;utl« nW W.> nah» tan» Hß 3. 5 21 Pl ai 3. T>. l( 2 S pn« 41 3 S Erscheint in Leipng Minivoih, Freilag, Somuag. Bestellungen nehmen an alle Pvstanstaltcn u. Buchhand- lungen des In- u.Auslaudes. Filial-Expeditionen für die Vereinigten Staaten: F. 91. Sorge, Box 101 Hoboken, N. J. Wm. Lucders, 409 Maystr. Chicago, Jll. Peter S.W. Corner Third and Cioates atr. Philadelphia. Ahpnnementsprns: 16 Sgr. pro Quartal. Monat,-Adonnement» werden bei allen Deutschen Postanstalten auf den 2ten u. 3 ten Monat und aus den 3 ten Monat besonders an- genommen, im Kgr. Sachsen u. Hrzth. Sachs.-Altenburg auch aus den Iten Monat ä 5>/, Sgr. angenommen. l-oatea»tr. Philadelphia. ä ö'/j angenommen, LigandersozialdemokratischenArbetterparteiundderinternattoMlenGewerksgenossenschasten. znsrrate» die Abhaltung von Partei-, verein», und volksveriammlungen, sowie die Filial-Expeditionen und sonstige Partei- Ar geltgenheitm betreffend, werden mit 1 Sgr.,— Privat- und Bergnügungd- Anzechen mit 2 Sgr. die driigespaiten« Petit-Zeile berechnet. »r. 78 Mittwoch 8 Juki. 1874. !r Zt. h« Hchr Q. . 1 Zh tund 2« ade äl5} Programm der sozialdemokratischen Arbeiterpartei. I. Die sozial-demokratische Arbeiterpartei erstrebt die Errich- >ung des sreicn Voltsstaats. ll. Jedes Mitglied der sozial-demokratischen Arbeiterpartei ver- sichtet sich, mit ganzer.Kraft einzutreten für folgende Grundsätze: 1) Die heutigen politischen und sozialen Zustände sind im höchsten Grade ungerecht und daher mit der größten Energie zu bekämpfen. 2) Der Kampf für die Befreiung der arbeitenden Klassen ist nicht ein Kampf für Klasieuprivilegien und Vonechte, sondern für gleiche Rechte und gleiche Pflichten und für die Ab- schaffung aller Klassenherrschaft. 2) Tic ökonomische Abhängigkeit des Arbeiters von dem Kapi- talisten bildet die Grundlage der Knechtschaft in jeder Form, und es erstrebt deshalb die sozial-demokratische Partei unter Abschaffung der jetzigen Produktionsweise(Lohnsystem) durch genossenschaftliche Arbeit den vollen Arbeits- ertrag für jeden Arbeiter. 4) Die politische Freiheit ist die unentbehrliche Vorbedingung zur ökonomischen Befreiung der arbeitenden Klassen. Die so- ziale Frage ist mithin untrennbar von der politischen, ihre Lösung durch diese bedingt und nur möglich im demokra- tischen Staat. *>) In Erwägung, daß die volitische und ökonomische Befteiung der Arbeiterklasse nur möglich ist, wenn diese gemeinsam und einheitlich den Kampf führt, gibt sich die sozial-demokratische >en. ntlil lge i B. >srtt -Z 3.5 litö. bau» •ig« •M lnfi tlanrt mitö. mW ann. hr ä Aakj ndlil it«.. md /w--» nlu» - S c Ä Leo. and lattf t j-d chnel .uaff Arbeiterpartei eine einheitliche Organisation, welche es aber auch jedeul Einzelnen ermöglicht, semen Einfluß für das Wohl rc:' Tlfämmipeü geltend zu machen. i>) In Erwägung, daß die Befreiung der Arbeit weder eine lokale noch nationale, sondern eine soziale Aufgabe ist, welche alle Länder, in denen es moderne Gesellschaft gibt, umfaßt, betrachtet stib die sozial-demokratische Arbeiter-partei, soweit eS die Vereins- gesetzt gestatten, als Zweig der Internationalen Arbeiter- assoziation, sich deren Bestrebungen anschließend. IU. Als die nächsten Forderungen in der Agitation der sozial- demokratischen Arbeiterpartei sind geltend zu machen: I) Ertheilung des allgemeinen gleichen direkten und geheimen Wahl- rechts an alle Männer vom 20. Lebensjahre an, zur Wahl für das Parlament, die Landtage der Einzelstaateu, die Proviuzial- und Gemeindevertretungen, wie alle übrigen Vcrtretungskörper. Den gewählten Vertretern sind genügende Diäten zu gewähren. 2) Einführung der direkten Gesetzgebung(d. h. Vorschlags- und Verwerfungsrecht) durch das Volk. 2) Aufhebung aller Vorrechte des Standes, des Besitzes, der Ge- burt und der Konfession. 4) Errichtung der VoltSwehr an Stelle der stehenden Heere. ö) Trennung der Kirche vom Staat, und Trennung der Schule von der Kirche. Obligatorischer Usitemcht in Volksschulen und unentgeltlicher Unterricht in allen öffentlichen Bildungsanstalten. 7) Unabhängigkeit der Gerichte, Einführung der Geschworncn- und Fachgewerbegerichte, Einführung des öffentlichen und münd- lichen Gerichtsverfahrens und unentgeltliche Rechtspflege. 8) Abschaffung aller Preß-, Vereins- und Koalitionsgesetze; Ein- führung des NormalarbeitStageö; Einschränkung der Frauen- und Verbot der Kinderarbeit. Beseitigung der durch die Zucht- und Arbeitshausarbeit den freien Arbeitern geschaffenen Konkurrenz. 9) Abschaffung aller indirekten Steuern und Einführung einer einzigen direkten progressiven Einkommensteuer und Erbschafts- steuer. �0) Staatliche Förderung des Genossenschaftswesens und Staats- kredit für freie Produktivgenoffenschaften unter demokratischen Garantien. klassen, die nicht unter den Begriff Eigenthum fallen, aber doch durch Erbscbaft oder in einer für den fraglichen Antrag der Ver- erbung gleichzusetzenden Weise beim Todesfall ihres Besitzers auf andere Personen unverändert übergehen, muß man noch hinzu- fügen: 13) Ususfruktus�) in einigen Fällen. 14) Renten in einigen Fällen. IS) Genuß derjenigen Strftunzen, welche eine gewisse Fauiilienangehörigkeit bei' ihrem Nutznießer voraussetzen. 16) Fideicommissarischer Besitz. Diese Einiheiluug weicht ein wenig ab von der bei den Ju- risten üblichen. Sie scheint uns jedoch so praktischer. Ucber- tragungen aus der einen Klassenliste in die andere können ohne Umständlichkeit ausgeführt werden. Bon Aktien und Hypotheken ist es klar, daß sie bei Nr. 1 und 2 unterzubringen sind. Bei Uebersicht obiger Aufzählung fällt sofort auf, daß Nr. 7 hier materiell gar nicht in Frage kommt. Für Geaenstände dieser Art daö Erbrecht aufzuheben, wäre Brutalität. Die Feststellung der Gegenstände freilich, die in diese Rubrik fallen, könnte un- möglich der guten Treue des natürlichen Erben überlassen bleiben. Der Tauschwerth dcö Gegenstandes müßte mit seinem Wachsen die Fähigkeit desselben, als Affektionswerth anerkannt zu werden, vermindern, doch nicht ganz ausrotten. So hochwerthvolle Ver- mögenSobjekte, wie das Babelsberger Schloß und das Charlotten- burger Mausoleum dürften wohl als AffektionSwerthe im dauernden Besitz der Familie Hohenzollern belassen werden, während ein schlechtes Oelgemälde als gemeines Eibstück behandelt werden müßte, wenn sein prälendirter Affeklionswerlh nicht besser qualifizirt wäre, als der des„Bildes meiner Mutter" ui der bekannten Komödie „Tricoche und Cacolet". II. Das Bestreben, ein fragliches Vermögen der Vererbung zu entziehen, kann sich durch folgende Methoden geltend machen: 1) Durch scheinbare oder wirkliche Verschenkung bei Lebzeiten. 2) Durch Auswanderung. 3) Durch die Anlage des Kapitals im Auslände, wo der Erbe sich desselben bemächtigen kann, ohne von der heimischen Regierung daran behindert zu werden. 4) Durch �beobachten wir noch Folgendes: Mission gebilligt werden müßte, da ein etwa angerichteter Schaden sich nachträglich nicht mehr gut machen ließe. Veruntreuung bei der Ausführung des sanctionirten Planes hätte die sofortige, un- nachsichtige Enthebung des Pekuliaren von der Nutznießung seines Pekuliums zur Folge, natürlicher Weise mit Einziehung des ganzen sonstigen Besitzes, den er etwa aus seiner Veruntreuung erzielt hätte. Derartige Delicte würden also bald genug aufhören. Et- waige Bestechung der Comnusston, die grade aus diesem Gebiet sehr stark versucht werden dürfte, erwiese sich in Folge der streng demokratischen Einrichtung der Commission als unpraktisch. Gegen Methode S wäre das einfache und durchschlagende Mittel die Monopolisirung des LeibrentengeschäftS für den Staat. Die Finai'zcommifsion hätte die Verwaliuug sofort zu übernehmen. Gegen die Methoden 1 und 6 fehlt es an ganz sicheren Schutz- Mitteln völlig. Methode 1 läßt sich beschränken dadurch, daß Schenkungen, welche ein gewisses Maß— zu bestimmen durch die Proportion des Betrages der verschenkten Summen zu dem Be- trage deö GesammtvermögenS des SchenkerS und zu der Länge des Zeitraums, welcher zwischen den Terminen der einzelnen Cessionen verflossen ist— welche also ein solches Maß überschreiten, nach- träglich für ungültig erklärt und praktisch rückgängig gemacht wer- den können. Radikal wird die in Rede stehende Umgehung dadurch aber nicht zu unterdrücken sein. Jeder Versuch, der Verjubelung entgegenzutreten, würde vollends zum Lächerlichen und zur Tyran- nei führen. ES ist nun aber wohl zu bemerken, daß der entstehende Schaden infolge des Menschen angeborenen Egoismus uud der allgemeinen blinden Hoffnung aus ein längeres Leben, als man wirklich zu erwarten hat, kein sehr bedeutender werden kann. Dieser verhältnißmäßig geringe Ausfall kann aber für die spätere Entwicklung der Gesellschaft gerade von eigenthümlichem Nutzen sein, wie weiter unten gezeigt werden soll. Blicken wir mit der Erinnerung an das eben Bemerkte nun auf die oben aufgeführte Reihe der VermögenSklassen zurück, so die Veräußerung an auswärtige Eigcnthümer, eine Methode, die besonders dadurch leicht in Aufschwung kommen könnte, daß aus- wältige Spekulanten angereizt würden, sich oas Sinken der Prerfe in derselben Weise wie der Wechselverkehr—, so würbe die Börsen� Da der Handel mit auswärtigen Staatsschuldscheinen und Aktien unter die Rubrik des Verkehrs mit dem Auslande fällt— Zur Akuderuug des Parteiprogramms. . In der Mittwochsnummer(7S) findet sich folgender von dem �uterzeichneten ausgehender Vorschlag: »ES ist mit allen gesetzlichen Mitteln dahin zu streben, daß auf möglichst friedlichem Wege die Reformation der Gksellschaft �geleitet wird durck Aufhebung des Erbrechts und Einfitzung leui dewokiatischer Behörden zur Controlirung der Durchführung süeies Gesetzes und zur planvollen Regelung der ökonomischeu Uebergangszustände." Es kommt darauf an, sich zu vergewissern, ob sich mit dem gre Sorgeschlgjjenen Satze eine klare Vorstellung verbirden läßt. Es geschehen, indem wir uns vier Fragen beaulworten: ( 7° Worin besteht das zur Erbschaft kommende Vermögen? II. Wie chäre die Entziehung dieses Vermögens aus der Vererbung durch eine Eontrolcommission zu verhüten? III.» Wie wäre daö dem Gemeinwesen angeerbte Vermögen durch eine Finanzcommission zu J�werthen? IV. Wie würde das Resultat dieser Einrichtungen » zu der sozialistischen oder richtiger communistischen Ilmgestal- f) Ung der gcsammten Gesellschaft verhalten? I. Das vererbbare Eigenthum ist in seiner Totalität folgender �wtheilunz unterworfen. 1) Staatsschulden. 2) Privatschulden. jO Baares Geld. 4) Waaren. 5) Häuser, Gärten und Zube- 9°r. g) Mobiliar. 7) Gegenstände mit AffekuorrSwenh.*) Patente und Manuskripte mit BerlagSrechr. 9) Fabriken. *0; Landwirthschafiliche Grundstücke. 11) Fvisten, Haiden und: — �nvandieS. 12) Bergwerke und Verwandtes. Als Vermögens- i . V AreiljonSwerth ist solcher Werth, den mau einer Sache aus be-! oerer iöorliebe für dieselbe zuertenrit. P ai zu Nutze zu machen, welches bei Annahme unserer Bill für eine Reihe von Werthgegeuständcn im Jnlande eintreten würde. 8) Durch die Anlage des Vermögens auf Leibrente. 6) Durch Verjubelung. 7) Durch AbHolzung, Abplaggung und Raubbau der Vermögen aus den Klassen 10, 11, 12. Diesen verschiedcuen Methoden gegenüber müßte das Verfahren der Eontrolccmmission ein verschiedenes sein. Gegen die Methoden 2, 3, 4 wäre der Versuch einer bloßen fUeberwachung undurchführbar. Jedes Geschäft müßte in diesem � Falle doppelt gemacht werden; ein kolossaler Mehraufwand von i Arbeitskraft und eine tödtliche Verschleppung der wichtigsteu Ent- scheidungen würde eine entsetzliche Heralminderui g des National- Wohlstandes zur Folge haben. Sollte aber auch dies sehr große Opfer gebracht werden, so würde mit demselben dennoch der ge wollte Zweck nicht zu erreichen sein. Die ganze Einrichtung wäre schließlich nur die Prämiirung deS Betrugs, ähnlich der englischen! Aufgaben der Controlcommisston Einkommensteuer und der nordamerikanffchen Umsatzbesteuerung. Hülfe wäre geschafft, sobald die Contiolcomnnssion ein Klage- recht im Auslände gegen alle Uebertretungen dieses heimischen Gesetzes gewönne. Das ist aber nur möglich, wenn das Gesetz die Erweiterung erhält, daß alles Kapital, welches mit dem Aus land in Verk-hr tritt, eo ipso seinen privatrechllichen Charakter verliert und Staatseigenthum wird. Der bisherige Eigenthümer braucht darum anderen Eigenthümern gegenüber durchaus nicht in die Lage zu kommen, als wenn man ihn noch bei Lebzeiten nicht nur formell, sondern auch materiell ezzzropriirte. Ihn in eine solche Lage zu bringen, wäre theils sehr ungerecht, theils sehr un- klug, da alSdaun sofort ein völliges Sinken des Großhandels ein treten müßte. Er wird vielmehr sein bisheriges Eigenthum fort- verwalten in derselben Weise, wie der Freigelassene des altrömischen Rechts sein ihm vom Herrn zugewiesenes peerüium. Er wird aber nichts von demselben seinem Herrn, dem Gemeinwesen, entwenden können, ohne daß dieser im Stands wäre, das Geraubte überall in der gebildeten Welt auf privatrechtlichem Wege zu vin- diziren. Ein vereinzelter und schwacher Staat in dieser Lage würde zwar häusig auf Rechtsverweigerung stoßen, es liegt aber in der Jnternationalität unserer Bestrebungen, daß die gewaltsame Erzwingung der fraglichen Ansprüche, wenn überhaupt einmal praktisch versucht, auch kein isolirtes, hoffnungSlosrs Unternehmen mehr sein könnte. Der Weg des betrügerischen Bankerotts, der als besondere Spielart von Nr. 3 auch für diese Lage noch em- psehlcnswerth erscheinen könnte, würde dem Stait sehr leicht eine DoluSklage an die Har.d geben, da die Uebersicht über alle ge- machten Geschäfte selbstvet ständlich in regelmäßigen Terminen und außerordentlicher Weise im Fall der ZahlunzSeuistellung und deS dringenden Verdachts der Commission vorzulegen wäre, eine nach- trägliche Einsicht in die vollführten Winkelzüge aber bei der Macht- stellung tiner solchen Commission nicht überschwer sein könnte. Wirkliche Ealamitäten würden durch eine gegenseitige Versicherung des ganzen auswärtigen Handels gegen solche— wie sie aus der spielerei mit solchen Papieren fast ganz aufgehoben, da ein jeder derartiger Gewinn nur auf der Calamität deS Mitspielers beruht, diese selbst aber den Gewinner nach denr Obigen mitbetrifft; denn gegen Ealamitäten im auswärtigen Handel sollte ja, wie bemerkt, eine allgemeine gegenseitige Versicherung statlftnden. Tie oben geforderte Entscheidung über die als Klasse 7 auf- geführten VerutögenSobjekre fiele offenbar auf die Schultern der Controlcommrfsion. Die als die Klassen 13, 14, 15, 16 aufgeführten Einnahme quellen wären der Gleichartigkeil wegen so um- zugestalten, daß ihr rückständiger Errrag für den derzeitigen Stutz- nreßer demselben in Form einer lebenslänglichen Rente oder einer einmaligen Zahlung aus dem Betrage deS zu Grunde liegenden Vermögens ausgekehrt, dieses selbst aber als sofort dem Gemein- wesen angeerbt, der Finanzcommission überwiesen würde. Die dazu erforderlichen Operationen gehörten ebenfalls noch zu den (Schluß f.)_ Politische Uebersicht» — Dummheilsspekulanten. Unsere Leser werden sich er- innern, daß die„Norddeutsche Allgemeine Zeitung", in deren Gewerbe auch die Verdächtigung der Sozialdemokratie und die stereotype Lüge von einem„Bunvc der Schwarzen und der Rothen" gehört, erst kürzlich eine chronologische Zusammenstellung der so- zialdemokratischen und ultramontanen Congresse gebracht und daraus gefolgert hat:„Man sieht, die Instruktionen des Dr. Marx und des Pater Beckx bewegten sich in vollendeter Harmonie." In seiner neuesten Nummer dagegen jammert dasselbe Leibblatt Bismarcks über die„revolutionären" Beschlüsse einer Mainzer Katholiken- Versammlung und schreibt dazu: „Aber— so bemerkt der Brüsseler„Nord" mit Recht— wenn Herr von Ketteler und seine ultramontanen Freunde wirklich ge- neigt sind, diesen Weg zu betreten, so werden sie bald begreisen, daß von allen für die Kirche erträumten Allianzen die des Sozia- lismus die am meisten illusorische und auch am meisten gefährliche ist. Die deutschen Sozialisten werden jedenfalls allen Bemühungen des Klerus, die Autorität der Behörde zu zerstören, aus vollem Herzen Beifall zollen, aber sie werden sich sehr hüten, zu dem von den Organen des Vatikans entwickelten Programme beizutragen. Von allen Klassen der Gesellschaft sind die Arbeiter in den großen Städten unzweifelhaft den katholischen Jveen am meisten abge- neigt und es wären wohl andere Dinge nöthig, wie die Bro- schüren deS Herrn von Ketteler und die Reden einiger Hitzköpfe, um die Arbeiter zu überzeugen, daß der von den Ultramontaneu geforverte absolute Gehorsam mit jenen materiellen Ansprüchen vereinbar ist, welche daS Wesen des sozialistischen Programms au«- machen. Der Vatikan hat die„christliche Demokratie" niemals ernsthaft genommen. Der römische Hof weiß besser als irgend Jemand, daß die Champions der politischen und sozialen Revolution nicht mit den Partisanen der Un- den fehlbarkeit fraternisiren, und eS will uns wenig wahrschein Natur des einheitlichen Eigenthums des ganzen in Frage kommen- lich dünken, daß daS Papstthum die Hülfstruppen, welche Herr den Vermögens sich von selbst ergrbt— annähernd unschädliw v. Ketteler für den Dienst des Ultramontanismus anwerben will, gemacht sein._ allzu freundlich empfangen würde. Gegen Methode 7 würde dieselbe Maßregel zu ergreifen sein,- So der„Nord", dessen Worten wir nur noch einen Hinweis wie gegen die Methoden 2, 3, 4— nur mit dem Unterschiede,! auf Paris hinzufügen wollen, wo fast bei jeder„Verbesserung" daß hier die JahreSwirthschaft im Herbst vorher von der Com-> der politischen und sozialen StaaiSform durch die Massen ein --Erzbischof und verschiedene Mitglieder des Klerus zum Opfer *) Nießbrauch.. fielen." So viel ,be« Unsinns auch in Vorstehendem enthalten fein mag, eines geht mit unantastbarer Sicherheit daraus hervor: Die „Sauhirten" der„Norddeutschen Allgemeinen Zeitung", welche seit Jahren daS Bestehen eines BtindnisseS zwischen Sozialdemokratie und UltramontaniSmuS behaupten, sind entweder bisher zu dumm gewesen, um die aus den Prinzipien der beiden Parteien eutsprin- gende Unwözlichkeit eines„Bündnisses" zu begreisen, oder sie haben die Existenz de»„BUndnisseS" wider besseres Wissen behauptet. Wir können unfern Lesern überlassen, zu entscheiden in welchem von diesen beiden Fällen sich das Bismarcfsche Blatt den höchsten Anspruch auf die Dankbarkeit deS Reptilienfonds warben hat. Wie übrigens das Publikum dief-S Blattes, das zum größten Theil auS„Heldenföhnen" innerhalb der bekannten„Genossenscha von Ehrenmännern", d. h. aus Offizieren und sonst meistens auS reactionären Beamten und Junkern besteht, beschaffen ist, zeigt eine in derselben Nummer enthaltene Schilderung, wie ein schlesi- scheS Kürassierregimevt(vre Offiziere allein natürlich!„Spitz- bubcn in Waffen" haben bei solchen Festen nichts zu thua!) sein Jubiläum feiert. In der„Festrede" kommt folgender Satz vor „Und nun fordere ich Sie, meine alten Waffenbrüder auf, mit mir in den Wunsch einzustimmen, daß, wenn nach wieder hundert Jahren die Feier unter der Regierung der Hohenzollern wiederkehrt, die Liebe zu König und Vaterland, der ritterliche Geist, der Sinn für Tapferkeit und Reiterei ebenso Regiment wohnen möge, wie es heut davon beseelt ist." In hundert Jahren unter der Regierung der Hohenzollern ein Kürassierregiment! Haha! Ein Publikum mit solchen stallduftenden Redensarten hat woh' „Sinn für Reiterei", aber niemals für Sozialismus und Arbeiter- bewegung. Darum haben die„Sauhirten" der„Norddeutschen Allgemeinen" ein so leichtes Gewerbe! m — Der Culturkampf hat soeben eine köstliche Beleuchtung gefunden, die allerdings unseren Herren Nationalliberalen nicht onderlich zusagen wird, da sie den Effekt des täuschenden bengali- chen Feuerwerks, mit dem sie sich und das Publikum seit Jahren zu amüsiren bemüht sind, vollständig zerstört. Und von kompetentester Seite kommt die Beleuchtung— von keinem Geringeren als dem durch seine frommen, nah ans Zuchthaus anstreifenden darum aber um so verdienstreicheren GeschästSunternehmungen be rühmten Pastor Quistorp aus Ducherow— einem„klassischen Zeugen" im eminentesten Sinne deS Worts. Dieser nicht„dunkle Biedermann" wurde von Skrupeln hinsichtlich des„CulturkampfS" gequält, und als loyaler Unterlhan resolvirte er sich, den Stier bei den Hörnern zu nehmen, resp. dem«Moltkc des Culturkampss" persönlich auf den Leib zu rücken und von ihm„Ausschluß und Beruhigung über manche bange Sorgen und Fragen" zu erbitten Der Culturkampf-Moltke bewilligte seinem genialen Untcr-Cultur- kampfgeneral die Audienz und befreite ihn gründlich von allen nagenden Zweifeln. Ehren-Quistorp schreibt über die denkwürdige Unterredung der zwei würdigen Culturkampshelden wie folgt: „AuS der Viertelstunde, die ich erbeten hatte, wurden 2'/- Stun den der gegenseitigen offenen Aussprache, Stunden, die ich zu den denkwürdigsten meines Lebens zähle. Die DiScretion verbietet es mir, Einzelheiten dieser Unterredung und einzelne A�ußernngen des Herrn CultuSministerS hier mitzutheilen. Nur das darf ich sagen, weil er es selbst dringend zu wünschen schien, daß nach diesen beiden Seiten die Befürchtungen der evangelischen Geistlich keit und aller ernsten deutschen Christen zerstreut werden: von dem neuen UnterrichtSgesctz seine religio nS- oder auch nur ton fessionSlofe Volksschule zu besorgen, ist nach der bündigsten Versicherung deS Ministers thöricht. Selbst auf den Gymna sien wird ein konfessioneller Religionsunterricht obligatorisch bleiben. Ebenso dürfen wir getrost die Kreissynoden beschicken und in die Provinzialsynoden wählen, ohne befürchten zu dürfen durch Beschlüsse über Kirchenzuchtsmaßregeln u. dergl. das ganze Verfaffungswerk ldurch den Landtag in Frage gestellt zu sehen. Auch seine Aeuße-ungen in Bezug ans bessere Dotirung der geistlichen Stellen bekundeten ein sehr warmes Herz für die evangelische Kirche und ein großes Gerechtigkeitsgefühl.— Genug, mit rechst erleichtertem Herzen durfte ich mich von Sr. Excellenz be Urlauben und ward mit warmem, biederem Händedruck ent lassen." Wir empfehlen die kostbare Scenc einem gesiiinungstüchtigen Maler a l-r Kaulbach, der den„Culturkampf" der Herren Stieber, Bismarck, Wagener, Falck, Quistorp und Co. bildlich zu verherr- lichen Neigung und Beruf in sich verspürt. Es war eine Scene für Götter und—„Reichsfeinde". Der Leipziger„Anstände damc" aber mag's schwarz vor den Augen geworden sein:„Nach barin, Euer Fläschchen!" Zur„AuSmerzung der alten Leute", die bei den Braunschweigischen Eisenbahnen bekanntlich nach dem Rath schluß der Herren Bourgeois vorgenommen werden soll, gibt der „Braunschweiger Volkssreund" nachstehende lebendige Beispiele: „Der LSjährige Bahnwärter Fricke in Leifferde ist bei den Braunschweigischen Bahnen seit dem 1. August 1837 als Bahn arbeitcr beschäftigt und seit dem 1. Dezember 1338 als Bahn Wärter angestellt. Am I. Octeber 1873 wurde er mit einer monatlichen Pension von 4'/2 Thalern penstonirt. Er begann den Bahnwärterdienst mit 10 Gr. Lohn pro Tag und stieg derselbe bis 15 Gr. Freie Wohnung oder sonstige Emolu- mente gab eS nicht. Erst in den letzten Jahren wurde die Uniform umsonst geliefert. Selbst die GraSpachtang an den Böschungen mußte besonders bezahlt werden. Wohl aber gehörte es zu den Annehmlichkeiten des Dienstes, daß bei den geringsten Versehen Strafgelder in Abzug gebracht wurden. Dabei hatte Fricke monatlich 25 Gr. für Kranken- und PenstonSkasse zu zahlen. Dieses war das LooS deS ständig Angestellten. Jetzt wollen wir andererseits daS LooS der„fluktuirenden" Arbeiterbevölkerung betrachten. Am 1. August 1337 wurde im Rüninger Thale der erste Spatenstich zu den Braunschweigischen Bahnen gemacht. Der jetzige Bahndirektor St-igerthal und der Eisenbahnbaumeister Mittendorf waren damals bereits beim Bahn- bau thätig. Von diesem 1. August 1837 an war der Eisenbahn- arbeiter Helms ununterbrochen bei der Bahn bescbäfligt, aber er gehörte, wie Herr Häusler dem Bürgerverein so slböu auseinandersetzte, zu dem fluktuirenden Arbeiter-GroS. Er zahlte zwar seine Beiträge zur Krankenkasse regelmäßig, oder vielmehr sie wurden ihm vom Lohne abgezogen, aber er mußte ja auch wissen, daß er täglich entlassen werben konnte, was darf es also Wander nehmen, daß man ihn vor etwa 14 Tagen, er wird im September 76 Jahre alt, entließ. Er war verhältnißmäßig rüstig(arbeitet der Arbeiter doch meistens, bis er dem Tode verfallen ist) und war mit dem Schraubennachziehen bei den Schienen beschäftigt. Der Mann hatte mit 7',» Gr.�pro Tag begonnen und hatte es bis auf sorgenloses Alter zu verschaffen? Wenn die Bahnvsrwaltuag ihn entläßt, wer darf eS der Atriengesellschaft verargen! Sic hat ihn ja doch nur für heute zu morgen angestellt. Er glaubte allerdings� daß es nicht möglich wäre, daß man ihn nach 37jähriger Arbeit vor die Thüre stoßen könnte, wie mau eS doch nicht mit eine alten Hunde oder Pferde, das einem treue Dienste ge leistet hat, thut. Der alte Mann war in Verzweiflung. Er wandte sich an den Eisenbahubaumcister Mittendorf(der Mann scheint für die neue Zeit des Gcünderthums noch kein rechtes Verständniß zu haben), und den Bemühungen des Herrn Mittendorf ist es zu danken daß der alte HelmS vor 8 Tagen wieder in Arbeit angenommen wurde. Aus Fürsorge für den alten Mann wieS man ihn in die Arbciter-Kolonnen, wo er freilich jetzt nur 12'/» Gr. pro Tag erhält." Der Braunschweigische Bankoircktor und Stadtverordnete Häusler hatte nämlich gesagt, daß sich die„Ausmerzung" nur au die„flukluirende"(ab und zu gehende) Arbeiterschaft beziehe. Oben wird die Situation beider Categorien geschildert. Es genirt natürlich die Herren Bourgeois nicht im Mindesten, daß die Arbeiter seil vierunddreißig Jahren ihre ganze LebenSkra" dem Vortheil der Bahn gewidmet— sie werden„ausgemerzt oder mit einem Hungerlohn, zum Leben zu wenig, zum Sterben noch nicht einmal zu viel,„penstonirt"! Warum werden sie auch alt und schwach?«DaS ist nicht unsere Schuld", wird Herr Häusler sagen,„also weg damit!" Wer an der Dividende schuld ist, danach hat freilich noch Niemand gefragt. — Fäls cher. In ihrer Nummer 147 bespricht die«Nordd Allgemeine Zeitung" eine Schrift des bekannten„Deutschamerikaners" Friedrich Kapp, den seine BiSmärckerei glücklich in den Reichstag gebracht hat. Die Schrift betitelt sich:„Der Soldaten Handel deutscher Fürsten nach Amerika. Em Beitrag zur Cultur- geschichte des 18. Jahrhunderts." Das Werk hat uns nicht vor gelegen. Wir müssen uns daher daran halten, was die„Nordd Allgemüne" darüber sagt, und da lesen wir: „Die ganz: Misere des klein staatlichen Hof- und Regie rungSwesenS des vorigen Jahrhunderts mit all seinen Kabalen und Jntriguen, seinen kleinlichen Zwecken, seiner verschwenderischen Geld- und Maitrcssenwirthschaft enthüllt sich vor unseren Blicken ebenso daS kleinstaatliche Militärwesen Die„Norddeutsche Allgemeine" ist sichtlich bemüht, den Glau ben zu erwecken, als ob obige Untugenden nur bei den Klein staaten vorgekommen feien. Es ist zweifellos von Verdienst, die schmähliche Zopfwirthschaft der kleinen Raubfürftenthümer deS vorigen Jahrhunderts zu brandmarken; man darf dabei nur nicht in den Fehler verfallen, daß man den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht. Nach der Recension der„Nordd. Allgemeinen", die noch einen Brief deS„alten Fritz" hinzufügt, in welchem dieser den an England verkauflen Truppen seines Neffen, deS Mark grasen von Bayreuth, den Durchmarsch durch seine Staaten ver weigert, könnten harmlose Gemüther fast glauben, eS habe sich der „Großstaat" Preußen wirklich niemals mit dem Soldatenhandel besaßt. Die Recension ist sogar augenscheinlich darauf berechnet, diesen Glauben zu erwecken. Und in diesem Sinne liegt hier wiederum der Versuch einer frechen, absichtlichen Geschichts älschung vor. Preußen hat sich allerdings niit dem Soldatenschacher befaßt. Der preußische Soldatenschachcr fällt zwar in das letzte Jahrzehnt des 17.. Jahrhunderts und die preußischen Landeskinder wurden nicht nach Amerika, sondern an europäische Fürsten verschachert aber der Schacher mit Kanonenfutter ist Thatsache. Der Nach olzer des„großen" Kurfürsten, Kurfürst Friedrich Iii.(später als erster preußischer König Friedrich i.) verkaufte 6000 Landeskiuder an Wilhelm von Oranieu um die Summe von 150,000 Thlrn. und weitere 6000„braoe Unterthanen" verkaufte er um 150,000 Thlr. an den Kaiser Leopold von Habsburg, die unter dem Mark grasen Ludwig von Baden 1691 die siegreiche Türkenschlacht von Salankemen mitschtugen. 1706 schleppte der„alte Dessauer" ein preußisches ArmeccorpS bis nach Turin, waS auch nicht viel besser als verkauft war. Daß dieser brave Kurfürst und spätere König Friedrich keine Unterthanen an die Engländer nach Amerika ver- kaufte, rühit einfach daher, weil zu seiner Zeit in Amerika Nie- mand gegen die Engländer Krieg führte, ergo diese auch fem deutsches Kanonenfutter nöthig hatten. Wir, die wir ebenso entschiedene Gegner der Kleinstaaterei wie des GroßmachtfchwindelS sind, könnten noch Beispiete genug an- ühren, daß die heutigen„Großstaatcn" eben nur vergrößerte Kleinstaaten" sind, enlsprungen auS denselben feudatistischen Ver- Hältnissen und behaftet mit denselben Uebeln. So ist auch die Maiiressenwirihschaft keine ausschließliche Domäne der Kleinstaaten gewesen, und wenn wir auch wissen, daß der durch seine„langen Kerle" und sein Tabakecollegium„berühmte" Vater des alten Fritz ein Fräulein von Dönhoff, wenn wir uns im Namen nicht irren, nur deshalb nicht zu seiner Maitresse machte, weil sie ihm bei der Stellung eines bezüglichen Antrags eine Ohrfeige gab, so wollen wir doch die Geschichte über die Großstaaten" für heute schweigen leicht mehr. Maitressenwirihschaft in den lassen. Ein andermal viel — Statistisches. Man hat von England gesagt, eS fei eine große Stadt, und die übrige Welt das dazu gehörige Land. Aehnlich wie England zur Welt, verhält sich Sachsen zu Deutsch land. In einem Aussatze Dr. P et ermannS, betitelt„DaS säch sische Volk", welchen das neue Dresdener Blatt„Debatte" in seiner Probenummer veröffentlicht, wird dicS wie folgt ausgeführt und statistisch begründet: „Sachsen ist überhaupt kaum ein Land zu nennen, nicht weil eS ihm an Areal gebricht(Mecklenburg ist noch kleiner und doch in so eminentem Sinn ein„Land," wie nur irgend eins gedacht werden kann), sondern weil Grund und Boden nur in sehr be- chränktem Maße die ExislenzbasiS des Volkes ausmachen. Daß Sachsen ein„sehr industrielles Land" ist, weiß alle Welt; aber in wie hohem Grade dies zutrifft, davon haben nur die Wenigsten auch nur eine annähernde Vorstellung. Die Viehzäh- lung vom 10. Januar vorigen Jahres wies im ganzen 100 000 landwirthschasttreibende Vieh-esitzer aus, also nicht mehr als ein- hunderttausend Ackerbaucrfamilien aus sünshunderttausend Fami- lien überhaupt, welche durch die Volkszählung vom 1. Der. 1871 in Sachsen ermittelt wurden! DaS gäbe schon ein Verhältniß zwischen Ackerbauern und Nichtackerdauern, wie eS zwischen den ungefähr gleich starken Bevölkerungen des Paris cinschlußend'e» DeparlemenlS(Seine et Oise) einerseits und der französischen Hauptstadt, resp. dem Seineoep.rrtement, andererseits bestehl. Aber diese Ziffern bringen daS wlrklrcke Verhältaiß- och k-i- neswegS vollkommen zu Tage. In der letzten Berufsstalistik Sach- sens(vom 1. Der. 1861) finden sich nicht mehr als 40,000 Guts- 15 Gr. gebracht. Warum hatte er nicht gespart, um sich einchesitzer und 20,000 Besitzer von Gütern- und HäuSlernayrungen aufgezeichnet. Darin ist offenbar alles begriffen, was Landwirt» schaft in irgend nennenSwerthem Umfange treibt. Die 40,0« „Landwirthe", welche zur Erfüllung der mitgetheiltcn Ziffer vi» 100,000 fehlen, können nur unter den Taglöhnern gesucht werde» die für den nothwendigsten eigenen Bedarf ein paar Beete u» Kartoffeln bestellen, eine Annahme, welche in der Thatsache ihr anderweitige Bestätigung findet, daß vor 21 Jahren der viert Theil aller ansässigen Viehbesitzer aus Leuten bestand, d> noch nicht einen Acker Landes ihr Eigenthum nennen konnte» ES liegt auf der Hand daß es diesen Leuten unmöglich ist, not zur Ernährung Anderer beizutragen, daß sie im Gegentheil, gleit vielen Häuslern, zur Ergänzung ihrer eigenen Bedürfnisse a» andcrweite und zwar größtentheils industrielle Thätigkeit anjj» wiesen sind. Und so ist eS dem Besitzstande nach der zehnte der Beschäftigung nach vielleicht der sechste Tycil der ArbcitSkruf deS sächsischen Volks, der im Ackerbau feine Verwendung find» Unter solchen Umständen ist natürlich für Sachsen an SM erzeuguug des Brodbedarss im Lande nicht zu denken. Sachs» gleicht thatsächlich mehr einer weitläufig gebauten große' Stadt mit einer mäßigen ackerbautreibenden Gemarkung als eine» Lande" im eigentlichen Sinne." Die von Petermann angeführten Ziffern werfen beiläufig aut ein grelles Schlaglicht auf den Stand der Grund- und Bode»' frage in Deutschland. vk ra La od di. N! S-l M mc ad re Kl tal Kr G- *2 -st An ist als ber fan bei St — Ein ächtes Berliner Culturbild schildert die„Volk» zeitung" vom 2. Juli: „Am Sonnabend früh wurden die Bewohner SchöneberzS vo� ver einem ganz eigenthllmlichen Anblick überrascht. Zweiundzwanzit Jungfrauen, deren AeußercS jede Zweideutigkeit au»' 'chloß, sausten auf einem Kremser daher, auf der vordersten Reihs Nu der Kutscher, ganz mit Guirlanden bedeckt, auf dem Schoß eu reä Faß Bayrisch, rechts neben ihm eine Emanzipirte, welche das Gel»in ährt führte, links eine Bacchantin, die einem verstimmten Leier des kästen die greulichsten Töne entlockte. Nicht einer der Damen fehlh der Glimmstengel im Munde. Fort gingS nach der Fischerhütte.l die Die Abwechslung ist nicht Übel, nachdem„andere Leute" di« bis! guten Berliner so oft zu Wagen überrascht haben. Man muß si» wh auch die Kehrseite der Medaille ansehen. 8»' — Aus der Rothenburg bei Münster in Westphalen ka�öls Nachts eine fröhliche Gesellschaft, bei der sich ein Uuteroffizie« bie befand, bei einem Offizier— der Name ist leider bis jetzt veuRez chwieqen— vorüber, der von seinem Fenster auS die Gesellschaft zur Ruhe aufforderte, widrigenfalls er schießen würde. Es i? �eu weiter nur bekannt, daß der Offizier wirklich schoß und den Unten ver osfizier durch den Kopf traf. Der Verletzte soll noch nicht gi' �ur vrg> iorben sein; der Offizier ist verhaftet worden. Der„kriegerische Geist", der mit der„neuen Aera" eingezogen« nen entwickelt sich immer herrlicher und der französische Krieg hai pm unsere Heldensöhne mit solcher„Bravour" erfüllt, daß sie einest d>er Menschen mit derselben GemüthSruhe niederschießen, wie sie einest»-Et Sperling vom Dache holen würden. Wieder ein Schritt niihe�'»' um„Musterstaate" Dahomey! auck nan befü die poli "(S lun. — Zwei groß: Organe der Fortschrittspartei, die„Rheö nische Zeitung" in Cöln, welche der zum BiSmä-ck-r bekehrte Classen- Kappelmann herausgab, und die„Mittelrheinische Zeitung'. in Wiesbaden, welche der Excommunist und Bettelpatriot Bürger» redigirte, sind den Weg alles Fleisches gegangen. Die„Rhei»- Ztg." erklärt rund heraus, daß die Partei sie„nicht unterstützt' habe. Es ist sehr bezeichnend, daß die Fortschrittspartei, dere« Mitglieder zum größten Theil dem„Stande" der Kapitalisten aiv gehören, nicht einmal zwei ihrer so wenigen Organe vom Todi retten kann. Und wo in Bezug auf den Geldbeutel eine solch Filzigkeit herrscht, will man sich den Anschein geben,„für da» Volkswohl mit Hintansetzung deS eignen" thätig zu sein! W'' dächten eher, Herr Duncker wird sich freuen, daß er zwei Concuv reuten für seine„BolkSzeitung" loS geworden ist. i»! ehe Par in Nun doch tize — AuS Klagenfurt schreibt di:„Arbeiterwochenchronik' Pest: „Der Prozeß gegen daS„Socialpolitische VolkSblatk nun endgiltig entschieden. Wie wir erfahren, hat der oberst' Gerichtshof die eingeleitete Nichtigkeitsbeschwerde zurückgewiesen- deih Gustav Fernkorn bleibt verurtheilt zu drei Monaten Arrest tion verbunden mit einem Fasttage in jedem Monate, und nachherize' soci. Ausweisung für ewige Zeiten aus Kärntens Gefilde». Dstgene Ausweisung ist für unseren Genossen Fermkorn um so empfindlichen liche da er sich in Klagensurt ein Geschäft erworben hat und nun eioe»� bedeutenden materiellen Schaden erleidet." ispra Diese„ewigen" Ausweisungen der österreichischen Behörde»»!�, geben einen trefflichen Stoff ab für die Witzblätter künstizek idjgt Z:iten! dm l-iuu — Zur Charakteristik der englischen„Arbeitcr- Und ührer". Die letzte Nummer(117) des in London erscheinende" schre Republican Herald"(früher„International Herald") enthält sol' frjsz gende„Warnung: Es gibt hier eine Horde von MiethlingenMrk und Werkzeugen der zwei herrschenden politischen Parteien. Sie Best dienen derjenigen Partei oder Person, welche ihnen für ihre Dienst»»Berr das meiste G:ld vorausbezahlt. Sie thun nichts, ausgenommen veh» ür Geld oder um Reklame für sich zu machen. Jedes Jndivi- r&th, duum dieser Horde strebt nach einem Sitz im Parlament alS rder Mittel, um höhere Zahlung und größeres Vertrauen zu erlangen, sin' DaS Schlimmste ist: Creaturen dieser gemeinschädlichen Hordehnde haben viel Tausende von Arbeitern so verblendet, daß sie von sindi denselben in Stellungen gewählt worden sind, wo sie das größsi �ieft mögliche Unheil anrichten" können. Es thut noth, dringend"noth. die Arbeiter zu warnen! Sie sind verrathen! Arch ist einer derJigx, braven und ehrlichen„Führer", welche die Diplomaten nicht be- Arsi! 'techen können. Allein unter den„Führern", die sich in Londo» sileü breit machen, sind nur wenige, die nicht seit Jahren ihre Seelen z dem Meistbietenden, dem Teufel verkauft hätten. Mehr demnächst!"e� Längeres Schweigen wäre Verbrechen."»usg Wir wollen sehen, mit welchen„Enthüllungen" der„Republi- W can Herald" aufwarten wird. Ob Arch daS ihm gespendete Zeug- W\ niß der Ehrlichkeit verdient, lassen wir dahingestellt sein. Nu""ststn viugende Gründe können uns veranlassen, unser wiederholt auS stdiri gesprochenes, aus eine Reihe von Thatsachen sich stützendes Urthest jßir über diesen„Arbeiterführer" umzustoßen. Jedenfalls ist ein: Notiz �nn derselben Nummer deS„Republican Herald" nicht dazu an- flm gethan. Sie lautet:„Arch. Von der„Union"(der Arch'schc" sin Landarbeiter-Genossenschaft) sind 1000 Pfund Sterling bewilligt worden, um die ausgesperrten Arbeiter ins Exil zu schicken(nait Amerika oder Australien). Dies- Verbannung ist eine Niederlage') „iv. /??... Ofn_________ ein Rückzug, kein S'.eg. Arch ist ein Mann von unzweisel-»j' haster Ehrlichkeit, aber die geschäftigen Agenten, genannt„National' J ökonomen"(Volkswirthschaftler, Hirmonieapost-l) haben ihn ver- »<>l rathen." So der„R�pnblican Herald". Daß die englischen Landarbeiter.verrathen" worden, ist sicher; ob Arch ein bewußter « oder unbewußter Berräther, ist ganz gleichgültig. Verrath ist d Verrath.— In einer dritten Notiz warnt der„Repnblican Herald" hi die englischen Kohlenarbeiter vor Macdonald, dessen Be- c>- nehmen in dem jetzigen Klassenkampf allerdings das wiederholt p. gegen ihn geäußerte Mißtrau n im vollsten Maße rechtfertigt. tt Macdonald ist ein sehr schlauer Patron, ein geriebener Schotte*)— oi man braucht nur einen Blick auf daS vom„Beehive" veröffentlichte ni photographische Portrait zu werfen—, der sich über die Tragweite il seiner Handlungen mathematisch klar ist; seine Handlungen sind jp aber durchweg derart, daß sie entweder das Werk eines Unzu- ti rechnungsfähigen oder raffinirt darauf berechnet sind, die :i Kohlenarbeiter zu verwirren und unter die Zuchtruthe der Kapi- rd talisten zu bringen. Wir werden nach Abschluß der gegenwärtigen bji Krise Gelegenheit haben, die von Hrn. Macdonald und sonstigen ls» Gewerkschaftsgrößen ähnlichen Kalibers gespielte Rolle übersichtlich !«> Zn beleuchten.— Der Strike der Kohlenarbeitcr von Cleveland n» ist beendigt; die Arbeiter haben sich von ihren„Führern" zur Annahme eines Schiedsgerichts überreden lassen und die Folge id ist: daß ihnen schlimmere Bedingungen aufoktroyirt wordea sind e» als diejenigen waren, welche sie ursprünglich zur Arbeitseinstellung � bewogen!(S.„Beehive" vom 27. Juni, S. 4.) Auch diesen faniofen„Ei folg" der SchiedSrichterei werden die englischen Ar- lkSl beiter sich hinter die Ohren schreiben!— Im Uebrigen ist der Starb des Conflikts im englischen Kohlengewerke wesentlich un- )D> verändert. tW rS'— Aus Berlin kommt die Kunde, daß die preußische Regie- nh Ning ihren Staatsanwälten befohlen habe, die Sozialdemokraten crt recht scharf ins Auge zu fassen und„nachdrücklich und unverzüglich Je einzuschreiten, wo die sozialdemokratische Parteibcwegung die Grenze ier des Gesetzes überschreiten sollte". hlt Für unS, in dem Sinne, wie sich Hr. Bismarck und Stieber te.� die Sache vorstellen, von gar keinem Belang! Aerger, als sie es di! bisher getrieben, können eS die preußischen Staatsanwälte un- sit Möglich treiben, und die preußische Regierung muß den Bela- gerungszustand über das ganze Reich verhängen, wenn sie unserer Agitation noch mehr Hemmnisse in den Weg legen will, ka» sie bisher gethan. Und auch dann wollten wir noch getrost iei bie Partie annehmen und sehe», wer länger auShielte, die preußische vev Regierung mit dem Belagerungszustand oder wir. das! Wir lachen der Anstrengungen preußischer Staatsanwälte. Nach' > iß dem die Münchener Polizei unsere dortigen Parteigenossen gen versechsfacht und im Bunde mit den Münchener Bierwirthen zni durch ihre unverdrossenen Anstrengungen unserm Münchener Partei- "rgan, dem„Zeitgeist", in wenigen Wochen 3000 neue Abon- geiii uenten verschafft hat, dürfen wir doch auch hoffen, daß uns die hzl preußischen SiaarSanwälte bald mit ähnlichen Resultaten beglücken inetl werden. Und nicht wahr, Herr Tessendorf, daS leidet schon Ihr jne>»Ehrgefühl" nicht, daß Sie hinter der Münchener Polizei zurück- ahell bleiben? Also immer rin ins Vergnügen! — DaS Gesuch Mösts um vorläufige Haftentlassung ist nun � auch vom Kammergerichte abschlägig besckiedcn worden. Soge 'ii nannte Präventivhaft soll nur in solchen Fällen stattfinden, wo zu befürchten steht, daß der Angeklagte sich durch Flucht der ihm drohenden Strafe zu entziehen versuchen werde. Bei Most, den die Flucht politisch todt machen würde, und der überdies durch sein (l- politisches Vorleben genügend bewiesen hat, daß er für seine Hand- �lungen voll einzust.chcn und seinen Feinden nicht aus dem Wege zu gehen pflegt, kann aber eine solche Befürchtung nicht im Ernste gehegt werden. Trotzdem hält man Most in der Präventivhaft. E« gibt eben„Richter in Berlin". der Versuch stieß jedoch ans den Widerstand einiger Gründer und endete mit dem Rücktritt des betreffenden RedacteurS. Es versteht sich von selbst, daß der Mangel einer eigenen Druckerei nicht die einzige Ursache ist, wenn mehrere unserer Organe nicht den gewünschten Erfolg hatten, und daß umgekehrt der Ä e- sitz einer eigenen Druckerei noch Jkeine Garantie des Erfolgs ist; aber soviel dürfte wohl bewiesen sein, daß die Parteigenossen an verschiedenen Orten, die die Gründung eineS LokablattS wagen wollen, sich durch daS Mißlingen früherer U iternehmen nicht ab- schrecken lassen dürfen, sondern einfach den bei denselben began- genen Fehler vermeiden müssen. Wir möchten diesen Mansch nach all6n jenen Städten richten, an welchen sich daS Bedürfniß eines Lokalblatts mehr oder weniger lebhaft geltend macht, insbesondere nach Cöln, Magdeburg, Breslau, Leipzig, Berlin, Kö- nigsberg und hoffentlich auch Hamburg. Die Versuchung, die Zeitung in einer bestehenden Druckerei herstellen zu lassen, anstatt sie auf eigene Rechnung zu drucken, ist allerdings oft sehr groß. Beschränktheit der Mittel, billige Offerte eines Druckereibesitzers, oder der Wunsch, einem solchen nützlich zu sein, namentlich wenn er zur Partei gehört, mögen hier und da zu diesem Mißgriff ver- leitet haben. Allein daS Interesse der Partei darf in so wichtigen Dingen nicht der Gefälligkeit gegen Einzelne zum Opfer gebracht werden, und wo man nicht über die Mittel verfügt, um die Sache so anzufangen, daß sie Erfolg verspricht, da muß mau sich eben noch gedulden. Im nächsten Artikel sollen nun die Vorbedingungen für die Gründung eines Lokalblatts erörtert, sowie einige Rathschläge über die Art und Weise, wie die Sache anzufangen ist, ertheilt werden. C. II, Folgende Delegirtc zum Coburger Congreß sind bis jetzt an- gemeldet worden: Württembergische Mitgliedschaften: Th. Burckqardt und G. Bronnenmaier; Magdeburg und Buckau: W. KieeS; Würzburg: M. Weckesser; Nürnberg: Grillend wger, Scherm und Baumann; Staßfurt und Löaerburg: W. Fischer; Erfurt und Mühlhausen: W. Bock; Harburg und Wandsbeck: Ty. Uarck; Mainz: PH. Müller; Gartenfeld: Fischer; Königsberg: Scheil; Marburg: E. Roland; Oedsran und Müssen St. Micheln: A. Geib(derselbe ist auch vom Ausschuß delegirt); München: C. F. Rick und Geiser; Schweinau und Gleishammer: Schwanebeck; Fürth: Löwenstein; Luckenwalde: Ehrhardt. Hamburg, 4. Juli 1374. August Geib, Rödinzsmarkt IZ. x Ä lein. itzss en an' :ow >lch- val ißu cur- Gewerksgenossenschaftliches» Anfforderuug in Betreff der„Gewerkschafts-Union". Da daS Manuskript des Protokolles vom Magdeburger Gc- werkschaftS-Congreß nunmehr in unfern Händen ist, werden die VorortSverwaltnngen und Bevollmächtigten aller Gewerkschaften durch die Organisation der Arbeiter eine g-stündige Arbeitszeit kern, was um so erfreulicher ist, da sich dieselben bis jetzt fern gehalten haben. Bekommen die Handwerker einmal Interesse an unsrer Bewegung, so sind sie auch bald für unS gewonnen, wa» für unser Städtchen von großer Wichtigkeit ist, da die Handwerker hier vorherrsch n.— Nach der Versammlung besprachen die hiest- gen und anwesenden Nochlitzer, Lausigker und Frohburger Partei- genossen die Wahl eines D-lezirten zum Congreß nach Coburg, und einigte man sich schließlich dahin, W. Fink auS Leipzig da» Mandat zu übertragen. Die Mitgliedschaften zu Penig, Lunzena«, Wechselburg, Colditz u. s. w. fordern wir hiermit auf je ein Man- dat auszufüllen und an W. Fink, Expedition des„Volksstaat* Leipzig, zu schicken. Jeder Ort muß zum Congreß vertreten sei». Mit socialdem. Gruß G. Stahl. Arfurt, 25. Juni. Am 15. d. M. hielten wir hierorts eine Volksversammlung ab, in der M. Kayser auS Breslau über die „Reichsfeinde" sprach; den Borsitz führte Fritz und Unterzeichneter war Schriftführer. In anderthalbstündiger Rede erledigte Re- ferent sein Thema in trefflicher Weise und forderte zum Schluß seines Referats zum Abonnement auf den„Volksstaat" und zum Eintritt in die Partei auf. F. Fahrenkam. Arnstadt im Juni. Vor Kurzem fand hier eine VolkSver- fammlung statt, in welcher Herr rflorck aus Hamburg über die ausgestellte Tagesordnung:„Die Thätigk-it und der Nutzen der Gewerkschaften" sprach. Nach Constituirung des Büreaus erhielt Referent daS Wort, und überbrachte er zunächst einen Gruß der GewerkSgenossen in Hamburg. Zur Tagesordnung übergehend, beleuchtete derselbe in einem längeren gediegenen Vortrag die Entstehung der Gewerkschaften. Die Revolutionen von 173S, 1830 und 1848 hätten schon eine tiefe soziale Grundlage gehabt, sie hätten aber doch unterliegen müssen. 1348 hatten w:r ein freies Vereins- und Versammlungsrecht, welches zum Theil zur Vereinigung der Arbeiter führte, doch die darauf eintretende Re- aktion unterdrückte die zur Aufklärung des Volkes gegründeten Vereine oder lenkte sie in andere Bahnen. Dieselben nannten sich dann ArbeiterbildungSvereinc. Die gegründeten Vereine von Schulze-Delitzsch hätten auch keine Besserung der Lage der ar- beitendeu Klassen herbeigeführt, was die Borschuß-, Consum- und Rohstoff-Vereine bewiesen, welche dem Arbeiter gar keinen oder doch nur einen kleinen Nutzen brächten, vielmehr dem kleinen Handwerker, sowie den Unternehmern zu Gate kämen. Die Or- ganisation sei daS beste Mittel, die traurige Lage der Arbeiter zu verbessern, gegenüber den Ausbeutungen der Fabrikanten; auch ziele die Bewegung daraus hin, in politischen Verhältnissen mit- zusprechen und die Gesetze mit zu berathen, die heutigen gesell- schaftlichen Verhältnisse mit zu regeln, und dem Arbeiter den vollen Ertrag seiner Arbeit zu sichern. Durch die Gesetzgebung kö ne nur die heutige Lage gebessert werden. Referent verglich England mit Deutschland, und hob hervor, daß im ersteren Lande hierdurch anfgefordert, dem Unterzeichneten sofort mitzutheilcn, wir viele Exemplare.diesclbcns(wiinschcn�da»lit dem entsprechend die'.Höhc der Auflage'bestlmmt werde» kann.'-Der Preis wird voraussichtlich.'/z'tSgr.Zpr. Exemplar! nicht. übersteigen� sofern mindestens 2000 Exemplare bestimmt werden..Gleichzeitig wer- und bessere Löhne erzielt worden seien, h Deutschland seien wir noh nicht so weit. Der Staat habe die Gesammtheit vor Elend zu bewahren, aber er unterstütze nur die besitzenden Klassen durch Vorschüsse und Zinsgarantieen bei Essenbahnbauten u. s. w., für die Arbeiter aber geschehe gar nichts. Nachdem Referent noch die Vortheile der Gewerkschaften für den die Empfänger der unter heutigem versandten UnionS-Sta- d: Arbeiter hervorgehoben und zum Beitritt aufgefordert hatte, tuten n»i deren Verbreitung an die Bevollmächtigten der betr. schloß derselbe seinen Vortrag unter großem Beifall der Versamm- Gewerkschaften ersucht. Hamburg, den 4. Juli 1874. Die Ccntral-Vcnvaltuna. I. A.: Th.?)orck.' Allgemeiner Töpferverein für Deutschland, Ocstrrich und die Schweiz. lung. Sollte Herr Borck, was allgemein gewünscht wird, bald wieder nach Arnstadt kommen, so können wir ihm schon jetzt eines großen Zuspruchs versichern. Da nacd Aufforderung des Vorsitzenden sich Niemand mehr zum Wort meldete, wurde die Versammlung mit einem Hoch auf unsere gerechte Sache geschlossen. Wi können auch freudig mit- nil' rtt :rst( sscn hell ine» de» Die Partcipresse. ii. Setzen wir unseren Rückblick auf die Erfahrungen, die die Partei»lit ihren Organen gemacht hat, fort. Der Versuch in Hamburg wurde überall mit großen Hoff- nurg-n begrüßt. WaS in kleinen S ädten gelungen war, wußte 'doch in einem Centrum der Arbeiterbewegung,- in welchem so tüch- «ge Männer an der Spitze der Bewegung stehen, erst recht ge- peiheu. Woran scheiterte daS Blatt in Hamburg? Unsere Frak reprt.on war damals dort weit schwächer als jetzt, die Mehrheit der lgf locialrstischen Arbeiter noch persönlich gegen unsere Freunde ein- T» genommen, der„Socialdemokrat sehr verbreitet. Für ei» tag- uches Blatt wäre also der Leserkreis wohl noch nicht vorhan- gewesen; das Wochenblatt aber, daS man erscheinen ließ, e»t- Iprach, obwohl eS vortrefflich redigirt war, doch nicht dem prakti- . Ich»» Bedürsniß, das durch ein Lokal- und Provinzialblatt befrie- lgi>digt werden soll. Man will rasch und billig annonciren können, nicht mehr der feindlichen Presse, die unS verhöhnt und ver- lauuidet, unser Geld zuzutragen. Plan will ein Organ für Kritik el'pnd Beschwerden aller Art haben, um Mißhandlungen und Aus- de» Ichreitungen seitens der Bourgeoisie und ihrer Behörden rasch, auf f°l'Mcher That an den Pranger zu stellen, um u»S gegenseitig zu � �Jen, anzuspornen, wohl auch um unS gemeinschaftlich über die � �sschränktheit unserer Gegner zu amüsiren. Wir wollen unS den nsn Verdruß ersparen, unS in jeder Zeitung, die wir in die Hand ne» nehmen, beschimpft oder, waS noch verletzender ist, väterlich be- oder bevormundet zu sehen, und da uns ein persönliches alSxder geschäftliches Bedürsniß zwingt, unter allen Umständen irgend le''fln Tagblatt zu lesen, so wollen wir eines haben, das uns die .rdehndern überflüssig macht und unS zudem reineren Wein als die oo» Pudern einschenkt. Das ist der Zweck eines Lokalblatts. Kann >ßt-v>eser Zweck durch eine WochenauSzabe erreicht werden? Nein. . Natürlich lohnte eS sich auch für ein Wochenblatt nicht, eine der Druckerei anzuschaffen. Damit war zugleich der im vorigen be- Artikel angezeite Weg, sich die Kosten eines BlatteS bedeutend zu >0» lleicjjtet», versperrt. i, Auch unsere jüngeren Organe in München, Mainz, Nürn- 'tg und Stuttgart beweisen, daß die Schwierigkeiten der Her- ergäbe einer Zeitung bedeutend leichter überwunden werden, .'lr' jOeirn der Betrieb einer Druckerei damit verbunden ist. Endlich rg- Wt der„Volksstaat" selbst, indem er sich von dem Privatunter- loX ehmer, an den er durch die Umstände lange gebunden war, eman- & ftbute und seine eigene Offizin errichtete, diese Lehre bestätigt. si" Hünen guch die Berliner„Demokralische Zeitung" anführen »tlj»dneu, die diese Lehre mit ihren, Leben bezahlt hat; allein dieses w'"satt g»ho>t rickt in den Rahmen unserer Erörterungen, weil es itheilen, daß unsere Gewerkschaft von Woche zu Woche wächst, und Kamburg, 3. Juli. Folgende Mitglieder wurden noch in die Thüringen ein gutes Feld ist für die Bewegung. Unser Häusieiu Verwaltung gewählt: Louis-Gebest, 2. Vorsitzender; Friedrich hat eS sich zur Aufgabe gestellt, mit beizutragen zu einer Besser- Nissen, Cassircr; Wilhelm Schröter, Aurel Wuches, Herrmann Igestaltung der Lage der arbeitenden Klasse. Met Gruß Falcke, H. G.best, Carl Westphelnig, Beisitzende. Die Adresse de(r W Rh Cas sirers ist Friedrich Nissen, Schulterblatt Nr. 39, 2. Etage Altona, und sind Gelder nur an denselben abzuschicken. Ferner ersuchen wir, den Zuzug streng von Lüdeck fern zu halten da die Kurth, 29. Juni. Heute haben die Metallschläger d e Arbeit eingestellt, und zwar'aus nachfolgende» Giünden. Im Dezember v. I. fing in Folge des Börsenkrachs und der Ueberproduktion, dortigen Collezen wegen Lohrerhöhung mit ehren Arbeitgebern in Geschäft zu stocken an, was zur Folge hatte, daß der Preis Unterhandlung stehen. Die Sache der Lübecker Collezen ist bei hw Waare und demzufolge auch die Löhne herabgedrückt wurden, eintretenden Eventualitäten als Vereinssache erklärt; sollte eie, pie Meister machten zu Weihnachten uerd Ostern einen Lohnabzug Kamps nöthig sein, so werden die Mitglieder ihre Schuldigkeit von 5 Prozent, waS sich die Gehilsen ruhig gefallen ließen. Vor thun ueed dieselben thatkrästig unterstützen..14 Tagen wurde nun abermals ein Abzug von 10 Prozent ge- Sämmtleche Bevollmächtigte sowie Bcitragsaminler, die bei mir macht, was zur Folge hatte, daß am Mittwoch, den 24. d. M angemeldet sind, sind bestätigt. Mit socialdem. Gruß Julius Wilcke, Lorsitzender, Speesegang 33. Metallarbeitergewerksgenossenschast. Leipzig. Meene Adresse est jetzt Hohe Straße 19, Qrerge- bäude, 1 Tr. vei Schulz. Sprechzeit von Früh f>3k-7 und Abends von 6—3 Uhr. Mittags nur von 12—1 Uhr. Bayrische Straße Nr. 9 e: 4 Tr. links. Ludwig, Bevollm. Urannschweig, 2. Jult. Anfrage! Unterzeichnete richten im Namen der hiesigen Mctallarbeiter-GewerkSgenosse.sschasl an_ den auf dem Eisenardeiter-Eonzreß in Hannover gewählten Ausschuß die Frage, auS welchen Giünden der Kasseler Eongreß vertagt ist da doch aus dem Congreß zu Hannover der Beschluß gefaßt wurde, daß selbiger am 5. Juli» c. in Kassel stattfinden sollte. Steht der Ausschuß über dem Kongreß oder der Congreß über dem Ausschuß?. Im Interesse der allgemeinen Sache erbitten wer ueeS auf dee- fem Wege Antwort. I. A.: C. Ulrich. C. Schubert. O. H. Müller. Gewerkschaft der Schuhmacher. Hotha. Diejenigen Metgliebschastcn, welche noch nicht ine Be- sitz eines Orlsstempels sind, werden ersucht, selbigen en Gotha in einer Versammlung die Gehilfen erklärten, um diesen Lohn nicht mehr arbeiten zu wollen und daß sie am 29. die Arbeit ein- stellen würden. Donnerstag, den 25. hielten die Meister Ver- sammlung nnd beschlossen, Montag, den 29. ihre Werkstätten zu schließen, dam-t Diejenigen, die um jeden Preis arbeiten wollten, mit an der Aebeitseinstellung Theil nehmen müssen. Diese Maß- reget wurde nun auch heute ausgeführt. Natürlich nur deshalb, weil d.e Meister durch da« Gelingen deS StrekeS selbst große Vor- theile erringen. ES sind nun in Folge dieser Vorkommnisse 500 Personen brodloS, wovon die Hälfte weiblichen Geschlechts. Der Kaenps wird ein sehr hartnäckiger werden, weil eineStheils der Geschäftsgang als ein nicht sehr günstiger zu bezeichnen ist, sodann, weil die Lager der Kaufleute überfüllt sind. WaS den Strike als solchen anbelangt, so müssen denselben selbst die Kaufleute als einen vollständig gerechten bezeichnen, und zwar um so mehr, al» das Metallschläzer Gewerbe eines der kraftanstrengendsten ist, was daraus zu erknenen ist, daß ein Mann mit 40 Jahren dasselbe nicht mehr reckt betreiben kann. Die in dem Gewerbe beschäftegten Mädchen und Frauen sind den ganzen Tag dem gesandheitsschäd- lichen Metallstaub ausgesetzt, waS zur Folge hat, daß sie meisten- theils an der Schwindsucht dahinstech-n, außerdem ist ihnen weder eine VeSper- noch Mittagspause gegönnt, und nean kann mit Recht ......-...... i, sagen, daß sie schlechter d..ran sie.d wie ein Karren-Gaul. Der ansertiaen zu lassen. Der Preis ist 1 Thlr. 5 Gr. Es ist dies Lohn war in letzter Zeit im Durchschnitt 9 fl. für Männer, für ~ � L• r v" J__"•!£ 1 � � Or..-... it rv____ Vs�V.�lliS PvioKfl« Vetola O Cl um so mehr zu empfehlen, als dieselben gleichmäßig und egal würden. Doch ist obeger Preis pränumerando eieezusenden. Die RegeerSburger Genossen warnen vor Zuzug, rveniger um einen Sirike zu proklamiren als uen den Arbeitsnachweis in ihre Hände zu bekomenen. Wir ersuchen die College» allerorts, die Regens- burger in diesem Streben zu unterstützen. Ärbeiterfteundliche Blätter wollen von Obigem Notiz nehmen. In Biebrach ist Bevollmächtigter Franz Salzmann, Kassirer Jacob Haus, Schriftführer I. Gaugner, Revisor N. HaaS. W. Bock. ,eI! eigentlickes Parteiorgan gewesen.Ist. Nur einige Wochen hin- ig''�ch versuchte ein Redacieur ihm diesen Charakter auszuprägen; aii eg»,*) 1 veizländer stecke 7 Jrländer in die Tasche: I Jute 7 Englän- el- i.' 1 Scholle 7 Juden, und 1 Jankee(Amerikaner der Neu Engtand. f■'"leee) 7 Schelten— sagt ein englischer Schriftsteller. Frauen 4'/- fl. Man wird daraus ersehen, daß diese Leute sich en einer sehr bedauernSwerthen Lage befinden. Da die Mehrzahl der Strikenden verheirathet ist, so ist schnelle Hilf: von doppeltem Werth; ick, fordere daher die Arbeiter aller Geschäf-s- Braucken auf. die Strikenden nach Kräslen zn unterstützen. Im Austrag: G. Götz, Radnitzstraß: 3, Bevollmächtigter der M etallarbeiter- Gewerks ckaf Etwaige Unterstiitzungen srnd an obige Adresse zu senden. Lörrach. Obevohl im hiesigen Arbeiterbunde seit einiger Zeit 'eine sehr große Flauheit herrscht, indem von nahezu 300 Mit- gliedern kaum 30—40 bei den Versammlungen anwesend sind, so ist doch in letzter Zeit unter den Wenigen, die noch Energie ge- nug besitzen, dem Kapital thalkräftig gegeaüberzutcelen. eine Ge- Torreiponvenzen �eithain. Soentag den 28. Jeni feierten wir unser Albeiterscst. Eröffnet wurde dasselbe mir einer VolkSoersamm-..„ luna en welcker W. Fink zu Aller 8uf.i-denheit reserirte. nossenschast der Schnieder inS Leben gerufen worden. Wer hoffen, Besucht war die Versammlung zu zwei Dretlheilen von Handwer- daß dieser Schritt hauptsächlich unter den Arbeitern hiesiger Stade s. den gewünschten Eindruck nicht verfehlen wird und dieselben zu dem Scklufse gelangen, daß die Arbeiter durch Organisation dem Kapital gegenüber auftreten können. Hier in Lörrach ist unter den Kleinmeistern, besonders aber den Schneide» meistern(Groß- produzirende sind hier nicht) der Wahn vorherrschend, die Arbeiter hingen von deren Huld und Gnade ab, was man deutlich daraus ersehen kann, daß ein solcher Herr Schueidemeister, als er Wind von der Entstehung einer Geuostenschast bekam, drei Arbeiter, die besonders an der Gründung derselben betheiligt waren, sofort entließ, waS denselben jedoch wenig Kummer machte, indem die ersten Vorbereitungen, z. B. Miethe eines Arbeitslokals rc. bereits statt- gefunden hatten. Wir hoffen, daß diese Genossenschaft, obwohl dieselbe von den Gegnern zu leiden haben wird, doch von den Arbeitern in jeder Hinsicht unterstützt werden wird, und so wün- schen wir von Herzen derselben ein rechtes Gedeihen und Blühen. Hoch die Organisation, hoch die Solidarität der Arbeiter! L. Iv. gäerfi«, 2. Juli. Die hiesige„Voss. Ztg.", Organ der Rück- schrittSpartei(„Erben der Demokratie von 1848") bringt heute unter LccaleS solgende interessante Mittheilungen:„Nicht nur gegen den Präsidenten deS Allgemeinen deutschen Arbciter-VereinS, Herrn Hasenilever, sondern auch gegen die übrigen Mitglieder deS Vorstandes dieses Vereins, den Redakteur Hasselmann, den VereinSsckrelär Derossr, den Kassirer Rackau, den Zimmermann Finn und den Cigarrenmacher Ecks ist wegen deS Zuwiderhandelns gegen die§§ 86 und 16 des Vereinsgesetzcs die Voruutcisuchiing eingeleiiet worden. Düse Voruntersuchung bezieht sich in gleicher Weise auch auf die sozialdemokralilchen SpezialVereine(?) welche mit dem Allgemeinen deutschen Arbeiter-Verein in Verbindung stehen, so aus den Allgemeinen deutschen Arbeiter- Unter- stützungSoerband(Vorsitzender Hasenklever), den Zimmererbund (Vorsitzender Kapell), dem Allgemeinen deutschen Maurer- und Stcinhauer-Verein(Vorsitzender Hurlemann und Grottkau). Gegen die �.Führer" der Eisenacher sozialdemokratischen Partei gedcnkl die Staatsanwallschaft am hiesigen Stadtgericht, wie wir erfahren, binnen kürzester Frist wegen desselben Vergehens vorzugehen!!" Nur zu Herr Tessendorff und Consorlen, zeigen Sie Ihr staatSretterisches Genie, bringen Sie unsere Führer unter Anklage, wir kennen keine Führer, können auch trotz aller Anstrengung keine entdecken; aber bei Tessendorff ist ja kein Ding unmöglich; weS- halb sollten keine Fühier zu finden sein, wenn andere Leute auch in ihrem beschränklen Unterthanenvaslande keine kennen und gegen solche energisch protestiren würden, sollte Jemanden nach der Führerschaft gelüsten! Der Staat aber ist in Gefahr, folglich muß die Sozialdemokrane vernichtet werden, nicht wahr? Und dies gelingt durch Auflösen, HochverralhSprozesse und sonstige Kleinigkeiten!?? Weit gefehlt. Der Artikel in obiger Zeitung fährt dann fort:„WaS die polizeiliche Schließung des Allge� meinen deutschen AlbeitervercinS beiriffr, so verhehlt man sich in den betheiligten Beamtenkreisen nicht, daß damit nicht viel erreicht sei!(Aha!) deshalb müssen andere Seiten aufgezogen werden und stellen nun die betheiligten Beamtcnkreise Fol- gendeS in Aussicht: Auch ist die Verlegung des HauptsitzeS des Vereins und eine Statutenänderung ganz bedeutungslos, w.nn der hiesige Verein, gleichviel wie er sich in Zukunft bezeichnet, in seinen Mitgliedern, Leitern und Statuten im Wesentlichen derselbe bleibt. In jedem Falle würde», wenn die Joentitäl des neuen Vereins mit dem geschlossenen Vereine durch die in dem neuen Vereine als Leiter und Redner hervortretenden Persönlichkeiten oder durch andere Momente erkennbar ist, die Maßregel der Schließung auch dem neuen Bereine gegenüber zur Geltung ge- bracht und demgemäß die VereinSversammlungen inhibirt werden!" Dies bedarf keines weiteren Commentars; gegen das, was den Sozialdemokraten dort in Aussicht gestellt, giebt es nur Eines: Jeder Arbeiter muß seine Klassenlagc begreifen und eintrete» mit ganzer Kraft und voller lleberzeugung für unser Parteiprogramm, muß sich einzeichnen lass.n in die Listen unserer Partei und so protestiren gegen jede Vergewaltigung!- Arbeiter, abonnirt aus den„BolkSstaat", unser Parteiorgan, damit dicS unser Bindeglied sei, wenn obige in Aussicht gestellten Maßregelungen eintreten und woraus wir immer u»d stets neue Kraft zum Festhalten an unseren Grundsätzen gewinnen! Hoch die Sozialvenlotratie! Sp. Wien, 29. Juni. Unser Parteigerosse A. Sckeu wollte nach Deutschland übersiedeln und sollte auf der Reise dahin im Auf- trage der hiesigen Parteigenossen an verschiederen Orten in Mähren und Böhmen Versammlungen einberufen und dort sprechen. Die freien Versammlungen wurden jedoch überall von der Polizei der- boten, weshalb er sich vornahm in Brüsau in einer VereinSver- sammlung als Gast zu reden, welches sträfliche Vorhaben er aber nicht zur Ausführung bringen konnte, da er schon vor Beginn der Versammlung durch GenStarmen verhaftet und nach mancherlei Quälereien in Zwittau wegen Uebertretung des VercinSgesetzcö zu 3 Tagen Arrest verurtheilt wurde. In den„Gründen" dieses UrtheilS wird unter Anderm gesagt, daß er, wenn er gesprochen hätte,„zweifellos" auf die Arbeiterbewegung bezug nehmende Reden gehalten hätte, was nur durch Eiuschieitcn der OrtSpolizei verhindert wurde. Er sah nun ein, daß es derzeit in Oesterreich nicht möglich sei, von dem„staatSgrundgesehllch gewährleisteten Rechte der freien Meinungsäußerung" Gebrauch zu machen und wollte sich nach verbüßter„Strafe" über Prag in das Reich der Gottesfurcht und frommen Sitte begeben, um vergleichende Studien zwischen k. k. österreichischer und preußisch-deutscher„Freiheit" an- zustellen. In Prag aber wurde sernc Anwesenheit auSspionirt und obwohl er nicht einmal einer Sitzung, geschweige denn einer Versamm- lang beigewohnt, überhaupt keinerlei polltische Thätigkest entwickelt hatte, verhaftet. Die Freudenbotschafl wurde nach Wien tele- graphirt und das ganze„demokratische" Sauhirten- Corps stimmte einen Jubelhymnus an und leitartikelte schreckliche Raubergeschichien von einer sozialdemckcatisch-södc>aliftlsch- bakunistisch- nihilistischen Verschwörung von dem„Geheimbunde" der in Nrudöifl beschlossen worden sei, von hochvenätherischen Papieren und Coiresxoiidenzen, die man bei Scheu gesunden und dergleichen mehr. Scheu wurde unterdessen vom Bezirksgerichte an das Landesgericht, vo» diesem, weil es mit ihm nichts anzufangen wußte, an dre PollZei-Direktion und von letzterer wieder an das Bezirksgericht„eingeliefert", und hier endlich, da zu einer Verurtheilung wegen eiucS politischen Tclikis absolut jeder AnhaltSpunkr mangelte, wegen„Landstreicherei" wieder zu 8 Tagen Arrest und zur Reise mit ZwangSpaß, aber auf eigene Kosten, nach Wien verurtheilt. Auf einen Rekurs verzichtete er, weil er die Eiledigung desselben hätte in Haft ab- warten müssen und schließlich die erstrichlerliche Entscheidung doch bestätigt worden wäre. Wir kennen um're Pappenheimer!_ In dem Urtheile war unter Anderm ausz-führt, daß die 36—37 fl. östr. W., die Scheu noch bei sich hatte, zur Reise von Prag nach Deutschland nicht genügend seien. Vergebens bemühte sich Scheu, dem Polizeigenie bcgieiflich zu machen, daß diese Summe dann ja noch viel weniger genügend sein könne, wenn er zuerst noch ein- mal nach Wien, woher er eben komme, gehen müsse,— der„weise und gerechte Richter" erwiderte ihm:„Aber wir können Sie als Wiener doch nicht mit Zwangspaß inS Ausland schicken!" Scheu reiste also nach Wien und holte sich bei der hiesigcu Polizei- Direktion seine Papiere. Dort wurde ihm vom Polizei-Commissar Leser, demselben, dem im Dezember 1869 Härtung so glücklich entwischte, bedeutet, daß er binnen 3 Tagen eine»„ehilichen Er- werb" nachzuweisen habe, widrigenfalls er nach dem Vagabunden- gesetz behandelt werden würde. Scheu hatte nun nichts Eiligeres zu thun, als sich dieses Gesetz zu kaufen und nun ward uns mit einem Male die ganze Niederträchtigkeit dieser Verurtheilung klar. Wir hatten anfangs die ganze Geschichte für eine harmlose Poli- zeigemeinheit gehalten, etwa für einen schüchternen Versuch, die Partei zu infamiren, nun sahen wir aber, daß das ganze Gesetz, 24. Juni 1873 publizirt, eigenS auf uns„zugeschnitten", eigenS für die Sozialdemokraten gemacht ist. Ein nach dem Vagabunden- gesetz Verurtheilter kann, wie wir jetzt wissen, unter polizeiliche Aussicht gestellt, cS kann ihm der Besuch von öffentlichen Ber- sammlungcn und gewissen Lokalen verboten werden, es kann bei ihm jederzeit eine Durchsuchung seiner Wohnung und seiner Person statisindcn, er ist u>it Einem Wort außerhalb der Berfas- sung gestellt und für vogelsrei erklärt. Hoffentlich wird das Or- gan der österreichischen Sozialdemokraten, die„Gleichheit", dieses Gesetz abdrucken und Sie werden dann noch manchen Reiz darin entdecken. Scheu hat, nachdem er dieses Gesetz kennen gelernt, starke Lust verspürt, da zu bleiben, um zu sehen, was die Polizei thun würde, wenn er sich in 8 Tagen nun doch nicht mit einem „ehrlichen Erwerb" meldete und nur die Sorge um seine Familie, rne trotz aller von gewisser Seite mit Hartnäckigkeit ausgestreuten Lügen und Verleumdungen noch nicht eine Stunde Noth gelitten, konnte ihn bewegen, dem k. k. Paradiese den Rucken zu kehren. Er ist letzten Sonntag nach London abgereist. Für morgen(den 30.) ist eine Volksversammlung der sozial- demokratischen Partei einberufen, als deren erster VerhandlungS- gegenständ„das Vagabundcngesetz" angesetzl ist. Ob die Ver- sammlung wohl erlaubt werden wird? Wir zweifeln. Die Parteigenossen der nachbenannten Orte werden hierdurch aufgefordert, unverzüglich dafür Sorge zu tragen daß folgende Anlloucenschttlden �ro 1873 baldigst bezahlt werden: Cassel: Arb.-Part. f. Mai 18 Gr.; Offenbach a. M.: Schuhm.- Gewcrlsch. siir September 8 Gr.; Spandau- Arb.-Part. für Septbr. 7 Er.; Stuttgart: Buchbindervemn für August 20 Gr.; Wiesbaden: Schuhmachcrverein für Juni Thlr. 1 2. Für Annoncen pro Oktober und November restiren: Dresden: Buchbinder?. 10 Gr.; Hos: GenossenschaftSbuchdruckerci 1 Thlr.; Mainz: Arb.-Part. Filiale 7 Gr.; Ossenbach- Arb.- Partei und Schuhmachergcwerksch. 14 Gr.; Solingen: Arbeiter- Partei 8 Gr. Wandsbeck: Ardciterverein 22 Gr. Für Annoncen pro Dezember restren: Berlin: Agitations- Coniite 4 Gr.; Halle a. S.: Arb.- Partei 5 Gr.; Schw.-Gmünd: Filiale 10 Gr.; Solingen: Arbeiterpartei 6 Gr.; Wand« deck: Arbeiterverein 9 Gr. Vorstehende Beiträge sind umgehend an die Eppcdition des „Volköstaat" einzusenden. Zugleich machen wir bekannt, daß von Privat-Pcrsone» nur noch solche Annonrcn aufgcnomnicn werden, denen der Betrag bcigcsügl ist. Geschäjis-Annonccn. mit Ausnahme der Empfehlung von Partei schrijlcn, wer tun vorläufig nicht wehr ausgl nominell. Definitive Entscheidung trifft der Congresj. Hamburg, 26. Juni 1874. Ter Ausschuß. gas A. Geib. H. Venneke. Briefkasten der Expedition. Frdthl hier Schrfi. Thlr. 3. 6. Klempncrverein Hamburg Ann. 5 Gr. Brgmn hier Ann. 4 Gr., Schrft 26 Gr. Me- tallarlemr- Gcwerlschast hier Ann. 27 Gr. Soziat-dem. Arbeiterverein hier Ann. 25 Gr. Fnk jr. hier Ab. Tblr. 1 5. O. Silzr Reudn. Ab. Thlr. 15. Gebr. Reichenhcim hier Ann 20 Gr. Ghtnr u. Alf War- schau Ab. 3. Q. 16 Gr. I..An. Jhcnbiitz Ab. 3. O. Thtr. 1. 5. I. ÄtUr hiir Ab. 2. Q. Thlr. 30. M. Br— Br Heidelberg Ab. Juli 12 Gr. W. As Magdeb. Ann. 16 Gr. F. A. Srg Hobolen Ab. 2. Q. Thlr. 120. Thmr hier Ab. 16 Gr. Dirch Dölitz Ab. 2. Q. Tblr. 1. 7. 5. Esengrtn hier Ab. 3. O. Thlr. 2. 5. 5. Ninn Basel Schrst 15 Gr. 4 Pj. C. Pchr. Janvwiy Ab 3. Q. Thlr. 1. 4. A. F. i. Nchbrg. Ab. 3 Li. Thlr. 17. Arb.-Bild-Ber. Stcyr Ab. 3. Q. Thlr. 2. 8. Gldstrn hier Ab. Juli U Gr. Th. Ab Frankfurt Schrst Thlr. 10. 25. 5. Hpfr hier Ab. Thlr. 1. 5. Sprngr Gaiisch Ab. 3. Q. 16 Gr. Schneiderverein hier An. Thlr. 1. 16. O. Rchlr hier Ab. 2. 3. Q. Thlr. 1. 5. Gc- wclksch. d. Holzarb. hier Ann. Thtr. 1.2. Scklion der Tischler hier An. 4 Gr. E. L. Dürrenberg Schrft 8li2 Gr. I Prts. Barsarhelp Schrst. Thlr. 1. 12. C. Lrr. Werschctz Ab. 3. Q. 17 Gr. L. Mhlhra Erini- mitschau Ann. Thlr. 3. 22. Petersen in Heide: Ihre Annonce kostet 18 Gr. Brur Gera: die Manus.-Gcw.-Annonce kostet 8 Gr. Härer Zürich: Packet erhallen, die Rcstforderiing von 2 Thlr. sür Protocolle 1873 ist vom Ausschuß in Hamburg, wollen Sie dort anfragen? E. Hirth Augsburg: Die Festonnonce kostet 14 Gr. I. Rfle Constanz: Nummer 75 unter Kreuzbd. an Sie abgesandt. K. Zttlr. München: Auf Acnzbandseiibilng kann Pofivorschuß nicht erhoben werden, senden Ihnen Berlangies pr. Packet der Redaktion. W. in Berlin: Der Fcstbericht ist in Nr. 76 cnt- halten. Auers Adresse ist: Redaltion der„Südd. Bvlksstimme" in Mainz. Das Adonneniellvirzeichaiß können wir nicht dringen, weil die Post dessen Herausgabe verweigert.__ Fond j. pol. Gcmaßregcltc. L. H. Bte hier 10 Gr., v. Kegelklub der Rothe» Thlr. 10. GcnosscnschastSbuchdruckcrcl. Aniheilscheine bez. Aiithellqnillungen erhielten ferner: In Erfurt I. R. Thlr. 3, E. F. Thlr. 3. Serlin Gera Sozialdemokratischer Arbeiterverein. Künftigen Sonnabend, de» 11. Jnli: cheneratversanunlung. Tagesordnung: Halbjährlicher Rechenschastibericht standswhl. und Zu zahlreichem, pünkilichem Erscheinen ladet die Mitglieder ein Der Borstand est °s WW.Mj Borchiff ? , Bo Gewerkschaft der Holzarbeiter. _ Sonna' end, den 11. Jnli, Abends S'/a Uhr: General-! tv! Versammlung, Windinühlenstraße Nr. 7.— Rechenschaftsbericht über die Krankenkasse wie über die Gcwerkschaftskasse. Wahl de» Krankenkassen-�.' ausschuffes. VerjchiedeneS. Co: Laut§ 26 de» Statut« haben alle M.tglieder zu erscheinen. S. Der Bevollm. �j| ftftthltrt Sozialdemokratischer Arbeiterverein. Tonnerstag, den 9. Jnli, Abend« 8 Uhr, im Saale de»! „Eldorado" regelmäßige Bcreinssitzung.— T.-O.: 1) Soz.-pol Wochen-. bericht. Res. Künzel.— 2) Dislusfion über Punkt 5 de« Programms, Trennung der Kirche vom Staate und der Schule von der Kirche.- jy 3) Fragekasten.»K Gäste willkommen. Freitag, den l0. Juli, Abends 8 Uhr, im„Trianon" de« Re- stauraieurs H. Richter, Roßplatz Nr. 9, Ecke der Slernwarienstraßrsl Geschlossene Mitgliederversammlung. Zutritt nur gegen Vorzeigung der Mitgliedskarte. C« wird erwartet, daß alle Mitglieder pflichtgemäß erscheinen. � _ Der Borstand. s2b Sämmtlichcn Fcstgeiiossen von Nah und Ferw�l. �ÜjUCCtiCrssz welche unser Arbe.terfest durch Ihren zahlreiche#? Besuch und Ihre Mitwirkung verschönern halsen, jagt hierdurch den herz eich lichsten Dank___ Das Eomite. tedi 1P An die Gesinnungsgenossen in und um Augsburg. ,. Der Unterzeichnete crsuwl alle Gesinnungsgenossen im neuen CUiartai jjst für die Verbreitung der Parteipresse unermüdlich thälig zu sein, und nicht erth pinier ihren Münchner Genossen zuiückzubleiben, die im letzten Quarta � durch ihre rastlose Agitation die Auflage des„Zeitgeist" von 3 arif OO� � gebracht haben. Nur durch das Lesen der„Paruipressc" und SchriftH� wird Klarheit in» Boll gelragen. Abonnements aas den„Bolksstaal „Zeitgeist" und„Wochenblatt" nimmt der Unterzeichnete entgegen, am kj!®1 Einzelblätter werden abgegeben. I. Endres Mirtlerer Lech U. 361.�"» Steinmetzen-Gesuch. Zwei gute Steinmetzen aus Grabstein einer in Sandstein, der ansjr z Wo« dere in Granit können dauernde Arbeit bei gutem Lohn erhalten bei»fix C. F. Petersen, Steinmetz [3a]__ in Heide.Holücm.) Herr Bieuvirlh Maler Z. in Heidelberg wolle seine Adresse ,, die Expedition de«„Zeitgeist" einsenden. � � � � ich. � fltoe Abonnements me München, 6. Juli 1874. auf die New- Yorker„Arbeiter-Zeitung" wollen für nächstes Quai»»rin schon jetzt gemacht werden, dauirt die Bestellung rechtzeitig geschehen!a>» und nicht Verzögerung im Versandt eimritt. egür Die Restanten de« 2. Quartal« wollen ihren Abonnemintöbetraz e» f fort entrichten.— Die„Arbeiter- Zeitung" erscheint wöchentlich eitun®{jj[ Preis pro Quartal 1 Thlr. 5 Gr. Pränummerando-Zahlung. am Zahlreichen Aufträgen sieht entgegen_„. jtm Leipzig. Die Expedition deS„Volksstaat." Die Laterne von Henri Rochcfort, deutsch übersetzt: P�ils � 15 Kr. oder 4(4 Sgr. pränumerando ist zu beziehen durch Th. Kal' Judengasse 156, Frautfurt a;M.__ j Meine Adresse lautet von heute an: j I. Mottcler, Leipzig, Genossenschaftsbuchdruckerei Zeitzerst--. Nr. 44. j- � Sonntags-Matt. "hlech b er! »her Organ für die Freidenker Deutschlands.>rga Herausgegeben von Dr. Aug. Apccht. 511! Durch tüchtige geistige Kräfte unterstützt, hat sich das„Somilap t fit Blatt" die Aufgabe gestellt, stine Leser mri den Resultaten der srD oetch Forschung in Natur und Geschichte vertraut zu machen, die mir d lend Veriiunsr und Wissenschast im Widerspruch stehenden religiös n Dogws lrvh zu dekämpsen und die Weltanschauung des freien Menscheuthum»! ßaal verirclen. Bon der Uederjeugung durchdrungen, daß die Menschheit ru durch eine positiv wissenschafrliche Bildung aus de» Banden veralte�, religiöser Satzungen befreit werden kann, wird das„Sonntags- Bia» vornehmlich denjenigen Theil der Wissenschast tultivirm, der sich Mit s' Zlei Entstehung der Dinge beschäftigt und daher Original- Artikel iD die Beschaffenheit und Entwickelung der Welrkörper, des Thier- u>»s i Pflanzenreichs, des Menschen und seiner Kultur u. s.>v. u. s. w. briug-Dvbi Außerdem bringt jede Nummer des Blatte« eine Wochenübersicht wichtigsten Vorkommnisse auf kirchlichem und sreireligiösem Gebiete, q sprechungen freisinniger Bücher zc., so daß sich die Leser über alle scheinungen des geistigen Lebens genügend orrenttren können. zarrrr, Man abonnirr aus das in Gotha erscheinende„Sonniags-BlavL ü bei allen Postanstalten und in allen Buchhandlungen zu dem viertfO j jährigen Preise von nur 7 Gr. 5 Ps. Gotha. Stollberg'sche VcrlagSbuchhandlungD z -—-- Dti 5 Hepncr's Bibliographische Crutralagentur d>rrh (Breslau, Gräbschnerstraße 33) te,, Anzeigen:c. vorläufige'Zfnzcige. Sozialdcmokransche Arbeiterpartei. Sonnabend, d. 18. Juli, Abds. 7 Uhr, Königshöhe, Grerfswatderstr. 8:: Allgemeines Volksfest mm Pesten der Znliastiiteii. Programm: Großes Garten- Eoncert, ausgeführt von der� Kap.lle des Herrn Panzer.— Von>,-,10 Uhr an: Bengalische Be-, leuchtung des decoriitnl Saitens.— Naw dem Eoncert im großen I Saaic: Festrede.— Chorgesang.— Ball. Entrv au der Kasse 3 Sgr. Billet« zn 2>/z Ngr. sind vorher beim� Festcomit« und in allen Versammlungen zu haben. Parteigenossen, sorgt namentlich sür massenhaften Vertrieb der Billei». I A: Richard Bang. osserirt: Varnhagen, Tagebüher, Bd. 1— 6 statt 18 sür 12 TH'ZheM (Bd. 5 und 6 vollständig vcrgrrssen.) Zimmermann, Geschichte Bauernkriegs, 2 Bde. 2 Thlr. 21 Gr., Derselbe: Geschichte der Ja� 1840— 60 l'/s Thlr. Chownitz, Geschichte der unaar. Revoluli� 2 Bde. 1 Thlr. 24 Gr. Revolution». Almanach(Götlingen), Ja�l gang 1793— 96, 1801 1803, m. Jlluüralionen, s. 6 Thlr.; Earess soeinl seieneu 3 voll. 1859. 8 Thlr.; MacErrUoch, essuis on eeouos polit. 1853, 2 Thlr; Varnhagens Tagebücher u Bd. 2(stall 3) Thls- Lamartine, neueste Werte, 45 Theite, statt 9 Thlr, 6 Thlr. Ja hü? Gesch. d. Reool o. 48, Gesch. d. Girondisten, Gesch. der Restaurali»� Enthüllung�r; Dramaiisches. Alle gieren und seltenen staatswissenschaftlichen Werke deS Ja- Auslandes werden durch mich billigst beschafft. Soeben erschien: Leipjiger HochvemithLprojeß 12.(Tchluß-) Lieferung. Du„ungehaltene»" Reden cmhaltcnb. 72 Seilen. Preis 2>/z Groschen. es �it>t hiex Eßrisseilthllm und Sozialismus 'Mj* Eine PulcmU zwischen Heu. Kaplau Ho hoff in Hufs-., Gewerlschast der Manujalturarbeiier. ttttd dcirr Bcisittjer der zschri.t:„Ow parlamentarische Sonnabend, d. 11. Juli, Abends 8 Uhr: Versammlullg/ �ill des deutschen Reichstags unö der Landtage ze." 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