Erscheint in Leipzig Mittwoch, Freitag, Sonnlag. Bestellungen nehmen an alle Postanstalten u. Buchhand- lungen des In- U.Auslandes. Filial- Expeditionen für die Vereinigten Staaten: F. A. Sorge, Lox 101 lloliolceu, t�. J. Peter Haß, 8. W. Corner Third and coates str. Philadelphia. Abonncnitiitspreis für ganz Deutschland i yi. 60 Pf. pro Quartal. Monats-Abouileinents werden bei allen deutschen Postanstalien auf den ritcn u. 3te» Monat und auf den 3ten Monat besonders an- genommen; im Kgr. Sachsen u. Hrzglh. Sachl.-Allcnburg anck auf den lten Monat des Quartals a 54 Pf. OrgandersozialdemokrattschenArbeUerpatteiundderinteruattonalenGewerksgekossenschaften. �»srrate,»t« M Haltung oaa Partei-,«ereta«. and Hoüttversammlauzeu, sowie die Filial- Expeditionen und sonstige Partei-«ngelegeuhtttm betreffend, werden mit 10 Pf.,— Privat» und Vergnügung«» Anzeigen mit 25 Pf. die dretgespalteu« Petit-Zeile berechnet. Nr. 38. Sonntag, 4. Aprit. 1875. Entwurf riueS Gesetzes über die gegenseitigen HnlsSkaffen. (Schluß.) 8 13. Zur Ueierwachung der Verwaltung kann dem Vorstande ein Ausschuß zur Seite gesetzt werden. Er ist durch die Geueral- Versammlung zu wählen. § 19. In der Generalversammlung hat jede« Mitglied, welches im Befitze der bürgerlichen Ehrenrechte und mit den Beiträgen nicht im Rückstände ist, eine Stimme. Arbeitgebern, welche Zuschüsse zu den Kassen leisten, steht eine, dem Verhältnisse ihrer Zuschüsse ent- sprechende, jedoch die Hälfte der übrigen Stimmen nicht über- schreitende Anzahl von Stimmen zu. s 20. Generalversammlungen können nur am Sitze der Kasse abgehalten werden. Bei der Berufung ist der Gegenstand der Be- rathung anzugeben. Wird von dem Ausschuß oder von dem zehnten Theile der stimmberechtigten Mitglieder, oder von dreißig derselben, die Be- rufung der Geueralversammlung beantragt, so muß der Vorstand dieselbe berufen, sofern der Gegenstand der Berathung in den Ge schäftSkreiS der Kasse fällt. § 21. Dem Ausschüsse können Befugnisse, welche über die im 8 13 angegebene Bestimmung hinausgehen, nicht übertragen werden. Die Generalversammlung kann, unbeschadet deS Recht« zu ihrer Aufklärung Ermittelungen anstellen zu lassen, an Dritte ihre Be fugnisse nicht übertragen. tz 22. Die Eiuuahmen und Ausgaben zur Unterstützung auf den Krankheitsfall find von den Einnahmen und Ausgaben zur Unterstützung auf den Sterbefall, und die einen wie die andern von den Einnahmen und Ausgaben sonstiger Anstalten oder Verl eine getrennt festzustellen, zu verrechnen oder zu verwalten. Verfügbare Gelder dürfen nur ebenso wie die Geldcr-Bevor »undeter angelegt werden. § 23. In jedem fünften Jahre hat die Kasse über die wahr scheinliche Höhe ihrer Verpflichtungen und der ihnen gegenüber stehenden Einnahmen durch eine« Sachverständigen, welcher bei der Verwaltung der Kasse nicht betheiligt ist, eine Bilanz auf »ehmen und das Ergebniß nach dem von der höheren B-rwaltungSl behörde vorgeschriebenen Formulare in dem im§ rl bezeichneten Blatte veröffenttichea zu lassen. § 24. Kassen, deren Errichtung auf Vereinbarung der Mib glicder beruht, können durch Beschluß der Generalversammlung unter Zustimmung von mindestens drei Viertheilev fämmtlicher Stimmberechtigten aufgelöst werden. Die Auflösung anderer Kassen setzt außerdem die Genehmigung der Aussichtsbehörde voraus. § 25. Die Schließung einer Kasse kann durch die höhere Beil walwngSbehörde erfolgen: 1) wenn mehr als ein Viertheil der Mitglieder mit der Einzahlung der Beiträge im Rückstände ist; 2) wenn die Kasse mit der Zahlung fälliger Unterstützungen vier Wochen im Rückstände ist; 3) wenn die Generalversammlung einer i gesetzwidrigen Verwendung auS dem Vermögen der Kasse ihre Zw timmung ertheilt hat; 4) wenn die veröffentlichte Bilanz die Be orguiß begründet, daß die Kasse zur nachhaltigen Erfüllung ihrer Verpflichtungen unvermögend ist. § 2S. Die Eröffnung deS Konkursverfahrens über eine Kasse hat die Schließung kraft Gesetzes zur Folge. tz 27. Die Auflösung einer Kasse ist der höheren VerwaltungS behörde anzuzeigen. Die genannte Behörde hat die Auflösung und die Schließung einer Kasse in dem im§ 4 bezeichneten Blatte bekannt zu machen. § 23. Bei der Auflösung wird die Abwickelung der Geschäfte, sosern die Generalversammlung darüber nicht anderweit beschließt, durch den Vorstand vollzogen. Genügt dieser seiner Verpflichtung nicht, oder wird die Kasse geschlossen, so hat die Aufsichtsbehörde die Abwickelung der Geschäfte geeigneten Personen zn übertragen, «nd deren Namen in dem im§ 4 bezeichneten Blatte bekannt zu wachen. tz 29. Von dem Zeitpunkte der Auflösung oder Schließung einer Kasse ab, bleiben die Mitglieder noch für diejenigen Zahlungen verhaftet; zu welchen sie da« Statut für den Fall ihres Austrittes au« der Kasse verpflichtete. Da« Vermögen der Kassen ist nach der Auflösung oder Scklie ßung zunächst zur Deckung der vor dem Zeitpunkte der Auflösung oder Schließnng bereits eingetretenen UnterstützungSverpstichtungen zu verwenden. % 30. Bis zum Ablauf eine« Jahre« nach Auflösung oder Schließung einer Kasse, kann einer für die gleichen Zwecke und für denselben Mitgliederkrei« oder für einen Theil desselben neu errichteten Kasse die Anerkennung versagt«erden. § 31. Die Aufsicht über die Kasse wird durch die von den Landesregierungen zu bestimmenden Behörden geführt. Die Aufsichtsbehörde kann jeder Zeit die Bücher der£Kasse einsehen, ihre Verwaltung untersuchen und über die einzelnen Ge- schäste Auskunft erfordern. Bon ihren gegen die Verwaltung ge- zogenen Erinnerungen ist der Generalversammlung Mittheilung zu Machen. Da« Stawt und jede Abänderung desselben ist ihr einznreichell. Bon der Zusammensetzung de« Vorstände« und jeder Veränderung darin ist ihr Mittheilung zu macheu. Fall« der Vorstand der durch§ 20 begründeten Verpflichtung nicht genügt, hat sie die Generalversammlung zu berufen. § 32. Alljährlich ist in den ersten drei Monaten für das verflossene Jahr unter Anwendung der von der höheren Verwaltung» behörde vorgeschriebenen Formulare eine Uebersicht über die Er krankungen und Sterbesälle, eine Uebersicht über die verrechneten Beitrags- und Unterstützungstage, ein Rechnungsabschluß, welcher da« Verhältniß der Einnahmen und Ausgaben des verflossenen Jahres ergicbt» und die in dem verflossenen Jahre etwa veröffent- lichte Bilanz der höheren Verwaltungsbehörde, sowie der Aufsichts- behörde einzusenden. Der Aufsichtsbehörde ist zugleich eine Nach- Weisung de« Bestandes und der Anlegung deS Vermögens zu übergeben. § 33. Die Aufsichtsbehörde hat die ihr nach§ 32 mitgetheilten Schriftstücke zu Jedermanns Einsicht bereit zu halten. Sie kann die Mitglieder des Vorstandes und die im Falle der Auflösung oder Schließung einer Kasse mit der Abwickelung der Geschäfte betrauten Personen zur Erfüllung der durch§§ 31, 32 für sie begründeten Pflichten, durch Ordnungsstrafen bis zu 100 Mark anhalien. Z 34. Mitglieder de» Vorstandes oder des Ausschusses, welche den durch das Gesetz ihnen auferlegten Verpflichtungen nicht nach- kommen, werden mit einer Strafe bis zu 500 Mark bestraft. Haben sie über Vermögensstücke der Kassen absichtlich zum Nach- theile derselben verfügt, so unterliegen sie der Bestrasung nach § 266 deS Strafgesetzbuchs. § 35. Eine Vereinigung mehrerer Kassen zu einem Verbände behufs gegenseitiger Aushülse kann nur unter der Zustimmung der Generalversammlung der einzelnen Kassen und auf Grund eine« schriftlichen Statuts erfolgen. Für die nicht durch Vereinbarung der Mitglieder errichteten Kassen bedarf es dazu der Genehmigung der höheren Verwaltung«' behörde. Der Verband ist durch einen auS der Wahl der Vorstände der betheiligten Kassen hervorgegangenen Vorstand zu verwalte«. Seine Pflichten und Befugnisse bestimmt da« Statut. Sein Sitz darf nur an einem Orte sein, wo eine der betheiligten Kassen ihren Sitz hat. Der Verband unterliegt nach Maßgabe de« Z 31 der Aufsicht der höheren Verwaltungsbehörde desjenigen Bezirk«, in welchem der Vorstand seinen Sitz hat. Aus die Mitglieder de« Vorstände«-und die sonstigen Organe deS Verbände« finden die Bestimmungen der§§ 33, 34 An Wendung. § 36. Die Verfassung und die Rechte der bestehenden, auf Grund landeSqefetzlicher Vorschriften errichteten HülsSkassen werden durch dieses Gesetz nicht berührt. In Ansehung der Kassen der KnappschastSvereine verbleibt eS bei den dafür maßgebenden besonderen Bestimmungen. Politische Uebersicht. — Im Berliner Sozialistcnprozeß fungirte Muuckel als Rechtsbeistand der Angeklagten. Ueber seine Vertheidigung«' rede und die Bertheidigung überhaupt berichtet die„National zeituvg": „Herr Rechtsanwalt Munckel giebt zu, daß der Allgemeine deutsche Arbeiter-Berein politischer Natur sei, stellt aber die« br züglich der anderen in Abrede und sucht die Anklage zu ent kräften, welche diese Bermuthung nur al« Behauptung ausstelle, aber keine» Beweis hierfür beibringe; ebensowenig wie fle eine po litische Verbindung der Vereine unter einander oder mit dem All gemeinen deutschen Arbeitcr-Vercin nachweisen könne. Die Ber theidigung beantragt die Freisprechung ihrer Klienten, indem für die etwaigen Ueberschreitungen des Organ« der Partei de«„Neuen Sozialdemokraten", keineswegs die Führer der Partei, sondern die verantwortlichen Redakteure desselben verantwortlich zu macheu seien. Ferner beantragt er, die Schließung aller Vereine zurück- zuweisen, und auch die Angeklagten Grüwel und Walther, die nur al« Kafstrer, niemals aber als Leiter und Ordner eine« Ber eins thätig gewesen wären, überhaupt von der Anklage zu ent binden; eventuell jedenfalls, wenn der Gerichtshof der Anficht der Staatsanwaltschaft, daß sämmtlichc Angeklagte für schuldig zu halten, beitreten würde» die beantragten Strafen auf da« niedrigste Maß herabzusetzen. Herr Hasenclever behauptet, daß der Staat«' anwalt durch die Schließung der Bereine, ganz besonder« de« All gemeinen deutschen Arbeiter-Verein«, nicht« weiter erreiche al« die Zerbrechuog der Form, den Geist der Sozialdemokratie würde er(Tessendorff), würde Niemand mehr ertödten können. Ja, man würde sogar dem Staate durch solche Schließungen eine Gefahr bereiten, denn man würde die Arbeiter zwingen, sich im Geheimen, wie e» unter Napoleon III. in Frankreich geschah, zu- samaenznfiudeu, und würde auf diese Weise gerade der Commune in die Hände arbeiten. Angeklagter bittet schließlich im Interesse de« armen Arbeiter«, der die Unterstützungsvereine in Sterbe-, Krankheitsfällen:c. für feine Wohlthäter halten müsse, für den sie eine Lebensfrage seien, dieselben nicht zu schließen, und, fall« nolh- wendig, lieber die einzelnen Angeklagte« zu bestrafen, wenn auch nicht in dem Maße, wie es der Herr Staatsanwalt beantragt habe. Auch die andern Angeklagten svracheo noch, ein Jeder zu scinen Gunsten. Angeklagter Ecks meinte u. A., daß man den Arbeitern gegenüber die Gesetze fteier Bereinigung it. null und nichtig machen wolle, welche Aeußernng ihm einen Berwei« des Präsidenten des Gerichtshöfe« zuzog. Der Angeklagte Reichstag«' abgeordneter Reimer griff weniger im Interesse feiner Lerlhei digung ein, als daß er sich gegen Herrn Tessendoiff wendete, weil dieser die Sozialdemokratie vernichten will; er Verla« beispielsweise zwei Zeitungsartikel, worin die Egells'schen Gründungen und die Generalversammlung der Pinneberger Union besprochen werden, und worin Herr Tessendorff gefragt wird, warum er gegen solche Gründungen nicht vorgehe; auch er richte dieselbe Frage an ihn; denn wenn man gegen harmlose Vereine auftrete, müsse man ge- wiß gegen verbrecherische Gründer einschreiten. (Die charakteristische Antwort TeffendorffS ward schon erwähnt und abgethan. DaS Urtheil des Gericht« ist bereits mitgetheilt. Der stenographische Bericht der ganzen Prozeßverhandlungen wird demnächst al» Broschüre von den Angeklagten herausgegeben werden.) — Die„Frankfurter Zeitung" schreibt unterm 13. März: „Mögen sie, die eben erst von der Furcht erlöst sind, mit ihrer Herrlichkeit in den April geschickt und von dem„Werkzeug der Vorsehung" verlassen zu werden, sich morgen dem lauten Adressen- und Toastjubel hingeben, in dem sie eS binnen kurzer Zeit zur nationalen Meisterschaft gebracht haben— unser Glückwunsch suckit an anderem Ort einen anderen Mann. Er gilt dem schlichten Bürger und Arbeiter, der morgen nach fast ununter- brochener dreijähriger Haft da« Gefängniß verläßt mit demselben fleckenlosen Rufe, mit dem er es nach einem Richterspruch, über den, so weit eS von der Mitwelt noch nicht geschehen, die Nach- welt richten wird, betreten hat, geliebt von seinen Parteigenossen, gefürchtet und geachtet von seinen Gegnern. Wir zählen nicht zu diese« noch zu jenen, aber wir schätzen, wo wir sie finden, Ueber- zeugungStreue und ehrliches uneigennützige» Streben, und e» er- füllt uns die stärkste Sympathie für Jeden, der um ihrer willen leiden muß. Und wo fände sich eine bessere Gelegenheit, diesem Gefühle Ausdruck zu geben, als an dem Tage, an dem ein solcher Mann nach langer Gefängnißhaft seiner Familie, seiner Werkstätte und der politischen Thätigkeit, in der er einen bedeutsamen Wir- kongSkreiS gefunden bat, zurückgegeben wird? Gruß und Glück- wünsch darum dem Reichstagsabgeordneten August Bebel." Gewerksgenossenschaftliches. Gewerkschaft der Schuhmacher. Leipzig. In Betreff der Versammlung in Lindenau-Plagwitz habe ich zu berichtigen, daß ich erklärt habe: 1) unter den hcuti- gen Produktionsverhältnissen werde der Kleingewerbetreibende immer mehr zum gewöhnlichen Lohnarbeiter herabgcdrückt, daß es in Folge dessen in dessen Interesse liege, und daß eS dessen Pflicht fei, sich der Organssation der Arbeiter anzuschließen, und daß im Verhältniß zur Steigerung aller Bedürfnisse der Kleiuhaod- werker mit der Großproduktion nicht mehr konkuriren kann, da er sich die betreffenden HlllfSmaschinen und der Neuzeit entsprechenden HülfSmittel nicht anschaffen kann. 2) Da die Gewerkschaften so- ziale Besserung»- und BitdungSanstalten für die Arbeiter sind, und da den Herren Meistern und Arbeitgebem die moralische Besse- rung und Bildung der Arbeiter auch sehr am Herzen liegen müsse, so möchten sie— die Meister— doch, wenn sie wirklich auftich- tig sein wollten und e« Ernst meinten, ihre Arbeiter in die Ge- werkschaften schicken, unS aber auch zu gleicher Zeit vor Subjekten warnen, die sich unehrliche und ehrenrührige Handlungen zu Schulden hätten kommen laffen. Auf diese Art und Weise würde bald eine Besserstellung und mehr Bildung in den Reihen der Arbeiter erzielt werden; so lange dies aber nicht geschieht, müssen wir an der väterlichen Fürsorge zweifeln. 3) In Betreff unfrer Collegcn in München und Dresden habe ich erklärt, daß bei Aus- bruch der dortigen StrikeS die tüchtigsten und intelligentesten Mit- glieder in die Commssstonen gewählt worden seien, dieselben hätten aber bei den mit Blindheit geschlagenen Arbeitgebern keine Be- schäftigung erhalte« können und wären in Folge dessen zu Pro- duktivgenossenschasteu zusammengetreten. 4) Betreff« der mäun- lichen Haltung onsrer College« in Mainz und der andern Branchen habe ich erklärt, daß dieselbe durch da« Bewußtsein, für Recht und Gerechtigkeit zu kämpfen, hervorgerufen worden sei, und daß derartige Vorkommnisse die ensscheidenden Momente seien, wo man sehen könnte, wer ein ganze««nd wer ein halbe« Mitglied sei. Schließlich will ich noch erwähnen, daß die anwesenden Herren Arbeitgeber auch kein Wort der Entgegnung vorzubringen halten, im Gegentheil sich einverstanden mit dem Gehörten ei klärten, und daß ich sie noch ermahnte, ihre Arbeiter auf das Gute, Nützliche und Praklifche der Gewerkschaften aufmerksam zu machen, da sie ja selber von deren Nützlichkeit überzeugt wären. Da« versprachen denn auch die Arbeitgeber, und e» wird sich zeigen, ob und wie fle Wort halten werden. Ich drückte dann noch die Ueberzeuguug au», daß Lindenau-Plagwitz unter solchen Umständen zu einer der größten Mitgliedschaften heranwachsen werde. A. Schäfer. Mainz. Al« im vorigen Jahre den Arbeitern in den Schuh- fabriken von S. Wolf, Herz u. Comp, ein Lohnabzug von 10 Proz. femacht wurde, gaben die Herrn Fabrikanten da« Versprechen, owi« der Geschäftsgang wieder ein besserer sei, würden sie die alten Löhne wieder bezahlen. Eine große Nachfrage nach Arbeitern, welche die betreffende» Fabrikanten in mehreren Zeitungen bekannt machten, veranlasste die Arbeiter, da«„gegebene Versprechen" zu reklamiren. In der vorigen Woche wurde da«„Versprechen" re- klamirt, und al« die Arbeiter zum Fabrikant Herz kamen, wurden ie auf folgende liebliche Art empfangen:„Wa« wollt Ihr? Macht daß Ihr hinauskommt! Wer für den alten Lohn nicht arbeiten will, kann gehen!" Dem Borsteher der Gewerkschaft, welcher eben- falls bei den anfragenden Arbeitern war, wurde erklärt, daß er sofort au« der Arbeit entlassen sei. Aus diese Wesse löste der „worttreue" Fabrikant sein Versprechen ein. Der Fabrikant Wolf diente den Arbeitern mit demselben Compliment, jedoch der„gute" Wolf ließ sich in eine längere Debatte ein und erklärte, daß e« gerade kein guter Geschäftsgang sei, wenn viel prodnzirt würde; einen guten Geschäftsgang nenne er, wenn er viel für feine Arbeit 6 ezahlt bekäme. Er müsse deshalb billiger prodnziren, um seine Eon cnrrenten ans dem Felde zn schlagen, wobei Herr Wolf Haupt- sächlich die sächsischen Fabrikanten im Ange hatte. DaS war das Resultat, welches bei den„worttrenen" Fabrikanten erzielt wurde. Unsere Forderung durch eine Arbeitseinstellung durchzusetzen, wurde von den meisten Arbeitern(hier sind hauptsächlich die Arbeiter gemeint, welche der Organisation angehören, die grosse Zahl steht unS eben noch fern) momentan für unpraktisch erachtet; vielmehr wurde beschlossen, dahin zu wirken, die fernstehenden Collegen zu gewinnen, um in Zukunft kampffähiger auftreten zu können. Wir machen noch sämmtliche auswärtige Collegen darauf aufmerksam, daß die Fabrikanten weit und breit Arbeiter herbeizulocken suchen, um womöglich die Löhne noch mehr herabdrücken zu können. Ein jeder Arbeiter, der für die Prinzipien der Gewerkschaft eintreten will, möge dieses beachten; und so rufen wir denn sämmtlichen Collegen zu: Organistrt Euch, damit wir zu jeder Zeit die Will- kürlichkeit der Fabrikanten zurückweisen können. A. Plättner, Sdiriftf. NB. Sämmtlichen auswärtigen Collegen diene zur Nachricht, daß sich unser ArbeitSnachweiS-Bureau Hintere Bleiche Nr. 3S bei I. Eßlinger befindet. DaS Verkehrs- und BereinSlokal der Ge werkschast befindet sich im„Kleeblatt", Bierwirthschast, auf der großen Bleiche. Der Obige. Kovurg, 30. März. Collegen allerorts! ES ist bereits im „Volksstaat" und„Wecker" bekannt gegeben worden, daß den und 2. Pfixgstfeiertag ein allgemeiner Schuhmacher-Congreß und den 3. und 4. die Generalversammlung der Gewerkschaft in Co bürg abgehalten wird, ich ersuche deshalb alle Mitgliedschaften, Fachvereine ic. mit der Wahl eines Delegirten so schnell als mög* lich vorzugehn, damit die Anmeldung hierorts so früh al» mög� lich geschieht und wir für Wohnung in der Zeit Sorge tragen können, denn zu Pfingsten ist der Fremdeubesuch hier sehr stark, und wir bekämen dann unsere Roth betreffs des Unterkommens, wenn die Delegirten sich zu spät anmelden. Als Congreßlokal ist der kleine Schießhaussaal bestimmt. Die Zusammenkunst der De� legirten erfolgt in der Knops'schen Restauration in der Judengaffe. Die Anmeldung der Delegirten erfolgt bei Unterzeichnetem. Also vorwärts, rüstet Euch, damit wir etwas Tüchtiges schaffen. Mit Gruß Th. Simon, Steinweg IIS. Alle Arbeiterblätter werden um Aufnahme des Obigen ersucht. lichen Mitgliederzahl emporgestiegen ist. Wie anderorts die Ge-i Nossen dahin streben, ihre Lage zu verbessern, so sind auch wir rm Begriff, durch Versammlungen und Diskussionen über Ge- schäftSangelegenheiten, sowie durch geschäftliche und politische Vor- träge unS zu vervollkommnen. Ebenso haben wir einen unentgelt- lichen Arbeitsnachweis errichtet, den wir allen Fachgenossen an- empfehlen, es findet derselbe jeden Abend in unserm Vereinslokale im Gasthofe„zum goldenen Sternen" am Tonhalleplatz hier von L— S Uhr statt, wohin auch alle Briefe zu richten sind. Der Präsident: Otto Wolters. Der Schriftführer: C. Lenz. NB. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um weitere Vev breitung gebeten. IHefkasicii der Redaktion. Roth tu Reichenberg: Nein!— A. G. in Hambur Correspondenzen. Verein der Sattler und Bernfsgeuosseu. Aerltu, 1. April. Monatsabrechnung der Centralkasse pro März. Einnahme: Von der Mitgliedschaft Berlin Thlr. 10. 23., Magdeburg Thlr.—. 20,, Stuttgart Thlr. 4., Hamburg Thlr. 5. 4., Barmen Thlr. 2. 17., Crimmitschau Thlr. 4., Leizig Thlr. 2. 14., Pirna Thlr. 4. 11., Hamburg Thlr. 3. 15., Summa Thlr. 37. 14. Ausgabe: Porto für versandte Briefe und Packete Thlr. 2. 3. 5. Abonnement des ofsiziellen Organs„VolkSstaat" Thlr.—. 7. 5. Gelbsendung nach Mainz zur Reiseunterstützung Thlr. S., Kassirer- Gehalt Thlr. 5., Summa Thlr. 12. 11. 5. Bilanz: Einnahme Thlr. 37. 14., Ausgabe Thlr. 12. 11. 5., bleibt Thlr. 15. 2. 5 Hierzu Bestand pro Februar Thlr. 90. 23. 5. Bleibt Bestand Thlr. 105. 26. oder Mark 317. 60. W. Wirths, Kassirer, Alexaudrinenstr. 116, SW. Den Vertrauensmännern diene hiermit zur Keuutniß, daß am 1. Mai d. der Jahresabschluß der Centtalkasse ist, folglich ist eS nothwendig, alle einzusendenden Abrechnungen sowie Gelder bis dahin in Richtigkeit zu bringen, später eingehende Gelder werden im Juni verrechnet. Sämmtliche Vorlagen zur Generalversamm luug find in kürzester Zeit einzusenden; eS wäre einzelnen Ber ttauenSmännern etwas mehr Eile zu empfehlen. Eingegangener offizieller Nachricht zufolge ist der Zuzug von Hamburg streng fernzuhalten, da die Meister dort die ll-stündige Arbeitszeit einführen wollen; in Glückstadt sind den Collegen die gestellten For derungen bewilligt. Aus Pirna ist noch kein weiterer Bericht ein- gegangen. In allen Mitgliedschaften, wo etwa Militärarbeit ist (hauptsächlich Cattouche und Tornister), werden die BerttauenS- männer ersucht, den Arbeitspreis einzusenden. Mit Gruß Im Namen des Vorstands: W. Wirths. Aarmeu. Berichtigung. Ja Nr. 35 des„Volksstaat" lautet mein Name irrthümlich Carl Schulter statt SchulteS, was hiermit berichtigt sein soll. Carl SchulteS, Berlinerstr. 53. MetallarbeitergewerkSgenosseufchaft. ßhemnitz Wir bringen hiermit zur Kenntniß, daß aller Wahrscheinlichkeit nach am Sonnabend den 3. April eine Arbeit»- einstellung der Metallschläger in Lechhausen erfolgt, welche sämmt- lich unserer Gewerkschaft angehören. Wir ersuchen deshalb die Bevollmächtigten sämmtliche? Mitgliedschaften, un« sofort alle disponiblen Gelder einzusenden, damit wir bi« zur Beschaffung wei- terer Mittel die nöthige Unterstützung verabfolgen können. Ge- werkSgenoffe«! Kommt e» hier zur Arbeitseinstellung, so ist e« daS -erste Mal innerhalb unserer Organisation� daß sämmtliche Be- thetligte der Gewerkschaft angehören. Hier oder nie gilt eS nun, voll und ganz für unsere Interessen einzutreten. Hier muß der Beweis geliefert werden, was man, wenn organistrt, zu leisten vermag, denn nur siegend darf Fried« geschlossen werden, und nur unter folgenden Bedingungen, die, wie sich Jeder überzeugen kann, äußerst mäßig sind: 1) Die deutschen Forme» follen nicht über 830 Blatt gestellt werden. Bisher waren sie beij einigen Meistern auf 870—920 Blatt gestellt. 2) Es sollen künftig nicht mehr wie 30 ordinäre Formen pro Woche geschlagen werden. Bei Nr. 2 und Sft/z Metall nur LS Formen pro Woche, wäS ungefähr eine Arbeitszeit von 60 Stunden pro Woche bedingt. Bisher wurde planlos in den Tag hineingearbeitet, nämlich von 32 bis zn 38 und 40 Formen, theilweise noch darüber; die« bedmgt eine Arbeitszeit von 65—70 und 72 Stunden pro Woche, wa« also gewiß einer Abänderung bedürftig ist. 3) Bezahlt soll werden ßrimmitschau, 24. März. In der Versammlung, welche die hiesigen Mitglieder der sozialdemokratischen Arbeiterpartei am 13. März abhielten, wurde die Vereinigung der beiden Arbeiterparteien Deutschlands im Anschlüsse an die Vor� läge der vorberathenden Commission in ausführlicher De� batte zu besprechen begonnen. Die im Cirkulär vom Ausschüsse aufgestellten 5 Punkte wurden zunächst angenommen. Der Name der Partei„Deutsche Arbeiterpartei" wurde abgelehnt, dafür „sozialdemokratische Partei" in Vorschlag gebracht, da gerade Punkt 1 deS Programms eine solche Benennung erfordere. Punkt 1 und 2 werden hierauf angenommen; ebenso Punkt 3 ad 1. Ueber Punkt 3 ad 2 wird die Beschlußfassung ausgesetzt; seiner Wichtigkeit halber soll dieser Paukt in einer demnächstigen Ver- sammlung ausführlicher besprochen werden. Punkt 3 ad 3 wird in folgender Fassung angenommen:„Allgemeine Wehrhaftigkeit VolkSwehr an Stelle der stehenden Heere. Entscheidung über Krieg und Frieden durch da« Volk." („Crimmitschauer Bürger- u. Bauernfteund.") Meicheulach i. V. Eine Anzahl Parteigenossen auS ver schiedenen Orten des VoigtlandeS wünschen, daß der Vereinigung« Congreß wegen nicht unbedeutender Opfer an Zeit und Geld zu Pfingsten abgehalten werde, sowie, daß eine Aenderung deS Z 1 der Organisation vorgenommen werde, dahingehend, daß ein Mi nimalsteuersatz bez. der Parteiangehörigkeit bestimmt werden möge, und daß statt„Wer längere Zeit" eine bestimmte Zeit(etwa 3 Mo nate) zu setzen sei. Ka««over. Sozialdemokratischer Wahlverein. Alle Gesinnungsgenossen des 8. hannöverschen Wahlkreises werben er sucht, behufs einer umfassenden Agitation ihre Adressen oder dies bezüglichen Correspondenzen an Unterzeichneten zu senden. Im Auftrage deS AgitationScomitöS: A. Petzsch. per Adresse: Herr Gastwirth Bartling, Knochenhauerstr. 59. Quittung für diese Nummer unmöglich.— der Expedition. Kölln in WandSbeck: Ihre Annonce kam für d Freitagsnummer zu spät. Kblr. in Magdeburg; Ihr Brief ist an d« Ausschuß abgesandt. W. Tölcke Iserlohn: Die Verspätung liegt an d« Pofiverbindung resp. an den Abgang der Bahnzüge von hier nach dn! 5. H. in Paris: Ist angekommen. Quittung. der Expedition. V. Wlf hier Ab 1.60. I. B. Hrtmnn Mainz A 16.40. G. HnrchS Ab. 45.00. Brnnmr Göppingen Schr. 26 91. Hlt Schöneck Ab. 2 50. Stffl Hamburg Ann. 0.50. Hsnstn u. Bglr hil Ann. 1.80. Fachver. der Holzarb. Graz Ab. 5.10. F. Lndr Graz Al 5.10. K. Brc Wien Ab. 3 40. Schneidergewerksch. Leipzig Ann. 2." Sämmtliche Gewerlsch. hier Ann. 0.30. Wtt hier Schr 1.03. Krisch Dresden Ab. 3.50. Slbrbrn Eßlingen Ab. 15 20, Schr. 3.00. Arb Bild-Ber. Glagnitz Ab. 5.20. Arb.. Bild.-Ber. Proßnitz Ab. 4.5l Hntrmr Wiesbaden Schr. 0 70. Bttchr hier Ab 1.35. Fachver. d« Manufakturarbeiter in Jägerndorf Ab. 6.00. A. Fnk hier Ab. 3.75 Mßlwtz hier Ab. 1.80. F. Schwarzbach in Williamsburg Ab. 4.0i! für Ab. nach Mariaschein missen Sie noch 2 Dollar senden. Pffr hie Ab. 0.60. H. Fnnmnn Duisburg Ab. 25 00. Mhrhnn Barmen Schr 30.00. MnS Altona Ab. 3.00. Vgntz Stötteritz Ab. 48.20. Schst Lindenau Ab. 4.00. Tbnr hier Ab. 2 50. E. Hrsch PartS Ab. 25.20 Kirsch Forste Schr. 0.30. H Htbrnk Bielefeld Schr. 13.00. Zrgb Crimmitschau Ab. 60.00. Arb.-Bild.-Verein Loeben Ab. 3.67. Für die Hiuteriliebeueu Porck'S. Stollberg Augsburg bei einem blutrotben Tarokrennen 27.51. B. Arb.-Bild. Pfersee 3. 42. Fond f. pol.Semaßregelte. -Ber. Leipzig 4.75, v. F. T. Görlitz 15.00, R. Rmml An die Mitglieder der sozialdemokratischen Arbeiterpartei in Württemberg.! i Parteigen offen! ein. Durch den EinigungS-Congreß der deutschen Sozialdemokratie veranlaßt, sind wir von mehreren Seiten aufgefordert worden, die Landesversammlung der Mitglieder der sozialdemokratischen Arbeiter Partei in Württemberg vor dem EinigungS-Congreß der deutschen Sozialdemokraten stattfinden zu lassen. Laut Beschluß der verigen Landesversammlung soll die die« jährige in Reutlingen abgehalten werden, und haben deshalb unsere dortigen Genossen versprochen, für geeignete Lokalitäten zu sorgen. DaS Lande«-AgitationScomitö schließt sich dem Vorschlage der Göppinger, Reutlinger und Stuttgarter Parteigenössen an und beruft die Landesversammlung hiermit aus Sonntag, den 11. April nach Reutlingen E» fordert daher die Parteigenossen in Stuttgart, Göppingen, Unterkochen, Ulm, Pforzheim, Heiden. heim, Cannstatt, Kirchheim u. T., Tübingen, Schw.-Hall, Stockach, Magstadt, Berg, Reutlingen, Aalen, Gmünd, Tutt lingen, Sindelfingen, Eßlingen, Pfullingen, Ravensburg, Heilbronn, Wasseralfingen, Fellbach auf, sich durch Delezirte vertreten zu lassen, welche sich mit Man baten der Parteigenossen zu versehen haben. Die Staude des Beginnens der Landesversammlung, sowie da« Lokal für dieselbe wird in einer späteren Bekanntmachung in der„Süddeutschen Volkszeitung" und im„Volksstaat" angezeigt werden. Tagesordnung: 1) Bericht und Abrechnung des Lande« AgitationScomitöS, sowie Berichte der Delegirten. 2) Die Eint gung und daS Programm. 3) Wahl der Congreß- Delegirten. 4) Die Presse und die fernere Agitation. 5) Anträge und Ver 'chiedeneS. Parteigenossen! Es ist nothwendig, daß Ihr alle vollzählig auf der LaudeSversammlung vertreten seid, in einem Augenblicke, wo eS gilt, den Gegnern zu beweisen, daß ttotz aller Berstcherun- gen der Feinde die sozialdemokratische Bewegung in der Zunahme begriffen ist. Thut Eure Pflicht! Mit Gruß und Handschlag! DaS LandeS-AgitatijonScomitö. Stuttgart, 24. März 1875. NB, Briefe sind zu richten an Th. Krosch» Canzleistraße 38, i Treppen. für Formen von»2 Centimeter Breite an 23 Gr., unter 12 Cm- Hess«. Gerichlsweg 1.75. Wolf. Hohestr. 3.00. Alban«, Lütz°wstr. 10,00. iimeter 21 Gr., für Nr. 2 Metall 25 Gr., für Nr. 2'/,- Metall 26 Gr. Bisher ward bezahlt: für die 1. Gattung 17 Gr.,'für die 2. Gattung 15—16 Gr., für die dritte Gattung 19 Gr., für die 4. Gattung 20 Gr. 4) Jir keiner Werkstatt darf vor 6 Uhr Morgen« begonnen werden. Jetzt beginnt die Arbeit sehr verschieden, jedoch meistens in der Zeit von»/«5 bis V>6 Uhr und dauert bis Abends 7 oder 8 Uhr. 5) Da« Lehrlingswefen soll einer dUrchgreisenden Reform unterworfen werden. Bisher herrschte auch in diesem Punkte eine heillose Unordnung. Für die BorortSverwaltung:' C. Schubert. Zürich, 28. März. Allen Fachgenossen zur Nachricht, daß sich hier seit dem 1. März ein Fach verein der Schlosser von Zürich und Umgebung gegründet hat, welcher jetzt schon zu einer ansehn- Erster Namensaufruf der AbonnementSrestanten Leipzig» und Umgegend. Jänel, Lacklerer, vraustr. 3, Mark 3,00. Ntemami, vor dem Wind- Zlenthor 11,35. Knöfel, Dresdener Bahn 3,25. Thiele, Wagen- kontrole dJ-DreSd. Bahn 3,00. Schmidt, Dresd. Bahn 1,75. Winkler, Dresd. Bahn 8,50. Zirkenbach, Dresd. Bahn 5,25. Siebert 1,75. Retchenbach b. Becher 5,30. Knntze, Frankfurt erstr. 10,35. Kießling b. Perlitz 1,75. Richter, Friedrichstr. 10.30. Wagner, Friedrichstr. 8,75. Herchert, Schuhmacher 6,50. Paatsch, Restaurat. 3,50. Bretschneider, stuck.. 5,25. Müller, Former 3,00. Watzelt, Schneider 1,75. Ober- länder, Schneider 6,00. Linke, Schneider 6,60. GreNzdörfer, Wiesenstr. 2,40. Büchner,«uchdrmker 4,90. Steltzer, Reudnitz 7,00. Uhlich, Sieinsetzer 1,75. Httng, Buchdrucker 8,80. Seidel, Schriftsetzer 9,55. Ganter, Buchdrucker 6,30. Rudel 1,80. Sattler, Reudnitzerstr. 4,95. Jakdb, im Bad Mtldenstei» hier 3,50. Frei, Setzer 4,10. Böhme, Lakierer, Thalstr. 6,45. Wildeis, Thonberg 3,50. Franke, Böttcher 2,60. Türk, Lindenau 12,10. Fiedler, Maurer 2,40. Herbst, Maurer 8,55. (Forts, folgt.) die Beitreibung Nach dreimaligem vergeblichem Namensaufruf wird die durch den Anwalt vollzogen werden. Die Expedition deS„Volksstaat" Zeiherstraße 44. Antbeilscheine F. S. 8.00, M. M. 3.00. GenossenschastSbnchdruckerei. bez. Antheilquittungen erhielten serner: In Eßlingen M. 3.00, W. M. 3.00, W. D. 3.00, F. K. 3.00,"" Anzeigen 2c« mma Dienstag, den 6. April, Abend» halb 9 Uhr, bei Happelmann: Oeffentlichc Schuhmacher-Versammlung. Referenten: Hartmann. Auer._ Joachim Bartels.[50] Berlin Wahlverein der sozialdemokratischen Arbeiterpartei. Montag, den 5. April, Abend« 8 Uhr: Große Versammlung Brückenstraße 10a, Caft Mittelhaus, im Gartensalon. Tagesordnung: Die Wege zur Berwirklichung der gemeinsamen Wohl- fahr! Vortrag des Herrn vr. Theodor Stamm. Verein«- und Gesinnungsgenossen! Neue unerwartete Hindernisse stellten sich nach fester Abmachung mit dem Wirth entgegen. Da« scholl gemietbete BereinSlokal wurde un» entzogen. Ein neue« feste« könnell wir nur dann erwerben, wenn die Genossen vollzählig am Platze sind. Montag darf Keiner fehlen!__ Der Vorstand.[1.20] ft-ttnäliitk-ii»! Sonnabend, den 10. April, im Pralendoff l'Uuy Ulli III(früher Poppenhageo«), Ecke vom Heiligengeistseld und Neuen Pferdemarkt: 50. Geburtstagsfeier Ferdinand Lassalle's Große« Concert und Ball. Karten a 4 Schill, sind in allen bekannten Wirthschaften, sowie bei den Comitömitgliedern zn haben. Kassenprei» 6 Schill. Saalösfnnng halb 8 Uhr, Anfang halb 9 Uhr. Da» Comitö.(2251 förfttvk Die hiesige Filiale de«„Bollsstaat" befindet sich nicht mehr Michaelistr. 3, sondern Michaelistr. 44 im Hankel'« schen Hau» Part. ES werden zu jeder Zeit Abonnement« angenommen. _ Wilhelm Hesse, Former. 1401 ftrttttliiti»«* Gewerkschaft der Holzarbeiter. �kUIUlIlUg Mittwoch, den 7. April, Abend« 3 Uhr: General- Versammlung im Schoppenstehl 22.— Tagesordnung: 1) Abrechnung. 2) Revisionsbericht. 3) Wahl eine« Bevollmächtigten und Kassirer«. Der Bevollmächtigte. s50s Oo« tili et Gewerkschaft der Maurer und Zimmerer. Dienstag, den 6. April: Versammlung bei H aase, Mühl- gasse 1.— Tagesordnung: Vortrag. Wochenbericht. Der Bev.]30] Oiethvirt Montag, den 5. April, Abend« 8 Uhr: Gesellige Znsammenknoft mit Damen bei Jacobi, Roseuthalgasse(früher Zahn), wozu die Miiglteder de« soz.-dem. Arbeiterverein» eingeladen werden. sl.OOj Oeeltliltt Gewerkschaft der Schuhmacher. Montag, den 5. April, Abends p»nlt 8 Uhr: Geschlossene Mitgliederversammlung bei Hrn. Schreiber.— T. O.; Gewerkschaft«- und Krankenkassen- Bericht. Fortsetzung der Statutenberathung und Schriftführerwahl. Zahlreiche» Erscheinen ist selbstverständlich._ D. B.[60] Mittwoch. Arbeiterbildungsverein. Jede« Mitglied muß am Platze sein. Agitation«-Tomitv. den 7. April, Abend» 3 Uhr, Sitzung im D. v.[40] West-Deutschlaud Xnt. wund em Westdeutscher Arbeitertag statt.— T.-O.: Der Congreß der dentschen Sozialisten.— Die westdeutschen Parteigenossen beider Fractionen wollen die Wahl vvn Delegirten zum Arbeiteitage sofort vorbereitm. Nähere» folgt in nächster Nummer. Im Austtage: C. W. Tölcke(Iserlohn).[90] ÄkmefaHt Vorläufige Anzeige. ,0IUIUUU Die hiesigen Parteigenossen beadfichtigen den 13. und 14. Juni ein Volksfest mit Boltslottene abzuhalten. Parteigenossen, welche gesonnen sind sich am Feste zu betheiltgen, werden ersucht, ihre Adressen dem BertranenSman» Carl Ebert, Zwickau, Leipzigerstraße Nr. 389, einzusenden._____ Das Co mite.[1.60] Rich. C. I. Wolf. Meine nunmehrige Adresse lautet: Hamburg, Breite Str. 4, 1. St.[50] Wir empfehlen den Lesern de»„VolkSstaat", sowie überhaupt einem Publikum, daß sich für die heutigen gesellschaftlichen Zustände interessirt da« Lesen der in unserem Berlage in Berlin erscheinenden „Social-Uolitischm Mütter" zum Abonuemeut. Der Abonnementsprei« beträgt für wöchentlich einmalige Lieferung pro Quartal 10 Sgr., Pro Monat 4 Sgr. Abonnementsprei« in Monats- heften ist 4 Sgr. pro Heft. Colporteure und Buchhändler erhalten entsprechenden Rabatt. Bestellungen nehmen alle Buchhändler und Colporteure, sowie ans Wochenlieferungen auch alle Postanstalten entgegen. Berlin im Dezember 1874.(w.)[400] {Redaktion und Expedition de»„Renen Social-Demokrat". Berantwortlichcr Redakteur: R. Seiffert. Redaktion Hohestraße 4, Expedition Zeitzerstraße 44, in Leipzig. Druck und Verlag der ÄenoffenschastSbuchdruckerei in Leipzig.