Erscheint in Leipzig Mittwoch, Freilag, Sonntag. Bestellungen nehmen an alle Postanstalten u. Buchhand- lungen des In« U.Auslandes. Filial- Expeditionen für die Bereinigten Staaten: F. A. Sorge, Eox 101 Hoboken, N. J. Peter Haß, 8. W. Corner Third and coates str. Pbiladelpliia. Abonnementspreis für ganz Deutschland IM. 60 Pf. pro Quartal. MonatS- Abounementö werden bei allen deutsche» Postanstalten auf den Ste» u. Sien Monat und auf den 3ten Monat besonders an genommen; im Kgr. Sachsen u. Hrzgth. Sachs.-Altenburg auch auf den Iten Monat der Quartals i 51 Pf. OrgandersozialdemokrattschenArbeUerpatteiunddermternattonalenGmerksgenossenschasten. Inserate, dt««thnlwnz von Partet-, W«tw«- und»oN«»«fammlmlg»n, sowie die Filial- Bxpedtttouen und sonstige Partei-Aagelegeuhette« ietrefsend, werde» mit 10 Pf.,— Privat-»od Vergnügung«- Anzeigen mit 25 Pf. die dreigespaltene Petit-Zeile berechnet. Jtfr. 29. Irettag, 12. März. I 1875. Die«atis«ale Frage. Bon einem österreichischen Parteigmoffen. (Schluß.) Rehmen wir nun unsre Beispiele ans den modernen Staaten, so finden wir, dächte ich, das Gegentheil der Behauptung, Größe und Glück einer Nation hingen auf da» Innigste zusammen. Goethe und Schiller lebten zu einer Zeit von Deutschland» größter Zersplitterung, ebenso Walter von der Bogelweide; Dante und Petrarca fanden kein einige» Italien; die Größe der franzöfischen «ation unter Napoleon l. hingegen hat keinen Sänger erzeugt, ver fie verherrlicht hätte und unter Ludwig XIV. glänzender Re- gierung konnte da« Boll ruhmbedeckt verhungern. Ich will damit nicht behaupten, daß Größe und Glück einer Ration unvereinbar seien, ich möchte nur der Ansicht steuern, die Elftere müsse noth wendig da» Zweite im Gefolge haben. Wohl war, z. B. unter Elisabeth'» Regierung England groß, wohlhabend und hat einen Shakespeare erzeugt. Muß e« aber die Größe und Einheit de» englischen Volk», die Elisabeth anstrebte, gewesen sein, welche e» reich und gebildet machten? Soll man e» nicht vielmehr dem Hauche der gewaltigen Revolution zuschreiben, die den gewaltigen Geniu» in Shakespeare erweckte, die damal« auch in dem uneinigen Deutsch- land einen Hutten, einen EraSmu» von Rotterdam und andere ! Denker erstehen ließ? E« war die allbelebende Freiheit, die hier, ! wenn auch nur auf einem, dem religiösen Gebiete sich regte, nicht die glücklichen Kriege gegen Philipp und die angestrebte Bereinigung ! der drei Königreiche, wa» England glücklich machte. So war e» auch da» Sehnen nach Freiheit, nicht nach Einheit der Nation, wa» einem Voltaire, einem Rousseau, Schiller und Göthe, der � ja ansang» auch Stürmer und Dränger war, den göttlichen : Funken verlieh. Die Größe der Nation hat also weder Entwicklung von Kunst und Wissenschaft noch von Nationalwohlstand zur natürlichen Folge. E» folgt die» schon au« dem oben Gesagten, daß die nationale Idee den friedlichen Fortschritt nicht anstrebe. Im Kriege ist sie entstanden, im Kriege nur findet sie ihr LebenSelement— gebt un» hundert Jahre Frieden und diese sonderbare, ganz singuläre (eigenthümliche) Idee ist au» der Welt geschafft. Man kann sie mit vollem Recht so bezeichnen. Alle andern Ideen suchten ihre Anhänger auf dem Wege der Ueberzeugung zu gewinnen, diese will sie durch den Zufall der Geburt begeistern lassen— wie würde man lachen über Den, der l die Nation sich auswählte, zu deren Größe er gerne beitrüge. Jede andere Idee erstrebt aber auch die Einigung ihrer An Hänger in der ganzen Welt zu gemeinsamer Arbelt Religion und Freiheit haben universale Bedeutung— die nationale Idee zwingt Diejenigen, die sie begeistert, sich aus einen exclusiven Stadtpunkt zu stelle», fie trennt anstatt zu vereinigen. Da» scheint allerdings eine unangenehme Zwickmühle: fie scheidet die Menschen, erzeugt Haß und Krieg unter ihnen, und ! Kriege geben der nationalen Idee neue Nahrung. Wie ist da ein Ende abzusehen? Ich glaube, wenn einmal bewiese» ist, welch ein Unding der Nationalhaß und damit auch da» moderne Nativvalgefühl ist, kann eS nicht mehr schwer sein, beiden, den Kriegen und der nationalen Idee ein Ende zu machen, wenn die„liberalen- Macht Haber nur wollen*). Soll der Bürger nur einmal einsehen, daß die Fürsten, die sich doch zu sehr fürchten, ihre Absichten offen auszusprechen, die nationale Begeisterung lediglich zu ihren Zwecken mißbrauchen, daß keine andere Idee so gut dazu taugt, wie diese, weil keine mit dem Scheine demokratischen Geiste» mehr den Keim der Unfreiheit in sich trägt al» fie. Der Umstand, daß die ärgsten Despoten stet« den nationalen Eigendünkel dazu benutzten und be- nützen, den Durst nach Freiheit zu übertäuben, sollte allein hin- reichen, zu zeigen, daß die Größe der Nation und die Freiheit miteinander gar nicht» gemein haben. Schon die Erwägung, daß Leute, wie Napoleon I. und III. die nationale Idee eiftigst gehegt und gepflegt haben, sollte jeden Freund der Freiheit vor der Ge- fährlichkeit derselben für demokratische und ihrer Brauchbarkeit für absolutistische Zwecke zurückschaudern lassen— andere Leute zu Überzeugen, ist unsere Sache nicht. Ich glaube, die» genügt. E« ist erwiesen, daß Derjenige nicht unnatürlichZfühlt, der sich nicht von nationalen Borurtheilen leiten läßt, daß diese nationalen Gefühle schädlich sind, oder doch werden können, ohne dem Individuum nur im geringsten zn nützen. ES bleibt un« also nur mehr übrig, nachdem wir die Fragen bejaht, ob man die nationale Idee aus der Welt schaffen solle und dürfe, auch noch die zu beantworten, ob fie auch beseitigt werden könne. E« ist wahr, wie schon nachgewiesen, die ewigen Kriege zwischen denselben Böllern haben einen Nalionalhaß erzeugt. Allein, so stark dieser auch sein möge, er äußerte sich zunächst doch nicht thätlich, nur alS Disposition zu Thätlichkeiten, schwächer oder stärker, je nachdem der letzte Krieg schon länger oder kürzer ver- gangen und je nachdem überhaupt mehr oder weniger zwischen den betteffenden Völkern gekämpft worden ist. ES handelt sich also nur darum, dieser Disposition möglichst wenig Anstoß zu geben, fie so viel al» möglich abzuschwächen. Die Regierungen könnten daS; wenn e» heilsam ist, sollten sie eS auch thun. Oder wäre e» wirklich schwerer, zu germaniflren, romanisiren, *) Die wollen aber nicht, und können nicht wollen, weil es sonst mit ihrer„Machthaberschast" bald zu Ende wäre. R. d. B. slavifiren, wa» bi» in die neueste Zeit mit so viel Glück auSge führt worden ist, also den Haß gegen die bisherigen Feinde in Anhänglichkeit zu verwandeln» al» diesen Groll verlöschen zu lassen? Freilich, ohne eine andere Feindschaft an dessen Stelle zu setzen; aber die» ist doch keiu erschwerender Umstand? Daß e« möglich ist, nicht nur auf kleinen Länderstrecken, son dern bei großen Reichen, dafür gibt e» der Beispiele genug.*) Die altenFeindschaften zwischen Oesterreichern, Italienern, Preußen, Russen haben sich in den letzten Jahren bedeutend abgeschwächt. Warum? Weil ihre Regierunzen gute Freunde sind und daher in Zeitungen und Schulen gelehrt wird, die betreffenden Völker müßten sich lieben. Freilich, ganz läßt sich eine solche Antipathie in kurzer Zeit nicht beschwichtigen; trotz de» glänzenden Krieg» gegen Franst reich, der alle Deutschen in gleichen Taumel hinriß, sind die Süd' deutschen den Brüdern au» dem Norden noch immer nicht ganz hold, allein im Ganzen und Großen ist kein Groll mehr vor' handen. Natürlich aber, wenn in den Journalen tagtäglich gedonnert wird über die Verkommenheit und den Uebermuth Gallien», da» unablässig finstre Revanchcgedanken hege, wenn in den deutschen Schulen gelehrt wird, die Franzosen seien hassenSwcrthe Erbfeinde, in den österreichischen Aehnliche» von den Russen ausgesagt wird, und noch dazu vor kleinen Kindern, die alles vertrauensvoll hin- nehmen, wenn sie e» auch gar nicht verstehen, fteilich dann wird die Disposition zum Ausbrechen de» Rassenhasses sich nicht schwächen, trotz aller FriedeuSverstcherungen de» deutschen Kaiser». Im Ge genthcile, die nationalen Phrasen, so lange vorgeleiert, bi» man an sie gewöhnt ist, wie an da» tägliche Brot, werden zuletzt für ebenso unentbehrlich gehalten, wie diese», für unfehlbar; man hegt und pflegt fie mit Liebe und hängt hartnäckig an ihnen, wie an jeder üblen Gewohnheit. Dennoch darf man nicht verzweifeln. Langsam aber sicher bricht sich die Erkenntniß Bahn. Trotz aller Bemühungen der Regierungen und herrschenden Klassen, deren Organe die Journale sind, die nationale Idee al» etwa» Heilige» hinzustellen, und dem Volke wenigsten» eine Nation verhaßt zu halten, um gegen diese, als Blitzableiter sie gebrauchend, loszuschlagen, wenn eine Partei im Innern unangenehm zu werden beginnt, trotzdem und alledem ist die nattonale Idee schon auf dem Gipfelpunkt ihrer Macht angelangt, von dem e» nach allen Seiten abwärts geht. Schon macht die Reaktion gegen dieselbe sich geltend, bald ist sie in entschiedenem Niedergange begriffen: ebenso oft al»„national" hört man bereit» das Wörtlein„inter national" erschallen. Alle», wa» im politischen und sozialen Leben nach Erfolg strebt, wa», mit dem Bestehenden unzuftieden, rückwärts oder vorwärts schreitet— nicht vorwärts kriecht— nicht blo» die Ardeiter, auch die Bertteter der Religion, der Industrie, der Wissenschaft, selbst de« Kriegshandwerke», sie alle gesellen sich alle ohne Unterschied der Nationalität zusammen, sobald sie etwa» erreichen wollen; alle» ist international, nur der conservative Spießbürger uicht, und der bildet leider noch die Majorität. Unser Jahrhundert ist daS Zeitalter der internationalen Welt' auSstellungen, der internationalen Congresse, der internationalen Post- und Telegraphenverbindungen, ja sogar der internationalen Monarchen. Oder sollte wirklich ein echt preußischer Hohenzoller plötzlich ein heißblütiger Rumäne, vielleicht gar Spanier werden können, ein anderer Prinz heute mit Begeisterung für Rußland» Wohl- fahrt schwärmen, morgen dagegen ein Ultra-Grieche sein, der nöthigenfall» auch gegen Rußland Front macht? Soll ein Dritter diese wunderbare AccommodationSfähigkeit in so hohem Grade besitzen, daß er aus einem feschen Wiener ganz unerwartet ein Vollblut-Mexikaner wird? Wäre diese Eigenthümlichkeit nicht viel- leicht darauf zurückzuführen, daß auch die Monarchen, die natio- nalen Gefühle abstreifend, fall» sie überhaupt Gefühle hegen, dem Zeitgeiste folgen und auch der Völkerverbrüderung huldigen, daß sie meinen, c» sei nicht zn verschmähen, Bater irgend eine» Volkes zu heißen, unbekümmert darum, ob e» am Nordpol oder am Cap der guten Hoffnung liege, wenn e» nur Steuern zu zahlen und Soldaten zu liefern weiß? Die edelmüthigen Leutchen! So wie wir Arbeiter der verpönten Ansicht sind, allen Menschen ohne Unterschied der Nationalität gebühre die Freiheit, so meinen sie hinwiederum, allen gebühre die Segnung eines LandeSvater», und von ihrem überströmenden Edelmuthe getrieben, vergessen sie daher au» Mitleid für ein ihnen ganz ftemde» Volk, welches das Unglück hat, Mangel an Königen zu verspüren, trotz der schweren Re- gierungssorgen, die ihrer harren, trotz des Kampfes mit ihren, wie sie immer betonen, so mächtige» nationalen Gefühlen, der ihr Herz bluten macht, dennoch sehr gern ihre diversen Vaterländer, da» heißt auch sie bilden eine Internationale, keine schwarze, keine rothe, aber eine au» Blut und Eisen. Also künftig nicht mehr auf die„heimatlosen Wühler" geschimpft, loyaler Spießbürger, eS könnte manche kaiserlite oder königliche Familie sich dadurch getroffen fühlen! *) In der Schweiz und in Amerika leben Bruchstücke verschiedener Nationalitäten zusammen, ohne daß sie einander haßten. Unter freier Bersassung find fie gleichberechtigt,— damit fällt jeder Grund der Eifersucht und Abneigung weg. Der Nationalhaß verschwindet ebenso wie der Klaffenhaß erst wenn die Gleichberechtigung der Menschen zu allgemeiner stattlicher und gesellschaftlicher Geltung gelangt ist. R. d. V. Politische Uebersicht. — Geiselerschießungen. Zur Belehrung und Erbauung der Wiederkäuer des Mährchen» von den Geiselerschießungen durch die Pariser Commune(die nicht eine Geisel erschießen hat lassen — die Geiselerschießungen in der„blutigen Maiwoche" hatten statt, al» die Commune nicht mehr existirte und waren ein sehr schwacher Reflex der Massenerschießungen durch die Versailler OrdnungSbanditen) sei folgende» Culturbildchen au» dem heiligen Kriege hier in'» Gedächtniß der Angstphilister und Reptiliengesellen zurückgeführt. E» ist einer Correspondenz der„Frankfurter Zei- tung" von Anfang Oktober 1S70„au» Lothringen" ent- nommen und muß, da nie eine Widerlegung versucht worden, al» authentisch betrachtet werden. Der betr. Auszug wurde bereit« in Nr. 82 de»„BolkSstaat" vom Jahre 1870 abgedruckt, blieb aber im damaligen Kriegstrubel unbeachtet; er lautet: „Vorgestern(ver Tag ist in dem„BolkSstaat"-Abdruck nicht angegeben) hat wiederum in der Nähe von Baccarat ein Gefecht zwischen unseren Truppen und Freischaaren stattgefunden. Die bewaffneten Banden mochten sich in der Stärke von 5—600 Mann befinden. Die Unseren, welche in der Mindermacht waren, konn- ten ihnen gegen Abend den Besitz der Ortschaft nicht streitig machen. Von der Ermordung de» Gendarmen in Flavigny habe ich Ihnen bereit« gemeldet. An demselben Tage wurde auch in dem Städtchen Bezelise ein Hau» überfallen, in dem 5 Gendarmen im Quartier lagen; zwei von ihnen wurden verwundet und sie alle fortgeschleppt. In beiden Orten wurden gestern die Häuser, auf die der Ueberfall geschah, in Asche gelegt. Die betreffenden Maire», ein Theil de» Gemeinderath» und je zwei Geiseln im Alter von 14—16 Jahren wurden gestern zugleich mit der Leiche de» in Flavigny ermordeten Gendarmen hier eingebracht. Sind bi« zu einem gewissen Termine die Ucbelthäter nicht au»- geliefert, so sollen Gemeindebeamten und Keisek» erschofle« und die Ortschafte« vollständig eingeäschert werde». Flavigny ist außerdem eine Contribution von 50,000 Frc». für die Wittwe de» Ermordeten(er war übrigen» nicht verheirathet!) auferlegt worden. Die Gendarmen gehörten sämmtlich zur 8. Brigade." Wie gefällt Euch die RemioiSzen«, Ihr Angstphilister und Reptiliengesellen? Habt Ihr nicht genug daran, so können wir mit mehr aufwarten. — Spitzelthum. In der Sitzung de« preußischen Ab- geordnetenhausc» vom 22. vorigen Monat» sagte der Abge- ordnete Röckerath u. A.: „Wir haben in Cöln bei allen politischen Versammlungen nicht nur offizielle Polizeibeamte, welche Wort für Wort niederschreibe«, wa» gesprochen wird, sondern auch uichtoffizielle, geheime Polizeibeamte; ja wir haben sogar»gvnts provocateurs. ammlungen sich ge- cher Art und Weise Meilen völlig un- Wenn die Parteien nach Abhaltung ihrer Ver müthlich zusammenfinden, um sich nach rheini beim Wein zu unterhalten, dann finden sich bekannte Gestalten ein, welche auffordern, Toaste auf die Franzosen auszubringen, Leute, die wir vorher nie- mal» in unserer Mitte gesehen hatten und die eben so plötzlich, wie sie kommen, wieder verschwinden." Eine Widerlegung wurde nicht einmal versucht. Also daS Spitzelthum gemeinster Sorte. Indeß Neue» hat Herr Röderrath nicht gesagt— wenigsten» nicht für un» Sozialdemokraten. E» ist das ein Capitelchen, da» wir un« für den Reichstag auf- sparen.— — Ueber das Gefasel vom„Rückgange der Sozialdemo- kratie" lassen sich die„Wupperthaler Volksblätter" vom 4. d. M. in einer Correspondenz au» Berlin wie folgt au»: „Die sozialistische Presse, welche zur Zeit über einige Dutzend Organe verfügt, giebt un» in diesem ihrem gegen- wärtigen Bestände ein Bild von der großen Ausdehnung und Kraft der sozialdemokratischen Idee in Deutschland. Hier merkt man noch nichts von einem Rückgange der Bewegung, den na- tionalliberale Blätter tief aufathmend in der letzten Zeit verkün- deten. Man berief sich dabei hauptsächlich auf die Niederlage der Sozialdemokraten bei de» Stadtraths-Wahlen zu Meerane in Sachsen, wo die Sozialisten bisher die Majorität bildeten; der Grund zu diesem Durchfall liegt jedoch in der seit dem 1. Okt. v. I. gesetzlich gewordenen neuen Stävteordnung, die einen grö- ßeren Censu» einführte und dadurch viele Arbeiter von der Wahl ausschloß. Eine Partei, die über so viele Preßorgane gebietet, wie die sozialdemokratische, ist nicht von heute aus morgen tobt, und Ideen, die zum Theil sogar fanatische Begeisterung hervorrufen, lassen sich weder durch Polizei noch durch Staatsanwaltschaft er- sticken. Anstatt die Lobredner der Commune zum Schwei- gen zu bringen, hat vielmehr da» energische Borgeheu der Behörden gegen die Sozialdemokratie die von Ein- sichtigen gleich vorausgesehene Folge gehabt, der sozia- listischen Bewegung einen neuen Impuls zu geben und ihr über die schwierige Zeit einer allgemeinen Krisi» hinwegzuhel- fen, welche ihr sonst sehr gefährlich werden mußte." Nun— gefährlich konnte an« die gegenwärtige KrisiS nicht werde»; im Gegentheil, weil die heutige Gesellschaftsordnung kennzeichnend und in ihren nachtheiligen Wirkungen fühlbar machend, konnte und kann sie der Sozialdemokratie nur nützen, die Richtig- keit unserer Anschauungen durch ein Jedermann verständliche» argirmentmn ad hominem(ein handgreiflicher Beweisgrund) be- weisen. Allein darin haben die„Wupperthaler Volksblätter" recht, .. I „bat energische Vorgehen der Behörden" hat uns bedeutenden Vorschub geleistet, und wir hoffe», daß diese„Energie" recht au» halten möge! Hoch Tcffendorf und Eompagnie! — Bourgeoitbildung und-Humanität. AuS einem verunglückte« Rechtfertigungtversuch, den der in Nr. SL des „Bolttstaat" gekennzeichnete Elberfelder„adlige Advokat» Anwalt" macht, erfahren wir den Namen des saubere» Herrn. Derselbe heißt R. H. von Hnrter.(S. die angebliche„Berichtigung" in der„Freien Presse für Berg- und Mark" Elberfeld, den 4. März unter„Lokalet".— Das genannte Blatt hat in der folgenden Nummer den„Berichtiger" tüchtig zurechtgesetzt.) — Daß Risiko der Arbeiter. Dem Herrn Dr. Hirt der den Arbeitern eine so lange Lebensdauer vindicirt, und dem Herrn Medizinalrath Dr. Aerschensteiner, der die Spiegelfabriken Fürth'« so gründlich untersucht hat, rathen wir, folgende Notiz, die wir der vom sozialdemokratischen Gift gewiß nicht an- gefressenen„Bosstscheu Zeitung" vom3. d. entnehmen, zu beachten: „Unter de» Arbeitern der Seidenfabrik zu Potsdam ist seit längerer Zeit die Bleikrankheit hervorgetreten. Durch den letzten ErkrankungSfall ist diese Krankheit«- Erscheinung auch zur Kenntniß der sanitättpolizeilichen Behörde gelangt, welche so- fort die Ueberwachung da« Instituts in der strengsten Weise an- geordnet hat." Man merke wohl auf: Potsdam ist der Sitz der Regierung«- Behörden eine« ganzen Regierungsbezirk«. Ungestört wird aber an diesem Sitze der privilegirte Mord jahrelang getrieben; wahrscheinlich durch einen Zufall gelangte beim letzten Morde die Sache zur Kenntniß der Regierung und diese— schließt nicht die Mordhöhle, nein— begnügt sich vorläufig mit Ueberwachung. Wenn die« am grünen Holze, d. h. in den RegierungShauptstädten, geschieht, wie mag e« erst am dürren fein, d. h. an kleinen Orten, wo sich solche Thatsachen der Controle der Behörden gewöhnlich gänzlich zu entziehen wissen? In Nowawe« dürfte Nähere« be- kannt fein. Wir bitten unsere dortigen Parteigenossen um Nachricht.— — Arbeiteraussperrung. In Königsberg i. Pr. hat sich eine Coalition von Eisengießereibesttzern und Maschinenbau- fabrikanten gebildet, die, al« erste« Lebenszeichen, das Verlangen an die Arbeiter stellte, länger zu arbeiten. Die Arbeiter, von der Nothwendigkeit einer solchen, überdies ohne ihr Zuthun ge- planten, Maßregel nicht überzeugt, lehnten da« Ansinnen der Fabrikanten ab, was zur Folge hatte, daß sämmtliche Arbeiter ausgesperrt worden sind. Die Versuche der Arbeiter, einen gütlichen Ausgleich herbeizuführen, find an der Hartnäckigkeit der Fabrikanten gescheitert. Und so erleben wir denn zum so und so vielten Male, daß die Arbeiter in der hentigen Gesellschaft auf Gnade und Ungnade der Laune der Arbeitgeber preisgegeben sind. Und sie werden eS sein, bis sie sich ermannen und der gesellschaft- lichen Anarchie und Unordnung ein Ende machen. — Ueber den Ofenheim-Prozeß schrieb man uns aus Wien vor Schluß desselben(der Brief kam uns durch einen Zu- fall sehr verspätet zu): „Ich möchte nicht gern, daß Sie von Oesterreich als„Rechts- ftaat" eine bessere Meinung bekommen als von Preußen. Er- auben Sic mir daher, Ihnen in Betreff der Correspondcnz über den Prozeß Osenheim in der 2. Nummer vom 8. Januar 187S de«„VolkSstaat", die ich leider erst heute erhielt, eine kleine Be- richtigung zuzusenden. Nicht, daß ich etwa den Ritter von Pont- Euxin vertheidigen wollte, das fällt mir nicht im Traume ein, ich möchte nur darauf hinweisen, daß das österreichische Ministerium Ihre*) Anerkennung kaum verdienen dürfte. Denn wären wirklich die Uebelstände der Lemberg- Czernöwitzer Bahn allein an der Verhaftung des Generaldirektor« Schuld gewesen, so müßten mit demselben Rechte die meisten andern Generaldirektoren rc. vor die Schranken des Gerichts gezogen werden. Ofenheim'S Vertheidigung besteht denn auch nicht etwa darin, daß er behauptet, was er ge- an, sei kein Unrecht, sondern er sagt, eS fei„UsuS" bei allen ahnen,„was ich gethan» thun alle andern großen Herren, Dr. BanhanS nicht ausgenommen, ebenso". In der That war die Ursache von Ofenheim'S Bcrhaftuug nicht sein Hohnsprechen der Gerechtigkeit, sondern seine persönliche Feindschaft gegen den HandelSminister, dem er gänzliche Unfähig- keit vorgeworfen hatte; seine Schwindeleien boten nur die will- kommene Veranlassung, sich rächen zu können. Nicht die beleidigte Gerechtigkeft, sondern ein beleidigter Machthaber hat Osenheim ebensogut in den Kerker gebracht, wie Arnim; nicht seine Lumpereien, sondern eine relativ günstige Eigenschaft— seine Unabhängigkeit dem Minister gegenüber haben ihn gestürzt. Ofenheim wird na- türlich nicht besser dadurch, ich hoffe aber, daß wenigstens der „Much des Ministers, in dieses Wespennest zu stechen" etwas von seiner Glorie eingebüßt haben wird." So unser Correspondent. Für heute keine Bemerkung. Wir kommen gelegentlich auf den Prozeß zurück. — In seiner„Berichtigung"(f. vor. Nummer) beruft sich der Bürgermeister Stromer von Nürnberg auf den Artikel IS des Bayerischen Vereinsgesetzes, der allerdings, wie wir uns jetzt über- zeugt haben,„jeder Polizeistelle oder Behörde" die Besugniß zu- spricht, Vereine zu schließen, wenn dieselben„die religiösen, sttt- lichen, gesellschaftlichen Grundlagen de« Staates zu untergraben drohen." Nun herrschen aber über die religiösen, sittlichen und gesellschaftlichen Grundlagen des Staate« unter den Staatsbürgern selber sehr verschiedene Auffassungen, und das Bayerische Vereins- gesetz läßt die Frage offen, welche Auffassung die richtige ist. Die Katholiken z. B. haben über die religiösen Grundlagen des Staate« eine andere Meinung als die Protestanten, und die Sozialdemo- traten wiederum eine andre als die Katholiken und Protestanten. Ueber die sittlichen und gesellschaftlichen Grundlagen de« Staates theilen sich ebenfalls die Meinungen. Es gibt Staatsangehörige — freilich nur eine verschwindende Minorität—, welche die politische und ökonomische Ungleichheit für eine nothwendige Staat«- und Gesellschaft«-Grundlage, also für sittlich halten. Andere Staatsangehörige sind der Ueberzsugung, die politische und öko- nomischc Ungleichheit sei die verwerflichste und unsittliche aller Grundlagen, auf welchen ein Staat basiren könne. Bei diesem Widerstreit der Meinungen und Interessen, und weil das Bayerische VereinSgesctz nicht sagt, welche religiösen, fitt- lichen und gesellschaftlichen Interessen als die Grundlagen des Staate« zu betrachten sind, und weil die Privatmeinungen des Hrn. Stromer nicht Staatsgesetz sind,—„großer Mann", wie Herr Stromer in Nürnberg sein mag— müssen *) Nicht unsere. Die betreff.„Anerkennung" fand sich in einer von uns zum Abdruck gebrachten Zeitungskorrespondenz. R. d. V. wir nach wie vor die Auflösung de« Nürnberger sozial- demokratischen Wahlverein« für»ngesetzlich erkläre», und zwar, weil da« Verbot eine Anzahl Staatsangehörige hindert, von ihrem gesetzlich garantirte» Rechte Gebrauch zu machen und „sich(s. Abschn. I, Art 1 de» Bayerischen BereinSgesetze«) friedlich und ohne Waffen zu versammeln." Die Versaff««g der fra«zöfische«„Republik," ist bekanntlich nach langen Geburtswehen in Versailles fertig ge- worden; ein wahre« Monstrum) jedoch ganz würdig dieser„Republik" und fein« Urheber. Die betreffenden„Grundgesetze" lauten: Gesetz, betreffend die Organisirnng der öffentlichen Gewalten. Art. 1. Die gesetzgebende Gewalt wird von zwei Bersamm- lungen geübt: der Dcputirtenkammer und dem Senat. Die De- putirtenkammer wird nach Maßgabe de« Wahlgesetzes durch da« allgemeine Stimmrecht gewählt. Die Zusammensetzung, die Er- nennungSart und die BefugnisseZdeS Senat« werden durch ein be- sondere« Gesetz geregelt. Art. 2. Der Präsident der Republik wird mit absoluter Stim- menmehrheit von dem Senat und der Dcputirtenkammer, die zu einer Nationalversammlung zusammentreten, gewählt. Er wird auf sieben Jahre ernannt. Er kann wieder gewählt werden. Art. 3. Der Präsident der Rcpubhk theilt die Initiative zu den Gesetzen mit den Mitgliedern der beiden Kammern; er pro- mulgirt die Gesetze, sobald sie von den beiden Kammern votirt sind, er überwacht und sichert ihre Ausführung. Er hat das Recht der Begnadigung; Amnestien können aber nur durch ein Gesetz verfügt werden. Er verfügt über die bewaffnete Gewalt. Er be- setzt alle bürgerlichen und militärischen Aemter. Er führt in den nationalen Feierlichkeiten den Vorsitz; die Botschafter und Ge- sandten der fremden Mächte sind bei ihm beglaubigt. Jeder Akt deS Präsidenten der Republik muß noch von einem Minister gegen- gezeichnet werden. Art. 4. Vakante ordentliche StaatSrathSstellen besetzt der Prä- stdent der Republik nach Anhörung de« Ministerraths. Die also ernannten StaatSräthe können nur wieder durch ein im Minister- rath beschlossene« Dekret abgesetzt werden. Die nach dem Gesetze vom 24. Mai 1872 ernannten StaatSräthe können bis zum Ab- lauf ihrer Bollmacht nur nach den im Gesetze vorgeschriebenen Formen abgesetzt werden. Wenn die Nationalversammlung auS- einander gegangen ist, kann ihre Absetzung nur durch einen Be- schluß deS Senats erfolgen. Art. S. Der Präsident der Republik kann im Einverständniß mit dem Senat die Abgeordnetenkammer vor dem gesetzlichen Ab- lauf ihrer Gewalten auflösen. In diesem Falle sollen die Wahl- kollegien binnen drei Monaten zu neue» Wahlen zusammentreten. Art. 6. Die Minister sind solidarisch vor den Kammern für die allgemeine Politik der Regierung und individuell für ihre persönlichen Akte verantwortlich. Der Präsident der Republik ist nur im Falle eiues Hochverraths verantwortlich. Art. 7. Im Falle einer Vakanz wegen HintrittS oder ans irgendwelchen anderen Gründen sollen die zwei vereinigten Kammern unverzüglich zu der Ernennung de« Präsidenten der Republik schreiten. In der Zwischenzeit ist der Ministerrath mit der auS- übenden Gewalt beiraut. Art. 8. Den Kammern soll da« Recht zustehen, vermöge ge- trennter Beschlüsse, die im Schooße einer jeden von ihnen, sei eS auf Verlangen de« Präsidenten der Republik, gefaßt worden find, zu erklären, daß sie eine Revision der Berfassungsgesetze für statt- Haft halten. Nachdem die beiden Kammern einzeln diesen Be- schluß gefaßt haben werden, sollen sie zu einer Natioaalvcrsamm- lung zusammentreten, um zu der Revision zu schreiten. Die Eat- schließunzen, betreffend die gänzliche oder die partielle Revision der Verfassungsgesetze, sollen mit der absoluten Majorität der Mitglieder, aus denen die Rationalversammlung zusammengesetzt ist, gesaßt werden. Jedoch kann während der Dauer der dem Marschall Mac Mahon durch da« Gesetz vom 20. November ver- liehenen Gewalten diese Revision nur auf den Antrag de« Präst- denten der Republik stattfinden. Art. 9. Der Sitz der vollstreckenden Gewalt und der beiden Kammern ist Versailles. Gesetz, betreffend den Senat. Art. 1. Der Senat besteht aus 300 Mitgliedern, von denen 225 von den Departements und Kolonien, 75 von der Rational- Versammlung gewählt werden. Art. 2. Die Departements Seine und Nord wählen je fünf, Seine-Jnferieure, PaS-de-Calai», Girondc, Rhone, Finistcre, CoteS- du-Nord je vier, Loire-Jnferieure, Seine-et- Loire, Ille-et-Vilaine, Seine-et-Oise, Isere, Puy-de-Dome, Somme, BoucheS-du-Rhone, AiSne, Loire, Manche, Maine-et-Loire, Morbihan, Dordogne, Haute-Garonnc, Charente-Jnfcrieure, Calvados, Sarthe, Herault, Basses- PyreneeS, Gard, Aveyron, VendSe, Orne, Oise, Bogesen, Allier je drei, alle anderen Departement« je zwei Senatoren. Der Bezirk Belfort, die drei Departements Algerien«, die vier Kolonien Martinique, Guadeloupe, Gesellschaftsinseln und Französisch- Indien wählen je einen Senator. Art. 3. Niemand kann Senator sein, der nicht Franzose, mindesten« 40 Jahr alt und im Vollbesitz seiner bürgerlichen und staatsbürgerlichen Rechte ist. Art. 4. Die Senatoren der Departements werden mit ab- soluter Stimmenmehrheit und, wenn e« nöthig ist, im Listenskru- tinium von einem im Hauptorte des Departements oder der Kolonie versammelten Wahlkollegium ernannt, bestehend auS: 1. den Ab- geordneten, 2. den Generalräthen, 3. den ArrondissementSräthen und 4. je einem unter den Wählern jeder Gemeinde genommenen Delegirtcn de« Gemeinderaths. Art. 5. Die von der Nationalversammlung zu ernennenden Senatoren sollen im Listenskrutinium mit absoluter Stimmenmehr- heit gewählt werden. Art. 6. Die Senatoren der Departement« und der Kolonien sollen für neun Jahre ernannt und alle drei Jahre zu einem Dritttheil neu gewählt werden. Bei Beginn der ersten Session sollen die Departements in drei an Zahl gleich starke Serien von Senatoren getheilt und hierauf durch das Loo« die Serien be- stimmt werden, die nach Ablauf de« ersten und zweiten TrienniumS zu erneuern sind. Art. 7. Die von der Nationalversammlung zu ernennenden Senatoren sind unabsetzbar. Im Falle eines Hintritts, einer De- misston oder sonstigen Vakanz soll binnen Monaten im Schooße des Senats selbst zu einer Neuwahl geschritten werden. Art. 8. Der Senat theilt mit der Abgeordnetenkammer die Initiative und die Fertigung der Gesetze. Jedoch müssen die Finanzgesetze zuerst der Deputirteukammer vorgelegt und von ihr genehmigt werden. Art. 9. Der Senat kann als Staatsgerichtshof zusammen- treten, um, sei eS über den Präsidenten der Republik, sei e« über die Minister, zu Gericht zu fitzen, und über Attentate gegen die öffentliche Sicherheit zu erkennen. Art. 10. Zu der Wahl de« Senat« soll eineu Monat vor dem von der Nationalversammlung für ihre Auflösung bestimmten Zeit- Punkt geschritten werden. Der Senat soll zusammentreten uud sich konstituiren au dem Tage, da die Nationalversammlung auS- einander geht. Gewerksgenossenschastliches. Allgemeiner deutscher Schneiderverein. KieHe«, 9. März. Nachstehende Berichtigungen von Adressen der Bevollmächtigten bringen wir zur Kenntniß: Pforzheim, Karl Hoch, Holzgarteustr. 0. 238; Ulm, Ioh. Lang, Gasthaut zur gol- denen Traube, Fraucnstraße. Ferner noch die Mittheilung, daß sich in Bamberg eine Mitgliedschaft konstituirt hat; Bevollmäch- tigter ist Wind. Bötsch, bei Schuhmacher Riehm, Laugegasse, 4 Tr., Kassircr Georg Gradl, am Markt 234 b. Pfötsch. Mit Gruß und Handschlag Der Ausschuß. ____ I. 31.: B. Klerx. Metallarbeitergewerksgenofsenschaft. Saatfeld a. d. Saale, 8. März. Am 6. März hat sich hier! eine Metallarbeitergewerkschaft gegründet; bis jetzt besteht sie au» 23 Mitgliedern, hoffentlich werden sich die übrigen Metallarbeiter Saalfeld« bald alle anschließen und jihre College» nicht weiter allein kämpfen lassen. Ich ersuche die Bevollmächtigten der Umgegend Saalfeld« höflichst, mit mir Correspondenz anzuknüpfen. Mit Brudergruß und Handschlag Anton ZechovSky, Bev. I Verein der Sattler und Berufsgenossen. Kamvurg, 1. März. Die bekannte Rede des FiuanzministerS v. Camphausen und die Aussicht auf ein baldige« Schiedsgericht haben auch auf unsere Arbeitgeber ihre Wirkung ausgeübt. Die- selben gehen nämlich mit der Absicht um, die Arbeitszeit im All- gemeinen zu verlängern unv eine gemeinschaftliche Meister-, Ge- sellen- und LeHrlingS-Krankenkasse zu gründen. Wer da noch nicht von dem Wohlwollen des MeisterbunveS überzeugt ist, der muß wahrlich blind sein. Jeder Zweifel über die Absichten der Meister wird aber beseitigt, wenn man vernimmt, daß nur Der Arbeit erhält, der sich mit ihren„arbeiterfreundlichen" Maßnahmen einverstanden erklärt. Nun find wir aber weit davon entfernt, von dieser allzu väterlichen Fürsorge Gebrauch zu machen, und werden wir uns den Meistern energisch widersetzen. Leider werden die i Meister in ihrem Vorhaben noch von Arbeitern bestärkt, denn es wird durch die neuen Lohntabellen bewiesen, daß hier noch(man sollte eS kaum glauben) in 4 Werkstellen 12 Stunden für 5 Mrk. wöchentlich mit Kost und Logis gearbeitet wird. Es sind das sämmtlich NichtvereinSmitglieder. Daher fordere ich alle Collegen auf, deu Zuzug nach hier so viel wie möglich fern zu halten, und vor Allem nur auf unserem Verkehr, Hohe Bleichen Nr. 30, zu ver- kehren. Auch ist eS Pflicht eines Jeden, beim Herannaheu der besseren Geschäftszeit für die Verbreitung und Befestigung deS, Vereins das Seinige beizutragen. Möge ein Jeder den§ 2 unseres Statuts zum Ausdruck bringen, dann wird auch der Lohn nicht fehlen. AuS Obigem ersteht Jeder zur Genüge, daß er als Einzelner der Willkür preisgegeben ist, und daß von einer Har- monie oder Humanität keine Rede sein kann. Auch verdient Der- jenige, der sich alle« gefallen läßt, nichts bessere«. Doch hoffe ich, I daß noch so viel gesunder Geist in der Brust meiner College» vorhanden ist, daß sie einsehen, daß uns nur eine straffe Orga- I nisation, wie sie unser Verein bietet, vor dergleichen Uebergrlffen! der Arbeitgeber zu schützen vermag. Darum Collegen, die Ihr uns noch fern steht, tretet ein in den Verein und bringt dessen! Prinzipien zum Ausdruck, dann wird eS auch gelingen, unsere Stellung zu bessern. Denn das goldene Zeitalter des Handwerks ist vorüber. Es gilt jetzt den Kampf um Brod und Freiheit. Wie dieser Kampf sich gestaltet, das hängt von dem Verhalten der Arbeitgeber ab. Unsere Pflicht ist eS, unser Recht zu wahren, und das können wir nur durch Einigkeit. Darum laßt unS einig sein wie Brüder,„in keiner Roth unS trennen noch Gefahr." Ferd. Schulz, Vertrauentmann. «llgemeiner deutscher Schiffszimmerer-Berein. Kamvurg, 12. Februar.(Der Allgemeine deutsche Schiff«- zimmerer-Verein und der Verein Norddeutscher Schifftbaumeister.) Da von Seiten der besitzenden Klassen die Vereine der Arbeiter aller Branchen in der gehässigsten Weise ununterbrochen ange- griffen werden, erlaube ich mir, als Vorsitzender des Allgemeinen deutschen Schiffszimmerer-Verein«, beide hier oben genannte Ver- eine als Sachkenner zu kritistrcn, und überlasse alsdann das Ur- theil dem Publikum. Ich will nun zunächst die Gründung des Vereins Norddeutscher SchiffSbaumeister kritistren. Um das Eni- stehen genannten Vereins näher zu schildern, führe ich hier einen Bericht aus der„Hamburgischen Börsen-Abendzeitung" an. Die- selbe schreibt: «In Berlin hat in den Tagen vom 16. und 17. November 1874 eine Generalversammlung deS am 15. April 1872 zunächst von den Schiffsbauern der Ostseeküste zgegrünveten Verein« deutscher Schiffsbaumeister stattgefunden, dem sich inzwischen auch die Schiffsbauer der Nordfeeküste angeschlossen hatten. Gegenstand der Tagesordnung bildeten die Statuten, die von der Generalversamm- lung vorbehaltlich definitiver Redaktion festgestellt wurden. Der Verein bezweckt nach A 1 der Statuten, die gemeinsamen Jnter- essen der Fachgenossen zu wahren und die Verhältnisse zwischen den Vereinsmitgliedern und ihren Arbeitnehmern im beiderseitigen In- teresse derselben zu regeln. Mitglieder des Vereins können werden die Besitzer von deutschen Schiffswerften und Schiffs- und Ma- schinenbauanstalten als Arbeitgeber, sowie Schiffsbaumeister uud Schiffsarchitekten, und Schiffs- und Mafchinenbau-Ingenieure der Kriegs- und Handelsmarine. Der Verein theilt sich in Distrikts- vereine: u. der Ems, b. der Weser, c. der Elbe(Häfen an der Elbe und der Westküste von Schleswig-Holstein), ä. der Trave (Häfen an der Trave und der Ostküfte von Schleswig-Holstein), e. Mecklenburg und Borpommeru(Häfen von Wismar bis Anclam inclusive), k. der Oder(Häfen von Ueckermündc bis Colberg in-! clustve), g. der Weichsel(Häfen von Ueckermündc bis Memel).! Nach§ 3 der Statuten sollen die Lohnsätze in jedem Orte zwischen � Meister und Gesellen vereinbart werden, und darf kein Vereins- Mitglied von dem getroffenen Uebereinkommen abweichen. Nach Z 4 der Statuten ist dem austretenden Arbeiter aus Verlangen von dem bisherigen Meister eine Bescheinigung darüber zu er- theilen, ob er ordnungsmäßig entlassen oder nicht. Eine in gezie- mender Weise vorgebrachte Forderung auf Lohnerhöhung soll nicht als Grund zur Verweigerung eines ordnungsmäßigen Abgang«- scheiueS gelten. Die Mitglieder verpflichten sich, Arbeiter nur dann anzunehmen, wenn dieselben einen EallaffungSschciu von dem Meister, bei welchem sie zuletzt w Arbeit gestanden haben, bei- bringen. Für die vereiUSmitglieder a» der Elbe hat diese Bor- schrist gegenüber dort wohnhaften Zimmerleutcn keiue Telwng. Strikende Arbeiter dürfen von demjenigen Meister, bei welchem fie gestriket haben, sofort nach erklärter Beendigung de« Strike« wie- der in Arbeit gestellt werden; von anderen Meistern vor Ablauf von zwei Monaten nur nach eingeholter Bewilligung de« ersteren. Die übrigen Paragraphen beziehen sich auf die innere Organi- sation de« Berein«. Zum ersten Borsitzenden wurde Herr Schiffs- baumeister Schüler in Berlin, zum stellvertretenden Vorsttzendeo Herr Aug. vehn in Hamburg erwählt. Da« Marineministerium hatte sich bei der betreffenden Generalversammlung durch den Ad- miralitätSrath Brix vertreten lasten, der sich auch emgeheud an der Debatte betheitigte." Der Bericht der Hamburger Börsenblätter giebt also die Be- schlüfle, nach welchen die Schiffsbaumeister, Wölfen in Schafs- pelzen gleich, den Taglohn womöglich„im Interesse des Arbeiters" kürzen wollen, wie das von jeher an der Tagesordnung gewesen, aber allemal nicht geglückt ist. Man denke an Memel, wo den Leuten der Lohn, welchen sie bereit« ein Jahr lang erhielten, her- untergedrückt werden soll. Wesentlich ist Z 3, wodurch die Herren besonder« bezwecken, daß dort, wo eine Klassifizirung noch nicht existirt, dieselbe einge- führt werde, um Dadurch Uneinigkeit unter den Arbeitern herbei- zuführen und jeden fteidenkcnden Arbeiter zu demüthigen, indem man ihn, wenn er sich nicht mit jeder Handlungsweise de« Mei- ster« oder Vorgesetzten einverstanden erklärt in eine niedrigere Lohnilaste versetzt; oder man wird ihn gar mit§ 4 beglücken, wonach ein solcher. einen Entlastungsschein erhält, woraus hin er nirgends Arbeit bekommen kann, da geheime Zeichen durch Brandmarken angewandt werden, wa« ich ja auch in einem meiner letzten Artikel beschrieben habe. Trotzdem nuu die Herren so vereint gegen die Arbeiter zu Felde ziehen, liegen sie sich doch gegenseitig in den Haaren, waS sehr erfteulich wäre, wenn sie nur nicht Menschen dadurch schädigen könnten. Da« ist aber hier in Hamburg-Altona der Fall. In Hamburg wird z. B. fast gar kein Neubau betrieben, die Schiffs- baumeister lieben eS besonders, Reparaturen alter Schiffe zu machen, wobei sie allem Anschein nach selbst am meisten Schaden machen. Es sind hier in Hamburg zwar einige Meister, die sich in einer kurzen Zeit zu Millionären aufgeschwungen haben; aber von diesen Herren kann man am wenigsten sagen, daß sie ihre Leute auch etwas verdienen ließen, und die Arbeiter beim Kupfern und Kalfatern der Schiffe so behandelten, wie eS sich gehört. Bielmehr ist unter den Werftinhabern ein ungeheurer Konkurrenz kämpf eingetteten, und besonders beim Kalfatern und Kupfern der Schiffe will der Eine es immer billiger machen als der Andere. Gerade jene Werftinhaber hier in Hamburg, welche ihre Arbeiten beim Kupfern und Kalfatern gewissenhaft ausführen, leiden also Schaden, denn sie können natürlich diese Arbeiten für einen billi- S�n Preis nicht annehmen und haben daher in den letzten Jahren ast gar keine solche Arbeiten mehr erhalten, während die, welche die Löhne drücken, rasch zu Millionären werden. ES ist nun aber mit einem Schiffe nicht, wie mit einem Rocke, den man ausziehen und flicken kann. Ein Schiff schwimmt Monate lang auf dem Wasser und ist mitunter von Hunderten von Menschen besetzt. Es handelt sich beim Kupfern und Kalfatern der Schiffe daher um Menschenleben, und diese sind in Folge jener Konkurrenz auf's Spiel gesetzt. Die Schiffsrheder schließen Akkord ab, wenn sie ihre Schiffe kupfern und kalfatern lasten, übergeben sie gewöhnlich dem mindestlordernden Meister und können somit ihre Arbeiten nicht gut verfertigt erhalten. So lange der Rheder dabei ist, giebt der Meister den Leuten, welche an dem Schiffe arbeiten, wohl den Befehl, die Arbeiten gut zu machen; ist der Rheder aber fort, dann geht das Treiben los: „Laßt das Kalfatern nur nach! Holt nur Pech, Theer, Filz oder Papier und Kupfer her, und dann schmiert und picht die Geschichte nur ab!"— so heißt eS dann. Oft ist es schon vorgekommen, daß ein so verarbeitetes Schiff nochmals aus dem Wasser auf das Trockene gebracht und kalfatert werden mußte; noch öfter ist eS wohl auf der nächsten Fahrt leck geworden. Natürlich wird dann gern den Arbeitern die Schuld in die Schuhe geschoben, denn der Meister hat ja in Gegenwart des Herrn Rheders oder Kapitäns den Befehl gegeben, die Arbeiten gut zu machen. Wenn man dies Alles in Betracht zieht, so wäre eS gewiß bester, daß der Berein Norddeutscher Schiffsbaumeister die Arbeiter in Ruhe ließ und eS sich zur Aufgabe mackite, Mitglieder, welche schlechte Ar- betten verfertigen, wodurch Menschenleben gefährdet werden, streng zur Rechenschast zu ziehen. DieS wäre weit bester, als sich den Kopf zu zerbrechen, auf welche Weife man den SchiffSzimmerero die Tagelöhne am besten kürzen kann. Betrachten wir den so gehässig angegriffenen Allgemeinen deut- schev SchiffSzimmererverein:' Er hat es sich zur Aufgabe gestellt, der Klassifizirung der Löhne entschieden entgegenzutreten, da dieS gegen daS Interesse sämmtlicher Schiffszimmerleute Deutschlands »st, und jedenfalls die erste Lohnklasse nur so viel abwerfen würde, um eben existiren zu können; auch würden, wenn keine erste Lohn- klastenarbeit vorhanden wäre, selbst die tüchtigsten Schiffszimmerer mit in der niedrigsten Lohnklasse arbeiten müssen; sie hätten dann jedenfalls weniger als das Nöthigste zum Leben, könnten sich nur halb satt essen und würden physisch wie geistig ruinirt, wofern sie redlich leben und nicht stehlen wollten. Die SchiffSzimmerleute erstreben somit jedensalls nur GuteS; sie wollen nicht stehlen, wollen Steuern und Abgaben an den Staat entrichten, dafür aber wollen sie auch gemeinschaftlich einen anständigen Lohn haben.— Ueberhaupt mag noch bemerkt werden, daß bei unserem Ge- werk der nicht so gewandte Arbeiter eben so gut zu verwenden ist, wie der gewandtere Schiffszimmermann, und wenn die Schiffs- baumeister eS fertig bringen könnten, eine Klassifizirung einzusüh- ren, so hätten sie gewiß nur daS bewirkt, daß die Arbeiter sich gegenseitig beneideten und zerfleischten und die Arbeit weniger ge- wissenhast gemacht würde. Bei keinem anderen Gewerk ist über- Haupt Gleichheit der Arbeiter mehr am Platze, denn die gewissen- haste Ausführung ist die Hauptsache bei der Arbeit. Wie bekannt, sind die SchiffSzimmerleute laoter grundehrliche Leute; man ziehe nur in Betracht, daß, wenn beim Kupfern und Kalfatern der Schiffe jeder dabei beschäftigte Schiffszimmerer des Tags nur einige kupferne Nägel wegnehmen würde, die« den SchiffSrhedern schon nicht geringe Verluste verursachen müßte;' aber solches kommt seitens der Zimmerleute nie vor. Ueberhaupt diene eS den Herren SchiffSrhedern und Kapitänen zur Nachricht, daß, wenn sie mit den Werftinhabern abgeschlossen haben, daß gute Arbeit beim Kupfern und Kalfatern zu liefern ist, und sie dieselbe nun auch in Wirklichkeit zu erhalten wünschen, sie nur einige bei ihrem Schiffe in Arbeit stehende Leute davon in Kenntniß zu setzen brauchen, in welcher Weise die Arbeit verfertigt werden soll, uud es wird dann, selbst wen» von dm Meistern oder Vorgesetzten Gegenbefehl er- theilt würde, solcher von den SchiffSzimmcrleuten gewiß nicht be- achtet werdm. ES sind im Obigen nur einige Punkte von dem angeführt, wa« die SchiffSzimmerleute anstrebe». Hunderte ähnlicher Fälle könnte ich noch vorführen, um den Allgemeinen deutschen SchiffSzimmerer- verein bei jedem vernünftigen Manne i« günstiges Licht zu stellen. Ich überlasse e« jedoch Jedem, nach dem Gesagten schon zu ur- cheilen; e« wird leicht sein, zu entscheiden, welcher von den beiden Vereinen die gerechtesten Grundsätze hat, jeuer der Meister oder jeuer der Arbeiter. Mit sozialdemokratischem Gruß! H. Groß. Lerei« der Sattler und BerufSgenossm. Aerti», 4. März. Der an fämmtliche Mitgliedschaften er- gangenen Aufforderung, bis spätesten« 1. März c. Vorschläge zu machen über Zeit und Ort der diesjährige» Generalversammlung und alles schon vorhandene Material einzusenden, sind leider erst 8 Mitgliedschaften nachgekommen, und sehe ich mich deshalb ver- anlaßt, den rückständigen Mitgliedschaften mitzuthcilen, daß, wenn nicht binnen L Tagen Antwort erfolgt, der Beschluß, wo und wann die Generalversammlung stattfindet, ohne ihr Gutachten gefaßt «erden muß. ES fehlen noch Dresden, Bremen, Hannover, Darm- stadt, Chemnitz, Stuttgart, Crimmitschau, Pirna. Der Ver- ttauenSmann von Bremen würde wohl daran thun, endlich wieder einmal etwa« von sich hören zu lassen; bei einer Säumigkeit wie die ist, deren sich die Mitgliedschaft Bremen schuldig macht, wird die Leitung deS Vereins ungemein erschwert; dasselbe gilt von Darm- stadt. VcreioSgenossen, welche letztgenannte Städte besuchen, wollen unS in dieser Sache unterstützen. Ferner theile ich, da in neuerer Zeit an mehreren Orten Reu- wählen der VerttaueuSmänner stattgefunden haben, die sämmtlichen Adressen nochmal« mit: DreSdeu: A. Schirmer, KöaigSbrücken- straße 19. München: F. BöSmüller, Finkenstraße 3, o. Ham- bürg: F. Schulz, Lilienstraße 14, 1 Etage. Offenbach: G. Kretz, Louisenstraße 7. Magdeburg: O. Döring, Wilhelm- straße 2. Mainz C. Rasch beim Sattler Otto, Augustinstraße. Bremen: A. Wortmann, Molker, straße 18. Leipzig: F. Noack, Alexanderstraße IS bei MyliuS. Hannover: G. Bergmann, Grünstraße 20. Barmen: Schuttes, Berlinerstraße S3. Darm- stadt: C. Schließ, Louisenstraße 28 bei Frau Lösiler. Chemnitz: F. Bachmaun, Poststraße 26. Braunschweig: Junemann, Rit- terbaum 3. Stuttgart: M. Teubncr bei Frau Posch, per Adresse: t. Christian, Maurer, Katharinenstraße 18. Crimmitschau: . Hopfer, Wiescnstraße 211 D. Pirna: O. Hammer, Schuh- gasse 125. Collegen! Es ist Eure Pflicht, gerade jetzt, wo die General- Versammlung bevorsteht, gehörig am Platze zu sein. ES ist noth- wendig, daß sich Jeder klar darüber wird, wo eS unserer Organi- sation noch fehlt, und wodurch derselben für die Zukunft eine kräftigere Gestaltung gegeben werden kann. Ein jeder Einzelne ist hierbei interessirt, die Früchte der Vereinigung kommen später Allen zu Gute, darum müssen auch Alle thatkrästig wirken. ES kann unmöglich alle Arbeit dem Vorstande allein überlassen bleiben, je reicher das Material, desto besser wird daS Werk; Fehler, die der Eine nicht beachtet, merkt der Andere, und wird dadurch am ersten etwas Vollkommenes geschaffen. Einige Mitgliedschaften haben schon, in richtiger Erkenntniß dessen, werthvolle Anträge gestellt, mögen die andern dem guten Beispiele folgen. ES hau- delt sich ferner noch darum, zur zahlreichen Beschickung deS Cou- greffeS möglichst viel Verbindungen zu schaffen, besonders in Orten, die gute Chancen für Gründung einer Mitgliedschaft bieten. Durch ein demnächst zu verbreitendes, hierauf gerichtete« Flugblatt für sämmtliche Sattler wird die Agitation in dieser Richtung unter- stützt werden, und handelt eS sich dann, vornehmlich um gewissen- hafte, weiteste Verbreitung desselben. Darum noch einmal Collegen! Laßt nicht allzulange aus Euch warten, damit wir gut gerüstet an die Arbeit gehen können. C. Henke, Chausseestraße 24. Vom 1. April c. ab ist meine Adresse, Ackerstraße 27 u. 28, 3. Et., woraus ich genau zu achten bitte. Der Obige. Arbeit« d« Bogelffche» Fabrik. Ihr habt die Zehnstundenarbeit errungen, und wa« errungen ist, darf nickt wied« verloren gehen. Haltet fest zusammen, denn sobald Ihr einig seid, wird die For- derung, die an Euch gestellt worden ist, zurückgenommen wndea müssen. Aber Eins rufe ich Euch zu, tretet ein in unsre Reihen und helft mit kämpfen den Kampf, de» wir begonnen haben. Tretet ein in die Gewerkschafte'', nur dann könnt Ihr Eure Lage verbessern, denn Einigkeit macht stark, vereinzelt find wir nicht«. Besucht unsre Versammlungen und studirt unsre Prinzipien. Die Versammlungen finden jeden Montag Abend statt, wa« Euch ja auch bekannt ist. Ich aber rufe Euch nochmals zu,„laßt uu« sein ei« einig Volk von Brüdern". Da eS nun jedenfalls zum Kampfe kommt, so ersuche ich, den Zuzug nach Leipzig strengstens fernzuhalten. Ich ersuche ferner alle Arbeiterblätter, Obige» in ihre Spalten mit aufzunehmen. R. Ludwig» Bahrischestraße Sc., 4 Tr. NB. Gleichzeitig«suche ich alle GewerkSgenosseu, mir de« Aufenthalt und die Wohnung de« Mitglied« der Metallarbeiterge- werkschaft, Bernhard Schaller, zukommen zu lassen. Der Obige. Correspondenzen. Lindenau b. Leipzig. In der GemeinderathSsttzung vom 7. Oktober 1374 äußerte Herr Bahlig u. A.:„Wir find unfern Einwohnern eine gute Verwaltung schuldig." Folgende Thatsachen werden die Lindenauer Steuerzahler darüb« aufklären, wa« Hr. Bahlig unter einer guten Verwaltung versteht. In den letzten Tagen vergangener Woche, d. h. 4. und 5. März, wurden die Einwohner mit dem neuen Steuerzettel beglückt, obgleich§ 9 des Steuer- regulativS sagt, daß bis zum IS. Februar jeden JahreS d« An- lagezettel ausgehändigt sein soll, und obgleich etwaige Reklama- tionen, sollen sie Gültigkeit haben, bi« zum 1. März vorgebracht werden müssen. Und hierbei ist noch zu bemerken, daß in§ 12 deS Regulativs der 1. April als erster Steucrtermin bestimmt ist, den der Gemcinderath aber auf den 1. März später festgesetzt hat, unseres Wissens ohne den§ 9 demgemäß abzuändern. Kurz und gut, den 4. und 5. März werden die Steuerzettel ausgehändigt, und den 1. März sollen laut Beschluß des Gemeinderaths die Steuern bezahlt werden. Zu was auch brauchen die Lindenauer Steuerzahler eine ReklamattonSfrist? Haben sie doch eine gute Verwaltung, die allerdings, was die Pünktlichkeit anbelangt, viel zu wünschen übrig läßt, denn Pünktlichkeit ist die erste und sicherste Grundlage einer guten Verwaltung— das merkt Euch, Ihr Herren, die Ihr so sehr auf der guten Verwaltung der Gemeinde Lindenau herumreitet!— Doch nicht genug damit, auch die Art und Weise, wie die Steuerzettel ausgefüllt sind, zeugt von einer Fertigkeit im Rechnen, die jeden Elementarschüler in Conflikt mit des Lehrers Lineal bringen würde. So haben wir zwei Steuer- zettel vor uns liegen, zwei Einwohnern gehörend, auf welche Punkt g. des§ 4 unseres Steuerregulativs Anwendung findet. Doch wir sehen da, daß der Eine mit 3 und der Andere mit 4 Einheiten belegt ist, so daß der Eine 6 Mark, dagegen der Andere 8 Mark zu zahlen hat. Und dennoch sind beide ledig, haben beide genau denselben Verdienst, zahlen genau dieselbe Staatssteuer I Weiter auf einem andern Steuerzettel sehen wir, daß die Zahl der Ein- heiten vollständig richtig, die Höhe der Einheiten wiederum richtig und trotz alledem hat man 3 Mark zu wenig aufgesetzt. Ferner haben wir einen Steuerzettel in Händen gehabt, auf dem die Zahl der Einheiten, sowie die Höhe d« Einheit wiederum vollständig richtig angegeben ist, und dennoch sind 1 Mark 20 Pf. zu wenig ausgesetzt. Es heißt da(nennen wir den Inhaber des Steuerzettel einfach A.): A. hat an Gemeindeabgaben zu entrichten: 6 Mark nach 3 Perf onalsteuer-Einheiten ä 2 Mark. Vorstehende Summe ist zu bezahlen mit: Mrk. 1. 20. den 1. März, Mrk. 1. 20. den 1. Juni, Mrk. 1. 20. den 1. September, Mrk. 1. 20. den 1. De- zember. Nach Adam Riese erhält man, zieht man diese 4 Posten zusammen, 4 Mrk. 80 Pf., aber niemals 6 Mrk. I» welche Schule seid Ihr Herren gegangen, und wo habt Ihr Rechnen ge- lernt? Geht, laßt Euch Euer Schulgeld zurückgeben. Euch aber, Arbeiter der Gemeinde Lindenau, rufen wir abermals zu: Legt Hand an's Werk, damit die„gute Verwaltung", von der man jetzt in gewissen Kreisen so gern redet, zur Wahrheit werde! Beiläustg sei bemerkt, daß Montag den 8. d. M. dem Ge- meinderath ein neues Steucrregulativ vorgelegt wird. Würde dies wohl gestehen, wäre in der Versammlung am 11. Januar d. I. nicht so entschieden die Heuchelei der Herren Fortschrittler, unser Steuerregulativ betreffend, gcbrandmarkt worden? Wohlan, eS war kein Professor oder Doktor, der die Ungerechtigkeit de« Steuer- regulativs brandmarkte. Immerhin ist der Erfolg der Versamm- lung ein so großer für die Arbeiter Lindenaus, wie Zehn Volks- bildungsvereine in zehn mal zehn öffentliche» Sitzungen nun und nimmermehr bieten können, und darum, Einwohner Lindenaus, fordern wir Euch abermals auf, massenhaft den Arbeiterverein zu besuchen, und Ihr werdet bald sehen, wo Eure Feinde und wo Eure Freunde sind. Cainsdorf. Am 27. Februar fand hier eine gut besuchte Volksversammlung statt, in welcher der Reichstagsabgeordnete Mottet er Bericht über die zweite Session des Reichstags erstattete. Referent wies zunächst den Vorwurf zurück, welchen man ihm gemacht, daß er nicht gleich von Anfang der zweiten Session an im Reichstag gewesen sei. Er führte seinen Wähler» vor, unter welcher Bedingung er daS Mandat zum Reichstag angenommen habe; er werde stet« auf dem Posten fein, wenn er ge- braucht würde, und er ginge nur nach Berlin, wenn e« die In- teressen seiner Wähler erheischten. Wenn Diäten gezahlt würden, dann wäre eS leicht, während der ganzen Session in Berlin zu sein. Referent ging dann auf die wirthschaftlichen und politischen Verhältnisse über, sodann auf die Forderung des Sozialismus, welche er in scharfer Weise auseinandersetzte, wobei er hauptsächlick ausreichenden ArbeitSerttag, Gesundheit, Wohnung, Kleidung, Er Metallarbeitcrgcwerksgcnosscnschaft. Leipzig. Folgende« Schriftstück ist Unterzeichnetem zugegangen und beeilt sich derselbe, selbiges zu veröffentlichen:«Zur Be- achtung! Ein Rückblick auf das verflossene letzte Geschäftsjahr erweist, daß die Ungunst der Conjunctur, vor allen in der Eisen- branche, in einer Weise Platz gegriffen Hat, wie wohl selten zuvor und ist bei der gänzlichen VertrauenSlosigkeit da« Ende dieser KristS gar nicht abzusehen. Bon einen Ueberschuß für mich, als Arbeit geber ist bereit« seit geraumer Zeit schon nicht mehr die Rede ge- wesen, im Gegentheil, kann ich nur mit Aufwand von Opfern den Fortbestand meiner Fabrik und dadurch die Weiter-Existenz meiner Arbeiter sichern! Wie ich mich jüngst in Berlin in maßgebenden Kreisen der Industrie selbst überzeugt habe, werden Massenentlas sungen der bedeutendsten Fabriken, wie Wählert, Pflug tc. all wöchentlich vorgenommenen, kleinere Fabriken haben zum Theil gänzlich den Bettieb einstellen müssen. In Magdeburg fleht eS nicht viel besser anS; kurzum, wohin man hört, heißt eS Arbeits- einstellungen oder Arbeiterentlassungen. Durch die Verhältnisse, wie ich Ihnen solche vorstehend geschildert, sowie durch daS Ver- gehen von GötjeS, Bergmann u. Co. veranlaßt, setze ich die Ar- beitSzcit von nächsten Dienstag ab auf Morgens halb 7— 12 Uhr und Nachmittag» von 1— 7 Uhr außer Montag und Sonnabend; an diesen Tagen wird wie bisher nur bis 6 Uhr Abend« gear beitet. Für Frühstück und Vesper bewillige ich eine Freizeit von 3 bis halb 9 Uhr refp. 4 bis 4 Uhc 20 M. Sollte Jemand diesem meinem Plan nicht willig Folge geben, so wird dieS als Wunsch seiner Entlassung angesehen und letzteres hiernach ertheilt. Leipzig, den S. März 137S. August Vogel." Soweit die Bekanntmachung in einer der größten Fabrik Leip zigs. Ich muß hier gleich Herrn August Vogel fragen: warum Ziehung als wichtigste Punkte für da« menschliche Leben betonte. sehen Sie erst nach der Spree und nach der Elbe? Haben Sei � Er kam dann aus den Reichstag zu sprechen und die Stellung, nicht an der Pleiße genug zu sehen? Daß Sie sich erst nach dem welche die sozialistischen Abgeordneten in demselben eingenommen Aktien-Gcsellschafter GöfteS, Bergmann u. Co. rickten, wundert mich sehr. Oder wollen Sie die 240,000 Rmk. wieder von ihren Leuten herausschinden, die der vorige Herr Direktor oder Procurist mitgenommen hat auf Nimmerwiedersehen, trotz Steckbriefen. Nun ich glaube eS nicht, denn Herr Vogel will, daß feine Leute Geld verdienen und nicht so lange arbeiten, denn er hat eS auf dem Fabrikhof gesagt vor Zeugen, und Herr Vogel hält sein Wort. Ich für meinen Theil denke, der neue Herr Direktor handelt ohne Vorwiffen deS Herrn Vogel. Wie ich gehört habe, ist der neue Direktor auS Erfurt. Dabei will ich gleich dem neuen Herrn Direktor eine Frage vorlegen, die mir seine Leute beantworten können: was versteht ein Windmüller von der Eisengießerei und haben. Referent wies nach, daß man die Sozialisten im Reichs- tage fürchte, man stelle, sobald ein Sozialist sich zum Wort melde, Schlußanträge und suche durch Unruhe oder Tumult, wie da« bei Liebknecht während der Bcrathung de« LandsturmgesetzeS geschehen sei, den Redner unverständlich zu machen. Da« neue Civilehe- gesetz habe in den Trau- uud Taufakten keine Erleichterung ge- schaffen, eS sei nur an Stelle der Kirche der Staat getreten, aber liberal und freiheitlich nenne man sich doch. DaS Landsturmgesetz sei eine neue Bürde de« Volke«: mehr Soldaten, mehr Steuern; eS fei so tieseingreifend in die volkSwirthschaftlichen Interessen Deutschlands, daß man wohl nicht so ruhig darüber hinwegkäme. Auch da« Bankzesetz erwähnte der Redner, sowie deS Versuchs Maschinenfabrikation? Ich für meinen Theil glaube, soviel wie! auf Einbringung eines Antrages bezüglich der KnappschastSkassen der Esel vom Lautenschlagen. Doch nun ein ernsteS Wort an die! frage. Die Versammlung hat zum Schluß nachfolgende Resolution angenommen:„Die heute in Cainsdorf tagende und zahlreich be- suchte Versammlung erNärt sich mit dem Referat de« Reichstag«- abgeordneten Motteler einverstanden, und glaubt ihm am besten danken zu köuneu, indem sie eine Organisation schafft, um in den Prinzipien der Sozialdemokratie sich klarer zu werde», und legt zu diesem Zweck eine Liste au« zur Einzeichuung für eine Mit- gliedschaft." /ausigt i. Sachse«, 8. März. Auf Befehl de« Lieutenants v. Eglofstein mußte sich vor mehreren Tagen ein hiesiger Soldat bei strenger Kälte und im Freien bis auf den Unterleib entkleiden, worauf ihn etliche feiner Kameraden so lange mit Schnee abrieben, bi« er nach vollzogener Prozedur außer Stande war, sich anzu- kleiden,«aS von seineu Kameraden geschehen mußte. Die un- menschliche Handlung geschah unweit der Straße und vor den Augen aller Vorübergehenden. Wie man vernimmt, ist die„Unter- fuchung* eingeleitet.— Bei der am 6. d. M. vollzogenen Stadt- verordneteuwahl haben wir den dritten Theil Sozialdemokraten durchgebracht. Darob Entsetzen der„Reichs freunde", die in dem Wahne befangen waren, die Sozialdemokratie pfeife aus dem letzten Loche. Aertt», 28. Februar. Donnerstag, den 25. d». MtS., fand im Lokale de« Herrn Cariu« die zweite Generalversammlung de« WahlvereinS der sozialdemokratische» Arbeiterpartei statt. Beim Begrnn der Versammlung erstattete zunächst der bisherige Vor- fitzende, Bernstein, Bericht über die Thätigkeit de« Berein« feit der ersten Generalversammlung, worauf der Bericht de« KasfirerS und schließlich der de« Ausschusses folgte. Bei der sodann vorgenom- menen Neuwahl de« Vorstände« wurden, da die bi« dahin jim Vorstande sich befindenden Mitglieder eine eventuelle Wiederwahl ablehnten, folgende Mitglieder gewählt: A. Heiusch al« erster, H. Adam al» zweiter Vorsitzender und H. Grimpe als Schrift- führer; ferner in den Ausschuß: Keitel, Gerstenberg, Fröh- lich, Alt und Stolten. In Bezug auf den al« nächsten Punkt auf der Tagesordnung stehenden Autrag Bernstein« auf Errichtung eine« Lesezimmer», erkärte sich die Generalversammlung hiermit ein- verstanden und wurde die Ausführung de« Beschlüsse« einer Commis- sion von sech« Personen überwiesen. Dem neuen Vorstande rufe ich hiermit ein ftische« und ftöhlicheS„Glück auf" zur weiteren Agi- tation zu, und wünsche, daß derselbe thatkräftig den betretenen Weg weiter verfolgen möge. Mit sozialdemokratischem Gruß! Otto Stollen. BlL. Die Adresse de« ersten Borsitzenden Heiusch ist: Koppen- straße 26, III. Aerfl«.(An die deutschen Zimmerleute.) Der Strike unserer Kameraden in Wilhelmshaven nimmt immer ernstere Dimensionen an. Die dortigen verbündeten Meister haben sich um Aufnahme in den Verband deutscher BaugcwerkSmeister an den geschäftS- führenden Ausschuß in Berlin gewandt, und in ihrem Schreiben zugleich über die Kalamität, in welcher sie durch den Strike ihrer Gesellen versetzt sind, ganz erbärmlich gewinselt, und um die Unterstützung ihrer edlen Brüder gegen die bösen Gesellen gebeten. In Folge dessen bekam(nach dem Protokoll über die Berhand- lungeu de« Ausschusses) der Bund der vereinigten Arbeitgeber der Baugewerke zu Wilhelmshaven die Antwort von seinen Berliner Collegen:„Verein Wilhelmshaven in Folge der telegraphischen Mittheilung nach Hannover und des Schreiben» vom 12. Februar definitiv in den Verband aufzunehmen und demselben anheimzu stellen, sich mit der„Bauhütte" in Bremen in Verbindung zu setzen, um schließlich eine Vereinigung mit der Letzteren herbeizuführen. Gleichzeitig dem verein mitzutheilen, daß in Bezug aus den gc- meldeten Strike die crforderderlichen Schritte den Wünschen gemäß von hier aus unternommen werden." Also die Herreu sollen sich mit der„Bauhütte" in Bremen in Verbindung setzen, damit von dort her für billigere Arbeitskräfte gesorgt werde;— ferner wer den die Berliner Meister die erforderlichen Schritte thun, um den „Starrsinn" unserer Wilhelmshavener strikenden Kameraden zu brechen, d. h. man verbietet auf den Berliner Zimmerplätzcn da« Sammeln für die Wilhelmshavener, und versucht auch von Berlin ftische Arbeitskräfte nach Wilhelmshaven zu tranSportircn.-- Ob denn diese Herreu glauben, daß solche kleinliche Widerstand«- versuche unsere Kameraden in Wilhelmshaven zu Kreuze kriechend machen, oder unsere Berliner Kameraden dahin einschüchtern wer- den, daß die Sammlungen für die um ihre Existenz kämpfenden Wilhelmshavener Brüder unterbleiben werden? Nein, ihr Herren, so weit sind wir noch nicht, und mögt ihr auf allen Plätzen Pla- kate anschlagen, die den Gesellen da« Sammeln untersagen, so wird trotz alledem doch fortgesammelt werden, und die deutschen Zimmerleute werden mit der alten Zähigkeit ihren Weg weiter verfolgen und auch ihr Ziel, kotz aller Meisterverbindungen, erreichen. An Euch aber, deutsche Zimmerleute, ergeht die Aufforderung, jetzt, wo die gesammten vereinigten Meister sich gegen unsere Kameraden in Wilhelmshaven verbunden haben, erst recht Eure Schuldigkeit zu thun, und den Zuzug unter allen Umständen von Wilhelmshaven fernzuhalten, gleichzeitig aber auch nach Möglich- keit für die materielle Unterstützung Eurer strikenden Kameraden einzuketen. Die Meister werfen ihre ganze vereinigte Kraft auf Wilhelmshaven; thun wir dasselbe, indem wir den Herren ant- Worten: Ihr wollt den Kampf! Gut, ihr sollt ihn haben. Unterstützungen find an die Expedition de«„Pionier", Berlin, Waldemarstraße 56, per Adresse Kapell, zu senden. (Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck de« Obenstehenden ersucht.) Nraunschweig, 3. März. Für die ausgesperrten Cigarreu- arbeiter in Braunschweig gingen noch ein: Cöln von der Holz- arbeiter-Gewerkschafl Mrk. 2,84; Cöln Fachverein der Tischler Mrk. 17,16; Cöln Fachvercin der Schuhmacher durch Etzenbach Mrk. 3,00; Hamburg vom Knopfmacher- und Posamentirverein durch Forke Mrk. 9,00, Ulm durch G. U. und C. S. Mrk. 7,60; Schweinau durch Chr. Bauer Mrk. 12,00; Landshut durch Eugen Lippert Mrk. 3,42; Dresden Metallarb.-Gew. durch Aug. Prüfer Mrk. 3,20; Leipzig Buchdrucker durch I. Neudörfcr Mrk. 24,60; Leipzig durch Hadlich von der Metallarbeiter. Gew. zu Nürnberg Mrk. 13,80; Land«Hut Schuhmachergewerkschaft Mrk. 2,17 Kamöurg, 21. Februar. Abrechnung über die für die au«- geschlossenen Braunschweiger Cigarreoarberter gesammelten Gelder: Gcsammt-Einnahme: Aus Bogen von Cigarrenfabrikeu und Ge- werken Thlr. 369. 14. 9. Vom Bau- und Erdarbeiterverein Thlr. 20. und Thlr. 1. 25. 6., Gipserverein Thlr. 20., Zimmerer- bund Thlr. 12., Korbmacherbund Thlr. 8., Nähmaschinenfabrik von Polak, Schmidt und Losse aus Bogen 45, Thlr. 3. 10. 8., Ballüberschuß dnrch Richter Thlr. 3. 15., Ucberschoß einer Ver- sammlung durch Gewert Gr. 22. 6., Ueberschuß einer Versammlung durch Tappcndorf Thlr. 1. 2. 9., Korbmacherbund durch Fälsch Thlr. 6., Verein der Malergehülfen Thlr. 3., Ueberschuß einer Versammlung durch Vetter» Thlr. 1. 6., Ballüberschuß der Klempner und Mechaniker durch Ahlboru Thlr. 6. 15. 7. Summa Thlr. 92. 8. 3., dazu Thlr. 359. 14. 9., zusammen Thlr. 461. 23. Ausgabe: Abgeschickte Gelder Thlr. 447. 13. 8., an Porto und Verschiedene« Thlr. 4. 9. 3., Summa Thlr. 451. 23. Rcvidirt und für richtig befunden: Lesting, Fahlstich, Bartels. Wir sagen iui Namen der ausgeschlossenen Braunschweiger Cigarreu arbeiter unfern verbindlichsten Dank, da der Ausschluß siegreich beendet ist. Für da» Comitö: I. Vetter«. NB. Bon den Maschinenbauern Losse u. Comp, direkt abge- schickt Thlr. 13. 16. 6. D. O. Areme», 37 März. Zur Beachtung für Schneider. Unfern werthen Collegen machen wir hiermit bekannt, daß wir Hierselbst einen Schneidervereiu gegründet haben, um etwaigen Angriffen, welche die in einer Innung verbundenen Arbeitgeber gegen un« jmachen sollten, kästig die Spitze bieten zu köuneu. Verbunden mit diesem Berein ist ein unentgeltliche« ArbeitSnachweiS-Bureau, welche« sich beim Gastwirth Lohmeier, Honkcnstraße 25, befindet. Ja diesem Lokale ist auch der Berkehr der Schneider, sowie eine billigt und gute Herberge, und ersuchen wir zureisende College», ausschließlich nur hier einzukehren. Der Borstand. Pforzheim.(Zum Rückgang der Sozialdemokratie.) Wie die Zeitungen bereit« berichteten, fand am 22. und 23. v. M. anläßlich der Einführung der neuen Städteordnung für Baden» 7 größte Städte hier die Stadtverordneteuwahl für die niederbesteuerte(III.) Klasse statt, wobei die Arbeiterpartei siegte. Bon ihren 32 Candidaten wurden 22 gewählt, hier- unter, trotz der größten Anstrengung der Gegner, die un« jetzt gemeinsame Sache mit den Ultramontanen»c. unterschieben, 17 welche aus unserem Vorschlage allein standen, und unter diesen 17 Lehmann, Lutz, Weber»c. Um zu beweisen, daß wir in Gemeinde- angelegeuheiten keinen exclustven Parteistandpunkt einnehmen, hatten wir auf unsre Liste auch einige Demokaten und andre allgemein geachtete und unabhängige Männer gestellt, woran« natürlich die Gegner in gewohnter Weise Kapital zu schlagen suchen. Unsre Leute«erdeu jedenfalls auf Posten sein und durch regelmäßige Steuerzahler- und Einwohnerversammlungen auch für AuSuützung de« Sieges zu sorgen wissen. Berichtigung. Durch einige gegnerische Zeitungen geht die Notiz, daß ich, al» verantwortlicher Redakteur de« BerbandSorgau« der Klempner und BerufSgcnossen„Der Bote", vom Münchner Schwurgericht zu Monat Gesängniß verurtheilt worden sei, weil ich in genanntem Blatte ein vom Verbände abgefallenes Mitglied in Verruf erklärt hätte. Die« ist eine Entstellung der Wahrheit. Doch würde ich kein Wort darauf erwidert haben, wenn nicht auch einige unserer Parteiblätter diese Lüge gebracht hätten. Der Sachverhalt ist kurz folgender: Ich habe den Namen eine« Menschen, der bei Gelegen heit eine« Strike« Anfang« den Provokateur spielte, hinterher aber sich zurückzog, der Oeffentlichkcit übergeben unter Vorausschickung einiger, fteilich nicht sehr zarter Bemerkungen. Ob derselbe jemals Verband«Mitglied gewesen, ist mir gänzlich unbewußt uud kümmert mich auch ganz und gar nicht. Für dieses Verbrechen bin ich, wie schon bemerkt, zu 1 Monat Gesängniß verurtheilt. Ich hoffe, daß unsere Parteipresse, welche die Mittheilung gegnerischen Zeitungen entnommen hat, Vorstehendes zur Berichtigung jeuer Lüge gleich falls ausnehmen wird. Hamburg, 8. März 1873. Mit sozialdemokatischem Gruß! W. Metzger, Redatteur de« GewerkschaftSorganS„Der Bote". Quittung II. Für die Hinterbliebenen Aorcfs gingen seit dem 9. Febt d. I. bei dem Unterzeichneten ein: Alteuburg, gemüthltcher Abend im Bildungsverein, dch. Nährig, 3.00. Arnstadt, Holzarbeitergewerlschast, d. 5. Hägertch, 15.10. AugSlurg, d. I. Endre«, 9.00. varmbrck b, Hamburg, v. Gastwirth flarp, Hamburgtrstr.798, 2.40; auf Liste 89 u. 90 d. Simon 41.55. Lraunschweig, v. Mitgl. der Holzarb.-Gew. d. Krause 15.48. vreSlau, aus Listen d. H. Nebel, 1. Rate 4.25. Eoburg, auf Listen d. C. Krämer, 35.80. Crimmitschau, Expedition de«„Bürger- und Bauernfteund", d. Mehl Horn 41.10. Delmenhorst auf 2 Listen d. Rothermundt 16.40. Dresden, v. d. Gew. d. Holzarb. d. S. Herrmann 30.00. Düffeldorf, v. Parteigenossen d. I. Menke 16.50. Duisburg, v. Parteigenossen 5.65; v. Arb..Gesangvtrein 3.00. Eimsbüttel, auf Liste 100 d. Heinrich», 2. Rate 2.95. Elmshorn, v. B. 4.80. Erfurt, v. Kummer 3.00. Frankeuhauscn, v. Knopfarbeiterversammlung, d. A. Winter 4.55. Fulda, v. Fuch» o. Kickeropp 3.00. Göppiugeu, d. Bronnenmeyer 12.47. Hamburg, Tischlerwerkstatt v. Hüning d. R. Meier 10.00; aus Liste 93 d. F. Köster 15.15; v. Kaufmann 3.00: Liste 64 d. Heiu« 13.95; Brillenauction d. W. H. 4.20; v. D. 1.00; Liste 9 d. Kern 6.00; gesammelt v. Silvanu« 12.00; Liste 256 d. Metzger 9.60; Liste 92 d. Schröder 9.60; Liste 66 d. Thie« 5.63; vom Verein der Step per und Borrichter d. E. G. Becker 30.00. ] Harburg, v. Ball der Liedertafel Lassallia d. H. Perfiel 9.30; v. Arbei t er ball d. Steffen« 13.30; ans Listen 250, 251, 253 durch Sief An die Parteigenossen!° Für die Zuhaftirteu gingen ferner bi« heute hier ein: Heidingsfeld d. M. Schäffner 0 60, Hamborg auf Liste d. H. Schultz 15.00, Ann- weiter v. Seebach 1.00, Hamburg v. B. d. Geib 3.00, Wandsbeck vom Arbeiterfest d. Sommer 18.00, Meerane d. E. Lacher 15.00, Reutlingen d. Zirb« 7.87, Geringswalde d. H. Goldammer 3.00, derselbe fteiw. Beitrag 3 00, Rochlitz Mechan. Webesabrik d. Richter 3.65, Geitbatn v. Arbeiterverein 7.68, Reichenbach i. B. v. Consum- Berein d. Müller 30.00, Schönebeck d. A. Hanke 0,50. Hamburg v. Berein der Stepper und Borrichter d. S. Ö. Becker 30.00, Hamburg, 1. März 1875, Mit Gruß! H. Benueke.'kl. Schäferkamp 36. »riestafle» der Redaktion: Kr. in München: Angekommen. der Expedition: E. Lttbrgr. Dresden: Die Post nimmt nur Abonne- ment» innerhalb der Kalender- Quartale an, z. B. Novbr. und Dezbr. Im Januar müßte für da» ganze erste Quartal abonuirt werden; wen» so spät abonnirt wird, daß die Bestellung bei hiesiger Post erst nach Au- saug de« Quartal« einläuft, werden die bereit» erschienen Nummern nur gegen Nachzahlung von 10 Pf. von der Post geliefert. A. Brnr. Zwickau: Aus die letzte Sendung sind 9 M. bezahlt, die Quittung über 13 M. beruht auf Versehen. E. Schül Oberhausen: Bitten um Angabe genauerer Bezeichnung de« Wohnort«, da e« 5 Oberhausen gtebt, die Absendung der Schriften müssen wir deshalb vorerst unterlassen. M. Kiene Reut- lingen: Ihre Reklamation haben wir dem hiesigen Postamt zur Erledigung Übermacht. Quittung der Expedition: B. E. Bchhm hier Schr. 2.85. Soz.-dem. Arb.-Verem hier Ann. 1.50. Hlzbr Aalen Schr. 16.71. Kndrth B. Gjula(Ungarn) Schr. 5.10. Lttbrgr Dresden Ann. 1.20 Schuhmacherge«. Leipzig Ana. 1.00. Effg Pforzheim Schr. 12,00. Mllr Mannheim Ab. 24.98. Wß Mühlhansen Schr. 8.28. Wntzl hier Ab. 0 55. Mllr hier Ab. 30.00, Schr. 1.81. Bughsn Wiesbaden Schr. 2.00. Eldn Gotha Schr. 3.20. Klempner und Berufsgen. Hamburg Ann. 0.80. G. Smun Würzburg Schr. 2.00._ Für die Hinterbliebene» yorck'S. Bon der Schuhmachergew. in Stuttgart d. U. 2.17. Anzeigen k. Sozialdemokratische Arbeiterpartei. ___, den 13. März, Abend« 8 Uhr: Lersamm- lung der hiesig« Mitglieder bei Bierbrauer Linder(früher Blo«feld).% T.-O.: Die Bereinigung der dmtscheu Arbeiterpartei. Sozial-pol. Rundschau._ I. A. Weckerlein. s50j -ßpnlin Eigarrenaröeiter. AJV4-4IU Mittwoch, den 10. d. M.. Abend« 8'/, Uhr: Oeffeulliche Versammlung. Linimstraße 44 bei d' Heureuse(ftüher Frank) T.-O.: 1) Die Produktiv-Association. Ref. E. Bernstein. 2) Da» Circular der Berliner Eigarrensabrikanteu. 3) Berschiedene«. _ Da« Tomits.[70] rtiaifiltä Arbeiterverein. \3M)I)U9 Mautag, d. 15. März. Abend«'/,9 Uhr, bei Kautzsch: Bersammlung.— T.-O.: Bericht über die letzte Gem,inderath«fitzung. Besprechung über die diesjährigen Steuern. Die vorgeschlagene Candi- datenliste zur Borstandswahl.— Gäste willkommen. Sonntag, 14. März, Lormittag» Uhr, in der Restauration von Pfundt.___ D. B.[70] ftettttfiMVet Verband der Klempner und verw. Beruf« genossen. Sonnabend, den 13. Februar, Abend« halb 9 Uhr: Geschlossene Mitgliederversammlung, Schoppensteel Nr. 22. T.-O.: Abrechnung.— Anträge zur Generalversammlung. ______ I. Stoffel. Bev.[50] g �Eintrittskarten, 5 50 Pf., zu R o h d e's illustrtrtem Die natürttche Schöpfl»«gSgeschichte, in„Sagebiel'» Etablissement", find für Parteigenossen zu Hab« bei Geib, RödingSmarkt 12. Die Borträge finden statt am 16., 17., 22., 23., 24. März.[70] ifottliirt Gewerkschaft der Holzarbeiter. Sonnabend, den 13. März: Versammlung�, gr. Wind- mühlenstr. 7.— T.-O.: 1) Soziale Ueberficht von Holtmann. 2) Frage- kästen. Aufnahme neuer Mitglieder._ D. B.[40] Leipzig u. Umgegend Montag, den 16. d. M.: Bersammlung bei Fröhlig, Nikolaistr. 38. T.-O.: 1) Bortrag über die Gewerbeordnung. 2) Gewerkschaftliche«. NB. Die Unionsnummern find in Empfang zu nehmen.[50] Neuschönefcld u. llmg.»....'Nx'S?, 8 Uhr: Oesfentliche Mitgliederversammlung im„Bergschlößchen." T.-O.: 1) Sozial-pol. Lage der arbeitenden Klaffe. Ref. Seiffert au« Leipzig. 2) Diskusston.— Gäste willkommen. Um zahlreiches Erschelneu bittet Der Borstand. Montag, den 21. März, Abend» 8 Uhr im Bergschlößchen. T.-O.: Wahl de» gesammten Vorstände«. D. B. [90] Sonnabmd, den 13. d. M. Abmd» 8 Uhr: Allgemeine Versammlung der Eisen- und Metallarbeiter, im Saale der„Grünen Schenke".— T.-O.: 1) Die Borgänge in der Bogel'schen Maschinenfabrik wegen Verlängerung der Arbeitszeit. 2) Me ist die heutige SefchäftSkrifis entstanden? Referent: Wilh. Liebknecht. Jedermann hat Zutritt. Zahlreichem Erschein«» sieht mtgegen Da« Tomitü.[80] Ersuche die Steinmetzen Herrn Eich hör» jetzt tn Chemnitz, sowie Herrn Kehl au« Saarbrücken, mir ihre genaue Adresse zuznsendm. (2a) A. Zabel, Weinbergsweg 4, Berliu.[75 fen« 29.70. Die Heidelberg, d. I. Ntthing 1. Rate 4.20, 2. Rate 4.00. beiden durch Hadlich eingesandten Beträge sind im„VolkSfrcund" LandShut, d. E. Lippert 24 00. Nr. 5 vom 7. Januar bereit« quittirt, weil wir annahmen, daß Lechhaufeu, Tanzunterh� d. Arb.-B. Borwärt« d. Lichtensteiger 5.00; v. e« Wunsch der Einsender sei, die Quittung im hiesigen Lokalblattc erscheiuen zu lassen. Ucberhaupt ist e« häufig vorgekommen, daß Coupon« ohne jeden weiteren Vermerk einliefen, wir wußten de« d. Unterhalts, d. Metallarb.-Gew. 6.00. Lichtenstei», v. einer Abendunterhaltung d. E. Betterlein 3.00. Maiuz, Abendunterhaltung d. Holzarb.-Gew. d. Jakob Busch 42.66; v. ""chb. d. Nauert 5.14. halb mcht. in welchem Organ wir quittiren sollten, da wir außer meerane,'«. Parteigenossen d. Lacher 15.00. rem„VolkSstaat" noch m erster L-nre den„Botschafter», dann Pforzheim. au« einer Versammlung d. I. Becker 6.00; öffmtl. Samm- den„Neuen Social-Demokrat" und„VolkSfrcund" zur Beröffent- i lung 4.88. lichung der Quittung benutzten. Sollte also irgend ein Posten Schönebeck, ges. v. A. Hanke 3.50. sich nicht vorfinden, so bitten wir baldigst zu reklamiren. Telfingeu, v. Dr. G. Reuß 9.00. Allen Gebern herzlichen Dank.! Würzen, v. A. E. 3.00. Mit Gruft i Weitere Beiträge nimmt entgegen i Für das Comits: L Färber, W-nheustr. 45. � �"iburg, 7- �®"6' �ingsmark. 12. Soeben ist erschienen uud durch un« zu beziehen: Lieferung 4 cheschichte der Urbeiterbewegung Ferdinand Lassalle's (3a) veu B. Becker. — Preis: 60 Pf. Buchhandlung des„VolkSstaat." Im Uachricht für die Besteller von Gchrifteu, daß die 1. Auflage von H. Bogel, Bersälschuug der Lebensmittel vollständig vergriffen ist und nach Ostern in 2. vollständig umgearbeiteter und verbesserter Auslage erscheinen wird. I.Münchener Genossenschaftsbuchdruckerei (Eingetragene Genossenschaft.) Samstag, den 13. März 1875, Abends 8 Uhr: Außerordentlichr Generalversammlung im Gasthau» zum„Rheiugold", Gruftgaffe. Tagesordnung: Genoffenschastsangelegenheiten. Wozu sämmtliche Herren Mitglieder einladet Der Vorsitzende de« AussichtSrathe«: (2b) Mich. Bösel er.[90] Lerantwortlicher Redakteur: R. Seiffert. Redaktion Hohestr. 4, Expedition Zeitzerstr. 44, in Leipzig. Druck und Verlag der Genosseaschaftsbuchdruckerei tn Leipzig.