j Erscheint in Leipzig Mittwoch, Freitag.Sonntag. Bestellungen nehmen an alle Postanstalren u. Bnchhand- ! lungendesJn-u.Ansla>ides. Filial-Erpeditionen für die Bereinigten Staaten: F. A. Sorge, Bor 101 IloboKen, N. J. Wm. Lueders, 409 Maystr. Chicago, Jll. Peter Haß, S. W. Corner Third and coates str. Philadelphia. Der lüMtttt Klionnementspreis: Für Preußen incl. Stempel- steuer 21'/- Sgr., für die übrigen Deutschen Staaten 16 Sgr. pro Quartal. Monat»-Abonnement» werden bei allen Deutschen Postanstalten auf deir 2 ten u. 3 ten Monat und auf den 3 ten Monat besonders an- genommen, im Kgr. Sachsen u. Hrzth. Sachs.-Altenburg auch aus den Iten Monat ä ö'/j Sgr. angenommen. LrgandersozialdemokratischenArbetterparteiundderinternatioMlenGewerksgenossenschasten. » Zaserate, die Abhaltung von Partei-,«»rew«. und BolkSversammlungen, sowie die Filial- Expeditionen und sonstige Partei- Angelegenheiten betreffend, werden mit 1 Sgr.,— Privat- und Bergnügungs- Anzeigen mit 2 Sgr. die dreigespaitene Petit-Zeile berechnet. Sr. 73. Irettag, 26. Juni. 1874. Abonnements- Einladung. Mit dem 1. Juli beginnt ein neues Quartal und fordern dir deßhalb zu zahlreichem Abonnement auf das wöchentlich dreimal erscheinende Parteiorgan auf. Der Preis beträgt 16 Sgr.(56 Kr. rh.) pro Quartal, »V, Sgr.(18 Kr.rh.) pro Monat für ganz Deutschland. 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Man adonnirt bei der Expedition dieses Blattes, Zeitzerstraße 44, und bei Cvlporteur Müller; ffa die Umgegend von Leipzig bei den Filialcxpeditionen: für ««lkmarSdorf, Reudnitz, Neuschönefeld,:c.-c. bei Frau Friedrich, Anger Nr. 5, für Plagwitz und Lin>tnau tc. dei Frau Hohe, Plagwitz, Zschocher'sche Straße 26, für �»ünewitz rc. bei Teubert, Bornaische Straße 19, für Kleinzschocher und Umgegend bei Fleischer, Nr. 87 daselbst, Thonberg bei Horn, Hauptstr. Nr. 96, für Stötteritz d« Gust. Boigt, Schulweg 2, für Gohlis:c. bciO. Peukert, Hauptstr. 19. Für Berlin wird auf den„Volksstaat" monatlich für L Sgr. frei in's HauS abonnirt, bei Trautmann, Engelufer bb, 4 Tr.; Görges, Webexstr. 32; Rubenow, Brunnenstr. 34 imLaden; Metzner, Elisabethkirchstr. 1; Bogel, Priiizenstr.61; Krause, Zionskirchplatz 2, 3 Tr. BW" Der Abonnementsbetrag ist bei Bestellung zu entrichten. >ion»emt»lS dei der Expedition, sowohl einzelne wie von Filialen, welche nicht rechtzeitig erneuert worden, werden Dom !• Juli an nicht mehr effeltnirt. Die Redaktion und Erpedition des„Dolksstaat". Bekanntmachung. Mit Beginn des 3. Quartals— 1. Juli 1874— werden Gestellungen auf den„Volksstaat" für Leipzig und Ztmgegend bwekt bei Unterzeichneter oder durch die Colporteure nur gegen Vorausbezahlung, viel ob Quartals- oder Monatsabonnement, angenommen. jpee Filialexpeditionen sowohl als Diejenigen, welche per Kreuz- vand oder Couvert beziehen und nach Verfluß von 3 Tagen nach dem Ersten jeden MonatS die Abonnementsbeträge nicht eingesandt haben, erhalten keine weiteren Zusendungen. / Die Restanten, namentlich von Leipzig und Umgegend, werden «sucht, baldigst ihren Verpflichtungen nachzukommen. Leipzig, den 12. Juni 1874. Die Expedition des„Volksstaat.� Flüchtlings-Literatur. n; Nack jeder gescheiterten Revolution oder Contrerevolntion ent- Wickelt sich unter den inS Ausland entkommenen Flüchtlingen eine bsberhafte Thätigkeit. Die verschiedenen Parteischattirungen grup- Wen sich, Hagen sich gegenseitig an, den Karren in den Dreck ge- 'ahren zu haben, beschuldigen einander des VerrathS und aller �glichen sonstigen Todsünden. Dabei bleibt man mit der Hei- ?ssth in reger Verbindung, organisirt, konspirirt, druckt Flug- satter und Zeitungen, schwört darauf, daß eS in viernndzwanzig Kunden wieder losgeht, daß der Sieg gewiß ist, und vertheilt im vwblick hierauf schon die Regierungsämtcr. Natürlich folgt Ent- '�üschung aus Enttäuschung, und da man diese nicht den unver- leidlichen historischen Verhältnissen, die man nicht verstehen will, 'andern zufälligen Fehlern Einzelner zuschreibt» so häufen sich die �genseitigen Anklagen und das Ganze endigt in einem allgemeinen -«akehl. Das ist die Geschichte aller Flüchtlingschaften von den 'ahalistischen Emigrirten von 1792 bis auf den heutigen Tag, vnd uer unter den Flüchtlingen Verstand und Einsicht hat, der �ht sich von dem unfruchtbaren Gezänk zurück, sobald eS mit «üstand geschehen kann, und treibt etwa» Besseres. Die stanzösische Emigration nach der Commune ist diesem un- ssweidlichen Schicksal ebenfalls nicht entgangen. Durch die euro- in o �«leumdungScampagne, die Alle gleichmäßig angriff, und � London speziell durch den gemeinsamen Mittelpunkt, den sie im ■fenexalralh der Internationalen fand, eine Zeillang genöthigt, ?ke inneren Zwistigkeiten wenigstens vor der Welt zu unterdrücken, ; ar stc in den letzten zwei Jahren nicht mehr im Stande, den °>lner rascher fortschreitenden Zersetzungsprozeß zu verheimlichen. offene Streit brach allenthalben los. In der Schweiz schloß sich ein Theil an die Bakunisten an, wesentlich beeinflußt von Malon, der selbst einer der Stifter der geheimen Allianz war Dann zogen sich in London die sogenannten Blanquisten von den Internationalen zurück und bildeten eine Gruppe für sich unter dem Titel: Die revolutionäre Commune. Daneben erstanden später eine Menge anderer Gruppen, die aber in fortwährender Umbildung und Umschmelzung begriffen bleiben und auch in Mani festen nichts Erkleckliches geleistet haben; während die Blanquisten soeben in einer Proklamation an die„Communeux" ihr Programm zur Kenntniß aller Welt bringen. Diese Blanquisten heißen so nicht etwa als eine von Blanqui gestiftete Gruppe— nur ein paar der 33 Unterzeichner dieses Programms haben wohl je mit Blanqui gesprochen— sondern weil sie in seinem Geiste und nach seiner Tradition thätig sein wollen. Blanqui ist wesentlich politischer Revolutionär, Sozialist nur dem Gefühl nach, mit den Leiden des Volks sympathisirend, aber er hat weder eine sozialistische Theorie, noch bestimmte prak- tische Vorschläge sozialer Abhülfe. In seiner politischen Thätigkeit war er wesentlich„Mann der Thal", des Glaubens, daß eine kleine wohlorganistrte Minderzahl, die im richtigen Moment einen revolutionären Handstreich versucht, durch ein paar erste Erfolge die VolkSmaffe mit sich fortreißen und so eine siegreiche Revolution machen kann. Diesen Kern konnte er unter LouiS Philippe na� türlich nur als geheime Gesellschaft organisiren, und da passtrte denn, waS gewöhnlich bei Verschwörungen passirt: Die Leute, überdrüssig deS ewigen Hinhaltens mit leeren Versprechungen, eS werde nun bald losgehen, verloren zuletzt ganz die Geduld, wur- den rebellisch, und so blieb nur die Wahl: entweder die Ver- sckwörung zerfallen zu lassen oder ohne allen äußeren Anlaß loS- zuschlagen. Man schlug loS(12. Mai 1839) und wurde im Nu erdrückt. UebrigenS war diese Blanqui'sche Verschwörung die ein- zige, in der die Polizei nie Fuß fassen konnte; der Schlag kam ihr wie aus heiterm Himmel.— Daraus, daß Blanqui jede Re- volution als den Handstreich einer Heinen revolutionären Minder- zahl auffaßt, folgt von selbst die Nothwendigkeit der Diktatur nach dem Gelingen: der Diktatur wohlverstanden, nicht der ganzen revolutionären Klasse, deS Proletariats, sondern der kleinen Zahl Derer, die den Handstreich gemacht haben und die selbst schon im Voraus wieder unter der Diktatur Eines oder einiger Wenigen organisiit find. Man sieht, Blanqui ist ein Revolutionär der vorigen Gene- ration. Diese Vorstellungen vom Gang revolutionärer Ereignisse sind wenigstens für die deutsche Arbeiterpartei längst veraltet und werden auch in Frankreich nur bei den weniger reifen oder bei den ungeduldigeren Arbeitern noch Anllang finden können. Auch werden wir finden, daß sie im vorliegenden Programm gewissen Beschränkungen unterworfen werden. Aber auch bei unfern Lon- doner Blanquisten geht als Grundsatz durch: daß Revolutionen überhaupt nicht sich selbst machen, sondern gemacht werden; daß sie gemacht werden von einer verhältnißmäßig geringen Minder- zahl und nach einem vorher entworfenen Plan; und endlich, daß eS jederzeit„bald losgeht". Mit solchen Grundsätzen ist man natürlich sämmtlichen Selbsttäuschungen des Flüchtlingthums un- rettbar preisgegeben, und muß man sich auS einer Thorheit in die andre stürzen. Man will vor Allem Blanqui,„Mann der That", spielen. Aber mit dem guten Willen ist hier wenig ausgerichtet; den revolutionären Instinkt, die rasche Entschlossenheit Blanqui'S hat nun einmal nicht Jeder, und Hamlet mag noch so viel von Energie reden, er bleibt immer Hamlet. Und wenn nun gar unsere dreiunddreißig Männer der That auf dem Gebiet dessen, waS sie That nennen, absolut nichts zu thun vorfinden, so kommen unsere-dreiunddreißig Brutusse in einen mehr komischen als tragi- schen Widerspruch mit sich selbst, einem Widerspruch, dessen Tragik keineswegs erhöht wird durch das finstere Ansehen, mit dem sie sich umgeben, als wären sie lauter„MöroS, den Dolch im Ge- wände", waS ihnen beiläufig gar nickt einfällt. Wa» können sie thun? Sie präpariren das nächste„Losgehen", indem sie Pro- skriptionslisten für die Zukunft aufstellen, damit die Reihe der Leute, die an der Commune theilgenommen, gereinigt(spurs) werde, weshalb sie auch bei den andern Flüchtlingen die Reinen (les pur») heißen. Ob sie sich selbst diesen Titel beilegen, ist mir nicht bekannt, er würde auch verschiedenen unter ihnen ziemlich schief sitzen. Ihre Sitzungen sind geschlossen und ihre Beschlüsse sollen geheim gehalten werden, waS aber durchaus nicht verhindert, daß am nächsten Morgen das ganze stanzösische Viertel davon widerhallt. Und wie es solchen ernsten Männern der That, wo nichts zu thun ist, immer geht: sie haben sich in einen erst per- sönlichen, dann literarischen Streit eingelassen mit einem würdigen Gegner, einem der anrüchigsten Leute der kleinen Pariser Presse, einem gewissen Vermersch, der unter der Commune den„Pore DuchLne", eine Jamwerkarrikatur des Hebertschen Blatts von 1793, herausgab. Dieser Edle antwortet auf ihre sittliche Entrüstung, indem er sie in einem Pamphlet sämmtlich für„Spitzbuben oder Mitschuldige von Spitzbuben" erklärt und mit einer seltnen Fülle von AbtrittSschimpfwörtern überschüttet: Jede» Wort Ist ein Nachttopf, und kein leerer. Und mit einem solchen Gegner finden eS unsere dreiunddreißig Brutusse für nöthig, sich vor dem Publikum herumzubalgen! Wenn etwas sicher ist, so ist eS doch wohl dies, daß das Pariser Proletariat nach dem erschöpfenden Krieg, nach der Aus- hungerung von Paris, und namentlich nach dem furchtbaren Ader- laß der Maitage 1371 eine geraume Zeit der Ruhe nöthig hat, um wieder Kräfte anzusammeln, und daß jeder verfrühte Versuch einer Erhebung nur eine neue, vielleicht noch furchtbarere Nieder- läge zur Folge haben kann. Unsere Blanquisten sind andrer An- ficht. Der Zerfall der monarchischen Majorität in Versailles verkündet ihnen:„Den Fall von Versailles, die Revanche der Commune. Denn wir kommen zu einem jener großen geschicht- lichen Augenblicke, zu einer jener großen Krisen, wo das Volk, während es in seinem Elend unterzugehen und dem Tode zu ver- fallen scheint, mit neuer Kraft seinen revolutionären Vormarsch wieder antritt."— ES geht also wieder lo», und zwar alsbald. Diese Hoffnung auf sofortige„Revanche der Commune" ist nicht bloße Flüchtliugsillusion, sie ist uothwendiger Glaubensartikel bei Leuten, die sich mit Gewalt in den Kopf setzen,„Männer der That" zu spielen zu einer Zeit, wo es in ihrem Sinn, dem Sinn des revolutionären LoSschlagenS, absolut nicktS zu thun gibt. Einerlei. Da eS losgeht, scheint ihnen„der Moment gekommen, daß AlleS in der Flüchtlingschaft, waS noch Leben in sich hat, sich erkläre". Und somit erklären uns die 33, daß sie sind 1) Atheisten, 2) Communisten, 3) Revolutionäre. Unsere Blanquisten haben mit den Bakunisten das gemein, daß sie die am allerweitesten gehende, extremst- Richtung vertreten wollen. Weswegen sie auch, beiläufig gesagt, obwohl in den Zielen jenen entgegengesetzt, dennoch in den Mitteln oft mit ihnen zu- sammengehcn. Es handelt sich also darum, in Beziehung auf den Atheismus radikaler zu sein als alle Andern. Atheist zu sein, ist heutzutage glücklicherweise keine Kunst mehr. Der Atheismus ist so ziemlich selbstverständlich bei den europäischen Arbeiterparteien, obwohl er in gewissen Ländern oft genug beschaffen sein mag, wie der jenes spanischen Bakunisten, der sich dahin erklärte: an Gott zu glauben, das sei gegen allen Sozialismus, aber an die Jung- stau Maria, das sei ganz was andres, an die müsse ein ordent- sicher Sozialist natürlich glauben. Bon den deutschen sozialdemo- kratischcn Arbeitern kann man sogar sagen, daß der Atheismus bei ihnen sich schon überlebt hat; dies rein negative Wort hat auf sie keine Anwendung mehr, indem sie nicht mehr in einem theoreti- schen, sondern nur noch in einem praktischen Gegensatz zum Gottes- glauben stehen; sie sind mit Gott einfach fertig, sie leben und denken in der wirklichen Welt und sind daher Materialisten. Die« wird in Frankreich auch wohl der Fall sein. Aber wenn nicht, so wäre doch nichts einfacher, als dafür zu sorgen, daß die prachtvolle stanzösische materialistische Literatur des vorigen Jahr- Hunderts massenhaft unter den Arbeitern verbreitet würde, jene Literatur, in der der stanzösische Geist nach Form und Inhalt bisher fein Höchstes geleistet hat, und die— den damaligen Stand der Wissenschaft berücksichtigt— dem Inhalt nach auch heute noch unendlich hoch steht und der Form nach nie wieder erreicht worden ist. Aber das kann unfern Blanquisten nicht passen. Um zu be- weisen, daß sie die Allerrad ikalsten sind, wird Gott, wie 1793, durch Dekret abgeschafft:„Die Commune möge auf ewig die Menschheit befreien von diesem Gespenst des vergangenen Elends (Gott), von dieser Ursache"(der nichtexistirende Gott eine Ursache!) „ihres gegenwärtigen Elends.— In der Commune ist kein Platz für den Pfaffen; jede religiöse Kundgebung, jede religiöse Organi- sation muß verboten werden." Und diese Forderung, die Leute pur orür« du rnufti in Atheisten z» verwandeln, ist unterzeichnet von zwei Mitgliedern der Commune, die doch wahrlich Gelegen- heit genug halten, zu erfahren, daß erstens man ungeheuer viel auf dem Papier befehlen kann, ohne daß es darum ausgeführt zu werden braucht, und zweitens, daß Verfolgungen das beste Mittel sind, mißliebige Ueberzeugungen zu befördern! Soviel ist sicher: der einzige Dienst, den man Gott heutzutage noch thun kann, ist der, den Atheismus zum zwangsmäßigen Glaubensartikel zu er- Hären und die BiSmarckfchen Kirchenkulturkampfsgesetze durch ein Verbot der Religion überhaupt zu übertrumpfen. Der zweite Punkt des Programms ist der CommunismuS. Hier finden wir uns schon viel heimischer, denn das Schiff, auf dem wir hier segeln, heißt:„Manifest der communistischen Partei, veröffentlicht im Februar 1343". Bereits im Herbst 1372 hatten die aus der Internationalen austretenden fünf Blanquisten sich zu einem sozialistischen Programm bekannt, das in allen wesentlichen Punkten daS des jetzigen deutschen CommuniSmus war, und ihren Austritt nur damit begründet, daß die Internationale sich weigerte, nach Art dieser Fünf Revolution zu spielen. Jetzt adoptirt der Rath der Dreiunddreißig dieS Programm mit seiner ganzen mate- rialistiscken Geschichtsanschauung, wenn auch die Uebertragung deS- selben ins blanquistische Französisch gar manches zu wünschen läßt, soweit nicht das„Manifest" ziemlich wörtlich beibehalten wurde, wie dies z. B. in folgendem Satz geschah: „Als letzter Ausdruck aller Formen der Knechtschaft hat die Bourgeoisie die Ausbeutung der Arbeit der mystischen Schleier be- raubt, die sie früher verhüllten: Regierungen, Religionen, Familie, Gesetze, Institutionen der Vergangenheit wie der Gegenwart stellten sich endlich dar, in dieser aus den einfachen Gegensatz von Kapi- talisten und Lohnarbeitern zurückgeführten Gesellschaft, als die Werkzeuge der Unterdrückung, mit deren Hülfe die Bourgeoisie ihre Herrschaft anstecht und daS Proletariat darniederhält." Hiermit vergleiche man da» communistische Manifest, Ab- schnitt I: „Die Bourgeoisie hat, mit Einem Wort, an die Stelle der mit religiösen und politischen Illusionen verbrämten Ausbeutung die offene, unverschämte, direkte, dürre Ausbeutung gesetzt. Sie hat alle bisher ehrwürdigen und mit stommer Scheu betrachteten Thätigkeiten ihres Heiligenscheins entkleidet. Sie hat den Arzt, den Juristen, den Pfaffen, den Poeten, den Mann der Wissen- schaft in ihre bezahlten Lohnarbeiter verwandelt. Sie hat dem Familienverhältniß seinen rührend-sentimentalen Schleier abgerissen und es in ein reines Geldverhältniß verwandelt" u. s. w. Sowie wir aber von der Theorie in die Praxis zeigt sich die Absonderlichkeit der Dreiunddreißig hinabsteigen,! ihn unter Ablehnung jeder Beweisaufnahme mit seinen Entschädi ! gunSansprüchen abgewiesen, da nach den beztizlicken Bestim- „Wir sind Communisten, weil wir bei unserm Ziel ankommen münzen des Handelsgesetzbuches sein grober BertrauenSbruch wollen, ohne uns an Zwischenstationen aufzuhalten, an Compro missen, die nur den Sieg vertagen und die Sklaverei verlängern." Die deutschen Communisten sind Communisten, weil sie durch alle Zwischenstationen und Compromisse, die nicht von ihnen, son- dern von der geschichtlichen Entwicklung geschaffen werden, das Endziel klar hindu.chsehen: die Abschaffung der Klassen, die Er richtung einer Gesellschaft, worin kein Privateigenthum an der Erde und an den Produktionsmitteln mehr existirt. Die Drei- unddreißig sind Communisten, weil sie sich einbilden, sobald sie nur den guten Willen haben, die Zwischenstationen und Compromisse zu überspringen, sei die Sache abgemacht, und wenn es, wie ja feststcht, dieser Tage„losgeht" und sie nur ans Ruder kommen, so sei übermorgen„der Communismus eingeführt." Wenn das nicht sofort möglich, sind sie also auch keine Communisten. Kind liche Naivität, die Ungeduld als einen theoretisch überzeugenden Grund anzuführen! Endlich aber sind unsere Dreiunddreistig„Revolutionäre". In diesem Fach ist nun, was die dick aufgeschwollenen Worte an- geht, bekanntlich von den Bakunisten schon das Menschenmögliche geleistet; trotzdem aber haben unsere Blanquisten die Pflicht, sie noch zu übertreffen. Und wie? Bekanntlich hat das ganze sozia- listische Proletariat, von Lissabon und Newyork bis Pest und Bel- grad die Verantwortlichkeit für die Handlungen der Pariser Commune sofort on dloe übernommen. DaS genügt unseren Blanquisten nicht:„Was uns angeht, so beanspruchen wir unfern Theil von Verantwortlichkeit für jene Hinrichtungen, die(unter der Commune) die Feinde des Volks getroffen haben"(folgt die Aufzählung der Erschossenen),„wir beanspruchen unfern Theil der Verantwortlichkeit an jenen Brandstiftungen, die die Werkzeuge der monarchischen oder bürgerlichen Unterdrückung zerstörten oder die Kämpfenden beschützten." In jeder Revolution geschehen unvermeidlich eine Menge Dummheiten, gerade wie zu jeder andern Zeit, und wenn man sich endlich wieder Ruhe genug gesammelt hat, um kritikfähig zu sein, so kommt man nothwendig zum Schluß: Wir haben viel gethan, was wir besser unterlassen hätten, und wir haben viel unterlassen, was wir besser gethan hätten, und deswegen ging die Sache schief. Welcher Mangel an Kritik liegt aber darin, die Commune geradezu heilig zu sprechen, sie für unfehlbar zu er- klären, zu behaupten, jedem Hau», das abgebrannt, jedem Geisel, der erschossen, sei genau und bis auf das Pünktchen überm i sein Recht widerfahren? Heißt das nicht behaupten, während der Mai- woche sind vom Volk gerade die Leute erschossen worden, und nicht mehr, die zu erschießen nöthig war, gerade die Gebäude verbrannt, und nicht mehr, die verbrannt werden mußten? Heißt daS nicht dasselbe wie von der ersten französischen Revolution sagen: jedem einzelnen Geköpften ist recht geschehen, zuerst denen, die RobeSpierre köpfen ließ und dann dem RobeSpierre selbst? Zu solchen Kin- dereien führt eS, wenn im Grund ganz gutmülhige Leute dem Drang, hcmrsträubend zu erscheinen, freien Lauf lassen. Genug. Bei allen Flüchtlingsthorheiten und bei allen ins Komische umschlagenden Versuchen, den Knaben Karl(oder Eduard?) fürchterlich werden zu lassen, ist in diesem Programm ein wescnt- licher Fortschritt nicht zu verkennen. ES ist das erste Manifest, worin französische Arbeiter sich zum jetzigen deutschen CommuniSmus bekennen. Und noch dazu Arbeiter von der- jenigen Richtung, die die Frauzosen für daS auSerwählte Volk der Revolution, Pari» für das revolutionäre Jerusalem hält. Sie dahin gebracht zu haben, ist das unbestrittene Verdienst VaillantS, der mitunterzeichnet hat und der bekanntlich die deutsche Sprache und die deutsche sozialistische Literatur gründlich kennt. Die deutschen sozialistischen Arbeiter aber, die 1ö70 bewiesen haben, daß sie vollständig frei sind von jedem nationalen Chauvinismus, werden es immerhin als ein gutes Zeichen ansehen dürfen, wenn französische Arbeiter richtige theoretische Grundsätze annehmen, ob- gleich sie aus Deutschland kommen. F. Engels. die Gesellschaft jeder Verpflichtung gegen ihn entbinde. Der Kläger will appelliren und man darf auf den Entscheid der höheren Instanzen gespannt sein. Erwähnenswerth ist noch, daß Lasker im vergangenen Jahre die gleich anfangs laut gewordene Ver- muthung, daß er durch einen Angestellten der Gesellschaft in den Besitz seines Materials gelangt sei, auss Bestimmteste zurückwies." Einstweilen ein hübscher Vorgeschmack, wie im Staate Wagener'S die„Richter" urtheilen werden, wenn einmal daS Contraktbruch gesetz eingeführt ist. Hier ist eS ein Beamter, der klagt; was wird herauskommen, wenn die„rohen Arbeiter" ihre Arbeitgeber wegen ContraktbrucheS verklagen? Eine solche Anklage ist wohl schon ein„Verstoß gegen den Anstand" in den Augen der„Ber liner Richter!" Da die preußischen Gerichte im Sinne Wagner'S entscheiden, so entscheiden, als ob Herr Wazener selbst das Erkenntniß zu fällen hätte, so dürfte eS verschiedenen Nebelköpsen, die bisher stets Schulze von Delitzsch als den„König im sozialen Reich" ausposaunten, vielleicht endlich klar werden, wer in Preußen, und somit in Deutschland, eigentlich im„sozialen Reiche" der„König" ist. Wagener, Quistorp, Puttbus und Biron, auf der einen, der Tugendphraseur Lasker mit seinen gründerischen Parteigenossen und dem gemaßrezelten Beamten, der nicht Mitschuldiger sein wollte, auf der andern Seite— ein herrliches Bild des„sozialen Reiches", das wahrlich keinen würdigeren„König" finden kann, als den Geheimerath von Dummerwitz! so setzten z. B. gleich die HauSwirthe die Miethen höher an." Hier, dächten wir, wäre doch die Sozialdemokratie ein f Politische Uebersicht< — Der preußische Finanzminister von der Heydt, der 1848. beiläufig gesagt, zu den Rothesten der Rothen gehörte und eS nachher ersprießlicher fand, sich von einer königlichen Gnadensonne anscheinen zu lassen, als für das Gesammtwohl einzutreten, ist kürzlich gestorben. Die„Tribüne" erzählt von diesem„Patrioten" folgende rührende Geschichte: „ES handelte sich im Jahre 1868 um die Auseinandersetzung mit Frankfurt a. M., d. h. um die Auseinandersetzung des staatlichen und städtischen Vermögens der annektirten Stadt. Auf das erstere machte der Staat Anspruch. Die StaatSregierung wäre den Forderungen Frankfurts gern entgegengekommen, aber daS Abgeordnetenhaus machte Schwierigkeiten, der Finanzminister kam in Verlegenheit, der König ließ ihn kommen und sich Bericht er- statten. Herr v. d. Heydt referirte weich wie immer. Aber er sollte noch weicher werden. Der König erbot sich, eine Miltiojn Gulden aus seiner Privatschatulle zu zahlen, um den Streit zu schlichten. Darauf war Herr v. d. Heydt nicht gefaßt, die Rührung übermannte ihn, er mußte das Taschen- tuch gebrauchen, um sich die feucht gewordenen Augen zu trocknen." Die demokratischen Frankfurter Blätter bezweifeln diese früher schon besprochene angebliche Schenkung einer Million aus der königlichen Chatnlle und weisen nach, daß das Abgeordnetenhaus mit der Sache gar nichts zu thun hatte, da die ganze Affaire lediglich zwischen dem König, resp. der preußischen Regierung und der Stadt Frankfurt sich abspielte. UebrigenS genehmigte später daS Abgeordnetenhaus den Vertrag, den die Regierung abgeschlossen hatte, ohne„Schwierigkeit". Da man also nicht weiß, warum der Minister v. d. Heydt so gerührt war und weinte, so macht ein süddeutsches Blatt den Vorschlag, man möge, um der Pietät Genüge zu thun, ein Bild des„weinenden Finanzministers" an- fertigen und zu Frankfurt aufhängen lassen. Ganz gut; vielleicht wäre auch ein Teleskop brauchbar, um zu entdecken, wo die könig- liche Million eigentlich steckt! — Moderne Folter. Zu Braunschweig wurde der frühere Restaurateur und nachherige Commis Kohlstock von seinem Prin- zipal beschuldigt, einen Griff in die Ladenkasse gethan und einige Thaler entwendet zu haben. Nachdem Kohlstock zugesichert worden, daß nur sein Geständniß ihn vor Anzeige schützen würde, gestand er den Diebstahl in Gegenwart eines Polizisten ein. Die Anzeige erfolgte selbstverständlich doch, Kohlstock wurde auf 8 Wochen in „Untersuchungshaft" gesteckt und das löbliche KceiSgericht sammelte sich in dieser Frist so weit, daß eS ihn zu einem Jahr und 8 Mo traten Gefängniß verurtheilen konnte, obwohl die Vcrtheidigunz nachwies, daß das Geständniß ein erpreßtes sei. Seimr durch die Untersuchungshaft und die Aufregung tief erschütterten Gesund- heit wegen erhielt der Verurtheilte einen kurzen Urlaub, nach Ab lauf dessen er seine Strafe in Wolfenbüttel antreten sollte. Am vorletzten Tage dieses Urlaubes nun wurde ein Schlosserzesellc verhaftet, der eingestand, daß er den Diebstahl begangen habe, wegen dessen Kohlstock verurtheilt worden war. Nun sollte Kohl stock„restituirt" werden; er war aber unterdessen im Armen. Hause gestorben. Daß es in Braunschweig übereifrige Staats anwälte und auch übereifrige Richter giebt, bei denen die Schuld des Angeklagten oft ohne Weiteres auch als„erwiesen" betrachtet wird, wissen wir schon aus den Verfolgungen gegen unsere dortigen Parteigenossen. DaS Braunschweizer Strafverfahren läßt ohnehin keine Appellation zu und so ist Jeder, der dort mit dem Staatsanwalt zu thun bekömmt, einer Bureaukratie verfallen, die zu glauben scheint, daß im„Jenseits" die Verdienste der„Richter" nach der Zahl der von ihnen ausgesprochenen Verurtheilungen bemessen werde. Daß sich nun der Braunschweizer einmal so empfindlich die Finger verbrannt und den Glauben an seine Un sehlbarkeit so gründlich zerstört hat, kann uns im Interesse Aller nur freuen, wie sehr wir auch den Unglücklichen beklagen, der mit seinem Leben die Sache bezahlen mußte. — Wie wenig man in Berlin Ursache hat, sich über die Cor- ruption der Wiener Presse sittlich zu entrüsten, zeigt die Thatsache, daß der Redakteur des Berliner„Börsenwächter" wegen vieler in seinem Blatte verübter Erpressungen verhaftet worden ist. Hier haben wir also ein Prachtexemplar der Revolverpresse und wir erinnern unS, daß alle gesinnungstüchtigen Bourgeoisblätter gegen die Jnsertionskosten den„Börsenwächter" zu empfehlen pflegten. Besagter Rcvolver-Literat", Hollander ist sein Name, pflegte bei Generalversammlungen von Aktiengesellschaften zu beantragen, daß eine„außerordentilche Revisionskommission zur Untersuchung der Geschäftsführung" eingesetzt werde, wenn ihm vorher nicht schon gelungen war, sein Schäfchen zu scheeren. — Der Wagener herrscht. Man schreibt der„Frankfurter Zeitung" aus Berlin: „Ein Angestellter der Pommer'schen Central-Eisenbahngesell- schast, Herr Pelckmann, war ohne die kontrakilich sestzeslellte Kündigung entlassen worden, weil er Lasker den Stoff zu seinen bekannten„Enthüllungen" gegeben haben sollte. Er wurde klag- bar und indem er die ihm Schuld gegebene Handlungsweise ohne Weiteres zugestand, berief er sich darauf, daß er jene Mittheilunzen habe machen müssen, wenn er nicht zum Mitschuldigen strafbarer Handlungen werden wollte. Das Gericht hat — Auch ein„Musterstaat". Den preußischen„Staats- männern", die bei der Auflösung der letzten Volksversammlung zu Trier(die bekanntlich erfolgte, weil Majunke sagte, Bismarck sei nur ein sterblicher Mensch) sich verlegen nach Beispielen in der Weltgeschichte umgesehen haben, damit die staatSrettende That ihres polizeilichen Mit-Culturkämpfers doch nicht ganz beispiellos dastehe, kann geholfen werden. Im Königreich Dahomey in Westafrika, wo der König bekanntlich zuweilen sich durch Kopfabschlagen einen kleinen„Blutsee" für sein Sanssouci herstellt und seine Vorfahren grüßen läßt, indem er einem Neger den Kopf abschlägt und so zu ihnen„hinüberschickt", bestehen nach dem„Handbuch der Geo- graphie" von Daniel folgende Reichsgesetze: „Wer den König(von Dahomey nämlich) effen oder trinken sieht, muß sterben."— „Wer behauptet, daß der König sterblich sei(Aha!), und schlafe, wie andere Menschen, ist ein MajestätSverbrechcr." Das Beispiel ist gefunden und Preußen ist somit nicht der einzige„Musterstaat" auf dieser schönen Welt.. — Seit es eine Arbeiterbewegung gibt, behaupten die Preß- organe der besitzenden Klasse, daß die Bertheuerung der Lebens- mittel durch die StrikeS entstehe und daß die Sozialdemokratie die Urheberin aller StrikeS, mithin an der herrschenden Theuerung schuld sei. DaS„Leipziger Tageblatt", das sich besonders darin hervorthut, diese Schuld auf die Sozialdemokratie zu wälzen, bringt in seiner Nr. 172 eine Rede des Dr. Lindwurm über der„Milliardenregen", worin e» heißt: „Was geschah bei dem sogenannten Gründen? Em Consor- rium Unternehmer trat zusammen und kaufte zu übertriebenem Preise eine Fabrik, setzte mit hohem Gehalt einen Director, Tantiemen für den Aufsichtsrath ein und ließ vom Publicum in den Actien den Kaufpreis decken, wovon die Hälfte in die Taschen der Gründer floß. Infolge dessen mußte die gegründete Fabrik th eurer produciren; die höheren Kosten konnten nur durch höhere Waarenpreise gedeckt werden. Diese aber wiederum vertheuerten daS Leben, es konnke Niemand mit der alten Einnahme auskommen nnd Beamte, Arbeiter, Alles verlangte höhern Lohn. Die Milliarden, meinte man, würden Alles gut wachen nnd man bewilligte den höhern Lohn; das wirkte auf die Kostbarkeit der Production zurück, nnd diese wieder aus die allemal von der Anklage freigesprochen, daß sie durch die P» vozirung von StrikeS— die seitens der Sozialdemokratie nie mals stattgefunden hat— das Leben Verth euere, indem sie d Löhne in die Höhe treibe. Herr Lindwurm weist ganz hübsch nais daß es die Spekulation und der damit zusammenhängent Schwindel der Bourgeoisie ist, welche die Lebensmittel vertheueo und dadurch erst das Streben nach Lohnerhöhung hervorrufe: was an dem Gebahren der HauSwirthe ja sehr leicht zu ersehe Einmal zwischen Preissteigerung und Lohnerhöhung hineingezwäif bleiben Produktion und Consumtion, wie Lindwurm ganz richti; sagt, an diese„Schraube" gebunden und winden sich gegenseiiii in die Höhe, bis endlich eine Krisis oder ein großer reinigent« „Krach" erfolgt. Ja, wenn Herr Hüttner daS gewußt hätte!® wie Lindwurm freilich werden nicht ermangeln, bei künftigen@! legenheiten der Sozialdemokratie die Theuerung der Lebcnsmittl in die Schuhe zu schieben; wir werden uns dann erlauben, t? Herren an obige Ausführungen LmdwurmS zu erinnern, und zw- etwas unsanft, wenn nöthig. ' -? — Gosenhüttner und die Frauenarbeit. Ja eiuS Artikel, der uns erst durch den Abdruck in anderen Blättern ft kannt geworden ist, sucht daS Leipziger„Tageblatt", bezugnehmer- ans einen Artikel des„Volksstaat", die Frauenarbeit zu vir theidigen und bemerkt gegen unS:„Daß die wahre Würde de Frau durch eine redliche ErwerbSthätigkeit nur gewinnen kann uö daß nicht jedes weibliche Wesen Mutter- und Gattenpflichten!' versehen hat, die ihr verbieten, sich mit eigenen Händen unger zu schützen, scheint der„Volksstaat" nicht zu bedenket > ja,— daS„bedenkt" der„Voltsstaat" recht wohl, er„bedenk aber auch, daß eine„die wahre Würde der Frau" nicht verletzenk „ehrliche ErwerbSthätigkeit" in der heutigen Bourgeoiswelt nie ausnahmsweise möglich, und er bedenkt ferner, daß„jedö weibliche Wesen" den„Beruf" hat, Gattin und Mutter zu werde- und daß die Einwürfe deS Organs für SchwcinSknöchel und Klöjf demnach nur auf solche„weibliche Wesen" Anwendung finden, d« ihren„Beruf verfehlt" und ausnahmsweise keine„Gattin- Mutterpflichten" zu erfüllen haben. Und mit Ausnahmen hab< wir unS nickt zu befassen. WaS endlich diejenigen„weibliche Wesen" betrifft, die zwar schon arbeitsfähig, aber noch nicht i genug zur Erfüllung der„Gatten- und Mutterpflichten" sind, si finden sie genügende Beschäftigung in der Familie, die jetzt sß die ungeheure Mehrzahl deS Volks hauptsächlich deshalb ei' frommer Wunsch ist, weil daS Kapital ihr die Arbeit der„weit lichen Wesen" entzogen hat, um sie in seine eigenen Dienste f pressen. Wir Sozialdemokraten haben von„Familie" und„Wiir* der Frau" eben andere Begriffe als ein gosenvertilzender Bo»! geoisskribcnt. Die„Chemnitzer Freie Presse" fertigt die AuSlassirä des„Tageblatt" wie folgt ab: „Auf den ersten Punkt, die„wahre Würde" betreffend,.ist � nicht nöthig, viel zu erwidern. Wir ersuchen den Redacteur d» betreffenden Blattes, feine Gattin in eine Chemnitzer Spinneri zu schicken, da wird er ja sehen, was ihre wahre Würde dadrrri gewinnt. WaS den zweiten Punkt betrifft, so verlangen wir i: auch gar nicht gänzliche Abschaffung der Frauenarbeit, sondiri nur Einschränkung derselben, d. h. wir wollen, daß Diejenige welche Mutter- und Gattenpflichten zu erfüllen haben, diese Pflichten nicht durch Fabrikarbeit je. entzogen, sondern in ihr! Häuslichkeit gelassen werden. Für die Frauen aber, welche v« keinen Familienpflichten gebunden sind, verlangen wir eine V chäftigung, welche ihrem Geschlechte zusagt, also nicht etwa Ba: arbeit, wo sie auf den Leitern stehen und Ziegel nach dem Gerij i>efördern müssen, oder Straßenarbeit, wo sie mit Hacke»r Schaufel im Schweiße ihres Angesichts die Erde aufreißen, man das gegenwärtig hier in Chemnitz auf der Poststraße beo! achten kann.— Oder ist etwa eine solche Beschäftigung auch l( „wahren Würde der Frauen" nöthig?" E le vi «t! g' ai V, to bi w A wl K de vc j-t nr m de 8 ar D de al> de S! R h- st- Öt. ve de — Zur Charakteristik der besten der Welten. Bourgeoisorgan oomms il kaut(vom reinsten Wasser), die fozialist� resserische„Weserzeitung" schreibt in einem Artikel über die M kunzen der Börsen- und Geschäftskrise:„ES macht einen gro� Unterschied, ob die bei der letzten BörsenkristS von der Vermögen! Verringerung betroffenen Volksklassen Leute sind, welche durch& chränkung ihrer Luxusausgaben das Verlorene in verhältnißmO kurzer Zeit ersetzen können, oder Leute, welche erst in sehr lanj! Zeit oder nie im Stande dazu sein werden. Leider hat t: Böcsenkrisis nicht nur in ersteren, sondern sogar vorzugsweise'' letzteren Kreisen zahlreiche Opfer gefordert. Kleine RenlierS, Ä amte und Angestellte aller Art, Handwerker, Landleute haben id' kleinen, bis dahin auf das Aengstlichste behüteten Kapitalien# etwa nur in zu theuer bezahlten, daher nur wenig ZinS tragen� Aktien angelegt, sondern, indem sie ihr Vermögen benutzten,& viel größere Summen auf Credit zum Zwecke der Spekulation!' kaufen, haben sie zum großen Theile ihre mühsam zusammi» gebrachten Ersparnisse völlig eingebüßt. Abgesehen c>" der traurigen Lage, in welche auf diese Weise in leider s� ausgedehnten Landestheilen zahlreiche Familien gerathen sie' die Vernichtung deS so schwer wieder herzustellenden Wer di de D zu Kl ist ne eü ar> de ni F de ist landcS dieser BevölkerunzSklassen ein viel schwereres volkSwisis chaftlicheS und soziales Unglück als ein großer Geldverlust � kaufmännischen Kressen." So ein Verth cid ig er der heutigen GesellschaftSordnue« Wir acceptiren sein Zeugniß, und folgern daraus, daß Zustän� in denen es vorkommen kann, ja vorkommen muß, daß ,ss mühsam zusammengebrachten Ersparnisse" der gesunderen Eleme"' des Volks von gewissenlosen Schwindlern und Ausbeutern ü' plündert werden, den„Haß und die Verachtung" eines jel� anständigen Menschen verdienen, und je früher je besser aus ks Welt geschafft werden müssen. Doch halt! Zu sagen: eS toi' t gestohlen, ist dem Bourgeois erlaubt; aber zu sagen: eS soll riiß ft1 länger gestohlen werden, verstößt gegen ß 130— wenn ein&$ zialdemokrat eS sagt. C wt P t dc w U «n U> l-l be Si sie la el u> de — Ein bankrouter Harmonieapostel.„Bon befrei deter Seite", schreibt der„Crimmitschauer Bürger- und Bane� f* reund",„geht unS ein Oldenburg'scheS Blatt,„Nachrichten n J*' Stadt und Amt Elsfleth", zu, in welchem wir ein köstli�!'a Stückchen national-harmonisch-sozialer Beredssamkeit finden. Hermann Meier,— schon wieder ein Meier, aber freilich � Theuerung des Lebens. ES war eine Schraube, die unten alle- genannten Arbeitervereins) in so üble Hände gefallen"seC näw� mal wieder anfing zu schrauben, wenn das Gewinde oben zu Ende in diejenigen der Sozialvemokraten, welche das gerade Gegealh? 011-*--— w:- cvr-c-:x—— � m--- �—-----— c-.w-jet-—'«-—- f gedreht hatte. Bekamen die Arbeiter und Beamten höhern Lohn, von Dem anstrebten, waS er einst bezweckt habe, und indem mmmm mmm mit solchen Freunden, wie die rothen Pariser ComAUnisten, Hand in Hand gehen, als offene Feinde der gesellschaftlichen, staatlichen und göttlichen Ordnung, sowie jedes gesunden Fortschritts ange- chen werden müßten. Sodann kam der Redner auf die allgemeine Krankheit der Arbeitseinstellungen zu sprechen und meinte, solche ielen, ob sie nun von den Arbeitgebern oder Arbeitern ausgingen, ast immer zum Nachtheil Derjenigen aus, welche sie veranlaffen, ganz gewiß aber immer zum Nachtheil des Ganzen; die wahre Förderung des Wohles der Arbeiter liege nicht in der ewigen Fehde zwischen Kapital und Arbeit, sondern in der Wiederherstellung des Friedens zwischen beiden Factoren, deren Interessen identisch seien. Schließlich fügte er noch hinzu, daß, so sehr er auch heute noch wie sonst für eine stets fortschreitende Verbesserung der Lage der Arbeiter sei, er dennoch alle sozialistischen oder communistischen Mittel zu diesem Zwecke auf das Entschiedenste verwerfen müsse und keinen Grundsatz billigen könne, der darauf hinauslaufe, daß, um eine drastische Bezeichnung aus früheren Gesellschaftszuständen herzunehmen, der Herr— Knecht und der Knecht s!j— Herr werden solle." — Bezüglich des unter dem Titel:„Ein Stück sozialen ElendS" auch von uns(S. Nr. 65) mitgetheilten Vorgangs lesen wir im„Neuen Sozialdemokrat": „Herr Borsig sendet uns anläßlich des in Nr. 62 des Parteiorgans veröffentlichten Artikels:„Ein Stück sozialen ElendS", eine Berichtigung zu, in der er Folgendes schreibt: „„Der 18 Jahre— nicht 28 Jahre— bei mir beschäftigt gewesene Arbeiter Klotz hat nicht ein seiner Körperschwächcn wegen auf SV- Thlr. reduzirteS Wochenlohn empfangen, sondern in den von mir rechersirten letzten Jahren ein solches von S— 10 Thlrn., wobei sich folgende DurchschnittSziffern ergeben: pro 1871: Thlr. 6. 9. 4. „ 1872:„ 6. 24. 10. „ 1373:„ 8. 16. 8. bis zu seiner im November 1873 erfolgten Entlassung."" Hierzu bemerkt der„Neue Sozialdem.": „Näher auf die Be ichtigung des Herrn Borsig einzugehen, welcbe sonst keine wesentlichen Thatsachen enthält, halten wir für liberflüsstg. Zweierlei wollen wir aber bemerken, erstens wird es wohl ein so wesentlicher Unterschied nicht sein, ob der Arbeiter Klotz 23 oder 18 Jahre in der Fabrik thätig gewesen ist, er hat dort jedenfalls seine Kraft gehörig zugesetzt; zweitens ist selbst der von Herrn Borsig durchschnittlich angegebene Wochenlohn bei den jetzt immens gesteigerten Preisen der Nahrungsmittel und Woh- nungSmiethen doch nur ein solcher, daß er für einen Familienvater mit starker Familie in Berlin keineswegs hinreichend ist." So der«N. S." Jedenfalls ist abzuwarten, was Klotz zu der Berichtignng des Herrn Borsig sagt. Ist ein Verdienst von 8 Thlr. 16 Ngr. zur Erhaltung einer Familie auch gerade nicht ausreichend zu nennen, so ist er doch genügend, um nicht zum Diebe zu werden. Sintemalen wir aber in die Wahrheitsliebe der betrogenen und ausgebeuteten Arbeiter mehr Vertrauen setzen, als in die der Kapitalisten, so glauben wir, trotz der Recherchen des Herrn Borsig, vor der Hand noch dem Arbeiter. — Mit den Berliner Haussuchungen scheinen die Herren Staats- und GesellschaftSretter gründlich reingefallen zu fein. Die Reptilienpresse ist ganz kleinlaut geworden und deutet schon an, es handle sich bloß um eine Verletzung der Vereinsgesetze, die höch- stens mit 3 Monaten Gefängniß geahndet werden könne. Wir glauben, auch diese menschenfreundlichen Absichten werden sich nicht verwirklichen. Jedenfalls hätten die Leiter deS„Allgemeinen deutschen Arbeitervereins" eine vortreffliche Gelegenheit, wenn -7 was wir bezweifeln— eine Gesetzesverletzung wirklich vorläge, die Mitschuld der preußischen Polizei und überhaupt der preußischen Behörden nachzuweisen, und zwar nur Mitschuld unter den erschwerendsten Umständen. Wir sind begierig � sehen, wie die Arbeitgeber deS Herrn Tessendorf sich aus der Klemme ziehen werden. . Bei LedochowSky, dem gefangenen Bischof von Posen, lst der Exekutor erschienen und hat das Gefängniß durchsucht «ach Objekten für den„Kulturkamps". Ueber solche Behandlung emeS„hochwürdigen" Gefangenen entrüsten sich ultramontane, wie auch„liberale" Blätter. Wie oft ist das nicht schon bei Sozial- demokraten vorgekommen und hat kein Hahn darnach gekräht. Aber freilich, Sozialdemokraten pflegen den Titel„Hochwürden" älcht zu führen, und da liegt der Hase im Pfeffer. — Die Versailler Henker haben dieser Tage wieder eine Frau als Opfer gefordert. Man schreibt darüber aus Paris *wöt 19. Juni: «Gestern stand vor dem 3. Kriegsgericht von Paris die Schwester des Communemitgliedes Urbain unter der Anklage, während der Commune die Lehrschwestern von Saint-Vincent-de- Paul aus einer Schule vertrieben, da gewaltthätig geschaltet und gewaltet, Statuetten von Heiligen und andere CultuSgegenstände beschädigt zu haben. Nach der Aussage der Zeugen hatte sie, «achdem ihr Bruder die Marie des 7. ArrondissementS bezogen, °a seinen Haushalt geführt und sich nicht ohne Erfolg in Ver- waltungsangelegenheitcn gemischt, bis Frau Leroy, die Geliebte blrbains, hinzukam und zwischen den beiden Fraueu Eifersucht ?utstand. Um unliebsamen Scenen ein Ende zu machen, wies urbain seiner Schwester die im Quartier des Gros Caillon ge- legene Schule, mit der ein Greisenasyl, ein Arbeitssaal und Auf- bewahrungSanstalt für kleine Kinder verbunden war, als Re- Lrerungsbezirk an. Zwei bewaffnete Delegirte verschafften ihr und sieben Begleiterinnen, welche die Lehrschwestern ersetzen sollten, Ein- diese mußten unverzüglich und mit Hinterlassung ihrer Hab- siugkeiten das HauS räumen. Als sie nach der Einnahme von Paris auf ihren Posten zurückkehrten, war Frau Dupont, geborene Urbain, seit dem 22. Mai verschwunden, sie fanden einen Theil bsr zurückgelassenen Wäsche nicht wieder und die Statuetten im harten:c. zertrümmert. DaS Kriegsgericht verurtheilte Frau Dupont, die 44 Jahre alt ist und sehr ruhig und bescheiden auf- JUrt, unter Zulassung mildernder Umstände zu einem Jahr Ge- wignjß.« Wir müssen natürlich dahingestellt sein lassm, was an diesem Gericht wahr und waS erlogen ist. Er trägt den Stempel der �rteilichkeit gegen die Commune an sich, wie der Ausdruck„Re- lsierungsbezirk" für eine Schule beweist. Die Bourgeoisie, von verrschsu�t erfüllt, sieht AlleS durch ihre eigne Brille und glaubt, uch pxj � Coutmnne müsse solche vorhanden gewesen sein. Ebenso mit den EigenthumSverletzungen. Die Bourgeoisie, welche 7>gllch solche begeht und davon existirt, glaubt, eS müsse bei Andern so sein. — Bierstrike. Die Münchener Arbeiter haben am letzten Sonnabend den geplanten Bierstrike begonnen. Es darf nur noch dort Bier getrunken werden, wo der Liter um 8 Kreuzer ausgeschenkt wird. Das Comtiö fordert auf, alle Demonstrationen sorg� fältig zu vermeiden. Es ist bezeichnend, daß gerade im Bier Eldorado München die Arbeiter zuerst sich gegen theures und schlechtes Bier schützen müssen. — Man schreibt unS aus Dresden: Eine interessante Gerichtsverhandlung fand vergangene Woche wegen deS bekannten Artikels„König Johann", welchen auch der„Dresd. Volksbote" unter Hinweglassung von zwei ihm bedenklich erschienenen Stellen aus der„Frankfurter Zeitung" abgedruckt hatte, gegen die beiden Redacteure Joh. Klemp und Otto-Walster statt. In erster Instanz war Klemp wegen Abdruck des Artikels zum Strafmaximum (höchsten Strafmaß) verurtheilt, während Walster unter Aufer- legung eines ReinigungseiveS freigesprochen worden. Beide hatten dagegen Einspruch erhoben und erschienen persönlich zur VerHand- lung. Für Klemp war außerdem Herr Advokat Freytag aus Leipzig gekommen, während für den König Albert als Privatkläger Advokat Stein I. fungirte. H-rr Freytag, welcher von den Parteien zuerst das Wort nach Verlesung der Artikel und Acten erhielt, machte zunächst aufmerksam, daß eS sich in dieser Ehrenbelei- digungssache um einen Tobten und nicht um eine„Majestät" handle, das deutsche Strafgesetz behandle diesen Gegenstand ganz anders, als das alte sächsische; crsteres setze nicht nur voraus, daß unwahre Thatsachen behauptet seien, die geeignet erscheinen müßten, das Andenken des Todten zu beschimpfen, sondern auch daß der Verfasser oder Verbreiter sie wider bessreS Wissen verbreitet habe. In einer wenigstens anderthalb Stunden währenden glänzenden Rede führte Herr Freytag aus, daß erstens die behaupteten That- fachen fast durchgängig erweislich wahr, daß sie zum Mindesten, wo das Urtheil nicht vollständig mehr als thatsächlich unbestreitbar erwiesen werden könne, daS Andenken des Todten nicht beschimpften, daß aber jedenfalls in allen Fällen dem Angeklagten nicht nach- gesagt werden könne, daß er anders als im guten Glauben an die Wahrhaftigkeit der von ihm weiterverbreiteten Urtheile den Artikel habe abdrucken lassen. AuS Berichten der Gewerbe- und Handelskammern bewies er, daß der permanente Wohlstand im Erzgebirge keine Fiction, sondern traurige Thatsache, daß König! Johann an die Lösung der sozialen Frage trotz seiner gerühmten! Finanzkenntnisse nicht gegangen, daß die Strafverschärfung-n, die reichlichere Austheilung der Prügelstrafe seine Billigung gefunden� daß die von Röckel so ausführlich geschilderten Marterungen der� politischen Gefangenen in Waltheim kaum ohne Kenntnißnahme! Seiten des Königs so lange hätten ausgeführt werden können,! daß endlich die Leipziger Vorfälle von 1845 heute noch in Leipzig! so erzählt würden, wie der Artikel sie berichtete, während die� Regierung trotz Anregung Seiten der Kammern niemals Klarheit durch eine gründliche Untersuchung in diese heute noch in Dunkel gehüllten Ereignisse gebracht. Das Chemnitzer Bezirksgericht habe gegen den Redacteur der„Chemnitzer Freien Presse" ganz dasselbe Urtheil, nämlich das äußerste Strafmaß, 6 Monate, in Anwendung gebracht, sich aber dabei fast ausnehmend auf die beiden Stellen bezogen, welche im„Volksboten" weggelassen worden, da sie dem Verstorbenen unlautere Motive vorgeworfen. Trotz dieser loyalen VersahrungSweise sei der Richter erster Instanz auch gegen Klemp mit dem höchsten Strafmaße hervorgetreten. Ein Beweis, daß Klemp wider besseres Wissen gehandelt, sei gänzlich unterlassen worden, andrerseits aber müsse man bedenken, daß Klemp während seines Aufenthalts in Sachsen sehr wohl über die gedachten Er- eignisse und Vorfälle Nachrichten empfangen konnte, die mit dem Artikel harmonirten, da im Volke diese Ansicht durchaus nicht ver- einzelt dasteht. Nachdem Herr Freytag noch eine ausführliche Schilderung der empörenden Behandlung politischer Gefangenen in Waldheim gegeben, wendete er sich an daS Fünfrichtercollegium und bat eS, ihr loyales sächsisches Gefühl und auch die Erinne- rungcn an das alte sächsische Strafgesetz bei Seite zu lassen, und wenn es ihnen widerstrebe, hier eine Freisprechung eintreten zu lassen, die Schuld davon in dem nmen Gesetz zu suchen. Nachdem Herr Frcytag geendet, begann Walster die VersahrungSweise des Adv. Stein I. zu tadeln, die zeuge, daß der genannte Vertreter deS PrivatkläzerS seinen delikaten Auftrag dahin mißverstanden, daß er gemeint habe, möglichst viel Personen zu möglichst hohen Strafen bringen zu müssen. Der Vorsitzende nahm aber Herrn Stein in Schutz, worauf Walster auf weitere Vertheidigung verzichtete und die Nichtigkeitsbeschwerde anmeldete. Herr Stein schien sich diesmal in der Rolle eines Staatsanwalts zu gefallen, er declamirte ganz ä la Tessendorf in der seichtesten Weise gegen die umstürzlichen Sozialdemokraten, interpretirte alle möglichen geeigneten und ungeeigneten Stellen in einer Weise, die das Unschuldigste zu etwas Strafbarem umzudeuten versuchte, wußte aber zur Begründung seiner Behauptungen nichts Plausibles vorzu- bringen und machte überhaupt gegenüber den klaren, schlagenden und logischen Ausführungen Freytazs, wie Letzterer alsbald in sc ner Widerlegung erscheinen ließ, einen sehr dürftigen Eindruck, der auch durch die energische Hand- und Armzymnastik, mit der Herr Stein immer etwas Wichtiges anzukündigen schien, was hinterher nicht kam, durchaus nicht behoben werden konnte. Schließlich erging sich der Anwalt deS Königs Albert noch in Ver- dächtignngen"WalsterS, die diesen veranlaßten zu erklären, daß er Herrn Stein an einem anderen Orte darauf antworten würde. Zur Ausklärung der ganzen Sachlage setzte Walster noch ausein- ander, wie widerspruchsvoll eS sei, einerseits feine Angaben durch Auferlegung eines ReinizungSeideS vorläufig als unerwiesen zu erklären und sie dennoch Klemp gegenüber als Erschwerungsmomentc verbrauchen zu wollen. So waS könne nur ein Advokat. In überraschend richtiger Erkenntniß der Sachlage hatte Herr Freytag prophezeit, daß ihm sein ganzes reiches und so geschickc verwsrtheteS Bertheidigungsmaterial keinen Erfolg bei den Richtern einbringen würde, und zur nicht geringen Enttäuschung des Zuhörerpublikums wurde die Strafe von 6 Monaten gegen Klemp bestätigt, während bei Walster von einem ReinigungSeid abgesehen wurde. Indem wir uns vorbehalten, aus der Vertheidigungsrcde deS Herrn Fr.ytag unterschiedliches Wichtige nachzutragen, sei hier nur noch bemerkt, daß daS mitgethcilte Erkenntniß gegen Klemp mittels N�chtigkeitS- beschwerde wird angefochten werden, während Walster gegen den Anwalt des Königs Algert Strafantrag wegen ehrabschneiderischer Verdächtigungen stellen wird. — Unsere Leser erinnern sich einer in Nr. 23 des staat" befindlichen Leipziger Correspondenz, in welcher u. A. Fol- gendeS zu lesen ist: Der MajestätSbeleidignng.prozesse, mit welwen die königl. Staatsanwaltschaft den„Volktstaat" seit seinem Be- stehen beglückt hat, sind nicht wenige, und wir möchten deshalb gern deS Genaueren darüber unterrichtet sein, ob die Staatsan- !wzltschaft in Präparirung solcher Prozesse nur so eifrig sei, wenn !die Sozialdemokratie in Frage komme, oder ob sie die beleidigte Majestät hoher Herren auch den R-ichss eunden gegenüber in Schutz nehme." In dieser, unsrer Meinung nach ganz korrekien Fragestellung erblickte das königl. Justizministerium eine Beleidi- aung der Leipziger Staatsanwaltschaft und beauftragte die Staats- anwaltschaft zu Borna, Strafantrag gegen Preißer, unfern ver- antwortlichen Redacteur, zu stellen. Am 20. d. M. nun wurde preißer in öffentlicher Gerich löverhandlung, nachdem er die Neu- nung des Verfassers verweigert und den ihm auferlegten ReinigungS- eid geleistet hatte, auf Grund des Artikels 20, bez. 22 des Preß- gesetzes zu 50 Thlr. Ordnungsstrafe verurtheilt. — Man schreibt uns aus Wiesbaden:„Parteigenosse Kauf- mann wurde Dienstag, den 16. Juni, zu einem Monat und in die Prozeßkosten verurtheilt. Der Polizei ist noch das Recht zu- gesprochen, daß Urtheil in einer hiesigen Zeitung bekannt zu machen, und hat Kaufmann die dadurch erwachsenden JnsertionS- gebühren zu tragen. Berufung ist angemeldet. Kaufmann hatte aus der Nr. 39 deS„Volksstaat" den Artikel„Polizeiwirthschaft" vorgelesen, und hat sich die hiesige Polizei durch folgenden PaffuS: „Aber freilich, die deutsche Polizei genießt ja das Privilegium, ebenso der Wahrheit wie dem gesunden Menschenverstand ein Schnippchen schlagen zu dürfen, wenn es sich darum handelt, po- litische Gegner todt zu machen," beleidigt gefühlt und geklagt. Die arme deutsche Polizei, wie weh eS ihr gethan haben muß, durch einen einzelnen Tapeziercrzehilfen beleidigt worden zu sein ohne etwas davon zu wissen." — In der Untersuchungssache wider Most hat daS königliche Kammergericht auf Antrag Most'S, ihn au» der Untersuchungshaft zu entlassen, abschlägig entschieden. War vorauszusehen. Dagegen hat daS Ministerium deS Innern Most das C'garrenrauchen ge- stattet. Wie gnädig! — Ans Berlin schreibt man unSunterm 23. d. M.: Donnerst., d. 25. Juni, Vorm. 10 Uhr, hat Parteigenosse Körner in der im„Volks- staat" bereits angedeuteten Angelegenheit Termin. Die Anklage lautet auf Majestätsbeleidigung. Die Verhandlungen sind öffent- lich und finden in der Kloslerstraß: im Lagerhause ihre Erledigung. Körner ist Maurer und ein ruhiger, leidenschaftsloser Mann. Mit großem Interesse wird deshalb das Resultat erwartet.— Parteigenosse Gerstenberg hat eine Vorladung zur Abbüßung seiner Haft erhalten. Er wird dieselbe am 1. Juli antreten. Der erste von unS in der Versorgungsanstalt Plötzensee. GewerksIenossenschaftlicheso Verein für Sattler und Berufsgenosien. ßlbersetd, 21. Juni. Am 13. Juni legten die Mitglieder, welche in der Militäreffektenfabrik deS Herrn A. Dahl in Barmen arbeiten, die Arbeit nieder. Grund zur Arbeitseinstellung war, daß Herr Dahl den Preis herabgesetzt hat; früher bekamen die Sattler für die Patronentaschen a Stück 4 Gr. 9 Pf., jetzt erklärte Herr Dahl, daß er nur 4 Gr. geben will, er habe bis dahin den höchsten Preis von sämmtlichen Fabrikanten für die Patronentaschen gegeben. Hier muß ich bemerken, daß Herr Dahl vor 4 Monaten, wie die ersten Taschen gemacht wurden, nicht mehr wie 4 Gr. geben wollte, nur mit großer Mühe haben wir dieselben auf 4 Gr. 9 Pf. gebracht. Ich hatte erfahren, daß Herr Dahl sich mit Herrn Hupertz in Cöln in Verbindung gesetzt hatte, in Betreff des Abzuges für die Taschen. Infolgedessen erkundigte ich mich schriftlich bei den College» in Cöln über die dortige Sachlage. Darauf erhielt ich folgendes Schreiben:„AuS Deinem Schreiben haben wir ersehen, daß die Barmer College» ihre Arbeit niedergelegt haben. Herr Hupertz hat uns nach längerem Unter- handeln 4 Gr. 3 Pf. bewilligt, es waren aber schon 4 Mann am Arbeiten, und 4 Mann sind wir noch, die nicht arbeiten. Wir haben aber beschlossen, vorläufig die Arbeit wieder aufzunehmen, denn wenn die eine Hälfte am Arbeiten ist, so kann die andere Hälfte nichts ausrichten." Nachdem in Barmen alle Versuche zur Erhaltung des Preises fruchtlos blieben, haben die Collegen die Arbeit am 19. leider aufnehmen müssen für den Preis von 4 Gr. Fünf Mann, die nicht Mitglieder des Vereins sind, hatten die Arbeit gar nicht niedergelegt. Vorliegender Fall ist wieder ein Beweis, daß wir uns fest organistren müssen, wenn wir nicht der großen Kapitalmacht gänzlich unterliegen wollen. Deshalb College» allerorts, organisirt Euch; auf, schaart Euch zusammen. Alle ohne Ausnahme. Tretet ein in den Verein der Sattler und Berufs- genossen, welcher bereits in mehreren Städten Deutschlands säß- hast ist und viele Mitglieder zählt. Der Verein ist eS, der uns materiell und geistig heben kann, der die Mitglieder unterstützt in allen möglichen Fällen. Und Euch, die Ihr nach mühseligem Rmgen eine bessere Steve bekleidet, morgen schon kann Euch daS Sckicksal zurückstürzen in dasselbe Elend, oder doch zwingen, von Thüre zu Thüre zu gehen um Arbeit zu erbetteln.— An Orten, wo sich noch keine Mitgliedschaften befinden, sucht welche herzustel- len. Ein jeder Sattlergehülfe muß es sich zur Ehre anrechnen dem Vereine anzugehören. Leider giebt es unter den Sattler- gehülfen noch viele, die vom Verein nichts wissen wollen, solche treten ihr eigenes Wohl mit Füßen, die können wir nicht als Col- legen betrachten.— Ferner, Collegen, abonmrt zahlreich auf den „VolkSstaat", es ist unser Organ, sucht dasselbe so viel wie mög- lich zu verbreiten.— Ich mache die Mittheilung, daß die Mit- gliedschaft in Barmen, welche sich im vorigen Jahre aufgelöst hat, am 11. Mai wieder hergestellt ist.— In Elberfeld habe ich eben- falls schon 2 Versammlungen abgehalten, aber leider bis jetzt ohne Erfolg, von etwa 50 Sattlergehülfen aus Elberfeld waren nur 7 zugegen, die Herren scheinen sich beim Billardspiel und Kegelsibie- ben besser zu amüsiren. Mit collegialischem Gruß Moritz Neubauer. Gewerkschaft der Maler, Lackirer und Berufsgenossen. ZSraunschweig. Ausruf an sämmtliche Maler-, Lackirer- und Vergoldergeh alfm Deutschlands. Collegen! Em Jahr ist kaum verflossen, seitdem der erst- Congreß tagte, und zum zweiten Male soll im Laufe deS 19., 20. und 21. Juli d. I. in Cassel ein Congreß, verbunden mit einer GewerksckastS-Generalversammlung stattfinde. WaS voriges Jahr unser Wunsch war, ist jetzt i" .> rxrt_____ � n j v» r» itnfvi»->vm �(4 4. 4* ,1. 4-"UwöitH rtV, naUJ|lvUl Vi-Vttyvwjj vwv VVvlVti V| �» ww. gliedschaften anschließe« wird! D-Shalb, College» und Freund- aller Orte, rafft Euch auf und helft mitwirken; sendet Abgeord- nete, daß der Eonzreß in diesem Jahre ein segensreicherer wird als im vergangenen. Lassen wir uns nicht beschämen von andern Gewerkschaften und Verbindungen durch den Umstand, daß unter drei so g'vßen Geschäftsbräuchen kein gemeinsames Vorgehen zu Stande zu bringen ist; werft ab den Künstlerstolz und Eure Gleich- qiltigkeit, welche beide ein Hemmschuh unsrer Bewegung sind; zeigt Luch als Männer von Thatkraft und Energie. Unsre Verbindung hat den edlen Zweck, die brüderliche und collegialische Unter- stiitzung dmch alle Stadien des gewerkschaftlichen Lebens zu pflegen. Solltet Ihr Euch diesem Bestreben nicht anschließen? Ihr müßt! denn Eure Anterefsen werden mit gefördert! Ihr könnt! denn nur Eure Gleichgiltigkeit ist abzulegen, um einen großen Bruder- bund zu schaffen, dem anzugehören sich Jeder zur Ehre anrechnen muß.— Deshalb, Collegen, säumet nicht; thut Eure Pflicht und schickt zum Corgreß Delegirte, die bauen helfen an dem großen Werke, welches eine kleine Anzahl Collegen begonnen hat; unterstützt diese Wenigen dadurch, daß Ihr Euch anschließt, zeigt Euch als Männer und kommt zahlreich! Der Ausschuß hat folgende Tagesordnung aufgesetzt: I. TageS- ordnung zum Congreß: 1) Die Lage unsrer Branchen. 2) Die Lokal-Fachvereine und die Gewerkschaft. 3) Die Centralorgani- sation. 4) DaS Statut der Gewerkschaft.— II. Tagesordnung zur Generalversammlung: 1) Bericht des Ausschusses. 2) Die Agitation. 3) Die Gewerkschaft«-Krankenkasse. 4) Anträge. S) Der Anschluß an die Union. 6) Wahl deS Vororts. Anmeldungen zum Congreß find spätestens bis zum 12. Juli an den Geschäftsführer de« Ausschusses, Herrn Th. Rosenkranz in Braunschweig, Reichenstr. 22, einzusenden. Der Ausschuß der Gewerkschaft für Ueberlassung der Halle ausgesprochen. Nach einer kurzen An- 1 spräche deS Vorsitzenden erhielt Freund Mottelcr das Wort zu seinem Referate über„Die Sozialisten im Reichstage". Er be- 'handelte das Thema in eingehender und anziehender Weise, wie man eS eben an diesem Borarbeiter unserer Sache gewohnt ist. Reserert begann mit einer Erwiderung an jene Gegner, welche �behaupten, wir hätten unS„enttärscht", hätten auf größere und thatsächliche Erfolge(etwa die Proklamirung der Commune?) im Reichstage gehofft und sähen uns jetzt„betrogen". All diesen Unsinn hat unser„Fortschritt" in einem Artikel verübt, und der Gewerkschaft der Holzarbeiter. ßökn.(Berichtigung.) In dem Adressenverzeichniß der „Union" vom IS. Mai ist meine Adresse falsch; ich wohne jetzt am alten Markt Nr. 23. Herm. Bruch, Bevollm. Correspondenzen» „Tageblatt" vom 21. d. findet sich beliebigen anderen Reptilienblatt ab- Leipzig. Im hiesigen folgende auS irgend einem geschriebene Notiz: „Das in Lyon erscheinende Journal„Salut public" erfreut sich eines Correfpondenten von außerordentlicher Begabung. Seine Entdeckungen über Wiesbaden und Frankfurt bildeten schon früher den Gegenstand großer Heiterkeit für da» deutsche Publikum. Seine neuesten Enthüllungen kommen aus Leipzig. Dort hat er den Herren Bebel und Liebknecht einen Besuch gemacht und durch sie erfahren, daß die Rekrutenzahl in diesem Jahr in Felge der Auswanderung nach Amerika um nicht weniger als 20 Prozent, also ein Fünftel, abgenommen hat. Die übrigen Mitthcilungen dieser Herren haben ihn zu der Ueberzeugung gebracht, daß daS deutsche Reich mit Riesenschritten seinem Untergang entgegeneile. Die deutsche soziale Revolution werde ein furchtbares Drama werden, gegen das die ftanzösische Revolution eine Idylle war. ArmeS Deutschland!" Armer Hüttner, der auf der Suche nach Blödsinn über unsere Partei sich bis Lyon verirrt! Er kann den Artikel viel näher haben; braucht nur die Nase in sein eigenes Blatt zu stecken. Staßfmt. Wir arbeiteten feit der Reichstagswahl theils an der Befestigung gewonnener Orte, und theilS, um immer mehr und mehr Licht und Erkenntniß über unsere Bestrebungen rcsp. Prinzipien zu verbreiten. Versammlungen fanden unter Anderm abwechselnd statt in Schönebeck, Eickendorf, Biere, KönigSau, Köchstedt, Börneck und Löderburg. Als Referenten fungirten theilS Wiemer, theilS Unterzeichnete. Augenblicklich herrscht auf diesen kleinen industriellen Punkten Waffenruhe, da die meisten Genossen mit eigner Feldarbeit beschäftigt sind. Bor ungefähr 14 Tagen hatte L. Oxenfarth auS Enkendorf nach einigen Scharmützeln mit dem GenSdarm eine Versammlung in Borna angemeldet und bereits Plakate angeschlagen, als Tags darauf der Wirth daS Lokal absagte. Die Versammlung war dadurch vereitelt. In Löderburg, B irre und Eickendorf gibt eS seit der Wahl kein Lokal mehr; in letztern beiden Orten sinden Versammlungen in Privathäusern seit längerer Zeit statt. Besonders fehlt hier zeitweise Opposition.— Anfangs März sprach Reichstagsabgeordneter A. Geib Hierselbst über„Kapital und Arbeit oder die verschiedenen Parteien im Reichstage." Meilenweit hatten sich Genossen und Freunde, sogar auS dem WanSleber Kreis, hierzu eingefunden. Für Alle war der geistreiche Vortrag ein Genuß.— Am 26. April wurde unS wieder die Freude zu Theil, den Reichstagsabgeordneten I. Most zu hören und zu sehen. Sein Vortrag fand allgemeine Zustimmung und erregte große Begeisterung, derselbe war streng objektiv, gewürzt mit einer berechtigten Satyre.— Nachdem die Delegirten- Conferenz, welche von 25—30 Vertretern besucht war, und auf welcher Magdeburg und Staßfurt als Sitze der neuzuwählcndcn AgitationScomit öS von Neuem bestätigt waren, hielt in der Zwischen- pause— an die Conferenz reihte sich eine Festlichkeit mit Concert— Genosse Most eine ausgezeichnete Festrede. Frau Fischer trug den Gruß an die Internationale vor. DaS Fest verlief, wie alle Arbeiterseste, unter starker Theilnahme von auswärtigen Genossen in schönster Harmonie.— Am Montag den 15. d. M. erfolgte die Wahl von 12 Genossen in'S AgitationScomite für den hiesigen Wahlkreis und das Herzogthum Anhalt. Als Borsitzender wurde H. Niehof, als Schriftführer W. Fischer, St. Petrikirchstraße 6, als Kassirer Schuhmachermstr. Hellmund, Schulzenplatz 2, gewählt. Parteigenossen sowie Anhänger unsrer Bestrebungen, wir ersuchen Euch, Euch als Glieder dieses Comitös zu betrachten und gemeinsam mit unS gegen alle widernatürlichen, nur die Ausbeutung, Unter- drückung und Knechtschaft fördernden Einrichtungen und Verhält- nisse anzukämpfen, und dieS ist um so eher möglich, wenn Ihr kowohl in pecuniärer Beziehung für Einschickung fteiwilliger Bei- iräge, als für Gewinnung neuer Parteigenossen und neuer Orte durch Angabe von Lokalen und bestimmter gewissenhafter Personen resp. Adressen sorgt und unS stets Nachricht gebt über Alles, waS für unsre Partei von Bedeutung ist. W. Fischer. H. Niehof. Pforzheim, 20. Juni.„Große Volksversammlung in der Turnhall«, Referent Herr Reichstagsabgeordneter Motteler"— daS riefen uns letzten Mittwoch große Plakate entgegen, und alle drei Dinge waren so überraschend und anziehend, daß ein guter Erfolg nicht fehlen konnte.„Volksversammlung" war schon lange keine gewesen, da wir kein entsprechendes Lokal erhalten konnte», und deshalb erregte eS große Verwunderung, daß man die„Turn- oalle" endlich einmal erhielt; am meisten aber war man wohl wugierig, einen„ReichStagSabgcordveten", noch dazu einen sozia- iistischen, zu sehen und zu hören. So kamen sie denn alle, die Arbeiter, im erhebenden Vorgefühle eines großen Triumphs, der auf ihre gemeinsame Rechnung dann geschrieben würde, die Gegner und ihre Trabanten, gewiß in der löblichen Absicht, über die Phrasen des„Wanderapostels" sich lustig machen zu können. Im Ganzen waren wohl über 1500 Personen anwesend. DaS Bureau ourde konstituirt und die Genossen Lehmann und Löbcnberg zu Vorsitzenden, Fix zum Schriftführer gewählt. Löbenberg hatte die Versammlung eröffnet und besonders dem Turnrathe den Dank Referent ermangelte nicht, ihn dafür gründlich einzuseifen und ihm den Kopf derart zu waschen, daß wohl in den nächsten 4 bis 6 Nummern dieses wackeren Blattes der leibhaftige Pius sein Wesen treiben, d. h. unsere Partei S9 Mal ver— dämmt werden wird. Die Arbeiter geizten mit ihrem Beifalle nicht, und selbst mancher „Spieß" konnte ein bedeutsames Schmunzeln nicht unterdrücken. Dann kam der Reichstag an die Reihe. Hier mußte Redner zugeben, daß die Sozialisten„enttäuscht" waren, denn obwohl sie keinen Illusionen sich hingaben, obwohl sie wenig erwarteten, sie fanden noch weniger vor in Bezug auf Parlamentarismus und Ordnung im Reichstage. Und nun entrollte unser Freund ein Bild vor unfern Augen, dessen Originale unser bescheidener Verstand weit eher auf der Straße als im deutschen Parlamente gesucht hätte. Redner führte aus, wie man die Oppositionsredner behandelte und gab Beispiele von Ewald in so drastischer Weise, daß wenn die„Ah!"- und„Oh!"-Brüller dagewesen wären, eS ihnen übel ergangen sein würde. Und dazwischen rief er stet« den Gegnern zu:„DaS waren die Vertreter Ihrer Partei!" Hätten die Herren vom„Fortschritt" nicht solchen Haß gegen alleS Roihe, so müßte wenigstens Schamroth sie bedecki haben. UnS fiel der BerS ein:„Der Mensch versuche die Götter(Bismarck, Wazener, Stieber) nicht und begehre immer zu schauen, was diese bedecken mit Nacht und Grauen!" Aber es war doch gut, daß der Schleier siel und wieder eine Masse Volk eS erfuhr, wie seine„Vertreter" sich aufführen, mit welcher Würde sie ihre Aemter versehen. Jener Nimbus» den die servile Presse um das ReichstagSgebäude gelegt, er wird verschwinden, und hoffentlich weiden dann die Wähler, wenigstens die Arbeiter, eS sein, welche für gründliche Renovirung ihrer Parlamente sorgen werden durch die Wahl von Männern auS ihrem Stanve.— Das entschiedene und von gründlichem Studium zeugende Auftreten Mottelers hat uns gezeigt, wo die richtigen Votksvertrcter zu suchen und zu finden sind, solche, die arbeiten und denken, nicht aber als Abstimmungsmaschinen und zum Anbrüllen sich verwenden lassen. Möge der große Erfolg, den Genosse Motteler mit seinem fast dreistündigen Bortrage in allen Kreisen errungen, von Dauer sein und die Arbeiter zur Er- kenntuiß führen, daß eS das Bestreben der Sozialdemokratie ist, für die Besserung der Zustände in jeder Beziehung zu sorgen, und möge sich daher die Zahl der Parteigenossen stets mehren und mit ihr die Verbreitung unserer Ideen. Unserem Freunde Motteler sei aber unser Dank noch nachgerufen; möge es ihm vergönnt sein, noch recht lange für unsere Sache zu wirken. Wir wünschen ihm überall den gleichen Erfolg wie hier, von wo er sagen kann: Venl, villi, viel!__ X. Für den Partei-UnterstutzungSfond gingen seit dem 30. Mai d. I hier ein: Meiningen Liste 362 durch Güth 13 Gr., Darmstadt d. Fmchtmann 2 Thlr. 2 Gr., Hamburg von M. 1 Thlr., Langenberg d. Glöckner 3 Thlr., Mühlhausen i. Th. d. Pölitz 5 Gr., Hamburg d. Schütze Liste 13 und 1523 zus. 6 T. 24 G., München d. Jung 2 T. 9 G., Breslau v. Arb.-Verein Geselligkeit 2 T. 5 G., Königsberg 10 T., Altona v. Som- mervergnllgen d. Holzarbeiter 3 T. 16. 6., Hamburg d. Paulsen 4 T. 27 G., Kötzschenbxoda d. Franke 26 Gr., Schweinau d. Lorenz 20 Gr., Großenhain v. Manus.-, Fabrik- u. Handarb.-Gcwerkschast 1 T. 4. 8., Gotha Liste 946 d. G. 2 T. 8 G., Gotha v. Schneiderwerkstatt Tünoff u. Summeiset 15 Gr., Leukersdorf d. Eckardt 1 T. 16. 2., Limbach d. Schumann 17 Gr., Darmstadt d. Feuchtmann 2 T., Langenbielau durch Kühn 15 Gr., NeuölSnitz d. G. Krause 1 T. 15 G., Niederrabenstein d. Th. Bochmann 3 T. vom Arbeiterfest und 2 T. 23. 6. auf Liste 1271 bis 1273, Magdeburg d. Habermann 15 Gr., Wilkau d. A. Merkel 2 T. 2 Gr., Frohburg vom Volksverein IT., Berlin auf Liste 531 3 Gr. 6 Pf., Liste 595 1 T., 534 1 T. 22 G., 592 2 T., 597 7 G. 6 P., 641 1 T. 7. 6., 643 2 T. 14. 6., 633 17 Gr., 645 10 Gr., 637 1 T. 3 G., 536 18 G., 599 3 T. 27'/, G.; Hamburg Lustfahrt 5 T. 2. 3. Nachträglich quittire ich noch für März: v. Harthau 3 T. 28. 5., Oederan 11 T. 16 G., Verden d. Günther 2 Thlr. Hamburg, 21. Juni 1874._ H. Benneke, k. Schäferkamp 36. GcnoffcnfchastSbuchSruckcrei. Antheilscheine bez. Anthellquittungen erhielten ferner: In Leipzig A. L. 10 Thlr. Briefkasten der Redaction: W. P. in Bensheim: Ihr Schreiben ist richtig einge troffen und sofort der Expedition übergeben.— M. W. in Würzburg: Ob L. kommt wissen wir nicht; er ist in Laubegast bei Dresden.— H. in Berlin: Am Dienstag eingetroffen, kam deshalb für die Mittwoch nummer zu spät.— R. B. in Berlin: Sie werden von Liebknecht, der jetzt in Laubegast bei Dresden weilt, direkt Antwort erhalten.— H. B. in Hamburg: Für die„Union" sind wir nicht verantwortlich. der Expedition: L. Mchlhorn Crimmitschau: Ann. betragen 3 Thlr. 22 Sgr. Sgl. Pfannenstiel Schr. Thlr. 2 5. Klpsr. Kannstadt Schr. 20 Gr. Lhn. Gießen Schr. 14 Gr. C. Brsmnn. Forste Ab. 2. Qu. Thlr. 20 20. Mllr. hier Ab. 1. Qu. 7 Thlr., Schr. 15 Gr. H_ Aachen Schr. 6 Gr. Krzr. bier Ann. 16 Gr. Hh. Plagwitz Ab. 1 Thlr. PH. Rxckr. Ab. 3. Qu. 3 Thlr. PH. M. Mannheim Schr. Thlr. 3 20 5. Jbr Conto ist beglichen. A. Trtmnn. Berlin Ab Juni Thlr. 40 12 5, Ann. 10 Gr. Rs. Boppard Schr. Gr. 18 5. F. Mllr. Leisnig Schr. Thlr. 5 11 1. Arb.-Partei Cassel Ann. 18 Gr. O. Ptr. Rotterdam Ab. 2. Qu. 16 Gr. Erl. Klkfll. Schr. 28 Gr. P. Esrt. Lauphaim Schr. 11 Gr. Hlrgl. Triest Ab. 3. Qu. Thlr. 1 4. Dmbchr. Schw. Gmünd Schr. 1 Thlr. Fond f. Pol. Gcmaßregelte. V. Frida B. hier 1 Thlr._ Mff irtttrt Gewerlschast der Holzarbeiter. Sonnabend, den 27. d. M., Abends 8 Uhr: Bersamm lung im Schubmacher Amthause, gr. Bergstraße.— Vortrag de« Herrn J or ck. Die Resultate de« GewerkschastscongresseS und die Organisirung der GewerkschaftS-Union.— Alle GewerkSgenossen sind hierzu eingeladen — Cioführung von NichtMitgliedern frei. Gleichzeitig werden die Mitglieder darauf aufmerksam gemacht, daß am Sountag, den 5. Juli, die Generalversammlung stattfindet, zu welcher bei Vermeidung der statutarischen Ordnungsstrafe alle Mitglieder erscheinen müssen. Der Bevollmächtigte: C. Sell, Schauenburgerstr. 93. Berlin Gewerkschaft der Holzarbeiter. Sonnabend, den 27. Juni, Abends 3 Uhr, Audreasstraße Nr. 26, bei Gittel.— Tagesordnung: Vortrag des Hrn. Bernstein ______ Der Bevollmächtigte. Berlin Gewerkschaft der Manufakturarteiter. Sonnabend', den 27. Juni: Versammlung große Franks.» Str. 84 zum Zweck der Krankenkaffen-Abrechnung. Die Verwaltung. Breslau An die Abonnenten de«„BolkSstaat". Vom 1. Juli ab kostet der„Volksstaat" pro Woche 2 Sgr. frei in'S Haus gebracht. Die Partei- und Gesinnungsgenossen werden um thatkrästigste Ver- kreitung desselben ersucht. - Die Filialexpedition befindet sich Vorwerkstr. 85 parterre, bei Zapke Bestellungen oder Beschwerden wolle man daselbst angeben. Außerdem geht die Colportage mit nächstem Quartal in andere Hände über, sollte daher einer der Abonnenten die Mittwochsnummer vom 1. Juli bis spätestens Donnerstag Abend nicht erhalten, so wolle er eS, bei Unterzeichnetem anzeigen._[2b]_ Die Filial- Expedition. /Qjfrttirtfft Gewerkschaft der Holzarbeiter. S \3/l|vllUU| Sonnabend, den 27. Juni, Abends halb 9 Uhr, im � Saale der hohen Luft: Außersidentliche Geueralversammlung. Sämmtliche Mitglieder haben wegen dringender und wichtiger An« gelegenheit zn erscheinen. Im Auftrag der Control-Comission: Adolph Schüler, Kassirer. CßVrttlffltW It Spengler- Fachverein. lyilllllllUI. U. Wl, Samstag, den 27. Juni, Abends 9 Uhr: Generalversammlung im Vereinslokale, kl. Eschenheimergasse 26.— T.-O.: 1) Kassenbericht. 2) Vorstandswahl. 3) Wahl für das Arbeitsnachweisbureau.£ XB. Die Mitglieder, welche ihre Pflichten nicht erfüllt, find weder wähl- noch stimmberechtigt. Der Bevollmächtigte: W. Draeger. Gotha Sonntag, den 28. d. M., von Nachmittag 2 Uhr an: Allgemeines Arbeiter-Fest in dem benachbarten Remmstädt.— Partei- und GewerkSgenossen«ou Nah und Fern sind hierzu freundlichst eingeladen. Das Festcomitö.< XB. Ein an rothen Schleifen kenntliche» Tomits wird die Gäste am Bahnhofe empfangen.____[26*] Sozialdemokratischer Arbeiterverein. __ Montag, den 29. Juni, Abends halb 9 Uhr: Gt-. fchlossene Versammlung in Hansch'S Clublocal, Schauenburgerstr. 14. � Tagesordnung: Der Parteicongreß. D. B.: R. Jacobi, sm. 0 Hamburg Me CWlttftltVrt Stepper und Borrichter. Unser erstes Sommerverguüge» findet Sonntag, den 23. Juni, in Belevue Eimsbüttel statt, wozu alle Freunde eingeladen werden.— Anfang 4 Uhr.— Karten sind bei dem Comits sowie beim— Unterzeichneten zu haben. >B. Um 10 Uhr große Ueberraschung, arrangirt von Herrn Kra» mann; halb 11 Uhr große« Feuerwerk, abgebrannt durch Herrn Ober- feuerwerker Richer«. I. A.: C. Köhler. � Montag, 6. Juli, Abend« halb 9 Uhr: Generalversammlung f° in Eberhahn'S Local, Zeughaus markt 21.— Tagesordnung: Neuwahl � des Borstaude«. C. Köhler, Borsitzender. >'B. Etwaige Anträge sind bei mir schriftlich einzureichen._ hi- Es (Srftmrtfftt Volks- Bildung«- Verein. wUJUlUUU(Eisenacher Programm.) Die Mitglieder versammeln sich jeden Sonnabend, halb 9 Uhr, in der Restauration von Schellenberg, Ronneburgerstraße. I. Martin, Vorsteher. ba> Sozialdemokratische Arbeiterpartei. �IMtvlIUUvU Samstag, den 27. Juni, Abends 3 Uhr, bei Hr«. Däufel, Wellritzstraße 19: Geschlossene Mitgliederversammlung. Tagesordnung: 1) sozialpolitischer Wochenbericht. 2) Couzreß» Angelegenheiten, eventuelle Wahl eines Delegirten zu demselben. ES haben sämmtliche Mitglieder am Platze zu sein. Der Vertrauensmann. Abonnements auf die New-Iorker„Arbeiter-Zeitung" wollen für nächste« Quarta» schon jetzt gemacht werden, damit die Bestellung rechtzeitig geschehen kan« und nicht Verzögerung im Versandt eintritt. Die Restanten de« 2. Quartal« wollen ihren Abonnementsbetrag fts fort entrichten.— Die„Arbeiter- Zeitung" erscheint wöchenllich einmal- Preis pro Quartal 1 Thlr. 5 Gr. Pränummerando-Zahluug. Zahlreichen Aufträgen sieht entgegen Leipzig._ Die Expedition deS„VolkSstaat." lwlj La Riebe(Das Öolk) ck-rationalilliseb-sonalikisibe« Journal, das billigste der große»» republikanisch-rationalistisch-sozialistisches Journal, da« billigste der große« politischen Blätter Italiens, erscheint vom 1. Juli an täglich in Lo» (Mailand). Preis jährlich 20 Franken— 5 Thlr. 10 Ngr.; halbjährlich 10»/, Franken— 2 Thlr. 24 Ngr.; vierteljährlich 53;4 Franken— 1 Th» 14 Ngr. Für da« Ausland kommen die Postspesen hinzu.— Auf jede» Postanstalt zu bestellen.| Die Administration deS„klebe" via Magenta, 2, Lodi.�, Den Parteigenossen empfehlen wir folgende Organe zur Verbreitung „Braunschweiger Volkssreund", erscheint die Woche 6 Mi» kostet per Quartal durch die Post bezogen 15 Sgr.= 52 /« fr südd. W. Redakteur S. Kokosky. „Chemnitzer freie Presse", erscheint wöchentlich sechsmal, kost»! per Post 13 Sgr.— 63 kr. südd. W. Redakteur: I. Vahlteich „Crimmitschauer Bürger- und Bauernfreund", erschei«� wöchentlich sechsmal. Preis per Quartal 15 Sgr.— 52'/, � südd. W. Redakteur Gustav Kwasniewsky. „Dresdner Volksbote", erscheint wöchentlich sechsmal; kostet p»» Quartal 21 Sgr.----- 1 fl. 17 kr. südd. W. Redakteur: Ott"' W alster. „Sozial-demokr. Wochenblatt", erscheint in Nürnberg, wöcheo« lich zweimal, Preis per Post 11�> Sgr. 40kr. südd. W. »Der Zeitgeist", erscheint in München wöchentlich sechs M»»' Preis per Post 45 kr.---- 13 Sgr. Redakteur: Geiser. „Hoser Zeitung", erscheint wöchentlich zweimal. Preis per Po? 41 kr. � 11 Gr. Redakteur: Carl Lienig. „Süddeutsche Volksstimme", erscheint wöchentlich dreimal i" Mainz. Preis per Quartal 45 kr.— 13 Gr. Redakteur: 3 Most. „Süddeutsche BolkSzeitung", erscheint wöchentlich sechsmal>» Stuttgart. Preis per Quartal 1 fl. 3 kr.— 18 Sgr. Redakteur� Carl Hillmann. „Gleichheit", Organ der Arbeiterpartei in Oesterreich, erschein] wöchentlich einmal in Wiener-Neustadt. Preis per Quart n» 75 kr. östr.— 15 Gr. Di Di Ig jed sini M we jk im wu fol »ei; Re Ja wü rnö der sin Gt nu un sei He die hei Ei ha na ha u. % H dei un sal di bii di ve s-t bei br de ac de R in tr« „Arbeiterwochenchronik", Organ der ungarischen Arbeiter, et scher Sprache in Buda-Pest. Preis per Quart» scheint in deuffcher 60 kr. östr.= 12 Gr. „Arbeitersrcund". Erscheint am 2. und 4. Sonnabend ei«»» jeden Monats in Reichenberg. Preis 50 kr.— Gr. „Die Tagwacht", Organ des schweizerischen ArbeiterbundeS;& scheint wöchentlich zweimal in Zürich. Preis per Quartal 14 = 49 kr. südd. W. „Felleisen", Organ der deuffchen Arbeiter-BildungSvereine der Schweiz, erscheint in Zürich monatlich zweimal. Preis Quartal 9 Gr.- „Arbeiterzeitung", erscheint in New- Uork wöchentlich einm� Preis per Quartal 65 CtS.(1 Thlr. 5' Gr.) „Borbote". Erscheint jeden Sonnabend in Chicago. Preis p» Quartal 65 Cts.(1 Thlr. 5 Gr.) „De Werker", erscheint wöchentlich Imal in Antwerpen. P�' per Quart. 8 Gr. de e sch l! di he de du toi la fld de toi toi sei f