Ur. 104. KbomumtMs-Kcdingungtn: «bonnement«-Pret» pränumerando! Vierleljahrl. 3L0 Ml., mono«. 1,10 Ml., wöchenllich!S Pfg. sret in» Hau». Simelne Nummer S Pfg. TonniagS- Nummer mit UiuNrierlec Sonntag»- Beilage„Die Neue Welt" 10 Pfg. Poll- oibonnement: 3,30 Marl pro Quartal. Eingetragen in der Post- Zeitung»- PreiSlifte fiir 1900 unter Dr. 7971. Unter Kreuzband für Teutschland und Oefterrelch- Ungarn S Marl, für da» übrig« Autland 3 Marl pro Monat. krscheinl laglich außer Ronlag«. Devltnev Volksblskt. 17. Iahrgl. Die Insertions-Geliülfr betrügt für die sechsgespaltene Kolonel- zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und geiverlschaftliche Vereins- und Bersammlung»- Anzeigen 20 Pfg. „Kleine Ziuzeigeu" jede» Wort 5 Pfg. (nur da» erste Wort fett). Inserate für die nächste Stummer müssen bt» i Uhr nachmittag» inderExpedilionabgegsben werden. Tie Expedition ist an Wochen- tagen dl» 7 Uhr abends, an Sonn- und ü-sttagen bt» SUhr vormittag» geöffnet. Fernsprecher! Sml l, Nr. 1S0S. Telegramm-Adresse: „Sorlaldemokral Serlin" Centraiorgan der sociatdemokratischen Varter DeutMands. Redaktion: SW. 19. Bruth-Stratze 2. Fernsprecher: Amt I- Nr. 1508. Expedition: SW. 19, Beuth-Stratze 3. Fernsprecher: Amt l. Nr. S1L1. Jrrealpolitik. Herr Friedrich Raumaim, der Vorsitzende deS national-socialen Vereins, hat jüngst ein Buch über„Deiuokratie und Kaisertum� lBerlin, Verlag der„Hilfe") veröffentlicht— ein langtvierigeö Feuilleton von 231 Seiten, in dem er von seinen Ansichten über Menschen und Dinge dieser verivirrtcn Zeit plaudert. I» der Manier erinnert das Buch an seine Veröffentlichung über Palästiuareise, nur dag die flotten joumalistischen Einfälle des protestantisch inassiveren Abbes hier spärlicher verstreut sind. sind lose gereihte Stimmungsbilder eines Politikreiscndcn, der un- bekümmert um Widerspruch und Einheit an den verschiedensten Er scheinungen des politischen Lebens schleckt und in dem Vielerlei sein Entzücken findet. Die Schrift ist gänzlich aussichtslos und unfruchtbar und ver diente deshalb an sich kaum eine größere Beachtung. Aber sie stellt doch zugleich eine Sammlung aller Konfusionen dar, die in den Köpfen unserer Intellektuellen spuken, deren Denken in dem Bismarckschen Geivalterfolg-Zeitaltcr unheilbar verkrüppelt ist. Aus diesem Gestrüpp hat auch Naumann sich nicht loslösen können. obivohl er sich frei zu machen strebte. Er ist im Gegenteil allmählich. nach vorwärts tastenden Anfängen, immer tiefer in den Bann seiner rcaklionären Rassenabstammung zurück geglitten. In seiner Frank- fnNcr Zeit anfangs der neunziger Jahre hörten auch socialdemo kratische Arbeiter nicht uugern auf ihn. Jetzt findet er den lebhaften Beifall bei den Geschäftsbyzantinern Rudolf Masses. Der ehemalige deutsche Student und der Pfaff steckt ihm untilgbar im Blute. will deutsch-national die Welt verschlingen, und' er ist ein Theologe der unangenehmen Art, dessen Christentum sich mit jeglicher auti christlichen StaatSmeinung bedenkenlos verträgt. Der aufgctragene socialistischc Puder hat ihm seine natürliche Haut nur verdorben. Gerade die Socialdemokratie hat auch einigen Grund, sich mit dem Buch zu befassen. Nicht weil Pfarrer Naumann uns gütig be lehrt, wie wir die Sache hätte» anpacken sollen, um„Macht" zu er- langen, sondern weil er seinerseits dadurch„Macht" zu erwerben ge sucht hat, daß er nicht müde ward, zu versichern, wie nahe ihm einzelne Führer und Schriftsteller der Socialdemokratie ständen. Sein jetziges Buch aber führt den glänzenden Nachweis, daß diese kompromittierende Nähe nur einer der schalkhaften Einfälle des be gabteii Phantasten ist— eine Welt trennt jeden Social deniokraten, in welcher Nuance er sonst immer spielen mag, von Herrn Naumann und den Seinen. Auch deshalb verlohnt es sich, mit einigen Strichen und Streichen das Buch zu charakterisieren, das ein- nial recht eindringlich zeigt, daß es ohne ein tvisseuschaftlich erkanntes und systematisch erwiesenes politisches Endziel überhaupt keine ver- nünftige Bewegung giebt, sondern nur ein Taumeln und Trotteln. Ein Eingehen oder gar Widerlegen im einzelnen verbietet sich natürlich an dieser Stelle, ist auch nicht vonnöten. Es ist ein Kennzeichen unklarer Köpfe, daß sie gern im Reiche menschlicher Handlungen von Naturgesetzen reden. Während der wissen- schaftliche Denker»ach strenger, Grenzen absteckender Methode arbeitet, bedient sich der.Realpolitiker" des Denkens der Analogien und nimmt das Bild für den Beiveis. Herr Naumann liebt die Erscheinungen aus der Tierwelt, er argumentiert mit ihnen, manchmal mit der strotzenden Komik des seligen Rembrandt als Erzieher.„Die Naturgeschichte zeigt mis, daß Krustentiere und Panzertiere langlebiger find als Weichtiere. Ein Volk, das langes Leben haben will,' muß Panzer tragen" ja. a. O. S. 206). Womit die?iotwcndigkeit von Mill tariSmus und MariniSmuS unwiderleglich bewiesen ist. Ilebrigens zeigt uns auch die Naturgeschichte, daß ein Papagei länger lebt als eine Nachtigall. Ein naturwissenschaftlicher Vergleich, nichts weiter. ist auch Naumanns Grundanschauung. Dieser Pfarrer betet an die Macht des Hasse». Er mißbraucht den Vulgärdarwiniömus. um die Freiheit der Menschheit, nach vernünftiger Einsicht in langer Zeit, auf weiten mühseligen Wegen Kultur zu schaffen, zu widerlegen. Der Kampf umS Dasein in seiner bestialischen Form ist Naturgesetz. Er ist das Reale, das Fatum, das Gottgewollte, daS Unentrinnbare. Siehe da, die theo- logische Erbsünde, ihrer moralischen Durchtränkung beraubt, mit Dar winistischer Kruste gepanzert; wenn ein Pfarrer Politikus wird, erhebt er die tiefste Unsittlichkeit zum höchsten Princip. Die Frömmigkeit, die um Scheiterhaufen tanzt, scheint von theologischer Auffassung nicht zu lösen. Es ist immer dasselbe, wenn man auch aftcnnodern von einem realen Naturgesetz spricht. Aus dieser brutalen Grundanschauung ersteht Naumanns Nationalismus, der in der Eroberung und Unterdrückung seine heilige Aufgabe sieht. Hieraus ersteht aber auch sein kläglich ver- zerrter Demokratismus, zu dem er sich bekennt. Naumann ist nicht deshalb Demokrat, weil der demokratische Gedanke die notwendige Voraussetzung für eine Höherentwicklung der Menschheit ist sondern weil es die Masse bringt. Die Masse hat recht, weil sie die Masse ist, weil die rohe Zahl den Ausschlag giebt, nicht weil sie— wie w i r denken— die Unter- drückten und zugleich die Träger der Kulturidee darstellt. Macht ist diesem christlichen Theologen alles, Macht in seiner rohcsten und sinnlosesten Form, die Macht des Klcinkalibrigeu und deS Panzer- schiffs, die Macht der vielen Fäuste, und daher vennag er auch nicht, den idealen RevolutionSgedankcn der Socialdemokratie zn begreifen. Er verwendet Seiten darauf, um uns zu bclveisc», daß wir nicht mit Flinten und Säbeln unsre Forderungen durchsetzen können, weil wir eben die Schwächeren seien. Er weiß also nicht, daß Ivir immer nur den Begriff des Revolutionären programmatisch verstehen: wir streben eine revolutionäre, das heißt grundsätzliche Beseitigung des Kapitalismus an. Welche Mittel wir anwenden müssen, das hängt zum geringste» Teil von uns selbst ab; wir wissen wohl, daß von allen denkbaren Mitteln der Revolution die rohe Geivalt das reaktionärste ist. Herr Naumann aber vermag nur das revolutionäre Mittel, nicht den revolutionären Zweck zu be- greifen. Das ist auch nicht verivunderlich; denn in dem ganzen Buch weiß er über den Kerngedankcn des socialdemokratischen Pro- granuns nur das lächerlich annselige Wort zu sagen, daß er vom „Endziel"„nicht viel halte".(S. 66.) Ein andernial spricht er von„faulem Zauber". So wird in aller Unschuld mit einem Feder- strich die Ueberzeugung von vielen Millionen Menschen der ganzen civilisierten Erde ausgelöscht, wie dieser brave Mann den» auch die deutsche Socialdemokratie mit der Miene frommer Harmlosigkeit in eine Partei verlvandelt, deren einer Teil aus Betrügeni, deren andrer aus Feiglingen besteht. Das ist der Sinn der Einleitungs Kapitel. Da sind auf der einen Seite die alten Nevolutiouäre, die De geisterung entfachen, weil sie Macht haben wollen und darum vom Endziel reden. Aber sie sind nicht mehr selbstsicher.„Man lebt noch von der alten politischen Idee, weil man keine neue hat, aber man ist in ihr tappend und unsicher geworden"(@. 5). Ans der andern Seite stehen die jungen„Opportunisten", die an den faulen Zauber längst nicht mehr glauben. aber doch zu feige sind, um ihre neue Ueberzeugung zu bethätigen. Welche absonderliche Meinung dieser ehrliche Pfarrer von der Ehrlichkeit andrer Leute hat l Im klebrigen ist die socialdemokratische Anschauung utopistisch. Herr Naumann aber ist Realpolitiker. Er hält auch nichts von Natur- und Menschenrechten, von all diesen einseitigen Konstruktionen und Sentimentalitäten(@. 33). Sein geschichtS-philosophischcs Dogma ist:„Es giebt keine Morgenröte neuer Zeiten ohne Pulver und Blei!" sS. 1ö4.) In Eivigkcit Amen! Und ivie bewährt sich nun diese realpolitische Weltanschauung im besonderen der aktuellen deutschen Politik? Unser Socialist wird hier den Weisen vom„Berliner Tageblatt" zum Verwechseln ähnlich i ein zweiter Rickert, doch ohne„humanitäre Duseleien". Er will das konservative Agrariertum überwinden— daS ist sein Endziel— darum möchte er eine liberale proletarische Jndustriepartei schaffen. die er auch deutsche Linke nennt, eine Mischung von Basierinanu, Pachuicke und revidiertem Stöcker, eine Bastardvereinigung, die sich unter akademisch-großkapitalistischer Führung auf daS Proletariat stützen soll. Herr Naumann hat den Ehrgeiz, politische Kochbücher zu schreiben. Zu diesem Zweck muß das Proletariat Buße thun. ES muß national werden, für Flotte und Heer schwärmen; denn so nur kann es den— Kaiser und damit die Macht gewinnen. Der Kaiser ist ein Judustriekaiser, der sich nur deshalb auf das Agrariertum stützt, weil die Demokratie seine militaristisch-marinistischen Wünsche nicht fördert. Man werde kaiserlich, und— bums— das ganze Agrariertum liegt zerschmettert am Boden, und herrlich wird man unter dem milden Scepter von Rickert, Naumann und Professor Sohm leben. Das ganze„Berliner Tageblatt"! lieber den Unsinn dieser famosen Realpolitik, die in Wahrheit närrischeste Jrrealpolitik. Unmöglichkeitspolitik ist, bedarf es keines Worts. Äkur eine neugierige Frage sei noch Herrn Naumann gestellt: Welches Rezept hat er für die Socialdemokraten der andre n Länder vor- rätig. damit auch diese Aermsten den HeilSweg zur Macht zu finden vermöchten. Was sollen die Franzosen thun, was die Belgier, die Schweizer, die Oestrcicher, die Amerikaner, die Russen— um Macht zn gewinnen? Wem sollen sie entgegen kommen, unter wessen Zühning sich begeben? Herr Naumann ist grausam, daß er nur der deutschen Socialdemokratie die neue Wunder wirkende Taktik vor- chreibt; so weit sollte sein Nationalismus nicht gehen, daß er den im Marxismus Eingekerkerten des Auslands seiner Weisheit erlösende Fülle versagt. Das Verhältnis Naumanns zum deutschen Kaiser, der„deutschen Centralperson" vervollständigt das seltsame Bild dieses Politikers. Wenn der weiß schimmernde Hofzng Nächtens an ihm vorübcrsaust, so erregt ihm das mystisch philosophierende Schauer. Gleichwohl ist Naumann nichts weniger als ein Monarchist. Er ist der Parodist des Monarchismus. Der StaatSrechtler, der die monarchische Form recht- 'ertigt, bemüht sich, verständige Gründe für die a ll g e m e i n e In- ä i t u t i o u anzugeben, Herr Naumann baut seine gesamte Anschauung ans die zufällige Individualität dessen ans, der gerade den Thron inne hat. Das ist die Politik eines Kammerdieners, und zwar eines ehr nrteilSlosen und nnunterrichteten Kammerdieners; denn die psychologische Versenkung in Charakter und Temperament Wilhelms II. ordert ganz haltlose Phantasien zu Tage. Es find bloße Ver- mutungen, die darum nicht realer werden, weil sie teillveise im Stil hymnischer Verzückung auftreten; in diesen psychologischen Exkursen erreicht Herr Naumann schon die Höhen deS„Kleinen Journals". Wenn der Deutsche Kaiser an dem Tage des Erscheinens des Buchs gestorben wäre, hätte Naumann die ganze Auflage einstampfen müssen; denn die Grundlage aller seiner Spekulationen wäre dann zerstoben. Das nennt man eine weitschauende, reale, wissenschaftliche Politik— Wilhelm II. als eine Art Naturgesetz, dem sich alle Handlungen der Parteien anzupassen haben! Vor ein paar Jahrhunderten hätte Nau- mann die Rolle eines Bosiuet spielen können. Heute muß er sich begnügen, durch erstaunliche Kochrezepte die Socialdemokratie ab- zulöscn. „Regieren besteht bekanntlich in unzusammenhängcndem Handeln", verkündet unser rcalpolitisch'er Jrrealpolitiker einmal. So scheint ihm auch Schreiben unzusammenhäugendeS Denken zu bedeuten, ein Plaudern ins Blaue, geleitet nur von einigen gegensätzlichen fixen Ideen. Herr» Ranmann schwebt offenbar vor. für die deutsche Social- demokratie das zu werden, was der Liberalismus einst für die Demokratie bedeutete. Wenn er solcher Utopie anhängt, so brauchte man ihn nicht zn stören. Daß er aber mit derartigen Träuniereien in gebildeten Kreisen Anhang findet, daS nötigt dazu, die Erscheinung ein wenig zu zausen, weil sie belveist, wie zerrüttend die Bismarcksche Erziehung auf den öffentlichen Geist gewirkt hat. Wenn die Socialdemokratie stolz darauf ist, die Erbin der klassischen deutschen Philosophie zu heißen, so sind diese„Pia- niere" des modernen Deutschtums mit der Barbarei junkerlich- kapitalistischen Borusseutums unheilbar erblich belastet; es ist für sie auch lein mögliches Mittel, ain socialen Gedanken genesen zu wollen. Das bedeutet nur eine Steigerung der Krankheit; der Raubritter wird zum Don Quixote.—_ Volitrfche AvbevNchk» Berlin, den 5. Mai. Fnrstenbündnis. Der Besuch des östreichischen Herrschers beim Berliner Kaiserhofe hat zu neuen Bekräftigungen der dentsch-östreichifchen Bundesfrenndschaft sowie des Dreibunds geführt. Bei der Galatafel im Schloß feierte der deutsche Kaiser den öst- reichischen Gastfreund und betonte im Trinkspruch die Be- deutung und die Festigkeit des Bundesverhältnisses der beiden Nachbarstaaten. Er sagte: „... Zugleich aber haben Eure Majestät durch Ihren Besuch der Welt offenbart, ivie fest und sicher der Bund be- steht, den Eure Majestät dereinst mit meinem seligen Herrn Großvater und dem Herrscher des schönen südlichen Landes, Italien. abgeschlossen haben. Wahrlich, dieser Bund ist nicht Nur eine llebereinkunft der Gedanken der Fürsten, sondern je mehr und mehr er bestanden hat. hat er sich tief eingelebt i n die Ueberzeugung der Wölker, und wenn erst die Herzen der Völker zusanimenschlagen, dann kann sie nichts mehr a u S e i n a n d e r r e i ß e n. Gemeinsame Interessen, gemeinsame Gefühle, gemeinsam ge- tragcncs Freud und Leid verbinden unsre drei Völker heut über 20 Jahre, und obwohl oft verkannt und mit Hohn und Kritik übergössen, ist es den drei Völkern gelungen, bisher den Frieden zu bewahren und als ein Hort des Friedens in aller Welt angesehen zu iverden." Kaiser Franz Joseph erwiederte: ,.... Die unverbrüchliche Freundschaft, die uns vereinigt, bildet auch ein kostbares Gut unsrcr Reiche und Völker. Erweitert durch die treue Mithilfe unsrcS verehrten Freundes und Vcrbün- dclen, Sr. Majestät des Königs von Italien, bedeutet sie für Europa ein Bolliverk des Friedens. Um die Pflege dieses segensreichen Werks, welches ich mit Ihrem ruhmreichen Großvater zu begründen so glücklich war. haben sich Eure Majestät als inannhaftcr Hüter eines für alle Teile gleich kostbaren Erbteils unvergängliche Verdienste er- worben. In der frohen Zuversicht anf die Fortdauer unsrer Freund- schast erhebe ich mein GlaS..." In Trinksprüchcn versinkt die begeisterte Stimmung leicht zu optimistischer Auffassung der Dinge. Der feste Bestand des Dreibunds bedeutet noch nicht eine unzerreißbare Verknüpfung der Völker in den verbündeten Staaten. Alan lveiß, wie starke Veifftimmnugen in Italien gegen den Dreibund herrschen, und die slavischen Nationen Ocstreichs stehen den deutschen Stämmen selbst im eigenen Staat voll feindlichem Haß gegen- über. Neben der Bekräftigung des Dreibunds haben aber die höfischen Feste auch starke Versicherungen friedfertigsten und freundschaftlichsten Empfindens gegenüber E n g la n d sowie gegenüber Rußland laut werden lassen. Mit wärmsten Begrüßuugswortcn empfing die deutsche Regierung in ihrem offiziellen Organ gleicherweise den fürstlichen Vertreter Eng- lauds wie den Rußlauds. die ihrerseits durch ihren Besuch die Thatsache des europäischen Friedens und der europäischen Friedfertigkeit bekundeten. Hätten dynastische Feierlichkeiten die Bedeutung im Völkcrlebcn, die festberauschte Byzantiner ihnen zuteilen, so lvürde dieses rauschendcFcst allerdings den Anspruch einesF r i e- densfestes erheben dürfen, wie das officiöse Wiener„Fremdeubl." es nennt. Jedoch der Dreistaatenbuud ist in Wahrheit nicht ein ..Bolliverk des Friedens", ivie es einer sehr äußerlichen Be- trachtung erscheinen möchte, er bedeutet nur eine bestimmte Gruppierung der Kriegsmächte. Neue Be- kräftigungcn des Dreibundes bedeuten ebensowenig für den Völkerfriedcn wie die wechselseitigen Fricdfertigkeitsversiche- ruiigcn aller der übrigen Staatsoberhäupter und Regierungen. Europa starrt in Waffen und zur gleichen Stunde, da die Festigkeit und Sicherheit der Staatenbünduisse gepriesen wird, da unter allen benachbarten und allen ferner liegenden Reichen Beteuerungen des gegenseitigen Vertrauens ge- wechselt iverden, zu derselben Stunde werden allenthalben die un geheue rlich st en Land- und Seekriegs- r ü st u n g e n unternommen. Der Friedensbund, der aus der Ueberzeugung der Völker erwächst und in dem die Herzen.der Völker wahr- hast zusammenschlagen, ist anders geartet denn das Fürsten- bünduis, das auf Waffenmacht ruht und trotz aller Friedens- wünsche die Nationen in militärischen Kriegslagern zerrissen erhält.—_ Ter Köllerscheu Gcrnianisicrnngspolitik ivird in der„Berliner Korrespondenz" ein begeistertes Loblied ge« siuigen. Die dort seit anderthalb Jahren, also seit KöllerS glor« reichem Regime, vertretene Regierungspolitik habe„erfreuliche Er- folge gezeitigt". Die dänische Partei, die»och vor ztvei Jahren daS Haupt so trotzig im Nacken getragen habe, habe nunmehr die Segel gestrichen. Die in früheren Jahren während der Winter- monale veranstalteten, oft von 200—600 Personen besuchten politischen Versammlungen seien fast völlig von der Bildsläche verschwunden. Sofern derartige Versammlungen noch immer einberufen würden, fänden sie unter Ausschluß der Oeffentlichkcit statt. Selbst eine Generalversamnilung des„Landboforening" fei nur von 12 der 500 Mitglieder besucht gewesen. Das Häuflein der dänischen Agitatoren iverde ersichtlich immer kleiner, immer isolierter und ohnmächtiger. Es gäbe nur wenig Leute, die den alten Widerstand fortzusetzen wagten. Selbst die Sprache der ehedem so zügellosen dänischen Presse sei auffallend kleinlaut geworden.»Mens borg Avis", das schärfste der Oppvsitionsblätter, habe sich jetzt schon zu Artikeln über „Mut und Mutlosigkeit" verstehen müssen. Ein anderes Protestier- Lrgan..ModerSmaalet" habe sich zu folgender Kapitulation her- dcigclafseii: „Bezüglich der politischen Versammlungen sind wir so gut wie möglich dem Wunsche des Obcrpräsidcntcn entgegengekommen. Jedermann weiß ja. ivie wenige Versammlungen politischer Natur im Verkauf des letzten Jahres startgefnnden haben. Hier kann uns also kein großer Vorwurf von Seiten unsrer Gegner darüber treffen, daß wir in diesem Punkt nicht unsrer Obrigkeit unterthan gewesen sind... Auch hinsichtlich unsrer Beziehungen zu Dänemark, zu»nsernt alten Kömgshause und dem dänischen Volk haben wir soweit als möglich versucht, uns nach dem Wunsche unsrer Gegner zu richten. Wir wollen so gern in Frieden mit ihnen leben." Die deutsche Bevölkerung dagegen, die wisse, welch' starken Rückhalt sie in dein dberpräsidialen Regiment besitze, trete selbst- bewußter auf und beteilige sich kraftvoll an der Gcnnaiiisicrungö- bewcgnng. In der That, welch' ein Erfolg der Köllerpolitik! Die Mittel, init denen er errungen ivurde, sind derartige, daß sie das Wort von der russischen Kante zn einer deplacierten Redensart gemacht haben. Wie ging man gegen die dänischen Kleinbürger und Bauern Nordschleslvigs vor, die dadurch den lvctffcnstarrenden, schwergc- schienten Koloß des mächtigen Deutschen Reichs zu Fall zu bringen suchten, daß sie in ihren»tviweutikcln die dänische Sprache pflegte», heimlich Trntzliedcr sangen, an ihren Schlipsen dänische Abzeichen trugen oder gar den verbrecherischen Unfug soweit trieben, in ihrer Vorstellung die Rcichsgrenzen zu verschieben und NordschlcSWig als Südjütland Dänemark einzuverleiben! Dadurch, daß eS dieser Frechheiten wegen Strafniandate hagelte, ließen sich die dickköpfigen Bauern und Ackerbürger in ihrem landes- verräterische» Treiben wenig-stören. Erst als Röllcr i» ihren rind- biehgefegnelen Gefilden erschien, hatten sie ihren Meister gefunden. Herr Matthias wußte, ivie er die stockkonservativcn, eigentnms- fanatischen Rebellen zu behandeln hatte. Dadurch, daß er sie durch A u s iv e i s u» g ihrer Knechte. Mägde. T a g c l ö h n e r. Gesellen und Ladengehilfen mit dem Wirtschaft- l i ch e ii R u i n bedrohte— daß die a u s g e w i e s c n e n P r o l e- tarier ebenfalls auf das empfindlichste in ihrer Existenz geschädigt wurden, kam für Herrn vi.göller weiter nicht in Betracht— verstand er es, in V j Jahren den Siarrsimi der Protestler zu brechen. Heilt Aber ist denn nach'Unterdrückung der äußeren Agitation inin auch die innere Kraft des dänischen Protcstlcrtums gebrochen k Unsrer Ueberzeligimg nach so wenig, wie durch das Ausiiahinegesetz während langer zwölf Jahre die Socialdemolratie ausgerottet werden konnte. Tie nächsten Reichstagsivahlen werden ja den Bankrott der K ö l l e r p o l i t i t siiineiifällig beweise». Völlig ist ja selbst nach Ansicht der die Köllcrschc GcrinauisicrniigSpolilik feiernden„Berk Kotrcsvoiidkiiz" der Sieg»och nicht errungen. Roch immer giebt es hartgesottene Sünder, fanatische Wühler, die im Geheimen arbeiten. „Wenn von ihnen.auch sorgfältig jedes öffentliche Und d e m o n st r a t.i v e politische Hervortreten vermieden-wird, so a r b c i t e n sie doch d e st o e i s ri g r r u n t c r d e r Ober- fläche, und zivar nicht nur in de» Häusern, sondern auch im öffentlichen Leben, unter der Masle u n- politischer Vereine. B c r g u ü g n n g e n u n d so n st i g e r Beraiistaltungcii, um das Däneiltum znsaiiiifien zu halten und das erstarkende Deiitschtuni abzmvehrc»." Selbst vermittelst einer Armee von Spitzeln würde man dieser Maulwürfe nicht Herr werden köiiucn' Aber selbst iveuii der Erfolg ein voller wäre,' würde er die Einbuße a u morali/schem Ansehen auswiegen. die Deutschland die Köllcr-Politil in. der„Nord-Mark" gekostet hat'<— .*.. i Deutsches Iteich. Bicrbertcuruug.-Zur TeckniigSfrage des Flotte u g e f e tz e s ist in der BudgetkoüimiNioii ein weiterer Antrag gestellt worden, der von den Konservativen. Freikonservativeii und RiitionalliberaleN unterstützt ist. Derselbe gehl dabin, den Bicrzoll von 4 M. auf tt M. pro Doppelccntiicr zu erhöhen, eine Zollerhöhung, welche teils englischen Porter imd Ale. in der H a» p r s a ch c aber die b»'infuhr von Bier ans bestreich- Ungarn, insbesondere aus Böhmen, mit 723 216 Toppeleeiuner treffen würde. Mistglülktr Flottenfpckulatioii. Ter„Deutsche Flotteuverein" Halle es aiigciischciuliai sür einen genialen Einfall gehalten, die Acgirftninuiiiig, die sich des Kölnischen Philistertums anläßlich der Anweseuheit der Torpedoboots- Division bemächtigt hatte, propagandistisch zu fruktifizicreil. Sic hatte deshalb aus Frcitag- mittag l2 Uhr zu einer großen öficiitlichen Versammlung in der Philharmonie Einladungen ergehen lassen. Allein trotz der nm Werft vor Anker liegenden Torpcdostotte. und irotzdciii man sich den bekannten Flottenagitator Kapitän zur See Foß ans Charlottenbiirg als Redner verschrieben hatte. war die Versammlung nur überaus t täglich besucht? hatten sich doch zu dieser so großartig projektierten Revue der rheinischen Flotten- enlhusiastcn mich der„Kölnischen Volks-Zeitmig" noch nicht 150 Personen cingcfiiiidcn. War es nur eine tleiiic, so war es da- für allerdings eine erlesene Gesellschaft, denn nur die Spitzen der städtischen Behörden und der Kölnischen Großvourgcvisic waren er- schienen. Ter Oberbürgermeister Becker als Haupt- cinberufcr suchte die Blamage zwar dadurch zu beschönigen, daß er von dem großen Wagnis fabelte, das man dadurch unternommen habe, daß man die.Versammlung auf 12 Uhr mittags einberufen habe— als ob die bürgerliche» Kreise, auf deren»lasscnhaften Bc- such man reflektiert hatte, nicht cbcnsognr um 12 Uhr mittags wie um 8 Uhr abends hätten erscheinen köiiucn—. allein er besaß doch noch so viel Taktgefiihl. davon abzuraten. daß man die obligate Flotteii-Resolution an den Kaiser absende, da die Versaimnluiig denn doch zu schlecht besucht sei. Nach laum ein- jlüiidiger Dauer ivurde.dann die Versammlung, mit der die Flotten- hündler ein so glänzendes Fiasko gemacht hatten, unter merklicher Katcrstiunniiiig geschlossen. Das Fiasto beweist, daß die vielen Gaffer, die das Zweifel- hafte Schauspiel einer mitten ins Biiinenland befohlenen Flotte genichen Ivollren— die Torpedoboote sind höchst unanschnlichc Fahrzeuge, gegen die sich ein Rhciudampfcr sehr imposant aus- nimmt—, noch lange nicht Lust zu haben brauchen, sich ihre Flortcn- schwärmcrei auch nur das Lpscr des Anhörcns einer Flottcnrede tosten zu lassen. Neugierde ist denn doch noch nicht das Borftadium zum Flottciidclirium.— Ultramontanc Flottenopposition. Man schreibt uns aus Köln: Der„Vorwärts" führt in seiner gestrigen Nummer unter andern Blättern auch den Aachener„Volksfreund" als Beweis dafür an. daß ein Teil der rheinischen Ecutrumspressc mit der Haltung der Fraktion in der Flottenfrage nicht zufrieden sei. Für den Kenner der Dinge gewinnt die Sache denn doch ein etwas andres Gesicht, als ans der bloßen Mitteilung einer gelegentlichen Notiz hervor- geht. Gewiß befindet sich der Aachener„VolkSfrennd" in Militär- und Morinefragen meist in entschiedenem Widerspruch zu der Ceutrumsfraktion. Herr I m m e I e n, früher Redactcur an dem Aachener„Echo der Gegenwart", das es mit der Fraktion hält, gründete den„Volksfreund" als Oppositiöns- blatt und hat'sich damit in Stachen großen Einfluß und ein großes Einkoiiimeii vcrschasfi, so daß er voriges Jahr daran ging, ein gleiches Uiiternehiiicn mich in K ö l n zu gründen. Auch der„Kölner Volksfreund" vertritt, wie sein Aachener Vorbild, das „alte EentrumSprogramm", aber in wesentlich sanfterer Weise, da in Köln der Boden für eine Opposition im Aachener Stil nicht geeignet ist. In der Flottciifrage pfeift das Kölner Blatt des Herrn Jiniiielcn viel sanftere Töne, es kann sich sogar, wenn es verlangt wird, zu heller Mariiicbegeistenmg aufschwingen. So widnictc es dein Besuch der Torpedoboot- Division eine rührende Ailstnertsanikeit.z am Tage der Ankunft brachte' es, was sogar die patentierte Flottenpresse iiationalliberaler Mackie nicht that, eiiicn illustrierten Artikel, auf dessen Bild-im-Hnitergriind der e»vige>Dom und vor» auf dem Rhein die lustigen Mordsdiiiger zn sehen waren. Folgender PassnS aus dem Artikel verdient wieder- gegeben zu Werden: „Es ist das erste Mal, daß ein so stattlicher Verband von deutschen Kriegsschiffen der deutschen Marine ein Binnengewässer bis weit ins Innere Deutschlands hinauffährt, und eS wird für die Rheinländer eine schöne E rinn e r n Ii g bleiben, alS sie zum erstenmal auf dem sagenimiwobencn deutschen Strom, an Weinbergen und Rnineii vorüber einen starken Teil der deutschen Flotte dampfen sahen; zwei Torpedoboote sind, wie erinnerlich, schon vor cinigen Jahren auf dem Rhein er- schienen. Nicht minder angenehme Eriiiiieriingen wird die Rheinreise übrigens bei den Offizieren und Mäuiischakten der Torpedoboot- Division hinterlassen, ja. manche der Seeleute werden wohl zum erstenmal den Rhein in diesen Tagen sehen. Die Idee, die Torpedovoot-Divifion nach Köln und, ivie es iienerdings heißt, bis hinauf nacki Straßburg zu eiitsciiden, stammt vom Kaiser selbst, der dieselbe dem Herrn Oberbiirger- nieister Becker mitgeteilt imd von demselben in dem gastlichen Köln eine gute Äusnahine sür seine Blaujacken erbeten hatte. Es ist wohl nicht ein zufälliges Zufaiiimeiitrcsfcn, daß die Rhein- tour der Torpedoboot- Division zu der Zeit erfolgt, da die Eick- scheidüug über die Maritievörlage zu crivartcn steht; auf alle Fälle ist die Verwirklichung der Idee des Kaisers auch eine w i r l s a in e Propaganda für die Flotten- V e r z m e h r u n g." Also in Aachen oppositionell, in Köln marinebegeistert. Wie es das Geschäft verlangt. Herr Juimelen ist übrigens ein Intimus des Herrn Dasbach. Das erklärt manches.— Flotteii-Katzeujaiu iner. Der Vorstand der H a m b u r g i s ch e n F o II d s b ö r s e bat, wie der„Hamburgische Korrespondent" meldet, eine Protesterklärung gegen die Erhöhung der Börsenumsatz- steuer bei der Handelskammer cingercicht, die sie befürivortend der dortigen Behörde überniilteln wird. Ferner wird sieh die Handels- kammcr dein Vorgehen der. Acltefteu der Berliner Kaufmaiiuschaft mit einer Erklärung gegen die Börsciistcuer-Erhöhung an den Reichs- kanzlcr anschließen.' Wie schwelgten sie zuvor in Flotteiibegeisteriiiigslvoniicii! Und iiim!— Flotten- Buschauungs Unterricht. Aus Köln wird berichtet� daß infolge der A n k n n f r der T o r p e d r> b o o t s- D i v i s i o n zahlreiche Schulen aus dem B c rgi s ch on L an d e, aus D ü r e n und andren Orten aiigelvmnien seien. Ob diese Art flotten- patriotischen AnschaiiungSimterrichtS besonders reiche Früchte tragen wird, ist zlvcifelhaft. Dknu fürs Auge bieten die zivar gefährlichen, aver tlciiicii und stachen. Fahrzeuge recht wenig. Die Ertlärinig des Mördmcchaiiisiinis der Torpedos wird allerdings dasselbe gruieligc Interesse criveckeu, ivie seiner Zeil die auf all.eu Jahrmärktcu übliche Schaitstelluug der Höllenmaschine des Massenmörders Thomas. Als die beide» Arme des deutschen Volts bezeichnete der Kommaiidaiit der auf der Rheiurcise vegrisieneu Torpedoboots- Division in einer beim Kölner Festaupfaug gehalleiieu Taulesredc den Sechandel uiid die Seemacht. Das Bild ist nicht besonders glücklich gesvahlt, denn bei eritem Körper Pflegen doch die beiden Arme gleichzeitig und gleich in ä s; i g zu wachsen. Der Arm des deutschen Seehändeis war längsr kräftig und mnslnlös ciitivickelt, bevor der Armstiiliiniel der Scemächt zu Ivachstcki begann. Ob der zuerst gewachsene Arm bei dem von dem Kommaiidaiilen als uölig bezeichneten Z u s a m in e n a r b e i l t n in seiner Thätigkeil »ichr eher gehinderr als gefördert wird, bleibt abzuwarien. � Der schwcrgcpaiizertc englische'FlotteUarm hat es jedenfalls nicht ver- hindern töiiiicn, daß Englands Seehaudel seit einer Reibe von Jahren stationär geblieben ist. Uebrige»! werden die Agrarier von der Flottenrcde des See-OffizirrS wenig erbain sein, denn wenn der Seehandel den einen Arm darstellt und die Seemacht den andern, o wird das Agrariertiim- in Erniaiigelung andrer zn vergebender Gliedmaßen schließlich nur noch als r n d i in c n t ä r c r Schwanz- t u m m e l bezeichnet Iverden köiineu.—. Ein schlecht verdeutschtes Kaiscetclcgranim. Das„Rcutersche Bureau"»leidet aus Siiiila vom 4. Mai: Zwische.it dem Tcutscheii Kaiser und dem Vicölönig von Indien sind iiachstehciide Telegramme ausgetauscht worden. Ter Kaiser telegraphierte am 3. d. Mts.i „Erfüllt von tiefem Mitgefühl für das schreckliche Elend in Indien- hat Berlin mit meiner Genehmigung eine Summe von über einer halben Million Mark aufgebracht. Ich habe Befehl gegeben. daß diese Sumiiie nacki Kalkutta geführt und Eurer Excellcuz zur Versügimg gestellt lvird. Möge Indien in dieser Haiidluug der Hauptstadt des Deutschen Reichs das wanne Gefühl von Sympathie und Liebe für Indien erblicken, welches mein Volk leitete, und daß aus der Thal- sache herrührt, daß B l u r dicker i st als Wasser." Ter Vice- könig antwortete am 1. d. M.:„Ich habe die Ehre, Eurer taiscr- lichen Masesiät den Empsang des überaus huldreicken TelegraminS zu bestätigen. Sein Inhalt wird in ganz Indien tiefgehende Dankbarkeit für das warmherzige, sympathische Verhalten Eurer Majestät Neichshauplstadt Berlin hervorrufen, welche der edlen Initiative Eurer Kaiserlichen Majestät entsprach. ES ist in der That eine Illustration der verbindenden Kraft der Verwandtschaft, auf welche Eure Vkajestät verwiesen liabcii, daß das deutsche Volt freundlich des Werts gedenkt, das die britische Regierung in d i c s c in Lande voll- führt, um die schrecklichen Leiden zn t i n d c r u. von den e». das arme indische Volk s o s ch w e r b e t r o f f c n w i r d. Im Namen des indischen Volts gestatte icki mir, für die großherzige Handlungsweise eurer taiserlichen Majestät und für die so reiche Gabe Ihres' Volks zu danken." Die Ilcbcrsctzung des vennutlich in englischer Sprache verfaßten Telegramms ist offenbar eine sehr inkorrekte. Die Geldsammlniig der Börseaner ist bekanntlich zwar ans An- r e g u ii g Wilhelms II. erfolgt, bedurfte aber jedcnfalls nickt der Genehmigung desselben. Darüber, ob die deutsche Bluts- Verwandtschaft mit England eine engere ist, als die. mit den B o e r c n, möge» unjre A 1 1 t c u t s ch e n entscheiden. In dein Antworttelcgrannn des Licekvnigs von. Indien muß die Selbst- täuschung aiisiallcn. die England glauben läßt, man hege in Deutsch- laut? die Naivetät, die jämmerliche A l m o se n Unterst n tz n n g Englands gegenüber Indien noch als cinen Akt der G rv ß he r z igle» t aufzuiasien! Selbst die bürgerlichen Organe haben es osien ausgesprochen, daß Englands indische Raub- und A u S s a u g u n g s p o I i t i k die Vcrantwormiig für den Hungertod der Millionen Hindus trägt, und daß die englischen Saininlimgcn nur die w i d e r I i ch st e Heuchelei darstellen. In der Kritik ausländischer Kolomalgmiel giebt selbst unsrc Kolonialprcsse einmal der Wahrheit die Ehre.— Dresdcu, 4. Mai. lEig. BerO Die zweite Kammcr des sächsischen Landtags, die jetzl mit Hochdruck arbeitet, um ihre Sitzungen am 11. Mai schließen zn lömieii, nahm heute mehrere Anträge, an. die die. Regierung zur Sparsamkeit bei den Hochbauten und zum Verzicht ans allen entbehrlichen Luxus bei denselben ver- pflichten und die Ausschreibung von Kviistirrenzen bei monumeiitalen und anßergeivöhulicheii Bauteil fordern. Das g e f p a n n t c Verhältnis zwischen der R c ch t e n und dem Fi n än zm i n i st er in in kam heute wiederholt zum Ausdruck, besonders bei dem Streit, ob die Regierung für den Bahnhof Neichenbach i. V ein eigenes Clckiricitäts- wert bauen oder den Strom lieber von der Stadt beziehen solle. Hier griff Kammerpräsident Dr. Mehnert. der frühere Führer der Konservativen, das Fiiiailzmiinsterium vcrschiedciitlicki an und nagelte die Aeußennig eines Negierniigskonniiiffars fest, welche„einen Begriff gebe von der Würdigung, welche die Wünsche der Kammer bei gewissen Herren von der Regierung fänden". Genosse F r ä ß- d o r's konnte eS sich nicht versagen, hierbei den Geist des„LncänUS" zu citieren. Die D i ä t e n f r a g e hat heilte so ganz nebenbei auch eine andre Regelung erfahren. Die hohen Herren von der 2 y n o d e hatten es schon längst schmerzlich empsuiideii, daß sie hinsichlich der Diäten hinter den Kammennitgliedeni zurückständen, da sie nur HM.. die Abgeordneten aber 12 M. Tagegelder erhielten. Sie betrachteten sich als eine ebenbürtige Körperschaft imd verlangten daher auch Gleichstellung hinsichtlich der Diäten. Die Erste Kammer konnte diesen dringlichen Notschrei nicht imgehort verhallen lassen und bewilligte den Herren Synodalen gleichfalls 12 M. Die 2. Kammer schloß sich dem an. verlangte nun aber auch ihrerseits Gleichstellung mit der Synode, da deren in Dresden wohnende Mitglieder die Häfte der Diäten erhielten, die Dresdener Kammermitglieder aber nichts. Das Resultat dieser beiderseitigen Gleichheitsbestrebuugen war, daß auch die Dresdener Kammermitglieder in iianicutlichcr Ab- stimiiiung die Hälfte der Tagegelder zugebilligt erhielten. Nur zwei Dresdener Abgeordnete, von denen der eine Bürgermeister, der andr- Kominerzienrat ist, stimmten dagegen. Schließlich wurden noch zwei Anträge auf Abänderung der revidierten S t ä d t e v r d n n n g. bezw. rcv. Landgenicindc- Ordinilig angenommen, welche das in letzter Zeil recht beliebt gc- wordene, namentlich gegen« ocialdemokraten gern angewandte Mittel beseirigeil sollen, daß ein Stadtverordneter beziv. Gemeinde- ratsmitglied schon wegen der geringsten Haftsiräfe» ohne weiteres feines Mandats'verlustig geht. In Zukunft soll bei Ein- leituug einer Iliitersuchung wegen Verbrechens oder Vergehens, das mit Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte bedroht ist. oder während der Dauer einer Suspension von einem öffentlichen Amt das Mandat nur ruhen, nicht kassiert werden, und weiter soll bei Verbüßmig einer Freiheitsstrafe das Gemeiiidekollegeiuiii, welchem der Bestrafte angehört, erst besonders darüber beschließen, ob der Betreffende sein Mandat behalten oder anssckieidcn soll. Im letzteren Fall soll dem Aus- geschlossenen, wie auch der Minderheit des Kollegiums das Beschwerde- reckit eingeräumt werden. Die Regierung verhielt sich schweigend zu diesen von den Abg. Dr. Schill lnatl.s und Dr. Schober(foiif.) gestellten Anträgen. Genosse F r ä ß d o r f brachte hierbei die Wünsche der Partei für eine allgemeine Revision der rev. Städte-� beziv. Laiidgemeiude-Lrduung zum Ausdruck und verlangte insbesondere das allgemeine gleiche Wahlrecht für die Geineiudewahlen. Bayrische Polizei. Die..Münch. TP oft" teilt mit: Der Redneteur des Odin. Hans Kordon, ist vorigen Soiinwgvormittag ans Ersuchen des t. i. Kreisgcrick'ts B o z c n in seiner M n n ch e n e r Wvhmuig verhaftet und mit möglichster Beschleunigung nach Bozen abgeführt.. worden. Indem die Polizei dem Wunsche- des ö st r e i ch i s ch e uj Gerichts nachtam, süßte sie aiif� ein alteS Abkommen zwischen Lestreich imd Bayern aus dem Jahre 1351, ein Abkommen, das durch die Neugrüiiduug deS Deutschen Reichs und das Ausscheiden Oestreichs aus dem deutschen Bunde ii i ch t i g geworden ist. Die Redaktion deS„Odin", die doch das größte Interesse an der Verhastimg. hat. wurde 30 Stunden lang über die Verhaftung in tliikeuutuis gelassen, auch die auf Reisen besiiidliche Mutter des Verhaftet«, durfte letzterer nicht verständige«. Erst. als die Redaktion im Lauf des Montags sich, bei der Polizei- direkriou erkundigte, ivurde-ihr gesägt, daß Kordon verhaftet und nach Kufstcin überführt Warden sei. Bezeichnend ist ferner, w i e die Polizei sich verholten hat. Kordon wurde nämlich in aller Frühe von Zwei Schutzleuten ans dem Bell geHoll-und feinenr Wunsche,-die Redaktion des „Odin" wenigstens von der Verhaftung zu verständigen, nicht e» tspro ch e». lind w>is>var der G r.u u d, der die t. v. Polizei veranlaßte, sich zum Handlanger des ö st reich i s ch e n Gerichts herzugeben k Kordon hgttc in Bozen von l einer ruheren Stellung'an der'„Bozener Zeitiüig" her eine scchswöcheut- 'Ii che'Haststrafe- wegen Abdrucks eiües Feuilletons' aus den vierziger Jahren abzusitzen. Eines Feuilletons, das in andren Zeitungen Oestreichs unbeanstandcr geblieben war, das aber der BozeNör Geistlichkeit mißsallen hatte!_ Hin Heycutessel. Ans dein Rnhrgebict schreibt man miS: Die Oeffeiittichkeii wurde dieser Tage ans den starken Arbeiter- zuflilß in den Ruhrbeigban anfmertfam gciiiacht. Im l. Oiiartal d. F. Hai die kliulirbelegichasi um circa 13 000 Mann zugenommen. Zur Zeit sind etwa 220 000 Arbeiter allein im Ruhrvergbcnr bc» schäftigl. Woher tamcii diese Massen k. Meistens sind es p o l n i s ch e und c z c ch i s ch e Einwanderer, die in jstngster Zeil waggonweise durch Agenten ihrer Heimat eut- iihrt werden. 1803 waren etwa 10000 Manu<11,33 Proz) der Ruhrbelegschaft' polnischer Nationalität. Der letzte i1808i Bericht des hiesigen Knappichastsvereiiis giebt an, daß circa 25 Proz. der Bergleute fremdsprachige» UrspriiiigZ sind; jedoch kaim diese Zählung keinen Anspruch auf Geiiauigkeil machen. In diesem Jahre wird eine Boltszählung stattfinden, wobei die Nalionaiitäteii frage bc- stiminter bcanlworter werden lann. Schon 1803 waren 30 Sprachen iiiilcr den Riihr-Bcrgleuten vertreten; heute ficht es hier noch butzler ans. Eine kleine Tabelle wird Aufschluß geben über die ricsenhaftc Eick- Wicklung des hiesigen Jndnstricbezirks. Ruhr- Bergleute waren vorhanden: 1840: 8 045 1880;. 80152 1850: 12 741 18.SÖ:. 115.489 1860: 29 320 Ißstä: 154 702 1870: 51391 1900; 220000 Das ist mehr als„amerikanischer" Fortschritt. Eine ähnliche, ivciin auch nicht ganz so starke Vermehrung hat die Zahl der hiesigen Stahl- und E i s e n a r b e i t e r erfahren. 1880. waren in der Rheiiiisch-Weslsälischen Walzwerkshüttcn-Bergbau-Gesellschaft, deren Angehörige zu Vi im Ruhrvccken domizilieren, 7>i 1)00 Versicherte, heute sind es über 1 20 000. Zum Beispiel balle die Kruppsche Fabrik in Essen 1861 2082. 137« 10 500. 1890. 25 000 Angestellte und Arveiter. Ein solches Aiuvachfeii der Arbeiterheere, schreibt. sich nicht entfernt her aus der natürlichen Bevöllcruiigszunahuic, sondern ist das Resultat enormer Eimvauderung. Da dieselbe eine starl fremdsprachige ist, so Haben ein- zclnc Bezirke(Gelsculirchen, Herne. Reckliughauieu Usw.) fast ganz ihren deutschen Charakter verloren! Ein Ee- schäftsinaim in diesen Bczirlen muß heute mindestens auch der polnische Ii Sprache mächtig sein, oder Angestellte haben, die sich mit der- polnischen Bevölkerung ver- ständigen lönneii. Es sind im Ruhrbezirk etwa 60000 Polen n c 0 st Familien vorhanden! Sic verniischen sich grundiätzlich nur lehr schwer oder gar nicht mit der hiesige» Bevölkerung. Zudem pökeln die„alldenischen" Werlsbesitzer die zum Lohndrücken! bc- stimmten fremdsprachigen Zuzügler in separate„Kolonien" ein. deren es jetzt schon eine große Masse giebt. Diese AcrtSpolilit schafft thatsächlich starke polnisch-czechische.Konklaven im Ruhr- gebiet! Die Polen werden werksseitige i e pn r i e r t, bleiben es und so kommt es. daß im Ruhrbccken' mancher Ort mit scincn polnischen»» d c z e ch i s ch e n G e s ch ä f t-s a n z e i g e n auf uns den Eindruck niacht, als befänden Ivir uns itl Galizien oder Böhmen. Wo finden die Massen Uüierkunft? Es herrscht ein grenzen-' loses Ltzohliung seiend im Nlihrbccken! Auf den Dörfern ?ablt man für«in Zimmer: bis r zu 100' M. im Zahr!' In- den Städten ist ei sehr oft nach schlimmer: und dabei sind manche Fa- niilien nicht einmal iin stände, l eine Wohnung zu erhalten. Man findet einzim m rig e Wohmiugen, im denen 4. ö, 0, 7 und mehr Personen Hausen. Zu Essen kamen auf ein Wohnhaus 1880: 18, 1807: Ist Personen. Heute hat die Stadt ca. 120 000 Einwohner, 1880 Inareil eS 36 957, 1890: 78 722. Danach ermesse man, wie zusammengepfercht hier die Menschen sind. Das ganze Gebier.zwischen Dort- lnlind und Oberhansen, Duisburg, Hattingen und• Reininghausen bildet gleichsam eine einzige' Stadt. Der'Wanderer trifft' hier so gut ivie gar nicht auf /größere unbewohnte Flächen. Und immer neue Scharen lvcrden hierher gelpckt durch die Versprechungen der industriellen Agenten..,• Wir sind sicherlich leine NationalitätSfauatikcr und haben nichts geincin mit den„alldeutschen" Wünschen, die auf. eine Aussperrung der rrcmdchi Arbeiter ahzieleg. Aber das ist sicher: Große Gefahren konneu leicht aus diesen Mißständen hier erwachsen. Wo werden diese Massen bleiben � beim A u s b r u ch eine r K r i s e? Diese Hunderttausende uöllig nnbesitzender Proletarier.sind übermorgen am Hungern, wenn sie heiste keine Arbeit urchr haben. Und andrer- seitL werden sie dann ein gefährliches Werkzeug des tt ohli drucks in den Häirden des Unternehmertums bilden. Das Unternehmertum erhält auf alle Art die fremdländischen Arbeiter in möglichster Abgeschlossenheit und fern von jeder Möglichkeit der Anfklärung und Organisasion, so daß es überaus schwierig sein wird, die Gegensätze, die so zwischen ihnen und den deutschen Arbeitern' entstehest/ zu überwinden. Ausland. Das Gesetz Millcraud. tvelches die Arbeitszeit für Männer, Frauen und Kinder in industriellen Betrieben auf täglich ll Stunde» normiert, und das seit dem I.April in Kraft ist, wird von. den Unternehmern und deren Soldschreibcrn auf das Heftigste beläinpfr. Wir teilten schon mit, daß in den Jndllstriebczirkcn des Nordens zahlreiche Streiks zum Ausbruch ge- kommen sind, weil die Unternehmer sich. weigern. für die 1l Stunden Arbeit denselben Lahn zu zahlen, wie für 12 Stunden. Sie meinen oder bchanptcu wenigstens. der Ansicht zu sei», daß jede Bcrlürzung der Arbeitszeit auch eine entsprechende Verminderung des Produkts zur Folge haben müsse. Daß dem nicht ist. hat die Praxis längst eriviescu, und auch die französischen Fabrikanten dürften davon überzeugt sei». Aber sie wollen die Unzufriedenheit schüren. es sind in erster Linie politische Motipe. die sie verfolgen. Tie Erregung, die ihr Verhalten in den Arbeitcrniasscil hervorruft, wird, so meinen sie, die republikanische Bourgeoisie aus ihrer Ruhe aufscheuchen, nach rechts drängen und die Reaktion stärken. Das Mimstaium Waldeck-Ronsseau-Millcrand muß unter allen Umständen gestürzt worden: jedes Mittel, das dazu dienen kann, ist der feudal-klerikalen Kapitalistenklasse recht. Hatte sich die reaktionäre Preßmeutc ja nicht eimnal gescheut, das Unglück des BrückcncinsturzeS in der Ansstellulig gegen das' Miinsterinin. insbesondre gegen Millerand anSzusch lächle». Jehl gicbt das„Journal des Dsbats" unter der Spitzmarke:„Die Streiks und Millcraud" eine Uebersicht über die Streits, die in den ersten Monaten des laufenden Jahres stattgefunden haben. Daß ihre Zahl und die Zahl der daran Beteiligten eine bedeutend größere ist, als in den korrespondierenden Monaten des Jahres 18stst und auch den Durchschnitt der gleichen Zeiträume in den letzten fünf Jahreix überragt, ist natürlich einzig und allein die Schuld MillcrandS." Die Unternehmer in Earmaur, welche durch ihr brutales Verhalten die Bergarbeiter zu vielen Wochen Arbeitslosigkeit verdammten, sind unschuldige Engleiu: die gute Geschästskonjnnktnr, die AnsstcllmlgSarbeite»,'. Umstände, die— mit oder ohne.. Mitterand— geeignet stich, zu zahl- reicheren Streits.zu"führen', werden mit keinem Wort erwähnt. Tic Dhatfachc allein, daß ein Socialdeniokrat Mitglied des Ministeriums ist, hat nach den,„DöhatS" genügt, um eine Menge»trcikS. zu provozieren, die Massen hätten in der An- Wesenheit Millerands die Sicherheit eines Erfolgs erblickt. Thatsachc ist, daß Millerand bei Ausbruch von Streiks stets bestrebt gewesen ist, vermittelnd einzugreifen: im übrigen hat er darauf hingewirkt, daß die Behörden sich bei den Kämpfen zwischen Unternehmern»ich Arbeitern streng neutral verhielten. Das aber gerade ist sein Verbrechen, das ilittcrnehmcrtnm fordert die Parteinahme der Regierung gegen die Streikende».— Schweiz. _ Bern, 3. Mai. lEig. Ber.j Die Verfügimg Preußens in Sache» der Militärpflicht der in diesem Bundesstaat wohnhaften Schweizer ist. ipie die„R. Ziir. Ztg." zu melden weiß, von der Berliner Regierung auf das ganze Reich ansgedehnl worden. Diese aus offenbarer-Feindschaft gegen die schweizerische Miliz hervor- gegangene Maßnahme.heil, wie das genannte Blalt weiter ausführt, für die Schweiz mancherlei gute Seilen, deren woblthäligc Folgen den kantonalen Militärbehörde»' sich bereits bemerkbar machten. Tiefe guten Folgen vesichcn darin, daß die in Deutschland besindlichen Wehrpflichtigen sowohl den Dienst eher leisten, also nicht. Schreibereien veranlassen, als. auch, wenn sie' er- sntzpfllchtig sind, nun rascher zahlen. Letzteres vermehrt zunächst die Elnnahineil des Bundes und der Kantone, vermindert ober auch die. große Mühe der Behörden.„Die Eiiiummig i scheint denn auch überall in der Schweiz die zu sein, daß nian auch bei uns diesen Ausweis von den hier ivvhiicudcii Deutsche» verlange, was «ur günstig wirtc» löunte,"— Für die Schweiz steckt also ein Geist des Guten in dein llebel. Iliisre Bern e r Gcnoiscn haben sich»cuerdings als gute Taktiker gezeigt, die das Eiieir schmieden, so lange eS ivarm ist. Im KantonSrat baven sie am Momag eine• Motion gestellt, welche von der osnziöson Mttoiligig, daß' von den 7 Regierungs- raten 4 für die Pr o p ort. ton a lw ah l des KantonsratS sind, ausgeht und gestützt hierauf die Vorlegung eines bezüglichen Gesetz- ciltwnrfs verlangt. Der Inhalt der Motioil führt iveitcr aus, daß die Socialdcmolraten gern bereit iväreii, in gemeinsamer Arbeit init den andren Parteien sür ein: neues Stencrgesctz und süridic. gesamte Fiuanzrekonstrutsiou dcS Kantons mitzuwirken, daß aber erst ein de» Grundsätzen der Gerechtigkeit rnid Demokratie entsprechendes Wahl- stistem gefchasten werden müsse.— ES ist das erste Mal, daß schweizerische Socialdcnzolratcn ObstruktionSpoluiI zur Erkäinpstiiig eines politifcheir Fortschritts � treisten nnd man darf daher ans die fernere Gestaltung der Dinge im Kanton Bern gespannt sein.— Oestreich-Ungarn. Soldatcnschiuder vor Gericht. AnS Przemys.l lGalizienf wird der Wiciicr„Arb.-Ztg." bc- richtet: Vor einem BeruftnigSsenat dcS hiesigen Kreisgcrichts hatte sich dieser Tage ein Arbeiter Joseph Mroezhiisti aus Jaroslau wegen Beleidigung der tlrincc zu uertintworte». Er hatte nämlich an den Kommaiidantctz des. zehnten. Korps, Galgotzn, cincn Brief gc- schrieben, worin � er die Aoiimiaudaiiteii des vierten Jäger- batnillons in NiSko beschuldigte, daß sie die Soldaten miß- h o ii d c l». Mrpczynsli schloß seinen Brief an Galgotzy mit dem Worten:„Herr Kommmidaiil! Wir schicken unsrc Söhne .lind Brüder zum Vlilitär. damit sie das Vaterland schützen. 'aber nicht, dainit sie borl gemartert werden," Durch diesen Brief fühlten sich Haiiptiiiapn Gctllich nnd Lientenaitt Hemcrle beleidigt, nnd auf ihre Anzeige erhob' die Staatsanwaltschaft die'Anklage gegen Mroczynski, der jedoch vom Strafrichter in Jaroslau frei- gesprochen wurde, da er den. Wahrheitsbeweis er- brachte.-'..::.' Der Staatsanwalt meldete gegen das Urteil die Berufung an, und so hatte sich das Ä r e i s g e r ich l mit. dieser Angelegenheit zu befassen. Eine ganze Reihe von Zeugen bestätigte die Angaben des Angeklagten.' daß Soldaten zwei Meter hoch angebunden wurden, bis sie ohnmächtig wurden, ihnen d a s B l u t aus Ohren nnd Rase rann.und die Auge» aus de» Augenhöhlen traten. Diese schrecklichen Strafen wurden den Soldaten für ganz unbedeutende Bcrgchen auferlegt, so bei den Manövern,.wenn sie beim Marsch, nicht Schritt hielten oder nicht genug schössen. Viele Bürger weigerten sich, solche Folterungen in ihren Häusern znzniässe'». Ein Zeuge, der Soldat Si'taSz, gab an, er sei hoch an- gebunden worden, daß er mit den Zehen nicht den Boden berührte und frei in der Luft schwebte. Wenn er ohnmächtig wurde. wurde er mit Wasser begossen nnd dann weiter ge- martert. Die Bäuerin Bila siel in Ohiunacht, als sie diese Miß- Handlungen.sah. Nach den Plaidohers dcS Staatsanwalts und des Verteidigers Dr. Liebermann bestätigte der Gerichtshof das Urteil der ersten Instanz und sprach den Angetlagten frei, da d e r W a h r h e its- beweiü vollständig crbrachl worden sei.— Belgien. Tie Frage der Herabsetzung der Dienstzeit beschäftigte am 2. Mai die belgische Kammer. Die„Voss. Zig." läßt sich über die lebhaft verlaufene Sitzung berichten: Der Fortschrittler Lorand und der unabhängige klerikale Arbeitcr-Abgeordiiete Colst"wollten bei der Beratung des Etats des KriegSministeriiims noch schnell eine Herabsetzung der Dienstzeit herbeiführen. Aber das Ministerium erklärte rund- weg, daß diese Frage unter keinen Umständen jetzt entschieden werden könne. Eine Herabsetzung der Dienstzeit sei nur möglich, lvenn— was die Rechte unbedingt abweist— daS HeeeSköntiiigent erhöht Iverde. Das Ministerium fei nur gebildet worden, um ein Wahlgesetz zu stände zu bringen, über die Lösuiig der Militärfrage sei es noch nicht schlüssig geworden: sie sei die Aufgabe der neuen Kammern. Der Kriegsminister General Couscbant erklärte, daß die Militärvcrlualtnng nicht halsstarrig fei und die Frage der Herabsetzung der Dienstzeit eingehend prüfen werde. Die Linke griff die Haltung deS Ministeriums und der Rechten, die ihren Wählern die Herabsetzung der Dienstzeit per- sprachen, ans das heftigste an. Der socialistische Abgeordnete FurNemont betonte, daß die Socialistenpartci an ihren antimilitäri- scheu Grundsätzen festhalte und wie bisher auch weil» fingen werde: „A bas la guerre, sabves et eanons! Vive la Republique! A bas le Eoi de Cartoni"(Fort mit dem Kriege! mit den Säbeln nnd Kanonen! Es lebe die Republik! Nieder mit dem Papier- tönig!j Mit 77 klerikalen Stimnien gegen 43 fortfchritt- liche, socialistische und zwei katholische Stimmen wurde beschlossen, die Frage der Herabsetzung der militärischen Dienstzeit nach dem Antrag dcS Ministeriums nicht zu beraten. Erst bei dem außer- ordenilickien Budget wird die entscheidende Schlacht geschlagen. Der Rechtenführer Woeste ermahnte daö Ministerium, rechtzeitig eiuzu- lenken, da er und seine politischen Freunde unter keinen llniständei! die Negierlingssordermigei! bewilligen würden. Und der Spcialist Bandervelde erklärte, daß die socialistische Linke den„Streich" des außerordentlichen Budgets zu verhindern wissen werde; sie werde nicht dulden, daß„die kapitalistische Baude", die die Regierung vertritt, sich eines Teils der öffentlichen Domänen, der Verbindung zwischen Brüssel und Antwerpen bemächtigt. Die socialistisckie Anregung in der Kammer fand sofort ans der Straße einen Widerhall, Nach dem Schlüsse der Sitzung bildete sich vor dem Nationalpalast ans der Place de Louvain ein Aufzug, der unter dem Gesang der Marseillaise und unter den Rufen„Nieder mit dem papierncn König!" in die Stadt hinabzog. Auch in der Rne de Namnr kam es zwischen der Polizei imd den Teilnehmern dcS ZugS zu einem heftigen Znsanimenftoßc, bei dem einer der Haupideinonstranten festgenommen wurde.— England. London, 4. Mai. Fabrikgcscttcs. Natürlich soll Abänderung V e r- besser n n g heißen, ihatsächlich jedoch bringt die Vorlage neben einigen kleinen Bcrbesicrnngen so viele Verschlechterungen, das; sie in �dcr Arbeiterschaft und bei den fortgeschritteneren bürgerlichen Socialpolitikern fast cinssiinmige, scharfe Vrrurteilnng erfahren hat. Es lohnt nicht, auf die einzelnen Punkte der Vorlage genauer einzugehen, da es so ziemlich sicher ist, daß sie erhebliche Abänderungen im Parlament erfahren. Principiell fehlt sie vor- nehmlich darin, das; sie fast durchgängig an die Stelle genau formn- licrtcr gesetzlicher Vorschriften die Vollmacht dcö Ministers setzt, durch besondre Verordnungen Arbeitszeit niid Arbeitsbedingungen der betreffenden Arbeiterkategorien und Gewerbe(es Handell sich meist um die Arbeit von F r a n c n und s n g c n d l i ch e n A r b e i t c r u in gewissen, noch nicht geschützten oder gesundheitSgcfährlichen Ge- Iverben) zu regulieren. Nim gicbt es sicher Fälle, wo neben dem grundlegenden Gesetz die Specialverordumig am Platze ist. aber die Vorlage der Negicrnng setzt ganz systemlos die Vollmacht des' verordnenden Ministers auch dahin, wo das ein für allemal regulierende Gesetz nicht nur möglich, sondern auch geboten ist. Damit lvird die Bemessung des Schutzes von der Sympathie oder Antipathie des jeweiligen Min'ffterS abhängig gemacht,■ und■ dagegen haben sich nicht nur die Arbeiter, sondern auch die Fabrikantciiseltion der Londoner Handelskammer erklärt. Weiter will die Vorlage die Wieder- einsühruiig des Systems der A b l ö s n n g s f R e l a i s-) Arbeit ermöglichen, bei dem jede Kontrolle der wirklichen Arbeitszeit der betreffenden Arbeiter in die Brüche geht, die Zahl der jährlich zu genehmigenden Stunden II e b c r z e i t. arbeit von 30 ans 36 c r höhen, nnd andre Rück- ivärtsrevidieruiigen mehr. Lediglich die Textilarbeiter haben sich. allerdings auch mir bedingt. dafür onSgesprochen, die Vorlage nicht schlechterdings zu verwerfen. Sonst hat sie von seitcn der organisierten Arbeiter durchweg die schärfste Verurteilung und was fast noch schlimmer, das Lob der kleinen, aber fanasischcn'Sekie derjenigen Frauenrechtlcr gefunden, die in jeder Regulierung der Franciiarbeit eine verwerfliche Schädigung der Lage der Frauen er- blicken,— Spanien. Die spanische Tchandwirtschaft wird in einem zur Steuer- Verweigerung auffordernden Aufruf der„Union Näcuuial" durch folgende Angaben hell' beleuchtet: Der Aufruf beginnt mit der Erklärung, daß mm 20 Monate seit dem Fall Spaniens verflossen seien und daß die Regierung sich noch immer nicht anschicke, etwas zur Wiederausrichtimg des Landes zu thun. Daher sei cS Sache der Regierten, daran zu denken. Ein Etat, worin 731 Millionen für öffentliche Schuld, Pensionen, Heer, Marine, Kirche und Civil liste, dagegen mir 16' Millionen für Wegebau,?>.-> Millionen für Kanäle und t:'/i Millionen für Unterricht ausgeworfen würden, bedeute den moralische» Tod der Nation. In der That eine echt spanische Wirffchaft! Und dabei soll das Miinsterinin noch an die S ch a s s u u g einer neuen Flotte denken!— Rußland. Die Arbcitcrdcnionstratioii in Warschau. lEig. Bcr.j Auch in diesem Jahre hat die Socialistische Partei Polens angesichts der Maifeier eine Massendenionstratioii in Aleje UjazdewSkie beschlossen. 12 000 Einladuiigcii wurdcii verteilt oder an den Maliern aiigcschlagcn; aus derneuen geheimen Druckerei flog in dieWclt die 36. Nnunncr unsreS wackeren„Robotnik". Man kann sich den Aerger und das Erstaimrn der moSkolvitischcil Behörden vorstellen, die nach der Entdeckung der alten Parteidruckeret-c. auf den Lorbeeren zu ruhen wähnten. Die Freude der Arbeiterschaft war imgchcncr. Man riß-'sich", um die Nummern'.. Die N'cgiernng. hatte große Borbereituiigen getroffen.. DaS Militär desilicrtc am Sonn- abend und' Soiuitagvormittag mit Musik imd Trommeln durch die Stadt, um den' Einwohnerit Furcht einzusagen! Vergebliche Mühe! Die klasienbeivußte politische Ärbeiterschast war fest cut- schlössen, der'Regierung: zun». Trotz dein Rstf der Partei zu folgen. Das Wetter war ivünderfchön,'was"der' Demonstration. zu � statten kam. Schon um 5 Uhr strömten die Hieuosien niid' Genössiimen nach Aleje UjazdewSkie,'Ivo sich bald mehr als 20 000 Periosten aiisaiiimelieii. Das'Militär, die Polizei und die Spitzel lvaren-schon da- Piinktlich um 6 Uhr trat der Zug in Bewegung.: einzelne Gruppen, bestehend ans 100 und mehr Genossen sangen revoluiionäre' Lieder, >vic„Die Rothe Fahne" und„Warszawiankn".' Der Zug wurde an der Ecke der Pieikna- Gasse von- Kvsackcn und Polizisten aufgehalten. Die Genossen, ohne zu singen aufzuhören, kehrten'm»i nach der Seite des Paris von Sazienke. In der Nähe der orthodoxen Kirche trat ihnen das- Littanifche Regt- meut mir ausgepflanzten Bajonetten entgegen. Der Zug mußte wieder umkehren, oben bei dem Park von Ujazdcw sjüxmten ans ihm die Kosaken los. Die Knuten sausten durch die Lilft:.über den Köpfen der Manifestanten blitzten die Säbel: die Genoiiei! wehrten sich mit Stöcken und Steinen. Endlich wurde dieser Teil des ZiigcS, der'bei dem Park stand, in den Pars hineiiigesperrt, die Gitter, ge- schlössen nnd der Park vom Militär umzingelt.' Die im Park versammelten Genossen sangen revolutionäre Lieder. In dem Moment, wo ivir diese Zeilen schreiben, wissen wir nach»ichrs von den weiteren Schicksalen der Eingeschlossenen. Ein andrer Teil der Zuges, von den Kosaken gedrängt, stürmte in die Konditorei,„Pateliiia" genannt. und begann gegen die Angreifer die Kanonade mit Tasstu. Gläsern. Stühlen. Tischen usw., wieder ein andrer Teil zerbrach: die Guter des Gartens.„Doliiia SchwajearSka" imd gelangte durch den Garten auf die gegenüberliegenden Straße».:< Ans den einzelnen Episoden der Gefechte nt folgendes zu er- wähnen. Der Holizcüneister' Seifert wurde' tüchtig mit Stöcken bc- arbeitet: ein Spitzel, der einen der Genosstis vvrhciftm u'ollic. wurde unbarmherzig geprügelt: als der Fürst Jmereriiiskis vorbeisauste, wurde eine rote Fahne ausgehißt und ider Generalgonucrnenr mit de» Rufen:„Fort mit ihm!" empfangen; mehrere Leute, Franc» und Kinder, wurden verwmidet.— Bulgarien. Zur Bauerubewegnng. Sosia, 4. Mai. Wie die„Agence Bulgare" meldet, hat die Regierung! tun'.der Bauör>ibeweg'.»i.g„ein Ziel zu setzen und ein heilsames.Excinpcl zu.--.stalniercu." den kleinen Belagernngsz u stand, ilber- in.ns..Di.strrkte., nämlich Tir.no Iva, Ru.stschu.ck., Sisto.w, Rgzgrad nnd Görna O r e s ch o iv i tz a verhängt. Statt ein„Ercmpel" zu ftatnieren, sollte der von einer KömgS- freue tränmendP Kobnrger lieber des Eavoürfchen Anssprnchs ge- denken nnd die Ursache' dcS AnSstan�s, die ncstc Zxhiitstencr, beseitigen.— Belgrad» 2. Mai.(Meldung deS Wiener. Telegr.-Korresp.- Bureaus.) Nach von kompetenter serbischer Seiid cingelanfenen Meldungen haiteu. sich 12 bulgarische Famiiien mit 87 Seelen anö Bnlgaricn nach Serbien geflüchtet. und den Bczirksprästdciiteii Masiuric gebeten, er möge ihre Nnfnahine in den sxrlnscheil«taatS- verband erwirken. Nach dcii Aussagen der Flüchtlinge befaiidc» sich weitere 40 Familien ans dem Wege nach-Serbiell. Die Flüchtlinge seien in provisorischen Zelten imtergeoracht. Auch bei der Grenz- siätion Jaivor wären Flüchtlinge ans Mäzedoiiicn mit dem Vieh nnd der ganzen Habe eingetroffen, Ainerikg. Ersatz deö Gcncralö Otis. Washington, 4. Mai. Nach einem heute veröffentlichten Befehl ist General Otis von dem Posten des Obcrkommandeurs ans den Philippinen enthoben niid Mac Arthur zu seinem Nachfolger ernannt ivordcn.— DA vkei- M ÄlFzvirsztmr» Tic verkrachte„socialdcmokratischr" Hausgenoffcnschaft in Halle. Alan schreibt uns aus Halle: Wie lächerlich eS ist, die in Konkurs geratene Hansgenoffeiischaft,, 2 öPs Hof".in Halle mit der Sociäldcmokratic in Berbinhung zu bringen, mag ans folgender Borlesniig hervorgehen. Gegen Mille, der' achtziger Jahre fing der Ziilnnermeister Löst in Halle an, im' Süden' der Stadt zivet Straßenfronteil mit Häusern zu bebauen; insgesamt stellte er 34 Gebäude her. Da ihm daran gelegen war, die Grundstücke wieder zu verkanfcii, gründete er einen Mieter- verein, der sich Anfang der neunziger Jahre in die„HailSgenosien- schalt LöstS Hof" untbildetc und den Zivcck hatte, die 84 Hänser durch ivvchcittliche Teilzahlungen von 30 Pf. nach nnd nach in eignen Bc« sitz zu briilgcn. Als Verivalter wurde der Kircheurat M a n ß angestellt. Der HanSgenossenschaft träte» mit der Zeit alle Mit« bcwobner der Löstsch'cn Kolonie bei: auch Löst, selbst ist Mitglied. Cr zeichnet sich übrigens bei jeder Gelegenheit durch seinen beschränkten Unter-nehmcrstandpuult ans. Wenn bei Lohiict-hvhlnigru oder andren Arlieitersordcrnnizen schon alle andern Halleschen Ziunnermeistcr sich, gefügt haben, da leistet sicherlich Herr Löst noch Widerstand. Die Hansgenosseuschaft bat absolut keinen politischen Charakter. ES gehören ihr Hirsch- Dnnckersckc Gcwcrkvcreinler, Kriegervereinler..„evangelische" Jüng- lingS- nnd Maimervereinl«. auch vdllstä'ndig indiffereiite Personen als Mitglieder an. llnsre Parteigenossen sind iiyter den etwa vierhundert Mitgliedern so sehr in der Minderheit, daß es erst im vorigen Jahre gelang', einen.ejnzigcn davon in den Anfsichisrat zu bringen. Wahrscheinlich wäre' der Krach vcr- niicden worden, wenn schon früher iiylsichtige Parteigenossen Ein- blick in das Geschäftsgebaren des Hiin� Verwalters. Monß gewonnen hätte»': denn daS jetzt zn Tage getretene Defizit von 26 000 M. bei 33 000 M. Passiven rührt nicht erst ans dem letzten Jahrher. Verschleiert wiirbe die Unterbilaiiz dadurch, daß die Mit- glicdcr der Hansgcnoffenschaft noch einen besonderen Konsum- verein für sich gründeten und die Gelder beider Unter- nehmiingcn nicht getrennt geführt wurden. Akut ivurde die Unier- bilanz durch eine' verfehlte Grnndftücks-Speknlation. in welche sich die kavitalschivache HanSgenossenschaft im vorigen Jahr eingelassen hatte und zwar iviedernm ans Anraten des Herrn.Manß.— DaS mag genügen. Höchstens verdient noch hervorgehoben zu werden, daß''der ganze„focialdemokratische Krach" crftliidcn ivordcit ist von der„Hall. Ztg einem der verlogensten nnd ivurdelosesten konservativen Blätter' Deutschlands. Daß ein andres Blatt.statt der „socialdemokratischen" HanSgenosseiischaft gar iiiisre bestsundierle Genossenschaftsdruckerei hat verkrachen lasse n, sei Scherzes halber mil erwähnt. Zur Borbengung teilt die„Leipziger LolkSzcitimg" das Folgende mit: „Vor einigen Tagen ging tmZ ein Brief zu. ivoriu cS heißt: Mci» sehnlichster Wunsch ist es, eine Stelle als Rcdactcnr in Ihrer gcsch. Zeitung bekleiden zu können bei bescheidenen Ansprüchen. Ich bringe reiche, viele niid interessante Erfahriingeii und gute Keimtinsse mit. Bin schon schriftstellerisch für Zeitniigc'n thätig gewesen und habe in Llltenburg im politischen Lebe» eine große Rolle gespielt, ivem». auch seiner Zeit als Anhänger des sog. Reichsvereins, um so wertvoller für Sic, nachdem ick, iibcrzcngtuigs- treue und waschechic andere— Ihre— Anschauung erlangt habe. Bin große Erscheinung. sehr redegewandt> des öftern beroits.Redxniinit Erfolg gehalten und in dieser Beziehung uiterschrockeii,-. furchtlos und auch schlagfertig. Da der Schreiber, ein HauS Holl stein, der sich zur Zeit in Leipzig aufhält, noch angab,„14 Jahre laug dein Staatsdienst angehört zu haben", den er wegen„Fmnuicnvcrhältiiiffe" anf- gegebcn habe, hielten lvir es für geboten, uns den iioiieii„Genossen" etwas näher aiizuschauen und siehe da— ivir etAnintc» in ihm den ehemaligen Controlcur der Alteiiburgischen Landesbank, der unsren Gegnern in Altenburg lange Zeit als cnragiertester Sockt' r listentöter gedient hat. Noch' bei der letzten Wahl Ivarf er die social- l demokratischen Stimmzettel unter den Tisch. Nachdem nun seine bürgerliche Existenz verkracht ist, bietet er seine schätzbaren Dienste unsrer Redaktion an. Wir danken dafür und bemerken nur noch� daß wir uns zur Veröffentlichung dieser Zeilen entschlossen haben weil die Eigenarten des Herrn Hollstein erwarten lassen, daß er sich auch andern Genossen gegenüber sehr bald als„Socialdemokrat anffpielen dürfte." Gewarnt wird durch den Vertrauensmann in Striegau vor dem Bäcker und Täschnerei-HilfSarbeiter Ertel, der unter dem Vorgeben, gemaffregelt zu sein und unter Vorzeigung alter Mit gliedsbücher socialdemokratischer Vereine die Pa'rteigenoffen um Unterstützungen angeht. Ertel ist ivegen ehrloser. Handlungen aus allen Arbeiterorganisationen in Striegau ausgeschlossen worden. In Dresden hat er sich unter unwahren Angaben Reisegeld nach Striegau erschwindelt. Neues socialistisches Blatt in Frankreich. Die vereinigten Socialisten Südfrankreichs geben feit Mitte des vorigen Monats ein Tageblatt in groszem Format unter dem Titel„rÄction" heraus Als Mitarbeiter sind die tüchtigsten Schriftsteller und Führer der Partei genannt: Vaillant, JaureS, Guesde usw. Möge das Blatt, dessen uns. vorliegende Rnmmern allen Anforderungen entsprechen den Leserkreis finden, welchen es verdient. Ucbcr die Maifeier in Norwegen wird uns berichtet: In Christiania begann der Tag mit Regen und Schnee gestöbcr. Der Umzug am Nachmittag zählte trotzdem 5000 bis 6000 Teilnehmer. Der Zug bewegte sich unter den Klängen der Marseillaise und des Socialistenmarsches durch die Hauptstraßen der Stadt»ach dem großen Platz an der Universität, wo von 2 Tribünen Sieden gehalten und zum Schluß Massengesänqe aus geführt wurden. Am Abend waren dann verschiedene grosje Fest lichkeite». In T r o n d h j e m beteiligten sich am Umzüge etwa 700—800 Arbeiter, in Bergen 1500, ebenso ivaren die Umzüge in Frederiks st a d t. H o u g s u n d und A a I e s« n d entsprechend stark. Hoch im Norden in den Fjorden, in Narvik, wohl der nördlichsten Stadt, in der eine Maifeier abgehalten wurde. demonstrierten L500 Genossen für den Socialismus. Verarmte Fischer, denen durch die moderne Hochseefischerei der letzte Rest ihrer Freiheit und Selb ständigkeit geraubt wird, sehen sie die einzige Rettung im Socia- lisnius. Ferner wurden Maifeiern in Drammen, Sillehammer, Binstra. ASker, Hegedal zc. abgehalten, die alle trotz des schlechten Wetters einen guten Verlauf nahmen. Ein Maifcstgrust aus Madrid folgenden Wortlauts geht uns zu: Liebe Genossen! Im fernen Südeil nach großartig verlaufener Versammlung sitzen am Nachmittag die organisierten Kollegen der Schriftgießerei Richard Gantrutsch in freier Natur und machen von dem Beschluß zu Paris 1889 Gebrauch. Durch das Entgcgenlonime» vnsres Chefs haben wir ArbeitSrnhe. Im übrigen kamt ich als er- freuliches Zeichen konstatieren. daß Madrid heute am 1. Mai daS Bild eines Festtages zeigt. Wir versammelten Spanier, Schivcizer und Deutsche senden Ihnen unsern besten Gruß." Folgen die Unter schriften der nieist spanischen Genossen. polizeiliches. Gerichtliches nstv. In Lübeck wurde der Redacteur des„Volksboten", Genosse Kasch, Ivegen Beleidigung der dortigen AmtSblatt-Redactenre zu 1 Monat Gefängnis verurteilt. — Grobcrllliifug iu München. In München spukt noch immer oaS verflossene Schandgesetz als grober Unfug bei den Gerichten herinn. Wie bekannt, wurden zuerst 5 Parteigenossen(Ed. Schmid und Genossen) vom Amtsgericht 1 zu je 20 M. Geldstrafe verurteilt. weil sie die Zuchthansvorlage ein Schandgesetz genannt hatten. Vom Berufungsgericht wurde» sie freigesprochen. DaS Ober-Landesgericht hob das Urteil ans und verwies die Sache ans Landgericht zurück, worauf sie von diesem zn der anfänglichen Strafe verurteilt ivurdeit. Bald danach wurden zwei andre Parteigenossen wegen derselben Sache beim Amtsgericht München II freigesprochen.' Ans Berufung des Staatsanwalts hatte am Mittwoch das LandgerichtzMünchen 1 über die Sache zu entscheiden. Dies verwarf die Berufnng des Staats- anwalts und bestätigte das freisprechende Urteil. Nun wird jeden- falls der Staatsanwalt Revisio» einlege», das Oberlandesgericht wird das Urteil aufheben und dann wird daS Landgericht ver- urteilen. Berlin tntd Umgegend. Achtnug, Schuhmacher? Wie aus einem uns von Tuttlingen zugegangenen Bericht hervorgeht, ist dort der Kampf aufs neue in aller Schärfe eutbrannt. Die Fabrikanten sollen angeblich die bei den Einigungsvcrhandlunge» getroffenen Abmachungen nicht iimc- gehalten habeit und beabsichtigen, einen großen Teil der Aus- gesperrten nicht wieder einzlistellen. Wir ersuchen deshalb die Kollegen in den Fabriken und Werkstätten, die Sammlungen für die ausgesperrten Tnttlingcr Kollegen fortzitsetzen und die Gelder so schnell als möglich im Bureau, Dragoncrstr. 15, abzuliefern. Die Berliner Ortsvertvnltnng des Vereins deutscher Schuhmacher. Bauarbeitcrftreik in Spandau. Die Spandaner Bauarbeiter hatten gemäß den Beschlüssen der Berliner Kommission in voriger Woche ihre Forderungen(10 Pf. Stnndcnlohn usw.) den Arbeit- gcbcrn unterbreitet, und da diese nicht bewilligt wurden, die Arbeit zniiächst bei den Unternehmern Gebr. Rein ecke und Hamann niedergelegt. Erstere bewilligten später die Forderungen der Arbeiter nach einer Unterhandlung mit einem Vertreter der Lohnkommission, ivorauf die Streikenden<20 Mann) nach zweitägigem Ausstand die Arbeit bei den Herren Rein ecke ivieder aufnahmen. Inzwischen hat jedoch der Spnndaucr Arbeitgeberbund beschlossen, den Ar- heitern nur 35 Pfennig Stundenlohn und ferner Accordlöhne zn zahlen, die sehr wesentlich unter die Forderungen der Arbeiter heruntergingeu. Hierauf zogen die Herren Rcinecke die bereits ausgesprochene Bewilligung zurück, was von den Arbeitern mit der erneuten Arbeitsniederlegung(am Montag) beantwortet wurde. Die organisierten Maurer, sowie 13 italienische Maurer ließen hierauf die Arbeit gleichfalls ruhen. Am Donnerstag fingen die 13 Italiener jedoch die Arbeit wieder an, da sich inzwischen einige jener„nützlichen, slaatserhaltenden" Elemente gcfnnden hatten. welche die Arbeit der Streikenden übernahmen. Eine sehr gut besuchte Baiiarbeiter-Lersammluiig, welche am TonnerStagabend im Weheschen Lokale stattfand, beschloß»uit, einstimmig auf allen Bauten sofort mit den gleichen Forderungen an die Ünternehmcr heranzutreten, und überall da. Ivo die Forgerungen nicht bewilligt werden, die Arbeit sogleich niederzulegen. Daraufhin traten bereits am Freitag weitere 11 Mann in den Ausstand. Am Montag dürfte es zu einer Arbeitsniederlegung im weiteren Umfange kommen, falls bis dahin nicht eine von den Arbeitern angebahnte Verständigung erzielt wird. Mittlerweile hat der Unternehmer Hamann die Forderungen der Streikenden bewilligt. Deutsches Reich. Propaganda des CentrnmS. Bei der vor kurzem stattge- fnildcncn Wabl zum Gewerbegericht in Kalk bei Köln hatten die Parteigänger des CentrumS den Erfolg zu verzeichnen. daß die von ihnen anfgeftellten Kandidaten mit schwacher Majorität gewählt wurden. Unsre Parteifreunde haben uns jetzt eine Anzahl Flug- blätter der Gegner gesandt, die einen Einblick gestatten, mit welchen Mitteln die christlichen Führer ihren Kampf geführt habe». Eine so rüde Sprache, ein so skrupellos znsamniengetmgeiies unsinniges Zeug ist uns lange nicht im politischen Kanipf von unsern Gegnern borge- kommen. Nur zwei Citate seien aus den Flugblättern wiedergegeben, die kennzeichnend für die Kampfesweise sind. In dem einen heißt es: „Alljährlich iverden von zwei Millionen deutschen Arbeitern zehn Millionen Mark aufgebracht. Was geschieht damit? Hier die Rechnung: 50 der oberen Anftihrer erhalten jeder 10 000 M macht 500 000 M., 300 Führer zweiter Güte bekommen jeder 5000 M.. macht 1300000 M.. 500 Wanderprediger und Reichs tags-Abgeordnete bekommen jeder 3000 M., macht 1500 000 M, usw." Es bedarf keines Hinweises, daß die Angaben von Anfang bis Ende erlogen sind, daß sie die Unwahrheit für jeden anständigen Gegner an der Stirn tragen; trotzdem benützt sie die Partei für Wahrheit und Recht, um' ihre Zwecke zu erreichen, ein Beweis, daß ihr der Grundsatz: Der Zweck heiligt die Mittel, höher steht als ihr Wahrsprnch. In einem andren Flugblatt findet sich folgende Anklage gegen die Socialdemokratie: „Die Zeittmgen der freien Gewerkschaften schreiben es und die Socialdemokraten sagen es nach, daß der Mensch vom Affen abstamme, noch vor einigen Monaten haben die„aufgeklärten Socialdemokraten in einer Versamnilung zu Köln einem Redner Beifall geklatscht, als er den in andächtiger Rührung lauschenden Genossen ihre Herkunft vom geschwänzten Urgroßvater Affe ver- kündete. Wirklich eine nette Aufklärung. Christliche Arbeiter! Ihr seid also vor die Wahl gestellt: Wollt Ihr den Enkel eines Affen nach Mühlheim zum Gewerbegericht schicken oder aber einen christlichen Kandidaten, der auf seine Menschenwürde hält? Die Wahl kann Euch, christliche Arbeiter, nicht schwer fallen." Dieser Vorwurf ist mehr komisch als ernst zu nehmen, denn daß eine so verzerrt wiedergegebene naturwissenschaftliche Theorie der Socialdemokratie zur Last gelegt wird, an der sie recht un- schuldig ist, kann uns nur ein Lächeln abnötigen. Wie es scheint. nehmen die Parteigänger des Centrunis allein das Recht in Anspruch, ihre Abstammung auf Adam und Eva zurückzuführen. DaS mag ihnen neben manchem andren vorbehalten beiben, aber man fragt sich vergebens, was diese Dinge mit der Gewerbegerichts wähl zu thu» haben. Für die Verfertiger der Flugblätter weisen su auf ein gering ausgebildetes Gefühl für Wahrheitsliebe hin und das ist für Vertreter' an Gerichtsstätte eine schlechte Enipfchliiiig. aber dieser christlichen Partei durchaus würdig. Gedruckt sind die christlichen Mnster-Fliigblätter bei Herrn Theissing, dein Besitzer des „Rheinischen Merkur", der jüngst wegen seiner Berdienste um die katholische Sache zum Verleger des apostolischen Stuhles ernannt wurde. Die Hamburger Grobbäcker haben in einer sehr schnell zum Abschluß gekommenen Lohnbewegung die Einführung eines Minimal- lohnS von 21 M. pro Woche, Bezahlung der Ueberstnnden mit 50 Pf., Benützung des von den Arbeitern geleiteten Arbeitsnachweises, Weg- fall des Kost- und Logiewesens, wo solches noch bestand, sowie eine Reihe andrer Verftünstigungen durchgesetzt. Ueber 127 kleinere Bäckereien mit 132 Gesellen ist die Sperre verhängt, während un- gefähr 300 Gesellen zu den neuen Bedingungen arbeiten. In Steinkimzenborf, Kr. Neichenbach in Schlesien, wo bisher die Arbeitszeit von morgens 5 Ilhr bis abends 3 Uhr und noch länger währte, ist es geglückt, endlich die zehnstündige Arbeitszeit einzuführen. Der Verband der Barbiere, Friseure und Perriickenmachrr (Zweigverein Offenbach a. M.) ist in eine Bewegung eingetreten, um das Trinkgeldunwesen im genannten Gewerbe abzuschaffen. Die Forderung der Offenbacher Barbier- und Friseurgehilfen beträgt 12 M. pro Woche, bei freier Station und gänzlichem'Verzicht auf das Trinkgeld. Zur Beilegung des FärberstreikS in Elberfeld waren vor einigen Tagen Verhandlungen vor der Banner Handelskammer ein- geleitet, die jedoch erfolglos verliefen. Die Iliiternehmer brachen die Verhandlungen ab und wiesen jede Iveitere Vernnttelung zur Beilegung des Streiks zurück. Diese schroffe Ablehnung der lliiter- nehmer deutet auf einen längeren Widerstand gegen die Arbeiter- 'ordeningen und bedarf es deshalb einer hilfreichen Unterstützung der Ausständigen. SluSland. In Basel befinden sich Schuhmacher der Firma H i l b e r g im Ausstand Da versucht wird, in Teutschland Streikbrecher a'nzu- werben, so werden die Schuhmacher gebeten, darauf acht zu geben, daß der Zuzug ferngehalten wird. Warnung. Die unterzeichneten Organisationen warnen alle politischen und gewerkschaftlichen Bereine vor Siegfried Elkan, Tapezierer aus Wien, und ersuchen um etwaige Angaben über seinen Aufenthalt. Zürich im Mai 1900. Mitgliedschaft östreichisch-ungrischer oeialdemokraten, Zürich. Tapezierer-Fachverein Zürich. In London sind die Schuhmacher seit 11 Tagen wegen Lohn- differenzen im Ausstand._ Ans dev I�Nuenbemegung. Die Frauenpetitio» zur lex Heiuze um Aufhebung des 331,6 ist, mit mehr als 10 000 llnterschrifte.n bedeckt,.dem Reichstag zugegangen. Ursprünglich in sehr großer Hast verttieben, nun noch rechtzeitig bei der dritten Berattmg des betreffenden Gesetzes zu er- 'cheineu, war ihr durch die Vertagung Gelegenheit zu einem Nach- trag gegönnt. Wie ungünstig die inehrfache Verschiebung des Termins eingewirkt hat. zeigt sich auch darin, daß noch jetzt nach Schluß der Sammlung zahlreiche Petitionsbogen einlaufen, deren Unterschriften 'ich ans Hunderte belaufen. Verein für Frauen und Mädchen der Rrbeiterklasse. Der ür Montag in den Arminhallen angekündigte Vortrag des Herrn Rechtsanwalt Fränkl kann nicht stattfinden: Herr Dr. Curt Frendenberg wird an diesem Abend über die Hygiene der Haus- industrie sprechen. Frauenarbeit. Die Statistik, welche die vereinigten Ge- werkschaften Stuttgarts über die dortigen Arbeiterverhältnisse aufgenommen haben, bringt auch über Arbeitszeit und Löhne der Arbeiterinnen interessante Aufschlüsse.— Die Arbeitszeit steigt von 47 bis zu 85 Stunden die Woche und be- trägt im Durchschnitt 56,5 Stunden. Der Lohn geht von 22 M., welchen Höchstbetrag eine Handlungsgehilfin verzeichnet, auf 3 M. (bei einer Arbeiterin in einer Schreinerei) herunter. Im Gesanit- durchschnitt ergaben sich für eine verheiratete Arbeiterin 10,55 M.. 'ür eine ledige 9,08 M. Wochenverdienst. Auch bei den Arbeiterinnen ludet sich der höchste Prozentsatz der hohen Löhne bei der kürzesten Arbeitszeit: es verdient bei 18stündiger Arbeitszeit eine Arbeiterin 29 Pf. bei 66stündiger Arbeitszeit nur 14 Pf. Stundenlohn. UitterttviNtzes. Anleitung zur Benutzung des Vereins- und Berfamm- lungörechteS in Teutschland. Herausgegeben von der General- kommiffion der Gewerkschaften Deutschlands. Dritte veränderte Auslage. 112 Seiten. Preis 35 Pf. Verlag von C. Legien, Hamburg 6. Die Schrift hat folgenden Inhalt: Borwort.— Einleitung.— Die Anmeldung und Bekanntgabe der Versammlungen.— Die Anmeldung der Vereine.— Sammlung von Geldern zur Streikunterstützung.— Verhängung der Sperre über eine Werkstatt und Boykott.— Die örtlichen Gewerkschastökartelle.— Festlichkeiten der Vereine.— Schadenersatzklage gegen einen Saalbesitzer.— Beschwerdeführung gegen un- zesetzliche Handlungen der Polizeibehörden.— Das Verivaltungs- treitverfahren.—' Das Verfahren vor den Gerichten in Straf- achen.— Anhang: Dürfen Schriften verbreitet werden? Wortlaut des Preußischen Vereinsgesetzes.— Sachregister.— Die Schrift ist in der dritten Auflage wesentlich erweitert. Eine Verbesserung ist besonders insofern erfolgt, daß an den Stellen, an welchen auf die Anwendung der Gesetzesbestimmung hingewiesen ist, der Wortlaut der in Frage kommenden Gesetzesparagraphen angegeben worden ist. Auf einige Irrtümer in der sonst so nützlichen Schrift bezüglich der Rechtslage in Sachsen mochten wir doch aufmerksam machen, da sie nicht unwesentlich sind. Seite 27 heißt es: „Die Eröffnung der Versammlung muß nicht durch den Ein- berufer, sondern kauu in allen Bundesstaate» durch eine andre Person, die zur Teilnahme an der Versammlung berechtigt ist, er- folgen." DaS trifft für Sachsen nicht zu, vielmehr ist ausdrücklich vorgeschrieben, daß die Eröffnung durch einen der Einberufer(deren können mehrere sei») erfolgen muß, Seite 45 wird gesagt,' daß in Sachsen verheiratete Frauen von der Teilnahme an Vereinen, die sich mit öffentlichen Angelegen- heiten beschäftigen, ausgeschlossen sind. DaS ist nicht richtig.' Es gelten vielmehr für Frauen, gleichviel ob verheiratet oder nicht, die- selben Bestimmungen wie für Männer und es gehören auch den politischen und gewerkschaftlichen Vereinen Sachsens thatsächlich zahl- reiche verheiratete Frauen an. Bezüglich der Beschwerdeführung gegen Polizeimaßregeln in Vereins- und Versammlnngssachen sei noch bemerkt, daß entgegen der Darstellung in der Schrift die Beschwerde in der ersten Instanz in keinem Zsall an eine Frist gebunden ist, dagegen für die An- rufung der zweiten Instanz, die übrigens materiell endgültig ent- scheidet, für alle Fälle eine Frist von 14 Tagen vorgeschrieben ist. _ h. w. Der Krieg. Vom Kriegsschauplatz sind wichtige Nachrichten diesmal völlig ausgeblieben. Die Boeren bei Thab'anchu sowohl wie Brandfort haben sich zurückgezogen und die Engländer sind wohl außer stände gewesen, ihnen' den Rückzug zn erschweren. DaS einzige aus Freistaat vorliegende Telegramm lautet: Loudo», 5. Mai, Feldmarschall Roberts telegraphiert aus dem Brandfort den 4. d. M,: Die berittene Infanterie ist am Vetflusse eingetroffen, die andren Truppenteile werden morgen nach dem Vet- fluß marschieren. Die Eisenbahn ist bis hierher wieder hergestellt. General Hnnter berichtet, der Uebergang über den Vaalsiutz bei Windsorton sei ohne Widerstand ausgeführt worden. Zur Explosiv» in Johannesburg wird noch gemeldet: Pretoria, 4. Mai. Der wegen der in seinem Etablissement erfolgten Explosion verhaftete Begbie erschien gestern vor dem Strafgerichtshof in Johannesburg: er wurde gegen Hinter- legung einer Kaution von 500 Pfd. Sterl. freigelassen. Die Anklage zegen' ihn lautet nicht mehr auf Mord, sondern nur noch auf ver- 'uchten Mord. Zur Beurteilung der Verluste der Engländer vermag ein Brief beizutragen, den das, Luzerner Vaterland" von einem Lnzerner Arzt, Dr. Degen, vom 19. März ans Kronstadt er- hält, worin es n, a. heißt: Ich bin erst seit 12 Stunden hier. Vorher weilte ich zwei Tage in Pretoria. der Hauptstadt in Transvaal. Ansang März war ich noch in Natal bei einer Sauitätsabteilimg während der drei letzten Gefechtstage anläßlich des Entsatzes von Ladysmith und b e i m U e b e r- gange B u I l e r s über die Tugela. Schreckliche Kriegsbilder ah ich da. Am letzten S ch l a ch t t a g e allein zählten die Engländer auf verhältnismäßig engem Raum nach meiner Schätzung gegen SOOV Tote und etwa 4000 schwer und leicht Verwundete. Soweit das Auge das Gelände überblicken konnte: Leichen, nichts als Leichen und schwer Verwundete! Selbst wenn die Schätzung Dr. Degens unbewußt eine sehr übertriebene wäre, würden seine Eindrücke doch die verhältnismäßig viel geringeren Verlustangaben der Engländer unglaubwürdig er- cheineu lassen. Aufruf der Boerengesandtschaft. Der Aufruf, welchen die Boerengesandtschaft vor ihrer Abreise nach Amerika an das amerikanische Volk gerichtet, enthält folgende Stellen:.... Wir haben in Erfahrung gebracht, daß viele unrichtige Dmge über den Zweck unsrer Sendung verbreitet worden find. Jetzt, wo wir im Begriff stehen, über den Atlantischen Oeean zn ahre», halten wir den Augenblick für gekommen, daS Wort zu ergreifen. Wir begeben nnS nach Amerika. um die �ameri- kanische Regierung und das Volk der Vereinigten Staate» um ihre llnterstiitzung zu ersuchen hinsichtlich der Wieder- herstellmig des Friedens in Südafrika. Bis zur Stunde richteten sich unsre Aufrufe einzig und allein an die Niedetlande, mit denen wir durch die Bande des Bluts eng verbunden sind. Andrer- seitS wurde in Holland der Grundsatz'der Aufreckiterhaktung und Wiederherstellniig des Friedens unter den Nationen ange- nomnien und zwar durch Bernrittelmig und schiedsgerichtliche Entscheidung. Der Zweck, den wir verfolgen, besteht darin, die Rationen dazu zli beilimmeli. die Grundsätze der Haager Konferenz anzuwenden. Nachdem unser Besuch in Holland, wo wir mit großer Herzlichkeit empfangen wurden. zu Ende ist und wir auch Znsicherimgen über die Mitwirkung zur Wiederherstellniig deS Friedens erhalten haben, glaubten wir. daß das beste, waS wir lhint könnten, eine Reise nach Amerika wäre, zu einem Volke, daS vor einem Jahrhundert dasselbe Geschick durchmachte. lvie die tranSvaalsche Republik heute.... Die Welt erwartet nur daS Zeichen des amerikanische» Volks, um einstimmig zu erklären, daß die nutzlose M e y e l e i e n ' n Südafrika aufhören müssen. Es ein, eine ehrliche Beilegung des Streits zu wen» ein halbes Dutzend verständige Männer den Gegenstand des Krieges beraten. ES genügt. Männer ehrlich und offenherzig sind. Wir iverden dem nischen Volke sagen, daß ivir genötigt Streitfall seinem Schiedsgericht zu unter- breiten, und wir sind davon überzeugt, daß wir nichts verlange». waS eine unparteiische und freiheitsliebende Nation uns nicht zn- gestehen ivürde. Di- englische Presse oerbreitet massenhaft falsche Nachrichten, mit denen sie dem amerikanischen Volt Sand in die Augen zu streuen versucht. Wir sind bereit, diesen Ausstreuungen entgegen zu treten, indem wir die Vereinigten Staaten als Richter zwischen den Verleumden» und uns anrufen. Jedenfalls sind wir da- von Überzeugt, daß das amerikanische Volk von uns nicht betrogen wird. ES wird verstehen, daß England unsre Unabhängigkeit zerstören ivill in gleicher Weise, lvie es, Gott sei Dank ohne Erfolg, im letzten Jahrhundert die amerikanische Un- abhängigkeit zerstören wollte.— Der Anfnif schließt mit der abermaligen Beteuerung, daß die Gesandtschaft keinen andern Zweck als die Wiederherstellung des Friedens erstrebe. wird leicht ermöglichen, ruhig über wenn diese a m e r i k a> sind, de» Urlzke Mschvichken und Depeschen. Köln a. Rh., 5. Mai.(W. T B.) Den Höhepunkt der zu Ehren der von Sc. Majestät hierher gesandten Torpedodivision veranstalteten Festlichkeiten bildete der heute abend«in 8 Uhr in den Räumen des Gürzenich veranstaltete FestkommcrS. Der große Saal des Gürzenich und der Börsensaal ivaren dicht gefüllt. Festreden wurden gehalten und HuldigungStclegramme an den Kaiser ab- gesandt. Wien, 5. Mai.(B. H.) Der niederöstrcichische Landtag nahm nochmals daS bereits im Vorjahr beschlostene, von der Regierung nicht sanktionierte Gesetz, wonach die deutsche Sprache als alleinige Unterrichtssprache in den Volks- und Bürgerschulen Riederöstreichs bestimmt loird, an. Kopeuhagcn, 5. Mai.(W. T. B.) Von Seydifjord in Island' loird vom 25. April gemeldet: Der Trawler„Friedrich" aus Geeste- münde ist in der Nacht vom 27. auf den 28. März bei McdaUand an der Südostküste Islands gestrandet. Die Besatzung ivurdh gerettet._ Verantwortlicher Redacteur: Paul John in Berlin. Für den Inseratenteil reranlwortlich: Ah. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Babing in Berlin. Hierzu 4 Beilage» und lliiterhaltniigSblatt, it. 104. i7. iairp.9. 4, Keilllge des„Umarts" Kerlim WsdlÄ s°.«i.g.« W«, moo. Likkevsvif�e Ktmvfifrmt. Ernst HäckelS„Welträtsel". Im alten Jena, dem kleinen engen„Universitätsdorf" im Saalethal, fällt dem Fremden ein schmucker Bau mit neumodischen Ziegeln und flachem Dach auf, der sich vorteilhaft gegen so manche geistliche oder weltliche Rumpelliste am Ort abhebt. Das zoologische Institut,— also ein eignes Haus für die Forschung und Lehre auf dem Gebiet der Tierkunde. Die Zeiten sind herum, da ein solches Forscherhaus wie eine gespenstische Apotheke voll„Tier- geripp und Totenbein" ausschauen durfte. Heute braucht die Forschung, die mit vergrößernden Mkroskopen ins feinste Innenleben des Lebendigen einzudringen sucht, vor allem Licht und Lust. Die Natur ist ihr kein mystisches Nebelrcich mehr, sondern ein heller Sonnentag. Auch dieser steundliche Bau auf seinem Hügel ganz nahe der klassischen Stätte, wo Schiller gewohnt hat und von Goethe besucht worden ist, weist große lichte Fenster. Hinter einem der größten dieser Fenster, dort, wo gerade der altberühmte Haus- berg, der„Berg mit dem rötlich strahlenden Gipfel" Schillers, von der andern Saaleseite hereinschaut, haust auch heute ein merk- würdiger Mann, der unruhigste, iveltbekannteste Geist Jenas seit jenen Tagen der Goethe. Schiller und Fichte: Ernst Höckel. Hier an'einer stillen Arbeitsstätte selbst ist freilich kaum zu merken, wie stürmisch von diesem Arbeitstisch aus zu immer wieder- holten Malen die große Geisteswelt der Menschheit aufgewühlt worden ist. Da hängt das Bild Johannes Müllers, des' großen Berliner Lebensforschers aus der ersten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts, der auf Höckel von tiefstem Einfluß gc- ivesen ist, ja als dessen genialster Fortscszcr und Vollender Höckel heute wissenschaftlich gelten darf. Da stehen sorgsam in großem Pult vereinigt die Tauscnde kleiner GlaSplättche», deren jedes gewisse Stänbchcn umschließt, winziger als eine Prise Schnupf- labak. Jedes dieser Ständchen entstammt dem Schlamm des tiefsten Meeresgrundes, das englische Naturforscher-Schiff„Challcngcr" hat sie mitgebracht und Höckel hat in einem riesigen Prachtwcrk alle die winzig kleinen Tierlein ssogenannte„Radiolarien") beschrieben und abgebildet, die darin enthalten waren. Solche Specialarbeit ist eS ja nun nicht gewesen, die Höckels Namen in aller Welt Mund gebracht hat. Kommende Zeiten mit weniger hitzigenr Tages- und LebenSkanipf werden erst die nötige Ruhe finden, auch diese und ähnliche beispiellos fleißige und im engsten Feld dauernd bedeutsame Leistungen des großen Forschers gc- bührend zu würdigen. Inzwischen aber ist zu seinen Lebzeiten um ganz andre Dinge im Zeichen dieses Manns gefochten und wird noch gcfochten werden,— Dinge, die wenig gemein haben mit dem stillen Heiligtum eines engen Fachgelehrten. Heute sind es rund vierzig Jahre, daß der englische Naturforscher Darlvin einen bis dahin unerhörten Gedanken in die Welt warf. Die lebenden Wesen, Tiere wie Pflanzen, sollten nicht durch die will- kürliche Macht eines außerweltlichen GotteS in die Welt gestellt worden sein, sonder» sich ganz langsam auf durchaus natürlichem Wege auf der Erde entwickelt haben. Der Gedanke hatte eine ungeheure Tragiveite bis in jedes scheinbar fernste Gebiet hinein. Nicht ein einzelner allmächtiger Wcltregent hatte die lebenden Wesen gemacht. Ohne solche Hülfe waren sie selber aus dem Ge- triebe ewig wirksamer Entivicklungskräfte der Natur heraufgestiegen. Die Entivickluiig des Neuen war am geivaltigstcn Beispiel aus der Allmacht und Laune eines Einzelnen herausgelöst und dafür dar gethan als dimklc. aber fort inid fort wühlende Selbst-Notwendigkeit der aufstrebenden Gesamtmasse der Welt. Das Beispiel war dabei noch viel schlagender, als Darwin selbst gleich deutlich zu machen wagte. Der Mensch ivar ja auch nür ein höchst entivickeltes Tier! Auf ihn selber fand das alles auch Anwendung. Vom Säugetier, vom Affe» war er zu dem, was er ivar, heraufgestiegen durch diesen gleichen festen Druck der ewigen Naturgesetze,— keineswegs aber durch den plötzlichen Willen einer einzelnen herrschenden Person, des Herrgotts. Und der erste Forscher nach Darwin, der diese wichtigste Fol gerung sofort zog, war Höckel. Es geschah 1863 auf ddr Naturforscher- Versammlung zu Stettin. Fortan galt Höckel noch mehr als Darwin für den Vertreter einer ganz neuen Welt auffassung. Und er selbst gab Schlag auf Schlag Anlaß genug, daß dieser Ruf den nötigen Rückhalt in seiner wirklichen Leistung fand. Darwin hatte seine Entwicklungstheorie als alternder, kranker, jedem Zwist innerlich abholder Mann gegeben, fast wider Willen dazu gedrängt durch den tiefsten ehrlichen Wahrhcitsgeist, der unerschütterlich in ih m waltete. Höckel dagegen, 1863 noch nicht dreißig Jahre alt, widmete der neuen Sache seine ganze frische Kraft wie seinen ganzen jnngfrischcn Mut. Seiner engeren Bildung nach Ticrknndiger. wirft er sich mit aller Wucht seiner großen Fachkenntnisse nach dieser Seite in die neue Bahn. Er zeichnet mit kühnem Stift etwas damals Unerhörtes, das Darwin selbst nie gewagt hätte: den Stammbaum der lebenden Wesen, vor allem der Tiere. Er gründet mit diesem Stamm» bäum, ein Reformator der Tierkunde. ein ganz neues System und zwar daS erste echte, das selber nicht der Schöpfcrwillkür irgend eines Stuben-Gelehrten, sondern den echten Spuren der wirkenden Natnr entspringt. Er entdeckt die niedrigsten Lebewesen, die sogen. Monerea, die dieses Stammbaums nnrerste Wurzel gebildet zu haben scheinen. Er zeigt, wie Tiere und Pflanzen sich dann als zwei parallele Hauptstämme von da aus emporcutwickelt haben. Er enträtselt die Stelle, wo die eigentlichen Tiere sich von gemeinsamem Ast für sich noch wieder anseinandergespalten haben, bei der Gasträa, dem Ur-Darmtier, das erst Magen, Mund und äußere Haut besaß. Er stellt fest, daß ein großes Gesetz walte, nach dem die höher entwickelten Wesen im Stammbaum vielfach noch einmal flüchtig bei ihrer Einzclentstehung als Larve, im Ei oder im Mutterleib die Form der Ahnen'wiederholen niüssen. Der Frosch wird als Kaulquappe zuerst noch einmal Fiscb. Und selbst der Mensch zeigt im Mutterleib die Kiemen und flossenartigen Gliedmaßen des Fisches. Das wird als das„biogenetische Grundgesetz" von Höckel bezeichnet. Und mit Hilfe dieses Gesetzes wird nun weiter geschlossen und der Stammbaum mehr und mehr klar gc- stellt. Der höchste Schluß ist die Enträtselung der ganzen Ahnen. kette des Menschen. Höckel bleibt nicht bei dem allgemeinen Satz stehen, daß der Mensch ein fortentwickelter Affe sei. Den Affen leitet er vom Halbaffen, den vom Beuteltier und Schnabeltier, weiter von der Eidechse, dem Molch, dem Molchfisch, dem Haifisch, dem Neunauge, dem Amphioyus-Fisch ab. Und den noch wieder vom Wurm und so weiter bis zur Urzell« hinab, die durch natürliches Werden ihrerseits aus dem sogenannten„toten Stoff" hervorgegangen ist. Das alles hat der Mann hinter diesem schöne» Fenster im stillen Arbeitskabinett des zoologischen Instituts zu Jena geleistet. Natürlich unter schweren Kämpfen. Als er den Menschen vom Tier ableitete, fielen alle Anhänger und Jnteresscirten der Erschaffniigstheorie über ihn wie den leibhaftigen Satan her. Aber auch Fachgcnosscn, mancher Naturforscher von Ruf darunter, hätte» den bösen Neuerer gern von den Rockschößen gc- schüttelt. Höckels Deutung, daß der menschliche Keim oder Embryo im Mntterleibe alte tierische Ahnen-Stufen sichtbar noch cinmal ab- spiegele im Sinne jenes biogenetischen Grundgesetzes, wurde gerade von gewissen Fachkennern, denen solche Deutung aus allgemeine» Gründen ein Gräncl war, als bodenloser Schwindel bekämpft. Und der strenge Virchow, cinstHäckels Lehrer in freiheitlicherAnffassnng der Natur, . shob seinen Mahnruf, daß solche gefährliche Naturdeutuag auf die Dauer die heiligsten Güter des Naturforschers bedrohen werde: nämlich seinen Frieden mit den herrschenden Kirchen und dem herrschenden Staat! Zu Zeiten ist eS thatsächlich so gewesen, daß Höckel kein Wort an irgend eine wissenschaftliche Thatsache an- knüpfen konnte, ohne daß sich die verwegenste Zweifel- sucht teils wissenschaftlicher, teils unwissenschaftlicher Angreifer nicht nur auf seine allgemeine Folgerung, sondern auch auf die „Thatsache" selbst stürzte,— mochte diese Thatsache auch sonst noch so festes Gut der Forschung sein, dessen Gebrauch jedem„zahmen" Naturforscher frei gestattet wurde. Der einst so jungfrische Vorkämpfer für Darwin hat heute selber weißes Haar, wie es der alte Darwin auf seinen allbekannten Bildern trägt. Eine eiserne Natur von Haus aus, die ihre Kraft noch dazu auf immer neuen weiten Reisen in drei Erdteilen zeitlebens geübt hat.— ist er allerdings heute noch ein unentwegter Wandrer und praktischer Beobachter, der Jahr für Jahr seine Ferien an der See, meist am Mittclmeer, verbringt, um seine speciellen Lieblinge, die niederen Tiere aus den Gruppen der Radiolarien, Schwämme und Medusen weiter zu studieren; er ist, nebenbei be- merkt, auf seinen Reisen ein fast ebenso eifriger Maler als Naturforscher, der von jeder Fahrt in die Ferne die köstlichsten Aquarell-Skizzen mit heimbringt. Gerade in diesem Jahre noch wird man von seiner Wanderlust und Wanderkraft neues vernehmen,— denn der Sechsundsechzigjährige will im Oktober zum zweitenmal nach Ostindien, um den Winter ans Java und Celebes zu verleben. Mehrere seiner Schüler waren in den letzten Jahren von Jena fort ins Tropenparadies dorthin gepilgert. Jetzt will der Meister selber noch einmal nach. Man darf gerade von dieser Reise noch die glänzendsten Erfolge erwarten. Daheim in seinem stillen Denkerstjiblein aber hat sich bei ihm doch das Bedürfnis in diesen letzten Jahren immer stärker geregt, etwas Schicht zu machen mit seiner allgemeinen Gedankenarbeit am großen Fortschrittswerk der Menschheit. Seine letzten Bücher bekunden einen t e st a m c n t a r i s ch c n Zug. Vor ein paar Jahren hat er in dem dreibändigen Fachwerke„Systematische Phylogcnie" sein großes, als Stammbaum geschontes System der Lebewesen für die Lehrenden und Lernenden der jungen Generation noch ein- mal zusammengefaßt. Vierzig Jahre angestrengter Denkarbeit auf durchweg ganz neuem, sclbsterobcrtcn Gebiet schloffen sich dort an- einander zu einem gewaltige» Bilde. Dieses Werk konnte bloß seiner streng wisseuschaftlichen Art nach nicht auf irgend welche Verbreitung in der Menge rechnen. In jenen vierzig Jahren war aber das System der Pflanzen, Tiere und Menschen, wie er es im Anschluß an Darwins Grundidee gab, ihm selber allmählich ausgewachsen zu einem wahren Weltsystem. Die tiefsten SchöpfungSfragcn waren ihm hineingeraten: Urgrund der Dinge, Gott, Bestimmung des Menschen, Leib und Seele, Unsterblichkeit oder Nichtnnstcrblichkeil der Seele, Moral, letztes Wrltschicksal— und so weiter. In Summa: die ganzen Welträtscl. Diese Dinge gingen aber nicht blos den Fachmann an. sondern erst recht gerade die große Menge der Menschen. Ueber diese Wclträtsel sucht schließlich jeder denkende Mensch in stiller Stunde einmal Rat. Und es muß interessieren, gerade die Ansichten eines so genialen und in allen philosophischen Dingen so frei denkenden Naturforschers darüber zu hören. Schon vor über 30 Jahren hatte Häckel versucht, gerade diesem weiteren Publikum denn auch seine letzten Konsequenzen dar- zulegen— in der allbekannten„Natürlichen Schöpfungsgeschichte". Jetzt aber drängte eS ihn. auch diese höchste Fernsicht ins all- gemeine testamentarisch gleichsam noch einmal festzulegen. So ist sein philosophisches Testament cnlstandcn: Die Welträtsel, erschienen im Verlag von Strauß m Bonn. Ein schwerer Band von 473 Seiten, der leider entsprechend ziemlich teuer ist. Vielleicht ent- schließen Verfasser und Verleger sich noch zu einer billigeren Volks- ansgabe, der es ganz gewiß an Erfolg nicht mangeln könnte. Auch in dieser splendiden Form hat das Buch in ein paar Monaten einen Absatz von zehntausend Exemplaren gefunden. Das dürfte als ein höchst erfreuliches Zeichen in unsrer Zeit gelten. Denn ob man nun den philosophischen Jdcengäiigen gerade in Höckels Art Siecht gebe oder in einer andren, so läßt sich doch auf alle Fälle sagen, daß das Werk an Freiheit des Urteils und an schärfster Kritik vieler Dinge, die weiten Kreisen heute noch fiir überhaupt„unbc- rührbnr" gelten, wahrhaftig nichts zu wünschen übrig läßt. Es ist ja in allen wesentlichen Teilen ein philosophisches Buch und kein politisches,— das muß beim Lesen von Beginn an im Auge behalten werden. Ueber Höckels politischen Standpunkt ist im Laufe der langen KainpfcSjahre seines Lebens auch manches Blättlein Papier beschrieben worden, diese Dinge kommen aber, scheint mir. heute nicht mehr so wesentlich in Betracht. Als Virchow vor jetzt auch schon bald einem Vierteljahrhundert den Darwinismus mit dem Argnmcnt an- griff, er bekomme schon Fühlung mit der Socialdcniokratie, führe also spornstreichs dem schwarzen Sntanas in die Klanen,— da entstand bekanntlich eine große Fehde über„Darwinismus und SocialiSmus", ob sie einander zuführten oder widersprächen und so weiter. Häckel selbst sowohl wie andre mischten sich damals in die Diskussion über dieses jäh vom Zaun gebrochene Thema, jeder so gut er es eben wußte von seinem politischen Boden aus, den er sich gerade errnngcn hatte. einerlei wie hoch oder tief er nun war. Bekannt sind auch die engeren Kontroversen, die Bebel mit Häckel gehabt hat. Im großen und ganzen scheint mir, daß diese Dinge heute ziemlich erledigt oder wenigstens nicht mehr besonders in den Vorder- grund geschoben zu werden brauchen. HäckelS wahre Bedeutung liegt auf einem ganz andren Gebiet als dem politischen. Dort aber ist sie so intensiv und selber so nach jeder Nichtnng hin».fort entwickelnd" gewesen, daß es nach meiner Auffassung gar nicht darauf ankommt, was er nun eigentlich in der politischen Theorie„selber geglaubt" hat, sondern lediglich darauf, was er im Sinn einer jenseits von Gewollt und Ungewollt stehenden Realmacht thatsächlich geleistet hat und leisten m u ß t e. Das Buch von den„Wclträtieln" berührt das politische Gebiet nur an ein paar verschwindend belanglosen Stellen direkt im Sinn einer subjektiven Partei-Aeußerung. Dagegen gicbt es eine all- gemeine Einleitung über die geistige Lage unfrei Zeit, die an. sagen wir— Offenheit im fortschreitenden, nach Besserung unsrer geistigen Zcitlage begehrendem Sinn wahrlich nichts zn wünschen läßt auch für weitgehende kritische Ansprüche. Vielleicht ist es gerade doppelt bezeichnend, wie sich unser geistiges Zeitbild doch in diesem starke» Forscherkopfe darstellt, der von Freund und Feind persönlich niemals de? politischen Radikalismus beschuldigt oder deswegen gerühmt worden ist, der aber nun doch hinsichtlich gewisser Zustände ein trotziges„Ich kann nicht anders" in die Welt schleudert, das tief zu denken giebt. Vier Gebiete werden da einleitend mit größter Offenheit so be- leuchtet, daß die Kerze glühende Tropfen wirft. An der Spitze kommt ein Satz des englischen Naturforschers Alfred Ruffel Wallace als Citat. der„zn nnscrm Bedauern" unterschrieben werden in ü s s e: „Verglichen mit unsren erftaimlichen Fortschritten i» den physikalischen Wissenschaften und ihrer praktischen Anwendung, bleibt unser System der Regierung, der administrative» Justiz, der Rational-Erziehnng und untre ganze sociale und moralische Organisation in einem Zustand der Barbarei;" Die Ursache dieses mißlichen Zustauds wird bei der Betrachtung von vier Rubriken gesucht:„Unsre Rechtspflege", „Unsre Staatsordnung",„Unsre Schule" und„Unsre Kirche". Ein Grnndschaden, hören wir, liege in unsrer Rechtspflege.„Niemand wird behaupten wollen, daß deren heutiger Zustand mit unsrer fort- geschrittenen Erkenntnis des Menschen und der Welt in Einklang sei." Keine Woche vergehe, in der wir nicht über den„gesunden Menfchen- verstand" richterlicher Urteile den Kopf schütteln niüßtcn. Man möge selbst absehen von den Urteilen in vielen modernen Staaten, wo nicht nach ehrlicher Ueberzeugung, sondern entsprechend„dem Wunsch von maßgebender" Stelle geurteilt werde. Aber selbst da, wo menschlich ehrlich geurteilt werde, komme die mangelhafte Vorbildung unsrer Juristen verzweifelt zum Vorschein. Man sage ja wohl, die Juristen besäßen die höchste Bildung. Aber es sei kein Wort wahr davon. Unsre ganze freidenkerisch vorgeschrittene Forschung über die Seele, den Menschen, die moralische Verantwort- lichkeit set dort noch so gut wie unbekannt.„Als ich einmal", sagt Häckel,„einem bedeutenden Juristen versicherte, daß die winzige kugelige Eizelle, aus der sich jeder Mensch entwickelt, lebendig sei, ebenso mit Leben begabt, wie der Embryo von zwei oder sieben oder neun Monaten, fand ich nur ungläubiges Lächeln." Aber, heißt es zur Erklärung, zur Aneignung all dieser neuen Er- keNntniffe haben die Studierenden der Jurisprudenz heute keine Zeit.„Diese wird leider nur zu sehr durch das gründliche Studium von Bier und Wein in Anspruch genommen, sowie das„veredelnde" Mensurenwesen; der Rest der kostbaren Studienzeit aber ist notwendig, um die Hunderte von Paragraphen der Gesetzbücher zu erlernen, deren Kenntnis den Juristen zu allen möglichen Stellungen im heutigen Knltnrstaate be- sähigt." An' diesen„Stellungen" liegt aber nach Häckel nun wieder das Uebel im Staate selbst. Die meisten Staatsbeamten seien Juristen, die von jenen tiefsten Zeitfragen und Fortschritten eben nichts wüßten. So komme es, daß der moderne Staat sich der Kirche in die Anne werfe. Und schließlich liege das Schicksal eines gebildeten Volkes wie des deutschen in den Händen des Centrums. Nur bessere Bildung könne hier retten.„Dabei meint Häckel, kommt es gar nicht auf die besondere StaatSform an. Ob Monarchie oder Republik, ob aristokratische oder demokratische Verfassung, das sind untergeordnete Fragen gegenitbcr der großen Hauptfrage: Soll der moderne Kultnrstaat geistlich oder weltlich sein." Das' alles wird ja nun specifisch„Häckelisch" ans- gedrückt und jeder mag sich seinen besonderen Vers darauf machen. Aber auf alle Fälle: welch merkwürdiges Symptom! Im Staat heißt es weiter, könne es nicht besser werden, es sei denn durch Erziehung einer vernünftigeren Jugend. Aber_ da ein neuer Schaden:„unsre Schule".„Die Naturwissenschaft" sagt Häckel,„die alle andren Wissenschaften so weit überflügelt mtd welche,, bei Lickit betrachtet, auch alle sog. Geisteswissenschaften in sich aufgenommen hat, wird in»nsren Schulen innner noch als Neben- fache betrachtet oder als Aschenbrödel in die Ecke gestellt. Da- gegen erscheint unsren meisten Lehrern immer noch als Haupt- ansgabc jene tote Gelehrsamkeit, die aus den Klosterschnle» des Mittelalters übernoinmen ist; im Vordergrunde steht der granimatikalische Sport und die zeitraubende gründliche Kenntnis der klassischen Sprachen, sowie der äußerlichen Völkergeschichte. Die Sittenlehre, der wichtigste Gegenstand der praktischen Philosophie, wird vernachlässigt und an ihre Stelle die kirchliche Konfession ge- setzt. Per Glaube soll dem Wissen vorangehen; nicht jener wissen- schaftliche Glaube, der uns zu einer monistischen Religion führt, sondern jener unvernünftige Aberglaube, der die Grundlage eines v'eru'nstalteten Christentums bildet. Während die großartigen Erkenntnisse der modernen Kosmologie und Anthropologie, der. heutigen Biologie und Entwickclungslehre auf mtsretr höheren Schulen gar keine oder nur ganz ungenügende Verwertung finden, wird das Gedächtnis mit einer Unmasse von philologischen und historischeu Thatsache» überladen, die weder für die theoretische Bildung, noch für das praktische Leben von Nutzen sind.- Aber auch die veralteten Einrichttmgen und Fakultäts-Verhält« nisse der Universitäten entsprechen der heutigen Entwickelnngsstnfe der monistischen Weltanschauung ebenso wenig, als die Unterrichts- leituug in den Gymnasien und. in den niederen Schulen." Diese Stichprobe ans der Einleitung mag wohl genügen, um zu zeigen, ans welchem Geiste das ganze Buch geschrieben ist. Durch eine sinnreiche Einteilung ist dem Leser ermöglicht, sich aufs rascheste in dem Gänzen zurecht und zu dem ihn besonders Interessierenden sofort durchznfinden. Der Text ist in viele kleine Absätze geteilt, deren, jeden ein festes Wort, fett gedruckt, ein- leitet.„Unsre Schule",„Unsre Kirche",„Konflikt zwischen Verininft und Dogma",„Philosophie und Naturwissenschaft" und so weiter. Jode Rubrik enthält in knappen Worten ein Häckelsches Urteil zn einer Zeitfrage. Mag es subjektiv sein,— es ist seins, als das eines jedenfalls hvchbedentcnden Mannes. Im Sinne, daß das Ganze eine Art philosophischen Testaments sei, mag man auch an Testaments-Paragraphen denken. Jndcni aber ein Urteil das folgende stützt und so fort, kommt doch ein einheitliches Buch heraus, das man mit Spaimnng auch hintereinander liest. Vier Hanptrubrikcn ordnen wieder das Ganze: Der Mensch; die Seele; die Welt; der Gott. Das erste Hanptstück giebt das, was Höckel selbst, in einem früheren Werke als„Anthropogenie" bezeichnet hat: den Teil des Darwinismus, der sich enger mit der Herkunft gerade des Menschen befaßt. Der Mensch ist anatomisch, das heißt seiitein LeibeSban nach, wie ihn der Anatom uns beim toten Menschen auseinander schneidet, durchaus nur ein hoch entwickeltes Tier. ein Wirbeltier. ein Sprößling des Affen- Stammes. Cr ist es ebenso physiologisch: das heißt in seinen Lebens- crscheinungcn, also als lebendiger Mensch.— dieses Leben entspricht vollkommen dem. was wir auch beim Tier, beim Affen oder sonst wo,„Leben" nennen. Endlich ist er eS embryo- logisch, daS heißt in der Art und Weise seiner Entstehung und Ent- Wicklung als Keim oder Embryo im Mutterleibe; der Mensch geht ans einer einzelnen Ei-Zelle hervor, wie alle andern lebende» Wesen, und die Embryo- Gestalten. die er zunächst im Mntterleibe annimmt, entsprechen vollkomnien denen bei den uqchstvcrwaiidten Sängetieren. So sind wir also berechtigt, das wundersame Erdwesen„Mensch" restlos anfznnehnien. statt in die Theologie, in— die Phylogcnie, nämlich die Naturwissenschaft- liche Lehre von der swörtlich übersetzt)„StammeSgcschichtr" oder Abstammungslehre der Urwcsen, Pflanzen und Tiere. Der Mensch ist bloß ein Ast an dem großen Stammbaum der Lebewesen, natiir- lich entwickelt wie alle andern Aeste dort. Das ist der Inhalt deS ersten Teils,— alles in monumentale Sätze gedrängt, wie sie eben nur der große Begründer und Meister dieser Phylogcnie, Höckel selbst, so geben konnte. Zn jedem Abschnitt ist eine Liste der besten andren Bücher hinzugefügt, in denen der Leser sich genauer über das BeweiSniaterial nnterrichte» kann. Für jeden aber, der sich nur kurz orientieren will, faßt das Kapitel selbst alles Nötigste wahrhaft krystallUar zusammen. Dann kommt in ähnlichen elf Teilen die Seele noch einmal enger an die Reihe. Diese Studie ist philosophisch die interessanteste des ganzen Buchs. Höckel hat schon vor nunmehr vieruiiddreißig Jahren in seinem ersten Hauptwerk, der„Generellen Morphologie der Organismen" sMorphologie heißt Formenlehre I) eine höchst eigenartige Seelcnlehrc entwickelt, die bis auf den heutigen Tag noch lange nicht genügend in ihrer Sonderart philosophisch gewürdigt worden ist. Er steht zwar auf der einen Seite ans dem streng matcrialistischcu Standpunkt, der in der Seele des Menschen nichts andres sieht als eine bestimmte Acußeriing des Stofflichen, des Körperlichen. Wie für Vogt, Molcschott und so viel andre Ratyr- Philosophen des nennzchnten Jahrhunderts, giebt es auch für Häckel keine Möglichkeit einer vom Körper unabhängigen Seele. Wie er in all seinem Denken den„Monismus" betont, also die Denkweise, die in allen Dingen der Welt etwas Einheitliches tMonon heißt griechisch das„Eine") sticht statt eines doppelte» sdualistischen) Wesens, io lehnt er auch bei Seele und Körper des Menschen schroff die Zweiheit" ab— jeneö vollkommeiicZweierlei. auf das z.B. die Lehren 6er christlichen Theologie ihre ganze Auffassung begründet haben. Mit der gangbaren theologischen Meinung über die Seele, th? erden« dasein, ihre besondere himmlische Vestimmnng und ihre vom Leibe unabhängige Unsterblichkeit mutz also auch H.ickel radikal brechen. Auf der andern Seite unterscheidet sich Höckels Seelen- Lehre aber doch sehr wesentlich auch wieder von der Art, wie viele durchaus der Theologie entgegen stehende Naturforscher von heute die Sache fassen. Unser Körper setzt sich bekanntlich aus vielen Millionen kleiner lebender Einzelkörperchen zusammen, den sogenannten Zellen. Jeder dieser Zellen schreibt nun Höckel eine Einzel-Seele zu: eine Zell- Seele. Wie unser Gesamtleib aus den Zellleibern, so setzt sich unsre Gesammt-Seele aus den gell-Seelen zusammen, zumal aus denen der Gehirnzellen, die in der allgemeinen Arbeitsteilung unsres Organismus das»Seelische' noch besonders stark in fich ausgebildet haben. Wo immer bei Tieren und Pflanzen Zellen auftreten, haben diese ebenso ihre gell-Seelen. Ja da« niedrigste Urwesen, das nur aus einer einzigen gelle überhaupt besteht, hat doch auch noch seine einzelne Zell-Scele. Ader auch die Zelle lästt sich, so gut wie körperlich, auch seelisch noch wieder zerlegen. Die noch viel winzigeren einfachsten Lebeusteilchen, die sie aufbauen und die Höckel„PlasttduU" nennt, haben jedes für sich ihre Piastidul- Seele. Und endlich die Atome, die letzten denkbaren Stoffteile überhaupt, haben noch Atom-Seelen. Diese Seelenlehre läuft also im letzten Ende hinaus auf Goethes Satz: kein Geist ohne Stoff— aber auch kein Stoff ohne Geist. Die ganze Welt erscheint bis ins Innerste hinein durch und durch beseelt. Seele ist einfach eine Grundeigenschaft aller Materie. Höckel macht dabei übrigens noch«ine engere Unterscheidimg zivischen Seele und Bewußtsein. DaS Vewuiztsein ist ihm eine Eutwicklnngsform der Seele, die sich wahrscheinlich erst bei den höheren Tieren einstellt. Die niederen, einfacheren Seelen bis zum Atom hinab haben wohl Empfindung mld Willen, aber noch kein echtes Bewußtsein. Die Erörterung dieser schwierigen Fragen füllt den zweiten Die Vertrauensämter der Berliner Soeialdemokratie. A. Vcrtrauenspersoncn: I. Wahlkreis: E h r i st. Bahn, Kanonierstr.gS, v.III.b.Hahn. G u st. Seiler, Liegnitzcrstr. 11, tz. S Tr. 11. Wahlkreis! Johannes R a n t m a n n, Urbanstr. 120, IV. Gustav Schmidt, Alexmidrinenstr. 7, H. II. III. Wahlkreis: Stephan Fritz, Ora»ie»str. 157, v. 4 Tr. IV. Wahlkreis: N o b. W e n g e I s, Große Frankfnrterstr. 133 (Ost) Hof pari. Otto Franke. Pallisadenstr. S, H. pari. IV. Wahlkreis: Emil Voigt, Pticklerstr. 38, Part. (Südost) Paul Böhm, Falckensteinstr. 21, in. V. Wahlkreis: Karl Lange, Dragonerstr. 15, pari. Johann Sassenvach, Jnvalidensw. 118, Onergeb. I. VI. Wahlkreis:(Moabit): Johann Pfarr, Putlitzstr. 10, vorn parterre. (Wedding und Oranienburger Vorstadt): Eugen Ernst, Ackerstr. 83, vorn III. (Rosenthaler Vorstadt und Gesundbrunnen): Herm. Raschle, Hochstr. 32b, vorn part. (Schönhauser Borstadt): K. Wünsch, Schlie- nlannstr. 45. T»Itow-BeeS!ow-Charlottenburg: Wilh. Eber- Hardt, Charlottcnburg, WilmerSdorferstr. 88a. Riederbarnim: Adolf Gartz, Weißens«, Lehderstr. 5. 6. Prefikommission: I. Wahlkreis: August Täters w, Annenstr. 26, part. Karl W o ldt, Kanonierstr. 18, 8 Tr. II. Wahlkreis: Schlade, Bellcalliancestr. 76, 3 Tr. Ferdinand Ewald, Schönlcinstr. 6. III. Wahlkreis: A. Wartenberg, StralanerAllee 17a, v. 2 Tr. R o b. Hinze, Grüner Weg 87, Iii, bei Kühn. IV. Wahlkreis 80.: Paul Hoffmann, Oppelnerstr. 21. 0.: Adolf Hoffmann, Blumenstr. 14. V. WahlkreiS-A d. Roth. Schönhauser Allee 2. W. Friedländer, Elsasierstr. 25. VI. Wahlkreis: Karl Leid. Soldinerstt. 87. Wilhel m Freythaler, Gartenplatz 1. Nieder-Barnim. O. John, Oberschöneweide. Siemensstr. 2. Emil G e r st en b erger, Weißensee, Lehder- straße 115. Teltow- BeeSkow. Otto Görke, Charlottenbnrg, Wallstr. 68. Fritz Hoppe. Nixdorf, Ercksir. 10, II. Alle hier genannten Parteigenossen nehmen Beschwerden, An- regungcu«. in Bezug auf die Presse entgegen. v. Die Vorsitzenden der Wahlvereinet I. Wahlkreis: Fritz Felge ntreff, DreSdenerstr. 83. II. Wahlkreis: Richard Fischer, Krenzbergstr. LS. III. Wahlkreis: Franz Hoch, Adnliralstr. 7, IV. IV. Wahlkreis80: Richard Weise, Forsterstr. 39, H. III. 0: Paul Schneider, Blumenstr. 48, III. V. Wahlkreis: Arnold Zitze Witz. Mendelssohnstr. 15, H.III. VI. W a h l k r e i S: Max Kiesel, Schulstr. 22. Teltoiv-BeeSkolv-Storkoiv- Charlottenbnrg: Kurt Vaake, Chnrlotteuburg, Leibuitzstr. 87. 0. Lokalkoinmission: I. Wahlkreis: W. M a n a s s e, Neue Grünstr. IS. F. Lucht, Hasenheide öl, Quergcb. IV. II. Wahlkreis: Albert Faller, Schöueberg, Goltzstr. 38, W. M e w s, Gräfestr. 6, 2. H. l. Ausg., I. III. Wahlkreis: Wilhelm Hinz, Prinzenstr. 66, v. IV. Emil R o s i n, Reichenbergerstr. 26, v. IV. IV. Wahlkreis: O. Blume, Gubenerstr. 6. part. (Ost.) O. Galle, Koppenstr. 8, vorn II. IV. Wahlkreis: Karl Scholz., Wrangelstr. 110, Part. (Südost.) R. Sasse, Piicklerstr. 49, vom I bei Kühn. (für Treptow.) Richard Hackelbufch. Cuvrhstr. 16, Seitenfl.II. V. Wahlkreis: Wilhelm Spät. Weinstr. 28. part. Gustav Busse, Sophienstr. 28/20. VI. Wahlkreis: Karl Fischer. Beusselftr. 9(für Moabit). I. Kaiser, Dalldorferstraße Nr. 20(für Oranienburger Vorstadt und W e d d i n g). W. G a tz m a u u, Erünthalerstr. 65(für die Rosenthaler Vorstadt und Ge- s u n d b r u n n e n). O. R i tz m a n n, Wörtherstr. 11, Seitenfl. III (für die Schönhauser Bor st ad i). Briefsendungen, Anfragen usw. in Lokalaiigelegeuheiten sind an den Obmann Karl Scholz, Wrangelstr. 110, part., zu richten. S. SsgttattouS-Kommission für die Provinz-Bandrnbnrg: I. Wahlkreis: Alwin Schuster, O.. Stratzmannstr. 2. II. Wahlkreis: Paul Scholz. 8., Fidiciustr. 85. III. Wahlkreis: Karl D i m m i ck. 8.. Luisen-Ufer 11. IV. Wahlkreis: Albert Wasewitz, O., Pallisadenstr. 83. Wilhelm Jöckiel, 80., Köpnickerstr. 190. V. Wahlkreis: Fr. K o tz k e, NO., Marienburgerstr. 31. VI. Wahlkreis: H e r ni a n n G r a s h o l d, N., Dunckerstr. 83. » F r i tz W a s ch o w s k i, H., Antoiistr. 34. Teil. Im dritten wird der Darwinismus zu einer EntivicklungZ« geschichte der uns erkennbaren Welt erweitert. Die beiden großen Gesetze der modernen Chemie und Phhfik: da» Gesetz von der Un- zerstörvarkeit des Stoff« und das Gesetz von der Erhaltung der Kraft werden unter dem Begriff„Siibstanz-Gesetz" einheitlich zusammengefatzt. Es ist das llniverialgesetz oder koSmologifche Grundgesetz. Das Weltall in seiner Gesamtheit wird als das einzig mög- liche Perpetuum mobile bezeichnet. Für die engere Vorstellung vom Bau der Weltsnbstanz werden gewisse Hypothesen, die I. G. Vogt aufgestellt hat, als wahrscheinlich betont. Die Kant» Laplaeesche Weltbildungslehre wird als die immer noch annehmbarste Ver- mutung bestätigt. Jeder äutzere Eingriff in diese glatte Eilt- wicklniigsvahn der Welten wirb hier ebenso entschieden ab- gelehnt wie beim Menschen. Es giebt nach Höckel keine weis« Vorsehung, keine sittliche Weltordmmg im Weltgeschehen. Nur eine absolut zwingende Notwendigkeit. Sie baut Welten innerhalb der Substanz und zerstört sie wieder. Keinerlei Ziel der Entwickelnng wird nn« ersichtlich und es ist Höckels feste Melnnilg, daß wir uns bei dieser Erkenntnis wissenschaftlich vemhigen müssen. Der vierte und letzte Teil handelt dann' noch von Gott. Er ist in der Polemik der schärfste. Sämtliche bisher aufgestellten Gottes- Vorstellungen worden der Reihe nach grell beleuchtet. Die Versuche der verschiedenen dogmatischen Rc- ligionen. diese oder jene dieser Definitionen zur endgültigen für ewige Zeit zum„Gesetz" gleichsam zu machen, dessen Üebertretnng bestraft unrd, rufen den bittersten Groll des Kritikers hervor. Einzelne Sätze nnd Seiten in dieser Gegend sind bereits in noch erregterer Form von streitbaren christlichen Theologen öffentlich beantwortet worden,— ohne datz es, glaube ich, ein Interesse hätte, hier näher auf die Einzelheiten einzugehen. Wer diese ganze negative Seite heute zu seinem Glück schon nicht mehr li ä t i g hat und sich bei seiner Stellung zu den Welt« rätseln Überhaupt und principiell schon längst nicht mehr darum de- kümmert, was unsre Kirchen hier gestalten oder verbieten,— der Teltow- Beeskow- Charlottenbnrg: H e r m a n n S ch u b e r t, Schöneberg, Kobnrgstr. 21. Nieder-Barnim: Georg Frehwaldt, Pankow, Florastr. 36. Vertreter der Polen: Franz Merkowsky, Wallner-Theaterstr. 20. Gevidiks-Zriknttg» Ein prcnsjischcr Staatsanwalt. Gelegentlich der Ans- spemmg der Holzarbeiter beschloh das G c Iv c r k s ch a f t s- Kartell in Nixdorf eine Listeiisatnmlmig für die Ans« ständigen vorzunehmen. Der Vorsitzende der Nixdorser Filiale des Holzarbeiter- Verbandes. Tischler H e n n i g. erhielt vom Genossen Nierich, dem Vorsteher des Gewerkschafts-Kartells, eine Anzahl Listen. Davon gab er eine dem Tischler Lanzen- b e r g e r, damit dieser, wie andre organisierte Arbeiter auch, unter der Hand im Bekanntenkreise Beitrüge entgegen nehmen konnte. Allen, die Listen batteu, war eingeschärft worden,' nicht öffentlich zu sammeln. Als sich Lauzew'erger mit Freunden in einem Lokal am Kottbnser Damm aufhielt und die Liste herum« gereicht wurde, ritz sie der ebenfalls anwesende Steiuträger B a r tz an sich, beleidigte Lauzenberger tätlich und wörtlich und dennnzierte ihn beim nächsten Schutzmann. L. war dem Edlen nämlich auf die Stratze gefolgt, um ihm sein Eigentum wieder abzu« nehmen. Es wurden demnächst angeklagt N i e r i ch als Ver- a n st a l t e r einer nicht genehmigten öffentlichen Kollekte. H e n n i g als Vermittler bei der Ausführung einer solchen und Lauzenberger als anssiihreuder Sammler. In der Verhandlung vor dem Amts- gericht zu Rixdorf betonte der A in t s a n w a l t Conrad, datz gegen die Angeklagten ganz energisch eingeschritten iverden müsse. Wäre ein Streik an nnd für sich schon ein grober N n f u g lNun hört aber alles auf!), s o s e i e s u o ch v i e l in e h r das Sammeln zu G n n st e n eines Streiks. Aus diesem Grunde beantrage er, jeden Angeklagten zu einer Geldstrafe von 30 M. ev. 6 Tagen Haft zu verurteilen. Eine öffentliche Kollekte läge zweifellos vor. HierfürberiefsichderAiiitsaiilvalt aufdas eidlicheZengiiis des Steinträgers Bartz. wonach der Angeklagte Lauzenberger ihm und zwei andren Steiiiträgrrn, die nicht Bekannte des Angeklagten waren, die Liste ebenfalls vorgelegt habe.— Das Gericht verurteilte mir Lauzenberger zu einer Geldstrafe von 10 Mark und sprach Nierich nnd Hemiig frei. Der Vorsitzende Amtsrichter Schreiber führte aus: Die Freisprechung von Nierich und Hennig müsse erfolgen, tveil sich das Gegenteil ihrer Behanptmig, dem Angeklagten Lauzenberger nnd andern wäre das öffentliche Sammeln nntersagl worden, nicht erweisen lasse. Stehe nun auch fest, datz Lauzenberger thatsächlich unter Fremden, also öffentlich gesammelt habe, so genüge doch eine Geldstrafe von 10 M. Seine Versehlung sei nur eine geringfügige imd das Gericht könne nicht mit dem Amtsanivalt in jeder S t r e i k s a m m l n n g groben Unfug sehen. Es gäbe manche sehr be- ijc ch t i g t e Streiks. Der Staatsanwalt, der in amtlicher Eigenschaft das Wagestück riskiert, einen Streik und das Sammeln für Ausständige als g r o b e n U n f u g zu bezeichnen, lvürde ein für sich sehr nütz« licheS Werk unternehmen, wenn er den§ 152 der Gewerbe- Ordnung, die hierzu in Betracht kommenden Kommentare und ebenfalls den K 860 Absatz 11 deS Strafgesetzbuchs noch einmal durchläse. Soweit der vorliegende Fall in Betracht kommt, darf man wohl annehmen, datz auch die Unternehmer in der Holz- i n d n st r i e die Auffaffung des Herrn Conrad zu berichtigen suchen, da der Vorwurf des groben Unfugs sich ja eigentlich gegrn f i e richtet. Denn sie waren eS ja, die die Arbeiter durch gemeiiisameii Beschlutz von ihrer Benffsthätigkeit ausgesperrt oder, um die von Withalm II. in der Bielefelder Li e d e gebrauchten Worte an- zuwenden, sie an freiwilliger Arbeit gehindert haben, Die Verfroinmungs-Verordniurg für SchlcSwig-Holsteiu sollte der Parteigenosse PäaSburg dadurch übertreten haben, datz er am 24. Dezember 1809, einem Sonntage, soeialdemokratische Flug« blätter verbreitet hatte. Da die Blätter von ihm sichtbar ans dem Arm getragen wurden, erklärten die Behörden und die Gerichte erster nnd ziveiter Instanz seine AgitatiouSthätigkeit für eine öffent- lich bemerkbare Arbeit, die durch jene Oberpräfidial-Verordnniig an Sonn- und Feiertagen verboten ist. P. wurde zu einer Geldllrafe von 3 M. verurteilt. DaS Landgericht in Altona führte anö, datz eine Störung der Soimtagsrnhe oder eine Verletzung des religiösen Gefühls nicht erforderlich sei, um die Vestrafmig des Angeklagten zu rechlfertigen; es genüge die öffentliche Vemerkbnrkeit der„Arbeit". Die geringe' Strafe sei angemessen, weil das religiöse Gefühl der Insassen des OrtS. wo die Flugschriften verteil wurden, nicht verletzt worden sei.— Auf die Revision des Angeklagten hob der Strafsenat des Kammergerichts das landgerichtliche Urteil auf und sprach P. mit folgender Begründung frei: Die Verordnung des Oberprästdenten vom 20. Februar 1806 beruhe ans der Kabinettsordre voni 7. Februar 1837, die dem Schutz der änhercn Heilighaltung der Sonn- und Feiertage geividniet sei. DaS Verbot jeder öffentlich bemerkbaren Arbeit an Sonn- und Feiertagen sei darum nur insoweit rechtlich begründet, als jene Arbeit geeignet sei, das religiöse Gefühl des Publikums in seiner Allgemeinheit zu verletzen und die Feiertagsruhe zu stören. Die Anwendung der Oberpräsidial- Verordnung fetze dies voraus. Wenn nun der Vvrderrichter sage, es wäre gleichgültig, ob das religiöse Gefühl verletzt sei. dann sei daS ein Rechlsirrtüin, der die Aushebung der Vorentscheidung notwendig machte. Mit Bezug auf die Strafzimiessnng babe aber das Land- gericht zugleich gesagt, eine Berletznug des religiösen Gefühls liege nicht vor. Darin sehe der Strafsenat eine negative thatsächliche Feststellung. so datz er in der Lage sei, ohne weiteres den An- a-stagten freizusprechen, wird über manches da rasch wegblättern und sich lieber den letzten Abschnitten zuwenden, die Höckels eigne, positive Meinung Über Religion darlegen, Höckel nimmt für sich den Staildpnnkt Spinozas und Goethes in Anspruch. Er will weder den Begriff Religion noch das Work Gott überhaupt verworfen sehen. Der Monismus schlage die Brücke von der Wissenschaft zur Religion. Die alte göttliche Triiütät werde in neuer Form nnd lebendig als die Dreieinigkeit der Wahrheit, der Schönheit und der Tugend. Nicht einer gewalt- sinnen- Revolution, sondern einer vernünftigen Reformation unsres religiösen Geisteslebens bedürften wir. In ihrem Kern mutzte» Naturerkenntnitz, edle Humanität und ein frohes Genietzen des allein vorhandenen diesseitigen Lebens stehen. Die künftige Kirche werde die Natur selber sein. Das Buch schlietzt mit vcr- föhiiettden Worten über die Milderimg aller Gegensätze durch kon- seqnentes klares Denken. Und für das Buch selbst liegt die Ber- fohnung ganz unbedingt hier. Auch der schärfste philosophische Gegner sollte Höckel Dank wissen, datz er gewisse große Ideen des neun- zehnten Jahrhunderls mindestens mit einer Konsequenz hier dargelegt hat, tvie wir sie bisher in keinem Werke besessen haben. Dieses Buch über die„Welträtsel" ist recht eigentlich Höckels monistische, vereinheitlichende That sich selber gegenüber. Kein Dualismus unklarer Widersprüche bleibt in dem Philosophen Höckel nach dieser That für das Urteil der Nachwelt übrig. Sich ganz hat er darin gegeben. Das ist aber schlietzlich die Hauptsache. Wer dieses Buch liest, bekommt einen grotzen, einen sehr grohen Ratnr- forscher nnscer Zeit niivcrwirrt bis ins Herz seiner Person und seines Denkens zu sehen. Weil es aber ein so„grotzer" ist, ist doch wohl anzunehmen, datz über seine Schulter weg doch auch etwas leuchte von dem Lichtfüiikchcii. das wir alle in der Finsternis unsres Gedaiikeubergivers keuchend und tastend suchen: dem wirk- lichen guten Sternlein der Wahrheit. Wilhelm Bölsche. Eine unzulässige Poltzciverorduuug. Eine für Essen er- lassene Polizeiverordiimig vom 20. Juli 1805 bedroht den mit Strafe, der in Essen Bier einführt, ohne die für Stenerzwecke vorgeschriebene Nachtveismig beizubringen. Wegen Üebertretnng dieser Be- stiiniuinig war der Hotelier E. verurteilt � worden, 60 Mark Geldstrafe zu zahlen. Das Landgericht hielt die Verordnung aber für imgiiltig und sprach E. au? diesem Grunde ans seine Be- nifung hin frei. Die Staatsamvaltschaft legte Revision ein, hatte aber damit keinen Erfolg. Der Strafsenat des K a in m e r g e r i ch t s erkannte gleichfalls zu Gimsten des Angeklagten und führte ans: Die fragliche Polizeiverordiinng sei r e ch t s u n aii l t i g. Die Staatsanwaltschaft irre sich, wenn sie annehme, datz der§ 6i des PolizeiverwaltungSgefttzeS die Verordmmg stütze. Sie lasse sich vielmehr durch da« genannte Gesetz überhaupt nicht rechtfertigen und ebensowenig durch die§§ 132, 143 und 144 des Gesetzes über die allgemeine Landesvertvaltnng. Sie n erangelegen heilen könnte n nicht durch Polizeiverordnungen ge- regelt werden._ VvvlÄmtttlunlgen. Im Nrbeitervertrctcr-Vcrein, der am Donnerstag eine Ver- sainnilniig abhielt, erläuterte S i in a n o w s k i die Rechte und Pflichten' der Schiedsgerichts-Beisitzer. In der Debatte, die sich daran knüpfte, wurde auch die Frage aufgeworfen, ob es nicht angebracht wäre, datz seitens der Arbeiterschaft in Berlin ein Mann angestellt würde, der die Aufgabe hat, als Vertreter der Arbeiter, welche ihr Recht bei den Schiedsgerichten und beim Reichs- Versichcrnngsaint silchen, zu fungiere». Man wies darauf hin, datz das Münchner Arbeitcrfekretariat für Bayern eine solche Funktion ausübt, und zwar mit dem Erfolg, datz am bayrischen Landes- Versicherungsamt 80 Prozent aller Klagen zu Gunsten der Arbeiter erledigt werden, während beim Neichs-VersicherimgSamt, wo die rechtsuchenden Arbeiter einen ständigen Vertreter ihrer Interessen nicht haben, nur 18 Proz. der Streitfälle zu Gimsten der Arbeiter ansfallen. Die Richtig- keit dieses Zahlenverhältiiisses wurde von andrer Seite an- gezweifelt. D ä h n e meinte, die 80 Proz. der für die Arbeiter günstig perlailfeneii Fälle in Bayern würden sich wohl nicht auf alle' am Laiides-Nersicherniigsaiiit anhängig gemachten Klagen, sondern nur ans die zur Kenntnis des ArbcitersekretariatS gelangten beziehen. Im übrigen waren Dähue nnd einige andre Redner der Meinniig, datz sich die Anstellimg eines ständigen Ver- treters der Lrbeiterintereffen wohl empfehle, soweit es sich um Berliner Streitfälle bandle, da sich hier der Vertreter mit den Nechtsnchenden persönlich in Verbindung setzen könne. Bei Klagen, die von auswärts eiugereidjt werden, wo also eine persönliche Fühlung des hiesigen Vertreters mit der klagenden Partei ansge- schloffen ist. könne auch der Vertreter nicht viel ausrichten. Weiter war man der Meinung, datz sich die Thätigkeit eines solchen Vertreters voriviegend auf Erteilung von Rat und Anfertigung von Schriftsätzen erstrecken müsse, denn es sei sehr wohl anzunehmen, datz der be- treffende Vertreter zur mündlichen Verhandlung vor dem Reichs- Vcrsichernngsamt nicht zugelassen werde, weil die Behörde ihn als einen geschästsinäßigen Vertreter ansehen werde. Nachdem dieser Pimkl der Tagesordnung erledigt war, berichtete S im a n o w s ki über den Besuch, den der Verein am Sonntag der Lniigen-Heilstätte am Grabows« gemacht hat. Hauptsächlich habe sich das Interesse der Besucher den beiden neuerbauten Pavillon? zugewandt. Diese würden am I. Juli in Benutzinig genommen werden. Sie bieten in Zimmern zu je 2—8 Betten Raum für 108 Personen, die Eiimchtmig der Ziminer, Korridore ze., sei eine recht zufriedenstellende, für Luft und Licht sei überall ausreichend gesorgt. Der Verband der Manrcr(Zahlstelle n) hielt am 27. April eine Nersämmlmig ab. Die Anwesenden ehrten zunächst die im 1. Onartal verstorbene» Mitglieder in der üblichen Weise. AlSdami gab der Kassierer Braun den Kassenbericht vom 1. Quartal. Die Einnahmen betrugen inkl. 5002.00 M. alten Bestands 9600,40 M., die Ausgaben betrugen 5522,50 M. Der VergnügungSfondS hatte eine Einnahme von 51,75 M. und eine Ausgabe von 187,67 M. Das Deficit vom 4. Quartal 1890 betrug 352,67 M., so datz ein Deficit von 300,92 M. bleibt. Hierauf hielt Reichstags- Abg. Dr. Herz- f e l d einen Vortrag über den Arbeitsvertrag nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch. Einige an den Redner gestellte Fragen wurden von ihm zur Zufriedenheit' beantwortet. Unter VereinSangclegenheitcn wurden nacki§ 15a nnd b deS Statuts nenn Maurer wegen Äceordarbeit anS- geschloffen. Tie Rammer hielten am 3. Mai im Lokal Bergstraße 12 eine außerordentlich stark besuchte Versammlmig ab behufs Stellung- nähme zu den von der Berliner Innung vorgeschlagenen Zngeständ- niffe in der Lohnfragc. Dieselbe hat sich bekanntlich bereit erklärt, statt des geforderten StmidenlohnS von 50 Pf. einen solchen von 48 Pf. zu zahlen. Außerdem sollen die Ucbcrstuiiden von 6 bis 0 Uhr abends, wie gefordert, mit 25 Proz., die Nachtstunden von 0 Uhr abends bis 7 Uhr morgens mit 50 Proz. Aufschlag bezahlt werden. Bisher gab es hierfür nicht den geringsten Zuschlag, trotzdem die Nachtarbeit bei der Stratzcnbahn zicinlich häufig vorkommt. Die Innung bat auch durchblicken laffeu, daß sie vom 1. Januar nächsten Jahres ab die verlangten 50 Pfennig zahlen würde. Die Versammlung erklärte sich mit diesen Zngestäudnisseii, nachdem die Lohiikommission sehr warm für die Ainiahme derselben plädiert hatte, einstimmig einverstanden. Gegenüber der Steglitzer Innung behielten sich die Versammelten vor, eventuell zu gelegener Zeit die gesamten ursprünglich aufgestellten Forderungen zur Geltung zu bringen, falls dieselbe sich nicht innerhalb acht Tagen bereit erklärt, den mit der Berliner Innung vereinbarten Tarif anzuerkennen. Die- selbe hat bisher nur eine Erhöhung des Stmidenlvhns um 2 Pf. unter gleichzeitiger Verkürzung der Fliiifzehn-Minnten-Pansen auf die Hälfte zugestehen wollen. Es wäre daS eine positive Verschlechte- rung. Bezüglich der Maifeier wurde mitgeteilt, daß es bei der Firma Wickel In Nixdorf zu Differenzen gelomuleu sei und dah der Steinsetzmeister Krüqer-Bcrlin die Rammer, sdie gefeiert hatten, ent- gegen der mit der Innung getroffenen Vercinbarnng, am folgenden Tage entlassen habe. Der Verein Berliner Droschkenkutscher hielt seine Mit- giederversanunlnng für das erste Bierteljahr 1900 in den Armin- hallen ab. Nachdem der Vorsitzende Kniitter der im vorigen Quartal verstorbenen Vereinsmitglieder Grundner, Klähn und Dittmann ge- dacht und die Versammelten deren Andenken in üblicher Weise ge- ehrt hatten, erfolgte die Erstattung des Geschäftsberichts für das erste Vierteljahr dieses Jahres. Ans demselben sind folgende Eiiizel- Helten hervorzuheben: Im VeretnSbureau, Schiitzenstrafze SS, wurden l80 Protokolle in Fahrangeleqenheiten aufgenommen sowie 441 Briefe und Karte» ausgefertigt. An Fnndsachci! wurden 4S2 Gegenstände im Fundburcau eingeliefert, von diesen 209 von den Eigentiimcrn reklamiert und von diesen 430,80 M. Finder» lohn gezahlt, welches an die betreffende» Kutscher abgefiihrt tvnrde. Dem Verein neu beigetrete» sind 68 Kollegen, am Schlust des Viertel- jahrs zählte der Berein 1291 Mitglieder und besah ein Gesamtver- mögen in Höhe von 7486,88 M. Der Geschäftsbericht fand keine Beanstandung und wurde der Vorstand entlastet. Es folgte eine längere Beratung beantragter Acnderungen der Statuten, worauf beschlossen wurde, am 16. Juni im Schweizergarten das diesjährige Stiftungsfest zu felör». Hebet die den Droschkenfiihrern durch das Triebfuhrwerk wie auch durch Antomobilfahrzenge zu- gefügten Schädigungen infolge unlauteren Wettbewerbes wurden wieder lebhafte Klagen laut und der Vorstand beauftragt, zusammen mit de» Vereinigungen der Fuhrherren energische Schritte hiergegen zu unternehmen bezw. solche anzubahnen. Ein weiterer Bcschlu'h der Versammlung ging dahin, am 1. Mai das Vereinsbureau geschlossen zu halten. Contralvervnnd der Elcktromontenrr. Die beiden hiesigen Sektionen hielten am 28. April eine Versammlung ab, die sowohl von Mitgliedern wie auch von Gästen gilt besucht Ivar. Der erste Punkt der Tagesordnung wurde durch einen Vortrag über„Vor- gangenhclt, Gegenwart nnd Zukunft der Elcktricität", gehalten von Herrn Professor Dr. Biscan, Leiter der Kommunalanstalt z» Töplitz, ausgefüllt. In der dem Vortrag folgenden Diskussion forderte Abraham die Anwesenden auf, sich Mann für Mann dem Central- verband der Elektromonteure anznschliehen, damit auch diese Berufs- «nippe einmal im stände ist, eine Besserstellung der Lage der Arbeiter erbeiznfiihren. Die Arbeiter und Arbciterimtett der Nnilinbranche hielten am 27. April eine Versammlung ab, in der ReichStagS-AbgeordNetcr Z u b e i l über das Jnvalideiivcrsicherimgs-Gesetz sprach. Ein Mit- alicd des christlichen Vereins„Arbeiterschutz" kritisierte in der DiS- lnssion die Mißstände in der Anilinfabrik. Zubeil machte den Redner darauf aufmerksam, wie gerade der Verein.Arbeiterschutz" wieder- holt die Arbeiter geschädigt habe, wenn sie bei Streiks gegen die geschilderten schlechten Arbeitsverhältnisse auftraten, nicht selten seien von diese» Vcrciuctt den Unternehmern die Streikbrecher zugeführt worden. KOKGKKSAGGKGKKGOGGKAHOKEOGKOGjOiGVOAOESGHONOSGAAOSGGGGGGNKSKOAOt BARNUM& BAILEY* GRÖSSTE SCHAUSTELLUNG DER ERDE. 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Berliner Partei-Angelcgeicheitr». Achtnug, t. Wahlkreis! Den Parteigenofic» zur Ziuchricbt, dah die Mitglieder des WahlvereiuS aiu Sonntag, den 13. d. M. einen Ausflug nach Stralau und Treptoiv machen. Treffpunkt um V?3 Uhr im Bootshaus des RudervercinS„Ä o r>v ci r t S" in Stralail an der Kirche, welches uns zur Besichtigung in liebenslvürdigcr Wei zur Verfügung gestellt ist. Gleichzeitig wird eine kleine Regatta stattfinden. Um'.25 Uhr Spaziergang nach Treptow. Um 5 Uhr Vortrag in der Treptower Sternwarte über„Die Er forschung der Vennsobcrfläche". Abends Beobachtung der Venus durch das Riesciifernrohr. Villcis zur Treptower Sternwarte sind zum halben dtaffeupreis bei Mörschel. Jiideustr. 33, Moll, jUostcr slrafie 101, Preutz. Reue Fricdrichsir. 20, Felgentrefs. Dresdenerstr. 33, ■Cppcl, Fifchcrstr. 33, II., und bei den BezirkSfiihrcrn zuhaben. Rege Beteiligung ellvartet Der Vorstand. Zweiter Wahlkreis. Der 23 a h I o c r e i n hat eine neue Zahlstelle eröffnet bei Reichelt. Rcstauratcur, Hasen beide 47. Ain Dienstag, den 8. Mai, abends Punkt VaO Uhr. det im Königshof, Bülowswafie 37, eine öffentliche Wahl ercinSversammlnng statt, in welcher RcichStagS-Abgeorductcr R o f e n o w über:.Junkertum, I u d u ft r i c und Ar b e i t e r k l a s s e im Kampf um die Handelsvertrags Politik" referieren wird. Der Vorstand ladet zu dieser Ver fammlung neben den Mitglieder» besonders diejenigen Genossen ein die noch nicht Mi tglicder des 23ahlv'ereinS find und erwartet zahlreichen Beitritt, weil die Zahl der BereinSmitglieder in gar keinem Verhältnis steht zur Zahl der bei den Wahlen zu Geuoffeit sich Bekennenden. «ocialdemokratischcr Wahlvcrein im 6. Berliner Reichs tagS-Wahlkreiö. Ten Rkitglicdcrn in Moabit und Schönhauser Vorstadt zu Nachricht, dafi zu der am 13. stattfindenden Vormittags Vorstellung in der Urania noch Billets bei Pfarr. Pnttlipstr. 10. zu haben sind. Die Bezirksführer werden ersucht, hiervon Notiz zu nehmen. Den Vorstandsmitgliedern zur Nachricht, dafi die nächste Vorstandssitzung am 0. Mai, abends 3 Uhr bei Glcinert, Schulstr. 2g stattfindet. Der Vorstand. Freie Volksbühne. Heute nachmittag III, Abteilung im Lessing Theater: Die drei Töchter des Herrn Tiipont. Gleichzeitig nach mittags 2-Vt Uhr. im Carl Wcitz-Thcater. I. 21 b t c i'l>> n g Abschied vom Regiment, von O. E. Hartlebc». F r i tz ch c n i'O» Herrn Sudermann. Abschieds sou per, von Arthur Schnitz ker. Der gedruckte Kassen- und Verwaltungsbericht ist im Theater bei den Ordnern unentgeltlich zn haben. ' Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. Samaricr-Kursns für Arbeiter und Arbeiterinnen. Wir machen nochmals darauf anfincrksain, das, morge».?jMontag. abends 8 Uhr, in uiisrcr Centrale ein neuer Kursus beginnt. Der geringe Beitrag crmöglicht es einem jede», sich daran zu beteiligen.(Siehe Inserat.) Gleich, zeitig machen wir darauf aufmerksam. Austräge für die Samariterkolonue rechtzeitig dem Vorsitzenden Emil Stein, Char- lottenburg. Kaiser Friedrichstr. 40, zu überniittcln. Der Vorstand Spandau �findet Montag im Restaurant Älcinert eine Ersatzwahl zur Stadtbcrordnctcn-Versammlung in der z tv e i t c n 2tbteilimg statt. Die Parteileitung am Ort empfiehlt den Genossen, ivelche Wähler dieser Llbtcilung sind, für den vom Gastlvirtcvcrcin aufgestellten Biervcrlegcr W a ß m n t als dem„kleineren Uebel" ihre Stinime abzugeben. Schönrbcrg. Die Versammlung des socialdemokratischen Vereins findet Montag bei Obst, Grunelvaldstr. 110. abends 8 Uhr. statt. Vortrag des Genossen Schubert über Punkt 3 des II. Teils unsrcS Programms, Billets zur Treptolver Sternwarte sowie Badeanstalt sind) bei den bekannten Genossen z» haben. Steglitz— Friedenau. Die Betsammliing des Arbeiter Sil billig a- Vereins findet Ticiistagabeud bei Grube in Friedenau statt. Vortrag:„Das Fleischeinfiihr-Verbot". Zchlcndorf. Stach langer Zeit ist cS uns geluttgen. ein Lokal zur Abhaltung von Parteiversammlnugeii zu erhalten. Die erste öffentliche Versammlung findet heute Sonntag, den 6. M a i mittags 2 Uhr, im ,. W a l d s ch I ö fi ch c it", an der K r u m m e n L a n k e(neben der Bade-2lnstalt) statt. Reichstags- Abgeordneter Z u b c i l wird über„Die Flotlenvorlagc" sprechen r.a aufierdem noch die Gründung einer eignen socialdemokratischen Orgänisatio» am Ort erfolgen soll, ist das Erscheine» aller Zchlcn- dorfer Arbeiter iiotivendig. Der Einberiifer NonttnunÄles. Taö Ehrcubürgcrrecht für Tr. LaugcrhauS. Die Stadt- verordneten Jiistizral Meyer, Gcrstcnbcrg. Michelet, Cassel. Jacobs, R-ichiiow, Frick, Liebermann. Singer, Dr. Rüge, Dinse, Dr. Nemnann haben folgenden Antrag in der Stadtverordneten-Versammlung eingebracht: „Die Stadtverordneten- Versammlung bcschlicstt, dem Herrn Stadtvcrordnetcn-Vorsteher Dr. Langerhans an- läfilich feines 80. Geburtstags da? E h r c n b ü r g e r r e ch t der Stadl Berlin zn verleihen, und ersucht den Magistrat, sich diesem Beschlüsse anzuschließen. Tas MagistratSkollcgittM hat die folgende von der städtischen Schnldepiitation vorgelegte D i e n st a n iv c i s u n g für die Dirigenten der st ä d t i f-ch e n F o r t b i l d u n g s s ch u l e n der Perjoiialkommissiou des Ptagistrats zur Vorberatimg überwiesen. fs 1. Die t/ciier der FortbisdniigSschsileii, welche»»eben der Leitung einer städtischen FortblldnugSschnle eine anderweitige Schiillcituiig von den städtischen Behörden nicht übertragen ist, werden als Tirigcnten bezeichnet.� fj 2. Di« Dirigenten werden durch Vertrag auf vierteljährliche Kündigung migcnommen. Tie Kündigimg findet zum 1. April oder t. Oktober statt.§ 3. Jedem Dirigenten liegt die Leitung einer Fortbildimgsschiilc und der etwa damit vc'c- bimdcncn Abteilungen dcS GciverbeiaalS und der TischlerschuIeob. Er hat sich dabei nach den Grundsätzen für die Verwaltung des Fortbildiings- schnkwcsenS der Stadt Berlin zn richten, auch die Weisungen des zuständigen SchiilinspcktorS und der Direktoren des GewcrvcsaalS und der Tischlerschnle, sowie der Schnldepiitation bezw. Gewerbe- depiitation zu befolgen.§ 4. Ter Dirigent muß z» allen Zeiten, in denen Unterricht an der Fortbildungsschule beziv. den Abteilungen dcS Gcwerbesaals und der Tischlerschnle erteilt wird, im Schulhanse «mvesciid sein. An dem S ch n i g o t t e S d i c»st muß er teilnehmen.§ 5. Der Dirigent muß den regelmäßigen Schul- betrieb überwackten, die Aufnahme der Schüler bewirken, das Schulgeld � einnehmen und an die Sladt-Hauptkasse bezw. die Hanpt-Sliftungskasse abführen; auch die vorgeschriebenen Berichte erstatten. H 6. Es wird von dem Dirigenten erwartet, daß er mit dem Reltor der Gemeindeschnle, deren Haus die Fortbildungsschule benutzt, ein gutes Einvernehmen unterhält.§ 7. Der Dirigent muß sich mit dem Unterricht in den einzelnen Kursen genau bekannt machen, die Lehrer nötigenfalls thunlichst beraten und über die bemerkten Mängel, sowie die Vorschläge über ihre Slbslellung dein Schulinspcltor Vortrag hallen.§ 8/ Der Dirigent muß den Schülern mit Bezug auf ihre Ausbildung die erforderlichen Ratschläge geben, mit den Meistern der Lehrlinge in geeignete Vcrbiudimg treten, sich mit den Untcrrichtsbcdürfniffen der Gewerbe bekannt machen und überhaupt dahin streben, daß der Zivcck der Fortbildungsschule immer besser erreicht wird. Die Gcueralvcrsauimluus der Stcrbekan'e der städtischen G o in e i n d e b e a m t c n hatte am 30.?spnl er. unter Vorsitz des Stadtrats Kau ff mann beschlossen, das Sterbegeld von 300 au � 420 M. zu erhöhen, daß jedoch neubeitretcnde Mitglieder einen nach Altersklassen abgegrenzten Jahresbeitrag zu zahlen habe». Diesem Beschlüsse ist das MngistratSlolleginm beigetreten. Die hierzu er- forderliche Genehmigung des Ministers des Innern lvird eingeholt werden.—_ UokKles. Werthcim und Jandorf. In den beiden Rainen kennzeichnet sich ein Stück Cnilvickliing im HandelSgewerbe; eine Entwicklung, die mit Riesciischnllcn ihren Gang geht und das Ende dcS kleinen DctailhändlcrS bedeutet. In der letzten Zeit haben die beiden größten Berliner Warenhäuser bc- deutende Vergrößerungen erfahre». Bereits hat Jandorf am Spittelmarkt den mit dem alten Geschäft vcrbiiudcncn Neubau dem Betrieb übergeben, der noch auf ein weiteres Hans ausgedehnt werden soll. An der Ecke der Großen Frankfurter- und SliidreaSstraßc brechen eben alle Mauern zusaumien, um einem Jaiidorfschcn Verkaufs- Palast, gleich dem Por dem Halleschen Thor Platz zu machen. Von den Neubauten der Firma Wcrtheim in der Leipziger- nnd Oranien- straße, die diese beiden Filialen auf die doppelte Große bringen, ist der erste Bau der Vollciidinig nahe, während der zweite rüstig i» Angriff geiioinmen ist: so sind die großen Wareiihäiiscrfirmen in emsiger 2luSdeh»u»gsthätigkcit begriffe». Es ist auch hier die Kon- kurrenz, Kapital gegen Kapital, die zu solchen Kraftanstreiigiuigen zwingt, bei welchem schließlich der untergehende Kleinbetrieb die Kosten zu tragen hat. Die Aktiengesellschaft Warenhaus Tictz er richtet bekanntlich in der Lcipzigerstraße ain Dönhoffplatz eiiieii bis zur Ärausenstraße dnrchgchcndcn Riesenbau und dieser dräuenden Konkurrenz muß das in den Namen Wertheim und Jandorf ver- körperte Kapital durch Stärkung seiner Wettbewerbsfähigkeit bei- zeiten entgegentreten, will es nicht einen Teil feines MarltS ein büßen. Neben der Vergrößerung und Vermchruiig dieser Riesenberkauss- Häuser an und für sich beobachtet man aber auch, lvie sie den Kreis der von ihnen geführten Warengattungen beständig vermehren und dadurch von den Detailhändlern aller Branchen die Kundschaft auf sangen. Man kauft jetzt in den Warenhäusern nicht bloß die Seiden- robc oder die Hansgerätschaften, sondern auch das Viertelpfund Fleischwarcn, welches sonst mir beim Fleischer zil haben war. Der Blick weilt cistauiit ans der unerhörten Mannigfaltigkeit der Artikel der Warenhäuser. Indem diese NicseiiverkansShäiiscr in allen Stadtteilen entstehen und nicht mehr bloß im Centrnm des Berliner Lebens zu finden sind, konzentrieren sie da laufende Publikum der einzelnen Stadtteile ans diese Centralen des Handels, und dem Kleinhändler bleibt nur ein unzi, länglicher Rest. Auch in andren Zweigen des Handels beginnt diese Entivickelimg zur Centralisation vorherrschend zu werden. Die Firma Llschingcr. die sich als ein ständig würgendes und immer größer werdendes Polyp mit ihren Trink- und Cß- Filialen unter den Berliner Wirt- schaftSbetricbcn ansgcdchnt hat, macht auch den Bäckern und Kon- ditoren bereits empfindliche Konkurrenz. Sln der Ecke der Bcnth- und Leipziger Straße eröffnet sie eben eine neue Konditorei von der Größe derjenigen am Sllcrandcrplatz. Die Konzentration ist das Vorherrschende— und praichmlich läutet das Toteuglöcklein für den Kleinbetrieb aus deni Lärm des Großstadtlcbeiis hervor. Wie lächerlich sind doch gegenüber dieser sinnfällige» Eni- Wickelung die Tiraden des großen SparagiieS-Euge» über den socialdemokratischen Zulmiftsstaat! Während sie den SocialiSuiuS bekämpfen und bespötteln, geht alles mit einer gewissen Selbst- Verständlichkeit seinen gewiesenen Gang, nnd deutlich läßt sich, mitten in der brandenden Woge des Großstadtlebenö, alle Tage beobachten, wie sich alles zu den von uns längst vorausgesagten Zuständen entwickelt, die die Borstnfc dcS SocialiSmns bilden. Der Freudentaumel von wegen der dynastischen Feier im königlichen Schloß hält weiter in der patriotisch-miparleiischen Presse an. Der„L o k a l- Ll n z c i g e r" erzählt allerhand Schönes über die Leutseligkeit des 18jahrigen Kronprinzen, und teilt n. o. mit, daß er kürzlich in einem Zehlendorfer Restaurant eine Tasse Kaffee. cincii Fürstenbiiinn und einen Kognak getrunken habe. Einige Zeitiingen aber haben auch dies und das zn bemerken. Wir wollen von der DaSbachschc»„Mark. Aolksztg." absehen, die die Albernheit begeht, zn sagen, daß uiisere nüchterne Slelliuignahme zu den Feierlichkeiten ein Produkt des 2lergcrs darüber sei. daß die Maifeier, obgleich sie umfassender begangen worden ist, als je vorher, nicht nach imscrm Wunsch ausgesallen wäre. Schwerer 'ällt ein bißchen AntiseinitiSnins ins Gewicht. das sich in der„K r e ii z- Z e i t u n g" findet. Es liegt dem Blatte im Magen. daß unter den Damen, die Freitagvormiltag mit der Beivillkommnuiig des Kaisers Franz Joseph beauftragt waren, sich auch ein Fräulein I a c o b i, die Tochter des Stadtverordneten gleichen Namens, befand. Dieser Zlame deutet nach der„Kreuz- Zeitung" nämlich ans jüdischen Ursprung hin, und weil dem so ist, kriegt daS Blatt heraus, daß die Begrüßung durch die genannte Dame eine Bekundung dcö Einflusses ist.' den das Judentum in der Berliner Stadtverwaltung hat. Seltsamerweise hält auch die Berliner Ztg." es der Mühe wert, sich über die gleichgültige Geschichte in einem Leitartikel zu erbosen. Die„Deutsche TagcSztg." weiß zur Feier des Tages nichts andres anzufangen. als ihren Lesern vorzuschwindeln, daß die Socialdcuiokratcn es waren, welche am Donnerstag in der Stadtverordneten- Versammlung die Bcsäiliißsähigkeit anzweifelten. ES ist nicht hübsch von dem Blatt, die Leute, die zur Förderung der Adresscnberatiing zu diesem Mittel griffen, des Umsturzes zu bezichtigen. Gestern vormittag waren die beiden Kaiser zu einer Schieß- b u n g nach I ü t c r l> o l gefahren. Ein Schauspiel, das natürlich großartig war. Jeder Soldat verschoß 120 scharfe Patronen; ans Kanonen wurden aber nicht weniger als 3000 scharfe Geschosse abgc- feuert. Nach dieser Schießübung erfolgte» Ordciiöverteilimgeu. Die Zahl der Unglücksfälle, die in den Berliner Unfallstationen behandelt wurde», beträgt 23. Zu der Veschlustuufähigkeit der Stadtverordnete«- Versammlung am letzten Donncrötag schreibt die„Vvlks-Zcitnng": Wir hören noch zn dieser sonderbaren Gcsckiickite, daß die Erziclimg der Beschlutzunfähigkeit nicht ganz unbeabsichtigt gewesen ist. Nicht etwa um der Adresse(au den Kronpriiizeii) willen, die ja der Zu- 'timmuiig der Mehrheit sicher war. wohl aber mit der Streik- k l a n s c l- F r a g e willen, deren Erledigung hinanSznzieheii man von einigen intercsfierten Seiten für gut' befand. Warum, ist uns nicht recht klar. Glaubte man, am Donnerstag sei gegen den Antrag nicht eine genügende Anzahl von Siadtvcrördnctc» zur Stelle gewesen, um eine Majorität zu stände zu bringen? Nnd war man der Meiming, am nächsten DonnerSlag iverde die Sache der Strciitlausel- Freunde günstiger liegen'< Wir unserseits nehmen mit Bestimmtheit an. daß der Antrag Singer unter allen Umständen eine Mehrheit finde, damit sich die Stadt Berlin nicht vor dem Nnternehmer-TerroriSrnus beuge, der vor dem lächer- lichcn und provokatorischen Versuch nicht zurückschreckt, über die Stadt einen G e n e r a l- B a n- B o y k o t t zu verhängen! Schließ- lich sehen wir es. was wir nicht unbemerkt lassen wollen, als selbst- verständlich an, daß bei der Abstimmung über den Streikklausel- Llnlrng diejenige» S t a d t v e r o r d u c t e u. welche dem boylottlü sterilen Unter nehm er- Ver band ange- hören, als persönlich und materiell beteiligte Jiitcrcssentcn' sich der Stimmabgabe enthalten. Im Ausbau der politischen Organisation kann die Berliner 2lrbcilcrschast wie von manchen deutschen Städten so besonders von Nürnberg noch viel lernen. Dort sind nach der„Frank. Tages- Post" 12 000 Skrbeiter gewcrkschastlich und 6000 politisch organisiert. Wollte Berlin ähnlich günstig dastehen, so müßte es statt der 13 000 organisierten Socialdcmokraten in scinen Wahlverciilcn deren 48 OOC zählen. Alexander der Grosie nnd Excclleuz von Cohn. Als im Jahre 331 v. Chr. Alexander der Große mit seinem Heere diirch die lybijchc Wüste zog und die furchtbare Hitze vcrbimden nfit' dein völligen Wassermangel alle dem Verschmachten nahe brachte, reichten einige Krieger dem Könige in einem Helm etwas Wasser, das sie so glücklich gewesen in einer Pfütze zn sammeln; Alexander goß angesichts des ganzen Heeres die kostbare Labe zn Boden— der König wollte nicht trinken, wo sein Volt schmachtete! 2lls Kaiserin A u g u st a, damals noch Prinzeß von Preußen, auf einer Reise während dcS Winters Frost verspürte, verlangte sie, wie die Zeitungen bei Gelegenheit des Todes der Exeelkenz Cohn melden, auf der Station Dessau nach einer SSärmflasche. Eine solche ivar zwar im Salonwagen der Prinzessin vorhanden. nur fehlte cö an heißem Wasser. Der Reisemarschall eilte daher mit einem Tiener in den Wartesaal. Doch hatte der Wirt gerade sei» letztes Wasser zum Kaffeekoche» ver- wandt und mußte daher mit Bedauern erkläre». er habe keinen Tropfen mehr. Da rief plötzlich ein am Buffett- stehender kleiner Herr:„Was. Sie haben kein heißes Wasser?" Zugleich greift er nach der vollen Kaffeekanne und gießt ihren Inhalt in die bereit- stehende Wärmflasche. 2l l l e r d i n g s saß nun der ganze mit G ä st c ii gefüllte Wartesaal, es war a m f r ü h c n Morgen, ohne Kaffee da. Der Reisemarschall eilte mit seiner Beute davon, kehrte indcS bald wieder zurück, um sich im aller- höchsten Llnftrage nach dem Raiiicn des Herrn zu erkundigen, der die großartige Idee gehabt habe. Die Antwort lautete kurz„Mein Name ist Cohn". Diese Begebenheit dürfte wohl d a z n beigetragen haben, daß Cohn später d c r P r i V a t- s ch a tu l l i c r des Kaisers wurde. Z» einem Haydn- Mozart-Vecthobcn- Denkmal im Tier- garten soll ans städtischen Mitteln ein Zuschuß von 10 000 M. gc- leistet werden. Eine entsprechende Vorlage wird der Stadtverordneten- Vcrsammlinig boni Magistrat initerbreitet werden. Urber den Verkauf von Post- Wertzeichen nach Schluß der Schaltcrstnudcn bei den Postämtern diirch Beamte der Rohrpost nnd Telegraphie sind piclfach irrtümliche Meimmgen verbreitet. So wurde neuerdings behauptet,' die Beamten wären zur'Abgabe von Wertzeichen außerhalb der Vriesaiifiiahnie-Stundeii nicht ver- pflichtet, es wäre nur deren Gefälligkeit, wenn sie Marken ab- gäben:e. Demgegenüber ist festzustellen, daß die kaiserliche Ober- Postdirektion sämtliche Bcanile, die nach Schluß der Briefschalter- stunden zur Enipsangnahme von Rohppostsendiingen und Telegrammen die Schalter der Berliner Verlehrsanstaltcn besetzt halten, zur'Abgabe von Wertzeichen in kleineren Mengen verpflichtet hat und die Beamten zu diesem Zweck stets einen cntsp'rechciiden Vorrat von Wertzeichen bereit zu halten haben. Wie die Große Vcrliner„abschiebt". Wir brachten kürzlich die Mitteilung, daß die PeiisionSkassc der Großen Berliner Straßen- bahn- Gesellschaft, die vertraglich bereits am l. Januar 1809 in Kraft treten sollte, noch immer nicht existiere. weil angeblich die Bor- bcreiiinigen noch nicht beendet seien. Daran war die Bemerkung geknüpft, daß zu diesen Borbercitiingen die Entlassimg älterer Beamten dem Anschein nach gehöre. Die Gesellschaft fühlte sich mm veranlaßt, mitzuteilen, daß sie eifrigst bemüht sei, den älteren Beamten die 2Sohlthate>i der Peiisionskasse znkonimeu zu lassen und daß Entlassungen nicht stattgefunden haben. Demgegenüber werden jetzt folgende ausfällige Borkommnisse bekannt: Der Cvntrolenr F., der seinen Dienst circa 20 Fahre hindurch mit seltener Hingebung und Pflichttreue versah, wurde infolge der dienst- tichen Strapaze» krank. Herr F. erhielt seine Kündigung und eine Entschädigung von 1000 M.. deren Zinsen wohl kaum genügen dürsten, um ein glänzendes Leben führen zu können. Der Pferde- bahnschaffner Dittinar hat 14 Jahre hindurch in Wind und Wetter mmiiterbroche» seinen Dienst auf dem Wägen versehen. Ein Nim- mehr eingctreicncs rhcumalisches Leiden zwang ihn, für einige Monate das Zimmer zu hüte».'Auch ihm wurde gekündigt und eine'Abfindungssumme von 300 M. ausgezahlt. Der Bahnwäricr Otto, der auf dem Depot in Weißeusee angestellt war. würde am l. Oktober d. I. sein 23 jähriges Jubiläum gefcicick haben, wenn nicht die Direktion der Großen Berliner ihm eine Kündigung hätte zu teil werden lassen. Die bisher gezahlten AbsinduiigS- smuinen erschienen wohl der Betriebsleitung zu hoch— Otto wurde mit 300 M. abgefertigt, in der Thai eine„königliche Entschädigung" für 23jährigen treuen Dienst. Konfisziert wurde gestern die Nummer 18 der anarchistischen Wochenschrift„Rcncs Leben" wegen des Leitartikels„Unser Bc« kcnntnis". Es fanden mehrcre HaiiSsuchungcii statt.. Die Taschendiebe haben gestern Unter den Linden, im Tier» garten und am Potsdamer Bahnhof eifrig gearbeitet und nach der Zahl der bei der Polizei cingolaiifeiicii Meldungen über derartige Bcraubiingcn auch reiche Beute gehabt. Willkonlinene Diebstahls» obsckte bildeten Damcn-Taschennhreii, ivelche für die Langfinger besonders leicht erreichbar waren. Aber auch zahllose Portemonnaies dürften den Spitzbuben in die Hände gefallen sein, doch haben die derartig Bestohlcnön nur in geringer Anzahl der Behörde Mitteilung gegeben. Der Kriminalpolizei fielen elf derartige Verbrecher in die Hände, unter denen sich neun z»>n Teil schon vielfach vorbestrafte Personen befanden. Bei ciiicin der Ganner wurden allein fünf Portemonnaies vorgefunden. Ter Berliner Verein für Bolköbädcr hat beschkofien. in seinen Anstalten(Garten- nnd Wallstraße) in Znkiiilffi die Einrichtimg einer erste» Klasse vollständig fallen zu lassen, so daß für alle Besucher die gleichen Preise' von zehn Pfennig für ein warmes Brausebad und von 23 Pfennig für ein Wannenbad mit Seife nnd Handtuch Geltung haben. Cinc Börseiigrößc. Ein Mann mit anrüchiger Vergangenheit, 'NanieiiS Hugo L ö w y. hatte im Zuchthause- soviel gelernt, daß er durch höheres jlümmclblättchcn in letzter Zeit die hiesige Börse»in min» dcstenS l'/o Millionen Mark zu schröpfen wußte. Darum großes Wehklagen an der Bnrgstraße»ud Drohen mit dem Staatsanwalt. Ter Staatsanwalt ist nach LöivyS Erfiihrmigen keines Menschen Freund und daher packte der Brave seine!>/„ Millionen zusammen und ging zu Schiff nach London. Dort sitzt er sicher und warm und wartet gut Wetter ab. A» der Bnrgstraße aber klagt man das tückische Schicksal a». daß es iii diesem Falle nicht auch andren das Fiiiaiizgciiie eines Löwy in die Wiege gelegt hat. Eine Versammlung von Anhängern der Tchnlrcsorm. deren Teilnehmer aus allen Gegenden Teutschlands ziifaimucn« gekommen waren, tagte gestern im Käiserhof. Tie Schulrefornrer bezwecken, wie bekannt sei» dürfte, keineswegs eine Erlöfimg der Volksschule ans den Fesseln der Orthodoxie. Diesen Gedaiikcii einer wirklichen Schulreform auszuführen, bleibt der Social- demokratie vorbehalten. Was das Gemüt der gestern versammelte!! Herren bcivcgt. gipfelt in folgenden Forderungen: 1. Alle iienii- klassigen höhere n Schule»(Gymiiasiimi, Realgymiiasium find Obcr-Realschnle) müssen die gleichen Berechtigiinge» zu Wissenschaft» lichcn Studien und höheren Laufbahnen haben. 2. Die weitere Ge- staltnug aller höheren Schulen ist in der Rickitniig zu bewirken, daß sie einen gemeinsamen, die drei unteren Klassen umfäfsendeN latein- losen Unterbau erhalten. Die Reden, welche zu dicsen Forderimgeii gehalten wurden. drehten sich vielfach weniger um die Sache selbst als um die „freudige Zuversicht, daß der von den Schnkresormern vorgeschlagem: Weg auch dem Kaiser gangbar erscheine". Ein Hoch auf den. Kaiser ; ud ein Hnldigmigstclcgramm an de» Kaiser war denn auch das SScicutlidjfte, was von bcn 300 vcrsannneltcn Laien und Fachmänncm zu Tage gefördert wurde. Ttrasseiisperriliig. DaS Polizeipräsidium teilt mit: Der südliche Damm der Metzcrslraße von der Straßbnrgerstraße bis zur Schönhauser Allee wird bchnfS Umpslasterniig vorn 7. d. M. ab bis auf weiteres für Fnhnvcrle und Reiter gesperrt. Gestern vormittag ereignete sich an der Ecke der Sehdel- und Alten Jakobstrahe ein ernster Unfall. Ein elektrischer Straßen- bahnwagen und ein bcladener Brauerwagen stießen zusammen, wobei beide Wagen beschädigt und ein Fahrer vom Wagen ans das Pflaster geschleudert wurde. Ein Brauer und mehrere Fahrgäste er- litten Verletzungen. Die Schuld an dem Unfall soll angeblich den Führer des elektrischen Straßenbahnwagens treffen, weil er es unter lassen haben soll zu klingeln. Das Ende eiucS Reichsrentners. Im Krankenhaus erhängt hat sich der 7ö Jahre alte Gärtner Julins Pascwaldt auS der Steglitzerstr. 3. Der alte Mann, der an der Lunge litt, erhielt eine Invalidenrente, arbeitete aber innner noch etwas, bis er am 24. Septeinber v. I. ein Krankenhaus aufsuchen mußte. 6 Wochen später wurde er als gebessert entlassen und wohnte nun eine Zeitlang bei einem Neffen. Arn 24. v. M. mußte er wieder in ein Kranken- Haus gebracht werden. Hier erhängte er sich während der Nacht an einem Pfosten seines BelteS. Ein Wärter fand ihn morgens um öbe Uhr tot auf. Soiucu Vcrkebungcil erlegen ist der Dachdecker Joseph Henke, der am Donnerstagvormittag auf dein Postfuhrhof in der Köpnickcr- straße durch einen Sturz mit der Leiter verunglückte. Frit» Friedinannö Zlukläger in Haft. Im Auditorinm-Hotcl zu Ehikago wurde dieser Tage der famose Pscudo-Graf de Toulouse- Lautrec, über dessen Affaire mit Fritz Friedman» wir berichteten, wegen frecher Schwindeleien in Haft genommen. Der frühere Berliner Rechtsanwalt Fritz Friedman» war bekanntlich in New Uork. auf Veranlassung des„Grafen", wegen Checkfälschung festgenommen worden; er wurde aber in Philadelphia glänzend freigesprochen. Jetzt hat den„Grasen" selbst das Schicksal ereilt. Die„Utcl'n"-Ta»ipfcr eröffnen hcntc ihre Fahrten nach dem Frnhjahrssahrpla». Von der Weidendammcr-Brücke wird wie fortab an jedciit Sonntag, zum erstenmal in diesem Jahr 8� vormittags ei» Dampfer nach Potsdam fahren. Zur Vanmblüte nach Werder werden auch von Spandau und Potsdam ab niehrcre Schiffe den Berkehr vermitteln. Auf der Obcrsprce sollen die Fahrten bis Schmöckwitz ausgedehnt werden. Der Giordano Bruuo-Bnud. dessen bevorstehende Gründung wir neulich anzeigten, ist nun wirklich gegründet worden. Er erstrebt die Bcrbrcituug der monistisch-materialistischcn Weltanschauung und will jedes Jahr am 17. Februar, dem Tage, an welchem Giordano Bruno den Märtyrertod fand, ciuc öffent liche Feier veranstalten. Dein Komitee gehören Männer verschiedener Parteien an.— Im wisscnsebaftlichc» Theater der llrauia wird in dieser Woche ollabeudltch. mit Ausnahme von Mittwoch, daS dekorative Ausstatlungsstürt „Bon den Alpen zum Vesuv" zur Ansliihrnng gclaugeu. Am MitNvoch wird Herr Dr. Werner einen Bortrag mit Lichtbildern..In den Alpen sonst und jetzt" halten. Am Mittwoch und Sonnabend finden Nachmittags- BorsteNiingeu des Vortrags„Von den Alpe» zum Vesuv" zn ermähigten Preisen statt. Nttter den den» Berliner Zlaiiarimn jüngst znaegnngeiicn Sendungen von Meercsticrcil befindet sich als Seltenheit ein Fisch, von dem wohl mancher in sein«» Natnrgcschichlsbuch gelesen oder eine Abbildung gesehen bor. mit dein Wunsch, das«lerlwfirdige Geschöpf einmal lebend vor stch zu haben. Dieser Bewohner der Adria ist ein Seeteufel oder Angler lpwea- toic), wie ihn die Italiener uemie», zur Gattung Lophius zählend. Auf der Äopsfläche des ciaentüiillichen plaltköpsigen, groguiäuligeu Geselle» stehen die zwei vordcrsicii inückeiiflossenftrahleu und von diesen erreicht der erste tost ilorstlänge. trägt an seiner Spitze einen breiten Fleischlappen inid kann nach allen Seiten hin bewegt werden, so dah er gleichsam eine Angel bildet und seinem Besitzer ein treffliches HilsSmittcl zum Anlocken der Beute- fische bietet. Vor« der„Treptow-Zlternwarte". Die Bemcher der„Treptow- Sternwarte" werde» während dieser ganzen Woche Gelegenheit höbe». bei Tage von 2—8 Uhr die LrnuS und obends von 8—12 Uhr den Mond mit dein Riesenresraktor zu besichtige». Soiintagiiachmittag 5 Uhr spricht Direktor Archenhold in Voibcreitiiilg ans den 28. Mar über„Tic bevor- stehende Soiiiienfinstcntis" und abends 7 Uhr über„Die Bewohnbarkeit der Weiten". Feuerbericht. Sonnabendiiachmittag wurde die Wehr nach Schöneberg gerufen, wo in der Hanptstr. 5 ein Wohnnngsbrand cnl- standen war. Sic brauchte iiidcs nicht iir Thätigkcit zu treten, da die Ltffslvchr die Gefahr beseitigte. Zur selben Zeit brannte Köpeiiickerstraßc 80/81 die Schaldccke und Balkenlage im Keller. In der vorhergehende» Nacht erfolgten mehrfache Alarntiennigen. Höchstestr. 4 war in einer Werkstatt ein Schadenfener abzulöschen. Zinnnerbrände erfolgten Grotz-Görschcnstr. 2t, Lützoivnscr 1 und Taubnistr. 41. Der Inhalt eines Schaufensters in einem Weiß- ivarengeschäft ging Ackxrstr. 103 in Flammeii ans. Spittelmarkt 16 it-nrde Paclinaterial eingeäschert. LluS de» Jiachbarortcn. Friedenau. Hier tritt zmn 1. Oktober eine Polizcivcrordnnng betr. die gewerbliche Beschäftigung und das Hausieren von Kindern in Kraft.??ach derselben sollen Kinder vor vollendetem nennten Lebensjahre mit gewerblichen Arbeiten außer dem Hanse überhaupt nickt beschäftigt, die übrigen nur während der Zeit von bsi'e Uhr morgciis bis 8 Uhr abends im Sommer»nd von v'/z Uhr morgens bis 8 Uhr abends im Winter zu derartigen Diensten benutzt iverden. Schöncberg. Nach langem Besinnen ist nnn endlich von der Stadt der Anlauf eines Terrains für die Erbammg eines Krankenhauses erfolgt. Dasselbe ist 26 Morgen 04 Ruten groß und liegt im Friedcnaucr Ortstcil. zivischen der Rubens- und der Eanovastraße. Der Preis der Rute stellt sich ans 200 M. Hoffentlich erfolgt der Bau dieses für unsrc Stadt so wichtigen Instituts so bald als nur möglich. Eharlottcuburg. Wie bereits früher mitgeteilt, halte der Magistrat bei der Stadtverordlieteii-Versammlung eine Revision der Umsatzsteuer- und der G e»> c i n d e- G r n n d st c n c r- L r d n u ii g beantragt. Tic Uinsatzsteucr. die zur Zeit'je Proz. beträgt, sollte sowohl für bebaute wie für nnbebaiite Grundstücke ans 1 Proz. erhöht iverden. Der Ausschuß hat sich iiiiu für die Erhebung einer Steuer von'■'i Proz. des Wertes des vcr- äußerten Grnudstiicks ausgesprochen: nur beim Erwerb von im- bebauten Grimdslückeu soll die Steuer ans 1 Proz. erhöht werden. Als unbebaute Grundstücke sollen nach dem Ausschußantrage diejenigen Grundstücke und Grundstücksteile gelten, welche zur Zeit des den EigentiunSwechscl begründende» Rechtsgeschäfts oder Rechts- organs überhaupt nicht oder nur mit Gartenhäusern, Schuppen, Baracken und ähnliche», der einstweiligen Benutzung oder andern vorübergehenden Zwecken dienenden Baulichkeiten bebnnl sind. Höfe und Gärten sollen den bebauten Grundstücken zugerechnet iverden, ivcim sie als räiimlich verbundene Znbehörnng eines Wahngebändes oder in einer gewerl'Iicheii Anlage mit diesen zugleich veräußert werden. — Den Magistratsantrag, nach welchem a/s des Ertrags der Umsatz- stener in der Znkmift zur Deckung des laufenden Bedarfs verwendet und 1'3 dem GrnndstückseriverbSfonds zugeführt werden soll, cinpfichlt der Ausschuß abzulehnen. Dagegen wird die Annahme der vom Magistrat aufgestellten neuen Geineindegrmldstcuer-Ordnung von dem Ausschuß befnrlvortet. Endlich soll mit der Kanalisation deS Stadtteils ans dem r c ch t e n S p r e e n s c r Ernst gemacht werden. Der Stadtvcrordnctcnvcrsammlniig ist das Projekt dcrSchivemnikanalisatioii für diesen Stadtteil zugegangen, und zwar beantragt der Magistrat zu beschließen r 1. In dein Stadtteil ans dein rechten Spree-Ufer(System III) wird die Schweminkanalisalion nach dem Treiiimiigssystem, und zivar nach Maßgabe des vorgelegten speciellcn Projekts, erbaut. 2. Tic Lankostcn'dcr Schweminkmialifation cinschließtich der Pumpstation und der Druckrohrleitnngen werden nach Maßgabe des Kostenanschlags auf 9 826100 M. festgesetzt. 3. Tie Festsetzung der speciellen Bauprojekte für die Pumpstation. DriickroHrleilung und Rciiiigmigs- nnlage und der Zeitpunkt der. Bauausführnug der ciuzclncli Teile des gesamten Projekts bleibt besonderen Gemeindebcschknssen vor- behalten. Die Vorlage kommt bereits am Mittwoch zur Beratung. Bei der Stadtverordneten- Ersatzwahl, tvclche gestern im zweiten Bezirk der zweiten Wählcrabteilnng in Charlottenburg stattfand, siegte der Kandidat der Unpolitischen, der sog.„Freien Vereinigung", welche unter Führung des Stadtverordnetenvorsteher- Stellvertreters Ströhler die Mehrheit in der Versammlung bildet. Deren Kandidat, Sanitätsrat Dr. S ch m i d t I e i n, erhielt 90 Stinnncn, während der Gegner, der liberale Kandidat Rechtsanwalt Holz, es auf 84 Stimmen brachte. Die Stadtverordneten- Versammlung in Spandau ve- schäftigte sich am Donnerstag wiederum mit der von social- demokratischer Seite beantragten Erhöhimg der F o r st- a r b e i t e r l ö h n c. Nachdem die Stadtverordneten bereits eniinal beschlossen hatten, die Löhne der männlichen Forstnrbciter auf 3 M. bis 3,50 M. und die der weiblichen ans 1,50 bis 2 M. pro Tag zu bemessen, welcher Beschluß aber nicht die Zustimmung des Magistrats fand, schlagen Magistrat und Forstdcpntation vor. von der Festsetzung eines Minimallohns aus Rücksicht auf die„alten, halb invaliden Arbeiter" Abstand zu nehmen und zu beschließen: die Löhne sollen„nach de in Ermessen des Oberförsters für männliche Arbeiter bis 3,50 M. und für weibliche b i s 1,75 M. betragen, gleichzeitig sind auch die Hauerlöhne im ciiizelnen zu erhöhen. Genosse Rieger wandte sich namens der socialdeinokratischen Stadtverordneten mit aller Entschiedenheit dagegen, daß keine Minimal grenze, die für alle Arbeiter gleichmäßig zu gelten habe, festgesetzt werden solle, mid daß die Erhöhung völlig in das„Ermessen"'eines Beamten gestellt Iverde. Die jetzt in solcher Form vorgeschlagene Lohnerhöhung würde praktisch keine wirkliche Lohnerhöhung sein. Redner beantragt, wenigstens den bereits früher gefaßten Stadtberordneteiibeschluß, welcher das gute an sich habe, daß er eine Mini in a l grenze ziehe, aufrecht zu erhalten. Seine eingehende und sachliche Begründung des socialdeinokratischen Standpunkts vermochte es nicht zu verhindern, daß die bürgerliche Mehr- hcit wieder, wie schon zu wiederholten Malen in letzter Zeit, von ihrem eignen B e s ch l u ß a b g i n g. und die Magistrats- vorlagc amiähin.— Entspricht die Erhöhung der Forstarbcitcrlöhiic in der beschlossenen Form auch bei weitem nicht nnsren Ansichten und Fordeningcn, so ist und bleibt sie doch ein Erfolg dcs energischen und kraftvollen Eintretens nnfrer acht Vertreter im Stadthanse! Steglitz. In der GcmcinderatSsitzmig am Freitag legte vor Eintritt in die Tagesordnung der Genosse R a p p Protest ein gegen das geschästsordniiiigswidrige Verfahren des Gemeindevorstehers, der den socialdeinokratischen Antrag ans Stellungnahme zur Einfiihrung des a I l g e m c i n c n gleichen und geheimen Stimm- rechts bei den Gcmeiiidewahlcn nicht' auf die Tagesordiinng gesetzt habe, mit der Begründung, daß dieser daS politische Gebiet berühre und deshalb zur Verhandlmigin der Gemeindevertretung ungeeignet sei. lieber die Znlässigkeit von Anträgen zu ent- scheiden, stehe dem Gemeindevorsteher kein Recht zu. Eine Wieder- Holling des Antrags sei nicht mehr angebracht, weil inzwischen daS betr. Gesetz im Landtag bereits verabschieder sei, jedoch lasse er sich das Recht, ohne Genchimgung des GemeindevorstchcrS Anträge zn tellen, nicht nehmen. Der Gemeindevorsteher verwies auf den Beschwerdeweg und verlangte llebergang zur Tagcsordniiiig, ivährend der Genicindevertreter Hasscllo ss nnd Schöffe Mayer die Anffassniig unsres Genossen teilten und den Verstoß gegen die Gcschäftsordinmg mißbilligten. Mit dieser Motivierung wurde denn auch der Uevergang zur Tagesordnung beschlossen. Sodann wurden die Kosten für die ans dem Marktplatz zu errichtende B e- dürfnis an stakt bewilligt und der Antrag Rapp, eine zweite ans dem Ahornplatz zu errichten. der Koimnisston über- wiesen. Beim Nachtrag zum G c m e i n d e s ch u l- E t a t wurde ans die Anfrage deS Genossen Rapp. ivarum Steglitz in der Frage der Schulärzte immer noch hinter den Nachbarten herhiuke, vom Gemeindevorsteher mitgeteilt. daß die Angelegenheit bereits vom Geineiildevorstand erwogen sei und in nächster Zeit positive Vorschläge der Gcmcindevertrctuug zugehen werden. Die Wahlen der Verwaltniigökommijsioiien ergäben n. a. die Delegation dcs Gc- Nossen Rapp iii 3 Kommissionen: Etats- nnd Nechimiigöloinmission, Bau- und ÄZegekommission, sowie in die Belenchtinigs- nnd Wasser- VersvrguiigS-Koliiinission. Der Versuch der Mehrheil, den Gemeinde- Vertreter B r i e tf.ch e auS rein persönlichen Gründen ans der Bau- II n t e r r o m in i s s i o N zn verdrängen, mißlang, da die Opposition mit dem Socialdcinokrateii die'Mehrheit über die offenbar infolge der patriotischen Festlichkeiten stark gelichteten Reihen der Banpartei" gewonnen hatte. Zur S ch u l k o in m i s s i o n wurde die Wahl eines OppositionsiniiglicdS dadurch verhindert, daß der Schöffe Fleinining. der zn Gunsten eines Glcichgcstniitcn ans der Konniiiisioil austreten wollte, infolge der niomciitnti veränderten Mehrheitsverhältniffe seinen Antrag zurückzog. Der Antrag, den früheren Gem.-B. Götze als Bürgerdeputierten in die RechnuiigS- prüsniigö-Kommissioii zu wählen, scheiterte an dem Widerstand der Schöffen, die die Angriffe GötzeS ans die Gemeindeverwaltung vor den Gciiiciudewahlen sehr verschnupft haben. Ncn-Wristcnsce. Die Geincindcbcrtrctnng beschäftigte sich in ihrer letzten Sitzung mit dem hier geplanten K i r ch e n b a n. Die politische Gemeinde soll auf Antrag dcs Vorsitzenden dcs Kirchcnban- Vereins. Freiherrn v. Mirbach, ehe weitere finanzielle Hilfe zn- gesichert werden könne, eine Beihilfe von 80000 M. zu gedachtem Zweck opfern. Der Andrang zu dieser Sitzung war ganz außer- ordentlich stark, so daß bei der von unsrer Seite schon oft gerügte» Unzulänglichkeit der Bcrhandliiiigsränme kaum der vierte Teil der Einlaß begehrenden Gemeindemitglieder Zutritt erhalten konnte. Die Debatte über diese Frage trug einen äußerst erregten Charakter. Auf der einen Seite die kircheiifremidliche Mehrheit, die ohne Bedenken über die Steuergroschcii der diesem Kirchban durchaus abgeneigten Bürger- schuft des Orts verfügte nnd später durch Annahme eines Schluß- antragS einer weiteren Diskussion fürsorglich ans dem Wege ging: ans der andren Seite eine ilciiic Minderheit, bestehend aus nnsren vier parteigenössischen Vertretern, sowie zweier bürgerlicher Oppositioneller. Der Gemeindevorsteher suchte zunächst den Antrag M i r b a ch Es wird also für' den Bau einer Kirche eine Anleihe von 80000 M. anfgenommeu. Diese Summe wird mit 3t'e Proz. verzinst, außerdem ist jährlich 1 j Proz. der Summe zur Amortisation auf- zubringen, so daß alles in allem der Gemeinde eine Ausgabe von 3200 M. pro Jahr für diesen Kirckenbau erwächst. In etwa sechzig Jahren wird diese Anleihe getilgt sein. Reinickendorf. Das Projekt eines großen Fabrik-Etablifscmcnts der Hoppeschen Maschinenfabrik aus der Gartenslr. 9—12 ist der Baupolizei Hierselbst zur Prüfung vorgelegt worden. Die Besitzer gedenken einen Bau aufzuführen, der 1500 Arbeitern Raum gewährt.— Einen Pf erde markt will ein Unternehmer ans Berlin ans einem zwischen der Nordbahn und Schönholzer Heide belegenen 40 Morgen großen Gelände errichten.— Das neben der Arbeiterkolonie in der Berlinerstraße belegene 17 Morgen große Terrain ist zmn Preise von 277 000 M. in den Besitz des Ingenieurs Herrn Smrecker, des Erbauers des hiesigen Wasserwerks, über- gegangen. Der Leichenfund bei Pichelswcrder wird den Behörden noch mamiichfache Schwierigkeiten bereiten. Wie wir bereits meldeten, war der Ertrinikene auf Grund einer Photographie und genauer Beschreibung von der hier in Berlin wohnenden Schwester, Frau L., als der am 28. April 1871 zu Bittkau o. d. Elbe geborene Schiffer Ernst Barnick rekognosziert worden. Ans das von Frau L. an die Schwägerin gerichtete Eilschreiben erhielt diesell'e nun von Frau B. eine Antwort, wonach Ernst Barnick am 1. Mai in der Nähe von Meißen an der Elbe angeschwemmt sei. Frau Barnick� habe sich auch dorthin zur Beerdigung ihres Mannes begeben. Sonach dürfte sich also die Frau L., der die Besichtigung' des Toten in Spandau aus hygienischen Gründen verweigert wurde, in der Nie- kognoSziernng der Leiche geirrt haben, und es wird jedenfalls neuer Maßregeln bedürfen, um die Persönlichkeit deS Toten festzustellen. der Vertretung iimndgcrecht zu mache». Die von zwei Seiten ein- gelaufenen Proteste seien zwar gut begründet, doch an- gcsichts der Notwendigkeit eines Kirchen baueS bedeutungslos. Die Proteste waren cingegaiigen von einer öffentlichen Versauimlnng, die in einer aiigeuominciieii nnd jedem Vertreter zngcsteNtcii Aesoliitiou aufs entschied euste gegen die Bewilligung von Geldern zum Kirchen- bau aus Mitteln der Gemeinde Einspruch erhoben hatte, sowie vom bekaiiiiten Pfarrer Dr. Srepbaii, welcher im Fall der Zustiiiimiing der Vertretung zu dieser Vorlage in Aussicht stellte, für seine neu- erbaute katholische Kirche ebenfalls einen Beitrag von der Gemeinde fordern zu müssen. Dem Gemeiiidevorsicher sekundierten die Herren C a t e n h u s c u, Rothe, W a r t h u I, L a m b e r t n s u. a. Alles mögliche mußte herhalten, um als Grund für die Bewilligung der Vorlage zu dienen. sogar der schöne Anblick des neuen Kirchturms. der dem Ort zur Zierde gereichen werde. Gegen diese Vorlage crUärten sich namentlich die Geiioyen T a u b in a n n. Schillert nnd Ge r st en berger, sowie— ein weißer Rabe— der bürgerliche Vertreter Sw ovo da. Ter Mangel an Mitteln für gemein n ii tz i g e Einrichttingeu. die Pflicht der Gemeinde, nicht einseitig einzelne Schichten der Bcvölkcnnig zu protegieren und kirchliche Dinge Privatsache sei» zu tafle», die ab- lehnende Haltung der Biirgerichast in dieser Frage— alle diese vor- gebrachten Gründe für die Richtbewilligung dieser Summe " m«mer und die WWWWWWWWWWWWWWWWWWW verstehen, daß bei der solgciidcn nainentlichen Abstimmiing 19 Stimmen für und 6 Stimmen gegen die Bewilligung der Vorlage abgegeben wurden. Vermifitzkes. Auch durch die Umforme« sucht Kaiser Wilhelm seinen Gästen Aufmerksamkeiten zu erweisen. Am' Freitagvormittag hatte der Kaiser zum Empfange dcs Kaisers von O e st r e i ch die Uniform eines ö st r e i ch i s ch e n G e n e r a l l i e u t e n a n t's der Kavallerie mit dem Ordensband des Goldenes Vließes mid des StcphanordenS angelegt. Nachmittags 5 Uhr 8 Min. empfing er den Kronprinzen von Italien änf dem Anhalter Bahnhof in kleiner Gene ralsn iiiform mit dem Bande dcs Annunciaten- o r d e n s. Die preußische Uniform bei diesem Eiiipfang ivird offiziös damit erklärt, daß nach italienischem Gesetz die Verleihung italienischer Regimenter aii fremde Fürsten nicht statthaft ist. Beim Eiupfang des Herzogs von Dort auf dein Potsdamer Bahnhof um 7 Uhr 10 Min. erschien der Kaiser in der Uniform des ersten preußischen D r a g o n e r- R e g i m e n t s, bei dem der Herzog ä la suite geführt wird, mit dem Bande des Schwarzen Adler- ordens. Abends beim Zapfenstreich trug der Kaiser wiederum ö st r e i ch i s ch e Uniform. Die Miisikaiifführniig war um lO Uhr zn Ende, und zum Empfang des Großfürsten Konstantin von Rußland mn 10 Uhr 53 Min. erschien der Kaiser ans dein Bahnhof Friedrichsiraße i n r n s s i s ch c r ll n i f o r in. Zur Konitzer Mordaffaire. Durch eine große Reihe von Blättern ging das Gerücht, daß der in Könitz angestellte Kantor und Schächter Fuchs(nicht Lux), der in der That bei dem verhafteten JsraelSky geivohnt hat, entflohen sei. als seine Vernehmung, bevor- stand. Merkwürdigerweise wurde diese gänzlich falsche Nachricht von keiner Seite richtig gestellt. That'achc ist. daff Fuchs nach dem Morde nach Könitz zügezogen ist. Er Ivurde wiederholt polizeilich veriiomiiien imd daränfhin als Ausländer ausgewiesen. Der Bor- stand der jüdischen Gemeinde hat bei der Polizei petitioniert, daß man ihm gestatten möge, dort zu bleiben, allein vergebens, er mußte gegen seinen Willen aus Könitz binans, ist also nicht gefloben. Ebenso verhält eS sich ,int dem Kantor Heimaim, der nur provisorisch hier amtierte und erst dann zur Vertretung seines Vaters, der in Schwersenz amtiert, abreiste, nachdem die Polizei erklärt hatte, daß seiner Abreise nichts im Wege stehe.— Zur Lage in Könitz liefert daS„Kon. Tagebl." folgendes Stiinimmgsbild: Während es sich bei den bisherige� Ansschreitungen zumeist nur um Unbesolmenheitcu und Flegeleien halbwüchsiger Burschen handelt. beteiligt sich vorzugsweise das reife Alter an einci» Unfilg, der weniger geräuschvoll auftritt, aber gefährlicher auf unser öffentliches Leben verderblicher ans die Volksseele einwirkt. die Verdächtigungen nnd Verleumdungen Verfolgung des Verbrechens betrauten Beamten. sich dabei nicht auf Allgemeinheiten, sondern eS iverden bestimmte Verdächtigungen gegen die einzelnen beteiligten Beamten verbreitet und teilweise durch die albernsten Lügen zu stützen gesucht. AuS der Masse der hierher gehörigen Gerückte wollen wir uns mir eins herausgreifen, um eS niedriger zu hängen. Man erzählt sich hier, der Knmiiialkominiflnr Höff'r.„welcher mit der Iliitersiichung dcs Skurzer Mordes betraut war, den christlichen Fleischer Bcrendt vor die Geschwonlcn brachte, den Inden Josephson dagegen entlastete", habe Inrz darauf den Abschied gcnoiiimeu, sich bei Stettin eine Villa für 230 000 M. gekauft und lebe jetzt als reicher Privatmann. Herr Höfft, ein in Ehren grau gewordener Beamter, ist jetzt noch akiiver Kriininaliinpektor in Berlin, obwohl er als Sechziger wohl gern von der Bürde des Amts befreit wäre, nnd er lebt daselbst in den bescheidenen Verhältnissen, ivelche seinem Gehalt entsprechen. Wie weil muß die Verivirrung der Gemüter gediehen sei»! Ter jüngste Attentäter. In der„Reform" von Brüssel finden wir das Porträt Sipidoö. Ein keckes, übermütiges Bubciigcsichr. Ein 15— 16 jähriges Bürschchen. das ebenso leichten Herzens mit einer Knallbüchse— denn mehr war der„Revolver" nicht— auf eine Gesellschaftsstütze oder sonst notorische Person schießt, wie mit Steinen ein paar Laternen einwirft. Ein treffliches Objekt für die Ritte dar Mutter. Und über den Duinmeiijiiiigeiislreich diese« Gamin schreibt man politische Leitartikel, und auf ihn setzt die iiiternationalc Reaktion ihre Hoffnungen. Welche Dekadenz— der Reaktion!— Bier Kinder verschüttet. In Wölferdingen bei Saargcmnnd wurden durch die einstürzende Mauer eines Neubaues vier Kinder verschüttet. Zwei sind tot, die übrigen schwer verletzt. Zum Ktrchenbrand in Aubcrvilliers. Als Urheber des Brands, welcher am 16. April d. I. die Kirche in Aubcrvilliers zer- störte, ist der Küster der Kirche, Koscher, verhaftet worden. andern um so und mn so Wir meinen der mit der Man beschränkt «LtttriiinzSübersich« vom 5. Mai 1000, imuflC"« 8»br. Slalioiien ge S§.\f\ Wenn:& ? g i a» i- Swineinde Hamburg Berlin Frankf.M. München Wien « 2 g» 768 NNW 767:20 768 TO 765 NNO 766 i2O 765 NNW I I 1 iv olkcnl ö wollenb t! welken! 2 welkem 1 wolkeuh 3 Regen -iaiionen S-- H 5 2 2 Wetter' O S- ;«- i" 3 to Haparanda Petersburg Cork «berdeen Paris i 7a!) Still 754SW 754 3 —heiter ahkb.bed 4wolrig ll 9 iLeller-Proguoie siir Sonntag, den 6. Mai 1900. Etwas wärmer, zunächst lieitcr nnd trocken bei mäsiigen südöstlichen Win de ii; nachher zunet) tuende Bewölkung und Gewitterneigiiiig. B e r l i u e r W e t I e t v u r e a ii. tvvo. 4743 Amt- Rinder, Städtischer Schlachtviehmarkt. Berlin. 5. Mai lieber Bericht der Direklioii. Zum Berkanf standen: 1705 Kälber, 9145 Schute, 938< Schweine. Bezahlt wurde« M IM Ptund oder 50 Kilonrainm Schlachtgewicht in Mark tbeziehwigSweile für I Ptinid in Pf): Für Rinder: Ochsen:«> vollsteischige, anSgeinästet� höchsten Schlachtwcrtcs, höchstens 7 Jahre alt 61-65, b) junge flevchige, nicht ansacuiästete und ältere ansgemäsiete 56- 60; e) mävig genichrte uinge und gut genährte ältere 52—55; ck) gering genäbtte ledev Auers 49— 51.— Bullen: a) vollsteischige höchsten Schlachiwertes 57— 60; b) mastig genährte inngeie und gut genährte ältere 54— 56; o) genug genährte 49—59.— Farieu und Kühe: a.i vollsteischige, ansgeinästetc Färsen höchsteu Schlachtwerls l�— 00; d) vollsteischige, ansgeniästete Kühe höchsten Schlachlivcrtes bis zu 7 Jahren 82—53; c) ältere ouZqemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen 48—51; ck) mähig genährte Kük« und Färsen 45—47; e) gering genährte Kühe und Färsen 41—43.— Kälber: a) feinste Maft- tälber(Vollmilchmaft) und beste Saugkälber 72—75, d) mittlere Mastkälber und gute Saugkälber 64— 68, e) geringe Saugkälber 54— 58, 6) ältere, gering genährte(Fresser) 40-48.— Schafe: a) Mastläimner und jüngere Mast- bainniel 58—61, d) ältere Masthainuiel 51—56, e) mäbiz genährte Hammel und Schafe.(Merzschafe) 45—46,<4)- Holsteiner Aiederungs- fchase(Lebendgewicht) 66—o» Perltn am 4. Mai TVVV nach Ermittlungen des kgl. Polizeipräsidiums. Welzen, gut D.-Ctr. uiittel„ .. gering Roggen, gut „ mittel„ - g-ring Gerste, gut „ mittel„ ,, gering Haser, gut „ mittel, .. gering Nichlstroh, Heu Erbsen, Speifcbohnen. Linsen ' Produktcnmarkt markt eröffnete in 15.10 15,13 15,11 14.80 14,78 14,76 15,14 15,12 15,10 14,73 14,77 14,75 14,80 14,30 13,80 4,82 5,20 25,- 25,- 30,- 5. M a i Kartoffeln, neue, D-Ctr. Rindfleisch, Keule 1 kg do. Bauch„ Schweinefleisch„ Kalbfleisch„ Hammelfleisch„ Butter Eier Karpfen Aale Zander Hechte Barsche Schleie Blei- Krebse «0 Stück 41-« 15,30 14,70 14,20 5,32 8,40 40,— 45,— 25�— Krebse per Schock 70.-~ vom 5. Mai 1300. Der heutige Getreide- sehr fester Haltung. Als Grund hierfür wurde der 8,— 1,60 1,20 1,60 1,60 1,60 2,60 3,60 2,20 2,80 2,60 2,20 1,60 3,- 1,20 12,- B- 1,20 1,- I,- I— 1,- 2,- 2,20 1,20 1,40 1,- 1,20 0,80 1,40 0,80 3,50 über Erwarten lange anhaltend« Regenmangel angeführt, der nach Ansicht der Landwirte leicht in eüie saatenschädigende Dürre ausarten kann und besonders in der Provinz einen stimulierenden Einfluß auf die Preis- gcstaltung ausübte, besonders aber, da der inländische Saatenstand, nament- lich soweit Roggen in Betracht kommt, ohnehin schon zu wünschen übrig läßt. Die Notierungen waren daraufhin außerordentlich fest, auch lagen umfangreiche Kaufordres vom Inland- vor, lonnten jedoch bei der äußersten Reserviertheit der Abgeber nur zu wesentlich höheren Preisen essektuiert werden. Die feste Haltung und die Geringfügigkeit der Ilmsätze infolge mangelnden Angebots machte sich bereits am Frühmarlt im Effektivhandel geltend und nahm uiittags im Lieferungsgeschäst einen solchen Umfang an, daß Roggen, für den aus den bekannten Gründen das Hauptinteresse vor« handen ist, über 2 M. höher bezahlt wurde als gestern, während Weizen bis 1 M. anzog. Auch Mehl lag sehr fest, im Preise 0,20 M. gebessert. Späterhin machte sich einiges Angebot in russischem Getreide geltend, auch wurden einige Gewinnrealisationeu vorgenommen, woraufhin Getreide seine anfänglichen Preise leicht wieder ermäßigte. Hafer lag sehr still auf weichende Maispreise, blieb jedoch nominell unverändert, während Mais infolge der Erwartung bedeutender schwimmender Zlukünfte billiger angeboten war. Riiböl lag sehr still, beinahe geschästslos. Spiritus. Am Spiritusmarlt wurde 70er loco mit 49,70 unverändert gehandelt. Neues Königliches LPern-Dbeater. Diesen Sonntag? Die Fledermaus. Nächsten Sonntag: Die Fledermaus.— Reiide»,(-Theater. Alle Abende: Die Dame von Maxim.— Theater des Westens. Alle Abende: Die Geisha. Dienstag: Dram. Abendopemschule.— Tstalia-Theatcr. Bis zum 10. Mai geschloffen.— Central Thcater. Alle Abende: Berlin nach Elf.- Metropol-Theater. Alle Abende: Der Zauberer vom Nil. - Carl Weist-Tycater. Alle Abende: Der Mincnkönig von Transvaal. Freitag: Geschlossen.— Belle-AIliance Thenter. Alle Abende: ff 184. Urania. Alle Abende: Won den Alpell znm Sesuv. Nur Mittwoch: In den Alpen sonst und jetzt.— Apollo-Theater. Alle Abende: Im Reiche deS Jndra.---- Unserm frühere» langjährigen Wer- trauensmann Herrn. Werner zum heutigen Geburtstag ei» drei- mal donnerndes Hoch, daß die ganze Bülowstraße wackelt. 871b Löwimohn. Engert. Wantke. Allen Genossen und Bekannten sagen.wir hiermit für die uns zu unsrer silbernen Hochzeit zu teil ge- wordene Aufmerksamkeit den besten Dank.{8756 Joseph Meyer. Therese Meyer. Am Sonnabend, den 5. Mai, vorm. 7 Uhr, ist meine liebe Frau.Ann» Corodonnofi* geb. Koch am Herzschlag sanft entschlasen. Dies zeigt ticfbetrübt an der 3006 trauernde Gatte. Die Beerdigung findet am Diens- tag, den 8. Mai, nachm. 4 hü Uhr, von der Leichenhalle des Neuen Luisenstädtischen Kirchhofs aus statt. Allen Bcrivandteu, Freunden und Bekannten die traurtge Nachricht, daß meine innig geliebte Frau, unfre Schwägerin und Tante Anna Kiirscli, geb. Elchwedel, Sonnabend früh 3 Uhr ganz plötzlich sanft entschlafen ist. Dies zeigt, um stille Teilnahme bittend, statt jeder besonderen Mit- teilniig an Keorg K n r s c h, Britz, Werdersir. 49. Die Beerdigung findet Dienstag, den 8. Mai, nachmittags 6 Uhr, von der Leichenhalle des Britzer Kirchhofs, Ehauffceftraße, aus statt._ Rixdorf. SmMmMM Verein ee Vorwärts". Den Mitgliedern zur Nachricht, daß am 3. Mai der Genosse Alitoil Mtlk plötzlich verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 6. Mai, nachm. 4 Uhr von der Leichenhalle des St. Michael-Kirchhoss, Hermannstraße, aus statt. Die Parteigenossen werden um rege Beteiligung ersucht,. da der Verstorbene schon in früheren Jahren, besonders auch unter dem Socialistengeietz seiner Pflicht als Parteigenosse nach- gekommen ist. 232/6 Ehre seinem Andenken! Her Vorstand. Deutscher Metallarbeiter-Verband. Todes- Anselee. Am Freitag, den 4. Mat, verstarb unser Mitglied, der Lackierer Anton Wietteck. , Ehre seinem Andenken! Di« Beerdigung findet heute, Sonn- toguachmitta« 4 Uhr, vo» der Leichen- halle des Michael-KirchhofS in Rix- darf, Hennannstraße, aus statt. 112-17 Die Ortsverwaltung. Nerein i Wahrung der Interessen der Manrer Berlins und Umgegend. De» Mitgliedern zur Nachricht, daß unser treues Mitglied Karl Rohlof am 3. Mai an der Prolctarierkrankheit gestorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 6. Mai, nachmittags 4'/, Uhr, von de», Trauerhansc Stralsundersir. 53 aus statt. � Um rege Beteillgung ersucht 123/8_ Der Borstand. Danksagung. Hiermit sage ich alleii Freun- den und Belaimten, insbesondere I den Kollege» d. Finna 0. Windlor] für die herzliche Teilnahme und Kranzspenden bei der Beerdigung j meines lieben Mannes meinen innigsten Dank. SOSb Woe. Keil. Für die zahlreiche Beteiligung bei der Beerdigung uns. Bruders Herrn. Voigt sagen wir sämtlichen Kollgen den besten Dank. 434b Hartha— Berlin. Im«uftr.? Ernst Voigt Achtung! Maler. Die Zahlstellen der Vereinigung der Maler u. v. B. Filiale O befinden sich: 124/11 N.: Ruppinerstr. 4*2 bei Rosin. Zichl stunden Montag, Mittwoch u. Freitag abends von 8—3 Uhr, Sonntags vorm. von 10—12 Uhr. 8.: Alte Jakob,'tr. VV bei Lenz. Zahlslunten Montag, Mittwoch u. Freitag abends von 8—9 Uhr. 8.«.: Pücklerstr. 3 bei Schmidt. Zahlstunden Dienstag u. Donners- tag abends von 8—3 Uhr, Sonntags vorulittags von 10—12 Uhr. Schttneberg: Grunewald- ftrastc 11» bei Obst. Zahlstunden Mittwoch abends von 8-3 Uhr, Sonntags vorm. von 10—12 Uhr. Hnnhoer: Verkehrs lokal Flora- ftraste 35 bei Devautier. gM- Der Arbeitsnachweis de- findet sich nach wie vor Stralauer- straßc 48 bei Hahn(geöffnet an den Wochentagen von 7—11 Uhr) NrdActenv-Gvsuch. An der hiesigen„Volksstimme" wird die Stelle des Redacteurs für örtliche Angelegenheiten, Feuilleton-c. dnrch die Bemfung des bisherigen Inhabers an ein andres Parteiblatt frei. 4539™ Bewerber um diese Stelle wollen ihre Gesuche unter Angabe ihrer bis herigcn Thätigkeit und der GehaNSanspriiche nebst etwaigen Referenzen um gehend schriftlich beim Unterzeichneten einreichen. Chemnitz, 5. Mai 1300. Heinrieh I-orenoi. Marlusstr. 32. Urat PUMt Da sämtliche Wege von Sadowa gesperrt und die Brücken über die Wühle stets weggenomnie» werden, so bitte ich die mich Besuchenden, bis Köpenick zu fahren. 4594L Hochachtungsvoll f.»11)11 Restaurant Pferdebucht. Kentral-Krailkkn- u. Sterbe kilße der Tischler k. Ortevenvaltung Berlin B. Am Montag, den 7. Mai 1300, abends 8 Uhr, im„Märkischen Hof*-, Admiralstr. 18e: Mitglieder-VersWiilliillg. Tages-Orduung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal 1300. 2. Verschiedene Kassen- Angelegen- heiten. Das Mitgliedsbuch legitimiert. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 181/5� Die Ortsverwaltung. Allze«. Arlülken- u. Sterbe- kajje der Welatlarvetter. (Filiale Rixdorf.) Den Mitgliedern Zur Nachricht, daß unser MUglied 110/2 Anton Witteck plötzlich verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 6. Mai, nach- mittags 4 Uhr, auf dem St. Michaels- Kirchhof, Hermannstr. 136, statt. ___ Tie Ortsverwaltuitg. Freie Krallkeu-li. Begrabilis- kG der Schnhmacher o. vernfsgenoffen Berlins. Den Mitgliedern zur Nachricht, baß ksrl lUemvus gestorben ist. Die Beerdigung findet Sonntagnach mittag 5 Uhr von der Leichenhalle der Neuen Kirche, Her- «anustr. 84—30, mis statt. S73b Um starke Beteiligung ersucht Her Vorstand. o?f.: F. Lutz, Waterloo-User 3. listto.üS'Ä.s° ei»z. Hose», Paletots sehr billig. Bei Zugabe v. Stoff bill. Ausrrt. Stoff- reste sehr billig. Zuschneiden gratis. heinh. Riclitei', aSiÄ«! - u. Sterbekasse der Tischler iL andrer gewerblicher Arbeiter (E. H., Hamburg) (Ortsvenvaltung Berlin E.) Mitglieder-Versammlnilg Montag. 7. Mai 1900. abds.8Uhr, bei Bergmann, Pasewalkerstr. 3. Tages-Ordnung: I.Abrechnung vom t Quartal 1900. 2. Innere Kassen-Angelegenheiten. Sprechstuirde findet an diesem Abend Nicht statt. Mitgliedsbuch legitimiert. Zur Beachtuug k Aufnahmen (ohne Untersuchung) zur Frauen- Stcrbckasse werde» Sonnabend, abends von>/z8 bis'/ß Uhr, Dalldorferstr. 16 und in der Wohnniig des Bevoll- mächligtnr und Kassierers vollzogen. 183 3 Die Ortsverwaltung MIO* Vereine!__ Gartenlokal mit Bühne noch Sonntage und Sounabende für Theater- und andre Bereine frei. Neubedachte Kegelbahn täglich frei. Jeden Sonntag: Konsert und Ball. 4580!]* Pankow, Kalter Frtedrlchetr. 12. 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Steimuctzstr. 38 in Rirdorf wohnhaft, stand gestern wegen Sittlichkeitsvergehens vor der eriten Strafkammer am Landgericht II. Am 10. Januar d. I. kam die unverehelichte tllara Dewitz während der Sprechstunde zu S. und ersuchte um eine Unterstützung. Der Angeklagte warf sie auf das Sofa und suchte ihr Gewalt anznthun.' Nach langem Ringen gelang es ddr Bedrohten. sich loszureißen und aus dein Zimmer zu fliehen. Sic hat auf der Stelle Anzeige er- stattet, � Sandau wurde in Untersuchungshaft genommen, aber nach 5 Tageil wieder entlassen. weil Fluchtverdacht nicht vorlag. In der gestrigen Hanptverhandlung griff der Angeklagte zu dein beqncincn Mittel, die Zeugin unglaubwürdig zu machen, und der Gerichtshof würde, wie pnbliciert wurde, zweifeihaft gewesen sei», ob dein Angeklagten oder der Zeugin nichr Glauben beiz»- weise» sei, wen» dieselbe nicht sofort beim Verlassen des Sprech- zimmers den Vorfall zwei anderen Frauen, die auch den Armen- lommissions-Vorsteher sprechen wollten, in genau derselben Weise geschildert hätte, wie sie' das vor Gericht t h a t. Der Gerichtshof nahm thätliche Beleidigung als erwiesen an und erkannte ailf e i n c ir Monat Gefängnis. Von einer Geldstrafe wiirde Abstand genommen, weil e s besonders strafbar sei, lv e» n der Einfluß des v f f e ir t l i ch e n E h r e n a in t s zur V e r g e lv a I t i g u n g der Armen und Hilflosen mißbraucht»verde. Der Schriftsteller Dr. Lauge war als Verleger der «Deutschen Zeitung" angeklagt worden, sich gegen die A r b e i t e r s ch u tz- B e st i m m u n g e n der Gelverbe-Ordnung vcr- gangen zu haben. Die �Deutsche Zeitung"»vird bei Büxcnstcin gc- druckt. Der Drnckercibesitzer hat anf seinem Bctricbsgrnndstück Herrn Lange einen Raum zur Verfügung gestellt, worin der Vcr- leger durch eigene Angestellte die Zeitungen zum Versand herrichten läßt. Mit dieser Arbeit hat nun der Angeklagte verschiedene Frauen zu einer Zeit beschäftigt, zu tvelchcr nach§ 137 der Gewerbe-Ordnung Arbeiterinnen in Fabriken nicht beschäftigr werden dürfen. Nach§ 137 ist die Beschäftigung von Arbeiterinnen in Fabriken verboten während der Nachtzeit von 8Vs Uhr abends bis SVs Uhr morgens und am Sonnabend sotvie an den Vorabenden der Festtage nach öVe Uhr nachmittags. Das Landgericht verurteilte Dr. Lange zu einer Geldstrafe, indem es die Druckerei der Firma Büxenstcin als eine Fabrik ansah und die Thätigkeit der Arbeiterinnen Langes diesem Fabrikbc- triebe zurechnete. Der Angeklagte legte Revision ein und machte geltend, die Thätigkeit seiner Arbeiterinnen dürfe nicht dem Fabrilbetrieb des Druckereibcsitzcrs zugerechnet werden, ivenngleich sie in einem Raum des Fabrikgrnndstücks arbeiteten. Die Frauen wären demzufolge auch nicht als Fabrikarbeiterinnen anzusehen und er müßte freigesprochen»vcrden. Der Strafsenat des Kammergerichts verivarf jedoch die Revision mit der Bc- gründnng, daß es sich hier nm ein Fabrikew bli ssenicnt handle, wo Arbeitsteilung durchgeführt sei, und daß der Vorderrichter m i t Recht die Thätigkeit der Arbeiterinnen des Dr. Lange dem Gesamt- Druckcreibctriebe zugerechnet habe. Eine Anklage wegeu Straßenraubs beschäftigte gestern das Schivurgericht des Landgerichts I zum drittenmal. In der Nacht zum lö. November v. I.»var der Arbeiter B u s k i lv a ck. von einer Festlichkeit kommend, auf dem Weg nach seiner in der D emminer- slraße gelegenen Wohnung begriffe». An der Ecke der Bellcrmann- »nd Griinthalerstraße trat eiii auffallend großer Mann, mit einem grauen Mantel angethan, dessen Kragen er in die Höhe geschlagen hatte, an ihn heran, umschlang mit dem rechten Arm den Oberkörper Buskiivacks, daß dieser sich nicht rühren konnte und rannte ihm die Worte zu!„Hast Du Geld bei Dir?" Der Ueberfallene rief:„Was! wollen Sie von mir? Lassen Sie mich los!" Der Angreifer fuhr aber mit der Linken in die Taschen Buskiivacks und als er diese leer fand, zog er dessen Uhr heraus, riß mit einem kräftigen Rnck die Kette durch, vcr- setzte dem Ucbcrfallcnen einen heftigen Stoß gegen die Brust, daß dieser hintenüber zu Boden fiel, und rannte niit seiner Beute die Bellcrinnnnstraße hinunter. Buskiivack raffte sich auf und verfolgte den Räuber, bis dieser in einem Hause in der Bellennannstraßc verschwand. Bis morgens 3 Uhr»vartete Bnskiwack vor dem Hause, ohne daß er einen Schutzmann zu Gesicht bekam. Dann zog er es vor, nach Hause zu gehen. Am folgenden Morgen erstattete er Anzeige bei der Polizei. In dein bezeichneten Hanse wohnten mehrere übel bc- lcnmnndete Persönlichkeiten, darunter auch der vielfach mit Zucht- haus vorbestrafte Arbeiter Paul Schott. Eine Hans- suchnng förderte zwar die geraubte Uhr nicht zu Tage. ivohl aber einen grauen Hohcnzollernmantel, der Schotts Eigentum »var. Als Schott dem Beraubten vorgestellt wurde, war er im ersten Augenblick schivankcnd, ob er den Thäter vor sich habe, es schlvand bei ihm aber jeder Zweifel, nachdem Schott den Mantel angezogen hatte. In der ersten Verhandlung erzielte der Angeklagte eine Vor- taguiig, in der zweiten sprachen die Geschlvornen ihn schuldig. worauf Schott zu sechs Jahren Zuchthaus verurteilt ivurde. Ans Grund eines Formfehlers ging der RevisioiiSantrag durch. Zur gestrigen erneuten Verhandlung hatte die Verteidigung einen umfangreichen Entlaslungsbelveis angetreten, um Ziveifel an der Schuld des Angeklagten anzuregen. Dieser behauptete, daß er in der fraglichen Nacht um 10 Uhr schlafen gegangen sei. Es wurde dies von seiner Wirtin, die mit dem An- geklagten zusammen lebt, bestätigt. Ferner hätten sein Mantel und sein Hut auf dem unverschlossenen Flur gehangen, irgend ein andrer Hausbelvohncr hätte sich sehr leicht seine Sachen während einiger Stunden aneignen und die That ausführen können. Nach dieier Richtung hin' habe sich der Handelsmann Karl Stern durch eine Acnbcrnng verdächtig gemacht, die er zu seinem Bruder Erich Stern gethnn habe. Der letztere bekundete denn a»ch, daß sein Bruder zu ihm gesagt habe: Paul Schott ist unschuldig,»Venn er»vicder venirieilt ivird, trete ich vor und sage „ich bin es gelvescn!" Einige Zeugen bekundeten auch, daß Karl Stern biStveilen den grauen Mantel des Angeklagten getragen habe. Der Zeuge Karl Stern behauptete, daß die fragliche Aeußerung anders gelautet habe. Er habe gesagt, daß es unrecht sei,»venn ern andrer den Schott unschuldig verurteilt werde» lasse,»venu er der Thäter lväre,»vürde er sagen,„ich biiüs gelvesen". Der Aiigeklagte und der Zeuge Karl Stern mußten sich neben einander vor die Geschlvornen stellen und ablvcchselnd den grauen Mantel anziehen. Eine geivisse Aehnlichkeit war ja vorhanden, aber der Angeklagte»var fast einen Ropf größer als der Zeuge. Der Be- raubte ließ sich auch nicht schlvankend machen; mit aller Entschieden- heit blieb er dabei, daß der Angeklagte und nicht der Zeuge Steni der Thäter sei. Während der Staatsaiuvalt»vicder für Schuldig plädierte, führte der Verteidiger aus, daß doch immer- hin noch Ziveifel beständen, ob der Angeklagte der Thäter sei, und daß derselbe auf Grund der vorliegenden Verdachtsnwlncnle als überführt nicht angesehen»verde» könne. Er bitte die Gc- schlvorne» den alten Spruch zu beherzigen:„Es ist besser, zehn Schuldige laufen zu lassen, als einen Unschuldigen zu verurteilen." Die Gcschtvornen kamen nach längerer Beratung»viederum zu einem Schnldigipruch unter Versagung von mildernden Umständen. Das Urteil lautete auf sechs I a h'r c Zuchthaus, Ehrverlust und Polizeiaufsicht. RuS Halle a. S.»vird uns vom 4. Mai berichtet: Der Prozeß der Freifrau Helene v. F r e h b e r g. der»viederholt die Gerichte be- schästigt hat, fand heute vor dein hiesigen Landgericht seinen Abschluß. Die Angeklagte hatte mit ihrem im Jahre 1896 verstorbenen Ehe- manne, dem Gutsbesitzer Burghardt von Frcyberg in Reinsdorf bei Wittenberg in sehr schlechten Verhältnissen gelebt. Im Jahre 1805»var die Ehe getrennt»vorden und zivar»vegcn beiden Teilen zur Last fallenden Vcrgehungen. Nach dem Tode von Freybcrgs inachtc die Witive ihre Erbrechte geltend und trat dabei auch als Klägerin gegen ihre Söhne auf. Vornehm- lich»var es ihr darum zu thnn, die Vormundschaft des Wittenbergcr Rechtsanivalts Dr. Ganse zu beseitigen, gegen den sie in 12 Briese» allerlei Beschuldigungen erhob. Sie ivurde darauf vom Landgericht Wittenberg sZiveig-Strafkaminer)»vegen Beleidigung des Dr. Gaufe zu 500 M.' Geldstrafe verurteilt. Auf eingelegte Revision hob daS Reichsgericht wegen materieller Gesetzesverletzung das llr- teil anf und vertvies die Sache zur nochmaligen Verhandlung an das Landgericht Halle. Zur heutigen Beiveisanfuahme �»varen mehrere Ossizierc, Aerzte:c. als Zeugen und Sachverständige ge- laden. Um aber die nach der Ansicht des Vorsitzenden unangenehme, aufgebauschte nnd scharf zugespitzte Sache aus der Welt zu schaffen, wurde ein Vergleich angestrebt und geschlossen. Die Angeklagte, die jetzt ihr Erbrecht erkämpft hat, nahm die beleidigenden Aeuherungen und Dr. Gause den Strafantrag zurück. Jin Görlitzer Gattcnmordprozeß haben die Geschlvornen die Schuldfrage verneint. Darauf»vurven die Witlve Marie Martha Willing nnd der Geschäftsführer Paul Ariedeinann von der gegen sie erhobenen Anklage des Mordes, begangen an de»n Kaufmann Willing zu Witlichcnau, freigesprochen und sofort aus der Unter- snchuugshast entlassen. v;. �■■■ Sortenverzeichnis von ÜIIOGB* Gemüse- und Kraftsuppen a 10 Pfg.: Krbscnsnppe: feiner Erbsengeschmack. Erbsen m. Boll tohneiiNnppe: äusserst nahrhaft und wohlschmeckend. Erbsen- in. Relssappe: Erbsengeschmack, sehr nahrhaft. Erbsen- in. Sagosnppe; sehr kräftig nnd schmackhaft, feines Aroma. ErbsivuratMiippe: die vorzüglichste ihrer Art; giebt eine äusserst schmackhafte, sehr nährende und sättigende Erbssuppe. CeniUite-(Jullenne) Suppe: erfrischend, von hervorragendem Wohlgeschmack. Clcrsitenftnppe: sehr gut und gesund, vorzügliche Abendsuppe. Grlinerbaensappc: feiner, aromatipeher Geschmack. 6rOnkerii»>nppc; feine Rostaurationssuppe. IlnfcruelileiniHiippe: sehr fein im Geschmack, auch als Kranken- u. Kindersuppe vorzüglich. KnrtolTclMnppe: fein und kräftig, sehr beliebt. KcrbelHiippe: blutreinigond; vorzüglich geeignet als Beimischung zu andren Suppen. Kraftnicliisappo: besonders nahrhaft, leicht verdaulich. Einncnsnppc: echte Linsensuppe, sehr geschätzt. ReiMsnppe: recht gut und schmackhaft. Rcia-.IiiUcnnc-tSiippc: Reis- und Gemüso- kräutergeschmack, vorzüglich. Sago-Suppe: feines Sago-Aroma, schleimig und kräftii Taploca-feinppc: kräftig und sehr beliebt. ploca- Crccy- Suppe: feine Tapioca mit Carotten, sehr gut, schönes Aussehen. Tapioca• Taploca-Jiillen'iio-Sappo: sehr kräftig und beliebt, als Beimischung zu andren Suppen vorzüglich geeignet. Wclxengrlessnppe: sehrschmackh. u. gesund- RlebeleMiippe: 1 aus Eierteig, besonders Stei'nchenMnppe:/ wohlschme ckendu.nahrh. Pikante Sorten: a 15 Pfg. per Würfel (a ä Portionen): Eondonderry-Siuppe: sehr nahrhafte, pikant« Suppe; besonders in Holland sehr beliebt. 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Ten Mitgliedern in Moabit und Schönhauser Porstadt zur Nachricht, dost zu der am Iii. d. öl.» ftattsi»dck>d«l'Borunttago-Vorstellung in der Lranin noch Billcts bei Pfarr, Puttlitzjtr. 10, zu habe» sind. Die Bczirtssichrer wcrdxn. ersucht,.hiervon. Kenntnis zu nehmen. Ten Vorstandsmitgliedern zur Nachricht, daß die nächste Vorstands- fitzung am Mittwoch,.deg 0. Plgi, gbcnds? Uhr, bri.Gleinert,.Schulstr. 20, stattfindet. 217/4_________ Ter Vorstand. Itlxdorf. S'Oriullif wofev«}. Amin Joriwrte" Tienstag. den S. Mai. abeudS 8 Vi Uhr: Mikglird er-VrA' Sammlung iui Lokal des Herr» Kröpler, Bergfiraste 117. Tagesordnung: l. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Vereinsangeleaen- hciten und Verschiedene!.'. ißSF~(Laste iviltlommeu. 4KU 232/7 Um iahlreidH-j(iijfiicir.cii der Mitglieder ersucht Ter Vorstand Mätker! SW TicnStag, 8. Mai, nachmittags S' r Uhr: Gr. öffentliche Versammlnng bei jlcller, lioppeustrastc S9. Tages Ordnung: I Sind die Kollegen VetUNs und der Vororte gewillt, die Aordenuigcn ou die einzelnen Meister einzureichen 2 Referent: Kollege»etrackolä. 2 Verschiedenes.(9056 jjBf.-in dieser Vcrsannnlimg haben alle Kollegen, auch ohne Streik- karte. Zutritt _'Mit Brudergriiß_ lUc Lohnhomnilawlon. Geiiojscu! Kamt Eure Fahrräder und Fahrrad. ölritlcl durch den Verein Voran, Prodnltiv- uud kiilklülsszellllisellschllst für Radfllhrer! Mitglieder des �krheßter- Hailfahrer- Itiiixl««, des Turnvereins Flehte und andrer Ärpeitervercine zahlen kein EimriiiSgild. Eeschäsisstelle, Reparatur- und Sckuciderwcrkstait: Krautstr. 7, Hof pt. Reichhalllges Lager«o» Fahrrädern, stläyuiaschinc». Bettridungsgegenslände» und allen Vcdarssartitein sstr Radsahrcr und Koitsnmartlkdk. Daselbst Statutcu lmo Austunst über Preis«, Tcllrahlluiijje» usw. Für»parelnlngcu 40 Zahlstellen in Berlin u. Umgegend.-TSß Montag, den 7. Mai, abends 9 tthc: M o ii a t s- V e i- m a in in 1 u n g im(Kugiischeu Garte», Aiexandcrstr.?7 c. Kousnm-Verein Berlin- Nord. Eiugciragcne Genoisenichast mit Bc'dir, wiflpflicht. Dicnslatt.lll«. Oi'andmann naer � j|>n»■ Ezey« Xiar Ter Vortrag ist fstr Männer sehr wichtig. Einuri« ao Pf. Eintritt ao Pf. Berliner Verein für Naturlieilverialiren. Cesthäftstallo im Knriiad. Kopnickerstr. 72, an der Brüi;keuäU'aäse. Sprechstunden: Ii— 2, C— s, Sonntags 11-12- Deutscher Holzarbeiter-Verband. Zahlstelle Berlin. Mittwoch, den 0. Mai, abends 8>/, Uhr, bei Brhreuds, Mantetiffciftr.'OA: Bertrauettsmäuner-Bersaattmlung. für den Bezirk 8 u t>» O s ß. Tages-Ordnung: Werkstattangclegenheiten. Berichiedeues. Achtung! Parkettbodenleger. Montag, den 7. Mai, abends 8Vz Uhr, in den Sprechalle», Kirchstr. 27: KoMmisffonsktznng mit Vertrauensleute» sowie der Bcrhandlungskommissiott.5 505 722 955 3012 126 219 69 83 500 37 644 781 4096 123 44 257 838 912[300] 66 Cu84[3000] 155 475 563 627 835«108 61 90[1000] 630 87 818 7163 384 688[3000] 711 35 39 60 75 9« 876 83«054 309 29 699 878 905 63»204 52 379 433 692 896 10027 204 15 418 510 62 609 HÖH 58 68 162 323 583 949 831 81 938 67 69 12044 145 99 233 350 424[500] 610 800 65[500] 902 44 13175 273 479 798 800 1 4039 146 218[3000] 871 428 49[500] 600 772 819 922 98 15033 67 86[1000] 149 70 350 70[1000] 557 617 54 93 1O002 69 230 75 3» 427 529 828 1 7083 318 521 699 790 802 65[300] 958 78 1*018 276 499 557 610[300] 715 52 908 21 72 80 1V040 58[300] 124 425 667 83 851 59 954 »«333 42 408 21 557 76 689 907 3 1040 100 282 330 51 526 77 657 68 727 99 904 13 S3113 211[1000] 411[300] 49[1000] 74 613 725[3000]»3029 54 126 97 238 62 373 426 642 62 [1000] 749 63 886 947[500] 52»4283 645 97»5019 63 107 27 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I IN»0000 m, I ,a(»M �(k. 5 17 ,u 16000 M. 34 ,» 10000 Dil, 37 ,» 4000 itlU, 6»»a SoOO IKt, 641 tN 1000 Dil, 764 i» 500 Dd. ' Beraiitwortlicher Redacteur: Paul John ia Berlin. Kür den AnIeratenleU verantworllick: Td.«Slolte m Berlin. Druck und Bnlag von Mar Bading m Bttlw. Jlr. 104. 17. MrWg. 3. SJtilnjt des.Mwirls" ßttlinft MsM Sonntag, 6. Mai 1900. Sorinle Ns?rszkspflegr. Betriebsunfall oder Gewcrbckrankhcit? Der Arbeiter Ahrend hatte wochenlang in Bewnfußbödc» Löcher zu stemmen. wobei er andauernd knien milstte. l?s bildete sich hierbei an der Druckstelle des. einen KnicS ein krankhafter Zustand, auf den A. durch einen plötzlichen Schmerz aufmerksam wurde. A. mußte schließlich in ein Krankenhaus gebracht und operiert werden. Er ver- langte dann von der nordwestlichen Eisen- und Stahl-Berufsgenosien- schast eine Ilnfallrcntc. Die Benifsgenossenschaft ivieS jedoch seinen An- spruch zurück, weil es sich nicht um einen Lketriebsunfall, sondern lim eine Gewcrbckrankhcit handle. Man stützte sich hierbei auf ein ärztliches Gutachten, ivonach das Leiden dcS Klägers, eine Knochcnhanl-Enl- zundung, sich infolge der Eigenart der Arbeit auf dcnr Fußboden allmählich entlvickelt chabc und nicht die Folge einer plötzlichen Einwirkung sei.— Tie Berufung hatte keinen Erfolg. Der Kläger legte noch Rekurs ein und legte dar, daß beim Stemmen der Löcher die Bctonsplitterchcn itinherflögen ni>d daß die Knieverletzung fcbr leicht durch den Druck ans solche Splitter entstanden sein könne. Im übrigen wäre zu berücksichtigen, daß das Stemmen von Löchern in Bclonsnßbödeil nicht zu scincit gewöhnlichen Arbeiten gehöre. Ein einmaliges bestimintes Ereignis erbrachte Kläger in der Rekurs- schi"'t n i ch t. Das Reichs-Bersicherungsaint verwarf den Rekurs und führte aus, die BerufSgcnofsenschaft und das Schiedsgericht bättcn mit Recht einen Betriebsunfall nicht für vorliegend erachtet. Als Unfall könne nur eine zeitlich befchränttc bestimmte Einwirkung angesehen werden, nicht aber die langsame allmähliche Einwirkung, die sich hier höchstwahrscheinlich über Wochen erstreckt habe. Ein Minister als Bcrwcigercr der llnsallrcute. Der beim Buhncnbau beschäftigte Arbeiter Grühnke war neben ciucr Weichsel- kmhiie im Wasser tot anfgesunden worden. Seine Witwe verlangte demnächst vom Strombau-FiSIuS eine Unfallreiite. EL wurde fest- gestellt, daß G. ans dem Wege zur Baubude von der Buhne ab- gestürzt war. Dort wollte er seinem Vorgesetzten melden, daß er erkrankt war und sich von ihm sein Kassenbuch oder einen Kranken- schein geben lassen. Von dieser Absicht hatte G. einige Mitarbeiter unterrichtet, denen gegenüber er auch von Stichen in der Lunge und in der Herzgegend gesprochen hatte. Der Fiskus, vcr- treten durch den kW i iu st c r der öffentlichen Arbeiten, lehnte indessen den Anspruch der Hinterbliebenen ab, weil ein Unfall b c i m B e t r i c b nicht angenommen werden könne. Aus die Berufung der Witwe, verurteilte aber das Schieds- gcricht den FiSkiis zur Rentengewährung und führte u. o. aus, daß der Gang. bei dem G. verunglückte. auf das engste mit dein Arbeftsverhültnis verknüpft gewesen sei. Ter Fiskus legte noch Rekurs ein, worauf da§ R c i ch s- V e r s i ch e- r n n g$ a in t beschloß, weiteren Beweis zu erheben. Tie Zeugen beknndcteu, daß G. einige Zeit vor dein Unfälle ins Wasser gefallen sei und am selben Tage in den erst halb getrockneten Kleidern weiter gearbeitet habe Seitdem sei er leidend gewesen und habe sich nur noch so durchgeschleppt.— Der Wasscr-Baumspektor gab die Ans- kuilft, daß die Unfallstelle, wo der Verstorbene tot im Wasser lag. zur Betriebsstätte gehöre, denn es seien dort Arbeiten verrichtet worden. Den Weg über die Buhne hätten fast alle Arbeiter des Fiskns. die in verschiedenen Ortschaften wohnen, benutzt. An der fraglichen Stelle falle die Buhne einen Meter senkrecht ab. Auch treffe. z». daß G.. zur Landbude gehen wollte, um sich einen Kassenschein zu holen. Zu der Abmeldung sei er nach den für die Arbeiter erlassenen Vorschriften verpflichtet gewesen. Auch habe der Bnhnenmcistcr die Papiere und Kassenbücher der Arbeiter ans Rück- ficht auf den eigenartigen Betrieb in Verwahrung. Das Rcichs-Vcrsicherungsaint wies nunmehr den Rekurs des Fiskus ab und der Vorsitzende S t o l z m a n n führte begründend aus: Der Kläger habe am Unglückstage eine Handlung ausgeübt, die im Interesse des Betriebs von ihm erwartet wurde, denn nach der Instruktion für die Arbeiter des Strombau-FiSknS habe er sich als Kranker abmelden müssen. Er habe sich aber auch zur Zeit des Un- falls im räumlichen Bereich des Betriebs befunden. Somit annsse ein Betriebsunfall anerkannt werden, obivohl G. nicht bei der Arbeit verunglückt sei._ VevfAnnnlungett« Tempclhof. Am 2-4. April fand im Lokal des Herrn Gcrth in Tempclhof die Geiirralversaininlimg des Arbeiter-Bilduiigsvcrcins für Marieudorf. Tempclhof und Umgegend statt. Aus dem Bericht, den der Borstand gab, ist folgendes zu bemerken: Es fanden 7 Vereins- bersammluiigen und 4 Vorsiandssitznngen statt: die Einnahmen bc-. trugen 2».C(j M., die Ausgaben 17,05 M. Es wurde beschlossen, von dem Bestand 15 M. und den Rest der Samnilnng zur Deckung der Unkosten zur GcmeinderatSwahl in Temvclhos der Partcikasse zu überweisen. Der Vorstand setzt sich nach der Neuwahl folgender- maßen zusammen: Vorsitzender: M. Müller, Schriftführer: F. Bären- ivald, Kassierer: E. Ottmann. Um einen regeren Besuch der Vcr- saimnlliiig z» erziele» wurde beschlossen, in Tempclhof jeden Monat nur eine Bcrsammllmg stattfinden zu lassen, cS kann dann in dieser — dein jeweiligen Bedürfnis entsprechend— auch noch eine für Maricndorf bestimmt werden. Rixdorf. Tie Tabakarbeitcr und Arbeiterinnen beschäftigten sich in einer Bersammlimg, die bicr am 30. April tagte, mit dein Ausstand in Fürstcnwalde.' Höp.fncr referierte über de» Stand des Streiks und empfahl eine rege Unterstützung der Ausständigen. Dem wurde in der Diskussion allgemein zngestimint und soll das Gcivcrkschaftskartell um Ausgabe voii Listen angegangen iverdcn. Verein für Frauen»»d Mädchen der Zlrbeitcrttnise. Montag. den 7 Mai, abends tb/z Uhr, in den Arminhallcn, Kominandantcustr. 20; Vortrag des Herrn Dr. Curt Frendenberg über„Die hygienische Bcdentung der Hansindustrie". Gaste wiUloimncn. Der Vorstand. Zlllgem. Kraulen- und Sterbctäisc der Metallarbeiter. Filiale Ripdorf. Versammlung am Sonntag, den 0. Mai, vormittags 0 Uhr, Zictbcvstr ö!s bei Prcyler. Stichwahl. Barbiere, Friseure. Montag, den 7. d. Mts., abends 10h.. Uhr, in den Arniinhallen. Konimandantenstr. 20: Ocsicntlichc Versammlung �sur Arbeitgeber nnd Arbeitnehmer. Tagcsordinnig: Bericht der Kommisstou und Vorlegung der Petition betreffs des gesetzlichen Neunuhr-Ladenschlnffcs. Briefkasten der Redaktion. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre(zwei Buchstoicn oder eine Zahl) anzugeben, mitcr der die Antwort erteilt werden soll, nnd die letzte Aboiniementsquitlnng beizulegen. Fragen ohne solckie werden nicht beanl- wartet und schriftliche Antwort wird nicht erteilt. Tie juristische Jprcchstnnde sindct Nkontag, Tieustag und Freitag vo» 7— t» Uhr abends statt. F. K., Duisburg. Wir bestätigen Ihnen gern, daß Ihre Maiscicr nicht. in dem Mondorte„Amslurz" stattgcftmdcn hat. Der berühmte Druck- fehlerkobold hatte sich mit der Handschrist des Redactenrs zu diesem geographischen KomplvU verbündet. Vertrauensmann Köpenick. Ten Bericht über Maifeier finden Sic in Nr.>00» vom MitiivochnachmUtag. Mehlwurm. Ursachen und Abhilfe vielleicht in einer größeren Bogel-' Handlung zu erfragen.- Hilfsarbeiter. Sic erlangen im Gcwcrlschaits- burea», Engel-User 15, Auskunft.—(v. R. Darüber bestellen.leine Bc- stimmunge»- es wird migcnoninicn, daß für die Dauer der Bedürftigkeit die Unterstüvuug.in gusreichendem Maße gewglirt werden müsse, gleichviel, ob der Betreffende heiratet öder ob er ledig bleibt.— Strafte»-Abonnent. l. Nein. 2. Das Amtsgericht ist zuständig.— Ä. V. 13. I. Nein. 2. Eine Vertrekiiug ist stets zulässig.'— S->0. Ter Herr ist im Recht.— F. 57. Sic sind zur Zahlung verpflichtet.— H. K. 3t>. l�Tie Bctresseiidcii müßten ans dem tzluilsgericht oder vor einem Notar ein Desto- mein mit de» von ihnen gewünschten Bcslimmmigen machen. 2 Nein. 3. Sic hätten kein Recht ans die Bücher oder deren Betrag. 4. Sic würden cv. labten müssen.— W. Seh. 1000.!. und 2. Ja.:!. Nein. — I. Büolter. Schriftliche Antwort erteilen wir nicht 1. Ungenügende Kost ist kein Grund zur Aushebung des Dienstboten- Verhältnisses im Gebiet der altprcmuschcu Geünde-Ordniing. Das Gestud: kann stch lediglich an die Polizeibehörde mit dem Antrag ans Abstellung des Ucbels wenden. Die Geünde-Ordnung besagt bezüglich der Art der Bckkvsnginlg nur:„Offenbar der Gesundheit nachteilige nnd ekelhafte Specke» kmm das'Gefinde anzunehmen nicht gezwiiiigen werden". 2. Bei dem Mangel einer vereinbarten Kündignugssrisl besteht eine Kündignugssiisi von 0 Wochen zum Ouartalsersten. 3. Das Gesinde kann den Dienst olme Anskündt'glMg verlasse», wenn der Dienstbotc durch schwere ftrantheit zur Fortsetzung des Dienstes unvermögend wird. . Jandorf& G° C. Splttelmarkt 16/17.« SW. Leipzigerstr. 64. F sW. Belle- Alliancestrasse 1-2 Ww Damen-Hut, neuest# M*telot-Fagon, mit Kips- 4 Band garnirt........ X Damen-Hut, Neuestes Facon, mit Sammctbaad.#%I0 Schnalle u. 3 FedcrpoiCQ gai nirt ffii IM. 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Schloßstraße 3.[9026 Plätterin, dauernd oderAnslülfe, verlangt Urbanstraße 81.__ y143':: Schrifthaucr, litchtige, für Granit. verlangt sofort Sipperling, Blücher- straße 1. 4996 Tapezierlehrling verlangt Feder, Lefstngstraße 0.__ 8026 Lehrlinge zur Metalldreherei ver- langt Einlermacher, Zllexandrinen- straße 120. 498l' Tüchtige Schticiderltt im Hanie nürd verlangt. Frau Dittuiann. Matiizerstraße 20.-slSO E'infaslcr!» auf Filzschuhe wünscht Entrich, Frnchtstraße 00, Hof parterre. Lchrmüdchrn verlangt Atelier sür Damenschuciderel, Gwinemünder- straße 82, vorn 2 Trevvcn rechts. Niaschilieniiäheriu tuu__ Kragen, auch Lehrmädchen, verlangt Schreiber. Wilsnnckcrstraße 20.>'138 Zcttungsfra» verlangt sofort Heinrich Bachmami, Ren-Weißenwe, Lehderstraße I, parterre links 99 ld �Karto» a rbc itcri» n e», geübte, ver- langt Anders Nachfolger, Adalbert- straße 7._[3726 Perfekte Taillen- und Rockar- beiterimie» sofort verlangt. Mode- salon Tarnowski, Oivchstraße 2.[878b Fädleriu gciuchl. straße 78. Schott, Lange- [893b Geübte Berstlberiu und Bcr- silberrr aitf Leisten verlangt Geittner, Rix dorf, Schö v e>v ciderstra ßc w. 831b Maschine»- Blusen- Näherin verlangt Wobschall, Nastizstraßc 30, IV, vor». 336b Lehrmädchen aus Pntzfedern U Mark uionatlich Ansangslohn. dau- ernde Bc'chäftigung. Josef Schreycr, Hollinannstraße 17.[370b" Im Arbeitsmarkt durch besonderen Druck hervorgehobene Zlnzeigen kosten B) Ps. pro Zeile Gesucht per sofort oder später ein selbständiger ilüchterner 001b JtfiÄtfrii. Stiifaiiiicur. Lebensstellung.(Borg, war 13 I. in Stell.) Aussnhrl. Offerte in. Zgabschr., Gehaltsansprückien:c. Bnmdul'g, Ludn'. �Vaitiefeldei'. Ming! Slllsschltistr! In. der GlaSschleiserei von Vitt. wann, Brondenburgstr. 0, hoben sämtliche Kollegen die Arbeit nieder- gelegt. Die Wcrlstatt ist streng zu meiden. 03bb vi» Ortaverrvaltmig Achtung, Tischler! Anläßlich der Maifeier sind die Tischler in der Bautischleret von ffitiehit,! A KSpchen, Ehar- lottciibnrg. entkasien worden. Die Werkstatt ist folgedcffc» bis aus weiteres geiperrr. 68 13 Gl» Ortsvarwaltimg Charlotlanburg. Verantwortlicher Nedacteur: Pnnl John in Berlin. Für den JÜserätcnt-il verantw-rtttid- Tb. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Babing in Berlin.