Erscheint in Leipzig J Mittwoch, Freitag, Sonntag. hltt Bestellungen nehmen an alle ichß Postanstalten u. Buchhand- sili düngendes In-».Auslandes. Filial-Expeditionen für die , Vereinigten Staaten: � F. A. Sorg-, Box 101 Hoboken, N. J. Wm. Lueders, W 409 Mayetr. Chicago, III. ml' Peter Haß, 1 I S.W. borner Third and � coates str. Philadelphia. tOÄ'j tti Der Dnllisltunt Abpnnementsprei«: 16 Sgr. pro Quartal. Monat«-Abonnement, werden bei allen Deutschen Postanstalten auf den Lten u. 3ten Monat und aus den Zten Monat besonders an- genommen, im Kgr. Sachsen u. Hrzth. Sachs.-Altenburg auch auf den 1 ten Monat ä 5 V'j Sgr. angenommen. zOrgandersozialdemokrattschenArveiterMrteiundderinternattonalenGetveMgenossmschaften. (Ä lbla Ist«! m litis 631'�-= jMsetotf, bi««bhaltnng von Partei-,«erews- und«olle Versammlungen, sowie die Filial-Expeditionen und sonstig» Partei- Ar gelegenbeiteu betreffend, werden mit 1 Sgr.,— Privat- und Berzllügunge- Anzeigen mit g'/s Sgr. die dreigespalten« Pettt- Zeile berechnet. Ä Rr. 99 da, im- Mittwoch, Z. August. 1874. i. st-i� 19 era- era' 3 Abounements aus den„Volksstaat" für den Monat August zu SV's Silbergroschen werden bei allen deutschen Postanstalten, für Leipzig pro Monat zu 6 Rgr. bei der Expedition, Zeitzcrstraße 44, und bei Kolporteur Müller, ür die Umgegend von Leipzig bei den Lilialcxpcditiouen: für K»lkmarsdorf, Reudnitz, Neu- ' �schvnefeld,:c.:c. bei Frau Friedrich, Anger Nr. 5, 'NrjtjU'.'«unewitz jC. 5� Teubert, Bornaische istraße 19, für üchMleinzschocher und Umgegend bei Fleischer, Nr. 87 daselbst, zunjfür Thonberg bei Horn, Hauptstr. Nr. 95, für Stötteritz neut überlegen und x mal produktiver sei. Weil wir Sozial- demokraten solche Anmaßung verachten, nennt man uns„Verächter der Kunst und Wissenschaft". Wir verachten auö tiefster Seele die gespreizte Phrase von„Bildung und Wissenschast", die Rede von den„idealen Gütern" im Munde diplomirter Lakaien, die heut mit einem geschraubten Idealismus dieselbe Volksbethörung treiben, die einst heidnische Pfaffen mit den ersten Naturkenntnissen getrieben haben. Der moderne dualistische Glaube an die Welt des wissenschaftlichen und sittlichen Geistes, die der andern Welt überlegen sein und sie beherrschen soll, das ist der aufgewärmte säkularisirte Aberglaube an das alte Diesseits und Jenseits. Reli- gionsbedürftige Professoren verwandelten das Reich Gottes in das Reich des wissenschaftlichen Geistes. Wie der liebe Gott seinen § e. r,- fj � o--• 4/ vv l\X/ C v v 4v L| j vll|\4 1 i 4 1 w* w 41 Vi- v l J 4 v v- �4- 1 v L Ci. 4 4v v t>—- v44|wi4lv4l tcaroet Gust. Voigt, Schulweg 2, für Gohlis k. bei O. Peukert, Antipoden im Teufel, so hat der Kathederpfaff seinen Gcgenfüßler .�Pauptstr. 19. im Materialisten. Für Berlin wird auf den Voltsstaat" monatlick kür� materialistische Weltanschauung ist ganz so alt, wie der öchtjg J-1. �ctUn"ur. rncnamai Un(aube_ Beide haben sich in unserm Jahrhundert au« 9l; r"1 H°us abonnirt, bei T r au ttnann. Engeluser �m Rohen heraus zu wissenschaftlicher Prägnanz durebgearbeiiet. , 4 Treppen; b eno w, Brunnenstraße Dafür aber hat die akademische Gelehrsamkeit kein Verständniß, chaiMi�xn; Metzner, Elisabethkirchstr. 1; Bogel, Prinzenstr. 61. �eil die im Materialismus enthaltenen demokratischen Consequenzen ��rause, Zionskirchplatz 2, 3 Tr. iihre werthe soziale Stellung gefährden. Feuerbach sagt:„es ist das charakteristische Zeichen eines Professors der Philosophie, kein Philosoph, und umgekehrt, das charakceristische Zeichen eines Philo- sophen, kein Professor der Philosphie zu sein." Heute sind wir i weiter. Nicht nur die philosophische, die Wissenschaft überhaupt i Osfizianien hat ihre hinter sich gelassen. Wo auch wirkliche male- rialistische Wissenschaften auf dem Katheder sipen, klebt doch, wie dem unflüggen Vogel das Ei, so ihnen ein unwissenschaftlicher religiöser Unfug in Form idealer Ueberbleibs.l an. Und ferner: iHL Der Abonncmentsbetrag ist bei Bestellung zu entrichten; nihr ost" en. Kail Die Religion der Sozialdemokratie. Vierte Kanzelrede von I. Dietzgeu. lui» sie»' 5 id 'j ereil reell arw II. Wir stehen noch vor dem Unterschiede zwischen religiöser und; so wenig eine Schwalbe den Sommer macken, so wenig kann die trosaner Wahrheit. Damit der JSraelite nicht ungewaschen herum- wahrhaftige Wissenschaftlichkeit eines Professors den Makel ab- �ufe, hat Moses ihm die Reinlichkeit ins Gesetz geschrieben. Daß waschen, der die Spezies befleckt. Vormals, als dem Bürgerthum Reinlichleit ein noihwendigeS Erforderniß, ist gemeine Wahrpeir. und seinen Potentaten eine Culturmission oblag, konnten auch die .�n religiöser Form ist dieselbe vernagelt, festgebunden an Zeit — LiLu uub Zahl. Da schreibt sie vor, wann, wo' und wie oft du üich waschen sollst. Die religiöse Wahrheit ist eine fesselnde Vor- ne Ichrist, die profane freie Wissenschaft; und steie Waschung reinigt H gründlicher wie vorgeschriebene. In der Wissenschaft ist das win- �üubchen ein ebenso würdiges Objekt, wie der kosmische Sternenhimmel. So wenig da die Einlhcilung in Würdiges und Unwürdiges statthast, so wenig duldet wissenschaftliche LebenSweiS- Heu die Einthcilung in Gutes und BöseS. Alle Dinge und Oua- "täten sind nützlich und verwendbar, Reines und Unreines, Liebe chud Haß, Genuß und Entsagung, alles relativ, mehr oder minder, � räch Zeit und Umständen. Die wissenschaftliche Freiheit, welche jUie Dinge und Qualitäten, ohne Ausnahme, menschlicher Dienst- barkeit unterstellt, ist durchaus antireligiös. Die religiöse Wahr- �üeü besteht eben darin, daß sie irgend eine profane natürliche _L£~.ualUät, unnatürlich verhimmelt, auS dem lebendigen Flusse des igll�d'ebens herausnimmt und in ihrer Pfütze stagniren läßt. Indem ich also, werthe Parteigenossen, der gemeinen Wahrheit bas Prädikat„wissenschaftlich" beilege, sei daran erinnert, daß so- ra�wil pje wissenschaftliche Wahrheit profan oder gemein genannt ' � diesem Punkte ist Klarheit erfordert, weil eine wissen- 'gastliche Pfafferei cS ernstlich versucht, der religiösen Vorschub zu giften. Mir dem handgreiflichen Aberglauben wären wir bald I�lig, wenn nicht die zwittersüchtige Halbheit Lücken der Wissen- '"»»st aussuchte, um ihre Eier hineinzulegen. Vornehmlich bildet —fä Gebier der Erkennrnißlhcorie, das Mißverständniß des mensch- lassd Geistes eine solche LauSgrube. Wie mächtige Naturereignisie Lapp- und Feuerländcr, so jagt daS innere Wunder unseres �enkprvzeffeS den Professor ins Bockshorn des Aberglaubens. �ufzeliarieste Freigeister, die schon den Namen der Religion und � Christen ablegten, stecken dennoch in der Fundgrube religiöser �üarr, solange sie zwischen religiöser und profaner Wahrheit nicht 5®* unterscheiden, solange ihnen das Organ der Wahrheit, daS .-v�untnißvermögen ein unklar Ding ist. Nachdem von der Wissen- ühast alles Himmlische materialisirt wurde, blieb den Professoren b 3- ihre Profession, die Wissenschaft zu verhimmeln. Die aka- 'imsche soll anderer Qualität, anderer Natur sein, wie z. B. die „ �m'uschasl des Bauers, des Färbers oder Nagelschmieds. Die ;t �si'u!chaftliche Agrikultur zeichnet sich von der gewöhnlichen Bauern- —'hlchasl nur dadurch aus, daß ihre Regeln, ihre Kenntnisse der i'0ä'iiannten Naturgesetze genereller oder umfassender sind. Dem- denn auch die Wissenschast eines ProfessoiS von demselben — Kenntniß eines Handlangers. Beide« unterscheidet bch höchstens, wie sich ein Malter Hülsenfrucht von einem Viertel . unterscheider. Die Plattheit deS Unterschieds zwischen vor- 'is i r Wissenschast und dem allergemeinsten Menschenverstand t--. si». erkannt sein, um den schändlichen Aberglauben an die -T�j�'stokratie des Geistes mit der Wurzel zu fassen. Die J.'Auer schimpfen zwar aus die rohen demokratischen Gleichmachet, ntun wh« niii enis blii JÜ Ii» ijj'.v ,-o-r die geistigen Vorzüge unterdrücken möchten. Sowenig -�»�°ch der alte Kampf wider den Adel den glorreichen Ahnen galt, -Ui' man l'ch brüstete, so wenig gilt unser Widerspruch geaen »slö' �r Geist, dem Geiste, womit man prahlt. DaS An- 1 f ib■ l'nd hier wie dort die materiellen Vorrechte, mittels deren Schnapphähne und akademische Federsuchser sich einen un- * eityrlichen Theil unserer Produkte aneignen. Seit e« nicht mehr '"i>emäß besuuden ist, daS ArbeitSoslk zur Erzeugung deS Reich- uiit brutaler Gewalt heranzuholen, beschwindeln die aelehr- ,d Trabanlea der Machthaber es mit den Wundern der geistigen be m* vornehme, einträgliche Prosessorenstellung wird, wie ' �ulernehmergewinn des Fabrikanten, mit der interessirten Vor- ne�/riegelung vertheibigt, daß die geistige der körperlichen Arbeit emi- von ihnen installirten Akademien wirkliche Pflanzstätten der® lehrsamkeit sein. Unterdessen ist die Geschichte fortgeschritten, der Culturkampf ist dem vierten Stande, der letzten untersten Volks- Nasse übertragen. Trotzdem will die alte verkommene Herrschaft sich durchaus kouseiviren, die Würdenträger müsse» Hülse leisten, und so wird denn die„steie Wissenschaft" unserer Akademien natürlicherweise zu einer bezahlten Advokatur. DaS sozialistische Bedürfniß nach gerechter volkSthümlicher Ver- theilung der wirlhschaftlichen Produkie verlangt die Demokratie, verlangt die politische Herrschaft des Volks, und duldet nicht die Herrschaft einer Sippe, die mit der Prätension des Geistes nach dem Löwenantheil schnappt. Um diesen anmaßlichen Eigennutz in vernünftige Schranken zurückweisen zu können, ist es geboten, daS Verhältniß des Geistes zur Materie klar zu verstehen. Diese Philosophie ist demnach eine ganz nahe Angelegenheit des Arbeiter- standes. Doch soll, werthe Parteigenossen, damit durchaus nicht gesagt sein, daß nun jeder Arbeiter Philosoph werden, das Ver- hältniß zwischen Idee und Materie studireu müsse. Weil wir alle Brod essen, deshalb ist nicht gefordert, daß wir nun auch alle daS Mahlen und Backen verstehen. Aber ebenso nothwendig, wie Müller und Bäcker, sind der Arbeitsklasse tiefgründige Forscher, die den heimlichen Wegen der BaalSpfaffen nachspüren und ihre Schliche anstecken. Der eminente Werth der Kopfarbeit wird von den Handarbeitern noch vielfach verkannt. Ein unfehlbarer In- stinkt bezeichnet ihnen die tonangebenden Federfuchser unserer bürger- lichen Zeit als natürliche Widersacher. Sie sehen, wie das Hand- werk der Beutelschneiderei unter dem Rechtstitel der geistigen Arbeit betrieben wird.'Daher die leicht erklärliche Neigung, die geistige Arbeit zu unter-, und die körperliche zu überschätzen. Diesem brutalen Materialismus ist entgegenzuwirken. Physische Kraft, materielle Ueberlegenheit war von jeher das Vorrecht der arbeitenden VolkSktassen. Mangels geistiger Ausbildung haben sie bisher sich übertölpeln lassen. Die Emanzipation der Arbeiterklasse fordert, daß letztere der Wissenschaft unseres Jahrhunderts sich ganz bemächtige. Das Gefühl der Entrüstung über die Un- gerechtigkeiten, welche wir erleiden, reicht, trotz unserer Ueberlegen- peil an Zahl und Körperkrast, zur Befreiung nicht aus. Die Waffen deS Geistes müssen Hülse leisten. Unter den mannigfachen Kenntnissen dieses Arsenals bildet die Erkennlnißtheorie oder WistenschastSlehre, d. i. daS Verständniß der wissenschaftlichen Denkmethodc, eine Universalwaffe wider den religiösen Glauben, die diesen aus seinem letzten und verborgensten Schlupfwinkel heraustreiben wird. Der Glaube an Götter und Halbgötter, an Moses und die Propheten, der Glaube an den Papst, an die Bibel, an den Kaiser, seine» Bismarck und seine Regierung, kurz, der AuloritätS- glaube findet seine endgültige Erledigung in der Wiffenschaft des Geistes. Solange man nicht erkannt hat, wie und woher die Weisheit kommt und entsteht, ist man leichtlich dem Ungemach ausgesetzt, sich•£ für U machen zu lassen. Die klare Erkenntniß, wie Gedaukenspähne sabrizirt werden, stellt uns theoretisch aus einen Standpunkt, der von Göttern, Büchern und Mensche« un- abhängig ist. Indem diese Wiffenschaft den Dualismus zwischen Geist und Materie auslöst, nimmt sie der bisherigen Zweilheiluug in Herrscher und Beherrschte, in Unterdrücker und Unterdrückle die letzte theoretische Stütze. Den Parteigeaoffen die Lehre vom Geiste weit und breit, di- daktisch auseinanderzusetzen, dazu ist hier nicht der Ort. Ich will nur einzelne ihrer offenbarsten und uiiwiberleglichflen Cardinal- sätze citiren, um damit der Anmaßung der herrscheuven Klaffe entgegenzutrete», welche mit der Prätenflou geistiger Arbeit die Ausbeutung des Volks beschönigen möchte. Unseie Herrjchasten sind von satanischem Eigennutz besessen. Der sozialistische Angriff auf ihre befestigte Stellung erregt den Dämon. Darum kehlt ihnen die nöthige Unbefangenheit, einschneidige Themen vorurtheils- frei begreifen zu können. Die Wissenschaft im eminenten Sinne des Worts konnte nie ein Auditorium unter denen finden, die mit privilegirtcm Besitz dabei interesstrt sind, dem Rad der Cultur- geschichte als Hemmschuh zu dienen. Sie wendet sich mit vollstem Recht an die Unparteiischen, an die Besitzlosen, an die Enterbten und Unterdrückten. .M rem!*) Der Geist ist kein Gespenst und kein Odem GotteS. Idealisten und Materialisten sind einverstanden: er gehört zur Kategorie„weltlicher Dinge", wohnt im menschlichen Kopf und ist nichts weiter, wie ein abstrakter Ausdruck, ein Sammelwort für die nacheinander folgenden Gedanken. Wenn nun Geist nur ein anderes Wort ist für unsere Denkthätigkeit, wer könnte dann noch den zwar paradoxen, aber erfahrungsmäßigen Satz bestreiten: gei- stige Arbeit ist eine körperliche Anstrengung? Die werthen Zu- Hörer führe ich da auf einmal in das schwierige Kapitel von den Gegensätzen. Wie Linie und Punkt nur mathematische Begriffe, so sind Gegensätze keine wirklichen Dinge, sondern logische Flausen, d. h. sie gelten nur vergleichsweise. Vergleichsweise ist das Kleine groß, das! Große klein. Ebenso sind Körper und Geist wohl logische, aber deshalb keine wirklichen Widersprüche. Unser Körper ist mit seinem Geiste derart verbunden, daß physische Arbeit ab- solut unmöglich ist, ohne geistige Zuthat. Der simpelste Hand- tangerdienst erfordert die Mitbetheiligung deS Verstände«. Ander- stits ist der Glaube an die Metaphysik oder Unkörperlichkeit der geistigen Arbeit eine Gedankenlosigkeit. Auch die reinste Forschung ist unleugbar eine Anstrengung deS Körpers. Alle menschliche Arbeit ist geistig und körperlich zumal. Wer von der Wissenschaft des Geistes etwas versteht, weiß, daß die Gedanken nicht nur vom Hirn, also subjektiv von der Materie ausgehen, sondern immer auch irgend ein Material zum Gegenstand oder Inhalt haben. Hirnmaterial ist daS Subjekt des Gedankens, sein Objekt daS unendliche Material der Welt. Geistige sowohl wie körperliche Arbeit verlangt zu produziren, will Frucht bringen. Deshalb muß sich intelligente Arbeit ver- körpern, und körperliche Arbeit intelligent fein. Am Produkt der Arbeit läßt sich nie ermitteln, wieviel davon der Geist und wie viel der Körper geschafft hat; sie schaffen in solidarischer Gemein- schaft, einer nicht ohne den andern. Mag sich eine Arbeit als geistig oder als körperlich charakterisiren, daS Produkt, ich wieder- hole, ist von Geist und Körper zumal geschaffen. Da läßt sich der Beitrag der Idee nicht separiren vom Beitrag deS Materials. Wer könnte in einem Gemüsegarten die Theile bestimmen, die der Spaten, der Arm des Gärtners, der Boden, der Regen und der Dünger gefördert hat. DaS Theilen der Arbeitsprodukte nach dem Maß der Leistung ist mißlich. Es ist eine verschrobene bürger- liche Idee, die sich nicht ausführen läßt und deshalb bei der Praxis in ihr Gezentheil umschlägt. Sie ist die Folge jener Cardinal- Verkehrtheit, die den Einzelnen zu einem unabhängigen Produzenten machen möchte, der ohne Gesellschaft, in Concurrenz mit den Neben- menschen das phantastische Ideal persönlicher Unabhängigkeit reali- siren soll. Den Parteigenossen ist bekannt, wie alle Arbeit schon in der bürgerlichen Welt eine gemeinschaftliche Sache ist. Die Intelligenz der Zeitungsschreiber arbeitet sür die Fabrikanten, und die Fabrikanken machen Schnupftücher für Zeitungsschreiber, Polizei- sergeanten, Stiefelwichser u. s. w. Einer für Alle. Niemand sucht sein Ziel im eigenen Produkt, Jedermann zweckt nach dem Ge- sammlprodukt, vaS auf dem maunichfaltigen Waarenmarkt der Gesellschaft zum Kauf ausgestellt und im Gelde Fleisch wird. Wenn daS Geld nun nach dem Maß der Leistung vertheilt wäre, müßten die CouponSschneiber wohl ein enormes Stück ver gemein- schaftlichen Arbeit besorgt habe. Die Arbeit deS Einzelnen und die der Familie, die Arbeit der Fabrik und die Arbeit der Gesellschaft ist ein Organismus, wo jeder Tyeil zum Gesammtprodukt beiträgt. Der organische Bei- trag läßt sich nicht mechanisch abwägen. Der Sozialismus ver- steht, daß die Arbeiter Glieder des Arbeitsprozesses sind. Er trägt sich nicht mit der kopslosen Joee, ein gemeinschaftliches Produkt ungemeinschastlich vertheilen, Jeden nach Verdienst auslohnen zu wollen. Da« Auge übermäßig pflegen, unv dem untergeordneten Fuß das Nothweubige versagen, so ungefähr oder gar noch un- verständiger handelt unseie barocke Gerechtigkeit mit ihrem miß- verstandenen suum cuique.**) Wie der Maschinist den kleinen Nagel sorgsältiger aushebt als da» große Rad, so verlangen wir, daß das Produkt unserer Arbeit nach Bedürfniß vertheilt werde, daß der Starke mit dem Schwachen, �der Flinte mit dem Schwer- sälligen, die intelligente und die physische Kraft, soweit sie mensch- lich sind, auch in humaner Gemeinschast den Erwerb betreiben und genießen. Diesem Verlangen, werthe Parteigenossen, steht die Religion entgegen. Und nicht nur notorisch die sörmliche, die gemeine Re- ligiou ver Pfafstn, sondern auch die reinste erhabenste Professoren- Religion benevelter Idealisten. Seit dem ersten Theile diestr Rede hat man mir mehiseiüg vorgeworsen: ich schütle mit dem Bade auch das Kind aus. Freund Schäfer in Frankfurt tadelt, daß ich den großen Stifter des Christenthums büßen lasse für das Mißverständniß seiner Nachfolger. Was letztere aus seiner Lehre gemacht, uieinl er, das habe der Meister nicht gewollt. DaS ideale wahre und daS wirkliche, entartete Christenlhum sei zu unterschei- den. Mein Vorwurf gegen die maßlose christliche Duldsauiteit treffe nicht zu. Habe der Herr doch selbst die Wucherer mit Peitschenhieben auS dem Tempel gejagt. *) Lateinisch: Zur Sache.**) Lateinisch: Jedem das Seine. Darauf sei erwidert: DaZ Christenthum will die Welt göttlich!— Herr Stieber hat mit seiner Kissinger Mordzeschichtel mittelunzen: 1) SomuizS- und Nachtarbeit. 2) Acbeiisrän«! beherrschen. Eitles Streben! Es wird wider Wiflen und Willen� ganz merkwürdiges Pech. Kaum ist's heraus, daß bei dem„At- 3) Arbeitserleichterungen. B. Erörterung besanderec Mißstaa?! durck die Natur der Dinae beberrscht.„Darum steckt die Rech-itentat" die Kauvtsachz. die Kaael. veraesten wurde, so wird von 1) Gesundheitsoerhältnifse. 2) Soziale Bechiiltnisse. 3) Aöhii'! Hl vorhandener Mißstände. 4) Durchführbarkeit vorgischlagenec MrN Apostel, der für das Cölibat schwärmt, die Erlaubniß zur Heirath, � daß auch das Telegramm, das Kaiser Feanz Joseph an Bismarck� geschickt haben soll, rein erfunden(apokryph nennc eS der Wiener darum kommt der Lehre von der absoluten Geduld, die sich rechts und linkS um die Ohren schlagen läßt, der Zorn deS Herrn in die Quere. Aber, wohlverstanden! DaS ist nicht die Consequeoz, das ist die Jnconscquenz deS Christenthums. Auf unmäßige Er- gebeuheit» auf die stumm zur Schlachtbank� geführte Schafs- natur legt es den Ton. Daß solche Unterthänigkeit ihre Grenze hat, daß auch die revolutionäre Auflehnung zur göttlichen Misston gehört, darüber findet sich wohl ein abgelegenes Beispielchen, aber eS steht nirgends ausdrücklich im Katechismus. Ob der Christus das wirklich so gemeint und gewollt? WaS weiß ich! WaS könnte uns das auch interessiren? Profane wahrhaftige Wahrheit gründet sich nicht auf eine Person. Sie hat ihre Gründe außer- halb in ihrem Material, sie ist eine objektive. Sie ist nicht richtig, weil sie von irgend einem großen Meister herrührt. Höchstens Offiziöse) und auS der Luft gegriffen ist. Wie viele andere Glück- wünsche mögen da noch erfunden worden sein! Nun, woher kam denn die angebliche Glückwunschvepesche? Wir glauben es getrost sagen zu können: Es war eine Depesche, die nicht auf dem Draht befördert wurde; sie kam auS der Zimmerstraßs in Berlin! Und die„Norddeutsche allgemeine Zeitung" hat die Depesche als acht abgedruckt! Armer Stieber! — Zur Naturgeschichte der neusten Westerwelliad e schreibt man uns aus Leipzig:„Veranlaßt durch eine Correspon- denz aus Berlin in Nr. 87 des„Voltsstaat" wollte ich mir er- tauben, als alter Schütze Ihnen einmal mein: Ansicht über das vielbesprochene Attentat auf den Fürsten Bismarck mitzutheilen. hat der Meister sich ihrer angenommen, weil sie richtig ist. Aber Wenn verschiedene Körper von gleichen Dimensionen durch anze eben daö ist der religiöse Unfug, dessen Freund Schäfer sich mit-! messene gleiche Kraft in die Luft geschleudert werden, so'fliegen regeln. II. Verhältnisse der jugenvlichen Arbeiter: 1) ArbeitszÄ 2) Arbeitspausen. 3) Verschärfung des Gesetzes. 4) Concrold oeS Gesetzes. Im Ganzen sind im Programm über diese Vm Hältnisse 29 einzelne Fragen focmulirt." Die preußisch-deutsche Regierung will also den Frauen na!, Kindern in den Fabriken Schutz angedeihen lassen. Das hört si« ganz gut an. Da wir uun aber von dem heutigen Staate uns« besondre Meinung haben, so wird man es uns nicht v-roenk-il! wenn wir in den guten Willen des„Beschützers" einige Zweif« setzen.„Zuoeclässige" Fabrikanten,„unbefangene" BectretS! deS Arbeiterstandes, Aerzte, Geistliche, Lehrer:r. sollen der HÄ „l rui La, Zu' uni der mei das Hol sende Beirath sein, mit welchem die Regierung statistische En schuldig macht, und weshalb ich auf die Kanzel schlage, daß man diejenigen am höchsten, am weitesten, also auch am schnellsten, verehrungssüchtig nicht ablassen kann von der Autorität, von der �welche das größte specifische Gewicht haben, mithin ver Luft den Abgötterei mit dem großen Geist. Große Männer, die'die Leuchte der Erkenntniß vorantragen, mögen wir ehren; aber nur solange und soweit auf ihre Sprüche bauen, als dieselben materiell in der Wirklichkeit begründet sind. Politische Uebersichto — So reaktionär das jetzt in Kraft befindliche M anteuffel- sche Vereinsgesetz, so ist es doch den heut herrschenden unter- manteuffelschen Staatslenkern und StaatSrettern doch nicht reaktionär genug, und soll darum verbiSmarckt werden. Folgender hierauf bezüglicher„Waschzettel" geht durch die Reptilienpresse: größeren Widerstand entgegen zu setzen geeignet sind. Nrch diesem einfachen Naturgesetze ist es daher einleuchtend, daß die bei einem Schroot- oder Kugelschusse verwendeten Psröpfe sich sofort nach der Entladung von der Bleiladung trennen, da durch die Schnel- ligkeit dieser mit den Pfröpfen in Verbindung gebrachten schweren Ladung eine rückwirkende Kraft der atmosphärischen Luft auf die leichteren Psröpfe erzeugt, wird, die solche erfahrungsgemäß wenig Schritte vor dem Schützen kraftlos zur Erde fallen läßt. Anders verhält es sich, wenn eine Pulverladung nur mit einem Pfropf versehen ist, dann fliegt dieser unter allen Umständen weiter und St> Fal kon neu Ba, ergc Hebungen über die Verwendung von Frauen und Kindern in v-'t Fabriken anstellen will. Zuverlässig und unbefangen wird diesa Beirath schon sein, jedoch im Sinne der Regierung, von dereif „Zuverlässigkeit" und„Unbefangenheit" in Beuciheiluag der Ä> beiterbewegunz wir zrave jetzt durch Auflösung von Arbeiteroe, einen und Einkerkerung der Wortführer der Arbeiterklasse die ek!� tantesten Beweise geliefert erhalten. Selbstbewußte Ardeiter, d.' solche Arbeiter, welche die Nothlaze der Arbeiterklasse radikal b. seitigt wissen wollen, werden jedenfalls nicht hinzugezogen werse« Alle web — Das Ideal eines Bourgeois- Journalisten. 3/ Fal Nr. 29 der von Paul Lindau herausgegebenen Zeitschrift:„Da Gegenwart", wird der Gründer deS„New-Nork Herald", Het beit James Gordoa Bennet, als das Muster eines Journalisten a» Der„Herald" ist bekanntlich das veclogenstc Blatt de Kin Mi Wae Z. S eine gepnefen Welt, da er oftAials die gröbsten Lügen absichtlich gebracht hat nur um Sensation zu machen und auf diese Weise Leser zu W Kin kann nach Befinden— wenn auS festem Werg oder dergl. Papier kommen. Der beste Corresponoent dieses Blattes ist derjenizi! und bestehend, auf kurze Distanz abgeschossen— mitunter recht nach-� welcher am besten lügen kann. Man wird sich erinnern, daß zL nach �..... Zeit deS Leipziger PleißengastentrawalleS der„Herald" berichte« liefr ,.o„o___ T„___ �..... D.7.____ T......T.......„Aus dem Gesagten erhellt nun ganz von selbst, daß wenn die Leipziger Sozialdemokraten hätten reoolurionirt, seien H:crtf „Wie man uns mittheilt, wird in maßgebenden Kreisen derfber Schuß des Kullmann auf den Fürsten Bismarck mit einerfder Stadt und hätten bereits die Commune pcoklamirt. Und d.'! im. 15. Oktober als der späteste Termin zur Einberufung des Reicks-' Kugel oder sonstigem Blei versehen gewesen wäre, der Pfropf �Schwindler, der dieses Lügensystem erfunden, das geeignet ist, d-- Zes tages angeschen. Auch heißt es, die preußische Regierung werde!ullein, vom Blei getrennt und daher m einer anderen Richtung! Presse um das Restchen von Reputation zu bringen, das sie nofl ihrerseits mit allen Kräften das Zustandekonrmen eines Entwurfs gehend, durchaus nicht mehr die Kraft haben konnte, den Fürsten besitzt, Herr Bennett, wird in dem Blatte Lindau'« über des betreiben, welcher dem Reiche gemeinsam- Normen für das Ver-�zn verletzen, denn sobald diese Trennung erfolgt ist, ist auch aus Schellenkönig gelobt. Da heißt es weiter: einswesen schafft. Die neuesten nach dieser Seite hin gemachten f bereits erwähntem Grunde die Schnellkraft oes Psropfens ge-'..R-mrm mies der tä.ilirhen Z-iwn.r Erfahrungen haben die Nothwendigkeit eines ReichSoereinsgesetzes. brochen. .........~„Wenn die neuere Darstellung jenes Attentats richtig ist, so fall. Set war sich dargethan, denn wenn beispielsweise in Preußen einzelne Verein! geschlossen werden, so widerspricht es der Aufgabe wie dem ganzen Wesen des Rechtes, wenn diese Vereine ihre Thätigkeit nach einem anderen deutschen Staate verlegen können, wodurch sie iu den Stand gesetzt sind, das ergangene Verbot bis zu einem gewissen Grade wirkzam zu machen." Gleichzeitig kolportivt dieselbe Reptilienpresse nachstehendes De- nunzialiöuchen: „Die Sozialdemokraten' Eisenacher Linie haben in ihrem letzten Congresse zu Eisenach die folgenschwere Resolution gefaßt, ist eS aber auch kein Blei gewesen, wodurch der Fürst verletzt wurde, denn dieses prallt vermöge seiner Schwere in der hohlen Hand nicht ab, sondern durchdringt dieselbe oder bleibt darin stecken. „Nach alledem ist es also mehr wie wahrscheinlich, daß jenes Pistol nur mit einem Pfropf geladen war." Und wer hat es geladen, Herr Slieber?— Zur RohheitSstatistik. In der gut bismarck'schen gw. Ii. i( c v+ vr/ v e v| v vvj v*» j v*/»-v v» v»»»»».»v» Z) z p'| n~'''>----> t»'' auch die ländlichen Arbeiter in den KreiS ihrer Agitation zu ziehend„Neuen Freien Presse" lesen wir über die Kissinger Abenteuer wii. c..' �• CYSn je."; i i....e'__ t. XI �»t. WtiTtkt'Teay•__ mr»."» Wlltth'rf»»*" Wir dürfen jedoch in Rücksicht auf das entschiedene Lorgehen der Behörden gegen die Sozialdeuivkratie, welches sich seit einiger Zeit bemerkbar macht, hoffen, daß diese Resolution nicht zur Aus- führung gelangen werde. Bisher hat die preußische Regierung ihatsächtich nichts gethan, um die Agitation der Sozialdemokraten der Eisenacher Linie zu beschränken. Alle polizeilichen Maßregeln gegen die Sozialdemakraten richteten sich bisher ausschließlich gegen die Lassalleaner, und selbst die hiesige Staatsanwaltschaft, auf deren Veranlassung gleichzeitig mit den Haussuchungen bei den hiesigen Führern des„Allgemeinen deutschen Arbeitervereins" auch bei den Führern der Eisenacher Sozialdemokraten Haussuchungen abgehalten wurden, hat sich bisher noch nicht veranlaßt gesehen, auf Grund der mit Beschlag belegten Manuscripte die gerichtliche Untersuchung gegen diese Partei einzuleiten. Bekanntlich behaupten die Eise- nacher Sozialdemokraten, daß sie weder Vereine noch Staturen haben, sondern ausschließlich als Partei agitiren. NichtSdesto- weniger glaubt die Staatsanwaltschast auf Grund der bei den Haussuchungen vorgefundenen Schriftstücke den Nachweis führen zu können, daß diese Partei, wenn �auch nicht offiziell, so doch !des Pfarrer Hauthaler:„-- Nach dem Attentat ging Hauthaler („ein äußerst ruhiger 63jährizer Greis") auf der Promenade spazieren, und hörte allseitig schimpfen über die katholische Brut w., und zwar so, daß er deutlich sah, man wolle, daß er die Schimpfereien höre. Als ihm endlich ein Herr dicht neben ihm ins Ohr schimpfte, sagte er ganz ruhig: Was kann ich da- für? Was geht das mich an? Da packle ihn dieser Herr beim Halskragen, schüttelte und würgte den armen Mann, bis ein zweiter Herr hinzukam und mit den Worten: das ist doch zu arg! ihn befreite."-- So die„Neue Freie Presse". Kurz, hätte der Kissinger Bind in g in der Person jenes zweiten Herrn einen kulturkämpferischen Gesinnungslümmel gesunden, so wäre der unschuldige Hamhaler wahrscheinlich geaufseßt worden. Die Aehnlichkeit mit der Straßburger Haupt- und Staatsaktion wird noch dadurch schlagender gemacht, daß Hauthaler gleich Aus- seß ein BiSmarckandeter war. Wir sagen war, denn es wird ihm wohl vergangen sein. Wer aber vor unseren Culturkampfern sicher sein will, der lege sich einen tüchtigen LaSkerknüppel zu! Bennell wies der täglichen.Zeitung eine ganz neue Sphäl an; er brach mit dem System, welches die Presse zur Magd ein Partei und den Journalisten zum Gladiatoren eines politisch Programms machte und stellte es als Zweck und Ziel eines Blat! hin, täglich das Wichtigste, Interessanteste und Wissenswerthej über Politik und Leben, Wissenschaft und Kunst, Handel w Wandel getreu zu berichten und das Bedeutendste mit Geist, S~ und guter Laune zu commenliren.(Als ob das ein PaneibUl i nicht auch könnte. Red. d. V.) Die AnalhemaS der Parte lbonzen kümmerten ihn nicht im Geringsten.„Wir well Zu den nie iu der Minorität sein," sagte er vertrauensvoll ji regr seinen Lesern, als er wegen der unabhängigen Haltung des„Hecalli sieh, von den fanatischen Parteiblätlern angefeindet wurde und � Pol Zeitung hat während ihrer 33jährigen Carriere dieses Wort was! Arb gemacht." Mit anderen Worten: Der gepriesene Herr Bennet war vollständiger Gesinnungslump, denn er hielt eS stets mit Ui um gele das and get: trag thatfachlich aus" einzelnen durch einen CentralauSschuß' verbundenen i— Wir lesen in den Zeitungen:„Der BundeSrath hatte in Vereinen bestehe und somit, gleichwie der„Allgemeine deutsche seiner Sitzung vom 31. Januar d. I. mit der Vornahme von Aibeiterverein" unter das VereiuSgesetz vom 11. März 1830 falle. Erhebungen zur Erörterung der Frage über den Schutz der Wenn jedoch, wie wir oben hervorgehoben haben, bisher nichts Frauen und Kinder in den Fabriken sich einverstanden er- seitens der hiesigen Staatsanwaltschaft in der Sache geswehen, so klärt und die verbündeten Regierungen ersucht, diese Erhebungen liegt offenbar der Grund in den zeitigen Tagesereignissen, die nach Maßgabe eines von dem Reichskanzleramt �aufgestellten Pro- diese Behörde zwang, plötzlich ihre Aufmerksamkeit von der sozial- demokratischen Agitation aus die katholische zu richten. Sobald diese alle Hebel unserer VerwaltungS- und gerichtlichen Behörden in Bewegung setzende Frage gelöst fein wird— und nach der Entschiedenheit, mit welcher unsere Regierung vorgeht, ist diese Lösung in nicht zu weite Ferne zu rücken— werden zweifellos die zuständigen Behörden sich mir der früheren Energie der sozial- demokratischen Agktation zuwenden. Bis dahin aber wird es den Sozialdemokraten schwerlich gelingen, mit Erfolg unter der länd- lichen Bevölkerung in Deutschland ihre verderblichen Grundsätze und Lehren zu verbreiten." Zu diesem elenden Getratsch haben wir blos vier ganz kurze Bemerkungen zu machen: Erstens ist'S eine jämmerliche Teudenz- lllge, daß sich alle polizeilichen Maßregeln der preußischen Regie- ruug bisher ausschließlich gegen die Lassalleaner gerichtet hätten. Nicht nur ist unsere Partei in Preußen polizeilich verfolgt_ und chikanirt worden, sondern eS ist auch eine notorische Thalsache, daß die systematischen Verfolgungen unserer Partei iu den übrigen deutschen Staaten durch die preußische Regierung veranlaßt wor- den sind. Zweitens beruht unsere Organisation auf dem Boden der in Kraft befindlichen VereinSgesetze, und hat bisher, außer von einigen Lokal-Rüdern,-Stromern oder-Pleyern, diese gesetzliche Grundlage anerkannt werden müssen. Drittens thut eS uns sehr leid für die Herren S.ieber, Bismarck u. s. w., daß sie sich nicht stark genug fühlen, mit den Manteuffelschen VereinSgesetze« zu re- gieren. Wir können den Herren aber uicht Helsen. Es steht ihnen natürlich frei, ein Vereinsgesetz nach ihrem Herzen anzufertigen; wenn sie sich aber einbilden, die Sozialdemokratie in den Maschen eines Gesetzes zu fangen, so werden sie ebenso kläglich Fiasko machen, wie alle Staatsmänner und StaatSretrer, die vor ihnen das undankbare Geschäft, Ideen durch Gesetze zu erdrosseln, de- trieben haben. Und was endlich viertens die sozialistische Pro- pagauda unter der Landbevölkerung betriff-, so werden wir rhun, grammS durch die rhnen geeignet erscheinenden Organe pflegen zu lassen. In Ausführung dieses Beschlusses hat das Reichskanzler- amt jetzt das Programm aufgestellt und den verbündeten Regie- ruiigen Ubersandt. Die Erhebungen werden nach dem Programm außer der eigentlichen Fabrikarbeil und der Arbeit in Berg- unv Hüttenwerken auch die Arbeit in solchen Werkstätten umfassen, welche während der eigentlichen Betriebszeit und bei dem iu dieser Zeit gewöhnlichen Umfange deü Geschäfts, mindestens zehn Per- sonen(Arbeiter und Arbeiterinnen) beschäftigen; dagegen leider nicht die Arbeit iu der Hausindustrie und im eigentlichen Hand- werk. Soweit eS sich um die allgemeinen Ermittelungen über die Verhältnisse der Arbeiterinnen und um die statistischen Aufnahmen über die Verhältnisse der jugendlichen Arbeiter bandelt, solle» die Erhebungeu sich auf den ganzen Umfang deS Reiches erstrecken; im Uebngen können sie auf diejenigen Jndustriebezirke sich be- schränken, deren Verhältnisse für die Frauen- und Kinderarbeck wichtig erscheinen. Die Ermiltetungen über die Verhältnis e der Arbeiterinnen und die statistischen Aufnahmen über die Verhält- uisse der jugendlichen Arbeiter erfolgen wesentlich auf amtlichem Wege. Um jedoch daS Ergebniß vor dem Vorwurfe der Einseitigkeit zu schützen, hqt daS Lieichükanzleramt den verbündeten Regrerungeu empfohlen, unter Umständen die Aufnahmen unter Zuziehung von„zuverlässigen" Fabrikanten und unbefangenen Vertretern deS ArbeiwrstandeS festzustellen und für die übrigen Erhebungen uicht nur die Ansichten der Behörden, sondern auch die Anschauungen„sachkundiger" Privatpersonen in Betracht zu ziehen, zu welchen außer geeigneten Persönlichkeiten des Gewerbe- standcs— Fabrikanten wie Arbeiter— auch solche Männer auS anderen Berufszweigen zu rechneu seien, welche mit dem indu- slriellen Leben in näherer Berühruug stehen(Aerzte, Geistliche, Lehrer u. f. w.). Je nach den Verhältnissen würden diese müadlich oder schriftlich, einzeln oder für kleinere Bezirke zu Sitzungen ver- einigt, gehört w.r den können. Die Erhebungen werden in Preußen und Gel er i herrschenden Partei und kam so natürlich nie in die' Minoriläi Arb Zerg� So muß man sein Wort auslegen, sonst hat es keinen Sil» Das Wort„wir werden nie in der Minorität sein", beweist übr gens, daß der Herr Bennett gar nicht so hoch über den Parten Als stand, sondern sich eben stets zur Majorität hielt, also au Partei nahm. Damit ist das Geschwätz seines Verherrlich« dahin rangirt, wohin es gehört; es ist nicht nur eine freche, so« dern auch eine dumme Lüge. Und solch ein Mann wie Herr Bennett, der des bloßen Gisis gewinnS wegen sich der jeweils herrschenden politischen Parle- a«' voll schloß mit Preisgabe alles dessen, was mit der Eyrenhafligkeit N vrer Presse nur iu irgend einer Beziehung steht und der sich so«« � verstieg, sich seiner Ehrlosigkeit zu rühmen gleich dem bekaaiil« sst] füll fleis «in schu Held, der bekanntlich den Satz:„Ehre gibt es nicht!" zu sei-� Ichtr "'»MW''« Devise gemacht hatte— dieser selbe Bennetr wird in der deutscht b>ah Presse als ein Muster aufgestellt und zur Nachahmung empföhle«! hat, Wir gratuliren! den k und retti Reg Rich was sich auf dem Boten der Gesetze thun läßt, ohne die Herren Bayern, Königreich Sachsen. Württemberg, Baden. Hesse» und Stieber und Eousorten um Erläubniß zu fragen, und voller Ver- Elsaß-Lothringen sür die größeren Verwaltungsbezirke(RegierungS- trauen auf die propagandistischen Talente der heutigen Machthaber, � bezirke, Kreise rc.) in den übrigen Staaten ohne wertere Son- die uuS aus dem Laude mir wahrer„Gemaluäl" vorarbelteu.! deruog zusainmengejullt. Nach dem Ptogramm betreffen du Er- Siehe Qaetnau' Hebungen: l. Verhältnisse der Arbeiterinnen: A. Allgemeine Er- — AuS Paris berichtet die„Norddeutsche allgemeine Zeitung daß die Polizei„jenem berüchtigten Individuum auf � Spur sei, das den Aufständischen(der Commune) daS zur 3 brandsetzunz der öffentlichen Gebäuoe nölhize Petroleum ll,, ferte". Der Name des„berüchtigten Individuums" wird ni�»au genannt. Somit scheint hier eine gauz gewöhnlicve Spitzelei von vege zuliegen. Hat mau doch auch seinerzeit achtzehn Nälherinnen v«1 Ges haftet unter der Anklage, daß sie Uniformen für die Nation� si-rb garven— genäht Härten. Nachdem so und so viele„Petroleu« üi-ch erschossen, verbannt und eingekerkert sind, kommt endlich der AjK ftui troleumlieferant" an die Reihe! Das ist schon mehr als stall gess Hoffentlich werden nun auch coaseguenierwe-se die„Lieseranle«' �e> der bekannten„Petroleumbomben" vor Gericht gestellt, die Herr« Fab Trvchu, JuleS Favre und Picard, welche bekanntlich Petroleu«! Jjtifc bomben zur Verwendung gegen die Deutschen anfertigen ließen! Arb E-y — Der„Dresdner Volksbote", welcher jetzt wieder ein äch� Arbeiterblatt und die vollste Unterstützung des arbeitenden Volk« daß verdient, brachte am 15. Juli folgende„Erklärung", die wir es beut mittheilen können, weil uuö der„Volksbote" bisher trotz abk Reklamationen nicht zugekommen: „Erklärung.- Au« Nachdem ich längere Zeit durch besondere Verhältnisse u«' dab Schicksale abgehalten worden, dem„Dresdner Volksboten" mei« Thätigkeit zuzuwenden, bin ich durch die neuesten Schicksale d-el� ssm von mir gegründeten Blattes, sowie durch meine Parteisceu»«1«?! bestimmt worden, demselben wiederum eine wesentliche Mitarbeite«! Am schaft zuzuwenden. Ick entschließ: mich dazu ra der festen ErwA der tung, daß die legten Erfahrungen dazu gedient haben, der arb«! bn tenden Bevölkerung Dresdens, wie allen Freunden der Wahrh� und Gerechtigkeit, die Nothwendigkeit eines solchen Organs p«"us Augen zu führen und sie zu einer lebendigeren Theilnahme ss' dasselbe anzuspornen. Es ist geradezu eine Absurdität, daß'' lC, einer von Grund anS demokcatitch gesäcbten S-adl, wie DreSve« M bei einer Bevölkerung von 200,000 Einwohnern, wooo» die größA r01 Halste der arbeitenden Klasse angehört, ein solches Organ mit«' tlt paar Tausend Abonnenten nur yinveget-ren soll. Der Vorw«� ist nicht gerichtet an unsere Geguec, die wir achten, wenn sie tl«j, zu ihrer Fahne stehen, er ist gerichtet an die Gedankenlosen u«� J1* Sorglosen, die Andere sorgen unv kämpfen lassen um Dinge, � ihnen selbst so nahe am Heczeu liegen. Die jüngsten Schicksale d« id„Volksboten" haben in dieser Beziehung eine heilsame Erschülte- >7! rung bewirkt, dieselbe muß dahin führen, daß das Blatt in die »li� Lage kommt, noch vor dem 1. Oktober wieder täglich erscheinen >!iZ zu können. Möge Jeder das Seinige dazu beitragen, Expedition !j» und Redaction werden ihre Schuldigkeit thun. colli Dresden, am 14. Juli 1874. A. Otto Walster." Lu Wir sind überzeugt, die Arbeiter Dresdens und der umliegen- I den Wahlbezirke, die bei der letzten Wahl ja Tausende von Slim- unij wen für die sozialdemokratischen Candidateu abgaben, werden Iii dafür Sorge tragen, daß die in obiger Erklärung ausgesprochene itistj Hoffnung sich erfüllt. ikeiV___ Kinderarbeit. htls Wie Recht wir mit der Behauptung hatten, daß der heutige El! Staat die Handhabung des Gesetzes betr. die Kinderarbeit in den DSj Fabriken mit thun lich per Schonung der kapitalistischen Interessen iesü kontrolliren würde, beweisen wiederum aufs Schlagendste folgende eres neue Emhüllunzen, mit welchen der„Crimmitschauer Bürger- und Bauernfreund" seinen von uns in Nr. 84 abgedruckten Artikel wer ergänzt: ekles„Daß die in dem Artikel„Handhabung des Gesetzes, die s. h, Kinderarbeit in den Fabriken betr., in Crimmitschau", �enthaltenen bn Minheiluugen nicht übertrieben gewesen sind, sondern vielmehr wefl Alles auf reiner Wahrheit beruhte, das wird gewiß der Beamte, welcher in der jüvgsteu Zeit in den hiesigen(Crimmitschauer) Zl Fabriken zu controlliren hatte, bezeugen können. ,Di!„Doch weit mehr noch, als dieser Beamte selbst, können Ar- Hd beiter, welche in Fabriken arbeiten, erzählen; sie können erzählen, aas was ein solcher Beamter nicht zu sehen bekommt. So war man's : t!* Z. B. in einer Fabrik gewahr geworden, daß der Controlleur ihr yx. einen Besuch abstalten würde; sofort wurden sämmtliche zu jungen l bei Kinder zusammengerufen und ihnen eine Kammer, in welcher Ruß niz» und Staub in Massen lagerte, als Bersteck angewiesen; als sie, zifl nachdem der Controlleur wieder fortgegangen, das Versteck versielt! ließen, sahen sie eher den Schwarzen ähnlich, als Weißen. wret„In einer andern Fabrik, wo der Controlleur sich einige Zeit d-'l im Hofe des Etablissements aushielt, wurden während dieser kurzen , dS Zeil von Seiten des Spiunmeisters die zu jungen Kinder eben- nol falls zusammengerufen und in eine Kammer gesperrt. An zwei des Selfactors, an denen mit Auslegern grade 10 Kinder beschäftigt waren, wurden durch diesen Ruf 8, sage acht Kinder veranlaßt, chäs sich dem Zuge nach dem Versteck anzuschließen. cm_„Und solche Beispiele, wie die hier miigctheilten, könnte man scha in Masse anführen. Kommt einmal ein Controlleur hierher, atsi um sich davon zu überzeugen, in welcher Weise dem Gesetze Folge theß geleistet wird, dann jagt die Nachricht umher, wie wenn der Sturm uii-, das Meer peitscht. Die Herren Spinnereibesitzer eilen zu ein- Ws ander; der„Herr" macht den Spinnmeister oder sonst einen ihm ibl� getreuen Beamten mit der drohenden Gefahr bekannt und beauf- clsi tragt denselben gleichzeitig, dieses oder jenes Mittel in Anwendung web zu bringen, um der Gefahr Trotz zu bieten. Alles ist in Auf- ll Regung, Alles in größter Spannung; der„Herr" und die Beamten :all>l stehen überall umher und schauen aus, wo der Controlleur oder ii Polizist hereintrelen wird. Da wird auf einmal der sonst den azi$ Arbeiter nur gering schätzende Fabrikbesitzer gegen denselben freundlich j und zuvorkommend; er weiß, daß er die Arbeiter bei einer seinem ■ ei' Geldbeutel drohenden Gefahr stets zur Seite haben muß, wenn t dk er dieselbe von sich abwenden will; denn wie leicht könnte ein rilK Arbeiter dem Ccnirolleur eine solche mit Kindern gefüllte Kammer ?ias Zeigen!— und dann---!" übrj So weit der„Crimmitschauer Bürger- und Bauernfceund". cteis Also„ein Aibcilcr", der dem Controlleur die mit Kindern ge- aui stillte Kammer zeigte, würde dem schnöden Schacher mit Kinder- ichels fleisch steuern. Und dieser„eine Arbeiter" findet sich nicht? Nicht so«*in Arbeiter hat den Mulh. die vor Aller Augen betriebene s ichmachvolle Ausbeutung der Kinder dem kontrollirenden Beamten Zells anzuzeigen, den Schuy des Gesetzes gegen die Urheber der schwach- i a«' vollen Ausbeulung anzurufen und dieselben tu flagranti— aus itti brennender That— absafsen zu lassen! Es ist wahr, der Schutz owei des Gesetzes ist nur ein schwacher, und die Hand des Fabrikanten lintfj Jst stark. ES ist wahr, die Auflehnung gegen das Kapital wird idw schwerer bestraft, als die Auflehnung gegen das Gesetz. Es ist ischl' b>ahr, die Fesseln, welche der Klassenstaat der Bourgeoisie angelegt HU« hat, sind nur Zwirnsfäden, die sie spielend zerreißt, und wehe ben Arbeitern, die auf die Festigkeil dieser Fesseln gebaut! Aber e® braucht ja in jeder Fabrik nur Ein Arbeiter hervorzutreten; tngl und diesen Einen könnten die übrige» doch vor dem Hungertod '"l«to'eri' �vd sind unsere GewerkSgenossenschaften denn bloß papierne J«j Negilnenter? Können sie hier nicht mit kräftiger Hand einschreiten? ' sifl Nicht die Waffe des Gesetzes den verschüchterten Arbeitern in die Ullis Faust drücken? Kein Zweifel, das Gesetz hindert nichl die Maß- vllli vegetnng des für das Gesetz einstehenden Arbeiters durch den das vils Gesetz velleyenden Fabrikanten; allein der das Gesetz verletzende Fabrikant, dem die Gesctzesverletzung nachgewiesen wird, entgeht euc! auch nicht der gesetzlichen Strafe, und sind einmal etliche Exempel „Pq statu irt, so werden die Herren sich schon fügen. In England starb geschah nach Einführung der Fabrikgesetzgebung ganz Aehnliches, nie«' aber die englischen Arbeiter legien den rebellischen, betrügerischen irrit Fabrikanten sehr rasch das Handwerk. Stehen die deutschen Ar- eul«! bestem an Energie und Verstäudniß so tief unter den englischen n! j Arbeitern, daß sie, trotzdem das Gesetz auf ihrer Seite, mit �chaasSgeduld auf sich herumtrampeln lassen? Schlimmer noch ächi? als auf sich selber— ans ihren Kindern! Begreifen sie nicht, Zost!! baß Moloch des Kapitals die Kinder verschlingt, zu Grunde rotHa.(Abrechnung über den Zimmerer- Strike) Einnahme: In Gotha vereinnahmt: Zimmerergeselleniass. 16 Gr. 5 Pf., Ertrag einer Volksversammlung 4 Thlr. 15 Gr. Maurer-Gew. 14 Thlr. 5 Pf., Schuhwacher-Gew. 8 Thlr. Sckneider-Äew. 4 Thlr., Holzarbeitergew. 7 Thlr. 2 Gr. 5 Pj Maschinenfabrik 7 Thlr. 16 Gr. 5 Pf., Buchdruckergenoffenschai 6 Thlr. 6 Gr., Schlossergesellen und andere Arbeiter 3 Tut 3 Gr. 5 Pf., Manufaklurarbeiterfchaft 1 Thlr. 8 Gr., Summ- 55 Thlr. 13 Gr. 5 Pf. Bon Auswärts gingen ein: Von der Gewerkschaft der Hol. arbei'.er auS Erfurr 10 Thlr., des�l. aus Würzourg 2 Rate. 3 Thlr. 8 Gr., Gießen 2 Thlr., Eisenach 3 Thlr., Leipzig 5 Thlr., Berlin 6 Thlr., Arnstadt 1 Thlr. 10 Gr., Gotha Zuschuß auS der Kasse 3 Thlr. 11 Gr., von der Gewerlschaft der Maurer und Zimmerer auS Nürnberg 4 Thlr. 2 Gr. 2 Pf., Eisenach 12 Thlr., Summa: 61 Thlr. 1 Gr. 7 Pf., von der Hauptkasse der Ge- wertschaft der Holzarbeiter 30 Thlr. JnSgesammt 136 Thlr. IS Gr. S Pf. Ausgabe: Unterstützung für Nicht- Gewerkschaftsmitglieder 80 Thlr. 10 Gr., für Annoncen und Porto 4 Thlr. 2 Gr. 5 Pf., an Gewerkschaftsmitglieder S1 Thlr. IS Gr. JnSgesammt: 136 Thlr. IS Gr. S Pf. Im Namen der Zimmergesellen und Gewerkschaftsmitglieder sagen wir Allen, die unS unterstützt haben, unfern herzlichsten Dank. DaS Strike-ComitS und der Bev. der Holzarbeitergewerkschast. Wcgensöurg, 28. Juli. Parteigenosse Tauscher, der zum Parteicongreß von AugSburg als Delegirter entsandt war, berührte aus der Rückreise hiesigen Ort, um auch hier für die Fortentwick- lung der Arbeiterbewegung zu wirken. ES war zum 2S. Juli eine Volksversammlung: 1)„Die Arbeiterbewegung und ihr Ziel.'' 2)„Eintritt in die sozialdemokratische Aibeiterpartei", einberufen. Referent Tauscher begann nach kurzer Einleitung seinen Vortrag, wie folgt: Meine Herren! Wenn auch heute die Sozialdemokratie hier am Orte noch keine so bedeutenden Wurzeln gesaßt hat, so dürfen Sie deshalb nicht ermüden in dem Kampfe �sür die Befreiung der Arbeit, sondern mit doppeltem Eifer müssen Diejenigen, die heute schon vrganisirt sind, darnach trachten, immer mehr neue Anhänger der Sache der Arbeit zuzuführen. Warum hier sich die Bewegung so langsam entwickelt, rührt einfach daher, daß hier die Großproduklion noch nicht derart ausgebreitet ist, wie anderswo, so daß wir also sagen können, wir haben hier noch einen bedeu- tenden Mittelstand, der noch eine bessere Existenz hat und in Folge dessen auch viel dazu beiträgt, die Arbeiterbewegung hintanzu- halten. Andererseits haben wir hier eine große Anzahl Arbeiter, die entweder dem katholischen oder dem protestantischen Gesellen-, dem Handwerker- oder dem von Schulze-Dclitzsch gegründeten Arbeitcr-FortbildungSverein angehören. Dem mag nun sein wie ihm wolle, die Sozialdemokratie wird sich trotz alledem Bahn brechen, da sie nicht künstlich erzeugt ist, sondern ihr Dasein den jämmerlichen gesellschaftlichen Zuständen verdankt. Wenn wir zu rückblicken in die Zeir, wo die Sktaverei, die Leibeigenschast an Stelle der heutigen freien Lohnarbeit bestand, dann finden wir wohl eine andere Form der Abhängigkeil, im Weseuilichen aber ist die Lage der arbeitenden Klassen heui dieselbe wie damals. Die Sozialdemokratie, welche nicht eine Klassenherrschaft, sondern gleiches Recht für Alle will, wird und muß es mir der Zeit dahin dringen, daß jeder Staatsbürger nach seiner Arbeit bezahlt wird, daß nicht eine kleine Minorität, die den Sozialdemokralen das rohe Thcilen vorwirft, sich auf Kosten des gesammten arbeitenden BolteS be- reichern und im Uebcrflusse schwelgen kann. Nicht wir find es, die rheilen, sondern die Bourgeoisie, die uuS mir solchen Lügen verdächtigen will, ist es, die sich in unsere Erzeugnisse rheilt. Schreiten wir zur massenhaften Organisation, dann wird eS mög- lich sein, mittelst unserer geistigen Kraft den Staat zu zwingen, daß aus dem Wege der Reform die heutigen faulen Zustände ein Ende nehmen. Die Sozialdemokratie wird eö sein, die dcu Staat dahin dringt, daß Grund und Boven Gesammteigenthum wird und die genossenschaftliche Arbeit an Stelle der heutigen Lehn- arbeir tritt, die allein den Arbeiter vor Ausbeutung schützl. Wenn auch heute unsere Bestrebungen von unfern Gegnern, die sich auf die Macht ihrer seilen Presse und auf die Macht der Bajonnette stützen, in den Kolh gezogen werden, so kann uns das nicht be- irren, künftig weiter zu arbeiten an der Befreiung der Massen. Also, meine Freunde, ich stelle daS Ansuchen an Sie, Mann für Mann einzutreten in die Partei wie in die Gewerkschaften, denn nur durch allseitige Vereinigung ist es möglich, etwas zu schaffen. Nachdem Referent noch den deutschen Reichstag und die Verfol- gung unserer Partei beleuchtet halte, ergriff Unter zeickmeter das Wort, um die hiesigen Zustände zu erläutern und zum thatkräf- ligen Eintritt in die Partei aufzusorderu. Dieser Aufforderung wurde auch zum Theil Folge geleistet und wir haben wieder einen Schritt vorwärts gemacht. Mit sozialdewokrattjchem Gruß I. Graßmann. Hludolstadt. Wieder eiu neuer Beweis vou ängstltcher Für- sorge und väterlichem Wohlwollen seitens eines Fabrikanten seinen Ardeitern gegenüber. Unterstehen sich da die Arbeiter einer hie- sigen Porzellanfabrek, Bier holen zu lassen, um nach längerer Zeil weeder einmal zu versuchen, wte das Teufelszeug denn eigentlich schmeckt, von welchem, wie sie gehört hatten, die Fabrikanten sich so uelle Bäuchlein anzulege» verständen. Jetzt hört aber Leute, welche Sünde!— Es kam auf den Mann oder besser pro Mann Eiu Liter Bier!'S ist unerhört mit diesen Ardeitern. Eiu ein- ziger Mann trinkt da einen Liter Bier. Da ist es sreilich kein Wunder, wenn der ganze Staat zum-- ne, um Gotteöwillen nicht, das wäre Hocvverralh— aber der ganze Lohn xum Teufel geht. Wer will noch wehr Bewlise baden für die Bei- schwcudungssuchl der Arbeiter?— Schnell, Hirsch und Du ucker, Andreack und Andere mehr— schnell! Hier giltS zu retten! Trum hinein in den Gewerkverein! Hurtig, ihr Biedermänner, nebst Seelenverkäufern, Kulihändleru, spitzt eure laugen Ohren! Plärrt eö hinaus in alle Welttheite: Die Mahr van den dursti- gen Arbeitern! Auf daß aber auch das weibliche Geschlecht keine Ausnahme mache, füge ich gratis noch eine andere fürchterliche Schandlhat, begangen von einem Dienstmädchen, bei. Ja es ist wirklich erstaunlich, diese maßlose Schwelgerer unter den Arbeiter» uud kein AuSrus sittlicher Entrüstung ist wohl jemals gerechtfertig- ler gewesen, als der des OberapeUationSgerichtSrathg Vermehren in Jena. Derselbe hatte so ein vielessendes, also auch verschwen- deriiches Dienstmädchen, welches mit 6, schreibe sechs Kartöffelcheu zu Mittag nicht satt zu werden vorgab. Unerhört! Darob große Entrüstung seitens der gutgesitteten Herrschaft. DaS Mäoche» wurde»acht, sonvern sollte nur von der älteren Tochter deS ge- nannten Herrn geprügelt werden. Der Herr Oberappellatious- gerichlsralh Vermehren brach denn auch in folgenden AuSruf aus: „Mein Gott!! Wer von uns ißt sechs Kartoffeln! Ich esse blos zwei!"— Unbegreijlicherweise wollte aber daS Mädchen nichts von derlei schönen Tugeuden wissen, sintemalen ihr bei Tische die verschiedenen Flaschen Wein mit sonstigem Zubehör fehlten und— riß aus. Doch zurück zu unseren biertnukenden Arbeitern. Ich darf nicht außer Acht lassen, zu bemerken, daß diese gerade zwei Tage zuvor Lohn erhallen hatten, welchen sie denn auch zu verjubeln gedachten. Doch die Arbeiter denken uud die Fabrikanten lenken, zwar nicht mit der Hülfe Gottes, wohl aber mit der den Arbeitern seit Jadren au« dem G-dächtniß, also auch aus der Mode gekommenen Fabrikordnung. Ihr sollt in der Fabrik kein Bier trinken! mag ungefähr der Sinn des Para- graphcn sein, auf Grund dessen der Fabrikant dem bierholendeu Lehrling das Gesäß abnahm und konfiSzirte, bis das Bier sauer oder ungenießbar geworden war, dann wurde es wieder an die Arbeiter ausgeliefert. Es war also keine Möglichkeit vorhanden, daß sich die Durstigen den Magen erkälteten. Hatte man doch diesen Sündern glänzend bewiesen, daß es noch Fabrikanten gebe. Fragen wir uns aber doch einmal, warum denn der Fabrikant daS Bier koufiszirt, etwa um die Fabrikordnung wieder zu Ehren zu bringen? War diese denn gefährdet? Nein, gewiß nicht. Die dortigen Arbeiter sind durchaus nicht so rebellisch, vielmehr das gerade Gegenheil, als daß solche Maßregeln als geboten er- achtet werden tönten. Auf was läßt nun diese fabrikantliche Fürsorge schließen? Antwort: 1) Um die Arbeiter, welche bei ihrer Arbeit oft ganz gehörig schwitzen(z. B. die Brenner und Schmelzer, denen die Zunge beinahe zum Munde heraushängt, wenn diese in der heißesten Glut,, bei Tage sowohl als Nachts arbeiten müssen, vor zu kaltem Getränk und etwaigem damit ver- bundencm Unwohlsein zu schützen. Ist dies nicht väterlich?(Jeder Arbefter sollte diesen Mann dadurch ehren, daß er ihn in seinem Zimmer aufhängt. Empfehle zu diesem Zwecke die Goldleisten einer Erfurter Fabrik.) 2) Um die Arbeiter vor Leichtsinn und Verschwendung zu bewahren. Der Lohn könnte manchmal oder auch oft nicht hinreichend sein. Bierschulren wären an der Tages- ordnung, die dann vielleicht gar der Herr Fabrikant bezahlen sollte. Nein, dann ist eS doch besser, man zahlt einen so niedrigen Lohn, daß an Bieltrinken gar nicht gedacht werden kann. Wenn daS der Herr Prinzipal beherzigen resp. versuchen wollte, ich glaube, eS wäre ein Universalmittel, die Arbeiter zur wunderschönen Ord- nung zurückzubringen oder aber Gewerkschaftsmitglieder auS ihnen zn machen. Es ist doch waS Schönes mit der Harmonie zwischen Kapital und Arbeit! Hier die wohlgemästeien Bäuche der Schlot- junker, dort hungernde und durstige Arbeiter. Arbeiter! wollt Ihr Eure Lage verbessern, wollt Ihr wirklich Aroeiter sein, dann vereint Euch mit uns, tretet ein in die Ge- werksgenossenschafl, wo man Eure Menschenwürde zu wahren versteht, wo man schmachvoller Behandlung mit Ernst uud Nach- druck entgegentritt. Wo Einer kämpft für Alle und Alle für Einen. Lernt endlich einsehen, daß eS nichts Ehrenvolleres für einen Arbeiter gibt, als wenn derselbe Mitglied einer Gewerkschaft ist. Um aber allezeit bereit, die verschmitzten und verleumderischen Gurgel- und Beutelschneider auf den Murrd klopfen zu können, ist eS vor allen Diugen nöthig, daß Ihr Arbeiterzeitungen haltet, welche Euch über Zweck und Ziel der Gewcikschaften be- lehren. Daß konservative Organe und solche, welche selbst im Zweifel darüber sind, ob sie gut liberal oder fortschrittlich schrei- den, Euch uimmermehr die Wahrheit berichten, müßtet Ihr eigent- lich schon daraus ersehen, daß jene Organe die Pflegekinder s-hr gut siiuirter hoher und höchster Personen sind, denen sehr viel daran liegt, wenn man Euch naSführl. Den Herren Sozialisten- lödtern sei eö aber gesagt: wenn Einer oder der Andere der Herren gern mit dem Reptilienfond uud Preßbureau Bekanntschaft machen möchte, sich meiner Fürsprache versichert zu halten, denn in solchem Falle ist das Zeugniß eines WeltumstürzlerS von Bedeutung, von wegen der Abonnentenschwindsucht. Mit soz.-dem. Gruß M. Sch. KB. Schließlich ersuche ich die Partei- und GewerkSgenossen, mir beim Aussuchen einiger Briefe und einer Correspondenzkarte be hülslich zu sein. Ich dächte doch davon gelesen zu haben, daß es kein Bubinet noir(schwarzes Cabinel) mehr gebe? Zrcw-�fork. In Folge der New-Norkcr Convention vom 17. Mai d. I., auf welcher die Gründung einer einheitlichen sozialdemokratischen Arbeiterpartei von Nordamerika beschlossen wurde, versammelten sich am 4. und£>. Juli in Zimmermanns Hall 167 Thirdftr. die Delegaten verschiedener sozialpolitischer Ar- beiterorgauisationen Nordamerikas zu einem konstttuirenden Eongreß Neun Körperschaften auS New-2)ork, Philadelphia, WilliamSburgh und Newark N. I. waren durch 16 Delegaten vertreten. Die Hauptpunkte der Tagesordnung bildeten: 1) Berathung deö Pro grammS und der Statuten. 2) Wahl des Ortes der Exekutiv- deHörde uud der Controllkommission. 3) Parteiorgan. 4) Uusere Stellung gegenüber den bestehenden politischen Parteien. Vor Punkt 1 der augcsührteu Tagesordnung wurde ein Schreiben aus Chicago Jll. verlesen. In demselben dcglückwünschten die sozial- politischen Arbeiterorganisationen im Westen die im Congrcß ver- lretenen Arbeiter des Ostens, sprachen ihre volle Sympathie mit dem angebahnten Werke aus, baren um Zusendung vou Programm, Slaiuien sowie der gefaßten Beschlüsse und schlössen mit dem Wul.sche und der Hoffnung, sich in Bälde der sozialdemokratischen Arbeiterpartei vou Nordamerika anschließen zu können. Die Programmvorlage wurde, da selbige in klaren Worten das leitende Prinzip der Sozialdemokratie: die Abschaffung der heutigen Produktionsweise, die gründliche Aenderuug der gegen- wältigen sozialen und politischen Mißstände aussprach, mir geringer Abänderung angenommen. Die geschehene Abänderung betraf die Verbindung der Partei mit de» Arbeiterparteien anderer Länder. Die ursprüngliche Fassung diese« Punktes war im Schlußsatz fob geude:„Es ist das Bestreben der Partei, mit Arbeitelparteien anderer Culturstaaten in Verbindung zu treten, ohne ihre natio nale Selbstständigkeit aufzugeben." Als Substitut wurde angenommen:„Da die Befteiung der Arbeiter nicht blos eine nationale naturrechtliche Nothweudigkeit, sondern für alle Culturvölker ein Bedürsniß ist, so sympathrstren wir mit allen nach Befreiung strebenden Arbeitern anderer Staaten." Als Motiv zu dieser Aenderung wurde hauptsächlich geltend gemacht, daß, obgleich das Prinzip der Jnternationalttäl für jeden Sozialisten selbstverständlich sei, die bestimmte Abfassung dieses Punktes leicht zu Mißdeutungen Anlaß geben könne, und rm Hin- blick auf die grausame Verfolgung unserer Brüder in einigen europäischen Staaten, es aus OpportunilätSgründen besser sei, eine mildere Form zu wählen. Die Organisaliou der sozialdemokratischen Arbeiterpartei von Nordamerika ist einheitlich, ohne in centralistischer Spitze auSzu- lausen. Die Leitung derselben ist einer Exekutive von 9 und einer Controllkommission von 5 Mitgliedern übertragen, diese werden von den Parteigenossen deS betreffenden OrteS ernannt und durch die Gesammtpartei vermittelst Urabstimmung gewählt; ebenso müssen alle Abänderungen und Ergänzungen des Programms und der Statuten einer Urabstimmung unterliegen, bevor solche Gesetzes- kraft erlangen. Die Exekutivbehörde wurde nach New-�ork, die Controllkommission nach Newark N. I. verlegt. Als Ort deö nächstjährigen Congresses wählte man Philadelphia. In Betreff des zu gründenden Parteiorgans wurde die Anstcht ausgesprochen, mir der New-Horker„Arbeiter-Zeitung" ein Ueber- einkommen zu treffen. Diese Äusicht wurde jedoch von der Mehr- heil der Deugaten als unzweckmäßig, wo nicht gar als unmöglich widerlegt. Ein Comilv berichtete über die sich gründende Ge- nossenschaftsbuchdruckerei, welche der Partei die ersten Mittel zur Herstellung eines eigenen Organs bieten solle. Zu diesem Zweck seien bereits 76 Actien a 5 Dollars untergebracht. Der Congrcß beschloß, dieses Anerbieten anzunehmen und mit der Herausgab eines eigenen Organs zu beginnen, sobald 1S00 Abonnenten gee sichert wären. Das Blatt soll Eigenthum der Partei sein und den Namen„Socialdemokrat" führen. Ueber den letzten Punkt der Tagesordnung einigte sich der Congrcß sehr bald, da es jedem Delegirten klar war, daß unsere Stellung gegenüber den hier bestehenden korrupten politischen Parteien nur eine oppositionelle sein könne. Jeder Compromiß in dieser Beziehung sei unmöglich, den Grad der Opposition müsse man berechnen nach den jeweiligen Verhältnissen. Hiermit war die Tagesordnung erledigt. Beschlossen wurde noch, einen gedrängten Bericht über die Congreßverhandlungen an folgende Arbeiterzeitungen zu senden:„Vorbote"(Chicago),„The Toiler"(New-Uork),„Arbeiter-Zeitung"(NewHork),„Volksstaat" (Leipzig) und„Neuer Socialdemokrat"(Berlin). Nachdem der Senior der Delegaten, Schneider auS Phila- delphia, noch einige ernste eindringliche Worte gesprochen, in welchen er namentlich die jüngeren Parteigenossen aufforderte, vor keinem Hindernisse zurückzuschrecken, sondern st-tS treu und fest zur Fahne zu halten, damit ein Jeder von ihnen sich im Alter sagen könne: „auch ich habe ein gut Stück mitgearbeitet an dem großen Werke, welches die Väter begonnen, ich habe meine Pflicht gethaa", wurde der Congrcß unter Hochrufen auf die Partei von dem Vorsitzenden A. Straßer geschlossen. _ Albert Gabriel, Secretär des Congresses. Ei titt Mi fOft Ml Uia Bor tv? 8.7 coa' Ri s» A Fond siir Äcmaßrcgelic. Ges. beim Arbeitcrscst in Fürth thlr. 1 20 3. Bon£. 3)i— r 3 thlr lk l.-B.-B. hier d. R. thlr. S 11. Arbeiter». Markranstädt gr. 12 5. Ix len l?° pu ml Briefkasten der Expedition. I. Mttlr hier Schr. gr. 6 8. F. Slbrhrn Esslingen Ab. Juli thlr. 9 9 5. L. Prbs Meiningen Schr. thlr. 1 17 7. Lngstg Dresden Schr. thlr. 1 5. Schick Osnabrück Schr. gr. 24 5. JsskS Berlin Ad. Aug. Sept. 24 gr. Eggr Schöningcn Schr. 3 gr. Chr. Hdlch hier Ab. 3. Q. 3 thlr. A. Adn Karlsbad Ab. 3. Q. thlr. 1 10. b � R. Gglr hier Schr. 2 gr. Arbeiterv. Connewitz Ann. 11 gr. Bnchbm- der». Stuttgart Ann. 20 gr. Krst Neudcck Schr. thlr. 15 5. Wndlr r* hier Ab. gr. 5 5. C. Mllr Glauchau Ab. 2. Q. thlr. 67 7 5, Schr."■* 4 thlr. Frdrch Dölitz Ab. gr. 5 5. I. Mllr hier d. Efgrtn Ab. Aug. f® 3 thlr., Schr. gr. 3 5. Rllr Berlin Schr. gr. 6 7. Arbeiters. Mar-»uvt Iranstädt Ann. 8 Gr. G. Sock Bremen Schr. 5 thlr. Mehrere Abon- I nenteu in Neustadt-Magdeburg: Reklamiren Sie bei dortiger Post, von! F hier richtig geliefert. �____________________ Sg Anzeigen:c. � Gewerkschaft der Holzarbeiter.. Sonnabend, den 8. August 1874: Italienische Fest-Nacht und Ball mit brillanter Garten. Beleuchtung und Feuerwerk im„Hamburger Colosseum" am Langenselderdamm in Eimsbüttel. Anfang Abend 8 Uhr. 2b] Da« Comitö.[14] Metallarbeiter- Gewerkszenossenfchaft. Di •OtillU Sonnabend, d. 8. August c.. Abend«'/»o Uhr: Monats-[geh, versaminlung, Auguststraße Nr. 80 be: Macke.— Kassen- und Re- vifionsberichl. Die Aussperrung der Metallschläger in Fürth. GewerkSgenossen erfüllt Eure Pflicht! Der Bevollmächtigte.[5]l (Cilitt Sozialdemokratische Arbeiterpartei. IsUIU Mittwoch, den 5. August, Abends S'/a Uhr- Versammlung bei Breuer, Eigelstein 25.— T,-O.: 1) Lokale Abrechnung. 2) Neu- j n wähl des Vertrauensmanns und der Revisoren..." Um vollzähliges Erscheinen bittet Der Vertrauensmann._[5)1°U rtst int ritrt it Sonntag, den 9. August, soll in den schönen Garten-! \3lillUUJIlll localitätcn des Theatcrlocale« ein � chroßes öffentliches Arbeiterfest(h° abgehalten werden und laden wir hierzu die Parteigenossen von Nah! und Fern zu recht zahlreichem Besuche freundlichst eiu. Programm: Früh 6 Uhr Arbeiterweckruf durch die Stadt. Nach- mitrag 3 Uhr Concert uud Festrede cvcnt. Festauözug. Abends Das Festcomilö.[18.-— Onthttrt Gewerkschaft der Holzarbeiter. s-Cl-pjlö Donnerstag,>/K UhrAbdS.: ÄuSschußsttzimg bei Zeidler. Sonnabend: Versammlung. — Wochenbericht von E. Beyer.[3], On N' .5" lribe Sozialdemokratischer Arbeiterverein. Donnerstag, den 6. August, Abends 8 Uhr: Ordentliche Generalversammlung. 1) Kassenbericht.— 2) Wahl de« Vorstandes und der Revisoren. 3) Bereinsangelegenheitcn.— Zutritt nur gegen Vorzeigung der Kt Präsenzliste liegt auf.___________ Der Vorstand,[jk.'"1' Sonnabend, den 8. August, von Nachmittag 5 Uhr ab: lh soren. :r Karte.p je md.[7Nsint Nowaweß 'Zlllgemeines Aröeiterfest bestehend in Concert, Festrede, Deklamationen und Ball, in den Locali- täten des Herrn Schwarze, Lindenstraße 12. Entre 21/2 Gr. Herren die am Tanze thcilnehmen, zahlen 5 Gr. nach Gcstnnungsgeuofsen von Nah und Fern sind hierzu freundlichst ein- geladen. Das Comitö.[ftjl 0 ttu htw l«f »fei ittei Soeben ist im Verlage des Depöi soual-demokr. Literatur in Zürich erschienen: Wintcrthurcr Cvngrcß-Protokoll.— Preis 4 Gr. [71/21 Bestellungen hierauf nmimt die Exped. de«„Volksstaat" entgegen.[3» 1 Erschienen ist soeben und durch uns zu beziehen: Liefcruitg 11 Becker: Geschichte der Arbcitcragitation von F. Preis 6 Groschen. __ Expedition des„Volksstaat". hch li.i Soeben erschien: Khristenthum und Sozialismus. Eine Polemik zwischen Hrn. Kaplan Hohoff in Hüffe K) und dem Verfasser der Schrift:„Die parlamentarische Thätiz' kctt de« deutschen Neichstagö und der Landtage ic." 24 Seiten groß Oktav. Preis 1'/, Ngr. Die Grund- und öodeufrage. Bon Wilh. Liebknecht. 128 Seilen groß Oktav. Preis broschirt 5 Ngr. Leipziger Hochverrathsprozeß 12.(Schluß-) Lieferung. Ä) Die„ungehaltenen" Reden cnrpaltcnd. 72 Seilen. Preis 2'/, Groschen. Lorstehende Preise vcrstchcu sich gegen baar oder Pof' Vorschuß.— Wlcderverkäufer erhalten Rabatt. Expedition des„V olksftaat. Der Dolksstaatkalender für 187d erscheint am 20. September a. c., Bestellungen hierauf wollen recht teitiS gemacht werden.__ Die Expedition des„Volksstaat".�, Letpztg: Jöctuaut. Redattcur: M. Prittzer.(»teoattiou uu» sedutoa Zutzerstr. 4-1.) Druck und Verlag der Genoffenschafteduchdrncker»