elten Erscheint in Leipzig ng: Mittwoch, Freitag, Sonntag. auf ihre Bestellungen nehmen an alle M. Bostanstalten u. Buchhandceffe ungen des In- u.Auslandes. iter Filial Expeditionen Ar- für die Vereinigten Staaten: Der F. A. Sorge, fidh Box 101 Hoboken, N. J. Peter Haß, ber 8. W. Corner Third and elbe coates str. Philadelphia. Der Volksstaat Abonnementspreis für ganz Deutschland 16 Sgr. pro Quartal. 811 Monats- Abonnements werden bei allen deutschen Bostanstalten auf den 2ten u. 3ten Monat und auf den 3ten Monat besonders angenommen; im Kgr. Sachsen u. Hrzgth. Sachs.- Altenburg auch auf den 1ten Monat des Quartals à 513 Sgr. zu bes ung Ber Organ der sozialdemokratischen Arbeiterpartei und der internationalen Gewerksgenossenschaften. attJuferate, die Abhaltung von Partei-, Bereins- und Boltsversammlungen, sowie die Filial- Expeditionen und sonstige Partei- Angelegenheiten betreffend, werden mit 1 Ngr., Privat- und Bergnügungsng. Anzeigen mit 2 Ngr. die dreigespaltene Petit- Zeile berechnet. t. Nr. 135. Mittwoch, 18. November. ing fen onit hier artei 1874. Es. Enthüllungen über den Kommunisten- Prozeß zu Köln. Dungen zwischen London und Köln, über den geheimen Brief- Existenz des Herrn Liebknecht nur das konstatirt hat, daß ihrer wechsel u. s. w. angegeben sei, völlig der Wahrheit entspreche. zu London nicht„ habhaft" zu werden ist, nachdem er sich eben ( Fortsetzung.) Zum Beweise, wie gut die preußischen Agenten noch heute in dadurch überzeugt, daß alle" Aussagen des Stieber über die Nachdem so von allen Seiten Breschen in sein Original- London unterrichtet seien, führt Zeuge Goldheim an, daß am" Partei Marr" völlig der Wahrheit" entsprechen, muß er gr protokollbuch geschoffen, resumirt sich Stieber am 27. Oftober 27. Ottober eine ganz geheime Sigung bei Mary stattgefunden doch endlich, außer diesen negativen Argumenten, worin nach hr mit Klassischer Unverschämtheit dahin:„ Seine Ueberzeugung habe, in welcher man die Schritte berathen, welche gegen das Seckendorf zwar viel Wahres" liegt, auch das pofitive Argument von der Echtheit des Protokollbuchs stehe fester als je." Protokollbuch und namentlich gegen den, der Londoner Partei liefern, wie gut die preußischen Agenten noch heute in London In der Sizung vom 29. Oktober vergleicht der Sachverständige sehr unangenehmen Polizeirath Stieber ergriffen werden sollten. unterrichtet sind." Als Probe führt er an, am 27. Oktober habe die von Birnbaum und Schulz eingereichten Briefe des Liebknecht Die betreffenden Beschlüsse und Dokumente feien ganz geheim an eine ganz geheime Sigung bei Marx stattgefunden." In dieser und Rings mit dem Protokollbuch und erklärt die Unterschriften den Advokat- Anwalt Schneider II. geschickt worden. Unter den ganz geheimen Sizung habe man- bie Schritte gegen das ProtokollDes Protokollbuchs für falsch. an Schneider II. geschickten Papieren sei namentlich noch ein buch und den sehr unangenehmen" Polizei- Rath Stieber berathen. Wif Schr. itern brit Ber. r. In der Anklagerede erklärt Oberprokurator Seckendorf:„ Die Privatschreiben, daß Stieber selbst im Jahr 1848 an Marg nach Die betreffenden Dekrete und Beschlüsse seien ganz geheim an born dem Protokollbuch enthaltenen Angaben stimmten mit ander- Köln geschrieben und das Marx sehr geheim gehalten, weil er den Advokat Schneider II. gefchickt worden." bärts ermittelten Thatsachen überein. Nur sei das öffentliche damit den Zeugen Stieber zu kompromittiren hoffe." Obgleich die preußischen Agenten diesen Sizungen beiwohnten, Dinifterium völlig außer Stand, die Echtheit des Buches zu be- Zeuge Stieber springt vor und erklärt, er habe damals blieb ihnen der Weg, den diese Briefe nahmen, jedoch so ganz hir., weisen." Das Buch ist echt, aber die Beweise der Echtheit fehlen. wegen einer infamen Verläumbung an Marx geschrieben, ihm geheim", daß die Poft fle trotz aller Anstrengungen nicht abzuReues Teftament! Sedendorf geht weiter: Die Bertheidigung einen Prozeß angedroht 2c. Kein Mensch außer Mary und ihm halten vermochte. Man höre, wie im alternden Gemäner melanipzig hat aber selbst bewiesen, daß in dem Buche wenigstens viel Wah- tönne dies wiffen, und sei dies allerdings der beste Beweis für cholisch noch das Heimchen zirpt:„ Die betreffenden Briefe und gtes enthalten, indem dasselbe uns über die Thätigkeit des darin die Richtigkeit der aus London gekommenen Mittheilungen." Dokumente feien ganz geheim an den Advokat Schneider II. gegenannten Rings, von welcher bis jest Reiner wußte, Auskunft Also nach Goldheim ist das Originalprotokollbuch, die falschen schickt worden." Ganz geheim für die geheimen Agenten bes Jab." Wenn bis jetzt keiner über die Thätigkeit des Rings Partien abgerechnet, ganz echt". Was ihn von der Echtheit Goldheim. bußte, so giebt das Protokollbuch keine Auskunft darüber. Die überführt hat, ist namentlich der Umstand, daß das Original- Die imaginären Beschlüsse über das Protokollbuch können nicht Aussagen über die Thätigkeit des Rings fonnten also den 3n- protokollbuch tein Originalprotokollbuch, sondern nur ein" No- am 27. Oktober in der ganz geheimen Sizung bei Marr gefaßt alt des Protokollbuchs nicht bestätigen und in Bezug auf seine tizenbuch ist. Und Stieber? Stieber fällt nicht aus den worden sein, da Marr schon am 25. Oktober die Hauptberichte Form bewiesen fie, daß die Unterschrift eines Mitglieds der Wolken, ein Stein fällt ihm vielmehr vom Herzen. Vor Thores- über die Unechtheit des Protokollbuches, zwar nicht an Schneider II., Bartei Marr" in Wahrheit falsch, nachgemacht sei. Sie be- schluß, als das letzte Wort der Antiage taum noch verhallt und wohl aber an Herrn v. Hontheim sandte.( Forts. folgt.) Diefen also nach Seckendorf, daß in dem Buch wenigstens viel das erste Wort der Vertheidigung noch nicht erschallt ist, läßt Fremdwörter Erklärung: sich attachiren, zugethan werden, sich Babres enthalten ist," nämlich eine wahre Fälschung. Stieber durch seinen Goldheim das Originalprotokollbuch noch anschließen; attaché, Angestellter bei einer Gesandtschaft; attachement, Ober prokurator( Saebt- Seckendorf) und Postdirektion hatten ge- rasch in ein Notizenbuch verwandeln. Wenn zwei Polizisten sich Anhänglichkeit, zärtliches Verhältniß; testimonium paupertatis, Areinsam mit Stieber den Brief an Kothes erbrochen. Sie tannten wechselseitig der Lüge zeihen, beweist das nicht, daß sie beide ber muthszeugniß; alias mouchardus vulgaris, mit seinem anderen Namen: wort. also das Datum ſeiner Ankunft. Sie wußten also, daß Stieber Wahrheit fröhnen? Stieber hat sich durch Goldheim den Rückzug gemeiner Spitzer; imaginär, eingebildet, erbichtet. tinen Meineid schwor, als er den Courier am 17. und später am gedeckt. [ 9] 10. Oftober, den Brief aber erst am 19., dann am 12. eintreffen Goldheim schwört, er habe sich, in London angekommen, zuließ. Sie waren feine Complicen. nächst an den Polizei- Lieutenant Greif gewandt, dieser habe ihn Ein Dichter des Materialismus. ( Schluß.) In der Sitzung vom 27. Oktober suchte Stieber vergebens zu dem Polizei- Agenten Fleury in dem Stadttheil Kensington ge- Gern wird uns nach dieser Einleitung der Leser in einzelne eine Faffung zu behaupten. Jeden Tag fürchtete er das Ein- führt." Wer wird nun nicht schwören, daß der arme Goldheim Gesänge des Requiem" folgen, in dem sich uns in jeder Note reffen der Belastungs- Dokumente von London. Stieber fühlte mit dem Polizei- Lieutenant Greif sich mitde gerannt und gefahren das von wahrer Menschenliebe überströmende Herz des Dichters unwohl, und der in ihm incarnirte preußische Staat fühlte hat, ebe er in dem entlegenen Stadttheil Renfington bei leury offenbart: ich unwohl. Die Blosstellung vor dem Publikum hatte eine ge- antam? Aber Polizei- Lieutenant Greif wohnt im Hause des fährliche Höhe erreicht. Polizei- Lieutenant Goldheim wurde daher Polizei- Agenten Fleury und zwar in der obern Etage des Fleurym 28. Oftober nach London gesandt, um das Baterland zu schen Hanses, so daß in Wirklichkeit nicht der Greif den Goldtetten. Was machte Goldheim in London? Den Versuch, mit heim zu Fleury, sondern der Fleury den Goldheim zu Greif 12 Sülfe des Greif und Fleury den Hirsch zu bewegen, nach Köln führte. Cr [ 5] and Fend. 3. [ 6] " Was ich erhofft, erfleht, was ich gewonnen, Hat sich in der Gedanken Feuereffe, In meines tiefsten Wesens Flammenbronnen Langsam geformt zu einer Todtenmesse". Wenn der Dichter in schmerzlicher Erkenntniß der herrschenden Stimmung ausruft: Boetenherz! aus deiner Asche sprüh'n Die Funken hoch empor es find nicht viele Der Winter naht, wir stehen bald am Ziele, Und mich bedünkt, daß eitel mein Bemüh'n, Daß mich die Außenwelt, die glatte, talte, Verdammen muß, weil du zu rasch geschlagen, Herz! ich höre Stimmen, die dir sagen: Du bist das gleiche noch, du bist das alte!-" a tommen und unter dem Namen H. Liebknecht die Echtheit" Der Polizei- Agent Fleury im Stadttheil Kensington!" Welche ent des Protokollbuche zu beschwören. Eine förmliche Staatspension Bestimmtheit! Könnt Ihr noch an der Wahrhaftigkeit der preuCoz burde dem Hirsch angeboten, aber Hirsch besaß seinen Polizei- ßischen Regierung zweifeln, die ihre eigenen Mouchards denunciet, [ 4] ftinkt so gut wie Goldheim. Hirsch wußte, daß er weder Pro- mit Namen und Wohnung, mit Haut und Haar? Ist das Probrator, noch Polizei Lieutenant, noch Polizei- Rath, also nicht zum tokollbuch falsch, haltet Euch nur an den Polizei- Agenten Fleury Reineid privilegirt war. Es ahnte dem Hirsch, daß man ihn in Kensington." Ja wohl. An den Privat- Sekretär Pierre im fallen laffen werde, sobald die Sache schief gehe. Hirsch wollte 13. Arrondissement. Wenn man ein Individuum specificiren will, leicht zum Bock werden, am wenigften zum Sündenbock. Hirsch so nennt man nicht nur seinen Familiennamen, sondern auch [ 5] lug rund ab. Der chriftlich- germanischen Regierung Preußens seinen Vornamen. Nicht Fleury, sondern Charles Fleury. leibt aber der Ruhm, daß sie einen falschen Zeugen zu kaufen Man bezeichnet das Individuum mit dem Geschäft, daß es öffent- so werden die Männer der Arbeit in dieses Verdammungsurtheil her achte in einer Criminal- Procedur, wo es sich um die Köpfe ihrer lich führt, nicht mit einem Gewerbe, daß es heimlich treibt. Also ber Welt nicht mit einstimmen, sondern bankbar den Dichter beAngeklagten Landeskinder handelte. Kaufmann Charles Fleury, nicht Bolizeiagent Fleury. Und grüßen, den siegesstarken Sänger", der für das Heil der MenGoldheim tehrt also unverrichteter Sache nach Köln zurück. wenn man feine Wohnung angeben will, so bezeichnet man nicht schen vor der Wahrheit niederkniet". Es sind Rosen der ErkenntIn der Sigung vom 3. November, nach Beendigung der An- blos ein Londoner Stadtviertel, das selbst wieber eine Stadt ist, niß, welche der Dichter dem Tode pflückt und sie sollten im bufng, agerebe, vor Beginn der Vertheidigung, zwischen Thür und Angel sondern Stadtviertel, Straße und Hausnummer. Also nicht tenden Strauße auf jedes Armen Tisch prangen. Laffen wir einige Pringt Stieber noch einmal dazwischen. Polizei- Agent Fleury in Kensington, sondern Kaufmann Char- von ihnen folgen: „ Er habe, schwört Stieber, nun weitere Recherchen über das les Fleury, 17 Victoria Road, Kensington. Aber Polizei Lieutenant Greif," das ist wenigftens von ( 6) rotokollbuch veranlaßt. Er habe den Polizei Lieutenant Goldeim von Köln nach London geschickt, und diesem den Auftrag der Leber weg gesprochen. Wenn aber Polizei- Lieutenant Greif hr: theilt, jene Recherchen vorzunehmen. Goldheim sei am 28. Ot- fich in London an die Gesandtschaft attachirt und aus dem Lieunigl. ober abgereift, am 2. November wieder eingetroffen. Hier sei tenant ein attaché wird, so ist das ein attachement, welches bie Goldheim." Auf einen Wint des Gebieters summt Goldheim Gerichte nichts angeht. Der Zug des Herzens ist des Schicksals [ 5] or und schwört:„ er habe sich, in London angekommen, zunächst Stimme. Alfo der Polizei- Lieutenant Goldheim versichert, der PolizeiRov. Bolizeiagenten Fleury in dem Stadttheil Kensington geführt, ale Agent Fleury versichere, er habe das Buch von einem Menschen bemjenigen Agenten, der das Buch an Greif gegeben habe. erhalten, der wirklich versichere, H. Liebknecht zu sein, und dem wor- Fleury habe dies ihm, dem Zeugen Goldheim, eingeräumt, und Fleury sogar eine Onittung ausgestellt habe. Nur konnte Goldbehauptet, daß er das Buch wirklich von einem Mitglied der heim des H. Liebknecht nicht habhaft werden" zu London. Golder- arrischen Partei, Namens H. Liebknecht erhalten habe. Fleury heim fonnte also ruhig zu Köln bleiben, denn die Versicherung [ 7] abe die Quittung des H. Liebknecht über das für das Buch er- des Polizeirathe Stieber wird dadurch nicht fetter, daß sie nur altene Geld ausbrücklich anerkannt. Zeuge habe des Liebknecht als eine Berficherung des Polizei- Lieutenants Goldheim erscheint, lbst nicht in London habhaft werden können, da dieser sich nach die der Polizei- Lieutenant versichert, dem seinerseits wieder der er Behauptung des Fleury gescheut habe, öffentlich hervorzutreten. Polizeiagent Fleury den Gefallen thut, seine Versicherung zu verer Zeuge habe in London die Ueberzeugung erhalten, daß der sichern. n den Polizei- Lieutenant Greif gewandt, dieser habe ihn zu dem " " Des Denters Schäße sind verschmähte Währung, Den Ernst des Weisen trifft des Forum Spott, Der Menge Fluch, denn Mammon heißt ihr Gott In diesen Tagen allgemeiner Gährung: Und der Gerechten Schmerz, so tief begründet, In welchen Herzen kann er Wurzeln faffen Jeßt, wo bes goldnen Kalbes Reich verkündet Auf allen Märkten und in allen Gaffen? Und überall der Feind sich eingenistet, Ein Dämon, der des Geistes Schwingen lähmt, Doch dessen Lächeln oft die Stärksten zähmt, Das oft die Besten, Reinsten überliftet? Berlockend lautet des Verfuchers Lehre, Und immer größer wird die Narren- Gilde, Und in dem Chaos luftiger Gebilde Versinken Mannes- Werth und Mannes- Ehre. Wohin ich blicke: Täuschung, Selbstbetrug, Verstellung, Eitelkeit, erborgter Glanz, Bergoldeter Gerippe Todtentanz, Doch auch des Wissens stolzer Adlerflug. Wohin ich flüchte: Selbstsucht und Bethörung, Doch auch der Armuth zürnende Gestalten, Und überall, wo falsche Götter walten, Die Schreckenszeichen nahender Empörung." Der Dichter hofft mit voller Zuversicht trotz alledem die Beaus der Knechtschaft Schmach". Eine der herrlichsten welche der Dichter gepflückt, ist die Chriftus- Rose. Chriftus nur als Menschensohn erschienen. nhalt des Buche, einige Irrthümer abgerechnet, ganz echt sei. Unbeirrt durch seine wenig aufmunternden Londoner ErfahEr habe bies namentlich durch zuverlässige Agenten, welche den rungen hat sich Goldheim mit dem ihm eigenthümlichen großen Sigungen des Mary beigewohnt hätten, bestätigt erhalten, aber Ueberzeugungsvermögen, das ihm das Urtheilsvermögen erfeßen as Buch sei kein Originalprotokollbuch, sondern nur ein Notizen muß, völlig" überzeugt, daß„ Alles", was Stieber über die uch über die Vorgänge in den Marrischen Sizungen. Für die Partei Marr", ihre Verbindungen mit Köln u. s. w. beschworen llerdings noch nicht völlig aufgeklärte Entstehungsart des Buches hat," Alles völlig der Wahrheit entspreche." Und jetzt, nachebe es nur zwei Wege. Entweder rühre folches, wie der Agent dem ihm sein Subalternbeamter Goldheim ein Testimonium ft versichert, wirklich von Liebknecht her, der, um seinen Verrath paupertatis ausgestellt hat, Polizei- Rath Stieber wäre noch jetzt freiung icht tlar zu machen, es vermieden habe, seine Handschrift herzu- nicht gedeckt? Ein Resultat hat Stieber durch seine Art zu Rosen, eben, oder der Agent Fleury habe die Notizen zu dem Buche von schwören erreicht, er hat die preußische Hierarchie umgestülpt. Ihr ist ihm bei anderen Freunden des Marx, den Flüchtlingen Dronte und glaubt dem Polizei- Rath nicht? Gut. Er hat sich kompromittirt. mandt erhalten, und habe diese Notizen, um seiner Waare einen Ihr werdet dann doch dem Polizei- Lieutenant glauben. 3hr glaubt esto höheren Werth zu geben, in die Form eines Original- dem Polizei- Lieutenant nicht? Noch beffer. Dann bleibt Euch totofollbuche gebracht. Es sei nämlich durch den Polizei Lieute- nichts übrig, als wenigstens dem Polizei- Agenten, alias moucharant Greif amtlich festgestellt worden, daß Dronke und 3mandt dus vulgaris zu glauben. Solche fezerische Begriffsverwirrung it Fleury häufig verkehrt hätten..... Der Zeuge Goldheim richtet der schwörende Stieber an. Nachdem Goldheim bisher den Beweis geliefert, daß er zu fichert, daß er sich in London überzeugt habe, wie alles, was üher über die geheimen Sigungen bei Marx, über die Verbin- London die Nichteriftenz des Originalprotokollbuches und von der „ Schwärmer, den sein großes Herz betrogen, Messias, den des Todes Macht bezwungen, Du hast der Wahrheit Fülle nicht errungen Auf jener Bahn, die glorreich du burchflogen; Noch taucht dein Bild empor, das sternenhelle, Aus dunkler Zeit in schmerzlichem Verlangen, Doch zu den Todten bist du heimgegangen, Auf ewig heim- nicht zu des Lichtes Quellen". Die Erde ist dem Dichter groß für Myriaben belebter Wesen", und für jede Zeit, für jeden Nachwuchs bleibt sie fruchtbeladen. Hammer oder Ambos! ist dem Dichter heut die Frage: Und wer sich selbst beschützen muß, erschlage Die Schlangen, die zu seinen Füßen zischen". An weffen Adresse diefe Worte gerichtet sind, sagt uns Dichter ganz ungeschminkt. Sein Zuruf gilt „ Nicht jener Brut erbärmlicher Biraten, Die nur gestohl'nen Wein hinunterschlürfen". Des Dichters Herz der Politische Uebersicht. " bor Faule Ausrebe. Das bekannte Annoncenbureau de bin Herren Haafenstein und Vogler, der das Verdienst gebührt, mibäl Die Klassenherrschaft in der Republik der Ver- großem Erfolg für Verbreitung der wiederholt von uns besprochener Art einigten Staaten. Ein Parteigenoffe sendet uns aus Chicago folossalen Bauernfängerreflame gewirkt zu haben, sucht sich in nach Na einen von der dort erscheinenden antifozialistischen Illinois folgendem, verschiedenen Zeitungsexpeditionen zugesandten Schreiber tage Staatszeitung" veröffentlisten Bericht über die Lage der Berg- von jeder Schuld reinzuwaschen: arbeiter in den Vereinigten Staaten, der einen neuen Beweis Wir sandten Ihnen vor kurzer Zeit ein Inserat betr. Bekannt um dafür liefert, daß der Arbeiter unter der republikanischen Staats- machung für Capitalisten zc., unterzeichnet von einer Firma: Syd der form ebenso bebrückt und ausgesogen wird, wie unter der mo- ney, Clart und Co., 92 Gracechurch- Street E. C. London. Die der narchischen, daß also Diejenigen Recht haben, welche die Repu ser Insertionsauftrag wurde uns überwiesen von einer Firma wei blit zwar für die einzig vernünftige Staatsform halten, unter der Alfred Streeter, Late Streeter und Marsh, Western Advertising sein zu erstrebenden Republik aber nicht die bloße Königlosigkeit, son- Agency, 76 King- Street West, Hammersmith, London. Die vol bern die Negation( Verneinung) der Klassenherrschaft, d. h. der Firma bediente sich zu ihren Correspondenzen regelrechter Formulare thit politischen und ökonomischen Abhängigkeit verstehen. Der Bericht unterhandelte mit uns auch wegen eines anderen größeren In Kra ift überschrieben:„ Die Hauptbeschwerden der Kohlen- sertionsauftrages betreffend eine Schiefergruben- Actien- Gesellschaft best bergleute" und trägt das Datum:" Cuba, Fulton County, und zeigte dabei eine ziemliche Sachkenntniß, gab uns auch auf Verum Illinois, Ende September." Der Verfasser, ein Bergmann im langen zuerst theilweise und sodaun vollständige Sicherheit. Der betr Dar Namen Bieler" schreibt nach einigen einleitenden Worten: Auftrag war so eilig, daß auf unsere sofort eingezogenen Ectun bar " Vor kurzer Zeit machte ein Artikel die Runde durch die digungen die Antworten nicht mehr rechtzeitig eintreffen konnten fu seiner Umgebung sich erhebt, wächst seine Liebe zu seinen Mit- Beitungen, wonach die Bergleute der Vereinigten Staaten sich Wir glaubten aber, daß, wenn eine Londoner Aovertising Agency wi unter einem gemeinfamen Oberhaupte organisirt haben sollten und welche über ziemlich beträchtliche Mittel verfügte, sich dieser Sach bor ein Ausstand der Berglente in großem Maße, wenn auch nicht annehme, dieselbe wohl doch nicht ganz eine Schwindelei sei weit mehr in diesem Jahre, bezweckt werde. Zweifelsohne stammt möchte, und nahmen bemnach feinen Anstand, Ihnen das Insera er biese Nachricht von einem Manne, der nicht nur in Betreff der zur Aufnahme in Ihre geschätzte Zeitung zu übersenden. Dio 3wede der„ Miners' National Association"( Nationale Assoziation Nachrichten, welche wir seitdem erhalten, laffen nun aber leider wen brin und der Bergleute) gänzlich unwissend ist, sondern auch über den Ar- mit ziemlicher Sicherheit annehmen, daß die betreffende Anzeige Stu beiter, wenn dieser für sein gutes Recht eintritt, ohne Weiteres auf einen Betrug des deutschen Publikums berechnet war. Bei den Stab bricht. nabe ganz gleichlautende Anzeigen von einer Firma Archer un auf --schlägt jenen Thoren nicht entgegen, Den Alltagsmenschen, die mit weiten Taschen Nach Mammons gnädigen Geschenken haschen Auf breitgetret'nen wohlbekannten Wegen; Wer sich ergötzt an unhaltbarem Flitter, Wer nach dem Schimmer des Triumphes geizt, Wer dünkelhaft fich in der Sonne spreizt: Der bange vor dem nahenden Gewitter." In demselben Maße, in welchem der Dichter aus dem Dunkel menschen. „ Ich, der mit keinem Siegeskranz Geschmückte, Jah, ber sich oft auf Sterbelager büdte, Mag tein lebendig Wesen leiden sehn"*). Dem Dichter ist Alles verwandt, was lebt und fühlt, was Gedanken hat, ist seines Stammes". „ Heil wünscht er Jebem, der mit voller Hand Sich zu den Armen und Verlass'nen wendet, Der seinen Troft aus fühlen Bronnen spendet, Heil dem Propheten in der Sonne Brand." " Der Bergbau in den Vereinigten Staaten befindet sich noch Comp. find vor einiger Zeit in den französischen und belgischen ben in der Kindheit und dennoch ist in keinem Lande der civilisirten Zeitungen erschienen und haben sich bald als betrügerisch erwiesen Welt der Bergmann mehr gebrückt, als in diefem. Der Schreiber Es scheint auch, daß die obengenannte Advertising Agency entweder dieses weiß das aus Erfahrung, da er in Deutschland, der Schweiz, fingirt oder nur zu dem Zwecke thätig ist, um einer Gaunerband beite Oft hat Schlechtigkeit und Undant, womit sein Edelmuth be- in Frankreich, Belgien und England als Bergmann beschäftigt hülfreiche Hand zu leisten. Wir halten es für unsere Pflicht Arm Lohnt wurde, sein Herz verdüstert, doch immer wieder ist die Eisen- war. Es ist nicht der Zweck dieses Artikels, alle die Unbilden Ihnen von Vorstehendem Mittheilung zu machen, da es durchaus zu t rinde geschmolzen, und dann war jebem armen Menschenkinde ge- herzuzählen, unter denen der Bergmann leidet, sondern nur dem nicht unwahrscheinlich ist, daß noch fernere Versuche gemacht wer bon stattet, sich an seine Brust zu lehnen. Die Rache gegen seine Publikum zu zeigen, wie in Hinsicht des Gewichtes an verschieden, gleichen Zweck verfolgende Annoncen in irgend einer anderen gab Feinde fennt er nicht. Es lohnt sich nur zu lieben, nicht zu denen Stellen verfahren wird. Form oder unter einem anderen Namen wiederum in die deutsche über haffen." Nach dem Gesetze des Staates Illinois machen 80 Pfund ein Bresse zu bringen. befits Die Versuchung ist für uns groß, den Leser immer weiter und Bushel*) Kohle, mit der näheren Bezeichnung verkäufliche" Roble. Hochachtungsvoll Haasenstein u. Vogler." nicht. weiter in die großartige Todesdichtung zu führen. Der Raum ist Als solche ist in diesem Landstrich Kohle bekannt, welche mittelst Also, weil die Herren Haasenstein und Vogler glaubten", balonn schon übermäßig von uns in Anspruch genommen und die Re- eines Siebes mit Löchern( 1 Zoll im Quadrat) von feinem Grus die Sache nicht ganz eine Schwindelei sein möchte", nahmen die baktion bes„ Volksstaat" macht schon ein brummiges gereinigt wird. brummiges gereinigt wird. Ohne Ausnahme verlangen die Eigenthümer der sie keinen Anstand, das Juserat in die Oeffentlichkeit zu bringen ur Gesicht über die Länge unserer Darstellung. So müssen wir denn Gruben von ihren Arbeitern die Koble in dieser Weise. Und Köstliche Logit! Köstlichere Moral!" Nicht ganz", das ist halb Wine schon turz sein. So seien denn nur noch einige Verse angereiht, dann bezahlen sie den Arbeiter etwa nach dem bebungenen Preise? breiviertel, neun und neunzig Hundertstel. Was nicht gandaß in denen sich des Dichters Auffassung und Streben vollständig O nein! Die Wagen, welche zur Förderung verwendet werden, Schwindel", d. h. nur halb, was zu drei Vierteln, za neun und Röni enthüllen. find gewogen, ein Durchschnittsgewicht ist für dieselben festgestellt, neunzig Hundertstein Schwindel ist, das nehmen die Herren Hafen Bile und hier tommt der erste Abzug am Gewicht; denn ftatt des stein und Vogler keinen Anftand" zu patronisiren und unter die richtigen Durchschnittsgewichtes wird ein um 40-100 Bfo. und Leute zu bringen. Diese Entschuldigung ist kompromittirender alu. f. mehr höheres angenommen. die Handlung selbst. Und sie hinkt obendrein auf allen viiehu ,, kann kein neues Leben träumen, kann Nicht hoffen, daß die Todten aufersteh'n, Und wenn die Sonne schwindet, dann, o dann Möcht ich mit ihr auf ewig untergeh'n; Nicht weil mich frühe Trauer überfluthet, Und nun in finster'm Troß mein Herz verblutet, Nein! wenn ich Schweres litt und Unnennbares, Ich habe Himmelsfreuden schon genoffen Und längst den Tod in meine Brust geschlossen Als ein vertrautes Bild, ein sternentlares; Und nun der Mitwelt dieses Bild enthüllen, Das möcht' ich siegreich und verheißungsvoll, Denn keine Täuschung, die verschwinden soll, Kann mit so füßem Troste mich erfüllen." Der Tod ift dem Dichter ein Friedensspender, furchtlos ringt er zu ihm sich empor. Er wünscht es, daß die ganze Menschheit ihn erfenire und ruft: „ Es werde Tag. Vertrieben sei der Sput, Berflucht des Aberglaubens freches Spiel, Verwelten mag der Gräber Blumenschmuck, Zu Asche brennen, was dem Nichts verfiel. Was frommt der Kirche Segen einer Leiche, Leie toote Sprache mit Vergeltung prahlend? Jbendig ist das Wort, das sonnengleiche, Dn Millionen Herzen wiederstrahlend, Das Wort, das tausendjähr'ge Siegel sprengt, Der echte Glaube, der die Form zertrümmert, Lebendig ist der Tod, der uns bekümmert, So lang das Jenseits unsere Brust beengt. Was unser ist, was liebend wir umfassen, Verschmelze wieder sich mit der Natur, Und jene Sehnsucht, eine Feuerspur, Ein ausgeprägtes Bild zurück zu laffen, Verfinte in dem großen Weltgetriebe; C biber 25 Als Beispiel führe ich Folgendes an:" Orchard Mines"**) Beinen, denn jeder Mensch im Besize seiner fünf Sinne, der diord berechneten 1100 Bfund als Durchschnitte gewicht für ihre Wagen betreffende Annonce durchlieft, erkennt sofort und muß sofort eage von 25-30 Bushel Gehalt, und eine Feststellung seitens der tennen, daß es sich um einen gemeinen Schwindel handelt, nigrieg Arbeiter ergab nur 960 Pfund, so daß der Arbeiter an jedem um einen halben, nicht um einen breiviertel-, nicht um einen neuerre Wagen 140 Pfund oder 13 Bushel verlor. In gleicher Weise und neunzig Hundertstel- Schwindel, sondern um einen ganze wird überall gehandelt. Schwindel, um Schwindel tout pur, reinen und unverfälschtenführe Wenngleich der Arbeiter seine Kohle so zu reinigen hat, daß mit keinem Prozent Honnetetät verfesten Schwindel. fie verkäuflich ist, so nimmt der Eigenthümer der Grube doch je nach Größe des Gefäßes von 60-100 Pfund für Schlad". In Berlin ist gegen den verantwortlichen Rebakieur bliberd Läßt sich nun ein Bergmann beikommen, in Hinsicht darauf, daß" Sozialist" A. Schuster Anklage wegen Majestätsbeleidiguufge ihm dieser Betrag gekürzt wird, Schlack mit seinen Kohlen zu erhoben worden, wegen eines in Nr. 1 bes Blattes vom 1. Seller verlaben, so wird ihm einfach 100 Pfo. oder mehr weiter in Ab- tember enthaltenen Artikels, betitelt: 3um 2. September", orbru zug gebracht. Ist es gerecht, wenn, wie Schreiber dieses als welchem es heißt:" Denkt an den Tag von Sedan. Der bei Augenzeuge versichern kann, der Bergmann für ein Buggy***) brecher, der Jahre hindurch das französische Volk zu fnecht wohl Kohle 13 Bushel creditirt bekommt, während der Abnehmer für wußte durch eine ihm gefügige Bande von Lampen und Bablätte daffelbe mit 15 ober 16 belastet wird? brechern, durch eine gänzlich verkommene und läufliche Bresse, butonnie Diese beiden Punkte genügen schon, um den Unwillen jebes die auf künstliche Weise erzeugte und stets rege gehaltene„ nation nügli Reblichen hervorzurufen, aber die Bergleute würden um des lieben Eitelkeit" und schließlich durch glorreiche Kriege" und" genia welde Friedens willen schweigen, wenn nur mit ihnen redlich gehandelt Staatskunft" biefer Verbrecher wurde am 2. September gestür ist gle würde, doch dieses ist nicht der Fall. Die Arbeitgeber entblöden und riß mit seinem Sturze das französische Volt ins Elend. sich nicht, nachdem sie vorweg schon unter dem Scheine des Rechts selbst lebte als lieber Bruder" auf Wilhelmshöhe herrlich uiled für Schlack und beim Durchschnittsgewicht der Wagen den Ar- in Freuden, aber namenloses Elend brach über sein Larbei beiter verkürzt, bann geradezu zu stehlen. Entweder es wird gar herein." nicht gewogen und dem Arbeiter ein beliebiger Betrag gegeben, Der Drang des Schaffens, der sich selbst genügt, Die Selbstverleugnung, die uns selten trügt, Das sind die Zeichen wahrer Gottesliebe." mung A ibnen erftrel jade, In dem lieben Bruder" soll nun die Majestätsbeleidiguer ober es werden, nachdem richtig gewogen worden, niebrigere Bif- liegen. Wie man diese Anklage begründen wird, darauf sind w fern niedergefchrieben. Dazu kommt, daß selbst falsche Gewichte neugierig. Bekannt ist, daß sich die Könige und Kaiser unt in Anwendung gebracht werden. Es ist mir ein Fall bekannt, in einander lieber Bruder" oder„ lieber Better" titaliren, und vid welchem auf einer Grube ein Gewichtstück von 800 Pfo. fchwarz auch Napoleon dem Dritten gegenüber fast von allen Seiten Outs angestrichen wurde und länger denn ein Jahr für 600 Pfd. im schah. Bekannt ist auch, daß Friedrich der Große die Marqu Gebrauche war. Es sind dieses die ,, Hopes Mines" in Pekin. von Pompadour in seinen Briefen mit liebe Cousine" anredet An der T. P. u. W. Eisenbahn von Peoria bis zum Endpunkte und die Pompadour war eine Buhldirne. Napoleon dagegen wGuter ift es die Ueberzeugung der Bergleute, daß sie in dieser Weise um wenn auch Louis, doch ein Kaiser. ein Fünftel bis ein Viertel ihres Verdienstes betrogen werden. 11 und bie 27 rtlär gefpre beis lanbi Der Eigenthümer der Orchard mines" antwortete auf die Bor- Die Quednauer Revolte vor dem Schwurgericht. stellungen Seitens seiner Arbeiter, daß er gern richtiges Gewicht geben wollte, wenn die übrigen Grubeabesizer dasselbe thäten, da Wir wollen unsere Besprechung mit dem letzten Liebe des Re- er nur dann mit ihnen tonfurriren könne. Aber, Herr P. V. quiem schließen. " D Morgenroth, erfehntes Morgenroth! Noch bist du nicht für Alle angebrochen, Die Menschheit fämpft mit Zweifeln und mit Noth; Von andern Lippen ward das Wort gesprochen: " Das Sterben in der Dämmerung ist schuld An dieser freudenarmen Ungeduld". Es ist genug des Bagens und des Schwankens, Wir, so zerfahren, eilig und geschäftig, Sind als ein Theil des großen Weltgebantens Nur als belebte Körper ventensträftig." „ Borüber mit der Luft ist auch die Bein, Da mit dem Tode das Bewußtsein endet, Laß, unsrer Mutter Erde zugewendet, Bewußtvoll meine Brüder glücklich sein." -W ( Fortsetzung.) V. f au Schent, wenn alle Uebrigen Diebe sind, ist das eine Rechtfertigung Wenn der Arbeiter weiß oder doch glaubt, daß er durch Kla£ für Sie, es auch zu sein?! bei der Polizei oder dem Richter zu seinem Rechte schwer odeller Schlimmer noch wird der Ehrlichkeit ins Gesicht geschlagen an gar nicht gelangen fann; wenn er sich ferner sagen muß, daß felbuch den Gruben, wo man stehende Siebe ,,, Railroad Screens", auf- ein für ihn günstiges Urtheil ihm nur wenig nüßt, der bloege gestellt hat. Mittelst dieser wird die Kohle separirt in Broden, Prozeß ihm dagegen fast immer schabet: welcher Weg bleibt ihbe Nußtohle und Schlack. Der Schlack ist dasselbe, was die„ Ribble" bann noch, um zu seinem vollen Rechte zu gelangen? Er mir i des Bergmannes aus der Kohle entfernt; die Nußkohle ist guter nirgends eine Stimme, nirgends fist ein Genosse von ihm, der Brennstoff und durchaus verkäuflich, was dadurch bewiesen ist, daß seiner mit aller Kraft annehmen möchte. Soll er Beschwerde führtas starke Nachfrage danach herrscht und von 5 bis 9 Cents per Buschel in der Presse, beim Kreis oder Landtage? Das kann er nich dafür bezahlt werden; aber für diese Kohle, welche zuweilen ein denn so weit darf das Volk in unsern Schulen nicht unterricht Drittel, durchschnittlich aber ein Viertel des vom Bergmanne ge- werden, daß es fähig wird, einmal selber, ohne frembe Hilfe, die eige Berfr grabenen Quantums ausmacht, erhält er nichts. Bei Berech- Sache führen zu können. An wen soll er sich nun wenden? ber Berech- Sache nung feiner Auslagen für Pulver, Del, Werkzeuge u. s. w. geht in dieser bem Lande giebt's nur noch den Lehrer, der ihm die Beschwere 1 Weise ein Drittel seines Verdienstes in die Tasche der Arbeitgeber. schreiben könnte; aber dieser wird sich hüten. Der Gutsbesig Nach der Bibel ist es eine himmelschreiende Sünde, wenn man wenn der auch nicht sein Patron ist, fann ihm viel nüßen, ab dem Arbeiter den verdienten Lohn vorenthält; nach dem Geseze noch mehr schaden; deffen Wohlwollen ist ihm viel werth u bes Staates Jllinois ist es ein strafwürdiges Vergehen, Jemanden dessen üble Laune hat er zu fürchten. Zudem ist den Lehrer Wir können hieran nur noch die bringende Bitte an die Par- in Bezug auf Maß und Gewicht zu übervortheilen; wo aber sind von der Regierung alle sogenannte„ Winkelschreiberei" und je teigenoffsen richten, sich Dranmores Dichtungen anzuschaffen, sie zu die Wächter des Gefeges? Sind die Jaspektoren für Maße und Unterstützung eines Duerulanten" verboten. Das war imm lesen und die Gedanken, welche sie darin in so reicher Fülle finden, Gewichte bestochen oder ist es bloße Nachlässigkeit, daß sie nicht so! Jezt kommt noch hinzu, daß der Herr Gutsbesizer in immer weitere Kreise zu tragen. Wenn wir nicht irren, dann von Zeit zu Zeit die Wagen und die Art und Weise zu wägen bessen guter Freund Schulinspektor ist oder doch werden kan erscheinen Dämonenwalzer und Requiem in einer besonderen Aus- auf den Gruben untersuchen? und jeder preußische Lehrer weiß zu gut, was ein Schulinspekto gabe. Sache der Parteibuchhandlungen ist es, hierüber Mit- Was die Eigenthümer anbetrifft, welche die Bergleute in der gleichviel ob ein geistlicher oder ein weltlicher, für sein Wohl un theilungen zu machen. Jedenfalls wird es möglich sein, ber ar- gedachten Weise übervortheilen, so ist es die Ansicht der Lez- Webe zu bedeuten hat. beitenden Welt den herrlichen Kern der Dichtungen für einen bil- teren, daß ein Straßenräuber mehr Anspruch auf Achtung hat, als sie." Mit besserem Erfolge als die Arbeiter wenden sich die Gutt ligen Preis zugänglich zu machen. befizer an die Polizei; bie Gerichte nehmen fie ebenfalls nid and Der Dichter wird sicher im Interesse ber 3been, die er in so *) Ein englisches und amerikanisches Hohlmaaß, ungefähr gleich gerne in Anspruch. Vor der Polizei giebt's manchmal schlimm ebler Weise vertritt, jedem derartigen Wunsche gern entgegen 1 Scheffel. Der Bushel( ſpr. Bushel) enthält 8 Gallonen. Scenen; der verklagte Arbeiter muß schon sehr demüthig sein unet tommen. •) Shelley. obe thren Arbei Bemo unb 1 Rine Inb öthi beiten *) Name einer Grube; Mine( ſpr. Mein), Mine, heißt Grube, viel versprechen, wenn er ohne Strafe fortkommen will. Wid Mines Gruben; Miner( spr. Meiner) Grubenarbeiter. ***) Der Ausdrud ist uns unbekannt und auch in feinem uns zur thin eine Strafe zuerkannt, dann erhält er in der Regel eini Verfügung stehenden Lerifon zu finden. Es wird ungefähr sein, was in Tage Haft. Vor dem Gefängniß, der Kluse, hat unser Arbei bentscher Bergmannssprache der Hund" heißt. den heillofesten Respekt. Der Aufenthalt in demselben ist alle " de bings wenig angenehm; aber das Schlimme und Gute ist: er Rentmeister früher Gefängnisse brauchten, um Bettler, Vagabonden, Man ging nun ins Vereinslokal, um über den Zwed und mibält sich für entehrt, wenn er einmal hat fizen" müffen. Die überhaupt alle die unnüßen Menschen einzusperren, welche gegen Nugen der Gewerkschaften und Fachvereine zu sprechen. Nachdem ener Arbeiter scheuen jebe Berührung mit der Polizei; sie haben immer die Geseze fehlten, so müssen auch die Amtsvorsteher jest Gefäng- Herr Bock und ein anderer Redner für, sowie zwei Redner gegen nach Nachtheil davon, und wär's auch nur der Verluft eines Arbeits- nisse haben." ( Forts. folgt.) die Gewerkschaft gesprochen hatten, und die Debatte schon mehr eiber tages. Die Herren wissen das; sie sind darum mit einer Ladung auf das persönliche Gebiet herübergezogen wurde, war es begreif lich, daß hier mit Reben nichts auszurichten war, sondern es mußte gehandelt werden. Der Vorsitzende des Fachvereins machtr bor die Polizei schnell bei der Hand, am schnellsten, wenn es fich annt um den Eintritt oder das Bleiben im Dienste handelt. Folgt Syd der Verklagte aus irgend einem Grunde der polizeilichen Auffor rma ifing Sach Gewerksgenossenschaftliches. Gewerksgenossenschaft der Maurer und Zimmerer. Und jetzt, Kollegen, fordern wir Euch auf, zu urtheilen, ob Die derung nicht, dann wird ihm der Gensbarm zugeschickt und meilen- räumen hatten wir hier mehrere Versammlungen, in denen über finb, ober es werden wollen, gründen vorläufig( um keine ZerCoburg.( Bur hiesigen Lohnbewegung.) In turzen Zwischen- folgenden Vorschlag:" Diejenigen, welche Gewerkschaftsmitgliedee weit muß dann, neben dem Pferde deſſelben, der arme Mensch zu die hiesigen Lohnverhältnisse diskutirt wurde. Alle Bersammlungen splitterung in der Schuhmacherbewegung hervorzurufen) keine Mitseinem Herrn oder zum Polizeiverwalter traben. Dieser schmach- nahmen einen vorzüglichen Verlauf und dokumentirten die Nothaliedschaft, sondern zahlen ihre Beiträge an die hier bestehende Dies bollen Exekution mag ſich Niemand ausſezen; ſchon die Drohung wendigkeit einer Besserstellung der Bauarbeiter. Unsre Wünsche Holzarbeitergewerkschaft. Da erhob sich sonderbarer Weise der lare mit derfelben macht nicht nur die Troßigen, sondern selbst die und Forderungen find formulirt in folgender Resolution, die in Vorsitzende des früheren Fachvereins der Schuhmacher oder der Kranken gefügig. Im vergangenen Frühling hatte ein Guts- einer am 3. Oktober abgehaltenen Versammlung einstimmig ange- eines evangelischen Erbauungsblättchens, und erklärte, er wäre In Karnevalsgesellschaft Namenlos", Herr Fall, zur Zeit Kolporteur schaft befizer, der nicht zu den Schlimmen gehört, einen alten Mann Berum Hüten gemiethet. Nach einigen Tagen schickte der Mann das nommen wurde. Die Resolution lautet: Wir Bauhandwerker beharren in Anbetracht der jetzigen Zeit- dafür, daß man sofort eine Mitgliedschaft gründe. Darauf sagte betr Handgeld zurück und ließ sagen, er fühle sich frant und könne chun barum den Dienst nicht antreten. Man glaubte ihm nicht und piger Arbeitszeit, ausschließlich der Früh, Mittags- und Besper- Bod jemals einen Bock geschoffen hat, so war es gewiß dieser. verhältnisse auf einer Lohnerhöhung von 25 Prozent bei 10stün- Herr Bock zu wiederholten Malen: Jawohl, meine Herren, und wenn es vorläufig nur 10 oder 20 Mann sind". Wenn Herr nten ersuchte den Amtsvorsteher, ihn zur Einhaltung des Kontraktes zu pausen. Die Mittagspause beträgt 1 Stunde. Wir verlangen ench wingen. Der Amtsvorsteher ließ ihn mit der üblichen Drohung Die Arbeiter in Klaffen zu theilen und darnach zu lohnen. Wir wir diejenigen sind, welche eine Zersplitterung herbeiführten, ober Sabor fich fordern. Der alte Mann hatte einen etwa brei Stunden verlangen eine Regelung des Lehrlingswesens, wollen bestimmte ob wir diejenigen sind, welche keine Verständigung wolten. fein weiten Weg bei schlechtem Wetter zu wandern, blos um dem und tontrattliche Lehrzeit, sowie eine genügende Ausbildung der sera Derrn Amtsvorsteher zu wiederholen, was er bem Gutsbesitzer Lehrlinge. Dieses auszuführen steht den Meistern zu, und werden Die Zersplitterung war ba, und wer hatte Geburtshilfe dabei Di hon sagen laffen. Das Urtheil lautete: er müsse in Dienst, und wir sie hierin nach Kräften unterstügen. Wir machen die Herren geleistet? Hauptsächlich Herr W. Bock aus Gotha. Herr Bock Leiber wenn er nicht freiwillig ginge, würde ihn der Gendarm hin- Arbeitgeber für unverschuldete Unglücksfälle verantwortlich, und da weiß jedenfalls nicht, was es heißt, in einer Stadt, wo innerhalb azeige bringen. Still ging der alte Mann davon. Nach einer halben diese verschieden sein können, so ist aus beiben Theilen eine Com- einiger Jahre verschiedene Organisationen Fiasko gemacht haben, Stunde schon fanden ihn die Leute des Amtsvorstehers als Leiche um auf der Straße. So machte der„ Kerl" das Urtheil zu Schan- mission zu wählen, die über die Schuld an Unglücksfällen zu ent- Butrauen bei den Leuten zu erwecken. Wenn Herr Bock überhaupt mehr an der Sache als an einer Organisation gelegen ist, ifchen den", schloß lachend der sonst wirklich nicht inhumane Gutsbesizer Freunde und Collegen allerorts! Wir sind gezwungen eine so sollte er es doch billigerweise anerkennen müssen, daß man voriefen die Erzählung. Lohnerhöhung zu beantragen. Die guten Arbeiter werden jetzt mit läufig einen Fachverein zu Stande gebracht hat; oder sind denn Mit wahrhaft bewundernewerther Gebulb ertragen die Ar- 1 fl. 12 tr. oder 20% Gr. geloynt; die Preise der Lebensmittel Fachvereine Dinge, welche der Bewegung nur schädlich, statt band beiter alle diese elender Berhältnisse, die leibliche Noth, die geistige und der Logis sind aufs höchste geschraubt, nur das Fleisch ist nützlich sind, und deshalb auf Tod und Leben bekämpft werben flicht Armuth und die unerhörte Rechtlosigkeit. Sie wissen sich sogar etwas billiger geworden. Unsere Hauptnahrung aber besteht aus haus zu trösten. Es gab ja eine Zeit und die traurige Geschichte Brod, Mehl, Kartoffeln, Bier und dergleichen. Diese Artikel sind sie Euch als Brüder betrachten, und darum dasselbe auch von Kollegen! Unterzeichnete geben hiermit die Erklärung ab, daß wer bon berfelben wird von Geschlecht zu Geschlecht überliefertes theuer und schrecklich schlecht. Deshalb ist unsere Forderung eine beren gab eine Zeit, ba waren alle Arbeiter ben Herren leibeigen und begründete und gerechte zu nennen. Wir bitten Euch alle, im Euch verlangen, und es soll uns wahrlich kein Blatt Papier, viel utsche über Gut und Leben der armen Leute konnte der reiche Guts Falle einer Maßregelung( Arbeitseinstellung wünschen wir nicht) weniger eine Organisation hindern, nach dem großen Ziele zu befizer verfügen. Das war schlimm; so schlimm ist's jest doch uns nicht im Stiche zu lassen. streben, nämlich nach der Emanzipation der Arbeit. Bei weber er bi rt scheiben hat. Karl Frant, Bev. es müssen? zu beurtheilen. nicht. Die Leibeigenschaft ist für alle Ewigkeit überwunden, die Wir haben hier ein schweres Feld zu bearbeiten, aber mit besto die gemüthliche Zusammenkunft aufzuheben; da jedoch noch viele Nach dem Vorgefallenen war es jedenfalls am zweckmäßigften, , das lönnen die Herren doch nicht mehr einführen. Aber fest glauben größerer Zuversicht und Hoffnung blicken wir in die Zukunft. mendie Arbeiter, die Herren möchten sie gern einführen, wenn's ihnen Der Boden ist gut, aber bearbeitet will er sein, woran wir Derren sprechen wollten, war das unmöglich. Da sagte auf einingen nur gestattet würde. Hier ist's, wo diesen unüberwindlich der nicht fehlen lassen werden. mal der jezige Bevollmächtigte der Schuhmachergewerkschaft, Naalb Bille des Könige entgegensteht. Die Arbeiter wissen sehr wohl, Mit tamerabschaftlichem Gruß mens Schachtner, der Fachverein sei ein Verein ohne Kopf und gandaß nach dem unglücklichen Kriege durch einen Machtspruch des ohne Schwanz; ein anderes Gewerkschaftsmitglied, Namens Last, und Königs die Leibeigenschaft aufgehoben wurde und zwar gegen den setandirte und rief: der Vorsißende des Fachvereins ist ein erGewerkschaft der Schuhmacher. afen Billen der Herren, die sich lange und gewaltig dagegen firäubten. Landshut. Wir können die erfreuliche und wünschenswerthe bärmlicher Kerl. Jeßt, Kollegen, war das Maß voll, es war ein Seitdem die Herren regieren( als Abgeordnete, Kreisdeputirte Mittheilung machen, daß sich unsre Mitgliedschaft in Folge reger fonnte zum Worte gelangen. Wer im Rechte, wer der bessere wirres Durcheinander, und weder Herr Bock, noch sonst Jemand er alt. j. w.), hat sich die Lage der Arbeiter merklid in feiner Be Agitation seit turzer Zeit von 21 auf 42 Mitglieber gehoben hat. Theil der Versammlung war, überlassen wir getrost Jedem selbst viiehung verbessert. Es sind ihnen immer schöne Dinge versprochen Durch Vorträge wurde den Collegen die heutige Lage der Schuh- Theil der Versammlung war, überlassen wir getrost Jedem selbst er diorden; aber die feierlichsten Versprechen sind unerfüllt geblieben. machergehilfen auseinandergesezt, und die meisten, welche noch ri er Dagegen find die Abgaben stetig vermehrt worden, und an den außerhalb unserer Gewerkschaft standen, kamen zu dem Bewußtsein, 5 Thalern verlangte, erklärte der Vorstand sich nach dem VorAls Herr Bock am anderen Tage die Kosten im Betrage von nid Riegen, welche vorzugsweise die armen Leute ruiniren, sind die daß eine Verbesserung ihrer Lage nur dann möglich ist, wenn sie gefallenen nicht für kompetent, bie Stoften zu erstatten, aber nirnew Derren wohl nicht ohne Schulb. organisirt sind. Ferner diene allen Schuhmachergehilfen Deutsch- gefallenen ange So räfonniren die Arbeiter, und für ihre Behauptungen lands zur Nachricht, daß wir ein Arbeitsvermittlungs- Bureau gends hat der Vorstand erklärt, es sei kein Geld vorhanden, um schtenführen sie Gründe an, die leicht zu überhören, aber schwer zu errichtet haben. Dasselbe ist geöffnet Dienstags und Freitags von die Forderung zu bezahlen. biberlegen find. 7-9 Uhr Abends, und Sonntags von 1-3 Uhr Mittags im Wenn Herr Bock am Schlusse seines offiziellen AgitationsBei den Wahlen nach dem Kriege von 1866 redeten die Gasthause zum Fischerbräu, Neustadt, an den übrigen Tagen in berichtes, soweit er den Kölner Fachverein bertrifft, im„ Volksr biberalen den Arbeitern vor, daß vornehmlich zweierlei mit dem der Wohnung des Bevollmächtigten Steinbichler, Herrengasse 383. ftaat" Nr. 114 fagt( Der übrige Jahalt des Artikels ist mit Voruufgebot aller Kräfte erstrebt werden müßte: die Verwandlung Darum Collegen, auf zur Gewerkschaft! auf zur Organisation! stehendem vollständig widerlegt): denselben Tag fuhr der ganze Seller indirekten Abgaben in direkte Steuern und eine neue Kreis- Begreift, daß es eine heilige Pflicht ist, für dieselbe einzutreten. Borstanb, 5 Mann hoch, nach Aachen( à Person 1½ Thlr.) auf Kosten des Bereins, um neben mir für einen Fachverein Propa" orbnung. Welche Vortheile aus der neuen Kreisordnung den Mit Gruß Steinbichler, Bev. Barbeitern erwachsen sollten, wurde nur dunkel angedeutet und ist NB. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden ersucht, diesen ganda zu machen, so sagt Herr Boc damit, daß er nicht einmal die Statuten unseres Vereins gelesen hat, die besagen, daß der echt wohl keinem jemals ganz klar geworden. Die Neben und Flug Artikel aufzunehmen. Vorstand aus neun Personen besteht. Und wenn Herr Bock die Bablätter waren immer so gehalten, daß die Besitlosen wohl denten buronnten, es würde die neue Kreisordnung auch sie mit einigen liche Schuhmacherversammlung, wozu sämmtliche Schuhmacher- unterdrücken, und erlauben uns die Frage: was hat denn Ihre Köln.( Schluß). Dienstag, 7. September, Abends, öffent- 1/2 Thaler Reisegelb anführt, können wir doch die Neugierde nicht tionüglichen Rechten gegenüber den Besitzenden ausstatten. Von meister und Gesellen eingeladen sind. Tagesordnung: Die ge- Reise nach Aachen geloftet, Herr Bock? Wenn Sie aber fagen: genia welcher Art und welchem Umfang man diese Rechte sich dachte, sellschaftliche Lage der Schuhmacher. Referent W. Bock. Wer der ganze Borstand, 5 Mann hoch, ist auf Kosten des Vereins gleichgiltig; genug, bie alte, viel und heftig geschmähte Kreisord- jedoch zu der entscheidenden Versammlung am Montag, 6. Sep- gefahren, so ist das einfach falfch! Ihr Agitationsbericht in Gung foilte nicht bleiben, wie sie war, sie sollte auch nicht ver- tember nicht eintraf, um seine Mission zu erfüllen, war Herr Nr. 114 des„ Voltsstaat", soweit er den Kölner Fachverein belechtert, sondern verbessert werden zum Vortheil Aller, auch der Bock. Am Sonntag, 5. September, erhielt der Vorsitzende des trifft, ist hauptsächlich aus Unwahrheiten zusammengesetzt. Nein, Fachvereins ein Telegramm vom Kollegen Ruding aus Offenbach Herr Bock, die fünf Personen sind nicht auf Kosten des Vereins, gu geftü ift unf Larbeiter. unta arqui rebet bie " Diguber Die Kreisordnung erschien. Die Liberalen sagten Jedem, daß folgenden Inhalts: Bock trifft in Köln Dienstag Abend ein. Jezt sondern auf Kosten ihres eigenen Geldbeutels gefahren, ausgenom1b w Nuhm, sie endlich dem Lande erobert zu haben, vor Allem wird sich wohl jeder Kollege fragen müssen, was wollte Herr Bock men der Vorfizende, welchem die Reise- und Tageskosten vom hnen gebühre. Sie erboten sich, für die Durchführung des lang am Dienstag Abend in Köln? Der Vorstand wurde zusammen- Vereine vergütet worden find. Und wenn Herr Bock weiter sagt, strebten Gesezes mit aller Kraft zu sorgen, und es ist That- berufen, um zu berathen, was zu thun fei. Es wurde der Be- die Fünf wollten für einen Fachverein Propaganda machen, so blade, daß mit den neuen Aemtern vorzugsweis sogenannt liberale schluß gefaßt, an Herrn Bock zu telegraphiren, er möge gar nicht erklären wir hiermit, daß es den fünf Personen nicht eingefallen Outsbesizer betraut wurden. Die„ Reaktionäre", die Feudalen tommen, weil am Dienstag ja alles verfehlt war. Doch, wo war ist, für einen Fachverein zu agitiren, sie wollten einfach die Anab Conservativen, die alten, unentwegten Königstreuen, haben Herr Bock, wohin also telegraphiren? griffe zurückweisen, welche Sie gegen den Fachverein machen neue Kreisordnung bekämpft und von ihrer Ausführung nichts Unter diesen Umständen seßten wir unsere ganze Hoffnung in wollten. wGutes erwartet. Man darf diese Thatsache nicht übersehen; sie Herrn Bock, von dessen Auftreten und gutem Willen die ganze Und nun noch Eins, Herr Bod. Woher hatten Sie wohl tlärt auf die einfachste und natürlichste Weise den laut aus- Sache allein abhing. Wir sind jedoch bitter getäuscht worden. den Muth, uns auf solche Art und Weise in Aachen gegenübergesprochenen Haß der Arbeiter gegen die Fortschrittler, einen Haß Herr Bock hatte noch den Fehler begangen und den Fachverein zutreten, wie Sie es in Ihrem Agitationsbericht versuchten? Der icht. belchen diese als den schlagendsten, als den unwiderleglichsten Be- ohne alle Nachricht von seinem Eintreffen gelaffen, und so waren Grund hierzu ist uns unerfindlich. Unterzeichnete fordern die bis für die Dummbeit, für die geistige Verkommenheit unseres seit Dienstag Mittag 12 Mitglieder des Vereins an den ver- Machener Kollegen auf, der Wahrheit die Ehre zu geben, und im landvolks vor ganz Europa hinstellten. schiebenen Eisenbahnhöfen und Dampfschiffstationen postirt, um Boltsstaat" bekannt zu machen, ob die fünf Mitglieder des FachKla Ob die Mehrheit ich rechne etwa 80 Prozent der Be Herrn Bock zu empfangen. Wer jedoch nicht eintraf, war Herr vereins auch nur den Versuch gemacht haben( öffentlich sowohl als er odbillerung in den von der neuen Kreisordnung beglückten Provinzen Bock. Es war 7 Uhr, das Versammlungslokal begann sich zu privatim) sie zu einem Fachvereine zu überreden. felbuch nur einen Vortheil, nur eine Kleinigkeit von dem verheißenen füllen, und immer war Herr Bock noch nicht eingetroffen; es Und jeßt, Kollegen, verlangen wir von Euch, und namentlich blo Segen des Gesetzes entdeckt hat, ober etwas Derartiges noch hofft, wurde 8 Uhr, daß Versammlungslokal war gefüllt und Herr Bock von den Mainzern und Augsburgern, daß Ihr nicht einseitig urbt ihabe ich nirgends erfahren können. Ich will aber auch gestehen, war noch nicht da. Endlich um 8% Uhr erschien Herr Bock. theilt, sondern das Für und Wider prüft. Beurtheilt die ThatEr hir selber ist eine solche Entdeckung noch nicht gelungen. Damit Nach den ersten Begrüßungen tam man sofort auf die Frage fachen und Beweise, welche Herr Bod in seinem Agitationsbericht fid log freilich nicht gesagt sein, daß keinem die neue Kreisordnung des Anschlusses zu sprechen, und es wurbe Herrn Bock erklärt, gegen den Kölner Fachverein vorbringt, und beurtheilt vorstehenführas nüßt. daß es aus verschiedenen Gründen eine Unmöglichkeit sei, die den Bericht, welcher Thatsachen enthält. Die Arbeiter, und diese bilden ja jene große Mehrheit, hätte Frage in dieser Versammlung öffentlich zu behandeln. Herr Bod Kollegen, wir glauben mit Vorstehendem den Beweis erbracht reich auch benn aud biesmal nicht weiter bekümmert, daß sie trotz aller schönen erklärte darauf:„ Es soll und muß gehen. Warum hat man mich zu haben, warum wir uns vorläufig noch nicht anschließen können, ? ber fie merkten bald, daß die neue Kreisordnung für sie nicht sersprechungen wieder leer ausgegangen. Sie sind daran gewöhnt. Denn tommen lassen?" Werfen wir jedoch noch einen Blick auf die Elemente in dieser ist, sondern sich nur aus taktischen Gründen vorläufig fern hält. chwere teine Vortheile, sondern schwere Nachtheile enthielt. Bersammlung. Die hiesige Mitgliedschaft der Holzarbeitergewert 3 Herr Bock von der Ansicht ausgegangen, gläubige Leser zu Ist schaft, der Fachverein der Schreiner für Köln und Umgegend, finden, so hofft der Fachverein, daß es noch unparteiische Richter Die Einrichtungen nach der neuen Kreisordnung foften ziem einige Mitglieder der Schuhmachergewerkschaft, der Fachverein der in Gotha giebt. bedeutende Summen. Müssen sie zn denselben nicht auch Schuhmachergesellen für Köln und Umgegend, sowie viele Klein- Mit Brudergruß und Handschlag! ren Beitrag geben? meister und Gesellen waren anwesend. Wenn man nun bedenkt, Der Fachperein der Schuhmachergesellen für Köln und Umgegend. Vor einigen Jahren wurde die gutsherrliche Polizei wenigstens oaß hier ein Streit zwischen der Holzarbeitergewerkschaft und dem 3. A.: Der Vorstand. imm größten Theil aufgehoben und vom Staat übernommen. Die Fachverein für Schreiner besteht, welcher auch schon die Spalten Anton Ries, Karl Becker, Anton Ezenbach, robbeiter hatten dabei zwar nicht viel, aber doch immerhin etwas bes Boltsstaat" in Anspruch genommen hat, so wird es begreif- Matthias Geiger, Leopold Woche, Hermann Albrecht, wonnen. Jetzt ist die Polizei den Amtsvorstehern übertragen, lich, daß, sobald die Rede auf die Gewerkschaft kam, man sich Ostar Rosemann, Friedrich Topp, Spektor b die Amtsvorsteher find- Gutsbesizer. Müssen die Arbeiter eine solche Gelegenheit nicht entgehen ließ, um sich gegenseitig die Peter Kreische. nicht als einen Rückschritt betrachten? Meinung gehörig zu sagen- ein Streit, welcher uns nur zum Der nid befize abe Lehren ib jeb = tann blue Gutt 17 An alle deutschen Cigarrenarbeiter! Der Winter mit all' den schlimmen Gästen, die er nur für bie Sofort nach Einführung der Kreisordnung wurden überall Nachtheil gereichen konnte, und deshalb verhütet werden mußte. bem größten Eifer Gefängnisse erbaut, als wäre das ganze Herr Bock, für den jedenfalls Tagesordnungen nicht bindend sind, nid and voller Spizbuben. Jeder Amtsvorsteher wollte ober sollte sprach zum Schluß doch über die Gewerkschaft, und jezt mußte, limine Kluse baben. In dem Kreise Wehlau waren früher nur um einem Skandal vorzubeugen, wie er leider später im Vereins- Armen in seinem Gefolge hat, schreitet burch das Land und mit in unei Rentämter, bie brauchten auch nur je ein Gefängniß; jet lokale zur Thatsache geworden ist, der Vorsitzende die Erklärung banger Sorge denkt der Arbeiter baran, wie er sich ihrer erwehren Wind in dem Kreise einige vierzig Aemter, und da wird es vielleicht abgeben, daß Herrn Bock über diesen Bankt nur aus Kollegialität tann. Das schönste Fest für die Feier im trauten Kreise der Fa Teini thig sein, sagte der Landrath in einer Belehrung" an die Ar das Wort gelassen worden sei. Und nur der entschloffenen Hand- milie, das Fest, wo sich die werkthätige Liebe in ihrer ganzen Fülle Arbeiter, für diese Aemier ein oder das andere Gefängniß neu zu lungsweise des Vorsißenden ist es zu danken, daß die Versamm- entfaltet, wo der Mensch sein Glück im Geben sucht, wo er am allen." so belehrte der Herr Landrath wie die lung den ruhigen Charakter bewahrte. glücklichsten ist, je mehr er zu spenden vermag, es strahlt mit Denn " goldenem Schimmer in die Herzen der Enterbten die Hoffnung, größten Zufriedenheit referirte. Referent hob hauptsächlich mit am 29. September und lautete auf Freisprechung. Meine Frei für eine furze Spanne Zeit vergeffen zu können, daß ihnen für hervor, daß wir nicht durch die robe Gewalt( wie uns die Gegner sprechung verdante ich dem Umftande, daß ich den Nachweis z bas Schaffen all' der föstlichen Güter des Lebens nur Noth und vorwerfen) zum Ziel gelangen wollten, sondern auf gefeßlichem führen im Stande war, daß wir am 7. Juni ein Arbeiterfest un Entbehrung beschieden. Wege. Dies sei hauptsächlich durch Aufklärung und fittliche Ver- teine Boltsversammlung abgehalten hatten. Mögen die Arbeite mit Heinrich Müller. Brm M T für Bo S. Coa Kann es wohl eine günftigere Zeit geben, die„ Kanaille" fühlen befferung jedes Einzelnen an sich selbst zu erlangen, denn dadurch hieraus ersehen, wie Noth es thut, daß sie fest zusammen halten zu lassen, daß sie verdammt ist, sich vor dem Geldsack in den würde die Menschheit im Allgemeinen beffer werden und somit mögen sie in die Reihen der Arbeiterpartei treten, die ja die Be Bes Staub zu werfen? 3ft ihr doch schon seit Monden durch Kür- bessere Zustände schaffen. Redner ermahnte die Anwesenden, daß freiung der Arbeiterklasse von politischem und ökonomischem Drud Post Tung zung der Löhne der Korb hoch genug gehängt, um ihren Willen ein Jeder, der das Gute der Sozialdemokratie erkannt habe, auch sich zur Aufgabe gestellt hat. zu beugen; jest tann der lezte Reft fittlichen Muthes, den ihnen nach Kräften mitwirken solle, daß das Ziel erreicht werde. Mancher, Briefkasten die Stlavenpeitsche noch übrig gelaffen, unter die Füße getreten der die Sozialdemokraten nur von der verläumberischen Seite der Redaktion. X. in X: Brief und Broschüre angekommen. Wir werben. fannte, wurde eines Besseren belehrt. Das Wahlergebniß war gelegentlich benutzt. Aehnliche Gedanken müssen die Mitglieder des Braunschweiger hier: Fint 78, Könnerit 53 Stimmen. Spaßhaft ist, daß die Quittung Cigarrenfabrikantenvereins beseelt haben, als sie es über's Herz vereinigten Gegner trog Agitation blos auf ihre frühere Stimmen- der Expedition. Von C. E. Sch. Eibenstock Schr. 26 gr. M bringen konnten, mehr als 800 Menschen auf das Straßenpflaster zahl tamen und uns auch nicht eine Stimme abgewonnen haben. bier Schr. 20 gr. Ntrchur hier Schr. 15 gr. Ktil Apolda Sch zu werfen, weil diese einige Kameraden unterflüßt, welche eine Daß wir nicht so viel Stimmen erhielten als bei der lezten 1 thlr. 18., Ann. 3 gr. Cigarrenarbeiter hier Ann. 6 gr. Arbeit verlassen, von der die Herren Fabrikanten- Vereins- Mit- Stichwahl, lag viel an der Lässigkeit des arbeitenden Volkes selbst. Frankfurt Schr. 6 gr. St Mainz Schr. 4 thlr. 17. Tim Dresde glieber selbst zugestanden, daß sie zu schlecht sei, um dabei existiren Es fängt trobem an, sich immer beffer zu klären, obgleich noch Ann. 20 gr. Sämmtliche Gewerkschaften bier Ann. d. W. 6 gr. Arb zu können, weil sie nicht länger unter der Leitung eines Wert- manche Kleinbürger und Bauern nicht wissen, wo sie hinneigen Bilb.- Berein hier Ann. 1 thlr. 24. 5. A. 3. Kenzingen Schr. 1 thir. Tttln Witten Schr. 18 gr. M. Trnisch Gera Schr. 18 gr. meisters arbeiten wollen, von dem die Commission des Fabrikanten- sollen. Eines macht ihnen aber jetzt doch den Kopf recht warm, Mainz: Ihre Annonce an den Ausschuß gesandt. Vereins selber sagt: Es solle das Verlassen der Arbeit, die unter und das ist die Vorlage auf den Reichstag zum Landsturm. Für die Abgebrannten in Geringswalde. seiner Leitung steht, nicht als Vereinssache angesehen werden, wenn Solingen. Sonntag, den 1. November, hatten wir, um Von den Arbeitern der Starke'schen Schneiderwerkstatt Leipzig d. A berselbe Verstöße gegen die Sittlichkeit begehe, wie er sie sich in auch in hiesiger Gegend wieder etwas mehr Thätigkeit zu ent- 1 thlr. 2. 5. Albert und Anna Dult in Untertürkheim 1 fl. 45 N der Bürkner- und Siebmann'schen Fabrit hat zu Schulden tom- wickeln, zwei Volksversammlungen im Lokale des Herrn Heßmer Tischer in Görlitz 3 thlr. Fachverein der Tischler in Cöln 9 thlr. men laffen, und wenn er die Arbeiter mit evidenten Brutalitäten am Wege einberufen, und fand die erste Nachmittags um 5 Uhr Hadlich in Leipzig 11 thlr. 19. Ed. Bernstein in Berlin 2 thlr. 2. 9 trattire. Männer und Frauen, auf deren Vergangenheit auch nicht statt, zu welcher Gesinnungsgenosse Leuchtenberger das Referat F. Bartholdi in Mittweida bei einer Abendunterhaltung gesam. 2 th der leifefte Tadel haftete, fie mußten seit länger denn Jahresfrist übernommen hatte und unter großem Beifall der Versammlung auch Wilh. Hoſemann in Hainichen 1 tblr. Heinrich Goldammer. ihren Nacken beugen dem Gebote eines Mannes, von dem man beendigen konnte. Nicht so ein Elberfelder Gesinnungsgenosse, folche Dinge voraussehen konnte, wenn man seine Vergangenheit welcher, nachdem derselbe kurze Zeit gesprochen, von dem die Verals Maßstab für seine Zukunft betrachtete; und als die Behand- sammlung überwachenden Bürgermeister Stofeberg von Dorpe lung seitens dieses„ Meisters" immer unerträglicher wurde, als er unterbrochen und die Versammlung aufgelöft wurde. den Berlust, der durch mangelhafte technische Kenntnisse beim Ein- Die zweite Versammlung, welche Abends 8 Uhr stattfinden Sch. 5 thlr. tauf des Materials seine Brodgeber- Firma getroffen hatte, auf sollte und zu welcher Rich. Wolf das Referat übernommen hatte, die Schultern der Arbeiter herabwälzen wollte und dem noch bit- wurde in erster Linie unmöglich zu machen gesucht, indem man tern Hohn hinzufügte, die Schafegeduld der Arbeiter endlich riß den Wirth bestimmt haben mochte, seinen Saal zu dieser zweiten und sie im Vertrauen auf das vom Fabrikanten- Verein verpfändete Versammlung zu verweigern, wodurch sich der Einberufer veranWort die Arbeit niederlegten, da sollten sie inne werden, daß ein laße fah, diese Versammlung in einem Nebenlokale der unteren Preis der den Arbeitern verpfändetes Wort fein Ehrenwort sei, sondern nur Wirthschaftsräumlichkeiten zu eröffnen. Kaum war bies jedoch nach den Gesetzen jener Moral gegeben ist, beren Devise lautet: geschehen, als der vorsorgliche Herr Bürgermeister mit einer An- Berlin zahl Gensbarmen und Polizeidiener erschien und diese VersammFond für Gemaßregelte. Bon T. hier 2 gr. 5. A. Braune Nowaweß 1 thlr. Genossenschaftsbuchdruckerei. tung Antheilscheine bez. Antheilquittungen erhielten ferner: In Berlin batti Anzeigen 2c. " aufg bes wieb Die rechts in[] angegebene Ziffer ist desistire betreffenden Annonce. Metallarbeiter Gewerksgenossenschaft. beach Blät Sonnabenb, ben 21. November c., Abbs. halb 9 Uhr auf Außerordentliche General- Versammlung wir bon " Der Zweck heiligt die Mittel!" Vierhundert Männer, weil sie ihren Brüdern zu ihrem ver- lung von vornherein verbot und die Räumlichkeiten leeren ließ, der Mitglieder der Kranken- Unterstützungs- Kaffe, brieften Rechte helfen wollten, wurden zum Lohne dafür schmäh- trotzdem die Bescheinigung der geschehenen Anmeldung sich im Auguftstr. 80, bet Made. T.- D.: Beitritt zur Centralfrankenta nicht J. A.: L. Döring. für lich ihrer Eriftenz beraubt. Vierhundert Frauen wurde das Brod Besitze des Einberufers befand. Allerdings mochte der Bürger- Um zahlreiches Erscheinen wird ersucht. von dem Munde hinweggerissen, blos weil sie das Unglück hatten, meister eine Antipathie gegen diese Versammlung haben, da das bei Männern, ben ausgesperrten Eigarrenmachern, zu arbeiten, Vereins- und Bersammlungsrecht sich auf der Tagesordnung be- Dresden benen ein gegebenes Wort heilig ist. fand. Dürft 3hr, deutsche Arbeiter, solches dulden, ohne Euch der Der Wirth tam nun für seine Weigerung am schlimmsten weg, Schmach theilhaftig zu machen, auch in Euch sei alles Gefühl für denn hätte er seinen Saal hergegeben, würde beim Schließen der Ehre erstorben? Wenn Ihr jetzt nicht eintretet für die Unter- Bersammlung Alles in die unteren Lokalitäten gegangen sein, brückten, dann bettet Euch ruhig zu den Todten und gewöhnt Euch während so seine unteren Räumlichkeiten von der Polizeibehörde in Zeiten daran, eine fröhliche Frazze zu schneiden, wenn auch die vollständig geleert wurden und sich sämmtliche Anwesende anderswo Beitsche einmal auf Eurem Rücken tanzt, denn über kurz oder hinbegeben mußten. lang erreicht Euch alsvann das Loos, von dem übermüthigen Ka- Es wurde nun als Ersatz für diese Versammlung eine solche pital in den Nacken getreten zu werden. mit der gleichen Tagesordnung auf Montag, den 9. November, , daß wir nicht alle Mittel versucht hätten, um Abends 8 Uhr einberufen( wegen Mangels genügender Lokale war brig Vorlesungen von A. Otto- Walster. fer S Freitag( Bußtag), den 20. November a. c. im Saale der Gentralhalle: Rienzi, hiftorisches Trauerspiel in 5 Acten, von A. Otto- Walfter. Sonntag( Todtenfeft), den 22. November a. c. im Saale des Colosseum: Die Tempelritter, historisches Tranerspiel in 5 Acten, von A. Otto- Walster. Parteigenoffen von nah und fern sind hierzu eingeladen.( 3c)[ 1 auf friedlichem Wege die Sache beizulegen. Wir haben versucht, es am Sonntage unmöglich), woselbst die Polizeibehörde zwar Leipzig Donnerstag, den 19. November, Abends pats 9 ub Boheftraße, Reftauration„ Zur Erholung". Zweiter Bo Der Vorstand. Sozial- pol. Wochenbericht Referent: Willecke jr. Jedermann ist willkommen. baß die Lehre von der Harmonie zwischen Kapital und Arbeit eine meinte, daß dasselbe unter den jezigen Verhältnissen keinen Ver- Leipzig Bur Notiz! Der Verkehr und Arbeitsnachweis der Schuhmach ihrem Rechte sind ein solches zu verlangen, wird es ihnen ver- ihm beliebe. In Württemberg existire über das Vereinsrecht nur Hamburg Diejenigen, welche begründete Mittheilungen bara lide geftüßt auf das Versprechen des Fabrikanten- Bereins, ein Eini- auch sechs Mann stark vertreten war, von denen sich jedoch nur gungsamt in Gemeinschaft mit diesem Verein zu bilden, obgleich zwei im Versammlunglokale selbst befanden. Das Referat überwir uns keine Hoffnung darauf machen konnten, einen wesentlichen nahm Parteigenoffe Rich. Wolf. In einem zweiftündigen VorBortheil für unsere Kameraden in Braunschweig zu erzielen. Nun trag erläuterte der Referent das Versammlungsrecht der Bölker in trag über Genossenschaftswesen. Referent: H. Namm. wohl, man hat es uns abgeschlagen, man hat aufs Neue bewiesen, seiner Entwickelung von frühester Zeit bis auf unsere Tage, und leere Phrase ist, erfunden, um Thoren das taube Hirn völlig zu gleich mit dem den uralten Bölfern garantirten unantastbaren überkleistern, daß die Einigungsämter nichts als fortschrittlicher Versammlungs- und Selbstbestimmungsrechte aushalte. Jeder Po- befindet sich nur Münzgaffe Nr. 3. ( 3c) Die Herbergs- Commission der Schuhmachergehilfen. Schwindel sind, denn selbst da, wo die Arbeiter sonnentlar in lizeibeamte tönne mit diesem Rechte schalten und walten, wie es Aufforderung. weigert. ein Paragraph, was, da in Württemberg ebenfalls Bersammlungen Jest gilt es, den Kampf zu einem rühmlichen Ende zu führen; abgehalten würden, zur Evidenz beweise, daß das Volk sehr wohl durch Impfen entstandenes Unglück zu machen haben, fordern wir a bieselben an die Adresse des Herrn Dr. med. Lafaurie, Grasteller darum, Ihr Arbeiter, gebenket der vierhundert Frauen und auch vollen Anspruch auf freies Vereinsrecht erheben könne. gelangen zu lassen. Der Vorstand der einhundertfünfzig männlichen Nichtmitglieder unsers Ver- Leuchtenberger ging sodann speciell auf die Auflösung der( 3c) des Hamburger Anti- Impfvereins.[ 1 beiden Versammlungen vom Sonntag, den 1. November ein und Sozialdemokratischer Arbeiterverein. Sendungen nimmt entgegen A. Fuchs, Berlin S., Luckauer- beleuchtete die offenbare Verlegung des Verfammlungsgesetzes, indem Hamburg Donnera ben 19. Nov., Abends 8½ Uhr: Ber ftraße Nr. 1. § 4 deffelben ausdrücklich besage, daß die Polizeibehörde die Be- sammlung im Orpheum", Neustädterneuftr. T.- D.: Das Cult Bebenkt, das festeste Bollwert unsers Vereins, Braunschweig, fugniß habe, ein bis zwei Polizeibeamte zu senden und daß die- leben der Bölker und die modernen Militärstaaten. Referent: J. Auc Der Vorstand. das überall in den Reihen der Geber in erster Reihe gestanden, felben nur in ihrer Dienstkleidung oder unter ausdrücklicher Kundes steht auf dem Spiele, darum Hand ans Weit alle Mann! bandes! F. W. Fritzsche, Präsident des deutschen Tabatarbeitervereins. gebung ihrer dienstlichen Eigenschaft zu erscheinen hätten. Bei benannter Versammlung seien nur zwei mit Dienstkleidung verErschienen und durch uns zu beziehen ist: ſehene Beamte anwesend geweſen, eine britte in bürgerlicher Klei- Die Grund- und Bodenfrage. Bon Wilh. Liebknecht. 128 Seiten groß Oktav. Preis broschirt 5 Ngr. Leipziger Hochverrathsprozeß vorschuß. nebst den ungehaltenen" Reden. 600 Seiten. Complett 1 thlr. Vorstehende Preise verstehen sich gegen baar oder Bo Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Expedition des„ Volksstaat. Haftpflicht- Gesek. Mit Rücksicht auf das Intereffe, welches gegenwärtig für diese bung ohne jebe Rundgabe dienstlicher Eigenschaft anwesende Person Berlin. An die Maurer, Zimmerer und Bauarbeits- habe die Versammlung aufgelöst. Ferner sei die Auflösung der Leute Deutschlands! zweiten Versammlung ebenso widerrechtlich, da sie, wie der auflösende Kameraben! Am Sonntag, den 8. November fand zu Berlin Beamte meinte, um so weniger als eine Fortsetzung der ersten im Saale des Handwerkervereins eine nach Taufenben zählende Bersammlung zu betrachten war, als beide Versammlungen von zwei verschiedenen Parteien einberufen worden waren, was ber Bersammlung obengenannter Arbeiter statt. Zwed dieser Versammlung war die Annahme und Unterschrift Bürgermeister Stosenberg vor allen Andern wissen mußte. Nacheiner Petition an den Deutschen Reichstag behufs Aufnahme der dem noch Wolf in einem furzen Schlußwort zu zahlreicher Be Maurer, Zimmerleute und Bauarbeiteleute in das Haftpflicht- theiligung an unserer gerechten Sache aufgefordert, wurde die geses. Nachdem die Petition genügend besprochen, wurde dieselbe Versammlung, nachdem vorher schon nachfolgende Resolution eineinftimmig angenommen und unterschrieben, und beauftragte die stimmig angenommen worden war, geschlossen. Versammlung ihr Bureau, dieselbe nach allen Städten Deutsch- Die Resolution lantet: Die heutige Boltsverfammlung forbert lands den Kameraden zur Besprechung und Unterschrift zu über- die Reichstagsabgeordneten der sozialdemokratischen Fraktionen auf, senden. Da das Bureau aber nicht von allen Städten Abreffen für das verkümmerte Vereins- und Versammlungsrecht bei erster hat, so ergeht deshalb dieser Aufruf an Euch Kameraden, von Gelegenheit mit allen Kräften einzutreten." benen wir feine Adressen haben, um Euch aufzufordern, an Noch verbreitete sich das Gerlicht bei dieser Versammlung, daß gelegenheit vorhanden ist, machen wir die Parteigenoffen auf diefer gemeinnügigen Bewegung Theil zu nehmen, und allerorts Bürgermeister Stofenberg hinsichtlich der Auflösung der Versammgemeinschaftliche Versammlungen der Maurer, Zimmerer und lung sich später geäußert habe, es sei boch genug, wenn er einen Bracke's Rede über das Haftpflicht- Gese Bauarbeitsleute einzuberufen, in welchen dann diese Petition dis- Retner sprechen lasse," und: es sei ihm ganz recht, wenn Be- aufmerksam. Dieselbe ist enthalten im Dresdener Congreß- Protoof fatirt und unterzeichnet werden soll. schwerde erhoben würde, dann erführe doch die obere Behörde,( Seite 44-54), welches wir biermit zum herabgesetzten Preise von 2 Gr. pro Exemplar Die Petition mit Einlage- Bogen ist unentgeltlich zu bekommen baß er besonderen Eifer entwidle." Da man diese Aeußerungen burch die Expedition des Pionier", p. Abr.: Kapell, bezweifelte, so wurde ersucht, bestimmtes Beweismaterial zu fam- anbieten. Das Protokoll enthält außerdem: Referat Yord's Berlin, Waldemarstraße 56, wohin dieselbe auch wieder meln, um, wenn sie sich bestätigen follten, weitere Schritte gegen den Normal- Arbeitstag; Referat Bebel's über das allgemeine Stim recht für die Einzelstaaten und Kommunen u. f. w. nachdem sie unterschrieben geschickt werden muß, und zwar so den Bürgermeister einleiten zu fönnen. fchleunig wie möglich, damit sie dem Reichstag recht bald ein- Mülsen St. Micheln.( Etwas zur Staatsretterei.) gereicht werden kann. Zum Zweck einer Befragung wurde ich zum 31. Auguft auf das GeWie nothwendig die Aufnahme obengenannter Arbeiter in das richtsamt Lichtenstein bestellt. Nicht ohne Erwartung, zu erfahren, Haftpflichtgefen ist, wird wohl Jebermann einsehen, deßhalb ist es was man von mir wollte, stellte ich mich zur bestimmten Stunde des 5. Congresses der sozial- demokratischen Arbeiterpart auch zweckmäßig, wenn die Kameraben im gesammten Deutschland ein. Vor den Referendar geführt, wurde ich über alle möglichen einheitlich in diefer Sache zusammenstehen, und durch massenhafte und unmöglichen Dinge gefragt. In der Hauptfache drehte es Unterschriften dieser Petition Bedeutung verschaffen. Für die Versammlung: D. Kapell, Zimmerer. W. Lange, Waurer. Wißmann, Bauarbeitsmann. Correspondenzen. fich um ein am 7. Juni abgehaltenes Arbeiterfest, daß durch die Anwesenheit Liebknecht's, ber die Festrede übernommen hatte, und durch die Anwesenheit Bebel's, der sich seinen Wählern vorstellen wollte, den Charakter einer Bolteversammlung angenommen haben Die Buchhandlung des ,, Volksstaat" Protokoll ufm Unfer rin as Aur ung arte aber 16 Der S Rello Hellad Ann Zbon barb ann a Bubl abgehalten am 18., 19., 20. und 21. Juli 1874 zu Coburg. Preis 3 Groschen. Die Expedition des ,, Volksstaat" Wegen des Buẞtags muß die nächs sollte. Mein Berhör dauerte volle 1 Stunden. Auch Ehre Freitagsnummer des ,, Volksstaat" aus gott Franke wurde geladen und sab sich derselbe ebenfalls eine geraume Zeit einem wahren Kreuzfeuer von Fragen ausgesetzt. fallen. Wechselburg( 14. fächsischer Wahlkreis). Sonntag, den 1. No- Nach Verfluß von 14 Tagen erhielt ich eine Zuschrift, die mich vember, hatten auch wir eine circa 200 Mann starte Volksver- belehrte, daß ich zu 10 Thlr. Strafe und 3 Thlr. 8 Gr. 3 Pf. fammlung, in welcher der Reichetagsabgeordnete Julius Vahlteich Kosten verurtheilt sei. Auf meinen Einspruch stand ich am aus Chemnitz über die bevorstehende Reichstagswahl zu unsrer 22. August abermals vor Gericht. Das endgiltige Urtheil erfolgte Verantwortlicher Redakteur: M. Preißer( Lindenau). Redaktion Hobestraße 4, Expedition Zeigerftraße 44, in Leipzig. Drud und Verlag der Genossenschaftsbuchbruckerei in Leipzig. tatti