f Erscheint in Leipzig ist Mittwoch, Freitag, Sonntag. �'n �istellungen nehmen an alle Postanstalten u. Buchhand- tagen des In- u. Auslandes. zu Filial- Expeditionen für die Vereinigten Staaten: F. A. Sorge, ./»or 101 Hobolien, Peter Haß, ztt» S. W. Corner Third and ich- coates str. Philadelphia. tte. Ner VollisßM Abonnementspreis für ganz Deutschland 16 Sgr. pro Quartal. Monats-Abonnements werden bei allen deutschen Postanstalten auf den Lten u. 3ten Monat und auf den 3ten Monat besonders an- genommen; im Kgr. Sachsen u. Hrzgth. Sachs.-Altenburg auch auf den Iten Monat des Quartals& ö'/a Sgr. >01 ro- co- OrgandersozialdemokratischenArbetterparteiundderinternattonalenGetverksgenossenschasten. in« Inserate, die Abhaltung von Partei-, Verein»- und Volksversammlungen, sowie die Filial- Expeditionen und sonstige Partei-Angelegenheitm betreffend, werden mit 1 Ngr.,— Privat- und Vergnügung»- Anzeigen mit 2'/» Ngr. die dreigespaltene Petit-Zeile berechnet. kea, ich- 114. Mittwoch, 30. Septemöer. 1874. uns )ein zer- Abonnements- Einladung. z-' die Ulli iber hier i gr- öchr. !?f- t. s. Sttk. ch- mit- JB. roste Mit dem 1. Oktober beginnt ein neues Quartal und fordern ü>ir deßhalb zu zahlreichem Abonnement auf das wöchentlich dreimal erscheinende Parteiorgan auf. Der Preis beträgt 16 Sgr.(56 Kr. rh.) pro Quartal, Sgr.(18'/- Kr.rh.) pro Monat für ganz Deutschland. Alle deutsche Postanstalten nehmen Abonnements entgegen. Denjenigen Abonnenten, welche das' Blatt per Kreuzband de iehen, wird dasselbe bei dreimaliger Zusendung in folgender Aüeise berechnet: für Deutschland 1 Thlr. 5 Ngr.(2 fl. 3 kr. rh.); für die Schweiz, Serbien, Belgien, Scandinavien und Italien 1 Thlr 1V Ngr.(3 Frcs.); für Frankreich, die Niederlande, Portugal, Großbritannien, Rumänien und die Türkei 1 Thlr. 20 Ngr.(6�/t FrcS.); für Spanien und für Amerika 2 Thlr. Für Leipzig und Umgegend ist der Abonnementspreis (mit Bringerlohn) auf 17�/, Ngr. pro Quartal und 6 Ngr. pw Monat festgesetzt. Man abonnirt bei der Expedition dieses Blattes, Zeitz'.rstraße 44, und bei Colponeur Müller. � r die Umgegend von Leipzig bei den Flialexpeditiionen: für A»l?marsdorf, Reudnitz, Neuschönefeld, ic. zc. bei Frau Friedrich, Anger Nr. 5, für �»nnewitz:c. bei Teubert, >rdd. fter" wird JI3 ; nt' .72. ffea. Ül 'adel, �ornaische Straße 19, für Skleinzschocher und Umgegend bei Fie'slbcr, Nr. 87 daielbst, rgp Thonberg bei Horn, Haupt- straße Nr. 93, für Plagwitz und Lindenau bei Herr» Schuster, Mersebürgerstr. 26, für Gohlis rc. bciO. Peukert, Hauprstr. 19. Für Berlin wird auf den„Bolksstaat" monatlich für 1*1* Sgr. frei in's Haus abonnirt, bei Trautmann, Engelufcr �b, 4 Treppen;— R u b e n o w, Brunnenstraße 34 Uü Laden; Mctzner, Elisabethkirchstr. 1; Vogel, Prinzenstr. 61. mb. Schuster, Blumenstr. 36 b, 4 Tr. Abonnement» bei der Expedition, sowohl einzelne wie von Filialen, welche nicht rechtzeitig erneuert worden, werden»om �tober an nicht mehr effckloirt. Die Ziedaktion und Erpedition des„Uolksstaat". d. iS! ges ihre« An die Abonnenten in Sachsen. . Bei Verweigerung der Annahme de» Abonnements für Oktober Sei- t iw«n» einer Pofiexpedition, wollen sich die Betreffenden aus das Circnlar 1K. Mörz 1872>'r. IV 2463 A berufen, wonach Monalsabonne- jtai« auf den„Boltsstaat" im Königreich Sachsen und Herzogthum Achsen- Altenburg zulässig find. Die Expedition des„Volksstaat". bei istea, id. — � Bekanntmachunst. übt.:» Beginn des 3. Quartals— 1. Oktober 1874— werden fitej.Jr'füÜungen auf den„Bolksstaat" für �Leipzig und Umgegend cfolgt �ikl bei Unterzeichneter oder durch die Coiportcure B nur gegen Vorausbezahlung, �'chviel ob Quartals- oder Monatsabonnemcnt, angenommen. � Filialexpeditionen sowohl als Diejenigen, welche per Kreuz- 'ta oder Couvert beziehen und nach Verfluß von 3 Tagen nach .-w vuct\2.oui;cii ucjic�cu unu uuu} uuii o jcu�cii iiau; L2I/netl1 �lstev jeden Monats die Abonnementsbettäge nicht eingesandt —-�fabr"■-• � n in, erhalten keine weiteren Zusendungen. Die Restanten, namentlich von Leipzig und Umgegend, werden ucht, baldigst ihren Verpflichtungen nachzukommen. Die Expedition des„Volksstaat". >s tag«� freie» Wir ersuchen die Expeditionen derjenigen Zeitungen zc., welche � bisher Taufchexemptare sandten, auch für das 4. Quartal unS zukommen zu lassen. Wir haben bereits für kommendes lartal je 1 Exemplar unseres Blattes für dieselben der Post t vei�wlesen. gme» ,» z» chheit vertagt r si-l linab , de« c. tfl >cheM .iöseS> Übel de»> ng. Die Expedition des„Volksstaat" Zu eiuem Denk- und Markstein. (Ergänzung) . Nachträglich wurden noch erschossen am 14. Oktober 1849, als J Vorabend des Geburtstags des Königs von Preußen, an üchem Tage eine Amnestie erwartet worden war: > Johann Manstein, Landwehrmannn von Prüm; Anton Seiler, i�wehmann von Prüm; Nrkolaus Alken, Landwehrmann von Durch nachträgliches Urtheil des königlich bayerischen Stand- loa«', wurde später erschossen: Graf v. Fugger, Lieutenant zu ö Wildau. den anderen Männern genannt zu werden.- Es ist dieses Peter Alfred Michel, geboren zu Bamberg am 18. Januar 1823, der im letzten Gefechte bei OoS am 30. Juni 1849 während der Er- oberung einer Nassauer Haubitze durch eine Spitzkugel tödtlich ver- wundet wurde und am 4. Juli im Lazareth zu Baden-Baden fein vielfach bewegtes Leben endete. Die Freunde des edlen Todten werden es uns danken, wenn wir feinem Gedäckztnissc mit einer geringen Gabe ein einfaches Denkmal setzen. Nur eine Blüthe soll es sein, gelegt auf sein Grab und entsprossen aus den Herzen treuer Brüder. Dies Wenige genüge, um die Züge deS theuren Bildes vor die Augen unseres Geistes zu führen und unS mächtig an die ganze Glöße deS erlittenen Verlustes zu mahnen. Nickt für sich selbst hat er gelebt, gedichtet und gekämpft; auf das Ganze, den allgemeinen Geist, auf das Glück und die Freiheit seiner Brüver war sein Sinn gerichtet. Den Jvealen einer freien und edlen Zukunft unseres Geschlecktes galt jeder Athemzug feines Lebens und für sie hat er freudig seinen letzren Seufzer auSgehauckt. Er dichtete, um feiner Gesinnung, dem Drange seines Herzens Last zu machen, fein Element war nicht das Gedicht, nicht die an sich selbst befriedigte Poesie, sondern die That und das Leben, nickt die Feder, sondern das Sckwert. Seine Braut war nicht die Schönheit, sondern die Freiheit; er starb als Märiyrer der Freiheit, er war, wie seine trauernde Mutter bei der Nachricht von seinem Tode sagte,„die Leuchte unseres Lebens". Preisen wir ihn glücklich, denn er starb den Heldentod für die Freiheit deS Vaterlandes, von dessen treuesten Söhnen er einer war. Wohl mögen wir Ueberlebenden trauern, daß wir einen tapferen Mitstreirer an ihm verloren haben; aber ihn selber mögen wir nicht beklagen, er hat den besseren Theil für sich er- wählt. Es war ihm erspart, den jammervollen Untergang aller Hoffnungen, die Herrschast der schleichenden Niederträchtigkeit zu sehen; es war ihm erspart, die Freiheit unter der eisernen Knecht- fchast herrschsücktiger Tyrannen geknechtet zu sehen. Doch mit Reckt können wir mit ihm ausrufen: „DaS Blut, daS wir im Bürgerkrieg vergießen Wird durch Europas matte Adern fließen!" Nachruf. Du Held der Freiheit, Deines Lebens würdig, Du fand'st den schönen Tod für's Vaterland; Ja, den Genossen war'st Du ebenbürtig, Die einst die wahre FreiheitSgluth verband! WaS sagen alle Deine kühnen Lieder, Die Böiierglllck und Freiheitssinn durchweh'n? Bei Dir nur finden wir sie herrlich wieder, Die Hoffnung auf der Völker Aufersteh'n. In Wort und That hast Du nach Licht gerungen, Du schwärmtest nicht btoS für den jungen Tag. In Deinen Liedern hast Du eS gesungen, WaS für daS Recht ein starker Geist vermag. Kühn tratest Du in Deiner Brüder Reihen, Die muthig fochten für daS Völkerglück, Ihm wolltest Du nicht bloS die Lieder weihen, Du bebtest auch vor keinem Streit zurück. Als Du im heil'gen Kampfe bist gefallen, Und mancher Helvensinn gebrochen war; Da drohte man Vernichtung wohl uns allen, Da triumphirtc der Philister Schaar. Doch was prophetisch Du dereinst gesungen, Schon Halbs??) erfüllt ist es in uns'rer Zeit; Wir haben alle kühn darnach gerungen, Was wir erstrebt, lehrt die Vergangenheit. I. A. Z. (3a«' d Ä! ucker» — Zur Erinnerung schreibt man nnS ans RegenSburg: Wir haben leider in diesem Jahre den SSjährigen JahleStag 'tt'r Boikämpfer für die Freibeit des Voltes in Baden und �rn ans keine so würdige Weise gefeiert, als die Männer eS £ Serien, die an der Spitze der damaligen B-wegung standen. Pst cht der Dar kbaikeit ersordert es, daß wir diesen uner- �"ckenen Männern im H-rzen unserer Biüver ein Andenken yzs sie sich auf so windige Weise erworben haben. �esondets that sich ein Jüngling hervor, der würdig ist, mit ABC des Wiffens für die Denkenden. (Schluß.) Daß seine Freiheit wirklich eingebildet ist, geht daraus hervor, daß er nichts dafür kann, von wem er geboren und erzogen, mit weichen Anlagen er ausgestattet, welche Möglichkeit der Entwicklung seiner WillenSkeaft in ihm gesetzt ist bis dahin, wenn er selbst bewußt zu handeln anfängt; daß er ferner, auch nachdem er sich zurechnungsfähig zu glauben begonnen hat, mit höchst seltenen Ausnahmen, sich nicht über die sittlichen Begriffe seines Zeitalters, Volke«, Standes, Berufs, angelernten Glaubens zc. erheben kann, und daß daher seine Willenskraft allein nie die erforderliche Stärke er- langt, um alle seine selbstgegebenen sittlichen Gesetze auszuführen — was die ganze Welt anerkennt, indem sie sagt, jeder Mensch habe seine Fehler, keiner sei sittlich vollkommen. Seitdem wir eine Wissenschaft der Statistik haben, ist dies noch viel klarer geworden,(als vorher. Wir wissen jetzt, daß die Zahl der Selbstmorde nicht bloS vom freien Entschlüsse, sondern von Umständen abhängt, welchi außer der Macht deS Einzelnen liegen; daß sie innerhalb jedes Volkes sich jahraus jahrein nahezu gleich bleibt, obschon sie im Ganzen langsam zu- oder abnehmen mag; daß jeder Monat seine nahezu bestimmbare Zahl von Selbst- morden ausweist, ja sogar von solchen, die mit Waffen, oder durck Erhängen, Ersäufen zc. ins Werk gerichtet werden. So wechselt innerhalb eines Jahres die Zahl der Geburten sehr wenig, und darunter ebenso die der blind, taub, blövstnnig Gebornen. Die Zahl der Ebesckließungen hängt von den Biotpreisen ab, nimmt zu in billigen, ab in ihcuieii Zeiten. Die Zahl der Briefe, welche ohne Ausschrist aus die Post gegeben werden, trägt immer ein nahezu gleichbleibendes Verhältniß zur Gesammtzahl der Briefe, oder aber zur Bevölkerungszahl. Ja, es gibt eine bestimmbare Zahl von Diebstählen und anderen Verbrechen, und in London besteht eine Versicherungsanstalt für Kaufmannsdiener, in welche diese oder ihre Arbeitzeber steuern, um die Letzteren für Unter- schlagungen der Eisteren zu entschädigen. Wenn eherne Gesetze so tief in das Gebiet menschlicher Handlungen eingreifen, welche der Willensfreiheit zu entstammen scheinen; ja, wenn die neuere Ge- schichlsforsckung überzeugend darthut, daß alle geschichtliche Eni» wicktung der Menschheit und der einzelnen Völker auS Gesetzen erklärt werden kann, welche sich wie alle Naturgesetze unbekümmert um den Einzelwillen vollziehen,— wo bleibt da die WillenS- steiheit? Der einzige Unterschied zwischen den Naturgesetzen, welche in der Entwicklung der übrigen Natur, und derer, welche in der Menschennatur sich mit Noihwendigkeit vollziehn, ist dieser, daß der Mensch von ihnen weiß, sie als seine eignen Gesetze annehmen oder aber verleugnen und verachten kann, ohne daß er desyalb ihrer Herrschaft entflieht. Dieses Wessen gibt einzelnen ausgezeichnet beaniagten Menschen ein� solche Entwicklung der Willenskraft, daß sie durch ihre Eikenntnisse und sitilichen Gesetze die Mitwelt eine Stufe höher heben können, bis zuletzt, wenn die Zahl solcher auS- gezeichneten Menschen zunimmt, die Völker fortschrtttssähig werden, d. h. sich Einrichtungen schassen, durch welche die ganze Mensch- heit vorwärts gedrängt wirb, ihre angeborne Trägheit durch neue Bedüismffe überwunden, ihr Fortschritt durch die selbstgeschaffene Roth erzwungen wird. Daduich aber wird allerdings die menschliche Freiheit eine edlere, höhere, als die in der übrigen Natur vorfindliche. Ebenso gut freilich könnten wir sagen: die Noihwendigkeit, die Ge- setzlichkeit, nach welcher Mensch und Nichtmensch sich entwickeln, sei verschieden, sei im Falle des Menschen eine scheinbar freiere, weniger gezwungene, mehr auS ihm selbst hervorgegangene. Man sieht, wie auf den abstrakien AuSvrnck so wenig ankommt, daß die beiden Gegensätze Freiheit und Nothwendigkelt in der That dasselbe bezeichnen. ES gibt eine Stufenleiter der Freiheit, oder— was ebenso viel ist— einen FmtsdmllJiV.tzn Jlnd strenge Bahnen angewiesen, und das Ich sedeS einzelnen kann auf •KWC sich nur als gesonderte Masse geltend machen, steht ausschließlich unter der Herrschaft der allgemeinen Naturgesetze. Schon mehr Spielraum für seine Individualität hat das Mineral und alle unorganischen Körper, welche außer den allgemeinen Naturgesetzen andern folgen, indem sie sich nach den Gesetzen der chemischen Ber- wandtschaft trennen und verbinden und dadurch charakteristische Eigenthümlichkeiten erwerben. Noch mehr Spielraum hat die Pflanze, welche den EhemiSmnS veimannigfacht und sich auf Kosten unorganischer Masse vergrößert und fortpflanzt, durch den Zutritt neuer Gesetze eine Menge neuer Eigenthümlichkeiten sich aneignend. Noch mehr Spielraum hat daS Thier, bei welchem neue Gesetze auftreten, welche ihm eigene Bewegung und Sinnenempfindung gestatten. Am weitesten ist der Spielraum deS Menschen, der die Naturgesetze als seine eignen erkennt, indem er von sich selbst weiß und sich selbst erkennt. Wir können uns ohne Einspruch seitens der Wissenschaft vorstellen, daß der Spielraum auf der Stufen- leiter der Wesen wächst, je mehr es Gesetze werden, welche einan- der gegenseitig beschränken, gerade wie mit der Anzahl der Tyrannen der Spielraum des Unterthanen wäckst, weil jene sich gegenseitig etwas beschränken. Somit bleibt jedes Natur-Individuum im Kerker der Naturgesetze, nur wird der Kerker vom Mineral auf- wärt» immer weiter, bis der Mensch zuletzt gar nicht mehr die Stäbe des Gitters sieht, ja sich darin ganz wohl fühlt.— Die» ist natürlich nur ein Bild, auS welchem nichts gefolgert werde» darf— eS soll keine wissenschaftliche Erklärung sein; aber eS ist streng bezeicknend. Bei weitem die meisten Menschen bleiben reine Naturwesen, ohne vom eigentlichen Menschenwesen mehr als die ihnen von Voreltern überlieferten besondern Fähigkeiten und Fertigkeiten zu entwickeln. Von den Uivölkern, den Wilden und Halbwilden gilt dies selbstverständlich. Erfindungen und Entdeckungen der ein- fachsten Art werden nach und nach von ihnen gemacht, gerade wie deren auch von den begabteren Thieren gemacht werden, und durch deren Anwendung und stete Vererbung auf die Nachkommen stei- gert sich die geistige Anlage, sich veredelnd auf Grund verbesserter leiblicher Organisation. Auch daS Entstehen der ersten mensch- lichen Gesellschaft ist nur eine Wiederholung derjenigen, welche bei fieschenteren Thieren vorkommen. Innerhalb der menschlichen Ge- ellschaft entwickelt sich aber nun daS Gesetz, da» immer von den geistig Stärksten erdacht wird; und das Gesetz muß nalürlich den Menscken als stetes Wesen behandeln, der für die Nichtachtung deS Gebotes bestraft, für dessen Befolgung belohnt wird, damit der Zweck und Nutzen der Gesellsckast für Jeden sich verwirkliche. So entsteht durch die Gesellschaft der Glaube deS Menschen an seine Freiheit. Sie kann ohne denselben nicht bestehen; alle Gesetz- gebung maß nothwendig den Menschen als gesellschaftliche» Wesen voraussetzen, d. h. ihm eine sogenannte Willensfreiheit andichken, und er muß stck deren Nacktheile gefallen lassen(Vernrlheilunz, Strafe, Steuer an Gut und Leben), weil er deren Vortheile beansprnchi und ge- nießt(Sckuy, Erziehung, Gerecktigkeil). Und in der That wird er gradweise freier, d. h. weniger von der blinden Narurgewalt und von der rohen Gewalt seine» Gleichen abhängig; er kann sich menschlicher en!w>ckeln, rascher fortschreiien, indem er die geistige Erbschaft aller vorangegangenen Geschlechter mitgenießt. Außerdem entwickelt sich an seinem Wideispruch gegen das Gesetz, das mits unter seinen Vortheil verletzt, daS eigne sittliche Denken, welches dmch das Familienleben noch befördert wird. Leider aber erfüllt demokraten verlangt, daß Keiner sich für etwas Besseres halte als d) bei größeren Ausgaben al« Einnahmen haben die Mitglieder< der Kampf der Völker um daS Dasein die ganze Geschichte und � die Andern, weil ihm ein Zufall der Geburt und Erziehung oder einen Vorschuß zu leisten, der jedoch nicht über 100 Mark sein dach t wird schuld daran, daß die Willenskraft des Einzelnen bloS zu! der Gesetzgebung mehr Gitter in den Schoß wirft; sie verlangt, kriegelischen Zwecken, also einseitig und nicht zugleich im Dienste daß er wisse und bekenne, wie ohnmächtig er ohne die unverzllteten geistiger Vervollkommnung ausgebildet wird. Es verharrt also i Dienste Anderer sein würde, und daß er au der Abschaffung un- auch in der Gesellschaft brS auf vie Gegenwart berab die große menschlicher Einrichtungen, welche dies verschulden, mitarbeite. Sie Mehrzahl der Menschen im Zustande der Natürlichkeit. Die kleine Minderheit, welche im Widerspruch zu den bestehe..den unmensch- lichen Einrichtungen tiefer denken und sittlicher wollen lernt, lernt nicht ebenso kräftig das sittliche Können, weil sie dabei sich in erbitterten Kampf mit der Umgebung setzen muß. Selbst die edelsten Gemüther— ja sie am offensten— werden eingestehn, daß sie nothwendig handeln, wenn sie im vollen verlangt aber auch von dem, der unter dem Gesetze ausgebeutet wird, daß er die Sklavennatur ablege, sich als gleichberechtigtes Glied der Gesellschaft fühle und als Betehrer seiner Mitarbeiter wirke, auf daß die Gesetzgebung daS Allen gleiche Recht und die Allm gleiche Pflicht in Wirklichkeit überführe. Denn noch immer herrscht das Recht deS Stärkeren in der Gesellschaft, wenn auch unter der Verkleidung deS Gesetzes. Unsere Einklänge mit ihren sittlichen Begriffen handeln, d. h. daß eS ihnen Staaten sind nicht einen Schritt über den Standpunkt des Raub zur andern Natur geworden ist, wahr zu reden, gerecht und billig zu urtheilen, standhaft und aufrichtig zu handeln; und daß sie zu schwach gewesen sind, wo sie nach ihrer Einsicht gefehlt haben. Zu schwach, d. h. nicht im augenblicklichen, oder überhaupt gar nicht im Besitz der nölhigen Kraft zum Rechtthun; also auch hier nothwendig. DaS ist für sie allerdings keine Entschuldigung— deren werden sie sich schämen. Sie wissen recht wohl, daß Voll- kommenheit, wie sie sich dieselbe denken und vornehmen, dem be- schränkten Menschen unmöglich ist; aber sie wissen ebenso gut, daß sie nach steter Vervollkommnung ohne Rast streben müssen, weil der Mensch nur als Fortschrittewesen ein wahrer Mensch ist, und daß sie sich ihre Thaten im Gewissen anrechnen müssen. Die Sittlichkeit wird also nicht beeinträchtigt dadurch, daß die Leute ihre Willensfreiheit als Einbildung erkennen; denn sie sind durch ihre Fortschrittsnatur genöthigt, nach steter Vervollkommnung zu streben. Sie wird vielmehr befördert, indem die Einsicht sich geltend macht, daß die Gesellschaft sich vervollkommnen müsse, wenn der Einzelne sick fort und fort vervollkommnen, wenn seine Willens- kraft in jeder Richtung heranerzogen werden soll. So werden nach und nach barbarische Gesetze abgeschafft, welche im Volke Unbillig- keit, Grausamkeit, ja Blutdurst großzogen; es werden unmensch- liche Vorurtheile entwurzelt, wie die des AvelswesenS, des Kasten- und Klassengeistes, durch welche das menschliche Mitgefühl erstickt wurde; die Strafe wird nicht mehr als Vergeltung in einer Weise geübt, welche alles Gerechtigkeitsgefühl empörte, oder aber auS� rottete, sondern als bloße Unschädlichmachung in immer milderer Form. So muß die Humanistrung der Gesellschaft eben dadurch fortschreiten, daß allgemeiner eingesehen wird, der Einzelne sei viel weniger als die Gesellschaft für alles Elend, Unrecht, Verbrechen und Laster verantwortlich zu machen, welches in ihr vorkommt. So hört allmälig die Barbarei unter den Menschen auf, welche wesentlich darin besteht, daß mau den Starken(Gott, Fürsten, Staat, Kirche, Bourgeoisie) AlleS nachsteht, All-S verzecht, alle Pflichten erläßt und den Schwachen, den vom Zufall Unbegünstigten Alles ausbürdet, nichts verzeiht, nichts zu schwer findet. Die Re- ligion, welche ihrem Gotte, dem Allmächtigen, gar keine Pflichten zumuthet, da er sich seine Würde nicht durch Arbeit, Kampf und Leiden zu verdienen braucht, während er von den endlichen, schwachen Menschen bei Strafe ewiger Verdammniß schlechthin silt- liche Vollkommenheit verlangt; die Monarchie, deren Herrscher über dem Gesetze steht und zum Throne geboren wird, mag er dessen auch noch so unwürdig sein, während die Unterthanen ihn in Macht und Herrlichkeit erhalten müssen, und ihre Verdienste aus Rechnung seiner Verwaltung gesetzt werden; der Staat, dem jeder Einzelne auf Verlangen sein Alles opfern muß, während der Einzelne ihm gegenüber nur auf Almosen und höchstens soviel Gerechtigkeit Anspruch hat, als er ertrotzen kann; die Kirche, welche nur nimmt und nicht gibt und für alle Laster und alles Unrecht der Mächtigen blind ist, daS sie vielmehr mit dem Namen Gottes deckt; die Bourgeoisie, welche den Zufall der Geburt und Er- ziehung zum heiligen Naturgesetze stempelt und durch Menschen- gesetzt ausbeutet, die den Reichen, Gebildeten und Mächtigen immer noch reicher, gebildeter und mächtiger machen, während alle Lasten dem arbeitenden Volke aufgehalst werden: alles dieses ist auS einem Stücke— und das Ganze ist ein Zerrbild des Rechtes, die Barbarei im heuchlerischen Prachtgewande der Civilisatlvn. Wenn man also den Menschen frei nennen will, so darf man dieS denkrichtigerweise nur, sobald man hinzuversteht, daß er durch- auS unter der Herrschaft der Naturgesetze bleibt, welche durch Ge setze der Menschennatur allerdings eingeschränkt und abgeändert sind, so aber, daß er über sie nicht hinaus kann. Und jeder Ein- zelne ist frei, insoweit er die Naturgesetze, welche in ihm wirken, auf eine höhere Stufe erhebt. DaS geschieht seitens jener Blutzeugen des Fortschritts, welche verkannte Wahrheiten auf Kosten ihrer Besitzthllmer, ihrer Ruhe, ihres Lebens zur Anerkennung bringen. Das geschieht bei jeder treuen, ausdauernden Pflichterfüllung, welcher kein irdischer Lohn winkt. DaS geschieht, wenn der sich selbst Erziehende seine Willens- kraft in Versuchungen aller Art stärkt und zum Siege, zur immer vollständigeren Selbstbeherrschung gegenüber seinen Leidenschaften und Lüsten führt, so daß er jeden Augenblick sich im Zaume halten kann. DaS geschieht vor Allen von Demjenigen, welcher von der Gesellschaft nicht mehr Genüsse annimmt, als er durch redliche Arbeit wirklich verdient hat, durch redliche Arbeit für sich und solche Unglückliche, welche nicht selbst sich erhalten können, und welcher durch sein Beispiel fteiwilliger Armuth der Gesellschaft den Spiegel der Beschämung vorhält. Der aber ist ganz gewiß kein freier Mensch, welcher von der Gesellschaft mehr nimmt, als er ihr gibt; welcher eS für sein gutes Recht hält, durch Gewalt oder List, wenn auch unter dem Schutz der Gesetze, alle Genüsse auS ihr herauszuschlagen, welwe er er- langen kann,, und alle Gegendienste ihr zu verweigern, welche sie ihm nicht abtrotzt. Wer Sklaven bedarf, um leben zu können, wer unvergütete Arbeit Anderer beansprucht, um zu bestehen, wer sich mit seiner Pflickt gegen die Gesellschaft abgefunden zu haben glaubt, wenn er von dem unter dem Schutze des Gesetzes ihr Ent- wendeten ein Scherflein als Almosen spendet, um sich obendrein als Wohlthäter der Menschheit verewigen zu lassen: Der ist ein Sklave am Geist, kein freier Mann, der hat keinen berechtigten Stolz. Die bestehenden Moralsysteme sind alle nicht erhaben genug, sind nicht im Sinne der fortgeschrittenen Wissenschaft. Die Silt- lichkeit der Sozialdemokraten soll edler und vor Allem wirksamer sein, als die von jeder bestehenden Religion gepredigte. Sie ver- langt die Gerechtigkeit in allen LeberlSgebieten verwirklicht; sie verlangt, daß Jeder für Alle stehen solle, und Alle für Jeden, nicht blos mit frommen Wünschen und Gebeten, sondern mit that- kräftiger Ausführung allgerechter Gesetze; denn wie aller Reich- thum, alle Bildung, alle Macht nur erlargt und besessen wird auf Kosten der ganzen Gesellschaft, so soll jedes Mitglied derselben glelchberechtigt an allen ihren Gütern ssein, und zumeist an den allerbesten, den geistigen. Vorher aber gl-ichvelpflichtet, ihre Güter fort und fort vermehren und veredeln zu helfen, damit der Fort- schritt, d. h. die Freiheit andaure. Die Sittlichkeit der Sozial- thierS hinaus, außer insoweit sie einen Theil der Wunden, welche sie geschlagen, angeblich aus Barmherzigkeit wieder nothdürftig heilen, in der That aber, damit die Herde, von der sie leben, sich nicht verblute. Und so lange dieses barbarische Beispiel von oben herab gegeben, und obendrein als patriotische Tugend, religiöse Pflicht, culturgeschichtliche Aufgabe und unter andern Heuchelnamcn verherrlicht wird, soll man sich nicht wundern, wenn daS Gift sittlicher Verderbniß sich immer tiefer in die Massen einftißt. Man soll vielmehr die noch übrige Freiheitskraft bewundern, mit welcher die in der E>ziehung verwahrlosten Klassen nach menschen- würdigeren Zuständen streben. Wenn Diogenes heute wieder mit der Laterne nach Menschen suchte, er würde sie wieder wie damals nur unter den Lcidträgern der Gesellschaft finden. Dr. Douai.*) Bourgeoisliberalismus und Lohnsklaverei. (Ist nachstehende Eorrespondenz auch zunächst bl°S für die Arbeiter Art. 13. Von den eingelegten Geldern müssen alle Iah« zum Voraus die Kosten der Unfalloersicherung bezahlt werden, laut Police Nr. 115 der Magdeburger allgemeinen Verficht' rungSgesellschaft. Art. 14. Der Berein vergütet für Krankheiten, welch- über 3 Tage dauern pro Tag 2 Mark, daß heißt wo obige Verstcherunj nichts leistet. Diese Vergütung kann jedoch nur 10 Wochen laaz beansprucht werden. Art. 15. Diejenigen, welche sich an den Maschinen oder sonst' wie beschädigen und von der V:rsicherung 3 Mark erhalten, sollt» bei kleinern Unfällen, welche nicht über 30 Tage dauern, auch blol 2 Mark beziehen, daß daS Gleichgewicht unter einander hergestellt ist und der Ueberfchuß der Kasse zu Gute kommt. Art. 16. Sobald ein Mitglied krank wird, hat es oder sei« Angehörigen in den ersten 3 Tagen Anzeige zu machen, ebens« hat eS vom Arzte oder Wundärzte ein Zeugniß vorzulegen, wori» die genaue Angabe der Krankheit, sowie die Zeit bestimmt ist. Art. 17. JevcS Mitglied des Vereins, sowie die neu Hinz« tretenden, haben zwei Monate keinen Anspruch auf Unterstützunj wegen Krankheit zu machen, bloS in Unglücksfällen, wo die Ber> sicherung haftet. Art. 18. Unmoralische Krankheiten, selbstzugezogene Unfäll« auß-r dem Hause, sowie offene Wunden von Jugend auf, vege« tirende Leiden sind von der Unterstützung in diesen Fällen auSg« schloffen. In diesem Falle hat der Arzt zu bestimmen, ob Vit Krankheit von früheren Leiden oder anders hergekommen ist. Art 19. Zur Hebung deS Vereins sowohl, als zur Ordnuns der Fabrik sollen die Strafgelder eingeführt werden, welche n« der Vereinskasse zu Gute kommen. Art. 20. Jever, der in den Vorstand gewählt ist und angi« l eine« bestimmten Gewerke« an bestimmten Orte» geschrieben, so hat sie nomrnen hat, verfällt bei N.chlerscheinen ohne Gründe od« doch ein so hohe« allgemeine« Interesse, daß wir ihr eine Stelle im ersten Theil des Blatte« einräumen müssen. R d. B.) Neustadt a. d. Haardt, 3. September. An allen Orten Deutschland« bestehen bereit« Mitgliedschaften der Holrarbeiter, nur allein die Rheingegend(die Pfalz) mag nicht viel davon wissen. Aber warum? Die Tischler von Neustadt hatten 1873 mehrere Versammlungen abgehalten; und auch bereits eine kleine Mitglied- schaft gegründet, da dieselbe jedoch immer schwach besucht war und die Arvcltcr nicht zur Erkenntniß kommen wollten, sondern aus Furcht, bei ihre» H:rren Ausbeutern(Arbeitgebern und Fabrikaute») in Ungnade zu fallen, unserer Sache sernbtieben, so hat sich die Mitgliedschaft nicht zu halten vermocht, zumal hier Mangel a» agitatorischen Kräften war. Wir wenden uns indeß heute nochmals an Euch, Fachgenossen, mit dem Mahnrufe, baß Ihr aus dem tiefen Schlafe, in dem Ihr schon seit Jahren liegt, erwachen möchtet, damit Ihr Euch Eurer bedrückten Lage und Eurer in den Staub getretenen Menschenwürde endlich bewußt werdet und jenes Selbstbewußtsein erlangt, das den Menschen naturgemäß in den Kamps für seine Menschenrechte treibt. Seit vordenkticher Zeit stehen wir ganz auf uns angewiesen, von allen Seiten verlassen da, die unterdrückten Arbeiter ohne Waffen gegen daS unersättliche Ausbeuterthum. Darum Kollegeu erwacht. Ist denn vielleicht unsere Lage kerne gedrückte, keine besserungsbedürftige!? Tagtäglich erfahren und sehen wrr'S doch!— Der Lohnabzug ist ein enormer, und wir werden vielleicht noch später gar um einen Bausch ar beiien können! Arbeiter, nein, soweit wollt und dürft Ihr es nicht kommen lassen. Hören wir ja tagtäglich Euere Klage über schlechte Behandlung, Frabrikeinrichtungen, Lohn und Arbeit. Wir lassen hier die Statuten von einer Edenkobener Möbelfabrik fol gen, die uns überreicht worden sind, auS diesen können sich die Leser überzeugkn, wie gut die Herren Fabrikanten eS mit den Ar beitern meinen. Sie lauten: Statuten der KrankenunterstützungS- und VersicherungS- lasse der Theilhaber und sämmtlicher Arbeiter in der Möbelfabrik von Chr. Niederhöser und Söhne in Even loben(Rheinpfalz). 1374. Art. 1. Zweck deS Vereins ist: Gegenseitige Unterstützung gegen die Folgen der gesetzlichen Haftpflicht, wie gegen Unfälle aller Art im Geschäfte, sowie Uaterstützung bei Krank- heitSfällen. Act. 2. Die Theilhaber der Firma mit ihren Arbeitern bilden den Verein. Art. 3. Jeder in der Fabrik Beschäftigte ist verpflichtet, Mit glied des Vereins zu sein, und erhält derselbe, sobald er gesund befunden worden ist, die gedruckten Statuten, welche von ei»:em VorstandSmitgliede numerirt und unterzeichnet sein müssen, gegen eine Vergütung von 40 Pfennigen, welches zugleich seine Aufnahme bestätigt. Art. 4. Die Leitung des Vereins besteht auS sieben Mitglie dern: einem Meister und sechs Arbeitern, welche in einer General- Versammlung mit Stimmenmehrheit gewählt werden und so den Vorstand bilden, in welchem ein Meister den Vorsitz führen soll. Art. 5. Dieser Vorstand wählt unter sich die verschiedenen Stellen, als Kassirer, Schriftführer, Controleur und drei Bei- sitzer. Art. 6. Der Vorstand hat sich bei jedem angemeldeten Krank- hcitS- oder Unglücksfall genau durch zwei Mitglieder zu verge wissern, und denselben in daS Controlbuch einzutrag-n. Art. 7. Die Vorstände werden am ersten Tag: eines jeden JahrcS neu gewählt, dieselben sind jedoch wieder wahlbar. Art. 8. Der Ausschuß hält, je nach Ermessen, jedoch mim destenS alle Monate eine Sitzung ab. Art. 9. Die Sitzungen werden in einem Lokale der Fabrik abgehalten, ebenso die Generalversammlungen. Art. 10. Bei allen beschlußfassenden Generalversammlungen müssen mindesten» drei Fünftel der Mitglieder anwesend sein, und ist zur Beschlußfassung absolute Stimmenmehrheit nothwendig. Sollten jedoch bei einer einberufenen Generalversammlung keine drei Fünftel der Mitglieder gegenwärtig sein, so ist eine zweite zu bestimmen, wo dann absolute Stimmenmehrheit entscheidet. Art. 11. Bei wichtigen Beschlüssen de« Ausschusses über größere Auszahlungen, namentlich wo solche störend sind für den Verein, als auch bei angeblichen Krankheiten, welche mehr erdacht sind, als auf Wahrheit beruhen, hat der Vorstand das Recht, noch einige Mit- glieder beizuziehen, fragliche Mängel zu untersuchen und zu be- rathen. Art. 12. Die Vereinskasse wird dadurch gebildet: a) daß die Firma jedes Jahr 350 Mark bezahlt; K) daß Jeder, der im Hause beschäftigt ist, alle 14 Tage resp. alle Zahltage eine halbe Mark oder 50 Pfennige bezahlt; v) daß alle Strafgelder- laut näher bezeichneten Paragraphen in die Kasse zu fließen haben; I zu vr fir schriftliche Meldung innerhalb 24 Stunden, in eine Sirafe vo» B 1 Mark. Art. 21. Wer in einer Generalversammlung einen Ander» schimpft, SpektakA macht, oder in einem betrunkenen Zustande stört hat 1 Mark zu zahlen. i. Art. 22. Wer des SamstazS oder an einem gesetzlichen Feien P tage deS Vorabends seine Baak oder Maschine, Platz sowie ault fie Werkzeuge, womit gearbeitet wird re., nicht in Ordnung bringt verfällt in eine Strafe von 50 Pfg. Art. 23. Wer in der Weckstätte feinen Nebenmenschen gröb' lich beschimpft, oder betrunken in das Geschäft kommt, wird oh« Rücksicht mit 1 Mark bestraft. tu K> de A. Art. 24. Wenn ein Arbeiter Wein, Branntwein oder Bty � •) In der al« Separatabdrnck obigen Aufsatze» erschienenen Broschüre (Preis D/s Gr.) ist der Name de« Berfassers irrthümlich Donay buch- stadirt. sei (P ko> Jh Nu wi bri ih' Hai so bre in größeren Massen in das Geschäft bringt, hat der Meister dal Recht, eS ihm wegzunehmen, zu veräußern und den Betrag d» Kasse zu überliefern. Außerdem verfällt derselbe noch in ei« Strafe von 1 Mark. Art. 25. Wer einen Nebenarbeit« verführen will zum Bla»' machen, verfällt in eine Strafe von 1 Mark. Art. 26. Wer in der W-rkstelle Unfug treibt durch Zischt und Pfeifen, oder daS Compagnic-Werkzeug, Stoßlade, Schleis steine, Lochbeutel, Falz- und Nuthhobel durch Werfen ruinirt, veb fällt in eine Strafe von 1 Mark. Art. 27. Wer deS Abends beim Wezgehen seine Pfeife od» Cigarre innerhalb der Geschäftsräume ansteckt, zahlt 50 Psi- Strafe. j Art. 28. Wer mit der brennenden Cigarre oder Pfeife in d« Ve Holzschuppen oder Maschinenräumen betroffen wird, hat 50 Psts zu zahlen.«n Art. 29. Wer nach 6 Uhr 30 Minuten noch Feuer in d» Oeftn macht, oder Zulagen wärmt mit Spänen zum Fournireiz h-t 50 Pfg. zu zahlen. d» Art. 30. W-r nach dem Fourniren seine Zulagen nicht in Or» nung dringt, sowie den Leim nicht von den Fournirböcken nimi»- �c oder einem Andern entlehnte Schraubzwingen nicht zurückerstatte verfallt in eine Strafe von 50 Pf. Art. 31. Der Heizer verfällt in eine Strafe von 60 Pf� wenn er seinen Wasserstand und daS Schmieren der Maschine vernachlässigt. Art. 32. In eine Strafe von 1 Mark verfällt ein jeder»>- den Maschinen, Sägen und Drehbänken Beschäftigte, der nicht st fort angiebt, wenn au seiner Maschine etwaS zerbrochen ist, durch ein Unglück geschehen könnte. Art. 33. Jedermann, der in den Maschinenräumen sich a»' hält und betrunken gefunden wird, muß 5 Mark bezahlen.. Art. 34. Außer ver Person, welche für eine Maschine bestimm in ist, hat Niemand daran zu arbeiten, wer zuwiderhandelt,«' 1 Mark bezahlen. D Art. 35. JedeS Jahr am Schlüsse wird ein Revisions-Cv!«' D gebildet, welches die Einnahmen und Ausgaben prüft. Art. 36. Der Kassirer hat jeden Zahltag auf der Schr«- � fiube sein Geld zu erheben, und jeder Zahlende muß sein&s tutenbüchelchen mitbringen um eS für den Betrag abzustempeln. Art. 37. Alle Beschlüsse der Genervalversammlungen, fo» des Ausschusses sind von dem Schriftführer in das dazu eigst bestimmte Proiokollbuch einzutragen. Art. 33. Auflösung des Vereins kann nur stattfinden, w� das Geschäft ganz unv gar aufgehoben wird, nicht aber, wenn' an eine andere Firma übergeht. Art. 39. Ferner, w:nn fünf Sechstel der Mitglieder Auslösung wollen, eS müssen aber begründete Beschwerden liegen. 1 Art. 40. Bei Auflösung des Vereins haben die Mitgster zuerst ihre Verbindlichkeiten zu erfüllen, und dann den Rest ss Vereinsvermögens zu theileu, und zwar so, daß Jeder, der ist dem Verein angehört, nach Verhältniß seines eingelegten Gelst zu beziehen hat. Dann folgen die Unterschriften deS Ausschusses, Vorsitzeod» Niederhöfcr u. f. f. N> Arbeiter, da seht Ihr, wie es mit Euch so gut gemeint w>e Ur Ihr dürft und habt die Erlaubniß zum Bezahlen. Aber � al bleiben die Strafen des Arbeitgebers!? Natürlich, er hat fj sei Statuten gemacht mit seinen Geist- und H«zvecwanvten, er»l ist ein in Kr gr >vc I Ur st- ar ei Vr au in ei> s« sich selbst doch keine Strafe aufsetzen! Eollegcu von Evenkoben, wir rufen Euch angestcht« solst Machwnke zu, tretet zusammen und berathet Euch über den � schlug an die Gewerkschaft, welche die Klassenherrschaft und j-, Ausbeuterthum bekämpfen. Rur durch Einigung und fe stes Ä sammeust-hen kann ctwaS erzielt werden, denn der KapftaliS� hält Euch schlau getrennt und uneinig, damit er Euch desto sistst und länger auspressen kann. Euch, ihr Neustäbter Eollegen, � die Schlaffheit noch gefangen unv trägt allein die Schuld dast.. daß ihr so wenig collegialischeS Gefühl besitzt. Statt daß Euch verbindet, um in dem Gefühl der Zasammenzehörigkeil ab lu ke. st- dc V dl E st- ta ar erstarken(einem Gefühl, von dem selbst dir ungebildetst-n schw»l! sei tbtr Sclaven durchdrungen sind, und das sogar bei den Thieren sich zach vorfindet), statt dessen behandelt und beneidet ihr Euch untereia- �hU ander roll Zwietracht, Haß, Neid, Mißtrauen und Hinter- laili iist! Sehet um Euch und Zhr erblickt den Tod auf den krank Haft gerötheten Wangen der Collegen und Brüder, io deren ge- marterte Lungen Sekunde für Sekunde, mit jedem neuen Athem- über Zug der Staub, der bei ihrer Arbeit aufwirbelt, als Nahrung mnj f>ir die Todeskeime sich einfaßt. Siehst Du, College, jenes Weib, laaj das, Thränen in den Augen und unendlichen Schmerz im Herzen, über ein altes Korbgeflecdt gebeugt, Abschied nimmt von der in dieser Wiege der Armuth wimmernden Jammergestalt? Diese »fl.« Mutter, welche durch die eherne Stimme der Arbeitsstunde vom blot Sterbebett ihres KmdeS hinweg in den Zwangsstall der Industrie ßeÄ Strusen wird, um ihr Fleisch und Blut in Gold umzuwandeln, für daS ihr gnädiger Lohnherr in den Genüssen des Lebens schwelgt? seil» Sie ist Dein Weibk ens«. Siehst Du jenes kaum aus der Knospe der Kindheit zur orill jungfräulichen Blüthe entwickelte Mägdlein, welches das Schand ■. mal der Prostitution auf der edel geformten Stirne, das Lächeln nzB- der Unschuld zum begehrlichen Lächeln der Messaline verwandelt zuaz Züflt?— ES ist Deine durch die Arbeit in der Fabrik entartete Ben Tochter. Sieh Dein eignes Antlitz und Du findest das Kainszeichen ifällt Dir hineingeprägt, denn tagtäglich mordest Du durch Deine Kon- zegp kurrenz Deinen eigenen Bruder! iSgp Collegen! Höret diese Worte, denn sie sind getrag m von der » di< Ertenntniß deS Rechts und entspringen der Liebe zur Menschheit. Drüder! Leset das Meisterwerk von Statut in welchem Eure runj Knechtschaft, Eure Erniedrigung verbrieft liegt! Wenn ihr einst, nuk geschwächt in Euren besten Jahren, elend und alt dahinsiecht, wenn 3hr, nicht mehr fähig, Euch und die Euren zu ernähren, mit ihnen ■nge« endlich dem Hunger erliegt, der von Kindheit an an Euch nagt, od« spendet alsdann Der, für den Ihr im Jahre der Ueberarbeit den vo« Becher des Ueberflusscs fülltet, Euch auch nur ein Almosen, wenn 3hr oder die Euren ihn darum anflehen? Nein! Mit Achsel- der» Zucken werdet Ihr abgewiesen, vielleicht auch mit Hilfe des Bettel- ftörh Voigts von der Thür seines Palastes fortgestäubl! Der Industrie � sind die Arbeiter nur Maschinen, die angeschafft werden, um alle ftien Produkte der Welt in Gold zu verwandeln und die man, wenn auit sis abgenutzt sind, bei Seite stellt und sich nicht weiter darum ingt Ammert! Bedentt, daß Euch die heilige Pflicht obliegt, Euren Kindern ein besseres LooS zu bereiten, als das Eure ist! �röb' Wollt Ihr Sorge tragen, daß Eure Kinder freie Arbeiter in oh«! der von der Kapitalher, schaft erlösten Welt werden und Euer Andenken segnen und ehren, oder wollt Ihr sie weiter preisgeben Bis, und verderben? Sollen sie Euch verfluchen oder verachten lernen? s diü Kollegen! Noch ist es Zeit; schaart Euch zu Denen, die muthig � d«'eit vielen Jahren im Kampfe stehen! Arbeiter der Rheingegend ei«!(Pfalz, Hessens und Badens), wollt Ihr in Neustadt und Eden loben zurückstehen hinter Euren östlichen und nordischen Brüdern, zla« �hr, die Ihr noch viel gedrückter seid als jene? Ihr dürft es nicht, denn ohne uns ist für sie ein vergeblicher Kampf, gerade ischit ünr schassen und fördern die billige Konkurrenz, welche die Fa- chleis brikauten im Norden in ihrem Kampfe gegen die Anforderungen ved shrer Arbeiter nicht bloS unterstützt, sondern vielleicht sogar gegen ihren Willen zwingt, in diesem Kampfe bis zum Aeußersten aus- odö harren. Psj Collegen, wenn Ihr ein Zeichen der Mannheit geben wollt, so tretet' ein in die Gewerkschaft der Holzarbeiter, gehet in die ad!« Bersammlungen, weche anberaumt werden, damit Ihr Klarheit Psj erlangt und Gewißheit, daß sie zu Eurem Besten gegründet, das einzige Mittel zur Abwehr so frecher Angriffe auf Leben, Ehre n di und Freiheit der Arbeiter ist. Nur vereinigt kämpfen wir mit türtfi Aussicht auf Erfolg, getrennt wird man uns noch andere Ruthen- ' hiebe bieten, als die famosen Statuten„gegen die Folgen der gc- Oft!etzlichen Haftpflicht"! Verbindet Euch, organisirt Euch, das ist im«'1 �ie beste Antwort auf diese Herausforderung! taB Mit sozialdemokratischem Gruß und Handschlag I. A. mehrerer Genossen: I. R. Psjr Alle arbeiterfreundlichen Blätter ersuchen wir um Weiterver- djiB« breitung. um ein neues Glied vermehrt werden, es wird in croatischer und deutscher Sprache ein Blatt erscheinen unter dem Titel: „Racimcld prijatelj— Der Arbeiter-Freund" zur Verbreitung der Interessen der Arbeiter in Croatien, Dalmatien und Slavonien. Hoffentlich werden die Samenkörner der Ausklärung und des Fort- lchrittS, welche die Gründer des Blattes ausstreuen wollen, gute Früchte tragen, und sich dieS dadurch reigen, daß bald in allen größeren Städten CroatienS u. f. w. Arbeiter-Vereine erstehen. — Von Herrn Dr. Gustav Rasch erhielten wir folgende Zuschrift: Herr Redacteur! Da Ihre Zeitung zu den am meisten in Elsaß und Lothringen gelesenen Blättern gehört, so bitte ich Sie um Abdruck folgender Aufforderung: In dem gegen mich in Braunschwcig auS Veranlassung meines Buches„Die Preußen in Elsaß und Lothringen" wegen MajestätS- beleidigung, Verhöhnung der Reichsgewalt und Aufhetzung der ver- schiedenen Klassen der Bevölkerung gegen einander anhängig gc- machten Criminalprozesse hat daS Braunschweiger KreiSgericht auf mein Ansuchen eine ausführliche Beweisaufnahme über die that- sächliche Richtigkeit der von mir geschilderten Zustände in Elsaß und Lothringen angeordnet.�) Unter meinen Entlastungszeugen befindet sich auch der Reichs- kanzler von Bismarck. Derselbe soll eidlich darüber vernommen werden, ob er, wie ich behaupte, der ersten elsässisch-lothringischen Deputation daS Versprechen gegeben hat:„Betrachten Sie sich als eine Republik, die sich selbst regiert." Obschon ich der Mci- nung bin, daß Herr v. Bismarck dies nicht leugnen wird, ich auch außerdem eine ganz bestimmt lautende, schriftliche Beweisurkunde über das von mir behauptete Beisprechen in Händen habe; so bitte ich dennoch die Mitglieder der gedachten elsässisch-lothringi- scheu Deputation, mir ihre Namen und jetzigen Wohnort schleu- nigst„Dresden, posts rsstnuto' mittheilen zu wollen. Zugleich ersuche ich alle elsässischen und lothringischen Zeitungen um weitere Verbreitung dieser meiner öffentlichen Aufforderung. Genehmigen Sie, Herr Redacteur, die Versicherung meiner vollkommenen Hochachtung, mit der ich die Ehre habe, zu sein Ihr ergebenster Gustav Rasch. Dresden, 25. September 1S74. Innere' Partei- Angelegenheiten. Als Vertrauensmänner sind neu angemeldet und vom Ausschuß nebst den Revisoren bestätigt: Straßburg i. Elf.: A. Jung; Thalheim b. Stollberg: Gottlieb Aurich; Ossenbach: P. Müßig; Niederwürschnitz A. Schmiedt; Niederplanitz: C. A. Seifert; Apolda: C. Keitel. Die Parteigenossen in den Orten, wo noch keine Vorschläge für den Posten eines Vertrauensmanns gemacht wurden, werden aufgefordert, dies baldigst zlz thun. Der Ausschuß. I. A.: I. Auer, Breitestraße 39. GewerksZenoffenschaftliches» Gewerkschaft der Schuhmacher. cholha.(AgilationSberlcht.) Den bayrischen Mitgliedschaften zur Nachricht, daß ich meiner Gesundheit wie auch häuslicher Angelegenheiten wegen meine Asitation nicht weiter als bis Smtt gart fortsetzen konnte, doch wird daS Versäumte bei Gelegenheit des SchuhmachertazS in München nachgeholt werden und bitte ich die Mitgliedschaften, sich bis dahin zu gedulden. Wie schon be- richtet, haben sich in Kassel und Marburg College» der Gewerk- schaft angeschlossen. Dieselben werden hierdurch ersucht, energisch für die Kräftigung und Ausbreitung unserer Organisation thätig zu sein. In Gießen war die Versammlung schwach besucht, doch oie Anwesenden vom besten Geist beseelt. In Frankfurt am Main gelang es mir, die bis dato lodernde Flamme deS Hasses zwischen den Mitgliedern des Allgem. Schuhmachervereins und unser» Ge- werkschaftsmitgliedern zu dämpfen, und nahm die Versammlung den besten Verlauf. In Mainz ist endlich der längst ersehnte An- schluß der dortigen Collegen an unsere Gewerkschaft erfolgt. Die Versammlung war gut besucht und ließen sich sofort 90 Mann aufnehmen. Hoffentlich gelingt es der Rührigkeit der Collegen, die Zahl bald zu verdoppeln und zu verdreifachen. Am wenigsten lobenswerlh hat sich der Kölner Fachverein benommen. Während der Vorsitzende desselben, A. Rles, an die Verwaltung schrieb, daß Unterzeichneter aus Kosten der Kölner kommen solle, um den An- schluß zu bewirken, erklärte sich derselbe als einen entschiedenen Gegner der Gewerkschaft. Man hatte vorher ausgemacht, daß, wenn ich komme, man Alles aufbieten möge, um den Fachverein zu erhalten. Man staune! Als ich eintraf, erklärte mir der Herr Vor- sitzende A. RieS, über Gewerkschaften könne und dürfe ich nicht sprechen. Nachdem ich nun vor einer zahlreich besuchten Versamm- lung die traurige Lage der Arbeiter und Kleinmeister unsreS Ge- werbeS geschildert und zum Schluß über die Mittel und Wege zur Abhülfe sprach, erklärte der Herr Vorsitzende A. RieS, nachdem er schon Zweien, welche über Gewerkschaften sprechen wollten, daS Wort entzogen, drß er mir daS Wort über besagtes Thema nur aus Pietät gelassen habe.— Nach Schluß der Versammlung ging man ins Vereinslokal, um über den Werth der Fachvereine und Gewerkschaften zu sprechen. Nur ganz seichte und vage Behaup tungen und Voraussetzungen wurden gegen die centralisirten Ge- werkschafien inS Feld geführt. Nachdem ich noch meinen Abscheu über solches Vorgehen an den Tag gelegt und ein Theil der Ver- sammlung mir Beifall gezollt, leugnete mir der Vorsitzende A. RieS den Inhalt deS Briefes inS Gesicht und deutete denselben anders. Als nun auS der Mitte der Versammlung dem löblichen Vorstande mit derben Worten die Wahrheit gesagt wurde, weinte derselbe, sich wie ein Kind geberdend, daß der Fachverein zugrunde ginge und daß man ihm die Wahrheit sagte. Einige Jünger des Fach- vereinS, 17— 18 Jahre alt, weinten mit. Schon griffen Einige nach dem Bierseidel, um daS, was diese Helden nicht mit Worten widerlegen konnten, mit obigen Instrumenten zu widerlegen. Der Entschlossenheit des besseren Theils der Versammlung war es zu danken, daß diesen Rauflustigen das Handwerk gelegt wurve. Als ich die Kosten im Betrage von 5 Thlrn. verlangte, erklärte mir der löbliche Vorstand, eS sei kein Geld vorhanden. Denselben Tag fuhr der ganze Vorstand, 5 Mann hoch, nach Aachen(ä Per- son D/s Thlr.) auf Kosten deS Vereins, um neben mir, für einen Fachverein Propaganda zu machen; sie mußten jedoch unverrichteter Sache wieder zurückkehren. Ja Köln constrtuirt sich trotzdem eine Mitgliedschaft von uns. Aachen hat selbst Bericht erstattet. Die Versammlung in Wiesbaden war ziemlich besucht und stehen unsere Genossen noch unerschüktert fest. Der Wortführer im dortigen *) Auch die Bernebniung Aegidi'S, Ehcs« de? bisnrarck.schen Preß- bureaus, ist angeordnet worden. Red. d. JB. Meistervererein, welcher anwesend war, hatte nicht den Math, zu widerlegen, obschon gehässige Angriff- schon öfters auf unsre Ge- w-rkschaft von Seit- jener H-rren erfolgten. Ja Off-nbach war die Versammlung nicht recht besucht, desgleichen in Mannheim. In Speyer war dieselbe zahlreicher und b-theil-gen sich in letzterem Orte namentlich die Kleinmeister in lobenswerther Weise an der Gewerkschaft. Ja Neustadt war die Versammlung zu spät ange- zeigt und fand keine statt. In Heidelberg, Heilbronn, Pforzheim und Stuttgart nahmen die Versammlungen einen guten Verlauf, doch hätte der Besuch besser sein können. Collegen, unsere Gewerkschaft zählt jetzt in 56 Städten Mit- glieder, und bei reger Agitation auch seitens der Mitgliedschaften können wir noch bessere Erfolge verzeichnen, darum säumet nicht und legt auf die Agitation das ganze Gewicht. Die errungenen Mitgliedschaften zu erhalten, neue zu gewinnen, das fei fortan unfre Aufgabe. Zum Schluß meinen besten Dank für die freundliche Aufnahme, die ich gefunden. Mit Gruß W. Bock. � chotha. In Mainz ist Bevollmächtigter W. Staßburg, Holla-- gäßchen 10; Kafsirer Jacob Holzfund; Revisor K. Rictschel. Ver- kehrSlokal bei Garrez Mitternacht. Ja Köln ist Bevollmächtigter Franz Schachtner, Bürgerstraße 6; Kafsirer Heinr. Siegburg; Schriftführer W. Dorn; Revisoren Verth. Bruno und I. Hart- mann. In Erfurt ist Bevollmächtigter Karl Ecder, Pergamenter- gasse 18, 2 Tr. In Rochlitz 1 Karl W-idenSdörser, Schulgasse 45. Ja Offenbach Wilh. Nading, Rohrstcaße 1. Ja Crimmitschau Mohr, bei Meister Müller, L-ipzigerstraß- 361. Ja Leipzig H. Kräulich, Elisenstraß: 29, Hof 2 Tr. In Bayreuth G. Sch-ib, Schrollengasse 341. Die Mirgliedschaften in Kassel und Marburg werden um An- gäbe der Adressen der Bevollmächtigten:c. gebeten.— Warum, Freund Mamme in Bamberg, erhalte ich keine Nachricht? In Neustadt a. H. hat sich eine Mitgliedschaft gebildet. Be- vollmächtigter ist Fciedr. Hartmann, bei Meister Engelhard; Kas- sirer I. Buchbauer, jun.; Revisor A. Dressel, bei Meister Knecht. Wir ersuchen die Mitglieder in Mannheim und Speyer, die Col- legen in Neustadt so lange zu unterstützen, bis die Miiglieder principienfest sind. Mit Graß für die Verwaltung: W. Bock. Die UnionSzelder werden von jetzt ab aus der Hauptkasse gezahlt. Der Beitrag von 2 Pfg. für die Mitglieder fällt weg und braucht nur pro Mitglied für die Gewerkschaft pro Monat 1'/, Sgr. eingesandt zu werden. D. O. Speyer. Den 15. September hielt die Gewerkschaft eine all- gemeine Schuhmacherversammlung ab, wo Herr Wilhelm Bock auS Gotha als Referent auftrat. Tagesordnung: Zweck und Nutzen ver Gewerkschaft. Die Anwesenden folgten den Ausführungen deS Referenten mit allgemeinem Interesse und zollten ihm am Schlüsse seines Vortrags allgemeinen Beifall. Die Versammlung war reich- lich besetzt von Meistern und Gehülfen und es ließen sich auch wieder von den Meistern einige in die Gewerkschaft aufnehmen. Wir hoffen, daß auch in andern Städten die Meister beitreten mögen, wie in Sp-yer. Emil König. Verein der Sattler und Bernfsgenosscn. Kamöurg, 20. September. Wie überall so auch hier siud die Verhältnisse der Sattler nicht die besten. Viel Arbeit, wenig Lohn, das sagt AlleS, was sich sagen läßt. Wenn wir z. B. mit- lheilen, daß hier noch die größte Zahl der Collegen für einen Lohn unter 6 Thlr. beschäftigt sind, so wird eS wohl genügen, um diejenigen Collegen, die in Hamburg ein Eldorado für die Sattler suchen, von dies:r Meinung zu kuriren. Daß d:e hiesigen Collegen nun nicht allesammt dem Verein angehören, ist sehr zu bedauern, denn würden sie dies, dann ließe sich mit den Herren Arbeitgebern wohl einmal ein ernstes Wort reden, waS wir bei der jetzigen Ze, splitterung nicht können. Allen zureisenden Satt- lern theilen wir noch mit, daß wir daS ArbeitSnachweiS-Bureau nach dem Gasthaus zur Stadt Kiel, hohen Bleichen 30 verlegt haben. Dort ist zugleich auch die Herberge und wird jeden Abend ein Comii6mitglied anwesend sein, um die Vermittlung zu be- sorgen. Sämmtliche Vertrauensmänner des Vereins werden ersucht, dafür zu sorgen, daß diese Adresse allen College» genügend bekannt wird. Mit collegialischem Gruß und Handschlag F. Schulz. Allgemeiner deutscher Töpfervcrei«. Kamvurg. Der Ausschluß der Hamburger wie Mann- heimer Collegen dauert hartnäckig fort, und gedenken in beiden Städten die Arbeiter unter keiner Bedingung sich dem Willen der Arbeitgeber zu unterwerfen; in Mannheim wurde die Mitglied- schaft ausgelöst, allein die Genossen werden deshalb an der guten Sache nicht irre, und ist es eine heilige Pflitdt eines jeden Töpfer», die Münchener thatkräftig weiter zu unterstützen. Es wird gegen die Gesetzverletzung der Münchener Polizei Protest eingelegt werden; in Hamburg sagen wir ver bestehenden Corporation unser« Dank für die thatkräftige Unterstützung und geben denselben daS Versprechen, daß wir so lange aushalten, bis die Meister cavitu- liren, so daß eS der Bauhütte nicht so leicht wieder in den Sinn kommt, Arbeiterverbindungen zu sprengen und sie auf die Straße zu werfen. Die Conjunktur ist eine äußerst günstige und sehen wir, daß die Meister sich schon selber hintergehen, indem der Haupt- mann derselben sich von den JanungSgesellen die besten ausgesucht hat, und die übrigen haben daS Nachsehen. ES sind schon viele von diesen Jnnunzsgesell-n wieder fortgereist und werden wir alles aufbieten, entweder die letzten von unserer guten Sache zu überzeugen oder dieselben zur Abreise zu überreden. Collegen in Deutschland, wir rufen Euch nochmals zu, helft thatkräflig den Münchenern, wie es unsere Organisation sagt und tretet vor allen Dingen dem JnnungSschwindel, wo er auftaucht, auf den Kopf, damit Ihr nickt willenlose Weikzeuge der capital- besitzenden Klasse sowie Eurer Meister werdet, die nur HauSknechtS- dienste für den CapitaliSmuS leisten.— Unterstützungen sind zu senden nach München an Mathias Känfl, MooSburger Hof, I-ndlingerstraße 19; nach Himburg an Hwrmann Falke, große Rosenstraße 37, bei Hübner. Mü Gruß und Handschlag Julius Wilcke, Vorsitzender. Alle arbeiterfteundlichen Blätter werden ersucht, Obiges zu veröffentlichen. Allgemeiner deutscher Schneiderverein. ßhemnih, 27. September. Da Unterzeichneter die Geschäfts- führunz abgelehnt und au dessen S:elle sich Niemand gefunden hat, so muß der Vorort auf einen anderen Oet übertragen werden. G. Schöffel, d. Z. Bevollmächtigter. xt(— Der Strike der Baumwollenspinner in Bolton(England) ht st'st Zu Ende; beide Theile sind übereingekommen, die Lohndifferenz l»!' sinem Schiedsgericht zu unterbreiten, und die Spinner sind bereits in die Fabriken zurückgekehrt.— Auch der Strike der Durhamer h a»' Kvhlenarbeiter ist schiedsgerichtlich beendigt worden.— Die Stein gräber(Steinbrucharbeiter— quarrymen) in Nordwales sind stiubs in einen Conflrkt mit ihren Arbeilgebern gekommen, und wollen ui� letztere, um ihre„Hände" zu Paaren zu treiben, Arbeiter aus Deutschland einführen. Auch Maurer sollen aus so«!!' Deutschland importirt werden, um die Löhne der englischen Dtaurer herabzudrücken. Also seid auf der Hut ihr deutschen chrest Arbeiter, gegen englische Werbeagenten! Es wäre nicht Zt- bloß schimpflich, nähmt ihr eueren englischen Brüdern daS Brod eln. weg, eS würde aua> sehr nacktheilige Folgen für euch so«: haben, da ihr nur für kurze Zeit gebraucht seid und unzweisel- eigck hast von den Herrn Bourgeois— trotz ContraktS!— auf das Pflaster geworfen würdet, sobald die eingebornen Arbeiter zur «eil Äuterwcrsung gezwungen sind.— Die Kohlenarbeiter von Nord- eua* stasfordshire haben über den Antrag auS der vereinigten Kohlen- arbeiter-Assoziation auszutreten, abgestimmt, und denselben fast er' einstimmig angenommen. Die Assoziation verliert durch diesen n lft Peschluß 7000 ihrer tüchtigsten Mitglieder.— igliej*— Immer mehr breiten die Ideen der Sozialdemokratie sich lest d au«. Heute haben wir die Gründung eines ArbeiterorganS er«l, in Croatien zu melden. Man schreibt unS: Gest' Agram, 23. September. Aus Croatien kommt wohl selten : eine Künde von den Bestrebungen der Arbeiter und dem Fort- ;ead� schritte ihrer Organisation in die Spalten deS„Volksstaats". Aur langsam schreitet hier die Bewegung fort, da die Verhältnisse ; w>>' Und der Boden für die Gründung von tüchtigen Vereinen in her« allen Städten, als Fundamenten der Agitation sich wohl nichl hat s, sehr günstig zeigen. In Agram, der Landeshauptstadt, besteht r«Jl allerdings ein Verein, der„Agramer Gewerbe-Arbeiter Verein", , aber seine meisten Mitglieder betrachten eS als genügende Ersül- sol�, lung ihrer Pflichien, wenn sie ihre Beiträge zahlen, um die Kran- xn f, ken-Untcrstlltzung beziehen zu können; um andere Sacken kümmern nd jn sich leider nur wenige. Und dock fühlt jeder denkende Arbeiter, eS gi daß eö hier nothwendiger ist, als vullnckt sonstwo, die größte liS� Perbrcituug unserer Ideen anzustreben; aber alle Versuche, dieses stchft durchzuführen, schciterlen bisher an der Indolenz unserer Arbeiter. i,>>' Ein Hinderniß für den ungezwungenen Gedanken- Austausch be- dü( stand auch darin, daß eS bisher noch nicht möglich war, die Agi- >aß, lation auf die Verbreitung von Schriften in croatischer Sprache zkeü! auszudchnen. Dock dürfte sich auch hierin ein Schritt zum Bcs- lern zeigen; mit Anfang Oktober nämlich wird die Arbeiterpresse Lindenau, 23. September.(Berliner Wind- Statistik.) Nach Erledigung der Tagesordnung der heute in GaisenheimerS Re- stauration abgehaltenen Kürschnergehülfen- Versammlung wurde eine Notiz deS Leiziger„Tageblattes" in der dritten Bei- läge der heutigen Nummer verlesen, unter der Ueberschrift„Stadt und Land" Leipzig, 22. Spt.(S. vor. Nr. d. V.) Es heißt dort:„Die Erhebungen des Berliner Magistrats, welche derselbe auS Anlaß der Beseitigung der Mahl- und Schlachtsteuer über die Einkommen- Verhältnisse der dortigen Gesellen, Gehülfcn und Tagarbeiter ver- anstaltete, haben ein sehr lehrreiches Material geliefert." Nun fol- gen die niedrigsten Lohnstufen der Seidenwirker und Tuchmacher, von 140—280 Thlr.; dann die günstigeren Lshnstusen. Weiter heißt eS:„Bei der nächsten Kategorie über 400 Thlr. geben.wir überall diejenigen Zahlen an, welche al» das Maximum der Akkordarbeit bezeichnet sind. Und darunter befinden sich auch die Körschnergehilfen mit 624 Thlr. jährlichen Verdienstes bei Akkord- arbeit." Da diese Notiz sehr leicht die Meinung verbreiten könnte, daß die Kürschner in Berlin wirklich diesen hohen Lohnsatz ver- dienen, so fand die Veisammlung für nothwendig, dem Leipziger „Tageblatt" gegenüber hierdurch zu erklären, daß dieser Lohnsatz nur bei ganz günstigen GeschäftS-Konjunkturen in kurzen Perioden bei einer AibeilSzeit von täglich 14— 16 Stunden und mit Zu- hülsenahme des Sonntags wohl zu erzielen ist, dazu aber beson- dere physische Kläste erforderlich sind. Und dieses gilt nur für Zurichter. Im Ganzen stellt sich der Normal- Arbeitslohn bei unS lung, in welcher der Reichstagsabgeordnete Motteler über daSj GeuossenschaftSbuchdruckcrei. „Haftpflichtgesetz" und die„Lage der Bergarbeiter in Bezug auf Antheilscheine bez. Amheilquittungen erhielten ferner: In Töln A. die KnappschaftSkassen" referirte. Am Eingang seines Referats�- 2 thlr._§614�— jj zergliederte Redner zunächst die schroffen Gegensätze von Kapital und Arbeit, auS denen naturnothwendig die in der heutigen Gesetz- gebung wahrnehmbare Klassenintcrcssen- Vertretung hervorgehen und Früchte bringen müsse, wie daS Haftpflichrgesetz. An den ZZ 1 und 2, sowie an deren EntstchungSwelse kennzeichnete Refe- rent die in diesem Gesetz keck ausgesprochene Bevorrechtung anderer Gesellschaftsklassen den Arbeitern gegenüber, erörterte die Schwierig- leiten, in Unglücksfällen den Beweis der Schuldlosigkeit zu führen, die theilweife Unmöglichkeit der Prozeßführung für Arbeiter und deren Angehörige und wies endlich nach, daß das Gesetz im Wege der Unfallsversicherungen in seinen Absichten abgeschwächt werde, da der versicherte Unternehmer sein Interesse durch die Versicherung gedeckt wisse und deshalb leicht mit der berüchtigten Oekenomie, die schon so viel Unglück veranlaßt habe, zu Werke gehe. Außerdem werde der Arbeiter gezwungen, direkt wie indirekt die Verstcherungs- kosten zu erbringen, währenddem er im Weigerungssalle seine Existenz aufs Spiel setzen müsse. Auch die LaSkersche Verschlechterung des Gesetzes durch§ 4 fand ihre Würdigung als ein recht kennzeichneuder Zug der Klassengesetzgebung, die die anscheinenden Wohlchaten des Gesetzes mit allen möglichen Häkchen umgeben haben, an denen die Anspruchsberechtigten ihre Forverungen gelegentlich aufhängen sehen. Der Umstand, daß Jemand nach§ 3 nur den Schadeneisatz beanspruchen könne, wenn der Verunglückte„vermöge Gesetzes" verpflichtet war, den ersaybeanspruchenden Unterhalt zu gewähren, Fond für Gcmaßregclte. Bom Arbeiterverein Thonberg 4 thlr. E. Spglr Bruchsal 23 gr. Durch F. F. in Mylau: 10 gr. bei Versteigerung de« Laskerknüppels in Limbach, 1 ihlr. 7 bei Veisteigerung eines Hähnchens, weil demjelden das Tragen eine« roihen Schlipses noch nicht verboten war und 13 gr. vo« einen tortigen P-,rt igen offen. F. S. 1 thlr. 20 5 gesammelt bei einer Versammlung des sogenannten deutschen FottschrittsvereinS in Gohlis- M Po lui für Anzeigen:c. __ Die rechts in s j angegebene Ziffer ist der Preis der betreffenden Annonce. L< eo ÄMtNÄftttl'ir Die Metallarbeiter Augsburg« und Umgebung sowie alle Freunde und Gesinnungsgenossen werde» zu dem am Samstag, den 3. Oktober, Abends 8 Uhr, in den Sälen zu den drei Königen stattfindenden Metallaröeiter-Aall freundlichst eiugeladen.— Eintritt für Herren 24 Kreuzer, Damen frei. _ Das E o m i t ö.[20] Berlin in Berlin im Duichschnitt nur auf ca. S'/s Thlr. Und nur dieser! schließe Geschwister, Mütter, Bräute:c. von Verunglückten von Satz kann als Norm für eine Steuer- Ewschätzung gelten. Jmlder Unterstützung auS, die sie häusig zu beanspruchen hätten, da Uebrigen werden kaum in ganz Deutschland zehn Kürschner zu finden sein, die pr. Woche das ganze Jahr hindurch 1-i Thlr. verlieren. WaS Einige eine kurze Zeit lang verdienen, ist nicht maßgebend für Alle als DurchschnittS-Verdienst. Im Auftrage der Versammlung: F. Trost. ZwilKau. Die am 20. September Abends im Gasthofe zum „Goldenen Becher" anberaumte Volksversammlung war von ca. 400 Personen— auch von Gegnern— besucht. Hofmann führte den Vorsitz, während der ReichStagSabgeordnete Liebknecht referirte. Die beiden Punkte„das Hasipflichtgesetz" und die„Knappschafts- Kassen-Frage" bildeten die Tagesordnung. Liebknecht leitete fein Referat damit ein, daß, vom sozialistischen Standpunkte aus be- trachtet, der heutige Staat als Klassen staat erscheine, was aus den gegenwärtigen Gesetzen aufs Deutlichste zu ersehen sei, welche eine kleine Minorität des Volkes in ihrer aussckließlchen Klassenstillang, auf Grund des Besitzes in den gesetzgebenden Köipern sitzend, vorwiegend in ihrem Interesse zu machen pflegen. Referent ent- wickelte geschichtlich, wie sich auS dem F-udatadel, den großen Grundbesitzern, den kommerziellen und industriellen Besitzern im Lause der Zeit die Klassengeietzgeber rekrutirl habe», und es biete auch das vorliegende Haftpflichlgesetz unwiderlegliche Beweise da- für, wie die Gesetzgeber ihr Klasseninteresse Uber alles Andere stellen. Schon der eine Paragraph, nach welchem bei Elsenbahn- Unfällen der Unternehmer nachzuweisen habe, daß daS Verschulden des Unglücks nicht an ihm liege, während auf der anderen Seite den unbemittelten und gesetzesunkunvigen Arbeitern gegenüber den bessergestellten Fabrikanten, Werks- oder Grubenbesitzern die Auf- gäbe der Beweisführung aufgebürdet werde, beweise zur Genüge, wie man die Gesetzgebung im Klasseninteresse betreibe; und wenn man unS Sozialisten von gegnerischer Seite stets vorwerfe, daß wir den Umsturz der heutigen Gesellschaft herbeizuführen bestrebt seien, so sei der Beweis weit leichter, daß die heutige Bourgeoisie durch Zugrunderichlung der von ihr ausgesogenen Arbeiter, wie durch Vernichtung des Kleingewerbstandes dies ganz allein besorge, ein Umstand, der die Anforderungen des Sozialismus als berechtigt be- stärke, und es bestätige, daß der heutige Staat ein Klassen staat ist und in seinem jetzigen Wesen eine Umgestaltung nothwendig mache, wenn Ge sie zwar nicht„vermöge Gesetzes", aber„vermöge Naturgesetzes" von Verunglückten versorgt worden. Nach all den Mängeln wäre eine Revision und Verbesserung deS Hastpflichtgesetzes weit mehr von Nöthen gewesen, als die angebliche Verbesserung des Gewerbe- gesetzes, die ausschließlich geg-n die Arbeiterrnteressen und zur Vernichtung des Eoalitionsrechts gemünzt war. Würdig an das Hastpflichtgesetz in Grundsätzen und Form sich anlehnend seien auch die Knappschafiskassen organisirt.„Viel Worte und MetallarbeitergewerkSgenossenschaft. Sounabend, den 3. Oktober o., Abends halb 9 Uhr: Monatsversammlung bei Macke, Auguststraße Nr. 80.— Kassen- und Revisionsrericht. Verschiedene« Die Mitglieder wollen sich zahlreich und pünktlich einfinden unh Collegen zuführen._ Der Bevollmächtigte.[6}' Zu Berlin Gewerkschaft der Holzarbeiter. j'üs Sonntag, den 4 Oktober, Nachmittag 4 Uhr, Große Reil Franksurterstraße Nr. 77, im Kölligstädtischen Casino: besä Grotzeö Tanzkränzchea*<:l< wozu die Mitglieder und Freunde unserer Gewerkschaft ersucht werde«, für uns durch Ihre Theilnahme zu beehren. tu s Entiö inclusive Ball: Herren 6 Sgr. Damen 2�2 Sgr. tont Da« VerguügungS Eomitö. I. A.: G. Lemke.[22l/iil_ Sonntwih b(n 30�Ssi"mde"�B,rf-mml«ng iw Cvn N.«-». ÄScTiS»«Li-> deshalb daS heutige KnappschaftSwesen, so lange die Beiträge der Besitzer und der Arbeiter in eine Kasse zusammei fließen, nur als Hilfsmittel zur fortgesetzten Abhängigkeit der Albeiter bezeichnen, da die meisten Statuten den Arbeiter seiner UnteistützungSauspiüche verlustig erklären, sobald er das Werk verläßt, aus dem er Jahre lang gesteuert hat. Redner stellte hieraus die englischen Berg- arbeiter den hiesigen zum Muster auf und ermahnte, auf selbst- stäodige Gründung von Albeiterkassen hinzuarbeiten. Es bedürfe zunäckst nur deS Eintritts in die bereits organisirte Genossenschaft der Gi üben- und Hüttenarbeiter, die besonders auch für Fälle von Maßregelung und dergleichen ihre Mitglieder unteistüye und so zur weiteren Organisation freier Kasson den besten Anhalt b ete. Die bisherigen Versuche zur Einigung der KnappschaftSkassen seien kästen. Res. Theile. Gäste willkommen. D. V.[5] Cöl» An die hiesigen Abonnenten. als Verschiedene Umstände zwingen mich, für nächste» Quartal- im Voraus zu erhebe«.!"• viel als möglich sät Jch0 den Abonnemeiusbetrag mouat- oder qaaitalweise im Voraus zu erhebe«. Ich bitte daher meine verehrl. Abonnenien, so viel als möglich sät Zahlung Sorge zutragen. Bei eiwaiger mmgelhaster Zusendung elsuch« äusg ich, mir sosorl Mittheilung zu machen. Lehe: Zugleich empfehle ich mich zur Besorgung aller in der Buchhandlung s deS„Bolksstaat" oder bei W. Bracke jr. in Braunschweig erscheinende« Schilsten. Gustav Heinrichs, Eolporteur, gr. Griechenmai kl 52 B.[10]- Bestellungen aus den„Volksstaat" pro 4. Quartal 1874 we,den jederzeit angenommen bei: A. Geib, m meist deshalb gescheitert, weil die Kämpfenden nicht zum Kampf Aödingsmarkl 12, Traumann, DragoneistallL, und den Eo'poiicure« organisirt und auch ohne klaren Plan waren, und weil der Ge- �ätOtze; ferner m den Zettungslädeu von Meyer, Nestl,' 0. 1<«.•''..... iWi+hhrtitftfn IQ danke der Verewigung immer weder die Weiksbesltzer mit em- geschlossen habe, deren Interessen an den Kassen denen der Arbeiter stracks entgegenstehen. Zum Schluß wurde folgende Resolutron einstimmig angenommen: „Die Versammlung erklärt, daß die KnappschaftSkassen nur in der Selbstverwaltung der Arbeiter ihren Zweck erfüllen können und dethalb darauf hinzuarbeiten ist, die Kassen freizumachen und beucht, Ref. Künzel. als reine Aibeiterkassen zu organisiren. Zu diesem Zweck empfiehlt sich allen Berg- und Hüttenarbeitern der Eintritt in die Ge- nossenschaft." Nach Annahme der Resolution fanden sofort zahlreiche Ein- Zeichnungen in die Mitgliederliste statt. O. H. Aerkin.(Verspätet.) Die„Volkszeitung" fühlt sich gezwun und Rithhausen, Breitestraße 13. Die Filialexpedition H. F. W. Schultz, Platz beim grünen Sood, Hos 34, Goal 2. Soziaidemolratischer Arbeileroerem. Donnerstag, den 1. Otrober, Aveods Uhr: Set' rechtigkett walten und der allen Menschen gebührende Mitgenuß �n, in Nr. 193 ihres Blattes, das sie mit einem Lenaitikel lArtitfovM K nv•« arrr« fju. er w � yii. u.. �'._...'..„. an den Gütern der Erde, namentlich der Alles schaffenden Arbeiter- klaffe, gesichert werden soll. DaS Haftpflichtgesey sei eher ein Mittel zur Verlängerung der Mißstände, als eines zu deren Be- seitigung, was Redner an den einzelnen Paragraphen schlagend nachwies. Einer scharfen Kritik unterzog er dann die Zustände der KnappschaftSkassen(Zwangskassen) der Berg und Hütten- arbeiter. Dieselben bezweckten in erster Linie die ökonomische Ab hängigkeit deS Arbeiters vom Kapital zu verschärfen, während sie aS Einrichtungen, welche den Schein der Nützlichkeit und Ge rechtigkeit äußerlich annehmen, in Wahrheit aber keine solchen sind, die Arbeiter der Laune und der Knechtschaft deS Kapitalisten noch Mihr preisgeben. Redner führt historisch und thatsächlich die Arbeiter-Kassen-Verhältnisse Englands näher auS und beweist, wie die englischen Arbeiter sich durch AuSdauer und gemeinschaftliches Zusammenwirken, Kriegskassen geschaffen haben, durch welche sie im Stande sind, den Jnteressenkampf zwischen Arbeit und Kapital auSzusechtcn. Von einem Personenkampfe könne nicht mehr die Rede sein, indem WerkSbesttzer und Fabrikanten an dem Befinden deS Arbeiters kein weiteres Interesse haben als das, seine Kraft so vortheilhaft und schnell wie möglich auszunützen und ihn knech- tisch niederzuhalten, wie die» aus der Einrichtung der KnappschaftS- lassen deutlich hervorleuchte. Er rathe den Bergarbeitern, auf die Beiträge der Werksbesitzer nicht allzu großes Gewicht zu legen und nicht zu glauben, daß dieselben etwas Besonderes für den Arbeiter thun. Durch die knappen Lohnbedingungen sei den Ar- beitern das sibon vorher entzogen, waS der Werlbesitzer als Bei- trag zu der Kasse zahle. In Gestalt vorenthaltenen Lohns und ab- soluter Knechtung der Arbeiler erhielten die Grubenbesitzer ihre Bei- träge Hundertsach zurückbezahlt. Die englischen Arbeiter seien bei Grün- dung ihrer Kassen von dieser Ansicht geleitet und dadurch freier geworden. Sollte dies nicht auch den deutschen Arbeitern möglich werden? Redner bezeichnete als zunächst einzuschlagende Mittel und Wege die Organisation freier Kassen, zu denen die Werks- besitzer nicht zuzulassen wären, und die in der Selbstverwaltung der Arbeiter zweckentsprechend gedeihen würden. Nebstvem empfahl er, für die Trennung der Aibeitergelder auS den Werkskassen zu wirken, in der öffentlichen Meinung und durch Einfluß auf die Gesetzgebung. Ebenso forderte er zum Eintritt in die bestehende Bergarbeitergenossenschaft auf.- Nachdem noch der Vorsitzende ge- fragt, ob Jemand daS Wort wünsche, sprach Drtzauer einige Worte zur Aufmunterung und empfahl, auf den„Volksstaat" in Leipzig „Schlauheit und Bornirtheit" einleitet, ihren Lesern zu zeigen, „welches Proletariat des Geistes sich in der sozialdemokratischen Presse breit macht." Sie gibt zum Theil den Artikel„Zur Phy- stologie deS Kausmannsthums" wiecer und bricht dann mit wahrem Behagen in die Worte auS:„Einen Menschen, der von der volks- wirthschafilichen Bedeutung deS Handels(von Kausleuten ist hier gesprochen und nicht vom Handel; versteht die Dunckerin nicht den Unterschieb?) sowie von dem Einfluß deS letzteren auf die Cultur der Völker offenbar keine Spur einer Idee hat, gönnen wir der sozialdemokratischen Presse als Mitarbeiter." Ich drehe das Blatt um und lese nicht zu meinem Erstaunen, aber Ergötzen folgenden, der„Times" entnommenen Artikel.„In der islänbi- schen Hauptstadt gibt eS drei soziale Hauptelemente. DaS erste bilden die Geistlichkeit und die Civilbeamten, das zweite die Kauf- Mannschaft und daS dritte die Tomthusmen, d. h. Leute, die keine Kuh besitzen. Die zahlreichen Armen, deren Erhaltung die Ge- meinde schwer belastet, bilden den vierten Stand. Die Kauf- leute zeichnen sich nicht gerade durch Bildung und Verfcive- rung auS, doch vermögen sie durch ihren Reichthum(also nicht durch Bildung, sondern durch Reichthum, den sie wieder ohne Bildung ge— spart haben) eine soziale Rolle zu spielen. Ihre Zahl ist im Abnehmen begriffen, da sich Consumvereine(deren Vorsteher nicht Kaufleute sind) gebildet haben, die den Kausleuten starke Conkurrenz machen, vielleicht sie bald ganz und gar von der Insel vertrieben haben werden.(Nun, haben denn die Isländer„keine Spur einer Idee von dem Einfluß der Kaufleute auf die Cultur"? Fürchten die Bewohner denn nicht, daß die Civilisation dort unter- gehen und der größten Barbarei Platz machen wird? Sehen sie nicht ein, daß dann das ganze Land erst recht verarmen wird?) Man verspricht sich sehr große Boriheile für den Wohlstand der Insel von dem Bei schwinden der Kaufleute." Also müssen sie doch ein großes Hemmniß für den Culturfortschritt sein, es ver- schulden, daß die isländische Bevölkerung so unendlich arm ist.) Ein Kaufmann. Leipzig..... W. sammlung in der GcIcllicha>tShalle, Mitteistraße. Tagesoldnung: Di« revidirte Siädieordiiuug, Ref. Nauert.— SozialpvUttscher Wochen- Der Vorstand.[Ä Lunzenau Sonntag, den 4. Oktober, Nachmittag« 5 Uhr, i« der Schau kwirthschafi bei H. Herbst: Volksversummlung. Tagesordnung: Die wieder bevorstehende Reichsiagswahl und die Thäiigkeit des bisherigen Vertreter« de» 14. WaHllrdfis im Reichstage- Rejerent W. Fink aus Leipzig. DaS Eomitö. Ji »itzer •n di für e für- Ls M kann, �! fe Neukirchen [o Jtom Unter Am 4. Oktober findet da hier ein Arbeiterfest statt, wozu alle Parteigenossen von Nah und Fern eingeladen werde«- Der allensalls erzielte Ueberschuß wird zu Partei, wecken verwendet- Das Eomitö.[15)1 Hais ' �Nesi �lrbei ? Anfforderung. Slrbei Die Bürger: A. Mechler, Schreiner, und O. Kühn, Buchbinder,»v. Wvw.rrA: u...... w 11 c i>r«. in..« ort- Q � werden ersucht ibre jetzige Adr-sse ihrem Freund Uhly Ch. Vnök, Nr. 3, Ernest Street Nr. 3, ihnen Albany_Street N. W. London mitMhdlen.[IL'/z] � � Verbunden Herr Georg Hermann Stcnsleii, Tischler au» Willpischen, Gr. Stallu- pöhnen, Rgbz. Gummbinnen mit Jungfrau Auguste Pauline Knolle au» Luckenwalde. Berlin, den 19. September 1874.[17»/� IJjJJ Hiit ik' 3 «le i fctbei & h< Nat Hastfifllcht-Gesetz. fiünb Mit Rücksicht auf da« Interesse, welches gegenwärtig für diese An- ifiatt und den„Bürger- und Bauernsreund" in Crimitzschau zu abon- Lriejkastca der Expedition. O. G. Großenhain- Becker'« Neue Stunden der Andacht liefern wir Ihnen. Siehe heutige Annonce. Quittung der Expedition. Von Eigarenarb. in Berlin Annon. 5 gr. I. Mllr hier Abonn. 1 thlr. 22 5, Sa,r. 1 thlr. Sckrck in Haagen Schr. gelegenheit vorhanden ist, machen wir die Parieigenossen auf Brackel Rede über das Haftpflicht-Gesetz aufmerksam. Dieselbe ist enihalten im Dresdener Eongreß-Protokoll stx,' (Seite 44—54), welches wir biermit zum berabgesetzten Preise von 2 Gr. pro Exemplar Ii' j anbieten.— Das Protokoll enthält außerdem: Referat Aorck'« übel den Normal-Arbeitstag; Referat Bebel'« über da« allgemeine Stimm-. recht für die Einzelstaaien und Kommunen u. f. w."* _ Die Buchhandlung des„Volksstaat", g. T Soeben ist erschienen die 2. Lieferung von I. PH. Becker« Neue Stunden der Andacht. Preis pro Expl. 2 Gr.— 7 kr. südd. Leipzig, 26. Septbr. Die Buchhandlung des„Volksstaat",[I21/2J nircn, indem nur solche Blätter daS Arbeiterinteresse fördern und vertreten. Gegen die Aibetter gerichtete Blätier dadurch mehr und mehr zu verdrängen, sii Pfl-cht eines jeden denkenden Arbü- terS. Der Vorsitzende schloß dre Versammlung mit dem Wunsche, daß sie ihre Wiikung nicht verschien möge, und wurde daS Re- ferat mit höchster Aufmerksamkeit und wiederholt beifällig auf- genommen. H. D. ZNcdcrpkanitz. Sonnabend, den 19. September, tagte h er im Stein'schen Gasthofe eine sehr stark besuchte Volksversamm- 2 tblr. 4 2. M. Maiu Eonstm, Ann. 9 gr., Schr. 15 gr. Wltstk Soeben beginnt der Versandt unseres Volksstaatkalenders für 1375, derselbe enthält außer dem bekannten Kalendarium(dem dieemal auch der katholische Kalender beigefügt ist), ein B-rzeichniß der Messen un« Märkte Deutschlands. Literarischer In. alt: Die Hanauer Turner im badisch-rhcinpfälzischen Aufstaude 1849; nach den Papieren ihre« Corpsabjntanten, de« verstorbenen Albert Dammerow. Von dem noch lebenden Sigismund Borkbeim, or„„ lA->A IM»kr, ftl;' cw'sr,,,,„„„ 1, juamm crow. üuu uuu nuaf iroriioru«■igisuiunu«vrioeii», 2 If' A Ä ArÄ. 2...�"'./„e« I'' Batteriechef in der badisch-iheinpsäluschen Rebellena.mee; Rothe Oster», ,i5mr?Q rvi" �9 gl'' Ab 20 thlr. G. Pfaf Freubentbal Ab' historisches Gemälde aus dem Bauernkrieg, von Robert SchweiPtb 1 thlr. 13, Schr. 1 thlr. 12� Mttl hier Schr. 7 gr. 5. I. Nhi�K.rsch- � licßt&je Neltung? Ans dem Tagebuch eme« Sozialisten, vo« bäum Schr. 2 tvlr. Gohlis Ab. 4 thir. Arb- Bild.-Ver. Steyer Ab. 1 ihlr. 4. O. Plrt o.,,. .0. Nu h. 5 gr. E. Bchh h. Schr. 1 thlr. 13 6.! terschiedene«. Aus dem o Walster. Zur Grund und Bodcnsrage - Preiö 3 Vo(Kr. aeacu bu&T*"ty r «ltm Maastricht Ab 1 Ihlr. Sp,lr Bruchsal Schr 7 gr Dr. Wnmn,, Bestellnngen hieraus an die Buchhandlung de«„Volksstaat" zu adressire». 1°sts Brandenburg Schr 9 gr. 5. Verein. Gew.rjch. Chemnitz Ann. 2o gr.>' � �""(ifctu( Deutscher Verein Locle Ab. 20 gr. F. Fschr Mylau Ann. 15 gr. C M .'Mannheim Schr. 28 gr. 7 � L. Fs London Ann. 3 ihlr. 12. Jmhssi Leipzig: Verantw. Redakteur: M. Preißer.(Redaktion und Ex- hier Ab. 1? gr. 5. Schmdt Römerstadt Ab. 1 thlr. 2/.> pedition Zeitzerst. 44.) Druck und Verlag der GenossenschastSbuchdruckerei. � b.