3 Erscheint in Leipzig Mittwoch, Freitag, Sonntag. Bestellungen nehmen an alle Postanstalten u. Buchhand- lungen des In- u.Auslandcs. Filial-Expeditionen für die Vereinigten Staaten: F. A. Sorge, Loi 101 Hoboken, N. J. Wm. Lueders, 409 Maystr. Chicago, Jll. Peter Hak, S. W. Corner Third and coates str. Philadelplda. Abonnementspreis: Für Preußen incl. Stempel- steuer 21>/, Sgr., für die übrigen Deutschen Staate« 16 Sgr. pro Quartal. Monats- Abonnement» werden bei allen Deutsch«« Postanstalten auf den Säten u. 3 ten Monat und auf den 3ten Monat besonders an- genommen, im Kgr. Sachsen u. Hrzth. Sachs.-Altenburg auch auf den Uen Monat » 5'/j Sgr. angenommen. Organder sozialdemotratischenArbeiterParteiund der wternationalenGewerkskenosjellschasten. Jaserate, di« Abhalwnz pon Partei-, Vereins- und Volksversammlungen, sowie die Filial-Expeditionen und sonstigt Partei- Ar gelegenheiten betrefseud, werden mit 1 Sgr.,— Privat- und BergnügungS- Anzeigen mit 2 Sgr. die dreigespaltene Petit«Zeile berechnet. Kreitag, 22- Wai- ch Wollen vir eine Gewerkschafts-Union oder nicht? __ Ein Wort zur Beberzigung für alle Tewerksgenoffen. I. Hewerkschafts-Mnio«. Ii nl. , Schon vor zwei Jahren haben wir, leider vergeblich, den Versuch gemacht, eine Vereinigung der verschiedenen Gewerkschaften unter Zugrundelegung einer einheitlichen Organisation und beh'nfs ein- heitlicher Action, herzustellen. Der Erfurter GewerkschaftS-Congreß, der am IS. Juni 1872 stattfand, und einberufen war, um diese allseitig gewünschte Ver- tS- �bung der Gewerkschaften durchzuführen, blieb resultatlos min- Ostens in positiver Hinsicht.(In negativer Beziehung hatte er cht freilick das Gute, daß Manchem,„der mit Worten trefflich streitet, ch-?"t Worten ein System bereitet", später klar geworden sein wird, °aß ein Quentchen organisatorische Kraft besser ist als ein _ Zentner theoretische Wortmacherei.) Die praktische Durchführung , mancher auf dem Gewerkschafts-Congreß in Erfurt gefaßten Be- 1® Müsse wäre, ganz abgesehen von den Hindernissen, die der Leipziger __ müder dem JnSlebentreten der Union bereitete, zu einem hänfnen ig« Halsband für die bestehenden Gewerkschaften geworden. Im Grunde mit genommen war eS auch ganz gleich, ob erdrückt wurde, was später boch erstickt wäre, mindestens nur kümmerlich vegetirt haben würde. Als Ursache, daß das Resultat des Gewerks-Congresses von 1872 i k günstigeres war, muß die schreckliche Zerfahrenheit und Uu- >rt vieler anwesender Delegirten in organisatorischen Fragen bezeichnet werden. Heute ist es anscheinend besser in dieser Hinsicht. Derzeit aber wurde jeder Versuch einer centralistischen Organisation entschieden bekämpft, als undemokratisch verketzert und als Dictatur- ieuselei an die Wand gemalt. Als ob ohne die Möglichkeit einer vernünftigen Konzentrirung der Kräfte und Mittel die Arbeiter überhaupt jemals auf Erfolg rechnen könnten! —- Selbstverständlich waren den für Dezentralisation schwärmenden Delegirten die zentralisirten Gewerkschaften ein Gräuel, und wurden � �selben auch nicht als Grundpfeiler der„Union" betrachtet und hurch organisatorische Maßregeln gestärkt, sondern im Gegentheil, durch manche Beschlüsse wurden sie zu Gunsten der Fachvereine 2in«»st'�acht, so daß schließlich nicht eine Gewerkschafts-Union, pondern eine mit Fachvereinen durchspickte Unionsgewerkschaft bas Resultat der Congreßoerhandlungen war. j Heute, wo die aus Oesterreich importirte Fachvereinsspielerei glücklicherweise ein überwundener Standpunkt ist, an welchem nur noch einige sonderbare Schwärmer und solche Leute Wohlgefallen stnden, die aus persönlichem Ehrgeiz oder auch aus egoistischen Zwecken*) den AbsonderunzStrieb der Fachvereinler fördern, steht flchvn eher zu hoffen, daß auf dem diesjährigen GewerkschaftS-Congreß W-tine lebensfähige GcwcrkschaftS-Union geschaffen wird, zumal '• 14 die ersten Anfänge bereits gemacht sind, und nur organisch un �nuckelt zu werden brauchen. � ,®aa soll denn nun aber eigentlich unter einer Gewerkschafts- 161. fo,IufLn verstanden werden? Drehen wir das Wort um, in Union . �orkschaften, und wir haben das Richtige getroffen. — m m � Gewerkschaften sollen mit einander uniirt, miteinander � Verbindung gebracht werden, und zwar insofern, daß die jetzt I irr dastehenden Fachgewerkschaften zur Förderung ihrer gemein- i wen Interessen in gleicher Weise sich vereinigen, al« Gesammt- ien�/rschaft unter einer Central- Leitung sich organistren, wie ja M}t schon die einzelnen Mitgliedschaften resp. Lokalvereinigungcn bestimmten GewerkeS zu einer Gewerkschaft sich verbunden � Nichts wäre also verkehrter, als die Meinung, daß durch die i ��brkschaftS-Uuion der Bestand der einzelnen Gewerkschaften tt>ii,v ge gestellt, oder die Selbstständigkeit derselben gefährdet LS. �ieS würde nur dann der Fall sein, wenn neben den i �Misirten Gewerkschaften selbstständige Vereine gleicher Art, ttiaA tle�en Gewerkschaft der Schuhmacher sogenannte Schuh- hev � Fachvercine eingeschoben würden, die aus irgend welcher iges.�vulle, aus reinem Absondcrungsdrang sich weigerten, der Fach- ��Ichaft beizutreten. Derartige Vereine wären dann den Ge- irei�nch asten gegenüber bevorzugt, weil ihre Mitglieder bei gleichen -na t-. weniger Pflichten zu erfüllen hätten, als die Mitglieder W* Mganisirten Gewerkschaften. �Diesen Fehler hat der Erfurter Congreß begangen, und durch wesentlich daS Zustandekommen der Union verhindert. as nicht wieder geschehen. Im Gegentheil, da die orgaui- on Gewerkschaften die Säulen sind, welche die Union tragen en' so sollen und dürfen diese Pfeiler durch die Organisation kill« schastS- Union nicht geschwächt, vielmehr eS muß * y gethan werden, die bestehenden zur Union gehörenden Gewerk- ai. vb- zu kräftigen. Das geschieht aber auch ganz von selbst, W g.M jedes Mitglied, welches durch die mächtige Organisation der -��"kschafts- Union gewonnen wird, in erster Lrnie für eine Unionsgewerkschaften gewonnen ist. , Daß durch eine solche Praxi« nicht alle gewcrkschaftlicben Vereine w Beitritt ausgeschlossen sind, liegt auf der Hand. Nehmen wir J?? 5,,'.?* bildete sich an diesem Orte ein Bauarbeiterverein; die Ge- ,/ftchast der Maurerund Zimmerer gehörte aber nicht zur„Union", ,5t- g,'s an- jenem Orte ein Eisenarbeiter-Verein, die Gewerkschaft der lxvl taliarbeher zählte auch nicht zur„Union", oder an einem ei"' irM" Orte ein Buchbinderverein, oder ein Töpferverein, oder ein -chneiderverein, und alle diese Gewerkschaften zählten nicht zur «Ä!( r*; Alis Fachvereinen lassen sich nämlich viel leichter Gelder zu .— 1 Spielereien und Schnurrpseifereien herausquetschen als aus Ge- � �sschaftsinitgiiedschastein GewerkschaftS-Union, so würden alle diese Vereine als selbst- ständige Vereine ausgenommen werden. Ganz dasselbe hätte zu geschehen mit Arbeitern solcher Gewerbe, die überhaupt noch keine organisirte Gewerkschaft gebildet haben— z. B. Bäcker, Brauer, Barbiere, Posamentiere:c. rc. Gleiches wird zu geschehen haben, wenn an kleineren Orten Arbeiter verschiedener Gewerbe der„Union" beitreten wollen. Diese bilden dann eine gemischte Gewerkschaft und gehören als„Unionsmitgliedschaft" direkt der Gewerk- sch asts- Union an, so lange, bis entweder die Zahl der Mitglieder einzelner Gewerbe groß genug ist, um eine Mitgliedschaft der Fachgewerkschaft zu bilden, oder aber, bis dieselben von selbst einer bestimmten Gewerkschaft sich anschließen, oder aber auch dann, wenn einzelne von diesen Orten abreisen, die dann an anderen Orten ganz von selbst der Gewerksmitgliedschaft beitreten, zu welcher sie ihrem Gewerbe nach zählen. Es ist ftüher einmal der Vorschlag gemacht worden, den Mit- gliedern solcher gemischten Mitgliedschaften je nach ihrem Gewerbe sofort Bücher der betreffenden Gewerkschaft, z. B. den Holzarbeitern Bücher der Holzarbeiter, den Schuhmachern Bücher der Schuh- wacher k. jc. auszufertigen, und auch die Beiträge in dieser Weise zu erheben und dann mit den Stammgewerkschaften zu verrechnen. Wir halten dieses Verfahren für viel zu komplizirt, um es schon jetzt als praktisch anzuerkennen. Ein derartiges Verfahren wird dann erst möglich sein, wenn die zur Union zählenden Gewerk- schaften weniger mannigfaltig organisirt, die zu zahlenden Beiträge und die dafür zu beanspruchenden Enssckädigungen der Gewerk- schaftS- und Krankenkasse, sowie die an die Hauptkassen zu zahlenden Steuerquoten mehr gleichartige sein werden. Man sage nicht, daß die« nicht erreicht werdew könnte. Dies ist sehr wohl möglich und wird mit der Zeit auch erreicht werden. Einen Silbergroschen pro Mitglied und Woche als Norm an- genommen, müßte als Grundsatz festgestellt werden. Zahlen doch die Buchdrucker und die Cigarrenarbeiter bedeutend höhere Bei- träge, und selbst die Mitglieder der Hirsch-Duncker'schen Gewerk- vereine zahlen verhältnißmäßig mehr als unsere Gewerksgenossen, wobei die Gewerkvereinler bei 1 Sgr. wöchentl. Beitrag weniger zu fordern berechtigt sind, z. B. kein Reisegeld erhalten, und für Beerdigungsgeld extra steuern. Noch viel leichter wird es sein, sonstige, von einander abweichende Bestimmungen der Statuten auszugleichen, und es wird ja auch ein Vortheil mit fein, den die Gewerkschafts-Union bietet, daß Statutenverbesserungen, Vereinfachung des LerwaltungS-Organis- mus, vortyeilhaftere Einrichtungen der Geschäfts- und Buchführung leichter und gleichmäßig bei allen Gewerkschaften durchgeführt werden können, als dies bis Dato der Fall war, wo jede Gewerk- schaft auf empirisches Probiren und Lehrgeldzahlen angewiesen war, und wesentliche Verbesserungen sehr schwer Eingang fanden. Jndeß soll damit durchaus nicht die Möglichkeit einer organischen Gliederung der gemischten Mitgliedschaften der„Union" bestritten werden. Einfacher, und darum auch in agitatorischer Beziehung praktischer, dürste aber doch die Gründung von directen Unions Mitgliedschaften sein. Die organische Eutwickelung der gewerkschaftlichen Arbeiter Verbindungen zur Gewerkschafts-Union ist die natürlichste und logisch einfachste, die sich nur denken läßt; die Gewcrkschafts- Union selbst also ist die vollkommenste Form der gewerkschaftlichen Organisation, die überhaupt geschaffen werden kann, und darf mit Fug und Recht als der Schlußstein der organisatorischen Be- strebungen auf gewerkschaftlichem Boden bezeichnet werden. Jeder Arbeiter, der das Bedürfniß fühlt, mit. Seinesgleichen zur Wahrung gemeinsamer Interessen sich zu vereinigen, tritt ganz naturgemäß, ehe er an eine weitere Verbindung denkt, mit seinen Mitarbeitern, also mit de« Berufsgenossen de« Ortes zusammen an welchem er sich befindet. Diese zusammen bilden eine Ver- einigung, die als Mitgliedschaft nun ganz von selbst der Ver- binduuz aller bereits in gleicher Weife gebildeten Vereinigungen desselben GewerkeS in ganz Deutschland, die unter dem Namen Gewerkschaft besteht, angehören. Gleichzeitig aber sind diese Mitglieder, die als Einzelne sonst gar nicht in Betracht kommen würden, durch ihre Mitgliedschaft an einer Gewerkschaft, die zur Vereinigung aller be Ziehenden Gewerkschaften zählt, Mitglieder geworde» der größten und vollkommensten Arbeitervcrbindung, die sich zur Zeit schaffen läßt, der HtwerKschafts-Ani»». Es giebt in der That nichts Einfachere«, nichts Natürlicheres, aber auch nichts zu erreichen WünschenSwenhcreS. Ja dem gleichen Verhältnisse, in dem der Einzelne hier als Arbeiter, als GcwerkSgenosse zum Lokal- verein, d. h. zur Mitgliedschaft in erster, zur Gewerkschaft, d. h zur Vereinigung aller Mitgliedschaften in zweiter und zur Gewerk- schafts-Union, als der Vereinigung aller Gewerkschaften, i« dritter Linie steht, steht er als Mensch zur Familie, zur Gemeinde und zum Staat. II. Amser« Hewerksch«ften. Theorie u«d �raris. (Verwaltung, Agitation, Central-Organ). Es ist leider eine Thatsache, daß selbst in den Kreisen der Zunächstbetheiligten und am meisten Jnteresflrten es noch gar sehr an dem richtigen Berständniß für die Vortheile einer Gewerk- schaftS-Union fehlt; deshalb erscheint es nothwendig, auch hierüber einige Worte zu äußern. Wenn wir sagen: selbst in den Kreisen der Zunächstbetheiligten fehle noch das richtige Berständniß für diese Angelegenheit, so haben wir zunächst gedacht an die GewerkschaftSverwaltungcn, die mit wenigen Ausnahmen dieser Frage gegenüber so zurückhaltend sind, daß eS uns gar nicht Wunder nimmt, wenn die Mitglieder M selbst sich lau und theilnahmSloS verhalten. Wir haben ferner ge- dacht an die Vertrauensmänner der Partei, die mit noch wenigev Ausnahmen für die ganze Gewerkschafts- Agitation so gut wie nichts thun; und wir haben außerdem gedacht an die Redactionew der Parteiblätter fast ohne Ausnahme, welche die Organisation unserer Gewerkschaften als den„Mann im Monde" per Teleskop be- trachten. Wo soll da die Ueberzeugung der Arbeiter von dem Nutzen der Gewerkschaften, wo daS Berständniß der leitenden Personen derselben für die Nothwendigkeit einer GewerschastS- Union herkommen? Es ist nicht zu bestreiten, einige unserer Gewerkschafteu fristen nur eine kümmerliche Existenz. Woher kommt das? Einmal kaun als Grundübel angegeben werden, daß die Gewerffchaslsbewegung in Deutschland in drei verschiedene Lager gespalten ist: Die Ge- werkschaften unserer Partei, die Hirsch-Duncker'schen Gewerkvereiue, und der ArbeiterschaftS-Berband deS Allgem. deutschen Arb.-VereinS. Ist es da ein Wunder, wenn keine der drei verschiedenen Gewerk- schastsorganisationen auch nur annähernd so mächtig dasteht,. als die Gewerkschaften der Englischen Arbeiter, wobei allerdings nicht vergessen werden darf, daß die Gewerkschaftsbewegung in Deutschland kaum so viele Jahre zählt, als die englischen Gewerk- vereine Jahrzehnte hinter sich haben. Nebenbei gesagt stehen die einzelnen Gewerkschaften der drei verschiedenen Richtungen in fast gleicher Stärke einander gegenüber. Allein dies Letztere wäre immer noch kein Grund, mit den Erfolgen unserer GewerkschaftS- Agitation zufrieden zu fein. Im Gegentheil: wir müssen mit allen uns zu Gebote stehenden Mitteln dafür wirken, ein besseres Resultat zu erreichen. Aber wie ist daS möglich? Was kann, waS muß geschehen, diese« Ziel zu erreichen? Vor allen Dingen müssen die Fehler vermieden werden, die bis jetzt gemacht wurden. Wir wollen dieselben nicht im Einzelnen und in haarspaltendcr Weise erörtern; es will unS aber bedünken, daß zur Förderung der Gewerkschaften nothwendig ist: 1) eine möglichst stabile Verwaltung, 2) rege Agitation und 3) Kräftigung der Gewerkschaften durch einen Central- Verband und ein gemein- sames Organ. Hl«rwattung. Daß eine möglichst stabile Verwaltung der einzelnen Gewerk- schaften diesen nur zum Vortheil gereicht— vorausgesetzt daß die VerwaltnugSpersonen ihre Pflicht erfüllen— kann gar nicht be- stritten werden, zumal c« ohnehin schwer ist, hierfür geeignete Personen zu finden. Von einem guten Verwaltungsbeamten einerGewerkschaft aber verlangen wir, und muß verlangt werden, daß er nicht etwa nur einen richtig stylisirten Brief schreibt oder einen Aufsatz für die Gewerkschaft zu verfassen im Stande ist, sonder-, es muß verlangt werden, daß derselbe in agitatorischer wie in organisatorischer Hinsicht Tüchtiges leisten kann. Aus eine gewisse organisatorische Fähigkeit aber muß ganz besonders Gewicht gelegt werden, denn auch die glänzendste Agitation ist fruchtlos, sobald dieselbe Selbst- zweck bleibt, oder sofern die erreichten Resultate nicht durch organi- satorische Maaßnahmen zweckentsprechend ausgenützt werden. Und wenn sonst auch daS Sprichwort„Wem Gott ein Amt giebt, dem giebt er auch den Verstand" im gewöhnlichen spießbürgerlichen Leben ganz am Platze sein mag— auf unsere GewerkschaftSver- waltungsbeamten angewandt paßt eS gewiß nicht. Um aber in agitatorischer und organisatorischer Hinsicht Etwas leisten zu können, ist eS nicht nur nothwendig, daß man die Organisation der eigenen Gewerkschaft so genau kennt, als wenn man dieselbe erdacht hätte— man muß auch die Organisation aller anbei n Gewerkschaftsverbindungen eben so gut kennen, und über Bestand, Ausbreitung und Mitgliederzahl der befreundeten sowohl als der gegnerischen Gewerkschaften eben so gut Bescheid wissen, als über dje eigne. Eine derartige genaue Kenntniß der Personen sowohl, welche alS Bevollmächtigte an der Spitze der Verwaltung der verschiedenen Mitgliedschaften stehen, als auch der Lokalverhältnissc, kann nicht im Handumdrehen erworben werden; noch weniger ist es möglich, die Organisation, die Verwaltungs- und sonstigen Einrichtungen anderer Gewerkschaften, sowie deren AuS- breitung ec. im Fluge kennen zu lernen. Alles dies wird nur durch praktisches Studium und Erfahrung erworben, und nur wer mit besonderer Lust und Liebe der Sache, die er vertritt, sich wid- met, wird mit der Zeit das richtige Berständniß sich aneignen. Darum ist eine weitere nothwendige Eigenschaft eines tüchtigen Gewerkschafts-Beamten ein ganz besonderer Eifer und Hingabe für die Sache, die er zu vertreten hat. Daß Leute, ausgerüstet mit derartigen Eigenschaften, nicht gar häufig zu finden sind, erklärt sich leicht theilS durch die mangelhafte Schulbijdung der Arbeiter, theils durch die Neuheit der gewerkschaftlichen Organisation. DeS- halb aber ist eS ein großer Fehler, womöglich alle Jahre die Ver- waltung einer Gewerkschaft zu wechseln, etwa wie einen Rock, dessen Farbe, Schnitt, oder sonst Etwas nicht mehr gefällt. Die eng- tischen GewerkvereinS-Männer, denen man doch ganz gewiß nach- rühmen muß, daß sie praktisch handeln, würden Jeden auslachen, der ihnen anrathen wollte, alljährlich ihre Verwaltungen zu wech- seln. Die Verwaltung der Englischen Gewerkvereine bleibt für immer an dem Orte wo dieselbe einmal eingerichtet ist, und ebenso bleiben die Beamten, die sich in die Verwaltung eingerichtet haben, so daß dieselben nicht selten 10, 15 auch 20 Jahre ihr Amt be- kleiden. Daß solche Leute die mit den Tendenzen der Gewerkvereine verwachsen, das Material, mit welchem sie zu arbeiten haben, rich- tiger beurtheilen, die Zwecke der Verbindungen besser zu verfolgen im Stande sind, als Eintagsfliegen— wie wir solche Beamte be- zeichnen möchten, die durch Stellenjägerei das eine Jahr ans Amt lonunen, um durch Stellenjägerei das nächste Jahr Mieder daraus verdrängt zu werden, ist selbstverständlich. Und doch könnten die eng tischen, festkonsolidirten, alten und kräftigen Gewerkvereine ein solche? Experiment zehnmal eher vertragen, als unsere, noch in den Windeln liegenden Gewerkschaften, die unter solchem Wechseln wenn nicht zu Grunde gehen, doch ebenso leiden müssen, wie ein Baum, den man alle Jahre in anderen Boden verpflanzen würde. Ein anderer Fehler ist die Manier alljährlich Statutenänderungen vorzunehmen. Wenn die jährlichen Generalversammlungen keinen ande.en Zweck haben sollten als den, eine neue Verwaltung zu etabliren, und oft gc nug nur um der kleinsten Lappalien halber neue Statuten zu machen, dann wäre es dringend nothwendig, nur alle drei Jahre «ine Generalversammlung abzuhalten. Jndeß wir meinen daß nicht auS diesen, sondern auS agitatorischen Gründen alljährliche Generalversammlungen abgehalten werden, und da will uns denn bedünken, daß eS wieder ein Fehler ist, wenn die Generalversamm' lungen an Orte verlegt werden, wo für die betreffenden Gewerk schaften Nichts mehr zu agitiren ist, d. h. an Orte, wo schon eine tüchtige Mitgliedschaft besteht. In der Regel empfiehlt es sich, die General- Versammlungen an solchen Orten abzuhalten, die man erst noch erobern will. Der größte Fehler aber, welcber überhaupt gemacht werden kann und auch gemacht wurde, ist der, unentgelvlich: Gewerkschafts Verwaltungen zu verlangen. Sollte das Prinzip, daß„jeder Arbeiter feines Lohnes werth" ist, schon am allerwenigsten von Arbeitern verletzt werven, so wirkt deffen Nichtbeachtung in diesem Falle geradezu schädlich. Jede Gewerkschaft, die es nur irgendwie leisten kann, muß Sorge tragen, daß ihre Verwaltung anständig honorirt wird, dann kann sie verlangen, daß auch etwas Ordentliches geleistet werde. Aber, wird man sagen, wo sollen die Gewerkschaften die Mittel dazu hernehmen? da kostet ja die Verwaltung mehr als überhaupt an Beiträgen aufgebracht wird! Möglich, ja wahrscheinlich, daß im Ansang, so lange eine Gewerkschaft noch am ersten Tausend Mitglieder kränkelt, das„anständige" Bezahlen der Verwaltung in„entsprechend" umgeändert werden muß. Aber was sein muß, muß sein; und eben so nothwendig als Statuten und Bücher, gc hört eine tüchtige Leitung zur Verwaltung. Erstere müssen bezahlt werden, weil man sie nrcht umsonst haben kann, und Letzteretwill man umsonst haben, weil— nun sagen wir: weil man sparsam sein will. Daß die Sparsamkeit in diesem Falle oft, ja meist am unrechten Flecke angebracht ist, wurde und wird heute noch von den Meisten übersehen. Doch wir wollen das beweisen. Welcher Arbeiter wird behaupten wollen, daß Jemand über Feierabend so viele und so gute Arbeit leisten kann, als ein anderer, der den ganzen Tag mit der Arbeit sich beschäftigt, insbesondere wenn die Ueber-Feierabeud-Arbeit so eine„Verzel!s-Gott"-Arbeit ist? Mit Recht wird Jeder diese Möglichkeit bestreiteiz. Und ebenso muß bestritten werden, daß die Ueber-Feierabend-Verwaltungen der Gewerffchaften dasselbe leisten als andere, die dazu berufen find und ihre ganze Zeit der Verwaltung widmen können. Wer den ganzen Tag schwer oder auch überhaupt nur gearbeitet hat, kann nach Feierabend wohl noch einen Brief beantworten, oder ein Packet zur Post besorgen oder waS dergleichen mechanische Arbeit mehr ist; und so nützlich und nothwendig diese Arbeiten auch sind— für die Mehrung, Kräftigung und Fmtentwickclung einer Gewerkschaft ist damit absolut Nichts gethan, kurzum also: die Gewerk- schast, welche durch entsprechende Bezahlung ihre Verwaltung in den Stand setzt, ihre ganze Thätigke�t auf die Fortentwickelung der Gewerkschaft zu verwenden, wird sicher ein ganz anderes Re fultat erzielen als jede andere, die das nicht thut. Daß im Ansang, so lange die Gewerkschaften noch eine nur geringe Mitgliederzahl haben, die Verwaltungskosten resp. Honorare in keinem rechten Verhaltniß zur Einnahme d. h. zu den aufgebrachten Beiträgen stehen, ist ganz na- türlich. Unnatürlich und wiedersinnig gehandelt aber wäre es, wenn man dies Vcrbältniß dadurch auszugleichen trachtete, daß man die nothwendigen Verwaltungskosten abschaffen wollte, anstatt dafür zu sorgen, daß die Mitgliederzahl sich vergrößert, und auf diese Wesse — durch vermehrte Beiträge— die VerwaltungSkosten vcrhältniß mäßig sich vvn selbst verringern. Wir wollen dieS durch ein Exempel klar machen. Eine Ge werkschaft von 1000 Mitgliedern hat eine Einnahme pro Quartal an Beitrags-Prozenten der Mitglieder an die Hauptkasse von 200 Thlr. Sagen wir, dieselbe zahlte an Verwattungshonorar pro Monat 35 Thlr., so wäre das ungssähr die Hälfte der Einnahme oder 50 Prozent für Honorar— allerdings eine im Vcrhältniß zur Einnahme große Quote. Im nächsten Jahre aber steigt die Mitgliederzahl auf 2000, die Einnahme der Hauptkasse an Steuer Prozenten natürlich ebenfalls auf 400 Thlr.— 105 Thlr. ar Verwaltungshonorar sind nunmehr aber nur noch der vierte Theil der Einnahme oder 25 Prozent. Das läßt sich schon eher hören. Doch weiter. Wenn nun im folgenden Jahre die Mitgliederzahl sich abermals verdoppelt, so würde bei 800 Thlr. Einnahme das Verwaltungshonorar von 105 Thlrn. nur noch ca. den achten Theil oder 13 Prozent der Einnahme betragen. Welche Verwaltung wäre nun die billigere gewesen, die, welche im ersten Jahre 50 Prozent der Einnahmen gekostet hat, unter welcher aber die Gewerkschaft innerhalb dreier Jahre an Zahl sich vervierfachte, oder die un- entgeltliche Nach-Feierabend-Verwaltung, unter welcher die Zahl der Mitglieder im allcrglücklichsten Falle nicht geringer geworden ist?! Darum ist eine möglichst gut bezahlte und stabile Verwalmng eine Lebensfrage für die Gewerkschaftsentwickelung. DaS sehen die Hirsch-Dunckersschen Gewerkoereinler auch recht gut ein, und lassen sich dieselben ihre Ccntralverwaltnng, an deren Spitze seit 1868 noch immer dieselben Personen stehen, bedeutend mehr kosten, al« unsere Gewerkschaften, mit Ausnahme der Holzarbeiter, dafür zu verausgaben für gut finden.(Forts, folgt). neration erinnerte sich der Greuel der Demagogenprozesse in Preußen! und hie und da wurde die Vermuthung ausgesprochen, der Stock herrsche auch heute noch in den preußischen Gefäng nisscn; aber— die preußische FortschrittZvresse hielt sich klug- verschämt die Hand vor die Augen und sah blos den Mecklen- burg-r Stock, und zeigte ihn dem Publikum so lange, bi« eS an keinen andern Stock mehr dattc, al« an den von Mecklenburg. Und doch ist auch der preußische Stock noch im vollsten Macht- besitz. Nach der„Hausordnung für UntersuchungSqefangene", welche mit geringen Abänderungen für alle preußischen Gefängnisse gilt und in allen preußischen Gefängnissen ausgehängt ist,— Schreiber dieses hatte ganz neuerdings Gelegenheit, sich zu über zeugen— können über jeden Untersuchungsgefangenen, der den Beamten und Aufsehern nicht„unbedingten Gehorsam" leistet und irgendwie sich gegen die Hausordnung vergeht, d. h. z. B. an das Fenster herantritt, laut spricht, sich weigert, einen Mitgefangenen zu denunziren(acht preußisch!), folgende Strafen verhängt werden: „1) Entziehung der warmen Kost auf eine Zeit von 1 bis zu 14 Tagen, die(soll sich aus Entziehung, nicht auf Zeit beziehen; die preußische Polizei st.ht über der Grammatik, wie weiland der Deutsche Kaiser) durch Entziehung des Tageslichts verschärft weiden kann. resp. Einsperrung in (eine Art Krumm- 5) Anlegung der Zwangsjacke, den Zwangsstuhl vis auf 8 Tagt- 6) Anschließung an die Kramme schließen). 7) Einsperrung in die sogenannten Jsolirlokale. 8) Fesselung. 9) Körperliche Züchtigung(d. h. Stockprügek!) Und diese Musterkarte von Torturen für Untersuchungs- gefangene, d. h. solche, die noch keines Verbrechens oder Vergehens schulviz befunden worden sind!" Es lebe da« fchwarzweißs Groß Mecklenburg! Dem habe ich nur hinzuzufügen, daß die„Hausordnung für die in der königlichen Stadtvoigtei befindlichen Untersuchungs- gefangenen", der obige 6 Strafparagraphen wörtlich entnommen geregt würde. Natürlich kann dies von hier aus nicht geschehen. Er würde auch gewiß an andere bekannte wohlhabende Gesinnung?- genossen schreiben, so daß auf diese Weise leicht ein günstiges Re< sultat erzielt werden könnte. „Also das Flugblatt erhalten Sic, mein hochverehrter Herr Major, Sonntag früh! Und nun:„Gott mit uns!" Ja treuer Ergebenheit Euer Hochwohlgeboren treuester Otto de Grahl. „Excellenz Manteuffel kommt nächstens auf Besuch hierher. Möchten Sie eS nicht Oberstlt. v. Schimmelpsennig sagen? Soll ich eventuell telegraphiren wann die Ankunft erfolgt?" Wir bedauern, daß der Herr Otto de Grahl, der stets vo« „Moral" und„Sittlichkeit" trieft, wenn es über die Sozialdemo- kraten hergeht, nicht die Bekanntschaft von Adele Spiyeder ze- macht hat. Die sitzt leider im Loch, und da das Ministerium weder die„WeihnachiS- Remuneration" zahlen, noch, wie es scheint, die„Partei" ein„Ehren-Gefchenk"(Haha! Eine theure„Ehre"!) beschaffen will, so wird dem armen Otto de Grahl nichts übrig bleiben, als in die„literarischen" Dienste StrouSberg'S zu treten und dort„an der Hand der Geschickte" dem hartherzigen Ministerium„die Wahrheit zu sagen". Vielleicht hat ein Wiener Revolverblatt 100 Thlr. zu einem„WeinachtSgeschenk" übrig und taust sich den verlassenen Jüngling, den wir zu diesem Zwecke bestens empfehlen. Die nationalliberalen Blätter aber mögen getrost weiter be- haupten,— wie kürzlich das„Leipziger Tageblatt"— daß e» keine„Sauhirten" gäbe oder daß sie anders seien, als wir sie stets geschildert. j b d sind, das Datum des 1. Januar 1862 trägt und unterzeichnet ist: „mit höherer Genehmigung der königlicke Stadtvoigteidirektor v. DrygalSki."" Wie einst Liebknecht, so ist nun Most dieser„strammen Zucht" unterstellt. Sonnabend, den 16. Mai, wurde gegen ihn verhan- delt. Er soll in einer Versammlung das stehende Heer eine „nichtswürdige Institution" genannt haben, worauf der Kriegs- minister v. Kamecke Anklage erhoben hat. Dazu hat Hr. Dessen- dorf noch einige Punkie gefügt, um eine Gefängnißstrase von dritthalb Jahren beantragen zu können. Zur Z-.it, da wir dies schreiben, ist daS theil des Gerichtshofes nock nicht publi- zirt. Most wird verurtheilt werden und wenn er appelliren will, fo hat er unterdessen in Hast zu bleiben, um nachher eine viel- leickt noch größere Strafe ohne Anrechnung der Untersuchungshaft zudiklirt zu bekommen. DaS ist der„Culturkamps", welchen Bismarck durch die Herren Tessendorf, Sticber, Stromer v. s. w. führen läßt. — Nachtrag. Parteigenosse Most ist aus Grund des§ 130 zu 18 Monaten Gefängniß verurtheilt worden. Er hat sofort Appellation angemeldet, sowie seine Freilassung deantragt, in An- bctracht seiner Stellung als Abgeordneter zum Reichstage. — Temesvar. In der„Arbeiterwochenchronik" lesen wir: „Humanität und Bildung, dieS sind die so berühmten Scklag- Wörter, deren sich die sogenannten maßgebenden Persönlichkeiten s» gerne bedienen und ist zur größeren Veranschaulichung selbe Phraft oft genug in den gewissen maßgebenden Journalen zu lesen. Welcher Art dieser Zweck erreicht werde, haben die Herren SchulcommissionSmirglieder TemeSvarS in ihrer kürzlich statige- undenen Sitzung durch ihre Beschlüsse voll Weisheit vokumentirl- !(vas betreffende S tzungSprotokoll wurde diese Woche in beiden b [ k 6 z> d d b Politische Uebersicht. — Zu Berlin hat man unfern Parteigenossen Most mit „Verbrechern anderer Kategorien", d. h. mit Spitzbuben, Räubern und Mördern zusammengesperrt. Um so recht anschaulich zu machen, welche Culturstufe die preußischen Gesängnisse erklommen haben, bringen wir bier eine bezügliche Stelle aus Liebknechts Broschüre:„Was ich im Reichtag sagte", zum Abdruck. Es heißt dort: „Wer erinnert sich nicht de« Jubels der preußischen Fortschritts- presse, als sie vor einigen Jahren in Mecklenburg ein Land ent- deckte, das noch schlechter regiert war, wie Picußen. Der„Stock von Mecklenburg" wurde ihr Steckenpferd, und ans dem Stock von Mecklenburg herumreitend, deklamtrte sie von dem Elend der Kleinstaaterei und mackte schlau Propaganda für daS glänzende Elend des preußischen„Großstaats". Fürwahr, hätte sich Mecklen- bürg nicht glücklicherweise gefunden, Hr. v. Bismarck bätte eS er finden müssen.— Der Stock von Mecklenburg! Es ist wahr, der Preuße Ladendorf wußte seiner Zeit viel zu erzählen von dem preußischen Stock; und Dieser und Jener aus der älteren Ge- — Toilettcngeheimnisse eine?„Sauhirten". Der jetzt in Jnsterburg erscheinende ostpreußische„Bürger und Bauern- freund" veröffentlicht solgcnreS ergötzliche Schriftstück: „Gefunden. Der Ädrcssat des nachstehenden Briefes, welcker durch Zufall in unsere Hände gekommen ist, wolle denselben freundlichst abholen. „Königsberg, 27. November 73. Mein hochgeehrter Herr Major! Zuerst Verzeihung, daß ick nur Briefchen sende, aber ich bin dann immer so beschäftig», daß es nöthig wird nur die Haupt- gedanken hinzuwerfen ausS Papier. Ferner glaube ick— wie mir heute Spach miltheilt— meinen letzten Brief„Hauptmann" adressirt zu haben. Entnehmen Sie daraus, mein hochverehrter Herr Mazor, meine g, änzenlose Zerstreutheit in Folge der Gc- schäftSüberbürdung. Vielleicht veröffentliche ich nächstens in meinem Feuilleton„Eine Stunde aus dem Leben eines Ehesredakteuis". Alle Welt wird daraus e. sehen, wie es in unserm Koofe aussehen muß. „Ich bringe den mir früher gesandten Artikel hoffentlich morgen Abend. Er ist bereils im Satz, leider aber das Blart ivie von! „Zu den Discipl narstraft» hiesigen Tagesblättern veröffentlicht). sind als Verschärfung anzuwenden: „Carcer im städtischen Poliz iarrest bis zu 2 Stunden, dan» körperliche Züchtigung, vorgenommen im Lehrsaale dur� den anwesend sein müssenden Panduren."? Also, Brüder, dies bedeutet die sogenannte vielverheißende Aera! Die junge Pflanze, welche vielleicht im KindeSüberinuty dem Lehrer oder dem anwesenden inspizirenten Herrn Schulcow- misstonsmitgliedern mißfällt, in die Gesellschaft von Taugenichtse»- und Herumtungercrn zu sperren.--- Natürlich! denn nur so kann der Knabe Bildung erlernen, und durch„Prügeln" wird ihm die A. schauung zu Theil, a»s welch- Art man den Humanismus versteht, welchen man dem viel'! ten Stand gegenüber angewendet wissen will." lo dl «ii — Die Geschäftskrisis hat auch in Ungarn große Per'- Wüstungen angerichtet: in Ofen- Pest allein sind 6000 Arbeitt1 brodlos. s-l toi D — In Holland hat die Kammer beinahe einstimmig ein Gss n Di setz über Kinderarbeit angenommen. Dasselbe bestimmt seinem ersten Artikel ES ist verboten, Kinder unter zwölf Jahren zu beschäftige' Zuwiderhandlungen werden mit G ldbuße von 3 biS 25 Guldst und von einem bis zu 3 Tagen Gesänzniß, einzeln oder o» andern zusammen. Der Artikel 5 macht daS Verbot des ersten Artikels nur al wendbar bei Kindern unter 10 Jahren, während des erft� JahreS seit der Publikation deS Gesetz. S, und bei Kindern untt- 11 Jahren während des folgenden Jahres. ge ne do de vc br g- — DaS französische„Ministerium des Kampfes", bestehe� aus dem Pumpgeule Broglie und Genossen, ist durch ein M>n' trauensvotum, laS ihm die Nationalversammlung ertheilte. gefalle»; nackdem eS beinahe ein Jahr(vom 24. Mai 1373 an)„regiessl hatte. Ob diese Zeit wohl für Broglie genügte, um seine riesig� Schulden zu bezahlen? da vc ua — Der Klassenkampf in England. Die Auösperru»» der Landarbeiter in Suffolk, der Grafschaft, wo der gegenwärtig Confllkt seinen Anfang nahm, ist nun bereits in den drillen M»»� getreten, ohne daß die geringste AuSsickt auf eine gütliche Eiiilgu»- Blatt(die von! vorhanden wäre. Im Gegentheil, die Fache, über welche c» f-j fi- al b- Herrn Oito de Grahl redigirte osfiziösc, in Königsberg erscheinende I-ocIcout sich erstreckt, wird von Tag zu Tag größer; und � „Ostpreuhische Zeitung". Red. d. V.) gestern und heute so über- �Feindseligkeit der besitzenden Klassen gegen die Landacbefter, die v jüllt gewesen, paß er immer noch zurückbleiben mußte. Der heute � frech sind, nicht länger verhungern zu wollen, damit ihre Herl� übersandte kommt in die SonntagS-Nro. 300 Exemplare extra sich mästen können, hat einen Grad erreicht, welcher kaum ultsf de rei je> vc ge als Flugblätter gedruckt, gehen Sonnabend Abend an Ihre wer>he erlaubt, auf die Stimme der Gerechtigkeir Adresse ab und kosten 3 Thlr. 15. Sgr., wre mir Spach sagt. � auf die Stimme der Schaam. Weigerten Gleichzeitig erlasse ich Anfragen an v. Behr, Fauck u. s. w., obiArmenbchörden, dieselben Exemplare haben wollen. „Mit unserer Zeitung habe ich eS nun in Gang Ick war nach Jäckmtz p. Zinten zu Hrn. v. Saint-Paul gereist. Wie Sic sehen, umn hochverehrter Herr Major, werden meiner- seits Opfer gebracht, um da« Blatt der Partei zu erhalten. E« ist die höchste Zeit, da— unter uns gesagt, der Minister dem Oberpräsidenten Auftrag ertheiltc, die„Ostprcußische" umer allen Umständen dem Ministerium zu erhalten. Noch bin ick theilweise abhängig; ist aber Alles in Ordnung, so soll meine Partei sehen, daß ick an der Hand der Geschichte dem zu hören. Ja ni�> .„P___„______ sich doch jüngst _________|______, daS Kind eines der ausgesperrten Arbeiter»» Gcmcindekosten begraben zu lassen, wenn er nicht seine Mitglieds gebracht, karte als Mitglied der Landarbeiter-Gewerkschaft herausgebe. D-» infame Ansinnen wurde mit der gebührenden Verachrung zurü» gewiesen, und das Kind wurde auf Kosten des GewerkschaftSzwei� zu dem der Vater gehörte, begraben. Solche Vorgänge sind»j wirksamste Agitation zu Gunsten der Arbeiter, und bringen in lj Bewegung jene Leidenschast, ohne die, nach Hegel, nichts Groß» aus der Welt vollbracht werden kann,*) die aber die jetzigen Leijj der Landarbcilcr-Gewerkschaft, wie überhaupt der englischen werkschaften systematisch fern zu halten oder zu ersticken suchen. 1 A de be ar »e ar vt toi de 91 Ja Ministerium die Wahrheit gründlich sagen werde. Meine In Durham scheint der Strike der Kohlenarbeiter beendig Zßeiynachts-Aemnneration von 100 Thlr. empfange ich dies mal nicht, ebe. so wird mir von Mujahr höchst wahrsckeinlich meine Anlage von 200 Thlr. entzogen. Gebe nur Gott der Herr, daß noch zu rechter Zeit die Partei eintritt, sonst ist das Blatt für dieselbe verl-oren, weil der Obcrpräsident mich zu beseitigen gedenkt. „Am 1. Januar feiert die„Ostpreußische Zeitung" ihr 25 die meisten Arbeiter haben sich mit den Grubenbesitzern dahin fl» einigt, vorläufig eine Lohnherabsetzung von 10 Proz. anzunehm»' Dagegen ist in Cleveland ein Strike der Bergarbeiter' iKohü» und Eisensteingräber) ausgebrochen, der für den Augenblick z»� bl»S 7—8000 Arbeiter umfaßt, aber, wenn nicht in Bälde Friedensschluß zu Stande kommt, die Arbeitseinstellung v» einer viertel Million„Hände" zur Folge haben muß. Ä»' jährigeS I:bilä»m. Ich besitze die Namen von ca. 100 opfer-chier ist Herabschraubung des Lohns die Ursache des ConfliktS. Ein halbes Dutzend kleinerer Strikes K Ein VermittlungSvorschlag des im Parlaflü? sich sehr wohl fühlend n GewerkschaflSpräsidenten Mac Donalv � von den aufgeregten Arbeitern in einer für Herrn Mac Do»»( arbeiter bevor. bereit« im Gang. willigen Parteigenossen. Mehrere derselben wollten e« anrcgen�Jn Schottland steht ein allgemeiner Strike der Grube» durch Beiträge von 5— 10 Thlr. pr. Kopf der Redaktion und' ihren Muardeitern eine Khrengabe zu diesem Tage zu geben. Man wandte sich an Gras Kanitz. Er lehnie es ab, die Sache in die Hand zu nehmen. Wie wäre e« nun, wenn Sie, mein hockverehrter Herr Major darüber nachdächten und vielleicht an Grs. Lehndorff, v. Simpson- Georgenburg, v. Mirbach rc.-c. schrieben, um ecr Bitte in ihun Kreisen Beiiräge zu sammeln? Kennen Sie Graf Dönhoff Fricdrichstein? Können Sie aus ihn wirken? Er ist ein Ficund unserer Zeitung und würde gewiß in seinem Kreise für diesen Zweck thärig sein, wenn er dazu an- K di keineswegs schmeichelhasten Weise abgelehnt worden. Die Arbe» i-' fangen an, sich der Vormundschaft ihrer„Anführer" zu entwin»'. die Logik der Thatsachen wiegt schwerer al« die Sophismen»j Phrasen zweideutiger Schönredner.— AuS Süd-WaleS n'* Neue«. h ')„Nichts Große« wird in der Welt ohne Leidenschaft vollbra�» ICH.— Daß Hcrr Serrano, der„ehrliche Republikaner", der qS- jetzt in Spanien am Ruder ist, darauf sinnt, seine Stellung als >it-„Retter des Vaterlands" vor den Carlisten möglichst auszunützen, ergibt sich schon daraus, daß jetzt, nach dem Siege von Bilbao, »err der Graf Hatzfeld zum preußischen Gesandten in Madrid ernannt worden ist. Der„ehrliche Republikaner" setzt sich mit den Regie- rungen der„Ordnung" in Verbindung und da sind wir von einem Staatsstreiche oder einer„Restauration" nicht mehr gar so jer. weit entfernt. — Zwei Mitglieder deS Allgemeinen deutscken Arbeitervereins, w» � Colporteur Bock und der Präsident des Allgem. d. Maurer- Vereins, Kapell, sind der eine zu einem Jahre, der andere zu ae, nenn Monaten Gesang» iß verurtheilt worden. Ebenfalls Herrn TessendorfS Verdienst! 2) Die Generalversammlung wolle beschließen, dem§ 16, Passus 3, folgenden Zusatz zu geben(hinter Arbeit),„oder son stigen Handthirung angetroffen, so hört die Unterstützung auf". Anträge der Braunschweiger Mitglieder zur Sterbekasse: 1) Die Generalversammlung wolle beschließen: Anfnahmesuchenden, welche daS 50. Lebensjahr überschritten, ist die Aufnahme zu vcr- weigern. 2) Die Generalversammlung wolle zu den bestehenden Prozentsätzen von 10, 15 und 20 Thlr. einen von 50 Thlr. auf nehmen, damit in jeder Hinsicht den Wünschen der Mitglieder Rechnung getragen werden kann. Anträge der Braunschweiger Mitglieder zur Stammgewerk- schaft: 1) Die Generalversammlung wolle eine parlamentarisch- Ordnung ausarbeiten und an alle Mitgliedschaften schicken, sobald dieselben gedruckt sind. 2) Die Generalversammlung wolle be- schließen: Alle Streitigkeiten und Beschwerden, falls sie nicht vom Vorort geregelt, werden durch die Generalversammlung entschieden, und steht keinem Mitglied! daS Recht zu, gerichtliche Hilfe in An- spruch zu nehmen. Franz Gerhold, 1. Vorsitzender. Gewerksgenosseuschaft der Maurer«. Zimmerer. Kecllemünde. Sonntag, den 10. Mai dielten wir eine öffentliche Versammlung ab, in welcher beschlossen wurde, den Minimal-Lohn der HauS-Zimmerer pro Tag auf 1 Thlr. 10 Gr. festzusetzen. Um dieses zu erwirken, wurde ein Comitö, bestehend aus 5 Personen, gewählt, um den Herren Meistern den Beschluß mitzutheilen und zwar mit dem Bemerken, uns bis 25. d. Mts. ihrerseits auf unsere Forderung zu antworten, und daß, wenn unsere Forderung nicht bewilligt werden sollte, alsogleich die 14tägige Kündigung angemeldet sn. Die Versammlung war von über 300 Mitgliedern besucht; eS wurde noch an den früheren Beschluß erinnert und zum Ausharren aufgefordert. DeS Weiteren war beschlossen, daß die Sonutags-Arbeit mit doppeltem Tagelohn und die Ueberstunden mit 6 Gr. bezahlt werden muffen und daß des Sonntags überhaupt nur gearbeitet werden soll, wenn es absolut nothwendiz ist. Ferner wurde betont, daß die Aikord- arbeit ganz abzuschaffen sei, da diese ganz vorzüglich den Arbeiter schädige. Auch wurde die 10stündige Arbeitszeit beschlossen mit Einschluß einer halbstündigen Vesper. Wir ersuchen alle arbeite, freundlichen Blätter, vor Zuzug nach hier zu warnen, da die Lohndifferenz schwerlich auf friedlichem Wege wird ausgeglichen werden können. Mitgetheilt sei noch, daß ein Maurergeselle Eppers aus Braunschweig für den hiesigen Architekten Löschner 50 Gesellen sucht, möge kein Maurer diesem Gesuch Folge leisten. Die Warnung vor Zumg erstreckt sich auf Geestemünde, Geestendorf, Bremerhaven und Lehe. Allgemeiner Böttcher-(Küper-) Verein. Zu der zu Pfingsten stattfindenden Generalversammlung gingen folgende Anträge ein: Die Mitglieder zu Dresden beantragen zu § 3, die Generalversammlung wolle beschließen, daß fernerhin die Eintrittsgelder nicht mehr ganz, sondern nur zur Hälfte an die Hauptkasse gezahlt werden und zu tz 12, daß die Control- commission nicht mehr aus 5, sondern aus 11 Mitgliedern bestehe. Selbige wünscht Krankcnunterstiitzungskasse. Kiel wünscht einen Paragraph dahingehend, daß alle Reisende sich beim Bevollmächtigten abmelden und zwar, wo selbige Bei- träge zahlen und arbeiten. Magdeburg wünscht Abänderung des § 8. Berlin wünscht Abänderung des Statuts und beauftragt ihre Delegirten damit. Abänderung des Statuts wünschen fast alle Mitgliedschaften, es ist aber Alles den Delegirten überlassen. Emführiing der KrankenunterstützungS-Kasse wird von allen Mit- gliedslbaftcn mit Ausnahme Hamburg gewünscht. Den Delegirten, welche zur Generalversammlung in Hamburg anwesend sein werden, zur Nachricht, daß sich dieselben bei Herrn Gastwirth Kroll, große Burgstah 38 zu melden haben, damit Quartiere für sie bestellt werden können. Friedrich Gragert, Kassirer. Hermann SechanS, Schriftf. MetallarbcitetAcwcrkschaft. Leipzig. Auf die in Nr. 57 mS„Voiksstaat" enthaltene Erwiderung des Ausschusses der Metallarbeiterschaft hinsichtlich der in Nr. 53 von den Leipziger Mitgliedern bekanntgemachten Aus- sorderung, die Ablehnung der Verschmelzung betr., sehen wir uns veranlaßt, Folgendes zu erwidern: Nicht allein dem Ausschuß, auch jedem einzelnen M'tgliede liegt die Pflicht ob, die Interessen der Gewerlschaft zu fördern, und um wie viel mehr da, wo es sich um di» Existenz derselben handelt. Daß wir nicht oberflächlich über diesen Punkt hinweggegangen sind, braucht wohl nicht be- sonders hervorgehoben zu werden. Wenn der Ausschuß schreibt, daß sich Diejenigen, die außerhalb beider Parteien stehen, zurück- gestoßen fühlen, oder kein Vertrauen in ihnen erweckt wirb, so wollen wir daö dem Ausschuß überlassen, zu vertreten. Wir meinen aber, daß gar kein Grund vorhanden ist, eine organisirte Corporation zu einer unorganisirten übergehen zu lassen, mögen doch jene sich uns anschließen, wenn sie die Interessen der Arbeiter als solidarisch betrachten, sie werden uns jederzeit willkommen sein. Daß wir unsere Beschlüsse auf der Generalversammlung motiviren werden, versteht sich von selbst. Unsere Aufforderung wurde erlassen in der Voraussetzung, daß nicht alle Mitglieder von den Verhältnissen so genau unterrichtet sind wie wir, bei entgegengesetzter Annahme hätten wir geschwiegen. Ferner bleiben wir dabei stehen, daß der Ausschuß die Verschmel- zung mit dem in Hannover erst gegründeten Metallarbeiter- verband nicht beantragen konnte, so lange das Congrcß- Protokoll nicht jedem Mitgliede bekannt war. Und ob endlich die General- Versammlung auch ohne unsre Aufforderung lhun wird was ihres Amtes ist, daS wird sich ja herausstellen. Im Austrage der Leipziger Mitglieder: Die Commission. Gewerkschaft der Schuhmacher. Leipzig. College»! Der Strike der chiestgeu Schuhmacher- gehilfen dauert unverändert fort. Unsere Arbeitgeber beharren hartnäckig auf ihrem Standpunkt, und wir sind gewillt auszu- harren und festzuhalten an den Forderungen, welche wir gestellt haben, denn dieselben sind gerechtfertigt, wenngleich noch eine An- zahl Arbeitgeber glaubt, dieselben wären zu hoch. Daß unsere Forderungen nicht zu hoch sind, dafür ist ein sprechender Beweis, daß die Zahl der Arbeitgeber, welche die Forderungen bewilligt, sich mit jedem Tage vergrößert. Wir bitten deshalb, jeden Zu- zug von Leipzig fernzuhalten, und uns nach Kräften zu unterstützen, geschieht das, dann gelangen wir zum Siege. Alle Briese und Gelder wolle man senden au H. Schreiber, Münzgassc 3, Verkehr der Schuhmacher. Für das Strike-Comitä: M. Hörtzsch, Vorsitzender. Correspondenzen» Nerki», 17. Mai. Auch Parteigenosse Wilhelm Körner ist zum 10. Mai vor den UntersuchungSricht-r auf den Molkenmarkt bestellt; Grund dazu soll ein am 28. April in der Elisabethstraße gehaltener Vortrag sein. Ein großer Theil seiner Zuhörer ist ge- spannt die Moti»e zur Anklage zu erfahren, da es Jedem un- glaublich erscheint, au« dem durchaus ruhig gehaltenen Referat, Material zur Anklage herausfinden zu wollen. Königsberg i.£r., 6. Mai. Vor einigen Monaten wurde im hiesigen Handwerke, verein, der Organisation der Fortschritts- partei, die soziale Frage erörtert. Lehrer Fischer hielt einen Vor- -rag über dieselbe, welches einige unserer Gesinnungsgenossen zu lebhaften Einwendungen veranlaßte, die so schlagend waren, daß der Vorsitzende schnell die Versammlung schloß mit einer perfiden Aeußerung über Dr. Johann Jaeoby. Der„Bolksstaat" hat bereits die Antwort JacobyS darauf mitgetheilt. Nachdem nun ein viertel Jahr hindurch wieder die gewöhnlichen philiströsen Vorträge gehalten, referirte letzten Montag Dr. Sauter über die Geschichte der sozialen Frage, wie von Kathedersozialistcn mehrmals geschehen. Zuletzt kam er auch aus die gegenwärtige Sozialdemo- kcatie zu sprechen. Bebel, Liebknecht und Marx gab er alle Ehre, sprach sich überhaupt anerkennend für die Ziele der Sozialdemo- kcatie aus, nur die Agitatoren konnte er nicht anerkennen, die reizten ihm zu sehr das Volk auf. Es war offenbar, er lobte die lobten Sozialisten und die, welche weit ab, also hier nicht so zu fürchten sind, sprach aber geg:n die praktische Agitation für Ziele, mit denen er einverstanden zu sein vorgab. Lehrer Prcngel erwiderte ihm unter Andern, daß die Agitatoren als solche gewisser- maßen mit den Nachtwächtern im Staate zu vergleichen wären. Diese wachen in der Nacht über die Sicherheit der schlasenvea Bürger und wenn Feuer entsteht rc. machen sie ein große« Getute, um die Leute zum Retten aus dem Schlaf zu bringen. Allerdings wäre solches(Ketute für Einen, der sich die Schlafmütze über die Ohren gezogen hat und unbekümmert über die Gefahr seiner Mit- bürger weiterschnarchen will, sehr unangenehm und lästig. Darauf große Verblüfftheit des Vorstandes und eiliger Schluß der Ber- sammlung. Dies Thema wird wohl nicht wieder im Handwerker- verein vorgebracht werden. Die Hartungsche Zeitung hatte über diese Versammlung bemerkt, daß sie nichts darüber referiren kann. Kannover. Schuhmacherstrike. An alle Collegeu Deusch- landö! Daß wir hier mit unseren Arbeitgebern betreffs einer Lohnausbesserung in Konflikt gerathen sind, ist Euch bereits zur Kenntaiß gelangt. Gewiß ist es aber auch an der Zeit, Euch von dem Stande unseres StrikeS zu unterrichten. Die Etnigkeit unter den strikenden College» ist bis heute eine vortreffliche zu nennen, andreiseits sind aber auch die hiesigen Meister sich dahin einig geworden, den ihnen von unS unterbreiteten Tarif abzulehnen, sie haben sich aber genöthigt gesehen, einen von ihrer Seite auöge- arbeiteten Drei-Classen Normallohntarif uns zuzuschicken, mit dem Bemerken, daß sämmtliche hiesige Gesellen, sobald dieser Tarif nicht von uns anerkannt würde, in folgender Weise gemaßregelt werden sollten. Jeder Meister, welcher LogiS-Gesellen bei sich wohnen hat, muß dieselben an die Luft setzen und der erste Meister, w/lcher solches tyut, erhält von einem gewissen Großmeister eine Prämie von 2 Thlr. Da nun aber dieser Tarif keine Auf- besserung, vielmehr in verschiedenen Theilen eine Verminderung des Lohnes bietet, sind wir fest entschlossen, den Kampf auf daS Energischste durchzuführen. Collegen! Da doch dieses Euere, so gut wie unsere Sache ist, ersuchen wir Euch, uns mit allen Kräften beizustehen, allen Zuzug von hier fernzuhalten und uns mit allen möglichen Mitteln zu unterstützen. Denn unser Sieg ist auch der Siez Aller. Mit sozialdemokratischem Gruß Für das Comilä: Wilh. Dormann. Alle Geldsendunzen wolle man an den Casstrer C. Busse, Briefe und sonstige Austräge an den Schriftführer W. Dormann, Sirike-Bureau, Neuestraße Nr. 22 richten. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden gebeten, Obiges zu veröffentlichen. Narmen. Heute Vormittag fand die Verhandlung gegen die Parteigenossen Henning aus RouSdors und Schuhmacher aus Köln vor dem Zuchtpolizeizericht statt. Die Anklage fußte auf einem von dem Sergeanten Böhmchen in Ronsdorf„über eine daselbst stattgehabte Volksversammlung" gemachten Bericht, welchen der Präsident des Gerichts vorlas und woraus Seitens deS Staats- anwaltS für die Angeklagten daS Verbrechen der Aufreizung her- auSjustirt worden war. Henning wurde zur Last gelegt, daß er gesagt haben sollte, man könne in Folge der neueren Gesetz- gebung des Reichstages erkennen, daß man in einer Revolution stände, man stehe am Vorabend großer Ereignisse und er fordere die Arbeiter auf, der Partei beizutreten, um, wenn eS darauf an- käme, bei der Hand zu fein. Henning setzte auseinander, daß er unter Revolntion nicht den gewaltsamen Umsturz, sondern eine Umänderung unserer Verhältnisse auf dem Wege der Reform ge- meint habe. Schuhmacher, welcher in der betr. Volksversammlung einen ausführlichen Vortrag über die französische Revolution ge- halten hatte und welchen der Bericht deS genannten Sergeanten B. sehr mangelhaft und bruchstückweise wiedergegeben hatte, sollte namentlich in seiner Rede die Besitzlosen gegen die Besitzenden aufzercizt haben. Der Staatsanwalt beantragte 3 Monate Ge- fängniß und hob in seinem kurzen Plädoyer hervor, daß es gefährlich sei, vor dummen und ungebildeten Leuten solchen Unsinn und Mischmasch, wie Schuhmacher eS gcthan haben sollte, vorzu- «ragen. Schuhmacher entgegnete sehr treffend, daß eS allerdings Unsinn sei, wenn er so gesprochen hätte, wie der Bericht des Sergeanten B. e« mitthe«lt. Der»ertheidiger, Herr Advokat König von Elberfeld, nahm sich seiner Cli-nt-n wacker und muthig an und bemerkte, daß aus dem Bericht- sowie au« der Aussage der Belastungszeugen durchaus kein Strafgrund hervorgehe und daß, wenn so die Meinung der Menschen verfolgt würde, schließlich alle Sozialdemokraten hinter Schloß und Riegel sitzen müßten. ES gäde sicher Manche» in unserem Staatswesen, was Unzufrieden- h-it und Verbitterung hervorrufe. Die Richter konnten auch keinen Grund zur Berurtheilung der Angeklagten herausfinden und sprachen dieselben frei; gegen welches Urtheil der Herr Staatsanwalt Appel- latioii einlegte und so veranlaßte, daß Freund Schuhmacher, vem die Sonne der Freiheit so lieblich aufgegangen war, wieder hinter Schloß und Riegel mußte. Für Henning war bereits Caution geleistet und er konnte daher frei gehen. Für Schuhmacher soll ourch unser Bemühen bis Montag die Caution geschafft werden, oamit er wenigstens der Untersuchungshast enthoben wird.— Die ganze Asfarre ist nicht überraschend; es ist ja jetzt die allge- meine Hetzjagd ein Zeichen, daß der Knabe Karl dem Alten an- fängt fürchterlich zu werden. Sollten solche Ereignisse nicht dazu beitragen, die Sozialisten in Deutschland einig zu machen? '■ i)" Gewerksgenossenjchastliches» »"ä Gewcrksgcnosseuschsft der Manufaktur-, Fabrik- und Hand- zu arbeiter. gen Crimmitschau. Anträge zur Generalversammlung(betreffend wer die Krankenkasse genannter Gewerkschaft). I. Die Chemnitzer Mit- rnd glieder beantragen: 1) Die Krankenunterstützung wird in drei »ecke Klassen eingetheilt: die ersten 13 Wochen das Volle, die zweiten 13 Wochen die Hälfte, die dritten 13 Wochen das Viertheil. Nach be-. Ablauf dieser Frist wird eS auf Ansuchen des betreffenden Mit- e« gliedes der Mitgliederversammlung vorgelegt und hat dieselbe dann sie das Weitere zu bestimmen. Ein Mitglied, welches Unterstützung aus der Kasse gezogen, muß von seiner Genesung ab ein volles Jahr steuern, ehe eS wieder den ersten Satz der KrankenauSsteuer vir! bekommen kann; erkrankt ein Mitglied vor Ablauf eines Jahres, lag- so tritt es in den Steuersatz ein, welchen es nach seiner ersten > st Erkrankung zu beanspruchen hat. Z. B.: Es hat ein Mitglied ras! 5 Wochen den ersten Steuersatz bezogen, so bezieht es bei seiner Zweiten Erkrankung die acht Wochen deS ersten AuSsteuersatzcs, rreu dann die zweite Klasse der Aussteuer u. s. f. Ausnahmefälle sind tg�i den Mitgliedern vorzulegen. Sollte die Krantenkassenverwaltung «lirl bei einem Mitglied trotz Beibringung eines ärztlichen Zeugnisses ivea Zweifel an der Krankheit desselben hegen, so kann sie betr. Mit- afe« glied in das Krankenhaus überführen lassen; fügt sich dasselbe nicht darein, verliert es alle Ansprüche auf Unterstützung. an» Z) Die Generalversammlung der M.-, F.- u. H.- Gewerkschaft ur�! wolle beschließen: Die am 1. Aug. 1873 bei uns mit Erfolg ein- geführte Steuererhöhung von 5 Pfgn. pro Monat und Kranken- endi kassenausstcuerreduzirunz von 10 pCt. bei sämmtlichen Mitgliedern mch der zur GewerkjchastSkrankenkaffe gehörigen Lokalkassen ebenfalls elli' einzusühren. »tse» 3) Zusatz zu tz 12. ES ist jedem Mitglied, welches durch 1 Steuervcrnachlässigung sich der Mitgliedschaft und Unterstützung .-"i verlustig gemacht hat, gestattet, durch Nachzahlung der rückständigen aus. Steuer seine Rechte als Mitglied wieder zu erlangen, jedoch bleibt )ier' dasselbe nach Entrichtung seines Restes einen vollen Monat Ex- spectant, resp. in jedem Falle ohne Unterstützung. 4) Neu eintretende Mitglieder, welche außerhalb der Gewerk- Verl schaff stehen, haben 10 Ngr. Einschreibegebühr zu entrichten, Ge- eitck werkschaftSmitglieder Hinzegen, wenn sie derselben mindestens drei Monate angehören, zahlen nur 3 Ngr. Vorstehende Anträge werden auch seitens der Deubener Gss Mitglieder befürwortet. t iis Ii. Die Dresdener Mitglieder beantragen: Die Einschreibe- i gebühr aus 15 Ngr. zu erhöhen. ige«: III. Die Mitglieder zu Großenhain beantragen: Die Ge- «lvef neralversammlung wolle beschließen,§ 10 deS Krankenkassenstatuts lins dahin zu erweitern: JedeS neu eintretende Mitglied hat bis zu dem Alter von 30 Jahren 3 Ngr., von 30— 40 Jahren 15 Ngr., am von 40—50 Jahren 1 Thlr. zu entrichten, wofür eS OuittungS- rM buch und Statut erhält. Höhere Altersklassen werden nicht auf- inlts genommen. IV. Die Mitglieder zu Schweinau beantragen: 1)§ 11 > bahin abzuändern,"daß erst nach sechsmonatlicher Mitgliedschaft die heii& Hälfte der Unterstützung, nach zwölfmonatlicher Mitgliedschaft die W volle Unterstützung ausbezahlt werde. Bei Wöchnerinnen statt llle«« Nach g Tagen„nach 14 Tagen" zu setzen. iect. 2) Ferner solgenden Paragraphen einzusetzen: Die im Z 12 sig� sestgefetzte Unterstützung wird, wenn volle 6 Monate ausbezahlt, i siir Weiteres auf die Hälfte reduzirt. Dauert die Krankheit länger Äs ein Jahr, so kann nur, wenn die Kassenvcrhältnisse es erlau ru«? ben, durck Beschluß der VorortSverwaltung eine für jeden einzelnen irtißi festiusetzende Unterstützung bewilligt werden. Bei Demjenigen, der die Unterstützung 52 Wochen, gleichviel ob in einem oder meh- gu«: deren Jahren bezogen, tritt ebenfalls Reduzirung auf die Hälfte ein, efi jedoch gewinnen Diejenigen wieder ihr volles Recht, welche ein ) h1' volles Jahr ununterbrochen, vom Tage ihrer Abmeldung gerechnet, ie gesund sind. -rl�' V. Weiter beantragt die VorortSverwaltung zu Crimmitschau: ure»' Anstatt deS bis jetzt an den Vorort zu entrichtenden 5. Theils niH des Ueberschusses der Lokalkassen in Zukunft von jedem zum Ver- i»s bände gehörigen Mitgliede vierteljährlich 5 Pfennige ReichSmünze - a« an den Vorort einzusenden. liedf vi. Die Mitglieder zu Chemnitz und Wolfenbüttel beantragen, W neu eintretenden Mitgliedern folgende Erklärung vorzulegen: aritf'„Ich Endesunterzeichneter erkläre hiermit auf Ehrenwmt, daß ich oei� an einer unheilbaren Krankheit nicht leide, noch mit Gebrechen d rs«der alten Schäden behaftet bin; sollte mir später nachgewiesen n d- werden, daß ich bei meiner Aufnahme meinen Gesundheitszustand ro?� dem konstatirenden Arzt verheimlicht habe, so steht den OrtSmit Lei� gliedern daö Recht zu, mir in Krankheitsfällen jede Unterstützung : Zu verweigern." n. � Antrag 2) der Mitglieder zu Wolfcnbüttcl: Dem tz 6 des dig? Krankcnkassenstatuts folgende Fassung zu geben: Ein Mitglied, n i' welches zwei Monate mit seinen Beiträgen im Rückstände ist, wird hoit« sechs Wocken mit seiner UnterstützungSanspruchszeit zurückgesetzt, -HU" leistet es mit Ablaus des dritten Monats Zahlung, so wird eS ziv� als neu eingetreten betrachtet, nach Verlauf von drei Monaten >e e> verliert es alle Ansprüche an die Kasse; lügt jedoch u. s. w. vel Antrag 3).§ 12 des Krankenkassenstatuts, Absatz 2, wie folgt Ä«1 Zu ändern: Die Unterstützung beginnt nach Verlauf von drei s. � Krankheilstagen und geschehener Anmeldung der Erkrankung, dauert b«� die Krankheit länger, so wird vom ersten Tage an Unterstützung r"1! gezablt, jedoch für drei resp. vier Tage erhalten die Mitglieder nw"! k-we Entschädigung, im Uedrigen gelten die im Z 11 vorgesehenen :lv f Bestimmungen. Die Chemnitzer Mitglieder beantragen, im§ 18 Folgendes zu be� streichen: 1)„unter Oberaufsicht des jeweiligen Vertrauensmannes nt�. selbst"; 2)„der ausstchlsührende Bevollmächtigte der Gewerkschaft i«sj hat nur Sitz und keine Stimme bei der Verhandlung". ni-f Vn. Die Braunschweiger Mitglieder beantragen: 1) Die . Generalversammlung wolle beschließen: Mitglied der Krankenkasse rtüff kann nur Derjenige werden, der der Gewerkschaft angehört. ! Stuttgart. Der untenfolgende HarmonieukaS zeigt wieder einmal recht drastisch, was von der Harmonielehre zu halten ist. Interessant ist dabei, daß dieser Utas von einer Firma ausgeht, die, wenn ich nickt irre, von den Harmonieschwindlern mit großer Vorliebe als mustergiltig gepriesen ward. Der U'aS— und ein solcher ist eS, da von einem Uebereinkommen mit den Aebeitern nicht die Rede ist— trägt den heuchlerischen Titel:„Sparhafen- Anlage-Einrichtung für die Schulkinder der Baumwoll-Spinncrei und Weberei von Staub u. Comp." und lautet folgendeimaßen: „Von der Absicht geleitet, den in unserer Fabrik arbeitenden Kindern, welche außerdem noch unsere Schule besuchen, einen Sparhafen anzulegen und um sie zugleich zu veranlassen, auch nach beendigter Schulzeit in der Fabrik sortzuarbeiten, führen wir vom 1. Januar 1868 an Folgendes ein: 1) Jedem Kind wird am Zahltag ein Schulgeld nach hiernach verzeichneten Beträgen ab- gezogen, welche fich nach dem Alter und der Schulzeit richten. Einem 11jährigen Kinde wird im 1. Schuljahre per Zahltag 15 kr. abgezogen, per Jahr 6 st. 30 kr.; einem 12 jährigen Kinde wird im 2. Schuljahre per Zahltag 20 kr. abgezogen, per Jahr L fl. 40 kr.; einem 13jährigen Kinde wird im 3. Schuljahre per Zahltag 25 kr. abgezogen, per Jahr 10 fl. 50 kr.; einem 14 jäh- rigen Kinde wird im 4. Schuljahre per Zahltag 30 kr. abgezogen, per Jahr 13 fl.; zusammen in 4 Jahren 39 fl. 2) Diese Abzüge werden dem Kinde gutgeschrieben. 3) Wenn das Kind nach been- digter Schulzeit ohne Unterbrechung fünf Jahre lang hintereinander «och in der Fabrik gearbeitet hat, so bekommt es von uns den doppelten Betrag herauSbezahlt, welcher ihm während der Schulzeit abgezogen wurde. Zum Beispiel: ein Kind besuchte 4 Jahre lang die Schule, im ersten Jahr wurden ihm fl. 6 30 abgezogen, im ! weiten Jahr fl. 8 40, im dritten Jahr fl. 10 50, im vierten Jahr l. 13; zusammen fl. 39. Nach fünf Jahren, in seinem 19. Jahre, bekommt es dann das Doppelte hievon, also 78 fl., HerauSbezahlt. 4) Diese Vergünstigung ist nur gültig, wenn die Schule und die Fabrik unausgesetzt besucht wird. 5) ES ist jedoch Eltern solcher Kinder, welche die Schule schon länger besuchen, gestattet, das Schulgeld auch für die früheren Jahre nachträglich abziehen zu lassen, damit sie nach fünf Jahren ebenfalls die höchste Summe herausbezahlt bekommen. Zum Beispiel: wenn ein Kind, das bis jetzt schon 2 Jahre die Schule besucht hat, sich außer dem, für das dritte und vierte Schuljahr abzuziehenden Betrag nachträglich noch die 6 fl. 30 kr. und 8 fl. 40 kr. für die ersten 2 Jahre ab- ziehen läßt, so bekommt eS nach fünf Jahren auch das Doppelte, also zusammen 78 fl. herausbezahlt, im anderen Falle erhält es aber bloS das Schulgeld der 2 Jahre, während welcher es noch die Schule besucht, also 10 fl. 50 kr. und 13 fl., doppelt mit 47 fl. 40 kr. zurück. 6) Wenn die Fabrik vor Verfluß der 5 Jahre ganz oder auch nur auf ganz kurze Zeit, Krankheit ausgenommen, verlassen wird, so hört diese Vergünstigung und jeder Anspruch an daS abgezogene Geld auf. 7) Stirbt ein Kind, das die Schule besucht hat und das in der Fabrik in Arbeit steht, vor Ablauf der 5 Jahre, so wird das abgezogene Schulgeld den Eltern heim- bezahlt. 8) Wird der Schulbesuch unterbrochen, so ist die Ber- günstigung nur für die vom Wiedereintritt an abgezogene Summe, nicht aber für das schon früher Abgezogeue gültig. Kuchen, Januar 1868. Staub u. Comp." Betrug und Diebstahl werden gestraft. Hier haben wir es aber mit einer„Wohlthat" zu thun, die armen Kindern erwiesen wird. Man bedenke nur: In vier Jahren wird den Fabrikkindern der Firma Staub u. Comp, für den Besuch der Fabrikschule eine Summe von 39 fl. am Lohn abgezogen; diese 39 fl. gelangen an daS Kind doppelt zur Auszahlung, wenn es 5 Jahre nach been- detem Schulbesuch ununterbrochen in der Fabrik gearbeitet hat, daS Kind geht aber der ganzen gesparten Summe verlustig, wenn eS„vor Verfluß der 5 Jahre" die Fabrik auch nur auf kurze Zeit verläßt.(S. tz 6.) Ich weiß nicht, ob der in ß 6 vorgesehene Fall jemals eingetreten ist, zu wünschen wäre aber, daß er ein- trete, da dann möglicherweise das Gesetz zu entscheiden hätte, ob die Firma Staub u. Comp, die als Sparpfennig bei ihr angelegten Löhne sich weigern könnte auszuzahlen. Dabei ist wohl zu bedenken, daß der Besuch einer Volksschule in Württemberg jährlich höchstens 3 fl. kostet, Staub u. Comp, nehmen sich aber gleich vorweg 9'/« fl. Und trotz alledem Harmonie? Gleißnerische Heuchler! Alle Einrichtungen, die die Kapitalisten scheinbar zum Wohle der Ar- beitcr treffen, treten nur ins Leben, um den Arbeiter von sich abhängig zu machen, und je zahlreicher die Bedürfnisse sind, mit denen der Arbeiter an den Kapitalisten geschmiedet ist, je sklavischer ist die Stellung de« Arbeiters zu diesem. Und auch die Herren Staub u. Comp, mit ihrer„Sparhafen- Anlage-Einrichtung" wollen nichts weiter, als ihre Arbeiter zu Sklaven herabdrücken, um mit deren Arbeitskraft daun ganz nach Belieben schalten und walten zu können. ßannstatt. Bor Kurzem traten hier 8 Mann zu einer Mit- gliedschaft der sozialdemokratischen Arbeiterpartei zusammen. Bei der ersten öffentlichen Versammlung, die wir abhielten, stieg die Mitgliederzahl auf 25, bei der zweiten auf 40 Mann. Natürlich setzen die Gegner alles in Bewegung» um unser WachSthum zu hindern, namentlich hatten sie es auf den Lokalwirth abgesehen, den sie zu bestimmen suchten, uns das Vcreiuslokal zu kündigen. Aber es kam anders. Schon nach der ersten Versammlung, in welcher Kahser vor ungefähr 150 Arbeitern unter großem Beifall sprach, gab der Wirth seine Uebereinstimmung mit unfern Grund- sätzen zu erkennen und trat der Partei bei. Einen närrischen Gegner haben wir in der Person des hiesigen AmtSblattredakteurS erhalten, der gleich bei der ersten Versammlung die Bürger und Arbeiter aufforderte, in Massen zu erscheinen und uns moralisch �u erdrücke«. Die Sozialdemokraten könnten ihre Idee gar nicht m Worten wiedergeben, ohne mit dem Gesetz in Conflikt zu ge- rathen. Dieser Mann, der da« GraS wachsen hört, hatte sammt seiner Epießgesellschaft nicht einmal den Muth, Herrn Kahser entgegenzutreten. Und so werden wir fortarbeiten, wachsen und stark «erden. A. Lütz, Mechaniker. Strasburg im Elsaß. Wenngleich die Berichte au« den„Reich«- landen" etwa» spärlich einlaufen, so ist doch die Bewegung i« gutem Fluß, und ohne Ueberhebung können wir wohl sagen, daß wir,«a« die Thätigkeit anbelangt,««» eiftig bestreben, es dem regsamen Sachsen nachzumachen. Wir fühlen un« hier gleichsam auf Vorposten, und wie c« diesem geziemt, geben wir aus Alles Acht, was die Arbeiterinteressen berührt. Hierher gehört auch die Novelle zur Gewerbeordnung. Auch in dieser Angelegenheit legten wir die Hände nicht in den Schoost. Wir werdeu niemals den Rath befolgen, welchen der hiesige Bauhandwerkerverein(OrtS- vereinler) zur Zeit der Wahl anempfahl, nämlich: sich nur eine Stunde avzurauben zur Ausübung de» politischen Rechte«, nachher könnten sie wieder drei Jahre schlafen. Wer Lust hat zu den Siebenschläfern zu zählen, mags thun, aber wir wachen und ar- besten rüstig weiter. Vor Kurzem hatten wir eine stark besuchte Versammlung behufs Abfassung eines Protestes an den Reichstag. �Unterzeichneter hielt einen Vorrtraz über die Folgen dieser Gesetzes- �Neuerung, welcher gut aufgenommen wurde, wofür die Einstimmig- feit bei der Abstimmung den besten Beweis gab. DaS Parteiieben jist ein gesunde« zu nennen. Der„Volksstaat" hat viele Abon- nenten und die immerwährende Agitation wird ihn noch mehr !zum Wachsen bringen. ; Ein letztes Wort noch an die Zaghaften, überhaupt an Alle, ! welch: uns noch entfernt stehen. Ermannt Euch und denkt einmal selbständig, suchet zur Klassenerkenntniß zu gelangen, so werdet Ihr finden, daß nur in und durch Organisation ein Auffchwu«g erzielt werden kann. Bemächtigt Euch d'S Schwerte« des Geistes, lund es zerreißt daS Machwerk der Finsterniß; laßt nicht Einige ; arbeiten an der Befteiung des ArbeiterstandeS, sondern stellt Euch alle zum Gefecht und beherzigt die Worte:„Einigkeit macht stark!" Adam Jung. Mem-�JorK. Christian Meier, das unglückliche Opfer des Polizeiauftuhr« vom 13. Januar, muß nun fein naives Vertrauen auf die prahlhansizen politischen Gaukler vom sog. Sicherheit«- ausschuß und dessen nickt minder großmäuligen deutschen Statisten schwer büßen. Nachdem der arme, mit schlechtgeheilten Knüppel- wunden bedeckte Mann die nur durch peinliche Verhöre unter- brocheue Untersuchungshaft von 3 Monaten überstanden, wurde er am 13. April dem Gerichte der Oyer and Tecminer vorgeführt. Die Anklage lautete auf„mörderischen Angriff aus den Polizei- Sergeanten Bcrghold, verübt in Tomplin«- Square am 13. Ja- nuar." Die Wichtigkeit, welche die Behörden, trotz alledem, wa« sich seit dem Polizeraufruhr zugetragen, dem„Communistensall" noch beilegten, zeigte sich dadurch, daß der Staatsanwalt Phelp« in eigener Person die Anklage vertrat. Für dieselbe erschien außer den Polizisten nur ein einziger Civilzeuzc, eS war derselbe, wie beim ersten Prozeß, in der Person eines Herrn Sauer. Nach der StSztg.(14. April) soll dieses Subjekt ausgesagt haben, daß er weder mit der Polizei noch mit einer Arbeiterorganisation in Ber- bindung stehe. Nach andern deutschen Blättern, z. B. N. H. Abdztg., 13. April, sagte derselbe aus, er sei ern Mitglied der 10. Ward Internationale(d. h. des 10. Ward Arb.-B.). Letzteres erregte die Vermuthung, daß dieser Polizeizeugc vielleicht jener Sippschaft angehört haben mag, welche seiner Zeit unter Leitung des berühmten Rosenbäumchens den Jntriguanlen au» dem sog. Centralcomitc der deutschen Wardvereine zu Werkzeugen für die schmutzigsten Jntriguen diente. Für die Vertheidigunz waren ungefähr die gleichen Zeugen erschienen— außer Herrn Theodore Bank», dem voulcl b« Revo- lutionär, dessen Namen wir in allen Berichten vermissen.— Ueber den Schluß der Gerichtssitzung berichtet die Tagespresse wie folgt: „Richter Brady instruirte die Geschworenen in einer für den Ge- fangencn güllstigen Weise über die verschiedenen Grade des that- sächlichen Angriff» und sagte ihnen außerdem, daß daS Volk ein Recht habe, sich auf den öffentlichen Plätzen zu versammeln, und daß die Polizei im Unrechi sei, wenn sie die aus denselben sich aufhaltenden Personen ohne vorhergegangene Aufforderung mit Knüppelschlägen zum Verlassen deS PlayeS zwinge.— Die Geschworenen brachten nach einer halbstündigen Berathung einen Wahrspruch auf einfachen thätllchen Angreff ein. Auf Ersuchen des VertheidigerS verschob Richter Brady die Urtheilssprechung auf den andern Tag. Das höchste Strafmaß, welches er über den Gefangenen verhängen kann, ist ein Jahr Gefängniß und 250 D. Geldbuße, und die geringste Strafe ist Zahlung von 6 Cents. Der Richter soll beabsichtigt haben, Meier zu neun Monaten Peniten- tiary zu verurtheilen, wird aber heute wahrscheinlich ein milderes Urtheit fällen." Die in Folge dieser Nachrichten zu Gunsten Meier« erweckten Hoffnungen wurden am folgenden Tage bitter enttäuscht. Beim UrtheilSspruch sagte Richter Brady zu Meier,„daß die Geschwo- renen seinen Angaben keinen Glauben gescheukt und deshalb gegen ihn entschieden, ihm aber den Zustand, in welchem er sich zur Zeit der That befunden, als Milder ungsgrund angerechnet hätten. Er selbst, der Richter, werde die Untersuchungshaft und die That- fache in Erwägung ziehen, daß er von Leuten, die ihre Person bei Zeiten in Sicherheit gebrach�hätten, durch aufreizende Reden beeinflußt worden sei. Nichtsdestoweniger müsse er Seinesgleichen vor ähnlichen Handlungen warnen und ihn deshalb zu sechs Mo- naten Penilentiary verurtheilen." Seine Frau, welche mit ihrem kleinen Kinde auf dem Arm bei den Verhandlungen anwesend war, fiel in Ohnmacht und mußte au« dem Gerichtssaal getragen werdeu. Im Nebenzimmer bekam sie Krämpfe und konnte nur mit vieler Mühe wieder in« Bewußtsein zurückgebracht werden. Die Geschworenen sollen einige Dollar« für die Familie de» Ver- urtheilten gesteuert haben. Obfchon sich der Richter alle Mühe gegeben, darzulhun, daß der Angeklagte nur wegen gewöhnlicher Prügelei mit der Polizei verurthcilt worden sei, leuchtet doch au« oben angeführtem Schlußwort desselben der Tendenzprozeß zu beut- tick hervor.„An dem„Arbeiter", welcher gegen die gewaltthätigen Wächter der BonrgeoiSherrschast zur Nothwehr gegriffen, sollte ein abschreckende» Exempel statuirt werden." Die„Warnung au Seinesgleichen" ist an die Arbeiter gerichtet. Dieselben werden sich hoffentlich solche in dem Sinne merken, daß sie sich in Zu- kunst nicht mehr von anglo-amcrikanischen politischen Parteikleppern und deren unfähigen und ehrgeizigen deutschen Lakaien, wie solche sich in den ehemaligen Wardveremen breit machten, an der Nase Herumführen und der Polizei ausliefern lassen werden. "(Arb.-Zeitung.) Am sog. 2. Pfingstfeiertag: Männer-Fußpartie. Sammelort: Grat weil'sche Bierballen, Kommandantenstraße 77 79. Abmarsch pünktlich ; halb 9 Uhr Morgens. Ziel: Schlachtensee. Ich ersuche die Theilnehmer, die Liederbücher mitzubringen. Wer miimarschiren will, muß sich aber pünktlich emstellen. Zugführer sind �die Gebrüder Bong. D. O. Gewertschaft der Holzarbeiter. Sonnabend, den 23. Mai, Abends 8 Uhr, Andreasstraße Mr. 26 bei Gittel: Vortrag de« Herrn Richter über die Bedeutung de» ' Pfingstfestes._ Mit Gruß G. Lemke, Bev. Berlin Den zweiten Pfingstfeiertag: Drnllnl Lnstsahrt nach Vegesack Per Dampsschiff. Versammlungsort in der Kalkstraße, früh halb 7 Uhr. Um zahlreiche Thsilnahme wird gebeten. Die Parteigenossen Bremerhafen« und Scharnbecks find hierzu freund- lichst eingeladen. Das Comitc. ££iirft 1 I* Sur Beachtung! "*• Durch Beschluß der letzten AgitationScomite« fitzung wurde Unterzeichneter als Korespondent de» betreffenden Comite's ernannt und ersucht alle Briefe in Betreff der Agitation nur an Unter- zeichneten zu adressiren. Besonder» wird das Comite zur Betreibung der Agitation in der Provinz Brandenburg ersucht, uns einen genauen Bericht über ihr Vorgehen einzusenden, indem wir gesonnen find, un« mit demselben in Verbindung zu setzen. Mit Gruß Wenzel Neßler, Eiloerdam Nr. 107. (IH(lUd)(tU Sonntag, den 1. Pfingstfeiertag, Mittags 1 Uhr(bei günstiger Witterung)::J| Ausflug«ach Thurm mit Mufik und vollem Gepäck. Sammelplatz: Theatcrlokal, Abmarsch präzis 1>/. Uhr. Alle Parteigenossen von Glauchau und Umgegend sammt werthm Frauen und Jungfrauen, welche gut zu Fuße bestellt, werten zu recht zahlreicher und pünktlicher Betheiligung hierdurch freundlichst eingeladen. Der Volksverein zu Glauchan: _ H. Franz, Borstand.! Sozialdemokratischer Arbeiterverein. Am 1. Pfingstfeiertag früh 6 Uhr, Spaziergang nach Blankenese. Versammlungsort Millernthor. Um zahlreiche Betheiligung ersucht D. B., R. Jacobi. Die Feiertagswoche findet keine Versammlung statt._ D. O. ürWlttfntl4-? Allgemeiner Metallarbeiterverband. Sonnabend, 23. Mai,-ZbendS halb 8 Uhr: Mit- ! gliederversammlung im Salon„Zum Roland", St. Jacobsstr. 19. Tagesordnung: t) Wahl des Borstandes. 2) Die Agitationskasse. Das Erscheinen Aller ist nothwendig. _ Der provisorische Bevollmächtigte. Briefkasten der Redaktion.®. R. in Dresden: Erhalten. B. in Willkowia: Brief folgt. F. W. in Oederan: Die Adresse ist uns augenblicklich auch nicht bekannt; am ersten erfahren Sie dieselbe beim Parteiausschuß in Hamburg. der Expedition. I. B. Rfl Tonstanz Schr. Gr. 19 2. F. Gk» Bergrath Ann. 10 Gr. Hnk Königsberg Ann. 10 Gr. W. T. St. Johann Schr. Thlr. 12 4. Bttchr hier Ab. April Thlr. 115. F. A. Rtr Gelenau Schr. Thlr.M 17. Schlz Rudolstadt Schr. 21 Gr. Schlz Lindenau Schr. Gr. 13 5. I. F. Wien Schr. Thlr. 1 25. B. K. hier Schr. 5 Gr Rfnr Demmin Schr. Thlr. 2 9. E. Gst Berlin Schr. 5 Gr. L«k Jnowraclaw Schr. Gr. 12 5. Hmk Nowaweß Schr. 6 Gr. Mth» Dresden Schr. 8 Sr. Fand f. pol. Scmaßrcgelte. B einem Wiener Parteigenossen I. F. 5 Gr. I. B. Aflr Tonstanz Gr. 10 8. Anzeigen:e. Sozialdemokratische Arbeiterpartei. •OtillH Die Bezirksversammlungen fallen der Feiertage wegen au«. Am 3. Pfingstfeiertag, Vormittag» 10 Uhr, spricht Auer, Wollankstraße 12 im„Deutschen Kaiser", in einer öffentlichen Tigarrenmacher-Ver- sammlung. Parieigeuoffen find eingeladen. Der Vertrauensmann. Sonntag, als den 31. Mai 1874:„Allgemeiner h*)UUUUUv4 Ausflug nach der Marienburg" von den Mitglie- dern der sozialdemokratischen Arbeiterpartei sowie der hier bestehenden Gewerkschaften. Ausmarsch: Feldmarschmäßig mit Gepäck und Proviant. Versammlungsort: im„Deutschen Garten"(Artilleriestraße) Vormit« tag» bald 8 Uhr. Abmarsch zur Bahn präc. halb 9 Uhr. Es ladet hierzu alle Partei- und Gewerksgenossen sowie alle Freunde der Arbeilersache zu zahlreicher Betheiligung ein Da« Comite. >'11. Die Partei- wie Gewerksgenossen von Hildesheim und Ahl- seld werden ersucht sich in Nordstemmen anzuschließen._[2a_ Q*; H«•<* Arbeiter- Bildung«- Verein. Am zweiten Pfingstfeiertag Ausflug durch die Harth nach Zwenkau. Mitglieder und Freunde werden zu zahlreicher Betheiligung anfgefordert. Abmarsch präc. halb 7 Uhr von der Vereinsbrauerei. Pfingstmontag den 25. Mai findet ein Mittelrheinischer Arbeitertag in Worms im Saale„Zur alten Sonne", Vormittags 10 Uhr statt.— T.-O.: 1) Bericht der Mitgliedschaften. 2) Ausarbeitung eine» Organisation»- und AgitationS-Planes. 3) Organisation der Parteipresse. Nachmittag« halb 2 Uhr im selben Lokale: Volksoersammliiug. Tagesordnung: Die Tbättakeit der letzten Reichstagssession. Referenten: Opificius aus Frankfurt und Kavser aus Stuttgart. 2) Die Bestrebungen der Sozialdemokratie. Referenten: Sabor aus Frankfurt und D aschner au» Mainz. Alle Parteigenossen von Nah und Fern sind zu diesem Arbeitertage eingeladen. Die Vertrauensmänner von Mainz, Wiesbaden, Darmstadt, _ Offenbach, Frankfurt, Heidelberg und Mannheim.____ Zu vermiethen ist eine möblerte Stube und 2 Schlafstellen, Sophien- straße 10, 4. Etage links, Leipzig.____ Das Tuch- und Suckskin-Lager von Gebrüder Reichenheim aus Dessau außermessentliches Lager an gros& en detail, Leipzig. 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Louis Guttmann jJ. jN.f Leipzig, Grimrna'sche Straße Nr. Von A. Bebel'« Reichstagsrebeu der zweiten Hesfion erhielten wir noch eine kleine Partie. Preis pr» Expl. 12 Pf. MrfkfctMiMT nnh hiirrf wtta__ Soeben erschienen und durch uns zu beziehm: Neues und Ättes. Eine Bertheidigungsschrift von G. A. Temmler zu Schwerin Leipzig, 19. Mai 1874, Die Expedidion de»„Bolksstaat'- Leipzig: Serautw. Rtdekteur: M-Preißer.(Redaktion u. Expedtti»« Zeitzerstr. 44.) Krück srnp tg-riaZ der»StnoffenschqstSbach druck«:!.