«. Erscheint in Leipzig Mittwoch, Freitag, Sonntag. Bestellungen nehmen an alle Postanstalten u. Buchhand- lungen des In-».Auslandes. Filial-Expeditionen für die Vereinigten Staaten: F. A. Sorge, vor 101 HodoKen, N. J. Wm. Lueders, 409 Maystr. Chicago, JU. Peter Haß, 8. W. Corner Third and coates str. Philadelphia. Der Vol Abonnementsprei«: Für Preußen incl. Stempel- steuer 21'/, Sgr., für die übrigen Deutschen Staaten 16 Sgr. pro Quartal. Monat«-Abonnement» werden bei allen Deutschen Postanstalten auf den 2ten u. 3ten Monat und auf den Zten Monat besonders an- genommen, im Kgr. Sachsen u. Hrzth. Sachs.-Altenburg auch auf den I ten Monat ä 5'/, Sgr. angenommen. ch� , w u. aal 1 M OrgandersozialdemokrattschenArbetterMrteiMddermternationalenGetverksstenossenschaften. Zuserate, die Abhaltung von Partei-, Berein», und Volksversammlungen, sowie die Filial-Expeditionen und sonstige Partei- Ar gelegmhetteu betreffend, werden mit 1 Sgr.,— Privat- und Vergnügung«- Anzeigen mit 2 Sgr. die dreigespaltene Pettt- Zeile berechnet. .�r. 25 Sonntag, 1. Würz. 1874. Rede des Abgeordneten Avgnst Geib gegen den Pretzgesetzentwnrf in der ReichstagSsitzung am 20. Februar.*) ,5|(Nach dem stenographischen Bericht.) � Präsident: Der Herr Abgeordnete Geib hat das Wort. Abgeordneter Geib: Meine Herren, eS ist ein eigenes Geschick, welches diesen Reichstag verfolgt: er wird mit Ausnahme Gesetz- entwürfen überschwemmt. Auch dieseS Gesetz, betreffend die Preffc, ist nichts anderes als ein Ausnahmegesetz. ES wurde von dem >n.� Herrn BundeStommissarius gesagt, eS sei geeignet, die Preffe so Zu stellen, daß sie ihre Kalturaufgabe erfüllen könne. Es ist aber Berzu leugnen, daß letzteres unter einem solchen Gesetz möglich sein l Jra nte"®aS f1"' wird durch diesen Gesetzentwurf, falls er 1 Gesetz werden sollte, eingeschnürt, und wenn von dem Herrn stuvdp ��"wmissar im Gegensatz hierzu gesagt wurde, daß der freie nd/�nn für das freie Wort die Verantwortung vor dem Gesetze —Hragen solle, so ist zu bemerken, daß daS freie Wort im Sinne des Herrn KommiffarS gerade durch dieses Gesetz völlig korrigirt chleo�srd, daher auch seine Behauptung gegenstandlos bleibt. Wenn wir unter reaktionären Gesetzen unS das freie Wort erlauben und Sas dafür bestrast werden, so wird derjenige, der abseits vom Wege d�Pcht, uns dann schließlich noch auslachen. Es gebietet also der •rob»»eist einer guten Gesetzgebung von vornherein, daß eS innerhalb kriumer Gesetze möglich sei, sich frei zu äußern. . ii Bei Gelegenheit der Berathung deS Kontraktbruch-Gesetzent- '— Wurfes ist gegen meine Parteigenoffen gesagt worden, daß sie hier � Reichstage sich in Drohungen ergingen, und eS sind diese rohungen zurückgewiesen worden. Mann hat zu verstehen ge- eben, daß wir nur eine geduldete Partei in diesem Hause wären. �ho!) � Meine Herren, daß.....(Glocke deS Präsidenten.) d«)? Präsident: Ich muß den Herrn Redner unterbrechen. Die Diskussion über daS Gesetz, betreffend die Abänderung der Ge- »erbeortnung, ist geschloffen und eS ist parlamentarisch nicht zu- 'sstg' jetzt in einer neuen und eine ganz andere Sache betreffenden istusfton auf Aeußerungen zurückzugehen, die in jener Diskussion fallen sind. Ich bitte daher den Herrn Redner, bei dieser Dis- ssion und bei der Sache zu bleiben. Abgordueter Geib: Ich werde aus diesen Gegenstand ein at." tader Mal zurückkommen. Es ist aber, wenn wir nun auf die Sache selbst eingehen, »nächst zu fragen, was bringt dieser Gesetzentwurf GuteS und ich Dtitre�worte darauf meinerseits: er bringt nichts Gutes. WaS hat jede»� von den verschiedenen alten Gesetzen über die Preffe gelaffen? «. kr hat alle die schlimmen reaktionären Bestimmungen in sich auf- mommen, will sie also auch für die Zukunft zu Rechtens bestehen ssen. Daß die Kaution, der ZeitungSstempel und die Inseraten- euer aufgehoben werden soll, daS ist eine Vergünstigung, die lcht in die Waage fällt gegenüber den Beschncidungen, die in den aragraphen im Allgemeinen enthalten sind. Die Kaution, die üempelsteuer, die Juseratcnsteuer, meine Herren, hat zwar viel- ehr die auftichtigen demokratischen Blätter gettoffen, als jene � lätter, welche begründet wurden durch große Kapitalien, hinter >emai!"� große Kapitalien stehen» die also wohl im Stande sind, oer diesen Punkt ohne weiteren Skrupel hinwegzugehen. Daraus Ltd« Pa � Zw! «'J Leipzig Metalllirbeitcr-Gcwcrkschaft. teiJWß Montag, den 2. März, Sitzung bei Fröhlich, Nicolai- straße 38, im Hos 1 Treppe.— T.-O.: Sozialer-Wochenbericht. Alle Mitglieder werden aufgefordert zu erscheinen. D. B. Thonberg u. Umgegend Ber- sammlung. Vortrag von Herrn Voigt.— Diskussion.— Fragekasten. _ Der Borstand. sock die ach zehi übe nick de,! diff An die Wähler des 13. Wahlkreises! Alle Freunde und Gcsiiiiuingsgcnosscn, die am Tage der Wahl an den Wahllokalen thätig sind, werden dringend gebeten, bei der Stimmcnauszählung in ocn bctr. Wahllokalen anwesend zu sei» und uns das Stimmenresultat wenn irgend möglich noch So» n abend Abend zu hinterbringen. DaS Comite, wie rie Parteigenosseii und Freunde kommen zu diesem Behnsc im Saale des Herrn Zeidler, gr. Windmühlenstr. Nr. 7 zusammen. Das Comite. auo Jot sich und oft >a, Gr! wai «est dock «ed. Manufaktur-, Fabrik und Handarbeiter- Krankenkasse b. G.(1. W.) Alle Bertrauensmänner werden ersucht, bei Verlust ihrer Rechte schien »igst ihre Adressen einzusenden. Albrecht Thierfelder, s3bl Borsteher d. Auffichtsralh« Crimmitschau, Turnhallenstr., Gentschens-Haus- den ans s°r> dies &tn wie Alle Parteigenossen, die eiwa« über den Ausenthalt von Karl�Probst!!� •See gebürtig au« Schwarzfcld(Provinz Hannover) wissen, werden ersucht C solche» unter nachfolgender Adresse ander mitzutheilen. Johann Böhmer, Schlltzengasse- Korten, Kaiserslautern Rheinpfalz. Mchdiuder. Mi, »I« Jdet Alle Parteigenossen, so fern Sie mit Unterzeichnetem noch nicht Verbmdung stehen, werben ersucht, um Anknüpfungspunkte berzustellen umgehend Ihre Adressen an Unterzeichneten gelang«, zu lassen. Leipzig. f2dj H. Richter, Srernwartenstr. 23. Urbeiter oder Urbeiterinnnen, welche in der Eiga«ettensabrikation vollständig bewandert find, köunei unter annehmbaren Bedingungen dauernde Beschäftigung eroalten. Nähere Auskunft auf bliest. Auftragen wird unter folgender«dress ertheilt: Baron Rampach [5t]___ in Küßuacht bei Zürich, Schweiz. Arbeits-Hosen. Aeebt Englisch Lederhosen ä Stück 1 Thlr. 15 Sgr. Cord-Hosen h Stück 1 Thlr. 15 Sgr. Starke Stoß"- Hosen ä Stück 2 Thlr. 15 Sgr. Militär-Drillhosen ä Stück 1 Thlr. Baumwollene feste Arbeitehosen ä Stück 27', Sgr. empfiehlt Louis Guttmann u. m No. 24 Orimmaische Strasse No. 241 Lt'Pztg: Beraotw. Redakteur: M. Preißer.(Redaktion u. Eppediti«�'! Ztitzerstr. 44.) Druck und Verlag d« Senosstuschastsbuchdruckeret.