Erscheint in Leipzig Mittwoch, Freitag, Sonntag. Bestellungen nehmen an alle Postanstalten u. Buchhand- lungen des In-».Auslandes. Filial- Expeditionen för die Vereinigten Staaten: F. A. Sorge, Bsa 101 Hoboken, N. J. Peter Haß, 3. W. Corner Thlrd and . coates«tr, Philadelphia, Aiwnnementsprei»' fiir ganz Deutschland lö Sgr. pro Quartal. Monats- Abonnements werden bei allen deutsche» Postanstalten auf den Lteu u. 3ten Monat und auf den 3ten Monat besonders an- genommen; im Kgr. Sachsen u. Hrzgth. Sachs.-Altenburg auch auf den Iten Monat de« Quartals ä ö'/a Sgr.> M r 3] ttt lr. OrgandersozialdemokrattscheuArvetterparteiMdderwternattonalenGetverksgenoffenschasten. Zaserate, die Abialtuug von Partei-, Vereins- und volksrersamwlmrzeu, sowie die Filial- Expeditionen und sonstig» Partei- Angelegenheiten betreffend, werden mit I Ngr.,— Privat- und vergniigungs- Anzeigen mit?>/', Stgr. die dreigespaltene Petit-Zeile berechnet. Nr. 133. Ireitag, 13. Wovember. K'ftr, - Alle Parteigenossen im 14. Wahlkreise derden aufgefordert, über die stattgehabten Wahlbecinflussunzen «nd Umtriebe Seitens der vereinigten Gegner genaue und zn- virlässige Berichte an die Redaltion des„Volksstaat" sofort eivzu- senden. »er T. en. er« Enthüllsugeu über den Kommuuistkn-Prozrß zu Köln. (Fortsetzung.) slN ohne daß cS nöthig war, auf die Kntik eines Inhalt« einzugehen, der sich in feinen eigenen Widersprüchen auflöst. Die Schwierigkeit bestand darin, den Advokaten die Dokn- mente zuzusenden. Die preußische Post war nur noch ein Vor- Posten, von den Grenzen des preußischen Staates bis nach Köln aufgestellt, um den Vertheidigern die Waffenzufuhr abzuschneiden. Man mußte zu Umwegen seine Zuflucht nehmen und die ersten Dokumente am 25. Oktober abgeschickt, konnten erst am 30. Ok- tober in Köln ankommen. Die Advokaten waren daher zunächst auf die in Köln selbst sparsam zugänglichen VertheirigungSmittel angewiesen. Stieber erhielt den eisten Stoß von einer Seite, von der er ihn nicht er- wartete. Justizrath Müller, der Bater der Frau Dr. Daniels, ein als Jurist geachteter und wegen seiner konservativen Richtung Und nun gar seit Vorlage des Original-Protokollbuchs! Die preußische Regierung zitterte vor Enthüllungen. Bermbach aber Jä! hatte Vertheidigungsmaterial von Marx erhalten; eS war voraus- »sehen, daß er Aufklärungen über daS Protokrllbuch erhalten diirde. Durch feine Verhastung wurde ein neues Verbrechen pro-! bekannter Bürger, erklärte in der„Kölnischen Zeitung" vom ftamirt, die Correspondenz mit Marx, und Gesängnrßstrafe aus 26. Oktober, daß seine Tockter nie mit Marx korrespondirt habe, vieS Verbrechen gesetzt. Das sollte jeden preußlschen Bürger ab- l und daß daS Originalbuch des Stieber eine„Mystifikation" sei. hatten, sich zum Adreflatcn herzugeben. A bon entendeuv stemi Der am 3. Februar 1852 nach Köln gesandte Brief, worin Mai x vot. Bermbach wurde eingeswlossen, um das Verihcivigungs den Hirsch als Mouchard und Fabrikanten falsch-r Polizei- Notizen viaterial auszuschließen. Und Bermbach sitzt fünf Wochen.! bezeichnete, wurde zufällig aufgefunden und der Bertheidigung zu- hätte man ihn sofort nach Schluß der Prozedur enilaffen, so gestellt. In der AuStritlSerklärung der„Partei Marx" aus dem ploktamirten die preußischen Gerichie offen ihre willenlos sklavische' Great Windmill- Verein, die im Archiv Diey vorlag, fand sich die flplerwersung unter die preußische Polizei. Bermbach saß uä ma- erste Handschrift des W. Pietknecht. Endlich erhielt Advokat jorem glomm der preußischen Richter. St, eher schwört, daß„Marx räch Verhaftung der Kölner An- geklagten die Ruinen seirer Partei in London wieder zusammen- gesügt und mit etwa achtzehn Personen eine neue Ceutralbehörde gebilr-t er." Dil je Ruinen waren nie auseinander geoangen, sondern waren so gesiigt, daß sie seit dem September 1850 fortwährend e,ne Privato"«ocietzr bildeten. Stieber läßt sie durch ein Machlgebot verschwinden, um sie nach Verhaftung der Kölner Angeklagten hurch ein anderes Machtgebot in's L-ben zurückzurufen, und zwar ülS neue Ceutralbehöide Montag, den 25. Oktober, traf die„Kölnische Zeitung" mit dem Bericht über Streber'« Aussage vom 23. Okiober in Lon- lhr: -rgt� el. lös Ihr: 25. »eck, l6! x 8, ]15| Uli: ära« 'scher Unb« • Ä über aast�on ein. Die„Partei Marx" halte weder eine neue Centralbehördc ge- diltet, nrch Protokolle über ihre Zusammenkünsre geführt. Sie ürteih sofort den Havp'fabrikante» de» neuen Testamentes— Wilhelm Hirsch aus Hamburg. H rsch melcete sich Ansang Dez-mber 1351 bei der„Gesell- st Maix" als komm u.> ist rscher Ftüchiliug. Briefe aus Ham- hwg denuncirten ihn gleichzeitig als Spion. Man beschloß inveß, >h» einstweilen in der Gesellschaft zu dulden, zu überwachen und sich Beweise über seine Schuld oder Unschuld zu vc�schaffin. In der Zusammenkunst vom 15. Januar 1852 wurde ein Brief, aus ttvln verlesen, worin ern Freund von Maix der abermaligen Ver- sihleppung des Proz.si.s gedenki und der Schwierigk.it, selbst für �erwar-dte, Zutiitt zu den Gefangenen zu erhallen. Be, dieser »vbr. s ssO irtes orre- Neue slE lrull» Nr.�t rtefch j. w- i b»' n ge� echls a«I je». eg- --t'Z u: Schneider II. von dem Sekretär der Kölnischen Armenverwaltung Birnbaum echte Briefe des Liebknecht, und von dem Privatschreiber Schmitz echte Briese des Rii gs. Ans dem Gericht«-Sekretariat verglichen die Advokaten das Protokollbuch theils mit Liebknecht'S; Handschrist in der AuStrittserklärung, theilS mit den Briefen von Rings und Liebknecht. Stieber, schon durch die Erklärung des Justizraths Müller be- unruhigt, erhiel Kunde von diesen Unheil verkündenden Schrift- sorschungen. Um dem drohenden Schlage zuvorzukommen, springt er wieder vor in der Sitzung vom 27. Oktober und erklärt:„Der Umstand sei ihm sehr verdächtig gewesen, daß die sn dem Buche vorkommende Unterschrist des Liebknecht von einer anderen bereits in den Alten enthaltenen, sehr abweichend erschienen sei. Er habe deshalb weitere E»kundigunqen eingezogen und gehört, daß der Unlei zeichner der fraglicken Protokolle K. Liebknecht heiße, während dem in dm Akten vorkommenden Namen ZV. vorstehe." Auf die Frage de« Advokaten Schneider II.:„Wer ihm mitgetheilt, day auch ein H. Liebknecht existire," verweigert Stieber die Ant- wort. Schneider II. fragt ihn weiter nach Auskunft über die Personen des Rings und Uimer, die neben Lledknccht als Sekre- taire unter dem Protokollbuche figuriren. Stieber ahnt eine neue Falle. Dreimal überhört er die Frage und sucht seine Verlegen- heit zu verbergen, sucht Fasiung zu gewinnen, indem er dreimal ohne ollen Anlaß wiederholt, wie er in den Besitz deS Protokoll- buchS gelangt ist. Endlich stammelt er die Worte: Rings und Ulmer möchten wohl keine wirklichen, sondern bloße„Bundes- Namen" sein. Die beständig im Protokollbuche wiederholte An Äkle�erhert wird Frau Dr. Tani-lS erwähnt. Es fiel auf. daß�führung der Frau Daniel« als Correspondentin von Marx erklärt Hirsch seit dieser Sitzur g weder in„unmiltelbanr Nähe", noch in! Stieber dadurch, daß man vielleicht Frau Dr. Daniels lesen und �er Peispektive erblickt wurde. Am 2. Februar 1852 c, hielt Maix Notariatskandidat Bermbach verstehen müsse. Advokat v. Hont- kon Köln die Anzeige, bei Fi au Dr. Daniels sei Haussuchung heim inteipellirt ihn wegen deS Hirsch.„Auch diesen Hirsch, lehalten worden in Folge einer Pollzei-Denrn aatio», wonach«in schwört Stteber, kenne er nicht. Daß derselbe aber nicht, wie bries der Frau Daniels an Marx in derLonrm er kommunistischen da« Gerücht gehe, ein preußischer Agent sei, gehe daraus hervor, Tescllschast verlesen und Marx beaustragt worden sei, der Frau daß man preußischer SeitS auf denselben v>gilirt_habe." Auf t>r. Daniels zu antworten, Marx beschäftige sich damit, den Bund >>> Dcutschlaid zu reorganisiie» u. s. w. Diese Denunciatiou iildet wörtlich die erste Seite de« Original-Protokollbuchs.— dkaix antwortete umgehend, da Frau Daniels nie an ihn ge- Ilhruvcn, könne er kernen Brief von ihr verlesen haben. Die kar ze Tenunciat-on sei die Ei findung eines gewiflen Hirsch, eines liid-rlichen jungen Menschen, dem es nicht darauf ankomme, für W» Geld der preußischen Polizei so viele Lügen aufzubinden, �Is sie wünsch«. Scit dem 15. Jannar war Hirsch aus den Zusauim-rikUnsten verschwunden; er wurde jetzt definitiv aus rer Gesellschaft aus- iltschloflen. Zugleich beschloß man, das Gesellschaftslokal und den iag der Zusammenkunft zu wechseln. Bisher war man zusam- diengekommen in Farringdon- Street Cily bei I. W. Masters, �karkethouse und zwar Donnerstags. Nun verlegte man den �ag der Zusammenkunft aus Mittwoch und daS GesellschaslS- >okal nach Rose and Crown Tavern, Crown-Street, Svho. Hirsch, W„der Polizeidirrklor Schulz uneikannt in die Nähe von Marx !u bringen wußte", kannte trotz der„Nähe" noch acht Monate Ipaiil weder Gesellschaftslokal, noch Zusammenkunststag. Vor wie doch Februar verharrte er dabei, seru„Original-Protokoll- �uch" au einem Donnerstag zu fabricirerr und von einem Dom »erStag zu datrren. Man schlage die„Kölnische Zeitung" nach seinen Wink summl Goldheim vor:„Er sei im Oktober d. I. 1351 nach Hamburg geschickt worden, um des Hirsch habhaft zu werden." Wir werden sehen, wie derselbe Goldheim am nächsten Tag nach London geschickt wird, um deffelben Hirsch habhaft zu werden. Also derselbe Stieber, der behauptet, für baareS Geld das Archiv Dietz und daS Original- Protokollbuch von Flücht- lingen gekauft zu haben, derselbe Stiebcr behauptet jetzt, Hirsch könne nicht preußischer Agent sein, weil er Flüchtling sei! Je nachdem eS ihm in den Kram paßt, reicht eS hin, Flüchtling zu sein, um von Stieber die absolute Verkäuflichkeit oder die abso- lule Unbestechlichkeit garantirt zu erhalten. Und ist nicht Flcurh, den Streber selbst in der Sitzung vom 3. November al« Po- lizei- Agenten denuncirt, ist nicht auch dieser Fleury politischer Flüchtling?(Forts, folgt.) Fremdwörter. Erklärung: 5 hon entendeur denri wot, für den, der gut versteht, genügt ein halbes Wort; ad majorem glomm, Zur größeren Ehre; private«odet�, private Gesellschaft; Mouchard, Spion, Spitzel. Zur Frau««- und Kikderarbeit. In Nr. 122 des„Volksstaat" ist ein Artikel des Fabrikanten blattS„Conkordia" abgedruckt, mit Auszügen aus einem Bericht ____ n..____ i_-. u.......__ der Zittauer Handels- und Gewerbekammer, worin u. A. er- »nd man' findet: Protokoll vou> 15. Januar(DvnnerSlag), item zählt wird, bei einer„Abhöruug" von Ardertern der H. K. Mllb sin r*. /fjv....... aa.\ i_. tYV«--./"TV____ I jv'i rfltftt ,1 k>-.;'„... O. L.-C S.[.f*..<•-! j a__ O C1Y„ t. �. a... CY>'•.- ig. Januar(Donnerstag), urd 4. März(Donneisiag), ui-d �3, Mar(TouverStag), ur v 20. Mai(Donnerstag), und 22. Juli >�onnersiog), und 29. Jult(Donnerstag), uud 23. September Donnerstag), und 30. Teplemter(Dvnnersrag). Der Wirth der Rose und Crown Tavern gab vor dem Wa- flflrat von Marlborough Sireet die Eiklärung ab, daß die„Ge- "llschafi deS Dr. Marx" sich feit Februar 1852 jeden Mittwoch iei jhn, versammle. Liebknecht und Rings, von Hirsch zu Sekre- !»>ren seines Original-Protokollbuchs eruannl, ließen ihu Unter- chrif e» vor demselben Magistrat beglaubigen. Elivlich verschafiiz i>än stlb die Prolokolle, die Hrrfcd im Stcchan'scheu Aibeiiervereln st führt yatte, so daß seine Handslbrifl Mit der deS Oiiginal-Pro- �kvllbucds vc, glttden weiden konnte. So war die Unechlheit des Original- Prot-kollbuchs bewiesen, ier'schen Flachsspinnerei zu Hirschselde hätten„3 Arberter, Bäier von zusammen 4V Kindern, von denen 11 die genannte Fabrik besuchen", sich mit wahrer Begeisterung für die Ausbeutung der Kinder in den BonrgeviSfabriken ausgesprochen: et würde den Kindern dort„Oiduung, Pünktlichkeit und Sauberkeit" anerzogen, von„Beeinträchkigung der Gesundheit und Munterkeit" sei nichts zu verspüren, urd eine Beschränkung der Kinderarbeit würde sie, (die 8 A beiter, Väter von zusammen 40 Kindern, von denen 11 die Müller'schc Mustersabrik besuche»)„nicht allein wegen deS dann abnehmenben Verdienstes, sondern auch wegen des Mangels an geeigneter Aussicht und� Beschäfriguug für die Kinder sehr in Verlegenheit setz n". Daß die„8 Arbeiter, Väier von" rc.:c. wirklich ein solches Zeugniß abgegeben haben bezweifeln wir nicht im Geringsten, ja hallen es unler den obwaltenden Zuständen für sehr natürlich. Der Mensch ist das Produkt der Verhältnisse, denen entsprechend sich der Charakter und die Anschauungen for- miren. Arbeiter, die ihr Leben lang in erdrückender, hoffuungS- loser Sklaverei vegetiren, vermögen natürlich der Regel nach nicht sich zu mannhafter Unabhängigkeit der Gesinnung emporzuheben; und PariaS, welche mit Frau und Kind des Hungertodes gewar- tig fein müssen, wenn sie nicht Frau und Kind dem Fabrikmoloch überliefern, betrachten die Frage der Frauen und Kinderarbeit naiürlich von einem anderen Standpunkt als dem der Humanität und Wissenschaft. Daß daS Unnatürliche natürlich, ist eben da« Entsetzliche, zeigt die Tiefe deS Abgrunds, offenbart die Aufden- kopfstellung, die Umdrehung alles Menschlichen in unserer und durch unsere bürgerliche Gesellschaft. Für diese„Enterbten" ist vie Kinderarbeit eine Magenfrage, im schlimmsten, medrigsteo, gemeinsten Sinne deS Worts— eine Magensrage, in welcher der Hunger entscheidet, tcr Hunger, sprichwörtlich der schleckteste Be- rather. Und in dieser Gestalt ist die„Magenfrage" den Herren Bourgeois genehm. Nur wenn der knurrende Magen Unzufrrcden- heit lehrt mit den heutigen Zuständen, wenn er bellt gegen die schwelgenden Müßiggänger— dann Analhema! Wa« er predigt, ist Aufreizung, Umsturz, Appell an die„Bestie im Menschen". Wenn er sich aber feig duckt, hündisch die Hans leckt, welche den Brodkorb hält— dann ist sein Winseln unb Beiteln die Sprache der höchsten Weisheit. Daß Väter die eigenen Kinder„freiwillig" dem Verderben preisgeben, daS heißt nicht aus äußerem Zwang, sondern auS Roth, ist eine furchtbare Anklage gegen das System, welches sie in diese sjiothlagc versetzt hat. Und daß sie sich förmlich dazu drängen, die Kinder dem Kapital in den Racken zu schleudern, das ist geradezu monströs. J-ne Mutter, die um daS eigene Leben vor den Wölfen zu retten, ihr Krnd ihnen vorwarf, wurde vom Volk verflucht und starb im Wahnsinn. Eitern, die ihre Kinder dem Moloch der Bourgeoisprodutlion hinwerfen, um sich vor dem Wolf: Hunger zu retlen, sind blos deshalb weniger verfluchen«- werlh, weil sie dadurch auch die Kinder momentan vor dem Hungertod retten, freilich nur um sie langsam verkommen zu lassen. Im Gcund ist es derselbe U- terschred wie zwischen der „nassen Guillotine", die im Nu mit Einem Scklag tövtet, und der„trocknen Guillotine", welche die Tödtung über lllionate oder Jahre ausdehnr. Je genauer wir uns die Sache ansehn, desto empö, ender erscheint es, daß die bezahlten Agenten der Bourgeorste — denn daS ist der Verfasser jene« Berichts der Zittauer Handels- und Gewerbekammer, und der Veranstalter jener„Abhöinng"— durch Hunger demoralistrte, kirr gemachte, entmannte Arbeiter als Zeugen für die Moralität und Herlsamkert des AuSdeutungSsystemS herberschleppen, durch welche« diese nämlichen Arbeiter demoralisirt, kirre gemacht, entmannt worden sind. Mit dem gleichen Recht — wenn auch nicht ganz mit der gleichen Niedertracht, da der Zwang hier nicht so direkt ist— könnte man die Moralität und Heilsamkeit der Prostitution durch die„Abhörung" von Müt- tern beweisen, die ihre eigenen Töchter verkuppelt und dies mit ihren Moralbegnfsen in Einklang gebracht haben. An derartigen Müitern soll'S ja nicht fehlen in dieser besten der Welten. Nun— die Bourgeoisie ist nicht titzlich in puncto der Moral, und folglich nicht wählerisch in ihren Mitteln, unv kann eS unS also nicht Wunder nehmen, daß daS Resultat besagter„Abhörung" der„8 Arbeiter, Vrter von zusammen 40 Kindern" jc. in Bour- geoiSzeitungen aufmarschiren muß, um zu beweisen, daß die Km- derarbeit iu den Fabriken eine Wohlthat für die Krnder und ein Segen für die Eltern ist, daß die erwachsenen Arbeiter die Kin- derarbeit al« Segen unv Wohlthat auffasscu, und daß— die« wird nicht, wenigsten« nicht in allen Bläitern herausgejagt, aber dem Leser auf die Zunge gelegt— der Reichstag stch ein Verdienst— nicht um die Fabrikanten, bei Lerbe nicht! nein um die Arbeiter im Allgemeinen, und die Arbeiterkinder, im besondern erwerben würde, entschlöffe er sich, diesen Segen und diese Wohl- that für Jung und Alt durch Verlängerung der Kinderar- beitszeit dem arbeitenden Volt in ausgedehnterem Maße al« bisher zu Gute kommen zu lassen. Unter Andern druckte da» „Reichenbacher Wochenblrtt" vor einigen Tagen die„Abhörnng«"- Notiz unter der Rubrik„Eingesandt" ab, dazu bemetkend, daß die „Abhörung" durch den Hirschselder Bürgermeister vorgenommen worden. A»f diese« liberale„Eingesandt" antwortete unser Par- teigcnosse Löscher mit einem sozialdemokratischen„Eingesandt", da« wir nachstehend unverkürzt miltheilen: „Wenn der betr. Herr Bürgermeister in dem bezeichneten Ar- tikel glauben sollte, er habe in dieser Frage den Stein der Weisen gefunden, so dürste er sehr in« Blaue geschossen haben, eine Kritik diese«„Eingesandt" wird die« klar legen. E« heißt dort: daß indessen in den Arbeiinkreisen selbst nicht durchweg diese Anffas- suug(daß die Kinderaibeit schädlich ist) getheilt wird, daS hat eine„Abhörnng"(soll wohl heiße»„Befragung") von Arbeitern in der großen Müller'schen FlachSspinneiei in Hirschs ld durch den dortigen Bürgermeister bewiesen. Bei derselben haben 8 Arbeiter u. f. w. Wer nun solche Manöver kennt, der wird wissen, daß derjenige, welcher manöorirr, allemal diejenige An'wort erhält, welche er haben will und wir zweifeln nicht, caß wenn der betr. Herr Bürgermeister eine bejahende Antwort bei einer serner» Ab- hörung, daß Kinder von Fabr>ka»beitcrn überhaupt gar keinen Schalunterricht mehr haben sollen, hätte haben wollen, er würde davon mehr als 8 in der betr. Fabrik gesunden haben, welche dteS mit„ja" bcaniwonet hätten. Auffallen muß es aber doch, daß bloS 8 At beiter eS waren, welche der Herr Bürgermeister abhörte, wie eS im„Eingesandt" heißt. Es läßt sich veimalhen, daß diese 8 herausgesucht oder vielleicht auch dazu hergerichtet waren. Außerdem ist e« gar nicht zu bezweifeln, daß wenn der Herr Bürgermeister sämmtliche Arbeiter in der betr. Fabrik abge- hört hätte, kaum einer den Muth würde gehabt haben, sich gegen- theilig auszusprechen. ES war aber dieses Mönöver des Herrn BUrgermetster ein ganz überflüssiges, denn die Sozialdemokraten und Alle, die für Abschaffung der Kinderarbeit in den Fabriken sind, wissen und haben schon längst gewußt, daß sie ihre größten Gegner unter einem großen Theil der Fabrikarbeiter selbst habea. Wollte sich aber der betr. Herr Bürgermeister ein Verdienst um die Sache erwerben, so hätte er gerade von seinem Standtpunkc auS, ganz andere Fragen aufstellen müssen. Wir meinen, er hätte müssen fragen: Ist die Kinderarbeit in den Fabriken unbedingt nothwendig, und ist sie im Interesse de» allgemeinen Wohles zu- lässig? Die erstere dieser Frage lassen wir wegen Mangel an Raum unberührt, zur zweiten wollen wir von unfern Standpunkt au» einige Bemerkungen uns erlaube». Wenn man im gewöhnlichen Leben über unsere gesellschaftlichen Zustände spricht, so hört man nicht selten die bittersten Klagen über Verwilderung der Volksmassen, und wie sich gebildet fein Wollende hie und da in dieser Beziehung aussprechen, ist oft be- trübend. Daß diese Klagen hin und wieder begründet, wohl auch mitunter überttieben sein mögen, wer möchte die» leugnen? Allem nun wird man doch zu der Frage gedrängt, woher solche Zustände? Und die Antwort darauf werden wir finden, wenn wir Vergleiche anstellen zwischen Fabrik- und Provinzialstädten. Wir werden in den letztern weit wmiger derartige Klagen hören al« in den ersteren und demnach dürfte man schließen, die Ursache liege in den Fa- brikea. Damit man uns aber nicht beschuldigen möge, wir�werfen den Stein auf sie, so kehren wir zu unscrm„Eingesandt" zurück. In demselben hecßt es weiter: daß Ordnung rc. in der Fabrik den Kindern angezogen würde, kann Niemand läugnen, der ein Kind in einer gut geleiteten Fabrik habe rc., darnach muß eS aber auch nicht gut geleitete Fabriken geben(doch diese gute oder nicht gute Leitung kann sich wohl nur auf Sittlichkeit beziehen, denn finanziell sind wohl die meisten gut geleitet, was eben die Kinderarbeit beweist) und eS siagt sich nur, wie viel eS überhaupt gute oder nicht gut geleitete derselben giebt und wenn nun der Srößte Theil zu den letztern gehörte, waS sollte dann auS diesen tindern werden? Und wenn nun diese Klagen gegen die Fabriken in dieser Be- ziehung gerecht wären, so könnte die Schuld doch nur die jünger« Arbeiter treffen, weil die älteren wohl schwerlich von ihren ange- zogenen Grundsätzen abgehen und wenn dies nun in aussteigender Linie von Geschlecht zu Geschlecht sich foctpflanzte, würde da nicht Sch'ller'S Wort eintr-ssen:„dies ist der Fluch der bösen That, daß sie fortzeugend BöseS muß gebären?" Und eS habe» stch'S gewöhnlich Diejenigen selbst zuzuschreiben, welche ein schlechtes Haus bauen, daß sie, wenn es einstürzt, besorgen müssen unter den Trüm- mern begraben zu werden. Diejenigen abe>, welche für Abschas- fung der Kinderarbeit in den Fabrcken sind, und besonders die Sozialdemokraten streben dahin, daß sittliche Zustände geschaffen werden. Diejenigen, welche für Erhaltung der jetzigen Zustände sind, gleiten einem Landwirth, welcher fortwährend Raubbau treibt; nur werden sie den Schaden in anderer Weise empfinden wie diese, aber sicherlich gewiß. Es ist endlich nicht in Abrede zu stellen, daß, wenn die Km- derarbeit in den Fabriken abgeschafft wird und dieselben sollten ohne Pflege sein, das Uebel größer würde als zuvor. Allein, wollen die Menschen schönere und sittliche Zustände haben, so müssen sie die Jugend dazu bilden und an dem alteu Bürger- schulgebäude zu Reichenbach war Uber der ElngangSthür die In- fchrift: Ter Jugend-Bildung gewidmet. Moritz Löscher. Ein Dichter deS Materialismus. 0. L.„Goldene Früchte in silberner Schale" pflegt die Re- tlame die Produkte zu nennen, womit die modernen Dichterlinge das deutsche Volk zu begtücken bestrebt sind; doch wenn einmal ein„Unschuldiger" sich bethören läßt, von diesen Früchten des deutschen DichlerbaumeS zu kosten, dann wird er sicher von huu- dert neun und ueunzig finden, die sich als taube Nüsse erweisen. Diese Erfahrung flößt ein berechtigtes Mißtrauen gegen die Poesien der Neuzeit ein, und die ernst augelegte Sozialdemokratie ist be- sonders kühl gegen die landläufige Poesie geworden. Wenn wir nun heute dem Leser eine neuere Dichtung vorführen, dann mag er einen Augenblick da» Mißtrauen bei Seite setzen, der Kern der Frucht, welche sich ihm darbietet, ist wirklich gut und schmackhaft. „DranmorS gesammelte Dichtungen, Berlin— Ge- brüdcr Pätel," so betitelt sich.daS Buch, welche» uns vorliegt. Dranmor ist ein Pseudonym, ein Name, welcher nicht der wahre deS Dichters ist. Doch der Name ist Nebensache. Wie eS dem Dichter nur darauf ankommt, seine Gedanken zum Gemeingut der Menschen zu machen, so sind eS für unS denn auch nur diese Gedanken, die uns sesseln, alleS Andere ist gleichgültig. Wir nannten den Kern der Dichtungen einen guten und schmackhaften, und wenn wir da» Lob nickt aus die ganze Sammlung auSdehn- ten, dann geschah die», weil wir au dem Kern eine Menge An- hängsel fanden, was für einen sozialdemokratischen Magen nicht recht verdaulich ist. Der Dichter hat seine Entwickeluva gehabt, wie wir sie bei den meisten mit einem unbestimmten Freiheit»- dränge ausgerüsteten Naturen finden. So begegnen wir denn in der Sammlung Gedichten an» den verschiedensten Lebensjahren de« Dichters, von denen un« die Mehrzahl— so schön und voll- endet ihre Form auch ist— wenig interessirt. Ein größere« In- teresse erwecken die Dichtungen auS der Zeit seiner politischen Romantik, in welcher wir den Dichter al« einen überschwänglichen deutschen Nationalen finden, allerdings al» einen der besten Art, denn sein deutscher Traum ist ein nationaler Frieden«- und Freiheitstraum. Auf zerrissenen Standarten liegt de» Feldherr» Lorbtcrkcauz,— Weiter schweifen meine Blicke,— dir, o Zeit, gehör' ich ganz. Eisenbahnen, Telegraphen, Handelsflotte« möcht' ich bauen, Und durch RiesenteleSkope ferne Horizonte schauen. Mutter Zeit, du wunderbare! Freiheit süßcS Himmelsbild, Eure besten Kämpe» führen einen Pflug im Wappenschild. Reichgeborne Müßiggänger, die de» LebeuS wärmster�Kuß Nicht entflammt zu kühner Sehnsucht, nicht bewahrt vor Ueber- druß. Ihr verlacht die heil'ge Flamme, die in meinem Herzen brennt Weiber, Pferde, Histrionea— das ist AlleS, waS ihr kennt. Ein Gedicht der Sammlung ließ uns etwas enttäuscht da« Buch einen Augenblick schließen. E» war ein Gedicht zum Preise de» hingerichteten„Kaisers Maximilian". Der Dichter betrachtete Maximilian als den„Retter einer siechen Nation", erfüllt von Wahrheit und Freiheit. Wir wollen hier nicht mit dem Dichter über diesen bei ihm besonder« auffallenden Standpunkt rechten, der bei der österreichischen Bourgeoisie reichen Beifall gefunden; die Anhängsel interessiren unS eben wenig. Werth hat für unS nur der Kein, und wir verzichten um so leichter auf weitere Be- merkungen über den„Kaiser Maximilian", weil wir annehmen. daß de» Dichters heutiger Standpunkt ein ganz anderer ist als derjeuige, welchen er im Augenblicke der mexikanischen Katastrophe einnahm. Doch nun endlich zur Hauptsache! Es ist ein recht alieS Kunststück der Priester und Köaige, die Völker, welche sie auS- saugen, aus da« Jenseit« zu verweisen, wo daS Himmelreich mit seinen Freuden ihnen reichen Lohn für die Wolle gewährt, welche ihnen auf Erden„von GottcS Gnaden" abgeschoren wird. Wenn die sklavisch erzogene Menge sich solche Geschichtchen vormachen läßt, dann darf man sich darüber nicht sonderlich wundern; wenn aber geistig helle Köpfe mit einem derartigen, wenigsten» ähnlichen Wahne umherlaufe», und»o» einem geistigen Fortleben nach dem Tode träumen, dann ist ein solcher Standpunkt wohl auf Schwäche der UrtheilSkrast, trotz aller sonstigen Klarheit, zurückzuführen. Die deutschen Dichter haben mit wenigen Ausnahmen Auferstehung«- Hoffnungen getragen und der Dichterfürst der deutschen Bourgeoisie(?). Göthe, läßt seinen Faust den Wunsch äußern:„ätherisch durch den Sternenraum zu schweifen". Ander« Dranmor. Er kann diese« ätherische Weiterleben nicht begreifen.„Ich bin für sol- che« Rausch zu geisteSalt!" E« sind zwei Gedichte, in denen der Dichter auf der Höhe de« Leben« sich zeigt, der„Dämonenwalzer" und da«„Requiem", beide am Schlüsse der Sammlung, damit die letzte Stufe an- zeigend, zu der die Entwickelung de« Dichter« gelangt ist. Der„Dämoncnwalzer" ist ein Faustgedicht de» M�teriali«- niu«. Der ruhcbedürfkigc einsame Fremdling tritt nach langer Zeit zum ersten Male in eine graue, kühle Kathedrale. Der „Heiland mit der Dornenkrone" fällt ihm auf. „Nicht knien kann ich Vor jenem hohen Schmerzenbilde, DaS mir noch keinen Trost Und keine Hoffnung gespendet. WaS kümmert mich Vergängliche Menschensatzung, Wenn innre Stimmen mir sagen „Nie wurde Gott Au'« Kreuz geschlagen." Nicht glauben kann ich An deine göttliche Sendung, Aber ich glaube, Christa«, An deine göttliche Liebe." Zweifelnd schaut der Fremdling zu dem„da« Weltall be- wegenden Urgeiste" aus, zweifelnd, ob er zu ihm, dem Atome, gnädig herniedcrschauc. Ihn rief er an, ihn nicht länger mit Dämonen ringen, keinen Geier sein Herz zerfleischen zu lassen, Wenn männliche« Entsetzen Mich an Prometheus Felsen schmiedet. Er verlangte vom Urgeiste kein ewiges ätherische» Leben, sondern nur Kraft de« Herzen» und— -- wenn e« Sich nicht erheben kann zu freier, Olympischer Weltverachtung, Oder zu schöner, allgemeiner, Sich selbst vergessender Menschenliebe, Daun möge der Von mir zur Schau getrag'ne, Nur meinem Gram entstammte, Frostige Gleichmuth Nicht mehr erkünstelt sein, Dann komme des Friedhofs Ruhe, Des GrabeS Kälte über mich, Und lasse mein Blut erstarren. Ich leide, weil ich zu heiß, Weil ich zu menschlich fühle; Erlöse mich aus solcher Roth! Innerlich todt sein, nicht nur scheinen, Ist daS nicht besser, Al« thörichte Sehnsucht In öde Nacht hinau« zu weinen?" Doch nicht der„FriedenSengel, der Bote mit der umgestürzten, auf immer verraucheuden Fackel" erbarmte sich des Flehenden. DaS Leben umfluthete ihn plötzlich, und in ihm findet DranmorS Faust reichen Genuß. Die Liebe zu einem„gefallenen Kinde" be- feligt ihn, und am Schlüsse de« Liebes- und LebenSrausche« ringt er nicht mehr mit Dämonen. „Und als der Sonue lebendiger Strahl Bon de« Dome« gold'nen Spitzen Wie göttlicher Augen Blitzen In mein fündige« Herz sich stahl, Sagt au, ihr dunkeln Gewalten, Ließ erwachende Scham, Ließ verzweifelnder Gram Meine Pulse erkalten, Daß ich in Grabesschauer erbebte? Politische Uebersicht« « ageg '«teil Nein! mich belebte, Nach langen Scelenleiden, Entzückende Wärme, strahlende« Licht."-- E« ist eine wunderbare, mächtig ergreifende und fesselnde Dich- tung dieser„Dämonenchor", und wohl werth, Gemeingut aller Erdenkinder zu werden. Dranmor, welcher im Erdenleben Befriedigung gefunden und volle Versöhnung, kann e« nicht schwer fallen, furchtlos dem letzten Augenblicke de« Lebens entgegen zu sehen. Doch er ist nicht allein gefaßt, sondern begeistert beim Anblick de« Sensenmannes. Im „Requiem" zeigt er sich uns als ein glühender Sänger de« Tode«, Den ich gefürchtet, al« de« Schaffen« Drang Au« meiner Heimath Gauen mich verbannte, Als ich zu freien Thaten mich ermannte, Entwöhnt von Orgelton und Glockenklang: Tod, den ich scheu betrachtet und betastet, Trotz der Verheißung seliger Gefilde, Den ich nicht liebe, weil de« Dasein« milde Gewohnheit auch auf meinen Schultern lastet. Den ich getrost erwarte, weil daS Ende, Der letzte Schlaf, den k-inc Träume stören, DeS Auferstehens schmerzliche Legende Mich weder schrecken können, noch bethören. Herr über AlleS, wa« die Sonnen wecken, Was kreucht und fleucht— erhöre mein G:bet! Ich will dein Sänger sein und dein Prophet, Doch nur, um dich mit Rosen zu bedecken. Ich preise de» Bernichter« SchöpfungSkraft, Ewig verjüngend das für uns Verlorne.(Schluß folgt.) — Der Reichstag, nachdem er sich mühsam auS dem Samxs>dtr der Beschlnßunfäh'gkeit hecauSgeschleppt,„arbeitet" in der bekannteßont Weise: Mnndtodtmachung der Gegner, fabrikmäßige BehandluaBrsiche der Vorlagen, Kwchlhurmwettrennen der Servilität zu dem Zielsestrel Ja! Bei der erstenL-sung de« Landstnrmgeseye«(am DonnerSsenfle tag) trat diese reichstägliche Eizenthümlichkeit recht deutlich hervo! � Der Vertreter de« KciegSministerium» betheuert, die Maßregl habe gar nicht« zn bedeuten, fei rein defensiv; ei« Ultramontam widerspricht dem und führt au«, daß sie eine Berläagerunz da Dienstzeit um 10 Jahre bedeutet; ein obskurer Natioualliberale sagt Amen zu dem, wa« der Vertreter deS KriegSministeriumi gesagt; ein Fortschrittler(Herr Duncker) thut desgleichen, unt« einigen Gliederverrenkungen, die in einer unterthänigen Bcrbeuguni endigen und dann— Klappe zu! Em Sozialdemokrat hatte fid zum Wort gemeldet: Schluß der Diskussion. Verweisung det Gesetze» vor eine Kommission.— Aehnlich ist die Budget debatte verlaufen: ein rednerisches Schauturne», in dem keiner- dem andern weh that und rascher Schluß der Debatte, um keine« ernsthaften Gegner zum Wort kommen zu lassen. Fürwahr, eS gibt nur Ecnen Reichstag! Da« Bedienten-CorpS-LegiSlatif de« Bo- naparte war ein Consent dagegen. Welche„Bildung" die sog.„höheren Bildug«an- stalten" den Söhnen der„gebildeten Stände" beibringen, erhellt au« folgender Mittheilung de«„Leipziger Tageblatt" d. d. 30. Ob tober:„In der letzten Zeit sind wiederholt Klagen laut geworden, darüber, daß äliere Schüler namentlich der höheren Lehranstalte« in durchaus ungebührlicher Weife die Schüler der U iterklass.n z« insultirea sich erlauben. So ist erst gestern ein R-atjchüler, web s teil br 31 ui »r h. D rn ve s- ga mc cher sorglos den Neumarkl heraufgegangen, von einer au» „die Maria" genannten Hause hervorbrechenden Anzahl älterel Schüler mit einem eigenartigen Instrument in nicht unbedenklich« Weise am Kopfe verletzt worden, ohne daß eS gelungen ist, auis nur Einen au« der Gesellschaft zu ertappen. Dieser Fall steht übrige»« nicht vereinzelt da, denn auch von anderer Seite werde Klagen über das unlöbliche Betragen älterer gegen jüngere Schüb laut, und jedenfalls wird e« hohe Zeit, daß von Selten dl Lehrer, auch der höheren BildungSanstalten, in der nachdrück lichsten Weise gegen derartige übermüthigc Schüler vorgegangen Selb beziehentlich vor einem solchen Gebahren eindringlichst gewarn testen, werde. Der gestrige Vorfall soll übrigens der Polizeibehörde au-ü kall gezeigt sei», und eS ist nur zu wünschen, daß die Ermittelanj littne, des Thäters gelingen möge."»g siä Die„Chemnitzer Frei- Presse" bemerkt hierzu sehr treffend»ei, daß man sich über derartige Rohheiten nicht wundern darf, wenMst s Männer wie Binding ausseß'schen Angedenken« al« Lebrer a0»s den den höchsten Schulen des Lande» fungiren dürfen. Es lieg chgr» übrigen« im Wesen de« heutigen Klassenstaat», daß auch dübde höheren, d. h. herrschenden Klassen keine ächt humane Bildunj erlange» können.— ahlbe — Au« Belgien schreibt man:«Der VoltSunterricht>ii de> der sich noch unlängst ausschließlich in den Händen der Geistlich-®0. keit befand und daher in keinem Verhältnisse stand zu den Anfor-iwimi deiungen und Kulturzuständen dieses reichen Lande», macht seilstmm einigen Jahren rasche und erfreuliche Fortschritte. ES habea siä�ie i nämlich Gesellschaften zu dem Zwecke gebildei,„freie" Volksschule« r Ca zu gründen und die fehlenden Mittet hierzu mittelst Sammlunj' tiai sogenannter Schulpfennige herbeizuschaffen. Fast in einem jede»� zw öffentlichen Lokale, dessen Besitzer kein Klerikaler ist, fi idet ma«� G Sparbüchsen zu diesen Zwecken aufgestellt, und Dank denselben � Sto sowie anderen UnterstützungSquellen findet man heute in einer j?che| den größeren Ortschaft Belgiens eine oder mehrere Schulen diesa- wi« Gattung, die nicht nur gut gedeihen, sondern schon jetzt die voX kich« der Geistlichkeit unterhaltenen überflüaela. Nach de» neueste«*>>-< statistischen Berichten kommt auf eine Gruppe von 1000 B-woh-�libei nern Belgiens eine Primärschule mit zwei Lehrern und 120 ie�en} der Schule anwesenden Zöglingen." Da« ist recht schön; aber viel zu rosig gemalt. Durch Privat-— thätigkeit kann weder ein allgemeiner, noch ein genügender VolkS'W» Unterricht hergestellt werden. Nur der Staat hat die Mittel, Pier 9 wie er die Aufgabe hat, ein wirkliche» Bolksschulsystem durchzü- �ng führen; aber der heutige Staat, vornehmlich der in Belgien aus'üvmc die äußerste Spitz- getriebene Klassenstaat, hat nicht nur k-iu In-' Bi teresse, die Massen zu bilden, sondern hat umgekehrt ein Jateresse, �»lt. die Massen in Rohheit zu erhalten. Wer Volksbildung will, mui�sda die Abschaffung de« Klaflenstaate« wollen. Esters S d —„Jetzt ist eS wahr!" schreibt mau un« au« Freiburz. i. B.„Ja einem anatomischen Museum aus hiesiger Messe wird� app die verwundete Hand de» Fürsten BcSmarck gezeigt und dabei erklärt, daß die Wunde von der Kugel, der braune Fleck von des Pfropfen herrühre. Es ist köstlich! was ein Kullmann nicht alle« fertig bringen kann!".. — Tragische Geschichte oder Hüttner'«'Reinfall. wie viel Verstand die nationalen Zeitungen redigirt werden, er- hellt au» nachstehendem Histörchen: Bor etwa 14 Tagen säße» beim Glase Bier etliche„Reichsfeinde" zusammen; man sprach von Diesem und Jenem, und znletzt auch von der Verwüstung, die der Reptilienfond nicht blo« im„Morale", sondern auch iS Intellekt de«„FederviehS" angerichtet habe. Ein Wort gab da« andere und endlich entschloß man sich zu einer Probe. Sehe» wir zu, wo die Dummheit eine Grenze hat! ob sie eine Grenze h»t. .ger iösi l-M * i st Ulli 'sein . ili, su t Ulli Uns � b 7|1~• Aber wie e« anstellen? Man steckte die Köpfe zusammen.„Ich Hab«!?«r, Wenn etwa« vom Bündniß der Schwarzen und Rothe» gesagt wird, fallen sie'rein", rief Ecner der fröhlichen Geselle», j „mag e« so dumm und so unglaublich sein wie möglich. Je ab'»E, surder e« ist, desto gieriger werden sie zugreifen. Der Speck ist �esig unwiderstehlich." Und man setzte sich hin und braute da« Abs»»' Kt j beste zusammen, wa« sech» reichsfeindliche Schädel ersinnen konnte«, Brühhciß wird da« Produkt einem Freund in der Provinz über- tti� sandt und von diesem einem beliebigen Sch-erenredakteur aus'?dyl oktroy'rt, was natürlich nicht schwer war, aber auch nur der A»'? zu fang de» beabsichtigten JuxeS. WaS lag an diesem unschuldige» Senftenberger? Werden die Revakteure der großen Städte: vo»-t$ Spreeathen, Kleinparis und anderen geistigen Brennpunkten de» Wbx neuen Reichs in die Falle geh» und'reinfallen? Die fröhliche» �en Gesellen hatten nicht lang auf der Lauer zu stehn. Klapp! die"" Falle schlägt zu. Man eilt hin; drin sitzt Hüttner und � trinkt gemüthlich die sechste Gose, er hat noch gar nicht gemerkt- daß er gefangen. Erst jetzt erfährt er'«, wenn diese Nummer de* „VolkSstaat" ihm zukommt. Und wie gründlich ist er'reing� fallen! Man lese nur sfolgenden redaktionellen Artikel>"> „Tageblatt" vom 4. November: „Leipzig, 3. November. Es sind schon immer Anzeichen i" t*' !>ä >ti ?"l >r I» 'W ä de, eral« ctuml unter rä ä de« 'Sit, leinetj leinet 9 gibt Bo- «an erhell! >. Ob zrdet, 'lalte! n J web bei iiten tlichei auit st-h- >ervet chülel i bt{ drück läge getreten, daß die in Deutschland vorhandenen reichsfeindlichen arteten, so verschiedenartig auch sonst ihre Ziele sind, mit ein- öumxhder in Verbindung treten und daß iusbeiovdere vre Ultra- muteBontanen sich gern der Unterstützung der Socialremokraten dluaBlsichern möchten. Wir finden einen Beweis von diesem letzteren Zielpestreben wieder in einer uns übersandten Nummer der in inersöenfienberg erscheinenden„Nrederlausitzer Nachrichten". Dieses ervoe/latt schreibt Folgendes: ßregel Der Empfänger des nachstehenden Briefes theilt uns den- rtanel selben freundschaftlichst zur Benutzung mit und wir lönnen unS nicht versagen, diese schneidige Illustration von ultra- montaner Thätigleit zu veröffentlichen, zumal Herr Majunle beim Adreffaten sich vollständig geiäuscht hat(letzterer ist Kaufmann und Kirchenältester im Knlaiter Kreise). Der Brief lautet also ä. ä. Berlin, SS. Ottober 1874;«Hoch- geehrter Herr! Die großartige Entwickelnng, welche die für die gerechte Sache de« heiligen Vater« und dadurch für wahre Bollsbildung so thätige katholische Preffe erlangt hat, wird Ihrem politischen Scharfblick nicht entgangen sein, und Sie werden zweifelsohne unserer Sache Ihre volle Sympathie nicht versagen, zumal wir mit Ihnen, dem bewährten Führer der nn« so ergebenen internationalen Arbeiter- Partei, gemeinsam gegen die bureaukratische Vergewaltigung alle« Rechte» durch die gegenwärtigen Auloritäien zu kämpfen haben. Wir glauben, nach den Berichten unserer Agenten, un« nicht in Ihnen zu irren, und erlauben ur.S deshalb, Ihnen da« Amt eines Vertrauensmannes der katholischen Gesellenvereine für den Calauer KreiS anzutragen. Zu besserer Orientirung über unsere Ideen und zur Unterstützung Ihrer Wirksamkeit werden wir Ihnen unsere„Germania" und da» erprobte„Bayrische Vaterland" für diese« Quartal gratis zusenden, und begrüßen Sie schon j-tzl als einen der h. Mutterkirche Wiedergewonnenen. Gern werden wir für Ihre Thätigleit erkennllich sein und bieten Ihnen, so oft Sie nach Berlin kommen, freie« Quartier im Kloster der h. Ursuline- rinne» an. Ihnen unsere Sache warm ans Herz legend, verhmre ich, den Segen de« h. Vater« Ihnen über sendend, hochgeehrtester Herr und liebtester Bruder t t t, ganz ergebenst Majunle, Caplan, Redaktion der„Ger- mania". mgen Selbst der ominöse„Kalauer", welcher dem„Kaufmann, Kirchen- warn listen, bewährten Führer der Internationalen und Vertrauensmann e an r kmhol. Gesellenvereine in spv" angehängt war, konnte unfern lelanj Üttner nicht vor seinem Mißgeschicke bewahren. Doch der gute Mann ig sich trösten, er hat Gesellschaft! Klapp, Klapp, Klapp— Einer, ffend»ei, Drei, ein Dutzend: Berliner, Magdeburger, Kölner und wen«»st wohnhaste„geistige" Kulturkämpfer haben sich ebenfalls r ai'f den Leim locken lassen, und Majunke stellt in einem nicht lieg �gemachten Brief heitere Betrachtungen an über die„glän- ; diildc Dummheit liberaler Journalisten." ldunj- — Da« Ergebniß der Wahl im 14. sächsischen Reichstags- »hlbezirk ist: 7136 Stimmen für Könneritz, 323S für Fink. eicht, ei der Stichwahl im Januar d. I. erhielt Könneritz 7486, Fink stlich®0. Fink hat also diesmal fast 3000, Könneritz über 300 lnfor' tinime» weniger. Unsere Gegner, die au« dem Minus der t seil t'lnmenzahl für Fink auf einen„Rückgang" der Sozialdemo- n si Stande waren, welche durch unsere gesetzliche und öffent- er ft d)e Agitation nicht neutralisirt werden konnte. Die Vhhiheit dicsel' wie wir bereits gesagt: die Masse der Wähler hält den : vo» iichstag nicht für wichtig genug, um sich an die Wahl- nestelt tue ju bemühen. Und ob wir Reichsfeinde Grund haben, iwolj-"über ,u trauern, da« mögen unsere Gegner mit ihren reich«- >0 ii�en Denkwerkzeugen ausmachen. ivat'L— Ter Nürnberg- Fürther„Sozialdemokrat" enthalt da« nach >lkS' wnde nette Register von Prozessen die gegen deflen verantwort ttel>r Redakteur Bauwaun anhängig gemacht sind. 1) Belei- echzwidung de« Nürnberger StadlmagiflratS und des Bürgermeisters t aus>wmer. 2) Widerstand gegen die Staatsgewalt. 3) Beleidigung In- 8 Bürgermeisters Stromer. 4) Widerstand gegen die Staats? treffe,"alt. 5) Beleidigung de« Bürgermeisters Stadlinger und des muj"iSdarm Schön von Langerizenn. 6) Beleidigung des Bürger- Esters Si-omer und Verbreitung falscher Thatsachen. 7) Belei- Surig Pes Polizeiosfizianten Tischer in Augsburg. 8) Uebertre- -urj'Hi de«§ 17 de« Preßgesetzes, betreffend die Veröffentlichung wird88 appellgerichtlichen Urtheil« über den Parteikongreß. dabei-- de-lj,-. Ein verkommene« Subjekt. Unsere Leser erinnern alle» 8 gewiß eine« F. Joseph Dittrich, der weiland in Frei ähnlichen Schlage« wohl lieber gehen als kommen, und wir haben die feste moralische Uebcrzeugung, der neubackene Paulus wird abermals SauluS, sobald nur ein Prosii dabei herausschaut, manche Leute wechseln eben leichter und ösec die Gesinnung als daS Hemd. InliuS Lang— F. Joseph Dittrich, edle Seelen finden sich in— Ultramontanien." Over im BiSmarck'schen Reptiliensumpf. Das wäre der ein- zige„Fortschritt", welchen der Mann noch machen könnte. Bei- läufig redigirt«r seit dem 1. Oktober ein in Bodenbach er- scheinendes„Jntelligenzblatt für Böhmen", genannt„Merkur", — ein sehr passend gewählter Titel, da Merkur bekanntlich der Gott der Kausleute und Spitztuben. Gewerkszenossenschaftliches» Metallarbeitergewerksgenossenschaft. Nraunschwetg, 3. Juni. Unfern Bevollmächtigten diene zur Nachricht, daß mit dem heutigen Tage der bisherige Bevollmächtigte C. H. Müller sein Amt niederlegte, und dasselbe C. Schubert, Bertramstraße 12, übertragen wurde. Unter obiger Adresse werden fernerhin alle Correspondenzen erbeten. Für den Ausschuß: C. Schubert. . cr|icd erDairnucp iüu» i�n«/»»» er' j1«, sich später auf Kosten der Anstaltsdirektion, die er skandalös ißes r'Üttmdete, al« Märtyrer aufzuspielen. Nachdem Dittrich schon rauher, wie un« seitdem bekannt geworden, von der Leichtgläubig- rag- h seiner Mitmenschen gelebt, schritt er aus der abschüssigen Ebene iol Mißlich ,um direkten, gesetzlich strafbaren Betrug und brachte gab fta unserer österreichischen Parteigenossen durch niederträchtige � �indeleien um dessen klein.« Besttzthum. Die Beweise sind unseren Händen. Natürlich war der Mann nun reis � in den Schoos} der alleinseligmachenden Kirche zurückzu- Und das hat er denn auch glücklich verübt, wie aus fol- ...... Notiz der„Rumburger Zeitung" zu ersehen: ab-..Erklärung. Der frühere Redakteur der„Nem-siS" und der is> xeligiöftn Zeitschrift„ConfessionSloS", Herr F. Joseph Dittnch at' P'Bt in der Presse folgende Erklärung:„Ich erkläre, daß tei>. kanz freiem Antriebe zur christlick-katholischen Kirche jet' r'Üikgeitijrt hin und meiner kirchenfeindlicden Richtung iusi P doller Ueberzeugung für immer entsage. Die Gründe, die ll>'?l zu diesem Schritte bewogen, werde ich nächsten« in einer gen'°>>diren Schrift:„Glauben und Wissen" darzustellen suchen." >0" Dittrich sandte un« obige Erklärung mit dem Ersuchen ein, de< guS„Kollegialität" in die„Rumburger Zeitung" aufzu- be" 8u>en. Obgleich der Zweck der ganzen Erklärung wohl lediglich ü'8 t Reklame für dessen Brochüre sein dürfte, so kommen f j�uch dem Wunsche de« Herrn Dittrich, auf dessen„Kollegiali- s!« ü>ir mit besonderem Vergnügen verzichten, nach, und wollten d�„„höchst wichtige Ereignis}" hiermit bestens zur Kenntniß �r Leser gebracht haben. Wir knüpfen an diese neueste Auf- � ,,"er alten SauluS-PauluSgeschichte die Bemerkung, daß durch u«„Bekehrung Niemand verliert und Niemand gewinnt, weder 8'beraten noch die Ultramontanen, jede Partei sieht Genossen Die Q«ed«a«er Revolte vor de» Schwurgericht. (F»rtsetzunz.) IV. Können sich denn die Leute aus der geschilderten, so trostlosen, oft geradezu schauderhaften Lage nicht befreien? Sie sind ja nicht leibeigen und wir haben, wie man sagt, volle Freizügigkeit!— Was den armen Menschen da« nützt! Wohin sollen sie denn ziehen? W» e« gut wäre, z B. auf den königlichen Domänen, da wird nicht leicht eine Stelle frei. Sonst sind die Verhältnisse aus den verschiedenen Gütern einander so gleich oder ähnlich, daß ein Bortheil, der sich de« Umziehen« verlohnte, nur schwer entdeckt werden kann. Denn nicht mit Unrecht gilt hier die Redens- art:„Dreimal Ziehen ist so gut wie einmal Abbrennen." Auch ist das Wechseln der Stelle durch mancherlei Umstände erschwert oder doch bedenklich gemacht und nur im äußersten Nothsalle ent- schließt sich der Arbeiter zu kündigen und weiter zu ziehen. In den meisten Fällen kündigt wohl der Herr: wenn der Arbeiter nicht demüthig genug ist, wenn er nicht sich jeder Anforderung fügen, nicht schlechte Behandlung hat ertragen wollen; wenn er eine große Familie hat(mehrere Kinder und vielleicht noch alte Eltern), wenn er ansängt, alt und steif zu werden, wenn er schwer athmet, viel hustet und über Reißen in den Beinen klagt. Dann ist eine neue Stelle schwer zu finden und ein beunruhigender Ge- danke ist eS für den Arbeiter, eines TageS mit dem LoSschein überrascht zu werden. Die Herren wissen da«, und nur zu häufig kommt's vor, daß sie die Furcht de« Arbeiter« vor dem LoSschein mit fast grausamer Hartherzigkeit ausbeuten. Die Lage der freien Arbeiter, der sogenannten LoSleute ist meistens noch schlimmer als die der Gärtner(Instleute) und na- mentlich schätzt der Arbeiter mit Familie eine«feste Stelle" über alle«. Nur die ledigen Arbeiter können ihre Unabhängigkeit vor- theilhaft ausnutzen; leicht können sie den Kreis verlassen und an ernem fernen Orte neue und lohnende Arbeit erhalten. Sie sin- den es darum vortheilhaft, ein Dienstverhältniß auf lange Zeit und lange Kündigungsfrist nicht einzugehen, und als freie Arbeiter sind sie auch der verrufenen Gesindeordnung nicht unterworfen. Daher kommt's auck>, daß Knechte und Mägde verhältnißmäßig besser gelohnt und behandelt werden, al» die Gärtner. Von den Gutsbesitzern vermag man keine Kategorie anzuge- ben, welche im Großen und Ganzen die Arbeiter schlecht oder gut behandelt. Ob adelig oder bürgerlich, fromm oder gottlos, conservativ oder fortschrittlich, gebildet oder ungebildet: den Ar- bcitern gegenüber sind diese Charakterunterschiede ohne Bedeutung. Es giebt Gutsbesitzer, die auf ihren alten Adel und ihre vornehmen Famrlieiivirbindungen außerordentlich stolz sind, aber uiit ihren Arbeitern sehr viel herzlicher»erkthten und sie besser lohnen, als der bürgerliche Nachbar; ich kenne stock conservalive Gutsbesitzer, welche ihre Leute mit großer Liberalität behandeln, und wiederum „allve'xhrte" Genossen der Fortschrittspartei, die wahrlich schön sprechen von Humanität und Menschenwürde, von Freiheit und Gleichberechtigung, aber auf ihren Gütern die lieblosesten Tyran- neu sind. Darum glaubt ja da« Volk an den Liberalismus nicht, weil es alle Tage sieht, wie die Tbaten der fortschrittlich:� Herrin das schroffste Gegentheil ihrer liebsten Phrasen sind. E« ist noch keine Wahl vorübergegangen, bei der nicht dem braven Volke dre schönsten Dinge versprochen wurden; nicht da« Geringste hat eS jemals erhalten und Niemand hat den Versuch gemacht, sein Elend zu mildern. Jahr auS Jahr ein werden Gesetze gemacht; aber für wen? Die Arbeiter wissen auch von der Wohlthat kaum eines einzigen Gesetzes zu reden. Als im Jahre 1367 daS Volk in wahr- hast erbarmungswürdiger Weise von der HungerSnoth heimgesucht wurde, was haben die liberalen Herren für die Arbeiter gethan? Ich will nicht sagen nicht«; aber eS hat lange gedauert, bi« sie etwas thaten, und bei jeder Gabe, die sie doch von einem Comitö empfingen und in dessen Auftrag nur weiter reichten, also nicht auS ihrer Tasche oder von ihrem Speicher gaben, haben sie oft genug ihren Vortheil bald in der einen, bald in der andern Form wahrzunehmen gewußt. In ihrer Presse ließen sie von der Faul- heit, der Trunksucht und der schlechten Wirthschast ihrer Arbeiter schreiben, und wie haben sie die wirklich grauenhafte Roth dieser Unglücklichen im Landtage behandelt? Couiits« bildeten sie fast überall für die„kleinen Besitzer", die „kleinen Handwerker", aber nur wenige und meisten» sehr spät, für die Arbeiter. Man durste von einer Roth der Arbeiter, von einer wirksamen Hülfe für sie nicht einmal sprechen; al< ein Hüls«- comres, in welchem die angesehensten Männer der liberalen, d. i. a»V« Fortschrittspartei saßen, gebeten wurde, auch für diese Un- glücklichen zu sorgen und ihnen zu helfen, da sagte ein„allver- ehrteS" Mitglied ganz ernsthaft:„Ach waS! Wenn von diesem Pack ein paar tausend verhungerten, wa« würde daS schaden?" Dre Arbeiter kennen diesen Liberalismus auS dem Grunde und sie vergessen nicht, wa« er ihnen gelogen, und verständnißvoll lächeln sie einander zu, wenn er wieder lügt, z. B. bei den Wahlen. Da« wissen auch die liberalen Herren, und darum fürchten sie dos allgemeine und gleiche Stimmrecht; denn sie können sich nicht tauscheu: von ihren Leuten werden sie nicht gewählt. Aber nicht, a ü'uchrty sch sagen, weil die Leute zu dumm sind, sondern weil sie doch klüger sind, als den Herren lieb ist. � J? ttnbitl und manchmal sogar daS schreiende Unrecht ertragen? H-ec zu Lande wird Niemand diese Frage auf- wersen; die treffendste Antwort ist die Gegenftagc: WaS sollen sie denn thun? Zum Richter zehn? Vor allen Dingen ist bis zu dem elben etn Weg von drei bis vier Meilen. Wollen sie bei demselben die Klage anbringen, dann müssen sie erst einen Vor- schuß von zw« Thalern Mindestens für die etwaigen Kosten hin- terlegen. Gedenken sie also ihr Recht dem Herrn gegenüber zu wahren, dann müssen sie diesen um Urlaub iu der Reise nach der Stadt und wohl m den meisten Fällen auch um Geld zum Vor- ichuß und zur Reise bitten.� Und wenn der Herr beide« verweigerts? Wer will ihn»olhigen, einen Arbeitstag zu verlieren und gerade an diesem Tage Geld zu geben? Doch nehmen wir an, er thut'S. Die Klage wird angenommen, es werden Zeugen geladen und� vielleicht zwei Teruilne abgehauen. Der Mann gewinnt auch den � Lokal- Verein(Mitgliedschaft) der in Eisenach refldireoden sozial- Prozeß, er bekommt den Vorschuß zurück, und sogar die Unkosten demokratischen Arbeiterpartei geschlossen ist, weil er mit andern werden ihm erstattet. Aber er erhält den LoSschein, und ich bin fest überzeugt, er wird sich durchaus nicht wundern, wenn er keine neue Stelle findet. Denn den Arbeitern gegenüber halten die Herreu zusammen wie„Pech und Schwefel". Gewinnt er aber nickt den Prozeß, dann hat er den Vorschuß verloren und den Verdienst von mindestens zwei Tagen; er muß alle Kosten be- zahlen, die Zeugen, den Advokaten de« Herren(er selber hat keinen nehmen können), und— den LoSschein bekommt er auch noch. DaS erklärt'S, warum die Arbeiter gegen ihre Herren so selten Recht suchen. AuS einer langjährigen Erfahrung kann ich mich nicht erinnern, daß einmal ein Gärtner oder Knecht den Herr» »erklagte, so lange er in dessen Dienste sich noch befand; und ich weißZnur zwei Fälle, daß Herren von den fortgegangenen Gärt- nern auf Herausgabe der wegen Schulden einbehaltenen Kuh ver- klagt jwurden; ob die Kläger den Prozeß gewannen, weiß ich nicht. Selbst zum Polizeirichter(Polizeiverwalter, Amtsvorsteher) geht der Arbeiter nicht gern. Gewöhnlich hält der Polizeirichter, der den Gutsbesitzer als„angesehenen" oder Einflußreichen Man« schätzt, mit dem er vielleicht freundschaftlich»erkehrt oder doch ver- kehren möchte, sich berufen und verpflichtet, den Kläger gehörig abzukanzeln oder— wie man gewöhnlich sagt— ihm scharf in« Gewissen zu reden. Der Schluß solcher ungehörigen Predigt ist meisten» eine Drohung mit irgend einer Strafe, meistens Arrest. Der Kläger bleibt aber fest und es wird ein Termin angesetzt. Der Arbeiter kommt an dem bestimmten Tage keuchend zu Fuß und muß in der Amtsstube an der Thür oder noch häufiger draußen stehen bleiben, und Niemand kümmert sich um ihn. Der verklagte Herr kommt stolz gefahren, wird zuvorkommend von dem Polizeirichter empfangen und in dessen beste Stube geleitet. End- lich kommt's zur Verhandlung. Der verklagte Herr sitzt mit dem Polizeirichter am Tisch, der klagende Arbeiter steht vor ihnen. Die Klage wird vielleicht nicht ganz unbegründet gesunden; aber daß sich der obsiegende Arbeiter über daS Urtheil freuen darf, daß er einen rrennenSwerthen Vortheil damit errungen, das glaubt er wohl nicht und ich glaube eS auch nicht. Iu jedem Falle hat er zwei halbe Arbeitstage verloren und für die Zukunft mag er sich vorsehen.(Forts, folgt.) Aus dem 14. sächsischen Wahlkreise. Es sei hier noch einer gut besuchten Versammlung Erwähnung gethan, die am 3. November in Lunzenau abgehalten wurde, und in welcher Hasselmann auS Berlin und Geib für die Candidatur Fmk'» eintraten. Die Versammlung verlies ausgezeichnet.— Am 4. November sollte Liebknecht in Thumirnicht bei Coldiy referireu. An Stelle Liebknechts, der durch Unwohlsein am Erscheinen be- hindert war, trat Geib aus, dessen zweistündige Rede von den 6—700 Anwesenden höchst beifällig ausgenommen wurde. Ueberhaupt sind, mit sehr wenigen Ausnahmen, alle Versammlungen, die in der Wahlperiode im 14. sächsischen Wahlkreise abgehalten wurden, gut verlaufen Wenn wir trotzdem gegen die koalirten Gegner unterlegen sind, so hat da« einen tiefer liegenden Grund. Di« Ursache unsrer Niederlage ist die massenhafte Wahlenthaltung: Diel':7.�umrgi Üver nicht sowohl der Gleichgültigkeit al« der Erkenntniß der Wähler, düß d?r ist, im Sinne de« Volkes gesetzgeberisch zu wirken. Und diese Erkenntniß ist mehr werth als zehn Wahlsiege. Freuen die Gegner sich darüber, so ist das ihre Sache. chroßenhain, 8. November. Ueber die Verhandlungen zur Beilegung der Differenz zwischen den hiesigen Fabrikanten und den Arbeitern sei noch Einiges bekannt gegeben. Die Verhandlungen wurden auf Vorschlag des Fabrikantenkomit6'S, das aus den Herren Buchwald, Richter und Naundorf bestand, in der Bahn- hofSrestauration gepflogen. Zu bemerken ist noch, daß die Fabri- kanten sich noch eine Gerichtsperson als Protokollführer mitze- bracht hatten. Nachdem Hugo Schmidt, als Borsitzender deS Arbeiterkomitö's, bemerkt hatte, daß die Arbeiter als Grundlage der Verhandlungen ihre alten Forderungen ansehen und zwar dre Zurücknahme der Lohnreduktion bei Tzschukke, ferner Gleichstellung der Löhne der weiblichen Arbeiter mit denen der männlichen, be- gannen die Debatten. E« wurde Verschiedenes gegen unsere For- derungen geltend gemacht. Naundorf meinte, daß bei ihm die höchsten Löhne beständen, waS dadurch bewiesen würde, daß eS ihm nie an Arbeitern gemangelt habe. Nachdem die Verhand- lungen über zwei Stunden gedauert hatten, wurde von Seite der Fabrikanten der Borschlag gemacht, da die Verhandlungen zu lange dauern würden, vorläufig die Arbeit unter den alten Bedingungen wieder auszunehmen. Nämlich, Tzschukke nimmt seine Lohnreduktion zurück und bei Naundorf wird derselbe Lohn gezahlt, wie vor dem Strike. Dieser Vorschlag wurde akzeptirt mit dem Bemerken, daß alle wieder in Arbeit genommen würden. Worauf Naundorf er- widerte, er würde alle mit liebevollem Herzen aufnehmen, nur nicht mich, da er mit mir im Prozeß liege. Nachdem meine Kollegen mich zu vertheidigen gesucht hatten und die Debatten über meine Wenigkeit sich in die Länge zu ziehen drohten, sah ich mich schließlich genöthigt, zu erklären, daß, wenn diese Debatten nicht beendigt würden, ich da« Lokal verlassen müßte. Zuletzt erklärte sich auch daS Coniitö mit meinet Maßregelung zufrieden. Für die Fabrikanten blieb nichts zu wünschen übrig. Nachdem von dem Protokollanten da« Protokoll verlesen worden war, und Schmidt um eine Abschrift desselben ersucht hatte, wurden die Ber- Handlungen geschlossen. Die Arbeiter bei Naundorf waren mit dem Resultat der Verhandlungen des Comit6'S nicht zufrieden und erklärten, die Angelegenheit einer fteien Arbcitcrversammlnng unterbreiten und sich den Beschlüssen derselben fügen zu wollen. Dieselbe fand denn auch am 31. Oktober statt und wurde be- schloffen, die Arbeit unter den besagten Bedingungen, jedoch mit dem Vorbehalt aufzunehmen, daß innerhalb 14 Tagen die Loh». differenz beigelegt sei. Vehr. Sommerfeki», 4. November.(Schließung der Partei.) Am 23. v. M. ward ich mit zwei Genossen aufs Polizei Bureau be- stellt; dort angekommen, verfaßte der Commissär, ohne an uns eine Frage zu richten, ein Protokoll folgenden Inhalt«: Vom Staatsanwalt beauftragt, thue ick Ihnen hiermit kund, daß der SSetdueti gleicher Art in Verbindung steht, und weil seine Central Organe derartig organistrt find, daß ste alle Vereine in enger Ver bindung zusammenzuschließen.— Der Commissär wünschte nun, daß wir das Protokoll anerkennen und dasselbe durch unsere Namens Unterschrift bestätigen sollten. Darauf wurden un« einige Para- graphen avS der Verordnung vom 11. März 1850 vorgelesen. AlS dieS geschehen, reichte der Commisiär mir daS Protokoll zur Unterschrift hin; ich erklärte demselben, ein Protokoll, welches Un- Wahrheiten enthalte, nicht unterschreiben zu können, woraus er mich verblüfft ansah und verwundert ftug, worin die Unwahr- heiten beständen. Ich erklärte ihm, daß wir niemals mit andern Vereinen gleicher Art in Verbindung gestanden hätten. Daß wir kein Berein seien, hatte ich ihm schon erklärt, während er daS Protokoll verlas. Run wurde daffelbe den beiden mit mir zu gleicher Zeit bestellten Genossen zur Unterschrift vorgelegt, welche auch, wahrscheinlich auS Furcht, vor einem Commissär zu stehen, ihre Unterschrist hergaben. Schiller als Beisitzer gewählt. Um diese Kaffe zu legalisireu, wandte sich Scheil an die königliche Negierunz. Es«u.ve uns nackstehender Bescheid:»Das uns mit der Eingabe v. 11. d. M- eingereichte, hier wieder beit egende Statut der CoaUtionS- und UnlerstützungSkasse der vereinigten Arbeiter Königsberg« unierliegt den Bestimmungen des BereinSgesctzeS vom 11. März 1850 uns ist gemäß§ 2 dieses Gesetzes der OrtSpolizerbehörde, also dem königl. Polizei-Präsidium Hierselbst einzureichen. RegierungS- abtheilung de« Innern." Hieraus wandte man sich an daS königl. Polizei-Prästdium. Hier wurde uns folgender Bescheid: „Daß die hiesige Coalitions- unv UnterstützungSkalse der ver- einigten Arbeiter Königsbergs das Statut und die Veränderung, sowie das Vereins- Mitglieds- Berzeichniß am S. März d. I. der unterzeichneten Behörde eingereicht hat, wird hiermit bescheinigt. Königsberg, 7. Mai 1874. Pilgrim. AlS wir die beiden Bescheinigungen in Händen hatten, wurde gedachte Kasse gegründet. AlS Scheil Königsberg verli-ß, wnrve EoSurg. ES dürste von Interesse sein, die geselllchaftSretterisch Thalen der naäbenannten drei Herren an die Oeffenllichke't bringen. AlS Erster im Bunde fuugirt der bekannt« Lreuten- von Senf Bilsach, welcher �in einer vorjährigen Controlloersam lung in Coburg die Mannschaften aufforderte, sich den Krieget vereinen anzuschließen, um der immer mehr wachsenden sozialve krat-.schen Partei einen Damm entgegenzustellen. Dieser damal in Aussicht gestellt« Dammbau konnte leider bis heute noch nn von seinem Baumeister begonnen werden, da dieser die zu dem B nöihigen Arbeiter nicht aufgetrieben hat. Der Zweite ist eit .WMtft"* •oat Gestützt nun auf dieses Protokoll habe ich folgenden Beschluß Unterzeichneter als Vorsitzender bis zur nächsten Generalversamm erhalten:„Auf den Antrag der königl. Staatsanwaltschaft vom � lung gewählt. Am 23. Juli wurde ich ans die Polizei bestellt, 25. d. M. ist beschlossen, daß gegen den Tuchmachergesellen August Schulz, den Anschläger Gustav Jensen und den Pantrffelmacher tierrmann Frille als Vorsteher und Leiter de« Sommerfelder okalvereins(Mitgliedschaft) der in Eisenach residirenden sozial- demokratischen Arbeiterpartei wegen Verstoßes gegen die§§ 2, 8b, 13a, 16 des Vereinsgesetzes vom 11. März 1850 die Voruntersuchung zu eröffnen und die vorläufige Schließung deS ge- dachten Lokalvereins bis zum Erkenntniß in der Hauptsache auf- recht zu erhalten ist. Sorau, 29. Oktober 1874. Königl. KreiSgericht Ablheil. I." Zu bemerken habe für heute, daß der zweitangeklagte Gustav Jensen einer von Denjenigen ist, welche am 23. v. M. daS Pro- tokoll unterschrieben haben. Ich werde den Ausgang dieses Prozesse« mittheilen. August Schulz. Jreiburg i. H?., 9. November. Die Parteigenossen versam- mcln sich jeden Montag Abend in der Restauration Weber(Nuß- mannSstraße). Die in der Umgegend'wohnenden Genossen bitte ich ihre Adresse an den Unterzeichneten senden zu wollen. A. Müller hier wurde mir eröffnet, daß gedachte Kasse ohne Genehmigung der Behörde gegründet sei und deshalb strafbar wäre. Am 6. Oktober hatten Zimmergeselle Julius Adamski, Maurergeselle F. W. Pinnow, F. W. Huppke, C. Tillmann und Arbeiter W. A. Schiller Termin vor dem Polizeirichter de« königl. Stadt- gericht«. Pinnow, Tillmann und Schiller wurven zu 5 Tylr., event. 2 Tagen Haft verurtheilt, Huppke und Adamski wurden freigesprochen, weil dieselben nach der Meinung deS Richters sich einer Uebertretung des§ 360 Nr. 9 deS ReichS-Straf Gcfetz-Buchs nicht schuldig gemacht hätten. Der Polizei- Anwali beantragte � V ;«J1 Dr. Eberhardt. De» selbe war bei der letzten ReichStaz�wahbL agltation lehr bemüht, unsre Partei lächerlich zu machen, verwickeltl 01 sich aber bei dieser wenig dankbaren Arbeit wegen Beleidigung i� � einen Prozeß, der kein« angenehmen Folgen für ihn haben dürfteT Der Dritte ist ein Lieutenant Kraus, der bei der letzten hier at� gehaltenen Controlloersammlung in seinem Groll gegen die Reichi feinde der versammelten Mannschaft empfahl, dem Umsichgreiß und Wachsen der Sozialvemokraten zu steuecu. Dieses nichtSi würdige Gefinvel solle man in die Kriegervereioe nicht aus nehmen, und sollten schon Etliche darin sein, so sei eS Pst übt toj Krieger, diese staatSgefährlichcn Subjekte hinauszuwerfen. Da des» Hildenlieutenant Kraus da« Hinauswerfen als das beste Mittal zur Darniederhaltung der Sozialdemokratie empfiehlt, so dürst£ wohl einer seiner sehnlichsten Wünsche erfüllt werdeu, weau ih>� dieser oder jener.Kriegerverein als Hinauswerfer anstellt. Ein Landwehrmann und Sozialdemokrat. «rieskafteo der Redaktion. Motteler: Bitte, gedenken Sie doch de« Manu- skript«, da« Sie mitgenommen.!« macht mir Schmerzen.— Jobann' gegen die Angeklagten 50 Thlr. Strafe. Nach meiner Meinung in H.: Da Jvncn die g-w-itschastliche Organisation nicht gestattet Nr hatten die Ankläger kein richtiges Material gesammelt, da sie nicht so organisircn Sie sich al« Fachverein. einmal die richtigen Personen vorgeladen oder angeklagt halten.!"1 die Svnntagenummer auf-genommcn. Bei meiner Rechtfertigung wies ich darauf hin, daß andere Ber- Ö. Kapell in Berlin: Wii Für diese zu spät. wl f, Quittung'tter der Expedition. H. Klschr Lemberg Ab. 1 thlr. 6. I. Brg Wie>lde ~~"""""~' b i»e S»-ich-- ich»>-»- h-i-. ,» gehör-,; ech dm »12 rtv4lSl.>*17Ni>*» V OÄ Vi*- 4/tM � V. av»?£» N V**•• st««v*K v» t*.>. rr.. M.-*. ei—. �~* 4.1 eine und Kassen auf e-stattete Bescheinigung der Polizeibchöide � �kpevinon. gp.«ii-yr vemrerg* thlr. I. Brg Wi Borsitzender deS OrtSvereinS der Fabrik- und Handarbeiter �ge-! Düsseldorf Schr. 1s gr. Oswald Göppingen Schr.'2t gr. Wmr Magd-fps üfcflr Mrinnbeim Ab H fhfr Iß F* P- wesen, habe also Gelegenheit g-habt, Versammlungen dieses Ver-'bürg Schr. 8 thlr. 5. W..a. llr Mannheim Ad. 8 thlr. 16. 5., W...... Arb.. Partei Frei � Veutkingen. 23. Oktober.(Allgemeiner Bericht.) Es ist Coalitions- und UntetstützungSkasse ertheilt wurde, in diesem schon ziemlich lange her, seitd-m die hiesigen Parteige. offen nichts Falle uns aber dennoch vor einer Anklage nicht schützte. Auf einS der Polizei anzumelden, und habe niemals erne andere Be- 3 thlr. 1-!. 3. il. Mi kl Wilkau Schr. 1 thlr. 10. scheinigung vom Polizei-Präsidium erhalten, als die, welche zur berg Ann. 22 gr. 5.___ Mria Schmölln Schr. 1 thlr. 10� Für die Abgedraunlen in Geriugswalde. mehr im„Bolksstaat" von sich hören ließen. Es ist dies ober eine weitere Rechtfertigung ließ ich mich nicht ein, da ich dieselbe nicht der Lauheit, sondern dem Umstand zuzuschreiben, daß wir unsere lokalen Angelegenheiten in der trefflich redigirte»„Süd deutschen Volkszeitung" bekanntgeben, die dort auch wirksamer be für nutzlos hielt. W. Schiller. Rreska», 1. November. Wir sind hier nicht in der glück- lichen Lage, über abgehaltene Versammlungen, Agtiatiou u. dergl. sprachen werden können als im„VolkSstaat". WaS ein Lokalblatt Gerichten za können, find wir doch schon sehr zufrieden, wenn der für eine... �..--ö �...„.----- m~••■I einen Werth bat für die örtliche Agitation, daS finden wir�Z�fammenhang unter den älteren Parteigenossen gewahrt werden hier reckt augenscheinlich. Nicht daß wir sagen könnten, daß seitjlann. Biel fehlte diesmal freilich nicht und wir hälien btiaahe dem Bestehen der„Süddeutschen VolkSzeitung" die hiesige Partei- �— eine Veisammlung abgehalten. Lelder war es im Rathe der Mitgliedschaft b-sondeiS stark geworden wäre, aber daS können wir Götter anders beschlossen. DaS Lokal war unS b-rert« zugesichert, konstaliren, daß die Mehrzahl der hiesigen Arbeiter mit unS sym- patipsirt und nur die Furcht vor den„Brodherren", welche in vielen Fällen unbegründet ist, bestimmt Viele, der Parier nicht ganz beizutreten. Zweiten« ist auch der Umstand zu beachten, daß hi r daS Kleingeweibe voch stark vertreten ist, und daß somit die Arbeiter nicht derart Fühlung mit einander bekommen, wie dieS in giößeren Fabrik-n viel leichter möglich ist, und daher ist auch weniger Sinn für Organisation vorhanden. Wohl suhlen die Arbeiter den Druck deS Kapitals, aber das rechte Baständniß Ges. beim Ktävjchen der Schneider hier 9 thtr. 19 gr. Fond für GemuKregelie. Von G. G. hier 4 gr. Für die Wahl im 14. sächs. Wahlkreis. Durch Kreut ig ge). bei der Schuvmachcrgew. hier 1 thlr. Quittung. Fünzig Lhaler von Dr. M. in Breslau str dw Pai empmiigen zu habe», be cheinigt Leipzig, d 20. November 1874. W. Liebkuecht. -11 bi törte «> Hdlch. � rüe 1.. Anzeigen:c* Die rechts in j] angegebene Ziffer ist dt�U _ � A — s iginei lUlti ähltrei Sozialdemokratische Arsetterpartei. i... Samstag, b. 14. November, Abeads 8 Uhr: B e» tilgeb Die Parleigenossen werden ersucht, zahlreich am Platze zu sein. �Ulici I. Endres. j � ist � td n isiavli«, Sonntag, den IS.Rovember." Vormittag« lt�IIhr�präciS, im„BotkSstaat", sowie in einem Lokalblatte annoncirt, auch die pslizeiliche Bescheu.izung in unseren Händen; aber der Mensch„._ Denkt una Gott, unter welchem ich mir diesmal die hochwvhlweijejPrtiS der betreffenden Annonce Polizei oder auch den von ihr beeinflußten Wirth deS Lokals denke, lenkt. Am selbigen Tage, an welch m die Veisammlung statifi.den sollte, erhielt unser Vertrauensmann ein Schrelbeu, in sammrung in der„Schützenhalle." welchem ihm in höflichster Weise vom Wirlhe auseinanbeigesetzl wurde, daß die Versammlung nicht stattfinden' köane, und daß er � sich überhaupt erst mit dem CommissariuS verständigen müsse. greift nur langsam Platz. Doch können wir sagen, daß eS anfängl�Mit dieser Versammlung war eS also uichlS.— Außer der von� �®hi.«nnfrrn6r qjr 07 zu dämmern bei manchem Arbeiter, der die„Siidd-uMe Volks-! uns pr. jektirten, war auch eine Volksversammlung von ehemaliger. 7' ,'� Vj-'f zeiwng" liest. WaS die einheimischen Arbeiter betrifft, so ist da! Mitgliedern der hier ausgelösten Mitgliedschaft deS Allgemeine!.' nicht vrel� zu lUhuien,� b-c Uhu sojn� Ijrem angebornea Jndiffe- deutschen Aibeilervcreins dmch Plakate annoncirt, man konnte sich des„Wahlvereius" der sozialdemokratischen Arbeiter- Pm für den 8. und 4. Wahlkreis. Tagesordnung: Vortrag des Herrn Schramm.— Aufnahme Mitglieder. ......_ c.,-,..„„.---„ Die Mitglieder müssen vollzählig am Platze seia und sind v-rpfli etwas fograllsitscheS»G.fl' e.ngeiogen haben, kommen rn uisiere. veten Versammlung auch eine solche im Hofe, also unter freiem Gäste mitznbiingcn. Der Vorstand.[>j Versammlungen. F-eilich wird die Miigliedschast, weil ste meistens Hiuimel stattfand. Annoncirt war letztere freilich nicht, ob poli- /£,{. auS ftiwden Arbbeitern besteht, niemals so stark, da bestaadig��llick angemeldet, wurde mir nickt bekannt. So viel ich im welche abreisen, jedoch ein guter Siamm bleibt immer am Play. Onnkel» zu sehen vermochte, waren eS 20—30 Sckutzleute, welche im Schwaniaale stall, rrs lbeiti üe. � 5 Sin ihen chroße öffentliche Wlei'sanuulullg im großen Saale dl* vo '»nhi «ißt: M 0 rentismus fort, als ob die sozialen Mißstände durch d.- Vorsehung, also durch deren Besuch entschädigen. Dies lhat ich denn auch. geschaffen wären und als ob Alles so sein müßte„zur Ehre Ehe man min in daS Lokal gelangt, wo diese Versammlung statt- -i»h Gottes". Dikjenigen Arbeiter, die in andern Städten das L.ben�und, muß man durch einen ziemlich geräumigen Hof. Hier wurve und Tieiben der„hone-, en Klaffe" gesehen und mitunter auch � ch g, wahr, daß außer der sür das Innere des Lokals angem-k> |»n Sonntag, d-u«5. Nov, Abend« 6 tlhr, stuoel Sti luagSjesi der Sozialvemokratischen Acbeue-pa W> � destehend in Festred-, Gesang und Tanzmil Doch die Nachricht können wir geben, daß eS nach langem Be-j stch hier"versammelt vatten. Also eine Versammlung von Be- Haltung.— All« Perleigenossen und Freunde der Arbeiiersach- von o mühen endlich gelungen ist, eine Schuhmachergewerkschaft in« Leben: waffnetcn; sicher höchst strafbar. Welch ein Thema hier behandelt»nd fern find hiermit sreandtichst eingeladen. Der AnSfchaß.[17' ----- wurde, läßt sich bloS denken. Die Thüre, weiche das Versamm sitallsiK. Arbeiierverein. lungSlokal von dem Hofraume trennt, wurde von einem der be-j �7, Montag, 16. Novbr., Abends l/29 Uhr: Berfammlus reilS erwähnten Schutzengel bewacht ui d durfte kein Mensch in! rw B>ertunnel(Kuntzf ch).— Bortrag.� Wadlangeltgenbeiten. D. B. zu rufen, wobei sich'S der jetzige Bevollmächtigte recht angelegen sein ließ. Trotz ferner Jugendlichkeit hatten seine Worte ber manchem Albeuer Anklang gefunden. Anfang« Seplember war Herr Schröder auS Stuttoait hier und reserirte über„Zweck und Nutzen der Gewertickaft"." Der Vortrag wurde sehr beifällig aus- genommen. Die Gewerkschaft zählt ungefähr 25 Mann. Das ist freilich eine kleine Zahl, doch stark genug, um die der Gewerkschaft uoch fernstehenden Schuhmachergehilfen aus ihrer Lethargie auszurüttelv. Seit zwei Jahren schon wurde von Seilen der Parteigenossen immer wieder den Versuch gemacht, den h er be- stehenden lokalen„Schuhmacherarbeiter- Berein" für die Gmerk- schaftSbestrebungen zu sgewinnen, aber immer ohne Erfolg. Der „Voitsstaat" wurde zwar in ihrem Lokale aufgelegt, aber die Vor- stände waren zu viel spießbürgerlich, um den sozialistischen Be- streburgen Raum zu lassen. Mit bitterm Ingrimm sehen die- serbkii jetzt aus die Entwicklung der Gewettschaft, ja wo in einer Werkstutt Mitglieder der Gewerkschaft und des Schuhmacherarbeiter- Vereins sind, werden die Gewerkschaftsmitglieder von jenen ver- höhnt. Das Ganze bei dem„Schuhmacherarbeiter-Verein" ist, daß fick die Mitglieder am„Gängelband" sühren lassen und zu wenig über ihre nicht zu beneidende Lage nachdenken, sonst würde» sie darauf Hinarbeiren, daß die schrecklich lange Arbeitszeit(von Mvigens 6 Uhr bis Nacht« 11 Uhr) verkürzt würde, wa« zwar Viele wünschen, aber mit Singen, Buchführungennterricht und Abzeich-nbändertragen nicht erreichen. Eine Gewerkschaft der Metall- arbetter ließe sich auch ins Leben rufen, aber eS fehlt an einer agrtatorischen Kraft, die in diesem Fach bewandert ist. DaS Best« wäre, wenn ein mit dcr GcwerkschaftSbewegung vertrauter Arbeiter Mit ein bischen Rednertalent hier in Arbelt treten würde, dann ginge die Sachs am Leichlesten. Ueber Lokalmangel ist hier nicht zu liagen, da könnten wir vielen Parteigenossen aushelfen, nur schade, daß dieser Borthcil nicht Keffer benutzt wird. Die hiesigen Lokalblätter haben, nachdem ste mit ihren Scheeren- redalteuren die g-bührende Würdigung mehrcremat in der„Süd deutschen VolkSzeitung" gesunden, einigei maßen aufgehört, grunv daS Lokal, bevor er nicht in der zuvorkommendsten Weise nach'FVrtttthitv.-t_ S»ztal»em»Katischer Arbeiterverein. Stand, Vor- und Zunamen gefragt und diese Angabe» not.rt!�'"''"�� S-nnabend. d- 21- m Hansch'««ubl� waren. Von einer Legitimation durch Tauf» und Heimaihschein�■ � nt8ft' rati?•«i*• m f« r- 9} n l f oder andere Urkunden und Dokumente wurde— mir ganz un| v- r|t E v TvlNlrr: Nu 11. begreiflich— abgesehen. AlS ick das, trotz so freundlichen Ent-!. Sl?,itts,"on ,'V®,01!:9e~Ju ,ra9en'— Karten find zu ha» geger.kommenS von Seiten der Polizei, dennoch dicht besetzte Lokal! �«.« e t l>,«»dwgsmarK IS; Traumann. Dragonerftall nuter betrat, suchte der Referent K. Klein, welcker-in streng sozral- Schulz und S»ützr D-�.�n�ll »andl lein eichs -lst. »s« >dei >pel wa' ing >del >terl. Im Notiz! Der Verkehr und Arbeitsnachweis der Schuhmall ökonomisches Thema behandelte, weil jede politische Debatte �tlNslss der Polizei bei Androhung sofortiger Auslösung strengstens unter- j sagt ist, seinen Zuhörern klar zu machen, durch welche Argumente! befindet fill» nur Münzgaffe Nr. 3. der Kapitalist daS Einstreichen dcr sogenannten Rissco Prämie l�a)$ Die HerbergS- Commlsfron der Schuhmachergehilfe». rechtfe,t.gt. Er äußerte sich, rch kann wohl sagen wörtlich, folgen z» UlNUpaptttl Met.llarbeiter dermaßen:„Der Kapitalist, welcher ein Geschäft errichtet und auf H. XvUUzvyjvHU längere Zeit Geld auf Rohmaterial, Werkzcage, AldeitSlöhne:c.! Montag, d. 16. d. M.: hinernstecken muß, aber nicht wer, ob er das Geld wieder heraus- Nr. 38— Tagesordnung: schlägt",— weiter war ihm nicht möglich zu sprechen, denn SewerkSgenoffenschast. Versammlung bei Fröhlich, Nikoiatstl' D Bortrag. 2) Gewerkschafiliche«. ie L ifffe siiln >er >un s- irl di iliei ih d l'itu im ItS, t k wurde durch die Worte de« überwachenden Polizeibeamlen unter- �cx Mauusakiurarteiler- Gewerkschaft. �l1!' breche», welcher laut nuSries:„Da sich der Redner aus sozial-l Sonnabend, den 14. November, äbend« 8 Uhr: V er s a m m l uis, ll politischem Gebiete bewegt, e-kläre>ch im Namen de« Gesetzes die bei Heirn Müller Lindenstraße Nr 31.- T- O.: Borstand«. M«nl Versammlung für geschirffen�. Dies- angeführte, rein ökonomische � MüZü�r aM'§ 6 de« Statut« anfmerts.>!cks Auseinandersetzung hält ein Beamter in eiuei Stadt von 200,000 Einwohnern, welcher destgnirt ist, eine Bolksversammlirng zu über- wachen, für ein Bewegen auf sozialpolitischem Gebiet! Dieser Herr mag wohl weder wiffen, was Sozial Politik, noch was Po Franz Stuckenbruck, Borstand, sttl e � I Au die Parteigeuosseu des Rheiulands! Ich zeige hierdurch ergebenft an,»aß ich bereit bin, bei größek littk überhaupt ist, von beiden, sicher so wenig»l.«aach� Thi« �.?» süi pom Lautenschlagen. I>. habe Mrbrfach äußern hoien, daß iiese pstte daher um aefäligc Mittheilnng wann und wo die Bersaiui Leute nicht so allem Gesetz hobi sprechend verfahren würden, wen» lungen statlfiudeu. Namenilich sind die Regierungsbezirke Düsfeld-�st sie nicht wüßien�, daß außerhalb deS Lokals eine unverhältniß- Eöln und Aachen in Betracht zu� ziehen. Brubergrußl mäßige Anzahl Schutzleute postiri ständen. Mag fein. Ich brn. aber auch noch anderer Meinung. Da« Lokal war. wie bereits j bemerkt, sehr voll, und herrschte an« diesem Grunde in demselben eine drückende Hitze, Gustav Heinrich», Eolporteur großer Griechenmarkt 52S.|22tJ:»c c* j. � 1 Meine Adresse ist nach«ie vor: Redaktion de« In Berücksichtigung beffen hatte der größtej� Braustraße 11, Leipzig. In Berlin werde ich mich währ*!."« *.«v»--- r_____ �..e.»TiS.» t �iei «olkssta-» L« deshalb ist eS auch doppelt unsere Pflicht, die„Süddeutsche Volks zeilu! g" thaikräftig zu untersiüpen. /töitigsverg i.??., 1- November. Im Monat Juni d. I. wurde hier durch I. Scheil und and-re Parteigenoffen eine Coalilio, S und UnterstützungSkaffe der vereinigten Arbeiter Königsbergs gegründet. Als Beamte dieser Kasse wurden in m Geneialveisawmiung, wo gedachte Kasse gegründet wurde, I. Scheil als Vor sitzender, Reinhardt, Tlllmanu, Bollin und lose Ve: dackligungen��über � die Sozialdemokraten� zu �rbreiten, Theil der Anwesenden die Kopsvedeckung abgenommen. Ob aber der'R8»«lags'ftsfiön Vu'r"zeitweittg und si'd e« m äl"n ur'a uf" einige"'Ä!, s7 der auslösende Beamte auch mit eittblößtem Haupte die Velsamm-! aufhalten. W. Liebknechts � lung überwachte, oder ob er seine Mütze oder auch elwaS anderes — auf dem Kopse hatte, konnte ich, weil zu wert entfernt von ihm war, nicht wahrnehmen.— Aus dem hier Angeführten mögen die auswärtigen Paiteigenossen ersehen, wie unS gesetzlich gewährleist-te Rechte verkümmert weiden. Doch da ganz s-lbstverstäildlich die Polizei unsere Gegnerin ist und Gesetze für ste nicht zu existireu scheinen, so ist das auch nrcht anders zu erwarte». Meine B'obnang befindet sich jetzt Jacobistraße 98 bei Herr» Hampe, Schneidermeister.,»»» Hiidcspelm, 8. Nov, 1874. Carl Kaiser, Tischler. tf � Bcraniwortlicher Redakteur: M. Preißer(Lindenau).!lsta, Redaktion Hohestraße 4, Expedition Zeitze-.ftraße 44, in Leipzig.' Huj,, Druck und Berlag der GenossenschasiSbuchdiuckerei in Leipzig- �'-S ü