' Rh �rfrfjftnt in Lkipng 'ittwoch, Freitag, Sonntag. «estellungen nehmen an alle wstanstalten u. Buch Hand- »»gendes In- u.Auslandes. iilial-Expeditioiien für die Vereinigten Staaten: en\ F�A. Sorg-, B"! 101 Hoboken, N. J. 1 Wm. Lneders, (ujj409 Maystr. Chicago, Jll. unjJ Peter Haß, "•W. Corner Third and v. coates str. Philadelphia. Abonnementspreis: 16 Sgr. pro Quartal. Monat«-Abonnement, werden bei allen Deutschen Postanstalten auf den ttten u. 3 ten Monat und auf den Z ten Monat besonders an- genommen, im Kgr. Sachsen u. Hrzth. Sachs.-Mtenburg auch auf den 1 ten Monat ä 5 Vi Sgr. angenommen. �rgandersozialdemokratischenArbelterparteiund der internatiomlenGeuierksgcnossenschaften. Zoserate, dt« Mhaltung»an Partei-,»«ein», an»«ollsverfemmlungeu, sowie die Ftlial- Expeditionen und sonstig« Partei- Angelegenheiten betreffend, werden mit 1 Sgr.,— Privat- und Vergnügung,- Anzeigen mit 2 Sgr. die dreigespaltene Petit- Zeile berechnet. nsch 83. Sonntag, 19. Juli. 1874. no Bourgeoishumanität. � In der letzten Nummer des„BolkSstaat" berichteten wir, daß Zuiir von der schweizer Regierung bciufene Kommission zur n�'tsÜhrurg des FabiikartikelS der neuen BundeSverfaffung mit gegen zwei Stimmen sich sür das absolute Verbot der Fabrik- von Kindern bis zum zv'ückg' legten vierzehnten Jahre �gesprochen bat. Ein Gegenstück hierzu können wir Heute mit- "hu. Aus Chemnitz, dem sächsischen Manchester, berichtet ein f- �nespcndent der„Sei cordra", Orgens deS Fabrikantenbunds: M der letzten Plenar- Sitzung de: HandilS- und Gewerbekammer .[(jf Chemnitz wurde auch ein Crmmissivns Bericht über die Kinder- �beit in d en Fabriken zur Berhar dlung gebracht. Der Bericht im Eingang-,»daß duich die Petition der Spinnereibesitzer ZiiliP Chemnitz und Umgegend an den Hohen BvndeSraih des deut Reichs, welche der Handelskammer zur Beslliwoitung über räMen worden sei, sich diese l-tziere vor einer Frage befinde, welche jährlich wiederkehre." Nachdem hieraus der in der Petition �getprrchenen Wünsche, sowie des Standpunktes, welchen die Ndels- und Gewerbekammer zuletzt in dieser Ar geleger heit ein- formen hat, gedacht worden ist, heißt es in dem Berichte 'üer:„Für die Handels- und G'werbekammer scheint nun du ?gi so zu liegen: Soll sie sür Wegsall der Beschränkung oder iiderung derselben, wie sie dem fabrrkatiorSmäßig betriebenen f,«werbe auferlegt ist, plaidiren? oder soll sie dem handwerksmäßig faiebenen Gewerbe Beschränkungen aufzuerlegen leartragen?" � Dre Commission empfiehlt nun der Kammer folgende Resvlu- '�iu zur Annahme: 1. Im Gewerbegesetze deS deutschen Reiches alle Unter- scheidung von Gewerbe und Fabrik zu hseirigen. 3. Kinder zur gewerblichen Arbeit anßerhalb deS elterlichen Hauses vom zehnten LcbenSiahre an zuzulassen. 3. Die zulässige Zeitdauer der Kinderarbeit auf sechs Stunden täglich festzusetzen. Die Annahme von Kindern ,ur Arbeit von ärztlichtm Zeugniß über die körperliche Tauglichkeit zu der ihnen bestimmten Arbeit abhängig zu machen. Die Errichtung und Pstege vor« Ku derbewahranstalten Seitens der Cominunen und des Staates zu erstreben, und zwar für Krnder bis zum 10. Jahre auf alle Fälle, über dieses Alter hinaus, so lange sie nach ärz'lrchem Zeugniß zur Handarbeit(im Sinne deS Gesetzes) körperlich nicht fähig sind. K. Die Benutzung dieser Anstalten dem freien Willen der Eltern zu überlasten. 7. Die Beschränkung der Arbeitsdauer junger Leute von 14 bis 16 Jahren auf täglich 10 Stunden zu beseitigen. Diese Resolutionen bei der bevorstehenden Revision des! GewerbegesetzeS zur Geltung zu bringen. längerer lebhafter Debatte beschloß die Kammer, die! �missionsaniräge anzunehmen, und zwar Antrag 3 mit dem Platze, daß hinler dem Worte„täglich" gesetzt werde:„welche �dhalb früh 6 und Abend, 7 Uhr liegen müsten", Antrag 4 hrP� dem Zusatz:„und den Fabrrkrnspektoien die Aufsicht darüber �bertiagen"; zu S btschloß die Kammer noch:„dem Reich«- Kramte diesen Bericht zugängig zu machen."" . So der Correspondent der„Concordra". An der Richtigkeit �er Angaben ist nicht zu zweifeln. Also schon„vom zehnten pünsjahre an", das heißt nach zurückgelegtem neunten .�re soll, nach dem Willen der menschenfreundlichen Aibeitgeber 'wnitz's, das Kind dem Nimmersatt Kapital aus 6 Stunden überliefert werden! Sechs Stunden täglicher Arbeit aus '<»1 neun Jahr alten Kind beransgefchundci.! Fürwahr, da J® die Menschcnsrester der Südseeinseln menschlicher, die wenig- � hi?? nur Erwachsene ausspeisen und Jeden für einen Feigling "Üen, der(ich an Kmdei fleisch vergreift.— Und daß junge �e von 14 brs 16 Jahren dloS zehn Stunden de« Ta� Kind, daß es sich zu Fabritfutter eignet. Alle werden nicht sterben oder verkrüppelt werden, und vom Fabrikfutter bleibt wohl noch genug übrig sür'S unentbehrliche Kanonenfutter. jene big' ;eni' iol' die 4. 5. 8. [ Nach ■«Üen, ist diesen Chemnitzer Culturkämpfcrn nicht genug— �undzwanzig Stunden des Tags wäre nicht zu vul! Nein, � zu men g! Je mehr da« Kapital frißt, desto hungriger wird'S. viout en munxennt(der Hunger kommt während dem ."H Natürlich durfte sie liebe„Freiheit" ber drefer Orgie de« �dikantenübermuthS nicht fehlen:„Die Benutzung dieser An- (Krnderbewahranstalten) ist dem freien Wrllen der Eltern ? überlasten"— dem„freien Willen der Eltern", die ihre Kinder � Baal in den Rachen geschleudert! Ja, sie schwärmen für »Freiheit", die Herren Bourgeois, und wenn Madame Roland : Jahre später gelebt hätte, dann hätte sie daS ihr sätsrhlich in 11 Mund gelegte Wort vielleicht wirklich gesprochen: O Fieiheit, diel Verbrechen werden in Deinem Namen verübt!— Auch »ärztliche Zeugniß" ist nur ein Läppchen, um daS Schandbare tz? Verlangens noihdürfirg zu verhüll? n. Kein neun Jahr altes s�b ist im Stande, 6 Stunden täglich zu arbeiten, ohne daß .pj?* körperlrcde und geistige Ausbildung darunte leidet, ja, in .(M? dieisten Fällen, dadurch verhindert wird. Erkennt einmal Staat t« für Recht an, daß Kinder vom 10. Jahr an sechs .z"»den täglich in die Fabrik g-sepleppl werden, dazin erkennt er ih,?Uch sür R-cht an, daß die Krnder des Proletariais zum Vor- U, der Bourgeoisie geistig. und körperlich zu Gründe gerichtet .L�-v. Und was bleibt da dem Arzt übrig? Ist er gewrsten- iJ' so muß er in jedem Fall das Zeugniß verweigern und— lehnt er sich gegen daS StaatSgesetz auf. Oder 'iigt srch dem Gesetz, und bezeugt pflichtschuldig jedem i4/l f.«t die ai* Politische Ucberstcht — Noblesse oblige, Zldel und Rang legen Verpflichtungen auf, lautete ein Wahrfpruch der sranzösischen Aristokratie. Fürst Bit war ck, der mit den„verkommenen Franzosen" nichts gemein haben will, ist auch ein entschiedener Gegner dieses uvrationalen GrundfatziS. Bon seinen Corflikren mit der SteuereinschätzungS kr m Miss on in Berlin hatten wir wiederholt zu berichten Gelegen Herl; auch seiner Weigerung, eine Doktorrcchnung sür seinen im Tuell verwundeten Sohn zu bezahlen, ward schon gedacht; und j-tzt lesen wir in einem„Sanhirten"- Artikel der„Neuen Berliner Börsenzeitung" über das Varziner Leben des genialen Varzinski:„Merkwürdig ist, daß Bismarck roch immer so viel mit Bittschriften behelligt wird, sowie er auf pommerschcm Boden ist. Es ist deshalb nicht ungeeignet, zu erwähnen, daß schon seit s Jahren die PraxiS besteht, Briese, welche deur kundigen Auge der Sekretäre als Bettelbriefe erscheinen, sofort ungelesen zu ver- nichlen. Tics ist rothwendig, denn die Zudringlichkeit der Bilisteller ist Überars grcß. So senden viele Pfandscheine ein mrt der Bitte, der Fürst möge dieselben einlösen, und er- warten natürlich(! dieses„natürlich" deS„göttlichen Sau- Hirten" ist ein kostbares Zugeständniß!), daß die eingesandten Dokumente zum mindesten eine Zurücksendung erheischen(„Na- tmlich"!). Man würde sich dem auch kaum entziehen, wenn man die Briefe öffnete, und empfiehlt sich schon solcher Zu- dringlichkeit wegen diese Praxis des unbesehenen Vernich- Uns(der Ausdruck ist eben so grammatikalisch als die„Praxis" — nobel) der Bittschriften." Angebommen, ein Landwehrmann, der durch die Blut- und Eisenpolrtik an den Bettelstab gebracht worden ist, schickt dem doppelt dotirten Urheber dieser Politik ein paar Pfandscheine, wähnend, derselbe könne von seinem U-berfluß an einen der Männer, denen er seine Millionen ver- ! dankt, ein paar lumpige Groschen abgeben— der Brief sammt den Pfandscheinen wird„unbesehen" und„ungekesen" verbrannt! Oder die Wrttwe eines Reservisten oder Landwehr mann es, der seine Knochen in Frankreich hat lassen müssen, um Bismarck die vier Millionen-Dotation zu verdienen, schickt einen solchen Brief—„ungel.sen" und„unbesehen" verbrannt! Und wohl- gemerkt! ein Pfandschein stellt noch einen gewissen Werth dar, weil das Privat- oder öffentliche Leihhaus nie das volle Aequi- valent(Gleichwerth) deS verpfändeten Gegenstands auszahlt. Es wird also aus diese Weise nicht bloS ein Bittschreiben vernichtet, sondern auch ein Werth objett, vielleicht das letzte des Unglück- lichen Bittstellers. Auch uns gehen mancherlei Bittschreiben zu, du uns oft rrcht lästig sind; im Verhälinrß zu unseren Mitteln gewiß hundertmal mehr als dem doppelt dotirten, durch sein po- litrfches Hasardspiel zum zehnfachen Millionär avancirten„Cin- cinnatuS" von Varzin, aber wir haben uns doch immer Zeit gemacht, die Briefe zu lesen, und auch Geld genug auszutreiben gewußt, um, wo es nöthig schien, frankirte Antworten zu schicken, und in jedem Fall Dokumente, die uns anvertraut wurden, srankirt zurückzusenden. Und werden eS fürder so halten. Wir sind eben„landesverrätherische" Bewunderer der„verkommenen Franzosen" und schwärme», oballich weder adlig noch adligem Wesen zugethan, für daS„noblesse oblige". — Die Frage, wem Herr Stieber die Vaterschaft der neuesten Westerwelliade ausbürden würde, den„Schwarzen" oder den „Rothen"? hat rasch ihre Beantwortung gesunden. Die„Schwarzen" sind'S, welche dem lahm gewordenen Culturkampf zu Liebe, diesmal dran glauben müssen. Das heißt an den Stieber, nicht an Westerwelle II, der da heißt Kuhlmann. Denn trotz der telegra phischen„Streiswunde" an der rechten Hand, und trotz deS „bleichen und angegriffene»" AussehnS(S Volkszeitung v. 15. d.) des Fürsten Bismarck enthält diese Aiteniatgesckichte zu viel EU- mente de« Zweifels, um nicht mit lebhastestem Mißtrauen hin- genommen zu werden. Jedenfalls ist Fürst Bismarck(nebst dem was drum und dran hängt) die einzige Person, welcher der Kühl- mann'sche Schuß Nutzen bringen kann. Faselt(oder wäre e« nicht vielleicht richtiger: suselt?) doch da« Leibblatt deS Fürsten, die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schon am Schluß eines Leit- artikelS:„Der Tag von Ems hat Teutschland zur Einheit und zur staatlichen Größe geführt; der Tag von Kissingen wird ihm ein Tag der Erkennlniß, ein neuer Ausgangspunkt zur Freiheit und zur geistigen Größe sein." Zur„Feiheit" und „geistigen Größe"— Stieber»! Beiläufig gipfelte„der Tag von Ems" in der bekannten gefälschten Depesche; und die„Nord- deutsche Allgemeine" hat sicherlich die Wahrheit verrathen, indem sie den„Tag von Krssingen" mit dem Tag jener unqualifizi' baren Fälschung auf Eine Stufe stellt. Doch selbst wenn Kuhlmann ein wirklicher, echter Atteniäter wäre, waS hätte er anders geübt als„Blut und Eisenpvlitik"? Und Heißt'S nickt schon in der B bel: Mit dem Maß, da Ihr messet, wird man Euch auch messen? — Herr Wehrenpfennig, der Freund Treitsckke'S, den man für unfähig befand, die„Spener'sche Zeitung" zu redigiren, gibt jetzt einen wöchentlichen„Waschzettel" heraus, den er„National- liberale Corrcspondei z" betitelt hat und den man unter dem Zeichen N. L. C. in allen bismärck.schen Blättern prangen sieht. Darin heißt eS: „Die Marborger Mitglieder der Bebel- und Liebknecht scheu Partei(!) beantragen, daß in daS Parteiprogramm der Satz auf- genommen werde:„Alle Parteimitglieder haben sich als confef- stonsloS zu betrachten und demgemäß aus der Landeskirche auSzn- scheiden." Auf Commando(!) haben die Bürger deS zukünftigen „Volksstaates" ihre religiösen Anschauungen und Gefühle abzu- thvn!(!!) Wir gewöhnliche Sterbliche haben bisher geglaubt, daß es des Menschen unveräußerlichstes Grundrecht sei, seine religiöse Confession allein mit sich selbst zu regeln. In dem von der Sozialdemokratie verheißenen Reiche der Freiheit aber wird über die Confession durch Befehl von oben herab verfügt, und nicht einmal durch Befehl der Kirche, sondern der weltlichen Gewalt. Kein Zweifel, der„Bolksstaat" würde die Menschheit mit einer Knechtung des Geistes beglücken, welche die Leistungen de« von den Ullramontanen erstrebten„Kirchenstaates" womöglich noch übertreffen würde. Mögen UltramontaniSmuS und Sozia- lismus ein wirkliches Bündnrß schließen oder nicht;— man steht, ihr nächstes Ziel ist dasselbe. Und darum ist auch der Kampf gegen beide der gleiche: der Kampf für die Freiheit des Geistes, sür die theuersten Errungenschaften unserer nationalen Geschichte, für die höchsten Güter der menschlichen Cultur." Was Sie sagen, Herr Wehrenpfenniq! Die ConfessionSlostgkeit wäre also das Abthun aller religiösen Gefühle! Ebensogut könnte man behaupten, Ihre„Waschzettel" wären ein Abklatsch von Bismarcks Gerste! Und wenn Sre es für ein„unveräußer- licheS Grundrecht" halten, seine„religiöse Confession"(also nicht Gefühl, verstanden Herr Wehrenpsennig!)„mit sich selbst zu regeln",— ei so lassen Sie doch die römischen Pfaffen in Ruhe, lassen Sie doch diese ihre religiöse Confession mit sich selbst regeln!" Was geht Sie der UnfehlbarkertS-Blövsinn an, gegen den Sie in der Kammer so große und so langweilige Reden zu halten pflegen, Sie großer„Culturkämpfer", Sie! daß auch Sie vom„Bünvniß" und„gleichen Zrel" der Sozialdemokratie und des UltramontaniSmuS schwatzen, ist für uns der unumstößliche BewerS, daß wir mitten in der Sauren-Gurken Zeit leben; wenn Sie für Ihren nächsten„Waschzettel" auch noch nrchtS Neues wissen, wollen wir Ihnen etwaS sagen, Herr Wehrenpfennig, waS ungeheure Sen- sation bei allen Kultur tämpfern und Denkerschädeln wie Sie er- regen wird, aber ganz leffe, damit es„unser Braun" nicht hört; sonst bringt er die Neuigkert in ber„Spener'schen" vor Ihnen. Also ganz leise:„An ver Küste Norwegens hat sich wieder die große Seeschlange gezeigt!" — Ein Curiosum deutscher Justiz finden wir in der letzten SonntagSnummer der„Chemnitzer Freien Presse" verzeichnet: „Vor längerer Zeit fand in Gablenz das Begräbniß eines Parteigenossen statt, und es wurde dem Leichenzuge die rorhe Fahne vorangetragen. Der Mann, welcher die Fahne trug, war Parteigenosse und Mitglied der Holzarbeiter-Gewerkschafr; unier Anderen belheiligte sich auch an dem Zuge der Bevollmächtige ge- nannter Gewerkschaft.— Der Prozeß wegen Tragens„republi- kamscher Abzucheu" auf Grund der urallen sächsischen, ursprüng- lich gegen das Schwarzrothgold gerichteten Verordnung wurde ein- geleitet und erstreckte sich merkwürdiger Weise auch aus den Be- vollmächtigten der Holzarbeitergewerkschaft, dem eS doch gar nicht eingefallen war,„republikanische" Abzeichen zu tragen. Derselbe erklärte nun, daß er weder eine Fahne getragen, noch daS Tragen einer solchen angeordnet, daß die Fahne auch der Gewerkschaft nichts angehe.— Diese triftigen Ausführungen halfen ihm aber alle nichts. Ein GewerkschasiSmitgliev hatte die Fahne gelragen, und dafür mußte der Bevollmächtigte Strafe erhalten. DaS Gericht schien von der Ansicht auszugehen, die Mltgliever seien die willenlosen Soldaten ihrer gewählten Vertreter, und müßten sich deren Befehlen unweigerlich fügen, denn weil er daS Tragen der Fahne nicht verhindert, was doch gar nicht in seiner Macht lag, wurde er zu acht Tagen Gesängniß verurtheilt, alles R-klamiren half nichts und der Betroffene büßt gegenwärtig im Gesängniß ein Vergehen, welches er gar nicht begangen!" Wir müssen sagen, die Sache ist so monströs, daß wir, ob- gleich an juristische Monstrositäten gewöhnt, doch an ern Mißver- ständniß glauben und Ansklärungen abwarten wollen. — Moderne Folter. Zu Berlin hat man einen Lohn- kutscher, der Schulz hieß, sieben Wochen in Untersuchungshaft gesteckt, weil man gerade auf einen andern fahndete, der auch „Schulz" hieß. Nun ist der Arme, nachdem er endlich als un- schuldig freigelassen, tiefsinnig geworden. Daß einmal Jemand in Untersuchungshaft käme, der zufällig den doch auch weit verbrei- teten Namen Wag euer führt, davon hört man nicht«. — Wo sind die„Vorbilder"? Die deutschen Blätter sind voller Entrüstung, daß die carlistischen Mordbanden in Spanien fünfzehn Gefangene erschossen haben. Die höchste „sittliche Entrüstung" hallt wieder in allen gesinnungstüchtigea Preßorganen und ein großes Wiener Reptilienblatt, die„Neue freie Presse" sagt sogar, daß sie„trotzig" allen Junkern und Pfaf- sen zurufe:„A-r ihrer Liebe sür die Carlisten sollt ihr sie erkennen!" Welck ein Bild! Ein„trotziger Sauhirt"! Wem mögen wohl die Carlisten das Erschießen abgeguckt haben? Den Franzosen in Mexiko? Oder den Indianern? Over den italienischen Räuberhäuptlirgen? Over„Schrnderhannes, Carlo Moor nahmen sie sich zum Muster voi"? Over am Ende haben sie eS den Preußen und ihren Verbündeten, die rm„heiligen" Kiieg von 1870/71 so viele gefangene Franktireur« ohne alles Verhör erschossen oder— nach BerlinerDialekt—„sich gekooft" haben, abgegucke?— Doch wohl nicht; die Pommern haben ja in der Nähe von Vesonl einen Hauptmann der Freischaaren Garibaldi's Vor Eintritt in die TngcSordnunz ließ der Vorfitzende folgendes lebendig gebraten. So weit haben es die Carlisten noch i Schreiben vorlesen:..Unter heutigem Datum erf.äre ich meinen nicht gebracht. Also können die Preußen wohl nicht ihre Vor- Austritt aus dem Berein, da ich nicht mehr willens bin, mich bilder fein. — In Rußland ist zwar die Industrie im Vergleich mit den Sraaten des westlichen Europa nur sehr wenig entwickelt, allein so weit sie entwickelt ist, trägt sie denselben inhumanen Charakter wie hier. „Nach einer Mittheilung der russischen„Petersburger Zeitung" sind nicht weniger als achtundzwanzig ein halb Prozent aller in Petersburger Fabriken beschäftigten Personen Kinder und Minderjährige; 4276 Kinder besorgen den schwersten Theil der Arbeit und wie es im Innern, wo die Eon- trole noch viel geringer ist, bestellt ist, kann man sich leicht vor- stellen. In der Baumwoll Manufaktur beträgt die Arbeitszeit ofl 13 bis IS Stunden, in den Runkelrübenzuckerfabriken 12 Stunden. „Freilich, schreibt man der„Frankfurter Zeituug", sind die jungen Mädchen dort an härtere Arbeit als im Westen Europas gewohnt, allein von den sittlichen Zuständen in jenen Fabriken kann sich nur einen Begriff machen, wer dieselben mit eigenen Augen ge- sehen hat.(Die Fabrik, in welche Scherr seinen samosen„Blick" tdat, liegt nicht in Rußland und ist kein Ausnahme-Znstitut. R. d. B.) Ein Verbot der Kinde arbeit und Beschränkung der Frauenarbeit würde auf einen mächtigen und heftigen Widerstand Seitens der Fabritanten stoßen, da dieses Verbot ihren Beutel auf das Empfindlichste träfe. Darum ist an eine baldige Reform in dieser Beziehung wohl kaum zu denken."— Ganz wie bei uns. — Ueber die Verfolgungen der Sozialdemokraten in Oestreich schreibt man uns: „Kaum ist die östr. sozialdemokr. Arbeiterpartei seit dem Neu dörfler Congreß etwas erstarkt, als auch schon die löbl. Behörden den strengsten Auftrag erhielten, alle Bewegungen, Schritte und Tritte der hervorragendsten Männer mit ArguSaugen zu bewachen; einzelne Juristen wurden speziell beauftragt, eine Schrift auszu. arbeiten, in welcher der Weg zur Verfolgung der Sozialdemokraten und Bestrafung derselben dargelegt werde. Die Juristen haben schnell gearbeitet; schon vor einem Monate begann eine wahre AuslösungSwuth. Gra;, der Hauptsiy der östreichischeu Sozial- dcmokrateu, wurde mit Polizeispionen wahihrft überschüttet. Leider haben sich in Graz unter den Arbeitern selbst Berräther gefunden, die jedeö Wort, das in selbst harmlosen Sitzungen gesprochen wurde, gegen den entsprechenden Judaslohn der Polizei getreulich berichteten. Die Folgen davon treffen uns nun Schlag auf Schlag. Am 2. Juli wurden einige Vertrauensmänner, angeblich wegen„aeheimer" Versammlung(Zeder hatte Zutritt zu dieser „geheimen" Versammlung; Schloß und Riegel waren offen), poli- zerlrch überrascht; einige Tage besann sich die Behörde, was sie eigentlich mit den an den„geheimen Verschwöruagen gegen den Sraat"(?) Betheilizten anfangen sollte. E"dlich Montag, den 6. Juli, begannen die Untersuchungen und Verhöre, womit man mit mir den Ausanz machte. Freitag, den 10. Juli, wurde Dr. Hippolyt Tauschinski, unsere tüchtigste Kraft, nach einer mehr als sechs Stunden dauernden Hausuntersuchung, verhaftet. Kaum hat sich die Aufregung über dicseS Ereign ß einigermaßen gelegt, als auch Sonntag, den 12. Juli, Hermann Wancke, den die Polizei, wie Sie durch die Blätter gehört haben werden, in Klagenfurt suchte, in Maria-Grün bei Graz, wohin er mit einigen Freunden einen Ausflug machte, verhaftete und per Gendarmen aus die ge- meinste Weise in das Gefäugniß abführte. Weitere Verhaftungen stehen bevor. Wir haben einen langwierigen Sozialistenprozeß zu erwarten. Die Aufregung ist hier sehr groß, da durch diese Ver- folgungen viele Familien der Roth preisgegeben werden. Wir sind aber fest entswloffen, unS durch alle diese Sibläge, die unS jetzt treffen, nicht einschüchtern zu lassen, denn die Haft kann nicht ewig dauern. Mit neuem Muthe werden wir nach ausgestandener Hetze an daS Wcik gehen."_ Correjponvenzen Ztresde«, 12. Juli. Durch das hnsige Bezirksgericht ist dem Schriftsteller Gustav Rasck nun endlich die Anklage der Braun- schweizer Staatsanwaltschaft— nach einer fast sünfmonatlichen Verschleppung— wegen seines bei W. Bracke jr. in Braunschweig erschienenen BucheS„Die Preußen in Elsaß und Lothringen« ein- gehändigt worden. Dieselbe lautet auf Majestätsbeleidigung, Verhöhnung der Reichsgcwalt und Aufhetzung der verschiedenen Klaffen der Bevölkerung gegen einander. Termin zur Haupt- Verhandlung ist auf den 18. Juli in Braunschweig angesetzt. Der Berfaffer dcS BuchS hat überall den Wahrheitsbeweis für seine Schilderung der politischen Zustände in Elsaß und Lothringen augeboten und sich auf das Zeugniß der bekannten Elsäffer Ab geordneten zum Reichstag Teulsch und Guerber, des ehemaligen Maire von Straßburg, Ernst Lauth, deS ProfefforS und Schul- direktorS Goguel in Straßburg, der ReichStagSabgeordneteu Sonnemann und Eugen Richter und einer Menge anderer Personen bezogen. Die Majestätsbeleidigung soll aus einer Unterredung mit dem Herzog Friedrich von SchleSwiz-Holstein hervorgehen. Auch hier hat rer Verfasser den Herzog zuui EntlastuugSzengen vorgeschlagen. Die Verhandlung verspricht also sehr intereffant zu werden. Der Angeklagte hegt in Betreff seiner Freisprechung nicht den geringsten Zweifel, da seine Verurtheilung bekanntlich nur stattfinden kann, wenn ihm wissentlich erdichtete und gefälschle Thatsa Nachmittag in Steinach, stattfiuden. Um nun dort für Anmeldung und einen Saal zu sorgen, gingen zwei Parteigenossen am 17. Mai nach Steinach. Es ward auch für Beides ein Mann gefunden doch nahm derselbe Tag« daraus sein Versprechen wieder zurück da am genannten Tage Concikt bei ihm itatlfinden solle. Am 19. Mai ging nun der. Vertrauensmann selbst nach Steinach, je doch war es diestm unmöglich einen Saal zu bekommen, und scheiterte hauptsächlich dessen Bemühen an einem Forstmann, der den Wirth aufhetzte, also mußte in Steinach die Versammlung unterbleibe»; doch wir werden wiederkommen und doch zu unserem Ziele gelangen. Auf den ersten Feiertag Abend, wurde eine Volks Versammlung in Judenbach abgehalten. Die Tagesordnung war: Die Arbeiterfrage und die Thätigkeit des Reichstages«. Es waren ein- bedeutende Anzahl Leute da. Herr Useit referirte über „die Arbeiterfrage", daß es nur eine Freude war. Als er geendet, wurden die Judenbacher aufgefordert, sich zum Wort zu meldei und dagegen zu sprechen, aber keiner regt« sich, und so ging auch die Veisammlung ruhig zu Ende. Am zweiten Feiertage wurce Volksversammlung in dem viele Kohlenbergwerke euthaltenven NeuhauS abgehalten und referirte Ufert. Die Tagesordnung bildete„die Arbeiterfrage und die Thätigkeit des RelchStazeS." Hier unterzog nun Ufert erst verschiedene Kraftionen und dann hauptsächlich das Militär- Civilehe- und Cvntrakibruchgesetz eine, scharfen Kritik, und zeigte deutlich, wie wahr er in der Bersamm- lung am 10. Februar gesprochen, als er die NationaMeraleu Heuchler nannte. Der damalige Vorsitzende, Rechtsanwalt Ort loff, entzog Ufert daS Wort. Da wir nun bei der letzte» Ver- ammlung am 24 Mai öffentliche Arbeiterversammlung ausge- chricben und nicht Volksoersammlnng, so waren auch die Arbeiter n gehöriger Anzahl vertreten. Obgleich mehrmals zur Opposition aufgefordert wurde, so meldete sich doch N emand. Am Schlüsse der Versammlung wurde folgende Resolution einstimmig ange nommcn:„Die heute den 23. Mai 1874 im Schützenhause zu Sonneberg tagende Arbeiterversammlung protestirt gegen die, dem deutschen Reichstage vorgelegte Vorlage, die Bestrafung des söge- nannten ConftaktbruchS betreffend. Sie erachtet eS als eü en Eingriff in die freie Entschließung der Arbeiter, ihre Lage zu ver- bessern. Ebenso erklärt sie sich gegen die Etnführung von Arbeits düchern, als einen Akt zünftlerischer GesetzeSmacherei.— Die Zu- fammensttzung der Schiedsgerichte, wie sie die Vorlage empfichlt hält die Versammlung als den Aibeiterintercssen nicht entsprechend, sie befürchtet parteiische« R-chtsprcchen." Carl Anton Steiner, Vertrauensmann. �tugsSurg. Sonntag, den 12. Juli, fand zu Krumback eine stark besuchte Volksversammlung statt. Gestni-ungSgenosse Fffcher von Krumbach hatte dieselbe einberufen; al« Referenten waren die Parteigenossen G. Stollberz und I. EndrcS von Augsburg er- tchienen. Dieselben erledigten die Tagesordnung„Prog,amm und Organisation der sozialdemokratischen Partei" in dem Zeitraum von zwei Stunden zu allgemeiner Zufriedenheit. E« muß hierbei bemerkt werden, daß die Gesinnungsgenossen in Krumbach von unfern Gegnern bisher manch- llnbill zu erdulden hatte, da man sich unter einem Sozialdemokraten einen verkommenen Menschen vorstellte, der Nicht arbeiten will und da» auf ausgeht, immer zu theilen. Die Leute sind einigermaßen zu entschuldigen, da sie nichts anderes von unfern Bestrebungen wußten. alS was ihnen die�gezncrische und hauptsächlich die �.wahrheitsliebende" liberale Presse vorzuseb-u für gut fand. Die Ref-reuten hatten vor allem die Aufgabe, de» vorhandenen Vorurtheilen sentgegenzutrelen, die Berechtigung und Nothwendizkeit der sozialdemokrariswen Agitation nachzuweisen und die Anwesenden von der Gerechtigkeit u»d Sitt- lichkeit unserer Bestrebungen zu überzeugen, welche Ausgabe die- selben glänzend lösteu. Die Referenten ernteten reichlichen Bei- fall und fanden auch zahlreiche Einzeichnunzen in die P�estellu listen statt. Lvstans Es maß noch lobend die solide und musterhafte Haltung jungen l Anwesenden erwähnt werden. H:rr Christfeld in M-rnz v>lial-E seinem liberalen Janhagel kann sich an den Kcumbach-c B irg! Verci ein Beispiel nehmen. Parteigenossen in K nmbach! Der Aast. � ist gemacht, nun arbeitet rüstig und unverzagt weiter an der k freiunz der Menschheit vom Drucke des Kapitals und derl�,» action! j„ ZViesSaden. 12. Juli. Samstag, den 11. Juli, hielten»8. zv. eine Parteiv-rsammlung ab, wobei die heilige Hermandad dLe«�, einen Eommissar und einen Schnyminn vertreten war. E« � in dieser Versammlung Jemand einen kleinen Artikel mit der l zu gehörigen Betonung auS dem..Votkstaat" vor. Ob dads der Staat in Gefahr geralhen war oder ein T-ffendorf beleih wurde, das weiß ich nicht genau, nur so viel steht lest, daß cts Derartiges in dem Artikel enth ilten war, denn der Commissar I' in die Hitze. Er sprang von seinem Sitze auf, ging auf den � l-ser zu und fragte diesen: WiS ist da« für eine Nummer welche Zeitung? Der Voileser antwortete ganz kaltblütig: Nr. 78 des„Bolksstaat", worauf sich der Staatsretter Nolb machte. Nach Schluß der Versammlung verweilten wir noch im sammlungslokal. Nach Verflnß einer Vier-elstnnde kam der amte wieder und forderte den Wirth auf, uns aus dem Lokal! weisen, da die Versammlung geschlossen sei. Diesem Aost� tonnien wir uns aber un, so weniger fügen, als wir die 3� welche das B-rsammlungSlokal mit dem Gastzimmer verbindet,! öffnet hatten, um dadurch zu dokumentiren, daß wir nur noch! Gäste anweseud seien. Der Commissar, dem es etwa« schwül! werden begann, bestand darauf, daß d'r Saal verlassen wir könnten ja, wie er zu unserer unbändigsten H-ite-k-it h� fügte, nachher wieder hineingehen. Um Weiterungen zu vermeib � lhaien wir, wie der Commissar eS wünschte, und blieben. noch in geselliger Unterhaltung eine geraume Zeit. Nach weldrV. Cei1 Gesetzerparagraphen wir gehalten seien, nach Schluß der Cerfati, u lniig das Lokal zu verlassen, darüber konnte unS der Herr ß' missär keinen Ausschluß geben. .1 i\ den Alheim l Auch $■.®cr9 Briefkasten der R dakiion. Pb. M. in Mann-eim: Wenn Sie den am 25. l in Worms abgehalienen Aldeilerlug meiiien, dann hat der Bericht! Erledigung gesunden durch die Nr. 66 der Expedition. V. Zckl New. J rck Ab. 3. Qu. Thlr. 1 6. d. M. bicr Ann. Tdlr. 3 L. Nwin Neuschöneseld A..'. 3. Qu Gr. l wneru Jlw Lübeck Schr. 1 Tolr. Stnsst& Eo. Eriaiitichau Ann. 26 Gr. si sind ssri Wien Schr. 4 Tdlr.(Snmi Spandau Schr. Tdlr. 5 15. Ar uns Werdau Ab. 2 Q i.'b Tblr., Schr. 3 Tdlr. Wbntz Berlin Schr l l p iga Mhlhrn Ciinimuschau Ao. N.-I. Ard.-Zta. Thlr. 1 5 Lpp Walt:� 'Inn. 7 Gr., Schr. Gr. 18 5. Altl Apolda Schr. Tdlr. 2 lö. Plagwitz S-br L Gr. I Mllr hier Av. 22 Thlr. Swr. 2 Tblr pe, Gera Sinn Gr. 7 7. A. Pichl Hobeustem Sie. 2. Qu. 20 Thlr.. A Jtl£ 20 Gr. G Lemke Berlin: Tie Aun. feit Fedruar di« Ende JuM �rath 2 Tblr. 21 Gr. si>d laut uns. Bücheiu noch undezablt. Plifchte B-'1 Der Böltchervcrein schuldet für Annoncen Thlr. 1 23. Ersuchen lüi Üen ZZ Ihre Briefe zu franliren. R.uh Hamburg: Die Ana. kostet 8 Gr. stere zi --—---- � urglin Socialdemokratische Arbeiterpartei. gte di Montag, den 20. Juli, Abends 8 Uhr: Oeffentliche Parteiversammluagcu: Reser' en Hj and f» 1) PriuzcnNraße 72 bei Eariu«, zo derer Saal.)� � Die Auflösung der letzten Parteiversammlung und da« Gesetz Herr H»liwarth. 2) Landwehrfiraße 11 bei Meister,(oberer Saal.) Liiden und Freuden der So iaidemokiatle. Vortrag de« Hrn. Hei (Dnselbe tritt, am 27. Juli seine Hast in Plötzensee an Parteigenoflcu erscheint voll ählig! Keiner sollte fehlen! Mittheilungen über da« verbotene Volksfest Da« Agitations-Eomib 48 be Allgemeiner Böitcher- iKüper) Berein. Sonntag, den 26. Juli, findet ein Sommer-Wergnügen statt.— Fachgerivssen, die sich daran betheiljgen wollen, erfahre« -Nähere am Dienstag, den 21 Juli, im Bereinelokal, Lundsbergerstl- Der Borsta« ation: an wt N�kiiun uss se Wahl i Die i pifce ih das d schlo Revr ige» i i' lih Hamburg Ubc.' Jurl Nc.!luUoni Men n Freitag, den 17. Jnli, Abend« halb 3 Ubr,/ Eberhabn'« Club> Lokal, Zeughausmarkt Oeffentliche Cizarreliarbcitcr-Keisammlung.» go- T.-O.: Die Orgamsaiion de« deutschen Tabat< Arbtiler- Btl' �astc H J A.: P R-W>. er und dessen Generalveisnmmlnng. fidmu Allgemeiner deutscher Schneidervere n.. Dienfiaa, den 21. Juli, Ab nds 8 Ubr: BersamlN»- Gewandgäßchen 4. 1. El. T.-O.: 1) Rechens-battsocrnch,. 2) t«. Mu, dt« Delegirten. 3) Die Unionsfrage.— Zu d.efer s tziwg ill ksterreil Erscheinen aller Mitglieder nothweudig. D. Wlge( A Krieg Metallarbeiter-„Pjtn H Leipzig und Umgegend �.«�0� Montag, den 20. d M.: Versammlung bei Frö.lich, Nocolaist'-j Hof 1 Trevpe.— Tagesordnung: I) Portrag. 2) Geroecffchasil'm 3) Fragekastea. 4> Ausnahme neuer Mitglieder. i-s�» RechenschaflSdericht u. Neuwahl der Beaw hghj� l»rn i laffige ai ''•Fleugt n V, Montag, den 27. d. Für Tischlcr zur GellchtiliigF'?, Den Collegeu bringen wir hiermit in Erinnerung, daß der Slcbs llpz� trii ob i Nachweis für Leipzig und Umgegeiid sich nur auf unserm Be-keor� ytuivtvtio|U4. u ,v lv V" L UM kir.i hos Nr. 10, im goldnen W.infaß befindet, und ersuchen sie, ArbeitSwechsel nur desselben m bedienen, da der neuerding« ducik Herren Ardeitzeber gegründete Arbeitsnachweis fttr die Arbeiier durchaus unersprießlich erscheint, und sich wohl� ke n Tischler die ss 1 Adressen mit deu obligaien ZuschickungSgebühren durch den rn „Obermeister" zurückwünscht, und außerdem der von ui« gegr» � ArbeiiSnachwei« bisher den Forderungen von Arbeitzeberi, uno G-»>?»»dz vollständig genügt hat; e» scheint diese Maßregel von Seilea der»''sicher näher besehen nur al» neuer Versuch, dem Arbeiter da» SelbstbestimmaMa�h � recht, naluno volono, zu Wasser zu machen. jUr � Noch werden die Eollcgen zum Beirrilt in unsere, seit 5 Jahre», � uns zur Selbstoerwallung von den Herren Meistern übernommene Kra'i, � und Begrädwß. Kusse biermil aufgesordert. k.,.. Leipzig, den 13. Juli 1874. Der Vorstand der K-anken- und Begräbniß-K»>�' a __________________<7?• Um geleizcntiiche Mitthcilung von Adressen antiü�lies rischer Buchhondlunaen in Deutschland, Dänemark ss» Ait-Aw/K* 4«««.«S S,- F.« S All.. Oesterreich und der Schweiz deutschen Thcils, a» Ezpedllion wirdfrcundlichst gebeten. Der Akt der E-viltrauung vollstreck e sich beute an Auguste&.-j au« Millweida und Sloots Lepp au« Halderstadt. Waldh-im. 14. Juli>874._____/ Per pziu»-verunrio.«ttCddcrU Al. Pl«i per. o-dit-o« Ze>s«rftr. 44.) Druck u: .dtcouli-o» u», Drritig»er Genoffeuschaitsbuchdr"