Erscheint In Leipzig Mütwoch.Freitrig, Sonnlag. Bestellungen nchinen an alle Postanstalten u. Buchhand- lungen des In- u.Ausiandes. Filial- Expeditionen für die Bereinigten Staaten: F. A. Sorge, Box 101 Hobnken, N. J. Peter Haß, 8. W. Corner Third and ooates str. Philadelphia. Der Volk Adoiinemtnlsprels für ganz Deutschland IM. tili Pf. pro Quartal. Monats- Abollilei!ient'> werden bei allen deutsch, u Postanstalten auf den Lkn u. Zten Monat und auf d. n. 3ten Monat besonders n.- geuommen; im Kgr. Sachs � u. Hrzgth. Sachs.-Altenbu. auch auf den Iten Monat d. Quartals a 54 Pf. OrgandersozialdemokratischenArbetterMrteiMdÄermternationalenGelvertsgengsstnschasten. Zierate, die Aibalwng von Partei-, Uereiu»- and K»ll«vtrfammluageu, sowie die Ftlial- Expevittonen und fonsttge Partei-Angclegenheiteu betreffend, werden mit 10 Pf.,— Privat- und Bergnügung«- Anzeigen mit 25 Pf. die dreigespaltene Petit-Zeil« berechnet. Ufr. 13. Mittwoch, 3. Ieöruar. 1875. // Abonnements auf den„Volksstaat für dm Monat Februar zu 55 Pfennig werden bei allen deutschen Postanstalten, für Leipzig pro Monat zu 60 Pf. bei der Expedition, Zeitzerstraße 44, und bc-i Colpor- teur Müller, für die Umgegend von Leipzig bei den Fiiial- expeditionen: für Volkmarsdorf, Reudnitz, Neuschönefeld:c. bei Frau Friedrich, Anger Nr. 5, für Connewitz zc. bei Teubert, Bornaische Str. IS, für Kleinzschocher und Umgegend bei Fleischer, Nr. 87 daselbst, für Thonberg u. Neureudnitz bei Zeitungsspediteur Zschau, Neureudnitz 15, l Tr., für Plagwitz und Lindenau bei Schuster, Merseburgerstr. 26, für Gohlis:c. bei O. Pcukert, Hauptstr. 19, für Stötteritz bei Fr. Boge- nitz, Hauptstr. 38, angenommen. Für Berlin wird auf den„Bolksstaat" monatlich für 75 Pf. frei in's Hans abonnirt bei Trautmann, Mariannen- straße 4, vorn 3 Tr.; Rnbenow, Brunncnstr. 34 im Laden; I. Ehmann, Grünthalcrstr. 34. Der Abonnementsbetrag ist bei Bestellung zu entrichten. eine Kasse einzutreten— gut. Aber den Arbeitern muß auch die Verwaltung ihrer Kassen überlassen, und jeder fremde Einfluß ferngehalten werden, ob derselbe durch Einzahlungen, die ja doch schließlich vom Geld der Arbeiter erfolgen, erkauft wird oder nicht. Von der Schädlichkeit dieses Einflusses wissen vor Allem die Bergarbeiter ein Liedchen zu ssngen. Hier liegt der entscheidende Punkt. Jedes Gesetz, das den Arbeitern nicht das ausschließliche Recht der Verwaltung ihrer Kasse» einräumt, ist ein schlechtes Gesetz, denn jede Arbeiterkasse, deren Verwaltung sich in den Händen oder unter dem Einfluß der Arbeitgeber be- findet, wird dadurch eo ipso aus einer HilfS-, aus einer Unter- stützungSkaffe in eine Unterdrückungskasse verwandelt; sie wird, wie daS namentlich die Bergarbeiter mit ihren KnappschaftSkassen erfahren haben, zu einem Strick, welchen das Kapital den Arbeitern um den Hals wirft, sobald sie sich nicht de- müthig ducken. Gewerbliche HUfskaffen. Offiziös wird geschrieben: „Der Reichskanzler hat dem Bundesrath den Entwurf eines Gesetzes, betreffend die Abänderung des Titel VIII. der Gewerbeordnung und eineS Gesetzes über die gegenseitigen Hilfskassen vorgelegt. Die Entwürfe sind bestimmt, den in § 141 der Gewerbeordnung beruhenden, die gewerblichen HilfS- lassen betreffenden Vorbehalt zu erledigen. Die auf diesen Gegen- stand gerichteten Vorarbeiten haben bereits im Laufe des vorigen SommerS zur Ausstellung von zwei Gesetzentwürfen geführt, welche den Bundesregierungen unter Erläuterung der zu Grunde liegen- dm Anschauungen mitgetheilt wurden. Die darauf eingegangenen Aeußerungen gaben die Anregung zu weiteren Erwägungen über eine große Anzahl der einzelnen Bestimmungen der Entwürfe. Auf dem Erzebniß beruhen die gegenwärtigen Vorlagen. Den Ent- würfen sind keine Motive beigefügt. Abgesehen davon, daß Trag- weite und Zweck der einzelnen Bestimmungen der Hauptsache nach den Regierungen aus den bisherigen Verhandlungen bekannt ge- worden sind, liegt es auch nicht in der Absicht, schon jetzt eine Beschlußfassung deS Bundesralhes über den Inhalt der Vorlagen herbeizuführen. Der Wunsch des Reichs kanzleramtes geht vielmehr dahin, den zweiten Entwurf über die gegenseitigen Hilfskassen zu- nächst weiterer Kritik und zwar auf einem Wege zu unterstellen, zu welchem eS die Zustimmung deS BundesraihS einholen zu sollen glaubt. Der ftagliche Entwurf emhält eine Reihe von Be- stimmungeu, für deren endgiltige Feststellung die dem Reichskanzler- amt zugänglichen Materiahen eine genügende Unterlage nicht ge- währm, da für ihre Bcurtheilung die in der Verwaltung und Beaufstchtigung der HilfSkassen unmittelbar gewonnenen praktischen Erfahrungen von überwiegender Bedeutung sind. Zu diesen Be- stimmuugen find vor Allem zu rechneu: die Vorschriften über Ein- trittSgelder, über Karenzen, über die Höhe der Unterstützungen, über die Pflicht zu einer Rückgewähr, über die Schließung der Kassen, endlich über Form und Umfang ihrer Rechenschaftslegung. Um das Material für eine sichere Beurtheilung der angedeuteten Verhältnisse zu gewinnen, erscheint es dem Reichskanzleramte rath- fam, nicht nur den Entwurf zu veröffentlichen und aus diesem Wege der Kritik der zunächst betheiligten Kreise zu unterstellen, sondern gleichzeitig auch da» Urtheil einzelner, mit dem Hilfskassen- Wesen praktisch vertrauter Männer darüber einzuholen. Auf Grund der so vervollständigten Unterlagen würde das Reichskanzleramt die Entwürse festzustellen, mit Motiven zu verschen und zur Be- schlußnahmc in der Sache selbst dem BundeSrath zu unterbreiten haben. Der BundeSrath ist aufgefordert worden, sich mit dem vorgeschlagenen Verfahren einverstanden zu erklären.— Der erste Gesetzentwurf wegen Abänderung deS Art. 8 der Gewerbeordnung zerfällt in 2 Artikel. Art. 1 läßt an Stelle des§ 141 der Ge- werbevrdnuug neue ZZ 141 bis 141(1 treten, welche die Zulassung gewerblicher Hilfskassen durch OrtSstatut, die Pflicht der Gesellen, Gehilfen, Lehrlinge und Fabrikarbeiter in die Kassen einzutreten, die Pflicht der Arbeitgeber, ihre Arbeiter zum Eintritt anzuhalten, zu unterstützen und anzumelden, die Anordnung der HilfSkassen für größere Bezirke durch die höheren Verwaltungsbehörden, die Au«- dehnuug der Bestimmungen auf BergwerkSgruben- rc. Arbeiter und Arbeitgeber, dagegen nicht auf die Hüttenwerk«- arbeiier, endlich Gleichachtung der bestehenden HilfSkassen mit den durch das neue Gesetz zu bildenden, betreffen. Der Gesetzcnt- Wurf über die gewerblichen HilfSkassen umfaßt 36 Paragraphen, er stellt die Bedingungen fest, unter denen die Unter- stützungskassen die Rechte einer gewerblichen HilfSkaffe erhalten, er schreibt Grundlage und Umfang der Kassenstatuten vor, präzisirt die Rechte und Pflichten der Mitglieder, die Leitung der Kassen durch Borstände, die Ueberwachung der Verwaltung, Schließung und Auflösung der Kassen u. s. w. Verfassung und Rechte der bestehenden auf Grund landesgesetzlicher Vor- fchriften errichteten HilfSkassen will der Entwurf nicht berühren. Auch für die KuappschaftSvereine verbleibt es bei den besonderen Bestimmungen." DieS die offiziöse Mittheilung. Dieselbe ist leider so unbe- stimmt gehalten, daß ern bestimmtes Urtheil flch unmöglich bilden laßt. Vor Allem ersehen wir nicht, wre eS um die Verwaltung der Kassen stehen soll. Daß jeder Arbeiter verpflichtet werde, in Die Most'sche„Petition". Der Bericht der„Commission für Petitionen"(Berichterstatter ReichStagSabgeordnetcr Fenner) ist soeben erschienen, und lautet: Der Reichstagsabgeordnete für den 16. Wahlkreis deS König- reichS Sachsen, Johann Most aus Mainz, welcher gegenwärtig eine ihm vom Königl. Preußischen Stadtgericht bezw. dem Kam- merzericht zu Berlin wegen Vergehens gegen die öffentliche Orb- nung und wegen Beleidigung auf Grund der Ztz 130 und 185 deS Reichsstrafgesctzbuchs zuerkannte Gcfängnißstrafe von einem Jahr und sieben Monaten in dem Gefängniß am Plötzcnfee bei Berlin verbüßt, hat sich in einer Petition an den Reichstag ge- wendet und gebeien: I. auf das Zustandekommen eines Gesetzes, durch welches die Behaudlung politischer Gefangener in zeitgemäßer Weise ge- regelt werde, baldmöglichst hinzuarbeiten; II. den Reichskanzler aufzufordern, die Preußische Regierung zu veranlassen, die geeigneten Schritte zu thun, daß Petent im Strafgefängniß am Plötzensee, wo er gegenwärtig po- litischer Vergehen halber internirt sei, eine solche BeHand- lung erleide, wie sie politischen Gefangenen gebühre, näm- lich, daß er nicht, wie bisher geschehen, zu Zwangsarbeit angehalle«, zum Genuß der Gesängnißkost genöthigt und in der freien Wahl seiner Lektüre beeinträchtigt werde, viel- mehr da« Recht der Selbstbeköstigung und der literarischen Beschäftigung zugestanden bekomme. Zur Begründung führt er im Wesentlichen Folgendes aus: Zu 1. Die Vollstreckung der Gefängnißstrafc gehe in Deutsch- land zur Zeit in einer geradezu anarchischen Weise von Statten; so werde z. B. das Recht der Selbstbeköstigung bald Jedem zu- gestanden, bald nur sogenannten distinguirten Personen, bald nur solchen, die sich leicht vergangen hätten, bald gar Keinem; die Zwangsarbeit sodann sei in einem Gefängniß ob- ligatorisch, in emem anderen nur in beschränktem Maße und in einem dritten gar nicht eingeführt; und so gleiche die Gefängniß- strafe an einem Ort der Festungshaft, am anderen der Zuchthaus- strafe. Solche Zustände seien unhaltbar und ein Strafvollzugs- Gesetz ein dringendes Bedürfniß; hierbei aber sei es nothwendig, hinsichtlich der Behandlung solcher Personen, die wegen poli- tischer Vergehen zu Freiheitsstrafen verurtheilt seien, spezielle Be- stimmuugen zu treffen. Bielleicht empfehle es sich auch, da« Straf- gesetzbuch entsprechend zu ändern. Allein auf die demnächstigc gesetzliche Regelung könnten die dermalen wegen politischer Vergehen zu Gefängnißstrafc Verur- theilten nicht warten, vielmehr sei zu wünschen, daß möglichst schleu- nig durch eine Art Nothgesetz den gröbsten Mißständen abge- Holsen werde. Daß-in solches Gesetz Bedürfniß sei, ergebe sich aus der in den verschiedenen Staaten verschiedenen Behandlung sozialdemokratischer Sträflinge, welche in Sachsen ziemlich human in Bayern und Hessen und namentlich in Preußen mit besonderer Härte behandelt würden. Zu 2. Nachdem das gegen ihn ergangene Strafurtheil die Rechtskraft beschritten, habe er beim Preußischen Justizministerium den Antrag gestellt, es möge ihm gestattet werden, seine Strafe in der Berliner Stadtvoigtei, wo er seit einem halben Jahre in Untersuchungshaft gesessen, zu verbüßen, weil in der Strafanstalt am Plötzcnfee der Selbstbeköstigung und Aehnlichem, waS ein po- litischer Gefangener zu beanspruchen berechtigt sei, Hindernisse im Wege ständen. DaS Justizministerium habe aber daS Gesuch an daS Kammcrgericht, dieses dasselbe an das Stadtgericht abgegeben, welches letztere sich dahin ausgesprochen habe, daß kein Grund vor- liege, mit ihm, Most, eine Ausnahme zu machen. Inzwischen sei er gemeinsam mit sieben Spitzbuben in einen Wagen gepackt und nach der Strafanstalt am Plötzensee übergeführt worden. Bife. Dort habe er alsbald beantragt,' daß ihm, da er pokitifcher Gefangener fei, erlaubt werden möge, sich selbst zu beköstigen und literarisch zu beschäftigen. Darauf sei ihm jedoch Seitens der Direktion bemerkt worden:„er sei kein politischer Gefangener, solche gäbe eö überhaupt gar nicht; Leute seines Schlages seien eigentlich weit m fährlicher als Diebe; er müsse die Jacke anziehen, die HauSkost essen und das übliche Arbeitspensum liefern, und zwar werde man ihn, da er Buchbinder sei, der Cartonage-Ab- theilung zuweisen." Auf seine Gegenvorstellung sei zwar die Ent- scheidung auf 24 Stunden ausgesetzt, nach deren Ablauf ihm je- doch eröffnet worden: daß ihm das Tragen der eigenen Kleider gestattet sei(seiner Eigenschaft als Reichstagsabgeordneter halber), daß es aber hinsichtlich des Genusses der Gesängnißkost und der zwangeweisen Beschäftigung sein Bewenden habe. In Bezug auf letztere solle er indeß entbunden sein, mehr als das Pensum zu liefern, vielmehr sei ihm erlaubt, nach Ableistung des aufgegebenen ArbeitSquantumS sich geistig zu beschäftigen. Gegen diese Anordnungen sei er bei der Gefängniß-Kommission vorstellig geworden, allein ohne Erfolg, da dieselbe ungefähr fol- gendermaßen entschieden habe: „Nach der Hausordnung der Anstalt kann die Direktion zwar solchen Gefangenen, die sich im Besitz ihrer Ehrenrechte befinden, waS bei Ihnen der Fall ist, die Selbstbeköstigung gestatten; sie hat sich aber im Hinblick auf die Art Ihres Vergehens und Ihre Vorstrafen nicht veranlaßt gesehen, dies zu thun. Mit der Verweigerung der Selbstbeköstigung fällt aber das Recht auf Beschäftigung nach Belieben von selbst, weil nach der Hausordnung nur denjenigen dieses Recht zugestanden werden kann, die sich selbst beköstigen dürfen. Auch findet die Kommisston, daß die Ihnen zu- gewiesene Beschäftigung eine ganz angemessene ist. Sie sind eigentlich Buchbinder und waren nur als Autodidakt publizistisch thätig und zwar in einer Weise, die Sie fort- während mit dem Strafgesetz in Konflikt brachte. Es kann somit nur gut sein, wenn Sie durch die Ihnen jetzt auf- erlegten Arbeiten zu Ihrem ursprünglichen Berus zurückgc- führt werden." Bezüglich einer von ihm gleichzeitig erhobenen Beschwerde wegen Vorenthaltung einiger ihm zugeschickten Zeitschriften habe die Ge- fängniß-Kommisston dahin entschieden: Die an Sie eingesandten Zeitschriften sind meist sozial- demokratischer Natur und können Ihnen schon deshalb nicht verabfolgt werden, weil dieselben geeignet wären, Sic in Ihren Anschauungen aufs Neue zu bestärken. Da Sie aber behaupten, ein dringendes Bedürfniß zu haben, mit der Tagesgeschichte sich vertraut zu halten, so wird Ihnen die Wahl gelassen zwischen der„Norddeutschen Allgemeinen", „National-" und„Vosstschen Zeitung". Er habe nunmehr ein Gesuch beim Preußischen Justizminister eingereicht um Abänderung der getroffenen Bestimmmungen; dieser aber habe da« Gesuch wiederum an daS Kammergericht, letzteres weiter an das Stadtgericht zur Begutachtung überwiesen; die 7. Deputation des Stadtgerichts aber, dieselbe, welche die Strafe gegen ihn erkannt, habe beschlossen, sein Gesuch nicht zu besür- worten. ES bleibe ihm nunmehr nichts übrig, als den Reichstag an- zurufen. Was nun zunächst die Selbstbeköstigung betreffe, so könne er— ein ziemlich genügsamer Mensch— allenfalls auf solche verzichten, nachdem ihm seiner Körperfchwäche wegen vom AnstaltS- arzt einige Nahrungsmittel als Zugabe zur Gesängnißkost ver- schrieben seien; ohnehin sei auS dem benachbarten DorfwirthShau», der einzigen Bezugsquelle für Selbstbeköstigung in der Anstalt am Plötzensee, doch nichts Ordentliche« zu erhalten. Allein er habe auch auf Diejenigen Rücksicht zu nehmen, die nach ihm wegen politischer Vergehen inhaftirt würden; namentlich aber deshalb müsse er da« SelbstbeköstigungSrecht verlangen, weil mit diesem Recht alle sonstigen Begünstigungen, insbesondere der Erlaß der Zwangsarbeit, wegfielen. Petent führt auS, daß, so ehrenvoll die freiwillige Arbeit, so entehrend die ZwangSabcit fei, und e« gewiß ungerechtfertigt fei, dieselbe politischen Gefangenen gegen- über nicht als Straf- sondern als BesserungSmittel zu verwenden; auch schreibe ja daS Strafgesetzbuch nur vor, daß die mit Gesäng- nißBesiraften beschäftigt werden können, nicht, daß st- beschäftigt werden müssen. Der Hinweis auf den Umstand, daß er einst Buchbinder gewesen, könne nicht durchschlagen, da er seit etwa sechs Jahren publizistisch thätig sei. Ob er sich seine Vorbildung aus BildungSanstalten oder auf autodidaktischem Weg erworben, sei lediglich seine Sache. So oft er vor Gericht gestanden, sei von den öffentlichen Anklägern und auch von de» Richtern seine Bildung al« erschwerendes Moment hervorgehoben worden; es sei ein Widerspruch, daß man ihn nun, wenn eS sich um Strafver- büßung handle, zum einfachen Buchbindergesellen degradire. End- lich sei er auch in der Wahl seiner Lektüre zu Unrecht beschränkt. Als Mitglied eines gesetzgebenden Körpers habe er z. B. da« leb- haftest- Interesse, verschiedene ZeitungSstimmmen über Gesetz- entwürfe u. dergl. zu vernehmen; die AnstaltSdirekiion erlaube aber nur ein einziges Blatt. Seit Jahren treibe er Sozial-Oeko- nomie und solle daher Alles, was auf diesem Gebiet, gleichviel ob von Sozialisten oder Manchestermännern veröffentlicht werde, zur Kenntniß nehmen; dem stelle sich aber die Anstaltszensur entgegen. Petent glaubt hiernach hoffen zu dürfen, daß der Reichstag schleunig den Reichskanzler zur Anordnung der geeigneten Maß- regeln auffordern werde.— Den Verhandlungen, welche in der PetitionSkommisfion in den beiden Sitzungen vom 12. und vom 14. Januar 1875 über diese Petition stattfanden, wohnten die Herren Abgeordneten Dr. Laster und Windthorst, welche die Petition, ohne jeden Ausdruck derselben sich anzueignen, überreicht hatten, sowie als Kommissar des Reichskanzleramts der Kaiserliche RegicrungSrath, Herr Aschen- dorn bei. Letzterer beantwortete zunächst(zu I der Petition) eine an ihn gerichtete Anfrage dahin, daß über den etwaigen Erlaß eineS Straf- vollzugsgesetzeS bezw. über vie reicksgesetzliche Regelung der Behandlung sogenannter politischer Gefangener feiten« der ReichSre- gicrung eine Entschließung bisher nicht getroffen fei. WaS sodann(zu II. der Petition) die Beschwerden des Pe- tenten übev die ihm persönlich widerfahrende Behandlung betreffe, so sei mit dieser das ReichSkanzler-Amt gleichfalls noch nicht de- faßt gewesen. Eine Verletzung reichsgesetzlicher Bestimmungen liege nicht vor und werde von dem Beschwerdeführer auch nicht be- hauptet. DaS ReichSkanzler-Amt habe indessen dem Kgl. Prcußi- scheu Herrn Justizminister von dem Eingange der Petition Kennt- niß gegeben und von diesem mehrere aus die Angelegenheit bezüg- sei liche'Schriftstücke mitgetheilt erhalten. Auf Grund derselben in thaffächlicher Beziehung zu bemerken: „Herr Most hat eine neunzehnmonatliche Gefängnißstrase, zu welcher er wegen öffentlicher Beleidigung und Vergehens gegen die öffentliche Ordnung rechtskräftig verurtheilt war, am 13. Septem ber v. I. in der Stadtvoigtei Hierselbst angetreten. Am 13. Ob tober v. I. wurde er, wie bei den zu längeren Freiheitsstrafen Verurtheilten üblich, in daS Strafzefängniß bei Berlin— am Plötzensee— übergeführt und dort alsbald nach der Ankunft dem Ober-Jnspektor vorgeführt, um einer Beschäftigung und Abtheilung im Gefängniß zugewiesen zu werden. Er verlangte hierbei, ihm 1. unter gänzlicher Entbindung von mechanischen Beschäfti gungen die ungehinderte Fortsetzung seiner gewohnten lite r arischen und publizistischen Thätigkcit, 2. innerhalb der zulässigen Grenzen Selbstbeköstigung, 3. unbeschränkt die Lektüre der seine politische d. h. die sozial' demokratische Richtung vertretenden Zeitungen und Zeib schristen, 4. daS Tragen seiner eigenen Kleider und 5. Einzelhaft zu bewilligen. Während dieser Verhandlungen kam der Direktor der Anstalt zufällig hinzu. Ihm gegenüber begründete der Petent seine An träge damit, daß er zu Unrecht verurtheilt, sowie daß er ein po- litischer Gefangener und als solcher zur Selbstbeköstigung und freien Wahl seiner Beschäftigung berechtigt sei. Auf das Unzu treffende dieser Unterstellungen hingewiesen, bemerkte er im Lause des weiteren Gespräches, es treffe ihn also hier die gleiche Strafe, wie einen Dieb und sonstigen schlechten Kerl, worauf der Direktor erwiderte: „Ich kenne nur eine Gesängnißstrafe, übrigens ist Ihre Handlungsweise unter Umständen gefährlicher für die Jnter essen der Gesellschaft als die That eines Diebes oder Kör- peroerletzerS. Den oben zuletzt erwähnten Wünschen deS Petenten— Tragen eigener Kleider und Einzelhaft— wurde demnächst vom Direktor entsprochen, die übrigen aber ablehnend befchiedeu. In gleicher Weise entschied auch die im Beschwerdewege angerufene AufsichtS Kommission für daS Strafzefängniß bei Berlin am 17. Oktober v. I. dahin: zn 1. daß die Beschäftigung des Beschwerdeführers mit einer dem urspünglich von ihm selbst erwählten LcbenSberufe ent- sprechenden Arbeit nicht gemißbilligt und eine Abweichung von der Regel deS tz 37 der Dienst- uud Hausordnung sogar in seinem eigenen Interesse nicht gestattet werden könne, weil nach dem Gutachten deS AnstaltSarzteS eine leichte mechanische Beschäftigung seinem leiblichen und geistigen Wohlbefinden ungleich förderlicher sein werve, als eine ausschließlich wissenschaftliche und publizistische Thätigkeit; zu 2. daß auch der Antrag, ihm auf Grund deS Z 29 der Dienst und Hausordnung die Vergünstigung zu gewähren, sich au« der Anstaltsküche eine für ihn besonders zubereitete bessere Kost beziehen zu dürfen,— abgesehen davon, daß eS der Küche an Vorrichtungen zur Bereitung besserer Kost fehle,— schon deshalb für unmotivirt erachtet werden müsse, weil nach dem Gutachten deS AnstaltSarzteS die nach der BeköstigungSordnuug zulässige leichtere„Mittel- kost" der Konstitution und dem Ernährungsbedürfnisse des Antragstellers vollständig entspreche; zu 3. daß eS endlich mit dem Straf- und Befferungszwecke der wider ihn erkannten neunzehnmonatlichen Gesängnißstrafe völlig unvereinbar sein würde, ihm während der Strashafl die Lektüre gerade derjenigen Zeitungen und Zeitschriften zugänglich zu macken, deren politische Richtung ihn schon wiederholt in Konflikt mit dem Strafgesetze gebracht habe, daß ihm-jedoch, um auch in dieser Beziehung seinem Be- dürfnisse möglichste Berücksichtigung zu Thcil werden zu lassen, die unbeschränkte Benutzung der AnstaltS-Bibliothek und die Wahl zwischen der„Norddeutschen Allgemeinen", der„National"- und der„Vossischen Zeitung" sreigr stellt werde.(Schluß folgt.) sich etwa hieran Gemeindeboten, Polizeidiener rc. rc. oder sonst Stadtarbeitern kräftig unterstützt wo.."> ist. Die"j. Einarbeite Persönlichkeiten, die zu Amtszwecken verwandt werden, betheiligen, die Eisenarbeiter und Ander h-.cn auch verschiedene Bewegunze DaS Landrathsamt. unter sich gehabt, vorzüglich um schon früher errungene günstige! An den Bürgermeister B. in Z." Arbeitsbedingungen festzuhalten, aber mit verschiedenem Erfolge. Ob der Bürgermeister den Landrath auf(die Unziemlichkeit Unter den besser bezahlten mechanischen Arbeitern und Handwerken Politische Ucbersicht. — Ein musterhafter Fiuanzminister. Während der letzten Bankgesetzdebatte im Reichstag sagt Herr Camphausen: „ES ist ein Jrrthum, wenn man glaubt, eine Erhöhung des NotencontingenteS würde über die Schwierigkeiten der heutigen Hanvelsverhältniffe hinweghelfen. Dagegen giebt es nur ein gesundes RettungS-Mittel, nämlich, daß Deutschland wohlfeiler produziren lernt, daß man sparsamer, fleißi ger, wirthschaftlicher wird.(Lebhafte Zustimmung.) Dazu gehört vor Allem eine andere Regulirung der Arbeits- löhne, man wird die Ansorderungen an die Arbeiter stelgern, aber die Löhne nicht erhöhen, sondern theil- weise herabsetzen müssen(!!!)" Also mehr Arbeit, längere Arbeitszeit und weniger Lohn. Herr Camphausen hat wohl an den ll'/2 Millionen erwachsenen und selbstftändigen Proletariern nicht genug, die er neulich im preußi- schen Abgeordnetenhaus aufmarschiren ließ? — Beamtenwillkür. Der„Germania" wird vom Rhein geschrieben: „Z., den 30. Dezember 1874. Die Abonnentenzahl der Z-.cr Zeitung und KrciSblatteS betrug in der Gemeinde N. im 4. Quartal 1373 40 Stück, im 4. Quar- tal 1374 nur 10 Stück, während in derselben Gemeinde die erst seit dem 1. Januar c. hier erscheinende staatsfeindliche.... Zei- tung im 4. Quartal 204 Abonnenten zählt. Ueber diese Er- scheinung, wie eS möglich war, daß das letzte Blatt das erste hat fast verdrängen können, veranlasse ich Sie, mir bis zum 10 Januar eingehend zu berichten. Insbesondere ist dabei Ihr Verhalten, sowie daS der sonstigen Gemeindebeamten, auch der Polizeidiener und Lehrer, zu dem Gegenstände zu berühren. Gleichzeitig ist mir eine namentliche Nachweisung aller SchankwirthschastSbesitzer, ganz gleich, ob für Bier, Wein oder Branntwein, einzureichen, aus welcher bei genauer Angabe der Wohnung hervorgeht, was für welche Boten die Colportage der.... Zeitung besorgen, ob seines Erlasses hingewiesen hat, davon sagt die„Germania" nichts. Wundern sollte es uns nicht, wenn der Bürgermeister allergehor- samst zu Kreuze gekrochen ist. Und wundern sollte es unS ferner nicht, wenn daS'Landrathsamt 1. nach allgemeinen Instruktionen gehandelt hätte. — Aus dem Nationalzuchthaus. Wie„anständig" man politische Gefangene in Deutschland behandelt, vafür liefert nach- stehende Zeitungsnotiz einen charakteristischen Beleg. Der Land- tagSabgeordnete Pfarrer Mahr aus Ebermannstadt in Baiern, reichte ein Gesuch ein, seine achtmonatliche Gesängnißstrafe in der Badstraße in München verbüßen zu dürfen. Dasselbe ist jedoch erfolglos geblieben und ist er für daS Zellengefängniß zu Nürn- berg bestimmt. Dort bekommt er ZüchtlingSkleidung(!) mit Kappe, Larve, Nummer, Strohsack und Gefängniß, und wird einem Handwerke(!) zugetheilt! DaS geht ja noch über Plötzensee. Gottseidank! Tesscndorf lebt noch. In der„Volks- zeitung" vom 27. d. lesen wir:„Der Staatsanwalt Tessendorf hat gegen den Redakteur der„Germania", Paul Kostolek, Anklage in 17 Fällen erhoben." Hoffentlich wird man nach dieser staatS- retterischen Eiferprobe ein menschlich Rühren empfinden und unser unbezahlbares Ehrenmitglied auf seinem Posten belassen. — Wie die Bourgeoisie mit Menschenleben spielt- zeigt nachstehende Correspondenz des„Neuen Sozialdemokrat": Hamburg, 11. Jan. Es stand vom 11. bis 15. Dezember v. I. an der Slip deS Werstinhabers Herrn Wieghorst, kleiner GraS- brook, die deutsche Brigg„Donna Estanislade", um nachgesehen und wieder seetüchtig gemacht zu werden. ES hat dies aber nicht in dem Maße stattgesunden, wie es bei dem Schiffe höchst noth- wendig war. Da oben genannter Werjlinhaber auch zugleich Ar- beitgeber ist, so gab er den Befehl, kein Werg auS den Näthen herauszunehmen, obgleich er keine direkte Verfügung über genann- teS Schiff hatte, noch über diejenigen Menschenleben, welche damit zur See gehen sollten." daS Werg schon zum jedoch wäre ein bemerkeaswerther Stillstand in Stcikebewegunzsn eiagelreten. Viele von diesen vervankren dies ihren festen und gesunden Organisationen, ein Beweis dafür, daß gute und ver- nünftig geleitete Gewerkoereine nicht zu StcikeS führen. Der Be- richt geht hierauf ausführlich in die Beschwerde der Arbeiter gegen eine Anzahl von Gesetzen ein, erörtert die Wege, auf welchen man zur Abschaffung derselben durch das Parlameal gelangen müsse und� erwähnt schließlich die Aufstellung von folgenden Arbeiter-Can didaten zum Parlament: 1) Macvonalv; 2) Odzer; 3) Motters head; 4) Broadhurst; 5) Howcll; 6) Burt; 7) Kane; 3) Walton; 9) Potter; 10) Crerner; 11) Halliday; 12) Pickard. Bon diesen gelang eS zwei durchzubringen: Alexander Macooaald für Stafford und Thomas Burt für Morpeth. DaS Comitö meint, wenn der Congreß wirklich wünsche, eine größere Zahl Arbeiterklassen- Vertreter im Unterhause zu sehen, so liege das Vermögen hierzu in den Händen der Arbeiter in den Wahlflecken, wenn sie nur einig sein uud die von ihnen besessene Macht zur Wahl von tüch- tigen Arbeitern in Ausübung bringen wollten. In der zweiten Sitzung am 29. Januar wurde n. A. ein Schreiben von Joseph Arch verlesen, welcher Namens der land wirthschaftlichen Arbeiter den Gewerksvereinen den aufrichtigsten Dank für die den ersteren erwiesene Theilnahme aussprach. Die Herren Broadhurst und Potter auS London sprachen sich ebenfalls in scharfer Weise über die Gesetze gegen die Arbeiter aus und er- mahnten diese, niemals einem Candidaten für das Unterhaus ihre Stimmen zu geben, welcher sich nicht in bindender Weise ver- pflichtete, für die Aushebung derselben zu stimmen. Beide Redner beklagten eS, daß die conservative Partei wieder zur Regierung gelaugt sei, und stellten die königliche Commission bloß als ein Mittel dar, um die Arbeiter und das Land zu hintergehen. Nun folgten die auch von unS schon erwähnten Angriffe deS Abgeord- neten Cremer(schon oben unter den Parlaments-Candidaten ge- nannt), der sich zum Worte gemeldet hatte. Cremer erklärte näm- lich, eS seien leider in ihrer eigenen Mitte, in ihrem Lager selbst Verräther an der Sache der Arbeiter, Leute, die von deren Fein- den gekauft worden und zu den Gegnern der Arbeiter übergegan- Nun kann aber nachgewiesen werden, daß! gen seien. Er wies mit deutlichen Worten auf die Herren Mac- größten Theile zu einer weichen und Burt hin, von denen der Erstere Mitglied der zerfetzt war, also für das Schiff nicht mehr die nöthige Festigkeit besaß, und von Werg-HerauSuehmea schon gar nicht mehr die Rede sein konnte. AuS oben Angeführtem kommt aber jeder Sach verständiger zu dem Schluß, daß diese weiche Masse, oder besser gesagt Schmutz, erst entfernt werden muß, um neues Werg ordentlich in die Näthe hinein zu bringen. Durch den Befehl des Arbeitgebers fand sich aber mancher Arbeiter veranlaßt, Alles so zu belassen, wie eS war, weil eS auch nicht möglich war, Alles ordentlich zu machen. Diejenigen freilich, welchen das Leben ihrer Nebenmeuschen höher steht, als daS Privatinteresse eines Arbeit- geberS, haben den Befehl nicht befolgt und AlleS gewissenhaft be- Handell; diese bekamen freilich keinen Lorbeerkranz, sondern so 'chnell wie möglich ihre Entlassung! ES treten folgende Um- tände noch hinzu: eS ist der alte Zink herabgenommen, aber kein neuer wieder herangekommen, und zum Andern soll der genannte Wcrftinhaber die Arbeit in Akkord übernommen gehabt haben. Es wird nicht verfehlt werden, ähnliche Fälle zu veröffentlichen. I. H. Brandt, Schiffbauertazelöhner." — Bourgeoishumanität gegen— Hunde und Katzen. In einem älteren englischen ZcitungSblatt(auS vorigem Herbst) ällt uns folgende Notiz in die Augen: „Vor den Assisen von Lewes stand gestern MrS. Chantrell, welche von dem Thierfchutzverein angeklagt war, weil sie eine An- ahl von Hunden uud Katzen, die sie befaß, dadurch gequält hatte, daß sie ihnen nicht genügende Nahrung gegeben. Die Beschuldigung wurde bewiesen und die Anklage zu 2 Monaten Gefängniß verurtheilt". Bravo! In d.r Hauptstadt Englands stirbt durschnittlich jeden Tag ein Mensch Hungers(äentli dz- starvation— Tod durch Hunger und Entbehrung, lautet der KunstauSdruck). kräht aber kein Hahn darnach. Ja wären eS Hunde oder Katzen! Aber Menschen! Pah! — Ueber die Aussperrung in SüdwaleS schreibt man unterm 23. d.: „Die Lage in den Kohlendistrikten in Süd- WaleS wird eine ehr bedenkliche. In einer Versammlung der Eigenthümer sämmb sicher Kohlengruben, welche gestern in Cardisi stattfand, wurde nämlich der Beschluß gefaßt, vom 1. Februar an alle Arbeiter von der Arbeit auszuschließen, da sich die im Ausstände befind lichen Arbeiter geweigert halten, auf die PreiSerniedrizung einzu gehen. ES werden daher vom 1. Februar an sämmtliche Kohlen- gruben stille stehen, falls nicht vor dieser Zeit noch ein moäus viveuäi(Abkommen) zwischen Arbeitgebern und Arbeitern gesun den wird. Der Beschluß der Associaton der„Herren", ihre jetzt in Arbeit befindlichen Arbeiter auszuschließen, weil andere Ar- beiter sich weigern, die Arbeit wieder aufzunehmen, steht ungemein einer Conspiracy(Verschwörung) gleich, und wenn ein solcher Be- 'chluß von der andeien Seite gefaßt worden wäre, so hätte man tcherlich das betreffende Gesetz in Anwendung gebracht." Natürlich. Wozu sind denn die Gesetze im Klassenstaate? Wozu anders, als die Herrschast der Kapitalisten zu erhalten und zu befestigen? Und Herrschaft der Kapitalisten heißt Knechtschaft der Arbeiter. DaS Recht deS Herrn ist aber nicht daS Recht des Knechts.(Die Aussperrung ist inzwischen erfolgt.) — Der siebente JahreSkongreß englischer Gewerk- vereine wurde, wie schon erwähnt, am 13. Januar in Liver- Pool eröffnet. Nach dem«Crimmitschauer Bürger- und Bauern- reund", der seinen Bericht dem„Beehive" entlehnt hat, und den wir im Auszuge wiedergeben, waren gegen 200 Delegirte erschienen, die ungefähr 100 Gewerkoereine und GewerkS- Verbindungen(mit gegen 700,000 Arbeitern) vertreten. Zum Vorsitzenden wurde JamcS Fitzpatrick, Sekretär der Schiffsbauer-Union zu Liverpool, zum Vicevorsitzendeuü Donald Mac Cullum ans Edinburg ge- wählt.— Der wichtigste Gegenstand der ersten Sitzung war der von George Howell verlesene Bericht des parlamentarischen Comitös ür das Jahr 1874. Derselbe nennt zunächst daS eben abge- chlossene Jahr ein in verschiedenen Beziehungen für die TradeS- UnionS creignißreichcS. Besonders hervorzuheben sei die Bewegung unter den Landarbeitern, die freilich nicht solche Erfolge gehabt, wie sie daS Comits wohl gewünscht hätte, die aber lange an- dauernd, zähe und tiefgehend gewesen und von den besser bezahlten königlichen Commission geworden sei, während der Letztere den Schritt seines Collegen gutheiße. Ein � sehr bedeutender Tumult erhob sich in Folge vieser Rede. Lloyd Jones, Mitarbeiter am „Beehive" verschaffte sich endlich Gehör und erklärte auf daS Entschiedenste, man könne wohl Männern, wie Macdonald und Burt, einen Jrrthum iu ihren Ansichten vorwerfen, aber eS sei höchst ungeziemend, sie eines so schändlichen Verbrechens, wie deS VerratheS an der eigenen Sache, anzuklagen. Broadhurst beantragte die Wahl eines ComitöZ, welches chie Anklagen gegen jene beiden Herren untersuchen sollte. Od ger beklagte die Sprache Cremer's, da da« ganze Land und alle Arbeiter heute die Anklagen lesen würden, und, wenn nicht eine vollständige Rechtfertigung entweder seitens Cremer's oder seitens der Beschuldigten stattfände, leicht der Sache der Ar- beiter sowohl, wie auch andrerseits den Angeklagten großer Nach- theil zugefügt werden könnte. Die Arbeiter und das Land müßte» wissen, ob wirklich ein Verrath stattgefunden habe, und da die Sache einmal vor den Congreß gekommen sei, so werde eS am besten sein, dieselbe so eingehend wie möglich zu untersuchen, eS werde sich dann herausstellen, von welchen Gründen die ange- schuldigten Männer geleitet wurden, als sie die Stellea in der Commission annahmen. Die bloße Beschuldigung dürften sie nicht aus sich sitzen lassen, uud er unterstütze daher den Antrag zur Ein- setzung eines UntersuchungScomitöS, welches noch diesem Congreß Bericht zu erstatten verpflichtet sein solle. Macdonald ergriff darauf das Wort. Er wie« darauf hin, daß er sein ganzes Leben hindurch sich der Sache der Arbeiter ge- widmet habe, und er bedauerte tief, daß auf einem Congreß der- selben, derartige Anklagen gegen ein Mitglied erhoben worden seien. Er wolle auseinandersetzen, wie eS gekommen sei, daß er die Stelle in der Commission angenommen habe. Kurze Zeit nach seiner Ankunft in London hätten ihm Bart und HugheS mit- gelheilt, daß die Regierung beschlossen habe, eine Commission eia- zusetzen, und daß einer der Arbeitercandioaten nebst HugheS in derselben einen Sitz erhalten sollte. Zu gleicher Zeit erklärte der Minister Croß, daß die Commission gebildet werden würde, ob diese Herren die Stellen annehmen oder nicht. Er glaube nun, es wäre der größte Fehler während seines ganzen Lebens gewesen, wenn er nicht den Sitz in der Commission angenommen hätte, um dort an Ort und Stelle zu hören, was denn die Gegner der Arbeiter vorzubringen hätten, und um deren Angaben sofort Wider- spruch und den Beweis der Unrichtigkeit entgegensetzen zu können. Burt und Hughes seien derselben Ansicht gewesen. Er könne an diesem Platze noch keine Mittheiluogen über die Commission machen, allein soviel könne erjagen, daß die Regierung, deren An- Hanger er nicht sei, dieselbe zu größerer Erle aufgefordert habe. Wenn die Commission ihr Werk glücklich zu Ende führt, so sei an dem einen Jahre, das verloren worden sei, nicht viel gelegen, im Ver- gleiche zu dem Resultate; wenn dieselbe aber resultatlos bleibe, dann würden sie wenigstens das reichhaltigste Material in dieser Frage zur Verfügung haben. WaS den Antrag auf Einsetzung emeS ComiteS betreffe, so stimme er demselben vollständig-jci; er werde seine Unschuld beweisen, und er werbe dann der k. Com- misston zu sagen im Stande sein, der Congreß der Arbeiter werde sich nicht eher beruhigen, bis alle gegen sie, die Arbeiter, gerichteten Gesetze beseitigt worden seien. Er beklagte tief, daß eS deu Am schein gewinnen konnte, als hätten sie Uneinigkeit in ihrer eigenen Mitte; sie hätten Feinde genug außerhalb de« CongreffeS; in Eng land und Amerika bildeten die Arbeitgeber Vereinigungen gegen die Arbeiter, politische Vereine würden gegen die Arbeiter gebildet und sie hätten genug zu thun, sich ihrer Feinde zu erwehren. Sein Streben gehe dahin, die Arbeiter den Arbeitgebern und den Ersten im Lande gleichzustellen, danach habe er immer gestrebt und werde sein ganzes Leben lang darauf hinwirken. Burt vertheidigte sich mit ähnlichen Gründen, wie Macdonald, und erklärte, sein Gewissen entlaste ihn ganz von irgend einer Be- schuldigung, die gegen ihn erhoben worden sei. Beide Reden wurden sehr beifällig aufgenommen. Es wurde (mit 57 gegen 43) beschlossen, ein Comitö zur Untersuchung der Anklagen einzusetzen. In der Sitzung am 20., die sehr zahlreich besucht war, kam das Gesetz, nach welchem Verabredungen von Arbeitern zur Ar- beitSeinstelluug unter gewissen Umständen als criminell strafbar erklärt werden können(Lmw of conspiracy) zur Besprechung. Mehrere Redner machten mit Nachdruck auf daS Ungesetzliche dieser Bestimmung aufmerksam, und eS wurde eine Resolution angenom wen, welche jenes Gesetz als höchst ungerecht und der Freiheit ge sährlich verdammte. Herr Halliday, der Präsident der vereinigten Bergwcrksarbeiter, machte auf seinen eigenen Fall im vorigen Jahre aufmerksam und bemerkte, daß die Kosten seines Prozesies zwischen 1400 und 1500 Pfund betragen hätten. Odger beantragte, man solle den Kampf doch in das feindliche Lager spielen und die Ar beitgeber in SiidwaleS, welche einer Uebereinkunft gemäß ihre Arbeiter auSgeschlosien hätten, auch nach jenem ConspirationS Gesetze anklagen. Allein sämmtliche Redner erklärten sich gegen diesen Antrag, da der Congreß durch die Annahme desselben jenes Gesetz anerkennen würde, und Odger zog daher seinen Antrag zurück. Hierauf wurde die Sitzung auf Nachmittag vertagt. Das Hauptereigniß der Nachmittagssitzung war die Verlesung des Berichtes des ComiteS über die von Cremer vorgebrachten Beschuldigungen und die Ausstoßung deS Letzteren auS dem Eon greß. Der Bericht erklärte auf das Bestimmteste, daß die Be- schuldigungen in gar keiner Weise von Cremer oder irgend einem andern Zeugen bewiesen werden konnten, und empfahl daher dem Congreß den strengsten Tadel gegen Cremer auszusprechen. wurde von Macdonald beantragt, daß Cremer aus diesem Congreß ausgeschlossen und zu keinem künftigen Congreß als Mit- glied zugelassen werden solle, bis er die Beschuldigungen vollstän- dig zurückgezogen habe. Dieser Autrag wurde mit großer Ma- jorität angenommen._ — Folgendes lesen wir in dem soeben herausgegebenen 3. Heft des zu London erscheinenden russischen sozialistischen Organs„Bor- wärtS"(Wxereä): „PhilippeuS(ein bekanntes thätiges Mitglied des russischen höchsten Polizei- und Spionage-Jnstitutes, der III. Abtheilung des Kaisers von Rußland eigner Kanzlei), also PhilippeuS, der bekanntlich in der AktienfälschungSaffaire des Spions Kolo sow verwickelt und dabei kompromiiirt war, verbreitet jetzt das Gerücht, daß er seine Stellung bei der III. Ablbeilung aufgiebt und nack dem Auslande geht, um sich dort mit ZeitungSheraus gäbe zu beschäftigen." „Noch bevor PhilippeuS seine Stellung verließ— berichtet weiter daS erwähnte Organ— wurde uns mitgetheilt, daß der- selbe in's Ausland geschickt wird zum Zwecke der Beobachtung der Entwicklung und Verbreitung der russischen Emigrantenprcsse." Nun erinnern wir unS aber, im Annoncentheil des„Kladdera- datsch", d. d. 22. November 1874, folgende Ankündigung gelesen zu haben: „Handels- und Industrie- Anzeiger für Rußland. Im Laufe des Dezember d. I. beginnt die Herausgabe eines Wochen blattes, welches ausschließlich Annoncen enthalten wird. Die für das Blatt bestimmten Inserate auS verschiedenen Ländern werden in'S Russische übersetzt und das Blatt, in Berlin gedruckt, wird in Rußland in Form einer Beilage zu den bedeutendsten russischen Zeitungen verbreitet:c." Weiter heißt es: „Laut Vertrag mit der Handlung deS Herrn Rudolf Moffe in Berlin hat dieselbe übernommen und ist ihr daS aus- schließliche Recht übergeben, für daS besagte Annoncen-Blatt Inserate entgegenzunehmen in den Grenzen deS deutschen Reiches, der österreichischen Staaten und der Schweiz. Berlin, im November 1874. Der Herausgeber: C. von PhilippeuS, Bendlerstraße 8." Ob dies wohl derselbe Herr PhilippeuS sein mag?— Ohne diese Frage heute weiter erörtern zu wollen, warnen wir hiermit Jedermann vor dem, durch das Organ„Vorwärts» gekennzeich neten, offenbar höchst gefährlichen Individuum, welches jedenfalls zu keinem anderen Zwecke sich in Deutschland herumtreibt, alS zur AuSspionirung der deS Sozialismus verdächtigen russischen„Unter thanen". Wir können uns übrigens erinnern, noch andere höchst „pikante" Einzelheiten über diese Person in den früheren Heften desselben russischen Organs gelesen zu haben, und werden wir ge- legentlich darauf zurückkommen. — Herr Rudolf Meyer, der bekannte Berliner con- servative Sozialpolitiker und Adlatus Ehren-Wageners, beabsichtigt eine„Sozialpolitische Correspondenz" herauszugeben, von welcher uns die Probenummer vorliegt. In dieser verspricht Herr Meyer, die wichtigsten Vorgänge auf sozialem Gebiet„durchaus zuverläf- stg und objektiv gesichtet und geordnet schleunigst darzustellen.« Der erste Artikel der Probenummer läßt jedoch daS Versprochene nicht erkennen: 1) läßt Herr Meyer den„Correspendent für Buch- drucker und Schnftgießer" noch immer einmal wöchentlich erscheinen, während dieses Organ bereits feit 1372 wöchentlich zweimal er- schien und seit Neujahr 1875 sogar wöchentlich dreimal heraus- gegeben wird; 2) berichtet der„Sozialpolitiker", daß die„Süd- deutsche Bolkestimme" in Stuttgart eingegangen sei, während jeder nur einigermaßen mit der Arbeiterbewegung Vertraute weiß, daß das erwähnte Blatt in Mainz erschien und seit Neujahr in die täg- lich erscheinende„Neue Mainzer Zeitung" umgewandelt wurde.— Herr Meyer wolle sich daher über die Arbeiterpresse besser unter- richten, ehe er Uber dieselbe berichtet.(»Zeitgeist.") Bericht des am 20. September 1874 auf dem Delegirtentag sächsischer Bergarbeiter zu Zwickau gewählten Ausschusses zur Wahrung der Ehre und Rechte der Bergarbeiter. Der Ausschuß hielt bis Jahresschluß 6 Sitzungen ab. Briese wurden abgeschickt zusammen 23; außerdem 2 Corre- spondeuzkarten und 10 Kreuzbandser, düngen. Briefe sind angekommen 9. Statistisches Material wurde bis jetzt nur aus einem Orte resp. Bezirk— und zwar auS Freiberg— eingesandt. An freiwilligen Beiträgen wurden inSgesammt 2 Thlr. 7 Ngr. 6.Pf. übergeben. Dagegen betrugen die Ausgaben 2 Thlr. Ngr. 8 Pf. ES war sehr natürlich, daß der Ausschuß Verschiedenes auzu- schaffen hatte. Die bis jetzt vom Ausschüsse gesammelten Notizen über Bergarbeiter� Angelegenheiten sind folgende: Unglücksfälle sind, soweit dieselben in der Presse bekannt gegeben wurden, vorge- kommen seit 1. Oktober 1874 bis 31. Dezember 1874 in Summa: 11; verletzt bez. getödtet wurden 20, und zwar durch schlagende Wetter 6, durch Sturz 5, verschüttet 7, und durch hereinbrechen- des Gestein bez. Kohle 2 Mann. Das„Wochenblatt"— Amtsblatt— in Zwickau brachte nur 3 bis 4 Unglücksfälle, während das„Zwickauer Tageblatt« sowie der„Crimmitschauer Bürger- und Baucrnfreund" alle übrigen Notizen brachten. ES sind aller- ding« noch mehr Unfälle vorgekommen, und müsse» alle Berg- und Hüttenleute im Interesse der Sache bei vorkommenden Un- üllen dem Ausschuß sgenaueu Bericht erstatten, damit bei Jahres- schluß auch eine richtige statistische Zusammenstellung erfolgen kann. Der Ausschuß hat weiter versucbt, statistisch festzustellen, wie viele Geburten, männlich und weiblich, Verehelichungen und Sterbe- fälle,(Letzteres mit genauer Aufzeichnung deS Alters) im hiesigen Kohlenrevier vorkommen. Da nun keine andere Grundlage da ist, als die Veröffent- lichung im Amtsblatt(kirchliche Nachrichten) und nicht von jeder Parochie angegeben wird, ob Berg- oder Nichtbergarbeiter, da ferner diese Arbeit eine sehr umfangreiche ist, die ein Arbeiter in seiner wenigen freien Zeit nicht fertig stellen kann, so mußte vorläufig davon abgesehen werden. Wir hoffen jedoch, bald einen Ausweg zu finde», um diesen so wichtigen Punkt besser und energisch aus beuten zu könne». Ueber die Lohnverhältnisse, Contractbruchgesetz, Hastpflichtgesetz. sowie über Wohnung, Kleidung, Nahrung, Gesundheitszustand. Invalidität, Lebensdauer u. s. w. u. s. w. sind theils gar keine. theils sehr wenige und dürftige Notizen eingegangen. AuS Freiberg liegt uns eine gedruckte VermözenSübersicht der Freiberger Bergknappschaftskasse auf daS Jahr 1373 vor, veröffent- licht auf Anordnung des Revierausschusses und unter Bezugnahme auf ß 110 der AuSführungS-Verordnung zum Allgemeinen Berg- gesetz vom 16. Juni 1368, welche wir hier folgen lassen: Einnahme. Pf. Beiträge von den activen Mit- gliedern, - Beiträge der Grubenbesitzer, sowie auS den fiScalischen und Revier lassen, Reste, bestehend in Nachzahlungen von Büchsen- und Supplements- geld bei Beurlaubungen. Beiträge von Gehalts- und Lohn erhöhungen, Zinsen von außenstehenden Kapita- lien und Werthpapiercn, Ausbeute und Verlag von Frei luxen, Ausbeute von EigenthumSkuxsn, außerordentliche Ausbeute von Himmelfahrt-Förderung. Strafgelder, VermözenSzuwachS durch Ankauf von Werthpapieren, für verkaufte neue Bergknappschafts Regulative, Insgemein. 35917 Thlr. 15 Ngr. 8 35917 15 8 7- 7- 5- 95357 Thlr. 10 Ngr. 2 Pf. Summa der Einnahme. Ausgabe. 52627 Thlr. 23 Ngr. 7 Pf. verlohntes Knappschafts- iq-zqlquiltungen erbiclteu ferner: In Eßlingen W. Mrlk 3,00, W. Dhl 3,00, W. M. 3,00, M. M. 3,00, A. Mgnld 3,00, C. A. 12,00, F.®. 3,00, F.«. 3,00, in Nürnberg G. B. 300,00. Hdlch.(401 Augsburg Anzeigen 2c. Sozialdemokratischer Verein. Samstag, den 6. Februar: Generaldersamm- luua und AnSschußwabl. Zahlreiche» Erscheinen erwartet_ Der Ausschuß.[40] tu Wahlnercin der sozialdemokratischen Arbeiierparlei. Ol.ß4bU Sonntag, den 7. Fevruar, Vormittag« 10 Uhr präcise: Eroße öffentliche Versammlung im Lokale de» Herrn Ostheeren« Sophienstr. 15.— T.-O.: Die Geschichte der Arbeiterbewegung von Lassalle. Referent: Reichstagsabgeordneter Geib. Zu recht zahlreichem Besuch ladet ein Der Vorstand. Der Vortrag findet ganz bestimmt statt.[70] (foitllirt Sozialdemokratischer Arbeiterverein. Donnerstag, den 4. Februar, Abend« halb 9 Uhr bei Jakobi, Roseuthalgaffe, im Hiuterzimmer.— TageSordn.: Soz.-pol. Wochenbericht, Ref. Ramm. Fragekasten. Gäste willkommen. Der Vorstand.[5] Montag, den 8. Februar, von Abend« 7 Uhr an: Stiftungsfest des„Arbeitervereins" zu Gohlis in der„Oberschenke", bestehend in musikalischen und deklamatorischen Vorträgen und Tan«. Festredt vom ReichstagSabgeordneten I. Motteler. Die Parteigenossen sind hierdurch srenndlichst eingeladen. XL. Liederbücher nicht vergesseu. D. V.[175} Hamburß Verband der Klempner und verwandten Berufsgenossen. �„ Sonnabend, den 6. Februar, Abend« halb 9 Uhr: Eeschloffene Mitgliederversammlung bei Herrn Cckardt, Schoppenstehl Nr. 22.— T.-O.: Innere Berein«angelegenheiten. _________ L. S t° f f e l, Bev.[50] F. Obermann, früher in Neviges jetzt angeblich in Crefeld, wird aufgefordert, feine Adresse sofort hierher zu senden. Parteigenossen, die davon Kenntniß haben, bitten wir um Bermittelung. Leipzig, 27. Jan. 1375._ Expedition de««Volksstaat." Photographien von Theodor MretT m Bifitenkarteuformat ä 25 Pfennige das Stück, zwei Dutzend zu 5 Rmk. gegen baar, find von heute au zu beziehen von der Buchhandlung de»„Bolksstaat". Verantwortlicher Redakteur: R. Setffert. Redaktion Hohestraße 4, Expedition Zeitzerstraße 44, in Leipzig. Druck und Verlag der Genoffeafchastsbachdruckerei ta Leipzig.