L e L er e Sei atr ne ent utf 20 er. 3, t Nr. 302. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mart, monats lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit bem ,, Sonntags= Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Poft- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgefpaltene Betttzelle oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 fg Inferate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uor Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Wormittags geöffnet. fern sprech- Anschluß: Amt VI, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Ein konservatives Programm. II. " Freitag, den 25. Dezember 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. er bestiehlt sie um diesen Groschen; der thum sich stüßt, ist nicht gewachsen. tarifirung der Massen droht. Und so richtet es den Blick haben schienen( freilich nicht fürs Geschäftchensmachen)- es zurück in die Vergangenheit. In der Vergangen traf sie wie ein Donnerschlag. Sie protestirten und proheit liegt sein Jdeal. Es will die intensivste tapitalistische testirten. Gegen Thatsachen und Zahlen hilft aber kein Ausbeutung ohne deren logische Konsequenz: die Schaffung Protest. Facts are stubborn things die Thatsachen sind eines revolutionären Proletariats. Die Massen sollen aus hartköpfige Dinger, die sich nicht aus der Welt schaffen In unserem ersten Artikel theilten wir die Grundzüge gebeutet, ausgesogen werden, aber zu gleicher Zeit auch so laffen, weder mit Liſt, noch mit Gewalt. des neuen Programms mit, welches der fächsische Kraut- dressirt und geknebelt, daß sie ganz in der Gewalt ihrer Der Junker haßt die Industrie. Wie Puttkamer hinter junker von Friesen für die konservative Partei entworfen, natürlichen Herren" sind. Statt moderner Proletarier will jedem Streit, wittert der Junker hinter jeder Maschine und welches die Billigung der Kreuz- Zeitung", d. h. des es mittelalterliche Leibeigene. Das Junker- Ideal, wie Herr die Hydra der Revolution" jede Fabrik ist eine Bruteinzigen ernsthaften Organs dieser Partei erhalten hat. von Friesen es in seinem Programm- Entwurf mit anstätte der Revolution, die Armeen des Landvolks, welches Daß es ein sächsischer Krautjunker war, dessen erkennenswerther Offenherzigkeit auspofaunt hat, negirt die die Industrie in die Städte treibt, werden Armeen der ReHirn den reaktionären Gallimathias ausbrütete, hat seine moderne Kultur. Den politischen und sozialen Errungenschaften volution, die großen Städte sind die Heerlager und fehr natürlichen Gründe. Sachsen ist der industriellste Staat der Neuzeit wird der Krieg auf Leben und Tod erklärt. Es ist Hauptquartiere der Revolution, und waren deshalb dem Deutschlands, das ganze Land hat einen städtischen Charakter, der nackte Rückfall in die Vergangenheit der kraffeste Junker Bismarck ein solcher Dorn in dem Auge, daß er sie ſo daß es schon vor anderthalb Jahrzehnten von dem Atavismus. Den Edelsten der Nation mit ihren semi- vor 40 Jahren dem Erdboden gleichmachen wollte. Allein hervorragendsten Statistiker Sachsens als eine große, tischen und plebejischen„ Stuten" und" Hengsten", deren sie die großen Städte haben sich um den Junker Bismarck so weitläuftig gebaute Stadt" bezeichnet wurde. Es herrschen zur Millionär züchtung bedürfen gehört das Land mit wenig gefümmert, wie sich die Industrie um ihn und die dort englische Zustände", die Klassengegenfäße sind auf das Allem, was darin ist; das Volk hat für sie zu schanzen und übrigen Junker gekümmert hat die großen Städte mit Schärfste zugespitzt, das" Hüben und Drüben" des Dichters zu frohnden, und der Ertrag seiner Arbeit gehört ihnen, sammt unserer Industrie sind ins Riesenhafte gewachsen ist verwirklicht, denn thatsächlich giebt es in Sachsen nur den Edelſten der Nation"; jeder Groschen, der nicht in und wachsen so mächtig fort, daß man sie ordentlich wachsen noch zwei Parteien: die sozialdemokratische Partei und ihr ihre Tasche fließt, hat seinen Beruf verfehlt; der sieht. gegenüber, zu einem öden, salzlosen Ordnungsbrei zusammen- Müller, der das Korn vermahlt, und einen Groschen daran Die Landwirthschaft dagegen, auf welche das Junkers gerührt, die Vertreter, Söldner, Werkzeuge und Hurrahschreier verdient, des Kapitalismus. Da den Elementen, aus denen die Partei der Bäcker, der das Brot backt, und einen Groschen daran ver- Als Fürst Bismard 1878 aus der Attentatswolfe, in Sozialistenseinde besteht, in Deutschland die politische Bildung dient er bestiehlt sie um diesen Groschen; und der deren Dunkel er seinen agrarischen Staatsstreich vorbereitet ber gleichartigen Elemente in England, Frankreich und den Ver- Kaufmann, der Spekulant, der Börsenspieler, der am Ge- hatte, als Retter des Vaterlandes im Allgemeinen und der einigten Staaten abgeht, so bringen sie ihre kulturwidrigen treide und anderen Waaren Groschen verdient, Thaler ver- bedrängten Landwirhschaft im Besonderen hervortrat, Bestrebungen und Anschauungen mit einer naiven Rohheit dient, Hunderte, Tausende, Millionen verdienter hat war Deutschland bereits ein großes Industrieland. Unser zum Ausdruck, die in politisch entwickelten Ländern einfach fie um diese Groschen, Thaler, Hunderte, Tausende, Außenhandel betrug im Jahre 1878- 6400 Millionen unmöglich wäre. Ein Freiherr von Friesen würde in Eng Millionen, bestohlen. Haltet den Dieb! Rasch an die Mort( 3513 Millionen och nach innihéang ors Im Jahre 1880 bem Jahre mehr aber in der konservativen Partei Platz finden. Doch wert zu legen, auf daß den Edelsten der Nation" ihr ewiges, unveräußerliches Junkerrecht: ihr in der gött neuen Bolltarifs, sank der deutsche Außenhandel auf ländlich fittlich. Gerade der Umstand, daß in Deutschland die sozialisten- lichen Weltordnung begründetes Monopol, die Taschen des 5711 Millionen Mart, weil die Einfuhr start herunterfeindlichen Elemente durch keine veredelnde politische Schulung Bolts zu leeren, durch keine jüdischen und plebejischen ging( auf 2819 Millionen), während die Ausfuhr mit Eindringlinge geschmälert werde! Es 2892 fo ziemlich auf dem alten Stande blieb. Deutschlands Außenhandel wurde im Jahre 1880( für und Tradition an der Offenbarung ihrer wahren, innersten Interlopers Natur verhindert werden, hat aber andererseits den Nutzen, lebe das Eigenthum der fremden Leute! Es lebe der daß die Kulturwidrigkeit des Kampfes gegen die Sozial nicht selbst er arbeitete, aber selbst genommene das Jahr 1878 liegen uns die Ziffern des Außenhandels Arbeitergroschen! Jedem das Seine nehmen, das augenblicklich nicht vor) nur von zwei Ländern übertroffen: demokratie um so deutlicher und greller zu Tage tritt. von England um das Doppelte( 12 685 Millionen gegen ist das" deal" des Herrn von Friesen, nur sehr un6400 Millionen) und von Frankreich wovon 3926 mit 6646 Millionen, beträchtlich - die die Einfuhr und auf Ausfuhr wie weiland freilich zu anderem Tert- Heinrich auf Das deutsche Bürgerthum hat, seit dem schwächlichen eine gesungen hat, den man in den Kreisen der Edelsten entfielen. In der Ausfuhr wurde also schon damals FrankAnlauf von 1848, auf seine bürgerlichen Jdeale verzichtet aber beileibe nicht nennen darf. Denn Keiner hat sie so reich von Deutschland übertroffen. Der Juduſtriestaat unterscheidet sich von dem Ackerbaustaat durch das Ueberund sich mit dem, ihm einst so verhaßten Polizeis, Militär- lebenswahr gezeichnet, Keiner sie so blutig gegeißelt! Echöne Junkerträume! wiegen der Lebensmittel und Rohprodukte in der Einund Junkerstaat unter der Bedingung ausgesöhnt, daß er Schade nur wir leben am Ende des neunzehnten fuhr und der Fabrikate in der Ausfuhr. Dieses Merkmal ihm in dem ökonomischen Ausbeutungsgeschäft Vorschub leistet, wenigstens nicht hinderlich ist. Das Junkerthum hat Jahrhunderts. Vor zwei Jahren feierte die französische trug Deutschland schon im Jahre 1880- die Nahrungs hiergegen nichts einzuwenden, vorausgesetzt, daß es bei der Revolution ihren hundertsten Geburtstag. Und vor wenigen mittel und Rohstoffe bildeten in jenem Jahr ein Drittel Jagd nach Gold den Löwenantheil davonträgt. Es hat sich Tagen rief Herr von Caprivi den Junkern im Reichstage der Ein, und die Fabrikate zwei Drittel der Ausfuhr. Nur zum Kapitalismus bekehrt und will blos dessen„ Auswüchse" zu:" Deutschland ist ein großer Industrie- England, in dessen Einfuhr die Nahrungsmittel und Rohwegschneiden, das heißt Alles, was seinen eigenen Standes- staat geworden!" Dieses Wort, das nur die Kon- stoffe 90 pet, und in dessen Ausfuhr die Fabrikate 70 pCt. interessen zuwiderläuft. Es wittert die revolutionäre ftatirung einer weltkundigen Thatsache war, traf unsere ausmachten, hatte den Charakter des Industriestaates noch Gefahr, die ihm von dem Kapitalismus durch die Prole- Agrarier, die Rip van Winkle gleich die Zeit verschlafen zu schärfer ausgeprägt. land höchstone in Der sächsische Krautjunker von Friesen hat in seinem neuen Programm das Jdeal nicht blos des deutschen Vollblut Junkerthums, sondern auch eines großen Theils des deutschen Bürgerthums enthüllt. jen hFeuilleton. bei ber Nachbruc verboten.) er G. 18; er el, 38%; 15L t. باني Fé. Von Edna Fern. XIV. 15 das ist die ganze Wissenschaft, das ist des Lebens tiefster Sinn Saal beim Tanzen sich vergnügt, haben die älteren Leute 2720 „ Ne, dat jeht nich," sagt Einer, die Damens immer mit Ausnahme einiger Mütter, besonders ballfähiger voran." " Hm, hm: Meine Damen und Herren! Sie wollen Töchter sich ins Nebenzimmer zurückgezogen, trinken Wein oder Bier und essen Butterbröte mit Schinken oder hier unten am Tisch, daß ich reden soll, und das kann ich ja gar nicht." Käse dazu. " Das besorgt immer seine Frau," sagt Doktor Wirthel ist bier.( Große Heiterkeit.) Eine Pause- Prost stiert in sein Glas und die Andern warten. " Da unten am Tisch sitzen ein paar luftige Brüder zusammen. Der Herr Kanzleirath Wermuth ein gar zu pläfirlicher Herr, wenn er erst einige Flaschen Rothspohn in sich hat, und der Herr Prost hat " Nu, man zu," ermuntert ihn der Kanzleirath und Wenn Jemand eine Neise macht, so ist es Sitte, daß sich heute Abend schon so oft anreden laffen und dann zu er sich auf irgend eine Weise von seinen Bekannten ver- seinem Privatvergnügen selber" Prost" gesagt, daß er in giebt ihm einen sanften Rippenstoß. Prost schricht zus Meine Herren und Damen! Ach so. Meine Damen abschiebet. Da wir mein hoffentlich liebenswürdiger eine selig- gerührte Stimmung gerathen ist. Mit kleinen, ſammen: hm, hm- un Leser und ich uns nun wahrscheinlich für längere Zeit freundlichen Aleugelein zwinkert er seiner Frau am andern aus Hörtheim und seiner Umgebung entfernen werden, so Ende des Tisches zu wohlweislich hat er die ganze Reihe und Herren! Unentwegt stehe ich hier Emilie Prost, wäre es also nur die allergeringste Höflichkeit, wenn wir der zwölf Stühle, die an der Tafel Platz haben, zwischen entwegt stehe ich hier unentwegt" " Setzen Sie sich, setzen Sie sich," sagt Doktor Wirthel unsern Freunden und Feinden ein mehr oder minder herz- sich und seine geliebte Ehehälfte gelegt. liches Lebewohl sagten. Es würde uns denn wir sind Prost! Emilie Prost!" und denkt in seiner menschenfreund- bier an seiner andern Seite und zieht ihn an den Rockallerdings zu lange aufhalten, bei dem lichen Stimmung gar nicht daran, was für schreckliche Erschößen herunter. Size ich hier," vollendet Prost wehmüthig seine Rede. 11, etwas eilig erstaunlichen Sprechtalent namentlich der Damen, wenn wir eignisse folgen werden. Après nous le déluge! Jezt haben aber die alten, lustigen Herren da unten Donnern des Gelächter, Beifallflatschen" Bravo, Prost! fie alle einzeln aussuchen wollten, eine jede mürde gar zu viel und in diesem Falle vermuthlich dasselbe zu sagen am Tisch etwas beschlossen, eine Rede nämlich, eine Er soll leben!" " Entsetzlich," seufzt Frau Emilie, warte, Dich haben, wie die andere, und so wollen wir schnell in den Rede auf das Wohl des schönen Geschlechtes" und Saal des„ Goldenen Engel" hineinschlüpfen, da ist heute Prost soll sie halten. Der wehrt sich mit Händen und kriege ich!" Tanzkränzchen der„ Ersten Gesellschaft" der Stadt Hört Füßen, aber es hilft ihm nichts. ein ift : in an 8L : i6 er, 18b per geim, und " Ah, ergebenster Diener, Frau Oberamtsrichter Bitterfüß"," Sehr erfreut, Frau Assessorin"," Ungemein glücklich, Sie zu sehen, Frau Doktor Wirthelbier, wie befindet sich Ihr werther Herr Gemahl? Gänzlich wieder hergestellt Jon seinem Herz- und Magenleiden?" Ja, da sind sie Alle, die liebevollen Honorationen der Stadt Hörtheim, und während das junge Bolt im großen Prost," sagt der Wighbold von Kanzleirath," Sie sind der nüchternste von uns, Sie müssen reden." Na ja, denn, denn," meint Prost geschmeichelt. mit einem plötzlichen Ruck erhebt er sich, räuspert sich vernehmlich, die Andern klingen in Chorus heftig gegen die Gläser, und Prost spricht: " 1 Meine Herren und Damen!" Und die Damen ziehen sich in eine Ede des Tanzsaales zurück die Herren fangen an gar zu gemüthlich zu werden. Nun aber, wo die Kaffeeklatschgesellschaftsbusenfreundinnen unter sich sind, da bricht das NeuigkeitsUngewitter los, das schon lange verheißungsvoll am Klatschhimmel gehangen, da wird der Leckerbissen der Bos heit genascht, auf den sie den ganzen Abend schon gehungert haben. " Wissen Sie es denn schon? Nein, es ist gräßlich, stans Be. In den letzten 10 Jahren ist die Entwicklung DeutschNein es ist nicht Friede auf Erden" und die im Gefängniß zu büßen hatte, das richtige Rechts- und lands zum Industriestaat reißend schnell vorgeschritten. Herrschenden Zustände sind nicht den Menschen ein Wohl- Humanitätsgefühl gehabt, dann hätte diese Praxis sich nicht Während die Landwirthschaft stabil geblieben ist die gefallen". Die Erlösung von dem Elend und dem Krieg einbürgern fönnen und sie brauchten sich heute nicht über Fläche des bebauten Landes hat sich in in dem muß erst noch tommen und sie fann nur bewert die Behandlung eines freisinnigen Redakteurs zu beklagen. Jahrzehnt der Kornzölle sogar etwas vermindert: von stelligt werden durch den Sozialismus, der die UrEin Gefehentwurf zur Beschränkung der Freis 8 152 014 Settaren 1878 auf 8 124 440 Settare 1889-fache dieser Uebel mit der Wurzel beseitigt. Für die sozialhat Deutschland sich, unter Ueberholung Frankreichs, zum demokratische Sache mit aller Kraft einzutreten, auf daß der zügigkeit soll, wie die Kreuz- Zeitung" aus guter Quelle" zweiten Industriestaat der Welt empor Sieg bes Sozialismus möglichst bald und möglichst gründ wissen will, im Reichsamte des Innern ausgearbeitet werden. gefchwungen. Im Jahre 1889 betrug unser gesammter lich erfolge, das muß eines jeden Genossen, eines jeden Wir wissen nicht, ob diese gute Quelle" nur ein frommer Außenhandel 7153 Millionen gegen 6416 Millionen Frank- tlaffen und zielbewußten Arbeiters Weihnacht 3. Wunsch der Kreuz- Beitung" ist möglich ist auch das Gegentheil. Der Gesehentwurf soll bestimmen, daß die Er reichs. Nur England mit 13 530 Mill. ist Deutschland gedanke sein. voran, allerdings noch um fast das Doppelte. Der Charakter Daß jeder Leser unseres Blattes, überhaupt jeder Ge- laubniß des 8uzugs in einen anderen Wohnort Deutschlands als Industriestaat zeigt sich aufs Deutlichste noffe sich in diesen Gedanken vertiefe, und den Gedanken davon abhängig gemacht wird, daß der Zuziehende hier den in den zwei Thatsachen, daß 1889 der Export im Betrag That werden lasse, das ist unser Weihnachtswunsch!-Besitz einer nach den Normen der Gesundheits. Lehre genügenden Wohnung für sich und seine von 3161 Mill. den Import um 1/6 Millarden( 1200 Mill.) überragte, und daß die Fabrikate 75 pet. der Gesammt- Ein preußischer Richter aus der vormärzlichen Familie nachweisen kann. Bringt er diesen Nachweis nicht, Ausfuhr ausmachten. Und in dieser Richtung geht unsere Beit, d. h. aus der Zeit vor dem März 1848, ist vor oder kann er in der Zeit vor der Erwerbung des UnterHandels- und Industrie- Entwicklung unaufhaltsam voran. gestern in der Person Ludwigs von Rönne im 87. Les stüßungswohnsitzes einen solchen nicht behaupten, so wird er Kurz Deutschland ist ein Industriestaat, und den bensjahre gestorben. Der Verstorbene genoß eines hohen an seinen Unterstützungswohnsitz zurückgeführt. In den oft agrarischen Junker- Bestrebungen ist damit das Todes- juristischen Rufs. In den 30er Jahren gab er in Gemein schweinestallähnlichen Arbeiterwohnungen der im östlichen urtheil gesprochen. Der flügge, fluggewaltige Adler der schaft mit Heinrich Simon, Wenzel, Roch und Temme Er- Preußen ansässigen Junker brauchen die Normen der Ge Großindustrie läßt sich nicht wieder in das Ei sperren, aus läuterungen zum preußischen Landrecht heraus, das so- sundheitslehre" selbstverständ lich nicht berücksichtigt zu Die Kreuz- Zeitung" sucht die Sache den dem er herausschlüpft ist und dessen Schalen er zerbrochen genannte Fünfmännerbuch. Sein Staatsrecht der preußi- werden. hat. Die vernünftigen Junker begreifen das sie sind schen Monarchie" genoß hohes Ansehen, bevor das moderne Industriellen plausibel zu machen, indem sie ihnen vorhält, todesmuthig in den allgemeinen kapitalistischen Ordnungsbrei juristische Streberthum mit seiner servilen und jeder Real- daß die Arbeiterwohnungen in den Städten dadurch billiger gesprungen, und schwimmen und fischen luftig darin herum. Mit fion willfährigen Rechtsdeutelei zur Geltung fam. Im und ein Grund zur Lohnerhöhung fortfallen würde. Was ihr Recht jammert und flagt die Kreuz- 3tg." es giebt teine öffentlichen politischen Leben hat er sich nicht besonders aber besonders am Herzen liegt, plaudert sie aus, indem sie sagt: Auf dem Lande fehlt es nur selten an Arbeitstonservative Partei mehr. Es giebt blos noch hervorgethan. ein Häuflein lächerlicher Phantasten, die von einem um- Wir nannten Rönne einen Richter aus vormärzlicher gelegenheit und die Heimathsbehörde wird schon dafür sorgen, gelehrten Bukunftsstaat träumen, in dem die erträumten Beit. Im Jahre 1848 vollzog sich die Wandlung aus dem daß sich ihr nicht Müßiggänger auf die Tasche legen." ArHerrlichkeiten des Mittelalters aufleben, und außerdem den offenen Absolutismus in den verstedten Absolutis beiter zu den Löhnen der Arbeiterkolonien für die junker großen Haufen vollbewußter, zynischer Interessenpolititer, die mus mit fonftitutionellen Formen. Unter der lichen Grundbesiger zu pressen, darauf läuft der ganze das Volk als Naubobjekt betrachten und deren Ideal" der Herrschaft des offenen Absolutismus fonnten noch Männer fromme Wunsch des Junkerblattes hinaus. gefeßlich organisirte Raub ist. Jene Donquixoterien und wie die genannten in Folge ihrer wissenschaftlichen Tüch diefes Ideal" finden sich in dem neuen Programm tigkeit und Befähigung zu höheren Richterstellen empor des Herrn von Friesen zu einem System" zusammengeballt. steigen; nach 1848 aber beginnt die Herrschaft des Streber Die einzelnen Programmpunkte kritisiren zu wollen, das thums. Rönne war bereits 1843 Rammergerichtsrath und hieße dem Zeug zu viel Ehre authun. Es ist dafür ge- mußte nur noch 1859 anstandshalber zum Appellationssorgt, daß diese Ausgeburten einer erhitzten Junker gerichts- Vizepräsidenten ernannt werden. Wir finden nach phantafie fromme Wünsche verbleiben. Der erste Hahnen 1848 nicht viele Gerichtspräsidenten, die um ihrer hervor. schrei beim Grauen des sozialistischen Tages wird die tollen ragenden wissenschaftlichen Befähigung willen zu diesem Sputgestalten in alle Winde zerstieben machen. Und sollten Amte gelangt sind. die Ritter der Nacht den Herenfabbath erust nehmen und ein Tänzchen wagen- je nun, wir sind dabei. # Berlin, den 24. Dezember. Daß das Freizügigkeitsgesetz Mängel hat, sehr schwere Mängel, das haben wir selbst schon wiederholt aus gesprochen. Aber der Grundfehler liegt nicht in dem allzugroßen, sondern umgekehrt in dem allzugeringen Maß von Freizügigkeit in ihrer Be schränkung durch den Unterstützungs. Wohnsiz. Die Abhängigmachung desselben von einem zweijährigen Auf enthalt ist eine Bestimmung, die mit dem Prinzip der Freizügigkeit in Widerspruch steht und die allen möglichen Unzuträglichkeiten und Chikanen Thüren und Thore öffnet. Es giebt aber ein sehr einfaches Heilmittel, das wir schon wiederhol empfohlen haben: nämlich die Abschaffung des ganzen vors fintfluthlichen Inftituts des Unterstüßungs- Wohnsiges und der Verstaatlichung des Armenwefens lange es noch Arme giebt. Ist die Armenpflege Staats - dann fällt die Grundlage des fache oder Reichsfache Unterstützungswohnsizes über den Haufen und er hat keine raison d'être teinen Existenzgrund mehr, ist sinu- und gegenstandslos geworden. fc g b Sc mu Lau gie als Ba ma fich au inm Sit Kol an, mo Kle in brin haft daß gan lich Sp Irv Ra 811 E Jab felb Au fou fie Nic Sal leid Leu die Klein pft Scheint habe ift diese richt Ru ศู น be jä tö fo Wenn die Behandlung politischer Gefangener ein Maßstab für die freiheitliche Gesinnung ist, mit der ein Land regiert wird, so steht die Regierung von RoburgGotha, trotzdem seit einiger Beit Herr Strenge an der Spize des Staatsministeriums steht, auf keiner hohen Stufe", Politische Zteberlicht. so schreibt heute die freifinnige" Woffische Zeitung". Und warum dieser Tadel der sonst von den Freisinnigen" so sehr gerühmten Gotha'schen Regierung? Weil an einem Heiliger Abend! Die Zeitungsschreiber spitzen die freisinnigen wegen Preßvergehen verurtheilten Redakteur Febern, um in mehr oder weniger geistvollen Artikeln die Boshart in Jchtershausen eine Gefängnißstrafe in einer Seht, wir zivilifirte Rolonisatoren find gewiß Bedeutung des Weihnachtsfestes als cines Friedens- und Weise vollstreckt wird, die noch ausnehmend vortheilhaft Freudenfeftes hervorzuheben, und auf allen Kanzeln wird abflicht gegen die Behandlung, die viele Hunderte nichts weniger als beffere Menschen, als die ihre Heimath morgen und übermorgen das Thema behandelt, daß der von Sozialdemokraten zu erfahren hatten. Er vertheidigenden afrikanischen Lumpen, das Heiland in die Welt gekommen ist, um der leidenden hat kein Bett, genießt wegen starken Magenkatarrhs Kranken- Dr. Peters in einem von der Kreuz- Zeitung" veröffent Menschheit Erlösung zu bringen und daß seine Mission fost, aber ohne Gabel und Teller, er erhält feine andere lichten, aus Kilimandschari- Station den 27. Oftober 1891 bedeuten sollte Friede auf Erden und den Beitung als die Gothaer Zeitung", darf nur einmal im batirten Briefe beweisen zu wollen. In diesem Briefe Menschen ein Wohlgefallen! Monat seine Frau sprechen oder mit ihr forrespondiren. heißt es: " Ihr Schreiben vom 27. Auguft habe ich vor einigen Tagen erhalten. Gben war eine Gesandschaft aus Rombo Dia bei mir Die Bumpen wollen fich jest unter Juve war. September auch gehörig ge schlagen... Wir haben von 8 Uhr Morgens bis 8 Uhr Nach 3 initttags gefochten, 120 Menschen erschossen... Gemeinere Bölter an Lücke, Bosheit und Mordlust habe ich in Afrita nicht gefunden... Was waren das wieder für ordinäre Artikel betreffs meiner völlig aus der Luft gegriffenen Maffai- Ge echte... Ich glaube nicht, daß ich in der Heimath jemals eine objektive billige Be urtheilung finden werde. Nach beiden Seiten immer Ueber treibungen. Die Welt ist hier schön und vor nehm. Ich habe mich hier verschanzt, wie Friedrich der Große bei Bunzelwih. Ich liege hier mit etwa 85 Mann und ben aufzunehmen. Die Belewstische Katastrophe beweist wieder glaube jetzt doch dafür stehen zu tönnen, den Kampf mit Taufens einmal, wie viel weniger es hier bei der Kriegsführung auf Bahlen als auf Organisation und Führung ankommt. Was 600 Mann paffiven fonnte, fonnte ebenso gut 5000 geschehen." rohen, geist- und gedankenlosen Schreiben: Die Boffische Zeitung" bemerkt zu diesem unglaublich wird. " Unser Zeitalter ist das Zeitalter der politischen Heuchelei Das sind allerdings Härten, um feinen stärkeren Ausdruck Augenfälligkeit zu Tage tritt, dann ist es die geit des wurde Sozialdemokraten, die sich gegen ihre Behandlung be msing Dait im Sabre giebt auo au wählen, die man in wirklichen Kulturstaaten nicht kennt, Chriftfestes, wo das Evangelium der vollendeten Erschwerten, weil sie keine gemeinen Verbrecher seien, geant Löfung und bes Wirklichkeit geworbenen Frie- wortet: Sie sind noch schlimmer als gemeine dens auf Erden" salbungsvoll in allen Tonarten gepredigt Verbrecher," Es gab wohl freisinnige Blätter, die das auch damals rigten, aber es war nur eine winzige Bahl, Können die Worte durch die Thaten und That- und keines legte sich ernsthaft ins Zeug: Jezt, wo die fachen brutaler Lügen gestraft werden? gegenüber Sozialdentokraten fast allgemein geübte Praxis Friede auf Erden bei 15 bis 20 Millionen Sol- an threm eigenen Leibe zur Anivendung kommt, jeht nach baten in Europa, sämmtlich bewaffnet mit den kunstvollsten träglich, wo sie schon gleichsam in succum et sanguinem, Mordwaffen und bereit, auf das erste Zeichen den Waffen in Saft und Blut der Gefängnißverwaltungen eingedrungen mord zu beginnen eine Schlächteret wie die Welt felbft ift, jetzt finden die freisinnigen Blätter den Ton der in den Zeiten der Völkerwanderung und der Mongolenzüge Entrüftung, den wir früher bei ihnen vermißten. Den freinichts Aehnliches gesehen hat? Den Menschen ein sinnigen Blättern, die sich heute beschiveren, rufen denn auch Wohlgefallen"- bei allgemeiner Berarmung, bie fonservativen Blätter entgegen: Was schreit ihr über Theuerungspreisen, niederen Löhnen und künstlich ver- die Behandlung Boshart's? was sind denn seine politischen theuertem Brot während die wirthschaftliche Serife in Bergehen? Gr fiht wegen gemeiner Beleidigungen." Hätten Bermanenz ist, und der„ Krach" seinen Umzug durch die die Freisinnigen bei dem ersten Arbeiter, der wegen poWelt hält! litischer, sozialistischer oder gewerkschaftlicher Handlungen dalös, schauberhaft! Dieses schamlose Geschöpfe! Davon- dasselbe haben, ohne einen öffentlichen Skandal hervor theueren Mutter, Ernst ergreift angstvoll die erkaltenden zulaufen mit einem verheiratheten Manne! Die Mutter hat zurufen. Hehe so eine liebe Freundin göttlich, fage Hände: sie aus dem Hause gejagt, da ist sie zu der alten, ich Euch! Jst man verstimmt, geärgert, hat's Schimpfe gegeben tindischen Person in Brederbeck gelaufen, und die hat wohl zu Hausman nimmt seinen Hut, macht der Reizenden Mutter, Mutter, verlaß uns nicht, sieh Deine Kinder!" Aber der umflorte Blick schaut über sie hin mit ihr durchgesteckt, und nun ist sie auf und einen Krankenbesuch Ach, sage ich, diese Sammetpfötchen, weg in weite Ferne, unruhig, fragend davon mit dem jaubern Patron, dem Norberg, und die alte die einem da an der Backe herinterfahren und so'n süßes er Fé, die Verlorene, Verstoßene? Und müde, gramvoll Sucht Rehling hat einen Schlaganfall und will sterben. Gott, Buckerschnütchen" man hat ja auch ein Herz und auch Mitgefühl.- Aber das kommt davon, wenn man immer so' was Apartes fein will. Hochmüthiges Volk, bas. Na, so'n Skandal! 1 Ach Gott, und die arme Frau Norberg, so' ne liebe, stille, bescheidene Frau. Sie soll ja wohl ganz von Sinnen fein. Die Frau Dimmchen, die weiß bas alles, die ist ja die intimste Freundin von der Norberg. Wo sie nur steckt? Sie muß uns davon erzählen." Und nun halten sie Umschau nach der Frau Dimmchen, dieser reizenden, allerliebsten Frau", und rafonniren weiter und schlagen stolz gegen ihre seelen- oder sonst noch vollen Busen resp. Kleider und denken: Herrgott, wir danken Dir, daß wir nicht sind, wie jene da! Die Thür öffnet sich Ah, da ist sie! Wiethelbier, Achtung! ch, reizende Therese!" Wie hungrige Byänen find die Damen auf sie gitgestürzt, aber sie grüßt graziös, zurückhaltend, nach allen Geiten, unnachahmlich elegant hängt sie am Arme ihres asthmatischen Gatten, der keuchend und pruftend neben ihr einherschleicht, und ein entzückender" Lieutnant mit feckem Schnurrbärtchen und siegesgewiffen Augen trägt thren Fächer, und sie lächelt ihm holdselig zu. Dicht an der genickten Gestalt des Doktor Wirthelbier vorbei streift ihr Seidenkleid: Die schöne und vornehme Welt mit den gemeinsten Völkern schließen sich die geliebten Augen für immer. Jm Gutshaus zu Brederbeck zündet Frau Emma eben die Lampe an, gerade wie an jenem traurigen Abend fast zwei Wochen sind's nun schout. Aber Emma bekümmert fich heute gar nicht um ihren Strickstrumpf, sie stützt die Ellbogen auf den Tisch und den Kopf in die Hände vie das mecklenburgische Wappen Frau Rehling todt, und Fé fort- Gott weiß, wohin, in -und weint recht bitterlich: die weite Welt hinaus! D, Kind, wie konntest Du mir das anthun!?" Wie war doch damals alles gewesen? Richtig-Abends war Ernst gekommen; er hatte vom ollen Hinrich" erfahren, daß Fé fortgeritten und ahnte, " Guten Abend, meine gnädigste Frau," stammelt der. wohin fie geflichtet. Ganz außer fich war er und zornig, Und brinnen im Herrenzimmer, da sinkt Prost dem" Ah, Herr Doktor, find Sie auch da?" Sie rauscht und wollte Fé gleich, fofort wieder mit zurücknehmen. Kanzleirath Wermith in tieffter Rührung um den Hals: vorüber, fein Blick, fein Lächeln das ist vorbei. Aber Emma und ihr Mann hatten das nicht gelitten: Nein, Wermuth, Wermuth, meine Frau ist so gut, sagt sie, und So, so, ei, ei- Doktorchen, wo werd deck?" schmunzelt das Kind sollte erst einmal Ruhe haben, ein paar Tage, ich so schlecht, und meine Frau heißt Emilie Emilie der Kanzleirath Wermuth. dann wollten sie' mal über die Sache sprechen und mit' nen E vorn und' nen& hinten, sagt der Herr Ritter Schwummerig," antwortet der Herr Doktor Justus Ernst sah das ein. Und dann, als Grnst endlich wieder gutsbesizer Wedekind schanderhaft! Wirthelbier. fortgefahren war, da schlüpfte sie hinauf, die gute Emma, Sieben ihm am Tisch verhandeln die biederen Philifter Ist es denn wahr, fragt Jhr, was die tugendstolzen und jah nach, ob auch das Kind noch schön schliefe, nach dieselbe standalöse Geschichte, wie ihre Frauen, von dem Pharifäer da drinnen im Tanzsaal so schadenfroh erzählen, dem Fliederthee, unter dem dicken Oberbett, aber da lag sie geheimnisvollen Werschwinden der schönen Fé Rehling, aber es mit wahrem Heißhunger verschlingen, mit würdigen, ge- wachend im Bett mit glänzenden, großen Augen, und als von einem etwas anderen Standpunkte aus, scheint es. rechten Gifer weitertragen, zur Warnung aller christlichen Emma sagte, sie wisse jetzt, wie alles zufammenhänge, und Wenigstens werden allerlei sonderbare Redensarten laut, wie: Jungfrauen, daß Fé Rehling ihr ganzes bisheriges Leben mun folle fie auch ihr gutes Kind sein und wieder ein " Werfluchter Kerl, der Norberg! Kann es ihm übrigens über Bord geworfen, ihr großes, gutes Herz, ihr fluges schlafen, da hatte Fé die Arme fest um Emma's Hals ge nicht verdenken. Würde es gerade so machen. Köpfchen, ihre ganze junge Schönheit und liebliche Anmuth schlungen und gesagt: So' ne Here von' ner Frau! Und dies entzückende kleine dem Geliebten zu Gigen gegeben hat und mit ihm in die Ding, die Fé! Armes Kind! weite Welt hinausgezogen ist? Ist denn der Mensch reich? Bewahre, aber sie hat ja ihr Vermögen von der Groß mutter her. Sie ist ja auch majorenn." „ Na, da sind wir doch gescheidter," sagt Doktor Wirthel bier mit einem widerlich frivolen Grinsen, man kann ganz Wohl ist es wahr. Ach, Ihr werdet Alles noch früh genug erfahren. Folgt mir nur erst nach Werdern, auch dort haben wir Abschied zu nehmen einen langen, ewigen Abschied: Dort kniet Hedwig schluchzend am Schmerzenslager der " Ja, jetzt will ich schlafen, aber, Emma, nun die Mutter mich nicht mehr will, und Ernst und Gertrud die brauchen mich ja nicht da weiß ich nun, wohin ich ge höre, wo mein Platz ist." ( Fortfehung folgt.) di 11 e R M K H 51 I he " f Die ruff son Lich Gej für ist. ift, ent der pol auc frai das obe Bo fall nd ht er 11. eis Le" ent. her as ort en 3. ine ht, er er oft Jen Be ชิน Den Silt, ger ihr fie itsgen, Ar ter nze Dere us: em u= 13 Be i g. Tuf teit iten ber hol vor und - 10 ats des Ceine und ewiß nath Deint fent 1891 riefe igen Ombo tet ge Madhy und Was öllig nicht, Be ober der und ufenieber 3aulf Was gen.' blich ffern nden Der!" hin Sicht voll eben mert die vie lich: in Dom ute, nig, men. lein, Cage, und eder ima, nach fie als und eins ge die die ge " es fand sich eine Geld opferten, um wenn auch nicht geKorrespondenzen und Parteinachrichten. • an Tücke, Bosheit und Mordlust ist eine Zusammenstellung, I zur Verfügung stellte. Und siehe da auf welche Dr. Peters ein Patent nehmen sollte, und in dieser genügende Anzahl von Leuten, die ihr schönen Welt wurden wieder einmal 120 Menschen erschoffen, auf so billige Weise die soziale Frage, weil sich die Lumpen" nicht unterwerfen wollten. Der Zon, rade zu lösen, doch los zu werden. in welchem da von unseren fünftigen schwarzen Schußbefohlenen Natürlich hat der ,, General" das Geld- 100 000 Pfund Eine Landeskonferenz, einberufen durch das Landesgesprochen wird, ist nicht anmuthend, und das Selbstbewußtfein, welches sich auf 35 Mann ftüst, ist für den Besitzer recht Sterling= 2 Millionen Mart verpulvert, die soziale fomitee der sozialdemokratischen Partei im Großherzogthum Hessen, gut, doch wollen wir nur hoffen, daß die Unterschäßung der Frage ist aber nach wie vor ungelöst. Er selbst, der alte" findet am 10. Januar in Friedberg( Oberhessen) statt. Zur BeGegner nicht bei Gelegenheit zum Werderben ausschlägt. Gerade Booth, ist inzwischen gestorben, und ein neuer Booth, der rathung stehen folgende Bunkte: Bericht des Landestomitees. die verunglückte Expedition Belewati fann da als lehrreiches Sohn, ist nun" General". Dieser hat nun den ersten Jah Offenbach; die nächsten Landtagswahlen, Referent Philipp Reform der Verwaltungsgesetze in Hessen, Referent UlrichBeispiel dienen. Vor dem schneidigen" Borgehen des Herrn resbericht über die Durchführung des sozialen Ret Müller Darmstadt; Organisation und Presse, Referent Jöst= Peters allen Respekt, ob dasselbe aber der deutschen Kolonial- tung 3 planes" im Dunkelsten England" veröffentlicht. Mainz. Ferner wird die Neuwahl des Landeskomitees vorpolitik bisher Vortheil gebracht, möchten wir bis zur Erlangung Der Bericht umfaßt 157 Seiten. Das Wesentlichste in genommen werden. besserer Einsicht bezweifeln. demselben ist", so bemerkt der" Standard", daß General" Sicherlich hat es teinen Vortheil gebracht, wohl aber Booth mit Ausnahme von 25 000 Lstrl., die für die GrünUnter dem Titel„ Bote von der Saar" wird Schande und Schmach. Wahrlich: Fort aus Afrita! dung einer überseeischen Kolonie zurückgelegt sind, die ein vom 1. Januar ab ein neues Parteiblatt herausgegeben. Das muß der Ruf jedes ehrlichen und anständigen Deutschen gegangenen Gelder verbraucht hat. Ob viel moralisches felbe erscheint wöchentlich einmal in großem Format, wird in Lauten, der noch etwas auf die Ehre des deutschen Namens Gute durch das Unternehmen, welches mit Bauten und Troit- ist, wie schon der Zitel zeigt, speziell zur Verbreitung unter den der Druckerei der Volksstimme" in Mannheim hergestellt und giebt. Schlimmer könnte demselben nicht mitgespielt werden, peten ins Leben trat, gestiftet worden ist, dürfte sehr zweifel- Industrie- Arbeitern im Saarrevier bestimmt. Die Redaktion des als durch die jeder menschlichen Empfindung Hohn sprechende haft sein. Der gewandte Verfasser des Berichtes sagt, es sei Blattes leitet unser Parteigenosse Emmel, welcher bisher in Barbarei unserer Kolonialschwärmer und Helden! wahr, daß General Booth nur 100 000 Lstrl. forderte, um Frankfurt a. M. thätig war und nun in das Saarrevier, die Bei dieser Gelegenheit wollen wir darauf aufmerksam dem Elend in England ein Ende zu machen. Aber diese Heimath Emmels, übergesiedelt ist. machen, daß uns von der im Briefe des Herrn Peters so frech Summe war nur das Anfangstapital. Soll das Unter- Auch in Pforzheim wird mit Neujahr ein neues Parteifich breitmachenden Verrohung durch die Kolonialpolitik" nehmen im Gang erhalten werden, so sind weitere blatt erscheinen, dasselbe wird vom Genossen Luz herausgegeben auch ernsthafte Gefahren im Innern drohen. Wir er- 30 000 Lstrl. jährlich nothwendig. Der Hauptzweck und den Titel„ Grenzbote" erhalten. innern an Frankreich, dessen militärische und politische des Berichtes ist wohl, diesen Betrag aus Sitten durch Algerien vollständig verderbt wurden. Die den In Stuttgart wurde der Sozialdemokrat Karl Kloß mit Taschen der Menschenfreunde 8u 2200 Stimmen in den Bürgerausschuß gewählt. Das Kolonisatoren gewöhnten sich dort bestialische Manieren heben. Gehen sie nicht ein, so wird auch wohl der Wlandat dauert bis Dezember 1894. an, und brachten sie mit zurück in die Heimath. Die De Rettungsplan zusammenbrechen und die riesige bisher vermoralisation der französischen Armee unter Napoleon dem ausgabte Summe ist umsonst verbraucht worden. Als In Oldenburg stegten bei den Wahlen der ArbeiterKleinen ist ganz wesentlich auf die Kolonialpolitik und die" General" Booth mit seinem Plane auftrat, sollte das vertreter zum Gewerbegericht die Kandidaten der verin Algerien, gelernten Praktiken zurückzuführen. Kolossale desselben auf die Gemüther wirken. Liest man einigten Gewerkschaften mit 189-193 Stimmen. Und glaubt man, daß das Beispiel solch feig- aber den Bericht durch, so schrumpft die Sache sehr start Sirsch- Dunderianer, welche überall so auch hier eine Extrawurst brutaler, haft abschlachten tann, ist ein feiger Bubeglaubt man, gerufenen Anstalten eine wunderbare Wirksamkeit ents ihre Kandidaten wurden mit durchschnittlich 57 Stimmen ge- denn wer relativ wehrloſe Wilde massen zusammen. Selbst wenn alle von der Heilsarmee ins Leben gebraten haben wollten, fielen durch. In der Klaffe der Unternehmer betheiligten sich nur die Innungsmeister an der Wahl; daß das Beispiel solcher abenteuernden Radaubrüder faltet hätten, so würden sie einen winzigen Bruchtheil wählt. ganz abgesehen von den politisch en Folgen und der Schimpfs von dem biloen, was das britische Volk bisher lichkeit nicht ansteckend wirkt? Das wäre ein grober auf dem Gebiete der Wohlthätigkeit erhalten hat. Die In Lehe wurde bei der Gewerbegerichts- Wahl Irrthum, von dem man sich durch einen Blick auf die meisten Anstalten der Heilsarmee haben ein großes Defizit. am 15. Oftober die Wahl des Hafenarbeiters Fuls, auf ben Spiele unserer halbwüchsigen Jugend( Kameruner", Das Schlimmste aber ist, daß es zweifelhaft sein ca. 330 Stimmen entfallen waren, für ungiltig erklärt, weil dieser Kämpfe in Afrita" u. s. w.) heilen tann. wird, ob der soziale Rettungsplan, selbst wenn jährlich nicht wählbar war. Die von den Arbeitern abgegebenen StimmDas Auflösen der Parlamente scheint in der Luft reformatorisch wirkt." General" Booth wollte das ganze Dieser hätte nun, den gefeßlichen Bestimmungen gemäß und ba 30 000 Sftrl. an milden Gaben zusammenkommen, wirklich dettel enthielten jedoch einen Namen mehr, als wie Beisiger zu wählen waren, nämlich denjenigen des Klempners F. Leers. zu liegen. In Ungarn Auflösung zu Anfang des nächsten ungeheure Problem des Glends lösen. Prüft man seinen auf ibn ebenfalls ca. 300 Stimmen entfallen waren, an Stelle Jahres beschlossen in England die Auflösung um die Bericht, so sindet man aber, daß er das Problem faum mit des für ungiltig Giflärten als Beisiger gewählt werden müſſen. felbe Zeit erwartet und nun in Rumänien die dem Aermel gestreift hat." Ganz ähnlich urtheilen die Die Wabliommission ging jedoch über diesen Namen einfach hin– Auflösung bereits vollendete Thats a che. Die Regierung Times": Welche Aussicht besteht dafür, daß" General" weg und erflärte die Wahl des von den Gegnern aufgestellten konnte mit der Kammer nicht zurechtkommen, und so hat Booth, welcher nicht etumal beim ersten Ausbruch der über- Maurers Rabe für giltig, obgleich dieser nur 23 Stimmen erfie ihr den Lauspaß gegeben nach bekannten Mustern. wuchernden Menschenfreundlichkeit seine Schätzung einhielt, Beschwerde, welche denn auch von Bezirksausschuß in Stade halten hatte. Unsere Genossen erhoben dagegen selbstverständlich Nichts leichter Halfe schaffen. Es ist wirklich wunderbar, was für eine das Publikum veranlassen wird, das Defizit des letzten als gerechtfertigt angesehen worden ist. Derselbe erklärte die leichte Sache die Politik und das Regieren für gewiffe Jahres zu decken und für das nächste zu sorgen?" Kurz der soziale Nettungsplan" ist gescheitert, und Leute ist. Weil ein großer Staatsmann. einmal gesagt hat, mit dem weiteren Schnorren dürften diese frommen Geschäftsdie Welt würde mit wenig Verstand regiert, halten bie philanthropen nicht viel Glück haben. Die Dummen Kleinen Staatsmänner sich augenscheinlich für verwerden zwar nicht alle," indeß dieser Schwindel war pflichtet, wenig oder womöglich keinen Verstand zu doch etwas zu dumi. haben. Mrs Hegel sein berühmtes Wort aussprach: Niemand ist verpflichtet ein großer Mann zu sein!, hat er au Frei Rußland. Daß Free Nussia" nun auch in diese praktische Travestie wohl schwerlich gedacht. deutscher Sprache erscheinen wird, zeigten wir schon an. Ueber die Zustände in Rußland hat sich, nach Be- In der letzten Numinier finden wir folgende Wittheilung richten englischer Blätter, einer der hervorragendsten Männer Stepniats: Rußlands" hinter bem man den Grafen Tolstoi zu erkennen glaubt wie folgt geäußert: Vom nächsten Januar an wird Free Russia gleich zeitig mit der englischen Ausgabe in einer deutschen Ueberjeung erscheinen. Das deutsche und russische Bolt sind einander nicht feindlich gesinnt. Wahl des Maurers Rabe für ungiltig und bezeichnete den Klempner Leers für rechtmäßig gewählt. In Salle faßte eine Boltsverfammlung ben Bes schluß, auch während der Feiertage tein Restau rant und kein Vergnügungslokal zu besuchen, in denen Bier aus Brauereien verschäuft wird, über welche der Boykott verhängt ist. Die Kontrollkommission wurde beauftragt, fich mit den Parteigen offen jener Orte ins Vernehmen zu feben, wo das Bier der geboykottelen Halle'schen Brauereien verfänkt wird. Der geistige" Kampf, den unsere Gegner führen, wird in einem uns von Braunschweig zugegangenen Bericht anschaulich gefchildert. Bei einer Agitationstour nach Wendezelle, endeburg und Zweidorf besuchten unfere Parteigenossen " Die jetzige Hungersnoth fam nicht wie ein Bih aus auch eine vom Wendeburger Kantor einberufene Versammlung. heiterem Himmel, ein Phänomen, das so schnell verschwindet In derselben wurde von ordnungsparteilicher Seite das unver wie es auftritt; sie ist die naturgemäße Folge einer breißig Beide Nationen haben jetzt gelernt, einander beffer zu natürlich nicht. Die Sozialdemokraten mußten fich deshalb die nünftigste Beug gegen unsere Partei aufgetischt. Diskussion gab's jährigen Mißwirthschaft und droht chronisch zu werden. Wir können den Bauern Korn kaufen und für ihre Nahrung verstehen. Das verdanken wir nicht allein dem Einfluß der Widerlegung der gegnerischen falschen Behauptungen bis nach forgen, wie aber können wir ihnen die Pferde und den verallgemeinerten Kultur, sondern auch zu einem ganz be- Schluß der Versammlung aufsparen. Giner nahm den Kantor, Viehstand zurückgeben? Die Hälfte ist schon gefchlachtet. beutenden Theil den Bemühungen der revolutionären Par der andere den Pastor, die übrigen jeder einen Trupp Landleute Die Lage der Bauern ist höchst bedenklich und Aufstände teien, welche in beiden Ländern die Sache des Volkes ver- ins Gebet und legten ihnen das, was wir wollen, flar. Da trat stehen zu erwarten. Die Bauern glauben, der Zar müßte der Ortsvorsteher dazwischen und verbot die Unterhaltung. Auf fie ernähren. Ich habe selbst gehört, wie fie dies ausgu fechten. „ Der Zar ist verpflichtet, uns zu er brücken pegen: Die Deutschen haben einen großen Vorsprung vor den die Bemerkung, daß er dazu kein Recht habe, erwiderte er: nähren, thut er das nicht, dann wählen wir Russen. Sie sind schon im Besiz der mächtigen Mittel zur Hier bin ich Polizei, hier gelte ich und kein anderer. Derbere Auseinen anderen. Den geringen Einfluß, den die höheren Umgestaltung aller bestehenden gesellschaftlichen und politischen partout glaubten, daß die Sozialdemokratie eine blutige Revolution drücke folgten. Bald darauf ging zwischen aufgehegten Bauern, welche Klaffen befiten, fucht ihnen die Regierung vollends zu benehmen. Einrichtungen des Stimmrechts und der Repräsentativ- wolle, und unseren Parteigenossen das Gefchubfe" los, so daß Nur zwei Fattoren halten den Staat in seinen Fugen: Die verfassung. So kann die deutsche Sozialdemokratie voran felbst der Kantor dazwischen trat und bemerkte, daß folche Art Kirche und die Armee". Die gegenwärtige Dynafite régime) schreiten in threr herrlichen Arbeit der Propaganda und der Auseinandersehung doch keinen Zweck habe. Um weitere hat sich beide zum Feinde gemacht. Sollten bie Soldaten von der polnischen Grenze abberufen werden, um ihre ver- Agitation, welche ihrer Partel die politische Macht in die Hände unliebfame Auftritte zu verhüten, verließen die Sozialdemo hungerten Väter und Brüder niederzufchießen, dann erliefern soll. Die russische Sozialdemokratie hat sich diese fraten das Lokal. An der Hausthür angelangt, wurden sie von achie ich ihren Gehorsam für sehr unwahr Mittel erst zu erobern, und sie erscheint deshalb als die Ver 15-20 Bengeln in Empfang genommen, welche ihnen zuriefen: fcheinlich. Wenn die polnische Grenze übrigens von treterin eines großen nationalen Bestrebens, in welchem die Nun feht zu, daß Ihr beile Köpfe behaltet. Unsere Parteis Truppen entblößt, wäre, und im Lande sonst Gährung Interessen der Klassen und der Wassen die gleichent find. wärts gekommen, hörten sie schon hinter sich die Stacketlatten genossen gingen indeß ruhig ihres Weges; taum 15 Schritt vorherrschte, würde ich es nicht begreifen, wie Deutschland In Rußland hat die Opposition heutzutage dasselbe An- nacken und nun begann der geistige" Kampf. Viel Kourage und Desterreich, ruhig zusehen könnten, Die Bewohner sehen und dieselben Aufgaben, wie die deutsche Demokratie batten aber die ordnungsparteilichen Ritter vom Geiste" nicht; der Offee Provinzen einst die loyalsten Unterthanen find nun unsere Feinde. Aber wir haben nicht nur eine von 1848. Die deutsche Demokratie hat dies schnell begriffen als unsere Genossen den Ausgang des Dorfes erreicht hatten deutsche Frage zu erwägen. Finnland ist ebenfalls gegen und der Sache der Freiheit Hußlands ihre volle und herz- und auf dem übersichtlicheren freien Feld die Verfolger eruns eingenommen. Aber nicht zufrieden mit diefen Gtfolgen", liche Eynipathie gewidmet. Virgends wurde die russische warteten, war keiner von denselben mehr zu sehen. Die Stimmung find wir jetzt bemüht, eine Tataren und eine armenische Frage Bewegung so eingehend und sorgfältig studirt, wie der Arbeiter in den Dörfern fagt der Bericht ist uns anjuſtiften. Ueber Polen brauche ich nichts zu sagen. Die in der deutschen Arbeiterpresse. Der gewaltigen Feder günstig, aber alle sind von den Bauern abhängig. Jedenfalls ist dafelbst noch ein bankbares Feld zu bearbeiten. russischen Bauern haben feine Idee von der von Fr. Engels verdanten wir die erschöpfendste Darlegung Nachfolge". Ein 3ar ist ihnen ebenso lieb der ungeheuren internationalen Wichtigkeit der russischen In Planen i. B. wurde der Restaurateur Taubert vom Das gegenwärtige Regime hat sich Frage, die je erschienen ist. Bebel, Liebknecht und W. Adler Verein ehemaliger Militärs der Landwehr und der Reserve" aus Einen zum Feind gemacht, der den Agitatoren von großem find Mitglieder der Gesellschaft. Bernstein hat weder Zeit geschlossen, weil er sich bei der Stadtverordnetenwahl als Kandidat Nugen sein fam. Ich meine den Großfürst Michael Michaelovitsch. Er ist allgemein beliebt. Wir leben noch Mühe gescheut, um unser Blatt in Deutschland bekamit der Sozialdemokratie hatte aufstellen lassen. Angesichts der fortin einer schredlichen Beit. Unsere Gesellschaft ist zu machen. Die Beröffentlichung einer deutschen Ausgabe laufenden Wiederholung solcher Ausschlüsse können wir den im Materialismus versunken und fümmert sich um nichts als von Free Russia", deren Leitung W. Anderfuhren über- Parteigenossen nur den Austritt aus den Kriegervereinen anVergnügen; der Bauer hingegen hat aufgehört, nommen hat, wird zweifellos ein neues Band zwischen den rathen. Schade um jeden Groschen, welcher diesen Vereinen noch ber gebankenlose Berehrer des Baren zu beiden demokratischen Parteien knüpfen. Für beide wäre gewendet wird. es vom größten Nutzen, da sie beide den gleichen. Kampf tämpfen, und der Erfolg der einen Partei zum Vortheil der anderen ausschlägt. " wie ein anderer. fein." Kurz, wie wir gesagt, Anarchie und Auflösung. Die Jdee von der Nachfolge" ist übrigens nicht blos den russischen Bauern nicht in Fleisch und Blut übergegangen, sondern auch dem hohen russischen Abel und der kaiser lichen Familie selbst. Man braucht nur die dynastische Geschichte Rußlands zu lesen. Polizeiliches, Gerichtliches ic. Ueber unseren Parteigenossen Peus, welcher Der Sturz des Absolutismus in Rußland wird dem in Haft genommen wurde und sich zur Zeit im Magdeburger Untersuchungsgefängniß befindet, erfahren wir, daß gegen den Militarismus in Berlin ein Ziel setzen, da er seine Haupt- felben eine Untersuchung wegen Hochverraths oder Vorbereitung ſtütze untergräbt. Und jede neue Errungenschaft auf dem beffelben eingeleitet sei. Das gransige Verbrechen soll unser Ge siegreichen Zuge der geschlossenen Reihe der deutschen Ar nosse in einer Rede, welche er in Magdeburg gehalten hat, be= Das besonders Gefährliche in der jeßigen Situation ist beiter ist ein Erfolg der Sache der Freiheit Nußlands. gangen haben. Was mag da der denunzirende Beamte wohl für das Zarenthum, daß die Bauern den 3 ar für die Jetzt sind wir im Stande, unseren ersten ernstlichen wieder zufammen geschrieben haben! Gs find Schritte eingeleitet, Hungersnoth verantwortlich machen. Damit Appell au die öffentliche Weinung des Festlandes zu richten, um Genoffe Peus gegen Kaution auf freien Fuß zu stellen. St. ver Bunkt berührt, an dem der Absolutismus sterblich indem wir unser Blatt in einer der großen festländischen dortigen Geschworenengericht der Redakteur Geiler von der zu drei Wochen Gefängniß wurde von dem ist. ist, und von dem aus ihm in allen Ländern, die sich feiner Sprachen erscheinen lassen. Verwirklicht sich die Prophezeiung von Fr. Engelsfüber einer Notiz, einen dortigen Spezereiwaarenhändler, welcher früher „ Schwäbischen Tagwacht" in Stuttgart verurtheilt, weil er in entledigt haben, die Todeswunde versetzt worden ist. Die russischen Zustände werden denen Frankreichs vor den Ausfall der nächsten allgemeinen Wahlen in Deutsch in Thüringen eine Buchdruckerei besaß, bann in Stuttgart eine der Revolution immer ähnlicher. Das Volk ist allerdings land und der große Erfolg bei den letzten Wahlen in Krämerei eröffnete und bei Ausbruch des Buchdruckerstreits als politisch und intellektuell weniger entwickelt, dafür steht aber Berlin scheint auf einen solchen Ausgang hinzudenten- Seher zu arbeiten begann, als einen Schuster" bezeichnete und auch die Regierung geistig unendlich viel tiefer, als die alte dann können wir in 5 Jahren unser Hauptquartier von dessen Strämerei bei den Arbeitern in" Erinnerung brachte. Die französische Monarchie. London nach Berlin und Königsberg verlegen und unsere Staatsanwaltschaft hatte Anklage auf§ 153 der R.-G.-O. erDruckereien direkt an der Pforte des riesigen Kerters, boben und die Bourgeois- Geschworenen haben natürlich ihr Rußland genannt, aufschlagen. Und das wird sicherlich Schuldig" gesprochen. ein großer Vortheil für uns sein. Die soziale Frage durch Schnorren zu lösen das war die geniale Idee des englischen Oberhumbugs und oberen Befehlshabers der Heilsarmee," des„ General" Booth. Er verpflichtete sich, die soziale Frage zu lösen, falls das mildthätige Publikum ihm eine bestimmte Summe G. Stepniat. Die Der heutigen Nummer liegt ein Prospekt der Leipziger Ver lagshandlung E. Thiele bei. Theater. Freitag, den 25. Dezember. Opernhaus. Cavalleria rusticana # Circus Renz. Circus G. Schumann. Fachverein der Tischler. Karlstraße. Freitag( I. Weihnachtsfeiertag) Weihnachtsvergnügen Friedrich- Karl- Ufer, ( Bauern Ehre). Borher: Das 2 Vorstellungen. Nachmittags 4 Uhr: 2., 3. Weihnachtsfeiertag) je zwei Festin den Räumen der Bockbrauerei", Tempelhofer Berg: Freitag, Sonnabend, Sonntag( 1., Freitag, den 25. Dezember, goldene Kreuz. ,, Aschenbrödel." Abends 72 Uhr:„ Auf Vorstellungen. Nachm. 31/2 Uhr( 1 Kind Sonnabend: Tannhäuser und der Helgoland."- Sonnabend( II. Weih- frei) und Abends 71/2 Uhr. Sämmtliche Sängerkrieg auf der Wartburg. nachtsfeiertag) 2 Vorstellungen. Vorstellungen sind mit verschiedenen Sonntag: Cavalleria rusticana. Nachm. 4 Uhr: ,, Die lustigen Heidel- vorzüglichen Programmen ausgestattet. Borher: Der Barbier von Sevilla. Schauspielhaus. Die Jungfrau von Orleans. Sonnabend: Wohlthätige Frauen. Sonntag: Das Käthchen von Heilbronn, oder: Die Feuerprobe. Leffing- Theater. Die Großstadtluft. Sonnabend und Sonntag: Dieselbe Borstellung. Montag: Satisfattion. Cavalleria rusticana. Deutsches Theater. Der Hungerthurm. Hierauf: In Zivil. Sonnabend: Doktor Klaus. Sonntag: Der Hungerthurm. Hierauf: In Zivil. Montag: Dieselbe Vorstellung. Berliner Theater. Esther.- Der Geizige. Sonnabend: Der Hüttenbesitzer. Sonntag: Kean. Montag: Der Hüttenbesizer. Eröffnung 5 Uhr. berger." Abends 7 lbr: Auf Helgo- In sämmtlichen Borstellungen Auftreten bestehend in Concert und Gesangsvorträgen land." Sonntag 2 Vorstellungen. sämmtlicher Künstlerinnen und Künstler. Nachm. 4 Uhr:„ Die lustigen Heidel- Reiten und Vorführen der bestdressirten berger." Abends 7/2 Uhr: Auf Helgo- Schul- und Freiheitspferde. Komische sowie humorist. Vorträgen. Geschenke- Verloosung für Kinder. des Gesangvereins ,, Freundestreue" land." In sämmtlichen Vorstellungen Entrees sämmtlicher Klowns. In allen Auftreten der vorzüglichsten Künstle- Borstellungen: Circus unter Waffer. Von 12 Uhr ab: Tanz. rinnen und Künstler 2c. Gastspiel der Colibri- Truppe, Billets zum Preise von 30 Pf.( ausschließlich Tanz) sind auf allen die sieben lleinsten Menschen der Welt. Bahlstellen des Vereins sowie bei folgenden Herren zu haben: Montag, den 28. Dezember: Große lown- und Komiker- Vorstellung. Gastspiel der Colibri- Truppe. = Zu den Nachmittags Vorstellungen hat jeder Besucher das Recht, auf das von ihm gelöste Billet ein Kind unter E. Renz, Direktor. 10 Jahren frei einzuführen. Präuscher's anatomisches MUSEUM Kommandantenstr. 80-81. Viel Neues tägl. von früh 9 b. Ab. 10 für erwachs. Herren. Residenz- Theater. Madame Mon- Dienstag u. Freitag: Damentag. godin. Sonnabend und Sonntag: Dieselbe Entree 50 Pf., Militär 25 Pf.[ 1421L Vorstellung. Wallner- Theater. Der Mann mit hundert Köpfen. Immer zerstreut W. Gründel's Gasthaus, Sonnabend: Dieselbe Vorstellung. Sonntag: Hanni weint.- Ge wagte Mittel. Montag: Das neue Programm. S., Dresdenerstraße 116. Arbeitsnachweis und Verkehr der Maler, Buchbinder, Metallarbeiter, Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Töpfer, Drechsler, Sattler, Gärtner Der Mikado. und Schuhmacher. 1499L Sonnabend, Sonntag und Montag: 2 Billards, Vereinszimmer und Saal Dieselbe Vorstellung. Thomas- Theater. Kläffer. Sonnabend, Sonntag und Montag: Dieselbe Vorstellung. Bellealliance- Thenter. Schulze." „ PechTreptow Restaurant M. Bender Sonnabend und Sonntag: Dieselbe 3 Min. hint.Paradies- Gart. a.d.Chauffee. Vorstellung. Bei Partien erste Frühstücks- Station. Am 2. u. 3. Feiertag: Tanz Oftend Theater. Bor Sonnenaufgang. Sonnabend: Rean. Sonntag: Der Hüttenbesizer. Adolph Ernst Tanzteufel. wozu ergebenst einladet 691b Theater. Der Sonnabend und Sonntag: Diefelbe Vorstellung. Alexanderplatz- Theater. Schwarze Brüder. Sonnabend, Sonntag und Montag: Diefelbe Borstellung. Feenpalaft. Spezialitäten- Vorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Borstellung. Theater der Reichshallen. zialitäten- Vorstellung. SpeWinter- Garten. Spezialitäten- Vorstellung. Konkordia- Palant- Theater. Spezialitäten- Vorstellung. Banfmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Gratweil'sche Bierhallen. Kommandantenstr. 77-79. Heute sowie täglich: Auftreten der Hamburger Gaudebrüder Konzert- und Koupletsänger. Anfang Wochentags 7/2 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Entree: Wochentags 10 P., Sonntags 25 Pf. Empfehle meinen berühmten Mittagstisch à la Duval. 3 Regelbahnen 6 Billards, 2 Gäle. N- BRAVERE ACTIEN- BRA FRIEDRICHSHAIN M. Bender. Menagerie Falk Brunnenstr. 83, zwischen dem alten Viehhof und Humboldhain, enth. über 100 der feltenßen Thiere. 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Zwanzig, 3offenerstr. 41, 3 Tr.; Witte, Invalidenstr. 21, v. 2 Tr.; Hoffmann, Straußbergerstr. 36; Lindemann, Cigarrenhandlung, Heimstr. 44; Hinz, Fichtestr. 28, Quergeb. 4 Tr. 322/18 Der Vorstand. Verein der Berliner Buchdrucker u. Schriftgiesser. 2 grosse Matinéen! Am ersten Weihnachts- Feiertag: Brauerei Friedrichshain. Am dritten Weihnachts- Feiertag: Berliner Bod- Brauerei. Die Musk wird von Mitgliedern der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker unter Leitung des Herrn G. Schonert ausgeführt. Entree 30 Pf. Anfang präz. 12 Uhr. 148/8 Der Reinertrag ist zu wohlthätigen Zweden bestimmt. Billets sind in allen mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. Der Vorstand. Grosse Matinée Empfehle nach wie vor mein vergrößertes Lokal, franz. Billard 2c. dem verehrten Publikum. Vorwärts, Volks- Tribüne, Volks- Zeitung, sowie am 2. Weihnachtsfeiertag in Knebel's Salon, Gesundbrunnen, andere Zeitungen liegen aus.[ 1142L M. Berndt, Oranien- u. Alexandrinenstr.- Ecke. Actien- Brauerei Friedrichshain ( Königsthor). Freitag, den 25. Dezember 1891 ( 1. Weihnachts- Feiertag): Anfang 4/2 Uhr. Badstraße 58. Arrangirt Männer- Gesangverein„ Hilaritas“. vom Unter gütiger Mitwirkung des Gesangvereins ,, Vorwärts"( SO.). Billets à 30 Pf. sind in den mit Plakaten belegten Handlungen fowie an der Kaffe zu haben. Kinder frei. Anfang präzise Mittags 12 Uhr. Nach der Matinee bis 6 Uhr Abends: Familien- Tanz. Herren, die daran theil nehmen, zahlen 30 Pf. nach. 163/11 Wir laden hierdurch Genossen und Freunde sowie deren Damen ers Großes Instrumental- Konzert C. Arnold. gebenft ein. Das Comitée. J. A.: Carl Wallenthin, Ziebenwalderstr. 20. Fachv. der Tapezirer Berlins und Umgeg. Gr. Weihnachtsvergnügen Eintritt 30 Pf. Programm unentgeltlich. ( 2. Weihnachts- Feiertag): Sonnabend, den 26. Dezember 1891 Großes Instrumental- Konzert C. Arnold am Montag, den 28. Dezember 68. Js., bei Feuerstein, Alte Jakob. und Tanzkränzchen. Anfang 41/2 Uhr. Programm unentgeltlich. Eintritt 40 PL. Berliner Bockbrauerei Tempelhofer Berg. Sonnabend, den 26. Dezember( 2. Weihnachtsfeiertag): Concert und Ball. Gesangverein„ Kreuzberger Harmonie". ( Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes.) Musik von Hugo Karbe. Straße Nr. 75( unterer Saal). Vorträge, Kinderbescheerung, Ball. Anfang 6 Uhr. Entree 25 Pfennig. Herren, die am Tanz theilnehmen, zahlen 25 Pf. nach. Kollegen und Freunde, sowie deren Damen find freundlichst eingeladen. Billets sind bei allen Vorstandsmitgliedern, sowie im Arbeitsnachweis Schützenstr. 18/19, Restaurant Frengang, zu haben. Am 4. Januar Grosse Versammlung im obigen Lokal. Genosse J. Türk spricht über:" Die sozialistische Gesellschaft." Die Kollegen werden ersucht, auch für die Versammlung zu agitiren. 383/11 Der Vorstand. Matinee 1 9 11 S 11 11 bew für Verk info Gen grün fcha aufg über Schaf Wer gehen nant einn gege nosse zum beid Die wede duft hält wäh Gen zwa den Arbe wirt nur fann 257/10 Dorü ( Na Billets sind in den mit Plakaten belegten Handlungen und bei bekannten der Ost- und Westpreussen Mitgliedern zu haben. An der Kaffe findet kein Billetverkauf statt. Berliner Ressource, Kommandantenstr. 57. 7066 am 2. Weihnachts- Feiertag, Vorm. 11 1hr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstraße Nr. 77-79. 1169L Sonntag, den 27. Dezember( 3. Weihnachts- Feiertag): Große öffentliche Versammlung der Ost- und Westpreußen Gtablissement Buggenhagen Großes Weihnachts- Vergnügen am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Pazzenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. F. Müller. 641 Castan's Panopticum Friedrichstr. 165a, Ecke Behrenstr. eu: No Colossal- Gruppe Bauern- Aufstand! Der Unverwundbare Soliman ben Aitta. 12 Uhr und 7 Uhr. Entree 50 Pf. Kinder 25 Pf. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr Ab. PassagePanopticum Sonntag, den 27. d. M.( 3. Feiertag), Abends präz. 6 Uhr, bei Norbert, Beuthstraße 22. Tagesordnung: Vortrag über: Die Lügen des Jahrhunderts". Refer. der Schneider und Schneiderinnen Berlins, Dr. Pinn. Nach der Versammlung Tanz. beſtehend in grossem Konzert, ausgeführt von der verstärkten Saus Knebel's Salon, Gesundbrunnen, Badftr. 58. kapelle unter Leitung ihres Dirigenten A. Campi. DE Grosse Verloosung, wozu jedes Kind beim Eintritt ein Loos gratis erhält. Darauf: TanzKränzchen, arrangirt von der Agitations- Kommission. Kaffeepause: Vorträge. Eröffnung 41/2 thr. R Während der Anfang 5½ Uhr. Herren, die am Tanz theilnehmen, zahlen 50 Pfg. nach. Billets à 30 Pf. sind bei den bekannten Kollegen, in allen mit Plakaten Sonnabend, 26. Dezbr.( 2. Weihnachts- Feiertag): Gr. Bofal- u. Juftrumental- Konzert ausgeführt vom Gesangverein ,, Glück zu" ( Mitglied des Arbeiter- Sänger- Bundes) belegten Handlungen, und außerdem im Zentral- Arbeitsnachweis und Aus- unter Leitung seines Dirigenten Herrn C. Bieber und unter Mitwirkung funfts- Bureau, Markgrafenstraße 88, zu haben. Bu zahlreichem Besuch ladet ein 179/4 Die Agitationskommission. Etablissement Eiskeller. Heute Freitag, 1. Weihnachts- Feiertag: Gr. Vokal- u. Instrumental- Konzert ausgeführt vom Männer- Gesangverein ,, Steinnelke" ( Mitglied des Arbeiter- Sänger- Bundes). DF Anfang präzise 6 Uhr. bewährter Solisten, sowie der verstärkten Haustapelle. Nach dem Konzert von 9 Uhr ab: Tanzkränzchen. Herren, die am Tanz theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Raffeneröffnung 5 Uhr, Anfang 6 Uhr. Entree 30 Pf., im Vorverkauf 25 Pf. Billets find bei den Mitgliedern, sowie in den mit Plakaten belegten Lokalen zu haben. Genossen und Freunde werden hiermit eingeladen. Grosse Matinée am Sonnabend, den 26. Dezember, Vorm. 11 Uhr, in der Meuen Welt, Hasenhaide. Ein Uhr behr der t dem jung lamp 163/12 wied aus. Rnop 723b Arrangirt vom Gesangverein, Hoffnung( Mitglieder der Arbeiter. Genossen und Freunde find freundlichst eingeladen. Aben und Das Comitee. 727b Först beweg Mut regem Abends 8 Uhr: Fet- Vortrag des Herrn L. Henning. Nachher: Gesellige Unterhaltung und Tanz.- Gäste willkommen. und nahm ( Mitglied des Arbeiter- Sänger bundes), Dirigent R. Tietz. Sonntag, den 27. Dezember, Abends 61/2 Uhr, bei Seefeldt, Grenadier. Die Musik wird von Berufsmusikern ausgeführt unter Leitung des Straße 33: Vortrag des Herrn L. Henning über: Unsere Aufgabe und 648b Herrn Schonert. 7076 Biel im alten und neuen Jahre." Nachher: Gesellige Unterhaltung Ernst Schmidt, Wörther. 19.. Anfang 5½ Uhr. E Entree 25 Pfg. und Tanz. Gäste, Damen und Herren, sehr willkommen. 437/1 Verantwortlicher Redakteur: Angust Enders, in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. began gezahl 99 Wenn rechne sollte Hierzu zwei Beilagen feiern im Theater Saal: Ein WeihnachtsMärchen von Dr. J. Lohmeyer. Musik v. Th. Krause. Ohne Extra- Entree. Berliner Bockbrauerei, Tempelhofer Berg. Sonntag, 27. Dezember( 3. Weihnachtsfeiertag): Großes Bokal- und Instrumental- Konzert zur Feier des 5. Stiftungs- Festes Achtung! Allen Freunden und Geder Liedertafel der Maler und verw. Berufsgenossen nossen empfehle mein Weiß- und Bairischbier- Lokal. 2 Vereinszimmer stehen zur Verfügung. Sängervereinigung Rixdorf. Ethische Gesellschaft. Sonnabend, den 2. Weihnachts- Feiertag, Nachmittags 4 Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Rommandantenstr. 77/79: Kinder- Bescheerung. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 302. Weihnachten 1891. Bum blut'gen Rampf gerüstet sind die Staaten, In Waffen starrend steh'n die Völkerheere, Berwüstung droht des Friedens fargen Saaten, Der Menschengeist ersinnt nur Mordgewehre Und doch ertönt auch heut' in weiter Runde Die oft gehörte, nie erfüllte Kunde: " Friede auf Erden!" Das Volt, so arg gequält Die Botschaft hört es wohl, allein der Glaube fehlt! Die Hungerfurie zieht durch alle Lande, Und Noth und Elend wachsen riesengroß. Das Proletariat ist kaum im Stande Noch zu ertragen sein so hartes Loos! Und doch soll es in Liebe sich verbünden Mit denen, die ihm heute wieder künden! " Friede auf Erden!" Das Volk, so arg gequält Die Botschaft hört es wohl, allein der Glaube fehlt! Doch tief im Herzen wohnt auch ihm ein Glauben, Ihm fröhlich keinit der Hoffnung grüne Saat, Und diesen Glauben kann ihn Niemand rauben!. Daß einst erfüllet sich das Wort zur That, Das Wort, das es so oft schon hat gehört, Das ihm auch heute wieder wird gelehrt, Daß es aus seiner Noth erlöst soll werden Und herrschen soll in Zukunft Fried' auf Erden!" Doch erst, wenn alle Leidenschaften schweigen, Wenn nicht mehr Egoismus triumphirt, Wenn Haß und Zwietracht nimmer sich mehr zeigen, Wenn hoch und hehr allein die Lieb' regiert, Die Menschen sich erkennen nur als Brüder, Und Gleichheit herrscht und nicht mehr Hoch und Nieder, Dann erst, ja dann erst kann zur Wahrheit werden Das schöne Wort, daß Friede sei auf Erden!" A. T. Freitag, den 25. Dezember 1891. Tokales. 8. Jahrg. die günstigsten Voraussetzungen vorhanden sind, sehr schnell die Löhne. Der politischen Bewegung werde dadurch nichts ents Grenze ihrer Ausdehnungsfähigkeit erreichen werden. Die Ver- zogen; wer viel verdiene, könne auch viel leisten. Es sei nothsammlung ist daher der Ansicht, daß der Kraftaufwand, den die wendig, daß innerhalb der Gewerkschaftsbewegung allgemein Gründung und Aufrechterhaltung von Genossenschaften erfordert, höhere Beiträge bezahlt würden, dann tönne auch was ge in keinem Verhältniß steht zu dem Nußen, welcher der all- leistet und eine Besserung errungen werden. Dadurch gemeinen Arbeiterbewegung aus denselben erwachsen kann." werde der Konsum nicht herabgedrückt. Er gebe sich nich der Illusion hin, daß man in den Genossenschaften große Zu Gunsten der in vorstehender Resolution aufgestellten Kapitalien ansammeln könne, glaube aber, daß sie der Arbeiter Grundfäße führte Stolten, nachdem er vorher die Unzuläng- bewegung einen Rückhalt gewähren könnten. Er wolle für dies lichkeit des Lassalle'schen Vorschlages gezeigt, aus, daß die von ihm be- felben auch keinen Enthusiasuus entfachen; für ihn sei die Gee cntragte Resolution sich ebenso wenig feindlich den einzelnen werkschaftsbewegung die Hauptsache, in solchen Berufen, wo GeGenossenschaften gegenüberstelle, wie dies im Anfang der sechs nossenschaften möglich, würden sie sicher der Gewerkschaftsziger Jahre in dem damals entbrannten Streite geschehen sei, bewegung von Vortheil sein. Die Resolution bitte er abzulehnen; der unter den Schlagworten Selbsthilfe und Staatshilfe geführt er sei überhaupt gegen Resolutionen; nicht Einzelne tönnten das wurde. Damals fei man sich bereits auf fozialdemokratischer Programm entscheidend auslegen. Seite darüber klar gewesen, daß diese Art von Selbsthilfe den Programm entscheidend auslegen. Arbeitern in ihrer Gesammtheit irgend welchen Nutzen nicht wird und nicht getheilt werden kann, brauchen wir wohl faum Daß der Standpunkt v. Elms in der Partei nicht getheilt bringen könnte. Heute aber, nach bald dreißig Jahren, würden besonders hervor zu heben. Wir glauben auch nicht, daß die dieselben Gedanken, die damals Schulze- Delißsch vortrug, von Sozialdemokraten vor Sozialdemokraten aufgewärmt. Das sei Zahl der Gegner der Resolution im Wahlverein eine allzu große es, wogegen sich die Resolution energisch wende, daß bei den Partei zu den Genossenschaftsgründungen durchaus forreft und sein wird. Die Resolution präzisirt den Standpunkt unserer Genossen und bei anderen Arbeitern die Jauſion hervorgerufen angesichts mancherlei Vorkommnisse in der letzten Zeit können werde, als ob es auf dem Wege der Genossenschaftsgründungen wir es nur zustimmend begrüßen, duß unsere Genossen in Hammöglich sei, für die Arbeiter in ihrer Gesammtheit irgend welche burg die Gelegenheit ergriffen und eine grundsätzliche Aussprache Vortheile zu erreichen. Gegen die Erweckung solcher falschen über diese Frage herbeigeführt haben. Hoffnungen müffe entschieden Protest erhoben werden. Damit fei über diese Frage herbeigeführt haben. durchaus nicht gesagt, daß man den bestehenden Genossenschaften oder auch noch zu gründenden feindlich gegenübertrete. Daß sogar Umstände eintreten könnten, wo solche sich als unumgäng lich erweisen, erkenne er an; aber deren Nutzen erstrecke sich nicht über eine gering begrenzte Personenzahl hinaus. Der Kraftaufwand aber, den ihre Schaffung erfordere, sei dem gegenüber In der hiesigen Geschäftswelt wird es nach den Fests unverhältnißmäßig groß. Viele Tausende von Arbeitern müßten tagen einen gewaltigen Krach geben. Wir haben schon wiederihre Groschen zus mmensteuern, um einige Dugend Arbeiter in holt darauf hingewiesen, daß die Geschäfte infolge der Theuerung einer solchen Genossenschaft beschäftigen zu können. In vielen der Lebensmittel so miserabel gehen, daß viele Ladeninhaber ihre Berufen sei aber das Kapitalbedürfniß so groß, daß Genossen- Lokalitäten nur noch geöffnet halten in der Hoffnung auf ein schaften aus Arbeitermitteln überhaupt zu den Unmöglichkeiten gutes Weihnachtsgeschäft. Diese Hoffnung hat sich nur zum gehörten, zumal, wenn auch die Produkte nicht im Arbeiterstande Theil erfüllt. Am allerschlimmsten sieht es in der LuxuswaarenAbfaz finden können. Man solle daher nicht die an einzelnen und Gold- und Silberwaarenbranche aus. Hier herrscht thatOrten für einzelne, besonders günstig gestellte Berufe vorhandene fächlich eine Stalamität, die einen allgemeinen Krach erwarten Möglichkeit der Gründung von Genossenschaften als allgemeinen läßt. So macht jetzt ein Brief eines Berliner Uhrmachers die Gesichtspunkt nehmen; das führe zu absolut falschen Schlüssen. Runde durch die Presse, welchen diefer an seine Verwandten in Weil die Genossenschaften sich nicht beliebig ausdehnen und ver- der Provinz gerichtet hat. In diesem Schreiben heißt es u. a.: allgemeinern lassen, könnten sie auch der Gewerkschaftsbewegung Das Geschäft liegt total darnieder, die Läden stehen teinen irgendwie zuverlässigen Rückhalt gewähren. Ihr einziger in jeder Branche, mit wenigen Ausnahmen, den ganzen Tag Werth für die Allgemeinheit sei der eines gelegentlichen Noth- leer. Die Leute haben sich in Berlin den Magen zugeschnürt behelfs. Deshalb möge man für die Resolution stimmen, die das und essen nichts mehr. Denn alle Lebensmittel find so flar zum Ausdruck bringe. enorm theuer, daß die Leute eine derartige Manipulation vorDiefen Ausführungen gegenüber verwies v. GI m auf die früheren nehmen müssen. Butter kostet heute 1 M. 40 Pf., ein Preis, wie englischen und französischen Genossenschaften, die Erfolge erzielt er feit fechs Jahren nicht dagewesen ist. Ich glaube, nach WeihUeber den Werth von Genossenschaften für die Arbeiter- hätten, obwohl ihnen die feste gesetzliche Basis fehlte. In Bel- nachten ist halb Berlin banterott. bewegung fanden in mehreren Versammlungen des Wahlvereins gien seien die Genossenschaften heute gleichbedeutend mit der Den Groffisten geht es unter diesen Verhältnissen auch trüb für den I. Hamburger Reichstags Wahlkreis sehr interessante Partei. Die Genossenschaften in Deutschland hätten heute eine felig genug. So erzählte der Inhaber einer großen GoldwaarenBerhandlungen statt. Bekanntlich haben Hamburger Arbeiter, ziemlich sichere gesetzliche Basis und wenn auch manche unterm fabrik in der Provinz, der regelmäßig einige Wochen vor Weihinfolge großer Streits in den betr. Gewerben, eine Bäckerei Sozialistengesetz den Weg alles Fleisches gegangen, fo fei doch nachten nach Berlin fommt, hier seine zahlreiche Kundschaft besucht Genossenschaft und eine Genossenschaft der Tabakarbeiter ge- auch Manches in die Jehtzeit hinübergerettet. Er empfehle nicht, und immer recht zufriedenstellende Geschäfte erzielte, daß er diesmal gründet. Weiter besteht dort der Plan, eine Brauerei- Genoffen sich mit aller Gewalt auf die Gründung von Genossenschaften zu am ersten Tage seines Hierseins seine besten Kunden aufgesucht schaft in's Leben zu rufen, zu der allein Rapital ven 1/2 Millioden werfen, es ermahne im Gegentheil zur vorsichtigen Prüfung, ob auch habe, daß er von früh& Uhr bis Nachmittags 5 Uhr von Laden aufgetracht werden soll. Bei solcher Sachlage fann es nicht die nöthigen Vorbedingungen vorhanden seien. Um Mißerfolge zu Laden gefahren fei und daß er bis zu dieser Zeit auch nicht überraschen, daß die Hamburger Parteigenossen dem Genossen zu verhüten, müsse vorsichtig zu Werke gegangen werden. Die einmal Veranlassung gehabt habe, seine Muster auch nur vorzus schaftswesen ihre Aufmerksamkeit zuwenden, zumal über den Arbeiter müßten in den Genossenschaften den nöthigen Einfluß zeigen. Keiner der Kunden wollte auch nur die Sachen sehen! Werth dieser Einrichtungen die Meinungen erheblich auseinander- haben; weil das in der Vereinsbäckerei nicht der Fall, habe er Diesmal besucht der Fabrikant nur die feinen" Kunden, bei den gehen. sich seinerzeit gegen dieselbe gewendet. Es dürfe in den Genossen- anderen läßt er sich gar nicht sehen, weil er diesen nichts verSchon hat die Angelegenheit drei Versammlungen des ge- schaften kein zu hoher Lohn bezahlt werden, damit die Arbeiter sich faufen will auf das Risiko hin, nach Weihnachten mit einer nannten Vereins beschäftigt und ist die Abstimmung noch nicht von den Klassenkämpfen zurückziehen. Nicht der sei der Konkursanzeige bedacht zu werden. Und das ist sehr vorsichtig, einmal vertagt worden. In der Debatte wurden die beste Agitator, der am besten gestellt sei. Die Konsumenten denn der oben erwähnte Briesschreiber wird Recht behalten nach gegensätzlichen Meinungen flarsten von den Ge- hätten von den Genossenschaften keinen Schaden; ein Theil der Weihnachten ist halb Berlin bankerott." nossen Stolten, Redakteur des" Echo", und A. von Elin Zwischenhändler könne beseitigt werden. Auch unter den heutigen Die Ursachen dieser geschäftlichen Krisis liegen nahe genug, zum Ausdruck gebracht und lassen wir deshalb die Reden der Verhältnissen könnten die Genossenschaften schon Mittel für die das fleine Bürgerthum, die arbeitende Bevölkerung ist nicht beiden Genossen, wie dieselben das„ Echo" wiedergiebt, jolgen. Arbeiterbewegung schaffen. Mit der Ausdehnung der Genossen- mehr fauffräftig. Mit der Ausdehnung der Genossen- mehr fauffräftig. Der geringe Verdienst wird aufgebraucht Die Abstimmung wird über nachstehende Resolution stattfinden: schaften werde auch deren Kredit wachsen und damit weitere durch die Anschaffung deffen, was unbedingt zu des Lebens " Die Versammlung erklärt, daß sie in den Genossenschaften Ausdehnung möglich sein. Wenn durch die Genossenschaften ver- Nahrung und Nothdurft gehört. Jeder ist froh, wenn er sich weder ein Mittel zur Hinüberleitung der kapitalistischen Pro- schiedene Kleingewerbetreibende brotlos würden, fönne man sie und seine Familie gerade so durchschlagen kann, er muß Alles duktion in die sozialistische erblicken kann, noch sie für geeignet in die Genossenschaften aufnehmeu. Manche der Redner hätten daran feßen, um das zu verdienen, was zur Füllung des Magens, hält, der gewerkschaftlichen Bewegung einen Rückhalt zu ge- freilich die Genossenschaften in zu rosigem Lichte geschildert, sie zur Zahlung der Wiethe und der Steuern und zum Ankauf währen, weil die Gesammtheit der Arbeiter von der Wirkung der würden noch viele Enttäuschungen erleben. Doch würden die einiger unbedingt nothwendiger Kleidungsstücke gebraucht wird. Genossenschaften unberührt bleibt. Die Versammlung erkennt Genossenschaften entschieden eine erzieherische Wirkung üben Sehr oft reicht's gar nicht so weit und das eine oder andere zwar an, daß eine Genossenschaft unter bestimmten Voraussetzungen durch das Zusammenarbeiten der Arbeiter. Tadurch erst würden muß aufgeschoben werden mit dem Troft auf bessere Zeiten". den Zweck erfüllen kann, im Kampfe für die Bestrebungen der diese befähigt, Bürger des neuen Staates zu werden. Heute be- Ein schlechter Trost bei der heutigen fapitalistischen Wirthschaft! Arbeiter gemaßregelte Genossen unterzubringen, sie vor dem fänden die Genossenschaften sich noch im Anfangsstadium, aber Aber auch zahlreiche Familien, welche bis vor kurzem noch wirthschaftlichen Ruin zu schützen, doch sind diese Voraussetzungen sie würden sich einen größeren Wirkungsfreis erringen. Lütjens etwas hatten", sind heut auf das Leben aus der Hand in den nur in wenigen Berufszweigen vorhanden. Auch diese Wirkung habe darauf hingewiesen, daß durch die Beiträge für die Genert Mund angewiesen, die Ersparnisse sind aufgezehrt, die Theuerung fann aber der Natur der Sache nach nur eine beschränkte und schaftsbewegung die Konsumfähigkeit beschränkt werde. England hat die Leute gezwungen, den letzten Thaler von der Sparkasse vorübergehende sein, weil auch solche Genossenschaften, bei denen habe die höchsten Beiträge der Art, aber auch die höchsten abzuheben. Die Statistiken der Sparkassen haben ohne Ausnahme ( Nachdruck verboten.) Korrespondenzen und Parteinachrichten. am Gewonnenes Spiel. Eine Weihnachtsgeschichte von A. F. Thiele. Schnarrend verkündete die alte Schwarzwälder WandUhr in heiseren Schlägen die Mitternachtsstunde. Mühsam richtete Frau Förster ihren durch Arbeit, Entbehrung und Krankheit gebrochenen und siechen Körper von der dürftigen Lagerstatt halb auf und wandte den trüben Blick dem Tische zu, an dem, neben sich die Nähmaschine, ein junges hübsches Mädchen beim fahlen Lichte einer Petroleum lampe mit Wäschenähen beschäftigt saß. " Ich bitte, Minna, lege Dich nieder. Es ist bereits wieder 12 Uhr! Du hältst die anstrengende Arbeit nicht aus. Schone Deine Gesundheit." Gleich, liebe Mutter, bin ich fertig. Noch einige Knopflöcher und die Arbeit ist beendet." Kannst Du es denn nicht bis morgen lassen?" " Unmöglich! Du weißt, morgen ist Weihnachts- HeiligerAbend, da wird in der Fabrik nur bis Mittag gearbeitet und dann muß Alles fertig sein, denn dann wird gerechnet." O daß ich Dir doch bald wieder helfen könnte!" Und mit einem halb unterdrückten Seufzer sank Frau Förster wieder auf ihr Lager zurück. Minna hatte die leise Klage wohl vernommen. Schmerzbewegt schaute sie einen Moment nach der kranken Mutter Lager hin, cann aber wandte sie sich wieder mit regem Eifer ihrer Arbeit zu. Als dieselbe fertig gestellt und zum Mitnehmen in die Fabrik bereit gelegt war, nahm das Mädchen ein kleines Notizbuch zur Hand und begann noch einmal nachzurechnen, wieviel sie morgen aus gezahlt erhalten würde. Das Ergebniß war fein großes. Wenn sie die Arbeit des morgigen halben Tages noch hinzu rechnete, würde sie höchstens auf zehn Mark kommen. Was sollte sie damit anfangen? Wie sollte sie davon Weihnachten feiern? Doch es würde schon gehen. Sie verlangte ja nichts für sich, und einige Stärkungen und neue Medizin für die Mutter, sowie das nothwendige Heizmaterial, dann wollte sie die Feiertage über von früh bis spät arbeiten, damit zum neuen Jahre die Wohnungsmiethe nicht fehle. Der Hauswirth muß ja früher befriedigt werden, als der eigene Magen! Unter diesen Gedanken legte sich auch die müde Arbeiterin endlich zur Ruhe nieder. Das Lämpchen verlöschte und das armselige Dachkämmerchen erfüllte ein schweigsames Dunkel. * * * „ Hier, Fräulein Förster," ist Ihr Buch!" meinte am Mittag des nächsten Tages die Direttrice, indem sie Minna ihr Lohnbuch überreichte. bis Schreckensbleich starrte Minna die Sprecherin an. Mit Blitzesschnelle zogen die ganzen furchtbaren Konsequenzen des einen Wortes:" Entlassen!" an ihrem geistigen Auge vorüber, mit einem Blicke hatte sie ihre ganze schreckliche Situation übersehen. Sie wanfte, fie mußte sich flüßen, um nicht zu fallen. Von ihren qualvoll bebenden Lippen rang sich mühsam die Frage: Entlassen... und warum?" " " Warum? Ja, mein schönes Fräulein, da müssen sie den Fabritherrn, Herrn Brandes, fragen! Ich kann das nicht wissen!" Und mit spöttischem Gekicher verließ die Direktrice den Arbeitsraum, Minna allein lassend in ihrer Angst und Qual. Die Arbeit war beendet, die übrigen Arbeiterinnen waren bereits abgefertigt, hatten wohl bereits die Fabrik Herrn Brandes solle sie fragen! D nun war ihr verlassen und eilten nun nach Hause, um noch nach Mög- Alles flar. lichkeit Borbereitungen für das bevorstehende Weihnachtsfest Nun wußte sie auch den Grund ihrer Entlassung! Es zu treffen und von dem erhaltenen fargen Lohne dies und war nichts als ein Racheakt, veranlaßt durch die Abweisung jencs zu kaufen. Minna Hatte geduldig gewartet, seiner Annäherungsversuche, durch die Ablehnung seiner ihr die Reihe an fie fam; sie hatte eine Ar- gemachten Anträge. beiterin nach der anderen gehen sehen, keine hatte ihr ein freundliches Abschiedswort gegeben, hatte sie doch Romptoir, um sich ihren Arbeitsverdienft auszahlen zu Fassungslos wankte auch sie hinaus und begab sich ins feine Freundin unter ihren Arbeitsgenossinnen. Auch die Lassen. Direttrice war ihr nicht gewogen und als diese ihr jetzt ihr Der Buchhalter, ein alter freundlicher Herr, war ihr Lohnbuch aushändigte, umspielte ein spöttisches Lächeln ihre immer zuvorkommend und theilnahmsvoll begegnet, hatte Lippen. stets ein freundschaftliches Juteresse für sie bekundet. Minna, welche sich ganz ihren Gedanken hingegeben hatte, erwachte wie aus einem Traume bei der Anrede der Als er jetzt die jugendliche, gebrochene Mädchengestalt Direttrice und nahm mechanisch ihr Lohnbnch in Empfang. in das Kassenzimmer hineinschwanken sah, erhob er sich Dürfte ich Sie wohl um Arbeit bitten für die Feier schnell von seinem Sitze und führte sie theilnahmsvoll zu tage? Ich möchte gern zu Hause arbeiten!" fragte Minna einem Sessel. Dann nahm er ihr schweigend das Buch in gewohnter Bescheidenheit. aus der Hand und begab sich auf seinen Platz zurück, leise " Ich bedauere, Ihren Wunsch nicht erfüllen zu können!" vor sich hin murmelnd: erwiderte die Direttrice falt. Ich habe Ihnen überhaupt mitzutheilen, daß Ihr Arbeitsverhältniß in hiesiger Fabrit ich mit dem heutigen Tage gelöst ist. Sie sind entlassen!" Entlassen! Arbeitslos! Jetzt gerade zu Weihnachten! Armes Kind! Man hat Dir übel mitgespielt! Doch befürchte, das Schlimmste steht Dir noch bevor." Während er sich nun in seine Bücher vertiefte und die nöthigen Eintragungen machte, saß Minna wie geistesabwesend Daß darunter das gesammte Geschäft zu leiden hat, braucht nicht näher begründet zu werden und daß namentlich von all der ungeheuren Menge von Proletariern auch nicht einer im Stande ist, fich einen Lurusgegenstand anzuschaffen, liegt auf der Hand. So steht also vorläufig die eine Branche vor dem Krach, weitere müssen naturgemäß folgen, der Moloch des Kapitalismus verschlingt seine eigenen Kinder! M die t bedeutend geringere Einlagen und bedeutend höhere Abhebungen aufhören." Nachdem ich heute meine Affordarbeit vollendet hatte,[ wache gebracht, wo in dem Festgenommenen burch einen dienst zu verzeichnen. Die Zunahme des Proletariats ist in diesem wurde mir als Schreiber der Liste der Bescheid:„ Der Mohr hat babenden Beamten ein ehemaliger Unteroffizier vom Kaiser Franz Theuerungsjahr eine enorme gewesen. fein Schuldigkeit gethan, der Mohr fann gehen." Das ist die Grenadier Regiment erkannt wurde. Der Dieb führte an 100 Antwort einer Direktion auf eine Bitte um Auszahlung des überaus sauber und kunstvoll gearbeitete Dietriche, sowie drei verdienten Geldes. 63 blieb also weiter nichts übrig, Bunde falscher Schlüssel bei sich. Anfänglich weigerte er sich, als dem Herrn Oberingenieur, Obermeister und Meister den Namen seines Komplizen zu nennen, gab aber endlich an, Weise meinen tiefgefühltesten Dank für das so vortreffliche daß dies ein gewiffer Lorbeer fei, diefer führte auch das gestohlene Weihnachtsgeschent auszusprechen und von dannen zu ziehen. Geld bei sich. Hoffentlich gelingt es, auch diesen sauberen Patron bald dingsest zu machen. Die zweite Wärmehalle ist am gestrigen Weihnachtsheiligabend, Vormittags 10 Uhr Jerufalemerstr. 8, wie per Die Regulirung der Spree macht sich am Mühlendamm Die Stichwahl im 40. Kommunal Wahlbezirk be. Säulenanschlag vorher angekündigt worden war, ohne Feier schon deutlich bemerkbar. Der Strom ist bereits so ruhig ges treffend erhalten wir noch nachträglich eine Nachricht, die wich lichfeit" eröffnet worden. Gine feltfame Ironie des Schicksals worden, daß die Arbeiter im Handkahn quer hinübersehen. Die tig genug erscheint, um auch jetzt noch veröffentlicht zu werden, wollte, daß diese Wärmehalle im Lokal der früheren Geheim- großen Baggermaschinen mit den Greifern find oberhalb und da der Umstand, den diefelbe betrifft, möglicher Weise nicht ohne rathsfneipe" ihren Play fand. Die„ Geheimräthe" müffen in unterhalb thätig; sie vertiefen das Flußbett um 8,75 Meter. Einfluß auf den Ausfall der Stichwahl gewesen ist. Uns wird Berlin bedentlich in Abnahme begriffen sein. Die" Geheimraths- Diefe Tieferlegung wird sich bis nach Köpenick hinauf erftrecken. nämlich gemeldet: Am Tage der Stichwahl erhielten die Beam- neipe" litt schon Jahre lang an stetig zunehmendem Gäste- Die Bedienung der Baggermaschine erfordert eine besondere Geten der königlichen Eisenbahn- Betriebswerkstätte Grunewald je schwund. Demgegenüber muß festgestellt werden, daß die Zahl schicklichkeit; die Leute sind von den englischen Erbauern der 2 Stunden freie Beit, um ihr Wahlrecht ausüben zu können. der Wärmehallen Besucher zunimmt, denn schon am ersten Tage Maschinen angelernt. Jeder Niedergang des Stahlforbes Daß den dortselbst beschäftigten Arbeitern nicht eine gleiche Ver- war diese Halle von Besuchern überfüllt. Jedenfalls macht diefe erfordert fünf Griffe, die Steuerung erfolgt mit dem günstigung gewährt wurde, tann weiter nicht befremden. Be- Halle einen bei weitem freundlicheren Eindruck, als Fuße. Nach zweistündiger Bedienung muß der Mann er ist dann so naß, daß er fremden muß nur ein eigenthümlicher Zufall, der gerade am Tage die von uns geschilderte erste. Indessen welch ein Wechsel! abgelöst werden; der Stichwahl den Arbeitern übel mitgespielt hat. In der geWenn die Wände Empfindung hätten, fie müßten Kleidung wechseln muß. Die geschichtlichen Funde ober dachten Eisenbahn- Werkstätte ist nämlich eine vierwöchentliche wackeln! Wo ist die stattliche Uhr hin, die so oft den fröh- halb des Mühlendammes find sparsam, man macht solche Lohnzahlung eingeführt, jedoch erhalten die Arbeiter halbmonatlichen Weißbier- Rentiers schlug?! Wo die Wandgemälde? Wo fast nur unterhalb, ein Zeichen, daß die Besiedelung oberhalb lich Abschlagszahlungen. Der Zufall wollte es nun, daß die die schäumenden Gläser und die weißgefcheuerten Tische?! Ber- jung ist. Auf den Baggern sieht man auch Nachts Licht; sie Stichwahl gerade an einem solchen halbmonatlichen Bahltage, schwunden! Dafür findet man die bekannte Einrichtung der haben Wache an Bord. Das Flußbett ist so mit Pfählen durch am 15. Dezember, stattfand, und der Zufall wollte es weiter, Wärmehallen lange table Bänke, sonst nichts! Und die alten fegt, daß die Bagger leicht auftreiben und leck werden könnten. daß, während sonst die Arbeiter in der zweiten Nachmittags von uns gerügten Uebelſtände finden wir auch hier, das Fehlen Die Schleuse am Mühlendamm wird von der Burgstraße bis stunde ihr Geld erhielten, sie gerade an diesem Tage erst um der Tische. Das in seinen äußeren Umriffen aus dem alten zum alten Polizeipräsidium reichen. Dieselbe wird gleichzeitig 1/27 Uhr Abends ausbezahlt bekamen, welcher Umstand es ihnen Inventar belassene Buffet macht auch in seiner gegenwärtigen 6 Rähnen stromauf und 6 stromab Durchlaß gewähren. Unfere unmöglich machte, sich an der Wahl zu betheiligen. Fürwahr, Stahlheit noch immer einen stattlichen Eindruck. Freilich Spree zeigt sich übrigens nach Entfernung der Jahrhunderte ein recht böser Zufall! Bohnensuppe und blauer Heinrich" welchem Geheimrath langen Verunreinigungen als ein höchst sauberer Fluß; der würde dies ehedem gemundet haben? Grund ist reiner Kiesboden. Jm ,, Staats- Anzeiger" wird bekannt gemacht, daß die Der Arbeiter- Gesangverein Inverdrossen" beschloß in verstärkten Ersay- Kommissionen behuss der Entscheidung über In die Luft gesprengt wurde gestern ein Flügel des Kaffee- feiner letzten Mitgliederversammlung, den ft reifenden Buch Gesuche um zeitweise zurückstellung bei nothwendigen Ver- haufes Belt Nr. 4" des Restaurateurs A. Apel im Thiergarten. brudern 10 Wark zu überweisen. Die Mitglieder sprachen stärkungen oder Mobilmachungen bezw. bei Bildung von Ersatz- Das Haus besteht aus einem Hauptgebäude aus zwei Stockwerken dabei den Wunsch aus, es möchten alle ähnlichen Vereine die Truppentheilen am 28. März 1892 ihre nächste Sigung halten und zwei hallenartigen Seitenflügeln, die einen nach dem Thier um den Neunstundentag, also um eine allgemein wichtige For werden. Diejenigen in Berlin wohnenden Mannschaften der garten zu geöffneten, mit Bäumen besezten Restaurationsgarten derung im Kampfe Stehenden gleichfalls nach besten Kräften um den Neunstundentag, also um eine allgemein wichtige For Reserve, Marine- Reserve, Landwehr, Seewehr, Ersatz- Reserve einfassen. Diese Sallen haben an drei Seiten Mauerwert, und Marine- Erfahreserve, welche auf zurückstellung Anspruch während die vierte Seite nach dem Garten zu offen bezw. mit unterstützen, Hoffentlich findet dies erfreuliche Beispiel von machen, werden aufgefordert, ihre Gesuche unter Angabe ihrer einer Glaswand abgeschloffen ist. In der östlichen, nach dem Solidarität die gewünschte Nachahmung im reichsten Maße. Militärverhältnisse und der Nummern, unter denen sie in den Garten ganz offenen Halle werden den Winter über die Garten- Polizeibericht. Am 23. d. M. Morgens wurde ein Listen der hiesigen fgl. Bezirks- Kommandos geführt werden, im tische und Stühle aufgestapelt und aufbewahrt. So war die 24jähriger Kaufmann im Garten Sandstr. 20 in einer Baube er Laufe des Monats Januar 1892 beim Militärbureau des hiesigen Halle auch jetzt bis unter das leichte Solzdach mit solchen hängt und mit einer Schußwunde in der rechten Schläfe aufs Magistrats einzubringen. Ebenso werden die auf Zurückstellung Wirthschaftsgeräthen angefüllt. Gestern Nachmittag gegen 2 Uhr gefunden. In einem Gasthof in der Bahnhofstraße wurde Anspruch machenden und sich hier aufhaltenden, ausgebildeten nun ertönte plöglich ein scharfer Knall, es erhob sich eine Vormittags ein unbekannter, etwa 30 Jahre alter Mann, welcher Landsturmpflichtigen des II. Aufgebots ausgefordert, ihre Gesuche mächtige Rauchwolte, wie sie explodirendes Pulver oder sonstige am Abend vorher dort abgestiegen war und sich als Bodo Brid unter Angabe ihrer bisherigen Militärverhältnisse in der an Explosionsstoffe verursachen und dann eine noch dichtere Staub wiz aus Leipzig in das Fremdenbuch eingetragen hatte, erschossen gegebenen Zeit bei dem bezeichneten Bureau einzureichen. Hierbei wolke aus dem niedergerissenen Mauerwerke. Als sich der Staub vorgefunden. Zu derselben Zeit versuchte ein Arbeiter in wird ausdrücklich bemerkt, daß die bereits früher berücksichtigten verzogen hatte, fahen die bestürzten Bewohner des Hauses die einer Schankwirthschaft in der Landsbergerstraße sich mittelst Mannschaften ihre Anträge auf weitere Zurückstellung im Bedarfs- ganze Halle zertrünimert; die Wand nach der Straße An den Cyantali zu vergisten. Nach Anwendung von Gegens fall zu erneuern haben und die nach dem 81. Januar t. J. ein- Belten" au lag zum Theil in dieser Straße, das auseinander- mitteln noch lebend nach dem Krankenhause gehenden Gesuche nicht berücksichtigt werden können. Nach Ab- gerissene Dach nebst Trümmern von Balken und Gartenstühlen am Friedrichshain gebracht. Nachmittags wurde haltung des Termins am 28. März fünftigen Jahres werden die und Tischen lagen im Garten oder hingen zum Theil gar in den Kaufmann in seinem Geschäftszimmer am Hohensteinweg Namen derjenigen Mannschaften, deren Gesuche für begründet Gartenbäumen. Die Glasscheiben des Hauptgebäudes und der mit Schnittwunden an beiden Armen erhängt aufgefunden.evachtet worden sind, durch das" Intelligenz- Blatt" öffentlich be- weiten Halle, sowie auch an der Hinterseite des Hauptgebäudes Auf der Charlottenburger Chauffee, nahe der großen Quer- Allee, fannt gemacht werden. find sämmtlich zertrümmert. Da die Halle nur eine einzige fiel zu derselben Zeit ein Kutscher während der Fahrt von dem Gasflamme und daher nur eine geringe Gas Buleitung von ihm geführten Geschäftswagen, dessen Pferd durchgegangen bat, da außerdem das etwa ausströmende Gas sich bei der Offen war, und erlitt dabei so bedeutende Verlegungen am Kopfe, daß beit der Halle nicht ansammeln konnte, so ist eine Gaserplosion er nach der Charitee gebracht werden mußte. An der Ede wohl rolständig ausgeschlossen und muß der Explosion ein Ver- der Rathenower- und Thurmstraße wurde Abends ein Tischler brechen zu Grunde liegen. Näheres festzustellen war der Feuer- von einem in der Fahrt befindlichen Pferdebahnwagen überfahren wehr noch nicht möglich. Menschen sind nicht verunglückt. und am Kopfe so schwer verletzt, daß seine Ueberführung nach Grundstücke Große Frankfurterstr. 182 schlug zu derselben Zeit dem Strankenhauſe in Moabit erforderlich wurde. Vor dem mit einem Hammer gegen den Kopf und verlegte ihn fo bedeutend, der Maurer Böhme infolge eines Streites den Schlosser Pabst daß er nach Anlegung eines Verbandes nach, dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht werden mußte. Tages fanden fünf Brande statt. Wir erhalten folgendes Schreiben:" Uns liegt das Bohl unserer Arbeiter am Herzen", dieses sind die Worte, welche man so oft Gelegenheit hat von den Herren Arbeitgebern zu hören. Nachfolgendes zeigt wieder einmal deutlich), mit welcher Gedankenlosigkeit diese Herren" solche Worte aussprechen. Ich arbeite seit dem 17. Juli 1890 als Mechaniker bei der AftienGesellschaft Mix und Geneft, Nexenburgerstraße 14. Bei meinem Eintritt rechnete die Woche laut Fabrifordnung von Donnerstag zu Donnerstag, mithin blieben immer 3 Tage Lohn Res in den Händen der Gesellschaft. Zum Weihnachtsfest bekamen wir unseren Lohn voll und ganz ausbezahlt. Seit jirka 3 Monaten bieten nun diese innebehaltenen 3 Tage nicht mehr genügende Garantie" für verpfuschte Arbeit, ev. mitgenommene Werkzeuge zc., und genirt sich daher die Aktiengesellschaft garnicht, eine volle Woche einzubehalten. Jetzt zum Weihnachtsieste, wo ein Jeder denkt, feinen Lohn bis auf den letzten Tag zu bekommen, und daher in Anbetracht des in legter Beit sehr flauen Geschäftsganges schon den letzten Groschen bis zur letzten Stunde verrechnet hat, wird drei Tage vor Weihnachten bekannt gemacht, daß die Attiengesellschaft die letzten 3/2 Tage nicht ausbezahlt und die Arbeit am 4. Januar 1892 beginnt. Selbstverständlich herrschte hierüber großer Unwillen, und ließ ich daher eine Liste zirkuliren, in welcher wir die Direktion ersuchten, und zwar sehr höflich, uns doch unser verdientes Geld zum Feste auszuzahlen. Stachdem die Liste ca. 100 Unterschriften erreicht hatte, wurde dieselbe von einem dienstbefliffenen Meister konfiszirt und lautete die Parole:„ Wer sein Geld zu Weihnachten haben will, muß da, die Blicke starr zu Boden gerichtet, ohne Regung, ohne Leben. Entlassen! arbeitslos! Thr schwindelte; in Fiebergluth flopfte das Blut in ihren Schläfen. Aus ihrer Betäubung wurde sie schließlich aufgeschreckt durch die Stimme des Buchhalters, der seine Eintragungen beendet hatte. Fräulein Förster!" redete er mit weicher, leiser Stimme das harrende Mädchen an. Diese erhob sich von ihrem Plage und trat an das Pult des Buchhalters heran. Fräulein Förster!" hob dieser wieder an, ohne den Blick von den Büchern zu erheben. Ihr Wochenverdienst beläuft sich auf zehn Mark!" " Ja, mein Herr." naftiters Kroll ist seit gestern wieder aus der Haft entlassen. Zum Weißenfeer Kindesmorde. Die Frau des GymDie fortgesette Untersuchung hat definitive Resultate von der Schuld des Mannes noch nicht ergeben. Kroll selbst stellt jede Schuld in Abrede. Ein Einbruchsdiebstahl wurde in der vergangenen Nacht in dem Weißwaaren Geschäft von Rothmann u. Gelbstein, Bellealliancestr. 91, verübt. Die Diebe verschafften sich vom Hofe aus dadurch, daß sie eine Fensterscheibe zertrümmerten, den Fensterflügel öffneten und sich dann durch die engen eifernen Zvaillen hindurchgwängten, Eingang in das Geschäftslokal, aus welchen fie Weißwaaren im Werthe von mehreren hundert Mark, sowie gegen 1200 m. baares Geld stahlen. Hierauf zogen sie sich auf demselben Wege zurück und verließen das Haus, deffen Thür sie mit Nachschlüffeln geöffnet hatten. Doch das Auge des Gesetzes wachte. Der Nachtwächter des Reviers hatte das Heraustreten der verdächtigen Gestalten bemerkt und machte sich sofort an ihre Bera folgung. Als die beiden Diebe dies merften, warfen fie einen Theil der gestohlenen Waaren im Werthe von etwa 400. fort und suchten zu entfliehen. Während dies dem einen auch gelang, wurde der andere vom Wächter gefaßt und nach der Polizei „ O mein Herr, haben Sie Erbarmen mit mir! Sie mir nicht dieses Schreckliche an!" Mein armes Kind, wenn es nach mir ginge aber Herr Brandes-" wurde er Theater. ein Im Laufe des Im Thomas- Theater wurde vorgestern Abend vor ziem lich gut befeptem Hause die alte Milfen'sche Posse Kläffer" natürlich in neuem Aufputz und in neuer Berbrämung auf geführt. In früherer Zeit muß man in den allgemeinen An sprüchen bescheidener gewefen sein, denn worüber man früher berglich lachte, erscheint heute fade und abgeschmackt. Es soll damit nicht gefagt sein, daß die ganze Poffendichtung eine ver fehlte sei; man sieht nur hieraus, daß die Literatur, selbst die Boffenliteratur, mit dem eigentlichen Leben enger zusammenhängt, als man für gewöhnlich anzunehmen geneigt ist. Die Leute der Wilken'schen Poffe giebt es heute nicht mehr hat es vielleicht Thun oder höchst wahrscheinlich nie gegeben, aber auch der ödeſte Philister kann sich heute nicht mehr mit derselben Harınlosigkeit über die behaglichen Wige freuen, wie früher. er Herr Brandes, wo ist er? O führen Sie mich zu ihm, ich will ihn auflehen, um Barmherzigkeit bitten, kaun, er darf mich nicht zurückstoßen!" " Herr Brandes erwartet Sie." Wo?" " In seinem Privatkomptor." führen Sie mich zu ihm!" Bitte, folgen Sie mir. " Verzweiflung im Herzen folgte Minna dem voran schreitenden Buchhalter schwankenden Schrittes nach dem in einem höheren Stockwerke belegenen Privatkomptor des " Behn Mart, hm! Wie Sie wissen werden- hm! Herrn Brandes. haben Sie vor längerer Zeit einen Vorschuß erhalten!" " Ja, mein Herr. Ich brauchte ihn, der Krankheit meiner Mutter wegen!" Mit zitternden Händen klopfte sie an die Thür. Herein!" ertönte es im Innern des Gemaches. Alles Blut strömite ihr zum Herzen, als sie die Thür Liebes Fräulein, ich weiß es. Ich kenne Ihre Veröffnete und eintrat. Herr Brandes schritt ihr entgegen und schloß die Thür hältnisse. Jedoch Sie haben einen Rest noch nicht zu hinter ihr. rückgezahlt. Ich konnte nicht!" " Ich glaube es Ihnen. Bei Ihren Verdiensten! Sie schulden hm! Herrn Brandes noch zehn Wark!" " Jawohl! Ganz recht! Aber mein Herr mein Herr--" ,, So leid es mir tout, mein Liebes Fräulein, aber ich muß meine Pflicht erfüllen und Ihnen mittheilenHerr Brandes hat verfügt, diese Schuldforderung von Ihnen einzuziehen." Die zehn Mart? Aber..." " The Wochenverdienst deckt gerade die Forderung und Herr Brandes hat befohlen, den Rest des Vorschusses von Ihrem Wochenlohne abzuziehen, mithin..." " Mit bangender Sorge hatte Frau Förster die Rückkehr ihrer Tochter erwartet. Schon war es finster geworden und der Lampe fahler Dämmerschein erfüllte mit mattem Lichte das ärmliche Dachkämmerchen. In allen Wohnungen er schienen Lichter, und glückliche Menschen bereiteten sich vor zum fröhlichen Weihnachtsfeste. Da endlich! Ein hastender Schritt ertönte auf der Treppe. Die Thür wird aufgerissen und herein fliegt Minna, die lang Ersehute. Bis hierher haben ihre Füße sie getragen, doch nun verläßt sie ihre Kraft. Lautlos sinft sie zu Boden. Vor allen Dingen sollte man den patriotischen Klimbim, der fammer laffen. Die Sache von der Soldatenliebe mit dem Dienst vor zwanzig Jahren Mode war, ruhig in der staubigen Humpels mädchen zieht" nicht mehr und die Vorliebe für das Militär, welches mit Musik die Friedrichstraße entlang sieht, fann man getrost den Herrschaften mit den Ballonmüßen überlassen. Wenn jerner einige allzu nuß- und geistlose Kouplets gestrichen werden, dürfte sich die Poffe bei dem genügsamen Publikum des Thomas theaters wohl einige Wochen halten. Gespielt wurde recht flott, namentlich war es Direktor Thomas, der wahre Stürme der Heiterkeit hervorrief. Neben ihm verdient Fräulein Gallus genannt zu werden. Die übrigen Mitspieler thaten ihr Bestes, um dem Stück einen Erfolg zu sichern. Soziale Lebersicht. Die Nachricht vom Streit der Former und Hilfsarbeitet der Wilhelmshütte bei Saalfeld wird durch das„ Saal felder Volksblatt" bestätigt. Den Grund zum Streit gab die Maßregelung eines Formers, sowie ein bereits eingetretener 10 prozentiger und ein wieder angekündigter 5 prozentiger Lohn abzug. Ein Generalstreit der Dresdener Ofenseher steht bevor wegen der bereits erwähnten Lohnreduktion die bei ein zelnen Stücken bis zu 80 pet. betragen soll. Buzug ist bis auf weiteres ftreng fernzuhalten. Versammlungen. Boller Schrecken beugt sich die Mutter über fie und faßt ihre Hand. Die krampfhaft zusammengeballten Finger Bleibt mir Nichts!" schrie Minna verzweifelud und lösen sich und- auf den Boden rollen, im Lampenscheine Der Verein der Einseher- Tischler Berlins nud heiße Thränen entströmten ihren Augen. D mein Herr! magisch erglänzend, mehrere Goldstücke, auf dem Boden ruht umgegend hielt am 20. Dezember eine Generalversammlung ab, Das ist nicht möglich! Was soll aus mir werden? Was neben der Tochter ein zusammengefaltetes Papier- Minnas in welcher der Vorsigende zunächst mittheilte, daß außer den soll aus meiner armen Mutter werden? D mein Herr, Ernennung zur zweiten Directrice! 100 M., welche aus der Vereinsfasse bewilligt waren, ferner fagen Sie, daß es unmöglich ist! Das kann der Wille Und draußen länten die Kirchenglocken mit ehernem 67 2., welche bis jetzt auf Liften gezeichnet wurden, den des Herrn Brandes nicht sein, so grausam tann Herr streikenden Buchdruckern übermittelt worden sind, und ersuchte un weiteres thatfräftiges Sammeln. Brandes einem armen Mädchen gegenüber nicht verfahren!" " Und doch ist dem so!" antwortete der Buchhalter mit leiser Stimme, von tiefem Mitleid ergriffen. Munde das Chriftfest ein und in den Gotteshäusern ertönt zum Orgeltlang der Lo bgesang andächtiger Gemeinden: Ehre sei Gott in der Höhe, und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen!" " Hierauf vollzog man die Wahl des gesammten Borstandes. Diefelbe hatte folgendes Resultat: 1. Vorsitzender Misch, 2. Vors fizender Lorenz; 1. Rassirer Knabe, 2. Kassirer Russe; Beisitzer to t e S A D e b e in ३ 29 fr 3 55 52842 221 £ 1 br fet an fis fe I G be au ru au H Ro we B fri Iet vo ni fox Ka Di ert Ka Be fts 73 00 rei h, It, me 11 m де Die 10 er. It. e er es 111 ie r: he 16 Tie y= 11. 13 ig re te er ie r en in f de er t ent in Ift fe in eg ce, en ав fe er ent ch m eit Sft D, fe es ants if er oll 22 Die gt, er ht fte eit per el: ft: it, 211 211, B ΟΥ en en zu et ไร่ Die er or b, ent zer en 23. Dr's ser Martscheck, Mefte, Penfelz, Hergutt und Walter; Revisoren| früb 8 Uhr auf dem Bahnhof Friedrichstraße.( Naum vor dem FahrkartenRodemann, Bitters und Deutsch. Verfauf.) Auf Antrag des Herrn Pitters bewilligte die Versammlung Beichnis. dem Kassirer Herrn Knabe für die korrekte Geschäftsführung 30 M. Gefangverein„ Esmeralda". Sonnabend, Königsbergerstr. 24, bet feiertag), Nachmittags 4 Uhr, Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstraße, Ethische Gesellschaft. Sonnabend, den 26. Dezember( 2. Weihnachts Kinderbescheerung; um 8 Uh Festvortrag von 2. Henning. Nachher gesellige unterhaltung und' Tanz. Gäfte willtommen. Und am Sonntag, den 27. De zember, Abends 6% ühr, Grenadiersir. bei Seefeldt. Vortrag des Nachher gesellige Unterhaltung und Tanz. Gäste sehr willkommen. Verein Bildung und Geselligkeit Berlin. Sonnabend, den 28. De ember, abends 6 Uhr, Vereinsverfammtung bet Ahrens, Beinmeisterftr. 9. Tagesordnung: Weihnachtsfeier. Kinderbescheerung und Tanz. Achtung! Schäftebranche! Sonntag, 3. Feiertag, Nachmittag Uhr, Beisammensein. Bahlreiches Erscheinen erwünscht. Generalversammlung bei Beyer, Neue Grünftr. 14. Nachdem gemüthliches Henning über:„ Unsere Aufgaben und Biele im alten und neuen Jahr." Die Wahl der Arbeitsvermittlungs- Kommission wurde wegen vorgeschrittener Zeit zur nächsten Versammlung zurückgestellt. zu bemerken ist noch, daß am 21. Dezember die Vorstands. fizung stattfand; in derselben wurden von den fünf Beisigern zum 1. Schriftführer Herr Walter, zum 2. Schriftführer Herr Hergutt gewählt. = In Charlottenburg fand am 15. Dezember eine öffentliche Volf ersammlung statt, in welcher Reichstags Abgeordneter Molkenbuhr über die Taktik der Sozialdemokratie referirte. Derfelbe erläuterte in 14stündiger Ausführung die Ziele unserer Partei und kritisirte in schärfster Weise die Opposition. Das Referat fand lebhaften Beifall. Diskussion fand nicht statt. Hierauf mußte die Versammlung auf 10 Minuten vertagt werden, weil ein Redner der Oppofition wegen ungebührlichen Betragens hinauszuweisen war. Nach Wiedereröffnung der Versammlung wurden drei Resolutionen angenommen, welch. ziem lich in folgenden Worten gleichlautend sind: Die heutige in Bismarckshöhe tagende öffentliche BoltsVersammlung erklärt sich mit dem Referenten, Genossen Reichs tags- Abgeordneten Moltenbuhr, voll und ganz einverstanden. Sie verspricht, an der bisherigen Taktik der Partei festzuhalten, unbekümmert um die in Berlin aufgetretene Opposition. Lentere tann der sozialoemokratischen Partei wohl den Weg zum Ziele erschweren, aber die Sozialdemokratie niemals fördern helfen. Ferner spricht die Versammlung zu den in Erfurt gefaßten Be schlüssen ihre Zustimmung, sowie der Parteileitung und der Fraktion ihr volles Vertrauen aus." Hierauf wurde die bekannte Resolution angenommen, wonach nur solche Wirkwaaren gekauft werden sollen, welche mit dem Kontrollstempel der deutschen Tertilarbeiter versehen sind. In Verschiedenen machte Genosse Wernicke darauf aufmerksam, daß bei Schluß der Versammlung die Tellersammlung fortgesetzt werden würde. Als dies der überwachende Beamte nicht gestattete, ergriff Wernicke zum zweiten Mal das Wort und wies nach dem bekannten Kammergerichts- Beschluß hin. Darauf wurde Wernicke verhaftet. Die Versammlung wählte noch die Genossen Wilde, Saffe, Wizig, Röttger und Gert in die Lokalkommission und Schloß nach Erledigung kleinerer Sachen mit einem dreifachen Hoch auf die Sozialdemokratie. Arbeiter Gesangverein Vorwärts 2." Sonntag den 27. Dezember, Bormittags 10 Uhr, Generalversammlung bei Kuhlmey, Schönhauser Allee 28. Erscheinen aller Mitglieder bringend nothwendig. Oeffentliche Schuhmacherversammlung, Sonntag Bormittag 10 Uhr in den Bürgerfälen, Dresdenerstr. 90. Tagesordnung: die politischen Aufgaben der Gewertschaften. Referent: Sparfeld. Verein zur Pflege freireligiöfen Lebens. Sonntag, den 7. Dezember, Borm. 10% Uhr, Beuthstr. 22, Vortrag des Herrn Julius Freund: Offene ( Herren und Damen). Antwort an Herrn Oberstlieutenant Wt. von Egidy". Freier Zutritt für Gäst: Montag, den 28. Dezember, Abends 8% Uhr, Beuthstr. 22, Weihnachtsfeter für Mitglieder, deren Angehörige und Gäfte. Eintrittsgeld 5 Pf. Kleine Geschenke aur Berlosung werden am Abend in Saal und vorher von den Borsiandsmitgliedern dankend entgegengenommen. Achtung! Schneider und Schneiderinnen! Am Sonntag, ben 27. Dezember,( Dritter Weihnachtsfeiertag) veranstaltet die Agitations: Konzert, Borträgen und Tanz, wozu alle kollegen und Kolleginnen freundlich tommission in der Berliner Nessource ein Weihnachtsvergnügen, bestehend in eingeladen find. Freier Diskutirverein. Jeden Sonntag nach dem 1. und 15. feben Monats bei Leopold, Markgrafenfti. 88, Nachmittags 4 Uhr. Neue Mitglied.r, namentlich Schüler ber Arbeiter- Bildungsschule, werden in jeder Gibung auf: genommen. Die Mitglieder des Vereins deutscher Schuhmacher werden hiermit tuginem gemeinschaftlichen Besuch des wuſeums für Naturkund auf Sonntag, 27. Dezember, eingeladen. Treffpunkt früh 11 Uhr, Weinstr. 2a, bet Steuer. nachtsbescheerung, bestehend aus Tanz und Gratisperlojung bei Nicolai, Theaterverein Vulkania feiert am 3. Weihnachtsfeiertag feine WeihElisabethtirchstr. 14, Anfang 7 Uhr. Gaste und Bundesgenossen willen 27 Literarisches. Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, J. 5. W. Diet' Vers lag) ist soeben das 13. Heft des 10. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Der letzte Mohikaner. Die Ar beiterbewegung in den Vereinigten Staaten. 1866-1876. Von Die neuen Handelsverträge. F. A. Sorge.( Fortsetzung.) Die sozialistische Arbeiterpartei in Spanien. Bon Pablo Iglesias. ( Schluß.) Feuilleton: Der Traum Makar's. Eine Weihnachtsgeschichte von W. Korolenko. Dermischtes: Köln, 23. Dezember. Wegen Treibeis stellten die Kölnische und die Düsseldorfer Dampfschifffahrt- Gesellschaft die Fahrten auf dem Rhein cin. Nürnberg. Rechtsanwalt klop wurde zu drei Monaten Gefängniß verurtheilt. Derf.lbe hatte in einer Bankerottfache die Vertretung von beiden Parteien übernommen. Diese Viel feitigkeit geht allerdings auch über das Bol, nenlied. London, 24. Dezember. Gine Depesche aus Lissabon an die on tin so auf dem Wege von Quilimane noch Times" meloet, daß die Expedition unter Lieutenant aghamba durch eine Explosion von Schießpul per vernichtet worden ist. Sechzig Mann wurden getödtet und 170 verwundet, einschließlich Continfo selbst. Behntausend Arbeiter sind in Odessa infolge des Ver bots der Ausfuhr von Getreide ohne Beschäftigung. Die englische Firma Goldsmith and Jacobs, welche die größte Freifüche eingerichtet, in welcher alle ihre Angestellten während Bahl Arbeiter im Hafen von Odessa beschäftigt, hat eine des ganzen Winters ein gutes Wahl erhalten sollen. Man hofft, daß andere Firmen diesem Beispiele folgen werden. Die Dorpat, 24. Dezember. Beim Sichten eines tiefen Mauerschrankes in der hiesigen Universitätsbibliothek find von dem Bibliothekar Kordt umfangreiche, sehr werthvolle historische Schäze entdeckt worden. Unter den etwa 600 Stücke umfassenden DokuUnsere Refer finden heute als Beilage eine Empfehlung menten befindet sich die Korrespondenz des schwedischen Feldherrn der im Verlage von G. Thiele, Leipzig, erschienenen Broschüre und Staatsmannes Jakob de la Gardie sowie die Korrespondenz Die Abhandlung ist flott geschrieben und die Salbadereien des sechzig Originalschreiben und Instruktionen vertreten. Eugen Richter's Sozialdemokratische errbilder" des Grafen Johann Oxenstierna. König Gustav Adolf ist mit freisinnigen Parteiführers und Dichters" werden in derselben sorrespondenz des Grafen Drenstierna bietet ein neues Quelltheilweise sehr glücklich abgeführt. Bedauern müssen wir nur, material zur Geschichte des westfälischen Friedens. Die Beardaß der Verfasser und die Verlagsbuchhandlung durch das für beitung dieses reichen Fundes ist bereits eingeleitet worden. den Verfasser gewählte Pfeudonym: B. August einen sehr unglücklichen Griff gethan haben. Wir wollen den Verdacht nicht aufkommen lassen, daß das Pseudonym mit Absicht so gewählt wurde, um bei den Käufern den Glauben zu erwecken, die Broschüre rühre von August Bebel her, nach dessen Buch: Die Frau" Eugen Stichter ja- allerdings sehr Bern, 24. Dezember. Der Bundesrath hat für sämmtliche gedichtet haben will. Daß aber diese Schluß- Artilleriegeschütze die Einführung des rauchschwachen Pulvers befolgerung fehr nahe liegt und daß sie thatsächlich gezogen schlossen. Friede auf Erden! wird, das zeigt die Anzeige der Broschüre im amtlichen Theile des Buchhändler Börsenblatt", in dessen Nr. 295 vom " frei Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung. Die Weihnachtsfeter findet am Sonntag, den 27. Dezember, Abends 6 Uhr, in Feuerstein's Festfälen, Alte Jakobstraße 75 statt. Billets zu 30 Pfennig, intl. Tanz, bet: R. Sündermann, Stalizerftr. 122; M. Weidner, Templinerstr. 12; A. Fricke, Adalbertstraße 58; A. Ringe, Deichenbergerstr. 158 4 Tr. Mit lieder und Freunde des Vereins mit Familie sind zu recht zahlreichem Besuch eingeladen. 21. Dezember 1891 wir folgende Ankündigung finden: Vereinigung der Brechsler und Berufsgenossen Deutschlands, Zahistelle Riedorf und Umgegend. Versammlung am Montag den 28. Desember, Abends pünktlich um 8 ühr, bet Bapte, Ziethenstr. 71. Tagesordnung: Stellungnahme zu den Beschlüffen der Halberstadter Konferenz. Verein Berliner Sausdiener. Montag, den 28. d. M., Abends 7 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenftr. 20, großer geselliger Abend, bestehend in humoristischen Vorträgen, leberraschungen und Tanz. greie Vereinigung Tämmtlicher in der Papier- Suduftrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins und mg. Dienstag, den 29. Dezember cr., Abends 8 Uhr, findet in Scheffer's Salon, Infelftr. 10, eine außerordentliche Generalversammlung statt. Tageso duung: 1. Vortrag der Frau Martha Rohrlack über Geistige und materielle Unabhängigkeit der Frau." 2. Stellungnahme zu den Beschlüssen der Berufsvereine betr. die Organisations 1. Weihnachtsfeiertag große Vergnügungsverein Reichokrone." Theater- Vorstellung verbunden mit Tangfränchen in Knebel's Salon, Gefund brunnen, Babstr. 58. Zur Aufführung tommt der Herr Stabimusitus und feine Kapelle," frage. 3. Eventuelle Statutenberathung. Gefangverein Steinnelke. Großes Botal- und Instrumentalfonzert im Etablissement Gisteller. Privaitheater- und Vergnügungsverein„ Elemenhorst,"( Rigdorf) am Sonntag, den 27. Dezember( 3. Feiertag) in Biester's Restaurant, Beugbofftraße 8, Einweihungsfeier. Anfang 6. Uhr. Gäste wiltonmen! Piohutirkiub Hafenelever. Sonnabend, den 26. b. W.( 2. Weihnachtsfeteriag), Abends 6 Uhr: Gemüthliches Betsammensein im Vereinslotat " Butunftsstaat", Kastanien Allee 31. Der Touristenverein ,, lub der Wanderfreunde" unternimmt am Gonntag, ben 27. Dezember( 3. Fetertag) eine Wanderfahrt nach dem Grunewald. Natur- und Wanderfreunde willkommen. Die Theilnehmer versammeln sich Ottilie Siefert, Conrad Buttner, 698b Verlobte. Berlin, den 25. Dezember 1891. Als Verlobte empfehlen sich: 704b Gertrud Lennartz, Richard Eb rt. Rummelsburg, den 24. Dezember. Als Verlobte empfehlen sick Emma Zabel Siegbert Liepmann. BERLIN. 726b Unserm Freund und Genossen, dem Infulaner Karl Kruse zu seinem morgigen 46. Geburtstage ein schallendes Hoch! 730b Mehrere rothe Jufulaner. Unferm Freund Friedrich Rode gen. Gustav zu seinem Wiegenfeste die besten Glückwünsche von seinen Kollegen aus Nr. 6. 728b G. Thiele in Leipzig. Richter's, Gu g., Sozialdemokratische Rerrbilder, be leuchtet von Bebel) August. Hier wird also direkt unser Partei genosse Bebel als Verfasser genannt. Wir sind ermächtigt, diese Angabe auf das Formellite zu dementiren. Bebel hat weder mit der Herausgabe, noch mit der Abfassung der Broschüre das Geringste zu thun und die betreffende Angabe des Börsenblatt" ist einfach Humbug. Wenn unser Genosse es der Mühe werth gefunden hätte auf die Richter'schen Sudeleien zu antworten, so hätte er sich sicher nicht hinter ein Pseudonym versteckt, das obendrein so dura, sichtig ist, wie das vom Verfasser der Berrbilder gewählte. : Bei der Gelegenheit wollen wir noch besonders auf die bei Herrn Gugen Richter's Bilder aus der Gegenwart" von Franz Wörlein u. Ko. in Nürnberg erschienene Broschüre Wiehring, aufmerksam machen. In dieser Schrift vollzieht dei als demokratischer Schriftsteller auch in unseren Parteifreisen wohlbekannte Verfasser eine Hinrichtung des freifinnigen Charlatans, wie fie vernichtender nicht gedacht werden kann. Die Broschüre ist für den Preis von 30 Pi. auch in der Buchhandlung des Vorwärts" zu beziehen und können wir dieselbe nur auf das wärmste empfehlen. Deutscher Tischler- Verband. ( Zahlstelle Steglit.) Achtung! Unterzeichneter bittet Fremde und Genossen mein Weiß- und Bairisch Den Mitgliedern zur Nachricht, daß Bierlokal zu besuchen. Ich liege im unfer Kollege Paul Buthke am 23. d. M. an der Proletarier frankheit verstorben ist. Die Beerdigung findet am 2. Feiertag, Nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause Plantagen firaße 4, statt. Die Kollegen werden ersucht, sich zahlreich an der Beerdigung zu be heiligen Der Vorstand. Todes- Anzeige. Um 22. d. M. verstarb unser Stollege Der Silberarbeiter E. Hirsch. Wir verlieren an ihm ein treues Mitglied und werden ihm stets ein treues Andenken bewahren. Die Be Krankenhause, und bitte darum meine Frau in dieser Weise zu unterſtüßen. Karl Natsch, 7086 Alte Jakobstraße Nr. 85. Allen Freunden und Gen. empfehle mein Lokal. Gute Speisen u. Getränke, Vereinszimmer, Billard, 2 Kegelbahnen stehen zur Verfügung. 736b G. Zeichnis, Königsbergerstr. 24. Mein Lokal nebft Saal, Weißen fee, Langhansstr. 102, Vereinslokal der Zimmerer für Weißenfee u. Umgegend, empfehle ich unentgeltlich für Ber sammlungen. Für gute Getränke und Speisen ist beitens gesorgt. Ergebenſt Peter Niessen, Neu- Weißenfee, Langhans ft r. 102. Halte mein Weiß- und BairischDepeschen. Briefhalten der Redaktion. Beitung": Wenn den Mitgliedern des vornehmen Pöbels" An die Redaktion der Norddeutschen Allgemeinen das Wort ist ja wohl von Humboldt Art 25 Schneidige" aufgezählt werden, haben wir gegen bie für Rohheiten dieser gleiche Behandlung der Mitglieder des gemeinen Böbels in gleichen Fällen selbstverständlich nichts einzuwenden. Recht für Alle." Gleiches Red, des Vorwärts". Lokalkommission Wilmersdorf. Es besteht ein Beschluß, wonach wir nur Mittheilungen der Berliner Lokalkommission zu veröffentlichen haben. Wenden Sie sich an diese, und der Veröffentlichung Ihrer Mittheilungen wird wahrscheinlich nichts im Wege stehen. G., Darmstadt. Der Mann verdient feine Notiznahme. M. K., Landsberg a. W. Streitbrecher sind keine Sozialdemokraten. K. Haburg, Potsdam. Der Verlag der Volkswacht" ist daran gänzlich schuldlos, wie Sie aus Nr. 298 des„ Vorwärts" 1. Beilage Spalte 2 ersehen können. Von der Centraltasse der Buchbinder durch Dr. Zadek 6,00 M., von Luther- Worms 20 Mark erhalten. H. Gumpel. Barnimstr. 42. Neu! Linienstr. 66, Flureingang! Neu! Restaurant J. Fuchs. Zu Weihnachten neu angekommen! Großes Riesen- Orchestrion mit Schellenbaum Um zahlreichen Besuch bittet und Kapellmeister. J. Fuchs. G. Superczynski, fünstliche Zähne, Juvalidenstr. 105, II. A. Lange, Hutfabrik Brunnenstr. 136-37. Sämmtliche Hüte mit Kontrollmarken. Großes Lager in Damen- und HerrenRegenschiraten, Muffen, Boas, Belze fragen, Belzmüßen. Billige Preise. Marg n. Laffalle- Reliefs Die von mir über das b. A. Berlin, Herrn Knopp ausgesprochene Aeußer mittags 1 Uhr, auf den Friedhof der Reinickendorferstraße 39, Ecke der Holzmarktstr. 40 1 Tr. Borgen- Gemeinde, statt. Um zahlreiche Betheiligung Der Vorstand Echt Nordhäuser Kautabak Rautabat ersucht 183/2 aus der Fabrit v. Hendess& Schuman des Verbandes deutscher Gold. und Silberarbeiter u. verwandter Inhaber Hermann Kessler Berufsgenossen. Nordhausen a. H. zu Fabrit- Preisen. Friedenstraße Nr. 50. 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Araber- Truppe Hadi Die Weihnachtsfeier, verbunden m. Tanzkränzchen, Abdullah( 14 Personen). Eduard Schaller, Instrumentalist. Amben und Piotty, genannt die weißängigen findet am Sonntag, den 27. Dezember, Abends 6 Uhr, in Feuerstein's Fest- Säle, Alte Jakobstr. 75, statt. Billets, à 30 Pf., intl. Tanz, bei R. Sündermann, Stalizerstr. 122, II; A. Weidner, Templinerstr. 12; A. Ringe, Reichenbergerstr. 158, IV. Mitglieder und Freunde mit Familie sind zu recht zahlreichem Besuch eingeladen. Sozialdemokratischer Wahlverein 162/3 für den 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß am 1. Januar 1892, im Lokale des Herrn Pyrtek, Gypsstr. 3, ein gemüthliches Beisammensein, verbunden mit Tanz und Vorträgen stattfindet. 385/8 Um zahlreiche Betheiligung ersucht Der Vorstand. NB. Die Zahlstellen des Vereins sind bei Wagner, Neue Königstr. 89; Wittchow, Elsaffer- und Kleine Hamburgerstr.- Ecke; F. Berndt, Neue Schönhauserstr. 18. Achtung III. Wahlverein. Hottentotten. Little Piccolo, der kleinste Athlet der Welt. Billets 30 Pf. Kollegen und Genossen sind hierzu freundlichst eingeladen. Anfang 11 Uhr. Das Komitee. Billets find zu haben bei G. Schulz, Admiralstr. 40, Cigarren- Geschäft; W. Schweizer, Dresdenter straße( City- Bassage), Cigarren- Geschäft; F. Berndt, Neue Schönhauſerſtr. 18, Cigarren- Geschäft; Richter u. Fröhlich, Grüner Weg 65; Wittchow, Kl. Hamburgerstraße, Ecke Elsasserstraße( Restaurant; W. Gampe, Landsbergerstr. 57( Restaurant); Hutgeschäft von A. Kehr, Röpniderstr. 127; bei den Kollegen C. Fischer, Schlesischestr. 5, H. III.; Baumberg, Gräfestr. 10 III.; Gormey, Dresdenerstr. 13, H. II. b. Goldacker; M. Plagens, Bärwaldstr. 9, H. I. I.; Trolle, Grüner Weg 19, v. I.; Schuster, Brunnenstr. 60, v. IV.; Sauer, Friedenſtr. 101, S. r. p., und in den mit Plakaten belegten Geſchäften. Sozialdemokratischer Wahlverein Bekanntmachung. für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Den Mitgliedern der Die Zahlstellen find folgende: F. Hermerschmidt, Moabit, Perle-| Joh. Gnadt, Brunnenstr. 38. bergerstr. 28. Franz Gleinert, Fenn- u. Müllerstr.- Ede. Haverlandt, Bellermannstr. 87, A. Linneken, Beusselstr. 57. Sonntag, den 27. Dezember, bei Gründel, Dresdenerstraße Nr. 116: Steinbach, Antonstr. 1. Gemüthliches Beisammensein mit Tanz. Kurhans Friedenau. 17662 E. Schmidt, Treskow- u. Diedenhofener Straßen- Ecke. Hilgenfeld, Bergstr. 60. Adolf Scholtz, Kastanien- Allee 35, Entgegennahme von Beiträgen und Aufnahme neuer Mitglieder. Daselbst werden auch gelesene Zeitungen zur Verbreitung in den Provinzen entgegengenommen. Adressen, an welche Zeitungen gesandt werden tönnen, nimmt der Vorsitzende, Adolf Scholtz, Kaftanien- Allce 35, entgegen. Geschäftsinhaber, welche Plakate besigen, welche die Zahlstellen des bezw. Veränderung an F. Gleinert oder Ad. Scholtz abzugeben. Die nächste Versammlung findet bestimmt am 12. Januar 1892 ſtatt. Der Vorstand. Orts- Krankenkasse der Maschinenbau- Arbeiter und verw. Berufsgenossen geben wir hierdurch bekannt, daß der Vorstand der Kasse nunmehr laut Bes schluß der Generalversammlung vom 27. November d. J. vom 1. Januar freie Arztwahl 1892 ab die 145 eingeführt hat. 2 Nr. き L. Reaktio öffentlic gefährli Manche zwecklo als ihren E der Mi an der Staater felbſtän entwicke noch re Anwend Soziali muß da dies. T von Ge sämmtli Vereins antrage demofro Handha Wichtig Di 705b fetes in diefer T eines wesend der Fei Geheim gesetze Augenb laffen sammlu Zur Beachtung der Sonntag, den 27. Dezember( Weihnachts- Feiertag): Wahlvereins enthalten, werden ersucht, diefelben zum Zwecke der Ergänzung Mitglieder diene folgendes: Kinder- Bescheerung. Konzert, Tanzkränzchen, humoristische Vorträge der 423/5 Familie Osang u. s. w. 357/3 Arrangirt vom Arbeiter Bildungsverein für Steglik und Friedenan. Anfang 4 Uhr. Entree für Herren 30 Pf. Damen 20 Pf. Achtung! Leseklub Carl Marx! Agtung! Versammlung 403/4 für Männer und Frauen am Sonntag, den 27. d. M., Abends 6 Uhr, im großen Saale der Berliner Bockbrauerei, Tempelhofer Berg. 1. Referent und Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gemacht. 2. Gesellige Unterhaltung. Der Einberufer. Fachverein der Tischler. Sonntag, den 27. Dezember, Vormittag 11 Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstraße 77-79: Außerordtl. Generalversammlung. Zages Ordnung: Antrag, betr. Unterstützung der streikenden Buchdrucker. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Arbeiter- BildungsIdule. Sonntag, den 27. Dezbr., Vorm. 10 Uhr, Verein der Bauanschläger Berlins und Umgegend. Jedes Kaffenmitglied erhält ein Ver zeichniß sämmtlicher der freien Vereini gung angehörenden Aerzte, worin der Name des Arztes, die Wohnung sowie die Sprechstunden desselben verzeichnet sind. Diese Verzeichnisse sind vom 1. Januar 1892 ab in der Fabrik des Arbeitgebers für die in der Fabrik beAm 3. Januar 1892, Vorm. 10% Uhr, bei Pyrtek, Gipsstr. 3: schäftigten Mitglieder, für freiwillige General- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Raffenbericht. 2. Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Wahl des Vorstandes und zweier Kontrolleure. 4. Gesuch Batrie, Antrag Hillmann. 5. Fragekasten. Der Arbeitsnachweis des Vereins der Bauanschläger Berlins und Umgegend befindet sich Sebastianstr. 50 bei Herrn Restaurateur G. Opazz. 181/2 Der Vorstand. Achtung Nixdorf! Große öffentliche Versammlung Für Männer und Frauen am Freitag, den 25. Dezember( 1. Feiertag), Nachm. 412 Uhr, in der ,, Nenen Welt", Hasenhaide.( Bu Gunsten der Freien Gemeinde.) Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Bruno Wille über: Das Weihnachtsfest." 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Einberufer. Allen Genossen des Westens zur Nachricht, daß ich mein 162/3 im Böhmischen Brauhause, Landsberger Allee 11-13: Bur gef. Beachtung! Ordentliche General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Bericht des Kassirers und der KassenMitgliedsbuch legitimirt. reviſoren. 8. Anträge des Vorſtandes. 4. Mitglieder- Unträge. 5. Verſchiedenes. Der Vorstand. Oeffentliche Deffentliche Versammlung der Weißgerber und Berufsg. am Sonntag, den 27. Dezember, Vorm. 10%/ 2 Uhr, in Knebel's Salon, Badstraße 58. Tages- Ordnung: 1. Die Lage des Streiks. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten findet Zellersammlung statt. 346/12 Der Einberufer. Achtung! Achtung! Sozialdemokrat. Agitations- Komitee f. d. Osten Berlins. Versammlung für Männer u. Frauen am Sonntag, 27. Desbr.( 3. Feiertag), Abends präz. 26 Uhr, in Schneider's Gesellschaftshaus, Prostauerstraße 37/38( früher Neustädt. Volksgarten): Vortrag des Herrn Dr. Lütgenau über: Weihnachten. Nach der Versammlung: Gesellige Unterhaltung und Tanz. Damen und Herren als Gäste willkommen. Entree 10 Pf. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Einberufer. NB. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Arbeiter- Bildungsschule( Ost- Bezirk). Sonntag, den 27. Dezbr., Abends 6 Uhr, 685b Zur geft. Beachtung: Freunde und Genossen! bin Da und während der Krankheit meine Kollegen besuchte, erhielt ich durch die Humanität des Chefs der bekannten Firma Oestreich& Hartmann, Reinidendorferstr. 56, nach 181/ 2jähriger Thätig teit meine Entlassung ohne Angabe des Grundes, wie meine schriftliche Entlassung ausweist. 703b Aber ich hatte mich kurz vorher an der Lohnbewegung betheiligt! Ferner durch körperliche Verkrüppelung verhindert, andere Arbeit zu verrichten, übernehme ich zum 1. Januar 1892 die Spedition des Herrn Carl Marzahn, Wiesenstraße 14, und bitte um gütige Unterstützung. Emil Stolzenburg. legt habe. Hutgeschäft nach Frobenstr. 28 ver 1742 L Polvogt, Frobenstraße 28. Empfehle Freunden und Genossen Cigarren, Cigaretten u. Tabake. Friedrich Marth, Bimmerstr. 72( zwischen Markgrafenund Charlottenstraße). 1717L Gr. Auswahl in Weihnachts- Cigarren. Mitglieder im Büreau der Krankenkasse in Empfang zu nehmen. Die in dem Verzeichniß aufgeführten Aerzte sind bes reit, jedes bei ihnen sich legitimirende Mitglied der Kaffe in Behandlung zu nehmen. Als Legitimation dient ein Medizinschein, welcher, wie früher, für die in der Fabrit beschäftigten Kassenmitglieder im Komtoir des Arbeitgebers, für die freiwilligen Mitglieder im Kaffenlofal verabreicht wird. Ohne diesen Schein ist kein Arzt verpflichtet, einen Kranken in Behandlung zu nehmen oder Verordnungen zu machen. Hierauf ist ganz besonders zu achten. Mitglieder! Da nun die Ausgaben der Kaffe durch Einführung dieser Neues rung bedeutende sein werden, richtet der Borstand an jedes einzelne Mitglied das Gesuch, so viel wie möglich das gute Werk fördern zu helfen, damit nicht durch unnüße Forderungen, die vielleicht an die Aerzte gestellt werden oder durch simulirte Erwerbsunfähigkeit die Ausgaben der Kasse vermehrt werden, wodurch leicht die Wohlthaten, die hier in Aussicht genommen sind, zerstört werden könnten. Der Vorstand. Carl Thieme. Kranken- u. Begräbnißkaſſe der Ban- u. Fabritarbeiter Berlins Sonntag, 3. Januar, Vorm. 11 Uhr, im Lokal Seeger, Grüner Weg 29. General- Versammlung. ( Eing. Hilfskaffe 13). Tages Ordnung: 1. Raffenbericht. 2. Innere Raffenangelegenheiten. 3. Verschiedenes. Die Mitglieder werden er Der Vorstand. Cohn's Hosenfabrik ucht sämmtlich zu erscheinen. Bersammlung Knabenhofen von 1 M. ani, des Fachvereins der Müller 7. Pallisadenstraße 7. arbeitet aus Resten und verkauft einzelne f. Burschen 1,50, Herren 1,75, einzelne Jackets 1,50, Knaben- Anz. 2,50, Burschen- Anz. 3,50, und Mühlenarbeiter Berlins u. Umgd. am Sonnabend, den 26. Dezember, 2. Weihnachts- Feiertag, Vorm. 10 Uhr, in Herzog's Salon, Stromstr. 28( Moabit). Gäste sind willkommen. Der provisorische Vorstand. Herren- Anz. v. 12 M. an. KnabenPaletots von 3 M., Herren- Paletots Freunden u. Genoffen empfehle mein von 12 M. an. Herren- Hosen in allen Weiten. Bestellungen nach Maaß ohne Cigarren- und Tabak- Geschäft Breiserhöhg. Sonntag bis Ab. geöffn. Größte Auswahl in Präsent- Cigarren in Kiftch. v. 25,50 u. 100 St. 25 St. v. 1 M. an Enorm billig! P. Schellschmidt, Baar Geld lacht! Berein Berliner Hansdiener. Auf mein großes seit 18 Jahren am Platze bestehendes 1736L Schuh- u. Stiefel- Geschäft in den Central Festfälen, Oranienstraße Nr. 180: Bauspies, Schuhm.- Mstr., Nollendorfft.3. Versammlung. mache alle Freunde u. Bekannte aufmerks. Empfehle mein Vortrag des Herrn Mehner:„ Weihnachten und seine Bedeutung." Gold- und Silberwaaren- Lager Diskussion. Aufnahme neuer Mitglieder. Nachdem: Geselliges Beisammensein und Tanz. 431/6 420/ b bei gediegener Ausführung zu foliden Preisen. Albert Janeke, Zu Gunsten der Arbeiter- Bildungsschule! Raftanien- Allee 10, n. Berliner Prater. Sonntag, den 27. Dezember, Abends 6 Uhr: Gr. Mitglieder- Versammlung der 1. und 2. Nordschule in Müller's Salon, Johannisstraße 20. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Joel über: Das Salz, feine wirthschaftliche und naturwissenschaftliche Bedeutung.( Der Vortrag wird durch Experimente vervollständigt.) 2. Diskussion.- Gäste haben Zutritt. Nach dem Vortrag: Achtung! Kein Laden. nur eigene Fabritation, 25 Zigarren 1 Mart. Garantie rein amerikanische Tabake. Rippentabat 2 Pfd. 60 Pfg. 1274 L H. F. Dinslage, Rottbuserstr. 4, Hof part. Gäste haben Zutritt Achtung! Achtung! Achtung! 431/4 Jezt: Gr.Masen- Ausverkauf! 25 000 Winter- Paletots jetzt zu halben Preisen, nur 6, 8, 10, 12, 15, 18, 20, 25, 27, 30 M. das Nobelste! 15 000 Jacket- u. RockAnzüge, das Neueste zum Fest, nur 8, 10, 15, 18, 20, 21, 25, 27, 30 M. prima. 48000 Schlafröcke und Hosen im Ausverkauf spottbillig. Kleider Pascha 1724L genannt: Der billige Mann. 32. Rosenthalerstr. 32. Edhe Sophienstr., Eckladen. Abds. tagesh. elektr. Licht. Edladen! Rum, Punsch, Glühwein, beliebten Spirituosen und Weine bringe Montag, 9 Uhr, in den Arminhallen, Romman dantenstraße 20: Großer geselliger Abend, schon a Versam Die Gin Anmelt war un wachend nämlich eine an Verfam nicht ar war es Selbstv Aber Zweifel führen, üben, der Ha felbst in erinnere in ande Me wendun Klaffeng Bereine Zwecken Beschrä bered einzule richterli verpflic verfolg mann) handel dem§ Behani Arbeite 15 die aller überra oder verzwe zierlic also t dem ist; fi ätheri bald giebt denn 733b paar Samm man i ihnen innigf In de ab un theilch Schut 712b Schne licher die F zu den Ihre zeichne der E ander und mittel Hilfe 711b nicht nerve am z fie vi Allen Freunden u. Genossen bringe mein Weiß und Bairischbier- Lokal in Erinnerung. Verw 615b Häufi W. Grube, Mariendorferstr. 10. bestehend in humoristischen Vorträgen, Ueberraschungen und Tanz. Gäste willkommen. Schmargendorf. Der Arbeiter- Bildungsverein hält am 3. Feiertag eine„ Morgensprache" im Lokale des Herrn Kübler, Warne münderstr. 6, ab, wozu die Genossen einladet Der Vorstand. Am 2. Feiertage in demselben Lokale Großer Ball. Champ., Fl. 1,50 m., sowie meine Posamentiere! biermit meinen geehrten Abnehmern in Am 2. Feiertag Frühschoppen b. Alms. Erinnerung. Franz Beyer, Prinzessinnenstraße 15. 1642L Wir empfehlen die Nind- u. SchweineGemüthliches Beisammensein und Tanz. Schlächterei des gemaßregelten Genossen Winter- Ueberzieher, verpaßte, Grüner Zahn- Atelier Alfred Jordan, Müllerstraße 175. Benghofftr. 10, 8.0. 7376 Theilzahlung gestattet. 1561L 1672Lj Ad. Brännig. G. Koch. Weg 12 bei Scholz. Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 2. Beilage zum Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 302. Fort mit dem Vereinsgesetz! Freitag, den 25. Dezember 1891. Trotz der Widersprüche und der Veraltung des Vereins" 8. Jahrg. Die Lohntommission der Glac6- Handschuhmacher Friedrichshagens. Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. Geldfendungen find an Ernst Knösel, Arnstadt, Thüringen, erbeten. Daß der Begriff der Politik" jetzt weit mehr umfaßt als arbeiten ihre Gehilfen nach hartnäckigem Rampfe zu den alten zur Zeit der Entstehung des Vereinsgefeßes, daß die Gebiete des Bedingungen wieder weiter, einige Gemaßregelte, was ja bei L. Das preußische Bereinsgesetz entstammt einer schlimmen Politischen und des Gewerkschaftlichen sich thatsächlich gar nicht jedem Streif vorkommt, natürlich ausgenommen. mehr von einander trennen lassen, daß in der reichsgerichtlichen Reaktionsperiode. Nur in den Hopp'schen Fabriken steht es beim Alten. Man Der Gedanke liegt ihm zu Grunde, daß Definition des Begriffes„ Politit" nicht der Gegenstand, sondern glaubt noch immer, uns aushungern zu können, zumal die Ausöffentliche, besonders aber politische Vereine und Bersammlungen die Tendenz bas entscheidende Moment ist: alles das können ständigen meist verheirathet sind und theilweise sehr starke Familien gefährlich sind und die schärffte Kontrolle der Behörden erheischen. wir hier aus räumlichen Gründen nicht eingehend darthun. haben. Wie jedoch schon oben erwähnt, herrscht unter den AusManche seiner Bestimmungen sind widerspruchsvoll, andere Ein offenbarer Widerspruch ist es, daß das Gesetz der ständigen dieselbe Einigkeit wie zu Anfang der Lohnbewegung zwecklos. Unnüß ist z. B. die Einreichung der Vereinsstatuten - als ob etwaige verbrecherische Zwecke einer Bereinigung in lichen Arbeiter auferlegt und daß das Vereinsrecht ihr gleichwohl schaft Deutschlands mit zu verdanken, welche uns bis dato nach als ob etwaige verbrecherische Zwecke einer Vereinigung in Industrie- Arbeiterin gleiche Lasten und Pflichten mit dem männ- und, daß dies der Fall ist, haben wir hauptsächlich der Arbeiterihren Statuten ausgesprochen werden würden! Die Einreichung die Erörterung dieser Pflichten in Bereinen verbietet. Sie hat Kräften unterstützt hat. der Mitgliederverzeichnisse trägt den denunziatorischen Stempel ihre Beiträge zur Krantentasse zu entrichten, sie darf eventuell Wenn wir uns auch bewußt sind, daß sie auch ferner für an der Stirn. Die Vereinsgesetze der meisten kleineren deutschen Staaten sind bem preußischen nachgebildet. Das sächsische ist Staaten sind dem preußischen nachgebildet. Das sächsische ist auf die Altersrente Anspruch machen, wenn sie nämlich 70 Jahre uns eintreten wird, so halten wir es doch für geboten, immer felbständiger, aber selbstverständlich nicht besser. In dem heutigen alt gemorden ist und noch in einem die Versicherungspflicht be- und immer wieder zu rufen: Arbeiter, beweiß Eure entwickelten politischen Leben wirkt das preußische Vereinsgesetz über diese Rechte und Pflichten im Arbeiterinnenvereine zu unterdingenden Arbeitsverhältnisse steht; aber es ist ihr untersagt, fich Solidarität!" noch reaktionärer, als in der Zeit seines Entstehens. In seiner halten oder Bescheid zu holen. Selbst die Berliner Polizeibehörde Anwendung wird es ein neues Klassengesetz, ein anderes scheint diesen Widerspruch gefühlt zu haben, denn Vorträge Sozialistengesetz. Seit dem Falle des alten Sozialistengesetzes und Diskussionen über das Altersversicherungs- Sesen haben hier muß das Vereinsgefeß dessen Dienste thun. Viele Fälle beweisen dies. An die sozialdemokratische Fr.tion des Reichstages ist in Arbeiterinnenvereinen ungehindert stattgefunden. von Genossen das Ersuchen gerichtet worden, die Aushebung gesetzes, trotz- oder wegen seines Klassencharakters wird die An die Zimmerlente Berlins und Umgegend. sämmtlicher Landesvereinsgefeße und die Proklamirung voller gefches, trob Arbeitsgenossen! Befanntlich befinden sich die Buchdrucker Vereins- und Versammlungsfreiheit von Reichswegen zu besozialdemokratische Fraktion, wenn sie den Eingangs erwähnten antragen. Diese Forderung gehört zum Programm der sozial- Antrag stellt, auf starken Widerstand der kapitalistischen Parteien feit längerer Beit im heftigen Kampfe, um die Verkürzung der demokratischen Partei, und sie gewinnt bei der gegenwärtigen stoßen. Die Vertretung freiheitlicher Reformen liegt heute ja Arbeitszeit in ihrem Gewerbe herbeizuführen, damit die vielen Arbeitslosen, deren es gerade unter den Buchdruckern eine er Handhabung der Versammlungspolizei die größte aktuelle vornehmlich beim Proletariate. Wichtigkeit. Das Sozialistengesetz ist gefallen dem Sozialistengesetz schreckende Anzahl giebt, Gelegenheit zur Arbeit finden. Wie Die zahlreichen Fälle, in welchen die Handhabung des Ge- muß das Vereinsgefez nach! Reine Ueberwachung mehr! Kinder aber bei unserm Streit im Jahre 1889 die Unternehmer uns den und Schüler überwacht man; nur Verbrecher mag die Gesellschaft neunstündigen Arbeitstag verweigerten, so sehen wir auch hier fetes inforrett war. find nicht das Schlimniste, obschon manche unter eine besondere Aufsicht stellen und sich nur bewußt bleiben, wieder das gesammte Unternehmerthum einig, um die Forderung diefer Fälle fraß sind. So wurde in Berlin die Bersammlung daß sie selbst die Verbrecher erzeugt. Allein mündiger Bürger der Gehilfen, welche doch nur eine Forderung der Humanität ist, eines faufmännischen Vereins aufgelöst, weil zwei Gäite anwesend waren und sich troz Aufforderung nicht entfernten; bei ist es unwürdig, sich bei ihren öffentlichen Berathungen bis aufs Aeußerste zu bekämpfen! der Feststellung der Persönlichkeiten ergab sich, daß diese Gäste polizeilich beaufsichtigen zu lassen. Der vorstehende Artikel ist uns aus unserem Leserkreis zu Geheimpolizisten waren, deren Anwesenheit nach dem Vereinsgesetze von vornherein ungefeßlich war. Die Auflösung war auch gegangen und da er eine für die Arbeiter hochwichtige Angelegenschon aus dem Grunde unberechtigt, weil ein Verein in jedem heit behandelt, so räumten wir demselben gerne einen Platz ein. Augenblicke souverän darüber zu entscheiden hat, ob er Gäste zu- Andererseits wollen wir aber doch daran erinnern, daß der lassen will. Noch befremdender verfuhr die Polizei bei einer Ver- Parteitag in Halle einen im Sinne des vorstehenden Artikels gehaltenen Antrag ablehnte und zwar mit der Begründung, daß sammlung des Berliner Allgemeinen Arbeiterinnenvereins. Versammlung hatte angeblich politische Angelegenheiten erörtert. bei der zur Zeit in den maßgebenden politischen Kreisen Die Einberuferin erhielt ein Strafmandat wegen unterlassener herrschenden Stimmung, eine Aenderung auf dem Gebiete der Anmeldung, obwohl die Versammlung angemeldet und überwacht Vereinsgesetzgebung in Bezug auf deren reaktionären und war und das Strafmandat gerade auf den Bericht des über- arbeiterfeindlichen Inhalt gewiß keine Besserung bringen würde, wachenden Beamten sich stüste. Die Polizeibehörde behauptete daß aber wohl die Befürchtung sehr begründet sei, daß bei Ginnämlich, daß die Versammlung durch die Beschäftigung mit Politit führung eines Reichsvereinsgesetzes die liberalen Be eine andere, als die angemeldete, geworden sei. Die angemeldete ſtimmungen, wie fie in einzelnen füd- und mitteldeutschen VereinsVersammlung habe nicht stattgefunden und die stattgefundene sei gefeßen und in Bremen und Oldenburg gelten, verloren gehen nicht angemeldet gewesen. Wenn die Vorsigende strafbar war, so würden. Das fächsische Vereinsgesetz zum Reichsgefeß zu machen, war es auch der Referent. Dieser erhielt aber fein Strafmandat. das dürfte wahrscheinlich der Erfolg einer solchen Attion sein. Selbstverständlich würde er sich demselben nicht gefügt haben. Diese aber von unserer Seite anzuregen, davor werden sich unsere Abgeordneten hüten. Aber auch die Einberuferin hat Beschwerde eingelegt, die ohne Zweifel von Erfolg ist. Es ließen sich noch zahlreiche Fälle auführen, die darzuthun scheinen, daß die Polizeibeamten das weiter üben, was sie unter dem Sozialistengesez gelernt haben. Von der Handhabung der Versammlungspolizei in Berlin wurde jüngst selbst in der nationalliberalen„ Crefelder Zeitung" geurtheilt: fie erinnere daran, daß Berlin dicht bei Rigdorf liege. E3 ist indeß in anderen Städten ebenso. Die Soziale Leberlicht. Wie sich die Kapitalisten nach einem Streit rächen, das habt ihr nach dem Streik der Metallarbeiter, nach der Hamburger Maifeier und an unserm Streit von 1889 gesehen. Darum dürfen wir die Buchdrucker in ihrem Lohnkampfe nicht fallen lassen! Einig, wie die Kapitalisten sich bei jedem Ausstand zeigen, müssen auch die Arbeiter sein, ja noch glänzendere Beweise von Opfermuth und Festigkeit liefern, als jene. Der Sieg der Buchdrucker ist auch unser Sieg. Bergeßt nicht, was die Buchdrucker während unseres Streits an uns gethan! Beweist Eure Solidarität mit Euren tämpfenden Arbeitsbrüdern, unterstüßt sie mit allen Mitteln, vor Allem aber schafft Geld, Geld und wieder Geld! Von dieser Erkenntniß ausgehend, hat die Generalversammlung am 16. Dezember beschlossen, Guch auszufordern, thatfräftig für die materielle Unterstüßung unserer Arbeitsbrüder einzutreten. Stameraden! Ein jeder von Euch ist verpflichtet, dazu beizutragen, damit die Lobukommission in den Stand gesetzt wird, eine der Bahl der Berliner Zimmerleute entsprechende Summe an die Buchdrucker abliefern zu können. Deshalb, ihr arbeitenden Kollegen, fammelt recht fleißig und führt die Gelder an die Unterzeichneten ab. Als Quittung erhaltet ihr, dem Betrage entsprechend, Marken des Generalfonds. wwwwwwww Beweist durch rege Antheilnahme, daß ihr in Wirklichkeit auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung steht, daß die Solidarität aller Arbeiter fein leerer Wahn, daß wir einig sind Aufruf an die Arbeiter Deutschlands! im Kamipfe gegen das übermächtige Kapital, daß ihr mit uns in Weit wichtiger ist, daß das Vereinsgesetz selbst die An- Mit dem heutigen Tage werden es 17 Wochen, daß die dem Rufe übereinstimmt: Sieg den Buchdrudern, hoch die Solidarität! wendung von zweierlei Maß gestattet, das e geraden in Handschuhmacher der Hour'scher Fabriken in Friedricha Klassengesetz ist.§ 8 des Vereinsgefegyes verbietet, daß politische hagen und Burg wegen bedeutender Lohnabzuge sich im Die Bohntommiffion. Bereine mit anderen Vereinen gleicher Art zu gemeinsamen Ausstande befinden. Da während dieses langen Peitraums nur Werden diese sechs Abtrünnige zu verzeichnen waren und die Streifenden noch Die Sammlungen werden durch die Vertrauensleute, alle Zwecken in Verbindung treten", und ordnet an: Beschränkungen überschritten, so ist die Orts- Polizeibehörde immer fest und einig zusammenstehen, darf wohl mit Recht be- Sonntage, Vormittags von 9 bis 12 Uhr( mit Ausnahme der wo öffentliche Zimmerer Versammlungen stattberechtigt, vorbehaltlich des gegen die Betheiligten gefeßlich hauptet werden, daß die Haltung der Gehilfenschaft eine äußerst Sonntage, finden), in folgenden Lokalen entgegengenommen: Für den einzuleitenden Strafverfahrens, den Verein bis zur ergehenden musterhafte ist. richterlichen Entscheidung zu schließen." Berechtigt, aber nicht Gleich zu Anfang der Lohnbewegung, als Herr Hopp feinen Diten und Süd- Osten: Verkehrslokal: Markusstr. 14 bei verpflichtet. Wenn die Polizeibehörde Arbeitervereine, welche Arbeitern die bewußte Lohnreduktion ankündigte, glaubten auch Bipte. Für den Süden und Süd- Westen: Vertrauensdem§ 8 zuwiderhandelu, schließt und die Vorstände gerichtlich verschiedene andere Fabrikanten ein gleiches thun zu müssen, und mann Thiel, Dieffenbachstr. 33. Verkehrslokal: Grimm- und verfolgt, und wenn sie dagegen die Arbeitgeberverbände( Kühne so traten denn in Osterwiec 200, in Beitz 46, in Jlmenau 13 Dieffenbachstraßen- Ecke bei Hense. Für den We sten: Vermann) bei gleichem Zuwiderhandeln ruhig gewähren läßt, so und noch in verschiedenen anderen Orten mehr oder weniger trauensmann: Leißner, Kaplerstr. 7, Hof III. Verkehrslokal: handelt sie nicht ungeseglich. Das Gesetz erlandt die ungleiche Handschuhmacher mit in den Streit ein. Das feste, einmüthige Kulmitr. 36 bei Raumann. Für Moabit: Vertrauensmann Behandlung; es ist in der Praxis ein Klassengesetz gegen die Zusammenhalten der Handschuhmacher jedoch brachte diese Jaschinski, Stendalerstr. 2, Hof III. Verkehrslokal: Dreyfestraße Arbeiter. Fabrikanten bald zur Einsicht, daß sie nachgeben müßten, und so bei Holzbecher. Für den Norden und Gesundbrunnen: 15 Pflanzenhaare. " in einen dichten Filz eingehüllt. Nur eine genauere Unter- schöpft; es kommt ihnen sehr oft auch die Fähigkeit zu, Waffer suchung kann in jedem speziellen Falle ermitteln, welche oder Wasserdampf anzusaugen, wenn ihr unterer Theil noch In den Pflanzenhaaren dokumentirt sich so recht Aufgabe hier den Trichomen zufällt. Doch weist die That lebensfähig ist. Dieses Vermögen besigen das Gänsefingerdie Bielseitigkeit der Einrichtungen in der Natur bei sache, daß vorzugsweise Pflanzen trockener Gebiete oder traut unserer Wegränder, die Bestwurz, der Huflattich, und aller Einfachheit derselben. Das Mikroskop zeigt eine Standorte ein Haarkleid tragen, auf dessen Wirkung als es spielt dasselbe bei Wüstenpflanzen eine noch bedeutendere überraschende Mannigfaltigkeit ihrer Formen. Sie sind kurz Schutzmittel gegen zu starke Verdunstung hin. Wer nur Rolle. oder lang, bald einfache Schläuche, bald äftig oder reichlich aus den Büchern von der immergrünen Vegetation der Erst neulich hat der englische Physiker Tyndall gefunden, verzweigt; mitunter stellen sie Sternchen und Schirme von spanischen, italienischen und griechischen Flora gehört hat, daß aromatische Mittel die Verdunstung vermindern. Aroma zierlichstem Bau dar. Häufig enthalten sie blos Luft, sind und zum ersten Male im Sommer jene Gebiete betritt, ist nun einer großen Zahl von Pflanzen und speziell den Xeros also todt, oft aber sind sie ganz oder nur zum Theil mit fühlt sich bei dem Anblick der grauen Pflanzenwelt einiger phyten( Gewächsen regenarmer Gebiete) eigen. Zu seiner Bildem Zellschleim erfüllt, der den lebenskräftigen Bellen eigen maßen enttäuscht und ist versucht, den Ausdruck immergründung befizen sie Drüsen und Drüsenhaare. Gewiß mag deren ist; fie tönnen als Drüsenhaare- auch schleimige oder in immergrau umzuändern", sagt Kerner in seinem Pflanzen Bedeutung in dieser Beziehung ebenso groß sein, als ätherische Stoffe absondern; theils sind sie dauernde, theils leben". Durch den Reichthum der Haarbildung wird also hinsichtlich des Schutzes, Schutzes, den sie fie gegen pflanzens Thiere gewähren. Die Drüsenhaare des bald wieder verschwindende Bildungen der Gewächse. Es hier der landschaftliche Charakter der Gegend mit fressende giebt auch feinen Pflanzentheil, der sie nicht besitzen könnte, beeinflußt. Dort ist zum Beispiel die Silene inflata, Seleb- Sonnenthaus und des Fettkrautes sondern einen Saft denn an jedem Drte erfüllen sie ihren bestimmten Zweck. nelfe, Taubentropf und eine Reihe anderer Pflanzen be- ab, der nicht nur die auf die Blätter dieser Pflanzen Gewöhnlich sind die feinsten Wurzelverzweigungen ein haart, während dieselben bei uns fahl bleiben. Mehrere gekrochenen Insekten anleimt, so daß sie nicht zu entrinnen paar Millimeter hinter ihrem Ende von einem förmlichen Spezies, treiben dort im Sommer eine reichbefilzte Blatt- vermögen, sondern zugleich die willkommene Beute auch Sammt zarter Haare bekleidet, die oft so dicht stehen, daß rosette, im nächsten Frühling einen Blüthenschaft mit kahlen verdaut. man ihrer über 400 auf 1 Quadratmillimeter zählt. Es kommt Blättern. In den Blüthen übernehmen die Haare fast ebenso viele In der Schweiz hat das trodene Mittelwallis die ihnen die Aufgabe zu, aus dem Boden, mit dem sie in innigfte Berbindung treten, die Nährflüssigkeit aufzusaugen. meisten behaarten Pflanzen; die hohe Schlüsselblume ist in Aufgaben als an den Blättern. Sie schüßen Honig und In dem Maße, wie die Wurzel fortwächst, sterben sie hinten der Gegend um Zürich kahler als auf dem uns so nahen, Staubgefäße vor Nässe; so ist beim Lungenfraut der Nektar ab und vorn bilden sich neue, so daß immer neue Erd- aber eben trockeneren Standort an der Kaltbergtette der und sind beim Immergrün die Staubbeutel, sowie der Nektar theilchen mit ihnen in Berührung gelangen. Lägern. Unser unterfeits behaartes Hieracium pilosella, burch Haare gesichert. Ueber das Honiggrübchen des EhrenAn den Stengeln dienen die Haare meistens zum welches die Raine und Tristen mit seinen prächtigen preis legt sich zum gleichen Zweck eine förmliche Reuse. Schutz der Pflanzen gegen thierische Feinde; aufkriechenden gelben Blüthensternen schmückt, kehrt bei heißem Sonnen- Häufig sind die Trichome auch so gestellt, daß dem Schnecken zum Beispiel stellen sie sich als undurchdring- schein die filzige Seite aufwärts. Versuche haben dar- Insektenrüssel jeder andere Weg versperrt ist, als derlicher Wall entgegen. Nach dieser Haarbekleidung ist ja gethan, daß ein solches Haarkleid die Temperatur des enige, auf welchem er durch anhaftende Pollen die BeBeim schon die Familie der Rauhhaarigen, Asperifoliaceen, benannt, Blattes um 5 Grad niedriger halten kann, als sie unter fruchtung am Stempel vollziehen muß. zu denen unser Beinwell, Lungenfraut, Boretsch u. s. w. gehören. übrigens gleichen Umständen bei einem unbehaarten Blatt genannten Sinngrün bilden sie das Wittel, den Zu tritt de Pollens zur Narbe der gleichen Bluthe Ihre steifen, starren Haare werden auch als Borsten be- wäre. Daß dadurch die Verdunstung wesentlich reduzirt wird, zeichnet. Sie verdanken, gleich den Brennhaaren der Nesseln, ist einleuchtend. Aber nicht nur gegen die Wärme stellt der zu verhindern. Die Narbe wird namentlich bei den windder Einlagerung von Kiefelsäure ihre Steifheit, welche in Haarüberzug eine folirschicht zwischen der Luft und dem blüthigen Pflanzen papillös( Haselstaude) oder gar federig anderen Fällen auch durch Kalk bewirkt wird. Der Hopfen Blatt her, sondern auch gegen die Nässe. Da die Blätter( Gräser); damit wird die den Blumenstaub aufnehmende und das gemeine Klebfraut, Galium aparine, halten sich durch die Spaltöffnungen athmen, so könnten diese feinen Fläche vergrößert und die Befruchtung cher gesichert. Wenn solchergestalt von den Haaren die Pflanze ermittelst ihrer Trichome an Stüßen fest; sie klettern mit Poren leicht durch Wasser verstopft werden. Neben andern Hilfe ihrer Haare. Der Hopfen trägt die Klimmhaare Mitteln für diesen Zweck dient gerade das Haarkleid nährt, gegen die Unbill äußerer Einflüsse jeder Art geschützt nicht nur an den Stengelkanten, sondern auch an den Blatt auch dazu, der Luft den Zutritt zu den Deffnungen frei und deren Fruchtanlagen wesentlich mit beeinflußt werven, nerven. Am einreihig behaarten Stempel des Hühnerdarms, zu erhalten. Daher finden wir Pflanzen, deren Blätter gerade so dienen die Haare endlich noch den Samen als ein Mittel, am zweireihig behaarten des Gamander- Ehrenpreis, dienen auf der an Spaltöffnungen reichen Unterseite mit Haaren um dieselben auf einen geeigneten Keimboden zu bringen. ausgestattet sind, recht zahlreich an feuchten Standorten: Allbekannt sind in dieser Beziehung die Kompositen fie vielleicht zur Ableitung des Regenwassers. In ausgiebigfter Weise finden die Haare der Blätter Erlen, einzelne Weiden, die ulmenblättrige Spierstaude, den( Habichtskräuter, Disteln, Löwenzahn u. s. w.), die vom Verwendung, nur wenige Blätter sind ganz frei von Haaren. Huflattich, die mehlstaubige Primel und Andere. Doch ist mit Wind vermittelst ihres Pappus mit größter Leichtigkeit Häufig ist blos die Unterseite, oft aber die ganze Spreite diefen Angaben die Bedeutung der Blatttrichome nicht er- lausgefäet werden. Vertrauensmann Kalt, Rolbergerstr. 10, Hof II. Verkehrslokal:| einmal eine ausreichende Armenversorgung gewährt, und| leute und Rondukteure sollen oft eine 30-36ftündige ununter Röslinerstr. 17 bei Wendt. Für den Norden und Nord das wäre doch das mindeste, was sie bieten müßte. Was sollen brochene Arbeitszeit haben verursacht wurde, die Bevölkerung Often: Bertrauensmann Kusche, Oderbergerstr. 38. Verkehrs- nun jene Arbeiter anfangen, wenn auch wie zu vermuthen Turins ersucht wird, von der Regierung zu verlangen, daß an lokal: Schönhauser Allee 28 bei Ruhlmeŋ. die Regierung ihr Gesuch abschlägt? Darauf bleibt die herr- gesichts der Gefahr, welche alle Bevölkerungsklassen durch die schende Gesellschaft die Antwort schuldig. Gewinnsucht der Eisenbahnkompagnien laufen, gegen dieselben Diejenigen Maßregeln ergriffen werden, die zur Verhütung weiterer Unglücksfälle der in Rede stehenden Art geeignet find. Briefe und Anfragen sind zu richten an E. Obst, Blumenthalstr. 8, Hof 3 Treppen. An die Berliner Kellnerschaft! Kollegen! Wir bringen Euch hierdurch den in der Sigung vom 18. Dezember gefaßten Beschluß des Vereins Berliner Gastwirths- Gehilfen nochmals in Erinnerung, wonach die strei kenden Buchdrucker, Weißgerber und Handschuhmacher nach Kräften zu unterstüßen sind. In diesen Kämpfen, namentlich in demjenigen der Buchdrucker, welcher die letzteren nicht mehr allein angeht, sondern fich zu einem Kampf zwischen Kapital und Arbeit überhaupt zu gespizt hat, dürfen auch wir nicht zurückbleiben. Die einzelnen Atome des wirthschaftlichen Getriebes stehen heute in so enger Verbindung mit einander, daß Sieg und Niederlage der einen Arbeiterkategorie auch auf die anderen von Einfluß sind. Nicht allein das bloße Solidaritätsgefühl, was gerade in diesem Moment von der Arbeiterschaft Deutschlands und des Auslandes in so schöner, nachhaltiger Weise bethätigt wird, sondern auch unfer eigener Selbsterhaltungstrieb zwingt uns zur Unterstützung der Streifenden. Kollegen! Möge denn ein Jeder von Euch nach Maßgabe seines Verdienstes und jedenfalls so viel als er, vermag während der Festtage in die durch uns in Umlauf gefeßten Listen zeichnen, damit die Parole: Solidarität aller Arbeiter!" auch bei uns zur That wird. Jeder Groschen, den Ihr jetzt gebt, trägt Euch sichere Binsen. Der Vorstand des Vereins Berliner Gastwirth3 Gehilfen. J. A.: May Thomas, 1. Vorsitzender. Der Ausschluß der Zigarrenarbeiter und Arbeiterinnen der Fabrik Gebr. Görisch in Branden burg hat insofern eine Wendung erfahren, als die Arbeiter der Kommissionsfabrit in Osterode a. H., welche von der Firma mit der Anfertigung ihrer Fabrikate betraut ist, sich mit den Ausgeschloffenen am hiesigen Orte soldarisch erklärt und die Arbeit eingestellt haben. Es sind dies zwölf männliche und zwölf weibliche Arbeiter. Nur vier Mann sind bei der Arbeit verblieben. 7/2 Prozent Lohnabzug soll den Arbeitern der Wittener Hütte, angeblich wegen flauer Geschäftslage, angekündigt worden sein. Ein schönes Weihnachtsgeschenk, welches da das Kapital der Arbeit bietet! Im Kreise Solingen arbeiteten im Jahre 1890 in den Dampfschleifereien 140 minderjährige felb. ständige Schleifermeister. Diefelben bilden auch LehrDie Ausdehnung der Invaliditätsversicherung auf die linge heran. Jedenfalls werden diese Meister die billigsten sein, ausgewerbetreibenden der Tabatfabritation welche die Fabrikanten bekommen können. Im Regierungsbezirke ist in Nr. 1 der Bekanntmachung des Reichskanzlers, wie folgt, Düsseldorf sind in den Schleifereien auch Arbeiterinnen näher begrenzt. Die Versicherungspflicht wird auf solche selb= beschäftigt. Der amtliche Bericht sagt darüber: ständige Gewerbetreibende( Hausgewerbetreibende) erstreckt, welche " Die Natur der Schleifarbeit und die bekannten Schädlich- in eigenen Betriebsstätten im Auftrage und für Rechnung an keiten derselben, die unpassende Kleidung der Mädchen, die über derer Gewerbetreibenden( Fabrikanten, Fabrikkaufleute, Handels ihren Röcken Beinkleider tragen, und die Unabhängigkeit der leute) mit der Herstellung oder Bearbeitung von Zigarren oder einzelnen Schleifer, sowie das öftere gänzliche Fehlen einer ent- anderen Tabakfabrikaten beschäftigt werden, und zwar auch dann, sprechenden Betriebs- leberwachung in den Schleifereien laffen wenn diese Hausgewerbetreibenden die Roh oder Hilfsstoffe selbst ein Verbot diefer Frauenbeschäftigung gewiß gerechtfertigt er- befchaffen, und auch für die Zeit, während welcher sie vorüberscheinen. Dasselbe würde verhältnißmäßig wenige Personen treffen, gehend für eigene Rechnung arbeiten. Vorstehende Bestimmung welche unschwer Gelegenheit zu anderweitiger passender Thätigkeit findet keine Anwendung auf solche Hausgewerbetreibende, welche finden können." das Geschäft regelmäßig für eigene Rechnung betreiben und nur gelegentlich von anderen Gewerbetreibenden für deren Rechnung beschäftigt werden. Die Arbeit in den Schleifereien ist für den weiblichen Organismus sehr schädlich und mit besonderer Unfallgefahr verknüpft. Die Arbeiterinnen stehen trotzdem in dem ihnen zugewiesenen Raum meist allein, bei Berunglückungen kann daher Hilfe nicht sofort zur Hand sein. Große Geschäftsstille herrscht auch in Fürth. Fast in allen größeren Fabriken und Werkstätten ist die Arbeiterzahl vermindert oder die Arbeitszeit erheblich verkürzt. Im Kleingewerbe ist der Geschäftsgang äußerst flau. Salle a. S. Die für den 27. Dezember angesagt gewesene Ronferenz der Metallarbeiter der Proving Sachsen ist wegen des sozialdemokratischen Parteitages des Saalfreises, welcher am 27. Dezember hier abgehalten wird, bis zum 31. Januar verschoben worden. Vermischtes. Zur Lage der Kellnerinnen. In München haben die Kellne rinnen den Stellenvermittlern horrende Preise zu zahlen. Es sind Fälle bekannt, wo Kellnerinnen jenen Vampyren 40-50, ja 72 m. bezahlen Der ungetreue Kaffiver im Hause St. Peter. Aus mußten, um eine Stelle zu bekommen. Wenn man nun hört, sagt die Münchener Post", daß für Plätze in größeren Wirth- Rom wird vom 19. d. M. geschrieben: Ueber Monsignore Folchi, schaften so viel bezahlt werden muß, dann muß man glauben, den gewesenen Verwalter des Obolus und Vize- Kanzler der daß auch die Lohnverhältnisse dem angemessen feien, was aber römischen Kirche, ist nun wegen seiner nicht gewissenhaften Ad nicht der Fall ist. Viele Wirthschaften bezahlen keinen Lohn und ministration des Kirchenvermögens ein furchtbares Strafgericht solche, welche Löhne bezahlen, bezahlen sie nicht etwa, damit der gehalten worden. Die Untersuchung über seine Verwaltung ist einer Kardinalskommission ganz im Geheimen geführt Lohn der Kellnerin gehört, sondern, damit dieselbe von dem von fingirten Lohne die Auslagen deckt, welche sonst gewöhnlich die worden, so daß Niemand außerhalb derselben eine Ahnung hatte, Herrschaft zu tragen hat. In München z. B. giebt es größere was dort berathen und beschlossen wurde. Viele glaubten, die Wirthschaften, welche 12 M. Lohn zahlen. Von diesem Lohn Angelegenheit sei überhaupt schon zu den Todten geworfen und kommt í. 40 Pf. für Invaliditäts- und Krankengeld in Ab- Monsignore Folchi wiegte sich in Gewißheit seiner baldigen Rerechnung, 10 M. find für die Wohnung zu bezahlen, bleibt ein habilitation. Aber es tam anders. Der Papst ließ den Enquete Rest von 60 Pf. pro Monat. Davon muß eine Kellnerin noch bericht an die Kardinäle vertheilen, berief sie dann zu sich und die Fenster und Besteckputer bezahlen. Wird von einem Gaste legte ihnen die Frage vor, ob Folchi sich in seiner GeschäftsEine Versammlung der Arbeitslosen Magdeburgs faßte in eine Tischdecke ein Loch mit der Bigarre gebrannt, so hat die führung eines schweren Bertrauensmißbrauches fchuldig Die Resolutionen, in welchen der Magistrat um Fortführung bezw. Kellnerin für jedes Loch 1 M. zu bezahlen. Werden in eine gemacht habe. eminentissimi porporati bejahten Frage und einstimmig Inangriffnahme öffentlicher Bauten ersucht und die sozialdemo- Tischdecke, die vielleicht 3 M. werth ist, zehn Löcher gebrannt, diese auch eine große fratischen Stadtverordneten Klees und Bremer beauftragt welche stets wieder zugeftopft werden, so hat der Wirth hierfür Mehrheit unter ihnen entschied sich für strenges Vorgehen gegen werden, im Stadtverordneten- Kollegium energisch für Beschäftigung 10 M. den Uebelthäter. Infolge dieses Verdikts erklärte der Papst den der Arbeitslosen einzutreten, und weiter eine fräftige Gewerkschaftsbisherigen Monsignore Folchi aller Aemter, Würden, Bes Organisation für erforderlich erklärt wird, um der anarchischen Die Nürnberger Bierbrauergehilfen werden in eine süge und Pensionsansprüche für verlustig. Das Produktionsweise einen Damm entgegenzufegen, während dauernde selbständige Bewegung gur Besserung ihrer Arbeitsverhältnisse ist eine sehr schwere Strafe für einen Mann, der an der Schwelle Beseitigung der Arbeitslosigkeit nur durch die Umwandlung der eintreten, nachdem die Brauereibesitzer ihre Wünsche nicht bewilligt des Kardinalats stand und in der Hierarchie einen sehr bedeutens Produktionsmittel in Gesellschaftseigenthum möglich sei. haben. Die Gehilfen tlagen über unverhältnißmäßig lange den Einfluß ausübte. Besitzt er eigenes Vermögen, so wird er Arbeitszeit und niedrige Löhne, während die Brauereibefizer wenigstens vor Noth geschüßt sein, andernfaus ist ihm anstatt Millionen anhäufen, Bierpaläste bauen und ihre Betriebe fort des Purpurs das Hungerleiderleben des scagnozzo beschieden. während erweitern, also sehr wohl in der Lage wären, den Ge- Man sprach schon im Sommer davon, daß Folchi, der in freund hilfen positive Verbesserung ihrer Lage zu gewähren. schaftlichen Beziehungen zum Kardinal Mermillod steht, zu diesem übersiedeln und eine Broschüre über seinen Fall schreiben wolle, indem er die Schuld an den schweren Verlusten des Obolus dem 3a pst zuzuweisen gedachte. Vielleicht führt Folchi diesen Vorsat nunmehr aus, da ihm jede Möglichkeit eines Returses gegen den Spruch des Papstes und des h. Kollegiums benommen ist. In Elberfeld werden etwa 150 Arbeitslose von der Kommune beschäftigt, aber eine viel größere Bahl hungert und darbt nun schon seit Wochen und Monaten. In ihrer grenzenlosen Noth haben viele, wie die Freie Presse" berichtet, sich an die Armenverwaltung gewandt. Diese wies die Unterstügungsgesuche ab. Die Abgewiesenen baten hierauf den Oberbürgermeister es zu erlauben, daß sie für sich eine öffentliche Sollefte vornehmen dürften. Auch das blieb ohne Erfolg, der Oberbürgermeister er Flärte, er fei nicht befugt, eine Rollekte zum Zwecke der Unterstützung von Arbeitslosen zu genehmigen. Die Arbeitslosen wollen fich nun an die Regierung wenden. Aus dieser Mittheilung In Italien sind ebenso wie in Deutschland und anderen Ländern erschreckend viele Eisenbahn- Unglücksfälle vorgekommen. Die Vereinigung der Eisenbahnangestellten von Zurin berief deshalb eine Voltsversammlung ein, in welcher diese Angelegenheit lebhaft erörtert wurde. Man faßte schließlich eine Resolution, in der unter Bezugnahme darauf, daß eine große Anzahl von Katastrophen nachweislich durch die Ueber= Gie Deufchinisien, Feder Verlag des Vorwärts" Berliner Volksblatt, Berlin SW., Beuthstraße 2. Soeben erschien und ist durch alle Buchhandlungen, Kolporteure und Beitungsspediteure zu beziehen: über die Protokoll Verhandlungen des Parteitags 368 Seiten. Preis 50 Pfennig. Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Abgehalten zu Erfurt vom 14.- 20. Oftober 1891. Nach Auswärts gegen Einsendung von 70 Pfennig. Vorräthig in der Expedition des Vorwärts" Berliner Volksblatt, Berlin SW., Beuthstraße 3. Halt! W Halt! Alle Freunde und Bekannte nebst Frauen ladet zum 3. Festtag zum gemüthlichen Unterhaltungs- Abend ein. 17592 Schindler, Stephanstr. 22. Musikinstrumente. Größtes Lager in allen Streich, Schlag- und Blasinstrumenten. 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