Erscheint in Keipxig Mittwoch, Freitag�Svnnlaz. Bestellungen nehmen an alle Postanstatten in Buchhand- langen des In- uÄuslaudes. Filial-Expeditionen für die Vereinigten Staaten: F. Ä. Sorge, Lox lill HodoKen, N. J, Wm. Lueders, 409 Maystr. Chicago, JU. Peter Haß, S. W. Corner Third and coates str. Philadelphia. Abonnementspreis: Für Preußen incl. Stempel- steuer 21'/, Sgr., für die übrigen Deutschen Staaten 16 Sgr. pro Quartal. Monat»- Ad onuement, werden bei allen Deutschen Postanstatten aus den u ien u. Uten Monat und aus den Ztcn Monat besonders an- genommen, im Kgr. Sachsen u. Hrzth. Sachs.-Altenburg auch auf den I ten Btonat ü ö'/z Sgr. angenommen. OrgandersozialdemokratischenArbeUerMrteimdderintenlationalenGetverksgenossenschaften. Inserate, die Abhaltung von Partei-,.Bereine- und Bollsversammlungen, sowie die Filial-Expeditiomn und sonstige Panei- Ai gelegenbeiten betrefseud, werden mit 1 Sgr.,— Privat- und Bergnügungs- Anzeigen mit 2 Sgr. die dreigespairene Petit- Zele berechnet. r.. ;o Kreitag 13 Wärz. 1874. Was die Reichstagk wählen bedeuten. Zum zweiten Male seit der glücklichen Wiedererstehung deS -»Reiches- ist dos deutsche Volk an die Wahlurne herangetreten, )um zweiten Male hat es Gelegenheit gekommen, seiner eigenen Meinung über den Gang der Dinge AuSvruck zu geben, sein Ur theil auszusprechen über seine Machthaber, über die„Leuker" serner _ Geschicke. Und süiwahr— verurtheilend genug ist es ausgefallen, dieses Volksgericht. Trotz eines vielfach einschränkenden Wahl- gesetzcS, trotz einer weitvei zweigten, für Kaiser, Reich und Reptilien- svnds degeisterien Pr>sie, trotz der urerhürtesten Wahlb eü flussungen. !t j trotz der direktesten Pressionen auf daS große Beamtenheer und alles, was drum und dran hängt, trotz der gröbsten Fälschungen der Wahllisten und Wahlresuliate— Machinationen, die von der liberalen Meute im preußischen Landtage gleich im Vornhinein bei- fällig bekläfft wurden— trotz alledem und alledem ist die Schaar der Reichsseii de gar ansthi lich veistäikt auS der U�ne hervorge- er gangen, und arch da, wo die Reichsfreundlichkeit ten mühevollen Sieg d-vongetiagen, mußte sie sich fast immer einer imposanten � M nvrrtät gegenüber sehen. In einzelnen Theilen deS gewaltsam iusammengektelsterten„Reiches" hat sich die Zahl der reichsseind lichen Abgeordneten seit den Wahlen von 1871 verdoppelt. i' Und so kam cS, daß die gegnerischen Elemente wohl ein gut Dritt- p theil deS Reichstages bilden werden, während sie im Reiche —'selbst einen größeren Prozentsatz einnehmen dUlftcn. Wahihastig. lb tine schwache Festung, die so viele Feinde in ihren eigeneu Mauern hat! Zwar werden die echten, wahren Volksvertreter, diese bösen Spielverderber, auch diesmal nur ein schwaches Fähnlein bilden, n, zwar wird der weitaus überwiegende Theil der Opposition auch r- biesmal wieder dem bekannten„Culturkampf" angehöien, jenem ut Machistreil zwischen„Küche" und„Staat", einem Stieite, der so all ist, wie diese beiden Geißeln der Menschheit selbst, einem Streite, der bisher immer noch auszubrechen nicht nmangelte, so wie sich Emes von Beiden in den ibm von„Gott"— mit dem die fie bekanntlich seit Olims Zeiten in sehr vertrautem Veik.hr stehen — übertragenen„Rechten" und„Gewalten" vertüizt glaubte, und — bei dem das Bold— d. h. das wirkliche Volk— genau so in- teressi t ist, wie etwa der von zwei Strolchen ausgeplünderte Wan- bei er bei ihrer nawherigen Prllgilei um den Alithed an der ge- wachten Beute. Er bleibt einmal auf alle Fälle ausgeraubt, was kann es ihn viel kümmern, welcher von beide» Spitzbuben den I bläßten Theil davoiiiägl? Man wird also auch diesmal hübsch »uni er sich" sein, eS wird sich mit einem Wort— um bei jenem �ergleiwe zu bleiben— auch diesmal wieder in erster L.nie nicht um die Leute selbst, so, der» eben nur um ihre Vertheilung drehen —- und das ist allerdings noch ganz erfreulich und neivcnberuhi 3C' gend. A> dererseiis aber— eine verzweifelt zähe Gegnerin ist sie, biese Kucke. Sie kennt all die kleinen Schwächen und intimen Geheimnisse ihres GalanS gar so genau, daS Netz ihrer mächtigeu Verbindungen reicht bis hoch hinauf so gut wie tief nach unten, überall, in jedem Flecken, jedem Dörfchen hat sie ihre guten Freu, de. beren einziges G-schäst eS eben ist, für sie zu arbeiten und zu agi- tiren— dabei b> steht sie so steif und unbeugsam auf ihrem Schein Urit ihrem vertrackten nou possumus(zu Deutsch: wir könne»'« slls nicht billiger machen) und all dw angewandttn, längst abgebrauchte» c4> Mittelchcn— Radicalmittel kann und da, f und will man ja nicht m' Miwenden— wollen so gar nicht verschlagen— kurzum, der � �ulturkarren ist tief in den Koih ve> fahren. — � Und r och bester— mit Recht ist vielseitig, auch von den osfi iiäsen Preßkloaken selbst, darauf h-ngewo>fen worden, daß keines- it' bieg» etwa bioS die Sorge um den bedrohten Glauben es war, iie» äie taS Volk so mastcnhaft in daS ultramontane Lager trieb. » l Viele Bezirke, die schon bei früheren Wahlen prinzipiell keinen i" psiffen duichkcwwen ließen, von denen man allo immerhin an- wen kann, daß sie von Psaffentrvg und Pfaffenbeooimui.dung 2a!'Wanzipirt sind, wählten diesmal doch auSschlnßlich ultramontan. — � war rssei bar zu sehr groß.m Theil die dumpf gährende Miß �iti uiung und die Un,ufriedenhe>l mit dem b-strhenven Regiment Überhaupt, die, sich über den einzig richtigen und logisch kou- »huenten Oppositiontweg noch nicht recht bewußt und zum Theil Atwesenheil jeder ai deren gleich großaitig organisirten Otpo �'viSpartei, sich einfach in die Fo>m ergoß, die sie eben vorfand �>d so dem reichSseindlichen Psaffenthum, aber eben auch nur reichSseindlichen, zugute kam. Ein ähnliches Schauspiel , Mit sich in diesem Augenblick in England. Dort fi.lcn die vor � �Mzcm rollzrgevcn PailamentSwahIen überwieg.nd konservativ , �S, ohne daß man deshalb etwa glauben dihsle, alle die so Wäh- 1- Gliben hätten plötzlich ang-sangen, mit DiSraeli, dem Führer der �«nfeivativen, für mitielallerlicheS Feudalweseu und psäsfische All k'wali zu schwärmen; vielmehr war eS einfach der Ekel vor Glad- !�>ue'« irberalini Humbug, der in der einzigen großen OppcsilionS �ttei seinen Ausdruck nahm, welche eben vorbanden war. . Seilst wenn man also heute mit der alt»» Küche Frieden fließt, um sie wieder auf seine Seite heium zu bet.muiel, selbst �'Nn man also schon in Teusils Namen nach Canosta geht, d. h. !" ihren„Antbeil" wi der Ul v.rkuizt einräumt— und eS wäie nach oll dem Nieser jp-kiakil und all den aus» ewandte» Tirace» �e ungeheuere Blauiage vor d.m ganze» zum-suschauer geladene» �topa— ist der n damit schließlich vi>l giwvnmn. bleibt man z�,.!>» wirklich vnbesiriiiencr und unangcsochlener H-rr und Ge kevim Reich?— Tie schlaue Nachieule ven Meppen enllchielen —-_.-"-- )4. en, ad, geilivillste Kopf deS preuß.scheu Lar diag.S, hat den Älagel st'au a».s den Kopf gitirsj-u, als sie neulich von der Tribüne '"unwr meinte:„Nach meiner Ansicht hat die ganze Kerchenhetze hauptsächlich den Zweck, die soziale Frage vergessen zu machen!" Wer ist es, der bei jenem Friedensschluß schließlich de» Vortheil davontrüge, wer ist es, der dm n ins Vordert, essen käme, wer ist es, der dann den Kampf, diesmal einen unversöhnlichen Kampf, einen Kampf auf Leben und Tod, nur um so eursch-edener fortsetzen würde?— Brrr! Rasch, rasch, her mit dem Cultur kämpf, pauken wir weiter„Cultur"! Das ist, in kurzen Zü,.en die politische Situation, wie sie die letzten ReichStagSwahlen vorfanden und wie sie durch dieselben zum besteren Ausdruck kam. Eine nichts weniger al« erquickliche Situation für den großen„Leitenden" da oben, wie man zugestehen wird. WaS sollen erst die nächsten ReichStagSwahlen bringen, wenn daS so weiter geht? Um hier gründltch und bilb wieder herauszukommen, muß, das ist offenbar, ein großes, durchschlagendes Mittel angewanrt werden. Ui d wie soll cS beschaffen sein, dieses Mittel? Uebcr- flüssige Frage!„Blut und Elsen" hieß die Parole, mit welcher man einstens anS Ruder trat, mit Blut und Eisen hat man einst vem sog.„VeifastungSconflikl" ein Ende zu machen gewußt Anno dazumal, wie die liberale Bourgeoisie, durch das rolhe Ge- spenst nach nicht so gehetzt und geängstigt wie heute, von ihren BewachungSkostcn, auch Miliiärbndget genannt, immer etwas herunte> handeln zu können glaubte(heute allerdings handelt sie nicht weh-), pjjrch Blut und Eisen ist man au» dem veihaßten, ultrareakiionäreo Junker zum„genialen Staatsmann", zum„großen Kanzler", zum„Schöpfer des deutschen Reiches", kurz zum„populärsten Manne in Deutschland geworden", Blut und Eisen soll auch diesmal wieder aus der Patsche helfen! Wir sprechen es aus: Die letzten ReichStagSwahlen und die Volksstimmung, die sie bloSgelegt haben, bedeuten den Krieg!! Dem Volke, in welchem daS tiotzige Blut schon wieder vlct zu voll und lebenSwarm pulstrt, muß wieder einmal gründlich zur Ader gelassen werden. Schon jetzt wird ja in amtlichen Circularuotcn und außeramtlichen„Geistreichigke>ten" nach Krankreich hin gewaltig mit dem Säbel gerastelr, und daß man die„Wehrfähigkeit" und die„Sicherheil" des Reiches eben mcht zu schwächen gesonnen ist. beweist zum Ucheifluß das n.ue Meli tärgesey. Auch sonst weiß sich das offiziöse Bedientenpack, indem es mit unvergleichlichem CyniSmus auf den nahe bevoi stehenden Krieg hindeutet, allerlei zuzuflüstern von den großen Dingen, die gegenwärtig wnder in der WithelmSsiraße zu Beilin gebraut wer- den. Wem eS diesmal schließlich gelten wird, welcher Uneinge- weihte könnte das sagen; aber das glauben wir: Man wi>d die nächsten'ReichStagSwahlen nicht ins Land gehen lasten, ohne daß vorher wieder Kanonen und Mörser ihrerseits ihre„Stimmen" abgegeben haben. In der That aber auch— was ist der Krieg für ein lreff- licheS Un ve-salmittel; er ist entschieden daS vorzüglichste Rezept auS Macchiavelli'S großer HauS- oder vielmehr Staatsapotheke; waS sind gegen ihn all die anderen Mixturen und Purga zen? Förmlich wie von einem bösen Geist getrieben, läßt sich da da« Volk, daS vielleicht eben noch von nichts weniger als landeSktnd lichen Gefühlen gegen seine Beherrscher beseelt war, all die ihm angethane Demüihigung und Knechtung mit einem Male ver testend, geduldig mit Flinte und Tornister bepacken, um gegen einen Feind zu ziehen, der, unter gleichen Umständen in den Krieg gejagt, in Wahrheit gar nicht sein Feind ist, um sein Blut zu vergießen, seine Habe zu opfern, kurz, da« ganze unermeßliche, lange nach- wirkende KriegSelend auf sich zu laden für eine Sache, die in Wahrheit nichiS weniger als seine Sache ist. Und werden dann durch Gottes wunderbare Fügung— die sich bekanntlich zumeist au« Uebtlmacht, Zufall, Venath, Bestechung je. zusammensetzt— glorreiche Siege ersvchten— vh, dann ist vollends gewonnenes Spiel! Bor den Lobpreisungen gemeiner E folgsanbelcr— und wo häiten die jemals noch geschlt?— und den SiegeStaumel eines geschickt fanatisirtcn BolkeS muß jede Orpositio» verstummen Man ist dann geradezu allmächtig, denn da« Volk küßt in seiner Verblen- ung die Hand, die ihm die furchtbarsten Wunden geschla- gen. Alle freihelUichen Bestrebungen sind lahmgelegt daS Volk hat j> B.stercS zu tdun— und die Wenigen, die, klaren Kopfe« und tapferen Herzen«, gegen all vie Barbarei und all die Ver- gewaltigung doch noch Pi vtest zu erhebe» wagen— nun, die sperrt man einfach in irgend einer entlegenen Festung ein und kern Hahn k>äht weiter nach ihnen. Die eroberten, oder, mit einem Kunst auSdruck,„wiedergewonnenen" Provinzen bieten einmal Gelegen- heit, der Herrschsucht ui d Paschawillkühr so recht nach Herzenslust die Zügel schiißen zu lassen, während die dem besiegten Feinde auserlegten Tribute dam dienen(natürlich nachdem diverse Milliön- eben pnvalim abgefallen sind), von dem sogenannten„Gelt- b.willigungSiecht" der Parlamente vollständig m emanzipiren, dazu dienen, neue Armeen zu schassen, neue Festungen zu bauen, neue Intriguen zu spinnen, neue Kriege anzuzetteln. Zwar wirb unS der Leser aus diese» Paneghnku« deS Krieges entgegenhalten, daß dieses Mntel denn doch zu�le-ch ein sehr ge- sährliche« Mittel ist, ein Mittel, daS sich oft geaen fem.» Ur Heber seilst kehrt, und dessen verzweifelte Anwendu g Anno Sieb, ig eist d,m M> ister an der Seine das Genick gebrochen hat. Aber in diese»! verzweifelten Va-ba»que- Spiel bestand ja eben von jeder das ganze Gedeiuiniß dieser Sorte von StoatSweisheit, und die Pistole vor der Siirn soll an eii em gew-sse» heißen Julitag aus einem gewissen Sälichtfelde so gut ihre Ro! e geipielt haben, wie rn einer gewissen kalte» Dezember- i ac>t im sa ö»en Paris. Immer dasselbe— Aoenteuierlhuui. Zwar wird ui S der Leser sen er entgegenhalten, daß jener u» Dauer vorhält, im Gegentheil sehr rasch wieder virfliegt, daß dann der Volksgeist, der gewallsam niedergehaltene, doch immer wieder, und nur um so gekrästigier, neu erwacht, und all die freiheitlichen Ideen, die verhaßten todtgeglaubten, doch immer wieder, und nur um so mächtiger und zum Sieg geeigneter, im Volke neu erstehen. Aber darrn bestand ja von jeher die ganze„Größe" und „Genialität" jener jämmerlichen Eintagsfliegen der Geschichte, daß sie vermeinten, Berge von Leriden und Schutt aufthürmend, die Menschheit in ihrem Entwick- lungsgange aushalten zu können, um dahinter ihr Reich der Gewalt und der Tyrannei um so sicherer aufzurich« ten. Vergebenes Mühen! Der GeniuS der Menschheit setzt, lhränenden Auges zwar, hinweg über die Leichen- und Trümmer- hlufen, zermalmt daS G-waltreich Jener unter den Rädern feine« Triumphwagens, und zieht dann— unentwegt— seinem erhabenen Ziele entgegen. Wrr halten es für gut, schon jetzt auf die bevorstehende Even- tualilät eines Krieges hinzuweisen. Wir halten für gut, darauf hinzuweisen, damit, wenn einst daS Heer bezahlter Lumpen un« wieder zu dem Elend des Krieges noch etwas von„Beleidigung", „Erbfeind",„Schmach",„Baierland",„rächen":c. Vorzug mkeln wagt, wir ihne» die freche Lügenmaske herunterziehen können, wir ihren vorhalten können, wie wir den Krieg lange vorhergesehen und vorbergesagt haben, einfach, weil er keiner„Beleidigung", keinrm„Erbsernd" zu verdanken ist, sondern dem Herrswenden Systeme selbst, jenem System, das, aus der Gewalt erbaut und sich durch die Gewalt erhaltend, das Bork nickt zur Besinnung kommen lassen dars, daS— von Lastrum zu Lastrum— den Krieg haben muß, wenn eS nicht banter oit werden will. Wir halten es aber ferner für gut, hier, im Angesicht des auf- geklärien TheilS deS arbeitenden Volkes, auf jene Eventualität hin- zudeute», damit sie ihm ein neuer Anlaß sei, nur um so rastloser und unermüdlicher die großen und edlen Prinzipien der Sbzral- demokratie hinauszutragen unter seine B'üder— jene Prinzipien, die uns sagen, daß die Völker selbst in Wahrheit nur ein I ter» esse haben, nämlich das, friedlich und frei, im edlen Wetikampfe des Fortschritt?, neben einander zu leben, daß es aber das Interesse der Mächngen und der Besitzenden ist, sie immer wieder von Äkeuem zu blinder VernichtungSwuth gegen einander aufzuhetzen, um sie nicht merken zu lasse», wer ihre wahren„Erbfeinde" sind, und sie dann besser knechten und ausbeuten zu können— und damit so, wenn die Furien deS Krieges wieder Deutschland« schöne Gauen durchrasen, zu blut gem Mord ausstachelnd und zu Vernichtung, es ihnen au« jeder Hütte, wo Proletarier herzen schlagen, auS jeder Werkztatt, wo Proletarier Hände sich«ühcn — in Millionen- und abermilliouenfachem Echo— entgenschalle: Irieden!! Oeer wird sich daS deutsche Volk— wir meinen da« arbei- t-nde Volt deutscher Zunge— auch diesmal wieder geduldig znr Schlachtbauk zenen lassen?— Ein neuer„Communist". Unsere Parteigenossen werden die Ueberschrist erstaunt betrach- ten. Wie, ist ein Commanist mehr denn so waS seltenes, daß ihm ein Artikel im Partcrorgan gewidmet werden muß? Je nach- dem. Unsere Partei wächst täglich und gewinnt neue Anhänger, uno wenn jedem ein Artikel gewidmet werde» sollte, würde unser Raum nicht reichen. Aber es gibt einen Zuwachs für die Partei, der eine größere Berückiichtiguirg erheischt, und zwar namentlich dann, wenn er in hohem Grade zur Signatur der Zeit gehört, wenn konstatirt werden kann, daß ein Mann strengster Wissenschaft, der seiner Siellung nach zu den sogenannten„höheren" Klassen der G>sellichasl gehört, sich auS wissenschaftlicher Ueberzeugung auf gleichen Boden mit den vorgeschrittensten Bestrebungen der Arbeiter- küsse stellt. Eine» solchen Zuwachs der geistigen und wissenschaftlichen Kräfte hat dre Sozialdemokratie in der Person des Prioatdozentcn an der Berliner Universität Dr. E. �ühring erhalten. Hr. Dr. E. Dühring, dessen zahlreiche gelehrte Werke bisher wenig über den beschränkten Kreis wissenschasilich Gebildeter hinllbergedrungen sein werden— b> kanuter wurde sein Name auck für das gr oße Publikum durch seine liter arische Fehöe mrt dem berüchtigten Geheimrath Wagener, der die Nachahmung deS Talents seines Herrn und Meisters rm Annektircn soweit trieb, daß er sich an dem geistigen Elgeiilhum de« Berliner Gelehrten vergriff und dafür von ihm derb auf die Finger geklopft erhielt— hat in seinem neuesten Werk„Cuis« der Natronal- unv So�ialökonomie, einschließlich der Hauptpunkte der Finanzpolitik"**) ein Buch veröffentlicht, daS im höä sten Grade unser Interesse in Anspruch nimmt. Ter Verfasser, der in seinen früheren ökonomischen Werken al« ein entschiedener Verfechter der Carry', ch-n Ansichten auftrat, hat in seinem neuesten Werke eine Schwenkung gemacht, die ihn auf den linken Flügel der Sozialisten stellt. Erne solche Thatsache ist von großer Wichtigkeit. Bekanntlich ist d rs bequeme Kampfmittel der herrschenden öto- nomrschen Schule, jeden Mann, der, sei es ans noch so reinen wisseiisdrafllichcn Mot ven, sich für den Sozialismus erklärt oder gar für seine Berdreiiung eintritt, entweder ivdt zu schweigen oder, wenn das nicht mögtich ist, ihn der cinseitigeli Parteinayme, der „Unwisseuschastlichteil" oder egoistischer Absichten zu beschuldigen. *) Berlin 1873. Verlag von Theobald Grieben. naiLiliche MiegcS- und SiegtStaumcl denn doch niemals auf die Preis 3 Thlr. 063 Seiten. Dieft« letzten Vorwurf h«t m«n sowohl Carl Marx wie Lassalle gemacht. Unsere sogenannten VolkSwirthschafter, die fast aaSnadmsl lo», soweit sie nicht au« Beschränkiheit ehrlich sind, ihre„W ffen schast- vom Geschästsstandpunkt betrachten, sehen natürlich in jedem Aacersdenkenden einen Menschen von gleich niedriger und»erkauf licher Gesinnung, wie sie selbst find. Und obgleich e« für alle Welt offeitar ist, daß ein Mann, der sich der Geltendmachung der sozialistischen Prinzipien weiht, von vornherein auf materielle Velohnung und Erfolge verzichten muß, ist da« Verdächtigung« mittel, ihn der Au«beuwng und de« Mißbrauch« der arbeitenden Klassen zu beschuldigen, bei oer blöden, interessirtcn Masse Derer die heute die öffentliche Meinung bilden und beherrschen, ein probate«. Gegen Hrn. Dr. Dühring wird ein solcher Kniff— ganz ab gesehen, daß er schon etwa« verbraucht ist— schwerer anzuwenden sein. Der fast gänzlich erblindete, allem Parteigetriebe fernstehende Gelehrte, ist nur durch Studium und Beobachtung au« seiner Studirstubc hnrau« auf seinen heutigen Standpunkt gekommen. So wird die beliebte Manier de« Torlschweigen« angewandt, die bequemste und auch oft erfolgreichste Art, sich unbequeme Gegner »om Leibe zu halten. Herr Dr. Dühring ist also kein Parteimann, er sucht sogar sogar sorglich Alle« in seinem Werke zu vermeiden, was einen solchen Verdacht auskommen lassen könnte, und geht darin soweit. daß er sich seine eigene Nomenklatur*) für die mit dem weitgehendsten Sozialismus gleichartigen Begriffe geschaffen hat. Niemand wird auch mehr wie er überrascht sein über die Parteibezeichnung, die wir ihm in der Ueberschrist beigelegt haben. Da aber ieine Ansichten die unter dem wissenschaftlichen CommuniSmus ve>sta>!- denen Begriffe vollständig decken, haben wir diese Bezeichnung gewählt. Herr Dühring bezeichnet daS hier in Frage stehende Werk als „CarsuS der Rational- und Sozialötsnomle", das dazu bestimm' sein soll, auch dem noch wenig mit den ökonomischen Z ständen Vertrauten mit denselben nach allen Richtungen hin bekannt zu machen und ihn die Bewegungs.esetze der Gesellschaft mit ihre» Consequ-nzen kennen zu lehren. Gle'chwohl wi»d dasselbe infolge ferner knappen und streng wissenschaftlichen Form nur von Lese,» verstanden weiden, die schon mehr an w ssenschaftliche Lcklüre ge wöhnt sind, wie denn auch ter Preis es nur einem kleineren Leser kreise zugänglich macht. Doch ist allen Denen, welche über die nothwendigen Mittel verfügen und namentlich Mitgliedschaften und Ber.inen die Anschaffung desselben für ihre Bibliotheken zu em- pfehlen. In den ersten Abschnitten des WeikS behandelt der Verfasse die Grundbegriffe und allgemeinen Gesetze der Produktion und Distribution(Veitheilunz). in welchen er zu der Ansicht von der UnHaltbarkeit der gegenwärtigen WirthschastSmaximen und der voll ständigen Unzulänglichkeit aller innerhalb des Rahmens ter Heu tigen Gesellschaftsorganisationsversuchten oder s vorgeschlagenen Mittel gelangt. Tie Kritik, welche der Verfasser hier übt, ist eine vernichtende. Auf Grund dieser Resultate erklärt er sich für eine in ihren Prin zipien von der heutigen vollständig verschiedenen Gesellschaftsform, welche er die„sozialitäre" nennt, eine Form, die in nicbtS sich von der rein communistischen unterscheidet. Hr. Dühring glaubt aller- ding« zwischen seiner Gesellschaftsform und der ammunistlschen einen Unterschied machen zu können, weil seiner Ansicht nach die letztere zu wenig die eigentliche Vertheitung der Produkte berück sichtige Diese Ansicht ist irrig. ES existut allerdings kein aus führtlch ausgea-b-iicteS System der sozialistischen oder, was nach der heutigen Auffassung des Wortes identisch ist, communistischen GesellschastSznstanteS— wie daS auch Hr. Dühring selbst an einer andern Stelle seine« Buches hervorhebt— gleichwohl sind alle Sozialisten darüber einig, daß mit der gesellschaftlichen Produktion auch die Dlstnbiition(Vertheitung) Hai d in Hand gehen muß. Indem Hr. Dr. Duhiing seine Ansichten über die Richtung ausspricht, welche die Entivickeluug der Gesellschaft nehmea muß. um zu befriedigenden Zuständen zu gelangen— wobei er die Nolhwendigkeit einer Umwandlung des ganzen StaatSsystemS als Hauptsache voraussetzt und eine gewaltsame Umwälzung für wahr- scheinlich hält— gelangt er zu folgenden Grundauschauunaen. DaS Privateigenthum an Grund und Boden, alS dem Arbeits- mittel, von welch m die Existenz der Gesellschaft zumeist abhängt, ist aufiuheben. Demgemäß vollständige Decentralisation der Be völkerung und allgemeine Organisation von WirthschaftScommunen; mit andern Worten: Aufhebung deS Gegensatzes von Stadt und Land. Analog diesem: industrielle Produktion in Assoziationen innerhalb der WirthschaftScommunen. Commune und Staat über- nehmen auch die Vertheiluirg der Produkte.— Alle Transportmittel müssen Staatseigenthum sein.— Der heut bestehende Ge- gensay zwischen Kopf- und Handarbeit ist als unnatürlich zu beseitigen, einmal dadurch: daß der Staat jedem Einzelnen da« höchste Maß von Bildung zugängig macht, dann durch die voll- ständige GleichseJung jeder der Gesammtheit nutzbringenden Arbeit. Da« sogenannte geistige Eigenthum hat hiernach in der communistischen Gesellschaft ebenso wenig Bestand und Sinn, wie daS sonstige Privateigcnihum. Aue BildungSanstalten und das ganze ErziehungSwesen sind Staatsfachc, der Unterricht ist frei und Jedem zugänglich. Die Förderung der Gesundheitspflege, die Ausübt ng de« ärztlichen Bc- ruf« rc. ist ebenfalls SiaatSsacke. M t der Aushebung der htzigen Gestalt de« Eig-nthum« fällt selbttverständlich auch da« Ei brecht. Eine weitere Consequenz der gesellschaftlichen Umgestaltung ist die vollständige Gleichberech- tigung der Geschlechter und die Aushebung der mit dem bür- gerlichen Eigenlhum auf« engste verwachsenen Ehe in ihrer beutigen Gestalt. Die beliebte und d>e Frauen entwürdigende Auffassung von der sogenannten Weibcrgemeinschaft, wie sie von einigen älteren französischen Communisten aufgefaßt wurde und von unsern Gegnern. auch dem modernen SvrialiSmuS imputirt wird, fertigt Hr Dühring auf Seite SK9 seim« Werte« treffend ab.(Schluß f.) *) Namenbezeichnung für bestimmte Begriffe. «erden. Der Herr Bischof ertheilte seine» Diener bei« Schlafe» aehen die Weisung, u« 4 Uhr der gerichtlichen Commissi»» die Ihüre zu öffnen,»elcher sich dan» auch kopfschüttelnd über die Wahl einer so nächtliche» Stunde zur Ruhe begab. Der Abend und die Nacht waren musterhaft schö». Der Mond, welcher sich in de» letzten Rächten gar nicht hatte sehen lassen, schien ei»e öorempfindung»on etwa« Lustigem, da« er erleben sollte, zu haben, venu er glänzte die ganze Nackt hindurch in sympathischer Bcr ktärung. Tiefe Schläge»e kündeten von den Domthürmen herab, daß die drilte Stunde soeben zur Hälfte zurückgelegt sei, die andern Thürme sprachen« nach, und selbst die Postuhr klapperte .halb drei". Da lehnen fünf Personen eine Leiter an da« hohe Gitter, welche« den bischöflichen Hos absckließt, uud eine schatten- hafie, durch merkliche» Höcker verzierte Gestalt, deren Kopf in einer schwarzen Capuze steckt, klettert hinüber, andere Ca- vuzenträger folgen. E« waren keine Diebe; denn am bcschös lichen Palai« klingeln sie verstohlen— zaghaft— entschlossen— muthig— würdevoll— zornig, bi« nach fast einer Stunde der Oieuer vom sanften Ruhekissen eine« guten Gewissen« sich erhebt und— der geiichtlichen Abholungskommission die Thüren öffnet. Zctzt wuide wacker gearbeitet, Stühle und Tische iz. wurden nack vem nahen SubhastationSlokale im AppellalionSgerichte geschafft Loch balo wurde die Dämmerung störend, und al« um halb 6 Uhr einzelne Leute zur Frühmesse gingen, empfahlen sich die räcUlichcn Arbeiter mit Zuiücklassung der angepfändeten Oefen uud eine« GaidinenquasteS, und vergaßen beinahe ihre eigene Leiter. Offiziell wird zwar dementirt, daß die Personen daS Git ter überstiegen hätten, doch ist dicseS nach Aussage betheiligier Augenzeugen unzweifelhaft. Im Laufe de« Morgen« stiömten Tausei de, Männer, Weiber, Greise, Kinder, Vornehme und Arme zum bllcheflilten Palais, wallsah- teten durch die leeren Räume, be- ichautcn die Oeftn und den Gardinenquast und eine durch da« Anlegen der Leiter abgebrochene Verzierung deS Gitters und gingen wieder hinaus. Die Dramaturgen, außer dem Anclionator, waren bald constaiirt: em Verwaurt-r eiu.-s hiesigen Postbeamten und ein protestantischer Tiscbler NamenS Brinckwann, also ein RamcnS vetter de« Herrn Bischofs, und dessen Söhne sollen sich zu di-sem ächtlichen Geschäfte bereit haben finden lassen. In allen WirthS Häusern und Kniipen wurde natürlich über die Expedit. on debalMt und gelacht. Die Pfändung ist also glücklich vollzogen, und damit, sollte man glauben, müßten die Acten geschlossen werdtN. Aber nein! In der Stadt soll sich das Gerücht verbreitet haben, vre Stutenten— so nennt man hier die Pennäler— wollten am Abende den in N de stebenden Tischler„durchbläuen". Am Nach- mittage hatte sich anfänglich eine Anzahl kieuier Gymnasiasten vor dem Hause des T schlers in einer engen Siraße versammelt, denen sich dann alte Weiber und Bummler anschlösse». Einige Scheiben wuiden eingeworfen, doch blieb eS dabei, ohne daß weitere Exzesse verübt wurden. Die Polizei und auch eine Abiheilung Infanterie war bald am Platze. Die Infanterie stellte sich vor dem Hause auf, da« Publikum, außer Schülern vorzugsweise die Bewohner der Nachbaifchaft, welche sich theilweise keine« besonderen Rrse« erfreut, drängten sich, riefen„Hoch" und„psrsAt" und belustigten sich durch allerlei Spöttereien. Der Oberburgermeister hielt mehrere Reden, die alles Andere, nur nicht das zuwege brachten, daß die Menge sich zerstreute. Es wurden weitere Abtheilungen Infanterie und Kürassiere aufgeboten, welche die Straßen bald säuberten. Ei» Gymnasiast erhielt einen H reb über den Schädel, in Folge dessen er besinnungslos zusamuiensank, Kolbenstöße wurden auSge- theilt, uud 15 Verhaftungen erfolgten. Sicherem Vernehmen nach waren der commandirende General Graf Stolbcrg, sowie ein DivisionSgeneral am Platz», und auch Se. Excellenz Herr v. Kühl- weiter soll dort gesehen worden sein. H-ute gehen Patrouillen durch die Straßen, in denen der gestrige Tumult war, und soeben macht der Ausrufer unter Assistenz erncS Polizisten seinen Rundgang und verliest die Aufruhracte, woran die Ermahnung ge- chlossen wird, Dienstboten und Angehörige nicht»nnöthiger Werse aus die Straße gehen zu lassen. Die Polizeistunde ist auf 10 Uhr estgesetzt und— dem Miliiär ist, um die— natürlich imaginären — Zusammenstöße zu vermeiden, verboten, nach 5 Uhr sich auf der Straße sehen zu lassen. Auch den Ossizieren soll, wie man agt» der Besuch von WirihShäusern und G-scllschaftcn für den heuligen Abend untersagt sein, so daß ein großer„Thee" wohl ohne Herren sein wird." Lägt man die frommen Phrasen der„Germania" weg, so hat man ein Gemälde, wie es drastischer wohl nicht erzielt werden kann. Im MönchSgewand steigt nächtlich der Exekutor über die Umfriedigung der b schvflichen„Klause" und übt sein„Amt" und gegen Gymnasiasten wird die Aufruhrakie verlesen. Wir brauchen hier nicht« hinzuzufügen; wir scheu nunmehr so facto, daß der„Culturkawpf bereit« auf den Nachtwächter gekommen ist. f versammlunz zugezen ist, kan»»ach Willklhr jede» Redner „sofort in Hast nehme»". Denn kein R-dner, gehöre er zu»elcher Partei er wolle, kann i« Lauf eine« Bortraz« Aeußerunge»»»- meiden, die nicht»»ter de»§ 170 gebracht werden kö»»en. Fm- wahr, Deutschland„marschirt au der Spitze der Cioilisati»»"! — Auf Wunsch drucke» wir nachstehende Berichtigung ab, »elche Joha»» Jacoby der„KönizSberzer Hartung'sche» Ze»> tung" übersandt hat(Nr. SS): „I i eine» Referat der„König«berqer Hartung'sche» Zeitung� vom-27. Februar c.(Abendausgabe) befindet sich nachstehende«ich betreffende Aeußerung: „Dr. Johann Jacoby will den Bolk««ille» zur Geltung bringen, aber er wird sich dennoch nicht mit der sozialde»»-' kratischen Partei vollständig identificiren; Bewei«: seine Mau- datSablehnung.— „Hierauf diene als Erwiderung: „1. Im Jah-e 1S72, als Bebel und Liebknecht ihrer politisch- sozialen Ansicklen wegen verurtheilt wurden, hielt ich es für(j meme Pfl-ch', der verfolgten Partei, deren Ansichten ich thesie, u durch öffentliche Ei kiärung mich anzuschließen— und that die«' ohne irgend einen Vorbehalt. „2. Die Gründe meiner Mandatsablehnung sind in meiner A» spräche an die Wähler vom 3. Februar klar und wahr dar- gelegt(siehe„KönigSberger Hartang'scke Zeitung" vo« 20. Februar c. Abendausgabe). Daß mir daS Mandat vo» Seiten der sozialdemokratischen Arbeiterpartei angetrage« worden, ist kein Grund der Ablehnung für mich, vielmehr rechne ich mir eS zur Ehre, von dieser Partei gewählt zu sein. „3. Die Grundsätze der sozialdemokratischen Partei(seS eisenacher_ Programms) und die Grundsätze der Demokratie von 164S � sind dieselben. Wer beide kennt und zugleich solgerecht;» vo denken im Stande ist, wird darüber nicht im Zweifel sein.—- Dr. Johann Jacoby." lic 1! be an mi As G Fc ni> Ar ist. Re er s-ll ft- doi Pa 1 fi« Gewerksqenossenschaftliches» Verein der deutschen Steinmetzeu. ßök«. Sonnlag, den 3. Februar ytellen wir eine General- Veisammlung ab, in der H. Zabel aus Berlin über den 1. Punkt. der Tagesordnung:„Die Organifalioa des deutscher Steinmetz-.. Vereins" referiite. Redner fühlte an, daß die Be liner im Jaqre 1869 den alten Zunftzwang bei Seite legten und sich, de» Drange der Zeit angemessen, nach den Hirsch-Dunker'schen Muster- statuteii organist-ten, und im Jahre 1872 die Agitation als Ort«- Verein obligatorisch einführten, und sich veischievene Städte, wie z. B. Leipzig, Halle u. s. w. auf vore-wähnies Programm an- � chlossen. Da min aber im Norden sozialvemokratisch organisirt war, schloß man vorigen JahreS mit den Hamburgern einen Com- promiß, indem man schon in den 3 Jahren eu gesehen gelerni yatte, daß durch die Phr-.senmacherei verschiedener„National- Oekonomcn" dem Arbeiter nicht geholfen werben kann, dieselbe» vielmehr, auf die Indifferenz der Maffen rechnend, nur ihre« EtgciiNiitz zu fördern suchten und man berief daher nach Leivziß®rc einen Congreß eil, um eine einheitliche Organisation zu schaffen, eiche«)®ai was den Delegirten auch gelang, die ein Statut schoffcen, welche« gestaltet, theitznaehmen an den politischen Aafgabcn der Gegen- wart. Diefe Organisation e> kannten die Meister als gesäqilnh JJ?1' an, und gründeten den Meisterbund, um de» tiefsittlichen Be- strebungen der Gesellen einen Damm entgegenzustellen. Ja keint� Fabrik sind solche Jntriauen vorgekommen, wie nch solcher dieser' t€r Relsterbund beoiente. Nachdem H. Zabel aufforderte, sich de> M tgliedsch ist anzuschließen, ließen sich 22 neue Mitglieder ei zeichnen. Folgende Resolution wuide einstimmig angenomuea Tie heute am 8. Februar hier tagende Versammlung der Eölne:. Steinmetzen erklärt stch mit den AnSsührungen deS Referente» Hf" H. Zabel, �tiber das Prinzip der Organisation des Verbandes det J'p deutschen Steinmetzen einverstanden. Sie erkennt in den tiefntt-s ttäg eine war um sich Hab lichm Bestr-bniigen derselben, daß das wahre Wohl und Ge vechen unseres so schwer durch die planmäßige Spekulation mit- I,a genommenen Berufes, durch Festhalten a i dem Verbände be-'n estigl werden kann, sowie die materielle Lage jeve« einzelne« Steinmetzen durch feste« und treue« Z isamm-nhalten geb ss-si werden kann."— Zweiter Punkt:„Der Mnsterbuuv sü- Roein- p tand und Wcstvhalen", Refeient H. Schäfer auS Dncsbaif unterzog den Meisterbund einer schufen Kritik und betonte be- anders, daß der Gründer des betreffendes Bundes, ein gew ff" � � Bauunternehmer Kellner au« Duisburg, welcher augeadlickl if 2 Gesellen beschäftige, vielleicht beabnchligte, einen bezahlten Poste» Politische Uebersicht. — Bilder au« dem„Culturkampf". Nachdem wir unseru Leser» sckon öfter anschaulich gemacht, daß der„Cultur- kämpf" BiSmacck'S wider die Schwarzen hauptsächlich durch die Polizei und den Exekutor gefüh-t werde, wird eine eingehende Schilderung einer praktischen„C»tturkampf-Scene" wohl nickt ohne Interesse sein. Eine folche schildert die fromme„Ge-mania", das Hauptorgan der deutschen Ultramontanen in einer Comsponbenz wie folgt: .Münster, 1. März. Spät om Abend deS 27. v. M. erhielt der Herr Bischof die gerichtliche Anzeige, am solgenden Morgen„.. um 4 Uhr wüiden die angepsändeten Mobilieu abgeholt Gensdarm, jeder Schutzmann, jeder Beamte, der in einer BoikS- — Wir finden in den Z-itungen der letzten Tage folgende amtliche Mitlh.ätung:„Bor Kurzem ist in Betreff der soz-al- demokratischen Agitation eine richterlicke Entscheidung erfolgt, die von allgemeinem Interesse ist. Ein Agitator des Allgemeliien Deutschen Arbeitervereins halte in öffentlichen Vorträgen wieder- holt gegen die Bourgeoisie aufgereizt und zum Kampfe gegen d'e- >tbe gehetzt. In allen drei Instanzen ist derselbe verurtheilt worden und zwar wegen Verletzung de«§ 130 des Strafgesetz- bucheS. Die Bourgeoisie, hilft eS in dem Erkennlniffe des Ap- pellationSgericht», bilde nach dem üblichen Begriffe, wie rhu der Angeklagte selber definirt habe, unzweifelhaft eine Klasse der eoölkerung im Sinne de« Strafgesetzes. Zur Anwendung desselben sei nicht erforderlich, daß zu alsbaldigen Gewattthäiig- leiten direkt aufgefordert werde, sondern e« genüge eine„Anrei- zung" zu Gewattthätigkeitcn in einer den öffentlichen Frieden gefährdenden Weise, also eine Einwirkung, welche gee-gnet sei, eine Mißstimmung gegen eine BolkSklaffe hervorzurufen, die zu einem gewattthätigen Bruche de« öffentl-cheu Friedens führen könne. Da« Obertribunal trat dieser Auffassung bei und verwarf daher die von dem Berurtheftten erhobene Nichtigkeitsbeschwerde. Der Mi- nister de« Innern hat»un den Prooinzialbehörden von den v»r- erwähnten Eik nntniffen vm ch eine Cirkutarversügung Mittheilung gewacht und dieselben angewiesen, de» Potizeiverwaltungen einzu- schärfen, auf da« strengste daiüber zu wachen, daß die auf- reizenden Agitationen in öffentlichen Versammlungen, sobald sie Berletzungeu de« Strafgesetze«, insbesondere des§ 130 de« Straf gesetzbuche« enthalten, nicht ungeahndet bleiben. Redner, welche sich derartige Verletzungen zu Schulden kommen lassen, seien, besonder« wenn sie nicht bekannt oder nicht ortSan- gehörig, sofort in Haft zu nehmen und der StaatSan- waltschaft vorzuführen, gleichzeitig sei der Bewei« deS begangenen Delikte» mit Sorgfalt und Umsicht sicher zu steilen." Das ist die„Freiheit" im neuen deutschen Reich! Die„Praxi«" der obeitribunalgerichilichen JnlerpretationS.heorie HSißt: Jeder in diesem Bunoe zu erhalten.— Nun zu etwas Anve-em: Wik j*"* m allen größeren Slrdten so hat man auch h er eine At-ien-G� sellschaft sür B iubevarf gegründet, welche jetzt. 14 Steinmetz zesellel) beschäftigt. Die vorige Woche macht: man Atkorv mit diese»! rmt a»1 f � 7' hfAiZ* Q_ 1 rt' Ur»»*- S\�itrvTk((»ftf. � indem man auf Fensterbänke 7' hoch, 9—10' breit, Rnndstab-, � Einsatz mit Hodlkchle und Platte 4 Gc. per laufenden Faß bot) � nachher kam man doch(welche Güte) auf 6 Gr. Nalürli j'ck tonnten die Ges-llen für diesen Hrng-rloha(und wo der Stei» d,d Vii metzgeselle sich bewußt ist, daß er höchsten« ein DarchschniitS-Attck j von 33 Jahren erreicht) nicht weiter arbeiten, und stellten ihre l2 welche Bereinsmitglieder waren, die Arbeit ein. Da nun übet� Haupt wenig Arbeit für«nser Geschäft hier ist, so reiflen st � Alle ab. M. Sauer. wj lur Verband der Klempner(Spengler) und ver« audte» Beruf« be, genossen. bei Die Adresse de« Bevollmachligien rn Stuttgart ist: KaSp�Ai Zettler. Rolhcstraße 4? in Nürnberg: I. Huber, RosemH� we Nr. 1607,___ fco Gewerkschaft der Holzarbeiter. JB chotha. 7. Mar,. Da in Kürze eine A-beitSeinstellung t»«r hiesigen Zimmergesellen— 110 an der Zahl— au erwarten if wenn die Meister die gestellte Forderung um Verkürzung der As beitSzeit um täglich eine Stunde nicht annehmen, so müssen J-ft dringend auffordern, den Z izug nach Gotha fern zu halten. D Tc leider nur 12 Mann der Holzarbeitergewerkschaft angehören u A, n» 5 Met«Sarbkiterzewtrksch«ft. �«ftenve Beamte da« LersammlusgSgescy h«»dhab>) und a« Den BenoUmäcdtiglen der MettKarteiter-, Holz» ZI.? eiernder an Genossen Fleischer in Hainichen, der für den »riciter- und Schubmacher�eweikschaft hiermit zur Nachricht, daß dortigen Distrikt die Bcmegnng erfolgreich geleitet hatte und de« «eiue Adresse nicht die in Nr. 13 d. Bl. angegebene»st. Ich habe gleich in Nr. 17 d. Bl.«eine Adresse richtig angegeben, und nun stnde ich dieselbe doch noch falsch in Nr. I de« Sirculai«. Richard Ludwig, Bevollm. der Metallarbeiter- GewerVgenofienschaft, Baherischestraße Nr. SV, 4 Treppen. Correspondenzen» ch' für ile, icl t» ar« o« 900 Kleinzschocher, 3. März. Dem Unter, eichnetcu wurde am 1». Februar Folgende« zugeschickt:.Beschluß de» Gericht«amtc« Leip ig II. vom 18. Februar 1374. Dem Borsiyenden de« demo- tranfchen Arbeiterverein« in Kleinzschocher, auf dessen Eingabe vom 17. November 1873 zu eröffnen, daß man, weil allerdings durch die am S. November vorigen Jahres hier erfolgte Anzeige dessen, daß die VneinSsitzungkn vom 1«. Nooember 1873 ab, alle Soni tagc Nachmittag« ö Uhr stattfinden sollen, den Bor- schriften in§ 20 de« Ve einSgescye« vom 3. Juni 1850 hinläng- lich Genüge geleistet worden, den diesseitigen Beschluß vom 12. November 1873 Inhalt« dessen für jede Vereinssiyung eine besondere Anzeige noch überdies verlangt worden, hiermit wieder »ufhebr und es bei der geschehenen Anzeige der Zeit der reget- «äß gen VereinSsiyungen nunmehr bewenden läßt v. Kalitsch, Assessor." Au« diesem Beschluß erhellt zweierlei: Entweder, da« gea Gerichtsawt hat der tz 20 des Vcreinsgesetzes bis zum vorliegenden lihk Falle gar nickt gekannt— was im Reich der Gottesfurcht zwar ein. j,� jU den Unmöglichkeiten gehört— und dann hat es sich ein ArmuthSzeugniß der auffälligsten Art ausgestellt, oder, das Ge- � vichtsamt ha den tz 20 gekannt und dann ist der Beschluß desselben 1* vom 12. Nooember 1873 ein grober Mißbrauch der Amtsgewalt, — um damit den Verein todt zu machen. Daß da« Letztere der Fall * j ist, beweist das Eire: Bei meiner ersten Anfrage bezüglich des " Rekurse«-rklä, te mir der Herr Polizeiexpedient Polster, nachdem er wahrscheinlich in der Registrande Einsicht genommen, daß der- selbe an die Kreisdnektion abgegangen sei. Bei der zweiten Nack- ral-i fratic"klane Herr v. Kalitsch mir dasselbe, und wie der Beschluß vom 18. Februar zeigt, ist der Rekurs in den gerichtsamtlichen � Papieltorb gegangen, und das GerichtSamt sah sich genöihigt. seinen eigenen Beschluß aufzuheben, um der Nase, welche von der Kreisdiiektioa in Aussicht stand, auS dem Wege zu gehen. So Handhabt man VereinSgesetze. Ob denn da die Reickstreuen noch nicht zuf> jeden sind? Franz Trost. Chemnitz(Gefängnis), 4. März. In Freibcrg wurde mir noch im Monat Januar mitgethalt. daß von da aus ein Bericht über die Wahlagitation im 9. sächs. Wahlkreise an den.Volks- staat" eingesandt worden sei. Dadu ch h elt ich mick von dieser Arbeit für entbunden. Da aber bis heute(4. März) noch kein solcher Beriüt im„Volksstaat" abgedruckt worden ist, kann der -tberi i*1*" k inen eibalten haben. Ich werde daher hiermit nachträglich ihre«""d kurz ein Resum« über die Tdärigkeit der Parteigenossen im ■ Freiberger Wahlkreise folgen lassen. Die wenige» Stunden, die ss-lu vorläl fig noch hint.r königlichen Fenstern wohne, gewähren mir •tche» �aäU vrlltommen Zeit. Die Agitation im genannten Kreise bc e-n' 8°"" Ende November v. I. ruhig und geräuschlos. Der Kreis jrluh"Ursußt 95 Ortschaften. Die Bewohner bestehen aus Bergleuten (Frerberg, Brand), Webern(Hainichen, Oederan), aus Fabrik- � J arbeitern und einem nicht unbedeutenden Theil Bauern. Die Lage dac Bergleute und Weber ist elend; der Durchschiiittöverdienst bc- trägt nicht viel über 2 Thlr. pro Wocke. Die Weber haben dazu eine lange Arbeitszeit, und die Bergleute, da sie mit ihrem Berg- Wannslohn nicht auskommen können, gehen noch auf N- benarbeit, � um da wöckemlich noch 1 Thlr. herauszuschinden, wodurch sick -enteil'aglrche Arbe t�zeit bis auf 15 und mehr Stunden beziffert. ' C£( Die Fabrikarbeiter stehen sich elwaS btsser, dock ist ihre Zahl in ek rtt- diesem Kreise nickt bedeutend zu nennen. Tie Bauern besi. den fflj, P'h zum größten Tbeil in erträglichen Verhältnissen. Im Ganzen mit» wir in 5 Wocken 23 Versammlungen abgehalten und zwar c gx, Freiberg 3 Nassau bei Frauenstein 2 und je 1 in Conrads lne« dors, Großschirma, HalSbrücke, KleinwaltherSor f, Lichtenberg d ss-rl Wegesarth, Hainichen, BerthelSdorf, Mobendorl, Brand, Berihels- j n, borf, Linda, Langenau, Frauensteur, Burkersdorf, Reichenau, isbar« �kreran und Gohlenz. In sieben davon ist der Candidat selbst te bi' �usgerreten und zwar in allen zum Kreis gehörende Städten und sset � Dörfern. Die andern Versammlungen sind abgehalten worden ilickt lt Wölk, der jedoch nur kurze Zeit in.sre.berg thätig war, j. Wahl, Sonntag und den U> terzeickneten. Außerrem sprangen ,ir»ji Un« im Augenblick der Roth auck Vahlteich und Walster je einmal m-Kd Langhennerstorf, Elbisdorf, St. MichaeliS und Groß- ' n /s.�ä..,. i.'__- i—_..... o w l. r. Vit a\%->«m»>».. de« ster« >rt«- wie dies' , d-i ei nea iölm es-ilei �nrtmannSdors verweigerte man uns die Lokaliicken zu Versamm viesea �ngen. Auch in Oederan verweigerten uns die Wirthe die Lokale idstab 0*er stellten doch so enorme Forderung'», z. B. bis zu 10 Tblr. iß boh �r einen Saal, der reichlich 150 Menschen faßt, daß darauf ver erürli« werden mußte und die Versammlung, in welcher der Can- Zteilv �at austrat, nur in einer Gastsiubc stattfinden konnte. I» s-Aitei �üdiSdors, WeigmannSdorf und verschiedenen andern Orten dre zip �»uien bereits p>oj>kiirte Versammlungen nicht abgehalten werden, üben der einzige damals für diesen Kreis verfügbare Redner, � � wich durck die zärtliche Fürsorge de« Freiberger Gerichtsamtes - �-"'dgerichi), an dessen Spitze der Wahlcommlssar GerichtSamt- ' wann Hertel sta> d, damal« in Haft befand. In vielen Versamm- Zungen, z. B. in Kleinwalther Sdoif, Lrnda und Niedcrlangenau Sernft benahmen sich die Gegner äußerst roh und ungeschliffen, in de» , beiden letzten Orten gelang es dem vereinten und entschlossenen ta«?» Auftreten der versammelten Arbeiter, dre störenden Gegner ent- osearh» weder au« dem Saal oder zur Ruhe zu bringen; in Kleiwalthers- bo,f wurden Mols und Wahl aber insultrrt. Die un« in den Weg gelegten Chikanen feiten« der löblichen Polizei waren zahlreich. urz d< Am eifrigsten, uns zu hindern, war die Polrzerbehörde für den rten if Landkreis F eiberg, al« deren Cbes der Wahlcommissar, G-richts- der As«Mimanv Hertel fungirte. Polizeiassessor Bachmann bemühte sich mit fen kinem Flerße, der einer b> ssereu Sacke würdig gewesen wäre. Drei en. V-�age mußte man sich bei diesem edlen Polizeimanne verlaufen, che :tn u� �ur eine Versammlung zu Stande kommen konnte, und aus den rstützrü Mörsern gingen die GenSdarmen drescs Gerichtsamtes zu den deutet Wir, den, um sie zu veranlassen, uns in ihren Sälen keine Ver zeikich� Sammlung abhalten zu lassen, wie dies u. A. der GenSdarm Fsschcr Krästck au« Hilbersdorf in Halsbrücke gethan hat. Aach die Hairnckener lud Polizei hat es sich angelegen sein lassen, un« hier und da ein Bein e iu stelle». Anständig haben sich benommen die Polizeibehörden in Aug» �relbeig(Siadi), Brand und Frauensteiii; von der Oeberaner kann s«an das lerdcr nickt ganz sagen. Verhaftungen wurden während der Wahlagitation zwei vor- ergewe» itnommen, und zwar am 18. Dezember«n mir, angeblich wegen vubesugte ii Colportirei«.(ich sollte am selben Abend in einer schaft. ��Versammlung in Freiberg darüber sprechen, wie der mich ver- diese Verhaftung n« so empfii blicher traf, da er ein offene« Ge chäft hat, in dem er unentbehrlich ist. Meine Haft endete nach 6 Tage i a« Weihnachttheiligabend gegen Erlegung einer Caution von 40 Thlr.(seit dieser Zeit sind 10 Wochen vergangen und ich bin noch nicht wieder»erhört worden), Fleischer wurde erst nach der Wahl wieder entlassen.— In der Zeit vom 26. De zember bi« S. Januar wurden zwei»eischiedeue Ausrufe ausge tragen, mit dem leptern gleichzeitig die Stimmzettel verthcilt. Die Parteigenossen sind von Hau? zu Hau«, von Stube zu Stube gegangen und so fast an jeden Wähler persönlich herangetreten. Die vielen Feiertage kamcn un« dabei sehr zu statten und auck daS Wetter war größtentheil« günstig. In Niederschöna wurden unsre Leute beim SiimmzettelauStragen gröblich iasnltirt, aus 2 Mann drangen unter Anführung de« Kirchner« und OrtsrichterS 15— 20 Männer— wenn man sie so nennen darf— ein, insul tirlcn sie gröbt ch, der Wirth verweigerte ihnen das Nachilager und tieß sie, ohne daß sie ihr bereit« bezahlte« Bier härten noch au« trinken dürfen, nächtlicherweile auf die Straße. Die so an die Lust gesctzien waren in der Gegend fremv und mit den Wegen unbekannt. Die Gegner hatten unserer Thätigkeit entweder an- ang« wenig Augenmeik geschenkt, oder glanbten sie un« ignoriren zu können, da sie sich aus die Thätigkeit der Polizei verließen, die un« todtmachen sollte. Da dies nicht ganz gelang, traten dem auch die Gegner heraus und erzählien, daß„die Thätigkeit de> Sozialdemokraten zwar eine ruhige und geräuschlose abec intensioe" ei. Erst hatten die Gegner Lust, sich in Conseroative und Libe- rale zu spalten, jetzt ließ man das plötzlich sein und vereinigte sick uns gegenüber. Gegnerische Versammlungen haben fast keine statt gefunden, man beschränkte sich darauf, uns in den Bläitern anzu greisen. DaS in Frauenstein erscheinende Btältchen, daS nicht 200 Abonnenten hat, aber trotz seiner Unbedeutendheit daS Lügen au« dem ff versteht, sagte am Tage vor der Wahl, wenn Geib gewählt wnd, so wird getheilt, aber nicht nur daS Eigenthum, auch seine Frau muß Jever hergeben u. f. w. Wenn Geib einst nach Frauenstein kommt, wird er wähl das Bürschchen, das so etwas seinen Lcsein aufzutischen wagte, vornehmen. Am Tage vor der Wahl nun hielt in Wcißenborn der Pastor mit einigen Gutsbesitzern Versammlung ab, wir konnten, da wir in Freiberg Vcrsammluug hatten und nur ich als Redner zur Verfügung stand vcm Herrn Pastor Niemand entgegenstellen, außerdem hat noch de> Pastor EraS(ver Bruder des in Chemnitz durchgefallenen H indel« kammerfekretälS) es sich nickt nehmen lassen, am Hohenneujahrslag von der Ka zel he, ab ui S anzugreifen und seine Gemeinde bei Gott im Himmel zu bitten, keinen Sozialdemokralen zu wählen Jeder Parteigenosse im 9. Bezirke hat seine Schuldigkeit gethan, alle Anordnungen wurden pünkilich ausgeführt. Fünf Genosse- aus Hainichen und drei aus Oederan übernahmen eS mit dem Paricigenoss-n Sonntag aus Gelenau, der in anerkeunenSweithei Weise und mit Muth und Geschick im 9. Kreise mit thätig wa, unv mit dem unermüdlichen Fieiberger Genossen Wahl die Bezirke Brand und Frauenstcin, wo wir keine Uirterstützung hatten, mii Änfrusen und Stimmzetteln zu belegen. Dank dee vereinten A» strengung Aller war am 9. Januar Abends die Arbeit so beendet, daß wir ruhig dem Wahlakt entgegensehen konnten, selbst wenn wn unterlegen wären, so hätten wir uns keinen Vorwurf zu machen brauchen. Auch von Außen her wuld>n wir in einer Weise unter- stützt, der es lediglich mrt zu verdanken ist. daß wir überhaupi agitl'.en konnten. Die Bewohner des 9. Kreises zählen zu den arnisteu mit, die es überhaupt gibt: Eine nennenSwerthe Summe tonnte für die Agitation also nicht aufgebracht werden. Hier hatj der Ausschuß zie nlich ausreichend, aber auch die Chemnitzer und Dresdner haben uns in dieser Beziehung bedeutend unterstützt. Ueber AlleS ist dem Ausschuß Rechnung gelegt worden. Wohl mit Recht kann man sagen, mehr wie jecer andre Wahl sieg ist der in diesem Kreise errungene, ein Produkt der gemein- schaftlichen Thätigkeit der Gesammtpartei. Das Resultat hat uns gezeigt, wie noihwenvig eS war, da« Letzte selbst daran zu setzen. denn unser Candidat hat nur mit 49 Stimmen über die adsolute Majorität gesiegt. Bon 11,831 abgegebenen Stimmen erhielt Geib 5942, der Gegner, Geh. Justizrath Petsch 5826, 40 waren ungültig, 23 vereinzelt. 10,629 Wähler hatten sich der Abstim- muiig enthalten. Die Gegner waren Rann für Mann an die Wahlurne geganzen. Ihre Bediensteten mußten die Stimmzettel gioßentheils unter der Controlle ihrer Herren abgeben, ja vei- schiedene Herren wollten die Stimmzettel ihrer Untergebenen selbst abgeben, doch wurde das vom Wahlvorsteher nicht gelitten. Gegner, die nicht mächiig waren, ohne Stütze in'« Wahllokal zu gehen, haben sich förmlich an die Urne tragen lassen. Gegenüber der Wahl von 1871 sind gegen 7000 Stimmen diesmal mehr abge geben worden. So wäre also der von Mende schrecklichen Anze venkens ruinirte Freiberger Kreis wieder gerettet und der Aibeiter bewegung wiedergegeben. Bei Geib besiiiM er sich in so guten Händen, daß wir wohl hoffen dürfen, daß die Majorität bei der nächsten Wahl für un« bedeutender sein wird, dazu ist allerdings nothwendlg, daß auch die Parteigenossen im Freiberger Kreise mit Umsicht, Takt und Energie vorgehen und keine Gelegenheit zur Agitation für unsre Prinzipien, Organisation und Parteiorgan sick entgehe» lassen. Adolph Uhle. �.uckeuwakde, 3. Februar.(Fabrikantengroßmnth.) Die Herren Tannebaum, Pariser u. Comp, haben ihre, in dem von Luckenwalde eine Viertelmeile entfernten Fabriketablissement Linden- berg beschäftigten Arbeiter zu Neujahr mit nachstehendem Contract beglückt: „Contract. Zwischen den Herren Tannebaum, Pariser u. Comp, und dem Arbeiter N. N. ist heute nachstehender Bertrag geschlossen worden: 1) Der N. N. ist von den Herren T. u. P. al« Arbeiter in der Lindenberger Mühle angenommen. 2) Dem. N. N. ist eine Wohnung für den jährlichen Mieth- zin« von.... und ein Stück Gartenland für.. vermiethet. 3) Von dem N. N. wird erwartet, daß er sich treu und ehr lick aufführt, in der sorgsamsten und gewissenhaslesten Weise mit den ihm'anvertrauten Fabrikmaterialien verfährt, fl ißig, unver- drosse» und mit der größten Akkuratesse die ihm übertragenen Ar- beiten ausführt. 4) Der N. N. ist verpflichtet, sich jederzeit nüchtern und anständig zu betragen, nie Gelegenheit zu Zänkerei-n mit den Mit- arbeitern zu geben, sich gegen die Herren T. P. und gegen die von ihnen eingesetzten Aufseher und We>tmeister höflich und be scheiden zu verhärten, überhaupt zu keinerlei ll.izufnedenheit Bei anlassnng zu geben. 5) Der N. N. verpflichtet sick, fall«-r mit den Seinigen ode-- fall« auch nur ein einzelnes Mitglied seiner Familie die Arbeit verlassen will, ein B ertetjahr vorher zu kundigen, f üher aber un- ter keinzm Vorwande die Arbeit einzustellen. Gsschieht dieses dennoch, so hat er bei Vermeidung einer Exmissionsklage sso» fort feine Wohnung zu räumen. <) Sollte der N. N. durch schleckte« Betragen»der schlechte Arbeit zur Unzufriedenheit Veranlassung geben, so steht den Herren T. P. eine sofortige Aufkündigung der Arbeit frei, »üd ist der N. N. in diesem Falle verpflichtet, mit den Sciuigen am Schluß des laufenden Quartal« die Wohnung zn räumen. 7) Die Berichtigung der Mietbe und Garten, refp. Wiesen- pacht erfolgt wöchentlich durch Abzug vom Arbeitslohn, und wenn ver Fall eintritt, daß die« nicht geschehen kann, so haben die Herren T. P. da« Recht, sich nach gesetzlichen Vorschriften an die oem N. N. gehörigen Effekten zu halten. 8) Dem N. N. liegt ob, die Räume, welche er zur Wohnung irnc hat, reinlich zu halten, wie e« einem Miether und Fabrik- arbeiter gebührt; er ist verpflichtet, seine Wohnung beim Ver- lassen in eben so gutem Zustaute zurückzugeben, wie er sie em- vfangen hat.(Warum nicht in besserem Zustande? Re». d. B.) 9) Der N. N. hat nach vorher eingeholter Erlaubniß der Herren T. P. die Berechtigung, auf seinem Hofe Schuppen zur Haltung eine« Schweine« oder zn sonstigem Gebrauch zu erbauen, varf solche aber bei seinem Abgange ohne Genehmigung der Herren 1. P. nickt wieder abreißen. 10) Beide Theile erklären sich mit dem Inhalte de« vorstehen- den Vertrag« einverstanden, haben denselben gelesen und eigen- yändig unterschrieben." Der Contracr ist gedruckt, jedoch befindet sich unter dem Druck »er schrifilichc Nachsatz: „Soütc der Fall eintreten, daß dem Miether au« irgend einem Grunde die Genehmignng zum Abreißen der Schuppen verweigert werden sollte, so wird derselbe dafür entschädigt werden." Dieses Stückchen„Harmonie" zwischen Capital und Arbeit konnten jedoch die Lindenberger A beit-r nicht begreifen und ver- weigerten hartnäckig die Unierschrift. Wir hatien diesen Contract in einer Parteistyung auf die Tagesordnung gefetzt, wo tüchtig über denselben d scutirt wurde. Das mußte den Herren Contract- a, achern nicht reckt gefallen haben, denn einige Tage darauf zogen sie den Contract zurück! Hsnabrück, 2. März. Gestern fand hier ein von Arbeitern arranairteS großes Volksfest auf dem Lustgarten statt; dasselbe war siaik besucht und wurde da« reichhaltige Programm zur allgemeine« Zufriedenheit durchgesührt; besonders sprachen die Gesang-Borträge an.— Der Hanvelskammerbericht von 1872. der jeyt cho» auS- gegeben wird, beschäftigt sich auch mit den Arbeitern; e« wird die Leser diese« Blatre« gewiß inleressiren, wie dieses Institut, dem einige Commerzienräthe. R-tter k., sowie anderthalb Dutzend Kaufleute angehören, über Arbeitei vi, Hältnisse urlheilt. Der Be- richt sagt, daß nicht die allgemeine Lcitheuerung der LebenSbedürf- Nisse Schulv daran fei, daß die Laue der Aibeiter in Bezug auf ra« Wachsen deS Verdienst S sich nicht gebessert habe, sondern es sei der großen Masse der Arbeiler der Sinn für weise Spariam- keit(!) und Mäßigung abhanden gekommm unv im Verein damit bewirke die wachsenve Genußsucht, die sich nicht mrt den Sonn- und Feiertagen begnüge, sondern auch die Arbeitstage zu Hülfe nehme, d iß die Masse so schleckt situirt sei 0 süllts. siinxlieitAZl München, im März. Der„Conzreß bayrischer Schneiver- meistec" nachtete jüngst in Augsburg« Mauera und faßie dort Ö-schtüsse, wie man sie von solchm„Congressen" gewohnt ist. Der Unterzeichnete würde nun über all da« dort Gsschwätzte ruhig zur Tagesordnung übergehen, wenu nicht der Regensburger Berichterstatter des„CongresseS" sich nnterfangen hätie, in wirklich meisterhafter" Un— befanzenheit sich also vernehmen zu lassen: Ein in Regensburg bereit« ausgekrochener Strikt wurde durch v,e Vereinigung der Meister vereitelt, und die Gehilfen zn Re- gensbarg li-ßen nicht bloß die Forderung einer Lohnerhöhung fallen, sondern entließen auch den Aufwiegler au« ihrem Verein." Unter diesem„Aufwiegler" ist nun meine unbedeutende Per- sönlichkeit gemeint, und ich erlaube mir daher den berichterstatten- den Schneidermeister von Regensburg daran zu erinnern: 1) daß die„Scbneidergehllsen" RegenSburgs ihre Forderung zum weitaus größten Theile durchsetzten und nicht, wie er angiebt,„fallen ließen". 2) Daß keine Mrtgli'dschast im Stande ist, selbst wenn sie wMe, ein Mitglied de« Allg. deutschen SchneiververeinS ent- giltig ohne Zustimmung deS Ausschusses auszuschließen, daß die RegenSbarger Collegen aber auch nie daran dachten, den„Auf- wiegler" auS ihrem B-reine zu„entlassen", unv daß dieser„Aus- wiegler" heute noch Mitglied deS Allgemeinen deutschen Schneider- verem« ist. 3) Daß in Folge der vorjährigen Meisterb.schlüsse zwar nicht, wie beabsichtigt, die Mitgliedschaft der Gehilsen, wohl aber die der Meister flöten ging. Invem ich hoffe, daß diese Aassrischung deö Gedächtnisse« dem..Herrn" wohl bekommen möge and ihn für die Zukunft davon abhält, die direkte Unwadrheit zn berichten, fordere ich alle in RegenSburg arbeitenden Ichneider auf, sich de Mitgliedschaft unseres Berein« anzuschließen. Zugleich mache ich die dortige Mitgliedschaft darauf aufmerksam, daß sie die Agitation reger betreibe und da- durch die gebrachten Opfer nutzbringend mache; geschieht da«, s» werden die weuigeil„Meister" von Geldsacksgnaden bald das Zeitliche gesegnet hrben, d. h. dem„Wechselficber" erlegen sein und wir werden dann um so energischer den Kampf mit de« wirklichen Kapital ausnehmen können. Collegen allerorts, tretet der Organisation bei! und bald wer- den diese Zwitter, welche sich heute noch Meister nennen, zu rer Ansicht bekehrt sein, daß sie eben so sehr Ursache hätten, da« Kapitel zü bekämpfen wie wir, und daß der eiserne Gang der Entwicklung unserer Produclionsweise sich nicht durch sogenannte „M-istercongresse" aufhatten läßt, sondern nur arm und reich al« für die Zukunft bestehend gelten läßt, bis dem ganzen Kram ein Ende gemrcht ist. C. F. Rick. Konstanz, 5. März. Zu Ihrer Notiz in einer der jüngsten Nummern des„Bolkestaat", betr. die Affaire Röder- HanSjakob im badischen Landtag, möchte ich Ihnen noch Einiges mittveilea: Roder, auch Viehhändler, der sich um Hebung der bad. Viehzucht, laut Const. Moniteur, verdient gemacht hat(ob auch um Cultur der dabei gebrauchten KraftauSdrücke, wird nickt erwähnt), hielt e« nicht für nöthig, sich den Wählern deS 1. bad. Wahlkreises vor- zustellen, sondern ließ einer national-servilen Versammlung durch einen Hauptwühler liberalerseit« einfach verkünden,„daß er noch der Alte eblieben sei." Daß er mit diesen Warten gelogen, scheint der gute Ochsenhändler nicht zu wissen. Die„Const. Zrz." scheint jetzt eine förmliche Heyjagd auf unS arrangiren zu wollen. Bei ihren Schimpferei«!! auf uns, in welchen„Rohheit",„U wissen- heit",„Unbildung" und dergl. Licbenswürd gkeiten permanent sind, denkt das saubere Organ natürlich weder an die„Unbildung" Röders, noch an da« Gebahren jenes liberalen KammermitglledeS, das bei einer Abstimmung in der iad. zweiten Kammer, in welcher fcte nfttttmentaren Abgeor�nitin allein sich von den Sitze» erhoben, zugeben und somit nur eine Null zu machen, die ihr dau« über- den im pailamentaristen Leben uneihöiten Ausdruck„Plmnb« seine Spezie« Gassenhauer) vom Stapel ließ. Auch eine Besckrän- knng des allgemeinen Stimmrecht« wird bereit« in allen möglichen Variationen verlangt, und entblödet sieb diese S'Ppe nicht, die Behauptung aus�ustelltn, daß i« unmöglich gerecht sei, die Unge bildeten, du,ch keinerlei Besitz mit dem Staate Verbundenen, mit den Gebildeten, Besitzenden auf eine S'ufe zu stellen. Da« Bischen liberaler Vcrstaud(?) folgert daraus, daß bann die Demagogie t!) der Srzialisten, die Herrschsucht der Schwarzen ausgerottet wilrde. s�llr diese Sorte Menschen ist e« allerdings nothwendig, daß ein Oberdenker i la Acgidt Etwa« in den Strohschädel hinein prakti- zirt, Täß das Iuukerthum mit den eigenen Gedankenspähnen "dieser„Unterdenker" da« Feuer de« Michclthum« nicht schüren und erhallen kann, wiid Bismarck wohl laugst hcrauSgesunden haben, und darum wohl der charatterstlsche AuSdeuck„Sauhirten". Sela! Auch unsere Himmelsbotschalter versuchen eS. ihrer volkSver- dummenden Lektüre im Bolke Eingang zu verschaffen. Kommt da solch ein Wäßigkeitsverehrer(natürlich nur vor rem Publikum) erzählt den Bauern, daß der Sozialismus, die(rothc) Internationale, kein bloßes Gespenst mehr sei, sondern bereit« über mehr als 400. 000 Fäuste zu gebieten habe, malt dann in den schrecklichsten Farben die Folgen dieser Autbreitung, nämlich Umsturz alle« Be- stehenden, ReligronSichändung:c., und empfiehlt als wirksamste« Gegenmittel da« Lesen de«„Aibeiterfieund" in München unv der „Christlich-sozialcn Blätd r" in Aachen. Armer Einsender! Ea hiiße Eulen nach Athen tragen, wollten wir Ihnen alle die psäsfi schen Tücken und Schliche, unter denen da« Volk bi« dato geseufzt hat und noch seufzt, aufzählen. L. R. Zimmermann in seiner „Psasstnpeitsche" bringt die« bester fertig, unv empfehlen wir Iercm die« Schrift en. Einstweilen lasten wir denselben unt seinen Quack- salbcrcren allein, da wir der Ansicht sind: Was HänSchen nicht lernt, lernt Hau« nimmermehr. Ueber unsere hiesige Mitgliedschaft nächsten« mehn. Mit soz.-tem. Gruß und Handschlag C. Schröder. Hrnf, 24. Febr. Mit der in Nr. 17 des„Volksstaat" au» dem Winierihurer„Landboten" über die I/ixue unirer�vlle des Travailleurs(Allgemeine Arbeiter liga) in is-nf gebraldle» Nonz hat es seine volle Richtigkeit, und wäre das todtgeborene Kind sicherlich auch schon längst begraben, wenn seine Vater- und Ge- valteischafl nicht ein gewisse« Intereste daran hä te, e« al« leben« sähig gelten zu lasten. So wird e« darum einstweilen noch zum Leben galvanisüt, zur Wahisagerei magnctisirt, und werden dann in einem MonatSbülletin(d. h. so lange sich ein galanler Buch- drucker dafür finden läßt) die LebclSkräste konstatnt und die Orakelsprüche ins Unive, sum hinanSproklamirt. Dennoch könnte man füglich der unbegrabenen, von feiner bescheidenen Vaterschasl „Weltliga" getauften Todtgetvrt die ewige Ruhe gönnen, wenn nicht ein mit Wahrheit gkpf.fferter Nekrolog über die ephemere Erscheinung Belehrende«, Mahnende« und Warnende« Mit sich brächte. Doch soll e« in möglichster Kürze geschehen. Unter die edelmüthigen Weltbeglucker, eiwa sieben an der Zahl, die die Liga in« Leben zu rufen veisuchien urd jetzt noch mit seltner Kühnheit und unerhörter Bebarilichkeit deren Löbens- fähigkeit verkünden, gehören auch einige unschuldige B>üdcr, die vorläufig noch ganz mit dem Glauben selig weiden. Im Uebri gen find e« meist dieselben wackeren Leute, welche jahrelang ihre Führung«- und Beiwaltungtkuust in der romanischen Föderation bi« an deren selige« Enve an den Mann brachten; c« sind dieseb ben, welche e« durch ihre Weisheit und Geschicklichtm zu gründ ljchem Bruche mit den Bundesgenosten in den Jurabergen zu bringen und sorgsältig zu erweitern wußten; dieselben, die unauf- hörlich den Ge>eralralh in London zur Ergreifung der entschie- densten Maßregeln gegen da« Treiben ter Bakunistcnsekte beslüim« ten und die dann, wenn der Gencralrath darin nur that, was ihm Statutenvorschrift und Amtspflicht gebot, am lautesten üb>r besten„autoritäre«" Verfahren und„Gewaltmißbrauch" aufschrieen; dieselben, welche die völlige Entbehilickmachung ihrer Mittelmäßig- keit und Unzulänglichkeit— wollte sagen: Wichtigkeit und Un- über restlichkcit— befürchtend, in kleineren nid größeren Bcr- sammlungen und so ai ch auf dem letzten Kongreste gegen die Kopsaibeiler(trareailleurs du penB«e) Sturm liefen, nun aber in angewöhnt strenger«ousequenz vennvch einen„Arbeiter de« Ge- danken«" an ihrer Spitze haben, besten Haltung bil der Pariser Kommune und sonstwäit« nock in bedenkliche« Dunkel gehüllt. ond der, wenn ihm unerklärlicher Weise jemal« ein selbsteigener Gedanke aufsteigen sollte, gewiß vor Schrecken, ob der uaerwar- teten Erscheinung von einem Hirnschlage getrrff�n werden würde: jawchl, di selben selbstgenügsamen, mit und ohne Hände, Mit und ohne Kops arbeitenden Denkheroen sind c«, welche den Anschluß der Bakunisten an sie erwaNeten, wenn eS ihnen gelänge, mit den Kopfarbeltern Karl Ma x au« der Association hinauszuschieben, weil der ja aller Sektirerei der größte Dorn im Auge; dieselbe» sind'«, welchen, überreich an Setbstwiderspruchsgeist, da« inter- nationale«leid zu enge ist und die den universellen Mantel umhängen, dabei aber dennoch nationalen, previnzialen, kantonalen und kommunalen Patriotismus gelehrt w sten und demnach nur verschämten Chauvinismus mit dem weiten Wdrgewand bemänteln wollen; dieselben, die, al« man hier die G ündurg de« Allgem. schweizerischen Arbeiierdur de« a» die Hand nadm, so lange eifrig mitmachten, bi« sie sahen, daß ihre„Bedeutsamkeit" nicht gebüh rend gewürdigt war, zu der Eiklärung sich veranlaßt fanden: der Bund sei viel zu national und dem Treiben von Landespolitik zugeneigt ausgefallen, und die deßhald in heiliaem Einigk»Sirleb einen„echt" internationalen Lai-deSbund(köderation regionale anisae) zu grünten»er sichten; ja, dieselben„ud und waren e« die« al« passende« Symbol dienen könnte. Die Parteigenosten der nackb-nannten Orte werde» hierdurch aufgefordert, unverzüglich dafür Sorge zu tragen laß folgende Aunoueenschuldell baldigst bezahlt werden z Bremen: Bö'tcheiver. f. Sept. 4 Gr. s Crefeld: Arb.-Part. f. Juli Thlr. 2 10; Hamburg: Allgem. deutscher Arb. Ber. f. Aug. u. Sept. Thlr. 1 13; Homburg: Feildauer EiSner f. Aua. 12 Gr.; Ojfenbach a. M.: Sckuhm.-Gew. für Sept. 8 Gr.; Philadelphia: Frz. Malcch f. Sepr. ll Gr.; stollberg: Arb.- Part. f. Juli u. S pt. 18 Gr., Arb.- Bild. Ber. f. Sept. Thlr. 1 27, Neubert f. Aug. 10 Gr.; Spandau: A>b. Part. f. Sept. 7 Gr.; Stuttgart: Buchbdver. für August 20 Gr.; Schw. Gmünd: Azit.-Com. ik Gr.; Wiesbaden: A>b. Part. f. August 3 Gr.» Sckubm.-Gew. für Aug. 5 Gr.; Zwickau: Aib.-Partei für Juli 16 Gr., R. Bachmann für Sept. S Gr.; Zeitz: O. Klwger für Juli 4 Gr. «rdnung: 1) LrgZnjuxg de« Jahre«. Sasseobericht«; 2) Neuwahl de» Ausschusses. Da« Erscheine» jede» vkitgllede« ist uotiwendig. Die Aufaab»l»> zjz dücher legitimireu. SB. Wirth«, Bo' sitzender, Atexandrmeilstc. 116. Bi Ger in Sounadend, de» 14. Mär;, Abend« 8 Uhr, Ki>»iz»HSH«, .; Chemnitz: Agitat.-Com. 24 Gr.; Constanz: Arb.-Part. 7 Gr.; Dresden: Buchbdver. 10 Gr., Schuhm.-Gew. 12 Gr.; Düsseldorf: Arbeiter- Partei S Gr.; Elberfeld: A'b.-Part. S G'.; Frankfurt a. M.: Arb.-Parlei 22 Gr.; Gotha: Arb.-Pait. 5 Gr.; Gera: Aib.-Part. 4 Gr.; Hamburg: Sämmiliche Gewerkschasi« Berwaliui gen IS Gi.; Hof: GcN ostenschaflSbuchdruckeiei 1 Thlr.; Königsverg i. Pr.: Slormer Buchbinder 5 Gr.; Leipzig: Saltlerverein 6 Gr., Töpsei verein Thlr. 1 1«; Lübeck; Arb.-Partei 6 Gr.; Mainz: Aid.-Partei Filiale 7 Gr.; München: Fachmrein der Schlosser 5 Gr.; Newyo» k; JonSver 12 Gr., Bcreiuig e Tischler 8 Gr.; Otsenbach: Aib.' Part, und Schuhmgew. 14 Gr.; Stollberg: Wahlcom. IS Gr.; Stade Arb. P rt. 4 Gr.; Solingen: Arb.- Paitei 8 Gr.; W ttcn: Jurghaus 3 Gi.; WandSbeck: Arb.- Verein«2 Gr.; Weimar: Arb.-Partei 4 Gr. Für Annoncen p>o AezemSer resiiren: Arnstadt: Arb. Part. 4 G>.; Berlin: Böitcherver. 12 Gr., Agit. Com 4 Gr.; Constanz: Arb.-Partei 7 Gr.; Chemnitz: Agit.-Com. 8 Gr; Dresden: Kmeling 9 Gr.; Gera: Arb. Ver. S Gi.; Hamburg: Holzaib.-Gew. 13 Gr.; Leipzig: Schuvm.- Gew. 7 Gr.; Leisnig: Müller Wahlcoinilö 16 Gr.; Neusiädtl b. Schne berg: Kögel 8 Gr.; Schw.-Gmünd: F.liale 10 G:.; Solingen: Arbeitei partei 6 Gr.; Wanvsbeck: Arb.-Ver. S Gr.; Witten: Filiale 6 Gr. An Annoncengebührcn pro Jansar schulden: Altona: Sozialvem. Arb. Ver. S Gr.; Aar im: Gewerbe- Arbciterv. 13 Gr.; Annweiler: Gg. Secbach(Geb.-Aaz.) 10 Gr.; Berlin: Sozialdem.-Aib. Part. Thlr. 2 1, Görgr«, Buchbinder 16 Gr., Wolfiohn und Sponholz 6 Gr.; Bensheim: Schmidt, Drechsler 3 Gr.; CölK Aib-Partei 11 Gr., Aait-Com. 11 Gr.; Elberfeld: A>b. Partei 9 Gr.; Zwickau: Schneiderv. 6 Gr.; Hamburg: Arbeiter- Paitei Tvlr. 1 11, Klemp.ier und Gasficler 4 Gr.; Hannover: Arbeit r Partei 3 Gr.; London: Aiberler- Bild.- Verein 13 G-.; LandShut: Schuhmachergewe, kick. 4 Gr.; Meerane: S'erbekast« der lllkanuf. nnv Handarb.-Gew. 3 Gr.; gtowawe«: Manuf. und Handarb.-Gew. 7 Gr.; New-Hort: Verein der Tischler 8 Gr. Gleichzeitig erk ären wir, daß Annorcen solcher Einsender, dv trotz dieser Eiinnerurg die Gebühien nicht entrichtet haben, hinfort nicht eher aufgenommen werden, bi« die rückpäiidigen Beträge bezahlt find. Hamburg. Der �arteiausschuß. sSb Für Annoncen im JeSruar haben zu bezahlen: Augsburg: Arb.-Par. 11 Gr., Arb.-Verein 4 Gr., literar. Ver. 3 Gr.; Berlin: Arb.-Part. Thlr. 2 13, Holzarb.- Gew. 1t Gr., Manuf. Gew. 19 Gr., Sanieroer. 14 Gr., Böricheiver. 21 Gr., Metall arb.-Gew. 10 Gr., Ag t.-Comi 6 3 Gr.; Bremen: Ar'.-Part. 11 Gr.; Breslau: Ber. Geselligkeit 14 Gr.; Cöln: A b.-Pait. 22 Gr., Cigarienarb.-Vcr. 16 Gr., Agit.-Com. 10 Gr.; Chemnitz: Vereinigte G weikschasien 10 Gr; Dresden: Gaih- niai n 8 Gr., Töpse-ver. 7 Gr.; Elberfeld: Arb.-Part. S Gr.; Erlangen: A'b.-Part. 7 Gr.; Frankfurt a. M.: Arb.-Pariei 10 Gr.; Geestenvorf: Metallarb.-Gew. 10 Gr.; Hamburg: Arb.-Part. Tbl'. 2 10, Klempner und GaSfiiter 12 G�.; Holzarb.- Gew. 16 Gr.; Han> over: Metallarb.- G«. S Gr.; Kauf- beuern: Schuhm.-Ver. 4 Gr.; Kaiserslautern: Joh. Böhmer 13 Gr; Kleinzschocher: Arb.-Ver. 11 Gr.; London: A>b.- Bild.- Ver. 7 Gr; München: Gg. Schmidt 6 Gr.; Mülseu St. Nicos.: Cousumgenostenschasl 24 Gr.; Neustavt a. O.: Alb. Part. 6 Gr.; Nowawc«: Manuf.- und H»ndarb.- Gew. 8 Gr.; Pforzheim: Arb.-Part. 2 Gr.; Rochlitz: Lehmann 24 Gr.; Spandau: Arb.-Part. 13 Gr.; Stragburg: A'b.- Pait. 7 Gr.; Thonberg: Arbeiterverein 9 Gr.; WiUkowha: I. Blum 20 Gr. Da e« Pflicht jede« Parteigenosten ist für pünktliche und recht- zeitige Abführung obiger Beträge Sorge zu tragen, so wird einer rasch-sten Zahlung dersilbc» entakgengeseden. Die Hrpediti»» des„"Nolksfiast". I4a Brreskaste» her Eppebiti»». Eppst bier: Schr. 2 Sr. S Pf. B. n. W. War- -- �..„.., schau: 1. v. 3. C». Thir. 1 2. F Fidrg Plauen i S»r Tdlr 4 6 2. mr«, welche auf dem lüngsten Kongresse der I. ternaironale ge- Hsg, Etaug-.rti Schr. 11 Gr. Hdn Siraßdurg: Schr. 25 Sr. Eschnbgn druckte, weitläufig moilvirie Antiäge kolportirien und müntliü Ervssen: Slpr.' e»r. Ki« München: SGr. Är. 19 8. I. Mllr hier. besürwortiten, wonach London noch«eitere 2 Jahre nicht und a». io Thlr. Nbrt W esendurg: Schr. 1V Är. Sllnr Möblmg:«b. Nerryork, wie Amerika übe, Haupt, nie der Sitz des G-neralrath« 2 Qu 2? Är«rb.« Aer. Siehr: 1 Qu. Thlr. 1 4. Maurerge». sein dürfte, natürlich nur Gens dafür üb. ig bleiben— und jede« hier: Ann. 18 Kr. Arb. Pait. Slaßfurt. An». icO Kr Mi v»r hür: Mitglied dieser Behörde angemessen besoldet werden sollte. Da!** 6(»r. Knchrbt Cassel: echt. h',l>»l. Ihr., W»Ich-« n-e»dcn S.« aber die Mehrheit de« Kongrefle» sich nickt aus die Höhe de« W ttn 9- Hauidurg. wohlgemeinten und gutdurckdackte» Slantpunk« zu schwirgen GfsfeeS allgemeines Arbeiter-�est. Entr« 2'/, Sr. Da« Fest-Tsmitö. Lei« Paneigeuo sse darf fehle«. Aufstelung gioßartiger Transparent«. Freitag, dentis. Aiärz, Abend« halb S Uhr: SitzuaA. Pl lu pt, Agitallon»>Eomite im Cafe Wach. Jede« Mitglied de« Comite muß erscheine». Der Bertra>'en«ma«n. Auch kann die Abrechnung der empfangenen Festbillet« statifinden nn» ander- in Empfang genommen werden. D. O. 1 S«zi»l- demokratische Arbeiterpartei. 4.p«4.U>4«4 Freilag, den 13. d. Ml«., Adend« 8 Uhe: Keschloffen« Mitglieter-Bersammlunz in Schule' B'ti lokal, Faulenstr. 29. Die Parleigenosscu werden dringend ersucht', pünkitich und bestimmt zu erscheinen.__ D.«. �r«»ai(tlt Arbeiterverein Geselligkeit. Sonntag, den 16. d. dll., Abend» von 6 Uhr ab: Gestlliste Zusammeukuast mit Damen � im Cafe San«souci. Medlgasse 4, pw teere link». Die Parieigen»ssen werden aufgefordert, vollzählig zu erscheinen.»»E Käste fi io gern g.sehen.�_____ Der«erstand.__ It alIt Bolksstaat. Restanten werde« II* ersucht, in den nächsten Tagen ihr Aboa* nimert zu berichtigen. Th. Kalb, _ Filial- Expedition de«„B°lk«staat", Judengaffe 156. Sozial-demokratischer Arbeiterverein.?? �Illillllll jis Montag, den 16. Atärz, Adend« halb 9 Uhr: Montag, den 16. März, Adend« halb 9 Uhr: Versammlung und im Saale de» Herrn Hau Ich, Schauendurgerfiraße 14.— Tages ord- lall' nung Vortrag und DUkujsion._ Jacobp, Vors. stür Leipüg «rbeitcrbildungSvcrein. S-nutag: 1—3 Uhr Zeichnen. Montag: Gesang, Turnen, Stenographie. Rechnen. Dienstag: Deutsche, englische und Wa sranzöfiche Sprach«: Schüilschreiben. Mittwoch: Diskusfion oder«or« Mi trag. Donnerstag: Gesang, Stenographie, Turnen, sranz. Sprach,., die Freitag: Buchsübrung, engl. Sprache, Wechselkunde. Sonnabend: Vortrag oder DiStusfion. Bersammlnng der'~"'a T Iv�lA Sewerkschafttvorftände>nV findet nicht bei Zeidler, sonder»»ei Wiukler, kleine Windmüblengasst statt. Plauen i. V. Sonntag, den 22. Märt, Äbend«: Große« Arbeit-rsest im Saale zum„Peaier", mit Concert, Festrede und Ball. Der Reinertrag ist z» einem m.lden Zweck bestimmt. D.«. Straßvurg i.Elsaß Da» Comite. So,.' dem. Arbeiterpartei. «eis su» ri Mo sevl und Bon jetzl ab finden die reg lmäßige», Eir allwöchentlichen Mitgliedei Versammlungen Montag, Aoeud» 8 llhr, in der Brasserie.Vogelgesang" stall, wozu jederzeit zur recht lebhaften Be- > Heiligung aufgef.uderl wird. Nur dar« einen allgemeinen Anschluß unps Bü Verbrüoermig aller Ardeüer ohne Au«naome kommen wir zum Ziele.!„m Drum aus. Ülroeiter Strakbura«. erwachet! �. lose Eti Drum auf, Arbeiter Stcaßburg», erwachet! sttoj____ Adam Jung, Vertrauensmann Äaßsttrt ________ ttjf« Montag, den 23. März, A end« halb 8 U,r: Graste Volteversammtunfl im Saale de« Herrn„Hecht".— Tagesordnung:«ortrag de« Reich«-! tagsabgeordneten Herrn August Gelb. Die Parteigenossen re>p. Verlra»en«männer von Löderburg, BSr- nicke, Schneitlingeu, Köchstedt, Königeau, Neundorf, Kicken- dorf, Biere, Salze und Schönebeck werden zu zahlreichem Erscheine» hierdurch eingeladen. W. Fit wer. Arbeiterverein. Thöiivcrg u Umge.ciid„J* 16„ Abend« 8 Uhr, im Gasthau» zum Thonberg: Gtkeralvtrsammlung. Tagt»»rdnlllig: 1) Neuwahl de« Boistande»; 2) Rechenschaftsbericht; 3) Stiftungsfest. Da» Erscheinen Aller ist nothwendig. I2sd____________ Der Vorstand. d«r gell st-l lau (wi »u du vo a» bei Bekanutmachunq! Hiermit zur Kenntnis aller GewerkichaftS-Genossen, welche in Vre» merbafen, Geeste» münde, Geestendorf oder Leye»gereist komme» »nd Reiseuntklstüznng empfangen wollen, daß ich Miitag« von 12 di« 1 Uhr und Abend«»oa 6 Uhr an(autgenommen Montag» Abenh») z» treffen bin. Johann Sältz, Be». der Metallarbeiter- Kewerktaenossenschast zu Bremerhase«, wohnhaft zu Geestendorf, Eihornstraße 110. s2bs de w< (T inl Aufforderung! Die Jnbaber der Samm-ll.ften Nr. 954. VS6-S60. 1064—1067 »nd 1077«ollen dieselben mit den gezeichneten Beträgen freundlichst a» »ich einlieser«. j Leipzig, de» 8. März 1874.___ ffi. Fink, Sxp. d.„B." sZt all 9 ist ist V Ei V Zu Hrutz und Schutz. Boitrag von Wilh. Liebknecht. 4. Auflage. Peel« 2 Ngr. Die lkzpcdition de»..Nolkissaat�. In einigen Tagen erscheint: Kapital' und Aröeit. ' �»»» Karl Marx, ___|___________________________ P„.. Zu«»ahlfood verlli eckte, sondern uubarmh-rlia daaea-o stimmte, so ist c« fast gibgen ferner ein: Edel' che Dillardsadrit d. Lemke 15 Gr, Metallarbeiter begreislick, warum die so grausam um hre lüße Illusion gebrach d Ha.en.th 14 Gr. 6 Ps. Schrader'sche Cigarrensadrik durch Volbert ten W-tibeglücker au« dem undarkoaren internationalen Arbeite,- bund fiuckiete»»nd in der Gründung euer Weliiiga idr Heil suchten. Und e« wäie allerdings eine neue Mackerichast zur Zu- deckuog alter M>ßluvge»!ckasteil ein geniale« W-rk gew'scn, wenn sie nichr selbst wieder zur ausgedeckien M>blu> genschast gewor- 12 Gr. 3 Ps., Lesellub d. Klelnick« 16 Gr., Sgrat er'sche Ciganensadrtt d. Valbert 16 Gr. 6 Ps. B-iUn.' A. Heiusch. m 9Kl,9Iifbtt i'er sozial. demo- M... ü II t»IT U-vz, l lolt I s t. l 1« kratischen Aroeiterpariei werden zu den wäie. Doch es ist wohl de« Guten genug herüber und darum fjm Versammlung beim«Birth Sasper« am Haspel aus Soniiiag. den Purkium.'!15 ckiäiz, Morgen« 9 Uhr,«.»geladen.— Tagesordnung. Agirariou«- N.-S. Soeben eisebe ick au« der, Union do« travaillours" Eomite oeiresseno. (MouaiSorgan der L-a), taß der.Voltsiiaal" auf d.w�ßie No-iz- Saitler-Berei«. in seirei Nummer 17 mit einer An woit bedroht ist. Tie gute!«»Ul Montag, de» 16. März,'beuds 8 Uhr, be! Ciriu« Prinzen- „Uiiicn" koui te e« sich ja gar z leicht damck wacken, brauchte nur stiaße Nr 12, oieier Hoal: Gcneral-Vrrlamm>ung sämmilicher Sanler. eii.sach die Zadl der ihier Liga beigetretenen Gewcikschasieu an- gesellen Verlui«, weiche der>aiewkll«-Kranlenti.sse angehören.— Tage«- vi« p-p»Itrer A«»j»g au«:„Da» Kapitab von Johann Most Prei» b Ngr., in Partie« billiger. Z» bezieben durch die Expeditionen allir Parteidtätter und durch»ll« Vnchdaudlu»ge«. Wir mache» alle parteigeiosse»«»f die Jedermann»erfttndllch« Schrift«nsmerksam und-meseolen einem Jeden der,«»nschaffirnq. [Jb] Die Expeditio» der„Chemnitzer Freie Presse", j tr ?0 «e eii Ii € il »> Ü % «i Arbeits-Hosen. Aeeht Eiglioch Lederhasen s Sttck 1 Thlr. 15 Sgr. „ Cord- H oieen k Stüek 1 Thlr. 15 Sgr. , Starke Stoff- Heae»» Stück 2 Thlr. 15 Sgr. n Militär- Drillhoseu ä Stück 1 Thlr. 0 Banmwollene fest« Arbeitshosen ä Stück 27'/, Sgr. erapfiehlt Louis Guttmann [J. 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