worden. Das Gleicht gitt in Bezug auf das söge- sich den Kopf nicht�Denn der Herr Administrator Weller jammert wohl über den Undank Deutschlands, nicht aber über den schmach- vollen Jahresgehalt von ganzen sage achtzehn Thalttn. Hier liegt der oasu» belli, hier muß geholfen werden! Wer er- wartet, daß„Deutschland", d. h. die preußische Regierung, d. h. wiederum die Herren Bismarck, Stieber, Mantcuffel ein Herz für die Noch des Proletariats haben, der forsche nach, wie viele preu- ßische Unterthanen seit dem„glorreichen Kriege" erfolglos auf Steuern exekutirt worden sind. So ein Hirt mag„Flöte bla- sen" und bukolische Gedichte machen; Bismarck würde auch nichts dagegen haben, wenn er Ostpreußens öde Steppen in ein blühen- des Arkadieu umzauberte— aber wenn so ein Hirt vier Thaler schuldig ist, müssen sie her uud wenn er seine einz ge Hose dafür ablassen muß! Das ist die Moral des„Culturkampfes", der voo bischöflichen Droschkengäulen bereits auf Proletarierhosen ge- kommen ist. nannle Weltgericht oder den„jüngsten Tag", der in den„heiligen' — Eine kleine Reminiszenz. Da die gegnerische Presse ,eit einiger Zeit wieder auffallend viel in„Petroleum" macht, Schriften der Perser lange vor Christi Geburt bereits Er- wähnung findet. Die Erlösung der Menschheit durch einen Gesandten deS höchstens Wesens, wie sie im Christenthum dem Stifter desselben zugescy rieben wird, ist ebenfalls keine christliche Besonderheil; sie wurde von Buddha im 4. Jahrhundert vor Chr., ebenso von Zoroaster gelehrt und selbst Sokrates deutet auf sie hin. Wie ich hier bereits die wichtigste» Dogmen uud Gebräuche, auf denen das ganze Christenthum beruht, einfach als au« dem „Heidenthum" herüber genommen nachgewiesen habe, so kann Gleiches mit den Formen des christlichen, speziell d«S katholischen GsiteSdienstes geschehen. Ueberall zeigt sich die Nachahmung de« tezdenthumS, nirgends eine Spur von selbststäadigcn, originalen deen. Der Opsertisch der Griechen und Römer, die alle die hier erwähnten Einrichtungen wieder dem Aegypterthum entnommen hatten, ward der christliche Altar, der Rednerstuhl wurde die christliche Kanzel; Farben und Formen der Priesterkleider sind wesentlich dieselben wie bei den Priestern der alten Aegypter, die Farben des ägyptischen Tag-OsiriS, roth und weiß, und die langen Hei dazu benutzt, die Rechtgläubigkeit an den einmal aufgeftellteu Lehn vre: zwangsweise sestzuhatten. stüz Darum handelt die katholische Kirche von ihrem Staudpual■— au« ganz korrekt, wenn sie das Lesen der Bibel den Laien veibiit! Konnten die Gelehrten über sie nicht einig werden, wie sollte d dem einfachen gesunden Menschenverstände möglich sein? Ke Buch in der Welt hat denn auch mehr Menschen iu's Jerenhit gebracht, wie die Bibel. Die armen Grübler suchten was n« darin stand, und wenn sie glaubten eine Wahrheit entdeckt, haben, kam eine andere Stelle und zieh sie des JrrthumS. D ist allerdings zum Verrücktwerven. Die Bibel ist natürlich nicht„GotteS Wort", sie ist ni> Mi von Denen geschrieben, deren Namen sie in der Buch- oder Kapit uui bezeichnung trägt: die Bibel ist einfach eine Zusammenstellung f � Schriften der verschiedensten Männer, deren Verfasser zum grögl»al Theil sogar dem Namen nach nicht einmal bekannt si! ftn und in verschiedenen Zeitaltern gelebt haben. Die Verschieden« �o; dieser Schriften war eS, die iu den ersten Jahrhunderten deS Ck stenthumS die furchtbarsten Streitigkeiten über den Deutung Echtheit Hervorrief, so daß eS nur nach und nach deu Kirch Versammlungen möglich war, eine Einheit zu schaff m, indem ohne Rücksicht auf Echtheit oder Uncchtheit, eine Masse voa Sch ten, die in die neuen Verhältnisse nicht mehr paßten, unterdrück beseitigt-n oder verschiedene unter einem gemeinsamen Titel r banden. So kam nach jahrhundertlangem Streit und Kampf sere Bibel als„unfehlbares GlaubenSbuch" und„Gottes W< zu Stande, an deren Wahihaftigkeit und Richtigkeit zu zwei vor noch nicht gar langer Zeit selbst von StaatSwegen als höchste Cardinalverbrechcn galt. Genaue Forschungen haben ergeben, daß keine Einzige vorhandenen Abschristen von Evangelien und Apostelbriesen' ist alS daS 4. Jahrhundert nach Christi. Man fand, daß wichtige Stellen deS Alten und des Neuen Testaments spä Einschaltungen sind, also von beliebigen Verfassern belf eingeschoben, von der leitenden Priesterschaft nach Wunsch' Interesse ausgelegt und dem gutmüthigen Volke als„G' Wort" aufgeschwatzt wurden. Die Vergleichung aller Vorhand' Handschriften der Bibel hat mehr als 50,000 Abweichu» ergeben, von denen sehr viele der bezüglichen Stellen einen sentlich andern Sinn geben, und trotz alledem ist dl- Bibel„G' Wort", an dem nicht gerührt und getastet werden soll. Sie werden zugeben, Herr Kaplan, daß, wenn alle philos schen Systeme den Glauben an die Göttlichkeit des Christen� nicht erschüttern sollen können, derartige seststeheude Thats geeignet sind, auch da« gläubigste Gemüth in'S Schwank» dringen. Sie werden aber hiernach auch begreifen, daß ich nur ein Gegner de« KatholicismuS, sondern der Religion Haupt bin; weil, nach meiner wisseuschastlichen lleberzeugungi Religion nur da Geltung haben kann, wo Unwisseuheit übe« menschliche Entwicklung, wie Unbekaoutschaft mit den Forscht Di bei Bi gas tro voi 2! Pr, an Kr wi uv M üb Q du dü itt las zu wi ik fü zu W fft nst am- de- d«r and Hill de« !gell �bet, •tun tute stud '"1 der esu. ist- tde» geht ge- D-S rah- zrtll pter, �tter- kinde t choliken der verschiedenen Länder urtheileu über die einzelnen Moralsätze selbst verschieden. Daß eine Ehe auch ohne Priester- lichen Segen ihre volle Giltigkeit und Heiligkeit habe, findet der katholische Franzose ganz in der Ordnung, der gut katholische Deutsche bettachtet sie als Concubinat, also etwa» sehr llnmora- lischeS. Die absolute Trennung der Kircke vom Staat findet der katholische Nordamerikaner ganz in der Ordnung, viele deutsche Katholiken sehen sie al» die größte Schmach an, welche man der Kirche anthun könne. Die Gebote der Nächstenliebe aber, die Gebote der allgemeinen Menschenliebe, der Gleichheit aller Men- schen, der gegenseitigen Duldung, diese Lehren sind ohne Ausnahme im Buddhaismus wie im MuhamedismuS enthalten, sie gelten bei allen Völkern von einiger Cultur und wereen bei Indern, Chinesen, Persern und Arabern größtentheilS mit weit größerer Strenge auch wirklich durchgeführt als die« bei dem Christeuthum der Fall ist. Die Religion der Liebe, die christliche, ist seit 18 Jahrhun- derten gegen alle Andersdenkende eine Religion de« Hasses, der Verfolgung, der Unterdrückung gewesen. Keine Religion der Well hat der Menschheit niehr Blut und Thräuen gekostet wie sie, keine hat mehr zu Verbrechen der scheußlichsten Art Ver- anlassung gegeben, und wenn es sich um Krieg und Massenmord handelt, sind die Priester aller Confessionen noch heute bereit, ihrer*. Segen zu geben nnd, obgleich in Nationen sich feindlich gegenüberstehend, flehend die Hände um Vernichtung des Gegner» zu ein und demselben Gott, dem Gott der Liebe, emporzuheben. Wenn heute die Kirche in dem früheren Maße nicht mehr unterdrückt, dann sind nicht die Priester und die Diener der Kirche daran schuld, sondern der allgemeine menschliche Fortschritt, der trotz Priester und Kirche und gegen Priester und Kirche erkämpft worden ist. Sie sagen, was die Diener der Religion gethan, kann der Religion selbst nicht zum Vorwurf gemacht werden. Ah, Verehrter, weuu die Priester nicht al« Ausnahme, sondern alS Regel von den ältesten Zeiten bis auf den heutigen Tag nicht auf die Moralgrundsätze der Religion— die, ich betone eS noch einmal, mit der Religion selbst durchaus keinen ausschließlichen Zusammenhang haben— achteten, sondern Tag für Tag dagegen sündigten, was ist denn eine solche Religion werth? Die eifrig- Ken Gläubigen aber haben, wenn auch im Glauben Gutes zu thnn, am meisten der Menschheit geschadet, denn sie haben jedes Rütteln an den Dogmen als Ketzerei, jedes Bezweifeln der Grundlagen der Religion als Cardinalverbrechen angeseben und mit Feuer und Schwert dagegen gewüthet. Die Kreuzzüge, die zahllosen Religionsverfolgungen, die Inquisitionen, die Hexenpro- zeffe, in denen Hunderttausende von Menschen dem blinden Wahn geopfert wurden, sind von fanatischen Priestern hervorgerufen und geschürt, von den klugen und kaltblütigen unter ihnen für Ans- vreitung der Macht der Kirche— die ihre Macht war— unter- sttttzt worden.(Schluß f.) Gewerksqenossenschaftliches. Correspondenzen» Leipzig. Die im dreizehnten Wahlkreis bisher abgehaltenen Versammlungen verliefen so ziemlich alle äußerst günstig. Am Sonntage sprach der ReichStagSabgeordnete Geib mit gutem Erfolge in Rötha; in Pötfchau wurde, nachdem Geich referirt, die Versammlung aufgelöst, da eine pattiotische Bande sich durch einen Ausspruch Hadlich'S beleidigt fühlte und Skandal«achte. Bracke hielt a« Sonnabend eine glänzende Versammlung in Gohlis ab; deßgleichen am Sonntag Vormittag in Neuschine- feld,«o das Lokal gepfropft voll war. Zu Markranstädt tagte Sonntag Nachmittag eine große Volksversammlung, wo Bracke» Bernstein und BloS mit gutem Erfolg wirkten. Zu Knautkleeberg verlief die Versammlung ebenfalls günstig für unsere Sache. Aaf dem Thonberge referirte Kayser in gut be- suchter Versammlung. Zu Neusellerhausen waren am Montag nahezu 2000 Arbeiter versammelt, um den Vortrag Bracke'S an- zuhören; zu Connewitz fand Dienstag ebenfalls eine große Volks Versammlung statt, wo Bracke referirte. Die Gegner speien Gift und Galle, Lüge und Lerläumdung. Wir wollen sehen, waS eS ihnen helfen wird. �flauen i.(Polizeiwirthfchaft in Sachsen.) Die staatSretlerische Heldenthat des Hofer Magistrates ist welt- bekannt geworden, denn dieselbe wurde durch alle Blätter ver- breitet. Der Magistrat von Hof steht aber, was„StaatSretterei* anbelangt, nicht vereinzelt da, im Gegentheil wurde derselbe vom „königl. sächsischen* GerichtSamte Plauen überttoffen, denn von benannter Stadt wurde eine drohende Gefahr gründlich abgewaudt. Die Polizei, die Spießer und Behörden können wieder ruhig schlafen. Doch man höre und staune, auf welche Weise in Sachsen die„Staatsretterei" gemacht wird. Wie erwähnt, durfte ich nach dem unerforschlichen Rathschlusse einer weisen Behörde in Hof nicht sprechen, worüber ich mich sehr wenig kränkte und nicht einmal einen Choleraansall bekam; wußte ich doch, daß durch solche Gewaltakte die Arbeiter mehr auf unsere Sache aufmerksam gemacht werden, als durch eine Versammlung. Tags darauf sollte ich in Plauen sprechen. Der Hofer Magistrat wollte aber nicht nur Hof, sondern auch Plauen„reiten* und deshalb wurde per Telegraph das dortige Gerichtsamt vor der nahenden Gefahr gewarnt. Dieses Gerichtsamt hatte nichts schleu- nigeres zu thun, atS, wieder per Telegraph, in Wien betreffs meiner Person anzufragen. Die Wiener Polizeidirektion, welche gerade nicht im Gerüche allzugroßer Gefälligkeit steht, da Jeder, der mit derselben in Berührung kommen soll, bangen Herzens drei Kreuze schlägt, willfahrte sofort dem Wunsche der sächsischen Col- legin und sandte, o weh! mein ganzes Sündenregister ein. Nun wurde der Vertrauensmann vorgeladen und demselben aus Grund dieses„köstlichen" Materials eröffnet, ich dürfe in Plauen durchaus nicht sprechen, denn da ich aus Wien zc. und auch anS „Dresden" ausgewiesen sei, sei ich auch— o heilige Logik!— aus Plauen ausgewiesen und dürfe die Stadt nicht betteten!!! Sollte ich aber doch ankommen, so müsse ich mich sofort znm Amtmann verfügen. Ich kam in Plauen an; ohne zu ahnen, welcher Vulkan unter meinen Füßen sei, ging ich in die Stadt, woselbst ich die„schaurige Mähr" erfuhr. Da ich wußte, daß „Gewalt vor Recht" gehe, verfügte ich mich zum Amtmann, welcher jedoch nicht mehr zu sprechen war. Ich ging daher ins Versammlungslokal, welches im Belage- rungszustand zu sein schien, denn die gesammte Polizei war auf den Beinen. Im Gastzimmer befand sich der Chef dieser„bewaff neten Macht", ein Herr Referendar(leider weiß ich den Namen des Edlen nicht mehr). Kaum hatte ich das Lokal betreten, so stürzte auch schon ein„Herr Polizeimann" fort, um den Referendar zu holen, welcher mich auch sofort„ins Gebet" nahm. Gravi- rätisch zog er eine Abschrift der Wiener Denunziation aus der Tasche und las mir mein Sündenregister, icl eut meine Ausweisungen und Kerkerstrafen vor; kein Tag fehlte, alles war pünktlich verzeichnet. Nun passirte aber dem Herrn das Malheur, daß er auch wußte, ich sei aus Dresden ausgewiesen und daß er dann fortfuhr:„folglich sind Sie auch aus Plauen ausgewiesen." Als sich den Jrrthum aufklärte, die Ausweisung aus Dresden als aus der Luft gegriffen bezeichnete und dem Herrn fragte, wie es denn komme, daß Jemand aus einer Stadt ausgewiesen werden könne, Gewerkschaft der Holzarbeiter..ehe er dieselbe überhaupt betreten, sagte der Mann deS Gesetzes: ßhemnitz. Die Adresse des neugewäplien Bevollmächtigten ist:'„Sie waren nicht ausgewiesen ehe Sie hier waren, nun Sie aber Herrn Moritz Langrock, Karlstraße Nr. 10, H-nterhaus.'einmal hier sind, weise ich Sie aus!" lieber diese„höhere— Weisheit* mußte ich natürlich lachen, welche Unverschämtheit mir Gewerkschaft der Schuhmacher Hotha. Warnung. Wir ersuchen die Bevollmächtigten wie Mitglieder unsrer Gewerkschaft, sowie die am 1. März mit uns uniirten Gewerkschaften, dem Mitgliede Christoph Pechmann aus Mühlhausen in Th. jede Reiseunterstlltzung sowie die Wiederanf- nähme in die Gerwerkschaft zu verweigern. Derselbe hat sich gegen seine Arbeitgeber in Arnstadt de» Diebstahls schuldig gemacht sowie LogiS- und GewerkschastSkollegen aufs Schändlichste betrogen. Auch am hiesigen Orte hat derselbe seine Schwindeleien fortgesetzt. der Mann des Rechtes sehr übel„vermerkie" und verbot. Vor mir waren zwei Polizisten mit den grimmigsten Gesichtern von der Welt aufgepflanzt, welche über mein Benehmen auch höch- lichst entrüstet waren und nur eines Winkes von ihrem Herrn und Meister harrten, um— ihre Pflicht zu thun. Nachdem ich mich mit einem papiernen Passe legitimirt hatte, wurde vom Referen- dariuS dem Einberufer die Bescheinigung über die angezeigte Ver- sammlung mit den Worten übergeben:„Ich erlaube die heutige Versammlung unter der Bedingung, daß der Herr nicht spricht." Die nach Frankfurt a. M. reisenden Collegen werden ersucht, sich' In einem WirthShauS, wo wir gemüthlich zusammensaßen,„er bei Ankunft dortselbst an den Bevollmächtigten Jacob Gimbel,� zählte ich den Leuten etwas", daß ca. ISS Personen diesen Er- Bmdergasse 4 zu wenden. Zählungen zuhörten, verschaffte mir ungeheuer viel Vergnügen. In München ist Bevollmächtigter Alois Klußmann, Schäffler- � R. A. Wolfs. Zasse 4, 5. Beitragsammler I. Eiermann, Sandstraße 4. Con-s ßoöurg, 26. Januar. Unserm ersten Bericht über unsere ttoteur Zlaver, Heßl-Thal 14. �Wahlagitation im hiesigen Wahlkreis müssen wir noch einen Nach- Wir bringen nochmals ,n Erwähnung, daß vom 1. März der von jedem Mitglieve an die Hauptkasse zu sendende Betrag 1 Gr. 2 Pf. bettägt, also der geringste Steuersatz 2 Gr. 2 Pf. monatlich pro Mitglied gezahlt werden muß. Auf dem Coupon der Post- «»Weisung ist genau zu vermerken, wie viel zur Gewerkschafts- Krankenkasse und wie viel zur Unionsteuer gehört. Ferner bitten wir freundlichst sämmtliche Partei- nnd Ge»verkschafts-Mitglieder, »US Orte namhaft zu machen, wo die Möglichkeit vorhanden ist, Mitgliedschaften von uns zu gründen. Die Wahlperiode ist vor- über und ersuchen wir die Mitglieder von München, Augsburg, Dffei:back>. Nürnberg, Braunschweig, Dresden, Leipzig u. s. w., die Agitasion für Ausbreitung unsrer Organisation ernergisch in die Hand zu nehmen. Collegen, welche mit organisatorischen Ta- lenten ausgerüstet, ersuchen wir, sich in solche Städte niederzu- lassen, wo noch keine Mitgliedschaften von unS existiren und sich trag folgen lassen. Vom neuen Jahr an hielten wir noch weitere Versammlungen in den Ortschaften Sonnefeld, Untersteman, KS- nigsberg i. Frl., EberSvorf, Rodach und zum Schluß noch eine in Coburg selbst. Mehrmals wurde unS im Voraus zugesichert, daß, wenn wir an diesen oder jenen Ort gehen würden, eine tüchtige Tracht Prügel uns gewiß sei. Und hie und da sah es denn auch fast darnach aus, ehe die Versammlung anging, und man sah uns nicht gerade freundlich an. Blind verhetzen läßt sich aber in unserm Südthüringen und Franken das Volk nicht so leicht, eS will erst selbst hören und sehen und selber sein Urtheil haben. So wartete man auch bei den Versammlungen erst ab, was da kommen würde; da man sah, daß wir doch eigentlich aussahen wie andere Menschen, und wirklich keine Brandfackeln und Pettoleum- flaschen bei unS hatten. Hauptsächlich waren eS die frommen Herrn Geistlichen, welche unS in ihren Gemeinden verleumdet hatten, und ZU diesem Behufe mit uns in Verbindung zu fetzen. Also vor- die auch gewöhnlich an der Spitze standen, wenn gegen unS Oppo wärts, der Kampf den wir aufnehmen ist ein guter. sition gemacht wurde. Unsere Entgegnungen erschienen dem auf- Mit Gruß Für die Verwaltung: W. Bock,'geklärten Theil der Anwesenden in den meisten Versammlungen In Kausöeureu haben Schuhmachergehilfen am 3». November doch naturgemäßer und richtiger, als die Beschuldigungen der 1873 einen Fachverein gegründet(bestehend ans 18 Mann). Unser Gegner, und wenn die Leute auch noch zu eingeschüchtert waren, VertehrslehrSlocal befindet sich im Gasthaus zur Glocke, woselbst für gute Beherbergung gesorgt ist, waS wir hiermit allen Collegen zur Kenmuiß bringen. Der Borstand: Heinrich Busse. Neue Mitgliedschaft: Lindenau bei Leipzig. Bevollmächtigter: Franz Göttner, bei Schuhmachermeister Braune, Markt 17; Schrift- ffttzrer: Rob. Hornig; Cassirer: Albert Heinecke. um gerade als Redner für uns aufzutreten, so wurden doch in den Versammlungen aus dieser oder jener Ecke gewichtige Worte zu unfern Gunsten laut, die mit großem Beifall aufgenommen wurden. Sehr gut hat es ein Herr Kaauer, Rektor aus Rodach, verstanden, sich zu dlamiren. AlS nämlich unser Freund Bock auf daS neue Militärgesetz hinwies, welches den Soldaten förmlich zur Maschine mache, da entgegnete dieser Mann, der früher sehr weit links gestanden, im Krieg aber al» Feldprediger sich bekehrt habe» soll:„von seine« Standpunkt an» müsse der Soldat Maschine sei»,* worauf selbst ei» schlichter Bauersmann onter Beifall laut ausrief:„na da« ist doch z» viel gesagt.* I» Coburg selbst hat die nationalliberale Partei mit den ordinärste» Mitteln gek»«pft. Aber sie(die Nationalliberalen) haben damit nur sich geschadet. Wir haben durch da« Gebahren jener Herrn auf de« Lande uub zum Theil auch iu den Landstädten Bode» gewonnen. Unsere Mitgliedschaft ist ziemlich um die Hälfte gewachsen. Wir werde» nächsten« mit Gründung neuer Parteimitgliedschaften vorgehen. Die Gegner haben bei der Wahl freilich 5016 Stimmen für ihre» Candidaten bekommen und wir nur 813; aber bei den frühereu Wahle» haben wir so gut wie gar keine Stimmen gehabt. Al» der jetzige nationalservile Candidat das erste Mal gewählt wurde, sind nicht einmal 100 Stimmen gegen ihn abgegeben worden und diesmal für unfern Candidaten 818. Wenn man bedenkt, daß von den Gegnern alle« Mögliche aufgeboten worden ist, um die Leute abzuhalten und einzuschüchtern, so sind diese 318 gewiß ein Stamm ganz überzeugungStteuer Männer. Nach all den Mittel», welche die Gegner aufgeboten haben, sind die 5016 ihr Aeußerste« im ganzen Land. Und darunter sind sehr Viele, die nur au« Furcht und GesckäftSrückstchten für Weber gestimmt haben. Von unserer Partei sind aber wenigsten« noch einmal so viel, wie g«- wählt haben, von der Wahl ausgeschlossen gewesen, weil sie un- rechtmäßig au« der Wahlliste ausgelassen waren. Hier in der Stadt wie auf dem Lande war das in großer Anzahl der Fall. Trotz unserer Erinnerungen haben eS viele zu reclamiren versäumt, dem Einen hat die Zeit gefehlt, die Anderen haben sich nicht zu belsen gewußt, denn von den Auswärtigen wurde verlangt, daß sie sich ihre Papiere, wonach sie wahlberechtigt seien,(Taufzeugniß, Leumundszeugniß u. f. w.) von Zuhause kommen lassen sollten. In den Orten, wo unsere Korbstricker zu Hunderten wohnen, im Amtsbezirk Sonnefeld, konnten die meisten nicht mit wählen, weil der Sonnabend ein Liefer- und Zahltag ist, wo die Leute in da« benachbarte Bayern zu den Korbwaarenhändlern gehen und Waare abliefern müssen. Die sämmtlichen Schultheißen scheinen ein Cir- cular oder mündliche Anweisung erhalten zu haben, worin sie in- struirt gewesen sein müssen, Alle« aufzubieten, daß der national- servile Candidat gewählt würde. Denn viele Schultheißen haben Tage vor der Wahl erst Gemeindeversammlungen gehalten und den Leuten gesagt, daß nur der vr. Weber gewählt werden dürfe, so z. B. in Unterfüllbach der Domänengutspachter Wild. In verschiedenen Gemeinden haben die Wahlzettel für Bock und W'ber im Wahllokal selbst bei der Wahlurne gelegen. Um die Leute einzuschüchtern, sind sie geradezu vom Schultheißen gefragt worden, wen sie wählen wollten, u:>d sind Wahlzettel aufgemacht und zurückgegeben worden, wenn sie auf Bock gelautet haben. Der- gleichen ist z. B. in Ebersdorf bei Coburg, Ketschendorf, Weitram- dorf, Waldsachsen vorgekommen. In Waldsachsen hat der Schult- heiß den Wahlzettel von einem Einwohner aufgemacht und al« Bock darauf stand mit den Worten zurückgegeben, der Zettel könne nicht angenommen werden, er sei„regierungswidrig". In der Stadt Neustadt stimmte fast die Hälfte für Bock, wo man unS, als wir die Wahlversammlung abhielten, im Boraus versichert hatte, daß wir Prügel bekommen würden. In Meeder, eine» großen Dorf im Amtsbezirk Rodach, war die Wahl in der Ge- meindestube. Der Schultheiß Höhn ließ Niemand al« Zuschauer und Zuhörer hinein, weil es die Gemeindestube sei. Da« Gesetz über die Oeffentlichkeit der Wahl existirt für diesen Mann gar nicht. Als daS von uns für diesen Ort zur Wahlconttolle beaus- ttagte Vereinsmitglied Wolz in das Wahllokal einttat, wurde er von diesem Schultheiß Höhn und vom 2. Vorsitzenden deS Wahl- vorstandeS, einem Schmied, unter Schimpfworten zur Thüre hinaus geworfen. In dem AmtSort Sonnefeld hat ein Amtsassessor die Weberfchen Wahlzettel von HauS zu HauS getragen und den Leuten Borstellungen gemacht, daß sie Weber wählen sollten. Daraus kann man sehen, waS Alles ausgeboten worden ist, und daß die Nationalliberalen in allen Orten im Land ihren letzten Mann zur Wahl geführt haben. Arnunschweig, 14. Februar. ES scheint jetzt, daß die heilige Hermandad es gerade auf die Schriftsetzer abgesehen hat, denn die kürzlichen Verurtheilungen in Berlin und die meinige hier iu Braunschweig, lassen solch einen Schluß wohl zu. Die Leser de« „VolkSstaat" werden sich wahrscheinlich der Affaire erinnern, welche sich in einem Dorfe bei Braunschweig(Meerdorf) am 2. No- vember v. I. abgespielt hat. Doch will ich sie no-d einmal kurz erzählen: DaS Central- Wahlcomits zu Braunschweig hatte eine Versammlung in Meerdorf anberaumt, zu welcher unser Reichs- tagscandidat W. Bracke zun. und ich als Referenten bestimmt waren. Wir begaben uns in die ziemlich zahlreich besuchte Ver- sammlung, welche ich eröffnete. Ich wurde zum Vorsitzenden ge- wählt und ertheilte nach einer kurzen Ansprache Bracke daS Worr. Letzterer hatte vielleicht eine halbe Stunde gesprochen und kam u. A. auf Bismarck und sdas Wahlgesetz zu sprechen, al« der Superindentent eines nahegelegenen Orte« aus der Versammlung rief:„Er leide eS nicht, daß abwesende Personen hier beleidigt würden." DieseS war das Signal für die schon vorher betrunken gemachten und gegen uns aufgehetzten Knechte, aus uns einzustürmen. Bracke kam, trotz allen Zuredens von meiner und Bracke'S Seite, nicht wieder zum Worte und der anwesende Gemeindevorstand löste die Versammlung auf. Der Saal blieb aber trotzdem von der uns bedrohenden Menge gefüllt und auch wir blieben ruhig hinter unsrtt festen Stellung(der einzige Tisch, der im Saale war) sitzen, bis nach einiger Zeit ich mich mitten durch die Menge hindurch nach dem Hof begab. Bracke sah, daß ich unbehelligt durchging und folgte mir bald nach; als er aber in die Mitte deS Saales kam, wurde er von der betrunkenen Masse mit Püffen und Stößen ttaktirt. Ich kam gerade wieder an die Thür de« Saales, um Bracke abzuholen. Wie ich nun sah, daß ein Mensch Bracke au den Haaren fassen wollte, um ihm zu Boden zu ziehen, sprang ich hinzu, um ihm freie Bahn zu schaffen. Bracke gewann durch meine Dazwischentunft einen Vorsprung, so daß er glücklich die Thür erreichte und sich auf dem Hofe unter den Schutz de« Gemeindevorstehers stellte. Die ganze Wuth des betrunkenen Haufens, der lediglich auf Bracke gehetzt war, wälzte sich nun auf mich. Im Nu wurde ich von Hunderten von Armen erfaßt und zu Boden gezogen und auf das Schändlichste mißhandelt. Um mich nun von meinen Angreifern zu befreien, zog ich meinen Re- volver, welchen ich bei mir hatte, was mir natürlich in diesem Menschenknäul wenig half, denn ich wurde sechsmal zu Boden geschlagen. Jetzt drehte sich natürlich der Kampf um den Re- volver, welchen ich durchaus nicht hergeben wollte. Ich vertheidigte mich wie ein Löwe gegen vielleicht 200 besoffene Kerl», mußte aber doch schließlich der ungeheuren Uebermacht unterliegen, nach- dem man mir die Kleider buchstäblich vom Leibe gerissen hatte. Dies der Sachoerhalt. Ich mußte mehrere Tage im Bett liegen, hatte aber sofort Anzeige bei der Staatsanwaltschaft ge- ««cht mid zog zwei Aerzte tzwzu,»eil wir befürchten maßte», die Brust wäre mir tapat getreten,«a< glücklicher Weise»icht der Fall war; nach Bernehmung der Aerzte ließ mich die StaatSan- «altfchaft wissen, daß sie die Untersuchung eingestellt habe, weil teiue schwer« Körperverletzung vorliege.(Wenn also ein Sozial- demokrat nicht Arm und Beine dabei gebrochen hat, greift die Staatsanwaltschaft nicht ei»,», heilige Iustitia.) Statt dessen bekamen wir am ltz. Januar d. I. eine Anklage zugeschickt, in der wir(Bracke und ich) angeklagt wurden, un« gegen da» Verein»- »nb Versammlungsgesetz vergangen zu haben, indem wir bewaffnet w einer Versammlung erschienen wiiren. Wir wurden trotz unserer Verl Heid iguug zu 13 tilg ig er Haft verurtheilt. Bracke bat seine 12 Tage schon abgesessen und ich bin jetzt gerade dabei, habt mich ganz schön eingerichtet und kann mich jetzt einmal von «einen Strapazen erholen. Da» ist die göttliche Weltordnung: Laß Dich lieber todtschlagen, aber vertheidige Dich nicht, sonst— wirst Du eingesteckt. Im Uebrigen geht e« hier lustig zu, denn die ganzen Setzer nebst Burschen, Maschinenmeister, Correktor, Expedient und Ver- leger find schon 4 Mal beim Untersuchungtrichter gewesen, welcher gern wissen will, wer diverse Artikel sür die„Leuchtkugeln- und den„LolkSfteund* geschrieben hat. Wir haben jedesmal die AnSsagen verweigert und will man un» jetzt durch Strafandrohung zwingen, daß wir un» eidlich vernehmen lassen und sollte e» mich »icht wundern, wenn man un» in nächster Zeit alle zusammen auf unbestimmte Zeit nach»Nummer Sicher- schleppt. Die Agitation geht hier rüstig vorwärts, und haben wir, an die Wahlbewegung anknüpfend, schon eine Menge Gewerkschaften auf dem Lande um Braunschweig gegründet. Alle Polizei- und sonstige Verfolgungen können un» nicht irre machen, denn wir Mrfechten eine gute und gerechte Sache! E» knarret dumpf die Kerkerthür, ES tritt der Polizist zu Dir: Entweder schweigen oder spazieren in'» Loch.— H. Tanz, Schriftsetzer. Selstugen, 19. Febr. Unser kleiner Ort halte die Ehre, im ! ganzen 18. hannoverschen Wahlkreise der einzige zu sein, der un- ern Parteigenossen Th. Borck mit großer Majorität durchbrachte. Unser Candldat hielt am 3. Febr. in einer ttotz de« schlechten Wetter» gut besuchten Versammlung seine mit großem Beifall aus genommene Wahlrede. Daß die sozialdemokratische Partei dieSmrl 300 Stimmen mehr erhielt, als am 10. Januar, ist zum guten Theil Selsingen und den umliegenden Ortschaften zuzuschreiben. Der unsern Gestendorfer Parteigenossen jedenfalls nicht unbekannte Pastor Witiekopp versuchte freilich, durch Verbreitung von Broschüren Segen die Sozialdemokratie, unsere Sache zu schädigen, aber ohne edeutenden Erfolg. Einer an ihn ergangenen Aufforderung, sicb »or einer Volksversammlung wegen seiner Kapuzinerpredigten zu verlheidigen, kam derselbe feigerweisc nicht nach. Derartiges Ge- lichter liebt es eben, im Dunkeln zu kämpfen, offenes Auftreten ist nicht seine Sache. Meininge«, 18. Febr. Am vorigen Sonntag, den 16. Febr., hatten wir die Freude, Hrn. W. Bock auS Gotha in einer Ver- sammlung zu hören. ES war schade, daß wir kein größere« Lokal hatten, denn die Versammlung war eine sehr stark besuchte, und hatten sich natürlich auch von allen Ständi« und Gegnern welche eingefunden. ES war dies seit dem Jahre 1343 der erste Volks- redner, und Herr Bock versteht eS. Das nächste Mal müssen wir unsern Gegnern eine bessere Dosis geben; denn troydem Hr. Bock verschiedene Mal aufforderte, ihn doch aus etwas Unvorbereitetes zu interpelliren, so fand sich Niemand, außer denen, die privatim sich al« Gegner aussprachen, und denen ich Bescheid sagen mußte. Gewundert habe ich mich, daß mein Lehrer Ludw. Bamberger aus Mainz(der Mainzer Abgott im Jahre 1343—49), der einmal in einer Volksversammlung sagte:»Ihr Mütter und Schwestern, tretet vor die geschlossenen Colonnen der Soldaten und verlangt Eure Söhne und Brüder zurück, damit sie nicht zu erbärmlichen Schergendienfien verwendet werden!- eine andere Farbe angenom- men hat. W. K. ßsltenz, 20. Febr. In der heutigen Nummer beleitartikett die bekanntlich mit einem riesigen Maulwerk ausgestattete„Kölnische Zeltung- das Auftreten der elsässer Abgeordneten im hohen Reichs- tage; wie die stylistische Uebung ausgefallen, kann man aus dem der liebwuthen„Kölnerin- bereits eii stimmig zuerkannten„General- Saohirten-.Tittl schließen.— Daß sie natürl ch die polternde „Heiterkeit- deS»hohen- Hause» sehr in der Ordnung und äußerst »zartfühlend- den Elsässcrn gegenüber fiodct, kann jeder, der das „Musterblalt- kennt, sich an den fünf Fingern abzählen. Wie aber da« liebe Blatt in seinem Waschzettel sich sogar dazu ver- steigert, diejenigen Abgeordneten, die für Ihre lUberzeuguvg mannhast eintraten, zu verspotten, daS kann so ein»wüster- Sozial- demokrat allerdings nicht begreifen.— Wo bleibt denn da die vielgerühmte„Bildung"; wo die Liberalität, liebe„Kölnerin-? Die beiden Dinge sind Dir wohl in dem großen Kultuikampfe abbanden gekommen. Over hast Du hier vielleicht verkaufen müssen. Gelt! ich hab's gerathen.— Und wie spaßig das„Welt blatt- sich ausdrückt: die»nicht in Deutschland, sondern in Wol- kenkukukeheim wohnenden Sozialdemokraten" hätten sich auch erkühnt, gegen die heilige Annexion zu prolestiren.— Oh! Du armeS Blatt; ich glaube, es ist besser in»Wolkenkukuksheim- leben, als bei Dir dort unten unter dem häßlichen Reptilieuge-> zücht. Ich will eben meine Zeilen schließen, da sehe ich mir den famosen Wisch der„Kölnern- nochmals au und finde: höret und staunt: „Dr. Joh. Jacoby ist jetzt auch zu dem Gros der Sozial- demokiaten übergettelen.—- Also übergetreten; da« ist ja prachtvoll; erste»« brauchte Joh. Jacoby nicht überzuttcten zu den Sozialdemokraten, wie Du seiner Zeit zu den Naiional-Servilen und zweitens ist es ja eine alte Sache, daß Jacoby Sozialdemokrat ist; allerdings sür einen in»tausendjähriger Geschichte"�) bewanderten„Liberalen" mag da« neu sein. Nerki», 24. Februar. I« der letzten Nummer des„Volks- staat- bestreitet ern hiesiger Correspondent, daß der.§ 3 des Preß- gesetz Eniwurse« sür Preußen eine neue Bestimmung enthalte. Dem ist aber dennoch so; denn wenngleich im preußischen Preßgksey der neue§ 3 seinem Wesen nach euthalten ist, o hat er doch nicht mehr die alte Tragweite, ind m ihm der§ 43 der Gewerbeordnung von 1869 gegenübersteht. Dieser tz 43 bestimmt, daß nur derjenige, welcher gewerbsmäßig Druckschusten jc. ve> kauft oder verthettt, einer Erlaubniß der O-tSpolizeibedöide bedarf. Wenn also ein gewerbsmäßiger Vertrieb nicht staltsindet, wie z. B. bei Wahlagitationen, dan» braucht man keine Polizeibshörce zu ftagen. Dies« Auffassung wird von vielen Commentatoren der Gewerbeordnung zetheilt und wurde erst»eulich wieder vo« Ge- richt zweiter Instanz zn Quedlinburg bestätigt. Dort war Partei- genösse Fischer in Staßfurt in erster Jostanz wegen unerlaubter Schriftenverbreitung verurtheilt worden; diese« Urtheil wurde je doch in zweiter Jastanz mit Hinweis auf tz 43 der Gewerbeort nung kassirt,— wonach sich Jeder richten und wegen dir«angeln den GesetzeSkenntniß mancher Richter nicht gleich i»S Bockshorn jagen lassen möge. Der Reichstag hat gestern einen guten Tag gehabt: er wählte auf Vorschlag der Sozialdemokraten Motteler in die Eommisstou zur Prüfung des Contractbruch-Gesetzentwurfes und Sonnemann in die Commission zur Prüfung de« Preßgesetzentwurfe». Auf fällig ist e«, daß viele Zeitungen die Rede Geib'S über da« Press gesetz todtschweigen. Wahrscheinlich hat eS ihnen»icht gefallen, daß er den Preßturko« ein wenig auf die Finger klopfte. Die Parteigenossen der nachbenanntcn Orte werden hierdurch aufgefordert, unverzüglich dafür Sorge zu tragen daß folgende Annoueeuschuldeu baldigst bezahlt werden: Berlin: Tischlerver. f. Aug. 1 Thlr.; Bremen: Böttcherver. für Septbr. 4 Gr.; Crefeld: Arb.-Part. für Juli Thlr. 2 10; Hamburg: Allgemeiner deutscher Arbeiterverein für August und September Thlr. 1 13, Holzarb.-Gew. sür September 12 Gr.; Homburg: Feilhauer EiSner für August 12 Gr.; Offenbach a. M.: Schuhmachergew. für September 8 Gr.; Philadelphia: Frz. Malech für Sept mber 11 Gr.; Stollderg: Arb.-Partei f. Juli u. September 18 Gr., Arb.-Bild.-Vcr. f. Sept. Thlr. 1 27, Neubert f. Aug. 10 Gr.; Spandau: Arb.-Part. f. Sept. 7 Gr.; Stuttgart: Buchbdver. f. Aug. 20 Gr.; Staßfurt: Arb.-Part. f. Aug. 20 Gr.; Schw. Hall: Agitat.-Com f. August 3 Gr.; Schw. Gmünd: Agit.-Com. 16 Gr.; Wiesbaden: Arb.-Part. f. Aug. 3 Gr., Sckuhm.-Gew. f. Aug. S Gr.; Werdau: Volksverein f. Juli 12 Gr.; Zwickau: Arb.-Partei für Juli 16 Gr., R. Bachmann f. Sept. 5 Gr.; Zeitz: O. Klinger f. Juli 4 Gr. Für Annoncen pro Hlltoöer und Wovemller«stiren: Augsburg: Schuhm.-Gew. 12 Gr.; Berlin: Fließ 10 Gr., Görges Buchbinder 14 Gr.; Chemnitz: Schubert u. Co. 2 Gr., Agttat.-Com. 24 Gr.; Constanz: Arb.-Part. 7 Gr.; Dresden: Buchbmderverein 10 Gr., Schuhm.-Gew. 12 Gr.; Düsseldorf: Arb.-Partei 5 Gr.; Elberfeld: Arb.-Part. 9 Gr.; Frankfurt a. M.: Arb.-Part. 22 Gr.; Freiberg i. S.: Arb.-Part. 10 Gr.: Gotha: Arbeiterpartei 5 Gr.; Gera: Arbeiterpartei 4 Gr.; Hamburg: Sämmtliche Gewerksckiafts» Verwaltungen IS Gr.; Hos: G�nossenschastSbmddruckerei 1 Thlr.; Königsberg i. Pr.: Stormer Buchbinder 5 Gr.; Lübeck; Arb.-Part. 6 Gr.; Mainz: Arb.-Partei Filiale 7 Gr.; München: Fachverein der Schlosser 5 Gr.; Newyork; JonSder 12 Gr., Bereinigte Tischler 8 Gr.; Otfcnbach: Aib.-Part. und Schuhmgew. 14 Gr.; Stollberg: Wahlcom. 15 Gr.; Stade Arb.-Part. 4 Gr.; Solingen: Arb.- Partei 8 Gr.; Witten: JunghauS 3 Gr.; WaudSbeck: Arb.- Verein x2 Gr.; Weimar: Arb.-Partei 4 Gr. Für Annoncen pro Dezemier restiren: Arnstadt: Arb.-Part. 4 Gr.; Berlin: Manuf.-Arbgew. 17 Gr., Böttcherver. 12 Gr., Agit.-Com. 4 Gr.; Constanz: Arb.-Partei 7 Gr.; Chemnitz: Agit.-Com. 8 Gr.; Dresden: Knieling 9 Gr.; Frankfurt a. M.: Klempnerfachver. 12 Gr.; Gera: Arb.-Ber. S Gr.; Hamburg: Holzaib.-Gew. 13 Gr.; LeiSnig: Müller Wahlcomitö 16 Gr.: Neustädtl b. Schneeberg: Kögel 8 Gr.; Schw.-Gmünd: Filiale 10 Gr.; Solingen: Arbeiterpartei 6 Gr.; Wandsbeck: Arb.-Ber. 9 Gr.; Witten: Filiale 6 Gr. An Annoncengcbühren pro Januar schulden: Altona: Sozialdem. Arb.-Ber. S Gr.; Agrim: Gewerbe- Arbeiterv. 13 Gr.; Annweiler: Gg. Seebach(Geb.-Anz.) 10 Gr.; Berlin: Sozialdem.-Arb.-Part. Thlr. 2 1, Manuf.-Gew. 8 Gr., Görges, Buckb. 16 Gr., Wolftohn u. Sponholz 6 Gr.; Breslau: Ber. Geselligkeit 9 Gr.; Bensheim: Schmidt, Drechsler 3 Gr.; Cöln: Arb.-Partei 11 Gr., Kleist 3 Gr., Agit-Com. 11 Gr.; Elberfeld: Arb. Partei 9 Gr.; Zwickau: Schneider». 6 Gr.; Greußen: H. Kühn 8 Gr.; Hamburg: Arb.-Partei Thlr. 1 11, Klempner u. Gasfilter 4 Gr., Holzarb. 6 Gr., Stepper u. Vor- richter 7 Gr.; Hannover: Arb.-Partei 3 Gr.; London: Arb.- Bild.-Verein 12 Gr.; Landshut: Schuhmachcrgewerksch. 4 Gr.; Meerane: Sierbekasse der Manuf. und Handarb.-Gew. 3 Gr.; Nowawes: Manuf. und Handarb.-Gew. 7 Gr.; New-Nork: Verein der Tischler 8 Gr. Gleichzeitig erklären wir, daß Annoncen solcher Einsender, die nach zweimaliger Erinnerung die Gebühren nicht entrichtet haben. hinfort nickt eher aufgenommen werden, bis die rückständigen Be- träge bezahlt sind. Hamburg. Der �arteiausschuß. i2a noch»icht erschiene». Sxped. ber„Freie Presse- Themnitz: Der jetzh Sendung LtedertÜcher!ag Rechnung nicht bei, b'tttn um solche. T. Bernstadt: Wenn Ihne« wieder ein« Nummer de»„BotkSstaM-»I von dortiger Post geliefert wird, t«Kamiren Sie gefälligst sofort bei selbe», da die Post verpflichtet ist, die Exemplare richtig zu lief»». Th. hier: Wir bitte» um ausführlichere Mittheilauge». ... Sojinldemokril tische Arbeiterpartei. ■OfriälU Sonntag, de» 1. März, BonniNaz« 10 Uhr: Gr«ke akgemeiue Parteiversa««l««g auf LSuigShShe. Sreisswalderstr. 3. Da« Nähere die Plakate am Sounabeud. Parteigenossen! wir erwarte«, da» Ihr Eure Schuldigkeit thnt. Da« AgitatiouS Cvntitä. Berlin �e Anzeige. Sonnabend, den 14. Marz, Nbend« 8 Uhr: Kroßes«ssgemeines Urbeiterfell auf KSnigShöhe. Am Sountag find bereit« Programm« zu haben. fia)_ I.» de« Fefl-TomitS',: A. Heinfch. Morfttt Berein ber Sattler und Berofsgenossen. Sounabeud. den 28. Februar. Abend« dalb 9 Ubr. te Sonnabend, den 28. Februar, Abend« halb 9 Uhr, Tarin«, Prinzenstr. 72.— T.-O.: Vortrag. Henke, BertrauenSmam». Ilr-riLfl cm Arbeits- Sc Wohrnrngsnachweis von C. J.£▼•>* S U1 CoUCll im Arbeiterbildungsverein, Palmstrasse 20.(jst Hamburg Sozialdemokratische Arbcilcrparlci. M°utag, den 2 März, Abend« halb 9 Uhr: Mitglieder-Versammlung im Saale de« Herrn Hansch, Schaueuburgerstraße 14. Tagesordnung: Parteiangelegeuheiteu. Karten sind vorzuzeigen. Praast. % Artttthtti*«« Berbaub der Klempner uud verwandte« MMlIllrg Berufsgcnosscn. Sonnabend, de« 28. Februar, Abend« halb 9 Uhr: we Mitgliedcr-Versammlung, en Schoppeustehl Nr. 22. ist Da« Srschetne» Aller ist uothweudig. F. Reese, Bevollm. H, KlVimfrluHtfllM' Demokratischer Arbeiter, ereiu. zu niUU)|UjUUJI.l Sonntag, Nachmittag« paukt 6 Uhr: BetZu einssitzung im Bereiu«lokale. T.-O.: Recur«- Bescheid. Die Reich«tag«wahl. Wochenbericht.-zge Auch sind diesmal die Steuern fällig.»> Sämmtliche Mitglieder haben mit Ausschluß jede« Einwände« p&nKw lich zu erscheinen.— Gäste haben Zutritt._ Der Vorstand. �Manufaktur-. Fabrik- und Handarbeiter- Krankenkasse b. G.(1. �v.) Alle BertraucnSwänuer werden ersucht, bei Verlust ihrer Recht« schleift »igst ihre Adressen einzusenden.»ir Albrecht Thierfelder.[3a] Borsteher h. Aussicht«ra!h« Tiimmitschau, Turohallenstr., Gentschen«- Alle Parteiaenossen, die elwas über den Ausenthalt von Karl ProtDei gebürtig au« Schwarzfeld(Provinz Hannover) wissen, werden ersucher solche« unter nachfolgender Adresse anher mitzutheilen.[3t Johann Böhmer, Schützengasse-Kotten, Kaiserslautern Rheinpsal�,�� Bekanntmachung! jjc Hiermit znr Kemitniß aller Gewerkschaft»-Genossen, welche in Bre� m erbafcn, Geestcnmündc, Geestendorf oder Lehe zogeretst komm«�, und Reiseunterstützung empfangen wollen, daß ich Wttag« von 12 bi«• v Uhr und Abend« von 6 Uhr an(ausgenommen Montag« Abend»)}..■ treffen bin. Johann Sältz,'t«! Bev. der Metallarbeiter- GewerkSgenossenschast zu Bremerhaft«,«rb wohndaft zn Geestendorf, Elhornstraßc 110. Motograpyien f-l unserer Reichstagsabgeordneten pro St. 2 Gr. 5 Pf., gegen baar 12 24 Gr. find zn beziehen durch die [3a w] Expedition des„Bolksftaat."�dc Stelle-Gesuch.>« Für den 1. April suche ich eine Stellung als Redafleur oder Mtre� dakieur eine« demokratischen Blatte«. Auch bin ich geneigt, bei jeder v beliebigen Blatte eine Torrector- oder Expedienlenstelle anzunehmen. � l Parteigenossen, welche mir zur Erlangung einer solchen Stelling bm Thlr. 3 10, Partenritttiedschast in Berlin> 10 Thlr., P. H. Bernde« Hamburg 5 Thlr., Müll« Bielau 1 Thlr.,j An« Dreeven 9 Tdlr Grabl« Speyer 20 Gr., von Arbeitern der Maschinenfabrik„Phönix" in Tbcmnitz d. Linke Thlr. 2 2, Jos. Horch! Altenhos bei Toblenz Thlr. 1 15, v. d« Dornderg'schen Schneidcrwerl- stau hier 1 Thlr., an einem Tisch der„Bavaria" ges. durch Dr. I. St.! trantfurt a. M. Thlr. 7 4 2, Ueberschoß d. Bersamml. in Würzen hlr. 7 13, v. Wölk« hier 15 Gr, ,. Schäfer hier 5 Gr., v. I. I. L. hier 16 Gr., d. Büttner Zürich Thlr. 7 26 4, nicht 9 Thlr., die Schr. sind abgesandt, d. Alb. Lichtensteiger Lechhausen b. Augsburg 2 Thlr., «. Knopfmach«- und Posamemirardeitnn in Hamburg 3 Thlr., v. der Glajergestüschaft hier 12 Thlr. Pas Kuttager von «tzd . d Huirin Anton Kischer juük Knmmaischtstraße Ar. 24 Ecke der Aitterkraße irh, empfiehlt seine reiche eiuswaol von Filz- und Setdenhüten»nd verfpriter bei reell« Bedienuna die billigsten Preise. lDon. t>>,: Arbeits-II08611. [Don. GenosscnschaftSbuchdruckcrci. Antheilscheine bez. Mntheilqmttungen erhielten s«n«: In Lichtenstein- Tallnberg H. M. 15 Gr., in Neuvdorf bei Slaßfurt G. N. 1 Thlr., in Stöltentz E. P. 2 Thlr, in Weimar C. K. 2 Thlr., in Stade Aug. W. 1 Thlr., in Hamburg E. P. 5 Thlr., in Reutlingen Th. W. 1 Thlr» B. St. 1 Thlr., m Leipzig H. Sch. 4 Thlr., in Pstrsee Jos. St. 1 Thlr., Joh. St. 1. M. P. 3 Thlr., A.«. 1 Tylr. Brieskastt» d« Redattiou. N. M. in P.: Wir»«den sehe»,»b wir die Artikel benutzen können. L. R. Zimmermann'« Anschauungen von„Cuttur- lamps" sind allerdings nicht die nusrigen. A. G. Berlin: Erhalten. F. Di. in Z. Die Braunschweigische Pilizei hat allcidiug« da« W«k von Gustav Rasch„Die Preußen t» Elsaß-Lorhnngen" eonfiScirt, da» kann ab« einen Nicht-Braunsa-weiger gar nicht lümmern. der Expcdliion. BollSvcrein Glauchau Ann. 22 Gr. Schwt« B«liu Ab. Jan. Tclr. 10 6. Knpp hier Schr. 26 Gr. P. Stss Salonik Schr. uud Ab. Thlr. 2 20. Sftr hier Schr. 26 Gr. Sn Königsberg Schr. 5 Gr. Blm Wilkowya Schr. 16>a>r. Holzar eit«gewnl[chaft h>« Ann. Thlr. 1 2. Holzarbeuergewertschasl Eöln Ann. Thlr. 1 6. Dnl Frieder«« dois Schr. 7 Gr. Wndl Bayieuth Sa.r. Thlr. 1 17. I. Franz Zürich: Die Beröffcmlichung kostet 8 Gr, die Ann. sür Li«« kostet Thlr. 1 14. PH. Mai Mannheim: Da» 11. Heft vom Leipz. Hochverrathöprozeß ist L.«»ttt Lnxiisoü I-eckerkoseu» Ztüeic 1 Thlr. 15 Sgr. „ Cord-Hosen h Stück 1 Thlr. 15 Sgr. , Starke Stoff- Hosen ä Stück, 2 Thlr. 15 Sgr. „ Militär- Drillhosen ä Stück 1 Thlr. „ BaumwoUene feste Arbeitshosen ä Stück 27'/, Sgr, empfiehlt la«; D hibi «. »en [J. M Louis Gutimann No. 24 Grimmaische Strasse No. •et fen fe äli Soeben ist m nns«em Beilage erschienen: Sozialdemokratische Lieder und Deklamationen. (64 Seiten stark, in Taschenformat.) Mit einem Anhange: Die Prinzipien droschirt (Wtederverkans...........—„—__________ Depot sozial-demokrat. Literatur. lich [2H]_ � Z pn Adr.: I. Franz, Schriftsetzer, Hotnugen-Zürich.)� !rh> A Ü »en Leipzig: Berautw. Redattenr: M. Bretßer.(Redaktion uud ptditton Zeitz«str. 44.) Druck und Verlan»« GenossenschaftSdnchdrncker� �