-rt, Erscheint in Leipzig Mittivoch, Freitag, Sonntag. NN» de« sllit id< -cht. Bestellungen nehmen an alle Dostanstalten u. Buchhand- lungen des In- u-Auslandes. Filial-Expeditionen für die Vereinigten Staaten: F. Ä. Sorge, Bo! 101 Hobo�en, N. J. Wm. Lueders, 409 Maystr. Chicago, Jll. Peter Haß, 8. W. Corner Third and eoates str. Philadelphia. Abonnementspreis: Für Preußen incl. Stempel- steuer ül'/i Sgr., für die übrigen Deutschen Staaten 16 Sgr. pro Quartal. Monats- Ab ounemeuts werden bei allen Deutschen Postanstalten auf den Uten u. 3 ten Monat und auf den 3ten Monat besonders an- genommen, imKgr. Sachsen u. Hrzth. Sachs.-Altenbnrg auch auf den 1 ten Monat ü ö'/j Sgr. angenommen. p« he» � i* OrgandersozialdemokrattschenArveUerMrteiMdderwternattonalenGelverksMoffenschasten. Inserate» die Abhalwng von Partei-,«erewe- und NolkSversmnmlungen, sowie die Filial-Expeditionen und sonstige Partei-Angelegenheiten betreffend, werden mit 1 Sgr.,— Privat- und BergnügungS- Aureigeu mit 2 Sgr. die dreigespaltene Petit-Zeile berechnet. Ä Nr. 61 Oreitag 29. Mai. 1871. 3. er« e au. sz»- il Wollen wir eine Gewerkschasts-Union oder nicht? (Fortsetzung.) Agitation. Als ein anderer Grund, weshalb unsere Gewerkschaften nicht Srößere Fortschritte gemacht haben, erscheint die ungenügende, theilweise auch wohl unzweckmäßige Agitation, verbunden mit verschiedenen Fehlern in organisatorischer Beziehung. Zwar haben Hirsch-Duncker'schen Gewerkvereine, und die VerbandS-Gewerk- ichasten des Allg. deutschen Arbeitervereins, mit Ausnahme der Maschinenbauer bei ersteren und der Maurer und Zimmerer bei letzteren keine besseren Resultate aufzuweisen, und auch die «vg. parteilosen, oder wenn man lieber will, Compromiß- Gewerk- ichasten, deren Mitglieder theilS dem Allg. deutschen Arbeiterverein, cheilS der socialdemokratischen Arbeiterpartei angehören und die oen„Neuen Social-Demokrat" und den„Bolksstaat" als Organe benutzen, können sich keiner besseren Erfolge rühmen. Doch das barf uns durchaus nicht verleiten, in selbstzufriedener Gemüthlich- keit uns damit zu trösten und die Hände in den Schoß zu legen, b>eil es bei uns nicht schlechter steht als bei Anderen. Im Gegen- cheil, nachdem wir die Ursachen der ungenügenden Fortentwickelung unserer Gewerkschaften erkannt haben, müssen wir auch alle Hebel ansetzen, um für die Zukunft bessere Resultate zu erzielen. Für die Folge muß also eine regere, praklischere Agitation entfaltet Und ein größerer Nachdruck auf die Ausbreitung und Kräftigung der Gewerkschafts-Organisation gelegt werden. Was Helsen denn alle ellenlangen Artikel über den Nutzen der Gewerkschaften, wenn deren Nutzanwendung für die praktische Agitation unterbleibt?! , Und was nützen denn alle Reden in Versammlungen, wenn man 2! Organisation Organisation sein läßt? -.a Ist z. B. schon in der Partei-Agitation das Artikelschreiben u»d Redenhalten verschiedentlich mehr Selbstzweck geworden, als Mittel, die Organisation zu fördern, so darf es uns gar nicht wundern, wenn wir dieses Uebel auch bei der Gewerkschasts- bewegung zu bekämpfen haben. Und doch ist mit der bloßen Aufklärung der Arbeiter bei der Gewerkschastsagitatiou noch viel. weniger Etwas bezweckt, als bei der politischen Agitation. Or- ganisiren und immer wieder organisiren— das ist es, worauf es bei jeder Agitation Hauptsächlich, bei der Gewerkschaftsagitation über immer ankommt, und was bis jetzt gar sehr außer Acht ge- lassen worden ist. . Mit der Phrase„Proletarier aller Länder vereinigt Euch" in- wr Munde und den Händen in der Tasche, ist für die Vereinigung, b- h. für die Organisation, ganz und gar nichts gethan. Im Allgemeinen ist aber auch von den Gewerkschafts-Verwal- laugen selbst viel zu wenig für die Agitation gethan worden. Mit einer fast übertriebenen Sparsamkeit wurde meist ein zu großes Gewicht gelegt aus das Ansammeln von Geldern in den Hauptkassen, und andrerseits die Agitation vernachlässigt. So löblich an und für sich eine weise Sparsamkeit auch ist, ubermäßig betrieben kann sie gar leicht verderblich für die Fort- rutwickelung einer Gewerkschaft werden. In dieser Hinsicht gilt wie überall das Sprichwort:„Man soll das Eine thun und bas Andere nicht lassen." Nothwendiger oft»nd nützlicher als bas Ansammeln von ein paar hundert Thalern ist deren Verwen- bung zur Agitation für die Ausbreitung der Gewerkschaft. DaS w der Kasse angesammelte Geld wird für die erste, oft nicht ehr gr Wal nothwendigste Arbeitseinstellung verbraucht, ohne daß den Mitgliedern oder der Gewerkschaft ein entsprechender Nutzen daraus ne llr. in- ul- >e« >e- e» 3« erwächst; wohingegen durch Verwendung dieser Summe zur Agi- lation für Ausbreitung der Gewerkschaft so viele neue Mitglieder hätten gewonnen werden können, daß in kürzester Zeit die zur Agitation verwandten Gelder wieder aufgebracht worden wären. Mosern die Agitation nur zweckmäßig betrieben wird, sind die da- 'är verwendeten Gelder ein productiv angelegtes Kapital, welches hundertfältigen Nutzen bringt. Darum sollte jede Gewerkschaft ht. einen Theil ihrer Einnahmen in der Agitation zinS- und nutz- w« bringend anlegen. Man wolle dies ja beachten. Haben doch so- iar die Hirsch' Duncker'schen Gewerkoereine neben den regelmäßigen, hro Wod>e 1 Sgr. betragenden Beiträgen, ihren Mitgliedern eine Wrastcuer von l-Sgr. pro Quartal auferlegt zur Förderung der Agitation. Auch ist von der Centralverwaltung des Verbandes Weser Gewerkvereine in Berlin eine Agitationsschule zur Ausbil- b«ng von Agitatoren errichtet worden. Wenn also von jener Seite ein so großes Gewicht aus die Agitation gelegt und derartige Anstrengungen gemacht werden, ob- l$on für die Agitation, resp. Ausbreitung der Hirsch Duncker'schen �ewcrkvereine die Fortschrittspartei und die Vorstände der Schulze- Ichen Genossenschaften(Borschuß-, Consum- und Sparvereine—- we Harmonie- und BildungS- Apostel nicht zu vergessen!) Partei �greifen und ihr allen möglichen Vorschub leisten,— ist es da nicht il'boten»der vielmehr unsere Pflicht, daß wir für die Gcwerk- Ichafts-Agitation eine größere Thaikraft entwickeln, als dieS seither geschehen ist? . Es ist auch gar keine Frage, daß unsere Gewerkschaften Riesen- wrtschritte machen werden, sosern eine zweckmäßig arrangirte Agi- wlion in großartigem Maße dafür entwickelt würde. DaS Ver- «ändniß für die Arbeiterbewegung liegt sozusagen in der Luft. Richer gilt es für uns doppelte Eile, um ihm die rechten Wege � erschließen. rt- til N' 21 _ Doch wir verlangen nicht nur, daß von den GewerkschastS- �nvaltungen die Agitation mit aller Entschiedenheit gefördert ., O viw 4-» y vvv* r i v•»—--/- U! " U sondern wir verlangen von jedem Mitgliede jeder Gewerk- , Ichast, daß es in agitatorischer Weise thätig ist. Ist es wirklich so 'chwierig, paß Mitglieder, die auf der Reise sind und an einem Orte in Arbeit treten, wo noch keine GewerkSmitgliedschaft be- steht, dafür eintreten, mit der Central-Verwaltung sich in Ver- bindung setzen, um eine Mitgliedschaft zu gründen? Oder ist eS denu ein gar so großes Opfer für unverheirathete Mitglieder, auf Wunsch der Verwaltung an einen bestimmten Ort in Arbeit zu gehen, um dort die Gründung einer Mitgliedschaft zu betreibe�? Wohl wissen wir, daß dazu, wenn auch gerade kein großes Redner- talent, aber eine gewisse Fähigkeit gehört. Allein diese sich anzu- eignen muß jedes Mitglied sich angelegen sein lassen, und Lust und Liebe zur Sache wird über die meist nur eingebildeten Schwierigkeiten hinweghelfen. Freilich mehr Lust und Liebe zur Agitation ist nicht nur den einzelnen Mitgliedern, sondern auch den Mitgliedschaften zu empfehlen, deren Agitationseifer oft nicht einmal so weit geht, an den bequemsten Nachbarorten Mitglied- schaften zu gründen und zu verhindern, daß Gewerkvereine anderer Richtung sich daselbst häuslich einrichten. Doch wir sagten schon, daß auch die Organisation unserer Gewerkschaften selbst noch lückenhaft und verbesserungsbedürftig wäre— womit indeß keineswegs den kleinlichen paragraphenspal- tenden Statutenänderungsvorschlägen, wie solche bei jeder General- Versammlung dutzendweise gestellt werden, das Wort geredet wer- den soll. Durch derartige sogenannte Statuten- Verbesserungs- antrage wird wenig geändert, öfters noch weniger gebessert, am allerwenigsten aber das bezweckt, worauf eS im großen Ganzen ankommt. ßentrakverband. Nach unserm Dafürhalten sind die Agitationserfolge wesent- lieb geschmälert worden durch die isolirte Stellung, welche die Gewerkschaften einander gegenüber eingenommen haben. Es war gewiß für alle Gewerkschaften ein großer Nachtheil, daß jede auf sich allein angewiesen und demgemäß:„Sehe Jeder wo er bleibe, sehe Jeder wie er'S treibe," handelte. Wenn sich dieselben auch nicht gerade gegenseitig bekämpften, so war von einer gegenseitigen Unterstützung und Förderung auch keine Rede, waS leicht hätte geschehen können, wenn eine solidarische Verpflichtung statutarisch eingeführt worden wäre, derart» daß jede Gewerkschaft, die an einem Orte eine Mitgliedschaft hat, verbunden ist, für die Grün- dung von Mitgliedschaften auch der anderen Gewerkschaften ein- zustehen. Ein noch größerer Nachtheil erwuchs allen Gewerkschaften durch diese isolirte Stellung, und je schwächer sie waren, oder je wem- ger Mitgliedschaften sie hatten, um so mehr, insofern, daß eine ungemein große Anzahl von unverheirathete» Mitgliedern, die sich aus Reisen begaben, wieder verloren gingen, nachdem dieselben mit vieler Mühe und großen Opfern erst gewonnen waren, weil die Gelegenheit, an einem anderen Orte einer Mitgliedschaft der eigenen Gewerkschaft beizutreten, gar zu selten war, eine Verbin- dung der Gewerkschaften, durch welche diesem Uebelstande sehr leicht hätte vorgebeugt werden können, leider aber bis heute noch nicht existirt. Es ist gar nicht zu bezweifeln, daß in jede Gewerkschaft, seit deren Gründung, mindestens viermal mehr Mitglieder eingetreten sind, als dieselbe zur Zeit Mitglieder zählt. In die Gewerkschaft der Holzarbeiter z. B. sind allein in den beiden Jahren 1872 und 73 4284 neue Mitglieder eingetreten, also 1734 mehr als bei Jahresschluß 1873 zahlende Mitglieder verblieben, deren Zahl laut statistischem Bericht 25S0 betrug. Gewiß eine sehr beachtens- werthe Thatsachc, die jede Gewerkschafts-Verwaltung veranlassen sollte, diese Angelegenheit in Erwägung zu ziehen, und die in nächster Zeit stattfindenden Generalversammlungen bestimmen müßte, sich recht eingehend mit der Frage zu beschäftigen, wie diesem Uebelstande abzuhelfen ist. Da dieser Uebelstand in allen Gewerk- schaften sich fühlbar macht, haben wir wohl ein Recht, zu sagen, daß unsere Organisation verbesserungsbedürftig sei. Aber wie ist diesem Uebelstande überhaupt abzuhelfen? Um dem Mitgliederstande der Gewerkschaften eine größere Stabilität zu sichern, dürfte Folgendes sich empfehlen: 1) Mitgliedern, die längere Zeit der Gewerkschaft ununter- krochen angehören, größere Vortheile zu gewähren, als den neueingetretenen. 2) Einrichtungen zu treffen, daß die unverheirathete» Mitglie- der, wenn sie ans Reisen gehe», der GewerkschaftSorgani- sation erhalten bleiben. 3) Muß Sorge getragen werden, daß die Mitglieder außer durch materielle Borthcile auch in geistiger Beziehung mehr � als jetzt an die Gewerkschaften gefesselt werden. Zum I.Punkte möchten wir vorschlagen, in Betreff des auSzube- zahlenden Bcerdigungsgeldes folgende Einrichtung zu treffen: Mit- glicder, die mindestens ein halbes Jahr der Gewerkschaft ununter- brochen angehört haben, erhalten 9 Thlr. BeerdigungSgeld; Mit- glieder, die zwei Jahre der Gewerkschaft ununterbrochen angehört haben, erhalten 12 Thlr., und solche, die fünf Jahre der Gewerk- schast ununterbrochen angehört haben, erhalten 15 Thlr. Be- erdigungSgeld. Selbstverständlich würde eine solche Bestimmung auf alle diejenigen, die vor Erlaß derselben noch keine zwei Jahre Mitglied sind, keine Anwendung finden, diese erhalten nach wie vor die 12 Thlr. Beerdigungsgeld, natürlich aber auch später die 15 Thaler ausbezahlt. Auch in Betreff des Reisegeldes läßt sich eine derartige Einrichtung sehr gut treffen, und dürste wesentlich dazu beitragen, den Gewerkschaften eiuen festereu und länger an- dauernden Mitgliederbestand zu sichern.. Zum zweiten Punkt muß von vornherein bemerkt werden, daß derartige Einrichtungen nicht von den vereinzelt dastehenden Ge- werkschasten, sondkrn nur durch die„GcwerkschaftS-Union" getroffen werden können. Erst dann, wenn die Union inS Leben getreten, wird es möglich sein, auf Reisen befindliche Mitglieder, die an einem Orte in Arbeit treten, wo eine Mitgliedschaft der eignen Gewerkschaft nicht besteht, zu veranlassen, der am Orte befindlichen Mitgliedschaft einer anderen zur Union gehörenden Gewerkschaft beizutreten. Durch eine solche Maßregel werden nicht nur eine große Zahl von Mitgliedern, die andernfalls nicht nur den Stammgewerffchaften, sondern der Gewerkschaftsbewegung überhaupt auf kürzere oder längere Zeit verloren gehen, der Union erhalten bleiben, sondern jede Gewerkschaft wird außerdem noch den nicht zu unterschätzenden Vortheil haben, daß diese Mitglieder eher in der Lage sein und sich eher veranlaßt sehen werden, für Gründung einer eigenen Ge- werkschaftS-Mitgliedschaft an dem betreffenden Orte zu wirken, weil ja durch die Gewerkschafts- Union es jeder Mitgliedschaft einer zur Union gehörenden Gewerkschaft zur Pflicht gemacht ist, für Gründung aller anderen uniirten Gewerkschaften an jedem Orte einzutreten. Ueberhaupt wird dann erst von einer praktischen und erfolgreichen Agitation die Rede sein können. Der dritte Punkt ist unstreitig der wichtigste, und darum noth- wendig, denselben ausführlicher zu behandeln. Jede Gewerkschaft ist eine Verbindung von Arbeitern, die ein bestimmtes, gemeinsames Interesse verfolgen. Dieses Streben macht sich nach zwei Richtungen hin bemerkbar. EineStheilS ist es daraus gerichtet, durch die Ver- einigung die Lage der Betreffenden im Allgemeinen zu bessern; ander- seitS aber darauf, durch die Vereinigung und in der Vereinigung sich gewisse materielle Vortheile zu sichern, auf welche der Einzelne als solcher verzichten müßte. Jenachdem nun diese Vortheile dauernder oder vorübergehender'Art sind, wird auch die Anziehungskraft der Vereinigung auf die Mitglieder eine mehr dauernde, oder mehr vorübergehend wirksame sein. In gleicher Weise wird die Art der gebotenen Vortheile eine gewisse Anziehungskraft äußern. So wird z. B. auf jüngere Mitglieder das Reisegeld, auf ältere, ver- heirathete das BeerdigungSgeld eine größere Anziehungskraft auS- üben. Die Unterstützung bei Strikes wird eine mehr vorüber- gehende, die Unterstützung in Krankheitsfällen eine mehr dauernde Anziehungs- und, was damit gleichbedeutend ist, Bindekrast oder Vereinigungskraft ausüben. Unbestreitbar aber werden die mate- riellen zeitweiligen Vortheile auf das Interesse der Mitglieder mehr einwirken, als die Möglichkeit, durch die Vereinigung die Lage der Arbeiter im Allgemeinen zu bessern, schon auS dem Grunde, weil die durch die Vereinigung gebotenen direkten und materiellen Bortheile nur denen zu Gute kommen, die der Ver- einigung angehören, wohingegen eine Verbesserung der allgemeinen Klassenlage Allen, also auch denen zu Gute kommt, die der Ver- einigung nicht angehören. Die organisirten Arbeiter, durch deren Einfluß und thatkräftiges Vorgehen eine Arbeitseinstellung siegreich beendet wird, haben keinen größeren Vortheil davon, als jene Schmarotzer, deren passive Mitwirkung mit Geld aufgewogen wer- den mußte. ES darf uns daher auch gar nicht wundern, wenn wir sehen, wie groß die Zahl der Eintagsfliegen in der Gewerkschastsbewe- gung ist, Mitglieder, die heute kommen, morgen wieder gehen, so daß nur eine verhältnißmäßig geringe Zahl längere Zeit treu bleibt und den Kern jeder Mitgliedschaft bildet. Darum halten wir eS stir dringend nothwendig, daß Einrichtungen getroff:» wer- den, durch welche alle Mitglieder gleich sehr an die Gewerkschaft gefesselt werden. Freilich werden diese Einrichtungen nicht in ZwangSmaßregeln bestehen können, auch Strafen durch ein erhöh- tes Eintrittsgeld für einmal Ausgeschiedene würden diesem Uebel nicht abzuhelfen im Stande sein, obschon eine solche Einrichtung auch nicht schaden kann. Allein mit äußeren Zwangsmitteln wird die Lauheit und Flauheit der Mitglieder nicht erfolgreich be- kämpft. Ein Jeder, der längere Zeit an der Gewerkschafts-Bewegung sich betheiligt, und die maßgebenden, auf die Haltung der Mit- glieder einwirkenden Verhältnisse mit Verständniß beachtet hat, wird gefunden haben» daß immer und überall die eifrigsten und thätig- sten Mitglieder gerade diejenigen sind, die weniger der zeitweiligen, materiellen Vortheile halber beigetreten, sondern deshalb an der Gewerkschafts-Bewegung sich betheiligen, um die Arbeitersache zu fördern. Die Mitglieder, welcbe ihre Klassenlage als Arbeiter erkannt haben, und krusthaft gewillt sind, dieselbe zu bessern, sind die trei- bende Kraft. Die Mitglieder, die sich bewußt sind, daß die Be- freiung des Proletariats aus der Lohnsklaverei das Endziel ist, daS erreicht werden muß, halten am längsten auS. Die Mitglieder sind die eiftlgsten und stehen trotz aller Miß- erfolge und wenn auch zehnmal zurückgeworfen immer wieder aus "' � begriffen haben, daß eine Aenderung ihrer Lage nicht Posten, die begriffen.....„,- y. durch kleine zeitweilige materielle Vortheile bezweckt wird, sondern daß nur durch eine gänzliche Umgestaltung der wirthschaftlichen Verhältnisse eine Aenderung und Besserung der Klassenlage der Arbeiter und mit dieser und durch diese auch eine dauernde, nicht wieder rückgängig zu machende Besserung der eigenen Lage erreicht werden kann.. Mit einem Worte, es sind die Wenigen, die sich vollständig klar sind über Mittel und Wege, über Wesen und Zweck der Ge- werkschaften, die deren Kern bilden, und als eiftige, gestnnungs- tüchtige Genossen, treu und fest zur Fahne stehend, die Gewerk- schastS-Bewegung fördern. (Schluß folgt.) Liberaler Humbug. Doch es will mich schier bedüaken Daß der Rabbi und der Mönch, Daß sie alle beide— stinken. Laster, der deutsche ReichS-KaSperle, der auf den beiden Marionettentheatern zu Berlin so unermüdlich viel agitirt und dem deutschen Publikum mit allerlei Kurzweil aufzuwarten weiß, hat neulich in dem einen dieser Puppentheater— man nennt's ja wohl auch preußischer Landtag— bei Gelegenheit einer RegierungS- Vorlage, welche die Hergabe von StaatSvermögen zur Füllung der Taschen einiger bankerotten Eisenbahnschwindler bezweckte, wieder eine sittliche EnthullungS- und Eisenbahn- Entrüstunzs Rede vom Stapel gelasien, nach Art derjenigen vom Februar vöngen Jahres, wegen welcher man damals allerwärtS so geschickt den großen Tam- Tam zu schlagen gewußt hat. Natürlich wird die lrberale Clique ihren Tugendhelden ex oktioio auch diesmal wieder in die entsprechende Beleuchtung zu fetzen wissen, natürlich wird sie sick, voran die liberale Presse, auch diesmal wieder ob ihrer Sittlichkeit gewaltig in die Brust werfen und natürlich werden auch diesmal wieder gerade diejenigen Blätter den meisten Lärm schlagen, die seinerzeit von den Gründern da» meiste Geld erpreßt und den Börsenschwindel am schamlosesten verfochten haben, ganz in der Manier der Londoner Taschendiebe, die auch, nachdem das„Geschäft" zu Ende ist, am lautesten mit «ach dem Diebe schreien und laufen, um so die Aufmerksamkeit von sich selbst desto besser abzulenken. DaS alles ist nun eben ganz selbstverständlich und keiner besondern Erwähnung werth. Wie kommt nun aber wirklich, so wag sich Mancher schon gefragt haben, der anerkannte Klopffechter der liberalen Bourgeoisie, die mit dem Börseuschwindel so gut wie identisch ist, der klein- geistige, pedantisch doktrinäre Paragraphcndrechslcr, der knüppel- schwingende Feind und Hasser des arbeitenden Volkes, in die Toga des„VolkStribunen" hinein?(Als solcher wurde Lasker nach seiner ersten Eiseubahnrede in Zeitungen und Brochüren allen Ernstes gefeiert.) Wie kommt der Psalmensänger deS politischen Gründer- thumS dazu, gegen dessen unzertrennlichen Zwillingsbruder, das wirthschaftliche Gründcrthum, so energisch zu Felde zu ziehen, wie kann man mit einem Worte„liberal" und ehrlich zugleich sein? ES sind daS zwei Begriffe, die jeder vernünftige Mensch längst als diametral entgegengesetzt anzusehen gewohnt ist. Wer die Comödie mit Aufmerksamkeit bis auf ihren Anfang zurückverfolgt, wer die Taktik, die da von Beginn an befolgt wurde, und die Personen, auf welche die Tugendbolzen alle ab- geschossen wurden, in'S Auge faßt, dem wird die SynthesiS(Ver- einigung) dieses scheinbaren Widerspruches bald klar geworden sein. Nicht um die Bewahrung des Volkssäckels vor Strauchdieben und Ändustrierittern, nicht um die ehrliche Bekämpfung der Corruption, des Betruges und der Ausbeutung geht es hier— dergleichen ist von einem Lasker nie und nimmer zu erwarten, sonst wäre er eben kein Lasker— vielmehr handelt eö sich, wie immer, wenn die herrschenden Klassen anfangen, sich untereinander die Wahrheit zu sage», von„öffentlicher Moral", von„Volksrechten" und andern dergleichen, sonst so überflüssigen Dingen zu schwärmen, auch diesmal einfach wieder um eine Balgerei der herrschenden Klassen unter sich, die sich wegen deS AntheilS an der Ausbeutung des guten Volkes wieder einmal in den Haaren liegen. Die christlich- germanisch- feudalen Elemente unter ihnen, welche die schönen Zeiten der Raubritterei und Wezelagerung nach der alten Methode denn doch nun einmal für verloren ansehen müssen, haben, den ange- borcnen Trieben folgend, sich während der letzten GründungSepoche vielfach und ganz selbstständig auf dem Gebiete der Raubritterei und Wegelagerung nach der neuen Methode versucht. Ob solcher Uebergriffe wurden nun natürlich die andern, wir wollen sie die nicht christlich germanisch-feudalen Elemente nennen, welche dieses Gebiet mit Recht vollständig als daS ihrige zu betrachten gewohnt sind, gewaltig erbost, und es mußten dergleichen Gelüste den Herren Junkern und ihrem Anhang, dem hohen Beamtenthum, ein für allemal gründlich verthan werden. DaS ist jedoch nicht Alles. Der allgemeine Unmuth und die Empörung über die Räuberei an der letzten Gründungscpoche waren zu Anfang vorigen JahreS auf das Höchste gestiegen und alle Welt klagte mit Recht den Liberalismus als den Urheber dieser widerlichen Ausgeburt deS Schachers an. Reincke Fuchs war so in großen Nöthen, und wollte er nicht eine ungeheure Schlappe erleiden, dann mußte jedenfalls etwas geschehen, bald geschehen, denn Reicks- und Land- tagSwahlen standen bevor. Mit dem Gründen ging'S stjr's Erste ohnedies auf die Neige, der„Nutzen" war geborgen, man brauchte den Schwindel also nicht weiter auftecht zu hallen und überdies ist so ein plötzlicher Sturz in die„Baisse" oft auch ganz rentabel Vor Allem mußten Sühnopfer herbeigeschafft werden, aus welche man den öffentlichen Zorn geschickt ableiten konnte. Wen wollte man nun besser und bequemer dazu verwenden, als eben die Herren Junker und ihren Anhang, die ja„auch" mitgethan hatten? Man brauchte nur mit kolossalem Spektakel und mit all der Frechheit und Sicherheit, welche die Uebermacht gewährt, in Parlament und Presse über jene herzufallen, um an sich selbst ver- gessen zu machen, am Ende noch als Tugendretter dazustehen und — was die Hauptsache ist— das„Geschäft" ungestört und mit ungeschwächten Kräften weiter fortsetzen zu können! ES handelt sich hier, um eS kurz zu sagen, einfach um einen Feldzug des liberalen Gründerthums in Parlament und Börse gegen daS feudale, wobei das letztere, als das schwächere, nothwendig den Kürzern ziehen muß. DaS ist die einfache Erklärung der räthsel- haften Verkleidung unseres Helden, so kam der Esel in die Löwenhaut, und er schreit hier, wenn auch nicht im direkten Auf trage, so doch jedenfalls im Sinne und im Interesse seiner libe- ralen Herren, genau so gut wie jemals sonst. Warum hätte sich, wenn dem anders wäre, unser Freund Maulheld sonst von Anfang an immer nur gerade hochfeudale Namen zur Zielscheibe seinen Sittlichkeitseruptionen ausgewählt und immer gerade nur die wenigen Gründungen herausgeklaubt, wo ausschließlich christlich-germanisch-feudale Hände im Spiele waren? Warum hätte er sonst, nachdem der UntersuchungS-Com- missionöbericht ttotz der 1 ein viertel Jahre, die seither verflossen, „leider" auch in dieser Session dem Hause nicht vorgelegt werden konnte, gerade nur denjenigen Theil des Berichtes besprochen, der von den Virons, den Putbus ec. handelt? WaS sollten sonst die in jeder Rede vorkommenden Hinweisungeu auf die„alten acht- baren" Kaufleute, auf die Fmanzmänncr„von Fach", aus die diversen„andern" Unternehmungen, die mit den in Rede stehenden beileibe nicht„aus eine Linie zu stellen" seien, vielmehr„in wohl- thätigem Gegensatz" zu ihnen stehen? Weshalb hätte er dann, als im preußischen Landtage neulich einem andern Schwindel unternehmen, der deutschen Eisenbahnbau-Gescllschaft, weit, weil größere Summen von Staatsgeleein thatsächhch bewilligt wurden, von seinem„verfassungsmäßig garantirten Reden", wie er es zärtlich nennt, so ganz und gar keinen Gebrauch gemacht, und warum hätte er sich ebeisso später denselben fürchterlichen Zwang auferlegt, als dieser selben Schwindelgesellschaft ein Grundstück in Berlin für einen ganz unsinnigen Preis abgekauft wurde? Wie käme sonst gerade jetzt immer das Gesetz, welches den Staatck beamten die Äetheiligunz bei Gründungen rc. ohne vorherige Erlaubniß der Regierung verbieten soll, dazwischen, das, vom liberalen Abgeordnetenhause immer wieder angenommen, vom conscrvativen Herreuhause ebenso unermüdlich wieder zurück- geschubst wird? Was hätte ferner sonst jener Aushieb des Finanz- Ministers Camphausen für eine Bedeutung gehabt, als er auf die „Rancüne", die bei der Sache mit im Spiele sei, hindeutete, eine Anspielung, die Camphauseu später, nachdem Freund Lasker eine Sckränkte UnschulbSgrimasse geschnitten, wieder zurücknahm—„im knteresse deS guten EmvernchmenS", wie er gleich hinzufügte. Wie wäre endlich sonst die sehr merkwürdige Naturerscheinung zu erklären, daß nach ver Rede unseres Helden schließlich gerade nur die conservatie Partei für die Bewilligung der Staatsgelder an Biron und Putbus stimmte, während der gesammte liberale Troß, mitsamml seinen Miquel's und Braun's(wer lacht da?) diesen wahren GründerHcroen, sich von der Tugend und Sitt- lichkeit LaSkers plötzlich so stark infizirt zeigte, daß er, ganz wider seine sonstige Manier, ausnahmslos gegen die Bewilligung stimmte? Kein Mensch mit gesunden fünf Sinnen wird den„Volksstaat" und seine Freunde der Sympathien verdächtigen wollen für die Wagener und all die Wagenerchen, die sich heute so gut wie früher überall, in hoch und niederen Aemtern dutzendweise vorfinden. Wagener selbst erhält übrigens nach wie vor seine Arbeitsmappe täglich ans dem Staatsmlnisterium zugeschickt. Verachtung ist das einzige Gefühl, das in jedem ehrlichen und denkenden Menschen aufkommen kann gegen ein System, das solcher Creaturen bedarf. Aber das wollen wir denn doch festzustellen nicht unterlassen und daran wollen wir dem Lasker'schcn Geflunker gegenüber hübsch festhalten:„Diese Leute mitsammt dem ganzen Adel sind und bleiben nur die Pfuscher, die Bönhasen im edlen Gründerhandwerk," wie sie ja auch die große Werkstatt derselben, die Börse, gar nicht betraten. So ein Prinz Biron von Kurland z. B., daS arme Schaf, das sie mit aller Gewalt zum Gründerpopanz herausstafsirt haben, hat sich, wie LaSker in seiner ersten Rede selbst erzählte, bei der Gründung der in Frage stehenden Eisenbahn, der Berliner Nordbahn, die jämmerliche Bagatelle von hunderttausend Thalern zusichern lassen, die er schließlich noch, durch einen Kniff seiner Kumpane, überhaupt gar nicht bekam! Die Angehörigen einer so her abgekommenen Kaste, wie eS dieser Adel ist, in welcher Creti- niSmuS und Idiotismus immer mehr Anhänger finden, sind ja überhaupt von vornherein schon viel zu dumm zu all den Schlichen und Kniffen, die hier erforderlich sind. Die Meister in der edlen Gründerzunft und zugleich ihre Schöpser, die sind und bleiben, und daran ändert keine Rede Lasker's etwas, ausschließlich im Lager der liberalen Bourgeoisie zu suchen, das sind unsere Finanzbarone und modernen Crösusse, die Rothschilde, die Bleichröder, die HansemannS und wie sie sonst alle heißen mögen. Der redliche Proletarier hat keine Ahnung davon, welche enormen Reichthümer diese unersättlichen Geldprotzen, Dank einer verrückten Gesellschaftsorganisation, allein während der letzten Schwindelepoche zusammen verdient haben. Unermeßlich geradezu müssen diese Schätze genannt werden. Und das Alles geschah natürlich mit der moralischen und materiellen Beihülfe des„Staates", das Alles mittels unzähliger Betrügereien und Belügereien, mittels geschickter RechtSverdrehungcn und ganz willkührlicher, sonst aber recht zucht hauswürdiger„Gcsetzes"-Lerletzungen, von welchen letzteren aber ebenso natürlich Frau Thcmis ganz und gar nichts bemwkre— die blinzelnde Hexe, die immer nur dann siehr, wenn sie eben sehen will und den Auftrag dazu hat. Hier Freund LaSker, hier gilt eS, den Entrüstungshebel an zusetzen, diesen Misthaufen versuchen Sie auszukehren mit Ihrem Sittlichkeitsbesen, gegen diese Sippschaft ziehen Sie los von Ihrem privilegirten Standort, der Tribüne, auS; dann, aber auch erst dann, werden wir glauben, daß Sie es wenigstens ehrlich gemeint haben mit Ihrem Tugendfeldzug. Bis vahin aber, Herr Lasker, bis dahin erlauben wir uns, Sie für das zu halten— was Sie sind und ewig bleiben werden zubitten, da sagte Diogenes, der„Heldensohn" d-S verrätherischü Philipp möge ihm aus der Sonne gehen. Hätte Diozenil sich die Gnade auSgebeten, in den königlichen Salons und b» den Hosfesten umherscherwenzeln zu dürfen, dann wäre auch di- „mit Recht gepriesene That" vorhanden gewesen, welche die„Bolls zeitung" an dem Königsberger Bankier entdeckt. Aber Diogenes war so grausam, den Schmeichlern Alexanderi, den antiken Borbildern der Herren Bernstein, Sachse, Max Hilft und Duncker, die Gelegenheit abzuschneiden, die„Thaten" Al-xa» ders zu lobpreisen. Und Ihr, Arbeiter, wenn Euch die Bankiers in ihre Saloitf einladen, so macht es nicht wie die bethörten Sattapen des Herr« Max Hirsch, sondern ruft den„großen Herren" mit Diogenes z>d Geht uns aus der Sonne!" Politische Uebersicht� — Brave Jungens. Die„Volkszeitung" läßt sich schreiben: „Königsberg, 19. Mai.(Priv.-Mitth.) Vor wenigen Tagen gab der hiesige Bankier Samter eine Gesellschaft, welche dadurch eine besondere Physiognomie erhielt, daß die Vorsteher der hiesigen OrtSvcreine(Hirsch- Duncker'schen Gewerkvereine) sämmtlich der an sie ergangenen Einladung nachkamen. Der Re dact-ur der„KönigSberger Hartung'schen Zeitung", Herr Dr. RöSler-Mühlfeld, nahm bei dieser Gelegenheit Veranlassung, aus die wenig erfreuliche Thatsache hinzuweisen, daß die Anwesenheil von Vertretern der arbeitenden Klasse und der freien Presse in den reichen SalonS der Bankiers heute noch eine sel- tene Ausnahme ist, und daß beide in diesem Kreise wenig Freunde zu finden pflegen. Das Fest verlief in der anregendsten Unterhaltung und der ungetrübtesten Harmonie. Man wußte die Lebensart und da» taktvolle Benehmen der Arbeiter besonders zu rühmen. Jedenfalls verdient die lobwürdige That des Herrn S. Anerkennung und Nachahmung. Bei solchem Entgegenkommen wird der Arbeiter aufhören, in dem Kapitalisten seinen Erbfeind und Blutsauger zu sehen, und der Kapitalist wird de» Arbeiter nicht serner als Maschine, sondern als seines Gleichen ansehen.' Die„besondere Physiognomie" der Gesellschaft wird noch da durch erhöht, daß wir vernehmen, daß die„KönigSberger Har tung'sche Zeitung" die„freie Presse" repräsentirt hat. Da» kommt uns gerade so vor, wie wenn Eulenspiegel die Philosophie re- präsentirt. Die Redaction der„Volkszeitung" natürlich setzt in solche schmähliche Abfütterungen bethörter Arbeiter die schönsten Hoff- nungen und meint:„Es soll unS in der That ebenso sehr freuen, wenn der oben in Hoffnung gestellte Erfolg daS Motiv zu der dann mit Recht gepriesenen That war, al» wenn wir möglichst bald die Verkundiger von Symptomen sein dürfen, dafür, daß der Erfolg auch dem guten Willen entsprechen werde. Beides hängt wesentlich mit einander zusammen." Max Hirsch und die„Volkszeitung" sind also wirklich schon so weit gekommen, daß sie die Lösung der sozialen Frage in den Salons der Bankiers versuchen. Da» gnädige Lächeln eines reichen Geldwechslers aus der einen— ein paar in Fräcke gesteckt- de- und wehmülhige Arbeiter auf der andern Seite— welch herrliches Bild von der Hirsch'schen Har- monie! Da mögen die„Rcichsfreunde" allerdings ruhig sein. Die �.harmonisch" gezüchteten Mustcrarbeiter deö Max Hirsch und und des Dr. Röster stürzen weder das Reich, noch die Gesell- schaff um. Als Diogenes von Sinope in seinem Fasse lag und der„große" Alexander von Macedonicu ihn aufforderte, sich eine Gnade aus- — In der„Chemnitzer Freien Presse" lesen wir: „Die Theiler. In der gestern in Reichhold's Hotel hio dl abgehaltenen Generalversammlung der Maschinenfabrik Ger- ei mania(vorm. I. S. Schwalbe und Sohn) in Chemnitz war» m 22 Aktionäre anwesend, welche 5,527 Aktien vertraten. Dd di Generalversammlung genehmigte die Berichte der Direktion ual kl- deS AufsichtSratheS, erthcilte Beiden Decharge, und beschloß vo« dl dem für 1873 mit 103,736 Thlrn. 19 Ngr. 4 Pf.(von de» Zr Arbeitern!) erzielten Gewinn an die Aktionäre 10 Pros ge Dividende mit 80,000 Thlr. zu vertheilen, 15,000 Thlr. de» so Reservefoud zuzuweisen, 10,997 Thlr. 19 Ngr. 4 Pf. als Tantieu« su an die Direktion und den AufsichtSralh zu gewähren unl ln 2,739 Thlr. auf neue Rechnung vorzutragen.— Also üb« m Hunderttausend Thaler wurden in einem Jahre als Gewii» wi erzielt. Die Arbeiter, durch deren Thätigkeit dieses Resultat erziel! vl wurde, müssen ihr trauriges Leben weiter fristen, den Gewini toi vertheilen die Aktionäre unter sich, die Direktion und der Aus' in sichtSralh erhalten zehntausend Thaler und daS„Geschäft" wirt he weiter betrieben.— Und man wundert sich noch darüber, das lü! die Sozialdemokratie, welche solche aller Gerechtigkeit und Oed' ll> nunz Hohn sprechende Einrichtungen bekämpft, immer mehr Am in bänger unter den Arbeitern findet? Ui I be — Zu d en Kosten des heiligen Krieges. Im Kciegt ha 1870 unv 71 sind allein von der sächsischen Armee 440 Man» ha verschollen, über deren Verbleib das Kriegsministerium bis datt bei irgend welche Aufklärung nicht geben konnte. Von 164 Mann is« ga nur bekannt, daß sie im Gefecht verwundet worden sind.! ga !m —„Unabhängige" Presse. Das Blatt Sttousberg's, dühva „Post", welches bisher Bismarck'» Leibpreßhusar, Hr. Braß, redigick UN hat, erscheint jetzt,„nach eingetretenem Wechsel in den Eigenthum»' sal Verhältnissen", unter der Redaktion von Dr. Leopold Kayßler.die und betont sein-„vollste Unabhängigkeit von jedem Regierung»'! Fr einflusse." I � Dieser Dr. Kayßler ist ein Preßturko ersten Range», welck� der mit dem Reptilienfonds und vem Preßbureau in so intimen B�Zar ziehung-n steht, daß er sogar in demonstrativer Bevorzugung zur St kaiserlichen Tafel„gezogen" worden ist. Und diejenigen Jour�de! nalisten� welche an deS Kaisers Tafel gefüttert werden, sind nal�Ui türlich„ganz unabhängige" und'„freigesinnte" Männer, voll „Männerstolz vor Königsthronen". Da loben wir unS da< iy „Preußische BolkSblatt", welches doch offen eingesteht, daß es„miiidwi Gottesfurcht und Königstteue" redigirt«erde. 18™ DaS Bemühen des Herrn Kayßler, sich und sein neues Blaflltto als„völlig unabhängig" hinzustellen, beweist uns übrigens, daK iu man im Preßbureau fürchtet, ein Blatt, von dem bekannt ist, daff der es den speziellen Interessen der Regierung dient, bekomme kein' Leser mehr. Zum Theil ist diese Befürchtung sehr wohl begründe� und ist es den Regierungen erst unmöglich, ZwangSauflageui da zu veranstalten, so wird das heutige„Sauhirteathum" unmöglich Rei — AuS Amerika vernehmen wir, daß Herr Friedrich Hecker, welcher im vorigen Jahre Deutschland heimsuchte, dort in Bi» marck'schem„Kulturkampf" macht. Er hat eine Broschüre 9»* ,.h schrieben, in welcher er gegen die Unfehlbarkeit des PapsteS lo»''st zieht und die preußischen Kirchengesetzc unter seine„republikanischen' Vb Fittige nimmt. Damit dürfte der Mann, der daS ehcmatigf�st arelatische Königreich an Deutschland annektirt haben wollte, auck � für die bürgerliche Demokratie todt sein. Für uns war er ck* i schon längst. Wer mit Biedermann kneipt und sich von ihm aN'�k Höchen läßt, wer Ausnahmegesetze billigt und die Nationalität»' �sl Bornirtheit als Dogma predigt, der mag sich mit Bismarck unt LaSker rummeln, aber er lasse die elende Heuchelei, sich mit de« 7� „demokratischen" Namen zu belegen und im Namen dcr„Denttv"! kratie" Feste zu seiern. Die Judasse, welche die Demokratie vel'�t rathen haben, mögen sich ihre Silberlingc da holen, wo sie ihlA Vorbild und Meister auch geholt hat. � Zto — Sauhirts Bescheidenheit. Eine merkwürdige Probij�» von Bescheidenheit hat ein biSmarck'scher Sauhirt, und zwar Sackst� seiner„engeren" Nationalität nach, abgelegt. Der„Frankfurtei Zeitung" wird darüber aus Berlin geschrieben(S. Nr. 140); „Ein nationalliberaler sächsischer Publicist, Culturkämpfcr<343 hatte ein dickeS Buch über den deuffch-französtsche»� pur sang Krieg geschiiebcn— natürlich mit der Schere— und daneben- � eine kleine Broschüre über die Betheilizung deS sächsischen Arme»' 7° korpS au eben dem Kriege, jenes mehr in schwarz-weiß-rothed Ue diese mehr in grünweißer Tinte, welche Farbendiffercnz, um uN' parteiisch zu fem, wohl mehr au» der Natur dcr Dinge, als au» bewußter Absicht resultirte. Eine« schönen Tage» nun erbat si?h, König Johann durch einen Adjutanten die Broschüre und lick dem Verfasser demnächst unter Bezcigung huldreichsten Danke».� einen Fünsundzwanzigthalerschein überreichen. Der also Beglück«'" gewohnt, seine schriftstellerische Thätigkeit mehr nach dem Quay'-� tum, al« nach dem Quäle abzuschätzen, beeilt sich flugS, in Host!� M nuna einer um so reicheren Anerkennung, auch sein großes Wev� ---«•»»<»<• r-'.» Aber Wochen auf Woch»»i!. fr fllt''"' seinem Landesherr« zu Füßen zu legen. vergehen und eS kommt keine Antwort. Ungeduldig sucht er eov' lich den betteffenden Adjutanten oder Hofrath auf, der ihm au' seine Frage eröffnet, eS seien allerdings zehn Thaler für ihn a»' gewiesen. Und ans seine unwirrsche Bemerkung, weshalb ihm d-> � von nicht Mittheilung gemacht sei, erhält er die weitere Antwock' � seine Majestät hätten Allerhöchstsclbst angeordnet, die Sumt�i' sei nur zu zahlen, wenn der Betreffende sich selbst melde und k» � sei ihm in diesem Falle in keiner Weise der Allerhöchste Da� auszusprechen. Unser wackerer Nationalliberaler erkannte soft�hx., mit praktisch politischem Blick, daß ein preußischer Thaler zuaM in zehnfacher Dose denn doch ein reeller Ding sei, als ein vielleicht> zwelzüngig Wort eines Partikularfürsten und so verzichtete' auf den gesprochenen, säckelte den klingenden Dank ein unv ttow sich zufrieden von dannen. Und wohl zu merken— für � scha Nummer Reklame, in welcher sie Herrn Wizard einen„Hofvema- .en!> zogen" schalt, weil er die sächsischen Natioualliberalen der„Hünde- b» lei" bcziichtigt hatte." di- Vielleicht sind die Herren Hüttner und Biedermann so freund- lich, den Namen ihres bescheidenen Collegen zu veröffentlichen; ihnen wird er die kleine Indiskretion leichter verzeihen als dem -er»»reichsfeindlichen" Corrcspondenten der„Frankfurter Zeitung", der irfs beiläufig längere Zeit in Sachsen gelebt und ein„reiches Schatz- xa» kästlein von Erinnerungen" in seinem reichsfeindlichen Besitz hat. loi>!— Der„Breslauer Zeitung" schlägt das nationalliberale err» Gewissen über die Thätigkeit der Staatsanwälte, die bei allem zlt„kulturkämpferischen" Feuereifer gegen„Rothe" und„Schwarze" sich einer wahrhaft merkwürdigen Toleranz gegen den Börsen- schwinde! und die„Gründerei" befleißigen. Sie schreibt: „Bor unzefähr einem Jahre zeigten die Staatsanwaltschaften hio den sehr ernsten Willen, gegen die Gründerexjesse nachdrücklich ser- einzuschreiten. Eine große Anzahl von Untersuchungen wurden, arrt namentlich in Berlin, anhängig gemacht. Inzwischen ist es in Dit der ganzen Monarchie nur in drei Fällen zur Erhebung von An- unt klagen gekommen, und diese Fälle schienen recht dazu angethan, vo>! das bekannte Spricbwort von den kleinen und großen Dieben de» Zu illustriren. Es handelt sich da um simple Betrügereien von troz geringem Umfange, wie sie zu jeder Zeit vorkommen. Dagegen des soll in allen sogenannten berühmten Sachen die Vorunter- iewl suchung kein genügendes Material zur Erhebung einer Anklage ge- uns liefert haben. Wir müssen gestehen, daß wir darüber doch einiger- üb««aßen erstaunt gewesen sind. Wir sehen nicht so schwarz, daß ziu» wir überall eine Betrügerei wittern, wo das Wort»Gründer" ziel oder„Aktiengesellschaft" nur überhaupt ausgesprochen wird, aber mn« Mir sind doch nicht Optimisten genug, um anzunehmen, daß auch jluf in solchen Fällen, aus welche die Börse selbst von vorn- virt herein mit Fingern hingewiesen hat, Alles glatt und ehr- daj lich zugegangen sei. Wenn in solchen Fällen die straftechtliche )rd' Untersuchung Nichts ergeben hat, so finven wir die Ursache davon Ar in andern Umständen. Den besten Willen von Staatsanwalt und Untersuchungsrichter, der Wahrheit auf den Grund zu kommen, bezweifeln wir nicht. Aber es rächt sich hier das bisher festge- negh haltene Prinzip der Heimlichkeit der Voruntersuchung. Gneist lau« hat dieselbe in seiner neuesten Schrift mit schlagenden Gründen vat»! bekämpft. Nur die Oeffentlichkeit der Voruntersuchung macht das i if ganze Publikum zu Gehilfen des Staats bei Verfolgung be- i gangenen Unrechts und sichert die genügende H-rbeischaffung von ! Material. Ferner sind wohl unter den Beamten der Staatsan- bi� Maltschaft nur wenige mit dem modernen GcschäftSleben vertraut igirh und kein einziger gründlich. Sie haben darum selbst in recht auf- >ms' fallenden Fällen die Gründerpraktiken nicht entwirren können. An ler. bie in der Voruntersuchung vernommenen Zeugen sind zuweilen ugs' Fragen gerichtet worden, die von einer recht naiven Auffassung Kunde gebem Weil zuletzt doch alle Erfahrungen, die wir machen, lchck der Gesetzgebung zu Gute kommen sollen, so wünschen wir von Bi- llanzem Herzen, daß man sich für die zukünftige Berathung der zul Strafprozeßordnung die beiden Punkte notirt: Oeffentlichkeit our'der Voruntersuchung und bessere Vorbildung der Be- na-�mten." volk Alles sehr schön und sehr gut! Aber eS ist wohl sehr naiv, dai ist hoffen, daß im Staate Wageuer's— der ja von den Na „niil iionalliberalen als unübertreffliches Muster gepriesen wird— die großen Diebe„gehängt" werden. Und die„Interessen" dieser Zlafl großen Diebe als den maßgebenden Faktor der„Culturentwicklung" daK iu hegen und zu fördern, darin besteht ja die„bessere Vorbildung da«> ber Beamten" im Sinne des Herrn Wagener von Dummerwitz. keW nde!— Die„Chemnitzer Frei- Presse" feierte am vorigen Donnerstag getfbas Jubiläum ihrer tausendsten Nummer. Am I.Januar ilich �871 erschien das Blatt zum ersten Male unter der Redaktion Bernhard Beckers und es folgten demselben als verantwoitliche ck er,! Redakteure Lyser. Most, Weck, Dietze, Geilhof, Franz, Uhle, Roh- LiS'Uder, Nilsch, Rübner und gegenwärtig zeichnet wieder Adolph ge- flhle. Es mag die große Anzahl der Redakteure überraschen; es lei' lfb jedoch der fortwährende Wechsel lediglich dadurch nothwendig beul gewesen, daß jeder der Genannten einen oder mehrere Prozesse aiizk�sp. Gefängniß- und Geldstrafen davon trug. So verbüßten �Nacheinander: Becker 2 Monate, Lyser 6 M., Most 15 M, Weck :r M., Dietze 4 M., G-ilhof 3 M. und Franz SM.; in petto aii«b»ben noch: Uhle 11 M. und Rohleder 3 M., während gegen tätfj Misch und Rübncr die angehängten Prozesse noch schweben. Sum- unteren wir die verschiedenen Strafen, so ergiebt sich, daß zusam- deUpin fünfzig Monate Haft über die Redakteure verhängt wurden, euts'W je zwanzig erschienene Nummern kommt also immer ein Mo- v-r' Uat Haft, ungeachtet der Geldstrafen, die auch einige Hundert : ih>j Aaler austragen. Das Blatt besteht drei Jahr und einige Monate, während die erkannten Strafen vier Jahr und �vei Monate ausmachen, die Strafzeit übersteigt also die Zeit !rob! J�S Besiebens des Blattes fast um ein Jahr! Und was wurde .achs! vurch die Veisolgung erreicht? ES hat bis jetzt weder an verant- urtck wörtlichen Redakteuren gefehlt, noch ist das Blatt durch die Ver- '??�llunge« zahmer geworden. Rücksichtslos vertritt die„Chem- r äe�tzer Freie Presse" nach wie vor die Interessen des a, bettenden sche» Alkes zur Freude aller wahren Volksfreunde, zum Aerger und lebe» Retzen aller Volksfeinde; sie sieht täglich sich ihren Leser- und m:c' J/AnnentenkreiS mehren und erfüllt gewiß ihre Aufgabe»trotz jtheo lledem und alledem!"_»Dr. V." Ulf aiff— Unser früherer verantwortlicher Redacteur E. Casper ist ftfiAtöflUch in verschiedenen Prozessen(darunter zwei»MajestätS- lief tteidigungen") zu einer Gefammtstrafe von 300 Thalern ver- mkÄU worden und zwar nachdem er in der gegen ihn eingelei- ütftt n Crimiualuntersuchuug nach geleistetem Reinigungseide von ""H'fnr �"klagen freigesprochen war. Trotzdem ist in der nach- Lossagenden„Ordnungsstrafe" zum höchsten Maß gegriffen worden. Wen � wird nun bald so weit sein, daß cm eigener Posten im HauS- ochckMsetat deS sächsischen Staates für die von den sozialdemokrati- cii�'"i Blättern zu beziehenden Gelber errichtet werden kann. : an' a»'; : ia':— Parteigenosse Löwenstein, Magistratsrath in Fürth, welcher oockrto ber Nürnberger aufgelösten Volksversammlung vom 4. Mai n»»!°>!sitzender war, ist von der Anklage auf Uebertretung deS Ver- -p WS- und Versammlungsgesetzes fteigesprochen worden. Oa"!- 7 ofofji~7 Parteigenosse Moritz Richter ist vom Obergericht zu Hil- uoi-k-h-im uach I8tägiger Untersuchungshaft zu vier Monaten Ge- lxi�' wgniß verurtheilt worden, und zwar, weil er— mau staune! ic die Nr. 80 deS„Volksstaat" von 1873 vorgelesen hat. rolllst wtürlich hat Richter, der inzwischen auf freien Fuß gesetzt worden, ebeU' istn dieses sonderbare Urtheil Berufung ergriffen. elbe»------- — Zum Prozeß Most ist noch zu bemerken, daß in dem verurtheilenden Erkenntniß gesagt ist, eine Darstellungsweise wie die Mösts sei wohl erlaubt in der Versaillec Nationalversamm lung oder vor Gelehrten(!) oder vor der Commune feindlich ge- sinntcn Personen, nicht aber vor einer Versammlung, die mit der Commune sympathisirte. Das heißt wohl: der Satz der preußi- schen Verfassung:„Di- Wissenschaft und ihre Lehre ist frei" hätte eigentlich noch den Zusatz:„ausgenommen vor Sozialdemokra- ten oder vor Arbeitern". Dann entspricht die„Theorie" der Tessendorf'schen Praxis. Correspondenzen» Dresden.(Noch Etwas aus der Wahlcampagne.) Freiwillig erboten, agitirte ich für die Candidatur unseres Parteigenossen W. Liebknecht im 4. sächsischen Wahlkreis, und zwar speziell in Radeburg und den auf dem Wege dahin liegenden 6—7 Dörfern durch Verbreitung von Aufrufen, Flugblättern und Stimmzetteln. Am Tage vor der Wahl(9. Jan.) begab ich mich wiederum in Begleitung deS Parteigenossen Georg Schanbacher nach Radcburg. Aufgehalten durch Wind und strenge Kälte beim Plakatanschlagen in den Dörfern bis Radeburg, konnten wir letzteres nach Mitter- nacht erst erreichen und begannen daher daselbst in aller Frühe des 10. Januar mit dem Anschlagen der Plakate. Leider mußten wir die Erfahrung machen, nicht nur die Plakate von dem Raths- diener und der Polizei heruntergerissen, sondern uns selbst zur Arretur gebracht zu sehen. Da sollte unS denn plausibel gemacht werden, daß wir nicht nur die Erlaubniß der Hausbesitzer, son- dern auch die der Polizei zum Ankleben einzuholen hätten. Die Erlaubniß der Hausbesitzer hatten wir bereits und die Erlaubniß der Behörde wäre vielleicht den 11. Januar erfolgt. Wir zogen daher vor, ohne letztere Erla.bniß von Neuem unser Werk zu be- ginnen. Zu unserer Genugthuunz und zur Charakterisirung der Gesinnung der Radeburger Wähler, speziell der Hausbesitzer, sei erwähnt, daß dieselben auS eigenem Antriebe uns Leitern zum Höheranschlagen der Plakat- zur Verfügung stellten. Da man vielfach die Meinung hören konnte, bei der vorhergehenden Reichs- tagSwahl seien die gedruckten Stimmzettel als ungültig erklärt und verbrannt worden, fertigten wir in aller Eile eine hinlängliche Masse von geschriebenen Stimmzetteln an und begaben uns zum Wahllokal, welches sich im StavthauS befand. Schanbacher postirte sich auf der Straße zur Stimmzettelvertheilung, während ich der Wahlhandlung beiwohnen wollie. Auf Anfrage bei dem Raths- diener Herold, ob hier das Wahllokal sei, erhielt ich eine be- jahendc und mit der Bemerkung begleitete Antwort, daß ich da- selbst nichts zu suchen habe. Die ganze Bitterkeit des Parteihasses sollte ich in folgenden Borkommnissen durchkosten. Ich begab mich in das Vorzimmer deS Wahllokals, und da mir der Eintritt in letzteres durch Vertreten der Thür seitens des Herold verweigert wurde, verlangte ich, beim Wahlvorsteher gemeldet zu sein. DieS geschah, und nachdem zwischen beiden genannten Personen ein Wortwechsel stattgefunden, wurde mir von dem zurückkommenden Rathsdiener die Erklärung: Ich solle mich augenblicklich enrfernen, wenn ich nicht verhaftet sein wolle. Hierauf klopfte ich an und betrat, daS Wahlgesetz in der Hand, das Wahllokal. Hier wurde ich vom Stadtrath und interimistischen Bürgermeister, Hrn. Wahl- Vorsteher Gust. Böhmig mit Zuvorkommenheit nicht empfangen. „Ach was Wahlgesetz, Sie sind nicht wahlberechtigt in dieser Stadt, Sie haben sich sofort zu entfernen!" war die Antwort auf die Hinweisung meines Rechts. Außer mündlichem Auftrag von Wäh- lern RadeburgS, der Wahl beizuwohnen, hatte ich noch ein Auf- tragschreiben vom Landeswahlausschuß, unterzeichnet Otto Walster. DiescS fammt meinem Einwohnerschein wurde mir zurückgegeben mit der Bemnkung des Wahlvorstehers:„Was gehen mich Ihre Papiere an; Sie haben sich zu cittsernen oder ich lasse Sie arre- tiren." Auf mein gutes Recht vertrauend, erbat ich mir beim Zusammenpacken meiner Papiere die Veiweisung des Wahllokals schriftlich. Da gerieth der Herr Wahlvorsteher in höchste Ekstase, faßte mich am Arm und stieß mich zur Thür hinaus, wobei ihm her herkulische Herold unnöthizerweise Hülfe leistete. Zugleich wurde Letzterem der Befehl, mich sofort zu verhaften. Herold ver- schwand, jedenfalls um Polizei zu requiriicn. Jetzt rief ich den auf der Straße weilenden Schanbacher herbei, um Zeuge der mir widerfahrenden Mißhandlung zu sein. Durch zu schnelles Ber- lassen des Wahllokals in angegebener Weise hatte ich ein Schriftchen „Wissen ist Macht" liegen lassen; ich betrat deshalb das zweite Mal das Vorzimmer, um mir das Schristchen durch den Wahl- Vorsteher herauslangen zu lassen. Dies geschah, nachdem dieser den Titel des SchriftchenS gelesen, dessen Inhalt ich ihm nach- träglich noch empfehlen möchte. Der Rathsdiener kehrte zurück, um mich— nicht zu arrctiren. Nach 5— 6maligen, in längeren oder kürzeren Zwischenpausen erfolgenden, nichts weniger als höflichen aber vergeblichen Auffor- d rungen seitens des Wahlvorstehers und Rathsdieners, nicht nur das HauS, sondern die Straße, vie Stadt zu verlassen, und nach- dem, jedesmal unter heftigen Gestikulationen und theilweiser Miß- Handlung seitens deS RathsdienerS Herolv mir die Arretur angc- droht war, erfolgte thatsächlich meine Verhaftung auf besonders ausgesprochene Verantwortung deS Wahlvorstehers. Einen vom GenSdarmen geforderten Grund zu meiner Verhaftung wußte der- selbe nicht anzugeben, er meinte nur, ich sei nicht von hier und habe überhaupt die Wähler zum Umschreiben der Stimmzettel ver- leitet, welches wirklich der Fall war, indem Schanbacher sich mit den Stimmzetteln auf kurze Zeit entfernt hatte. So lächerlich der angegebene Grund war, folgte ich dennoch. Man steckte mich ohne ein von mir begehrtes Verhör in eine eiskalte, festvergittertc Zelle, leerte meine Taschen aus und zum erstenmale lernte ich die An- nehmlichkeiten deS Freiquartiers, Kübel und Gebetbuch u. f. w. kennen; Letzteres wies ich entschieden zurück, doch tonnte ich eS nicht loS werden. Hier konnte ich nun über die Weisheit des Herrn Wahlvorstehers nachdenken. Die geängstigten Seelen im Stadthaus hatten Ruhe vor uns, denn auch Schanbacher war, „wie vom Schinder der Hund" von der Straße abgefangen wor- den, gleich mir ohne jeglichen Grund. Aber trotzdem, daß man Schanbacher 6 Stunden und mich ziemlich 3 Tage einkerkerte, gaben die Wähler 153 Stimmen für W. Liebknecht und 106 St. für Dr. Schwarze ab zu unserer Genugthuunz. Die äußerliche Ruhe war, wie gesagt, hergestellt; im Innern deS Wahlvorstehers tobte dagegen der Sturm fort, welcher denn auch in Gestalt einer Anklage wegen Hausfriedensbruch gegen uns losbrach. DaS in meinen Händen befindliche kopirte Erkenntniß deS Radsburger GcrichtSamts lautete für Schanbacber auf vollständige Freisprechung, während Schreiber dieses zu 10 Thlr. Geldstrafe und Trazung der Kosten verurtheilt wurde. In der«if einge- reicht- Nichtigkeitsbeschwerde am 25. März d. stattgesundenen öffentlichen Gerichtsverhandlung erfolgte auf meine persönliche Ber- theidigung vollständige Krag- und Kostenfrcisprechung mit Ueber- traguug der Kosten an den Staat. Die vom Radeburger Gerichts- amt angezogenen Paragraphen 13 des Wahlgesetzes und 26 des Reglements wurden vom Gerichtsamt Dresden als gänzlich un- anwendbar in diesem Falle bezeichnet und§ 126 des RsG, I. Abschn., als vom Ankläger durch feine Handlungsweise verletzt erklärt, da dem Angeklagten die Berechtigung, der Wahl beizu- wohnen, zustand. Auf meine Ende Januar erhobene Anklage gegen den Wahl» Vorsteher Stadtrath Böhmig wegen„widerrechtlicher FreiheitS- beraubung und Mißbrauchs der Amtsgewalt", wurde mir am 11. März d. I. nachstehender Beschluß der Staatsanwaltschaft eröffnet, und ich auf meinen Einwand gegen die Interpretation des Gesetzes an die Oberstaatsanwalffchaft verwiesen. Ich bin überzeugt, daß im Reich der„Gottesfurcht und from- men Sitte" leicht kein zweiter Fall vorgekommen ist, wo man sich um die persönliche Freiheit den Teufel kümmert, und wo Gesetzes- unkenntniß al« Entlastung für Verstöße gegen das Gesetz gilt. Ernst Karl Lottenburger, Gr. Brlldergasse 13, IV. Georg Schanbacher. „Resolution. Es fällt bedenklich, die straftechtliche Verfolgung des Stadtrath Böhmig in Radeburg auf Grund des§ 339 oder tz 341 deS SGB zu beantragen. Kann auch der Auffassung nicht beigetreten werden, daß der Zutritt zu dem Wahllokal auf die Wahlberechtigten des beir-ffenden Bezirks beschränkt sei und muß hiernach eine Wegweisung LottenburgerS und Schanbacher« aus diesem Grunde für eine unberechtigte angesehen werden, so folgt hieraus gleichwohl noch nicht, daß Böhmig hierbei im Be- wußtsein der fehlenden Berechtigung gehandelt habe. Dasselbe hat aber auch in Betreff der von Böhmig angeordneten oder nach Blatt 2 der einschlagenden Akten des königl. Gerichtsamts Radeburg Nr. 30, V. bei dem Letzteren beantragten Verhaftung der Antragsteller zu gelten, wobei jedoch insbesondere noch in Betracht gelangt, daß Böhmig in seiner Eigenschaft als Wahlvorsteher die Ordnungsmäßigkeit des Wahlvorganges zu überwachen hatte, und auS diesem Grunde, sobald er einmal zu der Ansicht gelangt war, daß nur den Wahlberechtigten seines Bezirks der Zutritt zu dem Wahllokale gestattet sei, sich auch für berechtigt erachten durfte, die Entfernung anderer Personen anzuordnen, oder im Falle der Nicht- befolgung oder eines Widerstandes dagegen, wie die« Blatt 17b durch den RrthSdiener Herold bezeugt worden, die Arreiur der betreffenden Personen zu veranlassen. Bei dieser Bewandtniß ist aber lediglich eine Fahrlässigkeit BöhmigS bei Ueberfchreitung der ihm als Wahlvorsteher zustehenden Befugnisse beanzeigt, welche einer strafrechtlichen Verfolgung nicht unterliegt. Cfr. Oppenhoff, Commentar, 3. Aufl., Note 8 zu§ 340 und Note 9 zu§ 341 deS SGBs. Der Staatsanwalt O. Franke." Pforzheim. Es ist ein Uebelftand, daß aus hiesigem Ort im„Volksstaat" so wenig berichtet wird, und zwar um so mehr ein Uebelftand, als im„liberalen" Reiche die Zustände immer mehr verwildern und für den Arbeiter faßt unerträglich werden. Schon über ein Jahr herrscht in unsrer Branche(Goldindustrie) eine Krise, welche noch nie so andauernd gewesen, und die auch die Fabrikanten trifft, obgleich diese am ehesten eS in der Hand haben, die Folgen der Krise von sich und auf die Arbeiter abzu- wälzen. So traten denn auch Maffenkündigungen ein, die natür- lich ein Massenangebot zur Folge hatten, wodurch der Lohn um 3—4 Gulden sank. Natürlich wurde es nicht besser, und da kamen denn die Herren auf den weiteren und sehr beliebten Einsall, eine Lohnredukiion von 3— 4 Gulden eintreten zu lassen und die Ar- beitszeit auf 35—40 Stunden festzusetzen. Erwähnt muß aber doch werden, daß einzelne Fabrikanten bemüht waren, die Folgen der Krise von ihren Arbeitern möglichst fernzuhalten. Aber wa« will das heißen! Die Arbeiter leiden in der Mehrzahl, leiden unter einer Krise, die sie nicht verschuldet haben. Ein weiterer Grund unsrer schlechten Lage ist die Kinderarbeit; eS giebt Geschäfte, in denen 2—3 Arbeiter neben 14—20 je 40—50 Lehr- buben arbeiten, und immernoch werden Knaben und Mädchen ge- sucht, �.welche etwas Tüchtiges lernen wollen". Das kann Alle« erst besser werden, sobald die Arbeite-r sich von den sogenannten „arbeiterfreundlichen" Elementen befreien und selbstbewußt auf ihre eigene Kraft sich verlassen. Göppingen. Sie bringen in Ihrer Nummer vom 22. Mai eine Correspondeuz auS Stuttgart, die sich mit der von der Firma Staub und Comp, in Kuchen ins Leben gerufenen„Sparhasea- Anlage-Einrichtung für die Schulkinder in der Baumwoll-Spia- nerei" beschäftigt. Nach den Bestimmungen der„Sparhafen-An- läge" wird jedem Kinde, welches die Fabrikschule besucht, in dem Zeitraum von 4 Jahren die Summe von 39 st. abgezogen; diese 39 st. fließen in doppelter Auszahlung in die Tasche des Kindes zurück, wenn eS nach beendetem Schulbesuch, also nach Berfluß der vier Jahre, fünf Jahre ohne Unterbrechung in der Fabrik ah ntet, dagegen gehen die 39 fl. dem Kinde verloren, wenn eS während der 5 Jahre, wenn auch nur vorübergehend— Krankheit ausgenommen— die Arbeit verläßt. Ein solcher Fall ist nun wirklich eingetreten, und ist der Sachverhalt folgender: Ein Arbeiter, Bater von 6 Kindern, war längere Zeit in der Staub'- schen Fabrik beschäftigt. Vor Kurzem wurde er entlassen und verließ mit seiner Familie Kuchen. Seine jetzt 14 Jahre alte Tochter hatte die Fabrikschulc in Kuchen 4 Jahre lang besucht, auch in der Fabrik gearbeitet und eS wurden ihr nach Maßgabe der Sparhafen-Aulage-Satzungea im Ganzen 39 fl. an ihrem Lohne abgezogen. Als ganz junges Mädchen konnte sie nicht allein in Kuchen bleiben, sie verließ mit ihrem Vater die Fabrik in Kuchen, verlangte aber HerauSbezahlung der ihr abgezogenen 39 fl., welche ihr natürlich verweigert wuiden. Ihr Vater befragte einen hiesigen Rechtsanwalt, waS da zu machen sei. Dieser mußte dem Manne leider erklären, daß da nichts zu machen sei, die 39 fl. seien nach dem Wortlaute des Vertrags dir Fabrik verfallen. Eine Differenz auf Grund der Sparhafen- Anlage-Satzuugen zwischen der Fabrik und einem Arbeiter dürfte also vor dem Ge- setz schwerlich zu Gunsten des Arbeiter« entschieden werden, da der Bruch de« Vertrages wohl allemal von Seiten der Arbeiter aus- gehen dürft-, wozu sie, wie in obigem Falle größtentheilS durch die Verhältnisse gezwungen werden dürften. Wollen die Arbeiter nicht den„Segnungen" der kapitalistischen„Humanität" verfallen, dann dürfen sie sich auf Verträge gar nicht einlassen. Hohe Löhne und kurze ArbettSzeit, daS ist es, waS die Arbeiter als Verkäufer der Waare Arbeitskraft von den Arbeitkäufern zu verlangen haben; alle sogenannten„humanen" Einrichtungen, womit man dem Ar- beiter das Dasein erleichtern will, sind Humbug und nur darauf berechnet, wie Ihr Stuttgarter Correjpondent in vorvoriger Nummer richtig bemerkt, den Arbeiter auf Gnade und Ungnade dem Fa- brikanten zu überliefern. Nentkingen, 9. Mai. Am 4. d. M. fand hier eine Volks- Versammlung statt mit der Tagesordnung:Z„Die bisherige Thätigkeil des jetzigen deutschen Reichstags." DaS Referat hatte M. Kayser auS Mainz übernommen. Derselbe legte in klarem, Jedem verständlichen Vortrage die heutige Klassenzesetzgebung dar und er- mahnte die Anwesenden, jetzt schon thätig zu sein durch Organistrung m der Arbeiter, namentlich durch Begründung von Gewerkschaften, damit daS nächste Mal niebt wieder so viel Freunde der Klassen- ? Gesetzgebung in den Reichstag kommen. Indem Redner über ämmtliche Gesetze, die in der letzten Session geschaffen, eine scharfe Kritik gefällt, schloß er unter großem Beifall seinen wirklich gc- lungenen Vortrag. Nachdem vom Vorsitzenden noch zum Eintritt in die sozialdemokratische Arbeiterpartei und zum Abonnement auf den„VolkSstaat" und die„Süddeutsche Volksstimme" aufgefordert, welcher Aufforderung auch theilweise Folge geleistet wurde, wurde, da keine Opposition sich geltend machte, die vom besten Geiste beseelte Versammlung geschloffen.__ Die Parteigenossen der nachbenauntcu Orte werden hierdurch aufgefordert, unverzüglich dafür Sorge zu tragen daß folgende Annoucenschnldes baldigst bezahlt werden: Bremen: Böttcherver. f. Sept. 4 Gr.; Cassel: A. P. f. Mai 18 Gr.; Crefeld: Juli Thlr. S 10; Homburg: Feilh. EiSner Aug. 12 Gr.; Offenbach a. M.: Schuhm.-Gew. für Sept. 3 Gr.; Philadelphia: Frz. Malech f. Sept. 11 Gr.; Stollberg: Arb.- Part. f. Juli u. Sept. 18 Gr., Arb.-Bild.-Ber. f. Sept. Thlr. 1 27, Neubert f. Aug. 10 Gr.; Spandau: Arb.-Part. f. Sept. 7 Gr.; Stuttgart: Buchbinderv. für August 20 Gr.; Wiesbaden: Schuhm.-Ver. für Juni Thlr. 1 2; Weimar: Kettel für August 3 Gr.; Zeitz: O. Klinger sfür Juli 4 Gr. Für Annoncen pro Aktober und Zlovember restireu: Berlin: Fließ 10 Gr., Görges Buchbinder 14 Gr.; Chm nitz: Agitat.-Com. 24 Gr.; Dresden: Buchbiudcrver. 10 Gr.; Gera: Arbeiter-Partei 4 Gr.; Hof: Genoffenschaftsbuchdruckerei 1 Thlr.; Königsberg i. Pr.: Stormer Buchbind. 5 Gr.; Leipzig: Sattlerverein 6 Gr., Töpferverein Thlr. 1 18; Mainz: Arb.-Pari Filiale 7 Gr.; Newyork: JonSder 12 Gr.; Offenbach: Arb.- Part. und Schuhmgew. 14 Gr.; Solingen: Arb.-Partei 8 Gr.; Wandsbeck: Arb.-Ber. �2 Gr. Für Annoncen pro Dezember restiren: Berlin: Agitations-Comite 4 Groschen; Chemnitz: tationS-Comite 8 Gr.; Dresden: Knieling S Gr.; Gera: Arb.-Verein 5 Gr.; Geestendovf: S ltz 3 Gr.; Hamburg: Holzarb.-Gcw. 13 Gr.; Halle a. S.: Arb.-Part. S Gr.; Leisnig: Müller Wahlcomitä 16 Gr.; Neustädtl b. Schneeberg: Kögel 3 Gr.; Schw.- Gmünd: Filiale 10 Gr.; Solingen: Arbeit. Partei 6 Gr.; Wandsbeck: Arb.-Ver. 9 Gr.; An Annoncengebühren pro Januar restiren: Agram: Gewerbe-Arbeiterv. 13 Gr. Berlin: GörgeS, Buchb. 16 Gr., Bensheim: Schmidt, Drechsler 3 Gr.; Hamburg: Klempner und Gasfitter 4 Gr.; London: Arbeiter-Bild.-Vemn 12 Gr.; Meerane: Sterbekasse der Marius.- u. Handarb.-G. 3Gr. Für Annoncen im Jevruar restiren: Berlin: Holzarbeiter» Gewerkschaft 14 Gr., Manuf.-Gew. 19 Gr., Sattlerver. 14 Gr.; Bremerhafen: Arb.-Part. 4 Gr., Metallarbeiter-Gewerksch. 10 Gr.; Chemnitz: Vereinigte Gewerk- schaffen 10 Gr.; Crimmitschau: Manufakturarbeiter- Gewerk- schaff 6 Groschen; Erlangen: Arbeiter-Partei 7 Groschen; Geestendors: Metallarb.-Gewerkschaft 10 Gr.; Hamburg: Klempner u. Gasfitter 12 Gr.; Holzarbeiter-Gewerkfchaft 16 Gr.; Kaiserslautern: Joh. Böhmer 12 Gr.; London: Arb.-Bild.- Ber. 7 Gr.; Neustadt a. O.: Arb.-Part. 6 Gr.; Pforzheim: Arb.-Partei 2 Gr.; Rochlitz: Lehmann 24 Gr.; Willkowya Ä. Blum 2 Thlr. An Annvncenbeträge für März restireu: Augsburg: Arb.-Part. 21 Gr., Arb.-Ver. 3 Gr.; Berlin: Holzarb.-Gew. 16 Gr., Arb.-Partei 4 Thlr. 6 Gr., Sattler- verein 9 Gr., Böttcherverein 16 Gr.; Agitations-Com. 10 Gr., Steinmetz-Gew. 14 Groschen; Bremerhaven: Metallarbeiter- Gewerkschaft 16 Groschen: Cölu: Arb.-Part. 24 Gr., Buddelmeyer 8 Gr., Holzarb.-Gew. 9 Gr.; Crimmitschau: Manuf.- Fabr.- u. Handarb.-Gew. 12 Gr.; Chemnitz: Met.- Gew. 6 Gr.; Elberfeld: Arb.-Part. lu Gr.; Hamburg: Arb.-Part. 28 Gr.; Stepper u. Borrichter 6 Gr., Holzarb.-Gew. 13 Gr.; Kalk b. Cölu: Blum 4Gr.; London: Arb.-B.-Ber.7Gr., E.Bopp2Gr.; Luckenwalde: Arb.-Part. 12 Gr., Produktivgenossenschaft 6 G.; Magdeburg: Arb.-Part. 8 Gr.; Nicderhaßlau: Arb-Part. 8 Gr.; Neundorf: Arb.-Part. 8 Gr.; Pößneck: Arb.-Partei 12 Gr.; Rochlitz: Leh- manu 1 Thlr. 14 Gr.; Stuttgart: Burckhardt 4 Gr.; Staß fort: Arb.-Part. 8 Gr. An Annoncengebühren für Monat April schulden: Aachen: I. Marx 6 Gr.; Augsburg: Lehner u. Scharst 6 Gr., Arb.-Part. 6 Gr., Arb.-Ver. S Gr.; Altona: Holzarb.-Gew. 3 Gr.- Bremerhafen: Kaht 21 Gr., Arb.-Part. 12 Gr.; Breslau: Holz- arb.-Gew. 7 Gr., Verein Geselligkeit S Gr.; Brannschweig: Maurer- und Zimmerer-Gew. 18 Gr.; Berlin: Holzarb.-Gew. 7 Gr., Arb.» Part. Thlr. 1 17, Metallarb.-Gew. 7 Gr., Böttcherver. 7 Gr., Manuf. Gew. 10 Gr.; Bremeu: Arb.-Part. 4 Gr.; Eöln: Arb.-Part. 13 Gr. Esslingen: Arb.-Part. 14 Gr.; Elberfeld: Schneidervereiu 5 Gr.; Frankfurt a. M.: Klempnerver. 13 Gr.; Greiz: Weberver. 9 Gr.- Gohlis: Arb.-Ber. 14 Gr.; Hamburg: Arb.-Part. 23 Gr., Schuhm.- Krankenk.-Ver. 14 Gr., Klempnerver. 7 Gr., Cigarrenarb.-Ver. 13 Gr Holzarb.-Gew. 9 Gr.; Hannover: Metallarb.-Gew. 7 Gr.; Jüter'.' bog!: R. Grunert 9 Gr.; London: Arb.-Bild.-Ber. 14 Gr.; Leukers- dorf: Arb.-Part. 16 Gr.; Mainz: Arb.-Part. 1 Thlr.; Magdeburg: Arb.-Part. 18 Gr., I. Frank, Schuhm. 4 Gr.; Spandau: Holzarb.- Gew. 7 Gr.; Staßfurt: Arb.-Part. Thlr. 1 1; Stade: Arb.-Part. 10 Gr.; Würzburg: Wüchner, Latirer 8 Gr.; Wien: Holzarb.-Gew. 3 Gr.; Wiesbaden: Schuhm.-Gew. 3 Gr., Friedrich 3 Gr.; Wal- denburg: Arb.-Fest 16 Gr. Da es Pflicht der Vertrauensmänner, Vercinsvorstände und Bevollmächtigten, wie jedes einzelnen Parteigenossen ist, für richtige baldigste Zahlung der Annoncen-Beträze zu sorgen, wird die Be- richtigung obiger Ausstände baldigst erwartet. Von den Parteigenossen jener Orte, welche schon seit Monaten vergebens gemahnt werden, erwarten wir, daß sie mit Entschieden- heitdie Säumigen zur Zahlung veranlassen. IfM~ �rivatannoncen werden nur aufgenommen, wenn der Betrag hiesür in Briefmarken beiliegt, oder bei größere» Annoncen Postvorschuß erhoben werden kann. Di« Krpedttion des„Motksstaat". der Redaktion. X. 3). Z. in Zürich: Erhalten; Brief folgt. I. M. tu Buchwald: Wir werden Ihnen ein Exemplar des Vereins- und Ber- fammlungsgesetzes übersenden. E.«. in Berlin: Ist gut: Besten Dank! der Expedition. Tischlerkrankenk. hier Ann. 18 Gr. E. Mllr Glau- chau Ab. 1. Q. Thlr. 10 4. Dr. A. Wiesentheid Schr. 4 Thlr Stlzr Reudnitz Schr. 2 Gr. Kttl Weimar 4 Gr. Mllr hier Schr. Gr. 2 5. Gewerkschaften hier Ann. 18 Gr. Berein„Geselligkeit" Beucha Ann. 10 Gr. Ditrm das. Ab. 2 Q. 16 Gr. Rtlmunr München Schr Tblr 1 12. Spnhlz Berlin Ann. 6 Gr. H. F. M. Schltz Hamburg Ab' 2. O. 30 Thlr., Schr. 20 Thlr. Klstrmn Ahlen Schr. 7 Gr. Ist Breslau Schr. 5 Gr. Q. Dresden Ab. April, Mai 12 Gr. Krg Suhl Schr. 8 Gr. Arb.-Part. Bremen Ann. 1 Thlr. Ebrln Meerane Schr 12 Gr. Rhn Bischofswerdau Schr. 1 Thlr. Wmr Magdeburg Schr. Thlr. 13 23 3. M. L. Neusatz Ab. Thlr. 1 21. Schl Königsberg Schr. Gr. 2 5. B. Kgff hier Schr. Thlr. 1 14— Otto Jchm Elbing: Die Expedition des Sencfelder Bundes ist: Nürnberg, Bergstraße 17._ Fond f. pol. Gemaßregelte. V. einem Parteigenossen in Bremen d. B. 6 Gr. O. P. ges. in h. Druckereim Gr. 26 2. E. K. Forste Liste Nr. 897 16 Gr._ Genofseils chafsduchdruckerei. Autheilscheine bez. Antheilquittungen erhielten ferner: A. Sch. 1 Tblr. In Mügeln Lerlill Gewerkschaft der Holzarbeiter. Sonnabend, den 30. Mai, Abends 8 Uhr, Andreasstr. Nr. 26, bei Gittel.— Tagesordnung: Berichterstattung des Delegirten vom Magdeburger Gewerkschasts-Congreß. G. Lemke. Berlin Sämmtliche Böttchergesellen werden zu einer General- —..... Versammlung Sonntag, den 31. Mai, Vormittags 9 Uhr, Landsbergerstraße Nr. 15, im Lokal des Herrn Heise, eingeladen. Tagesordnung: Berichterstattung der Delegirten von der General- Versammlung und Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen bittet_ D e r Borstand. Frankfurt a. M. und Ums egend ÄS 1874, Abends halb 9 Uhr: Metallarbeiter-Versammlung im Lokale des Herrn Becker, Zeil Nr. 47 und Holzgraben Nr. 20.— Tagesordnung: Verabreichung der Protokolle des Metallarbeiter- CongresseS in Hannover, sowie Statuten de« allgemeinen Metallarbeiter- Verbands, und Einzeich- nung in denselben._ Im Auftrag: H. Mattfeldt. Arbeiterverein. IS/Hljllw Montag, 1. Juni, Abends halb 9 Uhr, Versammlung im Biertunnel.— T.-O.: Nachwahl für den Vorstand. Beschlußfassung, betr. die nächste Versammlung. Vortrag.— Die geliehenen Hefte sind abzuliefern. Die Monatssteucrn zu entrichten. D. V. Sonnabend, den 30. Mai, Abends halb 9 Uhr: Geschlossene Mitgliedcrversammluiig des Verbandes der Klempner und verw. Berussgenossen bei Hrn. Eckhardt, Schoppen stehl 22.— T.-O.: 1) Neuwahl des Ortsvorstandes. 2) Wahl des VerwaltungSratheS._ L. Stoffel, Bevollm. Sozialdemokratischer Arbeiterverein. �HlUÜUlg Montag, den 1. Juni, Abends halb 9 Uhr: Geffenttiche Gersammtung bei Hansch(großer Saal), Schauenburgerstraße 14.— Tagesordnung: Vortrag de» Herrn A. Geib. Thema: Die ländliche Arbeiterfrage und der Sozialismus. D. B. Freier Zutritt._ R. Jacobi, sen. Sonntag, den 21. Juni, Mittag« halb 12 Uhr: HaMvUrg Lnfltour«ach Wedel mit dem Stader Dampfschiff. Abfabrt von der Landungsbrücke St. Pauli. Karten a Person 14 Schilling sind zu haben bei Geib, Traumann, den Eolporteuren Schultz und Schütze sowie in allen Versammlungen. » Das Comit». ÜB. E« kann nur eine bestimmte Anzahl Karten ausgegeben werden. Sonntag, als den 31. Mai 1874: „Allgemeiner Ausflug nach der Marieuburg" von den Mitgliedern der sozialdemokratischen Arbeiterpartei sowie der hier bestehenden Gewerkschaften. AuSmarsch: Feldmarschmäßig mit Gebäck und Proviant. Versammlungsort: Im deutschen Garten(Artilleriestraße), Vormittag« halb 7 Uhr. Abmarsch zur Bahn präciS halb 9 Uhr. Es ladet hierzu Alle Partei- und Gcwerksgenossen sowie Alle Freunde der Arbeitersache zu zahlreicher Betheilignng ein DaS Comiö. NL. Die Partei- wie GewerkSgenossen von Hildesheim und Ahl- feld werden ersucht sich in Nordstemmen anzuschließen.___[26 I-,.. f„ Demokratischer Arbeiterverein. Ulemzslyolyer Sonnabend, den 30. Mai, Abends 8 Uhr: Geueralversammlnug. Tagesordnung: Bericht des Vorsitzenden, des Kassirers und der Revisoren. Etwaige Anträge der Mitglieder. Sämmtliche Mitglieder haben zu erscheinen, sowie ihre Steuern zu bezahlen. Der Vorstand. Sozialdemokratischer Arbeiterverein. Freitag, den 29. Mai, Abends Punkt halb neun Uhr bei Jabin, Tunrerstraße 3.— Tagesordnung: Soz.-pol. Wochenbericht, Ref. Brickmann. Diskussion über den ersten Punkt des Programms. Gäste willkommen�__ Der Borstand. 9tofran)trtl)t Sonnabend, den�3o!°Mai, �Abends 8 Uhr: Oeffentliche Sitzung im Thüringer Hos.— Tagesordnung: Zweck und Nutzen der Arveiterverewe._ D. B. (SLiitiiiMtfi Sozialdemokratischer Arbcitervereiu. �lUUyilU Jeden Mittwoch Abend von 8 Uhr an: Versammlung im neuen Local:„Stadt Straßburg", Tarlsstraße. Die Mitglieder werden ausgesordert pünktlich und zahlreich zu er« scheinen._[2a]_ Für de» Vorstand: Burckhardt. Für Württemverg. Den Mitgliedern der sozialdemokratischen Arbeiterpartei Württemberg« zur Kenntnißnahme, daß die diesjährige Landcsversammlung Sonntag, den 14. Juni in Gmünd i« Lokal zum„Hohenstaufen" stattfindet. Beginn der Sitzungen früh 10 Uhr. Tagesordnung: 1) Geschäftsbericht de» Agitations- Comitö's. 2) Berichterstattung der Delegirten über den Stand der Arbeiterbewegung an den einzelnen Orten. 3) Berathung über weitere Organisation und Agitation der Partei in Schwaben. 4) Berathung und Beschlußfassung über das Vorgehen bei den Reichstag«- Landtags- und Gemeinde-Wahlen. 6) Delcgirten-Wahl zum Partei-Congreß. 6) Innere Parteiangelegen- Helten u. f. w. Die Parteigenossin von Stuttgart, Cannstatt, Magstadt, Eßlingen, Kirchheim u/T., Hall, Heidenheim, Aalen, Wasseralfingen, Göppingen, Waldstetten, Wäschenbeuren, Schorndorf, Hcilbronn, Ulm, Mctziugen, Reutlingen, Tübingen, Münsingen, Bibcrach, Ravensburg, Weingarten, Eonstanz, Lörrach, Tettnang, Giengen a B., Schwenningen, Birkenfeld, Pforzheim, Gmünd werden nun hierdurch dringend aufgefordert Delegirte zur Landesversammlung zu entsenden. Um ein einheitliches Zusammen- wirken zum Zwecke der weiteren Ausbreitung der Partei zu ermöglichen, ist allseitige Betheilignng unbedingt nörhtg, selbst seilen» derjenigen Orte, wo sich zur Zeit nur einzelne Gesinnungsgenossen, Freunde der Partei oder aber auch nur Leser des„Bolksstaat"— die im Geiste zu uns ge- hören— befinden. Diejenigen Orte aber, denen es wirklich unmöglich ist eigene Delegirte zu senden, haben sich zu diesem Zwecke mit anderen Orten zu verbinden und ein regelrechtes Mandat einzusenden. Die Delegirten werden am Bahnhos abgeholt. Um ein pünktliche« Beginnen der Sitzungen zu erzielen, ist e« nöthig, daß alle Delegirte frühzeitig in Gmünd eintreffen. Den Delegirten der entlegeneren Orte, sowie Denjenigen für die e« am Sonntag Morgen keine paffenden Züge gibt, ist die Abreise nach Gmünd aus Samstag Abend oder Nacht zu empfehlen. Also aus zur Landesversammlung! Gmünd, 21. Mai 1874. Das LandeSagitatiouS-Comite. Briefe sind zu richten au G. Feiler im Anker. Ächtung! Streichhölzer, Mehle, Käse u. s. w. arbeiten, ersucht' um ihre Werth« Adresse, wenn möglich mit Prcisverzeichniß.-Bo Nur pretswürdige Maaren kann ich gebrauchm.!|u;" Coburg._ Herrn, Uhlig, Materialist, Steinweg 24.[3«!FiI Soeben erschienen und durch uns zu beziehen: Weues und Aktes. B Eine Bertheidiguilgsschrift von G. A. Demmler zu Schwerin.� Leipzig, 19. Mai 1874. Die Expedidion de«„Bolksstaat". 8. co Soeben erschien die 11. Lieferung vom Leipziger Hochverrathsprozeß rv (Liebknecht'S„ungehaltene" Rede enthaltend). V 3c (Liebknecht'S„ungehaltene" Rede enthaltend). Preis pr. Liefg. 2 gr. 5 pf. _ Expedition des„BalkSstaat" Soeben ist in meinem Verlage erschienen: Unsere Schulen im Dienste gegen die Freiheit. � Won Lduard Sack. „Einen Wahn verlieren, macht weiser, al« eint � Wahrheit finden." L. Börne.(., Preis 10 Gr.; für Arbeitervereine direkt bezogen 6 Gr., 6 Stück 1 Thlr. 1 Unerbittlich geht der Verfasser mit„unseren Schulen" in« Gerichten Um etwa« besseres zu schaffen, ist es vor Allem nöthig, daß man dir)sg Mängel und Schwächen des Bestehenden erkennt. In klarer und etn-jx � facher Schreibweise werden die Mängel und Schwächen unserer Schnlo ,, ; aber dabei versteht es derselbe, anznreger's von dem Verfasser enthüllt;------------ und zu zünden und gerade an der gezeigten Trostlosigkeit der heutige«' i Zustände den energischen Willen zu wecken, andere bessere Schuleotdg, herbeizuführen......... m m Braunschweig, 22. Mai 1874. W. Bracke jr. Aröeitsßosen. empfiehlt Accht Englische Ledcrhoseu ü Stück 1 Thlr. 15 Sgr., „„ Ledcr-Wcstcn a Stück 1 Thlr., „ Cordhosen ä Glück 1 Thlr. 10 Sgr, „ Starke Stoffhosen ä Stück 2 Thlr. 15 Sgr., Drellhosen a Stück 1 Thlr., Baumwollene feste Arbeitshose» ä Stück 27>/, Sgr. Louis(öilttmllllll [3. jN.i Leipzig, Grimma'sche Straße Nr. 2k Von der Expedition des„Bolksstaat" ist zu beziehen: Hebel, A., Unsere Ziele. 4. Auflage..... Thlr. --- ReichStagSreden der 2. Session....... Becker, B., Der alte und neue Jesuitismus..... -- Briefe deutscher Bettelpatrioten. In 5 Lief, ä.. *-- Reaktion in Deutschland gegen die Revolution v. 1848 -- Mißbrauch der Nationalitätelllehre...... —— National-ökonomische Raketen........ -- Geschichte der Arbeiterbewegung Ferdinand Lassalle'S. 5— 6 Lief» a. 'Becker, I. PH., Wie und Wann?........ '-- Geschichte der süddeutschen Mai-Revolution... '-- Vorbote. Soz.-pol. Monatschrift.(6 Jahrgänge, 1366 1371)............' Bracke, W., Der Lassalle'sche Vorschlag....... per Braunschweiger Ausschuß der sozial-demokratischm Ar- beitcrpartei in Lotzen und vor Gericht 1371.., per Bürgerkrieg in Zrankreich. Adresse des Generalraths der Internationalen Arbeiterassoziation.... per Zeitgeist............... Die dritte piederlage des französischen Proletariat»... Die pariamentarische Thätigkeit de» deutschen Reichstags und der Landtage und die Sozialdemokratie... Bießgen» Religion der Sozial- Demokratie, 1. 2. 3... --- National-Oekonomische«......... —— Die bürgerliche Gesellschaft —. IS. — Da« Wesen der Hi nschlichen Kopfarbeit....—.15.-nkt rc----x:.. f.* 4' Mtuu, _ i(p® 0 -•!• L 5 -. 1. xben _ 1 iiiN r -i-i'-d- &4!efe —. 20.-rfoe —! 6. -. 8. Adje k 1«% Sich ho ff, Internationale Arbeiter-Assoziation Engels, F., Zur WohnungSftage. 1. Heft: Wie Proudhon die Wohnungsfrage löst.. 2.„ Wie die Bourgeoisie die Wohnungsfrage löst. 3.„ Nachtrag über Proudhon u. die Wohnungsfrage -- Die Bakunisten an der Arbeit....... Erinnerung an die letzten Maitage 1871(Gedicht)... Zreimaurer und Lozialdemokrat 'Sentralabsttuimullgsliste des dentsdj. ReiöhstagS v. 1367—73 Haflpstichtgeseß vom 7. Juni 1871........ Hepner, Ad., Meine 3>/,jäbrige Leipziger Polizeicampagne Herr Böhmert und seine Fälschungen der Wissenschaft, be- gangen in seinem Buche:„Der Sozialismus und die Arbeitersrage"........... Histmaim, Die intern. Arbetter-Assoziation(1864—71), ihr« Geschichte, Programm und Thätigkeit..... -- Praktische EmanzipationSwinke....... Hirsch, Die angeblichen sozialen Theorien und die wirklichm Bestrebungen des Herrn Bakunin...... Iacoby, Joh., Das Ziel der Arbeiterbewegung.... Iacobq, L., ES werde Licht(Poesien)....... Inaugural- Adresse der Internationalen Arbeiter- Assoziatton v. 28. Spt. 1864........... Kapital und Arbeit.............. Ein Komplot gegen die Intern. Arb.-Assoziation. An« dem Französischen übersetzt von Kokosky..... Krasser, Dr. F., Anti-SpllabuS(Gedicht)......... — Ceterum censeo(Gedicht)........—,—.*£'3 Lassatie, F., lieber Verfassungswesen. —— An die Arbeiter Berlins.. -- Offenes Antwortschreiben.. -- Fichte's Philosophie.... -- Fichte's polit. Bermächluiß.. -- Arbeiterlesebuch..... -- Arbeiterprogramm..........— -- Die Wissenschaft und die Arbetter......—. 3. j"et -- Eriminalprozeß, XIL Instanz........—.3. --- Der italienische Krieg und die Ausgabe Preußen».—. 8. j -- Franz von Sickingen..........—. 12.' tej, -- System der erworbenen Rechte � 1. 2,' Sil! 2. i. 4>e i -. 5.' fi -. 1.-7 3) —•—•"ii(fc —. 12. 3,�=0 2-t"5 1.«ttet S-�e if'h i>> •-- System der erworbenen Rechte....... 5.—•: iy -- Die Feste, die Presse ,c............ g.-ftit r -- Julian Schmidt............—. 12. q o-.r m-------„-i—----------— Parteigenossen und Genossenschaften, welche in Eigarren-, Rauch- u. .thlr. 9 Pf. A. Trtmnn Berlin Schr. 9 Thlr. Orbg Gießen Schr.. Schnupftabak, Liquere, Seifen und Lichten, Haaröle, Pomaden, Wichse, — Erwiderung auf eine Recenfion der Kreuzzeitnng über das Buch„Herr Bastiat- Schulze"...... — Indirekte Stenern........... 'La Marmor«, Etwas mehr Licht, Enthüllungen über die pol. Ereignisse des Jahres 1866....... Leipffger Hochoerrathsprazeß. In rO— 12 Lieferungen st. Liebknecht, W., Au Schutz und Trutz....... -- Die politische Stellung der Sozialdemokratie.. -- Wissen ist Macht- Macht ist Wissen..... kÄ i. '«in 6.-Ä 2.?eil 1'an 2., Leipzig: Btcotairo. ittbatuax, M. Preltzer. oitoaOion n. �xped� Zeicherstr. 4«.) Krack and Vcr:».z da GanvffWschAtZbnchbauiaet.