Erscheint in Leipzig ien: Mittwoch, Freitag, Sonntag. to iBestellungen nehmen an alle th. Postanstalten u. Buchhand . 5 lungen des In- u.Auslandes. Ab. Filial- Expeditionen für die Bereinigten Staaten: Эфи 28, S 5. IL 5 Inx 10 F. A. Sorge, Box 101 Hoboken, N. J. Wm. Lueders, 409 Maystr. Chicago, JH. Peter Haß, S. W. Corner Third and eoates str. Philadelphia. Der Volksstaat Abonnementspreis: Für Breußen incl. Stempelfeuer 212 Sgr., für die Abrigen Deutschen Staaten 16 Sgr. pro Quartal. Monats Abonnements werden bei allen Deutschen Poftanstalten auf den 2ten u. 3 ten Monat und auf den 3ten Monat besonders an genommen, im Kgr. Sachsen u. Hrzth. Sachs.- Altenburg auch auf den i ten Monat à 5, 6gr. angenommen. Biex Febr 581 Si 5. Organ der sozialdemokratischen Arbeiterpartei und der internationalen Gewerksgenossenschaften. Juferate, die Abhaltung von Partei-, Vereins- und Volksversammlungen, sowie die Filial Expeditionen und sonstige Partei Argelegenheiten betreffend, werden mit 1 Sgr., Privat- und BergnügungsAnzeigen mit 2 Sgr. bie breigespaltene Petit Zeile berechnet. 16 26 un Nr. 27. Freitag, 6. März. 4. um 1. She 1874. Die Grund- und Bodenfrage vor dem preußischen seit Monaten wüthet, und deren Wirkungen noch lange fühlbar französische Regierung bie preußischen Anerbietungen in der Form, Landtag. fein werden. Wie gegenwärtig die Dinge in den Bereinigten in welcher sie gemacht wurden, abgelehnt; das heißt sie hat Staaten fiehn, wandert Niemand aus, der nicht durch unsere poli- teine direkte militärische Hülfe zur Niederwerfung der Commune tischen Miß- Verhältnisse mit absolut zwingender Gewalt fort- angenommen; wohl aber hat sie die angebotene preußische Hülfe Gegen Ende des vorigen Jahres( in Nr. 123 vom 12. Dezbr.) getrieben wird. in indirekter Form angenommen, das heißt sie hat angenommen besprachen wir den von Miquel und Genossen im preußischen Und die glückliche Minorität, die durch die Zerschlagung der 1) daß die preußische Regierung ihr ausgesuchte Abtheilungen Abgeordnetenhaus eingebrachten Antrag auf Bertrümmerung Domanialgüter in den Besitz eignen oder gepachteten Landes ge- der friegsgefangenen französischen Armee schleunigst lieferte; 2) daß der großen Domanialgüter, aus denen fleine und mittlere langt? Ist ihr auf die Dauer geholfen? Das kann nur bejahen, die preußische Regierung ihr die Zusammenziehung einer die verBauerngüter gebildet werden sollen mit verschiedenen Erleichte wer die Lage der Parzellenbauern nicht kennt. In Frankreich, tragemäßige Höhe um mindestens das Doppelte überrungen" für die Pächter oder neuen Eigenthümer. Der Antrag wo der Kleingrundbesis sich in seiner klassischsten Bollendung steigenden Armee vor Paris gestattete; 3) daß die preußischmi wurde der Agrar- Commission des Landtags überwiesen. In der findet, hat das von Miquel und Genossen trotz aller Verwah- deutsche Armee während des Kampfs zwischen d n Bersaillern und . Sizung des Abgeordnetenhauses vom 21. Januar erstattete nun rungen zunächst angestrebte Barzellensystem nach dritthalb Genera- Parisern Stellungen befezte, durch deren Besetzung die VertheiDie Commission Bericht über den Antrag. Wir lassen den be- tionen dahin geführt, daß die Mehrzahl der Bauern in der bigungsoperationen der Commune gehemmt und gelähmt wurden; treffenden Theil des Referats der Berliner„ Volkszeitung" hier größten Dürftigkeit lebt. Nach dem Census von 1851 be- und 4) endlich daß Abtheilungen der preußisch- deutschen Armee bollständig folgen: trugen die auf dem Lande laftenden Hypothekenschulden bereits nach der durch Verrath bewirkten Ueberrumpelung von Paris den " Abg. v. Köller erstattet mündlich den Bericht der verstärkten 10,000,000,000- zehntausend Millionen Franken, d. h. Communesoldaten den Rückzug abschnitten, ein förmliches Agrar- Commission über den Antrag der Stadverordneten Miquel doppelt so viel als die letzte französische Kriegsschuld an Deutsch- Kesseltreiben" auf fie veranstalteten, wie deutsche Soldaten sich und Genossen, betreffend die Bildung kleinerer bäuerlichen Be- land; und war 1861 fast die Hälfte sämmtlicher französi- damals ausdrückten, und den Bersailler Schlächtern die Opfer in m.fizungen aus den Domänengrundstücken und die Herstellung befferer scher Landeigenthümer, nämlich 3,600,000 von 7, 846,000 die Hände trieben. Dirette Hilfe hätte nicht wirksamer fein unfeigener Wohnungen für die Häuslinge auf den Domänenvorweiten, außer Stande, die persönlichen Steuern zu zahlen! Nicht können, als diese indirekte Hülfe. Das ist die" historische und führt aus, daß es keine bessere Maßregel gebe, die Auswan- besser ist es um das Kleinbauernthum in Deutschland bestellt, ob- Wahrheit", die man uns jetzt hoffentlich nicht mehr abzudisputiren berung der Lant bewohner nach Amerika und den Haupt- und gleich man sich wohl hütet, das Licht der Statistik unsere heimische versuchen wird, nachdem die Geständnisse der Norddeutschen Allmat Industrieſtädten zu hemmen, als die Gründung bäuerlicher Be- Agrikultur Misère bescheinen zu lassen. Herr Miquel und Genossen gemeinen Zeitung" die Dispositionen der preußischen Regierung fizungen. In den öftlichen Provinzen fei die Nachfrage nach wissen das sehr wohl. Aber geradezu weil sie es wissen, drängen in so flares Licht gestellt haben. Heinen Befizungen eine sehr bedeutende, ebenso in den neuen und sie den Staat in dieser Richtung vorwärts. Ihr Zweck ift: dem m. " wefilichen Provinzen, so daß in dem ganzen Staate die Nachfrage Staat das ihm noch gehörige Grundeigenthum zu ent--Unter der Ueberschrift: Die Sozialisten im Reichstag" abhach fleinen Befizungen weitaus größer wäre als das Angebot. reißen. Für die Hände, denen es für den Augenblic anver- bringt die Weferzeitung" einen von dem berüchtigten Breßreptil Die Commiffion hält es für die Aufgabe des Staates, als des traut wird, ist es nicht endgültig bestimmt. Der Kleinbauer Robolsky herrührenden Aufsatz, in welchem die sozialistischen größten Grundbefizers, zur Bildung Kleiner bäuerlicher Stellen mit tann die Konkurrenz des Großgrundbesizers ebenso wenig aus- Abgeordneten als geistig ganz unbedeutend geschildert werden. Bertinem guten Beispiele voranzugehen. Die Anlage neuer Colonien halten, wie der Kleinhandwerker die des Großindustriellen: beide Nur vier von ihnen hätten bis jetzt gesprochen und dabei nichts mpfehle sich nach der Erfahrung nicht, dagegen sei es angezeigt, werden in der heutigen Bourgeoisiewelt unrettbar von dem Groß- Neues gesagt; die drei, welche nicht gesprochen, hätten es blos des78. mit der Schaffung Kleiner Stellen da vorzugehen. wo bereits eine tapital verschlungen, und indem Herr Miquel und Genoffen für halb nicht gethan, weil die Partei von deren Rednergabe teine Unzahl Kleiner bäuerlicher Befizungen vorhanden sei; auch dürfe den kleinen Grundbesitz eintreten, geschieht es in der sichern sonderliche Wirkung erwarte." Run, um„ Neues zu sagen" find bendman fleine Leute nicht da ansiedeln, wo sich nur ein Arbeitsgeber Boraussicht, daß derselbe über turz oder lang ihrer unsere Abgeordneten nicht im Reichstag, sondern um das Richtige inde, sondern da, wo sich für dieselben ein Arbeitsmarkt finde. Klasse, der Bourgeoisie, zufallen wird. In England zu sagen; was die bisherige Mundtodimachung von Most, Bahlm großen Ganzen ist die Commission mit den Anträgen Miquele haben wir dasselbe Schauspiel, nur mit dem Unterschied, daß dort teich und Motteler betrifft, so weiß das ehrliche Preßreptil sehr inverstanden, und hat nur kleine Aenderungen vorzuschlagen. So die liberale" Bourgeoisie nicht blos gegen die Staatsdomänen, wohl, daß dies das ausschließliche Verdienst des Reichstags und beanbill fie hinter den Worten Domänenländereien Forfiländereien" sondern gegen den feudalen Großgrundbesitz überhaupt zu des Bräsidenten Fordenbeck ist; und was endlich die geistige ch ingeschaltet wiffen. Mit dieser und einigen andern Modifikationen Felde zieht. Sie fordert dort das Land für das Volk! versteht unbedeutendheit" betrifft, so bitten wir besagtes Preßreptil, uns burbe der Antrag nach dem Sinne der Commission sein. aber unter dem„ Bolt" sich selbst, die Bourgeoisie. irgend eine Frattion namhaft zu machen, die im Verhältniß aft. Nach einer Rebe des Abg. v. Owen, der sich keinen Erfolg Genug: die Stellung und Annahme des Miquelschen Antrags zur Mitgliederzahl auch nur annähernd das geleistet hätte, was don diesem Antrag verspricht, gegen den Antrag, nimmt der An- lehrt uns zweierlei: unsere Vertreter bereits geleistet haben. Beiläufig bemerkt ragfteller Miquel das Wort und erwähnt, daß sich bei der Land- Erstens, daß die Bourgeoisie nur ihr eignes Klassen- finden wir das Machwerk des Preßßtrolches Robolsky in einer chten evölkerung feit Jahren die größte Unzufriedenheit bemerkbar mache, interesse versicht, und das Bollsinteresse blos als Vorwand Menge von nationalliberalen Blättern, in der„ Nürnberger Preffe", nb daß man mit dem Gehenlaffen der Dinge nicht auskomme, benugt; einem Blatte, bas sich durch seine Rohheit auszeichnet, in der ( 3c] ondern daß man zur Kulturpolitit der alten preußischen Könige Zweitens, daß der moderne Staat die organisirte Klassen- Kemptner Zeitung" u. f. w. als Original abgedruckt. Wäre Hanurückkehren müsse. Redner beweist, daß in Hannover da die Ent- herrschaft der mit den Ueberresten des Feudalabels vereinigten hiermit vielleicht der Beweis geliefert, daß die Redakteure befagter ölkerung des Landes am langsamsten vor sich gehe und ganz auf- Bourgeoisie ist. Blätter geiftig so unbedeutend" sind, daß sie selbst Nichts proehört habe, wo man die Parzellirung großer Befizungen ins Wert Wer vom heutigen Klassenstaat die Lösung der sozialen Frage, duziren können, sondern die große Eselsbrücke aller„ Sauhirten", Unterlegt habe. Die Vorlage möge zu allgemein sein, allein die Ver- fei es auf dem Gebiet der Industrie oder des Aderbaus erwartet, das Bismarcksche Preßbureau benutzen müssen? baltung fönne ja die Novelle weiter ausbilden. Nochmals empfehle ist mit Blindheit geschlagen, hat keinen Begriff von der Natur bie Ansiedlung an bestehende Stellen, in manchen Gegenden, dieses Klaffenftaats. 12 st." Der Wiener Berein" Boltsstimme" richtete bekanntlich vor B. in Sadsen, empfehle sich die Zerschlagung großer Höfe in Wer gründliche Besserung der sozialen Zustände will, einiger Zeit an das österreichische Abgeordnetenhaus eine Dentleine Stellen. Die Staatsregierung müsse ba ben lokalen Be- muß mit der Sozialdemokratie für die Beseitigung des schrift, in welcher die augenblidlich bringendsten Forderungen oder ürfnissen Rechnung tragen. Rebner bittet, auf dem beschrittenen lassenstaats tämpfen. Wünsche nach dem Ton des Aftenstücks ist der letztere Ausdruc Bege ein etwas rascheres Tempo anzunehmen und mit durchgreifen- Nieder mit dem Klassenstaat! Es lebe der freie der passendere- formulirt sind. Das Abgeordnetenhaus, welches eren Maßregeln zu beginnen. Voltsstaat! gute Gründe hat in Arbeiterfreundlichkeit zu machen, griff mit Freuden nach dieser Gelegenheit: es feste einen Ausschuß zur Prüfung ter Arbeiterwünsche und Arbeiterintereffen" nieder, und dieser Ausschuß hört jest, nach Muster der parlamentarischen Enquete- Commissionen in England, Sachverständige ab, d. h. so.24 m Politische Uebersicht. Der Reg.- Comm. Geh. Rath Dreßler erklärt, daß man in ter Beit eine große Domäne mit allen Borwerken zerlegt habe nb im Reg.- Bezirk Stralsund in nächster Zeit zwei weitere Do hänen parzelliren werde; ebenso seien in den Reg.- Bezirken Königsrg und Oppeln, sowie in der Provinz Sachsen Domänen in- Internationale Gesellschaftsretterei. Als wir genannte Arbeiterbelegirte. Namentlich den Arbeiterbelegirten, oder lussicht genommen, welche zur Schaffung Kleiner Besitzungen ver- während des Communekampfs und nach demselben die auf That- genauer den Delegirten der Arbeiter, von welchen die Denkschrift penbet werken sollen. 3m Spreewald befizt die Domänenver- fachen fich flüßende Behauptung aussprachen, die preußische Re- abgeschickt worden ist: den Leiter des Vereins Boltsftimme" unb altung 750 Hektaren Wiesen, ebenso in Eclesien 1000 Hektaren, gierung babe Herrn Thiers Hülfe gegen Baris geleistet, wurde Rebatteur des Blattes Volkswille", Heinrich Oberwinder. Telche bisher verpachtet waren; auch diese sollen veräußert werden. biefe Behauptung von preußischen Regierungsorganen und der Das österreichische Arbeiterblatt„ Gleichheit" hat mit großer Energie Reg.- Bezirt Danzig war ein größerer Länderkomplex parzellirt gesammten nationalen" Breffe für eine Verläumbung erklärt. gegen die Haltung der Denkschrift, so wie gegen das ganze Vornb den Kolonisten zum Kauf angeboten worden, ohne daß ein Ratürlich fonnten die Thatsachen durch eine solche Ablengnung gehen in dieser Sache protestirt, und die Anklage ausgesprochen, ziger Käufer gefunden; wahrscheinlich besaßen diese Leute kein nicht umgestoßen werden. Immerhin aber gereicht es uns zur daß Oberwinder die Denkschrift auf Bestellung liberaler Bourapital und zogen die Verlängerung der Bacht vor. Der Rebner Genugthuung, daß man von preußischer Seite jest mit der Wahr- geois angefertigt habe, und daß die Ueberreichung der Denkschrift lärt fich Namens der Regierung mit den Grundzügen des An- heit herauszurüden beginnt. Die„ Norddeutsche Allgemeine Ztg.", nebst deren Behandlung Seitens des Abgeordnetenhauses eine verags einverstanden. bas Leibblatt bes Fürsten Bismard, schreibt in der letzten Sonn- abrevete Comödie sei. Wir sind nicht in der Lage, zu entscheiden, utsch Der Commissionsantrag wird angenommen." abend- Nummer( 50) an der Spize tes politischen Tagesberichts" ob diese Anklagen ihrem vollen Umfang nach begründet find; " So das Referat der Bolkszeitung". Bei der Stellung, welche wörtlich wie folgt: gewiß aber ist, daß die Denkschrift sich nicht auf dem Boven Eagle preußische Regierung von Anfang an zu dem Antrag ein- Die Geschichte wird lehren, wie unsere Armee, während sie fozialdemokratischer Prinzipien bewegt, daß die Berhandlungen, biernommen hat, ist an beffen Durchführung bis zu einem gewissen in Frankreich stand, in loyaler Weise bereit war, Alles was welche der Berein„ Bollsstimme" angeblich im Namen der öfteralt nicht zu zweifeln. Die Bourgeoisie hat damit einen nicht einer Herstellung der Sache der Ordnung in Frankreich reichischen Arbeiter mit der liberalen österreichischen Bourgeoisie unterschäßenden Sieg errungen, und es ist ein neuer Beweis als bem Lande, mit welchem wir fortan friedlich als Nachbar zu im Abgeordnetenhause führt, weber ber Würde no ben Interessen geliefert worden, baß der moderne Staat, auch wenn feine leben hätten, entsprach, nachhaltig zu unterstüßen. Es der österreichischen Arbeiter entsprechen, und daß die Sozialbema Maiellen Bertreter, wie dies in Preußen entschieden ver Fall ist, wird noch zu Tage lommen, daß der französischen Re- tratie demnach die Solidarität mit diesem Bergehen von fich itagsönlich die Bourgeoisie Anschauungen nicht theilen, denno gierung gegen die kommune deutscher Beistand, auch mili- weisen muß. ittagon diesen Anschauungen beherrscht wird. Wir bie Neuerung färische Sülfe angetragen war, und daß dieser Beistand- aus Außer der Gleichheit haben auch verschiebene österreichische finden Segen des Landes ausschlagen? Birb fie der Entsölkerung richtigem oder falschem Gefühl für die Würde Frankreichs- ab- Arbeitervereine" Proteft gegen die Denkschrift erhoben; und wie derbaudiftritte, mit andern Worten der Auswanderung gelehnt wurde." man selbst in fortschrittlichen Bürgerkreisen über die Angelegenern, worauf es offenbar der Regierung vor allem ankommt? Mit diesem Geständniß können wir zufrieden sein. Es enthält heit denkt, das erhellt aus einem Wiener Brief in der„ Rheinischen Sir müssen das verneiren. Herr Miquel hat zwar behauptet, in zwar nicht die ganze Wahrheit, aber doch genug, um die Rolle Zeitung", ber also lautet: at". für annover sei dieses Resultat burch eine ähnliche Maßregel erreicht bes internationalen Bolizeibüttels, welche bie preußische Regiernng„ Die Arbeiter verhandeln mit dem Reichsrath äußerlich faft olzarten. Allein das ist mindestens eine Uebertreibung. Die Zahl der Commune gegenüber gespielt, außer Zweifel zu ftellen. Die wie" Macht gegen Macht. Einer ihrer Führer, der übrigens Fühbeiter euen Eigenthümer oder Bächter, welche auf diese Weise ge- betreffenden Anerbietungen der preußischen Regierung brauchen lung mit dem Preßbureau hat und der wohl schon deshalb kaum ctobeffen werden, ist eine vergleichungsweise so geringe, daß die nicht erst zu Tag zu kommen," fie find bereits längst zu Tag einen maßgebenden Einfluß auf die arbeitende Bevölkerung zu üben false ter Landbevölkerung völlig unberührt bleibt. Eine Ab- gekommen." Und was die angebliche Ablehnung“ Seitens der im Stande sein wird, hat in dem betreffenden Ausschuß des Abme der Auswanderung wird sich allerdings in den nächsten französischen Regierung anbelangt, so ist sie auf eine jener famosen geordneter hauses, der ihn zu einer Conferenz eingeladen, bereits rlien bemerklich machen ,. fie läßt sich sogar schon jetzt be- Wortspiele zurückzuführen, in denen bie preußischen Soldschreiber eine regelrechte Debatte eröffnet, welche indeß vollständig den Ein( 3c) ten Dies ist aber ausschließlich auf Rechnung der so Großes leisten, und die sie den, augenblicklich von ihnen so druck macht, als sei sie auf Bestellung vom Stapel gelaffen, um coubels: und Industriekrise zu segen, welche in Amerika heftig befehbeten Jesuiten abgelernt haben. Allerdings hat die den von Natur etwas ungeduldigen Waffen einen vorläufigen Beweis zu geben, daß ihr Interesse ein Gegenstand der ernstesten Erwägung sei. Wa« freilich diejenige weit zahlreichere Arbeiter- gruppe, die den in Rede stehenden Führer(Oberwinder) schon längst als ein Werkzeug in den Händen der Polizei beargwöhnt, nicht abgehalten hat, die ganze Enquete so öffentlich als möglich al« eine auf Täuschung berechnete Comödie zu qualifiziren." ES kann unS selbstverständlich nicht einfallen, den Argumenten der„Rheinischen Zeitung- ohne Weiteres beizupflichten. Indessen liegt jetzt die Sache anders al« früher, wo Herr Oberwinder auf die Behauptung der„Buchbinderzeitung", er sei Mitarbeiter der offiziösen„Morgenpost", einfach sagte, die» sei nicht wahr. Daß da» jetzige Auftreten Oberwinder», wie e« in allen Blättern zu lese», den Prinzipien der Sozialdemokratie nicht entspricht, ist sonnenklar, und wenn Herr Oberwinder, wie im„Illustrirten Extrablatt" zu lesen, sich auf de» Bällen de« Bourgeois- Schrift- stellerverein« Concordia, wo die„hohe" Schwindlerfchaft Oester- reich«»o«„genialen Staatsmann" Andrassy und vom Millio- nendieb X.?). Z. bi« herab auf den„Sauhirten" Etienne sich gegenseitig bekomplimentirt, sich al«„Bertteter de» Arbeiterstande«" wohl fühlt, dann mag allerdings, um mit der„Gleichheit" zu rede», die österreichische Arbeiterschaft so bald als möglich unter- suchen, wo denn der Hungertyphus am besten beseitigt werden kann: im Reichsrath, auf Concordia-Bällen oder sonst irgendwo. — Wenn da« Wort SalomoS: nicht« Neues unter der Sonne, auf irgend einem Gebiet volle Geltung hat, so ist e» aus dem der zunftmäßigcn Politik, alias„genialen" Staatsmannschaft. Al« Louis Bonaparte, de« deutschen Kaiser»„lieber Bruder", noch drüben in Frankreich regierte, da merkten selbst die schwerstdenkenden ZeitungSphilister des Denkervolk», daß der ganze R gicrungSapparat des damals noch„genialen" Vetters dem Onkel entlehnt, und das zweite Kaiserreich in der Form eine äffisch getreue Copie des ersten Kaiserreichs war. Und alle Kniffe, Tücken und sonstigen „Genialitäten" deS ersten Kaiserreichs waren ihrerseits wiever Copien römischer, byzantinischer, flanzösischer u. a. Muster, die ihrerseits wieder, wenn man tiefer zurückgreift, sich als Copien erweisen, bis man zuletzt das Original und den UrtypuS in der rohsten Bestialität deS Affenmenschen entdeckt, welcher in seinem sich erweiternden Gehirn zuerst die kulturkämpferische Idee ausbrütete, daß die Jagd auf den Menschen, richtiger auf den affenmenschlichcn Mitbruder eine sehr profitable Beschäftigung sei. In dieser Jvec liegt die ganze„geniale Staatsmannschaft" aller Völker und Zeiten zusammengedrängt von besagtem, leider namen- loS verbliebenen(zonst könnten die Nationalliberalen ihm ein Denkmal errichten, als dem Prototyp, Urmuster und Urbild ihres „Genialen") Menschenaffen oder Affenmenschen bis herunter(oder unsertwegen auch herauf) zu den allerneusten staatsmännischen Mode- figuren. DaS italienische Theaterpublekum hat die Gewohnheit, bei Aufführungen neuer Opern stet«, wenn etwas schon früheres Dagewesenes kommt, den Namen des geplünderten Tondichters auszurufen, womögtich mit Angabc des Werks und der Stelle. Wenn das politische Publikum dieselbe löbliche Gewohnheit hätte, stände eS schlimm um die„Genialen", wenigstens um ihre ,.Ge- nialität". Zum Beispiel— da heimische oxerapla odiosa (Beispiele gehässig) sind, wollen wir uns ins Ausland wenden— nehme man da den Hrn. General Serrano in Spanien. Wie schlecht wäre es ihm ergangen, und erginge es ihm, gälte jene be- denkliche Sitte den Schauspielern der Staatsbühne gegenüber. Als er vor 2 Monaten die CorteS auseinandersprengte—„Lächerliche» Plagiat! 18 Brllmäre! 2, Dezember! 10. November!" Als er hernach sein Manifest erließ, in welchem die Nothwendigkeit der Staats- und GefellschaftSretlung betont ward—„Lächerliches Plagiat! Abgedroschene Phrasen! Bonaparte I! Bonapartc II! Mantcuffel! Brandenburg! Thiers! Dutzende von Königen, Zaun- königen, Ministern und Ministerchen haben schon dutzend- und hundertmal dieselbe Melodie gepfiffen. Pfeif besser, Bruder Ge sellschaftSretter!" Und jetzt gar, da er ein Plebiszit in Szene setzen will— „Hast Du denn gar keine Original-Jvee in Deinem militärischen Schädel. Kann man mit so wenig Verstand und Geist Gesell- schaftS- und Staatsretter sein? Bonaparte I., Bonaparte III.! Kannst Du denn nicht« Neues liefern? Wir haben ja Dich und Deines Gleichen sehr theuer zu bezahlen, dafür haben wir von Rechtswegen das Recht zu verlangen, daß man uns nicht immer den alten Kohl aufwärmt und vorsetzt! Laß Dich heimzeigen, Du schlechter Musikant und produzire Dich nicht wieder, ehe Du mit einem eigenem und einem guten Stück aufwarten kannst!" Nun— auf den: politischen Theater herrscht leider diese Gewohnheit nicht; je abgedroschuer das Stück, desto größer der Erfolg. Der Spieler muß nur keck, unverschämt, rücksichtslos sein, thun wozu er Lust hat; nehmen wo und was erfindet; schwatzen was ihm einfällt— nach der famosen Regel, die Gil Bla» von dem spitzbübischen Be- dienten empfängt,— und die„Genialität" ist fertig, der kecke Abenteurer ist ein„großer Staatsmann." Serrano wird folglich auch nicht ausgelacht werden; im Gegcntheil das gcsinnungStüchiigs Publikum, das bisher anderweitig zu sehr beschäftigt war, um ihm seine volle Aufmerksamkeit zuzuwenden, hält schon den Lorbeer- und Oelzweig bereit, um den spanischen Abklatsch der zwei Bonaparte feierlich zu krönen, und in da« Pantheon der„Genialen" aufzu- nehmen, daS zum Glück ganz nebenan eine Kloake hat, in die man gelezeutlich die„Genialen" wirft, gelegentlich— das heißt, wenn man hinter sie und ihre Schliche gekommen ist, wie da« weiland der große Lump und geniale Staatsmann Mirabeau buch- stäblich erfahren mußte.*)— — Die Gefängnisse Sachsen« beherbergen gegenwärtig nicht weniger al» acht Sozialdemokraten. Zu Döbeln hat Walster, der MajestätSbeleidlger, seine russischen Studien wieder aufgenommen; da« gleiche„Staatsverbrechen" bannt Franz von der„Chemnitzer Freien Presse" in die Kerkermauern von Mitt- Weida. Klemp und Daschner mögen sich in der Dresdener „Gifthöhle" des Reiche« Herrlichkeit vorstellen, die der„alte Bar- barossa" mit sich in den Kyffhäufcr genommen haben soll, wäh- rend Uhle im rothen Thurm zu Chemnitz nunmehr weiß, daß die Wahlagitation zu Gunsten der Sozialdemokratie auch staatS- gefährlich ist. Zu Hubertusburg sehen Liebknecht und Bebel dem Tage entgegen, wo die„Vorbereitung zum Hochverrath" ge- sühnt sein wird, während im Leipziger BezirkSgerichtSgefängniß Seiffert der auf den 7. März angesetzten„Auferstehung" harrt, in Ersatz dessen dann baldigst BloS zur dreimonatlichen„Ruhe" eingehen wird. Rsstuiesoat in paoe> justitl»— wir wollen die „Gerechtigkeit« hier ungeschoren lassen! Sela! ') Mirabeau'« Leichnam wurde im Pantheo« aufgestellt. Als später sei» niederträchtiger Bcrrath an de« Tag kam, wurde der Tadaoer in die tloake gewarjen. — Parteigeuoss« Zirfa« in Main; ist weg««»»geblicher „MajestätSbeleidigunz" zu zwei Monate» GeftegaiK verurtheilt worden. Vierzehn Entlastungszeugen habe» gegen de«„Dienst- cid" eines GenSdarmcn, der die Versammlung überwachte, wo ZicrfaS da«„Verbrechen" oerübt haben soll, Nicht« vermocht. k'iat juititia! Gewerksgenossenschaftliches. Allgemeiner deutscher Gchneiderverei«. -teipjig, 1. März. In Nr. 1 d. Bl. lese» wir»o« Au»- schuß die Bekanntmachung, daß die Einzeichnung i« de» Kranken- kassenbund vorzunehmen sei, zugleich die Aufforderung: Jeder Be- vollmächtigte solle, vom T«ge der. Veröffentlichung an gerechnet, binnen 14 Tagen die Namen der Eingezeichnete» einschicke». Wir erwarteten nun, jeder Bevollmächtigte würde seiner Pflicht so bald wie möglich nachkommen, sahen de««ege«»ach Verlauf der vierzehn Tage jeder Nummer de«„VolkSstaat" mit Spannung entgegen, hoffend, sie würde die Eröffnung der Krankenkasse ent- halten. Wie groß war daher unser Erstaunen, al« wir die Nr. 22 erhielten, kaum ein Dritttheil der Mitgliedschaften hatte ei« Re- sultat eingeschickt. Woher diese Lauheit? Denn so"kann man e» jetzt nur noch nennen, nachdem nach der ersten Aufforderung, statt 14 Tage, 8 Wochen vergangen sind. Wie kann man in solcher Gleichgültigkeit verharren? Doch, Genossen! Ihr könnt zetzt noch manche« wieder gut macheu, wenn Ihr mit neuem Eiser vorwärts geht. Wir ersuchen deswegen alle Mitgliedschaften, im Interesse der gute» Sache, da- für zu sorgen, daß die Krankenkasse so schnell wie möglich in'« Leben tritt, Jeder muß dazu treten. Ganz richtig ist von Berlin bemerkt worden, sie werde ein tüchtiger Agitator sein und eS müßte schlecht um unsere Sache stehen, wenn wir diesen Agitator nicht tüchtig ausnützen wollten, wa« ja nur dadurch geschehen kann, daß 500 Mitglieder sich erst einzeichnen lassen. Nochmals fordern wir Euch ans: Werft alle Trägheit weg, und rüttelt Euch aus, denn nur dadurch, daß Jeder mit Begei- sterung für unsere Sache eintritt, gelangen wir zum Ziele. An die College» in Göttingen die Anfrage: Wie steht e« denn mit Eurem Versprechen, auch einen Verein zu gründen? Over habt ihr nicht aus eigener Erfahrung de» Schluß gezogen, daß nur durch Organisation etwas zu errreichen ist? Wichtiger Angelegenheiten halber möchte ich in Weimar mit Gesinnungsgenossen in Correspondenz treten, ersuche deswegen dringend, mir einige Adressen zukommen zu lasse». Nach Nürnberg Dank und Gruß. Mit sozialdemokratischem Gruß für die hiesige Mitgliedschaft: Ludwig Witt, Bevollmächtigter. Elisenstraße 4, I. Wraunschwetg, 24. Februar. Den Bereinsgenossen zur Nach- richt, daß die Zahl 600 zum KrankcnunterstützungSbunde erreicht ist. Augsburg, Berlin, Landshut. Leipzig, Halle a. S., Chemnitz, Braunschweig, G�ßen, Stade, Nürnberg, Zwickau i. S., Helm- städt, Schwäb. Gmünd und Elberfeld haben dieselbe Zahl voll gemacht. Der Bund konstituirt sich am 1. März d. I., die Sta- tuten werden den Ortschaften im Laufe dieser Tage zugeschickt. Wir erwarten von den Ortschaften, welche sich noch nicht ange schlössen haben, daß dieselben ihre Anmeldungen beim Ausschuß recht bald machen. Die jetzige Zahl darf nicht lange stehen bleiben, Jeder muß sagen, ohne dich kann der Bund nicht bestehen, alSdann werden wir stark und können noch manches Gute in unscrm Berein schaffen. Die Qaittungsbücher folgen, sobald sie gedruckt find, den Statuten nach. Der Kassirer hat sich eine Liste anzufertigen, wie bei den Vereinssachen und mit demselben Stempel die bezahlten Rubriken zu versehen. Die Eintrittsgelder kommen in die Haupt- lasse und können mit den nächsten Quartalsgeldern eingesandt werden. Die Krankenscheine gellen als Beleg. Der Bevollmäch- tigte hat genau nach den Statuten zu handeln. Für die Hauptkasse sind ihren Pfl.chten nachträglich nachze- kommen: Augsburg, Conftanz, Elberfeld, Gotha und Pforzheim. Die noch rückständigen Orte werden ersucht, baldigst ihren Pflichten nachzukommen. Der Strike in Gießen ist zu Gunsten der Arbeiter beendet. Da München mit Angebot von Arbeitskräften übersäet ist, so würde Jeder gut thun, München zu meiden. Mit dem 1. April wechsele ich meine Wohnung; dieselbe ist alSdann Sonnenstraße 1, Ecke der Scharrnstraße. Mit sozialdemokratischem Gruß Für den Ausschuß: F. Mumme. Gewerkschaft der Töpfer. Zlresden, 27. Februar.(An alle Töpfer Deutschlands, Oesterreichs und der Schweiz!) Die Generalversammlung vom 18. Januar des Fachvereins der Hasner in München erklärt: In Anbetracht, daß Einigkeit stark macht, die Arbeitnehmer gegen die centralistrte Macht der Arbeitgeber unserer Branche nur durch Vereinigung eine Besserstellung ihrer Existenz erlangen können, ist der gut organisirte Fachvercin am 1. Januar 1374 in den Allge- meinen deutschen Töpferverein nach den jetzt bestehenden Statuten eingetreten und erwartet er von allen deutschen Städten ein gleiche« Vorgehen, um so zu dem erstreiten Ziele zu gelangen. Unser VcrcinSlokal sowie Herberge befindet sich im Gasthaut zum MoS- bnrgerhof, Sendlingerstraße. Daselbst ist auch der unentgelttiche Arbeitsnachweis täglich mit Ausnahme Sonnabend« von 7 bis 8 Uhr Abends geöffnet. Bei etwaiger nicht vorhandener Arbeit wird den Mitgliedern des Vereins die Unterstützung ausgezahlt. Sebastian Eglinger, BevollmLchtigter. Verband der Buchbinder. -leipjig.(Auf Wunsch der„Allgem. Buchbinder-Zeitung" entnommen.) Organisirt Euch! Dieser Ruf erschallt durch alle Culturländer, erschallt in allen Sprachen, wo die Arbeiter die Machtlosigkeit de« EmzelkampfeS begriffen, um vereint den Kampf zu führen— den Kampf um'« Dasein. Collegen! In dem Augenblick, wo wir die Vorberciwn- gen zu unserem ersten BerbandStage treffen, sehen auch wir unS gezwungen, Euch, die Ihr dem Verbände noch fern steht, zuzu- rufen: organisirt Euch! Es ist nicht genug, daß Einzelne und Minoritäten den vereinten Kampf begonnen, wir bedürfen nicht nur der Mehrzahl, wir bedürfen Euer Aller, soll unsere Arbeit nicht vergeblich sein. Führe sich jeder Einzelne vm Augen, daß seine Interessen auch die der Uebrigen, daß dre Interessen der Arbeiter gemeinsam sind. Dringender aber» al« wir, die wir bereit« de« Verbände a»g»- hören, Euch ennah«:» können, die Lorurtbeile abzustreifen, die Nothwendigkeit«nserer gemeinsamen Bestrebungen anzuerke»»«», und endlich eine»«irklich collegialischen Geist für un« aufzunch- men, College», mahnt Euch die gegenwärtige G-schäftSkrisiS. Ihr seht, wie die Löhne überall in der für de» Prinzipal günstige» Zeit, gedrückt werden. Ihr seht, wie die lange Arbeitszeit gerabi jetzt ihre verderbliche« Folgen zeigt! Wollt Ihr, daß die« ander«, daß e« besser werden soll, so tretet dem Verbände bei! Nur a» Eure« Willen liegt e«, und dann erfüllt Ihr eine collegialis�« Pflicht, die e« Euch zur Ehrensache macht, da zu sein, wo du Interesse» der Gesammtheit gewahrt werden. Je später Ihr dies« f fllcht nachkommt, vernachlässigt Ihr»icht nur dieselbe,»ei», hr erschwert uu« unser Rmge», Ihr stellt Euch auf die Geib derjenige«, welche durch die Verschiedenheit der Interesse» uns« natürlichen Gegner find. Die, welche dem Verbände angehöre»! haben seit de« Jahre bereit« gezeigt, daß e« ihnen Ernst ist u» die Sache. Der verband hat seine LebenSfähigkett im Kamps» bewiesen. Collegen, e» giebt keine AnSrede«ehr; nur eine zu verurthet leude Gleichgiltigkeit kann Euch noch fern halten. Doch c« giebi auch eine Classe von Collegen, welche längst begriffen haben, das die Organisation eine Lebensfrage für die Arbeiter geworden ist welche sogar weitergehenden Bestrebungen huldigen, aber in u» � seren Reihen fehlen, dem Verbände nicht angehören. An dies Art von College» müssen wir un« zunächst wenden, und ihne» zurufen: Ihr habt oft über die Muchlosigkeit, den Jadifferenti» muS in unserem Gewerk geschimpft, und heute seid Ihr diejenige» welche bereit« Viele« vernachlässigt, welche ruhig zugesehen habe» wie der junge Verband um seine Existenz ringt. Ww wissen d genau, daß e« nicht wenige sind, denen wir diesen Vorwurf mach« müssen. Wie wäre e« sonst möglich, daß Orte w e KönigSberß i Erfurt, Apolda, Gotha, Breslau, Off-nbach, Straßburg, Laht! Carlsruhe, Cassel, Mülhausen, M�gveburg u. s. w. noch fehl« könnten? Wir nehmen an, Ihr wolltet Euch nur überzeugen, s> eS unS Ernst um die angefargene Sache war, ob wir Ausvau« I genug besitzen, den neuen Verband zu erhalten. Nun, wir Habs» Euch dieß unter den schwierigsten Verhältnissen bewiesen. Ba 1 säumt nicht, nackzuholen, was Eure Pflicht ist. Versäumt vS> Allem nicht, Buchbinverversammlungen zu berufen, damit auf u«< s-rem BerbandStage eine An,ahl Collegen vertreten ist, wie s! unserem Gewerk entspricht. Versäumt zunächst nicht mehr» ui> se,em Organ, der„Allgemeinen Buchbinder-Zeitung", überjl s Eingang zu verschaffen, damit die so nothwenvige Perbindu« � dadurch hergestellt, ihrem Zwecke in ausgedehntestem Maße e« t sprochen wird. Wir rufen allen denen, welchen nicht alles Dck f keu unter den schlechten Lohnverhältnissen verloren ging, zu: r«» Euch auf, beruft überall Versammlungen, beschickt den Verba»dl l tag und— organisirt Euch!( Für den Ausschuß: Richter, r Verband der Klempner(Spengler) und verwandten Beruf t genossen.' Sämmtlichen Mitgliedern hiermit zur Kenntniß, daß die di« j jährige Generalversammlung, laut Beschluß des B-rwal-ungSrathi l am 9., 10. und 11. Mai d. I. zu Berlin statifi.idet. 3 fl Bevollmächtigten ersuchen wir, unS die Anträge, welche hierzu v � den einzelnen Mitgliedern gestellt werden, rechtzeitig zugehen 1. lassen. Mit collegialischem Gruß j; Hamburg, 1. März 1874. j z Der Verwaltungsrath.„ W. Metzger, GefchäftSfithrer. � Böhmkenstraße 8, II. z -— � x Correspondenzem j| cleipzig. DaS 13. Stiftungsfest des hiesigen Arbeit« f bildungSvereinS am 21. Februar in der Tonhalle war f stark besucht und gestaltete sich zu einer glänzenden Feier.> 1 JahreSbericdt de« derzettigen Vorstande« konstatirte die L:bS f kräftigkeit und Leistungsfähigkeit de« Verein«. Gesang und T* wechselten in dem entsprechend und reich dekorirtcn Saale ab. k t Mittelpunkt des Festes bildete die von dem ReichStagSabgcorda«' August Geib gehaltene Festrede, die wir hier nach ycr von Ä» gliedern des ArbeiterbildungSvereinS genommenen stenographisl l Niederschrift wiedergeben. Der Redner sprach:> „Meine geehrten Herren und Damen! ES war mir«ine gl< Freude, als ich heute Morgen au« Berlin wegfuhr und den I de« Reichstag« von meinen Füßen schüttelte, um in Ihrer P> zu erscheinen. Ich freute mich vorzüglich, wieder einer Festlnl> beiwohnen zu können, wie die heute hier stattfindende, von Af! tern ausgehende; von jenen in der Gesellschaft so tief Hera« drückten Männern, die sich aber in dieser Festlichkeit schon als' neue Generation kennzeichnen, bewußt, rein und kräftig genug,! mit ihrer Festlichkeit denen der anderen�GesellschastSklassea v- die Wage zu halten. Sie sind Angehörige eine« Arbeiterverein« und als solche Sie die Freunde der Arbeiterbewegung, mehr noch: Sie stehen s mitten in dieser Bewegung! Wenn bei einer solchen Festlis die der Freude und Fröhlichkeit gewidmet sein soll, dennoch den Ernst der Bewegung zurückgekommen wird, so geschieht e« meiner Ueberzcugung) um sich auch in fröhlichen Mo«e»t«» ernsten Lebensaufgaben zu erinnern. Wir in unserer Gesamv sagen un«, daß auch in dieser Stunde e« angezeigt ist, sich» alle« da« vorzuführen, wa« un» an Schwierigkeiten bei u» Bestrebungen in den Weg gelegt wurde und noch wird. Die Arbeiterbewegung ist hervorgegangen au« dem Druck seither auf dem Arbeiterstand gelastet hat, und der leider, st die Berhältuiss« liegen und so wie wir dieselben überschauen, lange auf ihm lasten wird. E« ist nicht meine Absicht, Ihn« Ursachen de» Drucke« klar zu legen, da ich überzeugt bin, daß unter Ihnen diese Ursachen genau kennen, daß Sie dieselben'( lang verfolgt haben und wissen, woher e« kommt, daß heut« ein großer Theil der Gesellschaft unterdrückt und materiell geistig bcnachlheiligt ist, während der andere, dazu noch kl Theil im Ueberflusse schwelgt. Es ist aber dem gegenüber! Wille, Ihnen zu zeigen, wie die herrschende Gesellschaftsklasse den Arbeiterstand diesen Druck ausübt und noch ferner al erhalten will. Da« kann nicht besser geschehen al» durch Blick auf die sogenannte liberale Partei, die die herrschende repräsentirt. Ich habe in jüngster Zeit den MeinungSai dieser herrschenden Partei an der Quelle studiren können, un durch diese« Studium mit einem Zorn erfüllt, der in w Jahre zum Kampfe gegen die herrschenden Vorrechte au« wird; der keine Versöhnung mehr gegen jene erlaubt, wel scheiuheiligerwerse al« zu den Arbeitern gehörend, bezeichnen, lg»> diese Eckeivheiligkit die Lrdeiter aber mir gänzel»«nd»ach wie die vor i» Abhängigkeit erhalte» wolle». Zwar ist et keine»tue Er te«, scheinung, daß die herrschende Partei versucht, de» vierte» Stand ich' in« Schlepptau zu nehmen, vielmehr ist die» von jeher so gewesen, Zh»«nd gerade da« kennzeichnet die Stagnation dieser Partei, welche gel nicht«eiterschreiten, nicht» lernen, kurz: welche die Weitheit für immer gepachtet haben und alleinseligmachend sein will. er», Al» die moderne Gesellschaft sich auch in Deutschland zu ent a> wickeln anfing, da waren e» die Wortführer der jetzt herrschenden sch» Partei, welche al» die Bevorworter der menschlichen Ideale vor d» de« deutschen Belke aufträte». So lange sie diese Stellung ein- es«,»ahmen, so lange sie die Ideale der Menschheit auf ihre ffahnc ei», geschriebe» hatten, war e» erklärlich, daß auch hinter dieser Fahne ieid der Arbeiterstand marschirte, zumal damal« der Arbeiter noch nicht iseq zur Kenntniß seiner eigenen Klassenlagc gelangt war. reo Man glaubte, daß die Führer der liberalen Sache, welche die u« Grundsätze der großen Revolution von 178» begeistert auf ihre npfi Fahne geschrieben hatten, auch fitr die Verwirklichung dieser Grund- sätze einstehen würden. Da« war ein eitler Glaube. Eine kurz« Spanne Zeit hat genügt, um zu beweisen, daß die Wortführer der liberale» Partei in allen Schattirungen, al» e» zur Entscheidung kam, dieser Entscheidung nicht gewachsen waren, daß sie nicht ein- «ariden für die hohen Ziele, welche sie sich vor allem Volke gesteckt itten. Da» Jahr 1848 ist der Prüfstein für die liberale Partei ge- Wesen; sie hat die Probe, die damals durch die Geschichte gezogen wurde, nicht bestanden; und ist seit jener Zeit bi» auf den Augen- blick immer mehr und mehr rückwärts geschritten. Warum aber hat der Liberaliemu«, warum haben seine Führer 1843 diese Probe nicht bestehen können? Die Antwort ist kurz. Sie schauderten vor den Consequenzcn ihrer eigenen Forderungen zurück, vorzüglich al« die Arbeiter, welche gerade in jener hoch- gehenden Zeit zuerst ihre Lage erkannten, stürmisch verlangten, daß auch sie bei der Neugestaltung der Dinge berücksichtigt werden wüßten. Angesichl» diese» Verlangen» schnitt der Liberalismus, selbstsüchtig wie er ist, lieber seinen eigenen Prinzipien inS Fl.isch, al« daß er nachzugeben sich bereit erklärte. Er verließ, indem er die Aibeiter zurückdrängte, seinen alten Standpunkt und jagte mit dem Programm der Arbeiter allen phil strösen Herzen Schrecken ein. So geschah eS denn, daß die wenigen wirklrchen Demokraten der Gewalt der durch die Gesinnungslosigkeit bedingten Verhält- niste unterliegen mußten, während der wesentlichste Theil der Herr- scheuten Gesellschaft sich in die Arme der Reaktion warf, also zu Denjenigen flüchtete, welche gerade der Liberalismus früher aus da« lebhafteste bekämpft hatte. An der Spitze der Reaktion aber jiande» die Vertreter des absolutistischen Feudalismus, sowie deS rm Laufe der Zeit starkgcwordenen Militarismus, der in Deutsch- land wie überhaupt in Europa leider immer mehr die übrigen StaatSsaktvren sich unterthan machte. Der Militarismus war so- nach der schützende Hort der deutschen Bourgeoisie und ihrer Be- strebungcn geworden, und eS währte nicht lange, so war da» Bünd- niß zwischen Geldherrschaft einerseits und Mrlitärherrschaft ander- seitS dauernd geschlosten. ES kam zwar eine Zeit, wo wiederum die liberalen und demokratischen Gefühle innerhalb der herrschenden Parteien sich regten und das Gewissen der Bourgeoisie vorübergehend von den alten Prinzipien gequält zu werden schien; es kam die preußische Co, flikrSperiode, in welcher man sich bemühte, dem Milrtärwesen einigen Abbruch zu lhun. In Wirklichkeit aber war es der Bour- geoisic nur darum zu lhun, mit in die Herrscbaft zu gelaugen, war doch ia jener Zeit nie die Rede davon, daß das gesammte Volk zu seinem Recht kommen sollte, sondern handelte eS sich doch nur darum, die zurückgesetzten Rechte einiger bevorzugter Klaffen mit in der Regierung zur Geltung zu bringen. ES war also ein Kampf, der den Arbeitern nur als Spiegelfechterei erscheinen konnte und sie in der That auch nicht interejsirte, denn gerade in dieser Zeit geschah cS in Deutschland, daß die Arbeiter sich organissrtcn, (ich aufrafften zu selbstständigen Bestrebungen. Wenn diese elbstständigcn Bestrebungen auftraten mit sozialdemokratischem Banner in der Hand, so muß Derjenige, der die neuzeitliche Be- wegung beurtheilen will» denn doch nicht glauben, daß diese Be- strebungen urplötzlich aus dem Boden hervorgeschoffen seien, viel- mehr beweist ein Rückblick auf die Bewegung von 1848, daß schou damals diese Bestrebungen gehegt und gepflegt worden sind, daß mau in den damals bestehenden Arbeitervereinigungen e» sehr wohl verstand, die demokratischen Prinzipien zu nähren und dem Volke gegenüber klar zu legen, ja, daß man selbst in vielen Vereinen so weit ging, dem Volke auch das Wesen der Sozialdemokratie zu erläutern. Leider gab eS nach 1843 aber nur sehr wenige Heim- stätten, au denen solche Grundsätze gelehrt wurden. Die Reaktion war zu mächtig, um ihrer mehrere sich aufthun oder entwickeln zu lasten, und eS blieb deshalb nur Wenigen beschieden, die heilige Flamme der Soz aldemokratie zu nähren, um sie 18K3— 64 wieder auf« neue in Teutschland hell auflodern zu sehen.(Schluß f) ZS»rze», 25. Febr. Am gestrigen Tage fand hier eine große Volksversammlung statt. Da« Lokal war dicht gefüllt. TageS- ordnung war: Der Arbeiter- und Kleinbürgerstand und der Reichs- tag. Genoffe M. Kayser au« Leipzig referirte in eingehender Weise in einem fünfviertelstündigem Vortrage über dieses Thema. Er wie« nach, wie der Arbeiter- und Klernbllrgerstand bei der gegenwärtigen Zusammensetzung de» Reichstage« Nicht» zu erwarten habe, höchstens werde man dann und wann eine treffliche Kritik verschiedener Einrichtungen und Gesctzeutwürse vou der Reichstag«- tribün« vernehmen, weil da» arbeitende Bolk, und besonder« da« Sachsen«, Vertreter seiner Interessen in den Reichstag gesandt Hab«. Auch Würzen und Umgegend habe bei der letzten Wahl ohne jede Agitation ca. 800 Stimmen für Bebel abgegeben, und hoffe er, daß e« bei der nächsten Wahl gelingen werde, den alt- bewährte» Kämpfer für die Arbeitersache, Bebel, in diesem Wahl- kreise durchzubringeu. Rauschender Beifall folgte diese» AuSsüh- runge». Hierauf ergriff Ramm(Leipzig) daS Wort. Al» derselbe sagte: Er wolle erzählen, wie Diejenigen, welch« die Milliarden eroberten, dieselben unter sich verlheilten, entzog ihm der über- wachend« Referendar da» Wort. Nun ließ sich Kayser erst de» Längere» darüber au», wann gesetzliche Formen verletzt seien und erläuterte schließlich, wa« Ramm unter der Vertheilung„unter sich" gemeint habe. Bei dem überwachenden Referendar schien nun der beffere Geist zum Durchbruch gekommen zu sein; denn als Ramm wieder da« Wort ergriff, duldete er, daß Ramm seine Rede zu Eude führte und belohnte großer Beifall die Ausführungen R'S. Auch ein Gegner trat auf, ein Herr Frank auS Nürnberg. Der- selbe war äußerst mäßig in seinem Auftreten und beschränkte sich darauf, das deutsche Reich, die Freiheit und den Wohlstand deS- selben zu loben. Auch warf er sich zum eifrigen Vertheidiger de« herrschenden MilitärsystewS auf. Kayser und Ramm wider- legten ihn, begleitet vom Beifall der Versammlung, in schlagender Weise. AlS Curiosum erwähnen wir noch, daß der Redner(Frank) nie anders sprach, als Herr Kayser haben gesagt. Wahrscheinlich war derselbe so voll Ehrfurcht vor de« deutschen Kaiser, daß er glaubte, wenn einer Kayser heiße, dürfe man auch nur im cabinets ordrelichen Stil vou ib« reden. Die Versammlung war von gutem Geiste beseelt. Eine Erklärung Kayser« und RammS, sie würden bald wiederkommen, wurde außerordentlich beifällig auf genommen. $ye«»itz. Die„Chemn. freie Presse" schreibt: Wie man den Sozialismus bekämpft, davon wird uns au« Gelenau eine wahr- hast empörende Geschichte mitgetheilt. Unser Parteigenosse C. F. Sonntag war dort bei dem Bauunternehmer und Steinmetzmeister Kästner aus Chemnitz in Arbeit. Bei irgend einer Gelegenheit gab der Bauunternehmer einige Fässer Bier zum Besten und man arrangirte eine Abenduaterhaltung. Im Verlaufe derselben wurde Sonntag u. A. aufgefordert, etwas zu deklamiren und er entsprach dem Verlange« durch den Vortrag einiger sozialistisch gefärbter Gedichte. Bon diesem Augenblicke an hatte er sich die Abneigung de« Arbeitgeber« zugezogen und wurde auch wirklich an dem da- rauffolgenden Sonnabend, den 21. d., entlasten. Diese gewöhn- liche Maßregelung, wegen einer Tendenz, von welcher der„gebil- dete" Herr Arbeilgeber nicht das Geringste versteht, erhielt aber noch ein Nachspiel, da« unsre Zustände erst inS rechte Licht stellt. Sonntag traf mit Herrn Kästner denselben Abend nochmals zu- sammen und zwar in der R-stauration„zur Katze" in Gelenau. Sofort, als der Letztere de« Elfteren ansichtig wurde, überschüttete er denselben mit Schimpfreden,„Lump" rc., und obwohl Sonntag sich ruhig verhielt, wurde der„gebildete" Arbeitgeber immer wüthender. Schließlich verlangte Sonntag vom Wirth Schutz gegen seinen Angreifer, ebenso Herbeiholung der Polizei. Statt deS Schutzes wurde er aber von Kästner mit Hilfe des WirtheS geschlagen und hinausgeworfen; ein Anderer, welcher einen Arzt holen wollte, wurde ebenfalls auf Kästners Commando geprügelt. Da erschien endlich der Gerichtsbeamte Wieland und ein Gendarm. Aber statt die Skandalmacher zu arretiren, nahmen sie auf Vcr- langen Kästners Sonntag mit und führten ihn gefangen nach Ehrenfriedeisdorf, während der humane Arbeitgeber geäußert haben soll,„er habe Geld, er könne schon einmal Jemanden arretiren lasten." Halb 6 Uhr AbendS langte Sonrtag in Ehrenfrieders- dorf an, wo ihm vom GerichlSamtmann gesagt wurde,„er sei als Rebelle vom'Bauunternehmer Kästner angeklagt, für heute sei je doch die Zeit zu kurz und er könne daher erst Montag früh ver- hört werden. So geschah eS auch. Sonntag mußte ins Gesängniß, wurde erst Montag früh dreiviertel 9 Uhr vorgeführt, als schuld- loS befunden und um 11 Uhr entlasten. Sonntag ist nun gewillt, auf dem Prozeßwegc sich Genugthuung zu verschaffen. Wir unser- seitS kennen kein Wort, welches scharf genug wäre, daS hier be- obachtete Verfahren zu kennzeichnen. Wir lassen eS daher ohne jeden Commentar. Unsere auswärtigen Leser aber mögen diese Mittheilung nehmen als ein Bild sächsischer Rechtsverhältnisse. ßisenach.(WahlagitationS- Bericht). Die Wahlschlacht ist beendigt und wir sind im Kampfe unterlegen, wir halten es aber für unsere Pflicht, Einiges über unsere Thätigkeit, sowie über das Gebühren der Geldprotzen zu berichten. Die erste Versammlung war in Creutzburg, wo Giffey unter großem Beifall referirte, und die Arbeiter versprachen, für Lieb- knecht einzutreten. DieS schien den Creutzburger Bourgeois in den Kopf gefahren zu sein und so beschlossen die Herren: die„Rothen" in der Znnkunft unschädlich zu machen. ES wurde unsererseits eine zweite Versammlung, dort anberaumt, wo ebenfalls Giffey referiren sollte. Nachmittags 4 Uhr war der Saal schon ge- drängt voll. Als Giffey die Versammlung einleitete, mochten die Herren wohl einsehen, was die Glocke geschlagen, wenn Giffey sprechen würde, und deshalb durfte ihrerseits nicht zugegeben wer- den, daß derselbe seine Rede zu Ende führe. Zu diesem Zwecke fingen die Herren Gutsbesitzer Hänert, Steuereinnehmer Sämmer- mann und Apotzeker Enders an, mit den Beinen zu trampeln. Als Schutzengel hatten die Herren die Feuerwehr in Uniform be- stellt, die auch tüchtig mitwirkre. Hier sei noch bemerkt, daß man den Tramplergchilfen erst den nörhigen Muth(wie uns Crcutz- burger Arbeiter versicherten) durch einige Fässer Bier gemacht hatte. Es war unmöglich, in dieser Versammlung zu sprechen, denn alle Vorstellungen seitens Giffcy's halfen nichts. Bei der Wahl wurden in Creutzburg 74 Stimmen für Lieb- knecht abgegeben, und wird in kurzer Zeit sich eine Mitgliedschaft konstituiren. Achnliche Versammlungen, wie die hier geschilderte, hätten wir mehrere zu verzeichnen, allein dies würde zu weit führen; nur noch eine wollen wir hervorheben, wo ebenfalls Ruhestörer sich cingefuuden hatten, aber Giffey referiren konnte. Wie derselbe auf die Thätigkeit deS letzten Reichstages zu sprechen kam und hervor- hob, daß man Bismarck eine halbe Million Thaler als Dotation gegeben, sprang ein Justizamtmann dreimal in die Luft und rief: „daS hat der Mann auch verdient!" Als hierauf Giffey den Hrn. Amtmann gründlich abfertigte, begann dasselbe Füßetrampeln wie in Creutzburg. Doch war ein großer Theil der Arbeiter für uns gab bei der Wahl Sö Stimmen für Liebknecht ab. Auch dort wird eine Mitgliedschaft gegründet werden. AuS dem hier Geschilderten wird hervorgehen, daß der Kampf kein leichter war. Doch unser Resultat ist befriedigend, da der der Landbevölkerung, sowie bei den Kleinstädtern erst unseren Ideen Bahn gebrochen werden mußte, und wir zu wenig Kräfte hatten. 21 Volksversammlungen wurden abgehalten, in sämmt- lrchen referirte Giffey. Jetzt noch kurz über eine Nationalmiserabilität. In Eisenach sollte der Caudidat der Liberalen(Sommer ist sein Name, Recht«- anwalt seine Profession) seine Kandidatcnrede halten. Die Eise- nacher Bürger hatten sich zu dieser Versammlung recht zahlreich eingefunden. Als der Einberufer, Justizamtmann Pilz, dieselbe eröffnete und aufforderte, Vorschläge zu einem Vorsitzenden zu machen, wurde Parteigenosse Giffey mit großer Majorität vorgc schlagen, worauf Sommer erklärte:„Unter dem Präsidium eines ArberterS spreche ich nicht!" AlS ihm nun Giffey erklärte, er beweise damit, daß er nur die besitzende Klasse im Reichstage ver treten wolle und sei somit nicht würdig, vou der Eisenachcr Be völkerung gewählt zu werden, brach ein allgemeines Bravorufen au«, welche« dem Herrn nicht zu gefallen schien» denn Sommer erNärte:„Ich habe schon manchen Socialdemokraten vor Gericht vertheidigt, unter Andern auch den bekannten Bracke aus Braun schweig, kann mich aber nicht entschließen, vor einer solchen Masse zu sprechen!" Da dies eine höchst beleidigender Ausspruch war, ertönte der Ruf:„RauS mit ihm!" AlS eS auch in dieser Ber sammlung nicht zum Meinungsaustausch kommen konnte und der Vorstand der Lokalitäten erklärte:„Wer nicht Mitglied unserer Grsellschast ist, hat sich im Zeiträume von 10 Minuten zu ent fernen, da er den Saal nicht an Sozialdemokraten hergegeben habe," forderte Grffey die Bersammlung auf:„Wer Interesse an unserer Sache hat, folge uns nach derrr alten Felsenkeller," und im Zeiträume von 10 Minuten war der Saal vollständig leer und der alte Felscnkeller gedrängt voll. Die Versammlung verlies dort äußerst rubig. Die Arbeiter Eisenach« erschienen am.ge der Wahl in Massen vor dem Rathhense, um ihre Stimmen abzu- geben, sollten aber die Erfahrung machen, daß 300 in den Wähler- listen fehlten. Wir haben erkannt, daß c« Roth thut, in deu vor uns liegenden drei Iahren thätig die Agitation zu betreiben, u« „mehr Licht" zu schaffen, damit e« nicht ganz und gar finster wird, und ist au« dem Wahlcomitö ein Agitatronscomits hevor- gegangen, dessen Vorsitzender Fr. Metz(Untere Predigergasse) ist. Nürnberg, 21. Februar.(Aufruf au alle Partei- nnd Gesinnungsgenossen.) Den Parteigenossen aller Orten wird bekannt sein, wie schnell da« hier erscheinende„Sozialdemokratisch« Wochenblatt" in letzter Zeit an Abonnentenzahl zugenommen hat. Schon längst ist e« nicht blo« der Wunsch der hiesigen Partei- genossen, sondern wirklich dringende« Bedürfniß, genannte« Blatt mindestens wöchentlich 2 Mal erscheinen zu lassen, um nameutlich besser auf die Bevölkerung der umwohnendcn Ortschaften in agi- tatorischcr Beziehung wirken zu können. Wäre eS uns z. B. vor ver Wahl möglich gewesen, urp.* Blatt zweimal die Woche heran»- zugeben, kein Zweifel, daß der Sieg unser gewesen wäre. Me schwer e« aber ist, mittelst der Handpresse ein Blatt, da« in solcher Auflage wie das hiesige erscheint, auch nur einmal die Woche regelrecht herzustellen, wird wohl jeder Sachverständige wissen. Faktisch unmöglich aber ist es, auf die Dauer ein zweimal er- scheinendes Organ mit solch primitiver Einrichtung, wie die unsrige bisher war, fertig zu stellen. AuS diesem Grunde und weil der Ausschuß der Partei das zweimalige Erscheinen von dem Vorhan- densein einer Schnellpresse abhängig macht, haben sich die hiesigen Parteimitglieder entschlossen, so schnell als möglich mit Gründung einer GenossenschaftSdrnckerei vorzugehen, damit da« Blatt unter allen Umständen vom 1. April an zweimal erscheinen kann. Zu diesem Behufe wurde die Druckerei Wörleins käuflich über- nommen, die Genossenschaft nach dem Muster der Leipziger mit wenigen Abänderungen konstituirt und sind ttotz der schlechten Jahreszeit bisher auch schon namhafte Beiträge gezeichnet worden. Ab-r um rasch vorwärts zu kommen brauchen wir noch weit größere Summen und zwar so schnell als möglich. Wir wenden uns deshalb an alle Partei- und Gesinnungsgenossen mit dem dringenden Ersuchen, nnS in unserm Vorhaben zu unterstützen, resp. Aniheile zu zeichnen. Dieselben sind auf 2 Thlr.— 6 Mrk. — 3 fl. 30 kr. festgestellt und können bis zur Höhe von 100 Thlr. von einer Person gezeicbnet werden. Statuten und Antheilscheine werden mit Nächstem versandt werden. DaS Unternehmen ist ia Bezug auf Rentabilität vollständig lebensfähig, selbstverständlich aber nur dann, wenn uns bis 1. Mai die Summen zu den nörhigen Anzahlungen znr Verfügung stehen. Alle Zusendungen wolle man entweder an die Expedition de»„Sozialdemokratischen Wochenblattes" oder an Herrn Ioh. Faaz, oberer Judenhof 13 richten. Es werden auch größere Summen, wenn dieselben die Höhe der zu zeichnenden Aktienzahl übersteigen, al« verzinsliche Vorschüsse entgegengenommen. Namentlich werden die bayerischen Parteigenossen, z. B. in Würzburg, Baireuth, Bamberg, AugS- bürg, Fürth u. s. w. aufgefordert, dem Unternehmen die kräf- tigste Unterstützung angedeihen zu lassen. Im Auftrag der Genossenschaftsdruckerei. Für den Borstand: Für den AufstchtSrath: Steph. Burkhardt, l. Bors. Carl Grillcnbcrger, Bors. NB. Alle Parteiblätter werden um gefällige» Abdruck diese» Aufrufs ersucht. D. O. Augsburg. Unsere Nationalmiserabeln und sonstigen Reich»- schweiswedler, welche bei jeder passenden und unpassenden Gelegen heit ein Hossiauah auf daS einige deutsche;Reich resp. Bismarck«. Co. anstimmen, werden sich wohl noch de», seiner Zeit in allen Zeitungen besprochenen Falles erinnern, wo einem in Frankreich rm„heiligen, Kriege" verwundeten Soldaten das Rückenmarck blosgelegt ryurde rc. Als Beweis, wie daS„dankbare Vaterland" seine„tapfern Söhne", die„Sieger" deS«heiligen KriegeS", die den„grimmigen Erbfeind" niedergeworfen haben(und wie die Phrasen alle lauten mögen), lohnt, will ich die Geschichte in kurzen Zügen wiederholen. Rudolf Hailer wurde bei BarzeilleS mit einem Gewehrkolben der- art bearbeitet, daß er zu jedem„Dienste" unfähig war. Der Schlag, welchen derselben inS Genick erhielt, erzeugte einen„Abzeß", welcher in 14 Tagen„geheilt" war(so lautete das ärztliche Z mg- niß), obschon der Genannte die fürchterlichsten Sckrmerzen litt. Daß das Leiden des armen Mannes ein schreckliches gewesen, beweist die Aussage deS Generalarztes Prof. Dr. v. Nußbaum in München, welcher in dem„Acrztlichcn Jntelligenzblatte" von 1872, Nr. 9, nachdem er die Leiden des Kranken und die verschiedenen versuchten„Heilmethoden" beschreibt, wörtlich sagt: Herr Hailer ließ in geduldigster Weise alle« an sich geschehen und erklärte, lieber sterben zu wollen, al» ein sieche« Leben mit heftigsten Krampf- anfüllen zu führen. Doch ging der gute Mann au« einer„ärztlichen" Hand in die andere und wurde endlich, da die Herren mrt ihrem Latein zu Ende waren, als Simulant, der es auf eine Penston abgesehen habe, erklärt, nach„Recht und Gesetz" eingesteckt und mußte acht, sage acht Wochen im Gesängniß zubringen. So werden im großen deutschen Reiche die Söhne des Volke» geheilt, welche im „Dienste de»„bedrängten" Vaterlandes" sich ihre Knochen zer- schlagen ließe». Gar oft schon mußte da» Gesängniß, Stockschläge, Fasten:c. der Unwissenheit so mancher Militärärzte, über manche Schwierigkeiten hinweghelfen. Wa« der schwerkranke Hailer in den acht Wochen, die er ohne jede Linderung im Gefängnisse zubringen mußte, litt, läßt sich nicht beschreiben. Endlich wurde er dem Generalarzte vorgestellt, welcher den leidenden Zustand„sofort" erkannte. Weshalb man den Armen, wenn die anderen Aerzte so dumm waren und die Krankheit nicht kannten, statt inS Gesängniß, nicht sofort zum Generalarzte brachte, wissen die Götter. Harter wurde in das Spital gebracht, e« wurden demselben goldene Berge verheißen, man„wölkte" da» Unrecht wieder gut machen ,c. Prof. Dr. v. Nußbaum sagt in genanntem Blatte wörtlich: „Der arme Hailer hatte nämlich da» Unglück, al» Simulant betrachtet zu werden und wurde deshalb lange in Haft gehalten." „Die Aerzte machten später ihren Fehler wieder gut, sie erklärte», daß keine Simulation vorliegen könne(nach achtwöchentlicher Haft und einer ordentlichen Nase, welche sie sich von Dr. Nußbaum zugezogen), man entließ deu Schwerkranken sodann auch aus der Haft(wie gnädig!) und wird Alles sicherlich(!) nun wieder„gut machen." Wir werden sehen wie daS„dankbare Vaterland" diese« schreiende Unrecht an dem armen Manne„gut machte". Hailer wurde endlich als«geheilt" entlassen und erhielt eine Pension von monatlich 31 fl. 30 kr. Nun mußte sich Hailer abermals der ObersanitätS-Commisston vorstellen und hier wurde das Unrecht gesühnt, hier wurde die durch die Dummheit der Aerzte verübte Ungerechtigkeit„gut ge- macht", dem zu jeder Arbeit unfähigen Invaliden wurden 10 fl. Reichstagswahlfond. 30 kr. von der Pension abgezogen, so daß derselbe statt der bedroht durch die Wahl eines so entschiebenen Feindes aller feit Breslan Kuu. Gr.... Fier 6. März 11 Gr.. früheren 31 f. 30 tr. nur 21 fl. bezieht. Hailer, welcher in Lumperei, wie unser Brade es ist. Daher das Aufgebot aller Reundorf Schr. 2 Thlr. R. Mür Reichenbach Schr. Thlr. 3 25. fr Folge ber Operationen seine Wunden mit Morphium aussprißen Kräfte. Dem gegenüber herrschte in den Reihen unserer Gesin- Frankenhausen Schr. Gr. 36. Btor bier b. Januar. Feb. Thlr. muß, wandte sich mit Gesuchen an alle möglichen und unmöglichen nungsgenossen Mißmuth und Verstimmung, welche durch die Ab- 119 5. Mai Mannheim Ab. Feb. Thir. 10 14 8 brt Connewi Schr. 26 Gr. ttl Weimar Shr. Thlr. 3 19. Altm n. Fin hier Ab. Stellen, boch vergebens! Bergebens war es auch, daß er die lehnung Johann Jacoby's erregt worden waren. Wir haben März 12 Gr. Ndit Königsberg Ab. 1. Ou. 6 Thlr.§. L. B. Sh. Apothekerrechnungen beilegte, laut welchen er für Morphium mo- unsere Schuldigkeit gethan, indem wir diese Berstimmung zu be- Samburg Ab. 1. Ox. 30 Thlr., Shr. 10 Thlr. Holch Leipzig Ab. be- ärz natlich 20-25 fl. verausgaben muß, es blieb bei den 21 fl. und feitigen ftrebten. Wo uns dies eben nicht gelang, da brach der 1. Qu. 3 Thlr. Hailer tann sehen wie er eben durchkommt. Offizieren, welche Feind ins Gehege. wegen leichter Fleischwunden oder, was auch vorgekommen sein Fond für pol. Gemaßregelte. Der bekannte, im„ Tageblatt" veröffentlichte Artikel des Doctor" foll, wegen Kanonenfiebers fich penfioniren ließen, denen man Jahn zu Braunschweig hat nur wenig gewirkt. Einmal haben Crimmitschau mit dem Motto: Ob auch külge und Berleumbang uns B. K. R. Chemnig Gr. 2 5,». F. K. in B. 1 Thlr.,... nachweisen könnte, daß sie die" Pension" recht gemüthlich vertan- die Nationalliberalen schon so oft gelogen, daß sie keinen oder trifft, die Alten stehen fest und wanken nicht", 1 Thlr. zen, fich bei Jagden und Spazierritten recht gut betheiligen fön- wenig Glauben mehr finden; zum Andern hat die Berichtigung nen, entzieht man keinen Pfennig, wenigstens ist ein solcher Fall Brade's wieder ausgeglichen, was der verlogene Artikel geschadet. no nicht vorgekommen. Lifte 952 bro. Eyyl Thir. 1 5, v. Arbeitern der Schöttler x. Ren Nur insofern war das jesuitische Machwerk gefährlich: Die Lotal schild'sden Cigarrenfabrik hier Thlr. 1 11 5, vom Krbeiterverein BoigtDa nun H. mit dieser Pension" unmöglich auskommen tann blätter zu Taucha und Zwenkau begingen die Infamie, ben laide Thlr. 1 11. ( auch sein Weib ist bereits monatelang trant), ist er genöthigt, die Artikel des liberalen Jesuiten Jahn nachzubruden, ohne Brade's Genossenschaftsbuchdruckerei. Benfionsquittungen im Voraus zu kaufen, und da finden sich Berichtigung auch nur mit einem Worte zu erwähnen. Wir fomschöne Seelen", welche ein Geschäft" machen. So z. B. ver- men mit den Elenden, welche solch unverschämie Wahlbeeinfluffung. S. 1, in Frankenhaufen:.. 1, in Reichenbach:&. N. 1, m. 2. 1, Antheilscheine bez. Antheilquistungen erhielten ferner: In Eslingen: faufte er eine solche Quittung auf 21 fl. lautend, und erhielt für getrieben, bei nächster Gelegenheit wieder zufammen und das A. S. 1, C. 1 Thlr. dieselbe 11, fage elf Gulden. Da er dann den edlen Menschen Weitere wird sich dann geben. Wahlbeeinflussung bis zur freund um monatliche Gestundung ersuchen mußte, weil er sich in bewunderne würdigen Frechheit und Rohheit getrieben, war über- Bremen ber bittersten Noth befand, mußte er wieder 7 fl., sage sieben haupt die beliebteste Waffe der Gegner, sob iß unsere Parteigenoffen, Gulden Zins zahlen. bie Stimmzettel austrugen, von Heine'schen Hottentotten mit im Stuttgarter Hof, Grafenstraße Nr. 30, Hof parterre. So werden die„ tapfern Söhne des Voltes" für all die glor Brügeln empfangen wurden. Aus den Wahllokalen wies man reichen Waffenthaten" belohnt. Man läßt ihnen eben nur die sie einfach hinaus. Die Wahl soll öffentlich sein, sagt das Gefcheinen und für die Zuführung neuer S.finnungsgenoffen Sorge zu fi Pflicht der Parteigenoffen ist es, ftets pünktlich und bestimmt zu er Wahl, Bettler oder Verbrecher zu werden oder ruhig zu Grunde fet, und eine Menge flegelhafter Ortsvorsteher haben die Deffent tragen. Gäste find sets willkommen. zu gehen. lichkeit" dadurch dokumentirt, daß sie die Wahllokale mit Gewalt H • Jeben Montag, Abends 8 Uhr: Oeffentliche Versammlung Sozialdemokratische Arbeiterpartei. Sonntag, den 8. März: Arbeiter- Ball D. 8. al 6 po be 111 Mühlenstedt's Lokal Buntenthorst inweg. Kaffeneröffnung 4 Ubr, Anfana 5 Ubr Nachmittage. Kaffenpreis 7 Gr. 5 Pf. Karten à 5 Gr. find bei allen Comitemitliebern und in den auf den Plakaten bezeichneten Lokalen zu haben. fü Damenkarten gratis. So traurig ein solches Vorgehen für den Betroffenen ist, so leeren ließen. Es muß was nicht recht gewesen sein, weil diese belehrend ist es für die Gesammtheit. Sollte wieder( was nicht Herren absolut heimlich verfahren wollten. Es ist auch Thatlange dauern wirb) ein heiliger" Krieg irgendwo entbrennen, fache, daß an einigen Orten die Stimmzettel durch Kinder wird sich das Volk an der jezigen Entlohnung eine Lehre nehmen, unter 12 Jahren abgegeben wurden, sowie daß Leute unter in und es dürfte den nationalmiserabeln Breßtrompetern nicht mehr 25 Jahren wählten. Die Wahlzeit sezte mancher Hr. Ortsvorgelingen, das Feuer der heiligen Begeisterung" zu entzünden, fteher beliebig feft. auch würde der im Lande herumwandernde Bettelsack, wenn er Dazu kam die perfide Art und Weise, wie die Heine'schen noch so schön aufgepußt wäre, nicht mehr bis an den Rand ge- Wablaufrufe abgefaßt waren. Der Verfasser derselben, ein füllt werden, weil Borkommnisse wie das oben Erzählte den ,, Pa Dr. Göz in Lindenau, politischer Jesuit und abgefallener Demotriotismus" selbst des dümmsten Spießers abfühlen. frat, erklärte darin, daß die Candidatur Bracke's ein Angriff auf bungsverein zählte im Jahre 1873 127 Mitglieder. Die Ein- Sozialdemokratie so genau kennt, daß er am 17. October 1867 mit lung. Köpniferftr. 145. Vortrag von Herra Krause. nahmen beliefen sich auf 618 fl. 15 kr. Die Ausgaben betrugen Bebel, Liebknecht und Schraps im norddeutschen Reichstage Das Erscheinen sämmtlicher M tglieder ist dringend nothwendig. 594 fl. 46 fr., welche fich folgendermaßen vertheilten: Miethe einen Antrag auf Abschaffung der stehenden Heere unterR. Ginzel, Ha erternshof Vir. 1, 3 Tr. Sonnabend, den 7. März: Das Comité. Der Ueberschuß ist zum Besten der Agitation. Zu recht zahlreichem Erscheinen ladet ein Gewerkschaft der Holzarbeiter. Meran( Tyrol), 14. Febr. Der Meraner Arbeiter- Fortbil- vie, Taschen der Wähler" sei. Derselbe Mensch, welcher die Berlin Sonnabend, ben 7. Dar, ends& Unr: Versamm" SEECE Я en 8 61 im K ( Heizung, Beleuchtung und Reinigung des Lokals) 169 fl. 36 fr., zeichnete, ligt bewußt in die Welt hinein, Bracke habe es auf Breslau Männergesangverein„ Breslauer- Sängerrunde.". Unterricht und Bildungsmittel 101 fl. 27 tr., Kranten-, Wander- die Taschen der Wähler abgesehen. Dihr verkommenen" Franund Reiseunterstützung 204 fl., Vergnügungsconto 85 fl. 5 kr., zofen, nehmt uns doch diese Leute ab! Großes Kränzchen Drucksachen, Porto, Depeschen, Affecuranz 2c. 34 fl. 78 fr. Das Als Blos die Gesinnungslosigkeit dieses Dr. Göß in offener im großen Saale des Sbießwerd.r", verbunden mit GesangsanfVereinsvermögen besteht in 420 fl. 90 fr., welche fruchtbringend Volksversammlung brandmarkte, erwiderie Herr Beibig, sein führungen in den Tanzpausen. in der Sparkasse angelegt sind und einem Halben 1864er Los. Freund Göz habe erkannt, daß Liebknecht und Bebel Vaterlands- Gäste find willkommen. Unterricht ertheilten: Hr. Schwarz sen. im Rechnen, Hr. Dr. feinde feien. Also hat sichs auch hier herrlich erfüllt"! Aus Entré für Herren 7 Gr. 5 Pf., Damen 8 Gr. Schmidt in der Geschichte, Hr. v. Bernwerth in der Chemie, Hr." Patriotismus“ ist Herr Dr. Göß ein Feind der Sozialdemo Jeber Theilnehmer hat das Recht, auf sein Billet eine Dame fret einzufüoren. Schuft und Elwischger im Schönschreiben und Hr. Jelinek im Getratie, ein Bismärder geworden. Nun, das ist wenigstens nicht Kaffeneröffnung 7 Uhr, Anfang 8 Uhr. fang. Die Vereinsbibliothek zählt 367 Bände. Der Verein ent- neu. Derlei Gutebel haben wir im deutschen Reiche genug und Parteigenoffen und Freunde ladet zu recht zahlreicher Betheiligung off fandte zwei Mitglieder, die Herren Tschutte und Brandstätter zur Dr. Göz schließt würdig die große Reihe, die mit dem Fälscher ein Wiener Weltausstellung, zu welchem Behufe er von der löblichen Stieber und dem Straßendemokraten Braß beginnt. Der Vorstand. Montag, den 9. März, Abends 8 Uhr: Handels- und Gewerbekammer in Bozen eine Subvention von Das„ Theilen", bas" Betroleum" und die„ Bielweiberei", drei Gotha Bersammlung d. Holzarbeitergewerkschaft T.- O.: Wahl des Borstandes. à jour haben der Bücher. Rud. Praaft, 2. Bors. Fo D be Da bea to e ad 3b ch Re 100 fl. erhielt. Bibliothek und Mobilien des Vereins sind bei Dinge, welche im Schimpf- Katechismus der Gegner ftets aufge im oberen Clubtotal. H. Wabst, Bevollmächtigter. schaft mit 630 fl. versichert.- Die statutengemäß regelmäßig ab- Lamp, welcher nach Dresden geschrieben, daß die Geldmittel unserer Hamburg Montag, den 3. Mács, Abends yale 9 Upe: der allgemeinen ersten österreichisch- galizischen Versicherungsgesellschlagen werden, spukten in allen Blättern Tag für Tag. Jener Sozialdemokratischer Arbeiter- Berein. gehaltenen Bersammlungen waren stets sehr gut besucht. Der Ver Partei, die sie bei den Wahlen verwendet, mit der Anfertigung ein verlor durch Todesfall die zwei außerordentlichen Mitglieder falscher Wechsel in Verbindung ständen, und der zu feig ist, für im Lokal( parterre) bes Herrn Hansch, Schauenburgerstraße 14. Generalversammlung Herren Botschan und Dr. Straschnov. feine Behauptung öffentlich einzustehen, hatte das Signal gegeben Mülhausen, 27. Februar. Vive Häffely! das ist der Mann, zu einem, Wolkenbruch von Lügen und Verleumdungen, welcher der wird es den" Schwobe" im Reichstag sagen, das ist unser auf die Sozialdemokratie aus den Wolken der gutgesinnten" Preffe Leipzia Das Wichtigste für jeden Geschäftsmana iſt das Mann, ist auch ein guter Freund vom Bischof Näß, obwohl niederfiel. Die Rohheit, welche betrunkene Knechte und ablige Zur Einrichtung und Fortführung von Büchern empfiehlt sich ga lutherisch, giebt er doch viel Geld für katholische Kirchen und seine Flegel zu Meerdorf bei Braunschweig an Brade und Tanz ver ein damit vertrauter junger Mann, bauptsächlich für die Abendstunden. Br Arbeiter haben es gut, und reich ist er auch über 10 Millionen, übt, wurde als patriotische Heldenthat beschönigt und zur NachAdressen erbeten Expedition d. B. für diesen stimmen wir, der Herr Pfarrer Winterer hat es uns ahmung aufgefordert. Da war kein Gebildeter" u unter ber Arbeiterverein. auch anbefohlen!" Heine ſchen Bartei, welcher nicht mit einem Male entbedt hätte, Leipzig Freitag, aialdemokratischer Arbeite Bravo Freund! obwohl du im heiligen Vincenz Paulusverein Daß der Knüppel das beste Agitationsmittel fe und die würdigen Gesellige Zusammenkunft mit Damen bift, bazu„ ein königlicher von Gottes Gnaden", und ich ein Frei- Gesinnungsgenossen Laster's empfahlen sich gegenseitig dies nüß- im Saale des Herrn Jabin, Turnerstraße Nr. 3. benker, nebst radikaler Republikaner, so find wir hier ganz einig, liche Instrument zum Gebrauche. Indessen in offener Versamm- Zahlreiches Erscheinen erwartet für Herrn Häffely muß gestimmt werden, was wollen wir mit lung tam es nicht dazu. Das Volt ist weit anständiger als Liebknecht anfangen, einem Sozialisten, später werde ich es auch sein, gebildete" Fortschrittler und Nationalliberale und als in Klein- Leipzig Sonnabend, den 7. März, Abends or Sersammlung Dä 1 fü be me Der Borstand. Pr faf aber jezt bin ich zuerst Elsässer und darum müssen wir alles schocher Knüppel aus dem Sad!" kommandirt wurde, da bewiesen Windmühlenstraße 7. Sozialer Wochenbericht von Mosemann. Berandere vergeffen, die Zeit der sozialen Frage ist noch nicht da, die anwesenden Arbeiter durch ihre entschlossene Haltung, daß in trag vom Naturheillehrer H. Löwe. Arbeiterbildungsverein. be gie einen Protestmann müssen wir wählen. Vive Häffely und Pfarrer einer Bersammlung das Wort und nicht der Knüppel maßgebend Ondon Deutsche Sektion der Internationalen Arbeiteraffoziation. for Winterer!" fei, welche Ohrfeige die fortschrittliche Bildung" unter obligatem 81 Blue Post Tavern, Newmann Street Oxford Street W. C. Bersammlungsabende Mittwoch und Samstag. Jeden Dienstag englischer Sprachunterricht. Der Sekretär: Léo Frankel, 13 Mortimer Street W. ( Allgemeiner deutscher Arbeiterverein) zu New- York corner( de) of Broome& Forsyth Str. bif faf B Ungefähr 14 Tage hörte man nichts als das, und wir Sozia- Lärm einsteckte. So in Kleinzschocher! So an andern Orten! liften wurden verleumdet. Bald brüdten wir dem Bolizeiinspektor Obwohl Herr Dr. Heine mehrfach erklärt hätte, daß es ihm bie Hand, bald fuhren wir mit ihm in der Kutsche, doch jetzt ist selbst eigentlich nicht um eine Wahl in den Reichstag zu thun es anders. Bischof Räß im Namen aller Katholiken des Elsaß- sei, unternahm er doch plöglich eine lebhafte, persönliche Agitation.[ m16] Lothringen hat den Vertrag von Frankfurt angenommen; jetzt wird Er agitirte heimlich, wo er konnte; zweimal trat er den Sozialan vielen Orten gesagt, daß Liebknecht beffer protestirt hätte, jest demokraten persönlich gegenüber. Zar„ Bolksversammlung" in New- York Seffion 1 ber Internationalen Arbeiterafſoziation wird man bald finden, daß es Zeit ist, sich um die soziale Frage Knauthain, die hinter verschlossenen Thüren stattfand, wurde versammelt fich jeden Sonntag Abend 8 Uhr im 10. Ward Hotel tiu zu bekümmern. Arbeiter, werdet doch einmal vernünftig. Diejenigen, durch reitende Boten eingeladen. welche zu Euch von Patriotismus sprechen, sind die Nämlichen, Warum Dr. Heine persönlich agitirte und für sich agitiren welche finden, daß es nicht Zeit sei, sich mit der sozialen Frage ließ, und wie er dies that, werden wir sehen. abzugeben, natürlich alle diese leben von den Arbeitern, alle diese möchten, daß es immer so bliebe, fie leiben keine Noth, sind alle Tage in Kaffee und Bierhäusern. Betrachtet aber einmal Mor( Schluß folgt.) gens fünf Uhr im Winter die Kinder halb nackend, barfuß auf A. Geib, Hamburg, Rödingsmarkt 12. Adresse des Ausschusses: Adresse der Control- Commission: Adressen der Gewerkschaften. Die Spinnereien gehend, und sagt bann noch, daß eine Verbesserung Fritz Ellner, Frankfurt, Kannegießerstraße 3. nicht bringend nothwendig ist; betrachtet die hageren Gestalten der Lof Die Inhaber der Sammellisten Nr. 951, 953-960, 1066, 1067 x. 1077 wollen dieselben mit den gezeichneten Beträgen freundlichst an mich einliefern. [ 3] W. Fink, Leipzig, 3. März 1874. Expedition des„ Boltestaat". Allen Parteigenoffen und Freunden bie e DO Ein herzliches Lebewohl! Friedrich Stackelberg. e Di 31 Aufforderung. Ich ersuche Herra Max Kayser, mir meinen Shm geliehenen Kalen Albert Milte, Cuvryftr. 62, of 1 Ereppe. Spinner, welche von 5 Uhr Morgens bis 7 Uhr Abends nicht solzarbeiter: Vorsitzender Th. Yord, Hamburg, Erste Borseten, of 13. som Rarren tommen; ja betrachtet, wie die meisten Arbeiter leben, Maurer und Zimmerer: Borsitzender Heinr. Ride, Braunschweig, ber so balb als möglich zu übersenden. wenn sie eine Frau mit drei oder vier Kinder zu erhalten haben Schöppenstedterstr. 50, unb nur 2-3 Frce. verbienen. Betrachtet alles dies im Gegensatz Schneider: Borsitzender Ludolph, Braunschweig, Reichenstraße 6a. an ben brillanten Eqipagen, den vielen Schlössern, welche im Schuhmacher: Vorsitzender W. Bod, Gotha, Berg 37. Mehberg ftehen und sagt dann noch, daß es nicht Zeit ist, sich um Metallarbeiter: Borsitzender Rich. C. J. Wolf, Chemnis, Langestraße 9, Die soziale Frage zu fümmern. Arbeiter, macht die Augen auf 2 Treppen, Hinterhaus. Berlin. Das Sutlager Arbeiter, macht die Augen auf Buchbinder: Borsitzender H. Richter, Leipzig, Stewarten kraße 28, Stowmartenkraße Quirin Anton Fischer jun. e Bie 22 Kr Jes ( Don. Bei unb Thr werdet sehen, 3hr werdet begreifen, wo Euer Heil ist, 1. Etage. hr werdet Euch organisiren und das nächste Mal einen Arbeiter- Berbandskassirer F. Hirst. Antonftr. 10. Grimmaisekraße Nr. 24 Ecke der Ritterkraße Candidaten in den Reichstag schiden, dieser wird protestiren gegen Algemeiner deutscher Sattlerverein: Borkenber 3. Straßer, Berlin, empfiehlt feine reide auswahl von Filz- und Seidenbäten und verspricht B gewaltsame Annexion, wird dazu Eure Interessen vertheidigen, Marienstraße 7, Hof rechte, 2 Treppen. bei reeller Bedienung bie Diligen Preise. wich gegen alle Klaffenherrschaft protestiren, und nur bann habt Berband der Klempner und Spengler: Bockyba. Meger, Gam The eine Bertretung im Reichstage. Jules J. burg, Böhmtenfraße 8, II. Manufaktur-, Fabrit- und Handarbeiter: Bergenber S. Motteler, Crimmitschau. Zum britten Wahlfeldzuge im Leipziger Landkreis. Berein der deutschen Steinmegen: Borfiyenber A. Zabel, Berlin, Aceht U. Weinbergsweg 4. ftraße 6. Leipzig, 3. März. Die Gegner haben diesmal gefiegt. Be- Maler und Ladirer: Borsigender 2. Schultheis, Braunschweig, Louisenwaten wir, wie sie gefiegt haben. Der Umstand, daß sich diesmal die nationalliberale Partei, Berbandskassirer: F. Hirst, Leipzig, Antonftraße 15. nachdem ihr Candidat Birnbaum unmöglich geworden, mit den sogenannten Fortschrittlern verschmolz, bas heißt ihre GesinnungeBriefkasten lumperei in die dritte Potenz erhob, hat vor allen Dingen zum Nummer. F. S. in Freiberg: Erhalten und der Expedition übergeben. der Redaktion. A. 3. in Berlin und W. B. in Gotha: In nächster Siege des Dr. Heine beigetragen. Das gesammte Fabrikproßen. X. 2. in Braunschweig: In nächster Nummer. und Schlotjunkerthum, das Renten- und Großgrundbesiz- Faullenzerthum, bie vertaöcherte Bureaukratie, mit einem Worte " " D ". [ J. JNJ der Expedition. V. Bamnn Forste Ab. 1. Qu. 12 Thlr., Reft 4. Arbeits- Hosen. Englisch Lederhosen à Stück 1 Thlr. 15 Sgr. Cord- Hosen à Stück 1 Thlr. 15 Sgr. Starke Stoff- Hosen à Stück 2 Thlr. 15 Sgr. Militär- Drillhosen à Stück 1 Thlr. Baumwollene feste Arbeitshosen à Stück 27% Sgr. empfiehlt Louis Guttmann No. 24 Grimmaische Strasse No. 24. ef e ar De Be Bu GESSEREBES for Bef Ou. Thlr. 1 3. Eppft hier Schr. 7 Gr. Lrg hier Ab. März 6 Gr. Le'pzig: Berantw. Redakteur: M. Breißer.( Redaktion n. Expeoittswag das gesammte herrschende Bummlerthum sab sich in seiner Existenz F. She Lindenau Ab. Feb. Thlr. 4 15, Schr. 2 Gr. Verein Gesellig- Beigerftr. 44.) Dend and Bering der Genoffenschaftsbuch bruderet.