I1 'tca sga r l t eil S vro tsch. : t }« imi ni t| BS iil| in* itat DCt DjlJl na« itij« oft« r 6 t( 0 hre lsch :d»U nh« cfti loffi di DUt >li» Ä >ch< tote >vl cau re t i«_ l fl Erscheint in Leipzig Mittwoch, Freitag, Sonmag. Bestellungen nehmen an alle Postanstalten u. Buchhand- lungen des In- U.Auslandes. Filial- Expeditionen für die Bereinigten Staaten: F. A. Jorge, Eox 101 Hoboken, N. J. Peter Haß, 8. W. Corner Tbird and coatea atr. Philadelphia. Abonnenttntspreis f für ganz Deutschland 16 Sgr. pro Quarwl. Monats-AboimcmentS werden bei allen deutschen Postanstalten aus den 2teu u. 3ten Monat und auf den 3ten Monat besonders an- genommen; im Kgr. Sachsen u. Hrzgth. Sachs.-Altenburg auch auf den Iten Monat deS Quartals ä S>/z Sgr.# Organ der soziaidemlikratischenArbetterparleiund der mternatlonalenGeWerkslscnossenschasten. Zulernte, die Abraltung oon Partei-, Beretn». und B!>as»trsamml!Mgen, sowie die Filtal- Expeditionen und sonstige Partei- Anaelegenheiteu betreffend, werden mit 1 Ngr., Anzeigen mit 31/« Ngr. die dreigespalten« Petit- Zeile berechnet. Privat- und Vergnügung»- Nr. 142. Sonntag, 6. Aezemver. 1874 M d J »«♦, fi! J Ihr- ist. rarf s lad- Jfl itt' re* 101 .Ji» tet Rede Haffelmann's über den Antrag auf Beurlaubung der gefangenen sozialdemokra- tischen RcichStagsabgeordneten. (Reichstagifitzung vom 21. November 1874.) Meine Herren! Wir haben durch den Antrag auf Beur- laubung dem Reichstage die Möglichkeit offen halten wollen, trotz des früheren Verdiktes desselben für die Hastentlassung resp. Beurlaubung der drei gefangen gehaltenen RcichStagSabgeordneten zu stimmen. Wenn wir von einer Seite— durch den Herrn Abgeordneten Traeger— dem gegenüber behauptet wird, der An- trag fei sowohl„unnütz", als auch„der Würde deS hohen HauseS nicht entsprechend", so muß ich dagegen doch anstecht erhalten, daß der Reichstag genau dasselbe Recht hat, über einen solchen Antrag abzustimmen und einen Wunsch zu äußern, wie über jede beliebige Petition. Wir hoben eS vorläufig genug gehabt, daß der Reichstag einfach Wünsche geäußert hat, und ich verstehe nicht, weShalb man gerade in diesem Falle den strategischen Rückzug in jener Richtung einschlägt. Umgekehrt, meine Herren, gerade unter den Verhältnlssen, welche jetzt herrscheu, konstatirt der Reichstags daß er sich in der Lage befindet, von den Regierunge» sich alle möglichen Chikanen gefallen zu lassen. Es ist eine Thatsache, daß Haftentlassungen gerade dort eintreten, wo es sich um irgend welche wichtige Familienangelegenheiten bandelt. Wir haben noch in der letzten Zeil Fälle von Haftentlassungen gehabt, welche in Folge der Geburt eines KindeS des Verhafteten stattfanden. Wenn nun— wie eS thatsächlick bei dem Abgeordneten Hasenclever der Fall war— von dem Verhafteten bei Beginn des Reichstages daS Ersuchen an das Justizministerium gestellt worden ist, für die Dauer deS Reichstages beurlaubt zu werden,— und wenn unter diesen Umständen der Iustizminister eS abgeschlagen hat, dann ist daS ein klarer Beweis dafür, daß das Justizministerium den Reichstag für weniger wichtig erachtet, als eine„Wochenstube." Und ich glaube, in solchem Falle würde gerade der Reichstag sehr mit seiner Ehre cngagirt sein, er würde verpflichtet sein, einzutreten für diesen Antrag.„Männer stolz vor Fürstenthronen� mag sehr gut sein, aber wo der„Männer stolz" lediglich darauf hinausläuft, daß der Reichstag selbst einen neuen Stoß bekommt, in solchem Falle ist es sonnenklar, daß der- selbe bloS eine Ausflucht ist. Freilich, meine Herren, wenn der Reichstag ein Ersuchen auSlpricht und eS wird ihm nicht gewährt, was wäre damit bewiesen? Durchaus nichts anderes, als dieses, daß der deutsche Reichstag ohnmächtig ist. Wenn das englische Parlament irgend eine Bitte in Betreff einer Hastentlassung oder einer anderen Angelegenheit an das Ministerium richtet, so wird unbedingt ihm zugestimmt werden; und würde ihm nicht nachge geben, so würde daS Ministerium fallen. Ist also der Grund, daß möglicherweise der Wunsch deS Reichstags nicht beachtet wird, oder daß dem Ersucheu des Reichskanzlers von den einzelnen Re- gierungen nicht stattgegeben würde, zutreffend, so wäre damit lediglich konstatirt, daß der Reichstag eine ohnmächtige Körper- fchast ist; und wenn von vornherein auf Grund dessen der Reichstag fit weigert, dem Antrage zuzustimmen, so beweist er damit nur, daß er sich selbst für ohnmächtig erachtet, und daß eS ein Scheinparlamentarismus ist, in dem wir leben. Nicht nur, daß sich der Reichstag so sein TodeSurtheil ausstellte, klar und dcut- lich ist bewiesen, wenn er den Antrag ablehnt, daß eS den Re- gierungen auch in Zukunft frei stehen soll, die Opposition beliebig zu unterdrücken. Man darf sich durchaus nicht lediglich auf daS verlassen, waS der Herr Reichskanzler ausgeführt hat. Wenn er beispielsweise äußerte, daß die Häufigkeit der„Einsperrungen" den Regierungen nicht zum Vorwurf gereiche, sondern nur eine Folge der Haltung jener Leute sei, die-ingesperrt werden, daß ein schlechtes Beispiel gegeben sei und die Grundsätze der Erziehung seit längerer Zeit in falsche Bahnen gelenkt seien— nun, meine Herren, dann können wir dem gegenüber doch konstatir-n, daß das, waS er von unS verlangte, nämlich, daß wir die Gesetzes- Übertretungen bei Einsperrungen nachweisen sollen, unS ziemlich leicht wird. Ich erinnere«n den Fall von Lätzen; man hat Männer dort hingeschleppt— Bracke beispielsweise— und wie haben die Gerichte darüber geurtheilt? Sie haben diese Männer später freigesprochen. Es ist da« ein klarer Beweis— sogar durch Gerichte erbracht— dafür, daß wenigsten» in diesem Falle voll- ständig ungerechtfertigter Weise verhastet worden ist. Ich kann aus der allerneueften Zeit Fälle von gleicher Art vorführen. Bei- spielsweise weist man ven Abgeordneten Reimer auS emem Wahllokal hinaus, trotzdem die Wahlhandlung öffentlich ist; er wird bei dieser Gelegenheit vorläufig verhastet, und meine Herren, was ist die Folge? Als derselbe deshalb einen Strafantrag stellt, schreibt ihm der Staatsanwalt Tessendorf zurück: die Sache habe lein öffentliches Interesse. Aus der andern Seite haben wir den Fall, welchen wir in der heutigen Sitzung schon erörtert haben,— der ReichStagSabgeordnete Reimer wird verhaftet, an- geblich wegen Bettelei, der Thatsache nach« aber weil— waS Wohl bei jeder politischen Volksversammlung vorkommt— eine Sammlung für die Kosten deS Lokals stattgefunden, ja der Ab- geordnete Reimer wird sogar aus solchem Grunde als„Saga bund" eine Nackt hindurch eingesperrt. Sie sehen, daß die Ver- solgung der Sozialdemokratie in einer Weise vollführt wird und iwar von Seiten der Regierungen, daß sehr leicht Fälle anzu- führen sind, in welchen gegen sie in ungesetzlicher Weise verfahren �st und mit zweierlei Maß gemessen wird. Wir haben dafür auch � �°ch den klarsten Beweis in Betreff des Versammlungsrechtes vor� üugen. Oberbürgermeister grünten liberale Vereine, konstitnircn nicht verfolgt, trotzdem doch sie es sind, welche daS Vereinsgesetz sicheren CourS hat, so unbesehen von Hand zu Hand geht, als ausrecht erhalten sollten. Wir sehen auf der andern Seite, daß die Phrase vom Culturstaate Preußen, von dem civilisatorischen ununterbrochen Versammlungen der Sozialdemokratie ausgelöst, daß die Theilvehmer auseinandergetrieben werden und zwar ohne gesetzlichen Grund, da hernach ,die Gerichte ein fteisprechen- civilisatorischen Berufe des deutschen Reiches; sie ist durch den endlosen Gebrauch so abgegriffen, daß oft selbst ein scharfes Aug- ihren richtigen Metallwerth nicht mehr zu prüfen vermag, bis sie dann gelegentlich mit einer harten Thatsache zusammentrifft und das Klirren deS hohlen Bl-cks den grausamen Selbstbetrug enthüllt. Solch' eine harte Thatsache ist folgende dürre und trockene Notiz, welche dieser Tage durch die Blätter der Tagespresse lief:„Aus den bisherigen Sitzungen der sechsten EtatSgruppe des ReickStagS, welche den Post- und Telegraphenetat zu berathen hat, wird mitgetheilt, daß sich die Gruppe in zwei Sitzungen eingehend mit der Frage nach der Gehaltsaufbesserung der Postbeamten, insbesondere der Unter-- beamten beschäftigt hat und daß seitens aller ReichstagSmitglieder eine Aufbesserung lebhaft befürwortet wurde. Nur über den Zeit- punft, wann die Verbesserung vorgenommen werden solle, bestand eine Differenz. Auch der General- Postdirektor zeigte ein warme» Interesse für seine Beamten, erklärte aber, daß zu einer sofortigen Aufbesserung kein Geld disponibel sei.« ES ist ein wahrer Jam- mer um diese ewige„lebhafte Befürwortung", wenn eS sich im Nnlik-HrfiP ITf�rKrfif Reiche der fünf Milliarden um hungernde Beamtenmagen handelt, ututqiuju uni �ies„warme" Interesse, das sich nie zu der Hitze eines Ent- Der Regierungsentwurf deS LandsturmgesetzeS lautet: schlusseS steigert, an welcher sich ein reichlich Mahl kochen ließe. DaS Aufgebot des Landsturms erfolgt durch Kaiserliche Man kennt zu gut und zu lange die Comödie, um sich über ihren des Urlheil fällen. Ich meine, die Regierungen wären mächtig genug, um durch einen einzigen Wink zu verhüten, daß die Beamten solche Ungesetzlichkeit begehen und bei jenen Gelegenheiten Störungen hervorrufen, welche später in den meisten Fällen von den Gerichten als ungesetzlich erkannt werden. Meine Herren, eS handelt sich bei unserem Antrage einmal darum, daß der Reichs- tag vollständig vertreten sei, damit das Recht der Wähler nickt geschädigt werde, aus der anderen Seite aber darum, daß die Opposition im Reichstage nicht mundtodt gemacht und dadurch die ganze Verhandlung zu einem bloßen Scheinbilde herabgewürdigt werde; daher ist es wohl zu erwägen, in welcher Weise die Ver- folgungen gerade jene treffen, welche in der Opposition gegen das herrschende System und die herrschenden Klassen der Gesellschaft sind. (Schluß folgt.) Verordnung, in welcher zugleich der Umfang des Aufgebots be stimmt wird. § 2. Nachdem das Aufgebot ergangen ist, finden auf die von demselben betroffenen Landsturmpflichtigen die für die Land- wehr geltenden Vorschriften Anwendung. Insbesondere sind die Ausgebotenen den Militärstrafgesetzen und der DiSciplinarordnung unterworfen. § 3. Der Landsturm erhält bei Verwendung gegen den Feind militärische, auf Sckußweite erkennbare Abzeichen und wird in der Regel in besonderen Abtheilungen formirt. In Fällen außerordent Ausgang irgend welche Illusionen zu machen; einige tönende Phrasen, guter Wille in unmeßbaren Mengen— und unsere Briefträger, diese echten und rechten Pionire der Civilisation, in der Weltstadt nicht minder, als auf dem flachen Lande, hungern weiter. Es lohnt sich kein Wort mehr darüber zu verlieren. Aber an ein» soll doch erinnert werden, an die Ehrenpflicht der deut- schen Presse, für diese Pariaklasse selbst unter den deutschen Be- amten einzutreten. Die ganze Existenz der Presse hängt an der unwandelbaren Pflichttreue gerade der unteren Postbeamten; risse hier je die Neigung der Lüderlichkeit oder Unregelmäßigkeit ein, lichen Bedarfs, oder wenn es an geeigneten Führern für besondere! der Boden würde den Zeitungen unter den Füßen schwanken. Foimationeu fehlt, kann jedoch auch die Landwehr aus dem Land- Wie lebhaft ihre Agitation für die Gehaltsaufbesserung der Post- stürm ergänzt werden. beamten immer sei, und hoffentlich ist sie die lebhafteste— die § 4. Die Auslösung des Landsturm» wird vom Kaiser an-! Presse erstattet damit immer nur einen kleinen Theil der Dienste geordnet. Mit der Auflösung der betreffenden Formationen hört zurück, welche ihr nicht allein, aber ihr vorzugsweise diese Beamten daS Militärverhältniß der Landsturmpflichtigen auf. § S. Die zur Ausführung dieses Gesetzes erforderlichen Be- stimmungen erläßt der Kaiser. § 6. Gegenwärtiges Gesetz kommt in Bayern nach näherer Bestimmung deS Bündnißvertrages vom 23. November 1870 (BundcSgesetzbl. 1371 S. 9) unter III.§ 5 zur Anwendung.— Die Commission schlägt folgende Fassung vor: § 1. Der Landsturm besteht aus allen Wehrpflichtigen vom vollendeten 17. bis zum vollendeten 42. Lebensjahre, welche weder dem Heere noch der Marine angehören. Der Landsturm tritt nur zusammen, wenn ein feindlicher Ein- fall Theile des Reichsgebiets bedroht oder überzieht. (ij 3, alin. 2 und§ 16 de» Gesetze» vom 9. November 1867.) tz 2. DaS Aufgebot des Landsturms erfolgt durch Kaiserliche j Verordnung, in welcher zugleich der Umfang deS Aufgebots be-' stimmt wird tagtäglich leisten. — Wie vorauszusehen war, haben die Radikal- R-publikauer bei den am Sonntag vorgenommenen Munizipal- Wahlen in Paris einen glänzenden Sieg erfochten. Paris lebt noch — das mögen die Ordnungsfanatiker sich merken! — Die Arbeitslosigkeit in den Vereinigten Staaten hat wahrhast erschreckende Dimensionen angenommen. In Neu- ?)oik allein sollen 90,000 Arbeiter auf dem Pflaster liegen; es ist dies vielleicht etwas übertrieben; soviel aber steht fest, daß in allen großen amerikanischen Städten dieser Winter für die In- dustrie ein sehr bedenkliches Aussehen anzunehmen beginnt, und kein Einwanderer dort Aussicht aus Beschäftigung hat. — Zum Rückgang der Sozialdemokratie. Zu unsrer § 3. DaS Aufgebot kann sich auch auf die verfügbaren Theile! Freude und zum Acrger der nationalliberalen Großmäuler, die über der Ersatzreserve erstrecken. Wehrfähige Deutsche, welche nicht zum Dienst im Heere ver pflichtet sind, können als Freiwillige in den Landsturm eingestellt werden. § 4. Nachdem das Ausgebot ergangen ist, finden auf die von demselben betroffenen Landsturmpflichtigen die für die Landwehr geltenden Vorschriften Anwendung. Insbesondere sind die Aufge- botenen den Militärstrasgesetzen und der DiSciplinarordnung unter- worsen. Dasselbe gilt von den in Folge freiwilliger Meldung in die Listen des Landsturms Eingetragenen. § 5. Der Landsturm erhält bei Verwendung gegen den Feind militärische, auf Schußweite erkennbare Abzeichen und wird in der Regel in besonderen Abtheilungen formirt. In Fällen außerordentlichen Bedarf» kann die Landwehr aus den Landsturmpflichtigen ergänzt werden, jedoch nur dann, wenn bereits sämmtliche Jahrgänge der Landwehr und die verwendbaren Mannschaften der Ersatzreserve einberufen sind. Die Einstellung erfolgt nach JahreSklassen, mit der jüngsten be- ginnend, soweit die militärischen Interessen die« gestatten. § 6. Wenn der Landsturm nicht aufgeboten ist, dürfen die Landsturmpflichtigcn keinerlei militärischen Kontrole oder Uebung unterworfen werden. tz 7. Die Auflösung de» Landsturms wird vom Kaiser ange- ordnet. Mit der Auflösung der betreffenden Formationen hört daS Militärverhältniß der Landsturmpflichtigen auf. ß L. Die zur Ausführung dieses Gesetzes erforderlichen Be- stimmungen erläßt der Kaiser. Z 9. Gegenwärtiges Gesetz kommt in Bayern nach näherer Bestimmung deS Bündnißvertrages vom 23. November 1870 (BundeS-Gesetzbl. 1871 S. 9) unter HI.§ 5 zur Anwendung� Dasselbe findet auf die vor dem 1. Januar 13S1 geborenen Elsaß-Lothringer keine Anwendung(ß 2 des Gesetzes vom 23. Ja- nuar 1872).— Der Antrag unserer ReichStagSabgeordneten wurde schon in voriger Nummer mitgetheilt. „....__________________----------------------,___,..........— Ueber die Lage der Briefträger schreibt die„Wage": diese Vereine mit Zweigvereinen als politische, und werden durchaus! In unserem geistigen Verkehre giebt es keine Münze, welche so ihren wohlfeilen Sieg im 14. sächsischen Wahlkreise sich immer noch nicht ganz beruhigt haben, können wir heut über weitere Wahlsiege berichten, welche die Sozialdemokratie an drei Orten bei den Stadtvcrordnetenwahlen davongetragen hät. So sind in Schmölln sämmtliche Kandidaten der sozialdemokratischen Part« durchgedrungen. Weiter sind in Kappel und Schönau— beide Orte liegen bei Chemnitz— bei den Gemeindewahlen zum großen Theil vre Kandidaten der Arbeiterpartei gewählt worden. Und welche Siege würde die sozialdemokratische Parte: erst feiern, wenn bei den Gemeindewahlen der CensuS fottfiele und daS direkte und allgemeine Wahlrecht auf alle Diejenigen ausgedehnt würde, die zu den Gcmcindelasten beitragen! — Man schreibt unS aus Bamberg, ä. d. 30 November: „Gestern, Nachts um 2 Uhr, verschied dahier ein Veteran der Demokratie, der Rechtsanwalt Nicolaus Titus. Derselbe war als Mitglied des Frankfurter Parlaments und des Stuttgarter Rumpfparlaments auch in weiteren Kreisen bekannt; hier galt er als Führer der demokratischen Partei in den vierziger Jahren, lebte aber später in völliger Zurückgezogenheit. Antheil am öffentlichen politischen Leben nahm derselbe erst bei der letzten Reich«- tagSwahl wieder, wo er für die Candidatur des Dr. I. Jacobi auS Königsberg wirkte. Titus hielt mit eiserner Consequenz an seinen republikanischen Grundsätzen fest. Seine Parteigenossen werden dem wackeren Vorkämpfer ein treues und ehrenvolles Ge- dächtniß bewahren." Wir haben dem hinzuzufügen, daß Titus voll und ganz auf dem Boden der Sozialdemokratie stand.' — Gelegentlich des Berichtes über einen angeblichen Er- pressungsversuch deS Herrn Adolf Ahr in Breslau wird der Ge- nannte in verschiedenen Blättern tendenziös al« Sozialdemokrat Eisenacher Programms bezeichnet. DaS ist falsch; Ahr hat längst aufgehört, Mitglied der sozialdemokratischen Arbeiterpartei zu sein und befindet sich sogar augenblicklich mit mehreren unserer Partei- genossen im Prozeß, weil dieselben ihn der Unterschlagung be- schuldigt haben. Rudolstadt.(Offner Brief an die sürstl. Staatsanwaltschaft zu Schwarzburg-Rudolstadt.) Wegen des Vergehens der Beröffent- " Correspondenzen. Fond für Gemaßregelte. Von Tuk hier 10 gr. Quittung. Berlin. A. Fuchs, Hauptkassirer, Luckauerstr. Nc. 1. Anzeigen 2c. Die rechts in[] angegebene Ziffer ist der lichung eines beleidigenden Artikels im Geraer Boltefreund", Nr. 27., Jahrg. 1873( nad§§ 185 u. 192), zu 15 Tagen Haft verurtheilt, begab ich mich am 14. Ottober, nach vorher ergangener Leipzig. Montag, den 30. November, fand im Saale des Für die in Braunschweig ausgesperrten ist bei mir eingegangen: aus Aufforderung, nach dem hiesigen Juftizamt, um mich zum Antritt Restaurant Bellevue" eine von ca. 500 Personen besuchte Voltsmeiner Haft bereit zu melden. Man wies mich an den Schließer. versammlung statt mit der Tagesordnung:„ Landsturm-, Vereins- Bensheim 1 thlr.; aus Hamburg durch P. Natb 30 tblr., gesammelt Bei diesem führte ich mich mit folgenden Worten ein: Guten und Versammlungsgefez". Als erster Vorsitzender fungirte Ramm in Cigarrenfabriken; von verschiedenen Gewerken 37 thlr. Tag. Ich wünschte meine Haft anzutreten." Dies geschah in der und als zweiter Nauert. Das Referat hatte der ReichstagsabgeHausflur des Gefängnißgebäudes. Taschen visitiren war das ordnete Reimer übernommen. Derselbe beleuchtet zunächst die Ge Erfte. Nur eine Schachtel mit Pillen, von dem mich noch jezt feßgebung im neuen Reich" und das Verhalten der sich als in Behandlung habenden Arzte verordnet, fanden sich vor.„ auch"-oppofitionelle Parteien gerirenden Fortschrittler und UlDaraufhin erklärte ich, daß ich frank sei und diese Pillen zum tramontanen bei der Gesezesfabrikation. Diese Leute wären, troßEinnehmen gebrauche. Weswegen sind Sie hier?" war die hier- dem sich dieselben oft in den Haaren lägen, doch stets einig, wenn Preis der betreffenden Annonce. auf an mich gerichtete Frage. Wegen Preßvergehens," war meine es sich um die Bekämpfung und Unterdrückung der Sozialdemolaut angeschrieen. Machen Sie sich auf!"( Rock 2c.) befahl Militarismus in Deutschland und seine Nachtheile für die Kultur- Deffentl. Bersammlung des Wahlvereins der foz.- dem. Arbeiterpartei. 1) Sozial- politischer Wochenbericht. Referent: Bernstein. 2) Aufmir der Schließer. Kaum zehn Schritte von mir entfernt stand entwicklung, geht dann zu einer Betrachtung des Landsturmgefeges ein Frauenzimmer, welches mich neugierig angaffte. Ich fühlte über und weist nach, daß durch dasselbe nur das stehende Heer nabme neuer Mitglieder. 2) Mittheilung über den Verlauf des Brozeffes mich deswegen veranlaßt zu bemerken, daß die Untersuchung( nach vermehrt, und die Dienstzeit der in demselben gedienten Soldaten Seiland, Verschiedenes und Fragekasten. Gesinnungsgenoffen! erscheint zahlreich und sorgt für Gäste! Ungeziefer) doch unmöglich in Gegenwart eines Frauenzimmers infolge der Bestimmung, daß diese nach Ablauf ihrer Dienstzeit Der Borstand.[ 8] stattfinden könne, zumal ich aufgefordert wurde, Hals und damit noch bis zum 42. Jahre zum Landfturme gehören sollen, um zehn Verein der Sattler und Berufsgenossen. Jugleich die Brust zu entblößen(.§ 183, Herr Staatsanwalt!). Jahre vermehrt werde. In Summa: dieſes Geſetz sei der letzte Berlin wegen Lokalwessels fällt bie nächſte Berſammlung aus Bahreiner het Die Entgegnung auf die von mir, einem Kranten( ich habe ein Baustein zu der großen Kaserne, Deutsches Reich" genannt. Die und werden die weiteren Versammlungen durch Placate an den Säulen Der Vorstand.[ 3] schweres Magenleiben und bin zudem stark nervös), mit Ruhe ge- Sozialdemokratie könne freilich nicht in dem gegenseitigen Todt- annoncirt, worauf wir zu achten bitten. Verein der Klempner. Montag, den 7. Dezember, Abends halb 9 Uhr, bei Antwort.„ Nein! wegen Beleidigung sind Sie hier!" wurde ich tratie handle. Hierauf entwirft der Rebner ein Bild über den Berlin carius, Brinzentr. 72: " sprochenen Worte war:" Naseweiser Kerl! Kanaille!" und schießen und in der Fabrikation von Kanonen und Mauser- rin Montag, den 7. Dezember, Abends 8 Uhr: Versammlung damit nicht genug, der Mann padte mich, stieß mich von im Gegentheil darnach, auf den Gebieten der Wissenschaften zur Dresdnerstraße 85. einer Stufe der Treppe zur andern und schlug mich größtmöglichsten Vollkommenheit zu gelangen. Dazu wirke als Falkenhayn, Bev. Sozialdemokratischer Arbeiterverein. mehrmals mit der Fauft!! Daß ich keine schweren Verlegun- mächtigster Hebel die freie Rebe. Referent schilbert nun die Ver- Berlin Montag, den 7. b. W., Abends balb 9 Uhr, Augufftr. 80, „ Die in lezter Zeit in fast allen Gegenden Deutschlands Seitens der Polizeiorgane ausgeübte Praxis, durch Auflösung Connewik semeindeveriammlung in Balbigh to halb 9 Uhr: Tagesordnung: Revidirte Landgemeindeordnung. Ref.: H. Ramm. Mittwoch, den 9. Dezember, Abends halb 9 Uhr: Parteiti 6 Der Vorstand.[ 6] je b D S D. G.[ 4] b g m B 81 3 D lu gen davon getragen, habe ich dem Umstande zu danken, daß ich sammlungs- und Rebefreiheit, sowie die Verfolgungen der Sozial- bei Made: Bersammlung. Tagesordnung: Bolitische Rückblicke. während des plößlichen Angriffs noch Geiftesgegenwart genug be- bemokratie in Deutschland und schlägt zum Schluß seines mit Distusfion. Fragekaften. Die Mitglieder und Freunde find zu zahlreichem Erscheinen eingeladen hielt, um mein Gesicht gegen die Schläge des Wüthenden einiger- Beifall aufgenommenen Referats folgende Resolution vor: Gäste haben Zutritt. maßen zu decken. Denn gerade nach dem Gesicht schlug mein Angreifer, dem Anscheine nach absichtlich! Auch in der Gefängnißzelle machte der Mann den Versuch, mich zu schlagen. Die gemeinsten Schimpfreben, wie schon erwähnt, wurden mir zu Theil. Nachdem in der Zelle die Untersuchung nach Ungeziefer stattgefunben und resultatlos abgelaufen war, brang ich darauf, dem Kreisgerichtsrath Linke angemeldet zu werden. Laut Gefängnißftatut ( aus dem Jahre 1853, der Reaktionszeit, stammend) muß diesem Verlangen sofort entsprochen werden. Zudem wußte ich auch, daß gerade um jene Zeit( 11 Uhr Vormittags) der Herr Kreisgerichtsrath sich im Dienste befand, also auch für mich zu sprechen war. Deffenungeachtet wurde ich nicht angemeldet. Zwei chriftliche Bücher gab mir der Mann noch mit in die Belle; ich wies dieselben zurück, denn ich bin Atheist.„ Lesen Sie nur darin, bie find recht gut für Sie," war die höhnende Erwiderung. Ueberall von Bersammlungen, Suspendirung von Vereinen und sonftige Maßregeln die sozial- politische Arbeiterbewegung lahm zu legen, scheint uns im Widerspruche mit den in den Landes- Verfassungen gewährleisteten Staatsbürgerrechten zu Cöln bersammlung bei C. Breuer, Gigelſtein 25. ftehen, und ganz dazu angethan zu sein, das öffentliche Ber- Tagesordnung: 1) Berlegung der Versammlungsabende. 2) Bortrag einsleben zu erflicken. Eine Unterdrückung der freien Dis- über Produktivgenossenschaften. Referent: Neubauer. fussion und des Vereinslebens bewirkt aber nur das Ver- Die Parteimitglieder werden höflichst ersucht, vollzählig zu erscheinen. Im Auftrage: Der Vertrauensmann.[ 6] laffen der gesetzlichen Bahnen, welche die Arbeiter bis jept ftrenge inne gehalten haben, und da wir dies im Intereffe Cöln und Umgegend Montag, ben 7. Dezbr., Abends Fachverein der Tischler. einer friedlichen Fortentwickelung der Kultur nicht wünschen lönnen, fordern wir den deutschen Reichstag auf, für Sicher- balb 9 Uhr: Generalversammlung bei Brener, Eigelftein 25. Tagesordnung: Abrechnung und Vorstandswahl. Um zahlreiches stellung vollständiger Vereins- und Versammlungs- Freiheit und pünktliches Erscheinen wird gebeten. Der Vorstand.[ 5] wirken zu wollen." unentgeldliche Arbeitsverhat man ausgesprengt, ich hätte mich dem Schließer widersetzt. An der Debatte betheiligten sich die Herren Pezold, Arnold, Cöln und Umgegend mittelungs- Bureau berbedaSchnh b Ein Gerichts- oder Justizamtsdiener, Namens Lattermann, hat zu Rathenau, Nauert und Ramm. Alle sprachen sich mehr oder wemeinem Expedienten Rob. Hochstein gesagt, ich hätte mich mit dem niger für die Annahme der Resolution aus, und wurde dieselbe Streitzenggaffe Nr. 37, und ist täglich( mit Ausnahme der Sonnabende, macher befindet sich im„ Schwarzwald", bei Herrn Modemann,& Schließer gehauen.( Ich, der schwache Kranke!!) Von wem auch einstimmig angenommen. Sonn- und Feiertage) jeden Abend von 8-10, jedoch des Montags weiß aber Lattermann dies? Ich vermuthe daher, daß absicht- Eisenach, 20. November.( Noch Einiges über die Behandlung Morgens von 9-12 und des Montags Abends von 6-8 Uhr geöffnet. lich diese falschen Nachrichten verbreitet worden sind. Als Giffey's.) Der„ Volksstaat" vom 19. Auguft hatte recht, als er Die zureisenden Collegen werden freundlichst ersucht, bei geschlossenem meine Frau mit dem Kreisgerichtsrath Linke auf meine Behand in seinem Bericht von der Hauptverhandlung des Processes Giffey Bureau fich gefälligst an den Bereinswirth zu wenden. Der Fachberein der Schuhmachergesellen für Göln u. Umg.[ 222] lung zu sprechen tam, wurde ihr auch von diesem gefagt, ich hätte und Genossen die Worte schrieb:" Troß Giffey's Verurtheilung mich besser betragen sollen.( Ich hätte danach mich bereit fin- wird die Sozialdemokratie fortbestehen und wird den Verfolgungen stoßen.) Auch der Schließer sagte mir ins Gesicht( natürlich in lich die heute Abend im Gasthaus zur Hohen Luft" abgehaltene im Gasthof zum Bergteller stattfindenden Arbeiter- Verbrüderungsfest Das Comité. J. A.: L. Mergner. der Zelle), ich hätte mich ihm widersetzt und er wolle mich schon Volksversammlung, deren Theilnehmer der Saal kaum faffen konnte, freundlichst ein. ben lassen müssen, ohne Proteft gegen die Sittlichkeit zu ver- noch mehr Erfolge zu verbanken haben." Das bewies recht deut- Eilenburg bem notater faben ihre feipziger " B ru 92 et if ww ift S Es ist dringend nothwendig, daß alle Mitglieber erscheinen. Neue bi gi mürbe machen; und wenn ich ihm anders gekommen wäre, hätte frog bes fehr ungünftigen Wetterg und bes abgelegenen Ber- Hamburger 8. Dezember, Abends 9 Uhr, in er mich besser behandelt. Wörtlich kann ich seine Reben nicht sammlungsortes. Nachdem das Bureau gewählt( Schriftfetzer wiebergeben. Jedenfalls ist nicht zu verkennen, daß man sich Müller, 1. Vorsitzender, Schneider Fahrentomm, 2. Bor- Versammlung der Stepper und Vorrichter. Mühe gab, im Voraus den Thatbestand abzuschwächen und zu fizender, Maurer Breng, Schriftführer) ergriff der vor wenig entstellen- Borsichts balber?- Die vielen gehabten Aufregun- Tagen aus der unfreiwillig bezogenen Sommerwohnung zurückge- Mitglieder werden aufgenommen. gen hatten zur Folge, daß ich heftige Brustschmerzen bekam, Läh- tehrte Giffen das Wort und schilderte eingehend in 12ftündiger NB. Karten zu dem am 13. Dezember stattfindenden Kränzchen a mung in den Gliedern und Zuckungen. Der später deswegen ge- Rebe die ihm während seiner Haft gewordene wahrhaft empörende sind in der Versammlung sowie bei dem Comité zu haben. Die Bartei-: holte Arzt erklärte die Sache für nicht gefährlich!- nachdem ich Behandlung. Drei Tage hätte er in einem finstern Loche( bas genossen werden ersucht, sich mit an der Festlichkeit zu betheiligen. mich durch mehrere Stunden Ruhe leiblich erholt hatte!! Bieles einzige Fenster sei so mit Blech verschlagen gewesen, daß nur durch andere Ungemach übergehe ich, hebe nur hervor, daß ich selbst den einige Löcher das Tageslicht einbringen fonnte) ununterbrochen J. A.: C. Köhler.[ 16] Gewerkschaft der Holzarbeiter. Nachttübel reinigen mußte, so auch die Zelle, und Anderes mehr. verweilen müſſen, eiserne Ringe an Dielen und Wänden waren Hamburg Mittwoch, ben 9. Dezember, Abends halb 9 Uhr: Selbstbeföftigung wurde mir gewährt, so auch, daß ich meine Frau seine einzigen Gesellschafter. Ungenießbare Kost( 22 Gr. pro Tag be- Bersammlung im Schoppenftebl Nr. 22, bei Edhardt. Tagesordn. öfter des Geschäfts halber sprechen konnte, wenn dieselbe mir das tommt der Gefangenenmeister dafür) sei ihm verabreicht worden, Vortrag von Herrn Saevete über den Staat und das GenossenschaftsEffen brachte. Bei einer solchen Gelegenheit stellte meine Frau die er aber, um sie dem Gefangnenmeister Breme, der so seine wesen. Alle Mitglieder müssen am Blake sein. Albert Mertens, Bevollmächtigter.[ 6] f an den Schließer eine Frage. Ich sagte ihr darauf, daß sie sich Gefangenen genug auszubeuten suche( er nimmt z. B. für 1/2 Glas Mann Bier Beleidigung auf, behandelte mich ähnlich wie am ersten Lage und Weg, alles 3rdischen hätte gehen heißen. Dieben und Beiträgern Leipzig Allgemeine Arbeiterversammlung " Allgemeiner deutscher Schneiderberein. er 11 fe bi ba fo nu be Big fagte wörtlich: Berfluchte Kanaille! ich nehme einen Stod fei ein Vorzug gewährt worden. Ein Betrüger ersten Ranges im Saale des„ Gosenthals". Tagesordnung: Die Hirsch- Dunder'schen u bi und haue Sie, wenn Sie noch einmal solche Worte fal- babe täglich seinen Kaffee, Zeitungen u. f. w. bekommen ,, während Gewerkoereine und die Gewerkschaften der Arbeiterpartei. Referent: Ph. De len lassen!!" Auch meine Frau ist von dem Schließer und ihm, als er 1 Stunde an die frische Luft gelassen wurde, seine Wiemer aus Magdeburg. NB. Arbeiter, erscheint massenhaft! Das Einberufungs- Comité.[ 6] N seiner Frau auf das Schimpflichste behandelt worden. Von ihm Zelle ausgeräumt und sogar der lezte Bleistift genommen wurde. wurde ihr eines Tages mit dem Stode gebroht! Ja ber Schlie- Weiter häuften sich die gerechten Beschwerden, als er in das hiesige Leipzig Montag, b. 7. b. Wt., Abends 8 Uhr: Bersammlung ßer holte extra einen biden Knüttel aus der Stube, um ihn Landesgefängniß übergeführt worden war. Der Direktor beffelben, bei Jacob, Petersstraße 15( goldner Arm).- T.- D.: 1) Soziale S ihr vorzuzeigen. Während ein anderer Gefangener wegen ge- Herr Oberstlieutenant Hartleben, trug auch hier bazu bei, dem Rundschau. Ref.: Kreuzer. 2) Besprechung der statistischen Berichte. ho meinen Vergehens( Diebstahl, so viel uns bekannt geworden) alle Gefangenen seine Haft unerträglich zu machen, u. A. habe er ihm 3) Bereinsangelegenheiten und Fragetastendebatte. D. B.[ 6] to möglichen Freiheiten genoß, am Tage fast gar nicht in die Zelle einmal die Worte zugerufen:" Sie, Giffey, wollen sich beschweren? tam, ja fogar eine gewisse Art von Vertraulichkeit zwischen ihm Ein gemeiner Dieb ist mir lieber als ein Sozialdemokrat bom und dem Schließer zu bemerken war, steigerte sich meine Lage eher reinsten Wasser!" Eine Chikane sollte ihm wahrscheinlich ange- Leipzig go, ben 9. b. M., Abends 8 Uhr: Sigung des Au Gäfte willkommen. Neuschönefeld dd Metallarbeiter. Schloffer, Schmiede, Klempner u. zur Unerträglichkeit statt sich zu beffern. Die gegen meine Frau than werden, indem man ihm den Strohfad am Tage aus seiner gemachten Drohungen mit dem Stocke hatten zum Zeugen den Belle entfernte, was jedoch Giffen als eine Wohlthat erklärte, inKreisgerichtsbiener Kühn und den vorerwähnten Gefangenen. dem derselbe Flöhe enthielt wie Sand am Meere." Die Koft Fürstliche Staatsanwaltschaft! Jedes der hier ausgesprochenen war auch hier so schlecht, daß Giffen sich genöthigt sah, beim Herrn Sonntag, ben 6. Dezember, Vormittags halb 11 Uhr: Worte ist wohl erwogen. Das deutsche Strafgesetzbuch vom Dr. Täschner sich zu beschweren, der zweimal bas Gutachten ab- Allgemeine Versammlung 15. Mai 1871 liegt vor mir. Meine Aussagen beschwöre ich. gab, biefelbe sei für Giffey ungenießbar und zweimal wurde bas- im„ Bergschlößchen." Der Schließer tann auf seinen Dienfteib(§§ 153 u. 1553) über felbe Gutachten ignorirt. Das Aussehen Giffey's ist übrigens bas die ihm zur Last gelegten Verbrechen(§§ 185, 223, vornehmlich befte Zeugniß von der im Gefängniß genossenen Behandlung 340 u. 358) bernommen werden. Die Gemeingefährlichkeit ist Auch den Redakteur ber Eisenacher Zeitung", Herrn Löwenheim, aus Borstehendem leicht zu ersehen. Ich verlange somit seine unterzog ber Redner einer scharfen Kritit. Nachdem mehrere Bestrafung! Der Schließer heißt Rain.( Alle sozialdemokratischen Redner unter anhaltendem Beifall gesprochen hatten, nahm die Zeitungen werden gebeten, von Obigem Notiz zu nehmen.) Bersammlung einstimmig nachstehende Resolution an: H. Schulze, Buchhändler. Gewerksgenossenschaftliches. " toe G 233 un tra toa be gia Tagesordnung: 1) Was bieten die Gewerkschaften für Vortheile? 2) Die von den Eisenbahn- Verwaltungen gegründeten Consum- Vereine un und deren Bedeutung für den Arbeiter. Ref.: Ph. Wiemer aus Magdeburg. Ue Einem zahlreichen Besuch sehen entgegen Die Ein berufer.[ 10] bie Thonberg Deffentliche Wählerversammlung i ber M jeir zur Aufstellung von Candidaten zur Gemeinderaths " Die heutige Bolteversammlung erkennt nach der Schilderung wahl, Montag, den 7. Dezbr., Abends 8 Uhr, im Saale des Gafthofes bes Herrn Giffey an, daß die hiesige Gefängnißbehörde, baselbst. Um zahlreiche Betheiligung bitten Arbeiterverein. Localberein.[ 5] fra namentlich der Gefangenenmeifter Breme und der Direktor Zu haben in der Buchhandlung des Boltsstaat": Hartleben, Dieben ic. einen Vorzug vor politischen Staats" gefangenen zu gewähren scheinen, und daß beide speciell gegen Nr. 2 von Lissagaray's Rouge et Noir Herrn Giffey in unwürdiger Weise vorgegangen sind." Besonders erwähnt mag noch werben, daß die Versammlung besser wie sonst von der Polizei besucht war. Brieftaften Preis 5 Sgr. " rich hid Dur 9a6 Metallarbeitergewerksgenossenschaft. Braunschweig. Alle Mitgliedschaften, welche ihre Urabftimmungsformulare noch nicht eingesandt haben, werden ersucht, uns Allen der Französischen Sprache kundigen Barteigenoffen ist die neutel solche baldmöglichst zu übermitteln, damit das Resultat bekannt Zeitschrift des scharfen Bublizisten und tapferen Communard auf's Wärmßbie gemacht werden kann. Ebenso ersuchen wir die Bevollmächtigten, empfohlen. Rouge et Noir( Roth und Schwarz) steht jedenfalls anord welche die betreffenden Rubriken nicht mit Zahlen ausgefüllt haben, der Expedition: Von J. Mar hier: Schr. thlr. 1 26 7. Steno- Interesse der Rochefort'schen Laterne" nicht nach, und übertrifft fie unab uns solche ungefämt mitzutheilen, da wir bei der Zusammenstellung graphen- Cl. b. Arb.- Bild.- Ber. hier Ann. thir. i 10. Schdtr Steele zweifelhaft an Gehalt. 1 nur mit Zahlen rechnen können. Schr. 15 Gr. Metallarb.- Gewerksch. hier Ann. 22 Gr. Mür Reichen- Soeben ist erschienen die 3. Lieferung von J. Ph. Beckers Wir bringen hiermit zur Kenntniß, daß sich in Reutlingen bach Schr. 6 thlr. Schür Reichenberg Schr. 10 thlr. F. A. Srg Hoeine neue Mitgliedschaft gebildet hat. Provisorischer Bevollmäch- boken Ab. thlr. 119 16, Schr. thlr. 30. 14. Rthn hier Ab. 4 gr. KlempNeue Stunden der Andacht. tigter ist Alois Hölzle, Mechaniker, pr. Aor. Christoph Kochberger, nerverein Berlin Ann. 7 gr. Hurchs Cöln Ann. 21 gr., Abonn. 15 thir. Lindenstraße 235. J. Mar hier Abonn. 6 thlr., Schr. gr. 21 1. L. Cppl Iserlohn Schrft. Arswld Bernsbach Herr Fr. Danner, Schlosser, oder wem sonst deffen jezige thr. 1 25. C. Grllnbgr Nürnberg Schr. 25 thlr. Snf Gera Schr. thlr. 2 7 G. Ln Hof Schr. Abresse bekannt ist, wird ersucht, solche an Unterzeichneten einzu- Schr. thlr. 4 12. senden. Für die Vororts- Berwaltung: C. Schubert. 1 thlr. 3mp hier Ab. 6 gr. Schw. Speyer Schr. 4 gr. J. Hind Berlin Ann. tblr. 2 17. Lmg Frankenberg Schr. 2 thlr. A. Brbm Gotha Abonn. thlr. 3 15. " chi jeug and pel Bro Ber Bo Preis pro Expl. 2 Gr.= 7 kr. füdd. Die Buchhandlung des Boltsstaat".[ 121/ id Berantwortlicher Rebatteur: R. Seiffert. -Redaktion Hobestraße 4, Expedition Zeigerstraße 44, in Leipzig. Drud und Verlag der Genossenschaftsbuchdruckerei in Leipzig.