Erscheint in Leipzig Mittwoch, Freitag, Sonntag. Bestellungen nehmen an alle Postanstalten u. Buchhand- lungen des In- u.Auslandes. Filial- Expeditionen für die Vereinigten Staaten: F. A. Sorge, Lox 101 Hoboken, N. J. Peter Haß, fc. W. Corner Third and coatea str, Philadelphia. Der IflMttflt Abonnementspreis für ganz Deutschland 16 Sgr. pro Quartal. Monats- Abonnements werden bei allen deutschen Postanstalten auf den 2ten u. Zten Monat und auf den 3ten Monat besonders an- genommen; im Kgr> Sachsen u. Hrzgth. Sachs.-Altenburg auch auf den Iten Monat des Quartals k ö'/a Sgr. OrgmldersozialdemokrMschenArvetterMrteiMdderinternattonalenGewerksgenossenschaften. Inserate, die Abhaltung von Partei-, Vereins- und Volksversammluugen, sowie die Filial- Expeditionen und sonstige Partei- Angelegenheiten betreffend, werden mit 1 Ngr.,— Privat- und VergnügungS- Anzeigen mit 2'/i Ngr. die dreigespaltene Petit-Zeile berechnet, j Nr. 104 Aozmiag 6. September. 1874. Politische Uebersicht» — Zum Kapitel der deutschen Preßfreiheit. Durch eine„wunderbare Fügung" sind wir in den Besitz nachstehenden Aktenstücks gekommen: „31. Juli 1874. Beaufsichtigung der Presse. An die Großherzoglichcn Kreisämter. Nachstehend theilen wir Ihnen vertraulich Abschrift einer Verfügung Großherzoglichen Ministeriums der Justiz an die Staatsanwälte mit, durch welche diese zu der immer noth- wendiger werdenden Ueberwachung und Verfolgung der Aus- schreitungen der ultramontanen Presse angewiesen werden. Zugleich beauftragen wir Sie, den Justizbehörden bei der Ausführung der in jener Verfügung bezeichneten Maßnahmen die bereiteste Unterstützung zu gewähren, insbesondere den ultramontanen und den mit der ultramontanen Partei sym- pathisirenden TagcSblättern nicht allein Ihre volle Ausmerk- samkeit zuzuwenden, sondern auch, wo die Voraussetzungen des§ 23 des Reichsgesetzes über die Presse vom 7. Mai d. I. vorliegen, Ihrerseits sofort mit der Beschlagnahme der durch unser Ausschreiben vom 29. Juni d. I.(Amtsblatt Nr. 12) vorgeschriebenen Weise vorzugchen. In den übrigen Fällen, in welchen der Inhalt einer Druckschrift den Thatbestand einer strafbaren Handlung begründet, werden Sie, sobald derselbe Zu Ihrer Kenntniß gelangt, davon der zuständigen Justiz- behörde zur weiteren Veranlassung Mitthcilung zu machen haben. Von jedem Falle, der hiernach Ihr Einschreiten ver- anlaßt, wollen Sie unS Anzeige machen. Die Ihnen untergeordneten Polizeibehörden, an deren Sitz eine periodische Druckschrift der bezeichneten Art erscheint, wollen Sic hiernach gleichmäßig, jedoch in vertraulicher Weise, instruiren. v. Starck. (Abschrift.) Die ultramontane Presse deS Großherzogthums tritt in ihrem Kampfe gegen die Rechte der Staatsgewalt und für die angeblich verletzten Rechte der Kirche immer rücksichtsloser aus. In offen ausgesprochener Feindschaft gegen Obrigkeit und Gefetz sucht sie bei dem ihrem Einflüsse unterliegenden Theile der Bevölkerung den Glauben hervorzurufen, als ob es die Staatsgewalt auf eine Verfolgung und Unterdrückung der katholischen Kirche abgesehen habe, und mit allen der Sprache zu Gebot stehenden Mitteln ist sie darauf bedacht, den Haß und die Leidenschaften ihrer Leser gegen die bestehende staatliche Ordnung zu erregen. Die Gefahren, welche hierdurch für die Autorität der Staatsgewalt und der Gesetze sowie für die Bewahrung des öffentlichen Friedens drohen, liegen klar zu Tage. Die Groß- herzogliche Regierung erachtet es darum sowohl für ihre eigene Pflicht, als auch für eine Pflicht ihrer Organe, diesen Ge- fahren mit allen gesetzlichen Mitteln zu begegnen. Zu dem Ende weisen wir Sie hiermit ausdrücklich an: über die ultramontanen und die mit der ultramontanen Partei sympathisirendcn Blätter die strengste Aufsicht zu üben; in jedem Falle, in welchem eine durch die Presse verübte straf- bare Handlung indicirt ist, bei dem Vorhandensein der gesetz- lichen Voraussetzungen von dem Rechte der Beschlagnahme Gebrauch zu machen, sowie endlich in dem gleichen Falle die strafrechtliche Verfolgung mit aller Energie und zwar gegen alle Personen eintreten zu lassen, welche bei einem strafbaren Preßerzeugniß als Thäter, Theilnehmer, Verbreiter-c. nach Maßgabe des Preßgesetzes oder einer sonstigen strafrechtlichen Vorschrift zur Verantwortung gezogen werden können. UeberdieS erwarten wir in jedem einzelnen Falle, in welchem Preßerzeugnisse ultramontaner Blätter Ihr Einschreiten ver anlassen, über die von Ihnen getroffenen Maßregeln und dem Erfolg derselben Ihren besonderen Bericht. Die Ihnen untergeordneten Staats-Prokuratoren.und Polizei- Commissäre werden Sie nach Maßgabe unserer Ver- fügung alsbald— jedoch nicht im Wege Ihres Amtsblattes — instruiren. Zimmermann." Das obige Aktenstück spricht für sich selbst. Wir können aus Authentischer Quelle shinzufügen, daß der Anstoß von Berlin Ausgegangen ist, und daß m Preußen und fämmtlichen von Preußen abhängigen Kleinstaaten ein ähnlicher Geheim-Utas er- lassen worden ist. Daß derselbe sich zunächst gegen die ultra- Fontane Presse richtet, nimmt ihm natürlich nicht die reaktionäre spitze, welche sich ebenso gut gegen die sozialdemokratische und �rgerlichdemokratische, ja fortschrittliche Presse richtet. die Lage des Marktes zu dem Schritte gezwungen worden. That- fache ist, daß am 20. August, also fast zwei Monate nach dem Beginn des Ausschlusses, die Preise der Leinengarne und Stoffe in Belfast nicht höher waren als Mitte Juni. Die aufgehäuften Vorräthe müssen hiernach sehr bedeutend und der Absatz sehr schwach gewesen sein. „Im Laufe dieser Woche hielt in Belfast die große Britische Association zur Förderung der Wissenschaften ihren Jahres-Congreß ab. Die Versammlung war in diesem Jahre besonders stark be- sucht. Der Vorsitzende, Professor Tyndall, konstatirtc, daß 1950 Karten ausgegeben worden waren. In der Section für National- ökonomie wurden, wie alljährlich, die Arbeiterfragen erörtert. Mehrere Vorträge über Löhne und Strikes waren angekündigt. Der Vorsitzende der Section, Lord D'Hagau, hatte den glücklichen Gedanken, für diesen Tag die ComitsS der Arbeiter und Arbeit- geber von Belfast specicll einzuladen. Die Vorträge selbst boten kein hervorragendes Interesse. Em verlesener Bericht des bekannten Professors der Nationalökonomie. Leone Levi(der selbst zu erscheinen verhindert war), machte Mittheilungen über die im Mai dieses Jahres in London durch eine Commission der Assoziation veran- staltete Confereuz von Delegirten der Arbeitervereine und der In- dustriellen. Diese Mittheilunzen waren nicht sehr erfreulicher Natur. Der langen Rede kurzer Sinn ist, daß man sich über nichts verständigen konnte, obwohl„die sckwebenden Streitfragen durch den gründlichen Meinungsaustausch an Klarheit für alle Theile bedeutend gewonnen hatten." Professor Levi hofft, daß weitere Conferenzen zu einem besseren Resultate führen würden. Für uns hat dieses negative Resultat nichts UeberraschendeS. Die Lohnfrage ist vor Allem eine Jnteressenfrage; wo sich widerstreitende Interessen schroff gegenüberstehen, wird man wohl von Fall zu Fall eine vorübergehende Verständigung mittelst gegenseitiger Eon- Zessionen erzielen können. Feste Regeln werden sich aber für die Streitigkeiten zwischen Arbeitgebern und Arbeitern schwerlich jemals aufstellen lassen. Die Richtigkeit dieses Satzes hat sich wieder in dem vorliegenden Falle erwiesen. „Nach diesem wenig ermuthigeuden Referat gab ein unpar- teiischeS Mitglied aus Belfort der Versammlung Auskunft über — Folgendes Aktenstück ist unS znr Veröffentlichung zuge- gangen; wir theilen es, ohne Commentar, in wortgetreuer Ueber- fetzung mit: „Elsaß und Lothringen an die hohe internationale Conferenz zu Brüsssel. Geehrte Herren Delegirte! Da die hohen Mächte Euch abgeschickt haben, um über die Mittel zu berathen, wie man die künftigen Kriege weniger gehässig und weniger roh machen könne, so kommen Elsaß und Lothringen, eine Million Menschen, gebeugt unter daS schändliche und barbarische Joch der Eroberung, trotz ihres unveräußerlichen Selbstbestim- mungsrechtes, um Euch zu bitten, ihr möchtet überlegen, ob nicht die Kriege, über welche Ihr diSkutiren wollt, in den meisten Fällen könnten ganz vermieden werden, oder ob nicht die Mächte, die sich„christlich" nennen, im Angesicht der civilisirten Welt sich feierlich verpflichten sollten, nicht zu erlauben, daß keine unter ihnen das Schwert ziehe, bevor sie den Weg des SchieoSgerichtS ver- sucht hat? Wenn die Conferenz auf diese Vorschläge eingehen will— hier kurz der Inhalt der Fragen, welche wir ihr zu unterbreiten wagen: I. Die Weisheit der Regierungen, die sich den friedlichen Gesin- nungen ihrer beiderseitigen Völker fügen, würde sie nicht unendlich mehr die Ordnung und Sicherheit befördern, als die Rüstungen bis zum Aeußersten, aus denen der bewaffnete Friede entsteht, die mit ihren Lasten daS Land ruiniren, die die Arbeit lähmen und die Fortschritte der Civilisation hemmen, in der einzigen Absicht, den falschen militärischen Eitelkeiten Genüge zu leisten und die thierische Neigung zu der Abschenlichkeit, welche man Krieg nennt, zu verschärfen. Sind eS nicht stets die Streitigkeiten der Fürsten unter ein- ander, ist eS nicht der frevle Wunsch, ungeheure Menschenmassen zu beherrschen, die Grenzen ihrer Staaten zu erweitern, welche diesen Fürsten als Vorwand gedient haben, um die Völker sich erdrosseln zn lassen, und sind eS nicht die gekrönten Häupter, die untereinander darauf sinnen, wohlbewaffnet einen zu finden, der den Stand der Löhne in der Leinen-Jndustrie. Dieselben sind i dümmer oder weniger bösartig ist, als sie selbst, um ihm durch selbst nach deutschen Begriffen auffallend niedrig. Im Jahr 1861 betrug der Wochenlohn eines gewöhnlichen Spinners ungefähr ö'/s jh.(oder Reichsmark). Bis zum Jahre 1872 hob sich der Lohn svccesive aus 9 sh. Jetzt wollten die Spinner den Lohn auf 8Vs sh. herabsetzen. Für die qualfficirteren Leistungen wurde 1861 15—13 sh. bezahlt. Im Jahre 1872 hatten sich diese Sätze auf 20 und 26 sh. gehoben. Jetzt verlangten die Meister Herab- setzung auf 18 und 24 sh. Doch muß bemerkt werden, daß die zuerst erwähnten niedrigsten Lohnsätze sich hauptsächlich auf Frauen und Mädchen beziehen. In der Weberei wird ein Stücklohn ge- währt, der seit 1861 von 2 sh. 6 d. auf 3 sh. 1 d. per Kette gestiegen war. Mittelst dieses Lohnes konnte es die beste Arbei- terin auf 20—22 sh. per Woche bringen. Jetzt wurde Herabsetzung des Stücklohnes auf 2 sh. 9 d. gefordert. Der Referent rieth dringend beiden Theilen zue Verständigung. schuldvolle Manöver eine Kriegserklärung zu entlocken, so lange er nicht gerüstet ist? III. Dieses U.bermaß von Verbrechen, welches man' Krieg nennt, und für welches die Fürsten allein ein Patent haben, würde eS möglich sein, wenn die Regierungen nicht ihre Völker vorsorglich darauf vorbereiteten, indem sie ihnen durch alle Mittel, von ihrer zarten Jugend an, den teuflischen Gedanken einschärfen, daß ihr Nachbar ihr Erbfeind sei?*) Wenn diese drei Fragen im Sinne der Civilisation deS 19. Jahrhunderts, der Moral und der wahren Religion berathen sind, so werden sich daraus nothwendig die Consequenzen ergeben: daß die Völker von diesem Augenblick an aufhören, als Sachen betrachtet zu werden, über welche der Stärkste nach Belieben ver- ! fügen kann, als über Wesen ohne Gewissen und Gesinnung, ohne Q&frht aCä UAe»»» Vy\»1Vs# ntYotr» „Der erste Redner war ein Arbeiter, Herr Bownlie: Der Moral und Recht, endlich als über wilde Thiere, allein geeignet, — Der ArbeitSauSschluß der Leinenweber in Belfast (Irland), vou dem 40,000 Personen beiderlei Geschlechts betroffen forden sind, hat jetzt fein Ende erreicht. Ueber den Anlaß zu ArbeitSauSschluß sowie über dessen Beendigung enthält die "Franks. Ztg." folgende interessante Einzelnheiten: , �„Anfang« Juni zeigten die vereinigten Fabrikbesitzer den Ar- Aitern eine Lohnherabsetzung von 10 Prozent an, und motivirten Melbe mit den vorausgegangenen Lohnerhöhungen und dem flechten Gange deS Geschäfts. Die Arbeiter weigerten sich daraus �Zugehen; eS wurde hin und her verhandelt und kein Resultat Melt. Vierzehn Tage nachher wurden fast sämmtliche Spinne- Mn und Webereien Seitens der Eigenthümer geschlossen. Seit- Ml waren alle Vermittlungsversuche vergebens. Hartnäckig hielt T�n von beiden Seiten an den Bedingungen fest. Die Meister iMtcn ihren Zeitpunkt geschickt gewählt oder waren wirklich durch Ausschluß sei nur von den vereinigten Aktiengesellschaften auSge gangen. Privaifirmen hätten foitgefahren, höhere Löhne zu zahlen. Die Arbeiter seien nicht abgeneigt, auf eine Verständigung einzu gehen. Nur dürfe die Lohnreduktion keine so plötzliche sein und serner müsse der Beweis geliefert werden, daß die Lage des Hau- dclS wirklich eine schleckte sei. Herr Ewart, ein Spinner, suchte den Nachweis zu führen, daß die Herabsetzung vollständig berech- tigt sei. Sie betrage übrigens nur 6 Prozent für die Arbeiterinnen. Die Assoziation der Meister habe lediglich einen defensiven Charakter. „Ein Arbeiter replicirte, daß eS sich um keinen Strike, sondern lediglich um einen von den Prinzipalen in Scene gesetzten Aus- schluß handle. Die Meister hätten alle VeiständigungSversuche zurückgewiesen. Die Reduktion betrage nicht 6, sondern 10 bis 15 Prozent. Nachdem noch eine Reihe von Rednern aus der Mitte deS CongresseS gehört worden waren, die sämmtlich warm ein Compromiß empfohlen hatten, beschloß die Sektion, daß eine Commission aus ihrer Mitte noch einen Vermittelungsversuch machen solle. Beide Parteien stimmten diesem Vorschlage zu. Die Commission trat sofort zusammen und conferirte noch am nämlichen Tage mit Delegirten der streitenden Parteien. „Der Erfolg war ein überraschend günstiger. Die versöhnlichen Worte unbetheiligter und unabhängiger Vertreter der Wissenschaft waren auf beiden Seiten nicht ohne Eindruck geblieben. In der Schlußsitzung deS CongresseS konnte Professor Tyndall die erstem liche Mittheilung machen, daß in Folge gegenseitiger Zugeständ nisse ein vollständiges Einverständniß erzielt worden sei, und daß am folgenden Tage 40,000 unbeschäftigte Arbeiter, Männer, Frauen und Kinder(der fünfte Theil der Bevölkerung von Bel- fast), die Arbeit wieder ausnehmen würden." So der Bericht. Der„überraschend günstige Erfolg" besteht in einer Niederlage der Arbeiter, die mit Verlust von etlichen Prozent der gezahlten Löhne die Arbeit wieder aufgenommen haben. Es ist zu erwarten, daß die Arbeiter die Scharte bei Gelegenheit wieder auswetzen.— Nach Zeitungsnachrichten sind in den Grafschaften Fife und Clacemannan 60,000 Kohlenbergwerksarbeiter ausgesperrt worden, weil sie in die von den Grubenbesitzern vorgeschlagene Herab- setzung deS Lohnes nicht willigen wollten. Für die Arbeitgeber den Gewinn, für die Arbeiter den Verlust! So will es die heutige „Ordnung" der Dinge! sich auf ein Zeichen ihrer„Besitzer" zu erwürgen— daß die Völker im Gegentheil selbstständige Individualitäten sind, unumschränkt und frei, so daß AlleS, was zu ihrer Unter- werfung vorgenommen wird, selbstverständlich nichtig ist, ein Ge- waltakt, welchen ein andrer Gewaltakt umstürzen kann— daß ein Volk folglich weder einem Individuum, noch einer Familie, noch einem andern Volke angehören kann— daß jeder Eroberungskrieg zum Verbrechen erklärt wird, das für den, welcher ihn hervorruft, erklärt oder daran irgend einen Theil nimmt, eine schwere und entehrende Strafe nach sich zieht, daß im Fall eines solchen Krieges ein jeder waffenfähige Bürger, welcher sich nicht gerüstet hat zur Vertheidigung seines Überfallenen Vaterlands, als Feigling oder Berräthcr erklärt wird, und daß, wenn der Angreifer ihn dessen überhoben hat, die nationale Ge- rechtigkeit ihn richtet— daß nur Individuen ohne Gewissen und Völker ohne Sitt- lichkeit die Eroberung billigen und wünschen, dahin drängen und sich ihre Vortheile zu Nutzen machen können— daß jede Macht, welche gegen eine andere daS Schwert zieht, ohne vorher ihre Streitsache dem Tribunal des europäischen Schiedsgerichts unterworfen zu haben, außerhalb des menschlichen Gesetzes gestellt wird, daß ihr Volk von aller Solidarität mit ihr entbunden, von jeder staatlichen Verpflichtung befreit wird und zur Stunde daS Naturrecht, über sich selbst zu verfügen, wieder zurück- erhält. DaS, geehrte Herren Delegirte, sind die Fragen, welche wir Eurer hohen Diskussion, Erwägung und Beschlußfassung zu unter- breiten uns die Freiheit genommen haben. Um sie zu lösen in dem Sinne, welchen das moderne Recht der civilisirten Völker verlangt, bleibt Euch übrig, die Artikel so zu formiren und zu verkündigen, daß daS Schiedsgericht organistrt werde» kann. Ihr hättet außerdem die preußische Regierung aufzufordern, ihre Truppen und Agenten aus Elsaß-Lothringen zurückzuziehen, unsere Bevöl- kerung anzurufen, unter ihrer eignen Aufsicht über sich selbst zu *) Da« französische Original gebraucht ebenfalls da« Wort„Erbfeind" und bemerkt:„Wir bitten um Entschuldigung, daß wir hier da« deutsche Wort auwenden, um eine ausschließlich deutsche Idee zu bezeichnen, eine Idee und eine Bezeichnung, welche sich glücklicherweise in keiner andern Sprache oder Wissenschaft vorfinden, als in der deutschen. vcrfllg-n durch eine frei vorgenommene Abstimmung, sowie der Entscheidung Achtung zu verschossen, welche sich ergeben wird. Genedmigen Sie, geehrte Herren Delegirte, den Ausdruck unserer Hochachtung! Metz Siraßburg Mülhausen, August 1874. Elsaß-Lothringen." — UnS liegt die Probenummer eines neuen Parteiorgans,„Der Sozialist", Flugblatt zur Verbreitung sozialdemokratischer Ideen, vor.„Der Sozialist", redigirt von A. Schuster, erscheint am 1. und 15. jeden Monats in Berlin und ist vom 1. Oktober an zum Preise von 10 Sgr. pro Quartal durch alle Postanstalten zu beziehen. Wir heißen den neuen Streiter für die Emanzipation der Arbeiterklasse in unfern Reihen herzlich willkommen. Mögen die Arbeiter durch zahlreiches Abonnement eS ermöglichen, daß „Der Sozialist" in der Arbeiterbewegung baldmöglichst den ihm gebührenden Platz einnimmt. ES ist von Wichtigkeit, daß unsre Sache in Berlin, der Centrale deS politisch sozialen Lebens, durch ein einflußreiches Organ würdig vertreten ist. Jeder Arbeiter thue daher in der Verbreitung des„Sozialist" seine Pflicht. Verbreitung urfcrer Gewerkschaft zu sorgen, damit wir auf der! �nächsten Generalversammlung mindestens die vierfache Mitglieder-� zahl aufzuweisen haben. Mit sozialdemokratischem Gruß und Handschlag Der Aufsichisrath. August Schütt, Vorsitzender, bei Gaftw. GütschonS, Friedrichstraße in Gecstendorf. —„In Schloß Chemnitz hat sich kurzlich die Frau des be- kannten Johann Most häuslich niedergelassen, während der Herr Gemahl Freiquartier bezogen hat". So schreibt höhnisch die in engen Beziehungen zum Neptiliensond stehende „Dresdner Presse", neben dem bekannten„Leipziger Blatt" das unsauberste, daS die sächsische Presse aufzuweisen hat. lim aber jene höhnische Notiz ganz würdigen zu können, muß man sich erinnern, daß die Burschen von der„Dresdner Presse", die sich ihre Redakteure nennen, voriges Jahr wegen Pießvergehen zu lumpigen 4 Wochen„Freiquartier" verurtheilt, sich winselnd uud bettelnd an den König von Sachsen um Gnade wendeten. Und solches Volk sck-ämt sich nicht, Männer, die wegen ihrer lieber- zeugung ungebrochenei, MutheS Jahre lange Gefängnißhast über sich ergehen lassen, anzubellen und mit Schmutz zu bewerfen. GewerW�enosienschaftliches� Berein der Sattler uud Berufsgenoffru. Merlin, 1. Seprember. Am Sonnabend, den 29. August fand Hierselbst in einer gut besuchten geschlossenen Mitgliederver sawmlung die Neuwahl des Central-Vorstaudes für unseren Verein statt. Gewählt wurden Unterzeichneter zum Borsitzenden, zu Bei- sitzern Friebel, Bergstraße 8, bei KasubSkp, Schuberl, Putkammer straße 14, bei Dallmann; zum Kassirer W. Wirths, Alcxandrinen- straße 116; zum 1. Schriftführer Weber, Alte Jakobstraße 5, bei Jollsch, zum 2. Schriftführer Frey, Fürstenstraße 19, bei Adamik. In dre Controttommission wurden gewählt: Cöncn, Asixandrinen straße 116, bei Hagen, Jonas, Pallifadeustraße 12, Dastig, Gib schinerstraße 56. Collcgen! Es ist an Euch, dem neugewählten Vorstand treu zur Seite zu stehen, ihn durch Vertrauen und gemeinsame Arbeit zu unterstützen und nur das Ziel, welches unser Verein erstrebt, im Auge zu behalten. Unsere Sache ist eine Kulturaufgabe im richtigen Sinne des Wortes; sie ist werth, daß sich jeder ehren- hafte, denkende Mann ihr ganz und mit Freuden weiht. Daß sie schon herrliche Früchte getragen, können wir mit Recht behaupten. Trotz aller Lüge und Hinterlist, Einschichterung und Maßregelung, die mau uns überall entgegensetzte, hat sich doch eine Schaar unter uns herangebildet, die fähig ist, unsere Organisation für immer zu eihalten. Kleiner an Zahl als im vorigen Jahre, sind wir doch reicher an fähigen, pftichtreuen Mitgliedern, sorge Jeder da- für, daß wir jetzt auch wieder an Zahl zunehmen. In der schlechten Geschäftszeit müssen'wir unS organistreu, unter günstigen Verhältnissen, auf Grund einer festen Organisation das fordern, was wir zu fordern haben. So lange wir uns keine Organisation geschaffen haben, der mindestens der größte Theil der Sattler au- gehört, können wir auf Besserung unserer elenden Stellung nicht rechnen, und können sie auch, wenn überaus günstige Geschäfts- Verhältnisse etwas für dieselben thun, nicht halten. Seit eingedenk des Elends, das stets über die Sattler hereingebrochen ist, wenn die Geschäfte nur ein wenig stockten, denkt daran, wie Ihr, wenn die wohlgenährten Arbeitgeber sich ein wenig fühlten, in Eurer gedrückten Lage noch mehr gebrückr wurdet, so daß Ihr Euch manchmal schämtet, Euren Verdienst zu nennen. Legt alle falsch- Scham ab, schämt Euch nur, wenn Ihr zu schwach und muthloS seid, für Eure Lage einzutreten. Sorgt für Verbreitung gesunder Ideen mit Hilfe der Arbeiterpresse, strebt unermüdlich vorwärts durch rege Agitation, und haltet treu und fest an unserem Berein, das wird Euch zum Siege führen. C. Henke, Vorsitzender. NI5. Briefe, welche die Verwaltung betreffen, sind an meine Adresse(Henke, Chausseestraße 24, vorn 3 Treppen) zu senden. In Kassenangelegenheiten wende man sich nach wie vor an W. WirthS, Alexandrinenstraße 116. Auch werden die Vertrauens- männer ersucht, wegen der leichteren Geschäftsführung die Monats- abrechnungen und Gelder so pünktlich als irgend möglich an WirthS einzusenden. 1 Fond siir Gemaßregelte. Von WnUblch Erfurt 2 tblr. 15. 5. Bei Bersteigernnz eines Laster-> knüppels auf der Altenburg durch R. 1 t-lr. CorrewondenzeN» Allgemeiner deutscher Töpfervercin. Kamburg. Wir machen hiermit allen Töpfern Deutschlands bekannt, daß der Arbeitsausschluß in Hamburg und München noch unverändert fortdauert und von beiden Seiten hartnäckig fortgeführt wird. Die Arbeitgeber haben eS sich zur Aufgabe gestellt, den Allgemeinen deutschen Töpf-rverein zu sprengen, was diesen Herren aber niemals gelingen wird, denn die Arbeiter haben sich auf Manneswort verpflichtet, auf das Ansinnen der Arbeitgeber nie und nimmer einzugehen, sondern auszuharren in dem ihnen aufgedrungenen Kampfe. Wir ersuchen deshalb alle Collegen und Berufsgenossin, den Zuzug von München und Ham- bürg während des Kampfes streng fern zu halten. Unterstützungen für München sind zu senden an Matthias Käufle, Mooeburzerhof, Sendlingerstr. 19. Den Gewerkschaften in Hamburg machen wir hierdurch bekannt, daß sich unser Comitö große Rosenstr. 37 bei Herrn Häbner be- findet. Unterstützungen werden daselbst entgegengenommen. W. Schulz, Bev. Gewerksgenossenschaft der Maurer und Zimmerer. Geestemünde, 2. September. Den Mitgliedern diene hiermit zur Nachricht, daß Unterzeichneter in Vertretung des AussichtSrathS am 23. August in Braunschweig war, um die Vororisverwaltung zu kontroliren. Ich fand dw Hauptbücher sowie sonstige Verwal- tunzsgegevstände in bester Ordnung. Kameraden allerorts! Da die Hauptkasse durch die DelezationS- kosten zur letzten Generalversammlung so sehr geschwächt wurde, daß AgitationSgelver aus derselben vorläufig nicht zu entnehmen sind, so ist eS eines Jeden Schuldigkeit, für die größtmöglichste Eeipzig, 3. Sept.(Zur Sedanfeier.) Das war ein gelungener Tag, der 2. September. Die Nationalliberalen hatten ihr Möglichstes gethan, um daS Volk für eine ihm fremde Sache zu interessiren. Und doch, wie kläglich das Gelingen! Außer den Aufzügen der zu jedem Jux bereitwilligen Schulkinder keine Theil nähme, die auS begeistertem Herzen gekommen wäre. Trotz der gesslossenen Bureaus, Läden und einer Anzahl Werkstätten und Fabriken war die Betheiligung an der Feier eine laue. Die Arbeiter hatten sich inSgesammt ferngehalten. Von einem Aufzuge irgend einer Arbeitercorporation keine Spur; und selbst die im „Wicks" gern prunkende„commentsähige Jugend" glänzte durch ihre Abwesenheit. Klug war eS, daß die„Väter" der Stadt und die nationalliberalen Blätter eS unterlassen hatten, die Arbeiter zu einer organisirten Theilnahme einzuladen, denn die Leipziger Arbeiter gehören mit zu denen, die freudig in die Bruderhand der französischen Arbeiter einschlugen, als es galt, Protest zu erheben gegen einen Krieg, der zwei zur gemeinsamen Culturarbeit berufene Nationen im Sonderinteresse ihrer Herrscher in tödtliche Feind- schast zu versetzen drohte. Und so kann man denn mit Recht sagen: der 2. September wurde nur gefeiert von der national- liberalen Partei; die Arbeiter, daS eigentliche Volk, verschmähten eS, die Sache ihrer Bedrücker verherrlichen zu helfen. Hamburg. 2. September. Soeben endigte hier eine Festlichkeit, welche auffällige Aehnlichkeit mit den Saturnalien hatte, die vor etlichen tausend Jahren zu Rom statisanden und den Sklaven vorübergehend daS Recht freier Belustigung gewährten. Sie ahnen die beiden Textesworte dieser Correspondcnz: SedanS- ferer und Erbfeind, oder besser: Militarismus unv Klassenherrschaft. Ja, der Militarismus Halle heute hier das große Wort. Er hat schon früh Morgens in Gestalt von Trommlern, Pfeifern und sonstigen Lärmmachern in einer die„Ruhe" des schlafenden Ham- burgers gesährdecden Weise die Stadt durchzogen, um des Nach- mittags auf den Fittigeu eines Festzuzes unv unter dem Bei fallsklatfchen der Polizei zu beweisen, daß sein Reich die Augen aller Neugierigen gefangen halte. Dieser Beweis ist>hm gelungen, besser als der Festzug selbst, der sich auf Krieger-, Säuger-, Tur- ner- und Meister-Bündler beschränkte und recht armselig drein- schaute. Hier und da ritt ein SonntagSreiter als Zugführer, dann und wann stimmte ein Sängerchor ein Lied an, um unter Hurrahrufen jener Patrioten, welche an den Armeelieserungen 1870/71 nickit genug„verdienten" und deshalb jetzt der Pfaffen- armee des Don Carlos gutbezahlte Liebesdienste erweisen, dem Fesiplatze entgegenzuziehsn. Auf dem Festplatze brauchte man auch eine Festrede. Um auS der Rolle des CulturkampfeS nicht heraus- zufallen, mußte ein„Pastor"(Schoost) vor„allem Volk" dem Gott der Schlachten in christlicher Liebe und Demuth eine Lobrede halten, so daß sich alles genau so abspielte, wie es in Bezug aus das„Reich der Gottesfurcht und frommen Sitte" im Buche steht. Bezeichnend für die„fromme Sitte" war noch, daß einzelne Musik- chöre im Festzuge, abgesehen davon, daß sie sehr selten die vorge- schriebeneu Noten trafen, mit wahrer Herzenslust dem„guten Ton" unsrer gebildeten und reichen Welt Ausdruck gaben. Die Tingeltangeliade„ha, ha, ha, ich war noch niemals so kitzlich wie heute" folgte direkt„der Wacht am Rhein" oder irgend einem andern Soldatenliede. Und wie„kitzelte" dies die Philister! Sie ahnten nicht, welche Concession sie den„verkommenen Franzosen" durch den trivialen Gassenhauer machten. Daß die Philister, welche in Zeiten der Gefahr stets zu den Feigsten zählen, heute hier auf der Straße zur Bewunderung der„rcicksfreundlichen" Wallfahrt sich muthig drängten, ist eine Folge des Dekrets unseres Senats, lautend: Du sollst den 2. September heiligen!— Warum auch nicht? An Sonntagen kann die versäumte Arbeit wieder nackgeholt werden, die Polizei giebt die zur SonntagSarbeit nöthizen Erlaubnißscheiue gern— Kosten 2 Thaler. Erfreulich ist es, daß die Arbeiter im Großen und Ganzen sich der hiesigen SedanSfeier ferngehalten haben. Die Versuche, welche die Meister und Fabrikherrn anstellten, um die Arbeiter in den Werkstellen für den Festzug zu pressen, schlugen gänzlich fehl. Nicht eine einzige orgauisirtc Arbeiterverbindung nahm am Feste Theil. Das Gefühl der Völkerverbindung ist in ihnen zu lebendig, als daß sie durch Schlachtfeste neuen Haß säeten oder gar— wie hier geschehen— zur Göttin Zündnadel wallsahrteten und die Rcsen- kränze Militarismus und Klassenherrschaft in selbstmörderischer Verblendung sich um den Hals hingen. Dies ist ein Trost, der uns so sehr durchdringt, daß wir den Sedansjubel nur als eine Eintagsfliege zu betrachten vermögen. Iiürth. Nach etwa acktwöchtlicher Dauer ist der Strike der hiesigen Metallschläger- Gehilsen als beendet anzusehen, nachdem die Gehilfen in einer verdammenswerthen Weise duptirt worden sind. Bekanntlich erfolgte der Strike mit Gutheißung, ja auf Zureden der Arbeitgeber, welche angaben, daß durch die Arbeitsem- stellung eine Verbesserung der Geschäftslage herbeigeführt würde, da in Folge der Abnahme der Produktion die Preise der Fabrikate steigen würden. Die Arbeitgeber wollen aber jetzt ihre Werkstätten nur unter der Bedingung einer Lohnreduction öffnen; da aber die UnterstützungSgelder für die feiernden Arbeiter sehr spärlich fließen, bleibt denselben, obwohl sie anfänglich länger aushallen wollten, nichts Anderes übrig, als die Bedingungen der Arbeit- geber anzunehmen. Die Erfolglosigkeit des von dem Hirsch- Duvker'schen OrtSveuine geleiteten Slrikes kommt der Sozial- demokratie zu Statten, da sich dieselbe von der Arbeitseinstellung ferne gehalten hat, und so kommt eS, daß die(sozialdemokratische) Gewerschaft für Metallarbeiter in den letzten Tagen über 100 neue Mitglieder gewann. Lricfkastcn der Redaktion. L. W. in Erfurt: Brief liebst Einlage erhalten. Dm Aufsatz wollen Sie uns gejälligst senden.— Groß in Hamburg, Graf in München: Nächste Nummer. der Expedition. F. Flschr Hainichen: Brief mit 2 gr. erhalten; Bestellung folgt. Haben Sie denn Nr. 192. des„Bolksstaat" nicht gelesen? Quittung. der Expedition. B. Stw Lüdeck Schr. 1 thlr. F. Mll Barmen Schr. 4 gr. 5. Bchbndr Erefcld Schr. 1 thlr. 4. 5. Sns Gera Schr. 2 thlr. 15. 5. Knk Ln;- Schr. 17 gr. Wendlr hier Ab. 5 gr. 5. Cfß Schaff« Hausen Schr. 18 gr. 5. I. Mllr hier Ab. 4 thlr. 6. Wttk hier Ab. 17 gr. 5. Wnkblch Erfurt Schr. 14 gr. 5. Anzeigen 2c. Die rechts in s s angegebene Ziffer ist der Preis der betreffenden Annonce. Bekauntmachuug zum Schrifteuderkauf. Bestellungen auf Schriften unter eiuem Thaler betragend, werden nur bei Einsendung de« Betrages in Baar oder Briefmarken efsektnirt, da durch Entnahme von Postvorschuß bei so geringen Beträgen, der Preis der Schriften wesentlich vertheuert wird. Leipzig, den 4. Septbr. 1874. (3a) Die Buchhandlung de«„Bolksstaat". Berlin Dienstag, d. 8. Sept., Abds. 8 Uhr, im Eafe Mad e l Ellsabetbstraße Nr. 17, im Theatersaal: Oeffentliche Ber- sammlung.— Interessanter Bortrag. Diskussion Es wäre wünschenswerth, daß diese Bersammlung recht Zahlreich be- sucht wird. Eberbard. s5s Berlin Montag, den 7. Sept., Abends S'fa U>r: Oeffentliche Arbeiter- Versammlung bei Cariu«, Pcinzenstraße 72, (oberer Saal.)— Bortrag de« Herrn Holz warth. Um recht regen Besuch bittet A. Biesel. s4s Dienstag, den 8. Sept., Abends 8 Uhr, im Hiise'schen o Lotale, Landsbergerstrciße 15. Geschlossene Mitglieder- Versammlung des Allgemeinen Böttcher- lstüper-) Ber-ins. Tagesordnung: Wahl eine« Kassirers sür die Kcankcn-UnterstlltznngS« lasse und eine» Protokollführer«. Berfchieoene«. Der Bevollm.[5] Cöln und Umgegend Hamburg Leipzig tickte Mittwoch, den 9. d. M., Abends 8 Uhr: Sitzung de» Agitations«Tomitö's. D. B. s2s Protest gegen den Vorstand deS Allgemeinen Metallarbeiter-VerbandeS. Im Auftrage der hiesigen Mitglieder protestircn Unterzeichnete gegen daS bisherige Vorgehen deS Vorstandes und fordern den- selben auf. Schritte zu thun, daß die auf dem Congreß zu Hau nover bestimmte Generalversammlung stattfinde, ev. Gründe an- zugeben, weshalb dieselbe nicht stattsinden kann. Sollte der Vorstand bis zum 21. d. Mts. nichts gethan haben im Sinne obigen Protestes, so ersuchen wir die Bevollmächtigten, ihre Adressen an L. Bosse, Valeiitinskamp Nr. 64, Hamburg, ein- zusenden. Hamburg, 2. September 1374. Stöckel. Ullrich. Küsters. W. Rubenow's Buchhandlung, Berlin, Biunnenstraße Nr. 34 offerirt: 59„Bolksstaatkalender pro 1874" ä 2 Sgr.; Eichhoff:„Die inter- nationale Arbeiterassoziation" k 4 Sgr.; Eccarius:„Eines Arbeiters Widerlegung" k 4 Sgr.___[15] Für Amerika. Empfänger von Schriften u.„Bolksstaat", bezogen durch die Filial« expeditisn zu Hobokcn, werden ersucht, etwaige Rückstände baldigst zu be- richtigen, da mit Ende de« laufenden Quartal« die Filialexpedition nach New-Aork verlegt wird. Hoboken, 7. August 1874._(3b) F. A. Sorge.[3] Jum Dolksstaatltulender 1875. Wir beabsichtigen in unfern Kalender sür 1875, der in einer Auflage von zehntauscad Exemplaren erscheint, auf dem Umschlag und wenn nöthig separat in einigen Blättern solche Anuoucen aufnehmen, welche mit»n- seren Parteitendcnzen nicht im Widerspruch stehen und bringen die« zur Kenntniß der Interessenten. Bis längstens Mitte September müssen Annoncen in unserer Hand sein. Für die Petitzeile oder deren Raum berechnen wir 5 Ngr. Geschäitsrerlamen werden nicht aufgeaommea. Leipzig. Die Buchhandlung de»„Bolksstaat."(4b) Da wir nun in den Stand gesetzt sind, Bestellungen auf da« laufende 3. Quartal der wöchentlich einmal in Newpork erscheinenden Arbeiter-Zeitung sofort zu effeltuircn, so laden wir zu weiteren AbonnemcntS hierauf, freundlichst ein. Preis pro Quartal 1 Thlr. 5 Gr., Kreuzbandporto für Deutschland und Oesterreich 5 Gr. 2a] Die Expedition de»„Bolksstaat". Der Tischlergeselle Friedrich Meyer aus Osnabrück wiid aufge« fordert, seinem Bruder in Nürnberg,(Geudenberger'jche Wirthschast, Beckschlagergasse) seinen Aufenthalt bekannt zu geben. s7>/„] Leipzig: Berantw. Redakteur: M. Preißer.(Redaktion nad Ex« pedition Zeitzerstr. 44.) Druck und Berlag der Genossenschastsbuchdruckerei Fachverein der Tischler. Momag, den 7. September, Abends halb 9 Uhr: Generalversammlung bei Breuer, Eigelstein 25. Tagesordnung: Monatliche Abrechnung und wichtige Vereins- An« gelegenheiteu. Um zahlreiches und pllakiliche» Erscheinen wird gebeten. Der Vorstand.]6] Gewerkschaft der Holzarbeiter. Mittwoch, den 9. September Abends halb 9 Uhr: Bersammlung bei Eckhardt, Schoppenstehl 22.— Tagesordnung: Die Beschickung der Generalversammlung in Hannover. Um vollzähliges Erscheinen bittet Der Vorstand.[5f Allgemeiner deutscher Schneiderverein Montag, den 7. September, Abend« 8 Uhr: Versammlung im„goldenen Arm", Petersstr. 15, Hof rechts.— T.-O.: 1) Der Normalardeitsiag. Ref.: Hunse. 2) Verschiedene«. Gäste willkommen. Der Bevollmächtigte, ssts Sonnabend, den 12. September, Abends 7 Uhr: Allflemcines Gkwerkschaftsfest in der Tanhaile, bestehend in Toncert, Festrede(von Bernstein an« Berlin), Gesang (von den Sängern des Arbeiter- Bildung«- Berein«) und Ball. Alles Nähere durch Plakate. Alle Arbeiter und Gesinnungsgenossen sind zu zahlreichem Besuche eingeladen. Die Borstände.[29] Außerordentliche Bersammlung sämmtlicher Berbandsmitglieder der Kürschner-Gehilfen van Leipzig, und Umgegend, Sonntag, den 6. t. M., Vormittags 19 Uhr im Eldorado. Tagesordnung: Neuwahl de« 1. Borsizenden auf Grund der ss 6 und 14 de« Verbandsstatut»; dann Steuerzahlung und Auf- »ahme neuer Mitglieder. Der Berbauds-Borstand.[7] Montag, d. 7. Sepp�Bottrag' von v. d. Linde über das Eontraktbruchgesetz.— Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste willkommen. Der Borstand.[4]