ai- be? i en: i >er-; MI Td- w] der nt- 10 ich« u. Erscheint in Leipzig Mittwoch, Freitag, Sonntag. Bestellungen-Rehmen an alle Postanstalten u. Buchhand- lungen des In- mAnslandes. Filial- Expeditionen für die Bereinigten Staaten: F. A. Sorge, Lot 101 Hoboken, N. J. Peter Haß, 9, W. Corner Third and •oatai itr. Philadelphia. Abonneuientspreia r für ganz Deutschland lü Sgr. pro Quartal. Monats- Abonnements werden bei allen deutschen Pvstanstalten auf den Lteii u. llten Monat und auf den Zten Monat besonders an» genommen; im Kgr. Sachse« u. Hrzgth. Sachs.-AUenburg auch auf den Iten Monat det Quartals k ö'/t Sgr, ,» OrMder sozialdemokratischenArbeUerharteiund der wternattomlenGewerksgenossenschasten. Haserate die Abhaltung»ou Partei-, Bereiu». und Botksversammluaz««, sowie die Filtal-Scpedtttonen und sonstige Partei- Aagelegenheitea betreffen», werden mit 1 Ngr.,— Privat- und KerguilzungS- Anzeigen mit 2»/, Ngr. die dretgefpalteue Petit- Zeile berechnet. Nr. 148. Sonntag, 20. Aezemver. chaff : Abonnements- Einladung. Mit dem 1. Januar beginnt ein neues Quartal und fordern wir deßhalb zu zahlreichem Abonnement auf das wöchentlich dreimal erschc inende Parteiorgan auf. Der Preis beträgt 16 Sgr.(56 Kr. rh.) pro Quartal, 6»/, Sgr.(18�/2 Kr. rh.) pro Monat für ganz Deutschland. Alle deutsche Postanstaltm nehmen Abonnements entgegen. Denjenigen Abonnenten, welche das Blatt per Kreuzband beziehen, wird dasselbe bei dreimaliger Zusendung in folgender ch- Weise berechnet: »8 für Deutschland 1 Thlr. 5 Ngr.(2 fl. 3 kr. rh.); für die Schweiz, Serbien, Belgien, Scandinavien und �' Italien 1 Thlr 10 Ngr.(5 Frcs.); 36) 1 für Frankreich, die Niederlande, Portugal, Großbritannien, ter, � Rumänien und die Türkei 1 Thlr. 20 Ngr.(61/* Frcs.); zu für Spanien und für Auierika 2 Thlr. — Für Leipzig und Umgegend ist der Abonncmentspreis (mit Bringerlohn) auf 17�/, Ngr. pro Quartal und ö Ngr. pro Monat festgesetzt. Man abonnirt bei der Expedition dieses Blattes, Zeitzcrftraße 44, und bei Colporteur Müller. - Fr die Umgegend von Leipzig bei den Flialexpeditiionen: für Vsltmarsdorf, Reudnitz, Neuichönefeld, tc. ,c. bei Frau . Friedrich, Anger Nr. S, für Connewitz w. bei Teubert. Bornaische Straße 19, für Kleinzschocher und Umgegend bei ..Fleischer, Nr. 87 daselbst, f Thonberg und Neureudnitz iJJVi Z s ch a u, für Plagwitz und Lindenau bei Herr» Schuster, Mcrseburgcrstr. 26, für Gohlis:c. beiO. Peukcrt, Hauptstr'. 19, für Stötteritz bei Fr. Vogeuitz, Hauptstr. 33. au4 Für Berlin wird auf den„Volisstaat" monatlich für uu' Sgr. frei in's Haus abonnirt, bei Trautmann, Marian- »enftr. 4, 3 Tr.— R u b c n o w, Brunnenstraße 34 49 im Laden; Metzner, Elisabethkirchstr. 1; Bogel, Prinzenstr. 61. Alb. Schuster, Blumeustr. 36b, 4 Tr. er* Die Kedaktiou und E-kpedition de»„KolKsstaat". hel.--—---- v»« Tie Quednauer Revolte vor dem Schwurgericht. (Fortsetzung.) W» Wir losten nuu noch zwei, von dem Verfasser der bereits ab � gedruckten Artikel über die Laudarbeiterrevolten in Ostpreuß-.n her rührende, ebenfalls von der„Frankfurter Zeifu-rg" veröffentlichtc Aussätze:„Die ostpreußischen Revolten und das Gericht folgen: Tie„Königsberger Zeitungen" bringen noch immer Berichte über die gerichtlichen Verhandlungen gegen die R> Volten. In den ' �gesällten Urtheilcn ist noch keine Milde zu spüren, und die Staats- iavwaltschaft thut AlleS, um jede den Angeklagt. n günstige Regung ..Zu verhindern. Trotzdem bricht sich außerhalb jenem sestgeschtossenen TLKreise, in d-m die Richter und die Gutsbesitzer das große Wort Schaben, die Ansicht Bahn, daß das harte Urlheil über die unglück i zeichen Arbeiter gemildert oder ganz ausgehoben werden müsse, und ver-toiederholt ist der allerdings nicht sehr kräftige Ruf nach Be- msgnadigung laut geworden. tetst Wenn man erwägt die unendlich traurige Lage der Arbeiter, [fla$" vollständige Rechtlosigkeit gegenüber dem Arbeitgeber, die »Ä�leu schönen Versprechungen mit den bitteru Eultäuschungen, die j,,,» Gliche HoffnungStosigkeit, die nirgends einen Aukweg, urrgendS ,ser- Eigz« unerträglichen Leiden sehen ließ; wenn man bedenkt, gstckdaß die neue KreiSordnung den Arbeitern nicht ein Recht ge- ugck Zährte, rickt-ine Erleichterurg brachte, obwohl ihnen so viel �»heißen worden, dagegen, die Herren ihnen gcgenübrr mit einer flacht ausstattete, wie sie größer niemals seit Aushebung der Lerb- A"g-hschast gewesen: dann wüd man sick nicht wundern können, � baß«ne wahre Verzweiflung über die armen Leute kam und sie »ur einen Rückfall in die elende Leibeigenschaft erkannten. Sie l- Mußten sich empören, erklärte der Rechtsanwalt Stellter, aller- �ivtzS erst auf eine herausfordernde Replik des Staatsanwalts, sie sich in ihrem Lebcnkmarke bedroht gesehen. l Um jo wunderbarer ist'S, um so mehr muß eS beklagt wer. en, öß in allen Veihandtungen gegen die Theilnehmer an den Re- �It-n von Niemand und auf keioer Seite aus die lammervollen -sthältniste der Arbeiter eingegangen worden ist. In erster Reche Lstt 1» schwerste Vorwurf die Presse unserer Provinz. Tue Mnner, welche von Tag zu Tag die Bewegungen des Volks- febens verfolgen, und die Bedürfnisse, von denen sie ausgehen, die Hemmnisse, an denen sie aufbranden, sr.S Auge fassen untersuchen, diese Männer mußten wissen, daß kerne Jaool c, *We Empörung urplötzlich aufkrachen oder von Agitatoren„ge- 'acht" werdin könne. In der ganzen Geschichte haben wir da ur Beispiel. Vielmehr mußten sie, als die ersten Nachrichten den Revolten eintrafen, sofort zu dem Schluß gelangen, dag � Ursachen derselben tief in den vorhandenen Verhältnissen und Münden steckten, und diesen Ursache» nachzuspüren, das war ihr fl/cus, war ihre Pflicht. Sie hätten sich die Sache leicht machen . dnen, sie Hütten nur das Buch von dem ihnen bekannten Frhrn. �cltz:„Die ländliche Arbeiterfrage und ihre Lösung' wn �Wirksamkeit lesen dürfen. Obgleich der fromme Professor maitS ' t��ummes, was von den Arbeitern jemals gesagt worden, zu ver- zeichnen vergißt, so theili er doch so vieles Richtige über daS Lo ben und die Lage derselben und über die Herren Gutsbesitzer mit, daß man seinem Buche ohne große Anstrengung eine lange Reihe mildernder Umstände für die Revoltanten und sogar gewichtige Gründe für ihre völlige Freisprechung entnehmen kann. Aber statt den Ursachen der beängstigenden Erscheinung nachzuspüren, nahm die Presse ein blödsinniges Geschrei für selbstverständliche Wahr. heit. Sie ließ sich auch uicht irre machen durch die bedenkliche Thatsache, daß jede Partei sich durch ihren Haß leiten ließ und die gesürchtetsten Gegner als Urheber anklagte. Durch die gericht- lichen Verhandlungen gegen die an den Revolten betheiligten Ar- berter ist nichts so klar bewiesen worden, als die Unfähigkeit unserer Presse, über das alltägliche Maß hinausgehende Erschei- nungen deS Volkslebens richtig beurtheilen, verständig erklären zu können. Alles, was sie zur Erklärung der Revolten gesagt und zwar gesagt in dem anmaßenden Tone einer nicht zu bezweifelnden Unfehlbarkeit, hat sich als totaler Jrrthum herausgestellt. Da« ist über alle Maßen beschämend. Oder ist cS wirklich wahr, waS man laut auf den Gassen wenigstens von einem unserer Organe der öffentlichen Meinung erzählt, daß man absichtlich die Augen von den wahren Ursachen ablenkte, daß man mit schlauer Ueberlegung die Unwahrheit sprach, Unschuldige verdächtigte und verleumdete, um nur die Schuldigen von jeder Veramworlung zu befreien? Ein Theil unserer Presse ging noch weiter. Man wußte, wie jetzt kaum noch bezweifelt weiden kann, daß alle Unwahrheiten, Verdächtigungen und Verleumdungen schließlich in ein schmähliches Nichts zerrinnen müßten. Aber ein Schrecken sollte den mit der unumschränklen Herrschaft der Besitzer unzufriedenen Arbeitern eingejagt werden, aus daß sie nie wieder gegen dieselbe sich aufzu lehnen und unter keinen Umständen auf die frohe Botschaft von dem gleichen Reckte Aller zu lauschen wagten. Darum wurde so- fort die härteste, unnachstchtlichste Strafe für die Empörer ver- langt. Die„Ostpreußische Zeituvg" begann von einer„Mit- schuld" de« neuen Strafgesetzes und einer„überaus milden Straf- praxi«" zu reden. Die Hauvtnrsache der Revolten wurde gefunden in dem Bewußtsein der Arbeiter,„daß nur eine sehr geru ge, oft wohl gar keine Strafe sie treffe, wenn sie sich auch in der reni- tentesten Weise gegen die Besitzer betragen. Sie glauben sich jede Willkür gegen sie ungestraft erlauben zu dürfen, und sind es ge. wöhnt, ihren Zügellosigkeiten keinen ernsten Hemmschuh entgegen. gesetzt zu sehen, u>:d eS ist kein Wunder, daß sie das, was sie gewobnheitSgemäß sick im Kleinen gegen die einzelnen Besitzer erlaubten, nun auch gegen die militärische staatliche Macht durchzu- führen bestrebt waren". Es werde aber noch schlimmer kommen; denn überall spreche es der gemeine Mann ganz ungenirt selbst aus:„WaS giebt eS denn für Strafen? Die Geschworenen nehmen mildernde Umstände an und man kommt mit ein paar Monaten Gefärgniß ab. DaS ist schon zu riskiren".„Darum walten hier keine mildernden Umstände, keine Entschuldigungen ob", hieß eS in einem langen Eingesandt deS Blattes;„hier hat man es mit einer wohlgepflegten, wohlgeplanten Zügellosigkeit der Ar- beiter zu lhuu, die sich nicht scheut, dem Gesetz trog aller vor- hergegangenen Warnung in« Gesicht zu schlagen. Hier ist Strenge Milde zu nennen, weil durch sie solche traurige Austritte in Folge vermieden werden. Milde würde eine Verbreitung des Uttel« sein. Die Besitzer vorzugsweise haben ein Anrecht, zu wünschen, daß hier die ganze Strenge deS Gesetze« zur vollen Geltung kam- men möge, sie sind die hart Gekränkten, die Mißhandelten, nicht allein an ihrer eigenen Person, sondern sogar an Frau und Kind, sie find eS, die noch obevein jede Sünde der Arbeiter auSbaden müssen, iudem sie sich nun für theure« Geld Erntcarbeiter schaffen und noch obenein die Frauen und Kinder der Eingesteckten er- nähren müssen; ja noch mehr, sie müssen auf Grund deS Gesetzes vom 11. März 1880 alle Schäden, die bei Revolten in ihren Orlen verübt werden, ersetzen. Man gönne also dem Gesetze hier seinen freien Lauf und gebe sich nicht unrichtigem Mitleide hin." ES fehlte nur noch, daß der„GotteSmann" Luther gegen diese Empörer aufgerufen wurde:„Darum soll sie zerschmeißen, er- würgen und stechen, heimlich oder öffentlich, wie er da kann, und gedenken, daß nichts GiftigerS, Schädlicher«, TeufelischerS fein kann, denn ein ausrührischer Mensch! Gleich als wenn man einen tollen Hund todtfchlagen muß. Schlägst Du nicht, so schlägt er Dich, und ein ganz Land mit Dir".-- DaS Gericht zu Königsberg verfuhr denn auch— wie es wenigstens schien— nach der Anweisung der„Ostpreußischen Zeitung." Wie Räuber und Mörder wurden die Leute eingc- sangen, gebunden und tranSportirt und in daS UntersuchungSge- fängniß, daS sich kaum von einem Slrafgefängniß unterscheidet, gesperrt. Diese peinliche Hast dauerte über drei Monate. Ick habe nicht« vernommen, daß in dieser langen Zeit der Staatsanwalt, der Untersuchung?- oder ein anderer Richler, end- iich auch keiner von den Rechtsanwälten auf die Güter hinaus- gezaugen wäre, um sich bei den Arbeitern nach den Ursachen ihrer verzweifelten Unzufriedenheit zu erkundigen, mit eigenen Augen zu sehen und mit eigenen Ohren zu hören, wie sie lebten und litten und wie viel sie bereits in unermeßlicher Geduld er- tragen hätten. Und noch Eins. Jedermann weiß von der sozialen Frage. Seitdem selbst Professor Rud. Gneist ausgesprochen(bereits vor fünf Jahren), daß die soziale Frage zwar nicht die einzige, aber die ernsteste Frage der heutigen europäischen Welt geworden ist, seitdem können doch erdlich nur Narren behaupten, daß man über soziale Erscheinungen schon mtheilen könne, wenn man die soziale Frage uur vom Hörensagen kennt, daß e« erlaubt sei, sie vor- nehm mit einer sinnlosen Floskel au« dem trivial gewordenen Manchester-Evangelium abzuthun. Es wäre nun höchst interessant zu erfahren, ob der Staatsanwalt, die Richter, die Geschworenen, ja ob die Bertheidiger von der sozialen Frage etwas mehr wissen, als was sie in ihren Zeitungen gesunden, ob nur einer dieser Herren einen guten KurS über diese„ernsteste Frage der heutigen europäischen Welt" durchgemacht, ob sie den schwierigsten und dunkelsten Theil derselben, die ländliche Arbeitersrage, jemals von einem andern Standpunkt als dem des vornehmen Herrn betrachtet. Ich glaub'S nicht, und dazu habe ich guten Grund. So be- Haupte ich denn, daß Niewand über Arbeiter zu Gericht sitzen und als gewissenhafter Mann über sie urtbeilen kann, der nicht ein- gehend mit der soziale» Frage sich beschäftigt hat. ES sind nicht bloß die sogenannten technischen Dinge, die eine sackverständige Prüsung, eine genaue Durchforschung der einzelnen Kräfte, die zu- sammen wirken, erfordern; für die Bemtheilung sozialer Er- scheinungen reicht selbst die höchste Bildung und eine unerschüt- tcrliche Redlichkeit ohne genaue Kenntniß der Zustände und Ver- hältnissc, auf denen daS alltägliche Leben ruht, nicht auS. Die Richter waren gewöhnliche preußische Richter, die Silben, Wörter und Paragraphen zn handhaben wissen. Die Verl hei- diger sind angesehene Rechtsanwälte, die mit dcu Arbeiter» wenig, mir den Gutsbesitzern vage, en viel zu thun haben. Ihr politisches Bekenntniß— dasselbe halte ich nicht für unwichtig— geht wohl kaum bei einem über das nationalliberale Programm hinaus. Die meisten von ihnen haben wohl nie und einige schon seit Jahren nicht Gelegenheit gehabt, gegen die herrschende StaatsweiSheit zu plädiren; wer weiß, ob sich heute einer dazu verstehen möchte. Die Geschwornen endlich. Die Liste derselben hat überall da« größte, das peinlichste Aufsehen erregt*). Von deu 30 einberufenen Geschwornen waren allein 22 Gutsbesitzer! Ist nicht das Fundament aller Geschwornengerichte der schöne Satz, daß der Angeklagte nur von seines Gleichen gerichtet weiden darf? Welchen größeren Gegensatz giebt es aber, als den zwischen Ar- beitgebern und Arbeitnehmern, zwischen unsern reichen, aristokra- tisch gesinnten Gutsbesitzern und unfern armjv. verachteten, recht- losen Landarbeitern! Dieser Gegenfatz wird noch verschärft durch die von allen Seilen offen zugestandene, durch die Revolteu son- nenklar bewiesene feindselige Stimmung zwischen den Gutsbesitzern und Arbeitern. Wie viel Schuld an dieser Stimmung man auch den Arbeitern zuschreiben mag: unbestreiibar ists jedenfalls, daß die Herren Gutsbesitzer denselben nicht wie die unschuldigen Kind- lein gegenüberstehen. DaS bestätigt auch Freiherr v. d. Goltz. Es wäre zu wünschen, sagt er in der„Concordia", nachdem er Pflicht- und standesgemäß die Rohheit unter der ländlichen Ar- beiterbevölkcrung geschildert,„daß d>e stattgehabten Revolten die GuiSbcsttzer dazu bestimmten, einmal ernstlich darüber nachzudenken, in wie weit sie selbst eine indirekte(bloß indirekte?) Schuld an den traurigen Vorgängen trifft".„Meines Erachtens", sagt weiter der ehemaiige Domänenverwaltcr,„gehört kein übermäßig zarte? Gewissen dazu, um die Existenz einer solchen Schuld anzuer- kennen....." Viele Gutsbesitzer mögen heutzutage in vollem Rechte sein, wenn sie sich über die sittliche Haltung ihrer Arbeiter beschweren; nicht minder aber haben auch viele Arbeiter Recht, wenn sie sich über den Mangel an Wohlwollen und inhumane Behandlung Seitens ihrer Herren beklagen." Könnte von den Gutsbesitzern auch wirklich nicht mehr gesagt werben, als Freiherr v. d. Goltz sagt, so wäre damit doch schon das feindselige Ver- hältniß zwischen ihnen und den Arbeitern erwiesen und die An- nähme wohl berechtigt gewesen, daß sie als Geschworene über die Arbeiter nicht mit voller Unparteilichkeit, wie ohne Liebe, so auch ohne Haß ihr Urtheil abgeben würde». Politische Uebersicht. — Die Sozialdemokratie kämpft bekanntlich auch für daS Be- amtenf rolctariat ebenso energisch, wie für die übrigen Gat- tungen von Proletarimi, unbekümmert ha>um, daß die niederen Beamien, meist aus Scheu vor ihren Borgesetzten, sich von den Bestrebungen der Arbeiterpartei fernhalten. So sprach sich in der ReichStagSsitznng vom 7. D-zember bei Berathung über den Etat für Post- und ZriturizSverwaltung Hasselmann in folgender Werse auS: „Die Gehälter der unteren Postbeamten sind absolut unzu- reichend in Anbetracht der gewaltigen Arbeitslast, welche dieS Be- amtenproletariat zu leisten hat. Die Arbeitslöhne sind überall in den letzten Jahren um ca. 60 Prozent gestiegen, während die Theuerung der Lebensmittel und die Entwerthung des GeldeS einen weit größeren Prozentsatz erreicht. Eine Erhöhung der unteren B-amtengehälier um 50 Prozent wäre also nothwendig, nur damit ihre Lebenslage gegen früher sich nicht verschlechtert. Man sagt, die Postbeamlen peirlionrren ja nicht; vergißt aber, daß raS Bestreben der unteren Postbeamten nach Aufbesserung ihrer Lage durch Maßregelung von oben her im Keime c-stickt worden ist. Seil dem letzten großen Völkermorde will man ja auch diese Postbeamlenstellen zu einem Ruh-pöstchen für ausgediente Unterof- sisiere oder Halbinvaliren machen und für solche Leute wirft man ein Gehalt von 160 Thlr. jährlich als Landbrieftcäger auS. Mit *)„Als Geschworene waren nur Gutsbesitzer ansgeloost. Die„Herren" haben also zuerst eine drückend erscheinende Polizeigewalt(leübt und dann über ihr« Dienftlente zn Gericht gesessen!" Eo stedt im„Neuen Deutschen Reich"(Nr 42, Seite 027) geschneben. Der Ausruf ist charakteristisch; man glaubt iu sehen und zu hören, wie die Redaktion dieses Organ» eines abgrundtiefen NationalliberaliSmuS erschreckt die Hände über dem Kops zusammenschlägt über solch eiu Geschworenen-Gericht. solchen Hanzerlöhnen b-»irken st: nur, diß die K nder deS Be-�sagen wurden zu Protokoll genommen.— Im Monat August iliifrvfr» 4- i«+ t**»♦ K V»> nf■» Ölf■>»t i V\.i9 � w>/i v» vvt* w w«'. CWi...»I. � Of> � �..�.-C u___ f.___- amtenproletariatS der Prostitution verfallen und daß diese Klasse, die bis jetzt noch der sozialen Bewegung fern gestanden hat, in d-e Reihen der Arbeiter-Bataillone getrieben wird, um mit ihren Brüdern, den Arbeitern, den sozialen Kampf auSjukämpsen." — Zur Lage der ländlichen Arbeiter Deutschlands. Aus der Feder deS Prof. v. d. Goltz bringt die„Concorvia" die nachsolgsnde Zusammelistellung der Tagelohnsäye, die in den ein- zelnen Theilen Deutschlands durchschnittlich dem kontraktlich nicht gebundenen und das ganze Jahr über beschäftigten ländlichen Ar- bester gezahlt werden: In Schlesien 8,2 Szr., in der Provinz Preußen 10,7 Sgr., Posen 11 Sgr., Sachsen 12 9 Sgr., Brandenburg 1Z,1 Sgr., Pommern 14 6 Sgr., Westfalen 15,5 Sgr., Rheinland IS, 8 Sgr., Hannover 15,3 Sgr., Schleöwig-Holstein 16,6 Sgr., im Reichs- lande Elfaß-Lothringen 13.5 Sgr., im Königreiche Baiero 13,5 Sgr., Sachsen 14,1 Sgr., Württemberg 16,2 Sgr., im Grosi herzogthume Baden 16,5 Sgr., Hessen-Darmstadt 13,5 Sgr., Oldenburg 19 Sgr., Mecklenburg 16 Sgr., in Brauuschweig 14,2 Sgr., Meiningen 10 Sgr.!, � Bremenschen 23,8 Sgr. zc. Bemerkt muß noch werden, daß die Arbeiter neben dem Lohne keine Beköstigung erhielten, und daß die Zusammenstellung obiger Tagclohnsäye erfolgt ist im Auftrage deS CongresseS der deutschen Landwirthe. Vielleicht werden die deutschen Landwirthe nun wohl ein Einsehen haben und den Arbeitern bessere Löhne zahlen— vielleicht aber auch nicht. Was wahrscheinlicher ist. — In der Debatte über die Majunke'sche Angelegenheit meldete sich Liebknecht gleich bei Beginn der Sitzung zum Wort, um das Verhalten des Reichstags zu kritistren, wurde aber durch den üblichen Schlußantrag munvtodt gemacht. — Wegen einzelner beanstandeter Aufsätze ist die erste Auflage des in Wien erscheinenden„Oesterreichischen Arbeiterkalenders" Mit Beschlag belegt. Eine zweite Auflage wird ia wenigen Tagen herausgegeben werden. Gewerksgenossenschaftliches. Gewerkschaft der Schuhmacher. Augsburg. Allen Freunden und Collegen zur Nachricht, daß das GewelkschafiSmitglied und hiesiger OrtStafsirer Jakob Friedrich aus Würzburg, im Alter von 40 Jahren, Monlag den 7. Dezbr., AbevdS 6 Uhr nach kaum 10 lägiger Krankheit an der Lungen- entzündung gestorben ist. DerseObe war ein treuer und eifriger Mittäwpfer für die Rechte der Unterdrückte», obwohl selbst arm, doch stets bereit zu helfen, soweit eS seine geringen Mittet erlaubten. DaS Proletariat verliert an ihm einen treuen, opfermüthigen und streng rechtlichen Streiter. Wie sehr obige Eigenschaften vou seinen hiesigen Freunden geschätzt wurden, zeigte daS am Mittwoch den 9. d. M. stattgehabte Lelchenbegängniß. Trotz der überaus schlechten Witterung hatten sich die Freunde, und hauptsächlich die Collegen deS Verstorbenen äußerst zahlreich eingesnnbeu; der lange schweigsame Zug bot einen erhebenden Anblick dar. Ehre seinem Andenken. Die bayrischen Parteiorgane werden um Abdruck deS Vor- stehenden gebeten. I. EndreS. MetallarbeitergewerkSgenossenschaft. Crimmitschau. Mitglieder allerorts! Es ist nun bereits ein halbes Jahr her, daß die centralisirte Krankenkasse in Kraft ge- treten ist; tretet ein in dieselbe und erfüllt Eure Pflicht, denn eS muß eines Jeden eignes Interesse sein, sich selbst, sowie die Familie auch in Krankheitsfällen vor Hunger, Noch und Elend zu schützen. Organisirt Euch, zahlt Eure Beiträge willig und pünktlich. Wenn- gleich eS Manchem schwer fallen dürfte, so kann er aber auch sorgenlos auf seinem Krankenbett liegen, und er ist seiner Nahrung sicher, denn er hat eine große Macht hinter sich, die ihm zur Seite steht, und das ist die GeweikschaflS-Krankenkasse. Sämmtliche Mitgliedschaften, welche bis jetzt der centralisirten Krankenkasse beigetreten sind und noch beitreten wollen, werden dringend ersucht, bis Ende dieses Monats ihre Abrechnungen, Gelder und sonstigen Berichte an Unterzeichneten einzusenden, damit die Vorortsverwaltung ihren halbjährigen Geschäfts- und Kassenbericht bekannt geben kann..— Ferner diene zur Nachricht, daß ansang« nächsten Jahres ein Krankenkassenstatut sämmtlichen Mitgliedschaften zur BegutachtungJibersandt wird. Jeder Bevoll mächtigte soll hierüber diSkutiren� lassen und dann daS Resultat der Beralhung au Unterzeichneten einsenden, dann wird das Nähere erfolgen. Rudolph Habelitz, Gefchäftsf. u. Hauptkass. bekamen wir vier Man» eine Vorladung, auf der herzoglichen Krcisdirektion Bernburg zu erscheinen. Auch war unser Ver-> trauensmann in der Zwischenzeit noch einmal aufgefordert worden, � das Verlangte einzureichen, wa« aber stets abschlägig bcantwortel! gründlich klar, und üb-rr-ichl-n auch ein Programm nebst G-: Domierstag, den 31. Dezbr.,(Sylvester) auf„KöuiaShöhe", schaftSordnung und Ml!glledskarte, wozu wir natürlich aufgefordert Greifswaldcrstraßc 8, am Königslhor: worden waren. Wir glaubten, damit sei es zu Eade; aber es war ja nur ein Glaube, und so wie der Glaube allenthalben zu-� sammenbncht, so sollte auch unser nicht zis starker Glaube Schiff- i bruch erleiden. Im Monat September erhielten wir vier Mann ein Strafmandat zugestellt, worin der Vertrauensmann zu 20 Thlr. resp. 3 Wochen Grfänzniß, und wir andern drei jeder! zu 5 Thlr. oder 5 Tage Gefangniß verurtheilt wurde�. � Zum ( SRil Bcs P°ß lUNi Correspondenzen. Arfurt. Als ich nach langem Hin- und Herlaufen in dieser „besten der Welten" nach Erfurt kam, sah ich, daß die Parteimit- gliedschaft von der gisellschaftretterischen Behörde aufgehoben war. Dessenungeachtet blieb ein reger Geist unter den Mitgliedern. Am 15. November endlich ward eine Volksversammlung einberufen, die trotz Hindernisse über Hindernisse seitens der Polizei dennoch gut besucht war. Ich reserirte über daS Contraktbruchgesetz; über Punkt 2)„Unfre Schulen im Dienste gegen die Freiheit", W. Bock au« Gotha; Punkt 3) betraf die Gründung eines Arbeiterbildunzs- Vereins, und schrieben sich 86 Personen in die ausgelegten Listen ein. Am Sonnabend, den 21. November, konstituirte sich der ArvciterbildungSverein, und wurde Unterzeichneter zum Borsitzenden gewählt. ErwähnenSwerth ist noch, daß Herr Bracke in Braun- schweig uns bereitwilligst für beinahe 10 Thlr. Bücher und Schriften für die Gründung einer Bibliothek vermachte. H. Thatemuth. Neundorf. Am 18. Juli meldete Unterzeichneter eine Mit- gliederversammlung der sozialdemokratischen Arbeiterpartei zu Neun- dorf an, welche auch vom OrtSschulzeu bescheinigt wurde; aber am darauf folgenden Tage, den 14. Juli, wurde ich zum OrtSschulzen beordert, um daselbst die Mitgliederliste und daS Statut des Ar- beitervereins zu Neundorf einzureichen.(Natürlich war diese Auf- forderung schon einige Tage früher an unfern Vertrauensmann ergangen). Da ich dleS nicht konnte, weck die Partei schon seit einigen Jahren bei uns ohne Lokaloerein besteht, so wurde ich vom Fußjäger Bergcr aus Hekling geftagt, waS daS für eine Wahl der der letzten Versammlung gewesen sei. Ich bedeutete ihn, daß daS die Bureauwahl gewesen sei; darauf wurde ich geftagt, aus welchen Personen das Bureau bestanden habe, woraus ich die Namen d-s Borsitzenden, Schriftführers, SkellvertreterS und Bei- tragsammlerS, G. Otto, F. Naumann, F. Beyer und G. Nau- mann nannte, ich bemerkte noch, daß wir kein Statut, sondern nur ein Programm und eine GeschäfiSorduuug hatten. Meine AuS- 30. Oktober erhielten wir wiederum eine Vorladung zur Haupt- Verhandlung nach dem herzoglichen KreiSgericht Bernburz. Dieser Termin mußte aber wegen Nichterscheinens des PolizeianwaltS wieder aufgehoben werden. Zugleich vernahmen wir aus dem Munde unseres BertheidigerS, daß in Anhalt bloS ein prooisori- sches VercinSgesetz existire, welches 1350 als Vorlage ausgearbeitet worden sei und im November desselben Jahres dem Landtag zur Genehmigung unterbreitet werden solle, dies sei aber nicht ge- schehen, mithin könne auch dieses Vereinsgesetz keine Gültigkeit mehr haben. Also nach einem Vereinsgesetz, welches gar nicht besteht, will man Leute bestrafen, welche nur einfache Mitglieder einer Partei sind?— Am 7. v. M. wurde von einem Partei- genossen eine Versammlung zum 8. November(Parteiversammlung) angemeldet, aber anstatt einer Bescheinigung erhielten wir einige Zecken, welche besagten, Versammlungen für Partei- und Gesin- nungSgenoffen könnten nicht mehr bescheinigt werden, da wir keine Mitgliederliste eingereicht hätten. Diese V.rordnung machte unS indeß nicht stutzig, denn die einfachste Antwort auf dieselbe war, daß wir für denselben Abend eine Volksversammlung abhielten. Ueber daS Weitere werden wir seiner Zeck im„VolkSstaat" Bericht erstatten. Affenbach. Den Arbeitern Deutschlands zur Nachricht, daß die Arbeiter OffenbachS zum 1. Januar 1875 eine Arbeiter-Zei- tung unter dem Namen„Neue Offenbacher Tages-Zeitung" her- ausgeben werden. Somit ist da« Werk vollbracht, an dem wir schon Jahre lang gearbeitck haben. Der hiesige Preßverein, dem die Gründung des Blattes zu danken ist, wird sein Möglichstes thun, um das neue Arbeiterorgan zu Ehren zu bringen. Wir erwarten aber auch, daß die Arbeiter Deutschlands und namentlich die von Offenbach und Umgegend zahlreich auf die„Neue Offen- bacher Zeitung" abonniren. Johann Stürtz� Altona. Sonnabend, 12. Dezember war gewissermaßen der Tag, an dem den Arbeitern beider Fraktionen die Schuppen von den Augen fielen, an dem sie einsahen, daß Einigkeit stark mache, zumal die Verfolgungen sich dermaßen häufen, daß eS ein Verbrechen ist, jetzt noch kleinliche Nerzeleien in Scenc zu setzen. Ge- nug, der Altonaer Arbeiter bewies, daß, wenn-s gilt am Platze zu sein, er seine Aufgabe begriffen hat, und so hat en sich auch am Sonnabend hier im englischen Garten über 6000 Personen versammelt, um den Vortrag der beiden ReichStagabgeordneten Liebknecht und Reimer anzuhören. Beide wurden mit Akklamation empfangen. Liebknecht, der zuerst sprach, entwickelte in einstündiger Rede die Ziele der Arbeiterbewegung. Mit großer Begeisterung sah man die Zuhörer jede» der Worte in sich ausnehmen. Nack Leeb- knecht sprach Reimer, gleichsam an Liebknecht'S Rede anschließend und sie weiter entwickelnd bis gegen 10 Uhr, da wir hier noch die sogenannte dänische oder Schleswiz-Holsteinsche Sabbatord- nung habe», die unS zwingt, Sonnabends präcise 10 Uhr Abends die Versammlung zu schließen, trotzdem im preußischen Staate solches nicht der Fall ist. Kaum jedoch verkündete der Vorsitzende den Schluß, als einem Orkan gleich aus Taufenden von Kehlen die Arbeiter-Marsaillaise erscholl, verkörpernd die Freiheit, Gleich- heit und Brüderlichkeit. H. Radenhausen, Schriftführer. ZSten, 15. Dezember. Die Nachricht, daß die Bereinigung der beiden sozialdemokeatischen Fraktionen Deutschlands nun ernst- lich angebahnt wird, hat die hiesigen Arbeiter mit hoher Freude erfüllt. Mögen nun unsre Gegner, die Feinde jeden wahren Fort- schrittS, so oder so sprechen, verleumden und verdächtigen, igno- riren wir diese Aeußcrungen der Furcht einer sich mehr und mehr zer- bröckelnden Gesellschaft, und schreiten wir Acke, unS brüderlich die Hand reichend, dem hohen Ziele der Emanzipation der Arbeiter- beiterklassc zu. Großes Ällgemeines Zliloester-Feff. (Coveert, Ball it. s. w.) Bo: 8. A coa IC BillctS i 2 l/i Sgr. sind zu haben bei den Cvlporteurcn deS „VolkSstaat", bei R u b c u o lv, Brutinenstraße 34 und in de»,. öffentlichen Bersaminlungcn des WahlvcreinS. Erhöhter Kassen- preis. Alle Freunde und Gesinnungsgenossen sind hierzu freund-� lichst eingeladen Keiner darf bei diesem Feste fehlen. _ Der B o r st a n d.(67'/� xv ',1 Berlin. .vir Irei . ,2 3 � Lriefkaftr» der Redaktion. H. Peter in Hamburg: Der Ausschuß selber ist der Einsender.— Ä. H. in Wiesbaden: Traf für die Sonntagsnummer zu spät«in. Uttheile veröffentlichen wir überhaupt nur in besonders gravirenden Fällen.— Sch. ia Braunschweig: Ist bereits in Nr. 147 enthalten. E. N. in Rens heim: Der Ausschuß besorgt die Stempel. der Expedition. Frz Schwzr in Neumark: Wenn Sie Ihr abon nirte» Exempl. nicht erhalten, rellamire» Sie bei dortiger Post. Im mitgetheilten Falle läßt sich nickt» beweisen, also auch nicht« thun. iZ beu Sie uns ihre genaue Adresse per Correspondeazkarte, dann senden wir ihnen die fehlende Nummer 113. Quittung der Expeditton. Nkrchnr hier Ann. 12 gr. 5. Schffl hier Ann. 11 gr. E»nS Dresden Schr. 4 thlr. Klmfch Linden Schr. 3 thlr. 18. Arbeiters. Lindenau Ann. 5 gr. Hhn Witten Schr. 1 thlr. 7. 5. G. Lnk Pieschen Schr. 3 thlr. Glffr Gera Schr. 1 tblr. Erlr Erfurt Schr. 2 gr. 5. I. Frnz Zürich Schr. 10 thlr. Fschr Mylau Schr. 2 thlr. 14. 5 Lpplr Kaiserslautern Schr. 1 thlr. 12. Gßnr Hemer Ann. 8 gr. Lhr Waldenburg Schr. 3 gr. 4. A Trtmn Berlin Ab. 34 thlr. 14. 5., Schr. 15 thlr. Brwst Königsberg Schr. 2 thlr. 22. 7. Montag, den 21. Dezbr, Abends S1/* Uhr, bei Carius, Prinzenstraße Nr. 72: OtfftnUiche Versammlung � des Waiilvereins der sozial- demokr. Uröeiterpartei.�'"� Tagesordnung: Der Werth einer Vereinigung der s o z i a l- d c in o k r a t i s ch e u Fraktionen; Referent: Hett Heiland.— Diskussion.— Aufnahme neuer Mitglieder.— Verschiedenes. Jedermann hat freien Zutritt! Sämmtliche Sozialdemokraten Bcrlin's sind zu dieser Ver< K sainmliing der Wichtigkeit des Gegenstandes halber hicrdurffnüt! eingeladen. Der Vorstand. s24�ro Z lieft? 0(»thflce Allgemeiner deutscher Schueiderverein. Montag, den 21. d. M., Abend» 8 Uhr: Versa««!« bei Jakob, PeterSstr lb(goldner Arm).— Tagesordnung: Der Norm arbeitstag, Ref. Witt u. KaSper. Dringende VereinSangelegenheiten ul� Fragekasten.— Gäste willkommen. 2). 33.[®riei Jos?« Die Leser deS„VolkSstaat" und de«„Neuen So( WUUilssUt cialdemokrat" werden auf den ersten WeihnachttAieis feiertag, Nachmittag« 5 Uhr, im Lokale de« Wirthe« Karl Klein zu ei«e>ei 2 "geladen. _______ R. Wolfertz. I. Nahl. sS� 11 Sonntag, den 20. Dezember, Nachmittag» 3 uf» � �MUlUvUtU jm Lokale de« Hrn. Eick, Baustr.»2 Nr. 14: l. Fl Generalversammlung der vereinigten Strakcubauarbciter vou 187Z{ /: