5 et L. nkt i«. etz. lit- � >w Erscheint in Leipzig Mittwoch, Freitag, Sonntag. Bestellungen nehmen an alle Postanstalten u. Buchhand- lungen des In-».Auslandes. Filial-Expeditionen für die Bereinigten Staaten: F. A. Sorge, Box 101 Hoboken, N. J. Wm. Lueders, 409 Maystr. Chicago, JH. Peter Haß, S. W. Corner Third and coates str. Philadelphia. Abonnementspreis: Für Preußen incl. Stempel- steuer 21'/, Sgr., für die übrigen Deutschen Staaten 16 Sgr. pro Quartal. Manat«- Abonnement» werden bei allen Deutschen Postanstalten aus den 2ten u. S ten Monat und auf den Z ten Monat besonders an- genommen, im Kgr. Sachsen u. Hrzth. Sachs.-Altenburg auch auf den 1 ten Monat ü 5>/, Sgr. angenommen. OrgandersozialdemokrattschenArbetterparteiundderinternattonalenGewerksgenossenschasten. Inserate» die Abhalwug von Partei«, Vereins« und Volksversammlungen, sowie die Filial-Expeditionen und sonstige Partei- Ar gelegeuheiten betreffend, werden mit 1 Sgr., Anzeigen mit 2 Sgr. die dreigespaltene Petit-Zeile berechnet. Privat- und VergnügungS- fit.® Nr» 45. Sonntag, 19. Aprit. 1874. ior! otel Bei Flch Gewehr! nd Derttn, 13. April. 't' Wir haben von Soldaten schon oft schildern hören, daß mehr �'ManneSmuth und Selbstverleugnung dazu gehöre, im Angesicht I Feindes und seinen Geschossen ausgesetzt,„bei Fuß Gewehr" —>n Reih und Glied auszuhalten, als füglich in der heißen Schlacht on.S? streiten und wir haben hier in der kurzen parlamentarischen ' Kampagne(seit 5. Februar) öfter als uns lieb war, in dieser Hin- ficht die Feuerprobe bestehen müssen. Unsere früheren Berichte melden darüber Ausführliches und toir ergänzen dieselben heute nur, um das Handbuch des„natio- ualen Parlamentarismus" mit einigen nach mehreren Seiten hin »hrreichen Beweisen weiter zu bereichern, aus denen erhellt, daß �iese Einrichtung in der That verdient, in ihrer dermaligen Be- fchaffenheit so bald als möglich abgethan zu werden. _ 1 Ueber das Recht der Minoritäten, gegenüber von Majoritäten un Allgemeinen zu sprechen, unterlassen wir, da vorauszusetzen iüjbleibt, daß nachfolgende Thatsachen beredter sind, als alle möglichen . Mstigen Auseinandersetzungen. Und lebhaft erinnern wir uns in diesem Augenblicke der Worte . ünes verstorbenen Freundes, der zu sagen pflegte: Es gibt beim .nn�'g-n'Parlamentarismus nur ein Hauptverbrechcn und das ist Ms, in der Minorität zu sein. So lange es aber obendrein k. Majoritäten gibt, die prinzipienscheu Alles als einen Greuel behan- ßjp kein, was sie an ihre Schwäche erinnert, oder nach außenhin ter-Leugniß dafür ablegen könnte, so lange wird es Minoritäten Leben, welche gleich der unsrigen tod- oder niederdiSponirt werden, rlia dafern sie die gefährliche Eigenschaft an sich tragen, mit äugen- S. Midlich herrschenden und gefeierten Ansichten im schroffsten Wider- uwfpruche zu stehen. Wir waren seit unserm Hiersein bemüht, dem Verhalten der >en Reichstag mit Hilfe einer diktatorischen Geschäftsordnung be- herrschenden Majorität die rosigste Seite abzugewinnen, wir uchten uns in allen denkbaren Beziehungen nach der Dccke zu stecken, aber eö geht uns heute noch wie dem Manne, dem's zu fest- Gerzen ging, daß ihm der Zopf nach hinten hing; wir dreh'n «s rechts, wir dreh'n unS links, der Zopf— der hängt nach »inten. Der liberale Zopf einer absolutistischen Geschäftsordnung, die «ns im Reichstage aufgestülpt ward. tts.v Warum sprechen unsere Leute im Reichstage nicht? Das ist "st erwartungsvolle Frage, die an manchen unserer Genoffen ge- Richtet wurde, und Antwort darauf ist zum Thcil schon im Partei- .-�Hrgan gegeben worden. Warum können aber unsere Leute im Reichstage nicht zu jeder � Vorlage das Wort verlangen? Das ist eine andere Frage, die �.�ir hier kurz berühren müffen und deren Beantwortung hoffentlich stufeitige Klarheit und Fühlung herstellen wird. Die Sozialdemokraten nationaler Richtung haben eine an ste Taktik als diejenige, welche den Internationalen in ihren Mnzipien vorgeschrieben ist. Während die Ersteren der Ansicht stb, daß es zunächst gelte, direkt und auch als voraussichtlich ohn- 'ächtige Minoritäten theilzunehmen am Parlamentiren und An- �sgstellen, somit auch ein Stück Verantwortung an den Resultaten Mb Folgen der heutigen Gesetzgebung zu übernehmen, während Wen sind wir gemeint, daß unsern Abgeordneten die Aufgabe zu Wllf, unter den gegebenen Verhältnisseu Nichts zu unternehmen, Ms einer Bemäntelung oder Beschönigung der heutigen Zustände 1P Deutschland nach außen oder innen gleich käme; mit dem Heu- Mn Absolutismus und Liberalismus nicht zu handeln und zu Masten und dadurch den AbläuterungSprozeß unserer politischen � sozialen Zustände nicht künstlich aufzuhalten. Nachdem für wie für jeden Sozialisten feststeht, daß die Grundsätze der Mtizen Wertherzeugung, des Tausches und des wirthschaftlichen �rkehrslebenS gänzlich unhaltbar, daß die heutige Gesetzgebung sld Politik lediglich auf den Zweck abzielen, wiffentlich oder un- 1'� Zustände zu verlängern, unter denen daS Hinstechen dcS ? J®es«llschaftskörperS nicht verhindert, sondern nur verdeckt und so- verschlimmert werden kann; nachdem ferner der Parlaments- s�üiug alS ein Mittel erwieseu ist, durch welches die Minorität �.Gesellschaft, d. h. die alle Staatsgewalt und Genußmittel be- ?svptendeu höheren Klaffen in ihren Klaffenintercffen und entgegen J11 Interessen der weitaus größeren Mehrheit in Gesellschaft und �i»at, die letztere unter dem Scheine de» Rechtes beherrscht und «usuützt, haben wir nach unserm Dafürhalten die Pflicht, den Zündsatz der Untrennbarkeit der politischen und sozialen Frage .�ttall praktisch zur Geltung zu bringen; also gegen AlleS Stcl- t." i|n8 zu nehmen, was die klare Erkenntniß der Umstände zu ver- ___ ffltxn im Staude wäre. Hieraus erhellt nun unzweifelhaft, daß kilri Abgeordneten im Reichstage darauf angewiesen sind, eine "sieud abwehrende Stellung einzunehmen und nur dann po- einzugreifen, wenn die Bürgschaften ganzer Maßregeln zur ngs' ,,�'ife in der Gesetzgebung gegeben sind. Diese aber vermag nur 'v,c sozialistische Majorität im Reichstage zu bieten, und die neueste L�apis des Präsidiums bei Gelegenheit der zweiten Lesung dcS mtärgesetzeS beweist unS abermals, daß man in Berlin keines- 's gemeint ist, selbst bei den wichtigsten Gesetzesvorlagen For- =�'ji4-naen in Rücksicht zu ziehen, welche die sozialistische Minorität «i's'H n wir behaupten jetzt, nach der abermalig ItzY.stivseu Bemühung unserer Abgeordneten, zum Z 1 d-S t�ärgesetzeS, welcher die Bewilligung des Friedenspräsenz- ihi be* ReitSheereS behandelt, in der Montag- und Dienstag- ,*""8 zum Worte zu gelangen, um ihre wirthschaftlichen und "schen Standpunkte der Gesetzesvorlage und dem berühmten Comprvmiß der Nationalen gegenüber zu kennzeichnen,— daß die nationale Majorität des Reickstags mit Sorgfalt zu verhindern sucht, daß unsere Prinzipien bei Fragen von sozialer und politischer Tragweite zum Vortrage gelangen. Die Abgeordneten Motteler und Most waren, wie Augen zeugen bestätigen können, am Montag und Dienstag unter den Allerersten, wenn nicht die Ersten, die sich zum Worte gemeldet haben. Das HauS war noch ganz leer, als Motteler einem diensthabenden Schriftführer seine Anmeldung überbrachte, während Most im Augenblick, wo der Präsident eintrat, demselben seine Anmeldung übergab und mündlich in seinem und seines Collegcn Namen um Berücksichtigung bat, da sie ein großes Intereffe hätten, bei der zweiten Lesung zum mindesten zum Worte zu ge- langen, nachdem sie bei der ersten nicht reden durften. Daß und wie es anders kam, berichten wir morgen, wögen sich dann unsere Leser selbst darüber zurecktfinden, waS es für eine andere Bewandtniß mit einer derartigen Handhäbung der Geschäfts- ordnung des Reichstags haben sollte, wenn eS nicht darauf hinaus- liefe, eine Minorität mit der Majorität ganz besonders ungenehmen Grundsätzen nach innen und außen hin niederzuhalten.— Wie lange diese Praxis sich bewähren wird, darüber später. 3b.?ns. �zs =�>1 Politische Ueliersicht� — Es ist also glücklich vollbracht! Das Budzetrecht ist „nur" auf 7 Jahre verkauft, und der Nationalliberalismus kräht in die Welt hinaus: daS„Prinzip" sei gercitet und ein Conslik! vermieden! Ein Conflikt vermieden— gewiß; daS war aber von Ansang an nicht zweifelhaft, denn zu einem Conflikt gehören zwei, Einer der angreift und Einer der Widerstand leistet, und der Letztere fehlte in diesem Fall— wenn man mit einem Säbel in einen Topf voll Brei schlägt, so ist das doch kein Conflikt.,— Allein„das Prinzip" ist gerettet! Und wenn daS Budgetrecht bloß aus ein Jahr verschachert worden wäre, so war das Prinzip mit Haut und Haar geopfert, der Verrath vollständig. Halben Ver- rath giebts nicht, aus demselben Grund, warum es keine halbe Ehrlichkeit gibt. Wer nicht ganz ehrlich ist, ist gar nicht ehrlich; und wer den Berralh halbirt, macht sich nur die Mühe, ihn in zwei Portionen verspeisen zu müffen. An unseren Parteigenossen ist es jetzt, für die möglichste Ver breitunz der Abstimmungsliste zu sorgen, Wer zu dem Verrath Ja gesagt hat und für eine Wählerschaft im Reichstage sitzt, die nur einen Funken von Selbstständigkeit� gesühl, nur einen Schimmer der Erkenntniß ihres Interesses hat, dem soll bei der nächsten Wahl dieses Votum als Strick um den Hals gelegt, und damit feine politische Hinrichtung vollzogen werden. Hier gibts keine„mil- derndcn Umstände". AuS dem Munde der Berräther selbst wissen wir, daß sie sich über die Tragweite ihres Verraths vollkommen klar gewesen sind. Und, wie bereits angedeutet ward, gilt es auch auf die ein scharfes Auge zu haben, die bei der entscheidenden Abstimmung gefehlt. Schon mehrere Tage vorher meldt ten die Blätter, eS fei beim ReichstagSbureau eine außergewöhnliche Zahl von Urlaubs gesuchen eingelaufen. Der Feigling, der eioe Krankheit oder son stige Abhaltung erlügt, weil er sich fürchtet, entweder seine Wähler oder die Nerven des Herrn Bismarck zu beleidigen, ist um kein Haar breit bester als die offenen Verräther, im Gegen- theil, seine Feigheit macht ihn noch verächtlicher. (Die Wähler deS Leipziger Landkreises seien einstweilen darauf aufmerksam gemacht, daß Herr Heine unter den eifrigsten Ge- burtshelfern des„CompromisseS" figurirt, wie man den schwach- vollen Verrath zu taufen beliebt hat. Herr Heine hätte uns keiuen größeren Gefallen thun können: bei der nächsten Wahl wird der Leipziger Landkreis einen Sozialdemokraten in den Reichstag schicken! Herr Heine ist schon mit der Schmach beladen, daß daS„Leipziger Tageblatt" ihm„Bravo!" zuruft. DaS genügt.) Um die Jämmerlichkeit der von ihnen gespielten Rolle zu ver decken, suchen die Herren Nationalliberalen eS so darzustellen, als hätte die Regierung nur sehr widerstrebend in das„Comprvmiß" gewilligt. DaS Biedermann'fche Blatt läßt sich darüber folgenden Unsinn schreiben(Nr. 85, erste Berliner Correspondenz):„ES ist erst jetzt bekannt geworden, daß der Vicepräsident deS Staats- Ministeriums, der Finanzminister von Camphausen, seinen ganzen Einfluß sowohl bei dem Kaiser als bei dem Reichskanzler aufgeboten hat, um das Comprvmiß zu Stande zu bringen; seinen Vorstellungen zumeist soll der allerdings überraschende Um- schwung in rem anfänglich so unbeugsamen Festhalten der Regierung an der Vorlage zuzuschreiben sein; Thatsache ist ferner, daß dieser Umschwung sich bei dem Besuche vollzog, durch welcken dir Kaiser den Fürst Bismarck am Donnerstag auszeichnete." Im letzten Satz hat der Skribifax vergessen, was er zu Anfang über die kouflikitödterische Thätigkeit deS Herrn Camphausen gesagt! Nach diesem nationalliberalen Mythu« hat der Brei über den Säbel gesiegt und ist Bismarck schmählich ge- klopft, weil ihm— die Nationalliberalen freiwillig in den Sack gesprungen sind! O heiliger Biedermann! — Ein neuer Schwindel. Man übersendet uns ein Cir- cular, welches, wie darauf verzeichnet,„nicht für die große Oeffent- lichkeit bestimmt und darum vertraulich zu gebrauchen", drher für uns, vor deren Blicken es ausdrücklich verborgen bleiben soll, von doppeltem Interesse ist. Wir finden darin folgende„Aufforderung": „Der Ausfall der jüngsten Wahlen zum Deutschen Reichstage hat ein bedeutsames Wachsen(Also doch!) der Sozialdemokratie in Teutschland kcnfiatirt. Wenn einerseits dieser Erfolg der extremen Arbeiterparteien wegen des oft unverzeihlichen Jadiffereu tismus oder einseitige Interessen verfolgenden Kastengeistes in dr Kreisen der Arbeitgeber nicht überraschen darf, so ist doch andererseits mit Ernst die gegenwärtige Situation und die daraus resul- tirende wirlhschaftliche Zukunft unseres Vaterlandes zu erwägen. Wer da meint, die sozialistische Arbeiterbewegung habe nunmehr ihren Höhepunkt erreicht, verkennt den Charakter(Ei! Ei!) der Arbeiterführer; unterschätzt überhaupt die gesammte Parteitaktik dieser Agitation. Wer im Vertrauen auf die Wachsamkeit der Staatsanwaltschaft, auf die Strenge der Strafgesetze und den Arm der bewaffneten Macht(Unseren Dank für diese Bankerotterklärung des Polizei- und Militärstaates!) gleichgültig dem Sichabspielcn der Thatsachen zuschauen oder wohl gar vornehm verächtlich über daS Treiben der Sozialdemokraten die Achseln zucken wollte, versäumt seine Pflicht der Nächstenliebe(Nachdem die„Nächstenliebe" mit Kanonen nichts genützt, muß man auf anderen Schwindel verfallen. O diese Christen!) als Mitglied der bürgerlichen Gefellschaft. Wer mit Gewalt Ideen und deren Träger, selbst wenn sie an sich abstruse und verwerflich sind, zu unterdrücken hofft, schwingt unwirksame Waffen. Wer den scg- nenden Frieden zwischen Unternehmer und Lohnempfänger zu er- halten strebt, darf behaupten, den Weitergang der Bewegung so, wie er in Wirklichkeit geschehen wird, zu überschauen. Rühren sich die Arbeitgeber nicht, verabsäumen sie ihre Pflichten, stellen sie sich gar feindlich ihren Lohnempfängern gegenüber, so wird die Sozialdemokratie extensiv und intensiv wachsen, und er- muniert durch den gehabten Erfolg, werden ihre Agitatoren mit Rücksichtslosigkeit und gewohnter Kühnheit nicht ermüden, einen Stein zum andern, wenn auch langsam, zu ihrem Fundament zu fügen. Die Bewegung wird geradezu unheilvoll für den ge- sunden Fortgang unseres Wirthschaftslebens ausschlagen in dem Maße besonders noch, wenn eS ihr gelingt, in die ländlichen Arbeiterkreise einzudringen und dort sich einzunisten. Will man die elementaren Gewalten erst sich entfesseln lassen, die Wohnstätten menschenveredelnder Cultur zusammenstürzen sehen? Fast scheint es so; denn bisher hat man die Arbeitnehmer wehr- los(Diese armen Schlucker!) den sozialdemokratischen Agitatoren Preis gegeben, man überläßr letzteren als eine ihnen zugehörende Domaine die Gemülher der Arbeiter zum Tummelplatz wilder Aufteizungen gegen die Heiligkeit des Eigenthums, des Gesetzes und der guten Sitte. Und doch vergesse man nicht, daß die revol- tircnden Interessen Elemente unseres Volkes, lebendige Theile des Gesanimtinteresses sind, daß die wenigsten Einzelnen der Verderb- lichkeit ihrer Handlungen sich bewußt, sondern durch die Rührigkeit der sozialdemokratischen Presse verführt sind. ll!c Rhockus! Man verabsäume nicht, jenen verführerischen Journalen eine gesunde („Gesund"! Man achte auf die Doctoren, welche diese„Gesundheit" erhallen sollen!) volkswirthschaftliche Presse gegenüber zu stellen. So lange der Krieg zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer im Vorbereitungsstadiulli nur mit dem Wort gesührt wird, ist das Wort auch das Mittel der Versöhnung. Man hat vom„erlösen- den Wort" gesprochen. Ja, wo eS dem Worte gelingt, mit über- zeugender Kraft streitende Interessen zu einigen, da hat es in Wahrheit erlösende Kraft und wird zur erlösenden That. ES möge in Arbeitzeberkreisen die Nothwendigkeit anerkannt werden, daß Etwas zur Hebung der volkswirthschaftlichen Presse in Deutschland geschehen müsse; eS möge der praktische Versuch sodann, die gerügten Lücken in der deutschen Presse auszufüllen, wohlwollenden Entgegenkommens Seitens der Industriellen sich zu erfreuen haben." Der Leser wird nun so ziemlich gemerkt haben, um was es sich handelt. Und richtig, das Circular kündigt„vertraulich" an, daß zu Ostern ein„handelspolitisches" Organ mit dem Titel:„Der Volkswirth, Zeitung sür Handel, Gewerbe und die gesammte Bodenproduction", erscheinen wird, welches den nationalen Handel und Wandel heben soll. Zugleich damit wird der„Volksfteund", Organ für soziale Fragen", erscheinen, welcher dem„VolkSwirth" gratis beigelegt werden und namentlich den„bösen Einflüssen der sozialdemokratischen Presse ein Gegengewicht bieten soll". Und das ganze soll jährlich„nur" 8 Thaler tosten! Unterzeichnet ist diese appetitliche Einladung von den künftigen Redacteuren dieser beiden Blätter, Hr. A. Schulz und Dr. E. Miß. Da» Circular ist selbst so fteundlich, die Schellenkappe zu lüften, welche die ftcundlichc hochpatriotische Einladung zu diesem famosen Unternehme» bildet, und siehe da, wir schauen bekannte Gesichter, wie wir erwartet. Acht Parlamentarier versprechen das Unternehmen mit ihrem„Rathe" zu unterstützen; sie nennen sich: Dr. A. Araun, Mitglied des RtichStagtS und des preußischen Abgeordnetenhauses. Berlin. Dr. Kriedr. Aapp, Mitglied des Reichstages und des preußischen Abgeordnetenhauses. Berlin. 55. von Kardorff Wavnitz, Mitglied des Reichstage» und de» preußische» Abgeorvnetenhauses. Dr. 55. J-ttm, Mitglied de» Reichstages und deS preußischen Abgeordnetenhauses. Berlin. Ludolf 5?ansius, Mitglied des Reichstages und deS preußischen Abgeorvnetenhauses. Berlin. L. I. Seyffardt, Mitglied des preußischen Abgeordnetenhauses. Crefeld. Prof. Dr. Zi. L. Lellkampf, Geh. Regierungs-Rath, Mitglied deS Reichstages und des preußischen Herrenhauses. Berlin und Breslau. K.'s!?, von Mnruö, RegierungS- und Baurath, Mitglied des Reichstages. Berlin. Der Name„unseres Braun», der hier an der Spitze prangt, wäre allein hinreichend, unS den Charakter dieses„Unternehmens» zu enthüllen. Aber die Herausgeber sagen ganz offen: „Wir selbst vermögen das Risiko der Herausgabe des Volks blattes vorweg nicht auf unS zu nehmen, sondern muffen an die Unterstützung der Arbeitgeber appelliren, waS um so ver- zeihlicher, da die letzteren ja genügsam Vortheile au« unseren Bestrebungen in den wohlthätigen Wirkungen auf die Arbeiterkreise ziehen.» Mit andern Worten: DaS„Unternehmen" hat den Zweck, die Arbeiter an der Nase herum zu führen, damit sowohl die Heraus- geber und Redakteure, als auch die„Rathgeber" des Blattes ihren Beutel füllen können, während die Arbeitgeber ihren Vortheil daran haben, wenn die Arbeiter über ihre eigene Lage betrogen werden und ihnen blauer Dunst vorgemacht wird. „Unser Braun«, der in Folge seiner Gesinnungslumperei nach- gerade seiner eignen Partei überflüssig geworden, sucht jetzt bei den Arbeitern seinen Beutel zu füllen, da seine„Spenersche Zeitung" an Abonnentenschwindsucht leidet und selbst der darin errichtete Nachtstuhl für verrückte Versemacher nichts Klingendes eingebracht hat. Nun, wir werden darüber wachen, daß die deutschen Arbeiter nicht aus die Leiwruthe gehen und ihre sauer erworbenen Pfennige nicht dazu verwenden, einen verbrauchten politischen„Stimmuugs- macher" wie„unfern Braun", der schon in allen Sätteln geritten, aber nirgends auf einen grünen Zweig gekommen, dafür zu be- lohnen, daß er ihnen die Augen zu verbinden sucht, damit sie von den„Arbeitgebern" desto leichter geprellt werden können. Wir werden dafür sorgen, daß abgenutzte politische„Größen« wie Löwe-Calbe, Unruh, ParisiuS, Kardorff u. d. A. erkennen, daß die deutschen Arbeiter nicht erst ihren„Rath" sich theuer zu erkaufen brauchen. Den Wählern der acht Reichstags- und LandtagS-Abgeordneten, welche ihre Namen und ihre Mandate dazu benutzen, um den zwei auf Volksverdummung und Heuchelei berechneten Blättern Eingang zu verschaffen, geben wir eindrinzlickst zu bedenken, ob sie ihren Abgeordneten das Mandat dazu verliehen haben, damit diese in ächter Gründermanier ein„Unternehmen" durch ihre Mandate gangbar zu machen suchen, das offenbar daraus berechnet ist, die Arbeiter im Interesse der Ausbeuter binter's Licht zu führen. — Von den sächsischen Abgeordneten haben für die sieben jährige Feststellung der Präsenzstärke deS ReichshecieS auf 401,000 Mann gestimmt: Ackermann, Brockhaus, Frühauf, Georgi, Günther, Heine, Koch, Krause, N o st iz- W all w r tz, Pseifser, Nichter, Schwarze, Stephani. Die Wähler mögen sich die Namen dieser Herren merken, welche daö letzte und wichtigste Volksrecht in„zeilgemäßer" Servilität zu Füßen der Regierung gehorsamst niedergelegt haben. Bei den nächsten Wahlen soll diesen Herren ein Liedcheu gesungen werden, das ihre Wühler ins Lager der Sozialdemokratie treibt. Wir wollen denn doch cinuial sehen, wie lange sich die sächsischen Arbeiter noch dazu ge- brauchen lasten werden, Leute mit Mandaten für den Reichstag zu versehen, welche dort alle Vslksintercffen aufs tiefste verletzen und nicht als Beschützer der Rechte der Wähler, sondern als Lakaien der preußischen Militärregierung handeln. Wir werden, sobald unS möglich, die Namen aller Abgeordneten veröffemlichen, welche für siebenjährige Feststellung der Präsenzstärke gestimmt haben. — Heute, den 17. April, verläßt unser Parteigenoffe Wilh. Liebknecht, der Reichstagsabgeordnete für den 19. sächsischen Wahlkreis, daS Jagdschloß und Gefängniß HubertuSburg, woselbst zweiundzw anzig Monate wegen„Vorbereitung zum Hochver- et rath» in Haft gehalten worden ist. Hier in Leipzig hat Liebknecht noch aus drei Wochen daS BezukSgcrichtSgesängniß zu beziehen wegen angeblicher Beleidigung des StrdtrathS Urban in Zwickau. Parteigenosse A. Bebel, welcher die zweiundzwanzigmonat- liche Haft vier Wochen später ä!S Liebknecht angetreten hat, muß noch biS zztm 14. Mai zu HubertuSburg verweilen. Alsdann steht ihm noch eine neunmonatliche Hast wegen„Majestätsbelei- digung» bevor. Wir ersuchen also, die Sendungen an Bebel noch bis zum 14. Mai nach Hnberlusburg zu richten. — Der Schriftsetzer Heinsch, Vertrauensmann der Berliner Mitgliedschaft, wurde in zweiter Instanz wegen deS bekannten Liedes:„Es tönt ein Ruf«:c. zu drei Monaten Gefängniß ver- urtheilt. ES ist somit eine Stcafoerminverung von 9 Monaten eingetreten, was Herrn Teffendorf nicht wenig ärgern wird. Heinsch hat auch gegen diese Entscheidung Berufung ergriffen. Correjpondenzen« Acderan. In der Nummer des„Volksstaat" vom LS. März befindet sich ein Artikel über die Kinderarbeit, der mir erwünschten Anlaß giebt, diese, barbarischste Art der kapitalistischen Ausbeutung durch weitere Thatsachen zu illuslrircu. Es befinden sich nämlich hier in Oederan nichrere Cigarrenfabriken, in denen Kinder mit Tabakabstruppen beschäftigt werden. Es ist das eine höchst ungesunde Arbeit, da die Kinder stets im TabakSstaub sitzen, dabei ist der Lohn ein wahrhaft miserabler. Ich kenne einen in einer hiesigen Aktien-Cigarrensabril beschäftigten 10 Jahre alten Knaben, von dem ich weiß, daß er für daS Abstrupxen von 2 Pfd. Tabak ganze 3 Pf. bekommt. Möglich, daß den Fabrikanten ob dem Elend einmal das Gewissen schlug, denn drei Wochen hindurch wurden für L Pfd. Tabakabstruppen 4 Pf. gezahlt, aber schon in der vierten Woche kam der vierte Pfennig wieder in Wegfall. Und da Kuider von 10—11 Jahren wöchentlich höchstens 00 Pjv. struppen, ist deren Verdienst gerade 9 Ngr. die Wocke. Knaben von 12— IS Jahren verdienen größtenthcilS IL— IS lltgr. In den andern Fabriken erhalten die Kinder für 2 Pfv. 5 Pf. Die Kinder haben täglich 3 Stunde» Schule, in derselben lernen sie Schreiben, Rechnen, Lesen und biblische Geschichte, die übrige Zeit sind die Kinder in d» Fabrik von früh halb 7 bis Abends 7 Uhr. ES ist eine viertel Stunde VeSpcrzeit und 1 Stunde Mittag. In unserem Nabarorte Frankenberg wird dagegen für dieselbe Ar- beit besserer Lohn gezahlt, da erhalten die Kinder für 1 Pfd. Tabak abzustruppeu 3, 4 und auch S Pf., sonach ist hier in Oederau die Kinderschinderei zu Hause. Wollte man die Eltern anklagen, daß sie ihre Kinder der Habzier der Fabrikanten preis- geben, man würde diesen im Großen und Ganzen Unrecht thun, denn auch der Lohn der Eiwachseneu ist so gestellt, daß eS der Mithilfe der Kinder bedarf, um einen HauShal. zu führen. Besser wird eS erst, und das kann r.icht oft genug gesagt werden, wenn den Schmarotzern der Arbeit das Handwerk gelegt ist. Aerli«, IS. April. Der Reichstag setzte heute die zweite .Lesung des Militärgesetzes fort Nachdem das politische Prinzip der Vorlage durch die gestrige Abstimmung über§ 1 im Sinne deS MilitärabsolutiSmus entschieden ist, können die folgenden Pa ragraphen, welche hauptsächlich militärisch-technische Punkte betreffen, nur ein geringeres Interesse beanspruchen. Nur§ 2 macht davon eine Ausnahme, welcher die Zahl der Cadres der Armee festsetzt uud von fast ebenso großer prinzipieller Wichtigkeit ist, wie tz 1. Derselbe lautet:„Die Infanterie wird formirt in 469 Bataillonen, die Kavallerie in 46S EScadronS, die Feldartillerie in 300 Bat- terien, von welchen je 2—4 eine Abtheilung bilden; die Fuß artillerie in 29, die Pioniertruppe und der Train in je 13 Ba taillonen. Die Bataillone haben in der Regel 4, die des Trains 2—3 Compagnien. In der Regel wird bei der Infanterie aus 3 Bataillonen, bei der Kavallerie aus S EScadronen, bei der Artillerie aus 2—3 ilbtheilungen, beziehungsweise Bataillonen ein Regiment formirt." Der Fortschrittspartei ist bei ihrer, im Ucbrigen ja sehr anerkennenSwerthen Opposition gegen tz 1 denn doch der Athem ausgegangen; sie stimmte tz 2 lautlos zu, obgleich die ge- setzliche Fixirung der CadreS, wenn auch in etwas loserer und schwächerer Form, dieselbe Belastung deS Volkes ausspricht, wie die gesetzliche Fizirung der FriedcnSpräsenzziffer. Nar die Ultra- montanen riefen noch eine Debatte hervor, welche im Wesentlichen ein Nachtrag zu der gestrigen Diskussion war. Von Seiten der Abgz. Windthorst und August Reichensperger wurde noch- malS hervorgehoben, daß die Genehmigung des ersten Paragraphen des Gesetzes den deutsck'eu Parlamentarismus zu einem völligen Scheinwesen und auS Deutschland, ja indirekt aus Europa ein Feldlager machen würden. Auch sie bezeichneten, wie gestern Richter, die angeblichen Volkskundgebungen fü: daS Militärgesetz als eitlen Humbug. Darüber gerieth der nationalliberale ilbg. v. Stauffen- berg in gewalligen Zorn und bewies lang und breit, daß eine Münchner Volksversammlung, welche gegen das Gesetz sich ausgesprochen hätte, hauptsächlich von Katholiken und Sozialdemo kraten besucht geweseu sei. Als ob die Mitglieder dieser Parteien nicht eben so wie die„Reichsfreundlichen" ihrer Militärpflicht genügen müßten und wer mitthatet, darf hoffentlich noch mitrathen, wenns den Nationalliberalcn auch nicht immer in den Kram paßt. tz 2 wurde dann gegen die Stimmen der wenigen Demokraten und cer Uliramoutanen angenommen. Zu tz 3(„Die Vorschriften über die Handhabung der Disziplin im Heere werden vom Kaiser cr- lassen») beantragen die Abgeordneten Hasencltv.r, Hasselmann und Reimer, statt der drei letzten Wort: zu setzen:„durch ein Gesetz geregelt." Abg. Hassclmann begründete den Antrag unter großem Lärm deS ganzen Hauses, indem er eine sehr aus- ftihrliche und vollständige Uebetsicht aller Skanda'.fälle gab, zu denen in jüngster Zeit die Ausschreitungen militärischer Vorgesetzter gegenüber ihren Untergebenen Anlaß gegeben haben. Der Spek- rakel, mit welchem die Anbeter der heilige� Zündnadel diese un- bequemen Erinnerungen aufnahmen, verhinderte leider, der Rede des sozialdemokratischen Abgeordneten in allen Einzeluheiten zu folgen. Als cr an den Dar.ziger Lieutenant erinnerte, welcher den Rekruten die Nasenspitzen mit einer brennenden Cigarre versengte und die Nationalliberalen lachten, war; er ihnen die Frage ins Gesicht: Also Sie wünschen eine solche Behandlung des Soldaten? Darauf entstand unbeschreiblicher Lärm; Fürst Hohenlohe, welcher präsidrrte, wußte nicht auS noch ein und ertheilte ihm erst nach- träglich den obligaten Ordnungsruf. General v. Boigts-Rheetz und Abg. LaSkcr antworteten mit allgemeinen Redensarten in hochmüthigem Tone; widerlegt haben sie aber keinen der zahlreichen von Hasselmann angeführten Fälle. Der Antrag wurde gegen die Sozialdemokraten und Abg. Ewald abgelehnt und dann die De- batte geschlossen. ZZerlin. Zur Abstimmung über den Eompromißantrag Ben- nigsen ist noch nachzutragen, daß außer den zehn formell ans dem Fraktionsverbande aut geschiedenen Mitgliedern der Fortscht itlSpartei noch vier andere Mitglieder dieser Partei für das Compromiß gestimmt haben. ES sind die Abgg. Knapp, Lorentzen, Allnoch und Kisker. Bei den beiden Letztgenannten ist diese Abstimmung um so auffallender, alS sie den Antrag Ausfeld auf jährjiche Fest- stelluug der Frudenspräsenz unterzeichnet hatten. Klerkin. Ein bedauerlicher� aber unverschuldeter Jrrthum deS „Volksstaat", welcher eine in New-'�Iork gehaltene Rede des be- kannten Buchhändlers Alexander Jonas in zustimmendem Sinne abdruckte, giebt einem Berliuer Correspondenten verschiedener fort schrittlicher u ad nationalliberaler Provinzblätter Anlaß zu heftigen Schmähungen aus die sozialdemokratische Partei. An sich sei ihm das unschuldige Vergnügen gern gegönnt, aber wenn er sich selbst nicht scheut, den reinen Namen Johann Jacobys ohne jeden Anlaß mit Herrn JonaS in Zusammenhang zu bringen, indem er den Letzteren einen„Hauptagitator für Johann Jacoby" nennt, so ist es doch vielleicht von Interesse zu constatiren, daß dieser Sctibent, in welchem der„Volksstaat" einen Kostgänger deS Herrn Aegidi vermuthet, kein andrer ist, als der sortschriltliche Reichs- und Land- tagsabzeordncte Ludolf ParisiuS, der als literarsscher Hand- langer Eugen Richters sich eine kümmerliche, politische Existenz fristet. Ja dieser nützlichen, wenn auch nicht eben erhabenen Thätigkeit scheinen ihm freilich die Gewohnheiten des gesellsckaft- lichen Anstandes, welchen man auch politischen Gegnern schuldet, gänzlich abhanden gekommen zu sein. Was im Uebrizeu die sozaldcmokratische Partei nie zu der Gemeinheit veranlassen wird, den Spieß umzukehren und ihrerseits die Mitglieder der Fortschritts- Partei deshalb persönlich zu verdächtigen, wctl einer ihrer bekann testen Führer vor wenigen Jahren tn Koburg wegen derselben Begehen kriminell verurtheilt wurde, wegen deren Herr Jonas seinerzeit Europa verließ.(Wir nehmen also den gegeu Herrn Aendi ausgesprochenen„Dank" zurück. Red.) Kannover. Der vom 5. bis 9. April zu Hannover tagende Eisen- und Metallarbeitcrcongreß erklärt: Da die Former der Gießerei von R. Lohse und Comp, zu Hamburg, wegen Maß- regelung von 12 College», hervorgerufen durch die Agitation für die ReichstagSwahl, sich feit dem 1. Februar im Strike befinden, ist e» Pflicht eines jeden Arbeiter», den Zuzug von Hamburg fern- zuhalten, sowie auch die Strikeudcn zu unterstützeu. I. A.: G. Stöckel. Unterstützungen wolle man senden: Hamburg, St. Pauli, Kielerstraße 16, an C. Strathmann. Briefkasten der Redaktion. F. Holzwarth in Berlin: Ihr Bater ersucht uns um Ihre genaue Adresse. Da wir dieselbe nicht xnr Hand haben, bitten wir Sie, die Adresse selbst nach Wien zu übersenden.—(£. in Dresden Die Namen aller der braven„Bollsvertreter", welche f iir die Feststellung der Präsenzstärke gestimmt, ver'ösfentlichen wir in nächster Nummer. B. Chem- nitz: Der Aufruf erscheint in Nr. 40. der Expedition.'B, Nach größeren Srädten sind Plakate mit gleicher Adresse ver- sandt und ersucken wir die Collegen, dieselbm möglichst zu verbreiten. D. O. r-c Dienstag, den 21. April, Ab mos dalb 9 Übe: Btr- (yumwUiji} sammiung der Stepper und Borrichter in Eberhahn'« Lokal, Zeughausmarkt 31. Tagesordnung: 1) Besprechung über die Gründung des Vereins, so- genannter selbständiger Stepper. 2) Beschlußfassung über die Zeit der kommenden Generalversammlung. lS4i. Es wird dringend gewünscht, daß Alle, in diesem Fach be- schästigten Arbeiter und?lrbeitgcber erscheinen. T. Köhler, Vors. K 881 2 »tsl rttfj 'tttie folg 2 CWtttTtltVrt Gewerkschaft der Holzarbeiter. Mittwoch, den 22. April, Abends halb 9 Uhr: Mit- glieder-Versammlunp im Lokal de« Herrn Eckhardt, Schoppcnstehl 22. Tagesordnung: 1) Abrechnung vom verflossenen Quartal, 2) voi» Fcstcomite. 3) Besprechung über eine Vergnügnugstour. 4) Wahl eine« Bevollmächtigten. Es ist Pflicht eines jeden Mitgliedes piinkilich zu erscheinen. Ed. Prep, Bevollmächtigter. Hamburg u. Umgegend NÄifAg W kJ•" tjtuiw t/ i4UL. liifCi*", liche Eigarrrnarbciter-Versammlung im(Orpheum) Nenst-Nenstr. 25. Tagesordnung: Fortsetzung der Berathnnz zur Besserung unsrer Lage. Verschiedenes._ I. A.: Gustav Herzig. -euß °ei lbstl fferi '"B orfl Itttie »e' 'ünt tage hä Metallarbeitergewirkschaft für Leigzig u. Umgegend. Montag, den 20. April, Abends 8 Uhr: Sitzung bei Fröhlich, Nicolaistr. 38.— T.-O.: Anträge zur Generalversammlung- Wahl einer Eomisston zur Statuteuberathung. Aufnahme neuer Mitglieder.— Zahlreiche» Erscheinen nothwendig. D. B. Leipzig ArbeiterbildungSverein. Sonntag, den 26. April: Frühlingsfest verbunden mit Concert, Gesang und Ball im Gasthof zur„goldene» Krone" in Eonnewitz. Anfang Nachmittags 4 Uhr. Mitglteder n. Freunde des Bereins sind hierzu freundlichst eingeladen, z Der Borstand. Der Sohn eines Parteigenossen von hier oder auswärts, welcher Lust oat, das Schuhmacherhand' werk zu erlernen, kann unter sehr günstigen Bedingungen bei I. Frank Breiteweg 70 in die Lehre treten._[2a] a fcei »tio übe °lkS' Betii -ld jid Ne a«' ;en ttt .fiitii 'fttit !tt« % Sonntag, d. 26. April, von Nachmittag, halb 2 ab: Telegirten-Eoitfcrcuz für die Provinz Sachsen...� im Ilemcn Saal des Herrn Hecht zu Staßsnrl. i°°e> Vorläufige T.-O.: 1) Die Anbahnung einer planmäßigen einheitliche»�!« Agitation in der Provinz sowie im Herzogthnm Anhalt. 2) Ueber eiM-bei gleichmäßige gemeinsame Beschaffung ber hierzu erforderlichen Geldmittel- D Die Mitglieder der verschiedenen Orte werden aufgefordert, sich durch«jss, je 2 stimmberechtigte Delegirte vertreten zu lassen. Alle« speziellere � brieflich. Der Borstand de« Central-Lomite'«.[2al jt� Sonntag d. 26. April, v«n�Nachmittag»�4 Uhr ab � Allgemeines Arbeiterfest in den Räumen des Hecht'schen Lokals. Bestehend in Instrumental- Concert, Deklamatorische-Bvrträge, Festrede j.. und Ball. Eintritts- Preis für Parteimitglieder 5 Sgr., Damen frei.» ,■ Alle Parteigenossen von Nah und Fern sind zu zahlreichem Erscheine«�� hierdurch eingeladen�___ Da« Festcomite.[2a'1.ffl! Allen ParteHenossen und Freunden rufe ich bei meiner Abreise nach,� I München ein herzliches Lebewohl! zu und erwarte von denselben, daß/bp sie noch wie vor mit Eifer und Energie für die Ausbreitung unserelM Prinzipien thätig sein sein werden. Zugleich ersuche ich alle Diejenigen."�) welche mir noch Restbeträge für entnommene Schriften schulden, dieselbe, MWWWWWMWWWWWWWWWW�~'K Gelder baldigst an de» neuen Bertranensmann, Herr» Carl Jußst Graben 7, Hof 2 Treppen abliefern zu wollen.» Breslau, den 15. April 1874. Heinrich Oehme, Ohlaucrstr. 52 lttsj, Zwei gute Rockichiikider können bei gutem Lohn sofort bei mir ansaugen. E mil A schenbach, Parkstraße 4 .Arbeits-Ucksvii. Aecht Englisch Lederhosen ä Stück 1 Thlr. 16 Sgr. „ Cord-Hosen ä Stück 1 Thlr. 15 Sgr. „ Starke Stoff- Hosen ä Stück 2 Thlr. 15 Sgr. r Militär- Drillhosen ä Stück 1 Thlr. „ Baumwollene feste Arbeitshosen ä Stück 27'/, Sgr. 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