!«-' �kkrschnnt in Leipsig Rlttwoch,Freitag, Sonnrag. Abstellungen nehmen an alle Postanstalten u. Buchhand- in Zungen desJn-u.Auslandes. Filial- Expeditionen st» m die Vereinigten Staaten: F. A. Sorge, ._®«x 101 Hoboken, N. J. Peter Haß, ,,- Ooruer Ibirä auck Int i'044®* PdfadslpWa. no- Der IflMttiit Abonnementspreis" für ganz Deutschland IL Sgr. pro Quartal. Monats- Abonnements werden bei allen deutschen Postanstalten auf den 2ten u. Lten Monat und auf den 3ten Monat besonders an- genommen; im Kgr. Sachsen u. Hrzgth. Sachs.-Altenburg auch auf den lten Monat des Quartals ä 5>/z Sgr. ZrgandersozialdemotrattschenArbeUerMrteiMdderwternationalenGeuierksgenoffenschastek. Inserate, die Abhaltung von Partei-, Vereins- nud Volksversammlungen, sowie die Filial-Expeditionen und sonstigt Partei-Angelegenheit«, betreffend, werden mit 1 Ngr.,— Privat- und Vergnügung«- Anzeigen mit 2'/, Ngr. die dreigespaltene Petit-Zeile berechnet. Nr. 122. Sonntag, 18. Mtober. Tie Moralität der befitzenden Klaffen. be-, Auf dem sächsischen Landtag kam vor Kurzem die Frage zur ilig-'�Handlung,„ob nach Erlaß deS neuen Einkommensteuergesetzes bstet°n der Nachforderung der hinterzogenen Steuerbeträge abgesehen Frd.«rden soll."„ Hinterzogene Steuerbeträge" ist der mildparla- ibeu. sentarische Ausdruck für Steuerbeträge, um welche der Staat Nrogen worden ist. Die Deputation(Ausschuß) der ersten ' Bf war der Ansicht, daß das Recht der Nachforderung fort- lassp>,�en müßte; die der zweiten Kammer, in der das Bour- hier bois-Element entschieden herrscht, war dagegen der Mei- > gr. der Staat müsse den Betrügern daS unterschlagene thlr. �ld schenken; und im Einklang mit dieser sauberen Auffassung Lhwvrde von dem Abg. Grahl und Gen. formell der Antrag ge- -"�aß von dem Inkrafttreten des Einkommensteuergesetzes ab � if® lbder Nachforderung hinterzogener Gewerbe- und bbsonalsteucrbeträge abgesehen werde." Bei der DiS- w* �er �besen Antrag, am 8. Oklbr., stellte sich nun heraus, -- rscher Klasse die„Hinterzieher", in ehrlichem Deutsch: die Be- "ger angehören, für die sich die Bourgeoiskammer so lebhaft 'bressirt. Mit vollem Recht bekämpfte der Staatsminister von �esen den seine Urheber kennzeichnenden Antrag. Er sagte unter -•wsein:„er bitte zu bedenken, daß es sich um ein Geschenk aus P Staatskasse handle, das von sehr großem Umfange sein könne, derb � no(� 8ar n�t versehen lasse, und zwar um ein Ge- Penk, das Personen gemacht werde, die eS am aller- __ �igsten verdienten. Während die große Mehrzahl der ehr- Ben Leute pflichtgemäß deklarirt und die Steuern gezahlt habe, unz!."ne größere Anzahl die Höhe ihres Einkommens ver- !ratit.7?'�gen, entweder nicht oder unrichtig deklarirt, und "fen solle man im Wege der Amnestie noch eine gewisse Auer- Mung ihres GebahrcnS zollen? Von dem Standpunkte eines �anzministers aus könne er eine solche Maßregel nicht verthei- itn. Wolle die Kammer so generös sein, so bitte er sie wenig- �S, zu erwägen, ob sie ihren Zweck damit erreiche. Sei wirk- anzunehmen, daß Jemand, der z. B.«000 Thlr. Einkommen e und nur 600 Thlr. angezeigt, jetzt komme und sage: ich e allerdings nur 600 Thlr. deklarirt, aber in Wirklichkeit habe KlVtflv IS..: i_____ t-.rj. ch. asstr�i 'l d geschenkt werden! Und geschenkt werden von wem? Von den übrigen Steuerzahlern, die nicht„hinterzogen" haben. Eine Tugcndprämie, den Dieben bezahlt von den Bestohlenen! Das ist zum Mindesten originell. Genug: durch die Verhandlungen des sächsischen Landtags am 8. d. M. ist festgestellt worden: 1) Daß die besitzende Klasse es ist, welche den Staat„in schreckenerregender Weise" betrügt; 2) daß die aus der besitzenden Klasse hervorgegangen Gesetzgeber diesen Betrug im Großen nicht für ein strafwürdiges Ver- gehen halten. Unsere Bourgeois sind höchstlich entrüstet über den Satz: das Eigenthum ist Diebstahl. Können sie aber, angesichts dieser denk- würdigen Kammerverhandlung, uns das Recht abstreiten, ihnen zu sagen: die Moral der besitzenden Klasse ist— Spitz- bufbenmoral? anfl, 00.? Sei das nicht auch eine moralische Blame, die .[W schlimmer sei, als die Nachzahlung, und glaube man, daß Personen darüber hinwegsehen würden, wenn man ihnen Sonn�."lcht zumuthe, nachzuzahlen? Er bezweifle, daß danu die BittMarationen richtiger und wahrheitsgemäßer würden abgegeben 79. �den. Dazu komme, daß in der letzten Zeit, wo erst klar ge- neuNKden, in welchem Umfange Steuern hinterzogen wor- 'u seien, eine große Anzahl derartiger Fälle untersuch:, Nach- �lng verlangt worden und von einer sehr großen Anzahl von stonen Nachzahlungen bis in die neueste Zeit erfolgt seien. p« nun Jemand nicht nachzahlen bloß deshalb, weil zufälliger die Hinterziehung einige Wochen später entdeckt werde?" Aus eine Bemerkung deS(nationalliberalen) Referenten Gensel Entschuldigung der„Hin: erzieh er", erklärte der Staatsminister l» noch ferner:„Es handle sich allerdings blos um die Ren- M �'n bcr Regel um solche Personen, die p rAli®Ut vachzahlen könnten. ES sei bei einigen Nachlassen- l /«rt dargethan worden, daß in schreckenerregender Weise l'j.jsÄ�crn hinterzogen worden seien, und da seien die kleinen so 1 TO ausgeschlossen und nur die größeren in Betracht gezogen l[6flen' wo die Summe irgend erheblich gewesen sei." «tachnk Aeußerung deS StaatSministerS, daß eS sich bloß um die leib'�nsteuer handle, ist nicht ganz richtig, denn auch bei anderen Uern kann sehr viel b.trogen werden, und wird notorisch viel betrogen; indeß dies nur nebenbei. Die Einschränkung die Rentenstcucr hat den Vortheil, daß die Klasse der„Hinter genau bezeichnet wird. Die Rentensteuer wird ihrer Natur -. ausschließlich von der be sitzenden Klasse entrichtet; aus �.eßlich die besitzende Klasse wird folglich von der "läge getroffen. mg TOrios ist, wie einige der Herren Abgeordneten die„häßliche ~_ Msache« zu beschönigen suchten. Ein Herr Uhlcmann meinte, � der ehrenwcrthcn Betrüger„hätten ihr Gewissen mit der «st. Dichtigkeit deS Steuersystems beruhigt"— was beiläufig, ustrai� daß Herr Uhlemann es zu ahnen scheint, die unverfälschteste ützuu�ltzbubenmoral ist, denn welcher Spitzbube enischuldigte nicht rfli �ngfingerei mit der„Ungerechtigkeit" der Vertheilung der ug. X. vhen Güter? Und daS läuft doch genau auf dasselbe hinaus. ,? hübscher ist daS Zeugniß, welches der liberale Bourgeois p�auer seiner Klasse ausstellte:„Er glaube nicht, daß , �vziger sein Einkommen richtig angeben würde, a er die früher hinterzogenen Beträge nachzahlen e." �--JJfoch langer Berathung entschloß sich die zweite Kammer, den » W'TOterzUymi., eine goldene Brücke zu bauen und nahm folgen- Antrag an: „Die Kammer wolle beschließen, die kgl. Staatsregierung (v ersuchen, Vorkehrung dahin zu treffen, daß von dem In- rafttreten deS Einkommensteuer- Gesetzes ab hinsichtlich aller derjenigen Beitragspflichtigen, die sich nicht nach Einführung dir Einkommensteuer-Gesetzgebung sortgesetzte Steuer-Hinter- Rehungen zu Schulden kommen lassen, vielmehr eine rich- ??ge Deklaration ihres Einkommens bewirken, von jeder Rachforderung hinterzogener Gewerbe- und Per- Jonalsteuerbcträge abgesehen werde." heißt mit anderen Worten:„Wer künftighin nicht lügt 'trügt, dem soll das Ergebniß seiner bisherigen Betrügereien Nnu« [VI, und [12V» nun t>g i«t.' Die Quednaner Revolte vor dem Schwurgericht. (Fortsetzung.) Die Gemüther der Tumultuanten, deren Zahl sich fortdauernd steigerte, waren namentlich durch den Schnaps, und da ihren ver- brecherischen Unternehmungen nirgends Widerstand entgegengesetzt worden war, schon stark erregt und ermuthigt, als sie in den Gütern Neffelbeck und Trutenau ansprachen. Es war höchste Zeit, daß eine Eskadron Kürassiere deS Regimentes Graf Wrangel an- rückte, anders hätte der Vorfall eine sehr viel traurigere Wendung nehmen können, da man unter großem Beifall der Menge nun schon allen Ernstes vom Aufhängen sprach. In Nesselbeck ward Küche und Speisekeller geplündert. Der von einem Ausgange Heimkehrende Inspektor Mischpeter wurde von Mehreren in den Chausseegraben geworfen und gemißhandelt, und der auf der Ar- beit befindliche Kämmerer Maibaum gezungen, vom Felde nach Trutenau mitzukommen und zwar durch die Drohung, daß ihm im Weigerungsfalle Arme und Beine entzweigeschlagen werden würden. Der Amtsvorsteher Lücke in Trutenau war nicht zu Hause anwesend. Als er von dem in Quednau ausgekrochenen Tumulte erfahren, war er nach Königsberg geritten, um militärische Hilfe zu requiriren. Hier in Trulcnau machte die Rotte sich sofort an die Zerstörung deS AmtSgefängnisses, alSdann stattete sie der zu Hause anwesenden Gattin des Herrn Lücke einen unliebsamen Be- such ab. In ungestümer Weise wurde dieselbe um Verabreichung der Speisen und Getränke angegangen. Ganz besonders that sich hier der Tischler Nelson hervor, welcher dem am Fenster stehenden Rechnungsführer von Sckimidt wiederholt in brüllendem Tone zu- rief: der Herr werde aufgehängt werden, den Strick dazu habe er sich schon mitgebracht. Frau Lücke verhandelte vom Fenster aus mit dem vor ihren verschlossenen Wohnhause stehenden aufgereizten Volke, es kam endlich zu einer Einigung dahin, daß sie den Leu- ten eine Anweisung auf den dort befindlichen Krug durch den Rechnungsführer ausstellen ließ, durch welche die Rotte autorisirt wurde, sich für Rechnung der Frau Lücke soviel an Bier, Brannt- wein und Essen verabfolgen zu lassen, als den Tumultuanten beliebte. Schon hatte Nelson- den Schein in seine Tasche gesteckt und wollte sich nach dem Kruge begeben, der so ganz ohne Schranken seine Speiseschränke und Schläuche öffnen sollte, als man von verschie- denen Seiten die Kürassiere ansprengen sah. Bevor das Militär einschritt, begab sich der GenSdarm- Oberwachtmeister Kietzmann unter die Tumultuanten; da jedoch seiner Ausforderung, die Was- fen(Mistforken, Acxte, Heugabeln, ein paar Gewehre) zu strecken, nicht Folge gegeben ward, er von einem Kerle, dem Jnstmanne OelSner, vielmehr mehrfach mit einer langen Stange geschlagen wurde, so daß sein Pferd sich bäumte und er selbst schon in höch- ster Gefahr schwebte, umsomehr, als auch der Jnstmann Kobeleit mit seiner Axt auf ihn eindrang, so rückte daS Militär an, wcl- cheS von der Waffe energisch Gebrauch machte und den weiteren Excessen ein Ziel setzte. Wie wir schon früher mitgethcilt, wurden Ivb Personen verhastet. Die Staatsanwaltschaft hat, nach dem Resultat der geführten Untersuchung, sich zunächst mit den Hervorragendsten derTumultuanten befaßt, um in dieser Angelegenheit, die durch die Mittheilungen in der Presse in ganz Europa bekannt geworden sind und Interesse erregt haben, so rasch als möglich ein Resultat zu erzielen. Mit diesem Prozesse kommen die betrübenden Vorgänge nicht zum Ab- schluß; Vielen, die sich dabei betheiligten, steht noch ein gleiches Schicksal, wie den in diesen Prozeß verwickelten Angeklagten be- vor; die größte Zahl der Tumultuanten wird vor der Criminal- Deputation sich noch wegen des einfachen Landfriedenbruchs zu verantworten haben. Denn, trotz des Zusammenhangs der Sache, wurde die Theilung derselben in diesem Falle beliebt, um den schon ohnehin schwerfälligen Schwurgerichts- Apparat nicht zu sehr in Anspruch zu nehmen. Die in diesen Prozeß verwickelten 33 Personen, außer dem Schneider und dem Tischler sämmtlich Knechte, Arbeiter, Freileute, darunter zwei Personcu, welche an dem verhängnißvollcn 6. Juli noch nicht firafmündig waren, da sie noch nicht das 18. Lebens jähr erreicht hatten, sind sämmtlich nach dem§ 12S des Reichs Strafgesetzes angeklagt worden, welcher also lautet:„Wenn sich eine Menschenmenge öffentlich zusammenrottet und mit vereinten Kräften gegen Personen oder Sachen Gewaltthätigkeiten begeht, so wird jeder, welcher an dieser Zusammenrottung Theil nimmt, wegen LandftiedenbruchS mit Gesängniß nicht unter 3 Monaten bestraft. Die Rädelsführer, sowie diejenigen, welche Gewaltthätig- leiten gegen Personen begangen, oder Sacken geplündert, vernichtet oder zerstört haben, werden mit Zuchthaus bis zu 10 Jahren be- straft, auch kann auf Zulässigkeit von Polizeiaufsicht erkannt wer- den. Sind mildernde Umstände vorhanden, so tritt Gesängniß nicht unter 6 Monaten ein."— Außer einem Angeklagten ist keiner, welcher bestreitet, sich nach dem ersten Theile dieses Gesetzes- Paragraphen schuldig gemacht zu haben; sich gegen den schwereren Theil desselben vergangen zu haben, leugnen fast Alle ab. Auch unter diesen Angeklagten sprachen mehrere, daß sie zum Mitgehen gepreßt worden seien. WaS eS dabei aber mit ihnen für eine Bewandniß hat, möge die Erzählung, die der Angeklagte Inst- mann Kobeleit machte, darthun. Auch er versicherte, gepreßt wor- den zu sein, er habe, wollte er nicht sein Leben einbüßen, mitgehen müssen. Der Präsident, welcher nach dieser Berstckerung fragte: „Sie gingen also nunmehr mit?" erhielt die Antwort vom An- geklagten:„Nein, noch nicht, ich ging erst in meine Wohnung, zog mir die Stiefel an, dann nahm ich eine Axt mit und nun schloß ich mich dem Haufen an."(Forts, folgt.) Politische Ueliersicht. — Die Frauen- und Kinderarbeit in den heutigen Bourgeois-Fabriken haben wir stets verdammt, da sie im Widerspruch mit den Gesetzen der Menschlichkeit steht. Es kann uns nun gleichgiltig fein, welche Gründe die ReichSregierung ver» anlaßt haben, über die„Frage der Frauen- und Kinderarbeit in den Fabriken" eine Enquete anzuordnen; aber zwingender Natur müssen diese Gründe gewesen sein, denn von unsrer Reichsre- gierung können wir nicht sagen, daß sie daS Wohl der Gesammt- heit zu fördern bestrebt sei. Ebenso wenig liegt es im Interesse der besitzenden Klassen, die„Frage" der Frauen- und Kinderar- beit derart zu lösen, daß sie aufhörte eine Frage zu sein. DaS erhellt wieder recht deutlich aus der Art und Weise, wie die Hau- delS- und Gewerbekammer in Zittau sich mit derselben beschäs- tigt hat. Das Fabrikantenblatt„Concordia" schreibt darüber(in Nr. 37): „Die für den Gegenstand eingesetzte Commission ging davon auS, daß hierbei die drei miteinander streitenden Interessen scharf zu sondern seien: Das Interesse der Minderjährigen, welche über ihre eigene Lage unbefangen und einsichtig zu urtheilen, wenigstens in den jüngeren Jahren, außer Stande sind, und des- halb durch Lehrer, Geistliche und Aerzte auf Grund der diesen Berufen zustehenden Sach- und Personenkenntniß am unpartei- lichsten und besten vertreten werden;— sodann das Interesse der Eltern, bei denen die Noth, beziehentlich der Erwerbssinn die na- türliche elterliche Fürsorge oft niederhalten;— endlich daS Interesse der Fabrikamen, bei denen Arbeitermangel oder ebenfalls Er- werbssinn die Nächstenliebe ebenso oft verdrängen. AuS dieser Verkettung widerstreitender Interessen ergibt sich nach der Anficht der Commission der einzige Weg zu einer unparteilichen und gründlichen Erörterung der vorliegenden Frage. In der Ucber- zeuzung, daß eS gelte, die bestehenden Verhältnisse der Frauen- und Kinderarbeit auf das Gründlichste zu prüfen und etwa sich ergebende Mißstände offen zu erörtern, dabei aber auch der engen Verbindung des modernen Gewerbfleißes mit der; gegen früher so vielfach verbesserten(I), Lage der Arbeiter stets eingedenk zu bleiben, erboten sich daher die der Commission angehörenden Fabrikanten freiwillig dazu, ihre Arbeiter durch den HandelSkammersecretär, welchem auch persönliche Anschauung von der Kinderbeschäftigung gewährt werden soll, nach ihrer Ansicht über die Fabrikarbeil der Frauen und Minderjährigen befragen zu lassen, damit daS später abzufassende Gutachten der Kammer nicht von dem häufig ver- nommenen Vorwurfe getroffen werden könne, es sei lediglich der Ausdruck des einseitigen Interesses der Fabrikantenkreise. Hierbei wurde ausdrücklich hervorgehoben, daß es zur Gewinnung der wirklichen Anschauung der Arbeiter dienen werde, wenn diese Ver- nehmunz nicht in Gegenwart deS Fabrikanten, Aufsehers, Ge- meindevorstandc» oder anderer, durch ihr AutoritätSverhältniß selbst bei bloS passiver Assistenz die freie Aussprache möglicher Weise beeinträchtigenden Personen erfolge, die Wahl der AuS- kunftspersonen auch von den Arbeitern der betreffenden Fabrik selbst vorgenommen werde. Außerdem soll der Secretär(Dr. C. Roscher) die Geistlichen, Lehrer, Aerzte und Gemeindevorstände um die Mittheilung ihrer diesbezüglichen Erfahrungen und An- sichten ersuchen.— Ueber eine Abhörung von Arbeitern der H. K. Müller'schen Flachsspinnerei zu Hirschselde konnte der Secretär bereits in der Plenarsitzung berichten. Bei derselben hatten 8 Ar- beiter, Bäter von zusammen 40 Kindern, von denen 11 die ge- nannte Fabrik besuchen, folgendes ausgesagt: „Sie schicken ihre Kinder in die Fabrik, weil sie den Verdienst der Kinder brauchten und hie Kinder dann auch außerhalb der Schulzeit unter Aufsicht beschäftigt wüßten. Sie wüßten nicht, wie sie die Kinder sonst zu Hause beschästigen sollten, da sie selbst den Tag über auf Arbeit wären. Wenn ihre Kinder nicht in die Fabrik gingen, würden sie dieselben weniger gut nähren und kleiden müssen. Daß Ordnung, Pünktlichkeit und Sauberkeit deu Kindern durch die regelmäßige Arbeit in der Fabrik anerzogen würden, könne Niemand in Abrede stellen, der ein Kind in einer gutgeleiteten Fabrik habe. Die Fabrik wirke in dieser Beziehung ähnlich, wie die Militärzeit in späteren Jahren. Auch wirke da» Anlegen eines selbsteiworbenen Sparpfennigs günstig aus die Kin- der. Eine Beeinträchtigung der Gesundheit oder Munterkeit hättm sie bei ihren m der Fabrik arbeitenden Kindern nicht wahrgenom- men. Da brauche man nur zu beachten, wie viele Soldaten auch auS den Fabrikgegenden stammten. Als sie selbst noch klein ge- wefen seien, hätten sie nicht in einer Fabrik gearbeitet. Sie hätten eS aber viel weniger gut gehabt, als jetzt ihre Kinder. Während sie oft bis 10 oder 11 Uhr Abends hätten spulen und treiben müssen, und nur durch die Strenge der Eltern vom Einschlafen bei der Nachtarbeit abgehalten worden wären, verdienten ihre Kin der bei einer nur 6stündigen schon um 7 Uhr endigenden Arbeits zeit sehr viel mehr. Eine Beschränkung der Kinderarbeit würde sie nicht allein wegen des dann abnehmenden BcrtnensteS, sondern auch wegen deS Mangels an geeigneter Aufsicht uRD Beschäftigung für die Kinder sehr in Verlegenheit setzen." In den meisten Fabriken(fährt der Bericht fort) herrscht, die Pausen abgerechnet, 10-, höchstens llstündige Arbeitszeit. Da- gegen ergab eine von der Handels- und Gewerbekammer im vorigen Jahre über 112 Hauptone deS Bezirks erstreckte Statistik der Textilindustrie(HauSweberei), daß von denjenigen Orten, in wel- chen die Handweberei Haupterwerbsquelle ist, nur 2 eine 10stün- dige Arbeitszeit, dagegen 19 eine 12stündige, 20 eine Ustündige als Minimum angeben, während 14 Orte ein Durchschnittsquan- tum von 16, und 12 von 13 Stunden zu verzeichnen haben!— Als ein Hauptnachtheil der jetzt geltenden Gef-yzebung wurde sodann der Umstand bezeichnet, daß 8 128 der Reichsgewerbeordnung alle Fabriken denselben Grundsätzen unterstellt, so daß ein- zelnen wirklich gefährlichen und nachtheiligen Beschäftigungen zu viel, ungefährlichen aber zu wenig Spielraum gelassen werde. Eine Abhilfe des UebelstandeS erwartete man lediglich von einer, nach englischem Muster die einzelnen FabrikationSzweige besonders regelnden Gesetzgebung. Schließlich einigte sich die Commissiou der Kammer dahin, daß a) ein gesetzliches Verbot der Nachtarbeit für Kinder unter 16 Jahren gerechtfertigt sei. Sie hielt es serner d) für gerechtscrtigt, daß der Fabrikunternehmer für Uebertretungen der gesetzlichen Bestimmungen über die Kinderarbeit selbst dann verantwortlich zu machen sei, wenn diese Uebertretungen ohne sein Wissen und Wollen von einem seiner Angestellten begangen würden. Sie glaubte auch v) daß die jetzige Controle über die Beobachtung der die Kinderarbeit regelnden Gesetzesbestimmungen seitens der Gerichtsämter, Polizeibehörden und Fabrikinspektoren ausreiche, dafern diese Organe ihre Pflicht thäten." Soweit der Bericht. Dieselbe Regierung also, der jedes Mit- tel recht ist, um die Arbeiterbewegung zu unterdrücken, stellt Er- Mittelungen an über die Arbeit der Frauen und Kinder in den Fabriken. Zu welchem Zweck, das ist vorläufig noch Gcheimniß dieser Regierung. Und dieselben Arbeitgeber, die nicht genug über die«maßlosen" Forderungen der Arbeiter lamentireu können, be- schäftigen sich mit dem Loose der Arbeiterfrauen und Arbeiterkinder. Köstlich! Was wird da wohl für die Arbeiterklasse Gutes heraus- kommen? Nun, der obige Bericht sagt'S deutlich genug. Nichts. Es ist ja Alles gut, und die Fabriken sind die besten Erziehung«- anstalten für Kinder, wie die Kasernen nach Moltke für die Er- wachsenen! Was die Aussagen der„8 Bäter mit zusammen 40 Kindern" betrifft, so sind dieselben absolut werthlos; denn Eltern, die dazu gezwungen sind, ihre Kinder zu verkaufen, werden den Kinderoerkauf und damit sich selbst wahrhastig nicht brandmarken — am wenigsten dem Kindcrkäuser oder dessen Vertreter gegen- über, wie bei der oben geschilderten„Abhörung". Genug! Mit uns wird ein jeder selbstbewußte Arbeiter der Ueber- zeugung sein, daß von der Seite für ihn nichts gethan werden wird, und auch nichts gethan werden kann. Die herrschenden Klassen sind sich überall gleich; in Deutschland sind sie dem Ar- beiter gegenüber gerade so gesinnt, wie in andern Ländern. Und die Geschichte der Arbeiterbewegung anderer Länder, vorzüglich Englands und Frankreichs, beweist, daß die Arbeiterklasse das ge- ringste Zugeständniß den herrschenden Klassen noch immer unter heftigen Kämpfen hat abringen müssen. Für die Brosamen, die von der„Herren" Tische fallen, be- danken wir uns! — Zur Landfrage. Der preußische„Staatsanzeiger" ent- hält eine Bekanntmachung der Regierung zu Stralsund, wonach das im Kreise Greifswalde belegene Domainenvorwerk Utapel in fünf Bauer-, zehn Kossathen- und zwanzig Büdnerstellen zertheilt und im Wege deS öffentlichen Meistgebots zum freien Eigenthum verkauft werden soll.„ES geschieht dieS", schreibt man dazu of- fiziös,„aus Veranlassung des Finanz-Ministers, der schon vor längerer Zeit dem Abgeordnetenhausc seine Bereitwilligkeit und seine Absicht erklärte, in Vorpommern die geeigneten pachtsrei werdenden Domainengrundstücke zu kleineren Besttzungen zu par- zelliren, um zur Gründung eineS selbstständigen Bauernstandes und zur Verhinderung der Auswanderung beizutragen. Es ist dabei angenommen, daß ein großer Theil der Auswanderer, ähn- lich wie in Mecklenburg, daS Baterland nur deshalb verläßt, weil eS ihm durch die jeder Beweglichkeit ermangelnden Besitzverhält' nisse in der Heimalh unmöglich gemacht ist, ein Eigenthum an Grund und Boden zu erwerben und sich aus der Abhängigkeit von seinem Gutsherrn so weit zu lösen, daß er seine Thätigkeit nicht allein diesem, sondern auch der eigenen Wirthschaft nutzbar macht. Ob dieses in Aussicht gestellte Avancement vom reinen Tagelöhner zum Büdner, Kossathen und Bauer die Auswanderung zu hindern vermag, bleibt abzuwarten; jedenfalls ist die Maßregel der wirthschaftlichen Decentralisation wohlgemeint und in der Ab- ficht ganz verständig, daß sie die ländlichen Arbeiter durch daS eigene Interesse fesselt und auch den größeren Besitzern den Vor- theil bringt, daß sie einen seßhaften Bauernstand schafft, der die bei ihm und seiner Familie vorhandene und im eigenen Wirth- schaftSbetriebe überflüssige Arbeitskraft in einem Lohn- und Ar- beitSverhältnisse verwerthen muß." So der Offiziöse. Ob die Maßregel„wohlgemeint" ist, daS lassen wir dahin gestellt. Jedenfalls ist sie weder wohlthätig noch im Einklang mit den Gesetzen der Nationalökonomie. In der Zeit deS DampfpflugS, der Ackerbaumaschinen und der land- wirthschaftlichen Großproduktion kleine Bauernwirthschasten er- richten, ist ungefähr ebenso vernünftig, als wenn man unter die Jndustrieproletarier Handwebestühle vertheilen wollte, um die so- ziale Frage zu lösen. Auf dem Gebiet deS Ackerbaues wie der Industrie hat die Kleinproduktion keine Existenzberechtigung mehr, und die preußische Regierung treibt darum mit diesem philanthro- pischen Versuch zur Wiedereinführung der Leibeigenschaft nur re- aktionäre Utopisterei. Sie wird ihren Zweck nicht erreichen, und das ist das einzig Gute des Experimente». —„In der Arnimasfaire bringen die Offiziösen den Fürsten Bismarck moralisch um", stöhnt ein Bewun- derer der Blut- und Eisenpolitik in sdem Reptilienwinkel der „Wiener Presse." Und die Kathedersozialisten haben sich selbst moralisch umgebracht, indem sie aus ihrem neusten Congreß unter den Auspizien Wageners sich für die kriminelle Be- strafung de« Contraktbruchs der Arbeiter ausgesprochen haben. ES klärt sich.— — In Chemnitz wurde am 9. Oktober in den ExpeditionS- und Druckerei- Räumlichleiten der„Chemnitzer Freien Presse", sowie in der Wohnung Vahlleich'S nach dem„Proletarierliederbuch" von Most geh aussucht. ES wurden 12 Exemplare vorgefunden und beschlagnahmt.— Wie der„Dresdener BolkSbote" mittheilt, ist fein Mitarbeiter Kayser auf Grund deS§ 49 des Reichs- strafgesetzbuchS unter Anklage gestellt, weil er die Correctur verschiedener Artikel gelesen hat, in welchen Fürst Bismarck belei- digt sein soll. Der„Dresdener VolkSbotc" meint, soweit ihm bekannt, sei dies der erste Fall, daß Jemand, der die Correctur eines inkriminirteu Artikels gelesen hat, wegen Mithilfe an einem Preßvergehen zur Rechenschaft gezogen werde. Unser Dresdener College irrt. Schon vor Jahr und Tag hat ein Mitarbeiter de« „Volksstaat" drei Monate freie« Staatsquartier genossen, weil er sich, wie Kayser, das harmlose Vergnügen bereitet hatte, auf Setz- fehler zu fahnden. Und damals, das ist nicht außer Acht zu lassen, erfreuten wir un« noch der„Segnungen" des sächsischen Strafgesetzbuchs, während wir heut denen des deutschen Reichs- strafgesetzbuchS versallen sind.— Maßregelung. Dem Staatsanwalt und den Richtern von Eisenach kann man es wirklich mit Beantwortung der Frage: Wer schafft da« Gold zu Tage? nicht recht machen. Weil Giffey gesagt: das Proletariat! muß er 3 Monate brummen; und jetzt erfahren wir, daß am 14. d. drei andere Parteigenossen, Schüler und Schlüter zu 7tägigem, und Metz zu 4tägigem Gefängniß verurtheilt wurden, weil sie gesagt: die Herren des Kapitals!(S. Nr. 94 des„Volksstaat"). Vielleicht lassen die Eisenacher Richter nebst Staatsanwalt sich dazu herab, uns endlich einmal darüber zu belehren, wer denn eigentlich das Gold zu Tage schafft. Etwa„die braven, die biedren Staats- retter von Eisenach"? Gewerksgenossenschaftlicheso Metallarbeitergewerksgenossenschaft. Ltipzig. Ausruf. Da in kürzesier Zeit der Reichstag wieder zusammentritt und daS Kontraktbrnchgssetz, durch welches bekanntlich daS ohnehin schon beschränkte Koalitionsrecht noch mehr beschnitten werden soll, zur endgültigen Berathung kommt, so fordern wir sämmtliche Genossen auf, für Material, namentlich für Fabrik- Ordnungen sowie für Belege über Verstöße gegen das Kontrakt- bruchgefetz seitens der Fabrikanten zu sorgen und AlleS schleunigst an die Redaktion deS„Volksstaat" einzusenden, damit-unsere Ver- treter im Reichstag genügendes Material zur Verfügung haben. Da bereits von Seiten der Fabrikanten verschiedene Petitionen an den Reichstag abgegangen sind, so ist eS Pflicht aller Arbeiter, auch ihrerseits für ihr gute« Recht einzustehen. Grade jetzt würde eS an der Zeit sein, die so viel gepriesene Humanität der Arbeit- geber Lügen zu strafen; und dies kann nur dadurch geschehen, daß sämmtliche Genoffen dazu beitragen, ihre Erfahrungen auf diesem Gebiet bekannt zu geben. Da auf zweimaliges briefliches� Auffordern an den Ausschuß in dieser Sache nichts erfolgt ist und die Zeit drängt, so sehen wir uns veranlaßt, diesen Aufruf zu erlassen. Im Auftrage der Mitglieder: Die Kommisston. Zuckschwerdt, Hopfer, Lange. Gewerkschaft der Maler, Lackirer und Vergolder. Araunschweig. Hiermit setzen wir die Mttgluder sowie die auf dem Caffeler Kongreß anwesenden Delegirtcn der Fachvcreine in Kenntniß, daß daS Kongreß-Protokoll anfangs nächster Woche versandt wird. Die Delegirten der Lokal-Fachvereine fordern wir gleichzeitig ans, dem Ausschuß über den Beschluß ihrer Vereine, betreffs des Anschlusses an die Gewerkschaft, Bericht zu erstatten. ES muß eben Alles geschehen, um laut Kongreßbeschluß den Ausschuß am 1. November von hier nach Hamburg verlegen zu können. Mit Gruß Für den Ausschuß: Theod. Rosenkranz, Geschäftsf., Reichenstr. 22. Verein der Sattler und Berufsgenossen. Kamöurg. Auf Anfrage der Dresdener Mitglieder sehe ich mich veranlaßt, in Betreff der Agitation zu berichten. Am 6. Mai war ich in Hannover, und wurde daselbst eine Mitgliedschaft ge- gründet; am 7. Mai war ich in Bremen, wo ich die Mitglieder zu regerer Theilnahme an den gewerkschaftlichen Angelegenheiten aufforderte; in Altona haben sich die Kollegen der hiesigen Mit- gliedschaft angeschlossen. Ich hätte gerne mehr gewirkt, allein wegen Mangels an Verbindungen, größtentheils aber wegen Mangels an Geld, mußte ich vorläufig die Agitation einstellen. Ich fordere sämmtliche Mitglieder auf, Adressen von Kollegen, welche in einem Orte arbeiten, wo noch keine Mitgliedschaft besteht, mir zukommen zu lassen, und außerdem an einen Fonds zur Agitation zu denken. Eingedenk unserer Lage thue ein Jeder seine Schuldigkeit. W. Flachsbarth, Neuer Wall 17. Allgemeiner deutscher Schiffszimmerer-Verei». Kamvurg, 13. November. Hlermit bringe ich zur Anzeige, da laut Beschluß der Versammlung am 11. Oktober von Hamburg und Umgegend freiwillige Sammlungen zu Gunsten der strikenden Küper vorgenommen werden sollen, daß Diejenigen, die aus den Hamburger Plätzen sammeln, daS Geld am Sonntag, Morgen« zwischen 10 und 12 Uhr, an den Kassirer W. SohnS, VenuSbcrg 23, abliefern. Die in der Umgegend Sammelnden haben das Geld jedoch an ihre Bevollmächtigten einzuhändigen, und diese können es alsdann sofort an den Kassirer der strikenden Küper, C. Kroll, großer Burstah unter 33 Hamburg, einsenden. H. Groß. Leipzig, 14. Oktober.(Zur Sedanfeier. Verspätet.) Die nationalliberale Partei hatte sich bekanntlich die erdenklichste Mühe gegeben, den Schlachttag von Sedan festlich zu begehen. Die Kassen der Communen wurden geplündert, um„glänzend" zu illumiuiren; die Arbeiter wurden vielfach gezwungen, einen Tag „blau" zu machen, um die Schaar der Gaffer zu vermehren. Mit einem Wort: jedes Mittel war recht, wenn es dazu beitrug, den Schlachttag von Sedan zu einem nationale» Festtag auszupuffen. Hier ein solches Mittel, über welches uns ein Arbeiter also be- richtet:„Bittere Erfahrungen mußte ein bei der hiesigen«respek- tablen" Firma Jauck beschäftigter Arbeiter bei Gelegenheit deS SedantagS machen. Es wurde daselbst durch Anschreiben an eine Tafel am 1. September bekannt gemacht:„Morgen am Sedantag wird nicht gearbeitet". Einsender dieses, welcher im Lohn arbeitete, glaubte nun, daß dieser aufoctroyirte Feiertag ihm am Lohn nicht gekürzt werden würde, aber leider sah sich derselbe am Schluß der Woche bitter getäuscht. Für den nationalen Zwangsfeiertag wurde kein Lohn bezahlt. Wo soll da der Patriotismus herkommen, wenn Jemandem nebst Familie zugemuthet wird, den Sedantag bei gleichen Lebensbedürfnissen mit Lohnverlust zu feiern?" Und das ist nur ein Fall von den vielen, die nicht an die Oeffent- lichkeit gelangt sind. Nerli». Von dem in diesem Blatte einer eingehenden Kritik unterzogenen Werke:„Kritische Geschichte der National-Oekonomie und de« Sozialismus von Dr. E. Düring" wird demnächst eint zweite Auflage erscheinen. Wa« dieselbe für uns besonders werth- voll erscheinen läßt, ist eine gründliche Abfertigung der Ka« thedersozialisten und ein ganz neuer Abschnitt, welcher die so- zialistischc Bewegung der neuesten Zeit einer scharfen Kritik unter- zieht. Dieses Werk ist die einzige Geschichte der National-Oekonomie» die wir besitzen, und schon darum zu emvfebleu. Mi B- o « für Lc 8. «o «rieslafteu der Redaktion. Aöpenik- ist angekommen.— R. W. in Berlin: Bitte, senden Sie uns den„Gemeinnützigen".— Quittung der Expedition. B. F. W. Frisch Berlin Schr. 11 gr. Fnnmirt Duisburg Ab. 4 thlr. 5. 5. Brnr Deutschneudorf Schr. 1 thlr. 1ö, FrkS Pest Schr. 1 thlr. Krschnr das. Schr. 6 thlr. Frdch Anger Ab. 23 thlr., Schr. 4 thlr. 4. 5. Wlf Reudnitz Schr. 9 gr. Sltz Geesteu- dors Ann. 16 gr. Hrn Elberfeld Ann. 15 gr. Mrkl Rabenstein Schr. 4 gr. Mrtn Hainichen Schr. 15 gr. 7. Js. Sktja Wien Schr. 2 thlr. Schmdt Brannenburg Ab. 1 thlr. Lß Justerburg Schr. 1 thlr. Harcht Cilln Ann. 10 gr., Ab. 2 thlr. 12. 5, Schr. 22 thlr. I. Mllr hier Schr. 1 thlr. Hh Plagwitz Ab. 1 thlr. D hier Ab. 1 thlr. 5, Schr. 16 gr. 8. L. NwkwtS Schr. 2 thlr. 21. I. Hlnd Berlin Ann. 19 gr. H. Vglr Werdau Schr. 4 tblr. 6. 4. Mrlck Eßlingen Schr. 7 thlr. 12. 8. C u Von G. hier 5 gr. Kond für Gemaßregrhe. auf Hdlch. Wi GenosienfchastSbuchdruckerei. Antheilscheine bez. Antheilquittungeu erhielten ferner: In Hannover B. L. 5, in Duisburg H. F. 1, T. C. 1, Eh. G. 1, in Hainichen F. I M.. B. 10 tblr.___ Hdlch. �' Anzeigen WfM. Die rechts in[] angegebene Ziffer ist der«w Preis der betreffenden Annonce. Berlin Oesfentlichc Versammlung de« Wahlvereios der soual-demokratischen Arbeiterpartei. Mittwoch, den 21. Oktober. Abend« halb 9 Uhr, im AönigstädtischeN Easino, Gr. Frankfurterstr. 77.— T.-O.: Verlesung der Statuten. Bortrag de« Herrn Bernstein. Freunde! Bergcßt nicht, daß nur durch Organisation der Arbeiter die Sache derselben zum Siegt gelangen kann und schließt Euch deßhalb zahlreich dem Berein an! Zutritt Jedermann frei!________ Der Vorstand.[9], dei Hab f°rs star es Allgemeiner Böttcher-(Küper.) Berein. <5? 1.1.1 III Dienstag, den 20. Oktbr., im Heile'fchen Saale, Abend» 8 Uhr, Landsbergerstraße Nr. 15: Geschlossene Mitgliederversammlung. Tagesordnung: Wahl einiger Vorstandsmitglieder und Verschiedenes.! blL. Diese Versammlungen finden regelmäßig jeden Dienstag statt.. Der Bevollm. A lich der; der! stell iL»,-!» n Gewerkschaft der Manufaktur-, Fabrik und Handarbeiter., k,1 V ♦ t'©dnrtnrtfiPttS hpn 94. WfbPtiViÄ Ä Itfir* 1 r' Sonnabend, den 24. Oktober, Abends 8 Uhr: Concert und Ball iu Porst's Salon, RüderSdorserstraße Nr 45.— Wozu Freunde und Gesinnungsgenossen hierdurch freundlichst eingeladen werden.(2b) Das Eomitv.[lö] fun ftintthttl»-* Sozialdemokratischer Arbeiterverein. �UUIUUifl Mittwoch, den 21. Oktbr.: Oeffeutliche Versammlung »de dm bei Hansch, Schanenbmgerstr. 14.— Tagesordnung: Der Berein für Volksbildung und seine Lindwürmer. Referent Praast. Die Mitglieder und Parteifreunde werden ersucht, die Agitation immer, thiitiger zu entfalten, so daß unsere Versammlungen immer besser besucht werden und unser Haupt-Organ, der„Volksstaat", immer mehr Abon«| nenten erhält. Peter. sÄ| kem Eck To' setzi in Allgemeiner deutscher Schneiderverein. Montag, den 19. d. M., Abend» 8 Uhr: Versammlung die Petersstr. 15, Restauration von Jacob(goldner Arm).— Tagesordnung: 1) Die Vorort«- Angelegenheit. 2) Eine wichtige Berein«. Angelegenheit und Verschiedene».— Gäste willkommen. D. B. Besprechung der Commisston des Arb.-Nachw. l/z8 Uhr.[6] tta iiw zu deii Aufforderung! Max Mückenriedrr, Schuhmacher, hat fich von hier entfernt, ohne hiesiger Mitgliedschaft, deren Bcitragsammler er war, ihr zuständiges Eigenthum, Stempel ic. zuzustellen. Da Genannter schon einmal brieflich anfgefordert wurde, die ih» nicht gehörigen Gegenstände auszuliesern, derselbe aber nicht Folge leistete, so wird er hiermit öffentlich ausgesordert, besagte Gegenstände nnver- züglich an Unterzeichneten einzusenden. Ulm a. d. D. I. A.: Ludwig Reisbach. s25l An Kü Nick I°l Volküjtaatklllellders für 1875. Derselbe enthält außer dem bekannten Kalendarium(dem diesmal auch der katholische Kalender beigefügt ist), ein Berzeichniß der Messen und Märkte Deutschlands. Literarischer Jnvalt: Dir Hanauer Turner im badisch-rheiupfälzischea Aufstaude 1849; nach den Papieren ihre« Eorpsadjntanten, des verstorbenen Albert Dammerow. Von dem noch lebenden Sigismnnd Borkheiw, Batteriechef in der badisch-rheinpsälzischen Rebelleuarmee; Rothe Ostern, historisches Gemälde aus dem Bauernkrieg, von Robert Sch weichet. o liegt die Rettung? Aus dem Tagebuch eines Sozialisten, von Otto Walster. Zur Grund und Bodensrage. Berschiedene«. Preis o'/j Gr. gegen buar. Bestellnngen hierauf an die Buchhandlung des„Volksstaat" zu adressireu. Abonnements- Einladung. Mit Nr. 35 begann da« IV. Quartalsabonnement der in New-S)ork wöchentlich einmal erscheinenden „Ardeiterzeitung". Die bisherigen Leser derselben werden ersucht, ihr Abonnement recht- zeitig zu erneuern, damit keine Unterbrechung in der Zusendung eintritt. Probcuummeru werden gegen Einsendung von 5 Pf.— 2 kr. südd. für Port» franco versandt. Preis pro Quartal 1 Thlr. 5 Gr. Kreuzbandporto für Deutschland und Oesterreich 5 Gr. Zu zahlreichem Abonnement ladet ein __ Die Expedition des„Volksstaat". der der Briefe und Sendungen an die Redaktion und Expedition sind einfach zu adressireu: Redaktion des Volksstaat in Leipzig, Hohe Straße 4 Expedition des Volksstaat in Leipzig, Zeitzerstraße 44. Absender von Briefen k. bitten wir um genaue und leserliche «dressenangade. Vertreter von Vereinen n. wollen stet» die Name» der Bereine nebst ihrer eigenen Unterschrist beifügen. Säumnisse und Jrrthümer, die durch Unterlassung der vorbenannten Regeln entstehen, können wir nicht verantworten.� Leipzig. (4b) Die Redaktion und Expedition des Volksstaat. Verantwortlicher Redakteur: M. P reiß er(Lindenau). Redaktion Hohefir. 4, Expedition Zeitzerstr. 44, in Leipzig. Druck und«erlag der GenosseaschastSbuchdruckerei in Leipzig. ' iktf