Erscheint in Leipzig\a M � Abonncmeiitsprei» W U U VI|/ n/ Bestellungen nehmen an alle wH A � MW �W■ W A■ HB* HB*—°°— Postanstalten u. Buchhand. W B■ M-M H MonatS Aboiinementt! lungen det In- U.Auslandes._____ B W B �»B||B B■ I■ B /.. B fl II I Ül B werden bei allen deutschen Filial- Expeditionen■|/■ W III 1�4 I I■ i i i postanstalten anfdenLt-n � Bf| R M 1 1 1 ItTI 1 1 I I I t| sÄr'Ä?! s sr+m** i-V�V-w� rssswassi S.W. Corner TUrd and auch auf den Neu Monat des coat.es str. Philadelphia. f Quartals 4 o4 Pf. Organder sozialdeMokratischenArbetterparteiund der internationalenGelverksgenossenschasten. Inserate, die Abhaltung von Pariet-, Herein», au» Hollsversammlauge», sowie die Mial- Expeditionen und sonstige Partei-Angelegenheiten betreffend, werde» mit 10 Pf.,— Privat-»od Vergnügung»- Anzeigen mit 25 Pf. die dretgespaltene Pettt- Zeile berechnet. «r. 10.' Mittwoch. 27. Januar. 1875" E»thill»»g>» itrr de» Killer Kommueistcllyrozeß. Nachwort. Die„Enthüllungen über den Kommunistenprozeß zu Köln", deren Wiederveröfienilichung der„Bolksstaat" für zeitgemäß dielt, erschienen ursprünglich zu Boston, MafiachusetlS, und zu Basel. Letztere Auslage ward g, ößteniheil» an der deutschen Grenze con- fikcirt. Die Schrift sah da» Litt wenige Wochen nach Schluß de» Prozesse». Damals aalt e» vor Allem, keine Zeit zu verlieren und war daher mancher Ärrlhum im Einzelnen unvermeidlich. So z. B. iu der NomevSangabe der Kölner Geschworenen. So soll nicht W. Heß, sondern ein gewisser Lech der Berfaffcr des rothen Kate- chiSmuS sein. So veisichert W. Hirsch in seiner„RechlsertiguvgS- schrift", Cherval'« Flucht au« dem Pariser Gesängniß sei zwischen Greif, der französischen Polizei und Cherval selbst abgekartet wor- den, um letzteren während der Gerichtsverhandlungen als Mouchard zu London verwenden zu können. E« ist dies wahrscheinlich, weil eine in Preußen begangene Wechselsälschung und die daraus ent- springende Gefahr der Auslieferung den Krämer(dies der wirk liche Name Cherval'«) kirren mußten. Meine Darstellung des BvrgavgeS beruht auf„Selbftgestäi dniffen" Cherval's an einen meiner Freunde. Hirfch'S Angabe wirft ein noch grelleres Licht auf Stieber'S Meineid, die Ränke der preußischen Gesandtschaft zu London und zu Paris, die schamlosen Eingriffe Hiuckcldey'S. Als der„BolkSstaat" das Pamphlet in seinen Spalten abzu- drucken begann, schwankte ich einen Augenblick, ob eS nicht pasiend sei, Abschnitt VI(Fraktion Willich Schapper) wegzulassen. Bei näherem Erwägen jedoch erschien jede Verstümmelung des Textes als Fälschung eines historischen Dokuments. Der gewaltsame Niederschlag einer Revolution läßt in den Köpfen ihrer Mitspieler, namentlich der vom heimischen Schauplatz m'S Exil geschleuderten, eine Erschütterung zurück, welche selbst tüchtige Persönlichkeiten für kürzere oder längere Zeil sozusagen unzurechnungsfähig macht. Sie können sich nicht in den Gang der Geschichte finden, sie wollen nicht einsehen, daß sich die Form der Bewegung verändert hat. Daher KonspirationS- und RevolutionS- spielerei, gleich komprowittirlich für sie selbst und die Sache, irr deren Dienst sie stehe»; daher auch die Fehlgriffe Schapper'S und Willich s. Wrllich hat im noidamerikanifcheu Bürgerkriege gezeigt. daß er mehr als ein Phantast ist, und Schapper, lebenslang Vorkämpfer der Arbeiterbewegung, erkannte und bekannte, bald nach Ende des Kölner Prozesse», seine augenblickliche Berirrung. Viele Jahre später, auf seinem Sterbebett, einen Tag vor seinem Tode, sprach er mir noch mit beißender Ironie von jener Zeit der „FlüchilingStölpelei".— Andererseits erklären die Umstände, in denen„die Enthüllungen" verfaßt wurden, die Bitterkeit deS An- griffS auf die unfreiwilligen HelftrShelfer des gemeinsamen Feindes. In Augenblicken der Krise wird Kopflosigkeit zum Verbrechen an der Partei, das öffentliche Sühne herausfordert. „Die ganze Existenz der politischen Polizei hängt von der Entscheidung dieses Prozesses ab!" In diesen Worten, die Hinckeldey während der Kölner Gerichtsverhandlungen au die Gesandtschaft zu London schrieb(snhe meine Schrift:„Herr Bogt", pag. 27), verrieth er das Gehern» iß des Kommunisten- ProzeffeS.„Die ganze Existenz der politischen Polizei", daS ist »icht nur die Existenz und Ttzätigkeit deS mit diesem Fache un- mittelbar betrauten Personals. Es ist die Unterordnung der gan- zcn RegierungSmafchlnerie mit Einschluß der Gerichte(siehe daS preußische Disziplinargesetz für die richterlichen Beamten vom 7. Mai 1851) und der Presse(siehe Rcptilienfond) unter jenes Institut, wie daS gesawmte Staatswesen in Venedig der Staatsinquisition unterworfen war. Du politische Polizei, während deS RevolutionSsturmS in Preußen lahmgelegt, bedurfte einer Umgestaltung, für welche das zweite ftanzöstsche Kaiserreich mufiergiliig war und blieb. Nach dem Untergänge der Revolution von 1848 existirte die deutsche Arbeiterbeweguna nur noch unter der Form theoretischer, zudem in enge Kreise gebannter Propaganda, über deren praktische Ge- fahrlosigkeft die preußische Regierung sich keinen Augenblick täuschte. Ihr galt die Kommunistenhetze nur alS Einleitung zum ReaktionS- kreuzzug gegen die liberale Bourgeoisie, und die Bourgeoisie selbst stählte die Hauptwaffe dieser Reaktion, die politische Polizei, durch die Berurtheilung der Aldeiterverttetcr und die Freisprechung von Hinckeldey-Stieber. So verdiente Stieber seine Rittersporen vor den Assisen zu Köln. Damals war Stieber der Name eines untergeordneten Polizeiindividuums, aus wilder Jagd nach Ge- halt«- und AmtSerhöhung; jetzt bedeutet Stieber die unbeschränkte Herrschaft der politischen Polizei im nemn heiligen preußisch- deutschen Reiche. Er hat sich so gewiffermaßen in eine Moralische Person verwandelt, moralisch in dem bildlichen Sinne, wie z. B. der Reickstag ein moralisch-S Wesen ist. Und diesmal schlägt die politische Polizei nicht ans den Arbeiter, um den Bourgeois zu treffen. Umgekehrt. Grade in seiner Eigenschaft als Diktator der deutsch- liberalen Bourgeoisie wähnt Bismarck sich stark genug, die Arbeiterpartei aus der Welt stiebern zu können. An dem Wachsthum der Größe Stieber kann das deutsche Proletariat daher deu Fortschritt der Bewegung meffen, die eS selbst seit dem Kölner Kommunistenprozeß zurückgelegt hat. Die Unfehlbarkeit des Papste» ist eine Kinderei verglichen Mit der Unfehlbarkeit der politischen Polizei. Nachdem sie in Preußen während ganzer Deceunun jugendliche Brauseköpfe in'S Loch gesteckt, von wegen Schwärmerei für deutsche Einheit, deut- sches Reich, deutsches Kaisenhum, kerkert sie heuerig sogar alte Glatzköpfe ein, die für jene GotteSgaben zu schwärmen ver- weigern. Heute müht sie sich eben so vergeblich ab, die Reichs- feinde auszuroden, wie damals die Reichsfreunde. Welch' schlagender Beweis, daß sie nicht dazu berufen ist, Geschichte zu machen, wäre eS auch nur die Geschichte deS Zanks um des Kaisers Bart! Der Kommunistenprozeß zu Köln selbst brandmarkt die Ohn- macht der Staatsmacht in ihrem Kampf gegen die gesellschaftliche Entwicklung. Der kgl. preußische Staatsanwalt begründete die Schuld der Angeklagten schließlich damit, daß sie die fiaatSgefähr- lichen Prinzipien des„kommunistischen Manifestes" heimlich verbreiteten. Und werden trotzdem dieselben Prinzipien zwanzig Jahre später nicht in Deutschland auf offener Straße verkündet? Erschallen sie nicht selbst von der Tribüne des Reichstags? Haben sie in der Gestalt des„Programms der Jnternatio- nalen Arbeiterassoziation" nicht die Reise um die Welt ge- macht, allen RezierungS- Steckbriefen zum Trotz? Die Gesellschaft findet nun einmal nicht ihr Gleichgewicht, bis sie sich um die Sonne der Arbeit dreht. Die„Enthüllungen" sage» am Schluß:„Jena... daS ist daS letzte Wort für eine Regierung, die solcher Mittel zum Be- stehen, und für eine Gesellschaft, die solch einer Regierung zum Schutze bedarf. DaS ist daS letzte Wort deS Kommunistenpro- zeffeS— Jena!" Eine gelungene Vorhersage die», kichert der eiste beste Treitschke mit stolzem Hinweis auf Preußens jüngste Waffenthaten und daS Mausergewehr. Mir genügt zu erinnern, daß eS nicht nur ein inneres Düppel gubt, sondern auch ein innere» Jena. London, den 8. Januar 1875. Carl Marx. Politische«ebersicht. — Nationalwohlstand und Massenarmuth. Die Rede, welche der preußische Fitianzminister Camphauscn nach Eröffnung deS preußischen Landtags hielt, wirft ein grelles Licht auf die Phrasen vom„steigenden Nationalwohlstand". Der Herr Finanz- minister sagte in Bezug auf die neuesten Klassensteuer-Ec- gebniffe: „Die direkten Steuern gewähren daS erfreuliche(!) Resultat, daß sich auS dem Voranschlag eine Mehreinnahme von mehr als 1 Million Thaler bereits jetzt herausgestellt hat, die sich bis zum Finanzabschluß noch erhöhen wird. Dazu hat die Klassensteuer nicht beitragen können, da sie koutirgentirt ist; sehr wesent- lich aber die Einkommensteuer. Bereits ist Ihnen eme Aufstellung über die Veranlagung der Klaffensteuer und der Einkommensteuer, wie sie sich nach der nun durchgeführten Steuerreform herauSge- stellt hat, zugegangen, und ist ihr eine vergleichende Uebersicht mit dem Jahre 1873 beigefügt. Ich empfehle sie Ihrer ganz besonderen Aufmerksamkeit; sie wird Ihnen den Nachweis liefern, daß die Aendcrung in der Steuergesetzgebung sehr viel tiefer und sehr viel einschneidender gewirkt hat, als häufig angenommen wird. Ich will nur den Umstand hervorheben, daß nach dem alten Klaffen- gefetz die Zahl der von der Klaffensteuer befreiten Personen sich im Jahre 1873 belief auf 148,045 Militärpersonen, aus 176,181 Personen, die wegen Alter» und auf 571,023, die wegen Armuth nicht zur Steuer herangezogen wurden, zusammen also auf 1,389,954 Personen. Nach der Veranlagung des Jahres 1874 sind nun allein, weil sie nach der Ansicht der Einschäyungskom- Mission ein Jahreseinkommen von 140 Thalern nicht er- reicht haben, freigelassen worden 6,034,263 Personen. (Hört! Große andauernde Bewegung) Diesen treten hinzu unter 16jährige Personen 32,791, Militärpersonen 138,344, und endlich solche, die wegen beschränkter Leistungsfähigkeit, während sie ein Einkommen von 140 Thalern bezogen, von der Steuer frei- gelassen find: 223,243 Personen. E» sind also im Ganzen von der Klassensteuer befreit geblieben 6,447,631 Personen." Also bei Weitem die Mehrzahl der prenßischcn Steuer- zahler hat ein Einkommen von weniger als 140 Thlr. jährlich! Kein Wunder, daß da»„hohe HauS" durch diese Zif- fern in„große andauernde Bewegung" versetzt wurde. Wir sagen:„kein Wunder", denn die preußischen Herren Gesetzgeber haben ja bei einer ftühern Gelegenheit die Nawetät gehabt, zu gestehen, daß sie von den ökonomischen Verhältnissen de« Volks nichts wissen. Eine Versammlung sozialdemokratischer Arbeiter hätte sich nicht gewundert. Wenn un« die dem Landtag zuge- gavgcnen Steuertavellen vorliegen, werden wir den Gegenstand des Näheren behandeln. — Freitag(den 22. d.) kam da« Landsturmgesetz in dritter Lesung vor den Reichstag, nachdem es bereits zweimal auf der Tagesordnung gestanden hatte. Liebknecht, der sich, wie bei den ftüheren Gelegenheiten, gleich Anfangs der Sitzung zum Worte gemeldet hatte, sollte als dritter Redner sprechen; allein gerade als die Reihe an ihn kam, wurde die Schlußanttags- Guillotine iu Funktion gefetzt und die Debatte abgeschnitten. Liebknecht mel- dete sich hierauf zu den KZ 1 und 5 des Gesetzentwurfs zum Worte und erhielt eS zu letzterem Paragraphen. Gezwungen, sich auf den betreffenden Paragraphen zu beschränken, mußte er auf jede prinzipielle Kritik des Gesetze« verzichten, und sich begnügen, daS Treiben deS Reichstags zu charakterifiren(was ihui einen Ordnungsruf zuzog) und gegen daS Landsturmgesetz energisch zu protestiren. AlS gegenüber der Behauptung deS Abgeordneten Gumbrecht, das Volk sei im besten Wohlstande und leide nicht unter dem Militärsystem, von Liebknecht an die Thatsacbe erinnert wurde, daß in Preußen fast ll'/aMill. Pers. keine Klassensteuer be-' zahlen können, weil sie unter 140 Thlr. jährlichen Einkommens haben, wurde auf den vordersten Bänken der Nationalliberaleu und Fortschrittspartei laut gelacht!*) Man wird sich da» merken. AuS den Verhandlungen über daS Landsturmgesetz ent- nehmen wir der„Vosstschen Zeitung" noch folgende Details: Abg. Liebknecht: DaS Volk versteht dieses Gesetz sehr wohl zu beurtheileu, aber eS wendet sich nicht mehr mit Petitionen an den Reichstag, zu dem eS daS Vertrauen verloren hat; e« sagt, er sei nur noch eine Jasagemaschine. Präsident Forckenbeck: Ich halte es nicht für zulässig, hier im Reichstage selbst eine Beleidigung desselben zu wiederholen, die außerhalb de» HauseS gefallen ist, und ich rufe deshalb den Ab- geordneten Liebknecht zur Ordnung!(Beifall.) Abg. Liebknecht: Ich habe nur wiederholt, was man im Volke vom Reichstage sagt; ich habe-- Präsident von Forckenbeck: Ich habe den Redner wegen Wie- derholunq einer Beleidigung deS Hauses zur Ordnung gerufen und eS scheint mir, al« wenn der Redner eben im Begriff war, dasselbe noch einmal zu thun. Abg. Liebknecht: Ich wollte nicht dasselbe thun, sondern nur im Namen des Volkes hier sprechen. Ich habe ebenso gut, wie jeder andere Abgeordnete daS Recht, im Namen des Volkes zu sprechen, und eS ist nicht Recht gewesen, daß man mich vorhin durch den Schlußantraz hat mundtodt machen wollen. Präsident v. Forckenbeck: Es ist nicht zulässig, einen Be- schluß des Reichstags in einer solchen Weise zu krttistren. Abg. Liebknecht: Au» dem§ 5 geht klar hervor, daß eS sich hier nicht um den Landsturm unserer Väter handelt, von dem es hieß:„DaS Volt steht auf, der Sturm bricht los!" sondern um eine Vermehrung des stehenden HeereS, eine Landwehr zweiten Aufgebot». Aber man fürchtet die entfesselte Volkskraft, weil man die Stärke einer solchen Voltsbewegung kennen gelernt hat; die Volksbewegung in Frankreich, über die man jetzt so geringschätzig urtheilt, hat der deutschen H-ereSführung eine solche Furcht einge- flößt, daß man zu den entsetzlichsten Repressalien gegriffen hat; man hat Diejenigen, die nur dasselbe gethan haben,«aS die Deutschen 1813 thaten, einfach erschossen, man hat sie nicht al« ehrliche Soldaten betrachtet, die als Patrioten handelten, sondern als Banditen.... Präsident v. Forckeubeck: Ich muß den Redner wiederum unterbrechen; die letzte Bemerkung geHörle nicht zur Sache.(Bei- fall.) Ich muß den Redner noch auf den§ 43 der Geschäfts- ordnung aufmerksam machen, welcher lautet:„Der Präsident ist berechtigt, die Redner auf den Gegenstand der Verhandlung zu- rückzuweisen und zur Ordnung zu rufen. Ist das eine oder da» andere in der nämlichen Rede zwei Mal ohne Erfolg geschehen und fährt der Redner fort, sich vom Gegenstände oder von der Ordnung zu entfernen, so kann die Versammlung auf die Anfrage de« Präsidenten ohne Debatte beschließen, daß ihm das Wort über den vorliegenden Gegenständ genommen werden solle, wenn er zu- vor aus diese Folge vom Präsidenten aufmerksam gemacht ist." Ich mache den Redner darauf ausmerksam, daß ich ihn bereit« ein- mal zur Ordnung und einmal zur Sache gerufen habe; sollte er fortfahren von der Sache abzuschweifen, so würde ich vou den Rechten, die mir dieser Paragraph giebt, Gebrauch machen.(Beifall.) Abg. Liebknecht: Dieser Landsturm ist eine ueue Blutsteuer, die dem in seiner Steuer krast ohnehin sehr geschwächten Volke auferlegt wird. Der Finanzminister hat zur großen Befriedigung des Abgeordnetenhauses erklärt, daß in Preußen 6'/e Millionen Personen nicht zur Klaffensteuer herangezogen find, weil sie ein Jahreseinkommen unter 140 Thalern haben: 6'/, Millionen Per- souen, die nicht 140 Thaler Einkommen haben! In welchen Ab- grund von Elend sieht man da hinein! Aber die Bourgeoifle sieht daS Elend der Armen nicht und will es uicht sehen. Haben Sie ein Interesse am Wohle unsere» Vaterlandes» so werfen Sie diese« Gesetz der Regierung vor die Füße!(Unruhe.) — Menschenhandel. DaS„Marburger Tageblatt" vom 15. Januar enthält folgende Anzeige: „Besonders für Ockonomeu! AuS Ostpreußen liefere ich Knechte und Mägde, selbige werde» borten gerichtlich bedungen und calculirt sich ein Knecht I. ans 45—50 Thlr., eine Magd I. auf 35—40 Thlr. Düse Leute-find sehr tüchtig in jeder Arbeit, willig in jeden Befehlen und sehr lernbegierig, worüber Herr Oekonom Pape Belnhausen bei Treysa, welcher schon mehrere dieser Leute im Dienst hat, die besteu Auskünfte geben kann. Die Reisekosten und Zehrgelder inel. Agentengebühren betragen 15 Thlr.; bei einer Anzahl von 50 Personen unternehme ich die Reise selbst nach dorten und kann dann selbige pro Kopf 1 Thlr. billiger liefern. Reisegeld muß vorher an mich eingesandt werden. Neustadt, Kurhessen. I. C. GieS, Agent". Wie theuer würde der Kops diese« Agenten wohl zu stehen kommen, wenn es eine Gesellschaftsordnung gebe, die den Handel mit Menschen nicht erlaubte? — Zur Harmonielehre. Die«Volkszeitung" berichtet: „DaS gesammte Dreherpersonal der berliner Porzellan-Manufaktur (Aktien- Gesellschaft), früher Schumann, 33 Mann stark ist vor- gestern von der Arbeit ausgesperrt worden, weil es einen verkürzten *) Einer der ehrenwerthen Reichsboten, die laut lachten, al» Liebknecht bemerkte, daß 6'/z Mill. Personen in Preußen uicht zur Klassensteuer herangezogen werden können,«eil sie unier 140 Thlr. jährliche» Ein- kommen haben, war der Forlschrittsmann Richter. Lohntarif nicht annehmen zu können glaubte. Eine vom Personal (worunter Männer, welche seit mehr als 30 Jahren in obiger Fabrik arbeiten) an den Direktor gesandte Deputation blieb er svlgloS; um jedoch keinen Schritt zur Beilegung der Differenz unversucht zu lasten, soll eine zweite Deputation mit dem Direktor des AufsichtSrathes in Unterhandlungen treten." Wie wir hören, soll sich der bekannte Berliner Doktor für so ziale Schäden mit der Zubereitung eines neuen Tränkleins be fchästigen, von dessen Heilkraft er sich die Genesung des kranken MenfchheitSkörperS verspricht. Wir zweifeln au der Wahrheit der Mittheilung um so weniger als die Anpreisung der Schiedsgerichts und EinigungSamtSmedizin in neuerer Zeit weniger marktschreierisch betrieben wird und weil das Quacksalbern nun doch einmal zum Handwerk der Pfuscher gehört. —„Der siebente Congreß der englischen Gewerkver eine— so berichtet die„Frankfurter Zeitung"— ist vorgestern (19. Januar) zusammengetreten und hat bereits gestern in seinen Verhandlungen den unheilvollen Zwiespalt bloSzelegt, zu welchem durch die List des Ministeriums DiSraeli vor einem Jahre die Keime gelegt wurden. Mit einer durch nichts zu rechtfertigenden Heftigkeit griff Cremer die Parlamentsmitglieder, welche als Ver- treter der Arbeiter an den Verhandlungen der bekannten Com- misston Theil genommen haben, an und erregte durch seine Be- hauptung, dieselben hätten sich erkaufen lasten, einen wahren Sturm der Entrüstung. Wir haben die Einsetzung jener könig- lichen Commission als einen böswilligen Versuch, die Erfüllung der berechtigten Wünsche der Arbeiter zu verschleppen, bezeichnet, und die Folge hat unsere Behauptung nur zu sehr gerechtfertigt, wir haben Macdonald und Hughes wegen ihrer Theilnahme an jener Commiseon getadelt, allein es ist bekannt, daß sie durch List zur Einwilligung bewogen worden waren, und da Ciemcr keinen einzigen positiven Beweis für seine schwere Beschuldigung vor- brachte, so müssen wir sdieselbe für'S Erste noch als unbegründet zurückweisen. Die Versammlung selbst entschied sich mit 57 gegen 43 Stimmen für Niedersetzung eines Comit6'S, welches die vor- gebrachten Beschwerden untersuchen soll. Im Interesse der guten Sache selbst ist eS zu bedauern, daß der Einfluß des CongresseS, zu welchem auch diesmal Vertreter von fast einer Million Mit- glieder zusammengetreten sind, durch unnützen Zwist geschwächt wird. Das abgelaufene Jahr war für die Arbeiter ohnedies kein glückliches und es ist möglich, daß die in ihren Löhnen unmäßig verkürzten Arbeiter nur zu mißtrauisch die Nothlage ihren Führern zuschreiben." Im Gegensatz zur„Frankfurter Zeitung" erfüllt uns der Be- schluß des CongresseS der englischen Gewerkvereiue, die gegen die Arbeiter- Vertreter geschleuderten �Beschuldigungen untersuchen zu lassen, mit hoher Freude. DaS Mißtrauen, welches in diesem Beschluß gegen die„Führer" zum Ausbruck gelangt, entspringt aber nicht sowohl auS der ökonomischen Nothlage, für welche die „Führer" verantwortlich zu machen keinem englischen Arbeiter je einfallen wird, als vielmehr aus der Ueberzeugung, daß die „Führer" in Vertretung der Interessen der Arbeiter im Parlament ihre Schuldigkeit nicht gethan haben. Möge das Ergebniß der Untersuchung ausfallen wie es wolle, jedenfalls ist es ein Beweis für das erwachende politische Bewußtsein der englischen Arbeiter, wenn sie„Führer« zur Rechenschaft ziehen, die dumm genug sind, sich von klugen Staatsmännern„überlisten" zu lassen. — In Nürnberg hat sich am 1ü. d. M. ein sozialdemo- tratischer Wahlvercin gebildet, mit folgenden Statuten: tz 1. Zweck des Vereins. 3)er„Sozialdemokratische Wahl- verem" ist ein lokaler politischer Berein und hat die Aufgabe, auf Wahlen jeder Art, als Gemeinde, Landtags- und ReichStagSwahlen, soweit die diesbezüglichen Nürnberger Wahlkreise sich erstrecken, in sozialdemokratischem Sinne einzuwirken. § 2. Mitgliedschaft, a. Mitglied des Vereins kann jeder unbescholtene Mann werden, welcher großjährig ist, im Reichstags- Wahlkreis oder in den LandtagSwahlbezirken Nürnberg seinen Wohn- sitz hat, eine Eintrittsgebühr von 20 Pf.(7 kr.) und einen monat- lichen Beitrag von mindestens 20 Pf.(7 kr.) pränumerando entrichtet. Jeder Eintretende erhält eine Mitgliedskarte und ein Exemplar der Statuten. b. Wer üb-r 2 Monate mit seinen Beiträgen im Rückstände bleibt, wird nicht mehr als Mitglied betrachtet. Z 3. Sitz deS Vereins. Der Berein hat seinen Sitz in Nürnberg. § 4. Generalversammlung. Die Generalversammlung, welche alle sech« Monate stattfindet, wählt mittelst Stimmzettel einen Vorstand von drei und einen Ausschuß von fünf Mitgliedern durch absolute Stimmenmehrheit. Bis zur ersten Generalverfamm- lang leitet der von der constituirenden Versammlung gewählte Vorstand die Geschäfte. § 5, Geschäftsführung. Der Vorstand besteht aus einem Vor-e sitzenden, einem Schriftführer und einem Kafsirer, und hat di regelmäßigen Geschäfte zu führen, insbesondere bei den Wahlen die Thätigkeit der Mitglieder anzuregen und die Agitation zu lei- ten. Er hat ferner die Ausstellung und Führung der Mitglieder- listen zu bewirken, die regelmäßige Einziehung der Beiträge durch einen von den Mitgliedern zu wählenden Einsammler besorgen zu lassen und gemeiosam mit dem Ausschuß die Tagesordnung für die Generalversammlungen, sowie für die ordentlichen und außer- ordentlichen Versammlungen festzusetzen und die nöthizen Vorberei- tungen zu treffen. § 6. Versammlungen. Alle vier Wochen findet eine ordent- liche Vereinsversammlung statt, in der über die Thätigkeit deS Verein« zu berichten ist. Sowohl in diesen ordentlichen als in außerordentlichen Versammlungen können Vorträge und DiSkussio- nen über solche Gegenstände stattfinden, welche zur Verbreitung und prinzipiellen Förderung des Vereins geeignet erscheinen. ß 7. Verwaltung und Verwendung der Beiträge. Die ein- gehenden ordentlichen und freiwilligen Beiträge werden vom Kafsirer verwaltet, und hat derselbe allmonatlich dem Vorsitzenden unter Controle von mindestens zwei Ausschußmitglieder» Rechnung zu legen. Verwendet werden die Beiträge lediglich zur Agitation für die Zwecke deS Vereins, zur Verbreitung der nöthigen Schriften und zu sonstigen Vorbereitungen für die Wahlen. § 8. Organ des Vereins. Alle offiziellen Erlasse der Ver- waltung, sowie sonstige den Verein betreffende Bekanntmachun- gen werden in dem„ Nürnberg- Fürther Sozialdemokrat" ver- öffentlich t. ß 9. Statutenänderung. Die Statuten können in jeder Ge- neratversammluuz abgeändert werden und ist hierzu blos absolute Stimmenmehrheit der Anwesenden erforderlich. Jedoch müssen die AbänderuugSgründe bei der Einladung zur Generalversammlung den Mitgliedern bekannt gegeben werden. § 10. Die Mitglieder verpflichten sich, bei Wahlen nur für die Candidatur solcher Männer thätig zu sein, welche folgendes deckend, den sie lebend behauptet hatte», und die TodeSwunden Programm anerkennen. auf der Brust. Diese Kaltblütigkeit im Kampfe, wie bei ihrer Programm. Die Arbeiterklasse bedarf der vollständigen! Hinrichtung erwirkt ihnen die Achtung selbst ihrer bittersten Feinde." Emanzipation von dem Druck und der Aasbeutung durch die!.... Recht treffend stellt ein Berichterstatter der„Kölnische» Kapitalmacht; daS heißt: Abschaffung der Lohnarbeit, der Ein- �Zeitung" den Math der beiden streitenden Theile' einander gegen- führung� der sozialistischen(genossenschastlichen) Produktionweisc über, indem er schreibt:„Den Iolvaten, welche vor wenigen TtrtfJt*itm rtVrtftf*!! it* itf unter Mitwirkung deS Staates. Herstellung einer demokratischen StaatSform mit direkter Gesetzgebung durch daS Volk. Als zu- nächst zu erreichende Stationen in diesem Bestreben sind zu be- tonen: Gründliche Verbesserung unserer ganzen Rechtspflege, Be- feitigunz der indirekten Steuern und Einführung einer einzigen Progreffio-Steuer auf Einkommen und Erbschaften; Unentgeltlicher Unterricht an allen öffentlichen BilvungSanstalten; Allgemeines, geheimneS, direkte» Stimmrecht für alle Männer vom 20. Lebens- jähre au für Reichstags-, Landtags- und Gemeindewahlen; Ber- bot der Kinder- und gesetzliche Beschränkung der Frauenarbeit; sanitätSpolizeilichc Controle aller Arbeitsräume, namentlich der Fabriken; Verbot der Gefängnißarbcit zu Gunsten von Privaten oder Gesellschaften; staatliche Einführung einer Arbeitsstatistik und deS NormalarbeitStageS; Abschaffung der stehenden Heere. — Der Redakteur deS„Frankfurter Volksfreuud", W. BloS, ist wegen angeblichen Verstoßes gegen§ 130 des Reichsstrafgesetz- buchS unter Anklage gestellt worden.— ER, der„Leichtestbeleidlgte", hat sich wieder einmal beleidigt gefühlt, und zwar durch den Ar- tikel„Ein Skandal im Reichstag" in Nr. 144 des„Volksstaat" vom vorigen Jahre, und hat gegen dessen verantwortlichen Redakteur Strafantrag gestellt.— Parteigenosse Kaiser in Dresden ist zu 20 Thalern Strafe und in die Kosten verurtheilt worden wegen Beleidigung deS OffizierstandeS anläßlich einer Rede, die er in einer Bauhandwerkerversammlung hielt. Angeklagter und Staats- anwalt haben gegen dieses Erkenntniß Einspruch erhoben. Zur Geschichte der Kommune. (Aus dem„Braunschweiger Vvlksfr.") Soeben erschien: Die Pariser Kommune vor den Berliner Gerichten. Eine Studie über deutsch-preußische RechtSzustäade von Johann Most. Braunschweig. Verlag von W. Bracke jr. Wir machen auf diese Schrift unseres zu 19 Monate» Ge- fänzniß verurtheiltcn Parteigenossen besonders aufmerksam. Die genannte«chrift enthält mehr als sie verspricht. Sie ist nicht bloS eine Illustration unserer Rechtszustände, obwohl es charak- terrstisch ist, daß derselbe Mann, für den die Richter wegen einer Rede auf eine so ungeheure Strafe erkennen, weil sie die beson- dere Bildung deS Angeklagten hervorheben, hinterher im Gefäug- niß als einfacher Buchbindecgeselle behandelt wird, den man zur Handwerksarbeit zwingt. Der bornirteste Mensch, wenn er den sogenannten gebildeten Ständen angehört, geschweige wenn er noch gar studirt hat, hat, wenn er kein gemeines Verbrechen begangen hat, Anspruch auf eine gewisse seinem„Stande« angemessene Be- Handlung, der Arbeiter aber, und wenn er durch eigene Arbeit sich zu einem Bildungsgrad erhoben hat, der den vieler Doktoren weit überragt, darf sich nicht wundern, wenn auch auf ihn der Begriff der„Standesmäßigkeit" angewandt und er zur Zwangs- arbeit angehalten wird. Doch, wie gesagt, wir wollen ganz absehen von der Beleuch- tung des Prozesses, der uns gegeben wird. Das Buch hat seinen besonderen Werth«och als historischer Beitrag zur Geschichte der Kommune. Most liefert unS unter Anderm eine Sammlung von ZeitungS- stimmen aus der Zeit der Niederwerfung der Kommune, Stimmen, die um so unverdächtiger sind, als sie aus dem Munde der Gegner kommen. Einige Stellen der Schrift, die wir mittheilen, werden überall das Interesse an derselben rege machen und die Lust erwecken, sich mit der Schrift selbst bekannt zu machen. ES heißt da: Wochen noch zum großen Theil Kriegsgefangene in Deutschlaad waren, ist nun Gelegenheit geboten gewesen, zu zeigen, auS welchem Metalle sie gemacht sind. Die Augen Europal haben in diesen Tagen auf ihnen geruht, wie Thier mit eitler französischer Selbst- bespiegelung von ihnen sagte; aber wir möchten bezweifeln, ob diese Augen sehr rühmliche Thaten wahrzunehmen vermochten. Die Truppen ver Versailler Regierung scheinen erheblich größeren Werth auf militärische Vorsicht als anf Tapferkeit zu legen, so lange sie feindlichen Barrikaden unv Geschossen gegenüberstehen; soll doch der Vendomeplatz Standen lang von 25 Natioaalgardisten und einer Amazone gegen die ganze Macht, die Versailles dort auf- bieten konnte, vertheidigt worden feiu. Aber wenn sie ein hülf- loses Opfer vor sich haben, dann schäumen sie über vor Math." Und nun wollen wir noch hören, was die Presse über die Metzeleien sagte, damit wir sehen, daß ich in meinem Vortrage auch in dieser Hinsicht nicht nur die Wahrheit gesagt und mich keinerlei Uebertreibung schuldig gemacht habe, sondern sogar sehr kurz darüber hinweggegangen bin. Welche Kämpfe", heißt eS in der„Kölnischen Zeitung" vom 27. Mai 1871,„welche Verwüstungen in Paris!... Die Juni- schlacht von 1848 ist nach Aussage Derer, die beide mit erlebten, gar nicht mit dem Verzweiflungskampfe der Maitage 1871 zu ver- gleichen, auch in Betreff der Opfer nicht. Durch Verlustlisten ist der Franzose nicht verwöhnt, eine Schätzung ist ihm genug; bis jetzt aber schwanken die Zahlen so stark, daß man wenig darauf zu geben geneigt wird. Schon am 23. war von 20,000 Todte» und Verwundeten auf Seiten der Insurgenten, von 10,000 auf Seiten der Versailler die Rede. Thatsache ist, daß die Verluste der elfteren ungleich größer sind» denn sie sind nicht bloS von de» Chassepots bedroht, sondern auch von den Bomben und Granaten, von den Gefahren, die der Kamps inmitten großer FeuerSbrünste mit sich bringt, und dann kommr hinzu, daß die Truppen, die Denen, welche mit Waffen in der Hand gefangen genommen wu»> den, keinen Pardon geben sollen, nur zu bald vergessen, überhaupt einen Unterschied zu machen...." „Das„Siöcle" vergleicht diese Straßenkämpfe von Paris mit den Metzeleien der Bartholomäusnacht, nur daß jetzt zu der Wuth, womit der Franzose damals den Franzosen abschlachtete, noch alle HülfSmittel der modernen Zerstörungskunst gekommen feien, und man wie von Sinnen gewesen sei in dem Gedonner und Gekrach und in der von Pulverdampf und PetroleumSqual« geschwängerten Atmosphäre...." „Von Verwundeten ist nicht zu sprechen— eS giebt keine" schrieb kurz aber sehr bezeichnend die„Frankfurter Zeitung." Der„Daily Telegraph" meldete:„Die Zahl der auf Seiten der Kommune Gefallenen und Hingerichteten wird wahrscheinlich nie bekannt werden. Ja der Kaserne, nahe beim Hotel de Ville, fanden gestern den ganzen Nachmittag hindurch Hinrichtungen statt. Jedesmal, nachdem eine Gewehrsalve abzefenert worden war, sah man geschlossene Hospitalkarren herauskomme», die mit den Tobten angefüllt waren...." „Im Luxembourg, im Park Moncerau, auf dem Platze deS ThurmeS St. JaqueS— schreibt der„Versailler Korrespondent" der„Judependance belge" unterm 28. Mai— finden sich gewaltige offene Gruben, die mit ungelöschtem Kalk angefüllt sind. Insurgenten, Männer und Frauen, die Hände auf den Rücken gebunden, werden an den Rand derselben geführt, ein Peleton- seuer knattert, eine Dampfwolke steigt auf.... und die Grube und der Kalk verschlingen und verzehren die Beute. Welche Greuel!" „Vom gleichen Tage wird der„Kreuzzeitung« geschrieben: „Die Repressalien, welche die Armee(für den 13. März) ge- uommen, sind nicht weniger haarsträubend, die Soldaten erschieße» und erstechen ohne Unterschied Männer, Weiber und Kinder! Wie es in einem Blatte in St. Germain heißt, waren große „Ueber die Art und Weise, wie die Versailler(die Gegner der Kommune, die Orduungs-Banditen) kämpften, giebt uns am deutlichsten Mac Mahon selbst Auskunft. Der„Straßenkrieg", berichtete er nach dem Kampfe an die Regierung,„ist gewöhntich Löcher in den Elyseifchen Feldern gegraben und die Leichname der verderblich und sehr mörderisch für die Angreifer, aber wir haben alle Stellungen umgangen, die Barrikaden vom Rücken gefaßt, Insurgenten aus vielen Thülen der Stadt hineingeworfen worden. Hierauf habe man ganze Fässer voll Petroleum darüber gegossen. und unsere Verluste, obschon empfindlich, sind verhältnißmäßig DaS sei die ungeheure Rauchwolke gewesen, di- biS AbendS über gering. „Ganz anders klingt Das, waS von der Haltung der Kommu- nards gesagt wird. So berichtet die„Allgemeine Zeitung" unterm 25. Mai 1371:„.... Die Födcrirten, wissend, daß ihr Leben so wie so verspielt sei, kämpften und schlugen sich mit emer Zähig- keit, die in der That Bewunderung einflößen mußte. Ich hatte Gelegenheit, durch eine Mauerlücke den Straßenkamps in der Rue de Coudö mit anzusehen. Volle zehn Srunbeu dauerte eS, bis die Versailler aus ver Rue de Vaugirard und der Rue Sr. Sul- pice bis zum Odeon und zur Rue de l'ancienne Comövie vor- rücken konnten..." Der„Kreuzzeitung" schrieb man über die Todesverachtung der Pariser:„.... Die Meisten gingen dem Tobe entgegen, wie die Araber nach den Gefechten, mit Gleich- gültigkeit, mit Verachtung, ohne Haß, ohne Zorn, ohne Injurien Paris geschwebt habe. (Schluß folgt.) Gewerksgenossenschaftliches. Allgemeiner deutscher Schneiderverei». Hießen, 20. Januar. Die Mitgliedschaften ersuche ich, die Abrechnunzen pro 4. Quartal 1374 ungesäumt einzuschicken, damit ein geregelter Abschluß erfolgen kann. Es ist die Saumseligkeit in Zustellung der Abrechnung mit gar nicht« zu entschuldige«. Weiter erinnere ich daran, daß die statistischen Berichte, sofern dieselben noch nicht versandt sind, nicht, wie vorgekommen, an Unterzeichneten, sondern an die Adresse A. Reimann in Berlin „„.-------7 T..„, � P,, alte Jakobstr. 6, Hof 3 Tr., zu schicken sind. Man wolle doch gegen ihre Richter. Alle Militärs, welche an den Erschleßungen bedenken, daß das Geld und die Zeit, welche damit verlöre» theilnahmen und nehmen mußten, bezeugen diese Thatsache. Emer sagte mir: Wir haben in Passy etwa vierzig dieser Kanaillen er- schössen, aber gestorben sind sie wie Soldaten. Die Emen kreuzten die Arme und hielten den Kopf hoch; die Andern öffneten ihre Röcke und riefen uns zu: Schießt, wir fürchten den Tod nicht! Ein Osfizicr von dem Korps deS General Clinchant erzählte mir, daß gehen, anders nothwendig zu verwenden ist. Ferner ersuche ich um genaue Angabe der Adressen von Bevollmächtigten und Kaff sirern von da, wo dies noch nicht geschehen. Dann maß ich noch dringend auffordern, diejenigen Zuschriften von unS an die Mit- gliedschaftcn, welche eine Antwort bedingen, direkt zu besorgen. Wie ist es möglich, die Geschäfte ordentlich zu leiten, wenn die seine Compagnie 84 Gefangene auf die Wälle geführt habe. Sie direkt Belheckigten, die Mitglieder selbst, eS nicht der Mühe werth haben sich in Reihe und Glied aufgestellt, als ob sie zum Exer- halten, gestellte Fragen, was doch sehr oft vorkommen kann, um- ziren gingen. Nicht Emer zeigte Aufregung...." In einer gehend zu beantworten. Will man den Ausschuß in event. Fälle« Kori-espondenz der„Kölnischen Zeitung" vom 3. Juni 1871 heißt zar Verantwortung ziehen, so ist zuerst zu beobachten, daß ma« eS:„... In den am Fuße des Montmarue gelegenen Straßen, im Fauburg Montmartre und in der Rue Lafayette, denen ber Nordbahnhof als Citadelle diente, war der Kampf ein äußerst hartnäckiger. Im Nordbahnhofe hielten sich die dort eingeschlossenen Insurgenten— ei war den Truppen gelungen, dieselben zu um- zingeln— 12 Stunden lang. Die Truppen erhielten fortwährend Verstärkungen und konnten abwechselnd in den Kampf gehen, während die Insurgenten, welche sich im Nordbahnhose und hinter den Barrikaden besanden, die denselben umgaben, auf sich allem beschränkt waren. Dieser lange Widerstand hatte die Truppen äußerst erblttert, und als sie in den Nordbahnhof eindrangen, machten sie Alles nieder, was sie vorfanden...." Ein der Kommune gegenüber, wie gesagt, ziemlich vorurtheilSvoller Ge- fchichtöschreiber, Ludwig Witlig, sagt in seinem Werke„Die Kom- mune von PariS":„... Wie bereits erwähnt, volle acht Tage noch schlugen sich die letzten Schaaren der Kommune, als die Truppen schon in die Stadt gedrungen. Sie fielen wie die Veteranen CatilinaS, im Tode mit ihren Leibern den Platz be- seiner Pflicht demselben gegenüber auch nachzukommen hat. Mir Gruß und Handschlag Der Ausschuß. I. A.: Balth. Klerx. Allgemeiner deutscher Töpfcrverein. Krankfurt a. ZL. Unseren College» veS Allgemeinen heut schen TöpfervereinS diene hiermit zur Kenntniß, daß sich i« Frankfurt a. M. eine Mitgliedschaft gebildet hat, und sind z« diesem Zwecke Briefe und Anfragen zu richten an den unterzeich neten Bevollmächtigten, bei Herrn Hedrig, kleine Escheoheimel Gasse Nr. 26 Frankfurt a. M.» woselbst auch daS Vereinslokal ist. Zugleich rufen wir Allen College» Deutschlaads zu uns nach zufolge», damit wir unS bald zurufen können: Einer für Alle ual Alle für Einen. Mit Brudergruß und Handschlag. Der Bevollmächtigte Michael Herzog. Correspondenzen. Leipzig. Unser„Klein Paris" ist eine äußerst tanzlustige Stadt. In und außerhalb derselben laden allsonn- und feiertäglich eine Menge von VergniigungSlolalen zur Tanzbelustigunz ein, und die schlauen Wirthe und sonstige auS diesem Hange der Bevöl- kerung Nutzen ziehende Unternehmer finden außerdem noch Anlaß genug, die Reihe dieser zweifelhasten Erholungen wachsen zu machen und dem nur allzuschwachen Publikum daS Geld auS der Tasche zu locken. Da gibt'S patriotische Festlichkeiten, wie Sedanseier-c.; und der bekanntlich seit mehreren Jahren hier eingeführte Carneval spielt auch mit seinen Versuchungen in dieser Hinsicht eine be- denklickc Rolle. Ueber die sittliche Berechtigung des Tanze» läßt sich streiten, entschieden zu verwerfen aber ist die Sucht, wie sie sich hier zeigt, und die Art und Weise, wie man derselben an manchen Orten Genüge leistet. Die rohe Sinnlichkeit ist oft genug der unver- kennbare Antrieb dazu, manche Lokale werden geradezu von Pro- stitnirten und deren Anhang beherrscht, und Schaaren„feiner" terren suchen und finden hier Zerstreuung, die wüst genug ist. S soll hiermit nicht gesagt sein, daß die sogen, niederen Klassen frei sind von diesem Uebel. Wie sollen sich aber bei ihrer ewigen Sorge um Fristung deS Daseins, bei ihrer daraus sich ergebenden Abgcschlossensein von besserer Anregung, Impulse kund geben, die Gemülh und Geist in segenbrmgende Bahnen lenken? Je größer eine Stadt, desto mehr springt die Unmoral hervor. Jedermann weiß, worin das seinen Grund hat. Leipzig steht hierin nicht allein da. In einem Punkte aber wird eS wohl kaum von einer andern Stadt übertroffen— und daS ist die Sucht eines Theils seiner Bewohner, Gesellschaften zu gründen und zwar meist Ge- sellschaften, die keinen andern Zweck haben, als der seichtesten Ge- nnßsucht zu ftöhnen. Kneipen, Tanzen, Aufführen läppischer Theaterstücke, ein bischen Singen nebenbei, das sind die Beweg- gründe, gesellschaftliche Organisationen mit einer Wichtigkeit in's Werk zu setzen, die einer besseren Sache würdig wäre. Für diese Art von Gesellschaften ist natürlich der Carneval ein hochwill- kommener Anlaß, ihren Lebensgeistern von Neuem— und zwar in verstärktem Maße— alcoholische Anreizuug zuzuführen und im Spiele mit ihren wenn auch plumpen, so doch überaus leicht geschürzten Musen, ihrem kümmerlichen Geistesleben etwas Würze S verleihen. Selbstverständlich geschieht das alles unter dem eckmantel der Narrheit, soweit eS eines solchen bedarf. DaS rein geistige Zugeständniß dieser Narrheit reicht hier nicht aus, eS muß auch in äußerlichen, greifbaren Formen zum Ausdruck gebracht werden. Wer nun aber glaubt, daß diese hingebende Fürsorge der so zahlreichen hiesigen Gesellschaften dem nach Ergötzen drängenden Verlangen der„Klein-Pariser" Genüge leistete, der traut denselben bei Weitem nicht genug Lebenslust zu. Nein, die Privatunter- nehmungcn Einzelner müssen derselben noch als Ableiter dienen— und wahrhaftig! verschiedene der Herren Wirthe wissen das kost- bare Gut der Menge gar herrlich zu verwerthen— sie veranstalten große VolksmaSkenbälle. Selbst der recht aristokratisch thuende Wirth des hiesigen Schützenhauses, Königl. Hofrestaurant, ver- schmäht dieS Manöver nicht, er wiederholt es feit mehreren Jahren, waS in Anbettacht der guten Rechnung, die er dabei findet, ganz begreiflich ist, ebensowohl wie, daß er patriotischen Strömungen, die ja nicht gut ohne Toaste einherrauschen können, mit Küche und Keller zu Hülfe kommt. Dieselben lassen, wie das„Leipziger Tageblatt" gewöyulich schmunzelnd berichtet, nie etwas zu wünschen übrig. Der jährliche Maskenball im Schützenhause nun unterscheidet sich von ähnlichen Unternehmnngen dadurch, daß er das beinahe demokratisch klingende Auehängeschild„VolkS-MaSkenball" verschmäht unv dafür pomphaft kosmopolitisch einen Grand bal pare et masqnd ankündigt. Die Einladung in der ftemden Sprache, der ja in Deutschland jetzt so gründlich der GarauS gemacht werden soll, ist nun fteilich unfern Deutschthümlern etwas unangenehm. Die Mißstimmung wagt sich sogar bis ins „Tageblatt", das heißt anonym und auf dem zu bezahlenden Räume der Privatbesprechungea grollend. Jndeß, im Allgemeinen wird für diesen Abend der patriotischen Wallung von kräftigeren Elementen ein Dämpfer aufgesetzt— der grand bal pai-6 et masquS wirv„mitgemacht", der rührige Wurth hat gesorgt, daß Hunderte von FreibllletS unter das Publikum kamen, demzufolge sieht eS auf diesem„Balle" nun auch bunt genug auS. Nament- lich die weiblichen Erscheinungen ziehen den Blick auf sich. Die Seidenkleider rauschen, der Flitter glänzt— Leipzig scheint sein ganzes Schatzkäftlein weiblicher Reize hier ausgeleert zu haben. Allerdings— besonders die marktfähigen. Sind auch die„an- ständigen" Damen in Menge erschienen, um„sich die Sache ein- mal mit anzusehen", so müssen sie doch zurückttcten vor den glän- zenden Bordelldirnen und ihren Züchtern. Wie stolziren sie ein- her, diese Priesterinuev der BenuS in ihren meist erborgten Ge- wändern, ihre quellenden Formen zur Schau tragend, denn sie müssen doch leben, die Gefallenen, gut leben und dabei noch den Tribut entrichten, den Andere von ihrer Schande fordern! Un- ermüdlich, unverdrossen geht es treppauf, treppab; durch die Säle und über die Gänge wälzt sich der tolle Zug. Fanfaren schmettern; die am reichsten gekleideten Hetären werden prämiirt, zwar nur mit Firlefanz, aber ein' erhebendes Schauspiel ist« doch für unsere Bourgeois, junge und alte, ledige und ver- herathete. Dann beginnt der Tanz. Die Masken fallen, die Stimmung hebt sich, die Gliedmaßen kommen zur Geltung. Nach und nach beginnen in den Nebensälen die Einleitungen zur„freien Liebe;" patriarchalisch haben sich dort die verschiedenen Körper- schaften niedergelassen— der Louis fehlt nicht dabei— und der Wein erfteut deS Menschen Herz. RuvenS und Mackart werden in der dort sich entwickelnden Ueppigkeit unwillkürlich copirt, Hein- rich HeineS SarkaSmcn erklären sich hier. Ab und zu wagt ein Unberuferier Eingriffe in schon veräußerte Rechte, er wird mit mehr oder weniger fühlbarem Hinweis auf die Heiligkeit deS Eigen- thumS, seis auch deS schnell sich verändernden, zurückgedrängt. So geht es bacchanalisch bi» zum Morgen fort und daS Ganze endet als Zerrbild der heutigen Gesellschaft, wie es als solches, wenn auch etwas übertüncht begonnen hatte. Wenige Tage darauf wird in denselben Räumen der Jahrestag der Errichtung des deutschen Kaiserreichs und dann des Kaisers Geburtstag gefeiert, und mancher der Bestandtheile deS vergangenen MaSkenabendS nimmt daran Theil. Nou olet!— ES war nun einigermaßen interessant zu erfahren, waS wohl daS„Leipziger Tageblatt", welches ja gewissenhaft über derartige „Ereignisse" berichtet, für ein Referat über daS Fest bringen würde. Richtig, gleich auf der ersten Seite des Blattes Nr. 16, dicht unter den amtlichen Bekanntmachungen erschien es. Nach einer wohlwollenden Schilderung des Lebens und Treibens auf dem„Feste" und deS ganzen Arrangements desselben, kommt sol- gende Anschauung zu Tage:„Der darauf beginnende Ball war ungemein stark frcqucntirt, die Speiseräume durchgängig vollstän- big besetzt, das Gewühl überall groß, aber an allen Orten herrschte ! Anstand und gute Sitte. Bürgerliche Familien waren in großer Zahl vertreten und verliehen durch ihre Anwesenheit dem Feste einen soliden Anstrich, der sich wohlthnend über den ganzen Abend �verbreitete-c." Ob wohl der Redakteur deS„Tageblattes" mit seinen Angehörigen und seinem Redaktionspersonal bei diesem „soliden Anstrich" mit geholfen haben mag? Und wenn daS nicht der Fall war, welchen einfältigen Berichterstatter mag er wohl mit der Milch der frommen DenkungSart zu dieser Orgie geschickt haben? Genug, daS gelesenste Blatt deS„gebildeten" Leipzig be- richtet überhaupt über eine solch: und vervollständigt vou neuem den Beweis, welch riesiger Carneval daS bürgerliche Journalisten- thum ist. Der Phantasie jedes Einzelneu bleibt eS überlassen, dem„Leipziger Tageblatt" darin die gebührende Rolle zuzuweisen. Bezeichnend genug aber ist eS, daß sich die städtischen Behörden Leipzigs mit Vorliebe dieses Blattes z« amtlichen Bekanntmachungen bedienen, noch bezeichnender jedoch, daß daS Polizeiamt zu diesen Behörden gehört und wahrscheinlich an dem bewußtem Abende seine Sektion, die Sittenpolizei, diSpenfirt hatte. Schneeverg, 20. Januar. Seit länger denn einem Jahr wurde hier keine Volksversammlung abgehalten, und so begrüßten wir es mit lebhafter Freude, als uns mitgetheilt wurde, daß Ge- nosse Wiemer aus Magdeburg im IS. Wahlkreise agitiren wolle. So fand bereits gestern im Gasthos„zur Sonne", eine von ca. 500 Personen besuchte Volksversammlung statt, die einen sehr guten Verlauf genommen hat und dazu diente, das Klassenbewußt- sein der Arbeiter aufs Neue zu wecken und zu stählen. Die Ver- sammlung wurde von Parteigenosse Gustav Hörnig eröffnet und geleitet. Wiemer behandelte in nahezu zweistündiger Rede die Tagesordnung:„Die Arbeiterbewegung" unter großer Ausmerk- samkeit deS Publikums. Als Redner durch ein Referat deS„Erzgeb. VolkSft.", daS einen Vortrag deS BürgerschullehrerS Möckel auS Nsustädtel über StrikeS behandelte, sich veranlaßt sah, auf dasselbe «inzugehen und die Ansichten und Schlüsse des Herrn Möckel einer, wie Herr Möckel selbst zugeben mußte, ruhigen und leidenschaftS- losen Krink unterzog, sah sich ein hier gerade nicht sehr in der Achtung seiner Mitbürger stehender Mensch veranlaßt, den Re- ferent durch äußerst laute Gegenbemerkungen zu unterbrechen. Der Redner ließ sich daS gefallen, da ihn ein solches Benehmen nicht störte, nicht so daS Publikum, daS energisch die Entfernung deS Störenfrieds verlangte, und so sah sich der Exedeut bald an die frische Luft gesetzt, wo er mit dem an diesem Abend äußerst Heft tigen Sturmwind weiter hadern konnte. Es soll hier nur ange- führt werden, daß Herr Möckel die StrikeS als„reine Geschäfts- fache" betrachtete,„daß die größten StrikeS von der in London bestehenden Internationale angezettelt wur- den", und daß die StrikeS für die Arbeiter„eine Zeit der Erholung, unterbrochen durch interessante Bcrathungen, bei und nach denen es lustig hergeht."---„Darum wird auch so mancher Strike auS purem Uebermuthe unternommen". Gegen StrikeS giebt eS nach der Ansicht des Herrn Möckel kein anderes Mittel als„GegenstrikeS", und gelangt er zu folgendem Resultat:„Die Abhilfe kann deshalb auch nur dadurch geschaffen werden, daß man wieder zurück zu den früheren Einrichtungen(Zünfte ec.) greift, sie aber den veränderten Verhältnissen anzupassen und eS da- hin zu bringen sucht, daß Arbeiter und Arbeitgeber daS Hauptgewicht wieder aus daS legen, nicht waS sie trennt, sondern was ihnen gemeinsam ist und sie eint." In welcher Weise Wiemer jene Ansichten widerlegte, brauchen wir wohl nicht weiter auszuführen. Im Laufe seines Vortrages kam Redner auch auf die Betheiligung der Arbeiter bei den Wahlen tc. zu sprechen, und legte unter Anderen die Stellung klar, die unsre Abgeordneten im Reichstage einnehmen, und geißelte das Verfahren gegen dieselben in ziemlich scharfer Weise. Als Redner auch auf die Vorlagen resp. auf die legislatorischen Schöpfungen des Reichs- tagS zu sprechen kam, sollte er hierin nicht weiter kommen, als bis zum Landsturmgefetz. Kaum hatte er desselben Erwähnung gethan, als unser Bürgermeister erklärte, dem Redner daS Wort zu entziehen, falls der elbe nicht sofort das Landsturmgefetz bei Seite lasse, indem dasselbe nicht zur Tagesordnung gehöre; eS solle über die Arbeiterbewegung gesprochen werden und über nichts Anderes. Als ob das Landsturmgefetz nicht ebenfalls tief in die Arbeiterverhältnisse einschneide. ES war dem Referenten Haupt- sächlich darum zu thun, Klarheit über die soziale Frage zu schaf- sen, und auch den anwesenden Gegnern Gelegenheit zu geben, sich mit ihm in die Debatte einzulassen, und so that er für diesmal unserm Bürgermeister den Willen, und führte sein Referat ohne Landsturm, aber unter lebhaftem Beifall der Versammlung zu Ende. Von den anwesenden Gegnern meldete sich nur Herr Möckel zum Wort, seine Freud: ausdrückend, daß sein, wie er sagte, im „Erzgeb. Volkssr." ungenau wiedergegedeneS Referat eine solch ruhige und leidenschaftslose Kritik erfahren habe, er erklärte sich nicht mit allen Aussührungen deS Redners einverstanden. Seiner Ansicht nach sei eS unmögttck, daß der Mittelstand als Träger der Bildung(!!!) dem Großkapital weichen müsse und in die Reihen deS Proletariats hinabgedrängt werden könne. ES gäbe ein Mittel, um sich über den Wogen der industriellen Fluth zu erhalten, daS sei daS Genossenschaftswesen, die Produttivassoziation, durch Selbst- Hilfe gegründet. Dadurch würde Friede und Einttacht wieder- kehren, der soziale Krieg, der von uns, d. h. den Sozialisten her- aufbeschworen sei, würde vei schwinden. Die Sozialdemokraten hätten bis jetzt noch Nichts erreicht, da- gegen gebe eS viele Beispiele, was durch Selbsthilfe geschaffen sei, und empfehle er den Arbeitern als die beste Organisation die Hirsch-Dunker'schen Gewerkvereine, und rieth, daß alle Parteien Hand in Hand gehen wögen. Wiemer widerlegte den Referenten theilS durch statistische Belege, theilS durch andere treffende Be- weise. Er empfahl, nicht mit Parteien Hand in Hand zu gehen, die ihre Grundsätze nur zu oft verläugnen, in deren Reihen die Freiheit längst eine abgedroschene Redensart sei, sondern da Stellung zu nehmen, wo die bessere Ueberzeugung eS gebiete, und un- beirrt weiter zu arbeiten an der Befreiung der Menschheit auS der Despotie, der Sklaverei des Kapitals und der Knechtung des Geistes. DaS Referat hat auch seine Früchte gettagen, und haben wir nur noch den einen Wunsch, daß nicht, wie daS Mädchen aus der Fremde, jährlich einmal ein Agitator zu uns kommt, sondern daß solche öfter daS Gebirge besuchen und der ausgestreute Same wird seine Früchte tragen. Mehrere Parteigenossen. Hroßenhaiu. Trotzdem die Arbeitskräfte hier zureichen, können eS sich die hiesigen Fabrikanten doch nicht versagen, mit ihrer Werbetrommel von Ort zu Ort zu springen und Alles, waS sich nur irgend wie erhaschen läßt— ob Alt oder Jung, ohne Unter- schied deS Geschlechts— unter ihrer Obhut zur weiteren AuSbeu- !tung anher zu bestellen. Daß eS heute noch immer genug„fromme �Schafe" giebt, welche an den„Fabrikantsnhonig" glauben, ist bei !der großartigen VolkSverdummungSmaschinerie gar kein Wunder. Selbstverständlich giebt eS aber auch Arbeiter, die unter der Wucht der heutigen Produktionsweise und durch die mit detselben eng verbundenen fortwährend sich erneuernden GeschäftSkrifen überzählig werden und sich dann für jeden Preis verkaufen müssen. Diese überzähligen Proletarierhände sind ein herrlicher Fang für unser Fabrikantenthum, und werden zur leichteren Anlockung solcher „Menschenwaare" allerlei schöne Versprechungen gemacht, wie z. B. die hiesigen Fabrikanten mit„hohem" Lohn,„dauernder Beschäf- tigung" und anderem wohlfeilen Phrasengeflunker herumwerfen, um nur recht viele Arbeiter heranzulocken. So wurden u. A. von Grünberg Appreturgehülfen mit dem Versprechen herangezogen, daß sie wöchentlich 4 bis S Thaler verdienen können, waS aber nach dem üblichen Lohne, welcher höchstens 3 Thaler beträgt, eine ziem- lichc Aufschneiderei ist; und wenn daS Alles nicht wäre, so war eS eine Unverschämtheit, Arbeiter h-rzulocken, für die man gar keine derartige Beschäftigung hatte, wie eS hier der Fall war. Denn als die genannten Arbeiter ankamen, wurden sie von einer Fabrik zur anderen geschickt, aber in keiner derselben wurden Appretur- gehülfen gebraucht. Als dieselben sich beschwerten und Reisever- gütigung von dem Fabrikantenverein verlangten, wurde ihnen au» „Mitleid" andere Beschäftigung zugewiesen, bei welcher einer vou diesen Arbeitern in drei Wochen nach seiner eigenen Aussage 4 Thlr. 26 Gr. 7 Pf. verdiente und ein anderer ungefähr 2 Thlr. pro Woche. Wie eS sich bei einem derartigen Verdienst leben läßt, brauche ich wohl nicht erst näher auSzuführea. Aber das ist gewiß, daß diese Arbeiter ihre Verpflichtungen gegenüber den Quartier- und Kostgebern nicht erfüllen können. Und wer sind dieselben? ES sind verheirathete Arbeiter, welche ihre Miethe und übrigen Bedürfnisse allein nicht decken können und dayer genöthigt sind, mit Anderen ihre ohnehin kleinen ungesunden Wohnungen zu theilen und dieselben noch unwohnlicher zu machen, als sie bereits schon sind. Die logische Folgerung daraus ergiebt: daß die ohnehin bis auf's Mark ausgesaugten Arbeiter noch die von Seiten des Fabri- kantenvereines hergezogenen Arbeiter— die doch nur atS Eon- kurrenten zur Herabdrückung der Löhne bestimmt sind— größten« theilS erhalten müssen. Den weiblichen Arbeitern, die man herlockte, geht eS größten- theilS ebenso schlecht, dieselben haben ungeheuer zu kämpfen, um nur den Hunger zu stillen, und eS würde ihnen trotz alldem nicht gelingen, wenn sie nicht unter der Hand von Seite» der Herren Fabrikanten unterstützt würden; diese Unterstützung soll wahrschein- lich daS Schweigen dieser armen Geschöpfe erkaufen. Aber merkt ans ihr Herzlosen, über kurz oder lang fällt die Binde von den Augen dieser bethörten Arbeiter und euer ganzes Sündenregister wird an die Oeffentlichkeit gezerrt und dann nützt die ganze Schön- färbekunst nichts mehr, denn die durch Hunger abgehärmten und halbnackt dastehenden Gestalten werden mehr bezeugen als tausende schöner Worte. Bevor ich jedoch diese Zeilen schließe, kann ich nicht unter- lassen einige Musterexemplare noch zu kennzeichnen. Als besonders hervorragend steht da Richter, Direktor der sächsischen Tuchfabrik (Aktiengesellschaft), welcher, nebenbei bemerkt, sich den größten Theil deS TageS im„aufgeregten Zustande" befindet und vor lauter Uebermuth nicht weiß, wie er die Arbeiter behandeln soll. Ju Grobheiten auStheilen ist er ein Ausbund erster Größe und an Handgreiflichkeiten fehlt eS ihm auch nicht. Um die Arbeiter recht unter der Kaute zu halten, entläßt er alle, die den Muth haben, ihn in seinem Treiben zu stören, und ersetzt die Stellen durch neue Ankömmlinge, mögen letztere für hunderte von Thalern Schaden verursachen, er behält sie doch. In letzter Zeit hat er sich mit lauter protegsrten Speichelleckern umgeben, die ziemlich theuer zu stehen kommen. Es sind meistens Leute aus seiner Vaterstadt Brünn. Wahrscheinlich altej Familienerbstücke. Ein gewisser Schingel ist auch darunter; derselbe macht den Doppel- gänger deS Herrn Richter, weil er in anderer Eigenschaft mcht verwendbar ist. Daß dabei die Aktien immer mehr heruntergehen, darf bei solcher Mißwirthschast nicht Wunder nehmen. Es ist nur traurig, daß die Arbeiter bei derartiger Leitung, materiell zu Grunde gehen müssen.— Einem Arbeiter, bei Grünberg zu Hause, wurde eine Anstellung geboten, mit dem Bemerken: er soll seine Frau, sammt Familie(7 Kindern) herkommen lassen. Nach mehr- maligem Fragen über die Höhe seine» zukünftigen Lohnes erhielt er den angenehmen Bescheid, daß man ihm 2'/- Thaler pro Woche zukommen lassen würde. Diese trockenen Zahlen sprechen für sich selbst. Und nun zu den nächsten„Arbeiterfteunden." Tzschucke u. Otto: Für diese Herren ist jede» menschliche Ge- fühl eine Dummheit und ihr ganzes Thun und Treiben geht darauf hinaus, ihre Ausbeutungssucht immer mehr und mehr zu schärfen. So wurden in letzter Zeit durch allerhand Chikane die alten Arbeiter zum Verlassen der Arbeit gebracht, um durch dieses Manöver die Löhne leichter hcrabdrücken zu können. Ferner wurde schon mehrmals im hiesigen Anzeiger ein tüchtiger Selfaktorspinner für diese Firma gesucht. Natürlich findet sich keiner, der diesen Patronen die Arbeit für einen Hungerlohn verrichtet. Sie hatten einen tüchtigen Arbeiter, der l'/s Jahr die Arbeit zur Zufrieden- heit machte, dem mußten sie S Gr. vom Lohne pro Woche ab- ziehen, waS sich dieser Arbeiter nicht gefallen ließ und lieber die Arbeit verließ. Diese Dreistigkeit mußte bestraft werden durch daS Vehmgericht des Fabrikantenvereins. Er bekam im ganzen Orte keine Arbeit mehr und mußte denselben verlassen. DaS Ende vom Liede ist, die Werdetrommel zur Hand:„Tüch- tige" Arbeiter finden bei„gutem" Lohn„dauernde" Beschäf- tigung.— An Euch Arbeiter ist es, der Organisation beizutreten um baldigst solche traurige Zustände auS der Welt zu schaffen. Ferner rufe ich Euch noch zu, vergißt unfern Hauptkämpser den„BolkS- staat" nicht, führt ihm neue Abonnenten zu, denn nur ans diese Weise ist eS möglich, unser erhabenes Ziel früher zu erreichen. Und nun noch ein herzliches Lebewohl bei meiner Abreise von hier. Haltet fest zusammen, damit für die Zukunft eS den Herren Fabrikanten nicht so leicht gemacht wird) einen Arbeiter herauSzu- werfen. Hugo Schmidt. Kalle a. S. Die Arbeiterfraktionen beider Schattirungen am hiesigen Orte erklären sich mit der Vereinigung einverstanden und reichen hierzu von ganzem Herzen die Bruderhand. Möge ihr sehn- lichster Wunsch bald erfüllt werden. W. F. Bevollmächtigter für Halle. Wilhelmshaven, IS. Januar.(Zum Strike der WilhlemS- havener Zimmerleute.) Der Strike dauert ohne Unterbrechung fort. Noch stehen wir fest, und trotz der jesuttsschen Zersplitte- rungSversuche der Herren Meister gegen unsere Organisation ist doch noch kein Kamerad von der Fahne gewichen. Freilich ist die Roth eine große gewesen, und eS gab in den Hütten unserer Kameraden zur Weihnachtszeit keine so fröhlichen Gesichter, wie im vorigen Jahre, denn es fehlte überall am Besten. Aber ttotz- dem wir daS WeihnachtSfest und den 1. Januar nun hinter uns haben, ist doch noch keine Aenderung in unseren Arbeitsverhält- «isieu eingetreten. Die Meister bestehen nach wie vor darauf, uns den Lohn in einer Weise zu rednziren, der uuS kaum die Bedürf- niste anzuschaffen erlaubt, um nur ähnlich den KuliS existiren zu können. Dagegen bleibt uns kein anderes Mittel übrig, als diesen Angriff auf unsere Existenz entschieden zu pariren. DieS haben wir bis jetzt im Intereffe aller Kameraden Deutschland« getham und wenn unS dabei auch manchmal Hunger und Roth bestürmten, so erhob uns doch immer der Gedanle zur. größten Begeisterung, daß wir in diesem Kampfe nicht ollein stehen, sondern daß unsere übrigen Kameraden in Deutschland hinter unS stehen. Diese« Hinterunsstehen, Kameraden, ist jetzt für unS, um zum Siege zu gelangen, am noihoendigsten, denn die Herren Meister haben sich jetzt an ihre BundcSgenoffen nach Hannover, Rostock, Stral- sund u. s. w. gewendet, um von dorr her billige Arbeitskräfte heranzuziehen.— Arbeiter, Zimmerleute Deutschlands! Wir bitten Euch, mir aller Kraft dafür einzustehen, daß der Zuzug nach hier fern gehalten wird, tretet den Anwerbungen solcher Agenten ent- schieden entgegen, klärt die Zimmerleute in allen Städten aus, welche« Loos sie hier erwartet, wenn sie auf die„Leimrutheu" der Meister geben, unterstützt un« serner materiell, damit die Herren Meister nicht über un« triumphiren und unsere Lage nicht eine noch schlechtere werde, tretet ein für uns, denn unsere Sache ist auch die Eurige. Unterstützungen sind zu senden an die Expedition de«„Pionier", per Adreffe Kapell, Berlin, Waldemarstraße 56. Mit kameradschaftlichem Gruße Die strikcnden Wilhelmshavener Zimmerleute. Kerborn, 9. Januar. In Folge der beabsichtigten Einführung einer Kreisordnung für Heffen-Nassan, Rheinland und Wcstpfalen hat der hiesige Bürgerverern auch wieder ein Lebenszeichen von sich gegeben, indem er eine Resolution faßte, wonach vorerst da« Dreiklassen-Wahlshstem beibehalten werden möge, da die Bckdung nocd nicht in alle Schichten der Bevölkerung gedrungen sei; auch sollen nur Bürger wahlberechtigt sein. Sich über diesen Blödsinn selbst auSzulaffen, halten wir unter unserer Würde, und wollen wir nur diesen Bürgerverein näher charatterisiren. Genannter Verein, von den Koryphäen der hiesigen uationalliberalen Partei zum Zweck der Einwirkung auf die damals bevorstehende Bürger- meisterwahl vor einigen Jahren gegründet, litt aber, nachdem die letztern zu ihren Ungunsten ausgefallen war, schon lange an Ab- zehrung und glaubten wir, er sei längst todt. Doch die Maul- Helden von 1348, welche 1849 auf der NeuhoffnungShütte Kanonen fertigen ließen zur Bekämpfung resp. Aufhaltung der nach Baden marschirenden preußischen Truppen, dieselben aber unt Vivat«, Würsten und Biersäßchen empfingen, läßt ihr Ruhm nicht schlafen, sie müffen in der Welt gehört werden. Zu diesem Zweck werden dann 15—20 Mann(meistens arme Schlucker, welche dem Vorschußocreiu leibeigen) zusammengetrommelt und die in der Tasche habende Resolution vorgelesen, angcnom men und in alle Zeitungen verbreitet. Zur Berufung einer Volks Versammlung, in der auch Sozialisten erscheinen können, hat man nicht den Muth. Daß der Arbeiter hier weit mehr politisches Berständniß hat wie das Geldprotzenthum, zeigen die hiesigen Gcmeindewahleu, welche in der 3. Ciasie schon seit langen Iahreu stet« oppositionell ausgefallen sind. Daß die ganze Resolution uichl« wie die reinst Furcht vor dem Sozialismus ist, ist fonueuklar, und daß man nicht glaubt, daß der Sozialismus trotz Polizei und richterlichen Verfügungen ganz gestorben, beweist uns eben wieder diese Re- solution. Der Sozialismus wurde seiner Zeit hierher verpflanzt, er ist zwar unterdrückt(??) wuchert aber unter den Arbeitern doch fort oud wird auch zur Geltung gelangen. HLerwürschnitz. Wie fast allerwärt«, so gab eS auch hier harten Kampf bei den Gemeinderathswahlen, und wurde eine rege und erfolgreiche Agitation von Seiten der Arbeiterpartei betrieben. Die sozialdemokratische Partei, kräftig unterstützt von vielen Ge- meindemitgliedern, ließ an den hiesigen Gemeinderath im Monat September 1874 eine Resolution ergehen, in welcher der Ge- meiuderath höflichst ersucht wurde, die in der revidirtcn Landge- meindcorduung in so vcrschiedcuen Paragraphen aufgeführten Zu- lässigkeiten auch hier in Ausführung bringen zu wollen und durch Orlsstatut festzustellen. Die Uuterzeichueten gaben sich zwar nicht allzugroßen Erwartungen hin, die auch der Bescheiv von Seilen des Gemeinderaths begründete. Von den wenigen in der Refo- lution aufgeführten Puukteu fand der Gemeinderath nur für nölhig, die Zahl der Gemeinderathsmitglieder von 4 auf 8 zu erhöhen, den Wahltag bei Gemeinderathswahlen anstatt auf einen Sonntag festzustellen(da hierorts der bergmännische Gewerbsbetrieb fast der einzlge ist), soll dem Gemeinderath überlassen bleiben, serner, eine von allen Klassen der Gemeiudemitglieder gemeinschaftliche Wahl zu vollziehen u. s. w. hat der Gemeinderaih eine Aenverung oder ein Bedürfniß der bestehenden Gemeinderichtungen nicht zu er- blicken vermocht. Trotzdem nun, daß bei der jetzigen Wahl der Wahltag an einem Wochentag bestimmt war, haben diesmal be- sonders die Arbeiter bewiesen, daß sie von ihrem Wahlrecht Ge- brauch machen können, und eS hat eine solche starke Betheilizung bei dieser Wahl staltgesunden, wie kaum je eine hierorts nachzu- weisen ist, und haben wir daher einen glänzenden Sieg davon- getragen. Sämmtliche von der Arbeite, Partei aufgestellten Can- didaten sind mit großer Majorität durchgebracht worden. Mögen daher Diejenigen, die sich der Organisation der sozialdemokratrschen Arbeiterpartei, sowie dem dasigen Arbeiterverein angeschlossen haben, diese« beherzigen und erkennen, was eine vereinigte Masse zu thuü vermag. Haltet daher fest an dem Bau, welchen Ihr begonnen und tretet mit aller Energie für das gemeinsame Wohl der Mensch- heit ein; und auch Diejenigen, welche unserer Organisation noch nicht direkt beigetreten sind, mögen ein Gleiches thun, um ihre menschlichen Rechte zur Geltung zu bringen. Rur Einigkeit macht stark! Es lege ein Jeder seine Furcht ab; eS wird dadurch wahrhastig kein Bauerngut tausend Thaler billiger in Oberwürschnitz, wie einer unserer Gegner geäußert hat, als sie bei der Wahl unterlagen. Im Gegentheil werden selbige uns achten lernen und erkennen, daß eS schon lange auch besser für sie wäre, wenn sie sich un< und unseren Grundsätzen angeschlossen hätten.— Zu bemerken wäre noch, daß der Vorstand die Lücken in den Wayb listen auszufüllen hat, wenn er auf solche, wie geschehen, auf mcrlsam gemacht wird; oder meint der Vorstand vielleicht, daß eS seinem Belieben anheimgestellt sei, zur Wahl zuzulassen wen er wolle? Er hat nichts als feine Pflicht zu thun, und die ist ihm im Gesetz vorgeschrieben. Aeuöksnih. Da wir bei uns blos eine Schulgemeinde bilden, so hatten wir Sonntag den 20. Dezember v. I. Reuwahl des Schulvorstandes, welcher aus 3 Angesessenen und 2 Unangeseffeneu besteht. Alle 5 wurden aus der Arberlerpanei gewählt, trotz der großen Mühe der geringen Zahl ReichSfreunve, und der großen Lauheit der anderen Wähler gelang eS unfern Gegnern doch nicht, einen ihrer Candidaten durchzubringen, was ihnen großen Aerger verursacht. Vielleicht findet sich wieder eine Gelegenheit, wo sie sich in ihren gerechten Zorn wieber»ähern können, wie bei der letzten ReichStagSwahl. ZVolfenöüttek. Am 13. d. MtS. hielten wir eine sehr gut besuchte Mitgliederversammlung ad mit der Tagesordnung:„Die Vereinigung der beiden sozialdemokratischen Fraktionen". Mit warmen Worten sprachen sich mehrere Mitglieder über die schon längst gewünschte Vereinigung aus unter Hinweis auf die Nach- theile der bisherigen Entzweiung. Die letzten Wahlen hä'.ten be- wiesen, daß nur ein gemeinsames Vorgehen zum Fortschreiten führe. Von andern Mitgliedern wurde erwähnt, es sei Pflicht der Mitglieder, die Führer beider Fraktionen zu drängen, die Einigung herbeizuführen. Nach der Debatte wurde folgende Resolution einstimmig angenommen:„Die heutige Versammlung sieht mit Freuden der Vereinigung der beiden sozialdemokratischen Frat- tionen entgegen und verpflichtet sich, für die baldige Vereinigung einzutreten.„ I. A: F. S. Neustadt a. d. Kaardt.„Die gemeinsamen Interessen zwischen Arbeitgeber und Arbeicnehmer" lauiete das Thema, über welches Herr„F. Worthmann aus Leipzig" im hiesigen Gewerbeverein unter Zuziehung deS ArbeiterbildungSvereins einen„Vortrag" hielt, der aber weiter nichts war, als der alte Köder und die bekannten Phrasen vom Partnership-System: AuS Leibeskräften arbeiten und mit dem Material ja recht sparsam umgehen, damit der Fabrikant einen ansehnlichen Mehrgewinn erziele, wovon er daou am Jahresschlüsse„seinen" Arbeitern einen Gnadeubeocken zuwirft. Die Hauptaufgabe dieses Helden war jedoch eine ganz andere, welche er denn auch zur vollen Zufriedenheit der anwesenden Herren Bourgeois löste. Verleumden und Besudeln der Sozialdemokratie und deren„Führer". Ich habe den Pfaffen Schuster aus Stutt- gart lügen hören, allein so wie dieser Worthmaun benahm er sich nicht. Nachstehende Pröbchen mögen als Illustration dienen: „Die Sozialdemokraten, diese rohen Kerle, verständen sich am besten aus Stuhlbeine und Biergläser, ihre Führer verjubelten die sauer verdienten Arbcitergroschen, seien die gefährlichsten Menschen, man müsse sie mit sammt ihren Utopien zum Lande hinausjagen, er fei gewiß der Letzte nicht, der, wenn'S zum Klappen käme, mit Allem dreinhauen würde. Bebel, der Schwärmer, und Anhang, wen» wirklich an's Ruder kommend, feien zu unfähig zum Regieren, das habe man an der Pariser Kommune gesehen, deshalb sei eine dauernd siegreiche Revolution uicht zu befürchten, wähl aber hinten- nach ein Säbelregiment wie dies jetzt in Frankreich der Fall sei.-c." In dieser Weise ging es fort bis zu Ende. Recht nett war es auch mit anzuhören, wie sich dieser Herr als der Erfinder der industriellen Partnerschaft ausspielte; daß er bis jetzt in 40 beut- schen Städten darüber gesprochen, aber nirgends so recht Anklang gefunden, im Gegentheil hätten ihm schon viele Fabrikanten Ein- wände gemacht.— Selbst eine GcstnnungSgenossin von ihm, die „Neustadter Zeitung", ruft ihm nun ebenfalls nach, er möge Neu- stadt zu den 40 Städten hinzuzählen. Den Parteigenossen aber möchte ich rathen, diesem„Kerl" bei passender Gelegenheit gehörig aus die Finger zu klopfen. ßannstadt, 13. Januar. Gegenübers den verschiedenen sich widersprechenden Artikeln in den hiesigen Zeitungen über den momentanen Ausstand einer großen Anzahl Arbeiter der G-br Decker'schen Maschinenfabrik am 11. d. M. sei hier der Sachver- halt der Wahrheit gemäß von einem direkt dabei Bctheiligten der Oeffentlichkeit übergeben.„Als am Samstag, den 9. d. M., Nachmittag«, den Arbeitern der Fabrik die Lohoreduktion durch ihre Prinzipale eröffnet wurde, enthielten sich die Arbeiter jedes Einspruchs gegen dieselbe, da ihnen die Sache gänzlich unoor bereitet über den Hal« kam. Dem ersten Erstaunen totste sivow bald eine zu natürliche Aufregung und am Montag, den 11. d. verließen plötzlich um 10 Uhr Vormittags ungefähr 250 Mann die Fabrik und begaben sich in da» Gasthaus des„jungen Hajen', um sich gemeinschaftlich über das Vorgehen der Prinzipale zu besprechen. Nach kurzen Berathung wurde folgender Protest eiu- stimmig angenommen: „Die heute Vormittag 10V- Ahr im„jungen Hasen" ver- sammelten Maschinenarbeiter, Schmiede, Schlosser, Dreher rc. der Gebrüder Decker'schen Maschinenfabrik unterbreiten den Herren Gebrüder Decker auf die am 9. d. M. angekündigte Lohureduktion von 10 pCt. solgeuden einstimmig angcnom- mevcn Protest zur geneigten Berücksichtiguug: Bereits im August und Oktober deS vorigen Jahre« wurden von den Akkordpreisen nacheinander 30— 33 pCt. abgezogen. Die nunmehr angekündigte Reduktion des festen Lohnsatzes trifft die Arbeiter um so härter, als inmitten eines strengen Win- ters die Existenz Angesichts der theuereu Lebensbedürfnisse für jeden Familienvater sehr schwer ist. Wir hoffen, daß die Herren Gebrüder Decker das gute Einvernehmen, welches bisher zwischen Ihnen und Ihren Arbeitern bestand, nicht absichtlich zu stören gewillt sind,— und knüpfen hieran die einstimmige Bitte, die angekündigte Lohnreduktion wieder zurückzuziehen." Sodann wurde eine Deputation, bestehend aus acht Mann der versckiedenen Branchen der Fabrik, gewählt, welche sich Nach- mittag« 2 Uhr zu den Herren Gebrüder Decker begaben, um den Protest, sowie ihr Anliegen mündlich zu unterbreiten. Die Unter- redung währte sehr lange. Die Herren Prinzipale suchten die Lohnrcduktion in erster Reihe zu rechtfertigen; sodann machten sie den Arbeitern den Vorwurf, daß dieselben zu wenig sparsam, daß sie luxuriös wären; sie sollten vou ihrem Gelde Spaareinlagen machen und sich dann Staatspapiere kaufen zc. Natürlich wurden alle diese Zumuthungen durch die Deputation als unausführbar für den Arbeiter widerlegt, jedoch ohne einen günstigen Erfolg erzielt zu haben, mußte die Deputation wieder zu ihren Mrt- arbeitern zurückkehren. Es blieb Alles beim Alten. Von einem beabsichtigten Strike war selbstverständlich bei den Arbeikern An- gesichtS der schlechten Zeitverhältnisse keine Rede. Die Arbeiter aber haben eine Lehre auS diesem Ereigniß gezogen, und sich TagS darauf zu einer Metallarbeiter- Genossenschaft constituirt. Ihrem Beispiele werden Hoffevtlich sämmtliche einsichtsvolle Arbeiter folgen."(„Süddeutsche Volks- Zeitung.") Mannheim, 13. Januar. Nach freiwilliger Abdankung unser« Vertrauensmannes C. Deuscherer hielten wir gestern eine geschlossene Mitgliederversammlung ab. Tagesordnung: 1) Wahl eines Ver- trauensmanseS; 2) die Vereinigung beider Arbeiterfraktionen. Der erste Punkt fand feine Erledigung, indem Franz Pfeifer einstimmig gewählt wurde. Der zweite Punkt wurve ebenso glänzend gelöst. Es sprachen sechs Redner sämmtlrch zu Gunsten der Vereinigung. Parteigenosse Mai, welcher für diesen Abend den Vorsitz führte, brachte folgende Resolution ein: „Die heutige Versammlung erklärt sich mit den Vorschlägen de«„VolkSstaat" über die Vereinigung einverstanden, und stellt eine gemeinsame Versammlung beider Fraktionen in Aussicht." Die Resolution wurde einstimmig angenommen. Heute hat uns Freund Ehrhardt verlassen; möge er seine alten Kampfge- nossen uicht vergessen und in seinem neuen Wirkungskreise tüchtig weiter agitiren. Ein herzliches Lebewohl. Mit sozialdemokratischen Gruß. Karl Kuhn, Schriftführer. Srieskasteu der Redaktion. H. Schm. in Kassel: Die„Nuiou" erscheint alle 14 Tage in Hamburg, die übrigen die„Union" betreffenden Fragen kann Ihnen am Besten die Post beantworten; den Bolksstaatkalender können Sie bekommen. Quittung der Expedition. B. Grndmnn Großenhain Schr. 2,70. El» Stull- gart Str. 0,40. Wuklr Arnstadt Schr. 0,60. Lbmn Chemnitz Schr. 1,26. Rnhld Calnberg Schr. 6,00. Rttmnr München Schr. 18,90. Rtmr Regensburg Schr. 1,50. Lgt Witten Schr. 2,75. Buchbinderver. Hamburg Ann. 1,00. Zsch Neu-Reudnitz Ab. 41,25. Schaskopf-Club- J Thonberg Ann. 1,00. Tb. Jndr Brünn Schr. 18,00. Gewerksch. der* Manuf.-Arb. NowaweS Ann. 2,25. Wntr Fracken Hausen Schr. 2,86. Pfrtzr Hohenstein Schr. 20,25. Mßg Offenbach Ann. 2,20, Schr. 3,00. Sckltz Hamburg Ab. 6, SO, Schr. 93,50. N. Mrkvc Semlin Ab. 1,70. Wß Mühlhausen Schr. 0,65. W. Erl St. Johann Schr. 10,00. GenossenschastSbuchdnukerei. Antheilscheine bez. Antheilquittungen erhielten ferner: I. in Berka a. d. Ilm M. 120,00. Hdlch.(20) Dresden Anzeigen!e. Der Arbeiter- Bildung«- Verein feiert Montag, den Februar a. c. sein Vierzehntes Stistnugsfest bestehend in FestaetuS, Cammer« u.»all, m den Sälen der„Soeietät" (Lussert'S Etablissements, Königstraße 8. Freunde des Verein« und Parteigenossen von Nah und Fern werden hierzu freundlichst eingeladen. Eintritt nur gegen Karten ä 30 Pfg., welche vorher im Bereinslokal, Palmstraße 20 pari., zu entnehmen sind. Anfang Vz8 Uhr Abends.[250] Sozialdemokratische«rbeiterparten V?/lUvl|CIU Montag, den 2. Februar, Abend» 3 Uhr: .. Mitglieder-- Versammlung beim Wirth Everty.— T.-O.: Parteiaugelegenheitcn. ___ Der Vertrauensmann: B. Horn.[40] Donnerstaz, den«.�Februar, Abend» halb 9 llor,' im Lokale de» Herrn Thomsen, Neust. Neustr. 25:> 7' Oeffentliche Cigarrrnarbeiter- Versammlung. Tagesordnung: Vortrag de« Herrn Hartmann. Die Hausindustrie und ibre Folgen. HL. E» ist ist dringend nöthig, daß jeder Hausarbeiter am Platze ist. ____ 3. A.: I. Richter. s80j It I H Der alte, bekannte Arbeit«- Nachweis für Auchöinder befindet fich nach wie vor bei Herrn B a ch m a««, Großer Burstah unter 26. Der Hamburg. Altonaer Bachbinder-Berein. I. A.: 3. Ritter.[100] Gewerkschaft«- Vorstände. er tr U. m Ul br vvM/5l£| Freitag, den 29. Januar, Abend« 8 Uhr: Zusammenkauft l» bei Schreiber, Münzgaffe Nr. 3.___ K.[30]|_ Gewerkschaft der Hollarbeiter. Sonnabend, den 30. Januar: Versammlung gr. Wind- mühlenstraße Nr. 7.— T.-O.: 1) Fortsetzung der Diskussion über Zweck und Nutzen eine« Gewerksch aft«-Arzte». 2) Kragekasten. Aufnahme neuer Mitglieder.___ D. B.[50] Leipzig »r Donnerstag, dm 28. ds«. Mt«., Abmd» halb 9 Uhr, im Saale de« Hrn. Jacobi(ftüher Zahn) Rosenthalgass« Allgemeine Versammlung aller Svzialdemokraten von Leipzig und Umgegend. Angehörige der sozialdemokratischen Arbeitervereine, de» Allgemein« deutschen Arbeitervereins, der Laflalle- Schule haben Zutritt gegen Bor- zeigung der betr. Mitglieds-Karle. Tagesordnung: 1) Fortsetzung der Diskussion über die Bereinigung der sozialdemokratischen Fraktionen. 2) Diskosfion über die Grundlage ,ur Vereinigung�— Zahlreiche» Erscheinen erwarten _ Ra mm. K r e tz s ch m a r. L i e b i s ch.[120 Gewerkschaft« Gewerkschaft«. Vorstände •wU PßlfJj Freitag, den 29. Januar, Abend» 8 Uhr: Zusammenkunft bei Schreiber, Münzgasse Nr. 3._ Arbeiterbilduugsvereiu. K.[30 -..llUÄlW Deutsche Sektion der Internationalen Arbeiterassoziation 81 Line Lost T-rvero, Kornnann Street Oxtord Street W. C, Bersammlungsabende Mittwoch und Samstag. Jeden Dienstag englischer Sprachunterricht. Der Sekretär:' mlb] Löo Frankel, 13 Mortimer Street W.[70 Photographien von Theodor Horck in Blfitenkartensormat -i 2b Pfennige das Stück, das Dutzend zu 5 Rmk. gegen baar sind von heute an zu beziehen von der Buchhandlung de»„Bolksstaat". ktB. Da von Jorck kein größere» Bild existirte und da»selbe nur mit großem Auswand« an Zell und Kosten von«wem Bildchen in Medaillonsormat abgenommen und vergrößert werden konnte, so hat fich unser Photograph da» Eigenthumörecht ans diese» Bild vorbehält« Anfertigung von Copieen ist deßhalb verboten! Todes-Unzeige. Allen Freund« und Parteigenossen die traurige Nachricht, daß hmte Morgen um 4 Uhr nach langem Krankenlager unser unvergeßlicher Frmnd und Parteigenosse Carl Wenzel an der Lungenkrankheit gestorbm ist. Witten, den 22. Januar t875. Die Witteuer Parteigeuofleu.[50 «Ol tu ei, S' fle toi we «v: Mi di< Bi »ri ein in ge, wr Gi kau int In defi Tr< här sich hell lun diu We! bei thll! abz i-chl Di- hal dabl von dos Vom 1. Februar an ist meine Adresse: I. Auer, Pferdemarkt Nr. 46» 4. Etage, Hamburg.[5® Otto Ascher au« Delitz(Königr. Sachsen), Modellschlosser, ftüher in Graz jetzt in Leipzig, wird ausgefordert, seiner Verpflichtung gegen die Productivaffociation der Kleidermacher in Graz binnen 8 Tag« nach' zukommen. Carl Frank, Geschäftsleiter.[40] Bitte. Ich ersuche jeden Parteigenossen, dem es möglich ist, mir Auskunft zu ertheilen, wo sich der Schneider Eduard Schuedeltach aufhält., H. Baas, Mandelstraße 3, Brauuschweig.[75 Notiz. Die Besteller von Kalendern 75, Sack: Unsere Schul«, Fremdwörter- buch, werden getete», noch einige Tage sich zu geduldigen, bi» wir votf Buchbinder in den Besitz genannter Sachen gelangt find. Die Buchhandlung de»„Bolksstaat" Verantwortlicher Redakieur: R. Seiffert. Redattiou Hshestraße 4, Expeditton Zeitzerstraße 44, in Leipzig. Druck und Verlag der Geuoffeuschaftsbuchdruckerei. tu Leipzig. Par soll, und bie her letz, bare Mit bie ist.' «ant Vach »Lar »icht Gew bekai gebe, bei beste! iW' vlbei