(fr, «. tg« ikr lb. itj it. R. n| w. )(• X. l. Erscheint in Leipzig Rittwo ch,Freitag,S onn lag. Bestellungen nehnien an alle Postanstalten u. Buchhand- lungen des In-».Auslandes. Filial-Expeditionen für die Vereinigten Staaten: F. A. Sorge, Hox 101 Hoboken, N. J. Wm. Lneders, 409 Maystr. Chicago, JU. Peter Ha«, 8. W. Corner Third and coates str. Philadelphia, Abonnementspreis: Für Preußen incl. Stempel-- steucr 21'/» Sgr., für die übrigen Deutschen Staaten 16 Sgr. pro Quartal. Monats- Ab«nnement« werden bei allen Deutschen Postanstalten auf den 2 tot u. 3 ten Monat und auf den 3 tot Monat besonders angenommen, im Kgr. Sachsen u. Hrzth. Sachs.-Altenburg auch auf den 1 ten Monat a 5«/. Sgr. angenommen. OrgandersozialdemokratischenArbeUerMrteiMdderinternationalenGelverksgenossenschaften. Inserate, die Abhalmng von Partei«, Berein»- and LolkSrersammlungen, sowie die Filial- Erptditioncn und sonstige Partei- Ar gelegenheiten betreffend, werden mit 1 Sgr.,— Privat« und Vergnügung«- Anzeigen mit 2 Sgr. die dreigespaitene Petit-Zeile berechnet. mg md �r. 51 Somltag, 3. Mai. 1874. rif- ig« ne- icht eae la- icht. 9f ia", it >, et- Ihr, in« igen und nah ung bei ng; dii' rltf t. t S- h nO' orn- DtO- Illl- m Ter sterbende Fechter. Berlin, den 28. April 1874. � Ein schönes, ein antikes Bild das!— Da liegt der wohlgc- schulte, muskelstarke Gladiator, im Zweikampfe von seinem ge- schickloen Pattuer todeswund geschlagen und sein Fechtmeister hat ihm die Regeln seiner Kunst gtiindlich eingepaukt, so daß er nicht blos elegant zu fechten, sondern auch schön zu sterben weiß. Lang- auSgestieckt, gestützt auf den linken Arm, die wunde Brust hoch Zvm Todesstoß erhoben und daS Antlitz gegen ten Sitz des all- Aächtigen Cäsar gewendet, so starb der römische Fecht.r kuvstge 'echt!— Und sein letzter höchster Stolz, ein gnädiges Beifalls- dicken seiner Majestät.— Unwillkittiich stand dies Bild vor unsren Augen, als wir bei dir dritten Lesung deS PreßgcsetzeS die parlauientarischen Fechter deS Fortschrittes in der Arena sahen.— Motteler hatie ihnen wahrlich mit Redt bei der Milttärgesetzdebatte «in„Salve Cäsar"(den Gruß der Fechter des alten Rom, wenn [sie zum Kampsspiel vor ihren Kaiser und seine Edlen traten) »us die Lippen gelegt.— Ter Fortschritt macht seine Fortschritte im eleganten Sterben und lodeswund getroffen durch seine Zustmr «»ng zum Militär-Compromiß, bot er zuletzt die stolze Brust C k, 'bereuwillig dem'apferen Gegner am Regierungstisch, zum Todes- Haudelrmnuftcr Bauhanö, nachdem er auf den Schatz von Schwefel- sl-ß. zum Strich durch den§ 21 des Preßgesetzes, der den �-tallen, welche, durch diese Bahn vorauSstchtlich gehoben werden -Zeugnißzwang der Redakteure ausschließen sollte. Es war können, hingewrcierr, folgendes: Preußen ein Amt gibt, dem gibt er auch den Verstand, wird be- denklich in Frage gestellt, an einer«bewährten" Tradition wird gerüttelt. Daß die Gensd'armen zc. übrigens ungeeignet zur Uebcrwachung politischer Versammlungen sind, ungeeigneter, als ihre diensteifrigen Vorgesetzten, wird man gern zugeben." Nun, in Sachsen hat man sich zu dieser Erkenntniß noch nicht aufgeschwungen, wie wir auS eigener Erfahrung bezeugen können. —«Geständniß einer schönen Seele." In der letzten Nummer der..Gleichheit" lesen wir:„Den Vertretern und„Len- kern" der„besten der Welten" entschlüpfen mitunter im Feuer der Rede oder-n der Hitze des Gifechtes Geständnisse über die modernen GesellschaflS,usiände, die sehr bemerkenswerth sind. Ein besonders schönes Stück lieferte vergangene Woche ein k. k. öfter- reichischer Minister. In der Sitzung des Abgeordnetenhauses vom 17. April 1874 stand unter anderem das Gesetz,„betreffend die Herstellung der projekiirten Bahn vcn Andi.ßenhofen, eventuell Schärding über Ried, Attnang, Ebensee, Ischl und Aussee nach Steinach, zum Anschlusie an die aus Obersterermaik nach Salzburg und Tirol führenden Eisenbahn" auf der Tagesordnung/ In seiner Erwiderung auf die Gegner dieses Gesetzes sagte Herr «m Moment voll bitieren Humors, ein Bild so klassisch, wie eS der preußische Parlamentarismus selten erlevl.— Herr v. Hover- deck äußerte nemlich gegen die Regi-rungsvertreler den Wur sch, zu -hören, was die Regier ung zu diesem Paragraphen gemeint sei. Herr v. Delbrück erwieverie in einer etwas allgemeineren Eni- gegrmng, die wir das Ansagen deS Hiebes ne.men möchten, um den FcchteravSdruck zu gebrauchen.— Herr v. Haverbeck rcpli- iirt, daß er zu hören wünschte, ob die verbündeten Regierungen, die Annahme oder Verweisung der ganzen Vorlage, von diesem Paragraphen abhängig machen würden und Herr v. Delbrück duplizirr hieraus ein unzweideutiges„Ja" mir eiligen Worten mehr.— TieS genügt, das Schicksal des Paragraphen zu entscheiden und die Männer des Fortschrittes für Streichung, ftlso für den Zeugnißzwang der R-dakteure stimmen zu lasten! r- Sagen wir zu viel, wenn wir behaupten, daß dies der TodeS- goß, der freiwillig und elegant entgegengenommene, für den Fort- Ichrrtt war?— Armer Mann! Er stirbt im Diersts der Frei- hell, er sagte es, der.« für Preußen ist ein Preßgcsitz mit Zeugen- imang der Redakteure eine freiheitliche Eroberung. Und dann �anlionen und Stempel gefallen—«lle» Gründe zum Kapitulüen und sreiheitliiden Abdiziren(Abdanken). Wir wollen »lil den Herren nicht darüber hadern, daß sie an den Folgen der �vn uvS schon längst gekenuzeichneien Gruncsatzlosigkert sterben Güsten, so ganz ohne Ruhm und Martyrium, N'chiS zum Lohn !°lS Pas zweifelhaste L?eisall»icken der Cäsarianer und den Wahn- jidanken, daß sie im Dienste der Freiheit sterben. Verlacht und licht bemitleidet von dem Volke, das so lange einen Helden in *im Fortschritt sah, bis er sich im Gewände der tragischcn Komödianten sterbend, widerstandslos vor seinen Gegnern zur !�tde legte.— Heil Dir Cäsar, die Sterbenden schmachten 'loch Deinem Wohlgefallen!— Ein warnendes Bei piel für politische Parteien, die den Plan �«S offenen Kampfe« verlassen, um in der sandigen diplomatischen Mirena nack Dressur und Regel sich ablhun zu lasten. Wahr- 'ich, die Gladiatoren deS alten Roms, die ihren höchsten Ruhm horin suchten, von Denen bewundert zu werden, zu deren Lust ind Augerweide sie sich zersteiscken und sterben mußten, sie Händen auf einer Höhe der Selbstverlcuznung, die heute den senkenden mit Mitlerd und— Ekel erfüllt;— aber ihre Nach- !olger aus parlamentarischem Gebiet, stolz, als freie Männer und licht als Sklaven den Kampf zu führen, sie haben mehr geleistet, l>ehr in der Selbsttäuschung, mehr in der Selbstverleug- .«irng!— Wir weihen ihnen dieses Blatt und bedauern, solchem löeldeutdume nicht errnral die Anerkennung des guten Will-nS hehr zollen zu können. Der sterbende Fechter, der sein Schwert � den Sand legte und seine letzte Krafianstrengung darauf ver- bindete, elegant zu sterben, hat Größere« geleistet, als der Fort- Witt, der die Freiheit in der That dreinwirst, um eine liberale Phrase zu reiten.— Jenem unser Mitleid— Diesem "ie Peitsche!— 34- Iis« Politische Uebersicht. Gegen die Geosdarmen. Der«Fnrnkfurter Zeitung h'» ,8. April) wird»u« Schleswig unt-rm 2S. April geschrieben: «Unsere Regierung beschäftigt sich bekanntlich seit langer Zeit Jfag mit dem Sozialismus, und in der letzten Zeit in einer für id anerkennenden Weise. Sie macht nämlich mittelst Reskripts � Polizeibehörden darauf aufmerksam, daß die Versammlungen Sozialisten oft nur von Gensd'armen oder sonstigen niereren f'Ujtifcebiemen überwacht würden, was sie nicht für paffend �itin könne. Die benannten Beamten feien nur ausnahmsweise 7 Stande, etwaige strasbare Ausschreitungen aufzufasten und j'en angemessen entgegenzutreten. Es müsse daher die Vertretung i.1 Polizeiverwalter durch Osfiziale d r bezeichneten Art auf Be- hderurgsfälle der erfieren, und wenn eine gewisse Garantie für � Oualtiäi der Stellvertreter vorliege, deschräokt bleibe». In 5»*unst muß der Landrath seine Zustimmung zur Vertretung. ( k<». Ob die Gensd'armen bisher zu viel oder zu wenig gethan' N»»deit heftiger zu fem pflegt? "ten, bleibt darnach zweifelhaft, aber der Satz: wem Gott tn!•)<&t leben misire Frennbe, die Femdel „Ganz neue Industrien würden geschaffen werden, die auch den wirklich veikommenen Salincnarbeitern neue NahrungS- quillen zuführen werden." Nach dem Sitzungsberichte der„Neuen Freien Presse" folgten auf diese Worte„Bravos" im Hause, wahrscheinlich aus Entzücken über die„neuen Nahrungsquellen", welche durch diese projektirte Bahn den„wirklich verkommenen Salinena' beilern" zngeführt werden. Es fiel natürlich niemandem im Hause ein, den Herrn Minister zu fragen, warum denn diese Arbeiter„verkommen" seien, indem sie doch Arbeiter deS k. k. AerarS, Lohnarbeiter der k. k. österreichischen StaatsoermögenSverwaliung wären?— Diese „wirklich verkommenen Salinenarbeiter", die in dem prachtvollen östrrreickischkn Salzkammew ut im Schweiße ihres Angesichts und unter bestäudige« Lebensgefahr tief unter der Erde arbeiten, wäh- rer.d auf der Erde in Ischl, Gmunden und Salzburg die„Cieme der Gesellschaft die Früchte des Volksfleißes verjubelt; diese Ar- beiter erhalten zum großen Theile einen„Lohn", der unglaublich klingt. Vielleicht zwanz'gmale schon haben sich diese Arbeiter an die Presse, an den Reidsratd, an daS Ministerium, ja an die Krone selbst gewendet mit ihren Bitten um Abhilfe ihrer erbarm- lichen Lage— vergebens. Der Lohn der dritten Kategorie dieser Arbeiter, vom Staate ausbezahlt, beträgt nach der neuest n„Lohn- ausbeffeiung" pro Tag 65 Kreuzer(— 13 Groschen) österreichischer Währui g!! Uoter diesem Lohn versteht der Herr Minister BanhauS wahrscheinlich die alte„Nahrungsqnelle" jener Arbeiter, da er ihnen durch Schaffung eiuer Bahn„neue Nahrungsquellen" ve> spricht. Wir dachten, für die eine der großen„Hilssquellen", welche Oester- reich auS der Thäligkert der Salinenarbeiter entspringt, wäre der Siaat selbst verpflichiet, die mensüliche Ernährung seiner Lohn- aibtiier zu besorgen, nicht aber, daß er sie für ihre Thätigkeit „wirklich verkommen" läßt und mit ihrer Nahrun göhcffnung auf „neue Industrien" verweist." — Der Mürchener Correspondent deS BiSmarck'schen Leib blatteS, der„Norddeutschen Allgem. Zeitung" deuunzn te kürzlich, — Der„Neue Sozialdemokrat", welcher.in seiner Mittwochs- nummer die Motteler'sche Rede nach dem Resumä der V. C. Cor- respondenz zum Abdruck bringt, macht bei dein ziemlich am Schluß vorkommenden PassuS von„der Bewaffnung der Intelligenz gegen die Unkultur" zwei Fragezeichen(eins hinter„Intelligenz", daS andere hinter„Unkultur"), und bemerkt dazu: Wir haben die beiden Frag-zeichen zum Schluß der Rede gemacht, da wir uns keine größere Jntelligeu; den romanischen Franzosen gegenüber und diesen kerne größere Unkultur zuerkennen wollen; daS mag der Redner oder die Correspondcnz selbst verantworten." Die betreff sende Stelle ist in der V. C. Correspondenz ungenau wiedergegeben. Aus dem stenographischen Bericht erhellt auf daS Deutlichste, daß unter den Vertretern der„Unkultur" die Russen verstanden sind. Wir erwarten, daß die Redaktion des„Neuen Sozialdemokrat" von dieser Richtigstellung Notiz nehme. — Parteigenosse Most ist am 29. April im Expeditionslokal der„Süddeutschen VolkSstimme" zu Mainz verhaftet worden, wozu teleqraphische Weisung von Berlin gekommen war. Er soll gegen den§ 130 des ReichSstrafgesetzbuches in einer VolkSver- sammluug verstoßen haben. — Parteigenosse Daschner, der in den Gefängnissen von Hu berlnSburg, WermSborf und Dresden eine sechszehn monatliche Haft verbüßt hat, ist sofort nach seiner Freilassung auS Dresden auS- gewiesen worden. — Zu Frankfurt a. M. ist Parteigenosse Maschinenbauer Jacob i auS Liebertwolkwitz wegen einer angeblich„anfteizenden" Rede verhaftet worden. Innere Partei-, Bervaltanh«-«vd Organisations- Augelegeuhkiten. An die Parteigenossen! Die Ausbreitiing der Partei hat in letzter Zeit, wie dies über- Haupt seit der lebhaften ReichStagSwahlagitation b�nerkbar ist, einen elsrenlichrn Fortgang genommen. Nachbenannte drei neuen Mitgliedschaften bringen wir Euch hiermit zur Kenntniß: Aachen, Vertrauensmann Joh. Marx; Allstedt i. Thüringen, Vertrauensm. C. Grunitz; Riesa, Verttauensm. Herm. Kühne. Folgende VerlrauenSmänner sind neu vorgeschlagen und von u»S bestätigt worden: Coburg: Carl Krämer; Landshut: Heinrich Wünschner; Niederwürschnitz und NeuölSnitz: Gottlieb Krause. Mit Gruß! Der Ausschuß der sozialdemokratischen Arbeiterpartei: I. A.: A. Geib, RödingSmarkt 12. H. Benneke, kl. Schäfertamp 34. GeweMgim ossenschattliches- Gewerksgenossenschaft der Manufaktur-, Fabrik- und Hand- arbeiter. ßrimmitschau. Fortsetzung zu Nr. 45 des„Volksftaat" von 1873. Augsburg: VerttanenSmann: L. Schlude,(in der mechanische: daß in Nürnberg„die Hand' der Polizei" nicht schwer genug Baumwollen-Spinnerei und Weberei), Beitragsammler: M! Ulme, auf den Sozialdemokraten ruhe. Die Denunziation hat sich als vH- 68 Jaeobi-Vorstadt), Sontioleur: H. Becher in Lechhausen wirksam erwiesen, denn man schreibt unS aus Nürnberg:!Wandergeld zu erbeben beim Beitrag! ammler, Marke beim Ver Unsire B>hörden sind plötzlich der Ansicht gewordot, die Nürn- trauensmann berger Mitglieder der sozialdemokratischen Arbeiterpartei seien ein „politischer Verein". In Folge dieser„Ansicht" wurde denn auch die M tgliedschaft al«„politischer Verein, der mit andern politi- scheu Vereinen in Verbindung steht",'aufgelöst. Die Mitglieder des Ag>tationscomi:äs wurden Morgens früh um 6 Uhr mit einer Berlin: Vertrauensmann: L. Ficker(Blumenstraße 51b, bei Schulz), Beitragsammler: Audr. Schramm, Andreasstr.rße 41, 3, bei Simmrock, Controleur: Ortlcb, Weinstraße 21, Wandergeld bei H. Döring, Grüner Weg 34. Apolda: Vertrauensmann: E. Werner gwohnt bei Comuiis- Haussuchung überfalie» und sämmtliche bisherige einge chrie- sionär Ewald, Schützenstraße 29), Schriftführer: F. Poser, Lin- t......■___ 1.-V.».. t.;■...(t\ ina«T Ö.l.n-r.Vtohrnhnvt 79 denen Mitglieder, circa 700 an der Zahl, wegen Uebertretung deS VereinsgesetzeS in Anklagezustand versitzt. Natürlich ist gegen dies Verfahren Veschweide eingelegt. „Vivent nos amis, les eunemis!"*) ruft unser Correspondent auS! Jawohl, sie sollen leben! denn die Nürnberger Polizei charakterisirt sich selbst und den ganzen Polizeistaat von heute durch ihre Hand- lungSweise s» trefflich und»eist seine UnHaltbarkeit so schlagend nach,»ie wir eS schwerlich fertig bringen könnten. Der„Massen- Prozeß", der in Aussicht steht, wird auch das Seinige thun, um WielandS«Abderiier." wieder zu den verdienten Ehren z« erheben. — Uolzende Eckoppenstadtiade wird au« Altona ge- meldet: «Die öffentlichen Volksversammlungen, welche die Lassalleanische Partei gewohrter Weise an den Sonnabend-Abenden veranstaltet, dürfen laut einer von der Polizei erlassenen Verfügung fortan nicht mebr über 10 Uhr hinaus währen.— Trifft daS Verbot nur die Versammlungen der„Lafialleanischen Partei" und ans welches Gesitz beruft sich die Polizei?" Wir kennen ein anderes Schöppenstädt, in dem AehnlicheS vorkommt. Sollte die Polizei, welche mit ihrem Polizeiver stand den Sozialismus bekanntlich für eine„Krankheit" hält, sich etwa auf die Tdaisache stützen, daß daS Fieber in den späten Nacht- denberg D. 129, Beitragsammler: A. Kelzner, Heidenberg 72, Controleur A. Ludwig, Sandgasse. Chemnitz: V.: C. A. Walter, Weber. Paularnoldstraße 13, 4. Gera: V.: Geichner, Greitzergasse 14, B.: C. Mergner, C.: M. Trentsch. Hahnstraße 9. Briefe an C. Getthner Greizerstr. 14. Rani« i. Th.: Aug. Seifert, Zimmermann, B.: Carl Linke, Walker, C.: Zriedr. Reis, Schuhmacher, Wandergeld beim Vertrauensmann. Nowawej b. P-tzdam: B.: F. Stuckenbruck, Kreuzstraße 4, B.: A. Braun. Nendorf, Lattermann'« Hau«, C.: A. Schwarzen- berg, Kreutzstraße 1, Wandergeld beim Vertrauensmann. MünchenbernSdorf b. Gera: V.: Hartwig Hartmann, Weber, B.: Eduard Rudolph, C.: Ernst Schneider, Wandergeld beim Vertrauensmann. Meerane: V.: Herm. Tod, Böhmerstrrße 217o. Wolfen büttel: V.: F.d. Holzhäuser, Neuestraße 14, B.: H. Köhler, C.: Georg Ltddecke, Wandergeld beim Vertrauensmann, Fremdenvo kehr bei Gastwirth Grobleben am Schloßplatz. Siollberg: V.: Fr. Oesterreich, Schloßgasse, B.: Otto Neu- bert, C.: E. L. Ficker, Wandergeld beim Bevollmächtigten. Crimmitschau: V.: H. Pötzsch, Jacobgasse 344, B.: Gust. Rother, Franksurterstraße 517, C.: Louis Hupser, Marienstr. 177aa, Wandergelb bei SeipelS, Restaurateur. Broitzem b. Braunscbweig: V.: Th. Lampe, B.: H. Nedder- meier, C.: F. Brüningk, Wandergeld beim Beitragsammler. t Magdeburg: V.: W. KleeS, Tuchhändler, Neuweg 14. B Aug. Börsch, Maler, Schloßftr. 9, 2, C.: W. Bachmann, Schrift setzer, Wandergeld 12—1 Mittags und 7—8 AbendS bei Börsch Pößneck: B.: Rob. Straßburger, Thurmstraße 504, B. Heidenreich. De üben b. Dresden: B.: Friedr. Huhle, Kirchgasse 94. Groß- Stöckheim: V.: Heinrich Lampe, B.: Wilhelm Grun nert, C.: Christian Möhle. L eiferte: V.: Ludwig Veit, B.: Fritz Martens, C.: Friedrich Möhle. Dresden: V.: Otto Hoffmann, Christianstraße 1«, 4, B> Ernst Berger, Schäferstraße 74, 2, C.: Hermann Däfchncr, Birfchen bei Dresden. Gewerkschaft der Schuhmacher. Hotha. Anträge zur Generalversammlung: Chemnitz 1) Dem § 3 des Krankenkaffenstatuts folgende Fassung zu geben: Der regelmäßig zu zahlende MonatSbeitraa an die Kasse beträgt 6 Gr. Jedes berechtigte Mitglied erhält während der Dauer der Krank heit eine Unterstützung von 4 Thlr. pro Woche; 2) daß sämmt- licheS Material(Ortsstempel. Hauptbücher für die Lokalkasse) von der Hauptkasse der Gewerkschaft angeschafft wird: 3) daß eine Krankheitsstatistik eingeführt wird.(Zu diesem Antrag haben wir zu bemerken, daß die Verwaltung sich über Einführung der Diag- nosen geeinigt.) Coburg stellt den Antrag, eine dritte Klasse bei der Krankenkasse einzuführen. Offenbach: 1) im ß 2 Punkt K zu streichen; 2) zwischen§ 25 und 26 einzuschalten: Wenn der Gewerkschaft von irgend welcher Seite außerordentliche Gefahr droht, so sind die Beschlüsse der Generalversammlung für die Gewerkschaft bindend; 3) Errichtung direkter Wanderunterstützungskaflen. Unter zeichneter beantragt bei§ 9 des GewerkschastsstatutS anstatt 9 Mit- glieder und 2 Stellvertreter zu setzen: Derselbe besteht auS 5 Mit- gliedern und 2 Stellvertretern. In Chemnitz ist Bev. Karl Walther, AugustuSburgerstr. 73 ev Mit Gruß Für die Verwaltung: W. Bock. Allgemeiner deutscher Schneidervcrein. Araunschwerg, 26. April. Wie uns aus Bayreuth gemeldet wird, ist der Strike nunmehr beendet, und ist derselbe zu Gunsten unserer Collegen ausgefallen. Daß der Kampf ein hartnäckiger war, hatte seinen Grund hauptsächlich darin, daß einige Meister dem Arbeitzeber- Bunde angehören, folglich nicht sogleich gewillt waren, den humanen Anforderungen ihrer Arbeiter entgegen zu kommen. Man beschränkte sich nicht allein damit, daß man die Arbeiter einzeln herbeizuziehn suchte, um mit ihnen zu handeln, sondern man nahm, nawdem sich unsere Genossen hierin nicht ein lassen wollten, die Localblätter zu Hülfe, trat vor das Publikum und sagte offen: daß die Forderungen ihrer Arbeiter unverschämt seien. Unsere Genossen hatten uns aber schon vor längerer Zeit berichtet, wie viel für jedes Stück an Arbeitslohn gezahlt wird, so daß uian berechtigt ist zu sagen, daß mit solchem Verdienste im Vergleich zu den enormen Preisen der Lebensbedürfnisse nicht mehr auszukommen ist, und war daher die Forderung unserer dortigen College» von 25 Prozent sehr gerechtf.rtigt. Deshalb wenden Letztere sich ebenfalls öffentlich an das Publikum, um dass.lbe zu überzeugen, daß sie nichi auS Uebermuth eine Lohnausb-sserung beanspruchten. Dies half. So haben unsere Collegen durch die Theilnahme des Publikum« und die reichliche Unterstützung unsrer seitS über die Hartnäckigkeit der Arbeitgeber den Sieg davon ge tragen. Hoch die Organisation! Diejenigen aber, welche sich noch nicht als Mitglieder der Ge werkschast zählen, mögen einsehen lernen, daß ohne Organisation und brüderliches Zusammengehen nichts zu erreichen ist. Wer darum sein LooS verbessern,'für sich und die Seinen Brod schaffen will, der trete ein in die GewerkSgenossenschaft! Der Arbeitsnachweis für Bayreuth befindet sich bei A. Schweizer, Mllnzgasse 170. Da in Wiesbaden eine junge Mitgliedschaft besteht und eben- falls eine Lohndifferenz vorherrscht, durch welche leicht ein Kampf entstehen kann, so ersuchen wir alle Collegen, den Zuzug nach dort fern zu halten. Diejenigen Mitgliedschaften, welche bis dato ihren Pflichten gegen die Hauptkasse noch nicht nachgekommen sind, mögen dies sofort thun, damit die Abrechnung gemacht werden kann. Mit sozialdemokratischem Gruß , Für den Ausschuß: C. Ludolph, Vors. Correspondenzeu Leipzig.(Denunziation aller Orten.) Am 24. d. M. theilte das hiesige, doppelt vinculirte Käseblatt die geistreichen Reden einer Tags zuvor in der Centralhalle consignirt gewesenen biederen Versammlung mit, die darin gipfelten, Beamte in Chem- nitz wegen„geheimer" Abstimmung„öffentlich" zu denunziren. ES wäre zu wünschen, daß neben den Namen dieser nicht cor- rumpirten und deshalb von den Nationalliberalen geächteten und verfolgten Beamten auch die das Gesetz mit Füßen tretenden Spione gebrandmarkt würden. Dasselbe Blatt theilte Tag« vor und nach obiger schamlosen Beamtenhetze ftohlockend mit, daß ein hiesiger Lieutenant infolge Denunziation(seitens eines„strebsamen" jüngeren Kameraden) seine» Dienstes entsetzt sei, weil derselbe an des Kaiser» Geburts- tage am Osfiziertische zum Kaiser- Toaste sein GlaS nicht er- hoben habe. Da der Arbeiter nicht in die Verlegenheit und die Gefahr kommt, bei dem Champagner seine politische Gesinnung zu offen- baren und dem Denunziantenhasse zum Opfer zu fallen, so können wir von einer Beleuchtung dieser neuen Art Verbrechen und dessen Sühnung absehen. Aber wir wollen konstatiren, daß die Denun- ziation auch im Militär nicht mehr als„ehrenrührig" angesehen wird. Während der, von der modernen Cultur noch nicht angegriffene Arbeiter für solche, von Gesetz und Moral verdammte Verbrechen vom Staatsanwalt gefaßt, oder von seinen Kameraden angespieen wird, ernteck' die Mitglieder solcher Kreise, die sich so gern als „Träger der Cultur" hinstellen und vor Allem„auf Ehre" halten, im gleichen Falle noch Beifall und Lob! Daß die zuerst erwähnte, auf Vernichtung des geheimen Wahl- rechts gerich-ete Denunziation volksfeindlich ist, liegt auf der Hand; daß aber die Stieberei im Militär ganz besonders dem Sozial- dewokraten gefährlich werden kann, wollen wir in Folgendem näher erläutern: Bekanntlich suchte am 6. d. M. der„heldenmüthige" Abge- ordnete für Leipzig, der sich bis zum„Extremen" für das Volk intercssirt und die„widerspenstigen" Jungen durch Heer und Flotte gefügig machen möchte, seine verdienstliche Absicht zur Veräußerung de« wichtigsten Volksrechtes vor seinen Mäklern zu rechtfertigen. Derselbe überbrachte neben abgedroschenen Phrasen betr. der Militärvorlagc die Nachricht, daß er bei dem„ModuS", die Soldaten theilS nach zwei-, theilS nach dreijähriger Dienstzeit zu ent- lassen, verbleiben werde, da die Aussicht auf 1 Jahr frühere Ent- lassung ein Sporn zu„guter Führung" wäre. 8e uou e vom, e ben' trovato(Wenn nicht wahr, so doch gut erfunden), würde Lamarmora beleuchtend sagen.— Wahr ist, daß seit einer Reihe von Jahren V, bis',2 jede» Jahrgangs bereits nach zweijähriger, oft noch weniger Dienstzeit entlassen ist; Dichtung, daß dabei die gute Führung maßgebend gewesen. Denn abgesehen davon, daß bei einer Compagnie vielleicht nur, bei einer gar keine Soldaten eine» Jahrgangs mit guter Führung vorhan- den, so machen die Rücksichten auf die Stärke und das Aussehen der Compagnie, häusliche Verhältnisse, die Unterolfiziere, Gefteiten, Spiclleute, Handwerker, Schreiber, Abcommandirten, Kranken, Arrestaten u. s. w. cS nothwendig oder wünschenswerth, die„gute Führung" nicht als Maßstab zu nehmen. Aber selbst angenommen, Herr„Volksvertreter" Stephani hätte iu gutem Glauben die dem eigentlichen Volke angehörenden Soldaten der Willkür ihrer Borgesetzten in Bezug auf zwei- oder dreijährige Dienstzeit preisgegeben, und die gute Führung wäre allein maßgebend— für den Sozialdemokraten bleibt in der von Herrn St. fanctionirten Willkür stets die drohende Gefahr, daß die„gute Führung" nach den in Wllhelmshafen ausaestellten Nor- men beurtheilt, daß diese Beurtheilunz von der„Denunziation" beeinflußt wird. C.?). P. Wesa, 24. April. Da wir nun auch in hiesiger Stadt eine Mitgliedschaft der sozialdemokratischen Arbeiterpartei gegründet haben, hielten w:r am Sonntag, den 19. April, im Schützenhausc eine Volksversammlung ab, welche sehr gut besucht war. Als Best Post limg gilii der Erpedition. H HP Cöln Ann. 3 Kr. Tonsumverein Lack«»' walke Schc. 3 Tblr. Arbeiter»». Freibura 2. Qu. 3 Thlr. Rummv„ u.(Jo. München Schr. Tblr. 3 3 3. F Wstst Hannooer 1. Q r 10 Thü /- Mllr Glauchau 1. Qu. 55 Thlr. Hg Bibecach Ab. April 6 Gr. 5 A Jmhf hier Ab. Mai 6 Gr. Töpfergewerksch. Dresden Ana. 7 Gr. Ml: St. Micheln Schr. 1 Thlr. 9 Gr. Sbndr Mannhe>m Ab. Mai Jack 3 Thlr. 29. Gewerksch. der Schnhm. AuzSburg Ann. 12 Gr; So;.' dem. Arbeiterpart. das. Ann. 11 Gr.; Arb.-B». das Ann. 4 Gr.; Lrta. Berein das. Ann. 3 Gr.: I. En kr das Schr. 4 Gr.; Eisen» u. Metllari' Fachver. Graz 2. Q i. 20 Gr. Hrmnn hier Ab. Mai Gr. 5 5. Ä. Zfl Breslau 2. Qu. 20 Thlr. Mür hier Schr. 5 Tolr. Brtrm hier 1. Q» 25 Gr. ThmS hier 2. Qu. Gr. 17 5. Jcb hier Ab. Mai 6 Gr. 9 Hnch« Eöln Schr. 7 Gr.: Eigarrenarb.-Ber. das. Ann. IG Gr.; Agit»' tionscomite das. Ann. 1 Thlr.; Arbeiterpartei das. Ann. 22 Gr. Lchi» u. Scharst Augsburg: Ihre Ann. kostet 5 Gr. F. M. Danztg: Ja. � Zand f. pol. Gemaßregelte. B. S. M. E. F. hier S Gr.______ GenossenschastSduchdruckerei. Antbeilscheine bez. Antheilquittnngen erhielten ferner: Ja Leipzig B. 25 T°lr., in Eöln S. U. 2 Tblr. Bo 401 8. 1 COJ Berlin Sostaldemotratische Arbeiterpartei. B ez i r k« v er s a m m l u n g« n: Montag, 4. Mai, Aoends 8 Uhr, Priuzcnstraße 72, bei Carla»(Oberer Saal): Proletarier aller Länder vereinigt Euch! Bo-traz de« Hecra Hella« Berschiedene«. (Zu dieser Versammlung werden kleine Placate ausgegeben.) Dienstag, 5. Mai, Abends 3 Uhr, I Cafee HauSman«, Elisabeihstrape 17: Vortrag de« Herrn öruchmüller. Diskusfion und Berschiedene«. sstr Die Parteigenossen werden;a zahlreichen Besuch eingeladen. Da« Agitation»• Eomitä� g � �TCötlCN J"tera. Metallarbeiter» GewerkSgenossenschaft. � st�> Tagesordnung hatten wir gewähft:„Die Sozialdemokratie und �r Bevollmächtig., der hiesigen Mugliedschast.«»� �' ihre Ziele und das Contraktbruchzesetz," über deren ersten Punkt j�per, wohnt Langestraße Nr. 5, 1 Treppe. Parteigenosse Geier aus Großenhain referirte. S.lbiger beleuch Der Bevollmächtigte. C>. tetc und erklärte unser Programm in tr-ff-..d-r Weise Uober den>».x a."Sv �Montag, de» 4. Mw�-bend« 3 U« Wm zwecken Punkt der Tagesordnung refenrte Parteigenosse Kufahl U..Vi, Parteiverfammiang!fe«n vi\& anX*»» ♦ v» di.iv» SiTv'fi /»»4avm dsflrt v n M> t»:..» � t(/ C f J"., f.,;>>.,„ r.'. CiL}---—' v aus Großenhain. Dieser führte den Arbeitern den großen Schaden in der kl. Eschenheimergasie 26.— Tagesordnung: D e polizeiliche Aast vor Augen, welchen jene Paragraphen bezweckten und empfahl den löfung vom 27. d. M. und Beschlußfassung über Beschwerde dagegen, f,, Arbeitern, gegen selbige zu proteftiren und eine Resolution an de.V Parteigenossen! erscheint zahlreich! Gäste köiineu eingeführt werde«-, Reichstag abzuschicken, welcher Vorschlag auch einstimmig ange__ Der VertrauenSmanmI�i< nommen wurde. Die Versammlung ging mit dem Gesänge des tftittltnttk'?? Gewerkschaft der Holzaroeiter Iväuz Liedes auseinander:„Es tönt ein Ruf von Land zu Land, ihr.»hl. Mittwoch, den 6. Mai, A-end« halb 9 Uhp- Ber- s Armen reichet Euch u f w" sammlung bei Eckbarvt. Schoppenüehl 22.— Vortrag de« Hrn. Sjorllg � Uns», Mi.gliedich'aft ist' i�ilich nnch°i«. s-h- ft-,....»i..w....... den Herren Fabrrkanlen und Consorten zu danken haben. Unfern» Tbümmler, Be°°llmächti.,.er. Vertrauensmann möchten sie gern wieder vom Posten haben, denn �--- 1~n.„. �--—"fr,» e» ward diesem von seinem Meister kundgethan. daß von der HaUlbUrü Montag dm 4. Mai,«veno» halb 9 Uhr: Ses«l-ssntzW>. Pollzeibehorde rln Schreiben angelangt sel, worin �der Meister er- Versammlung in Hansch' Elublokal.— Tagesordnung: heiten._____________ Der Vorstand.! l Mittwoch, den G. Mai, Abends halb 9 Uhr: tm ucht wurde, ihn sofort zu entlassen, falls er da« Oberhaupt jenes Vereins bleibe; freilich hat er das Schreiben nicht zu sehen be- kommen. Auch sind von Seiten der Fabrikanten an die Aibciter ähnliche Zumuthungen gestellt worden. Trotz alledem verlieren wir den Math nicht und gedenken in 14 Tagen wieder eine Volks Versammlung einzuberufen, eS fehlt uns bloS an einem tüchtigen Referenten. Die Adresse des Vertrauensmannes ist: Hermann Kühne, pr. Adr. Hrn. Bäger, Käferberg in Riesa. Mit sozialdem. Brudergruß und Handschlag Emil Thomas, Schriftführer. Weichenöach i. W., 25. April. Das heutige Amtsblatt enthielt außer vielseitiger Berichterstattung über die glänzende allerwärtS begangene erste Geburtstagsfeier deS sächsischen Königs folgende amtliche Bekanntmachungen: Etiler Verordnung der Königlichen KreiSdircktion zu Zwickau zu Folge wird die in Reichenbach bestehende sozialdemokratische Arbeiterpartei, weil sich solche als ein nach§ 24 des Vereinsgesetzes vom 22. Nov. 1858 unzulässiger Zweigverein der allgemeinen Deutschen nach den Eisenacher Beschlüssen sich regelnden und dort ihren Sitz habenden sozialdemokratischen Ärbeiterpactei darstellt, hiermit aufgelöst und werdenderen weitere Zusammenkünfte und Versammlungen verboten, mit dem Bemerken, daß nach Z 25 des angezogenenen Gesetzes für etwaige Zuwiderhandlungen nicht bloß die Vorsteher und Schriftführer, sondern überhaupt alle Mitglieder, welckie daran Theil genommen haben, verantwortlich sind und nach 33 des gedachten Gesetzes diejenigen, welche einem aufgelösten Vereine noch ferner angehören, mit Geldstrafe von 1—100 Thlr. oder dreitägigem bis sechsmonatlichem Gefängnisse zu belegen sind. Reichenbach, 24. April 1874. Da» Königliche GerichtSamt. Forkel." „Seit einiger Zeit werden in verschiedenen O- tschaften für die Zwecke der sozialdemokratischen Arbeiterpartei Sammlungen in der Weise veranstaltet, daß einzelne damit beauftragte Parteigenossen mit Sammelbogen versehen in den Häusern herumgehen und um Geldbeiträge zu einem UnterstützungSfond bitteu. Derartige Tamm- lungen werden hiermit auf Grund von tz 103 der allgemeinen Armenordnung vom 22. Oktober 1340 für den hiesigen Amtsbezirk verboten, Zuwiderhandelnden aber wird Geldstrafe bis zu 50 Thlr. oder verhältnißmäßige Gefängnißstrafe angedroht. Reichenbach, 24. April 1874. DaS Königliche GerichtSamt. Forkel." Die erstere Bekanntmachung, die Auflösung betr., wäre also die von den Parteigenossen, auf ihre Appellation an die königl. KreiSdircktion Zwickau, erwartete Entscheidung, welche auch dem Hamburg Bslksvorsammlung in Tütge'« Salon, Valentinskamp 41.— Tagesordnung: Die Sozialistck x im Reichstag.— Die WohnungSnoth in Hamburg. Referenten:!enz ReichSiagSabzeordnelen Gelb und Hasenlle eer.»um ________ I A.: L. Bater. R. Jacobi. dient! Blchbinderverein.' �ach V) Iss Sonnabend, den 9. Mai, im Saale de»„Tivoli": Zweites TtistuusiSsest bestehend in Eoncert, Festrede und Ball, wozu de selb« alle Gönner u� Freunde hiermit«iuladet.— Programms» 2>/z Ngr. sind zu habe« bi nnserm Cassirer Herrn L. Bier, Earolinenstiaße 13, 4 Tr., Sonnabe»! Abend« im Beremslokal(Restauration zum JehanuiSthal) und am Feß abend am Eingang des Saale«. Der Boistaud. Leipzig Allgemeiner deutscher Schneiderverein. Dienst rg, den 5. Mai, Abend« 8 Uhr: B«rsammlu»i Gewandgäßchen 4, 1 Treppe. Da d e letzte Versammlung zu schwach besacht war, bleibt die Tages' ordnung dieselbe und werden die Müglieder ersucht, diesmal zahlreich* zu erscheinen. Der Bev. tlltek Gewerkschaft der H-lzarbeiter. Sonnabend, 2. Mit, Versammlung Windmühlenstr. 1- Sozialer Wochenbericht. Ref. Unoerricht.— Um zahlreiche« Erscheine» ersucht Der Bevollm- Mittwoch, den 6. Mai, balb 9 Uhr: AuSschußsitzunz bei Z-idler Gewerkschaft der Maurer und Zimmerer. i boni it i ber 1 *are IDieei «am J'ichl «ait, wnni die> dtrn fceil sie Zzienstag, den 5. Mu Versammlung bei Zeidler. T.-O.! Rech Abrechnung. Bericht über den in Halle abgehaltenen Eongceß. sed� Da» Erscheiueu Aller ist Pflicht!�_ Der B-oollmächtiqte.� kftbe <>!<-- ürbelterbilduagSverein le, ej Sonntag: 1—3 Uhr Zeichnen. Montag: GesaÄ ljz. .. sche, englisch« u«» ijg' ftanzösiche Sprache; Schönschreiben. Mittwoch: Diskusston oder Bof trag. Donnerstag: Gesang, Stenographie, Turnen, franz. Spracht-.ssk Freitag: Buchführung, engl. Sprache, Wechselkunde. Sonnabend' Bortrag»der Diskusston. fw.j�??be Metallarbeiter- Gewerk»- Turnen, Steuographie, Rechnen. Dienstag: Deutsche, englische u«d Sjj Leipzig und Umgegend ix». Montag, den 4. Mai, Abend« 8 Uhr: Bersammlnag bei Fröhlich-»wp vlaittraste 38 iÄoldner Rinai.— DaaeSorbnuna i Nicvla-straße 38(Söldner Ring).— Tagesordnung: RechenfchastSberichd dph-j Diskussion über die bi« j'tzt eingegangenen Anträge zur Äeneralock''iite sammlung.— Ausnahme neuer Mitglieder. Aixp Be, der Wichtigkeit der Tagesordnung ist e« Pflicht, daß jede« Mit' L',, glied erscheint. R. Ludwig, Bev.�f�, Vertrauensmann amtlich publizirt wurde. Also trotz aller mündlich Naturbeilverein.' s,�. und schriftlich abgegebenen Erklärungen und Verwahrungen Seitens«'l'-WjU�vWlsl-tv Sounabcnd d-n? ai»„i»k-nb»>,„s� a ttbl!a�> der Parteigenossen, gegen die Auffassung derselben als Verein oder unzulässiger Zweigverein, wurden dieselben von den Behörden als ölche betrachtet, als ungesetzlich befunden und aufgelöst, obwohl mehrere Jahre hindurch den Behörden die Organisation wohlbekannt war und derartige Versammlungen erlaubt wurden. Da- neben werden gegenwärtig„reichstreue" Haupt- und Zweigvereine ruhig gegründet, die allerdings das nach§ 24 nöthige Recht der Körperschaft spielend erhalten, oder besser gar nicht brauchen, weil die Gründer Stützen des heutigen Staates und dessen vorth eil- haften Einrichtungen sind. Rob. Müller. Wien, 28. April. An die Wagner Deutschlands! D-e Hu- manckät unsrer Arbeitgeber reicht bekanntlich soweit, daß sie bloS wegen unserer Arbeit übernehmen; ob wir aber bei der Arbeit auch das zum Lebensunterhalt Nöthige verdienen, das ist fteilich eine Frage, die die Herren wenig kümmert, wenn sie nur ihre Taschen zu füllen im Stande sind. Dieselben humanen Arbeit- geber wollen uns jetzt 40 pCt. vom Lohne abziehen. Das können wir uns nicht gefallen lassen und es wird dieser Tage wahrschein- lich zum Strike kommerz. Wir warnen deshalb vor Zuzug nach Wien und ersuchen alle arbeiterfreundlichen Blätter, von dieser Warnung Notiz zu nehmen. Mit brüderlichem Gruß Die Wagner Wiens. I. A.: Jak. Finsterle. der Redactlon. druck geeignet. Blieftaflen F. H. tu Elberfeld; Da» Gedicht ist nicht zum Ab- � Sounabcnd, den 2. Mai. Abend» halb 9 3>oltsversammlung{�tl in der Restauration„SanSsouei".— Tagesordnung: Da» Jmpftwa«»' Ich. gefttz Der Vorstand. Ä. Micheln torstand. '•...... beabs Borläufize Auzeifte. Dcr Arbeitervereiu zu Mülsen St. Michel* t Anfangs Juni ein Ichra Arbeiter- Nerbriiderungsfelt£chl, mit Gelang, Eoncert und Festrede abzuhalten, wozu schon im BoraNst�chr alle Freunde und Parteigenossen von nah und fern zu zahlreicher Be'öch� Heiligung eingeladen werden. Da» Eomite�Ach�, Meine Adresse ist jetzt: I. Auer, abzugebe« beim Portier der«ktie«�t,r gefellschast für öffentliche« Fuhrwesen in Neuschöaeberg bei Berlin. IjjW chbe Ai'beits- Hosen. 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