nf« sich inneren. irch nies lich nit Ixn rli- ben °h der vaß sich be- iese NN, zer- rat. !rO» siZ' itte. -rn. oem ich hat, >. uns gr. Fr- ldlr. ister N. 24. tpst ignst thlr. ichall thlr- gr.; gr.! gr.! volll hn«i' thlr Ps-i thlr-, ite»« aaier icher thlr. Die nge« thre r H- Erscheint in Leipzig ! Mittwoch, Freitag, Sonntag. Bestellungen nehmen an alle t-ostanstalten u. Bnchhand- lungen des In- U.Auslandes. ..Filial- Expeditionen für die Vereinigten Staaten: F. A. Sorge, «ox 101 Hoboken, X. J. «. w Haß, W. Corner Third and coates str. Philadelphia. ■ ii Der mm Abonnementspreis für ganz Deutschland 16 Sgr. pro Quartal. Monats-Abouncinents werden bei allen deutschen Postanstalten auf den 2ten u. 3ten Monat und auf den 3ten Monat besonders an- genommen; im Kgr. Sachsen u. Hrzgth. Sachs.-Altenburg auch auf den I ten Monat des Quartals k ö'/z Sgr. OrgandersozialdemokratischenArvetterparteiundderinternattonalenGetverksgenossenschasten. Inserate, die Abhaltung von Partei-, Vereins- und Volksversammlungen, sowie die Filial- Expeditionen und sonstige Partei-Angelegenheitm betreffend, werden mit 1 Ngr.,— Privat- und VergniigungS- Anzeigen mit 2'/» Ngr. die dreigespaltene Petit-Zeile berechnet, j t 103 IreiLkH. 4. September. Avounements auf den„Volksstaat" siir den Monat September zu 5�» Silbcrgroschen werden bei allen deutschen Postanstalten, für Leipzig pro Monat zu 6 Ngr. bei der Expedition, Zeitzcrstraße 44, und bei ! Kolporteur Müller, nr k-ie bimgegend von Leipzig bei den Mialcxpeditionen: für?i»!kmarsdorf, Reudnitz, Neu- schöuefeld, zc. zc. bei Frau Friedrich, Anger Nr. 5, sur Bennewitz ic. bei Tcubcrt, Bornaische Straße 19, für Mcinzschocher und Umgegend bei Fleischer, Nr. 87 daselbst, lar Thonberg bei Horn, Hauptstr. Nr. gz, für Plagwitz Lindenau bei Hr. Schuster, Merscburgerstr. 26, für «ohlis tc. bei O.Pcukert, Hauptstr. 19. � Für Berlin wird auf den„Bolköstaat" monatlich für > ni2 Sgr. frei in's Haus abonnirt, bei Trautmaun, Engelufer 66, 4 Treppen;— R u b e n o w, Brunnenstraße 34 > im Laden; Mehner, Elisabcthkirchstr. 1; Bogel, Prinzcnstr. 61. Krause, Zionskirchplatz 2, 3 Tr. Der Adonnementsbetrag ist bei Bestellung zu entrichten iellds itrol' ) dt« �«0« -us-° zlo». Schr. S-hr. .hü. r.»' 0'' bin gstflt et»®' !3> helltl. ig?'' d kämpfenden Helden zusammengenommen; Bucle, der leider durch -wen frühen Tod der Menschheit zu früh und zu ihrem Nachtheil -ntrissen worden, während viele Andere in ein flul reichen Stellungen sich breit machen, deren Verschwinden von der Bühne der Mensch. ! hcit nur Nutzen bringen könnte, schreibt in seinem gefeierten Werk ».Die Geschichte der Civilisation in England" in Bezug auf die Geschichte Schottland» folgendes: »Jede Leidenschaft ruft ihren Gegensatz hervor. Grausamkeit von heute bringt morgen Theilnahme hervor. Der Haß gegen Ungerechtigkiit trägt mehr dazu bei, als irgend etwas Anderes, � fue Ungleichheiten des Lebens zu beseitigen und die Begebenheiten ln ihrem Gleichgewicht zu erhalten. Es ist dieser Widerwille gegen die Tyrannei, welcher die wärmsten Gefühle des Herzens in ihrer innersten Tiefe aufregt und es dadurch der Tyrannei un- wöglich macht, einen schließlichen Erfolg davonzutragen. Dies ist i» Wahrheit die edlere Seite unserer Natur; dies ist die Eigen- schaft in unS, welche den Stempel göttlicher Schönheit trägt, ihren himmlischen Ursprung an den Tag legt, ein Mittel gegen die -ntserntesten Wechstlfälle darbietet und doch unsere sicherste Bürg- schast ist, daß Gcwaltthätigkeit schließlich niemals triumpbircn, daß früher oder später der Despotismus immer über den Haufen Seworfen wird, und daß die großen und dauernden Interessen des Menschengeschlechts durch die bösen Rathschläge ungerechter Menschen vie in Gefahr gerathen werden." Unter den zahlreicben Beispielen, welche Bucle aus der Ge- schichte verschiedener Länder anführt, die seine Ansichten vollkommen bestätigen, wollen wir hier auf zwei Perioden der wichtigsten euro- tischen Cullurstaaten aufmerksam machen. , Als die elendeste und nichtswürdigste Regierung, welche Eng- '»nd st, den letzten zwei Jahrhunderten gehabt, muß diej-ntge Georgs III. bezeichnet werden. Sie provocirte nicht nur durch chve brutalen Maximen den Krieg mit Englands blühendster Co- "nie. den heutigen Vereinigten Staaten, sondern führte auch deren schUeßlicben Verlust herbei. Außerdem zeigte sich von vornherein �s« allersemdliebste gegen die französische Revolution und begann �gleich in ihrem eignen Lande ein Unterdrückungssystem, wie e» siü der Zeil Karl« II. nicht erhört worden war. Ganz besonders richtete sie ihre Bestrebungen gegen die Grund- Und Eckpfeiler der englischen Freiheit, daS Versammlungsrecht ?vd die Preßfreiheit. Die Verfolgungen, welche sie hiergegen " �-ne setzte, die Strafen, welche sie gegen ihre Vertheidtger schleuderte, sind unerhört, und in dieser Beziehung sind unsere "�ulturkämpfer" in Deutschland allerdings noch Stümper. Aber „?!■ diese Gewaltthätigkeiten, obgleich sie Jahrzehnte andauerten von den herrschenden Klassen in- und außerhalb des Parla- aufs kräftigste unterstützt wurden, waren nicht lm Stande, englischen Volksgeist zu brechen, und dieser nöthigte schließlich Regierung, in andere Bahnen einzulenken. h Zu welchen Mitteln die verrückte Regierung Georgs III., dre > i7ßo_ig� währte, nnd wo der König in Wahnsinn ver- £> griff, mögen einige Angaben beweisen. Sie verbot alle Ver- Mwlungen. wenn sie nicht fünf Tag- vorher mit Angabe d r lssU und des Orts in einer Zeitung veröffentlicht wurden. Die �"radung mußte von Hausbesitzern unterzeichnet sem und da« v»nuscript ir, den Händen der Friedensrichter depomrt werden. )vlix einzelne Richter konnte die Versammlung auflosen und die .ebner sofort verhaften, wenn sie gegen den Komg oder die Re. rung auftraten. 1799 wurde die Abhaltung öffentlicher Ver- Hebungen unter freiem Himmel von der GeneHmignng der Bc- iL, e abhängig gemacht. Wir sehen, unsere Regierungen haben a° Bestimmungen allesammt getreulich kopirt. Die Erlaubniß, �>lnngxn und Bücher auszuleihen, wurde von der Genehmigung r?'°r FriedenSriwter abhängig gemacht und mußte jedes Jahr li.euert werden. Wer gegen die Versammlungsbestimmunzen oder t, ��cheraust-iye» fehlte, foÜte Mit 100 Pfv. St. Thlr.) P1 Tag bestrast werden. Jeder der dabei half oder einer Ver- Muilung vorsgß, sollte 2V Pfd. St. bezahlen. Auch sollte der �'genthümer eines Hauses, in dem dergleichen vorkam, als Inhaber '"es»unsittlichen Hauses" bestraft werden. Wenn eine Bersamm- lung aus 12 oder mehr Personen bestand und länger als eine Stunde, nach dem Befehl auseinanderzugehen, beisammen blieb, stand die Todesstrafe auf dieses Vergehen. Die LandeSgefäng- niste waren von politischen Gefangenen überfüllt, die mit der scheußlichsten Strenge behandelt wurden. Die Privatbriefe derer, die als„Reformer" galten, wurden von der Post geöffnet. Kein Werk durfte von Jemand veröffentlicht werden, der mit dem Hof schlecht stand; Jeder, der mit der Regierung in Opposition war, galt als Feind de» Vaterlandes.(Reichsfeind.) Verfamm- lungen wurden durch Soldaten gesprengt, eine Unmasse Spione bezahlt, Zeugen gekauft, Geschworene aus- gesucht. Die Kaffeehäuser, Gasthäuser und Clubs saßen voll Stiebers. Die Habeas-Carpus-Acte, die jedem Engländer die Freiheit der Person garantirt, war beständig suSpendirt. Die Revolution war nahe am Ausbrechen;- jwd der berühmte Fox, später Minister, erklärte öffentlich 1795 im Parlament „wenn die in Vorschlag gebrachten schmachvollen Gesetze durch gehen sollten, würde gewaltsamer Widerstand gegen die Regierung nur noch eine Frage der Klugheit sein, und wenn sich daS Volk dem Kampfe gewachsen fühlte, würde es berechtigt sein, sich den Wrllkürm aßregeln der Regierung mit Gewalt zu widersetzen." Die Revolution brach nicht aus; die Hartnäckigkeit, mit der daS Volk, wo die Gelegenheit sich bot, sich den Maßregeln der Regierung widersetzte, zwang sie schließlich zur Umkehr. Und heute sind die Preß-, Vereins- und Versammlungsfreiheiten nicht nur in England seit vielen Jahrzehnten in unbeschränkter Gültigkeit, son- dern auch in der öffentlichen Meinung deS Landes so fest begrün- det, daß jeder Minister, der cS wagte, sie ernsthaft anzutasten, von seinem Sitz hinweggefegt würde. Diesen Freiheiten verdankt Eng land seine ruhige politische und soziale Entwickelung. Wie gestalteten sich nun die Dinge in Frankreich? Nach dem Tode des despotischen Ludwig XIV.(1715) folgte die lüderliche und verschwenderische Regentschaft des Herzogs von Orleans und dieser die nicht minder corrupte Regierung Ludwigs XV. Der Despotismus und die Plünderung en jzros lastete mit bleierner Schwere auf Frankreich, aber die Geister fingen an sich zu empören Ans allen Gebieten regle es ffch� in der Philosophie, Politik, Na- Wer Ohren" hat z» hören, ver höre! tionalokonomie, den Naturwissenschaften-c. wurden Untersuchungen Unter solchen Umständen dürften unsere„Culturkämpfer"'\i&' angestellt und kamen binnen wenigen Jahrzehnten eine so große—"'!j£'r—........ Zahl bedeutender und gewaltiger Männer zum Vorschein, wie sie Frankreich bis dato noch nie gesehen und kein Land in ähnlichem Maße sie aufweisen kann. Die Regierung und die herrschenden Stände, Adel und Geistlichkeit, unterdrückten und exekutirten nach Herzenslust. Männer wie Voltaire, Diderot, d'Alembert, Beau- marchaiS, Buffon, HelvetiuS, Montesquieu, Mably, Rousseau, La Harpe und hunderte Andere wurden in die Gefängnisse, nw mentlich die berichtigte Bastille geworfen und oft viele Jahre lang darin gehalten. Ihre Schriften wurden durch Henkers Hand vir- brannt, die Verfasser in die Verbannung gestoßen oder zu öffent lickem Widerruf gezwungen. Nicht das geringste politische Recht existirte. Und die Antwort auf diese Gewaltthätigkeiten? Das war die große französische Revolution, dix Lud wig XVI. und seine Frau Maria Antoinette, nebst vielen taufenden von Adeligen und Geistlichen und ihren Helfershelfern köpfte, ihre Güter konfiszirte, das Kvnigthum abschaffte und jene Prinzipien zur Geltung brachte, die mehr als ein halbes Jahrhundert lang aufS Furchtbarste verfolgt worden waren, schließlich aber sich die Herrschaft in Frankreich, wie in allen Kulturstaaten, das Reick der„Gottesfurcht und frommen Sitte" nicht ausgeschlossen, er kämpften. Da» sind lehrreiche Thatfachen, die jeder denkenden Regierung den Weg zeigen sollten, den sie gegenüber neuen geistigen Strö- mutigen einschlagen müßte. Bucle aber kommt nach zahlreichen Untersuchungen schließlich zu dem Resultat,„daß, obgleich er viele tausend Briefe von Diplomaten und Staats männern gelesen, kaum einen gefunden, von dem er sagen könne, daß er den Geist und die Richtung des Zeitalters verstand, in dem er lebte". Daß zu dieser Aus nähme von Staatsmännern und Diplomaten unser„großer Staats- mann" in Berlin nicht gehört, werden die Leser ohne Weiteres zugeben. Aber unsere deutsche Geschichte bietet uns in diesem Jahv hundert ebenfalls ein sehr lehrreiche» Beispiel, da» zeigt, wie ztlleS Ankämpfen gegen die Zeitströmunz die pure Don-Quixoterie ist. Die französischen Siege und Eroberungen zu Ansang dieses Jahr- Hunderts in Deutschland unter Bonaparte fegten die Mittelalter- lichen Spinnweben aus den deutschen D-nkerschädeln. Die Zcr- trümmerung deS alten»heiligen« deutschen Reichs war eine noth- wendige That. Die unter französischer Fremdherrschaft eingesogenen modernen Ideen fingen nach den sogenannten Befreiungskriegen an in den Köpfen zu rumoren, und namentlich war eS die bürgerlich-studentische Jugend, die für die Freiheit und Einheit der Nation zu schwärmen begann. Die zopfigen Staatsmänner und Regierungen bekamen einen Todesschreck. Es begannen die be- rüchtigten sogenannten Demagogenverfolgungen. Hunderte junger Männer mußten Jahre lang als Hntersachungs,-,efangene in die Gefängnisse wandern. Viele gingen darin zu Grunde, Andere lüchteten. Die Spionage und die Censur standen in üppigster Blüthe, es kam eine Zeit, an die unsere„Liberalen" heule noch rrul@x\mm und Entsetzen denken nnd«eiche die Hauptversotger, die Kamptz, Zschoppe, Schmalz und Consorten für ewige Zeiten der Verachtung und dem Fluche Preis gegeben hat. 1S2S wurde die sogenannte Mainzer Untersuchungskommission niedergesetzt und 20 Jahre später, 1348 kamen die Flüchte zu Tage, die Revo lution brach aus und warf den alten absolutistischen Staat über den Haufen. Zwar ging die Revolution an der Unklarheit und Halbheit der deutschen Bourgeoisie und des deutschen Spießbürzerthnms zu Grunde, aber nichtSvestoweniger kamen die ihr zu Grunde liegenden Prinzipien zur Geltung, und heute wirft sich jeder Liberal- stolz in die Brust und zeigt selbstbewußt auf jene Errungenschaften hin, deren Saamen seine Väter gesäet und die er geerntet. Die Kamptz, Zschoppe, Schmalz und Consorten haben also das Gebäude selbst untergraben, das sie zu stützen wähnten. Was die Kamptz, Zschoppe und Schmalz für die Unterdrückung der bürgerlichen Ideen gethan, das thun heute die Bismarck, Stieber, Tcssendorf und Comp, für die sozialistischen. Die Frage ist nur: ob mit demselben Re- sultat,' und wenn die Herren an ihrer Thäiigkeit fortfahren, so wird die Geschichte wohl mit einem Ja antworten. Der Unterschied zwischen damals und heute ist nur der, daß wir heute etwas rascher leben wie vor 50 Jahren; was damals 20 Jahre brauchte um zur Reife zu gedeihen, kann heute in ver- hältnißmäßig kürzerer Zeit sich vollziehen. Das Volk ist seit jener Zeit politisch unendlich gebildeter und aufgeklärter geworden, die Wege und Mittel zur Aufklärung haben sich verhundertfacht, und die Unzufriedenheit mit den bestehenden Verhältnissen durchdringt alle Schichten, sie sitzt bis tief in der Staatsverwaltung, unter den Reihen der niederen Beamten und selbst in der Armee. Niemand wird behaupten wollen, daß 1823 in Deutschland 340,000 über fünfundzwanzig Jahre alte Männer waren, die ge- nau wußten, was sie wollten, wie das 1374 bei den Reichstags- wählen der Fall war. Und hinter diesen 340,000 stehen mindestens doppelt so viel bewußter Männer, die entweder nicht wählen durften oder w-WN abhängiger sozialer Stellung nicht zu wählen wagten. Millionen sino vorhanden, die voll Unzufriedenheit sind, aber nicht wissen was sie wollen. Ein veränderter Luftzug, eine Strömung, wie sie in bewegten Zeiten sich so oft gezeigt, und sie stehen auf der äußersten Linken. Tausendfach hör man von Männern, die jeder Parteibestrebung fernstehen, den Ausspruch:„wo soll daS hinaus, so geht es nicht mehr fort". DaS ist keine Uebertreibung. fmf nt]inr?n. h<»r finrpf ernstlich überlegen, ob sie ihr Gewalt- und Unterdrückungswerk fortsetzen, oder durch Gewährung von freier Bhn die friedliche Entwickelung sichern wollen. Dem Rad der Zeit sich in die Speichen werfen, kann nur ein Wahnsinniger; die Menschheit schreitet fort; die bürgerliche Welt ist nicht die Beste, dagegen sprechen tausendfältige Thalsachen, dagegen spricht die vorhandene Bewegung. „Wer Ohren hat zu hören, der höre!" Politische Uebersicht<. — Zum Capitel von der Staatshülfe. Daß die Hab- gier und Schmutzigkeit der Herren Unternehmer bis ins Unend- liche geht, und daß diesen Leidenschaften auf Kosten des Proleta- riatS in der schnödesten Manier gestöhnt wird, bedarf keiner wei- teren Auseinandersetzung. Wohl aber darf man sich darüber auf- halten, daß der Staat, der für den Proletarier nur Steuerlisten und Militärpflicht, für den„Unternehmer" aber ZinSgarantien und andere angenehme Dinge hat, sich dazu hergiebt, dem Bourgeois die Löhne herabdrücken und den Arbeiter in immer tieferes Elend stürzen zu helfen. Sogar einem Spießbllrgerblatt, dem Breslauer „Gewerbeverein", schwillt darüber der Kamm und eS ruft ans: „Fast in allen Tagesblättern tieft man die Bemerkung, daß zur jetzigen Ernte billige Arbeitskräfte vorhanden sind, beinahe im Ueberflnß; trotzdem aber haben sich verschiedene Militärkommandos auf Wunsch einiger Großgrundbesitzer veranlaßt gesehen, eine An- zahl Mannschaften zu beurlauben, um den Lohn von 25 Gr. noch etwas herabzudrücken, was ein Soldat ohne Beschwerde auch thun kann, da er jet für nichts zu sorgen hat. Solche Handlungen «td himmelschreiend, wenn man bedenkt, daß das Militär doch von den aufgebrachten Steuern des gesammten Volkes, also auch des Arbeiterstandes erhalten wird und zum Dank dafür werden diese kommandirt, die Löhne, also den Lebensunterhalt und somit die Steuerkraft der Arbeiter zu verringern. Daß die Regierung auch bei eintretender Ar- beitSnoth auf Ersuchen den Arbeitern Beschäftigung, atso Brod geben wird, glauben wir sicherlich nicht." Ja, so steht'S im modernen Staat der Milliarden und«glor- reichen Errungenschaften"! Aber seid Ihr, die Ihr hier klagt, nicht zum großen Theil mitschuldig an dieser grauenhaften Unordnung, an diesem schmachvollen Elend? Habt Ihr bisher nicht Alles gut- geheißen, was„von Oben" kam, und nun wollt Ihr eS nicht in der Ordnung finden, daß man weiter wirthschaftet, ohne Euch zu ragen?— Nun wollt Ihr zum„Himmel schreien". Hättet Ihr Muth und Takt genug, zu den Menschen zu schreien, statt zum „Himmel", hättet Ihr den Muth, der sozialen Frage gerade in'S Angesicht zu schauen, nnd die richtigen Consequenzen zu ziehen, — dann könnte eS längst längst schon besser sei»! �— AuS dem„Reich der Gottesfurcht und frommen Sitte". Welche Mistygndlnngerl der gemeine Soldat von feinen Vorgesetzten zu ertragen hat, daS beweisen wiederum folgende Mitcheilungen, die der„N. B. B." von Freiburg i. Br. zu- gehen: „In der letzten Zeit kamen im Bereiche unserer 29. Division mehrfache Fälle vor, welche keineswegs geeignet sind, bei dec her- anwachsenden Jugend Eifer und Sinn für das Militärwesen zu wecken. Der eine höchst bedauernswerthe Fall ereignete sich beim 3. badisch. Inf.-Reg. Nr. 112, wo Vorgesetzte einem Soldaten, welcher beim Paradema sch die Waden nicht genug„durchdrücken" konnte, solches nach der Methode des bekannten„Doktor Eisen- bart" beibrachten, indem sie ihm ganz einfach das Bein— abdrückten! Der unglückliche blutjunge Soldat, welcher in Folge dieser Mißhandlung oberhalb des betr. Knies amputirt werden mußte, befindet sich z. Z. noch im hiesigen Militärlazarethe. Di- ganze Angelegenheit ist bereits in der Untersuchung begriffen und hat der General v. Werder den betr. Soldaten bei der neulichen Inspektion des LazarethS persönlich über die Einzelheiten deS Vorfalles vernommen. Em anderer beklagenswerther Fall kam beim hiesigen S. bad. Inf.-Reg. Nr. 113 vor, scheint aber im Interesse deS betreffenden Vorgesetzten(dessen Name übrigens ge- nannt werden könnte) vertuscht werden zu sollen. Dieser Osfisier verabreichte einem Füsilier eine so„kunstgerechte« Ohrfeige, daß derselbe in das Lazareth verbracht werden mußte und aller Wahr- scheiulichkeit nach an dem betreffenden Ohre taub„bleiben" wird. Wenn trotz der ausdrücklichen Befehle Seitens des Generalkommandos, sich jeder leidenschaftlichen Handlnng zu enthalten, der- artige Fälle vorkommen, wäre eS da nicht billig und gerecht, wenn solche zum Befehlen ungeeignete Individuen zurechtgewiesen und bestraft würden?! Abgesehen von dem Unglück für den Ein- zelnen, ist eS auch ein großer Nachtheil für den Fiskus, wenn durch derartige Fälle jährliche Pensionen von so und so großem Betrage bewilligt werden müssen, welche, wenn nur zum Befehlen befähigte Männer als Vorgesetzte fungiren würden, leicht gespart werden könnten! Jedenfalls sind solcherlei Zustände für das Publikum, das davon hört, sehr wenig erbaulich und daher dessen Wunsch nach Bestrafung solcher Osfijiere sehr leicht begreiflich!" Ja wohl! Zustände, wie die oben geschilderten, sind für das „Publikum" allerdings wenig„erbaulich", und die Bestrafung der Menschen schindenden Offiziere ist sogar ein Gebot der Gerechtig- keit. Aber wie sieht es niit der Bestrafung in der Regel auS? Im besten Falle giebt es einige Monate Festung. Und doch hau- delt es sich hier um ein Vergehen, das von Civilgerichten mit Zuchthausstrafe geahndet werdenwürde. Der gemeine Soldat wird wegen der geringfügigsten disziplinarisäien Vergehen mit langen Jahren Festungshaft bestraft, der Herr Offizier dagegen, wenn er in seinem Uebermulhe einen Soldaten zu Tode gepeinigt, kommt mit einigen Monaten davon. DaS ist die„Ordnung" im„Reich der Gottesfurcht und frommen Sitte"! —„Völkerrecht"? Die„Germania", das Hauptorgan dec Ultramontanen, veröffentlicht die wörtliche Uebersetzung eines Ur- theilS des Appellhofes zu Nancy vom 7. März 1874, in Sachen . Petit coutnr George. Dieses amtliche Aktenstück lautet: „In Erwägung, daß es zur Rechtfertigung des durch Berufung angegriffenen UrtheilS des ersten Richters hinreicht, mit einigen Worten die unbestreitbaren Thatsachen, auf welchen es beruht, sowie die einfachsten Grundsätze der Moral und des Rechtes sich in'S Gedächtniß zurückzurufen;* In Erwägung, daß, nachdem am 28. October 1870 ein Un- terofftzier der preußischen Armee unweit des Dorfes Vaux-Villaire in den Ardennen bei einem Zusammentreffen zwischen FranctireurS und einer Colonne vom 64. Landwehrregimcnt gefallen war, die Führung jener Abtheitung wegen jenes Ereignisses, das zu den stets sich wiederholenden unvermeidlichen Fällen gehört, die das Verbrechens sich zu rächen beschlossen; daß dieselben zu diesem Zwecke Besitz von dem Dorfe ergriffen und alle Männer, deren sie habhaft werden konnten, in der Kirche einschlössen; daß am andern Morgen, nach einer Nacht voller Drohungen und Aengsten, ein Höheier Officier diesen als Geiseln behan- delten Männern mittbeilte, daß drei von ihnen erschossen werden und daß sie innerhalb 20 Minuten diese auswählen müßten; daß auf eine so unerwartete Ankündigung die Gefangenen, um den Frieden ihres Gewissens zu retten und einer furchtbaren Verantwortlichkeit zu entgehe», nur die Wahl hatten, zu antworten, daß sie keine Wahl treffen würde» und so dem Feinde die Mühe zu überlassen, seine Opfer auszuwählen oder aber dem blinden Zufall deS Looses sich anzuvertrauen, wenn sie sich Leuten gegen- über, von denen Alles zu erwarten stand, das Verdienst des Ge- horsamS sichern wollten; daß jedoch die Mehrzahl der Unglücklichen sich in die Sacristei schleppen ließ, wo einer von ihnen, Eugen Petit, ohne Jemanden zu befragen und unter tiefem Schweigen der Uebrigen Johann Baptist Depreure, den gewesenen Hirten der Gemeinde, einen Greis von 70 Jahren, Louis George, den augenblicklichen Gemeindehirten und Ehemann der Klägerin und Appellatin, und endlich Karl George, 24 Jahre alt bezeichnete; daß gegen diese willkürliche, durch den gemeinsten Egoismus eingegebene Bezeichnung Niemand Protestire, daß man vielmehr beinahe Alle ihre Hände als Zeichen der Zustimmung erheben sah: daß hierauf Alle in die Kirche zurückkehrten; daß, als hierauf der preußische Officier fragte, welchen Entschluß sie getroffen, er von Petit die lügnerische Antwort erhielt: Nach Ihrem Befehl mein Commandant, haben wir durcki Majorität beschlossen; daß nach diesen kurzen Worten Johann Baptist Depreure, LouiS George und Karl George, nach pinander durch Petit vor- gerufen, aus ihren Bänken heraustraten, um sich an die Stufen des Altars hinzuwerfen, um von ihrem würdigen und muthigen Seelenhirten die Tröstungen der Religion zu empfangen; daß einige Minuten später in der Nähe des anstoßenden Kirchhofes alle drei unter den preußischen Kugeln gefal- len sind und das Opfer vollendet war. Aus diesen thatsächlichen Verhältnissen folgert der Appellhof von Nancy sodann die Schadenersatzpflicht von Petit und Den- jenigen, die dessen Erklärung durch Aufhebung der Hände be- stätigt hatten." Die„Germania" wünscht, daß dies Aktenstück erfunden sein möge. Wir wünschen es auch; im andern Falle— bis jetzt ist kein Dementi versucht worden— sehen wir in dieser«preußischen Füsillade aber nichts weiter als eine der bekannten„sittlichen Grundlagen", deren eine ja durch das Bombardement geliefert wird. Bevor dies Akt nstück als Fälschung erwiesen ist, mögen die Verehrer des„heiligen Kriegs" und des deutschen Reichs eS nur nicht wagen, noch einmal von„Greueln" der Pariser Com- mune zu fabeln. Wir werden ihnen sonst den Standpunkt aus ihren eignen„sittlichen Grundlagen" klar machen! — Wie die türkischen Sultane ihren Harem nur Eunuchen anvertrauen mögen, so fürchten sich unsere„gebildeten" FabrikS- besitzer vor jedem Funken von Selbstständigkeit, der in den Arbei- tern glimmt. Die„Magdeburgische Zeitung" charakteristrt diese Furcht, die bei allen Skiaverhaltern, gepaart mit Rahheit, anzu- 'treffen ist, wider Willen sehr treffend. Sie schreibt: �„Dec Vorstand deS Vereins der Eisengießereien und Mrichinen- sabriken im Oberbergamtsbezirk Dortmund hat iu einem C rcular ! darauf hingewiesen, wie unzureichend die Qualifikation der in den 'gedachten Werken in Thätizkeit befindlichen Muster und Vorarbeiter sei und wie einer stetig fortschreitenden und kräftigen Entwickelung der Westfälisch- Niederrheinischen Eisenindustrie der Mrngel an technisch und theoretisch ausgebildeten Meistern hemmend entgegen- stehe. Gegenwärtig muß das in Rede stehende Personal fast aus- nahmslos aus dem Arbeiterstande rekrutirt werden. Dem Arbeiter fehlt eS aber durchgängig an Muße und noch viel mehr an Ge- legenheit, die für den Beruf eines Meisters erforderlichen wissen- schastlichen Kenntnisse zu erwerben, und selbst ein hohes Maß von Anstelligkeit, Geschicklichkeit, Eifer und Ehrenhaftigkeit gleicht den Mangel an Vorbildung nicht aus. Dazu kommt, daß der seine Kameraden intellektuell nur wenig überragende und meistens im reiferen Lebensalter zum Meister avancirte Arbeiter in Folge des intimen Verkehrs mit seinen bisherigen Genossen von vorn- herein nicht recht dazu angethan ist, sich denselben gegenüber als Beamter zu fühlen und seine Autorität in angemessener und nachdrücklicher Weise geltend zu machen, ja daß er sogar in vielen Fällen geneigt sein wird, die berechtigten Interessen seines Arbeitgebers den unbegründeten Ansprüchen der Arbeiter gegenüber nicht mit der erforderlichen Energie zu vertreten. Außerdem gelangen zu den Stellen der Meister nicht immer gerade die Be- fähigtsten, sondern die Anciennetät und die Gabe, sich bei den Vorgesetzten zu instnuiren, spielen nicht selten eine maßgebende Rolle. So kommt eS, daß die Mehrzahl der Meister weder das wünschenSwerthe Ansehen bei den Arbeitern, noch daS unbeschränkte Vertrauen der Arbeitgeber besitzt und deshalb nicht in der Lage ist, ihren Berufspflichten nach allen Richtungen hin gerecht zu wer- den. Eine Abhülfe kann nur durch eine bessere sachliche Vorbil- dung für den Beruf eines Meisters erzielt werden. Es erscheint deshalb dringend geboten, die Organe der Hüttenindustrie in der gleichen Weise durch Fachschulen zu heben, wie dies durch die Bergschulen bereits jür den Bergbau geschieht. Weder die Volks- schule, noch die Gskverbcschule, noch endlich die Fortbildungsschule vermag dies. Der Vereinsvorstand hat deshalb, gestützt auf ein sachverständiges Gutachten deS BergfchüldirektorS Dr. Schultz zu Bochum, der am 10. v. M. zusammengetretenen Generalversamm- lung vorgeschlagen, Folgendes zu beschließen:„Die Versammlung beschließt und die Anwesenden verpflichten sich zur Begründung einer Hüttenschule zur Ausbildung von Meistern und Unter- beamten und zur Unterhaltung derselben auf die Dauer von min- destenS zehn Jahren, sowie unter der Bedingung, daß die Ver- treter(d. h. die Herren) von mindestens 20,000 Arbeitern sich zu gleichem Zwecke zusammenfinden, einen jährlichen Beitrag von fünf Silbergroschen pro Kopf ihrer Arbeiterzahl beizutragen." Dieser Antrag wurde einstimmig genehmigt. Die projektirte Anstalt, welche sich an die Bergschule in Bochum anlehnen soll, erfordert zu ihrer Unterhaltung jährlich die Summe von 10,000 Mark, von der ier fünfte Theil bereits auf 10 Jahre gesichert ist. Es steht kaum zu bezweifeln, daß der ganze Betrag bald gezeichnet sein wird. So bald dies geschehen, werden wegen Eröffnung und Ein- richtung der Anstalt die nöthigen speziellen Maßnahmen getroffen werden." Schulze-Delitzsch und seine Nachbeter werden natürlich nicht fehlen, zu rühmen, wie sehr sich unsere Herren Fabrikanten um die „Bildung" der Arbeiter bemühen. Wenn das Kunststück nur nicht i»»lt*»*«» I c&i« Psasst» yafcen ihr«©eminaie, wo junge Pfäfftein herangebildet werden; die Fürsten haben ihre Militär- schulen, wo schon Kinder in der Uniform umherlaufen; die Fabri- kanten gründen„Hüttenschulen" für künftige Meister. Die„drei Zauberformeln", die Johann Jacoby so klar beleuchtet hat— Thron, Altar und Geldsack— wer wollte sie verkennen? — Ein„deutscher Mann". In der von Paul Lindau redigirten„Gegenwart" pflegen abgestandene Poeten und dergleichen Eizenthümlichkeiten deS„DenkervolkS" sich breit zu machen. Neuer- Vings veröffentlicht dort der bekannte Dramatiker S. von Mosen- thal Skizzen auS seinem Leben, wo eS unter Anderem heißt: „So nahte der Sturmfrühling von 1348. Ich hatte meine Rolle mitgespielt(!), mein Gewehr getragen, meine Wache be- zogen, im SicherheitSauSschuß meine Compagnie vertreten, begeistert mitgetrunken aus dem schäumenden Becher, bis die schmutzige Hefe emporstieg. Als am 26. Mai die eine Compagnie der Bürgerwehr auf die andere zu feuern begann, legte ich meine Waffe nieder und folgte der Familie meiner Zöglinge in ein nahegelegenes Landhaus. Die Siegerlust über althergebrachte Vorurtheile, die Ideen der Freiheit und Gleichberecktigung der Menschheit hatten alles?) Herzen erfüllt und schwirrten wie be- rauschende FrühlingSdüfte durch den Aether." Man verstehe: die Bürgerwehr, die nicht wußte, was sie mit revolutionären Wiener Erdarbeitern anfangen sollte, die 50,000 Mann stark die Träger der Revolution waren, und die auch das Spießbürgerthum der Bürgerwehr als„Feinde des EigenthumS" fürchtete, gerieth deshalb unter sich in Streit. Der dünkelhafte Poet, dem das Proletariat als„schmutzige Hefe" erschien, legte deshalb die Waffe an demselben Tage nieder, an welchem das österreichische Militär zum Abzug auS Wien gezwungen wurde. Freilich, gleich darauf weiß er von einem seiner Theaterstücke zu erzählen: „Dasselbe Drama ließ der kunstfreundliche König Friedrich Wilhelm IV. im Beisein Humboldts und Raupachs sich von seinem geistreichen Lektor LouiS Schneider vorlesen und zeich- nete mich dmch eigenhändiges, huldvolles Schreiben aus." So sind sie, diese„deutschen Männer", von deren Ruhm alle Blätter zu erzählen wissen. Mit einem Waschlappen an der Stelle, wo ein Männerherz schlagen sollte, spreizen sie sich dünkel- hast nach unten, sind feig in kritischen Momenten, und kriechen auf dem Bauche einher vor der ersten„huldvollen" Gnadenbe- zeugung irgend eines Monarchen. Solche Leute sprachen 1343 von„Freiheit und Gleichberech- tigung der Menschheit!« Und da wundere sich noch Einer, daß die deutsche„Revolution" vor fünfundzwanzig Jahren, um mit Frcitigrath zu reden,„so wunderschon verfahren und verritten wurde! — Weil die Sozialisten Gegner der heutigen Form der Ehe sind, die, wenn'» gut geht, ein von dem Streben nach Besitz dik- tirter Contrakt ist, in den meisten Fällen durch die kapitalistische Produktionsweise illusorisch gemacht.wird und auf der Kehrseite ihrer Medaille die verschämte und die öffentliche Prostitution aufweist, verdächtigt man Jene, daß sie nach„Weibergemeinschaft" strebten und behauptet, daß mit der Beseitigung der heutigen Form der Ehe die beiden Geschlechter wie Thiere auseinander- und zusammenlaufen würden. Wir wollen hier nicht erst nach- weisen, was schon oft geschehen, daß ein g-ordneteS Familienle, überhaupt nur in einer sozialistisch organisirtea Gesellschaft mögli ist— wir wollen nur zeigen, wie weit daS„Auseinanderlaufe» heute schon gediehen ist. In einer kurzen Statistik lesen wir In Berlin gab's im vorigen Jah�e 1209 streitende Ehepaars bei welchen die geistlichen Sühneversuche Platz griffen. In de«! acht älteren preußischen Provinzen. wurden im Jahre 1373 i»! Ganzen 7325 Sühneoersuche abgehalten, 54 mehr als im Voo jähre. Von diesen stnv 2329 von Erfolg gewesen, in 3347 Falle� ist die Versöhnung nicht gelungen unv in 1119 Fällen schwebe*] die Verhandlungen noch.— Unsere sittlichen Bourgeois werde» i angesichts dieser hartnäckigen Ziffern wohl oder übel zugestehe»< müssen, daß selbst da, wo Werbergemeinschaft herrscht, man eS in"| „Auseinanderlaufen" schwerlich weiter bringen dürfte. Die Mol', monen und Türken mit ihrer Vwlweiberei— ob sie auch so viel, zu„sühnen" haben? Es bleibt nichts weiter übrig— die S»' 1 zialvemokratie wird einstens auch auf diesem Gebiete die pate»' j tirten Tugendpächter unv„Anstandsvamen" moros lehren müsse»!< Z — Ein Culturbild. Wir hatten schon in voriger Rummel< auf die unerhörte Thatsache hingewiesen, daß in dem Orte R. k Kreis Neidenburg(Westpreußen) eine ganze Generation oha* 5 jeglichen Schulunterricht aufgewachsen sei, daß seit dies« z Zeit weder ein Schulhaus noch ein Lehrer existirt hat, unv daß W j Schulpatron des Ortes ein fortschrittlicher Reichstagsabzeorduetel f ist. lieber dieses den„Jntelligenz«-Staat charakterisirende Factui»! e stellt ein Parteigenosse folgende Betrachtungen an: „Nun, unglaublich sind diese Zustände nicht; nur Leute, dir t nicht begreisen können, daß daS preußische Staatssystem die Unten drückung aller Cultur und alles menschlichen Fortschritts, soweit g beides den Massen zu Gute kommen soll, zum Ziel und Zweck hat,- � können sich darüber verwundern. Preußen steht mit Mecklenburz" j aus einer Stufe, und vielleicht noch etwas hinter Rußland zurück � Und daß ein Fortschrittsmann und Reichstagsabgeordneter solch! ß Zustände begünstigt, ist ganz in der Ordnung für Jeden, der Z weiß, daß der Liberalismus ein Feind der Aufkläruaj$ der Massen ist. Als kürzlich in der Königsberger Gegend dil h Bauernunruhen ausbrachen, wurde mehrseitig darauf hingewiesen st daß diese nur dem gewaltthätigen Borgehen der sorft p schrittlichen Großgrundbesitzer zuzuschreiben seien, welch! � die ihnen durch die neue Kreisordnung in die Händ* u gegebene Polizeimacht in der schnödesten Weise gege» die Landbevölkerung mißbrauchten und dieser die alte» Feudalzustände wieder ins Gedächtniß trieben. Wer v» z weiß, wie unsere„liberalen" Fabrikanten ihre Arbeiter schinde» v und drücken, und was sie sich gegen diese erlauben, wird in dei» gi Despotismus der„liberalen" Grundbesitzer auf dem Lande nichts d> Ueberraschendes finden. Der Sozialdemokratie muß es sogar recht q sein, daß, nachdem die Feudalpartei auf dem Lande sich unmöglich sc Um aber wieder auf jene Zustände im Kreise Neidenburg z»' di rückzukommen, sei bemerkt, daß der Fortschrittsmann und Reichs kc tagsabgeordnete, dessen Namen die liberalen Blätter so discm fC verschweigen, der Landw-irth und Gutsbesitzer Carl Donat» y, auf Rukwitz bei Soldau, Kreis Neidenburg, ist. De» dr Mann verdient, daß sein Name zur Charakterisirung de» ganzen Partei, der er angehört, an den Schandpfahl g»' di nagelt wird und dieser Pflicht kommen wir hiermit nach. Hi»h d: Donath war auch Mitglied deS früheren Provinziallandtag» ui unv ist seit Einführung der neuen KceiSordnung Kreisdeputirtek� Sein Einfluß ist also mächtig genug, um Zuständen abzuhelfen die zum Himmel schreien, aber sein bürgerliches Interesse isl dagegen." — Unfern Lesern ist in frischem Angedenken, welche Behalt lung unser Parteigenosse Zierfas im Gefängniß zu Mainz es � duldete. Mit ähnlicher Brutalität begegnet man jetzt dem Partei' � genossen Wörlein, der in Amberg Betttücher nähen mufi � „Es ist eine Schmach und Schande für unser Jahrhundert," bi' � merkt mit Recht unser Kampfzenosse, da«„Sozialdemokratist# � Wochenblatt",„einen politisch Verurtheilten, der in Folge seines j Bildungsgrades auf eine ganz andere Behandlung Anspruch hätt* O zu solcher Arbeit zu verwenden. Man verurtheilt die Leute Z» Gefängniß und steckt sie dann ins Arbeitshaus. Denn etw»� Anderes ist eine solche Gefangenanstalt nicht." — Staatsretterisches. Wie der„Frankfurter Ztg." au§ Nürnberg berichtet wird, hat das dortige Bezirksamt innerha!� weniger Tage vier sozialdemokratische Mitgliedschaften aufgelöst Ein Auszug, den die„Franks. Ztg." aus einem die Auflösung de» Parteimitgliedschaft Schweinau motivirenden Aktenstück bringb ist so kostbaren Inhalts, daß ihm auch hier ein Plätzchen vergönw sein mag: „Die sozialdemokratische Arbeiterpartei sowohl als die Mit' ipe gliedschaft zu Schweinau ist endlich auch eine Vereinigung, welch!„zx die sittlichen, religiösen und insbesondere die gesellschaftlichen Grund' itft lagen des Staats zu untergraben droht. Die Aufhebung alle»»n Vorrechte des Standes, des Privateigenthums an Grund und z« Boden(Antrag GrillenbergerS auf dem Coburger Congreß), der � Geburt und Confession gehört zum Programme und ist jedes Mit' e». glied verbunden, für dessen Verwirklichung mit ganzer Kraft ei«' dij! zutreten. Die Organe der Partei,„Der VolkSstaat",„DaS sozial' der demokratische Wochenblatt" schüren immerfort den Kampf gegen du die besitzenden Klassen, gegen die sog. Bourgeoisie(Eigenthnm ist 1) Diebstahl, reizen) wenn auch häufig in verblümter Weise zum U«'!>hl gehorsam gegen obrigkeitliche Anordnungen und greifen religiös! Üu Einrichtungen in einer Weise an, die auf die Moralität der B»' �u, völkerung den verderblichsten Einfluß übt. Die Aufhebung und luii radikale Umgestaltung der jetzigen gesellschaftlichen Grundlagen de<»rr Staates, die von den Sozialdemokraten als durchaus faul in Wo»! �1 und Schrift geschildert werden, ist das Ziel der oft erwähnte»!» Partei und birgt daher deren theoretische Grundlage, wie praktisch! Organisation, unmittelbare Gefahren für die bestehenden Staate» hat und Staatsgewalten."»lij Es ist uns nicht neu, daß die Vorrechte des Standes, de� Besitzes, der Geburt und Confession die„gesellschaftlichen Grund' sitz lagen" de« heutigen Staates bilden, aber daß diese„gesellschast' lichen Grundlagen"„sittlich" sein sollen, das will uns nicht i»«vi den Sinn. Doch gleichviel, das Bezirksamt zu Nürnberg, vo» j(n dem das�famose Aktenstück herrührt, wird mit seinen Auflösung!" jhei an der Thatsache nichts ändern, daß die Sozialdemokratie unb«'«er siegbar ist. Und unbesiegbar ist die Sozialdemokratie, weil st! die Interessen des arbeitenden Volks verficht, die allerdings st» Beseitigung der Sonderrechte jeglicher Art erheischen, und die trotz' dem und alledem zur Geltung gelangen werden. � stus -- in Gewerks�enoffenschaMches� Gewerksgenosscilschaft der Manufaktur-, Fabrik- und Hand arbciter beiderlei Geschlechts.(Sitz Weimar). ßrimmitschau, 29. August. Ädr-chuung. Einnahme: Cum mitschau Thlr. 7. 2., Riddagshausen 1. 5. 6., Meerane 1l. IS. Rudolstadt— 15. 4., Breslau 4. 28., Pfersee 3. 18 8., Braun schweig 9. 11., Apolda 1. 16., Dresden 5, Berlin 4. 16., Großen Hain 5. 9., Kamenz— 22, O-lSnitz 2., Schönau 3. 29., Augs bürg 6. 17., Wolfenbüttel 1. 27., Nowawes 3. 3., München bernsdorf 1. 15., Gotha 1 9. Summa Thlr. 75. 18. 3.— Ausgabe: Resespesen nach Chemnitz und Magdeburg Thlr. 22., für das Lokale omits zu Chemnitz 9. 10. 8., Rechnung für den «Bolksstaat" 3. 12., an Sch. in Rndulstadt 5., Porto, Schreib- und Verpackmaterial f. d. Verwaltung 2. 13. 7., für ein Q rartal des„Volksstaat"— 18. 5. Summa Thlr. 42. 25.— Obige Rechnung ist vom Aufsichtsrath geprüft und für richtig besundeu; Reclamationen in Bezug auf dieselbe sind zu richten' an Ferdinand Böttcher, Peterstraße 557 B. B. Ohne Geld haben abgerechnet Schweinau und Deuben. Nachfolgende O.te haben noch gar keinen Bericht an die neue Verwaltung gelangen lassen: Gera, Magdeburg, Stollberg, Broitzem, Leifcrte; dieselben werden nun- mehr aufgefordert, Bericht an Unterzeichneten zu senden. R. Ryein in Landshut, welcher von Unterzeichnetem Material zur Organi- strunz dortiger Fnchgenossen Ende Mai erhalten hat, wird ebenfalls ersucht, Mittheilung zu machen, wie es mit der Mitgliedschaft steht. In Plauen haben sich 9 Genossen angeschlossen, Vertrauens- mann ist Heinrich Schenk, Hoferstr. 97 E., Beitrazsammler Franz LouiS Seifert, Rimmelbcrg E. 77, daselbst. Wandergeld wird gezahlt bei Friedrich Fischer, Controlleur, Forflstr. 53 M., Äbth. C. Ott Gotha ist Kassirer Th. Brehm, Hasengasse 5. In Deuben ist Kassirer W. Hunger. In Berlin ist Vertrauensmann Alt, Barnimstr. 9, 4 Tr., Kassirer Schramm, Andreasstr. 41, 3 Tr., bei Simrock, Controlleur H. Döring, grüner Weg 34, Hof rechts 3 Tr. Die JahreSrechnung von der Generalversammlung zu Weimar bis zur Generalversammlung zu Chemnitz wird nunmehr in Druck gegeben und jedem Vertrauensmann, sobald dieselbe fertig ist, zugesandt werden. Der Anschluß an die Union ist von der Verwaltung sowie vom Aufsicbtsrath einstimmig abgelehnt worden. Die Gründe werden im„VolkSstaat" später bekannt gegeben werden. Für die Vorortsverwaltung: R.. Poser, Peterstraße 557 BB. Krimmitschau, 31. Aug.(Krankenkasse.) Durch verschiedene Vorkommnisse innerhalb der Krankenkasse sieht sich die Vororts- Verwaltung genöthigt, den Mitgliedschafren zur Urabstimmung Fol- gendes vorzulegen:„Es kann keine Mitglredschaft austreten, son- dern sie kann sich nur auflösen, in welchem Falle alle vorhandenen Gelder und Utensilien an die Vorortsverwaltung, d. h. an die Gesammtheit zurückgegeben werden müssen." Der Grund zu diesem Vorschlag ist der Austritt der Mitglied schaft Chemnitz wegen Nichtannahme der Chemnitzer Anträge seitens der zu Pfingsten abgehaltenen Generalversammlung.(S. Protokoll.) Ferner der durch verschiedene Umtriebe und Beeinflussungen sowie durch die Kurzsichtigkeit der Mitglieder herbeigeführte und mit einer zweifelhaften Abrechnung gekrönte Austritt der Naun- dorfer Genossen.. Demnach werden die Vertrauensleute aufgefordert, ungesäumt die Urabstimmung unter ihren Mitgliedern vorzunehmen und so dann das Protokoll abschriftlich mitAngabe der Stimmenzfür Für und Wider bis längstens den 10. Sept. an unS gelangen zu lassen. Im Auftrage der Vorortsverwaltung: A. Thierfelder, Vors. des Aufsichtsraths, Turnhallenstr. 3120. Verein der Sattler und Bernfsgenossen. Nerlin, 1. Sept. Abrechnung der Centralkasse pro August. Einnahmen: Von der Mitgliedschaft Berlin 6 Thlr. 21., Mamz k- 13. 6., Zwickau 2. 19. 5., Dresden 9. 17. 5. Summa 20. Ii. 4.— Ausgaben: Geldsendung nach Barmen 5 Thlr., Vach Hamburg für Drucksachen 1 Thlr. 20., für Abonnement des »VolkSstaat"(2 Monate) 15 Gr., Schreibutensilien 18 Gr., Porto k. 28., Reiseunterstützung an 7 Fremde 4 Thlr. 5., Kasssrergehalt pro August 5 Thlr. Summa 18 Thlr. 26. Bilanz. Einnahme 20. 11. 4. Ausgabe 18. 26.—. Bleibt 1. 15. 4. Hierzu Bestand vom Juli 27. 16. 11. Ist Bestand 29. 2. 3. W. Wirths, Kassirer. Alexandrinenstr. 116. CorrespondenZen< Leipzig. Am 24. August hatten wir wiederum eine allge- weine Gewerkschaftsversammlung einberufen mit der Tagesordnung: »Das Contraktbruchgesetz und die Einführung der Arbeitsbücher." Referent war Motteler. Da dieses Thema schon so oft behandelt vnd im„VolkSstaat" zahlreiche Referate und Resolutionen hierauf iu finden sind, so ist eS wohl überflüssig, über den Vortrag Wotteler'S ausführlich zu berichten. Erwähnt sei nur, daß die CW 500 Mann starke Versammlung dem Redner wiederholt stür- wischen Beifall zollte. Nach Schluß der allgemeinen Debatte, in »er sich noch mehrere Redner im Sinne MottelerS aussprachen, wurde folgende Resolution einstimmig angenommen: In Erwägung: *) daß bei Schaffung deS sogenannten ContraktbruchgesetzeS auS- schließlich gegnerische Elemente den Ausschlag geben; 2) daß bei . �waigcn Streitfällen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern »Urchweg die Elfteren den Ausschlag geben, protestirt die Versamm- wng im Voraus gegen die Einführung des sogenannten Contrakt- wuchgesetze« und erklärt, daß auf Beseitigung der heutigen Pro buktionSweisc hingearbeitet werden muß, da in dieser die Ursachen iv den heutigen sozial-politschen Uebelständen zu suchen ist. Dresden. Die Maurer-, Zimmerer- und Steinmetzzewerkschaft hat folgenden Protest an das„königlich sächsische Gesammt- wisterium" gerichtet: ..„Wenn in nachstehendem Proteste die Unterzeichner sich an daS vichsische Gesammtministerium wenden, so geschieht dies nicht, um »amit das darin zumeist getroffene Departement des Krieges zu wugehen, sondern einzig und allein, wert der hier behandelte Ge- tosstand so wichtiger und weitgreifender Natur ist, daß davon (Heils direkt, theils indirekt die Ressorts des CultuS, der Finanzen, Justiz und Polizei in Mitleidenschaft gezogen sind; und soll Ausdrücklich betont werden» daß daS sächsische Kriegsministerium 'w äußersten Falle nur eine Unterlassungssünde begangen haben wnn, die gegenwärtig allenthalben auf dem üblichen SubmissionS Wege für Staatsbauten stereotyp gefunden wird, und mithin weniger aus der Willkühr einer Verwaltungsbehörde, als auS einem Mangel u den dahineinschlagenden Landesgesetzen resultirt. Die Unter- zeichner sehen auch davon ab, in der hier vorliegenden Angelegen- � Der Verein ist in Berlin geschlossen, folglich wird er auch heit sich an die sogenannte Reichsregierung zu wenden, weil fr sich sagen müssen, daß die Partckularregierung eine Schädigung, welche ihre Staatsangehörigen betrifft, auf dem Wege der Gesetz zebung zu beseitigen hat. Und ist zwar hier nur die ReichSge- setzgebung zulässig, so meinen wir, daß die sächsische Regierung im BundeSrathe dahin lautende Anträge stellen soll.— Wir müssen dagegen protestiren, daß man italienische Arbeiter als eine Art Kulis benutzen will, um uns unsere Existenz zur Unmöglich- kcit zu machen. Es ist klar, daß die Italiener in Folge ihrer Bedürfnißlostzkeit weit billiger als wir arbeiten, uns arbeitslos machen. Wir müssen schon iu Folge der klimatischen Verhältnisse, in denen wir aufgewachsen, mehr Bedürfnisse haben; und weiter wird wohs die Regierung einschen, daß jene Bedürfnißlostzkeit den Ruin aller Geschäfte bedeutet. Jene Arbeitslosigkeit muß also unsere Existenz vernichten, zwingt uns auszuwandern oder wenn dies nicht geht, zu— verhungern. Wir verlangen also als Schutz ein Gesetz, welches in gewisser Weise die Einfuhr von Italienern, der neuen Art KuliS, beschränkt. Zum Schutze eines Industrie- zweigeS werden ja sehr oft Schutzzölle aufgestellt, warum soll nicht zum Schutze eines ErbzweigeS sich auch irgend ein Gesetz finden in einer Zeit, wo die GesetzgebungSkraft des deutschen Reiches ge- rade soviel Produkte schafft. Wir verlangen hierauf daS Heran- ziehen auch der italienischen Arbeiter zu den Krankenkassen, denn nicht genug daß wir arbeitslos werden, sollen wir alsdann auch noch die vermehrten G:meindehsten mit tragen. Wir verlangen weiter, daß bei StaatSbauten hauptsächlich Staatsangehörige be- rücksichtigt werden. Die Staatsangehörigen müssen die Geldlasten tragen und in gewisser Form würde das eine Entschädigung sein, wenn das durch Steuern verausgabte Geld, wenn auch in kleineren Dosen und nachdem die Unternehmer den Hauptprofit eingestrichen haben, in Geldlohn wieder zurückerstattet wird.— Wir verlangen zum Schluß eine Maßregel, welche alle übrigen Palliative un- nöthig macht, näml ch die obligatorische Einführung eines Normal- arbeitstageS. Abgesehen davon, daß ein solcher schon zur Erhal- tung der Arbeitskraft nöthig ist, damit wir nicht so früh der sogenannten Armenunterstützung anheimfallen. Wir bitten die Herren Minister nur die Bücher conservativer katheder-sozialistischer Pro- essoren nachzuschlagen, es dürfte ein solcker die Privatbauunlernehmer alsbald veranlassen, zu unS zurückzugreifen, da bei gleicher Arbeits- zeit die Leistungsfähigkeit der Italiener eine durchaus geringere ist, als die unserige, weil ja schon did Sprachverschiedcnheit die geringere Leistungsfähigkeit der Italiener bewirken muß.— Wir machen nochmals darauf aufmerksam, was schon vorher andeutungs- weise betont, daß die Italiener unseren klimatischen Verhältnissen nicht angemessen leben, denn sonst müßte ja ihre Bedürfnißlostg- keit aufhören, also Kcankheiten, wie Cholera, Typhus u. A. m. werden dort ihren Heerd finden und vernichtend unsere heimischen Distrikte durchziehen.— Die hohen Regierunzen behaupten immer, daß ihnen das Wohl der Arbeiter am Herzen liege; sie meinen, die Arbeiter sollten nicht aus dem nationalen Rahmen heraus- treten. Wir fordern also innerhalb des nationalen Rahmens, daß eine Schädigung, die gerade uns, die sächsischen Arbeiter, betrifft, beseitigt werde. Die hohe Regierung hat also die beste Gelegen- h-it, durch Erfüllung unserer Forderung sich den Ruf einer ar- beiterfreundlichen zu erwerben."(„Dresdner Volksbote".) ZSerlin, 30. August. In Bezug auf die Lohnverhältnisse der Heizer und Maschinisten auf Dampfschiffen bin ich in der Lage, einige AuSku-ift geben zu können. In der Haupt- und Residenz- ladt des neuen deutschen Reiches existirt seit 10 Jahren eine DampsschiffsahrtSverbindung nach den beliebtesten Vergnügung«- punkten der Berliner. Auf diesen Dampfern erhält ein Heizer (wie mir selbige selbst erzählten) monatlich 17 Thalcr, sage sieb- zehn Thaler, für einen Dienst, welcher in den Sommermonaten von 6 Uhr früh bis nach Mitternacht dauert und welcher in dem Maße anstrengend ist daß ihn nur junge und kräftige Leute aus- halten können. Die He-zer befinden sich meist in einem Alter von 18—21 Jahren, weil verheirathete Männer bei diesem geringen Verdienst nicht bestehen können. Auf diese Art und Weise ruht daS Leben von Hunderten in der Hand ganz junger Leute. Allein nicht genug mit vem geringen Lohn, wird dem Heizer auch noch von diesem Gelve monatlich 1 Thlr. für Beitrag zur Kranken- und Jnvalidenkasse abgezogen. Verläßt nun selbiger, wenn er nur eine einigermaßen annehmbare Stelle anderwärts findet, den Dienst der Gesellschaft, so geht er sämmtlicher gezahlten Beiträge verlustig, welche dann die beiden Inhaber der Gesellschaft ruhig einstecken oder, wie eS ein bei den Industriellen beliebtes Mittel ist, die beiden Herren lassen die Gelder bei der pon ihnen selbst verwalteten Kasse. Rauchen und dergleichen mehr ist den Heizern nicht gestattet, die Lust dazu wird ihnen wohl auch bei der im Feuerraum herrschenden Hitze vergehen, und die Passagiere werden kaum wissen, wie es einem Heizer Sonntags bei dem Anblick der vergnügten Menschen zu Muthe sein muß. Derjenige, welcher vorn an der Glocke steht und auf Alles aufpassen muß, was sich auf dem Wasser vor dem Dampfer ereignet, erhält monatlich 16 Thlr. Auch ihm wird das Kranken- und Jnvalidengeld abge zogen. Selbstverständlich sind die beiden Inhaber der„Berliner Dampsschifffahrtsgesellschast" bei einer derartigen Ausbeutung ihrer Arbeiter notorisch reiche Leute geworden, und haben noch, um Allem Hohn zu sprechen, seitens der betr. Behörde daS Monopol der Ausbeutung, resp. die alleinige Conzession, welche jedoch in nächster Zeit erlöschen wird. Eine Besserung wird durch die dann erlaubte „freie Concurrenz" keinesfalls eintreten. Zum Schluß noch die Bemerkung, daß die beiden staatlich conzesstonirten Ausbeuter vor Jahren die Fahrpreise auf ihren Dampfern um 50—60 pCt. erhöhten, waS aber gar keinen Einfluß auf die Löhne ihrer Ar- beiter hatte. I. H. Kannover. Unter den verschiedenen Orten, wo von Seiten der Polizei Mitgliedschaften der sozialdemokratischen Arbeiterpartei aufgelöst sind, befindet sich nun auch Hannover. Ueber die Auf- lösung selbst will ich das WissenSwerthcste berichten. Am 23. Juli zeigte ich die regelmäßige öffentliche Versammlung an, am 29. Juli wurde ich auf das Präsidialbureau der hiesigen Polizei beschieden; dort angelangt, fragte mich der Secretär, ob„mein" Verein der Bcbel-Liebknecht'schen Richtung angehörte? Ich ant- »ortete, daß ich keine Bebel-Liebknecht'sche Richtung kenne, ich wüßte wohl, daß Bebel und Liebknecht der Partei angehören, der ich angehöre, sonst wüßte ich aber nichts. Als ich sodann die Frage beantwortet, wo unsre Partei domilizirt sei, erklärte� der Secretär den Verein für ausgelöst. Nach einigen weiteren Fragen, welche von weniger Interesse sind, hatte ich die Ehre, mit dem Herrn Chef der Polizei(Herr von Brandt ist sein Name) zu prechen, der mich sodann bedeutete, ich möchte mich nur zuffieden geben, er sei noch sehr gelind, er könne den Verein offiziell auf- lösen und die Sache dem Gericht übergeben(ist uns gleichgültig). Und sollte der Verein nur vorläufig geschlossen werden, bis der Prozeß gegen Hasenklever und Genossen gerichtlich entschieden wäre. (WaS wir wohl mit dem Hafcnklever'schen Prozeß zu thun haben?) Hannover geschlossen. Sodana wurde mir protokollarisch eröffnet, daß die sozialdemokratische Arbeiterpartei so lange aufgelöst sei, bis der Prozeß in Berlin beendet sei; die öffentlich- Versam nlung für den 29. Juli sei unzulässig, da sich die Ve>einSsach-n nicht von öffentlichen Angelegenheiten trennen ließen.(Sehr neu und lehrreich für uns.) Und damit hatte das Verhör fein Ends erreicht. Wie wir uns gegen die Auflösung verhalten werden, darüber ein andermal Einiges. Allen denjenigen aber, welche der Partei angehört haben, rufe ich zu, sich nicht zurückschrecken zu lassen, sondern der Jvee treu zu bleiben, welche unsere Partei vertritt. Parteigenossen, wenn man alle Hebel in Bewegung setzt, um den nach menschenwürdigem Dasein ringenden Arbeitern einen Damm entgegen zu setzen, so ist es Pflicht, treu zum Prinzip zu hallen. Löst man unsere Orga- nisation auf, so müssen wir beweisen, daß wir Männer sind, welche auch außerhalb der Organisation Sozialisten sind. Hoch die So- zialdemokratie! F. Schaare. Göppingen, 30. August. Am 17. d. M. hatte der Arbeiter- verein hier eine Volksversammlung in den Gasthof„zum Hirsch" einberufen mit der Tagesordnung: 1)„Der Unterschied zwischen den Prinzipien von Schulze-Delitzsch, Hirsch, Dunckcr tc. und denjenigen der sozialdemokratischen Arbeiterpartei"; 2)„Unser- Preß- zustände und der Reptilieufond". LouiS Eckstein aus Waldheim sprach über beide Punkte in klarer und fließender Weise. Die etwa 75 Personen zählende Versammlung, welch- mit Ausnahme einiger Kleinhandwerker nur aus Arbeitern bestand, zollte dem Redner ungetheilten Beifall. Beim zweiten Punkt hatte auch unser verbissenes Amtsblättchen seinen gebührenden.Antheil bekommen, worüber es andern TagS sehr vorlaute und bissige Bemerkunzen machte, auf welche ihm der„Hohenstaufen" wieder, aber in an- ständigerer Weise antwortete. Es gibt hier sehr viele National- duselige, welche blindlings auf die Sozialdemokraten schimpfen, ohne gleich, wie das AmtSblättchen auch, nur das ABC vom Sozialismus zu verstehen, doch hört man häufig auch von Be- sitzenden für uns günstige Ansichten äußern. Schaffen wir daher rüstig weiter für unsere Prinzipien und der Erfolg wird sich immer mehr zu unfern Gunsten wenden. Keiköronu, 23. August. Parteigenosse Eckstein aus Sachsen trat am 14. d. MlS. hierorts in einer Volksversammlung als Re- ferent auf. Eckstein sprach über„die Arbeiterbewegung und ihre Ziele". Welche Aufnahme des Redners Vortrag fand, erhellt am besten daraus, daß nach Schluß der Versammlung 11 Em- Zeichnungen in die Parteiliste stattfanden. Mainz. Am Sonnabend, den 22. März, referirte Partei- genösse Zierfas in einer Volksversammlung über seine Erlebnisse im hiesigen Gefängniß. Die„Süddeutsche BolkSstimme" berichtet hierüber: „Redner wirft einen kurzen Rückblick auf seine Thätigkeit bei den letzten ReichstagSwahlen, bei welcher Gelegenheit er die„Ma- jestätSbeleidigung" begangen haben soll, die sich auf eine Aeußerung bezog, welchen von verschiedenen und kompetenten Zeugen wider- sprochen wurde, aber auf die Aussage eines GenSdarmen hin auf- recht erhalten wurde, weshalb man ihn mit zwei Monaten Ge- fängniß bedachte, welche er nun überstanden und die ihm Gelegenheit geboten, heute über einen Gegenstand zu sprechen, über welchen zu sprechen ihm seine Grundsätze und sein Menschlichkeitsgefühl ge- bieten. Wenn bisher von den schauderhaften Zuständen im hie- sigen Gefängniß noch nichts in die Oeffentlichkeit gedrungen, so ist dieS dem Umstände zuzuschreiben, daß ein Mensch, der in diesem Gefängniß ein gemeines Vergehen verbüßte, nicht den Muth haben kann, öffentlich aufzutreten, um zu sagen: ich habe in diesem Ge- fängniß so und so lange Zeit zugebracht, und habe während dieser Zeit eine unmenschliche Behandlung an mir oder Anderen erfahren; er(Redner) sei in der Lage, dies thun zu können, weil er in diesem Gefängniß kein gemeines Vergehen verbüßte und als Sozialdemokrat die Pflicht habe, sich einer Menschenklasse anzu- nehmen, welche durch unsere gesellschaftlichen Einrichtungen auf die Verbrecherbahn gedrängt wurde. Redner betont, daß er für jede Anklage, die er vorzubringen habe gegen die Verwaltung:c. des hiesigen Gefängnisses Zeugen und Beweismittel habe und in allen Fällen das von ihm Vorgebrachte auffecht erhalten könne. ZierfaS unterzieht nun die Gefängnißordnung, von welcher er sich eine Abschrift machte, einer schonungslosen Kritik. Der Geist der- selben bekundet sich darin, daß dieselbe auS dem Jahre 1843 stammt und bis heute noch in voller Anwendung steht. Ruthen- und Stockhiebe, in Ketten schließen, Arrest bei Wasser und Brot, sind für die geringsten Vergehen angesetzt. Ein Artikel dieser Gcfängnißordvunz macht es den Gefangenen zur Pflicht, die Zuchthauskleider in gutem Zustande zu erhalten und sie nicht zu zerreißen, widrigenfalls sie sich einer schweren Strafe aussetzen. Die Kleider seien aber in einem solchen Zustande, daß man sie schon vom bloßen Sitzen oder beim Spazierengehen leicht zerreißen könne, geschweige denn bei der Arbeit. Ein alter Mann, der wegen eines unbedeutenden Vergehens eine Strafe verbüßte, hatte daS Unglück, in den ersten 8 Tagen seine Hose zu zerreißen, statt nun stillschweigend darüber hinwegzugehen, schon aus Respekt vor dem Alter, mußte sich der arme Mann dafür einen Faustschlag in daS Gesicht von einem Aufseher gefallen lassen. Redensarten wie: Lump re. müssen die Sträflinge von den Bediensteten ruhig hin- nehmen. In einem anderen Falle wurde ein junger Mensch von 18 Jahren, Schuhmacher seines Gewerbes, welchem schon der vierte Fluchtversuch mißglückte, beim ersten, ehe er von der Justiz für dieses Vergehen abgcurtheilt wurde, von dem Gefänznißpersonal dermaßen mißhandelt, daß er acht Tage arbeitsunfähig war. Die Verwaltung des Gefängnisses bezeichnet Redner als ein Willkür- regiment und eine Paschawirthschaft. Wie bekannt, müssen alle Gefangenen in die Kirche gehen, auch Zierfas war anfangs, wie wir wissen, davon nicht ausgeschlossen. Bei einer solchen Gelegen- heit ereignete sich nachstehender Vorfall, welcher zeigt, daß� der Gefangene in diesem Gefängniß den Launen und der Willkür jedes dort Bediensteten vollständig unterworfen ist. Ein Mann, der beim Hazardspiel sich erwischen ließ, hat dafür in diesem Gefängniß 1 Jahr zu verbüßen; er hat als HülfSlehrer die jugendliche» Verbrecher zu unterrichten und als solcher auch dieselben in die Jfirche zu begleiten und sie dort zu beaufsichtigen. Da nun geschah eS einmal, daß der Geistliche in der katholischen Kirche bemerkte, wie der Mann die üblichen Ceremonien nicht mitmachte und wollte auch noch gesehen haben, daß er öffentlich gelacht habe und wäh- rend seiner Funktion. „Oesfentlich und mitten in seiner Funktion stellte der Geistliche den Missethäter darüber zur Rede(weil dieser während deS Gottesdienstes gelacht haben soll), machte ihm sein Vergehen zum Vorwurf und erinnerte ihn an die Kleider, die er trage, mit der Bemerkung, daß er noch schlechter sei als ein Dieb oder Mörder, solche seien ihm(dem Priester) nocb lieber. Nicht genug, der Geistliche wollte ihn überdies noch bestraft wissen, weshalb er bei der vorgesetzten Behörde über den Vorfall Anzeige machte. Die eingeleitete Untersucbuna dariiter vereitelte aber den Wunsch des Gottesmannes, da eS sich herausstellte, daß der Betreffende immer das Aussehen habe, als ob er lache, was aber in Wirklichkeit nicht der Fall fei, was von sämmtlichem Gefängnißpersonal bestätigt werden konnte. Der Unschuldige konnte sonach nicht bestraft werden. Ob der Geistliche über sein taktloses Vorgehen in der Kirche gegenüber dem Gefangenen zurechtgewiesen wurde, oder ob für die Zukunft derartiges rohes Verfahren gegen Gefangene untersagt worden ist, darüber verlautete nichts. Wird ein Ge- fangener, welcher sich ein Vergehen zu Schulden kommen ließ, von einem Schließer beim Verwalter denunzirt, so heißt es:„Holt mir den Kerl!" Der„Kerl" wird vorgeführt, erhält seine Ration „Ordnungs"-Strafe und wird wieder abgeführt und selten ohne die Aeußerung:„Haut ihn!"„Aber nehmt Euch in Acht, daß es Niemand steht und daß er nicht blutet." Das„Haut ihn" ist meist eine Extradrringabe zur„Ordnungsstrafe"; aber gewöhnlich hat der Unglückliche die Hiebe schon von vornherein weg. Diese Exekution besorgen die Schließer auf eigene Faust, ohne daß sie erst den Auftrag des Herrn Verwalters dazu abwarten. In den Arbeitssälen dieses Zuchthauses sind in der Regel 20 Gefangene beschäftigt. Die Ventilation derselben ist eine äußerst mangelhaste, zumal da nur wenige Fenster geöffnet werden dürfen. Man denke sich nun in die Lage der Unglücklichen, welche dazu verdammt sind, den ganzen Tag Tabak zu rippen oder Cigarrcn zu machen. Der Tabak, welcher verarbeitet wird, muß stets naß gehalten werden, was bewirkt, daß er in der Wärme stark ausdünstet, was eine Atmosphäre erzeugt, welche einem gesunden Menschen bei nahr- haster Kost schon schädlich ist, und was müssen diese Armen erst davon lerden, welche ihre ganze Zeit weiter nichts als Hülsen- stüchte und Brot zu effen bekommen. Wird einer krank, was unter solchen Verhältnissen gewiß kein Wunder ist, so wagt er es selten, sich dem Doktvr vorstellen zu lasten, weil er weiß oder er- fahren hat, daß Andere deswegen schon arg mißhandelt wurden. Redner konstatirt, daß während seiner Haft ein junger Mann unter 13 Jahren dermaßen durch die Tabakarbeit an seiner Ge- sundheit geschädigt war, daß er nicht mehr sich auftecht zu erhalten vermochte und trotz seines Zustandes wurde er vom Arzte nicht in Behandlung genommen, weil dieser glaubte, es sei nur Ver stellung, obwohl das Gefängnißpersonal wie die Gefangenen von der Krankheil des Armen vollkommen überzeugt waren, weshalb er auch durch die Verwaltung täglich zwei rohe Eier erhielt, um seinem Körper einigermaßen Siärkung zuzuführen. In diesem Zustande wußte er noch arbeiten, bis er endlich ins Spital auf- genommen werden, mußte. Da sah man auf einmal ein, daß sein Leben nur gerettet werden könne durch seine Freilastung und man verwendete sich für seine Begnadigung. 6 Tage nach seiner Auft nähme in das Spital war der Arme eine Leiche; kurz vor seinem Tode war seine Begnadigung eingegangen. Ein anderer Gefan- gen er, der krank wurde und sich zum Arzte meldete, wurde in einen Schlafsaal geführt und von Schließern derart geschlagen, daß eS ihm für künftighin verging, sich zum Arzte melden zu lasten. Die Hülserufe der Gemißhandeltcn dringen selten über die Gefängniß- mauern hinaus und menschlich fühlenden Schließern, ist eS zu danken, wenn sie hinzuspringen und abwehren, daß eS genug sei, die Nachbarschaft deschwere sich schon darüber u. f. w., und so den Gepeinigten vor einer längeren Mißhandlung beschützen. Was die Reinlichkeit betrifft, darüber kann Redner ebenfalls nichts Günstiges sagen; er führt an, daß der Gefangene ein ganzes Jahr nicht ein Stückchen Seife erhält, aber aus Reinlichkeitsrücksichten wird den Gefangenen der Bart abgenommen. ES sei auch nicht selten, daß in ftifch gewaschener Wäsche noch Ungeziefer gefunden wird. DaS Briefgeheimniß wird ebenfalls nicht gewahrt. Nachdem der Ver- Walter die Briefe an die Gefangenen gelesen, überkommt sie der Schließer(offen), welcher keinen Auftrag zu haben scheint, dieselben sofort und ungelesen abzugeben. Die Nachtruhe der Gefangenen wild oft auf die grausamste Weise gestört. Nachts 2 Uhr halten die Schließer meist Revision der Schlafsäle, wobei sie einen solchen Lärm verursachen, daß zeder Gefangene darüber aufwacht und es wenigen gegönnt ist, wieder einzuschlafen. Auch die Tauben, Gänse:c. des Herrn Verwalters fangen schon frühzeitig an, den Schlaf zu stören. Der Verwalter sei auch gegen die Beschließer roh und rücksichtslos, was bewirkt, daß diese ihren Unmuth wieder gegen die Gefangenen auslasten. Wir sind nun am Schluste unseres Referats angekommen und wollen nur noch erwähnen, daß wir noch lange nicht alle Vorkommniste, mit welchen ZierfaS die Einrichtungen des hiesigen GefängnisteS und die Behandlung der Jnfasten in demselben beleuchtete, besprochen haben, auS dem Grunde nicht, weil ZieifaS von der Versammlung durch nachfolgende Re- solutiou beauftragt wurde, eine Broschüre zu verfassen über seine Erlebniste im hiesigen Gefängniß, in welcher er jeden einzelnen Fall eingehend behandeln wird. Welchen Eindruck die Aufzählung aller dieser empörenden Thatsachen aus die Versammlung machte, und mit welchen Worten dieselbe ihren Abscheu und ihre Ent- rüstung darüber kundgab, glauben wir nicht besonders hervorheben zu müsten. Ob durch eine derartige rohe Behandlung die Ge- sangencn gebestert werden können und auf welcher Kulturstufe der Verwalter dieses JnstitoS steht? Diese Fragen überlassen wir der Beantwortung des Lesers. Die angenommene Resolution lautet:„Die heutige Versamm- lung verdammt entschieden die unmenschliche Behandlung von Seiten der Beamten dieses Gefängnisses gegenüber den Gefan- genen, namentlich die des Verwalters und erklärt, daß sie sich be- wüßt ist, keine Abhülfe schaffen zu können, weshalb die Versamm- lung Herrn ZierfaS beauftragt, eine Broschüre über seine Erlebnisse im Gefängnisse zu verfassen, um so den Pflichten der Menschlichkeit nachzukommen und der Behörde Gelegenheit zu geben, die Verwaltung über den Mißbrauch ihres Amtes zur Ver- antwortung ziehen zu können."" Ztamftadt, 30, August. Am 10. August hielten wir hier eine Arbeiterversammlung ab behufS Gründung von Gewerkschaften. ES wurde ein Comitö gewählt, zusammengesetzt auS Vertretern verschiedener Gewerkc, um eine Organisation ins Leben zu rufen. Bis jetzt haben sich die Schuhmacher, Holzarbeiter und Tapezierer organisirt. Zwar sind es nur Wenige, die gegenwärtig der Or ganisarion angehören, wir hoffen aber, die Fernstehenden nach und nach heranzuzrehen. Zugleich ersuche ich die VorortSverwaltungeu der Schneider und Metallarbeiter um ihre Adressen und wenn möglich auch um ein Statut. Briefe sind zu senden an Unterzeichneten bei Herrn Demelade, Gasthaus zum„wilden Mann". Mit sozialdemokratischem Gruß Meisel. Nürnberg, 25. August. In einer überaus stark besuchten Arbciterversammlung wurde gestern der Sedanseier gedacht und hieraus nachstehende Resolution angenommen: „In Erwägung, daß die Sedanfeier nichts weiter ist, als eine Verherrlichung des Militarismus und des privilegirten Massen- mordeS, in Erwägung, daß jeder Krieg, namentlich ein solcher, der für Verfechtung rein dynastischer Interessen geführt wird, ein Verbrechen gegen die Menschheit ist und sowohl die politisches Freiheit als die ökonomische EntWickelung schädigt, in fernerer' Erwägung, daß die Sedanfeier bloS von der nationalliberalen Clique arrargirt und keineswegs die Sympathie der gefammten städtischen Bevölkerung für sich, sondern im Gegentheil fast das gesammte arbeitende Volk gegen sich hat und auch die gegenwärlige Geschäftsstockung nicht dazu sangetban ist, um den Arbeitern unbe- zahlte Festtage zvzumuthen; in Erwägung all dieser Umstände erklärt die heutige Arbeiterversammlung, daß sie die Sedanfeier entschieden mißbilligt und dafür Sorge tragen wird, eine Gegen- agitation ins Leben zu rufen; sie spricht ferner dem Nürnberger Magistrai ihr tiefstes Mißtrauen wegen der Bewilligung von 400 Gulden aus dem Gemeindesäckel aus und erklärt, daß die Kinder der Arbeiter nicht dazu mißbraucht werden dürfen, bei der sogenannten Schulfeier deS Festes als Statisten des Nationallibe- raliSmuS zu dienen." Warnung. Allen rechtschaffenen Menschen diene zur Kenntniß und War- nung, daß der Steinmetzzehülfe Karl Fillweg, aus oder bei Potsdam gebürtig, kurze Zeit bei mir in Arbeit gewesen ist und sich durch Vorspiegelungen mein Vertrauen zu erschleichen gewußt hat. Er versprach, meine Arbeiter, die allerdings nicht die besten waren, durch andere zu ersetzen; auch äußerte er seine Zufrieden- heit mit seiner Stellung und versprach, zeitlebens bei mir zu bleiben, falls ich ihn behalten wolle. An einem Montage sollten per Om- nibus von Brunsbüttel zwei Arbeiter eintreffen, es kam aber leider keiner. Fillwig wußte mir noch am Sonntag Morgen 9 Thaler abzulocken unter dem Vorwand, ein von seinen Eltern ererbtes und aus Verlegenheit versetztes Bett einlösen zu wollen, da am Dienstag der Verfallstermin fei. Sein Bruder sei schlecht genug gewesen, ihn im Stiche zu lassen. Fillwig hatte aber etwas Anderes im Sinne. Am Montag Morgen sollten die neuen GeHülsen kommen. Fillwig hatte sich aber schon Sonntag Mittag heimlich entfernt mit einer Schuld von 11 Thlr. 27 Sgr. Ich veröffentliche dieses, um vor Fillwig zu warnen und um ihn zur Wiedererstattung deS Geldes zu veranlassen. Ferner möchte ich auch Hrn. Hugo Deutschich in Leipzig erinnern, die nun schon einjährige Schuld von 13 Thlr. zu berichtigen. Heide(SchleSwig-Holstein). C. F. Petersen, Steinmetz. Quittung. Ich erhielt: 2 thlr. von Hy in Berlin; 15 gr. 7 Pf. durch Herrn Julius Martin in Schmölln; 2 thlr. 13 gr. durch Herrn Tarl Breyer in Crimmitschau; 2 thlr. durch Herrn Hermann Gottschalk in Lößnitz; 5 thlr. durch Herrn Benneke in Hamburg; 15 gr. durch Herrn Friedrich Oehrl in Coburg; 5 thlr. durch Herrn Albert in Glauchau; 1 thlr. vom Arbeiterverein in Mülsen St. Jacob; 10 gr. von Herrn Scheimer in Lichtenstein; 2 thlr. durch Herrn Franz Fromhold in Mylau; 11 gr. durch Herrn I. Endre« in Augsburg; 1 thlr. durch Herrn Reinhold in Callnberg. Summa 22 thlr. 4 gr. 7 Pf. Etwaige weitere Sendungen sind an Unterzeichneten;n richten. Mit sozialdemokratischem Gruß Mülsen St. Jacob. Anton Klotz. GenossenschastSluchdruckerci. Antheilscheine bez. Antheilquittungen erhielten ferner: In Biitz. fleth Fr. Schltz 5 thlr., in Remlingen Eh. 255. 1, u. B. St. 1 thlr. s3 Metallarbeitergewerkschaft. Nachdem unser seitheriger Bevollmächtigter G. Kehl aus der Arbeit entlassen wurde und in Folge desselben Eßlingen ver- lassen hat, wurde heute, den 29. August, Rochus Mermuth als Be- vollmächtigter gewählt. Wohnhaft untere Beutau Nr. 12, wo jetzt auch das Reisegeld erhoben werden kann._ R. Mermuth, Bevollmächtiger, slll/zj Arbeiicrverein. v!/UIJ|l5w Montag, den 7. September, Abends 8 Uhr: Gesellige Vereinigung mit Tan; in der Oberschenke.— Zutritt frei.— Lieder- bücher mitbringen.— Zahlreiche Betheilignug erwartet D. B. flOj ft.im rill Vit Sozialdemokratischer Arbeiterverein. Mittwoch, den 9. September, Abends halb 9 Uhr: Ocffcntliche Versammlung bei Hansch, Schau enburgerstraße Nr. 14. Tagesordnung: Die Verfolgung der„Reichsfemde" in Deutschland. Referent Praast. Alle Parteigenossen und Freunde werden ersucht, immer thätiger zu agitiren, damit die Versammlungen fleißig besucht werden. 2aj Peter. s3f r Verband der Klempner und verw. Berufsgenossen. Sonnabend, den 5. September, Abends halb 9 Uhr: Geschlossene Mitgliederoersammlung bei Eckhardt, Schoppenstehl 22. Tagesordnung: Abrechnung. Bortrag. BereinSangelegenheiten. L. Stoffel, Bevollm. so) Opthifft Gewerkschaft der Holzarbeiter. ... Sonnabend, den 5. Septbr.: Versammlung Windmühlen straßc 7.— Sozialer Wochenbericht von Wuttke. [31 Leipzig und Nm-iegcild Jeden Montag, Abends 8 Uhr: Sitzung bei Fröhlich, Nicolaistr. 33. Tagesordnung: 1. Sozialer Wochenbericht. 2. Diskussion über da» Protokoll der Generalversammlung. Zahlreiches Erscheinen wird erwartet. Der Bev.[6s Nächsten Sonntag, Nachmittag 3 Uhr: Große Volksversammluttg. Ref.: Herr Motteler auS Leipzig.— Abends 7 Uhr: Bolksconzert mit Vorträgen vom Comiker Schapsky, Gesang, Deklamation ,c., wozu auswärtige Gesinnungsgenossen freundlichst hierdurch eingeladen werden. _ Der Volksverein. s17M Ich ersuche Valentin Kern, mir seine Adresse baldigst anzugeben. Hamburg. St. Georg, Bergstraße 34, Jean Ried, sbs Von dem Liebe „Entweder schweigen, oder— freies Quartier� baten wir zur Ergänzung der Liedeibücher eine Partie separat drucken lassen. Preis pro Stück 5 Pf., 25 Stück 10 Gr., 100 Stück 15 Gr. gegen baar oder Postvorschnß. Leipzig, den 2. September 1874. Die Buchhandlung des„VolkSstaat". Der Ende Septemper erfcheinevde tloltisstimtlistlkiider fiir 1875 Lrirftasteu der Expedition. E. Gst Berlin:„Zum Prozeß Bazaine" ist nicht mehr auf Lager. M. Wrth Pirmasens: Sie erhalten für Septbr. da« Blatt unter Kreuzband. Vom 1. Oktober rathen wir Ihnen bei dortiger Post zu adonniren, Sie ersparen dadurch die Kosten für Portis und er- halten da« Blatt sicherer. K. Mcknbrgr Markranstädt: Ihr Mißver ständniß kostet uns 7I/2 Gr. Porto. Quittung. der Expedition: I. Mllr hier: Ab. 2 thlr. Brndl Zeitz: Schr. 1 thlr. Hdlch hier: Ab. 3. Q. 1 thlr. 2. E. Gst Berlin: Schrft. 22 gr. 7. I. F. Wien: Schrft. 2 thlr. Nnk Zittau: Schrft. 1 thlr. Arbeiterpartei Barmen: Ann. 13 gr. Arb.-P. Düsseldorf: Ann. 6 gr. A. Fnk hier Ab. 5 gr. 5. Hrtg hier: 16 gr. 5. Bndr Essen: Schrft. 1 thlr. Wl Mülsen St. N.: Ann. 10 gr., Schr. 1 thlr. 20. Wndt Camenz: Ann. 8 gr., Schr. 10 gr. I. Frnz Zürich: Schr. 10 thlr. Hrsch Viersee: Schr. 5 gr. Esngrtn hier: Schr. 20 gr. 5. Anzeigen:c. Die rechts in s j angegebene Ziffer ist der Preis der betreffenden Annonce. Augsburg in der Schützenhalle. Sozialdemokratische Arbeiterpartei. Samstag, den 5. August: Versammlung Huttenlocher. s5s WtinLklilVF» T>as Stiftungsfest des sozialdemokratischen Vereins llUg&UUi}) findet eingetretener Verhältnisse wegen nicht im Rösch'schen Garten, sondern in den Drei Königen Sonntag, den 6. Septbr. statt und zwar pr. Programm: Nachmittag von 4—8 Uhr Concert, bei günstiger Witterung im Garten, welcher eigens zu diesem Zwecke her- gerichtet wird, Festrede und deklamatorische Vorträge. Nach Beendigung des Concert« Ball. Eintritt zum Concert st Person 6 Kr., zum Ball für Herren 18 Kr., Damen frei. Freunde und Gesinnungsgenossen sind hierzu freundlichst eingeladen NB. Sonntag Bormittag gemüthliche Znsammenkunst im Garten zu den Drei Königen._[30] Barmen Sozialdemokratische Arbeiterpartei. Samstag Abend 8 Uhr bei Knösels: Geschlossene Mitgliederversammlung. T.-O.: 1) Abrechnung; 2) wegen Abreise des Unterzeichneten Neu« wähl eines Vertrauensmannes.— Hierauf: Oeffentliche Versammlung. Um zahlreichen pünktlichen Besuch bittet _ Rud. Böhm, Vertraueusmann.[7s 4lii»vlill Gewerkschaft der Holzarbeiter. V 1.1 HU Sonnabend, den 5. September, Abends halb 9 Uhr: Geschlosseue Mitgliederversammlung Andreasstraße 26 bei Gittel. Tagesordnung: Besprechung zur Wahl eine? Delegirten zur General- versamlung in Hannover und Berathung über da« nächste Stifungsfest. Collegenl seid auf dem Platze. _ G. Lemke, Bevollmächtigter.[7s BCrllll �atte'6enoffen 5UC Nachricht, daß vom 1. Septbr. in Berlin die Zeitschrift Socialift monatlich zweimal erscheint. Zu beziehen durch jede Postanstalt für 10 Sgr. pro Quartal, für Berlin auch durch A. Trautmann Engelufer 6b, monatlich für 31/2 Sgr. Einzelne Nummern 2 Sgr. Die Redaktion und Expedition.[15s �MlleW�rtV? Sozialdemokratische Arbeiterpartei �.U||V5ilUl| Die Parteigenossen versammeln sich jeden Samstag Abend im Lokale des Hrn. T. Graf, Lambertusstraße 10. S. Tell, Vertrauensmann.[4s wird außer dem bekannten Kalendarium(dem diesmal auch der ka-: tholische Kalender beigefügt ist), ein Berzeichniß der Messen und Märkte Deutschlands enthalten. ,« Literarischer Inhalt: Tic Hanauer Turner im badisch-rheinpsälzischen Aufstande 1849; j nach den Papieren ihres Torpsadjutanten, des verstorbenen Albert Dammerow. Von dem noch lebenden Sigismund Borkheim,- Batteriechef in der badisch-rheinpsälzischen Rebellenarmee; Rothe Ostern, � historisches Gemälde aus dem Bauernkrieg, von Robert Schweichel.; Wo liegt die Rettung? Aus dem Tagebuch eines Sozialisten, von Otto Walster. Zur Grund und Bodcnsrage. Verschiedene«.� Prei« 3lln Gr. gegen baar. Bestellungen hieraus wollen rechtzeitig gemacht werden. Ferner ist eine kleine Partie Volksftaatkalkndcr für 1874 in Folgt Remissionen noch auf Lager. Preis pro Exemplar L'/z Gr. Leipzig. Die Luchhandlung deS„Volksstaat". Den P arteigenossen empfehlen wir folgende Organe zur Verbreitung „Braunschweiger Volksfreund", erscheint die Woche 6 Mal kostet per Quartal durch die Post bezogen 15 Sgr.— 62 /, kr. südd. W. Redakteur S. Kokosky. „Chemnitzer freie Presse", erscheint wöchentlich sechsmal, kostet per Post 13 Sgr.----- 63 kr. südd. W. Redakteur: I. Vahlteich- „Crimmitschauer Bürger- und Bauernfreund", erscheint wöchentlich sechsmal. Preis per Quartal 15 Sgr.----- 52'/- kr. südd. W. Redakteur Gustav Kwasniewsky. „Dresdner Volksbote", erscheint wöchentlich sechsmal; kostet per Quartal 21 Sgr.= 1 fl. 17 kr. südd. W. Redakteur: Otto- Walster. „Sozial-demokr. Wochenblatt", erscheint in Nürnberg, wöchent« lich zweimal, Preis per Post Iis I Sgr.=-- 40kr. südd. 333. „Der Zeitgeist", erscheint in München wöchentlich sechs Mal. Preis per Post 45 kr.— 13 Sgr. Redakteur: Geiser. Hofer Zeitung", erscheint wöchentlich zweimal. Preis per Post 41 kr.=- 11 Gr. Redakteur: Carl Lienig. Süddeutsche Volksstimme", erscheint wöchentlich dreimal in Mainz. Preis per Quartal 45 kr.— 13 Gr. Redakteur: I. Most. „Süddeutsche Volkszeitung", erscheint wöchentlich einSmal in Stuttgart. Preis per Quartal 29 kr.—, 8'/« Sgr. Redakteur: Carl Hillmann. „Gleichheit", Organ der Arbeiterpartei in Oesterreich,. erscheint - wöchentlich einmal in Wiener-Neustadt. Preis per Quartal 75 kr. östr.— 15 Gr. „Arbeiterwochenchronik", Organ der ungarischen Arbeiter, er- scheint in deutscher Sprache in Buda-Pest. Preis per Quartal 60 kr. östr. � 12 Gr. „Arbeitersreund". Erscheint am 2. und 4. Sonnabend eineS jeden Monats in Reichenberg. Preis 50 kr.:= Gr. „Die Tagwacht", Organ des schweizerischen Arbeiterbundes; er- scheint wöchentlich zweimal in Zürich. Preis per Quartal 14 Sgr- --- 49 kc. südd. W. „Felleisen", Organ der deutschen Arbeiter-Bildungsvereine in der Schweiz, erscheint in Zürich monatlich zweimal. Preis per Quartal 9 Gr. „Arbeiterzeitung", erscheint in New-Hork wöchentlich einmal. Preis per Quartal 65 Cts.(1 Thlr. 5 Gr.) „Vorbote". Erscheint jeden Sonnabend in Chicago. Preis pr» Quartal 65 Eis.(1 Thlr. 5 Gr.) „De Werker", erscheint wöchentlich Imal in Antwerpen. Preis Ol Oy I» tn ili (3 d» de Leipzig: Verantw. Redakteur: M. Preiß er.(Redaktion und Ek/ pedition Zeitzerstr. 44.) Druck und Verlag der GenossenschaftSbuchdruckerel ' K In, "z fti dt! Olc ha