Erscheint in feipjtg Mit twoch,Frsitag, Tonnlag. Bestellungen nehmen an alle "Postanstalten-n. Buchhand- - lungendes Jn-u.Auslandes. Filial-Expeditionen für die Vereinigten Staaten: F. Ä. Sorge. Box 101 Hoboken, N. J. Wm. Lueders. 409 Maystr. Chicago, Jll. Peter Haß, S. W. Corner Third and coates str. Philadelphia. Der Vol Abonnementspreis: Für Preußen incl. Stempel-- steuer 21>/z Sgr., für die übrigen Deutschen Staaten 16 Sgr. pro Quartal. Monats-Abonnements werden bei allen Deutschen Postanstalten auf den Üten u. 3ten Monat und auf den 3ten Monat besonders an- genommen, imKgr. Sachsen u. Hrzth. Sachs.-Alteuburg auch auf den Iten Monat ä 5>/, Sgr. angenommen. �rgandersozialdemokrattschenArbetterparteiundderinternattonalenGetverksgenossenschaften. Jufcrate» die WZaltmeg von Partei-, Vereins- und Solkiverksmmlmlg««, sowie die Filial-Expeditionen und sonstige Partei- A>'ettgenh-tten betreffend, werden mit I Sgr., Anzeigen mit 2 Sgr. die d-eigespaltene Petit-Zeile bere-buet. Privat- und Vergnügung?- Ar 70 19 Juni. N- - Abonnements- Einladung. e» Mit dem 1. Juli beginnt ein neues Quartal und fordern vir deßhalb zu zahlreichem Abonnement auf das wöchentlich �eimal erscheinende Parteiorgan auf. ,at Der Preis beträgt 16 Sgr.(56 Kr. rh.) pro Quartal, 'Vi Sgr.(18�2Kr.rh.) pro Monat für ganz Deutschland. -e. Alle deutsche Poftanstalten nehmen Abonnements entgegen- Denfmigen Abonnenten, welche das Blatt per Kreuzband rd bezieh eu, wird dasselbe bei dreimaliger Zusendung in folgender �«Leise berechnet: für Deutschland 1 Thlr. 5 Ngr.(2 fl. 3 kr. rh.); für die Schweiz, Serbien, Belgien, Scandinavien und — Italien l Thlr 10 Ngr.(5 Frcs.); für Frankreich, die Niederlande, Portugal, Großbritannien, Rumänien und die Türkei 1 Thlr. 20 Ngr.(61/* Frs.); � für Spanien und für Amerika 2 Thlr. � Für Leipzig und Umgegend ist der Abonnemcntsprcis cts t. Bringerlohn) auf 17�- Ngr. pro Quartal und 6 Ngr. Monat festgesetzt. Man abonnirt bei der Expedition vicscs Blattes, Zeitzerstraße 44, und bei Colporteur Müller; M die Umgegend von Leipzig bei den Filialexpeditiouen: für lbs«slkmarsdorf, Reudnitz, Ncuschönefeld, w.:c. bei Frau � Kiedrich, Anger Nr. ö, für Plagwitz und Linseuau:c. ''si Hohe, Plagwitz, Zschocher'sche Straße 26, für »»unewitz:c. bei Teubert, Bornaischc Straße 19, für üh Kleinzschocher und Umgegend bei Fleischer, Nr. 87 daselbst, — lar Thonberg bei Horn, Hauptftr. Nr. 95, für Stötteritz [ei Gust. Voigt, Schulweg 2, für Gohlis zc. beiO. Peukert, � tzauptstr. 19. Für Berlin wird auf den„Volksstaat" monatlich für ie«J Sgr. frei in'S Haus abonnirt, bei Trautmann, Engelufer 4 Tr.; G ö r g e S, Weberstr. 32; Rub enow, Brunnenftr. 34 M Laden; Mehner, Elisabethkirchftr. 1; Vogel, Prinzeustr. 61; � Krause, Zionskirchplatz 2, 3 Tr. �zi-DF' Der Abonnemeutsbetrag ist bei Bestellung zu entrichten. � I Abonnements bei der Expedition, sowohl einzelne wie von «iliolen, welche nicht rechtzeitig erneuert worden, werden nom 'Juli an nicht mehr effektuirt. Die Kedalition und E-cpedition des„Uollisstaat". Bekanntmachung. . Mit Beginn des 3. Quartals— 1. Juli 1874— werden Stellungen auf den„Volksstaat" für Leipzig und Zlmgegend zr-!"i bei Unterzeichneter oder durch die Colporteure . � nur gegen Vorausbezahlung, lstchviel ob Quartals- oder Monatsabounement, angenommen. ' /�Fttialexpeditionen sowohl als Diejenigen, welche per Kreuz- oder Eouvert beziehen und nach Verfluß von 8 Tagen nach 1 m Ersten jeden Monats die Abonnementsbeträge nicht eingesandt ven, erhalten keine weiteren Zusendungen. Die Restanten, namentlich von Leipzig und Umgegend, werden tif oo» tvcht, baldigst ihren Verpflichtungen nachzukommen. �ipzig, den 12. Juni 1374. Die Expedition des„Volksstaat. -- Zum Cougreß. ter- h bezugnehmend auf die Bekanntmachung des AuSschusieS in cü"& 66 des„Volksstaat" theile ich den Parteigenossen mit, daß uns � Vas Comits constituirt hat. Ab-.. stw Namen desselben ersuche ich die Delegirten, sobald wie °glich die Anmeldung an Unterzeichneten gelangen zu lassen. Wir Iis. nct� Kräften bemüht sein, billige Wohnungen zu beschaffen die wenigen steien Stunden, welche der Congreß bietet, den ""egirten so angenehm wie möglich zn machen suchen. der Das Empfangscomits wird auf dem Bahnhof im Wartesaal ' an den üblichen rothen Schleifen zu erkennen sein. den 11. Juni 1874. Mit Gruß und Handschlag Für das Comitö: Carl Rüger, Bezirk 1, Nr. 75. Bourgeaismoral. b- J itsie de» ibet ifer Sc «er und zefl, Äen vor etwa zwei Jahren die Essener Bergleute eine Lohn- leist iwt'vng von 25 Prozent begehrten, schrie die ganze liberale be J|e �cr diese, die deutsche Kohlen-Jndustrie zu Grunde richtende te> riing. Die armen Grubenbesitzer seien nicht im Stande, ü'i... �, bei solcher Lohnsteigerung noch weiter zu arbeiten; man ! jj e den deusschen Kohlenbergbau einstellen und seinen Bedarf N j England beziehen müssen! Carl Marx hat diese Drohung f. � als eine unsinnige und undurchführbare nachgewiesen— l.. eit war aber überzeugt, daß die„Arbeiter", durch schnöde b Ansucht getrieben, die Grubenbesitzer, lauter Ehrenmänner,' W»-llt �Bnuß ihres wohlverdienten„Entbehrungslohnes" bringen Jetzt sind die Grubenbesitzer mit den Eifenbahn-Verwaltungen in Streit geratheu, und da kommt denn die Wahrheit der va- maligen Sachlage zu Tage. Die Berliner„Börfen-Zeitung" vom 8. Juni d. I. bringt einen längeren Artikel über die Zustände der Bergisch-Märkschen Bahn, aus dem wir folgende, das damalige Verfahren der Grubenbesitzer beleuchtende Sätze abdrucken:„Die Mehrausgabe der Bahn ist veranlaßt durck die enorme Steigerung der Kohlenpreise, sowie durch die, in diesem Geschäft in den letzten Jahren eingerissene� Demoralisation, durch das scandalöse und aller guten Sitte im geschäftlichen Leben entbehrende Vorgehen der Kohlenproduzenten. Man darf dies dreist aussprechen, denn außer der Thatsache, daß die Kohlen-Consu- menten sich die kxtremsten Steigerungen der Preise gefallen lassen mußten, waren sie auch wegen Qualität und Maß der größten Willkühr der Produzenten preisgegeben, einer Willkühr, welche in Unmoralität und verwerfliche Gewinnsucht ausartete.— „Den Consumenten würden Schiefer, Steine-c., die früher ausgesondert wurden, als Kosten mit berechnet, dabei in die con- tractlichen Bestimmungen, welche einem Abschluß zu Grunde ge- legt wurden, die Bedingung mit aufgenommen, daß Reclamationen wegen der Qualität unzulässig seien, ferner, daß keine Garantie der Lieferung des bestimmten Quantums eingegangen werde, son- dern nur geliefert würde bezüglich der Qualität:„Förderkohle", also, wie sie aus der Grube komme, und bezüglich der Quantität: „nach der ratirlichen Wagengestellung von den Eisenbahnen", wo- bei aber nicht etwa die offiziellen Gestellungslisten der Eisenbahn- Verwaltungen Geltung haben sollten, sondern„die Angaben der Zeche". Aus diese Weise war man der scandalösesten BeHand- tung preisgegeben, und die Consumenten mußten solche nichts- würdige Coutracte machen, da den Fortbestand ibrer Geschäfte, ihre ganze Existenz davon abhängig war und sie sich das Brenn- Material um jeden Preis sichern mußten/— Die Kohlen-Produ- zenten füllen auf eine für die andere Industrie ruinirende Weife ihre Säckel und der große und kleine Capitaiist, welcher sein Geld in Eisenbahn- Actien angelegt hat, bekommt für die Hergabe seines Geldes keine Dividende, ja nicht einmal die üblichen mäßigen Zinsen.— Die Ausnahmestellung, die den Kohlenproduzenten durch die Gunst der Tarife(billige Fracht) bereitet wird, ist um so weniger gerechtfertigt, als dem Bergbau eine Eigenschaft, die er so gern geneigt ist, den Eisenbahnen zu vindiziren, in emi nentem Maße zukommt. Derselbe ist wesentlich eine Veranstaltung zum Zweck des öffentlichen Nutzens; Bergwerks-Eigenthum ist nur eine geläufige Sprachform für Bergbaurecht, dem Boden-Eigen- thümer vorenthalten und vom Landesherrn an den Bergbau- treibenden verliehen, aus Gründen des öffentlichen Nutzens, mit dem Expropriationsrecht für seine Niederlassungen, seine Wege und Eisenbahnen, also mit allen den Vorrechten ausgestattet, aus denen man für die Eisenbahnen die Pflicht ableitet, ohne Berücksicftiguitg des eigenen Vortheils für das Gesammtwohl zu arbeiten!" So schreibt die„Börsen-Zeitung", das Organ der Gründer und Jobver! Wenn sich die Diebe um den Raub streiten, werfen sie sich gegenseitig ihre Thaten vor— sagt ein altes Sprichwort, und an den vorstehend mitgetheilten Sätzen sieht man, wie wahr dies Wort ist. Hätten wir den Kohlenproduzenten scandalöses Vorgehen, Demoralisation, Unmoralität und verwerfliche Gewinn- sucht vorgeworfen, so würde uns der Staatsanwalt seine liebenS- würdige Aufmerksamkeit wohl geschenkt haben— Kohlenproduzenten sind eine„Klasse der Bevölkerung", Aufreizung zc.— wenn die Eisenbahnactien-Befitzer solche Vorwürfe erheben, ist das ganz etwaS Anderes! Wenn nun aber die Herren Kohlenproduzenten ihren Standesgenossen gegenüber derartiges Vorgehen für erlaubt gehalten haben, werden sie ihren Arbeitern gegenüber etwa anders gehandelt haben? Liegt in dieser Kritik des Charakters einer ganzen Produzenten-Kiasse nicht das Zugeständniß, daß die So- zialdemokratie recht hat, wenn sie der Bourgeoisie als Klasse ein gleiches Zeugniß ausstellt? Und nun sehe man die sittliche Eni- rüstung, mit welcher über die nichtswürdigen Contracte geschrieen wird, welche die Consumenten einzugehen gezwungen waren, wenn sie ihr„Geschäft" nicht ruiniren wollten! Daß der Arbeiter tag. lich gezwungen wird, seine Arbeitskraft gegen jede Bedingung zu verkaufen, weil er mit Weib und Kino leben will, das ist in der Ordnung; was braucht der„freie Arbeiter" einen Contract einzu- gehen, wenn er ihn nicht halten will? Trifft eine ähnliche Con- junctur eine Kapitalisten-Klasse, dann sind solche Contracte„nichts- würdig".— Also die Kohlenproduzenten füllen ihre Säckel, sagt die„Börsen-Zeitung", in einer für die andern Industriellen ruinirenden Weise, und entziehen dadurch den Kapitalisten, welche Eisenbahnactien haben, ihren„Entbehrungslohn"! Als wir vor zwei Jahren behaupteten, die Kohlenproduzenten füllten ihre Säckel in einer für die Arbeiter ruinirenden Weise— da war das steche, sozialdemokratische Verleumdung— nun die Kapitalisten durch die Gewinnsucht und das scandalöse Vorgehen der Herren um ihren Antheil gebracht werden, entsteht das Geschrei über die Un- moralität der Kohlenproduzenten!— Schließlich daS naive Zu- geständniß, daß die Bergwerke mindestens eben so gut Monopol seien, wie die Eisenbahnen, und eigentlich nur im allgemeinen Interesse, aus Gründen des Gesammtwohls betrieben werden sollten! DaS ist ja die reine Sozialdemokratie! Freilich versteht die„Börsen- Zeitung" unter Gesammtwohl nur das Wohl der„Capitalisten", während wir die ganze Menschheit durch Gesammtbetrieb der Wirthschaft gerade von den Fesseln und dem Druck dieser Capitalisten- Klasse befreien wollen.£/ Politische Uebersicht� — Fälscher. Der bekannte Pädagoge Diesterweg, der be- kanntlich seiner Zeit mit Muth und Energie für Verbesserung des Schulwesens eintrat und gegen den„Musterstaat" Preußen die schwere Anklage erhob, daß die Schule dessen„Aschenbrödel" sei, ist in seinen nachgelassenen Werken von übereifrigen„Patrioten" gefälscht, vergewaltigt und für den Culturkampf Bismarcks einge- schlachtet worden. Also zu lesen in der Beilage der„Nordd. allgemeinen Zeitung" vom 13. Juni: „Unvergessen steht DiesterwegS Name da in der Geschichte der Pädagogik; ein unermüdlicher, im Geiste wahrer Humanität wir- kender Lehrer Vieler, hat er den edelsten Samen schöner Volks- bildung gestreut. Daß dieser Same eine Zeitlang im Wachsthum gehemmt worden, ist nicht seine Schuld gewesen. Die letzte Auf- läge seines unsterblichen„Wegweisers" ist 1850 erschienen; jetzt veranstalten seine Schüler und Verehrer eine neue Auflage, aber keinen reinen Abdruck. Denn die gewaltigen Ereignisse seit jenem Jahre, der ruhmvolle Aufschwung unseres deutschen Vaterlandes erheischten die Umgestaltung mancher Aussprüche und Bemerkungen Diesterwegs; die Herausgeber mußten sich eben vergegenwärtigen, wie der Meister selbst die neue Zeit be- grüßt haben würde, wenn er noch lebte, und welche Gestalt er seinem Werke würde gegeben haben, wenn daS Publikum wieder nach seinem Erscheinen verlangte. Daher haben sie, wo die Zeit es erforderte, nach bestem Ermessen die bessernde Hand angelegt, doch überall so, daß sie die dem Verfasser schuldige Pie- tät in keiner Weise verletzen." Der todte Diesterweg kann freilich sich nicht wehren, wenn er zum„Culturkämpfer" herabgewürdigt wird. Wie können sich denn seine„Verehrer" vorstellen, wie Diesterweg die„neue Zeit" be- grüßt haben würde? Wir sind der festen Ucberzeugung, das„neue Reich" hätte in seinen Augen nicht gewonnen, wenn er gesehen, wie trotz„glorreicher Schlachten" und trotz der fünf Milliarden die Schule immer noch das Aschenbrödel im' Staate Preußen ist, und wie für die Schulen immer noch nur die Hälfte von dem ' verausgabt wird, was die königliche Civilliste verschlingt. Einem Todten eine Meinung aufzudrängen, ist einfach eine Unverschämt- heit und verletzt aufs gröbste die„schuldige Pietät", von welcher in dem Bismarckschen Blatte die Rede ist. Wir sind doch be- gierig, ob die vielen Literatur-Blätter und Blättchen, die sich aus- jchließlich mit solchen Dingen beschäftigen, zu einer solch frechen Fälschung still schweigen und damit beweisen werden, daß der Reptilienfonds seine Fangarme auch in der Politik ganz fernste- gende Gebiete streckt. Wir werden sehen. — Neue GesellschaftSretter. Der„deutsche Krieger- bund", eine Vereinigung, welche bekanntlich bezweckt, den„mili- tärischen Geist" auch in das bürgerliche Leben zu verpflanzen, hat zur Zeit, da er von oben herab in jeder Weise gefördert und be- günstigt wird, eine ziemliche Verbreitung. DaS ofstzielle Preßorgan deS Bundes ist der in Zittau erscheinende„Deutsche Kriegerbund", der 11,000 Abonnenten zu haben behauptet und die deutsche Dummheit, den Mordspatriotismus und die Knechts- seligkeit unter den„Kameraden" zu erhalten und zu verbreiten sucht.„Ehrenpräsident" deS Bundes ist der anhaltische General Stockmarr, dessen„militärische Verdienste" wahrscheinlich im Monde aufgezeichnet sind; Sekretär ist der Polizeischreib.cr Brößke in Spandau. Der„Ehrenpräsident" darf nicht„Käme- rad", sondern nur„Excellenz" genannt werden. Beim dritten Delegirtentag zu Berlin muckte ein„Kamerad" gegen daS Präsi- dium auf, worauf ihm die Entgegnung wurde, daß man den „Bau, der Zeugniß ablegen solle von der Treue und Vaterlands- liebe, durch Ameisengekrümel nicht untergraben solle". Wozu diese knechtselige Gesellschaft eigentlich existirt, läßt sich aus Fol- gendem ersehen: Zu Pfullendorf im badischen SeekreiS kam eS kürzlich zu Unruhen unter den dortigen Bahnarbeitern, wozu daS takt- lose Benehme» einiger Bauunternehmer den Anlaß gab. Nachdem der Bürgermeister vergeblich Ruhe zu stiften versucht, rückte die Feuerwehr des Städtchens nebst dem bewaffneten Kriegerbund aus und ließ zwölf Arbeiter krumm schließen, sowie viele verhaften. Also weil die Bauunternehmer sich taktlos benom- men, schließt man die Arbeiter krumm! Und als Henkers- knecht für solche Gelegenheiten ist der deutsche Kricgerbund da! Merken die Arbeiter, welche sich haben verblenden und in den Kriegerbund aufnehmen lassen, nunmehr, zu welchen Zwecken der„Kriegerbund" ins Leben gerufen worden ist? Merken sie nunmehr, daß jeder Arbeiter, welcher den Prinzipien des Krieger- bundS huldigt, zum Verräther an sich selbst, an seineu Brü- dern, zum Verräther an der ganzen Arbeiterklasse wird? Wer sich zum Büttel der Bourgeoisie, der herrschenden Klassen gegen daS arbeitende Volk hergeben, wer sich der Gewalt prostitniren will, der trete in den Kriegerbund! Ein vernünf- tigcr und seiner Pflicht bewußter Arbeiter wird dies nicht thun! — Reptilisches.„Gestatten Sie mir", schreibt ein Berliner Correspondent der„Frankfurter Zeitung"— derselbe beiläufig, der vor einigen Wochen(S. Nr. 61 d. V.) das hübsche Histörchen erzählte, wie ein sächsischer„Sauhirt", nicht zufrieden mit der Milch des Reptilienfonds, auch gleichzeitig ä In Tageblatt-Hüttncr an den Brüsten des sächsischen„ParticutarismuS" saugen wollte, und den König von Sachsen um ein Almosen anschnorrte(auf's Schnorren verstehen sich die Leutchen, s. Hr. von Graht!), auch die 10 Thaler, welche dem zudringlichen Bettler verachtungsvoll„Der als Publizist in weiten Kreisen bekannte Redakteur und'aber hört man nichts von Maßregeln der Regierung, um di?s:> hingeworfen wurden, demüthig aufhob und in die Tasche steckte! Herausgeber der volkswirthschaftlichen Zeitschrift, Oesterreichischec Nothstande abzuhelfen oder wenigstens besten Fortschreiten eiÄ (wie der Mann wobl heißen mag Herr Biedermann? Herr Hüttner?!Oekonomist", Herr Wilhelm Sommerfeld, hat sich am Samstag! Damm zu setzen. Herr Badewitz? Herr—?)— also derselbe„reichSfeindliche Correspondent hat wieder einmal feine„Mappe geöffnet", und schreibt unterm 10. d. M.:„Gestatten Sie mir, noch auf eine auffällige Erscheinung im deutschen Preßwesen hinzuweisen, die bis- her nicht in dem Maße, wie sie es verdient, die öffentliche Auf- merksamkeit erregt hat. Wohin sich irgend in Deutschland, und sei'S der entlegenste Ort, ein Aestlein der Kaplanspresse ausbreitet oder ein sozialdemokratisches Organ verirrt, da wird wie durch Zauberei das bestehende Amts-, Kreis- oder Anzeigeblättchen des OrtS zu einem„politischen Organe" von reichsfteundlicher Färbung, und die Redacteurstelle wird mit Summen dotirt, welche selbst für Berlin als Iournalistengehälter ungewöhnlich hoch sein würden. Wird je eine indiScrete Frage nach der Ursache der ungewöhnlichen Blüthe deS Preßgewerbes in Buxtehude oder Krähwinkel laut, so Heißt'S regelmäßig, daß„reiche Privatmänner" das Blatt unter- stützten. Diese„reichen Privatmänner" sind wahrhaft tröstliche Erscheinungen in dem Parteileben unserer Tage. Nicht nur, daß sie in selbstloser Aufopferung dem Kulturkampfe Opfer zwar nicht an Blut, aber doch an Gut bringen, sie sind auch von so untadel- hafter Bescheidenheit, daß sie nie aus dem Dunkel des Privatlebens hervortreten, um den gerechten Zoll der Bewunderung für ihre imposante Haltung entgegenzunehmen. Um so mehr ist es Pflicht gerade deS politischen Gegners, die Aufmerksamkeit der Mitwelt auf diese seltenen Erscheinungen zu lenken. Einer der hervor- ragendsten dieser„reichen Privatmänner" ist unstreitig Professor Birnbaum in Plagwitz, nach Ausweis des Handelsregisters des Berliner Stadtgerichts der alleinige Eigenthümer der Spener'schen Zeitung. Nach dem Abonnenten- und Jnseraten- stande des Blattes hat es ein, monatliches Deficit von einigen Tausend Thalern. Diese harten Opfer erträgt der wackere Partei- mann ohne Murren. ES ist allein der patriotische Gemeinsinn Professor Birnbaums, welcher jährlich„ein kleines Familien- vermögen" opfert, um dem Kulturkampfe in der Braun- Cuxhaven- Spenerin eine so riesige Vorkämpferin zu erhalten.-- Ei, ei, ei! Freund Birnbaum, was hören wir da für erstaun- liche, für„lobebäre" Dinge! 20—30,000 Thaler, ohne Aussicht, je einen davon zurückzubekommen, jährlich auf dem Altar des Vaterlandes opfern: das ist fürwahr hingebendster Patriotismus, Patriotismus, wie er noch niemals dagewesen; und wenn wir er- wägen, daß der betreffende Opferer der 20—30,000 Thlr. jährlich von Haus aus so arm ist wie eine Kirchenmaus, und vor wenig Jahren noch nicht reicher war, so haben wir als Grundlage, als Piedestal für diesen Birnbaum'schen Patriotismus ein Birnbaum'- scheS Wunder, dem selbst die Mysterien der Birnbaum'schen Gründerei seinen wunderbar wunderbaren Charakter nicht abstreifen können. O Birnbaum, Birnbaum! Wir hatten Dich unterschätzt! Du hast daS vulgäre Sprichwort zu Schanden gemacht und bist trotz Majunke in den Himmel gewachsen, du wunderbarer Birn- bäum, von welchem das dankbare Vaterland in einem Jahr 20— 30,000 silberne Birnen herunterschütteln kann, und an dem auch wir gelegentlich wieder ein bischen schütteln werden. A revoir, wunderbarer Birnbaum! Vormittag in feiner Wohnung, Favoritenstr. Nr. 20, erschossen. Er jagte sich eine Pistoleukugel in die Schläfe. Sommerfeld,!— Der Klassenkampf in Enzland dauert fort auf t! gebürtig aus Königsberg i. Pr., wirkte in Preußen als Gerichts ganzen Linie. Hier und da wird eine Flamme gelöscht, gleicht.' Assestor und gehörte im Jahre 1343 zu den hervorragendsten neben brechen neue hervor. In Details zu zehn, verbietet ue — Arbeitgeber und Arbeiter. Der Congreß deutscher Müller und Mühleninteresscnten tagte dieser Tage in Frankfurt a. M. Es ist selbstredend, daß einen Hauptgegenstand der Berathungen die Haltung bildete, welche man den Arbeitern gegenüber beobachten wolle, und namentlich waren eS die Con- tractverhältnisfe und die Attestbücher, die zur Verhandlung gelangten. Ueber die Verhandlungen selber lesen wir in den Zeitungen: „DaS Referat hatte Dr. Sellnick übernommen. Der Bericht- erstattcr gestand, daß die Arbeitgeber gar zu häufig, je nach dem es ihnen paßt, sich um das Contractverhältniß gar nicht kümmern und den Arbeitnehmer fortschicken, und diese umgekehrt dem gegebenen Beispiel folgen. Hilft des Staats und Polizei- liche Controle wies er von der Hand; Selbsthilfe schrieb er auf die Fahne und Selbstcontrole. Heranziehen der Arbeiter in den Verband, nicht Abstoßen, verlange er. Demgemäß stellte er seine Anträge dahin, der Verband möge für die arbeitenden Müller einen Unterverband oder vielmehr die Möglichkeit schaffen, in den Verband einzutreten, und die Arbeiter durch noch zu begründende Hilfskasten unterstützen; 2) eine Arbeitsordnung als Grundlage des contractlichen Verhältnisses durch eine Commission von Arbeil- gebern und Arbeitnehmern ausfertigen lassen; 3) Einführung von Arbeitslisten, d.h. ein Verzeichniß der in der Mühle beschäftigt gewesenen Arbeiter, in welche d« Arbeiter behufs Anerkennung der Arbeitsordnung beim Eintritt in die Mühle sich einzuschreiben haben. Jedes Verbandsmitglied soll verpflichtet sein, auf Grund dieser Listen über die Arbeiter, wenn es gefordert wird, Auskunst zu ertheilen.(Conduitenlisten!) Diese Anträge wurden ohne Debatte angenommen und der Vorstand mit der Ausführung der Beschlüsse betraut." Daß Geständniß Sellnick'S,„daß die Arbeitgeber gar zu häufig, je nachdem es ihnen paßt, sich um das Contractverhältniß gar nicht kümmern", wirft ein cigenthümliches Licht auf die, mit sogenanntem statistischem Material unterstützte Behauptung, die Contractbrüche würden zum größten Theile seitens der Arbeiter begangen. Nicht minder bezeichnend für die Klarheit in den Köpfen der für daS Contractbruchgefttz agitirenden Arbeitgeber ist der Umstand, daß ihre Agitation in einen Zeitpunkt fällt, wo durch die herrschende Geschästskrise daS Angebot von Arbeitskräften be- deutend die Nachfrage übersteigt Mitgliedern der demokratischen Pariei. Im Jahre 1343 hatte er in der Festung Spandau die Betheiligung an der damaligen Be- wegung gebüßt und kam dann nach Oesterreich, um sich zuerst nach Pest zu wenden, wo er als Secretär der dortigen Handels- kammer, als Professor an einer Handelsschule und auch jour- nalistisch thätig war. Erst später wandte er sich nach Wien und nahm hier die Stelle eines Secrctärs des Vereins für volkswirth- schaftlichen Fortschritt ein, den Graf KinSch zur Förderung seiner Candidatur für das Finanz-Portefeuille gegründet hatte. Diese Stelle legte er nieder, als seine Prinzipien mit denen der Majo- rität des genannten Vereines nicht mehr harmonirten, und gründete in Gemeinschaft mit Franz Freiherrn von Sommaruga und dem damaligen Professor und nachmaligen Minister Schäffle die volkS- wirthschaftliche Wochenschrift„Oesterreichischer Oekonomist", deren Redaction er übernahm und ausgezeichnet führte. Sommerfeld, ein streng ehrenhafter und rechtlicher Charakter, geißelte mit scharfer und gewandter Feder die Auswüchse auf national-ökonomifchem Gebiete. Sein entschiedenes Auftreten gegen Beust's Thun in der bekannten Türken-Loose Affaire zog ihm gemeine Ehrangriffe von Seite eines Beust'schen Blättchens zu, doch ward ihm durch die Geschwornen volle Genugthuung. Seither kämpfte er, wie alle ehrlichen Publizisten nur wenig vom Publikum unterstützt, wacker fort gegen Corruption und Schwindel, konnte es sich aber aus dem eben angeführten Grunde nicht mit dem Ertrage seiner Feder- arbeit genügen lassen. Die Weltausstellung gab ihm den Anstoß dazu, sich mit der Berwerthung mehrerer Erfindungen zu befassen — ein Unternehmen, daß nicht nur sein geringes Vermögen, sondern auch die ihm von Freunden vorgestreckten bedeutenden Summen verschlang, ohne zu glücken. Er konnte die harten Eni- täuschungen, die ihn in den letzten Tagen trafen, nicht tragen und gab sich den Tod. In einem Schreiben, daS er zurückließ, be- zeichnet er zerrüttete VermözenSverhältnisse als den Anlaß zu seinem verzweifelten Schritte. Er war 52 Jahre alt und unverheirathet. Sein Tod ist ein Verlust für die gesammte ehrenhafte Publizistik Wiens. So erfolglos auch sein Ringen war, er war ein makel loser Mann und Solcher, wie er war, gibt's nur Wenige." Nun— warum war eS ihm auch um die Tugend ernst? Hätte er mitgegründert, so könnte er, gleich Stroußberg, jetzt in fürstlichem Glanz leben. Er war aber ein„Tugendesel" und wurde zum Selbstmord getrieben. Wäre er Sozialdemokrat ge- wesen, dann hätte man ihm wahrscheinlich einen Hochverraths- prozeß gemacht und„Staatshülfe" in irgend einem Zuchthaus oder Gesängniß zu Theil werden lassen schon der Raum, es ist auch durchaus unnöthig, da das Weseifi' liche überall gleich. Erwähnt sei heute bloß: 1) der Strike u«: Lockout der Landarbeiter ist nicht beendigt, sondern dehnt sii trotz einiger lokalen Waffenstillstände im Ganzen fortwährend aut 2) im englischen Kohlengewerke hat sich die Situation eh5 verschlimmert als verbessert; in Süd-Horkshire und Nordderb' shire steht, wie bereits angedeutet ward, eine allgemeine fr beitSeinstellung bevor; in Südwales noch kein Friedensschluß;■' Cleveland und Südstaffordshirc Forssetzunz des StrikeS; 3) W westschottischen Eisen- und Grubenarbeitern wird eb Lohnreduktion von 40, in Buchstaben vierzig, Prozent zugemuthlt und haben dieselben in Folge dessen die Arbeit eingestellt; 4) Hull großer Strike der SchisiSbauer. — Ein ander Bild. Wie der„Gleichheit" aus dem Ascher Bezirk(im nordwestlichen Böhmen) von einem Arbeiter berichtet wird, haben die Manufakturarbeiter, besonders stark aber die Handweber unter der herrschenden Geschäftskrise zu leiden.„Die Stücke," heißt eS in dem Bericht,„werden immer länger, der Lohn immer kürzer; bei der geringsten Kleinigkeit werden 50 kr. abgezogen und dabei geberdeu sich die„humanen" Fabrikanten noch, als ob sie jetzt nur der Arbeiter halber produciren lassen, damit dieselben nicht dem plötzlichen Hungertode preisgegeben seien. ob wir", sagt der Arbeiter weiter,„zu diesem Krach über- Haupt etwaS beigetragen hätten, oder als ob wir dafür könnten, daß so mancher Fabrikspascha das schöne Geld, welches wir ihm im Schweiße unseres Angesichts so sauer verdienen mußten, in einer schwindsüchtigen Bank angelegt hat, um hohe Dividenden zu ziehen! Alle diese von den Fabrikanten selbst verschuldeten Ver- luste müssen jedesmal wir armen Weber abbüßen, und trotz der Roth, trotzdem unser ganzes Leben eine lange Kette von Entbeh- rnngen ist, trotzdem verharren die meisten unserer Leidensgenossen in ihrem angewohnten JndifferentiSmuS. Sie hoffen immer noch, die vergangenen Zeiten werden wiederkehren, und vergessen ganz, daß durch die Großindustrie die Handweberei mit der unerbitt- lichsten Konsequenz verdrängt wird, daß fortwährend neue Erfin- düngen auf dem Gebiete der Mechanik gemacht werden, daß eS nur" noch eine Frage der Zeit ist, bis die Handweberei völlig ausgerottet sein wird. Sollte aber dennoch die Handweberei ihre kümmerliche Existenz in einzelnen Orten und Branchen noch länger fortftisten, dann kann man auch sicher sein, daß die Herren Fa- brikanten eben auf diesen Plätzen die Waare noch billiger her- gestellt bekommen, als selbst in den Fabriken. Ja, Fachcollegen, diese Thatsachen sind traurig sür uns, aber sie sind wahr; da hilft kein Sträuben noch Klagen, denn die Handweberei ist dem Untergänge geweiht. Darum, ihr Manufakturarbeiter, wacht auf aus dieser geistigen Erschlaffung, laßt diesen angewohnten Jndis- ferentismuS fahren und bedenkt, daß der Mensch, sobald er den Kampf um sein eigenes Recht aufgibt, sich selbst dadurch zum Sklaven erniedrigt. Darum laßt fahren diesen Knechtssinn, tretet in die Reihen der sozialdemokratischen Arbeiterpartei und helft mitwirken an dem großen Werke der allgemeinen Arbeiteremanzi- pation, schließt Euch den Forderungen der Arbeiterpartei an, welche die Großproduktion dem ganzen Volke dienstbar machen will. Vorzüglich Ihr Handweber, Ihr wißt, welche Zukunft Euch bevor- steht; daher tretet zusammen, gründet Vereine, wo noch keine bestehen, damit wir gemeinsam gegen den Druck des Kapitals kämpfen." Und denselben auch abschütteln, fügen wir hinzu. Aber ohne Jedenfalls aber dürste für die Arbeiter, und in diesem Falle Kamps kein Siez, und ohne Organisation kein erfolgreicher Kampf speziell sür die Mühlenknappen, die Mahnung am Platze sein, Darum immer und immer: Organisation! Organisation! mehr als es bisher geschehen, sich um ihre eigenen Interessen zu' kümmern. — Aus der besten der Welten. Wie den Lesern des „Volksstaat" bekannt ist, gibt es in Oesterreich eine Zeitschrift, welche sich die Aufgabe gestellt hat, dem kapitalistischen Schwindel die Maske abzureißen und strenge Sittenpolizei zu üben auf dem Felde des Handels und der Industrie. Es ist dies der„Oestreichische Oekonomist", der zwar nicht für die Grundsätze der Sozialdemo- kratie eintritt, aber durch furchtlose Bekämpfung der Gründer und sonstiger Biedermänner dieses Calibers sich die Achtung jedes Sozialdemokraten verdient hat. Der„sonderbare Schwärmer", der dieses Blatt in's Leben rufen half und bis vor wenigen Tagen als Redakteur leitete, heißt Sommerfeld, und die Tugend ist ihm gar schlecht bekommen.*) Man schreibt aus Wien unterm 8. Juni: *) Wir dürfen indeß nicht unerwähnt lassen, daß von Seiten de« „Neuen Sozialdemokrat" über Herrn Sommerfeld ein sehr verschiedenes Urtheil gefällt wird; ob auf ausreichende Gründe bin, das müssen wir vorläufig dahin gestellt sein lassen. — In Oesterreich dauern, der„Gleichheit zu Folge, die Arbeiterentlassungen, namentlich in den verschiedenen Branchen der Metall-Jndustrie, noch immer fort und nehmen stets größere Dimen- sionen an. Fast allwöchentlich wird über mehr oder minder be- deutende Arbeiterreduzirungen berichtet. Neuerdings kommt die Nachricht von großartigen Massenentlassungen in der Waggon- fabrik der königlichen ungarischen Staatsbahn mit der wenig träft- lichen Versicherung, daß der Geschäftsgang als vollkommen in Stockung gerathen zu betrachteu ist und zu befürchten steht, daß nach vier Wochen die Arbeit für längere Zeit vollkommen eingestellt wird. Die Anfertigung neuer Waggons ist schon seit einigen Monaten unterblieben, so daß die Arbeiter jetzt schon blos mit Reparaturen beschäftigt werden.— Die Zahl der Abeitsuchenden in jenen Fabriken, welche noch im Gange sind, ist tagtäglich eine immense, was naturgemäß auch auf die Löhne der noch Arbeitenden im höchsten Grade drückend ist. Die Roth beginnt immer größer zu werden, die geringen Sparpfennige, die sich Einzelne während des„guten" Geschäftsganges durch übermäßige Tag- und Nacht — Welche Zustände in Deutschland auf dem Gebiete t? Preßgesetzgebung und der Rechtspflege herrschen, dazu biltk die in Braunschweig erfolgte Beschlagnahme des bekannten Büchel- „Die Preußen in Elsaß und Lothringen" von Gustav Rast eine schlagende Illustration. Vor vier Monaten ist die Beschla, nähme des Buches erfolgt und in diesen vier Monaten haben sss die Braunschweiger Gerichte und die Braunschweiger Staatsak waltschaft nicht gerührt. Keine Anklage ist erhoben; das gericfr liche Verfahren ist über die ersten Stadien nicht hinauSgelangti der in Dresden sich aufhaltende Verfasser ist außer einer einzige Mittheilung durch daS dortige Bezirksgericht ohne jede Wisse» schaft von einer gegen ihn schwebenden Untersuchung. Wenn d? Verfasser sich nur auf braunschweigischem Grund und Boden hat» betreten lassen und die Sache zur Haflsache geworden wäre, wovc- ihn bei seinem Aufenthalt in Dresden der Z 25 des Gesetzes o?5 21, Juni 1869 allerdings hinlänglich schützt, so würde er bereit vier Monaie in Untersuchungshaft zugebracht haben. Währenddes wird die Beschlagnahme des Buchs auf§ 131 des Reichsstras gesetzbuchs immer frischweg aufrecht erhalten, obschon das, aller ding? erst am 1. Juli d. I. in Wirksamkeit tretende neue Reichs preßgesetz eine Beschlagnahme einer Druckschrift nur gestattet, wefls durch Bekanntwerdung derselben eine öffentliche Gefahr, ein Aoss stand zu befürchten ist. Auf alle Interpellationen des Verfasse� antworten die Braunschweizer Behörden nur mit Stillschweige» Derselbe hat sich nun genöthigt gesehen, über das gegen ihn!■ obachtete Verfahren eine energische Beschwerde an das Oberappel' lationSgericht zu Wolfenbüttel zu richten, worin er die sofortig Erhebung einer Anklage verlangt. GewerksZenossenschaftliches- Gewerkschaft der Maurer und Zimmerer. Vraunschweig, 15. Juni. Hiermit bringen wir nochma» die endgültige Tagesordnung unserer am 20., 21. und 22. Ju» in Coburg stattsindenden Generalversammlung zur Kenntniß all» Mitgliedschaften sowie derjenigen Orts- und Fachvereine der Ba» Handwerker, welche behufS Vereinigung mit uns Vertreter Z» Generalversammlung senden wollen. Tagesordnung: 1) Reche» schaftsbericht der Hauptkranken-, sowie der Gewerkschaftskass! 2) Wahl des Vororts und der Verwaltung; 3) Nothwendigke'' der Agitation; 4) Berathung über Anschluß an die Union; 5) G» schästsordnunz. Es gingen noch folgende Anträge zur Generalversammlung eis von Braunschweig: Delegationskosten sollen nicht mehr,>»>> das bisher der Fall war, von der Hauptkasse bezahlt werde» sondern jede Mitgliedschaft trägt etwaige Delegationskosten selbß- das dadurch Ersparte soll zur Agitation verwand! werden. Chetf nitz beantragt: 1) Der AufsichtSrath soll fernerhin nur an eine» Orte domicilirt sein; 2) Auf dem Statuten- Titelblatt soll sj heißen: Mitgliedschaft, statt Lokalverein; 3) Der Vorort soll fii» nächste Jahr wieder seinen Sitz in Braunschweig haben.— Ä»' einem Nürnberger Mitglied wird beantragt, dem Paragraph' deS Krankenkassen-StatutS folgende Fassung zu geben: Berechtig zur Aufnahme ist jede« Mitglied obiger Genossenschaft, welche das 50. L-benSjahr noch nicht zurückgelegt hat. Ferner soll Par»' graph 5 heißen: Der Anspruch auf Unterstützung beginnt nach lauf von 5 Monaten vom Tage deS Eintritts an, jedoch ist � unverschuldeten Unglücksfällen eine einmalige Unterstützung in t!' Höhe von 3 bis 6 Gulden zu gewähren. Antragsteller Joha»� Körner, Steinhauer.— Die Mitgliedschaft Nürnberg stellt Antrag: Der Paragraph 5 deS Krankenkassen-StatuS soll fer»» heißen: Der Anspruch auf Unterstützung beginnt erst nach Abla» von 6 Monaten, vom Tage deS Eintritts an gerechnet, jede» wird bei Unglücksfällen nach 3 Monaten die Hälfte der Untck' stützung ausbezahlt. Ferner beantragt der Unterzeichnete: möge eine feste Norm der Reise-Diäten pro Tag feststellen diejenigen Mitglieder, welche agitatorisch thätig sind. Alle ferneren Anträge ersuchen wir an die Generalversammlu»s in Koburg direkt zu richten, weil dieselben auf diesem Wege niV mehr bekannt gegeben werden können. Diejenigen Mitgliedschaft�' welche noch mit ihren Beiträgen restiren, ersuchen wir dieselbe» zu entrichten. Der Hauptkassirer Carl Bock wohnt Kaffeetwe» Nr. 5.— In Zschortau(Sachsen) und in Allstedt(Thüringe»' wurden neue Mitgliedschaften gegründet. Für die Verwaltung: H. Rieke, Vorsitzender, Schöppenstedterftraße 50. Allgemeiner deutscher Schneiderverein. Arannschweig, 14. Juni. In Betreff des Krankenunte»' stützungS-Bundes muß Folgendes beobachtet werden: Die Eintritt»' gelber, pro Mann 5 Sgr., müssen dem Hauptkassirer C. Be»' Turnirstraße Nr. 8, ohne Verzug eingesandt werben, weil Di»! jenigen, welche mit den 1. März eingetreten sind, vom 1. Ju"' an, falls ihnen eine Krankheit zustößt, statutarisch zu unterstütze sind. Wenn nun an einem Orte die Kasse zur Unterstützung bss erkrankten Mitgliedes nicht zureicht, so hat die Hauptkasse� b« Krankenunterstützungs-Bundes resp. der GewerkschaftS-AuSschuß die Erkrankten aufzukommen. Woher aber nehmen, wenn � Hauptkasse nichts zugesandt wird? Diejenigen, welche mit � 1. März eingetreten sind, haben noch in diesem Monat ihre ü» rechnung betreffs deS UnterstützungS- Bundes beim Ausschuß ein?» senden; die Krankenscheine dienen dem Kassirer und Beo»». uiächtigten als Quittung für verabfolgte Krarckenunterstützung"» käh und tont: «et, sind solche bei der QuartalS-Abrechnung dem AuSsckiuß mit ein»») reichen. Auch ist dem Ausschuß mitzutheilen die Zähl der arbeit bei Seite gejezfl sind schon längst aufgezehrt— noch immer glieder und der Bestand der Casse. d>ari diuii ivur! Rat! In der QuartalS-Abrechvung in Nr. 64 des„VolkSstiat" ist ein Rechnensehlcr enthalten. Die Einnahme mit dem Bestand vom 4. Quartal 1873 ergiebt 514 Thlr. 3 Gr. 7 Pf., die Aus- gäbe 155 Thlr. 6 Gr. 2 Pf., Bestand für nächstes Quartal 353 Thlr. 27 Gr. 5 Pf. Halle a. S. hat 15 Gr. nachgesandt, also 8 Thlr. 13 Gr. 9 Pf. In der Ausgabe hat Ludolph zur Agitationsreise nach Eschwege, Göttingen und Cassel 8 Thlr. 7 Gr. 6 Pf., statt 9 Thlr. erhalten. Ich bitte diese Fehler zu ent- schuldigen. Während der Krankheit des Bevollmächtigten für Chemnitz, Hermann Weck, sind Briefe und sonstige Sachen für die dortige Mitgliedschaft an W. Böhme, Bernsbacherstraß- 23 zu senden. Der in Nr. 64 bezeichnete Wittschieber, genannt Blumenberg, ist verheirathet, und wird nochmals um dessen Er- forfchung gebeten. Der Bevollmächtigte Hermann KänderS ist nicht in Schw.-Gmünd, sondern in Constanz. Es ist nothweudig, daß mit den Vorschlägen zur Generalversammlung nicht länger gewartet wird. Anträge zu derselben können schon jetzt dem AuS- schuß eingereicht werden. Wolfenbüttel hat sich dem Verein an- geschlossen. Mit sozialdemokratischem Gruß F. Mumme. Correspondenzen. Leipzig. Das Organ des Verbandes für Buchbinder, die »Allgemeine Buchbinder-Zeiwng" enthält in seiner Nummer vom 13. Juni einen„Das Damoklesschwert" überschriebenen Artikel, der sich, mit Hinweis auf die parteiische Handhabung der jetzt gültigen Ge Werbeordnung seitens einzelner Behörden, gegen das zu erlassende „Contraklbruchgesetz" wendet. Es heißt in dem Arkikel:„Haben aber die Arbeitgeber ein Interesse daran, für Gesetze zu petitioniren, welche Vorfälle�), wie den angezogenen, in einem„besseren Lichte" lassen, so haben wir ein Interesse daran, gegen solche Gesetze energisch zu protestiren! Wir ersuchen daher alle Vereine, das Contraktbruchgesetz zu verhandeln, und nachstehende Resolution zur Abstimmung zu bringen.„In Erwägung, daß zur Wahrung der Interessen auf Seite der Arbeiter wie Arbeitgeber Vereinigungen als das richtigste Mittel allenthalben anerkannt sind; und in Er- wägung serner, daß beide Contrahenten alle Jnteressenfragcn durch ihre respectiven Vereinigungen genügend zu wahren im Stande sind, und daher jede staatliche Intervention in eine rein private Angelegenheit, wie das Erfüllen oder Auflösen eines Contraktcs—, nur störend wirken kann; pr»testirt die heutige Versammlung der Buchbinder»c. energisch gegen daS von den Arbeitgebern verlangte Contraktbruchgesetz." Den Protest wolle man zum Unterschreiben cirkuliren lassen, und uns denselben einsenden, damit derselbe dem Reichstage eingereicht werden kann." Die Buchbinder wären also unseres Wissens die erste Gewerk- schaft, die sich gegen daS beabsichtigte Contraktbruchgesetz wendet, Werden die anderen folgen? Und werden namentlich diejenigen Gewerkschaften aus ihrer unerklärlichen Passivität heraustreten, die vor Jahren für die durch das Contraktbruchgesetz jetzt gefährdete Coalitionsfreiheit mit Erfolg agitirten? Soll die CoalitionSfreiheit, diese eine der wenigen Errungenschaften, welche die deutsche Ar- beiterbewegung aufzuweisen hat, so mir nichts dir nichts wieder verloren gehen? Einmal verloren, und es wird vielleicht Jahr- zehnte des Kampfes erfordern, das verlorene Gut zurückzuerobern. Heraus aus den Plan! es gilt, das Interesse der Arbeiter, Euer Interesse, zu wahren. Chemnitz, 8. Juni. Der für gestern angekündigte Massen- auSflug fand unter äußerst zahlreicher Betheiligung der Arbeiter von Chemnitz und Umgebung statt. DaS Wetter war zwar, wie man zu sagen pflegt, schön, doch konnte man es für diesen Zweck nickt gerade günstig nennen, da nicht nur die drückende Sonnen- Hitze ihren lähmenden Einfluß unterwegs auf die Theilnehmer geltend machte� sondern namentlich der in wirklich enormer Quan- tität vorhandene Straßenstaub aufwirbelte und den Zug in eine dichte Wolke einhüllte. Diesem letzteren Umstand war es wohl auch zuzuschreiben, daß der Zug anfänglich nur aus 600—800 Personen bestand, wahrend ihm viele Fcsttheilnehmer auf anderen bequemeren Wegen vorausgeeilt waren. Auf dem Festplatze selbst war jedoch ein regeS Leben. Der geräumige RestaurationSgarten war schon gefüllt, als der Festzug unter den Klängen der Marsch- wusik seinen Einzug hielt; nun wäre freilich guter Rath theuer gewesen, wenn nicht der umsichtige Wirth die an den Garten grenzenden Wiesen hätte vorher mähen und überhaupt für die Bc Nutzung als Lagerplätze Herrichten lassen. Auf diesen Plätzen lagerte sich auch ein großer Theil der munteren Schaar und spülte mit falschem Flaschenbier den eingeschluckten Staub hinab. Nachträglich trafen noch Parteigenossen au« Mittweida, Frankenberg, WittgenS- twrf jc. je. ein, und zählte man verschiedene Tausend Theilnehmer. — Nachdem der Gesangverein und daS Musikchor abwechselnd durck ihre Leistungen daS Publikum animirt, wurde daS Festlied (welches wir in den letzten„Ch. Raketen mittheilten) tausendstim- wig gesungen, daraus hielt der Reichstagsabgeordnete Bahlteich >nit weithin vernehmbarer Stimme eine kurze, aber begeisterte und Zum Herzen dringende Ansprache an die Versammelten. Er be- tonte, e? fli der Hauptzweck dieses Festes, einmal Heerschau zu halten über die Gelreuen der Sozialdemokratie. Den Ort, an welchem das Fest stattfinde, habe man deshalb gewählt, um einen Mann in der Mitte der Festgenossen zu sehen, welchen die Chem- uitzer Polizei aus seinem Wahlkreis verwiesen habe; dieser Mann fal aber durch eine neue ehrenvolle Wunde, die er im Kampfe fürS �olkswohl davongetragen, durch seine Gefangenschaft in Berlin, am Erscheinen verhindert worden, doch gerade die Verfolgungen, welche er für seine Ueberzeugung erdulde, seien der beste Gegenbe- gegen die elenden Schmähungen, welche seine Feinde auf ihn Hausen. Der Redner ermahnte mit eindringlichen Worten zum Saale, um am Tanze theilzunehmen, während andere sich im Garten durch Gesellschaftsspiele w. amüstrten.— An polizeilicher Ueb erwachung deS Festes fehlte es nicht. Schon beim Abmarsch von Lindner's Restauration gaben eine Anzahl Chemnitzer Poli- zisten dem Zuge das Geleite. Sie spähten vielleicht nach rothen Fahnen zc., aber die rothen Ränder ihrer Dienstmützen waren die einzigen„republikanischen Abzeichen", welche getragen wurden. Auch aus dem Festplatze war Polizei anwesend, was natürlich Niemand genirte.— Das schöne Fest wird noch lange in der Erinnerung der Theilnehmer fortleben.(Ch. Fr. Pr.) ßrimmitscha«, 15. Juni.(Großartiges Volksfest.) Der erste, der Haupttag des vom hiesigen„Volksverein" veranstalteten Volksfestes ist vorüber, und wir freuen uns, sagen zu können, daß kein Mißklang die Harmonie der Feier gestört hat. Im Laufe des Sonntag Vormittag rückten von früh halb 7 Uhr an, theilS zu Fuß, theils zu Wagen, theils auf der Eisenbahn— von Zwickau her kam ein starker Extrazug— die F-stgenossen aus den Städten Meerane, Werdau, Zwickau, Kirchberg, Wildenfels, Auerbach, Mylau, Oelsnitz, Netzschkau, Reichenbach, Schneeberg, Falkenstein, Plauen, Greiz, Glauchau, Lichtenstein, Wechselburg, Gößnitz, Schmölln, Altenburg, Ronneburg, Gera, Chemnitz und Leipzig, sowie aus den Ortschaften Wahlen, Carthause, Leitelshain, Franken- hausen, Schedewitz, Planitz, Neudörfchen, Niederhaßlau, Wilkau, Cainsdorf, Naundorf, Schiedel, Schweinsburg, Crossen, Mosel, Marienthal, Reindorf, Neumark, Crotcnlaide, Fraureuth, Böllwitz und noch anderen, deren Namen uns augenblicklich nicht einfallen, hier ein, bald mit voller Musik, bald unter Trommelschlag, bald heitere Marschlieder singend. All den Genossen, die, durch das kräftige und auch wiederum kräftigende Gefühl der Zusammen- geHörigkeit getrieben, die Anstrengung, wie die den meisten nicht leicht erschwinglichen Kosten nicht gescheut haben, der von hier er- gangenen Einladung Folge zu leisten, sei herzlichster Dank für ihr Erscheinen gesagt.— Um 11 Uhr Vormiltags fand im Hofraume der Consumvereins-Restauration die Fahnenweihe statt. Das Banner wurde von einer der Jungfrauen dem Vereinsvor- sitzenden überreicht. Als Schmuck der Fahne wurden vom dekla- marorischen Club, sowie von den Bereinen in Gößnitz, Schmölln, Reichenbach, Zwickau, Auerbach und Mylau buntfarbige Bänder und Schleifen überreicht, die mit dankenden Morien entgegenge nommen und sofort an dem Banner befestigt wurden. Die Sänger des deklamatorischen Clubs sangen vor und nach dem feierlichen Akte paffende Lieder. Am Nachmittage, Punkt halb drei Uhr, entwickelte sich der Fest- zug vom Hoftaume des Consumvereins aus, wo nur ein verhält- nißmäßig kleiner Theil der Festgenossen Stellung genommen hatte; aus dem Wege die Herrenstraße entlang durch die Badergasse, über die hölzerne Brücke, durch die Fabrikstraße, über die eiserne Brücke, durch die Silberstraße und wiederum die Herrenzasse schloffen sich dem Zuge die an verschiedenen Stellen des ZugeS harrenden aus- wältigen Genossen, zum großen Theil an ihrer Spitze Standarten mit Ortsbezeichnung und sinniger Inschrift sührend, demselben an, und es gewährte einen, wie man urs sagte, imposanten Eindruck, als sich die lange Kette über den Markl und die Leipziger wie Vorstandsmitglied des Arbeitervereins, schloß sick als Delegirter des Nürnberger Arbeitertags im Jahre 1868 dem Velbanve Heu:- scher Arbeitervereine an, an dessen Spitze Bebel stand; gehörte sodann zu den Einberufern des sozialdemokratischen Congresses in Eisenach(1869), und war von da an Mitglied der sozialdemokra- tischen Arbeiterpartei. Merkwürdig aber, daß trotz seiner patheti- schen Deklamationen bei Festen:c. und trotz seiner Vorliebe, auf Congressen als D-lezirter zu fungiren(noch 1373 wurde ihm in Eisenach ein Mandat überlassen), die hiesigen Parteimitglieder nie -in rechreS Zutrauen zu dem Manne fassen konnten, ja ihn mit einem gewissen Mißtrauen betrachteten! Dies schien ihm allmählich klar zu werden, denn im September 1373 erklärte er schriftlich seinen Austritt aus der Mitgliedschaft, das erwähnte Mißtrauen gegen ihn als Grund vorschützend, dabei jedoch ausdrücklich her- vorhebend:„daß er stets Alles thun werde, um die Ehre und das Ansehn der Partei zu wahren und zu fördern." Freilich bezeichnete er Anderen gegenüber als Grund seines Aus- rritts den Nachtheil, den ihm in geschäftlicher Beziehung seine Betheiligung bei der Partei verursache. Ganz ehrlich also war der„Sozialdemokrat" Kraft nicht! Da führten durch das sehr wenig offene Vorgehen des pp. Kraft im Vorstände hervorgerufene Differenzen zu einem Couflikt im Arbeiterverein, der ganz eigene Schlaglichter auf den Charakter des Erwähnten warf. So wurden ihm bei einem seiner Angriffe auf die ihm entgegenstehenden Mitglieder sofort drei Unwahrheiten, deren er sich schuldig gemacht, und außerdem mehrere Entstellungen nachgewiesen, in einer späteren Versammlung aber ihm sogar öffentlich der Vorwurf gemacht:„daß er seine Stellung als Theaterbilleteur in unerlaubter Weife gemißbraucht habe," ein Vorwurf, den er— man hatte versprochen, den Beweis der Wahrheit anzutreten— bis heute ruhig hat auf sich ruhen lassen. Doch noch mehr: der Vorsitzende des hiesigen Ar- beitervereins hat wiederholt erklärt, über Kraft noch ganz andere Sachen zu wissen, daß er aber schweigen müsse, weil er für Kraft arbeite.— Was aber den„Arbeiter" Kraft am besten charaklerisirt, sind die Einrichtungen des von ihm mit in's Leben gerufenen Sparvereins im Arbeiterverein. Jedes Mitglied des Arbeitervereins kann Mitglied des Sparvereins werden und erhält seine Spar- einlagen mit 4 Prozent verzinst; Darlehne aber, die er aus dem Sparverein entnimmt, muß er mit ca. 15 Prozent verzinsen. Der so sich ergebende Ueberschuß kommt aber nicht sämmtlichen Mitgliedern des Sparvereins, sondern nur wenigen sog. Stammmitgliedern(unter denen natürlich Kraft) zu Gute, die dann von den Pfennigen ihrer Mitarbeiter eine recht ansehnliche Dividende unter sich vertheilen. Natürlich findet ein solches Gc- bahren ein inniges Verständniß bei unseren ausbeutenden Klassen, und nicht minder natürlich ist es, daß gegen die Mitglieder des Arbeitervereins, welche sich einer solchen Einrichtung widersetzten, gehörig gewühlt und die gemeinsten Beschuldigungen(wegen deren vor Gericht später Abbitte gethan werden mußte) geschleudert wurden. DaS ist ungefähr der Mann, der die Arbeiter durch die Be- lehrung deS Vereins für Volksbildung beglücken will. Kehren wir untere Leipziger Straße entlang durch die Stadt bewegte. Als nun zu dem Lindwurm'schen Vortrage zurück. In fast halbstün- nach halbstündigem Marsche die Führenden in der Nähe deS Festlokals angelangt waren, konnte man während der kurzen Rast beim diger Erzählung theilt Dr. Lindwurm seine eigene Lebensgeschichte mit. Anfänglich sei er Kaufmann gewesen, habe als CommiS Rückblicke erst einen richtigen Eindruck von der massenhaften Be- außer in Deutschland auch in Marseille und Constantinopel con- theiligung bekommen: der Schluß des Zuges verließ eben die! vitionirt und sich nach seiner Rückkehr von da als Correspondent Baumzruppen des SahnparkS, so daß die ganze zwischen diesen in England aufgehalten. Da sei die Erkenntniß über ihn ge- und Mark Sahnau gelegene Chausseestrecke von demselben de- kommen, daß er sein Licht nicht unter den Scheffel stellen, sondern deckt war.(zum Wohle der darbenden Menschheit?) studiren müsse. Das Nachdem auf dem Festplatze Ludwig Mehlhorn kurze Er öffnungSworte gesprochen, betrat Liebknecht die improvisirle habe er gethan, habe Jura, Nationalökonomie:c. studirt und wolle nun die erworbenen Kenntnisse zum allgemeinen Besten ver- Rednertribüne— sie bestand lediglich auS einem Tische— und iwerthen. Selbstverständlich werde sein Bestuben von den„Verhielt die Festrede, worauf der Rest deS Tagesprogramms erledig:! führern" der Arbeiter verunglimpft und verdächtigt. So habe ward. Die Zahl der Theilnehmer am Festzuze mag 5000, die der„Volksstaat" behauptet: seine Vorträge halte er nach Bestellung Zahl derjurf dem Festplatz Anwesenden das �Doppelte betragen deS Vereins für Volksbildung, von welchem er auch einen jähr- haben. ausharren im Kampfe für eine bessere, freiere Zukunft, geißelte °en JndifferentiSmuS und erklärte, der Tag des Sieges sei nicht �ehi fern, wenn Jeder seine Schuldigkeit thue.— In ähnlicher �lleifa sprach sich der zweite Redner, Parteigenosse Bochmann auS züiederrabenstein auS, welcher außerdem schon vor dem'eigentlichen »eyaktus im Garten eine Ansprache gehalten und die Taktik der sfl�Aistigen Feinde Most'« treffend charakterisirt hatte.— Hieran flössen sich einige Deklamationen und Gesangvorträge» sowie der Massengesang zweier noch auf dem Festprogramm befindlicher Ar- 'terlieber. Dann begab sich ein Theil der Festgenossen nach dem ) Es ist hier die Rede von dem im„Volksstaat" semer Zeit er- Tauten Conflikt zwischen dem hiesigen Buchbindereibesitzer Fritzsche "«d den bei demselben beschäftigt gewesenen 10 Gehilsen. Bekanntlich wurden die hiesigen Buchbindereibesitzer durch ein Cirkular des Vrinüval- herein« gewarnt, obige 10 Gehilfen in Arbeit zu nehmen. Der damalige orsitzende des Gehüsen. Vereins, Richter, sah durch diese Warnung mit �erht die Zukunft der genannten Gehilfen gefährdet, und, als Repressalie, � et'm„Volksstaat" seinerseits die Buchbindergchilfen vor Arbeit- hin'J ol �i Fritzsche. Also ein purer Akt der Nothwehr. Gleichwohl �tcl'®e9(n Vergehen gegen§ 153 der Gewerbeordnung vom �ath der Stadt Leivria-» 8- ES war ein Volksfest im wahrsten Sinne des Worts. (Nach dem Cr.„B. u. Bfnd.") AwilKn«, 9. Juni. Während der bekannte Wanderlehrer Dr. Lindwurm im hiesigen Gewerbeverein einen Vorirag„Ueber WirthschastS- und Kulturentwicklung", natürlich nur vor den Mit- gliedern des Vereins, hielt, fand gestern Abend zur selben Zeit eine gut besuchte Volksversammlung im benachbarten Planitz statt, in welcher Herr G. Kwasniewski einen Vortrag über das„Wesen der Sozialdemokratie und deren Gegner" hielt. Referent bemerkte gleich beim Anfang seiner Rede, daß seine Stellung der Bersamm- jung gegenüber dadurch erschwert werde, daß er Herrn Liebknecht, der am Erscheinen behindert sei, zu vertreten habe. Er ging sodann auf die Tagesordnung ein, wies das Nichtige des Ein- wurfS, ohne Kapital keine Arbeit, nach, kritisirte den sogenannten Unternehmergewinn, sowie daS Risiko, welches der Kapitalist bei der heutigen Produktion zu erleiden habe und wies darauf hin, daß der Arbeiter, der kein anderes Kapital als seine Arbeitskraft habe, weit mehr riskire, da er sich nicht, wie der kluge Kapitalist sein Kapital, eine Reserve von �Arbeitskraft jc. zurücklegen könne, sondern nach völliger Ausnützung durch daS Kapital von diesem bei Seite geworfen werde. Als zunächst liegende Mittel zur Besserung der Lage der Arbeiter bezeichnete Redner Erhöhung der Arbeitslöhne, Verkürzung der Arbeitszeit, Beschränkung der Frauen- und Kinderarbeit zc. Der Vortragende ging sodann auf die Gegner der Sozialdemokratie ein, welche er vom politischen, so- zialen und religiösen Standpunkt aus charakterisirte. Er kenn- zeichnete den Lberzeugungstreuen Gegner, aber auch die verbissenen Feinde und deren Nachbeter, die sich noch nicht einmal um daS Wesen der Sozialdemokratie gekümmert hätten; gedachte dann aber auch deS Gegners im eignen Heerlager, nämlich der Unwissenheit und Gleichgültigkeit der Massen und empfahl den Arbeiiern, deren Bekämpfung sich recht angelegen sein zu lassen. Die Versammlung folgte dem zweistündigen populären und klar gehaltenen Bortrag mit großer Aufmerksamkeit und Beifall. lichen Gehalt von 2000 Thalern nebst 4 Thalern täglichen Diäten beziehe. DaS sei aber eine ganz unwahre Behauptung, denn seine Vorträge seien selvstständige, seiner eigenen Weverzeugung entsprossene'Arodulite; und er erhalte außerdem nur jährlick 1200 Thlr. und 3'/- Thlr. täglich Diäten, bringe also noch Opfer für die Sache,—(wer lacht da?!)— da er in England als Correspondenr weit mehr verdienen könne. Für den erwähnten Verein würde er sofort aufhören thätig zu sein, wenn derselbe an ihn das Verlangen stelle, seine Borträge lediglich nach dem Wunsche und im Sinne des Vereins einzurichten. Zur Behandlung der sozialen Frage übergehend erzählt der studirie Nationalökonom: daß in seiner Jugend man auf aller Landstraßen fechtende Handwerksburschen, in Dörfern und Städten aus Mangel an Schuhwerk barfuß gehende Kinder:c. getroffew Damals sei dies eine Folge wirklicher Roth gewesen. Jetzt sei dies anders; fast nirgends treffe man mehr sog. fechtende Hand- werkSburschen, und wer heutzutage noch barfuß gehe, thue dies lediglich aus Vergnügen. Nur die sozialdemokratischen„Verführer' behaupteten einen Nothstand unter den arbeitenden Klassen, wi. sie ja auch die Segnungen deS Reichs nicht anerkennen wollten. So z. B. ermögliche das deutsche, von geistig begabten Männern bcrathene und eingeführte Postgesetz, daß jedes Dienstmädchen für nur 1 Gr. an ihren Geliebten schreiben könne.(Welche Wohlthar für den Arbeiter!!) Eine Magenfrage, wie von Marx, Laffalle:c. behauptet werde, sei die soziale Frage keineswegs, fondern tediglick eine Kopffrage. Wenn Marx z. B. behaupte, daß die niedere Arbeit, Straßenkehren zc. in Zukunft nur durch Maschinen vcr- richtet werden müsse, so sei daS offenbar Unsinn. Mit einigen Seitenhieben aus die Sozialdemokraten und der öfter wiederholten Versicherung, daß er sich vor denselben gar nicht fürchte, schloß der Redner seinen Vortrag/ Der ganze Vortrag des gelehrten Herrn Doktors bestand also: auS einer halben Stunde Selbstberäucherung, einer viertel Stunde allgemeinen Blödsinns und einer viertel Stunde Ausfälle gegen die Sozialdemokraten. �Wohlweislich hatte man Weimar. Nachdem der Verein für sog. Volksbildung bereits, für die Gegner nur 5 Minuten Redezeit festgesetzt(trotzdem Dr. jl. f.:..... cv\«r.- rjs.. rv..c. c..« o-rl � � OC,..«___ c.-»•,...... l. AvtaKftvtfA C&i-vvfi- v**!*«.....______.!...... i..ix% Stadt Leipzig zu 8 Tagen Gefängniß verurthellt. durch seinen Reiseapostel Dr. Lindwurm das Thüringer Oberland, das Eichsfeld und Sachsen unsicher gemacht hat, ist der(allerdings sehr unglücklich abgelaufene) Versuch gemacht worden, auch in Mittelthüringen Boden zu gewinnen. Am 1. Juni hielt nämlich der erwähnte Lindwurm i» Weimar, am folgenden Tage in Apolda Versammlungen ab, deren Erfolg sowohl ihm selbst, als seinen Brodherren in Berlin für längere Zeit die Lust benommen haben dürste, sich in Thüringen einzunisten. In Weimar hatte der Arbeiterverein die Einladung zu dem Bortrage des Dr. Lindwurm übernommen, während die beiden hiesigen Zeitungen, die ofstzielle „Weimar. Ztg." und die aus den Blättern des PreßbureauS in Berlin schöpfende Zeitung„Deutschland", warme Empfehlungen des Lindwurm'schen Vortrags vom Stapel ließen. Vorher scheint es für richtiges Verständniß der Sachlage an- gemessen, einige Blicke auf den Leiter des Arbeitervereins und dessen Vergangenheit zu werfen. Der Schneidermstr. Karl Kraft, Lindwurm und der erwähnte Kraft, wie man vernimmt, nicht einmal diese kurze Frist hatten zugestehen wollen). Nachdem Partei- genösse Ufert, der hierauf daS Wort erhielt, diese feig- Manier. dem Gegner die Verth eidigung gegen gehässige Angriffe unmöglick zu machen, gekennzeichnet, wandte er sich gegen den Lindwurm'schen Vortrag: Dr. Lindwurm verkehre faeilich nur in Gasthöfen ersten Range, komme daher mit dem Volke auch gar nicht zusammen, sehe nicht die aus Roth barfuß herumlaufenden und hungernden Kinder, wisse überhaupt bei seinem Gehalte nichts von der Noch des arbeitenden Volks. Wenn fechtende Handwerksburschen aller- dings nicht mehr so häufig aus der Landstraße anzutreffen seien als früher, so liege da« einmal darin, daß sie mit der Eisenbayu billiger und rascher vom Flecke kämen, und dann in der Gewäy- rung von Reiseunterstützung der in Gewerkschaften vereinigten Arbeiter an ihre wandernden Brüder. Die dem„Volksstaat" und Marx' gemachten Vorwürfe seien theils Unwahrheiten, theils geradezu Blödsinn. Leichter sei eS freilich auf die Geaner zu schimpfen, als wissenschaftliche Vorträge zu halim.— Da die kurze Redezeit eine sortlaufende Widerlegung der Auslassungen des Dr. Lindwurm nicht gestattete, so mußte Ufert sich dreimal zum Worte melde«, immer in seinen Ausführungen unterbrochen von dem erwähnten Vorstandsmitgliede Kraft. Hierauf kam ein Oberlehrer Matthes zum Wort:„Er gehöre der sozialdemokratischen Arbeiterpartei nicht an, obgleich er vielfach mit deren Programm einverstanden sei; mit nationalökonomischen Studien habe er sich eingehend beschäftigt. Hierher gekommen sei er, weil er geglaubt, einen wissenschaftlichen Vortrag zu hören; das aber, was Dr. Lindwurm vorgebracht, seien so allgemeine sinn- und geistlose Phrasen, solch zusammen- gelesenes Zeug ohne Zusammenhang, daß er ihn fragen müsse, wie er sich überhaupt unterstehen könne, einer Versammlung der- artiges Gewäsch vorzutragen; das sei keine Behandlung der„sm zialen Frage", durch welcbe der Verein für Volksbildung wirkliche Aufklärung im Volke schaffe."«Nicht ihm", replizirte hierauf der Apostel für Volksbildung,„dürfe man die Mängel des Vortrags zur Last legen, Herr MatthcS solle sich mit seiner Beschwerde an den Vorstand des Vereins für Volksbildung wenden, in dessen Auftrag und nach dessen Wunsch er sprechen müsse!(Also bezahlter Agitator und Gesinnungslump! trotz der soeben erst gemach- ten„unwahren Behauptung" seiner Selbstständigkeit). Die Adresse des Vorstandes könne er dem Vorredner geben." Da der den Ausfüh- ruugen UfertS und Matthes wiederholt zu Theil werdende Beifall dem Dr. Lindwurm und seinem Gesinnungsgenossen Kraft doch zu unangenehm wurde, so verließen beide schleunigst die Versammlung Die beiden hiesigen, schon oben genannten Zeüungen, welche vorher wiederholt auf den Vortrag des Dr. Lindwurm aufmerksam gemacht und Bericht über denselben versprochen hatten, haben bis heute einen solchen über die von etwa 96 Mann besuchte Versammlung und ihres Schützlings Vortrag noch nicht gebracht! Den Kamps mit dem Lindwurm wird ja die Sozialdemo- kratie noch bestehen können! Kamvurg. Was sich unsere guten Leipziger wohl denken, daß unser Hamburger Spießbürgerthum sollte hinter dem von Klein- Paris zurückbleiben?! Allenthalben kriecht eS hervor,*) um gegen die bösen Rothen sich zu organisiren. Die Erfolge der Sozial- demokratie bei den jüngsten ReichstagSwahlen haben dieses ver- schuldet. Das Lächerlichste dabei ist freilich, daß sich der kleine Handwerkerstand von der wirklichen Bourgeoisie hierbei in's Schlepptau nehmen läßt. Die Armen sehen noch immer nicht ein, daß es ihnen zunächst an den Kragen geht. Dieselbigeu Leute, welche Aktien Uber Aktien zeichnen, um an Stelle des Handwerk- mäßigen Kleinbetriebes die fabrikmäßige Großindustrie einzuführen, ganz dieselben Menschen finden durch schöne Wone ihren Anhang gerade unter den in erster Linie von ihnen Geschädigten. Aver so einen Mann, und wenn er auch dem Namen eines Kaufmanns durch seine Handlungsweisen durchaus keine Ehre gemacht, ein solcher übt durch seine Schönthuerei immer weit mehr Einfluß auf die Handwerker als die unumstößliche Lehre der wahren Sozial- demokratie. Eine scheinbare Entschuldigung für diesen Irrthum ist allerdings in dem Gebühren der GeichäftSsozialisten mit ihrem StrikeSprovoziren(?) zu finden. Um Uebrigen sind die StrikeS aber ein unausbleibliches Produkt der heutigen Gesellschaftsform, und gerade die Sozialdemokratie ist es, welche diese entsittlichende Form beseitigt wissen will. Zuerst striket immer die große Spekulation, der Kaufmann, der Wucherer, die kleine Spekulation bei dem Arbeiter folgt erst später als unausbleiblich. Der kleine Geschäfts- inhaber wird da wieder von beiden Seiten getroffen, dem noblen Speculanten verzeiht er aber, findet eS vielleicht nach den geltenden inhaltlosen Tendenzen auch ganz in der Ordnung, daß der Geld- spekulant mit seinen Moneten den Buschklepper früherer Jahr- hunderte ersetzt, dem Arbeiter verzeiht er nie Daß so ein kleiner �Handwerksmeister sich, gesellschaftlich seinen etwaigen Gesellen gegenüber, noch weit schlechter steht, als diese, ist auch eine allgemeine bekannte Thaffache. Der Arbeiter verlangt auch am Lohntage sein Geld und der Meister muß schon sehen, wie er eS anschafft. Glücklich noch, wenn seine Geschäftskunden auS Arbeitern bestehen, die borgen schlimmsten Falls nur bis zum nächsten Lohntage; bei der Bourgeoisie geht Alles auf Neujahrs- rechnungen; da hat denn so ein Unglücklicher noch förmlich bei seinen Schuldnern zu betteln, wenn er sein Geld haben will, damit er ja den„sehr geehrten Kunden" nicht erzürnt, ganz abgesehen von den ihm bei solchen Ausständen noch drohenden Bankerotts Den ehrlichen Arbeitern borgt Niemand, den vornehmthuenden Schwindlern wird der Credit unaufgefordert in's HauS getragen. Wie äußerst selten ist eS nicht, daß ein sog. kleiner Maun zum Fallissement kommt, und woher stammen alSdann gar oft nicht noch diese Schulden? Um den fcinseidenen Gaunern borgen zu können, entnahm der Unglückliche Geld von den Credit-Jnstiiuten, als da sind: Borfchußanstatten und Volksbanken, und wenn er dann angeschmiert wird, was bleibt ihm da weiter als— er muß trotz der ehrlichsten Haut weiter schmieren. Da ist er vollstän- diger Paria, denn, eS muß gesagt werden, bei den Vornehmen ist der Credit gleich nach einem Bankerott wieder disponibel, da es UsuS ist, einen Bankerotteur en gros als einen„umsichttgen" Ge- schäftSmann zu betrachten; der kleine Mann, der durch einen solchen Betrüger in Nachtheil gebracht, zu einer Zahlungseinstellung in kleinerem Maße gezwungen wird, gilt als-- Schafskopf, dem Niemand wieder borgt. Zwischen dem Consortium, welches hier die„Reichsfteunde" um sich fchaaren will, befindet sich auch ein sehr nobler Herr, der 1357 mit seinem damaligen Associö „brillant" sallirte, bald darauf aber, geschäftlich separirt, sofort wieder in noch höherem Glänze strahlte als vordem. Sein sehr aufmerksamer Lehrling, der das Lager bestahl, mußte für diese Anstelligkeit auf ein Jahr daS Gefänzniß bevölkern helfen. (Hamburger„Sozialdemokrat.") Hßttngen.(Harmonie zwischen Kapital und Arbeit.) Die Tuchfabrik Eßlingen, ftüher Gebr. Hardtmann, befindet sich seit einigen Jahren in dem Besitz eines ConfortiumS von Capitalistcn, die daS ganze Anwesen um ein Spottgeld im ConcurSwege er- worden haben, wa» die Leute ohne Zweifel veranlaßtc, sich eine ziemlich luxuriöse BettiebS- und Beauffichtigungsmaschineric anzu- stellen. Bei einem Arbeiterstand von 100- 120 Personen, worunter 60—70 weibliche, nicht weniger als 19 Beamte und Meister, das zweiköpfige Direttiorium eingeschlossen, so daß auf 5—6 Arbeiter 1 Beamter kommt! DieS ist eine Einrichtung, welche dem Capital nichts nützt, den Arbeitern beziehungsweise deren Verdienst aber wesentlich verkürzen muß. DieS mag wohl auch vor zwei Jahren ein Grund mit gewesen sein, der die Tuchmachergehilfen zur Arbeitseinstellung zwang. Im Allgemeinen schien dieselbe von tiegreichem Erfolg gekrönt Zu sein, indem die Arbeitslöhne etwas •) In Leipzig leider nicht. Die Sozialistentödter von Kleinparis passen uns so sehr, daß sie sich um keinen Preis dazu verstehen wollen, über die Verhungenrngslinie hinauSgerückt wurden. Ts beziffert sich nun daS durchschnittliche Jahreseinkommen eines Tuchmacher- gehilfen in dieser Fabrik auf ca. 400 fl.— Bei dieser Gelegenheit sei bemerkt, daß anläßlich dieses Strikes, der in christlicher Liebe zur sozialen Frage entbrannte hiesige Professor Dr. Brügel durch daö in unfern Volksschulen von' den Lehrern den Schulkindern „auskclportir.e"„Wochenblatt für Volksbildung" in die Welt hinaus behauptete, genannte Tuchmacher verdienten wöchentlich 18—20 fl., eine Behauptung, die derselbe, als ihm zwei der Be- theiligten auf die Stube stiegen, zwar widerrief, aber nur in Form einer kleinen Anmerkung, damit es seinen Artikel gegen die Sozial demokratie möglichst wenig alterire.— Außer dieser Lohnerhöhung verlangten die Strikenden noch: 1) den Ivstündigen Normal- arbeitstag; 2) Aufhören cer Ueberstundenarbeit; 3) keinerlei Maß- regelung der beim Strike Betheiligten; 4) unterschriftliche Garantie des Direktoriums für Aufrechterhaltunz dieses UebereinkommenS.— Punkt 1— 3 wurden ebenfalls zugesagt. Für Punkt 4 erhielten die Arbeiter schöne Worte und als WeigerungSgrund der Untev schrift wurde geltend gemacht, daß der Direktor sich nicht im „VolkSstaat" herumschmieren lassen wolle. Die Mehrzahl der Arbeiter ging auf den Leim und nahm die Arbeit wieder auf, den zugesicherten Versprechungen vollen Glauben schenkend. Trotz mehr facher späterer Entlassungen wurde jedoch nicht wegen Maßregelung reklamirt, wohl wissend, daß wenn solche mit Geschick eingeleitet werden, sie nur sehr schwer zu beweisen'sind, und hätte die Direk- tion durch nachfolgende Erklärung nicht in etwas zu plumper Weise ihrem Versprechen in's Gesicht geschlagen, so hätten wir sie sammt der Fabrik gleich dem„österreichifchen Gründerchum" ruhig ihrem Verhängniß überlassen. Die Direktion trat vorige Woche mit der Erklärung hervor, daß die Arbeitszeit wieder auf 11 St. ohne Lohnerhöhung, festgesetzt sei, wem es nicht recht, der könne gehen. Alle früheren Opfer sind umsonst gebracht. Seht, Arbeiter, so liegen die Sachen. Und da ist Niemand, der wegen unsittlichen Wortbruchs der Fabrik-Direktoren Zeter und Mordio schreit. So geht man' dem Arbeiter ikkit gutem Beispiel voran, so hält man gegebene Versprechungen und diese selben Leute, welche die ein- fachsten Gesetze der Moral bei jeder günstigen Gelegenheit ver- letzen, verlangen auf ihren Congressen durch ihre Vertteter die „kriminelle Bestrafung des Kontraktbruchs für die Arbeiter." Möchten die Arbeiter die Augen öffnen und bei ähnlichen Anlässen einen sauer erkämpften Sieg sich nicht wieder durch„anbiedernde" schöne Redensarten entreißen lassen. Möchten sie doch an weiter nichts denken, mit weiter nichts sich zu schaffen machen, als an dem Ausbau ihrer Organisation arbeiten. Versprechungen jener Leute, ob mündlich oder schriftlich gegeben, sind in den Wind geschrieben. Sind aber die Arbeiter fest gewerkschaftlich organisirt, dann wird die Macht der Organisation, die Aufklärung und das Bewußtsein der Interessengemeinschaft der Arbeiter entscheiden. Der neueste Ukas der ConsortiumS-Tuckfabrik aber ist das alte dumme Lied von der Harmonie zwischen Kapital und Arbeit, in schwäbischer Mundart vorgetragen. Arbeiter allerorts, nehmt'S zu Herzen! Schließt die Reihen!(„Süddeutsche Volkszeitung.") An die Gesinnungsgenoffen des 13. sächsische« Wahlkreises! Sonntag, den 21. Juni c., Nachmittags 4 Uhr, findet laut Beschluß des unterzeichneten ComitöS im Lokale des Arbeiter- bildungSvereinS(Ritterstraße 43, 2 Tr.) eine Conferenz von Delegirten des 13. Wahlkreises statt mit der Tagesordnungsi „Die Regelung der Agitation im 13. Wahl- kreise", wozu alle Orte, namentlich die größeren des Bezirks, aufgefordert werden, ihre Vertreter zu fenden. Gesinnungsgenossen! Ueberall suchen sich die gemeinsamen Feinde deS arbeitenden Volkes, aufgeschreckt durch die letzten Wahl- siege desselben, fester und fester an einander zu schließen, überall fvcht man durch Polizeimaßregelungen dem immer mehr und mehr erwachenden Volksbewußtsein einen Damm entgegen zu setzen. Darauf ist die beste Antwort uusrerseits: Organisation. Wollen wie der durch die MaudatSniederlezung Dr. Johann Jacoby's uns zugefügten Niederlage bei der nächsten Wahl einen Sieg folgen lassen, so ist in erster Linie ein geschlossenes, planmäßiges Vorgehen nothwendig, gegen den mit allen er- denklichen Mitteln kämpfenden mächtigen Feind. Wir wollen aber, daß der 13. Wahlkreis bei der nächsten Wahl zum Reichstage einen Vertreter sendet, welcher nicht, wie Herr Dr. Heine, den Wählern blos schöne Versprechungen macht, sondern mit aller Energie für die Rechte der Gesammtheit einsteht; und deswegen ist es Pflicht eines Jeden, dafür zu sorgen, daß die Conferenz zahlreich besucht wird. Leipzig, 11� Juni 1874. Das AgitationScomite. 3b] I. A.: Fr. Nauert, Rosenthalgasse 5, 4 Tr. Briefkasten der Expedition. Rdlmr Coln Ann. 8 Gr. Sattlerver. Leipzig Ann. 6 Gr. Hnrchs Cöln Schr. 30 Thlr., Ann. 24 Gr. B. in Kalk Ann. 4 Gr. Arbeiter-Partei Cöln Annonce 13 Gr. Arbeiter- Partei Mainz Ann. 1 Thlr. I. Mllr. Leipzig Schr. Thlr. 5 1 2, Ab. 1. Qu. 20 Thlr. Arbeiter-Berein Kleinzschocher Ann. 13 Gr. Ich hier Ab. Juni 6 Gr. Fr. Wien Schr. 2 Thlr. M. Mannheim Abon. Mai Thlr. 6 8 5. F. Hbr Stuttgart Schr. 4 Thlr. Rchnhm hier Ann. 3 Thlr. Mllr Leisnig Ann. 16 Gr., Schr. Thlr. 2 10. E. Vttn Bischweier Schr. 25 Gr. Härer Zürich Paq. erhalten. Manns. Arb.- Gew. Berlin Ann. 29 Gr. I. S. Hohenstein Schr. Thlr. 5 10. Arb.,. Part. Mainz für Oktbr. 73 sind noch 7 Gr. im Rückstand. Trautmann Berlin: Ihrem Briese lag keine Annonce bei. SUmmi. Wolfcnbüttel: Erhalten. Schr. abgesandt. der Redaktion. Mai in Mannheim: Inzwischen erledigt. Weckeßer in Würzburg: Unmöglich. Wenden Sie sich an Auer. A. R. in König«. brück: Lesen Sie meine heutige Annonce; wir besprechen die Sache mündlich. Hr. Stud. phil. Lenz in Leipzig: Also weil der„Bolksstaat" Ihnen„zu unregelmäßig" zugegangen, genügen Fliegende Blätter, Kladde- radatsch und Wespen für Ihre humoristische Lektüre. Wo zum Kukuk, haben Sie Ihre Logik gelernt? Wohl bei Hüttner? Orbig in Jedenfalls nicht vor dem Congreß. Gruß._ Frankfurterstraße Nr. 84, vU-ä-viz der Waßmannstraße. Vortrag des Herrn Gerstenberz. Die Mitglieder werden aufgefordert, in dieser Versammlung zahlreich zu erscheinen und Gäste mitzubringen. Die Restanten werden an ihre Pflichten erinnert. C. Ficker. Gewerkschaft der Holzarbeiter. Sonnabend, den 20. Juni, Abends 8 Uhr, Andreasstraße Nr. 26, bei Sittel. Sonntag, den 21. Juni, Vormittag 10 Uhr, Brunuenstr. Nr. 140, bei Grätz: Oeffentliche Holzarbeiter« Versammlung, zu welcher Holz- arbeiter aller Branchen eingeladen find.— Außerdem müssen die Partei- genossen die Versammlung unterstützen_ G. Lemke. iWrtl4!!! 1*11 Die Parteigenossen der sozial- demokratischen Ardeiter- •OUT IUI Ii partei von Barmen, Elberfeld und Ronsdors werden zu einer gemeinschaftlichen Versammlung aus Sonntag, den 21. Juni 74, Nachmittags 5 Uhr, im Gasthof„Zum Schloß Benrath", bei Friedrich Knevel« am alten Markt, eingeladen. Tagesordnung: 1) Eongreß- Angelegenheiten. 2) Wahl eines Dele- girten.__ Der Vertrauensmann._ Breslau Woche An die Abonnenten des„VolkSstaat". Vom 1. Juli ab kostet der„Volksstaat" pro 2 Sgr. frei in's Hau« gebracht. Die Partei- und Gesinnungsgenossen werden um thatkräftigste Ver- breitung desselben ersucht. Die Filialexpedition befindet sich Vorwerkstr. 85 parterre, bei Zapke. Bestellungen oder Beschwerden wolle man daselbst angeben. 2a]_._ Die Filial- Expedition. Arbeiterverein. Montag, 22. Juni, Abend« halb 9 Uhr: Versammlung im Biertunnel(Kuntzsch). Sozialdemokratischer Arbeiterverein. �kllUlKUiy Sonntag, den 21ten Juni, Mittag« halb 12 Uhr: Lusttonr nach Wedel mit dem Stader Dampfschiff von der Landuugsbrücke St. Pauli. Karte k Person(inet. Brückengeld) 14 Schillinge. Abfahrt von Schulau Abend« halb 11 Uhr.— Karten sind zu haben bei Geib, Traumann, sowie bei den Eolporteuren Schulz und Schütze, und in den Versammlungen._[2b]_ Da« Comite. Aitttthttt-it Sozialdemokratischer Arbeiterverein. Montag, 22. Juni, Abends halb 9 Uhr: Oeffentliche Versammlung bei Hansch(großer Saal), Schauenburgerstraße 14. Tagesordnung: Der Stand der Einigungsbestrebungen der deutschen Sozialdemokraten. Jedermann hat Zutritt.__ R. Jacobi, sen. ftitttttrthpt* AgitationScomite für die Provinz Hannover. Alle Partei- wie Gewerk«- Genossen(resp. Mitglied- schaften) der Provinz Hannover wie der angrenzenden Orte werden ersucht, um eine geregelte Agitation zur Ausbreitung unserer Partei zu erwirken, Adressen an unterzeichneten Schriftführer einzusenden, und sieht derselbe einer baldigen, regen Corresponden; au» allen Orten entgegen. Bruno Liebers, Schriftführer. wohnhast: Steinthorfeldstraße Nr. 5 H, 2 Tr. XL. Den Mitgliedern des Agitationscomitö's zur Beachtung, daß alle 14 Tage, Donnerstags, regelmäßig die Sitzung stattfindet und e« eine« Jeden Pflicht ist zu erscheinen. A. Petzsch, Borsitzender. Gewerkschaft der Holzarbeiter. Sonnabend, den 25. Juni: Versammlung bei Zeidler.— Sozialer Wochenbericht von Seifert. Die Mitglieder werden ersucht, zahlreich zu erscheinen.. Straßburg im Elsaß „Vogelgesang"(Schiffleutstaden) für die Mitglieder der sozialdemo- kratischcn Arbeiterpartei. Fremde haben jederzeit Zuttitt. Immer belehrende und aufklärende Diskussion der Arbeiterfragen, überhaupt über alle« wa« die Bewegung kräftigt und fördert. Wohlan Arbeiter! Versäumt diese Versammlungen nicht und zeigt für unsere Prinzipien, daß ihr anfangt, selbst zu denken. 2b] Adam Jung, Vertrauensmann. Oberrhemischer Arbeitertag zn Mannheim. Sonntag, den 21. d. M., Morgen« 10 Uhr, im Lokal„Zum grünen Hau»": Conferenz. Tagesordnung: Organisation und Agitation für Süddmtschland. Nachmittags 3 Uhr: Volksversammlung in demselben Local. Tagesordnung: 1) Die bürgerliche Demokratie und die Sozialdemo- kratie. 2) Die Gewerkschaftsbewegung. 3) Die Organisation und Agi- tation der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei. Referenten find die Herren: Sabor, Auer, Schmidt, Berg» Leyendecker, Löwenberg und Ehrhard. Abend« gesellige Unterhaltung. Wir fordern unsere Parteigenossen aus Nah und Fern auf, im Jnter- esse der Partei diesen Arbeitertag zu besuchen. 2b]_ Das Agitation«- Comite. Meine Privatadresse ist bis Ende des Monat« Laubegast bei Dresden. W. Liebknecht Leipzig. Bezüglich der„Generalverlummlung der Maxe" soll der Tag der Zusammenkunft im Hauptquart.cr nicht Donnerstag, fondern Freitag, 19. Juni, heißen. „Die Mäxe." W2&W Fond f. pol. Gemaßregelte. B. Hauptquartier der,„Mäxe" hier 15 Gr. Arb.-Ber. Markranstädt Thlr. 1 14 5. Für die Jnhaftirten in Berlin gingen ferner ein: Bs. Thlr. 1, Blk. Thlr. 1 20, Dl. 11 Gr., F. A. 15 Gr., Sammlung am Feste 14,3 74 Thlr. 10 15, Sammlung der Sattler durch Henke Thlr. 4 29 3, ges. durch Li. Thlr. 9, Bs. Thlr. 1. Summa: Thlr. 29— 3. A. Heinsch. un« das Vergnügen ihrer persönlichen Anwesenheiten Öffentlichen Ver sammluugen zu gewähren. hinter verschlossenen Thören. Antbeilscheine R. W. 3 Thlr. Gcnoffcnschastsbuchdruckerei. bez. Äntheilquitwngen erhielten ferner: In Leipzig Anzeigen:c. sammluugen zu gewähren. Sie retten Staat und Gesellschaft hartnäckig Gewerkschaft der Maunfaktm-Arbeit«. ——~ b.®.■OvlllU Sonnabend, den 20. Juni, Abends 8 Uhr: Veriammlung R. Durch die Expeditton de« ist zu beziehen:' Hain.T.st fl Bolksstaat" in Leipzig _____[i-FQ. (Zeitzerstraße�44 Zu Hrutz und Schuh. Vortra. 4. von Wilhelm Likliknecht. uflage. Preis 2 Ngr. Praktische Emanzipationstvinke. Ein Wort zur Förderung der Gewerks- Genossenschaften von Kart Kissmann. 24 Seiten Groß- Octav. Preis brofchirt l1/» Groschen. Der Betrag kann in Briefmarke» eingesandt werde». Leipzig:«eranrw.«edattarr: Ft. Preißer,(«edaln»» n.«xpetttl»» ZeiNerstr. 44)»ruck nnd Gering der Gmiff-mschaftcbuchdrnSerei.